wissens-quiz-spiel - FORUM Umweltbildung

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M 02
WISSENS-QUIZ-SPIEL
AUFGABENSTELLUNG:
a. Verschaffen Sie sich einen kurzen Überblick über die u. a. Fragen.
b. Versuchen Sie passende Antworten auf u. a. Fragen zu finden – Sie dürfen auch raten!
c. Diskutieren Sie Ihre Antworten bzw. Vermutungen ausführlich mit der Person neben Ihnen.
1. Was verbraucht mehr Strom im Jahr? Ein TV-Gerät das 2 Stunden pro Tag eingeschalten ist oder eine Minibar in
einem Hotelzimmer. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Stromverbrauch und der CO2-Belastung?
2. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ hat seine Wurzeln in der Forstwirtschaft, wo er besagt, dass nicht mehr Holz gerodet
werden soll als nachwächst, damit auch nachkommende Generationen genügend Holz zur Verfügung haben. Wie
würden Sie mit diesem Wissen den Begriff „Nachhaltig Wirtschaften“ definieren?
3. Im Zusammenhang mit dem Begriff Nachhaltigkeit wird oft von den „Drei Säulen der Nachhaltigkeit“ gesprochen. Von welchen Säulen ist hier die Rede?
4. Welche konkreten Maßnahmen kann beispielsweise ein Hotel umsetzen, um seinen Betrieb „nachhaltiger“ zu
gestalten?
5. „Cradle to Cradle“ heißt übersetzt „von der Wiege in die Wiege“. Was bedeutet das in Bezug auf die Herstellung
von neuen Produkten?
6. Ist es möglich ein Hotel mit Null-Energie-Bilanz zu bauen? Was bedeutet Null-Energie-Bilanz in diesem Zusammenhang?
FORUM Umweltbildung
www.umweltbildung.at > Initiativen > Nachhaltigkeit und Wirtschaft
M 02
MUSTERLÖSUNG – WQS
AUFGABENSTELLUNG:
a. Verschaffen Sie sich einen kurzen Überblick über die u. a. Fragen.
b. Versuchen Sie passende Antworten auf u. a. Fragen zu finden – Sie dürfen auch raten!
c. Diskutieren Sie Ihre Antworten bzw. Vermutungen ausführlich mit der Person neben Ihnen.
7. Was verbraucht mehr Strom im Jahr? Ein TV-Gerät das 2 Stunden pro Tag eingeschalten ist oder eine Minibar in
einem Hotelzimmer. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Stromverbrauch und der CO2-Belastung?
Eine Minibar1 verbraucht durchschnittlich rund 152 kg CO2 /Jahr (24 Std. in Betrieb). Im Vergleich dazu verbraucht ein TV-Gerät2, welches ca. 2 Std./Tag in Betrieb ist, durchschnittlich nur rund 28 kg CO2 /Jahr. Ja, da
Kohlenstoffdioxid (CO2) bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Brennstoffe entsteht, z.B. von fossilen Energieträgern. Die Menge des erzeugten CO2 ist vom eingesetzten Brennstoff und der Effizienz (Wirkungsgrad) des
Kraftwerks abhängig.
1. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ hat seine Wurzeln in der Forstwirtschaft, wo er besagt, dass nicht mehr Holz gerodet
werden soll als nachwächst, damit auch nachkommende Generationen genügend Holz zur Verfügung haben. Wie
würden Sie mit diesem Wissen den Begriff „Nachhaltig Wirtschaften“ definieren?
Unternehmen kommt bei der Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung eine zentrale Rolle zu, da sie mit
ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit auf vielseitige Weise das Leben der Menschen sowie der Umwelt beeinflussen und daher wesentliche Verantwortung ihrer Handlungen tragen. Nachhaltig Wirtschaften bedeutet daher
ökonomische Ziele von Unternehmen mit ihrer sozialen Verantwortung sowie Aspekten des Umweltschutzes
zusammenzuführen.
Am derzeitigen Höhepunkt dieser Entwicklung stehen sogenannte „Social bzw. Sustainable Entrepreneure“,
welche der ökonomischen Zielsetzung nicht mehr oberste Priorität einräumen, sondern stattdessen versuchen
mit kreativen (Produkt-/Dienstleistungs-)Innovationen zur nachhaltigen Lösung gesellschaftlicher Probleme
beizutragen (weitere Informationen siehe Kapitel 2).
2. Im Zusammenhang mit dem Begriff Nachhaltigkeit wird oft von den „Drei Säulen der Nachhaltigkeit“ gesprochen. Von welchen Säulen ist hier die Rede?
Ökologische, ökonomische, soziale Säule – auch als „Nachhaltigkeitsdreieck“ oder „Triple Bottom
Line“ bekannt (weitere Informationen siehe Kapitel 2)
3. Welche konkreten Maßnahmen kann beispielsweise ein Hotel umsetzen, um seinen Betrieb „nachhaltiger“ zu
gestalten?
Beispiel Boutiquehotel Stadthalle: Installation von Photovoltaik- und Solaranlage sowie einer Wasser-Wärmepumpe, Brunnen, permanente Frischluftzufuhr in den Zimmern, Luftabsaugung – Wärmerückgewinnung,
1
Der durchschnittliche Verbrauch einer Minibar variiert sehr stark. Der CO2-Ausstoß wurde daher auf Basis eines Durchschnittswertes
errechnet (höchster Wert 438 kWh, niedrigster Wert 77 kWh, Ø 258 kWh/Jahr – entspricht einem CO2-Ausstoß von 152 kg/Jahr).
2
Es wurde der Durchschnittsverbrauch eines 40 Zoll TV-Gerätes berechnet. Basis für die Berechnung waren 42 unterschiedliche TVGeräte von LCD bis Plasma mit einem Verbrauch zwischen 35,5 kWh und 93,5 kWh. Ein durchschnittliches Gerät verbraucht demnach 49 kWh
bei einer Betriebszeit von zwei Stunden – entspricht einem CO2-Ausstoß von 29 kg/Jahr.
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Wassersparsystem in Duschen und Toiletten, ausschließlich biologisch abbaubare Reinigungsmittel, Microfasertücher zum Reinigen, Zimmerkartenstecksystem (Strom schaltet sich selbstständig aus, so bald die Karte
ausgesteckt wird), keine Minibar in den Zimmern (spart 2024 kg CO2 /Jahr), biologisches/regionales Frühstück,
Lavendeldach (u.a. zur Wärmedämmung, Ernte wird als Rohstoff für Seife, Likör etc. verwendet), 10 % Bonus
für Gäste, die mit dem Fahrrad/Zug anreisen
4. Ist es möglich ein Hotel mit Null-Energie-Bilanz zu bauen? Was bedeutet Null-Energie-Bilanz in diesem Zusammenhang?
Recycling-/Returnity Konzept, alles wird zu seinem Ursprung zurückgeführt (weitere Informationen siehe Kapitel 2)
5. Ist es möglich ein Hotel mit Null-Energie-Bilanz zu bauen? Was bedeutet Null-Energie-Bilanz in diesem Zusammenhang?
Ja, siehe Boutiquehotel Stadthalle Wien. Innerhalb eines Jahres wird gleich viel Energie selbst erzeugt wie verbraucht wird. Im Boutiquehotel Stadthalle z.B. durch Grundwasserwärmepumpe, Photovoltaikanlage, Solaranlage. Drei Windräder warten noch auf eine Genehmigung.
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