PROGRAMM - Beethoven Orchester Bonn

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Wir spielen für Dich!
5. FREITAGSKONZERT
Freitag, 27. Februar 2015, 20 Uhr
Beethovenhalle
Winterträume
Denis Kozhukhin Klavier
Beethoven Orchester Bonn
Vassily Sinaisky Dirigent
PROGRAMM
Wir spielen für Dich!
Musik macht
glücklich!
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Foto: Thilo Beu
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Programm
Winterträume
Alexander Borodin (1833-1887)
Ouvertüre zur Oper „Fürst Igor“ (1869-1887)
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Konzert für Klavier und Orchester
Nr. 5 Es-Dur op. 73 (1808-1809)
Allegro
Adagio un poco moto
Rondo. Allegro ma non troppo
PAUSE
Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893)
Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 „Winterträume“ (1866)
Allegro tranquillo. „Träumerei auf winterlicher Fahrt“
Adagio cantabile. „Raues Land, Nebelland“
Allegro scherzando giocoso
Andante lugubre – Allegro moderato – Allegro maestoso
Denis Kozhukhin Klavier
Beethoven Orchester Bonn
Vassily Sinaisky Dirigent
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Programmhefte
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19.25 Uhr: Konzerteinführung mit Heidi Rogge
Besetzung
Alexander Borodin (1833-1887)
Ouvertüre zur Oper „Fürst Igor“
Uraufführung am 4. November 1890 in St. Petersburg
3 Flöten (3. auch Picc)
2 Oboen
2 Klarinetten
2 Fagotte
Pauke
Streicher
4 Hörner
2 Trompeten
3 Posaunen
1 Tuba
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73
Uraufführung am 28. November 1811 in Leipzig
2 Flöten
2 Oboen
2 Klarinetten
2 Fagotte
Pauke
Streicher
Solo-Klavier
2 Hörner
2 Trompeten
Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893)
Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 „Winterträume“
Uraufführung am 3. Februar 1868 in Moskau
3 Flöten (2 + Picc)
2 Oboen
2 Klarinetten
2 Fagotte
Pauke, Schlagzeug
Streicher
4
4 Hörner
2 Trompeten
3 Posaunen
1 Tuba
Leidenschaftliche Ouvertüre
Alexander Borodin zählt zu den ungewöhnlichsten und vielseitigsten Begabungen in der russischen Musikgeschichte. Er
meinte einmal: „Für andere ist die Komposition Aufgabe, Arbeit,
Pflicht, bedeutet sie das ganze Leben; für mich ist sie Ruhe,
Spaß, eine Laune, die mich von meinen offiziellen Pflichten als
Professor, Wissenschaftler ablenkt.“ Umfassend gebildet, kam
er früh mit klassischer Musik in Berührung, studierte jedoch
zunächst Medizin und war lebenslang erfolgreich als Mediziner, Forscher und Chemiker tätig. Erst spät kam seine musikalische Begabung zur vollen Entfaltung. Besonders wichtig war
dabei im Jahr 1864 die Begegnung mit Balakirew. Dieser
vereinte in St. Petersburg in der Gruppe des ironisch genannten „Mächtigen Häufleins“ verschiedene Komponistenfreunde,
darunter Mussorgski, Rimski-Korsakow und eben auch Borodin.
Das „Mächtige Häuflein“: Mili Balakirew, Alexander Borodin, Modest
Mussorgski, César Cui, Nikolai Rimski-Korsakow (im Uhrzeigersinn)
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Es ging um die Begründung einer neuen russischen Musik –
und darum, westliche Einflüsse abzuschütteln. Sie selbst nannten sich die „Novatoren“. Trotz seines anstrengenden Hauptberufes avancierte Borodin nach dem Erfolg seiner ersten
Sinfonie im Jahr 1869 zu
einem der wichtigsten Komponisten Russlands.
Als ihm sein Freund Wladimir
Stassow das Szenarium für
die Oper „Fürst Igor“ zusandte, antwortete Borodin noch
am selben Tag: „Mir erscheint
das Sujet ganz ungeheuerlich
und nach meinem Geschmack.
Werden meine Kräfte auch
reichen? Ich weiß nicht. Wer
Alexander Borodin
die Wölfe fürchtet, soll nicht
in den Wald gehen. Ich
probiere es.“ Der Stoff der Oper ist einem altrussischen National-Epos, dem „Igor-Lied“ aus dem 12. Jahrhundert, nachempfunden. Fürst Igor versucht in einer kühnen, aber unüberlegten
Handlung, den Mongolenstamm der Polowetzer zu überfallen –
und gerät dabei in Gefangenschaft. Borodin war fasziniert von
dem Thema und äußerte, alles darin entspräche seinem Talent
und seinem künstlerischen Naturell: „Breite, epische Themen,
nationale Elemente, eine große Vielfalt bei den handelnden
Personen, Leidenschaft, Dramatik und die ganze Farbenpracht
des Orients.“
Er stürzte sich in die Arbeit. Aber seine Kräfte (und vor allem
seine Lebenszeit) reichten nicht aus, um die Oper zu vollenden.
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Foto einer Bühnen-Skizze von Nicola Benois für eine Produktion
von Borodins „Fürst Igor“ der Chicago Lyric Opera (Oktober 1962)
Als Borodin mit 54 Jahren starb, war sie noch ein Torso. Sie
wäre nie zur Aufführung gelangt, wenn nicht Glasunow und
Rimski-Korsakow die zahllosen Bruchstücke, Entwürfe und Skizzen zusammengefügt und in zweijähriger kompositorischer
Ergänzungsarbeit fertiggestellt hätten. Glasunow schrieb in
einem Memorandum: „Wahrscheinlich in Vorahnung seines
nahen Todes, sagte er uns: ‚Nein, ich sehe, daß ich meine Oper
nicht beenden kann, ihr beiden müßt sie nach meinem Tode
fertigstellen.‘ Nach dem Hinscheiden Borodins, am 15. Februar
1887, erinnerten wir uns dieses seines letzten Wunsches und hielten es für unsere Pflicht, im Andenken an unseren Freund seine
Schöpfung zu Ende zu führen. Unsere Aufgabe war sehr schwer
und verantwortungsvoll.“
In der Ouvertüre erklingen wesentliche Themen und Motive des
vier Akte umfassenden Musikdramas. Sie werden in einer fast
klassischen Sonatensatzform verarbeitet. Fallende Sekunden
im Bass sind in den Einleitungstakten die Keimzellen für die
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Motivik und ein Symbol für den gestörten Seelenfrieden Igors.
Ein Unheils-Motiv und vor allem die kriegerischen Polowetzer
Fanfaren bestimmen den weiteren Verlauf des musikalischen
Geschehens. Das Liebesdrama zwischen dem Sohn Igors und
der Tochter des feindlichen Khans beleuchtet Borodin nur kurz
mit einigen Zitaten aus den später folgenden Akten der Oper.
Eine alles überstrahlende elegische Melodie nimmt dann breiten Raum ein. Sie steht für die Liebe Igors zu seiner Frau, von
der ihn Krieg und Gefangenschaft so lange trennen. Igors
Ruhm und seine wiedererlangte Freiheit beschließen die
Ouvertüre.
Eines der schwierigsten aller existierenden
Konzerte
„Ludwig van Beethoven, […] beflissen nur seiner Kunst, begierig, sich in ihr zu vervollkommnen, zu ringen mit Virtuosen und
unter ihnen der erste zu werden.“ So charakterisierte Hugo von
Hofmannsthal einmal Beethoven, der ein exzellenter Pianist
war. Als Beethoven 1792 in Wien eintraf, war er noch ein Fremder in der großen Stadt. Der Konkurrenzdruck war groß. Er trat
regelmäßig in Konzerten auf und wollte „die hiesigen Klaviermeister in Verlegenheit“ bringen. Als Komponist erweiterte er
die Gattung des Klavierkonzertes konsequent mit eigenen
Akzenten, auch wenn ihm die zunehmende Taubheit mehr und
mehr Sorge bereitete. Gewagt verfolgte er die Vision einer
neuen Klavierwelt – hinter der er seine Vorgänger weit zurückließ. Oft sprengte er die damals übliche Form und schuf Dramatik pur, getreu seines Mottos: „Alle echte Kunst ist moralischer
Fortschritt.“
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Willy Faßbender, Beethoven beim komponieren im Studierzimmer (1928)
Ende 1808 bis 1809 schrieb er sein fünftes Klavierkonzert – zu
jener Zeit, als seine Existenz in Wien gesichert war: Von seinen
adeligen Gönnern (Erzherzog Rudolph, Fürst Ferdinand Kinsky
und Fürst Franz Josef Lobkowitz) erhielt er die Zusage, jährlich
4.000 Gulden zu bekommen. Aber es war auch die Zeit, als Wien
noch von französischen Truppen bombardiert wurde. Oft musste sich Beethoven im Keller seines Hauses verkriechen – und
meinte angeblich einmal, er würde dem Feind schon gehörig
einheizen, wenn er von Kanonen ebenso viel verstünde wie von
Kontrapunkt. Veröffentlicht wurde das Konzert 1810 in London
und erhielt dort den Beinamen „Emperor“. Die Widmung ging
an Erzherzog Rudolph. Uraufgeführt wurde es am 28. November
1811 im Leipziger Gewandhaus. Da Beethovens fortgeschrittene Ertaubung es ihm nicht mehr ermöglichte, das neue Werk
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selbst der Öffentlichkeit zu präsentieren, spielte der heute weitgehend vergessene Pianist Friedrich Schneider den Solopart.
Beethoven versah die Partitur daher mit genaueren Anweisungen als sonst. Die „Allgemeine Musikalische Zeitung“ schrieb
über das Werk: „Zweifellos eines der originellsten, phantasiereichsten und wirkungsvollsten, aber auch eines der schwierigsten aller existierenden Konzerte.“
Das majestätische Werk ist eine einzigartige Mischung aus brillantem Klaviersatz, formaler Perfektion und ausgeklügelter
Thematik. All das wird mit großer intellektueller Logik entwickelt. Kämpferisch setzt das Klavierkonzert ein, mit drei titanischen Akkorden, denen der Solist jeweils einen virtuosen
Ausbruch entgegensetzt. Neuartig in diesem kraftvollen und
sehr ausgedehnten Kopfsatz: Beethoven verzichtet auf die übliche freie Solokadenz – nachdem die Haupt- und Nebengedanken von Orchester und Pianist lange Zeit auf dramatische
Weise hin und her wechseln, folgt eine Überleitungsepisode,
die direkt in den fulminanten Höhepunkt mündet.
Über den folgenden Satz berichtete sein Schüler Carl Czerny:
„Als Beethoven dieses Adagio schrieb, schwebten ihm die religiösen Gesänge frommer Wallfahrer vor.“ Der in sich dreiteilige Satz
gibt sich ganz nach innen gekehrt, ohne Pauken und Blechinstrumente. Er wirkt wie eine freie Improvisation mit Variationen über ein hymnenhaftes Thema. Wie unter Nebelschleiern
verbindet sich der meditative Solopart mit dem choralartigen
Streichersatz. Das überraschend hereinbrechende Finale kehrt
zum triumphalen Gestus des Beginns zurück. Donnernd setzt
Beethoven in diesem Rondo massiv aufsteigende Akkorde ein,
außerdem koboldhafte Phrasen und weitere kontrastreiche
Klänge. Gegen Ende des Satzes scheint es fast so, als sei sämtli-
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che vitale Energie verbraucht: Pauke und Klavier dunkeln wie in
einer dumpfen Kriegsmusik die Stimmung harmonisch und
klanglich ein. Doch der Pianist macht mit stürmischen Skalenläufen den Weg frei für die finalen Orchesterfanfaren, die den
optimistischen Charakter des Konzertes noch einmal bestätigen.
Rondothema im 3. Satz
Russisches Wintermärchen
Pjotr Iljitsch Tschaikowski bemerkte über seine erste Sinfonie:
„Ich habe eine Schwäche für diese Sünde meiner süßen Jugendzeit.“ Er hatte zunächst Jura studiert, entschied sich aber dann
für die Musikerlaufbahn. Seine Werke wurden von der Komponistengruppe „Mächtiges Häuflein“, den russischen Kulturhütern, kritisch beäugt. Aber Tschaikowski orientierte sich an der
Traditionslinie Berlioz-Liszt und an der deutschen klassischromantischen Sprache. Die nationale Ausrichtung lehnte er
dennoch nicht ab. Gegenüber seinen Kritikern verteidigte er
sich mit den Worten: „Daß ich das russische Element in all
seinen Erscheinungsformen leidenschaftlich liebe, mit einem
Wort, daß ich im wahrsten Sinne des Wortes Russe bin.“ Und das
war er – aber eben ein europäischer Romantiker Russlands, ein
westlich-orientierter Kosmopolit im Gegensatz zu den Nationalrussen.
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Tschaikowski litt sehr darunter, nicht so zu sein, wie die Gesellschaft es von ihm erwartete. Oft verfiel er in große Melancholie. Diese Spannungszustände wirkten auch auf seine Musik mit
ihren häufigen Stimmungswechseln. So meinte er einmal, dass
es „keinen einzigen Takt“
gäbe, „den ich nicht durchgefühlt hätte, und der nicht
Widerklang meines innersten
Seelenlebens wäre“. Seine
erste Sinfonie begann er
1866 im Alter von 26 Jahren.
Er hatte damals bereits einen
Lehrauftrag am neugegründeten Moskauer Konservatorium inne, den er aber als
lästig empfand. Doch er
Der junge Tschaikowski (um 1874)
brauchte das dort verdiente
Geld, um auch in Ruhe
komponieren zu können. Allerdings nahm ihn seine Tätigkeit
tagsüber komplett in Anspruch, sodass er nachts an der Sinfonie schrieb. Dieser kräftezehrende Zustand konnte nicht lange
anhalten: Schon bald litt er an Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche und Halluzinationen – ein Arzt sah ihn sogar bereits
„am Rande des Wahnsinns“. Die Sinfonie stellte Tschaikowski
dann erst in den erholsamen Sommerferien fertig. Nach mehreren Umarbeitungen und Voraufführungen einzelner Sätze
erklang die komplette Sinfonie erstmals im Februar 1868 in
Moskau – und wurde sowohl vom Publikum als auch von den
Kritikern positiv aufgenommen. Tschaikowski selbst war der
Meinung, dass sie zwar in vieler Hinsicht recht unreif sei, „aber
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im Grunde gehaltvoller und besser als andere, reifere.“
Tschaikowski gab der Sinfonie den Titel „Winterträume“. Die
ersten beiden Sätze erhielten noch plastischere Untertitel:
„Träumerei auf winterlicher Fahrt“ und „Raues Land, Nebelland“, wobei letzterer den grauen Winter Moskaus beschreibt –
in den Worten des Tschaikowski-Biographen Kurt Pahlen den
„Schnee, der alle Laute verschluckt, die eingehüllten Menschen,
die wie fremd, wie im Traum, aneinander vorübergehen“. Selbst
in den beiden Finalsätzen mit rein musikalischen Bezeichnungen assoziiert die Musik ein russisches Wintermärchen. Zahlreiche volkstümliche Elemente hat Tschaikowski in die Partitur
eingewoben. Und in dieser ersten Sinfonie finden sich bereits
einige Züge seiner späteren Kompositionen: „Tief in der
Heimaterde verwurzelt singt er ihr Lied; sein echt russisches Herz
ist dem jähen Wechsel von Freude und Leid unterworfen, von
Ivan Constantinovich Aivazovsky, Kleiner russischer
Ochsenkarren im Winter (1866)
13
Aleksander Orłowski, Troika (1825)
wilder Ausgelassenheit […] und herzzerwühlender Verzweiflung.“
Der erste Satz präsentiert sich als eigenwilliger Sonatensatz,
denn die beiden folkloristisch geprägten Hauptthemen werden
bereits in der Exposition durchführungsartig verarbeitet. Die
Träume von einer Troika-Fahrt durch eine verschneite russische Winterlandschaft werden durch effektvolle Steigerungen
geschildert, bis der Satz verhalten ausklingt. Im Adagio, dem
Herzstück der Sinfonie, bringt die Oboe eine elegische Weise.
Der Orchestersatz wird immer weiter ausgeschmückt, indem
die anderen Instrumente in die schwermütige Klage über die
Trostlosigkeit der nebelverhangenen Landschaft einstimmen.
Das virtuose Scherzo lässt ein wenig Mendelssohns „Sommernachtstraum“ aufflackern: Flüchtige Vorstellungen scheinen
hier durch den Sinn des müden Wanderers zu huschen, ausgedrückt durch eine leichtfüßig-flirrende, wirbelnd-kreisende
Musik. Als eingeschobenes Trio dient ein schwärmerischer
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Aleksander Orłowski, Aufforderung zum Tanz (1825)
Walzer. Der tänzerische Finalsatz basiert auf einem Volkslied
über blühende Blumen, das in der langsamen Einleitung in
Moll erscheint, das zweite Thema bildet und in der Coda
wiederkehrt. Immer mehr weitet sich der Klang zum Bild eines
rauschhaften Volksfestes, von Tschaikowski in einem großartigen Fugato realisiert.
Heidi Rogge
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Wir spielen für Dich!
DREIGESTIRN
der KLASSIK
So 22.03.2015
18 Uhr, Beethovenhalle
Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 100 G-Dur
„Militär-Sinfonie“
Wolfgang Amadeus Mozart
Non più, tutto ascoltai –
Non temer, amato bene
Voi avete un cor fedele
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur „Eroica“
Hannah Morrison Sopran
Beethoven Orchester Bonn
Stefan Blunier Dirigent
www.beethoven-orchester.de
Foto: Paul Marc Mitchell
DENIS KOZHUKHIN
Denis Kozhukhin
Denis Kozhukhin errang internationalen Bekanntheitsgrad,
als er 2010 den ersten Preis des Königin-ElisabethWettbewerbs in Brüssel gewann. Seitdem ist er bereits bei
vielen renommierten Festivals und Konzerthäusern aufgetreten, u. a. beim Verbier Festival, wo er 2003 den Prix d'Honneur
gewann. Außerdem war er beim Progetto Martha Argerich in
Lugano, beim Rheingau Musik Festival, beim Internationalen
Kammermusik-Festival in Jerusalem, in der Carnegie Hall, im
Gewandhaus Leipzig, im Herkulessaal München, im Auditorio
Nacional Madrid, in der Accademia Nazionale di Santa Cecilia
Milan und im Auditorium du Louvre Paris zu hören.
In 2014/2015 debütiert er mit dem Chicago Symphony Orchestra, dem Philadelphia Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, dem Houston Symphony Orchestra und dem Orquestra
Sinfônica do Estado de São Paulo.
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2014 ist er mit dem St. Petersburg Philharmonic Orchestra
unter Juri Temirkanow auf USA-Tournee gegangen und hat
u. a. Konzerte in der Carnegie Hall, im Concertgebouw Amsterdam, der Tonhalle Zürich und der Wigmore Hall gegeben.
1986 in Nischni Nowgorod, Russland, in eine Musikerfamilie
geboren, erhielt Kozhukhin seinen ersten Klavierunterricht im
Alter von vier Jahren von seiner Mutter. An der Balakirev
Musikschule wurde er anschließend von Natalia Fish unterrichtet. Von 2000 bis 2007 studierte er am Konservatorium Reina
Sofía in Madrid bei Dimitri Bashkirov und Claudio MartinezMehner. Sein Diplom als bester Student seines Jahrgangs
wurde ihm von der spanischen Königin persönlich überreicht.
Nach seinem Studium in Madrid wurde Kozhukhin eingeladen,
an der Klavierakademie am Comer See zu studieren, wo er
Unterricht unter anderem bei Fou Ts'ong, Stanislav Yudenitch,
Peter Frankl, Boris Berman, Charles Rosen und Andreas Staier
erhielt. Er schloss sein Studium bei Kirill Gerstein an der Musikhochschule Stuttgart ab. Kozhukhin gewann 2009 den ersten
Preis des Vendôme Wettbewerbs in Lissabon.
Kammermusikalisch hat Kozhukhin bereits unter anderem mit
Leonidas Kavakos, Renaud und Gautier Capuçon, Julian Rachlin, dem Jerusalem Quartett, dem Pavel Haas Quartett, Radovan Vlatkovic, Jörg Widmann und Alisa Weilerstein musiziert.
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Foto: Marco Borggreve
VASSILY SINAISKY
Vassily Sinaisky
Vassily Sinaiskys internationale Karriere begann 1973, als er
beim prestigeträchtigen Herbert von Karajan Dirigentenwettbewerb die Goldmedaille gewann. Kirill Kondraschin, beim
Moskauer Philharmonischen Orchester, und Ilja Mussin, am
Sankt Petersburger Konservatorium, legten in seinen jungen
Jahren das musikalische Fundament. Kurz nach seinem Erfolg
beim Herbert von Karajan Dirigentenwettbewerb wurde er zum
Chefdirigenten des Lettischen Nationalen Sinfonieorchesters
ernannt, eine Position, die er bis 1987 innehatte. Anschließend wurde er Musikalischer Direktor und Chefdirigent des
Moskauer Philharmonischen Orchesters, mit dem er weltweit
zahlreiche Konzerte gab.
Vassily Sinaisky arbeitet regelmäßig mit Orchestern wie dem Los
Angeles Philharmonic Orchestra, dem London Philharmonic
Orchestra, den Rundfunksinfonieorchestern in Berlin, Stuttgart
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und Hamburg sowie der Tschechischen Philharmonie zusammen.
In den vergangenen Spielzeiten war er außerdem als Gastdirigent beim Königlichen Concertgebouw-Orchester, beim
Gewandhausorchester Leipzig, dem Orchestre Philharmonique
de Radio France und beim NHK-Sinfonieorchester, Tokyo.
Vassily Sinaisky ist Ehrendirigent des BBC Philharmonic Orchestra und des Malmö Symfoniorkester in Schweden. Neben
vielen Auftritten bei den BBC Proms führten ihn Tourneen mit
dem BBC Philharmonic Orchestra durch Europa und China. Das
Malmö Symfoniorkester leitete er auf einer Tournee durch Großbritannien und spielte mit diesem Klangkörper die Sinfonien
von Franz Schmidt auf CD ein.
Ferner ist er erster Gastdirigent des Netherlands Philharmonic
Orchestra und Musikdirektor des Russischen Staatsorchesters.
Von 2010 bis 2013 war Vassily Sinaisky Chefdirigent und Musikdirektor des Bolschoi-Theaters in Moskau. Hier leitete er u. a.
die Produktionen „The Golden Cockerel“ von Nikolai RimskiKorsakow unter der Regie von Kirill Serebrennikov und „Der
Rosenkavalier“ von Richard Strauss in der Inszenierung von
Stephen Lawless. Auch als Operndirigent hat sich der in Abez
(Republik Komi, Russland) geborene Dirigent einen Namen
gemacht. Er dirigierte u. a. am Theater an der Wien, an der San
Francisco Opera an der English National Opera und an der Komischen Oper in Berlin.
Eine umfangreiche Diskographie mit Werken von u. a. Dmitrij
Schostakowitsch, Pjotr Tschaikowski, Nikolai Rimski-Korsakow,
Rodion Schtschedrin, Michail Glinka, Franz Schreker und Karol
Szymanowski gibt Zeugnis von seinem künstlerischen Schaffen.
Vassily Sinaisky ist Professor für Dirigieren am staatlichen
Sankt Petersburger Konservatorium „Nikolai Andrejewitsch
Rimski-Korsakow“.
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Foto: Thilo Beu
BEETHOVEN ORCHESTER BONN
Beethoven Orchester Bonn
Den Ruf der Stadt Bonn im Geiste Beethovens bei Konzerten in
die Welt zu tragen, ist den Musikerinnen und Musikern des
Orchesters ein wesentliches Anliegen. Die Präsentation ausgefallener Programme ist dabei ein Hauptgedanke der künstlerischen Arbeit. Exemplarisch hierfür stehen die CD- und
SACD-Aufnahmen der „Leonore 1806“ – einer Frühfassung von
Beethovens Oper „Fidelio“, die SACD-Produktionen des Oratoriums „Christus“ von Franz Liszt und der Oper „Der Golem“ von
Eugen D’Albert, beide mit einem ECHO Klassik-Preis ausgezeichnet. Der „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ sowie
ein weiterer ECHO Klassik 2012 für die Einspielung der Oper
„Irrelohe“ von Franz Schreker ist eine schöne Bestätigung für
dieses Engagement.
Was Richard Strauss als einer der ersten Gastdirigenten des
Orchesters begann, setzten später Max Reger, Sergiu Celibidache, Dennis Russell Davies und Kurt Masur fort: Sie führten das
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Orchester zur Spitzenklasse in Deutschland. Seit der Saison
2008/2009 ist Stefan Blunier Generalmusikdirektor. Mit großer
Leidenschaft berührt er das Publikum und begleitet es auf der
überwältigenden musikalischen Reise. Neben der Opern- und
Konzerttätigkeit (ca. 40 Konzerte und 120 Opernaufführungen
pro Saison) bildet die Kinder- und Jugendarbeit unter dem
Titel „Bobbys Klassik“ einen wichtigen Schwerpunkt. 2009 und
2011 wurde das erfolgreiche Education-Programm mit dem
begehrten ECHO Klassik-Preis ausgezeichnet.
Als Botschafter tragen die Musikerinnen und Musiker den guten
Ruf der Beethovenstadt in alle Welt. Neben Tourneen durch Europa, Nordamerika und Japan war das Orchester über das Neujahrsfest 2012 mit sechs ausverkauften Konzerten auf seiner ersten
China-Tournee unterwegs. Im März 2013 standen auf einer USATournee 11 Konzerte in Städten an der Ostküste und in Florida
auf dem Programm. Auch hier konnte das Beethoven Orchester
Foto: Martina Reinbold
Bonn seinen Ruf als exzellenter Klangkörper bestätigen.
Das Beethoven Orchester Bonn in Worcester, Mechanics Hall
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THEATER- UND KONZERTKASSE
Tel. 0228 - 77 8008
Windeckstraße 1, 53111 Bonn
Fax: 0228 - 77 5775, [email protected]
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 10.00 - 18.00 Uhr, Sa 10.00 - 16.00 Uhr
Tel. Vorbestellung: Mo - Fr 10.00 - 16.00 Uhr, Sa 10.30 - 13.00 Uhr
Kasse in den Kammerspielen
Am Michaelshof 9, 53177 Bad Godesberg
Tel. 0228 - 77 8022
Öffnungszeiten: Mo - Fr 10.00 - 18.00 Uhr, Sa 10.00 - 13.00 Uhr
print@home: Karten buchen & drucken von zu Hause aus
BONNTICKET: 0228 - 50 20 10, www.bonnticket.de
Fax: 0228 - 910 41 914, [email protected]
Karten auch in den Zweigstellen des General-Anzeigers und bei allen
bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
IMPRESSUM
Beethoven Orchester Bonn
Generalmusikdirektor
Stefan Blunier
Wachsbleiche 1
53111 Bonn
Tel. 0228 - 77 6611
Fax 0228 - 77 6625
[email protected]
www.beethoven-orchester.de
Redaktion
Markus Reifenberg
Lisa Valdivia
Texte
Heidi Rogge
Gestaltung
res extensa, Norbert Thomauske
Druck
Druckerei der Bundesstadt Bonn
Bildnachweise:
Für die Überlassung der Fotos
danken wir den Künstlern und
Agenturen.
Preis des Programmheftes: 2,00 €
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HINWEISE
Wir möchten Sie bitten, während des
gesamten Konzertes Ihre Mobiltelefone ausgeschaltet zu lassen.
Wir bitten Sie um Verständnis, dass
wir Konzertbesucher, die zu spät
kommen, nicht sofort einlassen
können. Wir bemühen uns darum,
den Zugang zum Konzert so bald
wie möglich – spätestens zur Pause
– zu gewähren. In diesem Fall
besteht jedoch kein Anspruch auf
eine Rückerstattung des Eintrittspreises.
Wir machen darauf aufmerksam,
dass Ton- und/oder Bildaufnahmen
unserer Aufführungen durch jede
Art elektronischer Geräte strikt
untersagt sind. Zuwiderhandlungen sind nach dem Urheberrechtsgesetz strafbar.
Das Beethoven Orchester Bonn
behält sich notwendige Programmund Besetzungsänderungen vor.
Beethoven Orchester Bonn
Wachsbleiche 1
53111 Bonn
Tel: +49 (0) 228-77 6611
Fax: +49 (0) 228-77 6625
[email protected]
www.beethoven-orchester.de
Kulturpartner des
Beethoven Orchester Bonn
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