Gehirnareale und Baumessenzen von Doris Richter Inhalt: 1. Gehirnareal ............................................................................ 3 2. Gehirnareal ............................................................................ 3 3. Gehirnareal ............................................................................ 4 4. Gehirnareal ............................................................................ 4 5. Gehirnareal ............................................................................ 5 6. Gehirnareal ............................................................................ 6 7. Gehirnareal ............................................................................ 6 8. Gehirnareal ............................................................................ 7 9. Gehirnareal ............................................................................ 7 10. Gehirnareal ............................................................................ 9 11. Gehirnareal: ........................................................................... 9 12. Gehirnareal .......................................................................... 10 13. Gehirnareal .......................................................................... 11 14. Gehirnareal .......................................................................... 14 15. Gehirnareal .......................................................................... 16 16. Gehirnareal .......................................................................... 17 17. Gehirnareal .......................................................................... 18 18. Gehirnareal .......................................................................... 19 19. Gehirnareal .......................................................................... 20 20. Gehirnareal .......................................................................... 22 21. Gehirnareal: ......................................................................... 23 22. Gehirnareal .......................................................................... 24 23. Gehirnareal .......................................................................... 24 24. Gehirnareal .......................................................................... 25 25. Gehirnareal .......................................................................... 28 2 1. Gehirnareal Präfrontaler Cortex Der präfrontale Cortex wird in einen dorsolateralen und einen orbitofrontalen (d.h. über den Augenhöhlen, über der Orbita liegende Teil) eingeteilt. Er ist also von der Neurowissenschaft in zwei Abschnitte strukturiert worden. Er ist verbunden mit den bewussten Komponenten des Ich-Gefühls des Menschen und seines Charakters, dieser ist wiederum die ethische Basis für sein höheres Bewusstsein (Fronthirnbereich über den Augenhöhlen, drittes Auge oder 6. Chakra). Behandlungsmöglichkeit mit Baum-Essenzen: Nr. 6, Birkenbaum-Essenz Nr. 15, Ahornbaum-Essenz Nr. 24, Erlenbaum-Essenz 2. Gehirnareal Gyrus cinguli Der Gyrus cinguli ist bei den Leistungen der Aufmerksamkeit immer zusammen mit bestimmten Arealen des Cortex aktiv. Er spielt bei der Schmerzwahrnehmung und Verarbeitung eine wichtige Rolle. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass bei der Zerstörung der cingulären Rinde bei Versuchstieren in der neurobiologischen Forschung, schmerzbedingte Abwehr- und Vermeidungsreaktionen, die sie zuvor gelernt hatten, scheinbar ganz vergessen gehen. Aufmerksamkeit entsteht zunächst durch die Fähigkeit mit dem Schmerz und der Schmerzvermeidung umzugehen oder sich auf ein materielles Ziel (ursprünglich z.B. bei der Jagd) zu konzentrieren. Doch dahinter steckt noch viel mehr. Natürlich hat es mit der Erinnerung zu tun, aber hinter ihr steckt ebenfalls viel, viel mehr. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 3, Eschenbaum-Essenz Nr. 12, Apfelbaum-Essenz Nr. 21, Akazienbaum-Essenz 3 3. Gehirnareal Medulla oblongata Die Medulla oblongata, aus dem Lateinischen übersetzt verlängertes Mark, ist der hinterste Gehirnteil. Es bildet das Nachhirn und wird auch als Bulbus medullae spinalis oder Bulbus cerebri bezeichnet. Die Medulla oblongata liegt zwischen Rückenmark und der sogenannten Brücke. Hier befinden sich Hirnnervenkerne, Pyramidenbahnkreuzung, Zentren vegetativer Funktionen wie der Atmung, das Zentrum für Schluck - und Saugreflex, Cornealreflex, Brech- und Hustenreflex, Zentren für den Stoffwechsel. Auch bei Bluthochdruck durch Kompressionsdruck ist dieser Bereich für die Therapie interessant geworden (neurovaskuläres Kompressionssyndrom bei essenzieller Hypertonie, die Blutdruckerhöhung durch vermehrte, efferente sympathische Aktivität). Immer wenn etwas in der Zeit gestaut wird, wird es auch in der Form gestaucht. Dies ist ein Zeichen der mangelnden Ausrichtung in die Weite, hinauf zu den Sternen, in den unbegrenzten Raum hinein. Sich Zeit zu lassen, sich nicht dem Druck auszusetzen, sich Raum zu geben, das Vertrauen zu haben, dass alles, selbst der Schmerz, uns hilft hindurch zu treten, das wirkt Wunder. Was wird die Raupe, wenn sie in den Kokon getreten ist, dort wohl machen können? In Wahrheit gar nichts. Und genau darauf kommt es manchmal einfach nur an. Sie streckt sich in ihrem Inneren den Sternen entgegen, weil sie etwas anderes in diesem Bereich nicht machen kann. Lässt den Mond und die Sterne im Schlafe auf sich wirken, weil alle Handlungen im Geist der Tätigkeit zur Ruhe gefunden haben. Hier im Eingeschlossensein ist sie für die Ruhe im Feuer, in der Wiege aller Geburten bereit. Hier verliert sich auch der Schmerz ganz im Vergessen, durch ihn hindurch gegangen, befreit von der sie stets drängenden Zeit. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 4, Mammutbaum-Essenz Nr. 13, Weidenbaum-Essenz Nr. 22, Eibenbaum-Essenz 4. Gehirnareal Mesocortico-limb. Bahn Die Mesocortico-limbische Bahn führt zum so genannten „Limbischen System“ (limbus = Gürtel), welches ursprünglich von dem französischen Chirurgen Paul Broca (1824-1880), als beschreibender Terminus für Hirnabschnitte, die medial den Isokortex gegen die subkortikalen Hirngebiete und das Ventrikelsystem gürtelförmig abgrenzen, geprägt. Heute in dieser modernen Zeit der Neurophysiologie ist das Limbische System ein umfangreiches Konzept, weil es so vielfältig benutzt wird und auf keiner Ebene, weder 4 in der Anatomie, der Physiologie und der Psychologie eindeutig und abschliessend definiert ist. Das „Lernen und das Gedächtnis“, unsere menschlichen „Gefühle“ und die „Neuroendokrine Regulation“ sind von dort aus wirksam. Zum Limbischen System gehören: 1. der limbische Kortex, 2. die limbischen Kerngebiete in Vorderhirn und Hirnstamm und 3. die zugehörigen Faserbahnen. Eines der Zielgebiete der mesocortico-limbischen Bahn, der Nucleus accumbens, ist ein wesentlicher Bestandteil dieses neuronalen „Belohnungssystems“. Der Neurotransmitter Dopamin ist wichtig im Zusammenhang mit der Fähigkeit zur Motivation zum Lernen, vor allem zum Lernen von Assoziationen und Kontingenzen, auch von Aufmerksamkeit. Aus biopsychologischer Sicht und für das Thema Sucht ist Dopamin von besonderem Interesse, da es jener Botenstoff ist, der am häufigsten in Verbindung gebracht wird mit den Wirkungsmechanismen der Motivation, mit Verstärkung und Belohnung. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen stellt diese Region auch den Wirkungsbereich für Drogen, einschliesslich Alkohol und Psychopharmaka, zur Verfügung. Es ist bekannt, dass Drogen direkt oder durch die Hemmung so genannter hemmender Interneuronen den Dopaminspiegel beeinflussen. Dies lässt Sucht und Abhängigkeit entstehen. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 3, Eschenbaum-Essenz Nr. 12, Apfelbaum-Essenz Nr. 21, Akazienbaum-Essenz 5. Gehirnareal Orbitofront. Cortex, Region d. Kleinhirns Region des orbitofrontalen Cortex und die Region des Kleinhirns (zusammenbindend). Unser menschliches Bewusstsein umfasst alle die Zustände, die von uns erlebt werden. Sie können vordergründig auftreten oder ganz im Hintergrund bleiben. Erlebnisse, die uns prägten, können nur dann wirklich ganz bewusst gemacht werden, wenn sie durch die Kraft der Assoziationen in Verbindung gebracht werden. Diese werden durch die sogenannten assoziativen Cortexregionen und durch eine Verbindung zum Kleinhirn aktiviert und können auch von unserem Denkapparat sowie unserem Gefühl bearbeitet und erinnert werden. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: 5 Nr. 5, Lindenbaum-Essenz Nr. 14, Pappelbaum-Essenz Nr. 23, Lebensbaum-Essenz 6. Gehirnareal Hippocampus Es wird die Region des Hippocampus angeregt. Er befindet sich in der unteren Hirnrinde und ordnet unwichtige von wichtigen Informationen. Die wichtigen Erfahrungen werden weitergeleitet in die Regionen der Grosshirnrinde. Neue Informationen werden mit älteren verknüpft und es entsteht etwas Anderes oder Neues daraus. Auf diese Weise entsteht auch neues Lernmaterial, welches immer weiter ausgebildet werden kann und neue Verbindungen herausformt. Neues wird mit dem Bestand der Erinnerungsbanken verknüpft und auch wenn dies weitgehend unbewusst geschieht, kann auf das Erlernte weiter und weiter aufgebaut werden. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 5, Lindenbaum-Essenz Nr. 14, Pappelbaum-Essenz Nr. 23, Lebensbaum-Essenz 7. Gehirnareal Medulla oblongata, Nachhirn Diese Region geht in der Höhe des 1. Zerfikalnervs an der Halswirbelsäule ohne scharfe Grenze aus dem Rückenmark hervor. Es enthält lebenswichtige Zentren aufund absteigender Projektionssysteme der Gross- und Kleinhirnrinde und der Hirnnervenkerne. Es ist ein wichtiger Verbindungsteil zwischen dem Oben und dem Unten unseres kompletten Nervensystems. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 7, Kastanienbaum-Essenz Nr. 16, Lärchenbaum-Essenz Nr. 25, Walnussbaum-Essenz 6 8. Gehirnareal Gyrus supramarginalis Bis vor kurzen wussten die Forscher noch nicht, dass ca. 50 Milliarden Pyramidenzellen in der menschlichen Grosshirnrinde (Cortex) geradezu nach Verbindung schreien, denn ohne Vernetzung geht es nicht. Vernetzung ist Verbindung und jede dieser oben angeführten Pyramidenzellen in unserem menschlichen Gehirn ist über so genannte Synapsen (Verbindungsstellen) mit ca. rund 10 000 anderen corticalen Zellen verbunden. Dies schätzt man heute durch moderne Forschungsmethoden. Allein diese Zahl macht auf uns einen gewaltigen Eindruck von der Komplexität und dem kolossalen Hang zu allem Verbindlichen im Leben. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 6, Birkenbaum-Essenz Nr. 15, Ahornbaum-Essenz Nr. 24, Erlenbaum-Essenz 9. Gehirnareal Thalamus, Blauer Kern (Locus Coeruleus) Der Thalamus bildet den grössten Teil des Zwischenhirns. Er setzt sich aus vielen Kerngebieten zusammen, die eine besonders starke Verbindung zum Grosshirn aufweisen. Hier findet eine komplexe Verschaltung statt, deshalb spricht man auch von dieser Region als „das Tor zum Bewusstsein“. Moderne Forschungen haben ergeben, dass der Locus coeruleus wahrscheinlich an der Regulation des Erregungssystems und des Schlaf-Wach-Verhaltens beteiligt ist. Er ist ein Kern im Säugerhirn, der die Hauptquelle des Neurotransmitters Noradrenalin darstellt. Das wegen seiner tiefblauen Färbung im Menschen als Blauer Kern bezeichnete Gehirnareal besteht beim Menschen aus rund 3000 Neuronen. Zahlreiche Nervenfasern erreichen von dort ausgehend das Vorderhirn. Der Locus coeruleus spielt auch eine besondere Rolle im Prozess der Schmerzempfindung. Denn Noradrenalin, das dort im Blauen Kern produziert wird, unterdrückt die Aktivität von schmerzvermittelnden Neuronen und hat auf diese Weise einen schmerzdämpfenden Effekt. Er ist der wichtigste schmerz-assoziierte Kern der Brücke. Er enthält wie oben schon erklärt grosse Mengen des Botenstoffes Noradrenalin durch die diesen besonderen Stoff speichernden Neuronen. Ausserdem steht er mit verschiedenen Anteilen des Hirnstammes in Verbindung, die über absteigende Bahnen des Rückenmarks den Schmerz modulieren oder abschwächen können. Die Zellkörper der meisten noradrenergenen Neurone liegen im Locus coeruleus, dem blauen Ort und er ist wohl einer der ausserordentlichsten Strukturen im Gehirn. Die nur etwa 3000 Neurone des Locus coeruleus sind über lange Axone, die alle Bereiche des Gehirns durchziehen, mit mehreren Milliarden anderen Neuronen verschaltet. Noradrenergene Neurone sind synchron wirksam an vielen 7 Gehirnfunktionen beteiligt. Sie könnten deshalb auch eine besondere Rolle spielen, z.B. in den Wechselwirkungen zwischen Denken und Emotionen. Ganz einfach dargestellt lässt sich das Gehirn in drei grosse Bereiche unterteilen. Dem Stammhirn kommt die Aufgabe der Steuerung der Körperfunktionen, wie beispielsweise der Atmung, Herztätigkeit, Kreislauf und Reflexe zu. Das Kleinhirn lässt die Muskeln zielgerichtete Bewegungen ausführen und sorgt für den aufrechten Gang des Menschen. Der Sitz der Gefühle und der Wahrnehmungen, des Denkens und des Willens ist das Grosshirn (Neocortex). Die drei Hirnteile stehen in engem Austausch miteinander und nehmen gemeinsam auf das komplexe Organgeschehen des Körpers Einfluss. Das Gehirn empfängt laufend Reize aus der Umwelt, auf die es antwortet. Einmal Gefühltes, Durchdachtes oder Erledigtes ist als Erinnerung oder Erfahrung gespeichert und kann bei Bedarf wieder abgerufen werden, selbst dann, wenn wir nicht daran geglaubt haben, dass wir gewisse vergangene Erfahrungen noch hätten abrufen können. Doch dazu brauchen wir unser gut funktionierendes Gehirn, denn das Gehirn ist das zentrale Organ der Informationsverarbeitung. Zu seinen beeindruckendsten Leistungen zählt neben vielfältigen Regelungsprozessen vor allem die Kognition. Kognitive Leistungen sind z.B. das Planen von Wegen oder Problemlösungen aus dem Gedächtnis, das wieder Erkennen von Objekten und Personen oder die Produktion und das vielseitige, auch tiefere Verstehen von Worten und Sprache. Die kognitiven Leistungen werden nicht nur durch Reize, sondern durch mentale (interne) Zustände des Organismus entwickelt. Solche internen Zustände sind z.B. Gedächtnisinhalte wie generelles Wissen, unsere vielfältigen Wahrnehmungen, Vorstellungen und Absichten oder unsere Aufmerksamkeit. Kognitive Leistungen können durch die Kraft der Unterscheidung und durch die Fähigkeit Denkprozesse zu kristallisieren unsere Wahrnehmung, unser Wissen und das Gedächtnis, unser Denken und die Fähigkeit Probleme zu lösen optimal entwickeln. Ebenso wirken sie auf das menschliche Lernen und die Fähigkeit zur Expertise, zum Sprechen und auf das Sprachverstehen ein. Wir Menschen haben aber nicht nur Zugang zu unserem individuellen Gedächtnis. Wir können uns auch, durch die Kraft der Inspiration, in das grosse kollektive Gedächtnis der Menschheit einfinden. Damit das in uns geschehen kann, müssen wir jedoch den Mut haben, Grenzen überschreitend zu forschen und einmal eingeschlagene Wege auch verlassen zu können. Wie ein Adler im Ei haben wir besonders die Kommunikation in unserem Inneren zu aktivieren und dies bedarf der Einkehr in den inneren, unbegrenzten Raum. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 3, Eschenbaum-Essenz Nr. 12, Apfelbaum-Essenz Nr. 21, Akazienbaum-Essenz 8 10. Gehirnareal Colliculi superiores, Tectum, Colliculi inferiores Das Tectum ist der zum Rücken liegende (dorsal) Teil des Mittelhirns. Es besteht aus einer dünnen Platte (Lamina tecti), auf dieser befinden sich zwei obere Hügel, die Colliculi superiores und zwei untere Hügel, die Colliculi inferiores befinden. Die Colliculi superiores sind wichtig für die optischen Reflexe, die Colliculi inferiores sind Bestandteil der Hörbahn. Die Colliculi superiores, die oberen (vorderen) beiden Hügel des Tectums, bilden einen Kernbereich, der aus Schichten grauer und weisser Substanz zusammenwirkt. Sie sind besonders wichtig für die Vernetzung von optischen Reflexen und spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von sog. Sakkaden (Fixation-Reflexe, willentliche Steuerung). Die Abfolgen von Blicksprüngen und Fixationsspannen während des (äusseren) Sehens werden durch verschiedene Funktionssysteme des Gehirns gesteuert. Ein Reflexsystem löst über die primäre Sehrinde, das Tektum und den Hirnstamm Blickbewegungen (Sakkaden) mit aus. Da der Blick immer in Bewegung ist, die Bewegungen der Augen beim Menschen lassen sich in sieben verschiedene Formen untergliedern, wird gerade der Blick, der im Inneren die Ruhe pflegt, einen Ausgleich erschaffen. Durch diesen Ausgleich, den er durch bewusste Aufmerksamkeit erschafft, wandelt sich der Mensch. Er schaut die Form, erfasst ihren im Inneren liegenden Kern, durchdringt ihn mit einem Blick und findet das WORT, die wahre Bedeutung im Urgrund des Seins. Das Wort, welches nur eine oberflächliche Bedeutung in uns kannte, zerfällt. Damit zerfällt auch die Form, die das Wort zusammenhalten konnte, die Zeit entlässt sich, wandelt sich und wird zu dem was sie immer schon im Verborgenen war, zur Ewigkeit in allem. *lat. tectum - Dach, Tegmentum lat. Decke, Haube, Dach - Tegmentum mesencephali das Mittelhirndach, Synonym für die Vierhügelplatte, * lat. colliculus - kleiner Hügel Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 3, Eschenbaum-Essenz Nr. 12, Apfelbaum-Essenz Nr. 21, Akazienbaum-Essenz 11. Gehirnareal: Mittelhirn (Mesencephalon), Colliculi sup. Inf. Das Tectum ist der zum Rücken liegende Teil (dorsal) des Mittelhirns. Es besteht aus einer dünnen Platte (Lamina tecti). Auf dieser befinden sich zwei obere Hügel, die Colliculi superiores und zwei untere Hügel, die Colliculi inferiores. Die Colliculi* 9 superiores sind wichtig für die optischen Reflexe. Das gesamte Gehirn wird in seinen Anteilen gegliedert. Auch das Mittelhirn gliedert sich in einen oberen Teil, das Mittelhirndach (Tectum oder Vierhügelplatte) und einen unteren Teil, das Tegmentum. Diese Vierhügelplatte besteht aus den vorderen und hinteren Hügeln (Colliculi). Bei Fischen, Amphibien und Reptilien stellt diese Region, das Tectum mit den Colliculi superiores, das wichtigste sensorische, visuelle Integrationszentrum dar. Auch bei Vögeln und Säugetieren ist dieses Zentrum sehr wichtig, und zwar bei den visuell und auditorisch ausgelösten Blick- und Kopfbewegungen und bei gerichteten Hand- und Armbewegungen und allen entsprechenden Aufmerksamkeitsleistungen. Die Colliculi inferiores sind ein wichtiges auditorisches Zentrum. Das Tegmentum enthält Anteile der Formatio reticularis sowie Zentren, die für Bewegung und Handlungssteuerung wichtig sind. Die Colliculi inferiores sind Bestandteil der Hörbahn. Im Tectum werden die Nervenfasern der Hörbahn verschaltet. Sie sind ein wichtiges akustisches Reflexzentrum. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 6, Birkenbaum-Essenz Nr. 15, Ahornbaum-Essenz Nr. 24, Erlenbaum-Essenz 12. Gehirnareal Zwischenhirn, Epithal., Subthal., Sulc. Hypothal. Zwischenhirn (Diencephalon): - Die folgenden Strukturen bilden das Zwischenhirn Epithalamus, Thalamus, - bilateral angelegter Komplex verschiedener Nervenkerngruppen; Umschaltpunkt für die meisten sensorischen Bahnen von allen Kerngebieten des Thalamus bestehen Faserverbindungen zur Grosshirnrinde und zu anderen Strukturen, es ist ein wichtiges regulatives System Subthalamus - z.B. Globus pallidus (Pallidum), Capsula interna Hypothalamus Sulcus hypothalamicus: - Zwischen der Region von Epithalamus und Thalamus tritt eine Furche, der Sulcus epithalamicus, und zwischen der Anlage von Thalamus und Hypothalamus eine weitere Furche, der Sulcus hypothalamicus, auf. Das Rhombencephalon: - Der übergeordnete Begriff "Rhombencephalon" erklärt sich aus der embryonalen Entstehung unseres menschlichen Gehirns. Es entsteht zunächst als bläschenförmiges Gebilde am Vorderende des Neuralrohrs. Dann entwickelt sich durch unterschiedliches Wachstum zunächst ein Zweiblasenstadium, das spätere Prosencephalon und eben das Rhombencephalon. Im Fünfblasenstadium der Gehirnentwicklung gliedert sich das Rhombencephalon in Metencephalon und Myelencephalon. 10 Das Kleinhirn (Cerebellum): Aufgrund der verschiedenen Funktionen kann das Kleinhirn in folgende drei Anteile gegliedert werden: Das Vestibulocerebellum besteht aus Nodulus und Flocculus. Es erhält seine Afferenzen aus dem Vestibuloapparat und leitet die Efferenzen zu den Vestibulariskernen und nimmt somit indirekten Einfluss auf die Stützmotorik. Weitere Efferenzen gehen zu den okulomotorischen Zentren der Formatio reticularis. Dadurch erfolgt eine Feinabstimmung der Augenbewegungen. Das Spinocerebellum setzt sich aus Vermis und paravermaler Zone zusammen. Afferenzen vom Rückenmark informieren über die Stellung der Extremitäten, des Rumpfes und des Muskeltonus. Efferenzen erhält der Nucleus ruber und die Formatio reticularis. Das Pontocerebellum besteht aus den beiden Hemisphären und hat über den Pons engen Kontakt zum Grosshirn. Afferenzen werden aus den Brückenkernen und der Olive zugeleitet. Die Olive erhält damit eine indirekte Rückmeldung über ihre eigenen Efferenzen. Die Efferenzen werden zum Thalamus und Nucleus ruber weitergeleitet. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 6, Birkenbaum-Essenz Nr. 15, Ahornbaum-Essenz Nr. 24, Erlenbaum-Essenz 13. Gehirnareal Tegmentum esencephali, Thal., Nucl. Caud., Basalg. Thalamus* und Basalganglien 1. Thalamus 2. Nucleus caudatus (Schweifkern) a. Caput b. Corpus c. Cauda 3. Nucleus lentiformis a. Putamen (Schalenkörper) b. Globus pallidus 4. Claustrum (verschlossener Ort, Verschleiss, Schranke) 5. Capsula interna In den Bereichen des gesamten Nucleus caudatus im sogenannten „Schweifkern“ und dem Claustrum, dem sog. verschlossenen Ort, welches aus der lateinischen Sprache ins Deutsche übersetzt auch soviel wie Verschleiss oder Schranke heisst wirken die symbolischen Bilder. Das „Claustrum animae“, als Metapher vom Herzen als Kloster ist vielleicht einigen philosophisch-religiös interessierten Menschen als Ausdruck bekannt. Auch das Wort Klaustrophobie (claudere - einschliessen) wird von diesem lateinischen Wort hergeleitet und ist heute im allgemeinen Sprachgebrauch bekannt. Im religiösen Sinn wird es gleichgesetzt mit Kontemplation (claustrum animae - contemplatio), das Seelenkloster ist die Kontemplation. 11 Wer sich schon einmal mit dem Gehirn beschäftigt hat, hat schon von diesem Teil, dem sogenannten Claustrum gehört. Denn schon die Wissenschaftler Crick und Koch haben es eingehend studiert und ihre Erkenntnisse der Nachwelt hinterlassen. Das Claustrum soll nach ihnen bei aussergewöhnlichen Integrationen von Wahrnehmungen besonders aktiv sein. Eine normale Integration ist typisch für bewusste Wahrnehmung, schrieben Crick und Koch in den neunziger Jahren, in denen die Hirnforschung zur grossen Blüte kam: „Wer eine Rose in der Hand hält, riecht ihren Duft und sieht ihre roten Blütenblätter, während er die Struktur des Stängels mit den Fingern fühlt.“ Ihnen fiel auf, dass die Neuronen des Claustrums mit so vielen, wenn nicht sogar mit allen Regionen der Grosshirnrinde verbunden waren. Diese „hochgradig vernetzte Natur“ überlegten die beiden Forscher, würde die Frage aufwerfen, ob es nicht sogar im Menschen als „kartesisches Theater" fungieren könne. „Das Claustrum ist vielleicht ein Dirigent, der die Regionen der Grosshirnrinde koordiniert, wie die Gruppen eines Orchesters. Ohne diesen Dirigenten würden die Spieler auseinander gehen, den Zusammenhang verlieren oder die zeitliche Ordnung verlieren.“ Mit dieser Metapher wollte Crick diese Region in ihrer Tätigkeit beschreiben, damit wir sie in ihrer Bedeutung für das ganze Gehirn und den ganzen Menschen verstehen können. Übrigens hat Crick noch auf seinem Sterbebett wissenschaftlich gearbeitet. Nobelpreisträger Francis Crick hat kurz vor seinem Tod am 28.07.2004, einen Tag vor seinem Tod, noch einen Artikel (Philosophical Transactions of the Royal Society, London), der kurz nach seinem Ableben erschienen ist, überarbeitet. Sein Mitarbeiter Christoph Koch sagte über ihn, den berühmten Molekularbiologen Francis Crick (08.06.1916 -29.07.2004): „Er war ein Wissenschaftler bis zum bitteren Ende.“ „Die meisten Leute, die über das Hirn arbeiten, haben vom Claustrum gehört. Aber sehr wenige haben irgendeine Idee davon, was es tut. Es ist dünn und ziemlich klein, daher wird es leicht übersehen“, schrieben Crick und Koch in den neunziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Crick, wie andere Neurobiologen auch, versuchte das Bewusstsein im Gehirn zu orten. Viele Hirnforscher dachten darüber nach, wo im Kopf das Bewusstsein sitzen könnte. Descartes vermutete es dort, wo der immaterielle Geist auf die Schnittstelle von Hirntätigkeit und Materie trifft. Descartes vermutete, die Zirbeldrüse wäre dieser Ort und von dieser Drüse, die keiner bis heute eigentlich wirklich genau kennt, würde der Geist auf das innere Wasser, auf die mit Flüssigkeit gefüllten Hohlräume (Ventrikel) weiterwirken. Das ist eine interessante Idee. Denn spiegelt sich nicht das Bild im Wasser? War nicht das Wasser der erste Spiegel des Menschen, um uns, wie wir sind zu erfassen und wiederzugeben? Das Bewusstsein des Menschen hat mit Konzentration seiner selbst und mit Aufmerksamkeit zu tun, so forschten viele Wissenschaftler über die Aufmerksamkeit und die kognitiven Prozesse des Gehirns. Und doch, sind wir bei diesen Forschungen noch mit vielen Fragen beschäftigt. Bekanntlich wird aus der modernen Sterbeforschung berichtet, dass die Aufmerksamkeit des Menschen, zur Aufmerksamkeit der Seele wird, wenn das menschliche Wesen seine irdische Hülle verlässt wie ein Schmetterling den Kokon. Die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein scheinen also nicht wirklich einfach zu verlöschen oder zu vergehen. Wem sollen wir eigentlich vertrauen? Wer sagt uns nun die Wahrheit? Und, wo sitzt das Vertrauen in unserem Gehirn? Wissenschaftliche Forscher haben in einem Spiel als Versuch herausgefunden, wie Vertrauen entsteht. Sie beobachteten folgendes: Tat 12 ein Spieler einem anderen etwas Gutes an, dann bekam er Gutes zurück. Wer jedoch im Spiel jemanden Schaden zufügte, wurde vom anderen ebenfalls geschädigt. Es geschah nach dem Motto: „Wie du mir, so ich dir". So konnte man die Ursache und Wirkung und deren Dynamik im Spiel der Teilnehmer erfahren. Auf diese Weise fanden sie auch heraus: Ist das Vertrauen einmal verspielt, dann ist das Gehirn nur schwer zu überzeugen, jemals in dieser Angelegenheit und mit jener Person, durch die das Vertrauen gebrochen wurde, erneut Vertrauen zu schliessen. Der Nucleus caudatus soll auch für das Verlieben zuständig sein, was in diesem Zusammenhang natürlich auch einleuchtet, denn wo spielt Vertrauen wirklich die grösste Rolle, wenn nicht in der Partnerschaft? Laut US-Amerikanischen Forschern ist der Sitz des Vertrauens also in diesem Teil des Gehirns zu „orten“. So einleuchtend die Erklärungen und Forschungsergebnisse auch klingen mögen, wir wissen es nicht endgültig. Vertrauen ist eine Energie, eine Haltung, es ist auch eine Färbung unseres Bewusstseinszustands. Es ist eine Haltung, die einer entsprechenden Basis in unserem Leben bedurfte. Wie der Baum eine Wurzel und einen festen Grund benötigt, um seine „Haltung“ aufrechterhalten zu können. Irgendwann werden wir einsehen, dass wir beides benötigen, nämlich die wissenschaftliche Forschung, ihre Akribie und auch die experimentell unterlegten Beweise, welche sie begleiten. Und wir benötigen die Erfahrung, die wir selbst im gleichen Zeitraum unseres erforschenden Lebens erfassen dürfen, ohne sie als endgültige Wahrheit, als der Weisheit letzter Schluss, fixieren zu wollen. Wir überwinden dann, wenn wir die Dualität im Denken zur Einheit hin bezwingen, auch den Hang eines begrenzten, dualen Verständnisses über die grossen Zusammenhänge dieser Welt, die uns dadurch, dass wir auf diese duale Weise zu denken pflegen, verschlossen bleiben. „Solange der Mensch Geschöpf ist, ist er zeitlich, vergänglich und kann nicht bestehen; denn ein jeder Mensch, wie er naturmässig geschaffen ist, ist nichts als nur ein taugliches Gefäß, in dem sich erst ein rechter Mensch durch beständige göttliche Mitwirkung entwickeln kann.“ Jacob Lorbeer, Zitat aus den Büchern „ Das grosse Evangelium Johannes“, Kap.161 *Das Tegmentum mesencephali, Mittelhirnhaube; basaler Teil des Mittelhirns, mit Hirnnervenkernen und der Formatio reticularis sowie Faserbahnen und weiteren Kerngebieten. *Der Thalamus ist die wichtigste Umschalt- und Vermittlungsstation für sensorische Informationen, die in den Kortex geleitet werden. *Der Nucleus caudatus, der sogenannte Schweifkern, ist ein paariges grosses Kerngebiet im Endhirn (Telencephalon). Er ist ein Anteil von Nervenknoten, den sog. Basalganglien. Er ist für die Kontrolle willkürlicher Bewegungen mitverantwortlich. Der Nucleus caudatus liegt tief in den Grosshirnhemisphären, Angrenzung zur Wand des ersten und zweiten Hirnventrikels und wölbt sich auch teilweise in diese vor. Er hat wiederum drei Teile, mit einem breiteren, vorn liegenden Kopf (Caput nuclei caudati), einem Körper (Corpus nuclei caudati) und einem Schwanz (Cauda nuclei caudati). *Die Basalganglien sind spezifische Kerne: der Nucleus caudatus, der Globus pallidus (Pallidum) und das Putamen, manchmal auch noch das Claustrum. Teil der Basalganglien im engeren Sinne nicht, aber funktional dennoch eng verbunden, sind 13 die Substantia nigra und subthalamische Kerne. Die Basalganglien haben wichtige motorische Funktionen. Sie bilden das Zentrum des sog. extrapyramidalen motorischen Systems. Daneben gibt es Kerne, die funktional dem Riechen zuzuordnen sind (Claustrum, Bulbus olfactorius) und Kerne des sog. limbischen Systems (z.B. Hippocampus, Hypothalamus), das auch für die affektive Bewertung von Erlebnisinhalten und für emotionale Reaktionen verantwortlich ist. Die herausragende Rolle der Basalganglien, besonders des Nucleus caudatus und des Putamen bei der Steuerung und Koordination von Bewegungsabläufen ist seit langem bekannt. Bei bestimmten Erkrankungen der Basalganglien (z.B. bei der ParkinsonErkrankung) kommt es infolge eines Mangels an dem Stoff Dopamin im Nucleus caudatus und Putamen zu massiven Störungen bei der Ingangsetzung und Ausführung von willkürlichen Bewegungen. Wir kennen zwar heute schon die Grundzüge der physiologischen Organisation der Basalganglien aber dennoch sind eine Reihe wichtiger Funktionsprinzipien nach wie vor nicht wirklich ganz erfasst. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 5, Lindenbaum-Essenz Nr. 14, Pappelbaum-Essenz Nr. 23, Lebensbaum-Essenz 14. Gehirnareal Medulla oblong., Cerebellum Das Grosshirn ist der grösste Teil des menschlichen Gehirns. Der zweitgrösste Teil ist das Kleinhirn. Wird das eine belastet oder in der Embryonalentwicklung im Wachstum gestört, wirkt sich dies auch auf das Grosshirn aus und umgekehrt. Man sieht an diesen Ergebnissen von Untersuchungen, dass alles im Gehirn miteinander zusammenhängt, im Guten wie im Schlechten. Das Kleinhirn erfüllt wichtige Aufgaben bei der Steuerung der Bewegung (Motorik). Es arbeitet für die Koordination der Feinabstimmung aller unserer Bewegungsabläufe und ist zuständig für die unbewusste Planung und das Erlernen aller Bewegungsabläufe. Nach neueren Forschungsergebnissen spielt es auch deutlich eine Rolle bei zahlreichen höheren kognitiven Prozessen. Wie bei unserem Grosshirn gibt es im Kleinhirn eine Rinde und das Mark. Die Kleinhirnrinde ist von fast gerade laufenden Furchen durchzogen. Sie dienen wie die Furchen (lat. Gyri) des Grosshirns der Oberflächenvergrösserung, verlaufen aber immer von links nach rechts (transversal) und schenken dadurch dem Kleinhirn sein charakteristisches Aussehen. Im Querschnitt ähnelt diese aufgefaltete Anordnung interessanter Weise einem Baum. Man gibt ihm einen besonderen Namen, es ist der Arbor vitae, der Lebensbaum) und entsprechend charakterisiert man die zwischen zwei Furchen vorgewölbten Rindenabschnitte als Blätter (lat. Folia). Interessant ist in diesem Zusammenhang noch, dass im Kleinhirn sogenannte Körnerzellen wirken. 99% der Neuronen sind Körnerzellen. Es ist also in sich sehr kompakt, denn das Kleinhirn und die 14 Körnerschicht stellt dort 50% aller Nervenzellen des gesamten menschlichen Körpers zur Verfügung und damit stellt es sogar mehr als das Grosshirn in Kraft. Im Kleinhirn und in dessen Kerne findet eine komplizierte, umfangreiche Verschaltung statt. Von den Kernen gehen alle Bahnen aus, die in andere Hirnregionen ziehen. Ist das Kleinhirn gut durchwirkt mit Energie und Regenerationskraft, kann es unsere Fähigkeit zu denken und sich in Denkprozessen zu bewegen in Zukunft verbessern. Denn Bewegung des Körpers ist Bewegung im Geist. Bewegung ist in der materiellen Welt immer auch Überwindung, denn Masse ist träge und birgt in sich einen Widerstand. Aber der Mensch hat sich immer wieder neu zu überwinden, damit er die Räume wechseln kann. Nicht aus Versehen heisst sein Kleinhirn nach dem Lebensbaum und dieser Name hilft uns, diese Region etwas tiefer in seiner ganzen Bedeutung zu verstehen, wenn wir den Baum kennen (siehe auch unter Lebensbaum – Schlüsselwort Bewegung, im Buch „Der Geist in den Bäumen spricht…“). Die Medulla oblongata ist, wie wir schon beschrieben haben, das verlängerte Rückenmark und damit der letzter Teil des Gehirns, der in das Rückenmark übergeht. Dieser Teil ist der Ursprungsort von wichtigen Hirnnervenkernen und ist auch der älteste Teil unseres Gehirns. Er vertritt das Atmungs- und Kreislaufzentrum, ist dieser Teil verletzt stirbt der Mensch sofort. Körper und Geist führen sich zusammen durch den Atem. Diese Integration ist für die menschliche Lebenskraft von lebenswichtiger Bedeutung. Dr. Gerald Hüter, Professor für Neurobiologie schreibt in seinem Buch ’Die Macht der inneren Bilder‘: „Immer dann, wenn Getrenntes verbunden und Auseinanderstrebendes zusammengehalten wird, kann auch etwas wachsen. Kristalle wachsen auf diese Weise, Pilze auch, Pflanzen und Tiere sowieso, aber auch Ameisenstaaten, Vogelkolonien oder menschliche Gemeinschaften.“ Der Mensch atmet nicht nur die Luft, oder wie wir sagen den Sauerstoff ein, sondern er verbindet sich gleichzeitig durch das Ein- und Ausatmen mit der Pranaenergie, wie in der indischen Kultur z.B. durch das Yoga bekannt ist. Prana (Sanskrit: Lebensatem, Lebenshauch) ist viel mehr als nur der Atem oder die Luft, die wir seit Millionen von Jahren benötigen, um uns zu entwickeln. Im Yoga (Pranayama) wird das Üben mit Atem und Luft als Verbindung zur Lebensenergie und seiner Manifestation im Körper begriffen. Diese nicht sichtbare und nicht messbare Kraft Prana zirkuliert die Lebensenergie (chin. - Chi, japan. - Ki) im Körper durch ein System von Kanälen, den sogenannten Nadis. Die jahrtausende alte Lehre sagt, dass der menschliche Körper mit einem Netz aus 72.000 sog. Energiebahnen, den Nadis durchzogen ist. In ihnen zirkuliert die Lebensenergie. Bei vielen Menschen sind viele Nadis verstopft und dies führt nach den alten Lehren zu Erkrankungen der Psyche und des physischen Bereiches im Menschen. Setzen wir jedoch da an, wo das Denken und Handeln beruhigt wird an, reguliert und regeneriert sich auch das Atemzentrum und fördert die gesamte Durchblutung, die Fliesseigenschaft der Gehirnflüssigkeit (Liquor) des Zentralnervensystems und des übrigen Körpers sowie der Psyche. „Ich bin das Prana. Als den aus Erkennen bestehenden Atman, als Leben, als Unsterblichkeit verehre mich. Der Atem ist Leben und das Leben ist Atem. Denn solange der Atem in diesem Körper weilt, solange weilt auch das Leben.“ Aus den Upanishaden 15 Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 5, Lindenbaum-Essenz Nr. 14, Pappelbaum-Essenz Nr. 23, Lebensbaum-Essenz 15. Gehirnareal Präfront.C.,Corp.call., d.Balkens u.d.Fornix Der präfrontale Cortex (PFC) wird eingeteilt in einen dorsolateralen und einen orbitofrontalen, d.h. über den Augenhöhlen (Orbita) liegenden Teil. Er ist verbunden mit den bewussten Komponenten des Ich-Gefühls und des Charakters des Menschen. Der dorsolaterale PFC erhält in seinem dorsalen Teil corticale Eingänge hauptsächlich aus dem hinteren Parietallappen und hat mit Bewegungen und räumlicher Strukturierung von Sinneswahrnehmungen zu tun, sowie mit räumlicher Aufmerksamkeit besonders auch in Zusammenarbeit mit dem hinteren parietalen Cortex und dem cingulären Cortex (gyrus cinguli). In seinem lateralen Teil erhält er Eingänge vornehmlich aus dem Temporallappen und befasst sich mit Objektwahrnehmung, dem Einschätzen gegenstands- und situationsbezogener Ereignisse, ausserdem mit dem kontextgerechten Handeln und Sprechen und mit der Entwicklung von menschlichen Zielvorstellungen. Der dorsolaterale PFC ist Sitz unseres menschlichen Arbeitsgedächtnisses. Hier geht es um die Fähigkeit, wichtige Wahrnehmungsinhalte für einige Sekunden im Bewusstsein zu halten und die Inhalte geistig zu verarbeiten. Verletzungen des dorsolateralen PFC führen auch zur Unfähigkeit, die sachliche Situation äusserer Ereignisse einzuschätzen und zu emotionalen Veränderungen. Der Balken trennt die linke und die rechte Gehirnhemisphären voneinander. Am Balken drängen sich viele Nervenstränge kompakt miteinander. Der Balken ist ein dickes Faserbündel, welches auch das Dach des dritten Hirnventrikels bildet. Der Fornix (lat. Gewölbe) ist ein dickes Bündel von Nervenfasern, welches verschiedene Teile des limbischen Systems (z.B. Hippocampus und Septum) miteinander verbindet. Es zählen ausser der Region der Fornix noch zahlreiche andere Bereiche zum limbischen System. *Paradigma: Beispiel, Muster, Erzählung, Gleichnis mit beispielhaftem, modellhaftem Charakter. In der Wissenschaftstheorie eingeführter Begriff für ein Denkmuster, das die herrschende wissenschaftliche Orientierung (wissenschaftliche Weltsicht) einer Zeit prägt. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 4, Mammutbaum-Essenz Nr. 13, Weidenbaum-Essenz 16 Nr. 22, Eibenbaum-Essenz 16. Gehirnareal Cerebellum (Kleinhirn) Bisher wurde von den forschenden Neurologen angenommen, dass höhere geistige Abläufe im Grosshirn stattfinden. Das Kleinhirn sollte nach diesem Konzept für die Kontrolle von Gleichgewicht und Bewegung verantwortlich sein. Eine Studie des Children's Hospital in Boston USA hat bei Kleinkindern mit Gehirnverletzungen nachgewiesen, dass dies nicht ganz der Wirklichkeit entspricht. Die Forscher untersuchten 74 Säuglinge, die frühzeitig mit Gehirnschädigungen verschiedenen Grades geboren worden waren. Durch die Kernspinresonanztomografie wurden Bilder der Gehirne erstellt, die eine genaue Analyse der Verletzungen ermöglichten. Wurde das Grosshirn verletzt, konnte auch das Kleinhirn seine normale Grösse nicht entwickeln. Beschränkte sich die zerebrale Verletzung auf eine Seite, bildete sich die andere Seite des Kleinhirns nicht normal aus. Fand die Verletzung im Bereich des Kleinhirns statt, war die gegenüberliegende Seite des Grosshirns mehr zurückgeblieben und damit kleiner als normal. Die Neurologen gehen, durch diese Ergebnisse angeregt, heute davon aus, dass es einen wichtigen Entwicklungszusammenhang zwischen den beiden Bereichen des Gehirns gibt. Das Kleinhirn (Cerebellum) hat eine wichtige Funktion bei der Kontrolle und Koordination bei den motorischen Aktivitäten. Dieser Teil, der nur ein Achtel der Grösse des Grosshirns einnimmt, ist über die Kleinhirnschenkel mit dem Hirnstamm verbunden; es gegliedert sich in einen Mittelteil, den sog. Wurm (Vermis cerebelli) und zwei Kleinhirnhemisphären und leitet in erster Linie unsere Bewegungsabläufe. Mit Hilfe sensibler Nerven werden ständig alle Körperbewegungen kontrolliert und viele Impulse ausgesandt, die zu Muskelkontraktionen führen. Diese unbewussten Vorgänge sind Voraussetzung für Körpergleichgewicht und Motorik. Zum Kleinhirn gelangen alle Informationen, die unsere Sinnesorgane weiterleiten. Das menschliche Gehirn ist wohl das faszinierendste Ergebnis der Evolution und wir beginnen dies erst jetzt in oberflächlicher Weise zu begreifen, denn die Forschungsergebnisse sind noch sehr jung. Keine Maschine der Welt ist im Stande das, was sich in unserem Schädel hinter der starken Knochenhülle abspielt, nachzuvollziehen. In unserem Kopf koordiniert das Kleinhirn grobe und feine Muskelbewegungen. Es steuert die Motorik der Willkür, z.B. das Schreiben oder das Radfahren. Das Kleinhirn ist verantwortlich für die Informationsbalance des Gesichtssinns, von hören, sehen, schmecken und fühlen. Unser Entschluss zur Bewegung entsteht in den Assoziationsfeldern des Grosshirns. Dieser Entschluss wird zu den motorischen Feldern geleitet, welche für alle Muskelpartien spezielle Nervenzellen besitzen. Nun kommt es zur Informationsübertragung, welche Körperteile die Bewegung ausführen sollen. Diese Nervenzellen erteilen nun, den für die Bewegung benötigten Bein-, FussArm-, Handmuskeln usw. den Befehl, Kraft zu bilden. Allein aufgrund dieser Befehle würde jedoch die Bewegung nur sehr grob und unkoordiniert und nicht feinmotorisch harmonisch genug ablaufen. Feinangleichungen und exakte Koordination geschehen durch die Funktion des Kleinhirns. Dort sind für alle geübten Bewegungen Programme gespeichert, die Informationen zur Feinkoordinierung der Muskelarbeit enthalten. 17 Durch diese Bewegungsfertigkeitsprogramme dämpft das Kleinhirn mit hemmenden Impulsen den Ablauf, damit die Nervenzellen der motorischen Felder nur Befehle abgeben, die genau der vorgesehenen Bewegung entsprechen. Es geschieht eine für die Feinmotorik wichtige Gegenregulation. Ein durch das Kleinhirn so modellierter Befehl läuft über das Rückenmark zu den Muskeln der beteiligten Gliedmassen und bewirkt in der Peripherie des Körpers, dass die Muskeln wohl abgestimmt und koordiniert Kraft und harmonische Bewegung bilden. Wenn wir uns im Leben bewegen, gewöhnen wir uns gewisse Emotionen und Gefühlmuster an. Aus lauter Gewohnheit entwickeln wir uns manchmal in eine für uns schwierigere Lebensposition hinein, die uns schmerzhafte Grenzen aufzwingen kann. Damit wir uns von diesen sanft und leise wieder befreien, könnten wir den Versuch wagen, uns wie ein Segler im Wind durch tief greifende Bilder zu neuen Ufern tragen zu lassen. Menschliches Bewusstsein und menschlicher Geist haben in uns einen Grund zu finden und auf dieser Basis der Aufmerksamkeit sollten wir standfest und sicher stehen. Dann können uns unsere und die Emotionen der anderen nicht mehr, wie einem Fähnlein im Wind, die Richtung nehmen. „Gleichgültig, welche Emotion erfahren wird, sei es Begehren, Hass, Stolz, Eifersucht, Neid oder was auch immer - der wichtige Punkt hier ist, dass eigentlich nur eine Verschiebung der Aufmerksamkeit stattgefunden hat. Der Geist drückt sich auf eine andere Weise aus. Es gibt keinerlei Grund anzunehmen, die Emotion besitze irgendeine Realität an und aus sich selbst oder sei solide. Es ist nur der Geist, der sich auf eine andere Art und Weise ausdrückt als noch einen Augenblick zuvor. Solange man die wahre Natur des Geistes nicht erkennt, wird man von den emotionalen Konflikten und diskursiven Gedanken völlig verwirrt. Diese Situation kann endlos dauern.“ Kalu Rinpoche (1905-1989), ein grosser Meister der Kagyü Überlieferung, der auch viele westliche Schüler in ihrer Dharmapraxis anleitete. Zitat aus dem Buch: Geflüsterte Weisheit, Krüger Verlag Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 6, Birkenbaum-Essenz Nr. 15, Ahornbaum-Essenz Nr. 24, Erlenbaum-Essenz 17. Gehirnareal Hypothalamus Der Hypothalamus ist das oberste Steuerungsorgan des hormonellen (endokrinen) Systems und liegt im unteren Bereich des Zwischenhirns. Er ist etwa 15 Gramm schwer und nimmt etwa den Raum einer kleineren Münze ein. Unter dem Hypothalamus hängt wie ein Tropfen die Hypophyse, die sog. Hirnanhangsdrüse. Hypothalamus und Hypophyse bilden eine Funktionseinheit. Die Ausschüttung der meisten Hormone* wird durch das System von Hypothalamus und Hypophyse 18 gesteuert. Die Steuerung ist für die hormonellen Regulationskreisläufe im Körper unentbehrlich. Sind sie teilweise oder sogar schwer gestört und an ihren Funktionen gehindert, kann das auch schwerwiegende Folgen für den ganzen Menschen haben. Der Hypothalamus ist ein Verbindungsstück zwischen dem physischen Körper und allen Regionen des Gehirns. Er ist bei der Steuerung vieler körperlicher und emotionaler Vorgänge von lebensnotwendiger Bedeutung. In der unmittelbaren Nachbarschaft des Hypothalamus befindet sich das limbische System, das die Emotionen und die menschliche Psyche steuert. Es ergeben sich wechselseitig tief greifende Einflüsse. Neuronenverbände im Hypothalamus empfangen Informationen von den Gehirnzellen. Dadurch wird der Hypothalamus veranlasst, hormonelle Botenstoffe in die Hypophyse auszuschütten. Die Hypothalamushormone bewirken dann eine verstärkende oder vermindernde Ausscheidung von Hormonen der Hypophyse. Die Steuerung dieses komplizierten Wirkungsmechanismus verläuft entweder auf nervalem Wege über das vegetative Nervensystem oder über die verschiedensten Hormone, die über den Blutkreislauf transportiert und verteilt werden. Deshalb ist der Hypothalamus ein Bindeglied. Er ist eine äusserst wichtige Brücke zwischen dem Nervensystem und dem Hormonsystem, ohne die im menschlichen Leben nichts wirklich geht. Der Hypothalamus ist auch in der Lage, über spezialisierte Rezeptoren Körperfunktionen zu koordinieren. Er kontrolliert den Wasserhaushalt, überwacht die Temperatur im Körper, überprüft die Kreislauffunktion, die Funktionen von Magen- und Darmtätigkeiten und die Blasenfunktion. Er übernimmt die Steuerung der Nahrungsund Flüssigkeitsaufnahme sowie des Hunger- und Sättigungszentrums. Er kontrolliert und koordiniert die Entwicklung von Gefühlen und Emotionen, wie Zorn und alle Arten von aggressivem Verhalten. *Hormone: Hormone sind Informationsübermittler im Körper. Sie werden in Drüsenzellen bestimmter Organsysteme gebildet und bei Bedarf in das Blut abgegeben. Über den Blutfluss gelangen sie zu Zellen mit speziellen Andockstellen, den Rezeptoren, wo ihre Nachricht durch diverse Regelkreise etwas auslösen wird, was für den ganzen Körper von Wichtigkeit für seine Funktionen ist. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 6, Birkenbaum-Essenz Nr. 15, Ahornbaum-Essenz Nr. 24, Erlenbaum-Essenz 18. Gehirnareal Hinterhauptlappen (Lobus occip., Okzipitallappen) Unser menschliches Grosshirn ist die jüngste Entwicklung in der Zeitgeschichte unserer Evolution des Zentralnervensystems über viele Millionen von Jahren. Es ist in 19 zwei Hemisphären durch eine tiefe Furche (Fissura longitudinalis cerebri) voneinander getrennt. Auch dieses wunderbare Organ, unser Neokortex, zeigt sich uns in der Welt durch Betrachtung zunächst polar. Die Hauptverbindung zwischen den Hemisphären ist der sog. Balken (Corpus callosum), der aus dicht zusammenliegenden Nervenfasern besteht, welche die Hirnteile auf beiden Seiten miteinander verbindet. Das Grosshirn wird in verschiedene Lappen eingeteilt. In dieser Hörübung interessiert uns besonders der Hinterhauptslappen (Lobus occipitalis, Okzipitallappen). Dieser Teil ist der hinterste Anteil des Grosshirns. Er grenzt nach vorn an den Scheitellappen (Lobus parietalis) und den Schläfenlappen (Lobus temporalis). Der Occipitallappen enthält das primäre und das sekundäre Sehzentrum. Wir wissen darüber seit 1855. denn Bartolomeo Panizza konnte dann schon aufzeigen, dass die Occipitalrinde wichtig für das Sehvermögen ist. An der medialen Seite des Occipitallappens befindet sich der sog. Sulcus calcarinus. Dieser beherbergt das primäre Sehzentrum. Dieser Bereich besitzt einen für das Grosshirn typischen 6-schichtigen Aufbau. Zusätzlich findet sich in der sog. inneren Körnerschicht ein zusätzliches Nervenfaser-Band, der Area striata, des „gestreiften Gebietes“. In jedem Occipitallappen ist die gegenüberliegende Gesichtsfeldhälfte repräsentiert. Die Informationen aus der Netzhaut gelangen über die Sehbahn zum Occipitallappen. Das sekundäre Sehzentrum gehört zu den Assoziationszentren des Gehirns. Hier werden die verarbeiteten Muster aus der primären Sehrinde dem Menschen schon bekannten Sinneseindrücken gegenübergestellt und damit wieder erkannt oder erinnert. Hier laufen auch Informationen aus anderen Hirnregionen zusammen, die mit der weiteren Informationsverarbeitung zu tun haben. Dieses Gebiet wird auch Area parastriata genannt, da es der Area striata, dem „gestreiften Gebiet“ benachbart liegt. Von hier laufen Informationen an die übergeordneten (tertiären) Assoziationszentren. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 4, Mammutbaum-Essenz Nr. 13, Weidenbaum-Essenz Nr. 22, Eibenbaum-Essenz 19. Gehirnareal Velum medullare anterius Der vierte Ventrikel liegt im Rhombencephalon. Die Verbindungsstruktur des Velum* medullare anterius ist ein solches Gebiet, in dem sich diese Kommunikation abspielt. Begrenzt wird der vierte Ventrikel von der Rautengrube (vorne) und von den Kleinhirnsegeln (Velum medullare superius / inferius) hinten. Unser Gehirn, als komplexer Zellverband, ist eine geschlossene Gesellschaft. Nicht einmal das Blut als ideales Transportmittel kann in unser Gehirn eindringen, dennoch durchströmt es den Körper bis in den letzten Winkel und erreicht alle Organe. Dies 20 verhindert eine bestimmte, von der Natur durchdachte Einrichtung, denn die Zellen der Blutgefässe bilden die so genannte Bluthirnschranke. Sie lässt nur wenige, ganz bestimmte Stoffe ins Gehirn und schützt es damit vor schädlichen Substanzen aus dem Blut. Diese Barriere zwischen dem Gehirn und dem übrigen Körper ist überlebensnotwendig. Die Blutgefässe sind innen von einer Zellschicht ausgekleidet, den sogenannten Endothelzellen. Im Körper sind diese Endothelzellen relativ locker miteinander verbunden und deshalb können die Stoffe zwischen benachbarten Gefässzellen und auch zwischen dem Innenraum der Gefässe und den anderen Gewebeanteilen hin und her wechseln (diffundieren). In den Blutgefässen des Gehirns sind diese Zellen jedoch so eng miteinander verbunden, dass zwischen ihnen kein Stoffaustausch mehr möglich ist. Der einzige Weg vom Blut ins Gehirn führt deshalb jeweils quer durch eine Endothelzelle hindurch. Dazu müssen die Stoffe zunächst durch die Zellmembran der Gefässzellen. Diese aber bildet zur Blutgefässseite hin eine hermetische Barriere. Zur Gehirnseite hin ist sie relativ durchlässig. Der Austausch ist also extrem eingeschränkt. Moleküle wandern durch diese Barriere hindurch und je kleiner und fettlöslicher ein Molekül ist, desto leichter kann es durch eine Zellmembran hindurch kommen. Damit nicht alle Stoffe ins Gehirn gelangen, sind die Membranen der Gefässzellen dort mit Eiweissen (Proteinen) als Wächter gefüllt. Sie heissen in der Medizin ABC-Carrier. Diese Wächterproteine erkennen und binden die meisten im Gehirn unerwünschten Moleküle. Manche Moleküle aber schaffen es trotz ihrer Funktion, sich an den Wächtern vorbei zu winden und ins Gehirn zu gelangen. Besonders sind es Stoffe wie Alkohol, Nikotin, chemische Parfüme, künstliches Glutamat (Geschmacksstoffe in der Nahrung) oder auch bestimmte Rauschmittel wie Heroin. Man weiss heute noch nicht genau, wie diese Stoffe, z.B. Nikotin es schaffen, in das Gehirn über die Schranke hinweg dennoch einzudringen. Extreme Säurebelastung durch Verschiebung der normalen Säurebasenregulation oder auch gepulste Mikrowellen durch Handystrahlen, z.B. durch Überwärmung können auf diese wichtigen Funktionen des Austausches Einfluss nehmen. Nur sehr kleine Moleküle wie Sauerstoff, bestimmte Hormone und Ionen können durch die Membran der Endothelzellen hindurch und ins Gehirn gelangen, damit das Gehirn als Schaltzentrale des Körpers vor fremden Eindringlingen und giftigen Substanzen besonders in den flüssigen Anteilen so gut wie möglich geschützt ist. Die Blutgefässe im Gehirn sind also besonders gestaltet. Es bildet sich einerseits eine verstärkte Schicht aus speziellen Gehirnzellen (Astrozyten) um die Blutgefässe herum und andererseits diese besondere Endothelschicht im Blutgefäss selbst. So entsteht eine unüberwindbare Mauer oder Schranke. Die Bluthirnschranke ist ein Wunderwerk der Natur. Die Blut-Hirnschranke ist also nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wie oben beschrieben, nicht vollkommen dicht, sondern kann beispielsweise bei Erkrankungen wie der Hirnhautentzündung, bei Alzheimererkrankung oder inneren Blutungen gestört sein. Bei einem Schlaganfall wird aus den Gehirnzellen körpereigenes Glutamat freigesetzt, das diese Zellen zerstören kann. Verschiebungen in unserem Körperhaushalt können zu Störungen des allgemeinen Austausches führen. Aber auch Verschiebungen in unserem emotionalen und mentalen Bereich verändern unsere Fähigkeit, Grenzen zu halten und Grenzen zu öffnen. Diese wichtige Eignung gehört zu den bedeutsamsten Grundstrukturen im gesunden Ablauf des Lebens. Werden diese Formationen gestört, dann verwischen 21 sich die Grenzen und der Geist hat nicht mehr die Möglichkeit in seiner im zugewiesenen Form geordnet zu wirken, wie es nach seinem im Inneren liegenden Plan, nach seiner ureigenen Idee geschehen soll. Die Form verliert an Gestaltungskraft. Sie wird schneller als es ihr bestimmt war alt und sie wirft einen Schatten, der nicht wirklich in seinem Rahmen bleiben kann. Die vertikale Achse, die Körper, Psyche und Geist des menschlichen Wesens zusammenhält, verändert sich. „Ein guter, edler Mensch, der mit uns gelebt, kann uns nicht genommen werden. Er lässt eine Spur zurück, gleich jenen erloschenen Sternen, deren Bild nach Jahrhunderten die Erdbewohner sehen.“ Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Historiker *lat. Velum: Segel, Tuch, Hülle, von lat. velare: verbergen, verhüllen *Plexus choroidei, dieser Teil ist ein baumartig verzweigtes Adergeflecht im Hohlraumsystem des Gehirns. Jeder der vier Ventrikel besitzt ein solches Adergeflecht. Sie bilden die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit. Die Bildung des Liquor erfolgt im Wesentlichen durch eine Ultrafiltration des Blutes. Zusätzlich wird durch aktive Ausschüttung (Sekretion) eine gegenüber dem Blut erhöhte Konzentration an Natrium und Magnesium erarbeitet. In der Regel werden ca. 0,4ml/min an Flüssigkeit gebildet, so dass der Liquor pro Tag etwa 3- bis 5-mal vollkommen erneuert wird. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 8, Birnenbaum-Essenz Nr.17, Haselnussbaum-Essenz 20. Gehirnareal Lobulus paracentralis Hier befindet sich die Endstation sensibler Bahnen im Scheitellappen des Gehirns bzw. des Hirnrindengebietes. Diese Region arbeitet für die Wahrnehmung der Eindrücke der Oberflächen- und Tiefensensibilität und die Speicherung der zugehörigen Erinnerungsbilder (sog. psychästhetisches Zentrum). Dieses Gebiet ist eng zusammenfügt mit sensorischen u. motorischen Rindenfeldern. Es besteht aus dem somato-topisch und segmental gegliederten Gyrus postcentralis (das primäre sensible Zentrum) und den zweitrangig sensiblen Zentren im Bereich der Hinteren Region des Gehirns (Lobulus parietalis superior). Diese Zone ist auch bekannt dafür, um zu kontrollieren was ist angebracht oder erlaubt und was nicht. Sie kontrolliert menschliche Verhaltensweisen. Mechano-sensorische und propriozeptive (tiefensensible) Rezeptorzellen der Gliedmassen (Extremitäten), des Rumpfes, des Halses und des Hinterkopfes werden über eine dreigliedrige Neuronenkette mit dem primärensomato-sensorischen Teil der Hirnrinde im Gyrus postcentralis und im Lobulus paracentralis verknüpft. Dieses 22 komplexe System ist ein Teil der somatosensorischen Systeme des menschlichen Zentralnervensystems. Es bildet eine neurofunktionelle Einheit und leitet Signale der feinen Druck- und Tastempfindung, des Vibrationssinnes und der Tiefensensibilität über die Rückenmarksnerven von den Extremitäten, dem Rumpf, Hals und Hinterkopf hinüber zur Grosshirnrinde (Cortex). Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 5, Lindenbaum-Essenz Nr. 14, Pappelbaum-Essenz Nr. 23, Lebensbaum-Essenz 21. Gehirnareal Mittelhirn (Mesencephalon) Das Mittelhirn (Mesencephalon) liegt zwischen Brücke (Pons) und Zwischenhirn (Diencephalon), es selbst gliedert sich in drei Teile (die beiden Hirnschenkel die sog. Crura cerebri, das Tegmentum (Haube) und das Tectum (Dach) mit der Vierhügelplatte). Es liegen wichtige Bahnsysteme und Kerngebiete im Mittelhirn. Das Mesencephalon wird vom Aquaeductus mesencephali durchzogen. Als Aquaeductus mesencephali wird der mit Hirnflüssigkeit (Liquor) gefüllte Verbindungskanal zwischen dem dritten und dem vierten Hirnventrikel bezeichnet. Der Aquaeductus mesencephali ist von der Substantia grisea centralis (periaquäduktales Grau) umgeben. Auf der Dorsalseite (Tectum) findet sich die Vierhügelplatte mit den Colliculi superiores für die Verarbeitung optischer Informationen und den Colliculi inferiores für die Verarbeitung der akustischen Informationen. Ventral im Bereich des Tegmentum findet sich beidseits der Nukleus ruber, der als wichtiges Steuerzentrum vor allem Informationen aus dem motorischen Kortex und dem Kleinhirn verarbeitet und ins Rückenmark projiziert. Die rötliche Farbe beruht auf eisenhaltigen Pigmenten. Eisen kräftigt und regt zum Stoffwechsel der Regionen an. Ausserdem bewirkt es einen Ausgleich im elektromagnetischen Feld des Menschen. Es verhilft zu Kraft und Stärke und zur Erneuerung. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 8, Birnenbaum-Essenz Nr. 17, Haselnussbaum-Essenz 23 22. Gehirnareal Mittelhirn (Mes.), Medula oblongata Im Mittelhirn befinden sich in der grauen Substanz ein Teil der Augenmuskelkerne, der III. und IV. Hirnnerv. Im hinteren Bereich befinden sich die Vierhügelplatte, die Umschaltstellen für die Hör- und Sehbahn. Weiter vorne befinden sich Gruppen stark pigmenthaltiger Nervenzellen, die schwarze Substanz, die sogenannte Substantia nigra und der rote Kern (Nucleus* ruber). Darauf aufgelagert als weisse Substanz verlaufen als Hirnschenkel die Fasern der Umschaltbahnen, der sog. Pyramidenbahn. Im hinteren Teil mündet das oberste Paar Kleinhirnstiele. Der Nucleus ruber ist paarig angelegt und eine der wichtigsten Schaltzentralen im motorischen System. Er projiziert mit seinen Efferenzen in das Rückenmark und er liefert dadurch einen wichtigen Teil des extrapyramidalmotorischen Systems. Er nimmt Einfluss auf die Muskelspannung (Tonus) und die Körperhaltung. Die Hauptafferenzen stammen aus dem Kleinhirn und der motorischen Rinde. Die efferenten Bahnen projizieren vor allem in das Kleinhirn, auf Hirnnervenkerne und ins Rückenmark. Der rote Kern ist damit ein wichtiges Schaltzentrum für Programme aus dem motorischen Bereich des Kortex und der Koordination dieser Programme über das Kleinhirn. Hier finden sich Kerngebiete der basalen Stoffwechselvorgänge, die die Atmung, den Herzschlag und den Blutdruck regulieren. Es finden sich dort einzelne Inspirationsund Exspirationszentren, wie auch ein Brechzentrum. *Nucleus: lat. Kern, auch als „Kerngebiet“ bezeichnet, Ansammlungen von Nervenzellkörpern (Soma) ausserhalb des ZNS bezeichnet man als Ganglion. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 9, Kirschbaum-Essenz Nr. 18, Ulmenbaum-Essenz 23. Gehirnareal Mittelhirn, Pyramidenbahn Das Mittelhirn ist ein Teil des Hirnstammes, zu diesem zählen noch die Brücke (Pons) und das verlängerte Mark (Medulla oblongata). Mittelhirn, Brücke und verlängertes Mark werden in der Anatomie auch als Gruppe zusammengenommen. Der Hirnstiel (cerebral peduncle*) im Mittelhirn wird energetisch beeinflusst und angeregt. Der so genannte Hirnstiel gilt als Hauptmasse des Mittelhirns, bestehend aus Crura cerebri, Tegmentum und Substantia nigra. In dieser Zone des Gehirns ziehen die Projektionsfasern aus der Grosshirnrinde nach unten und afferente Bahnen zur Grosshirnrinde. Das Mittelhirn ist das Mittelstück zwischen der Brücke und dem Zwischenhirn. Wichtige Zonen: die Vierhügelplatte, sie dient als akustisches und optisches Reflexzentrum, die Hirnschenkel, sie dienen dem 24 Austausch von motorischen und sensiblen Informationen zwischen Rückenmark, verlängertem Mark, Brücke, Kleinhirn, Thalamus und Grosshirn. Das Mittelhirn enthält auch Kerngebiete des extrapyramidalen Systems, die Schaltzentren sind und die unwillkürliche Bewegungen der Augen, des Kopfes und des Rumpfes auf Eindrücke von Augen und Ohren abstimmen. Wichtige Verbindungen aus der Grosshirnrinde erreichen als lange korticofugale Systeme in die Kerne des Hirnstammes und an die motorischen Vorderhornzellen des Rückenmarks. Diese Bahnen bündeln sich in der Stabkranzfaserung (thalamocorticale Fasern) und in der inneren Kapsel (Capsula interna) und treten dann in die beidseits, basal am Mittelhirn sichtbaren Hirnschenkel ein. Sie spalten sich in der Brücke in differenzierbare Bündel auf, die von querverlaufenden Brückenfasern getrennt werden. Die medialen und lateralen Zonen der Hirnschenkel werden von den Bahnanteilen eingenommen, die an den Brückenkernen enden. Die in der Mitte gelegenen Bahnanteile ziehen als Pyramidenbahnen weiter zum Rückenmark. Der überwiegende Teil der Pyramidenbahnen kreuzt sich in der unteren Medulla oblongata (verlängertes Rückenmark). *cerebral peduncle: peduncle = lat. kleiner Fuss, der paarige Hirnschenkel und der basale Fussteil (Basis pedunculi cerebri) des Hirnstiels (Pedunculus cerebri) kommt mit langen Bahnen aus der inneren Kapsel (Capsula interna) (Fibrae corticospinales, Fibrae nukleares, Fibrae pontinae, Fibrae. frontopontinae, Tractus corticospinalis, Tr. corticopontocerebellares, Tr. corticonuclearis) unter den Kniehöckern hervor und endet an der Brücke. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 7, Kastanienbaum-Essenz Nr. 16, Lärchenbaum-Essenz Nr. 25, Walnussbaum-Essenz 24. Gehirnareal Hirnrinde, Scheitellappen, Hinterhauptlappen Die Hirnrinde (Kortex), deren Oberfläche von Furchen (Sulci) und Windungen (Gyri) gebildet ist, wird in vier sogenannte Hirnlappen eingeteilt: Stirnlappen (Lobus frontalis), Scheitellappen (L. parietalis), Schläfenlappen (L. temporalis), Hinterhauptslappen (L. occipitalis). Die Hirnrinde ist zwischen ca. 1.5 mm (okzipital) und 4 mm (Gyrus präcentralis) breit. Sie setzt sich aus sechs verschiedenen Zellschichtlagen zusammen. Jede von diesen enthält unterschiedliche Kombinationen und Typen von Zellen. Auch unterscheidet man zwischen primärem (motorischen oder sensorischen) Kortex und assoziativem Kortex. Die Axone von Nervenzellen in primären Arealen verbinden den Kortex mit tiefer gelegenen Strukturen des zentralen Nervensystems. Die Zellen in den assoziativen Arealen sind mit anderen kortikalen Nervenzellen verbunden. Diese kortiko-kortikalen Verbindungen werden Assoziationsfasern genannt und die dickeren Bündel solcher Fasern heissen 25 Fasciculi. Das wichtigste Bündel für Sprech- und Sprachfunktionen ist der Fasciculus arcuatus. Er ist eine Verbindung zwischen temporalen und frontalen kortikalen Gebieten und arbeitet z.B. als Draht zwischen sensorischem (Wernicke) und motorischem (Broca) Sprachzentrum. Der assoziative Kortex ist für höhere kognitive Funktionen zuständig. Er dient für die Integration primär sensorischer Informationen und für die Planung motorischer Aktivitäten. Auch die menschlichen Sprachzentren in unserem komplexen System des Gehirns und der Rinde zählen zum Assoziationskortex. Neben den Assoziationsfasern (Verbindung von Assoziationsfeldern) unterscheidet man noch Kommissurenfasern (Verbindung zwischen den Hemisphären) und Projektionsfasern (Verbindung zwischen Kortex und tieferen Hirnstrukturen). Projektionsfasern unterscheidet man als afferente (sensorisch / aufnehmend) und efferente (motorisch / fortleitend). Im Scheitel- oder Parientallappen ist unser optisches Zentrum und unser Sprachzentrum beheimatet. Er ist verantwortlich für unsere Körperfühlsphäre, durch ihn erfahren wir Schmerz, Berührung, Druck, Temperatur und Geschmack. Heute weiss man aus der Neurologie, dass z.B. die Verarbeitungswege visueller Information über den Scheitellappen laufen. Dieser Verarbeitungsweg über den Scheitellappen ist für die Wahrnehmung über das Sehen der Bewegung und der Tiefe verantwortlich. Der Verarbeitungsweg über den Schläfenlappen ist für die Wahrnehmung von Farbe und Form verantwortlich. Der Hinterhauptslappen verarbeitet eingehende Informationen in Verbindung mit optischen Eindrücken. Er ist auch massgeblich an der Fähigkeit des menschlichen Gehirns Objekte zu erkennen teilhaftig. Das menschliche Gehirn ist wohl das faszinierendste Ergebnis der Evolution. Keine Maschine, kein Computer der Welt ist im Stande das, was sich in unserem Kopf abspielt, nachzuvollziehen. Im Gehirn befinden sich nach heutigen modernen Erkenntnissen ca. 125.000.000.000 Nervenzellen. Jede Zelle hat mindestens 10.000 Verbindungen zu anderen Zellen, meistens aber bedeutend mehr. Alle Nervenfasern insgesamt bilden Leitungsbahnen mit einer Länge von ungefähr 12 Millionen Kilometern. Unser Gehirn führt mehrere Milliarden Befehle pro Sekunde aus. Es benötigt zu seiner Versorgung annähernd 150 Gramm Zucker in 24 Stunden und ungefähr 25% unseres gesamten Sauerstoffsverbrauchs im Körper. Ohne Neuronen kein Informationsaustausch in unserem Zentralnervensystem! Neuronen sind darauf spezialisiert, Botschaften in Form von elektrischen Impulsen weiterzuleiten und zu übertragen. Ein Neuron besteht aus einem Zellkörper mit Kern. Ausserdem hat es einige faserartige Fortsätze. Nur eine einzige Faser, das Axon, überträgt Informationen. Die sogenannten Dendriten empfangen Informationen von anderen Neuronen. Die Verbindung zwischen den Neuronen, also zwischen dem Axon der einen Nervenzelle und einem Dendriten einer anderen Nervenzelle nennt man im anatomischen Sprachgebrauch Synapse. Hier wird die Information mit Hilfe von chemischen Wirkstoffen sog. Neurotransmittern von einer Nervenzelle zur nächsten Zelle weitergegeben. Sie befinden sich in kleinen Bläschen (Vesikeln) am Ende des Axons. Eine Nervenzelle wird an den Dendriten durch einen elektrischen Impuls erregt. Der Impuls durchwirkt die Zelle bis zum Axonende und bewirkt dort auch die Ausschüttung der Neurotransmitter in den synaptischen Spalt hinein. Der synaptische Spalt ist nur einen Milliardstel Millimeter breit, der wohl schmalste Abgrund der biologischen Welt von so tief greifender Bedeutung. Die Neurotransmitter überbrücken den Spalt und verbinden sich mit den Rezeptoren an den Dendriten des 26 nächsten Neurons. Durch diese Verbindung ist dann auch schon die nächste Nervenzelle erregt. Wir haben eine grosse Kraft in der Beobachtung, doch wenn wir etwas nicht messen können, können wir es auch nicht wirklich beweisen. Nach dem Motto: „Was nicht beobachtet und gemessen werden kann, existiert auch nicht“ ging es eine geraume Zeit in der Vergangenheit der modernen Forschung. An der Schwelle zu einer neuen Zeit, im 21. Jahrhundert, gleich an seinem Beginn, hat sich jedoch durch die moderne Technologie etwas Entscheidendes geändert. Denn seit kurzem können Neurobiologen äusserst verblüffende Veränderungen in den Hirnaktivitäten von meditierenden Versuchspersonen sichtbar machen. Der Radiologe Andrew Newberg von der University of Pennsylvania in Amerika hat in seinem Labor buddhistische Mönche und Franziskaner-Nonnen mit Hilfe von einem SPECTComputertomographen untersucht. Wenn sie in religiöse Versenkung eintauchen, injiziert ihnen der Forscher ein radioaktives Kontrastmittel. Mit diesem bestimmten Gerät können präzise Momentaufnahmen der Gehirndurchblutung während der religiösen Tiefenerfahrung gemacht werden. Diese neue Forschungsrichtung nennt sich nun Neurotheologie. Das Ergebnis der Experimente war in allen auf das Genaueste überprüften Fällen dasselbe: „Es fand sich eine ungewöhnliche Aktivität im oberen, hinteren Abschnitt des Gehirns“, berichtete der Radiologe allen Interessierten Fachkollegen. Dieser sog. obere Scheitellappen ist wie oben schon erklärt, überwiegend für die räumliche Orientierung ausschlaggebend. Während der spirituellen Erfahrungen in der Stille wurde hier bei sämtlichen Testpersonen eine neuronal erzeugte Reizblockade gemessen. Die treffende Folgerung liegt für den Forscher A. Newberg deutlich und klar vor Augen: „Mystische Erfahrung ist biologisch real und naturwissenschaftlich wahrnehmbar.“ Was haben wir alle in dieser neuen Zeit, in der das Bewusstsein in den Brennpunkt unseres Interesses gerückt ist, durch die moderne Hirnforschung, gelernt? Nach dem Neurobiologen A. Newberg in etwa Folgendes: Durch religiöse Versenkung können wir die Aufnahme von Sinnesreizen so stark unterbinden, dass der Scheitellappen die Grenze von Körper und Selbst in seiner komplexen Arbeitsweise nicht mehr findet. Der Meditierende erlebt eine vollkommene Raumlosigkeit. Er erfährt keine Grenzen. Er verwandelt Zeit in Ewigkeit. Er erfährt eine Transzendenz, die in den verschiedenen religiösen Kulturen z.B. im Buddhismus als Nirwana, im Taoismus als Tao oder in der christlichen Mystik als unio mystica benannt wird. Der Mensch macht in dieser Untersuchung mittels absoluter Konzentration auf die Leere, also in dem Zustand der meditativen Versenkung, einen Umstülpungsprozess. Er vermag es im lebenden physischen Körper dennoch, auf eine seltsame Weise zu sterben. Es geschieht deshalb, weil er sich vollständig versammelt, höchste Konzentration erreicht und sich damit über sein Körperbewusstsein, welches von Sinnen geleitet wird, erhöht. Dies erinnert uns an die Worte des Urchristen und Apostels Paulus, der da sagte: „Lerne, täglich zu sterben.“ „Was nimmt die Wolke mit? Die ganze Erdeninformation, die ganzen Erdenbildekräfte, um sie über den Saugprozess der Sonne durch einen absoluten Nullpunkt zu einem Umstülpungsprozess zu bringen, damit sie verändert auf die Erde zurückkommen.“ 27 Wilfried Hacheney, ein moderner Physiker unserer Zeit, berühmter Wasserforscher und Entwickler der Levitationsmaschine für reines Wasser bringt in seinem Buch „Organische Physik“ diese wichtige Aussage über die Umkehrung oder besser gesagt über den Umstülpungsprozess, der oben schon angesprochen wurde und den wir erreichen können, nämlich durch die Übung der Konzentration in der Meditation. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 8, Birnenbaum-Essenz Nr. 17, Haselnussbaum-Essenz 25. Gehirnareal Putamen, Amygdala, Kommissurenfasern Das Putamen (deutsch: Schalenkörper) und die Amygdala, der Mandelkern (Corpus amygdaloideum) sind zwei von fünf der subkortikalen Kerne im Grosshirnbereich. Sie sind Teile des sog. Limbischen Systems. Im Grosshirn gibt es die sogenannten Kommissurenfasern. Es sind Verbindungskräfte zwischen den beiden Hemisphären und es gibt die Projektionsfasern, diese sind die Verbindungskräfte zwischen Kortex und tieferen Hirnstrukturen. Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen: Nr. 7, Kastanienbaum-Essenz Nr. 16, Lärchenbaum-Essenz Nr. 25, Walnussbaum-Essenz Doris und Sven Richter Sankt Martinstrasse 67 CH-6430 Schwyz Kontakt: +41 41 741 41 79 Montag bis Freitag von 9 – 19.00 Uhr Internet: www.praxisrichter.com www.baum-essenzen.com Auflage 2014 Copyright © by D. Richter und Verlag Joy-Edition, Schwyz CH www.joyedition.ch Printed in Germany 28