2014 Komp. HCS Gehirnareale und BaumEssenzen

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Gehirnareale
und
Baumessenzen
von Doris Richter
Inhalt:
1. Gehirnareal ............................................................................ 3
2. Gehirnareal ............................................................................ 3
3. Gehirnareal ............................................................................ 4
4. Gehirnareal ............................................................................ 4
5. Gehirnareal ............................................................................ 5
6. Gehirnareal ............................................................................ 6
7. Gehirnareal ............................................................................ 6
8. Gehirnareal ............................................................................ 7
9. Gehirnareal ............................................................................ 7
10. Gehirnareal ............................................................................ 9
11. Gehirnareal: ........................................................................... 9
12. Gehirnareal .......................................................................... 10
13. Gehirnareal .......................................................................... 11
14. Gehirnareal .......................................................................... 14
15. Gehirnareal .......................................................................... 16
16. Gehirnareal .......................................................................... 17
17. Gehirnareal .......................................................................... 18
18. Gehirnareal .......................................................................... 19
19. Gehirnareal .......................................................................... 20
20. Gehirnareal .......................................................................... 22
21. Gehirnareal: ......................................................................... 23
22. Gehirnareal .......................................................................... 24
23. Gehirnareal .......................................................................... 24
24. Gehirnareal .......................................................................... 25
25. Gehirnareal .......................................................................... 28
2
1. Gehirnareal
Präfrontaler Cortex
Der präfrontale Cortex wird in einen dorsolateralen und einen orbitofrontalen (d.h. über
den Augenhöhlen, über der Orbita liegende Teil) eingeteilt. Er ist also von der
Neurowissenschaft in zwei Abschnitte strukturiert worden. Er ist verbunden mit den
bewussten Komponenten des Ich-Gefühls des Menschen und seines Charakters,
dieser ist wiederum die ethische Basis für sein höheres Bewusstsein (Fronthirnbereich
über den Augenhöhlen, drittes Auge oder 6. Chakra).
Behandlungsmöglichkeit mit Baum-Essenzen:
Nr. 6, Birkenbaum-Essenz
Nr. 15, Ahornbaum-Essenz
Nr. 24, Erlenbaum-Essenz
2. Gehirnareal
Gyrus cinguli
Der Gyrus cinguli ist bei den Leistungen der Aufmerksamkeit immer zusammen mit
bestimmten Arealen des Cortex aktiv. Er spielt bei der Schmerzwahrnehmung und
Verarbeitung eine wichtige Rolle. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass bei
der Zerstörung der cingulären Rinde bei Versuchstieren in der neurobiologischen
Forschung, schmerzbedingte Abwehr- und Vermeidungsreaktionen, die sie zuvor
gelernt hatten, scheinbar ganz vergessen gehen.
Aufmerksamkeit entsteht zunächst durch die Fähigkeit mit dem Schmerz und der
Schmerzvermeidung umzugehen oder sich auf ein materielles Ziel (ursprünglich z.B.
bei der Jagd) zu konzentrieren. Doch dahinter steckt noch viel mehr. Natürlich hat es
mit der Erinnerung zu tun, aber hinter ihr steckt ebenfalls viel, viel mehr.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 3, Eschenbaum-Essenz
Nr. 12, Apfelbaum-Essenz
Nr. 21, Akazienbaum-Essenz
3
3. Gehirnareal
Medulla oblongata
Die Medulla oblongata, aus dem Lateinischen übersetzt verlängertes Mark, ist der
hinterste Gehirnteil. Es bildet das Nachhirn und wird auch als Bulbus medullae spinalis
oder Bulbus cerebri bezeichnet. Die Medulla oblongata liegt zwischen Rückenmark
und
der
sogenannten
Brücke.
Hier
befinden
sich
Hirnnervenkerne,
Pyramidenbahnkreuzung, Zentren vegetativer Funktionen wie der Atmung, das
Zentrum für Schluck - und Saugreflex, Cornealreflex, Brech- und Hustenreflex,
Zentren für den Stoffwechsel. Auch bei Bluthochdruck durch Kompressionsdruck ist
dieser Bereich für die Therapie interessant geworden (neurovaskuläres
Kompressionssyndrom bei essenzieller Hypertonie, die Blutdruckerhöhung durch
vermehrte, efferente sympathische Aktivität).
Immer wenn etwas in der Zeit gestaut wird, wird es auch in der Form gestaucht. Dies
ist ein Zeichen der mangelnden Ausrichtung in die Weite, hinauf zu den Sternen, in
den unbegrenzten Raum hinein. Sich Zeit zu lassen, sich nicht dem Druck
auszusetzen, sich Raum zu geben, das Vertrauen zu haben, dass alles, selbst der
Schmerz, uns hilft hindurch zu treten, das wirkt Wunder.
Was wird die Raupe, wenn sie in den Kokon getreten ist, dort wohl machen können?
In Wahrheit gar nichts. Und genau darauf kommt es manchmal einfach nur an. Sie
streckt sich in ihrem Inneren den Sternen entgegen, weil sie etwas anderes in diesem
Bereich nicht machen kann. Lässt den Mond und die Sterne im Schlafe auf sich
wirken, weil alle Handlungen im Geist der Tätigkeit zur Ruhe gefunden haben. Hier im
Eingeschlossensein ist sie für die Ruhe im Feuer, in der Wiege aller Geburten bereit.
Hier verliert sich auch der Schmerz ganz im Vergessen, durch ihn hindurch gegangen,
befreit von der sie stets drängenden Zeit.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 4, Mammutbaum-Essenz
Nr. 13, Weidenbaum-Essenz
Nr. 22, Eibenbaum-Essenz
4. Gehirnareal
Mesocortico-limb. Bahn
Die Mesocortico-limbische Bahn führt zum so genannten „Limbischen System“
(limbus = Gürtel), welches ursprünglich von dem französischen Chirurgen Paul Broca
(1824-1880), als beschreibender Terminus für Hirnabschnitte, die medial den
Isokortex gegen die subkortikalen Hirngebiete und das Ventrikelsystem gürtelförmig
abgrenzen, geprägt.
Heute in dieser modernen Zeit der Neurophysiologie ist das Limbische System ein
umfangreiches Konzept, weil es so vielfältig benutzt wird und auf keiner Ebene, weder
4
in der Anatomie, der Physiologie und der Psychologie eindeutig und abschliessend
definiert ist. Das „Lernen und das Gedächtnis“, unsere menschlichen „Gefühle“ und
die „Neuroendokrine Regulation“ sind von dort aus wirksam.
Zum Limbischen System gehören:
1. der limbische Kortex,
2. die limbischen Kerngebiete in Vorderhirn und Hirnstamm und
3. die zugehörigen Faserbahnen.
Eines der Zielgebiete der mesocortico-limbischen Bahn, der Nucleus accumbens, ist
ein wesentlicher Bestandteil dieses neuronalen „Belohnungssystems“.
Der Neurotransmitter Dopamin ist wichtig im Zusammenhang mit der Fähigkeit zur
Motivation zum Lernen, vor allem zum Lernen von Assoziationen und Kontingenzen,
auch von Aufmerksamkeit. Aus biopsychologischer Sicht und für das Thema Sucht ist
Dopamin von besonderem Interesse, da es jener Botenstoff ist, der am häufigsten in
Verbindung gebracht wird mit den Wirkungsmechanismen der Motivation, mit
Verstärkung und Belohnung.
Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen stellt diese Region auch den Wirkungsbereich
für Drogen, einschliesslich Alkohol und Psychopharmaka, zur Verfügung. Es ist
bekannt, dass Drogen direkt oder durch die Hemmung so genannter hemmender
Interneuronen den Dopaminspiegel beeinflussen. Dies lässt Sucht und Abhängigkeit
entstehen.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 3, Eschenbaum-Essenz
Nr. 12, Apfelbaum-Essenz
Nr. 21, Akazienbaum-Essenz
5. Gehirnareal
Orbitofront. Cortex, Region d. Kleinhirns
Region des orbitofrontalen Cortex und die Region des Kleinhirns
(zusammenbindend).
Unser menschliches Bewusstsein umfasst alle die Zustände, die von uns erlebt
werden. Sie können vordergründig auftreten oder ganz im Hintergrund bleiben.
Erlebnisse, die uns prägten, können nur dann wirklich ganz bewusst gemacht werden,
wenn sie durch die Kraft der Assoziationen in Verbindung gebracht werden. Diese
werden durch die sogenannten assoziativen Cortexregionen und durch eine
Verbindung zum Kleinhirn aktiviert und können auch von unserem Denkapparat sowie
unserem Gefühl bearbeitet und erinnert werden.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
5
Nr. 5, Lindenbaum-Essenz
Nr. 14, Pappelbaum-Essenz
Nr. 23, Lebensbaum-Essenz
6. Gehirnareal
Hippocampus
Es wird die Region des Hippocampus angeregt. Er befindet sich in der unteren
Hirnrinde und ordnet unwichtige von wichtigen Informationen. Die wichtigen
Erfahrungen werden weitergeleitet in die Regionen der Grosshirnrinde. Neue
Informationen werden mit älteren verknüpft und es entsteht etwas Anderes oder
Neues daraus. Auf diese Weise entsteht auch neues Lernmaterial, welches immer
weiter ausgebildet werden kann und neue Verbindungen herausformt. Neues wird mit
dem Bestand der Erinnerungsbanken verknüpft und auch wenn dies weitgehend
unbewusst geschieht, kann auf das Erlernte weiter und weiter aufgebaut werden.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 5, Lindenbaum-Essenz
Nr. 14, Pappelbaum-Essenz
Nr. 23, Lebensbaum-Essenz
7. Gehirnareal
Medulla oblongata, Nachhirn
Diese Region geht in der Höhe des 1. Zerfikalnervs an der Halswirbelsäule ohne
scharfe Grenze aus dem Rückenmark hervor. Es enthält lebenswichtige Zentren aufund absteigender Projektionssysteme der Gross- und Kleinhirnrinde und der
Hirnnervenkerne. Es ist ein wichtiger Verbindungsteil zwischen dem Oben und dem
Unten unseres kompletten Nervensystems.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 7, Kastanienbaum-Essenz
Nr. 16, Lärchenbaum-Essenz
Nr. 25, Walnussbaum-Essenz
6
8. Gehirnareal
Gyrus supramarginalis
Bis vor kurzen wussten die Forscher noch nicht, dass ca. 50 Milliarden
Pyramidenzellen in der menschlichen Grosshirnrinde (Cortex) geradezu nach
Verbindung schreien, denn ohne Vernetzung geht es nicht. Vernetzung ist Verbindung
und jede dieser oben angeführten Pyramidenzellen in unserem menschlichen Gehirn
ist über so genannte Synapsen (Verbindungsstellen) mit ca. rund 10 000 anderen
corticalen Zellen verbunden. Dies schätzt man heute durch moderne
Forschungsmethoden. Allein diese Zahl macht auf uns einen gewaltigen Eindruck von
der Komplexität und dem kolossalen Hang zu allem Verbindlichen im Leben.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 6, Birkenbaum-Essenz
Nr. 15, Ahornbaum-Essenz
Nr. 24, Erlenbaum-Essenz
9. Gehirnareal
Thalamus, Blauer Kern (Locus Coeruleus)
Der Thalamus bildet den grössten Teil des Zwischenhirns. Er setzt sich aus vielen
Kerngebieten zusammen, die eine besonders starke Verbindung zum Grosshirn
aufweisen. Hier findet eine komplexe Verschaltung statt, deshalb spricht man auch
von dieser Region als „das Tor zum Bewusstsein“. Moderne Forschungen haben
ergeben, dass der Locus coeruleus wahrscheinlich an der Regulation des
Erregungssystems und des Schlaf-Wach-Verhaltens beteiligt ist. Er ist ein Kern im
Säugerhirn, der die Hauptquelle des Neurotransmitters Noradrenalin darstellt. Das
wegen seiner tiefblauen Färbung im Menschen als Blauer Kern bezeichnete
Gehirnareal besteht beim Menschen aus rund 3000 Neuronen. Zahlreiche
Nervenfasern erreichen von dort ausgehend das Vorderhirn. Der Locus coeruleus
spielt auch eine besondere Rolle im Prozess der Schmerzempfindung. Denn
Noradrenalin, das dort im Blauen Kern produziert wird, unterdrückt die Aktivität von
schmerzvermittelnden Neuronen und hat auf diese Weise einen schmerzdämpfenden
Effekt. Er ist der wichtigste schmerz-assoziierte Kern der Brücke. Er enthält wie oben
schon erklärt grosse Mengen des Botenstoffes Noradrenalin durch die diesen
besonderen Stoff speichernden Neuronen. Ausserdem steht er mit verschiedenen
Anteilen des Hirnstammes in Verbindung, die über absteigende Bahnen des
Rückenmarks den Schmerz modulieren oder abschwächen können.
Die Zellkörper der meisten noradrenergenen Neurone liegen im Locus coeruleus, dem
blauen Ort und er ist wohl einer der ausserordentlichsten Strukturen im Gehirn. Die
nur etwa 3000 Neurone des Locus coeruleus sind über lange Axone, die alle
Bereiche des Gehirns durchziehen, mit mehreren Milliarden anderen Neuronen
verschaltet. Noradrenergene Neurone sind synchron wirksam an vielen
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Gehirnfunktionen beteiligt. Sie könnten deshalb auch eine besondere Rolle spielen,
z.B. in den Wechselwirkungen zwischen Denken und Emotionen.
Ganz einfach dargestellt lässt sich das Gehirn in drei grosse Bereiche unterteilen.
Dem Stammhirn kommt die Aufgabe der Steuerung der Körperfunktionen, wie
beispielsweise der Atmung, Herztätigkeit, Kreislauf und Reflexe zu. Das Kleinhirn lässt
die Muskeln zielgerichtete Bewegungen ausführen und sorgt für den aufrechten Gang
des Menschen. Der Sitz der Gefühle und der Wahrnehmungen, des Denkens und des
Willens ist das Grosshirn (Neocortex). Die drei Hirnteile stehen in engem Austausch
miteinander und nehmen gemeinsam auf das komplexe Organgeschehen des Körpers
Einfluss. Das Gehirn empfängt laufend Reize aus der Umwelt, auf die es antwortet.
Einmal Gefühltes, Durchdachtes oder Erledigtes ist als Erinnerung oder Erfahrung
gespeichert und kann bei Bedarf wieder abgerufen werden, selbst dann, wenn wir
nicht daran geglaubt haben, dass wir gewisse vergangene Erfahrungen noch hätten
abrufen können. Doch dazu brauchen wir unser gut funktionierendes Gehirn, denn das
Gehirn ist das zentrale Organ der Informationsverarbeitung. Zu seinen
beeindruckendsten Leistungen zählt neben vielfältigen Regelungsprozessen vor allem
die Kognition. Kognitive Leistungen sind z.B. das Planen von Wegen oder
Problemlösungen aus dem Gedächtnis, das wieder Erkennen von Objekten und
Personen oder die Produktion und das vielseitige, auch tiefere Verstehen von Worten
und Sprache. Die kognitiven Leistungen werden nicht nur durch Reize, sondern durch
mentale (interne) Zustände des Organismus entwickelt. Solche internen Zustände sind
z.B. Gedächtnisinhalte wie generelles Wissen, unsere vielfältigen Wahrnehmungen,
Vorstellungen und Absichten oder unsere Aufmerksamkeit.
Kognitive Leistungen können durch die Kraft der Unterscheidung und durch die
Fähigkeit Denkprozesse zu kristallisieren unsere Wahrnehmung, unser Wissen und
das Gedächtnis, unser Denken und die Fähigkeit Probleme zu lösen optimal
entwickeln. Ebenso wirken sie auf das menschliche Lernen und die Fähigkeit zur
Expertise, zum Sprechen und auf das Sprachverstehen ein.
Wir Menschen haben aber nicht nur Zugang zu unserem individuellen Gedächtnis. Wir
können uns auch, durch die Kraft der Inspiration, in das grosse kollektive Gedächtnis
der Menschheit einfinden. Damit das in uns geschehen kann, müssen wir jedoch den
Mut haben, Grenzen überschreitend zu forschen und einmal eingeschlagene Wege
auch verlassen zu können. Wie ein Adler im Ei haben wir besonders die
Kommunikation in unserem Inneren zu aktivieren und dies bedarf der Einkehr in den
inneren, unbegrenzten Raum.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 3, Eschenbaum-Essenz
Nr. 12, Apfelbaum-Essenz
Nr. 21, Akazienbaum-Essenz
8
10. Gehirnareal
Colliculi superiores, Tectum, Colliculi inferiores
Das Tectum ist der zum Rücken liegende (dorsal) Teil des Mittelhirns. Es besteht aus
einer dünnen Platte (Lamina tecti), auf dieser befinden sich zwei obere Hügel, die
Colliculi superiores und zwei untere Hügel, die Colliculi inferiores befinden. Die
Colliculi superiores sind wichtig für die optischen Reflexe, die Colliculi inferiores sind
Bestandteil der Hörbahn.
Die Colliculi superiores, die oberen (vorderen) beiden Hügel des Tectums, bilden
einen Kernbereich, der aus Schichten grauer und weisser Substanz zusammenwirkt.
Sie sind besonders wichtig für die Vernetzung von optischen Reflexen und spielen
eine wichtige Rolle bei der Entstehung von sog. Sakkaden (Fixation-Reflexe,
willentliche Steuerung). Die Abfolgen von Blicksprüngen und Fixationsspannen
während des (äusseren) Sehens werden durch verschiedene Funktionssysteme des
Gehirns gesteuert. Ein Reflexsystem löst über die primäre Sehrinde, das Tektum und
den Hirnstamm Blickbewegungen (Sakkaden) mit aus.
Da der Blick immer in Bewegung ist, die Bewegungen der Augen beim Menschen
lassen sich in sieben verschiedene Formen untergliedern, wird gerade der Blick, der
im Inneren die Ruhe pflegt, einen Ausgleich erschaffen. Durch diesen Ausgleich, den
er durch bewusste Aufmerksamkeit erschafft, wandelt sich der Mensch.
Er schaut die Form, erfasst ihren im Inneren liegenden Kern, durchdringt ihn mit einem
Blick und findet das WORT, die wahre Bedeutung im Urgrund des Seins. Das Wort,
welches nur eine oberflächliche Bedeutung in uns kannte, zerfällt. Damit zerfällt auch
die Form, die das Wort zusammenhalten konnte, die Zeit entlässt sich, wandelt sich
und wird zu dem was sie immer schon im Verborgenen war, zur Ewigkeit in allem.
*lat. tectum - Dach, Tegmentum lat. Decke, Haube, Dach - Tegmentum mesencephali
das Mittelhirndach, Synonym für die Vierhügelplatte,
* lat. colliculus - kleiner Hügel
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 3, Eschenbaum-Essenz
Nr. 12, Apfelbaum-Essenz
Nr. 21, Akazienbaum-Essenz
11. Gehirnareal:
Mittelhirn (Mesencephalon), Colliculi sup. Inf.
Das Tectum ist der zum Rücken liegende Teil (dorsal) des Mittelhirns. Es besteht aus
einer dünnen Platte (Lamina tecti). Auf dieser befinden sich zwei obere Hügel, die
Colliculi superiores und zwei untere Hügel, die Colliculi inferiores. Die Colliculi*
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superiores sind wichtig für die optischen Reflexe. Das gesamte Gehirn wird in seinen
Anteilen gegliedert. Auch das Mittelhirn gliedert sich in einen oberen Teil, das
Mittelhirndach (Tectum oder Vierhügelplatte) und einen unteren Teil, das Tegmentum.
Diese Vierhügelplatte besteht aus den vorderen und hinteren Hügeln (Colliculi). Bei
Fischen, Amphibien und Reptilien stellt diese Region, das Tectum mit den Colliculi
superiores, das wichtigste sensorische, visuelle Integrationszentrum dar. Auch bei
Vögeln und Säugetieren ist dieses Zentrum sehr wichtig, und zwar bei den visuell und
auditorisch ausgelösten Blick- und Kopfbewegungen und bei gerichteten Hand- und
Armbewegungen und allen entsprechenden Aufmerksamkeitsleistungen. Die Colliculi
inferiores sind ein wichtiges auditorisches Zentrum. Das Tegmentum enthält Anteile
der Formatio reticularis sowie Zentren, die für Bewegung und Handlungssteuerung
wichtig sind.
Die Colliculi inferiores sind Bestandteil der Hörbahn. Im Tectum werden die
Nervenfasern der Hörbahn verschaltet. Sie sind ein wichtiges akustisches
Reflexzentrum.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 6, Birkenbaum-Essenz
Nr. 15, Ahornbaum-Essenz
Nr. 24, Erlenbaum-Essenz
12. Gehirnareal
Zwischenhirn, Epithal., Subthal., Sulc. Hypothal.
Zwischenhirn (Diencephalon):
- Die folgenden Strukturen bilden das Zwischenhirn
Epithalamus, Thalamus, - bilateral angelegter Komplex verschiedener
Nervenkerngruppen; Umschaltpunkt für die meisten sensorischen Bahnen von allen
Kerngebieten des Thalamus bestehen Faserverbindungen zur Grosshirnrinde und zu
anderen Strukturen, es ist ein wichtiges regulatives System Subthalamus - z.B.
Globus pallidus (Pallidum), Capsula interna Hypothalamus
Sulcus hypothalamicus:
- Zwischen der Region von Epithalamus und Thalamus tritt eine Furche, der Sulcus
epithalamicus, und zwischen der Anlage von Thalamus und Hypothalamus eine
weitere Furche, der Sulcus hypothalamicus, auf.
Das Rhombencephalon: - Der übergeordnete Begriff "Rhombencephalon" erklärt sich
aus der embryonalen Entstehung unseres menschlichen Gehirns. Es entsteht
zunächst als bläschenförmiges Gebilde am Vorderende des Neuralrohrs. Dann
entwickelt sich durch unterschiedliches Wachstum zunächst ein Zweiblasenstadium,
das spätere Prosencephalon und eben das Rhombencephalon. Im Fünfblasenstadium
der Gehirnentwicklung gliedert sich das Rhombencephalon in Metencephalon und
Myelencephalon.
10
Das Kleinhirn (Cerebellum): Aufgrund der verschiedenen Funktionen kann das
Kleinhirn in folgende drei Anteile gegliedert werden: Das Vestibulocerebellum besteht
aus Nodulus und Flocculus. Es erhält seine Afferenzen aus dem Vestibuloapparat und
leitet die Efferenzen zu den Vestibulariskernen und nimmt somit indirekten Einfluss auf
die Stützmotorik. Weitere Efferenzen gehen zu den okulomotorischen Zentren der
Formatio reticularis. Dadurch erfolgt eine Feinabstimmung der Augenbewegungen.
Das Spinocerebellum setzt sich aus Vermis und paravermaler Zone zusammen.
Afferenzen vom Rückenmark informieren über die Stellung der Extremitäten, des
Rumpfes und des Muskeltonus. Efferenzen erhält der Nucleus ruber und die Formatio
reticularis. Das Pontocerebellum besteht aus den beiden Hemisphären und hat über
den Pons engen Kontakt zum Grosshirn. Afferenzen werden aus den Brückenkernen
und der Olive zugeleitet. Die Olive erhält damit eine indirekte Rückmeldung über ihre
eigenen Efferenzen. Die Efferenzen werden zum Thalamus und Nucleus ruber
weitergeleitet.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 6, Birkenbaum-Essenz
Nr. 15, Ahornbaum-Essenz
Nr. 24, Erlenbaum-Essenz
13. Gehirnareal
Tegmentum esencephali, Thal., Nucl. Caud., Basalg.
Thalamus* und Basalganglien
1. Thalamus
2. Nucleus caudatus (Schweifkern)
a. Caput
b. Corpus
c. Cauda
3. Nucleus lentiformis
a. Putamen (Schalenkörper)
b. Globus pallidus
4. Claustrum (verschlossener Ort, Verschleiss, Schranke)
5. Capsula interna
In den Bereichen des gesamten Nucleus caudatus im sogenannten „Schweifkern“
und dem Claustrum, dem sog. verschlossenen Ort, welches aus der lateinischen
Sprache ins Deutsche übersetzt auch soviel wie Verschleiss oder Schranke heisst
wirken die symbolischen Bilder. Das „Claustrum animae“, als Metapher vom Herzen
als Kloster ist vielleicht einigen philosophisch-religiös interessierten Menschen als
Ausdruck bekannt. Auch das Wort Klaustrophobie (claudere - einschliessen) wird von
diesem lateinischen Wort hergeleitet und ist heute im allgemeinen Sprachgebrauch
bekannt. Im religiösen Sinn wird es gleichgesetzt mit Kontemplation (claustrum
animae - contemplatio), das Seelenkloster ist die Kontemplation.
11
Wer sich schon einmal mit dem Gehirn beschäftigt hat, hat schon von diesem Teil,
dem sogenannten Claustrum gehört. Denn schon die Wissenschaftler Crick und Koch
haben es eingehend studiert und ihre Erkenntnisse der Nachwelt hinterlassen.
Das Claustrum soll nach ihnen bei aussergewöhnlichen Integrationen von
Wahrnehmungen besonders aktiv sein. Eine normale Integration ist typisch für
bewusste Wahrnehmung, schrieben Crick und Koch in den neunziger Jahren, in
denen die Hirnforschung zur grossen Blüte kam: „Wer eine Rose in der Hand hält,
riecht ihren Duft und sieht ihre roten Blütenblätter, während er die Struktur des
Stängels mit den Fingern fühlt.“
Ihnen fiel auf, dass die Neuronen des Claustrums mit so vielen, wenn nicht sogar mit
allen Regionen der Grosshirnrinde verbunden waren. Diese „hochgradig vernetzte
Natur“ überlegten die beiden Forscher, würde die Frage aufwerfen, ob es nicht sogar
im Menschen als „kartesisches Theater" fungieren könne. „Das Claustrum ist vielleicht
ein Dirigent, der die Regionen der Grosshirnrinde koordiniert, wie die Gruppen eines
Orchesters. Ohne diesen Dirigenten würden die Spieler auseinander gehen, den
Zusammenhang verlieren oder die zeitliche Ordnung verlieren.“ Mit dieser Metapher
wollte Crick diese Region in ihrer Tätigkeit beschreiben, damit wir sie in ihrer
Bedeutung für das ganze Gehirn und den ganzen Menschen verstehen können.
Übrigens hat Crick noch auf seinem Sterbebett wissenschaftlich gearbeitet.
Nobelpreisträger Francis Crick hat kurz vor seinem Tod am 28.07.2004, einen Tag vor
seinem Tod, noch einen Artikel (Philosophical Transactions of the Royal Society,
London), der kurz nach seinem Ableben erschienen ist, überarbeitet. Sein Mitarbeiter
Christoph Koch sagte über ihn, den berühmten Molekularbiologen Francis Crick
(08.06.1916 -29.07.2004): „Er war ein Wissenschaftler bis zum bitteren Ende.“
„Die meisten Leute, die über das Hirn arbeiten, haben vom Claustrum gehört. Aber
sehr wenige haben irgendeine Idee davon, was es tut. Es ist dünn und ziemlich klein,
daher wird es leicht übersehen“, schrieben Crick und Koch in den neunziger Jahren
des zwanzigsten Jahrhunderts. Crick, wie andere Neurobiologen auch, versuchte das
Bewusstsein im Gehirn zu orten. Viele Hirnforscher dachten darüber nach, wo im Kopf
das Bewusstsein sitzen könnte. Descartes vermutete es dort, wo der immaterielle
Geist auf die Schnittstelle von Hirntätigkeit und Materie trifft. Descartes vermutete, die
Zirbeldrüse wäre dieser Ort und von dieser Drüse, die keiner bis heute eigentlich
wirklich genau kennt, würde der Geist auf das innere Wasser, auf die mit Flüssigkeit
gefüllten Hohlräume (Ventrikel) weiterwirken. Das ist eine interessante Idee. Denn
spiegelt sich nicht das Bild im Wasser? War nicht das Wasser der erste Spiegel des
Menschen, um uns, wie wir sind zu erfassen und wiederzugeben?
Das Bewusstsein des Menschen hat mit Konzentration seiner selbst und mit
Aufmerksamkeit zu tun, so forschten viele Wissenschaftler über die Aufmerksamkeit
und die kognitiven Prozesse des Gehirns. Und doch, sind wir bei diesen Forschungen
noch mit vielen Fragen beschäftigt. Bekanntlich wird aus der modernen
Sterbeforschung berichtet, dass die Aufmerksamkeit des Menschen, zur
Aufmerksamkeit der Seele wird, wenn das menschliche Wesen seine irdische Hülle
verlässt wie ein Schmetterling den Kokon. Die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein
scheinen also nicht wirklich einfach zu verlöschen oder zu vergehen.
Wem sollen wir eigentlich vertrauen? Wer sagt uns nun die Wahrheit? Und, wo sitzt
das Vertrauen in unserem Gehirn? Wissenschaftliche Forscher haben in einem Spiel
als Versuch herausgefunden, wie Vertrauen entsteht. Sie beobachteten folgendes: Tat
12
ein Spieler einem anderen etwas Gutes an, dann bekam er Gutes zurück. Wer jedoch
im Spiel jemanden Schaden zufügte, wurde vom anderen ebenfalls geschädigt. Es
geschah nach dem Motto: „Wie du mir, so ich dir". So konnte man die Ursache und
Wirkung und deren Dynamik im Spiel der Teilnehmer erfahren. Auf diese Weise
fanden sie auch heraus: Ist das Vertrauen einmal verspielt, dann ist das Gehirn nur
schwer zu überzeugen, jemals in dieser Angelegenheit und mit jener Person, durch
die das Vertrauen gebrochen wurde, erneut Vertrauen zu schliessen. Der Nucleus
caudatus soll auch für das Verlieben zuständig sein, was in diesem Zusammenhang
natürlich auch einleuchtet, denn wo spielt Vertrauen wirklich die grösste Rolle, wenn
nicht in der Partnerschaft? Laut US-Amerikanischen Forschern ist der Sitz des
Vertrauens also in diesem Teil des Gehirns zu „orten“. So einleuchtend die
Erklärungen und Forschungsergebnisse auch klingen mögen, wir wissen es nicht
endgültig. Vertrauen ist eine Energie, eine Haltung, es ist auch eine Färbung unseres
Bewusstseinszustands. Es ist eine Haltung, die einer entsprechenden Basis in
unserem Leben bedurfte. Wie der Baum eine Wurzel und einen festen Grund benötigt,
um seine „Haltung“ aufrechterhalten zu können.
Irgendwann werden wir einsehen, dass wir beides benötigen, nämlich die
wissenschaftliche Forschung, ihre Akribie und auch die experimentell unterlegten
Beweise, welche sie begleiten. Und wir benötigen die Erfahrung, die wir selbst im
gleichen Zeitraum unseres erforschenden Lebens erfassen dürfen, ohne sie als
endgültige Wahrheit, als der Weisheit letzter Schluss, fixieren zu wollen. Wir
überwinden dann, wenn wir die Dualität im Denken zur Einheit hin bezwingen, auch
den Hang eines begrenzten, dualen Verständnisses über die grossen
Zusammenhänge dieser Welt, die uns dadurch, dass wir auf diese duale Weise zu
denken pflegen, verschlossen bleiben.
„Solange der Mensch Geschöpf ist, ist er zeitlich, vergänglich und kann nicht
bestehen; denn ein jeder Mensch, wie er naturmässig geschaffen ist, ist nichts als nur
ein taugliches Gefäß, in dem sich erst ein rechter Mensch durch beständige göttliche
Mitwirkung entwickeln kann.“
Jacob Lorbeer, Zitat aus den Büchern „ Das grosse Evangelium Johannes“, Kap.161
*Das Tegmentum mesencephali, Mittelhirnhaube; basaler Teil des Mittelhirns, mit
Hirnnervenkernen und der Formatio reticularis sowie Faserbahnen und weiteren
Kerngebieten.
*Der Thalamus ist die wichtigste Umschalt- und Vermittlungsstation für sensorische
Informationen, die in den Kortex geleitet werden.
*Der Nucleus caudatus, der sogenannte Schweifkern, ist ein paariges grosses
Kerngebiet im Endhirn (Telencephalon). Er ist ein Anteil von Nervenknoten, den sog.
Basalganglien. Er ist für die Kontrolle willkürlicher Bewegungen mitverantwortlich. Der
Nucleus caudatus liegt tief in den Grosshirnhemisphären, Angrenzung zur Wand des
ersten und zweiten Hirnventrikels und wölbt sich auch teilweise in diese vor. Er hat
wiederum drei Teile, mit einem breiteren, vorn liegenden Kopf (Caput nuclei caudati),
einem Körper (Corpus nuclei caudati) und einem Schwanz (Cauda nuclei caudati).
*Die Basalganglien sind spezifische Kerne: der Nucleus caudatus, der Globus pallidus
(Pallidum) und das Putamen, manchmal auch noch das Claustrum. Teil der
Basalganglien im engeren Sinne nicht, aber funktional dennoch eng verbunden, sind
13
die Substantia nigra und subthalamische Kerne. Die Basalganglien haben wichtige
motorische Funktionen. Sie bilden das Zentrum des sog. extrapyramidalen
motorischen Systems. Daneben gibt es Kerne, die funktional dem Riechen
zuzuordnen sind (Claustrum, Bulbus olfactorius) und Kerne des sog. limbischen
Systems (z.B. Hippocampus, Hypothalamus), das auch für die affektive Bewertung
von Erlebnisinhalten und für emotionale Reaktionen verantwortlich ist. Die
herausragende Rolle der Basalganglien, besonders des Nucleus caudatus und des
Putamen bei der Steuerung und Koordination von Bewegungsabläufen ist seit langem
bekannt. Bei bestimmten Erkrankungen der Basalganglien (z.B. bei der ParkinsonErkrankung) kommt es infolge eines Mangels an dem Stoff Dopamin im Nucleus
caudatus und Putamen zu massiven Störungen bei der Ingangsetzung und
Ausführung von willkürlichen Bewegungen.
Wir kennen zwar heute schon die Grundzüge der physiologischen Organisation der
Basalganglien aber dennoch sind eine Reihe wichtiger Funktionsprinzipien nach wie
vor nicht wirklich ganz erfasst.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 5, Lindenbaum-Essenz
Nr. 14, Pappelbaum-Essenz
Nr. 23, Lebensbaum-Essenz
14. Gehirnareal
Medulla oblong., Cerebellum
Das Grosshirn ist der grösste Teil des menschlichen Gehirns. Der zweitgrösste Teil ist
das Kleinhirn. Wird das eine belastet oder in der Embryonalentwicklung im Wachstum
gestört, wirkt sich dies auch auf das Grosshirn aus und umgekehrt. Man sieht an
diesen Ergebnissen von Untersuchungen, dass alles im Gehirn miteinander
zusammenhängt, im Guten wie im Schlechten.
Das Kleinhirn erfüllt wichtige Aufgaben bei der Steuerung der Bewegung (Motorik). Es
arbeitet für die Koordination der Feinabstimmung aller unserer Bewegungsabläufe und
ist zuständig für die unbewusste Planung und das Erlernen aller Bewegungsabläufe.
Nach neueren Forschungsergebnissen spielt es auch deutlich eine Rolle bei
zahlreichen höheren kognitiven Prozessen. Wie bei unserem Grosshirn gibt es im
Kleinhirn eine Rinde und das Mark. Die Kleinhirnrinde ist von fast gerade laufenden
Furchen durchzogen. Sie dienen wie die Furchen (lat. Gyri) des Grosshirns der
Oberflächenvergrösserung, verlaufen aber immer von links nach rechts (transversal)
und schenken dadurch dem Kleinhirn sein charakteristisches Aussehen. Im
Querschnitt ähnelt diese aufgefaltete Anordnung interessanter Weise einem Baum.
Man gibt ihm einen besonderen Namen, es ist der Arbor vitae, der Lebensbaum) und
entsprechend charakterisiert man die zwischen zwei Furchen vorgewölbten
Rindenabschnitte als Blätter (lat. Folia). Interessant ist in diesem Zusammenhang
noch, dass im Kleinhirn sogenannte Körnerzellen wirken. 99% der Neuronen sind
Körnerzellen. Es ist also in sich sehr kompakt, denn das Kleinhirn und die
14
Körnerschicht stellt dort 50% aller Nervenzellen des gesamten menschlichen Körpers
zur Verfügung und damit stellt es sogar mehr als das Grosshirn in Kraft. Im Kleinhirn
und in dessen Kerne findet eine komplizierte, umfangreiche Verschaltung statt. Von
den Kernen gehen alle Bahnen aus, die in andere Hirnregionen ziehen. Ist das
Kleinhirn gut durchwirkt mit Energie und Regenerationskraft, kann es unsere Fähigkeit
zu denken und sich in Denkprozessen zu bewegen in Zukunft verbessern. Denn
Bewegung des Körpers ist Bewegung im Geist. Bewegung ist in der materiellen Welt
immer auch Überwindung, denn Masse ist träge und birgt in sich einen Widerstand.
Aber der Mensch hat sich immer wieder neu zu überwinden, damit er die Räume
wechseln kann. Nicht aus Versehen heisst sein Kleinhirn nach dem Lebensbaum und
dieser Name hilft uns, diese Region etwas tiefer in seiner ganzen Bedeutung zu
verstehen, wenn wir den Baum kennen (siehe auch unter Lebensbaum –
Schlüsselwort Bewegung, im Buch „Der Geist in den Bäumen spricht…“).
Die Medulla oblongata ist, wie wir schon beschrieben haben, das verlängerte
Rückenmark und damit der letzter Teil des Gehirns, der in das Rückenmark übergeht.
Dieser Teil ist der Ursprungsort von wichtigen Hirnnervenkernen und ist auch der
älteste Teil unseres Gehirns. Er vertritt das Atmungs- und Kreislaufzentrum, ist dieser
Teil verletzt stirbt der Mensch sofort.
Körper und Geist führen sich zusammen durch den Atem. Diese Integration ist für die
menschliche Lebenskraft von lebenswichtiger Bedeutung. Dr. Gerald Hüter, Professor
für Neurobiologie schreibt in seinem Buch ’Die Macht der inneren Bilder‘: „Immer
dann, wenn Getrenntes verbunden und Auseinanderstrebendes zusammengehalten
wird, kann auch etwas wachsen. Kristalle wachsen auf diese Weise, Pilze auch,
Pflanzen und Tiere sowieso, aber auch Ameisenstaaten, Vogelkolonien oder
menschliche Gemeinschaften.“
Der Mensch atmet nicht nur die Luft, oder wie wir sagen den Sauerstoff ein, sondern
er verbindet sich gleichzeitig durch das Ein- und Ausatmen mit der Pranaenergie, wie
in der indischen Kultur z.B. durch das Yoga bekannt ist. Prana (Sanskrit: Lebensatem,
Lebenshauch) ist viel mehr als nur der Atem oder die Luft, die wir seit Millionen von
Jahren benötigen, um uns zu entwickeln. Im Yoga (Pranayama) wird das Üben mit
Atem und Luft als Verbindung zur Lebensenergie und seiner Manifestation im Körper
begriffen. Diese nicht sichtbare und nicht messbare Kraft Prana zirkuliert die
Lebensenergie (chin. - Chi, japan. - Ki) im Körper durch ein System von Kanälen, den
sogenannten Nadis. Die jahrtausende alte Lehre sagt, dass der menschliche Körper
mit einem Netz aus 72.000 sog. Energiebahnen, den Nadis durchzogen ist. In ihnen
zirkuliert die Lebensenergie. Bei vielen Menschen sind viele Nadis verstopft und dies
führt nach den alten Lehren zu Erkrankungen der Psyche und des physischen
Bereiches im Menschen. Setzen wir jedoch da an, wo das Denken und Handeln
beruhigt wird an, reguliert und regeneriert sich auch das Atemzentrum und fördert die
gesamte Durchblutung, die Fliesseigenschaft der Gehirnflüssigkeit (Liquor) des
Zentralnervensystems und des übrigen Körpers sowie der Psyche.
„Ich bin das Prana. Als den aus Erkennen bestehenden Atman, als Leben, als
Unsterblichkeit verehre mich.
Der Atem ist Leben und das Leben ist Atem.
Denn solange der Atem in diesem Körper weilt, solange weilt auch das Leben.“
Aus den Upanishaden
15
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 5, Lindenbaum-Essenz
Nr. 14, Pappelbaum-Essenz
Nr. 23, Lebensbaum-Essenz
15. Gehirnareal
Präfront.C.,Corp.call., d.Balkens u.d.Fornix
Der präfrontale Cortex (PFC) wird eingeteilt in einen dorsolateralen und einen
orbitofrontalen, d.h. über den Augenhöhlen (Orbita) liegenden Teil. Er ist verbunden
mit den bewussten Komponenten des Ich-Gefühls und des Charakters des Menschen.
Der dorsolaterale
PFC erhält in seinem dorsalen Teil corticale Eingänge
hauptsächlich aus dem hinteren Parietallappen und hat mit Bewegungen und
räumlicher Strukturierung von Sinneswahrnehmungen zu tun, sowie mit räumlicher
Aufmerksamkeit besonders auch in Zusammenarbeit mit dem hinteren parietalen
Cortex und dem cingulären Cortex (gyrus cinguli). In seinem lateralen Teil erhält er
Eingänge vornehmlich aus dem Temporallappen und befasst sich mit
Objektwahrnehmung, dem Einschätzen gegenstands- und situationsbezogener
Ereignisse, ausserdem mit dem kontextgerechten Handeln und Sprechen und mit der
Entwicklung von menschlichen Zielvorstellungen. Der dorsolaterale PFC ist Sitz
unseres menschlichen Arbeitsgedächtnisses. Hier geht es um die Fähigkeit, wichtige
Wahrnehmungsinhalte für einige Sekunden im Bewusstsein zu halten und die Inhalte
geistig zu verarbeiten. Verletzungen des dorsolateralen PFC führen auch zur
Unfähigkeit, die sachliche Situation äusserer Ereignisse einzuschätzen und zu
emotionalen Veränderungen.
Der Balken trennt die linke und die rechte Gehirnhemisphären voneinander. Am
Balken drängen sich viele Nervenstränge kompakt miteinander. Der Balken ist ein
dickes Faserbündel, welches auch das Dach des dritten Hirnventrikels bildet.
Der Fornix (lat. Gewölbe) ist ein dickes Bündel von Nervenfasern, welches
verschiedene Teile des limbischen Systems (z.B. Hippocampus und Septum)
miteinander verbindet. Es zählen ausser der Region der Fornix noch zahlreiche
andere Bereiche zum limbischen System.
*Paradigma: Beispiel, Muster, Erzählung, Gleichnis mit beispielhaftem, modellhaftem
Charakter. In der Wissenschaftstheorie eingeführter Begriff für ein Denkmuster, das
die herrschende wissenschaftliche Orientierung (wissenschaftliche Weltsicht) einer
Zeit prägt.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 4, Mammutbaum-Essenz
Nr. 13, Weidenbaum-Essenz
16
Nr. 22, Eibenbaum-Essenz
16. Gehirnareal
Cerebellum (Kleinhirn)
Bisher wurde von den forschenden Neurologen angenommen, dass höhere geistige
Abläufe im Grosshirn stattfinden. Das Kleinhirn sollte nach diesem Konzept für die
Kontrolle von Gleichgewicht und Bewegung verantwortlich sein. Eine Studie des
Children's Hospital in Boston USA hat bei Kleinkindern mit Gehirnverletzungen
nachgewiesen, dass dies nicht ganz der Wirklichkeit entspricht.
Die Forscher untersuchten 74 Säuglinge, die frühzeitig mit Gehirnschädigungen
verschiedenen Grades geboren worden waren.
Durch die Kernspinresonanztomografie wurden Bilder der Gehirne erstellt, die eine
genaue Analyse der Verletzungen ermöglichten. Wurde das Grosshirn verletzt, konnte
auch das Kleinhirn seine normale Grösse nicht entwickeln. Beschränkte sich die
zerebrale Verletzung auf eine Seite, bildete sich die andere Seite des Kleinhirns nicht
normal aus. Fand die Verletzung im Bereich des Kleinhirns statt, war die
gegenüberliegende Seite des Grosshirns mehr zurückgeblieben und damit kleiner als
normal. Die Neurologen gehen, durch diese Ergebnisse angeregt, heute davon aus,
dass es einen wichtigen Entwicklungszusammenhang zwischen den beiden Bereichen
des Gehirns gibt.
Das Kleinhirn (Cerebellum) hat eine wichtige Funktion bei der Kontrolle und
Koordination bei den motorischen Aktivitäten. Dieser Teil, der nur ein Achtel der
Grösse des Grosshirns einnimmt, ist über die Kleinhirnschenkel mit dem Hirnstamm
verbunden; es gegliedert sich in einen Mittelteil, den sog. Wurm (Vermis cerebelli) und
zwei Kleinhirnhemisphären und leitet in erster Linie unsere Bewegungsabläufe. Mit
Hilfe sensibler Nerven werden ständig alle Körperbewegungen kontrolliert und viele
Impulse ausgesandt, die zu Muskelkontraktionen führen. Diese unbewussten
Vorgänge sind Voraussetzung für Körpergleichgewicht und Motorik. Zum Kleinhirn
gelangen alle Informationen, die unsere Sinnesorgane weiterleiten. Das menschliche
Gehirn ist wohl das faszinierendste Ergebnis der Evolution und wir beginnen dies erst
jetzt in oberflächlicher Weise zu begreifen, denn die Forschungsergebnisse sind noch
sehr jung. Keine Maschine der Welt ist im Stande das, was sich in unserem Schädel
hinter der starken Knochenhülle abspielt, nachzuvollziehen.
In unserem Kopf koordiniert das Kleinhirn grobe und feine Muskelbewegungen. Es
steuert die Motorik der Willkür, z.B. das Schreiben oder das Radfahren. Das Kleinhirn
ist verantwortlich für die Informationsbalance des Gesichtssinns, von hören, sehen,
schmecken und fühlen. Unser Entschluss zur Bewegung entsteht in den
Assoziationsfeldern des Grosshirns. Dieser Entschluss wird zu den motorischen
Feldern geleitet, welche für alle Muskelpartien spezielle Nervenzellen besitzen. Nun
kommt es zur Informationsübertragung, welche Körperteile die Bewegung ausführen
sollen. Diese Nervenzellen erteilen nun, den für die Bewegung benötigten Bein-, FussArm-, Handmuskeln usw. den Befehl, Kraft zu bilden. Allein aufgrund dieser Befehle
würde jedoch die Bewegung nur sehr grob und unkoordiniert und nicht feinmotorisch
harmonisch genug ablaufen. Feinangleichungen und exakte Koordination geschehen
durch die Funktion des Kleinhirns. Dort sind für alle geübten Bewegungen Programme
gespeichert, die Informationen zur Feinkoordinierung der Muskelarbeit enthalten.
17
Durch diese Bewegungsfertigkeitsprogramme dämpft das Kleinhirn mit hemmenden
Impulsen den Ablauf, damit die Nervenzellen der motorischen Felder nur Befehle
abgeben, die genau der vorgesehenen Bewegung entsprechen. Es geschieht eine für
die Feinmotorik wichtige Gegenregulation. Ein durch das Kleinhirn so modellierter
Befehl läuft über das Rückenmark zu den Muskeln der beteiligten Gliedmassen und
bewirkt in der Peripherie des Körpers, dass die Muskeln wohl abgestimmt und
koordiniert Kraft und harmonische Bewegung bilden.
Wenn wir uns im Leben bewegen, gewöhnen wir uns gewisse Emotionen und
Gefühlmuster an. Aus lauter Gewohnheit entwickeln wir uns manchmal in eine für uns
schwierigere Lebensposition hinein, die uns schmerzhafte Grenzen aufzwingen kann.
Damit wir uns von diesen sanft und leise wieder befreien, könnten wir den Versuch
wagen, uns wie ein Segler im Wind durch tief greifende Bilder zu neuen Ufern tragen
zu lassen. Menschliches Bewusstsein und menschlicher Geist haben in uns einen
Grund zu finden und auf dieser Basis der Aufmerksamkeit sollten wir standfest und
sicher stehen. Dann können uns unsere und die Emotionen der anderen nicht mehr,
wie einem Fähnlein im Wind, die Richtung nehmen.
„Gleichgültig, welche Emotion erfahren wird, sei es Begehren, Hass, Stolz, Eifersucht,
Neid oder was auch immer - der wichtige Punkt hier ist, dass eigentlich nur eine
Verschiebung der Aufmerksamkeit stattgefunden hat. Der Geist drückt sich auf eine
andere Weise aus. Es gibt keinerlei Grund anzunehmen, die Emotion besitze
irgendeine Realität an und aus sich selbst oder sei solide. Es ist nur der Geist, der
sich auf eine andere Art und Weise ausdrückt als noch einen Augenblick zuvor.
Solange man die wahre Natur des Geistes nicht erkennt, wird man von den
emotionalen Konflikten und diskursiven Gedanken völlig verwirrt. Diese Situation kann
endlos dauern.“
Kalu Rinpoche (1905-1989), ein grosser Meister der Kagyü Überlieferung, der auch
viele westliche Schüler in ihrer Dharmapraxis anleitete. Zitat aus dem Buch:
Geflüsterte Weisheit, Krüger Verlag
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 6, Birkenbaum-Essenz
Nr. 15, Ahornbaum-Essenz
Nr. 24, Erlenbaum-Essenz
17. Gehirnareal
Hypothalamus
Der Hypothalamus ist das oberste Steuerungsorgan des hormonellen (endokrinen)
Systems und liegt im unteren Bereich des Zwischenhirns. Er ist etwa 15 Gramm
schwer und nimmt etwa den Raum einer kleineren Münze ein. Unter dem
Hypothalamus hängt wie ein Tropfen die Hypophyse, die sog. Hirnanhangsdrüse.
Hypothalamus und Hypophyse bilden eine Funktionseinheit. Die Ausschüttung der
meisten Hormone* wird durch das System von Hypothalamus und Hypophyse
18
gesteuert. Die Steuerung ist für die hormonellen Regulationskreisläufe im Körper
unentbehrlich. Sind sie teilweise oder sogar schwer gestört und an ihren Funktionen
gehindert, kann das auch schwerwiegende Folgen für den ganzen Menschen haben.
Der Hypothalamus ist ein Verbindungsstück zwischen dem physischen Körper und
allen Regionen des Gehirns. Er ist bei der Steuerung vieler körperlicher und
emotionaler Vorgänge von lebensnotwendiger Bedeutung. In der unmittelbaren
Nachbarschaft des Hypothalamus befindet sich das limbische System, das die
Emotionen und die menschliche Psyche steuert. Es ergeben sich wechselseitig tief
greifende Einflüsse. Neuronenverbände im Hypothalamus empfangen Informationen
von den Gehirnzellen. Dadurch wird der Hypothalamus veranlasst, hormonelle
Botenstoffe in die Hypophyse auszuschütten. Die Hypothalamushormone bewirken
dann eine verstärkende oder vermindernde Ausscheidung von Hormonen der
Hypophyse.
Die Steuerung dieses komplizierten Wirkungsmechanismus verläuft entweder auf
nervalem Wege über das vegetative Nervensystem oder über die verschiedensten
Hormone, die über den Blutkreislauf transportiert und verteilt werden. Deshalb ist der
Hypothalamus ein Bindeglied. Er ist eine äusserst wichtige Brücke zwischen dem
Nervensystem und dem Hormonsystem, ohne die im menschlichen Leben nichts
wirklich geht. Der Hypothalamus ist auch in der Lage, über spezialisierte Rezeptoren
Körperfunktionen zu koordinieren. Er kontrolliert den Wasserhaushalt, überwacht die
Temperatur im Körper, überprüft die Kreislauffunktion, die Funktionen von Magen- und
Darmtätigkeiten und die Blasenfunktion. Er übernimmt die Steuerung der Nahrungsund Flüssigkeitsaufnahme sowie des Hunger- und Sättigungszentrums. Er kontrolliert
und koordiniert die Entwicklung von Gefühlen und Emotionen, wie Zorn und alle Arten
von aggressivem Verhalten.
*Hormone: Hormone sind Informationsübermittler im Körper. Sie werden in
Drüsenzellen bestimmter Organsysteme gebildet und bei Bedarf in das Blut
abgegeben. Über den Blutfluss gelangen sie zu Zellen mit speziellen Andockstellen,
den Rezeptoren, wo ihre Nachricht durch diverse Regelkreise etwas auslösen wird,
was für den ganzen Körper von Wichtigkeit für seine Funktionen ist.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 6, Birkenbaum-Essenz
Nr. 15, Ahornbaum-Essenz
Nr. 24, Erlenbaum-Essenz
18. Gehirnareal
Hinterhauptlappen (Lobus occip., Okzipitallappen)
Unser menschliches Grosshirn ist die jüngste Entwicklung in der Zeitgeschichte
unserer Evolution des Zentralnervensystems über viele Millionen von Jahren. Es ist in
19
zwei Hemisphären durch eine tiefe Furche (Fissura longitudinalis cerebri) voneinander
getrennt. Auch dieses wunderbare Organ, unser Neokortex, zeigt sich uns in der Welt
durch Betrachtung zunächst polar. Die Hauptverbindung zwischen den Hemisphären
ist der sog. Balken (Corpus callosum), der aus dicht zusammenliegenden
Nervenfasern besteht, welche die Hirnteile auf beiden Seiten miteinander verbindet.
Das Grosshirn wird in verschiedene Lappen eingeteilt. In dieser Hörübung interessiert
uns besonders der Hinterhauptslappen (Lobus occipitalis, Okzipitallappen). Dieser
Teil ist der hinterste Anteil des Grosshirns. Er grenzt nach vorn an den Scheitellappen
(Lobus parietalis) und den Schläfenlappen (Lobus temporalis). Der Occipitallappen
enthält das primäre und das sekundäre Sehzentrum. Wir wissen darüber seit 1855.
denn Bartolomeo Panizza konnte dann schon aufzeigen, dass die Occipitalrinde
wichtig für das Sehvermögen ist.
An der medialen Seite des Occipitallappens befindet sich der sog. Sulcus calcarinus.
Dieser beherbergt das primäre Sehzentrum. Dieser Bereich besitzt einen für das
Grosshirn typischen 6-schichtigen Aufbau. Zusätzlich findet sich in der sog. inneren
Körnerschicht ein zusätzliches Nervenfaser-Band, der Area striata, des „gestreiften
Gebietes“. In jedem Occipitallappen ist die gegenüberliegende Gesichtsfeldhälfte
repräsentiert. Die Informationen aus der Netzhaut gelangen über die Sehbahn zum
Occipitallappen. Das sekundäre Sehzentrum gehört zu den Assoziationszentren des
Gehirns. Hier werden die verarbeiteten Muster aus der primären Sehrinde dem
Menschen schon bekannten Sinneseindrücken gegenübergestellt und damit wieder
erkannt oder erinnert. Hier laufen auch Informationen aus anderen Hirnregionen
zusammen, die mit der weiteren Informationsverarbeitung zu tun haben. Dieses
Gebiet wird auch Area parastriata genannt, da es der Area striata, dem „gestreiften
Gebiet“ benachbart liegt. Von hier laufen Informationen an die übergeordneten
(tertiären) Assoziationszentren.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 4, Mammutbaum-Essenz
Nr. 13, Weidenbaum-Essenz
Nr. 22, Eibenbaum-Essenz
19. Gehirnareal
Velum medullare anterius
Der vierte Ventrikel liegt im Rhombencephalon. Die Verbindungsstruktur des Velum*
medullare anterius ist ein solches Gebiet, in dem sich diese Kommunikation abspielt.
Begrenzt wird der vierte Ventrikel von der Rautengrube (vorne) und von den
Kleinhirnsegeln (Velum medullare superius / inferius) hinten.
Unser Gehirn, als komplexer Zellverband, ist eine geschlossene Gesellschaft. Nicht
einmal das Blut als ideales Transportmittel kann in unser Gehirn eindringen, dennoch
durchströmt es den Körper bis in den letzten Winkel und erreicht alle Organe. Dies
20
verhindert eine bestimmte, von der Natur durchdachte Einrichtung, denn die Zellen der
Blutgefässe bilden die so genannte Bluthirnschranke. Sie lässt nur wenige, ganz
bestimmte Stoffe ins Gehirn und schützt es damit vor schädlichen Substanzen aus
dem Blut. Diese Barriere zwischen dem Gehirn und dem übrigen Körper ist
überlebensnotwendig.
Die Blutgefässe sind innen von einer Zellschicht ausgekleidet, den sogenannten
Endothelzellen. Im Körper sind diese Endothelzellen relativ locker miteinander
verbunden und deshalb können die Stoffe zwischen benachbarten Gefässzellen und
auch zwischen dem Innenraum der Gefässe und den anderen Gewebeanteilen hin
und her wechseln (diffundieren). In den Blutgefässen des Gehirns sind diese Zellen
jedoch so eng miteinander verbunden, dass zwischen ihnen kein Stoffaustausch mehr
möglich ist. Der einzige Weg vom Blut ins Gehirn führt deshalb jeweils quer durch eine
Endothelzelle hindurch. Dazu müssen die Stoffe zunächst durch die Zellmembran der
Gefässzellen. Diese aber bildet zur Blutgefässseite hin eine hermetische Barriere. Zur
Gehirnseite hin ist sie relativ durchlässig. Der Austausch ist also extrem
eingeschränkt. Moleküle wandern durch diese Barriere hindurch und je kleiner und
fettlöslicher ein Molekül ist, desto leichter kann es durch eine Zellmembran hindurch
kommen. Damit nicht alle Stoffe ins Gehirn gelangen, sind die Membranen der
Gefässzellen dort mit Eiweissen (Proteinen) als Wächter gefüllt. Sie heissen in der
Medizin ABC-Carrier. Diese Wächterproteine erkennen und binden die meisten im
Gehirn unerwünschten Moleküle. Manche Moleküle aber schaffen es trotz ihrer
Funktion, sich an den Wächtern vorbei zu winden und ins Gehirn zu gelangen.
Besonders sind es Stoffe wie Alkohol, Nikotin, chemische Parfüme, künstliches
Glutamat (Geschmacksstoffe in der Nahrung) oder auch bestimmte Rauschmittel wie
Heroin. Man weiss heute noch nicht genau, wie diese Stoffe, z.B. Nikotin es schaffen,
in das Gehirn über die Schranke hinweg dennoch einzudringen. Extreme
Säurebelastung durch Verschiebung der normalen Säurebasenregulation oder auch
gepulste Mikrowellen durch Handystrahlen, z.B. durch Überwärmung können auf
diese wichtigen Funktionen des Austausches Einfluss nehmen. Nur sehr kleine
Moleküle wie Sauerstoff, bestimmte Hormone und Ionen können durch die Membran
der Endothelzellen hindurch und ins Gehirn gelangen, damit das Gehirn als
Schaltzentrale des Körpers vor fremden Eindringlingen und giftigen Substanzen
besonders in den flüssigen Anteilen so gut wie möglich geschützt ist.
Die Blutgefässe im Gehirn sind also besonders gestaltet. Es bildet sich einerseits eine
verstärkte Schicht aus speziellen Gehirnzellen (Astrozyten) um die Blutgefässe herum
und andererseits diese besondere Endothelschicht im Blutgefäss selbst. So entsteht
eine unüberwindbare Mauer oder Schranke. Die Bluthirnschranke ist ein Wunderwerk
der Natur.
Die Blut-Hirnschranke ist also nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wie oben
beschrieben, nicht vollkommen dicht, sondern kann beispielsweise bei Erkrankungen
wie der Hirnhautentzündung, bei Alzheimererkrankung oder inneren Blutungen gestört
sein. Bei einem Schlaganfall wird aus den Gehirnzellen körpereigenes Glutamat
freigesetzt, das diese Zellen zerstören kann.
Verschiebungen in unserem Körperhaushalt können zu Störungen des allgemeinen
Austausches führen. Aber auch Verschiebungen in unserem emotionalen und
mentalen Bereich verändern unsere Fähigkeit, Grenzen zu halten und Grenzen zu
öffnen. Diese wichtige Eignung gehört zu den bedeutsamsten Grundstrukturen im
gesunden Ablauf des Lebens. Werden diese Formationen gestört, dann verwischen
21
sich die Grenzen und der Geist hat nicht mehr die Möglichkeit in seiner im
zugewiesenen Form geordnet zu wirken, wie es nach seinem im Inneren liegenden
Plan, nach seiner ureigenen Idee geschehen soll. Die Form verliert an
Gestaltungskraft. Sie wird schneller als es ihr bestimmt war alt und sie wirft einen
Schatten, der nicht wirklich in seinem Rahmen bleiben kann. Die vertikale Achse, die
Körper, Psyche und Geist des menschlichen Wesens zusammenhält, verändert sich.
„Ein guter, edler Mensch, der mit uns gelebt, kann uns nicht genommen werden. Er
lässt eine Spur zurück, gleich jenen erloschenen Sternen, deren Bild nach
Jahrhunderten die Erdbewohner sehen.“
Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Historiker
*lat. Velum: Segel, Tuch, Hülle, von lat. velare: verbergen, verhüllen
*Plexus choroidei, dieser Teil ist ein baumartig verzweigtes Adergeflecht im
Hohlraumsystem des Gehirns. Jeder der vier Ventrikel besitzt ein solches
Adergeflecht. Sie bilden die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit. Die Bildung des
Liquor erfolgt im Wesentlichen durch eine Ultrafiltration des Blutes. Zusätzlich wird
durch aktive Ausschüttung (Sekretion) eine gegenüber dem Blut erhöhte
Konzentration an Natrium und Magnesium erarbeitet. In der Regel werden ca.
0,4ml/min an Flüssigkeit gebildet, so dass der Liquor pro Tag etwa 3- bis 5-mal
vollkommen erneuert wird.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 8, Birnenbaum-Essenz
Nr.17, Haselnussbaum-Essenz
20. Gehirnareal
Lobulus paracentralis
Hier befindet sich die Endstation sensibler Bahnen im Scheitellappen des Gehirns
bzw. des Hirnrindengebietes. Diese Region arbeitet für die Wahrnehmung der
Eindrücke der Oberflächen- und Tiefensensibilität und die Speicherung der
zugehörigen Erinnerungsbilder (sog. psychästhetisches Zentrum). Dieses Gebiet ist
eng zusammenfügt mit sensorischen u. motorischen Rindenfeldern. Es besteht aus
dem somato-topisch und segmental gegliederten Gyrus postcentralis (das primäre
sensible Zentrum) und den zweitrangig sensiblen Zentren im Bereich der Hinteren
Region des Gehirns (Lobulus parietalis superior).
Diese Zone ist auch bekannt dafür, um zu kontrollieren was ist angebracht oder
erlaubt und was nicht. Sie kontrolliert menschliche Verhaltensweisen.
Mechano-sensorische und propriozeptive (tiefensensible) Rezeptorzellen der
Gliedmassen (Extremitäten), des Rumpfes, des Halses und des Hinterkopfes werden
über eine dreigliedrige Neuronenkette mit dem primärensomato-sensorischen Teil der
Hirnrinde im Gyrus postcentralis und im Lobulus paracentralis verknüpft. Dieses
22
komplexe System ist ein Teil der somatosensorischen Systeme des menschlichen
Zentralnervensystems. Es bildet eine neurofunktionelle Einheit und leitet Signale der
feinen Druck- und Tastempfindung, des Vibrationssinnes und der Tiefensensibilität
über die Rückenmarksnerven von den Extremitäten, dem Rumpf, Hals und Hinterkopf
hinüber zur Grosshirnrinde (Cortex).
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 5, Lindenbaum-Essenz
Nr. 14, Pappelbaum-Essenz
Nr. 23, Lebensbaum-Essenz
21. Gehirnareal
Mittelhirn (Mesencephalon)
Das Mittelhirn (Mesencephalon) liegt zwischen Brücke (Pons) und Zwischenhirn
(Diencephalon), es selbst gliedert sich in drei Teile (die beiden Hirnschenkel die sog.
Crura cerebri, das Tegmentum (Haube) und das Tectum (Dach) mit der
Vierhügelplatte). Es liegen wichtige Bahnsysteme und Kerngebiete im Mittelhirn. Das
Mesencephalon wird vom Aquaeductus mesencephali durchzogen. Als Aquaeductus
mesencephali wird der mit Hirnflüssigkeit (Liquor) gefüllte Verbindungskanal zwischen
dem dritten und dem vierten Hirnventrikel bezeichnet.
Der Aquaeductus mesencephali ist von der Substantia grisea centralis
(periaquäduktales Grau) umgeben. Auf der Dorsalseite (Tectum) findet sich die
Vierhügelplatte mit den Colliculi superiores für die Verarbeitung optischer
Informationen und den Colliculi inferiores für die Verarbeitung der akustischen
Informationen.
Ventral im Bereich des Tegmentum findet sich beidseits der Nukleus ruber, der als
wichtiges Steuerzentrum vor allem Informationen aus dem motorischen Kortex und
dem Kleinhirn verarbeitet und ins Rückenmark projiziert. Die rötliche Farbe beruht auf
eisenhaltigen Pigmenten. Eisen kräftigt und regt zum Stoffwechsel der Regionen an.
Ausserdem bewirkt es einen Ausgleich im elektromagnetischen Feld des Menschen.
Es verhilft zu Kraft und Stärke und zur Erneuerung.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 8, Birnenbaum-Essenz
Nr. 17, Haselnussbaum-Essenz
23
22. Gehirnareal
Mittelhirn (Mes.), Medula oblongata
Im Mittelhirn befinden sich in der grauen Substanz ein Teil der Augenmuskelkerne, der
III. und IV. Hirnnerv. Im hinteren Bereich befinden sich die Vierhügelplatte, die
Umschaltstellen für die Hör- und Sehbahn. Weiter vorne befinden sich Gruppen stark
pigmenthaltiger Nervenzellen, die schwarze Substanz, die sogenannte Substantia
nigra und der rote Kern (Nucleus* ruber). Darauf aufgelagert als weisse Substanz
verlaufen als Hirnschenkel die Fasern der Umschaltbahnen, der sog. Pyramidenbahn.
Im hinteren Teil mündet das oberste Paar Kleinhirnstiele. Der Nucleus ruber ist paarig
angelegt und eine der wichtigsten Schaltzentralen im motorischen System. Er
projiziert mit seinen Efferenzen in das Rückenmark und er liefert dadurch einen
wichtigen Teil des extrapyramidalmotorischen Systems. Er nimmt Einfluss auf die
Muskelspannung (Tonus) und die Körperhaltung. Die Hauptafferenzen stammen aus
dem Kleinhirn und der motorischen Rinde. Die efferenten Bahnen projizieren vor allem
in das Kleinhirn, auf Hirnnervenkerne und ins Rückenmark. Der rote Kern ist damit ein
wichtiges Schaltzentrum für Programme aus dem motorischen Bereich des Kortex und
der Koordination dieser Programme über das Kleinhirn.
Hier finden sich Kerngebiete der basalen Stoffwechselvorgänge, die die Atmung, den
Herzschlag und den Blutdruck regulieren. Es finden sich dort einzelne Inspirationsund Exspirationszentren, wie auch ein Brechzentrum.
*Nucleus: lat. Kern, auch als „Kerngebiet“ bezeichnet, Ansammlungen von
Nervenzellkörpern (Soma) ausserhalb des ZNS bezeichnet man als Ganglion.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 9, Kirschbaum-Essenz
Nr. 18, Ulmenbaum-Essenz
23. Gehirnareal
Mittelhirn, Pyramidenbahn
Das Mittelhirn ist ein Teil des Hirnstammes, zu diesem zählen noch die Brücke (Pons)
und das verlängerte Mark (Medulla oblongata). Mittelhirn, Brücke und verlängertes
Mark werden in der Anatomie auch als Gruppe zusammengenommen.
Der Hirnstiel (cerebral peduncle*) im Mittelhirn wird energetisch beeinflusst und
angeregt. Der so genannte Hirnstiel gilt als Hauptmasse des Mittelhirns, bestehend
aus Crura cerebri, Tegmentum und Substantia nigra.
In dieser Zone des Gehirns ziehen die Projektionsfasern aus der Grosshirnrinde nach
unten und afferente Bahnen zur Grosshirnrinde. Das Mittelhirn ist das Mittelstück
zwischen der Brücke und dem Zwischenhirn. Wichtige Zonen: die Vierhügelplatte, sie
dient als akustisches und optisches Reflexzentrum, die Hirnschenkel, sie dienen dem
24
Austausch von motorischen und sensiblen Informationen zwischen Rückenmark,
verlängertem Mark, Brücke, Kleinhirn, Thalamus und Grosshirn. Das Mittelhirn enthält
auch Kerngebiete des extrapyramidalen Systems, die Schaltzentren sind und die
unwillkürliche Bewegungen der Augen, des Kopfes und des Rumpfes auf Eindrücke
von Augen und Ohren abstimmen.
Wichtige Verbindungen aus der Grosshirnrinde erreichen als lange korticofugale
Systeme in die Kerne des Hirnstammes und an die motorischen Vorderhornzellen des
Rückenmarks. Diese Bahnen bündeln sich in der Stabkranzfaserung (thalamocorticale
Fasern) und in der inneren Kapsel (Capsula interna) und treten dann in die beidseits,
basal am Mittelhirn sichtbaren Hirnschenkel ein. Sie spalten sich in der Brücke in
differenzierbare Bündel auf, die von querverlaufenden Brückenfasern getrennt
werden. Die medialen und lateralen Zonen der Hirnschenkel werden von den
Bahnanteilen eingenommen, die an den Brückenkernen enden. Die in der Mitte
gelegenen Bahnanteile ziehen als Pyramidenbahnen weiter zum Rückenmark. Der
überwiegende Teil der Pyramidenbahnen kreuzt sich in der unteren Medulla oblongata
(verlängertes Rückenmark).
*cerebral peduncle: peduncle = lat. kleiner Fuss, der paarige Hirnschenkel und der
basale Fussteil (Basis pedunculi cerebri) des Hirnstiels (Pedunculus cerebri) kommt
mit langen Bahnen aus der inneren Kapsel (Capsula interna) (Fibrae corticospinales,
Fibrae nukleares, Fibrae pontinae, Fibrae. frontopontinae, Tractus corticospinalis, Tr.
corticopontocerebellares, Tr. corticonuclearis) unter den Kniehöckern hervor und
endet an der Brücke.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 7, Kastanienbaum-Essenz
Nr. 16, Lärchenbaum-Essenz
Nr. 25, Walnussbaum-Essenz
24. Gehirnareal
Hirnrinde, Scheitellappen, Hinterhauptlappen
Die Hirnrinde (Kortex), deren Oberfläche von Furchen (Sulci) und Windungen (Gyri)
gebildet ist, wird in vier sogenannte Hirnlappen eingeteilt: Stirnlappen (Lobus
frontalis), Scheitellappen (L. parietalis), Schläfenlappen (L. temporalis),
Hinterhauptslappen (L. occipitalis). Die Hirnrinde ist zwischen ca. 1.5 mm (okzipital)
und 4 mm (Gyrus präcentralis) breit. Sie setzt sich aus sechs verschiedenen
Zellschichtlagen zusammen. Jede von diesen enthält unterschiedliche Kombinationen
und Typen von Zellen. Auch unterscheidet man zwischen primärem (motorischen oder
sensorischen) Kortex und assoziativem Kortex. Die Axone von Nervenzellen in
primären Arealen verbinden den Kortex mit tiefer gelegenen Strukturen des zentralen
Nervensystems. Die Zellen in den assoziativen Arealen sind mit anderen kortikalen
Nervenzellen
verbunden.
Diese
kortiko-kortikalen
Verbindungen
werden
Assoziationsfasern genannt und die dickeren Bündel solcher Fasern heissen
25
Fasciculi. Das wichtigste Bündel für Sprech- und Sprachfunktionen ist der Fasciculus
arcuatus. Er ist eine Verbindung zwischen temporalen und frontalen kortikalen
Gebieten und arbeitet z.B. als Draht zwischen sensorischem (Wernicke) und
motorischem (Broca) Sprachzentrum. Der assoziative Kortex ist für höhere kognitive
Funktionen zuständig. Er dient für die Integration primär sensorischer Informationen
und für die Planung motorischer Aktivitäten. Auch die menschlichen Sprachzentren in
unserem komplexen System des Gehirns und der Rinde zählen zum
Assoziationskortex.
Neben
den
Assoziationsfasern
(Verbindung
von
Assoziationsfeldern) unterscheidet man noch Kommissurenfasern (Verbindung
zwischen den Hemisphären) und Projektionsfasern (Verbindung zwischen Kortex und
tieferen Hirnstrukturen). Projektionsfasern unterscheidet man als afferente (sensorisch
/ aufnehmend) und efferente (motorisch / fortleitend).
Im Scheitel- oder Parientallappen ist unser optisches Zentrum und unser
Sprachzentrum beheimatet. Er ist verantwortlich für unsere Körperfühlsphäre, durch
ihn erfahren wir Schmerz, Berührung, Druck, Temperatur und Geschmack. Heute
weiss man aus der Neurologie, dass z.B. die Verarbeitungswege visueller Information
über den Scheitellappen laufen. Dieser Verarbeitungsweg über den Scheitellappen ist
für die Wahrnehmung über das Sehen der Bewegung und der Tiefe verantwortlich.
Der Verarbeitungsweg über den Schläfenlappen ist für die Wahrnehmung von Farbe
und Form verantwortlich.
Der Hinterhauptslappen verarbeitet eingehende Informationen in Verbindung mit
optischen Eindrücken. Er ist auch massgeblich an der Fähigkeit des menschlichen
Gehirns Objekte zu erkennen teilhaftig.
Das menschliche Gehirn ist wohl das faszinierendste Ergebnis der Evolution. Keine
Maschine, kein Computer der Welt ist im Stande das, was sich in unserem Kopf
abspielt, nachzuvollziehen. Im Gehirn befinden sich nach heutigen modernen
Erkenntnissen ca. 125.000.000.000 Nervenzellen. Jede Zelle hat mindestens 10.000
Verbindungen zu anderen Zellen, meistens aber bedeutend mehr. Alle Nervenfasern
insgesamt bilden Leitungsbahnen mit einer Länge von ungefähr 12 Millionen
Kilometern. Unser Gehirn führt mehrere Milliarden Befehle pro Sekunde aus. Es
benötigt zu seiner Versorgung annähernd 150 Gramm Zucker in 24 Stunden und
ungefähr 25% unseres gesamten Sauerstoffsverbrauchs im Körper.
Ohne Neuronen kein Informationsaustausch in unserem Zentralnervensystem!
Neuronen sind darauf spezialisiert, Botschaften in Form von elektrischen Impulsen
weiterzuleiten und zu übertragen. Ein Neuron besteht aus einem Zellkörper mit Kern.
Ausserdem hat es einige faserartige Fortsätze. Nur eine einzige Faser, das Axon,
überträgt Informationen. Die sogenannten Dendriten empfangen Informationen von
anderen Neuronen. Die Verbindung zwischen den Neuronen, also zwischen dem
Axon der einen Nervenzelle und einem Dendriten einer anderen Nervenzelle nennt
man im anatomischen Sprachgebrauch Synapse. Hier wird die Information mit Hilfe
von chemischen Wirkstoffen sog. Neurotransmittern von einer Nervenzelle zur
nächsten Zelle weitergegeben. Sie befinden sich in kleinen Bläschen (Vesikeln) am
Ende des Axons. Eine Nervenzelle wird an den Dendriten durch einen elektrischen
Impuls erregt. Der Impuls durchwirkt die Zelle bis zum Axonende und bewirkt dort
auch die Ausschüttung der Neurotransmitter in den synaptischen Spalt hinein. Der
synaptische Spalt ist nur einen Milliardstel Millimeter breit, der wohl schmalste
Abgrund der biologischen Welt von so tief greifender Bedeutung. Die Neurotransmitter
überbrücken den Spalt und verbinden sich mit den Rezeptoren an den Dendriten des
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nächsten Neurons. Durch diese Verbindung ist dann auch schon die nächste
Nervenzelle erregt.
Wir haben eine grosse Kraft in der Beobachtung, doch wenn wir etwas nicht messen
können, können wir es auch nicht wirklich beweisen. Nach dem Motto: „Was nicht
beobachtet und gemessen werden kann, existiert auch nicht“ ging es eine geraume
Zeit in der Vergangenheit der modernen Forschung. An der Schwelle zu einer neuen
Zeit, im 21. Jahrhundert, gleich an seinem Beginn, hat sich jedoch durch die moderne
Technologie etwas Entscheidendes geändert. Denn seit kurzem können
Neurobiologen äusserst verblüffende Veränderungen in den Hirnaktivitäten von
meditierenden Versuchspersonen sichtbar machen. Der Radiologe Andrew Newberg
von der University of Pennsylvania in Amerika hat in seinem Labor buddhistische
Mönche
und
Franziskaner-Nonnen
mit
Hilfe
von
einem
SPECTComputertomographen untersucht. Wenn sie in religiöse Versenkung eintauchen,
injiziert ihnen der Forscher ein radioaktives Kontrastmittel. Mit diesem bestimmten
Gerät können präzise Momentaufnahmen der Gehirndurchblutung während der
religiösen Tiefenerfahrung gemacht werden. Diese neue Forschungsrichtung nennt
sich nun Neurotheologie.
Das Ergebnis der Experimente war in allen auf das Genaueste überprüften Fällen
dasselbe: „Es fand sich eine ungewöhnliche Aktivität im oberen, hinteren Abschnitt
des Gehirns“, berichtete der Radiologe allen Interessierten Fachkollegen. Dieser sog.
obere Scheitellappen ist wie oben schon erklärt, überwiegend für die räumliche
Orientierung ausschlaggebend. Während der spirituellen Erfahrungen in der Stille
wurde hier bei sämtlichen Testpersonen eine neuronal erzeugte Reizblockade
gemessen. Die treffende Folgerung liegt für den Forscher A. Newberg deutlich und
klar vor Augen:
„Mystische Erfahrung ist biologisch real und naturwissenschaftlich wahrnehmbar.“
Was haben wir alle in dieser neuen Zeit, in der das Bewusstsein in den Brennpunkt
unseres Interesses gerückt ist, durch die moderne Hirnforschung, gelernt?
Nach dem Neurobiologen A. Newberg in etwa Folgendes: Durch religiöse Versenkung
können wir die Aufnahme von Sinnesreizen so stark unterbinden, dass der
Scheitellappen die Grenze von Körper und Selbst in seiner komplexen Arbeitsweise
nicht mehr findet. Der Meditierende erlebt eine vollkommene Raumlosigkeit. Er erfährt
keine Grenzen. Er verwandelt Zeit in Ewigkeit. Er erfährt eine Transzendenz, die in
den verschiedenen religiösen Kulturen z.B. im Buddhismus als Nirwana, im Taoismus
als Tao oder in der christlichen Mystik als unio mystica benannt wird.
Der Mensch macht in dieser Untersuchung mittels absoluter Konzentration auf die
Leere, also in dem Zustand der meditativen Versenkung, einen Umstülpungsprozess.
Er vermag es im lebenden physischen Körper dennoch, auf eine seltsame Weise zu
sterben. Es geschieht deshalb, weil er sich vollständig versammelt, höchste
Konzentration erreicht und sich damit über sein Körperbewusstsein, welches von
Sinnen geleitet wird, erhöht. Dies erinnert uns an die Worte des Urchristen und
Apostels Paulus, der da sagte: „Lerne, täglich zu sterben.“
„Was nimmt die Wolke mit? Die ganze Erdeninformation, die ganzen Erdenbildekräfte,
um sie über den Saugprozess der Sonne durch einen absoluten Nullpunkt zu einem
Umstülpungsprozess zu bringen, damit sie verändert auf die Erde zurückkommen.“
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Wilfried Hacheney, ein moderner Physiker unserer Zeit, berühmter Wasserforscher
und Entwickler der Levitationsmaschine für reines Wasser bringt in seinem Buch
„Organische Physik“ diese wichtige Aussage über die Umkehrung oder besser gesagt
über den Umstülpungsprozess, der oben schon angesprochen wurde und den wir
erreichen können, nämlich durch die Übung der Konzentration in der Meditation.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 8, Birnenbaum-Essenz
Nr. 17, Haselnussbaum-Essenz
25. Gehirnareal
Putamen, Amygdala, Kommissurenfasern
Das Putamen (deutsch: Schalenkörper) und die Amygdala, der Mandelkern (Corpus
amygdaloideum) sind zwei von fünf der subkortikalen Kerne im Grosshirnbereich. Sie
sind Teile des sog. Limbischen Systems.
Im Grosshirn gibt es die sogenannten Kommissurenfasern. Es sind Verbindungskräfte
zwischen den beiden Hemisphären und es gibt die Projektionsfasern, diese sind die
Verbindungskräfte zwischen Kortex und tieferen Hirnstrukturen.
Behandlungsmöglichkeiten mit Baum-Essenzen:
Nr. 7, Kastanienbaum-Essenz
Nr. 16, Lärchenbaum-Essenz
Nr. 25, Walnussbaum-Essenz
Doris und Sven Richter
Sankt Martinstrasse 67
CH-6430 Schwyz
Kontakt:
+41 41 741 41 79
Montag bis Freitag von 9 – 19.00 Uhr
Internet:
www.praxisrichter.com
www.baum-essenzen.com
Auflage 2014
Copyright © by D. Richter und Verlag Joy-Edition, Schwyz CH
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