Ein Bilderbuch für die Kleingruppe

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Loki Schmidt Garten
Biozentrum Klein Flottbek und Botanischer Garten der Universität Hamburg
GRÜNE SCHULE
Erläuterung siehe letzte Seite
R ÄTSELWEGE IM HERBST
Bilderbuch für Schüler
Lebendige Botanik für Schüler und Lehrer
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GRÜNE SCHULE
RÄTSELWEGE IM HERBST
Bilderbuch für Schüler
Herzlich willkommen im Loki Schmidt Garten!
Mit diesem Heft in der Hand kommst du durch den ganzen Garten.
Mit den Bildern auf diesen Seiten findest du die Orte, an denen es
Aufgaben zu erledigen, Dinge zu sehen und Sachen zu finden gibt.
• Die Antworten schreibst du in dein Pflanzenheft. Es gehört dir.
Du nimmst es am Ende mit.
• Dieses Heft gibst du bitte wieder ab. Schreibe nicht darin.
• In deiner Gruppe bist du dafür zuständig, dass ihr den richtigen
Standort findet.
• Du liest vor, was es zum Standort zu sagen gibt, wenn ihr dort
angekommen seid.
Wenn du einen Standort nicht findest, gibt es immer noch die Karten
im Pflanzenheft.
Die beiden Wege
Rechts herum geht es Richtung Wüstengarten und weiter bis zum Chinagarten
Links herum geht es zum Duft- und Tastgarten und weiter bis zu Buchen und Eichen
Chinagarten
Mammutbaumwald
Pagode
Treffpunkt
Finnische Holzfällerhütte
Araukarienwald und
Sumpfzypressen
Buchen und Eichen
Silber-Ahorn und Misteln
Kreuzung Bauerngarten
Bachlauf
Fleischfressende Pflanzen und Ginkgo
Sequoia-Baumscheibe
und Ginkgo
Verwaltungsgebäude
Café
Wüstengarten
Giftpflanzengarten
Grüne Schule
Duft- und Tastgarten
Toiletten
Loki Schmidt Haus
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Eingang
Los geht‘s
Du kommst auf einen Bronzekopf auf einer Säule zu. Das ist Loki Schmidt,
die Ehefrau unseres früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt. Sie war eine
berühmte Naturkundlerin, die sich ganz besonders für Pflanzen interessiert hat.
Botanische Gärten hat sie sehr gemocht. Sie ist im Jahre 2010 mit über 90 Jahren
gestorben und unser Garten trägt ihren Namen. Auch das Haus mit den blauen
Kacheln heißt nach ihr. Das Loki Schmidt Haus ist ein Museum für Nutzpflanzen.
Die blauen Pyramiden im Winter
Nun entscheidet es sich. Rechts herum geht es Richtung Wüstengarten mit den
blauen Pyramiden, zum Mammutbaumwald und nach Japan und China.
links: Schlangenfichte
rechts: Fleischfressende Pflanze
Links herum geht es zum Duft- und Tastgarten, zur „Schlangenfichte“ und zu den
fleischfressenden Pflanzen und weiter zu Eichen und Buchen.
Welchen Weg ihr geht und wo ihr euch am Ende trefft, sagt euer Leiter.
BITTE BEACHTEN!
Nichts darf im Botanischen Garten abgerissen werden!
Und du musst unbedingt auf den Wegen bleiben.
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Der linke Weg
Pagode
Treffpunkt
Finnische Holzfällerhütte
Buchen und Eichen
Silber-Ahorn und Misteln
Kreuzung Bauerngarten
Bachlauf
Fleischfressende Pflanzen und Ginkgo
Verwaltungsgebäude
Café
Duft- und Tastgarten
Grüne Schule
Toiletten
Loki Schmidt Haus
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Eingang
Standort Duft - und Tastgarten
In dem blauen Gebäude ist eine große Sammlung von Nutzpflanzen. Das sind
Pflanzen, aus denen man Gewürze machen kann, die uns ernähren, die Fasern liefern
oder Getränke und Süßigkeiten mit Schokolade. Es ist das Loki Schmidt Haus.
Hier findest du, was Loki Schmidt alles erlebt, erforscht und gefunden hat.
Es ist nachmittags geöffnet.
Gehe zum Gebäude hin,
rechts am Gebäude vorbei
und drehe dich am Bambus
nach rechts
Dieser Weg führt dich
direkt zum Duft- und Tastgarten
Im Duft- und Tastgarten darf alles angefasst werden!
Rechts am Weg stehen Fühlkästen. Dort kannst du einen ungewöhnlichen Inhalt
ertasten.
Schreibe auf, wenn du etwas für dich Ungewöhnliches gefunden hast.
Was es ist, erklärt ein kleines Schild unter einem Holzdeckel.
Gehe bis zu den drei Bänken
unter einer Zeder. Schau dich um
Notiere die Namen
ins Pflanzenheft!
Du hörst bei Wind ein Wind-Glockenspiel über dir. Um dich herum sind Beete
mit ganz verschiedenen Pflanzen. Wenn noch kein Frost droht, stehen dort
zwei Blumen, deren Blüten nach Schokolade duften. Auf jeden Fall findest du aber
eine weiche Pflanze, eine Pflanze mit frischem Duft und eine sehr kratzige oder
stachelige Pflanze, die mit den schärfsten Stacheln (zwischen Stacheln und Dornen
können Pflanzenkundler unterscheiden).
Ihr müsst nicht einer Meinung sein, was nun die Pflanze mit dem frischesten Duft ist.
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Standort Verwaltungsgebäude
Hauptweg, nahe beim Café Palme,
vor dem flachen Verwaltungsgebäude
Bild 1
Bild 1
Es darf nur gesammelt werden,
was auf dem Boden liegt.
Nichts pflücken
oder herunterschütteln bitte!
Bild 2
Der Tulpenbaum Liriodendron tulipifera direkt am Asphaltweg wirft früh im
Herbst die meist vierzackigen, kräftig gelben Blätter ab. Ein Tulpenbaum wächst
besonders gerade in die Höhe; wenige Schritte weiter steht ein zweiter, der
weniger gerade nach oben wächst (Bild 1,2) Der Fächer-Ahorn Acer palmatum
‘Osakazuki‘ zeigt direkt am Weg seine kräftig roten Früchte (Bild 3). Die kurzen
roten Flügel leuchten im Sonnenlicht.
Bild 3
Bild 4
Die „Schlangenfichte“ (Bild 4) ist eine Mutante der Serbischen Fichte Picea omorika
‘Pendula Bruns‘. Sie steht links vom Weg zum Café. Manche sehen in ihr eine
Giraffe.
Blick auf den See (Bild 6)
und Richtung Café (Bild 4)
Bild 5
Bild 6
Die Bitterorange Poncirus trifoliata aus China und Japan trägt jetzt ihre harten,
gelben Früchte (Bild 5). Blätter sind fast alle schon abgefallen, aber die Zweige
und die Stacheln sind grün. Sie steht dicht bei der Schlangenfichte.
Auf einer der Inseln wachsen Ginkgo-Bäume Ginkgo biloba. Ihre sehr hellgelben
Blätter leuchten im Herbst (Bild 6).
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Standort Kreuzung zum Bauerngarten
Wenige Schritte links in Richtung Bauerngarten: Bachlauf
Riesen-Mammutbaum
Sequoiadendron giganteum
Hier siehst Du am Weg einen Baum, der wie ein Adler oder ein Ungeheuer
oder einfach merkwürdig aussieht. Es ist ein Riesen-Mammutbaum Sequoiadendron
giganteum. Aber es ist eine merkwürdige Form. Seine Äste hängen. Das kommt
bei Bäumen manchmal vor. In Amerika gibt es den größten, mächtigsten, aber
nicht höchsten Riesen-Mammutbaum.
Ein Ginkgo-Blatt
Wenn Du dich umsiehst, findest du dicht am Weg einen Baum mit sehr merkwürdigen, hellgelben Blättern. Die Adern sind wie ein Fächer und es gibt keine
Hauptader. Das ist ganz besonders.
Gehe zum Bachlauf. Finde fleischfressende Pflanzen! Einige haben aufrecht stehende Röhren,
andere sind viel kleiner
und haben klebrige Härchen
Der Sonnentau
Drosera
Der Sonnentau (Drosera) hat kleine, runde Blätter voller Haare mit glänzenden
Tröpfchen am Ende. Hier sollen kleine Insekten festkleben. Dann werden sie
verdaut.
Schlauchpflanzen aus Nordamerika
(Trompetenpflanze, Sarracenia)
Ist früh Frost angesagt,
sind die Pflanzen
mit Tannenzweigen bedeckt!
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Sie fangen auch Insekten, aber anders. Duftender Nektar lockt sie an.
Wer in die Röhren fliegt, findet an den Wänden keinen Halt und stürzt in die
Verdauungsflüssigkeit. Insekten, die entkommen, fliegen ins Helle. Die weißen
Flecken kommen den Insekten wie der Ausweg vor. Sie fliegen immer wieder
gegen diese weißen Flächen und fallen schließlich erschöpft in die Tiefe.
Sie ertrinken und werden verdaut.
Standort Mistelbaum
Silber-Ahorn mit Misteln
sammeln
Kurz vor dem Silber-Ahorn mit den vielen Misteln steht rechts am Weg eine Eiche
mit besonders schönen Blättern. Die Ungarische Eiche (Bild 1) hat sehr viel mehr
Blatt-Lappen als die anderen Eichen. Sammle diese Eichenblätter!
Bild 1: Ungarische Eiche
Nimm verschiedenfarbige
Blätter mit!
Nimm eine mit!
Zerdrücke sie nicht!
Der Baum sitzt voller Misteln. Das sind Pflanzen, die auf dem Ahorn sitzen und
mit ihren Wurzeln in ihn hineinwachsen. Sie saugen Wasser aus dem Baum. Sie
sind das ganze Jahr grün. Blätter liegen vielleicht unter dem Baum. Sie sind länglich,
oval, unverzweigt. Mit etwas Glück findest du unter dem Baum weiße Beeren
(Bild 4). Junge Misteln wachsen von Anfang an auf dem Baum! (Bild 5 und links
die Zeichung). Wie kommt die Mistel auf den Baum??
Bild 4: Weiße Mistel-Beeren
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Bild 3: Ahornblätter
An der Kreuzung steht ein großer Silber-Ahorn (Bild 2). Das Bild zeigt ihn im
Sommer. Seine großen Äste sind mit breiten Bändern verbunden, damit er bei
Sturm nicht auseinanderbricht. Unter dem Baum liegen die Ahorn-Blätter mit
ihrer silbernen Unterseite (Bild 3).
*©Redaktionsbüro Stein GbR
Bild 2: Großer Silber-Ahorn
Bild 5: Junge Mistel auf einem Baum*
Standort Buchen und Eichen
Der Weg geht bergauf – Richtung Osten (Bild 6) an einem rundlich gewachsenen
Baum vorbei. Diese Rotbuche wächst anders als die Buchen dahinter und sie hat
etwas größere Blätter. Ihre Zweige hängen nach unten. Solche ungewöhnlichen
Wuchsformen sollen in einem Botanischen Garten zu sehen sein. Gehe ein Stück
weiter, biege rechts ab. Dort stehen viele verschiedene Buchen und Eichen rund
um eine Schautafel über die Rot-Eiche.
Sammle verschiedene Eichenblätter
(Bild 7 zeigt Rot-Eichenblätter)
Bild 6: Rotbuche
Finde die stacheligen Früchte
der Esskastanie (Bild 8),
sammle eins der großen Blätter
mit den scharfen Zacken am Rand
Bild 7: Rot-Eichen-Blätter
Nimm die Karte zur Hilfe. An der Düne entlang geht ein Sandweg zu der
Esskastanie. Finde die stacheligen Früchte (Bild 8) und sammle eines der großen
Blätter mit den scharfen Zacken am Rand
Bild 8: Stachelige Früchte der Esskastanie
Finde Blätter der Pyrenäen-Eiche
und nimm Blätter mit
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In der Nähe der Esskastanie steht eine Eiche mit sehr weichen Blättern.
Ihre Unterseite trägt einen Pelz. Es ist die Pyrenäen-Eiche. Sie ist nicht abgebildet.
Finde sie und nimm Blätter mit.
Der rechte Weg
Chinagarten
Mammutbaumwald
Pagode
Treffpunkt
Finnische Holzfällerhütte
Araukarienwald und
Sumpfzypressen
Sequoia-Baumscheibe
und Ginkgo
Café
Wüstengarten
Giftpflanzengarten
Grüne Schule
Toiletten
Loki Schmidt Haus
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Eingang
Standort Giftpflanzengarten
Standort Mistelbaum
Im Giftpflanzengarten darf nichts angefasst werden!
Früchte und Samen dürfen auf keinen Fall gegessen werden
Bild 1: Rizinus oder Wunderbaum
Alle Pflanzenteile sind giftig
Nicht anfassen!
Die Samen sind giftig
Bild 2: Eisenhut
Bild 3: Pfaffenhütchen
Beim Rizinus oder Wunderbaum Ricinus communis aus Afrika (Bild 1) sind alle
Pflanzenteile giftig, ganz besonders die Samen. Das verdünnte Öl dient als wirksames Abführmittel. Das Öl wird in Motoren als Schmiermittel benutzt, weil es
hohe Temperaturen verträgt. Den Eisenhut Aconitum napellus darf man nicht
einmal anfassen, auch die blauen Blüten nicht (Bild 2). Sein Gift geht über die
Haut in den Körper. Vergiftungen sind schnell lebensbedrohlich. Die Früchte
des Pfaffenhütchens Euonymus europaeus sollen so aussehen wie die Hüte katholischer Geistlicher. Der orange Samen hängt Ende Oktober meistens schon aus
der Frucht heraus (Bild 3). Die Samen sind giftig. Rotkehlchen vertragen sie und
essen sie sehr gern.
GIFT
Bild 4: Frucht des Maiglöckchens
Diese Beeren sind weniger giftig
Diese Samen sind sehr giftig
Diese Früchte sind weniger giftig
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Bild 5: Samen der Eibe
mit Hülle
Bild 6: Früchte der Stechpalme
Die Früchte des Maiglöckchens Convallaria majalis findest du zwischen den Efeublättern (Bild 4). Es sind oft nur noch einzelne Beeren zu finden. Sie sind weniger
giftig. Die Samen der Eibe Taxus baccata sind sehr giftig, der rote Mantel um den
Samen herum ist es aber gar nicht (Bild 5). Sogar Pferde und Rinder können sich
schwer vergiften, wenn sie nur wenige Nadeln oder Samen essen.
Die Früchte der Stechpalme Ilex aquifolium (Bild 6) sind weniger giftig. Wenige
Beeren führen zu starken Magenschmerzen. Ihre Blätter sind manchmal gar nicht
stachelig.
Standort Giftpflanzengarten
Standort Mistelbaum
Im Giftpflanzengarten darf nichts angefasst werden!
Früchte und Samen dürfen auf keinen Fall gegessen werden
Bild 7: Tollkirsche
Eine giftigste einheimische Pflanze
Die Tollkirsche Atropa belladonna gehört zu den giftigsten einheimischen Pflanzen
überhaupt (Bild 7). Die Pflanzen haben gelbe oder schwarze Früchte. Vergiftungen
lassen die Menschen zucken, das Herz beginnt zu rasen, man sieht Dinge, die es
gar nicht gibt und man kann an wenigen Beeren sterben.
Bild 8: Mistelbaum – ein Silber-Ahorn
mit Mistelpflanzen mit Beeren
Sammle eine weiße Beere
der Mistel
ohne sie zu zerdrücken
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Gegenüber von der Tollkirsche ist ein weiterer Standort, ein Mistelbaum! (Bild 8).
Im ganzen Baum, einem Silber-Ahorn, sitzen Pflanzen mit Beeren. Sammle eine
weiße Beere, ohne sie zu zerdrücken.
Standort Wüstengarten
Im Wüstengarten stehen große,
blaue Glashäuser
Die Pyramiden im Winter und im Sommer
Hier werden im Sommer Pflanzen aus Südafrika gezeigt. Nun werden sie
ins Winterquartier gebracht. Die Häuser sind nicht geheizt. Die Pflanzen würden
erfrieren.
Bitte nicht
auf den Steinen laufen!
Der Duft der Minze
Nimm einige Blätter
in deinem Pflanzenheft mit
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Rund um den Garten läuft eine Wasserrinne. Von ihr aus würde man in einer
Oase über Lücken in der Mauer einzelne Beete bewässern. Die Steine an ihrem
Rand und um die Beete sind brüchig. Bitte nicht auf den Steinen laufen!
In und neben der Treppe zum Wasser findest du ganz viele verschiedene Minzen,
aus denen man Tee kochen kann. Lass deine Hand durch die Blätter gleiten – und
schon duftet es. Suche dir eine Minze, die noch sehr angenehm duftet.
Einige Minzen riechen nach Schokolade oder Ananas. Einige kommen aus Marokko
und Tunesien. Schließlich ist das hier der Wüstengarten.
Pflücke einige wenige Blätter deiner liebsten Minze und nimm sie in deinem
Pflanzenheft mit.
Lies die Schilder. Welche Minze hast du mitgenommen?
Die Schilder im Botanischen Garten
Aufbau
Familienname
Botanischer Name
z.B. Lippenblütler Lamiaceae (Minzen gehören dazu)
z.B. Mentha spicata
Ein x bedeutet, dass die Pflanze eine Kreuzung ist (Hybride, Bastard)
Sie hat also zwei verschiedene Arten als Eltern.
Pfefferminze ist eine Kreuzung aus Wasserminze Mentha aquatica
und Ährenminze Mentha x spicata
Name der Gruppe
z. B. Mentha Gattung Minze
Artname z. B. spicata ist der zweite Name, der Artname
Name des Botanikers z. B. Linné erscheint als Kürzel L.
var. ist eine Varietät
innerhalb der Art
z. B. var. crispa ist eine Varietät mit krausen Blättern
‘Sortennamen‘
‘.....‘ zeigen, dass es sich um eine Züchtung handelt
der deutsche Name
z. B. Minze
der englische Name
z. B. Mint
Einige Hinweise z. B. nur in Kultur bekannt
(Kultur = Anpflanzung im Garten)
Name des Gartenteils z. B. Wüs = Wüstengarten (links unten)
Ziffern 16
z. B. 2013 bedeutet,
wann die Pflanze im Garten angekommen ist
Standort Sequoia-Baumscheibe
und Ginkgo
Wenige Meter voneinander entfernt direkt am Wasser steht ein reetgedecktes
Schutzdach mit einer riesigen Baumscheibe. Dahinter steht ein Ginkgo in einem
Rundgitter.
mache Notizen
An der riesigen Baumscheibe findest du, wie alt der Baum ist und warum die
Baumart so einen merkwürdigen Vornamen hat!
Notiere das Alter des Baumes, von dem diese Scheibe stammt, und die Erklärung
des Vornamens dazu.
Bäume wie dieser sind die höchsten Bäume der Welt.
Ginkgoblatt mit einer Kerbe
Der Baum in dem runden Beet im Wasser hinter dem runden Gitter ist ein
ganz besonderer Baum. Zu Zeiten der Dinosaurier gab es ihn auch schon.
Er heißt Ginkgo; der Ginkgo-Baum Ginkgo biloba.
sammeln
Füttern ist verboten!
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Sammle Blätter mit und ohne Kerbe vom Ginkgo-Baum!
Wenn die Brücke nicht gesperrt ist, kannst du auf die Inseln gehen und mehr
verschiedene Blätter sammeln.
Füttern ist verboten! Die Enten und Karpfen sind gierig und betteln, aber Brot
und anderes Menschenfutter bekommt ihnen nicht.
Standort Araukarienwald
Der Weg steigt an. Diese Hügel sind mit Erde aus dem Elbtunnel aufgeschüttet.
Hier stehen wintergrüne Bäume mit stacheligen, schuppenartigen Blättern,
die rund um die Äste sitzen.
„Monkey puzzle tree“
skizzieren
Sie heißen Araukarien Araucaria araucana. Der englische Name ist „monkey
puzzle tree“: Der Baum, der Affen verblüffen würde. Weil sie entweder gar nicht
hinaufkämen oder nicht wieder hinunter. Aber dort, wo diese Bäume wachsen,
gibt es gar keine Affen. Sie wachsen in den Anden. Dies Bäume hier (siehe die
beiden Bilder unten), wuchsen aus Saat, die in Südamerika gesammelt wurde.
Nach 30 Jahren sah man, dass es Männchen und Weibchen gibt. Die Weibchen
tragen sehr große Kugeln am Ende der Zweige. Es sind kugelige Zapfen voller Samen.
Skizziere einige Zweigenden! Es soll zu sehen sein, wie groß die Zapfen sind.
Gegenüber geht es eine Treppe hinunter. Gehe auf die Brücke. Nun bist du
wieder in Nordamerika.
Atemknie
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Die Bäume rundherum sind Sumpfzypressen Taxodium distichum. Die Blätter sind
viele, weiche, grüne Nadeln ohne scharfe Spitze. Die Bäume stehen im Sumpf.
Am Stamm ganz unten siehst du merkwürdige Wucherungen. Es sind „Atemknie“. Man glaubte, sie helfen, dass Luft an die Wurzeln im Schlamm kommt.
Genau weiß man nicht, warum es sie gibt.
Standort: Eingang Mammutbaumwald
Durch den Mammutbaumwald, durch den Japangarten zum Chinagarten
Keine Abkürzung nehmen!
Ein großer Felsen liegt am Eingang. Hier stehen Kakteen in den steinigen Beeten!
Bild 1: Eingang zum Mammutbaumwald
Folge dem Weg
Bild 2: Im Mammutbaumwald
So sieht es aus, wenn du dich unterwegs umdrehst (Bild 2). Auf dem Weg findest
du ganz viele Zapfen vom Riesen-Mammutbaum Sequoiadendron giganteum.
So ein Baum ist der mächtigste Baum der Welt, der „General Sherman“. Folge
dem Weg. Ein Schild sagt: Abies grandis, Riesen-Tanne. Dann ist der Weg richtig.
Rechts vom Weg steht ein Küsten-Mammutbaum Sequoia sempervirens
‚Kalte Sophie‘ (Bild 3). So ein Baum hat in Amerika an der Küste Kaliforniens
115,6 Metern erreicht. Das ist der höchste Baum der Welt. Ein etwas kleinerer
Baum ist hier als Zeichnung abgebildet. Unten sind die Menschen (Bild 4) als
Größenvergleich.
Bild 3: Kalte Sophie
Folge dem Weg
Der Weg steigt steil an
Gehe erst nach rechts
Sammle Zapfen
und klopfe sie aus
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Bild 4: Unten
stehen Menschen
Bild 5: Eine Bank
steht unter den
Mammutbäumen
Bild 6: Zapfen
Folge dem Weg bis zum nächsten breiten Asphaltweg.
Gegenüber geht es in den Japangarten. Der Weg steigt steil an.
Gehe aber erst nach rechts. Dort steht eine Bank unter den Mammutbäumen.
(Bild 5) Sammle einen Zapfen (Bild 6). Klopfe ihn an der Bank aus.
Wenn du klopfst, fallen Samen heraus. Sie haben schmale Flügel.
Weg durch den Japangarten
über den Hügel
Gehe zurück,
steige auf den Hügel
Gehe durch den Japangarten
Gehe zurück und steige auf den Hügel. Gehe durch den Japangarten.
Du siehst unten Kiesflächen, die zum Japangarten gehören. Nicht betreten!!
Der Garten im Frühjahr
Siehst du die Steinstufen in beiden Bildern?
Komme im Frühling wieder!
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Standort China-Garten
Hauptweg, Eingang zum China-Garten. Gegenüber ist eine Eibenhecke mit dem
engen Zugang zum Japan-Garten
Es wird gesammelt,
was auf dem Boden liegt
Nichts
herunterschütteln bitte!
Bild 1: Ein Bachlauf und eine Brücke
Ein Ästchen auf dem Boden,
nimm es mit!
Eine Blauschote auf dem Boden,
nimm sie mit!
An dieser Kreuzung sind ein Bachlauf und eine Brücke (Bild 1). Jenseits des Baches
stehen die Urwelt-Mammutbäume Metasequoia glyptostroboides. Es sind Nadelbäume, sie werfen aber ihre Blätter ab. Die feinen Blätter sitzen an kurzen Ästchen.
Wenn du ein Ästchen voller Blätter auf dem Boden findest, nimm es mit!
Vielleicht sind die Bäume schon kahl.
An dieser Kreuzung ist der Blauschotenstrauch Decaisnea fargesii zu finden (Bild 2).
Über Kopfhöhe sind die blauen Früchte zu sehen. Sie sind sogar essbar, schmecken
Europäern aber meist gar nicht. Wenn eine Frucht auf dem Boden liegt, kannst
du sie mitnehmen.
Bild 3: Weg Richtung Zaun
Finde Teufelskrückstock-Beeren
Mach einen Abdruck
Bild 4: Schwarz-blaue Beeren am Teufelskrückstock
Folge dem Weg Richtung Zaun. Du siehst hinter dem Zaun eine Straße und die
Internationale Schule.
Finde schwarz-blaue Beeren an rosa Stielen. Sie gehören zum Teufelskrückstock
Aralia elata (Bild 4). Er wird bis 3 m hoch! Er heißt so wegen seiner vielen Stacheln.
Wenn du Früchte auf der Erde findest, mache einen Abdruck in dein Pflanzenheft. Vorsicht! Die Farbe geht nicht so
leicht wieder ab; sie ist „echt“.
Auch hier kannst du
einen Abdruck machen
Bild 4: Violette Früchte am Liebesperlenstrauch
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Bild 2: Blauschotenstrauch
Biege nach links ab und du findest den
Liebesperlenstrauch Callicarpa bodienieri
var. giraldii ‘Profusion‘ (Bild 5). Seine
Früchte sind violett. Auch hier kannst
du einen Abdruck machen, wenn du
Früchte am Boden findest.
Mistelbaum im Dezember
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Impressum:
Herausgeber: Grüne Schule
im Loki Schmidt Garten,
Botanischer Garten
der Universität Hamburg,
Behörde für Schule
und Berufsbildung,
Landesinstitut für Lehrerbildung
und Schulentwicklung 
Referat Mathematisch-naturwissenschaftlich-technischer
Unterricht (LIF 16)
Unterstützt durch
· die Norddeutsche Stiftung
Umwelt und Entwicklung
· Gesellschaft der Freunde
des Botanischen Gartens
Hamburg e.V.
Alle Rechte vorbehalten.
Jegliche Verwertung dieses
Druckwerkes bedarf –
soweit das Urheberrechtsgesetz
nicht ausdrücklich Ausnahmen
zulässt – der vorherigen
schriftlichen Einwilligung
des Herausgebers.
Behörde für Schule
und Berufsbildung,
Amt für Bildung, Hamburg
Gestaltung:
Ingrid Lempp
Kultur-Dokumentation, Hamburg
Herstellung:
Hans Steffens
Graphischer Betrieb GmbH
Hamburg
23
Grüne Schule im Loki Schmidt Garten, Botanischer Garten der Universität Hamburg, Hesten 10, 22609 Hamburg
Tel. 040 - 428 16 - 208 • Fax 040 - 428 16 - 735 • E-Mail: gr uene-schule@botanik.uni-hambur g.de
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