Quarantäneschädling Asiatischer Laubholzbockkäfer (ALB

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Informationsveranstaltung für Betroffene am 19. Februar 2015 in Neubiberg
Quarantäneschädling
Asiatischer Laubholzbockkäfer (ALB)
Durchführung und Ablauf der Maßnahmen in
Neubiberg sowie Möglichkeiten der Nachpflanzung
Dr. Peter Nawroth, Gerhard Kraus und Ambros Köppl
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Institut für Pflanzenschutz (IPS)
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Gliederung
• Befallsgebiet bzw. Befallszone in der
Quarantänezone Neubiberg
• Allgemeinverfügung vom 16.09.2014 und deren
Auswirkung
• Erläuterung der Anordnungsbescheide der LfL
für Betroffene in der Befallszone
• Durchführung und Ablauf der Maßnahmen
zur Entfernung der betroffenen Laubgehölze
(Herr Ambros Köppl, stv. Ansprechpartner Gde. Neubiberg)
• Möglichkeiten für eine Nachpflanzung
(Herr Gerhard Kraus, Ansprechpartner Gde. Neubiberg)
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Schematischer Aufbau
der Quarantänezone (QZ)
Befallszone (BZ):
100 m - Umkreis
Fokuszone (FZ):
500 m - Umkreis
Restliche Quarantänezone (RQZ):
mind. 2000 mUmkreis
um
nachweislich
befallenes Gehölz
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Die Quarantänezone Neubiberg
Befalls-Feststellung:
September 2014
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Das Befallsgebiet bzw. die Befallszone
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Wirtspflanzen,
welche in der Befallszone entnommen werden
befallene und befallsverdächtige Laubgehölze
der nachfolgenden Gattungen / Arten
Nr.
Gattung Deutsch
Gattung Latein
1
Ahorn
Acer
2
Baumhasel
Coryllus colurna
3
Birke
Betula
4
Esche
Fraxinus
5
Pappel
Populus
6
Rosskastanie
Aesculus
7
Vogelbeere
Sorbus
8
Weide
Salix
Stand 13.10.2014
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Allgemeinverfügung der LfL für QZ Neubiberg
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Anordnungsbescheid der LfL
Naturschutzrechtliche
Allgemeinverfügung
Bescheid von LfL-IPS
+
Ihre Einverständniserklärung
an die Gde. Neubiberg
+
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Anordnungsbescheid der LfL – Seite 1
Bescheid von LfL-IPS
Erläuterungen zum Sachverhalt:
z. B.:
ein mit ALB-befallener Ahorn
wurde auf Grundstück durch die
LfL festgestellt
und
Erklärung der weiteren
Laubgehölze der 8
Hauptwirtsgehölze als
befallsverdächtige Gehölze
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Anordnungsbescheid der LfL – Seite 2
Bescheid von LfL-IPS
Fristsetzung
zum Fällen und Verbrennen
der befallenen und
befallsverdächtigen
Laubgehölze
(in Bayern derzeit 8
Hauptwirtsgehölze)
Anzeigepflicht bei der LfL
mind. 3 Tage vor Beginn der
Durchführung;
kann entfallen, wenn Übertragung an die Gde. Neubiberg!
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Anordnungsbescheid der LfL – Seiten 3-6
Bescheid von LfL-IPS
Ausführliche Begründung der
angeordneten Maßnahmen
mit Hinweis auf die bereits
erfolgte Anhörung
Regelung der Zuständigkeiten
mit Begründungen
z. B. Punkt II c.,S. 5:
Anordnung der sofortigen Vollziehung
der Durchführung!
Carolin Bögel – IPS 4c
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
- IPS
4d 4c
Anordnungsbescheid der LfL – Seiten 6-7
Bescheid von LfL-IPS
Hinweise zu:
•
•
•
Beachtung der naturschutzrechtlichen Vorgaben
(Allgemeinverfügung der ROB)
Pflanzenschutzgesetz
(Bundesgesetz) hat Vorrang vor
dem Bebauungsplan der Gde.
Neubiberg. Befreiung daher
nicht nötig. Nachpflanzen
innerhalb von 4 Jahren bei
erhaltenswerten Bäume
erforderlich.
Einverständniserklärung
gegenüber Gde. Neubiberg
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Anordnungsbescheid der LfL – Seiten 8-9
Bescheid von LfL-IPS
Rechtsbehelfsbelehrung
für Widerspruchs- und
Klageverfahren incl. Fristen
und dazugehörigen Hinweisen
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Durchführung und Ablauf der Maßnahmen
• Fällzeitraum
• Durchmesserverteilung im Befallsgebiet
• Verteilung Baumarten, -gattungen
• Ablauf der Fällungen
• Ausblick
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Fällzeitraum
• Dienstag, den 24.02.2015 bis
Freitag, den 13.03.2015
• je nach Witterung früher oder später
(spätestens 31.03.2015)
15
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Durchmesserverteilung der betroffenen
Laubgehölze in der Befallszone
Anzahl der Bäume innerhalb der BHD
350
300
300
Anzahl
250
200
150
100
51
50
38
16
10
1
40-50
>50
0
≤10
10-20
20-30
30-40
BHD-Klassen in cm
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Verteilung Baumarten und -gattungen
in der Befallszone Neubiberg
Verteilung Baumarten, -gattungen
250
216
Anzahl
200
150
100
50
76
51
36
17
0
12
6
2
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
06.03.
&
09.03.
&
10.03.
02.03.
Voraussichtlicher Ablauf der Fällungen
Geobasisdaten:© Bayerische Vermessungsverwaltung
Kartenerstellung: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Ablauf der Fällung (1)
• Fällung
• Kontrolle
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Ablauf der Fällung (2)
• Verbringung zum Häckselplatz Fluggelände / Landebahn
Neubiberg
• Thermische Entsorgung
• Transport von befallenem Material zur weiteren
Analyse in das Labor der LfL
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Ausblick
• Fund neuer Befallsmerkmale  Erweiterung der
Befallszone
 erneute Fällung nötig!
• Intensives Monitoring durch Baumkletterer und
Bodenpersonal
• Installation von Fangbäumen
• Einsatz von Pheromonfallen
Geobasisdaten:© Bayerische Vermessungsverwaltung
Kartenerstellung: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Foto: LfL
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Möglichkeiten für eine Nachpflanzung
• ALB-Wirtspflanzen
(Nachpflanzung derzeit nicht sinnvoll!)
• Alternative Laubgehölze
für das private und öffentliche Grün:
Vorstellung von Beispielen und deren
Umweltansprüche
• Beratung zur Nachpflanzung
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Artenliste
• Wirtspflanzen,
die in der Kernzone entnommen werden:
–
–
–
–
–
–
–
–
Acer
Aesculus
Betula
Corylus colurna
nicht
Fraxinus
Populus
Salix
Sorbus aucuparia
Ahorn, alle Arten
Rosskastanie, alle Arten
Birke, alle Arten
Baumhasel - Haselstrauch (noch)
Esche, alle Arten
Pappel, alle Arten
Weide, alle Arten
Vogelbeere, Eberesche
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Wirtspflanzen, die im Monitoring
intensiv überprüft werden
Alnus
Erle
Carpinus
Hainbuche
Cercidiphyllum Katsurabaum
Eleagnus
Ölweide
Fagus
Buche
Malus
Apfel
Morus
Maulbeere
Platanus
Platane
Prunus
Kirsche, Pflaume
Pyrus
Birne
Robinia
Robinie
Sophora
Schnurbaum
Tilia
Linde
Ulmus
Ulme
(Albizia
Seidenbaum)
(Melia
Paternosterbaum)
Buddleja
Sommerflieder
Celtis
Zürgelbaum
Hibiscus
Eibisch
Robinia
Falsche Akazie
Rosa
Rosen
Von einer Pflanzung wird
daher derzeit abgeraten!
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Alternativliste
• Arten, an denen bisher noch kein Befall festgestellt
wurde
– weder in der Natur - noch unter Laborbedingungen
• Arten, die allgemein in den Gärten bekannt sind
• Arten, die für unsere Klimabedingungen geeignet sind
• Arten, die weniger oder kaum bekannt sind
– die aber in Baumschulen vermehrt und somit im
Baumschulhandel angeboten werden
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Liste der alternativen Pflanzenarten
Deutscher Name
Wissenschaftlicher
Name
Deutscher Name
Wissenschaftlicher
Name
Alpenrose
Rhododendron
Gartenjasmin
Philadelphus
Amberbaum
Liquidambar
Gelbholz
Cladrastis
Apfelbeere
Aronia
Geweihbaum
Gymnocladus
Berberitze
Berberis
Glanzmispel
Photinia
Blauglockenbaum
Paulownia
Götterbaum
Ailanthus
Buchsbaum
Buxus
Goldglöckchen
Forsythia
Deutzie
Deutzia
Goldregen
Laburnum
Edelkastanie
Castanea
Hartriegel
Cornus
Eiche
Quercus
Heckenkirsche
Lonicera
Eisenholzbaum
Parrotia
Holunder
Sambucus
Essigbaum
Rhus
Hopfenbuche
Ostrya
Faulbaum
Frangula
Hortensie
Hydrangea
Felsenbirne
Amelanchier
Kolkwitzie
Kolkwitzia
Flieder
Syringa
Korkbaum
Phellodendron
Flügelnuss
Pterocarya
Kreuzdorn
Rhamnus
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Liste der alternativen Pflanzenarten
(Fortsetzung)
Deutscher Name
Wissenschaftlicher
Name
Deutscher Name
Wissenschaftlicher
Name
Lederhülsenbaum
Gleditsia
Stechpalme
Ilex
Liguster
Ligustrum
Storaxbaum
Styrax
Magnolie
Magnolia
Südbuche
Nothofagus
Mispel
Mespilus germanica
Tamariske
Tamarix
Perückenstrauch
Cotinus
Taubenbaum
Davidia
Pfaffenhütchen
Euonymus
Trompetenbaum
Catalpa
Pimpernuss
Staphylea
Tulpenbaum
Liriodendron
Sanddorn
Hippophae
Walnuss
Juglans
Schneeball
Schneeglöckchenbaum
Schönfrucht
Sieben-Söhne-desHimmels-Strauch
Spiersträucher
Viburnum
Weigelie
Weigela
Halesia
Weißdorn
Crataegus
Callicarpa
Zaubernuss
Hamamelis
Heptacodium
Zelkove
Zelkova
Spiraea
Zierquitte
Chaenomeles
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Aronia spec. - Apfelbeere
Aus Nordamerika stammt die
schwarze Apfelbeere, die als
kleiner Strauch selten höher als
2 m wird.
Die sommergrünen Blätter
verfärben sich im Herbst
weinrot. Die weißen Blüten
erscheinen im Mai. Die Früchte
färben sich bei Reife schwarz
und sind reich an Vitaminen
und sekundären Vitalstoffen. Es
gibt bereits eine Reihe
Fruchtsorten.
Der Standort kann sonnig bis
halbschattig sein, an den
Boden werden keine
besonderen Ansprüche gestellt.
Foto: HSWT
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Ailanthus altissima - Götterbaum
Der schnellwüchsige Baum kann
bis 25 m hoch werden und ist für
den Hausgarten eher zu groß.
Die sommergrünen Blätter sind
gefiedert und werden bis 60 cm
lang. Die grünlichgelben Blüten
sind weniger auffällig als die
sonnenseits leuchtendroten,
eschenähnlichen Früchte.
Der Götterbaum bevorzugt
sonnige, warme Lagen und
wächst auch noch auf den
schlechtesten Böden.
Die Art gilt als invasiver Neophyt
und sollte deshalb möglichst nicht
gepflanzt werden.
Foto: Wikipedia
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Liquidambar styraciflua - Amberbaum
Der aus Nordamerika
stammende, mittelgroße
Baum wird 10 bis 20 m hoch.
Äste und Zweige sind mit
dekorativen Holzleisten
besetzt.
Die Blätter sind ahornähnlich
gelappt und sommergrün. Bei
vollsonnigem Standort
entwickelt sich die prachtvolle
Herbstfärbung in orange,
scharlach bis weinrot und
tiefpurpur (Indian Summer).
Für magere, nicht zu nasse
Standorte. In der Jugend
etwas frostempfindlich.
Foto: Kraus
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Callicarpa bodinieri ‘Profusion‘ - Schönfrucht
Foto: Kraus
Die sommergrünen Sträucher
werden rund 2-3 m hoch und
zeigen im Herbst eine gelbe bis
orangefarbene Färbung.
Während die Blüten kaum
auffallen, zieren die auffallend
rotvioletten, beerenartigen
Früchte meist schon an jungen
Pflanzen, oft bis spät in den
Winter. Der Fruchtansatz ist
besser, wenn mehrere Sträucher
zusammen stehen.
Der Standort ist im Idealfall
sonnig und geschützt. Falls es
doch mal Frostschaden gibt,
treibt der Strauch im Frühjahr
wieder gut durch. An den Boden
werden keine besonderen
Ansprüche gestellt.
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Catalpa bignonioides - Trompetenbaum
Fotos: Kraus
Der aus Nordamerika stammende
schnellwüchsige, sommergrüne
Baum wird 10 bis 15 m hoch.
Die sehr großen Blätter treiben im
Frühjahr spät aus und fallen im
Herbst schon bald ab. Zierend sind
die glockenförmigen, weißen Blüten,
die in vielblütigen aufrechten Rispen
an Roßkastanien erinnern.
Der Standort sollte windgeschützt
sein, jedoch neigt vor allem die
kompakte, breitkugelige Sorte
‘Nana‘ bei geringem Luftaustausch
zu Mehltaubefall.
Die Blätter riechen unangenehm.
Der Geruchsstoff hält Mücken ab.
Eine Selektion aus der italienischen
Po-Ebene mit besonders viel
Inhaltsstoff wird als AntiMückenpflanze unter dem Namen
‘Catambra‘ vermarktet.
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Chimonanthus praecox - Winterblüte
Aus China stammt dieser
leider kaum bekannte,
sommergrüne, bis 3 m
hohe Zierstrauch. Die
Blüten sind, hellgelb, innen
purpur gefleckt und duften
stark. Blütezeit ist
Dezember bis März.
Die Früchte sind essbar,
aber nicht besonders
schmackhaft.
Der Standort sollte warm
und geschützt, der Boden
nährstoffreich und
durchlässig sein.
Foto: Kraus
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Cladrastis lutea - Gelbholz
Das amerikanische Gelbholz
kommt aus dem östlichen
Nordamerika und ist mit Robinie
und Goldregen verwandt. Der
kleine, meist mehr-stämmige
Baum wächst langsam und wird
kaum höher als 10 m.
Die sommergrünen, gefiederten
Blätter färben sich im Herbst
leuchtend gelb. Die weißen,
duftenden Blüten hängen in bis
zu 40 cm langen Trauben.
Bei vollsonnigem und
windgeschütztem Standort
gedeiht der Baum auf jedem
Boden.
Das Holz ist auffallend gelb und
sehr hart.
Foto: Wikipedia
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Cotinus coggygria - Perückenstrauch
Der Herkunftsbereich des
Perücken-strauchs erstreckt sich
von Südeuropa bis Asien. Auch
bei uns ist er ausreichend
winterhart.
Die Sträucher wachsen langsam,
etwas sparrig und werden gut 3
m hoch.
Die sommergrünen Blätter der
Sorte ‘Royal Purple‘ sind
purpurrot. Die Herbstfärbung der
Art ist gelborange bis
scharlachrot. Namensgebend
sind die aus federigen behaarten
Stielen gebildeten,
perückenartigen Fruchtstände.
Der Standort sollte sonnig sein.
An den Boden stellt er kaum
Ansprüche.
Foto: Kraus
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Davidia involucrata var. vilmorini Taubenbaum
Dieser langsam wachsende,
sommergrüne, kleine Baum
stammt aus Westchina und wird
10 bis 15 m hoch.
Die Blätter erinnern an
Lindenlaub. Im Mai/Juni
erscheinen die besonders
auffällig geformten Blüten mit
ihren großen, weißen, an
Taschentücher erinnernden
Hochblättern. Leider muss man
auf die Blüten 10-15 oder gar 20
Jahre warten.
Der Standort kann sonnig bis
halbschattig und sollte geschützt
und warm sein.
Foto: Wikipedia
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Gymnocladus dioicus - Geweihbaum
Dieser mittelgroße, 10-15 m
hohe, langsam wachsende Baum
hat einen ausgesprochen
knorrigen Wuchs, der besonders
im winterlichen unbelaubten
Zustand zur Geltung kommt.
Die sommergrünen, gefiederten
Blätter sind auffallend groß und
werden bis 80 cm lang.
Der Standort sollte vollsonnig
sein. An den Boden werden
kaum Ansprüche gestellt.
Foto: Wikipedia
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Halesia spec. - Schneeglöckchenbaum
Foto: Wikipedia
Die sommergrünen, bis 6 m
hohen Sträucher oder kleinen
Bäume stammen aus
Nordamerika.
Die sehr attraktiven, weißen, an
Schneeglöckchen erinnernden
Blüten erscheinen in
verschwenderischer Vielzahl vor
oder mit dem Laubaustrieb. Die
braunen, mit flügelartigen
Rippen versehenen Früchte
zieren oft bis zum Ende des
Winters.
Die Lage sollte sonnig und
geschützt sein. Der Boden sollte
nicht zu kalkhaltig sein.
Foto: HSWT
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Hamamelis spec. - Zaubernuss
Foto: HSWT
Die Sträucher werden 3 bis 5
m hoch und oft genau so
breit. Es gibt mehrere Arten
mit vielen Sorten, die sich
durch Wuchsform, Blütezeit,
Farbe und Duft
unterscheiden.
Die sommergrünen Blätter
färben sich im Herbst gelb bis
orangerot. Die Blüten
erscheinen im Winter an
milden Tagen und halten auch
strengere Fröste aus.
Der Standort sollte geschützt
und sonnig bis halbschattig
Sein.
Der Boden darf nicht
verdichtet sein!
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Heptacodium miconioides 7-Söhne-des-Himmels-Strauch
Die Art wurde vor 35 Jahren
in China gefunden und ist erst
seit wenigen Jahren in den
Baumschulen erhältlich. Es ist
ein sommergrüner, gut 3 m
hoher Strauch mit
dekorativen, dunkelgrünen,
lang am Strauch haftenden
Blättern.
Die cremeweißen Blüten
erscheinen von August bis
Oktober und sind jeweils zu
siebt im Blütenstand vereint.
Attraktiv sind auch die purpur
bis rot leuchtenden Früchte.
Bei sonnigem Standort und
gutem Gartenboden fällt die
Blüte üppiger aus.
Foto: Kraus
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Liriodendron tulipifera - Tulpenbaum
Der mit den Magnolien
verwandte große Baum
mit der
pyramidenförmigen
Krone wird bis über 30 m
hoch.
Die Blätter sind
sommergrün und haben
eine auffallende,
ungewöhnliche Blattform.
Es sieht aus, als sei die
Spitze abgeschnitten. Die
in Form und Größe an
Tulpen erinnernden
Blüten sind hellgelb.
Der Standort ist sonnig.
Auf zu trockenem Boden
nur geringes Wachstum.
Foto: Kraus
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Nothofagus antarctica - Südbuche
Foto: HSWT
Aus dem südlichsten
Südamerika kommt die
auch Scheinbuche
genannte Art.
Es sind meist
mehrstämmige
Sträucher oder kleine
Bäume mit
sommergrünen,
kleinen Blättern und
dekorativer
dunkelbraun bis
schwarzbrauner Rinde,
die mit hellen
Lentizellen besetzt ist.
Die goldgelbe
Herbstfärbung setzt
spät ein.
Der Standort sollte
sonnig und geschützt
sein.
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Ostrya carpinifolia - Hopfenbuche
Die Heimat dieses
mittelgroßen, bis 15 m hohen
Baumes ist der
Mittelmeerraum, doch auch
bei uns ist er ausreichend
winterhart.
Die sommergrünen Blätter
erinnern an Hainbuchenlaub
(Name). Sie färben sich im
Herbst gelb. Die Blüten sind
eher unscheinbar, dafür fallen
die an Hopfendolden
erinnernden Fruchtstände
umso mehr auf.
Der Standort sollte sonnig und
geschützt sein, die Ansprüche
an den Boden sind gering.
Foto: Wikipedia
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Parrotia persica - Eisenholzbaum
Foto: Wikipedia
Der Eisenholzbaum kann ein
großer Strauch oder kleiner
Baum werden und im Alter
6 bis 10 m Höhe erreichen.
In seiner Heimat in
Vorderasien und der
kaspischen Region wird er
noch höher.
Die Blüte vor dem
Laubaustrieb ist weniger
auffällig. Den größten
Zierwert hat er in seiner
gelb oder orangeroten bis
dunkelrotvioletten, lang
haltenden Herbstfärbung.
Der Standort sollte deshalb
möglichst sonnig sein und
der Boden nicht zu
kalkhaltig.
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Paulownia tomentosa - Blauglockenbaum
Mit rund 12 m ist die Paulownia ein
mittelhoher Baum, der in seiner
Heimat in China in klimatisch milden
Gegenden vorkommt. Bei uns ist die
Winterhärte nur an geschützten
Standorten ausreichend. Doch auch im
„Kälteloch“ Rosenheim wachsen einige
schöne Exemplare.
Die sommergrünen Blätter sind sehr
groß. Auffällig sind die in 20-30 cm
langen, aufrechten Rispen
angeordneten, violettblauen,
fingerhutförmigen Blüten.
Sonst ist der Blauglockenbaum
anspruchslos und erträgt auch
sommerliche Hitze und Trockenheit.
Bei zu guter Nährstoffversorgung reift
das Holz allerdings schlecht aus und
die Winterhärte leidet.
Foto: Kraus
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Photinia villosa - Glanzmispel
Aus dem fernen Osten
stammt dieser bis 3 m
hoch wachsende,
breitbuschige Strauch.
Das Dunkelgrün der
sommergrünen Blätter
geht in eine leuchtend
gelbe bis orangerote,
langanhaltende
Herbstfärbung über.
Der Standort sollte
sonnig bis halbschattig
sein. Die Ansprüche an
den Boden sind gering.
Die immergrünen Sorten
wie ‘Red Robin‘ mit ihrem
wunderbaren, leuchtend
roten Frühjahrsaustrieb
sind bei uns nicht
zuverlässig winterhart.
Foto: HSWT
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Pterocarya fraxinifolia - Flügelnuss
Die Art stammt aus dem
Kaukasus, wo sie in feuchten
Wäldern vorkommt. Der oft
mehrstämmige Baum trägt im
Alter eine schwarzgraue Borke
mit auffallend hellen
Längsfurchen.
Die sommergrünen,
gefiederten Blätter können bis
50 cm lang werden und färben
sich im Herbst auffallend gelb.
Besonderen Zierwert haben
auch die geflügelten
Nüsschen, die zu vielen wie an
einer Perlenkette aufgereiht
an bis zu 40 cm langen
Spindeln hängen.
An Standort und Boden stellt
der Baum keine Ansprüche.
Fotos: Wikipedia
Michelangelo
Arbeitsgruppe
Olleck
- IPS
IPS
4d 4c
4c
Carolin Bögel
–-IPS
Rhus typhina – Essigbaum,
Hirschkolben-Sumach
Foto: Kraus
Der große Strauch oder kleine
Baum, der im östlichen Nordamerika
beheimatet ist, wird bis 6 m hoch
und wächst meist mehrstämmig.
Durch Ausläuferbildung kann er sehr
breit werden und gilt als invasiver
Neophyt. Neuere Sorten wachsen
schwächer und bilden kaum
Ausläufer.
Die sommergrünen, gefiederten
Blätter sind bis 50 cm lang und
zeigen eine intensive Herbstfärbung
in orange bis feuerrot.
Die grünlichen Blüten stehen in
endständigen Rispen. Auffällig sind
die roten, kolbenartigen
Blütenstände, die den Winter über
am Baum bleiben. Die Früchte sind
sauer, aber nicht giftig.
Der Standort sollte sonnig und der
Boden durchlässig sein.
Michelangelo
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4d 4c
4c
Carolin Bögel
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Styrax spec. – Storax-Baum
Die baumartigen Sträucher
mit Höhen bis 6 m werden
auch japanischer
Schneeglöckchenbaum
genannt. Sie ähneln Ihren
amerikanischen Verwandten
der Gattung Halesia.
Die duftenden, weißen,
wachsartigen Blüten sind
allerdings größer und
hängen in großer Vielzahl
an den Zweigen.
Der geschützte Standort
sollte nicht in der prallen
Sonne liegen. Der humose
Boden sollte leicht sauer
sein.
Foto: Wikipedia
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Zelkova serrata - Zelkove
Bis 25 m hoch kann
dieser aus dem fernen
Osten stammende
sommergrüne Baum
werden.
Die an Ulmen
erinnernden Blätter
färben sich im Herbst
braungelb bis
leuchtend rot.
Der Standort sollte
sonnig sein. An den
Boden gibt es kaum
Ansprüche.
Foto: HSWT
Michelangelo
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Aktuelle weitere Informationen finden Sie unter:
www.LfL.bayern.de/ALB
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Rechte und Pflichten innerhalb der QZ
•
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Betroffenheit klären
Sind eigene Bäume bzw. Gehölze innerhalb der Quarantänezone?  Karte
Kontrollpflicht
Im Zeitraum von 01.04 - 31.10.:
Kontrolle im vier Wochen-Turnus alle Laubgehölze auf Befallssymptome
Im verbleibenden Zeitraum des Jahres:
insgesamt zwei-malige Kontrolle
Meldepflicht
Bei einem Verdacht auf ALB-Befall besteht eine unverzügliche Meldepflicht; am
besten wird ein aussagekräftiges Foto vom Fund unter Angabe von Name,
Fundort und Gehölzart
per Email an [email protected] gesendet oder
per Telefon unter der 08161/71-5730 (Hotline) gemeldet.
Verbringung von Laubholz
Eine Verbringung von Laubholz (auch Brennholz), Laubholzschnitt und
Laubbäumen aus der Quarantänezone ist ohne eine Kontrolle seitens der LfL
nicht erlaubt!
Michelangelo
Arbeitsgruppe
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Anordnungsbescheid der LfL – Seite 2
Bescheid von LfL-IPS
Erläuterungen
zum möglichen Zwangsgeld
Fristsetzung
zum Fällen und Verbrennen
der befallenen und
befallsverdächtigen
Laubgehölze
(in Bayern derzeit 8
Hauptwirtsgehölze)
Anzeigepflicht bei der LfL
mind. 3 Tage vor Beginn der
Durchführung;
kann entfallen, wenn Übertragung an die Gde. Neubiberg!
Michelangelo
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Anordnungsbescheid der LfL – Seiten 6-7
Bescheid von LfL-IPS
Hinweise zu:
•
•
Erläuterungen zum möglichen
Bußgeld bei Zuwiderhandlung
•
Beachtung der naturschutzrechtlichen Vorgaben
(Allgemeinverfügung der ROB)
Pflanzenschutzgesetz
(Bundesgesetz) hat Vorrang vor
dem Bebauungsplan der Gde.
Neubiberg. Befreiung daher
nicht nötig. Nachpflanzen
innerhalb von 4 Jahren bei
erhaltenswerten Bäume
erforderlich.
Einverständniserklärung
gegenüber Gde. Neubiberg
Michelangelo
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