Viel Geld, wenig Beachtung - Heftarchiv

Werbung
Foto: Fotolia / K.U. Häßler
AUSGABE 11/13 27. MAI 2013
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43205
Online-Werbung I E-Commerce I Technik
€ 4,50 | Fr. 9,00
www.internetworld.de
ALLE 14 TAGE TOPAKTUELL
Kleingeld ist
auch was wert
Geld, Know-how
und Kontakte
„Digitale in
den Lead“
Payment-Systeme für
geringe Beträge
S. 21
Wie Konzerne Gründern unter
die Arme greifen
S. 6
Andreas Herde, UDG
United Digital Group
Zusammen gegen
Amazon
S. 46
Verbundgruppen bieten
Mittelständlern Chancen im Web
S. 26
Viel Geld, wenig Beachtung
Foto: Fotolia / Bernd Ege
Innerhalb nur eines Jahres hat das GoogleBetriebssystem Android seinen Marktanteil in Deutschland um zwei Drittel gesteigert: Mehr als jedes zweite Smartphone läuft bereits unter Android. Apple
iOS konnte seinen Marktanteil nahezu
konstant halten, während alle anderen
Smartphone-Betriebssysteme in Deutschland
Android
Dez 11
Dez 12
33,6 %
53,4 %
iOS
22,2 %
21,8 %
Symbian
14,9 %
28,4 %
Microsoft
7,9 %
5,8 %
Marktanteile
in Prozent
Quelle: Comscore
© INTERNET WORLD Business 11/13
Die „Silver Surfer“ sind eine wichtige Zielgruppe – die oft nicht richtig angesprochen wird
ie Generation 50 plus ist
ein wichtiger Wachstumstreiber für den Online-Tourismus. 35 Prozent aller Nutzer,
die ihren Urlaub im Internet
buchen, sind laut der OnlineAgentur LBi Germany 50 Jahre
oder älter. Knapp die Hälfte davon ist bereit, „eher mehr“ Geld
für Reisen auszugeben. „Es gibt
jedoch für diese hoch spannende
Zielgruppe kaum eigens zugeschnittene Inspiration und
Information bei der Reiseplanung“, kritisiert Jan Borgwald,
Client Director bei LBi Germany. Gerade wenig erfahrene
Webuser frustriere dies.
Andere Bedürfnisse
Alternativen abstürzten. Bei Symbian ist
das leicht zu erklären, es gilt als eingestellt. Doch Microsoft und RIM / Blackberry bleiben trotz großen Marketingaufwands weit zurück. fk
Dass Konsumenten über 50
andere Bedürfnisse beim Online-Kauf haben als die jüngeren User, ermittelte auch das
E-Commerce Center Köln im
Rahmen seiner „Erfolgsfakto-
Magischer Einkaufszettel
Die US-Supermarktkette Wal-Mart plant
derzeit eine automatisierte Einkaufsliste,
die Nutzer der Wal-Mart-App auf ihr
Smartphone geschickt bekommen. Sie
soll nach dem bisher erfassten Einkaufsverhalten des Kunden individuell für ihn
zusammengestellt werden. fk
INTERNET WORLD BUSINESS GUIDE
Mobile Internet 2013
Worauf kommt es bei der Umsetzung
einer Mobile-Strategie für den Online
Shop an? Wie findet man die richtigen
Partner und Dienstleister? Antworten
auf diese Fragen und
mehr liefert der
MOBILE
INTERNET WORLD
INTERNE
2013
T
Business Guide
„Mobile Internet
2013“. Ihr Gratisexemplar liegt dieser
Ausgabe bei. red
WORLD
Business
Guide
Mit Firm
enportraits
Seite 29
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aller Online-Touristen
sind 50 Jahre und älter
Konsumenten 50 plus verfügen über ein hohes Durchschnittseinkommen und freie Zeit für Online Shopping
ren-Studie“. Demnach legen
ältere Nutzer mehr Wert auf
ausführliche
Informationen
und guten Service, während
jüngeren Online Shoppern
Themen wie Gestaltung der
Website oder Optimierung für
Neuer Google-Chef
WAL-MART
INTERNET
35 %
D
Foto: Fotolia / Amanda Perkins
Android nicht aufzuhalten
V
on Zanox zu
Netzwerks Zanox.
Google: Philipp
Zuvor war er zehn
Justus wird neuer
Jahre für eBay tätig,
Managing Director
erst für das DeutschSales and Operaland-, später für das
tions von Google in
Europageschäft und
Deutschland, Österab 2006 für den weltreich und in der
weiten Marktplatz
Schweiz (DACH).
zuständig. 2008 wurEr löst damit Alasde er dann Senior
tair Bruce ab, der Ab Juni bei Google
Vice President Gloseit Anfang 2013 in- DACH: Philipp Justus
bal Markets bei der
terimistisch die LeieBay-Tochter Paypal.
tung innehatte und auch zuJustus löst Stefan Tweraser ab,
künftig eine leitende Rolle bei der im Januar von seinem PosGoogle übernehmen soll.
ten bei Google freigestellt wurDer 43-jährige Justus, der 2006 de und im Februar ausschied.
vom World Economic Forum Ihm waren Untreuevorwürfe
zum „Young Global Leader“ ge- im Zusammenhang mit dem
wählt wurde, führte von März Abgang von seinem früheren
2010 bis Februar 2013 als CEO Posten bei Telekom Austria zur
■
die Geschäfte des Performance- Last gelegt worden. fk
mobile Endgeräte wichtiger
sind. Die Studie ergab auch,
dass über 50-jährige Käufer eine
deutlich höhere Weiterempfehlungsbereitschaft aufweisen.
Immer mehr Web-Händler
erkennen diese Zielgruppe als
potenzielle Kunden. Dabei
scheitern viele noch an der richtigen Ansprache. Worauf Senioren beim Online Shopping Wert
legen – und was Shop-Betreiber
unbedingt vermeiden sollten –,
■
lesen Sie ab Seite 24. tdz
ZAW: Online über 1 Mrd.
D
er Nettoumsatz der OnlineWerbung in Deutschland
hat 2012 mit 1.079 Millionen
Euro erstmals die MilliardenMarke überschritten und gegenüber dem Vorjahr um neun
Prozent zugelegt. Das meldet der
Zentralverband der deutschen
Werbewirtschaft (ZAW). Insgesamt beziffert der ZAW die
Netto-Werbeeinnahmen 2012
auf 18,4 Milliarden Euro, 3,2
Prozent weniger als im Vorjahr.
Während TV-Werbung um 1,5
Prozent wuchs, verzeichnete
■
Print deutliche Verluste. fk
Neue Mediengesellschaft Ulm mbH, PF 201552, 80015 München
Postvertriebsstück, DPAG, Entgelt bezahlt
MOBILE INTERNET
2
AKTUELL
Internet World BUSINESS
27. Mai 2013
Die Google Show
In eigener Sache
ecommerce conference,
Online Marketing Forum und
Online B2B Conference
Auf der Entwicklerkonferenz I/O zeigt der Suchmaschinenkonzern Zukunftsvisionen
Im Juni und Juli 2013 geht die Konferenz-Saison der Neuen Mediengesellschaft weiter:
■ Die ecommerce conference bietet
Erfolgstipps für Ihren Online Shop.
Die Termine sind 4. Juni in Hamburg, 10.
Juni in Düsseldorf, 18. Juni in Frankfurt
und 2. Juli in München. Rabatt-Code für
unsere Leser: ecom13iwb
■ Das Online Marketing Forum zeigt die
Trends im Online Marketing. Die Roadshow
macht am 5. Juni in Hamburg, am 11. Juni
in Düsseldorf, am 19. Juni in Frankfurt und
am 3. Juli in München Station. Rabatt-Code
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■ Die Online B2B Conference ist die Konferenz zu den wichtigsten Online-Marketing-Strategien in B2B-Unternehmen.
Termin: 4. Juli in München. Rabatt-Code
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Weitere Informationen zu den Themen,
den Preisen sowie Anmeldung unter:
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■ www.onlinemarketingforum.de
■ www.online-business-conference.de
S
ie war das angesagteste Accessoire auf
der Entwicklerkonferenz Google I/O in
San Francisco, doch sie spielte nicht die
Hauptrolle: die 1.500-Dollar-Datenbrille
Google Glass. Zwar zeigte ein Google-Entwickler einen Prototyp zur Anpassung an
optische Brillen mit geschliffenen Gläsern,
ansonsten jedoch hielt sich der Konzern
mit Hardware-Ankündigungen
auffällig zurück. Erwähnt wurde
nur noch der Marktstart einer
Nexus-Version des High-EndSmartphones Samsung S4.
Dafür gab es im Moscone
Center West ein Feuerwerk von
Software-Innovationen,
eine
Reihe von ihnen sollen entweder den Google-Vorsprung auf
bestimmten Gebieten zementieren oder die Herausforderungen
der Konkurrenz parieren. Letzteres dürfte auf Google Anywhere zutreffen, einen Musik-Streaming-Dienst, der
sicherlich nicht zufällig genauso viel kostet
wie ein Spotify-Abo. Die Sucherweiterung
Google Now, die ihrem Nutzer in Abhängigkeit von Aufenthaltsort und Interessen
Vorschläge macht, soll in Kürze nicht nur
auf neuen Android-Handys zur Verfügung stehen, sondern auch auf anderen
Endgeräten. Google+, das trotz fulminanter Wachstumsraten neben Facebook noch
ein Schattendasein führt, wird mit einem
frischen Layout aufgewertet. Dazu kommt
ein neuer Foto-Service, der die Schnapp-
Know-how aus erster Hand: InternetFachkonferenzen im Juni und Juli 2013
Interessante Kombi: Datenbrille
Glass und das neue Google Maps
schüsse seiner Nutzer automatisch sortiert
und darüber hinaus die Bildqualität optimiert. Hier sind die Konkurrenten nicht
nur Pinterest, sondern auch das aufgebohrte Flickr. Und mit erweiterten Funktionen soll die Videochat-Plattform Hangouts gegen Skype Punkte machen.
Ein gutes Stück in die Zukunft weisen
Konzepte zur sprachbasierten Suche und
ein neuer Standard für Internet Videos –
zwei Entwicklungen, die ihr Potenzial
wohl erst in Verbindung mit neuen Endgeräten wie der schon erwähnten Datenbrille Glass beweisen werden.
INTERNET WORLD Business 11/2013
Zalando.ch ist Champion 2013
TRENDS & STRATEGIEN
Die Sieger des „Swiss E-Commerce Award“
E-Books bringen die Wende
Buch.de und Thalia liefern bessere Zahlen –
auch weil der E-Book-Absatz wächst
4
Schneller mobil werben
Addapptr beschleunigt und optimiert die
Werbevermarktung von Mobile Apps
5
Kapital, Know-how und Kontakte
Anfangs initiierten Internet-Gründer selbst neue
Start-ups, jetzt mischen auch Konzerne mit
6
Serie: Big Data (Teil 2)
Der Nutzen der Datenanalyse für den E-Commerce 8
Wofür Leser zahlen wollen
Lesegewohnheiten und Zahlungsbereitschaft
der Nutzer von Offline- und Online-Medien
10
MARKETING & WERBUNG
Zehn Sekunden bis zum Abbruch
Studie: Nutzung von Bewegtbildwerbung
Nicht jeder schreit gleich
Zalandos E-Mail-Kampagne hat ihre Tücken
12
Heimservice als Heilsbringer
Noch fristen Versandapotheken ein Schattendasein.
20
Neue Vertriebskonzepte könnten hier helfen
SPECIAL: MICROPAYMENT
Bühne frei für „Lousy Pennies“: Anbieter
virtueller Güter sind auf die Abrechnung
von Kleinbeträgen angewiesen
21
Anspruchsvolle Zielgruppe
Senioren sind im Internet stark vertreten und
kaufkräftig. Das erkennt auch der Web-Handel
Mobile zuerst – aber mit wem?
Patrick Cuesta,
Marken und Hersteller, die jetzt ins mobile
Internet wollen, müssen sich beeilen
Country Manager Frankreich bei
Defshop, weiß, dass die Technik den
Menschen nicht ersetzen kann
15
24
Einer für alle – alle für einen
Für Verbundgruppen eine E-Commerce-Strategie
zu entwickeln ist eine Herkulesaufgabe
26
Das Münchner Start-up Foodiesquare will die
Deutschen mehr Lebensmittelkultur lehren
13
14
Klamottenhändler Defshop lässt seine Adwords15
Kampagnentexte von einem Tool errechnen
E-COMMERCE
Social Media spielt keine Rolle beim Kaufentscheid 18
Unabhängig von der rechtlichen Bewertung
kann ein Imageschaden drohen
MENSCHEN & KARRIERE
28
29
30
Schnappschüsse für Facebook
Fan-Generierungs-Tool: Picbuzzer schießt Bilder und
lädt sie automatisch ins Social Network
31
Der sechste Sinn
Andreas Gebauer,
Coma will anders sein – langsames Wachstum
soll die gute Arbeitsatmosphäre erhalten
39
SZENE
44
MEINUNG
Die Technologie für E-Sense Displays ist da, aber
ein fühlendes iPad ist noch nicht in Sicht. Oder? 32
Mitgründer von Foodiesquare,
sieht noch Nachholbedarf bei der
Lebensmittelkultur in Deutschland 28
René Körting,
Gastkommentar: Digitale sollen führen
Wer das Web-Geschäft nur als Anhängsel
zum klassischen Vertrieb sieht, wird verlieren
Chefredakteur Stiftung Warentest,
will die verschiedenen Zielgruppen
möglichst bedarfsgerecht bedienen 21
Sammy Gebele,
Bamberg: Rakuten Expo 2013
46
Managing Director Exelution,
spricht Medikamenten einen
hohen emotionalen Benefit ab
20
Tanja Kufner,
RUBRIKEN
TOOLS & TECHNIK
Yieldlab gewinnt Heise
Verlag wählt Yieldlab für den automatisierten
Echtzeithandel seines Display-Inventars
34
Hier bin ich Mensch ...
Der Online-Marktplatz präsentierte seinen
Gästen einen Tag voller Abwechslung
Recht: Fan-Kauf bei Facebook?
Die SEA-Automatik
Nichts als heiße Luft
19
Seinen Vorsprung vor der Konkurrenz
zementieren dürfte Google mit dem runderneuerten Kartenservice Maps. Er blendet jetzt nicht nur Verkehrsinfos in Echtzeit ein, sondern empfiehlt automatisch
Alternativrouten. Suchergebnisse werden
direkt auf der Karte angezeigt, und zwar
insgesamt umfang- und zahlreicher als
bisher. Start: noch vor dem Sommer.
Für viele Nutzer war Google Maps einst
der Hauptgrund, ihr Handy gegen ein
Smartphone einzutauschen. Das neue
Maps könnte vielleicht sogar den Wunsch
■
nach Google Glass wecken. fk
Meinungen in diesem Heft
Wider das Banausentum
Abrechnung nach Sichtbarkeit
Neue Technologielösung von Adconion Direct
misst die Visibility von Online-Werbung
11/13
Topkampagne: Nutzer-Stories von Olympus
16
Etats Marketing & Werbung
16
Direktorin der Wayra Academy,
legt Wert auf einen funktionierenden
Businessplan bei neuen Start-ups
7
Rechtstipp: Frist für Vertragsannahme
29
Jan-Thomas Metge,
Techniktipp: Reporting von Ad Impressions
30
Etats Tools & Technik
31
Dienstleisterverzeichnis
35
Geschäftsführer Intersport Multichannel, benötigte ein Konzept, um
Online Traffic in Filialen zu lenken 26
Denis Richard,
Menschen & Karriere
40
Impressum
40
Director bei Scholz & Volkmer, ist
sich sicher, dass Nutzer nach mehr
„Gefühl“ bei Gadgets lechzen
32
Stellenmarkt
42
Joachim Stalph,
Termine
44
Gehört / Feedback
46
Consultant bei Elaboratum, weiß,
dass Senioren bei Web-Problemen
den Fehler zunächst bei sich suchen 24
AKTUELL
3
Keine Macht den Adblockern?
News-Portale wollen von ihren Lesern den Verzicht auf Werbeunterdrücker
chalten Sie bitte den Adblocker ab!“, appelliert
Spiegel Online derzeit an die Leser seines
News-Portals – und auch Faz.net, Golem.de, RP
Online, Süddeutsche.de und Zeit Online wollen
mit unterschiedlich prominenten Hinweisen auf
ihren Homepages einen Mentalitätswechsel der
Nutzer beim Gebrauch populärer Werbeunterdrücker herbeiführen. Denn: Die Programme, die
den Internet-Surfer vor lästigen Pop-ups und
bunten Blink-Bannern „schützen“, haben sich für
Publisher als ernsthaftes Problem entpuppt: Bei
rund 25 Prozent aller Seitenaufrufe im Netz verhindert entsprechende Software, dass Werbung
ausgeliefert wird. Aus Sicht von Spiegel Online,
Faz.net und Co. heißt das allerdings: Adblocker
gefährden die Einnahmequellen der NachrichtenWebseiten, die sich schließlich weitgehend über
Werbung finanzieren.
Klasse statt Masse
Adblock Plus, Anbieter solcher Anti-Werbeauslieferungs-Software, begrüßt es indes erwartungsgemäß, dass die Nachrichten-Websites mit ihrer
Kampagne Aufmerksamkeit auf das Thema UserZufriedenheit mit Online-Werbung lenken. Aber,
erklärt Mitgründer Till Faida, sein Unternehmen
sei sich auch vollkommen bewusst, dass Qualitätsjournalismus durch Werbung finanziert wird.
Unaufdringlich gestaltete Ads würden deswegen
in den Standardeinstellungen des Werbeblockers
auch nicht blockiert. Für Faida ist es notwendig,
eine neue Art von Online-Werbung zu etablieren,
aber „die Online-Werbeindustrie ist leider zu einem großen Teil noch nicht innovationsfreudig
genug, um sich auf Alternativen zu blinkenden
Bannern einzulassen.“
Klarer nennt Jan Oetjen, Vorstand United Internet Media (Web.de, Gmx.de, 1&1), die Dinge
beim Namen: „Adblocker sind ein Thema der
Qualität von Media und Werbung.“ Schließlich
Weg mit den Adblockern fordern die
Verlage, Schluss mit
lästiger Pop-up-Werbung die User. Fakt
ist: Online-Werbung
braucht mehr Qualität
sei viel zu viel schrille und nicht
ausgesteuerte Werbung unterwegs – und insofern der
Erfolg der Adblocker nicht
verwunderlich. Oetjen fordert mehr Qualität in Form
von „hochwertigen Werbemitteln und wirkungsstarken
Kreationen in Kombination
mit Relevanz erhöhendem Targeting und den Werbedruck reduzierender, übergreifender Kontaktdosierung“. Dies erfordere ein
entsprechendes Umdenken aller Beteiligten und
konzertierte Bemühungen der gesamten Branche.
Oetjen: „An diesen Themen arbeiten wir bereits
seit Jahren – jetzt auch gemeinsam mit Partnern
im Rahmen der 4Q Initiative.“
Auch Microsoft hat sich eine Art freiwillige
Selbstkontrolle auferlegt, um die Webuser nicht
mit störender Werbung zu belästigen und somit
Reaktanzen hervorzurufen. Denn Fakt ist auch:
Eine Site, die den User zum Beispiel mit den Content überlagernden Ads nervt, wird von diesem
bald gemieden werden. Oder wie Markus Frank,
Director Advertising und Online bei Microsoft
Advertising, sagt: „Die User sollen gar nicht erst
auf die Idee kommen, einen Adblocker installieren zu wollen – denn dann hätten wir schon was
■
falsch gemacht.“ sg/häb
Simon Köpp,
Sales Director Deutschland
Adform, Hamburg
Till Faida,
Geschäftsführer Adblock Plus,
Köln
„Der Blick auf so manche Webseite vermittelt den Eindruck,
dass Vermarkter hier nach dem
Motto ‚Masse statt Klasse’
Inventar befüllen. Da ist es kaum verwunderlich,
dass viele Nutzer zum Werbeblocker greifen. Der
Aufruf der Nachrichtenportale an ihre Leser, die
Adblocker zu deaktivieren, zeugt von Ignoranz.
Verlage haben versucht, die sinkenden TKPs mit
mehr Platzierungen auszugleichen, statt an die
Ursachen für Werbeverdruss zu gehen.“
„Die Online-Werbeindustrie ist
leider zu einem großen Teil
noch nicht innovationsfreudig
genug, um sich auf Alternativen zu blinkenden Bannern einzulassen.
Der Grund ist, dass viele das Internet nicht
verstanden haben und einfach das Konzept der
TV-Werbung – maximale Aufmerksamkeit erzeugen – kopieren. Das Internet aber ist ein demokratisches Medium, Nutzer lassen sich hier nichts
aufzwingen.“
Markus Frank,
Director Advertising & Online
Microsoft Advertising, München
Jan Oetjen,
Vorstand United Internet Media,
München
„Die Zufriedenheit der User ist
ein hohes und sensibles Gut.
Entsprechend tun wir alles, um
Reaktanzen auf Werbung und
letztendlich auf unsere Angebote zu vermeiden.
In Windows 8 gibt es keine Unterbrecherwerbung, sondern Werbung ist ‚sanft‘ in den Sites
integriert. Es gibt maximal ein Ad pro Site, es ist
immer im sichtbaren Bereich und darf den Content
nie überlagern. Die User sollen gar nicht auf die
Idee kommen, einen Adblocker zu installieren.“
„Adblocker sind ein Thema der
Qualität von Media und Werbung. Wer schrille Standardwerbemittel nach dem Prinzip
‚Viel hilft viel‘ zu Lowest-Cost-Konditionen ohne
Zielgruppenaussteuerung verbreitet oder mit
aggressiven Werbeformen den Weg durchs Netz
versperrt, muss sich über die Verbreitung von Adblockern wenig wundern. Die richtige Antwort
darauf kann nur die Förderung von Werbeakzeptanz durch mehr nutzerorientierte Qualität sein.“
Foto: Fotolia / Diedel
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TRENDS & STRATEGIEN
Internet World BUSINESS
GROUPON.COM
International schwach
Nach dem Rausschmiss von Gründer
Andrew Mason 2012 wächst der CouponAnbieter Groupon zwar wieder, im ersten
Quartal legte der Umsatz um rund sieben
Prozent zu, doch das internationale Geschäft schwächelt: Käufer beklagen zu
lange Wartezeiten bei der Einlösung von
Gutscheinen, Unternehmen schlechten
Service. Folge: Groupon verlor im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 18 Prozent
oder 59 Millionen US-Dollar Umsatz im
internationalen Geschäft. Das Unternehmen
soll laut Gründerszene nun die Reißleine
ziehen: Am deutschen Standort in Berlin
wird die Marketingabteilung geschlossen
und nach Dublin verlagert. Von der Maßnahme sind 100 Mitarbeiter betroffen. vs
NUMBRS.COM
Millionen für mobile Bank
Numbrs sicherte sich eine Finanzspritze
von rund sechs Millionen Euro. Das Startup aus Zug (CH) bietet eine App fürs mobile Banking, die nicht nur übersichtlich
gestaltet ist und die Überweisungsfunktionen vereinfacht. Mit Numbrs können User
ihre Geldflüsse regelmäßig kontrollieren
und so ihren Kontostand besser im Blick
haben. Numbrs kooperiert mit 3.500 Banken und wurde von Julien Arnold, einst
Manager bei Rocket Internet und Neuhaus
Partners, Dennis Just, Mitgründer von Deindeal.ch, und Johannes Hübner gegründet.
Das Kapital kommt vom Inkubator Centralway und fließt in die Expansion. vs
Buch.de und Thalia liefern bessere Zahlen als zuletzt – auch weil der E-Book-Absatz wächst
N
jahres ist, brachen die Umsätze um
ach einem desaströsen Weih18 Prozent ein, bis März konnten
nachtsgeschäft wähnen sich
die Verluste wenigstens teilweise
die Buchhändler Thalia und
wieder ausgeglichen werden. „Als
Buch.de wieder auf der ErfolgsZugpferd erwies sich das Geschäft
spur. Beide Unternehmen legten
mit den E-Books“, lässt Buch.de
ihre Halbjahreszahlen vor. Danach
wissen. Außerdem floss mehr Geld
setzte Buch.de rund 52 Millionen,
in Werbung.
Thalia 512 Millionen Euro um.
Die Hoffnungen von Thalia wie
Thalia hält 79 Prozent an der börauch Buch.de ruhen jetzt auf dem
sennotierten Buch.de InternetE-Reader Tolino, der Anfang
stores AG, die die Online Shops
März auf den Markt kam und
von Thalia in Deutschland und
gemeinsam mit den KonkurrenÖsterreich verantwortet.
ten von Weltbild und Hugendubel
Beide Unternehmen korrigieren
entwickelt wurde. Günstige Readerzeit die Strategiefehler der verder steigerten 2012 den Absatz von
gangenen Jahre: Thalia trennte
E-Books um 125 Prozent. Dieses
sich zuletzt von insgesamt zwölf
Wachstum soll sich nun dank
Filialen, rund 8.000 Quadratmetern Elektronische Lektüre: Der Tolino lässt die Kassen klingeln
Tolino stabilisieren. Allerdings
Ladenfläche, und will weitere drei
schließen. Buch.de sucht indes fieberhaft Konzern fehlt eine erkennbare Positionie- liegt Amazon beim Verkauf von elektronieine Strategie gegen die Übermacht von rung. Im Weihnachtsgeschäft 2012, das bei scher Lektüre schon sehr weit vor seinen
■
Amazon. Im Wettbewerb mit dem US- Buch.de das erste Quartal des Geschäfts- deutschen Konkurrenten. vs
Raus aus dem Keller
Übermacht Amazon
Aktienkurs von Buch.de Internetstores
€
10,00
9,00
VERSUSIO.COM
7,00
Produkte vergleichen
6,00
5,00
Mai 2012
Auf zehn Milliarden US-Dollar könnte in
diesem Jahr der Web-Umsatz von Handelsriese Wal-Mart wachsen. Das schätzen
Branchenkenner. Zum Vergleich: Amazon
wies 2012 mehr als 60 Milliarden Dollar
Umsatz aus. Bisher veröffentlicht Wal-Mart
keine E-Commerce-Zahlen, forciert aber
seit 2012 sein Online-Engagement. Gerade
verleibte sich der weltgrößte Händler den
Software-Entwickler Tastylabs sowie das
Start-up Oneops.com ein, das Cloudbasierte Logistik-Services entwickelt. vs
Mai 2013
Nach Verlusten straften Aktionäre Buch.de ab. Das
E-Book-Geschäft beflügelt den Kurs wieder
© INTERNET WORLD Business 11/13
Quelle: Comdirect
Erstmals bezifferte Amazon sein DeutschlandGeschäft: 8,7 Milliarden US-Dollar (ca. 6,75 Euro)
will der Händler 2012 umgesetzt haben. Zwar
wies er die Erlöse mit Büchern und E-Books nicht
eigens aus, Kenner schließen aus den Zahlen
aber, dass diese etwa 1,6 bis 1,8 Milliarden Euro
erreichen. Das wären 74 Prozent am gesamten
deutschen Buchmarkt, der 2012 rund 2,2 Milliarden Euro erreichte. Amazon liegt also weit vor
den Branchengrößen Weltbild-Hugendubel oder
Thalia. Das gilt ebenso für den Wachstumsmarkt
E-Books: Seit Aufkommen der günstigen Reader
boomt das Geschäft. 2012 wurden mit E-Books
rund 106 Millionen Euro umgesetzt: 41 Prozent
des Markts sind bereits in Amazons Hand.
BIW-Bank weitet Kesh aus
Die Mobile-Payment-Lösung soll deutschlandweit verfügbar werden
WAL-MART
E-Commerce-Offensive
11/13
E-Books bringen die Wende
8,00
Die Vergleichsplattform Versusio hat sich
fast drei Millionen Euro von unterschiedlichen Investoren gesichert. Versusio.com
vergleicht optisch opulent designed zwei
Produkte einer Kategorie miteinander, unter anderem Städte, Smartphones, E-Reader und weitere Elektronik. Das Kapital
will Gründer Ramin G. Far in die Funktionalität der Plattform investieren. Versusio
erreicht rund 2,2 Millionen Besuche pro
Monat, die Zahl der Vergleiche wuchs seit
dem Start 2011 auf 25 Millionen. vs
27. Mai 2013
Foto: Buch.de
4
N
ach einem ersten Versuch im nordrhein-westfälischen Willich (vergleiche Ausgabe 10/13, Seite 31) will die Bank
für Investments und Wertpapiere (BIW)
ihr mobiles Payment-System „Kesh“ nun
deutschlandweit anbieten. „Wir haben große
Pläne mit Kesh“, erklärt Björn Jüngerkes,
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■
Gründung 2005 in Willich. Standorte:
Frankfurt/M., Ochtendung, Wien, Zwickau
■
2007 übernimmt die BIW den auf Banken
spezialisierten IT-Dienstleister Xcom
■
Die BIW betreut 145.000 Kunden, 175.000
Konten und Anlagen in Höhe von 3 Mrd. €
■
Mitarbeiter: 116
■
Internet: www.biw-bank.de
der die Geschäftsentwicklung der OnlineBank leitet. „Das Thema Windows Shopping ist spannend für
uns.“ Dabei bestellen
User per Smartphones
Dienstleistungen und
Waren, von denen sie
in Schaufenstern oder
auf Werbung mobile
Codes entdecken.
Die 2005 gegründe- Kesh: Mobiles
te BIW, Spezialist für Payment-System
Wertpapierhandel, ist von einer Bank,
die erste Bank, die eine von der BIW
derartige Payment-Lösung startet. Wenn es um die Online- oder
Mobile-Bezahlung geht, sind Banken eher
passiv. Weil sie an jeder Transaktion mitverdienen, überlassen sie technische Entwicklungen und Geschäfte Dritten. An der
Kesh-Entwicklung mit beteiligt war Xcom,
Entwickler von Soft- und Hardware. vs ■
Amazon führt im neuen Markt
Anteile am deutschen E-Book-Markt 2012
41 %
Amazon
Thalia/Buch.de
14 %
Weltbild
13 %
iTunes
Buecher.de
Ebook.de/Libri
10 %
5%
4%
Quelle: GfK 2012
Twitter gewinnt
Jugendliche
T
witter wird bei US-amerikanischen
Jugendlichen immer beliebter. Inzwischen nutzt bereits jeder vierte Teenager
(24 Prozent) den Kurznachrichtendienst.
2011 waren es erst 16 Prozent. Ein typischer jugendlicher Twitter-Nutzer hat im
Schnitt 79 Follower. Das hat eine repräsentative Studie des Pew Research Center unter 802 amerikanischen Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren ergeben. Während
der Telefoninterviews für „Teens, Social
Media and Privacy“ wurden sowohl die Eltern als auch die Kinder zu ihren digitalen
Nutzungsgewohnheiten befragt.
Acht von zehn US-Jugendlichen haben
ein Facebook-Profil. Ein typischer Teenager hat auf Facebook 300 Freunde. Die
Mehrheit (60 Prozent) erlaubt nur Freunden Zugang zum Profil. Die Teenager machen sich keine großen Gedanken darüber, ob Dritte auf ihre Daten zugreifen.
Und Werbepraktiken werden ganz unterschiedlich wahrgenommen: mit Ignoranz,
mit Gleichgültigkeit oder als Störung. is ■
11/13
TRENDS & STRATEGIEN
27. Mai 2013
Internet World BUSINESS
Schneller mobil werben
Eine gute Idee für
einen (mobilen)
Service, eine praktische Technik oder der
Web-basierte Helfer im Internet-Alltag:
Die Innovationskraft im Internet ist ungebrochen. Deshalb stellt INTERNET WORLD
Business regelmäßig junge Unternehmen
und ihre Angebote vor. Alle Beiträge dieser
Serie finden Sie online auf www.internetworld.de unter dem Webcode 0802024.
Addapptr beschleunigt und optimiert die Werbevermarktung von Apps für mobile Geräte
U
m bis zu 70 Prozent soll laut Schätzungen 2012 das Aufkommen mobiler Werbung im Vergleich zu 2011 wachsen. Zu beobachten ist, dass sich Markt
und Techniken gerade professionalisieren.
Addapptr etwa bündelt als eine der ersten
Supply-Side-Plattformen das Inventar von
15 mobilen Werbenetzwerken. „Wir optimieren Werbeeinnahmen in Apps und
blenden jeweils die Kampagnen ein, für
die am meisten bezahlt wird“, so Patrick
Kollmann, der Addapptr mit Alexander
von der Geest startete: Zunächst war das
Tool für den eigenen Bedarf gedacht.
■
Addapptr entsteht im September 2012
bei Intent Software in Hamburg
■
Die Supply-Side-Plattform bietet einen
Link zu mobilen Werbenetzwerken und
wird zu 15 Prozent an den generierten
Werbeumsätzen beteiligt
■
Mitarbeiter: 7
■
Finanzierung: Business Angel, Gründer
■
Internet: www.addapptr.com
Addapptr eröffnet den
Zugang zu allen mobilen Werbenetzen
Kollmann (li)
und von der
Geest: Hilfe
beim Vermarkten von Apps
Seit zehn Jahren entwickeln die Gründer
bereits Spiele-Apps: „Zuerst verkauften
wir sie, vor zwei, drei Jahren boten wir
eine kostenlose an, um Werbevermarktung auszuprobieren“, erzählt Kollmann.
„Wir erreichten so schneller viel mehr
Nutzer und generierten mehr Einnahmen.“ Doch die Zusammenarbeit mit
Netzwerken wie iAd Network, Apprupt,
Madvertise oder Smartclip
war umständlich – denn
nicht jedes Netz hatte gut
bezahlte Anzeigen in seinem Inventar.
Also sammelten Kollmann und von der Geest die
Software Development Kits
(SKD) der Plattformen, mit
denen diese Werbung in
Apps einfließen lassen, harmonisierten die Programme und
entwickelten auf diese Weise das
Werkzeug, das mit einem Klick
den Zugriff auf das Inventar aller
Netze sowie eine Auswahl erlaubt.
Die Inhouse-Lösung sprach
sich unter App-Entwicklern herum, die
Spiele-Spezialisten erschlossen sich mit
Addapptr eine Einnahmequelle. Für die
Nutzung von Addapptr erhalten sie eine
Beteiligung an den Werbeeinnahmen.
Addapptr beschäftigt erste Angestellte,
zog Investoren an und kann vom wachsenden Interesse an mobiler Werbung
■
profitieren. vs
Reparieren und
verbessern
V
iel ist zurzeit die Rede von der
„geplanten Obsoleszenz“, von der
Strategie, Gebrauchsgüter und Geräte so
zu bauen, dass sie nach wenigen Jahren
kaputt und nicht mehr zu gebrauchen
■
Swaki startet im Mai 2012 und ist ein
Angebot der Drupaldise UG Hamburg
■
Das Start-up betreibt die Community
und das Infoportal Swaki.de rund um
Reparaturen, generiert aber noch keine
Einnahmen
■
Finanzierung: Gründer
■
Internet: www.swaki.de
Erotisches neu serviert
Die Lust auf Erotik wächst – Amorelie bietet Frauen und Paaren Spielereien für den Sex
F
ilme wie „Sex in the City“ und Romane
wie „50 Shades of Grey“ zeigen: Im
Liebesleben hat sich viel getan. Inzwischen interessieren sich mehr Frauen für
Erotisches und Paare probieren Sexspielzeug aus, um ihrer Lust Schwung zu verleihen. Das verändert den Handel: „Es
gab keinen Laden, in dem ich mich als
Frau wohlfühlte oder abgeholt fühlte“,
stellt Lea-Sophie Cramer fest. Zusammen mit Sebastian Pollok hat die 26-Jährige Amorelie gestartet, einen ErotikShop der neuen Generation. „Wir haben
ein anderes Sortiment als Beate Uhse“,
grenzt Cramer Amorelie von Bekanntem
Amorelie.de setzt aufs Internet, um Lust zu
machen auf Erotik und Liebesspiele
ab. „Wir führen keine Fetische, eine SadoMaso-Sparte fehlt, dafür gibt’s schöne
Wäsche, Design und viel Spielzeug.“
Rund 500 Millionen Euro werden zurzeit im Jahr für Reizwäsche und Sexspielzeug in Deutschland ausgegeben. Bis
2020 soll der Markt auf bis zu fünf Milliarden Euro wachsen, weil an Erotik
nichts mehr schmuddelig und sie im Alltag angekommen ist. „Die Enttabuisierung spielt uns in die Hände“, meint Cramer, „und unsere Produkte werden am
liebsten im Internet gekauft.“ Auch wenn
die Hemmschwelle sinkt – Zuschauer bei
der Auswahl von intimen Dingen mögen
die wenigsten.
Die Konkurrenz wächst:
Acht neuere Internet Shops
■
Gründung im November 2012, OnlineStart im Februar 2013
■
Amorelie verkauft Wäsche, Sexspielzeug, Massageöle
■
Mitarbeiter: 12 Angestellte, 12 Freie
■
Finanzierung: Gründer, Paua Ventures
■
Internet: www.amorelie.de
haben sich auch der Lust verschrieben, bekannte Marken wie Beate Uhse oder Orion
erweitern gerade ihr Sortiment und verändern ihr Image. „Die meisten Erotikanbieter arbeiten nicht für VerbrauSebastian Pollok und Lea-Sophie cher in unserem Alter“, sagt Cramer
Cramer: Anregungen für die Liebe selbstbewusst, „und wir werden den
Shop zum Magalog ausweiten, also
mehr Inhalte erarbeiten.“ Erotische
Texte, Filme, das Einbinden von
Blogs – um junge Zielgruppen und
Einsteiger mehr für Sinnlichkeit zu
interessieren, sind viele Strategien
denkbar. Mithilfe von Investoren
bereitet Amorelie zudem die internationale Expansion vor: Die Lust
auf Lust kennt keine Grenzen. vs ■
sind. Christian Steiger tüftelt gerade an
einem Geschäftsmodell, das betroffenen
Verbrauchern helfen soll. Auf dem Portal
Swaki.de finden diese Reparaturanleitungen und Tipps, um Kaffeemaschinen,
Notebooks oder Smartphones wieder
instand setzen zu können. „Mitunter ist
es eine Kleinigkeit, Kaffemaschinen oder
Lampen wieder zum Laufen zu bringen“,
sagt der IT-Fachmann, der das Konzept
für Swaki als Diplomarbeit entwickelte
und inzwischen eine IT-Beratung aufgebaut hat. „Ich bringe Technikinteressierte
und Reparaturwillige zusammen.“
Noch überwiegen Informationen rund
um Computer, Smartphones und Auto,
doch an der Ergänzung um Haushaltsgeräte und Spielzeug wird gearbeitet. Swaki,
das im vergangenen Jahr online startete,
soll zudem endlich vermarktet werden.
Steiger will hier Werbung platzieren, vor
allem Werkstätten und semiprofessionellen Reparaturbetrieben will er eine
Möglichkeit bieten, sich im Internet zu
etablieren. Wäre doch gelacht, wenn sich
Verbraucher heute noch über geplante
■
Obsoleszenz ärgern müssten! vs
5
TRENDS & STRATEGIEN
Internet World BUSINESS
6
27. Mai 2013
11/13
GRÜNDERPROGRAMME VON UNTERNEHMEN
Kapital, Know-how und Kontakte
Anfangs initiierten Internet-Gründer selbst neue Start-ups und halfen jungen Unternehmern mit Kapital und Coaching,
jetzt entdecken zunehmend Konzerne diese Form der Finanzierung und Förderung von innovativen Geschäftsideen
V
schneller neue Geschäfte.“
In Tochtergesellschaften dürfen selbst Webshops und
-Services, die das Kerngeschäft angreifen, erblühen.
Marc Stilke, Chef von Immobilienscout24, schätzt am
konzerneigenen Inkubator
Youisnow, „dass wir durch
ihn in Kontakt kommen mit
jungen,
unternehmerisch
denkenden Fachkräften und
Mitarbeitern weitere Möglichkeiten geben, selbst Ideen
zu entwickeln oder bei der
„Man lernt, Fehler zu vermeiden“
Umsetzung dabei zu sein.“
Gründerprogramme bieDer Aufenthalt bei Wayra hat die Entwick- Gründer bei der Arbeit: Unternehmen beschleunigen mit Geld, Erfahrungen und Netzwerken den Erfolg
ten viele Chancen. Telefónica,
lung der Geschäfte von Pockets United
beschleunigt: Das Team fand im Unter- den anderen Teams voran.“ Kooperatio- die Industrie, dass sie die digitale Trans- die Deutsche Telekom und die Scoutnehmen Mentoren, die technische Fragen nen entstehen bei Wayra auf Zuruf, Ideen formation aktiver angehen und das Entste- Gruppe setzen daher auf Acceleratoren,
beantworteten oder beim Marketing werden in Diskussionen auf dem Flur zu- hen innovativer, digitaler Geschäftsmo- Rewe will einen Inkubator einrichten,
mithalfen. Mit einer Kapitalspritze konnte gespitzt. Telefónica gewinne dabei, meint delle begleiten muss“, begründet Andy Otto und der Klingel-Versand (heute: K –
das Gründerquartett weitere Dienstleister Wayra-Direktorin Tanja Kufner, „Innova- Goldstein das Interesse. Der Mehrfach- Mail Order) leisten sich schon einen: „K –
tionen und Ideen: Das gründer leitet seit Jahren das Entrepre- New Media verantwortet das Business
Unternehmen beschleu- neurship Center der Ludwig-Maximili- Development im E-Business-Bereich
nigt die Entwicklung ans-Universität in München und ist Mit- sowie die Kapitalbeteiligungen des Ver„Die Teams bereichern sich
und bekommt Anteile an gründer einer Beratung, die für Organisa- senders“, so Geschäftsführer Ludger Schöllgegenseitig und wir helfen als
tionen und Unternehmen wie das Bundes- gen. „Wir glauben, dass die internen KreaStart-ups“.
wirtschaftsministerium
oder die Allianz tivprozesse keine so guten Ergebnisse wie
Neue
Geschäfte
kenSparringspartner weiter.“
nenlernen, fördern und Inkubatorenprogramme aufsetzt und be- Gründer erbringen.“ Pro Sieben Sat1 legt
Peter Richarz, geschäftsführender
vom Wachstum eines zu- treut. „Zu beobachten ist, dass sich Tele- mit Epic Companies und P7 S1 Accelerator
Gesellschafter Crossventures, Köln
künftigen Web-Giganten kommunikations-, Finanzdienstleistungs- gleich zwei Programme für Start-ups auf.
In Inkubatoren entstehen Firmen, Acceprofitieren: Das ist das und Handelsgesellschaften stark engagieZiel sogenannter Inku- ren, aber das ist ein von Branchen unab- leratoren beschleunigen deren Wachstum.
In der Praxis werden die Bereiche munter
finanzieren. „Man lernt hier als Gründer batoren oder Acceleratoren. Wurden sol- hängiger Trend“, so Goldstein weiter.
Peter Richarz, geschäftsführender Ge- gemixt und miteinander verwoben. „Wir
Fehler zu vermeiden, die man nur schwer che Firmenbrutstätten und Wachstumsoder gar nicht mehr korrigieren kann“, er- programme bislang von Mehrfachgrün- sellschafter der Beteiligungsgesellschaft sind deutlich mehr Inkubator als Ventureläutert Stiefel die Vorteile der Starthilfe. dern angestoßen, so mischen jetzt immer Crossventures, ergänzt: „Außerhalb von Capital-Geber und realisieren eher eigene
„Außerdem bringt uns der Austausch mit mehr Konzerne mit. „Im Moment merkt Konzernhierarchien realisieren Firmen Ideen als dass wir Gründer nur mit KapiFoto: Fotolia / Shock
iel Bunt vor Schwarz. Modernes Bürogestühl in Gelb, Orange, Grün steht
vor Wänden mit Tafelfolie: Willkommen
bei der Wayra. Im cool gestylten Inkubator
von Telefónica, mit Blick auf Münchens
Einzelhandel in der City, haben zehn Startups eine Heimstatt gefunden. In der Ecke
des Großraumbüros, die Pockets United
besetzt, ist die Tafelwand mit Checklisten,
Skizzen, Zahlen bekritzelt. „Eine App – das
passt zu Telefónica und O2“, so Mitgründer
Markus Stiefel. „Mit Pockets United werden sich Freunde bald direkt Kosten und
Geldbeträge online zurückzahlen können.“
Inkubatoren und Acceleratoren: Was sie Gründern bieten und was sie von Unternehmern verlangen
Name
Web-Adresse
Finanziert von
Branchenfokus
Angebot für Gründer
Bedingungen
Aktuelle Start-ups
Crossventures, Köln**
www.crossventures.de
Gründer, Holtzbrinck
Transaktionsbas. Mod., Media
Kapital, Büroraum, operative Hilfe
Anteile
Plazaa, Zoomwork, Designbestseller
Hack FWD, Hamburg
www.hackfwd.com
L. Hinrichs, div. Investoren Technologie: Internet, Mobile
91.000 bis 191.000 €, 1 Jahr Büroraum,
Mentoren, Netzwerk
27-ProzentAnteil
Infogram, Yieldkit, Substance,
Starforce Delta
Hanse Ventures,
Hamburg**
www.hanseventures.de
Gründer, div. Investoren
Digitalisierung, Mobile,
Branchen im Umbruch
Kapital, Büro, Entrepreneur in Residence:
Gründertrainee für Anteile und Gehalt
Hub Raum, Berlin
www.hubraum.
telekom.com
Deutsche Telekom/
T-Ventures
Innovative Technologie und
Geschäftsmodelle
Bis zu 300.000 €, Büro f. 6–12 Monate,
Mentoren, Kontakte zum Konzern
Bis zu 30 Prozent Anteile
Blinkist, Stylemarks, Salonmeister,
Reputami
K – New Media, Berlin**
www.k-newmedia.de
K– Mail Order GmbH
(Klingel Versand)
E-Commerce; Datamining,
3-D-Printing, Gesundheit, B2B
500.000 bis 3 Mio. € in versch. Tranchen,
operative Hilfe: Online Marketing, IT-Services
Anteile
Adspert, Pflegebox, Meinestrolche,
Faszinata, Dobramoda (Polen)
LMU Entrepreneurship
Center, München
www.entrepreneurship
center.uni-muenchen.de
LMU-Universität München;
Partner-Unternehmen
Innovative Technologie und
Geschäftsmodelle
Büroraum, Coaching bei Strategie,
Finanzierung, Business Development
P7 S1 Accelerator,
München
www.p7s1accelera
tor.com
Pro Sieben Sat1
Innovative Geschäftsmodelle
25.000 €, Büroraum f. 3 Monate, Mentoren, Kontakte zum Konzern und Partnern
5-ProzentAnteile
Dreama TV, Moosify, Jobcrowd,
Get2play, Tickethelden, Ampido
Project A Ventures, Berlin** www.project-a.com
Gründer, Otto
Consumer Web, Adtech, Mobile
Kapital, operative Hilfe durch Experten
Anteile
Kochzauber, Amerano, Tirendo
Rocket Internet, Berlin*
www.rocketinternet.de
Samwers, Kinnevik, Holtzbrinck u. a. Investoren
E-Commerce, Dienstleistungen,
Mobile
Entrepreneur in Residence gegen Anteile
und Festgehalt
Startplatz, Köln
www.startplatz.de
Diverse Investoren
Online, Mobile
Büro, Training, Kontakte, oper. Hilfen
Anteile/Bez.***
Tanked, Maple Apps
Team Europe, Berlin**
www.teameurope.net
Gründer, priv. Investoren
Gesch. f. Wachstumsmärkte
Kapital, operative Hilfe f. 6–12 Monate
Anteile
9Cookies, A Space for Art, Delivery Hero
Venture Stars, München*
www.venture-stars.com
Gründer, priv. Investoren
E-Commerce, Marktplätze
Kapital, operative Hilfe
Anteile
Miflora, Vitafit24, Hundeland.de
Wayra
www.wayra.org
Telefónica/O2
innovative Geschäfte, neue
Technologien
Bis zu 40.000 €, Büro f. 6–12 Monate,
Mentoren, operative Hilfe aus Konzern
Bis zu 10 Prozent Anteile
Pockets United, Lernstift,
Clearkarma, i-Frontdesk
Youisnow, Berlin-München
www.youisnow.de
Scout24-Gruppe
Immobilien, Mobile, Online,
innovative Geschäfte
Bis zu 500.000 €, Büro f. bis zu 12 Monate, Anteile
Mentoren, operative Hilfe aus Konzern
© INTERNET WORLD Business 11/13
* vorwiegend eigene Ideen
** eigene Ideen und Ideen von anderen
*** Co-Working-Büroraum auch gegen Bezahlung: ab 85 Euro pro Monat
Toptranslation, Pflege.de,
Cupom.com, 1000Kreuzfahrten.de
Becoached, Kisibox, Nightvertise,
Unu, Peppermint Products
Zalando, Home24, Billpay, Autoda
Deskwanted.com; Noknok;
Umzug-easy.de
11/13
27. Mai 2013
TRENDS & STRATEGIEN
gung und Renditeansprüche nebensächlich sein.“ Auch wenn
manche es als Inkubator bezeichnen – die Programme der Unternehmen sind meistens Acceleratoren, die das Wachstum von Startups beschleunigen. Selten setzen
sich Gründer in Bewerbungen
oder Wettbewerben mit einer nur
grob umrissenen Idee durch. Chancen bekommen dagegen Start-ups,
die ein nachvollziehbares Angebot
und einen Businessplan formulieren. Sie erhalten eine Startfinanzierung, für mehrere Monate Büros,
vor allem aber Zugang zum Wissen
und den Erfahrungen in den Konzernen, von deren Mitarbeitern
und Kooperationspartnern.
„Gründer müssen fordern“
„Man muss verstehen, wie Inkubatoren ticken, es gibt keine Bring-,
sondern eine Holschuld in diesen
Organisationen“, hat Stiefel bei
tal unterstützen“, erklärt Richarz. Tatsäch- Wayra und im Entrepreneurship Center
lich sehen sich Inkubatoren wie Rocket In- erfahren. „Gründer müssen fordern, was
ternet, Venture Stars oder Crossventures, sie für ihr Unternehmen brauchen.“ Pohinter denen Mehrfachgründer und ihre ckets United etwa fand bei Telefónica, O2
Beteiligungsportfolios stecken, als Firmen- und deren Kooperationspartner Wirecard
entwickler. Sie suchen für neue Geschäfts- Mobile- und Payment-Spezialisten für
modelle Teams und Fachkräfte, die das Fragen rund um die technische EntwickStart-up mit ihrem Know-how und ihren lung ihrer App und machbare DienstleisKontakten aufbauen und dafür bezahlt tungen. Rechts- und Marketingexperten
werden – unter anderem mit Anteilen. So der Telefongesellschaft berieten zudem bei
Verträgen und Vermarktungsstrategien. Der Zugang zu rund 20 Millio„Wir geben kein Geld,
nen Handy- und Smarthelfen aber auf der Suche nach
phone-Kunden half, Tester für die App zu finden
Kapital und Expertenrat.“
und den Service bekannt
Andy Goldstein, Geschäftsführer
zu machen. Im Juli endet
Entrepreneurship Center der LMU München
die Zeit bei Wayra: „Wir
arbeiten an einer weiteren Finanzierungsrunde
erobern Epic Companies für Pro Sieben Sat1 und versuchen, einen Bankpartner zu gewinnen“, so Stiefel. „Für uns haben sich die
und Project A Ventures für Otto Märkte.
„Wir haben einen Ideen-Pool, für den Inkubatoren ausgezahlt, wir würden wiewir Gründerpersönlichkeiten suchen“, er- der so starten.“
Bei aller Aufbruchsstimmung: Ob derart
läutert Jochen Maaß, Mitgründer von
Hanse Ventures. „Oft kommen auch Grün- gepäppelte Geschäfte sich durchsetzen,
der mit einem Konzept auf uns zu.“ Wie in bleibt die große Frage. Anfangs finden
Hamburg sitzen auch in Berlin bei Team Gründer viele Geldgeber und Hilfen, wenn
Europe bezahlte „Entrepreneurs in Resi- es aber um weiteres und noch schnelleres
dence“ neben Gründern, die ihre Ideen Wachstum geht und mehr Kapital benötigt
realisieren und dazu auf Geld, Gründungs- wird, fehlen wagemutige Investoren. Ausund Web-Know-how des Inkubators zu- sichtsreiche Technologien werden daher oft
rückgreifen. Dafür geben sie Anteile am nicht weiterentwickelt, innovative Konzepte
Unternehmen ab, zwischen 25 bis 75 Pro- enden schnell in der Pleite. Das Entreprezent werden je nach
Hilfsbedarf verlangt.
Genau 27 Prozent ih„Das Unternehmen Klingel ist
res Start-ups überlassen
so schlau, sich einen Inkubator
Gründer dem Inkubatoren- und Expertennetzzu leisten für Innovationen.“
werk Hackfwd von XingLudger Schöllgen, Geschäftsführer
Gründer Lars Hinrichs.
K New Media, Berlin
Neben einer Finanzierung bietet dieses für ein
Jahr Büros, zudem Kontakte zu Spezialisten. Ähnlich transparente neurship Center München hat in den letzBedingungen bietet das Entrepreneurship ten Jahren knapp 100 Unternehmen begleiCenter der Uni München: „Wir wollen uns tet, 85 Prozent davon existieren noch, nur
auf die Gründung konzentrieren und ver- jedes Dritte fand eine Finanzierung. Zwilangen daher keine Anteile. So verlieren schen 2011 und 2012 hat Wayra 182 Startwir keine Zeit mit Bewertungsverhand- ups in acht Ländern unterstützt. Fünf
lungen, sondern investieren Zeit in Coa- gaben auf, gut ein Drittel der Firmen fand
ching und Expertenrat“, sagt Goldstein. Investoren. Der Rest muss Technik und
„Wer einen Inkubator gründet, sollte wis- Wachstum nun aus laufendem Geschäft
■
sen, wozu. Wenn es um neue Geschäfte und ohne fremde Hilfe finanzieren.
und Innovationen geht, sollten BeteiliSUSANNE VIESER
Inside Wayra: Schicke Arbeitsplätze in bester City-Lage
in der Deutschland-Niederlassung in München
Internet World BUSINESS
Inkubatoren von Unternehmen: Beispiel Wayra
„Telefónica beschleunigt
seine Entwicklung“
Wie sucht der Inkubator Wayra Gründer
für sein Programm aus?
Tanja Kufner: Gerade läuft wieder eine
Bewerbungsrunde für die acht WayraAkademien in Buenos Aires, Caracas,
Dublin, Lima, Madrid, Santiago de
Chile, Mexico City und München. Gesucht werden Innovationen im Bereich
Internet und neue Technologien. Wir
suchen dieses Mal bis zu 60 Start-ups.
Ab Herbst können bis zu zehn Teams in
die Wayra-Akademie München einziehen. Alle Bewerbungen werden durch
Fachleute von Wayra und Telefónica
bewertet. Die 20 besten Kandidaten
präsentieren danach ihre Ideen während der Wayra Week. Die nächste findet im August statt. Eine unabhängige
Jury wählt währenddessen die Start-ups
aus, die ab September für sechs Monate
Büroraum beziehen, eine Finanzierung
erhalten, von erfahrenen, internen und
externen Mentoren betreut werden und
mit anderen Gründern aus den WayraLändern zusammenarbeiten.
Worauf legen Sie Wert bei der Auswahl
geeigneter Start-ups und Gründer?
Kufner: Wayra ist für Start-ups in frühen
Entwicklungsphasen entwickelt worden. Die Firma sollte nicht älter als zwei
Jahre sein und weniger als 100.000 Euro
Kapital aufgenommen haben. Die
Gründer müssen ihre Idee kurz skizzieren, dieser Businessplan muss aber
funktionsfähig und realistisch sein, die
Idee außerdem exponenzielles Wachstum versprechen. Das unterscheidet ja
Start-ups von anderen jungen Unternehmen. Sie wachsen extrem schnell,
das Vorbild heißt Facebook, das in nur
acht Jahren mehr als eine Milliarde Nutzer gewonnen hat. Bei der Auswahl wollen wir sehen, dass die Idee stimmt und
das Team dafür brennt. Nicht zuletzt
müssen die Kandidaten unsere Jurys
überzeugen.
Wie hilft Wayra Gründern?
Kufner: Ziel ist es, Start-ups schnell zum
Erfolg zu verhelfen. Wayra beschleunigt
Wachstum durch Finanzierung und
Know-how-Vermittlung. Ideen werden
bei uns zu funktionierenden Geschäften entwickelt. Wie ein Inkubator stellt
Wayra seinen Start-ups alles zur Verfügung, was sie benötigen, um Firmen
und Angebote aufzubauen. Die besten
Geschäftsideen erhalten Investments
von bis zu 40.000 Euro sowie moderne
Büroräume, wo sie mit anderen Gründern zusammenarbeiten. Wir verlinken
zudem zu technologischer Expertise
und Mentoring bei Telefónica und
unseren Partnern. So können Gründer
Ideen ausarbeiten. Darüber hinaus erhalten sie Zugang zu den über 300 Millionen Telefónica-Kunden.
Was bringt Wayra Telefónica und O2?
Kufner: Innovationen und Ideen. Das
Unternehmen beschleunigt seine Entwicklung, bekommt neue Angebote
und generiert neue Umsätze. Telefónica
bekommt außerdem einen Anteil von
Tanja Kufner
ist Direktorin der
Wayra Academy und
leitet den Inkubator
in München.
■ www.wayra.org
bis zu zehn Prozent an jedem der 20
Start-ups, die pro Jahr in München die
Wayra-Akademie durchlaufen. So profitiert Telefónica von der Technologie,
den Geschäftsmodellen und den Talenten der Start-ups. Das Unternehmen
erhält einen frühen Zugang zu den
Technologiegiganten von morgen durch
seine Investments und das Erstrecht zur
Vermarktung.
Doch es geht auch um den frischen
Wind, den die Start-ups uns bringen.
Wayra bietet den Mitarbeitern die Gelegenheit, als Mentoren ihr Wissen mit
Gründern zu teilen und frische Geschäftsideen kennenzulernen. In der
aktuellen Bewerbungsrunde sucht
Wayra daher gezielt nach Angeboten
rund um Big Data, Machine-to-MachineKommunikation, Mobile, Virtualisierung und Cloud-Dienste. Die Kreativität der Start-ups und Telefónicas Stärken
mit mehr als 310 Millionen Kunden
ergeben eine gute Kombination.
Wie eng arbeitet der Inkubator mit dem
Unternehmen zusammen, wie viele Mitarbeiter sind wie stark eingebunden?
Kufner: Die Zusammenarbeit ist sehr
eng. Wir haben mehr als 60 Mentoren
von Telefónica, die sich regelmäßig mit
ihren Start-ups treffen und fast täglich
miteinander telefonieren. Dieser Job ist
nicht ganz einfach. Wer Mentor sein
will, verpflichtet sich, per E-Mail und
Telefon für seine Gründer erreichbar zu
sein. Mindestens einmal pro Monat
muss er bei Meetings erscheinen, außerdem alle Dokumente lesen, die erstellt
werden. Gefragt ist vor allem das Fachwissen der Mentoren, auch das kann
belasten. Wir fordern von den Mentoren überdies regelmäßiges Feedback
über die Machbarkeit und die Projektentwicklung unserer Start-ups ein. Für
diese Zusatzbelastung braucht man
wirklich Leidenschaft.
Wie lange dauert es, ein InkubatorenProgramm in einem Unternehmen aufzusetzen?
Kufner: Bei Wayra ging es ganz schnell.
Unser Programm ist jetzt gerade mal
zwei Jahre alt, doch in dieser Zeit haben
wir 13 Akademien in zwölf Ländern
gegründet. In dieser Zeit haben wir
mehr als 17.000 Businesspläne gelesen
und 234 Start-ups finanziert. Damit ist
Wayra wahrscheinlich das größte Startup-Programm der Welt. Unser deutsches
Wayra-Programm konnten wir in gerade
mal drei Monaten an den Start bringen.
So wenig Zeit brauchten wir von den
ersten Treffen bis zum Start der ersten
Bewerbungsrunde. Dabei konnten wir
natürlich die Erfahrungen und Konzepte
aus den anderen Wayra-Ländern nutzen.
Insgesamt sollten Unternehmen mindestens ein halbes Jahr für den Start solcher Programme einplanen. vs
7
TRENDS & STRATEGIEN
Internet World BUSINESS
8
27. Mai 2013
11/13
SERIE: BIG DATA
Datengesteuerter E-Commerce
Mit Daten neue Geschäftsfelder generieren und Kunden individueller ansprechen: Der zweite Teil der Big-Data-Serie
beschreibt die Auswirkungen der Datenanalysen auf den E-Commerce und berichtet über konkrete Anwendungen
B
Big Data erfolgreich einsetzen
In der Serie „Big Data erfolgreich einsetzen“
beleuchtet INTERNET WORLD Business, wie
Datenschätze im E-Commerce und im Online
Marketing für Umsatzsteigerung und besseres
Targeting gehoben werden können:
■ Folge
■ Folge
2: Big Data als Instrument im
E-Commerce
Ausgabe 11/2013
■ Folge
Auch für die Prozesse im Backend werden
Big-Data-Analysen im E-Commerce eingesetzt. Blue Yonder, ein Software-Anbieter
für Predictive Analytics, bietet beispielsweise Absatzprognosen und Vorhersagen
zu individuellen Kundenbedürfnissen an.
„Heutige Verfahren nutzen meist eine Segmentierung. Kunden werden bestimmten
Gruppen zugeteilt. Im Gegensatz dazu
verfügen wir über ein lernendes System,
das die individuelle Betrachtung auf den
Kunden erlaubt“, sagt Dunja Riehemann,
Marketingdirektorin Blue Yonder.
Der Datenschutz muss bei Big-Data-Auswertungen ebenfalls berücksichtigt werden. Christoph Bauer, Geschäftsführer des
Beratungsunternehmens ePrivacyconsult,
empfiehlt, wegen des Umfangs und der
Tiefe der Daten eine noch genauere datenschutzrechtliche Prüfung. Alle Daten sollen sicher anonymisiert werden. Ganz
wichtig sei, dass die Daten nach einer
Anonymisierung in keinem Fall wieder
auf eine Person zurückzuführen sind. Der
Datenschutzbeauftragte sollte in die Gestaltung der Analyse einbezogen werden.
Im Folgenden wird beschrieben, wie
Unternehmen aktuell Big Data einsetzen,
um sich dadurch Vorteile zu verschaffen:
Die ERP-Software weiß auch viel über die Kunden
In welchem System außer CRM haben Sie Kundendaten gespeichert?
Enterprise-Resource-Planning
88 %
Business Intelligence
59 %
Spezielle Business-Applikationen
Data Warehouse
Spezielle Backend-Systeme
Spezielle Analysesysteme
55 %
43 %
41 %
36 %
Mehrfachnennungen möglich
Kundendaten lagern an vielen Stellen im Unternehmen: außer im CRM-System vor allem in ERPLösungen (Enterprise-Resource-Planning) und Systemen für Business Intelligence
© INTERNET WORLD Business 11/13
1: Daten als Ressource
Ausgabe 10/2013
Foto: Fotolia / Ben Chams
ig Data im E-Commerce ist noch ein
junges Thema, über das mehr geredet
wird, als konkrete Umgesetzungen existieren. „Es gibt noch wenig Cases“, konstatieren Berater. Viele Online-Händler wollen
sich außerdem nicht in die Karten blicken
lassen. Obgleich es erst wenige Beispiele
gibt, stellt INTERNET WORLD Business
in diesem zweiten Teil der Serie über Big
Data aktuelle Fallbeispiele vor. Sie zeigen,
wie die Analyse von großen Datenmengen
Unternehmen Vorteile verschafft.
Bei der Recherche zu Big Data im Praxiseinsatz – das Ziel dieser Folge der BigData-Serie – kamen immer wieder die
Hürden zur Sprache, die genommen werden müssen, um Big-Data-Auswertungen zu fahren: Bevor Daten zu großen
Datenmengen zusammengefasst werden,
muss ihre Qualität geprüft und, wenn nötig, erhöht werden. Ein weiteres Problem:
Die Integration der unterschiedlichen
Datenquellen ist häufig ein Politikum im
Unternehmen. Daten lagern in getrennten Systemen und werden von verschiedenen Abteilungen verwaltet, die nur
ungern die Hoheit über „ihre“ Daten an
andere abgeben. Aber Big-Data-Analysen
leben davon, unterschiedliche Datenquellen zusammenzuführen, um daraus
neue Erkenntnisse und Vorteile für das
Unternehmen abzuleiten.
Stefan Grieben, Vorstand der Novomind AG, ein Anbieter von Shop Software
in Hamburg, beschreibt, wie die Entwicklung hin zu Big Data die Software für Online Shops verändert: „E-Shop-Systeme,
die Big Data beherrschen, werden zum
Beispiel ‚Live Footprints‘ der Kunden mit
historischen Daten wie alte Bestellungen
in Echtzeit kombinieren und daraus spezielle Empfehlungen ausspielen. Bei Bedarf
werden sie ein kundenindividuelles Pricing anbieten. Jeder Kunde erhält einen
vollkommen individuellen Shop bis hin
zur kompletten Homepage.“
Die Anforderung an Shop-Systeme, die
aus dieser Entwicklung erwächst, ist die
dynamische Generierung von Shop-Seiten
in Echtzeit, um die Kunden individuell
anzusprechen.
Basis: n = 121 Unternehmen mit Online Shop; Quelle: Omikron Data Quality
Case 1: Der Marktnavigator
3: Wie Big Data im Online Marketing
zu besseren Ergebnissen führt
Ausgabe 12/2013
Alle bereits erschienenen Folgen können Sie unter
www.internetworld.de/webcode herunterladen. Geben Sie
einfach den Webcode 1310008 ein.
entwicklung auf Basis der zwölf Millionen
Einzeldatensätze berechnet.
Mit den Auswertungen entwickelt die
Immobilien Scout GmbH neue Geschäftsmodelle. Im Jahr 2012 wurde beispielsweise
der Marktnavigator für Immobilienprofis
Immobilienscout24.de hat für sich mit
Big-Data-Auswertungen eine neue Einnahmequelle geschaffen. Das Unternehmen hatte bereits 2000 damit begonnen,
Daten zu den Objekten zu sammeln, die über das Immobilienportal vermittelt werden. Seit 2004 wertet die Immobilien Scout GmbH
diese Objektdaten und auch die
Suchanfragen der Nutzer anonym
aus. In der Datenbank befinden sich
inzwischen zwölf Millionen Immobiliendaten sowie über fünf Millionen gespeicherte Gesuche.
Für die Aufbereitung der Daten
sind spezielle Lösungen erforderlich. „Wir nutzen unter anderem die
Statistik-Software ,R‘ und die nichtrelationale Datenbank ,Mongo‘. Darüber hinaus setzen wir Hadoop Marktnavigator liefert Daten zum Immobilienmarkt
Cluster für die parallelisierte Bearbeitung ein, arbeiten mit einer eigenen eingeführt. Der Navigator ist ein WebHochleistungs-Hardware sowie in der basiertes Marktinformationssystem für
,Cloud‘ bei Amazon“, berichtet Marc die Immobilienwirtschaft. Die Nutzung
Stilke, CEO und Sprecher der Geschäfts- kostet 99 Euro pro Monat und Bundesführung der Immobilien Scout GmbH. land. Für jedes weitere Bundesland verDamit werden Marktpreise und die Preis- langt Immobilienscout24 pro Monat 49
Euro plus Mehrwertsteuer.
„Alle kostenpflichtigen Produkte mit
Immobiliendaten
inklusive des MarktnaDie Technik ist noch nicht so weit
vigators
erzielen
siebenstellige Umsätze
Können Sie Infos über Website-Besucher und
und
wachsen
stark.
Wir sind davon überKunden aus allen Systemen integrieren?
zeugt, dass dieses Geschäftsfeld einen unUmfassend
Weitgehend
serer Wachstumstreiber für die Zukunft
darstellt“, betont Stilke. Demnächst soll
13 %
16 %
der Marktnavigator noch stärker ins Detail
gehen und soziodemografische Merkmale
Nur
teilweise
seiner Bewohner anzeigen. Das Tool soll
in Zuklunft auch die „Gebäude-Historien“
Nein
18 %
ausweisen. Zu jedem Gebäude sollen In53 %
formationen zum Baujahr, zum Verkauf
oder zur Sanierung hinterlegt werden. „In
der Planung sind außerdem intelligente,
auf Big Data basierende alternative SuchNoch hapert es an der technischen Integration
empfehlungen und eine Preisprognose,
© INTERNET WORLD Business 11/13
Quelle: Omikron Data Quality
beides für die aktuelle Lage der städtischen
11/13
TRENDS & STRATEGIEN
27. Mai 2013
täten im vierten Quartal 2012
auf die Buchungen im ersten
Quartal 2013 auswirken, um
die Verteilung der Budgets zu
verbessern. „Wir denken nun
darüber nach, solche Big-DataAnalysen mit Uniquedigital
dauerhaft zu machen“, konstatiert Hahn.
Immobilienmärkte hochrelevante Fragestellungen“, erklärt Stilke.
Case 2: Online-to-Store Conversion
bei Tui Cruises
Online-Werbung hat einen starken Einfluss auf die Bestellung des Katalogs von
Tui Cruises. Und wenn jemand online
einen Katalog bestellt hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese Person im
Reisebüro eine Kreuzfahrt bucht. Diese
Online-to-Store Conversion hat Tui Cruises
mit einer Cross-Channel-Analyse untersucht. Die Fragestellung lautete: Wie beeinflussen Online-Marketing-Maßnahmen
die Conversion Rate offline? Möglich wurde die Analyse, weil bei Tui Cruises eine
Agentur für alle Online-Marketing-Maßnahmen zuständig ist. Uniquedigital in
Hamburg betreut für die Kreuzfahrtmarke
Tui Cruises das Suchmaschinen-, Displayund Affiliate Marketing. Dadurch liegen
sämtliche Daten für die Analyse bei einem
Unternehmen und sind nicht auf mehrere
Agenturen verteilt.
Uniquedigital hatte Nutzern Cookies zugewiesen, um sie wiederzuerkennen und
um nachzuvollziehen, welche Kontaktpunkte Kunden mit Marketingmaßnahmen für den Katalog von Tui Cruises hatten. Wenn ein User einen Katalog online bestellt, werden seine Kundendaten im CRMSystem (Customer-Relationship-Management) bei Tui Cruises gespeichert. Die Tracking-Daten von Uniquedigital wurden
mit den Daten im Reservierungssystem
abgeglichen. Dadurch wird die Customer
Case 3: Mahnverfahren
analysiert
Ein Outsourcing-Dienstleister
für Massenabrechnungen im
deutschen Telekommunikationsmarkt suchte Antworten auf
Tui Cruises hat untersucht, wie Online-Marketing-Kamfolgende Fragen: Lohnt sich das
Anbieten von Ratenzahlung?
pagnen die Katalogbestellung und Buchung beeinflussen
Hat eine telefonische Mahnung
Journey mit Offline-Buchungsdaten ver- mehr Erfolg als eine schriftliche? Wann
knüpft. „Kreuzfahrten sind hochpreisig. und warum zahlen Schuldner ihre RechZwischen dem ersten Kontakt und dem nung? Für die Datenanalyse, durchgeführt
Abschluss können 50 Tage und viele Kon- vom Berliner Start-up Neofonie, wurden
taktpunkte liegen“, erklärt Jochen Schlos- mehr als fünf Millionen Mahn- und Inser, Director Data & IT, Uniquedigital. „Als kassofälle analysiert. „Bei einem InkassoKonsequenz der Analyse beschäftigen wir fall finden im Schnitt 250 Interaktionen
uns nun damit, wie stark wir künftig die zwischen dem Schuldner und dem InkassoKatalogbestellung über das Internet voran- unternehmen statt. Da kommt eine große
bringen wollen“, sagt Sarah Hahn, Head of Datenmenge zusammen“, berichtet Holger
Online Marketing bei Tui Cruises.
Düwiger, Chief Technology Officer bei der
Der Big-Data-Aspekt dieser Analyse Berliner Neofonie.
entstand durch die Anzahl an Kontakten.
Die Frage, warum ein Schuldner zahlt,
„Wir betrachteten im Tracking-Zeitraum war nicht zu beantworten, erklärt Düwi250 Millionen Werbemittelkontakte über ger. Das bedürfe immer einer Interpretaeinen Zeitraum von knapp 150 Tagen“, tion des Einzelfalls. Die Datenauswertung
sagt Schlosser. Die Agentur sollte auch hat jedoch gezeigt, dass Schuldner am
belegen, inwieweit sich die Media-Aktivi- Monatsanfang signifikant besser zahlen
Internet World BUSINESS
als am Monatsende. Das Ergebnis mag
nicht überraschen, kann jedoch aufgrund
der Analyse mit harten Zahlen belegt werden. Daraus ergeben sich Steuerungsmöglichkeiten für das Callcenter des Dienstleisters für Outbound Calls. Anrufe bei
den Schuldnern haben möglicherweise
Anfang des Monats mehr Erfolg.
Düwiger betont, dass der Analyseweg
bei Big Data anders sei. Beim traditionellen Data Warehousing verlaufe der Prozess
„top down“. Die Daten geben die Art der
Fragestellung vor. Bei Big Data hingegen
funktioniert dies andersherum: Zu den
vorliegenden Daten können unvoreingenommen alle möglichen Fragen gestellt
werden. Die Analyse ist explorativ. Im besten Fall entdecken Unternehmen dadurch
Potenziale, die sie vorher noch nicht im
Blick hatten.
Die Frage, wie viel so eine Auswertung
koste, sei nicht seriös zu beantworten, weil
das immer von den individuellen Umständen abhänge, meint Düwiger. Etwa, wie
groß die Infrastruktur ist, die man dafür
aufbauen müsse, und ob die Daten in verschiedenen Datenbanken lagern.
Bezogen auf Big Data stellen sich viele
Händler momentan die Frage, ob Handlungsbedarf besteht oder noch nicht, beobachtet Düwiger. Neofonie merke, dass
im Markt starkes Interesse an Big-DataAuswertungen vorhanden sei, aber die
Budgets dafür in Deutschland noch nicht
groß seien. „Die Unternehmen können
noch nicht einschätzen, ob Big Data ihnen
■
hilft“, analysiert Düwiger. is
Hochverfügbarkeits-Shopserver
Hochverfügbarkeitssysteme von internet24 garantieren, dass Online-Anwendungen rund um die Uhr erreichbar sind. Fällt das
aktive Serversystem aus, springt automatisch ein zweiter, permanent aktualisiert mitlaufender Server ein, um alle Aufgaben zu
übernehmen. Ergänzt wird diese Leistungsfähigkeit durch die redundante Internetanbindung mit 99,99 % Verfügbarkeit, die
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TRENDS & STRATEGIEN
Internet World BUSINESS
10
27. Mai 2013
11/13
ONLINE-STRATEGIEN FÜR DEN ZEITUNGSMARKT
Wofür Leser zahlen wollen
Eine Studie untersucht Lesegewohnheiten und Zahlungsbereitschaft der Nutzer von Off- und Online-Medien
A
lles andere als homogen sind
die Wünsche und Vorlieben
der Nutzer von redaktionellen
News-Angeboten. Das ergab
eine Erhebung der Ostfalia
Hochschule für angewandte
Wissenschaften, in deren
Rahmen die Nutzungsgewohnheiten von rund 1.000
Lesern untersucht wurden.
sichts der Produktionskosten für redaktionellen Video Content stellt sich da schnell
die Frage nach dem Sinn.
Abo? Nein danke!
Entzauberte Mythen
In der Studie wollten die Forscher der niedersächsischen Hochschule vor allem
digitale Vermarktungsstrategien für Lokalund Regionalzeitungsverlage im Internet
ausloten. Dabei untersuchten sie neben
den Lesegewohnheiten auch die Zahlungsbereitschaft der Nutzer für redaktionelle Angebote im Web. Denn eines scheint
klar: Die rein werbefinanzierte, für den
Leser kostenlose Online-Zeitschrift ist aus
Sicht der Verleger auf Dauer keine Erfolg
versprechende Strategie.
Eine Reihe von Mythen, die sich um den
Wert von Medienmarken ranken, wurden
von den Forschern im Laufe ihrer Arbeit
zerstört: So ist die Markenbindung besonders bei kleinen und mittleren Zeitungen
weniger ausgeprägt als angenommen.
Nicht nur Leser, die sich ausschließlich
online informieren, tendieren mehrheitlich zu den großen, überregionalen
News-Angeboten wie Spiegel Online.
Auch diejenigen, die zusätzlich Zeitungen
lesen, lassen im Web die Lokalangebote
eher links liegen.
Auch die oftmals geäußerte Ansicht, die
Berichterstattung gedruckter Titel sei seriöser, gehört der Vergangenheit an. Nutzer,
die sich ausschließlich online informieren,
sprechen den Online-Medien inzwischen
eine größere Glaubwürdigkeit zu.
Bei der Zahlungsbereitschaft für redaktionelle Internet-Angebote liegen die Onund Offline-Leser vor den reinen Internet-Nutzern. Um diese Werte zu quantifizieren, definierten die Forscher mehrere
Preispunkte:
■ Penetrationspreis: Preis, mit dem ein Angebot Marktanteile gewinnen kann, ohne
große Imageverluste zu erleiden.
Die Online-Angebote
der Verlage bieten Potenzial
für zusätzliche Umsätze
■
Indifferenzpreis: Preis, der als „nicht zu
billig und nicht zu teuer“ empfunden
wird und das Optimum darstellt
■ Untere und obere Preisgrenze: Grenze, außerhalb der große Umsatzverluste drohen
Bei einem Penetrationspreis von 10 Euro
pro Monat empfinden zwei Drittel aller
Off-/Online-Leser den Preis für ein Online-Angebot ihrer Zeitung als angemessen. Bei „Online Only“ liegt der Penetrationspreis bei nur 5 Euro im Monat. Der
Indifferenzpreis liegt etwas höher: bei den
Sowohl-als-auch-Lesern bei 15 Euro, bei
den Internet-Lesen sind es rund 10 Euro.
Die Zahlungsbereitschaft hängt zudem
vom verlegerischen Angebot ab. So ermittelten die Forscher für Online-Angebote
Wenn es ums Zahlen geht,
scheiden sich die Geister.
Ein Drittel schätzt die Lastschrift, dicht gefolgt von
Paypal (29 Prozent) und
13
y00
dd
Überweisung
(24 Prozent), die
e
r
/F
lia
Kreditkarte
fällt
hingegen
mit 15
oto
F
:
o
Fot
Prozent etwas ab. Mit 35 Prozent ist das
Monats-Abo zwar die am häufigsten präferierte Abrechnungsmethode, mehrvon Lokal-, Regional- und überregionalen heitsfähig ist sie jedoch nicht. Rund ein
Tageszeitungen durchweg höhere Werte Viertel aller Befragten würde ein Paketals für die Angebote der Boulevardpresse. angebot bevorzugen, ein weiteres Viertel
Allerdings zeigte sich, dass lokale Nach- lieber für Einzelartikel zahlen. 18 Prozent
richten zwar für eine stärkere Bindung zu wollen einen Tageszugang. Umgekehrt
den im Einzugsgebiet wohnenden Lesern heißt das: Zwei von drei Lesern möchten
sorgen, nicht jedoch für eine höhere Zah- sich nicht dauerhaft ein kostenpflichtiges
lungsbereitschaft. Bis auf Weiteres scheint Online-Abo ans Bein binden.
Dazu passt auch die Ausgestaltung einer
die Lokalberichterstattung eher die Domäne der gedruckten Zeitung zu bleiben – Bezahlschranke. 54 Prozent aller Nutzer
Onliner interessieren sich weniger für Lo- wollen einen kostenlosen Basisdienst, eine
Metered Paywall (siehe Kasten) stößt auf
kalnachrichten als Print-Leser.
Wenig hilfreich sind auch Videos auf der deutlich weniger Zustimmung. Dieses
Verlags-Website. Zwar werden sie vor al- Ergebnis lässt folgenden Schluss zu: Es
lem von jüngeren Nutzern häufig kon- mag möglich sein, über Paid Content sigsumiert, sie wirken sich aber nicht positiv nifikante Einnahmen zu erzielen, einfach
■
auf die Zahlungsbereitschaft aus. Ange- wird es jedoch nicht. fk
Paywall: Zwei unterschiedliche Konzepte
Bezahlschranke: Metered vs. Freemium
Bei der Bezahlung von publizistischen Angeboten im Internet werden derzeit
zwei Modelle besonders intensiv diskutiert:
1. Freemium
Der Begriff ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus den Worten Free und
Premium. In einem Freemium-Modell
offeriert der Anbieter einen kostenlosen Grundservice und einen kostenpflichtigen Premium-Service. Letzterer
kann entweder aus zusätzlichem Content bestehen (zum Beispiel Zugang
zu einer iPad App, zum Heftarchiv
oder zu zusätzlichen Artikeln) oder im
Wegfall von Werbung oder Nutzungsbeschränkungen.
2. Metered Paywall
Diese Bezahlschranke lässt dem User
bestimmte Freiheiten, bevor er zur
Zahlung oder zum Abschluss eines
Abos aufgefordert wird. So kann die
Gratismenge der abgerufenen Artikel
oder die Dauer der Nutzung für einen
bestimmten Zeitraum begrenzt werden. In einer Metered Paywall kann
der User das Angebot unkompliziert
ausprobieren. Bezahlen muss er nur,
wenn er es häufiger oder intensiver
nutzen möchte.
Leseverhalten und Wahl der Website bei Offline-/Online- und reinen Online-Lesern
Anderes
11 %
5%
Anderes
23 %
News-Portal
22 %
Web-Portal
überregionale Zeitungen
Basis: n = 224
62 %
Nur Zeitung
Web-Portal lokale
Tageszeitungen
5%
Nur
Internet
Zeitung und
Internet
17 %
News-Portal
31 %
54 %
Keine Angabe
15 %
Basis: n = 703
Mehr als die Hälfte der Befragten bevorzugt einen kostenlosen
Basisdienst mit Premium-Services als Bezahloption
© INTERNET WORLD Business 11/13
18 %
Monats-Abo
Web-Portal überregionale Zeitungen
28 %
62 %
Basis: n = 968
Quelle: Ebd.
Tageszugang
16 %
49 %
Freemium
Wie würden Sie am liebsten bezahlen, angenommen die
folgenden Optionen wären vom Preis her ähnlich?
Leser von Print und Internet
Web-Portal lokale
Tageszeitungen
Metered
Model
Bezahlmodelle: Mehrheit gegen Bindung
Leseverhalten
Reine Online-Leser
Welche Zahlungsweise würden Sie wählen?
Einzelartikel
24 %
35 %
Paketpreis
23 %
Basis: n = 744
Basis: n = 703
Reine Online-Leser nutzen lokale
Verlagsangebote vergleichsweise wenig
© INTERNET WORLD Business 11/13
Die Hälfte der Befragten informiert sich
sowohl in Print-Titeln als auch im Internet
Die Websites der Lokalzeitungen werden
häufiger von den Zeitungslesern genutzt
Quelle: Studie „Online-Strategien für den Zeitungsmarkt“, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Zwei Drittel der Befragten sprechen sich gegen ein Monats-Abo aus
© INTERNET WORLD Business 11/13
Quelle: Ebd.
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Neue
Mediengesellschaft
Ulm mbH
MARKETING & WERBUNG
Internet World BUSINESS
Start-up für Mobile-Werbung
1-2-3PLAKAT.DE
Plakatreichweite im Web
Plakate online buchen, den Service bietet
der Vermarkter CAW Media schon seit einigen Jahren an. Auf der relaunchten Web-
Plakat und Internet wachsen zusammen – auch dank Online-Buchung
site 1-2-3plakat.de weist das Unternehmen
aus Bünde nun auch den Plakatseher pro
Stelle (PpS) aus. Der PpS ist die allgemeingültige Reichweite in der Außenwerbung.
Weitere Neuerung: ein überarbeiteter Plakatdesigner, mit dem Werbungtreibende
Motive druckfertig gestalten können. vg
Eine Studie von Pricewaterhouse Coopers untersucht die Nutzung von Bewegtbildwerbung
B
Bewegtbildwerbung kommt
an, aber nur, wenn sie gut
gemacht und kurz ist
play-Werbung in Deutschland betrug 2012 nur rund
Video-Werbung, die ich mit einem Klick
Videos im Kontext
30,4 %
zwölf Prozent. PwC geht von
abspielen kann, macht mich neugierig
einem jährlichen Wachstum
Ein weiteres Fazit: BewegtIch finde Videoclips von
30,4 %
von 23 Prozent für die Zubild wirkt deutlich aktivieUnternehmen (Youtube etc.) gut
kunft
aus. Das wären bis
render als statische Banner.
Video-Werbung finde ich im Ver35,7 %
2017 insgesamt 500 Millio„Video-Werbung ist allergleich zu Bannern interessanter
nen Euro Umsatz. Ballhaus
dings nur dann effektiv,
Video-Werbung passend zum Inhalt
47,9 %
schränkt aber ein: „Gelingt es
wenn die Qualität des Werder Website schaue ich mir eher an
der Branche nicht, ihre
bespots stimmt – ansonsten
Quelle: Pricewaterhouse Coopers, Mai 2013
Hausaufgaben im Bereich
fallen die ablehnenden Reak© INTERNET WORLD Business 11/13
Media Trend Outlook; Mehrfachnennungen möglich
Bewegtbildwerbung zu mationen der Nutzer stärker aus
chen und die Transparenzanals bei klassischen Bannern“,
grenzt Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Klick abspielen lassen – ein Drittel macht forderungen der Werbetreibenden zu erTechnologie, Medien und Telekommuni- solche Spots neugierig. Dagegen gaben füllen, kann sich das als ein entscheidendes
kation bei PwC, die Erfolgsaussichten ein. fünf von zehn Befragten an, automatisch Wachstumshemmnis für die Web-VideoWerbung herausstellen.“ Zu den Aufgaben
So sieht sich jeder zweite Nutzer (48 Pro- abgespielte Werbung sofort zu schließen.
Bewegtbildwerbung ist bei den Nutzern gehören laut PwC die inhaltliche und techzent) Online-Werbespots eher an, wenn
diese zum Inhalt der Webseite passen. Mehr grundsätzlich positiv besetzt – die Investi- nische Qualität der Spots, effektive Targeals ein Viertel der Internet-Nutzer gab an, tionen der Unternehmen in die digitale ting-Methoden und eine Einigung der
sich nach dem Anschauen von Werbe- Video-Werbung hinken der Online-Video- Branche auf verbindliche AuslieferungsVideos weiter auf der Anbieter-Webseite Nutzung jedoch hinterher; das Potenzial und Vergütungsstandards. Hohe Effektivizu informieren. Als besonders positiv von Online-Video-Werbung wird hier tät erreicht Video-Werbung laut Ballhaus
bewerteten die befragten Konsumenten noch nicht ausgeschöpft. Der Anteil von nur mit hochwertigen Werbespots und
■
Werbe-Videos, die sich einfach mit einem Bewegtbild am Gesamtumsatz mit Dis- präziser Zielgruppenausrichtung. vg
Unruly expandiert
Targeting für Verticals
Anzeige
Foto: Fotolia / Alphaspirit
ewegtbildwerbung gehört für die
meisten Online-Nutzer bereits zum
Surf-Alltag und verspricht eine hohe Wirkung. Doch die Mehrheit schließt Videos
wieder, wenn die Reklame davor länger als
zehn Sekunden dauert. Das zeigt eine
aktuelle Studie von Pricewaterhouse Coopers (PwC). Unter dem Titel „Emotion
trifft auf Effizienz“ hat die Unternehmensberatung im Frühjahr 2013
insgesamt 1.200 Webuser im
Alter von 18 bis 65 Jahren beAussagen zu Video-Werbung
fragt. Das Ergebnis: Gut drei
Inwieweit treffen folgende Aussagen auf Sie persönlich zu?
Viertel der mehr als 53 Millionen Web-Nutzer in DeutschIch habe öfters auf Werbe-Videoclips
26,8 %
geklickt und mich informiert
land sehen sich – zumindest
hin und wieder – im Internet
Ich habe öfters Video Ads in
27,0 %
sozialen Netzwerken geteilt
Videos an.
MEDIA GROUP ONE
Media Group One, Betreiber von vertikaler
Netzwerke, arbeitet künftig mit Nugg Ad,
Anbieter von Targeting-Lösungen, zusammen. Ziel der Kooperation ist es, den Verticals zielgruppengenaue Targeting-Maßnahmen zu ermöglichen. Im Fokus stehen
hier die Adressierung der Werbebotschaft
an werberelevante Zielgruppen sowie die
„Branding Solutions“ von Nugg Ad, die
darüber hinaus Markenbotschaften in den
Köpfen der Nutzer verankern sollen. Dadurch soll gezielt die Markenbekanntheit,
Markensympathie und das Kaufinteresse
erhöht werden. sg
11/13
10 Sekunden bis Abbruch
TRUE MOBILE
Mit True Mobile betritt ein neuer Vermarkter die Bühne im expansiven Segment der
mobilen Werbung. Das Hamburger Startup bündelt mobile Reichweiten bekannter
Plattformen in einem Cluster und bietet
seinen Kunden dadurch die Möglichkeit,
Umfelder übergreifend und gemäß ihren
Kriterien zu selektieren: etwa nach Themen, Kampagnenzielen, Medienformaten
und weiteren Targeting-Faktoren wie Geschlecht oder Region. Die Abrechnung
erfolgt auf Basis von Tausend-KontaktPreisen oder pro Klick. Ausgeliefert wird
über einen eigenen Adserver mit TrackingSystem. Außerdem berät True Mobile hinsichtlich der Kampagnenplanung, führt
Zielgruppenanalysen durch, prüft die
Werbemittel auf Mobile-Tauglichkeit und
kümmert sich um die Optimierung. vg
27. Mai 2013
Die Briten kaufen die Social-Advertising-Plattform Shareifyoulike
E
ine Akquisition, die eine „komplette Die konsolidierte Reichweite ist noch
Umverteilung des deutschen Social- nicht bekannt. Zusammengezählt haben
Advertising-Markts bedeutet“, so kündigte Unruly und Shareifyoulike aber über 2.800
Unruly Mitte Mai die Übernahme von Kampagnen mit einer Sendezeit von insShareifyoulike.com an. Der Londoner gesamt über 979 Jahren ausgeliefert, rechVideo-Technologie-Anbieter Unruly, der net Martin Dräger, CEO von Shareifyouseit 2012 im deutschen
Markt agiert, wird nun
tatsächlich hierzulande zur Nummer eins.
Weltweit umfasste das
Unruly-Netzwerk bislang rund 25.000 Publisher, über die monatlich 978 Millionen
Konsumenten auf allen verfügbaren mobilen Endgeräten erreicht werden. Bei
Shareifyoulike teilen
hingegen über 20.000
Publisher die Inhalte
von werbungtreiben- Wollen alles gemeinsam teilen: Der britische Social Advertiser
den Unternehmen.
Unruly hat den deutschen Anbieter Shareifyoulike geschluckt
Foto: Shareifyoulike
12
like, vor. Im Zuge der Akquisition wird
Dräger Geschäftsführer von Unruly
Deutschland. Hierzulande ist Social Video
Advertising zwar noch ein vergleichsweise
übersichtliches Marktsegment, nichtsdestotrotz eines von zunehmender Bedeutung. Denn wenn im Social Web WerbeVideos wie der VW-Spot „Darth Vader“
Millionen von Abrufen haben, liegt das
meist nicht nur daran, dass sie gut sind,
sondern auch an Multiplikatoren wie
Unruly oder Shareifyoulike. Auf ihren
Social-Video-Plattformen verbreiten sie
Bewegtbild von Werbungtreibenden über
Online-Plattformen wie Youtube, Facebook, Twitter, aber auch Blogs, Apps und
Publisher. Wer mithilft, die Spots zu
streuen, und über eine entsprechende
Reichweite bei seinen Fans oder Usern
verfügt, kann damit Geld verdienen.
Deutschland ist ein wichtiger Markt für
die Social-Video-Vermarkter. Markenartikler wie BMW oder Volkswagen nutzen
das Instrument bereits, darüber hinaus
haben die hiesigen Nutzer den Ruf, besonders freudig zu teilen. Deutsche VideoKampagnen haben laut Unruly-Mitbegründer Scott Button eine um 87 Prozent
höhere „Share Rate“ als Kampagnen im
■
weltweiten Durchschnitt. vg
11/13
MARKETING & WERBUNG
27. Mai 2013
Internet World BUSINESS
13
Abrechnung nach Sichtbarkeit
Neue Technologielösung von Adconion Direct misst die Visibility von Online-Werbung und rechnet TKP-basiert ab
E
s ist ein heiß diskutiertes Branchenthema: Kommt die Online-Werbung
auch wirklich bei der Zielgruppe an? Denn
nicht immer liegen die vom Adserver des
Vermarkters ausgelieferten Werbemittel
im sichtbaren Bereich des Browsers:
Scrollen auf der Webseite, große Bildschirmauflösungen oder kleinere Screens
beispielsweise auf Notebooks lassen Anzeigen wie Superbanner oder Skyscraper
verschwinden, bevor der User sie überhaupt zu Gesicht bekommen hat. Der
Werbungtreibende aber zahlt trotzdem
die Rechnung, denn der Job gilt mit Auslieferung als erledigt.
Die Vermarktungsplattform Adconion
Direct hat sich des Problems nun angenommen und bringt eine eigene Technologie auf den Markt, die die Sichtbarkeit
(Visibility) und die Sichtbarkeitsdauer
(Viewtime) eines Online-Werbemittels
messbar machen
soll. An sich ist das
nicht neu, mehrere
Unternehmen bieten die Dienstleistung an: spezialisierte Firmen
wie Meetrics oder
Alenty, AdserverAnbieter wie Adtech oder Adition,
aber auch OnlineHolger Meyer von
Mediaforscher wie
Adconion Direct
zu 70 Prozent gegeben sein muss. Auch die
Arbeitsgemeinschaft Online Forschung
(Agof) bastelt an einer Lösung. Bis die
Entscheidung fällt, hält sich Adconion an
die IAB-Vorgaben, die hauseigene Technologielösung lasse sich jedoch flexibel an
jede Definition anpassen, versichert Holger Meyer. Außerdem arbeitet das Unternehmen auch mit anderen Anbietern zusammen. Vereinbarungen mit Comscore
und Meetrics sind bereits getroffen.
Visibility bestimmt den Preis
Sichtbar oder nicht? Anbieter wie Adconion und Adtech gehen dem Problem auf den Grund
Comscore (vergleiche INTERNET WORLD
Business 7/2013, Seite 32). Adconions InView-Lösung geht aber über die Messung
hinaus. Anhand der Ergebnisse rechnet
das Unternehmen nur die nachweislich
sichtbaren Ads auf TKP-Basis ab. „Durch
unsere Abrechnungsmethodik verbessert
sich automatisch auch die Qualität der Impressions“, sagt Holger Meyer, Managing
Director bei Adconion Direct. Je besser die
Online-Werbemittel auf einer Seite platziert sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gesehen werden.
Adconion definiert die Sichtbarkeit einer
Online-Werbung gemäß der 2011 gestarteten Initiative „Making Measurement
Make Sense“. Die unter dem Dach des International Advertising Bureau (IAB) gegründete Initiative lässt Ads nur dann als
sichtbar gelten, wenn 50 Prozent der Impression für mindestens eine Sekunde auf
dem Bildschirm wahrnehmbar waren.
Hierzulande wurde dieser 50/1-Standard
allerdings noch nicht abgesegnet. Agenturen und Unternehmen werfen die Frage
auf, ob nicht sogar eine Visibility von bis
Datenprojekte optimierbar
Kreative wecken den
interaktiven Spieltrieb
Big-Data-Projekte laut IDG-Studie oftmals nicht effektiv genug
E
s ist der Hype-Begriff der vergangenen
Monate: Big Data – die strukturierte
Zusammenführung riesiger Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen, gilt als
Heilsbringer im Marketing. Das bestätigt
auch eine Erhebung, die IDG Research
Services im Auftrag von Kapow, Anbieter
von Big-Data-Technologien, durchgeführt
hat. Rund 80 Prozent der befragten Manager in Unternehmen glauben demnach,
dass ihnen die Datenflut für ihre Businessentscheidungen einen signifikanten Mehrwert liefert. 32 Prozent der Umfrageteil-
nehmer haben bereits Big-Data-Projekte
umgesetzt. Die Studie deckt jedoch auf:
Die Unternehmen betreiben die Datensammlung zu ineffektiv. Für 81 Prozent ist
die manuelle zeitaufwendige Datensammlung an der Tagesordnung. Nur ein gutes
Fünftel ist mit dem bisherigen Erfolg der
Maßnahme zufrieden. Die Erwartungen
sind nichtsdestotrotz groß: Big Data soll
Wettbewerbsvorteile sichern und unter
anderem die Kundenzufriedenheit und
die Produktivität steigern. Mehr zu diesem
■
Thema lesen Sie auf Seite 8. vg
Welche Erwartungen haben Sie an Big-Data-Projekte?
80 %
Ermöglicht fundiertere
Entscheidungen
71 %
Vergrößert den Vorsprung
vor den Wettbewerbern
68 %
Steigert die Zufriedenheit
bei den Kunden
62 %
Verbessert die Produktivität
der Endnutzer
Big Data als Rundum-sorglos-Paket: Die befragten Manager in Unternehmen haben hohe Erwartungen
© INTERNET WORLD Business 11/13
Quelle: Kapow / IDG Research Services, Februar 2013
50 oder 70 Prozent – spürbare Auswirkungen hat eine Abrechnung nach Sichtbarkeit in jedem Fall für die Publisher. Wer
die Kriterien nicht erfüllt, bekommt künftig weniger Geld. „Die Publisher werden
aber dennoch davon profitieren“, so Meyer.
Mit der Umstellung einher geht auch eine
Überprüfung der Anzeigenpreise. Nachweislich sichtbare Werbung wird also in
jedem Fall teurer werden. Ein ähnliches
Modell – Preisstaffelung nach Auslieferung – bietet in Deutschland bereits
Tomorrow Focus Media an. Mit seinem
„Ad Gap“-Standard überprüft der OnlineVermarkter, ob Kampagnen korrekt ausgeliefert wurden, das Angebot „Premium
Plus“ soll darüber hinaus eine Mindestsichtbarkeit und -verweildauer für eine
Werbeform garantieren. Je nach Erfüllung
der Kriterien ruft Tomorrow Focus dann
■
unterschiedliche Preise auf. vg
Die Werbefestivals ADC und Cannes setzen auf Mobile Gamification
G
amification heißt der Trend, der aus
allem ein Spiel macht, auch aus Werbung. Die Veranstalter der zwei Kreativfestivals Cannes und ADC bringen nun
Mobile-Gamification-Elemente ins Spiel,
um Besucher anzulocken.
Den Auftakt machten die
ADC-Sponsoren
Ambermedia und der Gamification-Spezialist Questor Mitte
Mai in Hamburg. QR-Codes
auf den T-Shirts von Promotern weckten die Neugier
und wiesen den Weg zum
Kreativspektakel ebenso wie
10.000 geklebte Sticker. Wer
die mit QR-Code bedruckten Aufkleber oder Promoter-Shirts per Smartphone
scannte, wurde auf eine
interaktive Schnitzeljagd geschickt, Ziel: das letzte Pixelquadrat. Das befand sich am
Eingang des ADC-Geländes, wo es kostenlose Eintrittskarten zu gewinnen gab.
Den Spieltrieb will auch die Agentur
PHD beim Cannes Lions Festival ab 16.
Juni wecken. Teilnehmer können hier an
Per QR-Code
schickt ADC
Fans auf eine
interaktive
Schnitzeljagd
einem „Massive Multiplayer Online Game“ teilnehmen. Das Spiel ist in
die Cannes Lions App
integriert. User verdienen
mit diversen Aktivitäten
im Rahmen des Festivals
Punkte, etwa durch die
Anmeldung bei Seminaren oder über Netzwerke mit anderen Teilnehmern. Wer den Highscore anführt,
kann täglich Preise gewinnen. Der Gesamtsieger bekommt die Akkreditierung
■
für das Festival 2014 gratis. vg
14
MARKETING & WERBUNG
Internet World BUSINESS
Strafaktion bei Link-Kauf
VALUECLICK MEDIA
Eine Plattform für alles
Valueclick Media integriert das vor zwei
Jahren übernommene mobile Anzeigennetzwerk Greystripe in das bestehende
System. Webseiten-Betreiber können ihr
Online- und Mobile-Inventar künftig über
dieselbe Plattform koordinieren. Ein neues
Interface bietet Publishern eine Übersicht
über ihre gesamten Werbeplätze und lau-
Wachsen zusammen: Mobile- und
Desktop-Werbung über eine Plattform
fende Kampagnen sowie einheitliche
Abrechnungen. Nach Angaben des Unternehmens werden Desktop-Kampagnen
vorwiegend Performance-basiert abgerechnet, während Mobile Display Advertising hauptsächlich für Branding-Kampagnen eingesetzt und nach Anzahl der Impressions (CPM) bezahlt wird. fk
DDP DIRECT
Schreiben für Google
Die PR-Agentur DDP Direct setzt beim
Verfassen ihrer Meldungen auf Suchmaschinenoptimierung. In einem aktuellen
Angebot offeriert das Unternehmen aus
Leipzig ganz explizit die Verbreitung SEOoptimierter Pressetexte mit MultimediaElementen. Im Einführungspreis von 125
Euro (gültig bis Ende Juni) ist nach Unternehmensangaben neben der Verbreitung
auf 300 PR- und Social-Media-Sites auch
die „Übermittlung an Google“ enthalten.
DDP Direct wurde Ende 2012 von der norwegischen NHST Media Group übernommen und gehörte zuvor zur – inzwischen
insolventen – Nachrichtenagentur DAPD
(ehemals DDP). fk
Anzeige
11/13
Nicht jeder schreit gleich
SUCHMASCHINENOPTIMIERUNG
In einem Twitter Tweet hat Matt Cutts,
Chef des Search Quality Teams bei Google,
Aktionen gegen Tausende von Websites
bekannt gegeben, die gegen Geld Backlinks von ihren Seiten verkaufen. Link-Kauf
ist bei Google eine unerwünschte SEOMaßnahme, die mit einer Herabstufung im
Suchmaschinenindex geahndet werden
kann. Cutts, der als Herr über den GoogleSuchalgorithmus gilt, droht der SEOGemeinde in regelmäßigen Abständen
Konsequenzen für „Black Hat SEO“ (eine
Suchmaschinenoptimierung, die den Vorgaben von Google zuwiderläuft) an. Inwieweit
die jüngste Ankündigung Konsequenzen
haben wird, bleibt abzuwarten. fk
27. Mai 2013
Zalando bereichert seine E-Mail-Kampagne um das Element Video – mit Tücken
F
rauen shoppen am PC, während ihre
Männer bei der Gartenarbeit auf die
Datenleitung stoßen – und eine riesige
Fashion-Fontäne auslösen. Privat-TVZuschauer kennen den neuen ZalandoSpot vielleicht aus dem Fernsehen. Jetzt
bindet der Schuhversender das KurzVideo auch in eine Mail-Kampagne ein.
Die Besonderheit: Der Clip startet – ohne
weitere Nutzerinteraktion – automatisch,
sobald der Empfänger die Mail öffnet.
Dahinter steht die Trusted-DialogTechnik des Zalando-Kooperationspartners United Internet Dialog (UID), erweitert um die sogenannte „In-Comm“-Komponente (Bewegtbild im Kommunikationsumfeld). Trusted Dialog gibt es schon
seit 2007 und steht für garantierte Auslieferung der Mails an die Empfänger, verbunden mit einer optischen Kennzeichnung in deren Mailbox: Die Nachricht eines teilnehmenden Unternehmens wird
mit dessen Firmenlogo gekennzeichnet –
und ist deshalb leicht von einer Spam oder
gar Phishing Mail zu unterscheiden. Zalando setzt Trusted Dialog bereits seit
2011 ein. Neu sind die Videos,
die UID für seinen Werbekunden ausspielt, und zwar
bandbreitenoptimiert
und
ohne die Notwendigkeit auf
Empfängerseite, einen Video
Player zu installieren oder irgendetwas zu klicken.
Nur im Web Interface
Allerdings funktioniert Trusted Mail bislang nur für Mailboxen aus dem United-Internet-Imperium, also 1&1,
Auf den ersten Blick
gleich: Im Web Interface von Web.de startet
der Zalando-Spot von
allein. In der GMX-App
auf dem iPad klappte
dies jedoch nicht
Edi simolupta quid quodips aecearum simi, comnis voles calit cam deniendiae
GMX und Web.de, außerdem für FreenetPostfächer – eine Kooperation mit T-Online ist in Planung. Zudem muss der User
das Web Interface des Anbieters nutzen,
bei einem Mail-Programm wie Outlook
oder Thunderbird funktioniert Trusted Mail nicht.
Sind diese Bedingungen
erfüllt, verblüfft der VideoEffekt: Wird die ZalandoMail geöffnet, startet der Clip
ohne Ruckler und Wartezeiten. UID reklamiert für sich
eine Reichweite von über 40
Prozent bei den privaten Mail
Accounts, und angeblich greifen hier die meisten bevorzugt
Christian Pern, Head
of CRM bei der Zalando via Web Interface auf ihr Postfach zu.
GmbH in Berlin
Ein Test auf einem iPad zeigte allerdings
die Grenzen des Systems: Bei einem Aufruf in der offiziellen GMX-App wurde die
Zalando-Mail zwar mit Firmenlogo im
Posteingang gekennzeichnet, das eingebettete Video startete jedoch nicht von
selbst. Bis man die vor Glück schreienden
Protagonisten des Clips sehen (und hören)
konnte, waren mehrere Klicks erforderlich –
auf dem Tablet bleibt die User Experience
noch deutlich hinter der auf dem DesktopComputer zurück.
Christian Pern, Zalandos Head of CRM,
setzt dennoch große Hoffnungen in die
Video Mails: „Mit den Bewegtbild-Spots
möchten wir noch stärker in den Dialog
mit unserer Zielgruppe treten und ihnen
auf immer neue Weise Zugang zu den neu■
esten Fashion-Angeboten bieten.“ fk
Lifting für Adwords Express
Yahoo is
back again
Neue Oberfläche soll kleinen Unternehmen SEA-Einstieg erleichtern
E
inen neuen Anstrich hat Google
seiner Self-Service-Buchungsplattform Adwords Express gegeben. Basierend auf dem Feedback
von Usern sind die Statistiken und
Grafiken des Tools für SEM-Kampagnen jetzt informativer. Außerdem gibt es eine Echtzeitvorschau
der geplanten Anzeigen. Mit Adwords Express spricht der Suchmaschinenkonzern aus Mountain View
gezielt kleine Unternehmen an, die
lokal für sich werben wollen.
Alle Infos auf einen Blick
U
Google-typisch schlicht: Das neue Dashboard von
Adwords Express zeigt die wichtigsten Infos an
Das überarbeitete Dashboard soll für die
Werbekunden alle Informationen zu den
von ihnen gebuchten SEA-Kampagnen auf
einen Blick zusammenfassen. So gibt die
grafische Darstellung Auskunft über die
Anzahl der Anzeigenansichten, Klicks
und Anrufe, die eine Textanzeige generiert
hat. Eine Tortengrafik zeigt deutlich an,
wie viel vom monatlichen Budget bereits
eingesetzt wurde; und ein Liniendiagramm
verdeutlicht die Aktivitäten über die Zeit.
Auch der Anmeldevorgang wurde verschlankt. Um beim Adwords-Programm
dabei zu sein, müssen die Nutzer nur noch
ihre Zielgruppe bestimmen, eine Anzeige
kreieren und ein Budget festlegen. Zur
besseren Übersicht für die Nutzer führt
Google eine Echtzeit-Anzeigenvorschau
ein: Schon während des Eingebens der
nötigen Daten können die Werbekunden
überprüfen, ob die Anzeige ihren Vorstel■
lungen entspricht. fk
nerwartet dynamisch meldet sich der
Web-Pionier Yahoo auf dem Markt der
großen Online-Konzerne zurück. Mit der
Übernahme der Blogging-Plattform Tumblr.com für 1,1 Milliarden US-Dollar beweist Yahoo-Chefin Marissa Mayer neben
Innovationswillen auch, wie liquide das
Unternehmen ist. Und Mayers Versprechen, Tumblr „nicht zu versauen“, untermauert jetzt der Relaunch von Flickr: Mit
einem satten Terabyte an Gratisspeicher
begeistert die 2008 übernommene SocialPhoto-Plattform die Nutzer – und setzt Konkurrenten wie Google+ unter Druck. fk ■
Kauf-Offensive: Yahoo-Zentrale in Sunnyvale
11/13
MARKETING & WERBUNG
27. Mai 2013
Internet World BUSINESS
15
CASE STUDY DEFSHOP
Die SEA-Automatik
Der Szeneklamotten-Händler Defshop lässt sich seine Adwords-Kampagnentexte von einem Tool errechnen
M
bei Google auf das Vorliegen bestimmter
Attribute – und erstellt automatisch Kombinationen aus einem Adwords-Text und
einer passenden Landing Page.
Für Cuesta ist entscheidend, dass die
Adwords-Anzeige möglichst häufig geklickt wird, denn das ergibt einen guten
Quality-Faktor. Und dieser erspart bares
Geld: Der Klickpreis sinkt. An einem Beispiel erläutert der SEA-Experte, wie die
automatische Analyse funktioniert: Der
Suchtext wird hinsichtlich Markenname, Produktbezeichnung,
Geschlechtsmerkmal und gegebenenfalls Kaufintention (zum Beispiel „günstig“) untersucht. Wurde
zum Beispiel nach „pantalons ecko
homme“ gesucht, erkennt das Programm die Warengruppe (Pantalons = Hosen), die Marke Ecko
und das Geschlecht (Homme =
Mann). Daraus erstellt Camato
einen Anzeigentext, in dem die
Keywords optimiert gesetzt werden, außerdem generiert es eine
Weiterleitung an die richtige Seite
im Shop, nämlich die Übersicht
über Ecko-Herrenhosen.
Das Resultat eines Testlaufs mit
Die Sortimentsvielfalt von Defshop ist eine Herausforsieben parallel geschalteten Marderung für die Suchmaschinenwerbung
kenkampagnen konnte überzeuwichtige Rolle, und da stellt das große Sor- gen. Die Click-Through-Rate verbesserte
timent eine Herausforderung dar: Mit der sich um 12 Prozent, was sich direkt in 13
Menge der Artikel und Marken steigt auch Prozent niedrigeren Klickpreisen (CPC)
die Zahl der möglichen Keywords und niederschlug. Dadurch erhöhte sich die
Adwords-Textmöglichkeiten ins Uner- Reichweite der Kampagnen, weil bei niedmessliche. Als Patrick Cuesta im Novem- rigeren CPCs mehr Adwords gebucht werber die Verantwortung für das Frankreich- den konnten. Ergebnis: 23 Prozent mehr
Geschäft der Berliner Firma übernahm, Sales bei insgesamt 7 Prozent geringerem
entschloss er sich zu einem radikalen CPO (Kosten pro Bestellung). Außerdem
Schnitt: einer vollautomatischen Erstel- freut sich Cuesta über ein deutlich besser
lung von Adwords in Abhängigkeit von strukturiertes Adwords-Konto.
Trotz der automatischen Anzeigengeneder Suchanfrage.
rierung bleibt für den SEA-Spezialisten
Quality-Faktor ist entscheidend
und sein Team noch genug zu tun: Das
Als Kooperationspartner wählte er den System erfordert ständige Einstellarbeiten,
Passauer SEA-Spezialisten Crealytics und Suchwortlisten müssen aus Google gewonsein Kampagnen-Optimierungswerkzeug nen und ins System eingepflegt werden –
■
Camato. Das Tool analysiert Suchanfragen dann läuft es jedoch von selbst. fk
enschen, für die Hip-Hop mehr als
eine Musikrichtung und Skaten nicht
nur eine Sportart sind, finden das passende Outfit für ihren Lifestyle unter anderem
bei Defshop. 2006 in Berlin gegründet,
zählt der Händler für coole Klamotten nun
zu den größten seiner Art in Europa und
vertreibt ein Sortiment mit über 21.000
Artikeln von über 250 Marken.
Im Marketing-Mix des Unternehmens
spielt Suchmaschinenwerbung (SEA) eine
1.
In einer Filtermatrix legt der SEA-Manager in Camato fest, auf welche Attribute hin die Suchtexte
untersucht werden sollen. Hier werden Produktart, Marke, Geschlecht und Kaufattribut gesucht
2.
Diese typische Anfrage enthält die Produktart (Hose), die Marke (Ecko) und das Geschlecht (Mann).
Ein spezielles Kaufattribut fehlt, doch niedriger Preis und schnelle Lieferung ziehen immer
3.
Das Resultat: Der Adwords-Text nennt alle Keywords, das wichtigste sogar zweimal. Das ist gut für den
Quality-Faktor. Am Schluss steht der universelle Hinweis auf niedrige Preise und schnelle Lieferung
4.
Die Adwords-Anzeige hat die Suchanfrage ideal aufgenommen. Fehlt nur noch die Weiterleitung an die
passende Landing Page – in diesem Fall die Übersicht für Herrenhosen des Modelabels Ecko
Interview
„Der Mensch ist durch die
Technik noch nicht ersetzbar“
Steckbrief: Defshop KG
■
Firma: Gegründet 2006 in Berlin, seit 2008
KG, 120 Mitarbeiter
■
Ladengeschäfte: Zwei Filialen in Berlin,
eine in Neu-Isenburg
■
Online Shop: Über 700.000 registrierte
Kunden, täglich bis zu 70.000 Besucher,
über 21.000 Artikel
■
Hauptmärkte: Deutschland, Österreich,
Schweiz, Frankreich, Niederlande, Finnland, Russland, Spanien und Italien
■
Internet: www.def-shop.com
Worin liegt für ein Unternehmen wie
Defshop die härteste Herausforderung
bei der Suchmaschinenwerbung?
Patrick Cuesta: Die Herausforderung ist
für alle SEA-Manager gleich: Eine rentable Impressionsausschöpfung zu erzielen
durch möglichst viele Sales für den geringstmöglichen CPC (Anm.: Cost per
Click). Google zufolge haben die CPCs
einen direkten Zusammenhang mit dem
Quality-Faktor. Dieser Faktor wird von
Google für jedes Keyword festgelegt.
Wovon wird dieser Faktor beeinflusst?
Cuesta: Google überprüft unterschied-
Patrick Cuesta
Country Manager
für Frankreich bei der
Defshop KG, Berlin
■ www.def-shop.com
liche Faktoren wie Click-Through-Rate
(Anm.: CTR), Anzeigentext, Landing
Page, Ladezeiten und so weiter. Wenn eine
Anzeige häufig geklickt wird, steigert das
ihren Quality-Faktor. Die Größe CTR
ist der wichtigste Faktor bei der Optimierung. Aus Sicht der Kampagnensteuerung ist es ideal, wenn jedes Keyword beziehungsweise jede fein ausgeprägte Kennwortgruppe ihre eigene
Anzeigengruppe hat. Doch das ist
manuell sehr aufwendig zu realisieren.
Camato nähert sich diesem Ideal, indem
es in einem Klick automatisch für jedes
Keyword oder jede Kennwortgruppe eine neue Anzeigengruppe anlegt. Somit
wird die Kampagne granular aufgestellt.
Wird damit der Mensch überflüssig?
Cuesta: Nein, der Mensch ist noch nicht
ersetzbar. Essenzielle Einpflegungen und
Voreinstellungen, die für ein makelloses
Funktionieren sorgen, müssen weiterhin manuell erledigt werden. Und „at
last, but not at least“: Die Kennwortlisten werden weiterhin vom SEA-Manager fertig zum Upload vorbereitet.
INTERVIEW: FRANK KEMPER
MARKETING & WERBUNG
Internet World BUSINESS
16
27. Mai 2013
Jedem seine Geschichte
Dank einer Kamerasimulation bringt
Olympus den Spaß
am Fotografieren
und die technischen
Raffinessen seiner Geräte
aufs Smartphone und in den Laden.
Mit einer Mobile-Kampagne rückt Olympus die Konsumenten in den Mittelpunkt
Vorgestellt von:
M
it „Capture Your Stories“ ist dem
japanischen
Kamerahersteller
Olympus eine Mobile-Kampagne gelungen, die die neue Digitalkamera Olympus
PEN E-PM1 perfekt ins Bild rückt. Die
Herausforderung bestand dabei nicht nur
darin, unterschiedliche Zielgruppen wie
Mütter, junge Familien und OutdoorFans zu erreichen. Die Tatsache, dass die
Kampagne direkt am Point of Sale (PoS)
stattfinden sollte, forderte ebenfalls die
ganze Kreativität der Beteiligten.
Olympus entschied sich für Rich Media,
um die neue Kamera bekannter zu ma-
Steckbrief
■
11/13
Auftraggeber: Olympus
Auftrag: Mobile-Kampagne „Capture
your stories“ mit Rich-Media-Elementen
für das Kameramodell PEN E-PM1
■
■
Agentur: Mullen‘s Mediahub, Boston (USA)
■
Chief Creative Officer: Mark Wenneker
■
Art Director: Joe Scalo
■
Social Media Director: Michael Bourne
■
Start: November 2012
chen: Eine Anzeige in
Internet Shops wurde
mit einer dynamischen
Bilderfunktion angereichert und führte die
User – auch mobil –
zur Produkt-Website.
Auf der mobilen Landing Page konnten Interessenten ihre eigenen Bilder als EchtzeitStories in mobile Banner hochladen, die sich
regelmäßig oben auf
der Webseite aktualisierten.
Darüber hinaus bot
die Landing Page eine
360-Grad-Ansicht des
Modells und ließ die
Nutzer die Funktionen
direkt erleben: Die User
konnten verschiedene
Filter und Linsen „live“
ausprobieren.
So zeigte beispielsweise der sogenannte
„Landschaftsmodus“ die Originalvorschau der Kamera auf dem Smartphone
und brachte damit pures Foto-Feeling in
Stephan Horvath,
President bei der
Draftfcb München
GmbH, München
■ www.draftfcb.eu/de
Auch auf Facebook
war die Kampagne von
Olympus präsent
Mit allerlei Features ausgestattet: „Capture your stories“ bot den
Handynutzern unter anderem eine Originalvorschau der Kamera
die Hand. Um die Nutzer noch zusätzlich zu
aktivieren, installierte Olympus außerdem die Buttons „Kaufen“, „Technische
Daten“ und „Teilen“.
Nach Angaben von Olympus selbst gelang es mithilfe dieser Mobile-Kampagne,
die Awareness und die Kaufbereitschaft
für das beworbene Kameramodell PEN
E-PM1 signifikant zu erhöhen – außerdem erzielte die Kampagne überdurchschnittlich hohe Klickraten.
Alles in allem ein sehenswerter Erfolg
■
für Olympus!
Online-Werbung: Neue Etats, neue Kampagnen
Auftraggeber
Auftrag
Dienstleister
Auftraggeber
Auftrag
Dienstleister
Audi
Web-Film „The Challenge“ zum neuen „Star Trek“-Kinofilm
PMK BNC
Lexus
Globale Marketingkampagne des Autobauers in Print und Web
Chi & Partners
Bünting
Social Media und Facebook Marketing für das Teehandelshaus
Construktiv
Loewe
Discovery Networks /
Dmax
B2B-Kommunikationsmaßnahmen für die Muttergesellschaft
Discovery Deutschland sowie den Männersender Dmax
Berger Baader
Hermes
Integrierte Werbekampagne inklusive TV-Spot, Online Banner,
Print-Anzeigen sowie Social-Media-Aktivitäten / Mediaplanung
Brandoffice /
Mediacom
Lufthansa
Spot mit dem Motto „Nonstop you“ für TV, Internet und Kino
Kolle Rebbe
Dudenverlag
Online-Vermarktung des Portals Duden.de
Ströer Digital M.
Santec
TV- und Webspot für den Video-Überwachungssystem-Hersteller
Serviceplan
eBay.com
Launch-Kampagne für die russische Seite des Web-Marktplatzes
DDB Tribal
Smart
Internationale Markteinführungskampagnen für neue Modelle
BBDO Proximity
Henkel
TV- und Web-Maßnahmen für Right Guard Xtreme Sports Shower
TBWA
Spreadshirt
TV-Spot, der auch online läuft, für die E-Commerce-Plattform
Moccu / Glow
Kabel Deutschland
Betreuung des Social-Media-Etats für den Kabelnetzbetreiber
Coma
Svenson Haarstudios
Betreuung des kompletten Media-Etats für Off- und Online
GFMO OMD
Klarmobil
Lead-Agentur und Werbekampagne mit dem Motto „Einfach.
Ehrlich. Günstig.“ mit TV-, Web- und Social-Media-Maßnahmen
VSF&P
Kommunikationsmaßnahmen zur Energiewende inklusive Website und Online Marketing für das Umweltministerium
Ressourcenmangel
Umweltministerium
Baden-Württemberg
Toom
Social-Media-Strategie unter anderem mit neuem Webclip
Parasol Island
Zenonade
Youtube-Kampagne für die tschechische Energy-Drink-Marke
Lowe and Partners
Zurich
Betreuung des internationalen Werbeetats off- und online
Interpublic
Ihre Meldung fehlt? Bitte Mail an [email protected]
Film folgt auf Film
Top-Ten-Newcomer in den Werbecharts im April 2013
Die teuerste Web-Werbekampagne, die im April neu startete, stammte von Constantin
Auch im April führte ein Filmverleiher die Newcomer-Werbecharts an
Produkt
Firma
April 2013
in Mio. Euro
W
„Scary Movie 5“ (deutsch)
Constantin Filmverleih, München
0,84
HP Officejet Pro X-Serie
HP Hewlett-Packard, Böblingen
0,32
ie schon im Monat zuvor, als Senator Entertainment „Ein Mordsteam“
mit 0,7 Millionen Euro bewarb, lancierte
auch im April 2013 ein Filmverleiher die
teuerste Internet-Werbekampagne. Constantin investierte rund 840.00 Euro
brutto, um den Kinofilm „Scary Movie 5“
zu promoten. Gleich dreimal im Ranking
der Firmen, die am meisten Geld in eine
neu gestartete Internet-Kampagne steckten, vertreten ist L’Oréal: Insgesamt kosteten die drei Aktionen etwa halb so viel
■
wie die Constantin-Kampagne. host
Der Top Newcomer: Constantin Filmverleih
bewirbt den Film „Scary Movie 5“ online
L‘Oréal Ever Rich Haarpflege
L‘Oréal Hup, Düsseldorf
0,18
„Mama“ (deutsch)
Universal Pictures Int. Germany, Frankfurt
0,17
L‘Oréal Indefectible 24h Lips
L‘Oréal Hup, Düsseldorf
0,11
DAK-Gesundheitspaket
DAK-Gesundheit, Hamburg
0,10
Red Bull Media House Image
Red Bull Media House, Wals (A)
0,08
L‘Oréal Preference Mousse Absolute
L‘Oréal Hup, Düsseldorf
0,07
Fonic Smart S
Fonic, München
0,06
James Bond 007 Ocean Royale Herrenduft
P&G Prestige Products, Köln
0,05
© INTERNET WORLD Business 11/13
Zeitraum: 01.04.2013 – 30.04.2013
Quelle: Nielsen Media Research GmbH 2013
Täglich zweimal bestens informiert: jeden Morgen – jeden Nachmittag.
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E-Commerce
Online Marketing
Technik
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18
E-COMMERCE
Internet World BUSINESS
E-Commerce-DNA gesucht
WAYFAIR
Europa-Expansion geplant
Die US-Möbelkette Wayfair erzielte mit
ihren Webshops in Deutschland und Großbritannien im vergangenen Jahr rund 36
Millionen US-Dollar Umsatz – und damit
rund sechs Prozent ihrer gesamten OnlineUmsätze. Im Oktober eröffnete das Unternehmen eine Niederlassung in Berlin und
stellte vor allem Einkäufer ein. Die nahmen
inzwischen rund 600 lokale Hersteller von
Wayfair will vom boomenden OnlineMöbelhandel in Europa partizipieren
Möbeln und Wohnaccessoires unter Vertrag. Auch neue Features für die Webshops
sollen folgen – eine Suchfunktion nach
Farben wurde bereits im April integriert. In
Zukunft sollen die Europa-Umsätze von
Wayfair auf rund 50 Prozent des gesamten
Online-Umsatzes ausgebaut werden, und
der liegt aktuell bei rund 600 Millionen
US-Dollar. dz
ZAPPOS
Neue Mobile App
Zappos hat eine neue Mobile App für iOSNutzer gelauncht – und dabei in typisch
kundenzugewandter Zappos-Manier einfach auf die Wünsche der Kunden gehört.
Die fragten nämlich vornehmlich einen
Negativfilter nach, mit dem sie definieren
können, wonach sie nicht suchen. So lassen sich beispielsweise Klamotten oder
Schuhe gezielt nach Farben ausschließen,
weil Kunden häufig eher wüssten, welche
Farben nicht infrage kämen. Darüber hinaus wurde die Kaufhistorie mit Bildern
aufgehübscht. dz
Anzeige
11/13
Nichts als heiße Luft
REWE
Dass Rewe rund zehn Millionen Euro in
seine Online-Strategie investieren will, ist
schon länger bekannt. Jetzt deutete ReweChef Alain Caparros in unterschiedlichen
Interviews an, in welchen Bereichen man
die im eigenen Unternehmen offenbar fehlende „E-Commerce-DNA“ eventuell zukaufen will. Besonders interessant scheinen
demzufolge die Segmente Wein, Tierfutter
und Reisen zu sein. Und Start-ups auf der
Suche nach Investoren sollten eventuell
darüber nachdenken, sich in Köln in Position zu bringen. dz
27. Mai 2013
Das Social Web spielt in allen Phasen des Kaufentscheids keine Rolle, zeigt eine Studie
D
ass sich Facebook und andere SocialMedia-Plattformen schwer damit
tun, von ihren Mitgliedern als E-Commerce-Kanal ernst genommen zu werden,
haben schon mehrere Studien bescheinigt.
Und auch eine Befragung des OnlineMarktforschers GMI (Global Market
Insight) unter 1.000 Mitgliedern seines
deutschen Online Panel im April zeigt
einmal mehr: Zwar haben 93 Prozent der
Social-Network-Nutzer in den vergangenen sechs Monaten im Web eingekauft,
doch nur 14 Prozent haben dies bei einem
Social Network getan.
Kaum einer nutzt Pinterest
Den größten Umsatzanteil dürfte dabei
Facebook erwirtschaftet haben. Denn der
Erhebung zufolge haben rund 86 Prozent
der Social-Media-Nutzer einen FacebookAccount, wohingegen bei Pinterest nur
einer von hundert deutschen Websurfern
angemeldet ist. Die Hoffnungen auf das
Bildernetzwerk als neue Social-CommerceHochburg scheinen sich demnach, zumindest in Deutschland, ebenfalls noch nicht
zu erfüllen.
Die besten Abverkaufschancen im Social
Web haben vor allem Modeartikel, zeigt
die GMI-Befragung weiter – und das
hauptsächlich bei den weiblichen Mitgliedern: So haben von den 14 Prozent der
Internet-Nutzer, die in den vergangenen
sechs Monaten im Social Web eingekauft
haben, 46 Prozent Modeartikel bestellt.
Betrachtet man nur die weibliche Zielgruppe, liegt der Anteil bei 57 Prozent. Bei
Männern steht indes, wenig überraschend,
Technologie ganz oben auf der Liste. Hier
ßig geeignet: Während 77 Prozent der Social-Media-Nutzer
Online-Kauf in Social Networks
angaben, sich über Websites
Anteil an Social Shoppern, der in den letzten sechs
Ideen und Inspiration fürs
Monaten Produkte aus folgenden Kategorien kaufte
Shoppen zu holen, lag der Anteil derjenigen, die über soziale
40 %
Mode
57 %
Medien zum Kauf angeregt
werden, bei nur 29 Prozent. Am
41 %
Unterhaltung
Wirkungsvollsten sind dabei
42 %
der Studie zufolge Empfehlun43 %
Technologie
gen von Freunden oder Pro23 %
duktbilder, die von anderen
16 %
Kosmetik & Gesundheit
Mitgliedern geteilt werden. In
42 %
Brand Pages sehen
24 %
indes nur 16 Prozent
Elektroprodukte
11 %
derjenigen, die sich
10 %
über Social Media
Frische Lebensmittel
14 %
neue KonsuminspiKonsuminspi
9%
ration
holen, eine
Sonstige Lebensmittel
11 %
relevante Quelle.
Gefragt nach der
14 %
Möbel
6%
Art der Inhalte, die
sie am stärksten
6%
Sonstiges
6%
zum Kauf anregen,
nannten die MitFrauen
Männer
glieder, die sich
überhaupt über SoMode wird im Social Web noch am ehesten
cial Media inspiriegekauft, vor allem von Frauen
ren lassen, Fotos und
Quelle: GMI; Stand: April 2013, Mehrfachnennungen möglich, Basis: Social-MediaSocial-MediaBewertungen.
Videos
Nutzer, die in den vergangenen sechs Monaten im Social Web einkauften
spielen nur für acht ProPro
(–14 % der Social-Media-Nutzer gesamt) © INTERNET WORLD Business 11/13
zent der Befragten eine Rolle.
Auch als Tool, mit dem vor
schlugen 43 Prozent der männlichen Social- der Kaufentscheidung noch schnell die
Commerce-Kunden zu, bei den Frauen Meinung eines Freundes eingeholt wird,
werden Facebook und Co. offenbar überliegt der Anteil nur bei 23 Prozent.
Ein weiteres ernüchterndes Ergebnis schätzt. Wer einen Freund um Rat fragen
der Studie zeigt: Auch zur Setzung von will, tut dies von Angesicht zu Angesicht –
■
Kaufanreizen ist das Social Web nur mä- oder er ruft ihn an. dz
Amazon in Chic
Mit einem Kosmetik-Shop für Männer buhlt Amazon um Nobelmarken
B
islang fühlten sich vor allem Nobelmarken im wenig eleganten, dafür
aber pragmatisch orientierten Umfeld des
E-Commerce-Riesen Amazon nicht besonders gut repräsentiert. Doch das könnte
sich bald ändern. Denn der Online-Händler, der laut einer aktuellen MarkenwertStudie von Millward Brown inzwischen
Wal-Mart als wertvollste Handelsmarke
der Welt abgelöst hat, zeigt mit einer Subsite für Männerkosmetik, dass er auch
Chic kann. Unter dem Label „Men’s Grooming“ wird redaktioneller Content wie
Rasieranleitungen für Männer oder Tipps
für modische Herrenfrisuren, zugeliefert
von der Redaktion des US-Männer-Magazins „Men’s Fitness“, mit schnödem Kommerz verknüpft. Vom Aftershave bis zur
Zahnpasta können Männer bestellen, was
sie für ihre tägliche Pflege benötigen.
Einer der ersten Männerkosmetikhersteller, die sich zu Amazon bekennen, ist
Baxter. Auf einer eigenen Marken-Site
werden die Produkte des kalifornischen
Unternehmens präsentiert. Darüber hinaus gibt der Kreativchef von Baxter in Magazinoptik Tipps zu seinen persönlichen
Lieblingsprodukten. Unter der HighglossOberfläche von Men’s Grooming wartet
dann aber doch wieder die bekannte Ama■
zon-Produktdetailseite. Noch. dz
Ein Online Shop von Amazon kann auch so
aussehen. Markenhersteller dürfte das freuen
Mehr Geld für
Mister Spex
D
er Online-Optiker Mister Spex hat
mit Scottish Equity Partners (SEP)
und Altinvestoren eine Finanzierungsrunde
über 16 Millionen Euro abgeschlossen.
Damit hält SEP nun 23 Prozent der Unternehmensanteile an Mister Spex. Zu den
weiteren Geldgebern des Unternehmens
zählen DN Capital und Xange, die seit
2010 an Mister Spex beteiligt sind, sowie
Grazia Equity, der High-Tech Gründerfonds, Team Europe und Astutia Ventures.
Mit dem frischen Kapital will Geschäftsführer und Günder Dirk Graber
den Ausbau des Optikernetzwerks in
Deutschland von im Moment 300 auf mittelfristig 400 bis 500 Partneroptiker ausbauen und die bestehenden Online Shops
für Frankreich, Spanien und Schweden
weiterentwickeln.
2012 setzte Mister Spex 26 Millionen
Euro um – 50 Prozent mehr als im Vorjahr,
als 17 Millionen Euro in die Kassen der
Berliner flossen. Die Zahl der Kunden
stieg binnen Jahresfrist von 300.000 Ende
2011 auf jetzt 500.000. Damit ist Mister
Spex nach eigenen Angaben der größte
■
Online-Optiker in Deutschland. dz
E-COMMERCE
19
Zalando.ch ist Champion 2013
Beim „Swiss E-Commerce Award“ wurden die besten Schweizer Online Shops gekürt
er Modeversender Zalando.ch hat sich mit
einem hauchdünnen Vorsprung den Titel des
Swiss E-Commerce Champion 2013 geholt. Nur
wenige Hundertstel-Noten zurück lag der Schweizer Mode-Shop Thelook.com. vom Modehaus
PKZ Burger-Kehl.
Der Swiss E-Commerce Award wurde zum
zweiten Mal vergeben. Er ist eine Initiative des
Schweizer E-Commerce-Beraters Carpathia und
wurde im Rahmen der Internet-Fachmesse „One“
verliehen. Die Jury besteht aus Einzelhandelsexperten, Juristen und Fachhochschuldozenten.
Der Erfolg von Zalando gehe zwar mit großen
Marketinganstrengungen einher, fachlich könne
der Modehändler aber überzeugen, begründete
die Jury ihre Wahl für den Swiss E-Commerce
Champion 2013. Der Aufbau des Online Shops
gelte als Referenz für den Schweizer Markt.
Sonderpreis „SHEcommerce“
Foto: Swiss E-Commerce Award
D
Die Trophäe wurde in zehn Kategorien vergeben. E-Commerce
Champion 2013 ist der Modeversender Zalando.ch
gorie Body & Taste. Zudem wurden vier Spezialkategorien ausgezeichnet: Mobile & Couch Commerce (Le Shop), Social Commerce (Wog.ch),
Multichannel & Logistics (Thelook.com) und der
■
Newcomer Award (Igroove.ch). tdz
Der Zweitplatzierte Thelook.com ergatterte den
Sonderpreis „SHEcommerce“. Damit wurde zum
ersten Mal eine Auszeichnung für den
Online-Händler verliehen, der die weibliche Kundschaft am besten anspricht.
Die Gewinner des Swiss E-Commerce Award in den
In dem Segment sei ein großes Wachseinzelnen Kategorien
tum zu erwarten, hieß es zur Begründung: „Thelook.com hat sich mit der
Kategorie
Gewinner
Zielgruppe Frau auseinandergesetzt und
Swiss E-Commerce Champion 2013 Zalando.ch
weiß, wie ‚Frauen ticken‘“, konstatierte
SHEcommerce Sonderpreis
Thelook.com
die Jury, die für diesen Sonderpreis nur
B2B
Onlineshops
Rajapack GmbH mit Rajapack.ch
aus weiblichen Mitgliedern bestand.
B2C
–
Fashion
&
Accessoires
Zalando GmbH mit Zalando.ch
Überzeugt habe das für weibliche Kunden wichtige Gesamtpaket.
B2C – Lifestyle & Hobby
Hotelplan Suisse MTCH AG mit Hotelplan.ch
Zu den weiteren Gewinnern zählten:
B2C – Home & Living
Carry N Cash AG mit Kindertraum.ch
Rajapack.ch, ein Shop für VerpackunB2C – Electronics & Media
Brack Electronics AG mit Beta.brack.ch
gen, in der Kategorie B2B Online
B2C – Body & Taste
Dieci AG mit Dieci.ch
Shops. Zalando durfte sich über eine
Spezialkategorie
Le Shop SA mit der speziellen iPad App
weitere Auszeichnung in der Kategorie
Mobile & Couch-Commerce
Fashion & Accessoires freuen. Der
Spezialkategorie Social Commerce World of Games GmbH mit Wog.ch
Preis in der Kategorie Lifestyle & Hobby
Spezialkategorie
PKZ Burger-Kehl & Co. AG mit Thelook.com
ging an Hotelplan.ch, in der Kategorie
Multi-Channel & Logistics
Home & Living wurde Kindertraum.ch
Spezialkategorie Newcomer Award Free Diamonds GmbH mit Igroove.ch
ausgezeichnet. Beta.brack.ch staubte
den Preis in der Kategorie Electronics &
© INTERNET WORLD Business 11/13
Quelle: Swiss E-Commerce Award
Media ab; Dieci.ch gewann in der Kate-
Verkauf oder Schließung
Dixons Retail sucht nach Käufern für seine E-Commerce-Tochter Pixmania
D
er britische Elektronikhändler Dixons Retail
will seine französische E-Commerce-Tochter
Pixmania.com verkaufen oder schließen. Grund
seien die hohen Verluste, die der Online-Händler
gemacht habe. Das Unternehmen, das 2011/2012
noch Umsätze in Höhe von 733 Millionen Euro
erzielt hatte, zog sich zuletzt aus der Hälfte der
Pixmania.com soll an einen neuen Besitzer gehen.
Damit soll die Schließung verhindert werden
Länder, in denen es aktiv war, zurück und strich
700 Stellen. Pixmania galt einmal als Vorzeigeunternehmen bei der Online-Strategie; hier hat
man sich offenbar verzockt.
Man sei an einem Verkauf von Pixmania sehr
interessiert, ließ Humphrey Singer verlauten, der
die Finanzabteilung bei Dixons Retail leitet: „Ich
denke, eine Schließung ist in Frankreich extrem
schwierig.“ Als letzte Option sei allerdings auch
eine Einstellung möglich.
„Wir sind gespannt, wer zuschlägt. Vielleicht ja
wieder Rakuten, das schon 2011 das angeschlagene Play.com für überschaubares Geld übernommen hat“, orakelt der E-Commerce-Blog
Exciting Commerce.
Unzufriedenheit besteht derweil auch über die
Online-Strategie der Elektronik-Fachmarktkette
Media Saturn. Aktionärsvertreter Ingo Speich
vom Großanleger Union Investment hält diese für
gescheitert. Während der Hauptversammlung des
Metro-Konzerns kritisierte er den späten Start der
■
Internet Shops. tdz
20
Internet World BUSINESS
E-COMMERCE
27. Mai 2013
11/13
BRANCHENREPORT: ONLINE-APOTHEKEN
Heimservice als Heilsbringer
Noch fristen Versandapotheken ein Schattendasein. Neue Vertriebskonzepte mischen den Markt aber kräftig auf
ie Zahl der Internet-Nutzer,
die schon einmal frei verkäufliche oder auch apothekenbeziehungsweise verschreibungspflichtige Arzneimittel im Web
bestellt haben, ist zwar innerhalb
von zwei Jahren von 17 auf 33
Prozent gestiegen, konstatiert
der Bitkom. Doch der Umsatz,
den Versandapotheken erzielen,
bleibt auch 2012 eher marginal:
Von den knapp 42 Milliarden
Euro, die 2012 im Apothekenmarkt umgesetzt wurden, entfielen gerade einmal 1,38 Milliarden oder 0,03 Prozent auf Versandapotheken, hat der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) errechnet.
Drei Viertel davon sind rezeptfreie Produkte, auf Kosmetikund Körperpflege entfallen 13
Prozent, fünf Prozent auf medi- Die goldenen Zeiten für stationäre Apotheker sind vorbei. Wer wachsen will, kommt ums Web nicht umhin
zinischen Sachbedarf und zwei
Wer versuche, mit Preisaktionen Kunden Google auch im organischen Bereich sehr
Prozent auf Nahrungsergänzungsmittel.
Mit „nur sechs Prozent“ Mengenanteil an sich zu binden, erziehe sie nur dazu, präsent, wenn ein Kunde nach Arzneimitsei die Nachfrage nach rezeptpflichtigen immer wieder nach dem besten Preis zu teln im Web forscht. Für Apotheken, die
Arzneimitteln im Versandhandel laut suchen: „Loyalität kann so nicht entstehen.“ sich zwar dem Internet nicht verschließen,
BVDVA-Vorsitzendem Christian Busse In Sachen Kundenbindung hapere es aller- die Anforderungen, die der Vertriebskanal
„noch unbefriedigend“. Als Ursache sieht dings noch bei den einfachsten Mechanis- mit sich bringt, alleine aber nicht stemmen
men: Statt individuelle können, gibt es noch eine Alternative. LieNewsletter für ein paar ferdienste wie Vitabote oder das jüngst
„Medikamente haben keinen
wenige Kundengruppen gestartete Dedendo sollen die Brücke zwizu formulieren, bei denen schen stationärer Apotheke, Web und
hohen emotionalen Benefit
anhand des User-Verhal- Kunde schlagen. Der Vorteil: Apotheken
wie Kleidung.“
tens erkennbar wird, ob brauchen keinen eigenen Online Shop,
es sich um einen Mann und der Kunde, der krank zu Hause liegt
RENÉ KÖRTING
oder eine Frau, einen und auch für sein Medikament am liebsManaging Director Exelution
Grippepatienten
oder ten nicht das Bett verlassen würde, genießt
Allergiker handelt, be- auf diese Weise einen
echten Mehrwert.
der Apotheker unter anderem die unklare kommen oft alle die gleiche Botschaft.
Deshalb haben bei der Kundenakquise
Rechtslage, welche Boni VersandapotheCall a Aspirin
ken ihren Kunden einräumen dürfen. Preisvergleichsportale und Aggregatoren
René Körting, Managing Director der On- wie Medizinfuchs, Apomio oder Medipreis Diese Konzepte haben
line-Marketing-Agentur Exelution, die die einen hohen Stellenwert. Laut Christian auch schon namhafte
Online-Apotheke Vitalsana betreut, hält Mauve, Geschäftsführer des gleichnamigen Unterstützer angelockt.
es allerdings für fatal, allein auf den Preis E-Commerce-Software-Entwicklers, erfol- In Vitabote hat der Ottozu setzen. „Medikamente haben keinen gen 90 Prozent der Arzneimitteleinkäufe Konzern investiert, hinhohen emotionalen Benefit wie Kleidung. im Internet über Preissuchmaschinen: ter Dedendo stehen der
Deshalb ist neben der Preisgestaltung ein „Gerade wenn die Apotheke das klassische börsennotierte Werbekonzern Interpublic
höchst dynamischer Shop, mit dem ich Arzneimittelsortiment anspricht, kommt Group, Pharmagroßhändler Anzag und –
Kunden über alle Marketingkanäle best- sie um einen Eintrag zumindest in den indirekt – die Investoren von KKR, die an
möglich erkenne und individuell anspre- großen Apotheken-Preissuchmaschinen der Sendergruppe Pro Sieben Sat1 beteiche, wettbewerbsentscheidend“, erklärt er. nicht herum“, sagt er. Denn die sind bei ligt sind. Und auch die Marketingpläne
verheißen Bewegung im
Markt: Niemand Geringeres als Zalando soll
Vorbild für Dedendos
Werbekampagne
sein.
Das Start-up wolle sich
mit massiver Werbung
etablieren. Erste TV-Spots
laufen bereits.
Vitabote.de beschränkt
sich seit dem Softlaunch
Anfang 2012 erst mal auf
die Testregion Hamburg.
Ein weiterer Rollout sei
aber auf jeden Fall geplant. Schließlich sei das
Aggregatoren wie Medizinfuchs.de sind für VerVitabote.de liefert Medikamente innerhalb von nur fünf
Feedback seitens der Endkunden und teilnehmensandapotheken ein wichtiger Marketingbaustein
Stunden an die Wunschadresse der Patienten
den Apothekenpartner laut Vitabote.de-Geschäftsführer Florian
Hermsdorf „sehr positiv“: „Kunden freuen sich, nun auch endlich
online Medikamente bestellen zu
können, die zuverlässig innerhalb
weniger Stunden geliefert werden.
Und unsere Apothekenpartner
loben insbesondere die unkomplizierten Abläufe. Diese ermöglichen es ihnen, mit sehr wenig
Aufwand online präsent zu sein
und so neue Kunden zu gewinnen.“ Bislang sollen in Hamburg
knapp 3.000 Kunden diesen Service genutzt haben, ein Großteil
sogar mehrfach. „Bei rund 85 Prozent der Bestellungen möchten
unsere Kunden die Medikamente
schnellstmöglich erhalten. Dies
bedeutet, dass sie ihre Medikamente in der Regel innerhalb von
fünf Stunden an die Haustür oder
zum Arbeitsplatz geliefert bekommen“, berichtet Hermsdorf. Bei sofortiger
Verfügbarkeit gelinge dies den Apothekenpartnern teilweise sogar innerhalb von
einer Stunde.
Ein weiterer Ansatz für den OnlineApothekenhandel ist, sich in einer Nische
zu spezialisieren. So hat die Baden-Badener Löwen-Apotheke unter Meinschuesslersalz.de einen Spezial-Shop gelauncht, in
dem Kunden seit Kurzem individuelle Mischungen in der richtigen Dosierung auch
im Abo beziehen können. Die passende
Zusammenstellung ermittelt der Kunde
per Online-Fragebogen. „Eine Versandapotheke bietet enorme SpezialisierungsFoto: Fotolia / Kadmy
D
„Eine Versandapotheke bietet
enorme Spezialisierungsmöglichkeiten.“
CHRISTIAN MAUVE
Gründer Mauve Software
möglichkeiten, sowohl auf der regionalen
Ebene (Botendienst, regionaler, nationaler
und internationaler Versand) als auch auf
der Indikationsseite (Diabetes, Allergien,
Rheuma)“, pflichtet Christian Mauve bei.
Deshalb würden die Anzahl der OnlineApotheken und der Umsatz in den nächsten Jahren kräftig zulegen.
Die rückläufigen Zahlen stationärer
Apotheken belegen: Die goldenen Zeiten
sind vorbei. Wer wachsen oder auch nur
überleben will, muss neue Vertriebskonzepte suchen. Das Web wird daran einen
deutlichen Anteil haben. „Ein großer Vorteil ist die sehr geringe Retourenquote in
der Branche“, meint René Körting. Und
schließlich biete auch Mobile laut Körting
interessante Perspektiven: „Hier können
Apotheken sehr gut punkten, weil der Bedarf des Kunden einfach zu verstehen ist
und der Kunde einfach bei seiner gezielten
■
Suche navigieren kann.“
CHRISTINA ROSE
11/13
SPECIAL: MICROPAYMENT
27. Mai 2013
Internet World BUSINESS
21
BEZAHLVERFAHREN FÜR KLEINBETRÄGE
Bühne frei für „Lousy Pennies“
Insbesondere Anbieter von virtuellen Gütern wie redaktionellen Inhalten, Items für Online Games oder Download-Ware
sind auf die Abrechnung von Kleinbeträgen angewiesen. Damit sich diese lohnt, müssen die Kosten kalkulierbar sein
s liegt ein Grauschleier über dem Bildschirm. Dahinter verbirgt sich – für
den Nutzer unsichtbar – die dringend benötigte Kursprognose der Lieblingsaktie.
Was hier Frust beim Leser verursacht, ist
eine „Metered Paywall“, eine Vorrichtung,
die auf der Basis von Browser Cookies
dafür sorgt, dass der Nutzer nur eine
begrenzte Zahl von Seiten ansehen darf,
ohne zu bezahlen. Immer mehr Inhalteanbieter setzen auf solche oder ähnliche
Verfahren, um auch Online-Leser an den
Kosten ihrer Angebote zu beteiligen. Zur
Abrechnung von Kleinbeträgen für solche
digitalen Güter haben etliche Dienstleister
Micropayment-Lösungen im Angebot.
Was Micropayment ist, darüber gehen
die Expertenmeinungen indes auseinander. „Micropayment wird in erster Linie
zur Bezahlung digitaler Güter angewandt,
die so günstig sind, dass sie mit orthodoxen Bezahlverfahren nicht profitabel verkauft werden können.“ Die Definition des
Payment-Experten Achim Himmelreich
von Mücke Sturm & Company verweist
auf eine entscheidende Herausforderung:
Die traditionellen Vergütungsmodelle der
Banken und Kreditkartenfirmen sind
nicht wirtschaftlich, sofern es um kleine
Transaktionen geht. Die meisten Experten
nennen die Range zwischen einem Cent
und maximal fünf Euro als Indikator für
Micropayment. Himmelreich zieht die
Grenze bei zwei Euro. Unter
dieser Linie gibt es ein breites
Spektrum digitaler Güter von
der Fachinformation bis zum
Klingelton, von der Sportwette
bis zur VoIP-Verbindung, vom
Erotik-Video bis hin zum Item
für das Online-Spiel.
Foto: Fotolia / K-U. Häßler
E
Ein Cent bis zwei Euro: Auch Münzen lassen die Kasse klingeln, wenn die Abwicklung stimmt
Auswahl der Zahlungsanbieter mit ihren
Besonderheiten hinsichtlich Übertragungstechnik und Billing, also dem Zahlungseinzug, höchst unterschiedlich aus.
Beim Micropayment für Barzahler kommt
zusätzlich der stationäre Handel ins Spiel.
Noch komplexer wird es, wenn Anbieter
bei Micro- und Macropayment verschiedene Wege gehen. Das ist auch meist der
wirtschaftlichste Weg. Das „Hamburger
Abendblatt“ der Axel Springer AG etwa
verkauft seine Online-Abos über Bankeinzug oder Rechnungskauf. Der 1-TagesZugang wird über Clickandbuy gewährt,
den in Deutschland wohl bestetablierten
Micropayment-Anbieter, der seit 2010 eine
hundertprozentige Telekom-Tochter ist.
Was will der Händler, was der User?
Die Gebühren, die der Leistungsanbieter
zu tragen hat, können 50 Prozent vom
Umsatz überschreiten. Umso wichtiger ist
es für die Rentabilität, durch optimale
Passform von Zahlungsarten und Zielgruppen die Durchsetzung am Markt zu
forcieren. Prepaid- oder treuhänderische
Verfahren können das Risiko von Zahlungsausfällen ausschließen. Diese sind –
je nach Art des digitalen Gutes – durchaus
ein Thema, auch wenn es sich nur um „ein
paar Kröten“ handelt.
Der Nutzer ist anspruchsvoll und nicht
unbedingt loyal. Er wird eine PaymentMethode akzeptieren, wenn folgende Fragen zufriedenstellend gelöst sind:
■ Anbindung: Ist seine Bank, sein Kreditkarten- oder sein Mobiltelefonieanbieter
überhaupt eingebunden?
■ Einfachheit der Abwicklung: Muss er die
Webseite verlassen und einen externen
Checkout durchlaufen?
■ Geschwindigkeit: Kann er sofort loslegen
und lesen, spielen oder hören, oder läuft
im Hintergrund eine langwierige Bonitätsprüfung? Der Game Shop Mmoga.de,
nach eigener Einschätzung europäischer
Marktführer für virtuelle Güter, Gamecards und „World of Warcraft“-Accounts,
garantiert eine Bereitstellungszeit von
maximal fünf Minuten.
■ Anonymität persönlicher Daten: Müssen
Name und Bankverbindung angegeben
werden oder taucht das gekaufte Gut auf
persönlichen Abrechnungen oder Konto▶
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Wir bleiben mit der
Zahlungsgarantie
im Hintergrund.
Ganz sicher.
„Die Provisionen, die
wir bezahlen, sind
sehr vergleichbar.“
ANDREAS GEBAUER
Chefredakteur Stiftung Warentest
Mit diesen Produkten wären
auch schon die wichtigsten Interessenten für MicropaymentVerfahren genannt: Verlage
und sonstige online-gestützte
Textmedien-Anbieter, Betreiber von Online Games sowie
Download-Portale.
Je nach Zielgruppe und
Geschäftsmodell fällt deren
Rechnungskauf als White-Label-Lösung:
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Viele Kunden bekommen Sie nur auf Rechnung! Mit der White-Label-Lösung Trust’n Pay können Sie immer die bevorzugte Zahlart
anbieten: Rechnungs-, Lastschrift- oder Ratenkauf. Trust’n Pay integriert sich nahtlos in Ihren Shop, bleibt nach außen aber im Hintergrund.
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22
SPECIAL: MICROPAYMENT
Internet World BUSINESS
Bezahlen über das Smartphone ermöglicht
beispielsweise die Stiftung Warentest
Um möglichst vielen Wünschen der User
Rechnung zu tragen, folgen einige Anbieter der Devise „Viel hilft viel“ und integrieren wie Mmoga mehr als zehn Zahlungsmethoden. Andreas Gebauer, als Chefredakteur der Stiftung Warentest für das
Verbraucherportal Test.de verantwortlich,
empfiehlt dagegen Beschränkung und eine
schärfere, dynamische Auswahl: „Wir haben unterschiedliche Zielgruppen, die wir
möglichst bedarfsgerecht bedienen wollen.
Bei drei bis vier Micropayment-Methoden
im Angebot dürfte allerdings die Komplexität den Vorteil der Vielfalt neutralisieren.“ Bei Gebauer stehen viele Anbieter
Schlange, denn ins Zahlungsportfolio der
Stiftung aufgenommen zu werden ist für
jeden Anbieter eine gute Referenz. So hat
die Stiftung Warentest vor über zehn Jahren geholfen, Clickandbuy groß zu machen. Was für Gebauer zählt: „Die Sicherheit und das Vertrauen der Verbraucher.
Wichtig darüber hinaus auch: die Bekanntheit.“ Dass der Wettlauf der Anbieter um attraktive Kunden längst begonnen
hat, merkt Gebauer an den verhandelten
Preisen: „Die Provisionen, die wir gegenwärtig zahlen, sind sehr vergleichbar.“
Heterogene Payment-Landschaft
Die Palette an Zahlvarianten für Kleinbeträge ist groß – und das wird auf absehbare
Zeit wahrscheinlich auch so bleiben, so die
Erwartung von Payment-Spezialist Achim
Himmelreich: „Kunden und Anbieter
werden auch langfristig in Deutschland
eine heterogene Micropayment-Landschaft finden, da die verschiedenen Verfahren unterschiedliche Vorteile und Nachteile haben und auf unterschiedliche Use
Cases zugeschnitten sind.“
27. Mai 2013
So kann etwa die Paysafecard unter dem
Gesichtspunkt der reinen User Experience
kaum als optimal bezeichnet werden. Der
Nutzer muss sich nämlich erst in den stationären Handel begeben, dort mindestens zehn Euro auf den Tisch legen und
sich dafür einen Bon samt Bezahlcode
ausdrucken lassen. Diesen Code kann er
beim Checkout auf Anbieter-Websites so
oft eingeben, bis das Guthaben verbraucht
ist. Der Grund für die Akzeptanz dieses
Verfahrens: Es funktioniert auch, wenn
man weder Handyvertrag noch Bankkonto
hat, und es ist unübertroffen in seiner
Anonymität. Es ist traditionell beliebt bei
Erotik- und Spiele-Anbietern – aber auch
11/13
bei Anbietern im Umfeld jugendlicher
Gamer, etwa bei Steam oder Gamigo.
Das älteste Verfahren, das „Operator
Billing“ oder „Carrier Billing“, besteht im
Zugriff auf die Telefonrechnung des Verbrauchers und eignet sich besonders für
Handy-nahe Güter. Kundendaten und
Einwilligung werden authentifiziert, indem der Anbieter per SMS eine mobile
TAN übermittelt, die der Verbraucher nur
noch in seine mobile oder seine DesktopAnwendung eingeben muss.
Die jüngsten Lösungen, die mobilen
E-Wallets, sind sehr komfortabel und haben Experten zufolge im MicropaymentMonopoly eine glänzende Zukunft. Der
Was ist eigentlich eine E-Wallet?
E-Wallet = elektronische Brieftasche
Eine App oder Web-Anwendung, in die der Besitzer virtuell alle digitalen Werte packt, die in
einer gewöhnlichen Brieftasche Platz haben:
Zahlungsmittel wie vorausbezahlte elektronische Guthaben, EC- und Kreditkarten oder
Kundenkarten, Gutscheine, Tickets, Keycards.
Übers Web bzw. mittels Übertragungstechniken wie NFC oder QR-Codes autorisiert er im
stationären oder Web-Handel seine Zahlungen
und legitimiert sie fallweise zusätzlich mit PINund TAN-Verfahren. Er erspart sich dadurch
die Freigabe der Transaktion über Login beim
Zahlungsanbieter oder die Dateneingabe am
PoS und gewinnt mehr Datensicherheit. E-Wallet wird weithin mit Mobile Wallet oder Cyberwallet gleichgesetzt. Bekannte E-Wallet-Anbieter in Deutschland: Skrill, Paypal, Clickandbuy.
Übersicht über Micropayment-Anbieter
Welche Dienstleister in welchen Regionen welche Verfahren anbieten
Anbieter
Übertragungsmethode/
Billing
Unterstützt
Pay per Use
bzw. per Item
oder Mengenabo
Unterstützt
Zeitabonnements
Unterstützt
Metered Paywall
(z. B. Zahlung
ab 10 Views)
Mindestsumme
pro Transaktion
Fixe / variable Gebühr
pro Transaktion
(VK = Verkaufspreis)
einmalige Setup- oder
monatliche transaktionsunabhängige Gebühren
Giropay
Online Login + TAN / Girokonto
Ja
Ja
k. A.
k. A.
ab 0,24 Euro / k. A.
k.A.
Micropayment
GmbH – Lastschrift
Online / ELV / Kontoabbuchung
Ja
Ja (individuell
konfigurierbar)
Ja (individuell
konfigurierbar)
0,99 Euro
0,20 Euro / ab 1 Prozent
Keine
Minipay
SMS + TAN / Girokonto
Ja
Ja
k. A.
0,49 Euro
0,19 Euro (Verkaufspreis bis 5,00
Euro) / 3,9 % (VK ab 5,01 Euro)
1,99-–4,99 Euro je nach Laufzeit
(keine Einrichtungsgebühr)
Mobile Business
Engine
SMS + TAN oder Prepaid / Operator Billing
(alle vier dt. Netzbetreiber)
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Auf Anfrage / auf Anfrage
Auf Anfrage
Mpass
SMS + TAN / Operator Billing
Ja
Nein
Ja
k. A.
Auf Anfrage / auf Anfrage
Auf Anfrage
A One Bill
SMS + TAN / Operator Billing
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Bei Verkaufspreis 1,99 Euro: ab
0,60 Euro/ bei VK 4,99 Euro: ab
1,48 Euro / keine
0,00 Euro
Kanzaloo/Atlas
Interactive
SMS, SMS + TAN oder Mehrwertnummer /
Operator Billing
Ja
Ja
Nein
Je nach BillingModell
Je nach Billing-Modell
Fällt an
Laterpay
Online-Postpaid-Konto / Lastschrift, Kreditkarte,
Sofortüberweisung, Paypal
Ja
Ja
Ja
0,05 Euro
Keine / 10 –15 Prozent, inklusive
Drittanbietergebühren
Größenabhängige MonatsBasisgebühr
Micropayment –
eBank2pay
Online PIN + TAN / Online-Überweisung
Ja
Nein
Ja (individuell
konfigurierbar)
0,49 Euro
Keine / 1–3 %
Keine
Micropayment
GmbH – Call2pay
0900-Mehrwertnummer / Carrier Billing
Ja
Nein
Ja (individuell
konfigurierbar)
0,25 Euro
Keine / ca. 5–10 Prozent vom Carrier Payout je nach Abrechnungsverfahren
Keine
Micropayment
GmbH – Handy Pay
SMS + TAN / Operator Billing
Ja
Ja (individuell
konfigurierbar)
Ja (individuell
konfigurierbar)
0,49 Euro
Keine / ca. 3–5 % vom Operator
Payout je nach Branche / Land
Keine
Micropayment
GmbH – Vorkasse /
Überweisung
Online / Girokonto
Ja
Ja (individuell
konfigurierbar)
Ja (individuell
konfigurierbar)
0,01 Euro
Keine / 0,99 Prozent (mind. 0,10
Euro, max. 5,00 Euro)
Keine
Pennyread
Cookie-basiert, Postpaid
Ja
Nein
Ja
0,01 Euro
Auf Anfrage / auf Anfrage
Auf Anfrage
Sofortüberweisung.de
Online / Girokonto
Ja
Nein
k. A.
0,05 Euro
Keine / auf Anfrage
Auf Anfrage
Clickandbuy
E-Wallet / Girokonto, Kredit-/Debitkarte,
E-Geldguthaben
Ja
Ja
Ja
Keine
0,29 bis 0,35 Euro / OnlineGebührenrechner/Sonderkonditionen Micropayment auf Anfrage
0,00 Euro
Micropayment
GmbH – Kreditkarte
Online / Kreditkarte
Ja
Ja (individuell
konfigurierbar)
Ja (individuell
konfigurierbar)
0,49 Euro
Ab 0,10 Euro / ab 1,8 Prozent
(E-Commerce)
Einrichtung: 129,95 Euro,
mtl. Basisgebühr: 19,95 Euro
Mopay
Online SMS + TAN oder Prepaid / Operator Billing,
Internet-Provider, Festnetz-Provider
Ja
Ja
Nein
ca. 0,19 Euro je
Volumenabhängig / volumennach Land/Produkt abhängig
Paypal
E-Wallet / Girokonto, Kreditkarte
Ja
Ja
Nein
k. A.
0,10 Euro / 10 Prozent
0,00 Euro
Paysafecard
Prepaid / PIN / bar / Girokonto / Kreditkarte
Ja
Ja
Nein
0,01 Euro
Nein / auf Anfrage
Nein
Skrill
E-Wallet / Girokonto, Kreditkarte, Giropay, Paypal
u. v. a.
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
0,25 Euro / 1,9 – 2,9 Prozent,
abhängig vom Volumen
Keine Setup-Gebühr, je nach
Integration monatl. 19,95 Euro
In Deutschland aktiv
In Europa aktiv
Weltweit aktiv
© INTERNET WORLD Business 11/13
Volumenabhängig
11/13
27. Mai 2013
Charme für Verbraucher liegt in
ihrer hohen Flexibilität und in ihrem kanalübergreifenden Charakter. E-Wallet-Inhaber können eine
Vielzahl von Zahlungsmitteln ihres
Vertrauens beliebig kombinieren
und so genau steuern, auf welcher
Abrechnung eine bestimmte Transaktion erscheint. Anmeldung und Kontenverwaltung können sie hinter der Firewall
am heimischen PC erledigen
und nur die Transaktionen per
Handy ausführen.
SPECIAL: MICROPAYMENT
Internet World BUSINESS
Bei Musicload sind die klassischen
Micropayment-Verfahren verfügbar
setzen, um der mobilen Generation ihre
spezifischen Stärken zu demonstrieren.
Der Markt beim Micropayment
wird klar getrieben von der Verbreitung immer leistungsfähigerer
Smartphones. „Die Nutzer sind
bereit, für Inhalte zu zahlen. Dies
zeigte iTunes mit Musik, Apps oder Büchern. Convenience ist das Erfolgsrezept
23
für bezahlten Content. Mobile Geräte sind
inzwischen erste Wahl bei der Nutzung
und erfordern besondere Beachtung bei
Zahlungslösungen,“ fasst Payment-Berater Balduin Müller-Platz die Chancen zusammen. Man darf gespannt sein, was der
Wettbewerb an weiteren Neuerungen
bringen wird, sobald die Systemanbieter
■
damit wirklich Geld verdienen.
MICHAEL LEMSTER
E-Wallets im Handel
Auch der stationäre Handel
öffnet sich zunehmend der
Zahlung über E-Wallet, deren
Übertragungstechniken vielfach die Interaktion mit Kassenterminals erlauben. Darüber hinaus lockt den Handel
eine Vielzahl von MarketingChancen: Auch Apps für Rabattsysteme, Gutscheine, und
Local Based Services lassen
sich in E-Wallets integrieren.
Multichannel- und Präsenzhandel werden auf E-Wallets
Referenz-Anwender
(Händler, Verlage,
Plattformen)
Gamigo, Clickandbuy, Paypal, Skrill
Deutsche Börse Group,
Riot Games
Stiftung Warentest, Mitfahrzentrale.de, Giftmobile
Stiftung Warentest, Musicload
k. A.
k. A.
Deutsche Telekom, Bigpoint
Stern.de
Milka, Whiskas, Baludo
Bauer Digital KG, Huss Medien,
Giants Software
Moorhuhn.de, ESL.tv
Nach dem Warenkorb
ist vor dem Warenkorb.
Intelligente Lösungen
schaffen Kundenbindung.
Im E-Commerce sind positive Kundenerfahrungen Basis
für nachhaltigen Erfolg. Von der Präsentation der Waren
bis zum Payment muss alles stimmen. Mit vielfältigen
Zahlungsverfahren und einem innovativen Risikomanagement
sorgt Wirecard für reibungslose Abläufe nach dem Klick
auf den Bestell-Button – kosteneffizient, sicher und flexibel.
www.wirecard.de
Unser Portfolio
Zahlungssysteme
Whiskas, Ubisoft, Trade Butler
Risikomanagement
Bankservices
k. A.
Spotify, Facebook, Bigpoint,
Gamigo
Unsere Keyfacts
Musicload, Gamesload, FAZ,
iTunes
15,5 Milliarden Euro
Transaktionsvolumen
Deutsches Rotes Kreuz, Welthungerhilfe, McDonald’s Kinderhilfe
85 Services für Payment
und Risk Management
Valve, Gameforge, Ubisoft,
Springer („Bild“)
Marktführender Anbieter
Skype, Facebook, EA, Gamigo
eBay, Skype, Electronic Arts,
My Muesli
Quelle: Eigene Recherche
13.000 Kunden
24
E-COMMERCE
Internet World BUSINESS
27. Mai 2013
11/13
E-COMMERCE FÜR SENIOREN
Anspruchsvolle Zielgruppe
Konsumenten im Alter 50 plus sind eine stark vertretene und kaufkräftige Zielgruppe im Internet. Das erkennt auch
zunehmend der Online-Handel. Trotzdem zielen viele Shop-Betreiber an den Bedürfnissen der Silver Surfer vorbei
S
Silver Surfer wollen beim Einkauf über das Internet nicht als „Senioren“ angesprochen werden
geeignet für jeden, der gewillt ist, gezielt
und systematisch zu suchen.
93-Jährige schickt Paket zurück
Die Erfahrung, dass ältere Menschen –
auch deutlich jenseits der 60 – nicht gerne
als Senioren bezeichnet werden, hat auch
der Diplom-Kaufmann Frieder Kraus gemacht, der 2004 die Shopping-Plattform
Senioren-onlineshop.de gestartet hat: „Im
Auftrag von ihren Kindern haben wir einmal ein Paket an eine 93-jährige Frau
geschickt“, erzählt Kraus: „Sie hat das
Paket wieder zurückgeschickt, weil sie
Altersaufbau der Bevölkerung Deutschlands
Männlich
Weiblich
Alter in Jahren
100
Frauenüberschuss
90
Geburtenausfall infolge
der Wirtschaftskrise
um 1930
Geburtenausfall infolge
der Wirtschaftskrise
um 1930
80
Geburtenausfall
Ende des
2. Weltkriegs
70
Babyboom
50
Babyboom
40
Anschließ.
Geburtenrückgang
Geburtenausfall
Ende des
2. Weltkriegs
60
Anschließ.
Geburtenrückgang
Männerüberschuss
30
Geburtentief
in den neuen
Ländern
Geburtentief
in den neuen
Ländern
20
10
800
600
400
Tausend je Altersjahr
200
len, bedeutet nicht, dass sie keine
speziellen Bedürfnisse beim Online Shopping haben. Während
eine mobil optimierte Website bei
dieser Zielgruppe noch einen geringeren Stellenwert als bei jungen Nutzern habe, seien Service
und Informationen besonders
wichtig, viele Senioren bevorzugen nämlich den persönlichen
Kontakt, erklärt Martin Werner,
Director Design bei der E-Commerce-Agentur Commerce Plus:
„Sie kommen in der Regel aus der
Katalogwelt mit telefonischer Bestellung. Daher reduziert eine
prominente Bestell-Hotline die
Bounce Rate.“ Auch Angebote
wie eine Rückruffunktion oder
der Live Chat mit einem ServiceMitarbeiter werden von älteren
Zielgruppen überdurchschnittlich häufig genutzt.
Darüber hinaus seien alle Informationen zu Versandkosten, Lieferzeiten und
Garantiebestimmungen für die Käuferschicht 50 plus deutlich wichtiger als für
jüngere Konsumenten: „Vertrauensbildende Maßnahmen wie Auszeichnungen,
Siegel und Testimonial sind in dieser Zielgruppe besonders wichtig um bestehende
Hürden oder Vorurteile gegenüber dem
Foto: Fotolia / Yuri Arcurs
ie haben Geld, Zeit und wissen, was sie
wollen. Die sogenannten „Silver Surfer“ sind längst im Netz zu Hause. Eine
Studie des Beratungsunternehmens Anxo
Management Consulting in Zusammenarbeit mit der Marktforschungsgesellschaft
Konzept & Markt ergab, dass sich das Online-Kaufverhalten der Generation 50 plus
inzwischen kaum noch vom Bundesdurchschnitt unterscheidet. 75 Prozent der Befragten gaben demnach an, das Internet
häufig bis sehr häufig zu verwenden, und
68 Prozent haben schon einmal Produkte
und Dienstleistungen im Web gekauft.
Dass sich die Nutzung der Internet-Angebote von Jungen und Älteren wenig unterscheidet, verdeutlicht auch eine aktuelle
Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung Agof (siehe Tabelle).
Immer mehr Shop-Betreiber sehen die
kaufkräftige Zielgruppe der Best Ager als
potenzielle Kunden. Amazon beispielsweise hat im April das Shopping-Portal
„50+ Active and Healthy Living“ gestartet,
das sich mit Produkten rund um Kosmetik,Wellness und Gesundheit, von Vitaminen bis hin zu Inkontinenzeinlagen,
speziell an die Zielgruppe der über 50-Jährigen richtet. Dabei wollen die meisten Senioren im Web gar nicht als solche angesprochen werden, fühlen sich teilweise sogar diskriminiert. „Ich habe meine Zweifel, ob eine Strategie, Frau oder Mann 50
plus als unmündig darzustellen, erfolgreich ist“, meint ein älterer Online-Nutzer
gegenüber INTERNET WORLD Business,
der den Shop getestet hat. Die Seite sei un-
0
0
0
200
400
600
800
Tausend je Altersjahr
nichts von einem Shop für Senioren
bekommen wollte. Wir haben das Paket
dann noch mal mit einem anderen Absender verschickt, dann hat sie es behalten.“
Er kenne einige Menschen über 70, die
von sich sagen, kein eigenes Angebot für
Senioren zu brauchen, erklärt Kraus. Aus
diesem Grund betreibt er unter Komfortprodukte.de einen zweiten Shop mit ähnlichem Angebot, jedoch
ohne den Zusatz „Senioren“ im Namen.
Die Shops haben Produkte wie zum Beispiel
ein Großtastenhandy mit
Notruftaste oder Komfortsitzkissen im Angebot. Trotz eines inzwischen deutlich gestiegenen Wettbewerbs in dem Bereich sei die
Nachfrage nach allen Produkten hoch. Die
älteren User legen großen Wert auf einen
seriösen Auftritt, klare und detaillierte Beschreibungen und eine möglichst einfache
Bedienung.
Die Tatsache, dass Senioren im Internet
nicht als solche angesprochen werden wol-
„Senioren suchen bei
Nutzungsproblemen den Fehler
zunächst bei sich.“
JOACHIM STALPH
Consultant bei Elaboratum
Internet und der damit verbundenen
Sicherheit zu überwinden“, so Werner.
Dass ältere Nutzer besonderen Wert auf
Sorgfalt und gute Serviceleistungen legen,
betont auch Joachim Stalph, UsabilityExperte bei der E-Commerce-Strategieberatung Elaboratum. „Wichtigste Eigenschaft dieser Zielgruppe ist, dass Senioren
Top Ten der beliebtesten Internet-Angebote
Rang 20 – 29 Jahre
50 Jahre und älter
1.
eBay.de
T-Online
2.
T-Online
eBay.de
3.
Gutefrage.net
Web.de
4.
Chip Online
Computerbild.de
5.
Web.de
Gutefrage.net
6.
Yahoo Deutschland
GMX
7.
Computerbild.de
Dastelefonbuch.de
8.
Bild.de
Chip Online
9.
Spiegel Online
Bild.de
GMX
Yahoo Deutschland
10.
Stark vertretene Zielgruppe: Die über 50-Jährigen machen einen großen Teil der Bevölkerung Deutschlands aus. Auf den „Babyboom“ nach dem Zweiten Weltkrieg folgte der Geburtenrückgang
Ähnliche Interessen: Die beliebtesten Internet-Angebote unterscheiden sich wenig bei Jung und Alt
© INTERNET WORLD Business 11/13
© INTERNET WORLD Business 11/13
Quelle: Statistisches Bundesamt. Stand: 31.12.2011
Quelle: Agof Internet Facts 2013-03. Zeitraum für Medien: Durchschnittlicher Monat
11/13
E-COMMERCE
27. Mai 2013
bei Nutzungsproblemen zuerst
den Fehler bei sich und nicht
beim System beziehungsweise
auf der Webseite suchen.“ Daher
seien Senioren sehr empfänglich
für Hilfetexte. Anders als viele
junge Nutzer neigen Senioren
auch nicht zu Impulskäufen. Der
Kauf werde gut vorbereitet, indem Produkte und Preise im
Detail verglichen und Testberichte gelesen werden. Auch die
vielen lästigen AGB studieren
eher ältere Käufer.
Bergfreunde.de richtet sich an junge Kletterer, die Seite
kommt allerdings auch bei Senioren gut an
Anglizismen unerwünscht
Surfer, so die Erfahrung von Stalph. Traditionelle Werte und moralische Haltungen
seien umso wichtiger und durchaus ein
Kaufargument.
Trotzdem richten sich die meisten Webshops in ihrer Ansprache eher an die
(weniger kaufkräftige)
Zielgruppe der 20- bis
„Ein Höchstmaß an
30-Jährigen, was nicht
zuletzt auch daran liegen
vertrauensbildender Seriosität
dürfte, dass an der Konist uns wichtig.“
zeption der Shops meistens nur jüngere MenFRIEDER KRAUS
schen beteiligt sind. Das
Geschäftsführer von Senioren-onlineshop.de
kann dann dazu führen,
dass ältere Menschen
über 55 Jahren, ermittelte eine Studie des sich übergangen fühlen. So erklärt eine
Nutzerin, sie könne es überhaupt nicht leiForschungsinstituts Ibi Research.
In ihrer Gründlichkeit sind ältere User den, beim Online-Kauf mit „Du“ angebeim Online-Kauf auch bei mangelnder sprochen zu werden. Auch den inflationäSorgfalt wie zum Beispiel Rechtschreib- ren Gebrauch von als „jugendlich“ empfehlern wesentlich kritischer als junge fundenen Anglizismen bei der ProduktBeim Zahlvorgang sollte beachtet werden,
dass eine Vielzahl der Senioren kein Paypal-Konto hat. Das beliebteste Zahlungsverfahren ist bei allen Altersgruppen die
Rechnung, vor allem aber bei den Kunden
Internet World BUSINESS
25
festiert, einmal ab, kann man
festhalten: Ein Shop, der die
grundlegenden Usability-Regeln
beherzigt, kann alle Altersgruppen für sich einnehmen.
Dazu gehören unter anderem
eine leicht verständliche Sprache, ein auf das Wesentliche
reduziertes Design, eine gut lesbare Schrift, klare Kontraste,
große Bilder, kurze Klickwege,
ein möglichst einfacher BestellAmazon 50+ Active & Healthy Living richtet sich an über vorgang sowie stets gut sichtbare
Objekte und Optionen. Und
50-Jährige: Manche empfinden dies als Bevormundung
warum sollten nicht auch junge
präsentation wie „cool“ oder „hot“ emp- User detaillierte Informationen und gute
findet sie als störend.
Serviceleistungen schätzen? Nur auf eines
Sieht man von der kulturellen Kluft zwi- sollten Shop-Betreiber bei der Ansprache
schen den Generationen, die sich in einer aller Altersgruppen verzichten: das Wort
■
teils unterschiedlichen Sprachweise mani- „Senioren“. tdz
Nettoeinkommen privater Haushalte
Die über 50-Jährigen sind kaufkräftiger als die jungen Surfer unter 35 Jahren
3.439
Angaben in Euro
pro Monat
3.377
2.993
2.914
2.611
2.551
2.484
65–70
70–80
2.285
1.607
Haushalte
insgesamt
unter 25
25–35
35–45
© INTERNET WORLD Business 11/13
45–55
55–65
80 und
mehr
Quelle: Statistisches Bundesamt. Stand: 2008
Hamburg
04. Juni 2013
Düsseldorf
10. Juni 2013
Frankfurt
18. Juni 2013
München
02. Juli 2013
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Internet World BUSINESS
E-COMMERCE
27. Mai 2013
11/13
Foto: Fotolia / Bernd Ege
26
E-COMMERCE IN VERBUNDGRUPPEN
Einer für alle – alle für einen
Für Verbundgruppen eine E-Commerce-Strategie zu entwickeln, ist eine Herkulesaufgabe. Doch für viele Mittelständler ist
eine gemeinsame E-Commerce-Lösung, gesteuert über eine Zentrale, die einzige Chance, im Web Fuß zu fassen
D
Wettbewerbsnachteil, den Verbundgruppen gegenüber Web-Händlern in Sachen
Preisgestaltung haben. Das Problem sei,
dass einheitliche Preise unterschiedlicher
Händler in einem zentralen Web-Angebot
zu kartellrechtlichen Fragestellungen führen: „Ich sehe da eine starke Notwendigkeit, politisch aktiv zu werden“, fordert
Veltmann. „Es dürfen nicht gleich illegale
Preisabsprachen unterstellt werden, wenn
sich ein Verbundgruppen-Mitglied mit
einem anderen trifft.“
Trotz aller Schwierigkeiten sind Veltmanns Zahlen zufolge inzwischen schon
90 Prozent aller Verbundgruppen im
E-Commerce aktiv oder
arbeiten aktuell an ent„Wir haben das Ziel, Online
sprechenden Konzepten.
Dabei kristallisieren sich
Traffic in die Filiale zu lotsen,
drei Grundtypen heraus,
bislang ganz gut gemeistert.“
wie sich Online-Handel
im Verbund organisieJAN-THOMAS METGE
ren lässt: Entweder die
Geschäftsführer Intersport Multichannel
Zentrale baut einen gemeinsamen Shop für alle
zu finden. „Während Online-Händler zen- Partner auf oder sie unterstützt die Mittrale Assets wie Category Management, glieder dabei, auf eigene Faust im E-ComB2C Fulfillment und die notwendige Ex- merce aktiv zu werden. Beide Vorgehenszellenz in Endkundenprozessen beherr- weisen seien laut Veltmann derzeit zu
schen und stetig weiterentwickeln, verfü- etwa gleichen Teilen im Web zu finden.
gen viele Verbundgruppenzentralen bis Darüber hinaus gebe es auch Mischfordato gar nicht über echte Warenkontakte men auf dem Markt, bei denen Teile des
oder Erfahrungen in B2C-Prozessen“,
konstatiert Sven Selle, Account Director
bei der Frankfurter Agentur Cocomore
und Herausgeber des kostenlosen Whitepapers „Verbundgruppen und E-Commerce“. Weitere Probleme bereite den Verbünden die Preisstrategie: Die von OnlineHändlern häufig angestrebte Preisführerschaft kollidiere in Verbundgruppen mit
der stationären Wertschöpfungskette und
der Margenrechnung der Verbundmitglieder. Ludwig Veltmann, der Hauptgeschäftsführer des Mittelstandsverbunds –
ZGV in Berlin, nennt noch einen weiteren
ie deutschen Verbundgruppen, darunter bekannte Namen wie Electronic Partner, Euronics, Expert, Hagebau,
Intersport, Rewe oder Vedes, erwirtschaften über ihre stationären Flächen jährlich
Handelsumsätze im mittleren dreistelligen
Milliarden-Euro-Bereich. Im deutschen
E-Commerce dagegen kommt ihre eigentliche Wirtschaftsmacht und ihre Warenund Dienstleistungsvielfalt bislang noch
kaum zum Tragen. Denn aufgrund ihrer
Historie und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sie es deutlich
schwerer als reine Online-Händler, innovative Ansätze zum Thema E-Commerce
Online Shops zentral betrieben und von
individuellen Angeboten der Verbundhändler ergänzt werden.
Leidenschaft als Erfolgsfaktor
Als größtes Asset eines kleinen Mittelständlers gegenüber Online-Riesen wie
Zalando oder Amazon sieht der Chef des
Mittelstandsverbunds vor allem die Ansprechbarkeit in der Region. „Unsere Stärke
ist, dass wir das Vertrauen der Kunden
haben und Mehrwerte, Kompetenz und
Standortnähe bieten.“ Diesem Ruf müsse
der Fachhandel aber gerecht werden. „Wir
sind nicht nur Distributoren von Waren,
sondern wir haben eine Leidenschaft zu
unseren Produkten entwickelt, die sich
überträgt auf die Kunden, die Region und
die Kultur. Man soll ja nicht romantisieren, aber Vertrauen, Ansprechbarkeit und
Sehnsucht nach Orientierung sind bleibende Werte“, ist Veltmann überzeugt.
Die Agentur Cocomore hat mögliche
E-Commerce-Lösungsansätze für Verbundgruppen noch weiter spezifiziert und
drei Ansätze definiert: So könnten die Verbünde angesichts der mittlerweile doch
recht hohen Kosten, mit denen heute
Shop-Strategien verbunden sind, auch
ganz auf reine B2C Online Shops verzichten und das Web stattdessen dafür nutzen,
über Extranets Mitglieder mit Informatio-
Die Reservierungsfunktion
von Intersport hat nur einen
Zweck: Nutzer aus dem Web
in die Filialen zu bringen
E-Commerce-Lösungsansätze
für Verbundgruppen
Erhaltungsstrategie:
Statt einen eigenen Webshop aufzubauen,
fungieren Verbundgruppen als reine ServiceProvider, die über ein Extranetz ein dezentral
nutzbares Leistungsportfolio bereitstellen
■
Komplementärstrategie:
Beteiligung an reinen Online-Händlern, um
vom Know-how und von Einkaufsvorteilen
zu profitieren
■
Innovative Multichannel-Strategie:
Aufbau einer durchdachten MultichannelPräsenz, höchste Qualität in allen Kanälen
■
Quelle: Cocomore, Frankfurt
nen zu versorgen, Produkt- und Verfügbarkeitsinformationen intelligent über das
Web zu verteilen oder interne Bestell- und
Abrechnungssysteme zur Verfügung zu
stellen. Darüber hinaus gebe es die Möglichkeit, sich an erfolgreichen Web-Unternehmen zu beteiligen. Wer wirklich den
Weg in den B2C-Handel wagen will, der
müsse sich laut Cocomore mit einer Multichannel-Strategie beschäftigen, die mit beträchtlicher operativer Kompetenz umgesetzt werden müsse und ein kanalspezifisches Leistungsversprechen aufbaue. „Multichannel-Ansätze funktionieren nicht, wenn
man die jeweiligen Kanäle nicht in sich exzellent betreibt“, warnt Selle. Denn die
Möglichkeit der Schaffung von Kundenloyalität hänge von Themen wie Eigenmarken, Service Levels oder Preisen ab
und nicht von der Frage, ob ein konkreter
Händler vor Ort einen zusätzlichen Webshop betreibt oder nicht.
Beispiele, wie E-Commerce in Verbundgruppen nicht funktioniert, finden sich in
der Geschichte des deutschen Web-Handels inzwischen zuhauf. Die Elektronik-
11/13
27. Mai 2013
Verbundgruppe Expert oder die
Spielwaren-Verbundgruppe Vedes
können mit ihrer geringen Sortimentsbreite und -tiefe im Webshop der Sortimentsvielfalt von
Amazon oder Mytoys nichts entgegensetzen. Bei Electronic Partner führte die Preisdiskussion unter den Verbundmitgliedern dazu,
dass der 2002 gelaunchte zentrale
Shop mit dezentraler Abholmöglichkeit acht Jahre später wieder
geschlossen werden musste. Stattdessen stieg die Verbundgruppe
im Oktober 2012 bei Notebooksbilliger.de ein und will ab Sommer
erneut versuchen, das stationäre
Angebot mit einem eigenen Webshop abzurunden.
Das gegenwärtig wohl am engagiertesten umgesetzte Multichannel-Konzept
stammt von Intersport – vielleicht auch
deshalb, weil sich der Verbund von rund
1.000 mittelständischen Sportfachhändlern mit 1.500 Verkaufsflächen schon seit
zehn Jahren mit dem Projekt Online-Handel beschäftigt. In den vergangenen vier
Jahren habe sich das Thema dann konkretisiert. „Unsere Mitglieder sehen natürlich, dass Online dem stationären Handel
Frequenz nimmt“, erklärt Harold Rubrech,
Bereichsleiter Marketing bei Intersport.
„Insofern war es unsere Hauptaufgabe,
uns ein Konzept zu überlegen, bei dem es
E-COMMERCE
ihre Kunden zu bestellen. Geliefert wird
über ein zentrales Lager, das Fulfillment
übernimmt der Logistikdienstleister Ideal.
„Das Angebot der Lieferung an den Händler wird von den Kunden gut angenommen“, resümiert Jan-Thomas Metge, Geschäftsführer der Intersport Multichannel
GmbH, knapp zwei Monate nach dem
Launch des Webshops. „Somit haben wir
das Ziel, Online Traffic in die Filiale zu lotsen, bislang ganz gut gemeistert.“
Dabei sind zurzeit nur etwa 250 der
1.000 Verbundpartner über eine eigene
Schnittstelle zu ihrem Warenwirtschaftssystem mit dem zentralen Webshop von
Intersport verbunden. „Das muss natürlich noch wachsen“, gibt
Metge zu. „Auf der ande„Unserer Stärke ist,
ren Seite ist das aber weit
mehr, als jeder unserer
dass wir das Vertrauen der
Wettbewerber im MoKunden haben.“
ment bieten kann.“ Insgesamt gibt es drei StuLUDWIG VELTMANN
fen, wie sich IntersportHauptgeschäftsführer Mittelstandsverbund
Händler am Webshop
beteiligen können. In der
gelingt, den Online Traffic in die Filialen ersten Ausbaustufe können sie Lieferunzu leiten.“
gen aus dem Webshop oder Retouren entgegennehmen oder für ihre Kunden in der
Zentrales Lager für den Shop
Filiale via iPad Produkte aus dem Shop
Im Fokus der Intersport-E-Commerce- bestellen. In der zweiten Ausbaustufe parStrategie stehen daher sechs Multichan- tizipieren sie am Reservierungssystem
nel-Bausteine: Über die Händlerreservie- und in der dritten, erst noch kommenden
rung können Webshop-Besucher online Ausbaustufe können sie vorhandene eigene
abfragen, ob der regionale Händler vor Webshops in einer Art Marktplatz an die
Ort das gewünschte Produkt im Sortiment Plattform andocken. Wesentlichstes Erhat und es dort reservieren. Darüber folgskriterium zur Umsetzung der Multihinaus ist es möglich, sich Ware aus dem channel-Strategie war laut Harold RubOnline Shop in die Filiale schicken zu lassen oder sie dort zu
retournieren. Auch die Händlersuche ist ein zentraler Bereich des Internet-Auftritts, bei
dem sich die Händler mit ihren
stationären Shops präsentieren
können. Und last but not least
haben stationäre Händler die
Möglichkeit, Ware, die sie selbst
nicht vorrätig haben, über ein
iPad aus dem Online Shop für
Die ANWR-Händler pflegen ihre
Online-Visitenkarten sehr engagiert. Bald soll man dort auch
Produktverfügbarkeiten sehen
Internet World BUSINESS
Bei Duo Schreib & Spiel wird
der Händler, der sich in der
Region am nächsten befindet,
ganz oben gelistet
rech, die von Anfang an enge Einbindung der Händler in das Geschehen. „Wir sind sehr stolz, bei
der Generalabstimmung eine Zustimmung von 86 Prozent erzielt zu haben.
Bei nur einer einfachen Mehrheit oder
unter 60 Prozent Befürwortern hätten wir
das Projekt nicht gemacht.“ Darüber
hinaus wurden rund 3.000 Mitarbeiter in
eintägigen Seminaren intensiv geschult.
Schließlich könne es sich laut Metge
„Intersport nicht leisten, dass Händler im
Tagesgeschäft vor Ort vor dem Kunden
ausprobieren, wie Multichannel funktio-
27
Nähe, Warenverfügbarkeit und Beratungskompetenz ergänzt. Damit die Händler
ihre Ware auf dem Marktplatz bequem via
EAN-Artikelnummer identifizieren und
einstellen können, wurden in 15 Monaten
zu 80.000 Produkten Daten zusammengestellt und qualitativ aufbereitet. Aktuell
sind über 90 Händler mit 180 Verkaufsflächen auf dem Marktplatz vertreten. Sucht
ein Kunde nach einem bestimmten Produkt, wird er über Geotargeting lokalisiert
und bekommt auf oberster Position den
Händler angezeigt, der am nächsten ist. In
Sachen Service hält der Duo-Marktplatz
mit den Besten seiner Branche durchaus
Schritt: Wer in Ballungsgebieten bis 16.30
Uhr bestellt, bekommt die Ware vom Logistikdienstleister Tiramizoo auf Wunsch
am selben Tag zwischen 18.00 und 20.00
Uhr nach Hause geliefert. Außerdem soll
es künftig eine Art Drive-in Service geben:
Wer in seinem Auto vor einer Filiale steht,
kann den Händler anrufen und seine Bestellung aufgeben. Er erhält dann umgehend die Ware ins Auto geliefert.
Seit März präsentiert sich auch die
ANWR Group, eine Handelskooperation
mit 4.200 Schuhfachgeschäften, unter der
Wettbewerbsvoraussetzungen für den Online-Handel
Verbundgruppen
versus
Webshops mit E-Commerce-DNA
Kooperationsmanagement und
Konditionsverbesserung
Technologie- &
Prozessexzellenz
Dezentraler Ansatz
Zentraler Ansatz
Nachzügler
Vorreiter,
Innovator
Margensicherung
Preisführerschaft
Mitgliederzentrierung
Endkundenzentrierung
Verbundgruppen sind ihren Gesellschaftern verpflichtet und müssen in Sachen E-Commerce oft vorsichtig
taktieren, während Online-Händler Kunden und Märkte mit Vollgas über das Internet erobern wollen
© INTERNET WORLD Business 11/13
niert.“ In Sachen Preisstrategie versteht
sich der Verbund auch online als „solider
Partner der Industrie“. Daher verkaufe
man weitgehend zum UVP (unverbindlicher Verkaufspreis) und setze auf Service
und Qualität. „Übrigens operiert ja auch
ein Zalando in weiten Bereichen auf stabilem Niveau“, sagt Metge.
Von den Besten abgekupfert
Wie Intersport hat auch
die Verbundgruppe Duo
Schreib & Spiel drei Jahre lang die Entwicklung
im Web-Handel intensiv
beobachtet, ehe sie selbst
aktiv wurde. „Schließlich
haben wir uns einen
Duo-Händler zum TestWeb-Händler auserkoren
und gemeinsam den neuen Vertriebskanal
erforscht, um dann als Kooperation von
den Erfahrungen partizipieren zu können“, erzählt Thorsten Paedelt, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei Duo
Schreib & Spiel. Da man „gegen die globalen Elefanten nur eine Mücke“ sei, wurden
von den Profis die besten Features eines
Marktplatzes abgeschaut und auf dem DuoMarktplatz um Benefits wie die regionale
Quelle: Cocomore, Stand April 2013
eingängigen Domain Schuhe.de mit einem
entsprechenden Marktplatz im Web. Diesen hat die Tochter ANWR Data in der
Rekordzeit von fünf Monaten aufgebaut.
Rund 1.000 Geschäftsstandorte mit detaillierten Informationen und 15 Online Shops
mit 15.000 online verfügbaren Artikeln stehen zur Verfügung. „Die Händler ziehen
super mit und pflegen ihre Visitenkarten“,
resümiert ANWR-Data-Chef Alexander
„Die Händler ziehen super mit
und pflegen ihre Visitenkarten.“
ALEXANDER HOCK
Geschäftsführer ANWR Data
Hock. Künftig soll es möglich sein, über
ein Warenwirtschaftssystem auf den Visitenkarten auch lokale Warenbestände einzupflegen und online abrufbar zu machen.
Um Schuhe.de bekannter zu machen, ist
für Juli zusammen mit einer Marke ein
TV-Spot geplant, der auf den stationären
Fachhandel ausgerichtet ist. Ob Schuhe.de
es dann schafft, Zalando das Fürchten zu
■
lehren, wird sich zeigen. dz
28
E-COMMERCE
Internet World BUSINESS
27. Mai 2013
11/13
SHOP-PORTRÄT: TASTYBOX
Wider das Banausentum
Das Münchner Start-up Foodiesquare will die Deutschen mehr Lebensmittelkultur lehren
E
möglich ist, einen Shop und ein Abo-Konzept zu kombinieren, können Kunden bislang etwa nicht ein Produkt vom Marktplatz kaufen und sich zeitgleich für das
Käse-Abo anmelden. Stattdessen müssen
sie den Checkout zweimal durchlaufen –
was sicher die Konversion verschlechtert.
s war vor rund zweieinhalb Jahren in
Madrid, als ein Allgäuer Finanzmathematiker mit einer praktischen Leidenschaft fürs Kochen, Fischen und Jagen und
ein mexikanischer Wirtschaftsingenieur
mit angeborenem Unternehmergeist aufeinandertrafen. Und es war der Wunsch,
für Freunde in Spanien original Allgäuer
Käsespätzle zu kochen, der beiden zu ihrer
ersten gemeinsamen Geschäftsidee verhalf: Weil es nicht möglich war, den benötigten Käse von einer Allgäuer Sennerei
online zu bestellen, beschlossen Sammy
Gebele (der Finanzmathematiker) und
Guerson Meyer (der Wirtschaftsingenieur)
einen Internet-Marktplatz zu gründen,
über den viele kleine Betriebe ihre Erzeugnisse einem überregionalen Publikum
anbieten können. „Es gibt irrsinnig viele
tolle, kleine Manufakturen, deren Erzeugnisse aber oft nur direkt vor Ort erhältlich
sind“, erläutert Sammy Gebele den Hintergrund seines Start-ups Foodiesquare.de.
„Den Besten von ihnen einen OnlineMarktplatz zu bieten, sie näher vorzustellen und erlebbar zu machen“, das sei das
Ziel des Unternehmens.
Bestellungen on Demand
Deutsche sind Lebensmittel-Banausen
Die beiden Jungunternehmer zogen in
Gebeles alte Heimat Deutschland und
eröffneten in der Nähe des Münchner
Viktualienmarkts voller Euphorie ihr erstes Büro. Doch schnell merkten sie: In
Deutschland gibt es keine hoch entwickelte
Kultur für Lebensmittel. Und der OnlineHandel mit Lebensmitteln ist den Deut-
Sammy Gebele (links) und Guerson Meyer
treibt der Wille an, Menschen nicht nur satt zu
machen, sondern auch glücklich
schen auch noch fremd. Entsprechend
wenig Resonanz fand sich für den Marktplatz und seine liebevoll ausgewählten
Produkte. Doch die beiden Gründer gaben
nicht auf: Um den deutschen Lebensmittel-Barbaren den Zugang zu Genuss und
Sinnesfreuden zu erleichtern, entwickelten die beiden Gründer die „Tastybox“.
„Traditionelles, handwerkliches Wissen
um eine qualitativ hochwertige Herstellung sauberer Lebensmittel ist ein Kulturgut – das müssen wir Deutschen begreifen“, erklärt Gebele nachdrücklich. Damit
Die Tastybox zur Champions League: „Currywurst vom Bratwurstkönig“ zum Selberbrutzeln
das gelingt, kreieren Spitzenköche jeden
Monat schmackhafte Rezepte – von innovativ bis gutbürgerlich. „Das ist ein Prozess, der drei bis vier Wochen dauern
kann“, erläutert Gebele. Alle Rezepte werden bis auf die letzte kleine Zutat perfekt
zusammengestellt und dann – ästhetisch
ansprechend – in einer Styroporkiste mit
Kühlakkus per DHL zum Kunden transportiert. „Das ist nicht die umweltfreundlichste Lösung“, gibt Guerson Meyer zu,
„aber wir müssen erst eine gewisse Größe
erzielen, um hier andere Alternativen
anbieten zu können.“ Aktuell schickt das
Unternehmen monatlich Kisten in „einem
guten dreistelligen Bereich“ auf Reisen. Bei
1.000 bis 2.000 Kisten pro Monat liegt die
Rentabilitätsgrenze. Zusätzlich zu Produkten und Rezepten findet der Empfänger in der Kiste ein Merkblatt mit Hintergrundinformationen zu allen Erzeugern
und dem Herstellungsverfahren der
Produkte. Ist der Empfänger von der Qualität der erhaltenen Lebensmittel überzeugt, kann er sie anschließend
auf dem Online-Marktplatz einzeln nachordern.
teil ihrer Energie in die Weiterentwicklung
der Tastybox. Das ursprüngliche Marktplatzkonzept blieb dabei ein wenig auf der
Strecke. Erst jetzt hat sich das Unternehmerduo das Projekt Marktplatzausbau
wieder auf die To-do-Liste geschrieben:
„In ein paar Wochen wird es da ganz anders ausschauen als jetzt“, so Meyer.
Eine weitere Einnahmequelle erschlossen sich die Gründer – nach ersten positiven Erfahrungen mit der monatlichen
Tastybox – ebenfalls erst vor Kurzem über
Abo-Modelle für Käse, Schokolade und
Fleisch. „Das ist viel einfacher zu kalkulieren und auch viel einfacher zu verschicken
als die Tastybox“, erzählt Meyer. Und die
Rückmeldungen machen Mut: Drei Wochen nach dem Launch des Käse-Abos
konnte ein niedriger dreistelliger Abonnentenstamm gewonnen werden. Dabei
macht es die Shop-Software von Foodiesquare potenziellen Neuabonnenten gar
nicht so leicht, an den Käse zu kommen.
Da es in Magento nicht ohne Weiteres
In Sachen Fulfillment indes haben die
Gründer eine cleverere Strategie entwickelt. Denn statt die Lebensmittel auf Verdacht vorzubestellen, werden alle eingehenden Aufträge bis Sonntag, 22.00 Uhr,
gesammelt und gebündelt an die Manufakturen weitergeleitet. Die Auslieferung
erfolgt in der darauffolgenden Woche.
„Das war für unsere Kunden am Anfang
erklärungsbedürftig“, erzählt Meyer. Inzwischen habe sich die Käuferschaft aber
daran gewöhnt – und auch das Prinzip
dahinter verstanden.
Für den Versand berechnet das Start-up
eine Pauschale von 4,95 Euro – ab 80 Euro
Bestellwert ist der Versand kostenlos.
Zwar sind mit dieser Bonhöhe die Versandkosten noch immer nicht refinanziert, diese begreifen die Gründer jedoch
als Marketingkosten. „Wer für 80 Euro
bestellt, kauft in der Regel öfter bei uns ein.
Da lohnt sich das Gratis-Versandangebot
schon aus diesem Grund“, sagt Meyer.
Inzwischen werden auch immer mehr
Restaurantbetreiber und Feinkostgeschäfte
auf das junge Start-up aufmerksam – und
bilden damit ein unerwartetes, aber nicht
minder willkommenes Umsatzstandbein.
Unter anderem erkochte sich der Sternekoch Denis Feix den zweiten Stern für sein
Lokal „Il Giardino“ mithilfe von Produkten von Foodiesquare.
Für die Zukunft haben sich Meyer und
Gebele zusammen mit ihrem rund zehnköpfigen Team unter anderem den intensiven weiteren Ausbau in Deutschland
vorgenommen. Geld dazu wurde Ende
2012 über Seedmatch eingesammelt. 176
Investoren steckten gemeinsam 100.000
Euro in das Start-up. Über alles Weitere
schweigen die Gründer, prophezeien aber:
■
„Es wird Überraschungen geben.“ dz
Hecht im Hochsommer
Im Juli 2011 ging die erste Tastybox auf die Reise – zunächst vornehmlich an Freunde und einige
wenige Kunden. „Wir verschickten Hecht im Hochsommer, das
war wirklich die Nagelprobe für
unser Konzept“, erinnert sich
Guerson Meyer schmunzelnd.
Doch als der Fisch frisch und
lecker bei den Kunden vor Ort
landete, investierten die Gründer,
beflügelt vom Erfolg, einen Groß-
Positiver Eindruck: Jede Tastybox-Bestellung kommt
liebevoll gepackt – und kühl – beim Kunden an
■
Launch des Webshops: 2012
■
Shop-Software: Magento
■
Agentur Kreation: Inhouse
■
Agentur Technik: BELVG
■
Callcenter: Inhouse
■
Versand: DHL (Standard), UPS (Express)
■
Zahlungsmittel: Kreditkarte, Paypal
und Lastschrift
■
Internet: www.tastybox.de
11/13
E-COMMERCE
27. Mai 2013
Internet World BUSINESS
Fan-Kauf bei Facebook?
Unabhängig von der rechtlichen Bewertung droht ein Imageschaden
V
heblichen Verlust der
Glaubwürdigkeit eines Unternehmensauftritts. Stellt
sich heraus, dass ein Großteil der Fans gekauft wurde,
verkehrt sich der ursprüngliche Wille, eine besondere
soziale Relevanz darzustellen, ins Gegenteil. Zudem
sind nur „echte“ Fans tatsächlich ein Multiplikator
für die eigenen Neuigkeiten. Gekaufte Fans werden
die veröffentlichten Inhalte
in der Regel nicht in gleichem Maße weiterverbreiten wie solche, die über
eigene Inhalte gewonnen
werden konnten.
Kauf von Facebook Fans ist juristisch noch nicht abschließend bewertet
Aufgrund fehlender geletzung des Persönlichkeitsrechts des Be- richtlicher Entscheidungen zum Kauftroffenen dar. Insbesondere im Zusam- vorgang selbst und der daraus resulRechtlich zulässig?
menhang mit der öffentlichen Diskussion tierenden rechtlichen Unsicherheit ist
Im Rahmen einer einstweiligen Verfü- um den Fan-Kauf liegt durch eine solche zumindest Unternehmen derzeit nicht
gung untersagte das Oberlandesgericht Behauptung ein unzulässiger Eingriff in zu raten, sich mithilfe von Fan-Käufen in
Frankfurt am Main (Beschluss vom das als Sozialsphäre geschützte Persön- die Gunst der Facebook-Anhänger zu
bewegen. Auch wenn ein eventuelles,
25.04.2013, Az.: 16 W 21/13, nicht rechts- lichkeitsrecht vor.
kräftig) die Behauptung, ein Großteil der
Das Gericht hob damit eine Entschei- von Konkurrenten oder der Verbraudung des Landgerichts Frank- cherzentrale angestrebtes Verfahren in
furt am Main auf, welches die dieser Frage zu Rechtssicherheit führen
Aussage noch als zulässige Mei- könnte: Es möchte wohl niemand derArno Lampmann,
nungsäußerung gewertet hatte jenige sein, der daran als Beklagter teil■
Rechtsanwalt und Fachanwalt
(Beschluss vom 19.03.2013, nehmen muss.
für gewerblichen Rechtsschutz
Az.: 2-03 O 98/13).
RA ARNO LAMPMANN
Die Entscheidung verdeutbei Lampmann, Haberkamm &
licht, dass der „Kauf “ von
Rosenbaum in Köln
Darauf müssen Sie achten:
Facebook Fans im geschäftli■ www.lhr-law.de
chen Verkehr nicht als seriöse
■ Derzeit gibt es keine Urteile, die den Kauf
Werbemaßnahme wahrgevon Facebook Fans eindeutig als rechtsFans eines Facebook-Auftritts sei ge- nommen wird. Es kann daher aus rechtwidrig einstufen.
kauft. Konkret hatte der Antragsgegner licher Sicht nur davon abgeraten werden,
■ Der Imageschaden ist regelmäßig erhebin einer Abfolge von Äußerungen impli- Dritten den Vorwurf eines Fan-Kaufs zu
lich, wenn ein Fan-Kauf ans Licht kommt.
zit, aber unmissverständlich die Behaup- machen, wenn dies nicht nachweislich
■ Die Behauptung, ein Wettbewerber habe
tung aufgestellt, die Antragstellerin habe wahr ist.
Fans für seine Facebook-Seite gekauft,
einen erheblichen Teil ihrer 22.000 Facekann Persönlichkeitsrechte verletzen.
Imageschaden
droht
in
jedem
Fall
book Fans gekauft und nicht durch ihr
Deshalb darf man sie nur aufstellen,
positives Image erworben. Diese Aussage Unabhängig von der rechtlichen Werwenn sie nachweisbar ist.
stellt nach Ansicht des Gerichts eine Ver- tung, führt der Fan-Kauf zu einem erFoto: Fotolia / Studiogriffon
iele Firmen bedienen
sich der Möglichkeit,
Facebook Fans zu „kaufen“. Hierbei versprechen
unterschiedliche Anbieter,
dem jeweiligen „Käufer“
x-beliebig viele Fans für
die eigene Facebook-Seite
innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu vermitteln. Der Anbieter schaltet
etwa auf seiner eigenen
Facebook-Seite für seine
eigenen Fans Werbung für
den „Käufer“ der Fans vor
und lockt sie somit auf
dessen Facebook-Seite, wo
sie dann den „Gefällt mir“Button drücken und als
neu gewonnene Fans des
„Käufers“ zählen.
29
Abmahnfallen,
aktuelle Urteile,
neue Gesetze:
Auf Online-Recht
spezialisierte Fachleute helfen Ihnen weiter.
Der E-Shop-Rechtstipp
Sabine HeukrodtBauer LL.M., Rechtsund Fachanwältin für
Informationstechnologierecht in Mainz
■ www.legalershop.de
Doch keine 2-Tage-Frist für
Vertragsannahme?
Bei Internet-Käufen kommen Verträge in
der Regel nicht bereits mit der Kundenbestellung, sondern erst mit dem Versenden
einer Auftragsbestätigung durch den
Händler zustande. Das Landgericht (LG)
Hamburg hatte im vergangenen Jahr eine
einstweilige Verfügung gegen einen
Händler erlassen, wonach die Vertragsannahme binnen zwei Tagen erfolgen
müsse (Beschluss vom 29.10.2012;
Az.: 315 O 422/12, siehe auch INTERNET
WORLD Business 9/2013, Seite 26). Jetzt
beurteilte dieselbe Kammer den Fall nach
Widerspruchseinlegung jedoch anders
und hob die Verfügung wieder auf (Urteil
vom 25.04.2013).
In den allgemeinen Geschäftsbedingungen des Online-Händlers war der Vertragsschluss so geregelt, dass Kunden
nicht mehr an ihre Bestellung gebunden
waren, wenn sie nicht binnen fünf Tagen
eine Auftragsbestätigung erhielten. Während die Hamburger Richter die Klausel
bei Erlass der einstweiligen Verfügung
noch für wettbewerbswidrig hielten,
hoben sie diese jetzt wieder auf. Eine Frist
von fünf Tagen sei doch zumutbar. Oftmals sei eine Annahme innerhalb von
zwei Tagen nicht möglich.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Es bleibt abzuwarten, ob andere Gerichte
hier folgen werden. Zurzeit besteht daher
keine Notwendigkeit für Online-Händler,
die Annahmefristen in ihren allgemeinen
Geschäftsbedingungen zu verkürzen.
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Es war nicht der Fall Bettina Wulff, den der Bundesgerichtshof verhandelte, aber das Problem
war dasselbe: Gibt man bei Google ein Suchwort ein, wird dieses automatisch um Vokabeln
ergänzt, mit denen andere User gesucht haben.
Diese Kombinationen können Personen oder
Unternehmen mit Begriffen in Verbindung bringen, die deren Ruf beschädigen. Im Fall der ExFirst-Lady war es eine angenommene Rotlichtvergangenheit, beim Unternehmer, der vor
dem BGH gegen Google klagte, eine Verbindung zu Scientology. Der BGH entschied, dass
Google solche Suchwortkombinationen löschen
muss – allerdings nicht proaktiv, sondern nur
■
auf Antrag (Az.: VI ZR 269/12). fk
Fünf Tage Beugehaft drohen einem Online-Redakteur des Bewertungsportals Klinikbewertungen.de, weil er sich weigert, die Identität eines
Foren-Nutzers preiszugeben, der auf dem Portal
negative Äußerungen über eine Klinikmitarbeiterin veröffentlicht hatte. Dabei beruft sich der
Redakteur auf sein Zeugnisverweigerungsrecht,
das ihm zustehe. Gegen die Entscheidung des
Landgerichts Duisburg hat er Verfassungsbeschwerde eingelegt, sie hat allerdings keine aufschiebende Wirkung. Journalisten dürfen ihre
Quellen verschweigen, dazu gehören auch die
Autoren von Leserbriefen. Das Gericht bewertet
Nutzerkommentare jedoch anders, weil diese
■
nicht redaktionell gesichtet werden. fk
Apps gehören wie andere Software-Downloads
zu den immateriellen Gütern, die aufgrund ihrer
Beschaffenheit vom Kunden nach dem Kauf
nicht zurückgegeben werden können. In vielen
Fällen ist das eine unbefriedigende Situation,
weil der Käufer vorab nicht abschätzen kann, ob
die App seinen Ansprüchen genügt. Aus Hessen
stammt ein Vorschlag für eine Änderung: AppAnbieter, so fordert Verbraucherschutzministerin
Lucia Puttrich (CDU), müssen dazu verpflichtet
werden, eine kostenlose Demo-Version ihrer Software anzubieten. Dies gebe dem Kunden die
Chance, eine Überprüfung der Ware vorzunehmen, wie sie auch in einem Ladengeschäft
■
möglich ist. fk
Ein Headhunter, der einen Arbeitnehmer telefonisch kontaktiert und dabei unter falscher
Identität auftritt, handelt wettbewerbswidrig,
entschied das Landgericht Bonn. Zwar kann
sich ein Unternehmen nicht dagegen wehren,
dass Headhunter seinen Mitarbeitern Job-Angebote machen. Wenn jedoch ein Headhunter in
der Telefonzentrale eine falsche Identität angibt,
um zum gewünschten Mitarbeiter durchgestellt
zu werden, stelle dies eine unzulässige Belästigung dar. Denn es sei ein elementarer Grundsatz wettbewerblichen Anstands, dass sich der
Wettbewerbsteilnehmer offen zu seiner Identität bekennt und seine Identität nicht verbirgt
■
(Az.: 14 O 165/12). fk
30
TOOLS & TECHNIK
Internet World BUSINESS
Besseres Reporting
von Ad Impressions
Um Internet-Nutzer in Kunden verwandeln
zu können, brauchen Vermarkter und Werbungtreibende im Idealfall möglichst viele
Sichtkontakte von Usern mit der Werbung.
Besuche von Spidern, Crawlern und Bots
sind dafür wenig förderlich.
Das amerikanische Internet Advertising
Bureau veröffentlicht deshalb jeden Monat
einen Spider- und Bot-Index. Die Nutzung
dieser Listen ist für Inhouse- oder ThirdParty-Ad-Server von Publishern ein Muss.
Denn allein durch den einfachen Listenabgleich lassen sich die Besuche von Spidern,
Crawlern und Bots herausfiltern – mit dem
Ergebnis, dass das Reporting zu Ad Impressions, Views, Visibility und Klicks deutlich
exakter ausfällt.
Diese Listen sind allerdings kostenpflichtig. Ihr Bezugspreis hängt vom Status der
Mitgliedschaft beim Interactive Advertising
Bureau (IAB) USA ab.
Was können Publisher und Ad Server dagegen tun, dass Bots Website-Traffic generieren? Hierfür gibt es zwei Ansätze:
Der erste Ansatz besteht in der Entwicklung eines Systems, das den Zugriff der
Bots von vornherein blockt. Dabei wird keinerlei Interaktion dokumentiert, da der Besucher sozusagen bereits an der Tür abgewiesen wird. Der zweite Ansatz wiederum
beruht darauf, die Daten nachträglich herauszufiltern.
Beide Ansätze sind sehr wirksam. Allerdings hat Ersterer den Nachteil, dass nicht
nur „bösartige Bots“ blockiert werden, sondern auch „guten Bots“ das Leben schwer
gemacht wird. Diese „guten Bots“ dienen
zur Analyse von Website-Struktur und Werbewirkung. Werden die von ihnen benötigten Informationen jedoch blockiert, können
sie ihre Aufgabe nicht mehr ordnungsgemäß oder sogar überhaupt nicht ausführen.
Zudem können diese nützlichen Bots –
wenn sie nicht korrekt eingesetzt werden –
negative Auswirkungen auf die KampagnenPerformance haben. Impressions oder –
noch schlimmer – Klicks, die Crawler künstlich erzeugen, können unter Umständen
als gültige Interaktionen erfasst werden.
Dies verfälscht die Reports und beeinträchtigt Entscheidungen, die auf eben diesen
Daten beruhen.
Derzeit fehlt es jedoch an einer offiziellen Liste, die alle „guten Bots“ erfasst. Eine
derartige Übersicht würde eine erhebliche
Zeitersparnis für den Publisher sowie die
Agenturen und die Ad-Serving-Anbieter
bedeuten.
Bei der letzten Sitzung des IAB-Ausschusses für Spider und Bots wurde dieser
Vorschlag nun vorgelegt. Es könnte also
bald eine Lösung geben, mit der die Verfahren zur Erfassung echter Sichtkontakte
noch weiter verbessert werden können.
Mehr Infos zum Thema finden Sie auf der
Webseite des IAB USA unter dem Link:
www.iab.net/1318/spiders
11/13
Yieldlab gewinnt Heise
Techniktipp
Mark Thielen,
CTO bei Adtech und
Mitglied des „Spiders & Robots Policy
Board“ des IAB USA
■ www.adtech.com
27. Mai 2013
Heise-Verlag wählt Yieldlab für den automatisierten Echtzeithandel seines Display-Inventars
D
er Heise Zeitschriften
Verlag steigt mit der
Technologie von Yieldlab in
den automatisierten Echtzeithandel ein. „Wir werden sämtliches Inventar, das nicht direkt durch unser Sales Team
verkauft wurde, transparent
der Nachfrageseite anbieten“,
erklärt Tim Purkayastha, Director Sales & Strategy Heise
Online. Transparent bedeutet,
dass die Werbeplätze nicht im
sogenannten „Blind-Ansatz“
verdeckt angeboten werden,
sondern dass die Werbung- Laut Agof besuchten 4,62 Millionen Unique User
treibenden und Agenturen im Februar 2013 die Webseiten von Heise
auslesen können, um welche
Werbeplatzierung es geht. Purkayastha
Tim Purkayastha, Director
verspricht sich vom automatisierten EchtSales bei Heise Online
zeithandel eine Erweiterung des Kundenstamms: „Auf dem klassischen Planungs- send-Kontakt-Preis (TKP) entweg wären wir vielleicht bei manchem wickeln werde, hänge stark von der NachMarkenartikler nicht Teil des Mediaplans. frage ab, meint Purkayastha. Wenn WerWenn wir aber unser Inventar über die bungtreibende darum konkurrieren, dass
Supply-Side-Plattform von Yieldlab anbie- ihre Motive auf Heise Online ausgeliefert
ten, erreichen wir neue Kunden.“
werden, steigen die Preise.
Ein großes Fragezeichen für Publisher
Heise Online wird keine Nutzerprofilist, ob durch den automatisierten Handel daten als zusätzliche Information zum
die Einnahmen mit Online-Werbung sin- angebotenen Inventar mitliefern, betont
ken werden. Wie sich der effektive Tau- Purkayastha. Dies widerspreche der Philo-
sophie des Verlags, der keine
User-Daten für Werbezwecke
speichert. Heise ist nach Spiegel und Axel Springer der
dritte namhafte deutsche Verlag, der sich für Yieldlab als
Technologieanbieter für RealTime Advertising entschieden hat. Yieldlab habe das
beste Verständnis für das
Geschäft des Heise Verlags
mitgebracht, so Purkayastha.
Das Unternehmen könne
beim Aspekt „Datenhoheit“
punkten, findet der Director Sales & Strategy: „Wir
legen viel Wert auf Datenschutz und Datensicherheit.
Dass Yieldlab ein deutsches
Unternehmen ist, sein Headquarter in Deutschland hat,
hier seine Serverfarm betreibt und dementsprechend unter deutschen Regularien arbeitet, gibt uns auch
auf dieser Seite ein sehr gutes Gefühl.“
Zu Heise Online zählen die Web-Auftritte von Heise Open Source, Mac & i,
Heise Resale, Heise Security, Heise Developer, Heise Netze sowie die Online-Auftritte der IT-Magazine „c’t“, „iX“ und
■
„Technology Review“. is
Anzeigen für Content
Outbrain startet Netzwerk für Content Distribution in Deutschland
O
utbrain, US-amerikanischer Technologieanbieter für Content Distribution,
ist nun auch im deutschsprachigen Markt
aktiv. Das Unternehmen hat eine Technologie für die Empfehlung von Inhalten entwickelt und betreibt ein Werbenetzwerk.
So funktioniert’s: Wenn Leser einen Artikel, zum Beispiel auf Connect.de, zu Ende
gelesen haben, erscheinen darunter zwei
Widget-Leisten: „Das könnte Sie auch interessieren“ sowie „Auch interessant“. Beide
verweisen auf weitere Artikel. Die erste
Empfehlungsleiste leitet den Nutzer intern
auf Artikel des gleichen Magazins weiter.
Mit der zweiten Leiste „Auch interessant“
können Publisher Traffic auf andere Content-Quellen des eigenen Hauses lenken.
Innerhalb dieser zweiten Leiste sind Anzeigen platziert, wobei diese Links ebenfalls zu Content führen und nicht zu werblichen Landing Pages. Diese Anzeigen verweisen aber zu externen Content-Seiten.
Outbrain vermarktet diese Ads.
Derzeit sind im deutschsprachigen
Raum 40 Seiten im Netzwerk, viele
testen das Modell noch, erklärt
Alexander Erlmeier, Country Manager DACH von Outbrain. Nicht
alle sind schon Teil des Paid Networks. Abgerechnet wird nach
Cost per Click (CPC) auf die
Anzeigen. Der Klickpreis variiere aktuell zwiInterne
schen 3 Cent und Empfehlungen
35 Cent, sagt Erlmeier. „Je höher die Klickrate,
desto niedriger wird der CPC“,
betont er. Outbrain teilt diesen Cost
Bezahlte
per Click mit dem Publisher, von
Empfehlungen
dessen Seite der Klick kommt. Der
Umsatzanteil wird individuell aus- Das Geschäftsmodell von Outbrain basiert auf der
gehandelt. Wenn Nutzer auf die Vermarktung von bezahlten Empfehlungen
Anzeigen klicken und zu verlagsfremden Webseiten geleitet werden, sind terwandern, argumentiert Erlmeier, über
sie für den ersten Publisher erst einmal die bezahlten Empfehlungen verdienten
■
„verloren“. Leser würden irgendwann wei- Publisher jedoch Geld. is
LITHIUM TECHNOLOGIES
SETO GMBH
VERIO EUROPE
Den Social ROI analysieren
Auf die Finger geblickt
Mobile Websites mit Gomobi
Lithium Technologies stellt das Analyse-Tool
„Lithium Social Intelligence“ als Teil der „Social
Customer Experience Platform“ vor. Es soll
Kennzahlen zur Erhebung des „Social Return
on Investment“ liefern und wertet auf Basis
einer Big-Data-Architektur in jedem Monat
Milliarden von sozialen Interaktionen aus. is
Die Software M-Pathy der Seto GmbH in Dresden zeichnet Nutzungsmuster an mobilen Bildschirmen auf. Wie beim Mouse Tracking verfolgt
die Lösung, was die Nutzer auf mobilen Geräten
tun. Die Interaktionsdaten können aggregiert
werden, um daraus Optimierungsempfehlungen
für die Webseite abzuleiten. is
Verio Europe erweitert das Hosting-Angebot
um die Applikation „Gomobi“ für die Erstellung von mobilen Webseiten. Gomobi beinhaltet eine automatische Geräteerkennung, um
Inhalte auf mobilen Screens optimal darzustellen. Das Angebot wendet sich an kleine und
mittelständische Unternehmen. is
11/13
TOOLS & TECHNIK
27. Mai 2013
Internet World BUSINESS
31
Schnappschüsse für Facebook
Tool zur Fan-Generierung: Picbuzzer schießt Bilder und lädt sie automatisch auf Unternehmensseiten im Social Network
F
otos zu posten, anderen weiterzuleiten
und sie zu „liken“, gehört auf Facebook
zu den alltäglichen Aktivitäten von Usern
und Unternehmen. Die Dresdner OnlineMarketing-Agentur MindMind
box hat eine „Social Photo
Photomachine“ gebaut, die BilBil
der automatisch auf Face
Facebook lädt. Unternehmen
können den „Picbuzzer“
am Point of Sale (PoS) oder bei Veranstaltungen aufstellen, damit ihre Kunden und
Besucher selbst Schnappschüsse machen
können. Der Picbuzzer sendet die Bilder
anschließend an die Facebook-Seite des
Unternehmens und verbindet dadurch die
Offline-Welt mit Aktivitäten in dem sozialen Netzwerk.
Picbuzzer ist eine Stele, in die ein Rechner und eine Kamera mit Selbstauslösefunktion eingebaut sind. Wird sie
oben am mit LEDs beleuchteten
„Kopf “ berührt, schießt die Kamera
ein Bild in HD-Qualität. Per LAN,
WLAN oder UMTS wird es an den
Server von Mindbox übertragen und
wandert von dort in den FacebookAuftritt des Unternehmens, das den
Picbuzzer aufgestellt hat.
Das All-in-One-Gerät kann für
Veranstaltungen oder dauerhaft gemietet werden. Im Mietpreis von 590
Euro für ein Wochenende sind auch
die Übertragungskosten enthalten.
Die Dauermiete kostet 990 Euro pro
Monat, Mindestmietdauer sind zwölf
Der Picbuzzer kann
Monate. Mindbox hatte für das Freifür Veranstaltungen
zeitbad Spreewelten zunächst einen
gemietet oder dauerPrototyp des Picbuzzers entwickelt.
haft aufgestellt werden
Dort konnten sich Besucher vor einer Fotoleinwand ablichten lassen.
Neben den Spreewelten
war die Social Photomachine auch schon für
eine Veranstaltung des
ADAC auf dem Sachsenring im Einsatz. Aktuell
nimmt Bautz’ner Senf
den Picbuzzer bei seiner
„Bautz’ner Senfzig Jahre
Tour“ mit auf Reise.
Für die Fotogalerie auf
Facebook hat Mindbox
eine kostenlose WhiteLabel-App für die Administratoren von
Facebook Pages entwickelt. Wer die Stele
aufstellt, erhält einen Code, mit dem die
Bilder gekennzeichnet und zugeordnet
werden. Diesen Code gibt der FacebookAdministrator bei der Installation der App
an, dann weiß der Server von Mindbox, an
welche Facebook App die Aufnahmen
weitergeleitet werden sollen.
Die Abgelichteten treibt die Neugierde
auf die Bilder auf den Facebook-Auftritt
des Unternehmens, wo sie die Fotos auch
an ihre Freunde weiterleiten oder den „Ge-
Der Social-Media-Spiegel
in den Adidas Neo Stores
sendet Bilder an Facebook
fällt mir“-Button betätigen können. Für Spreewelten habe die Stele in
den ersten vier Monaten
nach dem Aufstellen mit
3.900 Bildern rund 3.000
Fans erzeugt, berichtet
Christoph Schöne, Geschäftsführer von Mindbox. Schöne hat den Picbuzzer mitentwickelt.
Vernetzter Spiegel
Ein weiteres Beispiel für die Verbindung
des stationären Handels mit Facebook ist
der Social-Media-Spiegel in den Läden der
jungen Marke Adidas Neo. Mit dem Social-Media-Spiegel können sich Kundinnen und Kunden in den Stores selbst fotografieren, die Bilder werden anschließend
auf Facebook hochgeladen. Die Idee wurde unternehmensintern entwickelt. Innerhalb eines Jahres wurden laut Adidas in
den zehn Stores mehr als 4.000 Bilder auf
■
Facebook geladen. is
IT-Dienstleister und Agenturen: Neue Etats, Kunden und Tools
Auftraggeber
Auftrag
Dienstleister
6Wunderkinder
Unterstützung der Zahlungsabwicklung für die App
Wunderlist Pro
Adyen
Base, Friendscout24,
Norisbank
Neukunden für die Ad-Server- und Data-Management-Lösung
Next Audience
Dmax/Discovery
Networks
Entwicklung einer TV-App für den Männersender
Dmax für alle Smart-TV-Plattformen sowie Anwendungen für HbbTV
MEK Media
Efleetcon
Konzept- und Texterstellung für die neue Website
Efleetcon.de
Möller Horcher Public
Relations
EnBW Energie BadenWürttemberg
Relaunch des Online-Auftritts unter Einsatz von
Responsive Design
Scholz & Volkmer
Seit über zehn Jahren erfolgreich
Expert
Einsatz der E-Mail-Marketing-Software von Optivo
für den Newsletter-Versand
Optivo
30 Vollzeit-Mitarbeiter, feste Ansprechpartner
Goethe-Institut
Relaunch der Web-Seiten für die Fachbereiche
„Fernlehre“ und „Prüfungen“, Content-Konzept
Wunder Media
Production
Hitmeister
Erweiterung des Online-Payment-Angebots von
Hitmeister um Barzahlen
Barzahlen
Industrie-Verband
Motorrad Deutschland
Konzeption, Design, Umsetzung eines Social-MediaNewsrooms für Vivalamopped.com
Nexum
Intersport
Einsatz der Web-Analyse-Lösung Shop Monitor im
Online Shop
Econda
Kindernothilfe
Neues Website-Konzept für Kindernothilfe.de mit
Fokus auf Spendengewinnung
Denkwerk
Möbel LCK
Überarbeitung des Web-Auftritts www.lederpflege.de,
Ergänzung um einen Online Shop
Kraftjungs
Opel
Konfigurator-App „Adam & You“ für den Launch
des neuen Opel Adam in Europa
RTT
Porsche
Neues Intranet auf Basis der Social-BusinessPlattform „Jive“
Faktor 3, Mieschke Hofmann und Partner (MHP)
Rewe Markt
Beratung, Kreation und Realisierung mobiler
Services
Sapient Nitro
Stadt Ludwigsfelde
Neugestaltung der Internet-Präsenz für den
Wirtschaftsstandort Ludwigsfelde
Das Medienkombinat
Villeroy & Boch
Einsatz der Paypal-Rechnung Billsafe im Online Shop
Paypal
Virtualnights Media
Einsatz der Copernica Marketing Software für
Virtualnights.com
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Internet World BUSINESS
32
TOOLS & TECHNIK
27. Mai 2013
11/13
TECHNOLOGIEREPORT: E-SENSE DISPLAYS
Der sechste Sinn
Was wie Science-Fiction klingt, ist heute bereits realisierbar: Touchscreens, deren Oberflächen Benutzer nicht nur sehen,
sondern auch ertasten können. Die Technologie ist da, aber ein fühlendes iPad ist noch nicht in Sicht – oder doch?
urz vor dem Release des heiß erwarteten iPad3 letztes Jahr verbreitete sich
ein Gerücht in der Branche wie das sprichwörtliche Lauffeuer: Apples neuester Wurf
könne das „fühlende“ Touch Display des
finnischen Herstellers Senseg an Bord
haben, spekulierte der „Guardian“ – und
sämtliche IT-Ressorts und Technik-Blogs
beeilten sich, die britische Zeitung zu zitieren und das Gerücht mit eigenen Details
anzuheizen. Dran war am Ende nichts; das
iPad3 überzeugte zwar mit dem hochauflösenden Retina-Display – doch „erfühlen“ können Apple-Nutzer die Inhalte auf
ihrem Tablet weiterhin nur in der Fantasie.
Der kurze Medienhype warf jedoch ein
Schlaglicht auf eine erstaunliche Technologie, die es im Stillen fast zur Marktreife
brachte und das Zeug dazu hat, die Nutzer,
deren Verhalten und das Web an sich zu
verändern – sobald sich ein großer Gerätehersteller ihrer mit Mut annimmt.
Spielwiese für Forscher
Die Rede ist von sogenannten E-Sense
Displays, Touchscreens also, die es dem
Nutzer ermöglichen, die gezeigten Inhalte
auf dem Bildschirm mit seinem Tastsinn
zu erfassen. Das soll heißen: Den Sand in
einem Wikipedia-Artikel über die Sahara
spüren, in einem Mode-Webshop den Unterschied zwischen Samt und Seide fühlen,
die Umgebung von E-Games wortwörtlich
begreifen, sogar das Gewicht eines Objekts
Foto: Fotolia / Chanpipat
K
Die digitale Welt (be)greifen:
E-Sense Displays könnten das
Internet in Zukunft um das
haptische Moment erweitern
Eingaben beispielsweise mit einem kurzen
Vibrieren bestätigen. „Das Potenzial der
Vibrationstechnologien wird bisher nicht
mal ansatzweise ausgeschöpft“, ist Rob
Lacroix, Vice President Forschung und
Entwicklung bei Immersion, überzeugt.
Seine Firma, die an einer Art Datenbank
für haptische Effekte
arbeitet, entwickelt auch
Use Cases für eine exaktere und vielfältigere Verwendung der Vibrationsmotoren. Ein Beispiel
wäre hier die Übertragung von Berührungen
wie in der App „Feel Me“:
Die Fingerposition des
Gesprächspartners auf
dessen Touchscreen wird
auf dem eigenen Handy
Stoffe fühlen, Faltenwürfe ertasten. Mit E-Sense Displays könnte
angezeigt, der andere wird
so unmittelbar spürbar.
sich E-Commerce nachhaltig verändern
Einen anderen Ansatz
über den Druckwiderstand des Touch- verfolgt dagegen Tactus Technology: Das
screens erahnen – all das ist mit E-Sense Unternehmen arbeitet mit einem dünnen
möglich. Zumindest in der Theorie. Denn Plastikfilm, der über einen beliebigen
noch gibt es kein Gerät auf dem Markt zu Touchscreen gelegt und mit Flüssigkeit aufkaufen, das dieses faszinierende Spiel mit gepumpt werden kann, um Erhebungen zu
dem Tastsinn ermöglicht. Erlebt werden erzeugen. Die so entstandenen Buttons
können bisher nur Prototypen; eine ganze ragen bis zu 3 Millimeter aus dem TouchMenge davon waren im letzten Februar auf screen hinaus und verschwinden wieder,
dem Mobile World Congress zu sehen. wenn sie nicht mehr gebraucht werden.
Und der heterogene Mix aus Technolo- Tactus kann damit eine echte Tastatur
gien, der dort zu bewundern war, zeigte simulieren. Ebenfalls physisch spürbare
deutlich, warum sich noch kein großer Erhebungen erzielen die Prototypen von
Gerätehersteller offen zu dieser Innovation Bayer und Strategic Polymers mit eletrobekannt hat: Bislang ist nicht abzusehen, magnetischen Polymeren. Das sind speziwelche Technologie die beste ist, welche elle Kunststoffe, die sich verformen, wenn
sich am ehesten für Smartphones, Tablets sie unter Strom gesetzt werden. Im Gegenoder andere Touch-Eingabegeräte eignen satz zur Technologie von Tactus müssen
wird. Da gibt es einmal die Fraktion „Vibra- die dafür nötigen Bauelemente unter das
tion“: Sie setzt auf die in den meisten Smart- Glas des Touchscreens gesetzt werden; eine
phones bereits vorhandenen Motoren, die Nachrüstung ist nicht möglich; die Methode
scheint aber etwas zuverlässiger zu sein.
„Insgesamt ist die Technologie in der Darstellung von erhabenen Buttons schon
recht weit“, meint Denis Richard, Director
of Technical Development bei der Agentur
Scholz & Volkmer. „Allerdings gibt es noch
Probleme mit der Sensorik dieser Buttons,
das heißt, wann genau ein Button reagiert,
wenn er gedrückt wird. Sobald dieses
Thema gelöst ist, werden die ersten Seriengeräte sehr schnell auf den Markt kom-
men.“ Und das könnte früher geschehen
als gedacht: Denn neben Bayer und Strategic Polymers, die ihre Prototypen stolz auf
dem Mobile World Congress präsentierten, forscht offenbar noch ein anderes Unternehmen ganz heimlich an der gleichen
Technologie: Apple hat sich in den letzten
vier Jahren mehrere Patente im Bereich
elektromagnetische Polymere gesichert.
Von der Marktreife am weitesten entfernt, aber mit dem größten revolutionä-
Interview
„Die Nutzer lechzen nach mehr
,Gefühl‘ bei ihren Gadgets.“
Herr Richard, benötigt irgendwer fühlende Displays?
Denis Richard: Ich denke, dass die Anwendungsmöglichkeiten sehr spannend und
nützlich sein könnten. Die User lechzen
nach mehr „Gefühl“ in der Anwendung
ihrer elektronischen Gadgets. Ein zweiter Aspekt ist der Einsatz bei Sehbehinderten, denn hier könnten Displays sehr
gut barriereärmer genutzt werden.
Wie könnten fühlende Displays in Smartphones und Tablets Websites und Online
Shops verändern?
Richard: Eine flächendeckende Integration
dieser Technologie könnte das digitale
Medium um eine weitere Facette ergänzen, genau wie es vorher zum Beispiel
die Einführung von Video beziehungsweise Animationen oder auch von Gestensteuerung beziehungsweise Touch
war. Neue Standards sind mit der Zeit
denkbar. Allerdings ließen sich auch
Fehlversuche, die den User vermutlich
Denis Richard,
Director of Technical
Development bei der
Scholz & Volkmer
GmbH, Wiesbaden
■ www.s-v.de
eher verwirren als zu helfen, nicht vermeiden. Im Online Shopping könnte es
aber tatsächlich das Einkaufserlebnis
nachhaltig aufwerten.
Welche Herausforderungen birgt E-Sense
für Webdesign und Usability?
Richard: Die Designer müssten sich noch
mehr mit dem Menschen beschäftigen.
Welche haptischen Reaktionen erzeugen welche Assoziationen und Emotionen? Plötzlich kann der Designer direkt
Einfluss nehmen auf die Oberfläche, die
vom User berührt wird. Das ist Neuland. Webshops werden nach neuen
Eigenschaften der angebotenen Produkte beim jeweiligen Hersteller fragen
müssen, um die neue Technologie effektiv zu nutzen.
11/13
TOOLS & TECHNIK
27. Mai 2013
ren Potenzial gesegnet, scheint der Technologieansatz zu sein, den das schon
erwähnte finnische Unternehmen Senseg
und die Forschungsdependance des Disney-Konzerns – Disney Research – verfolgen: Dabei setzt ein elektrostatisches Bauteil den Touchscreen unter eine geringe
Spannung, die sich bei Berührung in die
Fingerspitzen entlädt und dabei mithilfe
unterschiedlicher Spannungen die Illusion
verschiedener Tastempfindungen erzeugt.
Am Touchscreen selbst ändert sich nichts,
dennoch hat der Nutzer das Gefühl, rauen
Fels, rieselnden Sand, weiche Seide oder
raues Leder zu berühren.
Es fehlt ein Pionier
Wo führt uns das alles hin? Werden Online-Kampagnen ihren Zuschauern den
Fernbeziehung digital: Mit der App „Feel Me“
können Nutzer Berührungen austauschen
Internet World BUSINESS
33
zum Trendsetter werden. Auch der Handel
Kuscheleffekt eines Weichdürfte großes Interesse haben. „Noch fehlt
spülers nicht mehr nur
dem E-Commerce das haptische Moment“,
zeigen, sondern diese ihn
auch spüren können? Wird
meint E-Commerce-Berater Jochen Krisch.
der Retourengrund „Ma„E-Sense ermöglicht es, ein besseres Gefühl
terial entsprach nicht dem
für Stoffe und Oberflächenmaterialien zu
bekommen. Das Spektrum reicht also von
Fühlerlebnis im Online
Mode, Tischdecken und Krawatten bis hin
Shop“ bearbeitet werden
zu Fliesen, Teppichen und Tapeten. Ich
müssen? Mag sein – aber
gehe davon aus, dass wir in den nächsten
ganz so weit ist es noch
zwei, drei Jahren entsprechende Eingabenicht, was vornehmlich an
der mangelnden Marktreife In Zukunft erhaben: Mit E-Sense könnte die Zeit der ungenauen geräte sehen werden. Speziell für Amazon
und den Kindle könnte es demzufolge
der verfügbaren Technolo- virtuellen Tastaturen endlich abgelaufen sein
gien liegt – auch wenn die
einer der nächsten Innovationssprünge
E-Sense-Hersteller die Probleme gerne her- streng kontrollierten Betriebssystem Win- sein.“ Egal wann und von wem E-Sense
unterspielen. Allen Gerüchten zum Trotz dows Phone die Technologie erfolgreich kommen wird: Der Internet-Branche steht
■
wird wohl auch das dieses Jahr erscheinen- integrieren – und damit vom Verfolger eine neue Revolution bevor. il
de iPad4 kein fühlendes Display haben,
und auch andere Hersteller zeigen sich bisher fasziniert, aber skeptisch. So hat SenHersteller von E-Sense Displays und haptischenTechnologien
seg schon 2010 eine Partnerschaft mit TosDie Pioniere der Haptik nähern sich dem Thema Tastsinn auf unterschiedliche Weise
hiba verkündet, aus der ein Prototyp eines
Hersteller
Technologie
Beschreibung
fühlenden iPod-Look-alike entstand; für
2011 waren Mobiltelefone mit der TechnoBayer
Vivitouch
Mit elektromagnetischen Polymeren (EMPs) werden
Erhebungen und raue Oberflächenstrukturen erzeugt
logie angekündigt, von denen aber niemand wieder etwas gehört hat. Auf NachDisney Research
Tesla Touch
Elektrostatische Impulse simulieren Oberflächenstrukturen
und reagieren auf Druckintensität und -dauer
frage zu aktuellen Projekten verweigert
Senseg derzeit jegliche Aussage – was alles
Immersion
Touchsense
Datenbank für haptische Effekte, die für jede TouchTechnologie nutzbar ist
oder nichts bedeuten kann.
Am Interesse der potenziellen NutzerSenseg
Senseg Tixel
Elektrostatische Impulse entladen sich in die Fingerspitzen
schaft hapert es sicher nicht: Seit Anfang
und erzeugen die Illusion unterschiedlicher Strukturen
des Jahres häufen sich „Technologies we
Strategic Polymers Inc. Strategic
Hersteller des bisher kleinsten und flexibelsten EMPs,
miss“-Listen in Digital Native Blogs. Die
Polymers EMP
Einsatz für virtuelle Tastaturen geplant
User fiebern E-Sense förmlich entgegen.
Tactus Technology
Tactile Layer
Dünner Film, der auf den Touchscreen gelegt und mit
Apple ist sicherlich der am heißesten gehanFlüssigkeit gefüllt wird, um Erhebungen zu erzeugen
© INTERNET WORLD Business 11/13
Quelle: eigene Recherche
delte Kandidat für das erste E-Sense Tablet,
aber auch Microsoft könnte mit seinem
Die Konferenz für Trends im Online Marketing
Hamburg
05. Juni 2013
Düsseldorf
11. Juni 2013
Frankfurt
19. Juni 2013
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TOOLS & TECHNIK
Internet World BUSINESS
34
27. Mai 2013
11/13
MOBILE INTERNET-AGENTUREN
Mobile zuerst – aber mit wem?
Marken und Hersteller, die jetzt ins mobile Netz wollen, müssen sich beeilen – und lassen das Agenturgeschäft blühen
Großer Markt, geringes Know-how
Der Rewe-Pitch ist nur einer von vielen
hochdotierten Mobile-Etats, die seit etwa
Der Durchbruch
der mobilen Welt ist
geschafft; jetzt muss das
Internet nachziehen
mit dem Desktop-PC oder dem Laptop.
30 Prozent der mobilen Surfer kaufen auch
regelmäßig mit dem Smartphone ein.
Dem wachsenden Interesse der Nutzer
steht häufig ein mangelndes mobiles Angebot und oft auch geringes Know-how
auf Unternehmensseite gegenüber. 34 Prozent der Unternehmen überprüfen beispielsweise nicht, wie schnell ihre Seite auf
mobilen Geräten geladen wird, so das Er-
Augmented Reality wie in der App DB Jompp
ist inzwischen kein reines Pionier-Thema mehr
einem Jahr immer häufiger vergeben werden. Die großen Marken und Konzerne
haben die Bedeutung von Mobile endgültig erkannt und streben auf die Smartphones und Tablets ihrer Kunden. Es wird
auch höchste Zeit: Fast 40 Prozent der
Handy-Besitzer nutzen das mobile Netz
regelmäßig, ergab die aktuelle MobileEffects-Studie von Tomorrow Focus Media; jeder Fünfte geht demnach bereits öfter mit seinem Smartphone ins Netz als
zwölf Monaten nicht personell verstärken.
Alle anderen suchen Fachkräfte – am begehrtesten sind weiterhin die Mobile-Spezialisten: Über die Hälfte der Agenturen
will entsprechende Mitarbeiter einstellen.
Foto: Fotolia / adimas
M
itte Mai konnte Sapient Nitro, seit
der Übernahme von Clanmo vor
zwei Jahren einer der größten MobileInternet-Spezialisten Deutschlands,
stolz einen umfangreichen PitchErfolg bekanntgeben: Die Agentur
gewann den Online-Etat von Rewe
und soll die Supermarkt-Kette nun
bei der Entwicklung einer mobilen
Strategie unterstützen sowie die entstehenden Mobile-Maßnahmen in
den allgemeinen Marketing-Mix einbinden. „Als überwiegend stationär
geprägter Händler wollen wir unsere
Präsenz in den digitalen Kanälen verstärkt ausbauen“, sagt Marcus Haus,
Bereichsleiter Marketing bei der Rewe
Markt GmbH. „Dazu gehört aus unserer
Sicht ein hochprofessionelles mobiles Serviceportfolio, über das wir unseren Kunden einen zusätzlichen Mehrwert bieten
und sie langfristig an unsere Marke binden können.“
Mobile-Themen der Zukunft? Google Glass
und iWatch könnten den Markt aufmischen
gebnis einer aktuellen Studie des Performance-Spezialisten Borland. Auch über
die mobilen Nutzungszahlen der eigenen
Websites und Shops wissen viele Unternehmen nicht Bescheid – ebenso wenig
Viel Erklärungsbedarf
wie über mobile Nutzungsszenarien und
die richtige Usability.
Agenturen machen mobil
Beratungsaufträge und Design-Pitches, um die neuen Fachkräfte beschäftigt zu halten, gibt es wie gesagt
genug – was auch mit der Komplexität des Themas zusammenhängt.
Noch vor zwei Jahren glich das Thema Mobile einer Spielwiese. Studien
und Trendforscher wiesen zwar darauf hin, dass der mobile Durchbruch
kurz bevorstehe, aber lange Zeit tat sich
nichts: Mobile Webseiten und ernst
zu nehmende Apps waren Statussymbol
weniger Pioniere. Nun ist plötzlich der
Boom da, und Mobile ist ein Thema für
jeden Website-Betreiber. Und dabei geht
es nicht nur um einfache Sites, die auf dem
Handy lesbar sind: Responsive Design, das
Schlagwort, mit dem Agenturen derzeit
auch skeptische Kunden vom mobilen
Auftritt überzeugen, bietet eine preisgünstige Lösung, um auf allen Plattformen prä-
Die Wissens-Ödnis in Sachen mobiles Internet, die bei vielen Auftraggebern vorherrscht, ist eine ideale
Voraussetzung für Agenturen, die
sich auf das mobile Netz spezialisiert haben. Seit einem guten Jahr
boomt ihr Geschäft. Das zeigt
auch ein Blick auf den Agenturkompass „Mobile Internet“, den
Sie im Business Guide „Mobile
Internet“ (dieser Ausgabe beigelegt) finden: Die rund 60 gelisteten Mobile-Spezialisten blicken
allesamt auf ein Jahr voller Umsatzzuwächse und mit einem star- Responsive Design ist
ken Anstieg an mobilen Projekten das meistdiskutierte Mobile-Thema dieses Jahres
zurück. Zudem haben die meisten Agenturen 2012 ihr Personal aufge- sent zu sein. Technisch anspruchsvolle Anstockt; die großen Agenturen mit über 75 sätze, beispielsweise Augmented Reality,
Mitarbeitern sind dabei besonders stark werden dank der wachsenden Erfahrung
gewachsen: Durchschnittlich 22 neue Mit- der Dienstleister ebenso für eine breitere
arbeiter wurden im vergangenen Jahr an- Auftraggeber-Riege interessant. Und am
geheuert. Und das Wachstum soll weiter- Horizont tauchen mit Google Glass und
gehen: Nur 9,7 Prozent der insgesamt 304 iWatch schon neue Herausforderungen
für den Agenturkompass 2013 befragten auf. Gute Zeiten für Dienstleister, die das
■
Agenturen wollen sich in den kommenden Beraten verstehen. il
Agenturen rüsten Mobile-Know-how auf
Große Agenturen finden leichter Personal
Frage: Welche Bereiche wollen Sie in diesem Geschäftsjahr personell verstärken?
Mobile-Spezialisten aller Größen sind personell gewachsen
50,4 %
Mobile Internet
33,9 %
Website-Konzeption
31,0 %
Usability / Design
29,6 %
Social Media
21,4 %
Performance Marketing
Keine personellen
Veränderungen geplant
Zusätzliche Mitarbeiter
im Jahr 2012
9,7 %
Mehrfachantworten möglich
Basis: n = 304 deutsche Agenturen
mit mindestens 5 Mitarbeitern
+ 2,3
Mitarbeiter
Agenturgröße: 5 – 20 Mitarbeiter
+ 5,8
Mitarbeiter
20 – 75 Mitarbeiter
+ 22
Mitarbeiter
Über 75 Mitarbeiter
Über die Hälfte der deutschen Agenturen sucht dieses Jahr neue Mobile-Internet-Spezialisten
Mobile-Agenturen mit über 75 Mitarbeitern haben 2012 durchschnittlich 22 Mitarbeiter eingestellt
© INTERNET WORLD Business 11/13
© INTERNET WORLD Business 11/13
Quelle: Agenturkompass von INTERNET WORLD Business 2013
Quelle: Agenturkompass von INTERNET WORLD Business 2013
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27. Mai 2013
MENSCHEN & KARRIERE
Internet World BUSINESS
ARBEITGEBERPORTRÄT COMA AG
TRENDENCE INSTITUTS
Hier bin ich Mensch …
Coma will anders sein – ein langsames Wachstum soll die gute Arbeitsatmosphäre erhalten
F
ür Pamela Delgado Freiberg und ihre
beiden Vorstandskollegen Martin Kirmaier und André Gebel muss es sich in
letzter Zeit ein bisschen so anfühlen, wie
zwischen zwei Stühlen zu sitzen. Einerseits
würden insbesondere die Bereiche digitale Strategie und Social Media immer stärker nachgefragt, berichten die drei Vorstände. Deshalb habe sich die Coma AG in
den vergangenen Monaten massiv qualitativ verstärkt und werde das auch weiterhin
tun. „Und vielleicht müssen wir diesem
starken Wachstum der Agentur durch
neue Standorte Rechnung tragen“, ergänzt
Pamela Delgado Freiberg, Vorstand & Director Finance/HR. Andererseits ist das
Ziel der Münchner, eine „mittelgroße, feine Boutique“ zu bleiben, die sich „sehr
persönlich“ bis in die Management-Ebene
um ihre Kunden kümmert.
Eine schlechte Bewertung im Netz kann
dazu führen, dass sich Bewerber gegen
eine Firma entscheiden. Laut Umfrage des
Branchenverbands Bitkom wurde zwar die
Mehrheit der Jobsucher (60 Prozent) durch
die Bewertungen in ihrer Entscheidung für
den neuen Arbeitgeber bestärkt. 40 Prozent
entschieden sich aber wegen Bewertungen
gegen einen Jobwechsel. „Produkte von
Firmen, aber auch die Unternehmen selbst
Mal kein hipper Neubau: Das Agenturhaus der Coma AG im Münchner Stadtviertel Laim
Damit der Begriff „Menschlichkeit“ keine
hohle Phrase bleibt, versucht die Münchner Agentur, durch gemeinsame, abteilungsübergreifende Events zum Teambuilding, aber auch mit einer ausgewogenen
Work-Life-Balance ein Klima zu schaffen,
in dem jeder gerne arbeitet. „Renditesteigerungen werden nicht auf
dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen, es wird offen und ehrlich kommuniziert“, betont Delgado Freiberg. Flache Hierarchien
sollen es ermöglichen,
selbstständig an eigenen
Projekten zu arbeiten. Damit es mit dem Miteinander
klappt, wird bereits bei der
Bewerbung darauf geachtet, dass die entsprechende
Vorstand mal drei: André Gebel, Martin Kirmaier und Pamela
Person menschlich zur
Agentur passt. Deshalb
Delgado Freiberg (v. li.) leiten das Unternehmen gemeinsam
wird Vorstellungsgespräim Jahr 2007 auf aktuell 37 – moderates chen viel Zeit eingeräumt. Bei zentralen
Wachstum in allen Bereichen. Das ist Coma Positionen gibt es eine zweite Runde, bei
nach eigenem Bekunden wichtig, um „die der Teile des Teams den Kandidaten auch
eigenen Stärken in den Bereichen Qualität kennenlernen können. „Letztendlich lasund Menschlichkeit nicht zu vernachlässi- sen wir den Bauch genauso mitentscheigen“, so Pamela Delgado Freiberg.
den wie den Kopf “, so die Agenturchefin.
Internes Wissen weitergeben
Unternehmen: Coma AG
■
Gründung: 1999
■
Sitz: München
■
Vorstand: Pamela Delgado Freiberg,
Martin Kirmaier, André Gebel
■
Mitarbeiter: 37
■
Umsatz 2012: k. A.
■
Leistung: Konzeption, grafische Gestaltung, Website-Programmierung, OnlineKampagnen, Social Media, Entwicklung
von Mobile-Apps
■
Kunden: Bayerisches Staatsministerium des
Innern, Beck’s, Brita, Franziskaner Weißbier,
Kuka Roboter, Rosina Wachtmeister, Schauma, Schwarzkopf und viele andere
■
Internet: www.coma.de
Audi, BMW und Volkswagen haben die
besten Karriere-Webseiten. Das entschied
das Berliner Trendence Institut im Rahmen
der Employer Branding Awards 2013. Als
„Employer Branding Innovation des Jahres“ überzeugte die Deutsche Bahn mit
dem „Plakat Generator“: Jeder Mitarbeiter
konnte ein individuelles Jobplakat als Teil
des neuen Arbeitgeberauftritts gestalten
und für die Bahn „Gesicht“ zeigen. sn
Web entscheidet mit
Tatsächlich ist die Coma AG, die als grafischer Dienstleister von Sven Schlotfeld
und seiner Frau gegründet wurde, in den
vergangenen Jahren „nur“ zwischen zehn
und 15 Prozent jährlich gewachsen. Die
Mitarbeiterzahl stieg von 20 Mitarbeitern
■
Autobauer liegen vorn
BITKOM
Der Bauch entscheidet mit
Steckbrief
39
Für ein gutes Arbeitsklima soll auch eine
offene Kommunikationskultur sorgen. Es
gibt einmal in der Woche ein „Update“ zu
Projekten von Kunden und Etatgewinnen.
Dazu zählen auch personalrelevante Themen, die offen dem gesamten Team mitge-
Auch Vierbeiner sind hier willkommen: Der
Agenturhund von Coma ist immer dabei
teilt werden. Zu Jahresbeginn veranstaltet
Coma ein großes Jahresauftaktmeeting, in
dem Bilanz für das alte Jahr gezogen und
ins neue Jahr geblickt wird. Last, but not
least findet für jeden Mitarbeiter einmal
im Jahr ein individuelles, abteilungsübergreifendes Feedback-Gespräch statt.
Wichtig ist Coma zudem die fachliche
Fortbildung der Mitarbeiter. Neben gängigen Fortbildungsmaßnahmen wie Messen,
Vorträgen, Konferenzen und Schulungen
sollen Mitarbeiter selbst mögliche Fortbildungsmaßnahmen vorschlagen. Zudem
soll Wissen in der internen „Coma Academy“ an Kollegen weitergegeben werden.
Bitkom-Präsident Dieter Kempf
sind längst Gegenstand des Erfahrungsaustauschs im Netz“, so Bitkom-Präsident
Dieter Kempf. „Firmen, die ein gutes Arbeitsumfeld bieten, profitieren davon, dass
sie im Web empfohlen werden.“ sn
Karrierechancen für alle Mitarbeiter
Wer sich bei Coma bewährt, fachlich kompetent ist, Lust auf Innovationen hat und
gern mal um die Ecke denkt, hat gute Karrierechancen. So wie Creative Directorin
Susanne. Gestartet als Trainee, ist sie über
den Junior und Senior Art Director bis
zum Creative Director aufgestiegen. Mit
einem weiteren Creative Director hat sie
das zwölfköpfige Kreativteam geleitet, nun
befindet sie sich im Mutterschutz. Um
nicht nur Eltern zu unterstützen, bietet
Coma einen flexiblen Arbeitszeitbeginn,
Teilzeitverträge und Elternteilzeit.
All diese Faktoren, so hoffen die ComaVorstände, tragen zur besonderen Arbeitsatmosphäre und dem Coma-Wohlfühlfaktor bei. Das Fazit von Pamela Delgado Freiberg: „Wir kommen einfach alle
■
gerne in die Arbeit.“
SUSANN NAUMANN
Lachen gehört dazu: Bei der Coma AG wird
auf ein freundliches Miteinander geachtet
STAUFENBIEL INSTITUT
Regionale Jobsuche
Das Staufenbiel Institut weitet das Angebot
der Absolventenkongresse in diesem Jahr
regional aus. Von Norddeutschland über
Berlin, das Ruhr- und Rhein-Main-Gebiet
bis nach Baden-Württemberg können Studierende, Absolventen und Young Professionals mit der Jobsuche vor der Haustür beginnen. Auf den Absolventenkongressen
treffen Akademiker regionale Traditionsfirmen, Global Player sowie renommierte
Weiterbildungsinstitute. Termine 2013: Essen (23. Mai), Hamburg (19. bis 20. Juni),
Stuttgart (26. bis 27. Juni), Frankfurt am
Main (4. Juli) und Berlin (3. Dezember). sn
STEPSTONE
Hohe Erwartungen
Ein typischer Bewerber wünscht sich in
Stellenanzeigen neben einer detaillierten
Tätigkeitsbeschreibung vor allem Angaben
zu Gehalt, Arbeitsumfeld und Jobsicherheit. Das ergab eine Studie der Web-Stellenbörse Stepstone zu Erwartungen und Vorgehensweisen von Kandidaten im Bewerbungsprozess, bei der rund 22.000 Teilnehmer aus acht europäischen Ländern
befragt wurden. Weitere Ergebnisse: Der
typische Bewerber sucht im Web (96 Prozent), bewirbt sich am liebsten per E-Mail
und erwartet nach spätestens zwei Wochen
eine erste Resonanz auf die Bewerbung. sn
MENSCHEN & KARRIERE
Internet World BUSINESS
Michaela Erlmeier /
Marc Alexander
Wrobel
27. Mai 2013
Payback, München
Sociomantic, Berlin
Condé Nast, München
Mit zwei neuen Mitarbeitern
verstärkt der Condé Nast Verlag die digitale Vermarktung
M. Erlmeier
in den Publisher-Bereichen
von Susanne Förg-Randazzo
(Vogue und AD) und André
Pollmann (Glamour, Myself
und GQ). Michaela Erlmeier
und Marc Alexander Wrobel
übernehmen jeweils die neu
geschaffene Position Digital
M. A. Wrobel
Advertising Director. Wrobel,
der zuletzt als Geschäftsführer der Ybrant Digital
GmbH tätig war, leitet künftig die Web-Vermarktung der drei Marken Glamour, Myself und GQ.
Erlmeier ist für die Internet-Angebote von Vogue
und AD zuständig. Sie war bereits von 2008 bis
2011 bei Condé Nast beschäftigt, unter anderem
als Team Lead Sales, und arbeitete zuletzt selbstständig als Digital Consultant. Ihr neuer Kollege
Wrobel war beim Online-Vermarkter Ybrant unter anderem für die Bereiche Facebook-, Mobileund Real-Time Advertising in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich.
■ www.condenast.de
11/13
Antje Burkert
Robert Bosch
Zum 1. August 2013 wechselt Robert Bosch in die neu geschaffene Position des Chief Sales Officer EMEA bei Sociomantic Labs,
einem Spezialisten für Real-Time Bidding und Targeting-Lösungen. In dieser Funktion verantwortet der 41-Jährige die Niederlassungen in Europa, dem mittleren Osten und Afrika und soll
die Expansion und strategische Ausrichtung von Sociomantic
vorantreiben. Seit Herbst 2011 ist Bosch bei Google Deutschland tätig und als Director für das Agenturgeschäft zuständig.
■ www.sociomantic.com
Foto: Sociomantic Labs
40
Paul Gubbins
Deniz Ünal
Rubicon Project, London
Ebay Advertising, Dreilinden
Als neuer Head of Mobile für
EMEA wechselt Paul Gubbins
zu Rubicon Project, US-Technologieunternehmen für den
automatisierten Handel von
Internet-Werbung. In seiner
Position verantwortet Gubbins, der bisher bei der
Demand-Side-Plattform Strike Ad beschäftigt war,
das Thema Mobile Real-Time Bidding für Europa,
den Nahen Osten und Afrika sowohl auf Publisherals auch auf Demand-Seite.
■ www.rubiconproject.com
Der hauseigene Vermarkter
des Online-Marktplatzes eBay
verstärkt seinen Bereich Programmatic Advertising: Deniz
Ünal übernimmt die Leitung
des Display-Ad-Verkaufs über
Werbenetzwerke und Real-Time Bidding bei eBay
Advertising. Als Head of Programmatic Advertising
berichtet er an Mike Klinkhammer, den Managing
Director eBay Advertising in Deutschland. Bevor er
in die neu geschaffene Position wechselte, war
Ünal als Regional Head of Agency Sales für das
Verkaufsbüro Hamburg und die Weiterentwicklung des regionalen Werbegeschäfts zuständig.
Der 36-Jährige ist seit 2009 bei eBay Advertising.
■ www.ebayadvertising.com/de
Tobias Schönpflug /
Jaroslaw Kaschtalinski
Richard Metcalf /
Djork-Arné Clevert /
Mareike Oetting
Scholz & Friends, Berlin
Nugg Ad, Berlin
Die Werbeagentur Scholz &
Friends verstärkt den Bereich
Content Marketing. Jaroslaw
Kaschtalinski steigt als KreaT. Schönpflug
tivdirektor ein, Tobias Schönpflug startet als Leiter Content Marketing. Die Aufgaben des Duos, das bisher bei
Kircher Burkhardt tätig war,
umfassen die Strategie- und
Konzepterstellung für integrierte Content-Angebote.
J. Kaschtalinski
Dazu gehören unter anderem
Präsentations-, Strategie- und Daten-Visualisierungen sowie Magazine und Informationsangebote
in Online, Mobile und Print. Bei Kircher Burghardt
war Schönpflug (40) zuletzt Unit-Leiter Kreation
und für Kunden wie Allianz, Eon und T-Systems
tätig. Sein 43-jähriger Kollege betreute als Senior
Art Director Infografik unter anderem Deutsche
Bahn, Bosch, Total, Handelsblatt und Porsche.
■ www.s-f.com
Mit drei neuen Mitarbeitern
verstärkt sich der TargetingSpezialist Nugg Ad in Berlin.
R. Metcalf
Richard Metcalf verantwortet
als Director Mobile Products
am Standort London künftig
unter anderem die Weiterentwicklung sowie den Vertrieb
der Mobile Solutions für den
europäischen Markt. Bislang
war Metcalf unter anderem
M. Oetting
bei Minick, der Mobile Interactive Group und Joule tätig. Den Berliner Standort von Nugg Ad verstärkt in Zukunft Djork-Arné
Clevert als Data Scientist. Der ehemalige Forscher
der Berliner Charité soll vor allem neue MachineLearning-Methoden entwickeln. Um die internationale und nationale Pressearbeit kümmert sich
künftig Mareike Oetting. Die neue Communications Managerin war zuvor für die Europäische
Kommission und verschiedene Agenturen tätig.
■ www.nugg.ad
Der Loyaltyprogramm-Anbieter Payback GmbH aus München holt Antje Burkert als
neue Leiterin Online Marketing. In der Position soll die
35-Jährige insbesondere den
Ausbau des digitalen Bereichs vorantreiben. Vor
ihrem Wechsel war Burkert, die unter anderem
die Bereiche Big Data Marketing und Real-Time
Advertising ausbauen soll, zuletzt bei der Commerce Finanz GmbH als Teamleiterin Marketing
beschäftigt. Davor hatte sie unter anderem bei
der O2 Germany gearbeitet.
■ www.payback.net
Markus Pöhlmann
Netdoktor.de, München
Als neuer Geschäftsführer ist
Markus Pöhlmann künftig für
das Online-Gesundheitsportal
Netdoktor.de verantwortlich.
Bisher war er Senior Investment Manager bei Holtzbrinck Digital, der Internet-Beteiligungsholding
der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, zu der
seit 2007 auch Netdoktor.de gehört. Pöhlmann
folgt auf Olivier Blanchard, der das Unternehmen nach 19 Monaten an der Spitze in bestem
Einvernehmen mit den Gesellschaftern verlässt.
■ www.netdoktor.de
Frank Schmidt /
Markus Plattner
Darren Richardson /
Kristoffer Heilemann
Quisma, München
BBDO Proximity, Düsseldorf
Um zwei neue Mitglieder erweitert die Internet-Agentur
Quisma, München, ihr internationales Executive Board.
M. Plattner
Als CIO Global, Mitglied der
Geschäftsleitung sowie des
weltweiten Boards wechselt
Markus Plattner zum Agenturnetzwerk. Zuletzt leitete
er als CTO ein globales Entwicklungsteam beim VideoNetwork Eyewonder Inc. in
F. Schmidt
Atlanta. Bei Quisma soll sich
Plattner vor allem um die Themen Technologie,
Produkt und Produktmanagement kümmern. Die
Expansionspläne vorantreiben soll künftig Frank
Schmidt. Der neue Chief Counselor Commercial
Affairs war bis April 2013 CEO bei der Group M.
■ www.quisma.com
Ihre Geschäftsführung baut
die Agentur BBDO Proximity
in Düsseldorf mit den beiden
Kreativen Darren Richardson D. Richardson
und Kristoffer Heilemann aus.
Beide wurden mehrfach ausgezeichnet und wechselten
bereits vor einiger Zeit zu der
Agentur. Richardson war seit
Juni 2012 als Regional Executive Creative Director tätig,
davor hatte der 42-Jährige
K. Heilemann
unter anderem als Head of
Interactive und Creative Director bei Crispin Porter + Bogusky in Toronto gearbeitet. Heilemann
ist seit 2010 bei BBDO Proximity, zuletzt als Executive Creative Director. Davor war er bei DDB
Berlin und Nordpol in Hamburg beschäftigt.
■ www.bbdoproximity.de
Impressum
ISSN 1433-3309
Neue Mediengesellschaft Ulm mbH
Sitz von Redaktion, Anzeigen, Vertrieb:
Bayerstraße 16a, 80335 München
Telefon (089) 741 17-0, Fax -101
www.internetworld.de
Sitz des Verlags:
Neue Mediengesellschaft Ulm mbH,
Karlstraße 41, 89073 Ulm
Geschäftsführer:
Florian Ebner,
Dr. Günter Götz
Herausgeber:
Dr. Günter Götz,
[email protected]
Chefredakteur:
Dr. Günter Götz (gg),
[email protected]
Stellvertretender Chefredakteur:
Frank Kemper (fk),
[email protected]
Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Michael Lemster, Susann Naumann (sn),
Christina Rose (cr)
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 17
vom 01.10.2012
Redaktion:
Till Dziallas (tdz),
[email protected]
Christiane Fröhlich (cf),
[email protected]
Tanja Gabler (tga),
[email protected]
Susanne Gillner (sg),
[email protected]
Vera Günther (vg),
[email protected]
Elke Häberle (häb),
[email protected]
Ingrid Lommer (il),
[email protected]
Ingrid Schutzmann (is),
[email protected]
Susanne Vieser (vs),
[email protected]
Wilhelm Würmseer (ww),
[email protected]
Daniela Zimmer (dz),
[email protected]
Schlussredaktion:
Ernst Altmannshofer,
Dr. Christa Gogu
Leitung Herstellung/Vertrieb:
Thomas Heydn,
Telefon: (089) 741 17-111,
E-Mail: [email protected]
Chef vom Dienst:
Stefan Hofer (host),
[email protected]
Art Directorin:
Maria-Luise Sailer
Gestaltung:
Alfred Agatz, Dagmar Breitenbauch,
Catharina Burmester, Hedi Hefele, Manuela
Keller, Susanna Knevels, Simone Köhnke,
Cornelia Pflanzer, Petra Reichenspurner,
Ilka Rüther, Christian Schumacher
Verlagsleitung Online:
Matthias Sandner,
Telefon: (089) 741 17-259,
E-Mail: [email protected]
Leserservice:
Hotline: (089) 741 17-205,
Fax: (089) 741 17-101
E-Mail: [email protected]
Anzeigenleitung:
Angelika Hochmuth,
Telefon: (089) 741 17-432,
Fax: (089) 741 17-269,
E-Mail: [email protected]
Kooperationen:
Larissa Oßwald
Telefon: (089) 741 17-116,
E-Mail: [email protected]
Einträge im Dienstleisterverzeichnis:
Marita Brotz,
Telefon: (089) 741 17-281,
Fax: (089) 741 17-269,
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INTERNET WORLD Business ist die
Fachzeitung für den Internet-Entscheider
und erscheint zweiwöchentlich am Montag.
Der Bezugszeitraum für Abonnenten
beträgt jeweils ein Jahr.
Der Bezugspreis im Abonnement beträgt
53,50 Euro inklusive Versand und
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eine Einzelausgabe beträgt 4,50 Euro. In
Österreich kostet das Abonnement 61,90 Euro
im Halbjahr, in der Schweiz 107,10 Franken
im Halbjahr. Das Abonnement verlängert
sich automatisch um ein Jahr, wenn es nicht
sechs Wochen vor Ablauf
der Bezugszeit schriftlich
gekündigt wird. Studenten
erhalten bei Vorlage eines
Nachweises einen Rabatt von
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Schon abonniert?
www.internetworld.de/abo
11/13
MENSCHEN & KARRIERE
27. Mai 2013
Netzathleten Media,
München
Den Bereich Personal und
Organisation leitet künftig
Marina John bei Netzathleten Media, einem Vertical
Network aus München. Zu
den Aufgaben der 30-Jährigen, die zuvor unter
anderem bei Ising International Consulting tätig
war, zählen Employer Branding und Mitarbeitergewinnung. Zuletzt war John bei Marc O’Polo im
Recruiting für Betreuung, Beratung und Weiterentwicklung von Führungskräften zuständig.
■ www.netzathleten-media.de
Dirk Haase
Pixelpark, Hamburg
Das Management der Pixelpark AG, Hamburg, verstärkt
künftig Dirk Haase als neuer
Client Service Director. Der
41-Jährige verantwortet bei
der Cross-Channel-Agentur
in dieser Position die Steuerung des globalen
Marketings für den Kunden Dräger in Lübeck.
Bisher war Haase, der Unternehmen wie BMW,
Osram, Shell, Siemens, Tui, Quelle, Otto, Mercedes-Benz und Smart betreute, unter anderem für
Jung von Matt, Springer & Jacoby, Scholz &
Friends sowie Kolle Rebbe tätig. Zuletzt war Haase bei der JWT Group Germany für das gesamte
Marketing und in Teilverantwortung für die
Standorte Frankfurt und Hamburg zuständig.
■ www.pixelpark.com
Marlon Kästner
Ad Audience, Düsseldorf
Am Standort München verstärkt Marlon Kästner künftig
das Düsseldorfer Joint Ventures Ad Audience, an dem
die sieben Web-Vermarkter
G+J Electronic Media Sales,
IP Deutschland, Sevenone Media, Tomorrow Focus, Axel Springer Media Impact, IQ Digital Media Marketing und OMS beteiligt sind. Kästner
kommt von Amazon.de, wo der 31-Jährige als
Manager im Account Management für den Bereich Online Advertising zuständig war.
■ www.adaudience.de
Kamran Butt
Foto: Netzathleten-Media
Marina John
Bundesverband Digitale Wirtschaft, Düsseldorf
Alexander Schmitt /
Frederik Schrader
Oliver Heinrich
Rumble Media, Karlsruhe
Die Online-Agentur Coma AG
aus München hat Oliver Heinrich an Bord geholt. Der neue
Creative Director verantwortet in Zukunft gemeinsam mit
CD Rainer Frömmel das elfköpfige Kreationsteam. Während sich Frömmel
vor allem um Text und Konzeption kümmert, ist
Heinrich primär für Grafik und Design zuständig.
Der 33-Jährige, der zuvor unter anderem bei KSK
in Bremen, Mehrkanal in Essen und Juwi MacMillan in Hannover beschäftigt war, kommt für Susanne Kreitner, die eine Babypause einlegt.
■ www.coma.de
Mit zwei neuen Geschäftsführern stellt sich die Rumble
Media GmbH, Betreiberin des
Portals Fettspielen.de, neu
A. Schmitt
auf. Alexander Schmitt und
Frederik Schrader, die bereits
unter ihren Vorgängern das
Spiele-Portfolio des Karlsruher
Anbieters ausbauten, übernehmen die Geschäftsführung von David An und Nikolaus Zirwes. Künftig wollen
F. Schrader
die beiden neuen Chefs unter
anderem das Angebot auf Fettspielen.de und auch
den anderen Portalen ausbauen.
■ www.rumblemedia.de
Beim Online-Vermarkter ESC
Interactive in Hamburg leitet
Kamran Butt künftig als neuer Director Operations das
operative Geschäft des Spezialisten für Display Advertising. Zu seinen Aufgaben zählen die Bereiche Sales, Media Buying und Campaign Management.
In den vergangenen zweieinhalb Jahren war der
21-Jährige beim Berliner Web-Vermarkter Evania
GmbH für das operative Geschäft zuständig.
■ www.escmediagroup.de
Gründerszene, Berlin
Als Senior Web Business Consultant ist Arian Kuschki neu
bei TFT, der Tomorrow Focus
Technologies GmbH, München. Im Search & Web Performance Team der Digitalagentur kümmert er sich vor allem um die Konzeption und Umsetzung von Enterprise-SearchProjekten sowie das Consulting im Bereich Mobile Web. Bisher arbeitete der 32-Jährige als Software-Entwickler für die Bereiche Web, Mobile sowie Cloud bei Greenrobot.
■ www.t-f-t.net
Crossmedia, Düsseldorf
Auf mehrere Schultern verteilt die Düsseldorfer
Agentur Crossmedia GmbH die Verantwortung
des Digitalbereichs. Unter Leitung von Geschäftsführer Armin Schroeder sind künftig Sabine Wilhelm, Ingo Schwab, Michael Schmitz und Alexander Volk als Unit Direktoren Beratung sowie
Markus Joepen als neuer Leiter Cross Production
für das Kundengeschäft und die Weiterentwicklung digitaler Beratungsangebote zuständig. In
Zukunft kümmern sich Wilhelm und Schwab um
die Themenbereiche Display, Mobile und Bewegtbild, Schmitz um Performance und SEO, Joepen
um die Digitale Produktion. Neueinsteiger Volk
soll als Direktor für Business Intelligence & Technology neue Tools entwickeln und optimieren.
■ www.crossmedia.de
Nikolaus Röttger
TFT, München
Neue Führungsmannschaft Digital
Als neuer Managing Director
heuert Kai Platschke bei der
Frankfurter Agentur Saatchi
& Saatchi an. Der 39-Jährige
verantwortet in Zukunft den
Standort Berlin. Er folgt auf
Géza Unbehagen, der das Unternehmen verlässt.
Platschke soll mit seinem 20-köpfigen Team vor
allem die neu gewonnenen nationalen Kunden
O2 und Aida sowie internationale Marken wie
Pampers betreuen. Bislang war der neue Managing Director unter anderem bei McCann Chief
Digital Officer sowie bei Razorfish, Ogilvy, TBWA
und zuletzt als General Manager Germany beim
französischen Fullsix-Netzwerk tätig.
■ www.saatchi.de
ESC Interactive, Hamburg
Arian Kuschki
Nexum, Köln
Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale
Wirtschaft (BVDW) hat Oliver von Wersch zum stellvertretenden
Vorsitzenden ernannt. Der Geschäftsführer der G+J Electronic
Media Sales GmbH folgt auf seinen Kollegen Arne Wolter, der
die ehrenamtliche Gremienarbeit im OVK auf eigenen Wunsch
niedergelegt hat. In seiner neuen Rolle wird sich von Wersch
insbesondere bei den Themen Mobile Advertising und Mobile
Technology einbringen.
■ www.bvdw.org
Saatchi & Saatchi, Frankfurt
Zum 1. August 2013 startet
Nikolaus Röttgen als neuer
Chefredakteur bei Gründerszene.de, einem InternetMagazin für die Start-upund Web-Branche. Der ehemalige Redaktionsleiter des Magazins „Business
Punk“ folgt auf Joel Kaczmarek, der sich aus dem
operativen Geschäft zurückzieht und künftig als
Herausgeber fungiert. Frühere Stationen Röttgers
(37) waren „Financial Times Deutschland“, Sueddeutsche.de und Yahoo.
■ www.gruenderszene.de
Tobias M. Zielke
Responsys, München
Neuer Geschäftsführer von
Responsys Deutschland, Anbieter für E-Mail- und CrossChannel-Marketing ist Tobias
M. Zielke. Der bisherige
Chief Operations Officer der
Experian Marketing Services soll den Ausbau der
deutschen Tochter weiter vorantreiben. Hauptsitz des US-amerikanischen Unternehmens Responsys ist das kalifornische San Bruno.
■ www.responsys.com
41
Georg Kühl /
Michael Klinkers
Oliver von Wersch
Kai Platschke
Internet World BUSINESS
Coma, München
Christian Hartmann
Webguerillas, München
Die Bereiche Online-Strategie
und Social Media verantwortet in Zukunft Christian Hartmann bei der Webguerillas
GmbH, Agentur für alternative Werbung aus München.
Der neue Director Strategy & User Experience
kommt von Heye München, wo er als zuletzt als
Director User Experience für die Abteilungen Online Concept, Social Media sowie Technik & Entwicklung zuständig war. Zuvor arbeitete der 35Jährige unter anderem bei der Equity Story AG,
Lohoff & Partner, dem IT-Start-up Wevade sowie
als Co-Founder bei Design made in Germany.
■ www.webguerillas.de
Kai Warstat
Artegic, Bonn
Als neuer Consultant kommt
Kai Warstat zur Artegic AG in
Bonn, einem Spezialisten für
Online-CRM und Dialogmarketing. Der 32-Jährige soll in
Zukunft die Kundenberatung
verstärken und sich im Team von Roland Wunderlich um Projektmanagement sowie Entwicklung von Online-Dialogmarketing-Kampagnen
kümmern. Zuvor war Warstat bei der eCircle AG,
dem Deubner Verlag und Data Becker tätig.
■ www.artegic.de
Um weitere drei Jahre hat der
Aufsichtsrat die Verträge der
Vorstandsmitglieder Michael
Klinkers und Georg Kühl bei
G. Kühl
der Nexum AG verlängert.
Während sich Kühl um den
Vertrieb, die Unternehmensentwicklung und die Aktivitäten in der Schweiz kümmert, ist Klinkers vor allem
für Marketing, Personal und
Finanzen zuständig. Die beiM. Klinkers
den Führungskräfte, die bereits seit Gründung im Jahr 2007 bei der OnlineAgentur tätig sind, halten auch Aktien an der seit
Jahresbeginn inhabergeführten Nexum AG.
■ www.nexum.de
Robert Winter
Payback, München
In der neu geschaffenen Position des Creative Directors
verantwortet Robert Winter
beim Loyaltyprogramm-Anbieter Payback in München
die globale Marketingstrategie und -positionierung. Der 48-Jährige betreute
bislang als Inhaber und Creative Director unterschiedlicher Agenturen unter anderem Kunden
wie BMW, Nestlé, Peugeot und Lufthansa. Zuletzt arbeitete Winter bei Respublica und war dort
auch für das Handelsmarketing von BSH (Bosch
Siemens Hausgeräte) zuständig.
■ www.payback.net
Mike Schnoor
HMMH, Bremen
Zum 1. Juni 2013 steigt Mike
Schnoor als Head of Corporate Communications bei der
Digitalagentur HMMH Multimediahaus AG ein. Bei dem
Bremer Unternehmen leitet
Schnoor, der zuletzt beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortete, in Zukunft ein vierköpfiges Team. Er kümmert sich um Recruitment
Marketing, klassische und digitale Marketingaktivitäten, Public Relations und Event Management
und berichtet direkt an Michael Rocker, Director
Sales & Corporate Communication und Mitglied
der Geschäftsführung von HMMH.
■ www.hmmh.de
Steffen Gentis
BBDO Proximity, Düsseldorf
Mit einer neuen eigenständigen Produktions-Division will
sich die Agentur BBDO Proximity für die kommenden Herausforderungen vor allem
im Bewegtbild- und Digitalbereich rüsten. Geleitet wird die neue Unit Craftwork, deren Sitz in Düsseldorf liegt, von Steffen
Gentis. Der 52-Jährige ist bereits seit 2004 beim
Agenturnetzwerk BBDO tätig. Mit dem Start der
Produktionseinheit Craftworks steigt Gentis vom
Head of TV bei BBDO Proximity zum Chief Production Officer BBDO Germany auf. Er berichtet
in Zukunft an Chief Executive Officer Frank Lotze
und Chief Creative Officer Wolfgang Schneider.
■ www.bbdoproximity.de
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Beilage INTERNET WORLD
Business 15/13
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SZENE
Internet World BUSINESS
44
27. Mai 2013
11/13
Bamberg: Rakuten Expo 2013
Der Online-Marktplatz präsentierte seinen Gästen einen Tag voller Abwechslung
M
ehr als 650 Besucher fanden Mitte
Mai den Weg nach Bamberg, um an
dem Event des Online-Marktplatzes
Rakuten teilzunehmen. Zahlreiche Fachhändler, Partner, Interessenten und
natürlich E-Commerce-Experten aus
Deutschland, Österreich, UK und Frankreich fanden sich ein.
Viele waren gekommen, um Hiroshi
Mikitani, den Gründer und CEO von
Rakuten Inc., live zu erleben, und natürlich auch, um der Geschäftsführerin der
Rakuten Deutschland GmbH, Beate Rank,
Fragen zu stellen. Für positives Feedback
sorgte vor allem das Programm der Raku-
Volles Plenum und Interaktion herrschte bei
den praxisnahen Fachvorträgen
Foto: Rakuten
Hier spricht der Chef: Hiroshi Mikitani,
Gründer und CEO von Rakuten
So sehen Sieger aus:
Gewinner des „Shop
des Jahres“ Award:
„Crêpes Suzette“ und
„Gabriellas Salatsauce“
ten Expo 2013. Im Fokus hier: Die Vorstellung von Storefront, einer völlig neuen
Shop-Technologie, und die Preisverleihung an die Shops des Jahres. Besonders
gut kam Storefront an: „Das ist genau das,
worauf wir die ganze Zeit gewartet haben.
Super!“, so eine Händlerin. Aber auch von
den Award-Gewinnern „Crêpes Suzette“
und „Gabriellas Salatsauce“ ließen sich
■
viele der Händler inspirieren. häb
Im Dialog: Einen Blick
über den Tellerrand
gewährten die E-Commerce-Macher in den
Fragerunden
Freiburg: Oxid Commons
Die Organisatoren widmeten sich vor
allem den Themen TV und Commerce,
B2B-Handel, Multichannel, M-Commerce und Internationalisierung
Der Anbieter von E-Commerce-Lösungen bat ins Badische
B
Mehr als 50 Aussteller zeigten ihre
Produktneuheiten und Dienstleistungen
Edi simolupta
quid quodips
aecearum simi,
comnis voles
caInciat. Sed
quat. Ones aspicil mod ut
Ohren auf: Experten gaben Wissenswertes
aus der täglichen Praxis preis
Foto: Oxid eSales
ereits zum fünften Mal fand die E-Commerce-Konferenzmesse Oxid Commons statt. „In Vorträgen, moderierten
Gesprächsrunden und Workshops wurden alle relevanten Themen der Branche
angesprochen: Angefangen bei Mobile,
Social und International Commerce über
Internationalisierungs- und Multichannel-Strategien sowie B2B-Szenarien bis
hin zu aktuellen Marketingansätzen“,
äußerte sich Andrea Seeger, Vorstand
■
Oxid eSales, erfreut. häb
[email protected]
■
E-Commerce-Tag Berlin
Namhafte E-Commerce-Experten referieren bei
dieser Veranstaltung und geben Tipps. Themen
unter anderem: Wie vermeidet Urbanara Retouren? Wie optimiert Zalando sein Marketing?
Wie verkauft Mercateo im B2B-Commerce?
Termin: Berlin, 4. Juni 2013
Kosten: 99 Euro zzgl. MwSt. (bis 17. Mai)
Info: www.ecommerce-tag.de
■
ecommerce conference
Hier lernen Sie die neuen Trends und Erfolgstipps aus den Bereichen Mobile Commerce,
Logistik, Multichannel, Social Media, Conversion-Rate-Optimierung und Big Data für Ihren
Webshop kennen.
Termine: Hamburg, 4. Juni; Düsseldorf, 10.
Juni; Frankfurt, 18. Juni; München, 2. Juli 2013
Kosten: Für unsere Leser 189 Euro statt 249
Euro zzgl. MwSt. mit dem Code: ecom13iwb
Info: www.ecommerce-conference.de
■
Online Marketing Forum
Bereits zum elften Mal findet die Fachkonferenz für Online-Marketing-Entscheider statt.
Themen sind unter anderem: Social-MediaStrategien, E-Mail-Marketing, Cross Media
und Mobile Marketing sowie SEA und SEO.
Termine: Hamburg, 5. Juni; Düsseldorf, 11.
Juni; Frankfurt, 19. Juni; München, 3. Juli 2013
Kosten: Für unsere Leser 189 Euro statt 249
Euro zzgl. MwSt. mit dem Code: OMF13iwb
Info: www.onlinemarketingforum.de
■
IBM Smarter Commerce Global Summit
Die Veranstaltung mit über 2.000 Praktikern
und Entscheidern aus den Bereichen Vertrieb,
Marketing, E-Commerce, Einkauf und Supply
Chain bietet rund 200 Einzelvorträge zu den
Trends, Innovationen und neuesten Technologien der Branche.
Termin: Monaco, 18. bis 20. Juni 2013
Kosten: 1.195 Euro zzgl. MwSt.
Info: www.ibm.com/software/commerce/
summit/monaco/index.html
■
Werbeplanung.at Summit
Bereits zum fünften Mal findet in diesem Jahr
der Werbeplanung.at Summit, Österreichs
größte Digital Marketing Conference und Expo,
in der Hofburg statt. Die Konferenz umfasst
21 Panels sowie drei Gipfel zu den Themen
Kreativität, Werbung und Medien.
Termin: Wien, 11. und 12. Juli 2013
Kosten: 590 Euro (Conference), 25 Euro
(Expo); Preise bis 26.06. und zzgl. MwSt.
Info: http://summit.werbeplanung.at/2013
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Shopware Community Day
Hochkarätige Referenten aus allen Bereichen
des E-Commerce präsentieren am ersten Tag
Trends im Web-Handel. Flankiert werden die
Vorträge zudem von einem Messebereich.
Termin: Ahaus, 7. und 8. Juni 2013
Kosten: Ab 49 Euro (bis 14.04.) inkl. MwSt.
Info: www.shopware.de/shopware-communityday-2013/
■
Online B2B conference
Strategien für Ihr B2B Online Marketing werden auf dieser Veranstaltung vermittelt. Unter
anderem Themen: neueste Mobile-MarketingTrends, Rechtsfragen und SEO in der Praxis.
Termin: München, 4. Juli 2013
Kosten: 650 Euro; für unsere Leser 490 Euro
mit dem Code: obc13iwb; Preise zzgl. MwSt.
Info: www.online-business-conference.de
■
Gamescom
Mit dem Motto „Celebrate the games!“ sowie
270.000 Besuchern und 600 Ausstellern aus
40 Ländern öffnet die Messe für interaktive
Spiele bereits zum vierten Mal ihre Pforten.
Termin: Köln, 21. bis 25. August 2013
Kosten: Ab 15 Euro (Tageskarte) bis 62 Euro
(Dauerkarte); Preise Vorkasse und inkl. MwSt.
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MEINUNG
Internet World BUSINESS
27. Mai 2013
11/13
KOMMENTAR
GASTKOMMENTAR
Nur Komfort
überzeugt
Digitale sollen führen
Vorreiter haben es
schwer: Sie stehen im
Rampenlicht, alle verfolgen gespannt, wie sich
der Pionier schlägt – und
sind schnell zur Stelle,
um auf ihn einzuprügeln, wenn es nicht
Christiane Fröhlich,
rundläuft. Das hat auch
Redaktion
Netto Marken Discount
unlängst zu spüren bekommen. Die Supermarktkette hat in ihren gut
4.000 deutschen Filialen das Bezahlen via Handy
eingeführt, als einer der ersten Händler flächendeckend und nicht nur beschränkt auf eine Pilotregion. Doch die Kritik ließ nicht lange auf sich
warten: Das System sei zu kompliziert, die Registrierung zu mühsam, die Technik laufe nicht stabil, die Kassiererin könne experimentierfreudige
Kunden nicht unterstützen. Ist das übertrieben?
Leider nein. Die Bezahllösung ist in der Tat zu
unkomfortabel, um zu begeistern. Der Kunde
muss die App installieren, sich bei Netto registrieren, seine Ausweis- und Kontonummer hinterlegen. Die endgültige Freigabe erhält er erst
nach einer Testüberweisung von einem Cent.
Um zu bezahlen, muss der Kunde dann die App
öffnen, die Filiale auswählen, sich per PIN legitimieren und einen vierstelligen Zahlungscode an
die Kassiererin weitergeben. Diese tippt ihn in
die Kasse ein, dann ist die Zahlung abgeschlossen.
Warum sollte ein Kunde sich das antun, anstatt
wie gehabt bar oder per EC-Karte zu bezahlen? Er
hat keinen erkennbaren Vorteil von einer Zahlung mit seinem Handy. Und der große Spaßfaktor, über den sich eine hippe Zielgruppe als
Trendsetter profilieren kann, fehlt auch. Natürlich
ist es legitim, ein System auszurollen und erste
Erfahrungen zu sammeln, auch wenn die Zeit
noch nicht wirklich reif dafür ist. Doch überzeugen können nur Lösungen, die für den Kunden
auch wirklich komfortabel sind. Alles andere
schadet der Akzeptanz eher, als sie zu fördern.
Wer das Web-Geschäft nur als Anhängsel zum klassischen Vertrieb sieht, wird verlieren
N
ie war es leichter ins E-Business einzusteigen, egal ob für Start-ups oder
große B2B-Anbieter. Und nie waren die
Erwartungen der Kunden größer an eine
„Seamless Experience“. Preise vergleichen
auf dem Smartphone, Termine zu Abholung oder Lieferung online vereinbaren,
zahlen mit Paypal: An jeder Stelle im Kaufprozess werden digitale Instrumente von
den Kunden vorausgesetzt. Wenn man
E-Commerce nur als klassischen Online
Shop versteht, dann stehen Unternehmen, die den Schritt in
diesen Bereich gewagt haben,
heute vor großen Herausforderungen: Wer mit seinem ersten
Wurf danebengelegen hat – sei
es durch das falsche Produktportfolio, langsame Logistikprozesse oder einfach eine
schlechte User Experience –
der sieht heute seine Felle davonschwimmen. Wer in den
letzten Jahren alles richtig gemacht hat,
sucht dagegen nach Wachstums- und Skalierungsmöglichkeiten, um sein E-Business zu optimieren und zu entwickeln.
Oftmals entwickelt sich aber ein bestehendes E-Business-Modell nicht weiter,
weil es als Anhängsel oder Konkurrenz der
anderen Vertriebskanäle gesehen wird.
Lässt man aber die Digitalen in den Lead
gehen, können Produkte so designed werden, dass sie im Web gut abzubilden, verständlich und vergleichbar sind. Auch die
Preise müssen dem Vergleich im Web
standhalten, deshalb sollten vor allem
Online-Preise die „Referenz“ sein. Preissuchmaschinen sind für den Kunden eine
willkommene Einrichtung – für die Unter-
[email protected]
„Google bleibt spannend“
Der Bundesgerichtshof hat entschieden,
dass die automatische Ergänzung von
Suchworteingaben (Autocomplete oder
Autosuggest) bei Google Persönlichkeitsrechte verletzen kann. Dem vorausgegangen war die Klage eines Unternehmers, der
sich dagegen wehrte, mit den Begriffen
„Betrug“ und „Scientology“ in Verbindung
gebracht zu werden. Das Gericht erkannte
grundsätzlich das Recht Betroffener auf
Unterlassung an (lesen Sie dazu auch in
dieser Ausgabe Seite 29). Dazu ein Statement eines SEO-Spezialisten:
Interessant ist aus technischer Sicht: Wie oft
muss ich bei Google die Suchanfrage „R.S. Betrüger“ eingeben, damit zukünftig schon bei
Eingabe von „R.S“ die Suggest-Funktion von
Google zum Tragen kommt und „Betrug“ als
Vorschlag zu meiner Suchphrase hinzufügt?
Wenn dies bekannt wäre, ließe sich damit die
Suggest-Funktion in jede beliebige Richtung
beeinflussen. Auch für Werbungtreibende eine
interessante Erkenntnis.
Aus rechtlicher Sicht interessant: Wie hätte das
nehmen im Preiskampf jedoch ein enormes Druckmittel. Der Ansatz im Online
Business ist ganz klar nutzerorientiert:
User erwarten, dass sich ein Unternehmen
ihren Umständen und Anforderungen anpasst – nicht umgekehrt. Es ist unabdingbar, die einzelnen Schritte im E-Commerce
aus der Kundenperspektive zu denken und
zu gestalten. Das ist nicht einfach eine
Kompetenz – das ist eine Einstellung. Und
die muss in den Unternehmen von der
Andreas Herde,
Head of E-Commerce
Specialists bei der UDG United
Digital Group sowie CEO von
Bassier, Bergmann & Kindler
■
www.udg.de
Führungsebene an bis zu jedem einzelnen
Mitarbeiter vorgelebt werden. Widersprüchliche Kennzahlen, Konkurrenzdenken der einzelnen Kanäle oder allein
die unterschiedliche Preisgestaltung führen zu Verwirrung und Frustration.
Besonders interessant wird es da, wo wir
den Bereich des „klassischen“ Online Shops
verlassen, das Business-Modell darauf abzielt, neue Wege zu gehen und neue Kanäle
zu erobern: im mobilen Bereich oder in
den sozialen Netzwerken. Die klassischen
Kommunikationskanäle werden längst
durch digitale Kanäle wie Facebook, Twitter, Youtube, Flickr, Xing oder Google+
unterstützt. Und Social Commerce rückt
mehr und mehr in den Vordergrund.
Sogenanntes Curated Shopping (betreutes
Einkaufen) geht sogar noch einen Schritt
weiter: Nicht die Beratung der Freunde
oder ein automatisierter Filter helfen bei
der Auswahl und Bestellung von Produkten, sondern Experten erstellen anhand
von persönlichen Angaben individuell abgestimmte Produktvorschläge. Damit
können Unternehmen Kundenwünsche
noch gezielter abdecken und eine Zielgruppe ansprechen, die über „normale“
E-Commerce-Aktivitäten nicht oder nur
schwer erreicht wird. Curated Shopping ist
auf langfristige Kundenbeziehungen ausgelegt. Ein Anfang zur wirklichen Individualisierung der Online-Kaufprozesse ist
damit auf jeden Fall gemacht. Noch findet
nicht jedes Angebot eine große Zielgruppe,
aber wer im Bereich E-Commerce nicht
auf dem neuesten Stand bleibt, verliert
schnell den Anschluss. Es lohnt sich also,
alle Einsatzmöglichkeiten für das eigene
Unternehmen zumindest zu prüfen.
Größter Stolperstein intern bleibt die
sinnvolle Verschmelzung von digitalen
mit „klassischen“ Vertriebsstrukturen.
Angesichts der nahezu unüberschaubaren
Menge an Stakeholdern wie Marketing,
Vertrieb, E-Business, Logistik, After Sales,
Retail, IT und Finance gilt: Derjenige, der
das Online-Geschäft als Anhängsel oder
Ergänzung versteht, wird verlieren.
Wer dem digitalen Vertrieb hingegen eine
Führungsposition einräumt, der verschafft
sich eine nicht unwesentliche Anzahl an
Vorteilen – muss aber zugleich auf dem
aktuellen Stand der Technik und in engem
Kundenkontakt bleiben, um Anforderungen und Stimmungen aufzugreifen und
■
umzusetzen.
Gehört
Gericht entschieden, wenn ein ähnlicher Vorfall bei dem Namen „Max Müller“ aufgetreten
wäre? Noch interessanter: Was, wenn ein Max
Müller in Verbindung zu Scientology steht
oder tatsächlich ein Betrüger ist, ein anderer
Max Müller sich nun durch die Vorschläge des
Autocomplete in seinen Persönlichkeitsrechten
verletzt sieht?
Google ist und bleibt spannend!
KLAUS HAMM
ACCOUNT MANAGER (SEA / SEM) BEI
ADNORD MEDIA GMBH
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„Youtube ist letztendlich ein moderner Kabelnetzbetreiber. Jemand, der Inhalte weiterverbreitet. Was
die Plattform interessant macht, sind die Inhalte.“
RTL-Chefin ANKE SCHÄFERKORDT zum Stellenwert von Inhalten
„Wer heute als Marktteilnehmer, egal in welcher Branche,
überleben will, muss irgendwie überlegen sein.“
Werbelegende JEAN-REMY VON MATT, in diesem Jahr Vorsitzender der Jury beim
ADC-Festival, über die Folgen der Markttransparenz, wie sie das Internet schafft
„Awards sollten nicht das einzige Ziel sein, sondern
die Konsequenz von guter Arbeit.“
AMIR KASSAEI, weltweiter Kreativchef der Agenturkette DDB, stellt das
Kreativ-Award-System zur Bewertung von Werbeagenturen infrage
„Die Überschuldungslage deutscher Verbraucher ist im Frühjahr
2013 weiterhin entspannt. Auch für die nächsten Monate erwarten
wir keine dramatische Verschlechterung.“
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