Waldtheater - Landesbetrieb Forst Brandenburg

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Waldtheater
- Theater im Wald
WALD LERNEN 6
Waldpädagogik-Tipps
Grundlagen | Kategorien | Zielgruppen | Themen
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Landesbetrieb Forst Brandenburg, Hr. Roland Boljahn, Waldschule „Am Rogge-Busch“ 15299 Müllrose, Kirchsteig 3
Was man über das Thema „Waldtheater wissen sollte:
1. Waldtheater Standards und Ziele...
Waldtheater ist
• ein waldbezogenes Rollenspiel zu einem vorgegebenen Thema, bei dem jeder
„Theaterspieler“ seine Maske anhand von originalen Vorlagen selbst nachgestaltet
und sich dabei mit der von ihm gewählten Rolle aus Flora und Fauna befasst.
• Kein Basteln mit Naturmaterialien!
Sondern: Kennen lernen durch SCHAUEN und detailgetreues NACHBASTELN.
Waldtheater lehrt
• durch selbstständiges Basteln von Masken, die nach dem Betrachten und
Vergleichen naturgetreuer Vorlagen entstehen, wie der Wald und seine Bewohner
aussehen. Durch das Basteln verstehe ich noch nicht den Wald. Durch das basteln
lerne ich den Wald kennen. Ich weiß jetzt wie ein Dachs aussieht.
• durch Auseinandersetzung mit den Inhalten der selbstgewählten Rollen ein Einblick
in die Geheimnisse von „Mutter Natur“, die Zusammenhänge im Ökosystem Wald
und die Notwendigkeit dessen forstlicher Bewirtschaftung sowie die Erkenntnis:
• „Hinter so einer Maske kann ich unbefangen sein, mich auch selbst entdecken und
ein wunderbar-neues Verhältnis zu den Mitschülern = Mitspielern entwickeln“. Ich
spiele was ich bin!
• Das Waldtheaterspiel trägt damit auch zu einer positiven Beeinflussung des
Sozialverhaltens der Besucher bei, denn es lehrt: Ich - meine Sicht, es - seine Sicht,
wir - unsere Sicht.
Waldtheater zielt
• vorrangig auf Schulklassen der Primarstufe (1. bis 6. Klasse) sowie
• manchmal auch auf ältere Menschen, Familien sowie Multiplikatoren (Lehrer,
Erzieher …).
Waldtheater spielt
• zu jeder Jahreszeit – Frühling, Sommer, Herbst und Winter bieten unendlich viele
Anregungen,
• an einem authentischen waldbezogenen Ort; eine Bühne ist nicht unbedingt
erforderlich - wenn sie allerdings errichtet wird, sollte sie sich regional typisch in
Bestehendes integrieren, um so automatisch zu einem Unikat zu werden.
2. Ein Waldtheater-Tag
Begrüßung der Kinder und Frühstück ...
Nach oder beim Essen wird durch den Betreuer die Geschichte, die an dem Tag gespielt
werden soll, erzählt oder vorgelesen. Im Anschluss findet ein Gespräch mit den Kindern
statt. Wie haben sie diese Geschichte verstanden.
Die Kinder teilen mit, welche Rollen in dem Stück vorkommen sollen. Diese werden
anschließend an die Tafel geschrieben - zuzüglich 10 weiterer.
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Nun liefert der Betreuer zu dem jeweiligen Thema noch ergänzende Daten und Fakten, so
dass die Kinder nun mehr über die Tiere bzw. Pflanzen wissen - wie sie leben, welche
Aufgaben sie in der Natur haben ...
Jetzt werden die Rollen eingeteilt; dabei kann sich jedes Kind seine Rolle selbst aussuchen.
Selbst der letzte Rollensucher hat ja noch 11 zur Auswahl. So entsteht kein Zwang, und der
Spaß am Spiel bleibt erhalten. Hierbei wird die Klasse schon in zwei Gruppen eingeteilt.
Das Maskenbasteln beginnt: Jeder bastelt sich selbstständig seine Maske aus Filz, wobei die
Kinder durch genaues Betrachten von Präparaten/Abbildungen die Waldbewohner (Tiere,
Pflanzen ...) naturgetreu nachahmen müssen / sollen können.
Kein Basteln mit Naturmaterialien! Sondern: Kennen lernen durch SCHAUEN und
detailgetreues NACHBASTELN.
Schon vor dem Basteln hat sich die Klasse in zwei Gruppen geteilt. Diese treffen sich jetzt an
verschiedenen Orten, um hier zu alles zu beraten, zu proben ..., was nötig ist, um ein
eigenes Stück zur Aufführung zu bringen.
Dann kommt der große Augenblick – das Spiel.
Der Wald wird zur Bühne der Gefühle,
auf der das Thema „Mensch – Wald“ dargestellt wird.
Die schwächere Gruppe spielt zuerst. Die andere schaut zu - anschließend wird gewechselt.
Nach den beiden Aufführungen und der Auswertung kann jeder Schüler seine Maske mit
nach Hause nehmen. Sie ist dann abends und in den nächsten Tagen Anlass, Eltern,
Großeltern, Geschwistern und Freunde mit der eigenen Waldtheater-Begeisterung
anzustecken. Oftmals kommen diese WTh.-Stücke noch innerhalb der Schule zu den
verschiedensten Anlässen zur Aufführung. Noch monate- und jahrelang wird diese „Filzhaut“,
im Kinderzimmer sorgsam aufbewahrt, ihren Besitzer an einen wunderschönen und
lehrreichen Tag im Wald erinnern!
Der Waschbär (Welcher ist der Echte Bär?)
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3. Eine Erfolgsgeschichte brandenburgischer Waldpädagogik ...
1994
Forstwirtschaftsmeister Roland Boljahn von der Waldschule „Am Rogge-Busch“ (Amt für
Forstwirtschaft Müllrose) hat die Waldtheater-Idee - er startet am 1.12. das Pilotprojekt an
seiner Einrichtung. Dieses wird von der Bundesanstalt für Arbeit personell untersetzt und
durch das brandenburgische Umweltministerium gefördert.
Die Trägerschaft innerhalb der Projektlaufzeit übernimmt das Amt Schlaubetal.
Unterstützt wird diese Maßnahme außerdem vom Regionalverband „Schlaube-Oelsetal“ e.
V. der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW).
1996
Nach 2 Jahren wird das Projekt noch für ein weiteres Jahr über das brandenburgische
Ministerium für Frauen und Soziales gefördert.
1997
Am 01.12. wird das Amt für Forstwirtschaft Müllrose neuer Träger der Initiative.
Auch an der Waldschule „Waldkabinett Schwedt“ (Amt für Forstwirtschaft Eberswalde)
eröffnet nun ein Waldtheater. Mit einfachen Filzmasken wird hier auf einer offenen,
hölzernen Bühne mit Häuschen und Podest 3 bis 4 mal im Jahr mit Vor- und
Grundschulkinder Waldtheater gespielt.
1998
Hinfort werden mit gutem Erfolg Mitarbeiter im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJler oder
Ökis) eingesetzt: Zunächst durch den Berliner Verein Junger Freiwilliger e.V., dann durch
den Förderverein Märkischer Wald e.V.
Das Waldtheater an der Waldschule Eberswalde (Amt für Forstwirtschaft Eberswalde) wird
eröffnet. Die Aufführungen hier werden nicht wie bei den anderen Waldtheatern mit nur mit
Masken, sondern mit vollständigen Kostümen gespielt.
1999
Roland Boljahn zeichnet seine gesammelten Erfahrungen in der Broschüre „Waldtheater Theater im Wald“ auf. Seitdem nennen sich die Müllroser „Waldtheaterpaten“.
Im Naturschutzzentrum mit Waldschule „Krugpark“ in Brandenburg a. d. Havel wird ein
weiteres Waldtheater eröffnet.
2000
Auch die Waldschule „Alte Mühle“ (heute: Amt für Forstwirtschaft Müllrose) in
Waldsieversdorf eröffnet ihr Waldtheater. Es besitzt zunächst drei verschiedene „Bühnen“:
Im benachbarten Besucherzentrum „Drei Eichen“ (mit Betonwand zum Selbstgestalten), am
Mühlenteich (mit Blick aufs Wasser) und an der „Waldhalle“ (mit Wald im Hintergrund).
Vom 22.9. bis 24.9. findet der 1. bundesweite Waldtheater- Workshop in Müllrose statt.
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2001
Seit dem 11.07. ist die in Müllrose entwickelte Wort-Bildmarke „Waldtheater“ inkl. des
Waldtheater-Konzepts patentrechtlich geschützt.
Am 16.09. ist Einweihung des ersten bayrischen Waldtheaters, welches sich im
Walderlebniszentrum Tennenlohe / Nürnberg befindet.
In der Oberförsterei Baruth entsteht eine Waldtheater-AG, bei der eine kleine
Grundschulgruppe aus verschiedenen Anlässen Stücke zur „Natur des Jahres“ aufführt – ein
Waldtheater im Aufbau.
Es findet der 2. bundesweite Waldtheater-Workshop im Walderlebniszentrum Tennenlohe
(Bayern) statt.
2002
Im Niendorfer Gehege in Hamburg wird am 2.11. ein Waldtheater der Schutzgemeinschaft
Deutscher Wald eröffnet.
Aus diesem Anlass wird hier auch der 3. bundesweite Waldtheater- Workshop veranstaltet.
2004
In der „Böhmerwaldschule“ in Ulrichsberg / Österreich wird am 25.6. das 1. Waldtheater
außerhalb Deutschlands eröffnet.
Am 10.07. wird im Forstmuseum „Alte Fasanerie“ das 1. Waldtheater in Hessen gestartet.
2006
Am 08.02.06 wird das Waldtheater an der Waldschule Potsdam-Wildpark (Amt für
Forstwirtschaft Belzig) eingeweiht. Es ist das 6 in Brandenburg und das 10. insgesamt.
Am 10.06.06 wird als Höhepunkt der Veranstaltung Hirschkäferfest & Landpartie am Haus
des Waldes in Gräbendorf (Amt für Forstwirtschaft Wünsdorf) das 11. Waldtheater eröffnet.
Beim Haus des Waldes kann auch eine kleine Ausstellung zum Waldtheater besichtigt
werden.
Anlässlich der Eröffnung des 12. Waldtheaters in der Waldschule Kleinsee beim Amt für
Forstwirtschaft Peitz, wird der Einrichtung am 24. Juni 2006 das Logo mit dem Schriftzug
„Waldtheater“ verliehen. Die Waldschule Kleinsee ist damit als 12. europäische
waldpädagogische Einrichtung berechtigt, diese Wort-Bild-Marke zu führen.
Ein Waldtheater mit der Nummer 13. wird es natürlich nicht geben. Denn wie alle Künstler
sind natürlich auch wir „Waldkünstler“ in diesem Punkt sehr abergläubig.
Das WTh. Nr. 14 wird im Waldschulheim Wahlsmühle im Sächsichen Forstamt Bärenfels
eröffnet.
Aufbau einer eigenen Internet-Präsentation zum Waldtheater. (Ende 2007)
Arbeitskreis Wald & Bildung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband
Brandenburg e. V.
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2007: Anlässlich der Eröffnung des 1. Waldtheaters im Freistaat Thüringen verleihen wir am
10. Mai 2007 dem Jugendwaldheim Bergern im Thüringer Forstamt Bad Berka das Logo mit
dem Schriftzug „Waldtheater“. Das Jugendwaldheim Bergern ist damit als 15. europäische
waldpädagogische Einrichtung berechtigt, diese Wort-Bild-Marke zu führen.
2008: Am Pfingstmontag den 17.05.2008 wird in der Gemeinde Ameln in Belgien, unter der
Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Hr. Karl-Heinz Lambertz, die Waldbühne zum
Dreierberg
als 16. Waldtheater eröffnet.
Das Flutlicht erstrahlte wunderbar warm und hell
die Kulisse präsentierte sich Gott sei Dank im frischesten Grün,
der Wind wehte rauschend wann er wollte,
die Zuschauer saßen,
die Künstler kamen,
die Bäume bliebender Wald war bühnenreif!
(E li sabeth )
2010: Am 10. September 2010 wurde beim Studienkreis Bergen auf der Insel Rügen
(Bundesland Mecklenburg-Vorpommern) ein weiteres Waldtheater eröffnet. Durch die TonArt-Klasse 6b der dortigen Rugard-Schule kamen bei der Premiere zweier nachdenklichfröhlicher „Waldstücke“ erstmals auch Musikinstrumente mit zum Einsatz.
Seitdem Forstwirtschaftsmeister ROLAND BOLJAHN von der märkischen Waldschule „Am
Rogge-Busch“ vor 16 Jahren die Waldtheater-Idee hatte, ist dies bereits die 17. derartige
waldpädagogische Initiative in Europa.
2011: Internationales Jahr der Wälder – „Waldtheater“ zum Umwelttag M-V 2011
den diesjährigen Tag der Umwelt möchten wir in Mecklenburg-Vorpommern dem Thema
Wald widmen. Am Montag, dem 6. Juni, wollen wir im Forstamt Neu Pudagla, auf der Insel
Usedom, mit Schülern einen „Waldtheater“-Tag gestalten. Hierzu möchten wir Sie gerne
einladen, denn wir erhoffen uns von dem Aktionstag neben einer positiven Resonanz in der
Region, mittel- und langfristig, dass wir möglichst viele potenzielle Multiplikatoren für die Idee
des Waldtheaters begeistern und zum Nachmachen anregen können. Am Umwelttag besteht
für Sie die Möglichkeit, sich ein sehr lebendiges und unmittelbares Bild vom Projekt
„Waldtheater“ zu machen und – wenn Sie möchten - mit Herrn Boljahn ins Gespräch zu
kommen.
Die Veranstaltung wird um 10:30 Uhr von Umweltminister, Dr. Till Backhaus, eröffnet.
Schüler der 5. und 6. Klasse der Regionalen Schule „Am Rugard“ Bergen führen zur
Einstimmung ein kleines, musikalisch begleitetes Theaterstück „Das Geheimnis der
Fledermäuse“ auf. Anschließend beginnen Usedomer und Rüganer Schüler gemeinsam
unter Anleitung von Waldtheaterpädagogen mit der konkreten Projektarbeit.
Im Laufe des Nachmittags ist es dann soweit: Alle Stücke können aufgeführt werden. Aber
spannend ist hier wirklich nicht nur das Ergebnis, sondern – wie so oft – der Weg …
2011: Am 17. August 2011 wurde im Kloster Chorin (Bundesland Brandenburg) vor dem
deutschen Bundespräsidenten und anderen Ehrengästen von Sechstklässlern der GoetheSchule Eberswalde ein Waldtheaterstück der besonderen Art inszeniert. Die Regie führte
Forstwirtschaftmeister Roland Boljahn, "Waldtheater-Erfinder", Leiter der Waldschule Am
Rogge-Busch und des SDW Landesarbeitskreises Wald& Bildung.
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Waldtheater als Wald-TV: "Kehrt der Wolf zurück"?
2013: Anlässlich der Auftaktveranstaltung im Waldpädagogikzentrum des Landesbetriebes
Forst Brandenburg zu den Waldjugendspielen am 11. Juni 2013 im Waldsolarheim
Eberswalde, trat das Waldtheater der Waldschule am Roggebusch mit einer Schulklasse
aus der Burgschule Lebus mit einem eigenen Theaterstück auf.
Nach dem der Betriebsdirektor Herr Hubertus Kraut die Veranstaltung eröffnete, konnten
sich 10 Schulklassen an betreuten 10 Kunstobjekten erproben und kreativ mit gestalten.
1 Kunstobjekt war das Waldtheater. Als ich den Kindern der Burgschule Lebus den
Vorschlag machte ein Theaterstück im Waldsolarheim Eberswalde aufzuführen, da
schauten sich alle an. Dann kam die Antwort: “Wir machen aber ein eigenes Stück“. Und so
schrieb Milena Filipps, eine Schülerin aus jener 5. Klasse, ein erstes Stück. Wir diskutierten
es mit der Klasse aus und heraus kam unsere Uraufführung. „Der vergessene Wald“. Die
Schüler bastelten Theater-Masken nach originalen Vorlagen und mit Frau Heinze wurden
dann die musikalischen Effekte zu den einzelnen Spielzehnen eingebracht. Die
Uraufführung riss die zuschauenden Schulklassen und Gäste spontan mit und so wurden
unsere kleinen Künstler überwältigend mit Applaus belohnt. Strahlende Gesichter überall.
Ein Dankeschön geht an die Klassenlehrerin Frau Brodowski und die Burgschule Lebus.
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Klasse 5b der Burgschule Lebus
2014: Am 20. April steigt das „Naturum Göhrde“ in 29473 Göhrde (König-Georg-Allee 5) in
das Waldtheaterprojekt mit ein. Wir eröffnen somit unser 18. Waldtheater. Damit haben wir
jetzt ein erstes Waldtheater im Bundesland Niedersachsen.
2015: Theater Nr. 19 und 20
4. Bundestreffen der Waldtheater vom 25.03. - 27.03.2015
in der Waldschule „Am Rogge-Busch“ in Müllrose
Vor nun schon 20 Jahren wurde der Begriff Waldpädagogik und damit verbunden deren
Durchführung, in das Landeswaldgesetz Brandenburgs aufgenommen. Unsere Waldschule
gab es schon seit dem 18.10.1993 als Versuchsmodell in direkter Trägerschaft der
Forstverwaltung.
Um den Schulklassen ein möglichst abwechslungsreiches Programm anzubieten startete am
01. Dezember 1994 an unserer Waldschule das Pilotprojekt „Waldtheater“. Die Idee fand vom
ersten Tage an viele Interessenten und Mitstreiter. Um die Grundidee unseres WaldtheaterKonzepts zu schützen entschlossen wir uns zu einem patentrechtlichen Schutz der Wort
Bildmarke, der 2011 um weitere 10 Jahre verlängert wurde.
Seit 1994 erprobten sich 33.269 Schüler in 1.511 Veranstaltungen erfolgreich in
unserem Waldtheaterspiel allein im Müllroser Waldtheater.
Insgesamt gibt es europaweit aktuell 18 eingetragene Waldtheater. 2 neue Interessenten haben
unsere Einrichtung im letzten Jahr besucht.
Unser erstes Bundestreffen fand in der Waldschule Müllrose, das zweite im
Walderlebniszentrum in Tennenlohe und das dritte im Niendorfer Gehege in Hamburg statt.
Im 21. Jahr des Bestehens haben wir uns jetzt wieder am Ursprungsort getroffen. Ziel der
Veranstaltung soll ein Erfahrungsaustausch, aber auch die Prüfung der Möglichkeiten einer
europaweiten Vernetzung der Einrichtungen untereinander sein.
Was können wir mit der Methode Waldtheater in unserer heutigen Zeit erreichen?
Der Wald wird zur Bühne der Gefühle, auf der das Thema „Mensch – Wald“ durch schauen,
vergleichen und nachgestalten, dargestellt wird. Im Spiel wird das eigene Verhalten
sensibilisiert und reflektiert für die Erhaltung unserer natürlichen Mit- und Umwelt. Die
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Inhalte der einzelnen Stücke verändern sich, weil jeder einzelne Teilnehmer seine eigenen
Erlebnisse, Anschauungen mit einbringen kann. So wird jede Aufführung zu einem Unikat.
Wir freuen uns hier auf einen angeregten Erfahrungsaustausch.
„Im Rahmen der Veranstaltung zum Thema „20 Jahre forstliche Waldpädagogik in
Brandenburg“ möchten wir am 26.03.2015 das Theaterstück: „Der Ameisenkongress“
aufführen.
Damals, im Jahre 2011standen der Wolf und seine Rückkehr in die märkischen Wälder im
Mittelpunkt des Interesses. Die Informationen, die die Schüler zum Wolf aufgenommen
hatten, wurden im "Wolfs-TV" szenisch umgesetzt. "Dabei haben sich unsere Schüler so gut
angestellt, dass Herr Boljahn uns gefragt hat, ob wir beim Ameisen-Projekt mitmachen
würden", erinnert sich Lehrerin Ina Hildbrandt. Sie betreut das "Ameisen-TV-Projekt" der Alt
Zeschdorfer Fünftklässler.
Fakt ist: Seit Februar studieren die Mädchen und Jungen der Schule im Grünen donnerstags,
jeweils in der 3. und 4. Stunde, mit Förster Boljahn und weiteren Mitarbeitern der Müllroser
Waldschule Texte ein, basteln Masken, Kostüme und Requisiten für das "Wald-TV", das den
Untertitel "Ameisen, die heimatliche Macht auf Erden" trägt.
Das Drehbuch für das Theaterstück hat Roland Boljahn selbst geschrieben. Und zwar aus
gegebenem Anlass: Am 26. März soll der neue, große Ameisenbau in der Müllroser LandesWaldschule medienwirksam eröffnet werden. Im Rahmenprogramm gibt es die von den
Zeschdorfer Grundschülern gestaltete Sendung im "Wald-Fernsehen" zur Rolle der Ameisen.
In der spielen die Schüler die Teilnehmer einer Art Biologen-Weltkongress, bei dem es um
die so wichtigen Ameisen geht. Sie agieren als Vertreter aus Brasilien, Kenia, den
Niederlanden und aus anderen Ländern. "Die Berichte der Ländervertreter über die Situation
der Ameisen in ihren Ländern werden mit Musik, Tanz und Bildern im Hintergrund von den
Schülern szenisch untermalt", erklärt Ina Hildbrandt.
Die Lehrerin ist begeistert, wie engagiert die Alt Zeschdorfer Fünftklässler beim Proben ans
Werk gehen. Das ist auch nötig. Denn viel Zeit bleibt nicht mehr bis zum große Auftritt Ende
März in Müllrose.“
© 2015 moz.de Märkisches Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG
Fotos: Neumann Andreas
2015:
Anlässlich des 4. Bundestreffens der Waldtheater in Müllrose übergaben wir am 26.03. den
Nutzungsvertrag für das 19. Waldtheater an den Förster Volker Kademann aus der
Oberförsterei Brieselang.
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Am 01.07. vergaben wir den Nutzungsvertrag für das Waldtheater Nr. 20 an das
Jugendzentrum Seligstadt e.V. in RO-505200 Fagaras / Rumänien.
Text: Roland Boljahn, Klaus Radestock
Quellen: Waldtheater-Archiv der Waldschule „Am Rogge-Busch“, Waldtheater-Ausstellung am Haus des Waldes
Kontakt: Landesbetrieb Forst Brandenburg, Hr. Roland Boljahn, Waldschule „Am Rogge-Busch“ 15299 Müllrose, Kirchsteig 3
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2015:
Anlässlich des 4. Bundestreffens der Waldtheater in Müllrose übergaben wir am 26.03. den
Nutzungsvertrag für das 19. Waldtheater an den Förster Volker Kademann aus der
Oberförsterei Brieselang.
Am 01.07. vergaben wir den Nutzungsvertrag für das Waldtheater Nr. 20 an das
Jugendzentrum Seligstadt e.V. in RO-505200 Fagaras / Rumänien.
2017:
Anlässlich der Eröffnung des Waldtheaters mit der Nummer 21, treffen wir uns vom 26.04.
bis zum 28.04. zu unserem 5. Bundestreffen der Waldtheater im Hause
Kubikus - kreative Umweltbildung
Platanenallee 24
49152 Bad Essen
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