Metastasiertes Prostatakarzinom Wichtige

Werbung
Unbeschwert leben.
Dafür forschen wir in der Immunologie.
Metastasiertes Prostatakarzinom
Wichtige Informationen für Betroffene
Janssen-Cilag GmbH
www.janssen-deutschland.de
Metastasiertes Prostatakarzinom
Leben gestalten.
Dafür forschen wir in der Onkologie.
Nach einer Krebsdiagnose können Gefühle der Hoffnungsund Machtlosigkeit den Alltag bestimmen. Doch auch mit diesem
Befund ist es heute oft möglich, ein aktives Leben zu führen
und es positiv zu gestalten.
Als forschendes Pharmaunternehmen arbeiten wir gemeinsam
mit unseren Partnern vor Ort und weltweit daran, dass erkrankte
Menschen wieder am Alltag teilhaben und möglichst unbeschwert
leben können. Wir nennen das: Mehr leben im Leben.
Janssen. Mehr leben im Leben.
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Informationen
Was ist Prostatakrebs? .................................................................................................
Welche Formen des Prostatakrebses gibt es? .............................................................
Einteilung eines Prostatakarzinoms ............................................................................
6
7
8
9
2. Das metastasierte Prostatakarzinom
10
Was bedeutet Metastasierung? ................................................................................... 11
Hormontherapie ......................................................................................................... 13
Moderne antihormonelle Therapie ............................................................................14
Chemotherapie ........................................................................................................... 16
Behandlung von Knochenmetastasen ........................................................................ 17
3. Weitere Informationen
18
Wegweiser für Ihre Therapie-Entscheidung .............................................................. 19
Nachsorge und Rehabilitation ................................................................................... 21
Was kann ich selbst machen? Was hilft mir noch? ...................................................... 22
Adressen, Links und Foren ......................................................................................... 24
4
Metastasiertes Prostatakarzinom
5
Lieber Patient,
Verunsicherung und Ängste sind bei vielen Männern die Folge, wenn sie
erfahren, dass sie an Prostatakrebs erkrankt sind. Unweigerlich stellen sich
existenzielle Fragen: Wie soll es weitergehen? Muss ich sterben? Das ist nur
zu verständlich. Aber es ist gut zu wissen, dass die Diagnose Prostatakrebs
kein Todesurteil ist. Moderne Diagnosemöglichkeiten, neue Therapien
und Behandlungsmethoden sorgen dafür, dass dem Prostatakrebs vieles
von seinem Schrecken genommen wurde.
Die Statistik belegt dies: Bei jedem sechsten Mann über 50 Jahre wird heute
Prostatakrebs diagnostiziert. Oder anders ausgedrückt: 17 von 100 Männern
entwickeln ein Prostatakarzinom. Drei werden daran sterben. Bis heute
kann ein metastasiertes Prostatakarzinom nicht geheilt werden. Aber: Immer
mehr Männer leben heute viele Jahre mit ihrem Krebs. Die meisten sterben
mit ihm – und nicht an den Folgen des Prostatakrebses. Nicht zuletzt deshalb
ist es das zentrale Ziel jeder Therapie, die Ausbreitung des Tumors zu verhindern und dabei die Lebensqualität bestmöglich zu erhalten.
Trotz alledem handelt es sich beim Prostatakrebs um eine ernsthafte und
komplexe Erkrankung. Mit einfachen Worten erläutern wir alles Wissenswerte rund um das metastasierte Prostatakarzinom. Die vorliegende Broschüre klärt über Chancen und Möglichkeiten der Therapie auf und weist
auf Risiken und Nebenwirkungen der Behandlungen hin. Wir stellen die
biologischen Vorgänge dar, die zur Bildung eines Prostatakarzinoms führen,
und erläutern die zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten.
Gut zu wissen: Wir stehen an Ihrer Seite und begleiten Sie gerne während
Ihrer Therapie.
Herzlichst
Ihr Team von Janssen-Cilag
6
Metastasiertes Prostatakarzinom
1. Allgemeine Informationen
Was ist Prostatakrebs?
Prostatakrebs – auch als Prostatakarzinom bezeichnet und mit PCa
abgekürzt – ist die häufigste Krebsart bei Männern. Etwa ein Viertel
aller Krebserkrankungen bei Männern betreffen die Prostata. Angaben des renommierten Robert Koch-Instituts zufolge erhalten
jährlich rund 65.000 Männer die Diagnose Prostatakrebs. Die Ursachen für die Entstehung eines Prostatakarzinoms sind bis heute
weitgehend unbekannt.
Prostatakarzinome bestehen aus bösartigen Zellveränderungen,
die unkontrolliert wachsen und dabei gesundes Körpergewebe
verdrängen oder gar zerstören. Das Wachstum dieser bösartigen
Zellen geschieht in aller Regel recht langsam und ist in erster Linie
abhängig vom Sexualhormon Testosteron.
Die Wahrscheinlichkeit, an Prostatakrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Als Faustregel gilt: Je früher Prostatakarzinome
entdeckt werden, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten.
Ein lokales Prostatakarzinom hat bessere Heilungschancen als ein
fortgeschrittener Tumor. Hat der Tumor bereits gestreut – also
Metastasen gebildet – dann ist bislang keine Heilung mehr möglich.
„Meine Diagnose habe ich vor 12 Jahren
bekommen: Prostatakrebs.“
Wenn Sie mehr über die Geschichte von Herbert
erfahren möchten, können Sie diese unter
www.mehr-leben-im-leben.de nachlesen.
Aber: Das Tumorwachstum lässt sich verlangsamen, und immer
mehr Männer leben viele Jahre mit ihrem Krebs.
7
8
Metastasiertes Prostatakarzinom
Welche Formen des Prostatakrebses gibt es?
Ärzte unterteilen Prostatakarzinome in drei verschiedene Stadien:
• Lokal begrenztes Prostatakarzinom
• Lokal fortgeschrittenes Prostatakarzinom
• Metastasiertes Prostatakarzinom
Das bösartige und unkontrollierte Zellwachstum beim lokal begrenzten Prostatakarzinom
ist auf den Bereich der Prostata beschränkt, während es beim lokal
GrundIllustation _ 01
fortgeschrittenen Prostatakarzinom bereits über die Prostata hinausgewachsen
ist. Bei beiden Ausprägungen dieses Prostatakarzinoms – lokal begrenzt und
lokal fortgeschritten – haben sich keine Tumorabsiedlungen (Metastasen) in
Lymphknoten, Knochen und / oder anderen Organen gebildet. Hat die Diagnose
ergeben, dass sich Metastasen gebildet haben, dann sprechen Mediziner von
einem metastasierten Prostatakarzinom.
Einteilung eines Prostatakarzinoms
Lokal begrenztes
Prostatakarzinom
Lokal fortgeschrittenes
Prostatakarzinom
Auf die Prostata begrenzt
Über die Prostata hinausgewachsen
Keine Tumorabsiedlungen
(Metastasen) in Lymphknoten,
Knochen und / oder anderen
Organen
Keine Tumorabsiedlungen
(Metastasen) in Lymphknoten,
Knochen und / oder anderen
Organen
Metastasiertes
Prostatakarzinom
Tumorabsiedlungen
(Metastasen) in Lymphknoten,
Knochen und / oder anderen
Organen
Bei jedem sechsten Mann über 50 Jahre wird heute Prostatakrebs diagnostiziert. Im Alter von über 70 Jahren finden sich
bei sieben von zehn Männern in feingeweblichen Untersuchungen Prostatakrebszellen – im Alter von über 90 Jahren
sogar bei neun von zehn Männern.
Harnblase
Samenblase
Samenleiter
Darm
Prostata
Prostatakapsel
Harnröhre
Lokal begrenztes
Prostatakarzinom
Lokal fortgeschrittenes
Prostatakarzinom
Metastasiertes
Prostatakarzinom
9
10
Metastasiertes Prostatakarzinom
2. Das metastasierte
Prostatakarzinom
Was bedeutet eine Metastasierung?
Verändern sich die Erbinformationen von Zellen, dann bleibt es dem
Körper in der Regel nicht lange verborgen. Er erkennt die Veränderungen und kontrolliert bzw. eliminiert die genetisch veränderten
Zellen. Gelingt es den Zellen mit veränderten Erbinformationen
jedoch, sich den Kontrollen des Körpers zu entziehen, dann kann
es zu ungebremster und unkontrollierter Zellteilung kommen. Das
Wachstum dieser Zellen erfolgt schneller als das normaler Körperzellen. In der Folge wird normales Körpergewebe verdrängt – ein
Tumor entsteht.
Gelingt es einzelnen Zellen, sich aus dem Tumor zu lösen, dann
können sich diese über Blut- oder Lymphbahnen ausbreiten und in
Lymphknoten, Knochen und / oder anderen Organen ansiedeln –
und dort neue Tumoren bilden, sogenannte Metastasen.
Kommt es beim Prostatakarzinom zur Bildung von Metastasen,
dann sind in der Regel zunächst die Lymphknoten des Beckens
betroffen. Später können sich dann auch Metastasen in anderen
Organsystemen des Körpers bilden. Besonders häufig breiten sich
die Metastasen des Prostatakarzinoms auf die Skelettknochen aus.
Betroffen sind neben der Wirbelsäule auch Rippen- oder Beckenknochen. Aber auch in Organen wie Leber und Lunge können
Metastasen auftreten.
„Wenn ich in der Backstube gestanden
bin, dann hab ich an die Krankheit gar
nicht gedacht.“
11
12
Metastasiertes Prostatakarzinom
13
Hormontherapie
Hat der Tumor andere Bereiche des Körpers
befallen, dann ist zwar keine Heilung mehr
möglich, aber mit einer individuell auf Ihre
Bedürfnisse abgestimmten Therapie kann
es gelingen, das Wachstum der Krebszellen für einen langen Zeitraum einzudämmen. Eine Hormontherapie hemmt
das Wachstum der Krebszellen auch
außerhalb der Prostata. Moderne
antihormonelle Medikamente, Chemotherapien oder Bestrahlungen sind weitere
Möglichkeiten, um den Krankheitsverlauf zu verzögern.
Gegen Schmerzen helfen präzise abgestimmte medikamentöse Schmerztherapien.
Wie alle Therapien sind auch die hier skizzierten Behandlungen mit Nebenwirkungen
verbunden. Nicht zuletzt deswegen sollten Sie vertrauensvoll mit Ihrem Arzt unter
Berücksichtigung von Nutzen und Risiko besprechen, welche Behandlung in Ihrer
persönlichen Situation angemessen ist.
Testosteron, das männliche Sexualhormon, sorgt dafür, dass Prostatazellen schneller
wachsen und sich vermehren können. Leider trifft das auch auf Krebszellen des
PCa zu. Gelingt es allerdings, den Testosteronspiegel zu senken, dann verlangsamt
sich das Wachstum der Krebszellen. Einen entsprechenden Effekt macht sich die
Hormontherapie zunutze.
Dies kann auf zwei unterschiedliche Arten geschehen:
• Durch die Verabreichung von Medikamenten (chemische bzw. medikamentöse Kastration)
• Durch die operative Ausschälung der Hoden (Orchiektomie)
Hormone steuern komplizierte Zusammenhänge im Körper. Vor diesem Hintergrund kann es zu Nebenwirkungen kommen, die von Antriebsschwäche, Hitzewallungen und Osteoporose über den Verlust der Libido, Muskelabbau und Blutarmut
bis hin zu Brustvergrößerung sowie der Zunahme des Körperfetts reichen können.
Ein Hormonentzug wirkt nicht nur auf den Tumor in
der Prostata, sondern auch auf das Wachstum möglicher
Metastasen.
Antiandrogene
Das Tumorwachstum durch Testosteron lässt sich auch mit sogenannten Antiandrogenen beeinflussen. Sie verhindern zwar nicht die Produktion von Testosteron,
sorgen aber dafür, dass das Hormon nicht an den Zellen andockt und somit seine
wachstumsfördernde Wirkung nicht entfalten kann. Antiandrogene hindern
allerdings nicht nur Testosteron in seiner Wirksamkeit, sondern auch andere
Hormone. Der Vorteil dieser Behandlung liegt darin, dass die Nebenwirkungen
einer chemischen oder medikamentösen Kastration wegfallen können.
14
Metastasiertes Prostatakarzinom
Moderne antihormonelle Therapie
Wenn der Prostatakrebs trotz einer ersten Hormontherapie im Rahmen einer
medikamentösen oder chirurgischen Kastration weiterwächst, dann wird das als
kastrationsresistent bezeichnet. Damit ist klar, dass die Hormontherapie nicht mehr
ausreichend wirkt und der Tumor weiterwächst. Doch das bedeutet keinesfalls, dass
damit die Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind.
Im Gegenteil: Ziel aller folgenden Therapiemaßnahmen ist es, Beschwerden zu
lindern und das Wachstum des metastasierten Tumors zu verlangsamen. Dazu wird
in der Regel die bestehende Hormontherapie fortgesetzt und als Ergänzung bieten
sich neue, antihormonelle Behandlungsmöglichkeiten an, die zu den oral einzunehmenden Medikamenten zählen und eine Alternative zur Chemotherapie darstellen.
Diese modernen, antihormonellen Therapien haben einen sehr zielgerichteten
Wirkansatz und sind in der Lage, die wachstumsfördernde Testosteronwirkungweiter
zu senken.
Dies kann auf zwei Wegen erfolgen:
• Die Substanz blockiert die Bildung von Testosteron, so
dass kein Testosteron an den Zellen andocken kann
• Die Substanz verhindert nicht die Produktion
von Testosteron, sorgt aber dafür, dass die
Hormone nicht an den Zellen
andocken können
Welche Behandlung am besten für Ihre individuelle Situation geeignet ist,
sollten Sie intensiv mit Ihrem Arzt erörtern.
Bei der Entscheidung sollten Sie folgende Fragen berücksichtigen:
• Verursacht der Krebs bereits Beschwerden?
• Sind Sie durch Behandlungen, andere Erkrankungen oder aus
Altersgründen stark geschwächt?
• Wächst der Krebs schnell oder langsam?
• Wo hat der Krebs Metastasen gebildet?
• Welche Behandlung möchten und können Sie sich zumuten?
Obwohl die Kastrationsresistenz individuell höchst unterschiedlich ist, tritt sie bei vielen Männern im Durchschnitt
rund zwei Jahre nach Beginn des Hormonentzugs ein.
15
16
Chemotherapie
Chemotherapien sind eine alternative Behandlungsmöglichkeit zur Hormontherapie und zu den modernen antihormonellen Substanzen. Eingesetzt werden
sogenannte Zytostatika. Diese Medikamente verhindern die Zellteilung. Vor dem
Hintergrund, dass sich Krebszellen besonders schnell teilen, sind sie hier besonders
wirksam. Chemotherapien zielen auf die Symptome der Erkrankung ab, sollen das
Krebswachstum aufhalten und Beschwerden lindern.
Chemotherapien bei
Prostatakrebs werden in
aller Regel im Abstand von
rund drei Wochen
als Infusion verabreicht.
Die Dauer der Infusion beträgt im
Durchschnitt eine Stunde. Voraussetzung für eine
Chemotherapie ist ein guter körperlicher Zustand.
Einige Patienten, die sich für eine Chemotherapie
entscheiden, leiden unter starken Nebenwirkungen,
die von Übelkeit und Erbrechen über Allergien bis hin
zu Infektionen sowie der Abnahme der weißen Blutkörperchen
reichen können. Als weitere Nebenwirkungen können Durchfälle, Haarausfall,
Thrombosen, Nervenschädigungen, Taubheitsgefühle an Händen und Füßen
sowie Entzündungen der Mundschleimhaut auftreten.
Bei geschwächten Patienten kann es günstiger sein,
Beschwerden gezielt zu behandeln und auf eine aggressive
Therapie gegen den Prostatakrebs zu verzichten.
Metastasiertes Prostatakarzinom
Behandlung von Knochenmetastasen
Speziell für die Behandlung von Knochenmetastasen geeignet ist ein radioaktiver
Stoff, der Kalzium ganz ähnlich ist und sich bei den Knochenmetastasen einlagert,
wo der Körper Reparaturversuche unternimmt. Die Strahlen besitzen eine kurze
Reichweite und wirken so ganz gezielt auf die Krebszellen in den Knochen. Der
21_Illu. Knochenmetaradioaktive
Stoff wird in die Vene gespritzt. In der Regel besteht eine Behandlung
stasen
von Knochenmetastasen mit radioaktiven Substanzen aus sechs Injektionen
im Abstand von mehreren Wochen. In der Regel werden solche Behandlungen gut
vertragen. Gleichzeitig können moderne antihormonelle Medikamente verabreicht
werden.
17
18
Metastasiertes Prostatakarzinom
3.
Weitere Informationen
19
Wegweiser für
Ihre Therapie-Entscheidung
Die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Therapie ist nicht
einfach. Es gilt, die Möglichkeiten und Chancen gegen die Risiken
und Beeinträchtigungen unter Berücksichtigung der eigenen Verfassung abzuwägen. Nehmen Sie sich Zeit, um alle Folgen Ihrer Entscheidung durchzuspielen. Machen Sie Ihren Arzt zum Vertrauten,
binden Sie ihn in Ihre Entscheidungsfindung ein. Hilfreich für viele
Betroffene sind in dieser Situation auch Gespräche mit nahestehenden Menschen. Wichtig ist, dass Sie eine selbstbestimmte und
bewusste Entscheidung treffen.
Kontrolluntersuchungen
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen dienen nicht nur dazu, Spätfolgen oder Nebenwirkungen der Therapie zu behandeln, sondern auch
ein mögliches Wiederauftreten der Aktivität des Tumors möglichst
frühzeitig zu erkennen. Zwölf Wochen nach Beendigung der eigentlichen Behandlung sollte die Nachsorge beginnen. In den ersten
beiden Jahren sind PSA-Wert-Bestimmungen im Abstand von je drei
Monaten angezeigt – im dritten und vierten Jahr alle sechs Monate.
Ab dem fünften Jahr reicht eine Untersuchung jährlich.
„Die Therapie ermöglich mir, dass ich
meinen Hobbys nachgehen kann.“
20
Metastasiertes Prostatakarzinom
21
Nachsorge und Rehabilitation
Rehabilitation
Die Therapie eines Prostatakarzinoms kann Beeinträchtigungen nach sich ziehen,
die deutlich über den Zeitraum der eigentlichen Behandlung hinausgehen.
Deswegen sollten Sie die medizinischen, psychotherapeutischen, sozialen und
beruflichen Möglichkeiten zur Wiedereingliederung in Familie, Gesellschaft und
Berufsleben nutzen. Diese sind im Sozialgesetzbuch V (SGB V: Krankenversicherung)
und im Sozialgesetzbuch VI (SBG VI: Rentenversicherung) niedergeschrieben.
Nachsorge
Zeitabstände
Untersuchungen
1. und 2. Jahr
alle 3 Monate
PSA-Wert
3. und 4. Jahr
alle 6 Monate
PSA-Wert
Ab 5. Jahr
jährlich
PSA-Wert
Auch wenn der Tumor keine Beschwerden verursacht:
Nehmen Sie alle Kontrolluntersuchungen unbedingt wahr.
Maßnahmen zur Rehabilitation können ambulant oder stationär erfolgen. Welche
Maßnahmen für Sie geeignet sind, hängt von Ihrem körperlichen Zustand nach
dem Krankenhausaufenthalt und der Erreichbarkeit ambulanter Einrichtungen ab.
Sozialdienste unterstützen Sie noch in der Klinik bei der Antragstellung – nach der
Entlassung helfen Krebsberatungsstellen.
Wichtig: Anschlussheilbehandlungen müssen noch während Ihres Aufenthalts in
der Klinik beantragt werden. Unterstützung erhalten Sie auch bei sogenannten RehaServicestellen. Adressen finden Sie im Internet unter www.reha-servicestellen.de.
Ziele einer Rehabilitation ist die gezielte Behandlung von
Funktionsstörungen wie Harninkontinenz und Impotenz,
die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit sowie die
Teilnahme am normalen gesellschaftlichen Leben.
22
Metastasiertes Prostatakarzinom
23
Was kann ich selbst machen?
Was hilft mir noch?
Ernährung und Bewegung
Seelische, soziale und zwischenmenschliche Unterstützung
Besonders bei hormonbedingten Krebserkrankungen wie dem Prostatakarzinom
spielen Ernährung und Bewegung eine wichtige Rolle. Das gilt vor allem, wenn Sie
sich gegen einen Eingriff entschieden haben und zum Abwarten entschlossen
haben. Geänderte Ernährungsgewohnheiten heilen Ihren Krebs zwar nicht, sie
tragen aber zur Stärkung Ihres Organismus bei. Wenig tierische Fette sowie viel
frisches Obst und Gemüse sind gesund. Gut geeignet sind z. B. die asiatische und
die mediterrane Küche.
Bei der Bewältigung seelischer Situationen während Ihrer Krebserkrankung erfahren
Sie Unterstützung durch Psychoonkologen. Sie helfen Ihnen, mit der Erkrankung
umzugehen und plötzlich aufkommende Ängste zu verarbeiten.
Eine Kombination aus mäßigem Kraft- und Ausdauertraining fördert oftmals das
Wohlbefinden und kann dazu beitragen, Beschwerden zu lindern. Gleichzeitig
steigt die Belastungsfähigkeit. Bedenken Sie aber:
Der Leistungsgedanke sollte keine Rolle spielen.
Erkundigen Sie sich nach örtlichen Sportgruppen
für Menschen, die an Krebs erkrankt sind, denn:
Gemeinsam mit anderen bereitet Sport mehr
Spaß und Freude.
Ihre Erkrankung kann auch in Ihrem unmittelbaren Umfeld Unsicherheiten und
Ängste auslösen. Sie können nicht alle Probleme aus der Welt schaffen, aber:
Offenheit und Ehrlichkeit helfen weiter. Zeigen Sie Ihre Gefühle. Und halten Sie den
Kontakt zu lieben Menschen in Ihrem Umfeld. Denken Sie darüber nach, sich mit
anderen Betroffenen auszutauschen. Und ganz besonders wichtig: Verlieren Sie
nicht die Geduld, und geben Sie Ihrem Körper Zeit für die Genesung.
Wertvolle Hinweise zu gesunder Ernährung
und sportlicher Betätigung finden Sie im
Internet unter www.krebsratgeber.de.
Wichtig: Besprechen Sie Ihr Ernährungs- und
Bewegungsprogramm unbedingt mit Ihrem Arzt.
Hinsichtlich sozialversicherungsrechtlicher und existenzieller Fragen wenden Sie
sich bitte frühzeitig an einen Sozialdienst oder eine Krebsberatungsstelle. Dort
helfen Ihnen geschulte Sozialarbeiter gerne weiter.
24
Metastasiertes Prostatakarzinom
Adressen, Links und Foren
Bundesverband Prostatakrebs
Selbsthilfe e. V.
Thomas-Mann-Straße 40
53111 Bonn
Telefon: +49 228 33 889 500
Gebührenfreie Beratungshotline:
+49 800 70 80 123
(dienstags, mittwochs und donnerstags,
außer an bundeseinheitlichen Feiertagen,
von 15 bis 18 Uhr)
E-Mail: [email protected]
www.prostatakrebs-bps.de
Selbsthilfegruppe Erektile
Dysfunktion e. V.
Weiherweg 30 a
82194 Gröbenzell
Telefon: +49 8142 59 70 99
E-Mail: [email protected]
www.impotenz-selbsthilfe.de
Inkontinenz Selbsthilfe e. V.
Steinbacher Straße 12
35415 Pohlheim
E-Mail: [email protected]
www.inkontinenz-selbsthilfe.com
Infonetz Krebs
Stiftung Deutsche Krebshilfe
Buschstraße 32
53113 Bonn
Telefon: +49 800 80 70 88 77
(montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr)
E-Mail: [email protected]
www.infonetz-krebs.de
UPD | Unabhängige Patientenberatung
Deutschland gGmbH
Tempelhofer Weg 62
12347 Berlin
Telefon: +49 30 20 253 177
(montags bis freitags 8 bis 22 Uhr,
samstags 8 bis 18 Uhr)
E-Mail: [email protected]
www.patientenberatung.de
Deutsche Arbeitsgemeinschaft für
Psychosoziale Onkologie e. V.
Ludwigstraße 65
67059 Ludwigshafen
Telefon: +49 700 2000 6666
E-Mail: [email protected]
www.dapo-ev.de
Deutsches Krebsforschungszentrum
Krebsinformationsdienst
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Telefon: +49 800 420 30 40
(täglich von 8 bis 20 Uhr)
Anfragen aus dem Ausland nur
unter +49 6221 999 8000
E-Mail: [email protected]
www.krebsinformationsdienst.de
www.krebsratgeber.de
www.prostatakrebse.de
http://forum.prostatakrebs-bps.de
www.patientenbeauftragter.de
www.laborlexikon.de
www.vdek-arztlotse.de
Notizen
25
26
Notizen
Impressum
Janssen-Cilag GmbH
Johnson & Johnson-Platz 1
D-41470 Neuss
Telefon: (0 21 37) 955-0
Telefax: (0 21 37) 955-327
www.janssen.com/germany
Wissenschaftliche Beratung: Dr. med. Christian von Ostau,
niedergelassener Urologe in urologischer Praxisklinik Essen und
oberärztlicher Mitarbeiter der Urologischen Universitätsklinik Essen
Gestaltung: Brandpepper GmbH, Düsseldorf
Illustration: medicalgraphics, Köln, und Esther Gollan, Aachen
Text: Jürgen Ponath, Wesseling
Janssen-Cilag GmbH
Johnson & Johnson-Platz 1
41470 Neuss
Telefon: (0 21 37) 9 55-0
Telefax: (0 21 37) 9 55-327
www.janssen-deutschland.de
Mat.-Nr. 100113586
Alle im Bereich dieses Dokuments zur Verfügung gestellten
Informationen wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erarbeitet und
zusammengestellt. Janssen-­Cilag übernimmt dennoch keine Gewähr
für ihre Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit. Für den E­ rsatz von
Schäden, gleich aus welchem Rechtsgrund, haftet Janssen-Cilag
nur, wenn ihm, seinen gesetzlichen Vertretern, Mitarbeitern oder
Erfüllungsgehilfen Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt.
Schadensersatzansprüche wegen der Verletzung des ­Lebens, des
Körpers oder der Gesundheit bleiben von der bevorstehenden
­Regelung ausgeschlossen.
Herunterladen