Käse, Kräuter, Kürbiscreme „Einfach ganz normal gelebt“ Geborgen

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AMTLICHE
Bekanntmachungen
des Kreises
Groß-Gerau
Richtfest in Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Stockstadt:
Geborgen und in Würde
Herzlichen
Glückwunsch
zum 90. Geburtstag:
Herrn
Gerhard Knauf, Raunheim
26. August 2015
Herrn
Karl Frey-Schwarz, Groß-Gerau
27. August 2015
zur Goldenen Hochzeit:
den Eheleuten
Ingrid & Adolf Hennes,
Groß-Gerau
27. August 2015
den Eheleuten
Heidemarie & Gerhard Plahuta,
Büttelborn
27. August 2015
den Eheleuten
Renate & Manfred Roos,
Raunheim
27. August 2015
den Eheleuten
Ilvira & Viktor Diner,
Stockstadt am Rhein
27. August 2015
den Eheleuten
Gerda & Karlheinz Schmidt,
Stockstadt am Rhein
27. August 2015
den Eheleuten
Irmtraud & Ernst-Günter Hardt,
Kelsterbach
27. August 2015
zur Diamantenen Hochzeit:
den Eheleuten
Rita & Karl Loidl,
Bischofsheim
27. August 2015
den Eheleuten
Giesela & Helmuth Koch,
Stockstadt am Rhein
27. August 2015
den Eheleuten
Anna Maria & Egon Busch,
Raunheim
31. August 2015
Der Kreisausschuss
des Kreises Groß-Gerau
Thomas Will, Landrat
Das Haus für die Flüchtlinge in Stockstadt nimmt Gestalt an: Beim Richtfest wurde die Pflicht betont, Menschen
würdig unterzubringen. Das Bild zeigt (von links): Luigi Urzo, Vorsitzender der Stockstädter Gemeindevertretung,
Dekan Karl Hans Geil, Pfarrer Stefan Fillauer, Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer, Landrat Thomas Will,
Bürgermeister Thomas Raschel und Iman Nurettin Topsir.
KREIS GROSS-GERAU – Zwei
Zimmer mit großen Fenstern, eine
kompakt und platzsparend installierte Küche, ein Duschbad, der
Boden aus Linoleum – viel Phantasie braucht es nicht mehr, um sich
vorzustellen, wie die Wohnungen
einmal aussehen könnten. Wo jetzt
noch Handwerker spachteln und
verputzen, sollen im Oktober die
ersten Flüchtlinge einziehen. In der
künftigen Erstaufnahmeeinrichtung
des Kreises in Stockstadt am Rhein
wurde jetzt Richtfest gefeiert.
In dem zweigeschossigen Neubau,
der 80 Personen in 20 Wohneinheiten Platz bieten wird, könnten die
Flüchtlinge sicher und geborgen leben, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer bei der Feierstunde. Ein im Gebäude integrierter
Verwaltungstrakt gewährleiste zudem die notwendige Betreuung der
Flüchtlinge. „Wohnraum für Flüchtlinge kann mehr sein als nur ein Dach
über dem Kopf“, lobte er die architektonische Qualität des Gebäudes, das
die Firma Alho in modularer Bauweise binnen weniger Monate errichtet.
Für die Kreisverwaltung ist die
Wohnanlage zugleich ein Signal,
dass man es mit der würdevollen Unterbringung von Flüchtlingen ernst meine. Und dabei, wie
es Landrat Thomas Will formulierte, auf gelingende Integrationsprozesse setzt: Die Bevölkerung im
Kreis, das könne man in Stockstadt
und in den übrigen 13 Städten und
Gemeinden sehen, sei an einem
verständnisvollen Miteinander interessiert. „Ich kann die Menschen
verstehen, die aus den Krisengebieten nach Europa fliehen“, sagte Will:
„Wer zu uns kommt, hat Angst um
sein Leben und um das seiner Kinder, er braucht Essen, Medizin, Kleidung, Unterkunft, und dafür müssen
wir sorgen.“
Das sehen Stockstadts Bürgermeister Thomas Raschel und Luigi Urzo,
Vorsitzender der Gemeindevertretung, ganz ähnlich: „Gemeindevorstand und der Arbeitskreis Asyl werden alles tun, um den Flüchtlingen,
die wegen Hunger, Krieg und Gewalt ihre Heimat verlassen mussten
und einen langen Weg voller Strapazen zurückgelegt haben, den Start
im Kreis Groß-Gerau zu erleichtern.
Die Stockstädter werden auf lernbereite, offene Menschen stoßen, die
bereit sind, sich in die Gemeinschaft
einzufügen.“
Pfarrer Stefan Fillauer (Biebesheim),
Iman Nurettin Topsir von der DITIBGemeinde Biebesheim sowie Dekan
Karl Hans Geil sprachen schließlich
die Segensworte für die neue Wohnanlage. Sie erinnerten in ihren Ansprachen an bürgerliche Werte, an
Tugenden wie Solidarität und verbanden dies mit der Hoffnung, dass die
Flüchtlinge in Stockstadt mit offenen
Armen empfangen werden.
„Ich möchte der Gemeinde Stock-
stadt am Rhein mit Bürgermeister
Raschel danken, dass sie diesen
Weg mitgeht“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Astheimer. Sein Dank
galt zudem den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern der Sozialverwaltung
des Kreises, den Mitstreitern von Diakonie und Caritas sowie den vielen
Ehrenamtlichen im Kreis, die sich für
Flüchtlinge engagieren: indem sie
Sprachkurse anbieten, Kinder betreuen, Fahrräder flott machen, mit
einkaufen gehen oder beim Ausfüllen von Formularen helfen.
Denn Flüchtlinge menschenwürdig
aufzunehmen, wird für den Kreis
immer schwieriger. Die Asylbewerberzahlen steigen, und auch das soziale Leben und die Betreuung der
vielen Menschen wollen organisiert
sein. „Deshalb sind die Runden Tische in den Kreiskommunen so
wichtig“, sagte Astheimer. Der Kreis
rechnet bis Ende des Jahres mit
etwa 2.000 Flüchtlingen, das wären 1.300 mehr als im vergangenen
Jahr. Die Wohnanlage in Stockstadt
am Rhein ist aktuell die achte größere Erstaufnahmeeinrichtung im
Kreis. Etwa 700 Plätze stehen damit
in größeren Einrichtungen im Kreis
zur Verfügung, weitere 600 Plätze sind in kleineren Einheiten über
den Kreis verteilt. Die Unterbringung
in der Erstaufnahme ist zeitlich begrenzt – spätestens nach einem halben Jahr sollen die Flüchtlinge in reguläre Wohnungen umziehen.
Engagement braucht 18. Kreisbauernmarkt am 4. Oktober macht „Appetit auf Region“:
Schulung
Käse, Kräuter, Kürbiscreme
KREIS GROSS-GERAU – Ehrenamtlich Engagierte aus dem Kreis
Groß-Gerau nutzen seit 13 Jahren
das Fortbildungsprogramm „Fit für´s
Ehrenamt“, das gemeinsam vom
Ehrenamtsbeauftragten des Kreises und der Kreisvolkshochschule
(KVHS) organisiert wird. In diesem
Rahmen bietet die KVHS ehrenamtlich aktiven Frauen und Männern
zahlreiche Fortbildungsangebote.
Die zunehmende Nachfrage zeigt,
welch hohen Stellenwert das ehrenamtliche Engagement in Vereinen
sowie sozialen oder kulturellen Initiativen im Kreis besitzt.
Zwei Abendvorträge im Bereich
Kommunikation und Internet stehen neu auf dem Programm: „Selbst
ist der Verein – eigene Websites
mit Wordpress“ am Mittwoch, dem
4. November (18 Uhr), unterstützt
bei der Einrichtung eines InternetAuftritts. Wer sich kompetent in der
modernen Medienwelt bewegen
möchte, besucht den Vortrag am
Mittwoch, dem 23. September (18
Uhr): „Twitter, Blogs & Co. in der
modernen Kommunikation“.
Die Ausbildung von Lesepaten für
Kindergärten, Schulen und Senioreneinrichtungen wird auch in diesem Jahr angeboten, ebenso wie
bewährte Kurse über vereinsrechtliche Fragen, Versicherungsschutz
und Mitgliederverwaltung.
Die einzelnen Vorträge, Tages- oder
Wochenendveranstaltungen sind in
der Programmbroschüre „Fit für´s
Ehrenamt“ zusammengefasst. Sie
liegt unter anderem in der Kreisvolkshochschule, im Landratsamt
und bei den Städten und Gemeinden
aus. Die Teilnahme an den Workshops ist für Aktive aus dem Kreis
Groß-Gerau kostenfrei. Weitere Informationen sind im Internet unter
www.kvhsgg.de/ehrenamt zu finden.
Anmeldungen sind auf der Website,
unter 06152 1870-0 oder per Mail
unter [email protected] möglich.
KREIS GROSS-GERAU – Genießen, schlemmen, staunen: Die
ganze Vielfalt heimischer Produkte können Besucherinnen und Besucher auf dem Kreisbauernmarkt
der Direktvermarkter am 4. Oktober auf dem Sandböhl in Groß-Gerau entdecken. Das Treffen der Direktvermarkter findet bereits zum
18. Mal statt. Rund 30 Aussteller
aus dem Kreis präsentieren
von 11 Uhr bis 18 Uhr ihre
Produkte. Und sie zeigen:
Frisch schmeckt es doch
am besten. Nach dem Erntedank-Gottesdienst in der
Groß-Gerauer Stadtkirche
(9:30 Uhr) wird Landrat und
Schirmherr Thomas Will um
11 Uhr das Markttreiben offiziell eröffnen. Der Kreisbauernmarkt ist eine Gemeinschaftsaktion von Regionalbauernverband
Starkenburg und Bezirkslandfrauen
in Zusammenarbeit mit der Stadt
Groß-Gerau, dem Gewerbeverein
Groß-Gerau 1865 sowie der Kreisverwaltung. „Gutes vom Bauern
steht bei Verbraucherinnen und
Verbrauchern zurzeit hoch im Kurs“,
betont Will. „Wer die Menschen
kennt, die die Produkte hergestellt
haben, der kann sicher sein, beste
Qualität in größtmöglicher Frische
und zu fairen Preisen zu erwerben.“
Die Verbraucher seien wählerischer
und kritischer geworden, was Qualität und Herstellung der Lebensmittel anbelangt, sagt Will. „Beim
Direktvermarkter weiß ich, wo
die Lebensmittel herkommen“, so
der Landrat. Das Angebot der Di-
rektvermarkter wächst stetig, das
wird bei einem Rundgang auf dem
Kreisbauernmarkt schnell deutlich:
Honig, Hausmacher Wurst aus artgerechter Haltung, heimisches Gemüse, Käse, Kräuter, Kürbiscreme,
Fisch, Geflügel, Räucherwaren,
Obstbrände – die Produktpalette
ist riesengroß. Und sie verdeutlicht,
dass der Kreis weit mehr zu bieten
hat als Spargel und Erdbeeren.
Viele Gäste nutzen jedes Jahr die
Gelegenheit, um sich bei einem
Bummel über den Sandböhl mit
landwirtschaftlichen Produkten einzudecken. Daneben gibt es Leckeres aus Küche und Keller – neben
vielen regionalen Spezialitäten bestücken die Landfrauen auch wieder ihre Riesen-Kuchentheke.
Neben dem großen Warenangebot
ist an diesem Sonntag wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. Musikalisch sorgen die Bigband
der Prälat-Diehl-Schule und
der Musikzug Leeheim für
beste Unterhaltung. Die Gitarrengruppe Süd wird den
Eröffnungsgottesdienst musikalisch umrahmen. Darüber hinaus ist mit dem
beliebten Kartoffelstempeln, dem
Streichelzoo und dem Markt-Quiz
garantiert, dass auch den jungen
Marktbesuchern nicht langweilig
wird. Die Veranstalter rechnen wieder mit vielen Tausend Besuchern
in der Kreisstadt. Denn am Kreisbauernmarkt locken zudem die Geschäfte in der Groß-Gerauer Innenstadt bei einem verkaufsoffenen
Sonntag mit vielen Angeboten.
„Energie im Fokus“ am 15. September im Landratsamt:
Wärmenetze für Energiewende
KREIS GROSS-GERAU – Um die
Wärmeversorgung im Kreis GroßGerau geht es am 15. September
im Groß-Gerauer Landratsamt. Im
Rahmen der Veranstaltung „Energie im Focus“, die um 16:30 Uhr im
Georg-Büchner-Saal beginnt, findet
auch die Preisverleihung im diesjährigen
Energiesparwettbewerb
des Kreises statt. In der Diskussion um die Energiewende wurde
der Wärmebereich lange vernachlässigt, obwohl gerade hier erhebliche Einsparpotenziale stecken.
Nahwärmenetze können dabei helfen, diese Möglichkeiten zu nutzen
und bieten in Kombination mit er-
neuerbaren Energien eine sichere und zukunftsfähige Versorgung.
Das gemeinsam mit dem Land Hessen durchgeführte Modellprojekt
„Nahwärmenetz Kreis Groß-Gerau“
liefert dazu wichtige Erkenntnisse,
deren Präsentation im Mittelpunkt
der von Christian Döring moderierten Veranstaltung steht. Außerdem
werden Wärmekarten vorgestellt,
die einen Überblick über die Wärmeverteilung im Kreis geben. Zum
Abschluss lädt der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer die
Gäste zum persönlichen Austausch
untereinander und mit den Referentinnen und Referenten ein.
Interessierte Bürgerinnen und
Bürger sind herzlich eingeladen,
aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird jedoch um eine
Anmeldung bis zum 9. September
gebeten: Kreisverwaltung GroßGerau, Fachbereich Wirtschaft und
Energie, Telefon 06152 989-249,
[email protected] Das detaillierte Veranstaltungsprogramm kann
unter https://www.kreisgg.de/wirtschaft-und-energie/energie/aktuelles/ im Internet eingesehen werden.
Die Veranstaltung wird gefördert
vom Hessischen Ministerium für
Wirtschaft, Energie, Verkehr und
Landesentwicklung.
JOBfit-Workshop bereitet Jugendliche auf Einstellungstests vor:
Souverän die Hürden nehmen
KREIS GROSS-GERAU – Damit
Jugendliche bei der Suche nach
einer Ausbildungsstelle nicht leer
ausgehen, ist eine gute Vorbereitung unverzichtbar. Wie bekommt
man Lampenfieber und Nervosität
in den Griff? Wie tritt man präsent
und selbstbewusst auf? Wie arbeitet
man die individuellen Stärken heraus? In einem Workshop am 3. September in Rüsselsheim lernen junge Menschen zwischen 15 und 21
Jahren, mit Bewerbungssituationen
umzugehen. Die Teilnahme an dem
eintägigen Training ist kostenlos.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „JOBfit interaktiv
– mit Vereinssport zum Job“ statt.
Das Projekt des Kreises Offenbach
arbeitet eng mit Vereinen und Kommunen zusammen. Kooperationspartner sind schon seit vielen Jahren auch der Kreis Groß-Gerau und
der Sportkreis Groß-Gerau mit ihren Turn- und Sportvereinen. JOBfit
richtet am Donnerstag, 3. Septem-
ber 2015, von 9 Uhr bis 16 Uhr im
Vereinsheim der TG 1862 Rüsselsheim (Johann-Sebastian-Bach-Straße 55) in Rüsselsheim diese Fortbildung aus.
Der Workshop hat zum Ziel, Ju-
Auch Naturforscher
fangen klein an
„Dick oder dünn“ entscheidet sich schon ganz früh:
KREIS GROSS-GERAU – Kinder
finden es spannend, mit den Augen eines Naturforschers die Pflanzen- und Tierwelt auf dem Kühkopf
zu erkunden. Die Kreisvolkshochschule Groß-Gerau ermöglicht seit
vielen Jahren solche Erlebnisse,
indem sie diese Seminare anbietet: Als „Kühkopf-Kids“ werden die
jungen Entdecker unter fachlicher
Anleitung im Herbst wieder im Naturschutzgebiet auf der Altrheinaue
unterwegs sein. Für die neuen Kurse, die im September starten, sind
noch Plätze frei.
Die „Kühkopf-Kids“ erleben die Natur auf der Rheininsel im Hessischen Ried mit allen Sinnen. Sie
lernen, was man mit Äpfeln und
Wildfrüchten wie Hagebutten alles
machen kann. Und natürlich lernen
sie die Besonderheiten des Naturreservats kennen. Sie erfahren,
was man beachten muss, um in der
Natur zurecht zu kommen. Außerdem stehen Basteln, Handwerken
und Kochen mit Naturmaterialien
auf dem Programm. Die „KühkopfKids“ sind bei ihren Treffen sehr
kreativ.
Die Gruppen werden stets von
zwei Pädagoginnen begleitet und
treffen sich an drei Donnerstagen
im Herbst an der Stockstädter Altrheinbrücke. Von da geht es auf
den Kühkopf. Termine: 10. September, 8. Oktober, 5. November 2015.
Die Kosten betragen pro Kind 42
Euro. Anmeldung über das Servicebüro der Kreisvolkshochschule unter 06152 1870-0 oder unter
www.kvhsgg.de. Bitte bei der Anmeldung das Geburtsdatum des
Kindes angeben.
gendliche bei der Suche nach einer
geeigneten Lehrstelle sowie im Bewerbungsverfahren um einen Ausbildungsplatz zu unterstützen. Dabei werden spielerisch und locker
Bewerbungssituationen geübt.
Das Projekt JOBfit versucht Jugendlichen einen reibungslosen
sowie einen gelungenen Start ins
Berufsleben zu ermöglichen. Dabei
setzt das Projekt bei Kompetenzen
und Werten an, die den jungen Menschen bereits durch ihre Mitgliedschaft in einem Sportverein bekannt
sind. Dazu zählen unter anderem
Eigenschaften wie Ausdauer, Fairplay und Pünktlichkeit, aber auch
Teamfähigkeit und Ehrgeiz; alles
Werte, die in einem Bewerbungsverfahren sowie im späteren Berufsleben eine entscheidende Rolle
spielen. Mit Hilfe von JOBfit konnten
seit Sommer 2013 bereits rund 200
Jugendliche in eine Ausbildung oder
ein Praktikum vermittelt werden.
Wer sich für JOBfit interessiert oder
an dem Workshop mit Tanja Garlt
teilnehmen möchte, kann sich telefonisch unter 06103/3131-1139 oder
per E-Mail: [email protected]
de anmelden. Ansprechpartnerin
ist Frau Rambow. Weitere Informationen sind auf der Homepage des
Projekts unter www.jobfit-interaktiv.
de zu finden.
Ernährung von klein auf
KREIS GROSS-GERAU – Die richtige Ernährung gehört zu den wichtigsten Themen im ersten Lebensjahr
von Kleinkindern. Wissenschaftliche Studien belegen zum Beispiel,
dass die frühkindliche Ernährung
den Zusammenhang zwischen einer schnellen Gewichtszunahme
in den ersten beiden Lebensjahren
und der Körperfettentwicklung beim
Kleinkind beeinflusst. In einem Kurs
für junge Eltern möchte die Elternschule der Groß-Gerauer Kreisklinik
deshalb mit einfachen, nachvollziehbaren Ratschlägen für eine sinnvol-
le und gesunde Ernährung schon
im ersten Lebensjahr sorgen. Referentin ist Judith Klink, Ernährungswissenschaftlerin mit Schwerpunkt
Säuglings- und Kinderernährung.
Der Kurs findet am Mittwoch, dem
16. September (20 Uhr bis 21:30
Uhr), statt. Die Teilnahme kostet 25
Euro (inkl. Breiverkostung). Bei vielen Kassen kann hierzu ein Zuschuss
beantragt werden. Anmeldungen und
nähere Informationen: Elternschule
der Kreisklinik Groß-Gerau GmbH,
Telefon 06152 986-2341, [email protected]
Existenzgründungsseminar speziell für Frauen:
„Den Laden schmeißen!“
KREIS GROSS-GERAU – An Frauen, die sich beruflich selbstständig
machen möchten, richtet sich ein
Wochenend-Seminar des Kreises.
Dieser lädt unter dem Titel „Den
Laden schmeißen“ vom 25. bis 27.
September zu einem weiteren Existenzgründungsseminar speziell für
Frauen ins Landratsamt ein. Dort
kann jede Teilnehmerin herausfinden, ob ihre Idee tragfähig ist und
welche Schritte sie zur Umsetzung
unternehmen muss, ganz gleich,
ob sie ihren Start nebenberuflich, in
Teilzeit oder in Vollzeit plant. Themen werden unter anderem der
Unterschied zwischen Gewerbe
und Freiem Beruf, die notwendigen
Schritte vor der Gründung sowie
die Berechnung von Finanzmittelbedarf, Betriebskosten und Einnahmen sein. Es wird besprochen, wie
die Finanzierung aussehen könnte,
was bei Kreditaufnahme und Sozialversicherung dringend beachtet
werden muss, welche Rechtsform
zweckmäßig ist und wie die Zusammenarbeit mit anderen organisiert
werden kann. Schließlich werden
auch Grundkenntnisse in Sachen
Marketing, Steuern, Buchhaltung
und Versicherungen vermittelt.
Die Seminarzeiten: Freitag, 25.
September: 18:30 Uhr bis 21:30
Uhr, Samstag, 26. September: 10
Uhr bis 17:30 Uhr und Sonntag, 27.
September: 9:30 Uhr bis 14:30 Uhr.
Die Teilnahmekosten betragen 80
Euro. Interessierte Frauen werden
um eine verbindliche Anmeldung
gebeten: Kreisverwaltung GroßGerau, Fachbereich Wirtschaft und
Energie, Telefon 06152 989-418
(Margit Kühner), [email protected] Dort gibt es auch weitere Informationen.
Landrat Thomas Will gratuliert Theresia Lienert in Raunheim zum 100. Geburtstag:
„Einfach ganz normal gelebt“
Theresia Lienert feierte in Raunheim bei bester Gesundheit ihren 100. Geburtstag. Landrat Thomas Will (links) und
Raunheims Stadtrat Ulrich Belser gratulierten ihr mit Blumen und Urkunden.
KREIS GROSS-GERAU – „So alt
muss man werden, um berühmt zu
sein“, sagt Theresia Lienert und lächelt beim Fototermin verschmitzt.
Die betagte Dame macht um ihr Alter wenig Aufhebens, dabei hat sie
erreicht, wovon viele träumen: den
100. Geburtstag in körperlicher und
geistiger Frische zu feiern. Landrat
Thomas Will gratulierte der rüstigen
Jubilarin im Namen des gesamten
Kreises am 16. August in der K & S
Seniorenresidenz in Raunheim und
überreichte ihr einen farbenbunten
Strauß Sommerblumen.
Dass sie es selbst kaum glauben
kann, nun dem Club der Hundertjährigen anzugehören, nimmt man der
bescheidenen Frau gerne ab. Dabei
hatte ihre Mutter, wie die 74 Jahre
alte Tochter Gudrun Müller berichtet, mit Sport zeitlebens nichts am
Hut, ja selbst Schwimmen hatte sie
nie gelernt. Einmal im Jahr taucht
sie zur Grippeimpfung auf, „sonst
bekommt sie kein Arzt zu sehen“.
Mit dem Schwiegersohn kümmert
sich die Tochter rührend um die Mutter – wobei man das Kümmern nicht
ganz so wörtlich nehmen darf: „Sie
ist noch immer in der Pflegestufe 0
eingestuft und führt ein weitgehend
selbstständiges Leben“, erzählt sie.
Theresia Lienert wurde in Eisendorf
im Böhmerwald geboren, die leibliche Mutter starb, als sie erst ein halbes Jahr alt war. Ihr Vater heiratete erneut, seine Frau brachte zwei
Jungen in die Ehe ein. Neben den
beiden Stiefbrüdern hatte sie noch
eine Schwester. An einer Klosterschule machte sie das Abitur nach,
schließlich studierte sie in Prag an
der Lehrerfortbildungsanstalt. Sie
wurde Lehrerin, lernte ihren künftigen Mann kennen, die Tochter kam
1943 auf die Welt. Krieg und Kriegswirren zwangen die Familie zu Umzügen. 1949, die Lienerts hatte es
zwischenzeitlich ins Hessische verschlagen, trat Theresia Lienert in
Frankfurt-Zeilsheim eine feste Stelle als Lehrerin einer Grund- und
Hauptschule an. „Heute bin ich
schon länger pensioniert, als ich aktiv im Dienst war“, sagt sie lachend.
Ihre Geschwister sind lange verstorben, auch ihr Mann, mit dem sie
noch Goldene Hochzeit feiern durfte, ist seit 20 Jahren nicht mehr an
ihrer Seite. Bewundernswert, wie
souverän sie ihr Leben meistert.
Und wie aktiv und selbstständig sie
noch immer ist. Dass sie 2007 als
eine der ersten Bewohnerinnen in
die Seniorenresidenz gezogen war,
ging auf ihre Eigeninitiative zurück.
Bis vor zwei Jahren arbeitete sie
im Heimbeirat mit, und im zurückliegenden Mai war sie der Lokalzeitung eine Erwähnung wert – bei
der Saisoneröffnung des Kneippbeckens in der Seniorenresidenz
stakste auch sie, 99-jährig, durchs
frische Wasser.
Handarbeit, vor allem Stricken, Lesen und Spaziergänge zählt Theresia Lienert zu ihren Hobbys. Doch
das Geheimnis eines langen Lebens
kann auch sie nicht lüften. „Och, ich
habe einfach ganz normal gelebt.“
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