Magazin LuG 01 2016

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&
Ausgabe 1/2016
Land Genuss
Natur, Garten und Lebensart
Happy Birthday:
„Land & Genuss“
wird fünf Jahre
www.LandundGenuss.de
"
Happy Birthday " Land & Genuss !
Kaum zu glauben, wir feiern mit unserer Erlebnismesse
bereits den fünften Geburtstag. Für viele Hessen ist die
„Land & Genuss“ nicht nur zum kulinarischen Pflichttermin geworden. Die Erlebnis- und Einkaufstour durch
Land, Garten und Genuss begeistert die Besucher auch
über die Landesgrenze hinweg.
Damit das auch in diesem Jahr so bleibt, haben wir uns
wieder viele neue Dinge für die großen und kleinen
Land-Genussler ausgedacht. Lassen Sie sich überraschen. Wir pflanzen jetzt noch die letzten Beete,
zimmern Frankfurts größter Bauernhof zusammen und
verkosten schon einmal die zahlreichen Spezialitäten.
Nehmen Sie Ihren Land-Korb mit in die Frankfurter
Messehalle, damit Sie viel Informatives und Leckeres
mit nach Hause nehmen können.
Wir freuen uns auf Sie!
I hre Alexandra Feldmann
Impressum:
Herausgeber: DLG Service GmbH,
Eschborner Landstraße 122, 60489 Frankfurt am Main,
www.DLG.org
Kontakt: Alexandra Feldmann, Projektleitung,
E-Mail: [email protected]
Redaktionsleitung: Guido Oppenhäuser,
E-Mail: [email protected]
Redaktion: Guido Oppenhäuser, Piet Schucht
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Genießen.
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FRANKFURT
MESSE
26. – 28.2.2016
HALLE 1
Veranstalter
LandundGenuss.de
www.DLG.org
Keyvisuals.indd 2
Seite 2 | Ausgabe 1/2016
04.01.16 11:14
INHALT
„Land & Genuss“ in Frankfurt:
Alles Wissenswerte zum 5. Jubiläum
4
Von regional bis saisonal: genussvoll aufgetischt
5
Zu Hause in der Natur:
Tipps & Tricks für Hobbygärtner
6
Ackern in der Großstadt
6
„Moderne Landwirtschaft entdecken“ –
ein Bauernhof mitten in Frankfurt
8
Esskastanien: Stachelige Schönheit
9
Neuland am Main entdecken
9
Apfel mal anders
11
Internationales Jahr der Hülsenfrüchte 12
Neue Studie: Wie schmeckt die Region?
13
Fantasievoll pflanzen
14
Top 5 der Wildkräuter-Küche
14
Frühling fürs Wohnzimmer
15
Land & Genuss in Frankfurt:
Seminare für Genießer & Entdecker verschenken
16
Buch-Tipp „Wein im Doppelpack“
16
15
5
8
16
Ausgabe 1/2016 | Seite 3
MESSE-INFOS
„Land & Genuss“ in Frankfurt
Alles Wissenswerte zum 5. Jubiläum
Die DLG-Erlebnismesse feiert Geburtstag: Bereits zum fünften Mal lädt sie zum LandTrip mitten in die Stadt ein. Auf dem Messegelände in Frankfurt erwarten die Besucher
vom 26. bis 28. Februar regionale Spezialitäten, das Gespräch mit Landwirten und
Direktvermarktern, Tipps für den grünen Daumen, ein erlebnis- und genussorientiertes
Informationsprogramm und eine Menge an Shopping-Highlights. Natürlich ist die
Erlebnismesse auch Schaufenster, um die kulinarische Vielfalt Hessens und des Rhein-MainGebiets erlebbar zu machen. Dass nicht nur Hessens Genussregionen viel zu bieten haben,
zeigen auch weitere Gourmet-Spezialisten aus dem In- und Ausland.
Land & Genuss 2016:
Das Beste, was das
Land zu bieten hat
Freitag, 26. Februar bis
Sonntag, 28. Februar 2016
Öffnungszeiten:
Fr., 26. Februar 2016, 10:00 bis 21:00 Uhr
Sa., 27. Februar + So., 28. Februar 2016,
9:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Messe Frankfurt, Halle 1
Eintrittspreis: 12 Euro (ermäßigt 9 Euro)
Weitere Informationen:
www.LandundGenuss.de
www.facebook.com/LandundGenuss
PARTNER DER „LAND & GENUSS“:
Frankfurter Landwirtschaftlicher Verein, Amt für Ländlichen Raum des Hochtaunuskreises, LandFrauenverband
Hessen, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, Landesvereinigung Milch und Milcherzeugnisse Hessen, Hessischer
Bauernverband, Forum Moderne Landwirtschaft, Landwirtschaftliche Rentenbank, Landservice-Hessen.de, Gärtnerei
Löwer, MGH Gutes aus Hessen, Slow Food Frankfurt, Verband der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien,
Verband der Köche Deutschlands, Umweltamt Stadt Frankfurt, Genussakademie Frankfurt, Frankfurter Marktverein,
MainMärchenschiff, Mix am Mittwoch, Journal Frankfurt, Landlust, LandGenuss, Radio FFH, Rhein Main 4 Family,
Frankfurt Tipp, Frankfurter-Stadtevents.de
Seite 4 | Ausgabe 1/2016
MESSE-INFOS
Lust auf Genuss
Von regional bis saisonal: genussvoll aufgetischt
Die „Land & Genuss“ ist eine Einladung zur Entdeckungsreise durch die Welt kulinarischer Spezialitäten
und regionaler Lebensmittel. Ein Schwerpunkt sind
die Genussregionen Hessens, aber auch Gourmet-Künstler aus anderen Teilen Deutschlands und dem benachbarten Ausland zeigen ihr Können und bieten eine
Vielzahl an Leckereien für den Einkaufskorb auf der
Messe.
Hessische Genuss-Tour
Genussvolles aus Hessen verspricht der Rastplatz
der Regionen. Hier präsentieren sich unter anderem
die Regionen Wetterau, Vogelsberg, Rhön, Spessart und
Waldeck-Frankenberg mit ihren typischen Spezialitäten.
Zusammen mit GUTES AUS HESSEN, dem Apfelweinverband und der Marburger Molkereigesellschaft zeigt
das Schlemmerland Hessen seine enorme kulinarische
Vielfalt. Auf der Landküchen-Bühne erwartet die Besucher
ein abwechslungsreiches Programm mit Koch-Shows und
Gourmet-Tastings. Tipps für das perfekte „Angrillen“ gibt
es natürlich auch. Ebenfalls lecker: Wild-Spezialitäten in
allen Variationen!
Regionale Spezialisten tischen auf
„Genuss vom Hof“ heißt es im Special zum Thema
Direktvermarktung, in dem sich Erzeuger aus der Region
mit ihren Spezialitäten präsentieren. Denn die Lust der
Verbraucher auf regionalen Genuss wächst weiter und mit
ihr das Interesse an Lebensmitteln, die direkt und frisch
auf den Bauernhöfen der Region produziert werden. Das
zeigt auch das zweite Special „Regionaler Marktplatz“:
ein „Schaufenster“ für die Vielfalt der Lebensmittel auf den
Höfen vor den Toren Frankfurts.
Spitzen-Tropfen aus Trauben und Hopfen
Freunde des deutschen Weins finden auf der „Land
& Genuss“ mit Sicherheit den passenden Tropfen, denn
kaum eine andere Nation bringt eine solche stilistische
Vielfalt an Weinen und Sekten hervor wie die 13 deutschen Anbauregionen. Genießen Sie in Frankfurt die
Könner der Branche und entdecken Sie junge Talente.
Im Jubiläumsjahr 2016 begießen wir auf der „Land &
Genuss“ natürlich gemeinsam mit Ihnen die deutsche
Braukunst und 500 Jahre Reinheitsgebot. Wissenswertes
über gesunde Ernährung erfahren die Messebesucher am
Stand der Hessischen Landfrauen. Slow Food Frankfurt
informiert über bewusstes Genießen und die regionale
Vielfalt kulinarischer Spezialitäten.
CRAFT, STREET FOOD, URBAN GARDENING
Frankfurt ist wie viele andere städtische Metropolen zum Zentrum einer innovativen Genuss-Kultur
geworden, die den Trend zu „homemade“ mit lokal
produzierten Lebensmitteln verbindet. Gerne dürfen
diese auch aus dem eigenen Garten stammen.
Erstmalig wirft die „Land & Genuss“ in diesem Jahr
einen Blick auf den ländlichen Genuss „Urban Style“.
Ausgabe 1/2016 | Seite 5
MESSE-INFOS
Zu Hause in der Natur
Tipps & Tricks für Hobbygärtner
Der Trend zum eigenen Grün ist ungebrochen: Immer
mehr Menschen werden zu Hobby-Gärtnern und entdecken, was man mit Obst, Gemüse & Co. so alles anstellen
kann. Deutschland erlebt seit Jahren einen Garten-Boom.
Vor allem Städter sehnen sich nach einem Kleingarten.
Wer keinen eigenen Garten hat oder weniger Zeit investieren will, der findet für seinen grünen Daumen auch in
Mietgärten oder auf dem eigenen Balkon das passende
gärtnerische Angebot. Auf der „Land & Genuss“ gibt es
unter anderem Tipps zum erfolgreichen Gärtnern in der
Stadt, dem Urban Gardening. Die Garten-Experten der
„Land & Genuss“ zeigen, wie es geht. Hier werden selbst
aus schnöden Holzpaletten schicke Hochbeete, Pflanztische oder begrünbare Sitzmöbel! Das sieht klasse aus
und regt dazu an, selbst mal wieder im Freien kreativ
zu werden.
Entdecken Sie den Weg vom Samenkorn über die Pflanze zur Frucht neu. Das gilt nicht nur für Erwachsene. Kinder
können ihren eigenen Blumentopf pressen, bepflanzen und
mit nach Hause nehmen. So erleben sie die Entwicklung
der Pflanze von Beginn an. Über das richtige Wässern von
Pflanzen informiert die Gießkannen-Ausstellung.
Wildobst – vergessene Köstlichkeiten
Erleben und genießen Sie die Vielfalt heimischer Wildobst-Früchte! Experten stellen Ihnen die oftmals in Vergessenheit geratenen Köstlichkeiten vor und informieren darüber, wie man diese in der Küche verwendet, konserviert und
genießt. Verkosten Sie verschiedene Wildobst-Marmeladen
und begeben Sie sich auf den Wildobst-Lehrpfad, um
mehr über diese ursprünglichen Spezialitäten wie etwa
den Speierling zu erfahren. Ein weiterer Schwerpunkt auf
der Gartenfläche ist die Edelkastanie. Entdecken Sie die
Geschichte, den Nutzen und die regionale Bedeutung der
stachligen Schönheit. Und lernen Sie die vielen Köstlichkeiten kennen, die sich aus ihr bereiten lassen – von deftig
und süß bis süffig!
„Raus aufs Land“
Ackern in der Großstadt:
Frankfurts größter Bauernhof
Die Landwirtschaft im Rhein-Main-Gebiet übernimmt
viele wichtige Aufgaben. Sie sorgt nicht nur für die Erzeugung von Nahrungsmitteln. Sie hilft auch, den Energiebedarf mit nachwachsenden Rohstoffen zu sichern und bietet
Seite 6 | Ausgabe 1/2016
Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Lokale Erzeuger
produzieren hochwertige Lebensmittel aus der Region
für die Region. Die „Land & Genuss“ bietet spannende
Einblicke in alle Facetten der Landwirtschaft.
MESSE-INFOS
Landtechnik: vom Oldtimer bis zur
High-Tech-Maschine
ALLES FÜR
HUND & KATZ
Moderne Landtechnik ist für eine sichere Versorgung der
Bevölkerung mit Lebensmitteln unabdingbar. Auf dem Außengelände erfahren die Besucher am Beispiel moderner
Landmaschinen, was Landtechnik von heute leisten kann:
Im direkten Vergleich mit historischen Maschinen wird der
technologische Fortschritt besonders eindrucksvoll erlebbar. Im Mittelpunkt steht dieses Jahr das Thema Düngung.
Haustiere und Landleben
gehören zusammen, jetzt
auch auf der „Land &
Genuss“. Experten geben
Tipps rund um Tierernährung und -haltung. Passende Mitbringsel für die
tierischen Mitbewohner
gibt es natürlich auch.
„ErlebnisBauernhof “
Der „ErlebnisBauernhof“ des Forums Moderne Landwirtschaft ist auch in diesem Jahr wieder ein Anziehungspunkt
für Messebesucher, die sich über moderne Landwirtschaft
informieren und diskutieren wollen. In den Messehallen
ist der Wissenshof des Vereins information.medien.agrar
e.V. (i.m.a.) als Teil des „ErlebnisBauernhofs“ eine viel besuchte Anlaufstelle besonders für die jungen Messegäste.
Im Außengelände bieten das „Schweine Mobil“ und das
„Kuh Mobil“ den Besuchern einen realitätsnahen Einblick
in die moderne Tierhaltung – auch ohne einen Stall zu
betreten. Ebenfalls im Freigelände laden Experten dazu
ein, im Rahmen einer Tierschau Wissenswertes über verschiedene Nutztierarten kennenzulernen.
Dialog zwischen Landwirt und Verbraucher
Um Landwirtschaft erlebbar zu machen, setzen die
hessischen Landwirte auf eine Vielzahl innovativer Informationsangebote. An den drei Messetagen haben Sie die
Möglichkeit, viele Landwirte der Region im persönlichen
Gespräch kennenzulernen. Zusammen mit Partnern wie
dem Frankfurter Landwirtschaftlichen Verein, dem Landfrauenverband Hessen und dem Amt für den Ländlichen
Raum beim Hochtaunuskreis bietet die DLG ein umfangreiches Informations- und Erlebnisprogramm an, das zum
Dialog zwischen Landwirt und Verbraucher einlädt. Beim
„Frankfurter Landwirtschaftlichen Dialog“ steht dieses Jahr
das Verhältnis zwischen Stadt- und Landbevölkerung im
Vordergrund.
Nach der Arbeit raus aufs Land:
Willkommen zum
HESSISCHEN ABEND!
Am Freitag hat die „Land & Genuss” bis 21 Uhr geöffnet und bietet Gelegenheit, den Arbeitstag mit
der geballten kulinarischen Vielfalt Hessens ausklingen zu lassen. Neben den Klassikern Apfelwein,
Handkäs’ und Grüne Soße können Besucher auch
weniger bekannte Schlemmereien aus den Genuss-Regionen Hessens genießen. Außerdem im Programm: Mundart und Musik „made in Hessen“, KochShows, Gourmet-Tastings ein „Hessen-Stammtisch“
und viele weitere typisch hessische Highlights.
Hessischer Abend: 26. Februar 2016, 18–21 Uhr,
Eintritt: 6 Euro, Karten an der Abendkasse
Ausgabe 1/2016 | Seite 7
LAND ERLEBEN
„Moderne Landwirtschaft entdecken“ –
ein Bauernhof mitten
in Frankfurt
Seit Jahrzehnten verändert sich unsere Gesellschaft:
Immer mehr Menschen zieht es vom Land in die Großstadt.
Sie kaufen ihre Lebensmittel günstig im Supermarkt, erhalten sich aber das Bild, dass Obst, Gemüse und Fleisch auf
tausenden kleiner, romantischer Bauernhöfe in Deutschland erzeugt wird. Doch auch die Landwirtschaft hat sich
verändert: Große Tierställe und weite Ackerflächen haben
viele der kleinen Höfe abgelöst. Dass diese Entwicklung
nicht im Widerspruch zu mehr Nachhaltigkeit auf dem Feld
und Tierwohl im Stall steht, ist da für viele schwer vorstellbar. Für die moderne Landwirtschaft heißt das: Die Distanz
zwischen der Branche und der Gesellschaft wächst.
Diese Distanz zu verringern, das hat sich das Forum Moderne Landwirtschaft (FORUM) zur Aufgabe gemacht. Um
den Menschen in den Städte zu zeigen, wie es heute auf
modernen Höfen aussieht, bringt das FORUM gemeinsam
mit regionalen Partnern den Bauernhof in die deutschen
Großstädte – und zwar in Form eines ErlebnisBauernhofs.
Nach einem erfolgreichen Auftakt im Jahr 2016 mit
dem ErlebnisBauernhof auf der Grünen Woche in Berlin
im Januar ist Frankfurt die nächste Großstadt, in der das
FORUM Teile eines Bauernhofs aufbaut und die Bürger
einlädt, dort die moderne Landwirtschaft zu entdecken.
Wann?
26. bis 28. Februar 2016, Messe Land & Genuss, Messegelände Frankfurt, Halle 1 und Außengelände, Infos unter
www.landundgenuss.de
Seite 8 | Ausgabe 1/2016
Was?
Zu den Highlights gehören das Schweine Mobil,
eine mobile Bucht eines modernen Schweinestalls mit
sechs lebenden Schweinen sowie das Kuh Mobil, in der
anhand zweier Kuhmodelle gezeigt wird, wie Rinder in
einem modernen Stall gehalten werden. Anhand modernster Landmaschinen wird außerdem gezeigt, wie
präzise heute Dünger aufs Feld ausgebracht wird. Mit
den AgrarScouts stehen dort jeden Tag Dialog-Partner zur
Verfügung, die selbst in der Landwirtschaft arbeiten und
aus der Praxis erzählen, wie heute auf einem Bauernhof
gearbeitet wird. Zusätzlich gibt es Informationen rund
um die Lebensmittel Getreide und Milch. Schüler und
Jugendliche können beim Butterschütteln oder Getreide,
Obst und Gemüse raten die Nahrungsmittel spielerisch
kennenlernen. Und wer auf dem ErlebnisBauernhof Lust
bekommt, mal einen echten Hof zu besuchen, hat beim
BauernhofQuiz die Chance, ein Wochenende auf dem
Bauernhof zu gewinnen.
Wer?
Der ErlebnisBauernhof auf der Land & Genuss wird
organisiert vom Forum Moderne Landwirtschaft und dem
Hessischen Bauernverband e.V., dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen,
der Landesvereinigung für Milch- und Milcherzeugnisse
Hessen e.V. sowie dem Regierungspräsidium Gießen.
GENUSS
Neuland am Main entdecken
Tolle Preise gewinnen
Hecht, Ukelei, Rotauge und Co. werden in Zukunft am
Main 22.000 qm mehr Wasserfläche zum Laichen, als
Kinderstube und zum Überwintern bekommen. Denn der
Fechenheimer Mainbogen im Osten der Stadt wird zum
attraktiven Naturerlebnisraum umgestaltet und wieder eine
natürliche Aue erhalten.
Die Renaturierung wird dort in den nächsten Jahren
eine naturwüchsige Flusslandschaft mit einem 700
Meter langen und bis zu 4 Meter tiefen Altarm für Fische, Vögel und Amphibien entstehen lassen. Auch der
Mensch wird davon profitieren: Als Besucher vor Ort, bei
pädagogischen Angeboten oder durch den verbesserten
Hochwasserschutz dank eines größeren Retentionsraumes.
Gewinnen Sie erste Eindrücke von den bereits umgesetzten Maßnahmen und den Planungen für die Zukunft
in der Green City Frankfurt. Das Umweltamt Frankfurt
am Main lädt ein zu einem überdimensionalen Angelspiel für Groß und Klein mit außergewöhnlichen Preisen.
Als erster Preis lockt eine Fahrt mit dem Feuerlöschboot
der Feuerwehr Frankfurt und der Wasserschutzpolizei
auf dem Main für die ganze Familie.
Umweltamt Frankfurt, Halle 1.2, Stand L14
www.frankfurt-greencity.de
Esskastanien
Stachelige Schönheit
Esskastanien sind nicht nur eine winterliche Leckerei –
sie haben viel mehr zu bieten. Die Früchte sind nahrhaft,
in vieler Hinsicht gesund, glutenfrei und lassen sich zu
vielen leckeren Speisen und Produkten verarbeiten. Kein
Wunder, dass sie, bevor Kartoffeln und Mais in Europa
Fuß gefasst hatten, schon als Grundnahrungsmittel und
Gaumenschmaus (vor allem im südlichen Europa) verwendet wurden.
Vor allem für die ärmere Bergbevölkerung stellten die
Kastanienbäume wahre Lebensretter dar, die sie vor Hungersnöten bewahrten. Nicht umsonst wurde die Esskastanie
als das „Brot der Armen“ bezeichnet, und es hieß, dass ein
Ausgabe 1/2016 | Seite 9
GENUSS
Kastanienbaum pro Person genüge, um durch den Winter
zu kommen. Aber welche Bedeutung haben sie in unserer
Region, was lässt sich daraus zubereiten und wieso sind
sie so gesund?
Regionale Verbreitung
Auch bei der Verbreitung der Esskastanie hatten die
Römer wieder einmal die Finger mit im Spiel. Mit dem
Wein brachten sie auch die Esskastanie nach Deutschland.
Noch heute findet man größere Bestände in den Weinanbaugebieten Pfalz, Nahe, Saar und Mosel. Aber auch
am Fuße des Taunus musste die Bevölkerung nicht auf
die sättigende Frucht verzichten. Besonders in Kronberg,
Mammolshain und Oberursel muss man im Juni/Juli nur
der Nase entlanggehen und entdeckt vielerorts die prächtig
blühenden Bäume. Damit das auch in Zukunft so bleibt,
setzt sich die Interessensgemeinschaft Esskastanie (www.
ig-edelkastanie.de) bereits seit dem Jahr 2005 aktiv für die
Esskastanie als Bestandteil unserer Kulturlandschaft ein.
Esskastanienprodukte
Während sich die Burgherren wohl eher die Täubchen
damit füllen ließen, hat die einfache Bevölkerung die
Frucht besonders im Winter, anstelle von Getreide, als
Grundnahrungsmittel genutzt. Hier standen eher Brot
und Suppen (Keschdebrieh) auf dem Speiseplan. Heute
feiert die Esskastanie ein Comeback und findet verstärkt
Einzug in die Töpfe der Feinschmecker oder aber auch in
die Küche der Gesundheitsbewussten. Für diejenigen, die
glutenfrei leben müssen, ist die Esskastanie geradezu ein
Geheimtipp. Ob Pasteten, Torten, Aufläufe, Süßspeisen
oder Kuchen, die Kochbücher sind voll mit neuen und
traditionellen Esskastanien-Rezepten. Die Lebensmittelproduzenten erweitern kontinuierlich Ihre Produktpalette.
Kennen Sie zum Beispiel schon Kastanienbier, Crème de
Maron, Kastanienpralinen, Wurstwaren mit Kastanien, Kastanienblütenhonig und vegetarische Brotaufstriche? Was
sonst noch alles auf dem Kastanienmarkt zu haben ist, zeigt
eine Ausstellung am „Land & Genuss“-Messestand (M17).
Esskastanien – rund um gesund
Dieser Meinung war auch schon Hildegard von Bingen
vor nahezu 1000 Jahren, die die Esskastanie als uneingeschränkt gesund und stärkend für den Mensch erachtete
und viele Anwendungsempfehlungen hinterlassen hat.
Heutige Erkenntnisse belegen viele ihrer Anwendungsbereiche: Esskastanien sind wahre Energiespender, sie
haben durch den großen Anteil komplexer Kohlenhydrate
einen hohen Sättigungsgrad und halten den Blutzucker
relativ lange stabil. Zudem bleibt man länger satt. Der
hohe Kaliumgehalt trägt zur Senkung des Stresspegels
bei; die basische Wirkung hat einen positiven Einfluss auf
die Übersäuerung im Körper und ist daher sehr magenfreundlich. Nervenstärkend wirken die Vitamine B1, B2, B3
und B6. Zwar haben viele Nüsse einen höheren Anteil an
B-Vitaminen, aber dafür auch einen wesentlich höheren
Fettgehalt. 100 g Esskastanien enthalten 1,9 g Fett, bei Haselnüssen und Walnüssen sind es über 60 g/100 g. Einen
positiven Beitrag zur Stärkung des Immunsystems leistet
der – verglichen mit Kartoffeln, Weizen und Linsen – relativ hohe Vitamin-C-Gehalt. Viele Gründe, die Esskastanie
einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und öfter in
den Speiseplan zu integrieren.
INFORMATIONEN RUND UM DIE KASTANIE:
• Interessengemeinschaft Esskastanie: www.ig-edelkastanie.de
• AG Edelkastanie Mammolshain: www.edelkastaniendorf-mammolshain.de/AG_Edelkastanie.html
• Kulinarische Esskastanienwanderung-Treffpunkt-Natur: www.treffpunkt-natur.com
• Anpflanzung von Esskastanien - Schießer – Gartengestaltung und Baumpflege: www.schiesser-gmbh.de
Seite 10 | Ausgabe 1/2016
GENUSS
Apfel mal anders
Dass Apfelgerichte nicht immer süß sein müssen, zeigen diese Rezepte von Koch
Oliver Schneider von der Genussakademie Frankfurt.
Apfel-Staudensellerie-Suppe
mit Zimtmousse & Croûtons
Zutaten:
530 g Staudensellerie, 2 Äpfel, 1 EL Olivenöl,
330 ml Gemüsebrühe, 330 ml Apfelsaft
für die Croûtons: 2 Scheiben Toast, 80 g Butter
für das Zimtmousse: 1 Eiweiß, 1 TL Zucker, 130 ml Sahne, 1 TL
Zimtpulver
Zubereitung:
Sellerie und Äpfel würfeln und in Öl anschwitzen. Gemüsebrühe
und Apfelsaft hinzugeben, aufkochen und 20 Min. köcheln lassen.
Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken, dann pürieren und durch
ein Sieb passieren. Für die Croûtons Toastbrotwürfel anrösten, bis sie
trocken sind. Butter und Salz dazu geben und anbraten, bis die Würfel eine schöne Bräunung haben. Eiweiß,
Salz, Zucker und Sahne in einer anderen Schüssel mit einem Mixer steif schlagen. Zimt unterheben.
Kross gebratener Zander auf
Apfelrisotto
Zutaten:
3 EL Olivenöl, 200 g Risotto-Reis, 0,4 l Geflügelfond, 2 Zw. Thymian, 2 Äpfel, 100 g Butter, 150 g Parmesan
für den Zander: 600 g Zanderfilet (mit Haut), 1 TL Mehl, 3 EL Olivenöl, 1 Zimtstange, 2 Zweige Thymian
Zubereitung:
Reis in Öl anschwitzen. Geflügelfond zugeben und bei kleiner Hitze
unter ständigem Rühren köcheln lassen. Thymian hacken, Äpfel
fein würfeln und hinzugeben. Ist der Garpunkt erreicht, Butter und
Parmesan unterarbeiten, dann warmhalten. Zander portionieren, mit
Salz und Pfeffer würzen. Auf der Hautseite mit Mehl bestäuben und
mit Öl bei niedriger Temperatur nur auf der Hautseite kross braten. Etwas Butter, Zimt und Thymian hinzugeben und kurz vorm Servieren wenden.
Maronenschaumsuppe mit Zimtcroûtons &
gebratenen Äpfeln
Zutaten:
2 Schalotten, 20 g Butter, 100 g Maronen, 300 ml Hühnerbrühe, 300 ml Sahne, 1 TL Balsamicoessig,
1 Pr. Salz, 1 Pr. Pfeffer, 0,5 St. Äpfel, Öl
für die Zimtcroûtons: 2 Scheiben Toast, 30 g Butter, 1 Msp. Zimt
Zubereitung:
Schalotten schälen, würfeln und mit Butter anschwitzen. Maronen hinzugeben, mit Hühnerbrühe und Sahne
auffüllen und ca. 20 Minuten kochen lassen. Die Suppe pürieren und mit Balsamicoessig, Salz und Pfeffer
abschmecken und warmhalten. Brot in Würfel schneiden und in Butter goldbraun braten. Zum Schluss mit
Zimtpulver bestäuben und ebenfalls warmhalten. Gewürfelte Äpfel in einer Pfanne in etwas Öl anbraten.
Suppe in einer Schale servieren und mit Croûtons und Äpfeln bestreuen.
Ausgabe 1/2016 | Seite 11
GENUSS
Internationales Jahr der Hülsenfrüchte
Bescheidene Früchte von großer Bedeutung
Linsen, Kichererbsen, Bohnen und andere Hülsenfrüchte enthalten viel Eiweiß und gedeihen auch auf kleiner
Fläche und kargen Böden. So sind sie ein wichtiger Teil
der Ernährung für viele Gemeinschaften, vor allem im Globalen Süden. Aber auch bei uns bieten Hülsenfrüchte viel
– auch als eine Alternative zu tierischen Produkten. Nicht
zuletzt spielen diese Pflanzen auch in der Landwirtschaft
eine wichtige Rolle, denn sie binden Stickstoff in die Erde
zurück und tragen damit maßgeblich zu einem gesunden,
fruchtbaren Boden bei.
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2016 zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte ausgerufen, um die
Bedeutung dieser bescheidenen Früchte für die globale
Ernährungssicherung und eine ökologisch nachhaltige
Lebensmittelerzeugung zu unterstreichen, und uns wieder
auf den Geschmack dafür kommen zu lassen. Auch Slow
Food möchte die Gelegenheit nutzen, um das Augenmerk
der Verbraucher wieder auf diese besondere, oft vernachlässigte Lebensmittelkategorie zu richten: „In den Küchen
der Mittelmeerländer, in Südamerika, Afrika und Asien
nehmen Hülsenfrüchte seit jeher einen wichtigen Platz
ein. In Deutschland dagegen haben traditionelle Gerichte
mit Hülsenfrüchten wie Linseneintopf, Erbsensuppe und
Bohneneintopf ein negatives Image als „Arme-Leute-Essen“ bekommen und sind immer mehr vom Speiseplan
verschwunden. Im Hinblick auf die Notwendigkeit zur
Seite 12 | Ausgabe 1/2016
fleischreduzierten Kost gewinnen sie als alternative Eiweiß-Lieferanten wieder zunehmend an Bedeutung. Wir
sollten daher auch unsere einheimischen Sorten fördern
und durch neue Rezeptideen wieder hoffähig machen“,
so Dr. Hanns-E. Kniepkamp, Leiter der Slow Food Archekommission.
Obwohl Hülsenfrüchte in der deutschen Küche vielerorts nicht im Vordergrund stehen, gibt es in Deutschland
so einige autochthone Sorten. Die Slow Food Arche des
Geschmacks hat vier Hülsenfrüchte an Bord: die Alblinse
(Baden-Württemberg) und die Trockenbohnensorte Ahrtaler Köksje (Nordrhein-Westfalen) aus dem Köln-Bonner
Raum, sowie die Paas Lintorfer Frühe (Nordrhein-Westfalen), eine Buschbohne aus dem Rheinland, als auch die
Kesselheimer Zuckererbse (Rheinland-Pfalz), die beide im
Sommer genutzt werden können.
Die Alblinse wurde auf der Schwäbischen Alb bis zur
Mitte des 20. Jahrhunderts angebaut. Die niedrigen Erträge und der große Arbeitsaufwand bei Ernte und Reinigung
waren Ursachen für das völlige Verschwinden dieser
uralten Nahrungspflanze in ganz Deutschland. Zwei
noch in den fünfziger Jahren aufgeführte Alblinsen-Sorten sind dabei verschollen. Seit 1985 baut zunächst nur
der Bioland Hof Mammel, eine Erzeugergemeinschaft,
auf der Grundlage der Du Puy Linse, Sorte Anica, die
„Alb-Leisa“ wieder an.
GENUSS
Neue Studie
Wie schmeckt die Region?
Regionalität zählt zu den aktuellen Trends unserer Zeit.
In keinem anderen Bereich wird dieses Thema so intensiv
diskutiert wie bei Lebensmitteln. Vom Wochenmarkt bis
zum Supermarkt nimmt die Bedeutung regionaler Lebensmittel kontinuierlich zu. Für 81 % der Verbraucher
ist Regionalität ein relevantes Kriterium beim Kauf von
Lebensmitteln, so ein Ergebnis der neuen Studie des Vereins
Geschmackstage e.V. (www.geschmackstage.de).
Aktuellen Befragungen zufolge wird die Bedeutung
regionaler Produkte weiter zunehmen. Es zeigt sich dabei
immer stärker, dass sich Verbraucher in Bezug auf regionale
Lebensmittel in ihren Einstellungen, Erwartungen sowie
im Kauf- und Informationsverhalten stark unterscheiden.
Darauf müssen die Hersteller regionaler Lebensmittel
Antworten finden.
Hier einige wichtige Ergebnisse der Studie:
• Regionale Lebensmittel:
Definitionen unterscheiden sich
Befragt nach wichtigen Kriterien für die Definition eines
regionalen Lebensmittels ist das Kriterium „räumliche
Nähe“ entscheidend. So verbinden rund 57 % aller
Befragten regionale Lebensmittel mit Aussagen wie
„Lebensmittel aus meiner Nähe“. Bei jüngeren Zielgruppen ist die Entfernungsangabe allerdings weniger
wichtig (rund 52 %). Es folgen als weitere Kriterien
Produkteigenschaften wie „Frische“ und „mehr Qualität“ (15 %). Wirtschaftliche Aspekte der Prozessqualität
spielen nur eine untergeordnete Rolle. Ein Vergleich der
verschiedenen Verbrauchergruppen zeigt dabei, dass
die Assoziationen zu regionalen Lebensmitteln sich
hier sehr ähneln. Es gibt kaum Unterschiede zwischen
den Altersgruppen und der Herkunft (Großstadt vs.
ländliches/kleinstädtisches Gebiet).
• Kauf regionaler Lebensmittel:
Verbraucher greifen häufiger zu
78 % aller Befragten haben im letzten Monat regionale
Lebensmittel gekauft, wobei der Anteil sich zwischen
den Verbrauchergruppen unterscheidet:
Bei den Befragten in der Großstadt liegt
der Anteil bei insgesamt 73 %, bei den
Befragten aus dem ländlichen/ kleinstädtischen Gebiet beträgt er hingegen 82 %.
Bei jüngeren Verbrauchern aus der Stadt
beträgt der Anteil „nur“ 66 %. Bei älteren
Verbrauchern vom Land liegt er bei 88 %.
haben ältere Verbraucher höhere Qualitätsansprüche als jüngere.
Themen wie „bio“,
„vegetarisch“
oder
„vegan“ sind dagegen eher für jüngere
Verbraucherschichten
von Relevanz.
Geschmackstage
Deutschland e.V.
„Wie schmeckt
die Region?“
Einstellungen, Erwartungen und Strategien
beim Kauf regionaler Lebensmittel
Studie 2016 des Vereins
Geschmackstage Deutschland e.V.
• Etikett ist wichtigste
Informationsquelle
Über alle Verbrauchergruppen hinweg sind die Hauptinformationsquellen Etiketten und Informationen auf
Produkten (82 %), gefolgt von Informationstafeln im
Lebensmittelhandel (50 %). Jüngere Verbraucher nutzen
stärker Online-Medien wie Webseiten von Herstellern,
QR-Codes oder Social-Media-Kanäle. TV und Hörfunk
spielen in dieser Zielgruppe keine Rolle. Ältere hingegen nutzen stärker Freunde und Bekannte (29 %)
oder persönliche Rückfragen beim Personal (31 %) als
Informationsquellen, bei den Jüngeren sind es hingegen
nur 15 % bzw. 18 %.
• Regionale Vermarktungsangebote: Klassiker gefragt
Im Rahmen der Befragung wurden insgesamt elf Regionalitäts-Aktions-Vermarktungsangebote vorgestellt und
die Nutzungsabsicht abgefragt. Dabei zeigt sich, dass die
eher „traditionellen“ und im Markt bereits etablierten
Aktionen über alle Befragten am ehesten genutzt würden. Besonders attraktiv sind „regionale Aktionswochen
mit Verkostung im LEH“, gefolgt von „Wochenmarktführungen durch regionale Vermarkter“, „regionalen
Gerichten in Kantine/Mensa“ und „Genusswochen mit
Spezialitäten aus der Region in der Gastronomie“.
Weitere Informationen zur Studie: Geschmackstage
Deutschland e.V., Geschäftsstelle, Ilonka Sindel, 91555
Feuchtwangen, [email protected],
www.geschmackstage.de
• Käufer regionaler Lebensmittel haben
höhere Ansprüche
Das trifft insbesondere auf die Aspekte zu,
die für regionale Lebensmittel relevant
sind (z. B. Herkunft, faire Preise). Generell
Ausgabe 1/2016 | Seite 13
GARTEN & LANDHAUS
Fantasievoll pflanzen
Farbenfrohe Pflanzen verwandeln Balkone und Terrassen im Frühjahr in eine Wohlfühloase unter freiem Himmel.
Dass es nicht immer Blumenkästen aus dem Baumarkt sein
müssen, zeigen diese fünf kreativen Do-it-yourself-Kultivierungs-Ideen.
Regenrinne
• Wer eine alte Regenrinne verwenden möchte, muss sie
zuerst vom Wasserzulauf abkoppeln. Natürlich kann
man auch eine neue benutzen.
• Regenrinne reinigen, an der Wand befestigen und mit
Erde füllen.
• Gewünschte Bepflanzung vornehmen.
Bilderrahmen
• Halterung für Blumenkasten oder -kübel an der Wand
anbringen.
• Wetterfesten Bildrahmen (gegebenenfalls vorher lackieren) so an der Wand anbringen, dass das Blumenbehältnis mit der inneren Kante des Rahmens abschließt.
•Wer möchte, kann eine wetterfeste Leinwand als
Hintergrund im Rahmen anbringen. Dazu durch die
Motivwand des Bilderrahmens Löcher für die Blumenbehältnis-Halterung bohren, das gleiche auf dem
Motiv selbst bündig wiederholen, nachdem es mit
Lack wetterfest gemacht
worden ist.
•Bepflanztes Blumenbehältnis in der Halterung
anbringen.
Stiefel
• Pflanze in einen (Plastik-)
Übertopf setzen, der in
den auserkorenen Schuh
passt. Wichtig dabei ist,
dass das Gewächs weiterhin die individuell benötigte Lichtmenge erhält.
• Blumentopf in den Schuh
stellen.
Stuhl
• Je nach Art des Stuhls ein Loch in das Polster bzw. die
Sitzfläche schneiden/sägen.
•Eine passende Wanne aus Kunststoff einsetzen. Am
besten eine mit überlappendem Rand verwenden.
• Blumenerde in das Behältnis geben und bepflanzen.
Dabei darauf achten, dass die Wanne, sollte sie nach
unten hin frei hängen, nicht zu schwer wird.
Flaschenleiter
• Mit einer Schere seitlich ein Loch in die Plastikflaschen
schneiden, sodass das obere Drittel abgehoben werden
kann.
•Für die Leiteroptik mit einer Heißklebepistole einen
Klecks jeweils auf Deckel und Boden der Flaschen setzen, dann schnell eine wetterfeste Schnur eintauchen.
Sprossenartig anordnen.
• Flasche bepflanzen. Um das Eigengewicht zu reduzieren, empfiehlt sich Granulat statt Erde.
• Leiterschnüre an zwei Nägeln aufhängen.
Top 5 der Wildkräuter-Küche
Brunnenkresse
Nicht nur in der Heilkunde wird das Kraut
gerne verwendet: Wegen
ihres frischen, leicht scharfen Geschmacks wird die
Echte Brunnenkresse genauso wie Gartenkresse
als Geschmacksverfeinerer von Dips und Salaten
sowie zum Garnieren von
Suppen und Salaten herangezogen. Besonders rohem Spinat verleiht das Kreuzblütlergewächs eine feine Note, die an Pfeffer oder Rettich
erinnert.
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Giersch
Geruch und Geschmack
erinnern an Petersilie,
gekocht entfaltet sich
spinatähnliches Aroma.
Wäh- rend des Kriegs war
Giersch ein wichtiger Lieferant für Kalium, Vitamin
C, Karotin und Eisen. Die
Verwendungsmöglichkeiten sind vielseitig: Salate
lassen sich am besten mit
jungen Blättern zubereiten. Ältere Blätter lassen sich
zu Tees aufgießen oder wie Gemüse kochen oder
dünsten.
GARTEN & LANDHAUS
Schafgarbe
Die Heilpflanze wird
vornehmlich bei Magenbe- schwerden und zur
Gesichtspflege eingesetzt.
In der Küche wird das ganze blühende Kraut genutzt:
Im Frühling gesammelte
Blätter ergeben einen aromatischen Salat. Ältere mit
Blütenstiel fungieren kleingehackt als leicht bitteres
Gewürz.
Spitzwegerich
Vor allem in Salaten
wurde der Spitzwegerich
in Mangelzeiten als Ersatz
für teures oder nicht erhältliches Grün verwendet. In
der Heilkunde wird er wegen seiner antibakteriellen
und blutstillenden Wirkstoffe geschätzt. Durch
den leicht bitteren und
an Steinpilze erinnernden
Geschmack kann das Ge-
wächs auch Gemüse und Suppen als Gewürz beigegeben
werden.
Vogelmiere
Schon 50 Gramm des
Nelkengewächses decken
den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C,
wegen des Saponingehalts
sollte die Dosis allerdings
gering gehalten werden.
Am Gaumen entwickelt
die Vogelmiere einen nussigen, an rohen Mais erinnernden Geschmack. Aus
ihr lassen sich Salate kreieren, sie lässt sich aber auch
gekocht als Gewürz für Gemüse verwenden.
Von Salaten über Suppen bis hin zu Aufstrichen oder
Tees – die Verwendungsmöglichkeiten von Wildkräutern
sind breit gefächert.
Um das Gewächs eindeutig zu bestimmen, sollten
Interessierte auf einen Pflanzenführer zurückgreifen. Regelmäßig werden auch Wildkräuter-Wanderungen angeboten
(zum Beispiel auf www.frankfurter-stadtevents.de).
Wer Medikamente einnimmt, sollte sich mit möglichen
Wechselwirkungen vertraut machen.
Frühling fürs Wohnzimmer
Gärtner bieten zurzeit Tulpen für die Vase in leuch­
tenden Farben an, zum Beispiel die gelb-rot geflammte
Monsella, die rote Martine Bijl, die lila-farbene Negrita,
die rosa-weiße Rosario oder Monte Carlo, die gelb gefüllte
Tulpe. Neben einfachen und gefüllten Tulpen gibt es auch
Sorten mit gefransten Blütenrändern.
Die Liliengewächse stammen ursprünglich aus Vorderasien, Persien und der Türkei. Heute jedoch kommen die
Tulpenzwiebeln zur Treiberei vorwiegend aus Holland.
Aber auch in Nordrhein-Westfalen gibt es Gartenbaubetriebe, die Tulpenzwiebeln zur Blüte bringen. Nach
einer Kältephase im Kühlhaus kommen die Tulpen ins
Gewächshaus und treiben bei einer Temperatur von 18
bis 19 Grad. Innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen
zeigen die ersten Tulpen bereits Farbe und können, sobald
sie vollständig ausgefärbt sind, vom Gärtner gezogen und
gebündelt werden. Die Tulpe steht unter den Top-Ten auf
dem deutschen Schnittblumenmarkt auf Rang drei, nach
Rose und Chrysantheme.
Um lange Freude an den Tulpen zu haben, sollten sie
mit einem scharfen Messer angeschnitten werden, bevor
sie in die Vase kommen. Dabei darf keine Schere benutzt werden. Sie würde die Leitungsbahnen verletzen,
sodass die Tulpen kein Wasser aufnehmen können. Das
Wasser muss sauber und soll höchstens lauwarm sein.
Das Blumenwasser sollte gewechselt werden, wenn
es sich eintrübt. Frischhaltemittel, die im Fachgeschäft
angeboten werden, verlängern die Haltbarkeit des
Straußes in allen Fällen. Da Tulpen einen großen Durst
haben, empfiehlt es sich, täglich den Wasserstand zu
kontrollieren.
Blumen mögen weder Hitze noch Zugluft, die den Wasserhaushalt in der Schnittblume beeinträchtigt. Außerdem
sollten die Frühlingsblüher nicht in der Nähe von Obst
oder offenem Kaminfeuer stehen, denn dort wird Äthylen
freigesetzt. Dieses Gas beschleunigt den Alterungsprozess
der Pflanzen.
(Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen)
Ausgabe 1/2016 | Seite 15
GENUSS-TIPPS
Land & Genuss in Frankfurt:
Seminare für Genießer &
Entdecker verschenken
Die DLG bietet zusammen mit dem JOURNAL FRANKFURT spannende Seminare auf ihrer Erlebnismesse vom
26. bis 28. Februar an. Die Events können unter www.
frankfurter-stadtevents.de gebucht werden. Der Eintritt
zur Messe ist in den Preisen für die Seminare (je 25 Euro)
enthalten.
Die Seminar-Themen:
• BIER – Klassischer Hopfen trifft Craft-Bier.
Verkosten Sie prämierte Biere aus der Region und
erfahren Sie alles über das seit 500 Jahren bestehende
Deutsche Reinheitsgebot. Fr 26.2., 17.30–18.30 Uhr
• WEIN – Die besten Tropfen & regionale Spezialitäten.
Verkosten Sie hochprämierte Rot- und Weißweine.
Dazu werden unterschiedliche regionale Wurst- und
Käsespezialitäten gereicht. Sa 27.2., 14.30–15.30 Uhr
& So 28.2., 14.30–15.30 Uhr
• COCKTAILS – Die perfekte Symbiose aus Spirituose,
Likör, Sirup und Saft.
Tauchen Sie ein in eine bunte Welt voller neuer Geschmacksrichtungen und erhalten Sie eine Einweisung
in die Zubereitung. Sa 27.2., 16.30–17.30 Uhr &
So 28.2., 16.30–17.30 Uhr
„Blind Walk – Blind Experience“
Raus aus dem Büro und rein in die Natur! Aktiv und
unterhaltsam erleben Sie die Natur aus einer neuen Perspektive. Lassen Sie sich überraschen was sich bei einer Tour
mit verbundenen Augen alles riechen, hören und erforschen lässt. Wie geschickt sind Sie wenn Sie Ihrem Sehsinn
eine Pause gönnen? Wie lösen Sie Teamaufgaben ohne
Blickkontakt? Natürlich werden auch die Geschmacks-
nerven auf die Probe gestellt, denn Sie werden bei einer
Bildverkostung testen ob das Auge wirklich mitisst. Und
ganz zum Schluss werden Sie wissen, ob auch für Sie der
Satz des berühmten Malers Eugène Henri Paul Gauguin
(1848-1903) zutrifft: „Ich schließe meine Augen, um zu
sehen“. Das ist nur ein Angebot von www.treffpunkt-natur.
com. Reinschauen lohnt sich!
Buch-Tipp „Wein im Doppelpack“
• Der Rheinhessische Weinschmecker
Die 44 besten Straußwirtschaften und Gutsschänken
„Wir wollen nicht in den Himmel. Wir leben schon im
Paradies.“ Ein Weinparadies war Rheinhessen schon immer.
Seit einigen Jahren machen junge rheinhessische Winzer
aber Furore. Genau diesen Trend erlebt man auch in den
rheinhessischen Gutsschänken und Straußwirtschaften. Der
Führer präsentiert die Top 44, die stets einen Abstecher wert
sind. Autor: Hermann-Josef Berg, Oliver Bock, SocietätsVerlag,ISBN 978-3-95542-122-9, Preis 12,90
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Weinen, Hintergrundinformationen, aktuellen TesterSeite 16 | Ausgabe 1/2016
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