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in|sure MIGSuite
Migrationsprojekte effizient und
revisionssicher umsetzen
Bei der Ablösung von Softwaresystemen
stehen Unternehmen fast immer vor der Herausforderung, die Altdatenbestände in ein
neues System migrieren zu müssen. Die Datenstrukturen des Altsystems, oftmals geprägt von Legacy-Programmiersprachen und
-Ablaufumgebungen, unterscheiden sich
in der Regel von denen des neuen Systems
fundamental. Zudem gibt es meist keine
ausreichenden Standardformate für den
Datenaustausch. Neben technischen Herausforderungen (Zeichensatz, Codierung von
Schlüsselwerten etc.) geht es bei der Migration der Altdatenbestände vor allem darum,
fachlich festzulegen, welche Daten übernommen werden sollen und nach welchen
Regeln sie transformiert werden müssen.
Nur so können abgebrochene Migrationsvorhaben, Produktionsausfälle oder gar Datenverlust verhindert werden. adesso insurance
solutions unterstützt mit der Lösung in|sure
MIGSuite die effiziente und ganzheitliche
Umsetzung von Migrationsprojekten auf
Basis der Programmiersprache Java.
Fachliche Herausforderungen
Innerhalb eines Migrationsprojektes muss das neue
Softwaresystem in einer kurzen Zeitspanne an die
speziellen Geschäftsregeln und Bedürfnisse der Fachabteilungen angepasst werden. Dabei sind auch alle
im Quellsystem abgebildeten Produkte in geeigneter,
unter Umständen fachlich konsolidierter Form abzubilden. Darüber hinaus besteht die Herausforderung, ein
Migrationsverfahren für die Übernahme der Altdaten
in das neue System zu definieren und umzusetzen. Im
Altsystem sind die Daten oft sehr heterogen abgelegt
und es gibt wenig, häufig auch keine Dokumentation
zu den Besonderheiten des historisch gewachsenen
Altsystems. Mitarbeiter mit technischen und fachlichen
Kenntnissen sind im Regelfall bereits ausgeschieden
oder kurz davor. Der fortlaufende Betrieb des Quellsystems wird zunehmend zu einem unter Umständen
existenziellen Risiko für das Unternehmen.
Zur Reduzierung des Aufwands sollte man, wo fachlich
möglich, auf die Migration der kompletten Datenhistorie ins Zielsystem verzichten. Allerdings gibt es Fälle,
in denen die historischen Vertragsstände weiterhin
abrufbar sein müssen, z. B. bei rückwirkenden Schadenoder Leistungsfällen oder bei Auskunftspflichten eines
Lebensversicherers im Rahmen eines Versorgungsausgleichs. Für reine Auskunftsfunktionalitäten können
die historischen Daten in einem eigenen Werkzeug
angezeigt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass alle
für die Auskunft benötigten Daten bei der Extraktion
aus dem Quellsystem vorhanden sind bzw. angereichert
werden. Das Altsystem zu Auskunftszwecken weiter zu
betreiben ist keine Option, wenn mit der Einführung der
neuen Anwendung auch ein Systemwechsel vollzogen
und ein langfristiger Weiterbetrieb der bisherigen Hardund Software aus Kostengründen vermieden werden
soll. Eine Big-Bang-Migration ist häufig, bedingt durch
die Komplexität im Quellsystem, sehr aufwändig und
risikobehaftet. Hier ist eine iterative tranchenbasierte
Migration (z.B. Produkt für Produkt) zu bevorzugen.
Dadurch sind das Altsystem und das neue System für
einen begrenzten Zeitraum parallel im Einsatz. Dies
erfordert eine genaue Protokollierung, welche Daten
noch im Altsystem verwaltet werden und welche Daten
schon migriert wurden und nur noch im neuen System
bearbeitet werden dürfen.
Quellsystem
MIGTools
MIGPool
MIGImport
Datenspeicher
MIGTransform
Zielsystem
MIGControl
Technische Anforderungen
Ein ETL-Ansatz (Extract, Transform, Load) auf Datenbankebene ist für die Datenmigration oft nicht gut
geeignet, weil die entsprechenden Tools für die Verarbeitung großer Datenmengen mit den immer gleichen
Operationen optimiert sind. Bei der Übernahme von
Beständen, beispielsweise von Versicherungsverträgen,
muss im Migrationsverfahren in der Regel eine Vielzahl
tariflicher Besonderheiten einzelvertraglich berücksichtigt werden. Eine technisch passende Transformation in
das Datenbankschema des Zielsystems bietet noch keine Gewähr dafür, dass die Transformation auch fachlich
korrekt durchgeführt wurde und sich die Daten später z.
B. im nächsten Batchlauf weiterverarbeiten lassen.
Wenn das neue System die Daten über eine Programmschnittstelle entgegennimmt, kann die bestehende
Validierungslogik wiederverwendet werden. Um die
Korrektheit zu prüfen, ist der Vergleich mit Kontrollwerten notwendig, die vom alten System auf Grundlage der
Altdaten und vom neuen System auf Basis der transformierten Daten berechnet wurden.
Objektorientierte Sprachen wie Java bieten alle benötigten Konzepte, um die Fachlogik der Transformation mit allen Sonderfällen adäquat und gut testbar
umzusetzen. Der Vorteil: Wenn Softwareentwickler die
Transformation in ihrer vertrauten Programmiersprache
beschreiben können, sind sie in der Lage, die Transformationslogik schnell und sicher umzusetzen.
Umsetzung von Migrationsprojekten mit der in|sure
MIGSuite
Die in|sure MIGSuite ist eine Lösung, mit der sich Migrationsprojekte auf Basis der Programmiersprache Java
effizient und revisionssicher umsetzen lassen.
MIGSuite entlastet Migrationsprojekte und mindert
Risiken, indem sie fertig umgesetzte und qualitätsgesicherte Mechanismen für generische Fragestellungen von Migrationsprojekten einbringt:
>
MIGTools – Generierung von Klassen
Die Komponente MIGTools wird verwendet, um
aus den Datenstrukturen des Quellsystems, z.B.
Datendefinitionsdateien eines Host-Systems
oder Metadaten einer relationalen Datenbank, ein
1:1-Abbild in Form von Java-Klassen zu generieren.
Dies geschieht in zwei Schritten: 1. Generierung
eines Ecore-Modells aus den Datenstrukturen, 2.
Generierung von Java-Persistence-API kompatiblen
Entity-Klassen aus dem Ecore-Modell.
>
MIGImport – Import der Quellsystemdatensätze
Das Quellsystem wird für den Import der Datensätze direkt angebunden oder es exportiert die
Datensätze in Dateien. Bei beiden Möglichkeiten
wird der Import dann kundenspezifisch implementiert. Für die Implementierung stehen bereits
für verschiedene Quellsystemarten Beispielimplementierungen bereit, auf deren Basis dann
im Projekt eine effiziente und saubere Umsetzung des Imports in kurzer Zeit möglich ist. Dabei
werden die generierten Entity-Klassen mit den
geparsten Daten des Quellsystems befüllt und in
den MIGSuite-Datenspeicher persistiert. Damit ist
der 1:1-Import der Quellsystemdaten in die
MIGSuite erfolgt.
>
>
MIGPool – Beauskunftung der importierten Datensätze
Die importierten Quellsystemdatensätze können
mithilfe der Webanwendung MIGPool angezeigt und
durchsucht werden. Standard ist die Anzeige der Datensätze im Quellsystemformat. Zusätzlich können
spezielle Sichten, z. B. für besondere Geschäftsvorfälle wie den Versorgungsausgleich oder komplette
allgemeine Sichten für den Fachbereich, konfiguriert
werden.
MIGTransform – Transformation und Transfer
ins Zielsystem
Das MIGTransform-Framework gibt den Migrationsalgorithmus vor, der kundenspezifisch zu
implementieren ist. Dieser Algorithmus umfasst
die Transformation (Mapping des Quellsystems
auf das Zielsystem), die optionale Anbindung an
Schnittstellensysteme, den Transfer ins Zielsystem
sowie die darauf folgende Kontrollwertvalidierung.
Das MIGTransform-Framework kümmert sich um
die Steuerung der Migration, das Fehlerhandling
und die Protokollierung. Der Algorithmus deckt die
Standardmigration sowie vielseitige Möglichkeiten
für Sondermigrationen ab, die je nach Zustand und
Datenqualität des Quellsystems notwendig werden
können.
Einfache Integration in die vorhandene IT-LandschaftDie Java-Softwarekomponenten des Migrationsverfahrens lassen sich problemlos in eine vorhandene Application Lifecycle Management Toolchain integrieren. Da
die MIGSuite alle generischen Aspekte berücksichtigt,
können sich die Mitarbeiter im Migrationsprojekt auf
die Umsetzung der projektindividuellen Fachlogik
konzentrieren:
>
>
Import der Datensätze
Import der Quellsystemdatensätze inklusive der
fachlich korrekten Verknüpfung der Datenstrukturen
Transformationslogik
Implementierung der fachlich definierten Transformationsregeln in Java sowie Verwendung der
Mapping-Unterstützung von MIGTransform
>
Transfer ins Zielsystem
Übergabe der transformierten Daten an das Zielsystem durch Aufruf einer Programmschnittstelle
oder Speicherung in einer Datenbank
>
Anbindung von Schnittstellensystemen
Im Migrationsalgorithmus gibt es die Möglichkeit,
Schnittstellensysteme anzubinden, um von dort
für die Migration relevante Daten zu beschaffen
oder dort Daten zu verändern.
>
Kontrollwertvalidierung
Die Validierung der Kontrollwerte dient zur Bestimmung der Qualität der Migration für jedes einzelne Migrationsobjekt. Die Kontrollwerte werden
kundenseitig erstellt, die Validierung wird vom
Framework übernommen.
Das Framework führt die Transformationslogik, den
Transfer ins Zielsystem, die optionale Anbindung von
Schnittstellensystemen und die Kontrollwertvalidierung
in einem Schritt durch, sodass bei Problemen oder Fehlern ein entsprechender Fehlerstatus gesetzt und das
Objekt nicht ins Zielsystem übernommen wird.
Unsere Dienstleistungen
in|sure MIGSuite kann als Produkt für den Einsatz in
einem Migrationsprojekt erworben werden. Darüber hinaus unterstützen erfahrene adesso-Mitarbeiter gerne
in allen Projektphasen, um eine reibungslose Migration
zu gewährleisten:
>
Definition des Migrationsprojekts (innere/äußere
Migration) mit Erarbeitung eines Umsetzungsplans
>
Analyse der Altsystemdaten
>
Erstellung der Migrationsregeln
>
Aufsetzen des Softwareentwicklungsprojekts (z. B.
mit Maven, Jenkins, Nexus, JUnit)
>
Proof of Concept
>
Programmierung der Regeln
>
Anbindung des Zielsystems
>
Erstellung und Implementierung des Kontrollwertemappings
>
Anbindung von Schnittstellensystemen
in|sure MIGSuite_2017_03
Unsere Kompetenz
Bei der Entwicklung der MIGSuite wurden langjährige
praktische Erfahrungen aus vielen adesso-Migrationsprojekten berücksichtigt. Die auf Java-Standards basierende Lösung ist bereits im Lebensversicherungsumfeld
im Einsatz und hat ihre Praxistauglichkeit bewiesen.
Der Einsatz der MIGSuite kann ein Migrationsprojekt enorm beschleunigen, weil neben der stabilen
Software auch Vorlagen für das Migrationsverfahren
aus erfolgreichen Projekten übernommen werden.
Selbstverständlich ist die MIGSuite branchenunabhängig entwickelt worden. Sämtliche fachlich komplexe
Migrationen beispielsweise bei Versicherungen, Banken
oder Lotterien können mithilfe der in|sure MIGSuite
umgesetzt werden.
adesso insurance solutions GmbH
Stockholmer Allee 24
44269 Dortmund
T +49 231 7000-8000
F +49 231 7000-1000
E [email protected]
www.adesso-insure.de
Die Vorteile im Überblick
> Der erprobte Migrationsprozess der in|sure
MIGSuite unterstützt Standard- und Sondermigrationen revisionssicher.
>
Das technische Rahmenwerk erlaubt eine einfache
kundenspezifische Erweiterung auf Basis von Java
und unterstützt die Fokussierung auf Fachlichkeit.
>
Klare Aufteilung der fachlichen und technischen
Verantwortlichkeiten auf die Komponenten der
MIGSuite.
>
Quellsystemnahe Beauskunftung der importierten
Datensätze. Konfigurierbare Sichten für Mitarbeiter aus den Fachbereichen.
>
Vollständige 1:1-Übernahme der Datensätze aus
komplexen Quellsystem-Landschaften ermöglicht
deren zeitnahe Ablösung.
>
in|sure MIGSuite ist branchenunabhängig und
zeitgleich optimiert für Migrationen in Produkte
der in|sure-Familie.
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