Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz Untersuchung der Kommunikationspolitik von Maler Fleig Wie verwendet Maler Fleig die Kommunikationsinstrumente, um neue Kunden zu gewinnen? Scott Jamieson, 3 Wa 2016 Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz 1 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz Inhaltsverzeichnis 1.Vorwort ................................................................................................................................... 3 2.Einleitung................................................................................................................................. 4 3. Vorgehensweise bei der Projektarbeit ................................................................................... 4 4. Wahl der Kommunikationsinstrumente ................................................................................. 5 5. Ziele der Kommunikationspolitik ........................................................................................... 5 5.1 Zielgruppe ......................................................................................................................... 6 5.2 Messung des Erfolgs ......................................................................................................... 6 6. Wahl der Kommunikationsmittel ........................................................................................... 6 6.1 Werbung ........................................................................................................................... 6 6.2 Internetpräsenz ................................................................................................................ 7 6.3 Sponsoring ........................................................................................................................ 9 7. Gestaltung der Werbungen .................................................................................................... 9 8. Werbebudget ....................................................................................................................... 11 9. Schlusswort .......................................................................................................................... 11 10. Literaturverzeichnis ............................................................................................................ 12 11. Abbildungsverzeichnis ........................................................................................................ 13 12. Anhang................................................................................................................................ 14 12.1 Anhang 1....................................................................................................................... 14 12.2 Anhang 2....................................................................................................................... 14 12.3 Anhang 3....................................................................................................................... 15 12.4 Anhang 4....................................................................................................................... 15 12.5 Anhang 5....................................................................................................................... 16 12.6 Anhang 6....................................................................................................................... 17 12.7 Anhang 7....................................................................................................................... 18 12.8 Anhang 8....................................................................................................................... 19 12.9 Anhang 9....................................................................................................................... 19 12.10 Anhang 10................................................................................................................... 20 2 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz 1.Vorwort Diese Projektarbeit war eine gute Möglichkeit ein neues Thema zu erarbeiten, das mich schon immer interessiert hat: Die Kommunikationspolitik als Teil des Marketings ist für kleine Unternehmen genauso bedeutend wie für grosse Firmen. Mich interessieren KMUs mehr als grosse, internationale Unternehmen. In unserem Lehrbuch wird die Modefirma H&M als Beispiel für die jeweiligen Kommunikationsinstrumente verwendet. Mich interessierte deshalb die Frage, wie ein kleines Unternehmen in einer anderen Branche seine Kommunikationspolitik gestaltet. Meine Kontaktperson, Tobias Fleig, setzt sich seit einigen Jahren mit Marketing und Werbemassnahmen auseinander. Die ungewöhnliche Anwendung der Kommunikationsinstrumente als kleines Malerunternehmen führten in den letzten 8 Jahren zu grossem Erfolg. Ich bedanke mich herzlich bei Tobias Fleig für die Unterstützung meiner Projektarbeit. 3 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz 2.Einleitung Unser Lehrbuch gibt einen groben Überblick über die unterschiedlichen Kommunikationsinstrumente. In dieser Arbeit werden einige davon vertieft angeschaut anhand des Beispiels Maler Fleig. Die Ziele der Kommunikationspolitik werden erklärt und deren Umsetzung unter die Lupe genommen. In dieser Arbeit wird eine mögliche Gestaltung der Kommunikationspolitik eines KMUs angeschaut. Aus der Praxiserfahrung von Tobias Fleig sind einige Besonderheiten beim Vermarkten seines Unternehmens hervorgegangen. Im Folgenden werden die Ursachen für den Erfolg spezifischer Marketinginstrumente erörtert. Zusätzlich wird zudem das Werbebudget analysiert und zukünftige Änderungen besprochen. 3. Vorgehensweise bei der Projektarbeit Zuerst habe ich mich mit der theoretischen Grundlage aus unserem BWL-Buch befasst. Danach wurden Fragen an Tobias Fleig in der Form eines strukturierten Interviews erarbeitet. Einige Werbemittel, die Maler Fleig verwendet, wurden vor dem Interview analysiert, um konkret auf die Wahl und Gestaltung einzugehen. Die Informationen aus dem Interview wurden mit dem Lehrbuchwissen verglichen und zusammen bilden diese die Grundlage für die schriftliche Arbeit. Für weitergehende Informationen wurde im Internet recherchiert. 4 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz 4. Wahl der Kommunikationsinstrumente Maler Fleig verwendet Werbung und Sponsoring, um seinen Umsatz zu steigern. Dabei geht es nicht nur darum, neue Kunden zu gewinnen, sondern auch seinen bestehenden Kunden mehr anzubieten. (vgl. Fleig, 2016) Zusätzlich achtet er auf ein einheitliches und gepflegtes Erscheinungsbild seiner Mitarbeiter. Er investiert in Arbeitskleider und mit seinem Logo lackierte Lieferwagen. Dies dient einerseits dazu, bei den Kunden einen professionellen Eindruck zu hinterlassen. Andererseits ist es ein weiteres Instrument, um die Bekanntheit von Maler Fleig zu steigern. (vgl. Fleig, 2016) Product Placement ist für ein KMU im Dienstleistungsbereich wenig sinnvoll. Die Kosten dafür sind enorm hoch und eine örtliche Begrenzung nicht möglich. Das Preis/Leistungsverhältnis wird deshalb kaum stimmen. (vgl. Capaul & Steingruber, 2013) Im Public Relationsbereich (PR) setzt sich Maler Fleig nicht gezielt ein. Durch seine Werbung und die qualitativ hochwertigen Dienstleistungen wird ein gutes Unternehmensimage bei den Kunden geschaffen. Zufriedene Kunden sollen Maler Fleig auf Grund der guten Leistungen weiterempfehlen. Indirekt wird das Unternehmensimage also durch einen guten Ruf dank konstanter Qualität gepflegt. (vgl. Capaul & Steingruber, 2013) Der persönliche Verkauf stellt für Maler Fleig einen Zwischenschritt dar und nicht ein eigenständiges Kommunikationsinstrument. Durch Werbung, Sponsoring und einen guten Ruf werden Kunden angelockt. Mit diesen werden konkrete Pläne ausgearbeitet bevor der Vertrag unterschrieben wird. Gemäss Tobias Fleig wählen Kunden, die sich persönlich beraten lassen, fast immer ihn für den Auftrag. Das Gespräch erstellt Vertrauen in sein Unternehmen und ist für Tobias Fleig eine zeitliche Investition, die er verlieren würde, falls der Kunde zu einem anderen Maler geht. Ein Risiko besteht jedoch, wenn potenzielle Kunden mehrere Maler anschreiben, um einen Preisvergleich durchzuführen. Bei Architektenbüros ist es sogar gesetzlich vorgeschrieben, dass sie eine Offerte von sechs verschiedenen Handwerkern bekommen müssen. Tobias Fleig muss also den zeitlichen Aufwand für die Erstellung einer Offerte und die Beratung den möglichen Einnahmen gegenüberstellen. Aus seinen Erfahrungen hat er gelernt, potenzielle Kunden und Preisvergleicher mit einer gewissen Sicherheit zu unterscheiden. (vgl. Fleig, 2016; vgl. Capaul & Steingruber, 2013) Verkaufsfördernde Massnahmen, wie z.B. zeitlich begrenzte Preisreduktionen, setzt Maler Fleig nicht mehr ein. Er ist der Meinung, diese hätten in der Vergangenheit keine Wirkung gezeigt. «Entweder man braucht einen Maler, oder man braucht keinen Maler.» (Fleig, 2016) 5. Ziele der Kommunikationspolitik Maler Fleig verwendet Werbung und Sponsoring hauptsächlich, um die Bekanntheit seines Unternehmens zu steigern. Indirekt sollte dies den Umsatz und den Unternehmensgewinn erhöhen und zu langfristigem Erfolg beitragen. Das Ziel seiner Werbung ist, in den Köpfen der Menschen präsent zu sein. Deshalb verwendet er selten informative Werbung auf 5 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz Plakaten (siehe Anhang 1-7). Er versucht nicht, spezifische Dienstleistungen zu verkaufen, ausser er weiss, dass ein bestimmter Kunde daran Interesse haben könnte. In solchen Fällen informiert er die Person persönlich oder gibt ihnen einen informativen Flyer. 5.1 Zielgruppe Seine Kommunikationspolitik ist in erster Linie auf Privatpersonen ausgerichtet. Diese stellen für ihn den grössten Teil (etwas 50% gemessen am Umsatz) seiner Kunden dar. Indirekt werden aber auch Industriekunden, Immobilienverwalter und Gastronomieunternehmer angesprochen, da die Mitarbeiter dieser Unternehmen gleichzeitig auch Privatpersonen sind. (vgl. Fleig, 2016) Tobias Fleig versucht selten, spezifische Dienstleistungen an die breite Bevölkerung zu verkaufen. Das Ziel ist, die Bekanntheit des gesamten Unternehmens zu steigern. Es geht nicht darum, die Öffentlichkeit auf eine bestimmte Dienstleistung aufmerksam zu machen. Seine Werbung führen deshalb nicht zu einem sofortigen Anstieg der Nachfrage, sondern zu langfristig höheren Einnahmen. (vgl. Fleig, 2016) 5.2 Messung des Erfolgs Aus dem oben erwähnten Grund ist der Erfolg von Werbekampagnen schwer zu messen. Aus unserer Sicht muss das Gesamtbild und alle verwendeten Werbemittel betrachtet werden, um den Erfolg einer Werbestrategie einzuschätzen. Vergleiche zwischen den unterschiedlichen Werbemitteln sind mit viel Bauchgefühl verbunden und können nicht mit einer Kosten-Nutzen-Analyse beurteilt werden. (vgl. Fleig, 2016) Seit Tobias Fleig die Führung des Unternehmens im Jahre 2008 übernommen hat, stieg der Umsatz von 500'000 Fr. auf über 1,5Mio Fr. Deshalb sei davon auszugehen, dass seine Kommunikationspolitik wirksam ist. Der Erfolg kommt natürlich nicht ausschliesslich vom Marketing. Um langfristig Erfolg zu haben, muss man seine Kunden zufrieden stellen und ihre Bedürfnisse erfüllen. Das starke Umsatzwachstum zeigt aber, dass sich eine aktive Kommunikationspolitik auch als Malerunternehmen lohnt. Dies ist für Tobias Fleig eine Priorität. Er meint, sein Werbeerfolg hänge teilweise damit zusammen, dass andere kleine Malergeschäfte in der Region Rheinfelden die Werbung vernachlässigen. (vgl. Fleig, 2016) 6. Wahl der Kommunikationsmittel Die traditionelle Werbung stellt für Maler Fleig den Hauptteil der Kommunikationspolitik dar. Sponsoring ist dagegen nur ein kleiner Teil der gesamten Strategie. Ein wichtiger Aspekt, der in unserem Buch nicht als Kommunikationsinstrument erwähnt wird, ist die Internetpräsenz. Die konkrete Anwendung dieser Kommunikationsinstrumente wird in den folgenden Kapiteln erklärt. (vgl. Fleig, 2016; vgl. Capaul & Steingruber, 2013) 6.1 Werbung Maler Fleig schaltet regelmässig eine Anzeige im Bezirksanzeiger des Fricktals. Zusätzlich hängt er jeden 2. Monat in der Altstadt eine A4-Seite Werbematerial auf. Der grösste Teil seines Werbebudgets wird für Plakate an verschiedenen Standorten verwendet. Er 6 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz bevorzugt Plakatwerbung, weil diese nach seiner Meinung das beste PreisLeistungsverhältnis hat. (vgl. Fleig, 2016) Wie bereits erwähnt ist die Wirkung einzelner Werbemittel nicht messbar. Für Maler Fleig ist aber naheliegend, dass 250 Fr. für ein Plakat, das sein Geschäft während zwei Wochen an der Hauptstrasse repräsentiert, einen höheren Nutzen hat als eine Anzeige für 500Fr. im Bezirksanzeiger. Aus diesem Grund reduziert er im kommenden Geschäftsjahr die Anzahl Anzeigen in der Zeitung. (vgl. Fleig, 2016) Maler Fleigs Plakate erkennt man, wenn man in Rheinfelden wohnt. Ein Grund dafür ist sicherlich die kreative Umsetzung, auf die später eingegangen wird. Wichtig scheint jedoch die Standortwahl der Plakate. Tobias Fleig hat gegenüber grösseren Unternehmen den Vorteil, dass er jedes Plakat vor Ort anschaut und den idealen Platz wählt. Bei der Tankstelle in Rheinfelden gibt es 8 Plakatstellen zur Auswahl. Überraschenderweise kosten alle dasselbe, nämlich die zuvor genannten 250Fr. für 2 Wochen. Es ist naheliegend, dass die Plakate direkt an der Strasse öfters gesehen werden und dadurch eine bessere Wirkung haben. Auf diese Schlussfolgerung kommt ein Unternehmer aber nur, wenn er sich die Lage anschaut. Abbildung 1: Jamieson, 2016 6.2 Internetpräsenz Maler Fleig verfügt über eine moderne Webseite, die Informationen über das Unternehmen und dessen Dienstleistungen verbreitet. Das Erstellen einer professionellen Homepage kostete ihn vor drei Jahren rund 10'000 Fr. (Fleig, 2016) Diese Investition lohnt sich, da die Kosten über die Nutzungsdauer von geplanten fünf Jahren verteilt werden. Seine Webseite 7 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz sieht professioneller aus und ist einfacher zu verwenden, als die Webseiten anderer Maler in Rheinfelden. (siehe Anhang 8-10) Die Homepage nutzt er nicht nur, um Kunden anzusprechen, sondern auch für die interne Kommunikation. (vgl. Fleig, 2016) Abbildung 2: MalerFleig.ch, 2016 Maler Fleig hat noch nie Onlinewerbung geschaltet, weil er diese als aufdringlich empfindet. Um seine gute Webseite auszunutzen, wäre eine Investition in solche möglicherweise nützlich. Eine Werbekampagne im Internet wäre einfacher messbar. Er könnte nach einer Testphase die zusätzlichen Einnahmen den Kosten gegenüberstellen und sich entscheiden, ob diese Form von Werbung sein Unternehmen weiterbringt. Dies wäre eine Möglichkeit, um die Verkleinerung der Ausgaben für Zeitungswerbung auszugleichen. (vgl. Fleig, 2016) Abbildung 3: Jamieson, 2016 So könnte eine Googleanzeige für Maler Fleig aussehen. Dies würde ihm erlauben, für einen festgelegten Preis pro Besucher Kunden aus dem ganzen Fricktal anzuziehen. Es würde ihm erlauben, seine Werbung genau den Personen zu zeigen, die gerade einen Maler in der Region Rheinfelden suchen. 8 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz Um auf Local.ch zusätzliche Informationen zu seinem Unternehmen zu präsentieren, ist Tobias Fleig bereit zu zahlen. Ob der Text und das Logo viel bewirken ist fraglich, wichtig scheint jedoch, dass ein Link zu seiner Webseite und eine Telefonnummer vorhanden ist. (vgl. Fleig, 2016; vgl. Local.ch, 2016) 6.3 Sponsoring Das Sponsoring eines Vereins oder eines Anlasses hat nicht nur einen wirtschaftlichen Vorteil, der soziale Aspekt ist dabei zentral. Tobias Fleig hat die Erfahrung gemacht, dass Sponsoring in Rheinfelden wenig sinnvoll ist, wenn nur die wirtschaftliche Seite betrachtet wird. In kleineren Dörfern sei dies jedoch anders. Da Tobias Fleig in Hellikon wohnt, gibt er seine Adresse als Zweitfiliale an. Dadurch hat er den Vorteil, dass er auch im Wegenstettertal als Maler bekannt ist. In den ländlicheren Regionen hat er die Erfahrung gemacht, dass Sponsoring eine grosse Wirkung hat. Er meint, Vereine hätten dort immer noch einen hohen Stellenwert im Vergleich zu Vereinen in Rheinfelden. (vgl. Fleig, 2016) Sponsoring eines Anlasses im Dorf zeigt eine sofortige Wirkung. Maler Fleig ist in den Köpfen der Dorfbevölkerung und erhält dadurch private Aufträge. Zusätzlich macht er sein Unternehmen bei den Gemeinden bekannt, was zu grösseren Aufträgen wie z.B. der Sanierung der Dorfkirche führen kann. (vgl. Fleig, 2016) 7. Gestaltung der Werbungen Maler Fleig gestaltet seine Werbeanzeigen selbst. Er hat gemerkt, dass er ein gutes Gefühl für Werbung hat, was ihn von anderen Malern unterscheidet. Der Zeitaufwand dafür ist relativ gering, da er durch regelmässiges Erstellen neuer Grafiken seine Fähigkeiten übt. Mit den Resultaten einer Werbeagentur war er nicht zufrieden, da diese Plakate sehr viel Geld kosteten und kaum besser als selbstgemachte aussahen. (vgl. Fleig, 2016) Es lohnt sich also, die Plakate selbst zu entwerfen. Wenn Tobias Fleig dieses Talent nicht hätte, wäre es für Ihn schwierig, im gleichen Ausmass Werbeerfolg zu geniessen. Abbildung 4: Fleig, 2016 9 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz Maler Fleig variiert seine Werbungen und schaltet nicht mehrmals hintereinander die gleiche Anzeige. Die meisten werden nur einmal verwendet, aber die Plakate, die er als besonders gut empfindet, könnten im nächsten Jahr nochmals verwendet werden. Leider ist die Wirkung eines einzelnen Plakates nicht messbar, ansonsten könnte er die Besten auswählen und diese wiederholt schalten, solange der überdurchschnittliche Erfolg anhält. Von Werbeexperten wissen wir, dass die Wirkung einer Werbung mit der Zeit abnimmt. Menschen blenden Plakate, die sie bereits kennen, aus. Es braucht also nach einigen Wiederholungen etwas Neues, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. (vgl. Fleig, 2016; vgl. Ogilvy, 1985) Maler Fleig verwendet oft ein Gesicht auf seinen Plakaten. Gesichter ergreifen die Aufmerksamkeit viel stärker als Text oder Symbole. Meistens erscheint Tobias Fleig selber auf den Plakaten. Dies stellt für ihn jedoch keine Werbestrategie, sondern ein praktisches Problem bei der Umsetzung dar. Auch wenn er seine Mitarbeiter gerne als Repräsentanten von Maler Fleig abbilden würde, möchten die Maler lieber nicht in der Werbung erscheinen. (vgl. Fleig, 2016) Das Ziel der Werbung ist es, die Bekanntheit seines Unternehmens zu steigern. Aus diesem Grund verwendet Maler Fleig auf jeder Werbung sein Logo. Um zusätzliche Regelmässigkeiten aufzubauen, hat er sich für einen Schriftzug und ein Hintergrundmuster entschieden, die er überall verwendet. Seine Werbungen, Internetseiten, Briefumschläge und Rechnungen verwenden die gleiche Schriftart. Dadurch baut er eine Vertrautheit mit seiner Firma auf. Die Menschen in Rheinfelden haben ein klares Bild im Kopf, wenn sie an Maler Fleig denken. Dies unterscheidet das Unternehmen von dessen Konkurrenzfirmen, die kaum eine erkennbare Marke darstellen. (vgl. Fleig, 2016) Wie beim Sponsoring hat Tobias Fleig einen Unterschied entdeckt beim Werben in Rheinfelden und im Wegenstettertal. In den Dörfern hebt seine Werbung hervor, dass er ein lokales Unternehmen ist, indem er immer mindestens ein Dorfwappen abbildet. Da jedoch andere Maler keine Werbung in dieser Art verwenden, kämpft er nur mit Grossfirmen um die Aufmerksamkeit der Menschen. Das Dorfwappen auf seinen Plakaten unterscheidet Maler Fleig von den anderen Werbenden in dieser Region. Die Bevölkerung im Dorf schätzt ein lokales Unternehmen und achtet eher auf ein Plakat, das das Dorfwappen enthält. (vgl. Fleig, 2016) Trotz der guten Webseite verweist Maler Fleig in seiner Werbung selten auf die Homepage. Eine Telefonnummer ist ebenfalls oftmals nicht angegeben. Tobias Fleig meint, beides wäre heute nicht mehr nötig, da jede Person ihn ohne Probleme im Internet finden kann. Fortschritte in der Suchmaschinentechnologie machen diese Angaben überflüssig. Dass Maler Fleig in Google einfach zu finden ist, weist auf die Wirksamkeit seiner gesamten Kommunikationsstrategie hin. Der Firmenname ist in Rheinfelden bekannt und deshalb ist die Gefahr, dass jemand auf die falsche Webseite gelangt, minimal. Dabei hilft auch der gute Domainname, der genau zum Firmennamen passt. Sobald die Internetadresse Bindestriche verwendet, müsste ein URL auf den Plakaten angegeben werden. (vgl. Fleig, 2016; vgl. Schäfer, 2016) 10 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz 8. Werbebudget Maler Fleig nimmt als Werbebudget 2% des Vorjahresumsatzes. Da der Umsatz in den letzten Jahren massiv gestiegen ist, stiegen auch seine Werbeausgaben. Seit er die Führung des Unternehmens übernommen hat, blieben die Ausgaben für sämtliche Kommunikationsinstrumente immer innerhalb des Werbebudgets. Das Budget hat sich also von 10'000 Fr. auf maximal 30'000 Fr. vergrössert. Der grösste Teil davon wird für Plakatwerbung ausgegeben. Im kommenden Jahr plant er 8000 Fr. für Plakate auszugeben und nur noch 2500 Fr. für Zeitungsinserate. Daran sieht man, dass Tobias Fleig von der Wirksamkeit seiner Plakatwerbung auch ohne konkrete Messmethoden vollkommen überzeugt ist. (vgl. Fleig, 2016) Grosse Investitionen der Kommunikationspolitik, wie z.B. die Autolackierungen und das Erstellen der Homepage, sieht Tobias Fleig als langfristige Angelegenheit. Er geht davon aus, dass eine gute Webseite mindestens fünf Jahre hält, bevor sie ersetzt werden muss. Er teilt die einmaligen Kosten daher über diese Frist auf. Das gleiche gilt auch für die Ausgaben bei der Autolackierung. Dadurch kann er grössere Investitionen tätigen, ohne sein Werbebudget in einem Jahr zu sprengen. (vgl. Fleig, 2016) Tobias Fleig meint, er würde mehr für Werbung ausgeben als andere Maler der gleichen Grösse. Anderen Handwerkern scheint die Effektivität von gezielten Kommunikationsmassnahmen, noch nicht bekannt zu sein. (vgl. Fleig, 2016) 9. Schlusswort Die Kommunikationspolitik von Maler Fleig basiert hauptsächlich auf Werbung, mittels insbesondere Werbeplakaten. Diese Form von Werbung zeigte sich über mehrere Jahre als wirksam, um die Bekanntheit des Unternehmens zu steigern und neue Kunden anzulocken. Ein wichtiger Grund für den Erfolg seiner Kommunikationsstrategie ist, dass die meisten Malergeschäfte nicht im gleichen Ausmass Werbung machen. Dadurch sticht Maler Fleig aus der Menge heraus und kann mit relativ wenig Werbeausgaben eine starke Wirkung erzielen. Maler Fleig gestaltet seine Werbung einzigartig in der Malerbranche. Da er in der Zukunft weniger in Zeitungsinserate investieren wird, sehe ich die Werbung im Internet als mögliche Alternative, um sein Unternehmen zeitgemäss zu vermarkten. Ich bestätige, dass ich die Arbeit selbstständig durchgeführt habe, sämtliche Eigen- und Fremdleistungen deklariert und die verwendeten Quellen nach den Regeln wissenschaftlichen Arbeitens nachgewiesen habe. 11 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz 10. Literaturverzeichnis Capaul, R. & Steingruber, D., 2013. Betriebswirtschaft verstehen. 2. Auflage Hrsg. Berlin: Cornelsen Schulverlag GmbH. Fleig, T., 2016. Kommunikationspolitik von Maler Fleig [Interview] (23 November 2016). Ogilvy, D., 1985. Ogilvy On Advertising. s.l.:Vintage Books. Schäfer, T., ThorstenSchaefer.com. [Online] https://www.thorsten-schaefer.com/de/services/konzeption/der-richtige-domainname.html [Zugriff am 29 November 2016]. Tobias Fleig, Local.ch. [Online] https://yellow.local.ch/de/d/Rheinfelden/4310/Malergeschaeft/Maler-Fleig-AGSDjnLhhVS4gUQVRU0ZbGNQ [Zugriff am 6 December 2016]. 12 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz 11. Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Jamieson, 2016 ..................................................................................................... 7 Abbildung 2: MalerFleig.ch, 2016 .............................................................................................. 8 Abbildung 3: Jamieson, 2016 ..................................................................................................... 8 Abbildung 4: Fleig, 2016 ............................................................................................................. 9 Abbildung 5: Fleig, 2016 ........................................................................................................... 14 Abbildung 6: Fleig, 2016 ........................................................................................................... 14 Abbildung 7: Fleig, 2016 ........................................................................................................... 15 Abbildung 8: Fleig, 2016 ........................................................................................................... 15 Abbildung 9: Fleig, 2016 ........................................................................................................... 16 Abbildung 10: Fleig, 2016 ......................................................................................................... 17 Abbildung 11: Fleig, 2016 ......................................................................................................... 18 Abbildung 12: MalerVogel.ch, 2016 ......................................................................................... 19 Abbildung 13: Wehrli-Maler.ch, 2016 ...................................................................................... 19 Abbildung 14: Maler-Bohler.ch, 2016 ...................................................................................... 20 13 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz 12. Anhang 12.1 Anhang 1 Abbildung 5: Fleig, 2016 12.2 Anhang 2 Abbildung 6: Fleig, 2016 14 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz 12.3 Anhang 3 Abbildung 7: Fleig, 2016 12.4 Anhang 4 Abbildung 8: Fleig, 2016 15 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz 12.5 Anhang 5 Abbildung 9: Fleig, 2016 16 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz 12.6 Anhang 6 Abbildung 10: Fleig, 2016 17 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz 12.7 Anhang 7 Abbildung 11: Fleig, 2016 18 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz 12.8 Anhang 8 Abbildung 12: MalerVogel.ch, 2016 12.9 Anhang 9 Abbildung 13: Wehrli-Maler.ch, 2016 19 Scott Jamieson Projektarbeit SLS Wirtschaft Gymnasium Muttenz 12.10 Anhang 10 Abbildung 14: Maler-Bohler.ch, 2016 20