Keytruda (Pembrolizumab) in erweiterter

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Medienmitteilung
Anti-PD-1-Therapie
Keytruda® (Pembrolizumab) in erweiterter
Indikation als First-Line Therapie zur Behandlung
des fortgeschrittenen Melanoms zugelassen
Luzern, 8. März 2016 – Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic hat
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am 2. März 2016 Keytruda (Pembrolizumab) in einer erweiterten Indikation
zur Behandlung des nicht resezierbaren oder metastasierten Melanoms bei
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Erwachsenen zugelassen. Damit ist Keytruda , als erster in der Schweiz
zugelassener Anti-PD-1-Antikörper, neu auch die einzige und erste First-Line
Anti-PD-1-Therapie für Patienten mit nicht resezierbarem oder metastasiertem
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Melanom, unabhängig vom BRAF-Status. Keytruda steht Patienten in der
Schweiz in der zugelassenen Dosis von 2mg/kg alle drei Wochen als
wirksamere und verträglichere Therapieoption im Vergleich zum
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Therapiestandard zur Verfügung .
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Die First-Line-Zulassung von Keytruda stützt sich auf die KEYNOTE-006 Studie.
In dieser Phase-III-Studie war Pembrolizumab gegenüber Ipilimumab im Hinblick
auf das Gesamtüberleben, das progressionsfreie Überleben (progression free
suvival, PFS) und die Gesamtansprechrate überlegen. Die Überlebensrate nach
einem Jahr betrug 68 % bei Patienten, die Pembrolizumab alle 3 Wochen erhielten
versus 58% bei Patienten, die Ipilimumab erhielten, und war damit signifikant
besser (p=0,0036). Die medianen Werte des Gesamtüberleben waren zum
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Zeitpunkt der Analyse noch nicht erreicht. Damit ist Keytruda die erste gegen PD1 gerichtete Therapie mit einem überlegenen Gesamtüberleben gegenüber
Ipilimumab. Die PFS Raten nach 6 Monaten betrugen 46 % vs. 27 % bei Patienten,
die 10 mg/kg Pembrolizumab alle 3 Wochen erhielten vs. Ipilimumab. Die
Gesamtansprechsrate betrugen 33% vs. 12% bei Patienten, die 10 mg/kg
Pembrolizumab alle 3 Wochen erhielten vs. Ipilimumab*.
(*Die zugelassene Dosis beträgt 2mg/kg alle drei Wochen.)
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«Die Zulassung von Keytruda als First-Line Therapie ermöglicht einem
bedeutenden Anteil der Patienten mit metastasiertem Melanom einen wichtigen
Therapiefortschritt. MSD hat einen Forschungsschwerpunkt in der ImmunOnkologie und forscht weiter an innovativen Therapieoptionen, um zur
Verbesserung der Gesundheit von Patienten mit bisher nur ungenügenden
Therapiemöglichkeiten beitragen zu können.», sagt Kyle Tattle, Managing Director,
MSD Schweiz.
Über die Verträglichkeit von Keytruda
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Die häufigsten unerwünschten Wirkungen (˃10 %) mit Pembrolizumab, die im
Rahmen der kombinierten Studien KEYNOTE-001 und KEYNOTE-002, bei 1567
Patienten mit fortgeschrittenem Melanom und drei unterschiedlichen Dosismengen
(2 mg/kg alle drei Wochen oder 10 mg/kg alle zwei oder drei Wochen) evaluiert
wurden, waren Pruritus, Husten, Arthralgie, Hautausschlag, Rückenschmerzen und
Abdominalschmerzen. Die häufigsten berichteten Nebenwirkungen zeigten
Schweregrade 1 oder 2. Die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen waren
unerwünschte Reaktionen des Immunsystems und schwerwiegende unerwünschte
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Reaktionen in Zusammenhang mit Infusionen.
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Das maligne Melanom
Beim malignen Melanom handelt es sich um die schwerwiegendste Form von
Hautkrebs. Es ist durch ein unkontrolliertes Wachstum pigmentbildender Zellen
gekennzeichnet. In der Schweiz gehört das maligne Melanom zu den häufigsten
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Krebsarten (Platz 5) . Die Schweiz ist zudem das europäische Land mit der
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höchsten Inzidenzrate. Jedes Jahr erkranken rund 2‘400 Personen am Melanom ,
was einer Rate von ca. 30 Neuerkrankungen pro 100‘000 Einwohnern entspricht.
Davon werden bei rund 10 Prozent der Patienten ein bereits metastasiertes oder
nicht-resezierbares Melanom der Stadien 3-4 diagnostiziert. Für diese Patienten ist
die Prognose in der Regel sehr schlecht und liegt bei einer mittleren
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Überlebensdauer von 6 - 14 Monaten . Die 10 Jahres-Überlebensraten liegen bei
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nur gerade 10 -15 Prozent.
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Über Keytruda (Pembrolizumab)
Pembrolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der die Interaktion
zwischen PD-1 und dessen Liganden PD-L1 und PD-L2 blockiert. Durch die
Bindung an den PD-1-Rezeptor und die Blockierung der Interaktion mit den
Rezeptor-Liganden kann Pembrolizumab die körpereigene anti-TumorImmunantwort reaktivieren.
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Keytruda (Pembrolizumab) ist als lyophilisiertes Pulver für ein Konzentrat zur
Herstellung einer Infusionslösung in einer 50mg Durchstechflasche erhältlich. Es
wird den Patienten alle drei Wochen als 30-minütige intravenöse Infusion
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verabreicht. Die zugelassene Dosierung beträgt 2mg/kg.
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Keytruda ist in mehr als 35 Ländern zur Behandlung des fortgeschrittenen
malignen Melanoms zugelassen.
Mit über 160 klinischen Studien bei mehr als 30 Tumorarten und mehr als 22000
Patienten treibt MSD ein umfassendes und rasch wachsendes klinisches
Entwicklungsprogramm zu Pembrolizumab voran.
Pembrolizumab entwickelt in der Schweiz
Die Forschungs- und Entwicklungseinheit von MSD in der Schweiz, die
Werthenstein BioPharma GmbH mit Sitz in Schachen, Kanton Luzern, hat den
biotechnologischen Wirkstoff für Keytruda entwickelt und seit 2009 für den Einsatz
in weltweiten klinischen Studien produziert. 2014 erhielt sie von der
amerikanischen Food & Drug Administration (FDA) die Lizenz zur kommerziellen
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Produktion des Wirkstoffes für den US-amerikanischen Markt, in dem Keytruda
seit September 2014 zugelassen ist.
Die Schweiz ist zudem Teil des globalen klinischen Entwicklungsprogramms für
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Keytruda . Laufende Studien in der Schweiz umfassen derzeit neun verschiedene
Studien in sieben unterschiedlichen Tumortypen an elf Studienzentren – davon vier
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mit Studien zur Behandlung des malignen Melanoms.
Wir haben Krebs im Fokus
MSD hat es sich zur Aufgabe gemacht, wissenschaftliche Innovationen
umzusetzen und Menschen mit Krebs zu helfen. Indem wir Patienten den Zugang
zu unseren Krebsmedikamenten ermöglichen und die Forschung in der
Immunonkologie vorantreiben, können wir Menschen mit Krebs neue Hoffnung
geben.
Referenzen
1. Keytruda® Fachinformation, Stand März 2016, publiziert auf der Homepage von
Swissmedic (www.swissmedicinfo.ch) (letzter Zugriff am 8.3.2016)
2. Robert C. et al. Pembrolizumab versus Ipilimumab in Advanced Melanoma, N Engl J Med
2015; 372:2521-2532
Seite 2
3. 2008-2012 NICER; Stand Oktober 2015; www.krebsliga.ch
4. BFS. Hautmelanom: Bestandesaufnahme und Prävention In: Statistik Bf, ed. BFS Aktuell
2012:4.
5. Gogas HJ, Kirkwood JM, Sondak VK. Chemotherapy for metastatic melanoma: time for a
change? Cancer 2007;109:455-64
6. McArthur GA, et al. Safety and efficacy of vemurafenib in BRAF(V600E) and
BRAF(V600K) mutation-positive melanoma (BRIM-3): extended follow-up of a phase 3,
randomised, open-label study. Lancet Oncol 2014;15:323-32
7. What are the survival rates for melanoma skin cancer by stage? American Cancer
Society, 2015. at http://www.cancer.org/cancer/skincancermelanoma/detailedguide/melanoma-skin-cancer-survival-rates. (letzter Zugriff am
4.3.2016)
8. MSD-Study overwiev 25.2.2016
Hinweis für Medienschaffende:
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Weitere Informationen zu Keytruda erhalten Sie im beigefügten Factsheet
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Keytruda (Stand März 2016).
Medienkontakt
MSD Merck Sharp & Dohme AG
Liliane Mester, Communications Lead
Tel. 079 235 58 90, [email protected]
Über MSD
MSD ist ein forschendes, global führendes Gesundheitsunternehmen, das sich
weltweit für die Verbesserung von Gesundheit und Lebensqualität einsetzt. MSD ist
ein geschützter Name von Merck & Co., Inc., Kenilworth, New Jersey, U.S.A. Mit
seinen rezeptpflichtigen Medikamenten, Impfstoffen, Biotherapeutika und der
Veterinärmedizin bietet MSD in über 140 Ländern umfassende und innovative
Gesundheitslösungen. Darüber hinaus setzt sich MSD für den verbesserten
Zugang zu Medikamenten ein. Zu diesem Zweck engagiert sich MSD in
weitreichenden Programmen und Partnerschaften.
MSD Humanmedizin Schweiz
Die Schweiz ist ein wichtiger Standort für das Unternehmen. Hier sind 600
Mitarbeitende in nationalen und internationalen Funktionen tätig. Der Bereich
Humanmedizin ist in der Schweiz zuständig für den Vertrieb rezeptpflichtiger
Medikamente und Biopharmazeutika in den Therapiebereichen Herz-Kreislauf,
Diabetes, Autoimmunerkrankungen, Infektionen (u.a. HIV/Aids, Antibiotika bzw.
Antibiotika-Resistenzen und Hepatitis C), Onkologie und Frauengesundheit.
MSD ist in der Schweiz aktiv in der klinischen Forschung und stellt hier
Medikamente für den Handel wie für klinische Studien weltweit her. Die Stärkung
der Gesundheitskompetenz und der Gesundheitsökonomie sind weitere Anliegen,
für die sich MSD lokal einsetzt. Ebenso engagiert sich MSD an seinem Standort in
Luzern. 2016 erhielt das Unternehmen in der Schweiz zum vierten Mal in Folge die
Zertifizierung «Top Employer» und zum ersten Mal die Auszeichnung «Top
Employer Europe».
©
2016 MSD Merck Sharp & Dohme AG, Werftestrasse 4, 6005 Luzern.
Alle Rechte vorbehalten.
Short Prescribing Information KEYTRUDA® (Pembrolizumab MSD)
Before prescribing KEYTRUDA® please consult the full Prescribing Information as published at
www.swissmedicinfo.ch
Composition: Pembrolizumab, excipients: L-histidine, L-histidine hydrochloride monohydrate,
sucrose, polysorbate 80 (produced from genetically modified maize). Indications: Keytruda®
can be administered for the treatment of unresectable or metastatic melanoma in adults.
Dosage/Duration of Treatment: The recommended dose of Keytruda® is 2 mg/kg administered
intravenously over 30 minutes every 3 weeks. Patients are to be treated with Keytruda® until
disease progression or unacceptable toxicity. Contraindications: Hypersensitivity to the active
substance or to any of the excipients. Precautions: Immune-mediated adverse reactions
(including pneumonitis, colitis, hepatitis, nephritis, endocrinopathies, and others) occurred in
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patients receiving pembrolizumab. In clinical trials, most immune-mediated adverse reactions
were reversible and managed with interruptions of pembrolizumab, administration of
corticosteroids and/or supportive care. For suspected immune-mediated adverse reactions,
ensure adequate evaluation to confirm etiology or exclude other causes. Based on the severity
of the adverse reaction, withhold pembrolizumab and administer corticosteroids. Upon
improvement to Grade 1 or less, initiate corticosteroid taper and continue to taper over at least 1
month. Restart pembrolizumab if the adverse reaction remains at Grade 1 or less. If another
episode of a severe adverse reaction occurs, permanently discontinue pembrolizumab. Severe
infusion-related reactions have been reported. Interactions: No formal drug drug interaction
studies have been conducted. However, no drug-drug interactions are expected. Undesirable
Effects: Very common: pruritus, cough, arthralgia, rash, back pain, abdominal pain. Common:
hyperthyroidism, hypothyroidism, hyponatremia, pneumonitis, colitis, dry mouth, hepatitis
including drug induced liver injury, severe skin reactions, vitiligo. Uncommon: hypophysitis
including hypopituitarism, type 1 diabetes mellitus including ketoacidosis, uveitis, pancreatitis,
myositis, nephritis, severe infusion-related reactions. Packaging: Keytruda® powder for
concentrate for solution for infusion 50 mg. Category A, SL. Marketing authorisation holder:
MSD Merck Sharp & Dohme AG, Switzerland, a subsidiary of Merck & Co., Inc., Kenilworth, NJ,
USA. Date: March 2016.
ONCO-1176129-0000
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