Geschützte Warennamen werden nicht besonders kenntlich

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Geschützte Warennamen werden nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines
solchen Hinweises kann nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien
Warennamen handelt.
Wie jede Wissenschaft ist die Medizin ständigen Entwicklungen unterworfen. Soweit in
diesem Verzeichnis eine Dosierung oder eine Applikation erwähnt wird, darf der Leser zwar
darauf vertrauen, dass die Autoren große Sorgfalt darauf verwandt haben, dass diese Angabe
dem Wissenstand bei Fertigstellung des Verzeichnisses entspricht.
Für Angaben über Dosierungsweisen und Applikationsformen kann jedoch keine Gewähr
übernommen werden. Jeder Benutzer ist angehalten. durch sorgfältige Prüfung der
Beipackzettel der verwendeten Präparate und gegebenenfalls nach Konsultation eines
Spezialisten festzustellen, ob die dort gegebene Empfehlung für Dosierungen oder die
Beachtung von Kontraindikationen gegenüber der Angabe in diesem Verzeichnis abweicht.
Jede Dosierung oder Applikation erfolgt auf eigene Gefahr des Benutzers.
Version: 1.4
Stand:
15.01.2016
© Copyright 2016
Prof. Dr. med. J. Blessing
Dr. med. F. Blessing
Dr. med. L. Hehmann und Kollegen
Virchowstr. 10c
78224 Singen (Hohentwiel)
Inhaltsverzeichnis
Allgemeine Hinweise
Telefonverbindungen
...................................................
Befundauskunft
............................................................
Befundinterpretationen
................................................
Befundmitteilung
.........................................................
Normwertangaben
......................................................
Meßunsicherheit
......................................................
Seite 2
Seite 2
Seite 2
Seite 3
Seite 3
Seite 3
Untersuchungsmaterial
Probenkennzeichnung
.................................................
Seite 4
Anforderungsscheine
................................................... Seite 4
Untersuchungsmaterialien
........................................... Seite 5
Probentransport
......................................................................... Seite 10
Versandmaterial
........................................................................ Seite 11
Qualitätsmanagement
Präventivmedizin
............................................................... Seite 12
...................................................................... Seite 12
Hygiene, Arbeitssicherheit,
QM in der Arztpraxis
................................................................. Seite 13
Ausnahmeziffern im EBM
.......................................................... Seite 14
Meldepflicht nach IfSG
............................................................. Seite 15
Abkürzungsverzeichnis
............................................................. Seite 17
Analysenverzeichnis
.................................................................. Seite 18
(alphabetisch)
Stichwortverzeichnis
................................................................. Seite 364
Verzeichnis der wichtigsten Übersichtstabellen
Exogen allergische Alveolitis
Autoantikörper
..................................................... Seite 44
.......................................................................... Seite 52
Bakteriologische Untersuchungen
Hepatitis-Stufendiagnostik
Infektionskrankheiten
............................................. Seite 56
......................................................... Seite 165
................................................................ Seite 183
Molekulargenetische Untersuchungen (siehe auch PCR)
............ Seite 230
PCR
........................................................................................... Seite 264
RAST
.......................................................................................... Seite 287
Umweltmedizinische / Toxikologische Untersuchungen
Tumormarkerdiagnostik
........... Seite 326
............................................................ Seite 346
www.labor-blessing.de
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Allgemeine Hinweise
Telefonverbindungen
Zentrale:
07731-9956-0
Mo. - Fr.
Sa.
So.
8:00 - 21:00 Uhr
8:00 - 13:00 Uhr
9:00 - 12:00 Uhr
Telefax-Nr. 07731-982 68 31
Internet
Im Internet finden Sie uns unter:
Unsere e-mail-Adresse lautet:
www.labor-blessing.de
[email protected]
Befundauskunft / Befundinterpretation
Mo. - Fr.
Sa.
So.
8:00 - 21:00 Uhr 07731-9956-0
8:00 - 13:00 Uhr 07731-9956-0
9:00 - 12:00 Uhr 07731-9956-0
Unsere Befundauskunft erreichen Sie zu den angegebenen Zeiten über obige
Telefonnummer oder über die Zentrale. Fragen zu Befunden, Interpretationen sowie laborärztliche Konsiliargespräche werden über die Telefonzentrale an Prof. Dr. med. J. Blessing sowie an die in den einzelnen
Abteilungen tätigen Ärzte vermittelt.
Unsere Ärzte erreichen Sie auch direkt unter folgender Durchwahl:
Prof. Dr. J. Blessing:
07731-9956 108 (Virologie, Serologie, Labororganisation)
Dr. F. Blessing:
07731-9956 105 (Hämatologie, Labororganisation)
Dr. E. Friedrich:
07731-9956 107 (Serologie,
Toxikologie)
Dr. L. Hehmann:
07731-9956 104 (Klin. Chemie, Endokrinologie)
Prof. Dr. P. Lohse
07731-9956 234 (Molekulare Genetik)
Dr. T. Schutz:
07731-9956 142 (Mikrobiologie)
Dr. L. Steinmüller-Magin
07731-9956-132 (PCR, Molekularbiologie)
Drogenanalytik,
Weitere Ansprechpartner
Abrechnung:
EDV:
Versand/Fahrdienst:
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Dr. V. Kamla
Dipl. Inf. H. Herbeck
Fr. M. Börner
2
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07731-9956 120
07731-9956 124
07731-9956 125
07731-9956 109
Befundmitteilung
Die meisten Untersuchungen werden am Tag des Probeneingangs durchgeführt. Die Befundmitteilung erfolgt schriftlich über unseren Abholdienst,
per Briefpost und/oder per Datenfernübertragung. Eilige Analysen-Ergebnisse
werden bei Bedarf unmittelbar nach Abschluß der Analyse telefonisch oder
per Fax übermittelt. Dies gilt auch für bestimmte pathologische bzw.
potentiell bedrohliche Befunde (z.B. erhöhte CK, positive Blutkultur etc.).
Normwertangaben
Die im Untersuchungsprogramm angegebenen Normalwerte bzw. Referenzbereiche sind in vielen Fällen nur ein verkürzter Auszug unserer (meist
alters- und/oder geschlechtsabhängigen) Normalwertedatei.
Sofern auf den Überweisungsscheinen bzw. LG-Anforderungsformularen
entsprechende Angaben vorliegen, werden in den Befundausdrucken die
Normalwerte entsprechend alters- und geschlechtsspezifisch angegeben.
Wir bitten daher um möglichst vollständige Angabe des Geburtsdatums, des
Vornamens bzw. des Geschlechts, ggf. auch von Zyklustag oder Schwangerschaftswoche.
Aufgrund des medizinischen Fortschritts speziell auch im Bereich der Labormethoden sind methodenbedingte Änderungen der Normwerte bzw.
Referenzbereiche jederzeit möglich. Bitte beachten Sie daher immer die
jeweils gültigen Normwerte auf dem Befundausdruck. Bei klinisch relevanten Änderungen drucken wir darüberhinaus i.d.R. während der Umstellungsphase einen zusätzlichen Hinweis auf den Befund.
Meßunsicherheit
Für alle vom Laboratorium eingesetzten quantitativen Untersuchungsverfahren werden die Messunsicherheiten anhand des Einsatzes von
Kontroll- und zertifizierten Referenzmaterialien sowie Teilnahmen an
Ringversuchen festgestellt oder aufgrund der Fachkompetenz im Labor auf
der Basis der Fehlereinflussgrößen abgeschätzt.
Diese Daten werden interessierten Einsendern auf Wunsch zur Verfügung
gestellt.
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Untersuchungsmaterial
Probenkennzeichnung
Probengefäße (nicht Umröhrchen oder Hüllen) immer mit Namen, Vornamen, Geburtsdatum und Entnahmezeitpunkt beschriften.
Bei Funktionstesten (z.B. Stimulations-, Suppressions-Tests) und Tagesprofilen bitten wir, die einzelnen Proben zweifelsfrei entsprechend zu
kennzeichnen.
Insbesondere wenn von einem Patienten mehrere unterschiedliche Probenmaterialien eingesandt werden (z.B. Serum und Citrat-Plasma) ist die Angabe
des Untersuchungsmaterials auf dem Röhrchen erforderlich, um Verwechslungen bzw. Fehlbestimmungen zu vermeiden (Serum und Plasma
lassen sich z.B. optisch nicht unterscheiden).
Anforderungsscheine
Patientendaten bitte in Blockschrift eintragen. Bei Privatpatienten bitte die
vollständige Postanschrift angeben. Bei Kassenpatienten bitten wir den
Überweisungsschein beizulegen und die gewünschten Analysen einzutragen. Angaben zur Diagnose sowie weitere Informationen, z.B. Erkrankungsbeginn, Symptome, Schwangerschaft (SSW), Auslandsaufenthalte, passive
oder aktive Impfungen, Einnahme von Medikamenten, ermöglichen korrekte
Befundung und Plausibilitätskontrollen. Bei gleichzeitiger Einsendung von
mehreren Untersuchungsmaterialien zu einem Patienten sollte aus dem
Anforderungsschein (oder den Anforderungsscheinen) klar hervorgehen,
welche Untersuchung aus welchem Material gewünscht wird.
Unsere Abrechnung mit der KV erfolgt elektronisch nach dem ADT-Verfahren. Wir bitten deshalb unbedingt darauf zu achten, daß auf dem
Überweisungsschein neben den eigentlichen Personendaten auch folgende
Angaben vollständig vorhanden sind:
• Kassen-Nr.
• Versicherten-Nr.
• Status
• Vertragsarzt-Nr. bzw. Betriebsstätten-Nr.
(Wenn Sie die Ü-Scheine mit den Daten der Chipkarte per Computer ausdrucken, sind diese Angaben normalerweise vollständig enthalten. Achtung:
Ü-Schein nicht ausdrucken, bevor die Chipkarte eingelesen wurde!)
Wir bitten darauf zu achten, daß das Chipkartendatum bzw. der Gültigkeitszeitraum nicht abgelaufen ist, da der Ü-Schein leider sonst von der KV
nicht mehr akzeptiert wird.
Um Rückfragen bzw. Probleme mit der KV zu vermeiden, bitten wir unbedingt nur unterschriebene Ü-Scheine einzusenden.
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Untersuchungsmaterialien
Sofern nicht bei einzelnen Analysen abweichende Angaben gemacht werden, sollte Untersuchungsmaterial wie folgt aufgearbeitet werden:
Serum: Vollblut ohne Zusätze mindestens 20 min (bei Röhrchen mit Gerinnungshilfe=Plastikkügelchen) bis 60 min (bei Röhrchen ohne Gerinnungshilfe) gerinnen lassen. Dann 15 min bei ca. 3.000 U/min zentrifugieren,
Überstand (Serum) in entsprechend beschriftetes Probenröhrchen überführen
und wie angegeben versenden bzw. lagern.
Bitte nicht zu früh zentrifugieren, um eine Nachgerinnung zu vermeiden!
Nachgerinnung der Probe tritt auf, wenn das Material zu früh zentrifugiert
wird (bevor noch die Gerinnung abgeschlossen ist). Das Phänomen ist
makroskopisch oft nicht unmittelbar zu erkennen und kann (durch Behinderung des Pipettiervorganges an automatisierten Systemen) zu falsch niedrigen Werten führen.
Bei Verwendung von Vacutainern oder Monovetten mit Trenngel muß
nach mehrmaligem und vorsichtigem Schwenken des Röhrchens ebenfalls
zentrifugiert werden, das Serum kann dann aber für den Transport über dem
abgetrennten Blutkuchen stehenbleiben, dabei dürfen jedoch oberhalb des
Trenngels keine Erythrozyten verbleiben.
Bei Blutentnahmesystemen mit Trenngel können bei allen Untersuchungen,
bei denen Antikörper nachgewiesen werden sollen, falsch negative bzw.
falsch niedrige Ergebnisse auftreten, da die Antikörper im Trenngel haften
können. Dies ist z.B. in der Infektionsserologie, bei der Bestimmung von
Autoimmun-Antikörpern und in der Blutgruppen-Serologie (Isoagglutinine
und Antikörpersuchtest) der Fall.
Für diese Untersuchungen sowie auch für die Bestimmung von Medikamentenspiegeln und Spurenelementen sollen Röhrchen mit Trenngel daher
nicht oder nur nach Rücksprache benutzt werden!
Mischserum: Bei Untersuchungsparametern mit relevanten circadianen
Schwankungen empfiehlt es sich, Mischserum einzusenden (z.B. Serum aus
3 Blutentnahmen im Abstand von 20 min oder an 3 aufeinander folgenden
Tagen in ein Serumröhrchen geben).
Vollblut: Vollblut ohne Zusätze sollte nur dann eingesandt werden, wenn es
explizit gefordert wird (z.B. zur Blutgruppenbestimmung). Bei vielen Parametern kann es ansonsten durch unvermeidbare Diffusionsvorgänge und
Hämolyse während des Transports zu unplausiblen Ergebnissen kommen
(z.B. erhöhte Werte für Kalium, LDH, GOT, GPT, SP, Eisen, Phosphat, Zink,
Mg, erniedrigte Werte für Glucose, Chlorid, AP, Bilirubin, Störung von
Immunoassays).
Plasma: EDTA-, Citrat- oder Heparin-Blut (siehe unten) 15 min bei ca. 3.000
U/min zentrifugieren, Überstand (Plasma) in entsprechend beschriftetes
Probenröhrchen überführen und wie angegeben versenden bzw. lagern.
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Um Mißverständnisse zu vermeiden, sollte die Art des Materials auf dem
Röhrchen angegeben werden (z.B. "Citrat-Plasma").
EDTA-Blut: Blut mit entsprechender EDTA-Monovette oder EDTA-Vakutainer abnehmen und darin belassen. Bei Blutentnahme mittels Luer-System
Blut unmittelbar nach Entnahme in EDTA-Probenröhrchen geben. Jeweils
auf gute Durchmischung achten. Möglichst genau bis zum Strich befüllen
(Unter- bzw. Überfüllung kann z.B. beim Blutbild zu fehlerhaften Ergebnissen führen).
Citratblut (für Gerinnungsanalysen): Citrat-Monovetten oder Vacutainer
benutzen (hier ist die korrekte Citratmenge bereits vorgegeben) und möglichst genau bis zum Strich befüllen.
Bei Blutentnahme mittels Luer-System 1 Teil Na-Citratlösung (3,8 %; DAB7)
und 9 Teile Blut mischen.
Bei Gerinnungsanalysen sollte das Mischungsverhältnis bei extremen Hämatokritwerten angepaßt werden:
- bei HK >60%: 1 Teil Na-Citratlösung und 19 Teile Blut
- bei HK <20%: 1 Teil Na-Citratlösung und 4 Teile Blut
Falls gefrorenes Citratplasma benötigt wird, so ist auf ausreichende Zentrifugation (plättchenarmes Plasma!) zu achten: mindestens 15 min bei 1500 x
g (ca. 3000-4000 U/min je nach Zentrifuge) zentrifugieren.
Citratblut (für BSG): Spezielle BSG-Monovetten oder -Vacutainer benutzen
oder 1 Teil Na-Citratlösung (3,8 %; DAB7) und 4 Teile Blut mischen.
Heparin-Blut: Blut mit entsprechender Heparin-Monovette oder HeparinVakutainer abnehmen und darin belassen. Bei Blutentnahme mittels LuerSystem Blut unmittelbar nach Entnahme in Heparin-Probenröhrchen geben.
Jeweils auf gute Durchmischung achten. Möglichst genau bis zum Strich
befüllen.
Alternativ 10 ml Blut mit 0,1 - 0,2 ml Liquemin 2.500 (2.500 IE/ml) aufziehen, gut durchmischen und in Probenröhrchen überführen. Wenn ein
Heparinpräparat mit höherer Konzentration verwendet wird (z. B. Liquemin
25.000), die Innenwand der Spritze mit Heparin benetzen (ca. 1 ml Heparin
aufziehen und wieder ausspritzen), dann Blut abnehmen, mischen und in
Probenröhrchen überführen.
Natriumfluorid-Blut: NaF-Röhrchen (NaF verhindert den Glukoseabbau) mit
der aufgedruckten Menge Vollblut befüllen, auf gute Durchmischung achten.
NaHSO4-Röhrchen: Zur Bestimmung der Sauren-Phosphatase/ProstataPhosphatase: die Produktion des Röhrchens wurde vom Hersteller eingestellt, da die o.g. Untersuchungen obsolet sind (siehe dort).
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Blutausstrich: 3-4 gleichmäßig dünne Blutausstriche anfertigen, 10-30 min
lufttrocknen und mit Bleistift beschriften. Nicht fixieren! In Versandhülle für
Objektträger verschicken. „Dicker Tropfen“ siehe Stichwort Malaria.
Urin: Mit Urin meinen wir immer Spontanurin ohne Zusätze, falls nicht eine
besondere Vorgehensweise ausdrücklich empfohlen wird (z.B. Mittelstrahlurin, zweiter Morgenurin, bestimmte Zusätze).
24-Stunden-Sammelurin: Beginn der Sammelperiode 7.00 Uhr morgens. Der
erste Morgenurin wird noch verworfen, alle folgenden Urinportionen bis
zum nächsten Morgen einschließlich des Morgenurins werden gesammelt.
Urin kühl und lichtgeschützt lagern, Gesamtmenge gut durchmischen,
benötigte Teilmenge in mit dem Patientennamen beschriftete Probenröhrchen abfüllen und wie angegeben lagern. Ggf. vorhandene Bodensätze vor
der Aliquotierung in Lösung bringen. Evtl. notwendige Zusätze (Konservierungsmittel) sind bei den jeweiligen Analysen angegeben und sollten jeweils
ins Sammelgefäß vorgelegt werden.
Sammelmenge und ggf. Sammelzeit unbedingt angeben!
Punktat: Für die meisten Untersuchungen sind sterile Serum- oder Uringefäße geeignet. Zur Beurteilung zellulärer Bestandteile sollte zusätzlich ein
EDTA-Röhrchen (Blutbildröhrchen) mit ca. 3 ml Punktat eingesandt werden
(Vermeidung störender Gerinnungsvorgänge).
Material für molekularbiologische Untersuchungen: Auswahl des geeigneten Untersuchungsmaterials siehe Stichwort "PCR" bzw. "Molekulargenetische Untersuchungen" sowie bei den entsprechenden Analysen. Für PCRUntersuchungen aus Abstrichmaterial entweder Abstrichröhrchen mit Spezialmedium für PCR oder aber (falls nicht zur Hand) einfachen sterilen
Tupfer in sterilem Röhrchen verwenden. Tupfer für den Transport wenn
möglich mit wenigen Tropfen steriler NaCl-Lösung anfeuchten.
Achtung: Die weiter unten beschriebenen bakteriologischen Abstrichröhrchen (mit halbfestem Transportmedium) eigenen sich nicht für molekularbiologische Untersuchungen!
Material für Medikamentenspiegelbestimmungen (Drug monitoring):
Wenn bei den einzelnen Untersuchungen nichts anderes angegeben ist,
sollte die Probenentnahme immer direkt vor der nächsten Applikation erfolgen.
Material für bakteriologische Untersuchungen:
Material für bakteriologische Untersuchungen sollte durch den Abholdienst
oder per Eilpost noch am Tag der Probenentnahme in das Labor gesandt
werden. Auswahl des geeigneten Untersuchungsmaterials siehe Stichworte
"Bakterienkultur, Mykobakterienkultur". Bei bakteriologischen Untersuwww.labor-blessing.de
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chungsmaterialien sind bei der Probenentnahme folgende Besonderheiten
zu beachten:
Blutkultur: 1. Blutentnahme: Punktionsstelle sorgfältig desinfizieren (Einwirkzeit 1 Minute), Blut mit einer 20 ml-Einmalspritze entnehmen, benutzte
Einmalkanüle von der Spritze entfernen und sicher entsorgen, neue
Einmalkanüle auf die Spritze aufstecken, 2. Beimpfen der Blutkulturflaschen: Plastikkappe der Blutkulturflaschen entfernen, Gummistopfen
desinfizieren, zuerst die aerobe Flasche mit ca. 10 ml Blut beimpfen,
hierzu Spritze mit Einmalkanüle durch den Gummistopfen der Flasche
stechen (Achtung: Flasche steht unter Vakuum, saugt das Blut sofort in die
Flasche!), nach dem Einlaufen von 10 ml Blut Spritze mit Kanüle herausziehen und die anaerobe Flasche mit den restlichen 10 ml Blut wie
oben beimpfen (Cave: Eindringen von Restluft aus der Spritze vermeiden!), Spritze mit Kanüle aus dem Gummistopfen entfernen, 3. Beschriften der Blutkulturflaschen: beide Flaschen mit Name, Vorname und Geburtsdatum des Patienten, Datum und Uhrzeit beschriften, 4. Lagern der
Blutkulturflaschen: Blutkulturflaschen bis zum Einsenden ins Labor nicht
im Kühlschrank, sondern umgehend im Brutschrank bei 35-37 °C lagern,
alternativ Flaschen bei Raumtemperatur lagern und mit Zellstoff oder Styroporverpackung vor dem Auskühlen schützen, 5. Versand der Blutkulturflaschen ans Labor
Stuhl: Stuhl in WC-Becken oder in einen sauberen, desinfektionsmittelfreien
Behälter absetzen. Mit dem im Deckel des Stuhlröhrchens vorhandenen
Löffelchen zweimal etwa bohnengroße Menge Stuhl entnehmen, in das
sterile Stuhlröhrchen stecken und Röhrchen verschließen. Bei dünnflüssigem Stuhl mit dem Löffelchen etwa 3 bis 4 ml Stuhl in das Röhrchen
abfüllen. Falls vorhanden, insbesondere Eiter, Blut- und Schleimflocken
mitentnehmen! Zur Erhöhung der Nachweisrate wird die Untersuchung
von 3 konsekutiven Stuhlproben empfohlen.
Sputum: Nach Möglichkeit Morgensputum entnehmen. Vor dem Abhusten
nicht (!) Zähne putzen bzw. Mund mit Leitungswasser spülen (Kontamination mit atypischen Mykobakterien). Tief expektoriertes Sputum in ein
weitlumiges steriles Gefäß abhusten und in das Sputumröhrchen abfüllen.
Falls vorhanden, insbesondere Eiter, Blut- und Schleimflocken mitentnehmen!
Bronchialsekret/Trachealsekret: Materialgewinnung durch Nasotrachealkatheter kann leicht zur Kontamination mit Rachenflora führen, eine
Gewinnung via Endoskop bzw. Trachealtubus ist vorzuziehen (TrachealSaugset verwenden). Alternativ: transkutane tracheale Aspiration.
Abstriche: Abstriche nur mit Spezialabstrichtupfern entnehmen und in die
zugehörigen Abstrichröhrchen mit halbfestem Medium stecken. Das
Transportmedium verhindert sowohl ein Austrocknen der Keime, wie
auch ein Absterben von Anaerobiern durch zuviel Sauerstoffzufuhr. Bei
offenen Wunden möglichst viel Material aus der Tiefe und den Randbezirken des Entzündungsherdes entnehmen!
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Liquor: 1. Abnahme für bakteriologische Untersuchungen incl. Antigennachweise: 2-4 ml Liquor aus der Punktionskanüle nach Verwerfen der ersten
Tropfen in steriles Röhrchen (10 ml) tropfen lassen. Röhrchen unter
sterilen
Kautelen
verschließen
(Kontamination
mit
Desinfektionsmittelresten vermeiden). Liquor auf schnellstem Wege unter
Temperierung bei 35-37 °C der mikrobiologischen Untersuchung zuführen (Botendienst). Im Notfall (z.B. nachts) aerobe Blutkulturflasche beimpfen.
2. Abnahme für klinisch-chemische (incl. Blutglucose aus NaF-Röhrchen),
zytologische oder molekularbiologische Untersuchungen, Infektionsserologie (parallel Serummonovette abnehmen): je 2-4 ml Liquor aus
Punktionskanüle in zweites steriles Röhrchen tropfen lassen, Röhrchen
verschließen. Liquor unter Kühlung (4-8 °C) unverzüglich ins Labor
transportieren. Cave: für Tbc-/Pilzdiagnostik 5-10 ml Liquor erforderlich!
Urin: erster Morgenurin oder Spontanurin (frühestens 4-5 Stunden nach
letzter Miktion) als Mittelstrahlurin gewinnen, in sterilem Versandröhrchen (10 ml) auffangen und umgehend dem Labor zusenden. Bei längerem Transport Urin möglichst kühlen (bei 4-8 °C ist die Keimzahl etwa 24
Std. konstant). Alternativ: Eintauchnährboden mit aufgefangenem Urin
beimpfen. Kontrolluntersuchung nach antibiotischer Therapie frühestens
3 Tage nach Absetzen der Medikation vornehmen.
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Probentransport
Nach Vereinbarung werden Proben beim Einsender abgeholt und von unserem Abholdienst fachgerecht zum Labor transportiert.
Ansonsten kann die Probe als Briefpost versandt werden, wenn keine anderen Angaben über die Art des Versands gemacht werden. Hierbei sind die
einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen (Gefahrgutverordnung) zu beachten. Es ist eine standardisierte Verpackung (Verpackungsart P650 für
Diagnostische Proben der UN-Nr. 3373) zu verwenden. Proben mit Erregern
der WHO-Risikogruppe 3 (Hepatitis B, -C, HIV, TBC, SARS u.a.) dürfen nicht
auf dem Postweg, sondern nur per Kurier befördert werden.
Die Versendung sollte stets am Abnahmetag erfolgen. Es wird davon ausgegangen, daß das Material am folgenden Tag im Labor eintrifft. Proben sollten
nicht längere Zeit in einem sonnenbestrahlten oder kälteexponierten
Briefkasten liegen.
Empfindliches Material sollte per Eilboten sowie ggf. gefroren transportiert
werden. Die Probe muß auch beim Einsender bis zum Versand bzw. bis zur
Abholung entsprechend gelagert werden (z.B. Eisfach, Gefäß mit Eiswürfeln
im Kühlschrank).
Kühlbehälter mit Styroporhülle für den Transport werden bei Bedarf zur
Verfügung gestellt (siehe Versandmaterial): Kühlbehälter flach im Gefrierfach
lagern (-20° C, Styroporhülle für die Zeit der Lagerung entfernen). Die
tiefgefrorenen Analysenproben (-20° C) erst unmittelbar vor dem Transport
in den (tiefgekühlten) Behälter geben und diesen in die Styroporhülle stecken. Bei Transport mit unserem Abholdienst bzw. bei kurzem Postversand
trifft die Probe auf diese Weise ausreichend gekühlt im Labor ein, bei Postversand im Zweifel per Eilboten versenden.
Bei Transport mit Eilboten sollte die Probe bis spätestens 17.00 Uhr am
Postamt abgegeben werden, so daß sie am anderen Morgen im Labor eintrifft. Zwischen Abnahme und Eingang im Labor sollten nicht mehr als 24
Stunden vergehen.
Per Eilboten bzw. per Bahnexpreß, nicht freitags bzw. vor Feiertagen versenden.
Eilige Proben (Notfallproben) bitte immer auf dem Begleitschein und der
Umverpackung eindeutig als solche kenntlich machen. Beim Transport
durch unseren Abholdienst Eilproben immer separat in unseren roten Eiltüten mitgeben. Bitte keine Routineproben in den Eiltüten transportieren! Nur
so kann eine bevorzugte und schnellstmögliche Abarbeitung sichergestellt
werden.
Bitte stets nur fest verschlossene Probenröhrchen einsenden!
Selbstverständlich ist auch die Blutentnahme bei uns im Labor möglich
(Mo.-Fr. von 8:00-18:00 Uhr, Sa. von 8:00-12:00 Uhr), eine Voranmeldung
ist hierfür i.d.R. nicht erforderlich.
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Versandmaterial
Probenbehälter und Versandmaterial werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Für Anforderungen von Versandmaterial bitte unsere entsprechenden
Anforderungsformulare benutzen. Telefonische Anforderungen unter Tel.-Nr.
07731-9956-0 oder 9956-113.
Folgende Versandmaterialien können angefordert werden:
- Anforderungsscheine (für Privatpatienten, Krankenhäuser), Allergenliste
(RAST), Begleitscheine für Triple-Test, Anforderungsscheine für IGelLeistungen
- Versandtüten normal sowie für Eilproben (rot)
- Serumröhrchen (7.5 ml) mit und ohne Trenngel
- Citratröhrchen für Gerinnung (3 ml)
- Citratröhrchen für BSG (2 ml)
- K-EDTA-Röhrchen (2.7 ml)
- Na-Heparinat-Röhrchen (7.5 ml)
- NaF-Röhrchen (2 ml)
Alle Röhrchen für die Blutentnahme sowie die zugehörigen Kanülen sind
verfügbar im Sarstedt- oder im Vacutainer-System. Die meisten Röhrchen
sind auch in speziellen Kindergrößen verfügbar.
- Abstrichröhrchen mit Transportmedium und sterilem Abstrichtupfer
- Abstrichröhrchen mit Spezialmedium für PCR
- Entnahme- und Versandbesteck für Zahntaschenabstriche zur Untersuchung auf parodontopathogene Keime
- Sterile Röhrchen (10 ml) ohne Zusätze für Urin, Liquor, Punktate
- Sterile Röhrchen (30 ml) ohne Zusätze für Sputum, Urin (Tb)
- Stuhlröhrchen mit Löffelchen
- Urin-Becher (100 ml)
- Uricults (Eintauchnährboden)
- Urin-Sammelgefäße (2 Liter)
- Blutkultur-Abnahmeeinheit (je 1 Flasche für Aerobier und Anaerobier)
- Kühlbehälter mit Styroporhülle für wärmeempfindliche Proben
- Konservierungsstoffe bzw. Zusatzreagenzien für Urine (z.B. Salzsäure,
Eisessig; bei Bestellung ist die Angabe der gewünschten Untersuchung
erforderlich)
- Versandhülle für Ausstriche
- Entnahme- bzw. Versandgefäße für bestimmte Spezialuntersuchungen
(z.B. Lösungsmittel, Atemtest etc.)
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Qualitätsmanagement
Kontinuierliche Fortbildung aller Mitarbeiter und Teilnahme an internen und
externen Qualitätskontrollen entsprechend den Richtlinien der Bundesärztekammer (RiliBÄK) sichern unseren Anspruch an eine qualitativ hochwertige Analytik, kompetente medizinische Beratung und optimalen Service
für unsere Einsender.
Unser Labor ist durch die DAP (Deutsches Akkreditierungssystem Prüfwesen
GmbH) nach DIN EN ISO 15189 akkreditiert. Die Urkunde und deren Anlagen finden sie im Internet unter www.labor-blessing.de.
Untersuchungsverfahren außerhalb der Akkreditierung sind im Untersuchungsverzeichnis und auf den Befunden mit ˚ gekennzeichnet.
Mit W gekennzeichnete Verfahren werden im Unterauftrag durch mit uns
kooperierende Laboratorien erbracht. Hierbei handelt es sich, wo immer
möglich, ebenfalls um akkreditierte Laboratorien (nach DIN EN45001, DIN
EN ISO 17025 bzw. DIN EN ISO 15189). Werden Unteraufträge an nicht
akkreditierte Laboratorien erteilt, wird darauf geachtet und ggf. geprüft, daß
der Unterauftragnehmer die entsprechende Fachkompetenz besitzt (z.B.
Auswahl von anerkannten Referenzlaboratorien, Einholung von Zertifikaten).
Name und Anschrift des jeweiligen kooperierenden Laboratoriums teilen wir
Ihnen auf Wunsch gerne mit.
Präventivmedizin
Unsere langjährige Erfahrung mit laborgestützten Präventionsleistungen
haben ein Konzept reifen lassen, mit dem Sie in Ihrer Praxis erfolgreich
Selbstzahlerleistungen anbieten können. Eine große Auswahl an Profilen
(insgesamt über 40 Labor-Checks) und Laboreinzelparameter ermöglicht
Ihnen eine umfangreiche und individuelle Präventions-Diagnostik.
Rechtssicherheit
Der Patient gibt auf dem Labor-Einsendeschein eine rechtlich abgesicherte
Erklärung ab und bestätigt hiermit, daß er darüber informiert wurde, daß die
Leistungen nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.
Interessante Verdienstmöglichkeiten/bequeme Abrechnung
Neben den GOÄ-Ziffern für Ihre Leistungen —Blutentnahme, Eingangsberatung, Abschlussgespräch- können Sie auch ausgewählte Laborleistungen
erbringen. In einem persönlichen Gespräch informieren wir Sie gerne über
die bestehenden Möglichkeiten wie beispielsweise die Erbringung der
Laborparameter in unseren Laborgemeinschaften.
Falls Sie dies wünschen, kann die gesamte Abrechnung der Zusatzleistungen
über eine Privatärztliche Verrechnungsstelle (PVS) abgewickelt werden. Für
Sie entstehen hierdurch keine zusätzlichen Kosten. Weiterhin stellen wir
Ihnen kostenlos umfangreiches Informationsmaterial für Ihre Patienten zur
Verfügung.
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Hygiene, Arbeitssicherheit, QM in der Arztpraxis
Hygiene
Wir unterstützen Sie in allen hygienischen Fragestellungen. Die Erfahrung
hat gezeigt, daß es Hygiene-Standardlösungen nicht gibt. Daher entwickeln
wir mit Ihnen auf der Basis aller menschlichen, hygienischen und räumlichen Aspekte sowie gemäß den gesetzlichen Vorschriften Konzepte, die
jeder Überprüfung standhalten. Auf Basis der gültigen RKI-Richtlinien und
Medizinprodukte-Betreiberverordnung überprüfen wir Sterilisatoren, Endoskope, Flächendesinfektion und Händedesinfektion. Die ggf. erforderlichen
Bioindikatoren stellen wir Ihnen zur Verfügung und nach der Auswertung
erhalten Sie einen Befund über die ermittelten Desinfektions- und Sterilisationsleistungen. Unsere standardisierten Abläufe garantieren dabei, daß so
wenig wie möglich in Ihren laufenden Betrieb eingegriffen wird. Desweiteren führen wir Ortsbegehungen sowie Beratung in hygienischen Fragen bei
Baumaßnahmen bzw. Umbaumaßnahmen durch. Weiterhin bieten wir
Ihnen im Rahmen von regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen Personalschulungen an.
Arbeitssicherheit
Gemäß den Vorgaben im Arbeitssicherheitsgesetz und dem berufsgenossenschaftlichen Regelwerk bieten wir unseren Einsendern eine umfassende
Arbeitsmedizinische- und Sicherheitstechnische Betreuung. Wir sind Ihnen
im Rahmen der Betreuung behilflich bei der Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen und der Umsetzung der Anforderungen welche die Arbeitssicherheit betreffen.
QM in der Arztpraxis
Im Rahmen von regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen sind wir Ihnen
bei der Umsetzung und Etablierung des behördlich geforderten Qualitätsmanagementsystems in Ihrer Praxis behilflich.
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13
Ausnahmeziffern im EBM
Antivirale Therapie der chronischen Hepatitis B oder C mit Interferon und/oder
32005
Nukleosidanaloga
Erkrankungen oder Verdacht auf Erkrankungen, bei denen eine gesetzliche
Meldepflicht besteht, sofern in diesen Krankheitsfällen mikrobiologische,
virologische oder infektionsimmunologische Untersuchungen durchgeführt 32006
werden, oder Krankheitsfälle mit meldepflichtigem Nachweis eines
Krankheitserregers
Vorsorgeuntersuchungen gemäß den Mutterschafts-Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen, soweit die Leistungen nach Kapitel 32 32007
abzurechnen sind, oder prä- bzw. perinatale Infektionen
Anfallsleiden unter antiepileptischer Therapie oder Psychosen unter Clozapin32008
therapie
32009
Allergische Erkrankungen bei Kindern bis zum vollendeten 6. Lebensjahr
Genetisch bedingte Erkrankungen oder Verdacht auf diese Erkrankungen, sofern
molekulargenetische oder molekularpathologische Untersuchungen durchgeführt 32010
werden
Therapiepflichtige hämolytische Anämie, Diagnostik und Therapie der hereditären
32011
Thrombophilie, des Antiphospholipidsyndroms oder der Hämophilie
Tumorerkrankung unter parenteraler tumorspezifischer
progrediente Malignome unter Palliativbehandlung
Behandlung
oder
32012
Diagnostik und Therapie von Fertilitätsstörungen, soweit die Laborleistungen
nicht Bestandteil der Leistungen nach den Nrn. 08530 bis 08561 (homologe 32013
Insemination bzw. IVF) sind
Substitutionsgestützte Behandlung Opiatabhängiger gemäß den Richtlinien des
32014
Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen
32015
Orale Antikoagulantientherapie
Präoperative Labordiagnostik vor ambulanten oder belegärztlichen Eingriffen in
32016
Narkose oder in rückenmarksnaher Regionalanästhesie
Manifeste angeborene Stoffwechsel- und/oder endokrinologische Erkrankung(en)
bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr oder 32017
Mukoviszidose
Chronische Niereninsuffizienz mit einer endogenen Kreatinin-Clearance < 25
32018
ml/min
Erkrankungen unter systemischer Zytostatika-Therapie und/oder Strahlentherapie 32019
HLA-Diagnostik vor und/oder Nachsorge unter immunsuppressiver Therapie nach
32020
allogener Transplantation eines Organs oder hämatopoetischer Stammzellen
Therapiebedürftige HIV-Infektionen
32021
Manifester Diabetes mellitus
32022
Rheumatoide Arthritis (PCP) einschl. Sonderformen und Kollagenosen unter
32023
immunsuppressiver oder immunmodulierender Langzeit-Basistherapie
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Meldepflichtige Krankheiten nach IfSG
Für den feststellenden/behandelnden Arzt sind die aufgeführten Krankheiten
nach § 6 Infektionsschutzgesetz (IfSG) meldepflichtig:
(1) Namentlich ist zu melden:
1. der Krankheitsverdacht, die Erkrankung sowie der Tod an
a) Botulismus
b) Cholera
c) Diphtherie
d) humaner spongiformer Enzephalopathie, außer familiär-hereditärer
Formen
e) akuter Virushepatitis
f) enteropathischem hämolytisch-urämischem Syndrom (HUS)
g) virusbedingtem hämorrhagischem Fieber
h) Masern
i) Meningokokken-Meningitis oder Sepsis
j) Milzbrand
k) Mumps
l) Pertussis
m) Poliomyelitis (als Verdacht gilt jede akute schlaffe Lähmung, außer
wenn traumatisch bedingt)
n) Pest
o) Röteln einschließlich Rötelnembryopathie
p) Tollwut
q) Typhus abdominalis/Paratyphus
r) Varizellen
sowie die Erkrankung und der Tod an einer behandlungsbedürftigen Tukulose, auch wenn ein bakteriologischer Nachweis nicht vorliegt,
2. der Verdacht auf und die Erkrankung an einer mikrobiell bedingten Lebensmittelvergiftung oder an einer akuten infektiösen Gastroenteritis,
wenn
a) eine Person betroffen ist, die eine Tätigkeit im Sinne des § 42 Abs. 1
ausübt (Umgang mit Lebensmitteln),
b) zwei oder mehr gleichartige Erkrankungen auftreten, bei denen ein
epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird,
3. der Verdacht einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung,
4. die Verletzung eines Menschen durch ein tollwutkrankes, -verdächtiges
oder -ansteckungsverdächtiges Tier sowie die Berührung eines solchen
Tieres oder Tierkörpers,
5. soweit nicht nach den Nummern 1 bis 4 meldepflichtig, das Auftreten
a) einer bedrohlichen Krankheit (z.B. schwer verlaufende Clostridiumdifficile-assoziierte Durchfallerkrankung - CDAD) oder
b) von zwei oder mehr gleichartigen Erkrankungen, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird,
wenn dies auf eine schwerwiegende Gefahr für die Allgemeinheit hinweist und Krankheitserreger als Ursache in Betracht kommen, die nicht
in § 7 genannt sind.
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Die Meldung nach Satz 1 hat gemäß § 8 Abs. 1 Nr.1, 3 bis 8, § 9 Abs. 1,
2, 3 Satz 1 oder 3 zu erfolgen.
(2) Dem Gesundheitsamt ist über die Meldung nach Abs. 1 Nr.1 hinaus mitzuteilen, wenn Personen, die an einer behandlungsbedürftigen Lungentuberkulose leiden, eine Behandlung verweigern oder abbrechen. Die
Meldung nach Satz 1 hat gemäß § 8 Abs. 1 Nr.1, § 9 Abs. 1 und 3 Satz
1 oder 3 zu erfolgen.
(3) Dem Gesundheitsamt ist unverzüglich das gehäufte Auftreten nosokomialer Infektionen, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, als Ausbruch nichtnamentlich zu
melden. Die Meldung nach Satz 1 hat gemäß § 8 Abs. 1, 3 und 5,
§ 10 Abs. 1 Satz 3, Abs. 3 und 4 Satz 3 zu erfolgen.
16
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Abkürzungsverzeichnis
AAS
AGGL
AGS
AK
BAL
BAT
BLW
DD
DGKC
GC
GC-MS
ECLIA
EIA
ELISA
FIA
FISH
FPIA
HHT
HPLC
IB
IC
ICP-MS
IFT
IHA
ILMA
IRMA
IU
KBR
KG
LC-MS
LIA
Lj.
M.
MAK
MEIA
NNR
NT
OMIM
PCR
PENIA
PPAA
RIA
RRA
SDS
spp.
ssp.
SSW
V.a.
Z.n.
Atomabsorptionsspektroskopie
Agglutination
Adrenogenitales Syndrom
Antikörper
Bronchoalveoläre Lavage
Biologischer Arbeitsplatztoleranzwert
Biologischer Leitwert
Differentialdiagnose
Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie
Gaschromatographie
Gaschromatographie-Massenspektrometrie
Elektrochemilumineszenzimmuno assay
Enzymimmunoassay
Enzyme-linked immunosorbent assay
Fluoreszenzimmunoassay
Fluoreszenz in situ Hybridisierung
Fluoreszenz-Polarisationsimmunoassay
Hämagglutinationshemmtest
High pressure liquid chromatography
Immunoblot
Immunchromatographie
Inductively coupled plasma mass spectrometry
Immunfluoreszenztest
Indirekter Hämagglutinationstest
Immunluminometrischer Assay
Immunradiometrischer Assay
International Units
Komplementbindungsreaktion
Körpergewicht
Liquid-Chromatographie-Massenspektrometrie
Lumineszenz-Immunoassay
Lebensjahr
Morbus
Maximale Arbeitsplatzkonzentration
Mikropartikel-Enzymimmunoassay
Nebennierenrinde
Neutralisationstest
Online Mendelian Inheritance in Man
Polymerase chain reaction
Particle-Enhanced Nephelometric Assay
Passive Particle Agglutination Assay
Radio-Immunoassay
Radiorezeptor-Assay
Sodiumdodecylsulfat
Spezies (Pl.)
Subspezies
Schwangerschaftswoche
Verdacht auf
Zustand nach
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Das folgende Analysenverzeichnis ist alphabetisch geordnet, die griechischen Buchstaben werden wie die entsprechenden lateinischen Buchstaben
behandelt ("α1-Antitrypsin" z.B. ist einsortiert wie "a1Antitrypsin"). Zahlen
stehen im Alphabet vor den Buchstaben. Falls gängige Abkürzungen existieren (z.B. "GOT") erfolgt der Eintrag i.d.R. unter diesem Namen, beim ausgeschriebenen Namen steht dann lediglich ein Verweis.
Wir verweisen auch auf das ausführliche Stichwort- und IndikationsVerzeichnis am Ende dieses Untersuchungsverzeichnisses.
Unser Untersuchungsspektrum wird laufend erweitert. Falls Sie eine bestimmte Untersuchung hier nicht finden können, stehen wir für Rückfragen
selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.
Analysenverzeichnis (alphabetisch)
11-Desoxycorticosteron W
(DOC)
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 2 ml
2 - 15 ng/dl
Material:
Ref.-Bereich:
24h-Urin, 3 ml
0.1 - 0.4 µg/die
Indikation:
V.a. AGS
Hydroxylase-Mangel)
RIA
(11-β-Hydroxylase-Mangel
11-Desoxycortisol W
(Substanz S)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
und
-selten-
18-
RIA
Serum, 2 ml
0.05 - 0.3 µg/dl
V.a. AGS (11-β-Hydroxylase-Mangel)
Bemerkungen:
Typische Laborkonstellation
Mangel: Testosteron erhöht, Cortisol erniedrigt.
bei
11-β-Hydroxylase-
1,25-Dihydroxy-Cholecalciferol
siehe:
Vitamin D
17-Hydroxy-Kortikosteroide
(17-OH-Kortikosteroide)
siehe: Cortisol
18
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n. Porter-Silber
Bemerkungen:
Die Bestimmung wird nicht mehr durchgeführt, da sie
obsolet ist. Wir empfehlen stattdessen die Bestimmung von freiem Cortisol
im 24h-Sammelurin (ohne Zusätze) oder die Cortisolbestimmung im Serum
(z.B. im Rahmen eines Tagesprofils).
17-Hydroxy-Progesteron W
RIA
(17-OH-Progesteron)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
Männer: 0.3 - 2.0 µg/l
Frauen: 0.2 - 2.0 µg/l (Follikelphase)
1.0 - 4.0 µg/l (Lutealphase)
altersabhängig (siehe Befund)
Indikation:
V.a. 21-Hydroxylasemangel (AGS), Therapiekontrolle des 21Hydroxylasemangels, Hirsutismus
Bemerkungen:
zum sicheren Ausschluss kann die Bestimmung im Rahmen eines ACTH-Tests nötig sein.
17-Ketosteroide
phot. n. Zimmermann
Die Bestimmung wird nicht mehr durchgeführt, da sie obsolet ist. Wir empfehlen stattdessen bei Virilismus und Hirsutismus die Bestimmung der
Androgene (Testosteron, DHEAS und Androstendion) im Serum, bei V.a.
AGS auch die Bestimmung von 17-Hydroxy-Progesteron im Serum.
18-Hydroxycorticosteron W
(18-OH-B)
Material:
Ref.-Bereich:
RIA
Serum, 2ml
24h-Urin, 5 ml
siehe Befund
Indikation:
möglicher Frühmarker des primären Hyperaldosteronismus,
DD NNR-Adenom / NNR-Hyperplasie
Bewertung: Serumkonzentrationen > 100 ng/dl sollen eher für ein Adenom sprechen.
25-Hydroxy-Cholecalciferol
siehe:
Vitamin D
4-Amino-Antipyrin W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
1 - 12 µg/ml
Bemerkungen:
wirksamer Metabolit von Metamizol
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19
4-Aminophenazon W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 20 µg/ml
5-Aminosalicylsäure W (Mesalazin)
Material:
Ther.-Bereich:
5-Fluorouracil W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.5 - 10 µg/ml
5-Hydroxyindolessigsäure
(5-HIES)
Material:
Ref.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.1 - 1.0 mg/l
HPLC
10 ml 24h-Urin angesäuert mit 10 ml 10%iger HCl
< 8 mg/24h
Indikation:
Verdacht auf Karzinoid (Flush-Reaktion, Koliken, Diarrhoen,
chronisch intermittierender Ileus, peptische Ulcera)
Bewertung: Werte > 25 mg/24h sprechen mit hoher Wahrscheinlichkeit
für ein Karzinoid, normale Werte schließen dieses nicht aus.
Bemerkungen:
bei V.a. Karzinoid ist auch die Serotoninbestimmung aus
Serum und Urin sowie ggf. die Bestimmung von 5-Hydroxytryptophan indiziert (siehe dort), speziell bei normalem oder grenzwertigem 5-HIES.
5-Hydroxytryptamin
siehe:
Serotonin
5-Hydroxytryptophan W
LC-MS
(5-HTP)
Material:
Ref.-Bereich:
10 ml 24h-Urin angesäuert mit 10 ml 10%iger HCl
< 1.0 mg/24h
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Plasma, 2 ml
siehe Befund
Indikation:
V.a. atypisches Karzinoid, bevorzugt im foregut-Bereich
(Bronchus, Magen, Duodenum, Pankreas) mit oft normaler HIES-Ausscheidung.
20
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5-S-Cysteinyl-DOPA W
(5-SCD)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Melanoms
HPLC
EDTA-Plasma gefroren, 2 ml
< 10 nmol/l
Prognoseabschätzung und Therapiekontrolle des malignen
Bemerkungen:
Ggf. zusätzlich zur Bestimmung des Protein S-100. Um
falsch niedrige Werte zu vermeiden, muß das EDTA-Plasma innerhalb von
2h abgetrennt und eingefroren werden.
6-Mercaptopurin W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
40 - 300 ng/ml
Bemerkungen:
wirksamer Metabolit des Azathioprin
α1-Antitrypsin
RID
(α1-AT, α1-Pi, α1-Proteinaseinhibitor)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
120 - 230 mg/dl
Indikation:
V.a. hereditären α1-AT-Mangel, wenn folgende Symptome
oder Erkrankungen vorliegen: Icterus prolongatus des Neugeborenen,
Hepatitis unklarer Genese im Säuglings- und Kleinkindalter, Lungenemphysem des Erwachsenen, Hepatitis oder Leberzirrhose unklarer Genese des
Erwachsenen.
Bemerkungen:
Weiterführende Untersuchungen bei erniedrigten Werten:
Klassifizierung des α-1-Antitrypsin-Phänotyps (Serum, 2 ml) und ggf. des Genotyps (EDTA-Blut, 4 ml).
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Stuhl, 2 g
< 100 µg/g Stuhl
entzündliche Darmerkrankungen
α1-Fetoprotein
siehe:
AFP
α1-Glykoprotein (saures) W
nephelometrisch
(Orosomukoid, Seromukoid, sGP)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
0.5 - 1.2 g/l
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21
Indikation:
Aktivitätsbeurteilung akuter und chronisch-rezidivierender
Entzündungen sowie von Tumoren mit Zellnekrosen. Verlaufskontrolle bei
M. Crohn.
Bewertung: Konzentrationserhöhungen haben wie beim CRP nur globalen, krankheitsunspezifischen Aussagewert. Die Halbwertszeit ist mit ca. 2-3
Tagen etwas länger als beim CRP.
α1-Mikroglobulin
Material:
Ref.-Bereich:
turbidimetrisch
Urin, 1ml
< 12 mg/l
< 20 mg/24h
Indikation:
Früherkennung u. Verlaufskontrolle tubulo-interstitieller
Nierenschädigungen, z.B. Analgetika-Nephropathie (siehe auch UrinproteinDiagnostik)
α2-Antiplasmin W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Citratplasma gefroren, 2 ml
Aktivität:
80 - 120 %
Konzentration:
60 - 100 mg/l
V.a. erhöhte fibrinolytische Aktivität, Plasminämie
α2-Makroglobulin W
(α2-MG)
Material:
Ref.-Bereich:
nephelometrisch
Serum, 1 ml
Männer: 1.5 - 3.5 g/l
Frauen: 1.7 - 4.2 g/l
Bewertung: stark erhöht beim nephrotischen Syndrom, erniedrigt bei α2MG-Verbrauch (postoperativ, Sepsis, Hyperfibrinolyse) und hepatogener
Syntheseinsuffizienz.
Material:
Ref.-Bereich:
Bewertung:
24h-Urin, 2 ml
nicht nachweisbar
Marker für postrenale Proteinurie
ACA
siehe:
Zentromeren-Antikörper
ACE
photometrisch
(Angiotensin Converting Enzyme)
Material:
Serum, 1 ml
22
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Ref.-Bereich:
Indikation:
(M. Boeck)
8 - 52 U/l
Diagnose, Verlaufs- und Therapiebeurteilung der Sarkoidose
Acebutolol W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
0.5 - 1.2 mg/l
Acetaminophen
siehe:
Paracetamol
Acetat im Dialysat W
Material:
Ref.-Bereich:
photometrisch
Dialysat, 2 ml
siehe Befund
Indikation:
Überwachung von Hämodialysepatienten während und nach
"Acetatdialyse", insbesondere bei Unverträglichkeitszeichen.
Aceton, gesamt W
GC/Headspace
Material:
Ref.-Bereich:
Oxalat-Blut im Spezialröhrchen, 4 ml
< 10 mg/l
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 10 ml
< 50 mg/l
Acetyl-Cholinesterase W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
elektrophoretisch
Fruchtwasser, 1 ml
negativ
Abklärung erhöhter AFP-Werte bei V.a. Neuralrohrdefekte
Acetylcholin-Rezeptor-Antikörper
RRA
(AChRA)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 0.40 nmol/l
Indikation:
V.a. Myasthenia gravis
Bewertung: Hinweis auf Myasthenia gravis, Nachweisraten bei generalisierter Myasthenia gravis 85-95%, bei okulären Minorformen 30-45%, bei
Lambert-Eaton-Syndrom oder amyotropher Lateralsklerose bis zu 5%, bei
Patienten unter Penicillamin-Therapie bis zu 1%, bei Gesunden < 0.2%.
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Bemerkungen:
Individuell stark variierende Antikörper-Konzentrationen,
die Höhe des Antikörpertiters korreliert nicht mit dem Schweregrad der
klinischen Symptomatik. Häufig sind AChRA assoziiert mit Autoantikörpern
gegen Skelettmuskulatur (50%), Thyreoglobulin (40%) und Titin.
ACPA (Anti-Cytoplasma-Antikörper)
siehe:
ANCA
ACTH W
ILMA
(Adrenocorticotropes Hormon, Korticotropin)
Material:
EDTA-Plasma gefroren, 1ml
Ref.-Bereich:
7.2 - 63 ng/l
Indikation:
DD des Hyperkortisolismus bzw. der NNR-Insuffizienz
(simultane Cortisol-Bestimmung empfohlen), V.a. ektope ACTH-Produktion
Bewertung:
- erhöht bei hypothalamo-hypophysärem Cushing, primärer NNRInsuffizienz, Angst, Streß, ektoper ACTH-Produktion (z.B. kleinzelliges
Bronchial-Ca, seltener bei Inselzell-Tumoren, Pankreas-Ca und Thymom)
- erniedrigt bei Cushing-Syndrom (NNR-Tumor, iatrogen), sekundärer
(hypophysärer) oder tertiärer (hypothalamischer) NNR-Insuffizienz
siehe auch bei den Funktionstests (ACTH-Test, CRH-Test, DexamethasonTest)
Bemerkungen:
bei Raumtemperatur signifikanter Abfall bereits nach 1h
ACTH-Kurztest
(Synacthen-Test)
Indikation:
Diagnose bzw. Ausschluß einer NNR-Insuffizienz, V.a. AGS,
DD des Cushing-Syndroms
Durchführung: Morgens zwischen 8:00 und 9:00 Uhr (bei V.a. AGS in
der frühen Follikelphase) i.v. Bolusgabe von 25 I.E. (250
µg) ACTH 1-24 (1 Amp. Synacthen).
Entnahme von Serum zur Cortisolbestimmung vor sowie
60 min nach ACTH-Gabe, gelegentlich sind auch die 30
min und 120 min-Werte hilfreich.
Bei V.a. AGS Bestimmung von 17-Hydroxy-Progesteron
vor sowie 60 min nach ACTH-Gabe.
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Serum, je 1 ml
Ref.-Bereich:
Cortisol-Anstieg auf > 20 - 25 µg/dl bzw. um mindestens
(7) - 10 µg/dl
17-Hydroxy-Progesteron-Anstieg < 2.5 ng/ml
24
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Bewertung: normaler Cortisol-Anstieg schließt NNR-Insuffizienz praktisch
aus, fehlender Anstieg kann durch ergänzende ACTH-Bestimmung oder
ACTH-Langtest weiter differenziert werden.
Bei Cushing-Syndrom spricht ein überschiessender Cortisol-Anstieg für
NNR-Hyperplasie, normaler bis fehlender Anstieg für autonomen NNRTumor.
Ein 17-Hydroxy-Progesteron-Anstieg > 2.5 ng/ml gilt als sicherer Hinweis für
AGS (Adrenogenitales Syndrom).
ACTH-Langtest (4 Tage)
(Synacthen-Test)
Indikation:
Grenzwertige Befunde im ACTH-Kurztest, DD des CushingSyndroms
Durchführung: i.m. Gabe von tägl. 100 I.E. (1000 µg) eines ACTH-DepotPräparates über 3 Tage, am 4. Tag Durchführung des
ACTH-Kurztests wie oben beschrieben
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
siehe ACTH-Kurztest
Ref.-Bereich:
siehe ACTH-Kurztest
Bewertung: fehlender Anstieg sichert NNR-Insuffizienz, normaler Anstieg
im Langtest bei pathologischem Kurztest spricht für sekundäre NNR-Insuffizienz.
Bei Cushing-Syndrom spricht ein überschiessender Anstieg für NNRHyperplasie, normaler bis fehlender Anstieg für autonomen NNR-Tumor.
Actin-Antikörper W
(Zytoskelett-Antikörper, glatte Muskulatur-AK)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Autoimmune chronisch aktive Hepatitis Typ I (ai-CAH I),
Myokarditis, Kardiomyopathien, Postkardiotomie-Syndrom, Postmyokardinfarkt-Syndrom (Dressler-Syndrom), seltener bei Thymomen, Myasthenia
gravis
Bemerkungen:
Antikörper gegen Epitope auf Actinfilamenten der glatten
Muskulatur, Kreuzreaktionen zwischen Skelettmuskel-Actin und Actin nichtmuskulärer Zellen möglich. Actinähnliche Antigene sind Bestandteile
zahlreicher Viren (z.B. Masernvirus, Paramyxoviren, Herpesviren), daher
sind Kreuzreaktionen bei Virusinfekten möglich.
Adenosinmonophosphat
siehe:
cAMP
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Adenovirus
KBR ˚/ELISA/EIA
(Mastadenovirus Subgenus A-F, über 45 Serotypen, umweltresistent)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Stuhl (Nachweis viraler Antigene)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Serologie: Akuter grippaler/respiratorischer Infekt: Pharyngitis,
Pseudokrupp, Pertussissyndrom, Bronchitis, Bronchiolitis, Pneumonie,
pharyngokonjunktivales Fieber; follikuläre Konjunktivitis, epidemische
Keratokonjunktivitis. Erregernachweis: Akute Magen-Darm-Erkrankungen:
Gastroenteritis (oft als nosokomiale Infektionen in der Kinderklinik, v.a. auf
Säuglingsstationen).
Selten: Darminvagination, Hepatitis, akute hämorrhagische Zystitis, persistierende Harnwegsinfektion, Meningoenzephalitis.
Bewertung: Serologie: IgA und IgG positiv, Serokonversion oder Vierfachtiteranstieg (IgG, KBR) sprechen für eine frische/kürzliche Infektion.
Antikörpernachweise praktisch nur bei der Verlaufskontrolle respiratorischer
Infektionen bedeutsam (Säuglinge häufig kein Antikörperanstieg, mittels KBR
Antikörpernachweis erst in der 2. Krankheitswoche). Ggf. Frühdiagnostik
mittels Adenovirus-DNA-Nachweis. Erregernachweis: Nachweis der
Adenovirus-Enteritis (genusspezifisches Hexon-Epitop)
Bemerkungen:
Tröpfchen- bzw. Schmierinfektion. Ausscheidungsdauer
über Rachen 2-5 Tage, Auge bis 2 Wochen, generalisiertem respiratorischem
Infekt 3-6 Wochen, Gastroenteritis bis 10 Tage und immunsupprimierten
Patienten 2-12 Monate. Cave: Virusausscheidung bei asymptomatischen
Patienten! Viruspersistenz ist möglich in Tonsillen, im Darmtrakt, in
peripheren Lymphozyten und bei Immunsupprimierten im Urogenitaltrakt.
Ausbrüche unter Militärrekruten mit hoher Morbidität (80%) und Hospitalisierungsrate (20-40%). Gute Korrelation der Krankheitsbilder mit bestimmten
Serotypen (z.B. Gastroenteritis: Serotypen 40, 41).
ADH W
RIA
(Antidiuretisches Hormon, Adiuretin, Vasopressin)
Material:
EDTA-Plasma gefroren, 2 ml
Ref.-Bereich:
2 - 8 ng/l
Indikation:
Diabetes
insipidus,
Polyurie-Abklärung,
Exsikkose,
Elektrolytverlust, V.a. ektope ADH-Produktion
Bewertung: Eine Bewertung ist ohne Kenntnis der aktuellen SerumOsmolalität nur sehr eingeschränkt möglich. Als Eingangsuntersuchung zur
Polyurie-Abklärung ist zunächst die Bestimmung der Osmolalität im Urin
(Durstversuch) zu empfehlen.
Bemerkungen:
Bei Raumtemperatur mindestens 8h stabil. Bei längerer
Lagerung bzw. Transport sollte das EDTA-Plasma möglichst bald nach der
Blutentnahme gekühlt bzw. abzentrifugiert und eingefroren werden, da sonst
26
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ein deutlicher Abfall der Werte auftritt. Antidiuretika falls klinisch möglich
mindestens 24 Std. vor Blutentnahme absetzten.
Aufgrund der besseren Stabilität bei gleicher Aussagekraft ist die
Bestimmung des CT-proAVP (Copeptin) vorzuziehen!
ADNase B
(Anti-DNase B, Anti-Desoxyribonuklease B, Anti-Streptodornase B)
siehe: Strepokokken-Antikörper
Adrenalin
siehe:
Katecholamine
Adrenocorticotropes Hormon
siehe:
ACTH
Äthanol
enzymatisch
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1ml
< 0.1 Promille
Bemerkungen:
Zwecke
nur bei medizinischer Indikation, nicht für forensische
Aethadion W (Antikonvulsivum)
Material:
Ther.-Bereich:
Ätiocholanolon W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Bewertung:
GC
Serum, 2 ml
2 - 8 µg/ml
GC
20 ml 24h-Urin gesammelt über 1 ml Eisessig
Männer: < 6.0 mg/24h
Frauen: < 2.5 mg/24h
V.a. Ätiocholanolon-Fieber
inaktiver Metabolit des Testosteron
Bemerkungen:
wird im Rahmen der "Androgene im Urin" mitbestimmt
(siehe auch dort).
Aflatoxine (B1, B2, G1, G2) W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
HPLC
Serum lichtgeschützt, 1 ml
nicht nachweisbar
V.a. Intoxikation
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27
AFP
MEIA
(Alpha-1-Fetoprotein)
Material:
Serum, 1ml
Ref.-Bereich:
< 8.1 ng/ml
Normwerte für Kinder bzw. in der Schwangerschaft siehe
Befund
Indikation:
Hepatozelluläres Karzinom, Keimzelltumoren, (Überwachung
von Risikopatienten und Verlaufskontrolle), pränatale Erkennung von
Neuralrohr- u. Bauchwanddefekten, möglicher Hinweis auf fetales DownSyndrom (siehe auch Triple-Diagnostik)
Bemerkungen:
In der Schwangerschaft haben AFP-Bestimmungen in der
15. bis 20. SSW die höchste klinische Aussagekraft. Davor und danach sind
pathologische AFP-Spiegel nur eingeschränkt oder gar nicht zu interpretieren.
Material:
Ref.-Bereich:
Fruchtwasser, 1ml
siehe Befund
Indikation:
zweimal erhöhte Serum-AFP-Werte, die sonographisch nicht
abklärbar sind; evtl. zusätzlich Bestimmung der Acetyl-Cholinesterase im
Fruchtwasser
Bemerkungen:
Empfohlener Untersuchungszeitpunkt: 15.-26. SSW,
Kontamination durch fetales Blut sollte vermieden werden, Fruchtwasser
möglichst bald zentrifugieren, Überstand abpipettieren und ins Labor schicken.
α-Galaktosidase W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Fluorometrie
Serum gefroren, 2 ml
siehe Befund
Eingangsuntersuchung bei V.a. M. Fabry
Bemerkungen:
Bei erniedrigten Werten sollte zur Diagnosesicherung der
molekulargenetische Nachweis der auslösenden Mutation (siehe Molekulargenetische Untersuchungen) angestrebt werden. Bei Frauen sollte aufgrund des x-chromosomal-rezzessiven Erbgangs primär molekulargenetisch
untersucht werden.
α-Glucosidase W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
28
Photometrie
Sperma, 2 ml
> 20 U/l
Männliche Infertilität, Nebenhodenmarker
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AIDS-Test (Acquired Immuno Deficiency Syndrome = AIDS)
siehe:
HIV Typ 1/2
Ajmalin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
50 - 1000 µg/l
Akute Phase-Proteine
siehe:
CRP
Eiweißelektrophorese
α1-Glykoprotein (Orosomukoid)
Procalcitonin
ALAT
siehe:
GPT
Alanin-Aminopeptidase (AAP) W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Photometrie
Morgenurin, 5 ml
siehe Befund
V.a. renal-tubuläre Schädigung
Albumin
Material:
Ref.-Bereich:
turbidimetrisch
Serum, 1ml
3.2 - 4.8 g/dl
Indikation:
Proteinmangelsyndrome, Lebererkrankungen (Beurteilung der
Lebersyntheseleistung)
Bemerkungen:
siehe auch Eiweißelektrophorese
Material:
Ref.-Bereich:
Liquor, 1ml
11 - 35 mg/dl
Indikation:
Diagnostik von Schrankenstörungen
Bemerkungen:
siehe auch Liquorproteindiagnostik
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 1ml
< 20 mg/l
< 30 mg/24h
Indikation:
Frühdiagnostik
Diabetes mellitus
renaler
Erkrankungen,
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insbesondere
bei
29
Bemerkungen:
24h-Urin nicht erforderlich, zweiter Morgenurin ist genauso aussagekräftig, siehe auch Urinprotein-Diagnostik
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Stuhl, 1g
< 50 µg/g
Verlaufskontrolle chron.-entzündlicher Darmerkrankungen
Aldolase
Für diesen Test gibt es keinen kommerziell verfügbaren Testkit mehr. Bei
V.a. Skelettmuskelschädigung bzw. Skelettmuskelerkrankungen empfehlen
wir die Bestimmung der CK.
Aldosteron (und Metaboliten)
Material:
Ref.-Bereich:
Serum oder EDTA-Plasma, 1ml
liegend: 20 - 150 ng/l
aufrecht: 50 - 300 ng/l
altersabhängig (siehe Befund)
Material:
Ref.-Bereich:
24h-Urin (ohne Zusätze), 10 ml
freies Aldosteron:
0.1 - 0.5 µg/24h
Aldost.-18-Glucuronid: 3.5 - 20 µg/24h
Tetrahydroaldosteron:
10 - 70 µg/24h
CLIA
Indikation:
DD der Hochdruck-Erkrankungen (zusammen mit ReninBestimmung), Abklärung zufällig entdeckter NNR-Tumoren.
Bewertung:
- erhöhte Werte: Primärer Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom, Dexamethason-empfindlicher Aldosteronismus), sekundärer Hyperaldosteronismus (Ödemkrankheiten, renovaskuläre Hypertonie, chronische Niereninsuffizienz, Renin-bildende Tumoren, maligne Hypertonie, Phäochromozytom, Bartter- u. Pseudo-Bartter-Syndrom)
- erniedrigte Werte: idiopathisch, M. Addison, Hypophyseninsuffizienz,
konnatale Enzymdefekte (z.B. 11-ß-Hydroxylase-Mangel, 17-Hydroxylase-Mangel), Hyporeninämie aufgrund verschiedener Nierenläsionen,
Lakritz- und Carbenoxolon-Einnahme
Bemerkungen:
Ohne Kenntnis der aktuellen Elektrolytwerte in Serum und
Urin ist keine sinnvolle Interpretation möglich. Für Screening-Untersuchungen ist 24h-Urin oder die Bestimmung des Aldosteron/Renin-Quotienten (ARQ) zu empfehlen.
Der Aldosteron/Renin-Quotient ist ein empfindlicher Screeningtest für Störungen im Renin-Angiotensin-Aldosteron-System. Er ist weitgehend unabhängig von Abnahmebedingungen (liegend/stehend) und antihypertensiver
Medikation, mit Ausnahme von Spironolacton (falsch niedrige Werte möglich) und ß-Blockern (falsch hohe Werte möglich). Für die Berechnung wird
30
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neben der Aldosteronbestimmung im Serum auch die Bestimmung von
Renin (aus gefrorenem EDTA-Plasma) benötigt.
Bei unklaren Befunden sind ggf. Untersuchungen unter Stimulations- bzw.
Suppressionsbedingungen erforderlich (siehe auch: Orthostase-Test, Captopril-Test, Dexamethasontest, NaCl-Belastungstest).
Medikamente, die mindestens 8-14 Tage vor der Bestimmung abgesetzt
werden sollten (wenn klinisch vertretbar): Diuretika (bei Spironolacton 4-6
Wochen), Antihypertensiva, Laxantien, Kortikoide, Kaliumpräparate, Lakritze.
Aldosteron-18-Glucuronid
siehe:
Aldosteron
Aldosteron-Renin-Quotient (ARQ)
siehe:
Aldosteron (Serum oder EDTA-Plasma)
Renin (EDTA-Plasma gefroren)
α-Lipoproteine
siehe:
Lipidelektrophorese
Alkalische Leukozytenphosphatase ˚
n. Heilmeyer
(ALP, ANP, alkal. Neutrophilenphosphatase)
Material:
mindestens 4 frische, luftgetrocknete Nativ-Blut- oder
Knochenmarkausstriche einsenden
Ref.-Bereich:
Index 10 - 100
Indikation:
chronisch myeloische Leukämie, Osteomyelosklerose, Polycythaemia vera, paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie
Bewertung: erhöht: Osteomyelosklerose, M. Hodgkin, essentielle
Thrombozythämie, Polycythaemia vera, Gravidität
erniedrigt: CML, paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH), unreifzellige myeloische Leukämie, sideroachrestische Anämie
Bemerkungen:
Ausstriche aus EDTA-Blut können zu falsch niedrigen
Ergebnissen führen (Enzymhemmung)!
Alkalische Phosphatase
Material:
Ref.-Bereich:
enzymatisch, DGKC
Serum, 1ml
45 - 129 U/l
altersabhängig (siehe Befund)
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31
Indikation:
Cholestatische Lebererkrankungen, primäre u. sekundäre
Knochenerkrankungen (Rachitis, Osteomalazie, primärer Hyperparathyreoidismus, primäre Knochentumoren, Skelettmetastasen, Morbus Paget)
Bemerkungen:
Referenzbereich bei Kindern bis 462 U/l (siehe Befund)!
Alkalische Phosphatase, Isoenzyme W
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1ml
Leber-AP:
Knochen-AP:
elektrophoretisch
< 75 U/l
< 58 U/l
Indikation:
Abklärung unklar erhöhter Gesamt-AP,
erhöhter Gesamt-AP in Leber- bzw. Knochen-AP
Differenzierung
Alkalische Plazenta-Phosphatase
siehe
Plazenta-AP
Alkohol
siehe:
Äthanol
Allergie-Diagnostik
siehe:
IgE (Immunglobulin E)
RAST (allergenspezifisches IgE)
Differential-Blutbild (Eosinophile Granulozyten)
ECP (Eosinophilic cationic protein)
Gliadin- (Gluten)-Antikörper
Basophilen-Degranulationstest (Allergie Typ I-Reaktion)
Lymphozyten-Transformations-Test (Allergie Typ IV-Reaktion)
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis (allergenspezifisches
IgG)
Allobarbital W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 10 mg/l
Alopezie-Diagnostik
mögliche Laboruntersuchungen zur DD bzw. Ursachenklärung der Alopezie: freies Testosteron, Dihydrotestosteron, DHEAS, Blutbild, Eisen, Ferritin,
Glukose, Cortisol, TSH, Zink, Quecksilber, Thallium.
32
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Alprazolam W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 4 ml
5 - 50 ng/ml
Alprenolol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
50 - 100 ng/ml
Alternaria-Antikörper
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
RAST
Aluminium
siehe:
Toxikologische Untersuchungen
Alveolen-Basalmembran-Antikörper W
(Lungenbasalmembran-Antikörper, LBMA)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Goodpasture-Syndrom, Lungenhämorrhagien, rapid progressive Glomerulonephritis (Autoimmunglomerulonephritis)
Bemerkungen:
Bei V.a. rapid progressive Glomerulonephritis oder Goodpasture-Syndrom ist der Nachweis von Antikörpern gegen glomeruläre
Basalmembran hochspezifisch.
AMA (Antimitochondriale Antikörper)
siehe:
Mitochondrien-Autoantikörper
Amalgam
siehe:
Toxikologische Untersuchungen
Quecksilber
Amantadin W
Material:
Ther.-Bereich:
GC
Serum, 2 ml
300 - 600 µg/l (toxisch ab > 1000 µg/l)
Bemerkungen:
Behandlung des Parkinson-Syndroms, Prophylaxe/Therapie der Influenza A. Bei Niereninsuffizienz Intoxikationsgefahr durch Verlängerung der Plasmahalbwertszeit von etwa 12 Std. auf bis zu 33 Tage,
somit Therapie praktisch nicht steuerbar.
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33
Ambroxol W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
100 - 250 ng/ml
Ameisensäure W
enzymatisch
(Oxidations-Metabolit von Formaldehyd und Methanol)
Material:
Urin, 10 ml
Ref.-Bereich:
< 30 mg/l
Indikation:
Methylester
Belastung mit Formaldehyd, Methanol, Methylether und
Bemerkungen:
Bei längeren Versandzeiten ansäuern der Urinprobe mit
ca. 4 Tropfen Eisessig zu empfehlen, um eine bakteriell verursachte Verfälschung der Werte auszuschließen.
AMH (Anti-Müller-Hormon) W
EIA
(MIS, Mullerian Inhibiting Substance)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
1 - 8 µg/l
Indikation:
Frauen: Beurteilung der ovariellen Funktionsreserve, Abklärung der Infertilität, insbesondere bei grenzwertigem FSH, prognostische
Beurteilung bei geplanter Fertilitätstherapie bzw. IVF-Programm, Tumormarker bei Granulosazelltumoren;
Männer: potentieller Marker für die (Rest-) Spermatogenese bei Oligo- bzw.
Azoospermie;
Kinder: DD Kryptorchismus/Anorchismus, DD der Intersexualität
Amikacin W
Material:
Ther.-Bereich:
FPIA
Serum, 1 ml
20 - 30 mg/l (Spitzenspiegel, 15-30 min. nach Inf.ende)
< 5 (8) mg/l (Talspiegel, direkt vor nächster AB-Gabe)
Bemerkungen:
bei täglicher Einmaldosierung: Talspiegel < 2 mg/l, eine
Kontrolle der Spitzenspiegel ist nicht notwendig.
Aminoglutethimid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
5 - 30 µg/ml
Aminosäuren W
Ionenaustausch-Chromatographie
(Alanin, β-Alanin, α-Aminoadipinsäure, α-Aminobuttersäure, γ-Aminobuttersäure, β-Aminoisobuttersäure, Arginin, Asparagin, Asparaginsäure, Carnosin,
34
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Citrullin, Cystathionin, Cystin, Ethanolamin, Glutamin, Glutaminsäure,
Glycin, Histidin, Homocitrullin, Homocystin, Hydroxylysin, Hydroxyprolin,
Isoleucin, Kynurenin, Leucin, Lysin, Methionin, 1-Methylhistidin, 3Methylhistidin, Ornithin, Phenylalanin, Phosphoethanolamin, Phosphoserin,
Prolin, Serin, Taurin, Threonin, Tryptophan, Tyrosin, Valin)
Material:
10 ml Urin versetzt mit 4 Tropfen Eisessig
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Plasma (aus EDTA- oder Heparin-Blut), 2 ml
siehe Befund
V.a. Aminosäurestoffwechselstörung
Bemerkungen:
Wegen alimentär bedingter Schwankungen ist die Aminosäurenbestimmung im Urin vorzuziehen.
Amiodaron
(Cordarex)
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2ml
1000 - 3500 µg/l
Bemerkungen:
Der wirksame Metabolit Desethylamiodaron wird immer
mitbestimmt (ohne zusätzliche Berechnung).
Amitriptylin W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 3 ml
100 - 250 µg/l
(Summe Amitriptylin plus Nortriptylin)
Bemerkungen:
bestimmt werden Amitryptilin und Nortriptylin
Amitriptylin-N-oxid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
40 - 120 ng/ml
Ammoidin (Meladinine) W
HPLC
(5-Methoxypsoralen (5-MOP ) + 8-Methoxypsoralen (8-MOP))
Material:
Serum, 2 ml
Ther.-Bereich:
siehe Befund
Ammoniak
Material:
enzymatisch
EDTA-Plasma gefroren, 1 ml
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35
Ref.-Bereich:
< 94 µg/dl
altersabhängig (siehe Befund)
Indikation:
Diagnose und Verlaufsbeurteilung des Leberkomas sowie der
hepatischen Enzephalopathie, DD unklarer komatöser Zustände
Bemerkungen:
Bereits nach 15 min bei Raumtemperatur signifikanter
Anstieg, Blut daher möglichst in vorgekühltem EDTA-Röhrchen entnehmen,
ggf. in Eiswasser zwischenlagern, schnellstens zentrifugieren (Kühlzentrifuge), Plasma abpipettieren und bei -20° C tieffrieren. Alternativ: Vorgekühltes EDTA-Plasma (siehe oben) unverzüglich in Standard-Laborzentrifuge 1
min abzentrifugieren. Plasma sofort abpipettieren und tieffrieren (-20° C).
Amobarbital W
Material:
Ther.-Bereich:
Amöben
HPLC
Serum, 2 ml
2 - 6 mg/l
ELISA/IFT/IHA/Mikroskopie/EIA
(Entamoeba histolytica)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Stuhl (Mikroskopie, Nachweis Amöbenantigen)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Serologie: inbesonders extraintestinale Amöbiasis: Leberabszesse (Sonographie!), Abszesse in anderen Organen (v.a. Lunge, Gehirn).
Erregernachweis: Kolitis mit blutig-schleimigen Durchfällen („Himbeer-Gelee-Stuhl“), Ruhr, Schleimhautulzera im Darm (Perforationsgefahr!) DD:
entzündliche Darmerkrankung (Colitis ulcerosa), Amöbome (DD: Kolon/Rektumkarzinom)
Bewertung: Serologie: signifikanter Antikörpernachweis spricht für invasive Amöbiasis (> 90% positiv), bei intestinaler Amöbiasis (Amöbenruhr)
werden nicht immer Antikörper gebildet. Mikroskopie, Antigennachweis:
Nachweis der Amöbeninfektion des Darmes (Amöbenruhr)
Bemerkungen:
Etwa 10% der Weltbevölkerung sind infiziert, davon 90%
asymptomatisch. Der Erregernachweis wird mikroskopisch und mittels eines
spezifischen Enzymimmunoassays (EIA) durchgeführt. Bei der mikroskopischen parasitologischen Untersuchung nach Anreicherung können u.a. die
Amöbenzysten (Dauerformen bei der asymptomatischen Darmlumeninfektion) recht gut erfaßt werden, während die gewebsinvasiven Trophozoiten
(Minutaformen, Magnaformen) nur 30-60 Minuten nach Absetzen des
Stuhles überleben und daher sehr selten beobachtet werden. Cave: eine
Unterscheidung zwischen Zysten von Entamoeba histolytica und Entamoeba
dispar (apathogen) ist mit der mikroskopischen Untersuchung nicht möglich!
Der Enzymimmunoassay reagiert aber spezifisch mit einem TrophozoitenAntigen von Entamoeba histolytica (Galaktose-Adhäsin), auch wenn diese
36
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nicht mehr am Leben sind. Insgesamt ist daher die frühere Forderung des
sofortigen Transportes des noch körperwarmen Stuhls in das Labor obsolet!
Amoxicillin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
5 — 15 µg/ml (max.)
0.5 — 1.0 µg/ml (min.)
Bemerkungen:
Hydroxyderivat des Ampicillins mit fast vollständiger Resorption (95%) nach oraler Gabe. Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz.
Amphetamine
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
FPIA
Urin, Serum, Magensaft, 3 ml
negativ
V.a. Intoxikation oder Mißbrauch
Bemerkungen:
semiquantitativer Suchtest, ein positives Ergebnis muß ggf.
durch spezifische Verfahren bestätigt werden (insbesondere bei forensischer
Fragestellung).
Bei Screeningtests auf Drogen bzw. Medikamente sollte (aufgrund der längeren und empfindlicheren Nachweisbarkeit) wenn möglich Urin untersucht
werden. Im Screeningtest erfaßt werden u.a. Amphetamin, Methamphetamin
sowie die Designerdrogen MDA, MDMA (Ecstasy).
Die Dauer der Nachweisbarkeit von Amphetamin und verwandten Substanzen im Urin beträgt i.d.R. ca. 1 bis 3 Tage (abhängig von Substanz, Dosis,
Metabolisierungsrate, Urin-pH, Urinvolumen, Leber- und Nierenfunktion).
Amphotericin B W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1.5 — 3.0 µg/ml (max.)
0.03 — 1.0 µg/ml (min.)
Bemerkungen:
parenterales, nephrotoxisches Standardtherapeutikum bei
systemischen Mykosen. Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 15 ml/min.) Verlängerung des Dosierungsintervalls, cave: Serumspiegel nicht erhöht!
Ampicillin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
2 — 20 µg/ml
Bemerkungen:
bakterizides Aminopenicillin, wegen schlechter oraler Resorption nur noch für parenterale Gabe zu empfehlen. Dosisreduktion bei
Niereninsuffizienz.
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37
Amylase
(α-Amylase, Diastase)
enzymatisch
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1ml
30 - 118 U/l
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 1ml
< 460 U/l
< 410 U/24h
Material:
Ref.-Bereich:
Pleurapunktat, 1ml
< 100 U/l
Amylase-Isoenzyme W
Material:
Ref.-Bereich:
elektrophoretisch ˚
Serum, 2 ml oder Urin, 10 ml
siehe Befund
Indikation:
V.a. Makroamylase, Differenzierung
Amylasämie (Pankreas-, Speichel-, Makroamylase)
Amylase (Pankreas-spezifisch) W ˚
(Pankreas-α-Amylase)
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
< 53 U/l
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 10 ml
< 450 U/l
einer
unklaren
enzymatisch
Bemerkungen:
Die diagnostische Spezifität der Bestimmung der Pankreas-α-Amylase ist gegenüber derjenigen der Gesamt-α-Amylase nur mäßiggradig erhöht.
Bei V.a. Makroamylase Bestimmung der Amylase-Isoenzyme (Serum, 2 ml)
empfohlen.
ANA
IIFT
(Antinukleäre Antikörper = ANA, antinukleäre Faktoren = ANF)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Suchtest bei Autoimmunerkrankungen, Erkrankungen des
rheumatischen Formenkreises, Kollagenosen und chronischen Hepatitiden:
Systemischer Lupus erythematodes (SLE), subakut-kutaner LE, diskoider LE
(DLE), medikamenteninduzierter LE, Sharp-Syndrom (Mischkollagenose,
MCTD), Sjögren-Syndrom, Dermatomyositis, Polymyositis, progressive
Sklerodermie, CREST-Syndrom, autoimmune chronisch-aktive Hepatitis (aiCAH), Panarteriitis nodosa, Vaskulitiden, Polymyalgia rheumatica, rheuma38
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toide Arthritis (RA), Arthralgien, autoimmunhaemolytische Anämie,
Myasthenia gravis, Thyreoiditis, Polyendokrinopathie-Syndrom, Pleuritis,
Perikarditis, rezidivierende Thrombophlebitis, Fieber unklarer Genese
Bewertung: Niedrigtitrige Antikörper (<1:160) finden sich nicht selten bei
gesunden Personen jenseits des 60. Lebenjahres (Männer bis 15 %, Frauen
bis 30 %) oder auch bei Schwangeren. Häufigkeit von Zellkern-Antikörpern
bei verschiedenen Krankheitsbildern siehe nachfolgende Tabelle. Ein negativer Suchtest schließt einen systemischen LE mit großer Wahrscheinlichkeit
aus. Bei Verdacht auf LE Untersuchung auf weitere krankheitsspezifische
Antikörper (Doppelstrang-DNA-, Sm-Antikörper, SS-A, Cardiolipin)
empfehlenswert. Mit Ausnahme beim LE besteht keine eindeutige Korrelation zwischen Antikörpertiter und Ausprägung der klinischen Symptomatik.
Tabelle 1: Krankheitsassoziation und Häufigkeit von ANA:
Krankheitsbilder
Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
Diskoider Lupus erythematodes (DLE)
Medikamenteninduzierter LE
Subakut-kutaner LE
CREST-Syndrom
Felty-Syndrom
Sharp-Syndrom (MCTD)
Sjögren-Syndrom (SS)
Sklerodermie
Panarteriitis nodosa
Polymyositis/Dermatomyositis
Rheumatoide Arthritis (RA)
Alkoholinduzierte Zirrhose
Autoimmune chronisch-aktive Hepatitis (ai-CAH)
Autoimmunhämolytische Anämie
Autoimmunthyreoiditis
Immunthrombozytopenie
Kryptogene Zirrhose
Leukämien
Lungenfibrose, Alveolitis
Mononukleose
Myasthenia gravis
Perniziöse Anämie/atrophische Gastritis
Primär-biliäre Zirrhose (PBC)
Psoriasis vulgaris
Schwangerschaft
Uveitis
Virushepatitis
Gesunde Verwandte von LE-Patienten
Gesunde >60 Jahre alt
Gesunde <60 Jahre alt
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Häufigkeit %
95 - 100
21 - 50
95
20 - 65
95
60 - 100
100
50 - 95
31 - 90
15
40
10 - 60
30
45 - 100
40 - 50
20 - 40
50 - 70
30
70
20 - 60
30 - 70
35 - 50
20 - 30
40
30
50
60
30
0 - 43
0 - 36
0-8
39
Tabelle 2:
Fluoreszenzmuster, vorwiegend assoziierte antinukleäre Antikörper
und Krankheiten:
IFT-Muster
Antinukleäre Ak gegen
Krankheitsassoziationen
nicht-partikulär:
ringförmig
dsDNS, Histone
SLE, Medikamenteninduzierter LE
homogen
dsDNS, Histone, Sm,
SLE, Medikamenteninduzierter LE,
unbekannte Antigene
klinisch Gesunde (<1:160)
partikulär:
n-RNP, Sm, (SS-B), SclMCTD, SLE, progressive Sklefeingesprenkelt
70, PM-1, Jo-1, Mi-2,
rodermie, Polymyositis, DerZentromer
matomyositis
nukleolär
4-6s-RNS, 7s-RNS, U3Sklerodermie
RNP, unbekannte
Antigene
andere:
SS-B, n-RNP, Sm, SclMCTD, SLE, Sjögren-Syndrom,
70, PM-1, Jo-1, Ku, MiSklerodermie, Polymyositis,
2, unbekannte Antigene
Dermatomyositis, klinisch
Gesunde (<1:160)
Bemerkungen:
Unter antinukleären Antikörpern (ANA) versteht man die
Gesamtheit aller Autoantikörper gegen Antigene des Zellkerns, soweit sie
mit der indirekten Immunfluoreszenztechnik (IFT) nachgewiesen werden
können. Sie repräsentieren zahlreiche verschiedenartige nukleäre Antigene
(vgl. auch extrahierbare nukleäre Antigene = ENA), die teilweise schon
anhand ihres Fluoreszenzmusters unterschieden werden können. Die
Kenntnis des Fluoreszenzmusters entbindet jedoch nicht von der gezielten
Bestimmung der einzelnen Antikörper zur Differentialdiagnose.
Analgetika
siehe:
Einzelsubstanzen (z.B. Indometacin, Metamizol, Paracetamol,
Phenylbutazon, Propyphenazon, Salicylamid, Salicylsäure, Tramadol, Tilidin)
Analgetika-Screening W
(umfaßt Metamizol, Opiate, Paracetamol, Phenazon-Derivate, Phenacetin,
Salicylat, Tramadol, Tilidin)
Material:
Urin, Blut, Mageninhalt, jeweils 5 ml
Indikation:
V.a. Intoxikation oder Mißbrauch
ANCA
IIFT
(c-ANCA, p-ANCA, Granulozyten-Zytoplasma-Antikörper, ACPA)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Wegenersche
Granulomatose,
alle
Vaskulitisformen,
insbesondere nekrotisierende Vaskulitis und mikroskopische Polyarteriitis,
Polyarteriitis nodosa, Churg-Strauss-Syndrom, rapid progressive Glomerulo40
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nephritis, sklerosierende Glomerulonephritis, zystische Fibrose, M.Crohn,
Colitis ulcerosa
Bewertung: Nachweisraten siehe nachfolgende Tabelle
Tabelle 3: Krankheitsassoziation und Häufigkeit von c-ANCA und pANCA:
Krankheitsbilder
Häufigkeit %
c-ANCA:
Wegenersche Granulomatose (aktiv)
90 - 100
Wegenersche Granulomatose (inaktiv)
57 - 75
Mikroskopische Polyarteriitis (MPA)
87
Rapid progressive Glomerulonephritis
78 - 91
Zystische Fibrose mit Vaskulitis
40
p-ANCA:
Wegenersche Granulomatose (aktiv)
22
Mikroskopische Polyarteriitis (MPA)
75
Rapid progressive Glomerulonephritis
75
Glomerulosklerose
75
Bemerkungen:
Antikörper gegen das Zytoplasma neutrophiler Granulozyten. Unterschieden werden c-ANCA (zytoplasmatische Färbung) und pANCA (perinukleäre Färbung), c-ANCA richtet sich gegen Proteine, die
identisch sind mit der Proteinase III, p-ANCA richtet sich u.a. gegen die
Myeloperoxidase (MPO) der Granulozyten.
Androgene
siehe:
Testosteron, Androstendion, DHEAS (DehydroepiandrosteronSulfat), DHEA (Dehydroepiandrosteron), Dihydrotestosteron (DHT),
17-Hydroxy-Progesteron, Pregnantriol, Androsteron, Ätiocholanolon
Androgene im Urin W
GC / RIA
(Androsteron, Ätiocholanolon, Pregnantriol, DHEA, Testosteron)
Material:
20 ml 24h-Urin gesammelt über 1 ml Eisessig
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Bemerkungen:
Bestimmung der Gesamtandrogene im 24h-Urin für die
Routinediagnostik heute obsolet, Bestimmung im Serum vorzuziehen, z.B.
Testosteron, DHEAS, Androstendion, bei V.a. AGS auch 17-Hydroxy-Progesteron. Ausnahme: Pregnantriol im 24h-Urin zur Therapiekontrolle bei
AGS.
Ähnliches gilt auch für die 17-Ketosteroide im 24h-Urin (Ausnahme: Tumorverdacht, speziell bei Kindern).
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41
Androstendion
Material:
Ref.-Bereich:
ELISA
Serum, 1 ml
Männer: 40 - 260 ng/dl
Frauen: 40 - 410 ng/dl
alters- bzw. geschlechtsabhängig (siehe Befund)
Indikation:
Hirsutismus, Zyklusstörungen, Infertilität
Bewertung: entsteht zu etwa gleichen Teilen in Ovar und NNR,
Hauptpräkursor des Testosterons bei der Frau
- erhöht bei PCO-Syndrom, Cushing-Syndrom, AGS, Ovarialtumoren sowie
in der Periovulation, gering erhöht bei Pubertas praecox, idiopathischem
Hirsutismus
- erniedrigt bei Nebennierenrinden-Insuffizienz, Postmenopause
Androsteron W
Material:
Ref.-Bereich:
20 ml 24h-Urin gesammelt über 1 ml Eisessig
< 4.5 mg/24h
Bemerkungen:
siehe Androgene im Urin
ANF (Antinukleäre Faktoren, Atrialer natriuretischer Faktor)
siehe:
ANA
Atriales natriuretisches Peptid
Angiotensin-I-Converting-Enzym
siehe:
ACE
Angiotensin II W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
RIA
EDTA-Plasma gefroren, 2 ml
20 - 40 ng/l
DD des Hyperaldosteronismus
Bemerkungen:
Abnahme nach 30 minütigem Liegen zu empfehlen. Die
Untersuchung ist nur in Ausnahmefällen indiziert. Das in der Leber produzierte Angiotensinogen wird durch die in der Niere gebildete Peptidase
Renin in Angiotensin I umgewandelt. Daraus entsteht vor allem im Lungenkreislauf durch ACE das biologisch aktive, stark vasopressorische Angiotensin II, welches über die Aldosteron-Sekretion wiederum die Renin-Freisetzung beeinflußt (neg. feed back). Die biologische Halbwertszeit beträgt nur
ca. 1 Minute.
ANNA (Anti-Neutrophil Nuclear-Antikörper)
siehe:
42
Granulozyten-Kern-Antikörper
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Antazolin-Alveolitis
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Antiarrhythmika
siehe:
Einzelsubstanzen (Ajmalin, Prajmalin, Amiodaron/ Desethylamiodaron, Aprindin, Chinidin, Disopyramid, Flecainid, Lidocain,
Lorcainid/Nor-Lorcainid, Mexiletin, Procainamid, N-Acetylprocainamid, Propafenon, Propranolol, Tocainid, Verapamil)
Material:
Serum, 2 ml je Substanz
Antibiotika
siehe:
Einzelsubstanzen (Amikacin, Amoxicillin, Amphotericin B,
Ampicillin, Aztreonam, Benzylpenicillin (PenG), Cefamandol, Cefazolin, Cefotaxim, Ceftazidim, Ceftriaxon, Cefuroxim, Chloramphenicol, Ciprofloxacin, Doxycyclin, Ethambutol, Flucloxacillin, Fluconazol, Flucytosin, Gentamicin, Griseofulvin, Isoniazid
(INH), Itraconazol, Mefloquin, Metronidazol, Miconazol, Netilmicin, Ofloxacin, Oxacillin, Piperacillin, Protionamid, Pyrazinamid,
Rifampicin, Sulfamethoxazol, Teicoplanin, Tobramycin, Trimethoprim, Vancomycin)
Antidepressiva, trizyklische
siehe:
Einzelsubstanzen (Amitriptylin, Amitriptylinoxid, Clomipramin,
Desipramin, Dibenzepin, Doxepin, Fluoxetin, Fluvoxamin,
Imipramin, Lofepramin, Maprotilin, Mianserin, Nortriptylin,
Opipramol, Protriptylin, Sulpirid, Trimipramin, Viloxazin)
Material:
Serum, 2 ml je Substanz
Antidiuretisches Hormon
siehe:
ADH
Anti-DNase B (Anti-Desoxyribonuklease B)
siehe:
Streptokokken-Antikörper
Anti-Faktor-Xa-Aktivität W
(LMW-Heparin, HMW-Heparin)
Material:
Citratplasma gefroren, 2 ml
Ther.-Bereich:
Therapie (LMW, HMW):
LMW-Heparin-Prophylaxe:
HMW-Heparin-Prophylaxe:
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koagulometrisch
0.40 - 0.80 U/ml
0.15 - 0.35 U/ml
0.05 - 0.15 U/ml
43
Indikation:
Überwachung einer LMW-/HMW-Heparintherapie
Bemerkungen:
bei RT nur ca. 4 h stabil; Abnahmezeitpunkt: 2 Stunden
nach s.c. Applikation
Antihistaminika
siehe: Einzelsubstanzen (Diphenhydramin, Doxylamin)
Material:
Serum, 2 ml je Substanz
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
(Präzipitierende IgG)
Material:
Serum, 0.5 ml je Antikörper
Ref.-Bereich:
negativ
Indikation:
V.a. Farmerlunge, Vogelhalterlunge, Lungenaspergillose,
Alveolitis bei Lungen- u. Organmykosen, Holzstaublunge, Befeuchterlunge,
Winzerlunge, Tomatenzüchterlunge, Pilzzüchterlunge, Zellstoffverarbeiterlunge, Waschmittellunge, Malzarbeiterlunge, Käsewascherlunge, Bagassose,
Suberose, Alveolitis durch Umgang mit Hunden, Ratten etc., Sequiose
V.a. Nitrofurantoin-Fieber, Hydrochlorothiazid-Alveolitis, Isozyanat-Alveolitis, Carbamazepin-Alveolitis, Antazolin-Alveolitis
Bemerkungen:
Wir testen die für die jeweilige Erkrankung typischen
Antigene aus, wenn keine weiteren Angaben vorliegen. Bei bestimmten
Erkrankungen ist eine Eingrenzung der möglichen Antigene hilfreich (z.B.
Vogelhalterlunge: Taubenzüchterlunge, Wellensittichzüchterlunge usw.).
Nähere Einzelheiten siehe Tabelle 4.
Tabelle 4: Antigenspektrum und Krankheitsassoziationen
Antigene
Krankheitsbilder
Micropolyspora faeni
Micromonospora melanosporea
Saccharomonospora viridis
Thermoactinomyces spp.
Sporobolomyces
Streptomyces albus
Heu
Stroh
Dreschstaub
Taubenkot, -serum, -federn
Aspergillus fumigatus
Kanarienvogelkot, -serum, -federn
Wellensittichkot, -serum, -federn
Nymphensittichkot, -serum, -federn
Papageienkot, -serum, -federn
Zierfinkenkot, -serum, -federn
Entenkot, -serum, -federn
Gänsekot, -serum, -federn
Hühnerkot, -serum, -federn
evtl. Federn und Kot der eigenen Vögel mitliefern
44
Famerlunge
Fortsetzung Famerlunge
Taubenzüchterlunge
Vogelhalterlunge
Vogelhalterlunge
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Fortsetzung Tabelle 4: Antigenspektrum und Krankheitsassoziationen
Antigene
Krankheitsbilder
Aspergillus amstelodami
Aspergillus effusus
Aspergillus flavus
Aspergillus fumigatus
Aspergillus nidulans
Aspergillus niger
Aspergillus repens
Aspergillus terreus
Aspergillus versicolor
Candida albicans
Cladosporium cladosporioides
Penicillium notatum
Penicillium viridicatum
Ebenholz
Eibensequoie-Holz
Iroko-Holz
Kambala-Holz
Mahagoni-Holz
Ramin-Holz
Rotes Zedernholz
Alternaria consortiale
Ulocladium chartarum
Aureobasidium pollulans
Cephalosporium
Thermoactinomyces spp.
(evtl. Befeuchterwasser mitliefern)
Thermoactinomyces vulgaris
Lungenaspergillose
Pulmonale Candidiasis
Lungenmykosen
Organmykosen
Holzstaublunge
Befeuchterlunge
Penicillium brevicompactum
Mikropolyspora faeni
Thermoactinomyces vulgaris
Alternaria tenuis
Bacillus subtilis
Aspergillus clavatus
Aspergillus fumigatus
Penicillium camemberti
Penicillium Gruppenallergen Sm8
Entsprechende Tierepithelien, -serum und
-urinproteine
Aureobasidium pollulans
Nitrofurantoin
Hydrochlorothiazid
Isocyanate
Carbamazepin
Antazolin
Bagassose (Zuckerrohr)
Suberose (Kork)
Winzerlunge
Tomatenzüchterlunge
Pilzzüchterlunge
Zellstoffverarbeiterlunge
Waschmittellunge
Malzarbeiterlunge
Käsewäscherlunge
Alveolitis (bei Umgang mit Hunden, Ratten
etc.)
Sequiose
Nitrofurantoin-Fieber
Hydrochlorothiazid-Alveolitis
Isozyanat-Alveolitis
Carbamazepin-Alveolitis
Antazolin-Alveolitis
Antikörper-Suchtest (indirekter Coombstest)
siehe:
Coombstest
Antikonvulsiva / Antiepileptika
siehe:
Einzelsubstanzen (Aethadion, Bromid; Carbamazepin, Carbamazepin-Epoxid, freies Carbamazepin-Epoxid, Clonazepam, Desmethyldiazepam, Diazepam, Ethosuximid, Felbamat, Gabapentin,
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45
Lamotrigin, Mephenytoin, Mesuximid, Nitrazepam, Oxcarbazepin,
Pheneturid, Phenobarbital, freies Phenobarbital, Phenytoin (DPH,
Diphenylhydantoin), freies Phenytoin, Primidon, freies Primidon,
Sultiam, Trimethadion, Valproinsäure (DPA, Dipropylacetat), freie
Valproinsäure, Vigabatrin)
Material:
Serum, 2 ml je Substanz
Antimon
siehe:
Toxikologische Untersuchungen
Anti-Müller-Hormon
siehe:
AMH
Antioxidative Gesamtkapazität W
(Oxidantienstatus)
Die Untersuchung beinhaltet die Bestimmung der wasserlöslichen (Harnsäure-unabhängigen) Antioxidativen Kapazität (ACU) und die Bestimmung
der Antioxidativen Kapazität lipidlöslicher Substanzen (ACL).
Material:
Serum gefroren, 1ml
Ther.-Bereich:
ACU:
29 - 134 µmol/l
ACL:
40 - 80 µmol/l
Bewertung: Die Oxidation von Zellmembranen und Proteinen sowie die
Zerstörung von Nukleinsäuren durch freie Radikale spielt eine wichtige
Rolle in der Genese der Atherosklerose wie auch für die Alterung biologischer Strukturen. Physiologischerweise werden diese schädlichen Einflüsse
durch eine Vielzahl von körpereigenen Abwehrmechanismen in Grenzen
gehalten (Glutathionperoxidase, Selen, Katalase, Superoxiddismutase, Zink,
Vitamin E, Vitamin C u.a.), die zusammenfassend als antioxidative
Gesamtkapazität bezeichnet werden.
Anti-Staphylolysin ˚
AGGL
(Staphylokokken-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 2 IU/ml
Indikation:
Serologischer Nachweis von Staphylococcus aureus Infektionen, insbesonders bei Sepsis, Osteomyelitis und tiefen eitrigen Infektionen.
Bewertung: Titer über 8 IU/ml weisen eine hohe diagnostische Spezifität
auf. Bei oberflächlichen Infektionen treten nur niedrige Titer auf.
Bemerkungen:
Bei Infektionen mit Staphylococcus aureus werden Antikörper gegen das α-Hämolysin des Erregers gebildet. Der immunchemische
46
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Nachweis von Anti-Staphylolysin-α-Hämolysin unterstützt die Diagnose
einer S.aureus Infektion. Cave: eingeschränkte klinische Relevanz durch
verzögerte AK-Bildung (ca. 2-3 Wochen nach Infektionsbeginn). Sofern
möglich kulturellen Erregernachweis anstreben.
Anti-Streptolysin O (ASL, ASO, AST)
siehe:
Streptokokken-Antikörper
Antithrombin III
siehe:
AT III
AP
siehe:
Alkalische Phosphatase
APC-Resistenz
PCR
(Resistenz gegen aktiviertes Protein C, Faktor V-Genmutation (Typ Leiden))
Material:
EDTA-Blut, 2 ml, Citrat-Blut, 2 ml
Ref.-Bereich:
negativ
Indikation:
V.a. angeborene Resistenz gegen aktiviertes Protein C (Faktor
V-Genmutation Typ Leiden) als Ursache thromboembolischer Erkrankungen,
positive oder grenzwertige Befunde im Screening-Test (s.u.)
Bewertung: die angeborene Form ist die häufigste Ursache erblicher
Thrombophilie, Prävalenz 2-15%. Das Thromboserisiko heterozygoter Merkmalsträger ist ca. 5-10-fach, das homozygoter 50-100-fach höher als in der
Normalbevölkerung.
Bemerkungen:
die Untersuchung mittels PCR ist auch unter Heparinoder Marcumartherapie möglich. Eine Differenzierung in homozygote bzw.
heterozygote Formen ist nur mit der PCR möglich.
APC-Resistenz (Screening)
koagulometrisch
(Resistenz gegen aktiviertes Protein C)
Material:
Citratplasma gefroren, 1 ml
Ref.-Bereich:
> 2.1 Ratio
Indikation:
V.a. angeborene oder erworbene (z.B. AntiphospholipidSyndrom) Resistenz gegen aktiviertes Protein C als Ursache thromboembolischer Erkrankungen
Bewertung: s.o.
Bemerkungen:
unter Heparin- oder Marcumartherapie Nachweis der
APC-Resistenz nur mittels PCR möglich.
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47
Bei positivem oder grenzwertigem Befund definitive Diagnose mittels PCR
empfohlen (siehe oben).
Apolipoproteine W
nephelometrisch
Apolipoprotein A1
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
Männer: 110 - 205 mg/dl
Frauen: 125 - 215 mg/dl
Apolipoprotein A2
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
25 - 50 mg/dl
Apolipoprotein B
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
Männer: 55 - 140 mg/dl
Frauen: 55 - 125 mg/dl
Indikation:
Differentialdiagnose bei auffälligem Lipidstatus, Diagnostik
bzw. Ausschluß von Apolipoproteinopathien (Tangier-Krankheit, A-BetaLipoproteinämien)
Bemerkungen:
Zur Beurteilung des allgemeinen Atheroskleroserisikos
haben die Apolipoproteine eine ähnliche Aussagekraft wie die Bestimmung
von HDL- (Apo A1) bzw. LDL- (Apo B) Cholesterin.
Apolipoprotein E
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
2.3 - 6.3 mg/dl
Indikation:
Differentialdiagnose bei auffälligem Lipidstatus. Die
Konzentrationsbestimmung ist wenig aussagekräftig. Zur Beurteilung des
Atheroskleroserisikos bzw. zur Abklärung einer Typ III-Hyperlipoproteinämie ist i.d.R. die Apolipoprotein E-Genotypisierung (s.u.) erforderlich.
Apolipoprotein E-Genotypisierung ˚
PCR
(Apo E-Genotypisierung)
Material:
EDTA-Blut, 2 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Differentialdiagnose bei auffälligem Lipidstatus, Abklärung
einer Typ III-Hyperlipoproteinämie, Risikoabschätzung eines M. Alzheimer
Bewertung: Apo E bindet an den LDL-Rezeptor und hat somit wesentlichen Anteil an der intestinalen Cholesterinabsorption sowie an der Entfer48
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nung Apo E-reicher Lipoproteine (Chylomikronen-remnants, VLDL, IDL) aus
der Zirkulation. Die Bindung an den Rezeptor wird durch die Apo- E-Phänotypen reguliert. Bei homozygoten und heterozygoten E3-Typen normales
Arteriosklerose-Risiko, bei homozygoten E4-Typen erhöhtes Risiko und
erhöhtes LDL-Cholesterin.
90 % der Typ III-Hyperlipoproteinämien sind homozygot für das E2-Allel,
jedoch nur 5 % dieses Genotyps entwickeln eine Typ III-Hyperlipoproteinämie.
Bemerkungen:
Apo E4-Homozygotie ist auch mit einem erhöhten Risiko
für M. Alzheimer vergesellschaftet, die Bestimmung wird für diese Fragestellung z.Zt. jedoch nicht empfohlen (interessanter Parameter für die Forschung, im Einzelfall jedoch nur von begrenzter Aussagekraft).
Aprindin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 1 ml
0.8 - 2 mg/l
Aprobarbital W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2ml
5 - 30 mg/l
Arboviren
(FSME-Virus, Denguefieber-Virus, Gelbfiebervirus, Chikungunyafieber-Virus
u.a.)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
V.a. Virusinfektion nach Insekten- oder Zeckenstich im Inoder Ausland (bitte Reiseland immer angeben!)
Bewertung: bei hohem Antikörpertiter V.a. frische/kürzliche Infektion,
IgM-Nachweis, Serokonversion oder Vierfachtiteranstieg als Hinweis für eine
akute Infektion; siehe auch: FSME-Virus, Denguefieber-Virus, Gelbfiebervirus.
Bemerkungen:
Der Begriff Arboviren faßt alle Viren zusammen, die über
Zecken und/oder Insekten übertragen werden: Arthropod borne viruses =
Arbo.
Arenavirus
(Familie der Arenaviren: LCM-Virus, Lassa-Fiebervirus u.a.)
siehe: Lymphozytäre Choriomeningitis-Virus
Arginin-Cl-Test
siehe:
Wachstumshormon-Stimulationstests
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49
Arsen
siehe:
Toxikologische Untersuchungen
ASAT
siehe:
GOT
Ascaris lumbricoides (Spulwurm)
siehe:
Parasitologische Diagnostik
Asialoglykoprotein-Rezeptor-Antikörper
(AGPR, Antikörper gegen leberspezifisches Protein = LSP)
siehe: Leber-spezifische Proteine-Autoantikörper
Asialotransferrin W
(ß-2-Transferrin)
Material:
Sekret, 1 ml
Indikation:
Nachweis einer Liquorrhoe
Bemerkungen:
zur orientierenden Unterscheidung Liquor/Nasensekret
eignet sich die Bestimmung von Glucose, Eiweiß und Kalium:
Liquor
Glucose
49 - 75 mg/dl
Eiweiß
0.2 - 0.4 g/l
Kalium
ca. 3 mmol/l
Nasensekret
< 10 mg/dl
3 - 40 g/l
ca. 17 mmol/l
Geringe Liquorbeimengungen lassen sich mit dieser orientierenden Untersuchung jedoch nicht ausschließen, dies gelingt nur mit der Bestimmung des
ß-2-Transferrin.
ASL(Anti-Streptolysin O, ASO, AST)
siehe:
Streptokokken-Antikörper
Aspergillose
siehe:
50
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Pilzkultur
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Astrovirus
EIA
(Familie der Astroviridae, umweltresistent)
Material:
Stuhl (Nachweis viraler Antigene)
Indikation:
Gastroenteritis (besonders bei Säuglingen, Kleinkindern, aber
auch alten Menschen und Immunsupprimierte) mit Diarrhoe, Fieber, Erbrechen, Abdominalschmerzen, selten schwerwiegende Dehydratation.
Bewertung: Nachweis der akuten Infektion
Bemerkungen:
Vorkommen v.a. in den Wintermonaten, Hauptinfektionsquelle kontaminierte Lebensmittel und Trinkwasser. Inkubationszeit 1-3 Tage; Krankheitsdauer 2-3 Tage, Persistenz bis zu 12 Tage möglich. Ausscheidung der Viren mit dem Stuhl bereits einen Tag vor Symptombeginn bis
mehrere Tage nach Ende der Diarrhoe. Antikörpernachweise haben für die
Diagnostik symptomatischer Infektionen keine Bedeutung.
AT III
koagulatorisch
(Antithrombin III)
Material:
Citratplasma, 1 ml
Ref.-Bereich:
80 - 120 %
Indikation:
Abklärung einer Thrombophilie, V.a. angeborenen oder
erworbenen (z.B. Ovulationshemmer, nephrot. Syndrom) AT-III-Mangel als
Ursache thromboembolischer Erkrankungen, Diagnose und Verlaufskontrolle der Verbrauchskoagulopathie
Bewertung: soll bei 3-8% der Thrombosen beteiligt sein, etwa 2/3 der
Patienten mit AT III-Mangel haben thrombotische Ereignisse im Alter von 1035 Jahren.
Bemerkungen:
Bei Raumtemperatur signifikanter Abfall bereits nach 8
Stunden möglich, ggf. gefroren versenden, unter Marcumar Anstieg der
Werte (kann einen AT III-Mangel verdecken !).
Atenolol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.05 - 1 µg/ml
Atriales natriuretisches Peptid W
RIA
(ANP, ANF)
siehe: BNP
Bemerkungen:
Aufgrund der großen Instabilität konnte sich das ANP für
die Routinediagnostik der Herzinsuffizienz nicht durchsetzen. Mit dem BNP
(brain natriuretic peptide) steht mittlerweile ein wesentlich besserer Parameter für diese Indikation zur Verfügung.
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Augenmuskel-Antikörper W
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Endokrine Orbitopathie, Hyperthyreose
Bewertung: Hinweis auf og. Erkrankungen, häufig jedoch auch bei Diabetes mellitus, rheumatoider Arthritis sowie bei Gesunden
Bemerkungen:
Kreuzreagierende Antikörper zwischen Augenmuskel und
Thyreoidea wurden beschrieben, die Spezifität und diagnostische Relevanz
der Antikörper ist noch unklar.
Aureobasidium-Antikörper
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Autoantikörper
(Antikörper gegen Organe, Gewebe und Thrombozyten)
Material:
Serum, 2 ml
Indikation:
V.a. Autoimmunerkrankungen
Bewertung: Bei deutlich positivem Befund oder erhöhten Titern Hinweis
auf Autoimmunerkrankung (vgl. Tabelle 5)
Bemerkungen:
Die nachfolgende Tabelle enthält einen Katalog der z.Zt.
routinemäßig durchgeführten Untersuchungen, weitere spezielle Untersuchungen auf Anfrage:
Tabelle 5: Autoantikörper und mögliche Autoimmunerkrankungen
Organ
Augen
Krankheit
Orbitopathie
Sjögren-Syndrom
Blut
Perniziöse Anämie
hämolytische Anämie
Darm
Thrombopenie
Colitis ulcerosa
M. Crohn
Endokrine Drüsen
Diabetes mellitus
Schilddrüse
M. Addison
52
Autoantikörper
Schilddrüsen-AK
ENA (U1-n-RNP, SSA, SSB, Scl70), ANA,
Speicheldrüsengangepithel-AK,
RF
Parietalzell-, Intrinsic-Faktor-AK
Coombstest (direkt und indirekt),
Kälteagglutinine
Thrombozyten-AK
ANCA, Colon-Epithel-AK,
Pankreasacinus-AK, Becherzellen-AK
Inselzell-AK, Insulin-AK, GADAK, IA-2-AK
MAK, TAK, TRAK
NNR-AK
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Fortsetzung Tabelle 5: Autoantikörper und mögliche Autoimmunerkrankungen
Organ
Krankheit
Autoantikörper
Gelenke
Rheumatoide Arthritis
CRP, CCP, RF, ANA
Rheumatisches Fieber
CRP, Streptokokken-AK
Lupus erythematodes
ANA, ENA, ds-DNA
Dermatomyositis
ANA, ENA
Polymyositis
ANA, ENA
Sklerodermie
ANA, ENA
Gefäße
Morbus Wegener
ANA, c-ANCA
andere Vaskulitiden
ANA, p-ANCA
Haut
Dermatomyositis
ANA, ENA
Pemphigus
Stachelzelldesmosomen-AK
Pemphigoid u. a.
epidermale Basalmembran-AK
Herz
Kardiomyopathie
Herzmuskel-AK
Leber
Autoimmunhepatitis
ANA, Glatte Muskulatur-AK,
Actin-AK, LKM, SLA
Primär biliäre Zirrhose
AMA, Anti-M2, Anti-M4, Anti-M9,
(PBC)
ANA
primär-sklerosierende
ANA, ANCA
Cholangitis
Magen
Gastritis Typ A
Parietalzell-AK
Lunge
Vaskulitis
ANA, ANCA, GlomerulusBasalmembran-AK
Muskel
Myasthenia gravis
Skelettmuskel-AK, AcetylcholinRezeptor-AK
Niere
Glomerulonephritis
ANA, (evt. ENA, ds-DNA), ANCA,
Glomerulus-Basal-membran-AK,
Streptokokken-AK
Fieber unklarer UrM. Wegener
ANA, c-ANCA
sache
M. Crohn
ANCA, Colon-Epithel-AK,
Pankreasacinus-AK, BecherzellenAK,
Lupus erythematodes
ANA, ENA, ds-DNA
Rheumatisches Fieber
CRP, Streptokokken-AK
Abkürzungen:
AMA= antimitochondriale Antikörper
Anti-M2, -M4, -M9 = Subtypen der antimitochondrialen Antikörper
ANA = antinukleäre Antikörper
ANCA = Antikörper gegen Zytoplasma neutrophiler Granulozyten
(c-ANCA: cytoplasmatisches Muster, p-ANCA: perinukleäres Muster)
ENA = Antikörper gegen extrahierbare nukleäre Antigene
LKM = Leber-Niere-Mikrosomen-Antikörper
SLA = Antikörper gegen lösliches Antigen aus Leber
Azathioprin
siehe:
HPLC
6-Mercaptopurin (wirksamer Metabolit)
Aztreonam W
Material:
HPLC
Serum, 2 ml
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53
Ther.-Bereich:
50 — 250 µg/ml (max.)
1 — 10 µg/ml (min.)
Bemerkungen:
Monobactam. Reserveantibiotikum zur Therapie gramnegativer Infektionen. Einsatz bei Penicillin- oder Cephalosporin-Allergie möglich (cave: Kreuzreaktivität mit Ceftazidim). Bei Niereninsuffizienz und
schwerem Leberschaden reduzierte Dosierung.
β-2-Mikroglobulin ˚
Material:
Ref.-Bereich:
CLIA
Serum, 1 ml
0.9 - 2.0 mg/l
Indikation:
Tumormarker zur Verlaufs- u. Therapiebeurteilung maligner
lymphoider Neoplasien (M. Hodgkin, Non-Hodgkin-Lymphome, Plasmozytom, CLL)
Beurteilung der GFR (empfindlicher als Kreatinin)
Material:
Urin, 10 ml
Ref.-Bereich:
< 0.4 mg/l
Indikation:
Diagnose und Verlaufsbeurteilung tubulärer Nierenschäden,
Früherkennung einer Abstoßungskrise bzw. einer CMV-Infektion nach Nierentransplantation
Bewertung: bei Niereninsuffizienz massiv erhöhte Werte (auch ohne
Tubulusschaden), Beurteilung bei erhöhten Serumwerten (> 6 mg/l) nur
eingeschränkt möglich
Bemerkungen:
bei Urin-pH <6 nur 2h stabil, daher nie aus erstem Morgenurin bestimmen, immer pH kontrollieren; zur Beurteilung tubulärer
Nierenschäden alternativ Bestimmung von α-1-Mikroglobulin im Urin zu
empfehlen (siehe auch Urinprotein-Diagnostik)
Material:
Ref.-Bereich:
Liquor, 1ml
< 1.7 mg/l
Indikation:
Verlaufsbeurteilung lymphoretikulärer Systemerkrankungen
mit ZNS-Beteiligung. Überwachung bei intrathekaler Tumortherapie.
β-2-Transferrin
siehe:
Asialotransferrin
Babesien (Babesiose)
Mikroskopie
(Babesia microti, Babesia divergens, Babesia gibsoni, Babesia bovis)
Material:
EDTA-Blut, 2 ml (Mikroskopie: "Dicker Tropfen", Blutausstrich)
Indikation:
Malaria-ähnliche Protozoen-Erkrankung nach Zeckenstich
(auch Bluttransfusion) mit allgemeinem Krankheitsgefühl, Fieber, Myalgien,
Müdigkeit. Schwere, fulminante Verläufe bei Splenektomierten: Fieber,
54
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Schüttelfrost, Dunkelfärbung des Urins, Bilirubin- und Transaminasenerhöhung infolge hämolytischer Anämie.
Bewertung: Nachweis der Erreger in Erythrozyten („Malteserkreuz-Formation“) spricht für eine Babesia-Infektion.
Bemerkungen:
Babesien sind Protozoen mit weltweiter Verbreitung. Seit
1969 wurden 30 Fälle in Europa dokumentiert, mehr als 300 Fälle in den
USA (Dunkelziffer!?). Sie werden meist durch Zecken übertragen und
verursachen Erkrankungen bei Rindern, Pferden, Schafen, Ziegen, Schweinen, Hunden und Katzen. Die Babesien leben ausschließlich in den
Erythrozyten des Wirtes, wo sie sich durch Zweiteilung vermehren und
durch Zerstörung der Erythrozyten zur Anämie führen können. Gelegentlich
findet man die Erreger auch beim Menschen. Inkubationszeit 1-4 Wochen
(bis zu einem Jahr), Erkrankungsdauer Wochen bis Monate, bei intakter Milz
in der Regel selbstlimitierend, bei splenektomierten Patienten oft letaler
Ausgang.
Bacillus subtilis-Antikörper
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Baclofen W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.1 - 0.6 µg/ml
Bagassose
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Bakterienkultur
(Untersuchung auf pathogene Keime, ggf. mit Antibiogramm)
Material:
je nach Fragestellung, vgl. Tabelle 6
Indikation:
Systemische oder lokale bakterielle Infektionen, Fieber, Sepsis, CRP-Erhöhung, Granulozytose, Linksverschiebung im Differentialblutbild
(Stabkernige), Umfang der bakteriologischen Untersuchung abhängig von
Fragestellung und Untersuchungsauftrag, vgl. Tabelle 7.
Bewertung: Ein positiver Bakteriennachweis aus normalerweise sterilen
Körpermaterialien (z.B. Liquor, Blut, Pleurapunktat, Peritonealsekret, Wundsekret aus tiefen Wunden, Blasenpunktionsurin etc.) spricht in der Regel für
eine Infektion mit den nachgewiesenen Erregern. Ein positiver Bakteriennachweis aus Materialien, die von vorbesiedelten Körperabschnitten stammen (z.B. Sputum, Rachenabstrich, Hautabstrich, Genitalabstrich, Stuhl etc.)
oder aus Materialien, die vorwiegend über vorbesiedelte Körperabschnitte
entnommen werden (z.B. Mittelstrahlurin, Trachealsekret, Bronchiallavage,
Cervixabstrich etc.) kann sowohl für eine Kolonisation, wie auch für eine
Infektion mit den nachgewiesenen Keimen sprechen. Eine Unterscheidung
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55
ist von Art und Menge der Keime, aber auch von Klinik, Entzündungsparametern, Immunstatus, sowie einer evtl. Antibiotikatherapie abhängig.
Bemerkungen:
Eine rasche, erste Orientierung über das vorhandene
Keimspektrum vermittelt das mikroskopische Präparat (Gramfärbung). Cave:
bei Untersuchungsmaterial der unteren Luftwege (vgl. Tabelle 6) spricht der
mikroskopische Nachweis von Plattenepithelien für eine Kontamination mit
Speichel! Schnellwachsende, anspruchslose, aerob wachsende Keime erfordern eine mindestens 16-20 stündige Bebrütung um einen eindeutigen
Nachweis zu erzielen, anspruchsvolle und anaerob wachsende Keime müssen mindestens 48 Stunden lang bebrütet werden! Ein Antibiogramm kann in
der Regel erst 16-24 Stunden nach der primären Anzucht des Erregers
beurteilt werden. Cave „Kurzzeit“-Antibiogramm (4-8 Stunden): ggf. Nichterkennen resistenter Subpopulationen des Bakterienisolats!
Tabelle 6: Bakterielle Infektionen und geeignetes Untersuchungsmaterial
Organsystem
Untere Luftwege
Infektion
Tracheobronchitis,
Bronchiolitis, Pneumonie
Obere Luftwege
Rhinitis, Sinusitis,
Otitis, Pharyngitis, Laryngitis, Gingivitis,
Parodontitis, Glossitis
Auge
Konjunktivitis
Liquor
Meningitis, Enzephalitis, Shunt-Infektionen
Bakteriämie, Sepsis,
Pneumonie, Meningitis,
Fieber unklarer Genese
Pyelonephritis, Cystitis,
Urethritis
Blut
Harnwege
Gastrointestinaltrakt
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Oesophagitis, Cholecystitis, Gastroenteritis,
Ulcus ventriculi
Untersuchungsmaterial
Sputum, Trachealsekret, Trachealabstrich, Bronchialsekret, Bronchialabstrich, Bronchiallavage, bronchoalveoläre Lavage, Tubus, Tubusspitze,
Absaugkatheter, Lungenbiopsie
Nasenabstrich, Nasopharyngealabstrich,
Nasensekret, Nebenhöhlenpunktat,
Nebenhöhlenabstrich, Gehörgangabstrich, Mittelohrsekret, Rachenabstrich, Rachenspülwasser,
Tonsillenabstrich, Kehlkopfabstrich,
Mundabstrich, Gingivaabstrich, Speichel, Zahnmaterial, Zungenabstrich
Augenabstrich, Bindehautabstrich,
Kontaktlinsen, Kontaktlinsenflüssigkeit
Lumbalpunktat, Liquor, Ventrikelpunktat, Ventrikelkatheter
Venenblut, arterielles Blut, Venenkatheter, Venenkatheterspitze, Arterienkatheter
Mittelstrahlurin, Katheterurin, Blasenpunktionsurin, Sammelurin,
Urin-Objektträgerkultur
Oesophagusabstrich, Oesophagus-PE,
Magensaft, Magensonde, Magenbiopsie,
Duodenalsaft, Galle, Gallenblasenpunktat, Stuhl, Analabstrich,
Rektalabstrich, Analabklatschpräparat
(„Tesastreifen“)
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Tabelle 6: Bakterielle Infektionen und geeignetes Untersuchungsmaterial
Organsystem
Wundmaterial
Infektion
Pyodermien, Abszesse,
Ulzera,
Wundheilungsstörungen, Fistelungen,
Weichteilinfektionen,
Arthritis, Osteomyelitis,
Pleuritis, Peritonitis,
Dermatomykosen
Urogenitaltrakt
Adnexitis, Cervicitis,
Infektionen in der
Schwangerschaft,
Kolpitis, Urethritis,
Prostatitis
Sonstiges
Untersuchungsmaterial
Hautabstrich, Hautschuppen, Nägel,
Nagelspäne, Leistenabstrich, Wundabstrich, Wundsekret, Exsudat, Aszitespunktat, Absaugmaterial, Drainagen,
Redonkatheter, Spülflüssigkeit, Lavage,
Pleurapunktat, Peritonealexsudat,
Gelenkpunktat, intraoperativer Abstrich,
Abszeßpunktat, Abszeßabstrich,
Fistelabstrich, Eiter, Eiterabstrich
Vaginalabstrich, Cervixabstrich,
Douglaspunktat, Douglassekret, Placentaabstrich, Placentamaterial,
Fruchtwasser, Urethraabstrich, Penisabstrich, Urin, Ejakulat, Prostatasekret,
Sperma
Muttermilch, Knochenmarkpunktat,
Biopsien, Implantate, Pathologiematerial
(nur in physiolog. NaCl)
Tabelle 7: Umfang bakteriologischer Untersuchungen:
Untersuchungsauftrag:
Pathogene Keime mit
Antibiogramm
Pathogene Keime ohne
Antibiogramm
Pathogene Keime im
Stuhl
Pathogene Keime im
Stuhl nach Auslandsaufenthalt
TPE im Stuhl
Erfaßtes Keimspektrum und Antibiogramm:
- Materialien aus sterilen Körperregionen (Blut, Liquor,
Punktate etc.):
Alle aerob und anaerob wachsenden Keime, Differenzierung und Antibiogramm von allen isolierten Erregern.
- Materialien aus vorbesiedelten Körperregionen (Sputum,
Urin, Genitalabstriche etc.):
Alle aerob und anaerob wachsenden Keime, Differenzierung und Antibiogramm nur von pathogenen Keimen
mit relevanter Keimzahl. Apathogene Keime werden nicht
ausdifferenziert und ohne Antibiogramm angegeben oder
es wird der Hinweis auf das Vorhandensein von
physiologischer Standortflora gegeben.
Wie oben, jedoch grundsätzlich kein Antibiogramm. Cave:
falls nachträglich ein Antibiogramm erwünscht ist, muß
innerhalb von 24 Stunden telefonisch der Auftrag erteilt
werden.
- Erwachsene und Kinder über 6 Jahre:
Salmonellen, Shigellen, Campylobacter, Yersinien,
Differenzierung und Antibiogramm.
- Kinder zwischen 3 und 6 Jahren:
wie oben, zusätzlich Rotaviren, Adenoviren, Astroviren,
Verotoxin 1/2
- Kinder unter 3 Jahren:
wie oben, zusätzlich Dyspepsie-Coli (EPEC)
Cave: Norovirus in der Regel nur über gezielte Untersuchungsanforderung!
wie oben, zusätzlich pathogene E.coli (EHEC, ETEC, EPEC,
EIEC), Vibrionen, Aeromonaden, Differenzierung und
Antibiogramm.
Salmonellen (Typhus-, Paratyphus-, Enteritis-Salmonellen),
Shigellen, Differenzierung und Antibiogramm.
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Tabelle 7: Umfang bakteriologischer Untersuchungen:
Untersuchungsauftrag:
ß-haemolysierende
Streptokokken
Diphtherie
Multiresistente Erreger
(MRE):
- MRSA
- VRE
- GNS
Clostridium difficile
Aktinomyzeten:
- aerob
- „anaerob“
Mykoplasmen,
Ureaplasmen
Gonokokken
Meningokokken
Listerien
Erfaßtes Keimspektrum und Antibiogramm:
nur ß-haemolysierende Streptokokken, serologische
Differenzierung, ggf. Antibiogramm. Andere Keime werden
nicht ausdifferenziert und ohne Antibiogramm angegeben
oder es wird der Hinweis auf das Vorhandensein von
physiologischer Standortflora gegeben.
Corynebacterium diphtheriae und Corynebacterium ulcerans, Differenzierung, Untersuchung auf Diphtherietoxinbildung und Antibiogramm. Andere Keime
werden nicht ausdifferenziert und ohne Antibiogramm
angegeben oder es wird der Hinweis auf das Vorhandensein von physiologischer Standortflora gegeben.
Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA),
Vancomycin resistente Enterokokken (VRE), gramnegative
Stäbchen mit ESBL, AmpC, MBL o.a., Differenzierung und
Antibiogramm. Andere Keime werden nicht ausdifferenziert
und ohne Antibiogramm ange geben oder es wird der
Hinweis auf das Vorhandensein von physiologischer
Standortflora gegeben.
Clostridium difficile Toxin A/B
aerob: nur Nocardia asteroides, Nocardia farcinia u.a., ggf.
Differenzierung, Antibiogramm. Aerobe Kultur über
mindestens 10 Tage!
„anaerob“: nur Actinomyces israelii, Actinomyces
naeslundii u.a., Differenzierung und Antibiogramm.
Anaerobe Kultur über mindestens 10 Tage!
nur Mycoplasma hominis, Ureaplasma urealyticum, kein
Antibiogramm. Anaerobe Kultur über mindestens 3 Tage.
Neisseria gonorrhoeae, Antibiogramm.
Neisseria meningitidis, ggf. serologische Differen- zierung,
Antibiogramm.
nur Listeria monocytogenes, Differenzierung und Antibiogramm.
Bakteriologische Diagnostik
siehe:
Bakterienkultur
Mykobakterien-Kultur
PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion)
ß-Amyloid 1-42 W
EIA
Material:
Liquor, 0.5 ml
Ref.-Bereich:
680 — 1200 pg/ml (Median 850 pg/ml)
Indikation:
DD von Demenzerkrankungen
Bewertung: Erniedrigte Werte können auf eine Demenz hinweisen. Folgende Werte wurden bei den unterschiedlichen Demenzerkrankungen
ermittelt:
Alzheimer Demenz:
335 - 560 pg/ml (Median 396 pg/ml)
CJD:
255 - 849 pg/ml (Median 555 pg/ml)
58
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Vaskuläre Demenz:
425 - 739 pg/ml (Median 597 pg/ml)
Fronto-temporale Demenz: 599 - 821 pg/ml (Median 640 pg/ml)
Bemerkungen:
siehe auch Tau-Protein
Barbital W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
2 - 20 µg/ml
Barbiturate
siehe:
Einzelsubstanzen (Allobarbital, Amobarbital, Aprobarbital, Barbital,
Brallobarbital, Cyclobarbital, Diethylbarbitursäure, Heptabarbital,
Hexobarbital, Methohexital, Methylphenobarbital, Pentobarbital,
Phenobarbital, Propallylonal, Secobarbital, Thiopental, Vinyl(bar)bital)
Material:
Serum, 2 ml je Substanz
Barbiturate (Screening)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
FPIA
Urin, Serum, Magensaft, 3 ml
negativ
V.a. Intoxikation oder Mißbrauch
Bemerkungen:
semiquantitativer Suchtest, ein positives Ergebnis muß ggf.
durch spezifische Verfahren bestätigt werden.
Falls ein quantitativer Medikamentenspiegel einzelner Barbiturate im Serum
gewünscht wird, bitte diesen direkt anfordern unter Angabe des entsprechenden Medikamentes (siehe dort), in diesen Fällen ist der Suchtest nicht
geeignet.
Bartonella henselae-Antikörper W (IgG, IgM)
(Bartonella henselae, Bartonella quintana)
Material:
Serum, 2 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Verdacht auf Katzenkratzkrankheit (bazilläre Angiomatose)
nach Verletzung durch eine Katze und Auftreten einer regionären Lymphadenitis, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit,
Arthralgien, Exanthem, Thrombopenie, Parotisschwellung.
Basalmembran-Antikörper
siehe:
Alveolen-Basalmembran-Antikörper
Epidermale Basalmembran-Antikörper
Glomerulus-Basalmembran-Antikörper
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Tubuläre-Basalmembran-Antikörper
Basophilen-Degranulationstest W
(HBDT, Humaner Basophilen-Degranulationstest)
Material:
EDTA-Blut (nicht älter als 24h), 10 ml
Ref.-Bereich:
< 20 DI
Indikation:
Nachweis der Freisetzung von spezifischen IgE bei Allergenen, für die kein RAST verfügbar ist
Bewertung: siehe Befund
Bemerkungen:
Überprüfung der Allergie Typ I-Reaktion; ermöglicht die
in vitro-Testung auf klinisch relevante Sensibilisierung bei Allergenen, für die
kein RAST verfügbar ist oder auf Gemische, deren genaue Zusammensetzung unbekannt ist (z.B. Kosmetika oder auch Medikamente mit unbekannten Konservierungsstoffen bzw. Stabilisatoren). In letzterem Fall bitte
genaue Angabe von Präparatenamen, Hersteller usw.
Bei nicht allgemein verfügbaren Substanzen kann es nötig sein, eine Probe
der fraglichen Substanz mitzuschicken.
ß-Carotin (Provitamin A) W
Material:
Ref.-Bereich:
HPLC
Serum (lichtgeschützt), 2 ml
150 - 1100 µg/l
Indikation:
Steatorrhoe, V.a. Malassimilation von Fett mit folgendem ßCarotin-Mangel
ß-CrossLaps (CTX) W
ECLIA
(ß-crosslinks, c-terminale crosslinks, c-terminales Kollagen Typ I-Telopeptid)
Material:
EDTA-Plasma, 1 ml
Ref.-Bereich:
Männer: < 0.84 µg/l
altersabhängig (siehe Befund)
Frauen: < 0.57 µg/l
Indikation:
Beurteilung des Knochenstoffwechsels, Therapie- und Verlaufskontrolle bei Osteoporose, Knochenabbaumarker
Becherzellen-Antikörper
W
(Antikörper gegen Zytoplasmatische Becherzellantigene)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Colitis ulcerosa
Bewertung: Nachweisrate bei Colitis ulcerosa 12-30%, Wertigkeit für die
Diagnose der Colitis ulcerosa jedoch fraglich.
60
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Bemerkungen:
Antikörper gegen zytoplasmatische Antigene der Becherzellen der Kolonschleimhaut
Beclamid W
Material:
Ther.-Bereich:
GC
Serum, 2 ml
8 -18 µg/ml
Befeuchterlunge
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Belegzell-Antikörper
siehe:
Parietalzell-Antikörper
Bence-Jones-Protein (qualitativ)
Immunfixation
(BJP, freie Leichtketten, mikromolekulares Paraprotein)
Material:
Urin, 10 ml
Ref.-Bereich:
nicht nachweisbar
Indikation:
Nachweis bzw. Ausschluß einer Bence-Jones-Proteinurie
Bence-Jones-Protein (quantitativ) W
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 20 ml
nicht nachweisbar
Indikation:
Beurteilung der Schwere und Verlaufskontrolle einer BenceJones-Proteinurie
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 2 ml
siehe Befund
Indikation:
Prognoseabschätzung und Verlaufskontrolle einer monoklonalen Gammopathie, Berechnung des Kappa/Lambda-Quotienten
Benperidol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
< 30 ng/ml
Benzbromaron W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
2 - 10 µg/ml
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61
Benzodiazepine
siehe:
Einzelsubstanzen ( Alprazolam, Bromazepam, Brotizolam,
Camazepam, Chlordiazepoxid, Clobazam, Clonazepam, Desmethyldiazepam, Diazepam, Flunitrazepam, Flurazepam, Lorazepam, Lormetazepam, Medazepam, Midazolam, Nitrazepam, Oxazepam, Prazepam, Temazepam, Tetrazepam, Triazolam)
Material:
Serum, 2 ml je Substanz
Benzodiazepine (Screening)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
FPIA
Urin, Serum, Magensaft, 3 ml
negativ
V.a. Intoxikation oder Mißbrauch
Bemerkungen:
semiquantitativer Suchtest, ein positives Ergebnis muß ggf.
durch spezifische Verfahren bestätigt werden.
Falls ein quantitativer Medikamentenspiegel einzelner Benzodiazepine im
Serum gewünscht wird, bitte diesen direkt anfordern unter Angabe des
entsprechenden Medikamentes (siehe dort), in diesen Fällen ist der Suchtest
nicht geeignet.
Benzylpenicillin W
(Penicillin G)
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 10 µg/ml
Bemerkungen:
bakterizides ß-Laktamantibiotikum mit großer therapeutischer Breite, bei längerer hochdosierter Therapie (> 20 Mio. IE/d) neurotoxische Symptome (Krämpfe, Koma) möglich, Dosisreduktion bei schwerer
Niereninsuffizienz.
Bezafibrat W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 10 µg/ml
Betaxolol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 50 ng/ml
β-HCG
FPIA
(Humanes β-Choriongonadotropin)
Material:
Serum, 1 ml
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Ref.-Bereich:
Männer: < 2 mIE/ml
Frauen: < 5 mIE/ml
Werte in der Schwangerschaft siehe Befund
Indikation:
Diagnose und Verlaufskontrolle der Frühschwangerschaft,
Tumormarker
zur
Überwachung
bzw.
Therapiekontrolle
bei
Throphoblasttumoren (Blasenmole, Chorionepitheliom) und Keimzelltumoren (Hoden, Ovar)
Bemerkungen:
Das in unserem Labor angewandte Verfahren erfaßt sowohl intaktes HCG als auch die freie ß-Untereinheit.
Den β-HCG-Test im Urin führen wir nicht durch.
Bilharziose
IHA/EIA/Mikroskopie
(Schistosomiasis: Schistosoma haematobium, Schistosoma mansoni,
Schistosoma japonicum, Schistosoma intercalatum, Schistosoma mekongi)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Sediment des 24 h Urins, Stuhl (Mikroskopie)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Ausschluß oder Nachweis einer Bilharziose: Blasenbilharziose (v.a. Makrohämaturie, Miktionsbeschwerden, Schmerzen in der Harnröhre, häufiger Harndrang, sterile Leukozyturie, Proteinurie, Harnabflussstörungen, Blasenverkalkung); Darmbilharziose (Koliken, Obstipation, intermittierend blutig-schleimige Durchfälle).
Bewertung: Mikroskopie: (erst 5-12 Wochen nach der Infektion!) Nachweis der Eier im Urinsediment (S. haematobium) bzw. im Stuhl (S. mansoni,
S. japonicum, S. intercalatum, S. mekongi) stellt die Diagnose der Blasenbzw. Darmbilharziose. Serologie: siehe Befund. Antikörperuntersuchung bei
chronischen Infektionen, da geringe Eiausscheidung.
Bemerkungen:
Bilharziose (Schistosomiasis) ist die wichtigste Trematodeninfektion (Saugwürmer) des Menschen. Die Adultwürmer leben beim
Menschen in den Venen des Bauchraums und des kleinen Beckens. In den
Eiern, die je nach Art im Urin oder im Stuhl ausgeschieden werden, befindet
sich eine Larve (Mirazidium). Bei Kontakt mit Süßwasser schlüpft das Mirazidium und benötigt für die weitere Vermehrung einen Zwischenwirt
(Schnecke). Der Zwischenwirt bringt eine neue Larvenform (Zerkarie) hervor, die wieder ins Wasser abgegeben wird. Zerkarien heften sich an die
Haut/Schleimhaut des Menschen, dringen innerhalb kurzer Zeit in diese ein
und wandern in die Venen der Blase bzw. des Darmes ein.
Bilirubin
Material:
Ref.-Bereich:
Jendrassik
Serum lichtgeschützt, 1ml
< 1.2 mg/dl
altersabhängig (siehe Befund)
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Bilirubin (direkt bzw. konjugiert)
Material:
Ref.-Bereich:
Jendrassik
Serum lichtgeschützt, 1ml
< 0.3 mg/dl
altersabhängig (siehe Befund)
Indikation:
DD des Ikterus
Bewertung: erhöht bei hepatischer und extrahepatischer Cholestase,
Dubin-Johnson-Syndrom, Rotor-Syndrom, Rhabdomyolysen, idiopathische
rezidivierende Cholestase
Bilirubin (indirekt bzw. unkonjugiert)
Material:
Ref.-Bereich:
Jendrassik
Serum lichtgeschützt, 1ml
< 1.1 mg/dl
altersabhängig (siehe Befund)
Indikation:
DD des Ikterus
Bewertung: erhöht bei hämolytischen Anämien, Transfusionsreaktionen,
Morbus hämolyticus neonatorum, Icterus juvenilis Meulengracht, CriglerNajjar-Syndrom, Lucey-Driscoll-Syndrom, primäre Shunt-Hyperbilirubinämie
Bilirubinoide
Material:
Ref.-Bereich:
nach Liley
Fruchtwasser lichtgeschützt, 1ml
siehe Befund
Indikation:
Erkennung einer kindlichen Gefährdung
Erythroblastose durch irreguläre mütterliche Antikörper
bei
fetaler
Bemerkungen:
Fruchtwasser nach Entnahme sofort zentrifugieren, vor
Licht schützen, bis zum Versand kühl lagern.
Biotin W
(Vitamin H)
Material:
Ref.-Bereich:
ELISA
Serum, 1ml
> 400 ng/l
Indikation:
V.a. Biotinmangel, speziell auch bei Schwangerschaft,
Alkoholismus, Achlorhydrie
Bemerkungen:
Die Untersuchung ist keine Kassenleistung!
Biperiden W
Material:
Ther.-Bereich:
64
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 100 ng/ml
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Bisoprolol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 100 ng/ml
Blei ˚
AAS
Material:
Ref.-Bereich:
BLW-Wert:
EDTA- oder Heparinblut, 3 ml
< 100 µg/l
400 µg/l
BAT-Wert:
< 700 µg/l, gebährfähige Frauen: < 450 µg/l
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 1 ml
< 18 µg/l
BAT-Wert:
< 110 µg/l
Bemerkungen:
Aufgrund geringerer Störmöglichkeiten ist die Bestimmung
aus Blut vorzuziehen.
Weitere Untersuchungsmöglichkeiten bei V.a. chron. Bleivergiftung: Blutbild, δ-Aminolävulinsäure im Urin, δ-Aminolävulinsäure-Dehydratase in
Erythrozyten
ß-Lipoproteine
siehe:
Lipidelektrophorese
ß-Blocker
siehe:
Einzelsubstanzen (Acebutolol, Alprenolol, Atenolol, Betaxolol,
Bisoprolol, Bupranolol, Celiprolol, Mepindolol, Metipranolol,
Metoprolol, Nadolol, Oxprenolol, Penbutolol, Pindolol, Propranolol, Sotalol, Timolol)
Material:
Serum, 2 ml je Substanz
Blut im Stuhl
Material:
Ref.-Bereich:
kolorimetrisch
Stuhl, 1 g oder entsprechendes Testbriefchen, z.B.
Haemoccult
negativ
Blut im Stuhl W
immunologisch
(als Hämoglobin und Hämoglobin/Haptoglobin-Komplex)
Material:
Stuhl, 3 g
Ref.-Bereich:
Hämoglobin:
< 2 µg/g Stuhl
Hb/Haptoglobin-Komplex: < 2 µg/g Stuhl
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Bemerkungen:
als Screeninguntersuchung zur Zeit keine Kassenleistung,
bei V.a. Blutung jedoch über Kasse abrechenbar!
Blutbild
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Blut, 2ml
bei speziellen Fragestellungen auch Heparin- oder Citratblut
für das Diff.-BB auch ungefärbte, luftgetrocknete Ausstriche
alters- bzw. geschlechtsabhängig (siehe Befund)
Bemerkungen:
Wir bieten folgende Möglichkeiten:
Kleines BB (Leuko, Ery, HB, HK, MCV, MCH, MCHC und Thrombozyten)
Großes BB maschinell (Kleines BB mit Thrombozyten + Neutrophile,
Lymphozyten, Monozyten, Eosinophile, Basophile)
Bei auffälligen Befunden oder auf Anforderung führen wir eine mikroskopische Nachdifferenzierung durch, bei speziellen Fragestellungen auch die
mikroskopische Zählung von Leukozyten, Erythrozyten oder Thrombozyten
in der Zählkammer. Zur Leukämiediagnostik siehe auch unter Durchflusszytometrie.
Das Material für das kleine Blutbild ist bis zu ca. 24h stabil, beim Differentialblutbild sollte das Material nicht älter als 12h sein, bei längerer Lageroder Transportzeit ggf. besser einen Ausstrich einsenden.
Blutgruppe
(ABO-System, Rhesus-System)
Material:
EDTA-Blut, 5 ml
Zur Identitätssicherung müssen Probenröhrchen und Begleitschein mit Vorname, Name, und Geburtsdatum versehen sein!
Indikation:
Mutterschaftsvorsorge-Untersuchung,
Blutgruppenbestimmung vor Transfusionen und Transplantationen
Bewertung: Bestimmung der Blutgruppenmerkmale A, B, O, AB und RhFaktor D, Einordnung in das ABO- und Rhesus-System
Bemerkungen:
Zu jeder Blutgruppenbestimmung gehört ein AntikörperSuchtest. Vgl. Mutterschafts-Vorsorge, Coombstest.
Blutungszeit
Material:
Ref.-Bereich:
nach Marx
Bestimmung nur am Patienten möglich
2 - 6 min
Indikation:
Suchtest bei V.a. hämorrhagische Diathese, insbesondere
Thrombopathie und v. Willebrand-Syndrom, grobe Beurteilung der Thrombozytenfunktion, speziell bei (grenzwertigen) Thrombopenien
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B-Lymphozyten
siehe:
Lymphozyten-Differenzierung
BNP (brain natriuretic peptide)
(NT-pro-BNP)
Material:
Ref.-Bereich:
ECLIA
Serum, 1 ml
alters- bzw. geschlechtsabhängig (siehe Befund)
Indikation:
Nachweis bzw. Ausschluß einer Herzinsuffizienz (z.B. in der
DD der Dyspnoe), Objektivierung des Schweregrades und Prognoseabschätzung sowie Therapie- und Verlaufskontrolle bei Herzinsuffizienz bzw.
linksventrikulärer Dysfunktion, Risikostratifizierung (z.B. bei KHK oder
Hypertonie)
Bewertung: Ein unauffälliges Ergebnis schließt eine Herzinsuffizienz zu
über 90% aus. Erhöhte Werte korrelieren mit den NYHA-Klassen der Herzinsuffizienz.
Bemerkungen:
> 2 mg/dl)
erhöhte Werte auch bei Niereninsuffizienz (Kreatinin
Bordetella pertussis
ELISA/Kultur/PCR
(Pertussis, Keuchhusten)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Nasopharynxabstrich, tiefer Rachenabstrich (Kultur;
Nachweis bakterieller Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Serologie: hartnäckiger, trockener Husten (cave: atypischer
Verlauf bei Jugendlichen und Erwachsenen, Fehldiagnose Bronchitis),
Apnoezustände/Zyanose (v.a. bei jungen Säuglingen), Keuchhusten in der
Umgebung, „Immunstatus“. Erregernachweis: Infektiosität bei pertussiformem Husten, bei mitigiertem Verlauf oder Keuchhusten in der Umgebung
(Sensitivität PCR: bei ungeimpften jungen Säuglingen ca. 70%, bei
Schulkindern, Jugendlichen und Erwachsenen 10-30%).
Bewertung: Serologie: Primär-Infektion: Nachweis von IgM und/oder IgA,
Serokonversion im IgG. Sekundär-Infektion: signifikanter Anstieg der IgGAK-Konzentration. Immunstatus: eine Beurteilung der Immunität ist mithilfe
von serologischen Methoden nicht möglich! Erregernachweis: Nachweis der
Infektion mit Bordetella pertussis (bis vier Wochen nach Hustenbeginn).
Bemerkungen:
Zur Diagnostik der frischen Erstinfektion empfiehlt sich
neben der Bestimmung der IgM-Antikörper auch die der IgA-Antikörper.
Positive IgM- und IgA-Antikörperbefunde sind erst am Übergang vom Stadium catarrhale (Dauer: 1-2 Wochen) ins Stadium convulsivum (Dauer: 3-4
Wochen) zu erwarten, d.h. nach 15-25 Tagen. Positive IgM-Antikörper sind
auch bei Erwachsenen infolge nicht seltener Reinfektionen möglich. IgA-AK
nur nach Infektion nachweisbar, nicht nach Impfung. Keine lebenslange
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Immunität nach durchgemachtem Keuchhusten, Schutzwirkung der Impfung
gelegentlich < 5 Jahre. Die Anzüchtung der empfindlichen und anspruchsvollen Bordetellen ist an ein Spezialnährmedium bereits beim Probentransport gebunden und dauert 3-7 Tage. Der Erregernachweis erfolgt daher
besser mittels PCR, eine schnelle und sensitive Methode, die von der Art des
Probentransportes unabhängig ist. Eine Therapie mit einem Makrolid unterbricht die Infektkette, beeinflusst meist aber nicht die Symptomatik. Nach 5
Tagen Therapie können Kinder wieder Gemeinschaftseinrichtungen besuchen. Cave: bei Säuglingen häufig Doppelinfektionen mit RSV und B. pertussis.
Borrelia burgdorferi
ELISA/IB/ELISPOT/PCR
(Borreliose, Lyme-Disease)
Material:
Serum/Liquor, je 1 ml (Serologie)
Hautbiopsie, ggf. Liquor, Gelenkpunktat, Zecken (Nachweis bakterieller Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Serologie: Erythema migrans (EM), Borrelien-Lymphozytom,
neurologische Symptome (z.B. Facialisparese, vgl. auch Tabelle 8), Karditis,
Acrodermatitis chronica atrophicans (ACA), wandernde Arthralgien, Myalgien, Arthritis, chronische Neuroborreliose (z.B. progressive Enzephalomyelitis), Liquoruntersuchung bei V.a. intrathekale Antikörperbildung (ZNSBeteiligung, neurologische Symptome). ELISPOT: unklare Situation,
Differenzierung florider Infekt/Seronarbe Erregernachweis: schnelle und
spezifische Frühdiagnostik bei klinisch unklaren Befunden (z.B. atypische
Hautmanifestationen, DD Arthritis), Erregernachweis in Zecken.
Bewertung: Serologie: Antikörperantwort in starkem Maße von dem Stadium der Erkrankung abhängig (vgl. Tabelle 8): bei Erythema migrans nicht
selten zunächst seronegative Befunde (Verlaufskontrolle) oder isoliert positiver IgM-Befund, bei frühzeitiger Antibiotikatherapie Unterdrückung der
Antikörperantwort möglich. Bei Spätmanifestationen fast immer nur IgGAntikörper positiv, Serokonversion auch ohne Auftreten klinisch manifester
Symptome möglich. Cave: ein positiver Antikörpernachweis ist nicht
gleichbedeutend mit der klinischen Diagnose „Lyme-Borreliose“ (langfristige
IgG- wie auch IgM-AK Persistenz nach zurückliegender — ausreichend
behandelter oder spontan ausgeheilter - Infektion möglich). Nur
Serokonversion, Titeranstieg oder Zunahme der Bandenzahl im Immunoblot
sprechen im Zusammenhang mit der Klinik für eine aktive Infektion.
ELISPOT: eindeutig positive Ergebnisse sprechen i.d.R. für Floridität bzw.
Therapiebedürftigkeit Erregernachweis: Nachweis von Borrelia burgdorferi
als ursächliches Agens. Cave: geringe Sensitivität der Liquor-PCR.
Bemerkungen:
Die Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene
Infektion (Deutschland: bis zu 30% aller Zecken Borrelien positiv). Infektionsrisiko steigt mit der Dauer des Saugaktes, in der Regel > 24 h notwendig.
Die Suchtests (IgG- und IgM-Enzymimmunoassay) werden bei positivem
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Befund durch den Immunoblot bestätigt, weil es Kreuzreaktionen mit Antikörpern gegen andere Bakterien geben kann (Treponema pallidum, Legionella pneumophila, Leptospiren, Pseudomonas spp. etc.). Im Immunoblot
gibt es Antikörper gegen hochspezifische und weniger spezifische
Borrelienantigene; je nach Ausfall des Antikörpermusters wird der Blot als
positiv, grenzwertig oder negativ bewertet. Falsch positive IgM-Antikörper
sind u.a. auch durch polyklonale Stimulierung bei infektiöser Mononukleose
möglich. Cave: „Lyme-Gurus“, die wissenschaftlich unsaubere Diagnoseverfahren anbieten!
Tabelle 8: Krankheitsstadien, klinische Manifestationen und serologische Befunde
bei Borreliose
Stadium
Klinische Manifestation
seropositiv
IgG versus IgM
Erythema
migrans
(EM),
20
50%
vorwiegend IgM-AntiI*
Borrelien-Lymphozytom
körper bei kurzer
Tage bis
(Kinder)
Krankheitsdauer
Wochen
Ca. 20% der Infizierten ohne
Lokalbefund!
Sekundäre Hautläsionen,
70 - 90%
vorwiegend IgG (+/-IgM)II**
Antikörper bei langer
Wochen bis Arthralgie, Myalgie, neurologische Symptome (Facialis-,
Krankheitsdauer
Monate
Augenmuskelparese,
Sensibilitätsstörungen,
Radikulitis, lymphozytäre
Meningitis), Karditis
Acrodermatitis chronica
99 - 100%
in der Regel nur IgG
III***
Monate bis atrophicans (ACA), chron./rez.
Arthritis (90% Kniegelenk),
Jahre
Auge (Uveitis, Keratitis,
Episkleritis), chronische
Neuroborreliose (Enzephalitis,
Enzephalomyelitis,
Polyneuropathie)
* lokalisierte Infektion ** disseminierte Infektion *** chronische Infektion
Brallobarbital W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
< 5 µg/ml
Bromazepam W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
80 - 150 µg/l
Bromid W
Material:
Ref.-Bereich:
photometrisch
Serum, 2 ml
physiologisch:
unter Therapie:
< 50 mg/l
1000 - 1500 mg/l
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69
bei schweren Epilepsien:
Intoxikation:
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 5 ml
physiologisch:
1500 - 2250 mg/l
> 2500 mg/l
< 10 mg/l (Nachweisgrenze)
Bromharnstoffe (qualitativ) W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Urin, Serum, Magensaft, 5 ml
negativ
V.a. Intoxikation oder Mißbrauch
Bromisoval W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 20 µg/ml
Bromocriptin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 4 ml
niedrig dosiert (2.5 mg): 0.1 - 0.3 ug/l
hoch dosiert ( 25 mg): 1.0 - 4.0 ug/l
Bromperidol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
3 - 20 ng/ml
Bronchoalveoläre Lavage
(BAL)
Differentialzytologie und Lymphozyten-Differenzierung
Material:
BAL-Sediment in Spezialflüssigkeit, 10 ml
Die einzelnen Fraktionen der bronchoalveolären Lavage
werden gemischt und zur Entfernung grober Schleimflocken durch 2 Lagen sterilen Mulls filtriert. Anschließend
werden die Fraktionen 10 min bei 500 x g (ca. 2000
U/Min) zentrifugiert und der Überstand abpipettiert. Das
jeweils zurückbleibende Sediment wird aufgeschüttelt und
in einem einzigen Röhrchen zusammengefaßt (Dieses ggf.
nochmals zentrifugieren und abpipettieren). Dieses letzte
Sediment wird mit der kalten Spezialflüssigkeit bis zum
Rand aufgefüllt und kann so mit dem normalen Transport
ins Labor gebracht werden.
Ref.-Bereich:
siehe Befund
70
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Indikation:
V.a. Sarkoidose (M. Boeck), exogen allergische Alveolitis,
idiopathische pulmonale Fibrose, eosinophile Pneumonie, Bronchiolitis
obliterans mit organisierender Pneumonie (BOOP), Asbestose
Brotizolam W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 4 ml
2 - 10 ng/ml
Brucellen
KBR ˚/ELISA/Kultur
(Brucella abortus, Brucella melitensis, Brucella suis, Brucella canis)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie - Methode der Wahl)
Blutkultur, Knochenmark-, Gelenk-, Lymphknotenpunktat
(Kultur — S3-Labor!)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Serologie: Morbus Bang, Maltafieber, Mittelmeerfieber (Hepato- und/oder Splenomegalie), eitrige Arthritis, Osteomyelitis, Endokarditis,
Meningoenzephalitis. Infektion bei exponierten Personen (Tierhaltung,
Tierverwertung), Infektion bei Urlaubern aus Endemiegebieten (kontaminierte Lebensmittel, nicht pasteurisierte Milch/Käse). Erregernachweis: undulierendes Fieber (normale/subfebrile Morgentemperatur, hohe Abendtemperatur) oder auch Kontinua, Schüttelfrost, Hepatomegalie, Lymphknotenschwellungen.
Bewertung: Serologie: (ab etwa eine Woche nach Beginn der Beschwerden) IgM-Antikörper positiv, IgG-Serokonversion oder -Vierfachtiteranstieg
als Hinweis auf eine frische/kürzliche Infektion. Erregernachweis: Nachweis
der Brucellose im Generalisationsstadium, im chronischen Krankheitsstadium erweist sich der Erregernachweis als ziemlich aussichtslos.
Bemerkungen:
Brucellosen
sind
Zoonosen.
Den
schwersten
Krankheitsverlauf zeigen Infektionen mit B.melitensis (Maltafieber, Mittelmeerfieber, Hauptwirt Schaf und Ziege). Es folgen in der Schwere B.suisInfektionen (Hauptwirt Schwein), und dann Infektionen mit B.abortus
(M.Bang, Hauptwirt Rind). B.canis (Hauptwirt Hund) zeigt für den Menschen
die geringste Pathogenität. Endemiegebiete: Mittelmeerraum, Indien,
Zentral- und Mittelamerika, Teile von Afrika und der Nahe Osten.
BSG
n. Westergren
(Blutkörperchensenkungs-Geschwindigkeit, BKS)
Material:
Citratblut (1.6 ml Blut + 0.4 ml Na-Citrat 3.8%), 2 ml oder
EDTA-Blut, 2 ml
Ref.-Bereich:
Männer: < 20 mm/h
Frauen: < 30 mm/h
altersabhängig (siehe Befund)
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71
Indikation:
Suchtest;
Entzündungen
Verlaufsbeurteilung
vor
allem
chronischer
Tabelle 9: Verhalten der BSG bei verschiedenen Erkrankungen
sehr stark beschleunigte BSG (>90 mm/h)
Plasmozytom (höchste Werte)
Makroglobulinämie
rheumatisches Fieber
Polymyalgia rheumatica
Kollagenkrankheiten
Polyarthritis
Arteriitis temporalis
Thyreoiditis
nephrotisches Syndrom
Sepsis
metastasierendes Melanom
stark beschleunigte BSG (>50 mm/h)
vorwiegend bei akuten und chronischen Infektionen sowie nekrotischen
Prozessen
Meningokokkenmeningitis
Pneumonie
Pyelonephritis
Leptospirosen
Yersiniosen
umschriebene eitrige Prozesse (außer Appendizitis im Frühstadium)
Brucellosen
Nasennebenhöhleneiterungen
Endocarditis
Herzinfarkt
chronische Lebererkrankungen
leicht bis mäßig beschleunigte BSG (<50 mm/h)
Schwangerschaft (nach 2. Monat)
Varizen (mit klinisch schwierig feststellbaren thrombophlebitischen Prozessen)
klinisch stumme Cholezystitis
aktive Lues
aktive Tuberkulose
postoperative Zustände
Schockzustände
Anämien
Leukämie (hier können auch hohe Werte beobachtet werden)
im hohen Lebensalter
Bemerkungen:
Korrekte Werte nur bei genauer Einhaltung des
Mischungsverhältnisses
Die BSG ist in erster Linie abhängig von der Zusammensetzung der Plasmaproteine. Eine Zunahme der Globuline und des Fibrinogens führt zu einer
Senkungsbeschleunigung. Zu beachten ist, daß für eine relevante
Verschiebung der Plasmaproteinverhältnisse eine Anlaufzeit von ca. 30
Stunden erforderlich ist. Bei perakut verlaufenden Erkrankungen ist daher im
allgemeinen keine erhöhte BSG feststellbar. Cerebrale Prozesse und
Virusaffektionen ohne Superinfektion wirken sich verhältnismäßig gering auf
72
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die BSG aus. Bei akuten Infektionen hinkt die Senkungsbeschleunigung der
Leukozytose 1-2 Tage nach.
Eine beschleunigte BSG zeigt immer ein krankhaftes Geschehen an, eine
normale BSG dagegen schließt eine Krankheit nicht aus.
Bupivacain W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.5 - 1.5 µg/ml
Bupranolol W
HPLC
(als Carboxy-Bupranolol)
Material:
Serum, 2 ml
Ther.-Bereich:
10 - 150 ng/ml
Buspiron W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 10 ng/ml
Butalbital W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 10 µg/ml
C13-Harnstoff-Atemtest
siehe:
Helicobacter pylori
C1-Esterase-Inhibitor (Aktivität) W
koagulometrisch
(C1-INH Aktivität; funktionell)
Material:
Citratplasma gefroren, 1 ml
Ref.-Bereich:
60 - 130 %
Indikation:
V.a. angioneurotisches Ödem, hereditäres Angioödem (HAE),
erworbenes Angioödem (AAE), Quincke-Ödem
Zur DD (Typ I, Typ II, Typ III) ist sowohl die Bestimmung der C1-INH Aktivität als auch der C1-INH Konzentration empfehlenswert. Zur weiterführenden Diagnostik ist ggf. die Bestimmung von C1q, C3, C4 und die gesamthämolytische Komplementaktivität CH100 empfehlenswert.
Bemerkungen:
Bei Raumtemperatur bis zu 6h stabil.
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73
C1-Esterase-Inhibitor (Konzentration) W
nephelometrisch
(C1-INH Konzentration)
Material:
Serum gefroren 1 ml
Ref.-Bereich:
0.17 - 0.44 g/l
Indikation:
Bemerkungen:
siehe C1-Esterase-Inhibitor (Aktivität)
Bei Raumtemperatur bis zu 6h stabil.
C1q-Komplement W
Material:
Ref.-Bereich:
RID
Serum, 1 ml
100 - 250 mg/l
Indikation:
Differentialdiagnose von Komplementdefekten, Verdacht auf
Autoimmunerkrankungen insbesondere Lupus erythematodes. Erfaßt den
klassischen Weg der Komplementaktivierung.
C2-Komplement W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
C2-Defekt
RID
Serum, 1 ml
10 - 30 mg/dl
Differentialdiagnose von Komplementdefekten, Verdacht auf
C3-Komplement (C3c)
Material:
Ref.-Bereich:
RID
Serum, 1 ml
80 - 180 mg/dl
Indikation:
Differentialdiagnose von Komplementdefekten, Verdacht auf
C3-Defekt, ungeklärte Abwehrschwäche mit rezidivierenden Infektionen
(z.B. Pneumokokken und Neisserien), Autoimmunerkrankungen insbesondere Glomerulonephritis und Lupus erythematodes
C3d W
Material:
Ref.-Bereich:
ELISA
Serum gefroren, 1ml
< 20 %
Indikation:
Differentialdiagnose von Komplementdefekten, erfaßt den
klassischen sowie den alternativen Weg der Komplementaktivierung.
C3-Nephritis-Faktor W ˚
(C3NeF)
Material:
Ref.-Bereich:
74
Serum, 2 ml
negativ
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Indikation:
Persistierende Hypokomplementämie, membrano-proliferative Glomerulonephritis, rapid progressive Glomerulonephritis, partielle
Lipodystrophie, Autoimmunerkrankungen, Kollagenosen, Lupus erythematodes
Bemerkungen:
C3-Nephritisfaktor stellt einen Autoantikörper dar, der
sich gegen Neoantigene der neugebildeten C3bBb- oder C3bBbP-Komplexe
(Nebenschluß C3-Konvertase) richtet, sie dadurch stabilisiert und die Halbwertszeit verlängert (NFa, NFt). Ein C4-Nephritisfaktor bindet sich analog an
die C4b2a-Konvertase der klassischen Komplementaktivierung und stabilisiert sie. Die Bindung des Autoantikörpers hemmt die Inaktivierung der C3
Konvertase durch den Faktor H. Dadurch wird Komplement bis zum völligen C3-Verbrauch aktiviert. Daher ist die Untersuchung nur nach vorherigem Nachweis eines C3-Komplementfaktormangels indiziert.
C3-Proaktivator W
RID
(C3PA; (Properdin-) Faktor B)
Material:
Serum, 1ml
Ref.-Bereich:
17 - 42 mg/dl
Indikation:
Verdacht auf Komplementverbrauch durch Nebenschlußaktivierung (z.B. niederes C3 bei normalem C4), Differenzierung eines
Komplementverbrauchs.
C4-Komplement
Material:
Ref.-Bereich:
RID
Serum, 1ml
16 - 40 mg/dl
Indikation:
Differentialdiagnose von Komplementdefekten, Verdacht auf
C4-Defekt, Lupus erythematodes, Glomerulonephritis
Bemerkungen:
C4-Komplement ist bei Akute-Phase-Reaktionen erhöht,
daher sollte immer das C-reaktive-Protein (CRP) mitbestimmt werden.
C5-Komplement W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
C5-Defekt.
RID
Serum, 1ml
90 - 172 mg/l
Differentialdiagnose von Komplementdefekten, Verdacht auf
Bemerkungen:
Personen mit einem Mangel an C5 haben eine höhere
Prävalenz für Infektionen mit Neisserien und für Autoimmunerkrankungen
als die Normalbevölkerung.
CA 125
Material:
ECLIA
Serum, 1 ml
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75
Ref.-Bereich:
< 35 U/ml
Indikation:
Tumormarker der 1. Wahl für das Ovarial-CA, Marker der 2.
Wahl für das Pankreas-CA
Bemerkungen:
Bei entsprechender Fragestellung ist die Bestimmung auch
aus Liquor möglich.
CA 15-3
Material:
Ref.-Bereich:
ECLIA
Serum, 1 ml
< 32.4 U/ml
Indikation:
Tumormarker der 1. Wahl zur Therapie- und Verlaufskontrolle des Mamma-Ca
Bemerkungen:
Bei entsprechender Fragestellung ist die Bestimmung auch
aus Liquor, Pleura- oder Aszitesflüssigkeit möglich.
CA 19-9
(GICA)
Material:
Ref.-Bereich:
ECLIA
Serum, 1ml
< 37 U/ml
Indikation:
Tumormarker der 1. Wahl für das Pankreas-CA, Magen-CA
und Hepatobiliäre Karzinome sowie Zweitmarker beim Kolorectal-CA und
Ovarial-CA
Bemerkungen:
Bei entsprechender Fragestellung ist die Bestimmung auch
aus Pleura- oder Aszitesflüssigkeit möglich.
CA-50 W
Die Bestimmung von CA-50 ist obsolet. Wir empfehlen statt dessen die
Bestimmung von CA 19-9.
CA 549
Die Bestimmung von CA-549 ist obsolet und keine Kassenleistung mehr.
Das Testreagenz ist mittlerweile nicht mehr verfügbar. Wir empfehlen statt
dessen die Bestimmung von CA 15-3.
CA 72-4
Material:
Ref.-Bereich:
LIA
Serum, 1 ml
< 6.0 E/ml
Indikation:
Tumormarker der 1. Wahl für das Magen-CA sowie Zweitmarker beim (mucinösen) Ovarial-CA
76
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Bemerkungen:
Bei entsprechender Fragestellung ist die Bestimmung auch
aus Liquor, Pleura- oder Aszitesflüssigkeit möglich.
Cachexin
siehe:
Tumor-Nekrosefaktor
Cadmium
siehe:
Toxikologische Untersuchungen
Calcitonin W ˚
(hCT)
Material:
Ref.-Bereich:
IRMA
Serum gefroren, 1 ml
Männer: < 17 pg/ml
Frauen: < 15 pg/ml
Indikation:
Tumormarker zur Diagnostik und Verlaufskontrolle des
medullären Schilddrüsen-CA, Screening der Familienangehörigen von
Patienten mit medullärem Schilddrüsen-CA, familiäres Phäochromozytom,
MEN II
Bemerkungen:
siehe auch Pentagastrin-Test
Bei Raumtemperatur signifikanter Abfall bereits nach 1 Stunde möglich.
Calcium
colorimetrisch
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
2.08 - 2.65 mmol/l
Material:
Ref.-Bereich:
Urin bzw. 24h-Urin
1.30 - 8.99 mmol/l
2.50 - 8.00 mmol/24h
Bemerkungen:
24h-Urin ist i.d.R. aussagekräftiger als Spontanurin
Calprotectin W
Material:
Ref.-Bereich:
ELISA
Stuhl ca. 1g
< 50 mg/kg
Indikation:
Differentialdiagnostik der Diarrhoe: Reizdarm oder entzündlicher Prozess (akut entzündliche Darmerkrankung, chronisch entzündliche
Darmerkrankung), Verlaufskontrolle bzw. Überprüfung des Therapieerfolges
von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und
Colitis ulcerosa.
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77
Bemerkungen:
Zur Differenzierung von funktionellen und entzündlichen
Darmerkrankungen kommt Calprotectin, wegen seines noninvasiven Charakters, in der Pädiatrie eine besondere Bedeutung zu.
Camazepam W
Material:
Ther.-Bereich:
GC/MS
Serum, 2 ml
700 - 2000 µg/l
cAMP W
RIA
(cyclisches Adenosinmonophosphat)
Material:
Urin bzw. 24h-Urin möglichst gefroren, 10 ml
Ref.-Bereich:
200 - 500 µmol/mol Kreatinin
Indikation:
Diagnose des Pseudohypoparathyreoidismus und Differenzierung in Typ 1 bzw. Typ 2, Abklärung grenzwertiger Parathormonbefunde bei
V.a. primären Hyperparathyreoidismus, V.a. Tumorhypercalcämie durch
Parathormon-related-Protein.
Bemerkungen:
Eine differentialdiagnostische Aussage setzt die Bestimmung von cAMP im Plasma und Urin sowie die Bestimmung der KreatininClearance voraus (Beurteilung des nephrogenen Anteils von cAMP).
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Plasma gefroren, 1 ml
5 - 25 nmol/l
Indikation:
erforderlich zur Bestimmung des nephrogenen cAMP (zusätzlich zur entsprechenden Urinuntersuchung).
Bemerkungen:
siehe auch Parathormontest
Campylobacter jejuni/coli
Kultur/KBR ˚
(Campylobacter jejuni (90%), Campylobacter coli u.a.)
Material:
Stuhl (Kultur)
Serum, 1 ml (Serologie)
Ref.-Bereich:
< 1:5 Titer
Indikation:
Kultur: Enteritis, Enterokolitis mit meist schleimigen und z.T.
blutigen Durchfällen, Fieber, krampfartige abdominelle Schmerzen und
Dehydrierung, allgemeine Symptome (Kopf-, Glieder-, Gelenkschmerzen).
Serologie: bei Spätmanifestationen z.B. reaktive Arthritis, Reiter-Syndrom,
Hautexantheme, Guillain-Barré-Syndrom (aufsteigende Parese, 50% Campylobacter-assoziiert)
Bewertung: Kultur: Nachweis einer frischen Infektion. Serologie: v.a. für
retrospektive Diagnostik (siehe Befund).
Bemerkungen:
Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über kontaminierte
Lebensmittel (v.a. Geflügel, rohe Milch), Infektionsdosis ab 500 Keimen. Im
78
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Gegensatz zu Salmonellen vermehren sich Campylobacterarten nicht(!) in
Lebensmitteln. Prolongierte Keimausscheidung über mehrere Wochen möglich; Dauerausscheider, außer bei AIDS-Patienten, sehr selten. Der Erregernachweis gelingt bei Enteritis/Enterokolitis fast immer aus Stuhl, bei den
reaktiven Folgeerkrankungen fast nie! Serologie für Akutdiagnostik ohne
Bedeutung. Antikörpertiteranstieg bzw. gleichbleibend hohe Titer im
postenteritischen Stadium deuten auf einen kausalen Zusammenhang zwischen Enteritis und reaktiver Folgekrankheit hin.
Campylobacter pylori
siehe:
Helicobacter pylori
c-ANCA (Granulozyten-Zytoplasma-Antikörper)
siehe:
ANCA
Candida
AGGL/ELISA/Kultur
(Candida albicans, Candida glabrata, Candida parapsilosis, Candida
tropicalis, Candida krusei u.a.)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
respiratorische Sekrete (z.B. Haut-/Schleimhautabstrich,
Rachenspülwasser, Sputum, BAL), Oesophagus-Abstrich,
Genitalabstrich, Urin, Stuhl, Blut, Katheter, Gewebebiopsie, Liquor, Gelenkpunktat (Pilzkultur)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Serologie: invasive Candida-Mykose (v.a. Antigennachweis:
wiederholte Untersuchungen), Therapie-/Überwachung immunsuffizienter
mykosegefährdeter Patienten (mind. 1x wöchentlich), Erkennung eines
Endomykose-Risikos. Kultur: mukokutane Candidiasis, Candida-Endomykose
(Manifestation z.B. Endophthalmitis).
Bewertung: Serologie: - akute Infektion: signifikanter, mind. 4facher Anstieg der Candida-Antikörpertiter (IHA, IgM oder IgA) und/oder CandidaAntigentiter > 1:4 Kultur: Nachweis in Blut (1x positiv ausreichend)
und/oder Gewebebiopsien und/oder normalerweise sterilen Flüssigkeiten
(z.B. Liquor, Gelenkflüssigkeit) spricht für eine Candida-Endomykose.
Nachweis aus primär oder sekundär unsterilen Körperregionen spricht für
eine Kolonisation oder Infektion mit der beschriebenen Candida-Art.
Bemerkungen:
Candida-Antikörpernachweis: wenig geeignet um zwischen Endomykose, oberflächlicher Schleimhautmykose oder Kolonisation
zu unterscheiden. Cave: reduzierte Antikörperbildung bei immunsupprimierten Patienten! Bei Patienten mit intakter Antikörperbildung ist die Einzelbestimmung in der Regel ohne Aussagewert, ein 4facher Titeranstieg in 7
bis 14-tägigem Abstand spricht für eine verstärkte Candidaexposition (Klinik!). IgM-Antikörper bei manifesten Infektionen erhöht, Abfall der IgMwww.labor-blessing.de
79
Antikörper bei Therapieerfolg. Candida-Antigennachweis (v.a. bei C. albicans-Infektionen): Titer von 1:4 können auf eine Candida-Endomykose
hindeuten, kommen aber auch bei oberflächlicher Kolonisation vor. Cave:
falsch positive Reaktion bei positivem Rheumafaktor!
Cannabinoide (Screening)
FPIA
(Haschisch, Marihuana, Gras, Kif; Tetrahydrocannabinol (THC), THCCarbonsäure)
Material:
Urin, Serum, Magensaft, 3 ml
Ref.-Bereich:
< 25 ng/ml
Indikation:
V.a. Intoxikation oder Mißbrauch
Bewertung: Nachweisbarkeit im Urin ca. 24-36 h (einmaliges Rauchen)
bis zu >20 Tagen bei chron. Abusus; intermittierende Anstiege auch ohne
weitere Zufuhr möglich infolge Mobilisation aus dem Fettgewebe.
Bemerkungen:
semiquantitativer Suchtest, ein positives Ergebnis muß ggf.
durch spezifische Verfahren bestätigt werden.
Bei Screeningtests auf Drogen bzw. Medikamente sollte aufgrund der längeren Nachweisbarkeit wenn möglich Urin untersucht werden.
Captopril-Test
Indikation:
DD der Hypertonie, Differenzierung des Hyperaldosteronismus (primär/sekundär), V.a. renovaskuläre Hypertonie
Durchführung: Bestimmung von Renin und Aldosteron vor sowie 120
min nach Gabe von 25 mg Captopril p.o.
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß
beachten)
Material:
Serum, je 1 ml (Aldosteron)
EDTA-Plasma gefroren, je 1 ml (Renin)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Packungsbeilage
Bewertung: Meist deutlicher Abfall erhöhter Aldosteron-Werte beim
sekundären, fehlender Aldosteron-Abfall (und niedriges Renin) bei primären
Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom)
Renin-Anstieg um mindestens 100% (typischerweise > 300%) bei renovaskulärer Hypertonie, bei essentieller Hypertonie nur geringer Anstieg. Der
Test ist nur eingeschränkt verwertbar bei erniedrigtem basalen Renin.
Bemerkungen:
Test nur nach mindestens 90 min Ruhen (Liegen) des
Patienten durchführen.
Aldosteronantagonisten und Diuretika sollten 4 Wochen vor Testbeginn
abgesetzt werden, sonstige Antihypertonika, Laxantien und Kalium-Präparate
2 Wochen vor Testbeginn.
80
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Carbamazepin
FPIA
Sirtal,Tegretal,
Timonil)
(z.B.
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 1 ml
4 - 10 mg/l
Bemerkungen:
empfohlener Entnahmezeitpunkt: vor Medikamentengabe
Carbamazepin-Alveolitis
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Carbamazepin-Epoxid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.5 - 3 mg/l
Carboplatin W
(als Platin)
Material:
Ther.-Bereich:
AAS
Serum, 2 ml
0.2 - 5 µg/ml
Carboxy-Hämoglobin
spektralphotometrisch
(CO-Hb, Kohlenmonoxid)
Material:
EDTA- oder Heparinblut, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 1.0 %
Indikation:
V.a. Kohlenmonoxidvergiftung
Carbromal W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
2 - 10 µg/ml
Carcinoembryonales Antigen
siehe:
CEA
Cardiolipin-Antikörper
(Phospholipid-Antikörper)
Material:
Serum, 2 ml
Indikation:
Thrombophilie, rezidivierende Aborte, Thrombopenien,
speziell bei Lupus erythematodes, anderen Kollagenosen und Erkrankungen
des rheumatischen Formenkreises; Polymyalgia rheumatica, Virusinfektionen
(Mononukleose, HIV), bakterielle Infektionen (Syphilis), Diphenylhydantoin-,
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81
Hydralazin-,
Procainamid-,
Chlorpromazin-,
Antibiotika-Therapie,
Karzinome, maligne Lymphome, Makroglobulinämie Waldenström
Bewertung: Hinweis auf Cardiolipin-Antikörper-Syndrom beim Lupus
erythematodes und bei Patienten mit anderen Erkrankungen (vgl. Tabelle
10), Nachweisrate bei Lupus erythematodes 40%, kein prognostischer Marker für kardiovaskuläre Herzerkrankungen; autochthone Bildung von
Cardiolipin-Antikörpern im ZNS bei Neurosyphilis, Multipler Sklerose,
Guillain-Barré-Syndrom und AIDS möglich.
Bemerkungen:
Antikörper können mit den Phospholipiden Cardiolipin,
Phosphatidsäure, Phosphatidylcholin, Phosphatidyläthanolamin, Phosphatidylglycerol, Phosphatidylinositol, Phosphatidylserin u.a. reagieren. Bei LEPatienten werden unterschiedliche Reaktivitäten gegenüber den einzelnen
Phospholipiden gefunden, so daß mit dem Antigen Cardiolipin nicht alle
Antikörper erfaßt werden.
Die Antikörper sind teilweise mit dem Lupusantikoagulant identisch. Siehe
auch folgende Tabelle:
Tabelle 10: Symptome des Cardiolipin-Antikörper-Syndroms (AntiphospholipidAntikörper-Syndrom):
Thrombosen
venös:
rezidivierende tiefe Venenthrombosen
arteriell: Hirninfarkte, periphere Gangrän, KoronarArterienthrombose, Retina-Arterienthrombose
Aborte
Fetal distress, rezidivierender intrauteriner Fruchttod
(Plazenta-Infarkte, Plazenta-Thrombosen)
Thrombozytopenie
Sonstige Symptome
Livedo reticularis (Sneddon-Syndrom), positiver Coombstest,
Migräne, Epilepsie, chronische Ulcera cruris, Endokarditis
Cardiolipin-Mikroflockungs-Reaktion
(Veneral Disease Research Laboratory-Test = VDRL-Test)
siehe: Lues-Diagnostik
Carnitin ˚
Material:
Ref.-Bereich:
enzymatisch
Ejakulat, 1 ml
> 40 µg/ml
Indikation:
Fertilitätsdiagnostik (Nebenhodenmarker, Epididymitis und
Verschluß des Ductus deferens)
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 4 ml
6.5 - 12.0 mg/l
Indikation:
Kardiomyopathien (speziell im Kindesalter),
enzephalopathien (Reye-Syndrom, z.B. unter Valproinsäure)
Material:
Ref.-Bereich:
82
Urin, 10 ml
48 - 58 mg/l
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Hepato-
Indikation:
wie Serum
Carbimazol
HPLC
(als Thiamazol)
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
200 - 700 ng/ml
CASA
ELISA
(Cancer associated serum antigen)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 4.0 U/ml
Indikation:
Tumormarker für das Ovarial-CA
CD4/CD8-Quotient
siehe:
Lymphzyten-Differenzierung
CDT
HPLC
(Carbohydratdefizientes Transferrin)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 2.6 %
Indikation:
V.a. chron. Alkoholkonsum
Bewertung: bei täglichem Alkoholkonsum von >50-80 g über mindestens
1 Wo ist mit erhöhten Werten zu rechnen, Normalisierung bei Abstinenz
nach 2-3 Wochen. Sensitivität für Alkoholabusus ca. 60-70%, Spezifität ca.
98%.
Bemerkungen:
keine Kassenleistung
CEA
LIA
(Carcinoembryonales Antigen)
Material:
Serum, 1ml
Ref.-Bereich:
< 4.6 ng/ml
Indikation:
Tumormarker der 1. Wahl für das Colorectale-CA sowie
Zweitmarker für das medulläre Schilddrüsen-CA, Mamma-CA, Magen-CA
und in der Differentialdiagnose von Lebertumoren
Bemerkungen:
Bei speziellen Fragestellungen auch Untersuchung in
Liquor oder Punktat möglich.
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83
Cefamandol W
LC-MS
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 1 ml
10 - 40 mg/l
Bemerkungen:
nicht mehr im Handel.
Cefazolin W
Material:
Ther.-Bereich:
LC-MS
Serum, 1 ml
10 - 150 mg/l
Bemerkungen:
parenterales Cephalosporin Gruppe 1 mit guter Verträglichkeit. Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz.
Cefotaxim W
Material:
Ther.-Bereich:
LC-MS
Serum, 1 ml
10 — 40 mg/l (max.)
0.5 — 1.0 mg/l (min.)
Bemerkungen:
parenterales Breitspektrum-Cephalosporin Gruppe 3a mit
hohen Liquorspiegeln. Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz.
Ceftazidim W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 0.5 ml
50 — 200 µg/ml (max.)
20 — 40 µg/ml (min.)
Bemerkungen:
Pseudomonas-Cephalosporin Gruppe 3b, Dosisreduktion
bei Niereninsuffizienz.
Ceftriaxon W
Material:
Ther.-Bereich:
LC-MS
Serum, 1 ml
10 — 200 mg/l (max.)
0.5 — 10 mg/l (min.)
Bemerkungen:
parenterales Breitspektrum-Cephalosporin Gruppe 3a,
Dosierung 1x täglich. Keine Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz.
Cefuroxim W
Material:
Ther.-Bereich:
LC-MS
Serum, 1 ml
10 - 150 mg/l
Bemerkungen:
parenterales Cephalosporin Gruppe 2, Dosisreduktion bei
Niereninsuffizienz.
84
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Celiprolol W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
50 - 500 ng/ml
CH 100 (Komplementfaktoren) W
Hämolyse-Nachweis
(Gesamthämolytische Komplementaktivität))
Material:
Serum gefroren, 1 ml
Ref.-Bereich:
40 - 200 U/ml
Indikation:
Suchtest bei V.a. hereditären Komplementdefekt bzw. Aktivierung des Komplementsystems im klassischen Weg bei Immunkomplexkrankheiten.
CHE
enzymatisch
(Cholinesterase)
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1ml
4.9 — 11.9 kU/l
Indikation:
Beurteilung der Syntheseleistung der Leber, akute/chronische
Hepatitis, vor der Gabe von Muskelrelaxatien bei V.a. atypische Cholinesterasen (siehe auch Dibucain-Zahl), verlängerte Apnoe nach Narkosen, V.a.
Intoxikation mit Organophosphaten (z.B. E 605)
Bemerkungen:
rase
zur Bestimmung im Fruchtwasser siehe Acetyl-Cholineste-
Chikungunya Virus W
IFT
(Alphavirus der Togaviridae)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Bewertung:
Fieber mit starken Arthralgien (nach Auslandsaufenthalt)
akute Infektion: Serokonversion im IgG, IgM positiv.
Bemerkungen:
Klinik ähnlich wie bei Dengue-Fieber, Übertragung durch
tag- und nachtaktive Stechmücken, Verbreitung in Afrika südlich der Sahara
und in Süd-/Südostasien.
Chinidin W
Material:
Ther.-Bereich:
FPIA
Serum, 1 ml
2 - 5 mg/l
Chinin W
Material:
HPLC
Serum, 2 ml
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85
Ther.-Bereich:
1 - 5 µg/ml (toxisch ab 10 µg/ml)
Bemerkungen:
Mittel der Wahl zur parenteralen Therapie der komplizierten Malaria tropica (in Kombination mit Doxycyclin). Versorgungsengpässe für i.v. Chinin, da seit 2003 (in Deutschland) nicht mehr im Handel.
Cave: Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel!
Chlamydien
KBR ˚
(gattungsspezifische LPS-Antikörper erfassen Chlamydia psittaci, Chlamydia
pneumoniae und Chlamydia trachomatis)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Ref.-Bereich:
< 1:5 Titer
Indikation:
Nachweis oder Ausschluß einer schweren Chlamydieninfektion (Ornithose, Lymphogranuloma venereum), Urogenitalinfektionen
durch C. trachomatis, Erstinfektionen mit C. pneumoniae.
Bewertung: hoher Antikörpertiter (ab 1:80) oder 4facher Titeranstieg
spricht für akute/kürzliche (Erst-)Infektion.
Bemerkungen:
Eine Aussage über die Infektion mit einer bestimmten
Chlamydienart ist mit dem gattungsspezifischen Test nicht möglich, bei
leichter Schleimhautaffektion durch Chlamydien (z.B. Zervizitis/Urethritis)
steigen die komplementbindenden Antikörper nicht zu hohen Titern an.
Reinfektionen mit C. pneumoniae im Erwachsenenalter führen in der Regel
nicht mehr zu einem Titeranstieg. (vgl. Chlamydia pneumoniae, Chlamydia
trachomatis).
Chlamydia pneumoniae
EIA/PCR
(Chlamydophila pneumoniae, TWAR)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
respiratorische Sekrete: Sputum, BAL u.a. (Nachweis bakterieller Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Infektionen der oberen und unteren Luftwege (Sinusitis,
Pharyngitis, Otitis media, Bronchitis, Pneumonie).
Bewertung: Serologie: - Erstinfektion: Serokonversion im IgG, IgM positiv.
— Reinfektion: IgG positiv (4facher Titeranstieg), IgM meist negativ.- Länger
zurückliegende Infektion: IgG positiv (keine signifikante Titerveränderung),
IgM negativ. Erregernachweis: Nachweis einer akuten Infektion mit Chlamydia pneumoniae
Bemerkungen:
Bei Erstinfektion mit C. pneumoniae kann es 3 Wochen
dauern, bis IgM-AK und 6 Wochen, bis IgG-AK nachweisbar sind. Ca. 5070% der Gesamtbevölkerung hat IgG-Antikörper gegen Chlamydia pneumoniae. Der ursprünglich vermutete Zusammenhang zwischen C. pneumoniae und Arteriosklerose aufgrund serologischer Studien gilt heute als höchst
umstritten.
86
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Chlamydia trachomatis
IB/PCR
(Chlamydia trachomatis, Serovare D-K)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Urin (3 ml Erststrahlurin), Zervikal-, Vaginal-, Urethral-,
Rektal-, Konjunktivalabstrich (Nachweis bakterieller Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Serologie: Neugeborenen-Pneumonie sowie chronische/aufsteigende Infektionen (Epididymitis, reaktive Arthritis, Morbus Reiter, Endometritis, Salpingitis, Pelveoperitonitis), bei denen ein direkter Erregernachweis nicht möglich ist. Erregernachweis: Konjunktivitis, urogenitale
Infektionen, Proktitis/Proktokolitis, Mutterschaftsvorsorge-Untersuchung,
Screening auf genitale Chlamydia trachomatis Infektionen bei Frauen bis
zum abgeschlossenen 25. Lebensjahr (Die Untersuchungen im Rahmen der
Mutterschaftsvorsorge und des Screenings junger Frauen darf nur aus Urin
durchgeführt werden!)
Bewertung: Serologie: - Chronische/persistierende Infektion: IgA positiv,
IgG positiv. - Länger zurückliegende Infektion: IgA negativ, IgG positv (keine
signifikante Titerveränderung). Erregernachweis: Nachweis einer akuten
Infektion mit Chlamydia trachomatis
Bemerkungen:
Chlamydia trachomatis kommt in folgenden Serotypen
vor:
- Serotypen A-C
Erreger des Trachoms
- Serotypen D-K
Erreger von okulo-genitalen Infektionen
- Serotypen L1-L3
Erreger des Lymphogranuloma venereum
Chlamydia trachomatis (D-K) kann ca. 4 Jahre persistieren, bevor der Erreger
vom Immunsystem beseitigt wird. Cave: Poolen von Urinproben senkt Sensitivität (geringe Erregerausscheidung)! Ausnahme Partnerpooling: Mann und
Frau je 3 ml Erststrahlurin.
Chloralhydrat W
GC/Headspace
(als Trichlorethanol)
Material:
Serum, 2 ml
Ther.-Bereich:
1.5 - 15 mg/l
Chloramphenicol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
5 — 20 mg/l (toxisch ab 25 mg/l)
Bemerkungen:
schwach wirksames Reserveantibiotikum mit guter Gewebepenetration, hämatotoxischen Nebenwirkungen und Interaktionen mit anderen hepatisch metabolisierten Arzneimitteln (Serumspiegel!). Keine Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz.
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87
Chlordiazepoxid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
700 - 2000 µg/l
Chlorid
Material:
Ref.-Bereich:
ISE (indirekt)
Serum, 1 ml
97 - 108 mmol/l
altersabhängig (siehe Befund)
Bemerkungen:
Abtrennen des Serums vom Blutkuchen spätestens 1h
nach Blutentnahme, sonst falsch niedrige Werte
Material:
Ref.-Bereich:
24h-Urin, 5 ml
120 - 250 mmol/24h
Chlormezanon W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
2 - 10 µg/ml
Chloroquin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
20 - 200 ng/ml (toxisch ab 500 ng/ml)
Bemerkungen:
klassisches Malariamittel und Basisantirheumatikum, v.a.
nach Hochdosierungen oder Langzeitanwendung ophthalmotoxisch. Cave:
Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel! Bei ausgeprägter Niereninsuffizienz Kumulationsgefahr (toxische Wirkspiegel).
Chlorpromazin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
30 - 250 ng/ml
Chlorprothixen W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
40 - 200 ng/ml
Chlortalidon W
Material:
Ther.-Bereich:
88
HPLC
Serum, 2 ml
20 - 100 ng/ml
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Chlortheophyllin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
< 2 µg/ml
Choleglycine
siehe:
Gallensäuren
Cholera-Vibrionen
Kultur
(Vibrio cholerae, Cholera)
Material:
Stuhl, ggf. Rektalabstrich: Labortransportzeit < 3 Std.
(Kultur)
Indikation:
Brechdurchfall (Choleradiarrhoe) nach Aufenthalt in Endemiegebieten: Indien, Bangladesch, Mittelmeerraum, Vorderasien, Afrika und
Südamerika. Cave: oft asymptomatischer Verlauf! Klassische Cholera: zunächst breiige, dann wässrige Durchfälle mit charakteristischem Aussehen
(entfärbt, grau mit Schleimflocken: "Reiswasserstuhl", nicht stinkend), Erbrechen, kein Fieber. Flüssigkeitsverlust bis zu 10 Liter pro Tag möglich, Exsikkose, Blutdruckabfall, Tachykardie, Untertemperatur, Oligurie bis Anurie,
stehende Hautfalten.
Bewertung: Kultur: Nachweis einer Cholera-Erkrankung.
Bemerkungen:
Der rasche und möglichst exakte Ausgleich des gestörten
Wasser- und Elektrolythaushaltes durch parenterale Zufuhr ausreichender
Flüssigkeitsmengen ist v.a. bei schwerem Krankheitsverlauf lebensrettend.
Ohne Therapie Letalität ca. 60%, unter adäquater Therapie < 1%. Der Antikörpernachweis spielt wegen eines erheblich verzögerten Anstiegs bei der
akuten Erkrankung diagnostisch keine Rolle. Oraler Lebend- und Totimpfstoff verfügbar. Eine überstandene Cholera hinterlässt langanhaltende Serotyp-spezifische Immunität.
Cholesterin
enzymatisch
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
< 200 mg/dl
Bemerkungen:
elektrophorese
siehe auch HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin, Lipid-
Cholinesterase
siehe:
CHE
Cholinesterasen (atypische)
siehe:
Dibucain-Zahl
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89
Chrom ˚
siehe: Toxikologische Untersuchungen
Chromogranin A W
(CGA)
Material:
Ref.-Bereich:
ILMA
Serum, 1 ml
19 - 98 µg/l
Indikation:
Tumormarker für neuroendokrine Tumoren mit oder ohne
Hormonproduktion (z.B. C-Zellkarzinom, Karzinoid), bei V.a. Phäochromozytom, Ganglioneurinom, Neuroblastom, kleinzelliges Bronchialkarzinom
Chromosomenanalyse W
Material:
Heparin-Blut, frisch, 2 ml
Indikation:
Nachweis
numerischer
und
struktureller
Chromosomenaberrationen, z.B. Trisomie 13, -18, -21 (Down-Syndrom), UllrichTurner-Syndrom, Klinefelter-Syndrom u.a.
Bewertung: siehe Befund
Chymotrypsin
Da die Untersuchung Chymotrypsin im Stuhl obsolet und auch für Kassenpatienten nicht mehr abrechenbar ist, haben wir diese Bestimmung eingestellt. Wir empfehlen alternativ die Bestimmung der Pankreas-Elastase im
Stuhl.
Ciclosporin A ˚
(CyA)
Material:
Ther.-Bereich:
LC-MS
EDTA-Blut, 2 ml
Induktionstherapie Erhaltungstherapie
Nierentransplantation: 150 - 225
Herztransplantation: 250 - 350
Lebertransplantation: 225 - 300
100 - 150 µg/l
150 - 250 µg/l
100 - 150 µg/l
Die Richtwerte beziehen sich auf den empfohlenen Abnahmezeitpunkt im Minimum (1 h vor nächster Medikamentengabe = Talkonzentration). Abhängig vom verwendeten Therapieregime sind Modifikationen möglich.
Cimetidin W
Material:
Ther.-Bereich:
90
HPLC
Serum, 2 ml
300 - 1000 ng/ml
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Ciprofloxacin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 1 ml
1 - 5 mg/l
Bemerkungen:
Fluorchinolon Gruppe 2 mit guter Gewebepenetration
und hoher Pseudomonas aeruginosa Aktivität. Ausscheidung renal (50-70%)
und intestinal (15%).
Cisplatin W
AAS
(als Platin)
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
0.2 - 5 µg/ml
Citalopram W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
30 — 130 ng/ml
Citrat
enzymatisch
(Citronensäure)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Sperma (in NaF-Röhrchen), 1ml
2.5 - 8.0 mg/ml
Fertilitätsdiagnostik (Prostatamarker)
Material:
Ref.-Bereich:
24h-Urin, 10 ml
> 600 mg/24h
Indikation:
Risikoindikator und Überwachungsparameter bei Nephrolithiasis (Citrat ist ein Kristallisationshemmer).
CK (NAC-aktiviert)
(Creatinkinase)
Material:
Ref.-Bereich:
enzymatisch
Serum, 1 ml
Männer: < 190 U/l
Frauen: < 170 U/l
altersabhängig (siehe Befund)
CK-Isoenzyme W
Material:
Ref.-Bereich:
elektrophoretisch
Serum, 2 ml
siehe Befund
Indikation:
unklare Erhöhung der CK, Diskrepanzen zwischen Klinik und
CK- bzw. CK-MB-Befunden, V.a. Makro-CK
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91
CK-MB
Material:
Ref.-Bereich:
Immuninhibition
Serum, 1 ml
< 25 U/l (bzw. bis 6 % der Gesamt-CK)
Clobazam W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
100 - 400 µg/l
Clofibrat W
HPLC
(als Clofibratsäure)
Material:
Serum, 2 ml
Ther.-Bereich:
40 - 80 µg/ml
Clomethiazol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 3 mg/l
Clomipramin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
150 - 350 µg/l
toxisch >400 µg/l
Clonazepam W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 60 µg/l
Clonidin-Suppressions-Test
Indikation:
Diagnosesicherung bei V.a. Phäochromozytom (z.B. bei
mäßig erhöhten Noradrenalin-Werten)
Durchführung: Wenn möglich 24h vor Beginn antihypertensive Medikation absetzen. Ca. 30 min vor Beginn venösen Zugang legen, 2-malige Blutentnahme zur Katecholaminbestimmung im Abstand von 10 min (Basalwert), dann 300 µg
Clonidin p.o. (z.B. Catapressan), erneute Blutentnahme
nach 1h, 2h und 3h. (Während Versuchsdauer in halbstündlichem Abstand Blutdruck und Pulsfrequenz messen).
Alternativ Über-Nacht-Test: Am Tag sammelt der Pat. von
9:00 Uhr bis 21:00 Uhr Urin zur Katecholaminbestim92
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mung, um 21:00 werden 300 µg Clonidin p.o. verabreicht, dann von 21:00 Uhr bis 7:00 Uhr des nächsten
Tages Nachturin sammeln.
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
EDTA-Plasma gefroren, je 2 ml oder angesäuerter
Sammelurin, je 10 ml (siehe auch Katecholamine)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Bewertung: physiologisch ist ein deutlicher Abfall der Katecholamine
nach Clonidin, fehlender Abfall spricht für Phäochromozytom. Bei überwiegend Adrenalin oder Dopamin sezernierenden Tumoren ist der Test weniger
geeignet.
Clopenthixol W
Material:
Ther.-Bereich:
GCMS
Serum, 2 ml
5 - 60 ng/ml
Clostridium difficile
EIA
(Clostridium-difficile-Toxin, Pseudomembranöse Colitis)
Material:
Stuhl: gekühlt! (Toxinnachweis)
Indikation:
Fieber, Diarrhoe (z.T. blutig-schleimig), krampfartige Bauchschmerzen, Colitis nach Antibiotika-Therapie, Pseudomembranöse Colitis.
Bewertung: Positiver Toxinnachweis im Zusammenhang mit charakteristischer klinischer Symptomatik spricht für eine Clostridium-difficileassoziierte Durchfallerkrankung (CDAD).
Bemerkungen:
3-15% der Erwachsenen, jedoch 30-50% der Säuglinge
sind mit Clostridium difficile besiedelt. Typischerweise durch Antibiotika,
am häufigsten bei Aminopenicillinen, Clindamycin und Cephalosporinen,
werden die Erreger selektioniert und können über die Bildung hochwirksamer Toxine (Toxin A, Toxin B) zu Diarrhoen und zu pseudo-membranöser
Colitis führen (meist einige Tage bis Wochen nach Beginn der Antibiotikatherapie). Cave: C. difficile Infektionen auch ohne Einnahme von Antibiotika möglich, Risikoerhöhung durch H2-Rezeptorenblocker, Protonenpumpenhemmer und nichtsteroidale Antirheumatika. Zunahme schwerer
Krankheitsverläufe, verursacht durch einen neuen Stamm von C. difficile
Ribotyp O27 (hohe Toxinproduktion, hohe Virulenz). Resistenzen gegen die
beiden CDAD-Therapeutika Metronidazol und Vancomycin konnten in
Deutschland bisher nicht beobachtet werden (03/2008).
Clotiazepam W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 150 ng/ml
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93
Clozapin
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
50 - 700 µg/l
CMV
siehe:
Cytomegalievirus
Codein
siehe:
Opiate
Coenzym Q-10 W
(Ubichinon 50)
Material:
Ref.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
600 - 1000 µg/l
Coeruloplasmin
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Bemerkungen:
Turbidimetrie
Serum, 1 ml
200 - 600 mg/l
V.a. Morbus Wilson, Menkes-Syndrom
Akute-Phase-Protein
Coffein W
LCMS
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
8 - 15 mg/l
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 20 ml
Für Coffein im Urin existieren keine Normwerte.
Eine Coffein-Aufnahme führt zu erhöhter CoffeinAusscheidung im Urin.
CO-Hämoglobin
siehe:
Carboxy-Hämoglobin
Colon-Epithel-Antikörper W
Material:
Indikation:
Bewertung:
94
Serum, 1 ml
Colitis ulcerosa, Morbus Crohn
Hinweis auf og. Erkrankungen.
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Bemerkungen:
Epithelien
Antikörper
gegen
Mukopolysaccharide
der
Colon-
Coombstest
(direkter Coombstest, indirekter Coombstest)
indirekter Coombstest (Antikörper-Suchtest):
Material:
EDTA-Blut, 5 ml
direkter Coombstest:
Material:
EDTA-Blut, 1 ml
Indikation:
Transfusions-Reaktion, Morbus hämolyticus neonatorum,
AB0und
Rh-Inkompatibilität,
OP-Vorbereitung,
primäre
autoimmunhämolytische
Anämie
(Wärmetyp,
Kältetyp,
vgl.
Kälteagglutinine), sekundäre autoimmunhämolytische Anämie (z.B. bei
lymphatischen Leukämien, Lymphomen, LE, Mycoplasma pneumoniaeInfektion),
primäre
paroxysmale
Kältehämoglobinurie,
sekundäre
paroxysmale Kältehämoglobinurie (z.B. bei Syphilis, akuten VirusInfektionen), medikamenteninduzierte immunhämolytische Anämie (αMethyl-Dopa, Penicillin, Phenacetine), Mutterschaftsvorsorge-Untersuchung
Bewertung: Ein positiver Test spricht für das Vorliegen von Alloantikörpern bzw. Autoantikörpern gegen Erythrozyten (irreguläre Antikörper)
Bemerkungen:
Direkter Coombstest: Nachweis irregulärer Antikörper auf
der Erythrozytenmembran, Indirekter Coombstest: Nachweis zirkulierender
irregulärer Erythrozyten-Antikörper im Blut.
Irreguläre Antikörper sind Antikörper gegen Erythrozyten, die normalerweise
nicht im Serum vorkommen (d.h. nicht die Spezifität Anti-A bzw. Anti-B
besitzen). Sie können zur IgM-Klasse gehören und somit komplett reagieren
oder zur IgG-Klasse und inkomplett reagieren.
Copeptin
siehe:
CT-proAVP
Cornea-Antikörper W
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Mooren-Ulcus, Cornea melting disease, Wegener'sche
Granulomatose, Polyarteriitis nodosa, chronische Polyarthritis, Uveitis
Bewertung: Hinweis auf og. Erkrankungen.
Bemerkungen:
Antikörper gegen verschiedenartige, meist noch unbekannte Antigene der Cornea
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Corpus luteum-Antikörper W
siehe:
Ovar-Antikörper
Cortisol
LIA
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml (Tageszeit notieren)
4.3 — 22.4 µg/dl
Material:
Ref.-Bereich:
24h-Urin, 1 ml
28.5 - 214 µg/24h
Bemerkungen:
Untersuchung im Serum am besten im Rahmen eines
Tagesprofils (z.B. 8:00 Uhr morgens + 18:00 Uhr abends)
siehe auch Dexamethasontest (bei V.a. Überfunktion) bzw. ACTH-Test (bei
V.a. Unterfunktion)
Corynebacterium diphtheriae/ulcerans
Kultur/EIA
(Diphtherie, Diphtherietoxin-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Rachenabstrich, Nasenabstrich, Wundabstrich (Kultur)
Indikation:
Serologie: Lokalisierte oder generalisierte Impfreaktion nach
Diphtherie-Toxoidimpfung, Überprüfung des Impferfolges nach vollständiger
Grundimmunisierung, Aufdecken von Impflücken, Beurteilung der Immunität bei verminderter Antikörperbildung (nach Bestrahlungen, Immunsuppressiva, Zytostatika, Cortison), bei Erkrankungen des Immunsystems
(humorale Immundefekte) oder bei Kontraindikation einer geplanten
Impfung. Kultur: - Lokalisierte Rachen-Diphtherie (auch Nase, Augen, Haut,
Wunde): pseudomembranöse Angina mit fleckförmigen, später konfluierenden grau-braunen Belägen, die beim Abstreifen eine blutende Fläche hinterlassen, süßlicher Foetor ex ore, geschwollene, druckdolente Halslymphknoten mit Ödem (Cäsarenhals), Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl. Progrediente Diphtherie (v.a. bei Kindern): Ausbreitung der Beläge auf
Kehlkopf und Trachea (“echter Krupp“) mit inspiratorischem Stridor, Atemnot, akute Todesfälle durch Ersticken. Patient blaß und zyanotisch, Fieber. Maligne Diphtherie (Diphtheria gravissima): hohes Fieber, ausgedehnte
Pseudomembranen, toxinbedingte Komplikationen mit Myokarditis (Kreislaufversagen), Leber- und Nierenversagen und neurologischen Ausfällen.
Bewertung: Serologie: Die Höhe des IgG-Antikörpertiters in IE/ml
entscheidet über die Immunitätslage und das weitere Vorgehen:
< 0.1 IE/ml
kein Immunschutz, Grundimmunisierung oder Auffrischimpfung erforderlich
0.1 - 1.0 IE/ml
Immunschutz kurzfristig vorhanden (Impfschutzgrenze 0.1 IE/ml), Auffrischimpfung oder erneute
serologische Kontrolle in 6 Monaten empfehlenswert
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1.1 - 1.5 IE/ml
Immunschutz vorhanden, serologische Kontrolle
nach 5 Jahren empfohlen
1.6 - 2.0 IE/ml
Immunschutz vorhanden, serologische Kontrolle
nach frühestens 7 Jahren empfohlen
> 2.0 IE/ml
langfristiger Immunschutz vorhanden, serologische
Kontrolle nach frühestens 10 Jahren empfohlen
Kultur: bakteriologische Sicherung der klinischen Verdachtsdiagnose Diphtherie. Cave: allein der positive Toxinnachweis bei isolierten C. diphtheriae/C. ulcerans-Stämmen ist ausschlaggebend für die Diagnose!
Bemerkungen:
Mitte der neunziger Jahre besorgniserregender Anstieg der
Erkrankungszahlen in Russland und Teilen der früheren Sowjetunion. In
Deutschland zwischen 1990 und 1990 30 Diphtherie-Fälle, ca. 50% der
Erwachsenen hat einen ungenügenden Impfschutz. Durch entsprechende
Impfungen muß dem Wiederaufflammen dieser fast schon in Vergessenheit
geratenen Erkrankung gezielt entgegengewirkt werden. Bei der DiphtherieImpfung ist nur nach vollständiger Grundimmunisierung (z.B. immunkompetenter Erwachsener: 1. Impfung zum Zeitpunkt 0, 2. Impfung nach 1-3
Monaten, 3. Impfung nach 3-12 Monaten mit jeweils mind. 4 Wochen
Abstand) ein sicherer Immunschutz (10 Jahre und länger) zu erwarten! Cave
Hautdiphtherie: v.a. in den Tropen, aber auch in den westlichen Ländern bei
sozialen Randgruppen (Obdachlose, Alkoholiker, Drogenabhängige); bleibt
in der Regel lokalisiert.
Cotinin W
GCMS
(Metabolit des Nicotins)
Material:
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation: Unterscheidung Raucher/Nichtraucher, wird z.B. von verschiedenen Lebensversicherungen verlangt.
Bemerkungen:
Nicotin.
Cotinin hat eine ca. 10-fach längere Plasma-HWZ als
Coxsackie-A-Viren
KBR ˚/PCR
(Coxsackie-A-Viren Typ 1-22 und 24)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Stuhl, Rachenabstrich, Liquor, Biopsie (Nachweis viraler
Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
< 1:5 Titer
Indikation:
uncharakteristische, fieberhafte Erkrankung ("Sommergrippe"),
respiratorische Erkrankungen (z.B. Pneumonitis bei Kindern, Typ 9 und 16),
akute haemorrhagische Konjunktivitis (Typ 24), Herpangina (schmerzhafte
Bläscheneruptionen in Rachen- und Mundschleimhaut), lymphonoduläre
Pharyngitis, Exantheme, "Hand-foot-and-mouth disease" (Typ 5, 10 und 16),
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aseptische Meningitis, Meningoenzephalitis, Paralyse (Typ 7 und 9), Myokarditis, Perikarditis, Diarrhoe (v.a. bei Kindern).
Bewertung: Serologie: ein mind. 4facher Titeranstieg weist auf eine akute
Infektion hin. Erregernachweis: Nachweis einer Picornavirus-Infektion
Bemerkungen:
Antikörperbildung erfolgt bei frischer Infektion verzögert.
Bei negativem Befund oder niedrigem Titer und weiterbestehendem V.a.
frische Infektion Verlaufskontrolle in 8-14 Tagen zur Abklärung einer Serokonversion bzw. eines Titeranstiegs. Cave: immunologische Kreuzreaktion
mit anderen Enteroviren! Vorkommen von Coxsackie-A-Viren weltweit,
wobei Infektionen in gemäßigten Zonen v.a. im Sommer, in wärmeren
Ländern ganzjährig stattfinden. Die Übertragung erfolgt, wie bei anderen
Enteroviren, meist fäkal-oral (verunreinigtes Trinkwasser und Lebensmittel).
Vgl. auch Picornaviren.
Coxsackie-B-Viren
KBR ˚/PCR
(Coxsackie-B-Viren Typ 1-6)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Stuhl, Rachenabstrich, Liquor, Biopsie (Nachweis viraler
Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
< 1:5 Titer
Indikation:
uncharakteristische, fieberhafte Erkrankung ("Sommergrippe"),
respiratorische Erkrankungen, Bornholm-Krankheit (Fieber, Pleurodynie,
Myalgie), aseptische Meningitis, Meningoenzephalitis, Paralyse, Myokarditis,
Perikarditis, schwere systemische Erkrankung des Neugeborenen, Typ -1Diabetes (? Kofaktoren).
Bewertung: Serologie: ein mind. 4facher Titeranstieg weist auf eine akute
Infektion hin. Erregernachweis: Nachweis einer Picornavirus-Infektion
Bemerkungen:
Antikörperbildung erfolgt bei frischer Infektion verzögert.
Bei negativem Befund oder niedrigem Titer und weiterbestehendem V.a.
frische Infektion Verlaufskontrolle in 8-14 Tagen zur Abklärung einer Serokonversion bzw. eines Titeranstiegs. Cave: Kreuzreaktionen mit anderen
Enteroviren möglich! Vorkommen von Coxsackie-B-Viren weltweit, wobei
Infektionen in gemäßigten Zonen v.a. im Sommer, in wärmeren Ländern das
ganze Jahr über auftreten. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich fäkal-oral.
Hohes Infektionsrisiko bei schlechten hygienischen Bedingungen und
niedrigem sozioökonomischem Status. Vgl. auch Picornaviren.
C-Peptid W
Material:
Ref.-Bereich:
CLIA
Serum, 1 ml
nüchtern:
postprandial:
0.8 — 4.2 µg/l
Anstieg um mind. 1.5 — 2.0 µg/l
Indikation:
Beurteilung der Sekretionsleistung der ß-Zellen, Beurteilung
der Insulinresistenz, Differentialdiagnose der Hypoglycämie, V.a. Insulinom,
V.a. Hypoglycämia factitia
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Bewertung: Außer bei der Hypoglycämia factitia (Beurteilung hier nur bei
Kenntnis des Insulin möglich) ist eine Interpretation häufig nur im Rahmen
von Funktionstests sinnvoll (siehe auch Insulin-Glucose-Quotient, Hungertest). Erhöhte Konzentration z.B. bei Insulinom, MEN. Verminderte Konzentration bei Hypoglycämie durch exogen zugeführtes Insulin.
Zur Beurteilung der Sekretionsleistung der ß-Zellen ist die Messung des
postprandialen C-Peptid zu empfehlen, wobei vor dem Essen 2 Tbl. Glibenclamid (z.B. Euglucon N) gegeben werden sollten. Blutentnahme nüchtern sowie 45-60 min postprandial.
Bemerkungen:
bei Raumtemperatur nur wenige Stunden stabil, ggf.
gefroren versenden.
Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung
siehe:
Molekulargenetische Untersuchungen
Zytoskelett-Antikörper
CRH-Test
(Corticotropin-Releasing-Hormon-Test, CRF-Test)
Indikation:
Hypophyseninsuffizienz, DD des Cushing-Syndroms
Durchführung: Nach 2h Ruhe Blutentnahme zur Bestimmung von Cortisol und ACTH vor sowie 15, 30, 45 und 60 min nach i.v.
Gabe von 100 µg humanem CRH (Kinder: 1µg/kgKG).
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Serum, je 1 ml (Cortisol)
EDTA-Plasma gefroren, je 1 ml (ACTH)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Bewertung: fehlender Anstieg bei hypophysärem ACTH-Mangel sowie bei
NNR-Tumor, meist exzessiver Anstieg beim hypothalamo-hypophysären
Cushing-Syndrom. Bei hypothalamisch bedingter NNR-Insuffizienz unter
Umständen verzögerter und prolongierter Anstieg.
CRP
turbidimetrisch
(C-Reaktives Protein)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 5 mg/l
Indikation:
Aktivitätsbeurteilung, Verlaufs- bzw. Therapiekontrolle und
(mit Einschränkungen) auch DD akuter und subakuter Entzündungen sowie
bei akuten Schüben chronischer Entzündungen
Bewertung: Deutliche Reaktionen zeigen i.d.R. akute bakterielle und
(weniger stark) virale Infektionen, PCP (rheumatoide Arthritis), M. Bechte-
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rew, systemische Vaskulitiden, Polymyalgia rheumatica, M.Crohn, Tumore,
Operationen, Verbrennungen.
Nur geringe Reaktionen bei Colitis ulcerosa, Lupus erythematodes, Sklerodermie, Sjögren-Syndrom, Polymyositis/Dermatomyositis, MCTD, Osteoarthritis, Leukämien.
Bei akutem Ereignis Anstieg typischerweise nach ca. 6h-12h, Maximalwerte
nach 48h, bei Rückgang des entzündlichen Geschehens dann Abfall mit
einer Halbwertszeit von ca. 48h.
CRP, hochsensitiv
(hs-CRP)
Material:
Ref.-Bereich:
turbidimetrisch
Serum, 1 ml
< 1 mg/l
Indikation:
Beurteilung des kardiovaskulären Risikos
Bewertung: Der hs-CRP-Wert, oberhalb dessen ein mindestens 2-fach
erhöhtes kardiovaskuläres Risiko besteht, beträgt 3.0 mg/l. Bei gleichzeitig
erhöhtem LDL-Cholesterin ist das kardiovaskuläre Risiko 5-fach erhöht
(additives Risiko). Erhöhte Spiegel für Lp(a), Fibrinogen und Homocystein
steigern das kardiovaskuläre Risiko weiter.
Bemerkungen:
Generell ist eine Kontrolle in einem Abstand von ca. 2
Wochen empfehlenswert, um vorübergehende CRP-Erhöhungen durch akutentzündliche Prozesse diagnostisch abzugrenzen.
Cryptococcus neoformans
Kultur/ELISA
(Kryptokokkose, europäische Blastomykose, Torulose: bekapselter Sprosspilz)
Material:
Liquor (5-10 ml), Sputum, Bronchialsekret (Kultur)
Serum/Liquor, je 1 ml (Nachweis Kapselantigen)
Indikation:
Pneumonie, systemische Kryptokokkose häufig mit Meningitis, Meningoenzephalitis (desweiteren Dissemination in Knochen, Auge,
Gelenke, Herz, Haut und Urogenitaltrakt).
Bewertung: Positiver Nachweis von Cryptococcus-Antigen oder Wachstum von Cryptococcus in der Pilzkultur stellt die Diagnose einer Kryptokokkose.
Bemerkungen:
Der Pilz ist weltweit verbreitet. Infektionen entstehen
meist aerogen durch Inhalation von kontaminiertem Staub (Vogelkot, v.a.
Tauben und Papageien) und führen überwiegend bei Personen mit gestörter
zellulärer Immunabwehr (AIDS, Lymphom, Therapie mit Glukokortikoiden,
Organtransplantation) zur Erkrankung.
100
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CT-proAVP W
ILMA
(Copeptin, Praeprovasopressin)
Material:
Serum oder EDTA-Plasma, 0.5 ml
Ref.-Bereich:
0.81 - 28.2 pmol/l
(je nach Serumosmolalität)
Indikation:
Diabetes
insipidus,
Polyurie-Abklärung,
Exsikkose,
Elektrolytverlust, V.a. ektope ADH-Produktion
Bewertung: Eine Bewertung ist ohne Kenntnis der aktuellen SerumOsmolalität nur sehr eingeschränkt möglich. Als Eingangsuntersuchung zur
Polyurie-Abklärung ist zunächst die Bestimmung der Osmolalität im Urin
(Durstversuch) zu empfehlen.
Bemerkungen:
Die Untersuchung hat die gleiche Aussagekraft wie die
ADH-Bestimmung, kann jedoch aus ungefrorenem Serum bestimmt werden.
CTX
siehe:
ß-CrossLaps
Cyclisches-AMP
siehe:
cAMP
Cyklische Citrullinierte Peptid Antikörper
(Anti-CCP)
Material:
Ref.-Bereich:
ELISA
Serum, 1 ml
< 7 U/ml
Indikation:
Diagnostik der Rheumatoiden Arthritis
Bewertung: Das gemeinsame Auftreten von CCP und Rheumafaktor (RF)
gilt als hochspezifisch für die Rheumatoide Arthritis. Die CCP-Antikörper
treten frühzeitig auf (in 25% der Fälle schon 1-9 Jahre vor Auftreten erster
klinischer Symptome) und besitzen prognostische Bedeutung (d.h. sie sind
assoziiert mit erosiv fortschreitender Erkrankung). Die Kombination von CCP
und RF ist optimal zur Diagnose bzw. Differentialdiagnose der RA und zur
Einschätzung der Prognose.
Bemerkungen:
Antikörper gegen CCP sind auch als Kassenleistung abrechenbar, hierbei ist jedoch zu beachten, daß diese Untersuchung für
Kassenpatienten nur einmal im Krankheitsfall (d.h. einmal pro Jahr) berechnungsfähig ist. Für Privatpatienten gilt diese Einschränkung nicht.
Cyclobarbital W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
2 - 10 mg/l
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Cyclophosphamid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 25 µg/ml
Cyclosporin A
siehe:
Ciclosporin A
Cyfra 21-1 W
Material:
Ref.-Bereich:
ELISA
Serum, 1 ml
< 3.3 µg/l
Indikation:
Sensitiver Tumormarker für die Diagnostik, Therapieeffizienzkontrolle und Nachsorge von nicht kleinzelligen Bronchialkarzinomen;
Differentialdiagnose unklarer Lungenrundherde, Verlaufskontrolle des
Harnblasenkarzinoms.
Cystatin C W
Material:
Ref.-Bereich:
PENIA
Serum, 2 ml
0.5 — 0.96 mg/l
Indikation:
Abschätzung der GFR (Glomeruläre Filtrationsrate) zur Beurteilung der Nierenfuntion
Bemerkungen:
empfindlicher und spezifischer als die Bestimmung des
Serumkreatinins
Cysticercen-Antikörper
siehe:
Zystizerkose
Cystin
siehe:
Aminosäuren
Cystische Fibrose
siehe:
Molekulargenetische Untersuchungen
Cytomegalievirus
EIA/PCR
(CMV, HHV 5, Humanes Herpes-Virus Typ 5)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
EDTA-Blut (5 ml): Labortransportzeit 6-8 Std., Raumtemperatur (Nachweis pp65 Antigen)
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Ref.-Bereich:
EDTA-Blut, Urin, Liquor, BAL, Fruchtwasser, Stuhl (Nachweis viraler Nukleinsäure, PCR)
siehe Befund
Indikation:
- Primärinfektion (postnatal erworben): meist symptomlos,
aber auch mononukleoseähnliche Erkrankung (Lymphadenopathie, Hepatosplenomegalie, Fieber, Lymphozytose), selten Hepatitis. — Primärinfektion
oder Reaktivierung bei Immunsupprimierten: Retinitis, Ösophagitis,
Enterokolitis, Myokarditis, Enzephalitis, Guillain-Barré-Syndrom, interstitielle
Pneumonie, Hepatitis. - Konnatal erworbene Infektion (Primär-infektion der
Mutter!): Hepatitis, Hepatosplenomegalie, Ikterus, Knochenmarkdepression,
Enzephalitis mit/ohne periventrikulären Verkalkungen, Hydrocephalus,
Mikrozephalie, Chorioretinitis, interstitielle Pneumonie. Serologie:
Feststellung
des
Infektionsstatus
(CMV-Latenz),
Primärinfektion,
Reaktivierung bei immunkompetenten Patienten. Erregernachweis: Nachweis einer CMV-Infektion, v.a. bei immunkompromittierten Patienten (z.B.
Transplantation, Chemotherapie, AIDS), pränatale/perinatale CMV-Infektion.
Bewertung: Serologie: - Primärinfektion: IgM-Antikörper positiv, ggf. IgGNachweis bei Serokonversion. - Reaktivierung: mind. Vierfachtiteranstieg
(IgG), IgM-Antikörper negativ oder auch positiv; ggf. Avidität IgG-Antikörper
(Unterscheidung Primärinfektion/Reaktivierung). - Länger zurückliegende
Infektion: IgG positiv (keine signifikante Titerveränderung), IgM negativ.
Erregernachweis: Nachweis einer aktiven Cytomegalievirus-Infektion
(Antigenämie, hochpositive CMV-DNA und/oder Virusausscheidung).
Bemerkungen:
Die Infektion kann pränatal (diaplazentar bei Virämie der
Mutter, Gefährdung besonders in der ersten Schwangerschaftshälfte), perinatal (während der Geburt über Zervixsekret) und postnatal (durch Muttermilch, engem Kontakt durch Speichel, Schmierinfektion, Intimverkehr,
iatrogen durch Transfusion (Leukozyten) und Transplantation) erfolgen.
Nach Primärinfektion lebenslange Persistenz mit intermittierender Virusausscheidung (Speichel, Genitalsekrete, Urin). Reaktivierungen sind häufig (v.a.
Immunsuppression, Schwangerschaft, Stillperiode), bleiben aber meist ohne
Symptome. Die Durchseuchung der Erwachsenen in Deutschland beträgt ca.
50%. IgG-seropositive Personen (Organ-/Blutspender) sind potentiell
infektiös.
δ-Aminolävulinsäure W
(DALS, δ-ALS)
Material:
Ref.-Bereich:
photometrisch
24h-Urin, 10 ml
< 6 mg/24h
Indikation:
V.a. akute hepatische Porphyrie, V.a. akute oder chronische
Bleivergiftung. Als differentialdiagnostisch relevanter Parameter bei chronischen Leberschäden, Alkohol-Leber-Syndromen, Arzneimittel-Schädigung
der Leber, Schwermetallintoxikationen sowie bei V.a. chronisch hepatische
oder erythropoetische Porphyrien.
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Bewertung: stark erhöhte Werte bei akuter intermittierender Porphyrie
sowie bei akuter Bleivergiftung, mäßig bis stark erhöht bei Koproporphyria
hereditaria und Porphyria variegata sowie bei chronischer Bleivergiftung,
variabel bei chronisch hepatischer Porphyrie. Im Intervall Rückgang auf
normale Werte möglich. Bei erythropoetischer Porphyrie normale Werte.
Bemerkungen:
Bei akuter Symptomatik und V.a. AIP (Akute intermittierende Porphyrie) kann die Untersuchung auch aus Spontanurin erfolgen.
Siehe auch Porphyrine
δ-Aminolävulinsäure-Dehydratase W
(δ-ALA-dehydra[ta]se, Porphobilinogen-Synthase)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Heparin-Blut, 2 ml
> 14.5 U/l
V.a. Bleiintoxikation, V.a. ALS-Dehydratase-Defektporphyrie
D-Dimere
siehe:
Fibrinspaltprodukte
Dantrolen W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.4 - 1.5 µg/ml
DAO
siehe:
Di-Amino-Oxidase
Delpech-Lichtblau-Quotient (Albumin-IgG-Quotient)
siehe:
Liquorprotein-Diagnostik
Dengue Virus W
IFT/ELISA
(Arbovirus, 4 Serotypen, Familie der Flaviviridae)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Fieber, Schüttelfrost, schwere v.a. retrookuläre Kopfschmerzen, Arthralgien, Exantheme nach Tropenaufenthalt (klassisches DengueFieber), zusätzlich Haut-/Schleimhautblutungen, Hämatemesis, Melaena,
evtl. Schock (haemorrhagisches Dengue-Fieber).
Bewertung: akute Infektion: Dengue-NS1-Antigen positiv, Serokonversion
im IgG, IgM positiv (8-10 Tage nach Erkrankungsbeginn). Cave:
Kreuzreaktionen innerhalb der Flavivirusfamilie.
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Bemerkungen:
Überträger tagaktive Stechmücke Aedes aegypti, endemisch in allen tropischen und subtropischen Ländern. Das klassische Dengue-Fieber betrifft v.a. nicht-immune Reisende, das hämorrhagische Dengue-Fieber fast nur Bewohner von Endemiegebieten.
Dermatotrope Viren
siehe:
Coxsackie-A/B-Viren
Dengue Virus
ECHO-Viren
Gelbfieber Virus
Hantaviren
Hepatitis C Virus
Herpes-simplex-Virus Typ 1/2
HIV Typ 1/2
Humanes Herpes-Virus Typ 6
Masernvirus
Papillomviren, humane (HPV)
Parvovirus B19
Rötelnvirus
Varicella-Zoster-Virus
Desethylamiodaron
HPLC
(wirksamer Metabolit von Amiodaron)
Material:
Serum, 2 ml
Ther.-Bereich:
500 - 3000 µg/l
Desferal-Test
(Deferoxamintest)
Indikation:
DD erhöhter Ferritin- und Eisenwerte, V.a. Hämochromatose
Durchführung: i.m. Gabe von 10 mg/kgKG Deferoxamin und anschliessende Sammlung eines 24h-Urins zur Eisenbestimmung
alternativ Gabe von 500 mg Deferoxamin (Desferal) i.m.
und 6-h-Sammelurin
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
24h- oder 6h-Urin, 10 ml
Ref.-Bereich:
< 1000 µg/6h bzw. < 2000 µg/24h
Bewertung:
Bemerkung:
verwertbar.
bei prim. Hämochromatose typischerweise > 10000 µg/6h
Bei Proteinurie und/oder Hämaturie ist der Test nicht
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105
Desipramin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
75 - 250 µg/l
Desmethyldiazepam
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
200 - 800 ng/ml
Desmoglein 1-Antikörper
siehe:
Stachelzelldesmosomen-Antikörper
Desmosomen-Antikörper
siehe:
Stachelzelldesmosomen-Antikörper
Desoxyribonuklease-Antikörper
(Anti-Desoxyribonuklease B, Anti-DNase B, Anti-Streptodornase B)
siehe: Streptokokken-Antikörper
Dexamethason-Kurztest (2 mg)
Indikation:
Screening-Test bei V.a. Cushing-Syndrom
Durchführung: morgentliche Blutentnahme zwischen 7:00 und 9:00 Uhr
zur Cortisolbestimmung, Gabe von
2 mg Dexamethason p.o. (z.B. Forte-cortin) um 23:oo
Uhr des gleichen Tages.
Am nächsten Morgen dann erneute Blut-entnahme zur
Cortisolbestimmung
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Serum, je 1 ml
Ref.-Bereich:
< 4 µg/dl nach Dexamethason
Bewertung: ein regelrechter Abfall des Cortisol schliesst einen Hypercortisolismus praktisch aus, bei grenzwertigen Befunden kann die parallele
Bestimmung von Cortisol im 24h-Urin hilfreich sein.
Dexamethason-Kurztest (8 mg)
Indikation:
DD zwischen hypophysärer und adrenaler Genese bei nachgewiesenem Hypercortisolismus im 2 mg-Kurztest
Durchführung: wie 2 mg-Dexamethasontest, jedoch Gabe von 8 mg
Dexamethason p.o. (z.B. Fortecortin)
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(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Serum, je 1 ml
Ref.-Bereich:
< 4 µg/dl nach Dexamethason
Bewertung: beim hypophysären Cushing in mehr als 90% Suppression auf
unter 50% des Ausgangswertes, bei adrenalem oder ektopem Hypercortisolismus meist keine Suppression.
Dexamethasontest (Langtest)
Indikation:
DD der Hyperandrogenämie (adrenal/ovariell) und Beurteilung des Ansprechens auf Corticoidtherapie
Durchführung: Blutentnahme zur Bestimmung von Cortisol, Testosteron,
DHEAS und Androstendion, dann tägliche Gabe von 0.5
mg-Dexamethason p.o. (z.B. Fortecortin) über 10-14
Tage, anschliessend erneute Blutentnahme zur Kontrolle
der o.g. Hormone
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Serum, je 2-3 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Bewertung: bei Abfall erhöhter Werte in den Normbereich bzw. Abfall
des Testosteron um mindestens 0.3-0.5 ng/ml kann eine Dauertherapie mit
Corticoiden versucht werden.
Der Cortisolwert dient als Hilfe zur Dosisfindung: zur Vermeidung einer
iatrogenen NNR-Insuffizienz sollte der morgentliche Cortisolwert zwischen
2 und 3 µg/dl liegen, niedrigere Werte entsprechen einer Überdosierung, bei
höheren Werten ist ggf. eine Dosisteigerung möglich.
Fehlender Abfall erhöhter Androgene bei Non-Compliance, bei überwiegend ovarieller Genese sowie bei Tumor (selten).
Dextropropoxyphen W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
50 - 300 ng/ml
DHEA W
GC
(Dehydroepiandrosteron)
Material:
Serum, 2 ml
Ref.-Bereich:
alters- bzw. geschlechtsabhängig (siehe Befund)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
20 ml 24h-Urin gesammelt über 1 ml Eisessig
alters- bzw. geschlechtsabhängig (siehe Befund)
siehe DHEAS
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107
Bemerkungen:
Zur Beurteilung der adrenalen Genese einer Hyperandrogenämie ist die Bestimmung des DHEAS (sowie ggf. des Testosteron
und Androstendion) im Serum vorzuziehen. Die Bestimmung des DHEA ist
nur im Rahmen von Funktionstesten (z.B. Dexamethason-Kurztest) hilfreich
(das DHEAS als Metabolit des DHEA reagiert hier zu spät).
DHEAS
ECLIA
(Dehydroepiandrosteron-Sulfat)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
Männer: 35.0 - 569 µg/dl
Frauen: 26.0 - 460 µg/dl
alters- bzw. geschlechtsabhängig (siehe Befund)
Indikation:
Beurteilung der Androgenproduktion der NNR, DD des Hirsutismus, V.a. NNR-Tumor, AGS
Diabetes-spezifische Autoantikörper
siehe:
Inselzell-Autoantikörper (ICA)
Insulin-Antikörper
Glutaminsäure-Decarboxylase-Antikörper (GAD-Antikörper)
Tyrosinphosphatase-Antikörper (IA-2-AK)
Di-Amino-Oxidase W ˚
(DAO)
Material:
Ref.-Bereich:
RIA
Serum, 2 ml
> 10 U/ml
Indikation:
Nachweis bzw. Ausschluß einer Histamin-Intoleranz, DD
allergischer bzw. pseudoallergischer Symptomatik, DD der Lebensmittelunverträglichkeit
Bewertung: DAO ist das wichtigste Enzym für den Abbau von Histamin,
ein Mangel an DAO kann zu pseudoallergischen Reaktionen nach exogener
Zufuhr histaminreicher Lebensmittel (z.B. Rotwein, bestimmte Käsesorten)
führen.
Bemerkungen:
Bei anaphylaktischem Schock sowie in der Schwangerschaft ist der Test bezüglich einer Histamin-Intoleranz nicht verwertbar.
Diazepam
Material:
Ther.-Bereich:
108
HPLC
Serum, 2 ml
anxiolytisch:
antikonvulsiv:
Eklampsie:
toxisch:
125 - 250 µg/l
250 - 500 µg/l
1000 - 1500 µg/l
>1500 - 3000 µg/l
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Dibenzepin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
50 - 250 ng/ml
Dibucain-Zahl W
enzymatisch
(atypische Cholinesterasen)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
70 - 100%
Indikation:
Verlängerte Apnoe nach Gabe von Muskelrelaxantien, auch
als Screening präoperativ, unklare CHE-Erniedrigung (ohne Hepatopathie)
Diclofenac W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0,1 - 2,5 µg/ml
Diethylbarbitursäure W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 4 ml
2 - 10 mg/l
Differentialblutbild
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Blut, 2 ml oder 2 ungefärbte, luftgetrocknete
Objektträgerausstriche
Segmentkernige: 50 - 70 %
Lymphozyten:
25 - 40 %
Monozyten:
2- 6%
Eosinophile:
2- 4%
Basophile:
0- 1%
alters- bzw. geschlechtsabhängig (siehe Befund)
Bemerkungen:
je nach Zelltyp ist nach 2-12 h mit alterungsbedingten
Veränderungen zu rechnen, Unterfüllung des Blutbildröhrchens vermindert
die Stabilität. Lagerung besser bei Raumtemperatur als im Kühlschrank.
Luftgetrockneter Ausstrich ist mehrere Tage stabil.
Digitoxin
turbidimetrisch
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 1 ml
10 - 30 µg/l
altersabhängig (siehe Befund)
Bemerkungen:
Empfohlene Abnahmezeit: 8-24 h nach der letzten Dosis
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109
Digoxin
ECLIA
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 1 ml
0.8 - 2.1 ng/ml
Bemerkungen:
Empfohlene Abnahmezeit: 8-24 h nach der letzten Dosis
Dihydrotestosteron W
(DHT)
Material:
Ref.-Bereich:
RIA
Serum, 2 ml
Männer: 300 - 850 pg/ml
Frauen:
40 - 220 pg/ml
Indikation:
Hirsutismus, DD der Intersexualität (V.a. 5α-Reduktase-Mangel), Hodenfunktionsstörung
Bewertung: DHT ist der wirksame Metabolit des Testosteron speziell an
der Haut und den Haarfollikeln. DHT ist vermindert bei: 5α-ReduktaseMangel, Hypogonadismus, Klinefelter-Syndrom, Leberzirrhose, Potenzstörungen und Östrogentherapie. Erhöhte Werte kommen vor bei: Pubertas
praecox, angeborene NNR-Hyperplasie.
Dikaliumchlorazepat W
HPLC
(als Desmethyldiazepam und Oxazepam)
Material:
Serum, 2 ml
Ther.-Bereich:
siehe Befund
Dimaval- (DMPS-) Test
siehe:
Quecksilber
Diphenylhydantoin
siehe:
Phenytoin
Diphenhydramin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
30 - 300 ng/ml
Diphtherietoxin-Antikörper
siehe:
Corynebacterium diphtheriae
Diprophyllin W
Material:
110
HPLC
Serum, 2 ml
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Ther.-Bereich:
10 - 20 µg/ml
Dipyridamol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
siehe Befund
DISC-Elektrophorese
(diskontinuierliche SDS-Polyamidgelelektrophorese, SDS-PAGE)
Material:
Urin, 2 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Zur Beurteilung und Differenzierung einer Proteinurie (prärenal, postrenal, selektiv- bzw. nichtselektiv glomerulär, tubulär) ist an Stelle
der DISC-Elektrophorese die wesentlich sensitivere Urinprotein-Diagnostik
(UPD) zu empfehlen.
Bemerkungen:
siehe auch Urinprotein-Diagnostik
Disopyramid W
Material:
Ther.-Bereich:
FPIA
Serum, 0.5 ml
2 - 5 mg/l
Dixyrazin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
40 - 80 ng/ml
DMPS-Test (Dimaval-Test)
siehe:
Quecksilber
DNA-Antikörper
siehe:
Doppelstrang-DNA-Antikörper
Einzelstrang-DNA-Antikörper
Dopamin
siehe:
Katecholamine
Doppelstrang-DNA-Antikörper
(ds-DNA-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 1:10
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111
Indikation:
Systemischer Lupus erythematodes (SLE), DD der Kollagenosen
Bewertung: Bestätigungstest für systemischen Lupus erythematodes, vorwiegend im aktiven Stadium, Korrelation des Titers mit Krankheitsaktivität,
Therapieverlaufsparameter
Bemerkungen:
Beziehungen zwischen Antikörpertiter und Nierenmanifestation. Selten bei Patienten mit anderen rheumatischen Erkrankungen
sowie bei der chronisch-aktiven Hepatitis, der infektiösen Mononukleose
und der primär biliären Zirrhose positiv. Anstieg der Antikörper vor einem
erneuten SLE-Schub.
Dosulepin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
20 - 100 ng/ml
Down-Syndrom-Screening (pränatal)
siehe:
Ersttrimester-Screening
PraenaTest
Triple-Diagnostik
Doxepin W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
100 - 250 µg/l
toxisch > 500 µg/l
Bemerkungen:
Abnahmezeit: 3 - 8 Std. nach Medikamentengabe
Doxycyclin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 5 µg/ml
Bemerkungen:
bewährtes bakteriostatisches Antibiotikum, bei Überdosierung hepatotoxisch. Keine Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz.
Doxylamin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
siehe Befund
Drogen- und Medikamenten-Screening (qual.)
(siehe auch Einzelsubstanzen)
Material:
Urin, Magensaft, Serum, 10 ml
112
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FPIA, HPLC
Ref.-Bereich:
Indikation:
nicht nachweisbar
V.a. Abusus, Intoxikation
Bemerkungen:
semiquantitative Suchteste, ein positives Ergebnis muß
ggf. durch spezifische Verfahren (z.B. HPLC) bestätigt werden.
Bei Screeningtests auf Drogen sollte wenn möglich Urin untersucht werden.
Tabelle 11: Nachweisbarkeitsdauer von Drogen nach Exposition
Droge/Medikament
Amphetamine/
Methamphetamine
((Meth-)Amphetamin, Ephedrin,
MDMA (Ecstasy), MDA u.a.)
Barbiturate
(Amobarbital, Pentobarbital,
Phenobarbital, Secobarbital u.a.)
Benzodiazepine
(Clonazepam, Diazepam,
Flunitrazepam, Flurazepam,
Lorazepam, Oxazepam, Triazolam
u.a.)
Cannabinoide
(THC-Carbonsäure,
Tetrahydrocannabinol (THC))
Kokain
(Kokain, Benzoylecgonin)
LSD
Methadon
Methaqualon
Opiate
(Heroin, Morphin, Codein,
Dihydrocodein, Hydrocodon,
Hydromorphon, Oxycodon u.a.)
Phencyclidin
Trizyklische Antidepressiva
(Amitriptylin, Clomipramin,
Doxepin, Desipramin, Imipramin,
Nortriptylin u.a.)
Nachweisbarkeit
nach Exposition ca.
1-4 Tage
1 Tag bis 2-3 Wochen
3 Tage bis 6 Wochen
5 Tage - 1 Monat
2-4 Tage
1-5 Tage
1-14 Tage
1-2 Wochen
2-7 Tage
1 Woche bis 1 Monat
3 Tage bis 2 Wochen
ds-DNA-Antikörper
siehe:
Doppelstrang-DNA-Antikörper
Durchflusszytometrie W
Immunfluoreszenz
(Immunphänotypisierung, FACS)
Material:
EDTA-Blut, 2ml; Knochenmarksblut
Indikation:
Leukämiediagnostik, Lymphomdiagnostik, V.a. paroxysmale
nächtliche Hämoglobinurie (PNH)
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113
Bemerkungen:
Die Immunfluoreszenztechnik gestattet die Expressionsanalyse zellulärer Antigene durch Markierung mit Fluorochrom-markierten
Antikörpern. Anhand des Antigenexpressionsmusters können Lymphome
und Leukämien klassifiziert bzw. eine PNH diagnostiziert werden.
δ-Virus
siehe:
Hepatitis D Virus
E2
siehe:
Östradiol
E3
siehe:
freies Östriol
EBV
siehe:
Epstein-Barr-Virus
Echinokokkose
ELISA
(Echinococcus granulosus = “Hundebandwurm“, Echinococcus multilocularis = “Fuchsbandwurm“)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Ref.-Bereich:
< 10 U/ml
Indikation:
Zystische (E. granulosus, Hund) oder alveoläre (E. multilocularis, Fuchs) Echinokokkose bei entsprechenden sonographischen oder
radiologischen Befunden, z.B. in Leber, Lunge, ZNS, Verlaufsbeobachtung
nach chirurgischer oder medikamentöser Therapie
Bewertung: Niedrige Antikörpertiter (im Suchtest 10 - 50 U/ml IgG-ELISA)
sind verdächtig auf eine Echinokokkose, aber Kreuzreaktionen bei anderen
Helminthosen sind möglich! Serokonversion, Vierfachtiteranstieg oder hohe
Antikörpertiter (> 100 U/ml IgG-ELISA) im Zusammenhang mit typischer
bildgebender Diagnostik ermöglichen die Diagnose der Echinokokkose.
Nachweis spezifischer Antikörper bei Leberbefall in 80-90% der Fälle, bei
Lungenbefall nur bei 50-60%. Ggf. Einsatz eines hochspezifischen Bestätigungstestes. Ein negatives serologisches Ergebnis schließt eine Infektion
nicht aus. Inkubationszeit bei E. granulosus > 5 Jahre, bei E. multilokularis
> 10-15 Jahre!
Bemerkungen:
Die Höhe des Antikörpertiters wird beeinflußt durch
Stadium der Infektion (aktive, proliferierende Zysten, rupturierte Zysten,
abgestorbene Zysten), Organmanifestation (bei Leberzysten besser als bei
Lungenzysten, bei ZNS-Zysten oft negativer Befund), Echinococcus-Spezies,
114
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Alter (bei Kindern weniger ausgeprägte Antikörperreaktionen als bei Erwachsenen), Durchlässigkeit der Zystenwand (Kapsel, Verkalkung). Der
postoperative Titerverlauf ist gewöhnlich erst nach einem Jahr prognostisch
auswertbar.
ECHO-Viren
KBR ˚/PCR
(Familie Picornaviren, Genus Enterovirus: ECHO-Viren Typ 1-7, 9, 11-21,
24-27 und 29-33)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Stuhl, Rachenabstrich, Liquor, Biopsie (Nachweis viraler
Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
< 1:5 Titer
Indikation:
uncharakteristische, fieberhafte Erkrankung ("Sommergrippe"),
respiratorische
Erkrankungen,
Exantheme,
aseptische
Meningitis,
Meningoenzephalitis, Paralyse, Myokarditis, Gastroenteritis (Kleinkinder),
schwere systemische Erkrankung des Neugeborenen (ZNS, Myokard).
Bewertung: Serologie: ein mind. 4facher Titeranstieg weist auf eine akute
Infektion hin. Erregernachweis: Nachweis einer Picornavirus-Infektion
Bemerkungen:
Antikörperbildung erfolgt bei frischer Infektion verzögert.
Bei negativem Befund oder niedrigem Titer und weiterbestehendem V.a.
frische Infektion zur Abklärung Serokonversion/Titeranstieg Verlaufskontrolle
in 8-14 Tagen zu empfehlen. Kreuzreaktionen untereinander und mit
anderen Enteroviren möglich (sog. heterotypische Reaktionen)! Deshalb
sollte zur Abklärung der Krankheitsursache der Virusnachweis im erkrankten
Organ (sicherer Hinweis) oder alternativ im Stuhl (diagnostischer Hinweis)
angestrebt werden. Vorkommen von ECHO-Viren weltweit, wobei
Infektionen epidemisch und sporadisch, in gemäßigten Zonen v.a. im
Sommer, in tropischen Regionen ganzjährig, auftreten. ECHO = Enteric
Cytopathogenic Human Orphan. Vgl. auch Picornaviren.
ECP W
EIA
(Eosinophilic Cationic Protein)
Material:
Serum, 1 ml
Gerinnung unter standardisierten Bedingungen (1h bei 20°
1°C)
Ref.-Bereich:
< 18 µg/l
Indikation:
Verlaufskontrolle allergischer Erkrankungen, Verdacht auf
allergische Diathese im allergenfreien Intervall, besonders wenn IgE im
Serum nicht erhöht ist.
Bemerkungen:
Maß
für
die
Eosinophilen-Aktivität.
Aussagekräftige Bewertung nur möglich, wenn das Material wie oben
beschrieben zum Gerinnen gebracht wurde!
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115
Ehrlichiose
IFT/PCR ˚
(Humane granulozytäre Anaplasmose - HGA: Anaplasma phagocytophilum;
früher: Humane granulozytäre Ehrlichiose, HGE)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Zecken (Nachweis bakterieller Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
< 1:64 Titer
Indikation:
akut beginnende grippeähnliche Symptomatik mit Fieber,
Kopfschmerzen, Myalgien, seltener Arthralgien, Erbrechen, Durchfall in
Kombination mit erhöhten Transaminasen, Leukopenie, Thrombopenie
und/oder Anämie nach Zeckenstich bzw. möglichem Zeckenkontakt. Erregernachweis in Zecken.
Bewertung: - Akute Infektion: hoher IgG-Antikörpertiter spricht für frische/kürzliche Infektion, IgG-Serokonversion oder -Vierfachtiteranstieg als
Hinweis für eine frische Infektion - Länger zurückliegende Infektion: keine
signifikanten Titerveränderungen bei niedrigem IgG-Titer.
Bemerkungen:
Neben den bekannten in Deutschland durch Zecken (v.a.
Ixodes ricinus) übertragenen Erkrankungen wie FSME und Borreliose treten
nach Zeckenstich in Europa/USA zunehmend auch Infektionen durch Anaplasma phagocytophilum auf — Zeckenbefallsrate in Deutschland ca. 8% mit langwierigem Verlauf (unbehandelt 3-11 Wochen). In seroepidemiologischen Studien findet man bei gesunden Blutspendern in 0-2,9% Antikörper
gegen Anaplasma phagocytophilum, bei Personen mit erhöhtem Risiko für
Zeckenstiche (z.B. Waldarbeiter, Borreliose-Patienten) in bis zu 21% der
Fälle. Weitere Erreger der Ehrlichiose sind Ehrlichia chaffeensis (Humane
monozytäre Ehrlichiose — HME) und Ehrlichia ewingii (Humane ewingii
Ehrlichiose — HEE), Verbreitungsgebiet ist der Süden der USA.
Einzelstrang-DNA-Antikörper
(ssDNA-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 20 E/ml
Indikation:
dsDNA-Ak
V.a. Lupus erythematodes (SLE) bei negativen ANA bzw.
Eisen
Material:
Ref.-Bereich:
photometrisch, AAS (Urin)
Serum, 1 ml
Männer: 11.6 - 31.3 µmol/l
Frauen:
9.0 - 30.4 µmol/l
altersabhängig (siehe Befund)
Bemerkungen:
Blutentnahme nüchtern, Serum spätestens 2 h nach
Blutentnahme vom Blutkuchen abtrennen, sonst falsch erhöhte Werte
Material:
116
24h-Urin, 10 ml
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Ref.-Bereich:
Indikation:
< 100 µg/24h
im Rahmen des Desferal-Test (siehe dort)
Eisenbindungskapazität (total)
Material:
Ref.-Bereich:
chemisch
Serum, 1 ml
46 - 78 µmol/l
Bemerkungen:
Transferrinbestimmung vorzuziehen (gleiche Aussagekraft
bei zuverlässigerer Bestimmungstechnik)
Eisen-Resorptionstest
Indikation:
Ausschluß einer Eisen-Resorptionsstörung, DD mikrozytärer
Anämien
Durchführung: morgentliche Blutentnahme zur Eisenbestimmung (nüchtern!), anschliessend Gabe von 200 mg eines 2-wertigen
Fe-Präparates p.o. (z.B. ferro-sanol), erneute Blutentnahme nach 3h
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Serum, je 1 ml
Ref.-Bereich:
< 36 µmol/l
Bewertung: bei erniedrigten Ausgangswerten spricht ein normaler (23facher) Fe-Anstieg gegen eine Resorptionsstörung.
Deutlicher Anstieg bei Eisenmangel (hierbei typischerweise erniedrigter oder
-bei larviertem Eisenmangel- auch normaler Basalwert) sowie bei ineffektiver
Erythropoese (Basalwert typischerweise erhöht).
Geringer oder fehlender Anstieg bei ausgeglichenem Fe-Stoffwechsel, bei
reiner Infekt- oder Tumoranämie, bei Hämochromatose sowie bei
Resorptionsstörung.
Eiweiß
Biuret, Coomassie (Urin/Liquor)
(Gesamteiweiß, Gesamtprotein)
Material:
Serum, 1ml
Ref.-Bereich:
57 - 82 g/l
altersabhängig (siehe Befund)
Material:
Ref.-Bereich:
Urin bzw. 24h-Urin, 5ml
< 100 mg/gKrea
< 150 mg/24h
Bemerkungen:
für Urin siehe auch Urinproteindiagnostik (UPD)
Material:
Liquor, 1ml
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117
Ref.-Bereich:
< 45 mg/dl
altersabhängig (siehe Befund)
Material:
Ref.-Bereich:
Punktat, 1ml
1.1 - 2.2 g/dl
Eiweißelektrophorese
Kapillarzonen
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
Albumin: 55.8 - 66.1 %
α1-Glob.: 2.9 - 4.9 %
α2-Glob.: 7.1 - 11.8 %
β-Glob.:
8.4 - 13.1 %
γ-Glob.: 11.1 - 18.8 %
Bemerkungen:
für Urin siehe Urinproteindiagnostik (UPD)
Elastase
siehe:
Pankreas-Elastase 1
PMN-Elastase (Granulozyten)
Elastase-Antikörper
(Granulozyten-Zytoplasma-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Polyarteriitis
nodosa,
Lupus
erythematodes,
Mischkollagenose,
atypische
Pneumonien,
Autoimmunund
Poststreptokokken-Glomerulonephritis,
Glomerulonephritiden
bei
Hydralazin-Medikation
Bewertung: Nachweisrate bei Vaskulitiden verschiedenster Genese < 5%
Bemerkungen:
Antikörper gegen die Elastase neutrophiler Granulozyten.
Sie sind in der Regel für das sogenannte perinukleäre Fluoreszenzmuster (pANCA) verantwortlich, können jedoch selten auch zytoplasmatisches
Fluoreszenzmuster auslösen. Vgl. ANCA
Elastin-Antikörper W
Material:
Indikation:
Bewertung:
Serum, 1 ml
Vaskulitiden, arteriosklerotische Gefäßverschlüsse
Bedeutung der Antikörper ungewiß
Elektrophorese
siehe:
118
Eiweißelektrophorese
Immunfixationselektrophorese
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Liquorproteindiagnostik
Hämoglobin-Elektrophorese
Lipidelektrophorese
Urinprotein-Diagnostik
ELISPOT
(T-Spot)
Material:
frisches Heparinblut, 3 Röhrchen (=etwa 20 ml)
Indikation:
Tbc-Diagnostik; Borreliose-Diagnostik
Bewertung: Nachweis einer latenten Tbc bzw. Borreliose, Nachweis einer
floriden Tbc bzw. Borreliose. Indikation für eine differenzierte TbcDiagnostik ist u.a. eine immunsuppressive Behandlung, insbesondere auch
anti-TNFα-Therapien rheumatischer Krankheitsbilder wie z.B. rheumatoide
Arthritis
Bemerkungen:
Mit dem ELISPOT überprüft man mittels eines In-vitroAssays die spezifische Immunantwort von bereits in vivo durch erregerspezifische Antigene getriggerten T-Lymphozytenpopulationen. Da lebende
Zellen untersucht werden, sollte das Untersuchungsmaterial nicht zum
Wochenende bzw. vor Feiertagen oder mit der Post versandt werden. Eine
telefonische Vorankündigung wird erbeten.
EMA
siehe:
Endomysium-Antikörper
ENA
(Antikörper gegen extrahierbare nukleäre Antigene)
siehe: Zentromeren-Antikörper
Histon-Autoantikörper
Jo-1-Autoantikörper (Histidyl-tRNA-Synthetase)
Ku-Autoantikörper
PM-Scl-Antikörper
U1-n-RNP-Antikörper (70 kD)
Ribosomen-Antikörper (rRNP, Rib-P)
Scl-70-Antikörper (Topoisomerase I)
Sm-Antikörper
SSA (Ro)-Antikörper
SSB (La)-Antikörper
Endokrine Zellen (Antikörper gegen)
siehe:
Hypophysen-Antikörper
MAK, TAK, TRAK, T3- bzw. T4-Antikörper
Nebennierenrinden-Antikörper
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119
Nebenschilddrüsen-Antikörper
Ovar-Antikörper
Endomysium-Antikörper
(EMA-IgA, Antikörper gegen Transglutaminase, t-Transglutaminase-AK)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
glutensensitive Enteropathie (GSE), Zöliakie, Dermatitis
herpetiformis Duhring (DHD)
Bewertung: Nachweishäufigkeit bei Zöliakie 97% (Kinder > 2 Jahre) bzw.
80% (Kinder < 2 Jahre), bei Dermatitis herpetiformis Duhring 80%
Bemerkungen:
Antikörper vom IgA-Typ gegen das Endomysium der glatten Muskulatur des Affen-Oesophagus im klassischen Immunfluoreszenztest
(IFT). Als Zielantigen wurde die Gewebstransglutaminase (tissue-Transglutaminase) identifiziert, so daß heute meist mit Immunoassays gezielt auf
entsprechende AK getestet wird.
Cave: bei Vorliegen eines IgA-Mangels sind falsch-negative Befunde möglich! Bei Zöliakie zusätzlich immer auch Gliadin-Antikörper (IgG und IgA)
bestimmen (vgl. Gliadin-Antikörper).
Endothelzell-Antikörper W
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Kawasaki-Syndrom, Lupus erythematodes, Sklerodermie,
Mischkollagenose, Polyarthritis (vor allem bei vaskulitischen Komplikationen), hypereosinophiles Angioödem, Polyarteriitis (mikroskopische Form),
Wegener'sche
Granulomatose,
hyperakute
Transplantatabstossung,
thrombozytopenische Purpura, Autoimmunhyperparathyreoidismus, IgANephropathie
Bewertung: pathogenetische Signifikanz noch nicht bekannt
Bemerkungen:
Antikörper gegen multiple Epitope auf Endothelzellen,
unabhängig von HLA-Antigenen. Kreuzreaktionen mit Epitopen auf anderen
Zellen möglich.
Entamoeba histolytica
siehe:
Amöben
Enterotoxine
siehe:
Escherichia coli (EHEC)-Toxine
Enterotrope Viren
siehe:
120
Adenovirus
Astrovirus
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Cytomegalievirus (Kolitis, Proktitis)
Enteroviren
Herpes-simplex-Virus Typ 1/2 (Kolitis, Proktitis)
Norovirus (Norwalk-like-Virus)
Rotavirus
Enteroviren
siehe:
Coxsackie-A/B-Viren
ECHO-Viren
Polioviren
Entzündliche Darmerkrankungen
siehe:
α1-Antitrypsin
Albumin
Calprotectin
Lysozym
Zöliakie (s. Molekulargenetische Untersuchungen)
Enzephalotrope Erreger
siehe:
Neurotrope Erreger
Eosinophile Granulozyten
siehe:
Differentialblutbild
Eosinophilic Cationic Protein
siehe:
ECP
Epidermale Basalmembran-Antikörper W
(EBM-Antikörper, Pemphigoid-Antikörper )
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
DD blasenbildender Dermatosen, Bullöses Pemphigoid,
Schleimhautpemphigoid, okuläres vernarbendes Pemphigoid, lineare IgADermatose, Herpes gestationis, Epidermolysis bullosa aquisita, bullöse Dermatosen bei Lupus erythematodes
Bewertung: Bullöses Pemphigoid: Antikörper hauptsächlich gegen das
230 kD Protein der Hemidesmosomen; Schleimhautpemphigoid: meist
niedrigtitrige Antikörper gegen Hemidesmosomen; lineare IgA-Dermatose:
Antikörper gegen Lamina lucida (97 kD Polypeptid); Herpes gestationis:
Antikörper hauptsächlich gegen 180 kD Protein der Hemidesmosomen;
Epidermolysis bullosa aquisita: Antikörper gegen Sublamina densa (globuläre COOH-Termini von Prokollagen Typ VII); bullöse Dermatosen bei
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121
Lupus erythematodes: Antikörper gegen Sublamina densa. Bei Pemphigus:
siehe Stachelzelldesmosomen-Antikörper.
Bemerkungen:
Antikörper gegen verschiedene Glykoprotein-Antigene der
epidermalen Basalmembran: 230 kD und 180 kD Protein der Hemidesmosomen, 97 kD Polypeptid der Lamina lucida, Typ VII-Kollagen der Sublamina densa
Epstein-Barr-Virus
AGGL/EIA/IFT/PCR ˚
(EBV, Herpesviridae, wenig umweltresistent)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Liquor (1-2 ml), EDTA-Plasma (Nachweis viraler Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Infektiöse Mononukleose (Pfeiffer Drüsenfieber) mit Fieber,
Angina tonsillaris (schmutziggraue, übelriechende Beläge), Lymphadenitis,
Lymphozytose, (Hepato-)Splenomegalie (Milzruptur!), masernähnliches
Exanthem (häufig nach Antibiotikagabe), Hepatitis (unklarer Genese),
protrahierte EBV-Primärinfektion, Lymphome, hämophagozytisches Syndrom, (X-chromosomal lokalisierter Gendefekt), Posttransplantation
Lymphoproliferative Disease (PTLD), Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome (Burkitt-Lymphom), Nasopharynxkarzinom, Meningitis/Enzephalitis,
ZNS-Lymphome (bei Immunsuppression), orale Haarleukoplakie (HIV-Pat.).
Bewertung: - Primärinfektion/Infektiöse Mononukleose: Heterophile Antikörper (Mononukleose-Schnelltest): im Kindesalter häufig negativ, im Erwachsenenalter zumeist positiv, Anti-VCA-IgG: Serokonversion oder schon
positiv, Anti-VCA-IgM: positiv (cave: bei ca. 10% negativ!), Anti-EBNA-1:
negativ im früh-akuten Stadium, später positiv, Anti-EA: positiv.
— Protrahierte Primärinfektion/Reaktivierte Infektion: Heterophile Antikörper:
negativ, Anti-VCA-IgG: hoch positiv, Anti-VCA-IgM: negativ oder schwach
positiv, Anti-EBNA-1: positiv (bei massiver Immunsuppression häufig
negativ), Anti-EA: positiv, EBV-PCR: positiv. — Trägerstatus nach
abgelaufener Primärinfektion: Heterophile Antikörper: negativ, Anti-VCAIgG: positiv, Anti-VCA-IgM: negativ, Anti-EBNA-1: positiv (cave: bei ca. 5%
negativ!), Anti-EA: negativ. - Lymphome: Anti-VCA-IgG: hoch positiv, AntiEBNA: positiv, Anti-EA-IgG: hoch positiv, sehr hohe Anzahl EBV-Genomkopien/ml EDTA-Plasma, histologischer Nachweis von EBNA-1, LMP und/oder
EBER-RNA im Biopsiematerial. - Nasopharynxkarzinom: Anti-VCA-IgG:
hoch positiv, Anti-VCA-IgA: hoch positiv, Anti-EBNA-1: positiv, Anti-EA-IgG:
hochpositiv, Anti-EA-IgA: positiv.
Bemerkungen:
Das EBV kodiert aufgrund seines großen Genoms über
100 Proteine. Diagnostisch relevant sind Antikörper gegen folgende
Proteine:
- VCA
= Virus-Capsid-Antigen: Strukturproteine des Viruskapsids
und Hülle
- EA
= "early antigen": hauptsächlich regulatorische Proteine,
122
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Aktivitätsmarker
- EBNA
= Epstein-Barr-Virus spezifisches nukleäres Antigen
Durch das Antikörperprofil und dessen Verlauf können Aussagen über den
Infektionsstatus und die diversen Erkrankungen gemacht werden. Cave: bei
EBV-Infektionen polyklonale Stimulierung möglich, d.h. serologisch werden
andere Infektionen vorgetäuscht (z.B. CMV-IgM bei EBV-Primärinfektion).
Nach der Primärinfektion lebenslang intermittierende Virusausscheidung
über den Speichel (Infektion von B-Lymphozyten). Bei Immungesunden ist
eine Reaktivierung meistens asymptomatisch.
Ersttrimester-Screening
(Pränatale Risikobeurteilung für Trisomie 21 bzw. Down-Syndrom)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Risikobeurteilung für Trisomie 21 speziell bei Altersindikation, Entscheidungshilfe pro/contra Amniozentese.
Bewertung: siehe Befund
Bemerkungen:
Risikobewertung mittels Bestimmung von PAPP-A
(pregnancy associated plasma protein) und freiem ß-HCG sowie bestimmter
Ultrachallbefunde, z.B. Nackentransparenz (NT , nuchal translucency). Für
die korrekte Auswertung sind die exakte Angabe des Schwangerschaftsalters
(gerechnet ab 1. Tag der letzten Menstruation) sowie weitere Angaben unbedingt erforderlich (bitte unseren Ersttrimester-Begleitschein beifügen).
Eine Auswertung ist für die SSW 11+0 - SSW13+6 möglich. Die Einbeziehung der Nackentransparenz (NT, nuchal translucency) in die Auswertung
setzt eine Zertifizierung durch die FMF/FMF-Deutschland voraus.
Erythropo(i)etin W
Material:
Ref.-Bereich:
EIA
Serum gefroren, 0.5 ml
2.6 — 18.5 U/l
Indikation:
DD von Erythrozytosen und Anämien, chronische
Niereninsufizienz, Diagnose und Verlaufsbeurteilung von Neoplasien (ektope Bildung), Ausgangswert vor einer Anämiebehandlung mit rekombinantem humanem Erythropoietin.
Bemerkungen:
Die Bewertung der Erythropoietin-Konzentration muß
immer in Relation zum Hk- und Hb-Wert erfolgen. Es besteht eine deutliche
Tagesrhythmik mit Maximum um Mitternacht und Minimum in den Morgenstunden. Bereits nach 6 Std. bei Raumtemperatur ist mit signifikant erniedrigten Werten zu rechnen.
Erythropo(i)etin-Antikörper W
Material:
Serum, 1 ml
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123
Ref.-Bereich:
negativ
Indikationen: Überwachung bei Erythropoetin-Therapie (z.B. unzureichendes Ansprechen trotz adäquater Dosierung), unplausibel bzw. unerwartet
hohe Erythropoetin-Werte (V.a. Störung der Bestimmung durch vorhandene
Antikörper).
Erythrozyten
siehe:
Blutbild
Erythrozyten-Antikörper, irreguläre
siehe:
Coombstest
Erythrozyten-Enzyme
siehe:
Galaktokinase
Galaktose-1-Phosphat-Uridyl-Transferase (Gal-1-PUT)
Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase (G-6-P-DH)
Glutathion-Reduktase
Pyruvatkinase
Erythrozyten-Porphyrine
siehe:
Porphyrine
Escherichia coli (EHEC)-Toxine
EIA
(Shiga-like Toxin 1/2, SLT 1/2, Verotoxin 1/2, VT 1/2)
Material:
Stuhl (Toxinnachweis)
Indikation:
Gastroenteritis (wässrig, blutig), haemorrhagische Colitis (HC),
hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS), thrombotische thrombozytopenische Purpura (TTP).
Bewertung: Hinweis auf eine Infektion mit Shiga-like Toxin bildenden
Escherichia coli (STEC). Cave: Nachweis von SLT 2 bei Citrobacter freundii!
Bemerkungen:
Es handelt sich um phagenkodierte Toxine, deren
Bezeichnung sich von ihrem zytopathischen Effekt auf Verozellkulturen in
vitro bzw. von ihrer dem Shigella dysenteriae Toxin ähnlichen Wirkung in
vivo ableitet. Von vielen Stämmen wird zusätzlich ein plasmidkodiertes
Hämolysin gebildet, welches evtl. eine gewisse Rolle beim HUS spielt. Der
Toxin-Antigennachweis in Stuhlproben, im Zusammenhang mit typischer
Klinik, erlaubt eine schnelle Diagnose bei og. Erkrankungen und ist den
langsameren und aufwendigen kulturellen Methoden (ggf. zur Bestätigung)
überlegen.
124
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Ethambutol W
Material:
Ther.-Bereich:
GC-MS
Serum, 2 ml
3 - 6 µg/ml (max.)
Bemerkungen:
bakteriostatisches Tuberkulostatikum der ersten Wahl mit
dosisabhängiger Ophthalmotoxizität. Anpassung des Dosierungsintervalls
bei Niereninszuffizienz.
Ethosuximid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
30 - 100 mg/l
Bemerkungen:
Zeitpunkt der Probennahme aufgrund der langen Halbwertszeit unwesentlich, für Verlaufskontrollen sollten jedoch die Zeitpunkte
der Probennahme übereinstimmen.
Ethylclucuronid (ETG) W
Material:
Ref.-Bereich:
LC-MS
Serum, 1 ml
< 0.1 mg/l
Indikation:
Nachweis bzw. Ausschluß eines Alkoholkonsums in den
letzten 18 (-36) h (zum Vergleich: Alkokol selbst ist i.d.R. nur 5-7 h nach
Konsum nachweisbar)
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 5 ml
<0.1 mg/l
Indikation:
Nachweis bzw. Ausschluß eines Alkoholkonsums in den
letzten 3-4 (-6) Tagen
Bewertung: ETG ist ein direkter Alkohol-Metabolit, der bereits nach Genuss von ca. 10 g reinem Alkohol (dies entspricht etwa einer halben Flasche
Bier) gut nachweisbar ist (je nach aufgenommener Alkoholmenge im Urin
bis zu 6 Tage nachweisbar).
Hohe ETG-Werte werden i.d.R. nur nach hohen Alkoholdosen erreicht, ein
Rückschluss auf die aufgenommene Alkoholmenge ist anhand der ETGKonzentration jedoch nicht sicher möglich.
Bemerkungen:
Aufgrund der längeren Nachweisbarkeitsdauer ist Urin
meistens das Material der Wahl.
Etomitat W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.1 - 0.5 µg/ml
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125
Everolimus ˚
LC-MS
(Certican)
Material:
Ther.-Bereich:
EDTA-Blut gefroren, 2 ml
3- 8 µg/
FAI (freier Androgenindex)
(Testosteron-SHBG-Index; freies Testosteron)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
alters- und geschlechtsabhängig; siehe Befund
Indikation:
Beurteilung des biologisch aktiven Testosteron, bei Hirsutismus, Zyklusstörungen oder Infertilität der Frau und Abklärung eines
Hypogonadismus bzw. Infertilität beim Mann; weiterhin ist eine FAI-Bestimmung zu empfehlen bei V.a. SHBG-Abfall (z.B. bei Adipositias, Hyperinsulinismus, nephrotischem Syndrom, Glucocorticoid-, Gestagentherapie) oder
V.a. SHBG-Anstieg (z.B. bei Hyperthyreose, Hepatitis, Leberzirrhose, Antiepileptika- und Östrogentherapie, zunehmendem Lebensalter) bzw. bei
Diskrepanz zwischen Klinik und Gesamt-Testosteron sowie im Rahmen der
Anti-Aging-Medizin.
Bemerkungen:
Klinisch relevant ist alleine der freie Anteil des zirkulierenden Testosterons. Aufgrund methodischer Unzulänglichkeiten bei der
direkten Bestimmung des freien Testosterons ist der FAI (wird aus GesamtTestosteron und SHBG berechnet) vorzuziehen. Die Kosten für die
Bestimmung des FAI werden von der Kasse übernommen und die Untersuchung ist bei der Diagnostik und Therapie von Fertilitätsstörungen budgetfrei
erbringbar (Ausnahmeziffer im EBM: 32013).
Faktor II, V, VII, VIII, IX, X, XI, XII, XIII
siehe:
Gerinnungsfaktoren
Faktor V Genmutation (Leiden)
siehe:
APC-Resistenz
Faktor VIII-assoziiertes Antigen (v.Willebrand)
siehe:
Willebrand-Faktoren
Farmerlunge
siehe:
126
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
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Felbamat W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 100 µg/ml
Fentanyl W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
5 - 300 ng/ml
Ferritin
Material:
Ref.-Bereich:
LIA
Serum, 1 ml
Männer: 22 - 322 ng/ml
Frauen: 10 - 291 ng/ml
Indikation:
Beurteilung der Eisenreserven, Diagnose, Differentialdiagnose
und Therapiekontrolle von Eisenmangel und Eisenüberladung
Bewertung: erhöhte Werte unabhängig vom Eisenstatus möglich bei Entzündungen, Hepatosen, Malignomen
Fertilitätsdiagnostik
empfohlene bzw. potentiell relevante Parameter (siehe dort):
- Frau: endokrinologische Basisuntersuchungen (LH, FSH, Östradiol,
Prolaktin, Testosteron, DHEAS, TSH), ggf. auch FAI, Androstendion, 17Hydroxy-Progesteron, Cortisol, Chlamydien, Spermatozoen-, Ovar-Autoantikörper
- Mann: Spermiogramm, Fructose, Carnitin und Citrat im Sperma, ggf. LH,
FSH, Testosteron, FAI
Fetales Hämoglobin
(HbF)
Material:
Ref.-Bereich:
Säure-Elution
EDTA-Blut, 0.5 ml oder 1-3 ungefärbte, dünne, luftgetrocknete Blutausstriche
siehe Befund
Indikation:
Unterscheidung mütterliches/fetales Blut (z.B. nach Nabelvenenpunktionen oder bei vaginalen Blutungen), Diagnose und Abschätzung
des Ausmasses einer fetomaternalen Transfusion bei fetalen Notsyndromen
(hierbei mütterliches Blut untersuchen)
Bewertung: Ein Promille HbF-Zellen im mütterlichen Blut entspricht einer
fetomaternalen Transfusion von etwa 5 ml Blut. Bei mehr als 4-5 Promille
(entsprechend 20-25 ml Blut) liegt eine potentiell gefährliche Makrotransfusion vor.
Bemerkungen:
Elektrophorese
zur
Fragestellung
Hämoglobinopathien
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siehe
Hb-
127
Fett im Stuhl
Material:
Ref.-Bereich:
photometrisch
Stuhl, 3 ml
< 2.0 Gewichts-%
Indikation:
V.a. Malabsorption bzw. Maldigestion
Bewertung: Bei normalem Xylose-Test spricht eine Steatorrhoe für
Pankreasinsuffizienz oder Leber-Gallenwegserkrankung, bei gleichzeitig
pathologischem Xylose-Test spricht der Befund für darmbedingte Malabsorption (z.B. M. Crohn, Sprue).
Bemerkungen:
Bestimmung aus 24-72h Sammelstuhl vorzuziehen
(Tagesmenge angeben). Zur Diagnose der Pankreasinsuffizienz ist die Bestimmung der Pankreas-Elastase (siehe dort) im Stuhl der bessere Parameter.
Fettsäuren, freie W
(FFS)
Material:
Ref.-Bereich:
enzymatisch
Serum, 1 ml
< 0.6 mmol/l (nüchtern)
Bemerkungen:
Konstante Ernährungsbedingungen, jedoch kein Fasten
erforderlich. Anstieg der FFS unter Heparintherapie
Fibrillarin-Antikörper W
Material:
Indikation:
Bewertung:
Serum, 1 ml
Progressive Sklerodermie
selten auftretender Antikörper
Bemerkungen:
Fibrillarin ist mit den nur im Nukleolus vorkommenden
U3-n-RNP-Partikeln assoziiert (34 kD Polypeptid).
Fibrin-Monomer-Komplex W
koagulometrisch
(lösliches Fibrin)
Material:
Citratplasma gefroren, 1 ml
Ref.-Bereich:
negativ
Indikation:
V.a. Verbrauchskoagulopathie, die Bestimmung der Fibrinspaltprodukte (D-Dimere) ist jedoch vorzuziehen.
Fibrinogen
Material:
Ref.-Bereich:
nach Clauss
Citratblut, 1 ml
1.8 - 3.5 g/l
Indikation:
Basisparameter der Hämostase, Überwachung fibrinolytischer
Therapien, V.a. Verbrauchskoagulopathie; Abschätzung des kardiovaskulären Risikos
128
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Bemerkungen:
bei Raumtemperatur im Citratblut ca. 8h stabil, nach
Zentrifugation im Plasma mehrere Tage
Fibrinspaltprodukte (D-Dimere)
Material:
Ref.-Bereich:
LIA
Citratplasma, 1 ml
< 500 µg/l
Indikation:
Ausschluß einer Thrombose bzw. Lungenembolie, Abschätzung des Thromboserezidivrisikos (z.B. 4 Wo nach Absetzen einer Antikoagulationstherapie), V.a. (latente) Thrombose oder Verbrauchskoagulopathie
mit reaktiver Fibrinolyse, V.a. Hyperfibrinolyse als Ursache einer
hämorrhagischen Diathese, Verlaufskontrolle bestimmter Grundleiden (z.B.
HUS, Organtransplantation, Sepsis, Promyelozytenleukämie), evtl. als ergänzender Parameter bei fibrinolytischen Therapien
Bewertung: Ein negativer Wert schließt eine klinisch relevante Thrombose
bzw. Lungenembolie weitgehend aus, erhöhte Werte sind dagegen
mehrdeutig. Erhöhte Werte vier Wochen nach Absetzen einer Antikoagulation gelten als Hinweis für die Notwendigkeit einer längerfristigen Antikoagulation. Unter antikoagulatorischer Medikation ist die Bestimmung i.d.R.
nicht sinnvoll.
Fibronectin W
nephelometrisch
(cold insoluble globulin (Cig), opsonic protein, LETS (large external transformation sensitive-Protein), fibroblast surface antigen)
Material:
Aszites, Synovialflüssigkeit, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 0.075 g/l
Indikation:
DD maligner/nichtmaligner Aszites; V.a. entzündliche Genese des Synovialpunktates
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Plasma, 1 ml
0.25 - 0.4 g/l
Indikation:
Verbrauchskoagulopathie, Sepsis, akute Pankreatitis, Leberversagen
Bewertung: Fibronectin-Werte im Aszites > 0.075 g/l (= 75 mg/l) weisen
auf Aszites malignen Ursprungs hin. Bei längerem Transport sollte das Material möglichst eingefroren werden.
Filarien ˚
Mikroskopie/ELISA
(Filariasis, Fadenwürmer, Onchozerkose)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
EDTA-Blut, 2 ml: “Dicker Tropfen“/Blutausstrich (Mikroskopie), Hautbiopsie (Onchozerkose)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
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129
Indikation:
V.a. Filariose, lymphatische Filariose, Elephantiasis tropica
(Wuchereria bancrofti, Brugia malayi), Loiasis (Calabarschwellung, Loa loa),
Onchozerkose (Flußblindheit, Onchocerca volvulus).
Bewertung: Serologie: Der negative Antikörpernachweis schließt eine
Filariose weitgehend aus, der positive Antikörpernachweis gilt als Hinweis
auf eine Filariose. Cave: ausgeprägte Antigengemeinschaft, serologische
Abgrenzung der verschiedenen Filariosen nicht möglich; Kreuzreaktionen
mit anderen Helminthosen (Echinokokkose, Trichinose, Strongyloidiasis
u.a.). Mikroskopie: Der mikroskopische Nachweis von Mikrofilarien stellt
die Diagnose einer Filariose, cave: Tagesperiodizität beachten. Bei niedriger
Parasitendichte sind Kontrollen und ggf. Filtrations- und Anreicherungsverfahren nötig (10 ml EDTA-Blut).
Bemerkungen:
Filarien werden durch blutsaugende Insekten ( Kriebelmücken, Mücken der Gattungen Aedes, Anopheles, Culex u.a.) in den Tropen übertragen. Das Auftreten der Mikrofilarien im Blut zeichnet sich durch
eine charakteristische Tagesperiodizität aus (z.B. Wuchereria bancrofti und
Brugia malayi: Gipfel zw. 22 und 24 Uhr; Loa loa: Tagesgipfel zw. 10 und
14 Uhr).
FK 506
siehe:
Tacrolimus
Flecainid W
Material:
Ther.-Bereich:
FPIA
Serum, 0.5 ml
0.3 - 1 mg/l
Fluanison W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
siehe Befund
Flucloxacillin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
3 - 30 mg/l
Bemerkungen:
Penicillinasefestes Staphylokokkenantibiotikum mit hepatotoxischen Nebenwirkungen (v.a. bei längerer Therapie, ältere Patienten).
Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz.
Fluconazol W
Material:
Ther.-Bereich:
130
HPLC
Serum, 2 ml
1 — 2 µg/ml (bei Gabe von 100 mg)
6 — 7 µg/ml (bei Gabe von 400 mg)
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Bemerkungen:
Triazolantimykotikum mit guter Gewebegängigkeit und
sehr guter Verträglichkeit, nicht wirksam bei Aspergillose. Interaktionen mit
anderen hepatisch metabolisierten Arzneimitteln (Serumspiegel!). Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz.
Flucytosin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
50 — 100 µg/ml (max., toxisch ab 100 µg/ml)
25 — 50 µg/ml (min.)
Bemerkungen:
fungistatisches Reserveantimykotikum für Kombinationstherapie mit dosisabhängiger (Hämato-)Toxizität. Anpassung des Dosierungsintervalls bei Niereninsuffizienz.
Flunarizin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
25 - 200 ng/ml
Flunitrazepam (Rohypnol) W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
5 - 15 µg/l
Fluorid W
Material:
Ref.-Bereich:
ISE
Serum, 3 ml
therap. Bereich:
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
< 30 µg/l
90 - 190 µg/l
Urin, 3 ml
siehe Befund
V.a. Überdosierung, Intoxikation
Fluoxetin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
60 - 450 ng/ml
Flupentixol W
Material:
Ther.-Bereich:
GC/MS
Serum, 2 ml
1 - 15 ng/ml
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131
Fluphenazin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 4 ml
0.5 — 4.0 ng/ml
Flupirtin W ˚
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.5 - 1.5 µg/ml
Flurazepam W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
20 - 100 µg/l
Fluvoxamin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
30 - 300 ng/ml
Folsäure
LIA
(Pteroylglutaminsäure, Vitamin M)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
> 5.4 ng/ml
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA- oder Heparinblut, 3 ml
280 - 791 ng/ml
Indikation:
orientierende Untersuchung im Serum, Bestimmung der
intraerythrozytären Folsäure (EDTA-Blut) bei grenzwertigen Befunden bzw.
zur Abschätzung des Schweregrades
Bemerkungen:
Hämolyse unbedingt vermeiden. Bestimmung im Serum
nur nüchtern sinnvoll.
Formaldehyd (Formalin, Formol)
siehe:
Ameisensäure
Freie Leichtketten
siehe:
Bence-Jones-Protein
Freies ß-HCG
siehe:
132
Ersttrimester-Screening
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Freies Carbamazepin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 2.5 µg/ml
Freies Carbamazepin-Epoxid W
Material:
Ther.-Bereich:
Freies Hämoglobin
photometrisch
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA- oder Heparinplasma, 1ml
< 10 mg/dl
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1ml
< 20 mg/dl
Indikation:
V.a. intravasale Hämolyse
Freies Östriol
(E3)
Material:
Ref.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0-.2 - 1.5 µg/ml
RIA
Serum, 1 ml
siehe Befund (abhängig von SSW)
Indikation:
ein Parameter im Rahmen des Triple-Tests (siehe dort),
Beurteilung der Funktionstüchtigkeit der fetoplacentaren Einheit
Bemerkungen:
durch moderne Ultraschalltechnik heute weitgehend
obsolet (Ausnahme: Triple-Test), keine Regelleistung der Mutterschaftsvorsorge mehr
Freies Phenobarbital W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 20 µg/ml
Freies Primidon W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
5 - 12 mg/l
Freies PSA
Material:
Ref.-Bereich:
MEIA
Serum, 1ml
< 1.0 ng/ml
Indikation:
Bessere Differenzierung zwischen benigner Prostatahyperplasie und Prostata-CA bei PSA-Werten zwischen 2 und 20 ng/ml
Bewertung: bewertet wird der Quotient fPSA/Gesamt-PSA:
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133
< 0.10:
0.10 - 0.25:
> 0.25:
hochverdächtig auf Prostata-CA
Graubereich, Biopsie empfohlen
Prostata-CA eher unwahrscheinlich (< 10%),
spricht für BPH bzw. benigne Prostataerkrankung
Bemerkungen:
Freies PSA ist bei Raumtemperatur nur ca. 6 h stabil,
falsch niedrige Quotienten sind daher bei zu langer Lagerung möglich.
Freies T3
(fT3)
Material:
Ref.-Bereich:
LIA
Serum, 1 ml
3.50 - 6.50 pmol/l
altersabhängig (siehe Befund)
Bemerkungen:
biologisch wirksame Fraktion; bei V.a. Dysproteinämie
oder gestörte Proteinbindung (z.B. durch Medikamente) der Bestimmung des
Gesamt-T3 vorzuziehen.
Freies T4
(fT4)
Material:
Ref.-Bereich:
Bemerkungen:
LIA
Serum, 1 ml
0.89 - 1.76 ng/dl
altersabhängig (siehe Befund)
siehe freies T3
Freies Testosteron
RIA
(siehe auch FAI bzw. freier Androgenindex)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
alters- und geschlechtsabhängig, siehe Befund
Indikation:
Aufgrund methodischer Unzulänglichkeiten bei der direkten
Bestimmung des freien Testosterons ist die Bestimmung des FAI (freier Androgenindex) vorzuziehen.
Freie Valproinsäure W
GC
(freies DPA, Dipropylacetat)
Material:
Serum, 2 ml
Ther.-Bereich:
5 - 10 µg/ml
Fruktosamin
Material:
Ref.-Bereich:
134
NBT-Farbtest
Serum, 1 ml
< 285 µmol/l
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Indikation:
chen
Beurteilung der Diabetes-Einstellung in den letzten 1-3 Wo-
Bemerkungen:
bei pathologischem Gesamteiweiß ist eine Korrektur auf
mittlere Proteinkonzentration Gesunder erforderlich. Bilirubin > 2 mg/dl
sowie stärkere Hämolyse geben falsch hohe Werte.
Die Bestimmung des HbA1c ist vorzuziehen. Bei Kassenpatienten ist diese
Untersuchung nicht mehr abrechnungsfähig.
Fruktose W
Material:
Ref.-Bereich:
enzymatisch
Sperma in NaF-Röhrchen (Glucoseröhrchen), 1 ml
2000 - 4000 µg/ml
Indikation:
DD männlicher Fertilitätsstörungen, V.a. Dysfunktion der
Sämenbläschen, V.a. Obstruktion des D. ejakulatorius
Bemerkungen:
ohne Zusatz von NaF schneller in vitro-Abbau
Material:
Ref.-Bereich:
NaF-Plasma, 1ml
10 - 60 mg/l
Indikation:
unklare Hypoglycämien oder Leberzirrhose im Kindesalter,
V.a. hereditäre Fruktose-Intoleranz (Fruktose-1-phosphat-Aldolasemangel),
V.a. (asymptomatische) benigne Fructosurie (Ketohexokinase-Defekt)
Bewertung: erhöhte bis stark erhöhte Werte bei Fruktose-Intoleranz aber
auch bei benigner Fructosurie
Bemerkungen:
ohne Zusatz von NaF schneller in vitro-Abbau
Fructose-Toleranztest
Indikation:
V.a. hereditäre Fruktose-Intoleranz (Fruktose-1-phosphatAldolasemangel), unklare Hypoglycämien oder Leberzirrhose im Kindesalter, V.a. (asymptomatische) benigne Fructosurie (Ketohexokinase-Defekt)
Durchführung: Bestimmung von Fructose und Glucose vor sowie 30, 60,
90 und 120 min nach Gabe von 25 g Fructose in 200 ml
Tee oder Wasser
(Cave: bei hereditärer Fructoseintoleranz sind schwere Hypoglycämien
möglich, Glucose-Infusion bereithalten)
Material:
NaF-Plasma, je 2ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Bewertung: Normaler Fructoseanstieg um > 60 mg/l, Fructose-Maximum
bis 150 mg/l nach 30-60 min, Abfall auf Ausgangswert nach 120 min. Bei
Fructose-Intoleranz oder Fructosurie Fructose-Maximum > 400 mg/l, nur bei
Fructose-Intoleranz zusätzlich Glucose-Abfall.
Bemerkungen:
Bei der hereditären Fructose-Intoleranz handelt es sich um
ein Krankheitsbild, das unbehandelt i.d.R. bereits im Kindesalter zu schwerer
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135
Symptomatik führt. Die Kinder haben meist auch erhöhte Transaminasen
und eine erhöhte Harnsäure.
FSH
LIA
(Follikel-stimulierendes Hormon)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
Männer:
altersabhängig (siehe Befund)
Frauen: Foll. Phase:
Periovulation:
Luteale Phase:
Post Menopause:
Präpubertär:
1.4 - 18.1 IU/l
2.5 - 10.2 IU/l
3.4 - 33.4 IU/l
1.5 - 9.1 IU/l
> 20.0 IU/l
< 4.0 IU/l
Indikation:
Basisparameter zur Beurteilung der gonadotropen Funktion,
Bestimmung im Rahmen der Fertilitätsdiagnostik
FSME-Virus
EIA/PCR ˚
(Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus, Zeckenenzephalitis-Virus, tickborne encephalitis: Familie der Flaviviridae)
Material:
Serum/Liquor, je 1 ml (Serologie)
Liquor (1-2 ml), Zecken (Nachweis viraler Nukleinsäure,
PCR)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Serologie: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME, Zeckenenzephalitis, zentraleuropäische Enzephalitis): grippeähnliches Krankheitsbild (Fieber, Kopf-, Gliederschmerzen), Meningitis, Meningoenzephalitis,
Meningoenzephalomyelitis/-radikulitis, Immunstatus nach natürlicher Infektion oder FSME-Impfung. Erregernachweis: Nachweis einer FSME-Virusinfektion, Erregernachweis in Zecken.
Bewertung: IgM- und IgG-AK positiv: gesicherte Infektion, cave: IgM-AK
Induktion durch Impfung. IgM- und IgG-AK negativ: Kontrolle bei Erkrankungsverdacht innerhalb weniger Tage notwendig. IgM positiv, IgG negativ:
V.a. FSME, Kontrolle innerhalb einer Woche. IgM negativ, IgG positiv:
Immunität, Ausnahmen: passive Immunisierung, Impfdurchbruch, kreuzreaktive AK. Impfschutzgrenze: IgG 200 VIEU (Vienna-units)/ml. Sowohl bei
natürlicher Infektion, als auch nach FSME-Aktivimpfung können IgM-Antikörper einige Monate nachgewiesen werden. Kreuzreaktion (Infektion,
Impfung) gegen verwandte Flaviviren (z.B. Gelbfieber, Japan-B-Enzephalitis,
Dengue) beachten!
Bemerkungen:
Vorkommen abhängig von infizierten Zecken (Ixodes
ricinus), Endemiegebiete in Süddeutschland (Baden-Württemberg, Bayern),
Ostdeutschland, Österreich und auf dem Balkan. Zeckenbefallsrate in
Deutschland ca. 0,2-2%. Infektionen auch durch den Genuss roher
Milch/Milchprodukte (v.a. Ziegenmilch). Häufig asymptomatischer Verlauf
136
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(70-90%), die symptomatische Infektion verläuft meist in zwei Phasen. Letalität der enzephalitischen Formen 1%, Residualheilungen bei etwa 10%.
FTA-ABS-Test
(19-S-IgM-FTA-ABS-Test)
siehe: Lues-Diagnostik
Furosemid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 10 µg/ml
GABA-erge Neuronen-Antikörper
siehe:
Glutaminsäure-Decarboxylase-Antikörper
Gabapentin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
2.0 — 10.0 mg/l
Galaktokinase W
Material:
Ref.-Bereich:
RIA
EDTA- oder Heparin-Blut frisch, 2 ml
siehe Befund
Indikation:
V.a den (seltenen) Defekt der Galaktokinase als Ursache einer
Galaktosämie, Katarakt
Galaktose W
enzymatisch
Material:
Ref.-Bereich:
NaF-Blut, 2 ml
Erwachsene:
Neugeborene:
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 10 ml
siehe Befund
< 4.3 mg/dl
< 10 mg/dl
Indikation:
V.a. Galaktosämie, Gedeihstörungen, verstärkter Neugeborenen-Ikterus, Hypoglycämie, Hepatosplenomegalie, Leberzirrhose, Katarakt,
geistige Retardierung bei Neugeborenen bzw. im Kindesalter
Galaktose-1-Phosphat in Erythrozyten W
Material:
Ref.-Bereich:
Fluorometrie
EDTA-Blut frisch, 2 ml
siehe Befund
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137
Indikation:
epimerase
V.a. den (äußerst seltenen) Defekt der UDP-Galaktose-4´-
Galaktose-1-Phosphat-Uridyl-Transferase W
(Gal-1-PUT)
Material:
Ref.-Bereich:
Photometrie
EDTA-Blut frisch, 2 ml
> 308 mU/g Hämoglobin
Indikation:
V.a Defekt der Gal-1-PUT als Ursache einer Galaktosämie
(häufigste Form, klassische Galaktosämie), Katarakt
Gallengangcanaliculi-Antikörper
Material:
Indikation:
Bewertung:
Serum, 1 ml
Chronisch aktive Hepatitis
keine wesentliche diagnostische Bedeutung
Gallengangepithel-Antikörper
Material:
Indikation:
Bewertung:
Serum, 1 ml
Chronisch aktive Hepatitis
keine wesentliche diagnostische Bedeutung
Gallensäuren W ˚
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Juckreiz
enzymatisch
Serum, 1 ml
< 8 µmol/l nüchtern
V.a. Gallensäureverlust-Syndrom, Cholelithiasis, DD unklarer
Bemerkungen:
Unbedingt Nüchternserum erforderlich, da Nahrungsaufnahme zu einem physiologisch bedingten Anstieg der Gallensäuren im
Serum führt. Abnahme z.B. morgens nach mindestens 12-stündiger Nahrungskarenz.
Gallenstein-Analyse
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Infrarotspektroskopie
Gallenstein
siehe Befund
DD der Cholelithiasis
Gallopamil W
Material:
Ther.-Bereich:
138
HPLC
Serum, 2 ml
20 - 100 ng/ml
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Gammopathie-Diagnostik
siehe:
Immunfixations-Elektrophorese
Bence-Jones-Protein
Eiweißelektrophorese
Kryoglobuline
Gangliosid-Antikörper
(Myelin-assoziiertes Glykoprotein-AK, Myelin peripherer Nerven-Antikörper)
Material:
Serum, 1ml
Indikation:
IgM-Paraproteinämie mit Motoneuron-Erkrankungen, Guillain-Barré-Syndrom, demyelinisierende Polyradiculoneuropathie, CharcotMarie-Tooth-Erkrankung
Bemerkungen:
Antikörper gegen Carbohydrat-Antigene der Ganglioside
GM1, GM2, GM3, GD1a, GD1b. Die meisten Ganglioside kommen im
Verhältnis 1:10 sowohl in peripheren Nerven wie auch im ZNS vor.
Gastrin W
Material:
Ref.-Bereich:
RIA
Serum gefroren, 1 ml
< 90 ng/l
Indikation:
V.a. Zollinger-Ellison-Syndrom bzw. Gastrinom
Bewertung: zur DD erhöhter Werte kann ggf. ein Sekretin-Provokationstest (siehe dort) erforderlich sein.
Bemerkungen:
Patient muß nüchtern sein, Antacida, Anticholinergica
und H2-Antagonisten mindestens 24h vorher absetzen, Protonenpumpenhemmer (z.B. Omeprazol) mindestens 5-7 Tage vorher absetzen.
Serum spätestens 2h nach Blutentnahme vom Blutkuchen trennen und einfrieren, sonst falsch niedrige Werte.
Gastrinstimulations-Test
siehe:
Sekretin-Provokationstest
Gastrinzellen-Antikörper
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Antrum-Gastritis (Typ B), Pangastritis
Bewertung: keine Korrelation zum Ausmaß
diagnostische Relevanz unklar
der
Antrum-Gastritis,
Bemerkungen:
Antikörper gegen noch unbekannte zytoplasmatische
Antigene gastrinbildender Zellen
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139
Gefäß-Antikörper
siehe:
Endothelzell-Antikörper
Gelbfieber Virus W
IFT/ELISA
(Arbovirus, Familie der Flaviviridae: Risikogruppe 4 laut Biostoff-VO)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
unspezifische fiebrige Erkrankung bis tödliches haemorrhagisches Fieber mit Leberkoma (Ikterus, maximal erhöhte Transaminasen),
Niereninsuffizienz (Albuminurie), massive hämorrhagische Diathese (Mund,
Nase und Magen-Darm-Trakt), Enzephalopathie nach Aufenthalt in einem
Endemiegebiet.
Bewertung: IgM- und IgG-Antikörpernachweis 5-7 Tage nach Krankheitsbeginn bzw. 8-14 Tage nach Infektion. Nach 6-12 Monaten verschwinden
die IgM-Antikörper wieder. Neutralisierende IgG-Antikörper persistieren
lebenslang und schützen vor Reinfektionen. Cave: Kreuzreaktion mit anderen Flaviviren (z.B. FSME, Japan-B-Enzephalitis, Dengue)! Eine entsprechende klinische Symptomatik, der Aufenthalt in einem Endemiegebiet
(Afrika, Mittel-/Südamerika) und eine fehlende Gelbfieberimpfung sollten jedoch die Diagnose ermöglichen.
Bemerkungen:
endemisch im tropischen Afrika und in Mittel- und
Südamerika, Letalität 10-50% bei klinisch behandelten Fällen, zwei Infektionszyklen:
- urbanes Gelbfieber: Hauptwirt ist der Mensch, Vektor Mückenart Aedes
aegypti, die zur epidemischen Verbreitung des Virus führt.
- Dschungel- oder Savannengelbfieber: Hauptwirte sind Affen, Vektoren
Aedes- oder Haemagogus-Arten. Durch infizierte Personen kann das Virus in die Städte gelangen.
Gelbfieberimpfpflicht bei Reisen in Endemiegebiete.
Gelenkpunktat-Analyse
Material:
Ref.-Bereich:
140
Gelenkpunktat in sterilem Röhrchen für kulturellen Erregernachweis, molekularbiologische (PCR) und klin.chem. Untersuchungen
Gelenkpunktat in EDTA- oder Heparinröhrchen zur Bestimmung von Zellzahl, Zelldifferenzierung, evtl. Ragozyten
Zellen:
< 100 /µl
Arthrose:
< 2000 /µl
abakterielle Synovitis: 2000-60000 /µl
bakterielle Synovitis: meist > 60000 /µl
Differentialzellzählung: in normaler Synovialflüssig
keit im Mittel 24% Lymphozyten, 48% Monozyten
und ca. 7% polymorphkernige Granulozyten.
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Gesamteiweiß:
Glucose:
Lactat:
Harnsäure:3.0 - 7.0 mg/dl
LDH:
Kristalle:
Rheumafaktor:
1.1 - 2.2 g/dl
60-95 mg/dl
9.0-16.0 mg/dl
< 200 U/l
negativ
negativ
Bemerkungen:
ggf. erweiterte Diagnostik wie CRP, Streptokokken-,
Borrelien-, Salmonellen-, Shigellen-, Campylobacter-, Yersinien-, Chlamydien-, Gonokokken-Serologie, HLA B27, Rachenabstrich auf β-hämolysierende Streptokokken Gruppe A, Stuhl auf pathogene Keime.
Gentamicin W
FPIA
Material:
Ther.-Bereich:
Serum gekühlt oder gefroren, 1 ml
5 - 10 mg/l (Spitzenspiegel, 15 - 30 min. nach Inf.ende)
< 2 mg/l (Talspiegel, direkt vor der nächsten AB-Gabe)
Bemerkungen:
bei Gabe der gesamten Tagesdosis als Einmaldosis soll der
Serumspiegel 8 Std. danach zwischen 1.5 und 6 mg/l und der Talspiegel
nach 24 Std. unter 1 mg/l liegen.
Gentechnologische Diagnostik
siehe:
Molekulargenetische Diagnostik (hereditäre Erkrankungen)
PCR (Krankheitserreger)
Gerinnungsfaktor II W
(Prothrombin)
Material:
Ref.-Bereich:
koagulometrisch
Citratplasma gefroren, 1 ml
70 - 130 %
Indikation:
unklar verlängerter Quick oder PTT, V.a. Faktor II-Mangel
oder Hemmkörper gegen Faktor II, Verlaufskontrolle der Verbrauchskoagulopathie
Bemerkungen:
stabil
im zentrifugierten Plasma bei Raumtemperatur nur ca. 6h
Gerinnungsfaktor II-Genmutation
siehe:
Molekulargenetische Untersuchungen
www.labor-blessing.de
141
Gerinnungsfaktor V W
(Proakzelerin)
Material:
Ref.-Bereich:
koagulometrisch
Citratplasma gefroren, 1 ml
70 - 140 %
Indikation:
unklar verlängerter Quick oder PTT, V.a. Faktor V-Mangel
oder Hemmkörper gegen Faktor V
Bemerkungen:
stabil
im zentrifugierten Plasma bei Raumtemperatur nur ca. 6h
Gerinnungsfaktor V-Genmutation
siehe:
APC-Resistenz
Gerinnungsfaktor VII W
(Prokonvertin)
Material:
Ref.-Bereich:
koagulometrisch
Citratplasma gefroren, 1 ml
50 - 180 %
Indikation:
unklar verlängerter Quick, V.a. Faktor VII-Mangel oder
Hemmkörper gegen Faktor VII
Bemerkungen:
stabil
im zentrifugierten Plasma bei Raumtemperatur nur ca. 6h
Gerinnungsfaktor VIII W
koagulometrisch
(Antihämophiles Globulin A)
Material:
Citratplasma gefroren, 1 ml
Ref.-Bereich:
70 - 140 %
Indikation:
unklar verlängerte PTT, V.a. Faktor VIII-Mangel (z.B.
Hämophilie A, Willebrand-Syndrom) oder Hemmkörper gegen Faktor VIII,
Überwachung der Faktor VIII-Substitutionstherapie
Bemerkungen:
stabil
im zentrifugierten Plasma bei Raumtemperatur nur ca. 3h
Gerinnungsfaktor VIII-assoziiertes Antigen
siehe:
Willebrand-Faktoren
Gerinnungsfaktor IX W
koagulometrisch
(Christmas-Faktor, Antihämophiles Globulin B)
Material:
Citratplasma gefroren, 1 ml
Ref.-Bereich:
70 - 200 %
142
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Indikation:
unklar verlängerte PTT, V.a. Faktor IX-Mangel (z.B. Hämophilie B) oder Hemmkörper gegen Faktor IX, Überwachung der Faktor IXSubstitutionstherapie
Bemerkungen:
stabil
im zentrifugierten Plasma bei Raumtemperatur nur ca. 6h
Gerinnungsfaktor X W
(Stuart-Faktor)
Material:
Ref.-Bereich:
koagulometrisch
Citratplasma gefroren, 1 ml
70 - 200 %
Indikation:
unklar verlängerter Quick oder PTT, V.a. Faktor X-Mangel
oder Hemmkörper gegen Faktor X, V.a. primäre Amyloidose
Bemerkungen:
stabil
im zentrifugierten Plasma bei Raumtemperatur nur ca. 6h
Gerinnungsfaktor XI W
koagulometrisch
(Rosenthal-Faktor)
Material:
Citratplasma gefroren, 1 ml
Ref.-Bereich:
70 - 130 %
Indikation:
unklar verlängerte PTT, V.a. Faktor XI-Mangel oder Hemmkörper gegen Faktor XI
Bemerkungen:
stabil
im zentrifugierten Plasma bei Raumtemperatur nur ca. 6h
Gerinnungsfaktor XII W
koagulometrisch
(Hageman-Faktor)
Material:
Citratplasma gefroren, 1 ml
Ref.-Bereich:
70 - 130 %
Indikation:
unklar (meist stark) verlängerte PTT, speziell auch in Verbindung mit gehäuftem Auftreten venöser Thromboembolien oder Myocardinfarkt, V.a. Faktor XII-Mangel oder Hemmkörper gegen Faktor XII, V.a.
primäre Amyloidose
Bemerkungen:
stabil.
im zentrifugierten Plasma bei Raumtemperatur nur ca. 6h
Gerinnungsfaktor XIII W
koagulometrisch
(Fibrin-Stabilisierender Faktor, Laki-Lorand-Faktor)
Material:
Citratplasma gefroren, 1 ml
Ref.-Bereich:
70 - 120 %
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143
Indikation:
unklare Blutungen oder Wundheilungsstörungen bei normalen Globaltests (Quick, PTT), V.a. Faktor XIII-Mangel
Bemerkungen:
stabil
im zentrifugierten Plasma bei Raumtemperatur nur ca. 4h
Gerinnungs-Untersuchungen
siehe:
Blutungszeit
Fibrinogen
Fibrinspaltprodukte (D-Dimere)
Gerinnungsfaktoren
Quick-Test (Thromboplastinzeit)
PTT (Partielle Thromboplastinzeit)
Thrombinzeit (TZ)
Blutbild
Thrombophilie-Diagnostik
Gesamthämolytische Komplementaktivität
siehe:
CH 100
GFR (Glomeruläre Filtrationsrate)
Die GFR als Maß der Nierenfunktion kann mit verschiedenen Verfahren
abgeschätzt werden. Bei entsprechender Anforderung geben wir die errechneten Werte auf dem Befund aus:
- Kreatinin-Clearance (siehe dort)
(hierfür ist neben einer Serumprobe auch die Gewinnung von 24h-Urin
sowie die Angabe von Körpergewicht und Körpergröße erforderlich)
- Abschätzung mittels Cystatin C im Serum (siehe dort)
- Formel nach Cockcroft
(hierfür ist neben einem Serum zur Kreatininbestimmung die Angabe von
Alter, Geschlecht und Körpergewicht erforderlich)
- MDRD-Formel gemäß Empfehlung des Kuratoriums der Gesellschaft für
Nephrologie von 6/2004
(hierfür ist neben einem Serum zur Kreatininbestimmung die Angabe von
Alter, Geschlecht, Körpergewicht und Körpergröße erforderlich)
γ-GT
(γ-Glutamyl-Transferase)
Material:
Ref.-Bereich:
144
photometrisch
Serum, 1 ml
Männer: < 73 U/l
Frauen: < 38 U/l
altersabhängig (siehe Befund)
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GHRH-Test
siehe:
Wachstumshormon-Stimulationstests
Gilbert-Syndrom W
PCR
(Morbus Meulengracht, Icterus intermittens juvenilis)
Material:
EDTA- Blut, 2ml
Indikation:
chronische, nicht hämolytische Hyperbilirubinämie, Ikterus,
selten mangelnde Konzentrationsfähigkeit, Übelkeit, Gliederschmerzen,
erhöhte Migräneanfälligkeit
Bewertung: Nachweis oder Ausschluß einer Mutation im Pomotorbereich
des UDP-Glukuronyltransferase-Gens (UGT1A1)
Bemerkungen:
Autosomal-rezessiv vererbte Störung u.a. des Hämoglobinabbaus. Die Häufigkeit homozygoter Genträger liegt in der Bevölkerung
bei ca. 10-20%, die Prävalenz des Gilbert-Syndroms bei ca. 1-12%. Bestimmte Medikamente wie z.B. Paracetamol werden schlechter abgebaut
und sollten daher nicht eingenommen werden.
Einverständniserklärung des Patienten gemäß Gendiagnostikgesetz
erforderlich (siehe auch Molekulargenetische Untersuchungen).
Glatte Muskel-Antikörper
(GMA, SMA-AAk)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Autoimmune chronisch-aktive Hepatitis (CAH), DD
Hepatopathien, Postkardiotomie-Syndrom, Postmyokardinfarkt-Syndrom
(Dressler), Rheumatoide Arthritis
Bewertung: meist hochtitrige Antikörper bei CAH, niedrigtitrige Antikörper auch bei verschiedensten Virusinfekten, Fibromyalgie, Karzinomen,
Gewebezerfall
Bemerkungen:
Antikörper gegen unterschiedliche Antigene des Zytoplasmas der glatten Muskelzellen (Actin, Myosin, Tropomyosin, Meromyosin,
Desmin und andere intermediäre Filamente). Durch Unterschiede in der
Aminosäure-Zusammensetzung von Myosin bei Herz- und Skelettmuskel,
sowie bei glatter Muskulatur sind Kreuzreaktionen nicht die Regel, können
jedoch abhängig von Antigen- und Epitop-Spezifität der Antikörper nachgewiesen werden. Siehe auch Anti-Actin und Zytoskelett-Antikörper
GLDH
kin. UV-Test
(Glutamat-Dehydrogenase)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
Männer: < 7.0 U/l
Frauen: < 5.0 U/l
altersabhängig (siehe Befund)
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145
Indikation:
Beurteilung von Schwere und Ausmaß einer akuten Leberparenchymschädigung, V.a. akute Durchblutungsstörung bzw. akute toxische
Leberzellnekrose
Gliadin-Antikörper
EIA
(AGA-IgG, AGA-IgA)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
glutensensitive Enteropathie (GSE), Sprue, Zöliakie (Anorexie,
Gedeihstörung, Minderwuchs, Durchfälle, vorgewölbtes Abdomen),
Therapieüberwachung bei glutenfreier Diät, Indikation der DünndarmBiopsie; Dermatitis herpetiformis Duhring (DHD)
Bewertung: Nachweisrate bei GSE / Zöliakie 90-100% (Kinder) bzw. 7590% (Erwachsene), bei Dermatitis herpetiformis Duhring 40-50%
Bemerkungen:
Der AGA-IgG-Nachweis ist sensitiver (bis 100 %) aber
weniger spezifisch (47%), AGA-IgG kommen auch bei anderen Darmkrankheiten vor (Morbus Crohn 40-50%, Colitis ulcerosa 10-20%), der AGA-IgANachweis ist weniger sensitiv (50%), aber hochspezifisch (93%). Das optimale Screening auf Zöliakie besteht in der Kombination der drei Parameter:
Endomysium-Antikörper vom IgA-Typ (EMA-IgA bzw. Antikörper gegen
Transglutaminase), Gliadin-Antikörper vom IgG- und IgA-Typ (AGA-IgG,
AGA-IgA); siehe auch Tabelle 12.
Tabelle 12: Screening auf Zöliakie:
Antikörper
EMA-IgA
AGA-IgG
AGA-IgA
positiv
positiv
positiv
positiv
positiv
negativ
positiv
negativ
positiv
positiv
negativ
negativ
negativ
positiv
positiv
negativ
positiv
negativ
Interpretation
Zöliakie sicher
Zöliakie sehr wahrscheinlich
Zöliakie sehr wahrscheinlich
Zöliakie wahrscheinlich
Zöliakie möglich
Zöliakie nicht ausgeschlossen, aber
eher unwahrscheinlich
negativ
negativ
positiv
Zöliakie nicht ausgeschlossen, aber
eher unwahrscheinlich
negativ
negativ
negativ
keine Zöliakie (Ausnahme: 1 von 458
Kindern, 3 von 90 Erwachsenen)
Bei negativen IgA-Antikörpern: IgA-Mangel ausschließen!
Gliafasern saures Protein-Antikörper
siehe:
Zytoskelett-Antikörper
Glibenclamid W
(Euglucon)
Material:
Ther.-Bereich:
146
HPLC
Serum, 2 ml
100 - 300 ng/ml
www.labor-blessing.de
Glomerulus Basalmembran Antikörper
(GBM-Antikörper, Kollagen-Typ IV-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
V.a.
Autoimmun-Glomerulonephritis,
Rapid-progressive
Glomerulonephritis, Goodpasture-Syndrom, Lungenhämorrhagien
Bewertung: Hinweis auf Anti-Basalmembran-Glomerulonephritis, hochspezifischer und pathognomonischer Marker
Bemerkungen:
Antikörper gegen nicht-kollagene Epitope des Typ IVKollagens (sog. Goodpasture-Antigen). Sie können Kreuzreaktionen mit
Lungen- und Tubulus-Basalmembranen zeigen. Bei V.a. rapid-progressive
Glomerulonephritis muß immer eine Anti-Basalmembrannephritis oder ein
Goodpasture-Syndrom ausgeschlossen werden (0.5-2% aller akuten Glomerulonephritiden). Suche nach GBM-Antikörpern neben der nach c-ANCA
und p-ANCA indiziert!
Glucagon W
RIA
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
EDTA-Plasma gefroren, 1 ml
60 - 177 ng/l
V.a. Glucagonom
Bemerkungen:
bei Raumtemperatur nur ca. 1h stabil
Glukose
Hexokinase
Material:
Ref.-Bereich:
NaF-Blut, 1 ml
74 - 109 mg/dl
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 0.5 ml
74 - 109 mg/dl
Material:
Ref.-Bereich:
Hämolysat, 0.5 ml
(20 µl Kapillarblut auf 500 µl Hämolysierlösung)
65 - 100 mg/dl
Material:
Ref.-Bereich:
Liquor, 0.5 ml
ca. 49 - 75 mg/dl
Bemerkung:
glucosespiegels
der Glukosespiegel im Liquor entspricht ca 2/3 des Blut-
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 0.5 ml
< 150 mg/l
Material:
Ref.-Bereich:
Punktat, 0.5 ml
siehe Befund
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147
Bemerkungen:
Bestimmung aus NaF-Blut oder Hämolysat-Blut empfohlen. Soll die Bestimmung aus Serum erfolgen, muß das Vollblut ohne Zusätze spätestens 2h nach der Entnahme zentrifugiert und das Serum vom
Blutkuchen getrennt werden.
Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase W
photometrisch
(G-6-P-DH in Erythrozyten )
Material:
EDTA-Blut frisch, 4 ml
Ref.-Bereich:
7 — 20.5 U/gHb
Indikation:
DD hämolytischer Anämien, DD akute hämolytische Krise
(insbesondere nach Einnahme von oxydierenden Substanzen), Favismus
Glucose-Toleranztest
siehe:
OGT
Glutaminsäure-Decarboxylase-Antikörper
(GAD-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
DD Diabetes mellitus Typ I/II, Evaluierung des Risikos für den
Typ I-Diabetes, Stiff man-Syndrom.
Bemerkungen:
Glutaminsäure-Decarboxylase (GAD) ist in Neuronen, die
den Neurotransmitter Gamma-Amino-Buttersäure sezernieren (GABA) und
in Pankreas-Inselzellen (ß-Zellen) konzentriert.
Glutathion-Reduktase W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
EDTA-Blut frisch, 1 ml
5 - 11 U/g Hämoglobin
DD hämolytischer Anämien
Glutathion-S-Transferase W
Material:
Ref.-Bereich:
enzymatisch
Heparin-Blut frisch, 10 ml
Nicht-Konjugierer:
< 80 %
Grenzbereich:
80 - 90 %
Konjugierer:
> 90 %
Bewertung: Beurteilung der Fähigkeit der Leber, toxische Stoffe bzw.
bestimmte Medikamente zwecks verbesserter Elimination zu konjugieren
Gluten-Antikörper
siehe:
148
Gliadin-Antikörper
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Glutethimid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.2 - 5 µg/ml
Gold W
AAS
Material:
Ther.-Bereich:
Indikation:
Serum, 2 ml
(im steady state vor nächster Applikation)
parenteral:
1.0 - 5.0 mg/l
oral:
0.4 - 0.8 mg/l
Therapieüberwachung (Antirheumaticum)
Bemerkungen:
bei Gold-Therapie sollte die Nierenfunktion überwacht
werden.
Toxikologie: Überdosierung von Goldpräparaten führt zu Übelkeit, Erbrechen und gastrointestinalen Blutungen sowie Hautausschlägen, Knochenmarksschädigung, Ikterus und Oligurie.
Gonadotropine
siehe:
LH, FSH
Gonokokken
Kultur/PCR/KBR ˚
(Neisseria gonorrhoeae, obligat pathogen)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Genitalabstrich (z.B. Urethra, Zervix, Adnexe, Prostatasekret, Ejakulat, anorektal), Abstriche von Pharynx, Konjunktiva, Blut, Gelenkpunktat (Kultur; Nachweis bakterieller Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
< 1:5 Titer
Indikation:
Serologie: chronische Gonorrhoe: Prostatitis, Epididymitis,
Adnexitis, Peritonitis, reaktive Arthritis. Kultur/PCR: akute Gonorrhoe: beim
Mann: Urethritis mit eitrigem Ausfluß, Brennen beim Wasserlassen, ca. 10%
der Infizierten sind asymptomatisch; bei der Frau: Endozervizitis meist mit
Urethritis, in ca. 50% der Fälle ohne Symptome!
Bewertung: Serologie: hoher Antikörpertiter als Hinweis für eine chronisch-aktive Infektion. Kultur/PCR: Nachweis einer akuten Gonorrhoe
Bemerkungen:
Gonokokken sind anspruchsvolle, empfindliche Keime.
Für den kulturellen Erregernachweis und den Erregernachweis mittels PCR
nur Abstrichtupfer mit dem jeweils dafür vorgesehenen Transportmedium
verwenden! Besonders für die Kultur muß der Abstrich am Tag der Abnahme
im Labor eintreffen. Jeder GO-positive Patient sollte auch auf Chlamydien,
Lues und HIV untersucht werden!
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149
GOT
kin. UV-Test
(Glutamat-Oxalacetat-Transaminase, Aspartat-Aminotransferase, ASAT)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
Männer: 10 - 50 U/l
Frauen: 10 - 35 U/l
alters- bzw. geschlechtsabhängig (siehe Befund)
GP-Antikörper
siehe:
Thrombozyten-Antikörper
GPT
kin UV-Test
(Glutamat-Pyruvat-Transaminase, Alanin-Aminotransferase, ALAT)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
Männer: 10 - 50 U/l
Frauen: 10 - 35 U/l
Granulosa-Zell-Antikörper
siehe:
Ovar-Antikörper
Granulozyten-Kern-Antikörper
(ANNA, GS-ANA)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Primär sklerosierende
Polyarthritis
Cholangitis,
juvenile
chronische
Bemerkungen:
Antikörper reagieren ausschließlich mit den Kernen
neutrophiler Granulozyten.
Granulozyten-Membran-Antikörper
(Neutrophilen-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Granulozytopenie, Autoimmun-Neutropenie, idiopathische
Neutropenie, Kollagenosen, Lupus erythematodes, chronische Polyarthritis,
lymphoproliferative Erkrankungen, HIV-Infektion, Medikamenten-Allergie,
febrile Transfusionsreaktion, primär biliäre Zirrhose
Bemerkungen:
Antikörper gegen antigene Komponenten der Granulozyten-Membran. Nicht zu verwechseln mit den für Morbus Wegener charakteristischen Granulozyten-Zytoplasma-Antikörpern (ANCA). Antikörper
führen zu einer Granulozytopenie bzw. Neutropenie (Immunneutropenie).
Die Immunneutropenie des Neugeborenen ist vermutlich bedingt durch den
transplazentaren Übertritt von mütterlichen Antikörpern in den fetalen
150
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Kreislauf. Bei der Autoimmunneutropenie richten sich die Antikörper ebenfalls gegen die Granulozytenmembran, sowie gegen Actin oder andere,
zumeist unbekannte Antigene. Frühkindliche Autoimmunneutropenie
scheint mit HLA-DR2 assoziiert zu sein. Als Ursache der Neutropenie werden komplementvermittelte Lyse nach Antikörperanlagerung, antikörperunabhängigie zelluläre Zytotoxizität oder vermehrte Phagozytose opsonisierter (antikörperbeladener) Granulozyten in der Milz diskutiert.
Granulozyten-Zytoplasma-Antikörper (ANCA, ACPA)
siehe:
ANCA
Griseofulvin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.1 - 2.5 µg/ml
Bemerkungen:
fungistatisch wirksames Dermatophyten-Antimykotikum
mit unzuverlässiger Resorption und ungünstigem Nutzen-Risiko-Verhältnis.
Interaktionen mit anderen hepatisch metabolisierten Arzneimitteln. Keine
Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz.
Gruber-Widal-Reaktion
siehe:
Salmonellen
Shigellen
Listeria monocytogenes
Yersinien
GS-ANA
siehe:
Granulozyten-Kern-Antikörper
Gynäkomastie-Diagnostik
empfohlene Untersuchungen: Östradiol, Prolaktin, LH, FSH, Testosteron, ßHCG, AFP und DHEAS
Material:
Serum, 3 ml
Haarausfall
siehe:
Alopezie-Diagnostik
Hämatokrit
siehe:
Blutbild
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151
Hämochromatose, Hereditäre
siehe:
Tabelle 22 (Molekulargenetische Untersuchungen)
Hämoglobin
siehe:
Blutbild
freies Hämoglobin
Blut im Stuhl
Hämoglobin A1c
siehe:
HbA1c
Hämoglobin A2
siehe:
Hämoglobin-Elektrophorese
Hämoglobin-Elektrophorese ˚
(Hb-Elektrophorese)
Material:
EDTA-Blut frisch, 2 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
V.a. Thalassämie, Hämoglobinopathie; Abklärung hämolytischer Anämien, Splenomegalie
Hämoglobin F
siehe:
Hämoglobin-Elektrophorese
fetales Hämoglobin
Hämoglobin/Haptoglobin-Komplex im Stuhl
siehe:
Blut im Stuhl
Hämoglobin im Stuhl
siehe:
Blut im Stuhl
Hämolysine
(Immun-Anti-A/B)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
negativ
Indikation:
V.a. AB0-Erythroblastose im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge, Z.n. Fehltransfusion
152
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Bewertung: Erhöhte Titer von immunen, inkompletten (Typ IgG) Anti-A
und/oder Anti-B können bei entsprechender Blutgruppenkonstellation
(Mutter Blutgruppe 0, Kind Blutgruppe A oder B) eine ABO-Erythroblastose
verursachen. Diese wir jedoch erst nach der Geburt manifest. Nach der
Geburt des Kindes sollte deshalb auf eine entsprechende Symptomatik (Icterus praecox, Anämie) verstärkt geachtet werden. Geringe Titer bis einschließlich 1:8 können bei vielen gesunden Personen nachgewiesen werden
und sind in der Regel für eine Schwangerschaft ohne Bedeutung.
Hämopexin W
Material:
Ref.-Bereich:
RID
Serum, 0.5 ml
0.50 - 1.5 g/l
Indikation:
Abschätzung des Ausmaßes einer intravasalen Hämolyse,
wenn der Haptoglobinwert im Serum auf nicht meßbare Werte abgesunken
ist
Bemerkungen:
Hämopexin ist (im Gegensatz zu Haptoglobin) kein
Akute-Phase-Protein (Haptoglobin als Akute-Phase-Protein kann bei akuten
Entzündungen trotz Hämolyse normal sein).
Hämophilus influenzae
Kultur/AGGL/EIA
(Haemophilus influenzae Typ b, Hib)
Material:
Rachenabstrich, Sputum, bronchoalveoläre Lavage, Trachealsekret, Nasenabstrich, Liquor, Blut (Kultur)
Liquor, 1 ml (Nachweis Kapselantigen)
Serum, 1 ml (Serologie)
Indikation:
Erregernachweis: Bakteriämie, Meningitis, Otitis media,
Sinusitis, Konjunktivitis, Epiglottitis, Tracheobronchitis, Bronchitis, Pneumonie, Arthritis. Serologie: Überprüfung des Impferfolges nach Hib-Impfung
(Haemophilus influenzae Typ b Impfstoff), Beurteilung der Immunität bei
verminderter Antikörperbildung (Immunsuppressiva, Cortison)
Bewertung: Erregernachweis: Bakterielle Infektion mit Haemophilus
influenzae; Serologie: die Höhe der Antikörperkonzentration gegen das
Kapselpolysaccharid-Antigen von Haemophilus influenzae Typ b entscheidet über die Immunitätslage:
< 0.15 µg/ml
Kein Immunschutz, Hib-Impfung erforderlich
0.15 - 1.0 µg/ml
fragliche Immunität, ggf. Hib-Impfung
> 1.0 µg/ml
Immunität anzunehmen, keine Hib-Impfung
erforderlich
Bemerkungen:
Haemophilus influenzae Infektionen betreffen v.a. Kinder
in den ersten fünf Lebensjahren. Eine Indikation zur Impfung besteht auch
bei Asplenie, nach Hochdosis-Chemotherapie, Stammzelltransplantation
und bei HIV-Infektion. Es können sechs Kapseltypen (a-f) unterschieden
werden, herausragender Virulenzfaktor ist das Polyribosyl-Ribitol-Phosphat
(PRP) des Kapseltyps b, der insbesondere bei schweren Infektionen im Kinwww.labor-blessing.de
153
desalter gefunden wird. Entsprechend richtet sich die Aktivimpfung gegen H.
influenzae Typ b, Erfolgsquote > 95% bezüglich invasiver Infek- tionen.
Hämosiderin
Material:
Ref.-Bereich:
Berliner-Blau-Reaktion
Urin, 10 ml
negativ
Indikation:
Suchtest bei V.a. intravasale Hämolyse (z. B. akutes Ereignis
oder chron.-hämolytische Anämie)
Bemerkungen:
2-5 Tage nach einem akuten hämolytischen Schub im
Urin nachweisbar
Haloperidol W
Material:
Ther.-Bereich:
LC-MS
Serum, 1 ml
3 - 25 µg/l
toxisch ab etwa:
10 µg/l (Kinder)
100 µg/l (Erwachsene)
Abnahmezeit: im steady state (vor der nächsten Applikation)
HAMA (Humane anti-Maus-Antikörper) W
ELISA
(Heterophile Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
negativ
Indikation:
V.a. unplausible Ergebnisse in immunologischen Labortests
bei denen monoklonale Maus-Antikörper verwendet werden (diese werden
häufig eingesetzt, insbesondere z.B. bei Tumormarkern und Hormonen).
Therapiemonitoring nach Anwendung monoklonaler Maus-Antikörper in
Diagnostik bzw. Therapie.
Bewertung: HAMA können sich nach Anwendung monoklonaler MausAntikörper in der bildgebenden Diagnostik oder zu therapeutischen
Zwecken sowie bei intensivem Kontakt zu Mäusen bilden. Sie haben keine
pathogene Bedeutung, können aber labordiagnostische Immunoassays teils
erheblich stören (falsch hohe oder falsch niedrige Ergebnisse sind möglich).
Hand-Fuß-Mund-Krankheit
siehe:
Coxsackie-A-Virus
Hantaviren W
EIA/IB/PCR
(z.B. Puumala-Virus, Dobrava-Virus, Tula-Virus)
Material:
Serum, 2 ml (Serologie; Nachweis viraler Nukleinsäure,
PCR)
154
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Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Haemorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom (HFRS): akut
einsetzendes Fieber, Myalgien, Kopf- und Abdominalschmerzen, Thrombozytopenie sowie Nierenfunktionsstörung mit begleitender Proteinurie,
Oligurie und Serumkreatininanstieg. Ein Teil der symptomatischen Patienten
wird zeitweise hämodialysepflichtig. Im Fernen Osten, Nordasien und
Rußland oft schwer verlaufend (Hantaan-Virus). Letalität 5-15%. Nephropathia epidemica: milde Verlaufsform des HFRS (Puumala-Virus) in
Skandinavien, Mitteleuropa und auf dem Balkan. Letalität < 1%. Hantavirus
Pulmonary Syndrome (HPS): Fieber, Myalgien, Kopfschmerzen,
gastrointestinale Symptome, dann rasch zunehmende interstitielle Pneumonitis, Lungenödem (ARDS), Multiorganversagen. Letalität 40-60%. Endemiegebiete in USA, Argentinien, Paraguay, Brasilien, Chile.
Bewertung: - Frische Infektion: Vierfachtiteranstieg im IgG-Antikörpernachweis, IgM- oder IgA-Antikörpernachweis (der alleinige Nachweis von
IgM bzw. IgA ohne IgG-Nachweis ist nicht beweisend). - Länger zurückliegende Infektion: keine signifikanten Titerveränderungen bei niedrigem IgGTiter, IgM negativ.
Ggf. Bestätigung/Typisierung mittels Immunoblot. Nach Auftreten der klinischen Symptomatik Virus-Nukleinsäure Nachweis im Blut für 1-2 Wochen.
Bemerkungen:
Virus aus der Familie der Bunyaviren. Nager als Reservoir,
Ausscheidung des Virus über Speichel, Kot und Urin. Der Mensch infiziert
sich in der Regel durch Inhalation erregerhaltigen Staubes, selten auch durch
Nagetierbisse. Risikofaktoren sind ein Wohnort in Nähe des Waldes,
Tätigkeiten im Bauwesen, in der Wald- und Forstwirtschaft und
Freizeitaufenthalte im Wald. In Deutschland zirkulieren drei verschiedene
Typen von Hantaviren: Puumala-Virus (Rötelmaus), Dobrava-Virus (Brandmaus) und Tula-Virus (Feldmaus).
Haptoglobin
Material:
Ref.-Bereich:
RID
Serum, 1 ml
45 - 200 mg/dl
Indikation:
Diagnostik und Verlaufsbeurteilung hämolytischer Erkrankungen
Bewertung:
- stark erniedrigte Werte (< 25 mg/dl) bei intravasaler Hämolyse, z.B.
immunhämolytisch, mikroangiopathisch, mechanisch (Klappenersatz),
medikamentös (G-6-PDH-Mangel), infektiös (Malaria)
- bei extravasalen Hämolysen (ein Teil der hereditären hämolytischen
Anämien, ineffektive Erythropoese, Hypersplenismus) nur bei krisenhafter
Exazerbation erniedrigte Werte
- Haptoglobin ist ein Akute-Phase-Protein, bei gleichzeitig vorliegender
Akute-Phase-Reaktion Vortäuschung höherer Haptoglobin-Werte (hier
ggf. simultane CRP-Bestimmung empfohlen).
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155
Bemerkungen:
empfehlen
ergänzend auch Bestimmung des freien Hämoglobin zu
Harnsäure
enz. Farb-Test
Material:
Ref.-Bereich:
Serum,1 ml
Männer: 2.0 - 7.0 mg/dl
Frauen: 2.0 - 6.5 mg/dl
Material:
Ref.-Bereich:
Urin bzw. 24h-Urin, 1 ml
37 - 92 mg/dl bzw. 250 - 750 mg/24h
Material:
Ref.-Bereich:
Punktat, 1 ml
3.0 - 7.0 mg/dl
Harnstatus
siehe:
Urinstatus
Harnstein-Analyse
Material:
Ref.-Bereich:
IFR-Spektroskopie
Harnkonkrement in verschlossenem Gefäß / Röhrchen
siehe Befund
Bemerkungen:
empfohlene Untersuchungen zur Ursachenabklärung:
Calcium, Phosphat, Harnsäure, Kreatinin (in Serum und Urin), ggf. Parathormon im Serum, Urinstatus sowie Bestimmung von Magnesium, Oxalsäure und Citrat im 24h-Urin, ggf. bakteriologische Urinuntersuchung.
Mit der gleichen Methode können ggf. auch andere Konkremente (z.B.
Gallensteine) untersucht werden.
Harnstoff
kin. UV-Test
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
Männer: 15 - 48 mg/dl
Frauen: 10 - 42 mg/dl
altersabhängig (siehe Befund)
Material:
Ref.-Bereich:
Urin bzw. 24h-Urin, 1 ml
0.9 - 3.0 g/dl bzw. 20 - 35 g/24h
Harnstoff-Clearance
Material:
Ref.-Bereich:
156
Serum und 24h-Urin, je 1 ml
siehe Befund
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Indikation:
in Kombination mit der Kreatinin-Clearance zur Abschätzung
der GFR speziell bei Dialysepatienten
Harnstoff-N
(Harnstoff-Stickstoff)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
Männer: 6.9 - 23 mg/dl
Frauen: 4.6 - 20 mg/dl
altersabhängig (siehe Befund)
Material:
Ref.-Bereich:
Urin bzw. 24h-Urin, 1 ml
0.4 - 1.4 g/dl bzw. 9.2 - 16.1 g/24h
Bemerkungen:
gleiche Aussage wie Harnstoff (Harnstoff-N wird aus dem
Harnstoff berechnet: Harnstoff x 0,46)
Haut-Antikörper
siehe:
Epidermale Basalmembran-Antikörper
Stachelzelldesmosomen-Antikörper
Retikulin-Antikörper
Jejunum-IgA-Autoantikörper
Endomysium-Antikörper
Gliadin-Antikörper
HAV
siehe:
Hepatitis A Virus
Hepatitis-Stufendiagnostik
HbA1c
HPLC
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Blut, 1 ml
4.2 - 6.0 % 22.4 — 42 mmol/mol (Nichtdiabetiker)
< 6.5 %
< 48 mmol/mol (gute Einstellung)
6.5 - 7.5 %
48 — 58 mmol/mol (befriedigende
Einstellung)
> 7.5 %
> 58 mmol/mol (unbefriedigende
Einstellung)
(gemäß St. Vincent-Deklaration der WHO, Werte in
mmol/mol entsprechend der IFCC-Standardisierung)
Indikation:
16 Wochen
Beurteilung der diabet. Stoffwechsellage der vergangenen 12-
Bemerkungen:
aufgrund noch unzureichender internationaler Standardisierung noch nicht empfohlen zum Ausschluß eines Diabetes mellitus.
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157
Bei hämolytischen Anämien, Hämoglobinopathien sowie nach Transfusion
nur eingeschränkt verwertbar.
HbA2
siehe:
Hämoglobin-Elektrophorese
HBc-Antikörper
siehe:
Hepatitis B Virus
Hepatitis-Stufendiagnostik
HBDH
kin. UV-Test
(2-Hydroxybutyrat-Dehydrogenase, LDH1)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
72 - 182 U/l
Bemerkungen:
Hämolyse unbedingt vermeiden
HBe-Antigen / -Antikörper
siehe:
Hepatitis B Virus
Hepatitis-Stufendiagnostik
HBs-Antigen / -Antikörper
siehe:
Hepatitis B Virus
Hepatitis-Stufendiagnostik
HBV
siehe:
Hepatitis B Virus
Hepatitis-Stufendiagnostik
HCG
siehe:
β-HCG
HCG-Test
(Leydigzell-Funktionstest)
Indikation:
DD zwischen Anorchie und Kryptorchismus, Einschätzung
der testikulären Sekretionsreserve
Durchführung: Blutentnahme zur Testosteronbestimmung vor und 48-72h
nach i.m. Gabe von 5000 I.E. HCG
158
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(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Serum, je 1 ml
Ref.-Bereich:
1.8 - 2.5 facher Anstieg über basal
Bewertung: fehlender Anstieg bei Anorchie; vorhandener, jedoch oft
eingeschränkter Anstieg bei Kryptorchismus
HCV
siehe:
Hepatitis C Virus
Hepatitis-Stufendiagnostik
HDL-Cholesterin
enzymatischer Farbtest
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
Männer: > 35 mg/dl
Frauen: > 45 mg/dl
Bemerkungen:
siehe auch Lipidelektrophorese
HE-4
EIA
(Human Epididymal Protein 4)
Material:
Serum, 1ml
Ref.-Bereich:
<104 pmol/l
Indikation:
Risikoabschätzung von epithelialem Ovarial-CA bei
Patientinnen mit unklarer Raumforderung im Beckenbereich, Nachsorge von
Patientinnen mit epithelialem Ovarial-CA
Helicobacter pylori
Kultur/GC-MS/IB/ELISA
(früher: Campylobacter pylori)
Material:
Biopsie: spez. Trsp.medium (Kultur)
Spezialröhrchen (13C-Harnstoff-Atemtest, lt. Anleitung)
Serum, 1 ml (Serologie)
Stuhl (Nachweis bakt. Antigene)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
akute Gastritis, chronische Gastritis (Typ B), Ulcus ventriculi,
Ulcus duodeni, Magenkarzinom, B-Zell-Lymphom des mukosaassoziierten
Lymphgewebes (MALT-Lymphom), B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom des
Magens (Lymphom vom Non-MALT-Typ).
Bewertung: Kultur: Nachweis der akuten/chronischen Infektion, ermöglicht
Resistenztestung.
Sensitivität
75-90%,
Spezifität
100%.
13
C-Harnstoff-Atemtest: Nachweis der aktiven Infektion, Therapiekontrolle:
ein signifikanter Abfall der 13CO2-Konzentration nach Helicobacter-Eradikationstherapie spricht für einen Therapierfolg. Sensitivität und Spezifität 90www.labor-blessing.de
159
98%. Serologie: bei Helicobacter pylori Infektion regelmäßig IgG-AK, etwas
seltener IgA-AK nachweisbar. Langsamer Titerabfall im Verlauf von 3-6
Monaten nach Eradikation, ein Resttiter kann auch länger bestehen bleiben,
daher nicht geeignet zur kurzfristigen Therapiekontrolle. Sensitivität 80-95%,
Spezifität 85-95%. Der Nachweis von Antikörpern gegen das CagAund/oder VacA-Protein weist auf eine Infektion mit einem besonders
pathogenen Helicobacter pylori Stamm hin. Antigennachweis: Nachweis der
aktiven Infektion, Therapie-Verlaufskontrolle (nach 4-8 Wochen). Sensitivität
und Spezifität vergleichbar mit Atemtest.
Bemerkungen:
bei entsprechender Klinik (z.B. Ulcus ventriculi, Ulcus
duodeni) ist eine Helicobacter-Eradikationstherapie indiziert. Standardschema: Protonenpumpenhemmer plus Amoxicillin plus Clarithromycin,
Wirksamkeit 80-95%. Cave: zunehmende Resistenz gegen Metronidazol
und Clarithromycin, gegen Amoxicillin und Tetracyclin bislang ohne Bedeutung. Eine Impfung gegen H. pylori ist z.Zt. nicht verfügbar.
HELLP-Syndrom
(Hämolysis, Elevated Liver enzyme, Low Platelet count)
Empfohlene Untersuchungen bei V.a. HELLP-Syndrom:
GOT, GPT
Bilirubin, LDH, Haptoglobin
Kleines Blutbild
Urinproteindiagnostik
Hemidesmosomen-Antikörper
siehe:
Epidermale Basalmembran-Antikörper
Heparin-induzierte Thrombozyten-Antikörper
(HAT, HIT)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Serum, 5 ml
negativ
V.a. Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HAT Typ II)
Hepatitis A Virus
EIA/PCR ˚
(HAV, Picornavirus)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Stuhl (Nachweis viraler Nukleinsäure, PCR)
Indikation:
Akute Hepatitis (epidemische Hepatitis, Reisehepatitis), Ikterus, Hepato- und Splenomegalie, Kontrolle des Impferfolgs bzw. Beurteilung
der Immunität
Bewertung: Serologie: - Frische Infektion: HAV-Gesamtantikörper positiv,
HAV-IgM positiv (für 3-6 Monate) - Länger zurückliegende Infektion / Im160
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munstatus: HAV-Gesamtantikörper positiv (>20 mIU/ml), HAV-IgM negativ;
Erregernachweis: Nachweis einer frischen Hepatitis A, Cave: bei Krankheitsausbruch nur noch in ca. 50% der Fälle Erregernachweis im Stuhl
möglich!
Bemerkungen:
Vorkommen des Hepatitis A Virus weltweit, Endemiegebiete sind tropische/subtropische Regionen in Asien, Afrika, Süd- und
Mittelamerika, große Teile Osteuropas, Naher Osten und europäische Mittelmeerländer. Übertragung fäkal-oral. 40-60% der Fälle verlaufen ohne
Ikterus. Die Infektion heilt meist nach 4-8 Wochen folgenlos aus, selten
fulminante oder protrahierte Verläufe. Kein Übergang in eine chronische
Hepatitis, keine chronischen Virusträger. Hauptausscheidung des Virus im
Stuhl zwei Wochen vor Erkrankungsbeginn bis 2 Wochen danach.
Hepatitis B Virus
EIA/PCR
(HBV, Hepadnavirus)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Serum, 1 ml qual. - 5 ml quant. (Nachweis viraler
Nukleinsäure, PCR)
Indikation:
Akute oder chronische Hepatitis, Ikterus, Hepato- und
Splenomegalie, Kontrolle des Impferfolgs bzw. Beurteilung der Immunität
Bewertung: Erregernachweis: - Nachweis von HBs-Antigen und HBeAntigen im Serum: positives HBs-Antigen zeigt Vorliegen einer HB-Infektion
an, unabhängig von der klinischen Manifestationsform, persistiert bei allen
Formen chronischer HB; positives HBe-Antigen zeigt Vorliegen einer
frischen oder kürzlichen HB an, oft bei chronischer HB positiv. - Nachweis
von HBV-DNA im Blut: positiver Nachweis erlaubt Quantifizierung der
Infektiosität, wichtiger Verlaufsparameter, Therapiekontrolle. - Nachweis
von HBc-Antigen in Leberbiopsie (Pathologie!): Hinweis auf Virusreplikation. Serologie: - Anti-HBs: erst vier bis fünf Monate nach akuter,
spontan heilender HB positiv, bei chronischer HB und gesunden HBs-Antigen-Trägern meist nicht nachweisbar, Kontrollparameter (quantitative Bestimmung!) bei Z.n. HB-Impfung (4-8 Wochen nach der 3.Dosis, solide
Immunität bei Anti-HBs >100 U/l). - Anti-HBc: regelmäßig während und
nach abgelaufener HB nachweisbar, Screening-Parameter für stattgehabte
HB-Infektion. - Anti-HBc-IgM: bei frischer oder kürzlicher HB nachweisbar,
kann bei chronischer HB persistieren. - Anti-HBe: häufig in der akuten Spätphase auftretend, Prognostische Bedeutung, ein bis fünf Jahre persistierend.
Bemerkungen:
Ausnahmen von den genannten Antigen- und Antikörperprofilen sind möglich (z.B. HBsAg-Escape-Mutanten, HBe-minusMutanten)! Es handelt sich um eine nicht-zytopathogene Infektion der Hepatozyten mit Schädigung als Folge eines immunologischen Prozesses. Die
Hepatitis B-Infektion verläuft in 90-95% als akute Hepatitis (Ausheilung in
ein bis sechs Monaten, cave: vollständiges Verschwinden des HBsAg kann
bis zu einem Jahr dauern!), davon verlaufen:
- 60-70% subklinisch oder anikterisch,
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161
- 20-35% cholestatisch,
- 0.5-1% fulminant
In 5-10% der Fälle verläuft die Hepatitis B-Infektion chronisch:
- gesunder HBs-Antigenträger (minimale Leberveränderung), 0.1-1% der
Bevölkerung in Westeuropa, 10-20% der Bevölkeung in Afrika oder Ostasien sind chronische Virusträger!
- chronisch-persistierende Hepatitis (ständige, nicht progrediente Leberveränderungen),
- chronisch-aktive Hepatitis ca. 50% (progrediente Leberzerstörung, Leberzirrhose),
- erhöhtes Risiko für ein Leberzellkarzinom
Viruslatenz ist auch nach Ausheilung (HBsAg negativ, Anti-HBs positiv)
vermutlich häufig. Eine Virusreaktivierung ist unter Immunsuppression auch
bei Vorliegen von Anti-HBs möglich. Das Hepatitis B-Virus kommt weltweit
vor, höhere Durchseuchungsraten in Süd- und Osteuropa, Nordafrika und
mittlerer Osten, höchste Durchseuchungsraten in Südostasien und in
Zentralafrika.
Hepatitis C Virus
EIA/IB ˚/PCR
(HCV, Flavivirus)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Serum: innerhalb von 6 Stunden nach Blutentnahme gewinnen, 1ml qual. - 5 ml quant./Genotyp (Nachweis viraler Nukleinsäure, PCR ˚)
Indikation:
Akute oder chronische Hepatitis, Ikterus, Hepato- und
Splenomegalie, unklare GPT-Erhöhung, Immunkomplexerkrankungen (z.B.
Kryoglobulinämie)
Bewertung: Erregernachweis: HCV-RNA (Virämie, Infektiosität) zeigt
aktive Infektion (akut oder chronisch) an. Nachweis bereits ca. 10 Tage nach
Exposition, lange vor Antikörpernachweis, möglich. Eine chronische HCVInfektion liegt vor, wenn mehr als 6 Monate lang Virusreplikation besteht.
Serologie: Anti-HCV wird 1-5 Monate nach der Infektion positiv, somit nicht
für Frühdiagnose geeignet (Folgeseren!). Bestätigung mittels Immunoblot
beweist das Vorliegen einer aktiven oder früheren Infektion. Anti-HCV
Nachweis bei wiederholt nicht nachweisbarer HCV-RNA zeigt inaktive oder
„ausgeheilte“ Infektion an.
Bemerkungen:
Wichtigster Erreger der Non-A-/Non-B-Hepatitis in unseren Breiten. Bei Primärinfektion kommt es nur bei ca. 25% der Patienten zu
symptomatischen Verläufen, Übergang in 50-80% aller Fälle in eine persistierende Infektion (ca. 15% symptomatisch):
- chronisch-aktive Hepatitis in ca. 40% (progrediente Leberzerstörung),
- Übergang in Leberzirrhose in 2-35%,
- Leberzellkarzinom: Inzidenz bei Leberzirrhose 25-30%
Das Hepatitis C-Virus kommt weltweit vor, Durchseuchungsraten ähnlich
der Hepatitis B-Infektion. Hohe Prävalenz in Risikogruppen: i.v. Drogenab162
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hängige, Empfänger von Blut/Blutprodukten vor 1992; selten sexuelle Übertragung.
Hepatitis D Virus W
EIA/PCR ˚
(HDV, Hepatitis-Delta-Virus)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Serum, 1 ml (Nachweis viraler Nukleinsäure, PCR)
Indikation:
Auschluß oder Nachweis einer Simultan- bzw. Superinfektion
mit HDV bei HBs-Antigen positiven Patienten (Hepatitis Delta)
Bewertung: Serologie: nur bei positivem HbsAg indiziert. Ein positiver
Anti-HDV-Nachweis beweist das Vorliegen einer HDV-Infektion (ausgeprägte Antikörperbildung bei Superinfektion, in der Frühphase bei Simultaninfektion oft negativ). IgM-Antikörper bei akuter Infektion, Persistenz bei
chronischer Infektion möglich. Erregernachweis: HDV-RNA in 60-80% der
HDV-Infektionen im Serum positiv (beweist Virusreplikation und somit
Infektiosität), Persistenz bei chronischer HDV-Infektion. Cave: HDV-Antigen
nur in der Frühphase kurz positiv.
Bemerkungen:
Hepatitis Delta tritt nur zusammen mit der Hepatitis BInfektion auf. Das HDV ist ein inkomplettes RNA-Virus und benötigt zur
Vermehrung ein Helfervirus, das Hepatitis B-Virus. Die Simultaninfektion
von HBV und HDV führt zu einem Krankheitsbild wie Hepatitis B, die zumeist ausheilt, jedoch 10-fach höhere Wahrscheinlichkeit eines fulminanten
Verlaufes und höhere Wahrscheinlichkeit der chronischen Form mit Zirrhose. Die Superinfektion eines chronisch HBV-Infizierten mit HDV dagegen
verursacht eine oft schwer verlaufende Hepatitis mit fulminantem oder rasch
progrdientem Verlauf, 70-90% Chronizität und hohem Zirrhoserisiko. Das
Hepatitis D-Virus kommt in den Mittelmeerländern (Süditalien!), auf dem
Balkan, im Vorderen Orient und in Teilen Afrikas vor, seltenes Vorkommen
in Mittel- und Nordeuropa. Eine Impfung gegen Hepatitis B schützt auch vor
einer Hepatitis D Simultaninfektion.
Hepatitis E Virus W
EIA ˚/PCR ˚
(HEV, Calicivirus)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Stuhl (Nachweis viraler Nukleinsäure, PCR)
Indikation:
Akute Hepatitis, Hepato- und Splenomegalie nach Aufenthalt
in den Endemiegebieten
Bewertung: Serologie: IgM-AK nachweisbar ab 1-2 Wochen (bis zu ca. 12
Wochen), HEV-Gesamtantikörper (Gipfel ca. 4 Wochen) nach Erkrankungsbeginn. Erregernachweis: RNA-Nachweis bei frischer Hepatitis E (bis
zu 2 Wochen nach Erkrankungsbeginn)
Bemerkungen:
Hepatitis E ist die epidemische, faekal-oral übertragene
Form der Non-A-/Non-B-Hepatitis. Möglichkeit einer Zoonose wird diskutiert (Schweine, Ratten). Die akute Hepatitis E verursacht bei schwangeren
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163
Frauen im 3.Trimenon eine hohe Rate letaler Verläufe (20%), sonst meist
spontane Ausheilung in 1-2 Monaten. Kein Übergang in eine chronische
Hepatitis. Vorkommen u.a. in Indien, Nepal, Burma, Pakistan, GUS, Algerien, Somalia, Sudan, Mittlerer Osten und Mexiko. In Deutschland diagnostizierte Fälle (ca. 2% aller Hepatitiden) sind Einschleppungen durch
Reisende in diese Länder.
Hepatitis G Virus W
PCR
(HGV, Flavivirus)
Material:
EDTA-Blut, 4 ml (Nachweis viraler Nukleinsäure, PCR)
Indikation:
aplastische Anämie (?), ITP bei HIV-1 (?), maligne hämatologische Erkrankungen (?)
Bewertung: Nachweis viraler RNA lässt keine Differenzierung zwischen
akuter und chronischer Infektion zu.
Bemerkungen:
Verursacht wohl keine Hepatitis. Übertragung erfolgt
wahrscheinlich überwiegend vertikal oder sexuell, aber auch durch Blut.
Soweit bekannt ist HGV selbst nicht pathogen (asymptomatische Infektion),
häufig Persistenz und Virämie.
Klinische Bedeutung insgesamt derzeit noch unklar.
Hepatitis-Stufendiagnostik
(Differentialdiagnose Virushepatitis)
Material:
Serum, 3 ml
Indikation:
V.a. Virushepatitis, Ikterus, Hepato-, Splenomegalie, Fieber,
Übelkeit, Kontakt zu Hepatitiskranken, Auslandsaufenthalt (Mittelmeergebiet, Tropen, Subtropen), Angehörige einer Risikogruppe (Medizinisches
Personal, Bluttransfusionen, Blutprodukte, Dialyse, Drogenabhängige),
Bilirubin erhöht (bei ikterischem Verlauf), Transaminasen massiv erhöht
(GPT > GOT), Alkalische Phosphatase nur gering erhöht
Bewertung: siehe Tabellen 13, 14 und 15 (Hepatitis-Stufendiagnostik)
Bemerkungen:
Die Verdachtsdiagnose einer Virushepatitis stützt sich auf
das klinische Bild in Verbindung mit den typischen biochemischen Befunden. Für Verlauf und Prognose ist die sichere Identifizierung des Erregers
durch die virologisch-serologische Untersuchung unumgänglich. Als
Screening-Untersuchung genügen die Parameter der Stufe 1-Diagnostik (vgl.
Tabelle 13), je nach Ausfall dieser Untersuchungen kann sich eine Stufe 2bzw. eine Stufe 3-Diagnostik anschließen, wobei die Stufe 3 auch seltenere
Erreger der Virushepatitis miterfaßt (vgl. Tabelle 14 und 15).
164
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Tabelle 13: Hepatitis-Stufendiagnostik Stufe 1: Verdacht auf Virushepatitis
Parameter
Anti-HAV
Anti-HAV-IgM
Anti-HBc
HBs-Antigen
Anti-HCV
Befund
negativ
negativ
positiv
negativ
positiv
positiv
negativ
negativ
positiv
negativ
positiv
positiv
negativ
positiv
Wertigkeit, weitere Untersuchungen
Ausschluß Hepatitis A
frühere, abgelaufene Hepatitis A, Immunität
besteht
frische/kürzliche Hepatitis A
Ausschluß Hepatitis B
frühere Hepatitis B oder Hepatitis B-Infektion, zur
Abklärung: Anti-HBs, Anti-HBc-IgM, HBV-PCR
Hepatitis B-Infektion (akut, chronisch, oder
gesunder HBs-Antigenträger), zur Abklärung:
Anti-HBs, HBe-Antigen, Anti-HBe, HBV-PCR,
Anti-HDV
Hepatitis C-Infektion möglich, zur Abklärung:
Anti-HCV-Verlaufskontrolle, HCV-PCR
HCV-Immunoblot (Best.-Test), HCV-PCR
Tabelle 14: Hepatitis-Stufendiagnostik Stufe 2: Weitere Untersuchungen bei
positiven Vorbefunden in Stufe 1
Parameter
Befund
Wertigkeit
Vorbefund Anti-HBc positiv
Anti-HBs
positiv
frühere, abgelaufene Hepatitis B, Immunität
besteht
negativ
zur Abklärung: HBs-Antigen, Anti-HBc-IgM,
HBV-PCR
Anti-HBc-IgM
positiv
frische Hepatitis B, akuter Schub einer chronischen Hepatitis B
negativ
Ausschluß akute Hepatitis B
HBV-PCR
positiv
infektiöse Hepatitis B, Therapieverlaufsparameter
bei chronischer Hepatitis B
negativ
Ausschluß infektiöse Hepatitis B
HBe-Antigen
positiv
frische oder kürzliche Hepatitis B, oft bei
Anti-HBe
negativ
chronischer Hepatitis B positiv, hohe Infektiosität
negativ
akute Spätphase Hepatitis B, chronische Hepositiv
patitis B
negativ
chronische Hepatitis B, cave: HBe-minusnegativ
Mutanten!
Anti-HDV
positiv
Hepatitis D-Infektion
negativ
Ausschluß Hepatitis D, cave: Superinfektion!
HBV-PCR
positiv
infektiöse Hepatitis B, Therapieverlaufsparameter
bei chronischer Hepatitis B
negativ
Hepatitis B-Infektion mit geringer Infektiosität
Vorbefund Anti-HCV positiv oder negativ
HCV-PCR
positiv
Hepatitis C-Infektion (akut, chronisch)
negativ
keine aktive Hepatitis C
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165
Tabelle 15: Hepatitis-Stufendiagnostik Stufe 3: Weitere Untersuchungen bei
komplett negativem Vorbefund in Stufe 1
Parameter
Befund
Wertigkeit
Anti-HEV
positiv
frische/kürzliche Hepatitis E
Anti-HEV-IgM
positiv
positiv
frühere, abgelaufene Hepatitis E
negativ
negativ
Ausschluß Hepatitis E, cave: diagnostisches
negativ
Fenster!
Fortsetzung Tabelle 15: Hepatitis-Stufendiagnostik Stufe 3: Weitere Untersuchungen bei
komplett negativem Vorbefund in Stufe
Parameter
Befund
Wertigkeit
CMV KBR
TA, SK
frische Zytomegalievirus-Infektion, BegleitCMV-IgG
positiv
hepatitis (Leberbeteiligung)
CMV-IgM
positiv
< 1:60, kein TA
früher durchgemachte, länger zurückpositiv
liegende CMV-Infektion
negativ
EBV VCA-IgG
TA, SK
frische Epstein-Barr-Virusinfektion, BegleitEBV VCA-IgM
positiv
hepatitis (Leberbeteiligung)
Anti-EBNA 1
< 5 U/ml
Anti-EA
> 1:20
kein TA
früher durchgemachte, länger zurücknegativ
liegende EBV-Infektion
> 5 U/ml
< 1:20
Coxiella burnetii
TA
akute Coxiella burnetii Infektion, Hepatitis
KBR
< 1:40, kein TA
kein Anhalt für akute/chronische Coxiella
burnetii Infektion
Leptospiren IgG negativ
frische Leptospiren-Infektion, Hepatitis
Leptospiren IgM
positiv
negativ
kein Anhalt für aktive Leptospiren-Infektion
negativ
TA
4facher Titeranstieg
SK
Serokonversion
Heptabarbital W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.5 - 5 µg/ml
HER-2/neu-Protein
ELISA
(human epidermal growth factor receptor-2/neuroblastoma, C-erb-2, c-neu)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 15.2 µg/l
Indikation:
Prognoseabschätzung sowie Therapiekontrolle beim MammaCA, fehlender Tumorgewebestatus zur HER-2/neu-Proteinexpression.
166
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Da im Verlauf des Metastasierungsprozesses eines Mammakarcinoms die
Möglichkeit der Selektion HER-2/neu-positiver Zellklone besteht, ist die
Bestimmung auch bei initial HER-2/neu-negativem Status des Primärtumors
im weiteren Verlauf sinnvoll.
Bewertung: Wird dieser Wachstumsfaktor-Rezeptor von Tumorzellen
überexprimiert, profitieren etwa ein Drittel der betroffenen Patientinnen von
einer Therapie mit dem Antikörper Trastuzumap (Herceptin).
Die HER-2/neu-Spiegel im Serum korrelieren mit dem progressionsfreien
Überleben unter Chemotherapie und auch mit der Gesamt-Überlebenszeit.
Sinkende Serum-Spiegel unter Herceptin-Therapie sind ein eindeutiges
Zeichen für einen Therapieerfolg, bei konstanten oder sogar ansteigenden
Konzentrationen spricht die Patientin nicht auf die Antikörper-Therapie an.
Herpes-simplex-Virus Typ 1/2
(HSV 1, HSV 2)
Material:
Ref.-Bereich:
ELISA/PCR
Serum, 1 ml (Serologie)
Liquor (1 ml), Bläscheninhalt, Genitalabstrich, Augenabstrich, Rachenabstrich, BAL (Nachweis viraler Nukleinsäure, PCR)
siehe Befund
Indikation:
HSV 1: Überwiegend orofaziale Läsionen: Primärinfektion
meist inapparent, selten Gingivo-Stomatitis (Mundfäule), Pharyngitis, lebenslange Persistenz im Ganglion trigeminale, endogene Rezidive als Herpes labialis, primäre oder rezidivierende Herpes-Keratitis (Keratitis dendritica), Ekzema herpeticatum, Herpes-Enzephalitis. HSV 2 (postnatal erworbene Infektion): Überwiegend genitale Läsionen: Herpes genitalis als Primärund Nichtprimärinfektion, lebenslange Persistenz in den sacralen
Spinalganglien, endogene Rezidive am Genitale und am Stamm, HerpesMeningitis. HSV 2 (perinatal erworbene Infektion: Herpes neonatorum,
neonatale Herpes-Enzephalitis).
Bewertung: Serologie: - Primärinfektion: KBR und/oder IgG: Serokonversion (cave: Z.n. Immunglobulingabe!) bzw. Vierfachtiteranstieg, IgM positiv.
- Reaktivierungen: KBR und/oder IgG: signifikante Titerbewegungen sind
beweisend, aber selten, negatives Ergebnis oder niedriger Titer schließt
Reaktivierung nicht aus! IgA typischerweise positiv. IgM bei schweren Rezidiven möglicherweise positiv, negatives Ergebnis schließt Reaktivierung
nicht aus! Deshalb sollte, sofern möglich, der direkte Erregernachweis angestrebt werden. - Länger zurückliegende Infektion: KBR und/oder IgG: keine
signifikanten Titerbewegungen, häufig niedriger Titer, IgM negativ. Cave:
Typendifferenzierung über Antikörpernachweis wegen starker Kreuzreaktivität meist nicht möglich! Erregernachweis: Nachweis einer aktiven (primäre
oder reaktivierte) Herpes-simplex-Infektion, cave: HSV-Nachweis von
Schleimhäuten bei symptomfreien Personen! Unterscheidung der Virustypen
("orale" und "genitale" Stämme). Die Korrelation zwischen HSV-Typ und
Lokalisation (HSV 1 oberhalb, HSV 2 unterhalb der Gürtellinie) beträgt in
Westeuropa etwa 70-80%.
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167
Bemerkungen:
Vorkommen weltweit, akute Erkrankungen meist sporadisch. Zunächst lokale Vermehrung des Virus am Ort der Primärinfektion,
neurale Ausbreitung (axonaler Transport) zum Ganglion Gasseri bzw. zu den
autonomen Ganglien, dort latente, persistierende Infektion, von den
Ganglien aus bei nachfolgenden Voraussetzungen endogene Rezidive:
- ausreichende Quantität und Virulenz des persistierenden Virus,
- äußerer (Nerven-Irritation) oder innerer (Fieber, Streß, Hormone) Anlaß,
der latentes Virus reaktiviert,
- temporäre immunologische Situation, die die Virusvermehrung toleriert
(Rekurrenz),
- Bereitschaft des Organismus, auf Virusvermehrung mit Entzündung zu
reagieren (Rekrudeszenz)
Herzmuskel-Antikörper
(HMA)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Postmyokardinfarkt-Syndrom (Dressler), PostkardiotomieSyndrom, Endokarditis (lenta), Myokarditis, Virus-Myokarditiden (CoxsackieViren), Kardiomyopathie, rheumatische Karditis, Herztransplantation
Bewertung: Nachweishäufigkeit bei Postkardiotomie-Syndrom (90-100%),
Endocarditis lenta 60-100%, Cave: niedrige Titer können nach Virusinfekten
(Coxsackie
B-,
Mumps-,
Influenzaviren)
jahrelang
persistieren,
kreuzreagierende Antikörper bei Myasthenia gravis und autoimmunen Polyendokrinopathien.
Bemerkungen:
Antikörper gegen verschiedenartige Antigenkomponenten
des Herzmuskels, ihre Organspezifität wurde durch Absorption mit Skelettmuskel- und anderen Antigenen in den meisten Fällen nicht bewiesen. Das
oft aufgeführte sogenannte sarkolemmale Reaktionsmuster ist wahrscheinlich
in der Mehrzahl der Fälle durch heterophile Antikörper bedingt. Als
herzmuskelspezifische Antigene gelten: Mitochondrien-Antigene (M7),
Myosin (herzmuskelspezifische Isoformen).
Heu-Antikörper
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Hexobarbital W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 5 µg/ml
HGH (human growth hormon)
siehe:
168
STH (somatotropes Hormon)
www.labor-blessing.de
HHV 5 (Humanes Herpes-Virus Typ 5)
siehe:
Cytomegalievirus
HHV 6
siehe:
Humanes Herpes-Virus Typ 6
Hippursäure
siehe:
Toxikologische Untersuchungen
Histamin W
RIA
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Plasma gefroren, 1 ml
< 0.8 µg/l
Material:
Ref.-Bereich:
Heparinblut gefroren, 2 ml
10 - 75 µg/l
Material:
Ref.-Bereich:
Urin gefroren, 10 ml
5 - 35 µg/l
Indikation:
V.a. vermehrte Histaminausschüttung, ergänzender Parameter
in der Bewertung der Di-Amino-Oxidase bei V.a. Histaminunverträglichkeit.
Histidyl-t-RNA-Synthetase-Autoantikörper
siehe:
Jo-1-Autoantikörper
Histon-Autoantikörper
(Anti-Histone)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Medikamenteninduzierter Lupus erythematodes (LE), systemischer Lupus erythematodes (SLE), seltener bei anderen Kollagenosen, rheumatoide Arthritis (RA), juvenile chronische Polyarthritis
Bewertung: Nachweishäufigkeit bei medikamenteninduziertem LE 5095%, bei systemischem LE 20-50%
Bemerkungen:
Antikörper gegen Epitope auf den fünf HauptHistonfraktionen (H1, H2A, H2B, H3 und H4). Bei verschiedenen Autoimmunerkrankungen können unterschiedliche Reaktionsmuster mit den
Histonfraktionen erhalten werden. Antikörper gegen H2A-H2B-Komplex z.B.
häufig bei Procainamid-induziertem LE. Antikörper häufig gegen H1
gerichtet bei juveniler chronischer Polyarthritis.
www.labor-blessing.de
169
Histoplasma capsulatum
Kultur/KBR ˚
(Histoplasmose-Antikörper)
Material:
Sputum, BAL, Biopsie, Knochenmark, Blut (Kultur)
Serum, 1 ml (Serologie)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Tuberkuloseähnliche
Symptome,
Hepatosplenomegalie,
Lymphadenopathie nach Aufenthalt in Endemiegebieten (insbesondere
mittlerer Westen der USA, Mittel- und Südamerika).
Bewertung: Kultur (Methode der Wahl): Nachweis der akuten/chronischen Infektion. Serologie (unzuverlässig): Histoplasma-Antikörper treten
in der Regel 2-4 Wochen nach Exposition auf und zeigen langdauernde
Persistenz. Hoher Antikörpertiter spricht für aktive Infektion, Serokonversion
oder Vierfachtiteranstieg als Hinweis für eine frische Infektion, niedrige
Antikörpertiter kommen auch bei asymptomatischen Infektionen vor.
Bemerkungen:
Bei Histoplasma capsulatum (dimorpher Sprosspilz) handelt es sich um einen obligat-pathogenen Erreger von Systemmykosen mit
verschiedenen Manifestationsformen (asymptomatisch, akut-/chronisch
pulmonal, disseminiert, mediastinale Granulome/fibrosierende Mediastinitis). Die Infektion erfolgt meist durch Einatmen von sporenhaltigem Staub,
eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.
HIV Typ 1/2
EIA/IB/PCR ˚
(Human Immunodeficiency-Virus Typ 1/2, AIDS-Erreger)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
EDTA-Blut, 5 ml qual./quant. (Nachweis viraler Nukleinsäure)
Indikation:
Serologie: - Akute HIV-Infektion: mononukleose- oder grippeähnliches Krankheitsbild. - Lymphadenopathiesyndrom (LAS): persistierende
(> 3 Monate), generalisierte Lymphknotenschwellung an mindestens zwei
verschiedenen Körperstellen außerhalb der Inguinalregion ohne andere
erkennbare Ursache, Nachtschweiß, Fieberschübe, Durchfälle, Gewichtsabnahme (> 10% des Körpergewichts), Soor. - Acquired Immunodeficiency
Syndrome (AIDS), in Afrika "slim disease"): Zeichen des zellulären
Immundefekts in Laborbefunden bei HIV-Infektion, opportunistische Infektionen (Pneumocystis jiroveci Pneumonie, Cryptococcus neoformans
Meningitis, Toxoplasmose-Enzephalitis, CMV-Retinitis) und/oder KaposiSarkom bzw. maligne Lymphome. - HIV-Enzephalopathie: Demenz;
Screening-Untersuchung bei Blut- und Plasmaspendern, bei Personen aus
Risikogruppen (Promiskuitive, Homosexuelle, i.v.-Drogenabhängige, Hämophile, heterosexuelle Partner von AIDS-Patienten und HIV-Infizierten).
Erregernachweis: Frühuntersuchung bei Risiko-Patienten, Bestätigungstest
bei unklaren Antikörperbefunden, bei V.a. konnatale HIV-Infektion, bei
Patienten mit passiv übertragenen Antikörpern, quantitative Untersuchung
bei der Frage nach Intensität der Virusreplikation, sowie als Therapieerfolgskontrolle bei antiviraler Chemotherapie.
170
www.labor-blessing.de
Bewertung: Serologie:
HIV-Antigen/Antikörper-Kombitest
(EIA):
Screening-Test, bei positivem Ausfall Wiederholung im gleichen Serum und
in einem Bestätigungstest. - HIV-Antikörper-Immunblot (Westernblot):
Bestätigungstest bei positiven und grenzwertigen Seren. Cave: der Nachweis
von HIV-Antikörpern gilt erst als gesichert, wenn er mit Screening- und
Bestätigungstest in zwei verschiedenen Blutproben desgleichen Patienten
geführt wurde (Ausschluss von Probenverwechslungen)! Der HIV-Kombitest
kann eine Infektion bereits nach 2 (-4) Wochen anzeigen, Serokonversionen
nach mehr als 3 Monaten sind bei Immunkompetenten äußerst selten. Positive HIV-Antikörper sind auch bei passiver Übertragung von Antikörpern
(z.B. Neugeborene anti-HIV-positiver Mütter) möglich, ohne daß eine HIVInfektion vorliegt! Die Antikörperdiagnostik ist daher in den ersten 18 Lebensmonaten nicht ausagekräftig. Erregernachweis: Nachweis und/oder
Bestätigung der HIV-Infektion
Bemerkungen:
HIV-1 ist mittlerweile weltweit verbreitet, hohe Prävalenzen gibt es in Zentralafrika, Haiti, USA und Westeuropa, z.T. dramatische Zunahme der Fallzahlen in Südostasien. Vorkommen von HIV-2
Infektionen v.a. in Westafrika und Indien. Die Primärinfektion ist häufig
asymptomatisch oder mit einer unspezifischen grippeähnlichen Symptomatik assoziiert, führt jedoch stets zur persistierenden Infektion. Eine klinisch
symtomlose Phase mit andauernder Virusreplikation schließt sich an. Nach
unterschiedlich langer Zeit kommt es zur Erschöpfung der CD4-Helfer-TZellen, zum Zusammenbruch des Immunsystems und zum Auftreten von
AIDS. Bei einem kleinen Teil der Infizierten zeigen sich auch > 15 Jahre
nach der Primärinfektion keine Krankheitszeichen bzw. keine Hinweise auf
einen immunologischen Defekt. Selten wurde eine weitgehende Resistenz
gegenüber HIV-Infektionen bei Patienten mit einem homozygoten Defekt im
Gen für den Korezeptor CCR-5 beschrieben.
HLA-B27
Material:
Indikation:
PCR
EDTA-Blut, 1 ml
siehe Tabelle 16 (HLA-Assoziationen)
HLA-Typisierung W
Zytotoxizitätstest
(HLA-A-, -B- und -C-Antigene, HLA-DR- und DQ-Antigene; MHC-Antigene,
Haupthistokompatibilitäts-Genkomplex)
Material:
HLA-A-, -B- und -C-Antigene:
EDTA- oder Heparin-Blut frisch, 10 ml
HLA-DR- und DQ-Antigene:
EDTA- oder Heparin-Blut frisch, 20 ml
(für eine Volltypisierung (A-, B-, C- und DR-, DQ-Locus)
40 ml)
Gentechnologische Typisierung (PCR) der HLA-DR- und
DQ-Antigene:
EDTA-Blut frisch, 10 ml
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171
Indikation:
siehe Tabelle 16 (HLA-Assoziationen), Transplantationsvoruntersuchungen, Vaterschaftsgutachten (bitte spezielle Entnahme- und
Dokumentationsbedingungen erfragen)
Bemerkungen:
Blutentnahme im Labor möglich von Montag bis Mittwoch. Blut nur bei Raumtemperatur lagern; für die Untersuchung werden
vitale Lymphozyten benötigt!
Die Stärke der HLA-Assoziation zur Erkrankung wird als relatives Risiko (rR)
beschrieben. rR-Werte über 1 sprechen für erhöhte und unter 1 für verminderte Risiken, eine bestimmte Krankheit zu bekommen.
Die folgende Tabelle
Krankheitsassoziationen:
gibt
eine
Übersicht
über
die
wichtigsten
Tab. 16: Wichtige HLA-Assoziationen mit erhöhtem Krankheitsrisiko
Krankheit
HLA-Antigen
bzw. Haplotyp
1.Rheumatischer Formenkreis
M.Bechterew (Ankylosierende Spondylitis)
- bei entzündlichen Darmerkrankungen
Reaktive Arthritis
- Gonokokken
- Salmonellen
- Shigellen
- Yersinien
Urethro-okulo-artikuläres Syndrom (M.Reiter)
Psoriasis-Arthritis
Schmerzhafte Schultersteife (Duplay-Syndrom)
Juvenile Arthritis (M.Still)
Rheumatoide Arthritis
2.Ophthalmologische Erkrankungen
Akute Uveitis anterior
Skleritis
Diabetische Retinopathie
3.Haut- und Schleimhauterkrankungen
Psoriasis vulgaris
Psoriasis (undifferenziert)
Dermatitis herpetiformis
Morbus Behcet
Alopecia areata
Rekurrierende aphthöse Stomatitis
Sicca-Syndrom
172
Rel. Risiko (rR)
B27
B27
87,4
5,9
B27
B27
B27
B27
B27
B27
B16
B27
B27
Cw3
B40
Cw3, B40, DR4
13,9
17,6
20,7
17,6
37,0
4,0
2,8
6,3
4,5
6,1
4,9
10,2
B27
B15
B8
B15
10,4
4,1
4,0
2,8
Cw6
B37
B13
B17
B37
Bw57
Cw6
DR7
DR3
B5
B12
B7
DR3
13,3
6,4
4,7
4,7
3,7
3,0
4,8
2,5
15,4
6,3
5,4
5,9
9,7
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Tab. 16: Wichtige HLA-Assoziationen mit erhöhtem Krankheitsrisiko
Krankheit
HLA-Antigen
bzw. Haplotyp
4.Systemische Erkrankungen
Idiopathische Hämochromatose
(Bronzediabetes)
System. Lupus erythematodes (SLE)
Hydralazin-induzierter SLE
Perniziöse Anämie
Sjögren-Syndrom
5.Infektionen
Rekurrierender Herpes labialis
Gesunde HBs-AG-Träger
Tuberkulose
Poliomyelitis
6.Endokrine Störungen
Kongenitale Nebennierenhyperplasie
Morbus Addison
Juveniler Diabetes mellitus
Morbus Basedow
Hashimoto-Thyreoiditis
Subakute Thyreoiditis
7.Neurologische Krankheitsbilder
Myasthenia gravis
Subakut-sklerosierende Panenzephalitis (SSPE)
8.Gastrointestinale-, Leber- und
Nierenerkrankungen
Zöliakie
Chronisch-aktive Hepatitis
Idiopathische membranöse
Glomerulonephritis
IgA-Nephropathie
Nephropathie nach Goldtherapie
Goodpasture-Syndrom
9.Arzneimittel-(Neben-)Wirkungen
D-Penicillin induzierte Myasthenia gravis
Rel. Risiko (rR)
A3
B14
DR3
DR2
DR4
DR5
B8
8,2
4,7
5,8
3,7
5,6
5,4
3,2
A1
Bw41
B8
B16
2,7
11,2
5,1
4,3
Bw47
B5
B8
DR3
DR3
DR4
DR3+DR4
DR3
DR4
DR5
B35
15,4
3,6
3,9
6,3
5,8
4,1
20,2
3,7
3,1
3,2
13,7
A1
B8
DR3
A29
2,6
3,0
2,9
3,6
DQ2
DQ8
B8
DR3
DR7
DR3 + DR7
B8
DR3
B8
DR3
DR4
A1
B8
A1, B8, DR3
DR2
36,0
11,0
10,8
11,9
52,1
9,0
13,9
2,3
12,0
4,0
9,0
14,0
28,9
15,9
DR1
DR7
20,6
6,3
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173
Holo-TC W
(Holotranscobalamin, metabolisch aktives Vitamin B 12)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
> 50 pmol/l
Indikation:
Beurteilung eines Vitamin B12-Mangels (frühester Marker),
insbesondere auch bei verdächtiger Klinik mit Vitamin B12-Spiegeln im
unteren Normbereich (< 400 pg/ml)
Bewertung: Werte < 35 pmol/l sichern den Mangel an Vitamin B12, bei
Werten im Graubereich (35 - 50 pmol/l) wird ergänzend die Bestimmung
von Methylmalonsäure (siehe dort) als metabolischer Marker für den
intrazellulären Vitamin B12-Mangel empfohlen.
Bemerkungen:
Eine renale Dysfunktion (erhöhtes Serum-Kreatinin) kann
zu falsch-hohen Holo-TC-Werten führen.
Holzstaublunge
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
HOMA-Index
(Homeostasis Model Assessment, Glucose-Insulin-Quotient)
Material:
Serum, 0.5ml (Insulin)
NaF-Blut, 0.5 ml (Glucose)
Ref.-Bereich:
nüchtern: > 4.5
Indikation:
Beurteilung der Insulinresistenz, insbesondere auch bei
Hyperandrogenämie im Rahmen des polyzystischen Ovarialsyndrom (PCO)
Bewertung: Werte < 4.5 sprechen für eine Insulinresistenz. In diesen
Fällen zeigen Metformin und andere Insulinsensitizer (Glitazone) häufig
einen günstigen Effekt auch auf die Hyperandrogenämie und Zyklusregulierung. Der HOMA-Index eignet sich in diesen Fällen zur Indikationsstellung
und zur Therapiekontrolle.
Homocystein
Material:
Ref.-Bereich:
HPLC
EDTA-Plasma oder Serum, 2 ml
< 13.9 µmol/l
Indikation:
Unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung von Arteriosklerose, vorzeitigem Herzinfarkt oder Schlaganfall
Bewertung: Steigendes Risiko ab ca. 9 µmol/l
Bemerkungen:
Pat. muß mindestens 12h vor der BE nüchtern sein!
Plasma bzw. Serum muß innerhalb 30 min nach Blutentnahme vom
Blutkuchen abgetrennt werden, sonst können falsch erhöhte Werte
resultieren.
174
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Homogentisinsäure W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
HPLC
10 ml 24h-Urin angesäuert mit 10ml 10%iger HCl
negativ
V.a. Alkaptonurie
Homovanillinsäure
(HVS)
Material:
10 ml 24h Urin angesäuert ausschließlich mit 10 ml
10%iger Salzsäure
< 8 mg/24h
Ref.-Bereich:
Indikation:
HPLC
V.a. Neuroblastom
Bemerkungen:
Die ergänzende Bestimmung von Dopamin im 24h-Urin
wird empfohlen.
HPL
(Humanes Placenta-Lactogen)
Die Untersuchung führen wir nicht mehr durch (dank moderner Ultraschalltechnik heute obsolet, keine Regelleistung der Mutterschaftsvorsorge
und keine Kassenleistung mehr).
HPV
siehe:
Papillomviren, humane
HSV
siehe:
Herpes-simplex-Virus Typ 1/2
HTLV-1-Virus W
EIA/IB/PCR
(Human T-Lymphotropic-Virus Typ 1)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
EDTA-Blut, 2 ml (Nachweis viraler Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
„Adulte“ T-Zell-Leukämie (ATL), tropische spastische Paraparese (TSP), HTLV-1-assoziierte Myelopathie (HAM)
Bewertung: Serologie: positiver Antikörpernachweis (mit Bestätigung
durch Immunoblot!) spricht für Infektion mit HTLV-1. Erregernachweis:
Nachweis proviraler DNA spricht für Infektiosität.
Bemerkungen:
Vorkommen in Japan, Zentralafrika, in der Karibik, Nordosten Südamerikas, Neuguinea und andere Inseln Ozeaniens, Taiwan, Iran
und Rumänien. Übertragung erfolgt parenteral über Geschlechtsverkehr,
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175
Blut, intrauterin (etwa 5%) und Muttermilch (bis 25%). Etwa 1-4% der
HTLV-1-Infizierten erkranken nach > 40 Jahren im Erwachsenenalter.
HTLV-2-Virus W
EIA/IB/PCR
(Human T-Lymphotropic-Virus Typ 2)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
EDTA-Blut, 2 ml (Nachweis viraler Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Haarzell-Leukämie, T-Zell-Lymphome
Bewertung: Serologie: positiver Antikörpernachweis (mit Bestätigung
durch Immunoblot!) spricht für Infektion mit HTLV-2. Erregernachweis:
Nachweis proviraler DNA spricht für Infektiosität.
Bemerkungen:
Ätiologische Rolle des Virus bei der Haarzell-Leukämie
oder T-Zell-Lymphomen ist offenbar nur in Ausnahmefällen gegeben, z.T.
hohe Durchseuchungsraten (bis zu 20%) bei i.v. Drogenabhängigen.
Hu-Autoantikörper W
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Paraneoplastische sensorische Neuropathie, Enzephalomyelitis bei kleinzelligem Bronchial-Karzinom, zerebellare Degeneration, Hirnstamm-Enzephalitis, Myelitis, Demenz
Bemerkungen:
Autoantikörper gegen Protein-Antigene von NeuronenKernen des ZNS und peripherer Nerven
Hühnerserum-Antikörper
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Humane Antikörper gegen Tier-IgG W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Impfstoffe)
Serum, 2 ml
negativ
Abklärung allergischer Reaktionen auf Fremdeiweiß (z.B.
Bemerkungen:
Nachweis von humanem IgG, IgA, IgM gegen Maus-IgG,
Ratten-IgG oder Pferde-IgG möglich. Genauer Auftrag erforderlich!
Humanes Herpes-Virus Typ 5
(HHV 5)
siehe: Cytomegalievirus
176
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Humanes Herpes-Virus Typ 6 W
(HHV 6)
Material:
Ref.-Bereich:
IFT
Serum, 1 ml
< 1:16 Titer
Indikation:
Exanthema subitum (Roseola infantum, Dreitagefieber, 6.
Krankheit), „chronic fatique syndrom“ (?), Immunsuppression
Bewertung: - Primärinfektion (Exanthema subitum): IgG-Serokonversion
oder schon positiv, IgM positiv, - Länger zurückliegende Infektion: IgG
positiv, IgM negativ
Bemerkungen:
Vorkommen weltweit, akute Erkrankung oft asymptomatisch und fast ausschließlich in den ersten drei Lebensjahren (nur 17% der
HHV-6 Primärinfektionen zeigen sich als Exanthema subitum). Durchseuchung 75-90% nach dem 1. Lebensjahr. Viruspersistenz im Organismus,
Reaktivierung möglich bei Immunsuppression mit fulminanter Hepatitis,
Knochenmarksbefall oder Enzephalitis.
Hungertest
Indikation:
V.a. Insulinom, DD der Hypoglycämie
Durchführung: Der Pat. erhält über 48-72h keine Nahrung (nur energiefreie Flüssigkeit ist erlaubt) und soll sich normal körperlich
bewegen.
Blutentnahme zur Bestimmung von Glucose und Insulin
im Abstand von 6h oder bei Symptomen einer Hypoglycämie.
Falls nach 72h keine Hypoglycämie aufgetreten ist,
anamnestisch aber eine Hypoglycämieneigung zu vermuten ist, erneute Blutentnahme nach intensiver körperlicher Bewegung unter Aufsicht (z.B. 100 W für 30 min).
(Cave: Glucoselösung 20% bereithalten, ggf. venösen Zugang legen, Testabbruch bei Hypoglycämiesymptomatik)
Material:
NaF-Blut, je 0.5 ml (Glucose)
Serum, je 0.5 ml (Insulin)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Bewertung: Bei Gesunden Abfall des Insulin/Glucose-Quotienten auf
< 0.3, bei Insulinom fehlender bzw. eingeschränkter Abfall oder sogar Anstieg im Testverlauf.
Hyaluronidase-Antikörper
siehe:
Streptokokken-Antikörper
Hydroxybutyrat-Dehydrogenase
siehe:
HBDH
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177
Hydrochlorothiazid-Alveolitis
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Hydroxycalciferol (25- bzw. 1,25-)
siehe:
Vitamin D
Hydroxyprolin
Die Untersuchung ist obsolet aufgrund mangelnder Spezifität und starker
ernährungsbedingter Schwankungen (umfangreiche Diätvorschriften müßten
eingehalten werden).
Zur Beurteilung des Knochenstoffwechsels sind die Pyridinoline im ersten
Morgenurin wesentlich besser geeignet (siehe dort).
Hydroxyzin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
30 - 100 ng/ml
Hypertonie-Diagnostik
Zum Ausschluß einer sekundären Hypertonie empfehlen wir das folgende
Untersuchungsprogramm (nähere Einzelheiten siehe jeweils bei den entsprechenden Untersuchungen):
Tabelle 17: Hypertonie-Diagnostik
Erkrankung
Parameter
Phäochromozytom
Katecholamine im Urin
Hyperaldosteronismus
M. Cushing
Hyperthyreose
Nephropathien / renovaskuläre Hypertonie
Aldosteronmetabolite im
Urin
und/oder
Renin-AldosteronQuotient
Cortisol, wenn möglich
als Tagesprofil (z.B. 8:00
und 18:00 Uhr)
TSH, evtl. plus FT3, FT4
Harnstoff / Kreatinin
Urinprotein-Diagnostik
Renin (Ruhewert nach 2h
Liegen)
Untersuchungsmaterial
10 ml 24h-Urin
angesäuert mit 10 ml
HCl 10%
10 ml 24h-Urin ohne
Zusätze
EDTA-Plasma gefroren,
2ml plus Serum, 1 ml
Serum, je 1 ml
Serum 1-2 ml
Serum, 1 ml
Morgenurin, 10 ml
EDTA-Plasma gefroren,
2ml
Folgende Medikamente bzw. Nahrungsmittel sollten wenn möglich ca. 1
Woche vor Diagnostik abgesetzt werden: Diuretika, Antihypertensiva, Laxantien, Kortikoide, Östrogene, Kaliumpräparate, Lakritze.
178
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Hypophysen-Autoantikörper W
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Autoimmune Polyendokrinopathien, polyglanduläres Autoimmun-Syndrom, Hypophysen-Insuffizienz
IAA
siehe:
Insulin-Antikörper
ICA
siehe:
Inselzell-Autoantikörper
IFA
siehe:
Intrinsic-Faktor-Autoantikörper
Ifosfamid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 50 µg/ml
IgA
Turbidimetrie
(Immunglobulin A)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
0.4 - 3.5 g/l
altersabhängig (siehe Befund)
Material:
Ref.-Bereich:
Liquor, 1 ml
< 4.0 mg/l
IgA, sekretorisches W
nephelometrisch
(Immunglobulin A sekretorisch)
Material:
Speichel, Tränenflüssigkeit, Duodenalsaft, 1 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Serum-IgA-Mangel, gehäufte Infektionen der Schleimhäute
IgA-Subklassen (IgA1, IgA2) W
RID
(Immunglobulin A-Subklassen A1, A2)
Material:
Serum, 2 ml
Ref.-Bereich:
altersabhängig, siehe Befund
Indikation:
weitere Abklärung bei IgA-Mangel
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179
IgA-EMA
siehe:
Endomysium-Antikörper
IgD W
RID
(Immunglobulin D)
Material:
Serum, 0.5 ml
Ref.-Bereich:
< 100 U/ml
Indikation:
V.a. IgD-Plasmozytom, Verdacht auf Hyper-IgD-Syndrom bei
Lymphadenopathien und periodischen Fieberschüben.
IgE (gesamt)
LIA
(Immunglobulin E)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 50 IU/ml (Erwachsene)
< 2 IU/ml (Kinder bis 2 Monate)
< 40 IU/ml (Kinder bis 1 Jahr)
< 100 IU/ml (Kinder bis 2 Jahre)
< 150 IU/ml (Kinder bis 3 Jahre)
< 190 IU/ml (Kinder bis 5 Jahre)
< 150 IU/ml (Kinder bis 6 Jahre)
< 120 IU/ml (Kinder bis 16 Jahre)
Indikation:
Diagnose, Differentialdiagnose und Verlaufskontrolle allergischer Erkrankungen, V.a. Parasitosen
IgE, spezifisches
siehe:
RAST
IgG
Turbidimetrie
(Immunglobulin G)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
6.5 - 16.0 g/l (Erwachsene)
7.0 - 16.0 g/l (Kinder bis 1 Monat)
2.5 - 7.5 g/l (Kinder bis 3 Monate)
1.8 - 8.0 g/l (Kinder bis 6 Monate)
3.0 - 10.0 g/l (Kinder bis 1 Jahr)
3.5 - 10.0 g/l (Kinder bis 2 Jahre)
5.0 - 13.0 g/l (Kinder bis 5 Jahre)
6.0 - 13.0 g/l (Kinder bis 9 Jahre)
7.0 - 14.0 g/l (Kinder bis 13 Jahre)
Material:
180
Liquor, 1 ml
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Ref.-Bereich:
< 40 mg/l
Material:
Ref.-Bereich:
Urin bzw. 24h-Urin, 1 ml
< 10 mg/l bzw. < 15 mg/24h
IgG, spezifisches
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
RAST
IgG-Subklassen W
nephelometrisch
(Immunglobulin G-Subklassen G1-G4)
Material:
Serum, 2 ml
Ref.-Bereich:
altersabhängig, siehe Befund
Indikation:
V.a. IgG-Subklassen-Mangel; rezidivierende bakterielle
und/oder virale Infektionen der Atemwege und des HNO-Bereichs
IgM
Turbidimetrie
(Immunglobulin M)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
0.5 - 3.0 g/l (Erwachsene)
0.1 - 0.3 g/l (Kinder bis 1 Monat)
0.1 - 0.7 g/l (Kinder bis 3 Monate)
0.2 - 1.0 g/l (Kinder bis 6 Monate)
0.3 - 1.0 g/l (Kinder bis 1 Jahr)
0.4 - 1.4 g/l (Kinder bis 2 Jahre)
0.4 - 1.8 g/l (Kinder bis 5 Jahre)
0.4 - 1.6 g/l (Kinder bis 9 Jahre)
0.4 - 1.5 g/l (Kinder bis 13 Jahre)
Material:
Ref.-Bereich:
Liquor, 1 ml
< 1.0 mg/l
Imipramin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
150 - 300 µg/l
Immun-Anti-A/B
siehe:
Hämolysine
www.labor-blessing.de
181
Immunelektrophorese
siehe:
Immunfixations-Elektrophorese
Gammopathie-Diagnostik
Immunfixations-Elektrophorese
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
negativ
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 1 ml
negativ
Indikation:
V.a. bzw. Ausschluß einer monoklonalen Gammopathie bzw.
Bence-Jones-Proteinurie, M-Gradient in der Serumeiweißelektrophorese,
unklare (insbesondere tubuläre) Proteinurie
Bemerkungen:
Methode zum Nachweis und zur Typisierung monoklonaler Gammopathien.
Zur Einschätzung der Dignität und zur Verlaufsbeurteilung ergänzende
Untersuchungen erforderlich (Blutbild, Calcium, Alkalische Phosphatase,
IgG, IgA, IgM, Kreatinin, ß2-Mikroglobulin, Thymidinkinase, Bence-JonesProtein im Urin quantitativ, Skelett-Röntgen, Knochenmark-Zytologie bzw. Histologie).
Immunglobuline
siehe:
IgA
IgD
IgE
IgG
IgM
Eiweißelektrophorese
Immunkomplexe
siehe:
Zirkulierende Immunkomplexe
Immunstatus
siehe:
Immunglobuline
Lymphozyten-Differenzierung
Indometacin W
Material:
Ther.-Bereich:
182
HPLC
Serum, 2 ml
0.8 - 2.5 mg/l
www.labor-blessing.de
Infektionskrankheiten, immunologische Nachweise
siehe auch:
Bakterienkultur
Mykobakterien-Kultur
PCR
Tabelle 18: Infektionskrankheiten (häufig 3/weniger häufig 2/gelegentlich 1/fraglich ?)
generalisierte Infektion, Fieber
Augeninfektion
Exanthem
gastrointestinale Infektion
hepatische Infektion
Lymphadenopathie
Myalgie
Endokarditis, Myokarditis
Prä- und perinatale Infektion, TORCH
(reaktive) Arthritis
respiratorische Infektion
Urogenitalinfektion, STD
ZNS-Infektion
Adenoviren
2
2
2
2
1
2
3
Bordetella pertussis (Keuchhusten)
3
Borrelia burgdorferi (Lyme-Disease)
1
2
2
1
3
3
Brucellen
2
1
1
1
1
1
3
Campylobacter jejuni/coli
2
1
2
1
1
Candida
1
2
1
1
1
1
3
Chlamydia pneumoniae
1
1
2
3
Chlamydia psittaci (Ornithose)
1
1
1
3
2
Chlamydia trachomatis
1
1
2
2
2
3
Coxiella burnetii (Q-Fieber)
1
3
3
Coxsackie-B-Viren
1
2
3
?
3
3
?
Cytomegalievirus (CMV)
2
2
2
1
2
3
3
Ehrlichia phagocytophilum (HGE)
1
1
3
Entamoeba histolytica
2
1
1
Epstein-Barr-Virus (Infektiöse Mononukleose)
2
1
2
2
1
3
FSME-Virus
1
1
3
Haemophilus influenzae
3
3
Helicobacter pylori
Hepatitis A Virus
1
2
Hepatitis B Virus
2
2
1
1
Hepatitis C Virus
1
1
2
1
Herpes-simplex-Virus (HSV Typ 1/2)
1
3
3
3
3
HIV 1/2
2
1
2
1
3
3
3
Influenzavirus A/B
2
3
3
3
Lamblia intestinalis
Legionella pneumophilia
1
1
1
2
2
3
Leptospiren
2
1
1
1
1
3
Listeria monocytogenes
2
1
1
2
3
Malariaplasmodien
2
1
1
1
Masernvirus
2
1
1
3
Mumpsvirus
1
1
2
1
3
Mycoplasma pneumoniae
2
2
2
3
Mykoplasma hominis
1
1
1
3
3
?
Neisseria gonorrhoeae (Gonokokken)
1
1
1
3
3
Neisseria meningitidis
1
2
1
1
3
Parainfluenzavirus Typ 1-3
1
1
3
Parvovirus B19
1
2
3
3
Picorna (z.B. Coxsackie A, Echo, Polio)
2
1
3
3
3
Respiratory-Syncyt.-Virus (RSV)
1
1
3
www.labor-blessing.de
2
3
1
3
1
1
2
3
1
1
3
1
3
1
2
3
1
2
3
3
1
1
1
2
1
1
1
3
2
1
3
1
1
2
1
3
3
3
3
3
2
2
2
3
1
2
3
1
1
1
3
1
1
1
1
1
1
3
3
1
3
1
1
3
3
3
1
1
3
1
1
2
1
1
1
2
1
3
2
2
2
3
2
3
3
1
3
2
1
1
1
2
1
1
1
2
1
3
2
3
2
3
3
3
2
3
1
1
183
Tabelle 18: Infektionskrankheiten (häufig 3/weniger häufig 2/gelegentlich 1/fraglich ?)
generalisierte Infektion, Fieber
Augeninfektion
Exanthem
gastrointestinale Infektion
hepatische Infektion
Lymphadenopathie
Myalgie
Endokarditis, Myokarditis
Prä- und perinatale Infektion, TORCH
(reaktive) Arthritis
respiratorische Infektion
Urogenitalinfektion, STD
ZNS-Infektion
Rötelnvirus
2
2
1
3
3
Rotavirus
1
2
Salmonellen
1
1
1
2
1
1
Shigellen
2
Staphylokokken
1
1
1
2
1
3
Streptokokken
2
2
2
1
1
3
3
Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken)
1
1
3
3
1
1
1
Toxoplasma gondii
2
3
3
Treponema pallidum (Lues)
2
2
1
3
3
Ureaplasma urealyticum
1
1
1
1
3
?
Varizella zoster-Virus (VZV)
2
2
2
1
3
?
Yersinien
1
1
1
2
3
Influenzavirus A/B
1
1
1
1
1
1
2
1
1
3
3
3
3
3
1
1
1
1
1
3
2
2
1
1
3
1
1
3
1
2
3
3
1
3
2
2
2
KBR ˚/IFT/PCR ˚
(Familie der Orthomyxoviren)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Rachen-, Nasenabstrich (Nachweis viraler Nukleinsäure,
PCR)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Pseudo-Krupp, Tracheitis, Bronchitis, Pneumonie (primär,
sekundär) mit hoher Letalität, echte "Virusgrippe" mit Fieber, Kopf-, Muskelund Gelenkschmerzen, trockener Husten, v.a. bei Kindern oft auch abdominelle Symptome (Erbrechen, Durchfall), subklinische Verläufe (DD:
„grippaler“ Infekt).
Bewertung: - Akute Infektion: Genomnachweis mittels „Echtzeit-PCR“,
Methode der Wahl (sensitiv, spezifisch und schnell). Serokonversion oder
Vierfachtiteranstieg, hoher Antikörpertiter (KBR, IgG und/oder IgA) sprechen
für eine frische/kürzliche Infektion. Cave: Serologie in der akuten Phase
(Therapiestart innerhalb von 48h nach Symptombeginn!) ohne Wert.
Bemerkungen:
Vorkommen weltweit, in der nördlichen Hemisphäre
typische Häufung von November bis April, Influenza A-Virusinfektionen
sind häufiger als Influenza B-Virusinfektionen, in der Regel sind jedoch
beide Erreger während einer Influenza-Saison epidemisch. Die Immunität
gegen Influenzaviren wird häufig durch Antigenshift und Antigendrift unterlaufen.
184
www.labor-blessing.de
Inhibin B W
Material:
Ref.-Bereich:
EIA
Serum, 1 ml
siehe Befund
Indikation:
Beurteilung der ovariellen Funktionsreserve im Rahmen der
Fertilitätsdiagnostik, Tumormarker für Granulosazelltumoren des Ovars,
Funktionsmarker der Sertolizellen beim Mann (z.B. bei Z.n. Radiatio)
Bemerkungen:
ausgeprägte zyklusabhängige Schwankungen, daher sollte
im Rahmen der Fertilitätsdiagnostik die Bestimmung am 3.-5. Zyklustag
erfolgen.
Zur Beurteilung der ovariellen Funktionsreserve ist die Bestimmung des
AMH (Anti-Müller-Hormon) vorzuziehen (siehe dort).
INR-Wert
(International normalized ratio)
Material:
Citrat-Plasma, 1 ml
Ther.-Bereich:
2.0 - 3.0
(Rezidivprophylaxe tiefer Venenthrombosen, Vorhofflimmern, biolog. Herzklappenersatz)
3.0 - 4.5
(Zustand nach akutem Myokardinfarkt, mechanischer
Herzklappenersatz, Zust.n. schweren Venenthrombosen
bzw. Lungenembolie)
Bewertung: Wird aus dem Quick-Wert berechnet und ist -anders als
dieser- zwischen verschiedenen Labors vergleichbar. Dies gilt jedoch nur für
stabil eingestellte Antikoagulantientherapie (im steady state), nicht für die
Einstellungsphase.
Bemerkungen:
wird bei der Anforderung Quick-Test automatisch mitbestimmt. Die Berechnung erfolgt mit veränderlichen (jeweils Reagenz- bzw.
Chargen-abhängigen) Faktoren. Die Angabe einer festen Umrechnungstabelle ist deshalb nicht möglich bzw. sinnvoll.
Inselzell-Autoantikörper
(ICA)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Diabetes mellitus
Bewertung: Nachweishäufigkeit bei Neumanifestation von Diabetes
mellitus Typ I 75-90%, bei Angehörigen von Patienten mit Typ I-Diabetes 25%, bei Personen ohne familiäre Belastung für Typ I-Diabetes 0.5-1.5%.
Häufig in Gruppen mit erhöhtem genetischen Risiko für Diabetes mellitus
Typ I nachweisbar; besonders lange Persistenz (Monate, Jahre) und hohe
Konzentrationen der Antikörper spricht für erhöhtes Risiko, niedrige ICAKonzentrationen häufig transient. Bei diabetischer Stoffwechsellage Hinweis
auf Diabetes mellitus Typ I. Bei klinisch Gesunden zeigen niedrige ICA-Titer
www.labor-blessing.de
185
ein leichtes, hohe Titer ein stark erhöhtes Diabetes-Risiko an. Ein negativer
ICA-Befund erlaubt keine Differentialdiagnose zwischen Diabetes mellitus
Typ I und Typ II, da auch bei 10-25% der Patienten mit neu manifestiertem
Diabetes mellitus Typ I ICA nicht nachweisbar sind. Nicht insulinpflichtige
Diabetiker werden bei positivem ICA-Nachweis häufiger insulinpflichtig als
ICA-negative Typ II-Diabetiker.
Bemerkungen:
Inselzell-Antikörper reagieren mit zytoplasmatischen
Antigenen der Pankreas-ß-Zellen. Auch komplementbindende Antikörper
wurden beschrieben (Komplementfixierende ICA). Ein positiver ICA-Befund
spricht für eine Entzündung der Pankreasinseln. Weitere Antikörper zur
Diabetes-Diagnostik sind die AK gegen Glutaminsäure Decarboxylase
(GAD) und AK gegen Tyrosinphosphatase (IA-2) sowie Insulin-Antikörper.
Insulin
Material:
Ref.-Bereich:
RIA
Serum, 0.5ml
nüchtern:
6 - 29 mIU/l
nach Glucose-Belast.: 50 - 200 mIU/l
bei längerem Fasten:
< 6 mIU/l
Indikation:
Diagnose und DD des Diabetes mellitus, Nachweis einer
Insulinresistenz (HOMA-Index), DD der Hypoglycämien, V.a. Insulinom
Bemerkungen:
bei Raumtemperatur im Serum bis zu 24h stabil.
Zum Ausschluss eines Insulinoms siehe auch Hungertest, Insulin-GlukoseQuotient, Tolbutamid-Test.
Insulin-Antikörper
(Humaninsulin-, Rinderinsulin-, Schweineinsulin-Antikörper, Insulin-Autoantikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Insulin-Antikörper: Insulin-Therapie (Rinder-, Schweine-,
Humaninsulin), heute wegen der Verfügbarkeit hochreiner Insuline und
Humaninsulin seltener und in geringeren Konzentrationen vorhanden, Antikörper reagieren oft mit allen drei Insulin-Arten, immunologische InsulinResistenz, Lipoatrophie, neonatale Hypoglykämie, verzögerte postprandiale
Hypoglykämie bei Insulintherapie, Insulin-Autoantikörper: Diabetes mellitus
Typ I, Verwandte von Typ I-Diabetikern, Insulin-Autoimmun-Syndrom (Hypoglykämie, Insulin-Autoantikörper ohne vorhergehende Therapie, vorwiegend in Japan), medikamenteninduzierte Antikörper (Thiamazol, Procainamid, Hydralazin, Penicillamin), bei anderen Autoimmunerkrankungen (Thyreoiditis, Kollagenosen), vereinzelt bei Zystischer Fibrose, selten auch bei
Gesunden.
Bewertung: Insulin-Antikörper: Niedrige Antikörpertiter bei Insulin-Therapie ohne wesentliche klinische Bedeutung, hohe Antikörpertiter bei Insulin186
www.labor-blessing.de
Resistenz, Insulin-Autoantikörper: Nachweishäufigkeit bei Erstmanifestation
eines Diabetes mellitus Typ I (vor Insulin-Therapie) 40-50%, Häufigkeit und
Konzentration der Antikörper umgekehrt proportional zum Lebensalter,
Antikörper können auch bis zu mehreren Jahren vor Ausbruch eines Diabetes nachgewiesen werden, prädiktiver Wert fraglich, höherer Stellenwert
möglicherweise zusammen mit Inselzell-Antikörpern (ICA).
Bemerkungen:
Insulin-Autoantikörper reagieren ohne vorausgegangene
Insulin-Therapie mit Humaninsulin, können aber auch Epitope auf Rinderund Schweineinsulin erkennen, so daß eine nachträgliche Differenzierung
zwischen Insulin-Antikörpern und -Autoantikörpern nicht immer sicher
möglich ist.
Insulin-Glukose-Quotient
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 0.5ml (Insulin)
NaF-Blut, 0.5 ml (Glucose)
< 0.3
< 1.0 bei Adipositas und Hyperinsulinismus
> 1.5 V.a. Insulinom
Indikation:
V.a. Insulinom
Bewertung: Nach 8 Std. Fasten bei Insulinom Anstieg, beim Gesunden
normalerweise kein Anstieg.
Bemerkungen:
berechnet aus Serum-Insulin [mU/l] / Glucose [mg/dl].
Insulin-like growth-factor 1 (IGF-1)
siehe:
Somatomedin C
Interleukin-1 W
(IL-1)
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Plasma gefroren, 2 ml oder
Serum gefroren, 2 ml
< 5 pg/ml
Bemerkungen:
Plasma (Serum) und Zellen sollten möglichst innerhalb
von 2 Stunden separiert und der Überstand eingefroren werden.
Interleukin-2 W
(IL-2)
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Plasma gefroren, 1ml oder
Serum gefroren, 1 ml
< 50 pg/ml
Bemerkungen:
Plasma (Serum) und Zellen sollten möglichst innerhalb
von 2 Stunden separiert und der Überstand eingefroren werden.
www.labor-blessing.de
187
Interleukin-2 Rezeptor W
CLIA
(löslicher Interleukin-2 Rezeptor, sIL-2R)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
158 - 623 kU/l
Indikation:
Aktivitätsbeurteilung bzw. Verlaufskontrolle der Sarkoidose,
IL-2R-positiver T-Zell-Lymphome sowie zur Überwachung nach Organtransplantation (Anstieg bei Infektion oder Rejektion).
Bewertung: Der lösliche Interleukin 2-Rezeptor wird als Ergebnis einer
zellulären Immunaktivierung sezerniert und kann bei allen Immunreaktionen
unterschiedlichster Genese ansteigen.
Interleukin-6 W
(IL-6)
Material:
Ref.-Bereich:
CLIA
Serum gefroren, 1 ml
< 5.9 ng/l
Indikation:
Sepsis, neonatale Sepsis
Bewertung: Maß der systemischen Entzündung, Frühdiagnose, Prognose
und Verlaufsbeurteilung der Sepsis in der Intensivmedizin
Bemerkungen:
Serum und Zellen sollten möglichst innerhalb von 2 Stunden separiert und der Überstand eingefroren werden.
Interleukin-8 W
(IL-8)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Bewertung:
Serum gefroren, 2 ml
< 70 pg/ml
Neonatale Sepsis, Z.n. Nierentransplantation
Maß der systemischen Entzündung
Bemerkungen:
Serum und Zellen sollten möglichst innerhalb von 2 Stunden separiert und der Überstand eingefroren werden.
Interleukin-10 W
(IL-10)
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Plasma gefroren, 1ml oder
Serum gefroren, 1 ml
< 9.1 pg/ml
Indikation:
Postoperativer Prognoseparameter, Marker für Infektionsrisiko
(Sepsis, Polytrauma, Bypasschirurgie)
Bemerkungen:
Plasma (Serum) und Zellen sollten möglichst innerhalb
von 2 Stunden separiert und der Überstand eingefroren werden.
188
www.labor-blessing.de
Intermediärfilament-Antikörper
siehe:
Zytoskelett-Antikörper
Intrinsic-Faktor-Autoantikörper
Material:
Ref.-Bereich:
RIA
Serum, 1 ml
negativ
Indikation:
V.a. perniziöse Anämie, DD erniedrigter Vitamin B12-Werte,
atrophische Gastritis
Ibuprofen W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
15 - 30 µg/ml
IGF-Bindungs-Protein-3 W
RIA
(Insulin-like growth-factor binding-protein 3, IGFBP-3)
Material:
Serum, 0.5 ml
Ref.-Bereich:
alters- bzw. geschlechtsabhängig (siehe Befund)
Indikation:
DD des Minderwuchs, Screeningtest zum Ausschluß eines
Wachstumshormon-Mangels bei Kindern (Sensitivität ca. 97%).
Bemerkungen:
weniger ausgeprägte Altersabhängigkeit und möglicherweise höhere Spezifität (ca. 95%) zur Diagnose eines WachstumshormonMangels als Somatomedin C (IGF-1).
Indikan W ˚
nach Obermayer
(Indoxylschwefelsaures Kalium)
Material:
Urin, 2 ml
Ref.-Bereich:
negativ
Bemerkungen:
Abbauprodukt der bakteriellen Eiweißfäulnis im Darm,
unspezifischer Parameter bei Darmstenose, Obstipation, Pankreasinsuffizienz; heute obsolet.
Isoelektrische Fokussierung von Liquor-Proteinen
siehe:
Liquorproteindiagnostik
Isoenzyme
siehe:
Alkalische Phosphatase, Isoenzyme
CK-Isoenzyme
LDH-Isoenzyme
Pankreas-Amylase
www.labor-blessing.de
189
Isoleucyl-t-RNA-Synthetase-Autoantikörper W
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Polymyositis/Dermatomyositis,
Lungenerkrankungen (selten)
interstitielle
fibrosierende
Bemerkungen:
Autoantikörper gegen die Isoleucyl-t-RNA-Synthetase, ein
für die Translation (Proteinbiosynthese) notwendiges Enzym
Isoniazid W
LC-MS
(INH)
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 1 ml
1 - 8 mg/l
Bemerkungen:
bakterizides Standard-Tuberkulostatikum mit guter Gewebediffusion. Regelmäßige Kontrollen von Leberfunktion, Blutbild und neurologischem Status erforderlich. Keine Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz.
Isozyanat-Alveolitis
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Itraconazol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.2 - 2.0 mg/l
Bemerkungen:
rasches Erreichen und Aufrechterhalten von Talspiegeln >
0.5 mg/l wird empfohlen bei Therapie oder Prophylaxe invasiver Pilzinektionen. Keine Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz.
Jejunum-IgA-Autoantikörper W
Material:
Indikation:
Serum, 1 ml
Dermatitis herpetiformis Duhring.
Bemerkungen:
Autoantikörper gegen antigene Strukturen, die Kollagenfasern umlagern (Retikulin-, Kollagen-Strukturen)
Jo-1-Autoantikörper
(Histidyl-t-RNA-Synthetase-Autoantikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Polymyositis, vor allem mit interstitiellen Lungenerkrankungen, fibrosierende Alveolitis, Myositis und Dermatomyositis in Zusammenhang mit anderen Kollagenerkrankungen (Überlappungssyndrome)
Bewertung: Nachweishäufigkeit bei Polymyositis 40%, bei Polymyositis
mit interstitiellen Lungenerkrankungen 70%
190
www.labor-blessing.de
Bemerkungen:
Autoantikörper gegen das zytoplasmatische Enzym Histidyl-t-RNA-Synthetase
Jod W
ICP-MS
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
46 — 70 µg/l
Material:
Ref.-Bereich:
Urin bzw. 24-h-Urin, 10 ml
11 — 403 µg/g Kreatinin
Indikation:
V.a. Jodmangel oder -Intoxikation
Bemerkungen:
siehe auch unter Toxikologische Untersuchungen
Kälteagglutinine
(Kälteantikörper)
Material:
Serum, 2 ml, und Blutkuchen wie nachfolgend beschrieben:
Vollblut sofort nach der Blutentnahme mindestens 30 min
bei 37 Grad (z.B. im Wärmeschrank oder Isoliergefäß) gerinnen lassen, danach umgehend zentrifugieren und Serum abtrennen.
Erst dann darf die Temperatur von 37 Grad unterschritten
werden!
Serum und Blutkuchen in getrennten Röhrchen einsenden.
EDTA-Blut, 1 ml (falls zusätzlich direkter Coombstest
gewünscht wird)
Ref.-Bereich:
negativ
Indikation:
V.a. Kälteagglutininkrankheit (postinfektiös passager oder
chronisch), Hämolyse- und Anämieabklärung
Bemerkungen:
Kälteagglutinine sind (meist Auto-)Antikörper, die bei
niedrigen Temperaturen reversibel an Erythrozyten binden (Spezifität: Antikörper gegen Erythrozytenmerkmale). Es handelt sich teilweise um natürliche Antikörper häufig vom kompletten IgM-Typ.
Zu den Kälteagglutininen zählen auch die ca. 20% der AIHA- (autoimmunhämolytische Anämie-)Fälle vom Kälteantikörpertyp. Hier ist normalerweise
der direkte Coombstest (aus 1 ml frischem EDTA-Blut) positiv.
Der Nachweis niedrigtitriger Antikörper (z.B. postinfektiöse passagere Kälteagglutininkrankheit) sollte immer Anlaß für infektionsserologische Abklärung (Mycoplasmen, Epstein-Barr-Virus, Cytomegalie-Virus, Röteln-Virus)
sein. Bei Vorliegen hochtitriger Kälteagglutinine (chronische Kälteagglutininkrankheit) sollte eine lymphoproliferative Erkrankung ausgeschlossen
werden.
www.labor-blessing.de
191
Käsewascherlunge
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Kalium
ISE
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1ml
3.5 - 5.5 mmol/l
altersabhängig (siehe Befund)
Material:
Ref.-Bereich:
Urin bzw 24h-Urin, 1ml
20 - 80 mmol/l bzw. > 40 mmol/24h
Bemerkungen:
Serum binnen 60 min vom Blutkuchen trennen, Hämolyse
unbedingt vermeiden.
Kanarienvogel-Antikörper
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Kappa-Lambda-Quotient
siehe:
Bence-Jones-Protein (quantitativ)
Kardiotrope Viren
siehe:
Adenovirus
Coxsackie-A/B-Virus
Cytomegalievirus
ECHO-Virus
Epstein-Barr-Virus
FSME-Virus (Begleitmyokardits)
Hantaviren
Influenzavirus A/B
Mumpsvirus
Parainfluenzaviren
Parvovirus B19
Polioviren
Varizella-Zoster-Virus
Katecholamine
HPLC
(Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin)
Material:
10 ml 24h Urin angesäuert (ausschließlich mit 10 ml
10%iger Salzsäure)
Bei Säuglingen und Kleinkindern ist auch Spontanurin
geeignet (zu 10 ml Urin ca. 1-2 Tropfen 10%ige Salzsäure
geben oder Urin sofort ohne Zusatz einfrieren)
192
www.labor-blessing.de
Ref.-Bereich:
Adrenalin:
Noradrenalin:
Dopamin:
Säuglinge, Kleinkinder:
< 20 µg/24h
< 105 µg/24h
< 450 µg/24h
siehe Befund
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Plasma gefroren, 2 ml
Adrenalin:
30 - 90 ng/l
Noradrenalin:
165 - 460 ng/l
Indikation:
DD der Hypertonie, Ausschluss Phäochromozytom, Sportmedizin und Stressforschung (wissenschaftl. Fragestellungen)
Bemerkungen:
Medikamente, speziell L-Dopa, α-Methyldopa, Phenothiazine, Theophyllin, MAO-Hemmer, Tetrazykline und Erythromycin möglichst
1 Woche vorher absetzen.
Die Bestimmung aus 24h-Urin ist die Methode der Wahl. Bei Untersuchung
im Plasma Patienten mindestens 30 min vorher liegen lassen, auch dann
jedoch grosse Schwankungen möglich, die Bestimmung ist deshalb i.d.R.
nur im Rahmen von Funktionstests (z.B. Clonidin-Test) sinnvoll.
Katecholamin-Metabolite
siehe:
VMS (Vanillinmandelsäure)
Metanephrine
Bemerkungen:
geeignet als Screening-Test, niedrigere Sensitivität und
Spezifität als die Bestimmung der Katecholamine.
Keratin-Autoantikörper
Material:
Indikation:
Bewertung:
Serum, 1 ml
Rheumatoide Arthritis (RA)
Nachweishäufigkeit bei Rheumatoider Arthritis 43%
Bemerkungen:
Autoantikörper gegen das Stratum corneum der Haut,
nicht identisch mit den häufig auftretenden Zytokeratin-Autoantikörpern,
vgl. Zytoskelett-Antikörper
Keratokonjunktivitis
siehe:
Adenovirus
Chlamydia trachomatis (Trachom)
Herpes-simplex-Virus Typ 1/2
Masernvirus (selten)
Varizella-Zoster-Virus (selten)
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193
Kern-Antikörper
siehe:
ANA
ENA
Ketamin W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
1 - 6 µg/ml
Ketoprofen W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
1 - 10 µg/ml
Ki-Antikörper
siehe:
Ku-Autoantikörper
Klinefelter-Syndrom
siehe:
Chromosomenanalyse
Knorpel-Autoantikörper
Material:
Indikation:
Serum, 1 ml
Rheumatoide Arthritis (RA)
Bemerkungen:
Autoantikörper gegen noch nicht eindeutig definierte
Chondrozyten-Proteine, diagnostische Wertigkeit ungewiß
Kobalt W
siehe:
Toxikologische Untersuchungen
Kokain (Screening)
Material:
Ref.-Bereich:
FPIA
Urin, Serum, 1 ml
negativ
Indikation:
V.a. Intoxikation oder Mißbrauch
Bewertung: Nachweisbarkeit für Kokain ca. 2 bis 4 Tage nach Einnahme
(abhängig von Dosis, Metabolisierungsrate, Urin-pH, Urinvolumen, Leberund Nierenfunktion).
Bemerkungen:
semiquantitativer Suchtest, ein positives Ergebnis muß ggf.
durch spezifische Verfahren bestätigt werden.
Bei Screeningtests auf Drogen bzw. Medikamente sollte wenn möglich Urin
untersucht werden.
194
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Kollagen-Autoantikörper
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Rheumatoide Arthritis (RA)
Bewertung: Nachweishäufigkeit bei Rheumatoider Arthritis: Antikörper
gegen natives Typ II-Kollagen 10%; Antikörper gegen denaturiertes Typ IIKollagen 25%, Antikörper gegen andere denaturierte Kollagene 15%
Bemerkungen:
Antikörper gegen unterschiedliche, meist nicht näher
charakterisierte Epitope auf verschiedenen Kollagen-Molekülen
Komplement-Analysen
siehe:
CH 100 (Gesamthämolytische Komplementaktivität )
Einzelfaktoren: C1, C1q, C2, C3, C3d, C4, C5, C6-C9
C3-Proaktivator (C3PA, Faktor B)
C1-Esterase-Inhibitor
C3-Nephritis-Faktor
Indikation:
Diagnose und Verlaufskontrolle von Immunkomplexerkrankungen, V.a. angeborenen Komplementdefekt bei rezidivierenden
Infekten, V.a. angioneurotisches Ödem
Bemerkungen:
Gesamthämolytische Komplementaktivität als Screeningtest bei V.a. Komplementmangel, C3 und C4 sind besser zur Verlaufskontrolle geeignet, C1-Esterase-Inhibitor bei V.a. angioneurotisches Ödem. Die
Bestimmung der anderen Faktoren ist nur selten bei speziellen Fragestellungen indiziert.
Koproporphyrin
siehe:
Porphyrin-Differenzierung
Korticotropin
siehe:
ACTH
Kreatin
photometrisch
Material:
Ref.-Bereich:
24h-Urin, 5 ml
Männer: 10 - 190 mg/24h
Frauen:
30 - 270 mg/24h
6-11 J.:
2.4 - 7.2 mg/kg KG/24h
Säugl.:
5.2 - 20.4 mg/kg KG/24h
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 2 ml
Erwachsene:
Kinder:
0.3 - 0.7 mg/dl
0.5 - 1.1 mg/dl
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195
Indikation:
Muskeldystrophie, Myopathien
Kreatinin
Jaffé
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
Männer: < 1.44 mg/dl
Frauen: < 1.09 mg/dl
altersabhängig (siehe Befund)
Material:
Ref.-Bereich:
Urin bzw. 24h-Urin, 1 ml
0.4 - 3.0 g/l bzw. 0.75 - 2.25g/24h
Kreatinin-Clearance
Material:
Ref.-Bereich:
Serum + 24h-Urin, je 1 ml
Männer: 98 - 156 ml/min
Frauen: 95 - 160 ml/min
altersabhängig (siehe Befund)
Indikation:
Beurteilung der GFR (Glomeruläre Filtrationsrate) bei normalem oder leicht erhöhtem Serum-Kreatinin (< 2-3 mg/dl)
Bemerkungen:
Immer Sammelmenge, Körpergrösse und -Gewicht angeben, sonst ist die Berechnung unmöglich oder es ergeben sich falsche Werte.
Bei hohen Serum-Kreatininwerten (>2-3 mg/dl) ist die Kreatinin-Clearance
nutzlos, da dann die Kreatininkonzentration im Serum besser mit der GFR
korreliert.
Eine näherungsweise Abschätzung der GFR ist auch aus dem Serumkreatinin
allein anhand der Formeln nach Cockcroft (Körpergewicht, Alter und
Geschlecht erforderlich) bzw. MDRD (Körpergewicht, Größe, Alter und
Geschlecht erforderlich) möglich.
Besser als das Kreatinin zur Abschätzung der GFR eignet sich die Bestimmung von Cystatin C.
Kristalle
siehe:
Gelenkpunktat-Analyse
Urinstatus
Kryofibrinogen
Material:
196
Serum plus EDTA-Plasma, je 4 ml, und Blutkuchen wie
nachfolgend beschrieben:
Vollblut sofort nach der Blutentnahme mindestens 30 min
bei 37 Grad (z.B. im Wärmeschrank oder Isoliergefäß) gerinnen lassen, danach umgehend zentrifugieren und
Serum abtrennen.
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EDTA-Blut ebenfalls bei 37 Grad zentrifugieren und
Plasma abtrennen.
Erst dann darf die Temperatur von 37 Grad unterschritten
werden!
Serum bzw. Plasma und die entsprechenden Blutkuchen
jeweils in getrennten Röhrchen einsenden.
negativ
Ref.-Bereich:
Indikation:
Gefäßverschlüsse, Gewebsnekrosen besonders der Akren
Bemerkungen:
Als Kryofibrinogen werden Kryopräzipitate aus Fibrinogen, Fibrin und Fibronectin bezeichnet.
Kryoglobuline
Material:
Serum, 2 ml, und Blutkuchen wie nachfolgend beschrieben:
Vollblut sofort nach der Blutentnahme mindestens 30 min
bei 37 Grad (z.B. im Wärmeschrank oder Isoliergefäß) gerinnen lassen, danach umgehend zentrifugieren und
Serum abtrennen.
Erst dann darf die Temperatur von 37 Grad unterschritten
werden!
Serum und Blutkuchen in getrennten Röhrchen einsenden.
negativ
Ref.-Bereich:
Indikation:
V.a Raynaud-Syndrom, Abklärung peripherer Neuropathien
Bemerkungen:
Kryoglobuline sind Immunglobuline, die sich bei
Temperaturen unterhalb der normalen Körpertemperatur im Serum reversibel aneinander binden und aggregieren (Spezifität: autoantikörperartig gegen
sich selbst). Vorkommen bei Autoimmunerkrankungen, lymphoproliferativen
Erkrankungen, postinfektiös. Demgegenüber sind Kälteagglutinine (meist
Auto-)Antikörper, die bei niedrigen Temperaturen reversibel an Erythrozyten
binden (Spezifität: Autoantikörper gegen Erythrozytenmerkmale).
Kryptopyrrol W
Photometrie
(OH-Hemopyrrol, Mauve-Faktor, Malvenfaktor)
Material:
Urin, 1 ml
Ref.-Bereich:
<13 µg/dl
Indikation:
Störungen im Vitamin B 6- und Zinkstoffwechsel, diagnostische Wertigkeit unklar bzw. umstritten.
Bemerkungen:
Die Untersuchung ist keine Kassenleistung.
Ku-Autoantikörper
(Ki-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
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197
Indikation:
Systemischer Lupus erythematodes (SLE), Sklerodermie,
Sklerodermie/Polymyositis-Überlappungssyndrom
Bewertung: Nachweishäufigkeit bei SLE 10-20%, häufig zusammen mit
Anti-Sm, bei Sklerodermie bzw. Sklerodermie/Polymyositis-Überlappungssyndrom 15%.
Bemerkungen:
Autoantikörper gegen Epitope auf einem heterodimeren
Proteinkomplex mit 72 und 84 kD Untereinheit (Nucleolus-Faktor IV, NFIV),
der ein DNA-bindendes Protein darstellt, das möglicherweise an der DNAReplizierung beteiligt ist. Die als Ki bzw. p70/80 bezeichneten Antigene sind
mit Ku immunologisch identisch.
Kupfer W
photometrisch/AAS
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
Männer: 700 - 1900 µg/l
Frauen: 800 - 1900 µg/l
altersabhängig (siehe Befund)
Material:
Ref.-Bereich:
24h-Urin, 5 ml
< 60 µg/24h
Indikation:
V.a. M. Wilson, Menkes-Syndrom und neonatalen KupferMangel (jeweils parallele Bestimmung in Serum und Urin zu empfehlen).
La-Antikörper
siehe:
SSB-Antikörper
Lactat
enzymatisch
Material:
Ref.-Bereich:
NaF-Plasma, 1 ml
0.5 - 2.2 mmol/l
Indikation:
Erkennung und Beurteilung von Gewebshypoxien (z.B. in der
Intensiv- und Sportmedizin)
Material:
Ref.-Bereich:
Liquor, 1 ml
10.8 - 18.9 mg/dl
Indikation:
DD zerebraler und meningealer Erkrankungen, Unterscheidung von bakterieller und viraler Meningitis
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Pleurapunktat, 1 ml
11 - 17 mg/dl
DD bakterielle / nicht-bakterielle Ursache
Bemerkungen:
Status möglich.
198
Beurteilung im Blut nur bei Kenntnis des Säure-Basen-
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Möglichst aus ungestauter Vene entnehmen, NaF-Plasma sofort, spätestens
jedoch 2h nach Entnahme vom Blutkuchen trennen, sonst falsch erhöhte
Werte.
Lactat-Dehydrogenase
siehe:
LDH
Lactose-Intoleranz
siehe unten sowie Tabelle 22 (Molekulargenetische Untersuchungen)
Lactose-Toleranztest
Indikation:
V.a. Lactosemalabsorption bzw. Lactasemangel, DD Meteorismus, Diarrhoe, Flatulenz
Durchführung: Blutentnahme zur Glucosebestimmung nüchtern sowie
30, 60, 90 und 120 min nach oraler Gabe von 50 g Lactose in 400 ml Wasser
Material:
NaF-Blut, je 0.5 ml
oder Hämolysat (gemessen wird Glucose, siehe dort)
Ref.-Bereich:
Glucoseanstieg > 20 mg/dl bzw. > 25 mg/dl (Kapillarblut)
und Fehlen gastrointestinaler Symptomatik im Verlauf von
8h nach Testbeginn
Bewertung: bei erniedrigtem Anstieg Testwiederholung am nächsten Tag
mit oraler Gabe von 25 g D-Glucose + 25 g D-Galaktose zum Ausschluß
einer Störung der Monosaccharidabsorption.
Ein erniedrigter Anstieg ohne typische Klinik im Testverlauf ist zurückhaltend
zu interpretieren.
Bemerkung:
bei Diabetes mellitus bzw. gestörter Glucosetoleranz
falsch negative Ergebnisse bei Bestimmung der Glucose. Alternativ ist die
Bestimmung der Galaktose im 2h-Urin möglich. Galaktosebestimmung im
Blut nur nach vorheriger Gabe von 300 mg Äthanol/kgKG verlässlich.
Beim klassischen Lactose-Toleranztest werden auch sekundäre Formen
unspezifisch miterfaßt (z.B. bei Enteritis, Zoeliakie). Um diesen Nachteil
sowie die o.g. Einschränkungen zu umgehen, kann der molekulargenetische
Nachweis der hereditären Lactose-Intoleranz (C/T 13910-Mutation im
MCM6-Gen) aus EDTA-Blut empfohlen werden.
Lamblien-Antigen
siehe:
Giardia lamblia
Lamin-Autoantikörper
Material:
Serum, 1 ml
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199
Indikation:
Chronisch-aktive autoimmune Hepatitis (CAH) primär biliäre
Zirrhose (PBC)
Bemerkungen:
Autoantikörper gegen Lamine (Lamin A, B, C) der Kernmembran, sie zeigen ein ringförmiges Fluoreszenzmuster. Vgl. ANA, ENA.
Lamina densa-Antikörper
siehe:
Epidermale Basalmembran-Antikörper
Lamina lucida-Antikörper
siehe:
Epidermale Basalmembran-Antikörper
Laminin-Autoantikörper
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Poststreptokokken-Glomerulonephritis,
IgA-Nephropathie
(Antikörper nur vom IgA-Isotyp), Präeklampsie, Myokarditis, dilatative
Kardiomyopathie, Chagas-Krankheit, Leishmaniose, Trypanosomiasis
Bewertung: Nachweishäufigkeit bei Myokarditis, dilatative Kardiomyopathie 70-80%, diagnostische Relevanz ungewiß
Bemerkungen:
Laminin ist integraler Bestandteil von Basalmembranen,
antigene Epitope noch nicht eindeutig identifiziert. Laminin-Autoantikörper
wurden auch bei Glomerulonephritis mit linearen IgG-Ablagerungen beschrieben, Spezifität für Autoimmun-GN jedoch ungewiß, vgl. auch Glomerulus Basalmembran-Antikörper.
Lamivudin W
Material:
Ther.-Bereich:
LC-MS
Serum, 1 ml
1.0 — 6.0 mg/l
Lamotrigin
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
2 - 10 mg/l
LAP
(Leucin-Aminopeptidase, Leucin-Arylamidase)
Da der Hersteller die Produktion des Reagenz eingestellt hat, können wir die
LAP-Bestimmung nicht mehr durchführen. Als Alternative empfehlen wir ggf.
die Bestimmung von AP und γ-GT.
200
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LCM-Virus
siehe:
Lymphozytäre Choriomeningitis-Virus
LDH
enz. UV-Test
(Lactat-Dehydrogenase)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
120 - 246 U/l
altersabhängig (siehe Befund)
Material:
Ref.-Bereich:
Punktat, 1 ml
< 200 U/l
Bemerkungen:
Hämolyse unbedingt vermeiden, Serum spätestens nach
1h vom Blutkuchen trennen.
LDH-Isoenzyme W
Material:
Ref.-Bereich:
elektrophoretisch
Serum hämolysefrei, 2 ml
siehe Befund
Indikation:
Unklare LDH-Erhöhung, DD Myokardinfarkt, Myokarditis,
Skelettmuskelschädigung
Bewertung: Man unterscheidet drei LDH-Haupttypen: den Herzmuskel(LDH 1/2), den Intermediär- (LDH 3) und den Skelettmuskeltyp (LDH 4/5):
LDH1+2:
LDH3:
LDH4+5:
vorwiegend aus Herzmuskel, Erythrozyten, Niere;
vorwiegend aus lymphatischen Geweben, Thrombozyten,
malignen Geweben;
vorwiegend aus Leber, Skelettmuskel. malignen Geweben;
LDL-Cholesterin
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
< 160 mg/dl
Leberantigen, lösliches (SLA)-Autoantikörper
(Antikörper gegen soluble liver antigen, SLA-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Autoimmune chronisch-aktive Hepatitis (CAH)
Bewertung: Autoantikörper mit diagnostischer Relevanz für CAH, vgl.
auch Liver-Kidney-Mikrosomen (LKM)-Autoantikörper, Leber-spezifische
Proteine (LSP)-Autoantikörper, Glatte Muskel-Autoantikörper, Actin-Autoantikörper
Bemerkungen:
Autoantikörper gegen lösliche Antigene der Hepatozytenmembran, Kreuzreaktionen mit Zytokeratinen wurden beschrieben.
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201
Leber-Autoantikörper
siehe:
glatte Muskel-Antikörper
Liver-Kidney-Mikrosomen-Autoantikörper
Mitochondrien-Autoantikörper
Leber-spezifische Proteine-Autoantikörper
Leberantigen, lösliches (SLA)-Autoantikörper
Leberzell-Membran-Autoantikörper
Gallengangepithel-Antikörper
Gallengangcanaliculi-Antikörper
ANA
Leberzell-Membran-Autoantikörper
(LMA)
Material:
Serum, 1ml
Indikation:
Autoimmune chronisch aktive Hepatitis (CAH), chronische
Virushepatitiden
Bewertung: Autoantikörper ohne diagnostische Relevanz, aber häufig mit
autoimmuner Hepatitis assoziiert, Vorkommen auch in hohem Prozentsatz
bei virusinduzierten chronischen Hepatitiden, beschrieben ferner bei alkoholischen Leberschäden, Sjögren-Syndrom, abschließende Beurteilung noch
nicht möglich.
Bemerkungen:
Antikörper gegen noch nicht vollständig definierte Epitope
der Hepatozytenmembran, unterschiedliche Resultate in Abhängigkeit von
Antigen, Antigenpräparation und Testdurchführung, entsprechend auch
variierende Interpretation der diagnostischen und pathogenetischen Relevanz der Antikörper.
Leber-spezifische Proteine-Autoantikörper
(LSP-Autoantikörper, Asialoglykoprotein-Rezeptor-Autoantikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Autoimmune chronisch-aktive Hepatitis (CAH), primär biliäre
Zirrhose (PBC), Virushepatitis, Beurteilung von Krankheitsaktivität und
Therapieüberwachung
Bewertung: Autoantikörper ohne diagnostische Relevanz, aber häufig mit
Immunkrankheiten der Leber assoziiert, Nachweishäufigkeit von Autoantikörpern gegen den Asialoglykoprotein-Rezeptor bei CAH 50-80%, bei
Virushepatitis 5%.
Bemerkungen:
Autoantikörper gegen multiple Proteine in LSP-Präparationen, ein Teil der Autoantikörper zeigt keine Gewebespezifität. Bestimmte
Antigene werden selektiv von Autoantikörpern in PBC- und/oder CAH-Seren
erkannt, in der Präparation findet sich auch der Asialoglykoprotein-Rezeptor
(Leber-Lectin).
202
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Legionellose
ELISA/PCR
(Legionärskrankheit, Legionella pneumophila — 15 Serogruppen)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Sputum, Trachealsekret, bronchoalveoläre Lavage
(Nachweis bakterieller Nukleinsäure, PCR)
Urin, 5 ml (Nachweis bakterieller Antigene)
Indikation:
Atypische Pneumonie: grippeähnliche Symptome, hohes
Fieber, Schüttelfrost, Myalgien, multilobuläre Lungeninfiltrate, wässrige
Durchfälle (bei 25-50%), Hyponatriämie < 130 mmol/l, evtl. ZNS-Beteiligung. Pontiac-Fieber: gutartige Variante, keine Pneumonie, keine Todesfälle.
Bewertung: Serologie (zur Akutdiagnostik nicht sinnvoll, da signifikanter
Titeranstieg oft erst 4-12 Wochen nach Erkrankungsbeginn): IgM-Antikörper
positiv, IgG-Serokonversion oder -Vierfachtiteranstieg sprechen für eine
frische/kürzliche Infektion. IgG positiv, IgM negativ als Hinweis für eine
länger zurückliegende Infektion. Erregernachweis: Nachweis der Legionellen-Pneumonie. Cave: Urinantigennachweis nahezu ausschließlich bei
Infektionen durch L. pneumophila Serogruppe 1 positiv. Bei ambulant
erworbenen Legionella-Pneumonien überwiegen Stämme der Serogruppe 1,
bei nosokomialen Legionellen-Pneumonien in ca. 50% der Fälle Stämme der
Serogruppen 2-15. Die PCR für respiratorische Sekrete zeigt eine Sensitivität
von 80-100% bei einer Spezifität von 99%.
Bemerkungen:
Die Legionellose (Legionärskrankheit) wurde 1976 erstmals als epidemische Pneumonie unter Teilnehmern an einer Tagung der
American Legion (Vereinigung amerikanischer Kriegsveteranen) in Philadelphia beschrieben, Keimreservoir in Warmwassersystemen und Klimaanlagen. Das Genus Legionella umfaßt 42 Spezies und zahlreiche Serogruppen. Häufigster humanpathogener Erreger ist Legionella pneumophila:
verursacht 90% aller Erkrankungen, davon 80% durch Serogruppe 1. Aerogener Infektionsweg, oft inapparente Infektionen, Risikofaktoren sind vorbestehende Lungenschädigung, Tumor-Erkrankungen, Immunsupression, Alkoholabusus und Diabetes mellitus, nosokomiale Infektionen (Klimaanlagen,
Warmwassersysteme) möglich.
Leichtketten, freie
siehe:
Bence-Jones-Protein
Immunfixations-Elektrophorese
Leishmanien
IHA/IFT/Mikroskopie/PCR
(Leishmania donovani, Leishmania tropica, Leishmania major u.a.)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Biopsie von Knochenmark, Milz, Leber, Lymphknoten,
Material vom Ulcusrand (Mikroskopie: Giemsa-Präparat,
Nachweis parasitärer Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
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203
Indikation:
Viszerale Leishmaniose (Kala-Azar, z.B. L. donovani — Indien,
Afrika): Fieber, Gewichtsverlust, Hepatosplenomegalie, Anämie, Leukopenie, Thrombopenie, oft Husten und Diarrhoe. Kutane Leishmaniose (Orient-,
Bagdad-, Aleppo-Beule, z.B. L. tropica — alte Welt, L. major - Mittelmeer):
zunächst Schwellung, Rötung, dann Papel, schließlich indolentes Geschwür
an der Haut, aufgeworfene, livide verfärbte Ränder, regionale Lymphknotenvergrößerung.
Bewertung: Serologie: Antikörperbildung zu 95% bei viszeraler Leishmaniose, unzuverlässig bei kutanen Formen und Immunsupprimierten.
Hoher Antikörpertiter spricht für eine Infektion; IgM positiv, Serokonversion
oder Vierfachtiteranstieg als Hinweis für eine frische/kürzliche Infektion.
Erregernachweis: Nachweis der Leishmaniose. Die Kombination von Serologie und Erregernachweis erhöht die diagnostische Sicherheit!
Bemerkungen:
Von Sandfliegen (Phlebotomen) übertragene Parasitose
(Erregerreservoir: Nagetiere und Hunde). Vom Ort des Insektenstiches breiten sich die Leishmanien im retikulohistiozytären System aus (viszerale
Leishmaniose: unbehandelt nahezu immer tödlicher Verlauf) oder
vermehren sich lokal in Histiozyten (kutane Leishmaniose: z.T. spontane
Abheilung unter Narbenbildung innerhalb eines Jahres).
Leptospiren
EIA/Kultur/Mikroskopie
(Leptospirose, Morbus Weil)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Blut, Liquor, Urin (Kultur, Mikroskopie)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Fieberhafte Allgemeininfektion, variabler Krankheitsverlauf
von mild und flüchtig bis sehr schwer (Morbus Weil): Fieber, Schüttelfrost,
Kopfschmerzen, Meningitis/Enzephalitis, schweres Krankheitsgefühl, Übelkeit, Erbrechen, Myalgien (Wadenschmerzen!), petechiale Blutungen,
Nephritis mit eingeschränkter Nierenfunktion, Hepatitis, Hepatosplenomegalie, Ikterus, Arthralgien, Knochenschmerzen, Myokarditis.
Bewertung: Serologie (Methode der Wahl): Antikörperbildung zwischen
dem 6. und 11. Krankheitstag mittels EIA, IgM-Nachweis spricht für eine
frische Infektion. KBR obsolet. Kultur (möglich, aber schwierig; Spezialmedien erforderlich, Dauer bis zu 16 Wochen): Nachweis der Leptospiren
aus Blut und Liquor nur in der ersten Krankheitswoche, aus Urin ab der
zweiten Krankheitswoche (Ausscheidung über Monate). Cave: Verdachtsdiagnose mitteilen. Dunkelfeldmikroskopie: nach Anreicherung, geringe
Sensitivität.
Bemerkungen:
Zoonose mit vielfältigen klinischen Manifestationen,
selten diagnostizert, hohe Dunkelziffer. Erregerreservoir in Europa sind
nahezu alle Säugetierarten, v.a. Ratten und Mäuse: Erregerausscheidung im
Urin (cave: Badegewässer). Letalität der schweren, fieberhaften Allgemeininfektion — auch unter adäquater Therapie - bis 10%.
204
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Leukämie-Diagnostik
siehe:
Blutbild
Durchflusszytometrie
Leukozyten
siehe:
Blutbild
Leukozyten-Antikörper
siehe:
Granulozyten-Kern-Antikörper
Granulozyten-Membran-Antikörper
ANCA
Leukozyten-Phosphatase
siehe:
Alkalische Leukozytenphosphatase
Levetiracetam (Keppra) W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
12 - 46 mg/l
Levodopa W ˚
(L-Dopa)
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum gefroren, 2 ml
0.2 - 2.5 µg/ml
Levomepromazin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 140 ng/ml
LE-Zellen
Die Untersuchung ist unspezifisch und daher heute obsolet. Bei V.a. LE
empfiehlt sich die Bestimmung von ANA, ENA und Doppelstrang-DNAAntikörpern (siehe dort).
LH
LIA
(Luteotropes Hormon, ICSH)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
Männer:
Frauen: Foll. Phase:
1.5 - 9.3 IU/l
1.9 - 12.5 IU/l
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205
Periovulation: 8.7 - 76.3 IU/l
Luteale Phase:
< 16.9 IU/l
Post Menopause: > 20.0 IU/l
Präpubertär:
< 4.0 IU/l
Indikation:
Bemerkungen:
Basisparameter zur Beurteilung der gonadotropen Funktion
wir führen die Untersuchung nicht im Urin durch
LHRH-Test
Indikation:
Abklärung erniedrigter Gonadotropinspiegel, DD der Pubertas
tarda bzw. Pubertas praecox
Durchführung: morgentliche Blutentnahme zur Bestimmung von LH und
FSH, Gabe von 25 µg (Frauen) bzw. 100 µg (Männer)
bzw. 60 µg/m2 (Kinder) LHRH i.v., erneute Blutentnahme
zur Bestimmung von LH und FSH nach 30 min.
Material:
Serum, je 1ml
Ref.-Bereich:
Männer: LH-Anstieg mind. 3-fach,
FSH-Anstieg mind. 2-fach
Frauen: 2 - 8-facher Anstieg (siehe Befund)
Bewertung: erniedrigter Anstieg bei Hypohysenunterfunktion, bei langbestehender hypothalamischer Störung sowie bei Einnahme von Sexualhormonen. Bei konstitutioneller Pubertas tarda typischerweise vorhandener
Anstieg, der jedoch vermindert sein kann. Erhöhter Anstieg bei prim. Gonadeninsuffizienz, PCO-Syndrom.
Lidocain W
Material:
Ther.-Bereich:
FPIA
Serum, 0.5 ml
1.5 - 5 mg/l
Lindan
siehe:
Toxikologische Untersuchungen
Lipase
Turbidimetrie
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
6 - 51 U/l
Lipid-Diagnostik / Lipoprotein-Diagnostik
siehe:
206
Cholesterin
HDL-Cholesterin
LDL-Choleterin
Triglyceride
Lipidelektrophorese
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Lp(a)
Apolipoprotein A1, Apolipoprotein B, Apolipoprotein E
Lipidelektrophorese ˚
Material:
Ref.-Bereich:
Serum frisch, 1 ml
siehe Befund
Indikation:
DD erhöhter oder grenzwertiger Gesamtcholesterinwerte,
Abschätzung des Arterioskleroserisikos, Verlaufskontrolle unter Therapie.
Die Lipidelektrophorese ist den Fällungsmethoden (z.B. direkte HDLBestimmung) überlegen und sollte zumindest einmalig als Eingangsdiagnostik durchgeführt werden.
Bemerkungen:
sein.
Pat. muß vor der Blutentnahme mindestens 12h nüchtern
Serum soll möglichst frisch sein, speziell bei hohen Triglyceridwerten kann
es sonst gelegentlich zu Störungen kommen, die eine Wiederholung notwendig machen. Heparintherapie stört ebenfalls (Überbewertung der HDLFraktion durch freie Fettsäuren).
Wir geben die klassische Typisierung nach Fredrickson sowie Diätempfehlungen an.
Lipoprotein (a)
siehe:
Lp(a)
Lipoprotein X
siehe:
LpX
Liquorproteindiagnostik ˚
Material:
Liquor + Serum je 2-3 ml
Indikation:
V.a. Schrankenstörung, intrathekale Immunglobulin-Synthese,
intrathekale Tumoren und Metastasen, intrathekales Plasmozytom, oligoklonale Banden
Bemerkungen:
Beinhaltet die isoelektrische Fokussierung (oligoklonale
Banden), die Bestimmung von Albumin und IgG im Liquor und Serum, die
Berechnung der Albumin-, IgG-Quotienten und des IgG-Index (AlbuminIgG-Quotient, Delpech-Lichtblau-Quotient) sowie die Auswertung nach dem
Diagramm von Felgenhauer und Reiber. IgM- und IgA-Bestimmung auf
spezielle Anforderung.
Zum Liquorrhoe-Nachweis eignet sich ggf. die Bestimmung von Asialotransferrin (siehe dort) im fraglichen Sekret (1 ml).
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207
Tabelle19: Einteilung der Schrankenstörung
Albumin-Quotient (Erwachsene)
Erkrankungen
geringe Schrankenstörung
Multiple Sklerose
Chronische HIV-Enzephalitis
7.5 - 10 x 10-3
Zoster-Ganglionitis
Alkoholische Polyneuropathie
Amyotrophe Lateralsklerose
Mittelgradige Schrankenstörung
Virale Meningitis
Opportunistische Meningoen10 - 30 x 10-3
zephalitiden
Diabetische Neuropathie
Hirninfarkt
Großhirnatrophie
ausgeprägte Schrankenstörung
Guillain-Barré-Polyneuritis
vollständiger Zusammenbruch
Meningopolyneuritis Bannwarth
(=Neuroborreliose)
> 30 x 10-3
Herpes simplex-Enzephalitis
Tbc-Meningitis
Eitrige Meningitis
Liquorstatus
Material:
Ref.-Bereich:
Liquor, 2-3 ml bzw. Liquor plus Serum je 2-3 ml (s.u.)
siehe Befund
Bemerkungen:
Routinemässig Bestimmung von Zellzahl, Eiweiß, Albumin, IgG, Glukose, bei spezieller Anforderung auch weitere Untersuchungen:
- Bakteriologie
- Erregernachweise mittels PCR
- Serologie (Bestimmung nur aus Liquor ist i.d.R. wenig aussagekräftig,
besser ist die Ermittlung des Antikörperspezifitäts-Index für den bzw. die
fraglichen Erreger, hierfür ist jedoch Liquor und Serum als Untersuchungsmaterial nötig)
- Reiber-Schema, oligoklonale Banden (siehe auch Liquorproteindiagnostik), hierzu ist Liquor und Serum als Untersuchungsmaterial nötig.
Listeria monocytogenes
Kultur/KBR ˚
(Listeriose, Granulomatosis infantiseptica)
Material:
Blut, Liquor, Vaginalsekret, Stuhl (Kultur)
Serum, 1 ml (Serologie)
Ref.-Bereich:
< 1:5 Titer
Indikation:
grippeähnlicher, häufig enteritischer Verlauf, Sepsis mit Fieber
und Hepatosplenomegalie, akute Meningitis/Enzephalitis; Schwangerschaft:
Amnioninfektionssyndrom mit Abort oder Totgeburt; neonatale Infektion:
early onset (Septikämie, Pneumonie, Hepatosplenomegalie, Exanthem), late
onset (Meningitis bzw. Meningoenzephalitis)
Bewertung: Kultur: der Nachweis der Listerien v.a. aus Blut und/oder
Liquor ist der einzig sichere Beweis einer Infektion. Serologie: Antikörper208
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bildung verzögert. Hoher Antikörpertiter, Serokonversion oder Vierfachtiteranstieg sprechen für eine frische/kürzliche Infektion.
Bemerkungen:
Übertragung vorwiegend durch tierische und pflanzliche
Nahrungsmittel (Weichkäse, Rohmilch, rohes Fleisch, Wurst, Salat, Gemüse), selten durch direkten Kontakt (diaplazentar, Urin, Fäzes) von Mensch
zu Mensch oder von Tier zu Mensch. Erregervermehrung auch noch bei
Kühlschranktemperaturen möglich! Krankheitsdisposition für Schwangere,
Alte und Immungeschwächte. Bei infizierten Personen Erregerausscheidung
im Stuhl über mehrere Monate.
Lithium
ISE
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 1 ml
0.3 - 1.3 mmol/l
Bewertung: Toxische Wirkungen bei Werten >1.5 mmol/l möglich, Werte
>4.0 mmol/l sind potentiell tödlich.
Liver-Kidney-Mikrosomen-Autoantikörper
(LKM-1-Autoantikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Autoimmune chronisch-aktive Hepatitis (CAH)
Bewertung: Autoantikörper mit diagnostischer Relevanz für CAH, vgl.
auch Leber-spezifische Proteine (LSP)-Autoantikörper, lösliches Leberantigen-(SLA)-Autoantikörper, Glatte Muskel-Autoantikörper, Actin-Autoantikörper
Bemerkungen:
Autoantikörper gegen ein Isoenzym der Monooxygenase
Cytochrom P450 IID6 (55 kD)
LMA
siehe:
Leberzell-Membran-Autoantikörper
LTT
siehe:
Lymphozyten-Transformations-Test
Löslicher Transferrinrezeptor
(sTfR)
Material:
Ref.-Bereich:
Nephelometrie
Serum, 1ml
0.8 — 1.8 mg/l
Indikation:
DD der Anämien, frühzeitiger Nachweis eines Funktionseisenmangels
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209
Bewertung: keine Störung durch Entzündungen bzw. chronische Lebererkrankungen
Lofepramin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
< 50 ng/ml
Lorazepam W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
20 - 250 µg/l
Lorcainid / Nor-Lorcainid W
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
Lorcainid
Nor-Lorcainid
HPLC
0.1 - 1.0 µg/ml
0.1 - 1.5 µg/ml
Lormetazepam W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
< 25 ng/ml
Lp(a)
(Lipoprotein a)
Material:
Ref.-Bereich:
ELISA
Serum, 1 ml
< 300 mg/l
Indikation:
Abschätzung des atherogenen Risikos, speziell bei gleichzeitiger LDL-Erhöhung
Bewertung: Lp(a) ist genetisch determiniert und gilt als eigenständiger
Risikofaktor für Atherosklerose.
Lp X W
(Lipoprotein X)
Material:
Ref.-Bereich:
elektrophoretisch
Serum, 0.5 ml
negativ
Indikation:
mangelhafte Auftrennung der Lipidfraktionen in der Lipidelektrophorese (breite ß-Fraktion) bei Cholestase
Bewertung: Diagnostische Bedeutung gering, spielt eher als Störfaktor bei
der Lipiddiagnostik eine Rolle.
210
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LSD W
EIA
(Lysergsäurediäthylamid)
Material:
Urin, Serum, Magensaft, 3 ml
Ref.-Bereich:
negativ
Indikation:
V.a. Abusus, Intoxikation
Bemerkungen:
semiquantitativer Suchtest, ein positives Ergebnis muß ggf.
durch spezifische Verfahren bestätigt werden.
Bei Screeningtests auf Drogen bzw. Medikamente sollte wenn möglich Urin
untersucht werden.
LSP-Autoantikörper
siehe:
Leber-spezifische Proteine-Autoantikörper
Lues-Diagnostik
PPAA/IB/VDRL/PCR ˚
(Treponema pallidum ssp. pallidum)
Material:
Serum/Liquor, je 1 ml (Serologie)
Primäraffekt-Abstrich, Liquor, Fruchtwasser, Biopsien
(Nachweis bakterieller Nukleinsäure, PCR)
Indikation:
Serologie: Primäre, sekundäre, tertiäre Syphilis (Lues, Morbus
Schaudinn, vgl. Tabelle 20): schmerzloser Primäraffekt (harter Schanker) mit
regionärer Lymphknotenschwellung, Haut-, Schleimhaut-Exantheme,
Condylomata lata, Aortitis, Neurosyphilis, konnatale Lues, HIV-Infektion,
Mutterschaftsvorsorge. Erregernachweis: Schnelle und sensitive Frühdiagnostik bei serologisch unklaren Befunden (z.B. atypische Hautmanifestationen, symptomatische Neurosyphilis, konnatale Lues)
Bewertung: Serologie: - Behandlungbedürftige Treponematose: hoher
Antikörpertiter im TPPA (> 1:320), IgG positiv, IgM positiv, VDRL-Test > 1:4,
Serokonversion oder Vierfachtiteranstieg bei Verlaufskontrollen. - Sanierendbehandelte bzw. ausgeheilte Treponema-Infektion (Seronarbe): TPPA-Test >
1:80, IgG positiv, IgM negativ, VDRL-Test < 1:1 (Antikörperkonstellationen
vgl. Tabelle 21); Erregernachweis: Nachweis von Treponema pallidum als
ursächliches Agens bei bestimmten Fragestellungen und unklaren
serologischen Konstellationen
Bemerkungen:
Außer der Syphilis gibt es noch eine Reihe anderer Treponematosen, die überwiegend nichtvenerisch übertragen werden, deren
Erreger aber kaum von dem Syphilis-Erreger zu unterscheiden sind:
TreponematoseErreger
- Syphilis (Lues)
Treponema pallidum ssp. pallidum
V.: weltweit — Ü.: Sexualverkehr
- Frambösie (Yaws)
Treponema pallidum ssp. pertenue
V.: Afrika, Pazifik — Ü.: Schmierinfektion
- Bejel (Njovera)
Treponema pallidum ssp. endemicum
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211
V.: Mittlerer Osten, Afrika — Ü.: Sexualverkehr,
gemeinsam benutzte Gegenstände
- Pinta (Carate)
Treponema carateum
V.: Zentral-, Südamerika — Ü.: direkter Kontakt
Diese Treponematosen verursachen verständlicherweise falsch-positive
serologische Befunde, können aber häufig schon anamnestisch ausgeschlossen werden, da sie in Westeuropa nicht endemisch sind (Herkunftsland,
Reiseanamnese!).
Tabelle 20: Stadieneinteilung der Syphilis
Stadium
I*
Tage bis
Wochen
II**
Wochen bis
Monate
Klinische Manifestation
Ulcus durum (hoch kontagiös), lokale Lymphadenitis: Primäraffekt
makulöse, später makulöse, papulöse, papulopustulöse, squamöse
oder ulzeröse Exantheme (Stamm, Handflächen, Fußsohlen),
Condylomata lata (hoch infektiös), Alopecia areata, Angina
specifica, Hepatitis specifica, generalisierte
Lymphknotenschwellung
Aortitis, Aneurysmata; granulomatöse Entzündungsherde: Gummata
III***
in Haut, Knochen, Leber und Milz; meningeale Syphilis, Tabes
Monate bis
dorsalis, progressive Paralyse
Jahre
* lokalisierte Infektion ** generalisierte Infektion *** chronische Infektion
Die Treponemeninfektion führt zur Bildung von zwei Antikörpergruppen,
den unspezifischen Antikörpern (Reagine) und den spezifischen Antikörpern.
Unspezifische Antikörper sind gegen ein lipoidales Antigen gerichtet, das
aus der Erreger-Wirt-Interaktion heraus entsteht. Der TPPA (Treponema
pallidum passive particle agglutination assay) und die IgG/IgM-Immunblots
weisen jeweils spezifische Antikörper nach und sind für die Diagnosestellung von Bedeutung, der Cardiolipin-Mikroflockungstest (VDRL-Test: Veneral Disease Research Laboratory) weist unspezifische Antikörper nach und ist
als Therapieverlaufsparameter von Bedeutung. Cave: falsch positive
Reaktionen im VDRL-Test (Autoimmunerkrankungen, Mononukleose, Tuberkulose und anderen Spirochäten-Erkrankungen) möglich.
Tabelle 21: Antikörperkonstellationen bei der Lues-Diagnostik
Antikörperkonstellation
TPPA
< 1:80
IgG
negativ
IgM
negativ
VDRL
< 1:1
TPPA
IgG
IgM
VDRL
212
< 1:80 - 1:80
grenzw. - positiv
negativ
< 1:1
Befundinterpretation
Kein Anhalt für Treponemeninfektion. Sofern eine
Treponema-Infektion innerhalb der letzten 14 Tage
vor der Untersuchung erworben worden sein könnte,
Tests kurzfristig kontrollieren. Bei klinisch
verdächtigem Primäraffekt an Ulcus molle und an
Herpes genitalis denken.
in der Regel minimaler Restbefund nach früher
durchgemachter Treponema-Infektion (Seronarbe)
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Tabelle 21: Antikörperkonstellationen bei der Lues-Diagnostik
Antikörperkonstellation
TPPA
< 1:80
IgG
negativ
IgM
negativ
VDRL
> 1:2
TPPA
> 1:80
IgG
positiv
IgM
positiv
VDRL
> 1:4
TPPA
> 1:80
IgG
positiv
IgM
negativ
VDRL
< 1:1
Befundinterpretation
für Treponema-Infektion unspezifischer Befund bei
erhöhtem Titer antilipoidaler Antikörper
behandlungsbedürftige Treponematose (z.B.
Primärsyphilis)
sanierend behandelte bzw. spontan ausgeheilte
Treponema-Infektion (Seronarbe)
Lupusantikoagulant
Material:
Ref.-Bereich:
koagulometrisch
Citratplasma gefroren, 2 ml
negativ
Indikation:
Thrombophilie, Abklärung der Ursache habitueller Aborte,
Anti-Phospholipid-Syndrom, unklar verlängerte PTT, unklar positiver VDRLTest
Bemerkungen:
unter Marcumar und Voll-Heparinisierung nicht auswertbar, bei RT bis zu 4h stabil
Unter Lupusantikoagulant werden Autoantikörper verstanden, die gegen
Phospholipide gerichtet sind, eng verwandt hiermit sind die CardiolipinAutoantikörper (siehe dort), die immer parallel mituntersucht werden sollten
(auch unter Marcumar und Heparin möglich).
Siehe auch Thrombophilie-Diagnostik
Lymphogranuloma venereum
KBR ˚/PCR
(Chlamydia trachomatis Serovare L1-L3)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Wundabstrich (Nachweis bakterieller Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
< 1:5 Titer
Indikation:
Primärstadium: Papel am Ort der Infektion (meist Genitalbereich), die sich zu einem kleinen, schmerzlosen Geschwür weiterentwickelt
(häufig unbemerkt). DD: Ulcus molle (Haemophilus ducreyi) mit
schmerzhaften Ulcera. Spontane Abheilung nach einigen Tagen ohne Narbenbildung. Sekundärstadium (Inguinalsyndrom): nach einem symptomfreien Intervall von 1-8 Wochen schmerzhafte Schwellungen der regionalen
Lymphknoten (Bubo), die nach außen durchbrechen und sich entleeren
können. Allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber. Tertiärstadium: granulomatöse Entzündung, Fistelbildung, Strikturen, Elephantiasis. Komplikationen:
Proktokolitis, Arthritis, aseptische Meningitis, Meningoenzephalitis, Hepatitis, Erythema nodosum.
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213
Bewertung: hoher Antikörpertiter (ab 1:40) spricht für eine kürzliche
Infektion, ein mind. Vierfachtiteranstieg gilt als Hinweis für eine akute Infektion.
Bemerkungen:
Der Antikörpernachweis wird mit dem sog. ChlamydienPLT-Gruppenantigen in der Komplementbindungsreaktion (KBR) durchgeführt. Dieses Antigen berücksichtigt alle Chlamydienarten. Bei den häufigen
leichten Chlamydieninfektionen durch Chlamydia trachomatis Serovare D-K
(Konjunktivitis, urogenitale Infektionen) und Chlamydia pneumoniae (Infektionen der oberen Luftwege) steigen die komplementbindenden Antikörper
nicht zu hohen Titern an. Bei Lymphogranuloma venereum dagegen und bei
der Psittakose (Chlamydia psittaci) kommt es jedoch regelmäßig zu
deutlichen Titeranstiegen! Cave: Antikörper-Persistenz über Monate bis
Jahre, Unterscheidung zwischen zurückliegender und bestehender Infektion
schwierig.
Lymphom-Diagnostik
siehe:
Blutbild
Durchflusszytometrie
Lymphotrope Viren
siehe:
Cytomegalievirus
Epstein-Barr-Virus
HIV Typ 1/2
HTLV-1/2-Virus
Masernvirus (Immunsuppression)
Mumpsvirus (Milzschwellung, Thymitis)
Rötelnvirus
Lymphozytäre Choriomeningitis-Virus W
(LCM-Virus)
Material:
Ref.-Bereich:
IFT
Serum, 1 ml
siehe Befund
Indikation:
Aseptische Meningitis, aseptische Meningoenzephalitis,
grippeähnliche Erkrankungen, konnatale Infektionen
Bewertung: hoher Antikörpertiter spricht für frische/kürzliche Infektion,
Serokonversion oder Vierfachtiteranstieg gilt als Hinweis für eine frische
Infektion.
Bemerkungen:
Vorkommen in ganz Amerika, Europa und Asien, aerogene Übertragung über virushaltigen Staub, wahrscheinlich viele inapparente Infektionen. Durchseuchung in Deutschland: ländliche Gegenden bis
9,1%, Städte ca. 1,2% (Schädlingsbekämpfung!). Hauptüberträger: Hausmaus, Goldhamster (lebenslang Dauerausscheider: Kot, Urin), bei Infektion
in der Schwangerschaft Gefahr einer Fruchtschädigung.
214
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Lymphozyten-Differenzierung W ˚
(OKT)
Bestimmt werden die Gesamt-Leukozytenzahl, die Gesamt-Lymphozytenzahl sowie die Lymphozyten-Subpopulationen: B-Zellen, NK-Zellen, TZellen, T-Helfer-Zellen (CD4), T-Suppressor-Zellen (CD8), CD4/CD8-Quotient.
Material:
EDTA-Blut frisch, 8-10 ml (abhängig von der GesamtLymphozytenzahl)
EDTA-Blut nur bei Raumtemperatur lagern und
transportieren!
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Überprüfung des Immunsystems (HIV-Infektion, rezidivierende oder chronische Infekte, MS, Allergien, atopische Dermatitis, Autoimmunerkrankung), Zustand vor bzw. Kontrolle nach einer immunmodulierenden Therapie
siehe auch:
Bronchoalveoläre Lavage
Lymphozyten-Transformations-Test (LTT) W ˚
(Lymphozyten-Stimulations- oder -Proliferations-Test)
Material:
CPDA-Blut frisch, 30-40 ml (abhängig von der GesamtLymphozytenzahl und der zu testenden Allergene/Antigene)
Untersuchungsmaterial nur bei Raumtemperatur lagern
und transportieren!
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
nicht Antigen-spezifisch: Globale Beurteilung des zellulären
Immunsystems (z.B. bei V.a. angeborene oder erworbene Immundefekte,
Therapiemonitoring bei immunstimulierender- oder immunsuppressiver
Therapie).
Antigen-spezifisch: Nachweis einer Allergie vom zellulären Typ (Typ IV),
Beurteilung einer Reaktion des zellulären Immunsystems auf definierte
Antigene (z.B. Krankheitserreger)
Bemerkungen:
Testbare Allergene bzw. Antigene: Nahrungsmittel (z.B.
Milch, Käse, Gemüse, Obst, Getreide, Lebensmittelzusatzstoffe), Metalle
(z.B. Dentalmaterialien, Schwermetalle), Kunststoffe (z.B. Acrylate, Silikon),
Umweltschadstoffe (z.B. Formaldehyd, Lindan, PCP, PCB), mikrobielle
Antigene, Medikamente (bitte ggf. Medikament und Beipackzettel mit
einsenden).
Bei Anforderung muß angegeben werden, ob Antigen-spezifisch oder nicht
Antigen-spezifisch (global) getestet werden soll. Im ersten Fall ist die genaue
Angabe des zu testenden Allergens/Antigens unbedingt erforderlich!
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Lysozym
turbidimetrisch
(Muraminidase, LZM)
Material:
Serum, 0.5 ml
Ref.-Bereich:
3 - 9 mg/l
Indikation:
Differenzierung von Leukämien, V.a. Frühgeborenensepsis
Bewertung: Erhöhte Lysozymwerte im Serum treten auf bei myeloischen
und monozytären Leukämien. Die Lysozymwerte nehmen zur unreifzelligen
Leukämie hin ab. Frühgeborene mit Sepsis zeigen niedrige Lysozymwerte.
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Material:
Ref.-Bereich:
Stuhl, 1 g
< 1 µg/g
V.a. entzündliche Darmerkrankungen
Liquor, 0.5 ml
siehe Befund
Meningitis (bakteriell/viral)
Urin, 10 ml
negativ
Indikation:
tubuläre Nierenschädigung,
Harnwegsinfekte bei Kindern
Nierentransplantatabstoßung,
M2-PK
ELISA
(Tumor M2-PK, Pyruvatkinase Typ Tumor M2-PK)
Material:
Stuhl, 1 g
Ref.-Bereich:
< 4 U/ml
Indikation:
Screening zur nichtinvasiven Vorsorge auf Kolorektales CA,
als Ergänzung oder Alternative zur Bestimmung von Blut im Stuhl
Bewertung: erfaßt auch nichtblutende Darmtumore, wird durch Blutungen anderer Genese (z.B. Hämorrhoiden, Marcumartherapie) nicht gestört.
MAG-Autoantikörper
(Myelin-assoziiertes Glykoprotein-Autoantikörper)
siehe: Gangliosid-Antikörper
Magen-Autoantikörper
siehe:
216
Parietalzell-Autoantikörper
Intrinsic-Faktor-Autoantikörper
Gastrinzellen-Autoantikörper
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Magnesium
photometrisch
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
0.53 - 1.11 mmol/l
altersabhängig (siehe Befund)
Material:
Ref.-Bereich:
24h-Urin, 1 ml
2.5 - 8.5 mmol/24h
Indikation:
Neuromuskuläre Übererregbarkeit, Tremor, Tetanie, Krämpfe;
Herzrhythmusstörungen, Diuretika-Therapie, Alkoholismus, parenterale
Ernährung, Niereninsuffizienz, Hypocalciämie
Bemerkungen:
falsch erhöhte Werte bei hämolytischer Probe
MAK
EIA
(Mikrosomale Schilddrüsen-Antikörper, TPO, Thyreoidea-Peroxidase-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 60 U/ml
Indikation:
V.a. bzw. DD von Autoimmunthyreopathien
Bewertung: Zur Verlaufskontrolle nur eingeschränkt geeignet (schlechte
Korrelation mit der Schwere der Erkrankung)
Makro-CK
siehe:
CK-Isoenzyme
Makro-Lipase W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
elektrophoretisch
Serum, 2 ml
siehe Befund
Abklärung einer unklar erhöhten Lipase-Aktivität
Malaria
IC/Mikroskopie/IFT
(Malaria tropica, Malaria tertiana, Malaria quartana)
Material:
EDTA-Blut, 2 ml (Mikroskopie: "Dicker Tropfen", Blutausstrich — 3 konsekutive Proben; Nachweis Plasmodiumantigene)
Cave: Blutentnahme unabhängig vom Fieberschub,
Parasiten jederzeit nachweisbar!
Serum, 1 ml (Serologie)
Indikation:
Fieber, grippaler Infekt, unklare fieberhafte Erkrankung nach
Tropenaufenthalt (auch nach ausreichender Chemoprophylaxe!) u.a. mit
Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe. Cave: selten fieberfreie Fälle (sog. algide
Malaria).
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217
Bewertung: Mikroskopie: mikroskopischer Nachweis einer Parasitämie
(Korrelat für Schwere der Erkrankung) stellt die Diagnose, Empfindlichkeit
des „Dicken Tropfens“ gegenüber dem Blutausstrich 30-60 mal höher.
Antigenschnelltest (HRP II): immunologischer Nachweis von zwei
zirkulierenden Plasmodien-Antigenen mittels spezifischer Antikörper: HRP II
Antigen (Plasmodium falciparum) und Genus-Antigen (P. falciparum, P.
vivax, P. ovale und P. malariae). Cave: positives Testergebnis auch noch
mehrere Tage nach erfolgreicher Therapie möglich. Serologie: MalariaAntikörper werden erst spät nach Infektion gebildet, sie sind für die Akutdiagnostik nicht geeignet! Hohe Titer bei länger bestehender, aktiver Malaria, niedrige Titer bei länger zurückliegender, abgelaufener bzw. ausreichend therapierter Infektion (Durchseuchungstiter).
Bemerkungen:
Herstellung von Präparaten:
1. Blutausstrich (Differenzierung/Parasitenzählung): wie in der Praxis üblich,
lufttrocknen, ungefärbt und bruchsicher verpackt einsenden.
2. "Dicker Tropfen" (Anreicherung): 1 Tropfen Kapillar- oder Venenblut in
der Mitte eines mit Alkohol entfetteten Objektträgers mit einem stumpfen
Gegenstand (z.B. Spritzenkonus) mit langsamer spiraliger Bewegung und
ohne dabei auf dem Objektträger zu reiben auf die Größe eines Centstückes ausbreiten bzw. ausziehen, so daß untergelegtes Zeitungspapier
gerade noch hindurch gelesen werden kann. Anschließend lufttrocknen
lassen. Nicht fixieren!
Bei jeder fieberhaften Erkrankung während (Inkubationszeit mind. 6 Tage:
Plasmodium falciparum) oder bis 2 Jahre nach einer Tropenreise Malariadiagnostik veranlassen. Malaria tropica mit uncharakteristischem Fieberrhythmus, potentiell lebensbedrohlich (zerebrale Malaria!). Fieberschübe bei
Malaria tertiana (cave: Leberpersister, Rezidive für 3-5 Jahre möglich) alle 48
Stunden, bei Malaria quartana alle 72 Stunden.
Malondialdehyd W
(MDA)
Material:
Ref.-Bereich:
HPLC
Malondialdehyd-Spezialröhrchen, 2 ml
siehe Befund
Indikation:
Früherkennung eines Atherosklerose-Risikos, Marker für
oxidativen Streß, Verlaufskontrolle bei Therapie mit Radikalfängern wie
Vitamin E, Vitamin C und ß-Carotin
Bemerkungen:
z.Z. keine Kassenleistung
Malzarbeiterlunge
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Mangan
siehe:
218
Toxikologische Untersuchungen
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Maprotilin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
100 - 250 µg/l
Markscheiden-Autoantikörper
siehe:
Gangliosid-Antikörper
Masernvirus
ELISA/PCR ˚
Material:
Serum/Liquor, je 1 ml (Serologie)
Urin, EDTA-Blut, BAL, Rachenabstrich (Nachweis viraler
Nukleinsäure, PCR)
Indikation:
Exanthem, V.a. Masern, postinfektiöse Enzephalitis (Frequenz
ca. 1:1000), subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE, Frequenz ca.
1:10.000 bis 1:100.000), Einschlusskörper-Enzephalitis (MIBE), Pneumonie
(v.a. bei Immunsuppression), Abklärung des Immunstatus vor Impfung, in
der Schwangerschaft.
Bewertung: - Frische Maserninfektion: Serokonversion oder Vierfachtiteranstieg (Z.n. Impfung) im IgG, IgM positiv (kann bei Exanthembeginn
noch fehlen!). Bei spez. Fragestellungen — Primärinfektion (Krankheitsbeginn!), Infektion bei Z.n. Impfung (oft keine IgM-Antwort), Infektion bei
Immunsuppression (passive Antikörperübertragung) und Riesenzellpneumonie (hohe Letalität!) — Virusdirektnachweis mittels PCR diagnosesichernd. - Immunstatus: IgG positiv, IgM negativ.
Bemerkungen:
Tröpfcheninfektion mit hoher Kontagiosität: ca. 5 Tage vor
Auftreten des Exanthems bis zu dessen Verschwinden. Lebenslange
Immunität. Nach einer Masernexposition kann eine Impfung innerhalb von 3
Tagen das Auftreten einer Erkrankung wirksam verhindern. Cave: die mit
der Immunität korrelierende Antikörper-Höhe im ELISA ist nicht genau
festgelegt. Reinfektionen und Erkrankungen wurden auch nach Impfung
beschrieben!
MBP-Antikörper
siehe:
Myelin-basisches Protein-Antikörper
MCA
(Mucin-like-cancer associated antigen)
Der Test gilt als obsolet und wird nicht mehr hergestellt. Alternativ kann die
Bestimmung des CA 15-3 empfohlen werden.
Mebendazol W
Material:
HPLC
Serum, 2 ml
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219
Ther.-Bereich:
bis 150 ng/ml
Bemerkungen:
bei
(Langzeit-)Therapie
—Echinokokkose/Trichinose—
sollten wegen der schwankenden Absorption regelmäßig Spiegelbestimmungen durchgeführt werden. Zur besseren Wirkstoffaufnahme wird während der Behandlung fettreiche Kost empfohlen.
Medazepam W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
100 - 500 ng/ml
Medroxyprogesteron W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
100 - 500 ng/ml
Mefloquin W
(Lariam)
Material:
Ther.-Bereich:
LC-MS
Serum, 1 ml
20 — 500 µg/l
MEGX W (Monoethylglycinxylidid)
HPLC
(vor und nach Lidocain)
Material:
Serum, 2 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Melanin W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
photometrisch
Urin, 10 ml
negativ
V.a. Melanom-Metastasierung
Melatonin W
RIA
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
ausgeprägte Tagesrhythmik
Tageswerte:
< 30 pg/ml
Nachtwerte:
< 150 pg/ml
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 1 ml
Vorläufiger Referenzbereich:
morgens: 23 - 66 µg/gKrea
abends:
6 - 26 µg/gKrea
220
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Die im ersten Morgenurin gemessene Melatoninsulfat-Konzentration korreliert gut mit der Peak-Konzentration von Melatonin im Serum.
Bemerkungen: bei RT mindestens 24 h stabil
Melperon W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
100 - 200 ng/ml
Melphalan W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.1 — 2.0 µg/ml
Meningitis abakterielle, Enzephalitis, Myelitis
siehe:
Adenovirus
Coxsackieviren
Cytomegalievirus
Denguefieber-Virus
ECHO-Virus
Epstein-Barr-Virus
FSME-Virus
Hantaviren
Herpes-simplex-Virus
HIV Typ 1/2
HTLV-1/2-Virus
Humanes Herpes-Virus Typ 6
Influenzavirus
LCM-Virus
Masernvirus
Mumpsvirus
Parvovirus B19
Polioviren
Prion-CJD
Rötelnvirus
Tollwutvirus
Varizella-Zoster-Virus
Meningokokken
Kultur/AGGL/PCR ˚/EIA
(Neisseria meningitidis)
Material:
Blut, Liquor, Rachenabstrich, respirat. Sekret (Kultur, PCR)
Liquor, 1 ml (Nachweis Kapselantigen, PCR)
Serum, 1 ml (Serologie)
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221
Indikation:
Erregernachweis: Meningitis epidemica, Sepsis, WaterhouseFriderichsen-Syndrom, selten Pharyngitis, Pneumonie, MeningokokkenKeimträger; Serologie: Immunstatus nach Meningokokken-Impfung
Bewertung: Erregernachweis: Nachweis einer Meningokokken-Infektion
oder eines Meningokokken-Keimträgers (Rachenabstrich); Serologie: Ref.Bereich (Impfschutz): siehe Befund.
Bemerkungen:
Die Meningokokken-Impfung richtet sich nur gegen die
epidemischen Meningokokken-Stämme der Serogruppe A, C, Y und W-135.
Seit 2006 steht für Kinder unter 2 Jahren ein konjugierter Impfstoff gegen Typ
C zu Verfügung. Eine Impfung gegen die häufigen endemischen
Meningokokken-Stämme der Serogruppe B (60-70%) ist z.Zt. nicht möglich.
Die serologische Untersuchung ist nicht geeignet zur Bestimmung des „Antikörperstatus“ nach natürlicher Infektion mit Erregern der Serogruppe B.
Mephenytoin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
4 - 16 µg/ml
Mepindolol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
5 - 40 ng/ml
Mepivacain W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.1 - 1.0 µg/ml
Meprobamat W
Material:
Ther.-Bereich:
GC
Serum, 2 ml
5 - 25 µg/ml
Mesuximid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 40 mg/l
Metamizol W
HPLC
(als 4-Aminoantipyrin)
Material:
Serum, 2 ml
Ther.-Bereich:
1 - 12 µg/ml
222
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Metanephrine
Material:
HPLC
10 ml 24h-Urin angesäuert (sammeln über 10 ml 10 %ige HCl)
< 340 µg/24h (Metanephrin)
< 440 µg/24h (Normetanephrin)
Ref.-Bereich:
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Plasma gefroren, 2 ml
< 90 ng/l (Metanephrin)
<180 ng/l (Normetanephrin)
Indikation:
DD der Hypertonie, Ausschluss Phäochromozytom
Bemerkungen:
Medikamente, speziell L-Dopa, α-Methyldopa, Phenothiazine, Theophyllin, MAO-Hemmer, Tetrazykline und Erythromycin möglichst
1 Woche vorher absetzen.
Die Bestimmung der Metanephrine im Plasma eignet sich als Screening-Test
zum Ausschluß eines Phäochromozytoms. Sensitivität und Spezifität sind der
Bestimmung der Katecholamine im Urin vergleichbar bzw. leicht überlegen.
Methadon
FPIA
(Polamidon®)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Urin, Serum, Magensaft, 3 ml
negativ
V.a Intoxikation, Abusus, Substitutionskontrolle
Bemerkungen:
semiquantitativer Suchtest, ein positives Ergebnis muß ggf.
durch spezifische Verfahren bestätigt werden.
Bei Screeningtests auf Drogen bzw. Medikamente sollte wenn möglich Urin
untersucht werden.
Methämoglobin
(Hämiglobin)
Material:
Ref.-Bereich:
spektralphotometrisch
EDTA-Blut, 2 ml
< 1.5 % (Raucher bis 2.7 %)
Indikation:
V.a.
toxisch-hämolytische
Anämie,
V.a.
hereditäre
Methämoglobinämie, unklare Zyanose bei Neugeborenen
Bewertung: < 15 % gewöhnlich asymptomatisch
< 20 % Zyanose, Kopfschmerz, Benommenheit
< 45 % deutliche Zyanose, Übelkeit
< 70 % schwere Zyanose, Erbrechen, Konfusion, Anfälle
> 70 % gewöhnlich Tod
Bemerkungen:
in intakten Erythrozyten nur etwa 5h stabil, bei längerem
Transport sollte mit 5 Teilen Aqua bidest verdünnt werden (Verdünnung ggf.
auf Röhrchen bzw. Schein vermerken!).
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223
Methaqualon W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 5 µg/ml
Methohexital W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
4 - 8 µg/ml
Methotrexat W
Material:
Ther.-Bereich:
FPIA
Serum, 1 ml
nach hochdosierter Therapie:
nach 24 Std.:
< 10 µmol/l
nach 48 Std.:
< 1.0 µmol/l
nach 72 Std.:
< 0.1 µmol/l
Me(th)suximid W
HPLC
(als N-Desmethylme(th)suximid)
Material:
Serum, 2 ml
Ther.-Bereich:
10 - 40 mg/l
Methylmalonsäure W
(MMS)
Material:
Ref.-Bereich:
GC-MS
Serum gefroren, 2 ml oder
EDTA-Plasma gefroren, 2 ml
50 - 300 nmol/l
Indikation:
Beurteilung eines Vitamin B12-Mangels, insbesondere auch
bei verdächtiger Klinik mit Vitamin B12-Spiegeln im unteren Normbereich
(< 400 pg/ml) bzw. bei HoloTC-Werten im Graubereich.
Bewertung: erhöhte Werte zeigen einen intrazellulären Vitamin B12Mangel an.
Bemerkungen:
Für die Bestimmung der Methylmalonsäure muß das
Serum bzw. EDTA-Plasma innerhalb von 1 Stunde nach Blutentnahme vom
Blutkuchen abgetrennt werden.
Methylphenidat W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
8 - 30 ng/ml
Bemerkungen:
Gipfelkonzentration des therapeutischen Bereichs: 8-30
ng/ml. Die Blutentnahme sollte etwa 3 Std. nach oraler Gabe erfolgen (HWZ
1-3 Std.).
224
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Methylphenobarbital W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.2 - 1.7 µg/ml
Methyprylon W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 10 µg/ml
Metipranolol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
20 - 80 ng/ml
Metoclopramidtest
(Prolaktin-Stimulationstest)
Indikation:
V.a. latente Hyperprolaktinämie (Zyklusstörungen, Infertilität,
Galaktorrhoe)
Durchführung: Blutentnahme zur Prolaktinbestimmung vor sowie
30 min nach Gabe von 10 mg Metoclopramid i.v.
(z.B. 1 Amp. Paspertin)
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Serum, je 1 ml
Ref.-Bereich:
Frauen: (3) - 7 - 10-facher Anstieg bzw. auf Werte von
44 - 200 ng/ml (in der Lutealphase).
In der Follikelphase etwas geringere Werte
(28 bis 130 ng/ml).
Männer: 21 - 123 ng/ml
Metofenazat W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 3 µg/ml
Metronidazol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
3 - 20 µg/ml (toxisch ab etwa 200 µg/ml)
Bemerkungen:
zuverlässig wirkendes Chemotherapeutikum bei Anaerobier- und Protozoeninfektionen mit sehr guter Gewebepenetration. Dosisreduktion bei stark eingeschränkter Leberfunktion sowie bei Kreatinin-Clearance-Werten < 10 ml/min. Mutagen und karzinogen im Tierversuch.
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225
Metoprolol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
20 - 500 µg/l
Mexiletin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.5 - 2.5 mg/l
Mezlocillin W (Baypen)
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
siehe Befund
Mianserin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
30 - 120 µg/l
Mi-2-Autoantikörper W
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Dermatomyositis, Polymyositis
Bewertung: Nachweishäufigkeit 16% bei Patienten mit Dermatomyositis/Polymyositis
Bemerkungen:
Autoantikörper gegen noch weitgehend unbekannte
RNAse- und DNAse-resistente, jedoch Trypsin-sensitive Antigene des
Nukleoplasma.
Miconazol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
siehe Befund
Bemerkungen:
Breitspektrum-Antimykotikum, für systemische Anwendung nicht mehr im Handel.
Midazolam W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
20 - 200 ng/ml
Mikrobiologische Diagnostik
siehe:
226
Bakterienkultur
Mykobakterien-Kultur
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Pilzkultur
Parasitologische Diagnostik
PCR
sowie ggf. bei den jeweiligen Erregern
Mikrofilament-Antikörper
siehe:
Zytoskelett-Antikörper
Mikropolyspora-Antikörper
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Mikrosomale Antikörper
siehe:
MAK
Liver-Kidney-Mikrosomen-Autoantikörper (LKM)
Mikrotubuli-Antikörper
siehe:
Zytoskelett-Antikörper
Milcheiweiß-Autoantikörper
RAST
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Allergische Enteritis, Kolitis, Proteinverlust-Enteropathie,
atopische Dermatitis, Asthma bronchiale, Urticaria, Wachstumsstörungen
Bewertung: Hinweis auf Milcheiweiß-Allergie
Bemerkungen:
Aufgrund exogener Sensibilisierung können Autoantikörper gegen mehr als 30 verschiedene Milcheiweiß-Antigene auftreten.
Hauptantigene stellen a-Lactalbumin, ß-Lactoglobulin und Kasein dar (siehe
auch entsprechende RAST´s). Kreuzreaktionen zwischen ß-Lactalbumin und
Rindfleisch (Albuminkomponente) sind möglich.
Mirtazapin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
siehe Befund
Mitochondrien-Autoantikörper
IFT
(Antimitochondriale Antikörper, AMA)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Primär biliäre Zirrhose (PBC), DD chronische Hepatitiden,
kryptogene Zirrhosen, seltener bei Halothan-, Chlorpromazin-, Drogen-,
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227
virusinduzierten Hepatitiden, Leberkarzinomen, Pseudo-LE, Kollagenosen,
Sklerodermie, Kardiomyopathien
Bewertung: wichtiger diagnostischer Marker bei primär biliärer Zirrhose
(PBC)
Bemerkungen:
Es wurden 9 Subtypen der Mitochondrien-Antikörper
beschrieben, davon sind Anti-M2, Anti-M4, und Anti-M9 charakteristisch für
die primär biliäre Zirrhose (PBC). Anti-M4 gilt als Indikator für die Prognose
einer PBC. Anti-M9 ist ein Marker für die Frühform einer PBC, auch bei AntiM2-negativen Patienten.
Mitomycin C W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
siehe Befund
Mitosespindel-Antikörper
Material:
Indikation:
Bewertung:
Serum, 1 ml
Selten auftretende Antikörper bei Kollagenosen
Diagnostische Bedeutung noch ungewiß
Mittelmeerfieber, familiäres
siehe:
Tabelle 22 (Molekulargenetische Untersuchungen)
Moclobemid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
500 - 3000 ng/ml
Molekulargenetische Untersuchungen
FISH/PCR u.a.
Der Nachweis von krankheitsassoziierten Genmutationen mittels PCR, FISH
und ggf. Gensequenzierung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Neben der
Diagnosesicherung eignen sich die Verfahren teilweise auch zur präsymptomatischen Risiko- und Präventivdiagnostik (auch Pränataldiagnostik)
sowie zur Identifizierung von (heterozygoten) Genträgern.
Je nach Krankheitsbild bzw. Fragestellung kann vor der molekulargenetischen Diagnostik eine eingehende humangenetische Beratung empfehlenswert oder sogar erforderlich (d.h. z.B. auch gesetzlich vorgeschrieben) sein.
Die Vorgaben des Gendiagnostikgesetzes sind hierbei einzuhalten. In jedem
Fall ist eine schriftliche Einverständniserklärung des Patienten erforderlich.
Ein entsprechendes Formblatt wird von uns auf Anforderung zur Verfügung
gestellt bzw. kann auf unserer Internetseite heruntergeladen werden.
Manche Krankheitsbilder können auch nur im Rahmen von Familienuntersuchungen abgeklärt werden oder erfordern bestimmte zusätzliche Angaben.
228
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Wir empfehlen deshalb ggf. eine vorherige telefonische Rücksprache,
inbesondere bei seltenen Erkrankungen.
Aufgrund der rasanten Entwicklung auf diesem Gebiet wird unser Diagnosespektrum laufend erweitert. Falls Sie eine gesuchte Erkrankung hier nicht
finden, bitten wir ggf. um kurze tel. Rücksprache, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen eine entsprechende Diagnostik mittlerweile möglich
ist.
Untersuchungsmaterial ist jeweils 2 ml EDTA-Blut (oder Knochenmarkaspirat), wenn nichts anderes angegeben ist.
Molekulargenetischer Nachweis von Krankheitserregern siehe beim jeweiligen Erreger bzw. unter PCR.
Tabelle 22: Molekulargenetische Untersuchungen
Erkrankung
OMIM
Gen
Bemerkungen
Atheroskleroserisiko
ACE-Polymorphismen W
106180
ACE
Angiotensinogen-Polymorphismus
106150
AGTM235T
Hypertonie, klin.
Wertigkeit noch
unsicher
Hypertonie, klin.
Wertigkeit noch
unsicher
236250
MTHFR
107730
APOB
107741
APOE
168820
606945
PON1
LDLR
415000
277180
DAZ
CFTR, IVS8-5T
480000
SRY
308700
KAL-X-Gen
163950
PTPN11
133435
ETO/AML
151410
189980
BCR/ABL
W
Hyperhomocysteinämie ˚
(MethylentetrahydrofolatReduktasemangel)
Hypercholesterinämie ˚, APOB100
(Primäre Dyslipoproteinämie)
Hyperlipoproteinämie Typ III ˚
Risikoabschätzung für M.
Alzheimer
Juvenile Schlaganfälle W
LDL-Rezeptor Defekt ˚
Infertilität
Azoospermiefaktor W
Cong. bilat. Aplasie des Vas
deferens ˚ , CBAVD
Gonadendysgenesie W (SwyerSyndrom)
Kallmann-Syndrom W (Olfactogenitales Syndrom)
Noonan-Syndrom W
Leukämiediagnostik
Aml1/eto-Fusion ˚
bcl-2/JH-Onkogen ˚
BCR-ABL-Translokation bei CML
(bcr/abl-Fusion, PhiladelphiaTranslokation) ˚
E2A/PRL-Onkogen W
Prävalenz ca. 1:700
Heparinblut, 5 ml
AML FAB-Subtyp M2
Follikuläres Lymphom
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CML, ALL, AML M1
Prä-B-Zell-ALL
229
Tabelle 22: Molekulargenetische Untersuchungen
Erkrankung
Immunglobulin-RezeptorGenumlagerung ˚
OMIM
Gen
JAK2-Punktmutation ˚
(Idiopathische Myelofibrose,
Essentielle Thrombozythämie,
Polycythämia vera)
T-Zell-Rezeptor-Genumlagerung W
147796
JAK2
Monoklonalitätsnachweis lymphoproliferativer Erkrankungen
Mentale Retardierung
Angelman-Syndrom W
(happy puppet syndrome)
Coffin-Lowry-Syndrom W
Cri-du-chat-Syndrom W
Fragiles-X-Syndrom
(Martin-Bell Syndrom) W
Prader-Willi-Syndrom W
RETT-Syndrom W
Smith-Magenis-Syndrom (SMS) W
Sotos-Syndrom W
Neurodegenerative Erkrankungen
Apo E4 (Alzheimer-Risiko) ˚
Chorea Huntington W
Dentatorubropallidolysiale
Dyplasie W
Fam. Alzheimer-Erkrankung W
Familiäre Amyotrophe
Lateralsklerose (ALS) W
Friedreich’sche Ataxie W
Hered. Mot. Sens. Neuropathie
(Charcot-Marie-Tooth) W
Miller-Dieker-Syndrom
(MDS, LISS-Enzephalie) W
Prion-CJD (Creutzfeldt- JakobErkrankung) W
Spinozerebelläre Ataxie Typ 1 W
Spinozerebelläre Ataxie Typ 2 W
Spinozerebelläre Ataxie Typ 3 W
(Machado-Joseph)
Spinozerebelläre Ataxie Typ 6 W
Spinozerebelläre Ataxie Typ 7 W
Spinozerebelläre Ataxie Typ 8 W
Neuromuskuläre Erkrankungen
Barth-Syndrom W
230
Bemerkungen
Monoklonalitätsnachweis lymphoproliferativer Erkrankungen
105830
601623
303600
123450
309550
SNRPN UBE3A Heparinblut, 5 ml
176270
312750
182290
117550
SNRPN
MECP2
RA/1
NSD1
107741
APOE
143100
125370
HD15
DRPLA
104300
105400
AD3/PSEN1
SOD1
229300
118220
247200
FRDA
CMT1A,
PMP22
LIS1
123400
PRNP
164440
183090
109150
ATX1
ATX2
ATX3
183086
164500
603680
CACNA1A
SCA7
SCA8
302060
TAZ
RSK2
Deletion 5p
FMR1
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Heparinblut, 5 ml
Heparinblut, 5 ml
Heparinblut, 5 ml
Heparinblut, 5 ml
Tabelle 22: Molekulargenetische Untersuchungen
Erkrankung
Kearns-Sayre-Syndrom W
OMIM
530000
Gen
Bemerkungen
Mitochondriales
Genom
MELAS (Mitochondriale
Enzephalomyopathie, LactatAzidose, stroke-like-episodes) W
Muskeldystrophie
Duchenne/Becker W
540000
MTT
Mitochondriales
Genom
310200
300376
DMD, BMD
auch Konduktorinnentest oder Pränataldiagnose möglich
Myoadenylat-Desaminase-Mangel
102770
AMPD1
150900
253300
253550
253400
313200
DMPK
SMN1
607671
DYT1
177400
BCHE
˚
Myotone Dystrophie W
Spinale Muskelatrophie
Typ 1-3 W
Spinobulbäre Muskelatrophie
Kennedy W
Torsionsdystonie W (dystonia
muskulorum deformans)
Pharmakogenetik
Atypische Cholinesterase W
AR
Verlängerte neuromuskuläre Blockade
nach Gabe von
Muskelrelaxantien
Cytochrom P 450-Enzyme W
601129 CYP2C8 1
Diskrepanz zwischen
601130 CYP2C9 2
Medikamentendosie124020 CYP2C19 3
rung und Wirkung bzw.
4
124030 CYP2D6
-Serumspiegel,
unerwartete Nebenwirkungen
1
in Europa 10-15% poor metabolizer mit erhöhten Serumspiegeln von:
Amodiaquin, Cerivastatin, Ibuprofen, Paclitaxel, Repaglinid, Torasemid
2
in Europa 7-10% poor metabolizer mit erhöhten Serumspiegeln von:
Amitryptilin, Carbamazepin, Clopidogrel, Coumarinderivate, Diclofenac,
Fluoxetin, Fluvastatin, Glibenclamid, Ibuprofen, Indometacin, Naproxen,
Paracetamol, Phenprocoumon, Phenytoin, Piroxicam, Sulfamethoxazol,
Tamoxifen, Tolbutamid, Warfarin
3
in Europa 3-5% poor metabolizer mit erhöhten Serumspiegeln von:
Amitryptilin, Chloramphenicol, Citalopram, Clomipramin, Cyclophosphamid,
Diazepam, Doxepin, Escitalopram, Flunitrazepam, Hexobarbital, Imipramin,
Lansoprazol, Mephenytoin, Moclobenid, Omeprazol, Oxcarbazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Primidon, Propranolol, Sertralin, Ticlopidin, Tolbutamid,
Trimipramin, Warfarin
4
in Europa 6-10% poor metabolizer mit (deutlich) erhöhten Serumspiegeln,
10-15% intermediate metabolizer mit erhöhten Serumspiegeln und 2-3%
ultrarapid metabolizer mit erniedrigten Serumspiegeln von:
Ajmalin, Alprenolol, Amitryptilin, Aripiprazol, Atomoxetin, Captopril, Carvedilol, Chlorpromazin, Clomipramin, Clozapin, Codein, Desipramin, Doxepin,
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231
Tabelle 22: Molekulargenetische Untersuchungen
Erkrankung
OMIM
Gen
Bemerkungen
Duloxetin, Flecainid, Fluoxetin, Fluphenazin, Fluvoxamin, Haloperidol, Imipramin, Maprotilin, Metoclopramid, Metoprolol, Mexiletin, Mianserin, Nortriptylin,
Olanzapin, Opipramol, Paroxetin, Perazin, Perphenazin, Phenacetin, Promethazin, Propafenon, Propranolol, Risperidon, Tamoxifen, Thioridazin, Timolol,
Tramadol, Trimipramin, Venlafaxin, Zuclopenthixol
Fluoruracil-Toxizität ˚
(DihydropyrimidinDehydrogenase)
Glutathion-S-Transferase
T1/M1 W
Multi Drug Resistance Prot. 1 ˚
274270
DPYD
138380
GSTM
171050
MDR1
ABCB1
PGP170
XenobiotikaMetabolisierung
Diskrepanz zwischen
Medikamentendosierung und Wirkung bzw.
-Serumspiegel,
unerwartete Nebenwirkungen
betrifft die Medikamente:
Anthracycline, Clarithromycin, Cylosporin A, Dexamethason, Digoxin, Itraconazol, Morphin, Ondansetron, Paclitaxel, Phenytoin, Rifampicin, Saquinavir, Talinolol, Verapamil, Vincaalkaloide
N-Acetyltransferase-bedingte
243400 NAT2
Diskrepanz zwischen
Arneimittelunverträglichkeit W
Medikamentendosierung und Wirkung bzw.
-Serumspiegel,
unerwartete Nebenwirkungen
betrifft die Medikamente:
Isoniazid, Sulfonamide, Procainamid, Nitrazepam, Sulfasalazin
Thiopurin-S-Methyl-Transferase610460 TPMT
schwere hämatopoetische Toxizität nach
Mangel ˚ (TPMT)
Gabe von 6Mercaptopurin (z.B.
Azathioprin) oder 6Thioguanin
Vitamin K608547 VKORC1
Dosiseinstellung von
Cumarin- oder
Epoxidreduktasekomplex ˚
Warfarin-Präparaten
Stoffwechsel
α1-Antitrypsin-Mangel ˚
Adrenoleukodystrophie/Adrenomy
eloneuropathie W
AGS durch 21-HydroxylaseMangel W
232
107400
PI
300100
ALD/AMN
201910
CYP21
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Lungenemphysem,
Hepatitis bzw. Leberzirrhose unklarer
Genese, speziell im
Jugendalter, auch
Pränataldiagnose
möglich
auch Konduktorinnentest oder Pränataldiagnose möglich
Tabelle 22: Molekulargenetische Untersuchungen
Erkrankung
Carnitin-Palmityl-Transferase IIMangel ˚
OMIM
600650
608836
600649
Gen
CPT2
Crigler-Najjar-Syndrom ˚
191740
UGT1A1
Cyst. Fibrose (Mukoviszidose) ˚
219700
602421
CFTR
Fruktose-Intoleranz (hereditäre) ˚
Glucose-6-PhosphatDehydrogenase-Mangel ˚
Galaktosämie (Galaktose-1Phosphat-UridyltransferaseMangel) W
Hämochromatose (hereditäre)
Typ 1 (adulte Form) ˚
Typ 1 (adulte Form
229600
ALDOB
305900
G6PD
606999
GALT
235200
HFE
Mutationen C282Y und
H63D
HFE
seltene Mutationen bei
weiterbestehendem
Verdacht
Beginn in der 2.-3.
Dekade, schwerer
Verlauf
s.o.
Hämochromatose
Typ 2A (juvenile Form)
608374
Haemojuvelin
(HJV)
Typ 2B (juvenile Form)
606464
Typ 3 (adulte Form)
Typ 4 (adulte Form)
604250
606069
Hepcidin
(HAMP)
TFR2
Ferroportin
(SLC40A1)
Hyperferritinämie KataraktSyndrom˚
134790
FTL
603202
LCT
201450
ACADM
Laktose-Intoleranz (hereditäre)˚
Medium-Chain-Acyl-CoADehydrogenase-Mangel ˚
MODY ˚ (Maturity Onset Diabetes
of the Young)
MODY3
MODY2
MODY1
MODY5
Morbus Fabry W
(α-Galactosidase-Mangel)
Morbus Gaucher W
Morbus Meulengracht
(Gilbert-Syndrom) ˚
142410
138079
600281
189907
300644
HNF1A
Glucokinase
HNF4A
HNF1B
GLA
606463
143500
GBA
UGT1A1
Morbus Wilson ˚
Phenylketonurie W
277900
ATP7B
261600
PAH
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Bemerkungen
Hypoglycämie,
Muskelschwäche, schmerzen,
Myoglobinurie
mehrere Defekte
bekannt, auch als
Heterozygotentest oder
zur Pränataldiagnostik
oft erhöhtes Ferritin bei
normaler
Transferrinsättigung
oft erhöhtes Ferritin bei
normaler Transferrinsättigung (DD
Hämochromatose)
V.a. Typ 2 Diabetes vor
dem 25. Lj, positive
Familienanamnese
69% der Fälle
14% der Fälle
3% der Fälle
3% der Fälle
233
Tabelle 22: Molekulargenetische Untersuchungen
Erkrankung
Porphyrie ˚/W
AIP (PorphobilinogenDesaminase)
P. cutanea tarda
Hepatoerythropoetische P.
(UroporphyrinogenDecarboxylase)
Hereditäre Koproporphyrie
(Coproporphyrinogenoxidase)
P. variegata
(Protoporphyrinogenoxidase)
Zöliakie ˚
OMIM
Gen
609806
HMBS
176100
UROD
612732
CPOX
600923
PPOX
146880
604305
HLA-DQA1
HLA-DQB1
Thrombophilie (familiäre Thromboseneigung)
107300
Antithrombin III-Mangel ˚
176930
Faktor II-Genmutation ˚
(Prothrombinmutation G 20210)
227400
Faktor V-Genmutation ˚
(Leiden-Mutation, APCR)
Plasminogen-Aktivator-Inhibitor,
173360
PAI 1 und -2 W
173390
Protein C-Mangel W
176860
Protein S-Mangel W
176880
Bemerkungen
AT3
F2
F5
PA11, PA12
PROC
aufwendig, jedoch unter
Therapie mit
Gerinnungshemmern
einzig mögliche
Nachweismethode
PROS1
Tumordiagnostik/Tumorgenetik (siehe auch Leukämiediagnostik)
Familiäre adenomatöse Polyposis
175100 APC
(FAP) W
Familiäres Colon-Carcinom,
120435 MSH2
vorherige tel.
HNPCC (Lynch-Syndrom) W
MLH1
Rücksprache
erforderlich !
Familiäres malignes Melanom W
155600 p16/CDKN2A
Herzmyxome, Carney-Komplex
188830 PRKAR1A
Typ 1 W
605244
Li-Fraumeni-Syndrom
151623 p53
(familiäres Sarkom) ˚
Mamma-/Ovarial-Carcinom
113705 BRCA1,
(hereditäres) W
600185 BRCA2
Multiple Endokrine Neoplasie
131100 MEN1
Typ 1 ˚
Multiple Endokrine Neoplasie Typ 171400 RET
163300
2 ˚ (MEN 2A und 2B)
234
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Tabelle 22: Molekulargenetische Untersuchungen
Erkrankung
Phäochromozytom ˚
von Hippel-Lindau-Syndrom ˚
Verschiedene
Achondroplasie / Hypochondroplasie ˚
Angioneurotisches Ödem Typ 1
und 2 (Quincke-Ödem) ˚
DiGeorge-Syndrom W
Familiäre Kälteurtikaria ˚
OMIM
608537
164761
602690
185470
602413
193300
Gen
VHL
RET
SDHD
SDHB
SDHC
VHL
100800
146000
FGFR3
106100
C1NH
188400
606416
MPLA
CIAS1
Bemerkungen
Z.B. HbS, HbC, HbE,
Thalassämien sowie alle
Punktmutationen in den
α- und ß-Genen
Hämoglobinopathien ˚/w
α-Thalassämie
ß-Thalassämie
Sichelzellanämie
Hämophilie A W
141800
141850
604131
603903
306700
Hämophilie B W
Hered. Pankreatitis, (Kationisches
Trypsinogen) ˚
306900
167800
167790
HIV-Resistenz ˚
HLA-Diagnostik
Holt-Oram-Syndrom
(Herz-Hand-Syndrom) W
Hyper-IgD-Syndrom W
Ichthyosis, X-chromosomal
(Steroidsulfatase-Mangel) W
Lebersche hereditäre Opticus
Neuropathie W
Maligne Hyperthermie, RyanodinRezeptor W
Mittelmeerfieber, familiäres ˚
601373
SPINK1
CCR5
142900
TBX5
260920
308100
MVK
STS
Heparinblut, 5 ml
535000
ND1 und ND4
Mitochondriales Genom
180901
RYR1
249100
Muckle-Wells-Syndrom ˚
606416
MEFV
(MarenostrinGen)
CIAS1
Narkolepsie ˚
HBA1- und
HBA2
HBB
HBB
Faktor VIII-Gen auch Pränataldiagnose
möglich
Primär ist der indirekte
Nachweis (Familienuntersuchung)
vorzuziehen, da der
direkte Nachweis sehr
aufwendig ist
Faktor IX-Gen siehe Hämophilie A
PRSS1
siehe dort
HLA-DR15
HLA-DQB1
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235
Tabelle 22: Molekulargenetische Untersuchungen
Erkrankung
Pyruvatkinase (erythrozytäre
chron. hämolyt. Anämie) W
Vaterschaftsanalyse W
OMIM
609712
Williams-Beuren-Syndrom
(Supravalvuläre Aortenstenose) W
194050
Gen
PKLR
ELN
Bemerkungen
keine Kassenleistung,
bitte vorherige
Rücksprache wegen
Kosten und besonderen
Formularen
Heparinblut, 5 ml
Mononukleose
siehe:
Epstein-Barr-Virus
Morphin
siehe:
Opiate
MOTT
(mycobacteria other than tuberculosis)
siehe: Mykobakterien, atypische
Mykobakterien-Kultur
Mykobakterien-PCR
MRSA
(Methicillin resistenter Staphylococcus aureus)
siehe: Tabelle 7 (Umfang bakteriologischer Untersuchungen)
Tabelle 25 (Molekulargenetische Identifizierung von Krankheitserregern und Erbkrankheiten)
Mucor-Antikörper
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Mucopolysaccharide, saure
(Glykosaminoglykane)
Material:
Urin, 10 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
236
Suchtest bei V.a. Mucopolysaccharidosen
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photometrisch
Mukoviszidose
siehe:
Tabelle 22 (Molekulargenetische Untersuchungen)
Mumpsvirus
ELISA, PCR
Material:
Serum, 1 ml
Abstrich, Liquor (Erregernachweis mittels PCR)
Indikation:
Parotitis epidemica, unklare Speicheldrüsen-Schwellung,
Orchitis (Oophoritis), aseptische Meningitis, Meningoenzephalitis,
Pankreatitis (selten); Immunstatus vor Impfung oder in der Schwangerschaft.
Bewertung: - Frische Mumpsinfektion: Serokonversion oder Vierfachtiteranstieg im IgG, IgM positiv, positiver Erregernachweis. - Immunstatus:
IgG positiv, IgM negativ.
Bemerkungen:
Tröpfcheninfektion, Virusausscheidung erfolgt im Speichel
und Urin bis ca. 10 Tage nach Erkrankungsbeginn. IgM-AK bereits 2-4 Tage
nach Symptombeginn nachweisbar (für insgesamt 2-3 Monate). IgG-AK sind
sehr lange nachweisbar (Schutz vor Zweiterkrankung). Cave: bei
spezifischen IgG-AK Kreuzreaktion mit Parainfluenzavirus Typ 2. Etwa 90%
der Erwachsenen weisen Antikörper gegen Mumpsvirus auf, maternale
Antikörper schützen für 6-8 Monate.
Muskel-Antikörper
siehe:
Glatte Muskel-Antikörper
Herzmuskel-Antikörper
Endomysium-Antikörper
Skelettmuskel-Antikörper
Acetylcholin-Rezeptor-Antikörper
Mutterschafts-Vorsorge
(MVU)
A. Die Mutterschaftsrichtlinien der BÄK empfehlen im Falle einer
Schwangerschaft die folgenden Laboruntersuchungen:
1. Hämoglobin (bei Erstuntersuchung sowie, falls normal, ab dem 6.Monat
alle 4 Wochen)
2. Urinstatus (bei Erstuntersuchung, anschließend monatlich)
3. Blutgruppenbestimmung und Rh-Faktor (bei Erstuntersuchung, falls nicht
bekannt und dokumentiert)
4. Irreguläre Erythrozyten-Antikörper (Antikörpersuchtest; bei Erstuntersuchung sowie in der 24.-27. SSW)
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237
5. Röteln-Antikörper Röteln-Virus-IgG-Antikörper mittels Immunoassay (bei
Erstuntersuchung). Bei negativem Testergebnis Wiederholung in der 16.17.
SSW.
Bei
anamnestischer
Röteln-Exposition
in
der
Frühschwangerschaft oder bei klinischem Verdacht zusätzlich
Bestimmung von Röteln-Virus-IgM-Antikörpern.
6. Lues-Suchreaktion (TPHA), bei positivem Ergebnis weitere übliche serologische Abklärung
7. HBs-Antigen (nach der 32. SSW) außer bei bekannter und dokumentierter
Immunität
8. HIV-Test (bei Erstuntersuchung, nur mit Einwilligung der Schwangeren),
bei positivem Ergebnis Bestätigungstest
9. Chlamydien-PCR (bei Erstuntersuchung, aus dem Urin)
Material:
Vollblut, 10 ml (für die Untersuchungen Nr. 3.-8.)
EDTA-Blut (für die Untersuchungen Nr. 1)
Urin (für die Untersuchungen Nr. 2 u. 9)
Bemerkungen:
Die Richtlinien zur Blutgruppenbestimmung schreiben
eine eindeutige Kennzeichnung vor, d.h. daß
RÖHRCHEN und BEGLEITSCHEIN i.d.R. mit NAMEN,
VORNAMEN und GEBURTSDATUM beschriftet sein
müssen bzw. daß bei Verwendung von
Nummernaufklebern Schein und Röhrchen eindeutig mit
der gleichen Nummer gekennzeichnet sind. Die
Begleitpapiere bzw. der Überweisungsschein müssen
vollständig ausgefüllt und von dem anfordernden Arzt
unterschrieben sein!
Der anfordernde Arzt ist für die Identität der Blutprobe
verantwortlich.
B. Bei Risikoschwangerschaft bzw. im Verdachtsfall:
- α-1-Fetoprotein (AFP)
- Chromosomenanalyse aus Chorionzotten (9.-12. SSW) oder Amnionzellen
(ab 14. SSW)
- Ggf. Humangenetische Beurteilung
C. Nicht in den Mutterschaftsrichtlinien bzw. Präventivleistungen enthalten
und nur bei entsprechendem Verdacht durchführbar sind:
Untersuchungen auf weitere schwangerschaftsrelevante Infektionserreger:
Cytomegalievirus (CMV)
238
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Herpes-simplex-Virus (HSV; perinatal)
Listerien
Masernvirus (perinatal)
Mumpsvirus (perinatal)
Parvovirus
Toxoplasma gondii
Varizella zoster-Virus (VZV; perinatal)
Urin- und Abstrichuntersuchungen (präpartal) auf:
bakterielle Vaginosis
β-hämolysierende Streptokokken der Gruppe B
Sproßpilze
Screening-Untersuchungen auf Down-Syndrom (Ersttrimester-Screening
mittels PAPP-A und freiem ß-HCG) bzw. Triple-Diagnostik (HCG, freies
Östriol, AFP) oder PraenaTest sind z.Zt. keine Kassenleistung.
Mycophenolat-Mofetil (CellCept)
(Mycophenolsäure, MPA)
Material:
Serum, 1 ml
Ther.-Bereich:
1.0 - 3.5 mg/l
Bemerkungen:
empfohlener Entnahmezeitpunkt: vor Medikamentengabe
Mycoplasma hominis
Kultur/PCR ˚
(Mykoplasmen)
Material:
Genitalabstrich, Wundabstrich, Punktat, respirat. Sekret,
Liquor (Kultur; Nachweis bakterieller Nukleinsäure, PCR)
Indikation:
nicht-gonorrhoeische Urethritis(Prostatitis), bakterielle Vaginose, Salpingitis, Chorioamnionitis, Bakteriämien nach Aborten und Geburten, Infektionen des oberen Harntraktes (bei Obstruktion, nach instrumentellen Eingriffen), Wundinfektionen (genital, extragenital z.B. nach Sternotomien), Infekte des ZNS, der Gelenke und des Respirationstraktes, Neugeboreneninfektionen (Pneumonie, Meningitis), Frühgeburtlichkeit.
Bemerkungen:
Sexuell-übertragbare Infektion. Der untere Urogenitaltrakt
ist häufig symptomlos besiedelt: quantitative/semiquantitative Kultur! Cave:
bei „sterilen“ Wundinfektionen an M. hominis denken und ggf. explicit
anfordern; in Blutkulturflaschen mit Polyanetholsulfonat erfolgt kein
Wachstum! Therapie: Tetracycline sind prinzipiell wirksam, jedoch Anstieg
resistenter Stämme auf 20-30%. Clindamycin-Empfindlichkeit, Gyrasehemmer (v.a. Ciprofloxacin) sind ebenfalls wirksam. Makrolidresistenz! ß-Lactamantibiotika sind bei den zellwandlosen Bakterien grundsätzlich nicht
wirksam. Eine Partnerbehandlung ist unbedingt zu empfehlen. Der Antikörpernachweis spielt als diagnostisches Verfahren keine Rolle.
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239
Mycoplasma pneumoniae
ELISA/PCR
(Mykoplasmen)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Sputum, bronchoalveoläre Lavage (Nachweis bakterieller
Nukleinsäure, PCR)
Indikation:
Serologie: atypische Pneumonie mit Fieber, Kopfschmerzen,
trockenem Husten (meist langwieriger Verlauf!), selten Pharyngitis, (Tracheo)Bronchitis, Bronchiolitis; Erregernachweis: Infektionen der oberen und/oder
unteren Luftwege (DD: Chlamydia pneumoniae, Coxiella burnetii,
Legionella spp., verschiedene Virusarten).
Bewertung: Serologie: - Frische Infektion: Serokonversion oder Vierfachtiteranstieg im IgG, IgM positiv, - Länger zurückliegende Infektion: IgG
positiv, IgM negativ; Erregernachweis: Nachweis einer akuten Infektion mit
Mykoplasma pneumoniae (therapeutisch relevante Diagnostik!)
Bemerkungen:
Mykoplasma pneumoniae (Teilungszeit ca. 3 Std.) ist wie
alle Mykoplasmen ein zellwandloses Bakterium, ß-Lactam-Antibiotika sind
daher nicht wirksam. Antibiotika der Wahl sind Tetracycline, Gyrasehemmer
oder, insbesondere bei Kindern, Makrolide (z.B. Erythromycin). Auch bei
klinischer Besserung ist eine länger dauernde Persistenz des Erregers
bekannt. Die Immunität ist auf einige Jahre begrenzt, Reinfektionen sind
wahrscheinlich häufig.
Myelin-basisches Protein-Antikörper W
(MBP-AK)
Material:
Serum, 1 ml
Liquor, 1 ml
Indikation:
Multiple Sklerose (akute Phase), Schizophrenie, LymeBorreliose, akute idiopathische Opticusneuritis, Antikörper aber auch bei
Gesunden nachweisbar
Bewertung: diagnostische Relevanz nicht hinreichend geklärt
Bemerkungen:
Myelin-basisches Protein (MBP) gehört neben MyelinProteolipid-Protein (MPLP) zu den Hauptproteinkomponenten der Myelinscheiden. Antikörper gegen MBP wurden im Serum und im Liquor gefunden.
Myeloperoxidase-Antikörper
(p-ANCA, neutrophile Granulozyten-AK)
siehe: ANCA
240
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Mykobakterien-PCR
PCR
(Mykobakterien-DNA-Nachweis, Tuberkulose-PCR)
Material:
Sputum, Bronchiallavage, Trachealsekret, Magensaft,
Pleurapunktat, Liquor, Urin 2 ml, Gewebebiopsie,
Lymphknoten, EDTA-Blut 2 ml, Vollblut 2 ml.
Indikation:
Ausschluß oder Nachweis einer Mykobakterien-Infektion:
Tuberkulose, atypische Mykobakteriose, M. Koch
Bewertung: Schneller als Mykobakterien-Kultur, Sensitivität kann durch
Aggregatbildung der Mykobakterien im Untersuchungsmaterial leiden!
Immer auch Mykobakterien-Kultur versuchen (hohe Sensitivität, einziges
Verfahren für Resistenzbestimmung)
Bemerkungen:
Zur Erhöhung der Sensitivität wird das Untersuchungsmaterial ca. 5-8 Tage lang angereichert. Bei positivem Signal Differenzierung in "typische Mykobakterien" (z.B. M. tuberculosis, M. bovis, M. africanum) und "atypische Mykobakterien" (M. avium-intracellulare complex, M.
fortuitum, M. chelonae, M. gordonae, M. kansasii, M. marinum, M. simiae
u.a.) erforderlich. Resistenzbestimmung nicht möglich!
Mykobakterien-Kultur
Kultur
(Tuberkulose-Kultur, Tb-Kultur)
Material:
(Morgen-)Sputum 5-10 ml, Tracheal-/Bronchialsekret/BAL
je 5 ml, Magennüchternsekret 5-10 ml, Liquor 2 ml, Pleurapunktat 10-15 ml, (Morgen-)Urin 30 ml, Gewebeprobe/
Biopsie je 1 g, Tupferabstrich (bedingt geeignet), Stuhl 1 g
(HIV-Pat.). Sofern möglich, jeweils 3 konsekutive Proben!
Indikation:
Ausschluß oder Nachweis einer Mykobakterien-Infektion,
Tuberkulose, atypische Mykobakteriose, M. Koch
Bewertung: Sensitivste Methode zum Nachweis von Mykobakterien.
Bebrütung bis zu 8 Wochen. Cave: „Routine“-Kultur nicht geeignet für
Nachweis von M. microti, ggf. Mykobakterien-PCR.
Bemerkungen:
Bei positivem Befund Identifizierung der Mykobakterien
und ggf. Resistenzbestimmung gegen Tuberkulostatika.
- "typische Mykobakterien" (Mycobacterium tuberculosis complex): M.
tuberculosis, M. bovis, M. bovis BCG, M. africanum, M. microti, M. canettii.
- "atypische Mykobakterien" (MOTT): M. avium-intracellulare complex, M.
fortuitum, M. chelonae, M. gordonae, M. kansasii, M. marinum, M.
simiae u.a.
- Tuberkulostatika (1.Wahl): Isoniacid (INH), Rifampicin (RMP), Streptomycin (SM), Ethambutol (EMB), Pyrazinamid (PZA)
- Reservemedikamente: z.B. Protionamid, Paraaminosalicylsäure, Amikacin, Ofloxacin, Rifabutin, Linezolid, Capreomycin, Cycloserin.
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241
Mykobakterien, atypische
(mycobacteria other than tuberculosis = MOTT)
siehe: Mykobakterien-Kultur
Mykobakterien-PCR
Mykologische Untersuchungen
(Pilzkultur, Candida, Schimmelpilze, Dermatophyten)
siehe: Pilzkultur
Candida
Myoglobin W
Material:
Ref.-Bereich:
nephelometrisch/photometrisch
Serum, 0.5 ml
< 70 µg/l
Indikation:
Rhabdomyolyse, Crush-Syndrom, V.a Myocardinfarkt (infarktspezifischer ist Troponin-T bzw. -I)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Urin, 5 ml
< 27 µg/l
prärenale Proteinurie, Skelettmuskelläsionen
Myosin-Antikörper
siehe:
Glatte Muskel-Antikörper
Herzmuskel-Antikörper
Skelettmuskel-Antikörper
Zytoskelett-Antikörper
N-Acetylprocainamid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
5 - 30 µg/ml
NaCl-Belastungstest
Indikation:
DD primärer vs sekundärer Hyperaldosteronismus
Durchführung: Blutentnahme zur Bestimmung von Renin, Aldosteron und
ggf. 18-OH-Corticosteron vor und nach Infusion von 2 l NaCl 0.9% über 4h.
Material:
Serum, je 1 ml (Aldosteron, 18-OH-Corticosteron)
EDTA-Plasma gefroren, 1 ml (Renin)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Bewertung: deutliche Erniedrigung bzw. Normalisierung erhöhter Werte
bei essentieller Hypertonie bzw. sekundärem Hyperaldosteronismus, nicht
jedoch bei Adenom.
242
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Nadolol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
100 - 200 ng/ml
NAG W
photometrisch
(N-Acetyl-ß-D-Glukosaminidase)
Material:
2 ml des ersten Morgenurins
Ref.-Bereich:
< 7 U/l
Indikation:
Beurteilung der Schwere eines tubulären Nierenschadens
Bewertung: Marker für Tubuluszellschädigung, lysosomales Enzym, d.h.
erhöhte Werte zeigen akuten Zelluntergang an, z. B. bei toxischer Nierenschädigung durch Schwermetalle (Cadmium, Blei, Platin) oder durch Medikamente (Aminoglykoside, Cephalosporine, Cyclosporin A, Analgetika),
akutes Nierenversagen
Bemerkungen:
siehe auch Urinprotein-Diagnostik
Naproxen W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
25 - 75 µg/ml
Natrium
ISE
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
135 - 145 mmol/l
altersabhängig (siehe Befund)
Material:
Ref.-Bereich:
Urin bzw. 24h-Urin, 1 ml
54 - 190 mmol/l bzw. 100 - 220 mmol/24h
unter Na-freier Diät Absenkung auf 1-3 mmol/l
Natürliche Killerzellen
siehe:
Lymphozyten-Differenzierung
Nebennierenrinden-Antikörper W
(NNR-AK)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Primärer (idiopathischer) M. Addison, PolyendokrinopathieSyndrom Typ I und II, Ovarialinsuffizienz, vorzeitige Menopause, primärer
(insulinpflichtiger) Diabetes mellitus Typ I, Hashimoto-Thyreoiditis, Vitiligo
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243
Bewertung: Nachweisraten bei M. Addison 50-84%, bei primärem (idiopathischem) Hypoparathyreoidismus 28%, bei Hashimoto-Thyreoiditis 7%,
bei Gesunden <2%
Bemerkungen:
Antikörper gegen zytoplasmatische Antigene der Steroidhormon-produzierenden Zellen der Zona glomerulosa, Zona fasciculata und
Zona reticularis. Gewöhnlich werden Antikörper gegen alle drei Zonen der
Nebennierenrinde gefunden.
Nebenschilddrüsen-Antikörper W
(Parathyroidea-AK)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Primärer
(idiopathischer)
Hypoparathyreoidismus,
M.
Addison, Hashimoto-Thyreoiditis, Polyendokrinopathie-Syndrom I
Bewertung: Hinweis auf og. Erkrankungen oder subklinische Schädigung
der Nebenschilddrüsen, Nachweisraten bei M. Addison 25-30%, bei Hashimoto-Thyreoiditis 10-20%, bei Gesunden <1%.
Bemerkungen:
Antikörper gegen zytoplasmatische Antigene
Hauptzellen bzw. gegen Endothelzellen der Nebenschilddrüsen
der
Neisseria gonorrhoeae
siehe:
Gonokokken
Neisseria meningitidis
siehe:
Meningokokken
Neopterin W
Material:
Ref.-Bereich:
RIA
Serum, 1 ml
< 10 nmol/l
Indikation:
Beurteilung der Makrophagen- und T-Lymphozytenaktivität
bei immunassoziierten und proliferierenden Krankheiten
Netilmicin W
Material:
Ther.-Bereich:
FPIA
Serum, 0.5 ml
5 - 10 mg/l (Spitzenspiegel, 15 — 30 min. nach Inf.-Ende)
< 2 mg/l (Talspiegel, direkt vor der nächsten AB-Gabe)
Bemerkungen:
bei Verabreichung der gesamten Tagesdosis als Einmaldosis entfällt die Bestimmung des Spitzenspiegels!
244
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Neurofilament-Antikörper
siehe:
Zytoskelett-Antikörper
Neuronen-Kern-Antikörper
siehe:
ANA
ENA (Extrahierbare nukleäre Antigene)
Neuronspezifische Enolase
siehe:
NSE
Neurotrope Erreger
siehe:
Aspergillose
Borrelien
Brucellen
Coxsackie-Viren
Cryptococcus neoformans
Cytomegalievirus
Echinokokkose
ECHO-Viren
Epstein-Barr-Virus
FSME-Virus
Herpes simplex-Virus Typ 1/2
HIV Typ 1/2
HTLV I (Trop. spast. Paraparese)
Humanes Herpes-Virus Typ 6
Influenzavirus A/B
LCM-Virus
Leptospiren
Listerien
Malaria (Plasmodium falciparum)
Masernvirus/SSPE
Mumpsvirus
Mycoplasma pneumoniae
Mykobakterien
Parainfluenzaviren
Picornaviren
Poliovirus Typ 1-3
Rötelnvirus
Toxoplasma gondii
Treponema pallidum
Varizella-Zoster-Virus
Zystizerkose
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245
Neutrophilen-Antikörper
siehe:
Granulozyten-Membran-Antikörper
Nickel
siehe:
Toxikologische Untersuchungen
Nicotin W
Material:
Ref.-Bereich:
GCMS
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
siehe Befund
Bemerkungen:
Nicotin hat eine ca. 10-fach kürzere Plasma-HWZ als sein
Metabolit Cotinin (siehe dort). Zur Beurteilung eines (chronischen)
Nikotinkonsums (z.B. für Versicherungsfragen) ist die Bestimmung des Cotinins deshalb wesentlich besser geeignet.
Nicotinamid W
HPLC
(Niacin, Vitamin B5, Pellagraschutzfaktor)
Material:
Serum, 2 ml
Ref.-Bereich:
8 - 52 ng/ml
Indikation:
Pellagra, V.a. Niacin-Mangel bei Malnutrition, einseitige
Maisernährung
Nieren-Antikörper
siehe:
Glomerulus Basalmembran-Antikörper
Tubuläre Basalmembran-Antikörper
Laminin-Autoantikörper
Nifedipin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum lichtgeschützt, 2 ml
10 - 200 ng/ml
Nimodipin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
5 - 50 ng/ml
Nitrazepam W
Material:
Ther.-Bereich:
246
LCMSMS
Serum, 1 ml
40 - 180 µg/l
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Nitrofurantoin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.5 - 2 µg/ml (toxisch ab etwa 3 µg/ml)
Bemerkungen:
Gefährliches Reserve-Chemotherapeutikum. Elimination
erfolgt hauptsächlich renal (40%). Bei eingeschränkter Nierenfunktion nehmen die Urinspiegel ab und die Serumkonzentrationen steigen auf toxische
Werte an.
Nitrofurantoin-Fieber
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
NK-Zellen
siehe:
Lymphozyten-Differenzierung
NMP-22 W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
LIA
Urin im NMP22-Spezialröhrchen
(bei Bedarf bitte bei uns anfordern)
<10 kU/l
V.a. Harnblasen-Ca
Bemerkungen:
Erhöhte NMP22-Werte werden gefunden beim Harnblasenkarzinom oder Tumoren im Bereich der ableitenden Harnwege (Sensitivität 80-85%; Spezifität ca. 80%), bei bakteriellem Harnwegsinfekt, bei
Urolithiasis (durch die mechanische Irritation sind NMP22-Erhöhungen in
unterschiedlichem Ausmaß möglich), nach operativen Eingriffen im Bereich
der Harnwege (NMP22 sollte frühestens 2 Wochen nach einem invasiven
Eingriff im Urothelbereich bestimmt werden). Erhöhte Werte auch möglich
bei Bestimmung aus Katheterurin (mechanische Irritation) bzw. wenn die
Urinprobe nicht binnen 30 Minuten in das Gefäß mit der Stabilisatorflüssigkeit gegeben wurde.
Nocardien
PCR
Material:
Sputum, Bronchiallavage, Biopsie
Indikation:
akute, teilweise fulminant diffus nekrotisierende oder chronische Pneumonie, die zu Abszeß-, Empyem- und Kavernenbildung führen
kann.
Bewertung: Nachweis oder Ausschluß der Infektion mit Nocardien
Bemerkungen:
40- 60% der Patienten mit Nocardieninfektionen sind
immunsupprimiert (z.B. Leukämie, Neoplasie, AIDS, M. Cushing, chron.
Lungenaffektionen, immunsuppressive Therapie oder eine zytostat.
Therapie).
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247
Noradrenalin
siehe:
Katecholamine
Normetanephrin
siehe:
Metanephrine
Norovirus
PCR ˚
(Norwalk-Virus)
Material:
Stuhl, Erbrochenes
Indikation:
akute Gastroenteritis, Diarrhoe
Bemerkungen:
Noroviren sind weltweit die häufigste Ursache der epidemisch auftretenden nicht-bakteriellen Gastroenteritis. Die Übertragung
erfolgt bevorzugt auf fäkal-oralem Weg, aber auch durch virushaltige Aerosole während des Erbrechens. Es ist nur eine symptomatische Therapie
möglich (Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes). Zur Vermeidung der Infektion ist eine strenge Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln, insbesondere der Händehygiene nötig.
Nortriptylin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
70 - 170 µg/l
Norwalk-Virus
siehe:
Norovirus
NSE W
LIA
(Neuronspezifische Enolase)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 12 µg/l
Indikation:
Therapie- und Verlaufskontrolle bei kleinzelligem BronchialCa, Neuroblastom, Seminom, APUDom, medullärem Schilddrüsen-Ca
Bemerkungen:
unzentrifugiertes Vollblut ist ungeeignet, Hämolyse ergibt
falsch erhöhte Werte.
NT-pro-BNP
siehe:
248
BNP
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Nucleolus-Antikörper
siehe:
ANA
ENA
PM-Scl-Antikörper
Fibrillarin-Antikörper
RNA-Polymerase I-Antikörper
Östradiol
(E2)
Material:
Ref.-Bereich:
LIA
Serum, 1 ml
Männer:
11 - 41 pg/ml
Frauen: Foll. Phase:
20 - 300 pg/ml
Periovulation: 150 - 600 pg/ml
Luteale Phase: 60 - 300 pg/ml
Post Menopause: < 30 pg/ml
Präpubertär:
< 30 pg/ml
Indikation:
Frauen: Basisparameter zur Beurteilung der Ovarialfunktion,
Infertilität, Menopausenstatus, Verlaufskontrolle bei medikamentöser Ovulationsauslösung. Männer: Hypogonadismus, Infertilität, V.a. Östrogenproduzierenden Tumor.
Östriol (E3)
siehe:
freies Östriol
Östrogene, Gesamt im Urin
(E1, E2, E3)
Material:
Ref.-Bereich:
fluorometrisch
10 ml 24h-Urin gesammelt über 1 ml Eisessig
siehe Befund
Bemerkungen:
Die Bestimmung der Östrogene im Urin ist heute obsolet.
Die entsprechenden Bestimmungen im Serum sind unbedingt vorzuziehen
(i.d.R. Östradiol, bei Substitutionstherapie mit konjugierten Östrogenen auch
Östron).
Östron
(E1)
Material:
Ref.-Bereich:
RIA
Serum, 0.5 ml
Männer:
Frauen: Foll. Phase:
mittzyklisch:
Luteale Phase:
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< 100 ng/l
37 - 140 ng/l
60 - 230 ng/l
50 - 120 ng/l
249
Post Menopause:
15 - 100 ng/l
Osteoporoseprophylaxe: > 80 ng/l
Indikation:
Beurteilung eines Östrogenmangels in der Postmenopause,
Therapiekontrolle bei Substitution mit konjugierten Östrogenen
Ofloxacin W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
1 — 7 µg/ml (max.)
0.05 — 5 µg/ml (min.)
Bemerkungen:
Interesse.
veralteter, suboptimaler Gyrase-Hemmer von historischem
OGT
(Oraler Glucosetoleranztest)
Indikation:
V.a. bzw. Ausschluß einer gestörten Glucosetoleranz bzw.
eines Diabetes mellitus, Abklärung einer erhöhten Nüchtern-Glucose, V.a.
postprandiale reaktive Hypoglykämie
Durchführung: morgens Nüchternblutentnahme zur Glucosebestimmung,
dann 75 g Glucose in 300 ml Wasser innerhalb von 5 min
trinken lassen (Kinder: 1.75 g/kgKG, max. 75 g). Erneute
Blutentnahme nach 1h, 2h und ggf. nach 3h.
Am Ende des Tests evtl. Spontanurin zur Untersuchung
auf Glucose.
Bei V.a. postprandiale Hypoglykämie Testverlängerung
auf 5h.
Material:
NaF-Blut, je 1 ml
oder Hämolysat, je 0.5 ml
(20 µl Kapillarblut auf 500 µl Hämolysierlösung)
Ref.-Bereich:
NaF:
Hämolysat:
normal
gestörte Gluc.-Toleranz
D. mellitus
Nüchtern: <110
<126
>126
2-h-Wert: <140
140-200
>200
Nüchtern: <100
<110
>110
2-h-Wert: <140
140-200
>200
Zwischenwerte (nach 30, 60 bzw. 90 min) <200 mg/dl sind
jeweils als normal zu bewerten.
Indikation:
Screeningtest auf Gestationsdiabetes
Durchführung: 50 g Glucose in 200 ml Wasser innerhalb von 3-5 min
trinken lassen. Der Test kann zu jeder Tageszeit durchgeführt werden, die Patientin muß nicht nüchtern sein!
Material:
NaF-Blut, je 1 ml
250
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Ref.-Bereich:
<135 mg/dl: normal
>135 mg/dl: V.a. gestörte Glucosetoleranz
(75 g-oGT empfohlen, siehe oben)
Der 75 g-oGT spricht für einen Gestationsdiabetes, wenn einer der
folgenden Grenzwerte erreicht werden (Empfehlungen der Deutschen
Diabetesgesellschaft):
NaF:
> 92 mg/dl (nüchtern)
>180 mg/dl (1 h-Wert)
>153 mg/dl (2 h-Wert)
Bemerkung:
Vor dem Test mindestens 10-16h Nahrungs- und Alkoholkarenz (Ausnahme: Screening auf Gestationsdiabetes, s.o.).
3 Tage vor dem Test normale Essensgewohnheiten einhalten (mind. 150-200
g Kohlenhydrate pro die). Wenn möglich Absetzen störender Medikamente
(z.B. Thiazide, Korticoide, Laxantien, Nicotinsäure, Amiodaron, ß-Blocker,
Nitrazepam, Phenothiazine, Phenazetin, NSAR). Mind. 3-tägigen Abstand
zur Menstruation einhalten.
Nicht bzw. nur eingeschränkt auswertbar bei gastrointestinalen Resorptionsstörungen, Leberzirrhose, Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, Hyperthyreose,
Urämie, Fieber.
Okkultes Blut im Stuhl
Farbtest
(z.B. Haemoccult)
Material:
Stuhl, 1 g
Ref.-Bereich:
negativ
Bemerkungen:
neben dem störanfälligen Farbtest gibt es mittlerweile
hochspezifische und sensitive immunologische Methoden (siehe auch Blut
im Stuhl bzw. Hämoglobin im Stuhl, Hämoglobin-Haptoglobinkomplex im
Stuhl), die dem klassischen Test eindeutig überlegen sind.
Olanzapin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 60 µg/l
Oligoklonale Banden, oligoklonales IgG
siehe:
Liquorprotein-Diagnostik
Oozyten-Antikörper
siehe:
Ovar-Antikörper
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251
Opiate (Screening)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
FPIA
Urin, Serum, Magensaft, 3 ml
negativ
V.a. Intoxikation oder Mißbrauch
Bemerkungen:
Erfaßt werden u.a. Heroin (6MAM), Morphin, Codein,
Dihydrocodein, Hydrocodon, nicht erfaßt wird Methadon.
Semiquantitativer Suchtest, ein positives Ergebnis muß ggf. durch spezifische
Verfahren bestätigt werden.
Bei Screeningtests auf Drogen bzw. Medikamente sollte wenn möglich Urin
untersucht werden.
Opipramol W
Material:
Ther.-Bereich:
LCMSMS
Serum, 2 ml
100 - 500 µg/l
Organ. Lösungsmittel
siehe:
Toxikologische Untersuchungen
Organische Säuren W ˚
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
GCMS
Urin, 10 ml
siehe Befund
Screening bei V.a. Organoacidurie
Bemerkungen: erfaßt werden: Adipinsäure, Bernsteinsäure, Brenztraubensäure, Ethylmalonsäure, Fumarsäure, Glutarsäure, Glycerinsäure, Glykolsäure, Homogentisinsäure, β-Hydroxybuttersäure, γ-Hydroxybuttersäure, αHydroxyisovaleriansäure,
β-Hydroxyisovaleriansäure,
p-Hydroxyphenylbrenztraubensäure, o-Hydroxyphenylessigsäure, p-Hydroxyphenylessigsäure, p-Hydroxyphenylmilchsäure, 3-Hydroxypropionsäure, Isovaleriansäure, N-Isovaleroylglycin, Methylmalonsäure, Milchsäure, Orotsäure, 2Oxoglutarsäure, β-Phenylmilchsäure, Sebacinsäure, Suberinsäure.
Ornithose-Antikörper
KBR ˚
(Psittakose-Antikörper, Chlamydia psittaci)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 1:5 Titer
Indikation:
atypische Pneumonie, systemische Infektion
Bewertung: ein wenigstens 4facher Titeranstieg im Abstand von 14 Tagen
ist als Hinweis auf eine akute Infektion zu interpretieren, ein Verdacht auf
eine kürzliche Infektion ist ab einem Titer von 1:40 gegeben.
252
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Bemerkungen:
Erreger der Ornithose/Psittakose ist Chlamydia psittaci
(alter Name: Chlamydophila psittaci). Die Antikörperuntersuchung erfolgt
mit einem gattungsspezifischen Antigen: Kreuzreaktionen mit Antikörpern
gegen C. pneumoniae und C. trachomatis sind möglich! Risikogruppen sind
Vogelbesitzer, Tierärzte/-pfleger, Arbeiter in Geflügelfarmen, Schlachthöfen
und Tierhandlungen.
Orosomukoid
siehe:
α1-Glykoprotein (saures)
Orphenadrin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
50 - 200 ng/ml
Orthostase-Test
Indikation:
Durchführung:
Material:
Ref.-Bereich:
Differenzierung, ob ein primärer oder sekundärer Hyperaldosteronismus vorliegt
Bestimmung von Renin und Aldosteron nach mind. 4h
Bettruhe, dann Gehen für 30 min, erneute Blutentnahme
zur Bestimmung von Renin und Aldosteron
Serum, je 1 ml (Aldosteron)
EDTA-Plasma gefroren, 1 ml (Renin)
siehe Befund
Bewertung: beim Gesunden mehrfacher Anstieg der Werte, beim Adenom
fehlender Anstieg erhöhter Aldosteron-Ausgangswerte (bei niedrigem Renin),
bei NNR-Hyperplasie meist deutlicher Aldosteronanstieg und leichter
Reninanstieg.
Bemerkungen:
Aldosteronantagonisten und Diuretika sollten 4 Wo vor
Testbeginn abgesetzt werden, sonstige Antihypertonika, Laxantien und
Kalium-Präparate 2 Wochen vor Testbeginn.
Osmolalität W
Kryoskopie
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 0.5 ml
280 - 310 mosmol/kgH2O
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 0.5 ml
400 - 1200 mosmol/kgH2O
bei reichlich Flüssigkeitszufuhr Abfall auf bis zu
50 mosmol/kgH2O
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253
Osmotische Resistenz ˚
Material:
Ref.-Bereich:
Heparinblut oder EDTA-Blut, 3 ml
beginnende Hämolyse bei 0.44 - 0.46 % NaCl
komplette Hämolyse bei 0.30 - 0.32 % NaCl
Indikation:
V.a. hereditären Membrandefekt der Erythrozyten, DD hämolytischer Anämien
Bewertung: erniedrigt bei hereditärer Sphärozytose, Elliptozytose, erhöht
bei Thalassämie, Retikulozytose
Bemerkungen:
geeignet.
Abnahme möglichst im Labor, zum Versand nur bedingt
Osteocalcin W
RIA
(Bone γ-carboxylglutamic acid-containing protein, Bone Gla Protein, BGP)
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
Männer: 14 - 46 µg/l
Frauen: 11 - 43 µg/l (prämenopausal)
15 - 46 µg/l (postmenopausal)
Indikation:
Beurteilung der aktiven Knochenneubildung, z.B. zur
Therapiekontrolle der Osteoporose, Beurteilung der Osteoblastenhemmung
unter Steroidtherapie
Bewertung: Bei Vorliegen einer Osteoporose weisen stark erhöhte Werte
auf eine high-turnover-, erniedrigte Werte auf eine low-turnover-Osteoporose hin. Bei Niereninsuffizienz nur eingeschränkt beurteilbar (starker Anstieg möglich).
Bemerkungen:
24h stabil.
Bei Aufbewahrung des Serums bei Raumtemperatur bis zu
Ovar-Antikörper (Zona pellucida) W
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
negativ
Indikation:
Autoimmune Polyendokrinopathien, M. Addison, Infertilität,
prämature Ovarialinsuffizienz.
Oxacillin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
20 - 100 µg/ml
Bemerkungen:
veraltetes, suboptimales und teures Spezialpenicillin mit
erheblicher Hepatotoxizität.
254
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Oxalsäure W
enzymatisch
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
10 ml 24h-Urin gesammelt über 10 ml 10%iger HCl
< 45 mg/24h
Oxalatsteinträger (Therapie- und Verlaufsparameter).
Oxazepam W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.2 - 1.5 mg/l
Oxcarbazepin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
5 - 30 mg/l
Bemerkungen:
Bestimmt wird der therapeutisch wirksame Metabolit 10OH-Carbamazepin.
Oxipurinol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
2 - 20 µg/ml
Oxprenolol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
100 - 1000 ng/ml
p53 Tumorsuppressor-Protein Auto-AK W
Material:
Ref.-Bereich:
ELISA
Serum, 1 ml
< 0.15 U/µl
Indikation:
Tumorsuche, Malignitätsmarker bei bekanntem Karzinom,
Nachsorge, Rezidivüberwachung
Bewertung: Spezifität soll annähernd 100% betragen, d.h. p53-Autoantikörper werden praktisch nur bei malignen Erkrankungen gefunden, die
Sensitivität beträgt jedoch nur etwa 40%.
p-ANCA
siehe:
ANCA
Pankreas-Amylase
siehe:
enzymatisch
Amylase (Pankreas-spezifisch)
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255
Pankreas-Elastase 1 ˚
Material:
Ref.-Bereich:
ELISA
Serum, 1 ml
< 3.5 µg/l
Indikation:
akute Pankreatitis bzw Schub einer chron. Pankreatitis (längere Halbwertszeit als Amylase und Lipase, 2-4 Tage nach Entzündungsschub noch nachweisbar)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Stuhl, 2 g (Löffel des Stuhlröhrchens gestrichen voll)
> 200 µg/g
V.a. bzw. Ausschluß einer exokrinen Pankreasinsuffizienz
Bemerkungen:
Die Bestimmung der Pankreas Elastase 1 ist der Stuhlfettbestimmung zur Diagnose der Pankreasinsuffizienz überlegen. In vielen
Fällen ist sie eine mögliche Alternative zu aufwendigen Funktionstests
(Pankreolauryltest, Sekretin-Pankreozymin-Test).
Pankreasgangepithel-Antikörper W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Serum, 1 ml
negativ
Sjögren-Syndrom (primäres, sekundäres)
Pankreasacinus-Antikörper W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Serum, 1 ml
negativ
Morbus Crohn
Pankreolauryltest
Indikation:
V.a. exokrine Pankreasinsuffizienz
Durchführung: 3 Tage vor Testbeginn ggf. Pankreas-Enzymsubstitution
absetzen. Nüchternen Pat. morgens um 6:30 Uhr 0.5 l Tee
ohne Zucker trinken und um 7:00 Uhr zum Frühstück 20
g Butter auf einem Brötchen essen lassen. Während des
Frühstücks schluckt er unzerkaut 2 Kps. mit insgesamt 0.5
mmol Fluorescein-Dilaurat (kompl. Testkit über Apotheke
verfügbar) und trinkt eine Tasse Tee. Um 7:00 Uhr Beginn
der Urinsammelperiode (vorher Blase entleeren und Urin
verwerfen), bis 10:00 Uhr keine Nahrungsaufnahme, dann
1 l Tee, ab 12:00 Uhr normale Nahrungsaufnahme, Ende
der Urinsammelperiode um 17:00 Uhr.
Nach mind. 1 Tag Pause Wiederholung des Tests unter
gleichen Bedingungen, aber mit 2 Kps. 0.5 mmol Fluorescein-Natriumsalz.
256
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(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
2 mal 10-h-Sammelurin (Testtag und Kontrolltag), je 1 ml
Ref.-Bereich:
T/K-Quotient > 30%
Bemerkung:
Der Test ist heute meist entbehrlich. Die Bestimmung der
Pankreaselastase im Stuhl ist den bisherigen Ergebnissen zufolge zur Diagnose der exokrinen Pankreasinsuffizienz am besten geeignet und wesentlich
einfacher durchzuführen.
PAP W
EIA
(Prostata-spezifische Saure Phosphatase)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 3.5 µg/l
Indikation:
Neben PSA Tumormarker der 1. Wahl für das Prostata-Ca
Bemerkungen:
immunologische Bestimmung (der klassischen Aktivitätsbestimmung der Prostata-Phosphatase überlegen).
Die Bestimmung ist nicht mehr als Kassenleistung abrechenbar.
Papageienserum-Antikörper
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Papillomviren, humane (HPV)
PCR
(Humanes Papillomvirus Typ 6, 11, 16, 18, 31, 33, 35, 45, 52, 56, 58 )
Material:
Anus-, Cervix-, Larynx-, Mundhöhlen-, Penisabstrich,
Biopsie
Indikation:
Condylomata plana (Dysplasien der Cervix uteri, Typ 6, 11,
16, 18, 31), Zervix-, Penis-, Anus-, Larynx-, Mundhöhlen-Karzinom (assoziiert mit Typ 16, 18, 31, 33, 35, 45, 52, 56, 58 u.a.), Larynxpapillome (Typ 6,
11)
Bewertung: Ausschluß oder Nachweis einer Papillomvirusinfektion
Bemerkungen:
Direktnachweis der Erreger mittels molekular-genetischem
Verfahren. Insgesamt sind über 100 verschiedene Genotypen beim
Menschen bekannt. Die Infektion mit einem der onkogenen Typen gilt als
eine der notwendigen, aber nicht hinreichenden Bedingungen für die maligne Entartung der Infektläsion.
Die Antikörperbestimmung gegen Humane Papillomviren im Serum ist für
die Praxis unzuverlässig und hat keine diagnostische Relevanz!
PAPP-A (pregnancy associated plasma protein)
siehe:
Ersttrimester-Screening
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257
Paracetamol W
FPIA
(Acetaminophen)
Material:
Serum, 1 ml
Ther.-Bereich:
5 - 20 mg/l
hepatotoxischer Bereich:
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
4 Std. nach Ingestion: > 200 mg/l
12 Std. nach Ingestion: > 50 mg/l
Urin, 1 ml
negativ
V.a. Intoxikation
Parainfluenzaviren
KBR ˚
(Parainfluenzavirus Typ 1-3)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 1:5 Titer
Indikation:
akute Infektion des oberen/unteren Respirationstraktes
Bewertung: ein wenigstens 4facher Titeranstieg spricht für eine akute
Infektion, ab einem Titer von 1:80 ist der V.a. eine kürzliche Infektion gegeben.
Bemerkungen:
die typenspezifische Serodiagnose ist durch mögliche
heterotypische Antikörperreaktionen eingeschränkt. Generalisierung und
Viruspersistenz (chronische Infektion/Reaktivierung) sind nicht bekannt.
Reinfektion möglich, dabei ist auch ein Anstieg der Antikörper gegen einige
andere Paramyxoviren (z.B. Mumps, nicht aber RSV) zu beobachten.
Parasitologische Diagnostik
Mikroskopie/EIA
(Nachweis von intestinalen / urogenitalen Protozoen und Würmern)
Material:
Stuhl (möglichst drei Proben von aufeinanderfolgenden
Tagen), Fluor, Urethralsekret, Urin, Duodenalsaft,
Analabklatsch, Würmer, Proglottiden (Auswahl des Untersuchungsmaterials vgl. Tabelle 23, 24)
Indikation:
Diarrhoen, Eosinophilie, Anämie, Auslandsaufenthalt, unklare
Verdauungsstörungen, Leibschmerzen, Meteorismus, Gewichtsverlust,
Hämaturie, Fluor, Juckreiz
Bewertung: positiver Nachweis spricht für eine Protozoen- oder Wurminfektion. Häufigkeit und Pathogenität vgl. Tabelle 23
Bemerkungen:
Der Parasitennachweis erfolgt direkt mikroskopisch oder
nach Anreicherung (M.I.F.), bei Entamoeba histolytica und Giardia lamblia
auch durch Antigennachweis mittels Enzymimmunoassay (EIA). Weitere
Parasitosen siehe Echinokokkose, Leishmaniose, Malaria, Toxoplasmose.
258
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Tabelle 23: Intestinale und urogenitale Protozoen beim Menschen
Typ und Spezies
Amöben:
Entamoeba histolytica/dispar
Entamoeba hartmanni
Entamoeba coli
Entamoeba polecki
Endolimax nana
Iodamoeba bütschlii
Blastocystis hominis
Ciliaten:
Balantidium coli
Flagellaten:
Dientamoeba fragilis
Giardia lamblia
Pathogenität, Häufigkeit
Material,
Infektion
pathogen/apathogen
apathogen
apathogen, häufig
apathogen, selten
apathogen, häufig
apathogen
fakultativ pathogen, häufig
Stuhl
Stuhl
Stuhl
Stuhl
Stuhl
Stuhl
Stuhl
pathogen, selten
Stuhl
fakultativ pathogen
pathogen, häufig
Trichomonas vaginalis
pathogen, häufig
Pentatrichomonas hominis
Chilomastix mesnili
Enteromonas hominis
Retortamonas intestinalis
Coccidien:
Isospora belli
Sarcocystis spp.
Cryptosporidium parvum u.a.
Cyclospora cayetanensis u.a.
Microsporidien: v.a. bei
Immunsuppression
Pleistophora spp.
Nosema spp.
apathogen (Diarrhoe?)
apathogen
apathogen, selten
apathogen, selten
Stuhl
Stuhl, Duodenalaspirat
Fluor,
Urethralsekret
Stuhl
Stuhl
Stuhl
Stuhl
pathogen, selten
pathogen, selten
pathogen
pathogen
Stuhl
Stuhl
Stuhl
Stuhl
pathogen, selten
pathogen, selten
Encephalitozoon spp. (z.B. E.
cuniculi, E. hellem)
pathogen, selten
Enterocytozoon bieneusi
Encephalitozoon intestinalis
pathogen, selten
pathogen, selten
Myositis
Keratokonjunctivitis
dissem.-, respirat.-, urogen.
Infektionen,
Keratokonjunctivitis
Stuhl
Stuhl
Tabelle 24: Intestinale und urogenitale Würmer (Helminthen) beim Menschen
Typ und Spezies
Nematoden (Rundwürmer):
Enterobius vermicularis
Synonym, Erkrankung
Material
Ascaris lumbricoides
Madenwurm (=Oxyuris),
Oxyuriasis
Spulwurm, Askariasis
Ancylostoma duodenale
Hakenwurm, Ankylostomiasis
Necator americanus
Hakenwurm, Ankylostomiasis
Strongyloides stercoralis
Zwergfadenwurm,
Strongyloidiasis
Analabklatsch
(Eier), Wurm
Stuhl (Eier),
Wurm
Stuhl (Eier,
selten Larven)
Stuhl (Eier,
selten Larven)
Stuhl (Larven)
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259
Tabelle 24: Intestinale und urogenitale Würmer (Helminthen) beim Menschen
Typ und Spezies
Trichuris trichiura
Trematoden (Saugwürmer):
Schistosoma haematobium
Schistosoma mansoni
Schistosoma japonicum
Zestoden (Bandwürmer):
Taenia saginata
Synonym, Erkrankung
Peitschenwurm, Trichuriasis
Material
Stuhl (Eier)
Blasenbilharziose
Darmbilharziose
Darmbilharziose
Urin
Stuhl
Stuhl
Rinderbandwurm, Taeniasis
Taenia solium
Schweinebandwurm, Taeniasis
Proglottiden,
Analabklatsch
(Eier), Stuhl
(selten Eier)
Proglottiden,
Stuhl (selten
Eier)
Parathormon (intakt)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
lithiasis
LIA
Serum gefroren, 1 ml
14 - 72 pg/ml
Störungen des Calcium- und Phosphatstoffwechsels, Nephro-
Bemerkungen:
bei Raumtemperatur ist bereits nach 6h mit signifikant
erniedrigten Werten zu rechnen.
Die Bestimmung des N-terminalen- oder des mid-regionalen (44-68) Parathormon ist heute obsolet und wird nicht mehr durchgeführt.
Parathormon related Protein W
(PTHrP)
Material:
Ref.-Bereich:
ILMA
EDTA-Plasma gefroren, 1 ml
< 1.3 pmol/l
Indikation:
Klinisch unklare Bilder mit DD prim. Hyperparathyreoidismus/Tumorhypercalcämie (paraneoplastisches Syndrom); untypische Laborbefunde (z.B. hohes Parathormon bei V.a. Tumorhypercalcämie). Bedeutung
als Tumormarker zur Zeit noch unklar.
Bemerkungen:
bei Raumtemperatur ist bereits nach 1h mit signifikant
erniedrigten Werten zu rechnen.
Parathormontest
Indikation:
DD des Pseudohypoparathyreoidismus
Durchführung: Morgens etwa 1h vor Testbeginn Blase entleeren,
anschließend 200-300 ml Wasser trinken.
Nüchternblutentnahme zur Bestimmung von Ca, Phosphat, Kreatinin, cAMP, Parathormon, Sammeln von
Spontanurin, i.v. Gabe von 1 Amp. (0.5 µg/kgKG) hPTH in
260
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20 ml NaCl 0.9% innerhalb von 2 min.
Erneute Blutentnahmen zur Bestimmung von Phosphat,
Kreatinin, cAMP und Prolaktin nach 7, 12 und 30 min.
Spontanurin 30 und 60 min nach Injektionsbeginn zur
Bestimmung von Phosphat, Kreatinin und cAMP.
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Serum und EDTA-Plasma gefroren, je 3 ml
Urin gefroren, je 10 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Bewertung: beim Gesunden deutlicher cAMP-Anstieg in Plasma und Urin.
Bei Pseudohypoparathyreoidismus Typ I fehlender Anstieg der cAMP- und
Phosphatausscheidung, bei Pseudohypoparathyreoidismus Typ II normaler
Anstieg der cAMP-Ausscheidung bei fehlendem Anstieg der Phosphatausscheidung.
Parathyreoidea-Antikörper
siehe:
Nebenschilddrüsen-Antikörper
Parietalzell-Antikörper
(Belegzellen-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Perniziöse Anämie (90 %), chronische atrophische Gastritis
(Fundus-Gastritis, Typ A, 30 - 50 %), Polyendokrinopathien (Hypothyreose,
Hyperthyreose, Hashimoto-Thyreoiditis, M. Addison, idiopathischer Hypoparathyreoidismus, Vitiligo, Alopezie, mukokutane Candidiasis)
Bemerkungen:
Antikörper gegen α- und ß-Untereinheiten der an der HCISekretion beteiligten H+ /K + -ATPase des Magens
Paroxetin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
30 - 500 ng/ml
Partielle Thromboplastinzeit
siehe:
PTT
Parvovirus B19
EIA/PCR
(Ringelröteln, 5. Krankheit, Erythema infectiosum)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Serum, Fruchtwasser, Knochenmark, Punktat, Biopsie,
Liquor (Erregernachweis, PCR)
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261
Indikation:
Ringelröteln (v.a. bei Kindern), rötelnartiges Exanthem,
makulopapulöses Exanthem, aplastische Krise bei chronisch hämolytischer
Anämie (z.B. Thalassämie, Sphärozytose, Sichelzellanämie), Arthralgien/Arthritis (v.a. bei Erwachsenen), selten: Meningitis, Enzephalopathie,
Myokarditis. V.a. chronische PVB19-Infektion bei Immunsupprimierten/Patienten mit Immundefekt, bei Schwangeren: Hydrops fetalis, AFPErhöhung der Mutter (Frühzeichen für fetale Infektion). Immunstatus bei
Ringelröteln-Kontakt
Bewertung: akute Infektion: IgM- und evtl. auch IgG-Antikörper
nachweisbar bzw. Serokonversion dokumentierbar, Virusgenomnachweis im
Serum positiv, länger zurückliegende Infektion/Immunstatus: IgG-Antikörper
nachweisbar, persistierende/chronische Infektion: IgG- und evtl. auch IgMAntikörper nachweisbar, Virusgenomnachweis aus Serum und ggf.
Knochenmark positiv.
Bemerkungen:
Bei Schwangeren schließt das Fehlen von IgM-Antikörpern eine akute Infektion nicht aus. Bei negativer Serologie bzw. unklarem
Ergebnis und weiterbestehendem Infektionsverdacht ist eine serologische
Kontrolle nach 2-3 Wochen und der Virusgenomnachweis aus mütterlichem
Serum angezeigt. Zur Diagnostik einer kongenitalen Infektion des Feten wird
die Untersuchung auf Parvovirus B19 DNA im Fruchtwasser empfohlen.
Nach Primärinfektion kann in Anwesenheit von IgG-Antikörpern virale DNA
bei einem Teil der Infizierten über Jahre im Knochenmark nachgewiesen
werden, eine Reaktivierung dieser latenten Infektion ist möglich.
Paul-Bunnel-Reaktion (Mononukleose-Schnelltest)
siehe:
Epstein-Barr-Virus (EBV)
PCA3-Score
(PCA3-mRNA)
Material:
Ref.-Bereich:
PCR
Urin in Spezialröhrchen nach vorheriger Prostatamassage
(dem Röhrchen beiliegende spezielle Anleitung beachten)
< 35
Indikation:
V.a. Prostata-Carcinom. Hilfsparameter zur verbesserten
Biopsie-Entscheidung (für bzw. gegen Prostata-Biopsie) in unklaren Situationen.
Bewertung: bei einem Score >35 ist mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit einer positiven Biopsie zu rechnen, diese sollte deshalb empfohlen
werden. Bei einem Score <35 kann (unter Einbeziehung der klinischen
Datenlage) zu einem kontrollierten Zuwarten geraten werden.
Bemerkungen:
keine Kassenleistung
PCNA-Antikörper
siehe:
262
Cyclin-Antikörper
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PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion)
(Polymerase Chain Reaction = PCR)
Material:
je nach Fragestellung, vgl. Tabelle
Indikation:
Infektionen mit schwierigem Erregernachweis
(Nachweis von Mutationen bei Erbkrankheiten und Tumoren: siehe Molekulardiagnostische Untersuchungen)
Bemerkungen:
Die Entwicklung der PCR stellt eine der größten Neuerungen in der Molekularbiologie der jüngerern Vergangenheit dar. Sie eröffnet
Möglichkeiten für die Identifizierung von Krankheitserregern, Erbkrankheiten
und Tumorerkrankungen, sowie für die forensische Spurensicherung. Kurz
nach Inauguration der PCR durch Mullis und Faloona 1985 haben wir uns
mit der Anwendung dieser Methode zum Nachweis von Nukleinsäuren
viraler und bakterieller Erreger sowie mit der Identifizierung spezieller genetischer Marker für Tumore und Erbkrankheiten befaßt. Unser Erfahrungsgut auf dem Gebiet der molekulargenetischen Grundlagenforschung ermöglichte es uns, innerhalb kurzer Zeit eine Reihe neuer Nachweisverfahren zu
etablieren.
Alle Untersuchungsmethoden entsprechen dem jeweils neuesten wissenschaftlich-technischen Standard und werden durch in Entwicklung befindliche Verfahren ständig erweitert. Wir bitten deshalb ggf. um kurze telefonische Rücksprache, falls Sie eine gewünschte Untersuchung hier nicht finden.
Methode der DNA-Amplifikation in vitro:
Die PCR basiert auf der enzymatischen Vervielfältigung eines DNA-Bereiches, der von zwei DNA-Starter-Molekülen (Primern) flankiert wird. Durch
die Wiederholung der drei Reaktionsschritte (Denaturierung des DNA-Doppelstranges, Anlagerung der Primer, Elongation bzw. Polymerase-Reaktion)
kommt es zu einer exponentiellen, selektiven Anreicherung des gewünschten Nukleinsäurefragmentes. Die Anzahl der Doppelstrangmoleküle wächst
nach 2n, d.h. ein einziges DNA-Molekül (Template) wird nach 20 Zyklen auf
das Millionenfache (220) amplifiziert. Dieses Prinzip steigert die Empfindlichkeit herkömmlicher Nukleinsäureverfahren um ein Vielfaches. Somit
ist die PCR eine elegante und erfolgversprechende Methode für die Identifizierung von Nukleinsäurefragmenten bzw. Genomteilen der unterschiedlichsten Organismen (Viroide, Viren, Bakterien, Parasiten, Eukaryonten,
Primaten, Homo sapiens).
Charakterisierung von PCR-Produkten:
1. Gelelektrophorese: Nachweis der amplifizierten DNA durch Auftrennung
im Agarosegel und Anfärbung mit Ethidiumbromid.
2. Restriktionsanalyse: Fragmentierung der amplifizierten DNA in definierte
Bruchstücke und nachfolgender Vergleich im Agarosegel mit einem geeigneten Größenstandard.
3. Hybridisierungsanalyse/ Southern-Blot: Überführung der gelelektrophoretisch aufgetrennten DNA auf eine Matrix und anschließende Detektion
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263
(Hybridisierung) mittels spezifischer Digoxigenin- bzw. P32-markierter
DNA-Sonden.
4. Schmelzpunktanalyse: Der spezifische Schmelzpunkt ist für jedes DNAMolekül eine feststehende Größe. Er wird ermittelt durch Erhitzen der
DNA unter kontinuierlicher Messung der Fluoreszenz- ein vorher im
DNA-Molekül interkalierter Farbstoff (meist SYBR-Green I) wird beim
Aufschmelzen freigesetzt und verliert seine fluoreszierenden Eigenschaften.
Tabelle 25: Molekulargenetische Identifizierung von Krankheitserregern
(Auszug):
Untersuchung
Material
Bakterien:
Bordetella pertussis
Nasen-, Rachenabstrich
Borrelia burgdorferi
EDTA-Blut, 2 ml, Liquor, Urin,
Gelenkpunktat, Hautbiopsie (Erythema
migrans), Zecken
Campylobacter jejuni W
Stuhl
Chlamydia pneumoniae
Sputum, bronchoalveoläre Lavage (BAL)
Chlamydia psittaci ˚
Sputum, BAL
Chlamydia trachomatis
Cervix-, Harnröhren-, Conjunctivalabstrich,
1. Morgenurin
Legionella pneumophila
Sputum, BAL
Methicillin-resistente Staphylococcus
Nasen-, Wund-, Hautabstrich aus
aureus (MRSA) ˚
Kniekehle, Leiste, Achselhöhle, etc. Wird
eine Besiedelung des Darms befürchtet
(selten!) eignet sich auch Stuhl als
Untersuchungsmaterial
Mycobacterium tuberculosis
Sputum, BAL, Liquor, Lymphknoten, Urin
Mykobakterien, atypische (MOTT)
Sputum, BAL, Liquor, Lymphknoten, Urin,
Stuhl
Mycoplasma pneumoniae
Sputum, BAL
Mycoplasma hominis ˚
Cervixabstrich, Harnröhrenabstrich
Neisseria gonorrhoeae
Cervixabstrich, Harnröhrenabstrich
Neisseria meningitidis ˚
Liquor, Rachenabstrich, Blutkultur
Nocardia
Sputum, Bronchiallavage, Biopsie
W
Salmonella spp.
Stuhl, EDTA-Blut, 5 ml, Urin
Shiga-like-Toxin (Verotoxin) W
Stuhl, Urin
Shigella flexneri W
Stuhl, Urin
Treponema pallidum ˚
Primäraffekt, Liqour, Fruchtwasser, Biopsie
Ureaplasma urealyticum ˚
Harnröhrenabstrich, 1. Morgenurin
Yersinia pseudotuberculosis ˚
Stuhl, Lymphknoten
Yersinia enterocolitica ˚
Stuhl, Lymphknoten
Viren:
Cytomegalievirus (CMV)
Urin, Serum, 2 ml, EDTA-Blut, 2 ml, Liquor,
Sputum, BAL, Lymphknoten, Leberbiopsie
Epstein-Barr-Virus (EBV) ˚
Serum, 2ml, EDTA-Blut, 2ml, Liquor,
Lymphknoten, Leberbiopsie
FSME-Virus ˚
Liquor, Serum (nur 6.-9. Tag post
infectionem), Zecken
Hepatitis A-Virus ˚
Stuhl
Hepatitis B-Virus
Serum, 2 ml, Leberbiopsie
Hepatitis C-Virus
Serum, 2 ml, Leberbiopsie
Hepatitis D-Virus ˚
Serum, 2 ml, Leberbiopsie
264
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Tabelle 25: Molekulargenetische Identifizierung von Krankheitserregern
(Auszug):
Untersuchung
Material
Hepatitis E-Virus ˚
Stuhl
Herpes-simplex-Virus Typ 1
Liquor, Bläscheninhalt
Herpes-simplex-Virus Typ 2
Liquor, Bläscheninhalt, Cervixabstrich
HIV Typ 1 ˚
Liquor, EDTA-Blut, 5 ml
HIV Typ 2 ˚
Liquor, EDTA-Blut, 5 ml
HTL-Virus I ˚
Liquor, EDTA-Blut, 5 ml, Lymphknoten
Humanes Papillomvirus (HPV)
Anus-, Cervix-, Larynx-, Mundhöhlen-,
Penisabstrich, Biopsie
Influenza A, -B
Sputum, BAL, Rachenabstrich,
Bronchialsekret
Masernvirus ˚
Rachen-, Nasenabstrich, EDTA-Blut,
5 ml, Serum, Urin
Norovirus ˚
Stuhl, Erbrochenes
Parvovirus B19
Serum
Picornavirus
Stuhl, Liquor, Urin, Bläscheninhalt
Varizella-Zoster-Virus
Serum, 2 ml, Bläscheninhalt
Sporozoiten:
Pneumocystis jiroveci ˚
Sputum, BAL
Toxoplasma gondii ˚
Liquor, Lymphknoten
Pemolin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
< 1.5 µg/ml
Penbutolol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.3 - 0.7 µg/ml
Penicillium-Antikörper
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Pentachlorphenol (PCP)
siehe:
Toxikologische Untersuchungen
Pentagastrintest
Indikation:
postop. Verlaufskontrolle bei medullärem Schilddrüsen-CA,
Familienscreening bei med. Schilddrüsen-CA oder MEN 2 (Multiple Endokrine Neoplasie Typ 2).
Durchführung: Blutentnahme zur Calcitoninbestimmung vor sowie 1, 3,
und 5 min nach i.v. Gabe von 0.5 µg/kgKG Pentagastrin
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
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265
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Plasma gefroren, je 1 ml
siehe Befund
Bewertung: überschiessender Anstieg bei medullärem Schilddrüsen-CA
(als sicher pathologisch gilt ein Anstieg > 5-fach bei Frauen bzw. > 10-fach
bei Männern).
Bemerkungen:
Der Pentagastrintest im Rahmen des Familienscreenings
hat durch die Möglichkeit der molekulargenetischen Diagnostik (siehe dort)
der MEN 2 an Bedeutung verloren.
Pentazocin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 200 ng/ml
Pentobarbital W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 5 µg/ml
Pentoxifyllin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
30 - 150 ng/ml
Perazin (Taxilan) W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
50 - 250 ng/ml
Peroxidase-Antikörper
(Myeloperoxidase-Antikörper, p-ANCA, Granulozyten-Antikörper)
siehe: ANCA
Perphenazin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 20 ng/ml
Pethidin W
Material:
Ther.-Bereich:
266
HPLC
Serum, 2 ml
100 - 500 ng/ml
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Pharmakogenetik
siehe:
Molekulargenetische Untersuchungen
Phenacetin W
HPLC
(als Paracetamol)
Material:
Serum, 2 ml
Ther.-Bereich:
5 - 25 mg/l
Pheneturid W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
10 - 20 mg/l
Phenobarbital W
Material:
Ther.-Bereich:
Indikation:
Bemerkungen:
FPIA
Serum, 1 ml
15 - 40 mg/l
Therapiekontrolle
empf. Entnahmezeitpunkt: vor Medikamentengabe
Phenol W
GC
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 10 ml
< 15 mg/l
Bemerkungen:
auch als Metabolit von Benzol
Phenothiazine (Screening) W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
FPIA
Urin, Serum, Magensaft, 3 ml
negativ
V.a. Intoxikation oder Mißbrauch
Bemerkungen:
semiquantitativer Suchtest, ein positives Ergebnis muß ggf.
durch spezifische Verfahren bestätigt werden.
Falls ein quantitativer Medikamentenspiegel im Serum gewünscht wird, bitte
diesen direkt anfordern unter Angabe des entsprechenden Medikamentes
(siehe dort), in diesen Fällen ist der Suchtest nicht geeignet.
Phenprocoumon W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1.5 - 3.5 µg/ml
Indikation:
z.B. massive Diskrepanz zwischen erwartetem und tatsächlich
gemessenem Quick-Wert unter Therapie
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267
Phenylalanin W
Material:
Ref.-Bereich:
fluorimetrisch
Serum, 1 ml
0.8 - 2.0 mg/dl (bis 2.7 mg/dl Graubereich)
bei PKU-Therapie:
bis 10 J.: 0.7 - 4.0 mg/dl
bis 16 J.: 0.7 - 15 mg/dl
über 16 J.:
< 20 mg/dl
Phenylbutazon W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 1 ml
50 - 100 mg/l
Phenytoin
FPIA
(Diphenylhydantoin, DPH)
Material:
Serum, 1ml
Ther.-Bereich:
5 - 15 mg/l
Bemerkungen:
empf. Entnahmezeitpunkt: vor Medikamentengabe
freies Phenytoin W
HPLC
(freies DPH)
Material:
Serum, 2 ml
Indikation:
Bei Patienten mit veränderter Serum-Proteinbindung (z.B.
Hypoalbuminämie, Hyperbilirubinämie, Urämie oder Komedikation mit
Medikamenten, die ebenfalls eine hohe Proteinbindung aufweisen) oder bei
Auftreten einer unerwarteten Wirkung trotz Gesamt-Phenytoin-Spiegel im
therapeutischen Bereich
Ther.-Bereich:
1 - 2 µg/ml
Philadelphia-Chromosom W
Material:
Indikation:
Heparinblut frisch, 20 ml
V.a. CML
Phosphat (anorganisch)
UV-Test
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
0.87 - 1.45 mmol/l
altersabhängig (siehe Befund)
Material:
Ref.-Bereich:
Urin bzw. (besser) 24h-Urin, 1 ml
13 - 44 mmol/l bzw. 25 - 65 mmol/24h
268
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Bemerkungen:
Serum binnen 30 min vom Blutkuchen trennen, Hämolyse
ergibt falsch zu hohe Werte.
Phosphatase
siehe:
Alkalische Leukozytenphosphatase
Alkalische Phosphatase
Saure Phosphatase (gesamt)
Saure Prostata-Phosphatase
Phosphat-Clearance
Indikation:
V.a. tubuläre Syndrome mit Phosphatverlust
Durchführung: Nüchternen Pat. 500 ml Tee trinken lassen, dann um 8:00
Uhr Entleeren der Blase in die Toilette, nochmals 250 ml
Tee trinken, um 9:00 Uhr Entleeren der Blase in Sammelflasche I, Blutentnahme zur Bestimmung von Phosphat,
um 10:00 Uhr Entleeren der Blase in Samelflasche II
Material:
Serum und 2 Urinproben, je 1 ml
Ref.-Bereich:
5.4 - 16.2 ml/min
Bemerkungen:
für Prozentuale tubuläre Phosphatrückresorption (TRP%)
und Tubuläres Maximun der Phosphatrückresorption (TmP/GFR) bitte
telefonische Rücksprache.
Phosphohexose-Isomerase W
(PHI)
Material:
Ref.-Bereich:
photometrisch
Serum, 1 ml
< 67 U/l
Indikation:
Therapie- und Verlaufskontrolle bei Malignomen mit erhöhter
PHI-Aktivität
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Liquor, 1 ml
< 16 U/l
DD bakterielle (erhöht) und virale Meningitis
Phospholipid-Antikörper
siehe:
Cardiolipin-Antikörper, Lupusantikoagulant
Phosphor
siehe:
Phosphat (anorganisch)
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269
Phytansäure W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
mis)
GC-MS
Serum, 3 ml
< 5 mg/l
V.a. Refsum-Syndrom (Heredopathia atactica polyneuritifor-
Picornaviren
KBR ˚/PCR
(z.B. Coxsackieviren, ECHO-Viren, Polioviren)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Stuhl, Rachenabstrich, Liquor, Biopsie (Erregernachweis,
PCR)
Ref.-Bereich:
< 1:5 Titer
Indikation:
„Sommergrippe“, Atemwegserkrankungen, Gastroenteritis,
aseptische Meningitis / Enzephalitis, akute haemorrhagische Konjunktivitis,
Herpangina (schmerzhafte Bläscheneruptionen in Rachen- und Mundschleimhaut), "hand, foot and mouth disease", Exanthem, Bornholmsche
Krankheit, Pleurodynie, Myalgie, Paralyse, Myokarditis, Perikarditis,
Pneumonie
Bewertung: ein positiver Erregernachweis oder ein mindestens 4facher
Titeranstieg weist auf eine akute Infektion hin.
Bemerkungen:
die KBR weist keine Typ-spezifischen Antikörper nach
und ist wenig sensitiv, problematisch sind heterotypische Antikörperanstiege
bei Infektion mit anderen Picornaviren.
Picornavirusinfektionen sind häufig, verlaufen meistens inapparent oder mit
uncharakteristischer Symptomatik. Die Ausscheidung der Viren kann im
respiratorischen Sekret über Tage und im Stuhl über 1-2 Monate persistieren.
Daher sollte zur Abklärung der Krankheitsursache der Virusnachweis im
erkrankten Organ (z.B. Liquor bei Meningitis) angestrebt werden.
Pilzkultur
Kultur
(mykologische Untersuchungen, Candida, Dermatophyten, Schimmelpilze)
Material:
je nach Fragestellung, vgl. Tabelle 26
Indikation:
Candidosen, Dermatomykosen, Mykosen
Bewertung: positiver Nachweis spricht für Kolonisation, Kontamination
(Schimmelpilze) oder Infektion mit dem beschriebenen Pilz.
Bemerkungen:
Pilze wachsen langsamer als Bakterien! Hefen und
Schimmelpilze werden mindestens 3 Tage, Dermatophyten mindestens 3
Wochen lang bebrütet.
siehe auch folgende Tabelle:
270
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Tabelle 26: Systemische und nichtsystemische Mykosen beim Menschen
Pilzgruppe
Sproßpilze (Hefen):
Candida albicans
Candida glabrata
Candida parapsilosis
Candida tropicalis
Candida krusei u.a.
Cryptococcus neoformans
befallene Organe,
Erkrankung
Material
- Mukokutane Candidiasis
(Soor):
Candida-Oesophagitis,
Candida-Kolpitis, CandidaBalanitis u.a.
- Hautinfektionen (meist in
Hautfalten):
interdigitale, inguinale,
anale Candidiasis,
Windeldermatitis,
Onychomykose u.a.
- bei Abwehrschwäche:
Organmykosen
(Atemwege,
Gastrointestinaltrakt,
Urogenitaltrakt), Sepsis
Lunge, Gehirn
Abstrich
(Oesophagus,
Zunge, Vagina,
Schleimhaut)
Malassezia furfur
Schimmelpilze:
Aspergillus fumigatus
Aspergillus niger
Aspergillus flavus u.a.
Kleienflechte (Pityriasis)
Mucor spp.
Rhizopus spp.
Rhizomucor spp.
Absidia spp.
Otomykose,
kutane Mucormykose
(Verbrennungswunden),
rhinozerebrale
Mucormykose
(Immunsupprimierte!)
geschädigte Nägel
Verletzungsmykosen
Scopulariopsis
Cladosporium
Madurella
Dermatophyten:
Trichophyton rubrum
Trichophyton
mentagrophytes u.a.
Trichophyton schoenleinii
Microsporum canis
Microsporum audouinii
Microsporum gypseum u.a.
Epidermophyton floccosum
chronische Otitis,
Otomykose
Lungen-Apergillose
Haut, Nägel, Haare
Favus (Kopfhaare, -haut)
Haare, Kopfhaut,
Haut
Sputum,
bronchoalveoläre
Lavage (BAL), Stuhl,
Urin, Blut
Sputum, BAL,
Liquor, Urin,
Hautschuppen
Ohrabstrich,
Gehörgangsabstrich
Sputum, BAL
Ohrabstrich,
Gehörgangsabstrich
Wundabstrich,
Nebenhöhlenabstrich
Nagelgeschabsel
Wundabstrich
Hautschuppen,
(Hautabstrich),
Nagelgeschabsel,
Haare
Haut
Pimozid W
Material:
Ther.-Bereich:
Abstrich (Haut,
Nagelfalz)
LC-MS
Serum, 2 ml
1 - 20 ng/ml
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271
Pindolol W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
20 - 100 ng/ml
Pipamperon W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
20 - 200 ng/ml
Piperacillin W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
20 — 70 µg/ml (max.)
1 - 5 µg/ml (min.)
Bemerkungen:
gut verträgliches Acylaminopenicillin mit geringer Toxizität. Ausscheidung 70 — 80% renal, 15% biliär.
Piracetam W ˚
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
20 — 75 µg/ml
Piroxicam W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
2 - 7 µg/ml
Placenta-AP W
EIA
(Regan-AP, Regan Isoenzym, Tumor-AP)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 100 mU/l
Indikation:
Tumormarker, z.B. Hoden, Ovar
Placenta-Lactogen
siehe:
HPL
Plasma-Hämoglobin
siehe:
freies Hämoglobin
Plasminogen W
RID/chromogen
(Konzentration)
272
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Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
0.06 - 0.25 g/l
Material:
Ref.-Bereich:
Aszites, 1 ml
siehe Befund
(Aktivität)
Material:
Ref.-Bereich:
Citratplasma gefroren, 1 ml
85 - 110 %
Indikation:
Beurteilung des fibrinolytischen Potentials, Überwachungsparameter bei Fibrinolysetherapie und Verbrauchskoagulopathie, prognostische Beurteilung der Aszitesreperfusion.
Plasminogenaktivator-Inhibitor (PAI) W
Material:
Ref.-Bereich:
chromogen
Citratplasma gefroren, 1ml
0.3 - 3.5 U/ml
Indikation:
V.a. herabgesetztes oder erhöhtes fibrinolytisches Potential,
Abklärung von Thrombose-Risiken
Bewertung: erhöhte PAI-Spiegel signalisieren eine herabgesetzte fibrinolytische Aktivität und damit im Prinzip ein erhöhtes Thromboserisiko, werden jedoch bei einer Vielzahl von Erkrankungen gesehen und geben in praxi
keinen Hinweis auf unmittelbare Thrombosegefährdung.
Bemerkungen:
Wertigkeit zur Abklärung einer Thrombophilie noch nicht
gesichert, eine routinemäßige Bestimmung wird z.Zt. nicht empfohlen.
Platin
siehe:
Toxikologische Untersuchungen
PMN-Elastase (Granulozyten) W
EIA
(Granulozyten-Elastase)
Material:
EDTA-Plasma, Citratplasma, 1 ml
Ref.-Bereich:
30 - 160 µg/ml
Indikation:
V.a. akut entzündliche Prozesse im Gewebe (nach Traumen,
Operationen, Sepsis)
Bemerkungen:
Für die Bestimmung der PMN-Elastase muß das Citratbzw. EDTA-Blut hochtourig zentrifugiert und das Plasma innerhalb 2 Stunden abgetrennt werden, da sonst mit signifikant niedrigeren Werten zu
rechnen ist.
Material:
Ref.-Bereich:
Stuhl, 2 g
<60 ng/g Stuhl
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273
Indikation:
Verlaufsbeurteilung entzündlicher Darmprozesse mit Beteiligung neutrophiler Granulozyten (z.B. beim M. Crohn).
PM-Scl-Antikörper
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Dermatomyositis/Polymyositis,
Sklerodermie/PolymyositisÜberlappungssyndrom, SLE/Polymyositis-Überlappungssyndrom
Bewertung: Seltener, aber hochspezifischer Parameter für das Sklerodermie/Polymyositis-Überlappungssyndrom.
Bemerkungen:
Antikörper gegen einen Komplex aus 11 nukleolären
Antigenen (MG ca. 120 kD)
Pneumocystis jiroveci ˚
Mikroskopie/PCR
(vormals Pneumocystis carinii)
Material:
induziertes Sputum, bronchoalveoläre Lavage, Lungenbiopsie
Indikation:
Opportunistische pulmonale Infektion bei Patienten mit stark
reduzierter zellulärer Immunität (z.B. AIDS)
Bemerkungen:
Nachweis mittels PCR oder mikroskopischer Direktnachweis nach Anreicherung und Giemsa-Färbung bzw. Immun- fluoreszenzfärbung mit monoklonalen Antikörpern.
Pneumotrope Viren
siehe:
Adenoviren
Cytomegalievirus (bei Immunsuppression)
Herpes simplex-Virus Typ 1/2 (bei Immunsuppression)
Influenzaviren
Masernvirus
Parainfluenzaviren
Picornaviren (z.B. Coxsackieviren, ECHO-Viren)
Respiratory-Syncytial-Virus
SARS-CoV
Varizella-Zoster-Virus (bei Immunsuppression)
PNH-Diagnostik
(Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie, Säure-Serum-Test, HAM-Test oder
Immunphänotypisierung)
Material:
frisches EDTA-Blut, 10 ml
Indikation:
V.a. paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie
Bemerkungen:
Der HAM-Test eignet sich als einfache ScreeningMethode. Für die definitive Diagnostik sollte die Immunphänotypisierung
274
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angestrebt werden. In jedem Fall werden für den Test vitale Zellen benötigt,
daher sollte das Material vom gleichen Tag sein.
Polioviren W ˚
NT/PCR
(Poliovirus Typ 1-3, Poliomyelitisviren)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Stuhl, Rachenabstrich, Liquor (Nachweis viraler Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Poliomyelitis (spinale Kinderlähmung, Heine-Medinsche
Krankheit),
„Sommergrippe“,
Myokarditis,
aseptische
Meningitis/Enzephalitis, Immunstatus bei Z.n. Polio-Schutzimpfung
Bewertung: ein mindestens 4facher Titeranstieg spricht für eine akute
Infektion. Bei spätem Erstserum kein 4facher Titeranstieg. Bei einem Titer
von >= 4 ist ein Immunschutz anzunehmen.
Bemerkungen:
Neutralisationsteste werden als spezifisch zur Feststellung
der Antikörperantwort auf eine Poliovirusinfektion angesehen. Virusausscheidung im Speichel 36 Stunden bis etwa 1 Woche nach Infektion; Ausscheidung mit dem Stuhl 72 Stunden nach Infektion, bis zu 1-5 Monate
persistierend.
Polymerase-Ketten-Reaktion (Polymerase Chain Reaction)
siehe:
PCR
Polymyalgia-Rheumatika-Faktor
(PMR, C3/C4-Fixationstest)
Die Untersuchung Polymyalgia-Rheumatika-Faktor (C3/C4-Fixationstest) ist
nach heutigen Erkenntnissen obsolet. Wegen fehlender diagnostischer Relevanz wird die Untersuchung in unserem Labor nicht mehr durchgeführt.
Porphobilinogen W
Material:
Ref.-Bereich:
spektralphotometrisch
24h-Urin lichtgeschützt, 10 ml
(bei akuter Symptomatik auch aus Spontanurin)
< 1.9 mg/24h
Indikation:
V.a. akute hepatische Porphyrie (AIP), schwere akute Bleivergiftung. Als differentialdiagnostisch relevanter Parameter bei chronischen
Leberschäden, Alkohol-Leber-Syndromen, Arzneimittel-Schädigung der
Leber, Schwermetallintoxikationen sowie bei V.a. chronisch hepatische oder
erythropoetische Porphyrien.
Bewertung: stark erhöhte Werte bei akuter intermittierender Porphyrie,
mäßig bis stark erhöht bei Koproporphyria hereditaria und P. variegata,
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275
variabel bei akuter Bleivergiftung. Im Intervall Rückgang auf normale Werte
möglich. Bei chron. hep.- und erythropoetischer Porphyrie normale Werte.
Bemerkungen:
siehe auch Porphyrine
Porphyrine (gesamt) W
Material:
Ref.-Bereich:
HPLC/fluorometrisch
24h-Urin lichtgeschützt, 10 ml
< 175 µg/24h
Indikation:
V.a. akute oder chron. Porphyrie, V.a. akute oder chron.
Bleivergiftung. Als differentialdiagnostisch relevanter Parameter bei chronischen Leberschäden, Alkohol-Leber-Syndromen, Arzneimittel-Schädigung
der Leber, Schwermetallintoxikationen sowie bei unklaren Hautsymptomen
oder unklarer neurologischer Symptomatik.
Material:
Ref.-Bereich:
Stuhl, 1 g
< 34 µg/g
Indikation:
DD akuter hepatischer Porphyrien, wenn die UrinporphyrinDifferenzierung keine eindeutige Zuordnung erlaubt.
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Blut, 4 ml
< 66 µg/dl
Indikation:
V.a. erythropoetische Porphyrie (Photodermatose, Hämolyse,
bei einem Teil der Fälle auch hepatobiliäre Symptome).
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, Plasma, 1 ml
< 2 µg/dl
Indikation:
meist entbehrlich, ggf. bei Niereninsuffizienz, ansonsten ist
i.d.R. die Bestimmung im Urin aussagekräftiger.
Bemerkungen:
Bewährte Erstuntersuchungen bei V.a. Porphyrie: δAminolävulinsäure, Porphobilinogen und Porphyrine im 24h-Urin (bei
akuter Symptomatik auch aus Spontanurin möglich).
Zur Erfassung von Genträgern bei hereditären Porphyrien siehe auch δAminolävulinsäure-Dehydratase, Uroporphyrinogen-I-Synthase.
Porphyrin-Differenzierung W
HPLC
(Uroporphyrin, Hepta-, Hexa-, Penta-Carboxy-Porphyrin, Koproporphyrin,
Protoporphyrin)
Material:
24h-Urin lichtgeschützt, 10 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
DD erhöhter Porphyrine bzw. deren Vorstufen, die sich aufgrund ihrer Konstellation noch nicht eindeutig einer bestimmten Erkrankung
zuordnen lassen.
276
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PraenaTest
Next Generation Sequencing
(Pränataler Nachweis von Trisomie 21 (Down-Syndrom), Trisomie 13 (PätauSyndrom) und Trisomie 18 (Edwards-Syndrom aus mütterlichem Blut)
Material:
Spezialröhrchen (Streck Cell-Free DNA), 20 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Pränataler Nachweis bzw. Ausschluß von Trisomie 21, -13
und -18 speziell bei Altersindikation, Entscheidungshilfe pro/contra
Amniozentese.
Bewertung: siehe Befund
Bemerkungen:
Der Nachweis erfolgt aus mütterlichem Blut. Für die
korrekte Auswertung sind weitere Angaben auf einem speziellen
Begleitschein erforderlich.
Eine Auswertung ist z.Zt. ab der 12. SSW möglich. Für Zwillings- bzw.
Mehrlingsschwangerschaften ist der Test derzeit nicht geeignet.
Der Test ist keine Kassenleistung.
Prajmalin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
50 - 1000 µg/l
Prazepam W
HPLC
(als Desmethyldiazepam)
Material:
Serum, 2ml
Ther.-Bereich:
600 - 1500 ng/ml
Prazosin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
5 - 15 ng/ml
Pregnandiol W
GC
Material:
20 ml 24h-Urin, gesammelt über 1 ml Eisessig
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Bemerkungen:
Hauptmetabolit des Progesteron, Untersuchung heute
obsolet, die Analyse des Progesteron im Serum ist unbedingt vorzuziehen.
Pregnantriol W
Material:
Ref.-Bereich:
GC
20 ml 24h-Urin gesammelt über 1 ml Eisessig
bei optimaler Einstellung der Corticoidtherapie des 21Hydroxylase-Mangels:
www.labor-blessing.de
277
Säugling:
Kleinkind:
Schulkind:
Erwachsene:
Indikation:
0.05 - 0.3 mg/die
0.10 - 0.5 mg/die
0.20 - 2.0 mg/die
0.50 - 4.0 mg/die
Therapiekontrolle des 21-Hydroxylase-Mangels
Bemerkungen:
Alternativ ist auch die Bestimmung des 17-HydroxyProgesterons im Serum möglich, aufgrund starker circadianer Schwankung
sollte diese jedoch aus Mischserum erfolgen (z.B. 3 Blutentnahmen: morgens, mittags und abends).
Primidon
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 1 ml
5 - 15 mg/l
Bemerkungen:
empf. Entnahmezeitpunkt: vor Medikamentengabe
Procainamid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
4 - 10 µg/ml
Procalcitonin W
(PCT)
Material:
Ref.-Bereich:
ILMA
Serum, 0.5 ml
< 0.05 µg/l
Indikation:
Parameter zur Frühentdeckung von (schweren) systemischen
bakteriellen Infektionen ("Sepsismarker"), Verlaufskontrolle unter Antibiotikatherapie, Differenzierung fieberhafter Zustände (infektiös / nicht infektiös
bedingt), Überwachung von Risikopatienten (z.B. postoperativ, nach
Organtransplantation, bei Immunsuppression, Polytrauma).
Progesteron
Material:
Ref.-Bereich:
LIA
Serum, 1 ml
Männer:
< 1.2 ng/ml
Frauen: Foll. Phase:
0.2 - 1.4 ng/ml
Luteale Phase: 3.3 - 28.0 ng/ml
Post Menopause: < 0.8 ng/ml
Präpubertär:
< 3.0 ng/ml
Normwerte in der Schwangerschaft siehe Befund
Indikation:
Beurteilung der Gelbkörperfunktion (empfohlener Blutentnahmezeitpunkt: Mitte der Lutealphase, z.B. 22. Zyklustag)
278
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Proinsulin (intakt)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
EIA
EDTA-Plasma, 1ml
< 11.0 pmol/l
Beurteilung der Insulinresistenz
Bemerkungen:
bei Raumtemperatur nur wenige Stunden stabil, bei
längerer Lagerungs- oder Transportzeit ggf. einfrieren.
Prokollagen-III-Peptid W
(P-III-P)
Material:
Ref.-Bereich:
RIA
Serum, 1 ml
< 15 µg/l
Indikation:
V.a. erhöhte Kollagensynthese / Fibrose z.B. der Leber
Bewertung: Parameter für die Aktivität der Fibrogenese (Fibroblasten);
keine Korrelation mit dem Ausmaß der Fibrose. Erhöhte Werte bei akuter
Virushepatitis, alkoholischer Hepatitis, chron. aktiver Hepatitis, PBC, Leberzell-CA sowie auch bei einer Reihe nichthepatischer Erkrankungen (z.B.
Lungenfibrose, M. Paget, Pankreasfibrose, Sklerodermie, rheumatoide
Arthritis, Akromegalie, Wachstumsphase).
Bemerkungen:
Ggf. zusätzlich α-1-Antitrypsin
Prolactin
Material:
Ref.-Bereich:
LIA
Serum, 1 ml
Männer: 2.1 - 17.7 ng/ml
Frauen: 2.8 - 29.2 ng/ml
bei Kindern höhere Werte (siehe Befund)
Normwerte in der Schwangerschaft siehe Befund
Indikation:
Basisparameter in der Fertilitätsdiagnostik und der
Differentialdiagnostik von Zyklusstörungen, V.a. Hypophysenfunktionsstörung, Prolaktinom
Prolactinzellen-Antikörper
siehe:
Hypophysen-Autoantikörper
Promazin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
100 - 500 ng/ml
Promethazin (Atosil) W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
50 - 400 µg/l
www.labor-blessing.de
279
Propafenon (Rytmonorm) W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2ml
0.05 - 1.0 mg/l
Propallylonal W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.3 - 10 µg/ml
Properdin-Faktor B
siehe:
C3-Proaktivator
Propranolol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
50 - 300 µg/l
Propyphenazon W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1.5 - 12.5 mg/l
Prostata-Phosphatase(PP)
Die biochemische Bestimmung der PP führen wir nicht mehr durch, da die
Untersuchung wegen mangelnder Sensitivität und Spezifität heute obsolet
ist. Wir empfehlen stattdessen die Bestimmung von PSA im Serum (siehe
dort).
Prostata-spezifisches Antigen
siehe:
PSA
Protein C
Material:
Ref.-Bereich:
photometrisch
Citratplasma gefroren, 1 ml
70 - 140 %
Indikation:
DD rezidivierender Thromboembolien,
Thrombophilie, siehe auch Thrombophilie-Diagnostik
V.a.
hereditäre
Bemerkungen:
bei Raumtemperatur ist bereits nach 4h mit signifikant
erniedrigten Werten zu rechnen.
Unter Marcumar ist die Bestimmung nicht aussagekräftig, alternativ ist jedoch ggf. der direkte Nachweis des Gendefekts mittels PCR möglich (siehe
Molekulargenetische Untersuchungen).
280
www.labor-blessing.de
Protein S
Material:
Ref.-Bereich:
photometrisch
Citratplasma gefroren, 1 ml
60 - 130 %
(Frauen unter oraler Kontrazeption: 52 - 118 %)
Indikation:
DD rezidivierender Thromboembolien,
Thrombophilie, siehe auch Thrombophilie-Diagnostik
V.a.
hereditäre
Bemerkungen:
bei Raumtemperatur ist bereits nach 4h mit signifikant
erniedrigten Werten zu rechnen. Unter Marcumar ist die Bestimmung nicht
aussagekräftig, alternativ ist jedoch ggf. der direkte Nachweis des Gendefekts mittels PCR möglich (siehe Molekulargenetische Untersuchungen).
Protein S-100 W
(S-100-Protein)
Material:
Ref.-Bereich:
ILMA
Serum, 1 ml
< 0.11 µg/l
Indikation:
Therapiekontrolle und Prognoseabschätzung beim malignen
(metastasierenden) Melanom
Bemerkungen:
Ergänzend Bestimmung von 5-S-Cysteinyl-Dopa (EDTAPlasma gefroren, 2 ml) zu empfehlen.
Material:
Ref.-Bereich:
Liquor, 1 ml
Männer: < 3.3 µg/l
Frauen: <2.5 µg/l
Prothrombinfragmente W
(F1+2)
Material:
Ref.-Bereich:
Citratplasma gefroren, 2 ml
69 - 229 pmol/l
Indikation:
Erfassung
der
Verbrauchskoagulopathie
intravasalen
Thrombinbildung,
z.B.
Bemerkungen:
Erhöht auch bei Antithrombin III- und Protein C-Mangel
sowie bei Vorliegen frischer Wundflächen!
Prothrombinmutation G20210A
PCR
(Faktor II-Mutation)
Material:
EDTA-Blut, 2 ml
Ref.-Bereich:
nicht nachweisbar
Indikation:
Thrombophilie, speziell bei dauerhafter Hyperprothrombinämie (> 115%)
Bewertung: Soll bei bis zu 18% der Thrombosen beteiligt sein. Heterozygote Träger haben nach heutigen Kenntnisstand ein 3-fach erhöhtes Thromwww.labor-blessing.de
281
boserisiko. Zusätzlich wurde auch ein 4-fach erhöhtes Herzinfarktrisiko
nachgewiesen. Homozygote Träger wurden bislang nur wenige gefunden,
über deren Erkankungsrisiken gibt es bislang noch keine verlässliche Angaben.
Prothrombinzeit
siehe:
Quick-Test
Protionamid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 1 ml
0.5 — 8 µg/ml
Bemerkungen:
gut wirksames Reserve-Tuberkulostatikum mit hoher
Gewebediffusion, jedoch häufigen Nebenwirkungen (z.B. Neurotoxizität,
Leberschädigung). Bzgl. Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz widersprüchliche Datenlage.
Protoporphyrin
siehe:
Porphyrin-Differenzierung
Protriptylin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
50 - 300 µg/l
Proxiphyllin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
< 50 µg/ml
PSA
MEIA
(Prostata-spezifisches Antigen)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 4 ng/ml
Indikation:
Tumormarker der 1. Wahl für das Prostata-Ca
Bemerkungen:
bei Werten im Graubereich von (2)-4-20 ng/ml ist zur
weiteren Abklärung die ergänzende Bestimmung des freien PSA hilfreich
(siehe dort).
Psittakose-Antikörper
siehe:
282
Ornithose-Antikörper
www.labor-blessing.de
PTT
koagulometrisch
(Partielle Thromboplastinzeit)
Material:
Citratplasma, möglichst gefroren, 1 ml
Ref.-Bereich:
26 - 40 sec
in den ersten 2 Lebenswochen 26 - 80 sec
Bemerkungen:
bei Raumtemperatur ist bereits nach ca. 4h mit signifikant
verlängerten Zeiten zu rechnen.
Purkinje-Zellen-Antikörper W
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Paraneoplastische zerebellare Degeneration (z.B. bei OvarialKarzinom, kleinzelligem Bronchial-Karzinom, M. Hodgkin)
Bemerkungen:
Zellen.
Antikörper gegen zytoplasmatische Antigene der Purkinje-
Pyrazinamid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 1 ml
50 — 130 µg/ml (max.)
3 — 8 µg/ml (min.)
Bemerkungen:
bakterizides Tuberkulostatikum mit dosisabhängiger
Hepatotoxizität und Erhöhung des Harnsäurespiegels. Dosisreduktion bei
Niereninsuffizienz.
Pyridinolin/Desoxypyridinolin
(Crosslinks)
Material:
Ref.-Bereich:
HPLC
1. Morgenurin ohne Zusätze, 10 ml
Pyridinolin:
160 - 280 µg/g Kreatinin
Desoxypyridinolin:
26 - 65 µg/g Kreatinin
Indikation:
Beurteilung des Knochenumsatzes z.B. bei V.a. Osteoporose,
M.Paget, primärem HPT. Auch geignet zur Verlaufs- und Therapiekontrolle.
Bemerkungen:
Desoxypyridinolin gilt als spezifischer Marker für den
Abbau des Knochenkollagens, Pyridinolin kommt nur im Knorpel vor. Als
Marker für den Knochenabbau besser geeignet als das Hydroxyprolin, da
keine Diät eingehalten werden muß und der erste Morgenurin ausreicht.
Pyruvat W
enzymatisch
(Brenztraubensäure)
Material:
NaF-Plasma, 2 ml
Ref.-Bereich:
3.6 - 5.9 mg/l
Indikation:
V.a. Gewebshypoxie
www.labor-blessing.de
283
Bemerkungen:
Der Lactat-Bestimmung ist der Vorzug zu geben.
Material:
Ref.-Bereich:
Liquor, 3 ml
< 80 µmol/l
Indikation:
V.a. bakterielle Meningitis
Pyruvatkinase (PK) W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Anämien)
EDTA-Blut frisch, 1 ml
2.1 - 6.9 U/g Hb
V.a. enzymopenische Anämie (hereditäre nicht-sphärozytäre
Bemerkungen:
autosomal-rezessiv vererbter, zweithäufigster Enzymdefekt
der Erythrozyten. Es besteht keine Korrelation zwischen Enzymaktivität und
Ausmaß der Hämolyse.
Q-Fieber
KBR ˚
(Query-Fieber, Coxiella burnetii)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 1:5 Titer
Indikation:
Atypische Pneumonie, Endokarditis, Hepatitis
Bewertung: ein wenigstens 4facher Titeranstieg innerhalb von 8-14 Tagen
spricht für eine akute Infektion. Die beweisenden Antikörper lassen sich erst
2-3 Wochen nach Krankheitsbeginn darstellen.
Bemerkungen:
hochinfektiöser und umweltresistenter Mikroorganismus.
Wichtigste Infektionsquellen sind v.a. Schafe, aber auch Rinder und Ziegen
(Erregerausscheidung mit Urin, Fäzes, Milch und Plazenta). Die Infektion
erfolgt durch Inhalation erregerhaltigen Staubs, Kontakt mit Tierkörpern oder
selten auch über Genuss von roher Milch.
Quecksilber W
siehe auch:
Toxikologische Untersuchungen
Material:
Ref.-Bereich:
Spontanurin oder 24h-Urin, mindestens 4 ml
< 5 µg/l
Indikation:
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Material:
284
V.a. chronische Hg-Intoxikation
EDTA-Blut, 4 ml
< 5 µg/l
V.a. akute Hg-Intoxikation
Stuhl, ca. 1/2 Stuhlröhrchen
www.labor-blessing.de
Ref.-Bereich:
Indikation:
< 10 µg/kg Stuhl
V.a. chronische Hg-Intoxikation
DMPS-Mobilisations-Test, Dimaval-Test, DMPS-Kurztest
Material:
Urin I und II, jeweils mindestens 4 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
V.a. chronische Hg-Intoxikation, Therapiekontrolle bei
erhöhter Hg-Belastung
Durchführung:
1. 2 Stunden vorher nichts essen
2. Spontanurin "I" (mindestens 4 ml) gewinnen lassen
3. 3 mg DMPS / kg Körpergewicht langsam i.v. spritzen oder 10 mg
DMPS / kg Körpergewicht als Kapsel oral einnehmen lassen
4. Patienten ca. 150 ml Flüssigkeit trinken lassen
5. 30-45 Minuten nach DMPS-i.v. bzw. 2 Stunden nach DMPS-oral
Spontanurin "II" gewinnen lassen
6. Urin "I" auf Quecksilber (und ggf. Zink), Urin "II" auf Quecksilber
(und ggf. Kupfer sowie Zinn) untersuchen lassen
Kontraindikation:
eingeschränkte Nierenfunktion (Serum-Kreatinin > 2.5 mg/dl)
Nebenwirkungen:
Selten Kollaps infolge Blutdruckabfall bei vegetativ labilen Patienten.
Flüchtige Hautreaktionen nach i.v.-Gabe bei ca.1% der Patienten.
DMPS-Langzeit-Test
Material:
24h-Urin I und II, jeweils mindestens 4 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Therapiekontrolle bei erhöhter Hg-Belastung
Durchführung:
1. 24h-Urin "I" (mindestens 4 ml) sammeln lassen
2. 3 mg DMPS / kg Körpergewicht langsam i.v. spritzen oder 10 mg
DMPS / kg Körpergewicht als Kapsel oral einnehmen lassen
3. 24h-Urin "II" sammeln lassen
4. Urin "I" auf Quecksilber (und ggf. Zink), Urin "II" auf Quecksilber
(und ggf. Kupfer sowie Zinn) untersuchen lassen
Kontraindikation:
eingeschränkte Nierenfunktion (Serum-Kreatinin > 2.5 mg/dl)
Nebenwirkungen:
Selten Kollaps infolge Blutdruckabfall bei vegetativ labilen Patienten.
Flüchtige Hautreaktionen nach i.v.-Gabe bei ca.1% der Patienten.
Kaugummi-Test
Material:
Ref.-Bereich:
Speichel I und II, jeweils mindestens 4 ml
bitte beide Speichelsammelzeiten angeben!
siehe Befund
www.labor-blessing.de
285
Indikation:
V.a. erhöhten Amalgam-Abrieb
Bemerkungen:
Kostenübernahme durch Kasse sicherstellen.
Durchführung: 2 Stunden vorher nichts essen, nur trinken.
1. Speichel ohne Kaubewegungen in Röhrchen "I" sammeln (mindestens
4 ml), Speichel-Sammelzeit "I" notieren
2. zuckerfreien Kaugummi auf den Amalgamfüllungen intensiv kauen,
dabei den Speichel in Röhrchen "II" sammeln (mindestens 4 ml),
Speichel-Sammelzeit "II" notieren
3. Speichel "I" und "II" auf Quecksilber untersuchen lassen
Quergestreifte Muskulatur-Antikörper
siehe:
Skelettmuskel-Antikörper
Quick-Test
koagulometrisch
(Thromboplastinzeit, Prothrombinzeit)
Material:
Citratplasma, 1 ml
Ref.-Bereich:
70 - 120 %
Ther.-Bereich:
20 - 40 %
siehe auch unter INR (International Normalized Ratio)
Bemerkungen:
bei Raumtemperatur ca. 8h stabil, bei längerer Lagerungsoder Transportdauer ggf. gefroren versenden.
Wir geben auf unseren Befunden immer auch zusätzlich den INR-Wert mit
an, der aus dem Quick-Wert berechnet wird und -anders als der QuickWert- zwischen verschiedenen Labors vergleichbar ist. Die Umrechnungsformel ist abhängig vom Reagenz und der jeweiligen Charge (d.h. sie ändert
sich laufend!), so daß die Herausgabe einer festen Umrechnungstabelle
nicht möglich bzw. sinnvoll ist!
Radio-Allergo-Sorbent-Test
siehe:
RAST
Raji-Zell-Test
siehe:
Zirkulierende Immunkomplexe
RAST
(Radio-Allergo-Sorbent-Test, allergenspezifisches IgE)
Material:
Serum, ca. 0.1 ml je Allergen
Ref.-Bereich:
Angabe in kU/l und RAST-Klassen:
< 0.35 kU/l = RAST-Klasse 0 (kein spezifisches IgE
nachweisbar)
286
www.labor-blessing.de
0.35- 0.70 kU/l = RAST-Klasse 1
0.70- 3.50 kU/l = RAST-Klasse 2
3.50-17.50 kU/l = RAST-Klasse 3
17.5- 50 kU/l = RAST-Klasse 4
50.0- 100 kU/l = RAST-Klasse 5
> 100 kU/l = RAST-Klasse 6
Bei Multischeiben (Allergenmischungen) wird das Ergebnis nur qualitativ
angegeben (negativ/positiv). Bei positiven Multischeiben sollten die jeweils
enthaltenen Allergene dann einzeln ausgetestet werden.
Indikation:
V.a. Typ I Allergie (Allergie vom Soforttyp)
Bemerkungen:
wir bieten die im folgenden aufgeführten Einzelallergene
bzw. Multiallergene (Mischungen) an, weitere Untersuchungen sind nach
Rücksprache möglich.
Für die Eingangsdiagnostik, insbesondere bei unklaren anamnestischen
Angaben empfehlen wir die Mischungen SX1 (Inhalationsscreen) bzw. fx5
(Nahrungsmittelscreen), die zusammen über 90% der hierzulande relevanten Allergene abdecken.
Ansonsten empfiehlt sich zunächst die Untersuchung der klinisch bzw.
anamnestisch relevanten Mischungen, die im positiven Fall dann von einer
Testung der jeweils enthaltenen Einzelallergene gefolgt wird. Bei Kassenpatienten gilt ein Höchstwert je Quartal (z.Zt. maximal 8 Mischungen oder
Einzelallergene). Bei Kindern bis zum vollendeten 6. Lebensjahr gilt -in
begründeten Einzelfällen- ein Höchstwert von 15 Mischungen oder
Einzelallergenen.
Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne unseren RAST-Anforderungsbogen zu,
auf dem Sie die gewünschten Allergene bequem durch Ankreuzen auswählen können.
Für spezielle hier nicht aufgeführte Allergene siehe auch Basophilen-Degranulationstest (HBDT).
Multiallergene
(Mischungen)
FX10
Nahrungsmittel
FX5
FX7
FX8
FX9
Nahrungsmittel-Screen
Eiklar f1, Milcheiweiß
Kabeljau
(Dorsch)
Weizenmehl f4, Erdnuß f13
Sojabohne f14.
Nahrungsmittelmischung 1
Tomate f25, Bäckerhefe
Knoblauch f47, Zwiebel f48
Sellerie f85.
Nahrungsmittelmischung 2
Haselnuß f17, Paranuß
Orange f33, Grüner Apfel
und Kakao f93.
Nahrungsmittelmischung 3
f2,
f3,
und
FX11
f45,
und
FX12
f18,
f49
FX18
FX19
Mandel f20, Kiwi f84, Melone
f87, Banane f92 und Weintraube
f259.
Nahrungsmittelmischung 4
Schweinefleisch f26, Rindfleisch
f27, Eigelb f75, Hühnerfleisch
f83 und Truthahnfleisch f284.
Nahrungsmittelmischung 5
Maismehl f8, Erbse f12, Weiße
Bohne f15, Karotte f31 und
Broccoli f260.
Nahrungsmittelmischung 6
Roggenmehl f5, Reis f9, Kartoffel
f35, Champignon f212 und
Kürbis f225.
Nahrungsmittelmischung 7
Erbse f12, Erdnuß f13 und
Sojabohne f14.
Nahrungsmittelmischung 8
www.labor-blessing.de
287
FX20
FX24
FX25
FX26
FX27
FX28
Karotte f31, Kartoffel f35, Spinat
f214 und Gurke f244.
Nahrungsmittelmischung 9
Weizenmehl f4, Roggenmehl f5,
Gerstenmehl f6 und Reis f9.
Nahrungsmittelmischung 10
Haselnuß f17, Garnele f24, Kiwi
f84 und Banane f92.
Nahrungsmittelmischung 11
Sesamschrot f10, Bäckerhefe
f45, Knoblauch f47 und Sellerie
f85.
Nahrungsmittelmischung 26
Eiklar f1, Milcheiweiß f2, Erdnuß
f13 und Senf f89.
Nahrungsmittelmischung 27
Kabeljau
(Dorsch)
f3,
Weizenmehl f4, Sojabohne f14
und Haselnuß f17.
Nahrungsmittelmischung 28
Sesamschrot f10, Garnele f24,
Rindfleisch f27 und Kiwi f84.
FX21
FX30
FX31
FX29
Gewürze
FX70
Cerealien
FX3
Getreidemischung
Weizenmehl f4, Hafermehl f7,
Maismehl f8, Sesamschrot f10
und Buchweizenmehl f11.
FX1
FX22
Nussmischung 1
Erdnuß f13, Haselnuß f17,
Paranuß f18, Mandel f20 und
Kokosnuß f36.
Nussmischung 2
Pekanuß f201, Cashewnuß f202,
Pistazie f203 und Walnuß f256.
Gemüse,
Obst
FX13
FX14
FX32
FX15
FX16
FX17
288
FX71
FX72
Nüsse
Hülsenfrüchte,
Gemüsemischung 1
Erbse f12, Weiße Bohne f15,
Karotte f31 und Kartoffel f35.
Gemüsemischung 2
Tomate f25, Spinat f214, Kohl
f216 und Paprika f218.
Leguminosenmischung
Erbse f12, Weiße Bohne f15,
Linsen f235 und Johannisbrot
f296.
Obstmischung 1
Orange f33, Grüner Apfel f49,
Banane f92 und Pfirsich f95.
Obstmischung 2
Erdbeere f44, Birne f94, Zitrone
f208 und Ananas f210.
Obstmischung 3
Grüner Apfel f49, Banane f92,
Birne f94 und Pfirsich f95.
Obstmischung 4
Kiwi f84, Melone f87, Banane
f92, Pfirsich f95 und Ananas
f210.
Obstmischung 5
Kiwi f84, Mango f91, Banane
f92, Avocado f96 und Papaya
f293.
Obstmischung 6
Grüner Apfel f49, Birne f94,
Pfirsich f95, Kirsche f242 und
Pflaume f255.
Zitrusmischung
Orange f33, Zitrone f208,
Grapefruit
f209
und
Mandarine/Clementine f302.
Gewürzmischung 1
Estragon f272, Thymian f273,
Majoran f274 und Liebstöckel
f275.
Gewürzmischung 2
Kümmel f265, Muskatblüte f266,
Kardamom
f267
und
Gewürznelke f268.
Gewürzmischung 3
Fenchelsamen f219, Basilikum
f269, Ingwer f270 und Anis
f271.
Fleischsorten
FX23
FX73
Fleischmischung 1
Schweinefleisch f26, Rindfleisch
f27, Hühnerfleisch f83 und
Truthahnfleisch f284.
Fleischmischung 2
Schweinefleisch f26, Rindfleisch
f27 und Hühnerfleisch f83.
Fische,
Schalentiere
FX74
FX2
Muscheln,
Fischmischung
Kabeljau (Dorsch) f3, Hering
f205, Makrele f206 und Scholle
f254.
Meeresfrüchtemischung
Kabeljau (Dorsch) f3, Garnele
f24, Miesmuschel f37, Thunfisch
f40 und Lachs f41.
Inhalationsscreen
SX1
www.labor-blessing.de
Inhalationsscreen
Dermatophagoides
pteronyssinus
d1,
Katzenschuppen
e1,
Hundeschuppen e5, Lieschgras
g6, Roggen g12, Cladosporium
herbarum m2, Birke t3 und
Beifuß w6.
Echte Ambrosie (Ragweed) w1,
Ausdauernde Ambrosie w2 und
Dreilappige Ambrosie w3.
Gräser und Getreidepollen
GX1
GX4
GX2
GX3
GX6
Gräser/Frühblüher
Knäuelgras g3, Wiesenschwingel
g4, Lolch g5, Lieschgras g6 und
Wiesenrispengras g8.
Gräser/Spätblüher
Ruchgras g1, Lolch g5, Schilf g7,
Roggen g12 und Wolliges
Honiggras g13.
Gräsermischung 1
Hundszahngras g2, Lolch g5,
Lieschgras g6, Wiesenrispengras
g8, Mohrenhirse (Sorgho) g10
und Bahiagras g17.
Gräsermischung 2
Ruchgras
g1,
Lolch
g5,
Lieschgras g6, Roggen g12 und
Wolliges Honiggras g13.
Gräsermischung 3
Hundszahngras g2, Lolch g5,
Mohrenhirse
(Sorgho)
g10,
Trespe g11, Wolliges Honiggras
g13 und Bahiagras g17.
Baumpollen
TX1
TX2
TX3
TX4
TX5
TX6
TX7
Kräuterpollen
WX1
Kräutermischung 1
Echte Ambrosie (Ragweed) w1,
Beifuß w6, Spitzwegerich w9,
Weißer Gänsefuß w10 und
Salzkraut w11.
WX2
Kräutermischung 2
Ausdauernde Ambrosie w2,
Beifuß w6, Spitzwegerich w9,
Weißer Gänsefuß w10 und
Melde w15.
WX3
Kräutermischung 3
Beifuß w6, Spitzwegerich w9,
Weißer Gänsefuß w10, Goldrute
w12 und Brennessel w20.
WX5
Kräutermischung 5
Echte Ambrosie (Ragweed) w1,
Beifuß w6, Margerite w7,
Löwenzahn w8 und Goldrute
w12.
WX6
Kräutermischung 6
Spitzwegerich
w9,
Weißer
Gänsefuß w10, Salzkraut w11
und Sauerampfer w18.
WX7
Kräutermischung 7
Margerite w7, Löwenzahn w8,
Spitzwegerich
w9,
Weißer
Gänsefuß w10 und Goldrute
w12.
WX209 Kräutermischung Ambrosien
TX8
TX9
TX10
Bäumemischung 1
Ahorn t1, Birke t3, Eiche t7,
Ulme t8 und Walnuß t10.
Bäumemischung 2
Ahorn t1, Eiche t7, Ulme t8,
Pappel t14 und Hickory-Baum
t22.
Bäumemischung 3
Wacholder (Sadebaum) t6, Eiche
t7, Ulme t8, Pappel t14 und
Mesquite t20.
Bäumemischung 4
Eiche t7, Ulme t8, Platane t11,
Salweide t12 und Pappel t14.
Bäumemischung 5
Erle t2, Hasel t4, Ulme t8,
Salweide t12 und Pappel t14.
Bäumemischung 6
Ahorn t1, Birke t3, Buche t5,
Eiche t7 und Walnuß t10.
Bäumemischung 7
Olive t9, Salweide t12, Kiefer
t16, Eukalyptus t18, Akazie t19
und Melaleuca-Baum t21.
Bäumemischung 8
Ahorn t1, Birke t3, Hasel t4,
Eiche t7 und Platane t11.
Bäumemischung 9
Erle t2, Birke t3, Hasel t4, Eiche
t7 und Salweide t12.
Bäumemischung 10
Erle t2, Birke t3, Hasel t4 und
Esche t15.
Pollen
RX1
RX3
RX4
Saisonal Screen
Lieschgras g6, Birke t3, Beifuß
w6, Spitzwegerich w9 und
Glaskraut w21.
Sondermischung Pollen 1
Hundszahngras g2, Lolch g5,
Bahiagras g17, Echte Ambrosie
(Ragweed) w1, Spitzwegerich
w9 und Weißer Gänsefuß w10.
Sondermischung Pollen 2
Hundszahngras g2, Lolch g5,
Trespe g11, Echte Ambrosie
(Ragweed) w1, Beifuß w6 und
Spitzwegerich w9.
Tierallergene
EX1
www.labor-blessing.de
Epithelienmischung 1
289
EX2
EX70
EX72
EX71
EX73
PAX2
Katzenschuppen
e1,
Pferdeschuppen
e3,
Rinderschuppen
e4
und
Hundeschuppen e5.
Epithelienmischung 2
Katzenschuppen
e1,
Hundeschuppen
e5,
Meerschweinchenepithelien e6,
Rattenepithelien, Serum- und
Urinproteine
e87
und
Mäuseepithelien, Serum- und
Urinproteine e88.
Nagermischung
Meerschweinchenepithelien e6,
Kaninchenepithelien
e82,
Goldhamsterepithelien
e84,
Rattenepithelien,
SerumUrinproteine
e87
und
Mäuseepithelien,
SerumUrinprotein e88.
Käfigvögelmischung
Wellensittichfedern
e78,
Kanarienvogelfedern
e201,
Papageienfedern
e213,
Finkenfedern e214 und Halsbandsittich.
Federnmischung 1
Gänsefedern e70, Hühnerfedern
e85, Entenfedern e86 und
Truthahnfedern e89.
Federnmischung 2
Gänsefedern e70, Hühnerfedern
e85, Entenfedern e86 und
Papageienfedern e213.
Milben/Insekten
Acarus siro d70, Lepidoglyphus
destructor d71, Pferdebremse
i201 und Rüsselkäfer i202.
Innenraumallergene
HX2
RX2
RX5
MX2
MX4
290
Schimmelpilzmischung 1
Penicillium
notatum
m1,
Cladosporium herbarum m2,
Aspergillus fumigatus m3 und
Alternaria alternata m6.
Schimmelpilzmischung 2
Penicillium
notatum
m1,
Cladosporium herbarum m2,
Aspergillus
fumigatus
m3,
Candida albicans m5, Alternaria
alternata
m6
und
Helminthosporium halodes m8.
Aspergillusmischung
Aspergillus
fumigatus
m3,
Aspergillus
terreus
m36,
Aspergillus niger m207 und
Aspergillus flavus m228.
d1,
d2,
und
d2,
e1,
e3,
und
d1,
e1,
und
Berufsallergene
PAX1
PAX3
PAX4
PAX5
PAX6
Mikroorganismen
MX1
Hausstaubmischung
Dermatophagoides
pteronyssinus
Dermatophagoides farinae
Hollister-Stier Labs h2
Küchenschabe i6.
Perennial Screen
Dermatophagoides farinae
Katzenschuppen
Pferdeepithelien
Hundeschuppen
e5
Alternaria alternata m6.
Indoormischung
Dermatophagoides
pteronyssinus
Katzenschuppen
Küchenschabe
i6
Aspergillus fumigatus m3.
Tierschuppen/Federn
Pferdeepithelien
e3,
Rinderepithelien
e4,
Gänsefedern
e70
und
Hühnerfedern e85.
Pollen/Schimmelpilze
Roggen g12, Weizen g15,
Aspergillus fumigatus m3 und
Alternaria alternata m6.
Nahrungsmittelherstellung
Weizenmehl f4, Sojabohne f14,
Rüsselkäfer i202 und AlphaAmylase k87.
Chemikalien
Isocyanat TDI k75, Isocyanat
MDI k76, Isocyanat HDI k77
und Phthalsäure-Anhydrid k79.
Desinfektionsmittel
Äthylenoxid k78, PhthalsäureAnhydrid
k79,
Formaldehyd/Formalin k80 und
Chloramin T k85.
M
Mikroorganismen
m6
m228
m3
m207
m36
m12
m7
m5
m202
m208
Alternaria alternata
Aspergillus flavus
Aspergillus fumigatus
Aspergillus niger
Aspergillus terreus
Aureobasidium pollulans
Botrytis cinerea
Candida albicans
Cephalosp. acremonium
Chaetomium globosum
www.labor-blessing.de
m2
m16
m14
m9
m8
m227
m4
m209
m1
m13
m70
m11
m80
m81
m223
m224
m10
m226
m15
m210
m211
m203
m205
m204
m201
Cladosporium herbarum
Curvularia lunata
Epicoccum purpurascens
Fusarium moniliforme
Helmintosporium halodes
Malassezia spp.
Mucor racemosus
Penicillium frequetans
Penicillium notatum
Phoma betae
Phytosporum orbiculare
Rhizopus nigricans
Staph. aureus Enterotoxin A
Staph. aureus Enterotoxin B
Staph. aureus Enterotoxin C
Staph. aureus Enterotoxin D
Stemphylium botryosum)
Toxic Shock Sydrom Toxin
(TSST)
Trichoderma viride
Trichoph. ment. var.goetzi
Trichoph. ment. var. interdigitale
Trichosporon pollulans
Trichophyton rubrum
Ulocladium chartarum
Ustilago nuda, tritice
Rekombinante
komponenten
Allergen-
m218
m219
m220
m221
m222
m229
rASP f1 aus Asp. fumigatus
rASP f2 aus Asp. fumigatus
rASP f3 aus Asp. fumigatus
rASP f4 aus Asp. fumigatus
rASP f6 aus Asp. fumigatus
rAlt a1 aus Alt. alternata
F
Nahrungsmittel
Cerealien/Mehle
f45
f11
f124
f6
f79
f7
f57
f56
f333
f8
f347
f9
f55
f5
f10
f4
Bäckerhefe
Buchweizenmehl
Dinkel
Gerstenmehl
Gluten/Gliadin
Hafermehl
Hirse, japanisch
Kolbenhirse
Leinsamen
Maismehl
Quinoa
Reis
Rispenhirse
Roggenmehl
Sesamschrot
Weizenmehl
Nüsse
f202
f13
f17
f36
f345
f20
f18
f201
f253
f203
f256
Cashewnuss
Erdnuss
Haselnuss
Kokosnuss
Macadamia Nuss
Mandel
Paranuss
Pekannuss
Pinienkerne
Pistazie
Walnuss
Obst und Gemüse
f210
f49
f237
f262
f96
f51
f92
f94
f288
f291
f260
f211
f212
f289
f44
f299
f328
f276
f305
f209
f292
f244
f330
f343
f318
f322
f336
f301
f31
f35
f242
f84
f47
f216
f225
f306
f348
f302
f91
f87
f33
f342
f293
f294
www.labor-blessing.de
Ananas
Apfel, grün
Aprikose
Aubergine
Avocado
Bambussprossen
Banane
Birne
Blaubeere
Blumenkohl
Broccoli
Brombeere
Champignon
Dattel
Erdbeere
Esskastanie
Feige (frische Frucht)
Fenchel, frisch
Fenchel, griechisch
Grapefruit
Guave
Gurke
Hagebutte
Himbeere
Jackfruit
Johannisbeere, rot
Jujube
Kakifrucht
Karotte
Kartoffel
Kirsche
Kiwi
Knoblauch
Kohl
Kürbis
Limone
Litschi
Mandarine/Clementine
Mango
Melone
Orange
Olive, schwarz
Papaya
Passionsfrucht
291
f86
f95
f255
f341
f217
f319
f215
f85
f261
f214
f295
f54
f25
f329
f259
f208
f48
Milch / Milchprodukte
Petersilie
Pfirsich
Pflaume
Preiselbeere
Rosenkohl
Rote Beete
Salat
Sellerie
Spargel
Spinat
Sternfrucht
Süßkartoffel
Tomate
Wassermelone
Weintraube
Zitrone
Zwiebel
f76
f77
f81
f78
f334
f231
f2
f236
f325
f326
f82
f286
f300
Hühnerei
Hülsenfrüchte
f310
f315
f287
f15
f12
f309
f235
f14
Blatterbse (Lathyrus sativus)
Bohne, grün
Bohne, rot
Bohne, weiß
Erbse
Kichererbse
Linse
Sojabohne
Gewürze
f271
f269
f279
f281
f277
f272
f268
f270
f267
f340
f317
f265
f275
f278
f274
f332
f266
f282
f283
f218
f263
f280
f339
f331
f344
f273
f234
f220
292
Anis
Basilikum
Chillipfeffer
Curry
Dill
Estragon
Gewürznelke
Ingwer
Kardamon
Karminrot
Koriander
Kümmel
Liebstöckl
Lorbeerblatt
Majoran
Minze
Muskatblüte
Muskatnuss
Oregano
Paprika
Pfeffer, grün
Pfeffer, schwarz
Piment
Safran
Salbei
Thymian
Vanille
Zimt
alpha-Lactalbumin
beta-Lactoglobulin
Cheddarkäse
Kasein (hitzestabil)
Lactoferrin (Rind)
Milch (gekocht)
Milcheiweiss
Molke
Schafsmilch
Schafsmolke
Schimmelkäse
Stutenmilch
Ziegenmilch
F323
f245
f75
f1
f232
f233
Conalbumin
Ei (f1, f75)
Eigelb
Hühnereiweiss
Ovalbumin
Ovomucoid
Fleischsorten
f285
f88
f83
f213
f321
f27
f26
f284
Elchfleisch
Hammelfleisch
Hühnerfleisch
Kaninchenfleisch
Pferdefleisch
Rindfleisch
Schweinefleisch
Truthahnfleisch
Fische/Muscheln
Schalentiere
f264
f346
f290
f320
f204
f3
f24
f303
f205
f60
f80
f338
f23
f41
f304
f206
f50
f37
f59
f311
f313
f308
www.labor-blessing.de
Aal
Abalone
Auster
Flusskrebs
Forelle
Kabeljau (Dorsch)
Garnele
Heilbutt
Hering
Holzmakrele
(Bastardmakrele)
Hummer
Jakobsmuschel
Krabbe
Lachs
Languste
Makrele
Makrele, spanisch
Miesmuschel
Octopus
Plattfisch
Sardelle
Sardine (Mittelmeer)
f61
f314
f254
f312
f307
f337
f40
f258
f58
f207
Sardine (Pazifik)
Schnecke (Helix aspersa)
Scholle
Schwertfisch
Seehecht
Seezunge
Thunfisch
Tintenfisch (Atlantik)
Tintenfisch (Pazifik)
Venusmuschel
sonstige Nahrungsmittel
f219
f246
f297
f247
f324
f296
f221
f93
f226
f335
f90
f224
f316
f89
f222
f298
f227
Fenchelsamen
Guarkern
Gummi arabicum
Honig
Hopfen
Johannisbrot
Kaffee
Kakao
Kürbissamen
Lupinensamen
Malz
Mohnsamen
Rapssamen
Senf
Tee
Tragant (Astragalus spp.)
Zuckerrübensamen
Rekombinante
komponenten
f351
Allergen-
f428
rPen a1, Tropomyosin aus
Shrimps
rAra h8 aus Erdnuss
rGly m4 aus Soja
rBer e1 aus Paranuss
rCyp c1 aus Karpfen
rTri a19, Omega 5 Gliadin,
Weizen
rApi g1.01 aus Sellerie
rPru p1 aus Pfirsich
rPru p3 aus Pfirsich
rPru p4 aus Pfirsich
rAra h1 aus Erdnuss
rAra h2 aus Erdnuss
rAra h3 aus Erdnuss
rCor a8 aus Haselnuss
rGad
c1
aus
Kabeljau
(Dorsch)
rCor a1 aus Haselnuss
G
Gräser/Getreidepollen
g17
g71
Bahiagras
Canary-Gras
f352
f353
f354
f355
f416
f417
f419
f420
f421
f422
f423
f424
f425
f426
g201
g204
g70
g14
g13
g2
g3
g6
g5
g202
g10
g12
g1
g203
g7
g9
g11
g15
g16
g8
g4
Gerste
Glatthafer
Haargerste
Hafer
Honiggras, wollig
Hundszahngras
Knäuelgras
Lieschgras
Lolch-Weidelgras
Mais
Mohrenhirse (Sorgho)
Roggen
Ruchgras
Salzgras
Schilf (Reet)
Straussgras, weiß
Trespe
Weizen
Wiesenfuchsschwanz
Wiesenrispengras
Wiesenschwingel
Rekombinante
komponenten
g205
g206
g208
g209
g210
Allergen-
Hauptallergen
aus
Lieschgraspollen rPhl p1
Lieschgraspollen rPhl p2
Lieschgraspollen
nPhl
p4
(nativ)
Lieschgraspollen rPhl p6
Ca-bindendes
Allergen
aus
Lieschgraspollen rPhl p7
Lieschgraspollen rPhl p11
Profilin aus Lieschgras- pollen
g211
g212
rPhl p12
g213
Hauptallergene
aus
Lieschgraspollen rPhl p1, rPhl p5
g214
Nebenallergene aus Lieschgraspollen rPhl p7, rPhl p12
g215
Hauptallergen
aus
Lieschgraspollen rPhl p5b
g216
nCyn d1 aus Hundszahngras
W
Kräuterpollen
w2
w3
w1
w4
w6
w20
w17
w14
w10
w21
Ambrosie, ausdauernd
Ambrosie, dreilappig
Ambrosie, echt
Ambrosie, falsch
Beifuss
Brennessel
Feuerbusch
Fuchsschwanz
Gänsefuss, weiß
Glaskraut (Parietaria judaica)
www.labor-blessing.de
293
w19
Glaskraut
(Parietaria officinalis)
Goldrute, echt
Hopfen, japanisch
Kamille
Löwenzahn
Lupine
Margerite
Melde
Raps
Rispenkraut (Iva ciliata)
Salzkraut
Sauerampfer
Sonnenblume
Spitzklette, gewöhnlich
Spitzwegerich
Wermut
Zuckerrübe
t219
t14
t217
t73
t11
t203
t6
t12
t8
t218
t10
t209
t212
t17
t23
t222
Rekombinante
komponenten
Allergen-
t215
t216
w231
Hauptallergen aus Parietariapollen rPar j2
nAmb a1 aus Beifußblättriger
Ambrosie
nArt v1 aus Beifuß
T
Baumpollen
t1
t19
t3
t5
t214
t207
t7
t2
t15
t25
t206
t18
t201
t4
t22
t205
t213
t16
t210
t208
t211
t70
t21
t20
t223
t9
t72
Ahorn
Akazie
Birke
Buche
Dattelpalme
Douglasie
Eiche
Erle
Esche
Esche (Europa)
Esskastanie
Eukalyptus
Fichte
Hasel
Hickory-Baum
Holunder
Kiefer (Pinus radiata)
Kiefer (Pinus strobus)
Liguster
Linde
Liquidambar styraciflua
Maulbeerbaum
Melaleuca-Baum
Mesquite
Ölpalme
Olive
Palme
w12
w22
w206
w8
w207
w7
w15
w203
w16
w11
w18
w204
w13
w9
w5
w210
w211
w230
Rekombinante
komponenten
Allergen-
t225
Hauptallergen
aus
Birkenpollen rBet v1
Profilin
aus
Birkenpollen
rBet v2
Ca-bindendes
Allergen
aus
Birkenpollen rBet v4
Nebenallergene aus Birkenpollen rBet v2, rBet v4
nOle e1 aus Olivenbaumpollen (nativ)
rBet v6 aus Birkenpollen
E
Tierallergene
t220
t221
t224
294
Paloverde
Pappel
Pfefferbaum
Pinie, australisch
Platane
Rosskastanie
Wacholder (Sadebaum)
Salweide
Ulme
Virginiaeiche
Walnuss
Weißbuche
Zeder
Zeder, japanisch
Zypresse
Zypresse, Arizona
Epithelien und Federn
e208
e86
e214
e217
e210
e70
e84
e216
e85
e2
e5
e306
e201
e82
e1
e71
e88
e6
203
e196
e213
www.labor-blessing.de
Chinchillaepithelien
Entenfedern
Finkenfedern
Frettchenepithelien
Fuchsepithelien
Gänsefedern
Hamsterepithelien
Hirschepithelien
Hühnerfedern
Hundeepithelien
Hundeschuppen
Kamelschuppen
Kanarienvogelfedern
Kaninchenepithelien
Katzenschuppen/ -epithelien
Mäuseepithelien
Mäuseepithelien,
Serum-/
Urinproteine
Meerschweinchenepithelien
Nerzepithelien
Nymphensittichfedern
Papageienfedern
e3
e73
e87
e202
e4
e81
e83
e218
e89
e78
e209
e80
e218
e219
e221
e200
e199
e206
e211
e220
e76
e72
e197
e198
e205
e75
e74
e204
e222
e212
e7
e77
e79
Pferdeschuppen
Rattenepithelien
Rattenepithelien,
Serum-/
Urinproteine
Rentierepithelien
Rinderschuppen
Schafepithelien
Schweineepithelien
Taubenfedern
Truthahnfedern
Wellensittichfedern
Wüstenrennmausepithelien
Ziegenepithelien
i203
i8
i73
i4
i301
i204
i202
i71
i72
i76
i3
SerumKotproteine
i208
i209
Bienengift (rApi m1)
Wespengift (rVes v5)
D
Milben
d70
d201
d2
d1
d72
Acarus siro
Blomia tropicalis
Dermatophagoides
farinae
Dermatophagoides
pteronyssinus
Dermatophagoides
microceras
Euroglyphus maynei
Glycophagus domesticus
Lepidoglyphus
destructor
Tyrophagus putrescentiae
H
Hausstaub
h1
h2
Hausstaub/Greer labs Inc.
Hausstaub/Hollister-Stier labs
P
Parasiten
P4
p1
p2
Anisakis (Fischparasit)
Ascaris
Echinococcus
C
Arzneimittel
c206
c6
c5
c313
c7
c209
c74
ACTH
Amoxicilloyl
Ampicilloyl
Aprotinin
Cefaclor
Chymopapain
Gelatine
Hühnerkot
Hühnerserumproteine
Hundeserumalbumin
Kanarienvogelkot
Kanarienvogelserumproteine
Kaninchenserumproteine
Kaninchenurinproteine
Katzenserumalbumin
Mäuseserumproteine
Mäuseurinproteine
Nymphensittichkot
Nymphensittichserumprotein
Pferdeserumproteine
Rattenserumproteine
Rattenurinproteine
Rinderserumalbumin
Schweineserumalbumin
Schweineserumproteine
Taubenkot
Wellensittichkot
Wellensittichserumproteine
Rekombinante
komponenten
e94
e101
e102
und
Allergen-
Fel d1 von Katze
rCan f1 von Hund
rCan f2 von Hund
I
Insekten/Insektengifte
i1
i77
Bienengift
Feldwespengift
(Polistes
dominulus)
Feuerameise
Gelbwespe
Hornissengift, amerikanisch
Hornissengift (Vespa crabro)
Hummelgift
Küchenschabe
Küchenschabe, amerikanisch
Küchenschabe, orientalisch
i70
i5
i2
i75
i205
i6
i206
i207
Mehlmotte (Mittelmeerraum)
Motte
Mückenlarve, rot
Papierwespe
Reismehlkäfer
Rinderbremse
Rüsselkäfer
Stechmücke
Sudanfliege
Trogoderma angustum
Wespengift
Rekombinante
komponenten
d3
d4
d73
d71
www.labor-blessing.de
Allergen-
295
c73
c71
c70
c1
c2
c207
c202
c208
Insulin (human)
Insulin (Rind)
Insulin (Schwein)
Penicilloyl G
Penicilloyl V
Protamin
Suxamethonium
Tetanus-Toxoid
k79
k71
k206
k73
k84
k86
Rekombinante
komponenten
k215
K
Berufsallergene
k217
k212
k205
k87
k83
k214
k202
k85
k78
k81
k80
k302
k209
Abachi Holzstaub
Alkalase
α-Amylase
Baumwollsamen
Bougainvillea
Bromelin
Chloramin T
Ethylenoxid
Ficus spp.
Formaldehyd/Formalin
Glucoamylase
HexahydrophthalsäureAnhydrid
Isocyanat HDI
Isocyanat MDI
Isocyanat TDI
Isphagula
Kaffeebohne, grün
Latex (Hevea Brasiliensis)
Lysozym
Maleinsäureanhydrid
Maxatase
Methyltetrahydrophthalsäureanhydrid
Naturseide
Pankreatin
Papain
Pentosanase
Pepsin
Phospholipase
k218
k219
k77
k76
k75
k72
k70
k82
k208
k210
k204
k211
k74
k300
k201
k301
k213
k203
Phthalsäureanhydrid
Rhizinusbohne
Savinase
Seidenreste
Sonnenblumensamen
TMA (Trimellitsäureanhydrid)
k220
k221
k222
k224
rHev b1 aus
Fusionsprotein
rHev b3 aus
Fusionsprotein
rHev b5 aus Latex
rHev b6.01 aus
Fusionsprotein
rHev b6.02 aus
Fusionsprotein
rHev b8 aus
Fusionsprotein
rHev b9 aus
Fusionsprotein
rHev b11 aus
Fusionsprotein
AllergenLatex,
MBP-
Latex,
MBP-
Latex, MBPLatex, MBPLatex,
MBP-
Latex,
MBP-
Latex, MBP-
O
Sonstige Allergene
o300
o1
o301
o202
o207
o203
o214
Amylase Inhibitor Protein
Baumwolle
Condurangorinde
Fischfutter, Artemia salina
Fischfutter, Daphnia
Fischfutter, Tetramin
Kohlenhydrat-Determinante
CCD
Maltose-bindendes Protein
Meerretichperoxidase
Mehlwurm
Ejakulat (Sperma)
Tabakblätter
o213
o400
o211
o70
o201
RAST-IgG
(Allergenspezifisches IgG) ˚
Material:
Serum, 0.5 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Zusammen mit Anamnese, Provokationstest und IgE-RAST als
Entscheidungshilfe zur Erfolgskontrolle bei Hyposensibilisierung.
Bewertung: Ein Anstieg des Antikörpertiters während einer Hyposensibilisierung deutet auf eine erfolgreiche Therapie hin (beweisend ist
jedoch nur der Provokationstest).
296
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Reiber-Schema
siehe:
Liquorproteindiagnostik
Renin direkt W
(aktives Renin)
Material:
Ref.-Bereich:
IRMA
EDTA-Plasma gefroren, 2 ml
in Ruhe:
1.7 — 23.9 ng/l
nach Belastung: 2.6 — 27.7 ng/l
Indikation:
DD primärer vs sekundärer Hyperaldosteronismus, V.a. renovaskuläre Hypertonie, DD Hypokaliämie
Bemerkungen:
Medikamente, die mindestens 8-14 Tage vor der Bestimmung abgesetzt werden sollten: Diuretika (bei Spironolacton 4-6 Wochen),
Antihypertensiva, Laxantien, Kortikoide, Kaliumpräparate, Lakritze.
Renin/Aldosteron-Quotient
siehe:
Aldosteron
Respiratory Syncytial-Virus
(RS-Virus, RSV)
Material:
Ref.-Bereich:
KBR ˚/PCR
Serum, 1 ml (Serologie)
Nasen-, Rachenabstrich, BAL: gekühlt! (Nachweis viraler
Nukleinsäure, PCR)
< 1:5 Titer (Serologie)
negativ (PCR)
Indikation:
Säuglinge, Kleinkinder (bis 2,5 Jahre): Rhinitis mit hohem
Fieber, Pharyngitis, (Tracheo-)Bronchiolitis, Krupp-Syndrom, Pneumonie
(v.a. bei chronischen Atemwegserkrankungen), Otitis media, evtl. Sudden
infant death (SID). Ältere Kinder, Erwachsene: „banale“ Erkältung, selten
Pneumonie (v.a. bei Immunsupprimierten, chronischen Atemwegserkrankungen und Altenheimbewohnern).
Bewertung: ein mind. 4facher Titeranstieg im Abstand von 10-14 Tagen
ist als Hinweis auf eine akute Infektion zu werten, ein V.a. eine kürzliche
Infektion ist ab einem Titer von 1:80 gegeben. Antikörper sind etwa 8 Tage
nach Krankheitsbeginn nachweisbar, bei kleinen Kindern treten KBR-Antikörper nur in geringer Konzentration auf.
Bemerkungen:
wichtigste Ursache für Pneumonie und Bronchiolitis bei
Säuglingen und Kleinkindern. Lokale Virusvermehrung im Nasopharynx mit
Ausbreitung in die tiefen Atemwege. Eine Persistenz des Virus ist nicht bekannt, wiederholte Reinfektionen sind häufig. DD: Metapneumovirusinfektion.
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297
Retikulin-Antikörper W
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Zöliakie (GSE = Glutensensitive Enteropathie), Dermatitis
herpetiformis Duhring, Morbus Crohn
Bewertung: Von diagnostischer Bedeutung sind IgA-Antikörper gegen
Retikulin, häufig treten auch IgG-Antikörper auf. Diagnostische Sensitivität
bei Zöliakie 35-100%, bei Dermatitis herpetiformis 20-30%, bei M.Crohn
15-25%. Antikörpertiter soll mit Krankheitsaktivität korrelieren (Überwachung glutenfreier Diät).
Bemerkungen:
Biochemie und Struktur von Retikulin sind noch nicht
exakt bekannt, Ähnlichkeiten mit Typ III-Kollagen bestehen. Antigen nur
morphologisch charakterisiert (argyrophile Fasern).
Retikulozyten
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Blut, 1 ml
5 - 20 Promille
Indikation:
Beurteilung der Erythropoese, Therapiekontrolle bei Eisensubstitution, DD der Anämien
Retikulozyten-Hb
(Retikulozyten-Hämoglobin, HbR)
Material:
EDTA-Blut, 1 ml
Ref.-Bereich:
28 - 35 pg
Indikation:
Beurteilung der akuten Eisenverfügbarkeit, Frühdiagnostik des
Funktionseisenmangels (Abfall bereits nach 48-72h)
Retina-Antikörper W
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Tumorassoziierte Retinopathie, Retinitis pigmentosa, MaculaDegeneration
Bemerkungen:
Genaue Informationen über antigene Epitope liegen nicht
vor. Vermutet werden Calcium-bindende Proteine im Zytoplasma der Stäbchen- und Zapfen-Zellen.
Retinol-bindendes Protein W
(RBP)
Material:
Ref.-Bereich:
RID
Serum, 1 ml
30 - 60 mg/l
Indikation:
Parameter des Proteinernährungszustandes z.B. bei parenteraler Aminosäuren-Infusionstherapie
298
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Bemerkungen:
klinische Bedeutung ähnlich der des Präalbumins
Rhagozyten
siehe:
Gelenkpunktat-Analyse
Rh-Merkmale (Rhesus-Merkmale)
siehe:
Blutgruppe
Rheumafaktor
(RF)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Material:
Ref.-Bereich:
Turbidimetrie
Serum, 1 ml
< 14 U/ml
Va. Rheumatoide Arthritis, Arthralgien
Gelenkpunktat, 1 ml
< 14 U/ml
Indikation:
Bei Seronegativität kann gegebenenfalls eine Analyse des
Gelenkpunktats differentialdiagnostische Hinweise geben (RF im Punktat als
frühzeitiger Hinweis auf die Anwesenheit von Rheumafaktoren). Eine gegenüber dem Rheumafaktor deutlich überlegene Spezifität bei vergleichbarer
Sensitivität weisen Antikörper gegen Cyclisches Citrulliniertes Peptid (AntiCCP) auf (siehe dort).
Rheuma-Serologie
Historisch begründeter Begriff serologischer Reaktionen im Rahmen der
Diagnostik von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, insbesondere des rheumatischen Fiebers, der chronischen Polyarthritis und der Kollagenosen.
siehe: Rheumafaktor
Cyclisches Citrullinierte Peptid Antikörper
ANA, ENA
Streptokokken-Antikörper
HLA-B27
Evtl. Infektionsserologie zum Ausschluß einer reaktiven Arthritis (Yersinien,
Salmonellen, Shigellen, Campylobacter, Brucellen, Chlamydien, Borrelien,
Mykoplasmen, Röteln)
Ribavirin W
Material:
Ther.-Bereich:
LCMS
Serum gefroren, 1 ml
2.5 — 3.0 mg/l
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299
Ribosomen-Antikörper
(ribosomales P-Protein = Rib-P-Antikörper , rRNP-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Systemischer Lupus erythematodes (SLE), Mischkollagenose
(MCTD), Dermatomyositis, chronisch-aktive Hepatitis (CAH)
Bemerkungen:
Anti-Rib-P zeigt bei SLE insgesamt eine Prävalenz von 1020%, ein hoher Prozentsatz dieser Patienten weist Psychosyndrome auf.
Rickettsien W
KBR ˚/IFT
(v.a. Rickettsia prowazekii, Rickettsia typhi, Rickettsia conorii)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Allgemeininfektion (Fieber, Exanthem), Fleckfieber, Zeckenbißfieber
Bewertung: ein hoher Antikörpertiter spricht für eine kürzliche Infektion,
Serokonversion oder ein mind. 4facher Titeranstieg weist auf eine akute
Infektion hin.
Bemerkungen:
die Frühphase einer Rickettsiose wird serologisch nicht
erfasst. Bei klinischem Verdacht ist eine Verlaufskontrolle nach 2-3 Wochen
zu empfehlen.
Rickettsien-Erkrankungen des Menschen:
- „Fleckfieber-Gruppe“:
Rickettsia prowazekii (klassisches Fleckfieber, Vektor: Läuse)
Vorkommen: Afrika, Südamerika
Rickettsia typhi (Muriner Flecktyphus, Vektor: Flöhe)
Vorkommen: weltweit
- „Zeckenbissfiebergruppe“:
Rickettsia rickettsii (Rocky-Mountain-Fleckfieber)
Vorkommen: Nord-, Südamerika
Rickettsia sibirica (Nordasiatisches Fleckfieber)
Vorkommen: Mongolei, Sibirien
Rickettsia conorii (Mittelmeer-Fleckfieber)
Vorkommen: Mittelmeerländer, Afrika, Indien
Rickettsia australis (Queensland-Fleckfieber)
Vorkommen: Australien
Rickettsia slovaca (Mitteleurop. Fleckfieber)
Vorkommen: Mitteleuropa, Frankreich, Portugal
- Orientia tsutsugamushi (Tsutsugamushi-Fieber, Vektor: Milben)
Vorkommen: Südostasien, Australien, Ozeanien
- Rickettsia akari (Rickettsienpocken, Vektor: Milben)
Vorkommen: Amerika, Russland, Afrika
300
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Rifampicin W
Material:
Ther.-Bereich:
LC-MS
Serum, 1 ml
0.1 - 10 mg/l
Bemerkungen:
stark lipophiles Antibiotikum mit hepatotoxischen Nebenwirkungen und Interaktionen mit anderen hepatisch metabolisierten Arzneimitteln (Serumspiegel!). Keine Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz.
RisperidonW
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
siehe Befund
Ristocetin-Cofaktor
siehe:
Willebrand-Faktoren
RNA-Antikörper
siehe:
DNA-Antikörper
Bemerkungen:
Die Unterscheidung zwischen DNA- und RNA-Antikörpern ist labortechnisch unzureichend und dadurch diagnostisch nicht relevant. Der Bestimmung von DNA-Antikörpern wird der Vorzug gegeben!
RNA-Polymerase I-Antikörper W
(RNS-Polymerase I-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Progressive Sklerodermie, selten bei Systemischem Lupus
erythematodes (SLE), chronischer Polyarthritis, Mischkollagenose (MCTD),
Sjögren-Syndrom (SS)
Bemerkungen:
Antikörper gegen das nukleoläre Enzym RNA-Polymerase
I, das bei der Transkription der r-RNA beteiligt ist.
RNP-Antikörper
siehe:
U1-n-RNP-Antikörper
Ribosomen-Antikörper
RNS-Antikörper
siehe:
RNA-Antikörper
Ro-Antikörper
siehe:
SSA-Antikörper
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301
Rötelnvirus ˚
(Rubella-Virus)
Material:
Ref.-Bereich:
EIA/PCR ˚
Serum, 1 ml (Serologie)
Rachenabstrich, Rachenspülwasser, Urin, Fruchtwasser,
Chorionzottenbiopsie, Nabelschnurblut, Abortmaterial
(Nachweis viraler Nukleinsäure, PCR)
siehe Befund
Indikation:
Serologie: Röteln (Rubella, Rubeola), Röteln-Reinfektion,
Immunstatus, konnatale Rötelninfektion, Arthralgien, Arthritiden, Schwangeren-Screening. Erregernachweis: konnatale Rötelninfektion, Embryopathia
rubeolosa
Bewertung: Serologie: Frische Rötelninfektion: Klinik! Serokonversion
oder Vierfachtiteranstieg im HHT oder IgG, IgM positiv (bereits am 2.Tag
nach dem Exanthem). Schwangerschaft: zwei methodisch verschiedene IgMTeste positiv, Nachweis von niedrig aviden IgG-AK, keine E2-Konformationsantikörper im Western-Blot (bis 3 Monate nach Infektion). Ab der 22.
SSW IgM-AK auch im Fetalblut nachweisbar. Cave: bei V.a. frische Infektion
unbedingt Seren im Abstand von 1-2 Wochen untersuchen. Niedrige IgMTiter können u.U. monatelang persistieren (wichtig bei IgM-Nachweis in der
Schwangerschaft!). Falsch positive IgM-Befunde durch polyklonale
Stimulierung v.a. bei EBV- oder Parvovirus B19 Infektion möglich. RötelnReinfektion: meist asymptomatisch, signifikanter Titeranstieg im HHT oder
IgG, mit oder ohne IgM, Nachweis von E2-Konformationsantikörpern bzw.
Nachweis von hoch aviden IgG-AK (innerhalb von 2-4 Wochen).
Immunstatus: HHT-Titer über 1:16, IgG positiv, E2-IgG Konformationsantikörper oder hoch avide IgG-AK nachweisbar. Cave: Bestätigung niedriger HHT-Titer (1:8, 1:16) bei Frauen im gebärfähigen Alter durch
IgG-Bestimmung (ELISA, HIG) erforderlich! Nach Röteln-Aktivimpfung werden oft nur niedrige HHT-Titer gebildet, Kontrollen vor Schwangerschaft!
Erregernachweis: pränatal (Foetus): Chorionzottenbiopsie (11.-18. SSW)
sowie Fruchtwasser und Fetalblut (18.-22. SSW), konnatal (Neugeborenes,
Säugling): Urin, Rachensekret
Bemerkungen:
Postnatal erworbene Infektion: Übertragung per Tröpfcheninfektion, Infektiosität bereits 5-7 Tage vor Ausbruch des Exanthems bis
ca. eine Woche danach, ca. 3% der Frauen im gebärfähigen Alter in
Deutschland sind ohne schützende Antikörper (u.a. direkte und indirekte
Abhängigkeit von Impfprogrammen).
Röteln-Reinfektion: meist symptomlose Erkrankung durch Kontakt mit exogenen Wildviren nach natürlicher Infektion und lange zurückliegender
Impfung (niedrige Titer).
Konnatal erworbene Röteln-Infektion (Röteln-Embryopathie, Embryopathia
rubeolosa, Gregg-Syndrom) mit folgenden Fehlbildungen:
- Augen (Katarakt, Mikrophthalmie, Chorioretinitis)
- Innenohr (Schwerhörigkeit, Taubheit)
- Herz (Pulmonalstenose, Septumdefekte)
302
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- ZNS (Mikrozephalus)
Etwa 70% der Kinder mit Rötelnembryopathie scheiden das Virus bis zum 6.
Lebensmonat aus. Risiko einer Rötelnembryopathie bei mütterlicher
Infektion in Abhängigkeit von der Schwangerschaftswoche:
SSW 1-11
SSW 12-17
SSW > 17
Risiko 65-25%
Risiko 20-8%
Risiko < 4%
Rotavirus
EIA
(Familie der Reoviren)
Material:
Stuhl (Nachweis viraler Antigene)
Indikation:
Gastroenteritis (häufig bei Säuglingen und Kleinkindern, auch
als nosokomiale Infektion; Ausbrüche bei Erwachsenen) mit Durchfällen,
Erbrechen, Fieber und Dehydrierung.
Bewertung: Detektion des Gruppe-A-Antigens (verschiedene Serotypen:
Reinfektion!), nicht erfasst werden die ebenfalls humanpathogenen — meist
importierten — Rotaviren der Gruppe B und C. Aussagekräftige serologische
Standardteste existieren nicht.
Bemerkungen:
Virusaussscheidung im Stuhl beginnt einen Tag vor dem
Auftreten von Symptomen und dauert bis zu zehn Tagen (Max. 1.-4. Tag
nach Beginn der Erkrankung). Es werden Konzentrationen bis 1011 Viruspartikel pro ml Stuhl erreicht, bei immunsupprimierten Patienten chronische
Durchfälle/Ausscheidung über mehrere Wochen bis Monate! Viruspersistenz
ist nicht bekannt. Seit 2006 sind zwei neue Rotavirus-Impfstoffe verfügbar
(z.B. pentavalenter Schluckimpfstoff).
RS-Virus
siehe:
Respiratory Syncytial-Virus
SAA (Serum Amyloid A) W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Nephelometrie
Serum, 1 ml
< 10 mg/l
V.a. Amyloidose
Bemerkungen:
ergänzend immer auch Immunfixationselektrophorese in
Serum und Urin empfohlen
Säure-Serum-Test
(HAM-Test)
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Blut frisch, 10 ml
negativ
Indikation:
Suchtest bei V.a. paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie
(PNH, Marchiafava-Anämie)
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303
Bemerkungen:
Test an vitalen Erythrozyten, daher Material möglichst
frisch ins Labor geben. Zur Diagnosesicherung eignet sich die PNH-Diagnostik mittels Immunphänotypiserung (siehe PNH-Diagnostik).
Salicylamid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
5 - 30 µg/ml
Salicylat (qual.) W
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Urin, 5 ml
negativ
V.a. Analgetika-Abusus, Intoxikation
Salicylsäure W
HPLC
(2-Hydroxybenzoesäure)
Material:
Serum, 2 ml
Ther.-Bereich:
als Analgetikum:
als Antirheumatikum:
< 50 µg/ml
< 250 µg/ml
Salmonellen
Kultur/Widal ˚
(Salmonella typhi, Salmonella paratyphi A/B/C, Salmonella enteritidis,
Salmonella typhimurium u.a.)
Material:
Stuhl, Rektalabstrich, Blut, Urin (Kultur)
Serum, 1 ml (Gruber-Widal-Reaktion, Serologie)
Ref.-Bereich:
< 1:50 Titer
Indikation:
Kultur: Gastroenteritis mit Durchfällen, Erbrechen, Fieber und
Dehydrierung, fieberhafte Allgemeininfektion, Typhus, Paratyphus.
Serologie: reaktive Arthritis
Bewertung: Kultur: Nachweis der frischen Salmonellose, bei Gesunden
Nachweis eines Salmonellen-Ausscheiders. Serologie: v.a. für retrospektive
Diagnostik bei unklarer Arthritis (siehe Befund).
Bemerkungen:
Der Erregernachweis gelingt bei Gastroenteritis fast immer
aus Stuhl, bei der fieberhaften Allgemeininfektion (Typhus und Paratyphus)
in der ersten Krankheitswoche aus der Blutkultur, ab der zweiten Woche
auch aus Stuhl und Urin. Dauerausscheider (Typhus/Paratyphus 1-4%,
Enteritis-Salmonellen 0.2-0.6%) bei wiederholtem Nachweis der gleichen
Salmonelle über 12 Monate im Stuhl möglich. Die serologische „Akut“Diagnostk, insbesonders bei Enteritis-Salmonellen, ist nicht sehr zuverlässig.
304
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SARS-CoV W
PCR
(Severe Acute Respiratory Distress Syndrome — Corona Virus)
Material:
Sputum, Broncheoalveoläre Lavage (BAL), tiefer Rachenabstrich, Stuhl
Ref.-Bereich:
negativ
Indikation:
Atypische Pneumonie, enger Kontakt innerhalb von 10 Tagen
vor Beginn der Symptome mit einem wahrscheinlichen Fall von SARS, Aufenthalt innerhalb von 10 Tagen vor Beginn der Symptome in einer Region
mit Häufungen von SARS (v.a. in Süd- Ost-Asien)
Bewertung: Ausschluß oder Bestätigung einer SARS-Infektion.
Bemerkungen:
Zur Vermeidung von Infektionen sollte die Entnahme der
Proben nur unter strikter Einhaltung der hygienischen Regeln erfolgen. Dabei
ist ein eng anliegender Atemschutz FFP3 und eine Schutzbrille insbesondere
beim Absaugen oder BAL zu tragen.
Saure Phosphatase (gesamt)
Kolorimetrie
Die biochemische Bestimmung der SP führen wir nicht mehr durch, da die
Untersuchung wegen mangelnder Sensitivität und Spezifität heute obsolet
ist. Zur Beurteilung der Osteoklastenaktivität bzw. der aktiven Knochenresorption empfehlen wir stattdessen die Bestimmung der Pyridinoline im 1.
Morgenurin (siehe dort).
Saure Prostata-Phosphatase
Kolorimetrie
(Tartrathemmbare Saure Phosphatase, PP)
Die biochemische Untersuchung der PP führen wir ab sofort nicht mehr
durch (wegen mangelnder Sensitivität und Spezifität heute obsolet). Wir
empfehlen stattdessen die Bestimmung von PSA im Serum.
SCC
MEIA
(Squamous-Cell-Carcinoma Antigen)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 2.5 ng/ml
Indikation:
Tumormarker zur Therapie- und Verlaufskontrolle bei Plattenepithelkarzinomen von Zervix, Lunge, Ösophagus, Analkanal sowie bei
HNO-Tumoren
Schilddrüsen-Autoantikörper
siehe:
MAK
TAK
TRAK
T3- bzw. T4-Antikörper
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305
Schwangerschafts-Vorsorge
siehe:
Mutterschafts-Vorsorge
Schwermetalle
siehe:
Toxikologische Untersuchungen
Scl-70-Antikörper
(Topoisomerase I-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Progressive systemische Sklerose (PSS), zirkumskripte oder
lineare Sklerodermie, CREST-Syndrom
Bewertung: Nachweisraten bei PSS >70%, bei zirkumskripter oder linearer Sklerodermie wesentlich seltener
Bemerkungen:
20-30% der Sklerodermie-Patienten zeigen das CRESTSyndrom (calcinosis, Raynaud´s phenomen, esophagus dismotility,
sclerodactylie, teleangiectasia).
Secobarbital W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 5 µg/ml
Selektivitätsindex
siehe:
Urinprotein-Diagnostik
Sekretin-Pankreozymin-Test
Indikation:
V.a. exokrine Pankreasinsuffizienz
Durchführung: Absetzen verdauungsfördernder Medikamente und 12 stündige Nahrungskarenz. Nach Legen einer doppelläufigen Sonde in das Duodenum Sammeln von Duodenalsekret in Rechtsseitenlage über 15 min (Leerwert), dann
i.v. Gabe von Sekretin (1 KE=Klinische Einheit/kg KG),
Sammlung des Duodenalsaftes 2 x 15 min, danach Gabe
von CCK-PZ (1 IU=ivy dog unit/kg KG). Erneute Sammlung des Duodenalsaftes über 2 x 15 min. Die Sekretvolumina werden gemessen und die Bikarbonatsekretion
sowie Amylase, Trypsin und Lipase bestimmt.
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Duodenalsekret gekühlt oder gefroren
Ref.-Bereich:
siehe Befund
306
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Bemerkung:
Die Bestimmung der Pankreaselastase im Stuhl (siehe dort)
scheint bei geringerem Aufwand effektiver zu sein.
Sekretin-Provokationstest
(Gastrinstimulations-Test)
Indikation:
DD Zollinger-Ellison-Syndrom, antrale G-Zell-Überfunktion,
excluded antrum nach Magenteilresektion
Durchführung: morgens beim nüchternen Patienten Blutentnahme für
Gastrin-Basalwert. Injektion von 1 E Sekretin/kg KG intravenös. Weitere Blutentnahmen nach 2, 5, 15 und 30 min.
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Serum gefroren, je 1 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Bewertung: Bei Gesunden bzw. bei funktioneller Hypergastrinämie findet
sich kein signifikanter Gastrinanstieg nach Stimulation. Beim ZollingerEllison-Syndrom kommt es zu einem Anstieg des Gastrins um mehr als das
Doppelte nach 2-10 min. Bei zurückbelassener Antrumschleimhaut in der
zuführenden Schlinge nach Billroth II kein Anstieg des Serum-Gastrins nach
Stimulation.
Sekretorisches IgA
siehe:
IgA, sekretorisches
Selen
AAS
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
50 - 120 µg/l
altersabhängig (siehe Befund)
Material:
Ref.-Bereich:
24h-Urin, 1 ml
15 - 75 µg/24h
Indikation:
V.a. Selenmangel, Muskeldystrophie, Kardiomyopathie, V.a.
Selenintoxikation (Dermatitis, Reizerscheinungen der Augen und Atemwege,
anhaltender Knoblauchgeruch des Atems, gastrointestinale Beschwerden)
Serotonin W
HPLC
(5-Hydroxytryptamin)
Material:
Serum gefroren, 1 ml
Ref.-Bereich:
Männer: < 292 µg/l
Frauen: < 330 µg/l
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307
Material:
Ref.-Bereich:
Material:
Ref.-Bereich:
alternativ auch EDTA-Plasma gefroren, 4 ml (Serum ist
jedoch vorzuziehen)
plättchenarmes Plasma: < 25 µg/l
plättchenreiches Plasma: < 250 µg/l
10 ml 24h-Urin angesäuert und gefroren (ansäuern mit 10
ml 10%iger HCl)
< 240 µg/24h
Indikation:
V.a. Karzinoid, V.a. ektope Bildung bei Inselzelltumoren,
Pankreas-Ca, Bronchial-Ca
Bemerkungen:
Als Basisuntersuchung sollte die Bestimmung des 5-HIES
im 24h-Urin (Serotonin-Metabolit) durchgeführt werden. Die zusätzliche
Bestimmung von Serotonin und/oder 5-Hydroxytryptophan (5-HTP) im
angesäuerten 24h-Urin ist bei grenzwertig erhöhtem HIES sowie bei weiterbestehendem klinischen Verdacht mit unauffälliger HIES angezeigt.
Vorbereitung des Patienten: 2 Tage vor und während der 24h-Urinsammlung
bzw. der Blutentnahme dürfen Serotonin-haltige Nahrungsmittel (Bananen,
Walnüsse, Tomaten, Ananas, Johannisbeeren, Zwetschgen, Stachelbeeren,
Mirabellen, Melonen, Avocados, Auberginen, Kiwis) nicht gegessen und
bestimmte Medikamente (z.B. Paracetamol, Salizylsäure, Methocarbamol,
Mephenesin, Guaifenesin) nicht eingenommen werden.
SHBG
ILMA
(Sexualhormonbindendes Globulin)
Material:
Serum, 0.5 ml
Ref.-Bereich:
Männer: 17.0 - 66.0 nmol/l
Frauen: 28.0 - 146 nmol/l
Indikation:
V.a. Verschiebung des Gleichgewichts zwischen GesamtTestosteron und (biologisch aktivem) freiem Testosteron; alternativ ist die
direkte Bestimmung des freien Testosteron möglich.
Shiga-like Toxin
(SLT 1/2, Verotoxin 1/2)
siehe: Escherichia coli (EHEC)-Toxine
Shigellen
Kultur/KBR ˚
(Shigella dysenteriae, Shigella boydii, Shigella flexneri, Shigella sonnei)
Material:
Stuhl, Rektalabstrich (Kultur)
Serum, 1 ml (Serologie)
Ref.-Bereich:
< 1:5 Titer
308
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Indikation:
Kultur: Dysenterie, Ruhr, Enteritis mit blutig-schleimigen
Durchfällen („Himbeergelee-artig“), Tenesmen. Serologie: postinfektiöse
Shigellenerkrankung, z.B. reaktive Arthritis
Bewertung: Kultur: Nachweis der frischen Infektion; Serologie: v.a. für
retrospektive Diagnostik (siehe Befund)
Bemerkungen:
Shigellen sind nur bei unmittelbarer Materialverarbeitung
verlässlich anzuzüchten. Der Erregernachweis gelingt vom ersten Krankheitstag an am besten aus Schleimfetzen im Stuhl. Cave: Infektionsdosis ca.
10-100 Keime, S. dysenteriae Typ 1 Shiga-Toxinbildung! Dauerausscheider
sind selten. Antikörperbildung unregelmäßig, für Akutdiagnostik keine
praktische Bedeutung.
Skelettmuskel-Antikörper W
(Myosin-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Thymom, Myasthenia gravis (vor allem mit Thymom),
Polymyositis, seltener und niedrigtitrig auch bei Penicillamin-Therapie,
allogene Knochenmarktransplantation
Bewertung: Bei Gesunden beträgt die Nachweisrate 0,3%.
Bemerkungen:
Antikörper gegen Skelettmuskel-Actin, -Myosin und anderen Proteine. Kreuzreaktionen mit Herzmuskel-Antigenen, weniger oft mit
entsprechenden Antigenen der glatten Muskulatur.
Sichelzelltest ˚
Material:
Ref.-Bereich:
EDTA-Blut frisch, 1 ml
negativ
Bemerkungen:
Screeningtest bei V.a. Sichelzell-Anämie (HbS), zur Bestätigung Hämoglobin-Elektrophorese empfohlen.
Sirolimus ˚
LC-MS
Rapamune)
(Rapamycin,
Material:
Ther.-Bereich:
EDTA-Blut gefroren, 2 ml
siehe Befund
Sm-Antikörper
(Anti-Sm)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Systemischer Lupus erythematodes (SLE), Überlappungssyndrom von SLE mit Sklerodermie oder mit Polymyositis oder mit rheumatoider
Arthritis (RA)
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309
Bewertung:
15-25%
hochspezifischer Marker für SLE, diagnostische Sensitivität
Bemerkungen:
Antikörper gegen vier nukleäre Proteine (B', B, D und E),
die teilweise gemeinsame Epitope haben und beim sog. Spleißen der m-RNS
eine Rolle spielen.
Somatomedin C W
RIA
(IGF-1, Insulin-like-growth-factor 1)
Material:
Serum, 0.5 ml
Ref.-Bereich:
alters- und geschlechtsabhängig (siehe Befund)
Indikation:
Diagnostik und Verlaufskontrolle von hypophysärem Minderwuchs und Akromegalie, Verlaufskontrolle bei Therapie mit Wachstumshormon
Somatotropes Hormon
siehe:
STH
Sotalol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.5 - 3 mg/l
(vor der nächsten bzw. 3-8 Std. nach letzter Applikation)
SP-1 Glykoprotein
RIA
(Schwangerschaftsspezifisches ß1-Glykoprotein)
Die Untersuchung kann nicht mehr durchgeführt werden, da der Testkit vom
Markt genommen wurde.
Speicheldrüsengangepithel-Antikörper
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Primäres und sekundäres Sjögren-Syndrom (SS), rheumatoide
Arthritis (RA), Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
Bemerkungen:
Antikörper gegen zytoplasmatische Antigene der
Speicheldrüsenausführungsgänge, Kreuzreaktionen mit Pankreasgang- und
Tränendrüsenepithel
Spermatozoen-Antikörper W
(Spermien-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml (beide Partner), Zervixsekret, Ejakulat
310
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Indikation:
Paare mit unerfülltem Kinderwunsch, andrologisch auffällige
Organanamnese (z.B. Mumps, Hodentrauma), auffälliges Spermiogramm,
auffälliger Spermien-Mukus-Interaktionstest (z.B. Sims-Huhner-Test), artifizielle Insemination
Bewertung: Mögliche Ursache für unerfüllten Kinderwunsch in ca. 15%
der Fälle
Bemerkungen:
Häufig keine Korrelation zwischen Antikörpertiter in
Serum und Ejakulat oder Zervixsekret, manchmal sind Antikörper nur lokal
nachweisbar.
Spezifisches Gewicht ˚
Material:
Ref.-Bereich:
Bewertung:
erforderlich.
Urin, 5 ml
siehe Befund
mindestens 12-stündige Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Punktat, 5 ml
siehe Befund
Differenzierung Transsudat/ Exsudat
Spezifisches IgE
siehe:
RAST
Spurenelemente
siehe:
Aluminium
Antimon
Arsen
Blei
Cadmium
Chrom
Kobalt
Kupfer
Mangan
Nickel
Selen
Thallium
Zink
Sperma-Untersuchungen ˚
Die Untersuchung des männlichen Spermas beinhaltet neben dem eigentlichen Spermiogramm (Ejakulat-Volumen, pH-Wert, Spermien-Anzahl,
Motilität, Morphologie, Vitalität, Leukozyten) auch biochemische Untersuwww.labor-blessing.de
311
chungen auf Fruktose (Beurteilung der Bläschendrüsen), Citrat (Prostata) und
Carnitin (Nebenhoden). Ggf. können auch bakteriologische Untersuchungen
erforderlich werden. Gewünschte Untersuchungen bitte angeben.
Material:
für das Spermiogramm nach einer Karenzzeit von 3-6
Tagen frisch gewonnenes Sperma, maximal 1-2h alt.
Für die biochemischen Untersuchungen entweder Sperma
in NaF-Röhrchen (Glucoseröhrchen) oder Material 30 min
bei Zimmertemperatur stehen lassen und dann sofort
tieffrieren
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Beurteilung der männlichen Fertilität
Bemerkungen:
siehe auch Carnitin, Citrat, Fruktose
SSA-Antikörper
(Ro-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Systemischer Lupus erythematodes (SLE), Sjögren-Syndrom
(SS), isolierte Keratoconjunctivitis sicca, ANA-negativer Lupus erythematodes (LE), subakut-kutaner LE, homozygoter C2-Mangel und LE, Schwangere
mit/ohne SLE (Prognose für das Kind: Gefahr eines kongenitalen AV-Block),
neonataler LE, Rheumatoide Arthritis (RA)
Bewertung: Nachweisraten bei SLE 25-50%, bei Sjögren-Syndrom 9095%, bei ANA-negativem LE 70 %, bei subakut-kutanem LE 70 %, bei homozygotem C2-Mangel und LE 75 %, bei Müttern von Kindern mit neonatalem LE und kongenitalem AV-Block bis 100 %, bei Rheumatoider Arthritis
25%, bei Gesunden 15% (niedrige Titer)
Bemerkungen:
Antikörper gegen nukleäre und zytoplasmatische Ribonukleoproteinpartikel mit 52 und 60 kD Molekulargewicht
SSB-Antikörper
(La-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Sjögren-Syndrom (SS), Systemischer Lupus erythematodes
(SLE), monoklonale Gammopathie mit Zeichen einer Kollagenose
Bewertung: Nachweisraten bei Sjögren-Syndrom 90%, bei SLE 45%, bei
monoklonalen Gammopathien 15%, bei Gesunden 8% (niedrige Titer)
Bemerkungen:
Antikörper gegen ein partikuläres Antigen, das aus
Komplexen eines 48 kD-Proteins mit Polymerase III mRNS-Transkripten
besteht.
ss-DNA-Antikörper
siehe:
312
Einzelstrang-DNA-Antikörper
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Stachelzelldesmosomen-Antikörper W
(Pemphigus-Antikörper, Desmoglein-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Pemphigus vulgaris, Pemphigus foliaceus, Pemphigus erythematosus, Pemphigus vegetans, DD blasenbildende Dermatosen
Bewertung: Nachweisraten bei Pemphigus vulgaris oder foliaceus 80-95%
Bemerkungen:
Desmoglein 1)
Antikörper gegen Desmosomen-Proteine (130 kD Protein,
Staphylokokken-Antikörper
siehe:
Anti-Staphylolysin
Steinanalysen ˚
Material:
Bewertung:
IFR-Spektroskopie
Harn-, Gallen- oder Speichel-Steine sowie unklare feste
Bestandteile im Harn oder Harnsediment
siehe Befund
STH W
FIA
(hGH, Somatotropes Hormon, Somatotropin, Wachstumshormon, GH)
Material:
Serum, 0.5 ml
Ref.-Bereich:
Kinder und Erwachsene: < 10 µg/l
Indikation:
DD von Minderwuchs bzw. Hochwuchs/Akromegalie, DD
von Hypophysentumoren bzw. HVL-Insuffizienz
Bewertung: Die Aussagekraft eines Basalwertes ist gering. Für
Screeninguntersuchungen ist zunächst die Somatomedin-C-Bestimmung zu
empfehlen, weitere Abklärung dann durch Wachstumshormon-Stimulationstests (siehe dort).
Streptokokken-Antikörper ˚
(Anti-Streptolysin O [ASL, ASO, AST], Anti-Desoxyribonuklease B [AntiDNase B, ADNB, Anti-Streptodornase B], Anti-Hyaluronidase [AHT])
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
siehe Befund
Indikation:
Nachweis einer vorangegangenen Infektion durch ß-hämolysierende Streptokokken Gruppe A: Pharyngitis/Tonsillitis (akute Angina
tonsillaris), Scharlach, Erysipel, Pyodermien und Poststreptokokken-Erkrankungen: akutes rheumatisches Fieber (ARF), akute Glomerulonephritis
(AGN), Chorea minor, subakute bakterielle Endokarditis (Endocarditis verrucosa)
Bewertung: hohe Antikörpertiter sprechen entweder für eine kürzliche
Streptokokkeninfektion oder eine Poststreptokokken-Erkrankung.
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313
Bemerkungen:
ASL mit einer Sensitivität von 60-80% (v.a. bei Hautinfektionen mit nachfolgender Glomerulonephritis keine erhöhten Titer!) ist
nicht spezifisch für A-Streptokokken (C- und G-Streptokokken bilden ebenfalls Streptolysin O). Anstieg ca. 1-4 Wochen post infectionem mit Rückbildung in den Referenzbereich nach max. 6 Monaten. ADNB, spezifisch für AStreptokokken-Infektionen, mit erhöhten Titern bei 80% aller Post-Streptokokken-Erkrankungen, steigt ca. 4-6 Wochen nach Infektion an und ergibt
in Kombination mit ASL eine Sensitivität von ca. 95%. AHT ist eine weitere
Zusatzuntersuchung zum ASL zur Erhöhung der Sensitivität für vorausgegangene A-Streptokokken-Infektionen (v.a. Haut, Niere). Cave: Non-AStreptokokken können ebenfalls Hyaluronidase bilden!
Stuhl auf Ausnutzung
Material:
Ref.-Bereich:
mikroskopisch
Stuhl, 1 g
negativ
Indikation:
Beurteilung der Verdauungsleistung
Bewertung: semiquantitativer Nachweis von Stärke, Fett und Muskelfasern
im Stuhl. Stark ernährungsabhängig, daher nur eingeschränkt beurteilbar.
Die Abklärung mit spezifischeren Verfahren sollte möglichst angestrebt
werden (z.B. Gliadin-Antikörper, Pankreas-Elastase, Stuhlfette, LactoseToleranztest, Xylose-Test).
Stuhlfette (quantitativ)
Material:
Ref.-Bereich:
photometrisch
repräsentative Stuhlprobe, ca. 3 g (am besten Proben aus
mehreren Stuhlgängen entnehmen und mischen)
< 2 Gew.%
Indikation:
Maldigestion, z. B. bei chronischer Pankreatitis. Cholestase,
Diarrhoe-Syndrom, Malabsorptions-Syndrome, z. B. Sprue, Morbus Crohn,
Morbus Whipple, Nahrungsmittelallergie, entzündliche Darmerkrankungen.
Bewertung: Bei vermehrter Fettausscheidung sind zur DD Malabsorption/
Maldigestion weitere Untersuchungen erforderlich (z.B. Xylose-Test, Pankreas-Elastase).
Suberose
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Sublamina densa-Antikörper
siehe:
Epidermale Basalmembran-Antikörper
Sulfamethoxazol W
Material:
314
HPLC
Serum, 2 ml
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Ther.-Bereich:
10 - 60 µg/ml
Bemerkungen:
Handel.
Mittelzeit-Sulfonamid, als Monosubstanz nicht mehr im
Sulfapyridin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
5 - 50 mg/l
Sulfasalazin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
5 - 30 mg/l
Sulpirid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
50 - 750 ng/ml
Sultiam
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
Erw.:
0.5 - 12.5 mg/l
Kinder:
1.0 - 5.0 mg/l (Roland'sche Epilepsie)
Synacthen-Test
siehe:
ACTH-Kurztest, ACTH-Langtest
Synovia-Analyse
siehe:
Gelenkpunktat-Analyse
T3 (gesamt)
ECLIA
(Trijodthyronin)
Die Bestimmung von T3 (gesamt) und T4 (gesamt) wird nicht mehr durchgeführt, da die Untersuchungen obsolet- und auch für Kassenpatienten nicht
mehr abrechenbar sind.
Die Untersuchung der freien Schilddrüsenhormone ist vorzuziehen (siehe
freies T3 und freies T4).
T3-Antikörper W
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
negativ
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315
Indikation:
Diskrepanz zwischen in vitro ermittelten T3- bzw. fT3-Werten
und klinischer Symptomatik, speziell bei Autoimmun-Thyreopathien
Bewertung: Antikörper können Interaktionen des Hormons mit dem Hormonrezeptor in den Erfolgsorganen blockieren (klinisch Hypothyreose) oder
an solche Epitope des Hormons binden, die für die hypothalamische Erfassung der Konzentration verantwortlich sind (klinisch vermehrte TSH-Stimulierung und hyperthyreote Symptomatik). Darüberhinaus können die Antikörper die technische Hormonbestimmung verfälschen (im Sinne von unplausibel hohen oder niedrigen Werten) oder gar unmöglich machen.
T4 (gesamt)
ECLIA
(Thyroxin)
Die Bestimmung von T3 (gesamt) und T4 (gesamt) wird nicht mehr durchgeführt, da die Untersuchungen obsolet- und auch für Kassenpatienten nicht
mehr abrechenbar sind.
Die Untersuchung der freien Schilddrüsenhormone ist vorzuziehen (siehe
freies T3 und freies T4).
T4-Antikörper W
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
negativ
Indikation:
Diskrepanz zwischen in vitro ermittelten T4- bzw. fT4-Werten
und klinischer Symptomatik, speziell bei Autoimmun-Thyreopathien
Bewertung: siehe T3-Antikörper
Tacrolimus ˚
MEIA
(FK 506, Prograf)
Material:
EDTA-Blut, 2 ml
Ther.-Bereich:
Lebertransplantation
1. bis 4. Woche: 5 - 15 µg/l
Langzeittherapie: 3 - 10 µg/l
Nierentransplantation
10 - 20 µg/l
3 - 10 µg/l
Bemerkungen:
Empfohlener Zeitpunkt der Blutentnahme: unmittelbar vor
der nächsten Medikamentenapplikation.
TAK
EIA
(Thyreoglobulin-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 60 U/ml
Indikation:
V.a. Autoimmun-Thyreopathie (geringerer Stellenwert als
MAK und TRAK).
Bewertung: siehe Befund
316
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TAT W
ELISA
(Thrombin-Antithrombin-III-Komplex)
Material:
Citratplasma gefroren, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 4.1 µg/l
Indikation:
Erfassung der intravasalen Thrombinbildung
Verbrauchskoagulopathie, Gefäßerkrankungen)
(z.B.
bei
Bemerkungen:
Halbwertszeit nur 10 Minuten. Die Bestimmung der
Fibrinspaltprodukte (D-Dimere) ist i.d.R. vorzuziehen und eignet sich insbesondere auch für die Notfalldiagnostik (z.B. Thrombose, Embolie).
Taubenserum/ -kot-Antikörper
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Tau-Protein W
EIA
Material:
Liquor, 0.5 ml
Ref.-Bereich:
< 400 pg/ml
Indikation:
DD von Demenzerkrankungen, V.a. MS (Multiple Sklerose)
Bewertung: Folgende Werte wurden bei den unterschiedlichen
Erkrankungen ermittelt:
Alzheimer Demenz:
240 - 713 pg/ml (Median 487 pg/ml)
CJD:
643 - 13840 pg/ml (Median 4878 pg/ml)
Vaskuläre Demenz:
133 - 451 pg/ml (Median 230 pg/ml)
Fronto-temporale Demenz: 182 - 468 pg/ml (Median 209 pg/ml)
MS:
sehr niedrige Werte (ca. 15 pg/ml)
Bemerkungen:
siehe auch ß-Amyloid 1-42
TBC-ELISPOT
siehe:
ELISPOT
TBG W
RIA
(Thyroxinbindendes Globulin)
Material:
Serum. 1 ml
Ref.-Bereich:
Kinder bis 15J: 2.0 - 3.0 mg/dl
Erwachsene:
1.6 - 3.0 mg/dl
Indikation:
V.a. kongenitale Erhöhung oder Erniedrigung des TBG (mit
entsprechend unplausiblen Gesamt-T3- bzw. T4-Werten), in allen anderen
Fällen ist die Bestimmung der freien Schilddrüsenhormone (fT3 bzw. fT4)
vorzuziehen.
Bemerkungen:
keine Kassenleistung mehr
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317
T-Zellen
siehe:
Lymphozyten-Differenzierung
Teicoplanin W
Material:
Ther.-Bereich:
FPIA
Serum, 1 ml
> 10 mg/l (Talspiegel, direkt vor nächster AB-Gabe)
Bemerkungen:
Glykopeptid-Antibiotikum mit z.T. stärkerer Aktivität, einfacherer Anwendung und geringerer Toxizität als Vancomycin. Anpassung
des Dosierungsintervalls bei Niereninsuffizienz.
Temazepam W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
200 - 800 ng/ml
Testosteron
Material:
Ref.-Bereich:
ECLIA
Mischserum, 1 ml
Männer:
2.8 - 8.0 ng/ml
Frauen:
0.1 - 0.8 ng/ml
präpubertär:
< 0.4 ng/ml
Indikation:
Androgene Ausfallserscheinungen bei Männern (z.B. Infertilität, Libidostörung, Impotenz), auffälliger Hodenbefund, Pubertas praecox,
Pubertas tarda. Bei Frauen: Infertilität, Zyklusstörungen und Hirsutismus.
Bemerkungen:
siehe auch freies Testosteron
Tetanus-Toxoid-Antikörper
EIA
(anti-Tetanus-Titer)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Lokalisierte oder generalisierte Impfreaktion nach TetanusToxoidimpfung, Überprüfung des Impferfolges nach Immunisierung, Aufdecken von Impflücken, Beurteilung der Immunität bei verminderter Antikörperbildung (nach Bestrahlungen, Immunsuppressiva, Zytostatika, Cortison), bei Erkrankungen des Immunsystems (humorale Immundefekte) oder
bei Kontraindikation einer geplanten Impfung
Bewertung: Die Höhe des IgG-Antikörpertiters in IE/ml entscheidet über
die Immunitätslage und das weitere Vorgehen:
<0.01 IE/ml kein Immunschutz, Grundimmunisierung oder
Auffrischimpfung erforderlich
0.01 - 0.1 IE/ml Immunschutz fraglich (Impfschutzgrenze 0.04 IE/ml), Auffrischimpfung erforderlich
0.11 - 0.5 IE/ml ausreichender Immunschutz, serologische Kontrolle nach
1-2 Jahren empfohlen
318
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0.51 - 1.0 IE/ml
Immunschutz vorhanden, serologische Kontrolle nach
nach 2-5 Jahren empfohlen
1.1 - 5.0 IE/ml langfristiger Immunschutz vorhanden, serologische
Kontrolle nach 5-10 Jahren empfohlen
5.1 - 10.0 IE/ml langfristiger Immunschutz vorhanden, serologische
Kontrolle nach 10 Jahren empfohlen
> 10.0 IE/ml langfristiger Immunschutz vorhanden, serologische
Kontrolle nach frühestens 10 Jahren empfohlen,
Hyperimmunität, Impfreaktion möglich
Cave: der anti-Tetanus-Titer ist die Summation aus protektiven und nicht
protektiven Antikörpern!
Bemerkungen:
Nur nach vollständiger Grundimmunisierung (z.B.
immunkompetenter Erwachsener: 1. Impfung zum Zeitpunkt 0, 2. Impfung
nach 1-3 Monaten, 3. Impfung nach 3-12 Monaten mit jeweils mind. 4 Wochen Abstand) ist ein sicherer Immunschutz (10 Jahre und länger) zu erwarten!
Tetrahydroaldosteron
siehe:
Aldosteron
Tetrahydrocannabinol (THC)
siehe:
Cannabinoide
Tetrazepam W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
100 - 600 ng/ml
T-Helfer/Suppressor-Zellen
siehe:
Lymphozyten-Differenzierung
THC
siehe:
Cannabinoide
Theca interna-Antikörper
siehe:
Ovar-Antikörper
Theophyllin
Material:
Ref.-Bereich:
FPIA
Serum, 1 ml
10 - 20 mg/l
Kinder bis 1 Mo: 6 - 11 mg/l
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319
Bemerkungen:
empf. Entnahmezeitpunkt: vor Medikamentengabe oder 24h nach oraler Gabe (je nach Galenik)
Thermoactinomyces-Antikörper
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Thiamazol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
200 - 700 ng/ml
Thiopental W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
< 20 µg/ml
bei hochdosierter Therapie: bis 70 µg/ml
Thiopurin-S-Methyltransferase Genotypisierung W
PCR
(TPMT-Genotypisierung)
Material:
EDTA-Blut, 2 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
vor Therapie mit Azathioprin (Immurek) zum Ausschluß
einer Mutation im TPMT-Gen
Bewertung: Eine Mutation mit TPMT-Defizienz führt zu einer schweren
hämatopoetischen Toxizität (Myelosuppression) nach Gabe von 6-Mercaptopurin (z.B. bei Gabe von Azathioprin) oder 6-Thioguanin.
Bemerkungen:
Die entsprechende Mutation sollte routinemäßig vor einer
Therapie mit den genannten Substanzen ausgeschlossen werden.
Thioridazin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
100 - 2500 ng/ml
toxisch ab 3000 ng/ml
Thrombin-Antithrombin-Komplex
siehe:
TAT
Thrombinzeit (TZ)
Material:
Ref.-Bereich:
320
koagulometrisch
Citratplasma, 1 ml
16 - 20 sec
16 - 30 sec (Säuglinge bis 14 Lebenstag)
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Indikation:
Test für Faktoren der gemeinsamen Endstrecke von Quick und
PTT, DD pathologischer Quick- und/oder PTT-Werte
Bemerkungen:
im zentrifugierten Plasma bei Raumtemperatur nur ca. 4h
stabil; bei längerer Aufbewahrung Plasma einfrieren und gefroren versenden
(Tiefkühlbox bitte anfordern). Gefroren sind die Gerinnungsfaktoren bis zu 3
Wochen stabil.
Thrombophilie-Diagnostik
siehe:
AT III
APC-Resistenz (Faktor V-Mutation)
Protein C
Protein S
Lupusantikoagulant
Cardiolipin-Antikörper
Prothrombinmutation G20210A
bei unauffälligen o.g. Tests ggf. Gerrinnungsfaktor XII, Plasminogen, Plasminogenaktivator-Inhibitor (PAI, Bedeutung umstritten)
Thromboplastinzeit
siehe:
Quick-Test
Thrombozyten
siehe:
Blutbild
Thrombozyten-Antikörper W
(freie Thrombozyten-Antikörper, gebundene Thrombozyten-Antikörper)
Material:
freie Thrombozyten-Ak: Serum oder EDTA-Plasma (2 ml)
gebundene Thrombozyten-Ak: EDTA-Blut, 2ml
gebundene + freie Thrombozyten-Ak: EDTA-Blut, 4 ml
nur montags bis donnerstags, jedoch nicht vor Feiertagen
Indikation:
Idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP, chronische
autoimmune thrombozytopenische Purpura, M. Werlhof) der Kinder und
Erwachsenen, selten bei akuter idiopathischer thrombozytopenischer Purpura (Kinder), autoimmunhämolytische Anämie mit Thrombopenie (EvansSyndrom),
Lupus
erythematodes,
primär
biliäre
Zirrhose
mit
Thrombozytopenie
Bewertung: diagnostische Sensitivität hoch (90-100%), aber geringe
Spezifität (25%), da auch zahlreiche andere Erkrankungen mit einer (passageren) Thrombozytopenie (vor allem Infekte) erhöhte Thrombozyten-Antikörper aufweisen.
Bemerkungen:
Bei der ITP besteht ein erhöhter Plättchenverbrauch und
eine verminderte Produktion. Die diaplazentare Übertragung der Antikörper
www.labor-blessing.de
321
verursacht auch eine Thrombozytopenie beim Neugeborenen. Es handelt
sich um Antikörper gegen verschiedene Epitope membranständiger Adhäsionsmoleküle (Integrine: Glykoprotein GPIIa/IIIa und GPIb/IX), die Fibrinogen, Fibronectin sowie von Willebrand-Faktor binden und für die Thrombozytenaggregation mit verantwortlich sind.
Die medikamenteninduzierte Thrombozytopenie (z.B. Heparin, Gold, aMethyl-Dopa, Levodopa) beruht teilweise auf einem anderen Pathomechanismus, hier muß zur Diagnostik bei entsprechendem Verdacht das in Frage
kommende Medikament explizit angegeben werden (sonst sind falsch negative Befunde möglich).
Thymidinkinase W
Material:
Ref.-Bereich:
CLIA
Serum, 2 ml
2 — 7.5 U/l
Indikation:
Tumormarker zur Verlaufsbeurteilung maligner Lymphome
(neben ß2-Mikroglobulin)
Thymus-Antikörper W
Material:
Indikation:
Serum, 1 ml
Myasthenia gravis, Thymom
Bemerkungen:
Antikörper gegen Myoidzellen und andere wenig gut
definierte Thymusantigene wurden beschrieben, ihre diagnostische Wertigkeit ist jedoch noch unklar.
Thyreoglobulin W ˚
(hTg)
Material:
Ref.-Bereich:
FIA
Serum, 1 ml
20- 70 ng/ml (Schilddrüsengesunde)
< 2 ng/ml (nach totaler Thyreoidektomie)
Indikation:
Tumormarker zur Therapie- und Verlaufskontrolle bei
differenziertem Schilddrüsen-CA nach totaler Thyreoidektomie
Bewertung: Im follow-up papillärer bzw. follikulärer SD-Carcinome nach
totaler Strumektomie bzw. Radiojodtherapie sind Befunde >4 ng/ml verdächtig auf einen Residualtumor bzw. Metastasen. Bei noch vorhandener
Schilddrüse ist hTG als Tumormarker wertlos!
Thyreoglobulin-Antikörper
siehe:
322
TAK
www.labor-blessing.de
Thyreoidea-Mikrosomen-Antikörper
siehe:
MAK
Thyroxinbindendes Globulin
siehe:
TBG
Tiagabin W
LCMS
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 1 ml
20 — 200 ug/l
Ticlopidin W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
1 - 2 µg/ml
Tilidin W
HPLC
(als Nor-Tilidin)
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
50 - 100 ng/ml
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 3 ml
negativ (qualitativ)
Timolol W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
Maximum:
Minimum:
20 — 100 ng/ml
5 - 50 ng/ml
Tissue Polypeptide Antigen
siehe:
TPA
Tissue Polypeptide Specific Antigen
siehe:
TPS
Titin-IgG-Autoantikörper
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
ELISA
Serum, 1 ml
siehe Befund
Myasthenia gravis, Thymom
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323
T-Lymphozyten
siehe:
Lymphozyten-Differenzierung
TNF W
CLIA
(Tumor-Nekrosefaktor alpha, Cachexin)
Material:
Serum gefroren, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 8.1 ng/l
Indikation:
unspezifischer Marker einer überschießenden Entzündungsreaktion (z.B. bei Sepsis), Aktivitätsbeurteilung chron.-entzündlicher Prozesse (z.B. Rheumatoide Arthritis)
Bemerkungen:
Beteiligung des Zytokins TNF-α bei entzündlichen
Prozessen wie Infektionen, Gelenk-, neurologische Erkrankungen, Nieren-,
Gefäß- und Autoimmunerkrankungen. Mediator für die Enzymfreisetzung
und Aktivierung katabolischer Prozesse. Gerinnungsaktivierung.
Tobramycin W
Material:
Ther.-Bereich:
FPIA
Serum, 1 ml
5 — 10 mg/l (Spitzenspiegel, 15-30 min. nach Inf.ende)
< 2 mg/l (Talspiegel, direkt vor der nächsten AB-Gabe)
Bemerkungen:
bei Gabe der gesamten Tagesdosis als Einmaldosis entfällt
die Bestimmung des Spitzenspiegels!
Tocainid W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 10 ug/ml
Tolbutamid-Test
Indikation:
Insulinom-Diagnostik
Durchführung: Morgens nüchtern am liegenden Patienten Basalwerte
entnehmen. Verweilkanüle legen. Test sollte nur unter
klinischen Bedingungen (Überwachung) durchgeführt
werden, nicht bei basaler Glucose <60 mg/dl.
Nach Abnahme des Basalwertes 1 g Tolbutamid in 5 %iger wässriger Lösung innerhalb von 3 min intravenös
injizieren (Kinder 25 mg/kg Körpergewicht, nicht mehr als
1 g insgesamt). Nach 5, 10, 20, 30, 40, 60, 90, 120, 150,
180 min je 1 ml NaF-Blut zur Glucosebestimmung sowie
0.5 ml Serum zur Insulinbestimmung entnehmen
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
NaF-Blut, je 0.5 ml sowie Serum, je 0.5 ml
324
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Ref.-Bereich:
siehe Befund
Tollwut-Antikörper W
NT
(Rabies-Antikörper, Lyssa-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Immunstatus nach Tollwut-Aktivimpfung (V.a. Tollwut, Hydrophobie)
Bewertung: Die Höhe des Antikörpertiters in IU/ml entscheidet über die
Immunitätslage (Serokonversion oder Vierfachtiteranstieg als Hinweis auf
eine akute Infektion).
Bemerkungen:
Tollwut-Antikörper treten erst ab 8.-10.Tag nach Beginn
der Erkrankung auf, daher für Akutdiagnostik ohne Bedeutung! Methode der
Wahl: Genomnachweis mittels PCR aus Speichel, Liquor; Mikroskopie
mittels Immunfluoreszenz in Abklatschpräparaten der Kornea. Tollwutverdächtiges Tier untersuchen! Das Virus wird etwa 3-7 Tage vor Auftreten
von klinischen Symptomen sowie während der gesamten Erkrankung im
Speichel ausgeschieden. Erregerreservoir v.a. wild lebende Tiere wie Füchse,
Wölfe, Rehe, Fledernmäuse, Affen, seltener auch Hunde und Katzen. Keine
virusspezifische Therapie (Mortalität 100%)! Postexpositionell ist sofort die
simultane aktive und passive Immunisierung indiziert. Präexpositionsprophylaxe durch gut verträgliche Totimpfstoffe.
Tomatenzüchterlunge
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Topiramat W
Material:
Ther.-Bereich:
GC-MS
Serum, 2 ml
5 - 20 mg/l
Topoisomerase I-Antikörper
siehe:
Scl-70-Antikörper
TORCH-Screening
(toxoplasmosis, other infections, rubella, cytomegaly, herpes simplex;
Embryopathie- bzw. Fetopathie-verursachende Erreger)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Urin, Fruchtwasser, Chorionzotten, Nabelschnurblut,
Abortmaterial (Nachweis viraler Nukleinsäure, PCR)
Indikation:
V.a. konnatale Infektion, Embryopathie, Fetopathie
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325
Bewertung: Serologie: - Konnatale Infektion: spezifische IgM-Antikörper
positiv, ansteigende oder über > 6 Monate in gleichbleibenden Titern
persistierende IgG-Antikörper - Passiv-übertragene (mütterliche) Antikörper:
spezifische IgM-Antikörper negativ, allmählich abfallende IgG-Antikörpertiter. Erregernachweis: Nachweis einer konnatalen Infektion
Bemerkungen:
Die Abkürzung TORCH umfaßt die wichtigsten konnatalen Infektionen des Menschen. Neben Toxoplasmose, Röteln, Zytomegalie
und Herpes-simplex-Infektionen sind unter "O = other infections" u.a. noch
Varicella-Zoster, die Syphilis und die Listeriose gemeint. Bei Verdacht auf
eine konnatale Infektion wird Nabelschnur- oder Neugeborenenserum in der
Regel auf IgM-Antikörper gegen die genannten Erreger untersucht, bei
negativen IgM-Antikörpern kommt aber auch einem über Monate persistierenden IgG-Antikörper diagnostische Bedeutung zu. Dauer der mütterlichen
Leihimmunität (Monate) beim reifen Neugeborenen: Herpes simplex (unvollständig), Röteln (6), Varicella-Zoster (2-4), Zytomegalie (unvollständig).
Bei gezielten anamnestischen und klinischen Hinweisen auf eine bestimmte
konnatale Infektion kann auch der direkte Erregernachweis mittels PCR aus
verschiedenen Untersuchungsmaterialien vom Neugeborenen versucht
werden (vgl. auch Toxoplasma gondii, Rötelnvirus, Cytomegalievirus, Herpes-simplex-Virus Typ 1/2, Varicella-Zoster-Virus, Lues-Diagnostik, Listeria
monocytogenes).
Toxikologische Untersuchungen
Tabelle 27: Umweltmedizinische / toxikologische Analysen
Akarizide W
Mittel gegen pflanzen- und tierparasitäre Milben
organ. Zinn-Verbindungen
Parathion-Ethyl, Parathion-Methyl, Propoxur
Urin, 10 ml
Serum, 2 ml,
Urin, 10 ml
Alkylphosphate W
Organische Phosphorsäureester, die die Cholinesterase hemmen!
Insektizide, Akarizide
Screening:
Serum, 10 ml
Bromophos, Bromophos-Ethyl, Chlorfenvinphos,
(nur bei akuter
Chlorpyrifos, Chlorthion, Demethon-Methyl, Diazinon,
Intoxikation sinnvoll)
Dichlorvos, Dimethoat, Fenamiphos, Parathion-Ethyl (E
605), Parathion-Methyl (ME 605), Phenamiphos,
Phosphamidon
Screening:
Urin, 10 ml
Bromophos, Bromophos-Ethyl, Chlorpyrifos, Fenitrothion,
p-Nitrophenol (Metabolit von Parathion-Ethyl, -Methyl
und Paraoxon)
Screening:
Hausstaub, 5 g
Bromphos, Bromphos-Ethyl, Chlorpyrifos, Diazinon,
Fenitrothion, Dichlorvos, Dimethoat, Parathion-Ethyl,
Parathion-Methyl
326
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Allergene
Metalle (Chrom, Cobalt, Gold, Kupfer, Nickel, Palladium,
Platin, Quecksilber)
Lindan W
Pentachlorphenol W (PCP) W
Pyrethroide W
Testung mittels RAST
i.dR. nicht möglich bzw.
sinnvoll
Ggf. HBDT oder LTT falls
Hauttest nicht möglich
Anilin W
Ausgangsstoff für die Synthese von Farbstoffen,
Pharmazeutika, Kunststoffen
Urin, 10 ml
BTEX W
Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylole
Carbamate W
Ester der Carbaminsäure, die die Cholinesterase hemmen!
Propoxur
Chlorbenzole W
Chlorbenzol, Dichlorbenzol
Hexachlorbenzol, Pentachlorbenzol
Chlorphenole W
Zwischenprodukt für Arzneimittel-, Farbstoffsynthesen;
zur Herstellung von Fungiziden, Herbiziden und
Insektiziden; als Materialschutzmittel; zur Trink- und
Abwasserchlorierung; Chlorbleiche in der
Papierherstellung
Oxalat-Blut-Spezialröhrchen, 2x2 ml
Serum, 2 ml
(nur bei akuter
Intoxikation sinnvoll)
Urin, 10ml
Oxalat-Blut-Spezialröhrchen, 2x2 ml
Urin, 10 ml
EDTA-BlutSpezialröhrchen, 10 ml
Urin, 10 ml
Cyanide W
Schädlingsbekämpfung, chemische Industrie, galvanische Bäder, in Rauchgasen, in
bitteren Mandeln
Cyanid
EDTA-Blut, 5 ml
hämolysefrei !
Thiocyanat (Rhodanid)
Serum, 1 ml
hämolysefrei !
Urin, 5 ml
Fungizide W
Mittel gegen Pilze und Pilzsporen
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327
Furmecyclox, Hexachlorbenzol, Quintozen
Chlorthalonil, Dichlorfluanid, Hexachlorbenzol,
Tolylfluanid, Methylquecksilber
Chlorthalonil, Dichlorfluanid, Hexachlorbenzol,
Tolylfluanid, Methylquecksilber, Iprodion, Procymidon,
Vinclozolin
TBTO (Tributylzinn), Pentachlorphenol (PCP)
Tebuconazol
siehe auch: Holzschutzmittel und Pestizide
Glykole W
1,2-Butandiol, 1,4-Butandiol, 2,3-Butandiol,
Diethylenglykol, Ethylenglykol, 1,2-Propandiol
Herbizide W
Unkrautbekämpfungsmittel
Bromacil, Atrazin, 2,4,5-Trichlorphenoxyessigsäure
(2,4,5-T), Pentachlorphenol (PCP), Dinitro-o-Kresol
Diquat, Diuron, Paraquat, Pentachlorphenol (PCP), 2,4,5Trichlorphenoxyessigsäure (2,4,5-T), Linuron, Neburon
Holzschutzmittel W
Screening:
DDT, Endosulfan, Furmecyclox, Hexachlor-cyclohexan (
α-, β-, γ-HCH (Lindan)), DDE, Pentachlorphenol (PCP)
Screening:
Cypermethrin, Deltamethrin, Pentachlorphenol (PCP),
Permethrin, Dichlofluanid, Tolylfluanid, Chlorthalonil
Screening:
Chlorthalonil, Cypermethrin, Chlornaphthalin, DDT,
Dichlorfluanid, Endosulfan, Furmecyclox, Lindan,
Propiconazol, Tebuconazol, Pentachlorphenol (PCP),
Permethrin, Tolylfluanid
Hydrazin W
Korrosionsschutzzusatz, Polyurethanherstellung
Insektizide W
Schädlingsbekämpfungsmittel
Aldrin, Alkylphosphate, DDT, Dieldrin, Endrin,
Heptachlor, Lindan, Methoxychlor, Pentachlorphenol
(PCP), Pyrethroide, Chlordan, Dinitro-o-Kresol,
Endosulfan, Toxaphen
siehe auch:
Alkylphosphat-, Pestizid- und Pyrethroid-Screening
Kunststoff-Monomere W
328
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EDTA-BlutSpezialröhrchen, 10 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 10 ml
Urin, 10 ml
Hausstaub, 5 g
Serum, 5 ml
EDTA-BlutSpezialröhrchen, 10 ml
(nur bei akuter
Intoxikation sinnvoll)
Urin, 10 ml
EDTA-BlutSpezialröhrchen, 10 ml
Urin, 30 ml
Hausstaub, 5 g
Serum, 1 ml
EDTA-BlutSpezialröhrchen, 10 ml
Isocyanat-Metaboliten, MOCA (4,4´-Methylen-bis-(2chloranilin), Methylmethacrylat-Metaboliten, StyrolMetaboliten, Bisphenol A, Silikon (VinylchloridMetaboliten)
Styrol, Vinylacetat, Silikon (Vinylchlorid)
Bisphenol A
Urin, 10 ml
Oxalat-Blut-Spezialröhrchen, 2x2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
Lösungsmittel
siehe: organische Lösungsmittel
Metalle/ Elemente
(Verwendung/Vorkommen)
Aluminium (Al) W
Bauxitabbau, Leichtmetallindustrie; Schmelzelektrolyse,
Antazida, Essigsaure Tonerde
Antimon (Sb) W
Blei- und Kupferschmelzereien, Glas- und Keramikindustrie; fossile Brennstoffe, Hartblei, Letternmaterial,
Streichhölzer, Batterien, Pigmente
Arsen (As) W
Schmelzereien; fossile Brennstoffe, Farbstoffe, Pigmente,
Schädligungsbekämpfung (Kalziumarsenat)
Barium (Ba) W
Glas- und Keramikindustrie, Pigmente, Feuerwerkskörper,
Strahlenschutz, Rodentizide, Insektizide,
Enthaarungsmittel, Kontrastmittel (Bariumsulfat)
Beryllium (Be) W
Keramikindustrie, Kupfer-Recycling, Flugzeugbau,
Röntgenfenster, Transistoren, Leuchtstoffröhren
Blei (anorganisch) (Pb)
Hüttenbetriebe, Kohlekraftwerke,
Müllverbrennungsanlagen; Mennige, Bleiakku, Antiklopfmittel, PVC-Stabilisatoren, Additive in Ölfarben
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Serum, 2 ml
(Röhrchen ohne
Kaolinkügelchen/
Gerinnungsbeschleuniger
verwenden !)
Urin, 10 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
Speichel, 5 ml
Haar, 1 g
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 2 ml
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
Haar, 1 g
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 1 ml
(zu einem beliebigen
Zeitpunkt)
Urin, 10 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
Stuhl, 1 g
Speichel, 10 ml
Haar, 1 g
329
Bor (B) W
Glasindustrie, Glaswaren (Borosilikatgläser), Wasch- und
Bleichmittel (Perborate), Neutronenabsorber in
Reaktoren, Holzschutzmittel, Adstringens und
Antiseptikum (Borsäure und Borax)
Brom (Br) (Gesamtbrom, inkl. Bromid) W
Farbstoff (Eosin), Fungizide, Schlafmittel (BromharnstoffDerivate)
Cadmium (Cd) W
Metallverhüttung, fossile Brennstoffe, Müllverbrennung,
Klärschlamm, Ni/Cd-Akku, Lagermetalle, Rostschutz
(Elektroplattierung), Farbpigmente, Zigarettenrauch
Cäsium (Cs) W
Photoelektrische Zellen, Photomultiplier, photographische Emulsionen, Rodentizide, Grundbelastung
durch Atombombenversuche und Reaktorunfälle
Cer (Ce) W
Erzverhüttung, Glas- und Keramikfärberei, Politur (CeO2)
Chrom (Cr) W
Galvanik-, Gerberei-Industrie, Holzimprägnierung,
Müllverbrennung, Metallüberzug, Cr-Fe-Legierungen,
Mineralfarben (Chromgelb, Chromoxidgrün)
Cobalt (Co) W
Wolframcarbidherstellung; Blaufärbung von Glas,
Porzellan, Emaille, Nuklearmedizin (Co60),
Vitamin B12
Fluorid (F) W
Pharmazie, Aluminium- und Glasgewinnung, Kälte- und
Treibmittel, Holzkonservierung, Nahrung (Fisch,
Schwarztee), Trinkwasser, Anästhetika (Enfluoran,
Halothan), Kariesprophylaxe
Gallium (Ga) W
Thermometerfüllung, Halbleitertechnik (Leuchtdioden,
Solarbatterien), Radionuklide (Medizin),
Zahnersatzlegierungen
330
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EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
Serum, 1 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 2 ml
(zu einem beliebigen
Zeitpunkt)
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
Speichel, 10 ml
Haar, 1 g
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 2 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut (Cr VI), 2 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
(5 ml Vorlauf oder ohne
Edelstahlkanülen)
Serum (Cr III), 5 ml
(5 ml Vorlauf oder ohne
Edelstahlkanülen)
Urin, 10 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
EDTA-Blut, 2 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
(5 ml Vorlauf oder ohne
Edelstahlkanülen)
Serum, 2 ml
(5 ml Vorlauf oder ohne
Edelstahlkanülen)
Urin, 5 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
Speichel, 10 ml
Serum, 3 ml
Urin, 20 ml
(vor Schichtbeginn)
Speichel, 10 ml
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
Germanium (Ge) W
Halbleitertechnik (Transistoren, Dioden, Photozellen),
Optik
Gold (Au) W
Schmuck, Münzen, Barren, Porzellanmalerei,
Photographie, Zahnersatzlegierungen (Amalgame),
therap. Anwendung bei rheumatischen Erkrankungen
Hafnium W
Indium (In) W
Halbleitertechnik, Solarzellen (CuInSe2), Legierungen
und Metallüberzug (Flüssiglegierung aus Ga/In),
Radionuklide (Medizin), Zahnersatz
Iridium (Ir) W
Schmuckindustrie (Platin/Iridium-Legierungen),
Elektronik, Katalysatoren (Petrochemie), Zahnersatz
Jod (Gesamtjod) (J) W
Meerwasser, Seetang, Farbe, Photographie, Antiseptikum
(ethanolische Lösung), Röntgenkontrastmittel,
Schilddrüsenfunktionstest, Strumatherapie
Kupfer (Cu) W
Verhüttung, Elektroindustrie, Messing, Bronze, Pigmente
(Kupferchromat), Fungizide, Pestizide, Zahnersatz
(Amalgame)
Lithium (Li)
Metallurgie, Organische Chemie (Synthese),
Entschwefelung, Kunststoff- und Keramikindustrie,
Hochleistungsbatterien, Therapeutikum
Mangan (Mn) W
Verhüttung, Ferromangan, Legierungen, Trockenbatterien
(MnO2), Düngemittel, Farben, Holzschutzmittel,
Fungizide (organ. Manganverb.)
Methylquecksilber (Monomethylquecksilber) W
Katalysator, Entstehung im Boden (mikrobiol., chemisch)
aus anorganischem Hg, Nebenprodukt bei der
Acetaldehyd- und Vinylchlorid-Produktion
Methylzinn (Mono-, Di-, Tri-) W
PVC-Hitzestabilisatoren (Lebensmittelverpackungen,
Wasserrohre), Glashärtung (Dimethylzinndichlorid),
Entstehung in der Umwelt durch mikrobiologische
Methylierung von anorganischem Zinn
Molybdän (Mo) W
Stahlindustrie, fossile Brennstoffe, Ölraffinerie,
Schmiermittel (MoS2), Farbpigmente
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EDTA-Blut, 2 ml
Urin, 10 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
Speichel I und II, je 10 ml
EDTA-Blut, 5 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 5 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 5 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 5 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 1 ml
Serum, 1 ml
Urin, 10 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
Speichel, 10 ml
Haar, 1 g
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 2 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
Serum (hämolysefrei !), 2
ml
Urin, 10 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
Haar, 1 g
EDTA-BlutSpezialröhrchen, 10 ml
Urin, 10 ml
Haar, 1 g
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
331
Nickel (Ni) W
Bergbau, Verhüttung, fossile Brennstoffe, Legierungen,
Implantate, Galvanik
Octylzinn (Mono-, Di-, Tri-) W
Palladium (Pd) W
Katalysatoren, Überzugsmetall, Zahnheilkunde
(Amalgame)
Platin (Pt) W
Autoabgaskatalysatoren, Photographie, Zahnheilkunde,
Zytostatikum (PtCl2(NH3)2)
Quecksilber (anorganisch) (Hg)
Klärschlamm, fossile Brennstoffe, Erzröstung, Farben,
Zahnmedizin (Amalgame), Arzneimittel, früher in
Fungiziden und Saatbeizmitteln
Quecksilber (organisch)
Rhenium (Re) W
Rhodium (Rh) W
Platin-Legierungen
Rubidium (Rb) W
Photokathoden, Photozellen
Ruthenium (Ru) W
Pt- und Pd-Legierungen, Keramikfarben
Schwefel (gesamt) (S) W
ubiquitär verbreitet
Selen (Se)
Glasindustrie, Galvanotechnik, Pigmente, Photozellen,
Fungizide, Medikamente
332
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EDTA-Blut, 2 ml
(5 ml Vorlauf oder ohne
Edelstahlkanülen)
Serum, 2 ml
(5 ml Vorlauf oder ohne
Edelstahlkanülen)
Urin, 10 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
Speichel, 10 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
Speichel, 10 ml
Haar, 1 g
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
Speichel, 10 ml
EDTA-Blut, 2 ml
(zu einem beliebigen
Zeitpunkt)
Urin, 10 ml
(zu einem beliebigen
Zeitpunkt)
24h-Sammelurin, 10 ml
Speichel I + II, je 10 ml
Stuhl, 1 g
Haar, 1 g
EDTA-Blut, 2 ml
(zu einem beliebigen
Zeitpunkt)
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
Serum, 2 ml
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 2 ml
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
Urin, 10 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
24h-Sammelurin, 10 ml
Silber (Ag) W
Photo- und Kopiertechnik,
Bakterizidie: Brandsalben (Silber-Sulfadiazin), Prophylaxe
mit AgNO3 gegen GO-Augeninfektion bei der Geburt
Silizium (Si) W
Asbest, Kaolin (Al2[(OH)4/Si2O5]), Schleifmittel (SiC),
Insektizide (Fluorosilikate)
Strontium (Sr) W
Atomkraftwerke, atomare Explosionen
Tantal (Ta) W
Korrosionsbeständige Legierungen (Ta-W-Co, Ta-W-Mo)
Tellur (Te) W
Verhüttung, Stahl-, Metall-Industrie, Solarzellen, LepraMedikament
Thallium (Tl) W
Erzröstung und Verhüttung, Tieftemperatur-Thermometer,
Spezialgläser, Photohalbleiter, Zementherstellung,
Rodentizide
Titan (Ti) W
Pigmente, Legierungen, Beschichtungen, Zahncreme;
keine (akuten oder chron.) toxischen Wirkungen bekannt
Uran (U) W
Erzgewinnung, Atomkraftwerke, atomare Explosionen
Vanadium (V, Vanadin) W
fossile Brennstoffe, Müllverbrennung, Legierungen,
Katalysatoren
Wismut (Bi, Bismut) W
Legierungen, Kosmetika, Therapeutika (Helicobacter
pylori)
Wolfram (W) W
Stahlindustrie (WC), Petrochemie (WS2), Legierungen
(Ta-W-Co, Ta-W-Mo), Glühbirnen
Zink (Zn)
Galvanik, Legierungen, Glasindustrie, Insektizide,
Fungizide
Zinn (Sn) W
Stahlverzinnung, Glas- und Keramik-Industrie,
Katalysatoren, Kunststoffe, Zahncreme (SnF2),
Zahnmedizin (Amalgame)
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EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
Speichel, 10 ml
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
(keine Glasröhrchen !)
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
Urin, 20 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
Haar, 1 g
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
Stuhl, 5 g
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
(Expositions- bzw.
Schichtende)
(bei Langzeitexposition:
nach 9 vorangegangenen
Schichten)
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 1 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
Haar, 1 g
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
Speichel, 10 ml
333
Zirkonium (Zr) W
Legierungen (Flugzeugbau, Implantate), Katalysatoren,
Blitzlichtpulver, Röntgenkontrastmittel (ZrO2)
EDTA-Blut, 2 ml
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
Mittel gegen Hygiene- und Vorratsschädlinge W
meist Insektizide
siehe: Alkylphosphate, Pyrethroide
Molluskizide W
Schneckenbekämpfungsmittel
Pentachlorphenol (PCP)
Serum, 2 ml
Urin, 10 ml
EDTA-Blut, 10 ml
Urin, 10 ml
TBTO (Tributylzinn)
Nikotin W
Insektizid
Nikotin, Cotinin (10-fach längere Halbwertszeit)
Serum, 2 ml
Urin, 5 ml
Nitroaromaten W
Ausgangsstoffe für zahlreiche chemische Synthesen (Farbstoffe, Pharmazeutika,
Schädlingsbekämpfungsmitteln), z.T. carcinogen
Nitrobenzol, o-Dinitrobenzol (o-DNB), 2,6-Dinitrotoluol,
EDTA-Blut4-Nitrobiphenyl, 1-Nitronaphthalin, 2-Nitronaphthalin,
Spezialröhrchen, 10 ml
p-Nitrochlorbenzol (1-Chlor-4-Nitrobenzol), pNitrotoluol
p-Nitrophenol, 4-Aminobiphenol
Urin, 10 ml
organische Lösungsmittel ˚ W
Screening auf nicht halogenierte Kohlenwasserstoffe:
Aceton, Benzol, 1-Butanol, 2-Butanol, i-Butanol,
Butylacetat, Ethanol, Ethylacetat, Ethylbenzol,
Isobutylacetat, Methanol, Methylethylketon (MEK),
Methylisobutylketon (MIBK), 1-Propanol, 2-Propanol,
Toluol, Xylol
Screening auf halogenierte Kohlenwasserstoffe:
Chloroform, 1,2-Dichlorethen, Dichlormethan,
Tetrachlorethen (PER), Tetrachlormethan, 1,1,1Trichlorethan, Trichlorethen (TRI)
nicht im Blut-Screening enthaltene Lösungsmittel:
Chlorbenzol, Cyclohexan, 1,2- und 1,4-Dichlorbenzol,
Dimethylformamid (DMF), Glykole, n-Heptan, n-Hexan,
n-Octan, n-Nonan, n-Decan, Butoxyethanol
Screening im Urin:
Aceton, Benzol, 1-Butanol, 2-Butanol, i-Butanol, Ethanol,
Ethylbenzol, n-Hexan, Kresole, Methanol, Methylacetat,
Methylbutylketon (MBK), Methylethylketon (MEK),
Methylisobutylketon (MIBK), Phenol, 2-Propanol, nPropanol, Toluol, Xylole
334
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Oxalat-Blut-Spezialröhrchen, 2x2 ml
Oxalat-Blut-Spezialröhrchen, 2x2 ml
Oxalat-Blut-Spezialröhrchen, 2x2 ml
Urin, 20 ml
Pestizide W
Schädlingsbekämpfungsmittel
Screening:
Aldrin, DDE, DDT, Dieldrin, Endosulfan, Endrin,
Furmecyclox, Heptachlor, Hexachlorbenzol (HCB),
Hexachlorcyclohexan (α-, β-, γ-HCH (Lindan)),
Methoyxchlor, Pentachlorbenzol, Pentachlorphenol
(PCP), Quintozen (Pentachlornitrobenzol)
EDTA-BlutSpezialröhrchen, 10 ml
nicht im Screening enthaltene Pestizide (Untersuchung
im Blut nur bei akuter Intoxikation sinnvoll):
Alkylphosphate, Atrazin, Chlorthalonil, Dichlorfluanid,
Dinitro-o-Kresol, Deiquat, Diuron, Paraquat, Pyrethroide,
2,4,5-Trichlorphenoxyessigsäure (2,4,5-T), 2,4Dichlorphenoxyessigsäure (2,4-D), TBTO (Tributylzinn),
Tolylfluanid, Toxaphen, Chlordan
Screening:
Urin, 30 ml
2,4-Dichlorphenoxyessigsäure (2,4-D), Methylquecksilber, Parathion-Ethyl (E 605), Pentachlorphenol (PCP),
Propoxur, Pyrethroide, 2,4,5-Trichlorphenoxy-essigsäure
(2,4,5-T), TBTO (Tributylzinn), Bromophos, Chlorpyrifos,
Dichlofluanid, Parathion-Methyl, Tolylfluanid
Screening:
Hausstaub, 5 g
Aldrin, Chlorthalonil, Cyfluthrin, Cypermethrin, DDT,
Deltamethrin, Dichlorfluanid, Dieldrin, Endosulfan,
Endrin, Ethyl-Parathion, Furmecyclox, Heptachlor,
Hexachlorbenzol (HCB), Hexachlorcyclo-hexan (α-, β-, γ
-HCH (Lindan)), Methoxychlor, Pentachlorbenzol,
Pentachlorphenol (PCP), Permethrin, Quintozen
(Pentachlornitrobenzol), TBTO (Tributyl-zinn),
Tolylfluanid
Siehe auch: Akarizide, Fungizide, Herbizide, Insektizide, Molluskizide, Rodentizide
Pflanzenschutzmittel
siehe: Akarizide, Alkylphosphate, Fungizide, Herbizide, Insektizide, Molluskizide,
Pestizide
Polycycl. aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) W
Teere, Öle, Carbolineum, Bitumenkleber
Acenaphthylen, Benzofluoranthene, Benzo[a]pyren,
Benzoperylen, Fluoranthen, Indenopyren
1-Hydroxypyren
EDTA-Blut-Spezialröhrchen, 10 ml
Urin, 10 ml
Pyrethroide W
den natürlichen Insektiziden aus Pyrethrum (Chrysantheme) strukturverwandte
synthetische Insektizide
Screening:
EDTA-BlutCyfluthrin, Cypermethrin, Deltamethrin, Permethrin
Spezialröhrchen, 10 ml
(nur bei akuter
Intoxikation sinnvoll)
Screening (Nachweis der Pyrethroid-Metaboliten):
Urin, 30 ml
Cyfluthrin, Cyhalothrin, Cypermethrin, Cyphenothrin,
Deltamethrin, Fenpropathrin, Fenvalerat, Permethrin
www.labor-blessing.de
335
Screening:
Cyfluthrin, Cypermethrin, Cyphenothrin, Deltamethrin,
Permethrin
Rattengifte W
Rodentizide
Cumarine (Acenocoumarol, Cumarin, Cumatetralyl,
Phenprocoumon, Warfarin)
siehe auch: Metalle (Barium, Cäsium, Thallium)
Schädlingsbekämpfungsmittel W
Propoxur
Propoxur-Metabolit
siehe auch: Alkylphosphate, Pestizide, Rodentizide
Schimmelpilze
Hausstaub, 5 g
Urin, 10 ml
Serum, 2 ml
(nur bei akuter
Intoxikation sinnvoll)
Urin, 10 ml
Untersuchungsmaterial bitte im Labor erfragen
Schwefelkohlenstoff W
Urin, 10 ml
Weichmacher W
Phthalate
Urin, 30 ml
Wohngifte W
p-Dichlorbenzol
Formaldehyd (Formalin)
organisches Zinn (Methylzinn, TBTO (Tributylzinn))
Piperonylbutoxid (Pyrethroid-Synergist)
polychlorierte Biphenyle (PCB)
Terpene (Pinen, Limonen, Caren)
Oxalat-BlutSpezialröhrchen, 2 ml
Urin, 5 ml
Urin, 10 ml
(3 Trpf. Eisessig zugeben)
Hausstaub, 5 g
Urin, 10 ml
EDTA-BlutSpezialröhrchen, 10 ml
(nur bei akuter
Intoxikation sinnvoll)
Hausstaub, 5 g
EDTA-BlutSpezialröhrchen, 10 ml
Hausstaub, 5 g
Oxalat-BlutSpezialröhrchen, 2 ml
siehe auch:
Holzschutzmittel
Kunststoff-Monomere
organische Lösungsmittel
polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe
Schädlingsbekämpfungsmittel (meist Alkylphosphate, Propoxur, Pestizide)
Weichmacher
336
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Toxocara W
ELISA/IB
(Toxocara canis (häufig), Toxocara cati (selten), Toxocariasis)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Fieber, respiratorische Symptome, Eosinophilie, Abdominalbeschwerden, Hepatomegalie, Urticaria, ZNS-Symptome, okulärer Befall mit
Chorioretinitis, Endophthalmitis oder Papillitis (Toxocara-Ophthalmie) - DD:
Retinoblastom.
Bewertung: Ausschluß oder Nachweis der Toxocariasis (DD: Toxoplasmose). Cave: IgG-Antikörper sind jahrelang nachweisbar, deshalb nur aussagekräftig im Zusammenhang mit entsprechender Symptomatik.
Bemerkungen:
Weltweit verbreitet, v.a. bei jungen Kindern (oft asymptomatischer Verlauf). Orale Aufnahme von Eiern aus Hunde- und Katzenkot,
Infestationsrate bei Katzen 18-50%, bei Hunden bis zu 100%. Bei Kindern in
Deutschland liegt die Toxocara-Antikörperprävalenz bei ca. 7%, mit einem
Hund als Haustier bei 15-20%.
Toxoplasma gondii
LIA/ELFA/EIA/PCR ˚
(Protozoen, Toxoplasmose)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Liquor, Amnionflüssigkeit, Gewebematerial (Nachweis
parasitärer Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Ausschluß oder Nachweis einer Toxoplasma-Infektion (unspezifische “grippale“ Symptome oder mehrtägiges Fieber und Lymphadenopathie, insbesonders Lymphadenitis colli), Toxoplasma-Enzephalitis
(bei Immunsupprimierten), Immunstatus, Schwangeren-Screening.
Bewertung: Aktive Toxoplasmose: IgG-Serokonversion, IgM positiv. Cave:
(niedrige) IgM-Titer können u.U. monatelang persistieren (wichtig bei IgMNachweis in der Schwangerschaft!). Ggf. Abklärungsteste: Bestimmung der
Avidität der IgG-Antikörper (ermöglicht Rückschluss auf ungefähren Infektionszeitpunkt), IgA-AK. Der Nachweis von spezifischen IgM- und/oder IgAAntikörpern im peripheren Blut des Neugeborenen gilt als Beweis für das
Vorliegen einer pränatalen Infektion. Immunstatus: IgG positiv, IgM negativ
(inaktive, latente Infektion).
Bemerkungen:
Postnatal erworbene Infektion: Endwirt des ToxoplasmaEntwicklungszyklus ist die Hauskatze und verwandte Feliden. Sie scheidet
mit dem Kot Toxoplasma-Oozysten (mit Sporozoiten) aus, die aufgrund ihrer
Widerstandsfähigkeit über einige Jahre lang lebens- und infektionsfähig
bleiben. Die Übertragung erfolgt durch orale Aufnahme von Oozysten aus
dem Katzenkot (Schmierinfektion, kontaminiertes Erdreich/Lebensmittel
etc.). Ein weiterer, wahrscheinlich seltenerer Infektionsweg erfolgt durch
Verzehr von rohem Fleisch (Schweinemett, Tartar, Steak englisch etc.).
Hierbei werden mit dem Muskelfleisch Bradyzoiten in Gewebezysten aufwww.labor-blessing.de
337
genommen, die in Darmepithelien eindringen, sich in Tachyzoiten umwandeln, im Wirtsorganismus disseminieren, anschließend Verwandlung in
langsam teilende Bradyzoiten unter Bildung von lebenslang persistierenden
Gewebezysten (v.a. Gehirn, Retina, Muskulatur). Hierbei ist auch der diaplazentare Übertritt auf den Feten bei Parasitämie der Mutter möglich.
Cave: Reaktivierung einer latenten Toxoplasmose bei Immungesunden bei
Immunsuppression (z.B. AIDS).
Konnatal erworbene Infektion: Eine Infektion des Föten kann nur zustande
kommen, wenn sich die Mutter in der Schwangerschaft erstmals infiziert.
Das Übertragungsrisiko ist abhängig vom Schwangerschaftsstadium:
1. Trimenon
15%
2. Trimenon
30%
3. Trimenon
> 60%
Je früher der Fötus befallen wird, um so größer sind die Schäden in den sich
entwickelnden Organen, vor allem im Gehirn (Hydrozephalus, intrazerebrale Verkalkungen, Chorioretinitis, Mikrozephalus), häufig Aborte, Frühoder Mangelgeburten. Bei Infektionen in der Spätschwangerschaft sind bei
Geburt Symptome selten, bei diesen meist asymptomatisch geborenen Kindern können in der 2./3. Lebensdekade Chorioretinitis und geistige Retardierung auftreten.
Die Immunitätslage sollte möglichst vor Beginn einer Schwangerschaft
geklärt werden, dies ist jedoch z.Zt. keine Regelleistung im Rahmen der
Mutterschaftsvorsorge.
TPA W
CLIA
(Tissue-Polypeptide-Antigen)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 95 U/l
Indikation:
Tumormarker zur Therapie- und Verlaufskontrolle einer Reihe
von Malignomen. Marker der 1. Wahl beim Harnblasenkarzinom (möglicher
Zweitmarker: Cyfra-21-1).
TPPA-Test
siehe:
Lues-Diagnostik
TPS W
CLIA
(Tissue polypeptide specific Antigen)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 83 U/l
Indikation:
Tumormarker zur Therapie- und Verlaufskontrolle einer Reihe
von rasch proliferierenden Malignomen.
338
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TPZ (Thromboplastinzeit)
siehe:
Quick-Test
Tränendrüsen-Antikörper
siehe:
Speicheldrüsengangepithel-Antikörper
TRAK
Radioligandenassay
(TSH-Rezeptor-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 1.75 IU/l
Indikation:
V.a. Autoimmun-Thyreopathie, M. Basedow (Graves Disease),
endokrine Orbitopathie (auch ohne Hyperthyreose)
Tramadol W
HPLC
Material:
Ther.-Bereich:
Serum, 2 ml
100 - 800 ng/ml
Toxisch: > 1000 ng/ml
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 4 ml (qualitativer Nachweis)
negativ
Transferrin
Material:
Ref.-Bereich:
Turbidimetrie
Serum, 1 ml
Männer: 2.15 - 3.65 g/l
Frauen: 2.50 — 3.80 g/l
Indikation:
Beurteilung des Eisenhaushalts, V.a. Eisenmangel bzw. Eisenüberladung, Parameter zur Berechnung der Transferrinsättigung (s.u.)
Bewertung: Ohne Kenntnis von Eisen und/oder Ferritin nur eingeschränkt
möglich
Material:
Urin, 10 ml
Ref.-Bereich:
< 2.3 mg/l
Indikation:
analog dem Albumin als Marker einer selektiven glomerulären Proteinurie (für diese Indikation ist die Albuminbestimmung vorzuziehen).
Bemerkungen:
Liquorrhoe.
siehe auch: Asialotransferrin (ß-2-Transferrin) bei V.a.
Transferrinsättigung
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
16 - 45 %
altersabhängig (siehe Befund)
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339
Indikation:
Beurteilung des Eisenhaushalts, V.a. Eisenmangel bzw. Eisenüberladung
Bewertung: Eine Transferrinsättigung >50% (Frauen) bzw. >55 % (Männer) beim nüchternen Patienten ist ein Hinweis auf eine Eisenüberladung
(primäre Hämochromatose oder sekundär, z.B. bei sideroachrestischen
Anämien, Thalassämie, chronisch hämolytischen Anämien, Porphyria cutanea tarda, Lebererkrankungen, chronischer Alkoholismus, Z.n. Transfusionen).
Eine Transferrinsättigung <15 % (bei Kindern und Jugendlichen <7 %)
spricht für einen funktionellen Eisenmangel.
Bemerkungen:
der Wert wird aus den Werten von Transferrin und Eisen
berechnet. Der Patient muß nüchtern sein.
Transfer-RNA-Synthetase-Antikörper
siehe:
Jo-1 (Histidyl-t-RNA-Synthetase)-Autoantikörper
Isoleucyl-t-RNA-Synthase-Autoantikörper
Transglutaminase-Antikörper
siehe:
Endomysium-Antikörper
Treponema pallidum
siehe:
Lues-Diagnostik
TRH-Test
Indikation:
Ausschluss bzw. Nachweis einer latenten Schilddrüsenfunktionsstörung, Therapiekontrolle der Substitutionstherapie nach
Schilddrüsenmalignom
Durchführung: Blutentnahme zur TSH-Bestimmung vor und 30 min nach
i.v. Gabe von 200 µg TRH (Kinder: 7 µg/kgKG). Alternativ
Blutentnahme vor und 30-120 min nach nasaler Applikation von 2 mg TRH.
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Serum, je 1 ml
Ref.-Bereich:
2 - 25 mIU/l
Triazolam W
Material:
Ther.-Bereich:
340
HPLC
Serum, 2 ml
2 - 20 ng/ml
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Trichinen W
EIA/IB
(Nematoden, Trichinella spiralis u.a., Trichinellose, Trichinose)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
V.a. Muskeltrichinellose: rheumaartige Myalgien, Fieber, periorbitale Gesichtsödeme, Urticaria, Exantheme, Eosinophilie, CK-Anstieg.
Bewertung: Ausschluß oder Nachweis der Trichinose: IgG-Serokonversion, IgM-AK positiv (meist 2 Wochen post infectionem). Cave: Kreuzreaktionen mit anderen Helminthen! Eine begrenzte Speziesdiagnostik ist mittels
Immunoblot möglich.
Bemerkungen:
Für menschliche Erkrankungsfälle ist meist rohes
Schweine- (z.B. Schweinemett) oder Bärenfleisch die Infektionsquelle. Weltweit verbreitet, in Europa im Osten und Südosten. In Deutschland sind
Erkrankungsfälle aufgrund der Veterinärüberwachung (Trichinenschau)
selten geworden, v.a. eingeschleppte Fälle. Meldepflichtiger Krankheitserreger gem. § 7 IfSG ( 2008: 1 Fall, 2007: 10 Fälle).
Trisomie-Diagnostik
siehe:
Chromosomenanalyse
PraenaTest
Triple-Diagnostik
Trizyklische Antidepressiva (Screening)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
FPIA
Urin, Serum, Magensaft, 5 ml
negativ
V.a. Intoxikation oder Mißbrauch
Bemerkungen:
semiquantitativer Suchtest, ein positives Ergebnis muß ggf.
durch spezifische Verfahren bestätigt werden.
Falls ein quantitativer Medikamentenspiegel im Serum gewünscht wird, bitte
diesen direkt anfordern unter Angabe des entsprechenden Medikamentes
(siehe dort), in diesen Fällen ist der Suchtest nicht geeignet.
Triglyceride
enzymatisch
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
< 200 mg/dl
Bemerkungen:
siehe auch Lipidelektrophorese
Trimethadion W
Material:
Ther.-Bereich:
GC/MS
Serum, 2 ml
20 - 50 µg/ml
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341
Trimethoprim W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 5 mg/l
Bemerkungen:
Bestandteil der Kombination Cotrimoxazol (vgl. Sulfamethoxazol), als Monosubstanz (bessere Verträglichkeit) bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen, insbesonders zur Langzeitprophylaxe. Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz.
Trimipramin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
20 - 200 µg/l
Toxisch: > 500 ug/l
Triple-Diagnostik
(Pränatale Risikobeurteilung für Trisomie 21 bzw. Down-Syndrom)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Risikobeurteilung für Trisomie 21 speziell bei Altersindikation, Entscheidungshilfe pro/contra Amniozentese, beinhaltet die Risikoabschätzung für Neuralrohrdefekt anhand des AFP.
Bewertung: siehe Befund
Bemerkungen:
Für die korrekte Auswertung sind die exakte Angabe des
Schwangerschaftsalters (gerechnet ab 1. Tag der letzten Menstruation) sowie
weitere Angaben unbedingt erforderlich (bitte unseren Triple-Test-Begleitschein beifügen).
Eine Auswertung mittels Triple-Test ist nur für die 14.-20. SSW möglich. In
der SSW 11+0 - SSW13+6 kann eine Testung mit dem sogenannten Ersttrimester-Screening (siehe dort) mittels PAPP-A und freiem ß-HCG durchgeführt werden.
Tropheryma whipplei W
PCR
(Whipple-Krankheit, intestinale Lipodystrophie)
Material:
Dünndarmbiopsien, Gewebeproben, Liquor (Nachweis
bakterieller Nukleinsäure, PCR)
Indikation:
V.a. Whipple-Krankheit: chronische Systemerkrankung mit
den Leitsymptomen Polyarthritis (Frühphase!), Gewichtsverlust, Diarrhoe,
Bauchschmerzen, teilweise mit Fieber. Mitbeteiligung von Lymphknoten,
Herz, Leber, Lunge und ZNS möglich.
Bewertung: DNA-Nachweis des Erregers spricht für Whipple-Erkrankung.
Bemerkungen:
Die Whipple-Krankheit ist eine seltene, bevorzugt bei
weißen Männern zwischen 40 und 60 Jahren in Europa und den USA auf342
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tretende Erkrankung fast immer mit Beteiligung des Dünndarmes (Nachweis
von PAS-positiven Stäbchen unter der Basalepithelschicht und bakterienhaltigen Makrophagen in der Lamina propria). Anzucht der extrem langsam
wachsenden Erreger in Gewebekulturen mittlerweile möglich. Ursächlich für
die Erkrankung ist vermutlich eine inadäquate Immunantwort auf den
Erreger (genetisch determinierter zellulärer Immundefekt). Ohne Antibiotikatherapie (Dauer 12 Monate!) schreitet die Krankheit langsam fort bis zum
Tod.
Troponin I
MEIA
(Cardiales Troponin I, cTnI)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 0.04 ng/ml
Indikation:
Diagnostik und Verlaufskontrolle des Myocardinfarkt, Nachweis von Mikroinfarkten bei instabiler Angina pectoris, Therapiekontrolle bei
Thrombolyse.
Bemerkungen:
sehr herzmuskelspezifisch, diagnostische Sensitivität 90100% 12h nach Schmerzbeginn
Troponin T
ELISA
(Cardiales Troponin T, cTnT)
Material:
EDTA-Blut, 1 ml
Ref.-Bereich:
negativ
Indikation:
V.a. Myocardinfarkt, instabile Angina pectoris
Bemerkungen:
wir führen routinemäßig die Troponin I-Bestimmung
durch (s.o.), die sich als der Troponin T-Bestimmung überlegen erwiesen
hat.
Trypanosomen ˚
Mikroskopie/IHA/IFT
(Protozoen: Trypanosoma cruzi, Trypanosoma brucei gambiense, Trypanosoma brucei rhodesiense)
Material:
EDTA-Blut, 2 ml: “Dicker Tropfen“/Blutausstrich, Punktat:
Haut/Lymphknoten/Knochenmark, Liquor (Mikroskopie)
Serum, 1 ml (Serologie)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
ost- und westafrikanische Trypanosomiasis (Schlafkrankheit),
mittel- und südamerikanische Trypanosomiasis (Chagaskrankheit)
Bewertung: Mikroskopie: Nachweis des akuten Stadiums einer Trypanosomiasis. Serologie: v.a. Nachweis des chronischen Stadiums einer Trypanosomiasis, wenig hilfreich im akuten Stadium.
Bemerkungen:
Übertragung der afrikanischen Trypanosomiasis durch den
Stich der tagaktiven, blutsaugenden Tsetsefliege, Übertragung der ameriwww.labor-blessing.de
343
kanischen Trypanosomiasis hauptsächlich durch den Kot blutsaugender
Raubwanzen. Klinisch Einteilung in ein akutes Stadium (Trypanosomenschanker, Chagom), nachfolgend Parasitämie mit Multiorganbefall
und —nach Monaten bis Jahren— ein chronisches Endstadium (ZNS-Befall:
Schlafsucht; Myokarditis), unbehandelt mit letalem Ausgang.
Trypsin W
Material:
Ref.-Bereich:
RIA
Serum, 1 ml
bis 2 Jahre:
3 - 14 Jahre:
14 - 40 Jahre:
41 — 60 Jahre:
über 60 Jahre:
60 — 320 ug/l
45 — 345 ug/l
140 — 450 ug/l
140 — 500 ug/l
140 — 600 ug/l
Indikation:
Akute, rezidivierende, chronische Pankreatitis, zystische
Pankreasfibrose, Pankreas-Karzinom.
Bewertung: erhöht: akute Pankreatitis, Schub der chronischen Pankreatitis, Pankreas-Karzinom, zystische Pankreasfibrose (erste Lebensmonate),
Niereninsuffizienz.
erniedrigt: im Intervall bei chronisch rezidivierender fortgeschrittener
Pankreatitis, Diabetes mellitus (70 %).
Bemerkungen:
zur Beurteilung der exokrinen Pankreasfunktion ist die
Bestimmung der Pankreas-Elastase im Stuhl vorzuziehen.
Tryptase
FEIA
(Mastzell-Tryptase)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 11.4 µg/l
Indikation:
V.a. bzw. Ausschluß von systemischer bzw. kutaner Mastozytose (Urticaria pigmentosa), z.B. auch bei Patienten mit systemischer Reaktion auf Insektengift.
Differentialdiagnose fraglicher akuter anaphylaktischer Reaktionen bei
unklarer Klinik.
Bewertung: Dauerhaft erhöhte Tryptasewerte (meist zwischen 20 und
200 ug/l) können ein Hinweis auf eine systemische Mastozytose sein. Bei
kutaner Mastozytose (Urticaria pigmentosa) liegen die Werte meist <20 ug/l.
Bei akuter anaphylaktischer Reaktion finden sich erhöhte Werte 0.5-3h nach
dem Ereignis, die innerhalb von 24-48h wieder auf Basalwerte abfallen.
TSH (basal)
LIA
(Thyreoidea stimulierendes Hormon, Thyreotropes Hormon)
Material:
Serum, 1 ml
344
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Ref.-Bereich:
0.30 - 3.6 mIU/l
altersabhängig (siehe Befund)
manche Autoren empfehlen, die obere Normbereichsgrenze bereits bei 2.5 mIU/l anzusetzen
Indikation:
Nachweis einer Euthyreose bzw. Screeningparameter bei V.a.
Hyper- oder Hypothyreose, Verlaufskontrolle unter T4-Medikation.
TSH (stimuliert)
siehe:
TRH-Test
TSH-Rezeptor-Antikörper
siehe:
TRAK
Tubuläre Basalmembran-Antikörper W
(TBM-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Autoimmune interstitielle Nephritis, Goodpasture-Syndrom,
rapid progressive Glomerulonephritis, Autoimmunglomerulonephritis
Bemerkungen:
Es handelt sich unter anderen um Antikörper gegen ein
Glykoprotein (3M-1) der Basalmembran der proximalen Tubuli.
Tularämie W
IFT/Kultur
(Francisella tularensis, Hasenpest, Ohara´s Disease, Francis´ Disease, Market
Men´s Disease, Rabbit Fever, Lemming-Fieber)
Material:
Serum, 1 ml (Serologie — Methode der Wahl)
Blut, Exsudat von Hautläsionen, Sputum, Bronchialsekret,
Konjunktivalabstrich (Kultur, S3-Labor!)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Ausschluß oder Nachweis einer Tularämie
Bewertung: Kultur: Nachweis der akuten Infektion mit Francisella tularensis. Serologie: Serokonversion oder Vierfachtiteranstieg im IgG, IgM positiv
sprechen für eine akute Infektion.
Bemerkungen:
Je nach Eintrittspforte unterschiedliche Manifestationen:
ulzeroglanduläre Form (75-85% der Fälle, schmerzhaftes Ulcus mit regionalen Lymphknotenschwellungen), typhoidale Form (ca. 10% der Fälle, keine
Hautläsionen oder Lymphadenopathie, hohes anhaltendes Fieber, Hepatosplenomegalie, starke Kopfschmerzen), oculoglanduläre Form (ca. 1%,
einseitige eitrige Konjunktivitis, schmerzhafte regionale Lymphknotenschwellung), oral-pharyngeale Form (sehr selten, membranöse Pharyngitis —
DD: Diphtherie — zervikale Lymphadenopathie), pulmonale Form (Dyspnoe,
Husten, Pleuritis, Zyanose, beidseitige fleckige Infiltrationen). Übertragung
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345
meist durch Zeckenstiche, Bremsen, Stechmücken oder Kontakt mit infizierten Tieren, selten über kontaminierte Nahrungsmittel/Wasser oder
Inhalation infektiösen Materials. Meldepflichtiger Krankheitserreger gem. §
7 IfSG (2008: 15 Fälle, 2007: 20 Fälle).
Tumormarker-Diagnostik
Die folgende Tabelle enthält Empfehlungen zum Einsatz von Tumormarkern
zur Therapie- und Verlaufskontrolle. Einige Marker eignen sich auch zur
Vorsorge bzw. Überwachung von Risikopatienten. Nähere Einzelheiten
siehe bei den jeweiligen Untersuchungen.
Tabelle 28: Tumormarkerdiagnostik
Tumor
Bronchial-Ca
kleinzellig
nicht-kleinzellig
Endometrium-Ca
Gallenwegs-Ca
Harnblasen-Ca
HNO-Tumoren
Karzinoid
Keimzelltumoren
Kolon- Rectum-Ca
Lebermetastasen
Leberzell-Ca
Magen-Ca
Maligne Lymphome
Tumormarker 1. Wahl
Tumormarker 2. Wahl
NSE
Cyfra21-1
CA19-9
TPA
SCC
TPA, CA125, CEA
TPA, CA125, CEA, SCC
CA125, SCC, CEA
CEA, AFP, CA125
NMP-22
CEA, TPA
AFP, TPA, SP-1, NSE
CA19-9, TPA, AFP
Malignes Melanom
-
Mamma-Ca
Nierenzell-Ca
Ösophagus-Ca
Ovarial-Ca
CA15-3
CA125, HE-4, CASA
Pankreas-Ca
Phäochromozytom
Prostata-Ca
Schilddrüsen-Ca
medullär
follikulär, papillär
Zervix-Ca
CA19-9
VMS, Katecholamine
PSA
5-Hydroxyindolessigsäure
ß-HCG
CEA
CEA
AFP
CA72-4
-
Calcitonin
Thyreoglobulin
SCC
TPA, CA19-9, CA125
CA19-9, CEA, AFP
Thymidinkinase,
ß2-Mikroglobulin i.S.
5-S-Cysteinyl-DOPA,
Protein S-100
TPA, CEA
M2-PK
CEA, SCC, TPA
TPA, CEA, CA15-3,
CA72-4
TPA, CEA, AFP, CA125
PAP, TPA
NSE, CEA
TPA
CEA
Tumor-Nekrosefaktor
siehe:
346
TNF
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Turner-Syndrom
siehe:
Chromosomenanalyse
Tyrosin-Phosphatase-Antikörper
RIA
(IA2-Antikörper, ICA512-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
< 0.75 U/ml
Indikation:
Diabetes mellitus Typ I (auch zur Überwachung von Personen
mit erhöhtem Diabetesrisiko), DD Diabetes mellitus Typ I / Typ II.
Bemerkungen:
weitere Diabetes-spezifische Autoantikörper siehe auch
unter GAD-Antikörper (Glutaminsäure-Decarboxylase), ICA (Zytoplasmatische Inselzellantikörper), Insulin-Autoantikörper.
U1-n-RNP-Antikörper
(nRNP-Antikörper)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Mischkollagenose (mixed connective tissue disease = MCTD),
Sharp-Syndrom, systemischer Lupus erythematodes (SLE), selten bei anderen
Kollagenosen und chronischer Polyarthritis
Bewertung: Nachweisraten bei MCTD 95-100%, bei SLE 20% (oft zusammen mit Sm-Antikörpern).
Bemerkungen:
Extrahierbarer nukleärer Antikörper (ENA) gegen Proteine
des U1-n-RNP-Partikels, das am Spleißen der mRNA beteiligt ist.
Ultralangkettige Fettsäuren W
(ULCFA)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Serum, 5 ml
siehe Befund
V.a. Adrenoleukodystrophie, Zellweger-Syndrom
Ureaplasma urealyticum
Kultur/PCR ˚
(T-Mykoplasmen, 14 Serovare)
Material:
Genitalabstrich (Urethra, Vagina/Zervix), Prostatasekret,
Nativurin, respirat. Sekret (Kultur; Nachweis bakterieller
Nukleinsäure)
Indikation:
nicht-gonorrhoische
Urethritis/Prostatitis,
Epididymitis,
Chorioamnionitis (ggf. mit Abort oder Frühgeburt), Pyelonephritis(?),
respiratorische Infekte und Pneumonien bei untergewichtigen Neugeborenen (Puerperalinfektion)
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347
Bemerkungen:
Sexuell-übertragbare Infektion: U.urealyticum ist beim
Mann vor allem Erreger der nicht-gonorrhoischen Urethritis und Prostatitis
(10-20% aller sog. "abakteriellen" Prostatitis-Fälle), die Beteiligung am sogenannten Urethral-Syndrom der Frau ist umstritten. Therapie der Wahl sind
Tetracycline (besonders Doxycyclin) oder Makrolide (z.B. Erythromycin),
alternativ Fluorchinolone. ß-Lactamantibiotika sind bei Bakterien ohne feste
Zellwand grundsätzlich nicht wirksam! Eine symptomlose Besiedlung des
unteren Genitaltrakts (40-80% der Frauen und 5-20% der Männer im sexuell
aktiven Alter) bedarf keiner Therapie. Ggf. Partnerbehandlung. Der
Antikörpernachweis hat wegen der verschiedenen Serovare und der hohen
Trägerrate keine klinische Relevanz.
Urinprotein-Diagnostik
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 10 ml (2. Morgen-Urin, ohne Zusätze)
Gesamteiweiß:
< 120 mg/l
(< 150 mg/24h)
Albumin:
< 20 mg/l
(< 30 mg/24h)
α1-Mikroglobulin: < 12 mg/l
(< 20 mg/24h)
IgG:
< 10 mg/l
(< 15 mg/24h)
Indikation:
Beurteilung, Differenzierung und Verlaufskontrolle einer
Proteinurie anhand o.g. Markerproteine (prärenal, postrenal, selektiv- bzw.
nichtselektiv glomerulär, tubulär)
Bewertung: siehe Befund
Urin-SDS-Disk-PAGE
(SDS-diskontinuierliche Polyacrylamidgelelektrophorese)
siehe: DISC-Elektrophorese
Urinstatus
Material:
Ref.-Bereich:
frischer Urin (nicht älter als 2h), 10 ml
siehe Befund
Bemerkungen:
beinhaltet Urinsediment sowie chemische Untersuchung
auf pH-Wert, Eiweiß, Glucose, Ketonkörper, Urobilinogen, Nitrit, Erythrozyten bzw. Hämoglobin und Leukozyten.
Uroporphyrin
siehe:
Porphyrin-Differenzierung
Uroporphyrinogen-I-Synthase
(Uro-Synthase,
Desaminase)
Material:
348
Hydroxymethylbilan-Synthase,
Heparin-Blut, 1 ml
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HPLC
Porphobilinogen-
Ref.-Bereich:
Indikation:
Porphyrie
5 — 10 nmol/sec/l
Nachweis des Enzymdefekts bei der akuten intermittierenden
Valproinsäure
FPIA
(DPA, Dipropylacetat)
Material:
Serum, 1 ml
Ther.-Bereich:
50 - 100 mg/l
Bemerkungen:
empf. Entnahmezeitpunkt: vor Medikamentengabe
Vancomycin W
Material:
Ther.-Bereich:
FPIA
Serum, 0.5 ml
20 - 40 mg/l (Spitzenspiegel, 120 min. nach Inf.ende)
5 - 10 mg/l (Talspiegel, direkt vor nächster AB-Gabe)
Bemerkungen:
älteres Glykopeptid-Antibiotikum, ototoxisch (sehr selten)
und/oder nephrotoxisch v.a. bei gleichzeitiger Gabe von Aminoglykosiden,
Schleifendiuretika oder Amphotericin B. Bei zu schneller Infusion (< 60
min., > 10 mg/min.) durch Freisetzung von Mediatoren Hautrötung (“Redneck-Syndrom“) und Blutdruckabfall: Fehldiagnose Allergie. Cave: Serumspiegelbestimmung mittels FPIA kann zu hohe Werte ergeben! Anpassung
der Tagesdosis/Dosierungsintervall bei Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance!).
Vanillinmandelsäure
siehe:
VMS
Varicella-Zoster-Virus
CLIA/ELISA/PCR
(Humanes Herpesvirus 3 (HHV-3), VZV, Windpocken)
Material:
Serum/Liquor, je 1 ml (Serologie)
Bläscheninhalt, Liquor, BAL, Gewebe, Fruchtwasser
(Nachweis viraler Nukleinsäure, PCR)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Serologie: Zoster (“Gürtelrose“, Herpes zoster), Varizellen
(Windpocken, Wasserpocken), Immunstatus. Erregernachweis: DD
Bläschenexantheme, Varizellenpneumonie, Varizellenenzephalitis.
Bewertung: Serologie: - akute Infektion (Varizellen): Vierfachtiteranstieg in
KBR, IgG-Serokonversion, IgM(IgA) positiv. - Reaktivierung (Zoster): Anstieg
in KBR und IgG, meistens IgA positiv, z.T. erneut IgM positiv. — Immunität:
IgG positiv. Erregernachweis: Nachweis einer aktiven (primäre oder
reaktivierte) Varicella-Zoster-Virus-Infektion.
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349
Bemerkungen:
Die Primärinfektion verläuft als Varizellen mit typischem
Exanthem, selten mit Otitis media, Pneumonie, Nephritis oder Meningoenzephalitis. Diese Komplikationen sind deutlich häufiger bei Immunsupprimierten. Der Zoster ist ein endogenes Rezidiv (Reaktivierung des
lebenslang in Spinalganglien latent-persistierenden Virus), keine exogene
Reinfektion. Bei Varizellen besteht Ansteckungsgefahr 1-2 Tage vor Exanthemausbruch bis zu 5 Tage nach Auftreten der letzten Effloreszenzen. Der
Durchseuchungsgrad der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland beträgt
> 95%. Bei Auftreten von Varizellen bis zur 21. SSW liegt das Schädigungsrisiko des Kindes bei ca. 2%, bei perinatalen Varizellen schwere, z.T. lebensbedrohliche Erkrankung des Neugeborenen, Risiko ca. 8%. Für die aktive Immunisierung ist ein Lebendimpfstoff zugelassen (als Postexpositionsprophylaxe innerhalb von 5 Tagen nach Exposition). Passive Immunprophylaxe mit Varicella-Zoster-Immunglobulin innerhalb von 24-72(96) h nach
Exposition. Die immunologische Abwehr gegenüber VZV basiert im Wesentlichen auf zellvermittelten Immunreaktionen, deren Nachweis jedoch
technisch schwierig ist. Klinische Daten weisen jedoch darauf hin, daß das
Ausmaß der primären humoralen Immunantwort vier bis sechs Wochen
nach aktiver Impfung mit der Schutzrate vor Varizellen korreliert (Antikörpertiter ≥ 5 gp-ELISA U/ml).
Vasoaktives intestinales Polypeptid
siehe:
VIP
Vasopressin
siehe:
ADH
Vaterschaftsgutachten W
Material:
EDTA-Blut, 5 ml
Bemerkungen:
telefonische
Rücksprache
erforderlich
(spezielle
Identitätssicherungs- und Abnahme-Bedingungen), keine Kassenleistung
VCA
siehe:
Epstein-Barr-Virus
VDRL-Test
(Veneral Disease Research Laboratory-Test, VDRL-Cardiolipin-Antikörper)
siehe: Lues-Diagnostik
350
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Venlafaxin W
Material:
Ther.-Bereich:
LCMS
Serum, 2 ml
30 —175 ng/ml
Verapamil W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
50 - 350 µg/l
Verotoxine
siehe:
Escherichia coli (EHEC)-Toxine
Vibrio cholerae
siehe:
Cholera-Vibrionen
Vigabatrin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 1 ml
3 - 25 mg/l
bei Abnahme 2-4 h nach Medikamenteneinnahme
Viloxazin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
0.5 - 5.0 µg/ml
Vimentin-Antikörper
siehe:
Zytoskelett-Antikörper
Vinylbital W
(Vinylbarbital)
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
1 - 10 µg/ml
VIP W
RIA
(Vasoaktives intestinales Polypeptid)
Material:
EDTA-Plasma gefroren, 1ml
Ref.-Bereich:
< 100 ng/l
Indikation:
V.a. VIPom (Verner-Morrison-Syndrom) bei profusen wässrigen Durchfällen mit Hypokaliämie
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351
Bemerkungen:
Das EDTA-Plasma muß innerhalb einer Stunde nach
Blutentnahme eingefroren werden.
Virus-Diagnostik
(Virus-Serologie, Virus-Antikörper, Virusnachweis)
siehe: Dermatotrope Viren
Enterotrope Viren
Kardiotrope Viren
Lymphotrope Viren
Neurotrope Erreger
Pneumotrope Viren
Hepatitis-Stufendiagnostik
PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion)
Vitamin A W
HPLC
(Retinol, Axerophtol)
Material:
Serum, 1 ml, lichtgeschützt
Ref.-Bereich:
200 - 1200 µg/l
Indikation:
Malabsorptionssyndrome, gestörtes Dämmerungssehen, erhöhte Blendempfindlichkeit, Hyperkeratose, Haarausfall, V.a. Überdosierung, unklare Hypercalcämie
Vitamin B1 W
HPLC
(Thiamin, Aneurin)
Material:
EDTA-Vollblut lichtgeschützt und gefroren, 2 ml
Ref.-Bereich:
20 - 70 µg/l
Indikation:
Malabsorptionssyndrome, neurologische Störungen (Lähmungen, Sensibilitätsstörungen, Muskelschmerzen, Magen-Darm-Störungen),
V.a. Wernicke-Enzephalopathie, Korsakow-Syndrom, Landry-Paralyse, BeriBeri
Vitamin B2 W
HPLC
(Riboflavin, FAD, Lactoflavin, Hepatoflavin)
Material:
EDTA-Blut lichtgeschützt und gefroren, 1 ml
Ref.-Bereich:
136 - 370 µg/l
Material:
Ref.-Bereich:
Serum lichtgeschützt und gefroren, 1 ml
40 - 240 µg/l
Indikation:
Malabsorptionssyndrome, Veränderungen an
Schleimhäuten, Mundwinkel- und Zungenrhagaden, Pruritus
352
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Haut
und
Bemerkungen:
Die Meßergebnisse
Dinucleotid) bezogen.
sind
auf
Vitamin B6 W
FAD
(Flavin-Adenin-
HPLC
(Pyridoxalphosphat, Pyridoxin, Adermin)
Material:
EDTA-Plasma gefroren, 1 ml
Ref.-Bereich:
5 - 30 µg/l
Indikation:
Malabsorptionssyndrome,
Haut und Schleimhäuten
Neuritiden,
Vitamin B12
(Cobalamin)
Material:
Ref.-Bereich:
Veränderungen
an
LIA
Serum, 1 ml
211 - 911 pg/ml
Indikation:
Megaloblastäre Anämie, funikuläre Myelose, Malabsorptionssyndrome, chronische Magenerkrankungen
Bemerkungen:
nach einem Schilling-Test wie auch nach probatorischer
B12-Gabe ist der Test für Monate nicht mehr diagnostisch verwertbar.
Zur Beurteilung eines funktionellen Vitamin B12-Mangels (insbesondere
auch bei Vitamin B12-Werten im unteren Normbereich) siehe auch Holotranscobalamin bzw. Methylmalonsäure.
Vitamin-B12-Resorptionstest (nicht-radioaktiv)
Indikation:
Ursachenklärung bei nachgewiesenem Vitamin B12-Mangel
Durchführung: Die letzte Vitamin B12-Medikation muss mindestens 5
Monate zurückliegen. Blutentnahme zur Vitamin B12-Bestimmung vor und 4h nach oraler Gabe von 1000µg
Vitamin B12. Bei fehlendem Anstieg Kontrollversuch mit
zusätzlicher Gabe von 35 mg Intrinsic-Faktor-Konzentrat
oral.
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Serum, je 1 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Bewertung: Bei Perniziosa fehlender Anstieg, deutlicher Anstieg erst nach
Gabe von Intrinsic-Faktor. Bei Erkrankungen des Ileum gewöhnlich kein
Anstieg auch nach Intrinsic-Faktor.
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353
Vitamin C W
(Ascorbinsäure)
Material:
Ref.-Bereich:
photometrisch
Serum gefroren, 2 ml
2 - 20 mg/l
Indikation:
Malabsorptionssyndrome, Störung des Knochen- und Zahnwachstums, Wundheilungsstörungen, V.a. Skorbut
Bewertung: erniedrigt: Malabsorption, Schwangerschaft, Laktation,
Alkoholismus.
Vitamin D
unterschieden werden folgende Untersuchungen:
25-Hydroxy-Vitamin D
HPLC
(25-OH-Cholecalciferol, Calcidiol, Vitamin D)
Material:
Serum, 1 ml
Ref.-Bereich:
<50 Jahre: 50-175 nmol/l
>50 Jahre: 63-175 nmol/l
Indikation:
V.a. Vitamin D-Mangel (rachitische Symptome) infolge mangelnder Zufuhr oder Aufnahme, erhöhtem Verbrauch (z.B. anti-konvulsive
Therapie), Verlust (z.B. nephrotisches Syndrom) oder Synthesestörung
(schwerer Leberparenchymschaden).
Bemerkungen:
optimaler Bereich bei Niereninsuffizienz: >100 nmol/l
(K/DOQI-Leitlinien: > 75 nmol/l)
1,25-Dihydroxy-Vitamin D 3
RIA
(1,25-(OH)2-Cholecalciferol, Calcitriol, Vitamin D3)
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 0.5 ml
35 - 90 ng/l
altersabhängig (siehe Befund)
Indikation:
DD der Hypercalcämie, Therapiekontrolle bei Medikation mit
1α-Hydroxy-Vitamin D oder 1,25-Dihydroxy-Vitamin D, V.a. Störung im
Vitamin D-Stoffwechsel speziell bei Niereninsuffizienz, DD der Vitamin-Dabhängigen Rachitis in Typ I bzw. Typ II.
Vitamin E W
(Tocopherol)
Material:
Ref.-Bereich:
354
HPLC
Serum lichtgeschützt und gefroren, 1 ml
1 — 6 Jahre:
3.0 — 9.0 mg/l
7 — 12 Jahre:
4.3 — 9.0 mg/l
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13 — 19 Jahre:
Erwachsene:
Indikation:
Bewertung:
5.6 — 10.3 mg/l
5.0 — 18.0 mg/l
Malabsorptionssyndrome, Beurteilung des Oxidantienstatus
erniedrigt: Malabsorptionssyndrome, gestörte Fettresorption
Bemerkungen:
Das fettlösliche Vitamin E schützt als Radikalfänger die
ungesättigten Fettsäuren der Membranlipide vor Peroxidation.
Vitamin K 1 W
HPLC
(Phyllochinon, antihämorrhagisches Vitamin)
Material:
Serum lichtgeschützt, 2 ml
Ref.-Bereich:
50 - 900 ng/l
Indikation:
Mangelerscheinungen (Gerinnungsstörungen), unerwartete
Quick-Werte trotz scheinbar adäquater Medikation mit Vitamin K-Antagonisten (z.B. Marcumar)
Bewertung: erniedrigt:
Malabsorptionssyndrome,
Störungen
der
Gallensekretion, längerdauernde Antibiotikatherapie (Zerstörung der Darmflora)
Bemerkungen:
synthetisiert.
fettlösliches
Vitamin;
teilweise
von
Darmbakterien
VMS
HPLC
(Vanillinmandelsäure)
Material:
10 ml 24h-Urin angesäuert
(sammeln über 10 ml 10 %-iger HCl)
Ref.-Bereich:
< 7.0 mg/24h
Indikation:
DD der Hypertonie, Ausschluss Phäochromozytom
Bemerkungen:
Medikamente, speziell L-Dopa, α-Methyldopa, Phenothiazine, Theophyllin, MAO-Hemmer, Tetrazykline und Erythromycin möglichst 1 Woche vorher absetzen.
Geeignet als Screening-Test, niedrigere Sensitivität und Spezifität als die
Bestimmung der Katecholamine.
Vogelhalterlunge
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Waaler-Rose-Test
(Rheumafaktor)
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
Serum, 1ml
negativ
V.a. Rheumatoide Arthritis (RA)
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355
Bemerkung:
Rheumafaktortest mit tierischem IgG als Antigen. Die
erzielten Titer sind niedriger als bei anderen Methoden, die Spezifität für RA
ist jedoch höher.
Wachstumshormon-Stimulationstests
Indikation:
V.a. Minderwuchs durch Mangel an Wachstumshormon
Screeningtests:
Durchführung:
Material:
Ref.-Bereich:
Durchführung:
1. Körperliche Belastung
Bestimmung von STH vor und 20 min nach 10 minütiger
körperlicher Belastung
Serum, je 1 ml
> 10 µg/l
2. Clonidin-Test
Bestimmung von STH vor und in 30 minütigem Abstand
bis 3h nach oraler Gabe von Clonidin 0.15 mg/kgKG
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Serum, je 1 ml
Ref.-Bereich:
> 10 µg/l
Definitive Tests: 1. Arginin-Cl-Test
Durchführung: Bestimmung von STH vor und 30, 60, 90 und 120 min
nach Infusion von 0.5 g/kgKG Arginin-Cl 1:10 in NaCl
0.9%
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Serum, je 1 ml
Ref.-Bereich:
> 10 µg/l
Durchführung:
2. GH-RH-Test
Bestimmung von STH vor und 15, 30, 60 und 90 min
nach Gabe von 1 µg/kgKG GH-RH
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
Serum, je 1 ml
Ref.-Bereich:
> 10 µg/l
Bewertung:
siehe Befund
Bemerkung:
bei unklaren Ergebnissen ggf. Wiederholung nach Priming
mit Sexualsteroiden für 3 Tage.
356
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Wärmeagglutinine
(Wärmeautoantikörper)
siehe: Coombstest
Waschmittellunge
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Wellensittichserum-Antikörper
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Willebrand-Faktoren W
bestimmt werden sinnvollerweise neben dem Gerinnungsfaktor VIII das Fa.
VIII-assoziierte Antigen sowie der Ristocetin-Cofaktor
Material:
Citratplasma gefroren, 2 ml
Ref.-Bereich:
Faktor VIII:70 - 140 %
Fa VIII assoz. Ag: 50 - 160 %
Ristocetin CoF:
50 - 160 %
Indikation:
unklare hämorrhagische Diathese (häufigste angeborene
Form!), unklar verlängerte PTT bzw. Blutungszeit
Bemerkungen:
sicherer Ausschluß bzw. Diagnose und ggf. Zuordnung zu
den verschiedenen Subtypen ist oft erst nach mehrfacher Kontrolle möglich,
gelegentlich sind nach Rücksprache auch weiterführende Untersuchungen
erforderlich (Analyse der Multimeren des Willebrand-Faktors).
Winzerlunge
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Wismut W
ICP/MS
(Bismut)
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 2 ml
< 2.5 µg/l
Material:
Ref.-Bereich:
Urin, 5 ml
< 1.6 µg/l
Indikation:
V.a. Intoxikation
Bewertung: Unter Therapie deutlich höhere Werte (abhängig vom
verwendeten Präparat). Serumwerte > 100 µg/l gelten als potentiell toxisch.
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357
Wurmeier
siehe:
Parasitologische Diagnostik
Xylose-Resorptionstest
Indikation:
V.a. Malabsorptionssyndrom, V.a. Störung der funtionellen
Integrität des oberen Dünndarms
Durchführung: Nach Blasenentleerung trinkt der nüchterne Patient 25 g
D-Xylose in 300 ml Wasser oder Tee (Kinder: 15 g/qm
Körperoberfläche), weitere 300 ml Wasser oder Tee werden zur Sicherstellung einer ausreichenden Diurese
nachgetrunken. Sammlung eines 5h-Urins zur Xylose-Bestimmung ab Testbeginn. Alternativ auch Bestimmung der
Xylose aus Blutentnahme vor sowie 60 min nach Testbeginn möglich.
(Nebenwirkungen und Kontraindikationen gemäß Packungsbeilage beachten)
Material:
NaF-Blut oder Serum, je 1 ml
5h-Sammelurin (Sammelmenge miteilen!), 10 ml
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Bewertung: erniedrigte Werte bei Störungen im oberen Dünndarm, normale Werte bei Störungen im distalen Dünndarm, bei Pankreasinsuffizienz
und prim. Kohlenhydratintoleranz (z.B. Lactasemangel).
Yersinien, enteropathogene
Kultur/KBR ˚/IB/PCR ˚
(Zoonose; Yersinia enterocolitica, Yersinia pseudotuberculosis)
Material:
Stuhl, extraintestinal z.B. Blut, Lymphknotenbiopsat, Abszeßpunktat (Kultur)
Serum, 1 ml (Serologie)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Kultur: Gastroenteritis mit Durchfällen, Erbrechen, Fieber und
Dehydrierung (v.a. bei Säuglingen und Kleinkindern), mesenteriale
Lymphadenitis, Pseudoappendizitis, terminale Ileitis, chron.-rez. Ileokolitis
(DD: Morbus Crohn). Serologie: reaktive oder infektallergische Erkrankungen
(v.a. bei HLA-B27-Trägern) wie reaktive Arthritis, Morbus Reiter, Erythema
nodosum, Uveitis u.a.
Bewertung: Kultur: Nachweis der akuten Infektion. Serologie: - akute
Infektion: Vierfachtiteranstieg (KBR), Serokonversion (IgG und/oder IgA) oder
IgA positiv (vorwiegend gegen das 25kD-Yop). - chronisch-persistierende
Infektion (z.B. reaktive Arhtritis): IgA positiv (vorwiegend gegen das 36kDYop). - länger zurückliegende Infektion: IgG positiv, IgA negativ.
Bemerkungen:
Der Erregernachweis gelingt bei Yersinia-enterocoliticaInfektionen fast immer aus Stuhl, bei Yersinia-pseudotuberculosis-Infektionen häufiger aus Lymphknoten, Blutkulturen, Abszeßpunktaten. Die Viru358
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lenz von Y.enterocolitica und Y.pseudotuberculosis ist an plasmid- und
chromosomal kodierte Virulenzfaktoren (wie Zelladhärenz, Phagozytoseresistenz und Zytotoxizität) gebunden. Die plasmidkodierten Proteine induzieren als Yersinia outer proteins (Yops) eine spezifische humorale Immunantwort. In der Frühphase der Infektion (1 bis 2 Wochen) werden Antikörper
der Klasse IgA und IgM vorwiegend gegen das 25kD-Yop gebildet, später
Antikörper der Klasse IgG. In der chronischen Phase persistieren Antikörper
der Klasse IgA vorwiegend gegen das 36kD- und 46kD-Yop. Übertragung
hauptsächlich durch fäkal kontaminierte Nahrungsmittel oder Wasser
(Hauptkeimreservoir Schwein), Keimausscheidung durchschnittlich über 6
Wochen. Cave: Yersinien können sich noch bei 4°C (Kühlschrank!) vermehren und gehören zu den häufigsten durch Blutkonserven übertragenen
gramnegativen Sepsis-Erregern.
Zeckenenzephalitis
siehe:
FSME-Virus
Zellkern-Antikörper
siehe:
ANA
ENA
Zellstoffverarbeiterlunge
siehe:
Antikörper bei exogen allergischer Alveolitis
Zentromeren-Antikörper
(Anti-Centromer-Antikörper = ACA)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
CREST-Syndrom (Raynaud-Phänomen, Calcinosis cutis,
Ösophagus-Motilitätsstörungen, Sklerodermie, Teleangiektasien), idiopathisches Raynaud-Phänomen, progressive Sklerodermie, Lupus erythematodes,
primär-biliäre Zirrhose
Bewertung: Nachweisraten bei CREST-Syndrom 70-80%, RaynaudPhänomen 25%, primär-biliäre Zirrhose 12%
Bemerkungen:
Antikörper gegen verschiedene Epitope auf ZentromerenProteinen (Kinetochoren)
Zink
ICP-MS
Material:
Ref.-Bereich:
Serum, 1 ml
600 - 1200 µg/l
Material:
24h-Urin, 1 ml
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359
Ref.-Bereich:
300 - 800 µg/24h
Indikation:
Absorptionsstörungen, Haarausfall, Akrodermatitis, Wundheilungsstörungen, Immundefizienz
Material:
Ref.-Bereich:
Indikation:
mung
Sperma, 1 ml
1730 - 2770 µmol/l
Maß der Prostatasekretion, gleiche Aussage wie Citratbestim-
Zirkulierende Immunkomplexe W
nephelometrisch
(CIC, C1q-Bindung)
Material:
Serum, 2 ml
Immunkomplex C1q
Ref.-Bereich:
Frauen bis 39 Jahre:
Frauen ab 40 Jahre:
Männer:
20 - 88 ug/ml
22 -123 ug/ml
20 - 88 ug/ml
Immunkomplex IgG (C1q-EIA)
Ref.-Bereich:
< 54 ug/ml
Indikation:
Immunopathien, die als Immunkomplexkrankheiten anzusehen sind: Vaskulitiden, im Rahmen verschiedener Krankheitsprozesse wie
systemischer Lupus erythematodes (SLE), rheumatoide Arthritis (RA),
Polyarthritis, Purpura Schoenlein-Henoch, post- und parainfektiöse Immunkomplexkrankheiten
Bewertung: Immunkomplexe in geringer Konzentration finden sich auch
beim Gesunden. Deutlich erhöhte Konzentrationen finden sich bei og.
Erkrankungen. Gute Korrelation der Konzentration mit klinisch erfaßbarer
Aktivität der Erkrankung (Verlaufskontrolle und Therapieüberwachung)
Bemerkungen:
Die Bildung von Immunkomplexen erfolgt in erster Linie
im Verlauf einer physiologischen Immunreaktion, wie sie typischerweise bei
einer akuten Infektion zu erwarten ist. Im Rahmen aktiver Immunopathien
(z.B. Immunkomplex-Glomerulonephritis) können Konzentrationen erreicht
werden, die den oberen Referenzbereich um mehr als ein Zehnfaches überschreiten. Die Persistenz von erhöhten Immunkomplexkonzentrationen
deutet auf den Ablauf einer chronischen Grunderkrankung hin.
Zöliakie
siehe:
360
Endomysium-Antikörper
Gliadin-Antikörper
Molekulargenetische Untersuchungen
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Zolpidem W
Material:
Ther.-Bereich:
LCMS
Serum, 1 ml
siehe Befund
Zopiclon W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 - 70 ng/ml
Toxisch: ab ca. 150 ng/ml
Zotepin W
Material:
Ther.-Bereich:
HPLC
Serum, 2 ml
10 — 120 ng/ml
Toxisch: ab ca. 150 ng/ml
Zystische Fibrose
siehe:
Molekulargenetische Untersuchungen
Zystizerkose W
EIA/IB
(Finnenbefall mit Schweinebandwurm = Taenia solium)
Material:
Serum/evtl. Liquor, je 1 ml (Serologie)
Ref.-Bereich:
siehe Befund
Indikation:
Ausschluß oder Nachweis einer Zystizerkose. Mensch als
Zwischenwirt (Eiaufnahme!): Autoinfektion bei Therapie von Taenia solium,
Aufnahme kontaminierter Nahrungsmittel (z.B. Salat, Gemüse), Laborinfektionen.
Bewertung: Positiver Antikörpernachweis (regelmäßig bei absterbenden
Finnen) spricht für Zystizerkose. Cave: Kreuzreaktionen mit anderen Helminthen!
Bemerkungen:
Klinik abhängig vom befallenen Organ wie ZNS (Gehirn,
Rückenmark), Subkutis, Muskulatur, Lunge, Leber, Herz, Augen und der
Menge der Finnen. Von besonderer Bedeutung ist die Neurozystizerkose
mit den Leitsymptomen Krampfanfälle, Kopfschmerzen, kognitive Störungen
und Paresen. Verantwortlich für die klinischen Symptome ist eine starke Entzündungsreaktion, verursacht von den Wirtszellen nach dem Absterben des
Cysticercus, die auch von verkalkten Läsionen (Röntgenbild) unterhalten
werden kann. Selten Eosinophilie.
Zytochemische Färbungen
Alkalische Leukozytenphosphatase (ALP, ANP), α-Naphtylacetat-EsteraseReaktion, PAS-Reaktion (Schiff´sche Färbung), Peroxidase-Reaktion (POX),
Saure Phosphatase-Reaktion
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361
Material:
Für jede Färbung mindestens 4 frische, luftgetrocknete
Nativ-Blut- oder Knochenmarkausstriche einsenden
Indikation:
Differenzierung von Leukämien, leukämischer Verlauf bei
Non-Hodgkin-Lymphomen, Myeloproliferative Erkrankungen
Bewertung: siehe Befund
Bemerkungen:
bei entsprechendem Verdacht ist i.d.R. auch eine
Untersuchung mittels Immunphänotypisierung (Durchflusszytometrie) sowie
ggf. mit zytogenetischen und molekulargenetischen Methoden erforderlich.
Zytokeratin-Antikörper
siehe:
Zytoskelett-Antikörper
Zytoskelett-Antikörper W
(Actin-Antikörper, Myosin-Antikörper, Tubulin-Antikörper, VimentinAntikörper, Desmin-Antikörper, Zytokeratin-Antikörper u.a.)
Material:
Serum, 1 ml
Indikation:
Immunkrankheiten vgl. Tabelle
Bewertung: In niedrigen Titern häufig vorkommende natürliche
Antikörper (IgM-Isotyp). Bei erhöhten Titern Hinweis auf Immunkrankheit
(vgl. Tabelle). Diagnostische Wertigkeit begrenzt.
Tabelle 29: Zytoskelett-Antikörper:
Antigene
Mikrofilamente
Actin
Myosin
Mikrotubuli
Tubulin
Intermediärfilamente
Zytokeratin
(Epithelzellen)
362
Krankheitsassoziationen / Immunkrankheit
Autoimmune chronisch aktive Hepatitis, Lupus erythematodes, Sjögren-Syndrom, chronische Polyarthritis, primär
biliäre Zirrhose, Myasthenia gravis, Thymom, Virus-Hepatitiden, Myokarditiden, reaktive Arthritiden, Gammopathien,
Alkohol-Zirrhose, Graft versus host-Reaktion
Lupus erythematodes, Graft versus host-Reaktion,
Hämodialyse-Patienten
Lupus erythematodes, chronische Polyarthritis, hämolytische
Anämie, Hyperthyreose, Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus
Addison, Insulinpflichtiger Diabetes mellitus,
demyelinisierende Neuropathien, Virus-Infektionen, EpsteinBarr-Virus, Hepatitis B-Virus, Parasiten-Infektionen,
Leishmanien, Trypanosomen, Onchozerkose, M. leprae,
alkoholtoxische Leberschäden, Graft versus host-Reaktion
Lupus erythematodes, chronische Polyarthritis, Polymyositis,
Dermatomyositis, progressive Sklerodermie, Polymyalgia
rheumatica, Riesenzell-Arteriitis, M. Behcet, infektiöse
Mononukleose, akute Virus-Hepatitis, Gesunde
Lupus erythematodes, chronische Polyarthritis, SjögrenSyndrom, blasenbildende Dermatosen, Psoriasis, HautTumore, Ösophagus-Karzinom, Schistosomen- und
Leishmanien-Infektionen, Alkohol-Zirrhose, Graft versus hostReaktion, Gesunde
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Vimentin
(Mesenchymzellen)
Desmin (Muskelzellen)
Glial fibrillary acidic
protein (zusammen mit
Vimentin in Astrozyten)
Neurofilamente
(Neuronen)
Lupus erythematodes, chronische Polyarthritis,
Dermato/Polymyositis, Colitis ulcerosa, angioimmunoblastische Lymphopathie, virale, bakterielle und parasitäre
Infektionen, Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis Non-A, Non-B,
EBV-, Schistosomen- und Leishmanien-Infektionen, reaktive
Arthritis, Hämodialyse-Patienten
Hämodialyse-Patienten
Morbus Alzheimer, zerebrovaskuläre Demenz, Neurofilament-Protein (Neuronen), Lupus erythematodes, chronische
Polyarthritis, Jakob-Creutzfeldt-Erkrankung, Kuru, Amyotrophe
Lateralsklerose, Retinitis pigmentosa, Retinitis idiopathica,
Uveitis, organische oder infektiös bedingte Demenz
Lupus erythematodes, chronische Polyarthritis, Retinitis
pigmentosa, idiopathische Retinitis, Uveitis, Morbus Alzheimer, Amyotrophe Lateralsklerose, SLE, Jakob-CreutzfeldtErkrankung, Kuru, organische oder infektiös bedingte Demenz
Bemerkungen:
Zytoskelett-Antikörper werden gegen verschiedene Antigene gebildet (vgl. Tabelle)
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363
Stichwortverzeichnis
3-Methylhistidin........................ 35
1
1,25-(OH)2-Cholecalciferol .... 356
1,25-Dihydroxy-Vitamin D 3 .. 356
1,2-Propandiol........................ 330
10-OH-Carbamazepin ............ 256
11-Desoxycorticosteron ............ 18
11-Desoxycortisol..................... 18
11-ß-Hydroxylase-Mangel .. 18, 30
17-Hydroxy-Kortikosteroide ...... 18
17-Hydroxylase-Mangel............ 30
17-Hydroxy-Progesteron .... 19, 24,
25
17-Ketosteroide ........................ 19
17-OH-Kortikosteroide ............. 18
17-OH-Progesteron................... 19
18-Hydroxycorticosteron (18-OHB) .......................................... 19
18-Hydroxylase-Mangel............ 18
18-OH-B .................................. 19
1-Methylhistidin ....................... 35
2
2,4,5-T (2,4,5Trichlorphenoxyessigsäure) 330,
336, 337
2,4-D (2,4Dichlorphenoxyessigsäure). 336,
337
21-Hydroxylase-Mangel
- Therapiekontrolle .............. 279
21-Hydroxylase-Mangel (AGS). 19,
234
25-Hydroxy-Vitamin D ........... 356
25-OH-Cholecalciferol ........... 356
2-Hydroxybenzoesäure ........... 306
2-Hydroxybutyrat-Dehydrogenase
(HBDH)............................... 159
2-Oxoglutarsäure .................... 254
3
3-Hydroxypropionsäure .......... 253
364
4
4-Amino-Antipyrin ............ 19, 225
4-Aminophenazon .................... 20
5
5. Krankheit ............................ 263
5-Aminosalicylsäure (Mesalazin)
............................................. 20
5-Fluorouracil ........................... 20
5-HIES .............................. 20, 309
5-HTP ....................................... 20
5-Hydroxyindolessigsäure . 20, 348
5-Hydroxytryptamin................ 309
5-Hydroxytryptophan................ 20
5-MOP (Ammoidin) .................. 35
5α-Reduktase-Mangel ............. 110
5-SCD....................................... 21
5-S-Cysteinyl-DOPA ......... 21, 348
6
6. Krankheit ............................ 179
6MAM .................................... 253
6-Mercaptopurin ....................... 21
6-Mercaptopurin
(Pharmakogenetik)............... 234
6-Mercaptopurin (TPMT-Mangel)
........................................... 322
6-Thioguanin (Pharmakogenetik)
........................................... 234
6-Thioguanin (TPMT-Mangel) . 322
8
8-MOP (Ammoidin) .................. 35
A
a1-Antichymotrypsin................. 21
a1-Antitrypsin ........................... 21
a1-Antitrypsin-Mangel ............ 234
a1-Fetoprotein .......................... 28
a1-Glykoprotein (saures) ........... 21
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a1-Mikroglobulin ..................... 22
a1-Mikroglobulin (im Urin) .... 350
a1-Proteinaseinhibitor .............. 21
a2-Antiplasmin......................... 22
a2-Makroglobulin .................... 22
AAE (erworbenes Angioödem) .. 73
Aal ......................................... 294
a-Aminoadipinsäure ................. 34
a-Aminobuttersäure.................. 34
a-Amylase .........................38, 297
AAP (Alanin-Aminopeptidase) .. 29
AB0-Erythroblastose ............... 153
Abachi Holzstaub .................. 297
Abalone ................................. 294
ABCB1-Gen ........................... 234
Abholdienst.............................. 10
ABO-Blutgruppen-System......... 66
Abort
- habitueller .............81, 82, 215
Absidia spp. ........................... 272
Abstriche.................................... 8
ACA ....................................... 361
ACADM-Gen ......................... 235
Acarus siro ............................. 297
ACE ......................................... 22
Acebutolol ............................... 23
ACE-Gen ................................ 231
Acenaphthylen ....................... 337
Acenocoumarol ..................... 337
ACE-Polymorphismen ............ 231
Acetaminophen...................... 259
Acetat ...................................... 23
Acetatdialyse............................ 23
Aceton ..............................23, 336
Acetyl-Cholinesterase (im
Fruchtwasser) ....................... 23
Acetylcholin-Rezeptor-AK .. 23, 53
Acetylprocainamid ................. 244
Acetylsalicylsäure .................. 306
Achondroplasie ...................... 236
AChRA ..................................... 23
ACPA ....................................... 40
Acrodermatitis chronica
atrophicans (ACA) ................ 68
ACTH ...................................... 24
ACTH (RAST) ......................... 297
ACTH-Kurztest ................... 24, 25
ACTH-Langtest ......................... 25
ACTH-Test ............................... 19
Actin .............................. 146, 151
Actin-Antikörper............... 25, 364
AD3/PSEN1-Gen .................... 232
Adenoviren ............................ 185
Adenovirus......................... 26, 57
Adermin ................................. 354
ADH ........................................ 26
Adipinsäure ............................ 253
Adiuretin .................................. 26
ADNase B .... siehe StreptokokkenAntikörper
ADNB (Anti-DNase B) ............ 315
Adnexitis ................................ 150
Adrenalin ............................... 194
Adrenocorticotropes Hormon ... 24
Adrenogenitales Syndrom..... siehe
AGS
Adrenoleukodystrophie .. 234, 349
Adrenomyeloneuropathie ....... 234
Aedes aegypti ................. 105, 141
Aethadion ................................ 27
Aethanol .................................. 27
Aetiocholanolon....................... 27
Aflatoxine ................................ 27
AFP .................................. 28, 348
AGA-IgA ................................ 146
AGA-IgG ................................ 146
a-Galaktosidase ........................ 28
a-Galaktosidase-Mangel (M.
Fabry) ................................. 235
a-Glucosidase .......................... 28
AGS ....................... 18, 19, 24, 25
AGS (21-Hydroxylase-Mangel) 234
Ahorn..................................... 295
AHT (Anti-Hyaluronidase) ...... 315
a-Hydroxyisovaleriansäure ..... 253
ai-CAH......................... 25, 38, 39
AIDS ...................................... 249
AIDS-Erreger .......................... 171
AIHA (autoimmunhämolytische
Anämie)............... siehe Anämie
AIP ......................................... 104
AIP (akute hepatische Porphyrie)
........................................... 277
Ajmalin .................................... 29
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365
Ajmalin (Pharmakogenetik) ..... 233
Akarizide ................................ 328
Akazie .................................... 295
Akrodermatitis ........................ 361
Akromegalie ................... 312, 315
Aktinomyzeten ......................... 58
Akute intermittierende Porphyrie
........................................... 104
Akute Phase-Proteine ................ 29
akutes rheumatisches Fieber ... 315
a-Lactalbumin......................... 229
a-Lactalbumin (RAST) ............. 293
Alanin....................................... 34
Alanin-Aminopeptidase (AAP)... 29
Alanin-Aminotransferase ......... 151
Alanyl-t-RNA-Synthetase........... 29
ALAT ...................................... 151
Albumin ................................... 29
Albumin (im Urin)................... 350
Albumin-IgG-Quotient (DelpechLichtblau-Quotient) ............. 209
ALD/AMN-Gen....................... 234
ALDOB-Gen ........................... 235
Aldolase ................................... 30
Aldosteron ................................ 30
- 18-Glucuronid .................... 30
- freies ................................... 30
- Tetrahydro- ......................... 30
Aldosteron/Renin-Quotient (ARQ)
............................................. 30
Aldrin ..................... 330, 336, 337
Aleppo-Beule.......................... 206
Alkalase .................................. 297
Alkalische
Leukozytenphosphatase 31, 363
Alkalische
Neutrophilenphosphatase...... 31
Alkalische Phosphatase ......... 5, 31
- Isoenzyme .......................... 32
Alkaptonurie ........................... 177
Alkohol.................... siehe Äthanol
Alkoholabusus .......................... 83
Alkoholismus .................... 64, 219
Alkohol-Leber-Syndrome 103, 277
Alkohol-Metabolit................... 126
Alkohol-Zirrhose ..................... 364
Alkylphosphate ....... 328, 330, 336
366
ALL ......................................... 232
Allergene (Metalle).................. 328
allergenspezifisches IgE ........... 288
Allergie Typ I-Reaktion ............. 60
Allergie-Diagnostik ..... 32, 60, 108
allergische Erkrankungen ........ 182
Allobarbital ............................... 32
Alopecia areata ............... 174, 214
Alopezie-Diagnostik ................. 32
ALP................................... 31, 363
Alprazolam ............................... 33
Alprenolol ................................ 33
Alprenolol (Pharmakogenetik) . 233
ALS (familiäre Amyotrophe
Lateralsklerose).................... 232
ALS-Dehydratase-Defektporphyrie
........................................... 104
Alternaria alternata ................. 292
Alternaria consortiale ................ 45
Alternaria tenuis........................ 45
Aluminium ............................. 331
Alveolen-Basalmembran-AK ..... 33
Alveolitis ............................ 39, 45
Alveolitis, exogen allergische .... 44
Alveolitis, fibrosierende .......... 192
Alzheimer-Demenz........... 59, 319
Alzheimer-Erkrankung (familiäre)
........................................... 232
Alzheimer-Risiko (Apo E4) ...... 232
AMA ....................................... 230
Amalgam ........ 332, 333, 334, 335
Amantadin ................................ 33
Ambrosie, ausdauernd ............ 295
Ambrosie, dreilappig............... 295
Ambrosie, echt........................ 295
Ambrosie, falsch ..................... 295
Ambroxol ................................. 34
Ameisensäure ........................... 34
a-Methyl-Dopa ......................... 95
AMH ........................................ 34
Amikacin .................................. 34
Amino-Antipyrin ....................... 19
Aminobiphenol, 4-.................. 336
Aminoglutethimid ..................... 34
Aminophenazon ....................... 20
Aminosalicylsäure..................... 20
Aminosäuren ............................ 34
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Amiodaron ........................35, 105
Amitriptylin .......................35, 114
Amitriptylin-N-oxid .................. 35
Amitryptilin (Pharmakogenetik)
.......................................... 233
AML FAB-Subtyp M2 ............. 231
AML M1 ................................ 232
Aml1/eto-Fusion..................... 231
Ammoidin (Meladinine) ........... 35
Ammoniak ............................... 35
Amnioninfektsyndrom ............ 210
Amobarbital ......................36, 113
Amöben ............................36, 260
Amodiaquin (Pharmakogenetik)
.......................................... 233
Amoxicillin .............................. 37
Amoxicilloyl (RAST) ............... 297
AMPD1-Gen .......................... 233
Amphetamine ...................37, 113
Amphotericin B ........................ 37
Ampicillin ................................ 37
Ampicilloyl (RAST) ................. 297
Amylase ................................... 38
Amylase (Pankreas-spezifisch) .. 38
Amylase Inhibitor Protein ....... 298
Amylase-Isoenzyme ................. 38
Amyloid 1-42 ........................... 58
Amyloidose .....................144, 305
Amyotrophe Lateralsklerose .... 23,
210, 364
ANA .............................38, 52, 53
Analgetika ................................ 40
Analgetika-Nephropathie ......... 22
Analgetika-Screening ............... 40
Anämie ... 124, 206, 211, 263, 299
- autoimmunhämolytische ... 39,
95, 193
- enzymopenische .............. 285
- hämolytische ..52, 55, 64, 149,
153, 155, 255, 364
- hereditäre nicht-sphärozytäre
....................................... 285
- megaloblastäre ................. 355
- mikrozytäre ...................... 118
- perniziöse ....39, 52, 175, 191,
262, 355
- toxisch-hämolytische ........ 225
Anämie (erythrozytäre chron.
hämolyt.) ............................ 237
Ananas ................................... 293
a-Naphtylacetat-Esterase-Reaktion
........................................... 363
Anaphylaktische Reaktion (akute)
........................................... 346
ANCA .......................... 40, 52, 53
Ancylostoma duodenale ......... 261
Androgene ............................... 41
Androgene im Urin .................. 41
Androgenindex, freier............. 126
Androstendion ......................... 42
Androsteron ............................. 42
Aneurin .................................. 354
Aneurysmata .......................... 214
ANF ................................... 38, 51
Anforderungsscheine .................. 4
Angelman-Syndrom................ 232
Angina pectoris, instabile ....... 345
Angina tonsillaris............ 123, 315
Angina, specifica .................... 214
Angioneurotisches Ödem ....... 236
Angioödem, erworbenes .......... 73
Angioödem, hereditäres ........... 73
Angiotensin Converting Enzyme 22
Angiotensin II ........................... 42
Angiotensinogen-Polymorphismus
........................................... 231
Anilin ..................................... 329
Anis ....................................... 293
Anisakis (Fischparasit) ............ 297
Ankylosierende Spondylitis (M.
Bechterew) ......................... 174
ANNA .................................... 151
Anorchismus ............................ 34
ANP ........................... 31, 51, 363
Antazolin-Alveolitis .................. 45
Anthracycline (Pharmakogenetik)
........................................... 234
Antiarrhythmika ....................... 43
Antibiogramm .......................... 55
Antibiotika ............................... 43
Anti-CCP ................................ 101
Anti-Centromer-Antikörper ..... 361
Antichymotrypsin ..................... 21
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367
Antidepressiva, trizyklische
(Serumspiegel)....................... 43
Anti-Desoxyribonuklease B ..... 315
Antidiuretisches Hormon .......... 26
Anti-DNase B ......................... 315
Anti-EA ................................... 123
Anti-EBNA-1 ........................... 123
Antiepileptika / Antikonvulsiva . 45
Anti-Faktor-Xa-Aktivität............. 43
Antihämophiles Globulin A .... 143
Antihämophiles Globulin B..... 143
antihämorrhagisches Vitamin .. 356
Anti-HBc ................................ 162
Anti-HBe ................................ 162
Anti-HBs ................................. 162
Anti-HCV................................ 163
Anti-HEV ................................ 164
Antihistaminika ......................... 44
Anti-Histone ........................... 170
Anti-HSV ................................ 168
Anti-Hyaluronidase ................. 315
Antiklopfmittel ........................ 331
Antikonvulsiva / Antiepileptika . 45
Antikörper
- irreguläre ............................ 95
Antikörper bei exog.allerg.
Alveolitis ............................... 44
Antikörper gegen Tier-IgG,
humane............................... 178
Antikörperspezifitäts-Index...... 210
Antikörper-Suchtest................... 95
Anti-M2 ............................ 53, 230
Anti-M4 ............................ 53, 230
Anti-M9 .................................. 230
Anti-M9, ................................... 53
Antimitochondriale AK ........... 230
Antimon ................................. 331
Anti-Müller-Hormon ................. 34
Antinukleäre Antikörper ............ 38
Antinukleäre Faktoren ............... 38
Antioxidative Gesamtkapazität.. 46
Antiphospholipid-AK-Syndrom . 82
Antiphospholipid-Syndrom47, 215
Anti-PL-12 ................................ 29
Antiplasmin .............................. 22
Anti-Sm .................................. 311
Anti-Staphylolysin..................... 46
368
Anti-Streptodornase B ............. 315
Anti-Streptolysin O ................. 315
Antithrombin III ........................ 51
Antithrombin III-Mangel.......... 236
Antitrypsin ................................ 21
Anti-VCA-IgG ......................... 123
Anti-VCA-IgM ......................... 123
antrale G-Zell-Überfunktion .... 308
Antrum-Gastritis (Typ B).......... 140
Anus-Karzinom ....................... 258
Aortitis .................................... 214
AP ... siehe Alkalische Phosphatase
APC-Gen ................................ 236
APCR (Leiden-Mutation) ......... 236
APC-Resistenz........................... 47
Apfel, grün .............................. 293
Api m1 von Biene ................... 297
aplastische Krisen ................... 263
Apnoe (verlängerte)................. 109
Apo A1 ..................................... 48
Apo B ....................................... 48
Apo E4 (Alzheimer-Risiko) ...... 232
Apo E-Genotypisierung ............. 48
APOB100 (Primäre
Dyslipoproteinämie) ............ 231
Apolipoprotein A1 .................... 48
Apolipoprotein A2 .................... 48
Apolipoprotein B ...................... 48
Apolipoprotein E ....................... 48
Apolipoprotein E-Genotypisierung
............................................. 48
Apolipoproteine ........................ 48
Aprikose ................................. 293
Aprindin ................................... 49
Aprobarbital.............................. 49
APUDom ................................ 250
Arboviren ................. 49, 104, 140
ARDS ...................................... 156
Arenavirus ..... siehe Lymphozytäre
Choriomeningitis-Virus
AR-Gen .................................. 233
Arginin ..................................... 34
Arginin-Cl-Test........................ 358
argyrophile Fasern .................. 299
Aripiprazol (Pharmakogenetik) 233
ARQ (Aldosteron/Renin-Quotient)
............................................. 30
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Arsen ..................................... 331
Arteriitis temporalis ................ 276
Arterioskleroserisiko ........176, 209
Arthralgien .39, 68, 104, 116, 206,
263, 300
Arthritis .....................68, 154, 216
- eitrige ................................. 71
- juvenile ............................ 174
- Psoriasis ........................... 174
- reaktive 78, 87, 150, 174, 306,
310, 360, 364
- rheumatoide (RA) ...39, 53, 99,
170, 174, 195, 196, 197,
300, 312, 314, 326, 362, 364
Arthritis-Erreger ...............185, 186
Arzneimittel, Allergie (RAST) .. 297
ASAT ..................................... 150
Ascaris (RAST) ........................ 297
Ascaris lumbricoides .............. 261
Ascorbinsäure ........................ 355
Asialoglykoprotein-RezeptorAutoantikörper ................... 204
Asialotransferrin (ß-2-Transferrin)
............................................ 50
ASL ........................................ 315
ASO ....................................... 315
Asparagin ................................. 34
Asparaginsäure......................... 34
Aspartat-Aminotransferase ...... 150
Aspergillus amstelodami........... 45
Aspergillus clavatus.................. 45
Aspergillus effusus.................... 45
Aspergillus flavus ......45, 272, 292
Aspergillus fumigatus .44, 45, 272,
292
Aspergillus nidulans ................. 45
Aspergillus niger .......45, 272, 292
Aspergillus repens .................... 45
Aspergillus terreus .............45, 292
Aspergillus versicolor ............... 45
Aspergillusmischung .............. 291
AST ........................................ 315
Asthma bronchiale ................. 229
Astrovirus ................................. 51
Aszitesreperfusion .................. 274
AT III........................................ 51
AT III-Mangel ......................... 236
Atenolol ................................... 51
a-Thalassämie ........................ 237
Äthanol .................................... 27
Atherosklerose.......................... 46
Atheroskleroserisiko ............... 231
Atherosklerose-Risikofaktor ... 212,
220
Ätiocholanolon ........................ 27
Ätiocholanolon-Fieber.............. 27
Atomoxetin (Pharmakogenetik)233
ATP7B-Gen ............................ 235
Atrazin ........................... 330, 336
Atriales natriuretisches Peptid ... 51
ATX1-Gen .............................. 232
ATX2-Gen .............................. 232
ATX3-Gen .............................. 232
Atypische Cholinesterase 109, 233
Aubergine .............................. 293
Augeninfektion ............... 185, 186
Augenmuskel-Antikörper .......... 52
Aureobasidium pollulans.. 45, 292
Ausnutzung (Stuhl) ................. 316
Auster .................................... 294
Autoantikörper ......................... 52
Autoimmunerkrankungen .. 38, 74,
75
autoimmunhämolytische Anämie
(AIHA) ................. siehe Anämie
Autoimmunhepatitis ................. 53
Autoimmun-Syndrom,
polyglanduläres .................. 181
Autoimmun-Thyreopathie ..... 219,
318, 341
Autovakzine ............................. 53
Avocado ................................ 293
Axerophtol ............................. 354
Azathioprin ................ 21, siehe 6Mercaptopurin
Azathioprin (Pharmakogenetik)
........................................... 234
Azathioprin (TPMT-Mangel) ... 322
Azoospermie ............................ 34
Azoospermiefaktor ................. 231
Aztreonam ............................... 53
B
b-2-Mikroglobulin .................... 54
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369
b2-Mikroglobulin i.S. .............. 348
b-2-Transferrin (Asialotransferrin)
............................................. 50
Babesien ................................... 54
Bacillus subtilis ......................... 45
Bäckerhefe.............................. 292
Baclofen ................................... 55
Bagassose (Zuckerrohr) ............. 45
Bagdad-Beule ......................... 206
Bahiagras ................................ 294
Bakterienkultur ......................... 55
BAL .......................................... 70
b-Alanin, .................................. 34
Balanitis.................................. 272
Balantidium coli ..................... 260
Bambussprossen ..................... 293
b-Aminoisobuttersäure .............. 34
b-Amyloid 1-42 ........................ 58
Banane ................................... 293
Bandwürmer ........................... 261
Bannwarth-Syndrom
(Meningopolyneuritis) ......... 210
Barbital ..................................... 59
Barbiturate ........................ 59, 113
Barbiturate (Screening) .............. 59
Barium.................................... 331
Barth-Syndrom........................ 232
Bartonella henselae, Bartonella
quintana................................ 59
Bartonella henselae-Antikörper . 59
Bartter- u. Pseudo-Bartter-Syndrom
............................................. 30
Basilikum................................ 293
Basophile Granulozyten.... 66, 109
Basophilen-Degranulationstest .. 60
Bäumemischung 1 .................. 290
Bäumemischung 10 ................ 291
Bäumemischung 2 .................. 291
Bäumemischung 3 .................. 291
Bäumemischung 4 .................. 291
Bäumemischung 5 .................. 291
Bäumemischung 6 .................. 291
Bäumemischung 7 .................. 291
Bäumemischung 8 .................. 291
Bäumemischung 9 .................. 291
Baumpollen (RAST) ................. 295
Baumwolle ............................. 298
370
Baumwollsamen ..................... 297
b-Blocker .................................. 65
b-Carotin .................................. 60
BCHE-Gen .............................. 233
bcl-2/JH-Onkogen................... 232
bcr/abl-Fusion ......................... 232
b-CrossLaps .............................. 60
b-crosslinks ............................... 60
Becherzellen-Antikörper ..... 52, 60
Beclamid .................................. 61
Befeuchterlunge ........................ 45
Befundauskunft ........................... 2
Befundinterpretation ................... 2
Befundmitteilung ........................ 3
Beifuss .................................... 295
Bejel (Njovera) ........................ 213
Belegzellen-Autoantikörper ..... 262
Bence-Jones-Protein (qualitativ). 61
Bence-Jones-Protein (quantitativ)
............................................. 61
Bence-Jones-Proteinurie .......... 184
Benperidol ................................ 61
Benzbromaron .......................... 61
Benzo[a]pyren ........................ 337
Benzodiazepine ................ 62, 114
Benzodiazepine (Screening) ...... 62
Benzofluoranthene.................. 337
Benzol .................... 268, 329, 336
Benzoperylen.......................... 337
Benzoylecgonin ...................... 114
Benzylpenicillin (Pen G) ........... 62
Beri-Beri ................................. 354
Bernsteinsäure ........................ 253
Berufsallergene (RAST) ............ 297
Beryllium ................................ 331
Betaxolol .................................. 62
Bezafibrat ................................. 62
BGP ........................................ 255
b-haemolysierende Streptokokken
............................................. 58
b-HCG .............................. 62, 348
b-Hydroxybuttersäure ............. 253
b-Hydroxyisovaleriansäure ..... 253
Bienengift ............................... 296
Bilharziose ........................ 63, 261
Bilirubin ............................... 5, 63
Bilirubin, direkt ......................... 64
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Bilirubin, indirekt ..................... 64
Bilirubin, konjugiert ................. 64
Bilirubin, unkonjugiert ............. 64
Bilirubinoide (nach Liley) ......... 64
Biotin ....................................... 64
Biperiden ................................. 64
Biphenyle, polychlorierte (PCB)
.......................................... 338
Birke ...................................... 295
Birne ...................................... 293
Bismut ................................... 359
Bisoprolol ................................ 65
Bisphenol A ........................... 330
Bitumenkleber........................ 337
BJP ........................................... 61
BKS .......................................... 71
b-Lactoglobulin ...................... 229
b-Lactoglobulin (RAST) .......... 293
Bläschendrüsen ...................... 313
Blasenbilharziose ................... 261
Blasenmole .............................. 63
Blastocystis hominis ............... 260
Blastomykose ......................... 100
Blatterbse (Lathyrus sativus) .... 293
Blaubeere............................... 293
Blei .......................................... 65
Bleichmittel............................ 331
Bleiintoxikation .......103, 104, 277
Blendempfindlichkeit ............. 354
Blomia tropicalis .................... 297
Blumenkohl ........................... 293
Blut im Stuhl ............................ 65
Blut im Stuhl, immunologisch .. 65
Blutbild, groß ........................... 66
Blutbild, klein .......................... 66
Blutgruppe ............................... 66
BlutkörperchensenkungsGeschwindigkeit................... 71
Blutkultur ................................... 8
Blutungen, petechiale ............ 206
Blutungszeit ......................66, 359
BMD-Gen .............................. 233
BNP ......................................... 67
Bohne, grün ........................... 293
Bohne, rot .............................. 293
Bohne, weiß........................... 293
Bone Gla Protein.................... 255
BOOP ...................................... 71
Bor ......................................... 331
Borax ..................................... 331
Bordetella pertussis .. 67, 185, 265
Bornholm-Krankheit ......... 98, 271
Borrelia burgdorferi .......... 68, 265
Borrelien ................................ 185
Borreliose ......................... 68, 119
Borsäure ................................. 331
Botrytis cinerea ...................... 292
Bougainvillea ......................... 297
b-Phenylmilchsäure................ 254
brain natriuretic peptide ........... 67
Brallobarbital ........................... 69
BRCA1-Gen ........................... 236
BRCA2-Gen ........................... 236
Brennessel.............................. 295
Brenztraubensäure ......... 253, 285
Broccoli ................................. 293
Bromacil ................................ 330
Bromazepam ............................ 69
Brombeere ............................. 293
Bromelin ................................ 297
Bromid ............................. 69, 331
Bromisoval ............................... 70
Bromocriptin ............................ 70
Bromophos .................... 328, 337
Bromophos-Ethyl .................... 328
Bromperidol ............................. 70
Bromphos .............................. 328
Bromphos-Ethyl ...................... 328
Bronchial-Ca .......................... 348
- kleinzelliges ............... 90, 250
- nicht kleinzellig ................ 102
Bronchialsekret .......................... 8
Bronchiolitis ........................... 299
Bronchiolitis obliternans mit
organisierender Pneumonie
(BOOP) ................................ 71
Bronchitis....26, 86, 154, 186, 241
Bronchoalveoläre Lavage ......... 70
Bronze ................................... 333
Bronzediabetes....................... 174
Brotizolam ............................... 71
Brucellen ......................... 71, 185
BSG ..................................... 6, 71
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371
BTEX (Benzol, Toluol,
Ethylbenzol, Xylol) .............. 329
b-Thalassämie......................... 237
Buche ..................................... 295
Buchweizenmehl .................... 292
Bunyaviren ............................. 156
Bupivacain ............................... 73
Bupranolol................................ 73
Burkitt-Lymphom .................... 123
Buspiron ................................... 73
Butalbital .................................. 73
Butandiole .............................. 330
Butanole ................................. 336
Butoxyethanol ........................ 336
Butylacetat.............................. 336
B-Zellen (OKT) ....................... 217
C
C13-Harnstoff-Atemtest........... 160
C1-Esterase-Inhibitor ................. 73
C1-INH..................................... 73
C1NH-Gen ............................. 236
C1q-Bindung .......................... 361
C1q-Komplement ............... 73, 74
C2-Komplement ....................... 74
C3/C4-Fixationstest ................. 276
C3c-Komplement...................... 74
C3d .......................................... 74
C3-Komplement ................. 73, 74
C3NeF ...................................... 74
C3-Nephritis-Faktor .................. 74
C3PA ........................................ 75
C3-Proaktivator......................... 75
C4-Komplement ................. 73, 75
C5-Komplement ....................... 75
C6-, C7-, C8-, C9-Komplement . 75
CA 125 ............................. 75, 348
CA 15-3 .................................... 76
CA 19-9 ............................ 76, 348
CA 549 ..................................... 76
CA 72-4 ............................ 76, 348
CA-50 ....................................... 76
Ca-bindendes Allergen aus
Birkenpollen rBet v4............ 296
Ca-bindendes Allergen aus
Lieschgraspollen rPhl p7 ..... 295
372
Cachexin ................................ 325
CACNA1A-Gen ...................... 232
Cadmium ................................ 331
CAH (Hepatitis, autoimmune
chronisch-aktive) 146, 202, 203,
204, 211
Calabarschwellung ................. 130
Calcidiol ................................. 356
Calcinosis ............................... 308
Calcitonin ......................... 77, 348
Calcitriol................................. 356
Calcium .................................... 77
Calprotectin .............................. 77
cAMP ............................... 78, 262
Campylobacter ................. 57, 185
Campylobacter coli................... 78
Campylobacter jejuni........ 78, 265
Campylobacter pylori (H.p.) .... 160
Canary-Gras............................ 294
c-ANCA ...................... 40, 53, 148
Cancer associated serum antigen
............................................. 83
Candida .......................... 185, 271
Candida albicans 45, 79, 272, 292
Candida glabrata............... 79, 272
Candida krusei .................. 79, 272
Candida parapsilosis ......... 79, 272
Candida tropicalis ............. 79, 272
Candida-Endomykose ............... 79
Candidiasis ............................... 45
- pulmonale........................... 45
Cannabinoide ......................... 114
Cannabinoide (Screening) ......... 80
Captopril (Pharmakogenetik) ... 233
Captopril-Test ..................... 31, 80
Carate ..................................... 214
Carbamate .............................. 329
Carbamazepin .......................... 81
- freies ................................. 133
Carbamazepin (Pharmakogenetik)
........................................... 233
Carbamazepin-Alveolitis ........... 45
Carbamazepin-Epoxid............... 81
- freies ................................. 133
Carbimazol ............................... 83
Carbohydratdefizientes Transferrin
............................................. 83
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Carbolineum .......................... 337
Carboplatin .............................. 81
Carboxy-Bupranolol ................. 73
Carboxy-Hämoglobin............... 81
Carbromal ................................ 81
Carcinoembryonales Antigen ... 83
Cardiales Troponin I............... 345
Cardiales Troponin T.............. 345
Cardiolipin-Antikörper ............. 81
Caren ..................................... 338
Carney-Komplex Typ 1
(Herzmyxome).................... 236
Carnitin .................................... 82
Carnitin (im Sperma) .............. 313
Carnitin-Palmityl-Transferase IIMangel ............................... 234
Carnosin .................................. 34
Carvedilol (Pharmakogenetik). 233
CASA ................................83, 348
Cäsarenhals.............................. 96
Cashewnuss ........................... 292
Cäsium .................................. 332
CBAVD (Cong. bilat. Aplasie des
Vas deferens) ...................... 231
CCP ..................................53, 101
CCR5-Gen ............................. 237
CD4 (T-Helfer-Zellen) ............ 217
CD4/CD8-Quotient ................ 217
CD8 (T-Suppressor-Zellen) ..... 217
CDT ......................................... 83
CEA ..................................83, 348
Cefaclor (RAST) ...................... 297
Cefamandol ............................. 84
Cefazolin ................................. 84
Cefotaxim ................................ 84
Ceftazidim ............................... 84
Ceftriaxon ................................ 84
Cefuroxim ................................ 84
Celiprolol ................................. 85
CellCept ................................. 240
Cephalosp. acremonium ........ 292
Cephalosporium....................... 45
Cer......................................... 332
C-erb-2 .................................. 167
Cerealien/Mehle (RAST) ......... 292
Cerebrosid-Sulfatide ............... 140
Cerivastatin (Pharmakogenetik)233
Certican ................................. 126
CFTR, IVS8-5T-Gen ................ 231
CFTR-Gen .............................. 234
CGA (Chromogranin A) ............ 90
CH 100 .............................. 73, 85
Chaetomium globosum .......... 292
Chagaskrankheit ..................... 345
Champignon .......................... 293
Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung
................................... 140, 232
CHE ......................................... 85
Cheddarkäse .......................... 293
Chemikalien ........................... 292
Chikungunya Virus ................... 85
Chikungunyafieber-Virus .......... 49
Chillipfeffer ............................ 293
Chilomastix mesnili ................ 260
Chinchillaepithelien ............... 296
Chinidin ................................... 85
Chinin ...................................... 85
Chlamydia pneumoniae .. 86, 185,
265
Chlamydia psittaci... 86, 185, 254,
265
Chlamydia trachomatis...... 86, 87,
185, 265
Chlamydia trachomatis (L1-L3) 215
Chlamydien ............................. 86
Chloralhydrat ........................... 87
Chloramin T ........................... 297
Chloramphenicol ..................... 87
Chloramphenicol
(Pharmakogenetik) .............. 233
Chlorbenzol ........................... 329
Chlorbenzole ................. 329, 336
Chlorbleiche .......................... 329
Chlordan ........................ 330, 336
Chlordiazepoxid....................... 88
Chlorfenvinphos ..................... 328
Chlorid................................. 5, 88
Chlormezanon ......................... 88
Chlornaphthalin ..................... 330
Chloroform ............................ 336
Chloroquin............................... 88
Chlorphenole ......................... 329
Chlorpromazin ................... 82, 88
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373
Chlorpromazin (Pharmakogenetik)
........................................... 233
Chlorprothixen ......................... 88
Chlorpyrifos .................... 328, 337
Chlortalidon ............................. 88
Chlorthalonil .. 329, 330, 336, 337
Chlortheophyllin....................... 89
Chlorthion .............................. 328
Cholangitis, prim. sklerosierende
........................................... 151
Cholera-Vibrionen .................... 89
Cholestaseparameter ............... 202
Cholesterin ............................... 89
Cholinesterase .......................... 85
Cholinesterase (im Fruchtwasser)
............................................. 23
Cholinesterase, atypische ........ 233
Chorea Huntington ................. 232
Chorea minor ......................... 315
Chorioamnionitis ............ 241, 349
Chorionepitheliom .................... 63
Choriongonadotropin ............... 62
Chorioretinitis ......................... 338
Christmas-Faktor ..................... 143
Chrom .................................... 332
Chromogranin A ....................... 90
Chromosomenaberration .......... 90
Chromosomenanalyse............... 90
Chronisch aktive Hepatitis ..... 139,
146
Chrysantheme......................... 337
Churg-Strauss-Syndrom ............. 40
Chymopapain (RAST) .............. 297
Chymotrypsin ........................... 90
CIAS1-Gen ..................... 236, 237
CIC ......................................... 361
Ciclosporin A............................ 90
Cig.......................................... 130
Ciliaten ................................... 260
Cimetidin.................................. 90
Ciprofloxacin ............................ 91
Cisplatin ................................... 91
Citalopram................................ 91
Citalopram (Pharmakogenetik) 233
Citrat ........................................ 91
Citrat (im Sperma .................... 313
Citronensäure ........................... 91
374
Citrullin .................................... 35
CJD (Creutzfeldt-Jacob Disease)59,
319
CJD (Creutzfeldt-Jakob Disease)
........................................... 232
CK (NAC-aktiviert) .................... 91
CK-Isoenzyme........................... 91
CK-MB................................ 91, 92
Cladosporium ......................... 272
Cladosporium cladosporioides .. 45
Cladosporium herbarum ......... 292
Clarithromycin (Pharmakogenetik)
........................................... 234
Clementine/Mandarine ........... 293
CLL ........................................... 54
Clobazam ................................. 92
Clofibrat ................................... 92
Clomethiazol ............................ 92
Clomipramin..................... 92, 114
Clomipramin (Pharmakogenetik)
........................................... 233
Clonazepam ..................... 92, 114
Clonidin-Suppressions-Test ....... 92
Clonidin-Test (Wachstumshormon)
........................................... 358
Clopenthixol ............................. 93
Clopidogrel (Pharmakogenetik)
........................................... 233
Clostridien ................................ 58
Clostridium difficile .................. 93
Clostridium-difficile-Toxin ........ 93
Clotiazepam ............................. 93
Clozapin ................................... 94
Clozapin (Pharmakogenetik) ... 233
CML ....................................... 232
CMT1A-Gen ........................... 232
CMV ............................... 102, 266
c-neu ...................................... 167
Cobalamin .............................. 355
Cobalt..................................... 332
Coccidien ............................... 260
Cockcroft-Formel ............ 145, 198
Codein............................ 114, 253
Codein (Pharmakogenetik) ...... 233
Coenzym Q-10 ......................... 94
Coeruloplasmin ........................ 94
Coffein...................................... 94
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Coffin-Lowry-Syndrom ........... 232
CO-Hb ..................................... 81
cold insoluble globulin .......... 130
Colitis ...................................... 93
- hämorrhagische ................ 125
- pseudomembranöse ........... 93
Colitis ulcerosa 41, 52, 60, 77, 94,
364
Colon-Epithel-Antikörper ... 52, 94
Colorectales-CA ................. 76, 83
Conalbumin ........................... 294
Condurangorinde ................... 298
Condylomata lata ................... 213
Condylomata plana ................ 258
Cong. bilat. Aplasie des Vas
deferens (CBAVD) .............. 231
Conn-Syndrom ................... 30, 80
Coombstest
- direkter............................... 95
- indirekter............................ 95
Copeptin ................................ 101
Coproporphyrinogenoxidase .. 235
Cordarex .................................. 35
Cornea melting disease ............ 95
Cornea-Antikörper ................... 95
Corticotropin-Releasing-HormonTest ...................................... 99
Cortisol .............................. 24, 96
Corynebacterium diphtheriae ... 58
Corynebacterium
diphtheriae/ulcerans ............. 96
Cotinin..............................97, 336
Coumarinderivate
(Pharmakogenetik) .............. 233
Coxiella burnetii .............185, 285
Coxsackie-A-Viren ................... 97
Coxsackie-B-Virus .............98, 185
Coxsackieviren....................... 271
C-Peptid ................................... 98
CPOX-Gen ............................. 235
CPT2-Gen .............................. 234
C-Reaktives Protein .................. 99
Creatinkinase ........................... 91
CREST-Syndrom ..38, 39, 307, 361
Creutzfeldt-Jacob Disease (CJD)59,
319
Creutzfeldt-Jakob Disease (CJD)
................................... 232, 364
CRF-Test .................................. 99
CRH-Test ................................. 99
Cri-du-chat-Syndrom .............. 232
Crigler-Najjar-Syndrom .... 64, 234
Crosslinks............................... 285
CRP.................................... 53, 99
CRP, hochsensitiv................... 100
Crush-Syndrom ...................... 243
Cryptococcus neoformans ..... 100,
272
Cryptosporidium parvum........ 260
c-terminale crosslinks ............... 60
c-terminales Kollagen Typ ITelopeptid ............................ 60
cTnI ....................................... 345
cTnT ...................................... 345
CT-proAVP............................. 101
Cumarin ................................. 337
Cumarin (Pharmakogenetik) ... 234
Cumarine ............................... 337
Cumatetralyl........................... 337
Curry...................................... 293
Curvularia lunata.................... 292
Cushing-Syndrom .. 24, 25, 42, 99,
106
CyA.......................................... 90
Cyanide ................................. 329
Cyclin-Antikörper ................... 101
cyclisches
Adenosinmonophosphat ....... 78
Cyclobarbital.......................... 101
Cyclohexan ............................ 336
Cyclophosphamid .................. 102
Cyclophosphamid
(Pharmakogenetik) .............. 233
Cyclospora cayetanensis ........ 260
Cyfluthrin ............................... 337
Cyfra 21-1 ...................... 102, 348
Cyhalothrin ............................ 337
Cyklische Citrullinierte Peptid
Antikörper .......................... 101
Cylosporin A (Pharmakogenetik)
........................................... 234
CYP21-Gen ............................ 234
CYP2C19-Gen ....................... 233
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375
CYP2C8-Gen .......................... 233
CYP2C9-Gen .......................... 233
CYP2D6-Gen.......................... 233
Cypermethrin.................. 330, 337
Cyphenothrin.......................... 337
Cyst. Fibrose ........................... 234
Cystathionin ............................. 35
Cystatin C ....................... 102, 198
Cystin ....................................... 35
Cytochrom P 450-Enzyme ...... 233
Cytomegalievirus .... 102, 185, 266
D
D. ejakulatorius ...................... 136
d-ALA-dehydra[ta]se ............... 104
DALS ...................................... 103
d-Aminolävulinsäure............... 103
d-Aminolävulinsäure-Dehydratase
........................................... 104
Dantrolen ............................... 104
DAO (Di-Amino-Oxidase ....... 108
Darmbilharziose ..................... 261
Darmerkrankung, entzündliche
........................................... 218
Darmstenose........................... 191
Dattel ..................................... 293
Dattelpalme ............................ 295
Dauerausscheider ................... 306
DAZ-Gen................................ 231
DDE ............................... 330, 336
D-Dimere ............................... 129
DDT ....................... 330, 336, 337
Decan, n- ............................... 336
Deferoxamintest ..................... 105
Degeneration, zerebellare ....... 178
Dehydroepiandrosteron .......... 107
Dehydroepiandrosteron-Sulfat 108
Deiquat .................................. 336
Delpech-Lichtblau-Quotient
(Albumin-IgG-Quotient) ...... 209
Deltamethrin .................. 330, 337
Delta-Virus (HDV) .................. 164
Demenz.......................... 178, 364
Demenz (DD) ................... 58, 319
Demethon-Methyl .................. 328
Dengue Virus.......................... 104
Denguefieber-Virus ................... 49
376
Dentatorubropallidolysiale
Dyplasie .............................. 232
Dermatitis herpetiformis .......... 174
Dermatitis herpetiformis Duhring
................... 120, 147, 192, 299
Dermatitis, atopische ...... 217, 229
Dermatomyositis .... 29, 38, 39, 53,
192, 228, 275, 301, 364
Dermatophagoides farinae ...... 297
Dermatophagoides microceras 297
Dermatophagoides pteronyssinus
........................................... 297
Dermatophyten ............... 271, 272
Dermatotrope Viren ................ 105
Desethylamiodaron........... 35, 105
Desferal-Test ........................... 105
Designerdrogen ........................ 37
Desinfektionsmittel ................. 292
Desipramin ..................... 106, 114
Desipramin (Pharmakogenetik)233
Desmethyldiazepam ....... 106, 110
Desmin ................................... 146
Desmin-Antikörper ................. 364
Desmoglein-Antikörper ........... 314
Desmosomen .......................... 314
Desoxycorticosteron ................. 18
Desoxycortisol .......................... 18
Dexamethason (Pharmakogenetik)
........................................... 234
Dexamethason-Kurztest .......... 106
Dexamethasontest..................... 31
Dexamethasontest (Langtest) ... 107
Dextropropoxyphen ................ 107
DHD .............................. 120, 147
DHEA ..................................... 107
DHEAS ................................... 108
DHT ....................................... 110
Diabetes insipidus............. 26, 101
Diabetes mellitus29, 52, 135, 149,
188, 251, 364
Diabetes mellitus Typ I .. 187, 188,
245, 348
Diabetes mellitus, juveniler ..... 175
Diabetes-spezifische
Autoantikörper .................... 108
Di-Amino-Oxidase (DAO) ...... 108
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Diarrhoe .. 20, 36, 78, 89, 93, 201,
249, 259, 304, 306, 310, 316,
344, 353, 360
Diastase ................................... 38
Diazepam .......................108, 114
Diazepam (Pharmakogenetik). 233
Diazinon ................................ 328
Dibenzepin ............................ 109
Dibucain-Zahl........................ 109
Dichlofluanid ..................330, 337
Dichlorbenzol ........................ 329
Dichlorbenzol, p-................... 338
Dichlorbenzole ...................... 336
Dichlorethen, 1,2-.................. 336
Dichlorfluanid.329, 330, 336, 337
Dichlormethan ....................... 336
Dichlorphenoxyessigsäure, 2,4...................................336, 337
Dichlorvos ............................. 328
Diclofenac ............................. 109
Diclofenac (Pharmakogenetik) 233
Dieldrin ..................330, 336, 337
Dientamoeba fragilis .............. 260
Diethylbarbitursäure .............. 109
Diethylenglykol...................... 330
Differentialblutbild ............66, 109
DiGeorge-Syndrom ................ 236
Digitoxin ................................ 109
Digoxin .................................. 110
Digoxin (Pharmakogenetik) .... 234
Dihydrocodein ................114, 253
Dihydropyrimidin Dehydrogenase
.......................................... 234
Dihydrotestosteron ................. 110
Dikaliumchlorazepat.............. 110
Dill ........................................ 293
Dimaval-Test.......................... 286
Dimethoat .............................. 328
Dimethylformamid (DMF) ...... 336
Dinitrobenzol, o- ................... 336
Dinitro-o-Kresol ..............330, 336
Dinitrotoluol, 2,6- .................. 336
Dinkel.................................... 292
Diphenhydramin .................... 110
Diphenylhydantoin ...........81, 269
Diphtherie.......................... 58, 96
Diprophyllin .......................... 110
Dipropylacetat (Valproinsäure) 350
Dipyridamol ........................... 111
Diquat.................................... 330
Direkter Coombstest ................. 95
Direktes Bilirubin ..................... 64
DISC-Elektrophorese .............. 111
Disopyramid .......................... 111
Diuretika-Therapie ................. 219
Diuron ........................... 330, 336
Dixyrazin ............................... 111
DMD-Gen .............................. 233
DMF (Dimethylformamid) ...... 336
DMPK-Gen ............................ 233
DMPS-Langzeit-Test ............... 286
DMPS-Mobilisations-Test ....... 286
DNA-Antikörper ..................... 111
Dobrava-Virus ........................ 155
DOC (11-Desoxycorticosteron) 18
Dopamin................................ 194
Doppelstrang-DNA-Antikörper 111
Dosulepin .............................. 112
Douglasie ............................... 295
Down-Syndrom90, 124, 240, 278,
344
Doxepin ......................... 112, 114
Doxepin (Pharmakogenetik) ... 233
Doxycyclin ............................ 112
Doxylamin ............................. 112
DPA (Valproinsäure)............... 350
DPH (Phenytoin) .................... 269
DPYD-Gen ............................. 234
Dreitagefieber ........................ 179
Dreschstaub ............................. 44
Dressler-Syndrom ..... 25, 146, 169
Drogen............................... 37, 80
Drogen- und MedikamentenScreening ........................... 112
DRPLA-Gen ........................... 232
drug monitoring
-Zeitpunkt der Blutentnahme .. 7
ds-DNA-Antikörper ................ 111
Dubin-Johnson-Syndrom .......... 64
Duloxetin (Pharmakogenetik) . 233
Duplay-Syndrom .................... 174
Durchfälle ...36, 78, 304, 306, 310
Durchflusszytometrie ............. 114
Dysenterie .............................. 310
www.labor-blessing.de
377
Dyspepsie-Coli ......................... 57
Dyspnoe ................................... 67
dystonia muskulorum deformans
........................................... 233
DYT1-Gen .............................. 233
E
E 605 ................................ 85, 328
E 605 (Parathion-Ethy)............. 337
E1 ........................................... 251
E2 ........................................... 250
E2A/PRL-Onkogen .................. 232
E3 ........................................... 134
Ebenholz .................................. 45
EBM-Antikörper ...................... 122
EBV ................................ 123, 266
Echinococcus (RAST) .............. 297
Echinococcus granulosus ........ 115
Echinococcus multilocularis ... 115
Echinokokkose........................ 115
ECHO-Virus.................... 115, 271
ECP......................................... 116
Ecstasy .............................. 37, 113
Edwards-Syndrom ................... 278
EHEC ........................................ 57
Ehrlichia phagocytophilum ..... 185
Ehrlichiose .............................. 116
Ei (RAST)................................. 294
Eibensequoie-Holz ................... 45
Eiche ...................................... 295
EIEC .......................................... 57
Eigelb ..................................... 294
Einzelstrang-DNA-Antikörper.. 117
Eisen ................................... 5, 117
Eisenbindungskapazität (total) . 117
Eisen-Resorptionstest............... 118
Eiweiß .................................... 118
Eiweiß (im Urin) ..................... 350
Eiweißelektrophorese .............. 118
Ejakulat (Sperma) .................... 298
Elastase-Antikörper ................. 119
Elastin-Antikörper ................... 119
Elchfleisch .............................. 294
Elektrophorese ........................ 119
Elephantiasis ........................... 215
Elephantiasis tropica ............... 130
ELISPOT ................................. 119
378
Elliptozytose ........................... 255
ELN-Gen................................. 237
EMA-IgA ......................... 120, 147
e-mail-Adresse ............................ 2
Embryopathie-verursachende
Erreger ................................ 327
ENA .................... 52, 53, 120, 349
Encephalitozoon intestinalis .... 260
Encephalitozoon spp............... 260
Endokarditis ............ 185, 186, 285
Endokarditis lenta ................... 169
Endokarditis verrucosa ............ 315
Endokrine Orbitopathie..... 52, 341
Endolimax nana ...................... 260
Endometrium-Ca ..................... 348
Endomysium-Antikörper . 120, 147
Endosulfan .............. 330, 336, 337
Endothelzell-Antikörper .......... 121
Endrin ..................... 330, 336, 337
Entamoeba coli ....................... 260
Entamoeba hartmannii ............ 260
Entamoeba histolytica ...... 36, 185,
260
Entamoeba polecki ................. 260
Entenfedern ............................ 296
Entenkot, -serum, -federn .......... 44
Enteritis............................. 78, 310
Enteritis, allergische ................ 229
Enterobius vermicularis ........... 261
Enterocytozoon bieneusi ......... 260
Enterokolitis .............................. 78
Enteromonas hominis.............. 260
Enterotrope Viren .................... 121
Enthaarungsmittel ................... 331
Entzündung ........ 22, 99, 274, 326
Enzephalitis ... 103, 123, 221, 271,
276, 339
Enzephalomyelitis ................... 178
Enzephalopathie ..................... 171
-hepatische............................ 36
Eosinophile Granulozyten . 66, 109
Eosinophilen-Aktivität ............. 116
Eosinophilic Cationic Protein
(ECP) ................................... 116
Eosinophilie ............................ 259
Ephedrin ................................. 113
Epicoccum purpurascens ........ 292
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Epidermale Basalmembran-AK 53,
122
Epidermolysis bullosa ............. 122
Epidermophyton floccosum .... 272
Epididymitis ....................150, 349
Epithelienmischung 1 ............. 291
Epithelienmischung 2 ............. 291
Epstein-Barr-Virus ...123, 185, 266
Erbrechen............................... 206
Erbse ...................................... 293
Erdbeere................................. 293
Erdnuss .................................. 292
Erkrankung, grippeähnliche .... 216
Erle ........................................ 295
Ernährung, parenterale ........... 219
Ersttrimester-Screening (DownSyndrom) .....................124, 240
Erysipel .................................. 315
Erythema infectiosum ............. 263
Erythema migrans..................... 68
Erythema nodosum .........216, 360
Erythroblastose, fetale .............. 64
Erythropo(i)etin ...................... 124
Erythropo(i)etin-Antikörper ..... 124
Erythrozyten ............................. 66
Erythrozyten (im Urin) ............ 350
Erythrozyten-Enzyme ............. 125
Erythrozytosen (DD) ............... 124
Esche ..................................... 295
Esche (Europa)........................ 295
Escherichia coli (EHEC)-Toxine125
Escitalopram (Pharmakogenetik)
.......................................... 233
Essentielle Thrombozythämie . 232
Esskastanie ......................293, 295
Estragon ................................. 293
ETEC ........................................ 57
ETG (Ethylclucuronid) ............ 126
Ethambutol............................. 125
Ethanol .............................27, 336
Ethanolamin ............................. 35
Ethosuximid ........................... 126
Ethylacetat ............................. 336
Ethylbenzol .....................329, 336
Ethylclucuronid (ETG) ............ 126
Ethylenglykol ......................... 330
Ethylenoxid ............................ 297
Ethylmalonsäure ..................... 253
Ethyl-Parathion ....................... 337
ETO/AML-Gen ....................... 231
Etomitat.................................. 126
Euglucon ................................ 147
Eukalyptus.............................. 295
Euroglyphus maynei ............... 297
Evans-Syndrom....................... 323
Everolimus ............................. 126
Exanthem ....................... 213, 221
Exanthema subitum ................ 179
Exanthem-verursachende Erreger
................................... 185, 186
excluded antrum .................... 308
Exogen allergische Alveolitis ... 44,
71
Exsikkose ......................... 26, 101
extrahierbare nukleäre Antigene
AK ...................................... 120
F
F1+2 (Prothrombinfragmente) . 283
FACS ...................................... 114
FAD ....................................... 354
Fadenwürmer ......................... 130
FAI ......................................... 126
Faktor B ................................... 75
Faktor II.................................. 142
Faktor II-Genmutation ............ 236
Faktor II-Mutation................... 283
Faktor IX ................................ 143
Faktor IX-Gen ......................... 237
Faktor V ................................. 142
Faktor V-Genmutation (Typ
Leiden) ......................... 47, 236
Faktor VII ............................... 143
Faktor VIII .............................. 143
Faktor VIII-assoziiertes Antigen359
Faktor VIII-Gen....................... 237
Faktor X ................................. 144
Faktor XI ................................ 144
Faktor XII ............................... 144
Faktor XIII .............................. 144
Faktor-Xa-Aktivität, Anti- .......... 43
Famerlunge .............................. 44
Familiäre adenomatöse Polyposis
(FAP) .................................. 236
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379
Familiäre Alzheimer-Erkrankung
........................................... 232
Familiäre Amyotrophe
Lateralsklerose (ALS)............ 232
Familiäre Kälteurtikaria ........... 236
Familiäres Colon-Carcinom
(HNPCC, Lynch-Syndrom)... 236
Familiäres malignes Melanom. 236
Familiäres Mittelmeerfieber..... 237
Familiäres Sarkom (Li-FraumeniSyndrom) ............................ 236
FAP (Familiäre adenomatöse
Polyposis)............................ 236
Favismus................................. 149
Favus ...................................... 272
Federnmischung 1 .................. 291
Federnmischung 2 .................. 291
Feige (frische Frucht) ............... 293
Fel d1 von Katze ..................... 296
Felbamat................................. 127
Feldwespengift (Polistes
dominulus) .......................... 296
Felty-Syndrom .......................... 39
Fenamiphos ............................ 328
Fenchel, frisch ........................ 293
Fenchel, griechisch ................. 293
Fenchelsamen......................... 294
Fenitrothion ............................ 328
Fenpropathrin ......................... 337
Fentanyl.................................. 127
Fenvalerat ............................... 337
Ferritin .................................... 128
Ferroportin-Gen ...................... 235
Fertilitätsdiagnostik ................. 128
- männliche ..... 82, 91, 136, 313
Fetales Hämoglobin ................ 128
fetomaternale Transfusion ....... 128
Fetopathie-verursachende Erreger
........................................... 327
Fett im Stuhl ........................... 128
Fettausscheidung .................... 316
Fettsäuren, freie ...................... 129
Fettsäuren, ultralangkettige ..... 349
Feuerameise ........................... 296
Feuerbusch ............................. 295
FGFR3-Gen ............................ 236
Fibrillarin-Antikörper .............. 129
380
Fibrin (lösliches)...................... 129
Fibrin-Monomer-Komplex ....... 129
Fibrinogen ...................... 100, 129
Fibrinspaltprodukte (D-Dimere)
........................................... 129
Fibrin-Stabilisierender Faktor... 144
fibroblast surface antigen ........ 130
Fibromyalgie ........................... 146
Fibronectin ............................. 130
Fichte ..................................... 295
Ficus spp. ............................... 297
Fieber 54, 71, 116, 205, 206, 210,
220, 344
- pharyngokonjunktivales ...... 26
Fieber bei Infektionskrankheiten
................................... 185, 186
Fieber, haemorrhagisches ....... 155
Filarien ................................... 130
Finkenfedern ........................... 296
Finnen .................................... 363
Fische/Muscheln/Schalentiere
(RAST) ................................. 294
Fischfutter, Artemia salina ....... 298
Fischfutter, Daphnia................ 298
Fischfutter, Tetramin ............... 298
Fischmischung ........................ 290
FK 506 (Tacrolimus) ................ 318
Flagellaten .............................. 260
Flatulenz ................................. 201
Flavin-Adenin-Dinucleotid...... 354
Flaviviridae ..................... 104, 140
Flecainid................................. 131
Flecainid (Pharmakogenetik) ... 233
Fleckfieber .............................. 301
Fleischmischung 1 .................. 290
Fleischmischung 2 .................. 290
Fleischsorten (RAST) ............... 294
Fluanison ................................ 131
Flucloxacillin .......................... 131
Fluconazol.............................. 131
Flucytosin ............................... 131
Flunarizin ............................... 132
Flunitrazepam ................. 114, 132
Flunitrazepam (Pharmakogenetik)
........................................... 233
Fluoranthen ............................ 337
Fluorid ............................ 132, 332
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Fluorouracil ............................. 20
Fluoruracil-Toxizität ............... 234
Fluoxetin ................................ 132
Fluoxetin (Pharmakogenetik) .. 233
Flupentixol ............................. 132
Fluphenazin ........................... 132
Fluphenazin (Pharmakogenetik)
.......................................... 233
Flupirtin ................................. 132
Flurazepam .....................114, 133
Flush ........................................ 20
Flußblindheit.......................... 130
Flusskrebs .............................. 294
Fluvastatin (Pharmakogenetik) 233
Fluvoxamin ............................ 133
Fluvoxamin (Pharmakogenetik)233
FMR1-Gen ............................. 232
Follikel-stimulierendes Hormon
.......................................... 136
follikuläre Konjunktivitis........... 26
Follikuläres Lymphom ............ 232
Folsäure ................................. 133
- intraerythrozytäre ............. 133
Forelle ................................... 294
Formaldehyd .....................34, 338
Formaldehyd/Formalin (RAST) 297
Formalin (Formaldehyd) ......... 338
Fragiles-X-Syndrom ................ 232
Frambösie (Yaws) ................... 213
Francis´ Disease ..................... 347
Francisella tularensis .............. 347
FRDA-Gen ............................. 232
Fredrickson-Typen ................. 209
Freie Fettsäuren ...................... 129
Freie Leichtketten ..................... 61
Freie Valproinsäure ................ 135
Freier Androgenindex ............. 126
Freies Aldosteron ..................... 30
Freies b-HCG ......................... 124
Freies Carbamazepin.............. 133
Freies Carbamazepin-Epoxid .. 133
Freies Hämoglobin ................. 134
Freies Östriol.......................... 134
Freies Phenobarbital............... 134
Freies Phenytoin..................... 269
Freies Primidon ...................... 134
Freies PSA .............................. 134
Freies T3 ................................ 135
Freies T4 ................................ 135
Freies Testosteron ........... 126, 135
Frettchenepithelien................. 296
Friedreich’sche Ataxie ............ 232
FrühsommerMeningoenzephalitis-Virus . 137
Fruktosamin ........................... 135
Fruktose ................................. 136
Fruktose (imSperma) ............... 313
Fruktose-1-phosphatAldolasemangel .................. 136
Fruktose-Intoleranz................. 136
Fruktose-Intoleranz, hereditäre 235
Fruktose-Toleranztest ............. 136
Fruktosurie ............................. 136
FSH ........................................ 136
FSME-Virus ...... 49, 137, 185, 266
fT3 ......................................... 135
fT4 ......................................... 135
FTL-Gen ................................. 235
Fuchsbandwurm..................... 115
Fuchsepithelien ...................... 296
Fuchsschwanz ........................ 295
Fumarsäure ............................ 253
Fungizide ....... 329, 331, 333, 335
funikuläre Myelose ................. 355
Funktionseisenmangel ............ 211
Furmecyclox .. 329, 330, 336, 337
Furosemid .............................. 138
Fusarium moniliforme ............ 292
G
G6PD-Gen ............................. 235
G-6-P-DH .............................. 149
G-6-PDH-Mangel ................... 156
GABA .................................... 149
Gabapentin ............................ 138
GAD-Antikörper ............... 52, 149
Gal-1-PUT ............................. 138
Galaktokinase ........................ 138
Galaktorrhoe .......................... 227
Galaktosämie ......... 138, 139, 235
Galaktose ............................... 138
Galaktose-1-Phosphat in
Erythrozyten ....................... 138
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381
Galaktose-1-Phosphat-UridylTransferase .......................... 138
Galaktose-1-PhosphatUridyltransferase-Mangel .... 235
Galaktose-Belastungstest ......... 139
Galaktosidase ........................... 28
Gallengangcanaliculi-AK ........ 139
Gallengangepithel-AK ............. 139
Gallensäuren .......................... 139
Gallensäureverlust-Syndrom ... 139
Gallenstein-Analyse ................ 139
Gallensteine ........................... 315
Gallenwegs-Ca ....................... 348
Gallium .................................. 332
Gallopamil ............................. 139
GALT-Gen .............................. 235
Galvanik ................................. 333
g-Aminobuttersäure .................. 34
Gammopathie ......................... 364
Gammopathie, monoklonale .. 184
Gammopathie-Diagnostik ....... 139
Ganglioneurinom ..................... 90
Gangliosid-Antikörper............. 140
Ganglioside ............................ 140
Gänsefedern ........................... 296
Gänsefuss, weiß...................... 295
Gänsekot, -serum, -federn ......... 44
Garnele .................................. 294
Gastrin.................................... 140
Gastrinom............................... 140
Gastrinstimulations-Test .......... 308
Gastrinzellen-AK .................... 140
Gastritis
- atrophische ......... 39, 191, 262
- chronische (Typ B) ............ 160
- Typ A .......................... 53, 262
Gastroenteritis . 26, 125, 249, 271,
304, 306, 360
Gastrointestinal cancer antigen . 76
gastrointestinale Infektion 185, 186
GBA-Gen................................ 235
GBM-Antikörper ..................... 147
Gelatine (RAST) ...................... 297
Gelbfiebervirus ................. 49, 140
Gelbwespe ............................. 296
Gelelektrophorese .................. 265
Gelenkpunktat-Analyse ........... 141
382
Gemüse (RAST) ....................... 293
Gemüsemischung 1 ................ 289
Gemüsemischung 2 ................ 289
Gentamicin ............................. 142
Gentechnologische Diagnostik 142
Gerinnungsanalysen (Material) .... 6
Gerinnungsfaktor II ................. 142
Gerinnungsfaktor IX ................ 143
Gerinnungsfaktor V ................. 142
Gerinnungsfaktor VII ............... 143
Gerinnungsfaktor VIII ...... 143, 359
Gerinnungsfaktor X ................. 143
Gerinnungsfaktor XI ................ 144
Gerinnungsfaktor XII ............... 144
Gerinnungsfaktor XIII .............. 144
Gerinnungshilfe .......................... 5
Germanium ............................ 332
Gerste ..................................... 294
Gerstenmehl ........................... 292
Gesamteiweiß ................. 118, 141
Gesamteiweiß (im Urin) .......... 350
Gesamthämolytische
Komplementaktivität ............. 85
Gesamtprotein ........................ 118
Gesichtsödem ......................... 342
Gestationsdiabetes .................. 252
Getreide/Gräserpollen (RAST) . 294
Getreidemischung................... 289
Gewürze (RAST) ..................... 293
Gewürzmischung 1................. 290
Gewürzmischung 2................. 290
Gewürzmischung 3................. 290
Gewürznelke .......................... 293
GFR (Glomeruläre Filtrationsrate)
..................... 54, 102, 145, 198
g-Glutamyl-Transferase ........... 145
g-GT ....................................... 145
GH ......................................... 315
GH-RH-Test ............................ 358
g-Hydroxybuttersäure ............. 253
Giardia lamblia ....................... 260
GICA ........................................ 76
Gilbert-Syndrom ............. 145, 235
GLA-Gen ................................ 235
Glaskraut (Parietaria judaica) .. 295
Glaskraut (Parietaria officinalis 295
Glatte Muskel-Antikörper .. 25, 146
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Glatthafer ............................... 294
GLDH .................................... 146
Gliadin-Antikörper ................. 121
Gliadin-Antikörper (GAF) ....... 146
Glibenclamid ......................... 147
Glibenclamid (Pharmakogenetik)
.......................................... 233
Glomeruläre Filtrationsrate (GFR)
...........................102, 145, 198
Glomerulonephritis ......53, 74, 75,
119, 147, 362
- akute ................................ 315
- idiopathische membranöse 175
- membrano-proliferative ...... 75
- Poststreptokokken- ........... 202
- rapid progressive ....33, 41, 75,
147, 347
Glomerulus Basalmembran AK 53,
147
Glucagon ............................... 148
Glucagonom .......................... 148
Glucoamylase ........................ 297
Glucokinase-Gen ................... 235
Glucose-6-PhosphatDehydrogenase-Mangel ...... 235
Glucose-Insulin-Quotient (HOMAIndex) ................................. 176
Glucosetoleranztest................ 251
Glucosidase ............................. 28
Glukose ......................5, 141, 148
Glukose (im Urin) .................. 350
Glukose-6-PhosphatDehydrogenase in Erythrozyten
.......................................... 149
Glutamat-Dehydrogenase....... 146
Glutamat-OxalacetatTransaminase ..................... 150
Glutamat-Pyruvat-Transaminase
.......................................... 151
Glutamin.................................. 35
Glutaminsäure ......................... 35
Glutaminsäure-Decarboxylase-AK
.......................................... 149
Glutarsäure ............................ 253
Glutathionperoxidase ............... 46
Glutathion-Reduktase ............. 149
Glutathion-S-Transferase ........ 149
Glutathion-S-Transferase, T1/M1
........................................... 234
Gluten/Gliadin (RAST) ............ 292
Glutensensitive Enteropathie . 120,
146, 299
Glutethimid ............................ 149
Glycerinsäure ......................... 253
Glycin ...................................... 35
Glycophagus domesticus........ 297
Glykole .......................... 330, 336
Glykolsäure ............................ 253
GMA ...................................... 146
Gold .............................. 150, 332
Goldrute, echt ........................ 295
Gonadendysgenesie ............... 231
Gonadeninsuffizienz, primäre 208
Gonadotropine ....... siehe LH, FSH
Gonokokken ............ 58, 150, 185
Gonorrhoeae .......................... 150
Goodpasture-Syndrom .... 33, 147,
175, 347
GOT .................................. 5, 150
GPIb/IX .................................. 323
GPIIa/IIIa ................................ 323
GPT ................................... 5, 151
Graft versus host-Reaktion ...... 364
Granulomatosis infantiseptica. 210
Granulosazelltumoren ...... 34, 187
Granulozyten ................... 66, 109
Granulozyten-Elastase ............ 274
Granulozyten-Kern-AK ........... 151
Granulozyten-Membran-AK ... 151
Granulozyten-Zytoplasma-AK
.............................. siehe ANCA
Granulozyten-ZytoplasmaAntikörper .................... 40, 119
Granulozytopenie .................. 151
Grapefruit .............................. 293
Gras ......................................... 80
Gräser/Frühblüher .................. 290
Gräser/Getreidepollen (RAST) . 294
Gräser/Spätblüher................... 290
Gräsermischung 1 .................. 290
Gräsermischung 2 .................. 290
Gräsermischung 3 .................. 290
Graves Disease....................... 341
Gregg-Syndrom ...................... 304
www.labor-blessing.de
383
Grippe, echte.......................... 186
Griseofulvin ............................ 152
Gruber-Widal-Reaktion........... 152
GS-ANA ................................. 151
GSE ................................ 120, 146
GSTM-Gen ............................. 234
Guarkern ................................ 294
Guave..................................... 293
Guillain-Barré-Polyneuritis...... 210
Guillain-Barré-Syndrom ... 78, 103,
140
Gummata ............................... 214
Gummi arabicum ................... 294
Gurke ..................................... 293
Gürtelrose............................... 351
Gynäkomastie-Diagnostik ....... 152
H
Haarausfall ............... 32, 354, 361
Haargerste .............................. 294
Haarzell-Leukämie.................. 178
HAE (hereditäres Angioödem) ... 73
Haemoccult ............................ 252
Haemojuvelin-Gen ................. 235
Haemophilus influenzae ......... 185
Hafer ...................................... 294
Hafermehl .............................. 292
Hafnium ................................. 332
Hagebutte ............................... 293
Hageman-Faktor ..................... 144
Hakenwurm............................ 261
Haloperidol ............................ 155
Haloperidol (Pharmakogenetik)
........................................... 233
HAMA (Humane anti-MausAntikörper) .......................... 155
Hämatokrit ........ 66, siehe Blutbild
Hämaturie .............................. 259
Hämiglobin (Methämoglobin) . 225
Hammelfleisch ....................... 294
Hämochromatose ........... 105, 118
Hämochromatose (hereditäre) . 235
Hämochromatose, idiopathische
........................................... 174
Hämoglobin ...... 66, siehe Blutbild
- fetales ............................... 128
- freies ................................. 134
384
Hämoglobin (im Urin)............. 350
Hämoglobin A1c ...... siehe HbA1c
Hämoglobin A2 .................... siehe
Hämoglobin-Elektrophorese
Hämoglobin F ......................... 153
Hämoglobin im Stuhl ................ 65
Hämoglobin/HaptoglobinKomplex)............................... 65
Hämoglobin-Elektrophorese .... 153
Hämoglobinopathien .............. 236
Hämolyse ............................... 277
- extravasale ........................ 156
- intravasale. 134, 154, 156, 193
Hämolysine ............................ 153
Hämolytische Anämie........... siehe
Anämie
Hämolytisch-urämisches Syndrom
........................................... 125
Hämopexin ............................. 154
hämophagozytisches Syndrom 123
Hämophilie A ................. 143, 237
Hämophilie B ................. 143, 237
Hämophilus influenzae ........... 154
Hämorrhagische Diathese ....... 359
Hämorrhagisches Fieber ......... 141
Hämosiderin ........................... 155
HAMP-Gen ............................. 235
Hamsterepithelien................... 296
HAM-Test ....................... 276, 305
hand foot and mouth disease ... 97,
271
Hand- Fuß- und Mund-Krankheit
............................................. 97
Hantavirus .............................. 155
happy puppet syndrome ......... 232
Haptoglobin............................ 156
Harnblasen-Ca 102, 248, 340, 348
Harnsäure ....................... 141, 157
Harnstein-Analyse........... 157, 315
Harnstoff................................. 157
Harnstoff-Clearance ................ 157
Harnstoff-N ............................. 158
Harnstoff-Stickstoff .................. 158
Haschisch ................................. 80
Hasel ...................................... 295
Haselnuss ............................... 292
Hasenpest ............................... 347
www.labor-blessing.de
Hashimoto-Thyreoiditis . 175, 245,
364
HAT Typ II ............................. 161
Hauptallergen aus Birkenpollen
rBet v1................................ 296
Hauptallergen aus
Lieschgraspollen rPhl p1 ..... 295
Hauptallergen aus
Lieschgraspollen rPhl p5b ... 295
Hauptallergen aus Parietariapollen
rPar j2 ................................ 295
Hauptallergene aus
Lieschgraspollen rPhl p1, rPhl
p5 ...................................... 295
Hausstaub (RAST)................... 297
Hausstaub/Greer labs Inc. ...... 297
Hausstaub/Hollister-Stier labs . 297
Hausstaubmischung ............... 291
Hautgeschwür ........................ 206
HAV ...................................... 161
HB ........................................... 66
Hb/Haptoglobin-Komplex ........ 65
HBA1- und HBA2-Gen .......... 237
HbA1c ................................... 158
HBB-Gen ............................... 237
HbC ....................................... 236
HBc-Antigen .......................... 162
HBDH ................................... 159
HBDT ...................................... 60
HbE ....................................... 236
HBe-Antigen .......................... 162
Hb-Elektrophorese ................. 153
HbF ....................................... 128
HbR (Retikulozyten-Hb) ......... 300
HbS ....................................... 236
HBs-AG-Träger, Gesunde ....... 175
HBs-Antigen........................... 162
HBV ....................................... 162
HBV-DNA.............................. 162
HCB (Hexachlorbenzol) ..336, 337
HCG-Test ............................... 159
HCH (Hexachlorcyclohexan) 330,
336, 337
hCT.......................................... 77
HCV ...................................... 163
HCV-Antikörper ..................... 163
HCV-RNA .............................. 163
HD15-Gen ............................. 232
HDL-Cholesterin .................... 160
HDV ...................................... 164
HDV-RNA .............................. 164
HE-4 .............................. 160, 348
Heilbutt.................................. 294
Heine-Medinsche Krankheit ... 276
Helicobacter pylori ................ 160
HELLP-Syndrom ..................... 161
Helminthen ............................ 261
Helmintosporium halodes ...... 292
Hemidesmosomen ................. 122
Heparin, HMW- ....................... 43
Heparin, LMW- ........................ 43
Heparin-induzierte
Thrombozytopenie ............. 161
hepatische Infektion ....... 185, 186
Hepatitis . 21, 103, 123, 165, 216,
230, 234, 285, 301
- autoimmune chronisch-aktive
(CAH) 25, 38, 139, 146, 175,
202, 203, 204, 211, 364
Hepatitis A ............................. 185
Hepatitis A-Virus ............ 161, 266
Hepatitis B ............................. 185
Hepatitis B-Virus ............ 162, 266
Hepatitis C ............................. 185
Hepatitis C-Virus ............ 163, 266
Hepatitis D-Virus............ 164, 266
Hepatitis E-Virus............. 164, 266
Hepatitis G-Virus.................... 165
Hepatitis, specifica ................. 214
Hepatitis-Delta-Virus (HDV) ... 164
Hepatitis-Stufendiagnostik ...... 165
Hepatobiliäre Karzinome ......... 76
Hepatoenzephalopathien ......... 82
Hepatoflavin .......................... 354
Hepatosplenomegalie.... 103, 138,
171, 206, 210, 347
Hepatozelluläres Karzinom ...... 28
Hepcidin-Gen ........................ 235
Heptabarbital ......................... 167
Hepta-Carboxy-Porphyrin ...... 278
Heptachlor ............. 330, 336, 337
Heptan, n-.............................. 336
HER-2/neu-Protein ................. 167
Herbizide ............................... 330
www.labor-blessing.de
385
Herceptin ............................... 168
Hered. Chronische Pankreatitis237
Hered. Mot. Sens. Neuropathie
(Charcot-Marie-Tooth) ......... 232
Hereditäre Fruktose-Intoleranz 235
Hereditäre Hämochromatose .. 235
Hereditäre Laktose Intoleranz . 235
hereditäres Angioödem ............. 73
Heredopathia atactica
polyneuritiformis ................. 271
Hering .................................... 294
Heroin ............................ 114, 253
Herpangina....................... 97, 271
Herpes gestationis ................... 122
Herpes labialis, rekurrierender 175
Herpes simplex-Virus ...... 185, 327
- Typ 1 ........................ 168, 266
- Typ 2 ........................ 168, 266
Herpes zoster.......................... 351
Herz-Hand-Syndrom............... 237
Herzinsuffizienz ....................... 67
Herzmuskel-Antikörper ..... 53, 169
Herzmyxome, Carney-Komplex
Typ 1 .................................. 236
Herzrhythmusstörung.............. 219
Herztransplantation .................. 90
Heterophile Antikörper ........... 155
Heu .......................................... 44
HEV ........................................ 164
HEV-Antikörper ...................... 164
HEV-PCR ................................ 164
Hexa-Carboxy-Porphyrin ........ 278
Hexachlorbenzol (HCB) . 329, 336,
337
Hexachlorcyclohexan (HCH) . 330,
336, 337
Hexahydrophthalsäure-Anhydrid
........................................... 297
Hexan, n- ............................... 336
Hexobarbital........................... 169
Hexobarbital (Pharmakogenetik)
........................................... 233
HFE-Gen................................. 235
HFRS (Hämorrhagisches Fieber
mit renalem Syndrom) ......... 155
HGA ....................................... 116
hGH ....................................... 315
386
HGV ....................................... 165
HHV 5 .................................... 102
HHV 6 .................................... 179
Hib ......................................... 154
Hickory-Baum ........................ 295
HIES ......................................... 20
High mobility group proteinAntikörper ........................... 170
Himbeere ............................... 293
Hirschepithelien ..................... 296
Hirse, japanisch ...................... 292
Hirsutismus 19, 42, 108, 110, 127,
320
Histamin ................................. 170
Histamin-Intoleranz ................ 108
Histidin..................................... 35
Histidinreiches Protein (HRP II)
........................................... 220
Histidyl-t-RNA-SynthetaseAutoantikörper (Jo-1) ........... 192
Histon-Autoantikörper ............ 170
Histoplasma capsulatum ......... 171
Histoplasmose-Antikörper ....... 171
HIT Typ II ............................... 161
HIV......................................... 217
HIV Typ 1 ............... 171, 185, 266
HIV Typ 2 ............... 171, 185, 266
HIV-Resistenz ......................... 237
HJV-Gen ................................. 235
HK ............................................ 66
HLA-B27 ................................ 172
HLA-DQA1-Gen ..................... 236
HLA-DQB1 ............................. 237
HLA-DQB1-Gen ..................... 236
HLA-DR15 .............................. 237
HLA-DR2 ................................ 151
HLA-Typisierung ..................... 172
HMA ...................................... 169
HMBS-Gen ............................. 235
HMG-Autoantikörper .............. 170
HMW-Heparin.......................... 43
HNF1A-Gen ........................... 235
HNF1B-Gen............................ 235
HNF4A-Gen ........................... 235
HNO-Tumoren ....................... 348
HNPCC (Familiäres ColonCarcinom, Lynch-Syndrom) . 236
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hochsensitives CRP ................ 100
Hochwuchs............................ 315
Holo-TC ................................. 176
Holotranscobalamin............... 176
Holt-Oram-Syndrom .............. 237
Holunder ............................... 295
Holzimprägnierung ................ 332
Holzmakrele (Bastardmakrele) 294
Holzschutzmittel .....330, 331, 333
Holzstaublunge ........................ 45
HOMA-Index ......................... 176
Homeostasis Model Assessment
(HOMA-Index) ................... 176
Homocitrullin .......................... 35
Homocystein...................100, 176
Homocystin ............................. 35
Homogentisinsäure .........177, 253
Homovanillinsäure................. 177
Honig .................................... 294
Honiggras, wollig ................... 294
Hopfen .................................. 294
Hopfen, japanisch .................. 295
Hornissengift (Vespa crabro)... 296
Hornissengift, amerikanisch ... 296
HPL ....................................... 177
HPS (Hantavirus Pulmonary
Syndrome) .......................... 156
HPV ................................258, 266
HRP II (Histidinreiches Protein)
.......................................... 220
hs-CRP ................................... 100
HSV-Antikörper...................... 168
HSV-PCR ............................... 168
hTg (humanes Thyreoglobulin 324
HTLV-II-Virus ......................... 178
HTLV-I-Virus ...................177, 266
Hu-Autoantikörper ................. 178
Hühnerei (RAST) .................... 294
Hühnereiweiss ....................... 294
Hühnerfedern......................... 296
Hühnerfleisch ........................ 294
Hühnerkot.............................. 296
Hühnerkot, -serum, -federn ...... 44
Hühnerserumproteine ............ 296
Hülsenfrüchte (RAST) ............. 293
human epidermal growth factor
receptor-2........................... 167
Human Epididymal Protein 4 . 160
Human Immunodeficiency-Virus
(HIV) .................................. 171
Human T-Lymphotropic-Virus
(HTLV)........................ 177, 178
Humane Antikörper gegen TierIgG ..................................... 178
Humane anti-Maus-Antikörper
(HAMA) .............................. 155
Humane granulozytäre
Anaplasmose ...................... 116
Humane Papillomviren .......... 266
Humaner BasophilenDegranulationstest ................ 60
Humanes Calcitonin................. 77
Humanes Herpesvirus Typ 5 .. 102
Humanes Herpes-Virus Typ 6 . 179
Humanes Papillomvirus Typ 6, 11,
16, 18, 31, 33, 35, 45, 52, 56,
58....................................... 258
Humanes Placenta-Lactogen (HPL)
........................................... 177
Hummelgift ............................ 296
Hummer ................................ 294
Hundebandwurm ................... 115
Hundeepithelien .................... 296
Hundeschuppen ..................... 296
Hundeserumalbumin.............. 296
Hundszahngras ...................... 295
Hungertest ............................. 179
HUS ....................................... 125
HVL-Insuffizienz .................... 315
HVS ....................................... 177
Hybridisierungsanalyse .......... 265
Hydralazin ............................... 82
Hydrazin ................................ 330
Hydrochlorothiazid-Alveolitis .. 45
Hydrocodon................... 114, 253
Hydromorphon ...................... 114
Hydrophobie .......................... 327
Hydrops fetalis ....................... 263
Hydroxybuttersäure ................ 253
Hydroxy-Carbamazepin ......... 256
Hydroxycorticosteron ............... 19
Hydroxyindolessigsäure ........... 20
Hydroxyisovaleriansäure ........ 253
Hydroxy-Kortikosteroide .......... 18
www.labor-blessing.de
387
Hydroxylysin ............................ 35
Hydroxymethylbilan-Synthase 350
Hydroxyphenylbrenztraubensäure
........................................... 253
Hydroxyphenylessigsäure ....... 253
Hydroxyphenylmilchsäure ...... 253
Hydroxy-Progesteron ................ 19
Hydroxyprolin .................. 35, 180
Hydroxypropionsäure ............. 253
Hydroxypyren, 1- ................... 337
Hydroxytryptamin ................... 309
Hydroxytryptophan................... 20
Hydroxyzin............................. 180
Hydrozephalus ....................... 340
Hyperaldosteronismus . 19, 30, 42,
80, 180
- DD ................... 244, 254, 298
Hyperandrogenämie ............... 176
Hyperandrogenämie (DD)....... 107
Hyperbilirubinämie................. 145
Hypercalcämie ............... 354, 356
Hypercholesterinämie ............. 231
Hypercortisolismus ........... 24, 106
- DD ................................... 106
Hyperferritinämie KataraktSyndrom ............................. 235
Hyperfibrinolyse ..................... 130
Hyperhomocysteinämie .......... 231
Hyper-IgD-Syndrom........ 182, 237
Hyperinsulinismus .................. 189
Hyperkeratose ........................ 354
Hyperkortisolismus ............... siehe
Hypercortisolismus
Hyperlipoproteinämie Typ III .. 231
Hyperparathyreoidismus ........... 78
- DD ................................... 261
Hyperprolaktinämie, latente.... 227
Hyperprothrombinämie .......... 283
Hyperthermie, maligne ........... 237
Hyperthyreose ........................ 180
Hypertonie ................. 30, 67, 231
- DD ............. 80, 195, 225, 357
- essentielle ......................... 244
- renovaskuläre ..... 80, 180, 298
Hypertonie-Diagnostik ............ 180
Hypocalciämie ....................... 219
Hypochondroplasie ................ 236
388
Hypoglycämia factitia ............... 98
Hypoglycämie . 98, 136, 138, 179,
188, 234, 251
Hypoglykämie ...................... siehe
Hypoglycämie
Hypogonadismus .................... 127
Hypohysenunterfunktion......... 208
Hypokaliämie ......................... 353
- DD ................................... 298
Hypoparathyreoidismus .......... 245
Hypoparathyreoidismus, primärer
........................................... 245
Hypophysen-Autoantikörper ... 181
Hypophysen-Insuffizienz .. 99, 181
Hypophysentumoren .............. 315
Hyposensibilisierung............... 298
I
IA2-Antikörper .................. 52, 348
Ibuprofen ................................ 191
Ibuprofen (Pharmakogenetik) .. 233
ICA ......................................... 187
ICA512-Antikörper.................. 348
Ichthyosis (X-chromosomal) .... 237
ICSH (LH) ............................... 207
Icterus..................................... 206
Icterus intermittens juvenilis .... 145
Icterus juvenilis Meulengracht... 64
Icterus prolongatus.................... 21
Idiopathische Myelofibrose ..... 232
Ifosfamid................................. 181
IgA.......................................... 181
IgA, sekretorisches .................. 181
IgA-Dermatose ........................ 122
IgA-Nephropathie ................... 175
IgA-Subklassen (IgA1, IgA2) .... 181
IgD ......................................... 182
IgD-Plasmozytom ................... 182
IgE .......................................... 182
- allergenspezifisches .......... 288
IGF-1 .............................. 191, 311
IGF-Bindungs-Protein-3 .......... 191
IGFBP-3 .................................. 191
IgG ......................................... 182
IgG (im Urin) .......................... 350
IgG, allergenspezifisches......... 298
IgG, präzipitierende .................. 44
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IgG-Subklassen ...................... 183
IgM ........................................ 183
IL-1 ........................................ 189
IL-10 ...................................... 190
IL-2 ........................................ 189
IL-6 ........................................ 190
IL-8 ........................................ 190
Ileitis ...................................... 360
Imipramin .......................114, 183
Imipramin (Pharmakogenetik). 233
Immun-Anti-A/B (Hämolysine) 153
Immundefekte ........................ 217
Immundefizienz ..................... 361
Immunfixations-Elektrophorese184
Immunglobulin-RezeptorGenumlagerung.................. 232
Immunglobulin-Synthese,
intrathekale ........................ 210
Immunkomplexkrankheiten ..... 85,
362
Immunphänotypisierung ........ 114
Immunthrombozytopenie ......... 39
Implantate .............................. 333
Impotenz................................ 320
Indenopyren........................... 337
Indikan .................................. 191
Indirekter Coombstest .............. 95
Indirektes Bilirubin \b .............. 64
Indium ................................... 332
Indometacin ........................... 184
Indometacin (Pharmakogenetik)
.......................................... 233
Indoormischung ..................... 292
Indoxylschwefelsaures Kalium 191
Infekt, chronisch-rezidivierender
.......................................... 217
Infekt, grippaler ...................... 220
Infektion
- konnatale ......................... 216
- neonatale ......................... 210
- opportunistische ............... 171
- prä- und perinatale ....185, 186
- rezidivierende .................. 183
Infektionserreger
- schwangerschaftsrelevante 240
Infektionskrankheiten,
immunologische Nachweise 185
Infertilität ............... 231, 250, 255
- männliche .......... 28, 127, 320
- weibliche ........... 42, 127, 227
-weibliche .................... 34, 187
Influenza A, -B ....................... 266
Influenzavirus A/B .......... 185, 186
Ingwer.................................... 293
INH (Isoniazid) ....................... 192
Inhalationsscreen ................... 290
Inhibin B ................................ 187
INR-Wert (international
normalized ratio) ........ 187, 287
Insekten/Insektengifte (RAST) .. 296
Insektengiftallergie ................. 346
Insektizide ..... 328, 330, 331, 335,
336, 337
Inselzell-Autoantikörper ... 52, 187
Insulin .................................... 188
Insulin (human, RAST) ............ 297
Insulin (Rind, RAST) ............... 297
Insulin (Schwein, RAST) ......... 297
Insulin-Antikörper ............ 52, 188
Insulin-Autoantikörper............ 188
Insulin-Autoimmun-Syndrom . 188
Insulin-Glukose-Quotient ....... 189
Insulin-like growthfactor bindingprotein 3............................. 191
Insulin-like-growth-factor 1 .... 311
Insulinom ..98, 179, 188, 189, 326
Insulinresistenz......... 98, 176, 280
Insulin-Therapie ..................... 188
Interleukin-1 .......................... 189
Interleukin-10......................... 190
Interleukin-2 .......................... 189
Interleukin-2 Rezeptor ............ 190
Interleukin-6 .......................... 190
Interleukin-8 .......................... 190
Internetadresse ........................... 2
Intersexualität ........................... 34
Intersexualität (DD) ................ 110
intestinale Lipodystrophie ....... 344
intraerythrozytäre Folsäure ..... 133
Intrinsic-Faktor ....................... 355
Intrinsic-Faktor-Autoantikörper 191
invasive Candida-Mykose......... 79
Iodamoeba bütschlii ............... 260
Iprodion ................................. 329
www.labor-blessing.de
389
Iridium.................................... 332
Iroko-Holz ................................ 45
Irreguläre Antikörper ................. 95
Isobutylacetat ......................... 336
Isocyanat ................................ 330
Isocyanat HDI (RAST) ............. 297
Isocyanat MDI (RAST) ............. 297
Isocyanat TDI (RAST) .............. 297
isoelektrische Fokussierung ..... 209
Isoleucin ................................... 35
Isoleucyl-t-RNA-SynthetaseAutoantikörper .................... 192
Isoniazid (INH) ....................... 192
Isoniazid (Pharmakogenetik) ... 234
Isospora belli .......................... 260
Isovaleriansäure ...................... 254
Isovaleroylglycin..................... 254
Isozyanat-Alveolitis ................... 45
Isphagula ................................ 297
ITP (idiopathische
thrombozytopenische Purpura)
........................................... 323
Itraconazol ............................. 192
Itraconazol (Pharmakogenetik) 234
Ixodes ricinus ................. 117, 137
J
Jackfruit .................................. 293
JAK2-Punktmutation ............... 232
Jakob-Creutzfeldt-Erkrankung.. 364
Jakobsmuschel ........................ 294
Jejunum-IgA-Autoantikörper ... 192
Jo-1-Autoantikörper ................ 192
Jod .................................. 193, 333
Johannisbeere, rot ................... 293
Johannisbrot ........................... 294
Juckreiz .................................. 139
Jujube ..................................... 293
Juvenile Schlaganfälle ............. 231
K
Kabeljau (Dorsch) ................... 294
Kaffee ..................................... 294
Kaffeebohne, grün .................. 297
Käfigvögelmischung ................ 291
Kakao ..................................... 294
Kakifrucht ............................... 293
390
Kala-Azar................................ 206
Kalium ................................ 5, 194
Kallmann-Syndrom ................. 231
Kälteagglutinine ................ 52, 193
Kälteagglutininkrankheit ......... 193
Kälteantikörper ....................... 193
Kältehämoglobinurie, paroxysmale
............................................. 95
Kälteurtikaria, familiäre ........... 236
Kambala-Holz........................... 45
Kamelschuppen ...................... 296
Kamille ................................... 295
Kanarienvogelfedern ............... 296
Kanarienvogelkot .................... 296
Kanarienvogelkot, -serum, -federn
............................................. 44
Kanarienvogelserumproteine ... 296
Kaninchenepithelien ............... 296
Kaninchenfleisch .................... 294
Kaninchenserumproteine ........ 296
Kaninchenurinproteine ........... 296
Kaposi-Sarkom ........................ 171
Kappa/Lambda-Quotient ........... 61
Kardamon ............................... 293
Kardiomyopathie .. 25, 53, 82, 309
kardiovaskuläres Risiko ... 100, 129
Karminrot ............................... 293
Karotte .................................... 293
Kartoffel .................................. 293
Karzinoid .................. 20, 309, 348
- atypisches ........................... 20
Kasein..................................... 229
Kasein (hitzestabil) .................. 293
Käsewäscherlunge .................... 45
Katalase .................................... 46
Katarakt .................................. 138
Katecholamine ................ 194, 348
Kationisches Trypsinogen........ 237
Katzenschuppen/ -epithelien ... 296
Katzenserumalbumin .............. 296
Kaugummi-Test (Quecksilber) . 287
Kawasaki-Syndrom ................. 121
Kearns-Sayre-Syndrom ............ 232
Kehlkopf-Karzinom ................. 258
Keimzelltumor ............ 28, 63, 348
Keppra .................................... 207
Keratin-Autoantikörper............ 195
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Ketamin ................................. 196
Ketohexokinase-Defekt .......... 136
Ketonkörper (im Urin) ............ 350
Ketoprofen ............................. 196
Ketosteroide ............................. 19
Keuchhusten .....................67, 185
KHK ......................................... 67
Ki-Antikörper ......................... 199
Kichererbse ............................ 293
Kiefer (Pinus radiata) .............. 295
Kiefer (Pinus strobus) .............. 295
Kif ............................................ 80
Kinderlähmung ...................... 276
Kinderwunsch ........................ 312
Kirsche ................................... 293
Kiwi ....................................... 293
Kleienflechte .......................... 272
Klimaanlage ........................... 205
Klinefelter-Syndrom ................. 90
Knäuelgras ............................. 295
Knoblauch ............................. 293
Knochenabbaumarker .............. 60
Knochenstoffwechsel ............... 60
Knorpel-Autoantikörper.......... 196
Kohl ....................................... 293
Kohlenhydrat-Determinante CCD)
.......................................... 298
Kohlenhydratintoleranz .......... 360
Kohlenmonoxid ....................... 81
Kohlenwasserstoffe, halogenierte
.......................................... 336
Kohlenwasserstoffe, nicht
halogenierte ....................... 336
Kohlenwasserstoffe, polycyclische
aromatische ........................ 337
Kokain ............................114, 196
Kokosnuss .............................. 292
Kolbenhirse ............................ 292
Kolitis .................................... 229
Kollagen Typ I-Telopeptid ........ 60
Kollagen-Autoantikörper ........ 197
Kollagenose ........38, 81, 101, 314
Kollagenose (DD) ................... 112
Kollagen-Typ IV-Antikörper .... 147
Kolorectales-CA ................76, 348
Kolpitis .................................. 272
Komplementaktivität,
gesamthämolytische ............. 85
Komplementdefekt ............. 74, 75
Komplementfaktoren (Suchtest) 85
Konjunktivitis ......................... 347
- follikuläre ........................... 26
Konjunktivitis, akute
hämorrhagische ............ 97, 271
Koproporphyria hereditaria ... 104,
277
Koproporphyrin ...................... 278
Koriander ............................... 293
Korrosionsschutzzusatz .......... 330
Korsakow-Syndrom ................ 354
Korticotropin ............................ 24
Krabbe ................................... 294
Kräutermischung 1 ................. 290
Kräutermischung 2 ................. 290
Kräutermischung 3 ................. 290
Kräutermischung 5 ................. 290
Kräutermischung 6 ................. 290
Kräutermischung 7 ................. 290
Kräutermischung Ambrosien .. 290
Kräuterpollen (RAST) .............. 295
Kreatin ................................... 197
Kreatinin ................................ 198
Kreatinin-Clearance................ 198
Kresole ................................... 336
Kristalle .................................. 141
Kristallisationshemmer ............. 91
Krupp-Syndrom ...................... 299
Kryofibrinogen ....................... 198
Kryoglobuline......................... 199
Kryptokokkose........................ 100
Kryptopyrrol ........................... 199
Kryptorchismus ........................ 34
Ku-Autoantikörper .................. 199
Küchenschabe ........................ 296
Küchenschabe, amerikanisch . 296
Küchenschabe, orientalisch .... 296
Kühlbehälter ............................ 10
Kümmel ................................. 293
Kunststoffe ............................. 335
Kunststoff-Monomere ............. 330
Kupfer ............................ 200, 333
Kürbis .................................... 293
Kürbissamen .......................... 294
www.labor-blessing.de
391
Kuru ....................................... 364
Kynurenin ................................. 35
L
La-Antikörper.......................... 314
Lachs ...................................... 294
Lactasemangel ................ 201, 360
Lactat.............................. 141, 200
Lactat-Dehydrogenase (LDH) .. 203
Lactoferrin (Rind) .................... 294
Lactoflavin .............................. 354
Lactosemalabsorption ............. 201
Lactose-Toleranztest ............... 201
Laki-Lorand-Faktor .................. 144
Laktose Intoleranz (hereditäre) 235
Lambert-Eaton-Syndrom............ 23
Lamblia intestinalis ................. 185
Lamina lucida ......................... 122
Lamin-Autoantikörper ............. 201
Laminin-Autoantikörper .......... 202
Lamivudin .............................. 202
Lamotrigin .............................. 202
Landry-Paralyse ...................... 354
Languste ................................. 294
Lansoprazol (Pharmakogenetik)
........................................... 233
LAP......................................... 202
large external transformation
sensitive-Protein .................. 130
Lariam (Mefloquin) ................. 222
Larynxpapillome ..................... 258
Latex (Hevea Brasiliensis)........ 297
LBMA ....................................... 33
LCM-Virus .............................. 216
LCT-Gen ................................. 235
LDH ........................... 5, 141, 203
LDH1 (HBDH) ........................ 159
LDH-Erhöhung ....................... 203
LDH-Isoenzyme ...................... 203
LDL-Cholesterin...................... 203
LDL-Rezeptor Defekt .............. 231
LDLR-Gen .............................. 231
L-Dopa ................................... 207
Lebensmittel-Unverträglichkeit 108
Leber, Syntheseleistung ............. 85
Leberabszess............................. 36
Leberfibrose ............................ 280
392
Leberinsuffizienz..................... 139
Leberkoma ................................ 36
Lebermetastasen ..................... 348
Lebersche hereditäre Opticus
Neuropathie ........................ 237
Leber-spezifische ProteineAutoantikörper .................... 204
Lebersyntheseleistung ............... 29
Lebertransplantation ................. 90
Lebertumoren ........................... 83
Leberzell-Ca ........................... 348
Leberzell-MembranAutoantikörper .................... 204
Leberzirrhose ............ 21, 138, 234
Leberzirrhose im Kindesalter ... 136
Legierungen ............................ 333
Legionärskrankheit .................. 205
Legionella pneumophilia ........ 185
Legionellen ............................. 265
Legionellose............................ 205
Leguminosenmischung ........... 289
Leichtketten, freie ..................... 61
Leiden-Mutation ............... 47, 236
Leinsamen .............................. 292
Leishmanien ........................... 205
Lemming-Fieber ...................... 347
Lepidoglyphus destructor ........ 297
Leptospiren ..................... 185, 206
Leucin ...................................... 35
Leucin-Aminopeptidase (LAP) . 202
Leucin-Arylamidase (LAP) ....... 202
Leukämie ............ 31, 39, 249, 363
Leukämiediagnostik ........ 114, 231
Leukopenie ..................... 116, 206
Leukozyten ............................... 66
Leukozyten (im Urin) .............. 350
Levetiracetam ......................... 207
Levodopa ................................ 207
Levomepromazin .................... 207
LE-Zellen ................................ 207
LH .......................................... 207
LHRH-Test .............................. 208
Lidocain ................................. 208
Liebstöckl ............................... 293
Lieschgras ............................... 295
Lieschgraspollen nPhl p4 (nativ)
........................................... 295
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Lieschgraspollen rPhl p11 ...... 295
Lieschgraspollen rPhl p2 ........ 295
Lieschgraspollen rPhl p6 ........ 295
Li-Fraumeni-Syndrom (familiäres
Sarkom) .............................. 236
Liguster .................................. 295
Limone .................................. 293
Limonen ................................ 338
Lindan ............328, 330, 336, 337
Linde ..................................... 295
Linse ...................................... 293
Linuron .................................. 330
Lipase .................................... 208
Lipase, Makro- ....................... 219
Lipidelektrophorese................ 209
Lipodystrophie, intestinale...... 344
Lipodystrophie, partielle ........... 75
Lipoprotein a.......................... 212
Lipoprotein X ......................... 212
Liquidambar styraciflua .......... 295
Liquor ........................................ 9
Liquorproteindiagnostik ......... 209
Liquor-Quotienten ................. 209
Liquorrhoe ............................... 50
Liquorstatus............................ 210
LIS1-Gen ................................ 232
LISS-Enzephalie...................... 232
Listeria monocytogenes .......... 185
Listerien ....................58, 210, 328
Lithium ...........................211, 333
Litschi .................................... 293
Livedo reticularis...................... 82
Liver-Kidney-MikrosomenAutoantikörper ................... 211
LKM-1-Autoantikörper ......53, 211
LMA....................................... 204
LMW-Heparin .......................... 43
Loa loa ................................... 130
Lofepramin............................. 212
Loiasis.................................... 130
Lolch-Weidelgras ................... 295
Lorazepam ......................114, 212
Lorbeerblatt............................ 293
Lorcainid................................ 212
Lormetazepam ....................... 212
löslicher Interleukin-2 Rezeptor
.......................................... 190
Löslicher Transferrinrezeptor (sTfR)
........................................... 211
Lösliches Fibrin ...................... 129
Lösungsmittel, organische ...... 336
Löwenzahn ............................ 295
Lp X ....................................... 212
Lp(a)............................... 100, 212
LSD ................................ 114, 213
LSP-Autoantikörper ................ 204
LTT (LymphozytenTransformations-Test).......... 217
Lucey-Driscoll-Syndrom ........... 64
Lues ............................... 186, 265
Lues-Diagnostik...................... 213
Lungenaspergillose ................... 45
Lungenbasalmembran-Antikörper
............................................. 33
Lungenembolie ...................... 129
Lungenemphysem ............ 21, 234
Lungenfibrose .......................... 39
Lungeninfiltrate, multilobuläre 205
Lungenmykosen ....................... 45
Lupine.................................... 295
Lupinensamen ........................ 294
Lupus erythematodes... 38, 39, 53,
74, 75, 81, 101, 112, 117, 119,
121, 170, 301, 303, 311, 312,
314, 349, 361, 362, 364
Lupusantikoagulant .......... 82, 215
Luteotropes Hormon (LH) ....... 207
Lyme-Disease ........................... 68
Lymphadenitis, mesenteriale .. 360
Lymphadenopathie 123, 171, 185,
186, 213, 339, 344
Lymphadenopathiesyndrom (LAS)
........................................... 171
Lymphogranuloma venereum .. 86,
215
Lymphom, malignes ............... 348
Lymphomdiagnostik ............... 114
Lymphome ............................. 324
Lymphozytäre ChoriomeningitisVirus................................... 216
Lymphozyten ................... 66, 109
Lymphozyten-Differenzierung
(OKT) ................................. 217
www.labor-blessing.de
393
Lymphozyten-Proliferations-Test
(LTT) ................................... 217
Lymphozyten-Stimulations-Test
(LTT) ................................... 217
Lymphozyten-Subpopulationen
(OKT) .................................. 217
Lymphozyten-TransformationsTest (LTT) ............................ 217
Lynch-Syndrom (Familiäres ColonCarcinom, HNPCC) ............. 236
Lysergsäurediäthylamid (LSD) . 213
Lysin ......................................... 35
Lysozym ......................... 218, 297
Lyssa-Antikörper ..................... 326
LZM (Lysozym) ....................... 218
M
M. Addison 30, 52, 175, 245, 255,
364
M. africanum .......................... 242
M. Alzheimer............ 48, 231, 364
M. avium/intracellulare ........... 242
M. Bang .................................... 71
M. Basedow.................... 175, 341
M. Bechterew ................. 100, 174
M. Behcet ....................... 174, 364
M. Boeck ............................ 23, 71
M. bovis ................................. 242
M. chelonae ........................... 242
M. Crohn . 22, 41, 52, 53, 94, 100,
275, 299
M. Cushing ..................... 180, 249
M. Fabry ........................... 28, 235
M. fortuitum ........................... 242
M. Gaucher ............................ 235
M. gordonae ........................... 242
M. hämolyticus neonatorum64, 95
M. Hodgkin .............................. 54
M. kansasii ............................. 242
M. Koch.......................... 242, 243
M. marinum............................ 242
M. Meulengracht ...... 64, 145, 235
M. Paget ........................... 32, 285
M. Reiter................... 87, 174, 360
M. Schaudinn (Lues) ............... 213
M. simiae................................ 242
M. Still .................................... 174
394
M. tuberculosis ....................... 242
M. Wegener .............................. 53
M. Weil .................................. 206
M. Werlhof ............................. 323
M. Wilson................. 94, 200, 235
M2-PK ............................ 218, 348
Macadamia Nuss .................... 292
Machado-Joseph-Ataxie .......... 232
Macula-Degeneration ............. 300
Madenwurm ........................... 261
Madurella ............................... 272
Magen-CA .................. 76, 83, 348
Magnesium ......................... 5, 219
Mahagoni-Holz......................... 45
Mais ....................................... 295
Maismehl................................ 292
Majoran .................................. 293
MAK ................................. 52, 219
Makrele .................................. 294
Makrele, spanisch ................... 294
Makroamylase .......................... 38
Makro-CK ................................. 91
Makroglobulinämie Waldenström
............................................. 82
Makro-Lipase .......................... 219
Malabsorption 128, 316, 354, 355,
356, 357, 359
Malaria ................................... 219
Malariaplasmodien ................. 185
Malassezia furfur..................... 272
Malassezia spp........................ 292
Maldigestion ................... 128, 316
Maleinsäureanhydrid .............. 297
Maligne Hyperthermie ............ 237
Malignes Lymphom ................ 348
Malignes Melanom ................. 348
Malondialdehyd...................... 220
Maltafieber ............................... 71
MALT-Lymphom ..................... 160
Maltose-bindendes Protein...... 298
Malvenfaktor........................... 199
Malz ....................................... 294
Malzarbeiterlunge ..................... 45
Mamma-/Ovarial-Carcinom
(hereditäres) ........................ 236
Mamma-CA 76, 83, 167, 222, 348
Mandarine/Clementine ........... 293
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Mandel .................................. 293
Mangan ................................. 333
Mango ................................... 293
Maprotilin .............................. 221
Maprotilin (Pharmakogenetik) 233
Marchiafava-Anämie .............. 305
Marenostrin-Gen-Gen ............ 237
Margerite ............................... 295
Marihuana ............................... 80
Market Men´s Disease ............ 347
Martin-Bell Syndrom .............. 232
Masern................................... 221
Masernvirus ....................185, 266
Mastadenovirus ........................ 26
Mastozytose ........................... 346
Mastzell-Tryptase ................... 346
Maturity Onset Diabetes of the
Young (MODY) .................. 235
Maulbeerbaum....................... 295
Maus-Antikörper .................... 155
Mäuseepithelien..................... 296
Mäuseepithelien, Serum-/
Urinproteine ....................... 296
Mäuseserumproteine .............. 296
Mäuseurinproteine ................. 296
Mauve-Faktor ......................... 199
Maxatase................................ 297
MBK (Methylbutylketon) ........ 336
MBP-AK ................................. 242
MCA ...................................... 222
MCH ........................................ 66
MCHC ..................................... 66
MCTD ......... 38, 39, 301, 303, 349
MCV ........................................ 66
MDA .................................37, 113
MDA (Malondialdehyd .......... 220
MDMA .................................... 37
MDR1-Gen ............................ 234
MDRD-Formel ................145, 198
MDS (Miller-Dieker-Syndrom) 232
ME 605 (Parathion-Methyl)..... 328
Me(th)suximid ........................ 226
Mebendazol ........................... 222
MECP2-Gen ........................... 232
Medazepam ........................... 222
Medikamentenspiegel
-Zeitpunkt der Blutentnahme .. 7
Medium-Chain-Acyl-CoADehydrogenase-Mangel ...... 235
Medroxyprogesteron .............. 222
Medulläres Schilddrüsen-CA .... 83
Meeresfrüchtemischung ......... 290
Meerretichperoxidase ............. 298
Meerschweinchenepithelien... 296
Mefloquin (Lariam) ................. 222
MEFV-Gen ............................. 237
MEGX (Monoethylglycinxylidid)
........................................... 222
Mehle/Cerealien (RAST) ......... 292
Mehlmotte (Mittelmeerraum) .. 296
Mehlwurm ............................. 298
MEK (Methylethylketon) ......... 336
Meladinine (Ammoidin) ........... 35
Melaleuca-Baum .................... 295
Melanin ................................. 222
Melanom ......... 21, 222, 282, 348
Melanom (familiäres malignes) 236
MELAS (Mitochondriale
Enzephalomyopathie) ......... 233
Melatonin .............................. 222
Melde .................................... 295
Melone .................................. 293
Melperon ............................... 223
Melphalan.............................. 223
MEN Typ 2............... 77, 236, 267
MEN Typ I.............................. 236
MEN1-Gen............................. 236
Meningitis 98, 100, 116, 137, 154,
210, 216, 218, 238, 271, 276
Meningitis, epidemica ............ 224
Meningoenzephalitis 98, 100, 116,
137, 238
Meningoenzephalitis, aseptische
........................................... 216
Meningokokken ............... 58, 224
Menkes-Syndrom ............. 94, 200
Mennige................................. 331
Menopause, vorzeitige ........... 245
Menopausenstatus .................. 250
Mentale Retardierung ............. 232
Mephenytoin.......................... 224
Mephenytoin (Pharmakogenetik)
........................................... 233
Mepindolol ............................ 224
www.labor-blessing.de
395
Mepivacain............................. 224
Meprobamat ........................... 224
Mercaptopurin .......................... 21
Meromyosin ........................... 146
Mesalazin (5-Aminosalicylsäure)
............................................. 20
Mesquite................................. 295
Messing .................................. 333
Meßunsicherheit ......................... 3
Mesuximid.............................. 224
Metalle ................................... 331
Metalle als Allergene .............. 328
Metallüberzug ........................ 332
Metamizol ........................ 19, 225
Metanephrin ........................... 225
Meteorismus ........................... 201
Methadon ............... 114, 225, 253
Methämoglobin ...................... 225
Methämoglobinämie, hereditäre
........................................... 225
Methamphetamin ............. 37, 113
Methanol .......................... 34, 336
Methaqualon .................. 114, 226
Methicillin-resistente
Staphylococcus aureus ........ 265
Methionin ................................. 35
Methohexital .......................... 226
Methotrexat ............................ 226
Methoxychlor ................. 330, 337
Methoxypsoralen (Ammoidin) ... 35
Methoyxchlor ......................... 336
Methylacetat ........................... 336
Methylbutylketon (MBK) ......... 336
MethylentetrahydrofolatReduktasemangel ................ 231
Methylester ............................... 34
Methylether .............................. 34
Methylethylketon (MEK) .......... 336
Methylisobutylketon (MIBK) .... 336
Methylmalonsäure .. 176, 226, 254
Methylmethacrylat .................. 330
Methylphenidat ...................... 227
Methylphenobarbital............... 227
Methylquecksilber . 329, 333, 334,
337
Methyltetrahydrophthalsäureanhy
drid ..................................... 297
396
Methylzinn ............................. 333
Methyprylon ........................... 227
Metipranolol ........................... 227
Metoclopramid (Pharmakogenetik)
........................................... 233
Metoclopramidtest .................. 227
Metofenazat ............................ 227
Metoprolol.............................. 228
Metoprolol (Pharmakogenetik) 233
Metronidazol .......................... 228
Mexiletin ................................ 228
Mexiletin (Pharmakogenetik) ... 233
M-Gradient ............................. 184
MHC-Antigene........................ 172
Mi-2-Autoantikörper ............... 228
Mianserin ............................... 228
Mianserin (Pharmakogenetik) .. 233
MIBK (Methylisobutylketon) .... 336
Miconazol .............................. 228
Micromonospora melanosporea 44
Micropolyspora faeni .......... 44, 45
Microsporidien ....................... 260
Microsporum audouinii .......... 272
Microsporum canis ................. 272
Microsporum gypseum ........... 272
Midazolam ............................. 229
Miesmuschel........................... 294
Migräneanfälligkeit ................. 145
Mikrofilarien ........................... 130
mikromolekulares Paraprotein... 61
Mikroorganismen (RAST) ........ 292
Mikrosomale SchilddrüsenAntikörper (MAK) ................ 219
Mikrozephalus ........................ 340
Milben (RAST)......................... 297
Milben/Insekten ...................... 291
Milben-Bekämpfungsmittel ..... 328
Milch (gekocht) ....................... 294
Milch / Milchprodukte (RAST) . 293
Milcheiweiß (RAST) ................ 294
Milcheiweiß-Allergie .............. 229
Milcheiweiß-Autoantikörper ... 229
Milchsäure .............................. 254
Miller-Dieker-Syndrom (MDS). 232
Minderwuchs .. 191, 312, 315, 357
Mineralfarben ......................... 332
Minze ..................................... 293
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Mirazidium .............................. 63
Mirtazapin ............................. 229
MIS (Mullerian Inhibiting
Substance) ............................ 34
Mischkollagenose ....38, 301, 303,
349
Mischserum ............................... 5
Mitochondriale
Enzephalomyopathie (MELAS)
.......................................... 233
Mitochondrien-Auto-AK ......... 230
Mittelmeerfieber....................... 71
Mittelmeerfieber, familiäres .... 237
Mittelmeer-Fleck-fieber .......... 302
MLH1-Gen............................. 236
MMS (Methylmalonsäure) ...... 226
MOCA ................................... 330
Moclobemid .......................... 230
Moclobenid (Pharmakogenetik)
.......................................... 233
MODY ................................... 235
Mohnsamen ........................... 294
Mohrenhirse (Sorgho) ............. 295
Molekulargenetische
Untersuchungen ............. 7, 230
Molke .................................... 294
Molluskizide .......................... 335
Molybdän .............................. 333
Monoethylglycinxylidid (MEGX)
.......................................... 222
Mononukleose ..........39, 123, 185
Monozyten........................66, 109
Mooren-Ulcus .......................... 95
MOP (Ammoidin)..................... 35
Morbus Addison.30, 52, 175, 245,
255, 364
Morbus Alzheimer ....48, 231, 364
Morbus Bang............................ 71
Morbus Basedow ............175, 341
Morbus Bechterew ..........100, 174
Morbus Behcet ................174, 364
Morbus Boeck .................... 23, 71
Morbus Crohn ..22, 41, 52, 53, 77,
94, 100, 275, 299
Morbus Cushing ..............180, 249
Morbus Fabry ....................28, 235
Morbus Gaucher .................... 235
Morbus hämolyticus neonatorum
....................................... 64, 95
Morbus Hodgkin ...................... 54
Morbus Koch ................. 242, 243
Morbus Meulengracht ..... 64, 145,
235
Morbus Paget ................... 32, 285
Morbus Reiter........... 87, 174, 360
Morbus Schaudinn (Lues) ....... 213
Morbus Still ............................ 174
Morbus Wegener...................... 53
Morbus Weil .......................... 206
Morbus Werlhof ..................... 323
Morbus Wilson......... 94, 200, 235
Morphin ......................... 114, 253
Morphin (Pharmakogenetik) ... 234
MOTT (Mykobakterien, atypische)
........................... 242, 243, 265
Motte ..................................... 296
MPA (Mycophenolsäure) ........ 240
MPLA-Gen ............................. 236
MPLP ..................................... 242
MPO ........................................ 41
MRSA..................................... 265
MS (Multiple Sklerose)... 210, 217,
242, 319
MSH2-Gen............................. 236
MTHFR-Mangel...................... 231
MTT-Gen ............................... 233
Mucin-like-cancer associated
antigen (MCA) .................... 222
Mückenlarve, rot .................... 296
Muckle-Wells-Syndrom .......... 237
Mucor racemosus ................... 292
Mucor spp.............................. 272
mukokutane Candidiasis .......... 79
Mukoviszidose ....................... 234
Mullerian Inhibiting Substance . 34
Multi Drug Resistance Protein 1
........................................... 234
Multiallergene (RAST)............. 289
Multiple Endokrine Neoplasie Typ
2 (MEN 2) ................... 236, 267
Multiple Endokrine Neoplasie Typ
I.......................................... 236
Multiple Sklerose (MS)... 210, 242,
319
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397
Mumps ................................... 238
Mumpsvirus ............................ 185
Mundhöhlen-Karzinom ........... 258
Mundwinkelrhagaden ............. 354
Muraminidase (Lysozym) ........ 218
Muscheln/Fische/Schalentiere
(RAST) ................................. 294
Muskatblüte ............................ 293
Muskatnuss ............................. 293
Muskel-Antikörper .................. 239
Muskeldystrophie ................... 198
Muskeldystrophie
Duchenne/Becker................ 233
Muskelrelaxantien .................. 233
Muskelrelaxantien (verlängerte
Apnoe) ................................ 109
Muskelschwäche .................... 234
Mutterschaftsrichtlinien der BÄK
........................................... 239
Mutterschafts-Vorsorge ........... 239
MVK-Gen ............................... 237
MVU ...................................... 239
Myalgie ..... 54, 68, 116, 155, 185,
186, 205, 206, 271
Myasthenia gravis 23, 39, 53, 175,
311, 324, 325, 364
Myasthenia gravis, D-Penicillin
induzierte............................ 175
Mycobacterium africanum ...... 242
Mycobacterium
avium/intracellulare ............ 242
Mycobacterium bovis ............. 242
Mycobacterium chelonae ....... 242
Mycobacterium fortuitum ....... 242
Mycobacterium gordonae ....... 242
Mycobacterium kansasii ......... 242
Mycobacterium marinum........ 242
Mycobacterium simiae............ 242
Mycobacterium tuberculosis .. 242,
265
Mycophenolat-Mofetil ............ 240
Mycophenolsäure ................... 240
Mycoplasma hominis ...... 241, 265
Mycoplasma pneumoniae ...... 185,
241, 265
Myelin peripherer Nerven-AK . 140
398
Myelin-assoziiertes GlykoproteinAK....................................... 140
Myelin-basisches Protein-AK ... 242
Myelopathie............................ 177
Myeloperoxidase-Antikörper .... 41,
242
Myeloproliferative Erkrankungen
........................................... 363
Mykobakterien, atypische (MOTT)
........................... 242, 243, 265
Mykobakterien-DNA-Nachweis
........................................... 242
Mykobakterien-Kultur ............. 242
Mykobakterien-PCR ................ 242
Mykologische Untersuchungen
................................... 243, 271
Mykoplasma hominis .............. 185
Mykoplasmen ................... 58, 349
Myoadenylat-Desaminase-Mangel
........................................... 233
Myocardinfarkt ............... 243, 345
Myoglobin .............................. 243
Myoglobinurie ........................ 234
Myokarditis 25, 98, 103, 116, 185,
186, 202, 271, 276, 364
Myopathien ............................ 198
Myosin-Antikörper . 146, 243, 311,
364
Myotone Dystrophie ............... 233
N
N-Acetylprocainamid.............. 244
N-Acetyl-ß-D-Glukosaminidase
........................................... 244
N-Acetyltransferase-bedingte
Arneimittelunverträglichkeit 234
Nachgerinnung ........................... 5
Nackentransparenz (NT, nuchal
translucency) ....................... 124
NaCl-Belastungstest .......... 31, 244
Nadolol .................................. 244
NAG ....................................... 244
Nagermischung....................... 291
Nahrungsmittel (RAST) ............ 292
Nahrungsmittelherstellung ...... 292
Nahrungsmittelmischung 1 ..... 289
Nahrungsmittelmischung 10 ... 289
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Nahrungsmittelmischung 11... 289
Nahrungsmittelmischung 2..... 289
Nahrungsmittelmischung 26... 289
Nahrungsmittelmischung 27... 289
Nahrungsmittelmischung 28... 289
Nahrungsmittelmischung 3..... 289
Nahrungsmittelmischung 4..... 289
Nahrungsmittelmischung 5..... 289
Nahrungsmittelmischung 6..... 289
Nahrungsmittelmischung 7..... 289
Nahrungsmittelmischung 8..... 289
Nahrungsmittelmischung 9..... 289
Nahrungsmittel-Screen ........... 289
nAmb a1 aus Beifußblättriger
Ambrosie ............................ 295
Naproxen ............................... 244
Naproxen (Pharmakogenetik) . 233
Narkolepsie............................ 237
nArt v1 aus Beifuß.................. 295
Nasopharynxkarzinom ........... 123
NAT2-Gen ............................. 234
Natrium ................................. 244
Naturseide ............................. 297
nCyn d1 aus Hundszahngras .. 295
ND1- und ND4-Gen .............. 237
Nebenallergene aus Birkenpollen
rBet v2, rBet v4................... 296
Nebenallergene aus
Lieschgraspollen rPhl p7, rPhl
p12 .................................... 295
Nebenhodenmarker ..........82, 313
Nebennierenrinde .......siehe NNRNebenschilddrüsen-AK .......... 245
Neburon ................................ 330
Necator americanus ............... 261
Neisseria gonorrhoeae .... 58, 150,
185, 265
Neisseria meningitidis ..... 58, 185,
224, 265
Neisserien .......................... 74, 75
Nematoden ............................ 261
Neoplasie............................... 249
Neopterin............................... 245
Nephritis, autoimmune
interstitielle......................... 347
Nephrolithiasis ..................91, 261
Nephropathia epidemica ........ 156
Nephropathie nach Goldtherapie
........................................... 175
nephrotisches Syndrom ............ 22
Nerzepithelien ....................... 296
Netilmicin .............................. 246
Neugeboreneninfektion .......... 241
Neugeborenen-Pneumonie....... 87
Neuralrohr- u. Bauchwanddefekte
..................................... 28, 344
Neuralrohrdefekte .................... 23
Neuritis .................................. 354
Neuroblastom .......... 90, 177, 250
Neuroborreliose ....................... 68
Neurodegenerative Erkrankungen
........................................... 232
Neuromuskuläre Erkrankungen
........................................... 232
Neuronspezifische Enolase ..... 250
Neuropathie, periphere .. 178, 199
Neurotrope Erreger ................. 246
Neutropenie ........................... 151
neutrophile Granulozyten ........ 66
Neutrophilen-Antikörper ....... 151,
siehe ANCA
Niacin (Nicotinamid).............. 247
Nicht-Konjugierer................... 149
Nickel .................................... 333
Nicotin................................... 247
Nicotin (Metaboliten) ............... 97
Nicotinamid (Niacin).............. 247
Nieren-Antikörper .................. 247
Nieren-Ca .............................. 348
Nierenfunktion ......................... 22
Niereninsuffizienz .......... 206, 219
Niereninsufizienz) .................. 124
Nierenschädigung, tubuläre ... 218
Nierentransplantation ....... 90, 190
Nifedipin................................ 248
Nikotin................................... 336
Nimodipin ............................. 248
N-Isovaleroylglycin ................ 254
Nitrazepam ............................ 248
Nitrazepam (Pharmakogenetik)234
Nitrit (im Urin) ....................... 350
Nitroaromaten ........................ 336
Nitrobenzol............................ 336
Nitrobiphenyl, 4-.................... 336
www.labor-blessing.de
399
Nitrochlorbenzol, p- ............... 336
Nitrofurantoin ......................... 248
Nitrofurantoin-Fieber ................ 45
Nitronaphthaline .................... 336
Nitrophenol, p- ....................... 336
Nitrotoluol, p-......................... 336
Nitro-Verbindungen ................ 336
Njovera (Bejel)........................ 213
NK-Zellen (OKT)..................... 217
NMP-22.......................... 248, 348
NNR-Adenom........................... 19
NNR-Antikörper ............... 52, 245
NNR-Hyperplasie ....... 19, 25, 254
- kongenitale ....................... 175
NNR-Insuffizienz .......... 24, 25, 99
NNR-Tumor.......... 19, 25, 99, 108
Nocardia ................................ 265
Nocardien .............................. 249
nOle e1 aus Olivenbaumpollen
(nativ).................................. 296
Non-A-/Non-B-Hepatitis . 163, 164
Nonan, n- ............................... 336
Non-Hodgkin-Lymphome ......... 54
Noonan-Syndrom ................... 231
Noradrenalin .......................... 194
Normetanephrin ..................... 225
Normwertangaben ...................... 3
Noroviren ............................... 266
Norovirus ............................... 249
Nor-Tilidin.............................. 325
Nortriptylin ............... 35, 114, 249
Nortriptylin (Pharmakogenetik)233
Norwalk-Virus ........................ 249
Nosema spp............................ 260
Notfallproben ........................... 10
nRNP-Antikörper .................... 349
NSD1-Gen.............................. 232
NSE ................................ 250, 348
NT (nuchal translucency) ........ 124
NT-pro-BNP ............................. 67
nuchal translucency (NT) ........ 124
Nucleolus-Antikörper.............. 250
Nüsse (RAST) .......................... 292
Nussmischung 1 ..................... 289
Nussmischung 2 ..................... 289
Nymphensittichfedern............. 296
Nymphensittichkot ................. 296
400
Nymphensittichkot, -serum, federn ................................... 44
Nymphensittichserumprotein .. 296
O
Obst und Gemüse (RAST) ....... 293
Obstipation ............................. 191
Obstmischung 1...................... 289
Obstmischung 2...................... 289
Obstmischung 3...................... 289
Obstmischung 4...................... 289
Obstmischung 5...................... 290
Obstmischung 6...................... 290
Octan, n- ................................ 336
Octopus.................................. 294
Octylzinn ............................... 333
Ödem, angioneurotisches ......... 73
Oedem, angioneurotisches ....... 73
Oele ....................................... 337
Oelfarben, Additive in ............ 331
Oesophagus-Ca ...................... 348
Oestradiol ............................... 250
Oestriol .................................. 134
- freies ................................. 134
Oestrogene, Gesamt ............... 250
Oestron .................................. 251
Ofloxacin ............................... 251
OGT ....................................... 251
Ohara´s Disease...................... 347
OH-Hemopyrrol ..................... 199
o-Hydroxyphenylessigsäure .... 253
Okkultes Blut im Stuhl ............ 252
OKT (LymphozytenDifferenzierung) .................. 217
Olanzapin .............................. 253
Olanzapin (Pharmakogenetik) . 233
Öle ......................................... 337
Olfacto-genitales Syndrom ...... 231
Ölfarben, Additive in .............. 331
Oligoklonale Banden .............. 209
Oligozoospermie ...................... 34
Olive ...................................... 295
Olive, schwarz........................ 293
Ölpalme ................................. 295
Omeprazol (Pharmakogenetik) 233
Onchozerkose ........................ 130
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Ondansetron (Pharmakogenetik)
.......................................... 234
Onychomykose ...................... 272
Opiate ............................114, 253
Opipramol ............................. 253
Opipramol (Pharmakogenetik) 233
opsonic protein ...................... 130
Opticus Neuropathie (Lebersche
hereditäre) .......................... 237
Oraler Glucosetoleranztest ..... 251
Orange .................................. 293
Orchitis .................................. 238
Oregano................................. 293
Organmykosen..................45, 272
Organophosphat-Intoxikation ... 85
Organtransplantation ............. 190
Orient-Beule .......................... 206
Ornithin ................................... 35
Ornithose ..................86, 185, 254
Orosomukoid ........................... 21
Orotsäure ............................... 254
Orphenadrin .......................... 254
Orthomyxoviren..................... 186
Orthostase-Test .................31, 254
Osmolalität ...............26, 101, 255
Osmotische Resistenz ............ 255
Ösophagus-Ca ....................... 348
Osteocalcin............................ 255
Osteoklastenaktivität .............. 307
Osteomalazie ........................... 32
Osteomyelosklerose ................. 31
Osteoporose..............60, 255, 285
Östradiol ................................ 250
Östriol ................................... 134
- freies ................................ 134
Östrogene, Gesamt ................ 250
Östron ................................... 251
Otitis ...............................154, 272
Otitis media ........................... 299
Otomykose ............................ 272
Ovalbumin............................. 294
Ovar-Antikörper ..................... 255
Ovarial-/Mamma-Carcinom
(hereditäres)........................ 236
Ovarial-CA..........76, 83, 160, 348
Ovarial-CA, mucinös ............... 76
Ovarialfunktion ...................... 250
Ovarialinsuffizienz ......... 245, 255
Ovarielle Funktionsreserve 34, 187
Ovomucoid............................ 294
Oxacillin ................................ 256
Oxalsäure .............................. 256
Oxazepam ............. 110, 114, 256
Oxcarbazepin ........................ 256
Oxcarbazepin (Pharmakogenetik)
........................................... 233
Oxidantienstatus .............. 46, 356
Oxidativer Streß ..................... 220
Oxipurinol ............................. 256
Oxoglutarsäure....................... 254
Oxprenolol ............................ 256
Oxycodon .............................. 114
Oxyuriasis .............................. 261
P
p16/CDKN2A-Gen ................. 236
p53 Tumorsuppressor-Protein
Auto-AK ............................. 256
p53-Gen ................................ 236
Paclitaxel (Pharmakogenetik) . 233,
234
PAH-Gen ............................... 235
PAI 1 und -2........................... 236
PAK (polycyclische aromatische
Kohlenwasserstoffe) ............ 337
Palladium............................... 333
Palme..................................... 295
Paloverde ............................... 295
Panarteriitis nodosa .................. 38
p-ANCA ............. 40, 53, 119, 148
Panenzephalitis, subakutsklerosierende (SSPE) .. 175, 221
Pankreasacinus-AK ........... 52, 257
Pankreas-Amylase .................... 38
Pankreas-CA ............ 76, 346, 348
Pankreas-Elastase 1 ................ 257
Pankreasgangepithel-AK ......... 257
Pankreasinsuffizienz ............... 191
Pankreasinsuffizienz, exokrine. 90,
128, 257, 308
Pankreatin .............................. 297
Pankreatitis .... 238, 257, 316, 346
Pankreatitis (hered. chronische)
........................................... 237
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401
Pankreolauryltest .................... 257
PAP ................................ 258, 348
Papageienfedern ..................... 296
Papageienkot, -serum, -federn... 44
Papain .................................... 297
Papaya.................................... 293
Papel .............................. 206, 215
Papierwespe ........................... 296
Papillomviren ......................... 258
PAPP-A (pregnancy associated
plasma protein) ................... 124
Pappel .................................... 295
Paprika ................................... 293
Paracetamol.................... 146, 259
Paracetamol (Pharmakogenetik)
........................................... 233
Parainfluenza.......................... 259
Parainfluenzavirus Typ 1-3 ..... 185
Paralyse .................... 98, 116, 271
Paralyse, progressive ............... 214
Paraneoplastische zerebellare
Degeneration ...................... 284
Paranuss ................................. 293
Paraparese, tropische spastische
(TSP) ................................... 177
Paraprotein, mikromolekulares . 61
Paraquat ......................... 330, 336
Parasiten (RAST) ..................... 297
Parasitologische Diagnostik .... 259
Parasitosen ............................. 182
Parathion-Ethyl (E 605).... 328, 337
Parathion-Methyl ............ 328, 337
Parathormon (intakt, 1-84) ...... 261
Parathormon-related-Protein .... 78,
261
Parathormontest...................... 262
Parathyroidea-AK.................... 245
Paratyphus ........................ 58, 306
Parietalzell-Antikörper ...... 53, 262
Parotitis epidemica ................. 238
Paroxetin ................................ 262
Paroxetin (Pharmakogenetik)... 233
Paroxysmale Kältehämoglobinurie
............................................. 95
Paroxysmale nächtliche
Hämoglobinurie ... 31, 114, 276,
305
402
Partielle Thromboplastinzeit.... 284
Parvovirus B19........ 185, 263, 266
PAS-Reaktion .......................... 363
Passionsfrucht ......................... 293
Pätau-Syndrom ....................... 278
Pathogene Keime ...................... 55
Paul-Bunnel-Reaktion ........... siehe
Epstein-Barr-Virus
PBC siehe Zirrhose, primär biliäre,
siehe Zirrhose, primär biliäre,
siehe Zirrhose, primär biliäre
PCA3-Score ............................ 263
PCB (polychlorierte Biphenyle)338
PCNA-Antikörper .................... 101
PCO (Polyzystisches
Ovarialsyndrom) ................. 176
PCO-Syndrom................... 42, 208
PCP (Pentachlorphenol) . 328, 329,
330, 335, 336, 337
PCR .................................... 7, 264
PCT (Procalcitonin) ................. 279
Peitschenwurm ....................... 261
Pekannuss............................... 293
Pellagraschutzfaktor (Nicotinamid)
........................................... 247
Pemolin .................................. 266
Pemphigoid ...................... 53, 122
Pemphigoid-Antikörper ........... 122
Pemphigus ................................ 53
Pemphigus-Antikörper ............ 314
Pen G (Benzylpenicillin) ........... 62
Penbutolol .............................. 266
Penicillamin.............................. 23
Penicillin .................................. 95
Penicillin G............................... 62
Penicillium brevicompactum .... 45
Penicillium camemberti ............ 45
Penicillium frequetans ............ 292
Penicillium Gruppenallergen Sm8
............................................. 45
Penicillium notatum.......... 45, 292
Penicillium viridicatum ............. 45
Penicilloyl G (RAST) ............... 297
Penicilloyl V (RAST) ................ 297
Penis-Karzinom....................... 258
Penta-Carboxy-Porphyrin ........ 278
Pentachlorbenzol .... 329, 336, 337
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Pentachlornitrobenzol .....336, 337
Pentachlorphenol (PCP) 328, 329,
330, 335, 336, 337
Pentagastrintest ...................... 267
Pentatricho-monas hominis .... 260
Pentazocin ............................. 267
Pentobarbital...................113, 267
Pentosanase ........................... 297
Pentoxifyllin ........................... 267
Pepsin .................................... 297
PER (Tetrachlorethen) ............. 336
Perazin .................................. 267
Perazin (Pharmakogenetik) ..... 233
Perborate ............................... 331
Perennial Screen .................... 292
Perikarditis ..................39, 98, 271
Peritonitis ............................... 150
Permethrin ......................330, 337
Peroxidase-Reaktion............... 363
Peroxidation........................... 356
Perphenazin ........................... 267
Perphenazin (Pharmakogenetik)
.......................................... 233
Pertussis ................................... 67
Pestizide .........................333, 336
Petersilie ................................ 293
Pethidin ................................. 268
Pfeffer, grün ........................... 293
Pfeffer, schwarz...................... 293
Pfefferbaum............................ 295
Pfeiffer Drüsenfieber .............. 123
Pferdefleisch .......................... 294
Pferdeschuppen ..................... 296
Pferdeserumproteine .............. 296
Pfirsich ................................... 293
Pflanzenschutzmittel .............. 337
Pflaume ................................. 293
PGP170-Gen.......................... 234
Phäochromozytom .......77, 90, 92,
180, 195, 225, 236, 348, 357
Pharmakogenetik ................... 233
Pharyngitis ...26, 86, 97, 224, 241,
299, 315
Phenacetin ........................95, 268
Phenacetin (Pharmakogenetik) 233
Phenamiphos ......................... 328
Phencyclidin .......................... 114
Pheneturid ............................. 268
Phenobarbital ................. 113, 268
Phenobarbital (Pharmakogenetik)
........................................... 233
Phenobarbital, freies............... 134
Phenol ........................... 268, 336
Phenothiazine (Screening) ...... 268
Phenprocoumon............. 269, 337
Phenprocoumon
(Pharmakogenetik) .............. 233
Phenylalanin .................... 35, 269
Phenylbutazon ....................... 269
Phenylketonurie ..................... 235
Phenylmilchsäure ................... 254
Phenytoin............................... 269
Phenytoin (Pharmakogenetik) 233,
234
Phenytoin, freies..................... 269
PHI ........................................ 270
Philadelphia-Chromosom ....... 269
Philadelphia-Translokation ..... 232
Phoma betae .......................... 292
Phosphamidon ....................... 328
Phosphat, anorganisch ....... 5, 270
Phosphatase ........ siehe Alkalische
Phosphatase, Saure
Phosphatase, Saure ProstataPhosphatase
Phosphat-Clearance ............... 270
Phosphatidsäure ....................... 82
Phosphatidylcholin................... 82
Phosphatidylethanolamin ......... 82
Phosphatidylglycerol ................ 82
Phosphatidylinositol ................. 82
Phosphatidylserin ..................... 82
Phosphatverlust ...................... 270
Phosphoethanolamin................ 35
Phosphohexose-Isomerase...... 270
Phospholipase ........................ 297
Phospholipid-Antikörper .......... 81
Phospholipid-Syndrom ........... 215
Phosphorsäureester, organische
........................................... 328
Phosphoserin ........................... 35
Photodermatose ..................... 277
Phthalate ................................ 338
Phthalsäureanhydrid............... 297
www.labor-blessing.de
403
pH-Wert (im Urin) .................. 350
pHydroxyphenylbrenztraubensäu
re ........................................ 253
p-Hydroxyphenylessigsäure .... 253
p-Hydroxyphenylmilchsäure ... 253
Phyllochinon .......................... 356
Phytansäure ............................ 271
Phytosporum orbiculare .......... 292
Picornaviren ........... 185, 266, 271
PI-Gen .................................... 234
Pilz-Bekämpfungsmittel .......... 329
Pilzkultur ................................ 271
Pilzzüchterlunge ....................... 45
Piment .................................... 293
Pimozid .................................. 273
Pindolol .................................. 273
Pinen ...................................... 338
Pinie, australisch..................... 295
Pinienkerne ............................ 293
Pinta (Carate) .......................... 214
Pipamperon ............................ 273
Piperacillin ............................. 273
Piperonylbutoxid .................... 338
Piracetam ............................... 273
Piroxicam ............................... 273
Piroxicam (Pharmakogenetik).. 233
Pistazie ................................... 293
Pityriasis ................................. 272
PK (Pyruvatkinase) .................. 285
PKLR-Gen ............................... 237
PL-12-Antikörper ...................... 29
Placenta-AP ............................ 273
Plasma ........................................ 5
Plasminogen ........................... 274
Plasminogen-Aktivator-Inhibitor
(PAI) ............................ 236, 274
Plasmozytom ............................ 54
Platane ................................... 295
Platin .......................... 81, 91, 334
Plattenepithelkarzinome ......... 307
Plattfisch ................................. 294
Pleistophora spp. .................... 260
Pleuritis .................................. 347
Pleurodynie ...................... 98, 271
PMN-Elastase.......................... 274
PMP22-Gen ............................ 232
404
PM-Scl-Antikörper .................. 275
Pneumocystis carinii ............... 275
Pneumocystis jiroveci ..... 266, 275
Pneumokokken ................. 74, 186
Pneumonie ...... 86, 154, 186, 221,
224, 271, 299
- atypische.. 205, 241, 254, 285,
306
- interstitielle ....................... 103
Pneumotrope Viren ................. 275
PNH ....................................... 305
PNH-Diagnostik.............. 114, 276
p-Nitrophenol ......................... 328
Polamidon .............................. 225
Polio ............................... 175, 276
Polioviren ............................... 271
Politur..................................... 332
Pollen/Schimmelpilze ............. 292
Polyarteriitis .............................. 40
Polyarteriitis nodosa.... 40, 95, 119
Polyarthritis............. 121, 344, 362
- chronische .......................... 99
- juvenile chronische ... 151, 170
Polycythaemia vera........... 31, 232
Polyendokrinopathie, autoimmune
........................................... 181
Polyendokrinopathie-Syndrom . 39,
245
Polymerase Ketten-Reaktion .... 264
Polymyalgia rheumatica ..... 38, 81,
100, 364
Polymyalgia-rheumatika-Faktor
........................................... 276
Polymyositis... 29, 38, 39, 53, 192,
200, 228, 275, 311, 364
Polyurethanherstellung ........... 330
Polyurie-Abklärung ........... 26, 101
Polyzystisches Ovarialsyndrom
(PCO) .................................. 176
PON1-Gen ............................. 231
Pontiac-Fieber......................... 205
Porphobilinogen ..................... 276
Porphobilinogen-Desaminase 235,
350
Porphobilinogen-Synthase ...... 104
Porphyria variegata ................. 277
Porphyrie ................................ 235
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- Akute hepatische .............. 103
- Akute hepatische) ............. 277
- Akute intermittierende ...... 104
- ALS-DehydrataseDefektporphyrie .............. 104
- Chronisch hepatische ....... 103
- Chronisch hepatische) ...... 277
- Erythropoetische ............... 104
- Erythropoetische).............. 277
- Koproporphyria hereditaria104
- Porphyria variegata .......... 104
Porphyrin-Differenzierung ...... 278
Porphyrine (gesamt) ........103, 277
Postkardiotomie-Syndrom 25, 146,
169
Postmyokardinfarkt-Syndrom
(Dressler) ............................ 169
Poststreptokokken-Erkrankung 315
POX ....................................... 363
PP (Prostata Phosphatase ........ 307
PPOX-Gen ............................. 235
Prä-B-Zell-ALL ....................... 232
Prader-Willi-Syndrom ............ 232
PraenaTest ......................240, 278
Praeprovasopressin ................ 101
Prajmalin ............................... 278
Pränataldiagnostik .................. 230
Prazepam ............................... 278
Präzipitierende IgG .................. 44
Prazosin ................................. 278
pregnancy associated plasma
protein (PAPP-A)................. 124
Pregnandiol............................ 279
Pregnantriol ........................... 279
Preiselbeere ........................... 293
primär biliäre Zirrhose (PBC) ... 39,
53, 204, 230, 361, 364
Primäre Dyslipoproteinämie
(APOB100) ......................... 231
primär-sklerosierende Cholangitis
............................................ 53
Primidon ................................ 279
- freies ................................ 134
Primidon (Pharmakogenetik) .. 233
Prion-CJD............................... 232
PRKAR1A-Gen ....................... 236
PRNP-Gen ............................. 232
Proakzelerin ........................... 142
Probenkennzeichnung................ 4
Procainamid ..................... 82, 279
Procainamid (Pharmakogenetik)
........................................... 234
Procalcitonin (PCT) ................ 279
PROC-Gen ............................. 236
Procymidon ........................... 329
Profilin aus Birkenpollen rBet v2
........................................... 296
Profilin aus Lieschgraspollen rPhl
p12..................................... 295
Progesteron ............................ 280
Proglottiden ........................... 261
Prograf (FK 506, Tacrolimus) .. 318
Progressive systemische Sklerose
........................................... 307
Proinsulin............................... 280
Prokollagen-III-Peptid ............. 280
Prokonvertin .......................... 143
Proktokolitis ........................... 216
Prolaktin ................................ 280
Prolaktin-Stimulationstest ....... 227
Prolin ....................................... 35
Promazin ............................... 281
Promethazin ........................... 281
Promethazin (Pharmakogenetik)
........................................... 233
Propafenon ............................ 281
Propafenon (Pharmakogenetik) 233
Propallylonal .......................... 281
Propanaol, n- ......................... 336
Propanol ................................ 336
Properdin-Faktor B ................... 75
Propiconazol.......................... 330
Propoxur ................ 328, 329, 337
Propranolol ............................ 281
Propranolol (Pharmakogenetik)
........................................... 233
Propyphenazon ...................... 281
PROS1-Gen ........................... 236
Prostata .................................. 313
Prostata-Ca .... 134, 258, 263, 284,
307, 348
Prostatahyperplasie ................ 134
Prostatamarker ......................... 91
Prostata-Phosphatase .............. 281
www.labor-blessing.de
405
Prostatasekretion..................... 361
Prostata-spezifische Saure
Phosphatase (PAP) ............... 258
Prostata-spezifisches Antigen (PSA)
........................................... 284
Prostatitis ................ 150, 241, 349
Protamin (RAST) ..................... 297
Protein C ................................ 282
Protein C-Mangel.................... 236
Protein S ................................. 282
Protein S-100 ............ 21, 282, 348
Protein S-Mangel .................... 236
Proteinmangelsyndrome ........... 29
Proteinurie .............. 111, 184, 350
- postrenale ........................... 22
Proteinverlust-Enteropathie ..... 229
Prothrombin ........................... 142
Prothrombinfragmente (F1+2) . 283
Prothrombinmutation .............. 236
Prothrombinmutation G20210A
........................................... 283
Prothrombinzeit (Quick) ......... 287
Protionamid ............................ 283
Protoporphyrin ....................... 278
Protoporphyrinogenoxidase .... 235
Protozoen ............................... 259
Protriptylin.............................. 283
Provitamin A............................. 60
Proxiphyllin ............................ 284
Prozentuale tubuläre
Phosphatrückresorption ....... 270
PRSS1-Gen ............................. 237
Pruritus ................................... 354
PSA................................. 284, 348
- freies ................................. 134
Pseudo-Allergie ...................... 108
Pseudoappendizitis ................. 360
Pseudohypoparathyreoidismus.. 78
Pseudohypoparathyreoidismus,
(DD).................................... 262
Pseudo-Krupp ................... 26, 186
Pseudomembranöse Colitis ....... 93
Psittakose................................ 254
Psoriasis.......................... 174, 364
Psoriasis vulgaris............... 39, 174
PSS (Progressive systemische
Sklerose) ............................. 307
406
Pteroylglutaminsäure .............. 133
PTHrP ..................................... 261
PTPN11-Gen .......................... 231
PTT ......................................... 284
PTZ (Plasma-Thrombinzeit) ..... 322
Pubertas praecox ............ 208, 320
Pubertas tarda ................. 208, 320
Puerperalinfektion................... 349
Pulmonale Candidiasis.............. 45
Purkinje-Zellen-AK ................. 284
Purpura ................................... 323
Purpura Schoenlein-Henoch ... 362
Puumala-Virus ........................ 155
PVC-Stabilisator ...................... 331
Pyodermie .............................. 315
- chronisch-rezidivierende ..... 53
Pyrazinamid............................ 284
Pyrethroide ..... 328, 330, 336, 337
Pyridinolin/Desoxypyridinolin. 285
Pyridoxalphosphat .................. 354
Pyridoxin ................................ 354
Pyruvat ................................... 285
Pyruvatkinase.................. 237, 285
Pyruvatkinase Typ Tumor M2-PK
........................................... 218
Q
Q-10......................................... 94
Q-Fieber ......................... 185, 285
Quecksilber ............................ 286
Quecksilber, anorganisch ....... 334
Queensland-Fleckfieber .......... 302
Query-Fieber .......................... 285
Quick-Test .............................. 287
Quincke-Ödem................. 73, 236
Quinoa ................................... 292
Quintozen .............. 329, 336, 337
R
RA ..... siehe Arthritis, rheumatoide
RA/1-Gen ............................... 232
Rabbit Fever............................ 347
Rabies-Antikörper ................... 326
Rachitis............................. 32, 356
Radioallergo-Sorbent-Test (RASTIgE)...................................... 288
rAlt a1 aus Alt. alternata .......... 292
www.labor-blessing.de
Ramin-Holz ............................. 45
Rapamune.............................. 311
Rapamycin ............................. 311
rApi g1.01 aus Sellerie ........... 294
Raps....................................... 295
Rapssamen ............................. 294
rAra h1 aus Erdnuss................ 294
rAra h2 aus Erdnuss................ 294
rAra h3 aus Erdnuss................ 294
rAra h8 aus Erdnuss................ 294
rASP f1 aus Asp. fumigatus ..... 292
rASP f2 aus Asp. fumigatus ..... 292
rASP f3 aus Asp. fumigatus ..... 292
rASP f4 aus Asp. fumigatus ..... 292
rASP f6 aus Asp. fumigatus ..... 292
RAST (Radioallergo-Sorbent-Test)
.......................................... 288
RAST-IgG ............................... 298
Rattenepithelien ..................... 296
Rattenepithelien, Serum-/
Urinproteine ....................... 296
Rattengifte .............................. 337
Rattenserumproteine .............. 296
Rattenurinproteine ................. 296
Raubwanzen .......................... 345
Raynaud-Syndrom...199, 308, 361
rBer e1 aus Paranuss .............. 294
rBet v6 aus Birkenpollen ........ 296
RBP (Retinol-bindendes Protein)
.......................................... 300
rCan f1 von Hund .................. 296
rCan f2 von Hund .................. 296
rCor a1 aus Haselnuss ............ 294
rCor a8 aus Haselnuss ............ 294
rCyp c1 aus Karpfen ............... 294
Reagine (VDRL-Test) .............. 214
Refsum-Syndrom .................... 271
Regan-AP ............................... 273
Reiber-Diagramm................... 209
Reis........................................ 292
Reismehlkäfer ........................ 296
Reiswasserstuhl ........................ 89
Reiter-Syndrom ........................ 78
Reizdarm ................................. 77
Renal-tubuläre Schädigung....... 29
Renin ..................................... 298
Rentierepithelien .................... 296
Reoviren ................................ 304
Repaglinid (Pharmakogenetik) 233
Resistenz gegen aktiviertes Protein
C .......................................... 47
respiratorische Infektion . 185, 186
Respiratory-Syncyt.-Virus (RSV)
................................... 185, 299
Restriktionsanalyse ................. 265
RET-Gen ................................ 236
Retikulin-Antikörper ............... 299
Retikulozyten ......................... 299
Retikulozyten-Hb ................... 300
Retina-Antikörper ................... 300
Retinitis .................................. 103
Retinitis idiopathica................ 364
Retinitis pigmentosa ....... 300, 364
Retinol ................................... 354
Retinol-bindendes Protein (RBP)
........................................... 300
Retinopathie, diabetische ....... 174
Retortamonas intestinalis ........ 260
RETT-Syndrom ....................... 232
Reye-Syndrom .......................... 82
RF (Rheumafaktor) ............ 53, 300
rGad c1 aus Kabeljau (Dorsch) 294
rGly m4 aus Soja .................... 294
Rhabdomyolyse................ 64, 243
Rhenium ................................ 334
Rhesus-System.......................... 66
Rheumafaktor ......... 101, 141, 300
Rheuma-Serologie .................. 301
Rheumatisches Fieber............... 53
Rheumatoide Arthritis (RA) 39, 53,
99, 101, 120, 170, 174, 195,
196, 197, 300, 312, 314, 357,
362, 364
rHev b1 aus Latex, MBPFusionsprotein .................... 297
rHev b11 aus Latex, MBPFusionsprotein .................... 298
rHev b3 aus Latex, MBPFusionsprotein .................... 297
rHev b5 aus Latex .................. 297
rHev b6.01 aus Latex, MBPFusionsprotein .................... 297
rHev b6.02 aus Latex, MBPFusionsprotein .................... 297
www.labor-blessing.de
407
rHev b8 aus Latex, MBPFusionsprotein..................... 297
rHev b9 aus Latex, MBPFusionsprotein..................... 298
Rhizinusbohne........................ 297
Rhizomucor spp. .................... 272
Rhizopus nigricans ................. 292
Rhizopus spp. ......................... 272
Rhodanid (Thiocyanat) ............ 329
Rhodium................................. 334
Ribavirin ................................. 301
Riboflavin ............................... 354
Ribosomen-Antikörper ............ 301
Rib-P-Antikörper ..................... 301
Rickettsia conorii .................... 301
Rickettsia prowazekii .............. 301
Rickettsia typhi ....................... 301
Rickettsien .............................. 301
Rickettsienpocken................... 302
Riesenzell-Arteriitis ................. 276
Rifampicin .............................. 302
Rifampicin (Pharmakogenetik) 234
Rinderbandwurm .................... 261
Rinderbremse ......................... 297
Rinderschuppen...................... 296
Rinderserumalbumin............... 296
Rindfleisch.............................. 294
Ringelröteln ............................ 263
Rispenhirse ............................. 292
Rispenkraut (Iva ciliata) ........... 295
Risperidon .............................. 302
Risperidon (Pharmakogenetik). 233
Ristocetin-Cofaktor ................. 359
RNA-Polymerase I-AK ............. 303
RNP .......................................... 52
RNS-Polymerase I-AK ............. 303
Ro-Antikörper ......................... 314
Rocky-Mountain-Fleckfieber ... 302
Rodentizide .... 331, 332, 335, 337
Roggen ................................... 295
Roggenmehl ........................... 292
Rohypnol ................................ 132
Roland'sche Epilepsie ............. 317
Rosenkohl............................... 293
Rosenthal-Faktor ..................... 144
Roseola infantum .................... 179
Rosskastanie ........................... 295
408
Rostschutz .............................. 331
Rotavirus .................. 57, 185, 304
Rote Beete .............................. 293
Röteln............................. 303, 327
Röteln-Embryopathie .............. 304
Rötelnvirus ............................. 185
Rotes Zedernholz ...................... 45
Rotor-Syndrom.......................... 64
rPen a1, Tropomyosin aus Shrimps
........................................... 294
rPru p1 aus Pfirsich ................. 294
rPru p3 aus Pfirsich ................. 294
rPru p4 aus Pfirsich ................. 294
rRNP-Antikörper ..................... 301
RSK2-Gen ............................... 232
RSV ........................................ 299
RS-Virus.................................. 299
rTri a19, Omega 5 Gliadin,
Weizen ............................... 294
Rubella-Virus .......................... 303
Rubidium ................................ 334
Ruchgras................................. 295
Ruhr ................................. 36, 310
Rundwürmer ........................... 261
Rüsselkäfer.............................. 297
Ruthenium .............................. 334
Ryanodin-Rezeptor ................. 237
RYR1-Gen .............................. 237
S
S-100-Protein .................... 21, 282
SAA (Serum Amyloid A) .......... 305
Saccharomonospora viridis ....... 44
Safran ..................................... 293
Saisonal Screen ....................... 291
Salat ....................................... 293
Salbei ..................................... 293
Salicylamid ............................. 305
Salicylat (qual.) ....................... 305
Salicylsäure............................. 306
Salmonellen ...... 57, 186, 265, 306
Salpingitis ............................... 241
Salweide ................................. 296
Salzgras .................................. 295
Salzkraut................................. 295
Sämenbläschen ....................... 136
Sandfliege ............................... 206
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Saquinavir (Pharmakogenetik) 234
Sarcocystis spp. ...................... 260
Sardelle .................................. 294
Sardine (Mittelmeer) ............... 294
Sardine (Pazifik) ..................... 294
Sarkoidose ..................23, 71, 190
Sarkom (familiäres, Li-FraumeniSyndrom) ............................ 236
SARS ...................................... 306
Sauerampfer ........................... 295
Saugwürmer ........................... 261
Saure Phosphatase ..................... 6
Saure Phosphatase (gesamt) 5, 307
Saure Phosphatase-Reaktion
(Zytochemie) ...................... 363
Saure Prostata-Phosphatase .... 307
Säuren, organische ................. 253
Säure-Serum-Test ............276, 305
Savinase ................................. 297
SCA7-Gen .............................. 232
SCA8-Gen .............................. 232
SCC ................................307, 348
Schädlingsbekämpfungsmittel 330,
336, 337
Schafepithelien ...................... 296
Schafsmilch............................ 294
Schafsmolke ........................... 294
Schalentiere/Fische/Muscheln
(RAST) ................................ 294
Schanker, harter ..................... 213
Scharlach ............................... 315
Schiff´sche Färbung ................ 363
Schilddrüsen-AK ...............52, 307
Schilddrüsen-CA .................... 324
Schilddrüsen-CA, medulläres .. 77,
83, 250, 267, 348
Schilf (Reet) ............................ 295
Schilling-Test ......................... 355
Schimmelkäse ........................ 294
Schimmelpilze ................271, 272
Schimmelpilze, häusliche
Belastung............................ 338
Schimmelpilzmischung 1 ....... 291
Schimmelpilzmischung 2 ....... 291
Schistosoma haematobium 63, 261
Schistosoma japonicum ....63, 261
Schistosoma mansoni ........63, 261
Schistosomiasis ........................ 63
Schlafkrankheit....................... 345
Schmelzpunktanalyse ............. 265
Schnecke (Helix aspersa) ........ 294
Schneckenbekämpfungsmittel 335
Scholle ................................... 294
Schrankenstörung ................... 209
Schultersteife, schmerzhafte ... 174
Schüttelfrost ............. 71, 205, 206
Schwangerschaftsnachweis ...... 63
Schwangerschaftsspez. ß1Glykoprotein ...................... 312
Schwefel ................................ 334
Schwefelkohlenstoff ............... 338
Schweinebandwurm....... 261, 363
Schweineepithelien ................ 296
Schweinefleisch ..................... 294
Schweineserumalbumin ......... 296
Schweineserumproteine ......... 296
Schwertfisch ........................... 294
Scl-70-Antikörper ............. 52, 307
Scopulariopsis ........................ 272
SDHB-Gen ............................. 236
SDHC-Gen ............................. 236
SDHD-Gen ............................ 236
SDS-PAGE .............................. 111
Sebacinsäure .......................... 254
Secobarbital ................... 113, 308
Seehecht ................................ 294
Seezunge ............................... 294
Segmentkernige Granulozyten 109
Seidenreste ............................. 297
Sekretin-Pankreozymin-Test ... 308
Sekretin-Provokationstest........ 308
Sekretionsleistung der ß-Zellen . 98
Sekretorisches IgA .................. 181
Selen ........................ 46, 309, 334
Sellerie ................................... 293
Seminom. 250, siehe auch ß-HCG,
AFP, Keimzelltumor
Senf........................................ 294
Sepsis ..................... 190, 210, 224
Sepsis, neonatale .................... 190
Sequiose .................................. 45
Serin ........................................ 35
Seromukoid.............................. 21
Serotonin ......................... 20, 309
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409
Sertralin (Pharmakogenetik) .... 233
Serum ......................................... 5
Serum Amyloid A (SAA) .......... 305
Sesamschrot............................ 292
Severe Acute Respiratory Distress
Syndrome............................ 306
Sexualhormonbindendes Globulin
........................................... 310
sGP........................................... 21
Sharp-Syndrom ........... 38, 39, 349
SHBG ..................................... 310
Shiga-like Toxin 1/2 (Verotoxin)
........................................... 125
Shiga-like-Toxin I/II (Verotoxin)
........................................... 265
Shigella flexneri ...................... 265
Shigellen................... 57, 186, 310
Sicca-Syndrom........................ 174
Sichelzellanämie ............ 237, 311
Sichelzelltest........................... 311
sIL-2R (löslicher Interleukin-2
Rezeptor) ............................ 190
Silber ...................................... 334
Silikon (Vinylchlorid) .............. 330
Silikon (Vinylchlorid-Metaboliten)
........................................... 330
Silizium .................................. 334
Sinusitis .................................. 154
Sirolimus ................................ 311
Sjögren-Syndrom . 38, 39, 52, 175,
257, 303, 312, 314, 364
Skelettmuskel-AK .............. 53, 311
Skelettmuskelerkrankungen....... 30
Skelettmuskelschädigung .. 30, 203
Skleritis ................................... 174
Sklerodermie 38, 39, 53, 121, 129,
200, 303, 307, 361
Sklerodermie/PolymyositisÜberlappungssyndrom ........ 275
Skorbut ................................... 355
SLA ........................................... 53
SLA-Autoantikörper ................ 203
SLC40A1-Gen......................... 235
SLE .. 38, 112, 117, 174, 200, 301,
303, 311, 312, 314, 349, 362
SLE, Hydralazin-induzierter .... 174
Slerodaktylie ........................... 308
410
Slim disease ............................ 171
SLT 1/2 ................................... 125
SMA-AAk ................................ 146
Sm-Antikörper......................... 311
Smith-Magenis-Syndrom (SMS)232
SMN1-Gen ............................. 233
SMS (Smith-Magenis-Syndrom)232
Sneddon-Syndrom .................... 82
SNRPN-Gen............................ 232
SOD1-Gen.............................. 232
Sojabohne .............................. 293
Soluble liver antigenAutoantikörper .................... 203
Somatomedin-C .............. 191, 311
Somatotropes Hormon ............ 315
Somatotropin .......................... 315
Sommergrippe .... 97, 98, 116, 271
Sondermischung Pollen 1 ....... 291
Sondermischung Pollen 2 ....... 291
Sonnenblume.......................... 295
Sonnenblumensamen.............. 297
Soor ........................................ 272
Sotalol .................................... 312
Sotos-Syndrom ........................ 232
Southern-Blot .......................... 265
SP (Saure Phosphatase) ........... 307
SP-1 Glykoprotein........... 312, 348
Spargel ................................... 293
Speicheldrüsen-AK.................... 52
Speicheldrüsengangepithel-AK 312
Speichelsteine ......................... 315
Speichel-Test (Quecksilber) ..... 287
Spermatozoen-Antikörper ....... 312
Sperma-Untersuchungen......... 313
Spermien-Antikörper ............... 312
Spermiogramm ....................... 313
Spezifisches Gewicht .............. 312
Spezifisches IgE......................... 60
Sphärozytose .......................... 255
Spinale Muskelatrophie Typ 1-3
........................................... 233
Spinat ..................................... 293
SPINK1-Gen ........................... 237
Spinobulbäre Muskelatrophie
Kennedy .............................. 233
Spinozerebelläre Ataxie Typ 1. 232
Spinozerebelläre Ataxie Typ 2. 232
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Spinozerebelläre Ataxie Typ 3 232
Spinozerebelläre Ataxie Typ 6 232
Spinozerebelläre Ataxie Typ 7 232
Spinozerebelläre Ataxie Typ 8 232
Spitzklette, gewöhnlich .......... 295
Spitzwegerich ........................ 295
Splenomegalie ....................... 153
Spondylitis ancylopoetica .... siehe
Morbus Bechterew
Sporobolomyces ...................... 44
Sporozoiten............................ 266
Sprue ..................................... 146
Spulwurm .............................. 261
Spurenelemente ..................... 313
Sputum ...................................... 8
Squamous-Cell-Carcinoma
Antigen............................... 307
SRY-Gen ................................ 231
SSA-Antikörper..................52, 314
SSB-Antikörper ..................52, 314
ssDNA-Antikörper .................. 117
SSPE (Subakut-Sklerosierende
Panenzephalitis) ..........175, 221
Stachelzelldesmosomen-AK .... 53,
314
Staph. aureus Enterotoxin A.... 292
Staph. aureus Enterotoxin B .... 292
Staph. aureus Enterotoxin C.... 292
Staph. aureus Enterotoxin D ... 292
Staphylokokken.................58, 186
Staphylokokken-Antikörper ...... 46
STD ................................185, 186
Steatorrhoe........................60, 128
Stechmücke ........................... 297
Steinanalysen ......................... 315
Stemphylium botryosum ........ 292
Sternfrucht ............................. 293
Steroidsulfatase-Mangel ......... 237
sTfR (Löslicher Transferrinrezeptor)
.......................................... 211
STH ....................................... 315
Stiff man-Syndrom.................. 149
Stomatitis, rekurrierende aphthöse
.......................................... 174
Störung von Laborergebnissen
(HAMA) .............................. 155
Straussgras, weiß .................... 295
Streptococcus pneumoniae .... 186
Streptokokken ........................ 186
Streptokokken-Antikörper . 53, 315
Streptomyces albus................... 44
Stroh ........................................ 44
Strongyloides stercoralis ......... 261
Strontium ............................... 334
STS-Gen ................................. 237
Stuart-Faktor ........................... 143
Stuhl .......................................... 8
Stuhlfette (quantitativ)............. 316
Stutenmilch ............................ 294
Styrol ..................................... 330
Styrol-Metaboliten .................. 330
Suberinsäure .......................... 254
Suberose (Kork) ........................ 45
Sublamina densa .................... 122
Substanz S (11-Desoxycortisol) . 18
Sudanfliege ............................ 297
Sudden infant death ............... 299
Sulfamethoxazol..................... 316
Sulfamethoxazol
(Pharmakogenetik) .............. 233
Sulfapyridin............................ 316
Sulfasalazin ............................ 316
Sulfasalazin (Pharmakogenetik)
........................................... 234
Sulfonamide (Pharmakogenetik)
........................................... 234
Sulpirid .................................. 317
Sultiam................................... 317
Superoxiddismutase ................. 46
Supravalvuläre Aortenstenose . 237
Süßkartoffel ............................ 293
Suxamethonium (RAST) .......... 297
Swyer-Syndrom ...................... 231
Symptome, grippeähnliche ..... 205
Symptome, tuberkuloseähnliche
........................................... 171
Synacthen-Test ......................... 24
Syndrom, urethro-okuloartikuläres ........................... 174
Synovia-Analyse ................... siehe
Gelenkpunktat-Analyse
Synovitis ................................ 141
Syphilis (Lues) ................ 213, 265
Systemmykose ........................ 171
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411
T
T3
- freies ................................. 135
T3 (gesamt) ............................. 317
T3-Antikörper ......................... 317
T4
- freies ................................. 135
T4 (gesamt) ............................. 318
T4-Antikörper ......................... 318
Tabakblätter............................ 298
Tacrolimus (FK 506) ................ 318
Taenia saginata ....................... 261
Taenia solium ................. 261, 363
TAK .................................. 52, 318
Talinolol (Pharmakogenetik) ... 234
Tamoxifen (Pharmakogenetik) . 233
Tantal ..................................... 334
Tartrathemmbare Saure
Phosphatase ........................ 307
TAT ........................................ 318
Taubenfedern ......................... 296
Taubenkot .............................. 296
Taubenkot, -serum, -federn ....... 44
Taubenzüchterlunge ................. 44
Tau-Protein ............................. 319
Taurin ....................................... 35
TAZ-Gen ................................ 232
Tbc-ELISPOT .......................... 119
TBG ........................................ 319
Tb-Kultur ................................ 242
TBM-Antikörper ...................... 347
TBTO (Tributylzinn) ....... 329, 335,
336, 337
TBX5-Gen............................... 237
Tebuconazol................... 329, 330
Tee ......................................... 294
Teer ........................................ 337
Teicoplanin ............................ 319
Teleangiektasie ....................... 308
Teleangiektasien ..................... 361
Telefonverbindungen .................. 2
Tellur ...................................... 335
Telopeptid (Kollagen Typ I) ....... 60
Temazepam ............................ 320
Tenesmen ............................... 310
Terpene .................................. 338
412
Testosteron ............................. 320
- freies ................................. 135
Testosteron-SHBG-Index ......... 126
Tetanie ................................... 219
Tetanus-Toxoid (RAST)............ 297
Tetanus-Toxoid-Antikörper ..... 320
Tetrachlorethen (PER).............. 336
Tetrachlormethan.................... 336
Tetrahydroaldosteron ................ 30
Tetrahydrocannabinol ....... 80, 114
Tetrazepam ............................. 321
TFR2-Gen ............................... 235
Thalassämie ............ 153, 236, 255
Thallium ................................. 335
THC.................................. 80, 114
T-Helfer-Zellen (OKT) ............. 217
Theophyllin ............................ 321
Therapie, immunmodulierende
........................................... 217
Thermoactinomyces spp. .... 44, 45
Thermoactinomyces vulgaris ..... 45
Thiamazol (Carbimazol).... 83, 322
Thiamin .................................. 354
Thiocyanat.............................. 329
Thiopental .............................. 322
Thiopurin-S-Methyltransferase
Genotypisierung .................. 322
Thiopurin-S-Methyl-TransferaseMangel................................ 234
Thioridazin ............................. 322
Thioridazin (Pharmakogenetik) 233
Threonin ................................... 35
Thrombelastogramm ............... 322
Thrombin-Antithrombin-IIIKomplex ............................. 318
Thrombinzeit .......................... 322
Thrombopenie ................ 116, 155
Thrombophilie ....... 47, 51, 81, 82,
144, 215, 236, 274, 282, 283
Thrombophilie-Diagnostik ...... 323
Thromboplastinzeit (Quick) .... 287
Thrombose ............................. 129
Thromboserezidivrisiko........... 129
thrombotische
thrombozytopenische Purpura
........................................... 125
Thrombozyten .......................... 66
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Thrombozyten-Antikörper .52, 323
- freie.................................. 323
- gebundene ....................... 323
Thrombozytopenie .....52, 81, 206,
323
Thrombozytopenie (Heparininduzierte) .......................... 161
Thrombozytopenie,
medikamenteninduziert ...... 323
Thunfisch ............................... 294
Thymian ................................ 293
Thymidinkinase...............324, 348
Thymom .........311, 324, 325, 364
Thymus-Antikörper ................ 324
Thyreoglobulin................324, 348
Thyreoglobulin-Antikörper ..... 318
Thyreoidea stimulierendes
Hormon.............................. 346
Thyreoidea-Peroxidase-Antikörper
(TPO, MAK) ........................ 219
Thyreoiditis, subakute ............ 175
Thyreotropes Hormon ............ 346
Thyroxin ................................ 318
Thyroxinbindendes Globulin .. 319
Tiagabin ................................. 324
tick-borne encephalitis ........... 137
Ticlopidin .............................. 325
Ticlopidin (Pharmakogenetik) . 233
Tierallergene (RAST)............... 296
Tierhalter ................................. 71
Tierschuppen/Federn.............. 292
Tilidin .................................... 325
Timolol .................................. 325
Timolol (Pharmakogenetik)..... 233
Tintenfisch (Atlantik) .............. 294
Tintenfisch (Pazifik) ................ 294
Tissue polypeptide specific
Antigen (TPS) ...................... 340
Tissue-Polypeptide-Antigen (TPA)
...................................340, 348
Titan ...................................... 335
Titin-IgG-Autoantikörper ........ 325
T-Lymphozytenaktivität .......... 246
TMA (Trimellitsäureanhydrid) . 297
TmP/GFR ............................... 270
TNF ....................................... 325
TnI (Troponin I) ...................... 345
TnT (Troponin T) .................... 345
Tobramycin............................ 326
Tocainid................................. 326
Tocopherol ............................ 356
Tolbutamid (Pharmakogenetik) 233
Tolbutamid-Test ..................... 326
Tollwut-Antikörper ................. 326
Toluol ............................ 329, 336
Tolylfluanid.... 329, 330, 336, 337
Tomate................................... 293
Tomatenzüchterlunge............... 45
Tonsillitis ............................... 315
Topiramat .............................. 327
Topoisomerase I-Antikörper ... 307
Torasemid (Pharmakogenetik). 233
TORCH .................. 185, 186, 327
Torsionsdystonie .................... 233
Torulose ................................. 100
Toxaphen ....................... 330, 336
Toxic Shock Sydrom Toxin (TSST)
........................................... 292
Toxikologische Untersuchungen
........................................... 328
Toxin A .................................... 93
Toxin B .................................... 93
Toxocara ................................ 338
Toxocara-Ophthalmie ............ 338
Toxocariasis ........................... 338
Toxoplasma gondii . 186, 266, 339
Toxoplasmose ................ 327, 339
TPA ................................ 340, 348
TPE im Stuhl ............................. 58
TPMT-Genotypisierung .......... 322
TPMT-Mangel ........................ 234
TPO (MAK) ............................ 219
TPS ........................................ 340
Trachealsekret ............................ 8
Tragant (Astragalus spp.)......... 294
TRAK ............................... 52, 340
Tramadol ............................... 341
Tramadol (Pharmakogenetik) .. 233
Transferrin.............................. 341
Transferrinrezeptor, löslicher
(sTfR) .................................. 211
Transferrinsättigung ................ 341
Transfer-RNA-Synthetase-AK .. 342
Transfusionsreaktion................. 64
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413
Transglutaminase-AK ...... 120, 147
Trastuzumap ........................... 168
Trematoden ...................... 63, 261
Tremor.................................... 219
Trenngel ..................................... 5
Treponema pallidum (Lues,
Syphilis) ...... 186, 213, 265, 328
Trespe..................................... 295
TRH-Test ................................ 342
TRI (Trichlorethen) .................. 336
Triazolam ....................... 114, 342
Tributylzinn (TBTO) ....... 329, 335,
336, 337
Trichinellose ........................... 342
Trichinen ................................ 342
Trichlorethan, 1,1,1- ............... 336
Trichlorethanol ......................... 87
Trichlorethen (TRI) .................. 336
Trichlorphenoxyessigsäure, 2,4,5........................... 330, 336, 337
Trichoderma viride ................. 292
Trichomonas vaginalis ............ 260
Trichophyton ment. var.goetzi 292
Trichophyton ment.
var.interdigitale ................... 292
Trichophyton mentagrophytes. 272
Trichophyton rubrum ...... 272, 292
Trichophyton schoenleinii ...... 272
Trichosporon pollulans ........... 292
Trichuris trichiura ................... 261
Triglyceride ............................ 343
Trijodthyronin......................... 317
Trimethadion .......................... 343
Trimethoprim.......................... 343
Trimipramin............................ 344
Trimipramin (Pharmakogenetik)
........................................... 233
Triple-Diagnostik (DownSyndrom) .................... 240, 344
Trisomie 13 ...................... 90, 278
Trisomie 18 ...................... 90, 278
Trisomie 21 ...... 90, 124, 278, 344
Trizyklische Antidepressiva
(Screening) .................. 114, 343
Trizyklische Antidepressiva
(Serumspiegel)....................... 43
Trogoderma angustum ............ 297
414
Tropenaufenthalt..................... 220
Tropheryma whipplei.............. 344
Trophoblasttumoren................ 312
Tropomyosin........................... 146
Troponin I............................... 345
Troponin T.............................. 345
TRP% ..................................... 270
Truthahnfedern ....................... 296
Truthahnfleisch ....................... 294
Trypanosomen ........................ 345
Trypsin ................................... 345
Tryptase .................................. 346
Tryptophan ............................... 35
Tsetsefliege ............................. 345
TSH (basal) ............................. 346
TSH-Rezeptor-Antikörper ........ 340
T-Spot ..................................... 119
T-Suppressor-Zellen (OKT) ...... 217
Tsutsugamushi-Fieber ............. 302
TTP ......................................... 125
t-Transglutaminase-AK ............ 120
Tuberkulose ............................ 175
Tuberkulose-Kultur ................. 242
Tuberkulose-PCR .................... 242
Tubuläre BasalmembranAntikörper ........................... 347
Tubuläres Maximun der
Phosphatrückresorption ....... 270
Tubulin-Antikörper ................. 364
Tubuluszellschädigung ........... 244
Tularämie ............................... 347
Tula-Virus ............................... 155
Tumor M2-PK (M2-PK)............ 218
Tumoranämie ......................... 118
Tumorgenetik.......................... 236
Tumorhypercalcämie ................ 78
Tumormarker-Diagnostik ........ 347
Tumor-Nekrosefaktor alpha .... 325
Tumorsuche ............................ 256
Turner-Syndrom ........................ 90
Typ I Allergie .......................... 288
Typ IV Allergie ........................ 217
Typ VII-Kollagen ..................... 122
Typhus.............................. 58, 306
Tyrophagus putrescentiae ....... 297
Tyrosin ..................................... 35
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Tyrosin-Phosphatase-Antikörper
.......................................... 348
TZ (Thrombinzeit) .................. 322
T-Zellen (OKT) ....................... 217
T-Zell-Leukämie ..................... 177
T-Zell-Lymphome .................. 190
T-Zell-Rezeptor-Genumlagerung
.......................................... 232
U
U1-n-RNP-Antikörper ............ 349
U3-n-RNP-Partikel ................. 129
UBE3A-Gen ........................... 232
Überlappungssyndrom ....192, 200
Übertragung, diaplazentare .... 211
Überzugsmetall ...................... 333
Ubichinon 50 (Coenzym Q-10) 94
UDP-Galactose-4´-epimerase . 138
Ueberlappungssyndrom ..192, 200
Uebertragung, diaplazentare .. 211
Ueberzugsmetall .................... 333
UGT1A1-Gen .................234, 235
Ulcus ..................................... 347
Ulcus duodeni ....................... 160
Ulcus durum .......................... 214
Ulcus molle ........................... 215
Ulcus ventriculi...................... 160
Ullrich-Turner-Syndrom ........... 90
Ulme ..................................... 296
Ulocladium chartarum ......45, 292
Umweltmedizinische
Untersuchungen ................. 328
Unkrautbekämpfungsmittel .... 330
Unterscheidung
Liquor/Nasensekret ............... 50
Unterscheidung
mütterliches/fetales Blut ...... 128
Uran ...................................... 335
Ureaplasma urealyticum . 58, 186,
265, 349
Urethritis ...........86, 150, 241, 349
Urin ........................................... 9
Urinprotein-Diagnostik .......... 350
Urinsediment ......................... 350
Urinstatus............................... 350
Urobilinogen (im Urin) ........... 350
UROD-Gen............................ 235
Urogenitalinfektion ........ 185, 186
Uroporphyrin ......................... 278
Uroporphyrinogen-Decarboxylase
........................................... 235
Uroporphyrinogen-I-Synthase . 350
Uro-Synthase.......................... 350
Urticaria ................................. 229
Urticaria pigmentosa .............. 346
Ustilago nuda, tritice .............. 292
Uveitis ....................... 39, 95, 364
Uveitis anterior, akute ............ 174
V
Valin ........................................ 35
Valproinsäure ................... 82, 350
- freie .................................. 135
Vanadium .............................. 335
Vancomycin........................... 351
Vanille ................................... 293
Vanillinmandelsäure .............. 357
Varizella-Zoster-Virus.... 186, 266,
328, 351
Vaskulitiden 38, 40, 100, 119, 362
Vasoaktives intestinales Polypeptid
(VIP) ................................... 353
Vasopressin .............................. 26
Vaterschaftsanalyse ................ 237
VDRL-Test (Reagine) .............. 214
Velafaxin................................ 352
Venlafaxin (Pharmakogenetik) 233
Venusmuschel ........................ 294
Verapamil .............................. 352
Verapamil (Pharmakogenetik) . 234
Verbrauchskoagulopathie ...... 129,
130, 142, 274, 283, 318
Verkalkungen, intrazerebrale .. 340
Verner-Morrison-Syndrom ...... 353
Verotoxin (Shiga-like-Toxin I/II)
........................................... 265
Verotoxin 1/2 ......................... 125
Ves v5 von Wespe.................. 297
VHL-Gen ............................... 236
Vibrio cholerae ........................ 89
Vigabatrin .............................. 353
Viloxazin ............................... 353
Vimentin-Antikörper............... 364
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415
Vincaalkaloide (Pharmakogenetik)
........................................... 234
Vinclozolin ............................. 329
Vinylacetat ............................. 330
Vinylbarbital ........................... 353
Vinylbital ................................ 353
VIP ......................................... 353
Virginiaeiche .......................... 296
Virilismus .......... siehe Hirsutismus
Virus-Diagnostik ..................... 353
Virusgrippe, echte ................... 186
Vitamin A ............................... 354
Vitamin B 12 (metabolisch aktives)
........................................... 176
Vitamin B1 ............................. 354
Vitamin B12 ........................... 355
Vitamin B2 ............................. 354
Vitamin B5 ............................. 247
Vitamin B6 ..................... 199, 354
Vitamin C ......................... 46, 355
Vitamin D ....................... 355, 356
Vitamin D3 ............................. 356
Vitamin E .......................... 46, 356
Vitamin H ................................. 64
Vitamin K 1 ............................ 356
Vitamin KEpoxidreduktasekomplex..... 234
Vitamin M (Folsäure)............... 133
Vitamin-B12-Resorptionstest ... 355
Vitamin-B12-Resorptionstest
(nicht-radioaktiv) ................. 355
Vitiligo.................................... 245
VKORC1-Gen ......................... 234
VMS ............................... 348, 357
Vogelhalterlunge ...................... 44
von Hippel-Lindau-Syndrom ... 236
vonWillebrand-Syndrom ......... 359
VorratsschädlingsBekämpfungsmittel .............. 335
VT 1/2 .................................... 125
VZV ........................................ 351
W
Waaler-Rose-Test.................... 357
Wacholder (Sadebaum)........... 296
Wachstumshormon ................. 315
Wachstumshormon-Mangel .... 191
416
WachstumshormonStimulationstests .................. 357
Wachstumsstörungen .............. 229
Wadenschmerzen ................... 206
Walnuss.......................... 293, 296
Warfarin ................................. 337
Warfarin (Pharmakogenetik) ... 233,
234
Warmwassersysteme ............... 205
Waschmittel............................ 331
Waschmittellunge ..................... 45
Wassermelone ........................ 293
Wasserpocken ........................ 351
Waterhouse-Friderichsen-Syndrom
........................................... 224
Wegener´sche Granulomatose . 40,
41, 95, 121
Weichmacher ......................... 338
Weintraube ............................. 293
Weißbuche ............................. 296
Weizen ................................... 295
Weizenmehl ........................... 292
Wellensittichfedern ................. 296
Wellensittichkot ...................... 296
Wellensittichkot, -serum, -federn
............................................. 44
Wellensittichserumproteine..... 296
Wermut .................................. 295
Wernicke-Enzephalopathie ..... 354
Wespengift ............................. 297
Whipple-Krankheit.................. 344
Wiesenfuchsschwanz.............. 295
Wiesenrispengras .................... 295
Wiesenschwingel .................... 295
Willebrand-Faktoren ............... 359
Willebrand-Syndrom. 66, 143, 359
Williams-Beuren-Syndrom ...... 237
Windeldermatitis .................... 272
Windpocken ........................... 351
Winzerlunge ............................. 45
Wismut ........................... 335, 359
Wohngifte ............................... 338
Wolfram ................................. 335
Wuchereria bancrofti .............. 130
Wundheilungsstörungen 144, 355,
361
Würmer .................................. 259
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Wüstenrennmausepithelien .... 296
X
Xenobiotika-Metabolisierung.. 234
Xylol ...................................... 336
Xylole .............................329, 336
Xylose-Resorptionstest............ 359
Y
Yaws ...................................... 213
Yersinia enterocolitica .....265, 360
Yersinia outer proteins (Yops) . 360
Yersinia pseudotuberculosis .. 265,
360
Yersinien ...........................57, 186
Yersinien, enteropathogene .... 360
Z
Zecke ..................55, 68, 117, 137
Zeckenbißfieber ..................... 301
Zeckenenzephalitis-Virus ....... 137
Zeder ..................................... 296
Zeder, japanisch .................... 296
Zellkern-Antikörper ..... siehe ANA,
ENA
Zellstoffverarbeiterlunge ........... 45
Zellweger-Syndrom ................ 349
Zentromeren-Antikörper ......... 361
Zerebellare Degeneration
(paraneoplastische) ............. 284
Zerkarie ................................... 63
Zervix-Karzinom .............258, 348
Zervizitis ...........................86, 150
Zestoden ................................ 261
Ziegenepithelien .................... 296
Ziegenmilch ........................... 294
Zierfinkenkot, -serum, -federn .. 44
Zigarettenrauch ...................... 331
Zimt ....................................... 293
Zink ............. 5, 46, 199, 335, 361
Zinn ....................................... 335
Zinn-Verbindungen, organische
................................... 328, 338
Zirkonium .............................. 335
Zirkulierende Immunkomplexe361
Zirrhose, primär biliäre ........... 202
Zitrone ................................... 293
Zitrusmischung....................... 290
ZNS-Infektion ................. 185, 186
Zöliakie ...120, 146, 175, 236, 299
Zollinger-Ellison-Syndrom ..... 140,
308
Zolpidem ............................... 362
Zopiclon ................................ 362
Zoster..................................... 351
Zotepin .................................. 362
Zuckerrübe ............................ 295
Zuckerrübensamen................. 294
Zuclopenthixol (Pharmakogenetik)
........................................... 233
Zwergfadenwurm ................... 261
Zwiebel.................................. 293
Zyanose bei Neugeborenen.... 225
Zyklusstörungen ............. 227, 320
Zypresse ................................. 296
Zypresse, Arizona................... 296
Zystische Fibrose ...................... 41
Zystizerkose ........................... 363
Zytochemische Färbungen ..... 363
Zytokeratin-Antikörper ........... 364
Zytomegalie ........................... 327
Zytoplasmatische
Becherzellantigene, AK gegen60
Zytoskelett-Antikörper ...... 25, 364
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