ÜBERDOSIS EKSTASE - Basel Sinfonietta

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EPICYCLE 3
ÜBERDOSIS
EKSTASE
KRAFT
Herzlichen Dank für die Unterstützung
SUBVENTIONSGEBER
GEMEINDEN
Aesch, Arlesheim, Biel‑Benken, Binningen, Bottmingen,
Oberwil, Pfeffingen, Reinach, Therwil
HAUPTGÖNNER
PRODUKTSPONSOREN
MEDIENPARTNER
STIFTUNGEN
3
ÜBERDOSIS EKSTASE
EPICYCLE 3
KRAFT
BASEL
MESSE
HALLE 3
·
Sonntag
24. Januar 2016
19:00 Uhr
DIE VERWENDUNG DER MUSIC ANIMATION MACHINE
WURDE ERMÖGLICHT DURCH
4
MICHAEL TORKE (*1961)
Ecstatic Orange (1985)
für Orchester
Widmung: To Beth Roberts
ca. 13’
·
THOMAS ADÈS (*1971)
Asyla (1997)
für grosses Orchester
Op. 17
I
II
III Ecstasio
IV
ca. 25’
·
PAUSE
·
MAGNUS LINDBERG (*1958)
-
KRAFT (1983–85)
für Solisten und Orchester mit Live Elektronik
I
II
ca. 30’
5
Leitung
BALDUR BRÖNNIMANN (*1968)
Music Animation Machine bei Ecstatic Orange
von
STEPHEN MALINOWSKI (*1953)
Umsetzung
ETIENNE ABELIN (*1972)
Solisten bei KRAFT
Player A (Klarinette)
NILS KOHLER
Player B (Violoncello)
KAROLINA ÖHMAN
Player C (Klavier)
KIRILL ZWEGINTSOW
Player D (Schlagzeug)
FRAN LORKOVIC
Player E (Schlagzeug)
KAI LITTKOPF
Player F (Schlagzeug)
BALDUR BRÖNNIMANN
Sound Controller/Live Electronics
LIIMATAINEN JUHANI VELI
7
EDITORIAL
ÜBERDOSIS EKSTASE
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Ekstase lässt sich schwer in 1000 Zeichen beschreiben, eine
Überdosis Ekstase noch weniger. Nur kurz: Ekstase ist ursprüng
lich ein religiöser Begriff, der sich später in der Psychologie
etabliert hat. Er beschreibt ein tranceartiges Aus sich heraus
Treten. Ist das wünschenswert – in einem Konzert? Begeisterung
für Musik, für das in der Aufführung Erlebte, ist wunderbar und
bereichernd, aber Ekstase? Soll uns Musik nicht vielmehr mit
uns selber verbinden – uns im Innersten berühren? Verlieren
wir uns nicht selbst, wenn wir in Ekstase aus uns herausgetreten
sind? Da ist dann ja nichts mehr, was sich im Innersten berüh‑
ren lässt. Was auch immer Sie erleben möchten: Ich wünsche
Ihnen bei unserem dritten Saisonkonzert viel Begeisterung,
Berührung und – vielleicht – ein wenig Entrückung!
8
MICHAEL TORKE
ECSTATIC ORANGE
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«Ecstatic Orange» gehört zum Zyklus «Color Music», in dem
sich der Komponist Michael Torke mit fünf Farben musikalisch
synästhetisch auseinandersetzt. Das Stück ist in verschiedene
Sektionen unterteilt, deren Übertitel humoristisch assoziative
Auseinandersetzungen mit der Farbe Orange beschreiben. So
finden sich in der Partitur die Bezeichnungen: «Möhrenhaft»,
«Sunkist!» (eine amerikanische Orangenlimonade), «Absinth
und Aprikosen» und «unreifer Kürbis». Bereits kurz nach
der Uraufführung bedauerte Michael Torke aber die zu starke
Betonung dieser witzig gemeinten Hörstützen in Analysen
und Besprechungen. Die kompositorische Grundlage des Werks
ist eigentlich die Idee des Zelebrierens einzelner Akkorde
und Motive, die nicht moduliert werden. Das zentrale Motiv
in «Ecstatic Orange» ist eine Kette von sechs Tönen, welche
«in immer neuem Kontext erscheint» (Torke). Dazu kommt
der gefühlte, aber nicht immer hörbare Puls eines Sechzehn‑
tel Rhythmus, welcher in verschiedenen, sich immer weiter
verdichtenden Motiven verarbeitet wird und dann in der
Sektion «Sunkist!» in einem Ostinato gipfelt.
9
THOMAS ADÈS
ASYLA
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Asylum (Mz.: asyla) heisst im Englischen sowohl das uns be‑
kannte Asyl als auch das Irrenhaus. Das viersätzige «Asyla»
beginnt mit einem Aufbau aus Klang, der in seinem Verlauf
immer nervöser wird. Der zweite Satz wird dann von einer
sanften Melodie getragen und zerfasert schliesslich, bis nur
noch die höchsten und tiefsten Register erklingen. Der dritte
Satz ist das Zentrum des Werkes. Unterlegt von einem trei‑
bendem Rhythmus und inspiriert vom Techno der 90er Jahre
kreiert Adès darin die Atmosphäre einer Disco, in der Menschen
«tanzen und Drogen nehmen» (Adès). Der Titel dieses Satzes,
«Ecstasio», steht dabei im Gegensatz zu den drei anderen,
namenlosen Sätzen. Der vierte und letzte Satz beginnt wiede‑
rum sanft, baut einen grossen Akkord auf und endet dann in
einem leisen Tremor. Vielleicht ist dieser Satz das Refugium,
die Ruhe und Sicherheit nach dem vorangegangenen Irren‑
haus. Doch könnte nicht die nervöse Spannung dieses letzten
Satzes, diese vorgetäuschte Ruhe, etwas Irres an sich haben,
wohingegen der Tanz im stampfenden Rhythmus als eskapis‑
tischer Akt das langgesuchte Refugium bildet, in dem sich die
Alltagssorgen verlieren?
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MAGNUS LINDBERG
KRAFT
-
Der damals um die fünfundzwanzig Jahre alte Magnus Lindberg
komponierte «Kraft» in drei Phasen zwischen 1983 und 1985.
Lindberg beobachtete in dieser Zeit vor allem die ausgeprägte
Punkszene des geteilten Berlins und studierte traditionelle
japanische Schlagzeugmusik. Es war zudem das erste Werk in
Lindbergs Opus, welches sich der Computertechnik bediente,
um die räumliche Verteilung des Klanges im Raum zu steuern.
In «Kraft» wird das Orchester zum Katalysator von klanglichen
Eruptionen, die von sechs solistischen Klanginseln ausgehen
und immer wieder im Orchester münden, mit dem Ergebnis,
dass der Klang im Konzertsaal um das Publikum herum wogt.
Die Überanstrengung während der Komposition von «Kraft»
führten Lindberg in eine längere Schaffenskrise. Dennoch gab
ihm dieses Werk einen wichtigen strukturellen Impuls für sein
weiteres Schaffen: «Kraft» beruht auf dem Chaconne Prinzip.
Harmonische Ketten kehren immer wieder. Dabei entsteht ein
Kontrast zwischen sehr durchdachten Strukturen und dem
erzeugten Klang, der sehr rau und ursprünglich wirkt – eine
Kraft der Natur.
11
DIRIGENT
BALDUR BRÖNNIMANN
­
Baldur Brönnimann, 1968 in Basel geboren und in Pratteln
aufgewachsen, ist einer der führenden Dirigenten für zeit
genössische Musik. Versiert, flexibel und mit grosser Offen‑
heit ist er im Opernhaus wie im Konzertsaal beliebt und viel
gefragt. Wichtig ist ihm zudem die umfassende und innovative
Vermittlung von Musik. Eine langjährige Zusammenarbeit
verbindet ihn mit dem Teatro Colón in Buenos Aires, und er
ist seit Januar 2015 Chefdirigent des Orquestra Sinfónica in
Porto. Regelmässig arbeitet er mit Orchestern wie dem Oslo
Philharmonic, dem Royal Stockholm Philharmonic, dem BBC
Symphony, dem Copenhagen Philharmonic und dem Seoul
Philharmonic, sowie mit den führenden modernen Ensembles
wie dem Ensemble intercontemporain, dem Klangforum Wien
und dem norwegischen BIT20, welches er bis 2015 geleitet hat,
zusammen. An der Norwegischen Oper in Oslo dirigiert er 2016
die Uraufführung von Rolf Wallins Oper «Elysium». Baldur
Brönnimann hat an der Musikakademie der Stadt Basel und
am Royal Northern College of Music in Manchester studiert.
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13
FRAGEBOGEN
BALDUR BRÖNNIMANN
NAME:
Baldur Brönnimann
BERUF:
Dirigent
WAS IST DEINE LIEBLINGSMUSIK?
-
-
Das ändert fast jede Woche ... im Moment ist Folgendes auf
meiner Playlist:
Schubert Lieder – gesungen von Christian Gerhaher
SYRO – Aphex Twin
Bruckner, 6. Sinfonie – Mariss Jansons im Concertgebouw
Lamentationes – Tomás Luis de Victoria
No Cities to Love – Sleater Kinney
Giacinto Scelsi, Suite 9, 10 – Sabine Liebner
WELCHE MUSIK HÖRST DU BEI DER ARBEIT?
Wenn ich arbeite, höre ich eigentlich den ganzen Tag (und oft
auch nachts) Musik – entweder live oder im Kopf.
WELCHE MUSIK HÖRST DU IN DEINER FREIZEIT?
­
Das kommt auf die Momente an. Da ich 13 Jahre lang in
Manchester gelebt habe, ist mein Musikgeschmack immer
noch sehr englisch, und ich höre immer noch oft BBC Radio 2
oder 3.
14
-
In Sachen Klassik höre ich mir immer wieder neue interessante
Alben an. Besonders Kammermusik und neues, unbekanntes
Repertoire.
Beim Sport höre ich Foals, Muse oder Arctic Monkeys. Beim
Kochen Estrella Morente oder Miguel Poveda. Wenn meine
Tochter aufwacht, Mozart Klaviersonaten mit Mitsuko Uchida.
BEI WELCHER MUSIK DREHST DU DAS RADIO AB?
­
Bei hirntotem Kommerz. Das Leben ist zu kurz für Justin
Bieber oder Reggaeton.
APROPOS RADIO: ANALOG ODER DIGITAL?
Beides. Kommt drauf an, wo ich gerade bin.
LAUT ODER LEISE?
Richtig laut und richtig leise. Keine Musik ohne vollste Dy‑
namik.
KRAFTVOLL ODER GEFÜHLVOLL?
Sind das Gegensätze? Beides, natürlich. Am besten zusammen.
WELCHES BILD KOMMT DIR BEI DEM WORT «KRAFT»
ALS ERSTES IN DEN SINN?
UND WELCHES GERÄUSCH/WELCHER KLANG?
­
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Naturerlebnisse: Die Iguazú Wasserfälle. Abbrechende Eis
berge. Baumwurzeln im kambodschanischen Dschungel.
Prometeo (Nono), Einstürzende Neubauten und von der Decke
hängende TamTams.
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WANN HAST DU IN DEINEM ALLTAG MIT KRAFT ZU TUN?
Jeden Tag. Als Musiker ist man ja ständig am Strom der Kraft
dran.
WELCHE POSITIVE, EINZIGARTIGE ERINNERUNG VERBINDEST
DU MIT DER BASEL SINFONIETTA?
-
Meinen ersten «Feuervogel» live. In den 80er Jahren mit Jean‑
Marie Auberson im Stadtcasino. An dieses Konzert musste ich
oft denken, als ich das Stück später selber dirigierte.
UND WELCHE NEGATIVE?
Dass das Orchester scheinbar immer alle paar Jahre existentiell
bedroht ist, obwohl es einen Riesenbeitrag zum schweizeri‑
schen Musikleben und zur Orchesterlandschaft geleistet hat.
NENNE DREI WÖRTER, DIE DU MIT DER BASEL SINFONIETTA
VERBINDEST …
Risiko, Entdeckung, Zukunft
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EPICYCLE 3
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Violine II
David Caflisch Sonton2
Mirka Scepanovic
Violoncello
Martina Brodbeck2
Barbara Weishaupt
Ana Helena Santos Surgik
Ursula Kamber Schaub
Friederike Arnold
Catherine Fornallaz
Elisabeth Ramseier
Hohler
Bernadette Fries
-
Viola
Anne Françoise
Guezingar2
Elia Portabales Rodríguez
Christine Wagner
Elisabeth Kappus
Marianne Widmer
Anouk Obschlager
Monique Fornallaz
Regula Schädelin
Tatiana Kunz
Romualda Gorecka
Halicka
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Franziska Mosimann
Lisa Rieder
Martina Albisetti
Anne Vollmer
Renate Hofstetter
Elena Abbati
Claudine Ostermann
Illiana Hristova Schierer
Sandra Schütz
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Violine I
Simone Zgraggen1
Kirsten Harms
Cornelius Bauer
Alexia Fouilloux
Aylin Sonderer
Claudia Troxler
Ulrich Bürgi
Katarina Plattner
Marzena Toczko
Livia Schwartz
Sylvia Oelkrug
Kyoko Hickel Goto
Wipke Eisele
Katharina Pflüger
Schamboeck
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ORCHESTER
Kontrabass
Sven Kestel2
Philippe Dreger
Claudia Brunner
Lukas Burri
17
Oboe
Barbara Zumthurm
Katherine Pigott
Judith Wenziker
Marita Kohler
Saxophon
Sandra Brigger
Trompete
Klarinette
Fagott
Artur Smolyn
Anita Kuster
Thomas Nidecker
László Villányi
Elise Jacoberger
Lucas Rössner
Klavier
Blanka Kertész
Kirill Zwegintsow
Horn
Carl Philipp Rombach
Heidwolf Arnold
Takashi Sugimoto
Massimiliano Toffanin
Sebastian Baumann
Stephan Jourdan
Janos Nemeti
Gabor Nemeti
Franco Tosi
Hanna Langmeier Stenz
Hanspeter Muri
Ronald Buser
Tuba
Heléne Berglund
Harfen
Arianna Camani
Nicola Hanck
Schlagzeug
Kai Littkopf
Fran Lorkovic
Daniel Stalder
Emanuel Speiser
Ricardo Marini
Thomas Waldner
Posaune
1 Konzertmeisterin
2 Stimmführer /innen
Flöte
Julian Cawdrey
Vera Leibacher
Franziska Stadelmann
Judith Rickenbacher
Regula Bernath
Rainer Erb
Till Schneider
-
Thomas Lähns
Zsuzsa Lakatos
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BOTSCHAFT
Du sollst wieder fühlen, dass alle stark und jungen Kräfte
dich umschweifen,
Dass nichts stille steht, dass Gold des Himmels
um dich kreist und Sterne dich umwehn,
Dass Sonne und Abend niederfällt und Winde
über blaue Meeressteppen gehn,
Du sollst durch Sturz und Bruch der Wolken wilder
in die hellgestürmten Himmel greifen.
Meintest du, die sanften Hafenlichter könnten
deine Segel halten,
Die sich blähen wie junge Brüste, ungebärdig drängend
unter dünner Linnen Hut?
Horch, im Dunkel, geisterhafte Liebesstimme,
strömt und lallt dein Blut –
Und du wolltest deine Hände müde zur Ergebung falten?
Fühle: Licht und Regen deines Traumes sind zergangen,
Welt ist aufgerissen, Abgrund zieht und Himmelsbläue loht,
Sturm ist los und weht dein Herz in schmelzendes Umfangen,
Bis es grenzenlos zusammensinkt im Schrei von Lust
und Glück und Tod.
Ernst Stadler (1883–1914)
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MUSIC ANIMATION
MACHINE
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Die vom amerikanischen Komponisten und Erfinder Stephen
Malinowski entwickelte Music Animation Machine (MAM)
ist ein Visualisierungsinstrument, das komplexe musikalische
Formverläufe während einer Aufführung visuell erfahrbar
machen kann. Dabei wird die Musik in ihrer Entwicklung auf
Basis der Partitur zu fortlaufenden Projektionen verarbeitet,
die während der Aufführung per Videoeinspielung über oder
neben das Orchester oder das Ensemble dargestellt werden.
So können durch vielfarbige und sinnliche Bildabläufe selbst
komplexeste musikalische Werke so dargestellt werden, dass
Struktur und Reiz der Werke selbst für Nichtmusiker und
Menschen ohne Notenkenntnisse erfahrbar werden.
Für den heutigen Abend haben wir in Zusammenarbeit mit
Stephen Malinowski und Etienne Abelin zu Michael Torkes
«Ecstatic Orange» eine neue Visualisierung erarbeitet, die dieses
Werk über die synästhetischen Empfindungen des Kompo‑
nisten zur Farbe Orange auch für das Publikum multimedial
erfahrbar macht.
Kulturreich, frisch, einzigartig.
Brauerei Fischerstube
www.uelibier.ch
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BASEL SINFONIETTA
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1980 durch junge Musiker/ innen gegründet, setzt sich die Basel
Sinfonietta seit 35 Jahren mit Produktionen, die neben dem tra
ditionellen Konzert auch Tanz , Performance , Stummfilm und
Multimediaprojekte beinhalten, und mit der Förderung junger
Talente sowie Schul und Jugendprojekten für die Verbreitung
neuer Musikformen ein. So hat die Basel Sinfonietta bislang
über 150 Uraufführungen und Schweizer Erstaufführungen
zum Erklingen gebracht.
Mit 118 Mitgliedern ist es das einzige Orchester dieser Grösse,
welches konsequent demokratisch verwaltet wird. Kürzlich gab
es einen Generationenwechsel in den Leitungsgremien, und
die Strukturen wurden hinterfragt und modernisiert. Auch
wird das Orchester in der Saison 2016/17 mit Baldur Brönnimann
erstmals einen Principal Conductor haben. Zudem will die
Sinfonietta ihre Tätigkeit im Bereich der zeitgenössischen Musik
noch profilierter ausbauen.
Das Orchester hat sich bis über die Landesgrenzen hinaus einen
Namen gemacht, etwa mit Einladungen an die Salzburger Fest
spiele, zum Lucerne Festival, zu den internationalen Ferien
kursen für Neue Musik in Darmstadt und vielen mehr.
Die Basel Sinfonietta wird u.a. durch die Kantone Basel Stadt
und Basel Landschaft unterstützt.
ORCHESTERVORSTAND
Franziska Mosimann
Barbara Weishaupt
Regula Bernath
Cornelius Bauer
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AUS DEM ORCHESTER
DAS CONTINUUM
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Sie haben es sicher schon entdeckt oder bei einem der ersten
Konzerte gesehen; das Continuum, den grau silbrigen Metall‑
kasten auf dem weissen Sockel. Den Griff, der sich herausziehen
lässt wie bei einem Register einer Orgel. Und den Sound, der
entsteht, wenn der Griff herausgezogen wird. Auch diesmal
steht es wieder im Umfeld des Konzertes. Manchmal taucht
es aber auch in der Alten Markthalle auf, so wie in der ver‑
gangenen Woche. Wenn Sie es entdecken: Treten Sie näher,
greifen Sie zu und ziehen Sie ihn heraus – den Sound, das
Geräusch, das die Unendlichkeit darstellt – die Unendlichkeit
in unserem Saisonthema «Epicycle». Können Sie den Anfang
des Tons ausmachen? Oder das Ende? Spielen Sie mit dem Griff
und hören Sie zu, wie sich der Klang verändert. Und finden
Sie den Anfang …
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Risiken eingehen, die übermorgen als wunderbare Konzerte
zur Erinnerung werden. Fördern Sie uns, das innovativste
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Vorstand Förderverein
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Maria Berger Coenen, Basel; Katja Christ, Riehen; Marianne Heiz, Itingen;
Hanni Huggel, Liestal; Sven Inäbnit, Binningen; Judith van der Merwe,
Binningen; Thomas Preiswerk, Basel; Paul Schär, Pfeffingen; Dr. Heinrich A.
Vischer, Riehen; Peter Andreas Zahn, Basel
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HERZLICHEN DANK
Die Basel Sinfonietta dankt allen Mitgliedern des Fördervereins
der Basel Sinfonietta, namentlich den Patronatsmitgliedern:
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Katharina & Manuel Aeby Hammel · Maria & Franz Berger Coenen · Erika
Binkert Meyer · Rita & Peter Bloch Baranowski · Ruth & Hansulrich Bernath ·
Hansjörg Blöchlinger & Dorothea Seckler · Ulrich Blumenbach · Yvonne &
Michael Böhler Dobler · Bettina Boller Andreae · Elisabeth & Urs Brodbeck ·
Sigrid Brüggemann · Christine & Bernhard Burckhardt · Leonhard Burckhardt ·
David Thomas Christie · Fitzgerald Crain · Martin Derungs · Annemari & Fred
Dolder Vonder Mühll · Marie Christine & Patrick J. Dreyfus · Paul J. Dreyfus ·
Jürg Ewald · Peter Facklam · Charlotte Fischer · Sabine Goepfert · Ulrich P.
Goetz · Annetta & Gustav Grisard · Annagret & Kurt Gubler Sallenbach · Walter
Gürber Senn · Ursula & Josef Hofstetter Schaad · Bernhard Hohl · Madeleine
Hublard · Gertrud Hublard Sieber · Bianca Humbel Rizzi · B. & G. Ilary Kopp ·
Graziella & Ruedi Isler · Verena & Hans Kappus Winkler · Michael Kaufmann ·
Luzia & Jan Konecny Sprecher · Alexander Krauer · Marie Thérèse Kuhn Schlei
niger · Christian Lang · Irma Laukkanen & Andreas Nidecker · Manuel Levy · René
Levy · Andreas und Regine Manz Däster · Annemarie & Thomas Martin Vogt ·
Beat Meyer Wyss · Catherine Oeri · Nicolas Ryhiner & Beatrice Zurlinden ·
Regula & Jürg Schädelin · Paul Schär · Evi & Andres Schaub Keiser · Charlotte
& Peter Schiess · Herbert Schill · René Schluep Zimmermann · Beat Schönen‑
berger · Katharina Striebel Burckhardt † · Nora & Daniel Suter · Philipp Sutter ·
Verena Trutmann · Judith & Leon Van der Merwe · Christine Vischer · Heinrich
A. Vischer · Monika Vogt · Rudolf Vonder Mühll · Marie Christine Wackernagel
Burckhardt · Marianne & Daniel Weidmann Munk · Alfred Weishaupt · Anna
Wildberger · Peter A. Zahn
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EPICYCLE 4
DIE WEBER
DEUTSCHLAND,
WIR WEBEN DEIN LEICHENTUCH
SA 5. MÄRZ 2016
DREISPITZHALLE, BASEL
20 UHR
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Es wäre eigentlich keine Saison der Basel Sinfonietta ohne
eine Stummfilm Aufführung mit Live Musik. In diesem Jahr
spielen wir live unter der Leitung des Komponisten die Musik
von Johannes Kalitzke zu Friedrich Zelniks Verfilmung von
Gerhart Hauptmanns «Die Weber».
Erproben Sie mit uns den Aufstand! In packenden Bildern
erzählt Zelnik die Geschichte der unterbezahlten Weber im
Betrieb des unterdrückenden Fabrikanten Dreissiger. Inspiriert
von der Bildsprache sowjetischer Regisseure wie Sergei Eisen‑
stein, berauschte Zelnik das Publikum in der wirtschaftlich
angespannten Zwischenkriegszeit und löste damit Proteste
aus. Gekonnt kontrastiert er opernhafte Massenszenen mit
Aufnahmen einzelner Personen und webt so das Schicksal des
Einzelnen in den Verlauf der Geschichte ein.
SO 6. MÄRZ 2016
DREISPITZHALLE, BASEL
19 UHR
30
EPICYCLE 5
WOHNZIMMER
GRIECHENLAND
KUCHIKÄSCHTLI TRIFFT TZATZIKI
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Wissen Sie, wie es im Wohnzimmer unserer Musikerinnen
und Musiker aussieht? Wohl kaum! Wir wissen es auch nicht.
Noch nicht! Istvan Zelenka schreibt ein Werk für die Basel
Sinfonietta, das mit einer Aufführung in ebendiesen Wohn
zimmern beginnen wird, das dann in der Woche vor dem
Konzert auf dem Weg in die Probe seine Fortsetzung findet
und in einer Aufführung im Stadtcasino sein Finale findet.
Wie Sie das erleben können? Verfolgen Sie die Entwicklung
dieses Konzerts auf www.baselsinfonietta.ch, informieren
Sie sich dort, wo und wie Sie Teil dieser Aufführung werden
können, und kommen Sie ins Stadtcasino. Dort können Sie
zudem Werke von Antoine Beuger und Jani Christou erleben,
die sich im Spannungsfeld zwischen Ruhe und Aktion bewegen.
Und die Basel Sinfonietta hebt das erste Orchesterwerk des
jungen Basler Komponisten Lukas Huber aus der Taufe, im
Konzertsaal – nicht im Wohnzimmer.
SO 24. APRIL 2016
STADTCASINO, BASEL
19 UHR
C‘est le confort
qui fait la musique
Impressum
Redaktion: Thomas Wehry
Texte: Thomas Wehry, Raffaele Perniola
Lektorat: Franziska Mosimann
Bild S. 12: João Messias / Casa da Música
Bild S. 16–17: Pablo Wünsch Blanco
Basel Zürich
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ingenia, Linz © Lukas Schaller
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wahr werDen.
mit Licht ist es wie mit der musik – das Zusammenspiel von
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