Gratisreport Gesunder Darm - Naturheilpraxis Schön in Leipzig

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Gesunder Darm
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Der Darm – Das Tor zur Gesundheit
Bereits 300 vor Christus pflegte Hippokrates (griechischer Mediziner) zu sagen: „Ein
gesunder Darm ist die Wurzel aller Gesundheit“. Dies wird heute von der modernen
Wissenschaft bestätigt: Ein funktionierender Darm ist die Grundvoraussetzung für
Gesundheit, Vitalität und Wohlbefinden.
Der Darm in Zahlen & Fakten:
Der Darm ist das wichtigste Verdauungsorgan des Menschen und erreicht beim
Erwachsenen:
• Eine Länge von ca. 8 Meter
• Eine Oberfläche von 400 – 500 m2
Der menschliche Darm beheimatet
• Fast 80% der körpereigenen Abwehrzellen
• Rund 1,5 kg Bakterien mit mehr als 400 verschiedene Arten
• Im Darm sitzen 10x mehr Bakterien als der Mensch Körperzellen hat.
Im Laufe eines 75-jährigen Menschenlebens passieren ca. 30t Nahrung und 50.000l
Flüssigkeit den Darm.
Der Darm – Barriere und Tor zum Körperinneren
Der Darm ist die größte Kontaktfläche des menschlichen Organismus zu Außenwelt.
Als solche hat er zwei gegensätzliche Aufgaben zu bewerkstelligen:
1. Zum einen muss er Nährstoffe und Flüssigkeit aus dem Darminneren aufnehmen
2. Zum anderen muss er schädliche Substanzen, Allergene und Krankheitserreger
abwehren. Um diese Barrierefunktion zu gewährleisten, machen sich das
darmeigene Immunsystem, Darmschleimhaut und Darmflora gemeinsam stark.
Darmflora
Während im Dünndarm nur wenige Bakterien zu finden sind, ist der Dickdarm von
einem dichten Bakterienrasen bewachsen. Rund 100.000 Milliarden Keime aus mehr
als 400 verschiedenen Arten bilden zusammen die über 1 kg schwere Darmflora.
Diese natürlichen Darmbewohner verdauen für uns nicht-verdauliche Ballaststoffe
(Nahrungsbestandteile) und produzieren Stoffe, die die oberste Schicht der
Darmschleimhaut mit Energie versorgen. Sie bilden ein Schutzschild gegenüber
pathogenen Keimen und verhindern deren Eindringen ins Körperinnere.
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Die Darmflora steht aber auch mit dem darmeigenen Immunsystem in
Wechselwirkung, trainiert die Immunzellen und regt die Bildung von Abwehrstoffen
an, die nicht nur dem Darm, sondern auch anderen Stellen wie bspw. den
Nasenschleimhäuten zu Gute kommen. Die Darmflora ist wichtiger Teil eines
immunologischen Netzwerks, das für die Gesundheit von zentraler Bedeutung ist.
Die Aufgaben der Darmflora in der Übersicht:
• Bildung von bestimmten Vitaminen wie Vit. K oder Folsäure
• Förderung der Nährstoffaufnahme, jedoch Verhinderung der Schadstoffaufnahme
• Bildung gesundheitsfördernder Substanzen aus unverdaulichen
Nahrungsbestandteilen
• Verdrängung von krankheitserregenden Bakterien, Pilzen und Viren
• Stärkung des Immunsystems über das körpereigene immunologische Netzwerk
• Stärkung der generellen Darmgesundheit – Störungen können bei der Entstehung
von chronischen Darmbeschwerden wie dem Reizdarmsyndrom eine Rolle spielen.
Ballaststoffe
Ballaststoffe sind Pflanzenbestandteile, die noch vor einigen Jahren als „unnötiger
Ballast“ angesehen wurden, da diese von den körpereigenen Enzymen nicht verdaut
werden konnten. Mittlerweile weiß man, dass Ballaststoffe alles andere als unnütz
sind!
Durch ihr Quellvermögen wirken Ballaststoffe sättigend, erhöhen das Stuhlvermögen
und kurbeln so die Verdauung an. Gleichzeitig nehmen diese Pflanzenfasern Giftund Schlackenstoffe im Darm wie ein Schwamm auf und transportieren sie mit jedem
Stuhlgang aus dem Körper. Auch auf den Stoffwechsel wirken Ballaststoffe
regulierend und beeinflussen Cholesterin- und Blutzuckerspiegel positiv. Eine
geringe Ballaststoffaufnahme kann chronische Verstopfungen begünstigen.
Probiotika
„Pros bios“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „für das Leben“ (Anti bios –
von Antibiotika bedeutet Gegen das Leben). Probiotika sind vermehrungsfähige und
koloniebildende Mikroorganismen. In der Regel handelt es sich bei den Probiotika um
Milchsäurebakterien, vor allem um Lactobazillen sowie Bifidobakterien.
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Präbiotika
Präbiotika sind unverdauliche Stoffe, die den Darmbakterien als „Futter“ dienen.
Wenn präbiotika-reiche Lebensmittel nicht oder nur selten gegessen werden, leiden
die "guten" Darmbakterien Hunger. In hungrigem bzw. geschwächtem Zustand aber
lassen sie sich leicht von pathogenen Bakterien verdrängen. Die Darmflora gerät aus
dem Gleichgewicht, eine sog. Dysbakterie entsteht und der Mensch kann krank
werden.
Die präbiotischen Ballaststoffe kommen ganz besonders in folgenden Gemüsearten
vor: Chicorée, Topinambur, Artischocken, Pastinaken, Löwenzahnwurzel, Porree,
Zwiebeln, Schwarzwurzeln.
Das Präbiotikum Inulin kann in Form eines Nahrungsergänzungsmittels
eingenommen werden. Mit Hilfe von Inulin fällt es leicht, die tägliche Ernährung
präbiotika-reich und darmgesund zu gestalten.
Leaky-Gut-Syndrom
Diäten und andere einseitige Ernährungsweisen, Stress, Alkohol, Darminfektionen
und vor allem Antibiotika-Behandlungen können das natürliche Gleichgewicht der
guten und schlechten Bakterien aus der Balance bringen und den Bakterienrasen
schwächen. Wenn die intakte Florabarriere erst einmal zerstört ist, fallen auch die
weiteren Barrieren rasch: Krankheitserreger und schädliche Stoffe können die
Darmschleimhaut reizen. Dadurch wird sie durchlässiger für Schadstoffe und Keime,
die ins Körperinnere eindringen können und dort das Immunsystem belasten (vor
allem die Leber!). Auch unvollständig aufgespaltene Nahrungsbestandteile können
durch die durchlässige (=Leaky) Darmwand (=Gut) in den Körper gelangen. Man
spricht vom Leaky-Gut-Syndrom.
Die Aufgaben des Darms
Der Dünndarm spielt eine wichtige Rolle in der Verdauung; hier werden die
lebensnotwendigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralien aufgespalten und resorbiert.
So gelangen sie ins Blut und können verwertet werden. Auch ein Großteil der
Verdauungssäfte wie Speichel und Galle oder Sekrete aus Magen und Darm nimmt
der Dünndarm wieder auf und regeneriert sie, so dass sie wieder zur Verfügung
stehen – ein Kreislauf entsteht.
Die nächste Station, der Dickdarm, entzieht diesem Brei Wasser und dickt ihn somit
ein. Elektrolyte wie Natrium, Kalium oder Magnesium gelangen über das resorbierte
Wasser in die Blutbahn und sorgen für eine optimale Funktion von Herz, Muskeln
sowie anderen Organen und Abläufen im menschlichen Körper.
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Im Gegensatz zum Dünndarm gibt es im Dickdarm eine Vielzahl von Bakterien. In
normaler Anzahl schaden diese aber nicht, sondern bilden die physiologische
Darmflora. Zu den bekannten Bakterien zählen Escherichia coli und Enterokokken.
Bestandteile der Nahrung, die im Dünndarm nicht verdaut wurden, werden von den
Dickdarm-Bakterien abgebaut.
Da viele Erreger von Krankheiten über die Nahrung beziehungsweise den Mund in
den Körper gelangen, hat die Evolution an dieser Stelle vorgesorgt, indem im Darm
ein Teil des Immunsystems liegt: Die Peyer-Plaques. Dieses lymphatische Gewebe
bildet zahlreiche Antikörper, die eingedrungene Bakterien und Viren bekämpft. Es
findet sich zum Großteil im Dünndarm, aber auch am Wurmfortsatz,
umgangssprachlich auch Blinddarm genannt.
Bakterien - Freunde und Feinde
Wenn von Bakterien die Rede ist, denkt man zunächst an Krankheitserreger. So sind
zum Beispiel Bakterien als Verursacher der eitrigen Mandelentzündung, der
Lungenentzündung und der Salmonelleninfektion des Darms bekannt. Die
wenigsten von uns wissen aber um die nutzbringenden Eigenschaften zahlreicher
anderer Bakterien. Im Laufe der Entwicklungsgeschichte hat sich zwischen dem
Menschen und den Bakterien seiner Umwelt ein ausgeprägtes Miteinander
entwickelt. Seinen Höhepunkt findet dieses Zusammenleben in den bunten,
artenreichen Mikrofloren des Menschen. Allein der Darm wird durch etwa 100
Billionen (100.000.000.000.000) Bakterien besiedelt.
Bakterien als freundliche Helfer
Eine intakte Darmflora verhindert, dass sich mit der Nahrung aufgenommene,
gefährliche Bakterien an der Darmwand anheften und hier ihre krankheitserregenden
Eigenschaften entfalten können. Weiterhin spielt ein Großteil der zur intakten
Darmflora gehörenden Bakterien eine sehr wichtige Rolle für den Aufbau und die
Aufrechterhaltung des eigenen Immunsystems. Erst durch die Anwesenheit dieser
Bakterien ist das lymphatische, zum Abwehrsystem gehörende Gewebe der
Darmschleimhaut (Mukosa) in der Lage, seine für den Menschen überaus wichtige
Aufgabe, nämlich den Schutz vor Erkrankungen zu erfüllen. Ständig werden Stoffe
aus dem Darm ins Körperinnere transportiert und hier mit den Zellen des
körpereigenen Immunsystems in Verbindung gebracht. Die Folge davon ist ein
ständiges Training des Immunsystems. Ein gut trainiertes Immunsystem ist in der
Lage, die meisten schädlichen Einflüsse abzuwehren und so den Menschen gesund
zu erhalten. Darüber hinaus werden durch den Stoffwechsel der nützlichen
Bakterien die Darmschleimhaut ernährt, wichtige Vitamine (z.B. Vit. K, Vit. B 12 etc.)
gebildet und die Darmtätigkeit reguliert.
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Störungen sind an der Tagesordnung
Durch schädigende Umwelteinflüsse, Fehlernährung, negativen Stress und
Einnahme von Medikamenten wie Antibiotika, Abführmittel oder Cortison sind die
Darmschleimhaut und Darmflora des Menschen in vielen Fällen nicht mehr in der
Lage, ihre wichtigen Funktionen aufrechtzuerhalten.
Mikrobiologische Therapie und Immunregulation
Mit der Mikrobiologischen Therapie werden die Darmschleimhaut und ihre
immunologisch aktiven Komponenten derart beeinflusst, dass sie ihre Aufgaben
wieder besser ausüben können. Hierzu dienen lebende und abgetötete Bakterien,
die keine krankheitserregenden Eigenschaften besitzen. Werden mikrobielle
Medikamente eingenommen, so kommt es im Körper über die Aktivierung
verschiedener Abwehreinrichtungen zu einer Normalisierung der natürlichen
Abwehrkräfte und einer Steigerung der Stoffwechselfunktionen.
Mikrobiologische Therapie:
„kein Schnellschuss“ sondern langfristige Anregung der Selbstheilungskräfte des
Körpers
Bei chronischen Erkrankungen ist die Mikrobiologische Therapie als Langzeittherapie
zu verstehen, das heißt, sie sollte über mehrere Monate (i.d.R. 6 Monate)
angewendet werden. Sie führt schonend zu einer Regulierung der Abwehrkräfte und
einer Verbesserung der Stoffwechselfunktionen. Der Körper erlangt seine ihm
ureigenen Kräfte zur Krankheitsabwehr zurück.
Ballaststoffe - Nährstoffe für die natürlichen Bakterien im Darm (z.B. Inulin)
Der Begriff „Ballaststoffe“ verdeutlichte ursprünglich die Eigenschaft, den Darminhalt
zu vergrößern und damit die Bewegungen des Darms und den Transport des
Darminhalts anzuregen. Ein großer Darminhalt verzögert und ein schneller Transport
verringert die Aufnahme von Nährstoffen und Schadstoffen. Deshalb können sich
Ballaststoffe auf das Gewicht auswirken und "entgiften".
Zusätzlich gilt: viele Ballaststoffe sind Nährstoffe für die natürlichen Bakterien im
Darm. Fördern Ballaststoffe das Wachstum der nützlichen Bakterien der Darmflora
besonders effektiv, sprechen Fachleute von „Präbiotika“.
Da unsere Verdauungsenzyme die resistente Stärke (z.B. Inulin) nicht abbauen kann,
gelangt sie unverändert in den Dickdarm. Dort zerlegen einige Bakterien sie in
kleinere Bestandteile, die für eine gesunde Darmschleimhaut unerlässlich sind.
Besonders die kurzkettigen Fettsäuren und unter ihnen die Buttersäure sind dabei
von Bedeutung. Der Stoffwechsel der Darmschleimhaut und das Wachstum der
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Blutgefäße in der Darmwand sind auf die Buttersäure der Bakterien angewiesen.
Deshalb sollte der Buttersäurespiegel im Darm ausreichend hoch sein. Denn eine gut
genährte Darmschleimhaut kann ihrer Barrierefunktion nachkommen und Giftstoffe,
Krankheitserreger und auch die natürliche Darmflora daran hindern, in das Gewebe
einzudringen. Sinkt der Buttersäurespiegel ab, bilden sich die Darmzotten zurück und
die Darmschleimhaut kann sich krankhaft verändern. Das Risiko für chronischentzündliche Darmerkrankungen und Darmkrebs steigt an.
Der richtige pH-Wert im Darm:
Ein intakter Darm beschert uns eine geregelte Verdauung, ein einsatzbereites
Immunsystem und - dank des hoch sensiblen Bauchgehirns - auch eine verblüffend
treffsichere Intuition. Dabei ist der pH-Wert im Darm sowohl für eine optimale
Verdauung als auch für die allgemeine Darmgesundheit eine sehr wichtige Kennzahl.
Spricht der Biochemiker vom Milieu im Darm, dann stellt er die Frage, ob es dort
sauer, neutral oder basisch zugeht. Und um diese Frage mit handfesten Zahlen
beantworten zu können, bedient er sich der pH-Skala.
Ein pH-Wert zwischen 0 und unter 7  Säure
pH-Wert = 7  Neutral
pH-Werte größer als 7  Basisch (Alkalisch)
Der normale pH-Wert im Darm hängt davon ab, welche Funktionen der Verdauung
hier stattfinden sollen.
„Salzsäure fürs Grobe“
In einem nüchternen Magen hat die Magensäure einen pH-Wert zwischen 1,0 und
1,5. Unter Verdauungslast kann der pH-Wert der Magensäure bis auf 3,0 klettern.
Das liegt dann in der Mitte zwischen Sauerkirschsaft und Orangensaft. Die im Magen
arbeitende Salzsäure hat die Aufgabe, mit der Nahrung aufgenommenes Eiweiß zu
verdauen, festere Essensbestandteile aufzubrechen, und unabsichtlich verschluckte
Krankheitskeime mit der Magensäure abzutöten. Aus diesem Grund ist es für die
Verdauung nicht hilfreich, Wasser direkt zum Essen zu trinken. Denn Wasser mit
seinem neutralen ph-Wert kann die Magensäure etwas neutralisieren und die
Verdauung stören und verlangsamen.
Während der Magen mit seiner robusten Auskleidung den Umgang mit seiner
Salzsäure gewohnt ist, würde der saure Speisebrei die anschließenden
Darmabschnitte (Zwölffingerdarm) zu scharf treffen. Damit das nicht passiert, gibt die
Bauchspeicheldrüse ein basisches Sekret mit dem pH-Wert von 8,0 ab, womit der
pH-Wert im Darm in weniger ätzende Gefilde gebracht wird. Dadurch wird der
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Zwölffingerdarm in die Lage versetzt, die Verdauung weiter fortzusetzen, damit die
vollständig aufgeschlossene Nahrung später über die Wände des Dünndarms in die
konkrete Nährstoffversorgung des Körpers übertreten kann.
Der Dickdarm braucht es sauer
Eine unausgewogene Ernährung und immer öfter auch die allzu unbekümmerte
Einnahme von Antibiotika sorgen dafür, dass das Milieu im Dickdarm, der einen
sauren Bereich haben muss, ungünstig in Richtung basisch verschoben wird. Hier
haben sich Präparate mit rechtsdrehender Milchsäure sowie präbiotische
Ballaststoffe (Inulin) bestens bewährt. Wer es mag und verträgt, kann seiner
Verdauung auch mit milchsauer vergorenen Lebensmitteln einen großen Gefallen
tun. Oder das berühmte „Katerfrühstück“, bestehend aus Rollmops und sauren
Gurken, nicht nur nach durchzechten Nächten genießen.
Die Milchsäure senkt den Darm-ph-Wert und verhindert durch Ansäuern des
Darmmilieus die Aufnahme des giftigen Ammoniaks aus dem Darm, entzieht es dem
giftigen Kreislauf und fördert die Ausscheidung von Ammoniumsalz. Der belebende
Effekt von sauren Lebensmitteln wird übrigens auch bei dem traditionellen
„Katerfrühstück“, das aus sauren Heringen und sauren Gurken besteht, ausgenutzt.
Die moderne Ernährung macht müde und den Körper „sauer“
Das Grundproblem unserer modernen Kost ist, dass sie zu viele Kohlenhydrate,
Fette und Eiweiße enthält, also insgesamt eine zu hohe Energiedichte aufweist.
Die Kohlenhydrate werden in Traubenzucker umgewandelt, der in der Zelle zur
Energiegewinnung verbrannt werden sollte. Die Zellen aber entwickeln als Schutz vor
der Zuckerflut eine Insulinresistenz, die im Vorfeld von Diabetes mellitus immer
auftritt. Der Zucker, vor dem sich die Zelle schützt, staut sich zurück bis ins Blut und
führt zu hohen Blutzuckerwerten.
Durch unsere moderne fleischreiche Ernährung (Eiweiß) und den Missbrauch von
Antibiotika ist der Dickdarm bei den meisten Menschen zu basisch, während der
restliche Körper unter der Säurelast leidet, die eine proteinreiche Ernährung
nachweislich mit sich bringt.
Ähnlich verhält es sich mit den Fetten. Lähmen wir unseren Stoffwechsel durch ein
krankes, basisches Darmmilieu, brauchen wir uns über Fettleber und Fettpolster
nicht zu wundern.
Durch den negativen Einfluss auf die Darmflora ermüdet auf Dauer die Leber – durch
die Alkalisierung des Magen-Darm-Takts fördern wir verstärkt die AmmoniakProduktion.
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Sekretorisches IgA (sIgA)
Für einen effektiven Schleimhautschutz ist eine ausreichende sIgA-Produktion
wichtig. Jeden Tag sondert der Mensch zwischen 5 und 15 g sIgA an den
Schleimhäuten ab: Tränenflüssigkeit, Muttermilch, Speichel, der Schleim der
Bronchien, des Urogenital- und des Magendarmtrakts enthalten das Immunglobulin.
sIgA bindet an Bakterien oder Viren, die in den Magendarmtrakt oder die Bronchien
eingedrungen sind; anschließend transportieren die Peristaltik des Darms und das
Flimmerepithel der Bronchien das sIgA samt gebundenen Krankheitserregern ab.
Das im Stuhl gemessene sIgA vermittelt einen ersten Überblick über den aktuellen
Funktionszustand des darm-assozierten Immunsystems. Gleichzeitig ist sIgA
mitverantwortlich für einen kontrollierten Stofftransport durch die Mukosa.
Verminderte sIgA Gehalte gehen oft einher mit erhöhter Schleimhautpermeabilität.
Verminderte sIgA-Konzentrationen im Suhl treten auf bei:
- Erkrankungen des allergischen Formenkreises (Nahrungsmittelunverträglichkeit)
- Erhöhte Infektanfälligkeit
- Immunsuppression
- Darmmykosen
Erhöhte sIgA-Konzentrationen im Stuhl deuten dagegen auf Abwehrreaktionen im
Bereich der Darmschleimhaut hin.
Calprotectin
Kommt es bei entzündlichen und neoplastischen Darmerkrankungen zu einer
Störung der Barrierefunktion der Darmschleimhaut, treten vermehrt Granulozyten
durch die Darmwand ins Darmlumen über und setzen Calprotectin frei. Dieses ist
dann im Stuhl in erhöhter Konzentration nachweisbar.
Dabei korreliert die Calprotectin-Konzentration mit der Anzahl der infiltrierenden
Granulozyten im Darm und spiegelt damit die Aktivität des entzündlichen und/oder
neoplastischen Prozesses wider.
Interpretation erhöhter Werte:
• Colitis ulcerosa – chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED)
• Darminfektionen
• Enteropathien (Darmerkrankungen) durch nicht-steroidale Antirheumatika
• Divertikulitis – Erkrankung des Dickdarmes, bei der sich in Ausstülpungen der
Schleimhaut (Divertikel) eine Entzündung bildet
• Morbus Crohn – chronisch entzündliche Darmerkrankung
• Mukoviszidose (zystische Fibrose) – genetisch bedingte Erkrankung, bei der es zur
Produktion von zu zähem Schleim, vor allem in der Lunge und im Magen-DarmTrakt kommt
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• Rheumatoide Arthritis (entzündliche Multisystemerkrankung, die sich meist in Form
einer Entzündung der Gelenkinnenhaut, die die Gelenkflüssigkeit produziert)
manifestiert
In der Primärdiagnostik begründen erhöhte Calprotectin-Werte den Verdacht auf eine
entzündliche Darmerkrankung und damit die Notwendigkeit einer weiteren
differentialdiagnostischen Abklärung z. B. durch invasive Verfahren wie Koloskopie
und/oder mikrobiologische bzw. laborchemische Verfahren.
Wie bringen wir den Darm aber nun wieder ins Gleichgewicht?
Wir leben in der heutigen Zeit in einer Überflussgesellschaft. Die meisten von uns
essen oft und viel und wollen sehen, was auf dem Teller liegt. Das Auge isst ja
bekanntlich mit. Was allerdings vom Essen übrig bleibt, sehen wir uns nicht so gern
an. Der Darm und die Verdauung führen regelrecht ein Schattendasein.
Durch schädigende Umwelteinflüsse, Fehlernährung, negativen Stress und
Einnahmen von Medikamenten ist der menschliche Darm in vielen Fällen nicht mehr
in der Lage, seine wichtigsten Funktionen aufrechtzuerhalten. Viele Menschen leiden
an Verdauungsbeschwerden, wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen und
Bauchkrämpfen. Sie nehmen diese Symptome meist einfach so hin, obwohl sie
deutlich zeigen, dass die Darmgesundheit zu wünschen übrig lässt.
Eine Darmfloraanalyse (Untersuchung einer Stuhlprobe im Labor) ermöglicht es,
krankhafte Veränderungen der Darmflora festzustellen. Diese können anschließend
zielgerichtet durch eine mikrobiologische Therapie und Immunregulation erfolgreich
behandelt werden.
Haben Sie weitere Fragen? Ich berate Sie gern.
Eine gute Gesundheit wünscht Ihnen
Naturheilpraxis Birgit Schön
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