Coloskopie mit Polypektomie

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Patient: _____________________________
Die Spiegelung des Dickdarms (Coloskopie) ist die Untersuchung des ganzen Dickdarms vom After
aus bis zum Blinddarm/Dünndarm. Sie erlaubt die direkte Betrachtung des Darmes. Der Arzt wird mit
Ihnen vorher ein Gespräch führen und auch alle eventuellen Fragen beantworten. Gründe für die
Untersuchung: z.B. Vorsorge, unkl. Schmerzen, chron. Entzündung, Blut im Stuhl, Polypen,
Krebsnachsorge etc.
Vor der Untersuchung: Zur Voruntersuchung erfolgt meist eine Blutentnahme zur Testung der
Blutgerinnung. Die notwendige Darmreinigung erfolgt zuhause nach einem exakten Plan. Sie erhalten
hierzu schriftliche Informationen. Ein ausführliches Gespräch mit einer Arzthelferin informiert sie
außerdem. Bitte halten Sie sich genau an alle Anweisungen. Tabletten sollten am Untersuchungstag
erst nach der Untersuchung eingenommen werden, oder nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt vorher.
Falls nicht anders verordnet, sollten blutgerinnungshemmende Substanzen mind. 5 Tage vorher
abgesetzt werden.
Untersuchung: Sie kommen nach der Vorbereitung zuhause in die Praxis. Nach dem Vorgespräch im
Sprechzimmer liegen Sie auf der Untersuchungsliege und bekommen idR eine Beruhigungsspritze. Die
Spiegelung dauert ca. 20 Minuten und es können dabei ggf. Gewebeproben entnommen oder Polypen
abgetragen werden. Wie lange Sie in der Praxis bleiben, hängt vom Befund und der Menge der
notwendigen Beruhigungsmittel ab. Lassen Sie sich am besten von einer Begleitperson abholen.
Juristische Aufklärung und Ihr Einverständnis: Die Coloskopie ist heute eine Standardmethode und
wird tausendfach angewandt. Über 12.000 Untersuchungen wurden von uns bereits durchgeführt. Sehr
selten treten Komplikationen auf: ernste Komplikationen bei einer von 10.000 bis 20.000
Untersuchungen. Denkbar sind Verletzungen der Darmwand, der inneren Organe und/oder Blutungen,
die extrem selten eine Operation erforderlich machen könnten. Sehr selten treten eine Beeinträchtigung
der Atemfunktion bis zum Atemstillstand oder Überempfindlichkeitsreaktionen <zB durch das
Beruhigungsmittel> auf. Bei einer Polypenabtragung sind Komplikationen etwas eher möglich (s.
gesonderte Aufklärung). Durch die Beruhigungsspitze kann Ihr Reaktionsvermögen für bis zu 24
Stunden beeinträchtigt werden. In dieser Zeit dürfen Sie nicht selber Auto fahren und keine Maschinen
bedienen. Am Untersuchungstag sind sie nicht arbeitsfähig! Bitte helfen Sie uns mit der Beantwortung
der folgenden Fragen und geben Sie mit Unterzeichnung dieses Aufklärungsbogens und der
gesonderten Aufklärung zur Polypenabtragung Ihr Einverständnis zur Durchführung der Untersuchung.
Haben Sie eine Medikamentenallergie?:_____________________
besteht eine Soja- oder Hühnereiweißallergie?
Tragen Sie einen Herzschrittmacher?
Haben sie ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk? Re , Li
Sind Sie schwanger?
Nehmen Sie gerinnungshemmende Medikamente wie
Marcumar
Aspirin
Iscover
Plavix
andere
Haben Sie einen grünen Star (Glaukom) der Augen?
Besteht bei Ihnen eine chronische Infektionserkrankung?
(Hepatitis, Aids oder andere)
Ich wünsche eine mir zustehende Kopie des Aufklärungsbogens
Wie werden Sie nach der Untersuchung nach Hause kommen?
Taxi
Bus
Bahn
zu Fuß
werde geholt
Tel. meines Abholers oder eines nahen Angehörigen
ja
nein
ja
nein
ja
nein
ja
nein
ja
nein
ja
nein
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ja
nein
ja
ja
nein
nein
__________________
Wenn Sie noch Fragen haben, geben wir Ihnen gerne weitere Auskunft
Ich willige in die vorgesehene Untersuchung ein und hatte Gelegenheit, alle Fragen vor der
Untersuchung zu klären. Ich stimme zu, dass der Befund im Falle von Gewebeentnahmen an
den Arzt übermittelt wird, der die Gewebeprobe beurteilen soll (Pathologe).
Datum
Patientenunterschrift
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Datum
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Arztunterschrift
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Gastroenterolog. SP Praxis HL; Dr. Mackenroth, Aufklärung Coloskopie mit Polypektomie; Seite 1
Patient: $1050$, geb. $1077$
Magen- und Darm-Polypen:
Abtragung bei einer Spiegelung von Magen und/oder Darm
Der Dickdarmkrebs ist in Deutschland mit über 70.000 Fällen im Jahr die häufigste bösartige
Erkrankung (Statistisches Bundesamt Wiesbaden). Er entsteht jedoch nicht spontan, sondern in der
Regel aus gutartigen Vorstufen, sog. Polypen, die über mehrere Jahre hinweg zum Dickdarmkrebs
wachsen können. Ein Dickdarmkrebs entwickelt sich bei 8% aller Menschen im Laufe des Lebens.
Wenn Sie über 55 Jahre alt sind, liegen bei Ihnen mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 30% schon
solche Polypen vor, sind Sie jünger, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich geringer.
Diese Polypen (Adenome) sind fast immer klein und können in den meisten Fällen bei einer
endoskopischen Untersuchung mit einer elektrischen Schlinge abgetragen werden, um eine
Krebsbildung zu verhindern. Diese endoskopische Schlingenabtragung ist der kleinste machbare
Eingriff. Eventuell müssen hiezu an Oberschenkel, Bein oder Oberarm in einem umschriebenen
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Bereich von ca 20 cm Körperhaare entfernt werden, damit die Elektrode sicher angelegt werden kann.
Der Eingriff tut nicht weh und erspart in der Regel einen großen chirurgischen Einigriff. Es ist immer
risikoreicher, einen Polypen zu belassen, als ihn zu entfernen!
Dennoch
bestehen
durch
die
dabei
entstehende
Komplikationsmöglichkeiten: die beiden wichtigsten sind:
Wunde
jedoch
grundsätzliche
1. Blutung aus der Abtragungsstelle
2. Verletzung der Darmwand (= Perforation) dann kann sich auch aus dieser Verletzung eine
Bauchfellentzündung entwickeln, wie zB bei einer durchgebrochenen
Blinddarmentzündung
Die Häufigkeit dieser Komplikationen liegt bei erfahrenen Untersuchern unter 1%. Eine Blutung kann in
den allermeisten Fällen mit Klammern (sog. Clips) gestillt werden. Auch ist bei Darmwandverletzung oft
eine medikamentöse Behandlung ausreichend und der Darm heilt von alleine und die Entzündung
verschwindet unter Antibiotikatherapie nach einigen Tagen, uU auch mit Überwachung im
Krankenhaus. Im schlimmsten Fall ist bei derartigen Komplikationen sehr selten aber eine
Klinikeinweisung erforderlich und ein chirurgischer Eingriff notwendig mit Stillung der Blutung, mit
Verschluss einer Darmwandverletzung oder extrem selten mit Teilentfernung der betroffenen
Darmabschnitte.
Wenn eher seltene große und flache Polypen abgetragen werden müssen, dann ist das Risiko für
Komplikationen auch höher (1% bis max. 11%), v.a. wenn diese Polypen im oberen Teil des Dickdarms
liegen. Es kann auch sein, dass das Risiko der Abtragung als zu groß eingeschätzt wird vom
Untersucher und Ihnen dann zu einer Entfernung des Polypen in der Klinik oder durch eine
Darmoperation geraten wird. Sollte einer dieser seltenen Fälle bei Ihnen vorliegen, wird dies mit Ihnen
nach der Untersuchung ausführlich besprochen und auch ihr zuweisender Arzt informiert.
Ich willige in eine gegebenenfalls notwendige Polypenabtragung ein und hatte Gelegenheit alle
eventuell ergänzenden Fragen vor der Untersuchung zu klären. Ich erkläre auch mein
Einverständnis zur zusätzlichen Videoüberwachung in der Ruhezone (eine Videoaufzeichnung
erfolgt in keinem Fall).
Datum
Patientenunterschrift
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Datum
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Arztunterschrift
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Gastroenterolog. SP Praxis HL; Dr. Mackenroth, Aufklärung Coloskopie mit Polypektomie; Seite 2
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