wohnüberbauung baufeld 10 bern brünnen

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WOHNÜBERBAUUNG BAUFELD 10 BERN BRÜNNEN
Offener Wettbewerb 04/2006, 1. Preis
Bachelard Wagner Architekten, Basel
Thomas Boyle Bauingenieur BE MSCE SIA, Zürich
Gitterrost
ERDGESCHOSS
Situation
Brünnen liegt am westlichen Stadtrand von Bern, welches durch die städtebauliche Entwicklung der Nachkriegszeit geprägt ist. Das Grundmuster des Ortes richtet sich auf die öffentlichen Räume aus, in denen klar
definierte, urbane Strassen, Platz- und Grünanlagen, sowie eine in der Regel viergeschossige, frontbildende
Überbauung festgelegt werden. Die Bebauungsstruktur ist orthogonal aufgebaut.
Der Planungsperimeter war bestimmt von Höhenbeschränkungen, maximaler Baudichte, einem dichten
Netz von Baulinien und einer gleichmässig nach Norden abfallenden Topographie. Das Ziel des Projektes
bestand darin, mit der möglichen Bausubstanz, die über die grosse Fläche zu planen war, einen gefassten
Raum zu erzeugen. Unkonventionelle Wohnungen sollten klar eine Abkehr vom gängigen Bild des Geschosswohnungsbaus formulieren.
Mit dem Verzicht auf eine starke Frontbildung nach aussen, die Aufteilung des Volumens auf zwei kompakte,
Ost-West orientierte Zeilen und die den Hof stärkende Orientierung der Balkone nach innen, wurde diesem
Ziel Folge geleistet.
Jede Zeile hat eine eigene Grundrisstypologie. Die nach Norden abfallende Topographie wurde zudem auf den
Innenraum transferiert und bestimmt nun charakteristisch die Wohnqualität.
Das West-Gebäude, mit den nach Osten orientierten Balkonen, ist charakterisiert durch seine diagonal verknüpften, gebäudetiefen Wohn-Essräume. Die Überhöhe aller Räume mit einer Höhe von 2.85 m ist eine klarer Bruch mit dem sonst eingeschränkten Muster der Geschosswohnung.
Das Ost-Gebäude, gliedert sich in 3 Schichten. Nach Osten hin vereinen sich die Ruheräume und nach Westen, zum Hof, öffnen sich die Tagbereich mit Balkonen. Räumlich zeichnet sich dieser durch eine Gliederung
des Wohn-Essbereiches über die Höhe aus. Geschossübergreifend verschachtelt, ergibt sich je Etage entweder ein leicht versenkter oder ein überhoher Wohnraum.
Da die Fassade für Strasse und Hof atmosphärisch massgebend ist und eine eigene Funktion trägt wurde
hier auf das reine Abbilden der innenräumlichen Komplexität verzichtet. Stattdessen zeigen die Gebäude
strassenseitig den Ausdruck einer geschlossenen Form, während die hofseitige Fassade im Ausdruck zwar
nicht ein Abbild der strukturellen Prinzipien ist aber auf Grund der Variation der hofseitigen Raumschicht
eine Vielfalt wiederspiegelt.
HAUS OST
Wohnungen
Grundrisse
Längsschnitt
HAUS WEST
Wohnungen
Grundrisse
Längsschnitt
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