Qualität von A - Z - Glossar Audit – Prüfung und Bewertung der

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Audit – Prüfung und Bewertung der Prozesse oder Abläufe hinsichtlich spezifischer Anforderungen an
diese. Audits können von eigenen Mitarbeitern (interne Audits) oder von Externen (externe Audits)
durchgeführt werden. Das positive Ergebnis eines Audits kann z.B. mit einem entsprechenden Zertifikat
bescheinigt werden. Unterschieden werden Produkt-, Verfahrens- oder Systemaudits.
Auditor – eine entsprechend qualifizierte Person, die Audits durchführt. Für interne Auditoren wird die
Qualifikation i.d.R. mit einer sog. "Inhouse-Schulung" mit einer Abschlussprüfung erworben. Externe
Auditoren verfügen i.d.R. über eine Fachausbildung an einer zertifizierten Ausbildungsstätte.
Benchmarking – Vergleich bestimmter eigener Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse mit anderen
Vergleichspartnern. Das Ziel sollte das Lernen von den Besten unter den Vergleichbaren sein.
CE-Kennzeichnung – durch die Kennzeichnung eines (technischen) Produktes mit dem "CE"-Logo wird
dessen Richtlinienkonformität bescheinigt. Falls die Prüfung durch eine sog. Benannte Stelle
(unabhängige anerkannte Prüfstelle) erfolgte, wird dies mit einer vierstelligen Identifikationsnummer
auf dem "CE"-Logo vermerkt. Entgegen der weitverbreiteten Meinung ist die CE-Kennzeichnung kein
Qualitäts- oder Gütesiegel.
DIN EN ISO – Normen für Qualitätsmanagementsysteme. Solche Normen können länderweise
(Deutsches Institut für Normung – DIN), mehrere Länder übergreifend (Europäische Norm – EN) oder
weltweit (Internationale Organisation für Normung – ISO) geschaffen werden. Somit spiegelt die
Bezeichnung "DIN EN ISO" alle drei Ebenen wieder.
Am bekanntesten ist die sog. "9000-Normenreihe". Diese dokumentiert die Grundsätze für Maßnahmen
bei den Qualitätsmanagementsystemen.
Alltäglich werden diese Normen verwendet, ohne dass man sich dessen bewusst ist. So werden viele
Briefe nach Schreib- und Gestaltungsregeln nach DIN 5008 angefertigt. Die ISO 9 regelt die
Transliteration der kyrillischen Buchstaben ins Lateinische im englischen Sprachraum. Die deutsche
Adaption von ISO 9 ist DIN 1460.
EN – siehe DIN EN ISO
GQMed – eigentlich GQMed mbH - Gesellschaft für Qualitätssicherung in der Medizin. Spezialisiert auf
Medizintechnik, wie z.B. Mammografie-Anlagen oder Prüfung der Einhaltung der Richtlinie über
medizinische Strahlenexposition der Europäischen Kommission (97/43/Euratom)
GQMG – Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e.V. Die GQMG ist eine
Fachgesellschaft für das Qualitätsmanagement in den Einrichtungen des Gesundheitssystems.
Angeboten werden eigene Tagungen oder Arbeitsgruppen sowie eine eigene verbandseigene Zeitschrift
(Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen - ZEFQ).
ISO – siehe DIN EN ISO
PDCA-Zyklus oder auch Deming-Zyklus – ein Begriff aus dem Kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
Demnach werden alle Aktivitäten eines Unternehmens als Prozesse verstanden, die mit jedem neuen
Ablauf neu geplant, durchgeführt, geprüft und verbessert werden müssen (engl.: Plan-Do-Check-Act).
Mit jedem Durchlauf des Zyklus wird das Wissen erweitert und die Probleme nach und nach
angegangen. Somit unterliegt jeder Prozess der ständigen Verbesserung.
Landesärztekammer Hessen
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QEP – Qualität und Entwicklung in Praxen®. Qualitätsmanagementsystem für Praxen, das aus einzelnen
Bausteinen besteht.
Qualität – eine Sammlung von Eigenschaften eines Produktes oder einer Dienstleistung, die vorhanden
sein müssen, um Anforderungen an diese zu erfüllen. Objektive Merkmale für Qualität sind z.B. Maße,
Gewicht, Material. Für eine Dienstleistung sind solche Messkriterien oft nicht anwendbar. Die
Qualitätsindikatoren für die persönlichen, subjektiven Sichtweisen können sehr unterschiedlich sein (z.B.
Preis vs. Leistung, persönlicher Geschmack). Es gibt viele verschiedene Anzätze zur Messbarkeit der
Qualität. Bspw. kann durch die Ermittlung der Zielgruppe (z.B. Kunden, Patienten u.a.) und deren
Erwartungen das subjektive Empfinden dieser Gruppe ermittelt und daraus die notwendigen Kriterien
für die Qualität gebildet werden. Das Fehlen dieser Eigenschaften würde Qualitätsverlust bedeuten.
Solche Qualitätsanforderungen werden mittels Qualitätsmanagementnormen ermittelt.
Qualitätsmanagement (QM) – Aktivitäten zur Leitung und Lenkung einer Organisation, um Qualität
sicherzustellen. Während im Rahmen der Qualitätssicherung eher tätigkeitsbezogen agiert wird, nimmt
das QM eine eher organisationsbezogene Stellung ein. Der Begriff QM ersetzte nach DIN EN ISO ab 1992
den bisherigen Oberbegriff Qualitätssicherung.
Qualitätssicherung – (s. auch Qualität) Verfahren, Aktivitäten, Prozesse, die sicherstellen sollen, dass ein
Produkt (Dienstleistung) entsprechend definierten Anforderungen gerecht wird. zu den
Qualitätssicherungsmaßnahmen gehört z.B. die Einführung der Routinen bei bestimmten Tätigkeiten.
Qualitätszirkel (QZ) – Eine kleine institutionalisierte Gruppe von Fachleuten, die sich regelmäßig für ca.
1-2 Stunden treffen, um auftretende Probleme freiwillig und eigenständig zu bearbeiten. Diese werden
von einem der entsprechend qualifizierten Teilnehmer (Moderator) geleitet. In Hessen werden QZ für
Fachärzte u.a. seitens der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) anerkannt. Als Grundlage dient die
Richtlinie der KV Hessen zur Qualitätszirkelarbeit.
Landesärztekammer Hessen
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