2009 Vergleichende Politik Alle Texte im Überblick

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PS Innenpolitik/Vergleichende Politik
Textübersicht
Autor
Hauptaussagen
Konzepte
Appproach
Kritik
Lehner, Wiedmeier
Vergleichende Regierungslehre wird
von experimentell, statistisch und
Einzellfallmethode abgegrenzt.
- In der Politik wird nicht die
Wohlfahrt maximiert, sondern der
Nutzen der Politiker. Dieser ist
durch Macht, Ruhm und Geld gegeben, die Durchsetzung einer Policy bringt ihnen keinen Nutzen
→ Politiker als Vote-Seekers.
- AV: Politisches Verhalten in einer
Demokratie unter ökonomischen
Prämissen → Politik als Markt,
Regierung als Monopolist des Gutes „Policy“.
- Konsequenzen aus der Annahme
unvollständiger Information: Weder Parteien noch Wähler können
sich ihrer Maximierung der Nutzenfunktion sicher sein.
→ Beeinflussbarkeit beider Seiten.
-
-
-
- Vote-Seeking: Maximierung der
Wählerstimmen eines Politikers,
indem möglichst viele Nutzenfunktionen von Wählern maximiert werden..
- Ideologie als Informationswerkzeug (senkt Informationskosten).
- Medianwählertheorem: Bei normalverteilten Wählerpopulationen
gibt der Medianwähler den Ausschlag über den Wahlerfolg →
Parteien streben zum Medianwähler.
- Ein politisches Gleichgewicht
existiert, wenn a) keine neuen Parteien geformt werden, und b) keine Partei ihre Position verändert.
- Wahlparadox: Es ist irrational,
sich an der Wahl zu beteiligen,
weil die (Informations)Kosten
grösser als der Nutzen sind.
- Knappheit der Wahl: Je eher der
Wähler den Ausschlag geben
kann, desto eher lohnt es sich für
ihn, zu wählen.
- Police Patrol: Zentralisierte, systematische Überwachung der Institutionen → zeitaufwendig, ineffizient, teuer.
- Fire Alarm: Dezentralisiert, informelle Delegation der Überwachung, nicht systematisch, sondern problemorientiert → billig,
effizient
- Technological Assumption: Kongress kann eine Kombination von
police patrol und fire alarm wählen.
- Motivational Assumption: Ein
- Theoretischer Ansatz: Rational
Choice mit unhvollständiger Informiertheit.
→ Menschenbild: Homo Ökonomicus.
Theoretische Herangehensweise,
handlungstheoretisches Erklärungsmodell.
+ Parsimony
+ Fokus auf Vote-Seekers statt
Policy-Seekers
- Keine Empirie
- Zu einfaches Weltbild (Vernachlässigung von Policy-Seekers)
- Kein Unterschied zwischen
Regierung und Opposition
Theoretischer Ansatz: RCI → Homo
Ökonomicus (Politiker maximieren
Nutzen), jedoch würde auch unter
nicht-nutzenmaximierenden Prämissen der fire alarm gewählt werden.
Einzelfallstudie, handlungstheoretisches Erklärungsmodell.
+ Erklärung der Wahrnehmung der
Aufsichtspflicht der Abgeordneten.
+ Parsimony
+ Keine Beschränkung auf Homo
Ökonomicus.
- Bei Firealarm ist der Minderheitenschutz fraglich.
- Nur Sekundärempirie
- Nicht verallgemeinerbar
Downs
McCubbins, Schwartz
- Der Kongress nimmt seine Aufsichtspflicht nicht durch police
patrol sondern durch fire alarm
wahr.
- Abgeordnete bevorzugen fire
alarm, weil police patrol zu aufwändig ist und weil fire alarm den
Abgeordneten mehr Anerkennung
bringt.
- Die Wahrnehmung, dass der
Kongress seine Übersichtspflicht
vernachlässigt, kommt daher, dass
das Fehlen von police patrol festgestellt wurde.
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PS Innenpolitik/Vergleichende Politik
- Diese Feststellungen werden
durch Sekundärliteratur untermauert.
Immergut
Hall
- AV: Ausmass an Verstaatlichung
bzw. Privatisierung des Gesundheitswesens.
- UV: Macht und Interessen der
Interessensgruppe Ärzte und der
Regierung.
- IV: Historisch Bedingte Institutionen, die die Möglichkeiten der
Akteure beschränken (HI).
- Vergleich von Schweiz, Schweden und Frankreich.
- UV beeinflusst AV, je nachdem,
wie stark die IV ist.
- Die Stärke von Links- bzw.
Rechtsparteien reicht nicht aus,
die Varianz des Gesundheitswesens zu erklären, weil alle Exekutiven eine Verstaatlichung wünschen.
- Schweden: Keine Vetopunkte →
Starke Verstaatlichung
- Frankreich: Legislative als Vetopunkt (IV. Republik) → Mittlere
Verstaatlichung
- Schweiz: Legislative und Elektorat als Vetopunkte → Keine Verstaatlichung.
- Frage: Welche Bedeutung haben
Institutionen bei einem PolicyWechsel?
- AV: Wechsel der Geldpolitik von
Textübersicht
Abgeordneter will mit möglichst
kleinem Aufwand möglichst grosse Anerkennung erreichen (jedoch
wird der „statesman“ zu den gleichen Schlussfolgerungen kommen.
- Insitutional Assumption: Principal
Agent-Modell, Principal ist der
Kongress, Agent ist die Verwaltung, es herrscht asymmetrische
Information und Interessensdivergenz.
- Vetopunkte: Institutioneller Mechanismus, der die Einflussmöglichkeiten politischer Akteure beschränkt bzw. erweitert: Legislative (kann sie Exekutive blockieren), Elektorat (kann sie die Legislative blockieren).
- Paradigmenwandel („the flow of
ideas“): Versagen eines alten Paradigmas → Suche nach neuem
Paradigma → Ersatz des alten Pa-
Theoretischer Ansatz: HI mit calculus approach. Nutzenmaximierende
Akteure, historisch bedingte Institutionen → Menschenbild: RC
Vergleichende Methode (Method of
Agreement), handlungstheoretisch
(bzw. strukturalistische) Erklärungsmodell.
+ Erklärung der Unterschiede
zwischen Verstaatlichung bzw.
Privatisierung.
+ RC mit historischer Perspektive
- Historische Zufälle bestimmen
die Vetopunkte
- Zu wenig Fälle
- Präferenzen der Regierung unklar.
- Vernachlässigung der Wählerpräferenzen.
Theoretischer Ansatz: HI mit SIVariablen (Ideenshift).
Einzelfall GB, strukturalistisches
Erklärungsmodell.
+ Erklärung des Paradigmawandels
+ Einbezug von historischen und
soziologischen Elementen
- Einfluss der Institutionen unklar.
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PS Innenpolitik/Vergleichende Politik
-
Skocpol
-
Dalton
-
-
Keynesianismus zu Monetarismus.
UVs: Schwache ökonomische
Entwicklung, Machtverschiebung
von Arbeitnehmer zu Arbeitgeber,
Verschiebung des geldpolitischen
Paradigmas
IV: Institutionelle Offenheit
ermöglichte die Veränderung in
der Geldpolitik.
Institutioneller Wandel strukturiert den Prozess des Policywandels.
AV: Strukturelle Ursachen sozialer Revolution.
UVs: Einfluss der Grossgrundbesitzer, Endphase der Agrarwirtschaft (→ Aufstieg des Bürgertums), absolutistischbürokratisches Staatssystem, militärische Schwäche, ausländischer
Druck, Unabhängigkeit der
Kleinbauern.
Kombination von UVs als notwendige Bedingungen ermöglichen AV.
Problem: „Krise der Demokratie“,
Regierungskrise und Legitimationskrise.
AV: Ausmass des politischen
Engagements der Bürger.
UV:
Bürger entsprechen nicht dem
Supercitien, sind aber trotzdem
als Satisficer in der Politk engagiert und informiert.
Bürger bringen sich auf verschiedene Arten in die Politik ein:
Wahlen, Kampagnen, Kommunalaktivitäten und unkonventionelle Arten des Engagements. Es
kommt jedoch zu einer Verschiebung hin zu den unkonventionel-
Textübersicht
radigmas.
- Institutionen: Keine Determination des Outcomes (neues Paradigma, das sich durchgesetzt hat),
sondern Strukturierung des Wandels.
- Nur Einzelfallstudie (fragliche
Verallgemeinerung)
- Knappe Kausalerklärung für das
Aufkommen des Monetarismus
- Kein Vergleich zu anderen Policies.
- Soziale Revolution: Ersatz von
alten politischen Institutionen
durch neue, Veränderung der
Klassenstruktur → soziostruktureller Prozess (im Gegensatz zu
„extremer Form kollektiven Handelns“).
Theoretischer Ansatz: HI → Betrachtung von Makrovariablen.
Vergleichende Methode (Method of
Agreement), Vergleich von Frankreich, Russland 1914 und China.
Strukturalistisches Erklärungsmodell.
Theoretischer Kontrast: Akteurszentrierte Ansätze (RC, sozialpsychologische Ansätze).
+ Betrachtung vieler Variablen.
+ Genaue Betrachtung und systematische Erklärung von sozialen
Revolutionen.
- Auswahl der Fälle anhand der
gegebenen AV („selection bias“)
- Vernachlässigung der Individualebene.
- Unklare Rolle von Ideologien.
- Schwierige Falsifizierbarkeit.
- Supercitizen vs. Elitetheorie,
welche beide dem structured belief system zugrunde liegen. Beide
treffen nicht zu, sondern issue
publics, schema theory, cue givers
sind die passenden kognitiven
Modelle zur Erklärung des Bürgerverhaltens.
- Kognitive Mobilisierung: Kosten
der Informationsbeschaffung sind
gesunken, Fähigkeiten, politische
Information zu verarbeiten, ist gestiegen (höhere Bildung). Diese
kann anhand eines Shifts von
klassischen Medien zu neuen Medien und steigendem politischen
Interesse beobachtet werden.
Theoretischer Ansatz: PolitischeEinstellungs-Kulturansatz (Kultur
als individuelle Werte) → subjektive
Perspektive → Menschen sind von
Normen und Werten geprägt.
Vergleichende Methode (Method of
Agreement).
Verhaltenstheoretisch und sozialpsychologische Erklärungsmodelle.
+ Empirische Überprüfung, gute
Operationalisierung.
+ Fokus auf unkonventionelle
Partizipation und diffuse Unterstützung des Systems als Erklärung
für die Art der Beteiligung der
Bürger.
- Nur vier Länder
- Wahlen zum EP als Operationalisierung des Wahl
- Sehr deskriptiv, knappe kausale
Erklärung des politischen Verhaltens.
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PS Innenpolitik/Vergleichende Politik
len Arten (protest politics) und
Kommunalaktivitäten aufgrund
der kognitiven Mobilisierung.
- Die Bürger sind misstrauischer
und skeptischer gegenüber der Politik geworden.
- Die Unterstützung für das politische System ist diffus nach wie
vor stark (demokratische Werte
nehmen zu), die spezifische Zustimmung (explizite Loyalität)
nimmt jedoch ab.
Inglehart
- AV: Wertewandel.
- UV: Ökonomische Entwicklung
- Zwei zentrale Hypothesen: 1.
Werte abhängig von Sozialisation
in der Jugend; 2. Mit ökonomischem Wachstum wandeln sich
die Werte von Materialismus zu
Postmaterialismus.
- Evidenz: Die Bildung, welche als
Indikator für wirtschaftliche Entwicklung gebraucht wird, und das
Wirtschaftswachstum nehmen stetig zu. Gleichzeitig verschieben
sich die Werte von erwerbsorientiert (materialistisch) zu „postbourgeois“ (postmaterialistisch).
- Der Wertewandel kann nicht auf
ein Lebenszyklus zurückgeführt
werden, weil auch Jüngere mit
tiefem Einkommen nach wie vor
materialistisch eingestellt sind.
- Die Werte unterscheiden sich
auch innerhalb der Generation
entlang dem Bildungslevel (als
Indikator für den sozioökonomi-
Textübersicht
- Issue publics: Aufmerksamkeit
und Engagement auf Partikularinteressen des Bürgers konzentriert
- Schema theory: Prinzipien eines
Bürgers, die auf jedem Policyfeld
eine politische Orientierung erlaubt (auch ohne substanzielle Information).
- Cue givers: Der Bürger orientiert
sich an Meinungsführer: Soziale
Gruppe, Partei oder Links-RechtsOrientierung.
- Protest politics: Spektrum von
unkonventionellen Aktivitäten
reicht von weicher bis harter Basispolitik. Vor allem junge, gebildete, linke Personen bedienen sich
öfter dieser Mittel.
- Materialismus: Die zentralen
Werte sind Sicherheit und ökonomische Stabilisierung.
- Postmaterialismus: Die zentralen
Werte sind immaterielle Werte
(Partizipationsmöglichkeiten, politische Freiheiten).
Theoretischer Ansatz: PolitischeEinstellung-Kulturansatz. (Kultur als
individuelle Werte) → subjektive
Perspektive → Menschen sind von
Normen und Werten geprägt.
Vergleichende Methode (Method of
Agreement).
Verhaltenstheoretisches Erklärungsmodell.
+ Eng an der Empirie argumentiert
(selbstkritisch).
- Bildung ist ein problematischer
Indikator für Wohlstand.
- Problematisches Urteil über die
Lebenszyklus-Hypothese, da der
Zeithorizont nicht ausreicht (→
Paneldaten).
- Ersatz des Materialismus durch
den Postmaterialismus ist fraglich.
- Universalistischer Anspruch der
Theorie unbegründet.
- Indizes sind sehr beschränkt,
fragliche Inhaltsvalidität.
- Gemessen werden Einstellungen,
nicht Werte.
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PS Innenpolitik/Vergleichende Politik
Schmidt
Putnam
schen Status).
- Der Wertewandel widerspiegelt
sich auch im Wahlanteil von
Linksparteien (insbesondere.
Wahlverhalten der Eltern hat zwar
einen grossen Einfluss auf dasjenige der Kinder, jedoch zeigt sich
unabhängig dieser Sozialisation
einen Shift zur Linke bzw. Postmaterialisten.
- „parties matter“, aber nur Insitutionen und externe Faktoren sind
IVs.
- AV: Public Policy
- UV: Parteienzusammensetzung
- IV: Mass des Föderalismus, Majoritätsmacht, Pluralismus durch
Institutionen vorgegeben, Weltwirtschaft
- Frage: Warum sind die norditalienischen Regionen leistungsfähiger
als süditalienische?
- Putnam geht in zwei Schritten
vor: Zuerst nimmt er Institutionen
als UV, um zu überprüfen, wie sie
sich auf Identitäten, Macht und
Strategien der politischen Akteure. Danach sind Institutionen die
AV, die durch Geschichte bedingt
sind.
- Die institutionelle Leistungsfähigkeit hängt stark von der Leistungsfähigkeit von früheren Perioden ab (→ Pfadabhängigkeit).
- Hypothese zum 2. Schritt: Es
können entweder sozioökonomische Faktoren oder die Bürgerkultur den Ausschlag, wie hoch die
institutionelle Leistungsfähigkeit
Textübersicht
- Parteidifferenzhypothese: Die
Parteizusammensetzung der Regierung hat einen grossen Einfluss
auf die Public Policy.
- Parteienzusammensetzung lässt
sich auf vier verschiedene Arten
messen: Histographischer Aproach, Links-Rechts, Stärkste Partei
der Rechten, Rechts-Mitte-Links
Trichotomie.
- Public Policy: Ihr Ausmass wird
an der Veränderung der Regierungsausgaben gemessen.
- Institutionelle Leistungsfähigkeit
wird mit folgenden drei Indizes
gemessen: Güte des Politikprozesses (Regierungsstabilität, etc.), der
Policy-Ankündigungen (innovative Gesetzgebung, etc.) und der
Policy-Implementation (Industriepolitik, Familienkliniken, Responsivität, etc.).
- Sozioökonomische Fortschrittlichkeit: Sie wird an BSP gemessen.
- Bürgergemeinschaftlichkeit: Sie
wird mit einem Index aus folgenden Variablen gemessen: Anzahl
Vereine, Beteiligung an Referenden, klientelistisches Wählerverhalten (negativ korreliert), Anteil
Zeitungsleser.
- Klientelismus: Wird einerseits mit
Theoretischer Ansatz und Menschenbild: RCI
Strukturalistisches (evtl. auch handlungstheortisches) Erklärungsmodell.
+ Nachweis erbracht, dass „parties
matter“
- Operationalisierung oft sehr
fraglich, Sekundäranalyse zum
Teil kaum vergleichbar.
- Messung der AV nur anhand der
Staatsausgabenveränderung problematisch, Differenzierung wäre nahe liegend.
Theoretischer Ansatz: Intersubjektive Kultur, aber auch RC- und HIElemente. Theoretisch breit abgestützt.
Vergleichende Methode, verschiedene Regionen Italiens, die in den
70ern eine institutionelle Reform
(Zentralismus → Föderalismus)
durchmachten, jedoch heute stark
unterschiedlich leistungsfähig sind.
(Methode of Agreement).
Methodentriangularismus: Experiment, Befragung und QuasiExperimente bzw. statistische Methode (Regressionsanalyse).
Handlungstheoretisches Erklärungsmodell (auch strukturalistische
und verhaltenstheoretische Ansätze).
+ Methodentriangularismus bzw. –
pluralismus.
+ Schlüssige Erklärung der Unterschiede in der institutionellen
Leistungsfähigkeit.
- Index für die Bürgerkultur ist
betreffend der Inhaltsvalidität
etwas schwach.
- Fragliche Verallgemeinerung der
kausalen Inferenz.
- Es ist unklar, warum es im Mittelalter (=critical juncture) zu
einer republikanischen bzw. autoritären Tradition kommt.
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PS Innenpolitik/Vergleichende Politik
Sabatier
ist.
- Sozioökonomische Fortschrittlichkeit und institutionelle Leistungsfähigkeit sind eng miteinander korreliert, jedoch nicht kausal.
- Bürgerkultur und institutionelle
Leistungsfähigkeit sind eng miteinander korreliert.
- Klientelismus und institutionelle
Leistungsfähigkeit sind stark negativ miteinander korreliert.
- Ökonomische Leistung determiniert nicht die Bürgerkultur, aber
Bürgerkultur determiniert Ökonomische Leistung.
- Republikanismus im Mittelalter
→ Bürgerliche Tradition in der
frühen Neuzeit → Bürgerkultur
→ institutionelle und ökonomische Leistungsfähigkeit.
- Bürgerkultur ermöglicht Sozialkapital, weil so die Transaktionskosten gesenkt und Kooperation
möglich gemacht wird. → Gefangenendilemma wird überwunden.
- Die Phasenheuristik reicht nicht
aus, um den Prozess des PolicyMakings zu analysieren (Probleme sind: „unitary actor“-Sicht,
Initiation von Policies nur von
oben, zeitlich beschränkter Horizont, Policy-orientiertes Lernen
wird ignoriert).
- → Advocacy-Koalitions-Ansatz
besser, weil: Zeithorizont von über zehn Jahren, PolicySubsysteme im Vordergrund, Akteure aus verschiedenen Bereichen
(Politik, Wirtschaft, Wissenschaft,
etc.) mit demselben BeliefSystem, nicht hierarchisch vernetzte Akteure.
Textübersicht
-
-
-
-
Interviews mit Gemeindeverwalter und andererseits mit der Variable „klientelistisches Wahlverhalten“ (siehe oben) gemessen.
Politische Gleichheit: Wird gemessen anhand eines Interviews
mit Gemeindeverwalter, in dem
der Grad des Paternalismus überprüft wird (negative Korrelation).
Bürgerkultur besteht also aus der
Stärke der Bürgergemeinschaft,
dem Anti-Klientelismus, der politischen Gleichheit, Republikanismus, Reformismus und AntiKlerikalismus.
Bürgerliche Tradition: Ausmass
der Partizipation am politischen
Geschehen wird gemessen und
determiniert das Ausmass an Bürgerkultur in späteren Episoden.
Sozialkapital: Normen der Reziprozität und bürgerliches Engagement.
- Policy: Politik eines Themenfeldes (z.B. Gesundheit, Sicherheit,
Kindebetreuung, Verkehr, etc.)
- Policy-Subsystem: Diejenigen
Akteure, die aktiv mit einem Policy-Problem oder Policy-Frage befasst sind.
- Advocacy-Koalition: Die Akteure
innerhalb eines Subsystems, die
gemeinsame normative und kausale Vorstellungen haben und ihre
Handlungen abstimmen.
- Belief System: Dies ist zusammengesetzt aus Kern, Policy-Kern
und Policy-Massnahmen. Sie
bestimmen die Richtung, in die
eine Advocacy-Koalition versu-
Einzelfallstudie anhand der Luftreinhaltepolitik der USA.
Theoretischer Rahmen: AdvocacyKoalitions-Ansatz, im Gegensatz zu
RC und klassischer Institutionalismus.
→ Menschenbild: Bounded Rationality, akteurszentrierte Sicht.
Strukturalistisches Erklärungsmodell.
+ Klare Hypothesen.
+ Breite Betrachtung von Akteuren.
+ Langer Zeithorizont
+ Policy-orientiertes Lernen als
neues Konzept.
- Wenig emprische Belege.
- Schwer zu operationalisieren.
- Vernachlässigung der Institutionen.
- Nichtbeachtung von strategischem Handeln und strategischen Koalitionen.
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PS Innenpolitik/Vergleichende Politik
- AV: Policy-Wandel
- UV: Advocacy-Koalitionen
- Institutionen (im weiten Sinn) und
externe Ereignisse (Machtverschiebung, ökonomischer Wandel,
etc.) prägen Restriktionen und
Ressourcen von AdvocacyKoalitionen.
Green-Pedersen
- Die Struktur der Policy determiniert das Agenda-Setting bzw. die
politische Aufmerksamkeit, unabhängig von den Unterschieden
zwischen Systemen.
Textübersicht
chen wird, Policies zu bewegen.
- Policy-Broker: Verhandler zwischen den Advocacy-Kaolitionen.
- Policy-orientiertes Lernen: Policy-orientieres Lernen bedeutet
lernen innerhalb und über BeliefSystems hinaus. → Kommunikationskanäle zum Lernen über Belief-Systems hinaus sind wichtig.
- Politische Aufmerksamkeit: Aufmerksamkeit auf eine Policy (parlamentarische Aufmerksamkeit),
Aufmerksamkeitskomplexität
(Aufmerksamkeit auf Unterkategorien einer Policy), Schwerpunkt
der Aufmerksamkeit („substance
of attention“).
Vergleichende Methode (Method of
Agreement), Dänemark und USA,
die sich in institutionellen, geographischen und politischen Merkmalen
unterscheiden.
Theoretischer Ansatz: PolicyAnalyse (Agenda-Setting-Ansatz)
Menschenbild: RC → Politiker als
Vote-Seeker.
Handlungstheoretisches Erklärungsmodell.
- Geringe Anzahl Untersuchungseinheiten.
- Untersuchung nur einer Policy.
- Fragliche Übertragung auf übrige OECD.
- Sehr enge Definition und Operationalisierung der AV (nur parlamentarische Ereignisse wird
untersucht).
Seite 7
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