Schaut mal wie das im 15ten Jahrhundert war

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RW
Und all das ist die Wahrheit...
Wer würde heute behaupten wollen, daß das Leben früher
langweilig war?
Das nächste Mal, wenn du dich baden willst und du meinst, daß
das Wasser nicht die gewünschte Temperatur hat, denke an deine
Vorfahren, die im 15. Jahrhundert lebten...
Die meisten Menschen heirateten im Juni, weil sie ihr letztes
Bad im Mai genommen hatten, und sie meinten, noch gut zu
riechen. Während, wenn die Hitze kam, fingen sie an zu
stinken. Deshalb trug das Brautpaar einen Blumenstrauß, um
den Geruch zu verbergen. Daher die Sitte der Braut, einen
Strauß zu tragen...
Das Bad wurde in einem großen Fass mit warmen Wasser
genommen. Der Hausherr hatte das Privileg anzufangen. Dann
der Rest der Söhne und Männer. Also erst nach allen Männern
kamen die Frauen, und schließlich die Kinder. Und als letzes von
allen kam das Baby dran. Da das Wasser immer schmutziger
wurde und jemand auf dem Fassboden verloren gehen konnte
prägte man vor dem Fassleeren den noch heute bekannten Satz:
«Vorsicht, das Kind nicht mit dem Bade ausgießen...»
Die Häuser hatten Strohdächer; dünnes übereinander geschichtetes Stroh. Oft
ohne Holzanteil. Das war der Lieblingsplatz für kleine Tiere, sich warm zu
halten: Katzen, Hunde, Ratten, Mäuse, Ameisen und andere Tiere. Wenn es
regnete bestand Rutschgefahr. Und einige Tiere fielen vom Dach; daher der
englische Ausdruck: «it rains cats and dogs» (Ein Ausdruck den man benuzt.
wenn es aus Kübeln regnet). Weil man nicht verhindern konnte, daß es
durchregnete erfand man das Bett mit Baldachin...
Die Fußböden verschmutzten sehr schnell. Nur die Reichen
konnten sich die erforderlichen Reinigungsmittel kaufen. Die
Armen wurden schnell als die
« schmutzigen Armen » geschimpft.
Manchmal, aber selten, konnten sie sich Schweinefleisch
erlauben; dies war ein Zeichen von Reichtum, wenn man bacon
mit nach Hause bringen konnte. Und der Ausdruck ist
geblieben: «Bring home the bacon» [Den bacon (den Lohn)
nach Hause bringen].
Die Reichen besaßen Zinnteller. Aber Mahlzeiten mit einem
hohen Säureanteil verursachten Vergiftungen. Deswegen
wurden über 400 Jahre lang Tomaten als giftig betrachtet.
Das Brot wurde folgendermaßen aufgeteilt: Die Arbeiter
bekamen die untere oft verbrannte Kruste, die Familie das
Innere und der Besuch die obere Kruste.
Die Bier-Humpen und die Whisky-Becher waren aus Zinn. Sie
verursachten oft Übelkeiten. Die Leute lagen auf den Wegen und
oft hielt man sie für tot. Aber bevor man sie begrub, wurden sie
auf den Küchentisch gelegt. Dort wurde so lange gegessen und
getrunken, bis der Arme sich wieder erhob oder man wirklich
den Tod feststellte. Daher stammt die »Totenwache »...
Die Friedhöfe waren oft überfüllt, es wurde später auf der
gleichen Fläche beerdigt. Bei mindestens einem von 25
Gräbern stellte man fest, dass der « Tote « Kratzspuren
hinterlassen hatte. Mit anderen Worten, man hatte einen
Lebenden bestattet.
Um eine solche Tortur zu vermeiden, beschlossen sie, um die
Hand des Toten eine Kordel zu befestigen und diese nach
draußen zu führen. Daran wurde eine Glocke befestigt. Und es
musste jede Nacht jemand Wache halten, um festzustellen, ob
nicht eine Glocke läutete. Falls ja, sagte man, dass er durch die
« Glocke gerettet » wurde.
Autor : unbekannt
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