Haldol®-Janssen Tropfen zum Einnehmen, 2 mg/ml Lösung

Werbung
Fachinformation
Haldol®-Janssen
Tropfen zum Einnehmen, 2 mg/ml Lösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Haldol®-Janssen,
Tropfen zum Einnehmen,
2 mg/ml Lösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE
ZUSAMMENSETZUNG
1 ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung (entsprechend 20 Tropfen) enthält 2 mg Haloperidol.
Die vollständige Auflistung der sonstigen
Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Tropfen zum Einnehmen, Lösung
Klare, farblose Lösung.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
– Akute und chronische schizophrene Syndrome
– Organisch bedingte Psychosen
– Akute manische Syndrome
– Akute psychomotorische Erregungszustände.
Nach Ausschöpfen aller anderen therapeutischen Möglichkeiten können Haldol-Janssen, Tropfen zum Einnehmen, Lösung außerdem indiziert sein bei
– Tic-Erkrankungen (wie z. B. Gilles-de-laTourette-Syndrom)
– Erbrechen.
Kinder ab 3 Jahren: ausschließlich zur Behandlung von Tic-Erkrankungen.
4.2 Dosierung,
Art und Dauer der Anwendung
Haldol-Janssen, Tropfen zum Einnehmen,
Lösung eignen sich vor allem für die niedrig
dosierte Behandlung.
Für die Anwendung im höheren Dosisbereich stehen auch Darreichungsformen mit
höherem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Die Dosierung, Darreichungsform und
Dauer der Anwendung müssen an die individuelle Reaktionslage, die Indikation und
die Schwere der Erkrankung angepasst
werden. Generell sollte die niedrigste noch
wirksame Dosis gegeben werden.
Juli 2016
Für die ambulante Therapie wird ein Behandlungsbeginn mit langsam ansteigender
Dosierung empfohlen, wobei Wirkung und
Nebenwirkungen gegeneinander abzuwägen sind. Bei stationärer Behandlung kann
auch mit höheren Dosen begonnen werden,
um eine rasche Wirkung zu erreichen. Abrupte starke Dosisänderungen erhöhen das
Nebenwirkungsrisiko. Nach einer längerfristigen Therapie muss der Abbau der Dosis in
sehr kleinen Schritten über einen großen
Zeitraum hinweg erfolgen.
Die im Folgenden angeführten Tagesdosen
gelten als Richtwerte. Die Tagesdosis kann
auf 1 bis 3 Einzeldosen verteilt werden, bei
höheren Dosierungen auch auf häufigere
Einzeldosen.
Erwachsene:
Akute und chronische schizophrene Syndrome:
Beginn mit 5 – 10 mg (entsprechend
2,5 – 5 ml Lösung bzw. 50 – 100 Tropfen)
Haloperidol pro Tag; eine Tagesdosis von
30 mg (entsprechend 15 ml bzw. 300 Tropfen) Haloperidol sollte in der Regel nicht
überschritten werden. Die Tagesdosis sollte
nur im extremen Ausnahmefall auf bis zu
100 mg (entsprechend 50 ml bzw. 1000
Tropfen) Haloperidol gesteigert werden.
Nach Abklingen akuter Krankheitszeichen
beträgt die Erhaltungsdosis 3 – 15 mg (entsprechend 1,5 – 7,5 ml bzw. 30 – 150 Tropfen) Haloperidol pro Tag, bei therapieresistenten Fällen auch mehr.
Organisch bedingte Psychosen:
Beginn
mit
1 – 5 mg
(entsprechend
0,5 – 2,5 ml bzw. 10 – 50 Tropfen) Haloperidol pro Tag; eine Tagesdosis von 20 mg
(entsprechend 10 ml bzw. 200 Tropfen) Haloperidol sollte in der Regel nicht überschritten werden. Die Tagesdosis sollte nur im
extremen Ausnahmefall auf bis zu 100 mg
(entsprechend 50 ml bzw. 1000 Tropfen)
Haloperidol gesteigert werden. Sollte eine
Erhaltungsdosis erforderlich sein, beträgt
diese im Allgemeinen 3 – 15 mg (entsprechend 1,5 – 7,5 ml bzw. 30 – 150 Tropfen)
Haloperidol pro Tag.
Akute manische Syndrome:
Beginn mit 5 – 10 mg (entsprechend
2,5 – 5 ml bzw. 50 – 100 Tropfen) Haloperidol pro Tag; eine Tagesdosis von 30 mg
(entsprechend 15 ml bzw. 300 Tropfen) Haloperidol sollte in der Regel nicht überschritten werden. Die Tagesdosis sollte nur im
extremen Ausnahmefall auf bis zu 100 mg
(entsprechend 50 ml bzw. 1000 Tropfen)
Haloperidol gesteigert werden. Die Erhaltungsdosis beträgt 3 – 5 mg (entsprechend
1,5 – 2,5 ml bzw. 30 – 50 Tropfen) Haloperidol pro Tag, bei therapieresistenten Fällen
auch mehr.
Akute psychomotorische Erregungszustände:
Beginn mit 5 – 10 mg (entsprechend
2,5 – 5 ml bzw. 50 – 100 Tropfen) Haloperidol pro Tag; eine Tagesdosis von 30 mg
(entsprechend 15 ml bzw. 300 Tropfen) Haloperidol sollte in der Regel nicht überschritten werden. Die Tagesdosis sollte auch hier
nur im extremen Ausnahmefall auf bis zu
100 mg (entsprechend 50 ml bzw. 1000
Tropfen) Haloperidol gesteigert werden.
Wenn eine orale Gabe nicht möglich oder
nicht sinnvoll ist, kann Haloperidol zu Beginn
der Behandlung auch parenteral gegeben
werden.
Tic-Erkrankungen (wie z. B. Gilles-de-laTourette-Syndrom):
Beginn mit 1 mg (entsprechend 0,5 ml bzw.
10 Tropfen) Haloperidol pro Tag. Steigerung
auf höchstens 20 mg (entsprechend 10 ml
bzw. 200 Tropfen) Haloperidol pro Tag. In
einzelnen Fällen sind höhere Dosen möglich.
Die Lösung ist während der Mahlzeiten mit
ausreichend Flüssigkeit (Wasser) einzunehmen.
Erbrechen:
1 – 3 mg (entsprechend 0,5 – 1,5 ml bzw.
10 – 30 Tropfen) Haloperidol pro Tag.
006915-26278
Ältere Patienten:
Bei älteren Patienten, insbesondere bei
solchen mit Hirnleistungsstörungen, kann
im Allgemeinen mit niedrigeren Dosen eine
Wirkung erzielt werden. Daher bei allen genannten Krankheitsbildern Beginn mit Einzeldosen von 0,5 – 1,5 mg Haloperidol pro
Tag in geeigneten Darreichungsformen.
Ältere Patienten können bereits bei niedrigen Dosierungen extrapyramidale Nebenwirkungen entwickeln. Die Häufigkeit von
Spätdyskinesien ist erhöht. Auch die sedierende Wirkung und der anticholinerge Effekt
sind bei älteren Patienten stärker ausgeprägt. Hypotonien können häufiger auftreten.
Kinder und Jugendliche:
Die Sicherheit und Wirksamkeit von HaldolJanssen, Tropfen zum Einnehmen, Lösung
bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen.
Tic-Erkrankungen: Bei Kindern ab 3 Jahren
Beginn mit 0,025 mg Haloperidol/kg KG
pro Tag, Steigerung auf höchstens 0,2 mg
Haloperidol/kg KG pro Tag, jeweils in geeigneten Darreichungsformen.
4.3 Gegenanzeigen
Haldol-Janssen darf nicht angewendet werden bei:
– Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff,
Methyl(4-hydroxybenzoat), andere Butyrophenone oder einen der sonstigen Bestandteile
– komatösem Zustand
– Depression des zentralen Nervensystems (ZNS) infolge von Alkohol oder anderer sedierender Arzneimittel
– Läsion der Basalganglien
– Parkinson-Krankheit
– aus der Anamnese bekanntem malignen
neuroleptischen Syndrom nach Haloperidol
– Kindern unter 3 Jahren
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Haldol-Janssen darf nur unter besonderer
Vorsicht angewendet werden bei:
– akuter Intoxikation durch Alkohol, Opioide, Hypnotika oder zentraldämpfende
Psychopharmaka
– Leber- oder Niereninsuffizienz
– Hypokaliämie/Elektrolytstörungen
– Bradykardie
– schwerer Hypotonie bzw. orthostatischer
Dysregulation
– Risikofaktoren für verlängertes QT-Intervall, wie angeborenes langes QT-Syndrom oder andere klinisch signifikante
kardiale Störungen (insbesondere Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien),
QT-Verlängerung in der Familienanamnese, gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall im
EKG verlängern oder eine Hypokaliämie/
Elektrolytstörungen hervorrufen können
(siehe Abschnitt 4.5)
– prolaktinabhängigen Tumoren, z. B. Mamma-Tumoren
– depressiver Erkrankung
– Erkrankungen des hämatopoetischen
Systems
1
Fachinformation
Haldol®-Janssen
Tropfen zum Einnehmen, 2 mg/ml Lösung
– aus der Anamnese bekanntem malignen
neuroleptischen Syndrom nach Anwendung anderer Antipsychotika
– hirnorganischen Erkrankungen oder Epilepsie
– Hyperthyreose (s.u.)
Da Kinder bereits bei niedrigen Dosierungen
Störungen des Bewegungsablaufs entwickeln, ist bei Kindern bis 12 Jahre, die mit
Haldol-Janssen behandelt werden, Vorsicht
geboten.
Erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen
Die Daten zweier großer Anwendungsstudien zeigten, dass ältere Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit konventionellen (typischen) Antipsychotika behandelt
wurden, einem leicht erhöhten Mortalitätsrisiko im Vergleich zu nicht mit Antipsychotika
Behandelten ausgesetzt sind. Anhand der
vorliegenden Studiendaten kann eine genaue Höhe dieses Risikos nicht angegeben
werden und die Ursache für die Risikoerhöhung ist nicht bekannt.
Aufgrund dieser Risiken ist im Einzelfall
durch den behandelnden Arzt zu prüfen, ob
Haldol-Janssen zur Behandlung von Verhaltensstörungen, die mit Demenzerkrankungen zusammenhängen, angewendet werden soll.
Erhöhtes Risiko für das Auftreten von
unerwünschten zerebrovaskulären Ereignissen
In randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien mit an Demenz erkrankten
Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein
etwa um das dreifache erhöhtes Risiko für
unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse
beobachtet. Der Mechanismus, der zu dieser Risikoerhöhung führt, ist unbekannt. Es
kann nicht ausgeschlossen werden, dass
diese Wirkung auch bei der Anwendung
anderer Antipsychotika oder bei anderen
Patientengruppen auftritt. Haldol-Janssen
sollte daher bei Patienten, die ein erhöhtes
Schlaganfallrisiko haben, mit Vorsicht angewendet werden.
Patienten/Pflegepersonal sollte(n) dazu angehalten werden, dass sie Anzeichen für ein
mögliches zerebrovaskuläres Ereignis wie
plötzliche Erschlaffung, Taubheit in Gesicht,
Armen oder Beinen sowie Sprach- oder
Sehstörungen unverzüglich an den behandelnden Arzt berichten sollen. Unverzüglich
sind alle Behandlungsmöglichkeiten oder
ein Abbruch der Therapie mit Haldol-Janssen in Betracht zu ziehen.
Thromboembolie-Risiko
Im Zusammenhang mit der Anwendung von
Antipsychotika sind Fälle von venösen
Thromboembolien (VTE) berichtet worden.
Da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden, häufig erworbene Risikofaktoren für VTE aufweisen, sollten alle möglichen
Risikofaktoren für VTE vor und während der
Behandlung mit Haldol-Janssen identifiziert
und Präventivmaßnahmen ergriffen werden.
Patienten mit Phäochromozytom, Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz oder zerebraler
Insuffizienz zeigen häufiger hypotensive
Reaktionen nach Gabe von Haloperidol
2
und sollten deshalb sorgfältig überwacht
werden.
Vor einer Behandlung mit Haldol-Janssen
ist das Blutbild (einschließlich des Differentialblutbildes sowie der Thrombozytenzahl)
zu kontrollieren. Bei pathologischen Blutwerten darf eine Behandlung mit HaldolJanssen nur bei zwingender Indikation und
unter häufigen Blutbildkontrollen erfolgen.
Eine bestehende Hypokaliämie ist vor Behandlungsbeginn auszugleichen.
Auch die Nieren- und Leberfunktion sowie
die Kreislaufsituation (einschl. EKG-Ableitung) sind in regelmäßigen Abständen während der Therapie zu überwachen. Ein Ausgangs-EKG sowie -EEG sollten für spätere
Verlaufskontrollen vorliegen.
Kardiovaskuläre Effekte
Häufig treten, insbesondere zu Beginn der
Behandlung, Hypotonie bzw. orthostatische
Dysregulation sowie eine reflektorische Beschleunigung der Herzfrequenz auf. Bei einigen Patienten wurde über Tachykardie
berichtet.
Sehr selten wurde während der Anwendung
von Haloperidol über eine Verlängerung des
QT-Intervalls im EKG und/oder ventrikuläre
Arrhythmien/Torsade de pointes berichtet,
des Weiteren seltene plötzliche Todesfälle.
Dies kann bei der Verabreichung hoher
Dosen und bei prädisponierten Patienten
häufiger auftreten. Im Falle der genannten
EKG-Befunde ist die Behandlung mit Haloperidol abzubrechen.
Bei Patienten, die Risikofaktoren für eine
QT-Verlängerung (langes QT-Syndrom, Hypokaliämie, Elektrolytstörungen, kardiovaskuläre Erkrankungen, QT-Verlängerung in
der Familienanamnese) aufweisen, oder bei
gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln,
die ebenfalls das QT-Intervall im EKG verlängern, ist Vorsicht geboten, insbesondere
wenn Haldol-Janssen parenteral angewendet wird (siehe Abschnitt 4.5). Das Risiko
einer QT-Verlängerung und/oder ventrikulärer Arrhythmien kann bei höherer Dosierung
(siehe Abschnitte 4.5, 4.8 und 4.9) oder bei
parenteraler Gabe, besonders bei intravenöser Verabreichung, erhöht sein. Bei intravenöser Verabreichung von Haldol-Janssen
sollte ein kontinuierliches EKG-Monitoring
zur Erkennung einer QT-Intervall-Verlängerung und schwerer Herzrhythmusstörungen
durchgeführt werden.
Malignes neuroleptisches Syndrom
Unter der Behandlung mit Antipsychotika
kann es zu einem lebensbedrohlichen malignen neuroleptischen Syndrom (als seltene
idiosynkratische Reaktion) kommen (Fieber
über 40 °C, Hyperthermie), Muskelstarre,
vegetative Entgleisung mit Herzjagen und
Bluthochdruck, Bewusstseinstrübung bis
zum Koma), das ein sofortiges Absetzen
der Medikation erfordert. Hyperthermie ist
häufig ein frühes Zeichen für dieses Syndrom. Die Häufigkeit dieses Syndroms wird
mit 0,07 – 2,2 % angegeben. In einem solchen Fall soll die antipsychotische Behandlung unverzüglich abgebrochen und entsprechende intensivmedizinische Maßnahmen sowie eine sorgfältige Überwachung
eingeleitet werden.
Bei hohem Fieber und Muskelstarre ist daher an ein malignes neuroleptisches Syn-
drom zu denken, das nicht selten als Katatonie fehldiagnostiziert wird. Da hier eine
erneute Antipsychotikum-Gabe lebensbedrohliche Konsequenzen haben kann, ist
die Differentialdiagnose von entscheidender Bedeutung (Medikamentenanamnese,
Prüfung auf Rigor, Fieber sowie CK-Anstieg
im Blut oder Harn).
Die Patienten sollten angehalten werden,
bei Fieber, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen, Halsschmerzen oder
eitriger Angina sowie grippeähnlichen
Symptomen – insbesondere wenn diese
Symptome innerhalb der ersten 3 Monate
nach Beginn der Haloperidol-Therapie auftreten – keine Selbstmedikation mit Analgetika o. ä. durchzuführen, sondern sofort ihren behandelnden Arzt aufzusuchen.
Tardive Dyskinesien
Nach zumeist längerer Therapie mit hohen
Dosen oder nach Abbrechen der Therapie
kann es zur Manifestation von Spätdyskinesien kommen (anhaltende, vielfach irreversible hyperkinetische Syndrome mit abnormen rhythmischen unwillkürlichen Bewegungen vor allem im Bereich von Kieferund Gesichtsmuskulatur (Zunge, Gesicht,
Mund oder Kiefer), aber auch athetoide und
ballistische Bewegungen der Extremitäten).
Diese Manifestationen können bei manchen
Patienten dauerhaft sein. Eine gesicherte
Therapie dieser Symptome ist derzeit nicht
bekannt.
Auf erste dyskinetische Anzeichen, vorwiegend im lingualen und digitalen Bereich ist
unbedingt zu achten und das Beenden der
Antipsychotikatherapie so früh wie möglich
in Erwägung zu ziehen. Bei Behandlung mit
Haldol-Janssen über längere Zeit können
Spätdyskinesien maskiert werden und dann
erst nach Beendigung der Behandlung in
Erscheinung treten. Das Syndrom kann
ebenfalls maskiert sein, wenn die Behandlung wieder aufgenommen wird, wenn die
Dosis erhöht wird oder wenn zu einem anderen Antipsychotikum gewechselt wird.
Obgleich die Prävalenz von Spätdyskinesien noch nicht hinreichend erforscht ist,
scheint es so, dass ältere Patienten, insbesondere ältere Frauen, dafür besonders
prädisponiert sind. Das Risiko der Spätdyskinesien und besonders das der Irreversibilität nimmt vermutlich mit der Therapiedauer
und der Höhe der antipsychotischen Dosierung zu. Allerdings kann sich eine Spätdyskinesie auch schon nach kurzer Behandlungsdauer und niedriger Dosierung entwickeln. Die antipsychotische Behandlung
selbst kann die Symptome einer beginnenden Spätdyskinesie zunächst maskieren.
Nach Absetzen der Medikation tritt diese
dann sichtbar in Erscheinung.
Extrapyramidale Symptome
Wie bei allen Antipsychotika kann es zu extrapyramidalen Symptomen kommen, z. B.
Tremor, Rigidität, Hypersalivation, Bradykinesie, Akathisie, akute Dystonie.
Sehr häufig kommt es während der Behandlung mit Haldol-Janssen – vor allem in den
ersten Tagen und Wochen – zu Frühdyskinesien. Parkinson-Syndrom und Akathisie
treten im Allgemeinen später auf. Kinder
entwickeln bereits bei niedrigen Dosierungen extrapyramidale Störungen.
006915-26278
Fachinformation
Haldol®-Janssen
Tropfen zum Einnehmen, 2 mg/ml Lösung
Beim Auftreten von Frühdyskinesien oder
Parkinson-Syndromen ist eine Dosisreduktion oder eine Behandlung mit einem anticholinergen Antiparkinsonmittel erforderlich. Diese Medikation sollte jedoch nur im
Bedarfsfall und nicht routinemäßig durchgeführt werden. Falls eine AntiparkinsonMedikation erforderlich ist, deren Exkretion
schneller erfolgt als diejenige von Haloperidol, kann es zur Vermeidung des Auftretens
oder der Verschlechterung extrapyramidalmotorischer Symptome notwendig sein,
diese Antiparkinson-Medikation auch nach
dem Absetzen von Haldol-Janssen weiterzuführen. Auf den möglichen Anstieg des
Augeninnendrucks bei gleichzeitigem Verabreichen von Haldol-Janssen und anticholinergen Medikamenten inklusive Antiparkinson-Medikamenten ist durch den Arzt zu
achten (siehe Abschnitt 4.5).
Zusätzlich zu berücksichtigende Umstände
Die Behandlung der Akathisie ist schwierig; zunächst kann eine Dosisreduktion versucht werden, bei Erfolglosigkeit kann ein
Therapieversuch mit Sedativa, Hypnotika
oder Beta-Rezeptorenblockern durchgeführt werden.
Kinder und Jugendliche:
Verfügbare Daten zur Sicherheit bei Kindern
und Jugendlichen weisen auf ein Risiko für
extrapyramidale Symptome, einschließlich
tardive Dyskinesien, und Sedierung hin. Es
liegen keine Langzeit-Daten zur Sicherheit
vor.
Krampfanfälle/Konvulsionen
Es wurde darüber berichtet, dass HaldolJanssen Krampfanfälle auslösen kann. Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten
mit Epilepsie, organischen Hirnschäden,
arteriosklerotischen Hirngefäßerkrankungen
und Neigung zu Krampfanfällen (anamnestisch, z. B. bei Alkoholentzug), da Haloperidol die Schwelle für das Auftreten von
Krampfanfällen senkt und Grand-mal-Anfälle auftreten können. Patienten mit Epilepsie sollten nur unter Beibehaltung der antikonvulsiven Therapie mit Haldol-Janssen
behandelt werden.
Leber- und Gallenwege
Da Haloperidol in der Leber metabolisiert
wird, ist bei Patienten mit Lebererkrankungen Vorsicht geboten. Isolierte Fälle von
Leberfunktionsstörungen oder Hepatitis,
meist cholestatisch, wurden berichtet.
Endokrinum
Thyroxin kann die Toxizität und die Nebenwirkungsrate von Haldol-Janssen steigern.
Eine antipsychotische Therapie soll bei Patienten mit Hyperthyreose nur mit großer
Vorsicht durchgeführt werden und muss
therapeutisch begleitet werden, um einen
euthyroiden Status zu erreichen.
Juli 2016
Hormonelle Auswirkungen von Antipsychotika beinhalten Hyperprolaktinämie, die Galaktorrhoe, Gynäkomastie und Oligo- oder
Amenorrhoe verursachen kann. Experimente an Gewebekulturen sprechen dafür, dass
etwa ein Drittel menschlicher Brusttumoren
in vitro prolaktinabhängig sind. Obwohl aussagefähige klinische oder epidemiologische
Studien noch nicht vorliegen, wird bei einschlägiger Vorgeschichte Vorsicht angeraten.
Sehr selten wurden Fälle von Hypoglykämie
und dem Syndrom der inadäquaten Sekretion von antidiuretischem Hormon (SIADH)
berichtet.
006915-26278
Bei Schizophrenie kann das Ansprechen
auf die Behandlung mit antipsychotischen
Arzneimitteln verzögert einsetzen. Ebenso
können die Symptome nach Absetzen der
Medikation einige Wochen oder Monate
nicht erkennbar sein. Nach abruptem Absetzen hoher Dosen antipsychotischer Arzneimittel wurden in sehr seltenen Fällen
akute Entzugssymptome wie Übelkeit, Erbrechen und Schlaflosigkeit berichtet. Es
kann zu einem Rezidiv kommen und ein allmähliches Absetzen wird empfohlen.
Wie bei allen antipsychotischen Arzneimitteln sollte Haldol-Janssen bei schweren depressiven Erkrankungen nicht allein eingesetzt werden. Bei gleichzeitiger Depression
und Psychose kann Haldol-Janssen mit einem Antidepressivum kombiniert werden
(siehe Abschnitt 4.5).
4.5 Wechselwirkungen mit anderen
Arzneimitteln und sonstige
Wechselwirkungen
Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern (z. B. Antiarrhythmika Klasse IA
oder III, Makrolid-Antibiotika, Antihistaminika), die zu Elektrolytstörungen führen (z. B.
bestimmte Diuretika) oder den hepatischen
Abbau von Haloperidol hemmen können
(z. B. Cimetidin, Fluoxetin), ist zu vermeiden.
Haloperidol wird auf mehreren Wegen, einschließlich Glucuronidierung und des Cytochrom-P450-Enzymsystems (insbesondere
CYP 3A4 oder CYP 2D6), metabolisiert.
Eine Inhibierung dieser Abbauwege durch
andere Arzneimittel kann zu erhöhten Haloperidolkonzentrationen und einem erhöhten Risiko unerwünschter Arzneimittelwirkungen einschließlich eines verlängerten
QT-Intervalls führen. In pharmakokinetischen Studien wurden leicht bis mäßig erhöhte Haloperidolkonzentrationen berichtet, wenn Haloperidol gemeinsam mit Arzneimitteln angewendet wurde, die Substrate oder Inhibitoren der CYP 3A4- oder
CYP 2D6-Isoenzyme sind, wie Itraconazol,
Nefazodon, Buspiron, Venlafaxin, Alprazolam, Fluvoxamin, Chinidin, Fluoxetin, Sertralin, Chlorpromazin und Promethazin. Eine Abnahme der CYP 2D6-Enzymaktivität
kann zu erhöhten Haloperidolkonzentrationen führen. Verlängerungen des QTc-Intervalls wurden bei der gemeinsamen Anwendung von Haloperidol mit den metabolischen Inhibitoren Ketoconazol (400 mg/
Tag) und Paroxetin (20 mg/Tag) beobachtet. Es kann notwendig sein, die Haloperidoldosis zu reduzieren.
Wirkung von Haloperidol auf andere
Arzneimittel
Bei kombinierter Anwendung mit zentraldämpfenden Arzneimitteln (Schlafmittel,
Schmerzmittel, Sedativa, andere Psychopharmaka, Antihistaminika, Alkohol) kann es
zu verstärkter Sedierung oder Atemdepression kommen.
Eine durch Polypeptid-Antibiotika (z. B. Capreomycin, Colistin, Polymyxin B) hervorgerufene Atemdepression kann durch Haloperidol verstärkt werden.
Haloperidol ist ein Inhibitor des Enzyms
CYP 2D6. Die gleichzeitige Gabe von trizyklischen Antidepressiva und Haloperidol
führt zu einem Anstieg der AntidepressivaPlasmaspiegel (durch Inhibition der Metabolisierung der trizyklischen Antidepressiva)
– es muss mit einer erhöhten Toxizität beider Wirkstoffe (anticholinerge Wirkung, Absenken der Krampfschwelle, insbesondere
aber mit kardialen Effekten [QT-Intervall-Verlängerung]) gerechnet werden. Aus diesem
Grunde wird von dieser Kombination abgeraten.
Durch die Wirkung von Haloperidol auf die
Alpha-Adrenorezeptoren ergeben sich folgende Wechselwirkungen:
Stimulanzien vom Amphetamin-Typ: Der
stimulierende Effekt des Amphetamins wird
vermindert, der antipsychotische Effekt von
Haloperidol kann durch Wirkung an den
Dopamin-Rezeptoren vermindert sein.
Epinephrin: Paradoxe Hypotension, Tachykardie.
Dopamin: Die periphere Vasodilatation (z. B.
A. renalis) bzw. bei hoher Dosis Vasokonstriktion kann durch Haloperidol antagonisiert werden.
Die Wirkung von blutdrucksenkenden Arzneimitteln kann bei gleichzeitiger Gabe von
Haloperidol verstärkt werden. In der Kombination mit Methyldopa können sich verstärkte zentralnervöse Effekte ergeben.
Haloperidol kann die Wirkung von Adrenalin
und anderen sympathomimetischen Substanzen antagonisieren und so die blutdrucksenkende Wirkung adrenerg-blockierender Substanzen wie Guanethidin umkehren.
Bei gleichzeitiger Behandlung mit Levodopa
oder Dopaminagonisten kann deren Wirkung abgeschwächt werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Haloperidol und Arzneimitteln, die eine anticholinerge Wirkung besitzen (wie z. B. Atropin,
Biperiden), kann diese Wirkung verstärkt
werden. Dies kann sich in Sehstörungen,
Erhöhung des Augeninnendrucks, Mundtrockenheit, beschleunigtem Herzschlag,
Verstopfung, Beschwerden beim Wasserlassen, Störungen der Speichelsekretion,
Sprechblockade,
Gedächtnisstörungen
oder vermindertem Schwitzen äußern.
Unter der Therapie mit Haloperidol ist die
Wirkung von Disulfiram bei gleichzeitigem
Alkoholgenuss abgeschwächt.
Aufgrund von Wechselwirkungen mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln ist bei einer gleichzeitig durchgeführten Antikoagulanzien-Therapie die regelmäßige Kontrolle
des Gerinnungsstatus in kürzeren Abständen angezeigt. Es wurde von einem antagonistischen Effekt auf das Antikoagulans
Phenindion berichtet.
3
Fachinformation
Haldol®-Janssen
Tropfen zum Einnehmen, 2 mg/ml Lösung
Wegen der durch Haloperidol hervorgerufenen Prolaktinerhöhung kann die Reaktion
auf die Anwendung von Gonadorelin abgeschwächt werden.
Wirkung anderer Arzneimittel auf Haloperidol
Bei gleichzeitiger Anwendung mit Enzyminduzierenden Arzneimitteln wie Carbamazepin, Rifampicin, Phenobarbital oder Phenytoin sowie durch Rauchen kann der Blutspiegel von Haloperidol aufgrund von Enzyminduktion signifikant gesenkt werden und
so zu einer Abschwächung der Haloperidolwirkung führen. Deshalb sollte, wenn erforderlich, während der kombinierten Behandlung eine Anpassung der Haldol-JanssenDosis vorgenommen werden. Nach Beendigung der Gabe dieser Arzneimittel kann eine Reduzierung der Dosierung von HaldolJanssen notwendig sein.
Natriumvalproat, ein Inhibitor der Glucuronidierung, beeinflusst die Plasmakonzentration von Haloperidol nicht.
Weitere Wechselwirkungen
Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol und
Haloperidol kann zu einer Verstärkung der
Alkoholwirkung und zu einer Blutdrucksenkung führen.
Bei gleichzeitiger Gabe von Lithium kann es
selten zu neurotoxischen Symptomen mit
Bewusstseinsstörungen und Körpertemperaturerhöhung kommen. Außerdem kann
die gleichzeitige Einnahme von Lithium zu
EEG-Veränderungen, vermehrten extrapyramidalmotorischen Störungen, Enzephalopathie, tardiver Dyskinesie, Hirnstammerkrankungen, akutem Hirnsyndrom, Koma
sowie Müdigkeit, Zittern und Mundtrockenheit führen.
Es bleibt unklar, ob es sich hier um ein einheitliches Krankheitsbild handelt oder ob
die Symptome auf ein malignes neuroleptisches Syndrom und/oder Lithium-Neurotoxizität zurückzuführen sind. Trotzdem sollte
bei Patienten, die gleichzeitig mit Lithium
und Haloperidol behandelt werden, bei Anzeichen von Neurotoxizität die Medikation
sofort beendet werden.
Bei kombinierter Anwendung von Antipsychotika und anderen Dopaminantagonisten
(z. B. Metoclopramid) kann es zu einer Verstärkung der extrapyramidalmotorischen
Wirkungen kommen.
Bei der Behandlung von Kokain-intoxikierten Drogenabhängigen mit Haldol-Janssen
kann es zu einer Verstärkung der extrapyramidalmotorischen Wirkungen kommen.
Die gleichzeitige Einnahme von Tee oder
Kaffee kann zu einer Abschwächung der
Haloperidol-Wirkung führen.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und
Stillzeit
Schwangerschaft
Der Eintritt einer Schwangerschaft während
der Behandlung mit Haldol-Janssen sollte
nach Möglichkeit vermieden werden. Daher
sollte vor Beginn der Behandlung ein
Schwangerschaftstest vorgenommen werden. Frauen im gebärfähigen Alter müssen
während der Behandlung eine zuverlässige
Verhütungsmethode anwenden.
4
Sollte eine Behandlung während der
Schwangerschaft erforderlich werden, müssen Nutzen für die schwangere Frau und
Risiko für den Fetus sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Haloperidol hat in
großen Populationsstudien keinen signifikanten Anstieg fetaler Anomalien gezeigt.
Es gab vereinzelte Fälle von Geburtsfehlern
nach fetaler Exposition mit Haloperidol;
meistens in Kombination mit anderen Arzneimitteln. Tierexperimentelle Studien haben teratogene Effekte von Haloperidol gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Neugeborene, die während des dritten Trimenons der Schwangerschaft gegenüber
Antipsychotika (einschließlich Haloperidol)
exponiert sind, sind durch Nebenwirkungen
einschließlich extrapyramidaler Symptome
und/oder Entzugserscheinungen gefährdet,
deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variieren können. Es gab Berichte
über Agitiertheit, erhöhten oder erniedrigten
Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot
oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme. Dementsprechend sollten Neugeborene sorgfältig überwacht werden.
Stillzeit
Haloperidol geht in die Muttermilch über. Bei
gestillten Kindern, deren Mütter Haloperidol
erhalten hatten, wurden extrapyramidale
Symptome beobachtet. Daher sollte unter
einer Haloperidol-Behandlung nicht gestillt
werden.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum
Bedienen von Maschinen
Diese Arzneimittel können auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder
zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße
zu Beginn der Behandlung, bei höherer
Dosierung und im Zusammenwirken mit Alkohol. Patienten sollten darauf hingewiesen
werden, nicht aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen, keine Maschinen zu bedienen
oder sonstige gefahrvolle Tätigkeiten auszuüben, bis deren Empfindlichkeit bekannt
ist. Die Entscheidung trifft in jedem Einzelfall
der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung der individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.
4.8 Nebenwirkungen
Im unteren Dosierungsbereich (1 – 2 mg täglich) sind Nebenwirkungen durch Haloperidol vergleichsweise selten, gering ausgeprägt und vorübergehend. Bei höheren Dosen treten manche Nebenwirkungen häufiger auf. Neurologische Symptome sind dabei vorherrschend.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig
Häufig
Gelegentlich
Selten
Sehr selten
(≥ 1/10)
(≥ 1/100 bis < 1/10)
(≥ 1/1.000 bis < 1/100)
(≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)
(< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage
der verfügbaren Daten nicht
abschätzbar)
Nachstehend findet sich eine Auflistung der
in klinischen Studien und nach Markteinführung berichteten Nebenwirkungen.
Nebenwirkungen nach Systemorganklasse und Häufigkeit
Erkrankungen des Blutes und des
Lymphsystems
Gelegentlich: Leukopenie
Nicht bekannt: Eosinophilie, Agranulozytose, Panzytopenie, Thrombozytopenie, Neutropenie
Erkrankungen des Immunsystems
Gelegentlich: Hypersensibilität
Nicht bekannt: anaphylaktische Reaktion
Endokrine Erkrankungen
Selten:
Hyperprolaktinämie
Nicht bekannt: inadäquate Sekretion des
antidiuretischen Hormons
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Nicht bekannt: Hypoglykämie
Psychiatrische Erkrankungen
Sehr häufig: Agitation, Insomnie
Häufig:
psychotische Störung, Depression
Gelegentlich: Verwirrtheit
Verminderte Libido
Verlust der Libido
Ruhelosigkeit
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: extrapyramidale Störungen
Hyperkinesie
Kopfschmerz
Häufig:
Tremor
Maskengesicht
Hypertonie
Dystonie
Somnolenz
Bradykinesie
Schwindel
Akathisie
Dyskinesie
Hypokonesie
tardive Dyskinsie
Gelegentlich: Krampfanfall
Parkinsonismus
Akinesie
Zahnradphänomen
Sedierung
unfreiwillige Muskelkontraktionen
Selten:
motorische Dysfunktion
malignes neuroleptisches
Syndrom
Nystagmus
Augenerkrankungen
Häufig:
Sehstörungen
oculogyrische Krise
Gelegentlich: verschwommenes Sehen
Herzerkrankungen
Gelegentlich: Tachykardie
Nicht bekannt: Torsade de pointes, Kammerflimmern, ventrikuläre
Tachykardie, Extrasystolen
Gefäßerkrankungen
Häufig:
orthostatische Hypotonie
Hypotonie
006915-26278
Fachinformation
Haldol®-Janssen
Tropfen zum Einnehmen, 2 mg/ml Lösung
Erkrankungen der Atemwege, des
Brustraums und Mediastinums
Gelegentlich: Dyspnoe
Selten:
Bronchospasmus
Nicht bekannt: Laryngospasmus, Larynxödem
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig:
Obstipation
Mundtrockenheit
Hypersalivation
Erbrechen
Übelkeit
Gelegentlich: Diarrhö,
Appetitverlust,
Sodbrennen, Dyspepsie
Sehr selten: paralytischer Ileus
Leber- und Gallenerkrankungen
Häufig:
anomaler Leberfunktionstest
Gelegentlich: Hepatitis, Ikterus
Nicht bekannt: akutes
Leberversagen,
Cholestase
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig:
Hautausschlag
Gelegentlich: photosensitive Reaktion,
Urtikaria, Pruritus, Hyperhidrose, allergische Hautreaktionen
Nicht bekannt: leukozytoklastische Vaskulitis, exfoliative Dermatitis
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Gelegentlich: Torticolli
Selten:
Sehr selten:
Muskelsteifheit
Muskelspasmen
muskuloskelettale Steifheit
Trismus
Muskelzuckungen
Rhabdomyolyse
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Häufig:
Harnretention
Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
Nicht bekannt: Arzneimittelentzugssyndrom
des Neugeborenen (siehe
Abschnitt 4.6)
Erkrankungen der Geschlechtsorgane
und der Brustdrüse
Häufig:
erektile Dysfunktion
Gelegentlich: Amenorrhoe
Brustbeschwerden
Brustschmerzen
Galaktorrhoe
Dysmenorrhoe
Selten:
sexuelle Dysfunktion
Menstruationsbeschwerden
Menorrhagie
Nicht bekannt: Priapismus
Gynäkomastie
Juli 2016
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Gelegentlich: Ödem
Hyperthermie
Gangunsicherheit
Nicht bekannt: Plötzlicher Tod, Gesichtsödem, Hypothermie
Untersuchungen
Häufig:
Gewichtszunahme,
wichtsabnahme
006915-26278
Ge-
Selten:
Verlängerung des QT-Intervalls im Elektrokardiogramm
Wie bei anderen Antipsychotika auch wurde
über Fälle von venösen Thromboembolien,
einschließlich Fällen von Lungenembolie
und Fällen von tiefer Beinvenenthrombose,
berichtet (Häufigkeit nicht bekannt).
Andere ZNS-Effekte:
Müdigkeit kann insbesondere zu Beginn
der Behandlung auftreten, aber auch Unruhe, Erregung, Benommenheit, depressive
Verstimmung (insbesondere bei Langzeittherapie), Lethargie, Schwindelgefühl, delirante Symptome (insbesondere bei Kombination mit anticholinerg wirkenden Substanzen) oder zerebrale Krampfanfälle, Regulationsstörungen der Körpertemperatur
sowie Sprach-, Gedächtnis- und Schlafstörungen.
Vegetatives Nervensystem:
Gelegentlich kann es bei hoher Dosierung
zu vegetativen Symptomen kommen wie
Akkomodationsstörungen, Gefühl der verstopften Nase, Erhöhung des Augeninnendrucks, Miktionsstörungen.
Ferner sind beschrieben:
Periphere Ödeme, Hyponatriämie, Haarausfall, Störungen des Atemrhythmus, Bronchopneumonie und Pigmenteinlagerungen
in Cornea und Linse.
Methyl(4-hydroxybenzoat) kann Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen
hervorrufen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer
Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von
Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden
Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-GeorgKiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website:
http://www.bfarm.de, anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Wegen der relativ großen therapeutischen
Breite treten Intoxikationen im Allgemeinen
nur bei stärkerer Überdosierung auf.
Symptome einer Überdosierung
Bei einer Überdosierung können insbesondere die bekannten pharmakologischen
Wirkungen sowie die in Abschnitt 4.8 beschriebenen Nebenwirkungen, in Abhängigkeit von der eingenommenen Dosis, verstärkt auftreten:
– schwere extrapyramidale Störungen: akute dyskinetische oder dystone Symptome,
Zungen-Schlund-Syndrom, Blickkrämpfe,
laryngeale oder pharyngeale Spasmen,
Muskelsteifigkeit, generalisierter oder lokaler Tremor
– Somnolenz bis Koma (mit Atemdepression und Hypotonie, was so schwerwiegend sein kann, dass es zu einem
Schock-ähnlichen Zustand führt), mitunter Erregung und delirante Verwirrtheit
– zerebrale Krampfanfälle
– Hyperthermie oder Hypothermie
– kardiovaskulär: Hypotension, aber auch
Hypertension, ventrikuläre Arrhythmien,
Tachykardie oder Bradykardie, EKG-Veränderungen wie PQ-, QT-Intervallverlängerung, Torsades de pointes, Herz- und
Kreislaufversagen
– anticholinerge Effekte: verschwommenes Sehen, Erhöhung des Augeninnendruckes, Verringerung der Darmmotilität,
Harnretention
– respiratorische Komplikationen: Atemdepression, Atemstillstand, Aspiration, Zyanose, Pneumonie
Maßnahmen bei Überdosierung
So rasch wie möglich ist eine intensivmedizinische Behandlung einzuleiten.
Es gibt kein spezifisches Antidot gegen Haloperidol. Eine Behandlung ist weitgehend
unterstützend. Eine Magenspülung kann
aussichtsreich sein, wenn sie frühzeitig (am
besten innerhalb 1 Stunde) durchgeführt
wird, gefolgt von der wiederholten Gabe
von Aktivkohle. Die Provokation von Erbrechen erscheint in Anbetracht der antiemetischen Wirkung von Haloperidol und der
geringen Effizienz dieser Maßnahme nicht
mehr sinnvoll.
Bei komatösen Patienten sollen durch einen Oropharyngeal- oder Endotrachealtubus freie Atemwege sichergestellt werden.
Bei einer Atemdepression kann eine künstliche Beatmung erforderlich sein.
Die Therapie erfolgt symptomatisch: Zum
Einsatz können Volumensubstitution (Infusionslösungen, Plasma oder Albuminkonzentrat), Antikonvulsiva, gefäßverengende Medikamente wie Dopamin oder Noradrenalin
(kein Adrenalin, da dies in Kombination mit
Haloperidol eine schwere Hypotonie auslösen kann!) und ggf. bei schweren Arrhythmien geeignete Antiarrhythmika, bei kardialen Komplikationen u. U. Natriumhydrogencarbonat bzw. -lactat kommen.
EKG und Vitalfunktionen sind zu überwachen, bis das EKG normalisiert ist. Analeptika sind kontraindiziert, da infolge der Senkung der Krampfschwelle durch Haloperidol
eine Neigung zu zerebralen Krampfanfällen
besteht. Auch Betablocker sollten vermieden werden, weil sie die Vasodilatation erhöhen.
Bei schweren extrapyramidalen Symptomen
Antiparkinsonmittel, z. B. Biperiden i. v.; u. U.
kann es erforderlich sein, die AntiparkinsonMedikation über mehrere Wochen zu verabreichen.
Hohes Fieber sollte mit Antipyretika, ggf. mit
Eisbädern, eine Hypothermie durch langsame Erwärmung behandelt werden.
Bei Auftreten eines anticholinergen Syndroms steht zur Anwendung unter intensivmedizinischen Bedingungen (EKG-Kontrolle!) als Antidot Physostigminsalicylat zur Verfügung.
Auf Grund des großen Verteilungsvolumens
und der starken Plasma-Eiweiß-Bindung
sind forcierte Diurese oder Hämodialyse bei
reinen Haloperidol-Vergiftungen wenig hilfreich.
5
Fachinformation
Haldol®-Janssen
Tropfen zum Einnehmen, 2 mg/ml Lösung
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antipsychotika, Butyrophenon-Derivate
ATC-Code: N05AD01
Wirkmechanismus
Haloperidol ist ein stark wirksames Antipsychotikum aus der Reihe der Butyrophenone.
Haloperidol bewirkt vor allem eine Blockade
der Dopaminrezeptoren und verringert dadurch die Wirkung von Dopamin als Überträgersubstanz. Haloperidol weist eine hohe
Affinität zu D2-Rezeptoren auf. Bei chronischer Gabe kann es zu einer Überempfindlichkeit der Dopaminrezeptoren in bestimmten Regionen kommen („supersensitivity“,
„up-regulation“).
Weniger ausgeprägt als die dopaminantagonistische Wirkung ist die Wirkung auf die
Serotonin- (5-HT1A- und 5HT2-), (Sigma-)
Opioid-Rezeptoren und die α-Adrenorezeptoren (α1 > α2). Erst in sehr hohen Dosen hat
Haloperidol auch eine anticholinerge und
eine H1-antihistaminerge Wirkung.
Klinische Wirksamkeit
Das klinische Wirkprofil ist charakterisiert
durch antipsychotische Wirkungen (Reduktion von Wahn, Halluzinationen, Ich- und
Denkstörungen, Dämpfung psychomotorischer und katatoner Erregung, affektiver
Gespanntheit sowie manischer Verstimmung und Antriebssteigerung).
Außerdem wirkt Haloperidol sedierend (aber
nicht hypnotisch), therapeutisch günstig bei
bestimmten hyper- und dyskinetischen
Syndromen und hat einen antiemetischen
Effekt.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption
Nach oraler Gabe wird Haloperidol rasch
und nahezu vollständig aus dem MagenDarm-Trakt resorbiert; die Resorption ist
nach 3 Stunden vollständig. Wegen des
hohen First-pass-Effektes beträgt die absolute Bioverfügbarkeit nach oraler Gabe
60 – 70 %. Maximale Plasmakonzentrationen wurden bei oraler Verabreichung nach
2 – 6 Stunden und nach intramuskulärer Injektion nach 20 Minuten gemessen.
Verteilung
Auf Grund seiner großen Lipophilie wird
Haloperidol im ganzen Organismus verteilt.
Das Verteilungsvolumen im Steady-state
beträgt 7,9 ± 2,5 l/kg KG. Haloperidol tritt
in die Muttermilch über und überwindet die
Blut-Hirn-Schranke. Die Plasmaeiweißbindung beträgt 92 %.
Metabolisierung
Haloperidol wird auf mehreren Wegen einschließlich Glucuronidierung und des Cytochrom-P450-Systems (vor allem CYP 3A4
oder CYP 2D6) fast vollständig in der Leber
metabolisiert. Hauptabbauweg ist die Spaltung der N-haltigen Seitenkette durch oxidative Dealkylierung (CYP3A4) und anschließende β-Oxidation der carboxylierten
Seitenkette. Im Urin findet man daher
4-Fluorbenzoylpropionsäure und 4-Fluorphenylessigsäure als pharmakologisch inaktive Metaboliten.
6
Im Urin und im Serum ist auch an der KetoGruppe reduziertes Haloperidol mit schwacher antipsychotischer Wirkung gefunden
worden.
Der Metabolismus von Haloperidol wird
durch enzyminduzierende Substanzen (Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin) beschleunigt.
Elimination
Die Plasmaeliminationshalbwertszeit beträgt
24 Stunden (12 – 38 Stunden) nach oraler
Einnahme und 21 Stunden (13 – 36 Stunden) nach intramuskulärer Injektion. 60 %
der Substanz werden in den Fäzes und
40 % mit dem Urin ausgeschieden. Nur etwa
1 % des Wirkstoffs wird unverändert über
die Nieren ausgeschieden.
Der Verlauf der Plasmaspiegel deutet auf
eine multiphasische Elimination der Substanz hin. Die Eliminationsgeschwindigkeit
ist nachts verringert.
Therapeutische Plasmaspiegel
Therapeutische Plasmaspiegel werden zwischen 4 und 20 – 25 μg/l angenommen.
Pathophysiologische Variationen
Dialyse-Patienten: Aufgrund seines hohen
Verteilungsvolumens und seines geringen
Plasmaspiegels werden nur sehr geringe
Mengen durch eine Dialyse entfernt. Eine
ergänzende Dosis oder ein geändertes Haloperidol-Dosierungsschema ist deshalb in
der Regel nicht erforderlich.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Akute toxikologische Wirkungen von Haloperidol betreffen vorwiegend das zentrale
Nervensystem und das Herz-Kreislaufsystem (siehe Abschnitt 4.9). Untersuchungen
zur chronischen Toxizität an Ratten und
Hunden ergaben keine Hinweise auf klinisch relevante toxische Effekte.
Mehrere In-vitro- und In-vivo-Tests zur Mutagenität von Haloperidol erbrachten keine
relevanten Hinweise auf eine mutagene
Wirkung. Langzeituntersuchungen auf ein
tumorerzeugendes Potential von Haloperidol ergaben bei Ratten keine Hinweise auf
Kanzerogenität. Bei Mäusen wurden in der
Gruppe mit hoher Dosierung vermehrt
Mammatumoren, Hypophysentumoren sowie insgesamt vermehrt Neoplasien beobachtet. Mammatumore können die Folge
erhöhter Prolaktinkonzentrationen im Blut
sein. Zahlreiche Antipsychotika rufen auch
beim Menschen eine Hyperprolaktinämie
hervor.
Haloperidol passiert die Plazenta und geht
in die Muttermilch über.
Bei Maus und Hamster erwies sich Haloperidol als teratogen, bei der Ratte zeigte es
embryo- und fetotoxische Wirkungen. Die
Behandlung mit Haloperidol während der
Peri/Postnatalphase führte bei der Ratte zu
Verhaltensveränderungen.
Nach Haloperidol-Gabe wurde die Fertilität
weiblicher Mäuse und Ratten sowie die Fertilität männlicher Hunde und Ratten beeinträchtigt.
Haloperidol blockiert exprimierte HERG-Kanäle in vitro im oberen nanomolaren Konzentrationsbereich, der unter therapeutischen Bedingungen im Plasma erreicht werden kann. Diese Kanäle sind für die Repolarisation im Herz verantwortlich. Haloperidol
hat daher das Potential zur Auslösung bestimmter Formen von Kammerherzrhythmusstörungen (Torsades de pointes).
Im Rahmen von In-vivo-Untersuchungen
verursachte in einigen Tiermodellen die intravenöse Haloperidolgabe eine signifikante QTc-Verlängerung. Die Dosierungen betrugen ca. 0,3 mg/kg KG i. v., die in maximalen Plasmakonzentrationen (Cmax) resultierten, welche 3- bis 7-fach höher waren
als die therapeutischen Plasmaspiegel von
4 bis 20 μg/l beim Menschen. Diese intravenös verabreichten Dosierungen, unter
denen eine Verlängerung des QTc-Intervalls
beobachtet wurde, verursachten keine Arrhythmien.
In manchen Untersuchungen riefen höhere
intravenöse Dosen Haloperidol von 1 bis
5 mg/kg KG QTc-Verlängerungen und/oder
ventrikuläre Arrhythmien hervor. In diesem
Fall waren die maximalen Plasmakonzentrationen (Cmax) 19- bis 68-fach höher als
die therapeutischen Plasmaspiegel beim
Menschen.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Methyl(4-hydroxybenzoat) (Paraben) als Konservierungsmittel
Milchsäure
Gereinigtes Wasser
6.2 Inkompatibilitäten
Es sind keine Inkompatibilitäten bekannt.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
30-ml-Flasche (LDPE): 3 Jahre.
100-ml-Flasche (Glasflasche): 5 Jahre.
Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr angewendet werden.
Nach Anbruch ist die Lösung noch 6 Wochen haltbar.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen
für die Aufbewahrung
Nicht über 25 °C aufbewahren.
Nicht einfrieren.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Originalpackungen mit einer 30 ml Tropfflasche (LDPE-Flasche) oder 100 ml Tropfflasche (Glasflasche)
Klinikpackungen mit 50 × 30 ml Tropfflaschen oder 500 ml (5 × 100 ml) Tropfflaschen
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen
für die Beseitigung und sonstige
Hinweise zur Handhabung
Keine besonderen Anforderungen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen
Anforderungen zu entsorgen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
JANSSEN-CILAG GmbH
41457 Neuss
Telefon: (02137) 955-955
www.janssen.com/germany
006915-26278
Fachinformation
Haldol®-Janssen
Tropfen zum Einnehmen, 2 mg/ml Lösung
8. ZULASSUNGSNUMMER
6762158.00.00
9. DATUM DER ERTEILUNG DER
ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG
DER ZULASSUNG
20.08.1999/11.03.2015
10. STAND DER INFORMATION
Juli 2016
11. VERKAUFSABGRENZUNG
Verschreibungspflichtig
Zentrale Anforderung an:
Rote Liste Service GmbH
Juli 2016
Fachinfo-Service
Mainzer Landstraße 55
60329 Frankfurt
006915-26278
7
Herunterladen