Leseprobe - Christiani

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Hubert Lämmerzahl, Helmut Frenzel
Fachmathematik Holz
6. Auflage
Bestellnummer 4612A
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Autoren und Verlag freuen sich auf Ihre Rückmeldung.
www.bildungsverlag1.de
Bildungsverlag EINS GmbH
Hansestraße 115, 51149 Köln
ISBN 978-3-8242-4612-0
© Copyright 2013: Bildungsverlag EINS GmbH, Köln
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ein Netzwerk eingestellt werden. Dies gilt auch für Intranets von Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen.
3
...............................
Seite
6
.......................................................................................................................................
7
1
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
1.6
1.7
1.8
1.9
1.10
1.11
1.12
Mathematische Grundlagen ......................................................................................................................
Mathematische und physikalische Begriffe .....................................................................................................
Zahlbegriffe ...................................................................................................................................................
Rechenarten ..................................................................................................................................................
Brüche ..........................................................................................................................................................
Klammern .....................................................................................................................................................
Gleichungen ..................................................................................................................................................
Dreisatz .........................................................................................................................................................
Prozent ..........................................................................................................................................................
Zinsen ...........................................................................................................................................................
Mischungen ..................................................................................................................................................
Lösungsschema .............................................................................................................................................
Lösungsschema einer Körperberechnung .......................................................................................................
11
11
16
18
26
32
34
41
43
45
47
49
50
2
2.1
2.2
2.3
Mathematische Hilfsmittel ........................................................................................................................
Schaubilder und Diagramme .........................................................................................................................
Tabellen .........................................................................................................................................................
Taschenrechner ..............................................................................................................................................
51
51
54
57
3
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
3.6
3.7
3.8
Mathematische Funktionen und Maße .....................................................................................................
Pythagoreischer Lehrsatz ...............................................................................................................................
Winkel ..........................................................................................................................................................
Winkelfunktionen ..........................................................................................................................................
Steigung und Neigung ..................................................................................................................................
Maßstäbe ......................................................................................................................................................
Maßordnung im Hochbau .............................................................................................................................
Toleranzen .....................................................................................................................................................
Einheiten – Umrechnung (deutsch – englisch) außerhalb der SI-einheiten für die Länge und Fläche. ...............
63
63
65
68
72
74
76
81
84
4
4.1
4.2
Informations- und Steuerungstechnik ......................................................................................................
Zahlensysteme ...............................................................................................................................................
CNC-Technik .................................................................................................................................................
85
85
88
5
5.1
5.2
5.3
5.4
5.5
5.6
5.7
5.8
5.9
5.10
5.11
5.12
5.13
5.14
5.15
5.16
5.17
5.18
5.19
5.20
Geometrische Grundlagen und Anwendungen .......................................................................................
Längen und Strecken .....................................................................................................................................
Flächeneinheiten ...........................................................................................................................................
Rechteck und Quadrat ...................................................................................................................................
Verschnitt ......................................................................................................................................................
Parallelogramm, Trapez .................................................................................................................................
Bretter ...........................................................................................................................................................
Dreiecke ........................................................................................................................................................
Vielecke ........................................................................................................................................................
Kreis ..............................................................................................................................................................
Ellipse ............................................................................................................................................................
Volumeneinheiten .........................................................................................................................................
Prismen .........................................................................................................................................................
Würfel ...........................................................................................................................................................
Kanthölzer, Balken und Bohlen ......................................................................................................................
Holz- und Preisumrechnungen .......................................................................................................................
Zylindrische Körper ........................................................................................................................................
Pyramidenförmige Körper ..............................................................................................................................
Kegelförmige Körper .....................................................................................................................................
Kugel, Fass ....................................................................................................................................................
Stammberechnung – Blockmaß – Würfelmaß ................................................................................................
93
93
97
98
101
104
107
111
113
116
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124
126
128
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134
137
139
141
142
Stundenübersicht für die Lernfelder im Ausbildungsberuf Tischler/Tischlerinnen
Lernfeld-Fahrplan
4
6
6.1
6.2
6.3
6.4
6.5
6.6
6.7
6.8
6.9
Technisch-physikalische Mathematik ........................................................................................................
Holztrocknung ...............................................................................................................................................
Masse, Gewichtskraft, Dichte ........................................................................................................................
Kraft, Hebel, Drehmoment ............................................................................................................................
Arbeit, Leistung, Wirkungsgrad .....................................................................................................................
Druck, Hydraulik, Pneumatik .........................................................................................................................
Elektrotechnik ...............................................................................................................................................
Holzbearbeitungsmaschinen ..........................................................................................................................
Wärmeschutz im Innenausbau .......................................................................................................................
Treppen .........................................................................................................................................................
Seite
145
145
153
156
160
164
170
177
191
199
7
7.1
7.2
7.3
7.4
7.5
7.6
Materialmengen und Materialpreise ........................................................................................................
Holzwerkstoffplatten .....................................................................................................................................
Furniere .........................................................................................................................................................
Kunststoffe ....................................................................................................................................................
Klebstoffe ......................................................................................................................................................
Mittel zur Oberflächenbehandlung ................................................................................................................
Flachglas .......................................................................................................................................................
203
203
207
209
212
215
217
8
8.1
8.2
8.3
8.4
Kalkulatorische Grundlagen ......................................................................................................................
Materialliste ..................................................................................................................................................
Lohnberechnungen .......................................................................................................................................
Gemeinkosten und Maschinenkosten ............................................................................................................
Durchführung einer Kalkulation .....................................................................................................................
221
221
227
232
237
Anhang
.................................................................................................................................................................. 243
Stichwortverzeichnis
............................................................................................................................................... 245
5
Vorwort
Das seit Jahren bewährte Standardwerk „Fachmathematik Holz“ ist inhaltlich ergänzt und formal weitgehend überarbeitet
und modernisiert worden. Wie seither ist dieses Werk konzipiert für die im Berufsfeld Holztechnik zusammengefassten
Einzelberufe Tischler/-in (Schreiner/-in), Holzmechaniker/-in, technische(r) Zeichner/-in sowie Glaser/-in (Fachrichtung Fensterbau). Stoffauswahl und -umfang orientieren sich an den bundeseinheitlichen Rahmenlehrplänen und den Lehrplänen
der Bundesländer mit einer berufsfeldbreiten Grund- und darauf aufbauenden Fachbildung.
Ziel des Buches ist es, bei den Auszubildenden berufliche Handlungs- und Fachkompetenz für die Anforderungen in Schule und Betrieb zu entwickeln. Auch soll die Bereitschaft zu permanenter Fort- und Weiterbildung geweckt werden. Die
Auszubildenden sollen befähigt werden, Berechnungen selbstständig zu planen und zu lösen und die Ergebnisse lernfeldbezogen zu beurteilen. Das mathematische Wissen und Können soll zu fachgerechten, d. h. zu produktions-, planungs-,
konstruktions-, werkstoff- und fertigungsbezogenen Berechnungen qualifizieren.
Zur Aufteilung der Informationsseiten:
• In der linken Spalte stehen kurzgefasst und damit einprägsam und leicht verständlich dargestellt mathematische Erläuterungen. Erklärt werden technisch-physikalische Gesetzmäßigkeiten und deren Zusammenhänge. Formeln sind farbig
unterlegt, in Worten und mit Formelzeichen angegeben und abgeleitet.
• Die rechte Spalte enthält – den mathematischen Erläuterungen gegenübergestellt – Beispielaufgaben mit Berechnungen und Lösungen.
Die Gliederung der beruflichen Themenbereiche ermöglicht es, das Buch auch als Nachschlagewerk zu benutzen. Jedes
Kapitel beginnt mit einer fachlich-mathematischen Einführung in das betreffende Stoffgebiet. Die zahlreichen Aufgaben
mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden geben dem Lernenden genügend Gelegenheit zum Üben.
„Fachmathematik Holz“ kann an gewerblichen Berufsschulen eingesetzt werden: im Berufsfeld Holztechnik, Berufsgrundbildungsjahr sowie in ein- oder zweijährigen Berufsfachschulen und in Meister- und Technikerschulen.
Einen Fahrplan für die Lernfelder 1 bis 12 im Bereich der Fachmathematik Holz finden Sie auf den Seiten 7 bis 10.
Konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge werden gerne entgegengenommen.
Die Verfasser
7
Fahrplan für die Lernfelder 1 bis 12 im Bereich der Fachmathematik Holz
Lernfeld 1 : Einfache Produkte aus Holz herstellen
Mathematische Grundlagen
Kapitel 1
Mathematische Hilfsmittel
Kapitel 2
Tabellen und Taschenrechner
Seite 54–62
Mathematische Funktionen und Maße
Kapitel 3
Maßstäbe
Toleranzen
Winkel, Winkelfunktionen
Pythagorischer Lehrsatz
Seite 74 f.
Seite 81 ff.
Seite 65–71
Seite 63 f.
Geometrische Grundlagen und Anwendungen
Kapitel 5
Längen und Strecken
Flächeneinheiten
Verschnitt
Volumeneinheiten
Brettberechnung
Stammberechnung
Seite
Seite
Seite
Seite
Seite
Seite
Holztrocknung
Kapitel 6
Arbeiten des Holzes
Seite 145 ff.
93 ff.
97
101 ff.
124 f.
107 ff.
142 ff.
Lernfeld 2 : Zusammengesetzte Produkte aus Holz und Holzwerkstoffen herstellen
Mathematische Grundlagen
Kapitel 1
Mathematische Hilfsmittel
Kapitel 2
Tabellen und Taschenrechner
Seite 54–62
Holzwerkstoffe
Kapitel 7.1
Materialmengen
Verschnitt
Materialpreise
Seite
Seite
Seite
203
203
203
Furnier
Kapitel 7.2
Kennzeichnung
Furnierdicken
Seite
Seite
207
207
Holzbearbeitungsmaschien
Kapitel 6.7
Vorschubgeschwindigkeit
Schnittgeschwindigkeit
Schnittgüte
Seite
Seite
Seite
177
179
182
Lernfeld 3 : Produkte aus unterschiedlichen Werkstoffen herstellen
Mathematische Grundlagen
Kapitel 1
Mathematische Hilfsmittel
Kapitel 2
Tabellen und Taschenrechner
Seite 54–62
Kunststoffe
Kapitel 7.3
Materialmaße
Seite
212
Flachglas
Kapitel 7.6
Glasarten und Maße
Seite
217
Klebstoffe
Kapitel 7.4
Klebstoffarten
Klebstoffmenge
Seite
Seite
212
213
Oberfläche
Kapitel 7.3
Lackarten, Lackmenge
Seite
215
Elektrotechnik
Kapitel 6.6
Elektrische Leistung
Elektrische Arbeit
Seite
Seite
170
171
50
1 Mathematische Grundlagen
1.12
Lösungsschema einer Körperberechnung
Berechnung eines Pyramidenstumpfes
Ermittlung der Strecke und Fläche des Pyramidenstumpfhes anhand der Höhe, der Längen und Breiten mithilfe des Computers und einer Tabellenkalkulation (z. B. Excel).
hM2 = h 2 +
(l1 − l 2 )2
4
hM1 = h 2 +
(b1 − b2 )2
4
Ao = AG + AD + AM
Ao = l1 · b1 + l2 · b2 + (l1 + l2) · hM1 + (b1 + b2) · hM2
h
⋅ (l1 ⋅ b1 + l 2 ⋅ b2 + l1 ⋅ b1 ⋅ l 2 ⋅ b2
3
V =
l1, l2
h
AG
AM
V
Eingabefelder
Längen
Höhe
Grundfläche
Mantelfläche
Volumen
Spalte D
Zeile 33
Höhe
h
20,00
Zeile 34
Länge (Grundfläche)
l1
20,00
Zeile 35
Breite (Grundfläche)
b1
20,00
Zeile 36
Länge (Deckfläche)
l2
5,00
Zeile 37
Breite (Deckfläche)
b2
5,00
Berechnungsfelder
Spalte D
Zeile 39
Volumen
V
3 500,00
1)
Zeile 40
Grundfläche
AG
400,00
2)
Zeile 41
Deckfläche
AD
25,00
3)
Zeile 42
Oberfläche
A0
1 493,00
4)
Zeile 43
Mantelhöhe 1
hM1
21,36
5)
Zeile 44
Mantelhöhe 2
hM2
21,36
6)
Eingabe in Excel
1) =Runden((D33/3)*((D34*D35)+(D36*D37)+(Wurzel(D34*D35*D36*D37)));2)
2) =Runden((D34*D35);2)
3) =Runden((D36*D37);2)
4) =Runden(D34*D35+D36*D37+(D34+D36)*D43+(D35+D37)*D44;2)
5) =Runden(WURZEL(QUADRATSUMME(D33)+QUADRATSUMME((D34–D36))/4):2)
6) =Runden(WURZEL(QUADRATSUMME(D33)+QUADRATSUMME((D35–D37))/4):2)
b1, b2
hM1, hM2
AD
AO
Breiten
Mantelhöhen
Deckfläche
Oberfläche
68
3 Mathematische Funktionen und Maße
3.3 Winkelfunktionen
Grundlagen
C
Grundlage ist folgender Strahlensatz: Gehen von einem
Punkt A zwei Strahlen aus, die von parallelen Geraden geschnitten werden, ergeben die Seiten ein gleichbleibendes
Verhältnis.
b
γ
90°
α
β
A
B
c
C
a3
a2
a1
a1 a2 a3
=
=
c1 c 2 c 3
Mit Winkelfunktionen können die Seiten und Winkel im
rechtwinkligen Dreieck berechnet werden. Die Verhältniszahlen sind in Tabellen (s. S. 243 f.) aufgeführt oder können mit dem Taschenrechner abgerufen werden.
a
Im rechtwinkligen Dreieck entstehen Winkelfunktionen
aus dem Verhältnis zweier Dreieckseiten. Dieses Verhältnis
nennt man die Funktion eines Winkels.
α
A
B
c1
c2
c3
Benennungen im rechtwinkligen Dreieck
Hypotenuse
(längste Seite)
dem rechten
gegenüber
Seite c
Ankathete
am gesuchten
oder gegebenen
anliegend
Seite b
α
Seite c
A
β
B
c
Hypotenuse
Seite a
γ
β
c
Hypotenuse
te
α
A
a
the
Seite b
C
ka
ete
ath
nk
e
g b
Ge
Seite a
a
An
dem gesuchten
oder gegebenen gegenüber
C
γ
ete
ath
nk
ge
Ge
Lage
Gegenkathete
te
the
ka
n
b
A
Benennung von
α aus
β aus
Dreieckseite
B
Sinusfunktion
Die Sinusfunktion ist das Verhältnis
von Gegenkathete (a) zu Hypotenuse (c).
sinα =
a
c
(sprich: sinus alpha)
B
In einem rechtwinkligen Dreieck sind die Gegenkathete a = 7 cm und der Winkel α = 40°.
Gegeben:
Gegenkathete a = 7 cm; Winkel α = 40°
Gesucht:
a) Hypotenuse c in cm,
b) Winkel β in Grad.
Lösung:
a
a
c=
sinα
c
7 cm
7 cm
=
= 10,89 cm
c=
sin 40° 0,6428
a) sinα =
c
a
α
A
b
C
b) 180° = 90° + 40° + β
β = 180° – 90° – 40° = 50°
113
5.8 Vielecke
5.8 Vielecke
l
l
Regelmäßige Vielecke
Umkreis
Inkreis
l
l
Regelmäßige Vielecke haben jeweils gleich lange Seiten
und gleich große Winkel. Sie können in eine bestimmte
Anzahl gleichschenkliger Teildreiecke zerlegt werden.
In- und Umkreis haben denselben Mittelpunkt. Der Inkreis berührt alle Seiten. Auf dem Umkreis liegen alle Eckpunkte.
Verbindet man je zwei benachbarte Eckpunkte mit dem
Mittelpunkt, entstehen gleichschenklige Dreiecke. Die
Schenkellänge ist dabei der Radius des Umkreises.
Der Radius des Inkreises ist gleich der Höhe der Teildreiecke. Die Grundlinie l ist eine Vieleckseite.
l
ri
ru
l
Der Flächeninhalt A eines regelmäßigen Vielecks ist das
Produkt aus der Fläche und der Anzahl der Teildreiecke.
Ein fünfeckiger Spieltisch hat eine Seitenlänge von 68
cm und einen Inkreisradius von 48 cm.
Zu berechnen sind:
a) Fläche A in m2,
b) Umfang U in m.
Lösung:
Länge · Inkreisradius
· Anzahl
2
l · ri
=
n
·
2
Fläche =
A
l ⋅ ri ⋅ n
2
0,68 m · 0,48 m · 5
A=
= 0,82 m2
2
a) A =
Der Umfang U ist die Summe der Vieleckseiten.
b) U = l ⋅ n
U = 0,68 m · 5 = 3, 40 m2
Umfang = Länge · Anzahl
U
=
l
·
n
ru
ri
l
Ein sechseckiger Spieltisch hat eine Seitenlänge von
68 cm. Wie viel Quadratmeter beträgt die Fläche A?
Mithilfe der Tabelle lässt sich der Flächeninhalt von regelmäßigen Vielecken vereinfacht aus der Seitenlänge, dem
Umkreisradius oder dem Inkreisradius berechnen.
Lösung:
A = 2,598 · l · l
A = 2,598 · 0,68 m · 0,68 m = 1,20 m2
Berechnung von regelmäßigen Vielecken
Vieleck
Dreieck
Viereck
Fünfeck
Sechseck
Achteck
Zehneck
Fläche A
l2 mal
0,433
1,000
1,720
2,598
4,828
7,694
ru2 mal
1,299
2,000
2,377
2,598
2,828
2,939
ri2 mal
5,196
4,000
3,633
3,464
3,314
3,249
Seitenlänge l
ru mal
ri mal
1,732
3,464
1,414
2,000
1,175
1,453
1,000
1,155
0,765
0,828
0,618
0,650
Umkreisradius ru
l mal
ri mal
0,577
2,000
0,707
1,414
0,851
1,236
1,000
1,155
1,306
1,082
1,618
1.051
Inkreisradius ri
ru mal
l mal
0,500
0,289
0,707
0,500
0,809
0,688
0,866
0,866
0,924
1,207
0,951
1,539
182
6 Technisch-physikalische Mathematik
Schnittgüte
Die Qualität der bearbeiteten Fläche, die bei einer maschinellen Bearbeitung mit rotierenden Fräswerkzeugen entsteht, hängt von der Spanungsrichtung, der Spangröße
und der Größe der Messerschläge ab.
Messerschlaglänge fz eff und Messerschlagtiefe Rz sind
Kriterien für die Schnittgüte der Arbeitsfläche.
hohe Güte
mittlere Güte geringe Güte
fz eff 0,3 … 0,5 mm 0,5 … 1,0 mm 1,0 … 1,5 mm
0,03 … 0,3 μm 0,3 … 1,2 μm 1,2 … 10,0 mμ
Rz
Die Messerschlaglänge fz eff errechnet sich aus der Vorschubgeschwindigkeit vf, der Drehzahl n und der wirksamen Schneidenanzahl zw.
Vorschubgeschwindigkeit
Drehzahl · wirksame Schneidenzahl
v1
=
n · zw
Messerschlaglänge =
fz eff
Je mehr Schneiden für die Oberflächengüte wirksam sind
(zw), weil sie auf dem gleichen Flugkreis liegen, umso kleiner wird die Messerschlaglänge.
In der Praxis kann aber nur bei speziellen Maschinen mit
zentriert gespannten Werkzeugen und gejointeten Schneiden für eine Berechnung der Schnittgüte die wirksame
Schneidenzahl mit der tatsächlichen Schneidenzahl gleich
gesetzt werden (zw = z).
Bei konventionellen Holzbearbeitungsmaschinen gilt der
ungünstigste Fall für die wirksame Schneidenzahl zw, nämlich zw = 1.
Die Messerschlagtiefe (Rautiefe) Rz ist ein wichtiges Kriterium für die Oberflächengüte, da sie den Schleifaufwand
bestimmt.
Die Größe der Rautiefe ergibt sich aus der Messerschlaglänge und dem Werkzeugdurchmesser.
Sie kann hinreichend genau berechnet werden mit
Rautiefe =
Rz
=
Messerschlaglänge2
4 · Werkzeugdurchmesser
fz eff2
4·d
Ein Werkstück wird auf einer „Abrichte“ mit zwei Streifenmessern bearbeitet. Die Drehzahl der Welle beträgt
6 000 1/min und die Vorschubgeschwindigkeit 5 m/min.
Wie groß ist die Messerschlaglänge?
Gegeben: vf = 5 000 mm/min; n = 6 000 1/min; zw = 1
Gesucht: fz eff = ? mm
Lösung:
fz eff =
vf
5 000 mm/min
=
= 0,83 mm
n · zw 6 000 1/min · 1
Wie groß ist die Rautiefe in dem gegebenen Beispiel,
wenn die Messerwelle einen Durchmesser von 120 mm
hat?
Gegeben: vz eff = 0,83 mm; d = 120 mm
Gesucht: Rz = ? mm
Lösung:
Rz =
fz eff2
(0,83 mm)2
=
= 0,0014 mm
4·d
4 · 120 mm
Bei der Annahme, dass beide Streifenmesser auf dem
gleichen Flugkreis liegen, ergäbe sich eine Messerschlagtiefe von 0,00036 mm = 0,36 μm.
In dieser Genauigkeit lässt sich kein traditionelles Werkzeug einstellen.
207
7.2 Furniere
7.2 Furniere
Furniere sind dünne Blätter aus Holz, die durch Sägen,
Messern oder Schälen vom Stamm oder Stammteil abgetrennt werden. Gehandelt werden Furniere in Paketen zu
je 16, 24, 32 oder 40 Stück.
Kennzeichnung von Furnieren
Beispiel: L 0,55 DIN 4079 - KB
Erläuterung:
Messerfurnier (Langfurnier), 0,55 mm dick, Holzart
Kirschbaum
Deckfurniere als Langfurnier L nach DIN 4079 und
DIN 68330 bilden Außenfurniere (Sichtseite) oder Innenfurniere (Innenfläche).
Holzarten und Furnierdicken nach DIN EN 13556
Holzart
Kurzzeichen
alt
Kurzzeichen
neu
Nenndicke* Holzart
in mm
DIN EN 13556
DIN 4076
Kurzzeichen
alt
Kurzzeichen
neu
Nenndicke*
in mm
DIN EN 13556
DIN 4076
Nadelhölzer
NH
Fichte
FI
PCAB, EU
1,00
Weymouth-Kiefer
KIW
PNST, EU
1,00
Kiefer
KI
PNSY, EU
0,90
Red Pine
PIR
PNRS, AM
0,85
Lärche
LA
LADC, EU
0,90
Tanne
TA
ABAL, EU
1,00
Laubhölzer
LH
Abachi
ABA
TRSC, AF
0,70
Mahagoni, Sapelli
MAS
ENCY, AF
0,55
Afrormosia
AFR
PKEL, AF
0,55
Makoré
MAC
TGHC, AF
0,50
Ahorn
AH
ACCM, EU
0,60
Mansonia (Bete)
MAN
MAAL, AF
0,55
Birke
BI
BEPU, EU
0,55
Nussbaum
NB
JGRG, EU
0,50
Birnbaum
BB
PYCM, EU
0,55
Okoume, Gabun
OKU
PTXX, AF
0,60
Bubinga
BUB
GUXX, AF
0,55
Palisander, Rio-
PRO
DLNG, AM
0,50
Buche, Rot-
BU
FASY, EU
0,55
Palisander, ostind.
POS
DLLT, AS
0,55
Ebenholz
EBE
DSXX, AF
0,60
Pappel, Weiß-
PA
POAL, EU
0,60
Edelkastanie
EKA
CTST, EU
0,65
Rüster, Ulme Feld-
RU
ULMI, EU
0,60
Eiche
EI
QCXE, EU
0,65
Satin, ostind.
SAO
n.n.
0,55
Erle
ER
ALIN, EU
0,60
Sen
SEN
n.n.
0,60
Esche
ES
FXEX, EU
0,60
Teak
TEK
TEGR, AS
0,60
Kirschbaum
KB
PRAV, EU
0,55
Wenge
WEN
MTLR, AF
0,75
Limba
LMB
TMSP, AF
0,60
Weiß-, Hainbuche
HB
CPBT, EU
0,60
Linde
LI
TIXX, EU
0,65
Zebrano
ZIN
MBXX, EU
0,55
Mahagoni
MAE
SWMC, AM
0,55
* Holzfeuchte u = 12 %
Bezeichnungsbeispiel:
Gattung botanisch
Name botanisch
PNST, EU
Herkunftsland
215
7.5 Mittel zur Oberflächenbehandlung
7.5 Mittel zur Oberflächenbehandlung
Die Ergiebigkeit eines Oberflächenmittels hängt von der
Werkstoffoberfläche und der zu erzielenden Schichtdicke
ab. Sie ist der Quotient aus der Auftragsfläche und der aufgetragenen Menge (als Volumen V bzw. Masse m).
Ergiebigkeit =
Auftragsfläche
Volumen bzw. Masse
Um den Materialbedarf mL pro Quadratmeter Fläche zu
erhalten, dividiert man die Auftragsmenge mn durch den
verfahrensabhängigen Materialnutzungsgrad ηA.
mL =
mn
ηA
Kennwerte für ηA
Handauftrag
0,94 … 0,97
Lackwalzen
0,9 … 0,99
Hochdruckspritzen 0,4 … 0,65
Airless
0,7 … 0,8
Die Trockenfilmdicke dtr vom Lack berechnet man über
die Auftragsmenge mn den Festkörpergehalt k, die
Lackdichte ρ und den Schichtdickenverlust dv, der
durch das Einziehen des Lackes in die Werkstückoberfläche
sowie Schleifarbeiten entsteht.
dtr =
mn · k
– dv
ηA
Schichtdickenverluste dv
Einziehen
5 … 15 μm
Zwischenschliff
10 … 20 μm
Lackschliff
20 … 80 μm
Die erforderliche Auftragsmenge mn beim Lackauftragen
für eine gewünschte Trockenfilmdicke dtr ergibt aus der
umgestellten Formel der Trockenfilmdicke.
Furnierte Flächen werden mit CN Grundierlack beschichtet und geschliffen. Es werden 120 g/m2 aufgetragen.
Der Lack hat einen Festkörperanteil von 35 %, seine
Dichte beträgt 0,98 g/cm3. Durch Wegschlagen gehen
10 μm und durch den Zwischenschliff gehen 20 μm von
der Trockenfilmdicke verloren.
Wie viel Mikrometer Trockenfilmdicke bleiben nach dem
Schleifvorgang noch auf der Fläche?
Gegeben: mn = 120 g/m2; k = 365 % = 0,3
ρ = 0,98 g/cm3; dv = 30 μm
h = 110 mm
Gesucht: dtr = ? μm
Lösung:
mn · k
120 g/m2 · 0,35
– dv =
0,98 g/cm3
ρ
= 43 μm – 30 μm = 13 μm
dtr =
– 30 μm
Nach dem Zwischenschliff bleiben auf einer furnierten
Fläche noch 13 μm Trockenfilmdicke. Welche Auftragsmenge für den Decklack ist erforderlich, wenn die gesamte Trockenfilmdicke des Lackes 50 μm betragen soll?
Der Decklack hat einen Festkörperanteil von 30 %, seine
Dichte beträgt 0,97 g/cm3.
Es entstehen keine Schichtdickenverluste mehr.
Zwischenrechnung: Der Decklack muss eine Trockenfilmdicke von 50 μm – 13 μm = 37 μm haben.
Gegeben: dtr = 37 μm; k = 3 % = 0,35
ρ = 0,97 g/cm3; dv = 0 μm
Gesucht: mn = ? g/m2
Lösung:
(dtr + dv) · ρ (37 μm + 0 μm) · 0,97 g/cm3
=
0,3
k
= 119 g/cm2 gewählt 120 g/cm2
mn =
(d + dv) · ρ
mn = tr
k
Lacke und Lasuren
Arten
Festkörpergehalt in %
CN-Grundierungen
CN-Überzugslacke
CN-Einschichtlacke
Wasserlacke
SH-Lacke
Alkydharzlacke
PUR- bzw. DD-Lacke
UP-Lacke
– paraffinhaltig
– paraffinfrei
Imprägnierlasuren
deckende Lasuren
20 ... 35
22 ... 32
35
30 ... 35
35 ... 50
55
50
95
95
22
32 ... 38
Auftragsmenge je
Arbeitsgang in g/m2
100 ... 200
100 ... 200
≈ 300
150
80 ... 150
70
100 ... 200
Ergiebigkeit (abhängig
von Holzart)
10 m2/l ... 12 m2/l
8 m2/l ... 10 m2/l
3 m2/l
6 m2/l
3,5 m2/kg ... 8 m2/kg
13 m2/l
6 m2/l ... 8 m2/l
≈ 500
50 ... 80
1,3 m2/kg ... 2,2 m2/kg
12 m2/l ... 14 m2/l
10 m2/l ... 13 m2/l
223
8.1 Materialliste
Mit dem Computer erstellte Tabellenkalkulation
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
Materialliste
Die Spalten werden mit der
Datum:
mit Verschnitt- und Preisberechnung
Tabulatortaste angefahren!
Zeichnung:
Blatt Nr.:
Gegenstand:
Holzart:
Oberfläche:
A
Hängeregal
Kiefer
CN-Lack
B
C
1
2
Bezeichnung
Lfd.
Nr.
1 Seiten
D
3
Auftraggeber: Holzer
Blatt Nr.
1
bearbeitet
kei/lä
E
4
F
5
G
6
7
H
I
8
J
9
K
10
L
11
Ma- AnFertigmaße
terial zahl Länge Breite
roh Menge Ver- Menge
Dicke
fertig schnitt
roh
Holzart Stck.
mm
Kl
............
CAD-123
1 von 1
mm
2
mm
840
250
20
mm
m2/m3 Z-Faktor
24 0,420
M
13
14
Einzelpreis
Preis
m2/m3
1,3
9,90
19,80
0,546
10,81
5,40
Die Berechnung der Mengen und Preise wird nach
Formeln, die sich hier auf die Zeilen 15 bis 48 und
auf die Spalten A bis M beziehen, durchgeführt.
In Spalte I (Menge-fertig) erfolgt die Berechnung
aus Anzahl (D), Länge (E) und Breite (F).
D
E
F
"= (E15*F15*G15/1000000)"
Spalte K (Menge-roh) zeigt das Ergebnis
aus der Menge-fertig (I) und dem Verschnittfaktor (J).
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
"=(J15*K15)"
H
I
J
K
In Spalte M (Preis) erfolgt die Berechnung aus der
Menge-roh (K) und dem Einzelpreis (L).
A
B
C
D
E
F
Die Gesamtsumme der Spalte M (Preis) wird in
Zeile 49 ermittelt.
G
L
"=L15*M15"
SUMME (M15M49)
Summe
5,40
10,81
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