eCircle - E-Mail-Marketing Benchmark

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E-Mail-Marketing Benchmark-Studie
Europäische Online-Händler im Vergleich
Teil 2: Die Willkommensnachrichten
INHALT
EXECUTIVE SUMMARY..................................................................................................03
AUSGANGSPUNKT.........................................................................................................04
VORGEHENSWEISE.........................................................................................................05
Zur Methodik........................................................................................................................................05
DIE ERSTEN E-MAILS NACH DER ANMELDUNG..................................................06
IN BESTZEIT IN DEN POSTEINGANG DER KUNDEN............................................07
Schnelle Antwort für eine gute Wiedererkennung...................................................................07
Die Wartezeit bis zum ersten regulären Newsletter................................................................08
Der erste Kontakt nach der Anmeldung - was wird versendet?..........................................09
eCircle Experten-Tipps:......................................................................................................................10
DIE INHALTE DER WILLKOMMENSNACHRICHT..................................................10
Der gute Name als Absender...........................................................................................................11
Whitelisting – Der Weg ins Adressbuch des Empfängers.......................................................12
Die Betreffzeile – Der Filter im Postfach......................................................................................12
Corporate Informationen in der ersten E-Mail.........................................................................13
Verwendung von Kundendaten in Willkommensnachrichten.............................................16
Crossmediale Verlinkung, Social Media und virale Elemente...............................................19
eCircle Experten-Tipps.......................................................................................................................22
FAZIT...................................................................................................................................22
ANHANG...........................................................................................................................24
Firmenverzeichnis................................................................................................................................24
Abbildungsverzeichnis.......................................................................................................................24
Diagrammverzeichnis.........................................................................................................................24
E-Mail-Marketing Benchmark-Studie Europäische Online-Händler im Vergleich: Teil 2, April 2011
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DIE WILLKOMMENSNACHRICHT - DER ERSTE EINDRUCK ZÄHLT
TEIL 2: DIE WILLKOMMENSNACHRICHTEN
Executive Summary
ÎÎ
Adressqualität und Verteilerwachstum sind zwei der fundamentalen Erfolgsfaktoren im
E-Mail-Marketing. Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die
Willkommensnachrichten, d.h. die E-Mails, die ein neuer Newsletter-Abonnent direkt
nach der Anmeldung erhält. Denn diese sind eine herausragende Chance für jeden
E-Mail-Marketing-Manager, neue Abonnenten für die eigene Marke zu begeistern und
stärker zu involvieren. Willkommensnachrichten haben im Allgemeinen die höchsten
Öffnungsraten aller E-Mail-Kampagnen und erreichen den Kunden idealerweise zum
Zeitpunkt höchster Aufmerksamkeit. Denn gerade nach der Anmeldung erwartet der
Kunde eine direkte Reaktion des Unternehmens.
Die Europäische Benchmark-Studie Newsletter-Anmeldung & Willkommensnachrichten untersucht die Anmeldeprozesse von insgesamt 80 der größten europäischen
E-Commerce-Händler, darunter Ikea, OBI, Decathlon und Esprit. Während im ersten,
separat erhältlichen, Teil der Studie der Anmeldeprozess bis zur „Subscribe Confirmation“ analysiert wird, gehen wir im vorliegenden zweiten Teil der Studie im Detail auf die
Willkommens-E-Mails ein. Erstaunlich ist, dass viele E-Mail-Marketing-Manager die
häufig strapazierte Werber-Weisheit „You never get a second Chance to make a first
Impression“ beim ersten Eindruck Ihrer E-Mail-Kommunikation anscheinend nicht
beherzigt haben. Viel zu oft wird nach wie vor die Willkommensnachricht als eine rein
technische Bestätigungs-E-Mail realisiert und wertvolles Potential verschenkt.
Eines der interessantesten Ergebnisse des zweiten Teils der Studie ist z.B. das Missverhältnis zwischen erhobenen und genutzten Daten. In Deutschland werden beispielsweise nur von 35% der Unternehmen die während des Anmeldeprozesses erfassten
Daten zur Personalisierung der Willkommens-E-Mails genutzt. Wie es besser geht,
zeigen die E-Commerce-Anbieter aus Großbritannien. Dort personalisieren 70% der
Unternehmen die E-Mails, die den ersten Eindruck beim Kunden prägen. Auch bei der
Bewerbung ihres Newsletters ist bei deutschen Unternehmen noch Luft nach oben:
obwohl alle 20 untersuchten Händler ihren Newsletter auf der Startseite bewerben, ist
die Anmeldung bei 40% schwer zu finden.
Absoluter Spitzenreiter sind die deutschen E-Commerce-Händler in Bezug auf die
Geschwindigkeit, mit der die Willkommensnachrichten beim Kunden eintreffen.
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Während in Großbritannien bei 25% der Unternehmen nach einem Tag noch immer
keine E-Mail eingetroffen war, und 15% der französischen Kunden sogar über eine
Woche auf ein erstes Lebenszeichnen des Unternehmens warten mussten, schafften
die Deutschen die Bestnote: 100% der Unternehmen schickten die Bestätigungs- oder
Willkommensnachricht innerhalb von 10 Minuten nach der Anmeldung.
Neue Abonnenten wirklich begeistern können allerdings die wenigsten Anbieter. Statt
auf den wachsenden Trend der „Willkommens-Serien“ zu setzen, die einerseits durch
Wiederholung der Mehrwertargumentation in Bild und Text Neugier auf die folgenden
Newsletter wecken und andererseits dem Nutzer die Möglichkeit geben, direkt Präferenzen zu äußern, dominiert noch die simple Bestätigungsnachricht im Textformat.
Lediglich 5% der untersuchten deutschen Händler bieten eine Willkommensserie.
Spitzenreiter sind hier Frankreich und Großbritannien, mit jeweils 15%.
Ausgangspunkt
ÎÎ
Die Effektivität einer E-Mail-Marketing-Kampagne steigt mit der Versendung des für
den Empfänger relevanten Inhalts. Dies bestätigt über die Hälfte der von Marketing
Sherpa 2010 befragten Unternehmen1.
Für die Erzeugung von relevanten Inhalten müssen die Newsletter-Abonnenten zunächst, wie in Teil 1 der Studie beschrieben, überzeugt werden, Informationen über
sich und ihre Vorlieben bereitzustellen.
Doch nutzen die E-Commerce-Unternehmen diese Daten auch tatsächlich zu einer
Segmentierung der folgenden Nachrichten? Werden Nachrichten überhaupt an die
Bedürfnisse der Kunden angepasst und wie wird Spam-Beschwerden vorgebeugt?
Teil 2 der Studie untersucht die Nachrichten, die nach der Anmeldung bis zum Versand des regulären Newsletter verschickt werden und gibt Antworten auf wesentliche
Fragen rund um Willkommens- und Bestätigungsnachrichten.
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Marketing Sherpa, Email
Marketing Benchmark Report,
2010,
1
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Vorgehensweise
ÎÎ
Die Studie beruht auf 320 Anmeldungen bei unterschiedlichen E-Commerce-Händlern in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien, die von der eCircle GmbH
vorgenommen wurden.
Zur Methodik
In Teil 1 der Studie (Newsletter-Anmeldung) wurden die Anmeldemasken und Eingabefelder, die für das Abonnement eines Newsletters ausgefüllt werden müssen, näher
beleuchtet.
INFO
DMA research prognostiziert,
dass die kommerz­ielle E-Mail einen Verkauf von 21,9 Milliarden
Dollar erzeugt.
Und beeindruckender Weise
wird jeder für eine kommerzielle
E-Mail ausgegebene Dollar über
48 Dollar im Verkauf erzeugen.
Direct Marketing Association, Retail Email Subscription Benchmark
Study, 2007
Abb. 1: Der von der eCircle GmbH untersuchte Anmeldeprozess zum Newsletter
In der nun folgenden Studie betrachten wir die nach der Anmeldung versendeten
E-Mails bis zum ersten Newsletter. Dazu wurden die bereits in Teil 1 untersuchten
zwanzig E-Commerce-Händler aus 4 Ländern und deren Shopseiten genutzt, um den
Newsletter zu bestellen.
Europaweit wurden im Rahmen der Untersuchung somit die versendeten Nachrichten von 80 Unternehmen bzw. Länderniederlassungen sowohl national als auch international verglichen. Im Test wurden stets vier Anmeldungen zeitversetzt und mit
abweichenden persönlichen Daten vorgenommen. Dadurch werden Unterschiede in
der Newslettergestaltung (veränderter Betreff, unterschiedliche Angebote), die für den
Kunden nicht direkt erkennbar sind, in die Auswertung einbezogen.
Eine Anmeldung wurde jeweils für einen weiblichen und einen männlichen Abonnenten durchgeführt. Die zweite Anmeldung erfolgte dann um einige Wochen später
mit neuen Namen und einer gesonderten E-Mail-Adresse.
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Die daraufhin versendeten E-Mails wurden bis zum Eingang der regulären Newsletter
ausgewertet. Dabei wurden sowohl die Personalisierung als auch generelle Vorgehen
wie die Markenkommunikation in den Auswertungen berücksichtigt.
Abb 2: Die von der eCircle GmbH untersuchten Nachrichten bis zum regulären Newsletter
Die ersten E-Mails nach der Anmeldung
ÎÎ
Die ersten Nachrichten nach der Anmeldung sind entscheidend für die Bereitschaft,
sich dauerhaft mit den versendeten Informationen zu beschäftigen. Noch ist das Inter­
esse der Kunden hoch und entsprechend gut ist die Konversionsrate dieser Nachrichten.
Darüber hinaus werden Transaktionsbestätigungen von 64% der Adressaten als lesenswert eingestuft1.
Dies alles lässt die Öffnungsrate der Willkommens- oder Bestätigungsnachrichten weit
höher liegen, als die der nachfolgenden Newsletter.
Eine einprägsame Willkommensnachricht ist daher der erste Schritt für eine nachhaltige Kundenbeziehung. Auch wenn sie zumeist automatisiert versendet werden,
sollten die Willkommensnachrichten im eigenen Interesse regelmäßig optimiert und
überarbeitet werden.
Selbst wenn rechtliche Rahmenbedingungen zahlreiche Werbeeinbindungen und Angeboten in der ersten Mail unterbinden, sollte für die Kontaktaufnahme mehr als eine
Anmeldebestätigung geplant werden.
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Marketing Sherpa: Email-Marketing
Benchmark Guide, 2009
1
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In Bestzeit in den Posteingang der Kunden
ÎÎ
Eine allgemein etablierte Erkenntnis ist die zeitnahe Reaktion auf die Registrierung
eines neuen Abonnenten. Je schneller der Newsletterversand nach der Anmeldung erfolgt, umso eher ist der Kunde bereit, sich mit der erhaltenen Nachricht auseinander zu
setzen. Durch die Vielzahl an E-Mails, die inzwischen täglich versendet werden, ist es
entscheidend, diese Phase der erhöhten Aufmerksamkeit optimal zu nutzen.
Schnelle Antwort für eine gute Wiedererkennung
Bei der Mehrheit der von uns untersuchten Anmeldungen hat sich der sofortige Versand einer Bestätigungs- oder Willkommensnachricht durchgesetzt. So erfolgte der
Versand der ersten Nachricht zumeist innerhalb von 10 Minuten nach der Anmeldung. Gerade beim Confirmed Opt In ist die schnelle Reaktion verständlich, wird hier
für den eigentlichen Newsletterversand die aktive Mitarbeit des Empfängers benötigt.
Der Bestätigungslink für die Anmeldung wurde daher bei allen Shops innerhalb der
ersten 10 Minuten verschickt.
ZITAT
Lange Wartezeiten sind für
Volker Wiewer (Vorsitzender
der Geschäftsführung, eCircle
GmbH) nicht nachzuvollziehen:
„In Zeiten professioneller E-MailMarketing-Systeme sind Reaktionszeiten von mehreren Tagen
unbegreiflich.
Die Herausforderung des E-Mail-­
Marketings liegt heute nicht
mehr in der zeitnahen Antwort,
sondern in einer professionellen
Hinführung zum Angebot und
einer hohen Konversion.“
Bei anderen Anmeldeverfahren waren verzögerte Reaktionen unabhängig davon, ob
es sich um ein Single Opt In oder ein Double Opt In handelte, zu erkennen.
Bei Antwortzeiten von einer Woche oder mehr, wie sie bei einem Viertel der französischen und englischen Shops beobachtet wurden, muss jedoch davon ausgegangen
werden, dass bei den meisten Kunden das Interesse bereits massiv abgenommen hat.
Diagramm 1: Zeit zwischen Anmeldung und Eingang der ersten Nachricht
Die Wartezeit bis zum ersten regulären Newsletter
Selbst wenn die erste E-Mail schnell im Postfach eingeht, treffen die folgenden Newsletter teilweise mit immensen zeitlichen Verzögerungen ein.
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Eine im Extremfall bis zu dreimonatige Wartezeit auf den ersten regulären Newsletter,
setzt eine ansprechende Willkommensserie voraus, die die Zeit bis zur Versendung des
regulären Newsletters ausfüllt.
INFO
Die Bindung der Abonnenten ist
während der Anfangsphase des
Kontakts am höchsten.
Marketing Sherpa, Email Marketing Benchmark Guide, 2009
Diagramm 2: Zeit bis zum Versand des regulären Newsletters
Häufig erfolgte zwischen der Bestätigungs- bzw. Willkommensnachricht und dem
Eingang des Newsletters jedoch keine weitere Kontaktaufnahme. Durch die enorme
Wartezeit hat der Abonnent in der Regel seine Registrierung zum Zeitpunkt des Newslettereingangs längst vergessen.
Der erste Kontakt nach der Anmeldung - was wird versendet?
Diagramm 3: Die erste Mail: Serie, regulärer Newsletter, Willkommensgruß oder Bestätigung
Ein anderes Extrem ist die Versendung des aktuellen Newsletters direkt nach der Anmeldung. Dieser direkte Einstieg in das reguläre Newsletter-Angebot ist stets mit dem
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Single Opt In Verfahren verbunden und wird v.a. in Frankreich und Großbritannien
genutzt. Auch wenn der Kunde damit sofort die bestellte Information erhält, wird die
Chance vergeben, die erhöhte Aufmerksamkeit des Kunden mit speziellen Angeboten
oder individuellen Einführungen zu nutzen.
Durch die restriktiven Verfahren in der deutschen Rechtsprechung vertraut keiner der
Händler auf das Single Opt In. Die Versendung des Newsletters erfolgt somit niemals
direkt nach der Anmeldung. Bedenkt man jedoch, dass die meisten Bestätigungsnachrichten lediglich den Link zur endgültigen Newsletter-Anmeldung beinhalten, ist auch
bei 45% der Bestätigungsnachrichten noch Verbesserungspotential durch die Gestaltung ansprechender Bestätigungsserien vorhanden.
In anderen Ländern beinhalten die Bestätigungsnachrichten, wie Auswertungen im
Kapitel „Der Inhalt der Willkommensnachricht“ zeigen, einen wesentlich höheren Anteil an werblichen Inhalten. Daher ist der Bedarf an weiteren spezifischen Mails für
Neukunden hier teilweise geringer.
ZITAT
„Nach der Newsletter-Anmeldung
sind Willkommensserien die
optimale Strategie, um einen Newsletter-Abonnenten
erfolgreich in einen Kunden zu
konvertieren - dieses Potential
nutzen momentan leider nur wenige Online-Händler,“ sagt Jasmin
Altenhofen, Head of Consulting,
eCircle GmbH
Trotz allem bietet es sich an, mit Willkommens- oder Bestätigungsserien gezielt auf die
Marke und die Vorteile einer Registrierung hinzuweisen.
Diagramm 4: Willkommens- vs. Bestätigungsserien
In Deutschland reagieren 40% der Händler mit entsprechenden Serien. Wobei der
Großteil relativ schlicht gehaltene Bestätigungsserien versendet. Als Bestätigungsserien wurden Nachrichten gewertet, die keine Incentives oder Angebote enthalten, mit
denen der Kunde im Verteiler begrüßt wird. Hingegen sind Willkommensserien, die
Sonderangebote oder Verweise auf besondere Services enthalten nur bei 5% der deutschen E-Mails für Neukunden vorhanden. Besser sieht es hier in Großbritannien und
Italien aus, wo immerhin 15% der Nachrichten auf diese Weise aufgewertet werden.
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eCircle Experten-Tipps:
yyÜberprüfen Sie die Versandeinstellungen Ihres E-Mail-Marketing-Programms. Bestätigungsmails müssen innerhalb von 10 Minuten beim Abonnenten eingehen.
yyLassen Sie der ersten E-Mail möglichst zeitnah weitere Informationen folgen.
Innerhalb der ersten Woche des Kundenkontakts sollte der Anmeldeprozess
abgeschlossen und bereits Informationen - wie z.B. der aktuelle Newsletter
- beim Kunden eingetroffen sein.
yyPlanen Sie Willkommens- oder Bestätigungsserien, die den Neukunden mit
Ihren Angeboten vertraut machen.
Die Inhalte der Willkommensnachricht
ÎÎ
Der Inhalt der ersten Nachricht ist stark geprägt von rechtlichen Gegebenheiten in den
jeweiligen Ländern.
Ist eine restriktive Rechtsprechung üblich, werden in den Bestätigungs- oder Willkommensnachrichten kaum Werbeelemente eingebunden. Der Erstkontakt wird daher
werblich gesehen in Deutschland äußerst eingeschränkt. Trotzdem sollten selbst diese
E-Mails mit einem sehr engen Gestaltungsrahmen ein Minimum an Personalisierung
und Elementen zur Wiedererkennung bzw. zur Markenkommunikation beinhalten.
Die rechtlichen Einschränkungen führen zum vermehrten Versand von Bestätigungsserien. Die nach der ersten Bestätigungsmail gesendeten Nachrichten enthalten dann
die werblichen Elemente, die nicht sofort gesendet werden konnten.
E-Commerce-Unternehmen in anderen Ländern versenden dagegen bereits mit der
ersten Nachricht ihre Werbebotschaft.
Der gute Name als Absender
Diagramm 5: Branding des Newsletters
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Der Firmenname muss in der Betreffzeile, der Absenderadresse oder dem Adresszusatz (Anzeige-Name) genannt werden.
Die Marke ist die beste Möglichkeit, um den Newsletter für den Kunden wiedererkennbar zu gestalten und verhindert SPAM-Beschwerden. Bei der Absender-Adresse
wurde dies europaweit berücksichtigt.
Bedenkt man jedoch, dass diese im Maileingang oft ausgeblendet und lediglich der
Adresszusatzes angezeigt wird, gewinnt die Nennung eines Namens an dieser Stelle
oder in der Betreffzeile an Bedeutung. Hier vergessen ca. 30 % der Händler die Angabe
der eigenen Marke. Schlimmstenfalls wird in der Spalte „Von“, ein „do not respond“
oder „do not reply“ angezeigt.
WARNUNG
Mit „do not respond“ oder „no
reply“ in der Absender-Adresse
wird der Dialog unfreiwillig zum
Monolog des Werbetreibenden:
Infobox: Jasmin Altenhofen,
Head of Consulting eCircle
GmbH, rät:
„Dialog-Marketing ohne den
Dialog zu suchen, ist ein Widerspruch in sich. Erwecken Sie nicht
den Ein­druck, nur an Verkäufen
interessiert zu sein. Ihre Kunden
suchen den Dialog.“
Abb. 3: Absenderadresse, E-Mailadresse und Betreff bei IKEA
Das Möbelhaus Ikea beugt dem vor, indem der Name an allen für die Wiedererkennung
notwendigen Stellen eingebunden wird.
Whitelisting – Der Weg ins Adressbuch des Empfängers
Diagramm 6: Identische Absenderadressen bei erster E-Mail und regulärem Newsletter
Wer seine Willkommensnachricht versendet, sollte es dem Kunden ermöglichen, die
Adresse in das persönliche Adressbuch zu übernehmen. So ist garantiert, dass die
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Nachricht vom Mailprogramm nicht als SPAM aus dem Posteingang gefiltert wird,
ohne je den interessierten Abonnenten zu erreichen.
Ein Abspeichern der Adresse ist jedoch nur dann wirklich sinnvoll, wenn die für den
Versand der Willkommensnachricht verwendete Adresse identisch mit der generellen
Newsletteradresse ist. Dies wird in Deutschland und Großbritannien von der Hälfte
der untersuchten Unternehmen berücksichtigt. In Italien und Frankreich sinkt diese
Quote noch einmal um 10 bzw. 15 %.
ZITAT
„Whitelisting gewinnt mit der
steigenden Zahl an E-Mails in den
Postfächern der Kunden stetig an
Bedeutung.
Neben einem Link auf den An­
meldeseiten oder in der Mail
darf auch die für den Versand
verwendete E-Mail-Adresse nicht
vergessen werden,“ rät Volker
Wiewer, Vorsitzender der Geschäftsführung, eCircle GmbH
Diagramm 7: Explizite Aufforderung zum Whitelisting
Ein spezieller Link in der E-Mail, der direkt darauf hinweist, dass die Shopadresse in das
Adressbuch übernommen werden soll, wird hauptsächlich in Großbritannien ange­
boten. In den restlichen europäischen Ländern wird diese Möglichkeit, die Mail sicher
zustellbar zu gestalten, wenig genutzt. Auch im Anmeldeprozess sind vergleichsweise
selten Aufforderungen für die Speicherung der Absenderadresse enthalten.
Die Betreffzeile – Der Filter im Postfach
Wurde im Absender-Namen die Marke nicht genannt, muss dies in der Betreffzeile
nachgeholt werden. Daraus resultiert die große Anzahl der Markennennung bei allen
getesteten Willkommensnachrichten im Betreff. Eine doppelte Nennung, sowohl in
der Betreffzeile als auch im Absender-Namen, ist durchaus üblich, jedoch keinesfalls
notwendig, um die Aufmerksamkeit auf die Marke zu lenken.
Beim Versand von Anmeldebestätigungen ist es durchaus sinnvoll, hervorzuheben,
dass es sich noch nicht um den regulären Newsletter handelt. Bei einem Confirmed
Opt In Verfahren kann über Handlungsaufforderungen wie „Bitte bestätigen“ oder
„Bestätigen“ in der Betreffzeile auf weitere Aktionen aufmerksam gemacht werden.
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Auch mit Formulierungen wie „Anmeldebestätigung“, „Willkommensnachricht“ oder
„Registrierung“ wurden die Betreffzeilen der im Rahmen der Studie untersuchten
Newsletter gekennzeichnet. Auf diese Weise wird der Abonnent informiert, dass der
Versand als Reaktion auf vorher von ihm gestartete Aktivitäten erfolgt und der Newsletter hebt sich deutlich von SPAM-Nachrichten ab.
INFO
Den Firmennamen im Betreff
einzubinden, steigert die Öffnungsrate von 32% auf bis zu
60% gegenüber einer Betreffzeile ohne Branding.
Jupiter Research 2007
Diagramm 8: Inhalt der Betreffzeile
Eine weitere elegante Art, die Anmeldebestätigung zu versenden, besteht auch in
einem expliziten Dank für die Anmeldung. Auch hier zeigen Sie, dass Sie direkt auf die
Aktivitäten des Newsletter-Abonnenten reagieren und nutzen gleichzeitig die Chance,
Ihren Dank für den neuen Kontakt zum Ausdruck zu bringen.
Die namentliche Erwähnung des Abonnenten ist lediglich in Frankreich und Italien
vertreten und bildet die Ausnahme bei der Gestaltung der Nachrichten.
Corporate Informationen in der ersten E-Mail
Diagramm 9: Werbeelemente in der ersten E-Mail
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Hauptgrund für die Anmeldung zum Newsletter eines Online-Shops ist laut Umfragen
von Forrester Research die Suche nach Sonderkonditionen und Ermäßigungen3.
Aber auch aktuelle und informative Inhalte sind Gründe, den Newsletter eines Unternehmens zu bestellen.
INFO
Italienische Online-Nutzer sind
mehr an Marken interessiert
(weniger an Preisen oder einfach
zu findenden Informationen) als
irgend eine Vergleichsgruppe in
Europa.
Forrester Research, How to Win
Over European Online Shoppers,
2009
Diagramm 10: Werbeelemente in der ersten Nachricht
90% der europäischen Anbieter kommen dem Interesse nach Angeboten bereits in
der Willkommensnachricht durch die Einbindung von werblichen Elementen nach.
Trotz der strikten rechtlichen Vorgaben verzichten selbst in Deutschland nur 5% der
Unternehmen auf werbliche Elemente. Diese sind in der ersten Mail jedoch oft nur
Links auf die Homepage oder die Nennung der Vorteile bei einer Bestätigung des
Newsletter-Abonnements. Aber auch in den folgenden Nachrichten ist der Link auf
die Homepage des Online-Shops die am stärksten vertretene werbliche Einbindung.
Forrester Research, Why Consumers
subscribe for email sing-ups, 2009
3
Abb. 4: Anmeldebestätigung des Online-Shops der Modemarke Mexx
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Die anderen Länder verfügen zwar über eine geringfügig höhere Zahl an ersten EMails ohne werbliche Elemente, die Werbeeinbindungen sind bei den verbleibenden
Nachrichten jedoch wesentlich auffälliger gestaltet.
Personalisierte Informationen, wie ein Hinweis auf passende Produkte oder ein Link
auf die nächstgelegene Einkaufsmöglichkeit, sind nur in Großbritannien und Frankreich nennenswert vertreten. Großbritannien nutzt gleichzeitig auch die größte Vielfalt
an unterschiedlichen Werbeelementen in seinen Willkommensnachricht.
Deutschland dagegen ist insgesamt äußerst vorsichtig bei der Einbindung von Werbung, wie die geringen Prozentzahlen bei den genutzten werblichen Elementen zeigen.
Doch auch in den anderen Ländern ist die erste E-Mail eher zurückhaltend mit Werbung versehen.
Angebote, wie der freie Versand sind vor allem in Großbritannien vertreten.
Kaleidoscope bietet beispielsweise Vergünstigungen beim nächsten Online-Einkauf. Durch die
Gestaltung als HTML-E-Mail konnte das Layout
eng an das Aussehen der Homepage angepasst
werden. Dadurch werden nahezu alle Navigationsoptionen der Webseite auch über den Newsletter zugänglich.
Zusätzlich wird der Bestellprozess in der ersten
E-Mail näher erklärt, um mögliche Ängste und
Unsicherheiten bei einer Online-Bestellung zu
verringern.
INFO
Reine Text-Willkommensnachrichten werden immer altmodischer. Beginnend mit 2006
69% und 2007 78% senden 2009
über 89% der Wiederverkäufer
HTML Willkommens-E-Mails
Chad White: Retail Welcome
Email Benchmark
Eine direkte Einbindung von Bestelloptionen
(Verlinkung eines Einkaufswagens) und die
Bestellungsverfolgung sind bei anderen Händlern
meist mit der Erstellung eines Kunden­kontos bei
der Registrierung verbunden. Dies war bei Kaleidoscope jedoch nicht der Fall.
In der Willkommensnachricht wird jedoch, auch
ohne die Notwendigkeit ein Kundenkonto zu erstellen, der Einkauf deutlich in den Vordergrund
gerückt.
Abb 5: Willkommensnachricht Kaleidoscope
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Verwendung von Kundendaten in Willkommensnachrichten
Wie bereits in Teil 1 der Studie festgestellt, variieren die für eine Anmeldung erfassten
Daten stark. Dies weckt die Erwartung von individuellen E-Mail-Kampagnen auch beim
ersten Kundenkontakt. Umso erstaunlicher ist es daher, dass in Italien die Hälfte der
versendeten E-Mails mit keiner der zahlreichen abgefragten Informationen angereichert wurden.
INFO
Segmentierte Kampagnen haben
um 30% höhere Öffnungs- und
50% höhere Klickraten als un­
differenzierte Kampagnen.
Marketing Sherpa, Email Marketing Benchmark Guide, 2009
Diagramm 11: Erfasste Daten zur Personlisierung genutzt
Am ehesten wird in Großbritannien mit einer Rate von 70% ein Teil der erhobenen
Information zur Personalisierung der ersten E-Mail genutzt. In Frankreich versenden
40% der Online-Shops die erste Nachricht, ohne die erhaltene Information für eine
spezielle Anpassung zu verwenden und auch in Deutschland sind noch bis zu 35% aller
Willkommens-E-Mails nicht mit Kundendaten angereichert.
INFO
Viele Unternehmen nutzen die
Chance Ihren initialen Kundenkontakt ganz einfach erfolgreicher
zu gestalten nicht aus. Laut einer
Studie von Newsmarketing GmbH
2009 steigen die PerformanceWerte mit personalisierten
Inhalten in einer E-Mail um
mindestens 19%.
Diagramm 12: Erfassung und Nutzung von Vornamen
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Newsmarketing GmbH: E-MailStudie 2009: Performance-Werte
für kommerzielle E-Mail-Marketingkampagnen
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Selbst Namensdaten, die europaweit von zwei Drittel der Händler abgefragt wurden,
werden nicht immer für eine persönliche Ansprache genutzt. Und das, obwohl von
den meisten E-Commerce-Händlern sowohl der Nachname als auch der Vorname abgefragt wurden.
Diagramm 13: Erfassung und Nutzung von Nachnamen
Bei der Personalisierung lassen sich entsprechend der lokalen Vorgaben für die
E-Mail-Ansprache unterschiedliche Anredeformen beobachten.
In Deutschland wird der Vorname zumeist nicht für den E-Mail-Kontakt genutzt.
Im Gegensatz dazu wird in englischsprachigen Ländern hauptsächlich mit dem Vornamen personalisiert.
Frankreich und Italien nutzen für die Ansprache entweder Vor- oder Nachnamen.
Tendenziell scheint sich die englische Variante der Anrede mit dem Vornamen dort
weiter durchzusetzen.
Eine weitere Variante ist die Anrede mit Vor- und Nachnamen, die aus dem Briefverkehr unbekannt ist. Die Ansprache trägt zwar zu einer prozentual höheren Nutzung
der erfassten Daten bei, wirkt aber stilistisch unpersönlicher und ist dem eigentlichen
Ziel abträglich, den Kunden durch den Aufbau einer persönlichen Beziehung stärker
an die Marke zu binden.
In Italien ist es weit verbreitet, die Postadressen und Telefonnummern zu speichern,
aber selbst die Erfassung der Steuernummer ist nicht unüblich. Mit dieser können italienische Kundendaten und deren Gültigkeit in Bezug auf Geschlecht, Namen und Geburtstag beim zuständigen Finanzamt überprüft werden. Ob der Kunde jedoch bereit
ist, solch umfassende Informationen zu seiner Person bereitzustellen, darf bezweifelt
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Abb. 6: Italienische Registrierungsbestätigung
werden.
Darüber hinaus wurde bei etwa einem
Viertel der italienischen Anbieter nach
der Registrierung ein Datenblatt mit allen
erhobenen Daten an den Abonnenten
gesendet. Diese E-Mail wird häufig nach
einer Anmeldungen, die mit der Erstellung eines Kundenkontos verbunden ist,
versendet. Dadurch wurden neben der
gesamten Postadresse auch Daten wie
die Steuer- oder Kundennummer mit der
Willkommensnachricht versendet.
Nicht nur das Risiko, dass die E-Mail durch Dritte abgefangen wird und diese dadurch Zugriff auf sämtliche Kundendaten erhalten, bleibt unter diesen Umständen zu erwähnen. Auch die europaweit führende Rolle Italiens bei der Anreich­
erung der Nachrichten mit Kundendaten bleibt in diesem Zusammenhang fraglich.
Zwar werden die Daten genutzt, jedoch nicht zur individuellen Ansprache, sondern
lediglich zur Überprüfung der korrekten Eingaben.
INFO
Laut Forrester Research sind
E-Mail-Empfänger besorgt über
die Nutzung Ihrer persönlichen
Daten.
Abgesehen vom Namen sollten
daher keine wichtigen Informationen wie Telefonnummern,
vollständige Adressen etc. in der
Willkommensnachricht integriert
sein, wenn das nicht zwingend
erforderlich ist.
Forrester Research, How to Win
Over European Online Shoppers,
2009
Dies erklärt auch den Anteil von 40% der italienischen Shops, die eine Telefonnummer
bei der Anmeldung zum Newsletter abfragen und 38% die diese auch zur Personalisierung nutzen. Wohingegen kein anderes Land diese Daten beim E-Mail-Kontakt
Diagramm 14: Abfrage der Telefonnummern im Anmeldeprozess
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genutzt hat.
In Frankreich und Deutschland waren nur halb so viele Anbieter an den Daten interessiert. In Großbritannien sogar nur etwa 15%.
Nahezu identisch verhält es sich mit der Postanschrift, die europaweit nur geringfügig
häufiger abgefragt wird. Auch hier werden die Daten lediglich in der Anmeldebestätigung überprüft, jedoch für keine Personalisierung der E-Mail genutzt.
Crossmediale Verlinkung, Social Media und virale Elemente
Der Wunsch nach Sonderkonditionen und eine starke Markenaffinität sind weitere
Gründe, sich zu einem Newsletter anzumelden.
Diese Suche nach Informationen kann schon in der ersten E-Mail u.a. über die Verlinkung auf weiterführende Informationsquellen wie Blogs, spezielle Werkzeuge (z.B.
Apps für das Mobiltelefon) oder informative Artikel bedient werden.
Abb 7: Hoepli - Bereitstellung eines Links auf den Katalog und Online-Wörterbücher
Hoepli, ein Online-Buchhändler aus Italien, bietet seinen Kunden sowohl zusätzliche
Werkzeuge als auch einen Link zur Katalogsuche.
Die Online-Wörterbücher regen dazu an, die Webseite wieder zu besuchen und sogar ein
Lesezeichen auf sie zu setzen. Der Link auf die Suche ist gleichzeitig die Einbindung des
Katalogs und ein Anreiz, Produkte zu bestellen.
Nur ca. 10% der Shops weisen in den ersten E-Mails auf solche oder ähnliche Angebote hin. In Deutschland sinkt die Rate sogar auf 5%.
INFO
20% der Facebook, MySpace
und/oder Twitter-Nutzer haben
bereits Inhalte aus der Bestätigungsmail mit der Option „Mit
Freunden teilen“ auf Ihrem Profil
geposted oder geteilt.
Merkle, View from the Social
Inbox, 2010
Ein Link auf einen aktuellen Katalog wird sogar noch seltener bereitgestellt. In Deutschland wird der Katalog zu diesem Zeitpunkt nicht erwähnt, aber auch in den restlichen
E-Mail-Marketing Benchmark-Studie Europäische Online-Händler im Vergleich: Teil 2, April 2011
Weitere Informationen erhalten Sie unter [email protected]
+49 (0)89 / 120 09-600
SEITE: 19
ZITAT
Volker Wiewer, Vorsitzender der
Geschäftsführung eCircle GmbH:
„Kannibalismus oder Symbiose?
Die Frage der Konkurrenz stellt
sich meist als erstes, wenn E-MailMarketing im Zusammenhang mit
Social Media diskutiert wird.
Diagramm 15: Informationsgehalt der ersten Nachricht
Dabei ergänzen sich die beiden
Kanäle hervorragend, um die
Reichweite von Kampagnen zu
erhöhen.“
Ländern nutzt lediglich der verschwindend geringe Anteil von 5% der Händler die
Möglichkeit, den Katalog und damit die zu verkaufenden Produkte zu verlinken.
Co-Registrierungen für weitere Marken sind während der Kontaktaufnahme ebenfalls
denkbare Elemente. In Frankreich wird dies von immerhin 20% der Unternehmen angeboten. In England wird diese Chance, Adressen für Partner zu generieren, nicht genutzt.
Die generell geringe Nutzung der Möglichkeit, mit Willkommensnachrichten weitere
Adressen zu generieren, ist erstaunlich. Eine Aufforderung, die E-Mail an Freunde und
Bekannte weiterzuleiten, wird lediglich in Deutschland und Frankreich nennenswert
genutzt. Social Media Einbindungen, die in den Standard-Newslettern durchaus verlinkt werden, sind europaweit nicht vertreten. Gerade über eine Veröffentlichung bei
Twitter oder Facebook könnten Abonnenten effektiv für die Marke werben und zur
Adressgenerierung beitragen.
Diagramm 16: Virale Elemente in der ersten Nachricht
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SEITE: 20
eCircle Empfehlung:
yyÜberprüfen Sie das Branding Ihres Newsletters. Die Markennennung ist am
sinnvollsten im Absender-Namen positioniert. Mehrfache Nennungen des
Markennamens sollte sorgfältig überdacht werden.
yyNutzen Sie die Betreffzeile, um die Willkommensnachricht als solche zu
kennzeichnen. Bedanken Sie sich bei neuen Abonnenten für das Interesse
am Newsletter und überlegen Sie, ob Sie den Kunden in der Betreffzeile direkt ansprechen.
yyFördern Sie das Übernehmen der Newsletter-Adresse in das Adressbuch des
Abonnenten. Neben einem eindeutigen Link ist der Versand unter einer dauerhaft gültigen Absenderadresse die beste Möglichkeit, dies zu erreichen.
yyInformieren Sie sich über die rechtlich einwandfreien Möglichkeiten Werbeelemente in die ersten E-Mails nach der Anmeldung einzubinden.
yySetzen Sie auf Inhalt – gerade werbliche Elemente können mit Links zu interessanten Inhalten verbunden werden. Eine Suche nach dem nächstgelegenen Shop ist eine elegante Möglichkeit, Information und Werbung zu
verbinden.
yyBinden Sie, wenn rechtlich möglich, Links zu Produkten ein, die mit dem
Profil des Abonnenten korrespondieren. So erhalten Sie die Neugier ihrer
Abonnenten über die Willkommensnachricht hinaus.
yyÜberprüfen Sie Ihre Anmeldeformulare. Erhobenen Daten können bereits
bei der ersten Kontaktaufnahme mit dem Abonnenten zur Personalisierung
dienen und die Öffnungsrate enorm steigern.
Fazit
ÎÎ
Die hohe Öffnungsrate bei den Willkommensnachrichten und die erhöhte Aufmerksamkeit am Anfang der Kundenbeziehungen lassen vermuten, dass gerade die ersten
E-Mails der E-Commerce-Unternehmen gut durchdacht und ansprechend gestaltet
sind.
Doch neben zahlreichen hervorragenden Beispielen belegt die Studie auch, dass weiterhin Handlungsbedarf in Bezug auf Gestaltung und Umsetzung ansprechender Willkommens- bzw. Bestätigungsserien besteht.
Seien es eher technische Themen wie der Versand der Bestätigungsmail unter der
späteren E-Mail-Adresse, die Auszeichnung der E-Mail mit dem Markennamen bzw.
die Erstellung von ansprechenden HTML-Mails oder inhaltliche Fragestellungen wie
die Einbindung von Zusatzangeboten und Incentives – überall konnte Verbesserungspotential ausgemacht werden.
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Die Studie macht deutlich, dass die ersten Nachrichten an die Abonnenten von einem
Großteil der E-Commerce-Händler eher stiefmütterlich behandelt und Chancen den
Abonnenten an sich zu binden und in einen Kunden zu konvertieren häufig verschenkt
werden.
Besonders sichtbar wird dies, wenn Kundendaten wie z.B. der Namen erfasst werden, die Begrüßungszeile jedoch nur mit „Hallo“ oder „Herzlich Willkommen“ aber
ohne Personalisierung startet. Weitere plakative Beispiele sind die fehlende Einbindung von Links, die zur Aufnahme in das Adressbuch auffordern oder die Verwendung einer nicht mit dem späteren Newsletter-Absender übereinstimmenden
E-Mail-Adresse für den Versand der Bestätigungsmail.
Auch scheinen nicht alle Unternehmen ihre Hausaufgaben in Bezug auf die Versandgeschwindigkeit erledigt zu haben. Der größte Teil der Unternehmen reagiert innerhalb von 10 Minuten, einige vergessen ihre Kunden aber bis zu drei Monate lang, ehe
mit dem direkten Versand des Newsletters auf die Registrierung reagiert wird.
INFO
Wir haben festgestellt, dass 80%
derer, die zum Käufer werden,
innerhalb der ersten 90 Tage
nach ihrer Anmeldung kaufen,
wenn es sich um eine B2C fokusiertes Unternehmen handelt.
Mequoda Daily, Reporting
Strategy for Content Marketing,
12.05.2009
Willkommensserien zur Hinführung des Kunden an das Produkt oder die Marke fehlen
bei den meisten Unter­nehmen. Mehrere speziell auf die Bedürfnisse neuer Kunden
zugeschnittene Nachrichten bieten die einmalige Chance, die rechtlichen Einschränkungen der ersten E-Mail wett zu machen, und den Abonnenten Schritt für Schritt in
einen Kunden zu konvertieren. Natürlich spiegelt sich an dieser Stelle der Auswertungen besonders deutlich die Rechtslage der einzelnen Länder wieder. Der Versand
einer Serie verliert etwas an Bedeutung, wenn bereits die erste E-Mail mit Werbe­
elementen angereichert werden kann. Daher versenden lediglich 20% der britischen
Shops Willkommens- oder Bestätigungsserien aber auch in Deutschland nutzen nur
40% der Unternehmen die Chance.
Ein ungenutztes Feature bei Willkommensnachrichten ist die Einbindung von Social
Media wie Twitter, Facebook und Co. Hier besteht noch unbegrenztes Potential für
eine Abgrenzung zu anderen Unternehmen. Von den 80 betrachteten E-CommerceHändlern nutzte zum Zeitpunkt der Untersuchung keiner dieser Möglichkeiten, die
durch die Einbindung einer „Forward to a Friend“ oder „Share with your Network
(SWYN)“ Funktion im Newsletter entstehen.
Gerade hier sind bei kommenden Untersuchungen sicher neue und beispielhafte
Lösungen zu beobachten.
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ANHANG
Firmenverzeichnis
ÎÎ
Deutschland:
yyC&A Online GmbH
yyConrad Electronic SE
yyEsprit Retail B.V. & Co. KG
yyFRONTLINE GmbH
yyGörtz GmbH
yyGlobetrotter Ausrüstung Denart & Lechhart GmbH
yyInter IKEA Systems B.V.
yyMedia Markt TV-HiFi-Elektro GmbH Schwentinental
yyMexx Direct GmbH & Co. KG
yyOBI GmbH & Co. Deutschland KG
yyOtto GmbH & Co KG
yyParfümerie Douglas GmbH
yyQuelle GmbH
yyRossmann Online GmbH
yyMedia-Saturn-Holding GmbH
yySportScheck GmbH
yySwarovski Crystal Online AG
yyTchibo direct GmbH
yyTOM TAILOR Retail GmbH
yyVerlagsgruppe Weltbild GmbH
Großbritannien:
yyApple Inc.
yyArgos Ltd.
yyCurrys - DSG Retail Limited
yyDell Inc.
yyEbuyer Ltd.
yyeCards Media Ltd. - trading as eCards.co.uk
yyFreemans PLC
yyGrattan PLC
yyHMV UK Limited
yyHomebase - Teil der Home Retail Group PLC
yyJohn Lewis PLC
yyKaleidoscope PlC
yyMarks & Spencer PLC
yyMaybelline New York - L´Oréal Ltd.
yyNext Retail Ltd.
yyOli Ltd.
yyPrinciples Retail Ltd.
yyRiver Island Clothing Co. Limited of Chelsea House
yyTesco PLC
yyTicketmaster UK Limited
Italien:
yyAuchan S.p.A.
yyArnoldo Mondadori Editore S.p.A
yyBenetton Group S.p.A
yyBOL - Mondolibri S.p.A.
yyBottega Verde S.r.L.
yyCastorama - Leroy Merlin Italia S.r.l.
yyDecathlon SA - OXYCOM S.r.L.
yyePlaza (Terashop S.p.A.)
yyFnac Italia S.p.A.
yyGruppo Carrefour Italia GS S.p.A.
yyHOEPLI S.p.A.
Frankreich:
yyACHATVIP - OLFO S.A.
yyAquarelle.com SAS
yyBoulanger S.A.
yyCdiscount.com - Société anonyme à conseil
d’administration
yyDarty S.A.
yyDecathlon SA - OXYCOM S.r.L.
yyDelamaison.fr - Elbee S.A.S.
yyElectromust.com - Art Menagers Services S.A.
yyFNAC DIRECT S.A.
yyLa Redoute S.A.
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Italien:
yyInter IKEA Systems B.V.
yylaFeltrinelli.com S.r.l.
yyLeroy Merlin Italia S.r.l.
yyMcDonald‘s Development Italy, Inc.
yyMonclick S.r.l.
yyMr.Price - Terashop S.p.A.
yyOVIESSE S.p.A.
yySugarmusic S.p.A
yyYOOX S.p.A.
Frankreich:
yyMISTERGOODDEAL S.A.
yyMypix.com – Pixmania S.A.S.
yyPriceMinister S.A.
yyRue du Commerce S.A.
yyShowroomprive.com S.A.R.L.
yySmartbox Experience Ltd
yy3 Suisses France S.C.S.
yyVente-unique.com S.A.S.
yyVERTBAUDET SADAS S.AS.
Abbildungsverzeichnis
ÎÎ
Abb. 1: Der von der eCircle GmbH untersuchte Anmeldeprozess zum Newsletter......................... 05
Abb. 2: Die von der eCircle GmbH untersuchten Nachrichten bis zum regulären Newsletter.... 06
Abb. 3: Absenderadresse, E-Mailadresse und Betreff bei IKEA................................................................ 11
Abb. 4: Anmeldebestätigung des Online-Shops der Modemarke Mexx............................................... 15
Abb. 5: Willkommensnachricht Kaleidoscope............................................................................................... 15
Abb. 6: Italienische Registrierungsbestätigung.............................................................................................. 18
Abb 7: Hoepli - Bereitstellung eines Links auf den Katalog und Online-Wörterbücher.................. 19
Diagrammverzeichnis
ÎÎ
Diagramm 1: Zeit zwischen Anmeldung und Eingang der ersten Nachricht...................................... 07
Diagramm 2: Zeit bis zum Versand des regulären Newsletters................................................................08
Diagramm 3: Die erste Mail: Serie, regulärer Newsletter, Willkommensgruß oder Bestätigung.. 08
Diagramm 4: Willkommens- vs. Bestätigungsserien....................................................................................09
Diagramm 5: Branding des Newsletters...........................................................................................................10
Diagramm 6: Identische Absenderadressen bei erster E-Mail und regulärem Newsletter............. 11
Diagramm 7: Explizite Aufforderung zum Whitelisting..............................................................................12
Diagramm 8: Inhalt der Betreffzeile...................................................................................................................13
Diagramm 9: Werbeelemente in der ersten E-Mail.....................................................................................13
Diagramm 10: Werbeelemente in der ersten Nachricht............................................................................14
Diagramm 11: Erfasste Daten zur Personlisierung genutzt........................................................................16
Diagramm 12: Erfassung und Nutzung von Vornamen..............................................................................16
Diagramm 13: Erfassung und Nutzung von Nachnamen..........................................................................17
Diagramm 14: Abfrage der Telefonnummern im Anmeldeprozess........................................................18
Diagramm 15: Informationsgehalt der ersten Nachricht...........................................................................20
Diagramm 16: Virale Elemente der ersten Nachricht..................................................................................20
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+49 (0)89 / 120 09-600
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www.ecircle.com
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+49 (0)89 / 120 09-600
Deutschland
eCircle GmbH
Nymphenburger Höfe NY II
Dachauer Str. 63
80335 München
Großbritannien
eCircle Ltd.
14 St John‘s Square
London EC1M 4NL
Frankreich
eCircle SARL
10, rue du Fg Poissonnière
75010 Paris
Spanien
eCircle Spain, S.L.U.
Paseo de la Habana 9-11
28036 Madrid
Niederlande
eCircle Netherlands B.V.
Zen Building
Newtonlaan 115
3584 BH Utrecht
Italien
eCircle S.r.l.
Via Pietro Orseolo, 12
20144 Mailand
Über eCircle: eCircle ist einer der größten Werbevermarkter und Technologieanbieter für E-Mail-Marketing in Europa. Seit 1999
steht eCircle für innovative und effiziente Online-Marketing-Lösungen zur Neukundengewinnung und Kundenbindung. Führende
werbetreibende Unternehmen und Agenturen - wie die Deutsche Post, Volvo, TUIfly, OTTO und Nintendo - vertrauen auf die
konsequente Serviceorientierung und langjährige Erfahrung von eCircle. Das Unternehmen beschäftigt heute mehr als 300 Mitarbeiter
und ist mit eigenen Niederlassungen in den europäischen Kernmärkten Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und
den Niederlanden vertreten.
© eCircle GmbH, April 2011
PMS #
485U
3135U
123U
383U
072U
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