Lehrplanbezug nach Experiment

Werbung
CREATING TOMORROW’S SOLUTIONS
o
D
em 2
Ch
SCHULVERSUCHSKOFFER I LEHRERHANDREICHUNG
EXPERIMENTIEREN MIT
SILICONEN UND CYCLODEXTRINEN
Überblick über die Experimente
Lehrplanbezüge
WEGWEISER
o
D
em 2
Ch
CHEM2DO bietet je vier Versuche zu Siliconen und Cyclodextrinen. In Schülerversuchen erarbeiten sich die
Schüler selbstständig lehrplanrelevante Themen. Die Schüler erwerben Kompetenzen zu allen Basiskonzepten
und verknüpfen die Ergebnisse im Sinne eines kontextorientierten Chemieunterrichts. Der Koffer wurde für den
Einsatz in der Sekundarstufe I konzipiert. Hinweise zum Einsatz in der Sekundarstufe II ergänzen das Angebot.
Versuche zu Siliconen
Versuche zu Cyclodextrinen
V1
Wunderwasser
Do
Chem 2
Do
Chem 2
Hydrophobierung
V1
WunderWasser
Thermische Zersetzung
V5
Hitzetest
Hydrophobierung
thermische zersetzung
Chemikalie aus dem Versuchskoffer:
β-Cyclodextrin CAVAMAX® W7
Chemikalie aus dem Versuchskoffer:
siliconemulsion sILres® Bs 4004
13
63
V2
Rauchzeichen
Do
Chem 2
V6
Familienbande
Do
Chem 2
Brennverhalten von Siliconen
V2
Rauchzeichen
Hydrolyse
6a Silberspiegelprobe
6b Fehlingprobe
V6
Familienbande
Brennverhalten von Siliconen
Hydrolyse
6a Silberspiegelprobe
6b Fehlingprobe
chemikalien aus dem Versuchskoffer:
Siliconschlauch eLaSTOSiL® R PLuS 4305/50
Siliconöl aK 1000
Chemikalie aus dem Versuchskoffer:
β-Cyclodextrin CaVamaX® W7
25
V3
Reiz des Abbilds
Do
Chem 2
75
Do
Chem 2
CREATING TOMORROW’S SOLUTIONS
V3
Reiz des Abbilds
V7
Dufterlebnis
Binden von Geruchsstoffen
Abformung eines Gegenstands
V7
Dufterlebnis
Abformung eines Gegenstands
binden von Geruchsstoffen
Chemikalien aus dem Versuchskoffer:
siliconkautschuk elAsTOsil® M 4601A
Platinkatalysator elAsTOsil® M 4601b
Chemikalie aus dem Versuchskoffer:
β-Cyclodextrin CAVAMAX® W7
37
91
V4
Schaumkiller
Do
Chem 2
Do
Chem 2
V4
Schaumkiller
V8
Versteckspiel
Störung von Schaumlamellen
Wirt-Gast-komplexbildung
chemikalie aus dem Versuchskoffer:
Silicon antischaummittel SilFOam® Sre
chemikalie aus dem Versuchskoffer:
β-cyclodextrin cAVAMAX® W7
47
V8
Versteckspiel
Wirt-Gast-Komplexbildung
Störung von Schaumlamellen
2
V5
Hitzetest
105
CREATING TOMORROW’S SOLUTIONS
V1 WUNDERWASSER – HYDROPHOBIERUNG
INFORMATIONSBLATT – LEhRER
WUNDERWASSER
Einführung
Feuchtigkeit ist einer der wichtigsten
Auslöser von Schadmechanismen, die
Fassaden, Dächer und allgemein Bauten
angreifen und letztlich zerstören können
(siehe Abb. 1). Für Stahlbeton ist vor
allem Salzwasser gefährlich: Kapillare und
Poren lassen Wasser und darin gelöste
Salzbestandteile (Ionen) bis zum Stahlge­
rüst vordringen. Dort beschleunigen sie
den Korrosionsvorgang der Stahlteile. Der
entstehende Rost nimmt mehr Volumen
ein, der Beton platzt ab (siehe Abb. 2).
Genau dies verhindert die vorgestellte
hydrophobierende Imprägnierung. Das
Hydrophobiermittel führt zur Wasserab­
weisung (Hydrophobie, siehe Abb. 3).
Durch Reduktion der Oberflächenspan­
nung wird der Kapillartransport verhindert.
In diesem Versuch werden die Poren
eines Gasbetonsteins durch eine Silicon­
emulsion hydrophobiert. Die Haftung
beruht auf stabilen Bindungen zwischen
dem Silicat des Baustoffs und dem
Grundgerüst des Silicons. Die unpolaren
Seitenketten in den Silicon­Molekülen
bewirken den wasserabweisenden Effekt.
Arbeitsform und Organisation
• DiezubereiteteChemikalienmenge
reicht für Gruppen mit zwei oder drei
Schülern.
• EindeutlichesVersuchsergebniserhält
man, wenn der Gasbetonstein nach
der Behandlung mit der Siliconemul­
sion im Trockenschrank bei 80 °C für
15 Minuten erhitzt wird. So wird die
Vernetzung beschleunigt.
• MitderWACKERSiliconemulsion
können auch Textilien hydrophobiert
werden. Auf Baumwollgewebe (oder
einem anderen temperaturfesten
Gewebe) erhält man gute Ergebnisse.
Bügeln beschleunigt die Vernetzung.
• BeidiesemVersuchbietetsicheine
Zusammenarbeit mit dem Kunstlehrer
der Klasse an. Im Kunstunterricht
können Schüler aus Gasbetonstein
Skulpturen gestalten. Im Chemieunter­
richt können diese Skulpturen dann
hydrophobiert und für die Witterungs­
bedingungen im Garten oder auf dem
Balkon tauglich gemacht werden.
Poröser Baustoff
Risse und
Absprengungen
durch Frost- und
Tausalzschäden
Salzausblühungen
Informationsblatt für Lehrer
Versalzung
durch
aufsteigende
Mauerfeuchte
Feuchteflecken
Abb. 2: Stahlbeton korrodiert, weil
Wasser Salze hineintransportiert
Vorwissen bezogen auf die Basiskonzepte
Struktur­Eigen­
schaft
Vorwissen
Moleküle, Ionen, Molekül­Ionen, Bindungsarten, Elektronegativität,
(un)polare Elektronenpaarbindung, dreidimensionale Molekülstruk­
tur.
Zwischenmolekulare Wechselwirkungen (Dipol­Dipol­Wechselwir­
kung, Wasserstoff­Brückenbindung).
Unpolare Enden von Molekül­Ionen bewirken hydrophobe Wechsel­
wirkungen.
Polare Enden bewirken hydrophile Wechselwirkungen.
CD-ROM
Alle Unterlagen können
Sie direkt von der CD-ROM
CHEM2DO ausdrucken.
Abb. 1: Poröse Baustoffe werden
durch Wasser geschädigt
Zeitbedarf
Schülerversuch: 20 Minuten
Vernetzungszeit der Siliconemulsion:
15 Minuten im Trockenschrank bei 80 °C
Basiskonzept
Stoff­Teilchen
AUFBAU DER EINZELNEN
VERSUCHSBESCHREIBUNGEN
Am Beispiel V1 – Wunderwasser
Abb. 3: Wasser perlt von hydrophobierten Oberflächen ab
15
CREATING TOMORROW’S SOLUTIONS
• Thematische Einführung
• Überblick über den Versuch
•Information zur Arbeitsweise und
zum Zeitbedarf
•Vorwissen bezogen auf die Basiskonzepte
V1 WUNDERWASSER – HYDROPHOBIERUNG
VERSUcHSDURcHfüHRUNG – Lehrer/SchüLer
chemikalien
• WACKERSiliconemulsionSILRES®BS4004
• DestilliertesWasser
• TinteoderLebensmittelfarbstoff(zumEinfärbendesWassers)
Laborgeräte und Materialien pro Gruppe
• 2Bechergläser(100mL)
• 1Messzylinder(25mL)
• 1Glasstab
• 1Borstenpinsel
• 2Pipetten(3mL)
• 1Trockenschrankoder1Föhn
• 1Gasbetonstein,1BleistiftzumMarkieren
Durchführung
UnterteiledenSteinmiteinerdünnenBleistiftmarkierunginzweiHälften.MarkiereeineHälftemitdeinemVornamen,damitdie
GrenzezwischenbehandeltemundunbehandeltemBereichauchspäternochnachvollzogenwerdenkann.
1. Schritt
2. Schritt
3. Schritt
Versuchsdurchführung
(Kopiervorlage)
gefärbtesWasser
1,5mL
unbehandelte
Seite
15mL
unbehandelte
Seite
hydrophobierte
Seite
Gib15mLdestilliertesWasserindas
Becherglasa.Pipettieredannunter
Rühren1,5mLSILRES®BS4004zub
undverrühreanschließendnocheinmal
gutmitdemGlasstab.
50mL
hydrophobierte
Seite
TragemiteinemPinseldiefrischherge-
stellteSiliconemulsionaufeinerHälfte
desGasbetonsteinsrundumauf.Trockne
denSteinbei80°Cca.15Minutenlang
imTrockenschrankodermitdemFöhn.
BetrachtenachdemAbkühlendieOberflächedesSteinsundprüfe,obsichdie
behandelteHälftegegenüberderunbehandeltenHälftesichtbarveränderthat.
Färbe50mLWassermitTinte/Lebensmittelfarbeein.Pipettieredavoneinige
TropfenaufdieunbehandelteHälftedes
SteinsundbeobachtedieFormdes
Tropfens.GibdannauchaufdiebehandelteHälfteeinpaarTropfenund
beobachte,wiesiesichimRuhezustand
aufderOberflächeverhaltenbzw.was
passiert,wenndudenSteinkippst.
•
•
•
•
•
Zusatzversuche
Überprüfe,obsichdieSiliconemulsionauchzurHydrophobierungandererMaterialieneignet(Filz,Holz,Textilien,Beton,Ton-Blumen-
topfetc.).BeihitzefestenTextilienkanndieEmulsionnachdemAuftragenauchmitdemBügeleisentrockengebügeltwerden.
entsorgung
RestedesVersuchsgemischeskönnenimAusgussentsorgtwerden,gutmitWassernachspülen.DieEntsorgungderpräparierten
GasbetonsteineerfolgtüberdenRestmüll,wobeiörtlicheVorschriftenzubeachtensind.
16
CREATING TOMORROW’S SOLUTIONS
?
V1 WUNDERWASSER – HYDROPHOBIERUNG
ARBEItSBLAtt – Schüler
?
4. a) Markiere an folgenden Valenzstrichformeln die stark polaren elektronenpaarbindungen (also solche, bei denen der
Unterschied der elektronegativitäten mindestens 1 beträgt).
b) Kennzeichne in den Molekülstrukturen polare und unpolare Bereiche mit unterschiedlichen Farben.
Polare und unpolare Bereiche
Wasser
Methan
Chemikalien und Materialien
Illustrierte Versuchsanleitung
Schülergerechte Formulierung
Zusatzversuche
Hinweis zur Entsorgung
Hexansäure
Do
Chem 2
ExpErimEntiErEn mit SiliconEn
und cyclodExtrinEn
CD-ROM: CHEM2DO
• Unterlagen zum Ausdrucken
• Sicherheitsdatenblätter
• Gefährdungsbeurteilungen
• Zusatzinformationen
6903de/06.15 ersetzt 6903de/05.12
Strukturausschnitt aus dem Silicon-Molekül
Arbeitsblatt – Schüler
(Kopiervorlage)
c) Ordne den Stoffen Wasser, Methan, hexansäure und Silicon die eigenschaften hydrophil bzw. hydrophob zu.
Begründe deine entscheidung.
• Lehrplanrelevante Themen
•Aufgaben zur Auswertung
des Versuchs
•Einbettung in den Alltag der
Schüler
5. Beim Skifahren ist es wichtig, dass das Wasser nicht in den Belag eindringt, sondern schnell abperlt. Informiere dich,
welche Bestandteile ein modernes Skiwachs enthält und welche Aufgaben die einzelnen Bestandteile erfüllen.
Stelle zusammen, welche Wetterfaktoren bei der Wahl des Skiwachses eine rolle spielen. Zur weiteren Information
kannst du den Artikel „Skiwachs“ auf der cD-rOM (liegt der cheM2DO-lehrerhandreichung bei) heranziehen.
18
CREATING TOMORROW’S SOLUTIONS
!
V1 WUNDERWASSER – HYDROPHOBIERUNG
ARBEItSBLAtt MIt LöSUNGEN – LEHRER
1. Beschreibe die Durchführung des Versuchs und deine Beobachtungen zum Versuchsergebnis in Stichpunkten.
• DurchBleistiftmarkierungGasbetonsteininzweiHälftenunterteilen.
• DenGasbetonsteinaufdereinenHälftemitderverdünntenSiliconemulsioneinpinselnundimTrockenschrankbei
80°C15Minutentrocknen.
• VerhaltendesWassersbeimAuftropfenaufbeidenHälftenüberprüfen.
DasWasserperltvonderbehandeltenHälftedesSteinsab,aufderanderenHälftewirddasWasseraufgesaugt.Aufder
behandeltenHälftesinddieWassertropfenkugelförmig.AufderunbehandeltenHälfteverliertderWassertropfenseine
Wölbungsofort,zerfließtundziehtdannindenGasbetonsteinein.
2. Schaue den Stein genau von oben und der Seite an, so dass du die Form der Wassertropfen auf den beiden Hälften
des Gasbetonsteins vergleichen kannst. Fertige eine Skizze an, wie sich die Tropfen auf beiden Hälften verhalten.
!
Gasbetonstein zur Hälfte mit SILRES® BS 4004 behandelt
hydrophobierte Seite
Wasser perlt ab
Wasser
zieht ein
3. Nenne je drei Materialien aus deiner Umgebung, die sich hydrophil bzw. hydrophob verhalten.
• hydrophil:zumBeispielKreide,Löschpapier,Filterpapier,unbehandeltetextileStoffe(Baumwolle)
• hydrophob:zumBeispielKerzenwachs,Fett,Öl,Plastikfolie
Info
Ob ein Stoff hydrophil (wasserliebend) oder hydrophob (wasserabweisend) ist, kann man nicht nur in Experimenten testen.
Auch aus der Struktur der Moleküle kann abgelesen werden, ob ein Stoff eher hydrophil, eher hydrophob oder sogar beides ist.
Sind in einem Molekül stark polare Elektronenpaarbindungen vorhanden, wie im Wasser-Molekül, dann ist der Stoff hydrophil.
Enthält ein Molekül nur unpolare oder wenig polare Elektronenpaarbindungen, ist das Molekül unpolar und der Stoff hydrophob.
Arbeitsblatt mit Lösungen –
Lehrer
4. a) Markiere an folgenden Valenzstrichformeln die stark polaren Elektronenpaarbindungen (also solche, bei denen der
Unterschied der Elektronegativitäten mindestens 1 beträgt).
b) Kennzeichne in den Molekülstrukturen polare und unpolare Bereiche mit unterschiedlichen Farben.
Polare Bereiche (blau) und unpolare Bereiche (rot)
Wasser
Methan
Hexansäure
Strukturausschnitt aus dem Silicon-Molekül
•Lösungen zu allen Aufgaben
•Hinweise zu Zusatzversuchen /-materialien
20
CREATING TOMORROW’S SOLUTIONS
Fachliche und didaktische
Hintergrundinformationen
V1 WUNDERWASSER – HYDROPHOBIERUNG
FACHLICHE UND DIDAKTISCHE HINTERGRUNDINFORMATIONEN – LEHRER
4. Fachliche Hintergründe
Mit der Hydrophobierung von Oberflächen
können Gebäude über lange Zeit vor verschiedenen Feuchteschäden geschützt
werden (siehe Abb. 1, S. 15). Das Mauerwerk oder die Betonoberfläche wird durch
das Auftragen der Siliconemulsion wasserabweisend gemacht (siehe Abb. 3, S. 15).
Alternativ dazu können Oberflächen
auch durch einen filmbildenden Anstrich
geschützt werden. Diese Versiegelung
der Poren hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: Das Baumaterial wird
weniger durchlässig für Wasserdampf.
Feuchtigkeit im Mauerwerk kann nicht
mehr entweichen, das entstehende Kondenswasser schädigt die Bausubstanz.
Feuchte Wände kühlen zudem schneller
aus.
Abb. 6: Die nach außen gerichteten,
unpolaren Methylgruppen der Siliconschicht weisen Wasser ab
Abb. 8: Alkyltrialkoxysiloxane und Alkyldialkoxysilanole kondensieren unter
Alkoholabspaltung untereinander zu einem Netzwerk
Die Imprägnierung mit einer Siliconemulsion ist hochwirksam. Würde man einfache Emulgatoren verwenden, bildeten
sich Micellen mit Durchmessern von mehr
als 1.000 nm. In diesem Fall verhindern
die zwischenmolekularen Wechselwirkungen zwischen den unpolaren Teilen
der Emulgatormoleküle, dass sich kleine
Tröpfchen mit einer starken Krümmung
bilden können.
Abb. 7: Tröpfchenbildung in den
Micellen einer Siliconemulsion
Emulgator
Co-Emulgator
Mit der Siliconemulsion wird der Baustoff
offenporig hydrophobiert. Das heißt, jede
Porenoberfläche wird mit einer monomolekularen Siliconschicht überzogen (siehe
Abb. 6). Siliconemulsionen entstehen durch
die Verwendung spezieller Emulgatoren.
Sie ermöglichen die Bildung extrem kleiner
Tröpfchen (Micellen) von 100 - 800 nm
Durchmesser. In ihnen zeigen die polaren
Molekülteile der Silicone nach außen in
das sie umgebende Wasser (siehe Abb. 7).
Wird die Siliconemulsion auf den Baustoff
aufgetragen, brechen die Micellen auf.
Die polare Siloxankette – Si – O – Si – O –
in der Molekülstruktur der Silicone richtet
sich zu der polaren Oberfläche des Steins
aus. Die unpolaren Alkyl-Gruppen an den
Silicium-Atomen strecken sich weg von
der Baustoffoberfläche (siehe Abb. 6).
Die wasserabweisende Wirkung kommt
erst nach dem Aushärten des Silicons
zustande. Die in der Siliconemulsion
enthaltenen Komponenten bilden nach
Kondensation ein Netzwerk (siehe Abb. 8).
Die unpolaren organischen Gruppen führen zu dem wasserabweisenden Effekt.
Im Versuch wird die Aushärtung durch
erhöhte Temperatur beschleunigt. Die
Siliconimprägnierung haftet auf der
Gasbetonoberfläche durch zwischenmolekulare Wechselwirkungen der polaren
Siloxankette mit Ionen aus den SilikatGerüsten im Gasbeton (siehe Abb. 6).
Mit folgender Animation kann die im
Versuch analysierte wasserabweisende
Wirkung sowohl auf Phänomen-Ebene als
auch auf molekularer Ebene anschaulich
demonstriert werden:
http://www.chemiedidaktik.uni-wuppertal.
de/disido_cy/de/media/nav/nav_media_
de.html
•
•
•
•
Fachliche Hintergründe
Didaktische Aspekte
Inhaltsbezogene Kompetenzen
Hinweise zum Einsatz in
Sekundarstufe II (SII)
CREATING TOMORROW’S SOLUTIONS
CD-ROM: DiSiDo-Cy
• Didaktische Modelle
• Weitere Versuche
• Animationen und Videos
23
DISIDO-CY - DIDAKTISCHE SILICON UND
CYCLODEXTRIN DOKUMENTATION
Eine Kooperation von WACKER und der
Bergischen Universität Wuppertal © 2012
7.224de/11.14
3
CREATING TOMORROW’S SOLUTIONS
LEHRPLANBEZÜGE
V1 – Wunderwasser
Hydrophobierung eines
Gasbetonsteins
X
X
20 min
15 min Trocknen
V2 – Rauchzeichen
Brennverhalten von Siliconen
zusätzliche SII-Inhalte
• Makromoleküle mit maßgeschneiderten Eigenschaften
• Funktionalisierung/Ausrüstung von Textilien
• Emulgatoren und (Micro-) Emulsionen
• Polykondensation
• Brandschutzkabel
• Isolatoren
20 min
X
SI-Inhalte
• Molekülstruktur von Polymeren auf Kohlenstoffbasis
• Molekülstruktur von Siliconen
• Verbrennungsreaktion
• Nachweis von Wasser und Kohlenstoffdioxid
X
zusätzliche SII-Inhalte
• Hypothesenbildung und experimentelle Überprüfung
der Hypothese
• Messung der elektrischen Leitfähigkeit
• Entzündungstemperatur und Flammtemperatur
• Bindungsenergien und Bindungsdissoziation
V3 – Reiz des Abbilds
Abformung eines
Gegenstands
• Lebensmittelechte
Formen
• Abgusstechniken
in der Kunst
20 min
12 min Aushärten
V4 – Schaumkiller
Störung von
Schaumlamellen
15 min
SI-Inhalte
• Polyaddition
• Makromoleküle
• Temperaturabhängigkeit von Reaktionsverläufen
X
X
X
X
zusätzliche SII-Inhalte
• Funktionelle Gruppen und typische Reaktionen
• Polykondensation
• Weg vom Rohstoff (Sand) zur Anwendung
(Silicon-Negativabdruck)
• Verknüpfung von Reaktionen zu einem Syntheseweg
• Entschäumer
in Kosmetika,
Medikamenten
und industriellen
Prozessen
SI-Inhalte
• Oberflächenspannung
• Molekularer Aufbau von Tensiden und modellhafte
Darstellung
• Funktion von Tensiden bei der Schaumbildung
• Silicone als Antischaummittel
• Zwischenmolekulare Wechselwirkungen
• Hydrophobie und Hydrophilie
zusätzliche SII-Inhalte
• Tenside als Emulgatoren
• Waschwirkung der Tenside
4
X
X
Gleichgewicht
X
Silicone
Chemische Reaktion
X
Energie
SI-Inhalte
• Hydrophobie und Hydrophilie
• Polare und unpolare Elektronenpaarbindungen
• Zwischenmolekulare Wechselwirkungen
Nachhaltigkeit
• Bautenschutz
• Textilausrüstung
• Skiwachs
Basiskonzepte
Technik
Fachliche Inhalte/Lehrplanbezug
Struktur-Eigenschaft
Kontexte/
Anwendungen
Stoff-Teilchen
Versuch
CREATING TOMORROW’S SOLUTIONS
LEHRPLANBEZÜGE
Gleichgewicht
Chemische Reaktion
Energie
Nachhaltigkeit
Basiskonzepte
Technik
Fachliche Inhalte/Lehrplanbezug
Struktur-Eigenschaft
Kontexte/
Anwendungen
Stoff-Teilchen
Versuch
Cyclodextrine (idealerweise als Unterrichtsreihe)
V5 – Hitzetest
Thermische Zersetzung
20 min
• Pharmazeutische
Anwendungen
• Lebensmittelzusatzstoff
• Geruchsneutralisierung
• Kosmetika
SI-Inhalte
• Nachweis von Kohlenstoff, Kohlenstoffdioxid und Wasser
• Reaktionsgleichung zur Verbrennungsreaktion
• Qualitative Elementaranalyse
• Nachweisreaktion für Kohlenstoffdioxid mit Kalkwasser
• Vergleich mit der Reaktion von bekannten Kohlenhydraten
• Verwendung von Modellen zur Molekülstruktur
X
X
X
X
zusätzliche SII-Inhalte
• Biotechnologisches Herstellungsverfahren der
Cyclodextrine
• Abfolge der Aufreinigungsschritte
• Hypothesengeleitete Interpretation der Cyclodextrinverbrennung
V6 – Familienbande
Hydrolyse
6a Silberspiegelprobe
6b Fehlingprobe
25 min
SI-Inhalte
• Nachweisreaktionen (Silberspiegel- und Fehlingprobe) für
reduzierende Zucker
• Hydrolyse von Kohlenhydraten und Nachweis eines
Abbauprodukts
• Glucose als Baustein der Kohlenhydrate
• Molekularer Aufbau der Cyclodextrine
zusätzliche SII-Inhalte
• Aufstellen von Redoxgleichungen (Silberspiegel- und
Fehlingprobe)
• Eigenschaften der glykosidischen Bindung
• Mechanismus der säure- und basenkatalysierten Hydrolyse
V7 – Dufterlebnis
Binden von Geruchsstoffen
30 min
10 min Inkubation
SI-Inhalte
• Verwendung von Modellen
• Komplexbildung und -dissoziation als reversible Reaktion
• Grundlage des Geruchssinns
• Anwendung zur Maskierung von Gerüchen
X
X
zusätzliche SII-Inhalte
• Zwischenmolekulare Wechselwirkungen
• Chemisches Gleichgewicht bei Wirt-Gast-Komplexen
• Schlüssel-Schloss-Prinzip (Duftstoff und Rezeptor)
• Rolle des Wassers bei der Komplexbildung
V8 – Versteckspiel
Wirt-Gast-Komplexbildung
25 min
SI-Inhalte
• Phenolphthalein als Säure-Base-Indikator
• Gastaustausch bei Wirt-Gast-Komplexen
• Modell-Darstellungen des Wirt-Gast-Komplexes
• Eigenschaftsänderung durch Komplexierung
X
X
zusätzliche SII-Inhalte
• Molekülstruktur und Farbigkeit von Phenolphthalein
• Verschiebung von Gleichgewichten
• Molekulare Erkennung
5
Herunterladen