Spielzeitheft - Theater Augsburg

Werbung
SPIELZEIT 2010 | 2011
THEATER AUGSBURG
SPIELZEIT 2010 | 2011
AUGSBURG
... es geht noch heller.
SPIELZEIT 2010 | 2011
INHALTSVERZEICHNIS
Grußwort
Vorwort
Spielplan 2010 | 2011
Konzerte 2010 | 2011
Premieren
Opernball
Theaterpädagogik
Mitarbeiter
Sponsoring
Die Abonnements
Der Service
Eintrittspreise
Saalpläne
Anfahrt | Parken
Adressen | Kontakte
Impressum
4
8
10
16
20
56
58
68
72
78
96
97
99
117
118
120
1
DANKESCHÖN
In dem vorliegenden Heft finden Sie Bilder des Fotokünstlers A. T. Schaefer, der uns schon seit drei Jahren als Künstlerischer Berater und Fotograf
begeleitet.
Er hat mit unseren Mitarbeitern und Ensemblemitgliedern die Museen der Stadt Augsburg und andere Einrichtungen, beispielsweise der Sportkultur,
nämlich das Curt-Frenzel-Eisstadion, und der Architekturkunst, das Wasserwerk, besucht. Sie sehen in diesen Räumen kleine Inszenierungen, Szenen,
die zum Ausdruck bringen, dass in allen Räumen die Kunst zu uns spricht und wie wir alle gemeinsam das künstlerische Leben dieser Stadt erleben
und gestalten.
Viele haben mitgeholfen, damit dieser Bilderbogen entstehen konnte. Wir wollen uns bei allen herzlich bedanken.
Ab Seite 102 sehen Sie das Theater Augsburg im Jahre 2010, möge es auch dort bald heißen: ... es geht n(d)och heller!
Wir bedanken uns bei
Peter Bommas und Thomas Lindner vom Kulturpark West, Augsburg
Dr. Thomas Elsen, Museumsleiter, H2 – Zentrum für Gegenwartskunst
Dr. Christoph Emmendörffer, Museumsleiter, Maximilianmuseum Augsburg
Alois Fackler, Betriebsleiter, vom Curt-Frenzel-Eisstadion
Manfred Hahn, M. A., wissenschaftlicher Mitarbeiter/Geschäftsführende Leitung des Römischen Museums Augsburg
Richard Ide, M. A., Museumsleiter, Ballonmuseum Gersthofen
Dr. Karl Borromäus Murr, Museumsleiter, tim – Staatliches Textil- und Industriemuseum
Jutta Olbrich, stellvertretende Amtsleiterin der Neuen Stadtbücherei Augsburg
Dr. Michael Rummel, Museumsleiter, Naturmuseum Augsburg
Dr. Corinna Thierolf, Kuratorin der Ausstellungen, Staatsgalerie Moderne Kunst im Glaspalast
Dr. Christof Trepesch, Direktor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg, Schaezlerpalais
Dr. Manfred Uhl, Stabsstelle Marketing der Stadtwerke Augsburg Holding GmbH, Wasserwerk am Hochablass
Dagmar Wassmann, Vorstandsmitglied der Drei Mohren AG, Hotel Steigenberger Drei Mohren
Pfarrer Frank Zelinsky und Pfarrer Dr. Nikolaus Hueck, Barfüßerkirche
2
3
LIEBE FREUNDE DES THEATERS AUGSBURG,
ein neues Spielzeitheft durchzublättern steigert die Vorfreude auf die kommende Theatersaison. Es gewährt verheißungsvolle Einblicke in eine Realität,
die zwar jenseits unseres Alltags liegt, aber die Kraft hat, diesen zu durchdringen.
Trotz aller Unwägbarkeiten hat unser Theater wieder einen Spielplan vorgelegt, der Großes erwarten lässt. Wir werden diesen künstlerischen Höhenflug nach Kräften durch eine Verbesserung der örtlichen Rahmenbedingungen unterstützen. Nach jahrelangem Stillstand und Investitionsstau setzen
wir uns nun verstärkt für eine solide Zukunft des Großen Hauses, der Werkstätten und einer zweiten Spielstätte ein.
Aktuell gilt unsere Aufmerksamkeit der Realisierung einer Interimsspielstätte. Hier streben wir eine zeitnahe Lösung an: Der von den Fachstellen
erarbeitete Zeitplan sieht vor, den Spielbetrieb in der geplanten Interimsspielstätte Anfang 2011 aufzunehmen. Damit steht einer Fortsetzung des
künstlerischen Höhenfluges dann nichts mehr im Wege.
Wir freuen uns darauf!
Ihr
Dr. Kurt Gribl
Oberbürgermeister
4
Peter Grab, Dr. Kurt Gribl
Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Bürgermeister Peter Grab, Referent für Kultur, Jugendkultur und Sport, im Römischen Museum Augsburg
Peter Grab
Bürgermeister, Referent für Kultur, Jugendkultur und Sport
5
Die Theaterleitung v. l. n. r.: Jürgen Höfer, Technischer Direktor,
Ursula Baier Pickartz, Leiterin der Abteilung Kommunikation und Sponsoring,
Steffen Rohr, Kaufmännischer Direktor, Juliane Votteler, Intendantin, Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor
6Markus Trabusch, Schauspieldirektor, Ralf Waldschmidt, Operndirektor,
Robert Conn, Ballettdirektor, im Intendanzbüro des Theaters Augsburg
7
SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,
LIEBES PUBLIKUM,
Im Lindauer Hafen grüßen der Leuchtturm und der bayerische Löwe
in der Hafeneinfahrt die Ankommenden und Abreisenden, und sie tun
es beide selbstbewusst, als würden sie nicht im schwäbischen Meer,
sondern in einem viel größeren Gewässer angesiedelt sein.
Ein Leuchtturm steht für Sicherheit. Er sendet Licht, um einen Hafen,
eine Fahrrinne oder einen für die Navigation wichtigen Punkt zu markieren.
Dieses Licht empfindet man auf hoher See oder auf dem Wasser generell als einen Orientierungspunkt. Am Land signalisiert der Turm
Zuverlässigkeit, prägt eine Landschaft, gibt der Küstenlinie Struktur.
Immer ist er ein Sinnbild für Kommunikation in der Nähe und der
Ferne. Was liegt da näher, als mit dem Leuchtfeuer des Augsburger
Kulturlebens Signale bis hin zum anderen schwäbischen Leuchtturm
zu senden.
8
gibt Flauten, es gibt Nebel, Funkstörungen, Versorgungsengpässe.
Der Intendant ist der Kapitän auf der Brücke, er hat den Zahlmeister
neben sich und in einem Dreispartenhaus drei Offiziere, die den Kurs
halten, den sie mit dem Kapitän festgelegt haben.
In den Kabinen der Verwaltung wird gerechnet, in der Kombüse gekocht. Im Bauch des Schiffes wird fast rund um die Uhr gearbeitet.
Die Maschinen werden gewartet, Dekorationen hergestellt, und jeden
Abend gibt es ein neues Programm im Festsaal zu bestaunen.
So ein Riesenschiff muss manchmal den Kurs ändern. Dafür braucht
man Orientierungspunkte. Landmarken auf hoher See. Dann kann der
Dampfer sicher in den Hafen einlaufen ...
Der bayerische Löwe im Hafen steht für wehrhafte Verteidigung, für
Mut, für Kraft. Auf dem Titel unserer Spielzeitbroschüre soll er zugleich darauf hinweisen, dass auch das Augsburger Leuchtfeuer des
bayerischen Löwen bedarf, so wie im Lindauer Hafen!
Das Theater Augsburg steht am Ende der Fuggerstraße und sendet
seine Leuchtkraft in die Stadt und die Region. Obwohl vielen Turbulenzen ausgesetzt, haben wir in der vergangenen Spielzeit behauptet:
„Augsburg leuchtet. Das Theater strahlt.“ Und so ist es auch weiterhin.
Ja, wir lassen den Mut nicht sinken und sagen sogar: „Es geht noch heller.“ Denn wir wissen, gerade in den Zeiten der Krise, der Unsicherheit,
der Unwägbarkeiten können wir uns als Institution immer wieder an
Ein Theater hat aber in der Sprache der Nautik sehr viel mehr Ähnlichkeit mit einem Schiff:
Ein Spielplan ist eine Reise, das Theater legt im Herbst ab und sticht
in See. Die Gewässer sind mal ruhig, mal turbulent. Es gibt Stürme, es
den Werten der Kunst orientieren. Dafür steht das Theater, dafür steht
im Sinne des Glanzes, der ja in dieser Stadt eine wichtige Rolle spielt,
auch der Turm und der verlässliche und starke Löwe.
Das eine ist die Strahlkraft der Beständigkeit und Sicherheit, das andere ist aber auch die Verteidigung. Wir alle wissen, dass es die Kunst
auch stets zu verteidigen gilt. Die Werte der Kunst, der Bildung und
ihrer Verbreitung sind die Grundlagen unseres Zusammenlebens.
Das Theater sendet seine Signale als Einladung und als Botschaft. Bewacht vom Löwen, der die Bestandsicherung garantiert, denn Stadt und
Land sichern die Ausflüge der Kunst auf hohe See.
Wir brauchen in dieser Spielzeit sehr viele Orientierungspunkte. Denn
unsere Schiffsflotte muss sich neue Ziele suchen: Unsere Sinfoniekonzerte finden in der Stadthalle Gersthofen statt, die lange und mit viel
Liebe von allen bespielte Komödie muss geschlossen werden, und unser
Schauspielensemble legt an verschiedenen, improvisierten Domizilen
an, wo es unter erschwerten Bedingungen, aber mit Phantasie, Mut und
Löwenkräften spielen wird. Und mit dem neuen Jahr 2011 und der Ersatzspielstätte, die jetzt noch den Arbeitstitel Container trägt, hat das
Ensemble erst einmal ein Dach über dem Kopf. Dann ist die Flotte sehr
nah zusammengerückt und in der Konzentration auf die Kunst vereint.
Aber wir brauchen Geschick und Mut, Phantasie, Humor und Gelassenheit, um dies alles auch an Sie, an unser Publikum zu senden. Daher
ist der Leuchtturm ein gutes Symbol – wir senden Licht und blinken
unsere Botschaft in Stadt und Land: Hier sind wir. Kommen Sie zu
uns, in den Wirrnissen von Wirtschaftskrisen und Aschewolken, von
ständig neuen erschütternden Nachrichten steht das Theater fest in der
Brandung, und es ist verbunden mit allen Kulturinstitutionen der Stadt.
Mit diesen zusammen beschreiben wir, wie lebendig die Kunst in Augsburg jeden Tag gelebt wird, wie vielfältig und anregend das Angebot der
Stadt ist.
Wir sind eine starke Gemeinschaft, und wir freuen uns, dass dies im
vorliegenden Heft so wunderbar zu sehen ist: unsere Künstler und Mitarbeiter in allen anderen Stätten der Kunst und Kultur, als Partner und
auch als Suchende.
Denn nur wer immer auf der Suche bleibt, weiß, dass er nicht ankommt
um zu stagnieren, sondern Rast macht, um Neues zu schaffen. Dafür
braucht man Signale, an denen man sich orientieren kann und auf die
Verlass ist. Dass man weitermachen kann. Damit die Reise wieder aufregend, neu und verheißungsvoll wird.
Sie brauchen also nur zu schauen, wo das Licht blinkt: Da finden Sie Ihr
Theater, die Wartung geht weiter, die Schotten halten noch. Wie lange
sie noch halten, ist allerdings ungewiss. Wir haben ein paar Fotos ins
Heft aufgenommen, die Ihnen zeigen, dass ein Aufenthalt im Trockendock dringend notwendig ist.
Aber vorerst: Kommen Sie an Bord, es wird ganz sicher eine sehr spannende Reise.
Ihre
Juliane Votteler, Intendantin des Theaters Augsburg
9
PREMIEREN MUSIKTHEATER 2010 | 2011
ORPHEUS – SAITENSCHLAG
30. Oktober 2010, Großes Haus
Koproduktion von Ballett und Musiktheater
AIDA Giuseppe Verdi (konzertant)
7. November 2010, Großes Haus
LE NOZZE DI FIGARO Wolfgang Amadeus Mozart
4. Dezember 2010, Großes Haus
AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY Kurt Weill/Bertolt Brecht
29. Januar 2011, Großes Haus
TRISTAN UND ISOLDE Richard Wagner
12. März 2011, Großes Haus
ERWIN, DAS NATURTALENT Mike Svoboda
28. April 2011, Parktheater im Kurhaus Göggingen
KING ARTHUR Henry Purcell
7. Mai 2011, Großes Haus
Koproduktion von Musiktheater, Schauspiel und Ballett
RIGOLETTO Giuseppe Verdi
3. Juli 2011, Freilichtbühne
Wiederaufnahmen:
LUCIA DI LAMMERMOOR
MADAMA BUTTERFLY
10
Intendantin Juliane Votteler und Steffen Rohr, Kaufmännischer Direktor, im Schaezlerpalais, Deutsche Barockgalerie, Augsburg
11
foto RW MT
PREMIEREN SCHAUSPIEL 2010 | 2011
KEIN SCHIFF WIRD KOMMEN Nis-Momme Stockmann
DIE ABSEITSFALLE
10. Oktober 2010, Dierig-Gelände
25. Juni 2011, Freilichtbühne
DER KIRSCHGARTEN Anton Tschechow
16. Oktober 2010, Großes Haus
SONNY BOYS Neil Simon
17. Oktober 2010, Dierig-Gelände
DIE KLEINE HEXE Otfried Preußler
14. November 2010, Großes Haus
DIE KUNST DER KOMÖDIE Eduardo de Filippo
27. November 2010, Textilmuseum (tim)
MARIA MAGDALENA Friedrich Hebbel
15. Januar 2011, Großes Haus
MANN IST MANN Bertolt Brecht
22. Januar 2011, Container
BLICK ZURÜCK IM ZORN John Osborne
25. März 2011, Container
DER BESUCH DER ALTEN DAME Friedrich Dürrenmatt
Wiederaufnahmen:
26. März 2011, Großes Haus
DIE WEBER VON AUGSBURG
ARSEN UND SPITZENHÄUBCHEN
TROMMELN IN DER NACHT
DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK
WASCHSALON WUNDERLICH
KING ARTHUR Henry Purcell
7. Mai 2011, Großes Haus
Koproduktion von Musiktheater, Schauspiel und Ballett
12
Operndirektor Ralf Waldschmidt und Schauspieldirektor Markus Trabusch im Containerpark, Augsburg
13
PREMIEREN BALLETT 2010 | 2011
ORPHEUS – SAITENSCHLAG
30. Oktober 2010, Großes Haus
Koproduktion von Ballett und Musiktheater
GEMISCHTES DOPPEL
19. Februar 2011, Container
LIEBESBLIND – SHAKESPEARE VERTANZT
9. April 2011, Großes Haus
KING ARTHUR Henry Purcell
7. Mai 2011, Großes Haus
Koproduktion von Musiktheater, Schauspiel und Ballett
14
Yseult Lendvai, Leitende Ballettmeisterin, und Robert Conn, Ballettdirektor, im Staatlichen Textil- und Industriemuseum, Augsburg
15
SINFONIEKONZERTE
1. HELDEN LEBEN
4. BÖHMISCHE KLÄNGE
27. | 28. September 2010 | 20.00 Uhr | Stadthalle Gersthofen
Blick in die musikalische Werkstatt Konzerteinführung mit Orchester
Ludwig van Beethoven Leonore Nr. 3 op. 72 – Ouvertüre
Eduard Tubin Konzert für Kontrabass und Orchester
Richard Strauss Ein Heldenleben, Tondichtung op. 40
Edicson Ruiz, Kontrabass | Dirk Kaftan, Dirigent
10. | 11. Januar 2011 | 20.00 Uhr | Stadthalle Gersthofen
Leoš Janáček Taras Bulba Rhapsodie für Orchester
Antonín Dvořák Konzert für Violoncello und Orchester in h-Moll op. 104
Antonín Dvořák Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60
Maximilian Hornung, Violoncello | Dirk Kaftan, Dirigent
5. VISIONEN UND TODSÜNDEN
2. 50er: EIN JAZZIG-SINFONISCHES KALEIDOSKOP
18. | 19. Oktober 2010 | 20.00 Uhr | Stadthalle Gersthofen
Rolf Liebermann Konzert für Jazzband und sinfonisches Orchester
Duke Ellington A Tone Parallel To Harlem (The Harlem Suite)
Sergej Prokofjew Sinfonie Nr. 7 cis-Moll op. 131
Big-Musikwerkstatt-Band Augsburg (Leitung Peter Reschka) |
Kevin John Edusei, Dirigent
(Zum Brechtfest)
7. | 8. Februar 2011 | 20.00 Uhr | Stadthalle Gersthofen
Blick in die musikalische Werkstatt Konzerteinführung mit Orchester
Franz Liszt Les Préludes Sinfonische Dichtung
Kurt Weill Die sieben Todsünden Ballet chanté
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 5 in c-Moll op. 67 Schicksalssinfonie
Kerstin Descher, Mezzosopran | Solisten des Opernensembles |
Dirk Kaftan, Dirigent
3. BRÜCKEN – GIORA FEIDMAN
(Kooperation mit dem Festival der 1000 Töne)
15. | 16. November 2010 | 20.00 Uhr | Stadthalle Gersthofen
Blick in die musikalische Werkstatt Konzerteinführung mit Orchester
Ora Bat Chaim Together
Max Bruch Kol Nidrei Adagio nach hebräischen Melodien op. 47
Gil Aldema In Chassidic Mood
André Hajdu King’s Fanfare
Traditional Happy Nigun (Arr. Peter Breiner)
Leonard Bernstein Sinfonie Nr. 3 Kaddish
Giora Feidman, Klarinette | Dirk Kaftan, Dirigent
16
Das Philharmonische Orchester Augsburg und Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor, im Ballonmuseum Gersthofen
6. VERBOTENE LIEBEN
21. | 22. März 2011 | 20.00 Uhr | Stadthalle Gersthofen
Sergej Prokofjew Romeo und Julia Ausschnitte aus dem Ballett op. 64
Barbara Mayer Auftragskomposition des Philharmonischen Orchesters
Augsburg für Schlagzeug und Orchester
Richard Wagner 1. Aufzug aus Die Walküre WWW 86b
N.N. Sopran | N.N. Tenor | N.N. Bass | Förderpreisträger des
Philharmonischen Orchesters Augsburg, Schlagzeug
Dirk Kaftan, Dirigent
17
neue Texte
SINFONIEKONZERTE
7. MACHT IM ZERRSPIEGEL mit Elke Heidenreich
2. ALLE MENSCHEN WERDEN BRÜDER
11. | 12. April 2011 | 20.00 Uhr | Stadthalle Gersthofen
Blick in die musikalische Werkstatt Konzerteinführung mit Orchester
Mauricio Kagel Zehn Märsche um den Sieg zu verfehlen
Joseph Haydn Sinfonie Nr. 100 in G-Dur Militär-Sinfonie
Bernd Alois Zimmermann Musique pour les soupers du Roi Ubu
Elke Heidenreich, Rezitation | Dirk Kaftan, Dirigent
(Zum Friedensfest)
17. Juli 2011 | Freilichtbühne
Ein großes musikalisches Programm zum letzten Satz von Beethovens
9. Sinfonie mit Musikern unterschiedlicher Welten und Genres.
N.N. Dirigent
EINE STUNDE MOZART
8. BACH UND SÖHNE
(Zum Mozartfest)
16. | 17. Mai 2011 | 20.00 Uhr | Stadthalle Gersthofen
Johann Christian Bach Ouvertüre und Suite aus Amadis de Gaule
Johann Christoph Friedrich Bach Klavierkonzert in Es-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie in C-Dur KV 338
Wolfgang Amadeus Mozart Chaconne aus der Ballettmusik zur Oper
Idomeneo KV 367
Martin Stadtfeld, Klavier | Reinhard Goebel, Dirigent
SONDERKONZERTE
18
Generalmusikdirektor Dirk Kaftan in der Barfüßerkirche, Augsburg
12. Dezember 2010 | 11.00 Uhr | Goldener Saal
Adagio und Fuge in c-Moll KV 546
Konzert für Flöte und Harfe in C-Dur KV 299
Klavierkonzert Nr. 9 in Es-Dur Jeunehomme KV 271
Mathias Dittmann, Flöte | Christine Gruber-Stegmayer, Harfe |
Sabina Hüttinger, Klavier | Kevin John Edusei, Dirigent
EINE STUNDE HAYDN
6. März 2011 | 11.00 Uhr | Goldener Saal
Sinfonie Nr. 6 in D-Dur Le matin
Hornkonzert Nr. 1 in D-Dur
Sinfonie Nr. 60 in C-Dur Il Distratto
Felix Winker, Horn | Carolin Nordmeyer, Dirigentin
1. FERNE WELTEN
WÜNSCH DIR WAS Silvester- und Neujahrskonzert
10. Oktober 2010 | 20.00 Uhr | Premium Aerotec GmbH
Jean-Féry Rebel Les éléments
Gustav Holst, The Planets Orchestersuite op. 32
Kevin John Edusei, Dirigent
31. Dezember 2010 | 1. Januar 2011 | Großes Haus
Wir erfüllen Hörwünsche des Augsburger Publikums nach einer großen
Publikumsbefragung mit der Augsburger Allgemeinen Zeitung.
Dirk Kaftan, Dirigent und Moderator
19
MUSIKTHEATER
Giuseppe Verdi
AIDA
Oper in vier Akten
Libretto von Antonio Ghislanzoni
Konzertante Aufführung
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
20
Roman Payer, Cathrin Lange und Seung-Gi Jung, Sänger, im Wasserwerk am Hochablass, Augsburg
Wolfgang Amadeus Mozart
LE NOZZE DI FIGARO
(DIE HOCHZEIT DES FIGARO)
Commedia per musica in vier Akten
Libretto von Lorenzo da Ponte nach der Komödie des Beaumarchais
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere 7. November 2010 | Großes Haus
Premiere 4. Dezember 2010 | Großes Haus
Verdis Oper Aida wurde, nachdem sie ursprünglich für die
Feierlichkeiten zur Eröffnung des Suez-Kanals vorgesehen war, 1871
mit zwei Jahren Verspätung in Kairo uraufgeführt. Die Novelle des
Archäologen Mariette, die Verdi angesichts seiner Vorliebe für ausgefallene Stoffe begeisterte, regte ihn zu einer Ägyptenreise an. Beeindruckt
von der Kultur des Landes, wurde er zu jener exotischen und glutvollen
Thematik inspiriert, in der Liebeswettkampf, Krieg und Eifersucht aufeinandertreffen.
Der bekannte Triumphmarsch mit seinen eigens dafür angefertigten Aidatrompeten markiert einen der Höhepunkte dieser Oper der
Superlative. Die äthiopische Sklavin Aida, Tochter des Äthiopierkönigs
Amonasro, liebt den ägyptischen Feldherrn Radames, der nach erfolgreichem Kriegszug mit den äthiopischen Gefangenen, darunter
auch Amonasro, in Theben einzieht. Als Sieger wird ihm die ägyptische Königstocher Amneris versprochen. Radames wird jedoch des
Hochverrats angeklagt, nachdem er durch eine List die Kriegspläne verraten und sich – um Aidas Leben zu retten – als Schuldigen ausgegeben
hat. Als Radames zum Tode verurteilt wird, muss sich Aida zwischen
Vaterland und Liebe entscheiden …
Wenn es eine musikalische Komödie in letzter Perfektion gibt, dann ist
es Le nozze di Figaro. Mozart und da Ponte formten aus Beaumarchais’
am Vorabend der französischen Revolution entstandenem Lustspiel um
die politisch-erotischen Nöte eines Grafen, der seinem Kammerdiener
die Braut ausspannen will, ein psychologisches und musikalischtheatralisches Meisterwerk, in dem sich Charaktere, Handlung und
Musik in unerreichter Weise durchdringen und bedingen. Mozart schuf
authentische Menschen mit all ihren Widersprüchen, ihren Trieben
und Sehnsüchten, ihren Ängsten und Hoffnungen. Was Susanna,
Musikalische Leitung Dirk Kaftan
Musikalische Leitung Kevin John Edusei
Inszenierung Jan Philipp Gloger | Bühne Ben Baur
Kostüme Karin Jud | Dramaturgie Ralf Waldschmidt
Figaro, der Graf und die Gräfin tun und was sie fühlen, ist nicht an
eine Zeit gebunden, es ist heute so wahr und unmittelbar wie im 18.
Jahrhundert.
Jan Philipp Gloger, der in Augsburg das Publikum bereits mit Clavigo,
Emilia Galotti und Der Prinz von Homburg begeisterte, wird sich erstmals
als Opernregisseur vorstellen.
21
MUSIKTHEATER
Kurt Weill/Bertolt Brecht
AUFSTIEG UND FALL
DER STADT MAHAGONNY
Premiere 29. Januar 2011 | Großes Haus
„Gin und Whiskey/ Mädchen und Knaben/ Und eine Woche ist
hier:/ Sieben Tage ohne Arbeit“: Drei Kleinkriminelle gründen die
Stadt Mahagonny und versprechen diese paradiesischen Zustände
allen, die kommen wollen, um hier ihr Vergnügen zu finden und ihr
Geld zu lassen. Und sie kommen, die Gauner, Freudenmädchen und
Glückssucher. Nachdem Jimmy Mahoney, ein Holzfäller aus Alaska, ein
neues Geschäftsmodell ausruft, wonach man alles dürfen darf, erlebt die
Stadt einen weiteren Boom. Es wird gefressen bis zum Platzen, gesoffen
bis zum Umfallen, gehurt bis zur Erschöpfung und geboxt bis zum
Totschlag. Aber als Jimmy das Geld ausgeht, wird er angeklagt und soll
hingerichtet werden – denn er hat einen Grundsatz missachtet: Man
darf nur das, was man bezahlen kann!
Brechts Parabel auf den urbanen Kapitalismus erzählt von einer
nicht lebbaren Utopie, die auf Geld gegründet ist und damit die
zerstörerischen Begehrlichkeiten des Menschen freisetzt. Mit der 1930
uraufgeführten „epischen Oper“ beschritten Brecht und Weill neue
Wege im Musiktheater. Diese Opern-Revue vereint Songs, die sich am
Jazz, Blues und Foxtrott orientieren, mit Zitaten und Parodien, die sich
auf den tradierten Opernkanon beziehen.
Musikalische Leitung Dirk Kaftan | Inszenierung Tatjana Gürbaca
Bühne und Kostüme Stefan Heyne | Dramaturgie Juliane Votteler
22
Sally du Randt, Sängerin, und Ute Fiedler, Schauspielerin, im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst, Augsburg
23
MUSIKTHEATER
Richard Wagner
TRISTAN UND ISOLDE
Handlung in drei Aufzügen
Text vom Komponisten
Premiere 12. März 2011 | Großes Haus
Aus dem alten keltischen Mythos um die irische Königstochter Isolde
und Tristan, den Neffen König Markes von Kornwall, schuf Richard
Wagner (1813-1883) zwischen 1856 und 1859 seine Handlung, wofür
er die Komposition des Ring des Nibelungen mitten im dritten Akt von
Siegfried unterbrach. Nachdem Tristan und Isolde von der Hofoper
in Wien (nach 77 Proben!) und weiteren Theatern als angeblich
unaufführbar abgelehnt wurde, sorgte erst die Protektion des bayerischen
Königs Ludwig II. 1865 für die Uraufführung in München.
Wagner verlegt die Tragödie ganz ins Innere der Figuren. Der Liebestrank
und die gesellschaftlichen Konventionen sind nur äußere Anstöße für die
gegen sich selbst und die Mitmenschen rücksichtslose Verwirklichung
einer Liebe, die die Grenzen des Individuellen nicht akzeptieren will.
Der Versuch, mit dem anderen ganz eins zu werden, bleibt vergeblich
und endet doch tödlich. Wagners Musik überschreitet dabei ebenso alle
bis dahin vorhandenen Grenzen wie seine Protagonisten dies tun. „Die
Kunst des Übergangs“, wie Wagner seine Tristan-Musik charakterisiert,
der Versuch, die extremsten Gegensätze musikalisch zu vermitteln und
darstellbar zu machen, führt zu einer bis dahin unerhörten Intensität
des Ausdrucks.
Musikalische Leitung Dirk Kaftan |
Inszenierung Rosamund Gilmore | Bühne Carl Friedrich Oberle |
Kostüme Monika Staykova Dramaturgie Juliane Votteler
Franziska
Arndt | Schauspielerin
24
Seung-Hyun
Kim und Stephanie Hampl, Sänger, im Naturmuseum Augsburg
25
MUSIKTHEATER
Mike Svoboda
ERWIN, DAS NATURTALENT
Musiktheater für alle ab 6 Jahren
Libretto von Manfred Weiß nach Motiven aus Volker Kriegels Erzählung
Erwin mit der Tröte
Premiere 28. April 2011 | Parktheater im Kurhaus Göggingen
Schokolade – was das wohl ist? Um die Antwort zu finden, verlässt
der musikalisch begnadete Erwin seine Insel und folgt dem forschen
Forscher Prof. Hoggins in die größte Großstadt. Dabei hatte er in der
südöstlichen Südsee ein glückliches Leben mit seinen Freunden, den
Dschanglkings, geführt, mit denen es sich so wunderbar Partyfeiern
und Musikmachen lässt. Ganz zu schweigen von seiner großen Liebe
Rosa, die auch auf der Insel zurückgeblieben ist. Nun ist Erwin zum
Star geworden und tourt durch die Welt. Aber geht es ihm gut dabei?
Vermisst er seine Insel? Und was wird aus Rosa?
Bereits mit Der unglaubliche Spotz begeisterte das Autorenteam Svoboda
und Weiß Augsburgs junges Publikum. Nun präsentieren Studierende
des Leopold-Mozart-Zentrums gemeinsam mit Künstlern des Theaters
Augsburg eine neue Oper – diesmal in der besonderen Atmosphäre
des Parktheaters Göggingen. Nach Il re pastore ist dies bereits das
zweite Projekt im Rahmen der Kooperation zwischen Theater und
Universität.
Eine Kooperation mit dem Leopold-Mozart-Zentrum
der Universität Augsburg
26
Eberhard Peiker, Schauspieler, Eberhard Fritsche, Studienleiter, und Toomas Täht, Schauspieler, im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst, Augsburg
27
MUSIKTHEATER
Giuseppe Verdi
RIGOLETTO
Melodramma in drei Akten von Francesco Maria Piave
nach Victor Hugos Schauspiel Le Roi s’amuse
In italienischer Sprache
Premiere 3. Juli 2011 | Freilichtbühne
„Ein Buckliger, der singt? Warum nicht! … Ich finde es gerade wunderschön, diese Figur äußerlich missgestaltet und lächerlich, innerlich
aber leidenschaftlich und voll Liebe darzustellen.“ Mit diesen Worten
wehrte sich Giuseppe Verdi gegen Einwände der Zensur, das Libretto
zu Rigoletto entstamme dem Gebiet „einer ekelhaften Amoralität und
Trivialität.“ Das Publikum war von Verdis musikalisch-dramatischer
Gestaltung dieser Vater-Tochter-Tragödie begeistert und bereitete dem
Werk schon bei der Uraufführung 1851 in Venedig einen beispiellosen
Triumph. Verdi lässt seinen Figuren, ohne sie endgültig moralisch zu
bewerten, eine differenzierte und mitempfindende Gestaltung zuteil
werden. Der Herzog, dessen Kanzone La donna è mobile zur berühmtesten Tenorarie überhaupt wurde, ist nicht in erster Linie ein Wüstling,
eher ein sich verantwortungslos seinen Gefühlen überlassender, haltloser
junger Mann. Gildas Liebe zu ihm ist ebenso menschlich nachvollziehbar wie Rigolettos Bedürfnis nach Rache. Nach Turandot bietet Rigoletto
erneut ein großes italienisches Opernerlebnis vor der unvergleichlichen
romantischen Kulisse der Freilichtbühne am Roten Tor.
Musikalische Leitung Kevin John Edusei
Inszenierung Adriana Altaras | Bühne Frank Philipp Schlößmann
28
Die Dramaturgen Silke Meier, Lucie Machan, Roland Marzinowski und Geeske Otten in der Neuen Stadtbücherei Augsburg
29
Judith Bohle | Schauspielerin
30
31
Der Chor und der Extrachor des Theaters Augsburg mit Chordirektor Karl Andreas Mehling im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst, Augsbutg
SCHAUSPIEL
Nis-Momme Stockmann
KEIN SCHIFF WIRD KOMMEN
Premiere 10. Oktober 2010 | Dierig-Gelände
Die Insel Föhr ist ein verlassenes Stück Land, umgeben vom kalten
Wasser der Nordsee. An diesen Ort seiner Kindheit reist ein junger
Schriftsteller, um seinen Vater zu besuchen. Schon am Kai fallen Vater
und Sohn in ihre Rollenmuster: Der Vater freut sich über den Besuch,
der Sohn dagegen ist genervt. Aber der junge Mann hat ein konkretes
Anliegen: Er möchte ein Stück zum Mauerfall schreiben – und von
seinem Vater erhofft er sich einen authentischen Erfahrungsbericht über
die Wendezeit aus einer Randlage Deutschlands. Denn der aufstrebende
Theaterautor befindet sich gerade in einer Sinnkrise: „Ich sample nur
noch Spiel- und Gedankenarten, Stile, Formen. (…) Und weil sich alles
in mir trifft bin ich nichts.“ Doch bei dem Versuch, seinen Vater zum
Erzählen zu bewegen, sieht er sich mit seinen eigenen Erinnerungen
konfrontiert. Verdrängte Bilder von seiner Mutter, deren langes Sterben
er als Kind miterlebt hat, treten wieder zutage.
Der 28jährige Nis-Momme Stockmann gilt als großes Talent der
jüngsten Generation deutscher Dramatiker. Seine Dialoge zeichnen
sich durch den Klang einer alltäglichen Sprache aus, die dennoch seinen
Figuren eine poetische Ausdruckskraft verleiht.
Inszenierung Ramin Anaraki
32
Tjark Bernau und Anton Koelbl, Schauspieler, und Jan Friedrich Eggers, Sänger, im Staatlichen Textil- und Industriemuseum, Augsburg
33
SCHAUSPIEL
Anton Tschechow
DER KIRSCHGARTEN
Neil Simon
SONNY BOYS
Komödie in vier Akten
34
Yi Won Kim und Stepahnie Hampl im Naturkundemuseum
Alexander Koll, Eva Maria Keller, Toomas Täht | Schauspieler
Michael Stange und Klaus Müller, Schauspieler, in der Staatsgalerie Moderne Kunst im Glaspalast, Augsburg
Premiere 16. Oktober 2010 | Großes Haus
Premiere 17. Oktober 2010 | Dierig-Gelände
Wenn es nach Lopachin ginge, würde man alles abholzen, und zwar
sofort. Nach fünf Jahren im französischen Exil kehrt die Gutsbesitzerin
Ranjewskaja mit ihrer Tochter Anja zurück auf ihr Landgut mit dem
berühmten Kirschgarten. Nach dem Tod ihres Mannes und ihres kleinen
Sohnes hat sie das Familienvermögen verschleudert: Das Gut rentiert
sich schon lange nicht mehr, nun steht die Zwangsversteigerung bevor.
Zu Hause warten die übriggebliebenen Familienmitglieder und Freunde
auf die Rückkehrer, unter ihnen ist der geschäftstüchtige Lopachin. Er
hat sich aus einfachen Verhältnissen hochgearbeitet und ist der Einzige,
der hier konstruktiv denkt: Der Kirschgarten muss abgeholzt und in
Parzellen an Sommergäste verpachtet werden – nur so wäre der Ruin
aufzuhalten. Während die Zeit bis zum Auktionstag verstreicht, lässt
man sich gemeinsam durch einen letzten Sommer treiben …
Tschechows letztes Stück von 1904 porträtiert in Form einer
melancholischen Komödie eine Gesellschaft, die unfähig ist, sich auf
die Anforderungen der neuen Welt einzustellen. Für die einen sind die
Axthiebe im Kirschgarten das Ende, für die anderen der Aufbruch in
eine bessere und gerechtere Welt.
In einer heruntergekommenen Wohnung fristet der ehemalige Komiker
Willie Clark von aller Welt vergessen sein Dasein. Nur Ben, sein Neffe
und Agent, kümmert sich um ihn und bemüht sich meistens vergeblich,
Willie Aufträge zu verschaffen. Eines Tages berichtet Ben von einem
verlockenden Angebot: Willie soll mit seinem früheren Partner Al
Lewis die berühmteste Nummer des Duos für eine Fernsehshow
aufführen. Jahrzehntelang standen beide Männer als die „Sonny Boys“
auf den Bühnen der Varietés und waren die unangefochtenen Stars ihrer
Branche. Was ihr Publikum niemals ahnte – Willie und Al konnten sich
Inszenierung Markus Trabusch
Inszenierung N.N.
nie ausstehen, weder auf, noch hinter der Bühne. Nach anfänglichem
Zögern stimmt Willie zu, aber wie befürchtet brechen die alten
Rivalitäten hervor und es kommt zum Eklat …
Der Amerikaner Neil Simon gehört zu den erfolgreichsten
Komödienautoren des 20. Jahrhunderts. Zu seinen Markenzeichen
gehören pointierte, rasante Dialoge, gut gebaute Plots und Figuren, wie
sie das Leben nicht besser erschaffen könnte.
35
SCHAUSPIEL
Otfried Preußler
DIE KLEINE HEXE
Eduardo de Filippo
DIE KUNST DER KOMÖDIE
für alle ab 6 Jahren
Seung-Gi Jung | Sänger
36
Stephen Owen, Sänger, und Karoline Reinke und Judith Bohle, Schauspielerinnen, Maximilianmuseum Augsburg
Premiere 14. November 2011 | Großes Haus
Premiere 27. November 2010 | Textilmuseum
Wie gern würde die kleine Hexe zur Walpurgisnacht mit den anderen
Hexen auf dem Blocksberg tanzen! Doch mit ihren 127 Jahren ist
sie einfach noch zu jung. Weil sie nicht mehr warten will, schlägt sie
kurzerhand die Warnungen ihres Raben Abraxas in den Wind und mischt
sich unter die feiernden Hexen – bis sie von der Muhme Rumpumpel
entdeckt wird. Zur Strafe wird ihr der Besen abgenommen und eine
Prüfung auferlegt: Sie soll sich als gute Hexe bewähren und sich bei der
nächsten Walpurgisnacht einer harten Probe unterziehen. Die kleine
Hexe und ihr Rabe lassen sich natürlich nicht entmutigen. Schnell ist
Sein oder Schein – das ist hier die Frage! Der neu berufene Präfekt de
Caro tritt seinen ersten Arbeitstag in einer italienischen Kleinstadt an.
Sein erster Besucher ist der Leiter der städtischen Schauspielkompanie,
Oreste Campese. Dieser hat seine alte Spielstätte verloren und bittet
nun den Präfekten, eine Theatervorstellung mit seiner Anwesenheit
zu beehren, damit das Publikum die neue Spielstätte annimmt. Doch
de Caro verweigert diesen Wunsch, weist dem Schauspielleiter die
Tür – und bereut es kurze Zeit später. Denn Campese drohte beim
Abgang, das Theaterspektakel gleich hier, in seinem Büro, stattfinden
ein neuer Besen beim Händler Balduin Pfefferkorn erworben, und schon
kann das Prüfungsjahr beginnen – mit viel Witz und Erfindergeist hilft
die kleine Hexe, wo sie nur kann, gegen Ungerechtigkeit und Bosheit.
Aber ist sie dadurch am Prüfungstag eine „gute Hexe“?
Nach Hexe Hillary geht in die Oper im Foyer erobern diese Spielzeit mit
Otfried Preußlers Kinderbuch-Klassiker von 1957 die Hexen auch die
Große Bühne des Theaters Augsburg.
zu lassen. Und tatsächlich lassen die Honoratioren, die sich danach
mit ihrem Antrittsbesuch Gehör verschaffen wollen, den Präfekten an
ihrer wahren Identität zweifeln. Ein chaotischer Amtsarzt, ein kauziger
Pfarrer und eine hysterische Dorflehrerin verwandeln die Präfektur
innerhalb kurzer Zeit in ein Tollhaus …
Eduardo de Filippo (1900-1984) stellt sich mit dieser Farce, in der
das Theater sich selbst thematisiert, in die Tradition von Pirandellos
Komödien: Die Schauspielkunst vermag die Gewissheit, was Realität
ist, gründlich zu verunsichern.
Inszenierung Lilli-Hannah Hoepner
Inszenierung und Bühne Marcel Keller
37
SCHAUSPIEL
Friedrich Hebbel
MARIA MAGDALENA
Ein bürgerliches Trauerspiel in drei Akten
Premiere 15. Januar 2011 | Großes Haus
Im Haus des Tischlermeisters Anton haben seine Tochter Klara und
sein Sohn Karl unter dem Rigorismus ihres Vaters zu leiden: Es gelten
„zwei mal zehn Gebote“. Als Karl des Diebstahls bezichtigt und verhaftet wird, trifft die schwer erkrankte Mutter der Schlag. Klara bleibt
allein mit einem verbitterten Vater zurück und muss ihm schwören,
die Familie vor weiterer Schande zu bewahren. Aber Klara kann diesen Schwur nicht halten, denn sie trägt ein Geheimnis mit sich: Sie ist
schwanger, und Leonhard, ihr Verlobter, will aus Karrieregründen die
Verlobung auflösen.
Hebbels bürgerliches Trauerspiel aus dem Jahr 1843 zählt mit seiner
alttestamentarischen Sprachwucht unangefochten zu den Klassikern
der deutschen Dramenliteratur. Darin wird eine kleinbürgerliche Welt
nachgezeichnet, die sich in einer gesellschaftlichen Umbruchsphase befindet: Überlebte Wertvorstellungen stehen der Sehnsucht nach einem
eigenen Lebensentwurf gegenüber. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf,
an deren Ende ein verlassener Meister Anton feststellt: „Ich verstehe die
Welt nicht mehr!“
Inszenierung Anne Lenk
38
Generalmusikdirektor Dirk Kaftan und
Intendantin Juliane Votteler in der Barfüßerkirche, Augsburg
39
SCHAUSPIEL
Bertolt Brecht
MANN IST MANN
Lustspiel
Premiere 22. Januar 2011 | Container
Indien 1925 unter britischer Herrschaft. Der Packer Galy Gay geht
auf den Markt, um einen Fisch zu kaufen. Dabei trifft er auf eine
Maschinengewehrabteilung, die bei einem Einbruch ihren vierten Mann
verloren hat und auf der Suche nach Ersatz ist. Mithilfe von Alkohol,
Zigaretten und Geld überreden die Soldaten Galy Gay, die Stelle ihres
Kameraden Jeraiah Jip einzunehmen, und rüsten ihn über Nacht um.
Als Jeraiah Jip wird er die Grabrede auf Galy Gay halten und dann Held
des kommenden Eroberungskrieges werden.
In Brechts Lustspiel, uraufgeführt 1926 in Darmstadt, wird vorgeführt,
wie ein Mensch, der nicht nein sagen kann, vom friedfertigen Packer
zur Kriegsmaschine ummontiert werden kann. Das weiß auchWitwe
Begbick, in deren Kantine die Umwandlung beginnt: „Herr Bertolt
Brecht beweist auch dann,/ Daß man mit einem Menschen beliebig viel
machen kann./ (…) Man kann, wenn wir nicht über ihn wachen/ Ihn
uns über Nacht zum Schlächter machen“.
Inszenierung N. N.
40Philipp von Mirbach, Schauspieler, Sophia Brommer, Sängerin, und Ji-Woon Kim, Sänger, im Naturmuseum Augsburg
41
SCHAUSPIEL
John Osborne
BLICK ZURÜCK IM ZORN
Premiere: 25. März 2011 | Container
Drei junge Kleinstadtbohémiens hausen in einer schäbigen Dachzimmerwohnung: der Studienabbrecher Jimmy Porter, sein Freund Cliff
und Jimmys Frau Alison. Für den Lebensunterhalt sorgt mehr schlecht
als recht ein Kiosk, den Jimmy und Cliff betreiben. Alle drei haben in
diesem Menschenzoo ihre Rolle als Bär, Maus und Eichhörnchen gefunden, doch Jimmy, der Bär, terrorisiert seine Mitbewohner. Er sieht
sich als ein Gescheiterter in einer Gesellschaft, die ihm keine Chance
und Perspektive bietet. Vor allem Alison, die aus Liebe zu Jimmy ihre
begüterte Familie verließ, wird Ziel seiner Aggressionen. Alisons Freundin Helen rät ihr, zu ihren Eltern zurückzukehren – und tritt danach in
der WG an die Stelle von Alison. Aber bald darauf steht Alison wieder
vor der Tür …
Sein 1956 uraufgeführtes Stück Blick zurück im Zorn bescherte dem
jungen John Osborne einen überraschenden Welterfolg und machte ihn
zum bekanntesten Vertreter der „zornigen jungen Männer“. Ihre gesellschaftspolitische Protesthaltung, die sich programmatisch in Jimmys
Hasstiraden manifestiert, richtet sich gegen die emotionale Verarmung
und Triebunterdrückung in einer saturierten bürgerlichen Gesellschaft.
Inszenierung N. N.
42Eva Maria Keller, Schauspielerin, Kerstin Descher, Sängerin, und Martin Herrmann, Schauspieler, im Wasserwerk am Hochablass
43
SCHAUSPIEL
Friedrich Dürrenmatt
DER BESUCH DER ALTEN DAME
Eine tragische Komödie
Premiere 26. März 2011 | Großes Haus
In Güllen wird hoher Besuch erwartet: Die Milliardärin Claire Zachanassian hat ihr Kommen angekündigt. Von ihr erhofft sich die Stadt
finanzielle Unterstützung. Claire weiß um die desolate Lage ihrer
heruntergekommenen Heimatstadt, ihr Anliegen ist jedoch Rache: Sie
verspricht der Stadt eine Milliarde, wenn dafür der beliebteste Bürger
Güllens, Alfred Ill, getötet wird. Ill hatte seine Jugendliebe Claire geschwängert, dann vor Gericht die Vaterschaft geleugnet und dafür Zeugen bestochen. Sie hatte sich daraufhin in der Fremde als Prostituierte
durchs Leben geschlagen, bis sie durch eine Heirat zu großem Vermögen kam.
Die Stadt reagiert zunächst empört auf Claires Angebot. Trotzdem beginnen die Güllener Schulden zu machen, mit denen die Notwendigkeit
wächst, den verlangten Mord auszuführen …
Dürrenmatts 1956 in Zürich uraufgeführte tragische Komödie brachte dem Schweizer Dramatiker internationalen Erfolg und zählt mittlerweile zu den modernen Klassikern. Die Satire auf die Moral einer
Kleinstadt ist voller Kritik an einer Gesellschaft, in der für den eigenen
Vorteil auch Verbrechen in Kauf genommen werden.
Inszenierung Fabian Alder
44
Olga Nasfeter und Christine Diensberg, Schauspielerinnen, im Schaezlerpalais, Deutsche Barockgalerie, Augsburg
45
SCHAUSPIEL
DIE ABSEITSFALLE
Eine szenisch-musikalische Revue zur 10. FIFA Frauen-WM 2011
Premiere 25. Juni 2011 | Freilichtbühne
Eine Koproduktion von Schauspiel, Musiktheater und Ballett
Alle zwei bis vier Jahre wird die Abseitsfalle, versuchsweise mithilfe von
Bierdeckeln, Aschenbechern und Zigarettenschachteln, Generationen
von Fußball-Laien erklärt. Wo genau ein Spieler zu welchem Zeitpunkt
stehen darf, an dieser Frage sind schon Dates verunglückt, Beziehungen
gescheitert, Freundschaften zerbrochen. Das große dramatische – und
komische – Potential der ganzen Welt des Fußballs wird von den Schauspielern, Sängern und Tänzern des Theaters Augsburg ausgelotet, wenn
sich die Freilichtbühne am Roten Tor in eine Fankurve mit Stadionatmosphäre verwandelt. Auch das Theater Augsburg sagt dem Klischee,
Frauen verstünden nichts von Fußball, den Kampf an. Dabei werden
neben den Geschichten über Platzverweise auf dem Beziehungsspielfeld
auch die Nationen, die im FIFA Frauen-WM-Stadion gegeneinander
antreten werden, musikalisch miteingebunden. Nach dem großen Erfolg
von Die Comedian Harmonists steht diesen Sommer eine neue, eigens
entwickelte musikalisch-szenische Revue auf dem Programm, die mit
spielerischer Leichtigkeit und Eleganz Steilpässe von Slam-Poetry zum
Fanschlager, vom Opernzitat bis zum Popsong vorlegen wird: Anpfiff!
Inszenierung N. N.
Seung-Hyun Kim, Roman Payer, Per Bach Nissen | Sänger
46
Fernanda Bento, Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau, und Philipp Peters, Pressereferent, in der Neuen Stadtbücherei Augsburg
47
48Das Ensemble des Ballett Augsburg im Curt-Frenzel-Eisstadion, Augsburg
49
BALLETT
ORPHEUS – SAITENSCHLAG
GEMISCHTES DOPPEL
Premiere 30. Oktober 2010 | Großes Haus
Premiere: 19. Februar 2011 | Container
Eine Koproduktion von Ballett und Musiktheater
„Was für ein holder Klang läßt sich von weitem hören? Wie kützelt dies
mein Ohr?“ Niemand anders als Orpheus vermag so wunderbar zu
singen und Lyra zu spielen. Die tragische Geschichte über seine Liebe
zur Nymphe Eurydice und seine den Tod überlebende Treue wurde
1726 am Hamburger Gänsemarkt unter der Leitung des Komponisten
Georg Philipp Telemann uraufgeführt. Doch Orpheus ist nicht nur als
großer Musiker bekannt, die Griechen schreiben ihm auch die Erfindung
des Tanzes zu.
Diese enge Verbindung der beiden Künste inspirierte Leo Mujic zu
Im zweiten Ballettabend der Spielzeit werden jeweils ein bereits aufgeführtes Werk als auch eine Uraufführung von Maurice Causey und
Alejandro Cerrudo gezeigt.
Maurice Causey, in den USA geboren, gilt als äußerst europäisch geprägter Künstler. Er wurde von William Forsythe als Erster Solist an
das Frankfurter Ballett geholt, an dem er fast zehn Jahre tanzte, assistierte und co-choreografierte. Für fünf Solisten des Königlichen Ballett
Schweden schuf er 2003 seine erfolgreiche Choreografie Fleeting Visions
– ein zeitgenössisches Tanzstück zu Kompositionen Sergej Prokofjews.
einem vertanzten Orpheus. Das Philharmonische Orchester unter
der Leitung von Eberhard Fritsche spielt ausgewählte Sequenzen aus
Telemanns Oper, die von Sängern und Sängerinnen des Augsburger
Opernensembles interpretiert werden, durchbrochen von Orgelmusik
des Barockkomponisten Dieterich Buxtehude in einer Bearbeitung des
jungen Komponisten Leopold Hurt.
Leo Mujic machte sich mit Kreationen für Stuttgart, das Israel Dance
Festival sowie für die Deutsche Oper Berlin einen Namen. Seine
intensive Bewegungssprache zeigte er in Augsburg bereits 2008 mit
dem Rilke-Tanzprojekt Traumgekrönt.
Causey studiert dies neben einem neu kreierten Ensemblewerk mit dem
Ballett Augsburg ein.
Der in Madrid geborene Alejandro Cerrudo, Tänzer und neu ernannter
Hauschoreograf des Hubbard Street Dance Chicago, erarbeitet neben
einem neuen Ensemblestück mit dem Ballett Augsburg sein 2008 uraufgeführtes Ballett Extremely Close. Inspiriert durch ergreifende Klaviersoli des amerikanischen Pianisten Dustin O’Halloran und des wohl
wichtigsten amerikanischen Gegenwartskomponisten Philip Glass entstand ein feinfühliges und raffiniertes zeitgenössisches Ballett für acht
Tänzer.
Musikalische Leitung Eberhard Fritsche | Kompositorische
Choreografie Maurice Causey, Alejandro Cerrudo
Kostüme Maurice Causey, Alejandro Cerrudo,
Claudia Norma Stöckl de Keller
Bearbeitung Leopold Hurt | Choreografie Leo Mujic | Ausstattung/
Lichtdesign Thomas Mika | Dramaturgie Silke Meier, Lucie Machan
50Orchestergeschäftsführer Sigurd Emme und der 1. Kapellmeister Kevin John Edusei im Maximilianmuseum Augsburg
51
BALLETT
LIEBESBLIND –
SHAKESPEARE VERTANZT
Premiere: 9. April 2011 | Großes Haus
Zwei Ballette nach William Shakespeare, die unterschiedlicher nicht
sein könnten, werden an einem Abend vereint: Bridget Breiner, Erste
Solistin des Stuttgarter Balletts und dazu freischaffende Choreografin,
erarbeitet eine erweiterte Fassung ihres 2006 entstandenen Balletts The
Foul Prank oder Der böse Streich, das im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Junge Choreografen“ der Stuttgarter Noverre-Gesellschaft uraufgeführt wurde. Hinter dem Titel verbirgt sich nichts anderes als Shakespeares Othello, im rasanten und vor allem ironischen Schnelldurchlauf
zu spanischer Musik erzählt, dabei originell und sehr musikalisch choreografiert. Eine Uraufführung für das Ballett Augsburg von Ein Sommernachtstraum nach Shakespeare wird durch Choreograf Alan Hineline zur Bühnenmusik Felix Mendelssohn Bartholdys entstehen. Diese
humorvolle Verwechslungskomödie um das Suchen und Finden der
Liebe mit glücklichem Ausgang und der dramatische Stoff um Othello
und seine krankhafte Eifersucht mit tödlichen Folgen haben etwas gemeinsam: In beiden Fällen macht die Liebe blind für die Realität.
Choreografie Bridget Breiner, Alan Hineline
Ausstattung Stefan Morgenstern | Dramaturgie Lucie Machan
52Jürgen Endres, Chefmaskenbildner, und Sieglinde Hahn,
Leiterin der Statisterie, im Staatlichen Textil- und Industriemuseum, Augsburg
53
SCHAUSPIEL MUSIKTHEATER BALLETT
Henry Purcell
KING ARTHUR
Dramatick opera
Text von John Dryden
Premiere 7. Mai 2011 | Großes Haus
Eine Koproduktion von Schauspiel, Musiktheater und Ballett
Der sagenumwobene britische König Arthur steht vor großen
Herausforderungen: Oswald, Anführer der heidnischen Sachsen,
macht ihm die Vorherrschaft auf der Insel streitig. Auch auf einem
anderen Gebiet sind die beiden Konkurrenten, denn beide werben um
die Prinzessin Emmeline von Cornwall. Der Zauberer Merlin kämpft
auf der Seite Arthurs, aber auch Oswald kann sich auf magische Kräfte
stützen. Als Emmeline entführt wird und Arthur sie befreien will,
können ihn vor den Verlockungen des Zauberwalds nur Merlin und
seine Künste retten …
Henry Purcell schuf seine Semi-Oper mit Schauspielszenen in
Zusammenarbeit mit dem englischen Dichter und Dramatiker John
Dryden, der das fünfaktige Libretto verfasste. Anders als in früheren
Bühnenwerken des Barock verknüpft die Musik nicht nur die lose
gefügten Szenen, sondern treibt auch die Handlung voran. Ihr
melodischer Reichtum vermag sowohl das Innenleben der Figuren als
auch die phantasievollen Zauberwelten darzustellen.
Nach der Londoner Uraufführung 1691 kam es immer wieder zu
Aufführungen des Werkes in unterschiedlichen Fassungen. Am
Theater Augsburg wird King Arthur als Koproduktion von Schauspiel,
Musiktheater und Ballett zu erleben sein.
Musikalische Leitung Carolin Nordmeyer | Inszenierung Sigrid Herzog
54Bernd Piske, Betriebsingenieur, Dagmar Wolf, Assistentin des Technischen Direktors, Ute Seelig, Technische Leiterin, im Wasserwerk am Hochablass, Augsburg
55
GEH’N SIE MIT DER KONJUNKTUR,
... GEH’N SIE MIT AUF DIESE TOUR
11. Opernball im Großen Haus am 5. Februar 2011
Mit dem Konjunktur-Cha-Cha des Hazy-Osterwald-Sextetts laden
wir Sie ein, uns durch eine rauschende Ballnacht in Anlehnung an die
Fifties zu folgen.
Heute oft nostalgisch verklärt als Zeit von Nierentisch und Petticoat,
von Musicbox und Elvistolle, Radioschrank und Tütenlampe waren die
Jahre zwischen 1950 und 1960 Ausdruck eines neuen Lebensgefühls.
Der Alltag der Nachkriegszeit war geprägt von der Erleichterung, Krieg
und Not überlebt zu haben. Das „Wirtschaftswunder“ ist aus der Erinnerung an die fünfziger Jahre nicht wegzudenken. Urlaub im Ausland,
vorzugsweise in Italien, konnte man sich nun wieder leisten. Italien war
ein Vorbild in der Mode, doch die zentrale Rolle spielte die Pariser Haute Couture. Der „New Look“ des Modeschöpfers Christian Dior gab
hier den Ton an.
Wir freuen uns, Sie vielleicht sogar in Petticoat oder New Look am 5.
Februar 2011 zum 11. Opernball im Großen Haus begrüßen zu dürfen.
Cocktails, Fliegenpilz – das Hors d’oeuvre der 50er Jahre – und exotische Köstlichkeiten wie Toast Hawaii erwarten Sie, ehe Sie Diana und
Sugar Baby wieder auf das Tanzparkett locken.
INFORMATION
Besucherservice des Theaters Augsburg
Telefon 0821.324 4900 | [email protected]
56Ursula Baier Pickartz, Leiterin der Abteilung Kommunikation und Sponsoring, Wolfgang Buchner, Vorstand des Malsaals und
Leiter der Kascheur- und Tapezierwerkstätte und Intendantin Juliane Votteler im Malersaal des Theaters Augsburg
57
THEATERPÄDAGOGIK
Ob mit Workshops, Führungen, Publikumsgesprächen – das Theater
Augsburg öffnet sich mit einem umfangreichen Angebot Schulklassen,
Lehrern, Kindern und Jugendlichen und ermöglicht seinem jungen Publikum, das Theater als aktiven Bestandteil der Stadt wahrzunehmen.
Die detaillierte Übersicht über alle Projekte und Programme der Spielzeit 2010 | 2011 gibt es ab Juli 2010 als gesondertes KINDER- UND
JUGENDPROGRAMM in Druckform sowie unter
www.theater.augsburg.de.
KINDER- UND JUGENDVORSTELLUNGEN
Theater für Kinder Die kleine Hexe, Erwin, das Naturtalent
Familienkonzerte Das Cello – Aus dem aufregenden Leben eines Instruments, Wagner für Kinder, Karneval der Tiere, Die Noten sind rund und ein
Spiel dauert 90 Minuten (Kooperation mit dem Theater Kontrapunkt)
Schulvorstellungen am Vormittag Das Tagebuch der Anne Frank, Mann
ist Mann, Der Besuch der alten Dame, Blick zurück im Zorn
Jugendkonzerte Die Augsburger Jazzharmoniker, Links, zwo, drrrei, vier
– Märsche auf den Kopf gestellt (Kooperation mit MEHR MUSIK!)
PREMIERENKLASSEN
JTT – JUNGES THEATER TEAM
MEHR MUSIK! KLUBS
Zwei Schulklassen können pro Produktion die Entstehung einer Inszenierung verfolgen – inklusive Theaterführung, Workshop der Szenischen Interpretation, Probenbesuch, Gespräch mit dem Regieteam und
schließlich dem Besuch der fertigen Inszenierung.
Das jtt ist der Jugendclub des Theaters Augsburg, in dem sich Jugendliche ab 16 Jahren intensiv mit dem Theater in seinen unterschiedlichen
Formen beschäftigen. Darauf aufbauend entsteht eine Produktion,
die ab dem 23. Juni 2011 im Container gezeigt wird. Zwischenstände der schauspielerischen Arbeit des jtt werden im Rahmen der Reihe
jtt-Werkstatt, für die auch Künstler des Ensembles mit den Jugendlichen arbeiten, im Hoffmann-Keller zu sehen sein.
Im KlangTheaterKlub (Leitung: Christina Bründler, Frank Aumann)
können alle theaterinteressierten MusikerInnen und alle musikinteressierten SchauspielerInnen ab 14 Jahren mitmachen: Es entstehen
Raum-Klang-Kompositionen und -Performances.
INS ORCHESTER GETAUCHT | INS BALLET GEBEAMT
Schulklassen besuchen eine Probe des Philharmonischen Orchesters
und lernen die Musiker samt Dirigenten im Gespräch kennen. Auch
das Ballett öffnet seine Proben gern für interessierte Schulklassen, die
im Ballettsaal die konzentrierte Arbeit an einer neuen Choreografie
miterleben möchten.
KOOPERATION P-SEMINAR IM G8 (für Gymnasien)
Projekt-Seminare der gymnasialen Oberstufe können für eineinhalb
Jahre die Kooperation mit dem Theater Augsburg eingehen: Anhand
einer vorgegebenen Struktur lernen die Teilnehmer das Theater kennen
und erarbeiten eigene Vermittlungsstrategien für ein junges Publikum.
LEHRER-SERVICE
Philharmoniker on Tour – das Philharmonische Orchester Augsburg
zu Gast in der Schule: Eine musikalische Weltreise – Musik aus aller
Welt, Bilder einer Ausstellung, Peter und der Wolf
WORKSHOPS ZUR SZENISCHEN INTERPRETATION
Als Vorbereitung eines Vorstellungsbesuchs erspielen die Teilnehmer
ihre eigene Version der Handlung, die sie später auf der Bühne sehen,
und reflektieren den Entstehungsprozess ihrer Interpretation.
58
Über den Lehrerverteiler der Theaterpädagogik erhalten Sie regelmäßig
alle Neuigkeiten und Angebote aus der Theaterpädagogik, vom Unterrichtsmaterial bis zur Einladung zum Lehrer-Tee. Ihr eigenes Unterrichtsrepertoire können Sie durch Lehrerfortbildungen zur Szenischen
Interpretation in Schauspiel und Musiktheater sowie durch die Fortbildungen des MEHR MUSIK!-Projekts zu Neuer Musik für Kinder und
Jugendliche erweitern.
JTT MUSIKTHEATER
Seit der Spielzeit 2009 | 2010 gibt es das jtt musiktheater unter der
Leitung von Jan Friedrich Eggers, Mitglied des Opernensembles: Hier
erarbeiten jugendliche Musiktheaterbegeisterte gemeinsam eine eigene
Produktion für den Hoffmann-Keller.
Der KlangKlubElektronik (Leitung: Sebastian Giussani) vermittelt
Grundlagen der elektronischen und experimentellen Klangerzeugung:
An Synthesizern, Bandmaschinen, Computern und selbst gebauten Instrumenten wird experimentiert.
INFORMATION UND KONTAKT
Theaterpädagogik
Telefon 0821. 324 4548
[email protected]
STT – SENIOREN THEATER TEAM
Als Pendant zum jtt treffen sich im stt ein Mal pro Woche ältere Schauspieltalente am Theater Augsburg, um die Grundlagen des Schauspiels
zu erlernen und zu vertiefen. Zum Ende der Spielzeit wird jährlich eine
Aufführung im Hoffmann-Keller präsentiert.
KINDER- UND JUGENDCHOR
Singend und spielend selbst auf der Bühne zu stehen, dieser Herausforderung stellt sich mit großer Begeisterung auch der Kinder- und Jugendchor des Theaters Augsburg unter der Leitung von Karl Andreas
Mehling.
59
Herunterladen