Übungen - TU Freiberg

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Institut für Geotechnik
Ingenieurgeologie
Lehrmaterial
Übungen zur Lehrveranstaltung
„Ingenieurgeologische Prozesse“
Arbeitsgeräte:
Zeichengeräte (Bleistift, Buntstifte, Zirkel, Lineal, Winkelmesser), Taschenrechner und Millimeterpapier A 3 u. A 4
Inhalt der Übungen:
Die Lehrveranstaltung stellt eine Übungsreihe zur Kartographie dar. Der
Student soll nach Abschluss der Übungsreihe in der Lage sein, selbständig
geologische/ingenieurgeologische Karten zu lesen, zu erstellen und auch zu
interpretieren.
Übung 1
Grundlagen zur Kartographie und topographisches Profil
Übung 2
Erfassung geologischer/ingenieurgeologischer Daten
und ihre Darstellung
Übung 3
Lagerungsverhältnisse geologischer Schichten
Übung 4/5
Das geologische Profil
Anfertigen eines geologischen Profils aus Bohrungen
Übung 6/7
Anfertigung eines Schnittes aus einer ingenieurgeologischen Karte Bad Frankenhausen
Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
Ingenieurgeologische Prozesse
Übung 1
1
Kartographische Darstellung
+
Definition lt. Imhof (1950): Karten sind verkleinerte, vereinfachte inhaltlich ergänzte
und erläuterte Grundrissbilder der Erdoberfläche oder von Teilen derselben.
Einteilung nach verschiedenen Kriterien:
Einzelkarten oder Kartenwerke (Atlanten), Kartenmaßstab, -inhalt,
Verwendungszweck, Entstehungsart
Maßstab bestimmt im Wesentlichen Inhalt und Zweck
Kartenmaßstab:
lineares Verkleinerungsverhältnis der Karte ggü. der Natur
Maßstab
M=K:N
mit
K
Kartenstrecke
N
K entsprechende Naturstrecke
Beispiel:
M 1: 50 000
1cm der Karte entsprechen 50 000 cm = 500 m in der Natur
dabei: 50 000 = Maßstabszahl m
Maßstabszahl
m=N:K

M = 1: m

je kleiner die Maßstabszahl, umso mehr Informationen können in die
Karte eingetragen werden
+
+
+
+
1.1
+
+
Topographische Karten
als Grundlage geologischer Karten
Annahme: Erde = Kugel, Drehachse nicht geneigt
 Ebene durch Erdmittelpunkt, die senkrecht zur Drehachse verläuft: Äquator
Folie 2, Abb. 1
 Bogen von Äquator bis N-/S-Pol entspricht +90° / -90°
 parallel zum Äquator verlaufende Kreise: Parallel- oder Breitenkreise
 Äquator als Vollkreis mit 360°
 rechtwinklig zum Äquator verlaufende Kreise: Meridian- oder Längenkreise
 schneiden sich in den Erdpolen
 0 Meridian in Greenwich, nach Osten: +180 °, nach Westen: -180°
(Umfang der Erde 40 000 km und 360°  111 km Abstand zwischen Meridianen)
1.2
+
+
+
Das Messtischblatt 1 : 25 000
auch 4-cm-Karte, da 1 km der Natur durch 4 cm auf der Karte abgebildet wird
jedes Kartenblatt mit Nummer und Name des größten Ortes
amtliche topographische Karten mit Gauß-Krüger-Koordinaten versehen
zum vereinfachten Abgreifen:
Planzeiger an jeder topographischen Karte
(bei Bearbeitung von Karten wichtig)
 Hoch- und Rechtswerte
Genauigkeit der Punktangabe bis auf ... m
Einteilung der Erdoberfläche in Meridianstreifen von je 3
Längengraden
Koordinaten-Nullpunkt: Schnittpunkt des Mittelmeridians eines
Streifens und dem Äquator
Hochwert H
gibt die Entfernung zum Äquator an
(nach N: positiv, nach S: negativ)
Ingenieurgeologische Prozesse
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Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
Rechtswert R
bezogen auf den Mittelmeridian des Streifens
0. Streifen Mittelmeridian bei 0° (Greenwich)
1. Streifen Mittelmeridian bei 3° (östlich von Greenwich)
2. Streifen Mittelmeridian bei 6° (östlich von Greenwich)
dabei hat der Mittelmeridian den Wert 500 km, um das Vorzeichen nicht ändern zu
müssen
Beispiele:
H57 06,023
R25 84,816
 Punkt liegt
5706,023 km nördlich des Äquators und
84,816 km östlich des 2. Meridianstreifens
H57 06,023
R24 05,000
 Punkt liegt
5706,023 km nördlich des Äquators und
95,000 km westlich des 2. Meridianstreifens
Mit
x
y
Rxy 05,000
Nummer des Meridianstreifens
Lage des Punktes innerhalb des Meridianstreifens
y = 0...4
links / westlich des Mittelmeridians
y = 5...9
rechts / östlich des Mittelmeridians
Nordpol
6° östl. Greenwicht
Äquator
9° östl. Greenwicht
2. Streifen
3. Streifen
0 km
Südpol
500 km
Ingenieurgeologische Prozesse
500 km
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Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
1.3 Die Morphologie eines Messtischblattes
+
+
+
+
+
+
Höhenangaben topographischer Karten Deutschlands werden immer auf NN
(Normalnull ... 0-Marke des Amsterdamer Pegels bezogen)
die Geländeform wird durch Höhenlinien (auch Schichtlinien, Niveaukurven oder
Isohypsen genannt) wiedergegeben
Höhenlinien... Kurven, die Punkte gleicher Höhe über NN verbinden
wird
dieses
Blockbild
in
die
horizontale
Kartenebene
projiziert
 Höhenliniendarstellung
Ziel: Veranschaulichung der Geländeverhältnisse
Bestimmung der Höhenlage eine Geländepunktes aus der Karte
Höhenlinien verlaufen immer senkrecht zur Richtung des stärksten Gefälles
je enger sie zusammenliegen, desto stärker ist Gelände geneigt
Schichthöhe (Äquidistanz):
lotgerechter
Abstand
zwischen
zwei
benachbarten Höhenschichten, durch Neigungsmaßstab ermittelbar
hH
Neigungsverhältnis tan  
mit
∆hH... Höhendifferenz
a
γ
Neigungswinkel
a
Entfernung im Grundriss
1.4 Konstruktion eines Geländeprofils aus einer topographischen Karte
+
+
Höhenlinien, mit deren Hilfe die morphologische Bewegung in einer horizontalen
Ebene dargestellt werden, ermöglichen auch die Erstellung eines Vertikalschnittes
bzw. eines Profils durch das Gelände.
Profillinie... Schnittlinie des gewählten Profils mit dem Kartenblatt
Längen- und Höhenmaßstab sind in der Karte und im oberen Profil gleich.
Im unteren Profil ist Höhenmaßstab größer, das Profil ist überhöht.
Konstruktion:
Die Profillinie A-B wird parallel nach außen projiziert.
- Parallel zur neu entstandenen Linie A´-B´ werden Niveaulinien gezogen (Maßstab
beachten).
- Die Schnittpunkte der Höhenlinien mit der Linie A-B im Kartenblatt werden auf die
entsprechenden Niveaulinien gleicher Höhe senkrecht projiziert.
- Die entstandenen Schnittpunkte der Projektion mit den entsprechenden
Niveaulinien werden miteinander verbunden.
- Die sich ergebende Linie A´´-B´´ gibt die Geländeform wieder.
+
+
Höhen und Längen üblicherweise im gleichen Maßstab
 Winkel in der Profilebene bleiben unverzerrt
zum Hervorheben kleiner Differenzen kann Höhenmaßstab vergrößert werden
 Winkel werden verzerrt
Ingenieurgeologische Prozesse
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Ingenieurgeologische Prozesse
2
Übung 2
Die Erfassung geologischer und ingenieurgeologischer Daten und ihre
Darstellung

Gegenstand geologischer Untersuchungen ist die feste Erdkruste

Setzt sich aus Gesteinen verschiedener Art zusammen

Gesteine liefern Daten für die Darstellung der geologischen Verhältnisse auf der
Erdoberfläche in der geologischen Karte

Ermittlung der Daten entweder direkt im Gelände (Gesteinsansprache) oder durch Mitnahme
der Proben und Bestimmung im Labor

Daten anschließend lagegerecht in eine topographische Karte eintragen
Arbeitsgänge bei der Anfertigung von ingenieurgeologischen Karten 1.
Vorarbeiten: Bereitstellen von Materialien, bereits vorliegenden Gutachten,
wissenschaftlichen Berichten, geologischen, hydrogeologischen und lagerstättenkundlichen Karten, Schichtenverzeichnissen, Wasserstandsmessungen uä. sowie
Ortsbegehungen
2.
Feldarbeit:
Bohr-
und
Schürfarbeit,
Feldversuche,
geophysikalische
Messungen, Schäden an Bauwerken...
+ alle beobachteten Erscheinungen und Dokumentationspunkte in Arbeitskarte
und im Feldbuch fortlaufend vermerken
+ Probenahme aus Aufschlüssen und von Gesteinsschichten
+ Parallel zur Feldarbeit: Laboruntersuchungen
3.
Auswertung der Daten und lagegerechte Eintragung in topographische Karten
Stichworte zum Verlauf einer Karteninterpretation Wichtige Daten sind:
1. Gesteinsart
2. Gesteinsalter
3. Gesteinslagerung
4. Gesteinsmächtigkeit
Ingenieurgeologische Prozesse
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Zu 1. Gesteinsart / Petrographie
Zunächst Ansprache auf Genese (Entstehung), grob in drei Komplexe geteilt:
+
Magmatite:
durch Erstarrung einer glutflüssigen Schmelze (Granit, Basalt)
+
Sedimentite: durch Ablagerung von aufgearbeitetem älterem Gesteinsmaterial
oder Anhäufung von unverweslichen organischen Bestandteilen (Muscheln,
Schnecken, Riffe) Beispiele: Kalkstein, Sandstein
+
Metamorphite:
durch Umwandlung im festen Zustand unter veränderten
Druck- und Temperaturbedingungen in der Erdkruste entstanden, Beispiel:
Glimmerschiefer
innerhalb der drei Gruppen erfolgt weitere Unterscheidung der Gesteine:
Ansprache direkt vor Ort und/oder genauere Untersuchung im Labor, Daten werden in
Lithologische Karte eingetragen
Lithologische Karten... umfassen Daten über die Verbreitung von Gesteinsarten
 Folie 3 (Allgemeine geologische Symbole)  alt, Zeit...
Signatur der Petrographie ergänzt durch Buchstaben und Ziffern
+
Magmatite: Großbuchstaben (D... Diabas)
+
Sedimente: Kleinbuchstaben (so... oberer Buntsandstein)
+
Metamorphite:
Kursivbuchstaben (G... Glimmerschiefer)
durch Hinzufügen von weiteren Buchstaben, Ziffern und griechischen Buchstaben erfolgt
eine weitere, noch feinere Differenzierung (ju 1... Jura, Lias Stufe, 1. Unterstufe)
 Genaueres siehe Petrologie (DIN 4023 ≠ Geologische Karten)
Zu 2. Gesteinsalter
Oben genannte Gesteinsarten können zu jeder erdgeschichtlichen Zeit entstanden sein bzw.
weiterhin entstehen
Bestimmung des Gesteinsalters:
+
absolute Zeitmessung:
kommt erst seit jüngerer Zeit zur Anwendung, beruht auf
Kernzerfall radioaktiver Elemente (Isotopenuntersuchung), nicht bei allen Gesteinen
anwendbar, mit hohem apparativem Aufwand verbunden
+
relative Altersbestimmung:
mit Hilfe von Fossilien (... versteinerte Reste von
Lebewesen), sind in Form und Arten für einen bestimmten Zeitabschnitt der Erdgeschichte
charakteristisch, lange vor der absoluten Altersbestimmung aus dieser Erkenntnis
Ingenieurgeologische Prozesse
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Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
erdgeschichtliche Zeittafel erstellt, gestützt auf die an Fossilien beobachteten
Veränderungen in übereinanderliegenden Sedimenten
Stratigraphie... Zweig der Geologie, der sich mit der zeitlichen Abfolge von Gesteinen befasst.
Stratigraphische Karten... stellen das Alter der Gesteine dar.

Jeder stratigraphischen Einheit ist eine Farbe (in der BRD nach Oswald-Farbskala)
zugeordnet.

Innerhalb der Formation gilt: je jünger die Stufe, desto heller der Ton der Farbe
Zu 3. Gesteinslagerung
Abhängig von der Gesteinsart:
+
Magmatite:
in der Erdkruste erstarrt – Stöcke und unregelmäßig begrenzte Massen
+
Sedimente:
überwiegend in Schichten abgelagert

Horizontal lagernde Schichten können aus ihrer ursprüngliche Lage herausgebracht werden
und zwar durch:


Faltung

Bruchstörung
Die
ursprünglich
bruchlose Verformung
Zerreißen der Schichten
horizontal
gelagerten
Schichten
werden
bei
diesen
beiden
Verformungsvorgängen in eine geneigte bzw. überkippte Lage zur Erdoberfläche gebracht

Weiterhin Zerstörung des festen Zusammenhanges der Schichten

Gestein durch Klüfte in einzelne Blöcke oder durch Schieferung in einzelne Blätter zerlegt

Raumlage von Schichtflächen, Schieferungsflächen und Kluftflächen hat großen Einfluss auf
Baumaßnahmen in diesem Gestein / Bereich

Lage dieser Fläche mit Hilfe des Geologenkompasses einmessen
Tektonische Karten... stellen die Lagerungsverhältnisse dar
+
Schichtlücke
innerhalb einer Zeitfolge fehlt eine Epoche oder ein Alter
+
Schichtgrenzen
schwache durchgezogene Linie
+
Störungen
dicke durchgezogene Linie
+
Vermutete Störung
dicke unterbrochenen Linie
Ingenieurgeologische Prozesse
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Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
Zu 4. Gesteinsmächtigkeiten

Verschiedene Darstellungsarten

Sind Bestandteil jeder geologischen und ingenieurgeologischen Karte
2.1
Geologische Karten

Grundlage sind topographische Karten in verschiedenen Maßstäben

Zusammenhang zwischen Genauigkeit / Anforderungen an eine Karte, Maßstab und Anzahl
der Dokumentationspunkte bzw. deren Abstand zueinander

Die im Gelände gewonnenen Daten werden in die topographischen Karten eingetragen und
durch Interpolation, Farbgebung, Signaturen und Symbole zu einem vollständigen Bild
ergänzt.

Geologische Karte ist mehr als eine Dokumentation.
Geologische Karten:

Dokumentation von beobachteten Daten, die wiederum Rückschlüsse auf geometrische
Formen erlauben

Interpretation über die Art und den Verlauf von Gesteinsgrenzen

Verhältnis Dokumentation : Interpretation bestimmt durch Aufschlussdichte

Beispiel:
Wüstengebiete:
fast reine Dokumentation
Dicht bewaldetes Gebiet mit vielen Bachanrissen, Klippen uä.: überwiegend
Interpretation

Geologische Karte ist einfacher Datensammlung weit überlegen

Interpretation bereits wissenschaftliche Auswertung des Datenmaterials

Karten, auf denen die morphologische Gestalt der Erdoberfläche durch Höhenlinien
dargestellt ist, legen geologische Erscheinungen im Raum fest.

Sie dienen somit als Grundlage für geometrische Konstruktionen.
Ingenieurgeologische Prozesse
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Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
2.2
Geologische Spezialkarten
Geologische Spezialkarte:

Kombination der bereits genannten lithologischen, stratigraphischen und tektonischen Karten

Gesteinsart, geologisches Alter und tektonische Begebenheiten angegeben

Rückschlüsse auf Verschneidungsformen von geologischen Flächen, auf Lagerungsformen
und auf die räumliche Ausdehnung von Gesteinskörpern sind möglich.

M 1: 25 000 (übliche Größe für von geologischen Landesämtern herausgegebenen und
vertriebenen geologischen Spezialkarten)

In der Regel mit Erläuterungsheft, das alle wesentlichen Beobachtungen und Deutungen
erläutert.
Erläuterung der geologischen Spezialkarte (am Original)

Name der Karte entspricht zugrundeliegendem Messtischblatt (Name und Nummer im Kopf
der Karte vermerkt)

Am Kartenrand Name des geologischen Bearbeiters und Jahr der Aufnahme

Am unteren Kartenrand sind Profile / Schnitte dargestellt (... stellen typische Geländeschnitte
dar, die die Lagerungsverhältnisse der Schichten und Gesteine aufzeigen), Anfangs- und
Endpunkte mit Großbuchstaben versehen, im Kartenblatt dargestellt

Unterschiedliche Gesteine sind mit verschiedenen Farben gekennzeichnet. (Stratigraphie)
Farben und Buchstaben sind in der Legende am Kartenrand aufgeführt.
Mächtigkeitstafeln in Form eines idealen Bohrprofils am rechten Kartenrand aufgeführt, zeigen
Schichten in ihrer durchschnittlichen Dicke und stratigraphischen Reihenfolge.

Auf
ingenieurgeologischen
Karten
werden
geodynamische
Prozesse
und
hydrogeologische Verhältnisse durch Zusatzzeichen dargestellt.
Ingenieurgeologische Prozesse
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Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
Ingenieurgeologische Prozesse
3

Übung 3
Die Lage einer geologischen Fläche im Raum
Raumlage einer ebenen Fläche lässt sich auf zwei verschiedene Arten festlegen:
A durch drei Punkte
B durch zwei sich schneidende Geraden
Das Streichen 
Wird eine beliebig im Raum liegende ebene Fläche von einer horizontalen Ebene geschnitten,
so entsteht eine horizontal verlaufende Gerade die Schnittlinie

Die
Abweichung
dieser
Linie
von
der
Nordrichtung
wird
als
Winkel
gemessen Streichrichtung (0... 180°)

(Eine horizontale geologische Fläche hat kein Streichen, da sie von keiner horizontalen Ebene
geschnitten werden kann.)
Das Einfallen 
ist die Schnittlinie, die eine vertikale Ebene mit der beliebig im Raum
Falllinie
liegenden Fläche bildet

Fallwinkel
ist der Winkel, den die Horizontale mit der Falllinie bildet

Fallrichtung
ist die Schnittlinie, die die senkrecht zum Streichen stehende vertikale
Ebene mit der Horizontalen bildet (bezogen auf Nord)

Streich- und Fallrichtung werden als Winkelmaße angegeben
(Kreiseinteilung in 360° oder 400 Gon/Neugrad)

Streich- und Fallrichtung sind voneinander abhängige Größen
(Fallrichtung senkrecht zur Streichrichtung, Fallr.=Streichr.+90°, Streichr.=Fallr.-90°)
 zur Definition der Raumlage einer ebenen geologischen Fläche genügen demnach:
+
eine Richtungsangabe (Streichen oder Fallen)
+
der Einfallwinkel (Neigung der Fläche zur Horizontalen)
werden mit dem Geologenkompass eingemessen
Ingenieurgeologische Prozesse
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Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
Bestimmen von Streichen und Fallen aus der Karte: 
Höhenlinien stellen den Schnitt von horizontalen Ebenen, die in bestimmten Abständen
(Schichthöhen) übereinander folgen, mit der Geländeoberfläche dar

Das Gelände wird von den horizontalen Ebenen in gleichmäßig dicke Scheiben zerteilt

Höhenlinien
2-dimensionale Darstellung von horizontalen Ebenen, die ein bestimmtes
Höhenniveau haben
(die Schnittlinien der geologischen Fläche mit den horizontalen Ebenen bilden das
Höhenniveau)
+
sofern die geologische Fläche völlig eben ist und sich somit die Streichrichtung nicht
punktuell ändert, verlaufen die Schnittlinien parallel zueinander
+ bei der Verschneidung von geologischen Flächen mit der Erdoberfläche entstehen Linien,
die aufgrund der Geländeunebenheiten gekrümmt verlaufen

Die Schnittlinien, die jedes Höhenniveau mit der geologischen Fläche bildet, geben jeweils
die Streichrichtung der geologischen Fläche an

Verlauf von Höhenlinien auf einem morphologischen Körper und einer diesen Körper
schneidenden geologischen Fläche
 um den Körper herum laufen die Höhenlinien
 an der Schnittkante zwischen Körperoberfläche und geologischer Fläche wird
der geschwungene Verlauf der Höhenlinie unterbrochen und setzt sich auf der
geologischen Fläche fort

Darstellung im Profil und in der Karte
+
im Profil entstehen Schnittpunkte der Höhenlinien mit der geologischen Fläche
+
die Schnittpunkte lassen sich in die Kartendarstellung auf die entsprechenden Höhenlinien
loten
+
man verbindet die entstandenen Schnittpunkte in der Kartendarstellung
 es ergibt sich in der Kartendarstellung der geschwungene Verlauf der Schnittlinie zwischen
geologischer Fläche und Gelände = Ausbisslinie
Ingenieurgeologische Prozesse
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Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren

Aus der Karte lässt sich also die Lage des geologischen Körpers ermitteln, doch bleibt ihr
Verlauf in der Tiefe dem Vorstellungsvermögen des Betrachters überlassen

Vorgehensweise zur Erarbeitung eines geologischen Profils:
+
Konstruktion des topographischen Profils und Eintragen der geologischen Grenzen auf
die Profillinie
+
Überlegungen: Liegen die Schichten horizontal oder geneigt? Welche Neigungsrichtung
liegt vor? Wie groß ist der Einfallwinkel?
Bestimmung der Einfallrichtung einer geologischen Fläche

Erfolgt mit Hilfe der Ausbisslinie

Man verbindet die Schnittpunkte zwischen Ausbisslinie und ein und derselben Höhenlinie
miteinander (für alle Höhenniveaus)
 Höhenlinienbild der geologischen Fläche
 Neigungsrichtung der Fläche lässt sich nun, genau wie bei einer Hangneigung, feststellen,
nämlich vom höheren Schichtniveau zum tieferen
Bestimmung des Einfallwinkels einer geologischen Fläche

In Idealfällen auch mit Hilfe der Ausbisslinie

!!! unter der Voraussetzung, dass Höhen- und Längenmaßstab gleich sind !!! , ist der Winkel
direkt ablesbar:

mit
tan α = b/a
b
vertikaler Abstand der Höhenlinie
a
Abstand zwischen den Parallelen, die durch die Verbindung der
Schnittpunkte zwischen der geologischen Fläche und der gleichen
Höhenlinie entstanden sind
Ingenieurgeologische Prozesse
Seite 12
Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
Das geologische Profil 
Profil

Grundlage des geologischen Profils ist das bereits erwähnte topographische Profil, das
zeigt den Verlauf eines geologischen Körpers unter der Erdoberfläche
entlang der gewählten Profillinie A-B konstruiert wird (dabei finden nur die Daten, die die
Morphologie betreffen (Höhenlinien), Verwendung)

Danach
einfügen
geologischer
Überlegungen:
???
horizontaler
oder
geneigter
Schichtenverlauf ???
+
Horizontale Lagerung:
Die Schichtgrenzen im Profil können horizontal durch
die Schnittpunkte zwischen Geländeoberfläche und Ausbiss gezogen werden
+
Schichtmächtigkeit:
Senkrechter Abstand von zwei Schichtgrenzen einer Schicht
+
Geneigte Lagerung:
Feststellen der Neigungsrichtung, d.h. welches der beiden
an einer Grenze nebeneinanderliegenden Gesteine taucht unter das andere ein
+
Ermittlung der Größe des Einfallwinkels:
a
α
m
Skizze zur Bestimmung:
Mit
sin α = m : a
m
Mächtigkeit, senkrechter Abstand zwischen Schichtober- und –unterseite
a
Ausbissbreite, Breite in der die Schicht an der Erdoberfläche erscheint
Nachteil: die Bestimmung ist relativ ungenau
Ingenieurgeologische Prozesse
Seite 13
Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
Ingenieurgeologische Prozesse
1.
Übung 4 und 5
Erstellen des topographischen Profils
+
Punkt A entspricht dem Anfang des Profils – Null-Punkt –
+
erste Spalte der Tabelle: Entfernung vom Punkt A
+
zweite Spalte: Höhenangabe für die GOK
+
Streichrichtung der Profillinie: ändert sich entlang des Profils
 ab 260 m Entfernung vom Punkt A: (nicht sichtbarer) Knick
SE
NW
W
E
A
B
 Topographisches Profil zeichnen lassen
+
Länge 0... 600 m
LM 1: 2.000
+
Höhe üNN: ca. 68... 82 m üNN
HM 1: 500
ABER: in die Tiefe Platz lassen für Bohrprofile !!! (max. BL‐Teufe: 30 m) 2.
Grobe Skizze des Schichtenverlaufes anfertigen!
+
verschiedene Gesteine können laut der Signaturen zusammengefasst werden
(teilweise so geringe Mächtigkeiten, dass diese im Maßstab so nicht zu zeichnen sind)
Dabei ist aber unbedingt auf das geologische Alter zu achten!
+
Beispiel: Bohrung 1/68

Kalkmergel, Kalkmudde und Schluff können zusammengefasst werden, da eine
Signatur für alle drei vorgesehen ist (Unterscheidung Holozän – Pleistozän nicht
notwendig, da beide Zeitalter unmittelbar aufeinander-folgen und keine zeitliche
Unterbrechung zwischen den Schichten vorliegt
3.

Grobsand

Mittelkies

Schieferton, Kalksandstein, Schieferton, Kalksandstein, Tonstein (unt.BSst)
Wie sind die einzelnen Gesteine entstanden (fluviatil, äolisch etc.)?
Ingenieurgeologische Prozesse
Seite 14
Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
4.
Ergänzen zum geforderten geologischen Profil
+
Zeichnen des geologischen Profils und Kontrolle
+
Grundwasserstand nicht vergessen! (Anschnitt: in dieser Tiefe wurde bereits
aufgrund des Kapillarsaumes Wasser angetroffen, Ruhespiegel stellt sich etwas
tiefer ein)
+
sämtliche Angaben zur Legende (Maßstäbe, Signaturen, Streichrichtung etc.)
2.1
Beschreiben Sie die Entstehung der vorliegenden geologischen Situation!
2.2
Charakterisieren Sie den Sedimentationstyp im Lockergesteinsbereich!
+
min. eine A4-Seite
+
Sedimentationstypen dabei beachten und mit einarbeiten (limnisch, fluviatil etc.)
Ingenieurgeologische Prozesse
Seite 15
Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
Ingenieurgeologische Prozesse
Übung 6 und 7
Anfertigung eines Schnittes aus einer ingenieurgeologischen Karte
+
Darstellung der Petrographie
Im Gegensatz zu geologischen Karten wird nicht nur die oberste Schicht dargestellt,
sondern auch ein Teil des Schichtverlaufes in die Tiefe.
 Karten, die Informationen bei der Planung von Bauwerken liefern können
+
Karte Frankenfelde:
 Lockergesteine: Quartär und Tertiär weiter unterteilt in Abteilung und Stufe
 Sedimentäre Felsgesteine:
Karbon, Perm und Trias
Abteilung
+
Aussagen zur Genese
+
Symbole (Kurzzeichen, die auch in der Karte eingetragen sind)
+
Darstellung entsprechend ihrer Abfolge in die Tiefe
+
Schichtmächtigkeit ± aus den Signaturen abzulesen
1. Komplex: 3 Mächtigkeitsbereiche (NICHT Teufe !!!)
<2, 2-5, >5 m
Unterscheidung mit Signaturen und Farben
Für Bauaufgaben relevanter Gebirgsbereich (oberste 10 m) wird genauer/
detaillierter aufgenommen und dargestellt.
2. Komplex: Nur Signaturen (keine Farben) für bestimmte Teufen unter GOK
+
Höhenlinien untergeordnet dargestellt (Beschriftung am Rand)
+
Schichtgrenzen an der GOK
Schichtgrenzen im Untergrund
Können für Profile aus der Profillinie abgenommen werden.
Ingenieurgeologische Prozesse
Seite 16
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Übungsaufgaben zur Lehrveranstaltung
„Ingenieurgeologische Prozesse“
Arbeitsgeräte:
Zeichengeräte (Bleistift, Buntstifte, Zirkel, Lineal, Winkel-
messer), Taschenrechner und Millimeterpapier A 3 u. A 4
Praktische Übungen:
Übung 1-1
Grundlagen zur Kartographie (Hoch- und Rechtswerte
Übung 1-2
Morphologie 1 (Profilerstellung)
Übung 1-3
Morphologie 2 (morphologisches Verständnis und
Profilkonstruktion)
Übung 2
Erfassung geologischer/ingenieurgeologischer Daten
und ihre Darstellung (Vorlesung/Demonstration)
Übung 3-1
Lagerungsverhältnisse einfacher geologischer
Schichten
Übung 3-2
Lagerungsverhältnisse komplizierter geologischer
Schichtlagerung
Übung 4/5
Anfertigen eines geologischen Profils aus Bohrungen
Übung 6/7
Anfertigung eines Schnittes aus einer
ingenieurgeologischen Karte Bad Frankenhausen
Ingenieurgeologische Prozesse
Seite 17
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Ingenieurgeologische Prozesse
Seite 18
Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
Ingenieurgeologische Prozesse
Seite 19
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Ingenieurgeologische Prozesse
Seite 20
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Übungsaufgabe 3-1
Konstruieren Sie in vorliegender Karte in ein morphologisches Profil ein geologisches,
unter der Voraussetzung, dass die eingezeichneten Schichtgrenzen horizontal verlaufen.
Wie groß ist die Mächtigkeit der schwach gerasterten Schicht?
Geologische Karte des in Übungsaufgabe 3 dargestellten Geländes.
Weiß = jüngste Schicht; stark gerastert = älteste Schicht; Abstand der Gitterlinien = 1 km.
Ingenieurgeologische Prozesse
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Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
Übungsaufgabe 3- 2
Lagerungsverhältnisse geologischer Schichten
Zeichnen Sie entlang der Profillinie A-B zunächst ein topographisches Profil und ergänzen Sie
darin dann die geologischen Verhältnisse!
(Für die Konstruktion des topographischen Profils sind entlang der Profillinien A-B Höhen
angegeben.)
1
Grünsandstein
6
Vulkanit
2
Konglomerat
7
Sandstein
3
Mergel
8
Granit
4
Siltstein
9
Kontakthof
5
Grauer Tonstein
10
Störung
Die Sedimentgesteine bilden eine Abfolge von 1 = jüngste Schicht bis 7 = älteste Schicht.
Ingenieurgeologische Prozesse
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Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
Übungsaufgabe 4/5
1.
Entwickeln Sie aus den vorliegenden vier Schichtenverzeichnissen ein geologisches Profil, aus dem der lithologische Aufbau, die Lagerungsverhältnisse,
Grundwasserstände des Locker- und Festgebirges sowie die Morphologie der
Geländeoberfläche ersichtlich sind.
2.
Charakterisieren Sie den Sedimentationstyp im Lockergesteinsbereich.
Angaben zur Konstruktion des topographischen Profiles
A=
B=
Entfernung
vom Punkt
A = KB 1/68
/m /
KB1/68
20
70
110
160
KB2/68 =
210
260
310
360
KB3/68 =
420
KB4/68 =
599
Höhe der Bohransatzpunkte
bzw. der Geländeoberfläche
ü. NN
/m/
+ 81,5
+ 80,0
+ 74,0
+ 71,2
+ 69,0
+ 69,5
+ 69,8
+ 73,8
+ 80,5
+ 79,8
+ 80,8
Streichrichtung der
Profillinie
/°/
135
„
„
„
„
„
90
„
„
„
„
Schichtenverzeichnisse der Bohrungen
KB 1/68
Tiefe m
von-bis
Mächtigkeit /m/
0,0 - 1,7
1,7
1,7 - 2,1
0,4
2,1 - 9,0
6,9
9,0 - 15,0
6,0
15,0 - 18,7
3,7
18,7 - 22,0
3,3
Ingenieurgeologische Prozesse
Gesteinsbeschreibung
Geologische
Einstufung
Kalkmergel, grau-braun,
stark kalkhaltig
Kalkmudde, braun-grau
geschichtet
Schluff, gelbbraun,
schwach feinsandig = Löß
Grobsand, rotbraun, mittelsandig, schwach feinkiesig
Mittelkies, grau, feinkiesig, schlecht gerundet
Schieferton, rot-braun,
stark zerrüttet, bröcklig
Holozän
Holozän
Pleistozän
Pleistozän
Pleistozän
Unterer Buntsandstein
Seite 23
Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
Tiefe m
von-bis
Mächtigkeit /m/
22,0 - 22,2
0,2
22,2 - 27,8
5,6
27,8 - 28,0
0,2
28,0 - 30,0
2,0
Grundwasser
- Anschnitt:
- Ruhespiegel:
Gesteinsbeschreibung
Geologische
Einstufung
Kalksandstein, gelb-braun
mit Oolithkalk (Rogenstein)
hellgelb, Ooidgröße 1,0 mm
Schieferton, Wechsellagerung,
dunkelrotbraun-dunkelgrün,
zerrüttet, Schichtflächen mit
Glimmer belegt
Kalksandstein, gelb-braun
mit Oolithkalk (Rogenstein(
hellgelb, Ooidgröße 1,0-1,5 mm
Tonstein, rotbraun, massig,
geklüftet
Unterer Buntsandstein
„
„
„
9,9 m unter Gelände
9,7 m
„
„
KB 2/68
0,0 - 1,6
1,6
1,6 - 2,4
0,8
2,4 - 3,4
1,0
3,4 - 5,9
2,5
5,9 - 7,0
1,1
7,0 - 10,2
3,2
10,2 - 12,0
1,8
12,0 - 14,4
2,4
14,4 - 15,4
1,0
15,4 - 16,7
1,3
16,7 - 22,0
5,3
Grundwasser
- Anschnitt:
- Ruhespiegel:
Ingenieurgeologische Prozesse
Kalkmergel, hellgrau,
wechsellagernd mit Kalkmudde;
sehr kalkhaltig
Schluffmudde, dunkelgrau, geschichtet, stark kalkhaltig
Seekreide, weißgrau, sehr
stark kalkhaltig, mürbe
Schluff, gelbbraun, stark
feinsandig (Schwemmlöß)
Mittelsand, rotbraun, stark
grobsandig, feinkiesig
Mittelkies, grau-braun,
stark feinkiesig
Kalkmergel, hellgrau, sehr
stark kalkhaltig
Schluff, graugelb, gebändert
Kalkmergel, hellgrau
stark kalkhaltig
Schluff, graugelb, gebändert
Schieferton, rotbraun zerrüttet (stark verwittert)
Schichtflächen mit Glimmer
belegt; bei 21,7 m Kalksandstein (0,2 m mächtig)
hellgrau mit Ooiden
(Rogenstein)
Holozän
„
„
„
„
„
„
Holozän/Pleistozän
(Beckenschluff)
Holozän
Holozän/Pleistozän
(Beckenschluff)
Unterer Buntsandstein
8,2 m unter Gelände
8,0 m „
„
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Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
Tiefe m
von-bis
Mächtigkeit /m/
Gesteinsbeschreibung
Geologische
Einstufung
Kalkmudde, dunkelgrau
humos
Kalkmudde, grau; mit
Tonmuddelagen
Mittelkies, grau, stark
feinkiesig, grobsandig,
im Liegenden Gerölle
Schluff-Tonmudde, dunkel
grau
Schluff, graugelb,
gebändert
Schluff-Tonmudde, dunkelgrau
Schluff, graugelb, gelbgebändert
Geschiebemergel, dunkelgrau
stark tonig, stark feinkiesig,
Gerölle
Schluffstein, rotbraun
stark verwittert, bröcklig
Holozän
(Bodenbildung)
Holozän
KB 3/68
0,0 - 0,3
0,3
0,3 - 2,9
2,6
2,9 - 12,0
9,1
12,0 - 15,2
3,2
15,2 - 17,5
2,3
17,5 - 20,0
2,5
20,0 - 21,1
1,1
21,1 - 22,1
1,0
22,1 - 24,0
1,9
Grundwasser
- Anschnitt:
- Ruhespiegel:
„
„
Holozän/Pleistozän
(Beckenschluff)
Holozän
Holozän/Pleistozän
(Beckenschluff)
Pleistozän
Unterer Buntsandstein
7,8 m unter Gelände
7,6 m „
„
KB 4/68
0,0 - 0,3
0,3
0,3 - 0,6
0,6 - 2,8
0,3
2,2
2,8 - 3,2
0,4
3,2 - 4,4
1,2
4,4 - 17,0
12,6
17,0 - 18,0
1,0
18,0 - 20,0
2,0
Grundwasser
- Anschnitt:
- Ruhespiegel:
Ingenieurgeologische Prozesse
Kalkmergel, dunkelgrau,
sehr stark kalkhaltig
Grobsand, grau, stark kiesig
Tonmudde, dunkelbraun
schwach feinsandig, mit zahlreichen Kalkmuddelagen
Kalkmudde, grau, stark
kalkhaltig
Kalkmergel, hellgrau, sehr
stark kalkhaltig
Mittelkies, rotbraun,
stark feinkiesig
schlecht gerundet
Geschiebemergel, dunkelgrau
stark tonig, feinkiesig, Gerölle
Schluff-Tonstein, rotbraun
verwittert, z. T. bröcklig
Holozän
Holozän
Holozän
Holozän
Holozän
Holozän
Pleistozän
Unterer Buntsandstein
7,3 m unter Gelände
7,1 m „
„
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Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
Ingenieurgeologische Prozesse
Seite 26
Lehrgebiet für Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren
Übungsaufgabe 6/7
Anfertigung eines Schnittes aus der ingenieurgeologischen Karte Frankenfelde
(Karte wird zu Beginn der Übung ausgegeben)
Zeichnen Sie anhand der vorliegenden ingenieurgeologischen Karte Frankenfelde ein
Profil, das die geologischen/ingenieurgeologischen Gegebenheiten des Untergrundes
wiederspiegelt.

Zeichnen Sie zunächst die Profillinie dünn mit Bleistift in die Karte ein und geben Sie zu ihrem
Profil die Nummer der Karte an!

Die Lage der Profillinie kann frei gewählt werden, sollte aber südlich der Verwerfung liegen,
ca. 1200 m umfassen und mindestens 4 bis 5 verschiedene Ablagerungs-bereiche
schneiden.

Höhen- und Längenmaßstab können frei gewählt werden.

Beginnen Sie mit der Darstellung der Geländeoberfläche (morphologisches Profil) und
ergänzen Sie danach den geologischen Aufbau des Untergrundes.

Tragen Sie ggf. ingenieurgeologische Besonderheiten wie Grundwasserstände, Erdfälle uä.
ein.

Vervollständigen Sie das Profil durch die Signaturen der jeweiligen Gesteine und die
Legende.
Ingenieurgeologische Prozesse
Seite 27
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