Dreigestirn der Klassik - Beethoven Orchester Bonn

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Wir spielen für Dich!
DREIGESTIRN
DER KLASSIK
Sonntag, 22. März 2015, 18 Uhr
Beethovenhalle
Hannah Morrison Sopran
Beethoven Orchester Bonn
Stefan Blunier Dirigent
PROGRAMM
Wir spielen für Dich!
Musik macht
glücklich!
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Foto: Thilo Beu
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Programm
Dreigestirn der Klassik
Joseph Haydn (1732-1809)
Sinfonie Nr. 100 G-Dur Hob. I:100 „Militär-Sinfonie“ (1794)
Adagio. Allegro
Allegretto
Menuet. Moderato
Finale. Presto
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Non più, tutto ascoltai – Non temer, amato bene KV 490 –
Konzertarie für Sopran (Tenor), Solo-Violine und Orchester
(1786)
Allegro assai
Andante
Liviu Casleanu Solo-Violine
Voi avete un cor fedele KV 217 –
Konzertarie für Sopran (1775)
Andantino grazioso
PAUSE
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“ (1802-1804)
Allegro con brio
Marcia funebre. Allegro assai
Scherzo
Finale. Allegro molto
Hannah Morrison Sopran
Beethoven Orchester Bonn
Stefan Blunier Dirigent
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Programmhefte
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Besetzung
Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 100 G-Dur „Militär-Sinfonie“
Uraufführung am 31. März 1794 in London
2 Flöten
2 Oboen
2 Klarinetten
2 Fagotte
Pauke, Schlagzeug
Streicher
2 Hörner
2 Trompeten
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzertarie für Sopran (Tenor), Solo-Violine und Orchester KV 490
Uraufführung wahrscheinlich am 13. März 1786 in Wien
2 Klarinetten
2 Fagotte
Streicher
Solo-Violine
Solo-Sopran
2 Hörner
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzertarie für Sopran KV 217
Uraufführung wahrscheinlich 1775 in Salzburg
2 Oboen
Streicher
Solo-Sopran
2 Hörner
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“
Uraufführung am 7. April 1805 in Wien
2 Flöten
2 Oboen
2 Klarinetten
2 Fagotte
Pauke
Streicher
4
3 Hörner
2 Trompeten
Uneingeschränkte Beifall-Rufe
Fra Olaus Magnus: Stadtpfeifer (um 1555)
Joseph Haydn (Ölgemälde von Thomas Hardy, 1791)
Mozart meinte einmal: „Keiner kann alles: schäkern und erschüttern, Lachen erregen und tiefe Rührung, und alles gleich gut als
Haydn“. Musik hatte im 18. Jahrhundert gesellschaftliche und
repräsentative Funktionen zu erfüllen. Joseph Haydn sorgte
dafür, dass die adligen Herrschaften ständig neue Sinfonien zu
hören bekamen. Hartnäckig experimentierte er an der Gattung;
die Sonatenhauptsatzform entwickelte er Schritt für Schritt
weiter. Schon bald hieß es: „Alles spricht, wenn er sein Orchester in Bewegung setzt“. Jahrzehntelang hatte er in der Provinz
bei den Fürsten von Esterházy gelebt und gearbeitet. Aber als
Fürst Nikolaus I. 1790 starb, entließ sein Nachfolger nahezu
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alle Mitglieder der Hofkapelle. Seinen Kapellmeister Haydn
behielt er nur pro forma in Diensten und stattete ihn mit einer
jährlichen Rente aus.
Ende 1790 reiste Haydn als 58-Jähriger auf Einladung des
Konzertunternehmers Johann Peter Salomon das erste Mal
nach London, wo er schon längst als „Shakespeare der Musik“
galt. Auf Mozarts Bedenken, dass er nicht einmal Englisch spreche, konterte er: „Meine Sprache verstehet man durch die ganze
Welt.“ In der britischen Hauptstadt wurde er zu einer wichtigen
Figur des öffentlichen Lebens. Die Universität von Oxford
verlieh ihm die Ehrendoktorwürde und das Königspaar wollte
ihn gerne an England binden. „Ich räume Ihnen des Sommers
eine Wohnung in Windsor ein“, hatte die Königin zu ihm gesagt,
„[…] dann machen wir zuweilen tête à tête Musik.“ Haydn
scheint ernsthaft überlegt zu haben, zu bleiben, kehrte aber
nach seiner zweiten London-Reise letztlich in das beschaulichere Wien zurück.
In England schrieb Haydn einige seiner geistreichsten Sinfonien. Der Impresario Salomon bot durch die Konzerte in den
Hanover Square Rooms den Anlass für die Komposition der meisten der zwölf „Londoner Sinfonien“ (Nr. 93-104). Haydn schritt
auch in diesen Werken Stufe für Stufe die Möglichkeiten der
musikalischen Grammatik ab und fand immer neue Lösungen,
darunter einige klangliche Überraschungseffekte. Gerne spielte
er unaufmerksamen Zuhörern einen Streich. In der populären
„Militär-Sinfonie“ sind es Instrumente einer Janitscharenkapelle gepaart mit Pauken und Trompeten, die die Besucher
wachhalten sollten. Die Sinfonie entstand 1794 und wurde am
31. März des Jahres in London uraufgeführt.
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Nach der pompösen Einleitung exponieren Flöte und
Oboen wie in einem Spielmannszug zunächst alleine
das erste Thema. Es entwickelt sich ein Satz mit
marschartigem Charakter,
dem aber als Kontrast eine
wiegende Melodie entgegengestellt ist. Das Allegretto präsentiert sich dann
als echter Militärmarsch. Ein
Der Kammerherr Sultan Murads IV.
im Kreise der Janitscharen
Kritiker des „Morning Chronicle“ schrieb nach der Uraufführung, dass Haydn „mit uneingeschränkten Beifall-Rufen begrüßt“ wurde: „Zugabe! Zugabe!
Zugabe! Erscholl es von jedem Platz.“ Hier erklingen die damals
beliebten Originalinstrumente der türkischen Musik: Große
Trommel, Becken und Triangel. Der Satz ist als Variationenzyklus über eine Marschmelodie gestaltet. Die heroische Stimmung erreicht mit Trompetensignalen ihren Höhepunkt. Das
folgende Menuett gibt sich tänzelnd und gravitätisch; das
eingeschobene Trio ist sehr vergnüglich. Im vierten Satz
kehren die Janitschareninstrumente zurück und werden noch
überraschender eingesetzt. Melodisch verarbeitet Haydn die
englische Tanzweise „Lord Cathcart“. Der Hörer wird in diesem
atemberaubenden Rondofinale regelrecht in die Irre geführt –
und von einem unvermuteten Paukenwirbel überrumpelt. Am
Schluss setzen sich Fröhlichkeit und Zuversicht durch.
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Maßgeschneiderte Arien
Wolfgang Amadeus Mozart, Detail aus einem Gemälde von
Johann Nepomuk della Croce (ca. 1781)
Sinfonien waren im 18. Jahrhundert hauptsächlich Gebrauchsmusik und dienten häufig nur als Hintergrundbeschallung.
Louis Spohr berichtete, dass bei Hofkonzerten während der
Musik Karten gespielt wurde. Das Orchester musste daher leise
sein, oft wurden Trompeten und Pauken weggelassen oder
sogar ein dicker Teppich ausgelegt, um den Schall zu dämpfen –
damit auch bloß niemand „gestört“ wurde. Und es gab Veranstaltungen, in denen nur einzelne Sinfonie-Sätze gespielt
wurden, um das Publikum nicht zu langweilen. Lieber wurden
viele kleine Stücke präsentiert. Denn ein Programm ausschließ8
lich mit Sinfonien hätte zu
Haydns und Mozarts Zeiten
kaum einen Hörer ins Konzert
gelockt. Hauptattraktion und
willkommene Auflockerung
waren die Auftritte von Solisten. Für diesen Zweck komponierte Mozart zahlreiche
Arien. Sie entstanden meistens für eigene oder fremde
Opern, aber dienten auch als
Konzertarie für die „geläufige
Anton Raaff, erster Darsteller
des Idomeneo (1781)
Gurgel“ des einen oder anderen Sängers. Mozart äußerte einmal: „Denn ich liebe, dass die
Aria einem Sänger so accurat angemessen sey, wie ein gutgemachtes Kleid.“
Das Rezitativ und Rondo mit konzertanter Violine „Non più,
tutto ascoltai – Non temer, amato bene“ hat Mozart 1786 für
eine Privataufführung seiner Oper „Idomeneo“ im Wiener
Fürstenpalais Auersperg nachkomponiert. Es ist die Geschichte
eines Königs, der in Seenot schwört, den Göttern den ersten
Menschen zu opfern, der ihm nach der Rettung entgegenkommt. Dies ist allerdings sein Sohn Idamante. Die nachkomponierte Szene zwischen Ilia und Idamante findet zum zweiten
Aktbeginn statt. Sie ist von kantabler Melodik und mit reichen
Koloraturen versehen, als Ausdruck eines leidenschaftlichen
Kampfes der Gefühle. Die Sängerin verkörpert in dieser Arie den
Prinzen Idamante (der bereits 1781 bei der Münchner Uraufführung von einem Kastraten gesungen wurde). Eindringlich
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François Boucher, Der Musikunterricht (1749)
versucht er, seiner Geliebten Ilia seine unerschütterliche
Zuneigung zu versichern – nachdem sie ihm ihre Befürchtung
vorgeworfen hat, ihn an die Königstochter Elektra zu verlieren.
Aber Idamante beruhigt sie mit den Worten: „Für dich allein
wird je mein Herz schlagen!“
Die Arie „Voi avete un cor fedele“ schrieb Mozart 1775 als
Einlage für eine Salzburger Wiederaufführung der Oper „Le
nozze di Dorina“ von Baldassare Galuppi. Eine Kammerzofe
muss sich hier zwischen zwei Verehrern entscheiden. Die erste
Aufführung der komischen Oper hatte 1755 in Bologna stattgefunden. Die leichtere, der Commedia dell'arte nahestehende
Opera buffa bot Mozart die denkbar abwechslungsreichsten
Situationen mit schlichter Melodik und größerer Freiheit. Die
Einlagearie passt haargenau auf den Text von Carlo Goldoni
und betont die komischen Aspekte der Szene zwischen der
Kammerzofe Dorina und einem der allzu selbstsicheren Verehrer. In langsamen Passagen verhält sie sich ihm gegenüber sehr
gefühlvoll und glaubt an sein „treues Herz“. Diese wechseln mit
raschen Episoden, in denen sie ihn mit herzlosem Gelächter
abweist, so dass sich eine Sturzflut an Koloraturen (die Mozart
übrigens „geschnittene Nudeln“ nannte) über den aufdringlichen Liebhaber ergießt.
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Musikalisches Ideenkunstwerk
Ludwig van Beethoven, Gemälde Joseph Karl Stielers (1820)
„Haydn und Mozart […] zeigten uns zuerst die Kunst in ihrer
vollen Glorie; wer sie da mit voller Liebe anschaute und eindrang
in ihr innerstes Wesen, ist Beethoven.“ (E. T. A. Hoffmann) Dass
ein Konzertbesuch bildend sein kann, setzte sich nach und
nach durch, besonders durch den Anspruch an die Aufmerksamkeit, den die Sinfonien von Beethoven dem Zuhörer abforderten. Zuerst knüpfte er an die Gattungstradition von Haydn
und Mozart an. Das Menuett ersetzte er durch das Scherzo.
Jeder seiner Sinfonien gab er ein eigenes Gesicht; jede ist Teil
einer großen Entwicklung. Bald wurde ihm zuerkannt: „Viel
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Kunst, Neuheit und Reichtum der Ideen“. Von einer „neuen,
zauberischen Welt“ war die Rede. Sein Streben nach Neuem
wurde manchmal aber auch als nachteilig empfunden. Man
musste schon bereit sein, die alten Hörgewohnheiten beiseite
zu legen. Beethovens Rat in Bezug auf die „Sinfonia eroica“:
„Diese Sinfonie, die über das gewohnte Maß ausgedehnt ist,
möge lieber kurz nach Beginn, als gegen das Ende einer musikalischen Veranstaltung angesetzt werden, etwa nach einer Ouverture, einer Arie oder einem Konzert. Sie würde sonst, wenn der Zuhörer von dem Vorhergegangenen bereits ermüdet ist, von ihrer
Wirkung verlieren.“
Beethoven arbeitete hauptsächlich 1803 an seiner dritten
Sinfonie – ein Jahr, nachdem er im erschütternden „Heiligenstädter Testament“ mit dem Trauma seiner zunehmenden
Ertaubung rang und wohl auch mit dem Gedanken spielte,
seinem Leben ein Ende zu setzen. Dennoch gelang ihm mit der
Sinfonie ein überaus optimistisches Werk – und das erste
instrumentale Ideenkunstwerk der Musikgeschichte. Ethische
Ideale werden hier vertont. Ob die „Eroica“ ein revolutionäres
Werk in den politischen Wirren der damaligen Zeit war, bleibt
fraglich. Denn um die Sinfonie ranken sich einige Mythen, über
die sich Musikwissenschaftler seither den Kopf zerbrechen.
Zunächst hatte Beethoven für die Widmung Napoleon Bonaparte auserkoren – sah er doch in dem Korsen einen heldenhaften
Kämpfer für die Freiheit. Aber als sich Napoleon selbst zum
Kaiser ernannte, nahm Beethoven enttäuscht Abstand von
dieser Widmung. Sein Schüler Ferdinand Ries hat die Geschichte kolportiert, dass Beethoven wütend das Titelblatt zerrissen
haben soll, auf dem der Vermerk „Geschrieben auf Bonaparte“
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Titelblatt der Eroica, von Beethoven korrigierte Abschrift
mit dem ausradierten Untertitel „intitolata Bonaparte“
stand. Außerdem soll er ausgerufen haben: „Ist der auch nichts
anderes, wie ein gewöhnlicher Mensch! Nun wird er auch alle
Menschenrechte mit Füßen treten, nur seinem Ehrgeize fröhnen;
er wird sich nun höher, wie alle Andern stellen, ein Tyrann
werden!“
Das neue Werk erhielt schließlich den weniger verbindlichen
Namen „Sinfonia eroica, komponiert, um das Andenken eines
großen Menschen zu feiern“. Möglich ist, dass Beethoven
einen anderen Helden im Sinn hatte – möglicherweise Prometheus, der in der Antike den Menschen das Feuer brachte. Es
wurde auch spekuliert, ob der Held vielleicht Prinz Louis Ferdinand von Preußen war, der auf dem Schlachtfeld gegen die französischen Truppen starb. Vielleicht handelt es sich aber auch
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um einen imaginären Helden, den Beethoven in seiner Sinfonie
verewigt hat. Und vielleicht ist es ja auch er selbst, der hier
sein heldenhaftes Ringen um den Sieg über ein nahezu übermächtiges Schicksal in Töne fasste. Die Widmung der Sinfonie
ging letztlich an einen seiner Gönner: den böhmischen Fürsten
Lobkowitz, in dessen Haus er häufig zu Besuch war und den er
gerne mit dem Spitznamen „Fitzliputzli“ ansprach. Im Palais
Lobkowitz fand auch im Frühsommer 1804 die erste Aufführung
der Sinfonie statt. Nach weiteren privaten Voraufführungen
wurde sie am 7. April 1805 im Theater an der Wien der Öffentlichkeit vorgestellt.
Mit zwei markanten Tuttiakkorden mahnt die Sinfonie gleich
zur Aufmerksamkeit. Die Celli präsentieren das Kernmotiv, aus
dem nach mehreren Abwandlungen das würdevolle Hauptthema emporsteigt – welches Beethoven dem Ouvertüren-Auftakt
zu Mozarts Schäferspiel „Bastien und Bastienne“ entlehnte.
Hauptthema des 1. Satzes
Es gesellt sich ein zartes Seitenthema hinzu. Die ausgedehnte
Entwicklung der Durchführung kulminiert in schrillen Synkopen. Die Oboen heben daraufhin mit einer melancholischen
Kantilene an, die Streicher antworten mit einer anmutigen
Gegenlinie. Das Hauptthema verschafft sich wieder Raum und
wird kühnen Modulationen unterzogen – bis zum triumphierenden Höhepunkt in der ausgedehnten Coda. Mit dem Adagio
folgt einer der ergreifendsten Trauermärsche der Musiklitera14
tur. Oboen und Streicher stimmen eine überwältigende Totenklage in Moll an. Ein Dur-Abschnitt bringt mit einer sehnsuchtsvollen Melodie etwas Licht in die düstere Stimmung, die
letztlich aber von der Wiederkehr des schwermütigen Hauptthemas erneut verdunkelt wird. Dennoch gibt sich die Coda
versöhnlich.
Turbulent und etwas gespenstisch geht es mit dem Scherzo
weiter, das von unruhigen Passagen mit hastenden Staccati
und Akzentverlagerungen geprägt ist. Das eingeschobene Trio
assoziiert mit seinen schmetternden Hornklängen das Getümmel auf einer Jagd. Der Finalsatz basiert auf dem Thema eines
Contretanzes, welches Beethoven bereits in seinem Ballett
„Die Geschöpfe des Prometheus“ verwendet hatte. Mehrere
Tuttischläge kündigen den Tanz an; zunächst erscheint nur der
Bass. Erst nach langer Vorbereitung zeigt sich das eigentliche
Thema in den Holzbläsern, dann in den Violinen. In mehreren
Variationen wird es verarbeitet und immer wieder neu beleuchtet. Stürmisch, mit hymnischen Fanfarenklängen und einer
schier unendlichen Reihe von Schlussakkorden endet diese
bedeutende Sinfonie.
Heidi Rogge
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Foto: Rolf Franke
HANNAH MORRISON
Hannah Morrison
Die aus einer schottisch-isländischen Familie stammende
Sopranistin Hannah Morrison wuchs in Holland auf, wo sie
von 1998 bis 2003 Gesang und Klavier studierte. Nach dem
Diplom wechselte sie an die Hochschule für Musik und Tanz
Köln und schloss ihre Ausbildung bei Prof. Barbara Schlick
Anfang 2009 mit dem Konzertexamen ab. Gleichzeitig erhielt
sie den „Master of Music in performance“ in der Londoner
Guildhall School of Music and Drama bei Prof. Rudolf Piernay.
Als Konzertsängerin verbindet sie eine enge Zusammenarbeit
mit Sir John Eliot Gardiner. Unter seiner Leitung debütierte
sie 2013 bei den Salzburger Festspielen und mit dem
Gewandhausorchester in Leipzig. Außerdem war sie im selben
16
Jahr zu Gast in den Konzertsälen von Barcelona, Köln,
Luzern, Pisa, beim Bachfest Leipzig sowie beim Aldeburgh
Festival. Besonderer Höhepunkt dieses Jahres war ihr Auftritt
bei den BBC Proms. Sie gastiert regelmäßig mit Les Arts
Florissants unter Paul Agnew und William Christie. Ihre letzte
Tournee führte sie in die Konzerthäuser von Madrid, Paris
und London. 2012 war sie mit dem Bach Collegium Japan
und Masaaki Suzuki auf Tournee. Es folgten Wiedereinladungen für Bachs Matthäuspassion und Händels Messiah.
Mit Christoph Spering sang sie Bach Solo-Kantaten u. a. bei
den Barock-Festspielen in Bad Arolsen und wurde daraufhin
2014 zum Bachfest Leipzig eingeladen. 2013 war sie zu Gast
bei den Brühler Schlosskonzerten, wo sie mit der Capella
Augustina und Andreas Spering zu erleben war. Das Konzert
wurde europaweit übertragen. Bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik trat sie mit L'Arpeggiata und Christina
Pluhar auf. Mit Le Concert Lorrain sang sie 2014 in Ravenna
Bachs h-Moll-Messe. Im Liedbereich feierte Hannah Morrison
Erfolge in England (Oxford Festival, London, Kings Place und
Wigmore Hall u. a.) mit den Pianisten Eugene Asti und
Graham Johnson.
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Foto: Barbara Aumüller
STEFAN BLUNIER
Stefan Blunier
Der 1964 in Bern geborene Dirigent Stefan Blunier studierte in
seiner Heimatstadt und an der Folkwang Hochschule Essen
Klavier, Horn, Komposition und Dirigieren. Sein dirigentischer Werdegang kann als klassischer Weg durch die Opernhäuser bezeichnet werden. Nach Stationen in Mainz, Augsburg und Mannheim war er 2001-2008 Generalmusikdirektor
am Staatstheater Darmstadt. Am 1. August 2008 übernahm
Blunier die Position des Generalmusikdirektors (GMD) der
Beethovenstadt Bonn und wurde somit gleichzeitig Chefdirigent des Beethoven Orchester Bonn (BOB) und der Oper Bonn.
2011 wurde sein Vertrag in Bonn bis zum Ende der Spielzeit
2015/2016 verlängert.
Als Preisträger bei den internationalen Dirigierwettbewerben in
Besançon und Malko in Kopenhagen, begann Stefan Blunier früh
mit einer regen Konzerttätigkeit. Unterdessen gastierte er bei
über 90 Sinfonieorchestern in Europa und Asien. Dirigate übernahm er an den Opernhäusern in London, München, Frankfurt,
Hamburg, Leipzig, Stuttgart und Berlin (Komische Oper und Deutsche Oper) sowie in Montpellier, Oslo und Bern.
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Seine Konzertprogrammgestaltungen haben das Publikum in
den vergangenen Spielzeiten begeistert. Der Erfolg des Dirigenten mit dem Beethoven Orchester Bonn hat überregionales
Interesse an der Musik aus Bonn geweckt. Stefan Blunier produziert CDs für SONY, CPO, CRYSTAL, HYPERION und MDG. Seine CDEinspielungen (Arnold Schönberg, Franz Schmidt, Eugen
d'Albert, Anton Bruckner, Franz Liszt u. a.) offenbaren musikalische Raritäten und werden von der Fachpresse in höchsten
Tönen gelobt. Für die CD-Einspielungen der Opern „Der Golem”
von Eugen d´Albert und „Irrelohe“ von Franz Schreker wurde er
gemeinsam mit dem Beethoven Orchester Bonn 2011 und 2012
jeweils mit dem ECHO Klassik-Preis ausgezeichnet.
Über die Jahreswende 2011/2012 reiste GMD Blunier mit dem
Beethoven Orchester Bonn nach China und gab u. a. in den
Metropolen Hong Kong, Shanghai und Peking umjubelte
Konzerte. 2013 reiste das BOB auf seiner USA-Tournee an die
Ostküste und nach Florida. In elf Konzerten konnte das BOB die
amerikanischen Zuhörer für sich gewinnen.
Zu den Aufgaben in 2013/2014 gehörten die Debüts an der
Oper Zürich mit „Rigoletto“ und an der Oper Frankfurt mit
„Daphne“. In Oslo dirigierte Blunier die Neuproduktion von
„Hoffmanns Erzählungen“ in der Regie von Calixto Bieto und
Konzerte fanden mit dem Orchestre National de Belgique, den
Stuttgarter Philharmonikern und dem NHK Tokyo statt. CDAufnahmen hat GMD Blunier mit dem DSO Berlin für HYPERION
und mit dem Beethoven Orchester Bonn für MDG eingespielt.
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Foto: Thilo Beu
BEETHOVEN ORCHESTER BONN
Beethoven Orchester Bonn
Den Ruf der Stadt Bonn im Geiste Beethovens bei Konzerten in
die Welt zu tragen, ist den Musikerinnen und Musikern des
Orchesters ein wesentliches Anliegen. Die Präsentation ausgefallener Programme ist dabei ein Hauptgedanke der künstlerischen Arbeit. Exemplarisch hierfür stehen die CD- und
SACD-Aufnahmen der „Leonore 1806“ – einer Frühfassung von
Beethovens Oper „Fidelio“, die SACD-Produktionen des Oratoriums „Christus“ von Franz Liszt und der Oper „Der Golem“ von
Eugen D’Albert, beide mit einem ECHO Klassik-Preis ausgezeichnet. Der „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ sowie
ein weiterer ECHO Klassik 2012 für die Einspielung der Oper
„Irrelohe“ von Franz Schreker ist eine schöne Bestätigung für
dieses Engagement.
Was Richard Strauss als einer der ersten Gastdirigenten des
Orchesters begann, setzten später Max Reger, Sergiu Celibidache, Dennis Russell Davies und Kurt Masur fort: Sie führten das
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Orchester zur Spitzenklasse in Deutschland. Seit der Saison
2008/2009 ist Stefan Blunier Generalmusikdirektor. Mit großer
Leidenschaft berührt er das Publikum und begleitet es auf der
überwältigenden musikalischen Reise. Neben der Opern- und
Konzerttätigkeit (ca. 40 Konzerte und 120 Opernaufführungen
pro Saison) bildet die Kinder- und Jugendarbeit unter dem
Titel „Bobbys Klassik“ einen wichtigen Schwerpunkt. 2009 und
2011 wurde das erfolgreiche Education-Programm mit dem
begehrten ECHO Klassik-Preis ausgezeichnet.
Als Botschafter tragen die Musikerinnen und Musiker den guten
Ruf der Beethovenstadt in alle Welt. Neben Tourneen durch Europa, Nordamerika und Japan war das Orchester über das Neujahrsfest 2012 mit sechs ausverkauften Konzerten auf seiner ersten
China-Tournee unterwegs. Im März 2013 standen auf einer USATournee 11 Konzerte in Städten an der Ostküste und in Florida
auf dem Programm. Auch hier konnte das Beethoven Orchester
Foto: Martina Reinbold
Bonn seinen Ruf als exzellenter Klangkörper bestätigen.
Das Beethoven Orchester Bonn in Worcester, Mechanics Hall
21
ORCHESTERFEST
So 7. Juni 2015, ab 11 Uhr
Beethovenhalle
Am 7. Juni öffnet die Beethovenhalle ihre Türen, wenn das
Beethoven Orchester Bonn und sein Generalmusikdirektor Stefan
Blunier herzlich zum ORCHESTERFEST einladen. Es gibt wieder ein
buntes Programm, kreative Aktionen und viel Spaß rund um die
Musik: Wir spielen für Dich!
Herzlich willkommen!
Eintritt
frei!
Foto: Thilo Beu
www.beethoven-orchester.de
Info: 0228 - 77 66 11
Kommen Sie zu uns und finden Sie gute Freunde in
einem musikbegeisterten Kreis. Schon ab 50 €
Jahresbeitrag sind Sie Mitglied und können Kultur
und Klassik unter netten Gleichgesinnten fördern
und genießen: Wir freuen uns auf Sie!
Herzlich willkommen!
Wir spielen für Dich!
Gesellschaft der Freunde des
Beethoven Orchesters Bonn e. V.
Tel. 0163 - 84484120, [email protected]
THEATER- UND KONZERTKASSE
Tel. 0228 - 77 8008
Windeckstraße 1, 53111 Bonn
Fax: 0228 - 77 5775, [email protected]
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 10.00 - 18.00 Uhr, Sa 10.00 - 16.00 Uhr
Tel. Vorbestellung: Mo - Fr 10.00 - 16.00 Uhr, Sa 10.30 - 13.00 Uhr
Kasse in den Kammerspielen
Am Michaelshof 9, 53177 Bad Godesberg
Tel. 0228 - 77 8022
Öffnungszeiten: Mo - Fr 10.00 - 18.00 Uhr, Sa 10.00 - 13.00 Uhr
print@home: Karten buchen & drucken von zu Hause aus
BONNTICKET: 0228 - 50 20 10, www.bonnticket.de
Fax: 0228 - 910 41 914, [email protected]
Karten auch in den Zweigstellen des General-Anzeigers und bei allen
bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
IMPRESSUM
Beethoven Orchester Bonn
Generalmusikdirektor
Stefan Blunier
Wachsbleiche 1
53111 Bonn
Tel. 0228 - 77 6611
Fax 0228 - 77 6625
[email protected]
www.beethoven-orchester.de
Redaktion
Markus Reifenberg
Lisa Valdivia
Text
Heidi Rogge
Gestaltung
res extensa, Norbert Thomauske
Druck
JF. Carthaus GmbH & Co. KG
Bildnachweise:
Für die Überlassung der Fotos
danken wir den Künstlern und Agenturen.
Preis des Programmheftes: 2,00 €
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HINWEISE
Wir möchten Sie bitten, während des
gesamten Konzertes Ihre Mobiltelefone ausgeschaltet zu lassen.
Wir bitten Sie um Verständnis, dass
wir Konzertbesucher, die zu spät
kommen, nicht sofort einlassen
können. Wir bemühen uns darum,
den Zugang zum Konzert so bald
wie möglich – spätestens zur Pause
– zu gewähren. In diesem Fall
besteht jedoch kein Anspruch auf
eine Rückerstattung des Eintrittspreises.
Wir machen darauf aufmerksam,
dass Ton- und/oder Bildaufnahmen
unserer Aufführungen durch jede
Art elektronischer Geräte strikt
untersagt sind. Zuwiderhandlungen sind nach dem Urheberrechtsgesetz strafbar.
Das Beethoven Orchester Bonn
behält sich notwendige Programmund Besetzungsänderungen vor.
Beethoven Orchester Bonn
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