Zur Sicherheit lesen, was es Neues gibt!

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Ausgabe 7
September 2007
B LUTBIL D
Zur Sicherheit lesen, was es Neues gibt!
Gefahr erkannt - Risikomanagement
Ende der Toleranz - Übergangsfrist
abgelaufen
1
Initiative Safety First!
Interview
Neue Aufgabengebiete für die
Pflege - ein Trend?
Irene Maier, Universitätsklinikum Essen
3
Life & Science: Wissen fürs Leben
HPV-Infektion und Zervix-Karzinom
4
Dr. Thomas Mayer, Hamburg
News & Events
Workshop auf der Pflegemesse
in Leipzig
Aus der Wissenschaft
EDTA Antikoagulantien für die
Hämatologie
BD European Divisions, Oxford
5
6
Wie für Sie gemacht
So schnell wie Plasma, so rein wie
7
Serum
Schon gewusst?
Einfluss der Körperlage auf
Laborbefunde
7
Das kriegen Sie mit
Sicherheit raus!
Rätsel
8
Ende der Toleranz Übergangsfrist abgelaufen
Seit 1. August 2007 kontrollieren Aufsichtsbehörden die Umsetzung der
TRBA 250 zum Schutz vor Nadelstichverletzungen
Nadelstichverletzungen sind ein ernstes Gesundheitsrisiko für Mitarbeiter im
Gesundheitswesen. Besonders gefährlich sind dabei Infektionen mit dem
Hepatitis-B-Virus, dem Hepatitis-C-Virus oder dem HI-Virus. Deswegen ist der
Arbeitgeber verpflichtet, Mitarbeiter vor diesen Verletzungen zu schützen.
Welche Schutzmaßnahmen vorgeschrieben sind, steht in der "Technischen
Regel für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) 250". Diese wurde vergangenes
Jahr verschärft, jetzt ist die Übergangsfrist zur Umsetzung der neuen Vorgaben abgelaufen. Versicherer und Gewerbeaufsichtsämter haben Kontrollen
angekündigt.
"Mitarbeiterschutz liegt in der Verantwortung der Arbeitgeber", betont Theodor
Blättler vom Rheinischen Gemeindeunfallversicherungsverband. Welche
Maßnahmen der Arbeitgeber zum Schutz vor Nadelstichverletzungen ergreifen
kann und muss, ist in der TRBA 250 ausgeführt. Darin wird die Verwendung
Sicherer Instrumente für bestimmte Bereiche verbindlich vorgeschrieben.
Sichere Instrumente müssen ohne Wenn und Aber in allen Arbeitsbereichen mit
erhöhter Infektionsgefährdung wie Rettungsdienst, Notaufnahme und bei der
Behandlung fremdgefährdender Patienten eingesetzt werden. Darüber hinaus
müssen verletzungssichere Instrumente immer dann zum Einsatz kommen, wenn
Körperflüssigkeit in "infektionsrelevanter Menge" übertragen werden
▼
▼
Inhalt
Tipps & Tricks
Desinfektion bei Blutentnahmen 8
HPV Infektion und Zervix-Karzinom
Der Gebärmutterhalskrebs (Zervix-Karzinom) stellt nach dem Brustkrebs weltweit die zweithäufigste neoplastische Erkrankung bei Frauen dar. In Deutschland treten jährlich etwa 6500 Neuerkrankungen auf. Die kausale
Bedeutung der Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) in der Entstehung des Zervix-Karzinoms ist heute
unumstritten …
Lesen Sie weiter auf Seite 4
EDTA Antikoagulantien für die Hämatologie
Es hat sich herausgestellt, dass K3EDTA das weniger geeignete EDTA Salz für die Antikoagulation ist, da es mit
steigender EDTA Konzentration die am stärksten ausgeprägte Schrumpfung von roten Blutkörperchen bewirkt,
und somit die größte Änderung der Werte für das mittlere Blutkörperchenvolumen (MCV) ...
Lesen Sie weiter auf Seite 6
Gefahr erkannt: Risikomanagement
Ende der Toleranz - Übergangsfrist abgelaufen
▼
▼
Fortsetzung
kann. Dies kann schon bei kleinsten und sogar unbemerkten Verletzungen geschehen. Es reicht nicht, bloß
Venenverweilkatheter auszutauschen - Studien belegen,
dass bis zu zwei Drittel aller Nadelstichverletzungen bei
Injektionen und Blutentnahmen passieren.
Herkömmliche Instrumente dürfen nur weiter verwendet
werden, wenn in einer Gefährdungsbeurteilung dargelegt
ist, dass die Mitarbeiter durch andere Maßnahmen gleichwertig geschützt sind bzw. kein Infektionsrisiko besteht.
Dieser Teil der Gefährdungsbeurteilung muss unter Beteiligung des Betriebsarztes erstellt und gesondert dokumentiert
werden. Die Anforderungen sind jedoch sehr hoch. "Die
Gefährdungsbeurteilungen werden in der Mehrheit der
Fälle zu dem Ergebnis kommen müssen, dass verletzungssichere Instrumente unumgänglich sind," so Theodor
Blättler.
CD-Rom
“Kleiner Stich mit Folgen”
Umfassende
Informationen
zum Thema
Nadelstichverletzung,
Handlungshilfen
für die Gefährdungsbeurteilung und weitere
Hintergründe zur Rechtslage bietet
die aktuelle CD-Rom “Kleiner Stich
mit Folgen” von dem Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe, der Landesunfallkasse
NRW, dem Rheinischen Gemeindeunfallversicherungsverband und der
Bergischen Universität Wuppertal.
Die CD-Rom erhalten Sie beim:
Rheinischen GUVV
Heyestraße 99
40625 Düsseldorf
Telefon: 0211-2808-221
Telefax: 0211-2808-209
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Mitglieder der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand in NRW
erhalten die CD Rom kostenlos. Für
Nichtmitglieder beträgt der Preis
3,00 € pro Stück einschließlich
Versandkosten.
2
Die Nichtbeachtung der TRBA 250 kann im Schadensfall
rechtliche Konsequenzen haben. Möglich sind beispielsweise Regressforderungen der Unfallversicherungsträger an den
Arbeitgeber. Aber auch schon die Nichtdurchführung der
Gefährdungsbeurteilung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar,
die mit Bußgeldern geahndet werden kann.
Safety First! ist eine Gemeinschaftsinitiative der
Universität Wuppertal – Fachgebiet für Arbeitsphysiologie, Arbeitsmedizin und Infektionsschutz, der
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg – Abteilung für
med. Soziologie, und dt. Koordinierungsstelle für
Gesundheitswiss./Public Health, der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V. und
der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege e.V.
Die Website der Inititative Safety First finden Sie unter www.nadelstichverletzung.de
Die vollständige Version der TRBA 250 finden Sie auf der Internetseite der
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) www.baua.de
Editorial
Soviel ist sicher,
liebe Leserinnen und Leser,
nachdem wir mittlerweile seit über 30 Jahren die Anschnallpflicht in Deutschland
haben, Airbags in PKWs inzwischen zur Standardausrüstung gehören, und Beschäftigte auf Baustellen selbstverständlich mit Helm und Sicherheitsschuhen ausgerüstet werden, hat der ABAS (Ausschuss für biologische Arbeitsstoffe der
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) jetzt auch den Arbeitsschutz
für Mitarbeiter im Gesundheitswesen deutlich verbessert: Seit dem 1. August
2007 gilt die TRBA 250 Abschnitt 4.2.4 ohne Wenn und Aber.
Mit dieser Entscheidung wird endlich klar gemacht, dass es sich bei Stich- und
Schnittverletzungen durch scharfe Instrumente keineswegs um Bagatellereignisse
handelt. Solche Verletzungen sind mit hohen Infektionsrisiken verbunden und
können bei betroffenen Mitarbeitern bis zur Berufsunfähigkeit führen. Jetzt werden auch Arbeitgeber in die Pflicht genommen, für sichere Instrumente und
Arbeitsverfahren im Sinne eines sicheren Arbeitsplatzes zu sorgen. Inzwischen
werden in vielen Kliniken bereits so genannte Sicherheitsbudgets für einen optimierten Mitarbeiterschutz etabliert. Damit muss sich künftig auch in deutschen
Krankenhäusern und Arztpraxen kein Mitarbeiter mehr unnötigen Infektionsrisiken aussetzen.
Viel Spaß bei der Lektüre unserer neuen Ausgabe von Blutbild!
Andreas Karallus
Bereichsdirektor Deutschland, Österreich, Schweiz
BD Diagnostics, Preanalytical Systems
Neue Aufgabengebiete für die Pflege ein Trend?
Interview mit Irene Maier, Vorstandsmitglied des
Verbandes der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren
der Universitätsklinika in Deutschland e.V. (VPU) zum
Thema Übernahme ärztlicher Tätigkeiten
"Immer häufiger wird diskutiert,
einzelne ausgewählte Tätigkeiten in
den Verantwortungsbereich der
Pflege zu überstellen. Kann man
hier von einem generellen Trend
sprechen und vor welchem Hintergrund wird diese mögliche Übertragung diskutiert?"
Irene Maier:
Es wird immer deutlicher, dass die
Aufgaben in der Patientenversorgung neu zu definieren sind.
Einerseits, um das Potential der
inzwischen hoch qualifizierten
Gesundheitsfachberufe im Sinne
einer effizienten, qualitativen aber
auch wirtschaftlich ausgerichteten
Struktur zu nutzen; andererseits um
eine flächendeckende Versorgung
der Bevölkerung, insbesondere in
ländlichen Regionen, sicherzustellen.
"Wie kann eine Delegation von ärztlichen Tätigkeiten auf die Pflege in
der Praxis aussehen? Welche Arbeiten und welche Personenkreise
wären betroffen und welche verschiedenen Organisationsmodelle
sind hier möglich?"
Irene Maier:
Es ist notwendig, den Rahmen für
die Delegation in den Einrichtungen
dazu herzustellen. Das heißt Festlegung der Tätigkeiten, Prüfung der
versicherungsrechtlichen Grundlagen, Qualifizierungsnachweis der
Mitarbeiter. Der neu aufgelegte
Leitfaden des VPU (Verband der
Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika)
"Übernahme ärztlicher Tätigkeiten"
liefert dazu ausführliche Umsetzungshinweise. Eine Aufzählung
der möglichen Tätigkeiten lässt sich
hier nicht leisten. Beispielhaft zu
nennen sind Blutabnahmen, i.v.
Injektionen, Verbandwechsel,
Infusionsgaben. Unterschiedliche
Personenkreise können unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Dazu
zählen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger, fachweitergebildete Mitarbeiter und Arzthelferinnen.
"Eine einfache Festlegung, wer welche Tätigkeit durchführt, ist in diesem verantwortungsvollen Bereich
sicher nicht so ohne weiteres möglich. Welche rechtlichen Aspekte
sind hierbei zu berücksichtigen?"
Irene Maier:
Ich darf an dieser Stelle erneut den
Leitfaden des VPU zitieren:
Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger, die
durch die Übernahme ärztlicher
Tätigkeiten den Arzt entlasten,
übernehmen damit das entsprechende Haftungsrisiko. In gleicher Weise
haftet der delegierende Arzt für den
Patienten ebenfalls auf Schadensersatz und Schmerzensgeld, wenn
nachgewiesen wird, dass er es bei
der Auswahl und Überwachung seiner Erfüllungsgehilfen, wie die
Tätigkeiten der Pflegenden juristisch
genannt wird, es an der erforderlichen Sorgfalt hat fehlen lassen.
"Um dem geänderten Anforderungsprofil gerecht zu werden, müsste sicher auch der Bereich Ausbildung angepasst werden. Wie könnte dieser Bereich aussehen, welche
Schulungen müssten integriert werden, und wer trägt hier die Verantwortung?"
ihre Curricula den Entwicklungen
anzupassen.
"Kann man generell von einer
Bereicherung der pflegerischen
Tätigkeit sprechen und ist eine aufgeschlossene und positive Reaktion
auf eine solche Ausweitung des
Aufgabenbereiches zu erwarten?"
Irene Maier:
Eine Bereicherung in der pflegerischen Aufgabe ergibt sich aus meiner Sicht nicht durch die Übertragung, da die Pflege mit ihrem eigenen Aufgabenfeld einen wesentlichen Beitrag in dem Versorgungsprozess für die Patienten leistet.
Allerdings zeigt es sich, dass sich
durch die Übertragung effizientere
Arbeitsabläufe realisieren lassen.
Das kann zur Reduzierung von
Wartezeiten für Patienten und
Pflegende führen. Durch verbesserte
Arbeitsabläufe lässt sich die Zufriedenheit aller Beteiligten erhöhen.
Nicht vernachlässigt werden darf
dabei, dass die Pflegenden von noch
vielen vorhandenen Nebentätigkeiten entlastet werden müssen, um
überhaupt die zeitlichen Möglichkeiten zu haben, andere Tätigkeiten
zu übernehmen.
Irene Maier
Pflegedirektorin
Irene Maier:
Es macht auf jeden Fall Sinn, in die
Ausbildungscurricula die schon erwähnten Tätigkeiten aufzunehmen,
um den sonst später notwendigen
Schulungsinhalt zu vermeiden. Hier
sind die Bundesländer gefordert,
Universitätsklinikum Essen
Hufelandstr. 55
45122 Essen
3
Life & Science: Wissen fürs Leben
HPV-Infektion und Zervix-Karzinom
Neben epidemiologischen Studien
wird die Rolle von HPV in der Karzinogenese vor allem durch molekulare
Analysen belegt. Die onkogenen
Eigenschaften anogenitaler HPV werden hauptsächlich durch die Proteine
E6 und E7 vermittelt, die durch die
Degradation bzw. Inaktivierung von
p53 und pRB die Kontrolle des Zellzyklus beeinträchtigen(3).
Etwa 100 verschiedene HPV-Typen
sind bislang charakterisiert worden,
von denen über 40 Infektionen im
Anogenitalbereich verursachen(4).
Diese anogenitalen HPV-Typen besitzen jedoch sehr unterschiedliche
onkogene Eigenschaften. Als HPVTypen mit einem hohen onkogenen
Potential (high-risk HPV-Typen mit
erhöhtem Risiko maligner Progression
dysplastischer Epithelläsionen) sind
HPV 16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51,
52, 56, 58, 59, 68, 73 und 82 charakterisiert worden(2). Dabei ist HPV 16
mit 50% am häufigsten in ZervixKarzinomen nachweisbar, gefolgt von
HPV 18, 31 und 45. Die HPV-Typen 6,
4
11, 42, 43 und 44 werden als low risk
HPV bezeichnet und finden sich häufig bei benignen Epithelläsionen (z.B.
Condylomata acuminata).
Nur ein kleiner Teil der high risk HPVInfektionen führt nachfolgend zu dysplastischen und neoplastischen Läsionen. Die Infektionsprävalenz ist bei
jungen Frauen am höchsten. Sie liegt
in der Altersgruppe 15-25 Jahre z. T.
über 20% und fällt mit zunehmendem Alter ab (auf <5% bei Frauen
über 30 Jahre). Der Großteil der
Infektionen in jungem Alter heilt
spontan aus. Wenn keine immunologische Eliminierung erfolgt, kann sich
eine persistierende Virusinfektion etablieren, die im Verlauf dysplastische
und neoplastische Veränderungen verursachen kann (Abb. 1).
Bei Frauen mit normaler Zytologie
wurde für HPV-positive ein im Vergleich zu HPV-negativen 12,7-fach
höheres Risiko für das Auftreten von
Dysplasien (high grade squamous
intraepithelial lesions - HSIL) nach 5
Jahren beschrieben(5). Das Progressionsrisiko ist u. a. abhängig vom
HPV-Typ und von der Viruskonzentration (viral load). Das höchste Risiko für
CIN3 und Zervixkarzinome besteht bei
Infektionen mit den HPV-Typen 16
und 18(6). Die Progression prämaligner
Epithelläsionen ist zudem mit be-
stimmten cytogenetischen und molekularen Veränderungen assoziiert
(siehe Abb. 1), die in Zukunft als
Progressionsmarker eine diagnostische
Bedeutung erlangen könnten.
Infolge der engen Assoziation von
HPV mit der Zervix-Karzinogenese ist
die Virusinfektion auch Ansatzpunkt
für präventive Maßnahmen, die
sowohl die Vorsorgeuntersuchungen
(Screening) als auch die Primärprävention durch Vakzinierung beinhalten.
Im Rahmen der Krebsvorsorge wird
die HPV-Untersuchung/Typisierung zur
prognostischen Abklärung unklarer
zytologischer Befunde (ASCUS/PapIIw,
PapIII) und niedriggradig dysplastischer zervikaler Läsionen (PapIIID)
empfohlen(7). In mehreren Studien ist
gezeigt worden, dass der Nachweis
zervikaler Dysplasien und Neoplasien
durch HPV-Analysen mit einer höheren Sensitivität erfolgt als durch zytologische Untersuchungen, bei einer
allerdings etwas niedrigeren Spezifität(8). Der HPV-Test wird deshalb auch
zum primären Screening eingesetzt
(zusätzlich oder alternativ zur Zytologie)(9).
Seit Ende 2006 ist in Deutschland
eine HPV-Impfung (Gardasil) verfügbar. Die Zulassung eines
▼
▼
Der Gebärmutterhalskrebs (ZervixKarzinom) stellt nach dem Brustkrebs
weltweit die zweithäufigste neoplastische Erkrankung bei Frauen dar. In
Deutschland treten jährlich etwa 6500
Neuerkrankungen auf. Die kausale
Bedeutung der Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) in der
Entstehung des Zervix-Karzinoms ist
heute unumstritten. Virale DNA ist in
>99% der Zervix-Karzinome nachweisbar(1,2). Darüber hinaus sind eine
Reihe weiterer epithelialer Tumore mit
HPV assoziiert. So ist HPV DNA auch
in ca. 80% der Analkarzinome, 50%
der Vulva-, Vaginal- und Peniskarzinome, 20-30% der oropharyngealen
Karzimome und 50-70% der nichtmelanozytären Hautkarzinome (kutane Plattenepithelkarzinome und Basalzellkarzinome) nachweisbar. Die
pathogene Bedeutung der HPVInfektion ist aber in erster Linie für
das Zervix-Karzinom gezeigt worden.
10-15 Jahre
2-3 Jahre
Spontane
Ausheilung
80 %
HR-HPV
Infektion
Regression
Normale
Zervix
CIN 1
CIN 2
25-50 %
20 %
Produktive
Infektion
Abbildung 1
Genetische Instabilität
CIN 3
Invasives
Karzinom
3-5 %
Persistierende
Infektion
HPV Typ
Viral load
E6/E7
p16
Survivin
Virus-Integration
genet. Veränderungen
(3p, 6, 10p loss)
Telomerase
DNA-Polymerase
MCM-2
TOP2A
DNA-Methylierungsmuster
genet. Veränderungen
(3q, 1q, 20q gains)
Literatur:
AUF DIE SCHNELLE
▼
▼
Bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs - nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen - spielt die Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) eine entscheidende Rolle.
Darüber hinaus sind einige andere Krebserkrankungen, von denen auch Männer betroffen sein können,
mit dem Virus assoziiert. Dabei unterscheiden sich verschiedene HPV-Typen darin, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie Krebs auslösen. Grundsätzlich führt nur ein
kleiner Teil der Infektionen zur Bildung von Krebs. Die
Wahrscheinlichkeit, eine HPV-Infektion durchzumachen,
ist für junge Frauen am höchsten, wobei der Großteil
der Infektionen spontan ausheilt. Die Diagnostik der
HPV Infektion ist ein wichtiger Ansatzpunkt in der Prävention des Zervixkarzinoms. Seit kurzem steht auch
eine Impfung gegen HPV zur Verfügung.
zweiten Impfstoffes (Cervarix) wird im Jahr 2007
erwartet. Beide Vakzine basieren auf sog. Virus-like particles (VLP). Dabei handelt es sich um DNA-freie, nichtinfektiöse Virione, die sich spontan aus dem Hauptkapsidprotein der Viren (L1) bilden. Während Cervarix HPV 16
und 18 VLPs enthält, sind bei Gardasil zusätzlich auch die
Condylomata acuminata-assoziierten HPV-Typen 6 und 11
berücksichtigt. Beide Vakzine zeichnen sich durch eine
hohe Wirksamkeit aus und sind nebenwirkungsarm (10,11).
Die vollständige Immunisierung erfordert jeweils drei intramuskuläre Applikationen des Impfstoffs und resultiert in
der Bildung neutralisierender Antikörper im Sinne einer
prophylaktischen Vakzinierung. Dementsprechend ist die
Impfung am sinnvollsten, wenn noch keine genitale HPVInfektion vorgelegen hat (bei Jugendlichen vor dem ersten
Sexualkontakt). Die STIKO (RKI) empfiehlt dementsprchend
die Impfung aller Mädchen im Alter von 12-17 Jahren. Da
die Immunisierung nicht alle high risk HPV erfasst, werden
dadurch die Vorsorgeuntersuchungen nicht ersetzt.
1. Walboomers JM, Jacobs MV, Manos MM et al. Human papillomavirus is a necessary
cause of invasive cervical cancer worldwide. J Pathol 1999; 189: 12-9.
2. Munoz N, Bosch FX, de Sanjose S et al. Epidemiologic classification of human papillomavirus types associated with cervical cancer. New Engl J Med 2003; 348: 518-527.
3. Zur Hausen H. Papillomaviruses causing cancer: Evasion from host cell control in early
events in carcinogenesis. J Natl Cancer Inst 2000; 92: 690-698.
4. De Villiers EM, Fauquet C, Broker TR, Bernard HU, zur Hausen H. Classification of papillomaviruses. Virology 2004; 324:17-27.
5. Liaw KL, Glass AG, Manos MM et al. Detection of human papillomavirus DNA in cytologically normal women and subsequent cervical squamous intraepithelial lesions. J Natl.
Cancer Inst 1999; 91: 954-960.
6. Khan MJ, Castle PE, Lörincz AT et al. The elevated 10-year risk of cervical precancer and
cancer in women with human papillomavirus (HPV) type 16 or 18 and the possible utility
of type-specific HPV testing in clinical practice. J Natl Cancer Inst 2005; 97: 1072-1079.
7. Weissenbacher ER, Schneider A, Girardi F et al. Empfehlungen zur Diagnostik und
Therapie der HPV-Infektion des weiblichen Genitale. AWMF-Leitlinie Nr. 015/027, 2003.
8. Cusick J, Clavel C, Petry U et al. Overview of the European and North American studies
on HPV testing in primary cervical cancer screening. Int J Cancer 2006; 119: 1095-1101.
9. Wright TC, Schiffman M, Solomon D et al. Interim guidance for the use of human
papillomavirus DNA testing as an adjunct to cervical cytology for screening. Obstet
Gynecol 2004; 103: 304-309.
10. Villa LL, Costa RL, Petta CA et al. Prophylactic quadrivalent human papillomavirus
(types 6, 11, 16 and, 18) L1 virus-like particles vaccine in young women: a randomized
double-blind placebo-controlled multicenter phase II efficacy trial. Lancet Oncol 2005; 6:
271-278.
11. Harper D, France EL, Wheeler C et al. Efficacy of a bivalent L1 virus-like particle vaccine in prevention of infection with human papillomavirus Types 16 and 18 in young
women: a randomized controlled trial. Lancet 2004; 364: 1757-1765.
PD Dr. Thomas Meyer
Labor Lademannbogen
Lademannbogen 61
22339 Hamburg
Email: [email protected]
News & Events
Workshop to go
11.-13. September 2007: Pflegemesse in Leipzig (Messegelände)
2.-3. November 2007: Gesundheitspflegekongress in Hamburg (Elysee-Hotel)
Auf diesen beiden Kongressen bietet der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe jeweils einen Workshop zum Thema
"Schulungskonzept venöse Blutentnahme - Vermeidung von Nadelstichverletzungen" unter der Leitung von
Johanna Knüppel mit folgendem Inhalt an:
• Präanalytik: Blutentnahme zwischen Patient und Labor
• Die Blutentnahme-Technik / Sicherheit bei der Blutentnahme
• Übungen an einem Probearm
Leipzig: Dienstag, 11. Sept. 10:45 - 13:15 Uhr (Seminar Nr S112) und Mittwoch, 12. Sept. von 15 - 18 Uhr (Seminar Nr. S226)
Weitere Informationen bzw. Anmeldung unter www.pflegemesse.de
Hamburg: Freitag, 2. November 2007 von 17 - 19 Uhr (Workshop WS 6)
Weitere Informationen bzw. Anmeldung unter www. heilberufe-kongresse.de
5
Aus der Wissenschaft
EDTA Antikoagulantien für die Hämatologie
Die klinische Effizienz von K2EDTA und K3EDTA
• Gemäß dem "International Council for Standardization in Hematology" (ICSH) und dem
"Clinical Laboratory and Standards Institute" (ehemals NCCLS), ist K2EDTA das bevorzugte
Antikoagulans für Messungen in der Hämatologie.(1,2)
• Aus Sicherheitsgründen geht der Trend gegenwärtig zu unzerbrechlichen Röhrchen aus Kunststoff. Für diese Röhrchen ist das sprühgetrocknete K2EDTA das optimale Antikoagulans, da es sich
darin am besten lagern lässt und in dieser Umgebung optimal reagiert.(3)
• Bei einer Probenentnahme in K2EDTA und K3EDTA Röhrchen stimmen die Ergebnisse bezüglich
Genauigkeit, Stabilität und klinischem Nutzen sowohl beim Blutbild als auch bei der Differentialzählung der weißen Blutkörperchen überein, wenn die Probenentnahme und -handhabung entsprechend den Anweisungen der Hersteller durchgeführt wurden.(3,4,5)
• Unabhängig von Form und Typ des verwendeten EDTA Salzes sollten alle Röhrchen mehrmals
(8-10 mal) geschwenkt werden, um ein vollständiges Durchmischen und somit eine einwandfreie
Antikoagulation zu gewährleisten.(2)
• Es hat sich herausgestellt, dass K3EDTA das weniger geeignete EDTA Salz für die Antikoagulation ist, da es mit steigender EDTA Konzentration die am stärksten ausgeprägte Schrumpfung von
roten Blutkörperchen bewirkt, und somit die größte Änderung der Werte für das mittlere
Blutkörperchenvolumen (MCV).(1,4)
• K3EDTA ist als Flüssigkeit in Glasröhrchen dispensiert, was eine Verminderung aller direkt gemessenen Parameter um 1-2% bewirkt, da die Proben verdünnt werden. Werte in K2EDTA antikoaguliertem Blut sind durchwegs 1-2% höher als Werte in K3EDTA.(1,2)
• Die Kalibrierung von Durchflusszytometern für die Zellzählung hängt von dem verwendeten
Antikoagulans ab. Damit die Geräte untereinander vergleichbar sind, ist es wichtig, das gleiche
Antikoagulans zu benutzen.(1)
• Die Firma Coulter (jetzt Beckman Coulter) hat verschiedene Studien unterstützt, die zu dem
Schluss kommen, dass beim Blutbild und der Differentialzählung der weißen Blutkörperchen mit
K2EDTA und K3EDTA Röhrchen ausgezeichnete Übereinstimmungen an Coulter HämatologieGeräten gefunden werden.(1,5)
• Die sogenannten Flagging Rates sind beim Durchflusszytometer identisch für K3EDTA Glasröhrchen und K2EDTA Kunststoffröhrchen.(6)
Literatur:
1. International Council for Standardization in Haematology: Expert Panel on Cytometry. Recommendations of the International Council for
Standardization in Haematology for Ethylenediaminetetraacetic Acid Anticoagulation of Blood for Blood Cell Counting and Sizing. Am J Clin Path. 1993;
100: 371-372.
2. NCCLS Evacuated Tubes and Additives for Blood Specimen Collection - Fifth Edition; Approved Standard. H1-A5. December 2003
3. Brunson D, Smith D, Bak A, Sheridan B, Muncer DL. Comparing hematology anticoagulants: K2EDTA and K3EDTA. Laboratory Hematology 1995; 1:
112-119; International Society for Laboratory Hematology
4. Goossens W, Van Duppen V & Verwilghen RL. K2- or K3EDTA: the anticoagulant of choice in routine haematology? Clin Lab Haemat 1991; 13,291295.
5. Phillips J, Coiner J, Smith E, Becker D, Leong J. Performance of K2-EDTA vs. K3-EDTA collected blood specimens on various hematology analyzers.
Laboratory Hematology 1998; 4: 17-20
6. Van Cott EM, Lewandrowski KB, Patel S, Grzybek DY, Patel HS, Fletcher SR, Kratz A. Comparison of Glass K3EDTA versus Plastic K2EDTA BloodDrawing Tubes for Complete Blood Counts, Reticulocyte Counts, and White Blood Cell Differentials. Laboratory Hematology 2003; 9: 10-14.
BD European Divisions
The Danby Building, Edmund Halley Road
Oxford Science Park Oxford, OX4 4DQ, GB
6
Wie für Sie gemacht
So schnell wie Plasma, so klar wie Serum
Serum wird als Probe in
vielen Krankenhäusern
bevorzugt, weil es eine
besonders "saubere"
Probe ohne Zellbestandteile und ohne Fibrinogen ist. Dadurch ist die
Haltbarkeit vieler Analyte höher als in Plasma.
Darüber hinaus gibt es eine Anzahl von Assays, die nur für
Serum validiert wurden bzw. die mit Plasma nicht durchgeführt werden können.
Dennoch birgt die Verwendung von Serum besondere Probleme, da die Gerinnung eine gewisse Zeitspanne in Anspruch nimmt und vor der Zentrifugation abgeschlossen
sein muss. Dies fällt besonders ins Gewicht, wenn der
Transport effizient organisiert ist und die Probe innerhalb
von Minuten im Labor ankommt. Wer möchte eine Notfallprobe wegen der Gerinnungszeit im Labor erst noch
stehen lassen, wo doch jede Minute zählt?
Schwierig ist das Probenmaterial Serum auch bei Patienten, die unter Antikoagulanzien-Therapie stehen. Hier
kommt es trotz Einhaltung der empfohlenen Gerinnungszeiten das eine oder andere Mal zu Nachgerinnungen,
was die Abarbeitung der Proben im Labor erheblich verkompliziert.
Das BD Vacutainer® Rapid Serum Tube, kurz RST genannt,
kann in diesen Fällen Abhilfe schaffen. Dieses Röhrchen
enthält einen Gerinnungsaktivator, der dazu führt, dass
innerhalb von kürzester Zeit glasklares, fibrinfreies Serum
zur Verfügung steht. Die durchschnittliche Gerinnungszeit
beträgt bei Normalpatienten 29 Sekunden, bei heparinisierten Patienten 2-5 Minuten. Durch die integrierte Gelbarriere wird die Abarbeitung der Probe vereinfacht. So
ermöglicht das RST Röhrchen die Ausgabe von Resultaten
in kürzester Zeit, zum Vorteil des Patienten.
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Schon gewusst?
Einfluss der Körperlage auf Laborbefunde
Die Körperlage bei der Blutentnahme hat entscheidenden Einfluss auf die Laboratoriumsbefunde. Liegt der Patient,
befindet sich mehr Flüssigkeit im Blut bzw. die Flüssigkeit ist gleichmäßiger verteilt (das Herz muss die Flüssigkeit nicht
“die Beine hinauf pumpen”). Dadurch liegen Eiweiß- und Fettbestandteile in geringerer Konzentration vor als bei einem
sitzenden Patienten. Bei Patienten mit Ödemen ist der Effekt noch stärker ausgeprägt. Beim Übergang von stehender
oder gehender Position in sitzende oder liegende Position ist mit einer Übergangszeit von zehn bis fünfzehn Minuten zu
rechnen, um eine stabile Zusammensetzung der Körperflüssigkeiten entsprechend der eingenommenen Position zu
erwarten.
Faustregel: Ambulanten Patienten wird im Sitzen Blut abgenommen, stationären Patienten im Liegen.
IMPRESSUM:
Herausgeber:
Becton Dickinson GmbH
BD Diagnostics, Preanalytical Systems
Tullastr. 8-12, 69126 Heidelberg
www.bd.com/de
Verantwortlicher Redakteur:
Andreas Karallus,Tullastr. 8-12,
69126 Heidelberg
Wissenschaftlicher Beirat:
Initiative DIAPRO
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Preanalytical Systems) ist ausschließlich für Heilberufe und sonstige Fachkreise bestimmt.
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Company. (c) 2007 BD. Alle anderen Marken gehören dem jeweiligen Eigentümer.
7
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Rätsel
Sudoku
5
1
2
6
4 5 8
1 6
6
1 8
6 4 2
7
7 3 8
8 9
5
2
3
4
7 1
6
3
9
7 1
So funktioniert’s:
Das Diagramm ist mit den Zahlen 1 bis 9
aufzufüllen. Dabei darf jede Zahl in jeder
Zeile und jeder Spalte und jedem 3 x 3 Feld
nur einmal vorkommen. Viel Spaß dabei!
Die Zahlen in den gelb markierten Feldern der Reihe nach gelesen ergibt die “Lösungszahl”. Die gesuchte Zahl schicken Sie uns
entweder per Postkarte an u.g. Adresse oder per Mail an
[email protected].
Einsendeschluss ist der 1. November 2007.
Zu gewinnen gibt es diesmal zwei Wecker von BD mit Analogund Digitalanzeige für zwei Zeitzonen. Oder zur doppelten
Sicherheit.
Die Lösung des letzten Rätsels lautet: Tiefseetaucher.
Als Gewinner einer CD Rom “Blutentnahme Schulungsprogramm” wurden ermittelt:
• Dr. Michael Max, 88339 Bad Waldsee
• Rolf Kansy, 71334 Waiblingen
• Susanne Straß, 66119 Saarbrücken
• Dr. Ute Wullenweber, 55543 Bad Kreuznach
• Gerhard Schubert, 09116 Chemnitz
• Tobias Schmauss, 92637 Weiden
• Sabine Palme, 87439 Kempten
• Dorothea Morf, 4143 Dornach, Schweiz
• Christian Rose, 29549 Bad Bevensen
• Karola Sommer, 07281 Döbritz
Herzlichen Glückwunsch!
Nur Angehörige der Heilberufe und sonstiger Fachkreise dürfen an diesem Preisausschreiben teilnehmen. Mit der Teilnahme erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr
Name und Wohnort im Falle eines Gewinns in der nächsten Ausgabe des Blutbildes - auch elektronisch - veröffentlicht wird.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Mitarbeiter von BD sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Tipps & Tricks
... zur venösen Blutentnahme
Lassen Sie nach der Desinfektion die Punktionsstelle gut trocknen! Wenn punktiert wird, obwohl die Punktionsstelle
noch feucht ist, kann Desinfektionsmittel in das Blutentnahmeröhrchen gelangen. Dadurch können Messwerte verfälscht
und Hämolyse hervorgerufen werden. Ausserdem ist die Punktion für den Patienten dadurch oft schmerzhafter. Berühren
Sie die Punktionsstelle nicht mehr nach der Desinfektion, sonst ist sie nicht mehr steril.
• Sagen Sie uns Ihre Meinung! Wir sind gespannt auf Ihre Anregungen und Kritik.
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Redaktion “BLUTBILD“
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E-Mail: [email protected]
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