Gebrauchsinformation Isoptin RR plus

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Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Isoptin RR plus
240 mg Verapamilhydrochlorid plus 12,5 mg Hydrochlorothiazid, Hartkapseln, retardiert
Wirkstoffe: Verapamilhydrochlorid, Hydrochlorothiazid
Zur Anwendung bei Erwachsenen
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der
Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später
nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder
Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es
nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn
diese dieselben Symptome haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt
oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder
Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
1. Was ist Isoptin RR plus und wofür wird es angewendet?
2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Isoptin RR plus beachten?
3. Wie ist Isoptin RR plus einzunehmen?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Isoptin RR plus aufzubewahren?
6. Weitere Informationen
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1.
WAS IST ISOPTIN RR PLUS UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
Isoptin RR plus ist eine Kombination aus einem Calcium-Kanal-Blocker und einem
harntreibenden Wirkstoff (Diuretikum) zur Behandlung des Bluthochdrucks.
Isoptin RR plus wird angewendet zur:
Behandlung des Bluthochdrucks (essentielle Hypertonie).
Eine Kombinationstherapie wird grundsätzlich dann empfohlen, wenn eine
Monotherapie, mit der die Ersteinstellung eines zu hohen Blutdrucks erfolgen sollte,
unzureichend wirkt. Eine fixe Kombination ist nicht zur Dosiseinstellung geeignet,
sondern zum Ersatz der Einzelkomponenten, wenn die Erhaltungsdosen denen der fixen
Kombination entsprechen.
2.
WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON ISOPTIN RR PLUS BEACHTEN?
Isoptin RR plus darf nicht eingenommen werden

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen die Wirkstoffe Verapamilhydrochlorid
und/oder Hydrochlorothiazid, gegen andere Thiazide oder einen der sonstigen
Bestandteile von Isoptin RR plus sind

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Sulfonamide (manche Arzneimittel zur
Behandlung von bakteriellen Infektionen, z. B. Co-Trimoxazol) sind
(Kreuzreaktionen)

wenn Sie einen Herz-Kreislauf-Schock erlitten haben

wenn Sie einen akuten Herzinfarkt mit Komplikationen, z. B. verlangsamter
Herzschlag (Bradykardie), ausgeprägter Blutdruckabfall (Hypotonie) oder eine
Herzmuskelschwäche des linken Herzens (Linksherzinsuffizienz), erlitten haben

wenn bei Ihnen höhergradige Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen
Sinusknoten und Herzvorhof (SA-Block II. und III. Grades) auftreten

wenn bei Ihnen höhergradige Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen
Herzvorhof und Herzkammern (AV-Block II. und III. Grades) auftreten

wenn Sie unter einem Sinusknotensyndrom (Herzrhythmusstörungen infolge
gestörter Funktion des Sinusknotens) leiden, z. B. verlangsamter Herzschlag auf
weniger als 60 Schläge pro Minute oder im Wechsel auftretender verlangsamter
oder beschleunigter Herzschlag oder Erregungsleitungsstörungen im Herzen
zwischen Sinusknoten und Herzvorhof oder Ausfall der Reizbildung im Sinusknoten
(Sinusbradykardie, Bradykardie-Tachykardie-Syndrom, SA-Blockierungen oder
Sinusarrest)

wenn Sie unter einer Herzmuskelschwäche (manifester Herzinsuffizienz) leiden
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
wenn Sie unter Vorhofflimmern/-flattern (Herzrhythmusstörungen infolge einer
krankhaft erhöhten Vorhoferregung) und gleichzeitigem Vorliegen eines WPWSyndroms (anfallsweise auftretender beschleunigter Herzschlag durch
beschleunigte Erregungsleitung zwischen Herzvorhof und Herzkammer über ein
zusätzlich vorhandenes Erregungsleitungssystem) leiden: Es besteht dann ein
erhöhtes Risiko für die Auslösung eines beschleunigten Herzschlags in den
Herzkammern (Kammertachykardie).

bei schweren Nierenfunktionsstörungen (schwere Niereninsuffizienz mit stark
verminderter Harnproduktion [Oligurie] oder fehlender Harnproduktion [Anurie];
Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min und/oder Serumkreatinin über 1,8 mg/100 ml)

bei akuter Nierenentzündung (Glomerulonephritis)

bei Leberversagen mit Bewusstseinsstörungen (Koma und Präkoma hepaticum)

bei erniedrigtem Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie)

bei erniedrigtem Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie)

bei verminderter zirkulierender Blutmenge (Hypovolämie) oder Flüssigkeitsmangel
(Dehydratation)

bei erhöhtem Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie)

wenn Sie unter Gicht leiden.
Die gleichzeitige intravenöse Gabe von Betarezeptorenblockern darf bei Patienten
während der Behandlung mit Isoptin RR plus nicht erfolgen (Ausnahme
Intensivmedizin).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Isoptin RR plus ist erforderlich,

wenn bei Ihnen leichtere Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen
Herzvorhof und Herzkammern (AV-Block I. Grades) auftreten

wenn Sie niedrigen Blutdruck (systolisch unter 90 mmHg) haben

wenn Sie einen Ruhepuls unter 50 Schlägen pro Minute (Bradykardie) haben

wenn bei Ihnen eine stark eingeschränkte Leberfunktion vorliegt

wenn Sie an einer Erkrankung mit beeinträchtigter Übertragung von
Nervenimpulsen auf die Muskulatur (wie Myasthenia gravis, Lambert-EatonSyndrom, fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie) leiden

wenn Sie Durchblutungsstörungen der Hirngefäße (zerebrovaskuläre
Durchblutungsstörungen) haben

wenn Sie Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit)
haben

bei bereits bestehender oder bisher nicht in Erscheinung getretener Zuckerkrankheit
(manifestem oder latentem Diabetes mellitus); eine regelmäßige Kontrolle des
Blutzuckers ist erforderlich

wenn Sie unter einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden (bei einem
Serumkreatinin von 1,1 – 1,8 mg/100 ml bzw. leichter Einschränkung der
Kreatininclearance [30 – 60 ml/min]).
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Was ist bei älteren Menschen zu berücksichtigen?
Bei der Behandlung älterer Patienten ist auf eine mögliche Einschränkung der
Nierenfunktion zu achten (siehe Dosierungsanleitung).
Weitere Hinweise
Die Behandlung des Bluthochdrucks mit Isoptin RR plus bedarf der regelmäßigen
ärztlichen Kontrolle.
Aufgrund des Wirkstoffes Hydrochlorothiazid ist Isoptin RR plus bei einer
eingeschränkten Nierenfunktion (Glomerulumfiltrat unter 30 ml/min und/oder
Serumkreatinin über 1,8 mg/100 ml) nicht nur unwirksam, sondern sogar schädlich.
Verapamil kann nicht mittels Blutwäsche (Hämodialyse) entfernt werden.
Bei chronischem Missbrauch von harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika-Abusus) kann
es zu Wasseransammlungen im Körpergewebe (Ödemen) kommen (Pseudo-BartterSyndrom).
Während einer Langzeittherapie mit Isoptin RR plus müssen in regelmäßigen Abständen
bestimmte Blutwerte, insbesondere Kalium, Natrium, Kalzium, Magnesium, Kreatinin und
Harnstoff, ferner die Blutfette (Cholesterin und Triglyzeride) sowie die Harnsäure und der
Blutzucker regelmäßig kontrolliert werden.
Während der Behandlung mit Isoptin RR plus sollten die Patienten auf eine
ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten und wegen erhöhter Kaliumverluste
kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen (z. B. Bananen, Gemüse, Nüsse).
Unter der Behandlung mit Isoptin RR plus besteht bei zusätzlicher Einnahme von ACEHemmern (z. B. Captopril, Enalapril) zu Behandlungsbeginn das Risiko eines massiven
Blutdruckabfalls bis zum Schock sowie das Risiko einer Verschlechterung der
Nierenfunktion, die selten zu einem akuten Nierenversagen führen kann.
Eine Behandlung mit harntreibenden Medikamenten sollte daher 2 bis 3 Tage vor
Beginn einer Therapie mit einem ACE-Hemmer abgesetzt werden, um die Möglichkeit
einer Hypotonie zu Therapiebeginn zu vermindern.
Bei Patienten mit bereits bestehender oder bisher nicht in Erscheinung getretener
Zuckerkrankheit (manifestem oder latentem Diabetes mellitus) sollten regelmäßige
Kontrollen des Blutzuckers erfolgen.
Der durch verstärkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte
unabhängig vom Ausmaß der Urinausscheidung 1 kg/Tag nicht überschreiten.
Isoptin RR plus ist für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht geeignet, da
keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Isoptin RR plus kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen
führen. Die Anwendung von Isoptin RR plus als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung
der Gesundheit führen.
Besondere Hinweise:
Die Behandlung mit Isoptin RR plus sollte abgebrochen werden, sobald eine der oben
genannten Gegenanzeigen (siehe Abschnitt „Isoptin RR plus darf nicht eingenommen
werden …“ bzw. eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt:
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
bei einer Stoffwechselentgleisung, die auf eine Behandlung nicht mehr anspricht

wenn Sie ein Schwindelgefühl und einen stark beschleunigten Herzschlag bei
Lagewechsel vom Liegen zum Stehen verspüren (orthostatische
Regulationsstörungen)

beim Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen

wenn bei Ihnen ausgeprägte Magen-Darm-Beschwerden auftreten

bei Störungen des zentralen Nervensystems

bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

wenn bei Ihnen Blutbildveränderungen (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie)
auftreten

bei einer akuten Gallenblasenentzündung (akute Cholezystitis)

beim Auftreten einer Gefäßentzündung (Vaskulitis)

wenn sich bei Ihnen eine bestehende Kurzsichtigkeit verschlimmert

bei schweren Nierenfunktionsstörungen (Serumkreatininkonzentration über
1,8 mg/100 ml bzw. Kreatininclearance unter 30 ml/min).
Arzneimittelwechselwirkungen:
Bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil und Simvastatin (Arzneimittel zur Senkung
erhöhter Blutfette) in höheren Tagesdosen kann es zu einer von Simvastatin
ausgehenden Erkrankung der Skelettmuskulatur (Myopathie) oder zu einem Zerfall von
Muskelzellen (Rhabdomyolyse) kommen. Die Simvastatindosis sollte nach Rücksprache
mit Ihrem Arzt entsprechend den Herstellerangaben angepasst werden.
Bei Einnahme von Isoptin RR plus mit anderen Arzneimitteln:
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel
einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen oder angewendet haben, auch
wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel
gelten können.
Folgende, auf den Wirkstoff Verapamilhydrochlorid in Isoptin RR plus
zurückzuführende Wechselwirkungen müssen beachtet werden:
Wirkstoffe gegen Herzrhythmusstörungen (z. B. Flecainid, Disopyramid),
Betarezeptorenblocker (z. B. Metoprolol, Propranolol), Arzneimittel zur
Inhalationsnarkose:
Gegenseitige Verstärkung der Herz-Kreislauf-Wirkungen (höhergradige AVBlockierungen, höhergradige Senkung der Herzfrequenz, Auftreten einer
Herzmuskelschwäche, verstärkte Blutdrucksenkung).
Die gleichzeitige intravenöse Gabe von Betarezeptorenblockern darf bei Patienten
während der Behandlung mit Isoptin RR plus nicht erfolgen (Ausnahme
Intensivmedizin).
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Blutdrucksenkende Arzneimittel, harntreibende Arzneimittel (Diuretika),
gefäßerweiternde Arzneimittel (Vasodilatatoren):
Verstärkung des blutdrucksenkenden Effekts.
Digoxin, Digitoxin (Wirkstoffe zur Erhöhung der Herzkraft):
Erhöhung der Digoxin- bzw. Digitoxin-Konzentration im Blut aufgrund verminderter
Ausscheidung über die Nieren. Deshalb sollte vorsorglich auf Anzeichen einer
Überdosierung dieser Wirkstoffe geachtet werden und, falls notwendig, ihre Dosis vom
Arzt reduziert werden (eventuell nach Bestimmung ihrer Konzentration im Blut).
Chinidin (Wirkstoff gegen Herzrhythmusstörungen):
Verstärkter Blutdruckabfall ist möglich, bei Patienten mit einer bestimmten
Herzerkrankung (hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie) kann das Auftreten eines
Lungenödems (abnorme Flüssigkeitsansammlung in der Lunge) möglich sein, Erhöhung
der Konzentration von Chinidin im Blut.
Carbamazepin (Wirkstoff zur Behandlung epileptischer Krampfanfälle):
Carbamazepin-Wirkung wird verstärkt, Zunahme der nervenschädigenden
Nebenwirkung.
Lithium (Wirkstoff gegen Depressionen):
Wirkungsabschwächung von Lithium, Erhöhung der nervenschädigenden
Nebenwirkung.
Muskelrelaxanzien (Arzneimittel zur Muskelerschlaffung):
Mögliche Wirkungsverstärkung durch Isoptin RR plus.
Acetylsalicylsäure (Wirkstoff zur Behandlung von Schmerzen und gegen die
Bildung von Blutgerinnseln):
Verstärkte Blutungsneigung.
Doxorubicin (Wirkstoff zur Tumorbehandlung):
Bei gleichzeitiger Anwendung von Doxorubicin und Verapamil in oraler
Darreichungsform wird die Doxorubicin-Konzentration im Blut (Bioverfügbarkeit und
maximaler Plasmaspiegel) bei Patienten mit kleinzelligem Lungenkarzinom erhöht. Bei
Patienten in fortgeschrittenem Tumorstadium wurden keine signifikanten Änderungen
der Pharmakokinetik von Doxorubicin bei gleichzeitiger intravenöser Anwendung von
Verapamil beobachtet.
Colchicin (Wirkstoff zur Gichtbehandlung):
Bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil und Colchicin kann der Plasmaspiegel von
Colchicin erhöht werden.
Ethanol (Alkohol):
Verzögerung des Ethanolabbaus und Erhöhung der Konzentration von Ethanol im Blut,
somit Verstärkung der Alkoholwirkung durch Isoptin RR plus.
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Fungistatika (Wirkstoffe zur Behandlung von Pilzerkrankungen, wie z. B.
Clotrimazol, Ketoconazol oder Itraconazol), Proteasehemmstoffe (Wirkstoffe zur
Behandlung von HIV, wie z. B. Ritonavir oder Indinavir), Wirkstoffe zur
Behandlung von Infektionen (Makrolide, z. B. Erythromycin, Clarithromycin,
Telithromycin), Cimetidin (Wirkstoff zur Senkung der Magensäureproduktion),
Almotriptan (Wirkstoff zur Behandlung von Migräne), Imipramin (Wirkstoff zur
Behandlung von Depressionen), Glibenclamid (Wirkstoff zur Behandlung einer
Zuckererkrankung), Benzodiazepine und andere Anxiolytika (Arzneimittel zur
Behandlung psychischer Erkrankungen, z. B. Buspiron):
Erhöhung der Verapamilhydrochlorid-Konzentration und/oder der Konzentration dieser
Arzneimittel im Blut durch (gegenseitige) Beeinflussung des Abbaus.
Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin (Wirkstoffe zur Behandlung epileptischer
Krampfanfälle), Rifampicin (Wirkstoff zur Tuberkulosebehandlung), Arzneimittel
zur Steigerung der Harnsäureausscheidung (Urikosurika, z. B. Sulfinpyrazon),
Johanniskrautextrakt-Präparate:
Senkung der Verapamilhydrochlorid-Konzentration im Blut und Abschwächung der
Wirkung von Verapamilhydrochlorid.
Antiarrhythmika (Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen, wie z. B. Amiodaron
oder Chinidin), Cholesterin-senkende Arzneimittel (wie z. B. Lovastatin,
Simvastatin oder Atorvastatin), Midazolam (Wirkstoff zur Behandlung von
Angstzuständen), Ciclosporin, Everolimus, Sirolimus, Tacrolimus (Wirkstoffe zur
Unterdrückung der Immunabwehr), Theophyllin (Wirkstoff zur
Asthmabehandlung), Prazosin (Wirkstoff zur Behandlung des Bluthochdrucks),
Terazosin (Wirkstoff zur Behandlung von Blasenentleerungsstörungen bei
Vergrößerung der Prostata):
Erhöhung der Konzentration dieser Arzneimittel im Blut.
CSE-Hemmer („Statine“; Arzneimittel zur Senkung erhöhter Blutfette):

Allgemein
Bei Patienten, die Verapamil einnehmen, sollte die Behandlung mit einem CSEHemmer (z. B. Simvastatin, Atorvastatin oder Lovastatin) mit der geringsten
möglichen Dosis begonnen und dann hochtitriert werden. Wird eine Behandlung mit
Verapamil zu einer bestehenden Therapie mit CSE-Hemmern (z. B. Simvastatin,
Atorvastatin oder Lovastatin) hinzugefügt, sollte an eine Reduktion der Statin-Dosis
gedacht werden, wobei gegen die Serum-Cholesterin-Konzentration zurück zu
titrieren ist.
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
Simvastatin
Bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil und Simvastatin in höheren Dosen ist
das Risiko einer Erkrankung der Muskulatur oder eines Zerfalls von Muskelzellen
(Myopathie/Rhabdomyolyse) erhöht. Die Simvastatindosis sollte nach Rücksprache
mit Ihrem Arzt entsprechend den Herstellerangaben angepasst werden.

Atorvastatin
Bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil und Atorvastatin erhöht sich die
Bioverfügbarkeit von Verapamil.
Folgende, auf den Wirkstoff Hydrochlorothiazid in Isoptin RR plus zurückzuführende
Wechselwirkungen müssen beachtet werden:
Andere blutdrucksenkende Arzneimittel (z. B. Betarezeptorenblocker), andere
harntreibende Arzneimittel (Diuretika), Nitrate, Barbiturate (Arzneimittel zur
Behandlung von Krampfanfällen), Phenothiazine (Arzneimittel zur Behandlung von
psychischen Störungen), trizyklische Antidepressiva, gefäßerweiternde
Arzneimittel, Alkohol:
Die blutdrucksenkende Wirkung von Isoptin RR plus kann durch die oben genannten
Substanzen verstärkt werden.
Blutdrucksenkende Arzneimittel (ACE-Hemmer wie z. B. Captopril, Enalapril):
Unter der Behandlung mit Isoptin RR plus besteht bei zusätzlicher Einnahme von ACEHemmern (z. B. Captopril, Enalapril) zu Behandlungsbeginn das Risiko eines massiven
Blutdruckabfalls bis zum Schock sowie das Risiko einer Verschlechterung der
Nierenfunktion, die selten zu einem akuten Nierenversagen führen kann.
Eine Behandlung mit einem harntreibenden Arzneimittel (Diuretikum) sollte daher 2 bis
3 Tage vor Beginn einer Behandlung mit einem ACE-Hemmer abgesetzt werden, um die
Möglichkeit eines Blutdruckabfalls zu Behandlungsbeginn zu vermindern.
Arzneimittel mit entzündungshemmender Wirkung (nichtsteroidale
Antiphlogistika, z. B. Indometacin, Acetylsalicylsäure), Salicylate (Schmerzmittel)
und Phenytoin (Arzneimittel gegen Krampfanfälle und bestimmte Formen von
Schmerzen):
Die blutdrucksenkende und harntreibende Wirkung von Isoptin RR plus kann durch die
genannten Arzneimittel vermindert werden. Bei der gleichzeitigen Behandlung mit hoch
dosierten Salicylaten (Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Rheuma) kann
die giftige Wirkung der Salicylate auf das zentrale Nervensystem verstärkt werden.
Wenn unter der Behandlung mit Isoptin RR plus eine Verminderung der zirkulierenden
Blutmenge (Hypovolämie) oder ein Flüssigkeitsmangel im Körper (Dehydratation) auftritt,
kann die gleichzeitige Gabe nichtsteroidaler Antiphlogistika ein akutes Nierenversagen
auslösen.
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Betarezeptorenblocker (Arzneimittel u. a. zur Behandlung eines erhöhten
Blutdrucks):
Es besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten eines erhöhten Blutzuckers
(Hyperglykämie) bei gleichzeitiger Einnahme von Isoptin RR plus und
Betarezeptorenblockern.
Insulin, blutzuckersenkende Arzneimittel in Form von Tabletten (orale
Antidiabetika), serumharnsäuresenkende Arzneimittel und gefäßverengende
Arzneimittel (z. B. Epinephrin, Norepinephrin):
Die Wirkung der genannten Mittel kann bei gleichzeitiger Anwendung von Isoptin RR
plus abgeschwächt werden.
Arzneimittel zur Erhöhung der Herzkraft (Herzglykoside):
Bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten Herzmitteln (herzwirksamen Glykosiden)
ist zu beachten, dass bei einem sich unter der Behandlung mit Isoptin RR plus
entwickelnden Kaliummangel im Blut (Hypokaliämie) und/oder Magnesiummangel im
Blut (Hypomagnesiämie) die Empfindlichkeit des Herzmuskels (Myokards) gegenüber
diesen Herzmitteln erhöht ist. Dadurch können die Wirkungen und Nebenwirkungen
dieser Herzmittel verstärkt werden.
Arzneimittel, die eine bestimmte EKG-Veränderung (Syndrom des verlängerten
QT-Intervalles) verursachen können
Es besteht ein erhöhtes Risiko von Herzrhythmusstörungen (Kammerarrhythmien
inklusive Torsades de pointes) bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die eine
bestimmte EKG-Veränderung (Syndrom des verlängerten QT-Intervalles) verursachen
können (z. B. Terfenadin [Arzneimittel gegen Allergien], einige Arzneimittel gegen
Herzrhythmusstörungen [Antiarrhythmika der Klassen I und III]) beim Vorliegen von
Elektrolytstörungen.
Harntreibende Arzneimittel, die eine Kaliumausscheidung fördern (Diuretika wie
z. B. Furosemid), Glukokortikoide („Cortison“), ACTH, Carbenoxolon, Penicillin G,
Salicylate (Schmerzmittel), Amphotericin B (Arzneimittel zur Behandlung von
Pilzerkrankungen) oder Abführmittel:
Die gleichzeitige Anwendung von Isoptin RR plus und den genannten Arzneimitteln kann
zu verstärkten Kaliumverlusten führen.
Arzneimittel zur Behandlung bösartiger Erkrankungen (Zytostatika, z. B.
Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat):
Bei gleichzeitiger Anwendung der genannten Arzneimittel mit Isoptin RR plus ist mit
einer verstärkten schädigenden Wirkung auf das Knochenmark (insbesondere eine
Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen [Granulozytopenie]) zu
rechnen.
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Lithium (Wirkstoff gegen bestimmte Arten von Depressionen):
Die gleichzeitige Gabe von Isoptin RR plus und Lithium führt über eine verminderte
Lithiumausscheidung zu einer Verstärkung der herz- und nervenschädigenden (kardiound neurotoxischen) Wirkung des Lithiums. Daher wird empfohlen, bei Patienten, die
gleichzeitig mit Lithiumsalzen behandelt werden, den Lithiumspiegel im Blut besonders
sorgfältig zu überwachen.
Harntreibende Arzneimittel (Diuretika):
Bei gleichzeitiger Anwendung von Isoptin RR plus und anderen harntreibenden
Arzneimitteln (Diuretika) kann es zu verstärkter Harnausscheidung (Diurese) und
verstärktem Blutdruckabfall kommen.
Arzneimittel zur Muskelentspannung (curareartige Muskelrelaxanzien):
Die Wirkung von bestimmten Arzneimitteln, die eine Muskelentspannung herbeiführen
(curareartige Muskelrelaxanzien), kann durch Isoptin RR plus verstärkt oder verlängert
werden. Für den Fall, dass Isoptin RR plus vor der Anwendung solcher
Muskelrelaxanzien nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt über die
Behandlung mit Isoptin RR plus informiert werden.
Arzneimittel zur Senkung erhöhter Blutfette (Colestyramin, Colestipol):
Die gleichzeitige Anwendung von Colestyramin oder Colestipol vermindert die Aufnahme
von Hydrochlorothiazid, einem der beiden Wirkstoffe in Isoptin RR plus, aus dem
Magen-Darm-Trakt.
Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (Methyldopa):
Bei gleichzeitiger Einnahme von Methyldopa sind in Einzelfällen Auflösungen der roten
Blutkörperchen (Hämolysen) durch die Bildung von Antikörpern gegen
Hydrochlorothiazid, einem der beiden Wirkstoffe in Isoptin RR plus, beschrieben worden.
Arzneimittel zur Behandlung von Gicht (Allopurinol):
Bei gleichzeitiger Einnahme von Isoptin RR plus und Allopurinol besteht ein erhöhtes
Risiko für das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol.
Arzneimittel zur Behandlung einer Virusgrippe und einer Parkinson-Erkrankung
(Amantadin):
Eine gleichzeitige Therapie mit Isoptin RR plus und Amantadin kann das Risiko für das
Auftreten von unerwünschten Wirkungen des Amantadins erhöhen.
Kalziumsalze:
Die gleichzeitige Gabe von Isoptin RR plus und Kalziumsalzen kann über eine
verminderte Kalziumausscheidung zu erhöhten Kalziumspiegeln im Blut führen. Daher
wird empfohlen, bei Patienten, die gleichzeitig mit Kalziumsalzen behandelt werden, den
Kalziumspiegel sorgfältig zu überwachen und gegebenenfalls die Dosierung
anzupassen.
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Vitamin-D-Ergänzungspräparate:
Die gleichzeitige Gabe von Isoptin RR plus und Vitamin-D-Ergänzungspräparaten kann
über eine verminderte Kalziumausscheidung zu erhöhten Kalziumspiegeln im Blut
führen.
Ciclosporin:
Bei gleichzeitiger Einnahme von Isoptin RR plus und Ciclosporin besteht ein erhöhtes
Risiko für das Auftreten eines erhöhten Harnsäurespiegels im Blut (Hyperurikämie) und
Gicht-ähnlichen Erscheinungen.
Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen (Carbamazepin):
Bei gleichzeitiger Gabe von Isoptin RR plus und Carbamazepin kann der Natriumspiegel
im Serum ansteigen. Daher wird empfohlen, den Natriumspiegel im Blut regelmäßig zu
kontrollieren.
Chinidin:
Die gleichzeitige Einnahme von Isoptin RR plus und Chinidin führt zu einer
Verminderung der Chinidinausscheidung.
Bei Einnahme von Isoptin RR plus mit Nahrungsmitteln und Getränken
Während der Einnahme von Isoptin RR plus sollten Sie möglichst keinen Alkohol
trinken, da die Alkoholwirkung durch Isoptin RR plus verstärkt wird.
Während der Einnahme von Isoptin RR plus sollten Sie keine grapefruithaltigen Speisen
und Getränke zu sich nehmen. Grapefruit kann die Konzentration von
Verapamilhydrochlorid im Blut erhöhen.
Während der Einnahme von Isoptin RR plus sollten Sie stark kochsalzhaltige Getränke
(z. B. bestimmte Mineralwässer) oder Speisen möglichst meiden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Sie müssen Ihren Arzt über eine tatsächliche oder vermutete Schwangerschaft
informieren. In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen dann zu einem anderen Medikament
als Isoptin RR plus raten, da Isoptin RR plus nicht zur Anwendung in der
Schwangerschaft empfohlen wird. Das liegt daran, dass Isoptin RR plus in die
Plazenta gelangt und dass es bei Anwendung nach dem dritten
Schwangerschaftsmonat zu gesundheitsschädigenden Wirkungen für den Fötus
und das Neugeborene kommen kann.
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
Stillzeit
Teilen sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.
Isoptin RR plus wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen.
Kinder und Jugendliche
Isoptin RR plus ist für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht geeignet, da
keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Ältere Menschen
Bei der Behandlung älterer Menschen ist auf eine mögliche Einschränkung der
Nierenfunktion zu achten (siehe Abschnitt 3. „Wie ist Isoptin RR plus einzunehmen?“).
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
Isoptin RR plus kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das
Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am
Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt
beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn,
Dosiserhöhung und Präparatewechsel oder zu Beginn einer Zusatzmedikation sowie im
Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Isoptin RR plus
Dieses Arzneimittel enthält Sucrose (Zucker). Bitte nehmen Sie Isoptin RR plus erst
nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer
Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
3.
WIE IST ISOPTIN RR PLUS EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Isoptin RR plus immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen
Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Hinweis:
Grundsätzlich sollte die Behandlung des Bluthochdrucks mit niedrigen Dosen eines
Einzelwirkstoffes einschleichend begonnen werden. Die fixe Kombination
Isoptin RR plus aus 240 mg verzögert freisetzendem Verapamilhydrochlorid und
12,5 mg schnell freisetzendem Hydrochlorothiazid sollte erst nach vorangegangener
Therapie mit der freien Kombination aus Verapamilhydrochlorid und Hydrochlorothiazid
angewendet werden, falls die Erhaltungsdosen der Einzelwirkstoffe denen der fixen
Kombination entsprechen und damit eine Normalisierung des Blutdrucks bewirkt werden
konnte. Bei der Umstellung von der freien auf die fixe Kombination ist mit einer geringen
Wirkungsverstärkung (Blutdruck- und Herzfrequenzsenkung) zu rechnen. Falls der
Blutdruck auf die Kombination unzureichend anspricht, darf die Dosierung von
Isoptin RR plus nicht erhöht werden. In diesem Fall ist die Therapie zunächst mit den
Einzelkomponenten in einem individuell geeigneten Dosisverhältnis fortzusetzen.
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Wie viel von Isoptin RR plus und wie oft sollten Sie Isoptin RR plus einnehmen?
Die übliche Dosierung beträgt für Patienten, für die eine Kombinationsbehandlung
angezeigt ist, 1-mal täglich 1 Hartkapsel, retardiert, Isoptin RR plus (entsprechend
240 mg Verapamilhydrochlorid und 12,5 mg Hydrochlorothiazid). Die Tagesdosis von
1 Hartkapsel, retardiert, Isoptin RR plus sollte nicht überschritten werden.
Für Kinder und Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion ist
Isoptin RR plus nicht geeignet.
Wie und wann sollten Sie Isoptin RR plus einnehmen?
Nehmen Sie Isoptin RR plus mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) am
besten zu oder kurz nach den Mahlzeiten ein.
Wie lange sollten Sie Isoptin RR plus einnehmen?
Die Dauer der Anwendung ist nicht begrenzt, sie wird vom behandelnden Arzt bestimmt.
Nach einer längeren Behandlung sollte Isoptin RR plus grundsätzlich nicht plötzlich,
sondern ausschleichend abgesetzt werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von
Isoptin RR plus zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Isoptin RR plus eingenommen haben, als Sie
sollten
Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Isoptin RR plus ist sofort ein Arzt/Notarzt zu
benachrichtigen. Dieser kann entsprechend der Schwere der Überdosierung über die
gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.
Bei Überdosierung und/oder im Falle schwerwiegender Symptome ist sofortige ärztliche
Behandlung erforderlich.
Halten Sie die Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den
aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.
Folgende Anzeichen und Symptome einer versehentlichen oder beabsichtigten
Einnahme zu großer Mengen von Isoptin RR plus können auftreten:
Anzeichen und Symptome, die sich auf den Wirkstoff Verapamilhydrochlorid in Isoptin
RR plus beziehen:











schwerer Blutdruckabfall
Herzmuskelschwäche
Herzrhythmusstörungen (z. B. verlangsamter oder beschleunigter Herzschlag,
Störungen der Erregungsausbreitung im Herzen), die zum Herz-Kreislauf-Schock
und Herzstillstand führen können
Bewusstseinstrübung bis zum Koma
Erhöhung des Blutzuckers
Absinken der Kalium-Konzentration im Blut
Abfall des pH-Wertes im Blut (metabolische Azidose)
Sauerstoffmangel im Körpergewebe (Hypoxie)
Herz-Kreislauf-Schock mit Wasseransammlung in der Lunge (Lungenödem)
Beeinträchtigung der Nierenfunktion
Krämpfe.
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Über Todesfälle wurde gelegentlich berichtet.
Beim Auftreten der oben genannten Symptome ist sofort ein Arzt/Notarzt zu
benachrichtigen, der die erforderlichen Maßnahmen einleitet.
Anzeichen und Symptome, die sich auf den Wirkstoff Hydrochlorothiazid in Isoptin RR
plus beziehen; das klinische Bild bei akuter oder chronischer Überdosierung ist vom
Ausmaß des Flüssigkeits- und des Elektrolytverlustes (erniedrigter Kalium-, Natriumund Chloridgehalt im Blut) abhängig:

Überdosierung kann bei ausgeprägten Flüssigkeits- und Natriumverlusten zu
-
Durst, Schwäche- und Schwindelgefühl
Muskelschmerzen und Muskelkrämpfen (z. B. Wadenkrämpfen)
Kopfschmerzen
stark beschleunigtem Herzschlag (Tachykardie)
vermindertem Blutdruck (Hypotonie) und Kreislaufstörungen beim Wechsel
vom Liegen zum Stehen (orthostatische Regulationsstörungen)
führen.

Infolge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge (Hypovolämie) und
„Entwässerung" (Dehydratation) können
Bluteindickung (Hämokonzentration) mit Thromboseneigung
Krämpfe
Benommenheit
Lethargie
Verwirrtheitszustände
Kreislaufkollaps
Bewusstseinsstörungen bis zum Koma oder
akutes Nierenversagen
auftreten.

Bei raschen Wasser- und Elektrolytverlusten können schwere Verwirrtheitszustände
(delirante Zustandsbilder) auftreten.

Selten tritt ein anaphylaktischer Schock mit den Symptomen
auf.

Schweißausbruch
Übelkeit
bläuliche Verfärbung der Haut (Zyanose)
starker Blutdruckabfall
Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma
Schläfrigkeit und
Verwirrtheitszustände
Infolge eines erniedrigten Kaliumgehaltes im Blut (Hypokaliämie) kann es zu
-
Müdigkeit
Muskelschwäche
Empfindungsstörungen wie Kribbeln (Parästhesien)
leichten Formen von Lähmungserscheinungen
14/23
Apathie
Blähungen
Verstopfung oder
Herzrhythmusstörungen
kommen.
Schwere Kaliumverluste können zu einem Darmverschluss (paralytischer Ileus) und
zu Bewusstseinsstörungen führen. Bei gleichzeitiger Digitalisgabe können
Herzrhythmusstörungen durch einen eventuell erniedrigten Kaliumgehalt im Blut
(Hypokaliämie) verstärkt werden.
Therapie bei Überdosierung:
Bei Überdosierung oder Anzeichen einer verminderten zirkulierenden Blutmenge
(Hypovolämie), vermindertem Blutdruck (Hypotonie) oder Kreislaufstörungen beim
Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Regulationsstörungen) muss die
Behandlung mit Isoptin RR plus sofort abgesetzt werden.
Bei nur kurze Zeit zurückliegender Einnahme empfehlen sich Maßnahmen der
primären Giftelimination (induziertes Erbrechen, Magenspülung) und
resorptionsmindernde Maßnahmen (medizinische Kohle).
Neben der Überwachung der vitalen Parameter unter intensivmedizinischen
Bedingungen müssen wiederholt Kontrollen des Wasser- und Elektrolyt-Haushaltes,
des Säure-Basen-Haushaltes, des Blutzuckers und der harnpflichtigen Substanzen
(Kreatinin und Harnstoff) durchgeführt werden und die Abweichungen
gegebenenfalls korrigiert werden.
Ein spezifisches Gegenmittel gegen Hydrochlorothiazid ist nicht bekannt.
Wenn Sie die Einnahme von Isoptin RR plus vergessen haben
Auch wenn Sie einmal zu wenig von Isoptin RR plus eingenommen haben oder eine
Einnahme vergessen haben, nehmen Sie beim nächsten Mal nicht etwa die doppelte
Menge ein, sondern führen Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung
beschrieben bzw. vom Arzt verordnet, fort.
Wenn Sie die Einnahme von Isoptin RR plus abbrechen
Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Isoptin RR plus nicht ohne
Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt.
Eine Beendigung der Behandlung mit Isoptin RR plus sollte nach längerer Behandlung
grundsätzlich nicht plötzlich, sondern ausschleichend erfolgen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt
oder Apotheker.
15/23
4.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Isoptin RR plus Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei
jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde
gelegt:
Sehr häufig:
Häufig:
Gelegentlich:
Selten:
Sehr selten:
Nicht bekannt:
mehr als 1 Behandelter von 10
1 bis 10 Behandelte von 100
1 bis 10 Behandelte von 1.000
1 bis 10 Behandelte von 10.000
weniger als 1 Behandelter von 10.000
Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind,
nehmen Sie Isoptin RR plus nicht weiter ein und suchen Sie möglichst umgehend Ihren
Arzt auf.
Nebenwirkungen
Auf den Wirkstoff Verapamilhydrochlorid in Isoptin RR plus zurückzuführende
Nebenwirkungen:
Stoffwechsel:
Gelegentlich:
Verminderung der Glukosetoleranz.
Psyche:
Häufig:
Müdigkeit, Nervosität.
Nervensystem:
Häufig:
Kopfschmerzen, Schwindel- bzw. Benommenheitsgefühl,
Missempfindungen wie Kribbeln, Taubheits- und Kältegefühl in den
Gliedmaßen (Parästhesien) und Zittern (Tremor).
Sehr selten:
Störungen im Bereich der unwillkürlichen Bewegungsabläufe
(extrapyramidale Symptome: Parkinson-Syndrom, Choreoathetose,
dystone Syndrome): bilden sich nach bisherigen Erfahrungen nach
Absetzen von Isoptin RR plus zurück.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil (Wirkstoff in Isoptin RR
plus) und Colchicin (Wirkstoff zur Gichtbehandlung) wurde in einem
Einzelfall über Lähmungen (Paralyse) und zwar Schwäche in Armen
und Beinen (Tetraparese) berichtet. Die gleichzeitige Anwendung von
Verapamil und Colchicin wird nicht empfohlen.
16/23
Herz-Kreislauf-System:
Häufig:
Entstehung einer Herzmuskelschwäche bzw. Verschlimmerung einer
vorbestehenden Herzmuskelschwäche, übermäßiger Blutdruckabfall
und/oder Beschwerden durch Blutdruckabfall beim Wechsel der
Körperlage vom Liegen oder Sitzen zum Stehen (orthostatische
Regulationsstörungen), Verlangsamung des Herzschlags mit einem
Puls unter 50 Schlägen pro Minute (Sinusbradykardie),
Erregungsleitungsstörungen im Herzen (AV-Block I. Grades),
Wasseransammlungen im Bereich der Knöchel (Knöchelödeme),
Gesichtsröte (Flush), Hautrötung und Wärmegefühl.
Gelegentlich:
Herzklopfen (Palpitationen), erhöhte Herzschlagfolge (Tachykardie),
schwere Erregungsleitungsstörungen im Herzen (AV-Block II. oder III.
Grades).
Sehr selten:
Herzstillstand.
Atemwege:
Gelegentlich:
Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus).
Ohr und Gleichgewichtsorgan:
Gelegentlich:
Schwindel (Vertigo), Ohrgeräusche (Tinnitus).
Magen-Darm-Trakt:
Sehr häufig:
Übelkeit, Brechreiz, Völlegefühl, Verstopfung (Obstipation).
Gelegentlich:
Bauchschmerzen, Erbrechen.
Sehr selten:
Darmverschluss (Ileus), Zahnfleischveränderungen (Wucherung,
Entzündung, Blutung): bilden sich nach Absetzen von Isoptin RR plus
zurück.
Leber:
Gelegentlich:
Wahrscheinlich allergisch bedingte Leberentzündung (Hepatitis) mit
Erhöhung der leberspezifischen Enzyme: bildet sich nach Absetzen
von Isoptin RR plus zurück.
Haut, Schleimhaut und Bindegewebe (allergische Reaktionen):
Häufig:
Allergische Reaktionen wie Hautrötung (Erythem), Juckreiz (Pruritus),
Nesselfieber (Urtikaria), Hautausschlag mit Flecken und Papeln
(makulopapulöse Exantheme), schmerzhafte Rötungen und
Schwellungen der Gliedmaßen (Erythromelalgie).
Selten:
Punkt- oder fleckenförmige Haut- bzw. Schleimhautblutungen
(Purpura).
Sehr selten:
Gewebeschwellungen, vor allem im Gesichtsbereich
(angioneurotisches Ödem), schwere allergische Hautreaktion mit
schwerer Störung des Allgemeinbefindens (Stevens-JohnsonSyndrom, Erythema multiforme), sonnenbrandähnliche Hautreaktionen
(Photodermatitis), Haarausfall.
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Bewegungsapparat:
Selten:
Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Muskelschwäche.
Sehr selten:
Verschlimmerung bestimmter Muskelerkrankungen (Myasthenia gravis,
Lambert-Eaton-Syndrom, fortgeschrittene DuchenneMuskeldystrophie).
Brust und Fortpflanzungsorgane:
Gelegentlich:
Impotenz.
Selten:
Vergrößerung der männlichen Brustdrüse (Gynäkomastie) unter
Langzeitbehandlung bei älteren Patienten: bildet sich nach bisheriger
Erfahrung nach Absetzen von Isoptin RR plus zurück.
Sehr selten:
Erhöhung des die Milchbildung fördernden Hormons (Prolaktin) im
Blut, Milchfluss (Galaktorrhoe).
Hinweis:
Bei Patienten mit Herzschrittmacher kann eine Funktionsbeeinflussung unter
Verapamilhydrochlorid nicht ausgeschlossen werden.
Auf den Wirkstoff Hydrochlorothiazid in Isoptin RR plus zurückzuführende
Nebenwirkungen:
Blut und Lymphsystem:
Häufig:
Verringerung der Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie).
Gelegentlich:
Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie).
Sehr selten:
Blutarmut durch vermehrten Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische
Anämie), Anämie durch Blutbildungsstörungen im Knochenmark
(aplastische Anämie), hochgradige Verminderung bestimmter weißer
Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen
(Agranulozytose).
Hinweise auf eine Agranulozytose können Fieber mit Schüttelfrost,
Schleimhautveränderungen und Halsschmerzen sein.
Infolge der Bildung von Antikörpern gegen Hydrochlorothiazid (einem
der Wirkstoffe von Isoptin RR plus) bei gleichzeitiger Einnahme von
Methyldopa (Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks) sind in
Einzelfällen Auflösungen der roten Blutkörperchen
(immunhämolytische Anämie) beobachtet worden.
Immunsystem/Überempfindlichkeitsreaktionen:
Gelegentlich:
allergische Reaktionen; diese können als Haut- und
Schleimhautreaktionen (siehe Nebenwirkungen bei „Haut und
Unterhautzellgewebe“) auftreten, selten als Nierenentzündung
(interstitielle Nephritis), Gelbsucht (cholestatischer Ikterus),
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Entzündungen der Blutgefäße (Vaskulitis), Blutbildveränderungen
(siehe Nebenwirkungen bei „Blut und Lymphsystem“) oder Fieber.
Selten:
schwere Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kreislaufkollaps
(anaphylaktischer Schock).
Erste Anzeichen für einen Schock sind u. a. Hautreaktionen wie heftige
Hautrötung (Flush) oder Nesselsucht, Unruhe, Kopfschmerz,
Schweißausbruch, Übelkeit, bläuliche Verfärbung der Haut (Zyanose),
allergische Reaktionen.
Elektrolyte und Stoffwechsel:
Sehr häufig
kommt es bei der Behandlung mit Isoptin RR plus – insbesondere bei
eingeschränkter Nierenfunktion – als Folge der vermehrten
Flüssigkeits- und Elektrolytausscheidung zu Störungen im Flüssigkeitsund Elektrolythaushalt, insbesondere zu einem Mangel an Kalium und
Natrium, ferner zu einem Mangel von Magnesium und Chlorid im Blut
sowie zu einem erhöhten Kalziumgehalt im Blut.
Bei hoher Dosierung kann es infolge übermäßiger Harnausscheidung (Diurese) zu
Flüssigkeits- und Natriumverlusten (Hypovolämie und Hyponatriämie) kommen. Dies
kann sich in Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit und Durst, Erbrechen, Kopfschmerzen
bzw. Kopfdruck, Schwäche- und Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Sehstörungen,
Teilnahmslosigkeit (Apathie), Verwirrtheitszuständen, Muskelschmerzen oder
Muskelkrämpfen (z. B. Wadenkrämpfen), Herzklopfen, Blutdruckabfall, vermindertem
Blutdruck beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Regulationsstörungen)
und Kreislaufkollaps äußern. Daher ist es wichtig, unerwünschte Flüssigkeitsverluste
(z. B. bei Erbrechen, Durchfall, starkem Schwitzen) auszugleichen.
Bei sehr starker Harnausscheidung kann es infolge einer verminderten zirkulierenden
Blutmenge (Hypovolämie) und einem Mangel an Körperwasser (Dehydratation) zur
Bluteindickung (Hämokonzentration) und in seltenen Fällen zu Krämpfen,
Benommenheit, Verwirrtheitszuständen, Bewusstseinsstörungen bis zum Koma,
Kreislaufkollaps und zu einem akuten Nierenversagen kommen. Als Folge der
Bluteindickung kann es – insbesondere bei Vorliegen von Venenerkrankungen oder bei
älteren Patienten – zu Thrombosen und Embolien kommen.
Insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr und/oder erhöhten
Kaliumverlusten (z. B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall) kann als Folge einer
erhöhten Kaliumausscheidung über die Niere ein Kaliummangelzustand (Hypokaliämie)
auftreten, der sich in folgenden Symptomen äußern kann:
Müdigkeit, Schläfrigkeit, Teilnahmslosigkeit (Apathie), Muskelschwäche,
Missempfindungen in den Gliedmaßen (Parästhesien), Lähmungen (Paresen), Übelkeit,
Erbrechen, Verstopfung, übermäßige Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt
(Meteorismus), übermäßige Harnausscheidung (Polyurie), krankhaft gesteigertes
Durstgefühl mit übermäßiger Flüssigkeitsaufnahme (Polydipsie) sowie
Herzrhythmusstörungen und Pulsunregelmäßigkeiten (Reizbildungs- und
Reizleitungsstörungen am Herzen).
Schwere Kaliumverluste können zu einer Darmlähmung (paralytischer Ileus) oder zu
Bewusstseinsstörungen bis zum Koma führen.
EKG-Veränderungen und eine gesteigerte Empfindlichkeit gegen bestimmte
herzstärkende Arzneimittel (herzwirksame Glykoside: Digitalispräparate) können
auftreten.
19/23
Verstärkte Magnesiumausscheidungen im Harn (Hypermagnesiurien) sind häufig und
äußern sich nur gelegentlich als Magnesiummangel im Blut (Hypomagnesiämie), weil
Magnesium aus dem Knochen freigesetzt wird.
Daher sind regelmäßige Kontrollen der Serumelektrolyte (insbesondere Kalium, Natrium,
Kalzium, Magnesium) angezeigt.
Bei Behandlungsbeginn und längerer Anwendung von Isoptin RR plus muss
insbesondere der Kaliumgehalt im Blut regelmäßig kontrolliert werden, um das Auftreten
zu niedriger Kaliumspiegel im Blut zu verhindern.
Als Folge der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste kann sich eine metabolische Alkalose
entwickeln bzw. eine bereits bestehende Alkalose verschlechtern.
Häufig:
erhöhte Harnsäurespiegel im Blut (Hyperurikämie). Dies kann bei
entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanfällen führen.
Erhöhung des Blutzuckers (Hyperglykämien) und Zucker im Urin
(Glukosurie) sowohl bei Stoffwechselgesunden als auch bei Patienten
im Vorstadium einer Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) oder
bei zuckerkranken Patienten (manifester Diabetes mellitus) bzw. bei
Patienten mit einem Kaliummangel im Blut.
Bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit (manifester
Diabetes mellitus) kann es zu einer Verschlechterung der
Stoffwechsellage kommen. Eine bisher nicht in Erscheinung getretene
Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) kann in Erscheinung
treten.
Anstieg der Blutfette (Cholesterin, Triglyzeride).
Gelegentlich:
wieder zurückgehender (reversibler) Anstieg der harnpflichtigen Stoffe
(Harnstoff und Kreatinin).
Daher sollten während der Behandlung mit Isoptin RR plus neben den
Serumelektrolyten (Kalium, Natrium, Kalzium, Chlorid, Magnesium) auch die
Konzentrationen der harnpflichtigen Substanzen (Harnstoff, Kreatinin), die Blutfette
(Cholesterin und Triglyzeride) sowie der Blutzucker und die Harnsäure im Blut
regelmäßig kontrolliert werden.
Psyche:
Selten:
Depressionen, Schlaflosigkeit.
Nervensystem:
Selten:
Kopfschmerzen, Schwindel, Missempfindungen (z. B. Kribbeln) in den
Gliedmaßen (Parästhesien).
Augen:
Gelegentlich:
Sehstörungen (z. B. verschwommenes Sehen, Gelbsehen),
Einschränkung der Bildung von Tränenflüssigkeit (Vorsicht beim
Tragen von Kontaktlinsen); eine bestehende Kurzsichtigkeit kann sich
verschlechtern.
20/23
Herz-Kreislauf-System:
Häufig:
Herzklopfen (Palpitationen).
Gelegentlich:
verminderter Blutdruck beim Wechsel vom Liegen zum Stehen
(orthostatische Regulationsstörungen) oder Blutdruckabfall,
insbesondere bei Patienten mit einer verminderten zirkulierenden
Blutmenge (Hypovolämie) oder einem Mangel an Körperwasser
(Dehydratation) (z. B. Patienten mit schwerer Herzmuskelschwäche
[schwerer Herzinsuffizienz] oder unter einer Behandlung mit hohen
Dosen von harntreibenden Arzneimitteln [Diuretika]).
Selten:
Herzrhythmusstörungen.
Gefäße:
Gelegentlich:
Entzündungen der Blutgefäße (Vaskulitis).
Atemwege, Brustraum, Mediastinum:
Gelegentlich:
Atemnot/Atembeschwerden, eine bestimmte akute Form der
Lungenentzündung (akute interstitielle Pneumonie).
Sehr selten:
plötzlich auftretendes Lungenödem mit Schocksymptomatik. Eine
allergische Reaktion gegenüber Hydrochlorothiazid (einem der
Wirkstoffe von Isoptin RR plus) wird angenommen.
Magen-Darm-Trakt:
Häufig:
Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Übelkeit, Erbrechen,
Durchfall, Verstopfung, Schmerzen und Krämpfe im Bauchraum).
Leber/Gallenblase/Bauchspeicheldrüse:
Gelegentlich:
Anstieg eines bestimmten Enzyms (Amylase) im Blut
(Hyperamylasämie), akute Bauchspeicheldrüsenentzündung (akute
Pankreatitis).
Selten:
Gelbsucht (Ikterus).
Häufigkeit nicht bekannt:
akute Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis) bei vorbestehendem
Gallensteinleiden (Cholelithiasis).
Haut und Unterhautzellgewebe:
Gelegentlich:
allergische Haut- und Schleimhautreaktionen, z. B. Juckreiz,
Hautrötung, Hautausschläge durch Lichteinwirkung (photoallergisches
Exanthem), kleinfleckige Einblutungen in Haut und Schleimhaut
(Purpura) und stark juckende Quaddeln (Urtikaria).
Sehr selten:
bestimmte schwerwiegende Hauterkrankung mit Blasenbildung
(toxische epidermale Nekrolyse).
In Einzelfällen können ein kutaner Lupus erythematodes, kutane Lupus-erythematodesartige Reaktionen oder die Reaktivierung eines Lupus erythematodes (eine bestimmte
Autoimmunerkrankung mit Hautbeteiligung) auftreten.
21/23
Niere und Harnwege:
Sehr häufig:
Zucker im Urin (Glukosurie).
Häufig:
wieder zurückgehender (reversibler) Anstieg der harnpflichtigen Stoffe
(Harnstoff und Kreatinin) im Blut.
Gelegentlich:
Nierenentzündung (akute interstitielle Nephritis).
Geschlechtsorgane und Brustdrüse:
Gelegentlich:
Potenzstörungen.
Allgemeinbefinden:
Gelegentlich:
fieberhafte Zustände.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten
Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die
nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen
Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen
weiteren Maßnahmen entscheiden kann.
Falls eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie
umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z. B. ein erniedrigter
Kaliumgehalt im Blut [Hypokaliämie], Blutbildveränderungen wie hämolytische Anämie
oder Agranulozytose) unter Umständen lebensbedrohlich werden können. Der Arzt
entscheidet, welche Maßnahmen zu ergreifen sind und ob die Behandlung weitergeführt
wird. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung
weiter.
Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf Isoptin RR plus nicht
nochmals eingenommen werden.
5.
WIE IST ISOPTIN RR PLUS AUFZUBEWAHREN?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Blister
angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Aufbewahrungsbedingungen:
Isoptin RR plus in der Originalverpackung aufbewahren.
22/23
6.
WEITERE INFORMATIONEN
Was Isoptin RR plus enthält:
Die Wirkstoffe sind Verapamilhydrochlorid und Hydrochlorothiazid.
1 Hartkapsel, retardiert, enthält 240 mg Verapamilhydrochlorid als Retardpellets und
12,5 mg Hydrochlorothiazid als Pellets.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Dibutylphthalat, Eisenoxide und -hydroxide, Ethylcellulose, Gelatine, Glyceroldioleat,
hochdisperses Siliciumdioxid, Hyprolose, Maisstärke, Natriumdodecylsulfat,
Poly(methacrylsäure-co-methylmethacrylat) (1:2), Sucrose, Talkum, Titandioxid.
Wie Isoptin RR plus aussieht und Inhalt der Packung:
Gelatinesteckkapsel, Größe 0, Oberteil braun-opak, Unterteil elfenbein-opak.
Isoptin RR plus ist in folgenden Packungsgrößen erhältlich:
Originalpackung mit 20 Hartkapseln, retardiert
Originalpackung mit 50 Hartkapseln, retardiert
Originalpackung mit 100 Hartkapseln, retardiert
Pharmazeutischer Unternehmer
Abbott Arzneimittel GmbH
Freundallee 9A
30173 Hannover
Telefon: 0511 / 6750-2400
Telefax: 0511 / 6750-3120
E-Mail: [email protected]
Hersteller:
AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG
Knollstraße
67061 Ludwigshafen
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt im August 2013 überarbeitet.
((Abbott List number))
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