Pressemitteilung

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PK vom 26. Jul. 2005
Haut & Augen: Schutz vor
der Sonne
Zu viel Sonne schadet Haut und Augen. Schlechte
Sonnenbrillen, die falsche Sonnencreme und allzu UVdurchlässige Kleidung können am Ende Hautkrebs
und „Grauen Star“ oder eine „Netzhautverkalkung“
bedeuten.
Salzburg. Sowohl UVA als auch UVB Strahlung können
Schädigungen im Bereich der Augen und der Haut
verursachen. Es gibt jedoch Hinweise, dass die etwas
energiereichere UVB-Strahlung ein höheres Schädigungspotenzial haben könnte. Weltweit steigt die Zahl der
Hautkrebserkrankungen stark an. In den vergangenen zehn
Jahren hat sich die Zahl der malignen Erkrankungen in
Europa
verdoppelt.
UV-Strahlung
gilt
heute
als
Hauptauslöser für Basalzellkarzinom, Stachelzellkrebs und
malignes Melanom. Die Melanom-Vorsorgeuntersuchung
ist
seit
1993
in
SalzburgerInnen,
Salzburg
bei denen
kostenlos:
ein
80%
bösartiges
der
Melanom
entdeckt wurde, konnten aufgrund der Früherkennung
(unter
0,75mm
Eindringtiefe)
eine
100%ige
Heilung
Weltweiter Anstieg der
Hautkrebserkrankungen – in
Europa verdoppelt!
erwarten. Rechtzeitig vor dem Urlaubsantritt ist deshalb die
Auswahl eines adäquaten Sonnenschutzes für Erwachsene
und Kinder besonders wichtig. „Eine Verringerung des
Hautkrebsrisikos
bieten
Sonnenschutzpräparate
mit
Vorsorge schützt –
Früherkennung kann
100%ige Heilung bedeuten
Reparaturenzymen, die durch zu viel Sonneneinstrahlung
entstandene Hautschäden in der DNA wieder rückgängig
machen und damit das Hautkrebsrisiko verringern können.“
erklärt
Univ.-Prof.
Universitätsklinik
Erstellt ÖA/MW
für
Dr.
Helmut
Hintner,
Dermatologie
an
Vorstand
der
der
Paracelsus
PK SONNE_Haut & Augen_Intranet.doc
Sonneschutzpräparate mit
Reparaturenzymen
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Medizinischen Privatuniversität (kurz: PMU) an den Salzburger
Landeskliniken. „Nicht zu vergessen ist der Sonnenschutz für
die lichtempfindliche Netzhaut der Augen“, warnt Univ.-Doz. Dr.
Stefan
Egger,
Oberarzt
an
der
Universitätsklinik
für
Augenheilkunde und Optometrie der PMU. „Über 99% der UVStrahlung werden in den vorderen Augenabschnitten resorbiert
– ein geringer Teil erreicht aber auch die Netzhaut. Bei starker
UV-Belastung, ob direkt oder indirekt durch Reflexion wie z. B.
Sonnenschutz für die Augen
am Meer oder durch hellen Sand, kann eine sehr schmerzhafter
´Sonnenbrand des Auges´ entstehen.“ ergänzt Doz. Egger.
Beim ´Sonnenbrand des Auges´ werden die Zellen der Schädigung der Hornhautzellen:
„Sonnenbrand des Auges“
Hornhaut geschädigt. Eine hochwertige Sonnenbrille, die UVAund UVB-Strahlung absorbiert, kann hier einen wirksamen
Schutz bieten.
Schutz für die Haut – Sonnenbrand
Neue Sonnenschutzmittel können Hautschäden auch nach dem
Sonnebrand noch reparieren. Je näher am Äquator und je
höher sich der Urlaubsort befindet, desto intensiver ist auch die
Sonneneinstrahlung. Dementsprechend soll auch das Produkt
mit einem höheren Lichtschutzfaktor gewählt werden. Je höher
der
Lichtschutzfaktor,
desto
besser
der
Schutz
vor
Hoher Lichtschutzfaktor &
Sonnenbad je nach Hauttyp
sonnenbedingten Hautschäden, wie etwa Sonnenbrand. „Ganz
gleich, wie hoch der Lichtschutzfaktor gewählt wird, man sollte
sich niemals zu lange einem Sonnenbad aussetzten, denn es
bisher noch unklar, inwieweit die Lichtschutzpräparate mit
chemischen
schützen
UV-Filtern
können.“
vor
erklärt
Hautkrebs
Prof.
und
Hintner.
Hautalterung
Ein
erhöhtes
Hautkrebsrisiko und eine erhöhte Neigung zu Sonnenbrand
haben Menschen…
•
…mit heller Haut, Haar- und Augenfarbe,
•
…die in Kindheit und Jugend schwere Sonnenbrände
hatten,
Erstellt ÖA/MW
PK SONNE_Haut & Augen_Intranet.doc
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•
…mit zahlreichen Sommersprossen,
•
…die bereits häufig im Solarium bräunen,
•
…mehr als 50 Muttermale haben,
•
…bei denen bereits Melanome bei sich selbst oder in
der Familie auftraten,
•
…mit Muttermalen mit einem Durchmesser von über
5mm,
•
…mit Muttermalen unterschiedlicher Form, Größe und
Farbe.
Sonnencremen bieten insgesamt nur einen Schutz, wenn sie
konsequent und richtig angewendet werden. Studien haben
ergeben, dass meist nur rund ein Viertel der notwendigen
Öfter eincremen
Menge und zu selten eingecremt wird. Optimal sind zwei
Fingerlängen Sonnenschutzcreme auf jeden der elf Körperteile,
wie sie von Verbrennungsexperten eingeteilt werden: Gesicht
und Nacken, linker Arm, rechter Arm, Brust, Bauch, Rücken
(zwei Zonen), linkes Bein und rechtes Bein (insgesamt vier
Zonen). Auch wasserfester Sonnenschutz sollte nach jedem
Alle 2 Stunden und
nach jedem Schwimmen
auftragen
Schwimmen erneut aufgetragen werden – und das am besten
eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad und alle zwei Stunden
während des Sonnenbades. Eine endgültige Klärung des
Risikofaktors Sonnenlicht für die Entstehung von Hautkrebs
steht
derzeit
noch
aus.
Ein
umfassender
Schutz
vor
Sonneneinstrahlung bleibt bis auf weiters die einzige „Waffe“
gegen den Hautkrebs.
Schutz für die Augen
UV-Strahlung spielt eine wichtige Rolle in der Entwicklung von
Cateract („Grauer Star“ = Trübung der Augenlinse), Pterygium
(„Flügelfell“ = ein in die Hornhaut einwachsendes Gewebe) und
UV-Strahlung ist auch Ursache
für Grauen Star und
Netzhautverkalkung
Altersbedingter Makuladegeneration („Netzhautverkalkung“ =
Schädigung des Sehzentrums der Netzhaut durch Ablagerung).
Erstellt ÖA/MW
PK SONNE_Haut & Augen_Intranet.doc
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Neben den akuten Schäden am Auge (=Sonnebrand des
Auges) werden die chronischen Schädigungen (Cataract,
Empfindliche Haut
rund um die Augen schützen!
Pterygium, altersbedingte Makuladegeneration) wahrscheinlich
durch eine kumulative Wirkung hervorgerufen werden. Daher ist
insbesondere der Schutz der Kinder – die sehr viel Zeit im
Freien verbringen - von großer Bedeutung. Eher unbekannt
aber nicht zu selten tritt im Bereich der Augenlider und der die
Augen umgebenden Haut ein
erhöhtes Krebsrisiko bei
vermehrter UV-Belastung auf. Ein breitkrempeliger Hut oder
Kapperl und natürlich eine UV-absorbierende Sonnenbrille
stellen hier einen wirksamen Schutz dar. „Patienten nach
Augenoperationen oder bereits bestehenden Augenerkrankungen wie z. B. einer Netzhautverkalkung, sollten noch mehr
auf einen sorgfältigen Schutz ihrer Augen achten.“ ergänzt Doz.
Egger.
Gesunde Sonnenzeit – der richtige Umgang mit der Sonne
Neben dem Hauptfaktor Sonnenlicht, ist das Hautkrebsrisiko
vor allem auch genetisch bedingt. So seien Menschen mit heller
Haut eher gefährdet als solche mit dunkler Hautfarbe (siehe
Kasten auf der nächsten Seite). Man unterscheidet hier
verschiedene Pigmentierungstypen (1-4). Je heller, desto
empfindlicher reagiert die Haut auf UV-Strahlung und desto
kürzer ist die empfohlene maximale Sonnenzeit.
Erstellt ÖA/MW
PK SONNE_Haut & Augen_Intranet.doc
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Hauttypen der Europäer
Pigmentierungstyp
Beschreibung
Bezeichnung Reaktion
Bräunung
a.d.Sonne:
Sonnenbrand
1
Haut: auffallend hell, blass, Sommersprossen: Keltischer
viele, Haare: Rötlich, Augen: grün, blau, selten Typ
braun, Brustwarzen: sehr hell
2
Haut: etwas dunkler als 1, Sommersprossen:
selten, Haare: blond bis braun (12 Prozent),
Augen: blau, grün, grau, Brustwarzen: hell
3
Haut: hell bis hellbraun, Sommersprossen:
keine, Haare: dunkelblond, braun (78
Prozent), Brustwarzen: dunkler
Haut: braun , oliv, Sommersprossen: keine (8
Prozent), Haare: dunkelbraun, schwarz,
Augen: dunkel, Brustwarzen: (sehr) dunkel
4
Immer
schwer,
schmerzhaft
Meistens
schwer
schmerzhaft
Germanischer
Typ(hellhäutiger
Europäer
DunkelSeltener,
häutiger
mäßig
Europäer
Mediterraner Kaum
Typ
Empfohlene
maximale
Sonnenzeit
(min)
Keine Bräunung;
5 bis 10
nach 1 bis 2
Tagen weiß, Haut
schält sich
Kaum, Haut schält 10 bis 20
sich
Gut
20 bis 30
Schnell und tief
40 bis 45
Vorsorgeuntersuchungen
„Muttermale gehören kontrolliert und bei Verdacht entfernt! Das
ist heute die Divise für den richtigen Umgang mit Muttermalen“,
erklärt
Univ.-Prof.
Dr.
Helmut
Hintner,
Vorstand
der
Universitätsklinik für Dermatologie der PMU. „Viele Menschen
kostet die Ansicht ´ein Muttermal darf man nicht anrühren,
sonst wird es wild´ das Leben!“ warnt Prof. Hintner. Auch die
Aussage „wenn ein Muttermal wächst, juckt oder blutet, muss
es entfernt werden“ ist prinzipiell richtig, vom Gesamtkonzept
Muttermale kontrollieren
und bei Verdacht entfernen
zur Verhinderung des Entstehens eines Malignen Melanoms
her aber sehr gefährlich. Prof. Hintner ergänzt: „Wenn es
wächst und blutet ist es meist schon reichlich spät.“ Vorläufer
der Melanome wie das dysplastische Muttermal (Clark Naevus)
und das große angeborene Naevi muss man entfernen, bevor
einen Entartung stattfindet. Sollte ein Muttermal aber bereits in
ein Melanom übergegangen sein, so bedeutet bei geringer
Eindringungstiefe (bis 0,75mm Tumordicke nach Breslow) ein
100%ige Heilungen
bei 0,75mm Tumordichte
chirurgischer Entfernung immer noch eine fast 100%ige
Erstellt ÖA/MW
PK SONNE_Haut & Augen_Intranet.doc
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Heilung. Ab einer Tumortiefe von über 4mm sinkt die
Fünfjahresüberlebensrate aber erschreckend ab.
Die
Melanom-Vorsorgeuntersuchung
in
Stadt
und
Land
Salzburg kann seit 1993 ab dem 15 Lebensjahr 1x jährlich
(RisikopatientInnen 2x im Jahr) bei fast allen niedergelassenen
Kostenlose Vorsorgeuntersuchung in Stadt und Land
zwischen 1. April 1993 und 31. Dezember 2004 wurden 87.150 Salzburg – wichtig: 1xjährlich zur
Melanomvorsorge!
DermatologInnen kostenlos durchgeführt werden. Im Zeitraum
Personen im Rahmen des Vorsorgeprogramms untersucht. 369
musste
die
Diagnose
(feingeweblich
eines
verifizierten
pigmentierten
Malignen
Hauttumores
Melanoms)
gestellt
werden. Diese wiesen bei 294 Fällen eine Eindringtiefe von
unter 0,75mm auf, also eine Tumordichte, bei der eine fast
100%ige Heilung zu erwarten ist. „Dieser hohe Anteil an
„dünnen“
Salzburger
Melanomen
bestätigt
die
Vorsorgeprogramms“,
Sinnhaftigkeit
betont
Prof.
des
Hintner
abschließend. Auch hier gilt, dass der Einsatz von aufwendigen
Therapiekosten bei positiven Melanombefund häufig ein
vielfaches der Kosten einer Melanomvorsorgeuntersuchung
beträgt. Leider verhelfen diese Therapieformen meist nur zu
einer Lebensverlängerung und nicht zu einer Heilung.
Melanomvorsorge in Salzburg 2004
Untersuchte PatientInnen
11.800
Klinische Verdachtsdiagnose Melanom
121
Histologische Diagnose Malignes Melanom
35
Melanoma in situ
14
Melanome mit Eindringtiefe < = 0,75mm
16
Melanome mit Eindringtiefe 0,76 bis 1,5mm
4
Melanom mit Breslow über 1,5mm
1
Erstellt ÖA/MW
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Tipps für den richtigen Umgang mit der Sonne
1. Meiden Sie Aufenthalte in der Mittagssonne zwischen 11.00 und 15.00 Uhr
2. Schützen Sie sich so oft wie möglich durch Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille
3. Kinder unter drei Jahren sollten der direkten Sonne gar nicht ausgesetzt werden. Ältere Kinder
müssen mit sehr hohem Lichtschutzfaktor geschützt werden. Kopfbedeckung, Sonnenbrille und TShirt, auch im Wasser, sind ein absolutes Muss. Speziell für Kinder gibt es jetzt auch Kleidung mit
UV-Schutz.
4. Tragen Sie ein Sonnenschutzpräparat (abgestimmt auf Ihre Haut- und Lichttyp) am besten gleich
morgens, auf jeden Fall aber 30 Minuten vor dem Sonnenbad auf.
5. Cremen Sie sich regelmäßig – vor allem nach dem baden und bei starkem Schwitzen – und
wiederholt ein. Achtung! Auch Wolken lassen UV-Strahlen durch.
6. Auch nach Verwendung eines Lichtschutzpräparates sollten Sie zu lange Aufenthalte in der Sonne
vermeiden.
7. Im Schatten und mit hohem Lichtschutzfaktor werden Sie auch braun. Der Vorteil: Diese langsam
erworbene Bräune bleibt länger bestehen.
8. Bei Verbrennungen, wiederholtem Sonnenbrand oder verdächtigen Muttermalen sollten Sie einen
Hautarzt aufsuchen – besonders bei Kindern.
9. Sonne kann während der Schwangerschaft Pigmentflecken hervorrufen.
10. Beachten Sie, dass unter der Einnahme bestimmter Medikamente die Lichtempfindlichkeit der Haut
ansteigt. Informieren Sie sich rechtzeitig und umfassend.
Für weitere Fragen steht zur Verfügung:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin PR und Klinikmarketing, Pressesprecherin
Gemeinnützige Salzburger Landesklinik Betriebsgesellschaft mbH
Tel: +43 (0) 662 4482 -1007
Mobil: +43 (0) 699 1707 1007
Fax: +43 (0) 662 4482 -1009
[email protected]
[email protected]
www.salk.at
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