SAISON 2013/2014 Herbst - Theater Nestroyhof

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Theater Nestroyhof Hamakom
Spielzeit 2013/14
Produktionen und Programmpunkte
Oktober 2013 - Dezember 2014
Inhalt
// Spielzeitmotto 2013/14
// Das Programm im Detail
BARTSCH - KINDERMÖRDER // THeater oberhausen
ANNA UND MARTHA // PROJEKTTHEATER VORARLBERG
Die Kommandeuse/Covergirl // EIGENPRODUKTION
ARON MENCZER // BUCHPRÄSENTATION
Holocaust in Europa // AUSSTELLUNG
VIENNA STORIES // BUCHPRÄSENTATION
Die Sperlgasse zwischen Hoffnung und Schrecken // EIGENPRODUKTION
In Gedenken an die Novemberpogrome
SAM'S BAR // KONZERTE, TEXTE, BAR, MUSIK, EIGENPRODUKTION
BEI LEBENDIGEM LEIB // KOPRODUKTION THEATER NESTROYHOF HAMAKOM UND
THEATER OBERHAUSEN
VALENTINSTAG // ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG, EIGENPRODUKTION
SONIA MUSHKAT // ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG, EIGENPRODUKTION
EMILY // POETRY SONG PROJECT VON SALON5
DUNKELSTEIN // URAUFFÜHRUNG, EIGENPRODUKTION
ON KICKS / ÜBERTRITTE // URAUFFÜHRUNGEN, TETRALOGIE VON SALON5
INTERDISZIPLINÄRE PROGRAMME
// Service & Impressum
// Pressekontakt
I NHALT
Verwaltete Kinder // BUCHPRÄSENTATION
10. KLEZMORE FESTIVAL VIENNA // RAHMENPROGRAMM
Der Ritt über den Bodensee // MAX-REINHARDT SEMINAR - FENSTER NACH MORGEN
Spielzeitmotto 2013/14
AUF–DER–SCHWELLE-LEBEN
Die jüngst verstorbene Schweizer Philosophin Jeanne Hersch verwendete die Metapher
Auf-der-Schwelle-leben in einem Aufsatz über die Frage, was Judentum für sie bedeutet und frägt:
„Was ist ein Jude?" Sie meint dazu in aller philosophischen Schlichtheit: „Man muss versuchen,
das klar zu Ende zu denken, was nicht bedeutet, dass man zu einer Antwort kommt."
Im Wesentlichen zeigt sie fünf mögliche Antworten auf: Religion-Staat-Rasse-Kulturgeschichte-die
Anderen, und kommt zum Schluss: „Es gibt kein eindeutiges Kriterium für das „Judesein“ und
vielleicht ist gerade diese Unmöglichkeit die Quelle eines Sinns."
„Es fällt mir etwas Unklares ein, etwas Geheimnisvolles: als gäbe es da, abgesehen von der
Besonderheit 'Jude', so etwas wie eine Potenzierung und Konkretisierung des 'Mensch-seins' überhaupt. Die 'Religion' als solche ist ihrer Natur nach in der Schwebe zwischen Transzendenz und
den faktischen Riten, der Mensch als solcher hat eine ihm eigene Art, einem Staat zu gehören und
ihm nicht zu gehören als wäre er gleichzeitig ein Bürger von hier und ein Verbannter von anderswoher. Der Mensch als solcher ist eng in den Kausalketten der Biologie und der Vererbung gebunden und gleichzeitig dienen diese Ketten der Verwirklichung seiner Freiheit. Ohne Nahrung der
vorhandenen Kultur bleibt er leer, und doch ist das Wesentliche für ihn eine Möglichkeit jenseits
dieser. Der Mensch ist hier nicht einfach eine Tiergattung, der Jude auch keine Rasse, kein kulturelles Faktum."
„Mein Vater, meine Mutter haben es mir gesagt: Ich bin ein Mensch, ich bin ein Jude." Ein Befehl
aus der Vergangenheit, zu einer Zukunft hin, die in der Zeit nicht erreicht wird, und der die
Freiheit wach hält. Eine Art und Weise, dem Irdischen leidenschaftlich zu gehören und doch nie
ganz. Ein
AUF-DER-SCHWELLE-LEBEN
Herzlichst,
Frederic Lion
S PI EL Z EITMO TTO 201 3/14
Die Schwelle als Übergang oder Grenze, von einem Zustand zum nächsten, oder von einem Ort zu
einem anderen? Die Schwelle als Topos sich zu erinnern oder auch nicht? Die Schwelle der
Gegenwart zwischen Vergangenheit und Zukunft?
Und darauf leben? Ist das die ewige Suche oder auch Sehnsucht nach Eindeutigkeit? Oder die
Erkenntnis, dass Eindeutigkeit nie erreicht wird, die Erkenntnis des Wertes des Zwischenräumlichen? Ist die Schwelle die Trennung zwischen Du und Ich oder deren Überwindung und
wäre darauf zu leben die Liebe? Alle diese Bilder sind für uns gültig und zulässig bei der Projektund Stückwahl der Saison 2013/14 .
BARTSCH - KINDERMÖRDER von Oliver Reese
Gastspiel des Theater Oberhausen
Premiere: Vorstellungen: Do, 3. Oktober, 20 Uhr
4., 10., 11. und 12. Oktober, jeweils 20 Uhr
Regie: Martin Kindervater
Mit: Martin Müller-Reisinger
Bühne:Anne Manß
Kostüme:Elisabeth Gers
Video:Jan Krämer
Dramaturgie:
Tilman Raabke
Jürgen Bartsch erregte in den 60er Jahren das deutsche Medieninteresse. Der Metzgergeselle aus
dem Ruhrgebiet hatte vier Jungen entführt, misshandelt und auf grausame Weise ermordet. In
der Presse als „Bestie von Langenberg“ betitelt, überraschte er die Öffentlichkeit durch sein höfliches Auftreten und zahlreiche intelligente Reflektionen seiner Sexualmorde. Nicht zuletzt deshalb
hält die Faszination am Fall Bartsch bis heute an.
Bartsch - Kindermörder ist der Versuch, eine Gedanken- und Gefühlswelt zu erkunden, die
einen Menschen zu unfassbaren Verbrechen bewegen kann.
PRESSESTIMMEN
„Eine starke und faszinierende Inszenierung auf der Grenze zwischen aushaltbar und ‚Ich will hier
raus’.“
WAZ/NRZ, 18.12.12
„Martin Müller-Reisinger gibt diesen Jürgen Bartsch keineswegs unsympathisch. Er erscheint sogar
reflektiert: betroffen über seine Taten, ernst und nachdenklich. Das ungeheuer suggestive Solo
des Schauspielers wirft uns in ein Wechselbad zwischen Mitleid und Abscheu.“
theaterpur.net, 19.12.12
BARTSCH - KINDERMÖRDER // THEATER OBERHAUSEN
Der Regisseur Martin Kindervater und der Schauspieler Martin Müller-Reisinger realisierten dieses
Projekt erstmals in der Spielzeit 12/13 im Bunker Theater des Theater Oberhausen.
ANNA UND MARTHA. DER DRITTE SEKTOR von Dea loher
Premiere:
vorstellungen:
Di, 15. Oktober, 20 Uhr
16.- 19. Oktober, jeweils 20 Uhr
Regie:
Mit:
Ausstattung:
Produktionsbetreuung:
video:
Musik/Ton:
Puppenbau:
Perücken:
susanne Lietzow
Maria Hofstätter, Martina spitzer
Marie Luise Lichtenthal
Dietmar nigsch
Petra Zöpneck
Gilbert Handler
Kathrin sellin
Monika Krestan
Maria Hofstätter und Martina spitzer brillieren als bösartiges schreckschrauben-Duo im
sprechtheater „anna und Martha. Der dritte sektor“.
Die racheorgie der beiden in die Jahre gekommenen Dienstmädchen gilt einer in die Kühltruhe
verbannten Herrin, aber vor allem einander. „Deine Wehleidigkeit steht im umgekehrten Verhältnis
zu deiner Lebensleistung“, verachten anna und Martha in der jeweils anderen sich selbst, weil sie
in ihr das eigene verpfuschte Leben erkennen. anna ist eine ausgesprochen kurzsichtige
schneiderin, Martha eine hüftkranke Köchin.
Dienstboten – ohne eine Dienstherrin. Denn diese taucht nicht auf. und sie warten. Warten und
erinnern sich, verletzen einander. Durch die Worte, die aus ihnen hervorquellen, schaffen sie sich
für Momente ein eigenes Leben. In ihren gnadenlosen ritualen der erinnerung und der bosheit
sind sie tragisch und komisch zugleich. Von ihrem Leben geblieben ist ihnen ein gebeugtes
rückgrat, eine kranke seele und das Gefängnis der eigenen Geschichte. ein deformiertes Dasein,
das nur aus der Distanz betrachtet für Gelächter sorgt.
„Das ist keine arbeit. Das ist Dienst“, heißt es im stück. „anna und Martha“ erzählt nicht nur von
der Vergangenheit der Protagonistinnen, sondern auch von Gegenwart und Zukunft jener
Menschen, die im „Dritten sektor“, dem Dienstleistungssektor, im „Dienste“ ihrer arbeitgeber bzw.
deren Kunden stehen.
PressesTIMMen
"[...] im Mittelpunkt des Spiels steht eine furiose Abrechnung des Personals, das auf fast leerer
Bühne einen irrwitzigen Text abspult, der in dieser Regie am Dienstag in Wien zum Funkeln kam.
[...] Anna und Martha [...] scheinen Genets „Zofen“ entsprungen oder einem absurden Stück von
Beckett, ihr Singsang erinnert an Bernhard. Und doch auch haben die zwei Protagonisten genug
Eigenleben, um zu entzücken."
Die Presse, 20.2.2013
"Mit wenigen Mitteln und sich auf das scharf konturierte Spiel der Schauspielerinnen konzentrierend, gelingt Lietzow eine intensive und mitreißende Interpretation des beunruhigenden Textes.
Hofstätter zeichnet ihre Martha als undurchschaubare, kinderlose Alte, hinter deren harter Schale
sich unerfüllte Liebe und der Wunsch nach einem besseren Leben verbergen. [...] Martina Spitzer
spielt ihre Anna als nervös-steife, von Neid, Missgunst und dem Schmerz über den Tod ihres
Mannes und ihres Sohnes zerfressene Alte; wie sie giftet und zischt, sucht seinesgleichen."
Wiener Zeitung, 20.2.2013
ANNA UND MARTHA // ProJeKTTHeaTer VorarLberG
eine Produktion des Projekttheater Vorarlberg
in Kooperation mit Theater nestroyhof Hamakom
COvERgIRl
Wie Lynndie england zur Verkörperung des bösen amerika wurde
DIE KOMMANDEUSE
Psychogramm einer nazi Täterin
Zwei Täterinnenmonologe
eine Produktion von Theater nestroyhof Hamakom
Premiere:
vorstellungen:
Di, 29. Oktober, 20 Uhr
30., 31. Oktober | 5., 6., 8., 9. November, 20 Uhr
Inszenierung:
Mit:
Raum:
Musik:
Kostüm:
Frederic Lion/barbara schulte
Ingrid Lang/barbara Gassner
andreas braito
Karl stirner
sabine Volz
In dem Projekt Die Kommandeuse und Covergirl werden zwei Monologe von zwei autorinnen an
einem abend zur aufführung gebracht. beide stücke beschäftigen sich mit zwei mutmaßlichen
Täterinnen in unterschiedlichen historischen und politischen Kontexten. Zwei Frauen, die es geschafft
haben, mit ihren Taten negativ Geschichte zu schreiben und die Weltöffentlichkeit zu entsetzen.
es ist nicht die Vergleichbarkeit ihrer biografien und ihrer Taten sondern die vehemente mediale
ausschlachtung beider Fälle angesichts einer ratlosen Öffentlichkeit gegenüber weiblicher Täterschaft,
die das Theater nestroyhof Hamakom veranlasst, beide Texte hintereinander an einem abend zur
aufführung zu bringen.
"Das Theater nestroyhof / Hamakom hat zwei unterschiedlich starke Texte sowie Inszenierungen in
einen abend gepackt, die einander am ende doch gegenseitig Kraft verleihen. besonders deutlich
wird diese dank der intensiven Leistungen der beiden Darstellerinnen." aPa, 27.4.2013
"Ingrid Lang ist eine grandiose ns-sirene - Ingrid Lang spielt mit großer Intensität diese unbeugsame, grausame Frau." Die Presse, 29.4.2013
"barbara Gassner versteht es auf hervorragende Weise, das Covergirl Lynndie england darzustellen
[...] impulsiv und wechselt gekonnt zwischen männlichem Kriegsgehabe, unterwürfiger Frau [...]
regisseurin barbara schulte inszeniert reduziert und stimmig. In Die Kommandeuse von Gilla
Cremer ist es wiederum die schauspielerin, die brilliant das verbrecherische Verhalten einer sadistin
und uneinsichtigen nach und nach offenlegt [...] antworten gibt's keine. aber eindrucksvolles
Theater." Der standard, 3.5.2013
DIE KO MMANDEUS E/C Ov ER gIRl // e IGe nPro DuKT I on
PressesTIMMen
In Gedenken an die Novemberpogrome
BUCHPRÄSENTATIONEN
aUSSTELLUNG
LESUNGEN
Betreuung: Susanne Höhne
"Trotz allem... Aron Menczer und die JugendalijaH" - Buchpräsentation
Neu überarbeitete Auflage von Johann Nittenberg und Benjamin Kaufmann
Mo, 21. Oktober, 20 Uhr
Es liest: Vera Borek
Bereits 2011 initierte das Theater Nestroyhof Hamakom die Errichtung und Einweihung einer
Gedenktafel für Aron Menczer vor dem Gebäude der ehemaligen JUAL - Jugendalijah - in der
Marc-Aurel-Straße 5. Als Leiter der Wiener JUAL rettete Aron Menczer bis zu seiner eigenen
Deportation am 24. April 1942 viele jüdische Kinder.
Die Errichtung der Mamortafel am Gehsteig vor dem Gebäude fand am 9. November 2012 in
Anwesenheit von Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny, Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel, Hannah
Lessing sowie Zeitgenossen und Weggefährten Aron Menczers statt.
Martin Vogel, (Madrich von Aron Menczer) Moshe Jahoda, Elisabeth Klamper haben sich zusammen mit Ari Rath und Susanne Höhne für die Gedenktafel eingesetzt und werden im Anschluss an
die Lesung dem Publikum für eine Diskussion zur Verfügung stehen.
"Trotz allem... Aron Menczer und die Jugendalijah"
1. Auflage herausgegeben von Paul Grosz, 1993
in einer Überarbeitung mit Essays von Elisabeth Klamper und Doron Rabinovici, herausgegeben
von Joanna Nittenberg und Benjamin Kaufmann
Verlag Illustrierte Neue Welt, Edition INW, 2013
DER HOLOCAUST IN EUROPA - Gedenkausstellung
Vernissage: Mo, 4. November 2013, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 5. November 2013 – 27. Januar 2014
(Öffnungszeiten siehe www.hamakom.at oder nach Absprache)
Veranstalter: BMUKK/erinnern.at
Projektkoordination: Milli Segal
Aus Anlass des 75. Gedenktages an das Novemberpogrom wird die Ausstellung „Die Geschichte
der Shoah in Europa“ im Theater Nestroyhof Hamakom gezeigt werden. Der vom renommierten
Mémorial de la Shoah in Paris zusammengestellte Teil der Ausstellung vermittelt die Geschichte
der Vernichtung des europäischen Judentums von den Anfängen des rassistischen Antisemitismus
bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Ergänzend dazu haben MitarbeiterInnen des Instituts für
Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenshaften
eine ausführliche Darstellung dieser Entwicklung in Österreich erarbeitet. Auf diese Weise werden
Zusammenhänge, Unterschiede und Parallelen der Österreichischen Geschichte der Shoah mit der
gesamt-europäischen verdeutlicht: Ausstellung und Katalog richten sich vor allem an Schülerinnen
und Schüler, sollen aber auch ein breiteres Publikum ansprechen.
iN gEDENKEN AN DIE nOVEMBERPOGROME
Weiterführende Informationen zu Aron Menczer finden Sie unter:
http://www.hamakom.at/index.php?eid=115
In Gedenken an die Novemberpogrome
BUCHPRÄSENTATIONEN
aUSSTELLUNG
LESUNGEN
Betreuung: Susanne Höhne
Vienna Stories - Buchpräsentation
Centropa in Koproduktion mit dem Theater Nestroyhof Hamakom
Mo, 7. November, 16.00 Uhr
Die Organisation Centropa befasst sich in Ihrem Projekt „Jüdische Zeugen eines europäischen
Jahrhunderts“ mit der Aufzeichnung jüdischer Lebensgeschichten. Diese wurden unter anderem
2008 in dem wichtigen Buch „Wie wir gelebt haben“ veröffentlicht. Julia Kaldori und Tanja
Eckstein, die beiden Herausgeberinnen, präsentieren an diesem Abend die englische Ausgabe des
Buches.
DIE SPERLGASSE ZWISCHEN HOFFNUNG UND SCHRECKEN - Lesungen und Gespräche
Eine Produktion des Theater Nestroyhof Hamakom
Wenige Monate nach dem Anschluss Österreichs an das „Deutsche Reich“ wurden jüdische
SchülerInnen aus den öffentlichen Schulen vertrieben und in wenigen Schulen zusammengefasst.
Eine dieser Schulen befindet sich in der Kleinen Sperlgasse 2a, wo von 1938 bis 1941 unter den
zunehmend verschärften Bedingungen jüdischen SchülerInnen weiterhin eine Ausbildung gewährt
werden konnte.
Am 28. Februar 1941 wurden Gymnasium und Pflichtschule der Kleinen Sperlgasse zu einem
Sammellager für jüdische Österreicher umfunktioniert, von dem aus diese in Ghettos und
Tötungslager deportiert wurden.
I. KINDER ERZÄHLEN - Lesung und Gespräch, Eintritt frei
So, 10. November 2013, 15 Uhr
Anschließend ein Gespräch mit:
Leo Luster, ehemaliger Schüler der „jüdischen Schule“ in der Kleinen Sperlgasse 2a
Claudia Blatterer, Lehrerin der Kleinen Sperlgasse 2a sowie SchülerInnen.
Moderation: Susanne Höhne
II. DIE SPERLGASSE SUMMT - Lesung und Gespräch, Eintritt frei
Mo, 11. November 2013, 20 Uhr
Es liest: Brigitte Neumeister
Anschließend Diskussion mit:
Leo Luster (ehemaliger Insasse des Sammellagers in der Kleinen Sperlgasse)
Ari Rath
Markus Brosch, Historiker und Lehrer an der Kleinen Sperlgasse 2a.
Moderation: Susanne Höhne
iN gEDENKEN AN DIE nOVEMBERPOGROME
Originaldokumente jüdischer Kinder werden von SchülerInnen der Kleinen Sperlgasse 2a gelesen.
Verwaltete Kinder - Der österreichische Heimskandal
von Georg Hönigsberger und Irmtraut Karlsson
Buchpräsentation:
Organisation:
Mi, 13. November 2013, 20 Uhr
Karl Welunschek
Eine Wissenschaftlerin und ein Journalist nehmen sich des größten Skandals der Zweiten Republik
an. Weit mehr als Hunderttausend Kinder fristeten in Österreich zwischen 1945 und den 1980erJahren ihr Dasein in öffentlichen, kirchlichen oder privaten Kinderheimen. Sie wurden geprügelt,
gefoltert, seelisch misshandelt und vergewaltigt. Den meisten wurde die Möglichkeit einer fundierten Schulbildung versagt. Zu den körperlichen und seelischen Folgen kommt daher auch noch der
niedrige Bildungsstand, der einen gesellschaftlichen Aufstieg verhinderte.
Verwaltete Kinder – Der österreichische Heimskandal geht der Frage nach, wie die Vertuschung
funktionieren konnte. Denn es ist nachgewiesen, dass die zuständigen Behörden, allen voran die
Jugendämter, spätestens in den 1970er-Jahren von vielen Vorfällen in den Heimen wussten.
Medien berichteten, es gab vereinzelt Verfahren gegen Erzieher, aber das System der Heime wurde
flächendeckend beibehalten.
Im Buch wird aufgezeigt, was den Behörden und der Politik über die Zustände in Heimen schon
vor Jahrzehnten bekannt war, ohne entsprechende Handlungen zu setzen. Neue Zeugen und neue
Fakten werden präsentiert. Ein wichtiger Punkt ist auch: Wie kann man den Betroffenen heute
wirksam helfen.
Georg Hönigsberger, Jahrgang 1972, arbeitet seit 1999 als Journalist beim KURIER, wo er seit
2012 für investigative Recherche tätig ist. Er deckte 2011 den Skandal im Wiener Kinderheim
Schloss Wilhelminenberg auf.
Irmtraut Karlsson Die Psychologin und Soziologin war 12 Jahre Bundes- und Nationalrätin. In
dieser Zeit erreichte sie unter anderem das Verbot der Antipersonenminen. Sie war
Frauenpolitikerin und Mitbegründerin des ersten österreichischen Frauenhauses. Seit 1999 widmet
sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen.
Das Buch erscheint zur Frankfurter Buchmesse am 8. Oktober 2013.
Mehr Informationen:
Karl Welunschek
E-Mail: [email protected]
www.welunschek.de
Verwaltete Kinder - Der österreichische Heimskandal
Kral Verlag, Berndorf
www.kral-verlag.at
VERWALTETE KI NDER // BUCHPR Ä SENTATI ON
Die Autoren
RAHMENPROGRAMM: 10. KlezMORE Festival Vienna
09.-24.11. 2013
Stummfilm-Afternoon im Theater Nestroyhof Hamakom:
Fräulein Else
Das Wachsfigurenkabinett
FRÄULEIN ELSE
So, 17. November 2013, 17 Uhr
Regie:
Darsteller:
Paul Czinner, DE, 1929, 90 Min.
Elisabeth Bergner, Albert Bassermann, Albert Steinrück, u.a. In Paul Czinners recht freier Interpretation von Schnitzlers berühmter Novelle spielt Elisabeth
Bergner die Titelrolle. 1928 wurde der Film, mit Ausnahme von Bergner, noch heftig kritisiert. Erst
später wurden die filmischen Qualitäten entdeckt.
Live:
DANIELA FISCHER (AT) – Violine, Sampler
THOMAS ANTONIC (AT) – Keyboard
MARTIN WEBER (AT) – Gitarre
Nach der Vorführung Publikumsgespräch mit den Musikern!
DAS WACHSFIGURENKABINETT
So, 24. November 2013, 17 Uhr
In Paul Lenis Episodenfilm aus dem Jahr 1924 werden Harun al-Raschid, der Kalif von Bagdad,
Iwan der Schreckliche und Jack the Ripper zum Leben erweckt. Emil Jannings, Conrad Veidt und
Werner Kraus spielen die drei historischen Figuren in einem Film, der zwischen Horror und
Groteske changiert und das im expressionistischen Setting.
Live:
ALEXANDER WLADIGEROFF (BG) – Trompete, Flügelhorn
KONSTANTIN WLADIGEROFF (BG) – Piano, Klarinette
Nach der Vorführung Publikumsgespräch mit den Musikern!
RAHMENPROGRAMM// 10. Klezmore FEstival Vienna
Regie: Paul Leni, DE 1924, 83 Min.
Darsteller:Emil Jannings, Conrad Veidt, Werner Kraus, u.a.
DER RITT ÜBER DEN BODENSEE von Peter Handke
Kooperation des Max Reinhardt Seminars mit dem
Theater Nestroyhof Hamakom
Premiere: Vorstellungen: Di, 26. November 2013, 20 Uhr
27.-29. November 2013, jeweils 20 Uhr
Der Ritt über den Bodensee ist ursprünglich eine Ballade von Gustav Schwab. Sie erzählt von
einem Reiter, der ahnungslos über die dünne Eisdecke des Bodensees geritten ist und tot zusammenbricht, als er erfährt, was für ein Abenteuer er unwissentlich überstanden hat.
Peter Handke verwendet diese Parabel, um unseren verschobenen Zugang zur Wirklichkeit zu zeigen. Man reagiert nicht auf die Wirklichkeit der Dinge, sondern auf die vermittelte sprachliche
Wirklichkeit. Die Sprache ist irreführend, verursacht Missverständnisse und täuscht die
Sinneswahrnehmung. Unsere täglichen Verhaltensweisen und Umgangsformen sind Automatismen
und Phrasen.
Über die fünf Hauptfiguren der Inszenierung weiß man nichts, weder den Grund ihrer
Anwesenheit, noch ihre Vorhaben. Sie vertreiben sich die Zeit, unterhalten sich, spielen miteinander. Das Geschehen wird zu einer feinen, absurden Clown Szenerie. In dieser einzigartigen Welt
spiegelt sich das ganze Leben: Liebe, Macht, Sucht, Angst. Je dünner die Eisfläche der Sprache
wird, desto bedrohlicher ist der Abgrund. Denn diese ganze Unterhaltung ist ein Kampf gegen die
Angst vor der Leere und der Sinnlosigkeit.
Die Inszenierung wurde im Theatermuseum Wien aufgeführt und wird jetzt für das Theater
Nestroyhof Hamakom umgestaltet.
DER Ritt über den B odensee // MA X- REI NHAR DT SEM I NAR
Regie: Nicolas Charaux
Raum: Pia Greven
Mit:Silas Breiding
Okan Cömert
Marie-Luise Stockinger
Samouil Stoyanov
Elisabeth Umlauft
SAM'S BAR
Konzerte, Texte, Bar, Musik
Eigenproduktion
Neurotic Lounge, Nick Mangafas
Eröffnung: Öffnungstage: Sa, 7. Dezember 2013, 20 Uhr
8.-15. Dezember und 18.-22. Dezember 2013
kuratiert und inszeniert: Ingrid Lang und Frederic Lion
Raum: Andreas Braito
Spiel:Julian Loidl
In den ersten drei Wochen im Dezember 2013 wird der Theaterraum des Hamakom zu einer Bar
umgestaltet. Sam’s Bar knüpft an die sinnliche „Etablissement Tradition“ des Hamakoms der
Jahrhundertwende an. In seiner Bauweise als Saal mit Galerie aber ohne Bühne beflügelte der
Nestroyhof schon immer die Fantasie seiner Betreiber, nicht nur Theater zu machen, sondern die
Gastronomie als Lösung für fast alle zwischenmenschlichen Fragen walten zu lassen.
In Sam’s Bar wird das Jahresmotto Auf-der-Schwelle-leben der Saison 13/14 nochmals reflektiert.
Sa, 7. Dezember:
Rabbi Walter Rothschild, der britische Landesrabbiner von Schleswig Holstein, Autor,
Kabarettist und Eisenbahnfan, der von Henryk Broder als „..Synthese aus Jack Lemmon und
Walther Matthau mit einem Schuss Zero Mostel“ beschrieben wurde, wird mit den Minyan Boys
rund um den Pianisten und Komponisten Max Doehlemann zu erleben sein.
Do, 12. Dezember:
Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus…
Die bosnische, in Wien lebende Sängerin Natasa Mirkovic und der steirische, ebenfalls in Wien
lebende Drehleierspieler Matthias Loibner enthüllen das Wesentliche von Schuberts „Zyklus
schauerlicher Lieder“. „Diese Winterreise ist mutig und direkt, präsent und im gleichen Moment
fragil, eine Näherung an das Poetische, die ehrlicher kaum sein könnte“. (Ralf Dombrowski)
Sa, 14. Dezember:
Peter Ponger, Pianist, Komponist, „..master of harmonic colours“ (Wynton Marsalis) spielt, auf
der Suche nach dem Moment in dem das Klavier den Pianisten spielt, eines seiner seltenen
Solokonzerte.
So, 15. Dezember:
Der ungarische Gitarrist Ferenc Bodi swingt mit seinem Quartett. Ein Konglomerat aus Valse
Musette, europäischer Barockmusik, ungarischem Csardas, russischer Folklore, amerikanischem
Jazz und Latinorythmen. Gypsiswing.
SAM'S B AR // KON Z ERTE, BAR , M USIK, E IGEN PRODUKT I ON
Im Mittelpunkt der Bar stehen sechs Konzerte:
SAM'S BAR
Konzerte, Texte, Bar, Musik
Eigenproduktion
Daniel Kahn
Do, 19. Dezember:
Ernst Molden / Walther Soyka / Ingrid Lang
Moldens Lieder sind persönlich, poetisch, wienerisch und von artmannscher Hintergründigkeit. Mit
den Übersetzungen von internationalen Lieblingsmusikern in die hiesige Mundart zeigt Molden laut
eigener Beschreibung seiner Stadt die Welt, so wie er mit seinen eigenen Liedern der Welt seine
Stadt zeigt. Da verwandelt er dann Dylans „Red River Shore“ in die „Lobau“, den von Leadbelly,
Woody Guthrie, Gillian Welsh, Johnny Cash und vielen anderen besungenen amerikanischen
Volkshelden John Henry in den „Czerny“ und die in „St. James Infirmary stationierte verblichene
Liebste" wird in die „Rudolfstiftung“ verlegt.
Alle diese sehr unterschiedlichen Künstler und ihre Musik lassen sich nicht festnageln. Sind
schwer „einzuordnen“. Man erlebt sie deutlich mehrdeutig. Auf dem Weg, auf der Suche, in der
Schwebe, und gleichzeitig höchst präsent und geerdet.
Sam´s Bar ist von 7. Bis 21. Dezember, Do-So, immer von 20 bis 01 Uhr geöffnet.
An konzertfreien Tagen wird der/die Barbesucher/in mit Literatur, Musik, und dem Genuss des
Raumes beglückt. Vielleicht wundert man sich bei manchen Songs, wie unjüdisch Jüdisches klingt.
Oder man fragt sich, was das denn überhaupt heißt: jüdisch? Oder auch z.B.: bosnisch? Und wer
ist eigentlich Sam?
SAM'S B AR // KON Z ERTE, BAR , M USIK, E IGEN PRODUKT I ON
Sa, 21. Dezember:
Daniel Kahn Solo
Daniel Kahn ist in Detroit geboren, lebt in seiner Wahlheimat Berlin, ist Singer-Songwriter,
Schauspieler, Regisseur, Autor und Komponist, spielt Gitarre, Ukulele, Akkordeon und Klavier,
schreibt seine Texte in englischer, deutscher und jiddischer Sprache, singt aber auch die von
Brecht, Degenhardt oder jüdischen Autoren wie Mordechaj Gebirtig. 2011 erhielt er für sein
Album „Lost causes“ den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Nach Klezmer und Punk und Folk
klingt seine Musik, aber Verfremdungsklezmer ist sicher die treffendste Genrebezeichnung.
BEI LEBENDIGEM LEIB
Ein Abend des Schmerzes
Ein Projekt von Martin Kindervater und
Martin Müller-Reisinger
Koproduktion des Theater Nestroyhof
Hamakom und des Theater Oberhausen
Uraufführung
Martin Müller-Reisinger Anja Schweitzer
Premiere: Fr, 27. Dezember 2013, 20 Uhr
Vorstellungen: 28., 29., 30. und 31. Dezember 2013 (Silvestervorstellung)
Inszenierung: Mit: Martin Kindervater
Anja Schweitzer, Martin Müller-Reisinger, Kai Weiner
„Er lebte für das Singen, jetzt singt er um sein Leben.“
Sein selbst ernannter Halbbruder René Heller (eigentlich Adrian Hofmacher) machte es sich
daraufhin zum Ziel, das musikalische Erbe seines Idols zu bewahren. Seitdem reist er mehr oder
weniger erfolgreich mit einem eigenen Heller-Programm durch die deutschsprachige Provinz.
Doch ein Exklusivkonzert für den größten Heller-Fan gerät zum Fanal. Der anheimelnde
Konzertkeller entpuppt sich als alptraumhaftes Verlies. In Hellers Worten: „Misstraue der Idylle /
Sie ist ein Mörderstück. / Schlägst du dich auf ihre Seite, / schlägt sie dich zurück.“
Es entspinnt sich ein Abend über bedingungslose Liebe und verhängnisvolle Abhängigkeit, über
tröstende Melancholie und ungezügelte Gewalt - eine Hommage an Österreich.
B ei lebendigem Leib // NESTROYH OF UND TH EATER OBERHAUSEN
Das musikalische Werk André Hellers spaltete das Publikum in Hasser und Befürworter. Hielten
die einen ihn für einen narzisstischen Selbstdarsteller, verehrten ihn die anderen als begnadeten
Visionär, der sich wie kein Anderer um den österreichischen Chanson verdient gemacht hat.
Für seine Verehrer brach daher eine Welt zusammen, als Heller 1985 seine Karriere als
Liedermacher und Sänger für beendet erklärte.
VALENTINSTAG von Iwan Wyrypajew
Österreichische Erstaufführung
Frederic Lion Iwan Wyrypajew
Premiere: Fr, 14. Februar 2014
Regie: Frederic Lion
Diese Liebe, in der es in „Valentinstag“ geht, kennt drei Protagonisten: Valentina, Katja und
Valentin. Die Zuschauer erleben sie in unterschiedlichen Lebensaltern, in unterschiedlichen
Konstellationen zueinander.
In seiner Jugend liebt Valentin Valentina und sie ihn, aber durch Missverständnis und Intrige
scheitert ihre Liebe und Valentin heiratet Katja, die diesen immer schon geliebt hat. Valentina
verschwindet für lange Zeit aus dem Leben der beiden, taucht jedoch nach Jahren wieder auf, es
kommt zu einer Dreieckskonstellation, die durch Valentins frühen Tod in eine Auseinandersetzung
skurriler Hass-Liebe der beiden Frauen mündet.
Eine tragische und gleichzeitig urkomische Liebesgeschichte, die auf dem Theaterstück des russischen Autors Roschtschin „Valentin und Valentina“ beruht.
Zum ersten Mal in Deutschland vorgestellt in einer szenischen Lesung auf dem Heidelberger
Stückemarkt in einer szenischen Lesung, 2003. Dort erhielt es den Publikumspreis.
„6. Szene: Wortlos
Auftritt alle außer Valentina. Als letzte erscheint Katja, sechzigjährig. Sie ist wanderfertig gekleidet: silberner Weltraumanzug, Sauerstoffflasche auf dem Rücken, Akkordeon, ein violetter Ballon
hinten festgepinnt. Katja zieht ein Papier und einen Stift aus ihrer Tasche, geht zum Tisch und
beginnt einen Brief zu schreiben. Denn am meisten liebt sie es, Briefe zu schreiben. Die Übrigen
fliegen wie eh und je über Witebsk. Katja schreibt den Brief fertig und geht. Sobald die Übrigen
genug vom Flug über Witebsk haben, verschwinden auch sie.“
Eine schmerzliche Komödie eines in Österreich viel zu selten gespielten jungen russischen Autors. Ein grenzgängerischer Text, der das Spielzeitmotto Auf-der-Schwelleleben in zwischenmenschlichen Bereichen spiegelt. Eine Zeitreise, die Erinnerung in
überraschend verschobener Art und Weise thematisiert.
Iwan Wyrypajew, geboren 1974 in Irkutsk, studierte Schauspiel an der dortigen
Theaterhochschule. Nach verschiedenen Engagements an Theatern in Sibirien, gründete er 1998
das Theaterstudio "Spielraum" und begann eine Regieausbildung an der Moskauer
Theaterhochschule Schukin. Er arbeitet seit 2001 mit seiner zehnköpfigen Theatertruppe in
Moskau als Autor, Regisseur und Schauspieler am „Zentrum Neues Drama: Theater.doc“ und beim
TV-Sender TVS. „Spielraum“ wurde zu verschiedenen internationalen Festivals eingeladen, u.a. zu
den „Wiener Festwochen“.
VAL ENTI NSTAG // Ö STERRE ICHISCHE ERSTAUF F ÜHRUNG
„Sucht nicht die Logik in der Zeit zu finden – in der
Zeit ist keine Logik. Sucht nicht die Zeit auf logischem
Wege zu erklären, die Zeit als solche existiert nicht.
Zwei Dinge gibt es: Liebe und Liebe.“
Kora al-Musani, (arabischer Philosoph, 9.Jhdt.)
SONIA MUSHKAT von Savyon Liebrecht
Österreichische Erstaufführung
Eigenproduktion Theater Nestroyhof Hamakom
Savyon Liebrecht
Premiere: Di, 15. April 2014
Regie: Michael Gruner
Mit:Babetta Ahrens, Juliane Gruner, Katharina-Sara Huhn, u.a.
Zunächst sind die Hierarchien im Keller klar: Sonia wird - insbesondere von der verwöhnten Lidiamit geübter, reichlich sozialsnobistischer Übertreibung als Untergebene behandelt: ihr wird der
zugige Schlafplatz und die dünnste Matratze zugewiesen, ein Fehlgriff wird mit der Verbrennung
ihrer Hände bestraft. Das kaum gebildete Bauernmädchen hat sich dem Schicksal ihrer Schicht zu
unterwerfen. Doch schnell wird klar, dass das Provisorium im Keller von Dauer sein wird und die
drei auf Sonia, als einzige Verbindung zur Außenwelt, angewiesen sind.
Die Extremsituation befördert nach und nach nicht nur die seelischen Abgründe der Versteckten in
das Zwielicht des Kellers, sondern auch Ahnungen eines Familiengeheimnisses, das die
Schwestern selbst unter diesen Bedingungen zu bewahren suchen. Der Keller lässt jedoch die
Wahrung des Scheins nicht dauerhaft zu: nachdem sich Albert und Sonia näher gekommen sind,
was die Schwestern durchaus bewusst einfädelten, werden komplizierte familiäre Verstrickungen
deutlich und es stellt sich heraus, dass Sonia nicht zufällig zu der Familie Mushkat geschickt
wurde: sie selbst ist eine Mushkat.
Die Schwestern Lidia und Paula sowie Lidias Sohn Albert, legen ihre künstlichen Verhaltensweisen
auch in ihrem Kellerverlies nicht ab. Groteskerweise spielen sie ihre Verhaltensfarce innerhalb der
nun drastisch geänderten Bedingungen ihrer Existenz weiter.
Zu diesem Rollenspiel gehört auch ihre Art des Umgangs mit Sonia Mushkat. In ihrer Funktion als
Bedienstete ist Sonia Teil der Maskerade. Sonia begehrt auf, sie will Gerechtigkeit, will Rache.
Im Kampf gegen ihre Peiniger nimmt sie Stück für Stück die Fratze ihrer Unterdrücker an.
Verhalten, Missverhalten und Entfremdung, Sonia Mushkat schlüpft mehr und mehr in die Rolle
derer, die sie hasst. Eben diese Struktur, das Annehmen, Festhalten, ja Festkrallen an den
Charaktermasken, bei gleichzeitigem Aufbegehren gegen dieselben, macht Savyon Liebrechts
Theaterstück zu einem faszinierenden Text.
Die israelische Schriftstellerin Savyon Liebrecht wurde 1948 in München als Tochter zweier polnisch-jüdischer Schoah-Überlebender geboren. Aufgewachsen in Israel, studierte sie
Literaturwissenschaft und Philosophie in Tel Aviv. Während ihres Militärdienstes begann sie zu
schreiben. Sie schreibt neben Theaterstücken auch Erzählungen, Romane und Fernsehscripts.
Liebrecht war in Israel zweimal Dramatikern des Jahres.
Im Theater Nestroyhof Hamakom fand 2011 die österreichische Erstaufführung ihres Stückes
„Die Banalität der Liebe“ in der Regie Michael Gruners statt.
SO NI A MUSHK AT // ÖSTERRE ICH IS CHE ERS TAUF F ÜHRUNG
Der Keller eines ungarischen Herrenhauses, 1944: Die Schwestern Paula und Lidia, aus der reichen jüdischen Familie Mushkat, sind mit Lidias Sohn Albert vor den Nazis in den Untergrund
geflüchtet, in das Untergeschoss des eigenen Hauses.
Dort versuchen sie sich provisorisch einzurichten bis die akute Gefahr von der Gestapo ins Ghetto
und von dort nach Polen -in ein Vernichtungslager- geschickt zu werden, vorüber ist.
Sonia, das Dienstmädchen eines befreundeten Rechtsanwalts, soll die Versteckten in den lebenspraktischen Dingen unterstützen, denn selbst im Krieg und in Lebensgefahr kann man sich im
Hause Mushkat ein Leben ohne Bedienstete nicht vorstellen.
EMILY
poetry song project nach Emily Dickinson
Eine Produktion von Salon5 im
Theater Nestroyhof Hamakom
Emily Dickinson
Premiere: Do, 12. Juni 2014, 20 Uhr
Mit: Raphael von Bargen, Christian Mair und Gast
Musik: saucybark (Raphael von Bargen / Christian Mair)
Künstlerische Leitung: Anna Maria Krassnigg
Emily Dickinson, die mittlerweile zu den Hauptgestirnen amerikanischer Literatur des 19.
Jahrhunderts, wie Thoreau, Melville, James, Twain gezählt wird, hat glasklare UND seidenschwarze Lyrik hinterlassen. Die Geheimnisse der – äußeren wie inneren – Natur, des Lebens, Liebens,
Sterbens und verzweifelt-lächerlichen Strebens nach Bedeutung sind die Themen, die sie in
gleichzeitig archaisch musikalischer und auf geradezu bizarre Weise moderner Sprache umkreist.
Ihre radikale Suche nach Sinn hinter den Erscheinungen und Ausdruck in deren Beschreibung hat
die Jahrhunderte überdauert und lässt niemanden kalt, der beginnt, sich auf Frau Dickinson einzulassen.
Diese bestimmte Qualität poetischer Elektrizität wird erneut benützt, um außergewöhnliche
Sprache und radikale Poesie mit szenischen Mitteln zu verlautbaren.
Der Schauspieler-Sänger Raphael von Bargen und der Musiker Christian Mair wenden sich nach
Sonetten und Monologen William Shakespeares („POWER TO HURT“) nun spielend, singend und
darstellend der Lyrik Emily Dickinsons zu. Wie im ersten gemeinsamen poetry song project entsteht ein sinnliches Amalgam aus filmischer, theatraler und musikalischer Übersetzung der Texte.
Den Songs in Originalsprache wird eine weibliche deutsche Sprechstimme auf der Bühne Kontrast
und Transparenz entgegensetzen.
«Sinnlicher Hochgenuss [...] Die Mischung aus Shakespeares Texten, Filmen und Musik
ergreift die Zuschauer mit großer Kraft [...] Ein rockiger Hochgenuss, nicht nur für
Shakespeare Begeisterte.» (Kulturwoche.at)
«Mit Fingerspitzengefühl und wehmütiger Melancholie sind kraftvolle Songs entstanden. [...]
Ein Abend geprägt von monströsem Schmerz und der Unausweichlichkeit des Schicksals.»
(Wiener Zeitung)
«Raphael von Bargen rockt Shakespeare» (Falter)
«musikalisch furioser Shakespare-Songabend mit Raphael von Bargen als Bluesshouter»
(Der Standard)
EMILY // POERY SONG PROJECT VON SALON5
Stimmen zum ersten poetry song project "Power to Hurt":
DUNKELSTEIN
von Robert Schindel
Uraufführung
Robert Schindel
Premiere: Oktober 2014
Regie: Frederic Lion
Fassung: Karl Baratta
Mit:Raphael von Bargen u.a.
"Wie werden Verfolgte zu Agenten der eigenen Vernichtung? Was, wenn die einzige Chance,
Menschen zu retten, darin liegt, mit deren Mördern zusammen zu arbeiten?
Kann es gute Gründe geben, mit den Nazis zu kooperieren? Anders gefragt: Wenn der Feind nicht
die Unterwerfung will, sondern den Tod, die Auslöschung aller, ist dann nicht jede Handlung, die
sein Ziel durchkreuzt und das Überleben so vieler anstrebt, ist dann nicht mitunter auch die
Unterwerfung eine Form von Widerstand?
Die Situation, von der hier die Rede ist, könnte dramatischer nicht sein, aber lässt sie sich überhaupt beschreiben, darstellen, aufführen? Robert Schindel beweist, wie eindringlich dies gelingen
kann. Er bringt das Dilemma der Judenräte zur Zeit nationalsozialistischer Vernichtung auf die
Bühne. Er zeigt uns, in welche Not jene gerieten, die angesichts des Massenmordes als
Repräsentanten der Opfer herhalten mussten.
Schindel entwarf ein Stück von der totalen Ohnmacht unter den Verhältnissen totalitärer Macht.
Der Rabbiner Saul Dunkelstein wird im nazistischen Wien zum Leiter der Auswanderungsbehörde
in der jüdischen Gemeinde. Nach Kriegsausbruch sieht er sich gezwungen, bei der Deportation in
die Ghettos und die Lager im Osten mitzuwirken.
Schindel verfasst einen literarischen Text, aber die Figur des Saul Dunkelstein erinnert nicht zufällig an eine reale historische Person, gemahnt an Benjamin Murmelstein, an jenen Wiener
Rabbiner, der zum jüdischen Gemeindefunktionär im nazistischen Wien werden musste." (Doron
Rabinovici)
Der Autor Robert Schindel ist geprägt von der Geschichte der Shoa. Seine Eltern waren österreichische Kommunisten jüdischer Herkunft. Er wurde am 4.4.1944 in Bad Hall geboren.
Der Vater, Rene Hajek wurde im März 1945 in Dachau ermordet. Seine Mutter, Gerti Schindel sollte von Ausschwitz nach Ravensbrück geraten. Robert Schindel jedoch konnte von Mitarbeiterinnen
der jüdischen Selbstverwaltung durchgebracht und gerettet werden. So schrieb Schindel auch ein
ganz persönliches Stück vom Überleben, wobei er die Vernichtung nicht ausblendet.
Das Theaterstück „Dunkelstein“ hat Robert Schindel im Auftrag des Wiener Volkstheaters 2010
geschrieben. Das Stück wurde in der vorliegenden Form nicht aufgeführt, der Autor hat die
Rechte zurückerhalten und es wurde als Lesedrama im Haymon Verlag veröffentlicht.
DUNKEL STEIN // URAUFF Ü HRUN G
Das Stück „Dunkelstein“ ist nicht ausschließlich als Zeitstück über den Holocaust zu verstehen,
sondern es berührt eine viel weitläufigere Dimension. Wie viel kann ein Mensch im Widerspruch
seines Gewissens aushalten? Gibt es dieses Gewissen an einem bestimmten Punkt der
Mittäterschaft überhaupt noch? Und vor allem: wer maßt sich an darüber zu urteilen?
ON KICKS / ÜBERTRITTE
Tetralogie von Anna Poloni
Uraufführungen 2014-2017
Eine Produktion von Salon5
im Theater Nestroyhof Hamakom
Das Herzstück der inhaltlichen Beschäftigung für die kommenden vier Jahre bildet ein
Reigen von vier thematisch verwobenen Stücken von Anna Poloni.
Zentrales Thema: ON KICKS / ÜBERTRITTE.
„CAMERA CLARA oder wie man leben muss“, das erste Stück dieser Serie, ein film-noir inspiriertes Kammerspiel einer unbekannten Autorin, wurde zum viel beachteten Überraschungscoup
der letzten Spielzeit, sowohl beim Koproduktionspartner „Grand Théâtres de la Ville du
Luxembourg“, als auch in zwei ausverkauften Wiener Spielserien.
Pressestimmen (Auszug):
«Mit der wundersamen Entdeckung der Dramatikerin Anna Poloni gelang der Wiener
Regisseurin Anna Maria Krassnigg ein Theatercoup. [..] Ihr eigentümlich wortkarges
Konversationsstück, dessen schöne Schlusspointe nicht verraten sei, atmet noch die Luft
des europäischen Kunstkinos, wie es einmal, vor langer Zeit, war.» (Der Standard)
«Das Stück entfaltet seine unmittelbare Wirkung durch die subtile, poetische Sprache, den
körperlichen Ausdruck, sowie die Kraft der Inszenierung.» (Luxemburger Wort)
«Polonis Theatertext ist insofern eine Entdeckung, weil er unprätentios auf der Bühne funktioniert, nämlich ohne in eine der lähmenden Zeitgeistfallen zu tappen, wie das viele zeitgenössische Dramatiker tun. Als Dank dafür werden sie dann im Akademietheater gespielt, wo
ein nachdenklicher Text wie Camera Clara besser aufgehoben wäre.» (Dr. Christian
Köllerers Notizen)
In drei weiteren Stücken werden auf unterschiedliche Weise - aber mit Berührungspunkten zwischen dem Personal der Dramen und deren Geschichten - die tragikomischen Verwerfungen, ja
der Kriegszustand in unserer (vorgeblichen) Zivilisation behandelt. Zentral sind dabei die Fragen
nach der persönlichen Autonomie in einer immer mehr genormten und geformten Gesellschaft,
die Notwendigkeit von Übertretungen für die Behauptung von Freiheit gegenüber dem Diktat einer
so genannten Sicherheit, der Umgang mit Tritten, die das Leben austeilt, sowie solchen, die man
sich selbst (bewusst oder unbewusst) erteilt, um wach zu bleiben, in einer Industrie der
Einschläferung.
Beginnend mit Herbst 2014 wird je ein Teil der Tetralogie uraufgeführt, mit der Absicht,
das Gesamtspektrum am Ende der gegenständlichen künstlerischen Periode 2017 vollständig zu zeigen.
ON KICKS / ÜBERTRITTE // URAUFFÜHRUNGEN VON SALON5
«Das Gesprächsstück Camera Clara" im Salon 5 überzeugt durch seine klare Sprache und
intelligente Dialoge.» (Die Presse)
ON KICKS / ÜBERTRITTE
Tetralogie von Anna Poloni
Uraufführungen 2014-2017
Eine Produktion von Salon5
im Theater Nestroyhof Hamakom
Teil 1: CAMERA CLARA oder Wie man leben muss
stellt ein merkwürdiges Paar und dessen fatale Wirkung auf seine Umgebung ins Zentrum der
Verstrickungen.
Premiere: Kapuzinertheater Luxemburg: 6. März 2012
Premiere: Salon5 Wien: 15. März 2012
Wiederaufnahme: Herbst 2017, Salon5 im Nestroyhof
Teil 2: PASADA – eine Überfahrt
erweitert die dramatischen Betrachtungen um die Generationenfrage, und die Frage der „Schuld“
zwischen Selbstverwirklichung und Anteilnahme, sowie die Komödie der letzten Abrechung vor
dem Tod.
Teil 3: HOTEL DANTE – der Abgrund ist hier
addiert den Aspekt einer Öffentlichkeit, die keine Abgrenzung mehr akzeptiert, und die tragikomischen Kollateralschäden politischer Betätigung.
Premiere: Herbst 2015, Salon5 im Nestroyhof
mit dem Ensemble des Salon5 unter der Regie von Anna Maria Krassnigg
Teil 4: NOTTURNO – die Nachtseite
erweitert das Spektrum um die Anstöße, welche die Nachtseite, der Traum, die Entgrenzung, das
Nicht-Mehr-Absichtsvolle den rastlos Betriebsamen unserer Tage auferlegt.
Premiere: Herbst 2016, Salon5 im Nestroyhof
mit dem Ensemble des Salon5 unter der Regie von Anna Maria Krassnigg
ÜBER DIE AUTORIN:
Anna Poloni, zweisprachig aufgewachsen in Syrakus, Rom und Wien, Studium der Germanistik
und Romanistik sowie der Rechtswissenschaften in Rom, Zürich, Bern und Wien, schreibt Lyrik,
Prosa und Dramatik. Gelegenheitsjobs als Übersetzerin sowie Trauer- und Festrednerin ließen
genügend Raum für das eigene Schreiben. Die bewusste Entscheidung zu einem Leben mit
Kindern und auf Reisen hat ein Schreiben geprägt und forciert, dessen Veröffentlichung zunächst
nicht im Vordergrund stand. Das änderte sich 2010 mit dem Entschluss, mittelfristig den
Lebensmittelpunkt nach Andalusien zu verlegen und sich auf die schriftstellerische Arbeit zu konzentrieren.
ON KICKS / ÜBERTRITTE (Teil 1-4) // URAUFFÜHRUNGEN VON SALON5
Premiere: Do, 18. September 2014, Salon5 im Nestroyhof
mit dem Ensemble des Salon5 unter der Regie von Anna Maria Krassnigg
INTERDISZIPLINÄRE PROGRAMME
Ab Jänner 2014
- Die erfolgreichen Sonntagsmatineen werden reaktiviert und vermehrt durchgeführt.
- Die Salons am Montag werden unter einem anderen noch zu suchenden Namen
weitergeführt.
Kuration: Susanne Höhne
- Internationale Kooperationen:
Neben dem intensiven Kontakt mit dem Theater Oberhausen ist in weiterer Planung:
- Junges israelisches Theater
Das geplante Autorenfestival "junges israelisches Theater“ ist eine Kooperation des Theaters
Nestroyhof Hamakom mit der Tel Aviv University, Ramat Aviv, Department of Theatre Arts, dem
Hanoch Levin Institute of Israeli Drama (Shimrit Ron).
Es werden junge israelische Dramatiker eingeladen.
INTERDISZIPLINÄRE PROGRAMME
- Junges Theater in Belgrad
In Zusammenarbeit mit dem serbischen Regisseur Stefan Bodroza, dessen Inszenierung
Potocari Party, von Hamakom mitproduziert, im April 2012 in Nestroyhof Hamakom aufgeführt,
den diesjährigen Preis des Festvals von Sarajevo bekommen hat. Junge serbische Dramatiker
werden im Theater Nestroyhof Hamakom vorgestellt.
In Kooperation mit dem Theater Heartefact Fund Belgrad.
Service
Theater Nestroyhof Hamakom
Programmdetails und Vorstellungsdaten unter www.hamakom.at
Kartenverkauf:
t:
+43 1 8900 314
e: [email protected]
w: www.hamakom.at
Abendkassa: 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn
Kartenpreise Theater:
Vollpreis:
18,00 Euro
Ermäßigt: 12,00 Euro
Kartenpreise Salon & Matinée:
Vollpreis:
10,00 Euro
Ermäßigt: 7,00 Euro
Kartenpreise Film/Salon:
Vollpreis:
7,00 Euro
Ermäßigt: 5,00 Euro
Ö1 Club-Mitglieder und Standard-Abonnenten erhalten 30% Ermäßigung auf den regulären
Kartenpreis.
Aktion Hunger auf Kunst und Kultur - Freier Eintritt für Kulturpass-Inhaber (mit Reservierung).
Förderer:
Das Theater Nestroyhof Hamakom wird von der Kulturabteilung der Stadt Wien sowie vom
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur gefördert.
Impressum:
Gesamtleitung,
Künstlerische Leitung: Frederic Lion
Management:Johannes Gruner
Dramaturgie:Susanne Höhne, Ingrid Lang
Kuratorin:Ingrid Lang
Dramaturgische Beratung:
Karl Baratta
Regie: Frederic Lion, Michael Gruner
Theater Nestroyhof Hamakom
Transit - Verein für darstellende und bildende Kunst
Nestroyplatz 1, 1020 Wien
Telefon: +43 1 8900 314
Fax: +43 1 8900 314-15
[email protected]
www.hamakom.at
SERVI CE & I MPRESSU M
Medienpartner:
Ö1 Club
Der Standard
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Theater Nestroyhof Hamakom
Susanne Haider, Anna Resch
art: phalanx Kunst- und Kommunikationsagentur GmbH
Neubaugasse 25/1/11, 1070 Wien
Fotos: S 1: Theater Nestroyhof Hamakom
S 4:
Jan Krämer
S 5:
Mihai M. Mitrea
S 6: Nick Mangafas/grafisches Büro
S 7:
Privatbesitz Martin Vogel
S 8:
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
S 9: Kral Verlag
S 10:
KlezMORE Festival Vienna
S 11: Nicolas Charaux
S 19: Bohumil Kostohryz, Camera Clara
S 20:
Christian Mair, Sujetbild
PRESSEKON TAK T
Telefon +43 1 524 98 03-5, Fax DW-4
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www.artphalanx.at
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