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Electronic Commerce
SS2000
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Electronic Commerce
Eine Vorlesung von
Prof. Dr. Joachim Griese
Institut für Wirtschaftinformatik
Universität Bern
SS2000
Entstand anhand des Buches „Electronic Commerce – Aus Beispielen lernen“ von Joachim Griese und Pascal Sieber,
1. Auflage, 1999
Diese Zusammenfassung wurde erstellt von Masterkush für „Hertie’s Sauhaufen“, dem Internet-Archiv für
Betriebswirtschaftler.
http://surf.to/hertie | visit www.masterkush.org
Hertie’s Saufhaufen
http://surf.to/hertie
Electronic Commerce
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Zusammenfassung Electronic Commerce, Aus Beispielen
lernen
Nahrungsmittel-Detailhandel
Branchenbetrachtung:
Beschaffungsmärkte: hoher Internationalisierungsgrad,
Detailhandel: an Landesgrenzen gebunden
Internationalisierungsbemühungen von Schweizer Nahrungsmittel-Detailhändler bisher
bescheiden (auch im Internet)
-traditionelle Absatzweg grösster Teil des Umsatzes (Selbstbedienungsläden)
-Shopless Shopping bis 2003 10% des Gesamtumsatzes (Internet wird einen wichtigen Teil
davon bestreiten)
Einschätzung wegen gesellschaftlicher Entwicklungen:
1. immer mehr Konsumenten haben zum Einkauf während den Ladenöffnungszeiten keine
Zeit.
2. Stimmung der Konsumenten hat sich geändert
3. 12% der Schweizer Haushalte haben einen Inet-Anschluss 1,5 Mio. Personen haben
Zugang. 80% jährliche Zuwachsrate.
Beobachtung:
bestehende Anbieter rufen neue Geschäftsfelder ins Leben , die sich ausschliesslich mit dem
Internet-Geschäft befassen.
Bereits jetzt bieten Detailhändler elektronische Einkaufshilfen an, die den gesamten Prozess
von der Planung bis zur Verarbeitung von Nahrungsmitteln im privaten Haushalt
unterstützen
Schweiz:
food und near-food: 79 Mrd. CHF -> grösster Pro-Kopf Verbrauch.
Migros Marktleader (11,8 Mrd), Coop (10,1 Mrd)
Im Internet erst wenige der traditionellen Nahrungsmittel-Detailhändler
Erste waren Spar Handels AG und dann die Migros mit regionalen Pilot-Projekten.
Erste flächendeckende Angebot machte LeShop (ohne Frischprodukte).
Spezialgeschäfte allerdings bestreiten einen grossen Teil des Inet-Geschäfts (Weinhändler,
Confiserien etc.)
kritische Grösse mittelfristig für einen Internet-Shop mit Lebensmitteln nicht unter 100 Mio
Umsatz (Pierre Rapazzo buytheway)
Auch Hersteller sind im Inet vertreten (Nestlé mit Easyshop -> zur Ideenfindung und
Marktabschätzung; Lindt & Sprüngli mit chogogramm.ch)
Hertie’s Saufhaufen
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Streamline und Peapod
repräsentieren den Stand der Technik und sind erfolgreich
beide U. im Raum Boston, nicht nur eine Erfolgsstrategie
Peapod:
begann 1989
Warenlogistik am physischen Vertriebsnetz orientiert (Bestellungen gehen zentral ein,
werden in den bereits vorhandenen Verkaufsstellen von Partnerunternehmen für den
Transport vorbereitet.
Peapod nimmt Bestellungen von Kunden entgegen, schickt eigene Leute zu den
Partnerunternehmen, die die Bestellung zusammenstellen und liefert sie dann an die Kunden
aus. Partner haben zusätzlichen Umsatz -> Peapod erhält günstigere Konditionen
Weiterverrechnung der Lieferkosten: 5% des Verkaufspreises
Sortiment beschränkt sich auf Sortiment der Partneru.
Vorteil von Peapod: kann Kunden genau jene Produkte garantieren, die sie auch in den
physischen Verkaufsstellen zu sehen bekommen
100'000 regelmässige Kunden, bereits mehr als 1'000'000 Bestellungen abgewickelt
Streamline:
begann 1993
konzentriert sich auf Produkte des täglichen Bedarfs
zentrale Lager -> Consumer Resource Centres (CRC) -> Kostenvorteil ab einem bestimmten
Volumen -> weniger Immobilienkosten.
Weiterverrechnung der Lieferkosten: Einstiegsgebühr + monatliche Mietkosten für einen fest
installierten Behälter mit Kühlfach. Einzelne Lieferung ist kostenlos. Kunde muss bei
Lieferung nicht anwesend sein.
Produkt- und Dienstleistungspakete " Consumers are not necessarily looking for more
choices, just the right choice in the right format at the right time."
Vorteil von Streamline: starke Individualisierung des Angebots
Beide U. besitzen kein eigenes physisches Vertriebsnetz
Zeilgruppen der beiden U. unterschiedlich klar definiert.
Promotion:
Pfade der Benutzer auf der Website werden pro Kunde gespeichert und analysiert
Erfahrungsberichte von Kunden, Frage- und Antwortlisten, Lifestyle-Infos sorgen für
Interaktion auf ihren Websites mit den Kunden
Le-Shop AG
1997 als AG
ca. 12 Personen
Convenience Service für die ganze Schweiz
Angebot umfasst mehr als 3000 Produkte
30 Hauptlieferanten sind Hersteller, Rest wird bei Grossisten eingekauft.
Zielgruppe: typische Internet-Nutzer, die für den täglichen Einkauf keine Zeit finden.
Es befinden sich wesentlich mehr Frauen unter den Kunden, als dass das Bild des typischen
Internet-Nutzers vermuten lässt.
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3 Konkurrenten (neben den traditionellen Detailhändler): Spar Handels AG, Migros Bern und
Nestlé mit Easyshop
Le Shop
Website wird täglich aktualisiert und weiterentwickelt. Website baut auf der "BroadVisionLösung" auf, die es ermöglicht, die gesamte Administration zu automatisieren.
Kunde wird mit Benutzername und PW in DB registriert. Dient zur Vereinfachung der
Bestellabwicklung.
Produktkatalog: Eingabe von Stichworten oder durch Blättern durch Kategorien.
Virtueller Warenkorb (hach, wie originell)
Bezahlung per Kreditkarte
SSL (Secure Socket Layer) zur Übermittlung der Daten verwendet
Möglichkeit zur persönlichen Gestaltung der Benutzeroberfläche (MAX). MAX merkt sich das
präferierte Layout und sucht nach Sonderangeboten. Kann auf Wunsch ein individuelle
Einkaufsliste zusammenstellen, die aus den vergangenen Bestellungen berechnet wird.
Daueraufträge sind auch möglich.
Organisation
Modell der minimalen vertikalen Integration -> konzentriert sich ausschliesslich auf die
Auswahl der Lieferanten, der Dienstleister für die Waren- und Finanzlogistik, sowie den
Verkauf über Internet.
Das zentralisierte Lager, die Kommissionierung sowie der Transport vom Lager zum Kunden
wird durch die Post erledigt (Outsourcing-Verhältnis).
Kernstück des Unternehmens: vollständig integrierte Informatik-Lösung: baut auf
Standardsoftware BroadVision auf. Lediglich bei der Datenübertragung zu einigen
Lieferanten existieren noch Medienbrüche.
3.3. Marketing
Ziel von Le-Shop: möglichst schnell zum Marktleader der Schweiz für den Versandhandel
von Nahrungsmittel zu werden.
85% Markenprodukte. wichtig, das Le-Shop bei den Kunden im Web nicht bekannt,
verlassen sich auf die Qualität der Markenprodukte.
Auch Güter des täglichen Gebrauchs
In Zukunft auch Dienstleistungen
Aufbau eines Brandnames "Le Shop" (hüstel hüstel)
es existiert keine regionale Konzentration der Kunden.
für Promotion werden die One-to-one-Marketing-Techniken von BroadVision eingesetzt.
MAX's Einkaufshilfen basieren auf den Einkaufsdaten der Kunden. Mit der besseren
Datenlage kann das Sortiment spezifischer gestaltet werden, und die Einkaufshilfen werden
effektiver. -> Wettbewerbsvorteil nach Ansicht von Nicod (GF)
Bei Preisen hält sich Le-Shop and die Marktleader: es soll kein Preiskampf entstehen.
Lieferung kostet 9 CHF pro Bestellung
starke Kundenbindung ist zu verzeichnen.
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Wettbewerbsaspekte
3,5 Mio. CHF in den Aufbau der Informatiklösung.
1998 Umsatz unterhalb von 1 Mio. CHF
Nicod schätzt, dass 2001 der Break-Even erreicht wird. mit weniger als 100 Mio. CHF
Umsatz pro Jahr kann das Unternehmen schon rentabel sein.
Fixkosten vergleichsweise tief. Alles an Post aufgelagert, Post will allerdings nicht alleine das
Geschäftsrisiko tragen. Le-Shop beteiligt sich deshalb an den Fixkosten dieser Funktionen.
höhere Personalaufwendungen als bei traditionellen Detailhändler. Von den 13 Mitarbeitern
haben die meisten eine akademische Ausbildung genossen.
Migros Genossenschaftsbund.
im Bereich food und near-food Marktleader in der Schweiz
Genossenschaften, Verkaufsstellen sind Filialen der Genossenschaften, jede Genossenschaft
ist Mitglied des Migros Genossenschaftsbundes (MGB)
preiswert und qualitativ den Hauptkonkurrenten ebenbürtig, vertreibt auch Markenartikel
Besonderheit der Migros: Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten. Diese sind grösstenteils im
Besitz des MGB, sind meistens aber AG's. MGB handelt Bedingungen aus, Genossenschaften
nehmen Anpassungen an ihre Bedürfnisse vor.
M-Online Shopping
1997; Internet als neuer Absatzweg der Migros, Genossenschaft Migros Bern hat schon
Vorarbeit geleistet, darum beauftragt mit IBM erste Version des Migros Online Shopping zu
erstellen. Keine Gesamtlösung, da zu diesem Zeitpunkt noch nicht genügend gute
Erfahrungen gemacht wurden um ohne Unsicherheiten eine Gesamtlösung zu erstellen. ->
deshalb nur: Einkaufen von Migros-Produkten über einen Produktekatalog (mehr als 3000)
Kunde registriert sich wie immer (BN,PW, Rechnungs- und Lieferadresse) mit SSL. Ebenfalls
wird Cummulus Nummer abgefragt. Bei physischen Verkaufstellen 1% Rabatt; online 2% in
Form von Einkaufsgutscheinen.
Im Produktkatalog kann nach Stichworten/Artikelnummern gesucht, geblättert. Migros
profitiert vom Bekanntheitsgrad ihrer Produkte.
virtueller Warenkorb (as usual)
9 CHF Preisaufschlag für Heimlieferung oder Pick-Up (Datum + 90 minütiges Zeitfenster),
Bezahlung per Rechnung oder per Kreditkarte, Online Autorisierung falls per Kreditkarte.
Bestellung wird gespeichert. Möglich bei einzelnen Produkten einen Vermerk zu hinterlassen,
um eine virtuelle Einkaufsliste zu erstellen.
Organisation
geleitet seit 1.1.99 von Beat Zahnd in Kooperation mit der Marketing-Abteilung der GMBE,
der dezentralen Informatikabteilung der GMBE und der IBM Schweiz.
Der Marketing-Abteilung wird für das Online-Geschäft grosse Entscheidungsfreiräume
eingeräumt. Lediglich die technischen Rahmenbedingungen werden von der InformatikAbteilung vorgegeben.
Datenfluss nicht vollständig integriert. Proprietäres Warenwirtschaftssystem
(Individualentwicklung). Auch Back-Office-System ist eine Individualentwicklung.
Warenwirtschaftssystem liefert Produktpreise und Verfügbarkeitsangaben; dem Back-OfficeSystem müssen die Daten über verkaufte Produkte geliefert werden.
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Im Warenwirtschaftssystem sind keine Produktbeschreibungen verfügbar. Deshalb wurde
eine Mircrosoft-Access-Datenbank (oh Lord have mercy!!) aufgebaut die Artikelnummern
aus dem Warenwirtschaftssystem mit Text, Bezeichnungen und einigen Steuercodes
kombiniert. Datenbank mit gescannten Bildern wurde direkt auf dem Back-Office-System
angelegt (von Limmatdruck AG). Alle Daten werden täglich über das Inet auf den Webserver
der IBM kopiert (NetCommerce-System). Es existieren keine Datenleitungen zurück in
Produktivsystem. Muss von Hand erledigt werden. Bestellungen werden per Email an die
Speedy Abteilung geleitet.
Speedy Abteilung = 5 festangestellte Personen, nehmen Bestellungen entgegen, scannen die
Produkte, und verpacken sie in Kühlhalteboxen. -> gleich aufgebaut wie eine MigrosVerkaufsstelle
Problem des Verkaufs von Frischprodukten: Verkaufspreis wird erst nach der Verpackung
errechnet.
Lieferung per Post oder CityTrans.
Kühlhalteboxen werden in Schönbühl zusammengestellt und stehen dort für den
Weitertransport bereit.
5 Szenarios:
Pick-Up in einer Berner Filiale: Kühlboxen werden auf einem Kühllastwagen, der eh dorthin
fährt transportiert.
Heimlieferung in der Region Bern: Post holt Box in Schönbühl ab.
Pick-Up in einer Zürcher Filiale: 1 mal pro tag Transportiert ein LW alle Boxen in das
Verteilzentrum der GMZH. Von dort an die Filialen verteilt.
Heimlieferung in der Region Zürich durch die Post: 1 mal pro Tag LW alle Boxen für
Heimlieferung an die Sihl-Post.
Heimlieferung in der Region Zürich durch CityTrans: CityTrans holt Boxen direkt in Bern ab.
Entscheidung ob Post oder CityTrans hängt von PLZ ab.
Just-in-time-Vereinbarungen getroffen. Zeitgenaue Lieferung gilt auch für die internen
Transportaufgaben.
Pick-Up: bestellt vor 11:00; holt am gleichen Tag zw. 16:30 und 18:30 ab.
Heimlieferung: vor 11:00; gleicher Tag Lieferung; 2 Zeitfenster
Auf dem Internet gibt es zwischen der Anzahl der Kunden und der Bearbeitungszeit von
Bestellungen im NetCommerce System keinen relevanten Zusammenhang -> erfordert ein
Gewisses Mass an Flexibilität der Partner und Mitarbeiter. Bei Post nicht in genügendem
Mass vorhanden.
Organisation der Pick-Up Stelle ist der jeweilige Filialeleiter verantwortlich -> Grund für
Unterschiede in der Handhabung.
Marketing
In das Gesamtmarketing der GMBE und damit auch in das Gesamtmarketing der MGB
eingeordnet. Systematisch Planung und Erfolgskontrolle ist erst für die nächste Phase
geplant.
Markt- und Wettbewerbsstrategie, die Positionierung des Angebots und die Positionierung
gegenüber der Konkurrenz werden mindestens in den ersten Phasen nicht verändert.
M-Online Shopping als weiterer Absatzweg angesehen. Marktbearbeitungsstrategie ist
betroffen.
Grobe Segmentierung: Computer als Regal, Maus als Einkaufswagen als Werbebotschaften
Markabdeckung nicht 100% -> Migros beschränkt sich auf einige Regionen. In Zukunft
werden neben den Pick-Up Stellen auch Bahnhöfe und Tankstellen beliefert, oder grosse U's
haben eigene Pick-Up Stellen.
Eine aus Kundensicht einschneidende Differenz zwischen dem traditionellen und dem OnlineGeschäft: Warenbestand.
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Um aber, wie dies die Genossenschaften heute tun, auf regionale Bedürfnisse eingehen zu
können, braucht es mehr als nur die Anpassung des Informationssystems. Produktkatalog
müsste and die Kunden anpassbar sein.
Werbung/PR wird auch in Zukunft nicht forciert betrieben werden.
Mit dem Einstieg ins Online-Shopping-Geschäft will man nicht das Image eines "early
adopters" und Technologie-Führers suggerieren, sondern lediglich auf zukünftige
Marktchancen vorbereitet sein.
Preisgestaltung wird ebenfalls bewusst nicht verändert.
Aktionen im Online-Shop sind identisch mit den Aktionen der GMBE -> nicht immer identisch
mit denen der GMZH -> kann sein, dass ein Produkt temporär online günstiger ist als real.
Durch Möglichkeit, per Kreditkarte oder Rechnung zu zahlen, verändern sich die
Zahlungskonditionen und damit auch die Zahlungsfristen.
Wettbewerbsapekte
GMBE einige Investitionen; laufenden Aufwendungen für Betrieb plus externe Kosten für
Technik und Logistik. In ersten Phase wurde nicht mit einer Kostendeckung gerechnet. Break
Even wird erst im Jahr 2003 erwartet.
0.03% ihres Umsatzes im Internet. 1998 3,5 Mio. CHF -> deutliche Marktleaderin -> bis ins
Jahr 2010 10%
Vorteile der Mirgros:
Bereits verfügbare Infrastruktur zur Bewältigung der Warenlogistik; durch frühen Einstieg
ins Internet Erfahrungsvorsprung.
Bekanntheit der Produkte und des Anbieters.
Scheisse: kann nicht ohne Absprache mit allen Genossen wesentliche Änderungen in der
Marketing-Strategie und in der Organisationsstruktur vornehmen.
Spar Handels AG
Franchisingnehmer einer international tätigen Kette
Auflagen bezüglich Marketing und U-Strategie
Schweizer Franchising-Nehmer vor allem in der Ostschweiz tätig. Für Online-Shopping als
Testmarkt verwendet.
Positionierung von Spar ist eher eine Qualitäts- und Service-Ausrichtung -> bediente Inseln
für Brot etc.
Markenprodukte
Online Supermarkt
Entwicklung der Website und dazugehörige Marketing-Strategie vom Marketingleiter
entwickel, in enger Zusammenarbeit mit der Unternehmensleitung, dem Einkauf, der EDVAbteilung und einem externen Programmierer.
Zu Beginn des Projekts waren die übrigen Franschising Unternehmer nicht auf das Thema
vorbereitet -> man entschied sich für einen Alleingang.
Man wählt aus dem Katalog von Spar Food- und Near-Food-Artikeln aus und lässt es sich an
eine beliebige Adresse in der Region St. Gallen, Zürich, Luzern und Lenzerheide liefern.
wurde von Peter Weiss schliesslich programmiert.
Grafische Gestaltung von W+E Werbeagentur.
Filialleiter wurden in die Markteinführung involviert.
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BN + PW wie immer. kein Treuesystem.
Preisaufschlag von 10 CHF oder Pick-Up
gezahlt wird in bar
Organisation
Buchung über die Scanner-Kassen in den Filialen -> fliessen so in die Finanzbuchhaltung der
Spar Handels AG ein.
Warenwirtschaftssystem und Softwarelösung für das Rechnungswesen sind eine integrierte
Individualsoftware, die vom Franchising-Geber stammt.
System (Online) basiert auf Enterprise Server von Netscape, Daten werden dezentral
erfasst.
War wichtig, ein System einzuführen, das ohne einschneidende Veränderungen der
bestehenden Organisation betreut werden kann -> interne Widerstände abgebaut, Zeit
gespart und das Risiko eines Flops gesenkt.
Auslieferung durch einen privaten lokalen Kurierdienst übernommen. Innerhalb von 2
Stunden nach der Bestellung.
Aus der PLZ wird berechnet, welches die nächste Spar-Filiale ist und diese wird als Pick-Up
vorgeschlagen. Nicht Pick-Up wird diese einfach verwendet. Emailbestätigung für den
Kunden, Email an die Marketing-Abteilung. Einer prüft nach, ob die Bestellung plausibel ist
oder nicht. falls nicht nimmt er telefonisch mit dem Kunden Kontakt auf.
In Abhängigkeit der Lieferadresse wird an den Kurierdienst ein Fax oder ne Email gesendet
mit Start- und Zieladresse plus Gesamtbetrag der Bestellung. Filiale enthält ebenfalls ein
Fax. Kurier holt Bestellung ab und transportiert ohne Kühlung zum Kunden.
Instruktino an die Filialen, alle Internet Bestellungen auf das Internet-Konto zu buchen.
Gesamte Sortiment könnte über die Website gehandelt werden. Filialeleiter wurden für
Motivation in Entscheidungen einbezogen und geschult.
Marketing
An Berufstätige mit eher höherem Einkommen, die keine Zeit/Lust haben, den täglichen
Einkauf zu tätigen. Hausfrauen/Hausmänner; körperlich behinderte, und ältere Menschen.
Warenbestände:
Franchising-Nehmer sind verpflichtet, einen definierten Teil des Gesamtsortiments der Spar
Handels AG an Lager zu halten. -> nicht das ganze Sortiment wird über Inet angeboten.
Verkaufsförderung:
One-to-one-Marketing skeptisch gegenüber, das so gezielt und weniger eingekauft wird.
Werbung:
wird jeweils nicht für beide Absatzwege gleichzeitig Werbung gemacht.
Wettbewerbsaspekte
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Kosten für eine Online-Bestellung sind tiefer als jene im traditionellen Geschäft -> Margen
sind höher. Spar daran interessiert, viel übers Inet abzuwickeln, bis zu dem Volumen, wo es
nicht nötig wird neues Personal oder Infrastruktur anzuschaffen.
Zentralisation wäre eine Kostengünstigere Organisation der Logistik.
10 CHF für Lieferung ist für den Kurier zu wenig. Macht es weil er für die Zukunft darin eine
Chance sieht.
Investition in die Erstellung der Website: weniger als 50'000 CHF.
Aufwand zur Aktualisierung ist vernachlässigbar. Informationen werden fast vollständig
automatisch erfasst und auf der Website publiziert.
~3 Bestellung pro Tag (hüstel hüstel)
~50'000 Zugriffe pro Tag
Online Supermarkt ist als Versuch zu sehen.
Handlungsspielräume
Internet als Absatzweg erfordert im Nahrungsmittel-Detailhandel von den Anbietern
organisatorisch Anpassungen und von den Kunden Verhaltensänderungen.
Durch Zeitverzögerung kann niemals derart spontan eingekauft werden.
Prognostizierte Umsätze: 33% des Gesamtmarkts
Es wird immer einen Markt für Nahrungsmittel geben, der nicht im Internet stattfindet.
2 Vorgehensweisen um im Internet um Marktanteile zu konkurrieren:
Evolution:
sanfte Einführung; enge Kopplung des Online-Geschäfts an die existierende Organisation
Revolution:
mit dem Online-Geschäft alleine genügend Umsatz erzeugen, Warenlogistik wird zentralisiert
und gegebenfalls ausgelagert
Stellt momentane Branchenstruktur in Frage
Wie schnell sich dieses Modell in der Schweiz durchsetzen wird, hängt nicht nur von der
wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit, sondern auch von der Branchenkultur ab.
Aus Kundensicht noch 2 Varianten von Revolution:
deliver in a box / deliver to a box (Bsp. Streamline)
Die noch besseren Kenntnisse über die Kundenbedürfnisse und die Möglichkeiten der
Promotion auf dem Internet dürften eigentlich zu einer weitern Stärkung - auch neuer
Marktteilnehmer - des Detailhandels führen.
Marktentrittsbarrieren sehr hoch: hohe Marktkenntnisse und neue Marktforschungen wegen
der geforderten Verhaltensänderung bei den Konsumenten
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Buchhandel
Bücher wurden sehr früh im Internet gehandelt:
-grosse Anzahl unterschiedlicher Titel
-einfache Beschreibbarkeit
-tiefe Vermögenswirkung des Buchkaufs
-Unterversorgung mit Beratung und Neuerscheinungen
im Fachhandel haben dazu beigetragen.
Mit dem Internet werden wesentliche Veränderungen der Branche diskutiert:
Buchpreisbindung
Einzelhandel in deutschsprachigen Ländern verzeichnen jährlich rückläufige Umsatzzahlen
Direktvertrieb und Versandhandel legen zu (Schulbuch, Fachbuch/Wissenschaft)
Mit diesen Segmenten lässt sich im Online-Buchhandel die grössten Umsätze erzielen
Wesentlichen Veränderungen der Branche durch das Internet:
-Internationalisierung des Absatzes
-Verkürzung des Vertriebsweges
Amazon.com: weitet sein virtuelles Vertriebsnetz auf andere Länder aus.
Vorteil für Kunden:
-geringere Versandkosten
-Infos in Landessprache
Bertelsmann: beteiligt sich am Online Geschäft von Barnes & Noble, auch an anderen
Detailhandelsgeschäften und mit BOL Medien GmbH in Grossbritannien, Deutschland,
Frankreich, Spanien, Niederlanden
Vertriebsweg ändert sich: immer noch dreistufige Bestellung (Buchhändler, Grosshändler,
Verlag) aber die Lieferung erfolgt vom Grosshändler an den Kunden. (-> zweistufig)
 erspart Zeit, Versandkosten, Infrastruktur sowie Personal
Websites der Buchhändler gehören zu den meistbesuchten Shopping-Seiten
Umsatz der Branche vergleichsweise gering (USA jährlich 18 Mrd. $)
Schweizer Buchhandel ist seit 100 Jahren in einem Preiskartell
Im Inet sind heute Dutzenden von traditionellen Buchhändlern vertreten
Bei grossen Verlagen ausnahmslos, bei kleinen in zunehmender Zahl
Spezialisierung weit fortgeschritten
Online Buchhandel stärkere interessengebundene und zweckgebunden Segmentierung
Kunde will nützliche Hinweise auf den Inhalt vor dem Kauf -> ungleich viel wichtiger, als bei
anderen Produkten
-> solche Informationen kann eine Interessensgruppe mit weniger Aufwand und qualitativ
besser zur Verfügung stellen, als ein nicht spezialisierter Buchhändler
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Schweiz: Handelvolumen über Inet: 5-10%
Freihofer AG als erste im Inet, 7% des Umsatzes, Stammkunden Unis und ETH
Arbeitet mit tiefen Tageskursen, Instrumente der Promotion nur sehr zögerlich eingesetzt.
AMAZON.COM
Beispiel zeigt auf, was technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll zu sein scheint
1994 als ausschliesslicher Online-Buchladen von Jeff Bezos in Seattle, Washington
gegründet, 1995 eröffnet
Standort Seattle:
-genügend Computer-Fachkräfte
-in der Nähe von grossen Zwischenhändlern
Neben Hauptquartier ein Distribution-Center mit einem eigenen kleinen Lagerbestand.
Verleger und Zwischenhändler schicken Bestellungen dorthin, von wo sie an die Kunden
ausgeliefert werden.
1997 zweites Verteilzentrum an der Ostküste
4,5 Mio. regsistierte Einzelkunden aus über 160 Ländern (Sep. 1998) –> 610 Mio. $ Umsatz;
Verlust 60 Mio. $
Verlust wegen Investitionen.
26'000 Bestellungen pro Tag, 1/3 aller Verkäufe ausserhalb der USA, Repeat Buyers machen
mehr als die Hälfte aller Bestellungen aus.
Rangiert auf Platz 12 bei „Top Web Domains from Home“; Platz 16 bei „ Top Web Domains
form Work“; bei „Top Shopping Domains“ auf Platz 1
Neben Büchern auch Musik-CD’s, Video-Kassetten und Geschenkartikel -> können alle
ähnlich dargestellt werden wie Bücher
Seit 1997 an der Börse; 23 Mio. Aktien zum Ausgabepreis von 13 $; Februar 1999 Kurs
110$
Der virtuelle Buchladen
Buchhändler, die ausschliesslich über das Inet verkaufen, treiben derzeit den Preiskampf im
Buchhandel stark an.
Nachteil des Online-Kaufs: Spontankäufe zum Sofortgebrauch im virtuellen Buchhandel
kaum möglich (noch) -> Verzögerung zwischen Kaufentscheid und Auslieferung
Internettechnik zur Promotion des Sortiments:
Informationsvermittlung und -gewinnung
-Suchmaschinen
-Buchumschläge als Bilder in einer DB
-Infos zu Autoren + Interviews
-Bei jedem Buch Möglichkeit, Kommentar abzugeben
-Bestseller-Listen
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-Kritiken von professionellen Gutachtern
One-to-one-Marketing-Verhalten:
Kunde kann angeben, ob er auf bestimmte Titel aufmerksam gemacht werden will in Bezug
auf Suchbegriffe, die er spezifiziert. Email, wenn in Zukunft Suchbegriffe zu einem Resultat
führen (Push-Verfahren)
Kunde holt sich Informationen bei Bedarf selbst (Pull-Verfahren)
Sämtliche Besuche jedes Kunden werden registriert -> durch statistische Auswertungen zu
Kaufempfehlungen zusammengeführt –> Technik erfordert möglichst wenig eigene Aktivität
vom Kunden
Möglich durch Inet, sich um die maximale Anzahl von Kunden individuell zu kümmern.
Erhebliche Webeanstrengungen (28% des Umsatzes)
Qualität der Kundendaten ist einzigartig -> Marktmacht, da Amazon.com so weiss, was am
Markt gefragt ist; gibt sogar Bücher aufgrund seiner Kenntnisse in Auftrag;
Diskussionsforen, um einzelne Kapitel durch die Kunden schreiben zu lassen.
Katalog umfasst 2,5 Mio. Titel -> einer der grössten der Welt
Auch unentschlossenen Kunden werden gezielt unterstützt durch unterschiedliche
Erlebniswelten:
-Bestseller-Listen
-Diskussionsforen
-Veranstaltungskalender
Allianzen geschlossen, um logistische Prozesse und Bekanntheit des U. zu unterstützen.
Exklusivverträge für Bannerwerbung
Jeder kann zum Wiederverkäufer werden -> zwischen 5-15% des Verkaufspreises als
Provision -> 140'000 Associates
Transport:
Standardfall Federal Express -> übernimmt ganze Logistik
Informationssysteme von den beiden sind derart integriert, dass man die Bestellung
verfolgen kann.
Schlussbemerkung
Bezos hat früh Potential des E-Commerce erkannt. Startinvestition mehrere Mio. $ von
privaten Investoren. Konnte Kernkompetenzen im Market Space aufbauen
Markteintrittsbarrieren relativ tief, aber die genaue Analyse der virtuellen
Wertschöpfungskette und die ausschliessliche Tätigkeit im Inet bringen einen Knowhow- und
Erfahrungsvorsprung
Integration der Infosysteme mit den Partnern und die Kundendatenbank ist schwer
nachzumachen (Zeit)
Überträgt systematisch dieses Knowhow auf andere Länder und Sprachregionen. Bei
Internationalisierung achtet Amazon.com auf die lokalen Gegebenheiten.
LibroNetto
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Von Alexander Schneebeli mit Buchhandlung Schneebeli geführt. Bereits seit den
Anfangszeiten der Kommerzialisierung des Inets. Zuerst unter Website BuCH.
Begann vor 3 Jahren mit dem Verkauf übers Internet
Kunden profitierten vor allem von der Möglichkeit, 24h pro Tag bestellen zu können (judihui)
Mit Zunahme der Bestellungen, wurde die Website professioneller gestaltet, und die
Geschäftsprozesse angepasst.
Beide Geschäftseinheiten sind nun rechtlich getrennt.
Schneebeli führt traditionelle Buchhandlung nun seit 30 Jahren, auf Handel mit Fachbüchern
(Geisteswissenschaften) spezialisiert. Standort nicht an einem frequentierten Ort. Kunden
kommen, weil sie eine kompetente Beratung für diesen Bereich finden und eine erhöhte
Chance besteht, dass ein Buch aus jenem Bereich an Lager ist.
Inet-Buchhandlung besteht aus 3 Personen. 6 weitere sind in beiden U’s beschäftigt.
Profitiert von traditionellen Buchhandlung:
-Fachwissen
-rentable Buchhandlung gibt genügend Sicherheit
Durch die Kumulation der Umsätze ist eine Mitgliedschaft im Schweizerischen Buchzentrum
nicht in Gefahr. Weitere Synergieeffekte:
-Personalbeschaffung
-Infrastrukturkomponenten
Kundenstruktur komplex
LibroNetto bestellt für Kunden, die nicht mit KK bezahlen können z.B. bei Amazon.com und
stellt dann eine Rechnung.
Wichtigster Konkurrent im Inet: amazon.de
Grösste Gefahr von ausländischen grossen Buchhandlungen, die sich derzeit international zu
betätigen beginnen.
Der virtuelle Laden
Website sehr einfach Lösung. Zusammen mit einem jungen Service-Provider individuell
entwickelt. Zugriff auf elektronische Kataloge von Dritten sind sehr gut in die einfach und
deshalb kostengünstige Seite integrierbar.
Erstregistrierung mit Username und PW (wie üblich)
Angebot richtet sich nach den Katalogen von SBZ und KNO
Bietet auch eine Reihe von Sonderangeboten an.
LibroNetto selbst hat keine Warenkorb-Funktion. Will ein Kunde gleichzeitig Bücher aus mehr
als einem Katalog bestellen, muss er mehrere Bestellungen absenden. (ts ts ts ts)
Liefert in der Schweiz portofrei; Kreditkartenabrechnungen nicht attraktiv; nachdem
Bestellung abgeschickt wurde, erhält Kunde eine email mit Lieferzeit und Gesamtbetrag.
Lieferung innerhalb von 3 bis 6 Arbeitstagen.
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„E-Mail InfoService“ kann Kunde aus bis zu 7 versch. Themenbereichen Neuigkeiten
abonnieren (Nei?!)
Organisation
Herr Schneebeli trägt wirtschaftliche Verantwortung; LibroNetto nutzt jeweils einen Teil der
Infrastruktur der Buchhandlung Schneebeli.
Kooperation mit Amazon.com (US-Bücher)
SBZ als ausgelagertes Lager
Vorteil des Kunden ist, dass er Bücher aus unterschiedlichen Quellen gleichzeitig erhält;
Versand wird allerdings intern abgewickelt, dann können die Bestellungen individueller
behandelt werden; die eigenen Mitarbeiter kennen die Kunden und können Zugaben
beilegen (Jupi, ein Buchzeichen!)
LibroNetto versucht, einen grossen Teil der Leistungen selbst zu erbringen und erst
auszulagern, wenn die Kennzahlen die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit andeuten.
Die bestellten Bücher von den versch. Zwischenhändlern zu LibroNetto gesendet, um dort
kundenspezifisch verpackt und mit einer Rechnung weitergeleitet zu werden. Die Lieferzeit
wird dadurch um mindestens einen Tag verlängert.
Marketing
Als Instrument zur Promotion setzt die Buchhandlung vor allem eine Mailingliste ein.
LibroNetto betreut die Kunden persönlich. Er erhält keine Standard-Briefe/Mails, sondern
wird persönlich angeschrieben (hüstel)
LibroNetto versucht durch Aktionen, Mengenrabatte etc. den Kostenvorteil and den Kunden
weiterzugeben –> wurde deshalb schon vom Schweizerischen Buchhändler- und VerlegerVerband (SBVV) wegen Missachtung der Preisbindung gebüsst.
Ausser Bannerwerbung, Mund-zu-Mund-Propaganda und Zufriedenheit der Kunden wird
keinerlei Werbung betrieben... Schneebeli meint das genüge...
Wettbewerbsaspekte
Nach weniger als 2 Jahren bereits in der Gewinnzone
Im Market Space ist es fraglich, ob ein derart kleines U bestehen kann, denn
Standortvorteile, von denen die erwähnten Kleinstbuchhandlungen profitieren, existieren
nicht.
Es existiert ein Kundenbindung. „Es gibt so etwas wie eine Sympathie über das Netz“
(ROFLMAO!!!)
Der Preis wird, wenn die Preisbindung aufgehoben wird, zu einem wichtigen
Wettbewerbsfaktor.
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Setzt der Preiswettbewerb ein, so wird die Konzentration auf wenige Marksegmente auch
im Internet wichtig.
Lesen.ch
Erste rein virtuelle Buchhandlung der Schweiz. Seit dem 9.2.1998 tätig; als GmbH geführt
von Christoph Bürgin.
Mitglied der SBVV und Genossenschafter des Schweizerischen Buchzentrums SBZ
Kundenbasis wird täglich erweitert.
Mit 3 grossen Kataloganbietern besteht eine virtuelle Verbindung, englischsprachige Bücher
über eine Wiederverkaufsvertrag mit Amazon.com; ähnliche Abmachung mit CDNOW für
Musik-CD’s.
Vereinbarung mit SBZ, direkt an den Kunden von Lesen.ch zu schicken. Rechnung von SBZ
im Namen von Lesen.ch = BookIt
Lesen.ch verfügt über kein Lager
Konzentriert sich auf deutschsprachige Literatur und auf Deutschschweizer Kunden.
Markteintrittsbarrieren sind noch sehr tief, deshalb ist immer mit einem Neueinsteiger mit
dem selben Modell zu rechnen.
Der virtuelle Laden
Zusätzlich zu den „musts“ des E-Commerce (Katalog, Registration, Warenkorb) sind noch
verkaufsförderliche Funktionen integriert:
-Bestsellerlisten/Hitlisten
-Buch des Tages
-Buchbesprechungen
-Schnäppchenpakete
-Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit anderen Lesern
-Links zu den Verlagen und Autoren
Organisation
Neben Büchern können auch Zeitschriftenabonnemente, Musik-CD’s, CD-ROM’s, und
Videofilme bestellt werden.
Verfolgt wie Amazon.com das Modell des totalen Outsourcing:
-automatisierten Zugang zu den Katalogen
-Ansprechstelle für persönliche Beratung
Zeit:
Auslieferung eines Buches im trad. Buchhandel: mind. 1 Woche; bei Versandhändlern: 2-3
Tagen; Lesen.ch: innerhalb von 24h
Basiert auf Vereinbarungen mit den Lieferanten, was die Gefahr der schnellen Imitation
birgt.
Hertie’s Saufhaufen
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Electronic Commerce
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Lesen.ch verfügt über Marktkenntnisse, Beziehungen zu Lieferanten, Verbindungen zu
Verlagen, hat Marketing-Kenntnisse und kennt die techn. Möglichkeiten des Inets besser als
der durchschnittliche Buchhändler.
Zu den wichtigsten Kompetenzen eines Händlers gehören die Bewirtschaftung des
Sortiments. Die Beschränkung im trad. Handel durch physische Grenzen fällt weg. An ihre
Stelle treten Beschränkungen der übersichtlichen und schnellen Darstellung der Produkte am
Bildschirm.
Beispiel Amazon.com: bietet Kunden einen Katalog an, in den die vielen Kataloge der
Verlage und Zwischenhändler integriert sind. Ziel von Lesen.ch ist es diesem Beispiel zu
folgen.
Marketing
Grosse Unsicherheit über das Verhalten der Kunden -> es werden versch. Möglichkeiten der
Verkaufsförderung ausprobiert:
-Wettbewerbe
-Spiele
-geschicktes Design einer Website deckt unterschiedliche Kundenbedürfnisse ab
2 Gruppen von Käufern:
-wissen, welche Bücher sie kaufen wollen
-suche nach ihnen noch nicht bekannten Büchern
Lesen.ch begegnet dieser hybriden Käuferschaft mit der Implementation möglichst vieler
Kanäle:
-Direkt per Suchbegriff auf Einstiegsseite suchen
-Hitlisten, Buchbesprechungen etc.
täglich 4700 User Sessions -> durchschn. 34 bestellte Bücher
Kunden schaffen sich zum Grossteil ihre eigenen „Kanäle“ –> nur 1,9 % der User Sessions
steigen bei der Homepage ein.
Anhand der Informationen über das Verhalten der Kunden auf der Website, werden von Zeit
zu Zeit neue Kanäle implementiert. Erneute Beobachtung des Benutzerverhaltens geben
anschliessend Aufschluss darüber, ob einer weiteren Zielgruppe ein bequemerer Zugang zum
Angebot verschafft werden konnte. So können potentielle Zielgruppen auf vergleichsweise
kostengünstige Art exploriert werden.
Resultat der Katalogabfrage ist eine automatisierte Form der Warenpräsentation.
Allerdings gibt es auf dem Bildschirm nicht unbeschränkt Platz.
In Bezug auf diese Zielgruppen konzentriert sich Lesen.ch auf Personen, die vor allem
Romane kaufen. Sie wollen „mainstreamiger“ sein als die anderen.....
Werbestrategie:
-Werbung bei den meistbenutzten Suchmaschinen und Internet-Verzeichnissen der Schweiz.
Diese sprechen vor allem Neueinsteiger und private Benutzer an.
-Inserate in Zeitungen.
-Bildung von Filialen (Bsp: auf HP von St. Moritz erhalten User per Mausklick eine Liste von
Büchern zum Thema Wintersport, die direkt bei Lesen.ch bestellt werden können.)
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Electronic Commerce
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Wettbewerbsaspekte
Lesen.ch ist ein neuer Konkurrent im Büchermarkt, laufenden Ausgaben können gedeckt
werden, die getätigten Investitionen allerdings nicht.
Äusserst unbürokratische Organisation des Internet-Shop als wichtige Voraussetzung für den
Erfolg. Haben es in weniger als einem Jahr geschafft, eine Stammkundschaft von 3000
Personen von ihrem Angebot zu begeistern.
Buch + Ton
1997 als Versandbuchhandel gegründet. Verantwortung tragen 2 Personen, die gleichzeitig
das Management übernehmen. + 3 100% Angestellte + 2 Buchhändlerinnen für die
Bestellabwicklung und Beratung.
Vertreibt deutschsprachige Bücher und Audio-Books (=Bücher, die nicht auf Papier
konsumiert werden ->Marktleader)
Hat Verlagsauslieferung von mehreren deutschen und Schweizer Verlagen aus dem HörbuchBereich übernommen.
Liefert am schnellsten und zum besten Preis aus.
Verfügt über gute Erfahrungen in diesem Teilmarkt und kann deshalb eine Beratung bieten.
Qualitativ minderwertige Ware wird nicht ins Sortiment aufgenommen.
Der deutsche Markt wächst mit 25% im Jahr.
Hilft den Kunden (meistens Bibliotheken) mit der Auswahl des Sortiments und berät sie über
den möglichen Einsatz.
In der Schweiz gibt es keine andere Buchhandlung, die sich auf diesen Teilmarkt
konzentriert.
Der virtuelle Hörbuchladen
In Zusammenarbeit mit einem Service Provider aufgebaut.
Ziel war es: mit möglichst wenig Aufwand Kataloge für Print-Bücher einzubinden und die
Grundfunktionalität für den Verkauf zur Verfügung zu stellen, sowie den ersten OnlineKatalog für Hörbücher anzubieten.
Hörbücher haben einen eigenen Katalog
 Standard Shopping Lösung
Buch + Ton verrechnet die gebundenen Preise netto
Lieferfristen durchschnittlich 2 bis 3 Arbeitstage
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Organisation
Teilmarktkategorien:
-Hörbücher
-Klassische Bücher, Software und neue Medien
-Verlagsvertretung
Buchhändlerinnen führen eine Liste mit Artikeln und dem derzeit besten Zwischenhändler.
Bestellen nur von dem Zwischenhändler, bei dem zu den geringsten Kosten und der in der
kürzesten Zeit liefern kann.
Zwischen den Lieferanten existieren grosse Qualitätunterschiede -> Lagerbewirtschaftung
lassen zum Teil zu wünschen übrig.
Bei den Audio-Books sind die meisten der 2000 Titel im eigenen Lager, das diese viel
weniger Platz brauchen als Print-Bücher.
„Wenn wir alles selbst machen, können wir die Qualität hoch halten.... Die Fehlerquote ist
wesentlich grösser, wenn das ein Externer macht.“
Wollen mit der Website ein Kauferlebnis erzeugen, das mit dem Erhalt der Sendung
fortgesetzt wird, mit Verpackungsmaterial, Zugaben u.Ä.
Um wenigstens den gesamten deutschsprachigen Teil der Welt zu beliefern, wird mit
Vertriebspartnern zusammengearbeitet.
Für Nordamerika mit Barnes & Nobel; für Frankreich alapage.com
Marketing
Der Markt und damit verbundene Allianzen
Markt für Hörbücher ist noch nicht sehr stark entwickelt.
-Durch die Zusammenarbeit mit den Bibliotheken erhoffen sie sich einen Pull-Effekt
-Eröffnete den ersten Audio-Buchladen in der Schweiz.
-Image der Hörbücher derzeit noch schlecht. Konsumerlebnis ist ein anderes als bei PrintBüchern.
Vertikale Integration:
-Verlagsauslieferung
-Aufbau von Logistik-Kapazitäten
-Eigene Produktion in der Zukunft
Zusammenarbeit mit Verlagen wird verstärkt. Autoren-Vertretung
Differenzierung gegenüber der Konkurrenz:
Perfektionierung der Transaktionsabwicklung: will nicht nur zu den geringsten Kosten,
sonder auch in kürzester Zeit und bester Qualität liefern.
Mit Zusatzleistungen gegenüber den Verlagen sich attraktiv machen und damit die
Ausgangslage schaffen, um die Absatzziele zu erreichen.
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Werbung und daraus entstehende Allianzen
Für das Internet-Angebot wird fast ausschliesslich Online-Werbung betrieben. -> BannerWerbung
Bei Buch + Ton kauft jeder 10. Besucher
Allianz mit TA-Medien AG (FACTS). Immer wenn im Facts ein Buch besprochen wird,
erscheint dort das Logo von B+T
Eintrag in Search-Engines
Public Relations
Bei jedem Schritt (Umgestaltung der Website, Änderungen im Katalog etc) wird eine
entsprechende Mitteilung Presse geschickt.
One-to-one Marketing
Beratung über Inet ist nicht automatisiert, da die absolute Zahl der Bestellungen zu gering
ist.
Beratung indirekt durch Darstellung und Besprechung einzelner Titel auf der Website.
Direkte Anfragen von Kunden werden durch die Buchhändlerinnen von Hand bearbeitet.
Daraus werden treue Kunden gemacht.
Vorteile gegenüber dem klassischen Verkauf:
-Kundendaten verfügbar
-man kann immer auf frühere Gespräche (emails) bezug nehmen
-Informationsbeschaffung vollständiger
-neben dem Katalog dienen oftmals auch andere Quellen als Beratung
Wettbewerbsaspekte
Alles was verdient wird, wird sofort wieder investiert.
Durchschnittliche Bestellsumme ist 60 CHF
Markt für Hörbücher ist wegen den höheren Margen interessant. Auf klassische Bücher kann
im Moment nicht verzichtet werden, weil damit ein grosser Teil der Infrastruktur finanziert
wird.
Kritische Grösse für den Teilmarkt Hörbücher ~2 Mio. CHF.
Grosse Veränderungen in der Zukunft im Büchermarkt:
-Aufhebung der Preisbindung
-neue Produktionstechniken
Handlungsspielräume
Auch in diesem Markt gilt es deutlich zu unterscheiden, ein Unternehmen vom stark
wachsenden Marktvolumen im Internet profitiert oder sich auf das traditionelle Geschäft
konzentrieren will. Buchhandlungen, die einen Wettbewerbsvorteil durch den Standort auf
bauen (z.B. Bahnhof) sind nicht gezwungen, das neue Medium zu nutzen.
Entscheidet man sich für das neue Medium gibt es 3 Strategien:
Kostenführerschaft (schnell und preiswert)
tiefe vertikale Integration; schnelle Transaktionsmöglichkeiten, Bücher werden bei den
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Zwischenhändlern gelagert, tiefe Margen, grosses Volumen ist wichtig, grösste Teil des
Buchhandelsumsatzes mit wenigen Titeln
Bsp: Amazon.com, Lesen.ch
Regionale Nische
Tiefe vertikale Integration, Spezialisierung auf ein Sach- oder Interessengebiet, zusätzlich
zum Standardangebot Informationen und Interaktivität zum Spezialgebiet, verkauft
möglicherweise auch andere Produkte
Bsp: Buch + Ton
Globale Nische
Sich z.B. auf Kochbücher spezialisieren lohnt sich eher in einem globalen Markt als im
Market Place
Printing on demand wird sich in den kommenden Jahren ebenso entwickeln, wie die direkte
Lieferung von Büchern in Form von Dateien. Ein Buch ist bequemer zu lesen und bequemer
zu transportieren als eine Datei auf dem Computer.
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Softwarehandel
Branchenbetrachtung
Individualsoftware = im Auftrag des Kunden individuell entwickelt worden.
Schweiz:
Ausgaben für Informationstechnologien 1996 10 Mrd. CHF
1600 CHF pro Kopf ausgaben in IT der Schweiz (höchster Wert der Welt)
Für Software 2,6 Mrd. CHF ausgegeben (80% Standardsoftware) nicht eingerechnet sind
„hidden software production“ (=Softwareentwicklungen, die durch die Nachfrage selbst
produziert wurden.)
In der CH vornehmlich kleine Software-Unternehmungen
¾ der Individualsoftware-Produzenten, sowie 60% der Standartsoftware-Hersteller erzielten
einen Jahresumsatz von weniger als 5 Mio. CHF
72% der angebotenen Software wurde für das OS Windows entwickelt (In Bill we trust...
würg)
In den Umsätzen für Software-Produkten sind inbegriffen:
-Unterstützungs- und Support-Leistungen
nicht aber Beratung
Software-Produkte=
„commercially available packaged programs for sale or lease from systems services and
independent software vendors“
jährliche Wachstumsrate: ca. 11% = im Vergleich zum allg. Wirtschaftswachstum
überdurchschnittlich hohe Wachstumsrate
Im Handel gibt es keine marktbeherrschenden Anbieter
Im Frühling 1998 waren einige wenige CH Anbieter dazu übergegangen, SW auch via Inet
anzubieten. Das waren Firmen, die neben einem Ladenlokal auch Versandhandel betrieben.
In USA gibt es Firmen, die SW ausschliesslich über Inet verkaufen. (www.beyond.com bietet
Standard SW Pakete, die z.T. versendet werden oder übers Inet runtergeladen werden
können)
Durch Wegfall von Portokosten, Datenträgern und Teil des Aufwandes können günstigere
Preise als beim konventionellen physischen Kauf geboten werden.
MS verkauft ausschliesslich über Händler
Bei Symantec (Norton/Ghost lässt grüssen) kann man direkt herunterladen.
In Zukunft soll durch die Hersteller selbst oder über virtuelle Online-Händler in grossen
geographischen Räumen angeboten werden. Sprachbarrieren sowie länderspezifische
Eigenheiten lassen solche Vorhaben – zumindest in nahe Zukunft – als eher
unwahrscheinlich erscheinen.
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DataQuest AG
Differenzierungsstrategie, indem sie sich neben dem reinen Wiederverkauf von AppleProdukten durch das Angebot von unterschiedlichen Dienstleistungen profiliert.
70% vom Umsatz auf HW-Verkauf, 10% auf SW-Verkauf und 15% auf Services
3 Filialen
Neben reinem Verkauf bietet man Support- und Technikdienstleistungen an. + eine
kostenpflichtige Hotline.
Für grösser Kunden: MacCare = umfassender Servicevertrag im Baukastensystem
(Basispaket, Zusatzpakete etc)
Grösster Teil der Kunden sind Kleinfirmen aus der graphischen Branche, die die Stärken des
Mac’s zur schnellen Bildbearbeitung und im Desktop-Publishing benötigen.
Bietet auch HW andere Hersteller an.
Im SW-Bereich: Standardpakete namhafter Hersteller
DataQuest AG versucht ihr breites Angebot mit hoher Verfügbarkeit und gutem Service
hervorzuheben.
Besitzt ein Lager mit über 2000 Artikeln.
Die Website
Erst seit 1996 eigene Website
Einsicht, dass das Inet das „Medium der Zukunft“ sein wird, war der Auslöser für einen
eigenen Auftritt; auch gewisser Zwang, das immer mehr Firmen im Internet vertreten waren
und dies auch dementsprechend kommunizierten.
Techn. Installation ist am Geschäftssitz der DataQuest (IP 194.148.14.140) mit
Standleitung. Beim Server handelt es sich nicht um einen Secure Server, sondern es sind 3
Firewalls vorhanden.
Für den techn. Unterhalt sind eigene Supporter der DataQuest zuständig.
In Zusammenarbeit mit den Marketing-Leuten wird sowohl der technische Unterhalt als auch
die ständige Aktualisierung des Inhalts sichergestellt.
Änderungen und Aktualisierungen bei Bedarf.
Hatte versch. Einstiegspunkte für Privatpersonen, Schulen, Grosskunden etc.
Grosskunden und Schulen erhalten bei den Zahlungsmodalitäten besser Konditionen.
Zugang zu dem Bereich nur mit Passwort möglich
Gibt auch Restposten und Occasionen.
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Man kann im Katalog blättern, Online-Suche machen. Produktbeschreibungen gibt’s im PDFFormat
Bestellungen und Offertenanfragen online.
Wird allerdings eine E-mail erzeugt an den Filialleiter, als auch an den Verkaufsassistentin.
Sie übernimmt alle notwendigen Daten in eine eigene DB für Online-Bestellungen (immer
diese Medienbrüche ;-)
Jeden Abend erfolgt eine Kontrolle, um sicherzustellen, dass alle online erfolgten
Bestellungen angekommen und von den Mitarbeitern bearbeitet worden sind.
Bestellungen werden am selben oder am darauf folgenden Arbeitstag postalisch versandt.
Ist bestellte Ware nicht im Lager verfügbar, wo wird eine Auftragsbestätigung mit dem
voraussichtlichen Liefertermin ausgedruckt und dem Kunden per Post zugestellt. -> keine
Auftragsbestätigung per E-mail! Weil 2 DB-Systeme parallel betrieben werden.
Kunden die via Inet bestellen werden immer in 2 DB eingetragen. (eine für den
Administrationsarbeiten im U, plus eine für Online-Bestellungen) Direkte Verknüpfung kann
u. U. zu Konflikten führen.
Sollte der Besteller gar nicht existieren, wird der Absender von Spezialisten der DataQuest
elektronisch ermittelt (hüstel, hüstel) und anschliessend ausgepeitscht, äh telefonisch
verwarnt (merkt man, dass es schon spät ist? ;-P)
Bezahlung der Online- Bestellung per Nachnahme oder Kreditkarte
Per Post ausgeliefert, oder man kann die Lieferung in einer der 3 Filialen selbst abholen.
Fragen von Kunden per email werden jeweils dem Filialleiter zugestellt.
Grenze zwischen einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Auskunft per email ist nicht
klar definiert. Als Hauptkriterium fungiert die zur Beantwortung aufgewendete Zeit.
Ausschliesslich internetbasierte Marketingaktionen will man nicht machen.
Für Kleinkunden hat man die Mailingliste „DataQuest Club“ eingerichtet.
Erfahrungen
Da die DataQuest viele Firmenkunden hat, die über einen inet-Anschluss verfügen und
dieses Medium bereits kommerziell nutzen, erkannte man die Chance des Online-Verkaufs.
6monatiges Pilotprojekt
Bereits nach 2 Monaten stand fest, dass der Online-Verkauf beibehalten werden sollte.
Anteil am Gesamtumsatz zwischen 5 und 8 %
Da die Online-Bestellmöglichkeit von den eigenen Mitarbeitern eingerichtet wurde, konnte
die Firma das entsprechende Knowhow selbst erwerben.
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Es besteht die Möglichkeit, für Kunden auf dem Webserver der DataQuest eine eigene
Website zu erstellen.
Bestellmöglichkeit via Internet wurde primär über den hauseigenen, rund 80 Seiten
umfassenden Katalog kommuniziert. Zusätzlich wurden Inserate geschaltet; Radiospots bei
Zürcher Lokalsendern.
Grösste Problem: ungültige Bestellungen
Bestellung per Kreditkarte wird von der DataQuest nicht besonders gefördert. Grund: hohen
Kommissionen.
Dank Online-Verkauf konnten einige neue Kunden hinzugewonnen werden.
Vorteile der Internet-Präsenz für Kunden:
-umfassendes Informationsangebot
-jederzeit verfügbar
-Bestellung jederzeit möglich
-hoher Aktualitätsgrad
-Occasionen und Restposten können abgerufen werden.
Mittelfristig möchte man eine Dienstleistung einführen, die den Artikelbestand des Lagers
der DataQuest jederzeit via Internet einsehen lässt.
 gute Absicherung gegenüber Eingriffen von aussen daher erforderlich
Sorge bereitet, dass der persönliche Kontakt zu guten Stammkunden, die nur noch online
bestellen, flöten geht.
Secure Link Services AG
1996 gegründet
100'000 Aktienkapital
Tochterfirma der Paninfo AG
Geschäftlich sehr eng verknüpft
Datensicherheitslösungen
Paninfo AG:
Reines UNIX-Systemhaus, 1978 gegründet, IBM Business Partner und DB-Spezialist;
Systemplanung, Vernetzungen und Einbindungen von DB-Software auch unter WinNT;
Organisiert in verschiedene „Crews“ (DB, Programmierung, WinNT). Entwickelt stets
individuell im Auftrag des Kunden. Eine dieser Crews war für Datensicherheit zuständig, aus
der entwickelte sich die SLS AG.
SLS AG entwickelt Standardsoftware Data-Guard. Computerdateien mittels Passwort
verschlüsseln, dass es sogar Entschlüsselungsspezialisten nicht knacken können. 128 resp.
160 bit Schlüssel.
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Brauch viel Knowhow und Erfahrung zur Entwicklung solcher Software. Darum existieren
nicht sehr viele Produkte und Hersteller, die sich diesem Thema widmen. -> grosse Chance
Regierung USA verbietet inländischen Firmen, leistungsstarke Verschlüsselungssoftware zu
exportieren.
Wurde aber umgangen Bsp: PGP
Zum Testen der SW können Freeware-Versionen heruntergeladen werden (hat lediglich 12
bit Schlüssel) soll nur Funktionalität demonstrieren. Kein echter Schutz vor Einsicht.
Zusätzliche Dienstleistungen: Beratungsdienste im Bereich Datensicherheitslösungen
-Implementierung von individuellen Verschlüsselungslösungen
-individuelle Programmierung und Schulung
-indiv. Softwareentwicklung in C, C++, und Java
-Errichtung Firmenspezifischer Websites
Arbeitet mit Wiederverkäufer in CH, AT, CA, PL, BENELUX
Sind zuständig Produkt auch in grosse Ladenketten für Unterhaltungselektronik sowie lokale
Computergeschäfte zu bringen.
Website
Beide Firmen auf Inet mit jeweils eigener HP vertreten.
Eigener Webserver bei der Paninfo AG; Standleitung; Firewall
Aufbau durch Angestellte der Paninfo und der SLS
Beide treten mit eigenem Corporate Identity auf, einzig ein Hyperlink verweist auf die
andere.
SLS-Website
Viele Infos rund um DataGuard; Freeware-Version, Grundlagen der Datenverschlüsselung,
Online Bestellmöglichkeit, Kontaktformular.
Möglichkeit, Vollversion direkt online über einen amerikanischen Registrierservice (Register
Now!) zu kaufen.
Internet als idealer Absatzweg für SLS, da nur ein Produkt, das aus Gründen der Rentabilität
weltweit verkauft werden muss.
Beschränkt sich daher nur auf wenige Standorte für Vertretungen.
Register Now!
Kunde kann direkt Vollversion vom Inet runterladen, nachdem Register Now! Kreditkarte
überprüft hat. -> Belastung von 49 USD -> 20% Provision für R N!
SLS erhält regelmässig Protokolle mit Auflistungen aller verkauften Vollversionen und den
Kundendaten. Man hat erkannt, dass diese Daten zumindest in einer DB erfasst werden
sollten.
Bestellung von Vollversion Online:
Intern 2 emails erzeugt; eine an Marketing-Abteilung, zweite an Administration der SLS AG
für die für den Versand zuständig ist. Bestelldaten werden manuell in eine Kunden-DB
eingetippt (ts ts ts....)
Anhand des elektronischen Telefonbuchs, wird kontrolliert, ob der Besteller wirklich existiert.
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DataGuard verfügt weder über Seriennummer noch über elektr. Schlüssel -> man rechnet
mit 80/20 (=80% Raubkopien im Umlauf, 20% wirklich gekauft)
Kreditkarten bei SLS AG nicht akzeptiert.
Hotline oder email für Fragen –> gratis
Kundendaten werden in keiner Weise für Marketingaktionen verewendet.
Erfahrungen
Notwendigkeit, DG weltweit abzusetzen, um befriedigende Absatzzahlen zu erreichen, war
der eigentliche Auslöser für das Angebot über Inet.
„Man hat es einfach mal probiert“
Bekanntheitsgrad der SW wird als ungenügend eingestuft, da bisher kaum Werbung
gemacht wurde.
Über RN! Durchschn. 2 Vollversionen pro Tag, direkt bei SLS durchschn. 4 pro Tag
85% der Verkäufe über Wiederverkäufer.
Auch möglich, schriftlich oder telefonisch zu bestellen. Wird noch oft vorgezogen, da noch
erhebliches Misstrauen vorhanden ist -> Informationsbedarf vorhanden!
Von der Schweiz aus wird auch ins Ausland geliefert, wird allerdings eher ungern gemacht,
das der Aufwand in Relation zum Verkaufspreis zu hoch ist.
Hat die SLS in jenem Land einen Wiederverkäufer, wird die Bestellung an ihn weitergeleitet.
Bei SLS bringt eine Online-Bestellung gegenüber einer telefonischen/schriftlichen keinerlei
Nutzenvorteile für den Kunden.
Bei RN! Aber schon:
-Preis wegen fehlender Versandkosten niedriger (49 USD [~72 CHF] anstatt 98 CHF)
-von überall zu jeder Zeit bestellen
-erhält Produkt sofort!
Gegen ein entsprechendes Entgelt werden individuelle Anpassungen an DataGuard
vorgenommen.
Updates gratis erhältlich -> direkt vom Inet runterladen -> neue Versionen sind allerdings
mit DataGuard selbst verschlüsselt...
C.Ghisler & Co.
Seit 1993, Verkauf eigener SW. 2 Personen.
Seit 1994 Umsatz jedes Jahr verdoppelt
Personengesellschaft -> Gewinn wird nicht ausgewiesen.
Windows Commander (wie Dateimanager bei Win3.1, nur für Win9X)
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Shareware, kann man 30 Tage ausprobieren...
Kommt einfach immer ein Nag zur Registrierung
Kunden vor allem Privatpersonen und kleine Firmen.
Umstand, dass sich Kunde das Programm zuerst vom Inet runterlädt, oder von CD
installiert, setzt gewisse Computerkenntnisse voraus (bitte?!)
Wird von der Schweiz aus weltweit vertrieben.
Eigene Website
Produkt in 32 Sprachen ( 14 eingebaut, 18 können von Website runtergeladen werden)
Übersetzungen ehrenamtlich durch Kunden... erhalten als Dank eine oder mehrere
Gratislizenzen.
 kleine Marktnische$
Konkurrenzprodukte: „Norton Commander“ von Symantec; „Speed Commander“, „DCC for
Windows“
Ständige Weiterentwicklung und Pflege der eigenen SW ist aber auf jeden Fall
Voraussetzung, um gegen die Konkurrenz bestehen zu können.
Website
Seit 1994 eigene Website.
CompuServe ermöglichte es seinen Mitgliedern, eigene Websites zu gestalten; sehr
günstiger Einstieg; Überlänge der URL entscheidender Nachtteil.
Nach Gründung der KG eigene Domain: „ghisler.com“; .com weil durch die mehrsprachigkeit
der SW die ganze Welt angesprochen werden soll (und damals waren auch noch nicht alle
.com’s vergriffen, doh!)
Provider DigiServe Inc., wegen günstigem Preis/Leistungs-Verhältniss.
Ein Mitarbeiter einer israelischen Firma sandte 1997 unaufgefordert und kostenlos per email
eine komplett gestaltete Website.
1994: interessanter Service von CompuServe: SWREG (Software Registration). Nur für CS
Mitglieder -> CS unterhält bereits eine Geschäftsbeziehung -> Identifikation und
Abrechnung erleichtert. -> 15% Provision.
Sonst Bestellungen via email; explizit keine Bestellungen per Kreditkarten akzeptiert ->
Angaben per Telefon oder FAX übermitteln.
Paar wenige Beziehungen zu Wiederverkäufern -> schlechte Erfahrungen, mit den wenigsten
hat man je telefoniert.
 monatliche Abrechnung und email mit Kundendaten -> werden automatisch
Kundendatenbank eingegeben, Registrierschlüssel erzeugt, an Wiederverkäufer
geschickt, der leitet es dann weiter.
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Da die Bestelldaten immer im gleichen Schema an C. Ghisler & Co. Geschickt werden,
können diese in eine Datei geschrieben werden und anschliessend direkt per Mausklick in die
Kunden-DB übernommen werden.
Adressen werden vor dem Versenden der SW nochmals überprüft.
Postversand: Diskette mit aktueller Version von Windows Commander, individueller
Registrierschlüssel (gewisser Schutz vor illegalen Kopien)
[email protected]: Unterstützung bei technischen Fragen. Wird nicht in Rechnung
gestellt. Kein Telefon-Support.
Für Neuigkeiten in Bezug auf WC -> in Mailingliste auf Website eintragen.
Für Kunden, die kein Inet haben -> update auf Diskette für bescheidenen Betrag
Adressen der Kunden werden nicht für Marketingaktionen verwendet.
Erfahrungen
Seit Ende 1997 starker Rückgang (gestiegener USD)
17,5% aller verkauften Lizenzen über CompuServe.
10% durch Wiederverkäufer, Umsatz allg. könnte höher liegen, denn viele Kunden bestellen
nur, wenn in ihrem Land ein Vertrete präsent ist -> mehr Wiederverkäufer braucht das
Land.
Probleme mit Bestellungen über CompuServe gibt es kaum.
Mit jetzigen Wiederverkäufern auch keine Probleme bei Bestellungen.
In Bezug auf Probleme werden Bestellungen per email gleich gewertet wie FAX oder Brief.
Gründe für das Wenige Auftreten von Problemen:
-Bei CS sind Mitglieder bekannt
-Hohe Zahlungsmoral
-gewisses Fachwissen zur Installation.
-kein Online-Bestellformular auf Website (verhindert, das zufällig Vorbeigesurfte rein aus
Zeitvertrieb irgendwas eintippen.... ts ts ts)
Es kommen aber vermehrt wünsche nach einer direkten Online-Bestellmöglichkeit via Inet.
Handlungsspielräume
Schlussfolgerungen, die allerdings verallgemeinert werden können:
-Alle untersuchten Firmen realisierten Online-Auftritt selbst; Eigener Server mit Standleitung
zum Provider, Knowhow für Erstellung und Wartung in der Firma vorhanden; Informatik
Unternehmen; Erstellung der Website ging ohne grosse Planung vonstatten.
„Man hat es einfach mal probiert“
-kaum eine Anpassung der Geschäftsprozesse; Inet analog zur Bestellung via FAX, Brief,
Telefon behandelt; Fehlerrate der eingehenden Bestellungen so hoch, dass eine manuelle
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Nachbearbeitung immer nahezu immer erforderlich war. –> keine
Kosteneinsparungspotentiale
-direkte „downloading“. Nur für SW-Hersteller selbst geeignet, nicht für Wiederverkäufer
(sind reine box movers). Für SW-Hersteller könnte downloading eine Killer-Applikation
darstellen, die den gesamten Zwischenhandel ausschalten könnte. Bei SW die sehr viel
Speicherplatz verbraucht, kommt das Problem der unzumutbar langen „download“-Zeit
(ähem ;-)
-Marketingbereich = bescheidenes Bild
Über reine Mund-zu-Mund-Propaganda nur eine geringe Resonanz erreicht -> aktiver
Bewerbug der Website notwendig!
 Führen von Mailinglisten
 Spezielle SW, die das Einkaufsverhalten oder die Interessen eines Besuchers erfasst,
werden nicht eingesetzt
-günstigere Preise für Online-Bestellung nur bei SLS AG (wegen Register Now¨)
Andere Firmen gewähren keinen Preisvorteil für Online-Besteller; Grund: Online-Bestellung
bringt der Firma keine Kostenvorteilen, die dem Kunden weitergegeben werden könnten.
-Aus Sicht des Kunden Vorteile der Online-Bestellung:
zu jeder Zeit informieren/aussuchen/bestellen. Bei Firmen mit direktem Downloading ->
Ware sofort verfügbar.
Persönlicher Kontakt geht allerdings weitgehend verloren.
Insgesamt ein nicht sehr günstiger Eindruck vom Softwarehandel über Internet; Situation in
Schweiz zumindest in in Europa als nicht besonders schlecht einstufen.
Hardwarehandel
Markt für ICT (Information and Communication Technology) in CH 1998 Volumen von 24,9
Mrd. CHF. Antiel Computer Hardware 19%; 50% davon Hardware für PC ~2 Mrd CHF.
Konventioneller Vertrieb läuft ein- oder zweistufig über den Handel, oder direkt. Stärkere
Konzentration auf wenige Marken. 5 Marktleader: Compaq, IBM, HP, Dell, Apple.
Anfangsbeispiel des E-Commerce: Dell. 20% des Umsatzes über das Inet.
Alle hier dargestellten U’s nutzen Market Space neben dem klassischen Vertiebsweg.
Dell Computer
1984 von Micheal Dell gegründet. 1998 Umsatz 19 Mrd USD.
Zwei spezielle Eigenschaften:
-direkter Vertriebsweg
-Built-to-Order
Vertreibt konsequent direkt an den Endkunden. 90% sind Geschäftskunden.
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Integration von Auftragsabwicklung, Fertigung, Logistik (virtual integration) -> extrem kurze
Lieferzeiten und tiefe Lagerbestände
Internetangebot seit 1994
Schwergewicht zuerst auf Information. Erste Version des Konfigurators (PC selbst
konfigurieren) Eigenentwicklung von Dell.
Website von Dell mit dem Intranet verbunden, wie auch mit dem internen
Kommunikationssystem und dem SAP-Bestellsystem.
Bestellung -> auf Vollständigkeit geprüft -> Einspeisung ins Bestellsystem.
Juli 1996 pro Woche 1 Mio. USD Umsatz. Zunahme über Internet ohne zusätzliche
Werbemassnahmen.
Ende 1998 Umsatz über Website 14 Mio. pro Tag. -> 25 % des Gesamtumsatzes über Inet.
Betrachtung aus der Sicht des Marketing
Zeitraum der zunehmenden Segmentierung der Zielgruppe von Dell mit dem vermehrten
Einsatz des Internets, fällt auf, dass diese zeitlich eng beieinander liegen.
Dell versucht diese Beziehung nicht etwa zu vermeiden, sondern lediglich den Kundennutzen
weiter zu erhöhen.
Für Grosskunden stehen personalisierte Website bereit.
Grosser Vorteil des Inet-Einsatzes:
-Möglichkeit der weltweiten Expansion ohne Investitionen in grosse Verkaufsorganisationen.
Wirtschaftlichkeit
Kosteneinsparung durch die Website
Zukünftige Entwicklung
Anzeichen für den Aufbau einer „virtual community“ (=Gemeinschaften, mit dem Ziel der
zwischenmenschlichen Gestaltung aufgebaut)
Delec AG
Systemintegrator Intel-basierter Systeme. Informatik Gesamtlösungen aus einer Hand.1987
Vertrieb der Marke Compaq. 1994 Niederlassung in den USA. 1998 Partnerfirma in der
Ostschweiz. 100 Mitarbeiter. Delec Engineering (Software für Ärzte und Zahnärzte)
Geschäftsbereiche:
-Hardware
-Software
-Netzwerke
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Ausschliesslich Produkte der Marktführer
Durch anhaltenden Preis- und Margendruck ist der Dienstleistungbereich wichtiger
geworden. 50% des erwirtschafteten Deckungsbeitrages.
System- und Servicepartner von Compaq.
Compaq kommuniziert mit seinen Partner per Lotus Notes. -> Infos über Produkte und
Preise werden elektronisch zur Verfügung gestellt.
Compaq unterstützt Verkauf von PC’s mit Pull-Werbung in Publikationen. Betreut in CH die
grössten Reseller selbst.
Compaq hat grösste Transparenz über Umsätze und Bestellungen der Partner, weil diese
über elektronische Netze bei Compaq bestellen.
Kunden von Delec sind zum Grossteil Geschäftskunden und öffentliche Verwaltungen.
Konkurrenten sind andere Compaq-Händler in der Region Bern.
Seit Mitte 1998 E-Commerce-Lösung
Website
Hat Teile des E-Commerce-Systems selbst aufgesetzt. Juli 1998 aufgeschaltet.
Kunden könne sich online über das Sortiment informieren. Möglich, direkt Bestellung zu
machen.
Aktualität und Geschwindigkeit mit der neue Daten verfügbar gemacht werden sind
Hauptvorteile des Systems.
Gesamtes Sortiment der Delec AG ist elektronisch verfügbar. Daten von Compaq werden
direkt übernommen –> geringerer Aufwand.
Zeitlicher Aufwand für den Unterhalt der Website: ½ Tag pro Woche für 1 Mitarbeiter.
Wird zwischen Neu- und Stammkunden unterschieden.
Standard Shopping Lösung
Lieferung durch Delec selbst
Keine Kreditkarten.
Bestellung löst email an die zuständigen Verkaufmitarbeiter aus, übernimmt dabei die Daten
manuell (ts ts ts....)
Weniger als 1% des Umsatzes über Inet weil Angebot noch wenig bekannt.
Umsatzzunahme über Inet zw. 10-15%
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Inserate in lokalen Tageszeitung. Kundengeschenke werden nur über Inet angeboten (uiiii!)
Preis als Marketing-Instrument wird nicht eingesetzt.
Seite für Stellenangebote
Schlüsse aus dem Erfolge der E-Commerce-Lösung:
Aktualität/Schnelle Reaktion
Aktive und konsequente Pflege des Angebots. Kundenanfragen schnell beantwortet. Klare
interne Zuordnung der Zuständigkeit
Kundenorientierung
Angebot verschafft dem Kunden einen Zusatznutzen -> Angebot an aktueller Information (I
will refrain from commenting on this one )
Bekanntheit
zusätzliche Kommunikationsmassnahmen
Benutzerführung
Qualität im Allgemeinen durch die steigende Erfahrung mit dem Medium laufend verbessert.
Gesamtbetrachtung
Anfangsstadium
Ursprung: Imageüberlegungen, Sammeln von ersten Erfahrungen.
Weitere Vorgehen hängt von der Akzeptanz des Kunde ab und vom Verhalten von Compaq.
Compaq wird versuchen, Online-Bestellmöglichkeit aufzubauen. Schränkt
Handlungsspielraum von Delec stark ein.
Sollte Compaq auf Direktvertrieb setzten, verärgert es die umsatzbringenden
Zwischenhändler und gefährdet seinen Umsatz. Compaq sitzt also in der Zwickmühle. ->
langsames und kontinuierliches Verlagern der Geschäfte vom indirekten zum direkten
Vertrieb.
TopD Computer Discount
1989 in Biel gegründet.
30 Mitarbeiter 1998 Umsatz von 30 Mio. CHF.
Discounter
Sortiment von 1000 Artikeln.
PC-System Avance
Server-Linie 2-3%
Portable-Linie
Alle built-to-order
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Zusätzlich noch add-ons und Komponenten verkauft. One-stop-shopping (kunde erhält bei
TopD alles, was er braucht, obwohl auf diesen Teilen max. Marge von 10% ist)
Grösster Teil des Deckungsbeitrages durch PC-Systeme, da die Marge dort 20% beträgt.
Als Zusatzleistung gegen Aufpreis Supportpaket.
Preiszentrierte Strategie + grosse Produktpalette und Verfügbarkeit der Produkte zur
Differenzierung.
60 % Umsatzes mit Endkunden. 40 % mit Schulen, Industriebetriebe und öff. Verwaltungen.
Weitere Unterscheidung bei priv. Kunden nach Wissensstand:
Mit oder ohne Beratung.
Werbebudget: 700'000 CHF: Inserate, Prospekte, Kundenmailings, Sponsoring Aktivitäten.
Lieferanten hauptsächlich in der Schweiz ansässige Distributoren und Hersteller.
Partnerfirmen, welche direkt im jeweiligen Markt domiziliert sind und den Einkauf effizient
abwickeln können.
Kommunikation über Telefon.
Ware von ca. 100 versch. Lieferanten.
Biel ist Zentrallager
PC’s werden in den einzelnen Filialen assembliert, auch Reps werden dezentral durchgeführt.
Filialen sind nicht vernetzt. -> Bestellisten müssen nochmals im Hauptsitz manuell
eingegeben werden (no comment)
Grösster Assembler der Schweiz.
Website
Wegen Imageaspekten 1996 beschlossen. Für aktuelle Veröffentliche der Preislisten.
Seit ende 1997 online. Direkte Bestellung über Inet möglich.
Auf einem SiteServer von MS beim Internetpartner (Aseantic).
Preise werden doppelt erfasst (Warenwirtschaftsystem/Website). Vorgesehen umzustellen,
damit single sourcing möglich ist.
Aktualität der Infos ist der wichtigste Punkt bei einer Website.
Bestellung via Inet -> von Verkäufer auf Fehler überprüft -> ins Warenwirtschaftsystem
eingegeben -> Kunde muss noch per FAX/email/schriftlich bestätigen (20% werden nie
bestätigt) -> Post, Kurier oder in einer Filiale abholen durch Kunden.
Bestellung über Inet noch nicht rentabel, weil:
-Bestellungen müssen manuell ins System eingegeben werden
-Bestätigung muss abgewartet werden.
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-Hohe Gebühren durch den Provider (Fixbetrag bis bestimmten transferierten Datenmenge,
dann Abrechnung pro MB ;-(((
In Zukunft soll durch ein Tracing Tool der Status des Produktes erfragt werden können (im
Moment noch nicht möglich... immer bei solchen Aussagen im Hinterkopf halten, dass dieses
Buch auch schon älter ist... gilt für gesamt Zusammenfassung –Anmerkung des Verfassers)
Kein Unterschied in der Zusammensetzung und dem Verhalten der Kunden feststellbar.
Marketingüberlegungen
Umsatzanstieg seit 1998 wegen Werbekampagne: Bannerwerbung, Inserate + „Today’s
action“
Diverse Statistiken zur Auswertung der Zugriffszahlen.
Wichtige Kennzahl: Verlauf der Anzahl Besuche -> praktisch parallel zur Umsatzkurve.
Höchste Zugriffzahlen zu Bürozeiten, obwohl die meisten Kunden Privatkunden sind ;-PPP
Man überlegt sich, die gesamten Werbemassnahmen auf eine Internetagentur auszulagern,.
Internetbestellung werden noch nicht rentabel abgewickelt.
Transtec Computer AG
1980 in Tübingen gegründet.
Systemhersteller und Computerdirektanbieter für individuell gefertigte Rechner und
Speichersysteme
Umsatz 1998 270,2 Mio DM
1998 an die Börse
Mit DEC-Hardware gestartet
In jedem Land betreuen Mitarbeiter des Verkaufs diverse Grosskunden per Telefon
(Telesales). Über Inet sowie per email qualifizierte Dienste am Kunden.
Werden in Zukunft mit einem zentralisiertem Call-Center arbeiten. Wenn CC nicht mehr
weiterhelfen kann, an Second-Level-Support weitervermitteln.
Für alle 8 Länder 2 Lager:
-Tübingen (für alle Länder ausser Schweiz)
-Bülach
Schweizer Tochterfirma profitiert vom Einkauf und vom Marketing, nicht aber vom zentr.
Lager, der Logistik und Buchhaltung, da CH kein Mitglied EU ist......
Hat sich vom reinen Handelsbetrieb zum Hersteller entwickelt –> kundenspezifische
Systeme
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Wichtigstes Instrument des Marketing: Produktkatalog: mehrere 1000 Einzelteile, Auflage
von über 200'000, 2 mal im Jahr gedruckt, mehrere Sprachen und Länderversionen.
Aktivitäten:
-Netzwerke
-Storage
-Systeme & Peripherie
Diverser Plattformen (OS)
1/3 des Umsatzes mit Grosskunden, jeweils ein Betreuer zuständig. Kunden in der Regel
professionelle Anwender, wenig Beratung, dafür Informationsaufbereitung.
Website
1995 von interner EDV-Abteilung Informationssystem für Mitarbeiter des Einkaufs, Verkaufs
und des Supports, sowie für Kunden und Lieferanten auf der Basis des Internet-Standards
(HTML) (löblich). Sämtliche Daten über Webbrowser abrufbar, sekundenaktuell und intuitiv
zu erreichen. Papier von Schreibtischen verschwunden (=Management Information System
MIS)
Extern viele Daten des System auch zugreifbar.
Produktkatalog incl. Preise immer aktuell.
Konfigurator, erlaubt Kunden am Bildschirm Systeme selbst zu konfigurieren. Testet
Sinnhaftigkeit der gewählten Konfiguration.
Aus dem Resultat des Konfigurators kann entweder ne Bestellung oder ne Offertenanfrage
erfolgen.
Kaufprozess: Standard-Shopping-Lösung.
Kunden beziehen eine grossen Teil der Beratung über den Bildschirm ->
Kosteneinsparungen.
Prozess der Auslieferung durchgängig transparent -> incl. Webcam die die
Verpackungsstrasse filmt.
Wartungsaufwand vertretbar, da Website intern, wie auch extern verwendet wird.
Organisation
Alle Gesellschaften sind in eine Finanz- und Dienstleistungsholding eingebunden. Alle
Aktivitäten, ausser Verkauf und Second Level Support sind zentralisiert.
Beziehungen zu Lieferanten: elektronische Verbindungen.
Knowhow inhouse aufgebaut.
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Als Value Added Reseller lebt transtec von ihren Kenntnissen der Produkte, hat allerdings
Margen, die 2-3 Mal so hoch sind wie die übrigen Distributoren.
Vertrieb mit UPS
Einkauf herkömmlich organisiert ( wenige Lieferanten, mit Einblick in ihre Lager) effiziente
Lagerbewirtschaftung.
Marketing
Werbung vor allem über Website und Katalog, zusätzliche Promotion
Eigenmarken um Vertrauen der Kunden zu gewinnen (Nur Markenkomponenten – OEM
Verträge)
Eine Person beschäftigt mit Anordnung der Produkte, Aufschalten von Aktionen und spez.
Sonderangeboten
Wettbewerbsaspekte
Direktvertriebsmodell
Kostenvorteil gegenüber Verkauf über physische Filialen
2 Produktkategorien:
-Kleinere Systeme (sehr gut über Tel und Website verkaufbar)
-Komplexe Systeme (über Aussendienst)
Umsatz über Inet 10%
Handlungsspielräume
Branche Vorreiter des E-Commerce.
Mengenwachstum von mehr als 10% pro Jahr.
Im direkten Vertrieb ist der Erfolg über das Internet nahezu erwiesen.
Handel nimmt Verkauf über Inet als Option auf. Um neben Direktvertrieb zu bestehen
müssen Dienstleistungen angeboten werden.
Absatzkanal Inet –> erhebliches Rationalisierungspotential.
Erschrecken, dass bei CH-U’s noch ein sichtbarer Zusatzaufwand betrieben wird für den
parallelen Betrieb von konventionellem und Inet Vertrieb.
Transtec stellt unter Beweis, dass sich interne Abläufe rationalisieren lassen.
Reisebranche
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Durch Kostendruck sind Strukturanpassungen unumgänglich.
Leistungsersteller werden von Tour Operators gebündelt.
Retailers handeln mit den gebündelten Leistungen.
Reiseunternehmen: Tour Operator und Retailer.
1997 Marktvolumen 443,3 Mrd. USD; Schweiz 7,9 Mrd. USD (Ausgaben von Incoming
Touristen -> 3.1% BIP)
3 Grosse Anbieter im Markt: Kuoni, Hotelplan, ITV
Die Branche im Inet
Trends:
-erhöhter Wettbewerb wegen Globalisierung
-Deregulierungsbemühungen
-Kunden anspruchsvoller (wollen direkt und persönlich angesprochen werden)
-erhöhung der Nachfrage
-Druck der Fluggesellschaften, die ihre Kommissionen kürzen
Reisebranche seit jeher „Early Adopters“
USA Mitte 1997 37% aller Reisebüros Angebote zur Online-Buchung; 1998 78%
Umsatzsteigerung von 300% von 96-97. Webumsatz 1%
Schweiz um Faktor 10 kleiner
Anbieter
Online Anbieter USA:
-Expedia (MS)
-Travelocity (SABRE)
-Preview Travel (AOL)
Haben alle grosse Partner im Rücken.
CH:
Die 3 grossen Konzerne bieten Produkte übers Inet an.
ITV und Hotelplan noch nicht ausgereift.
1998 140 Mitglieder des Schweizerischen Reisebüroverbandes eigene Website
Expedia
1996 als Teil des MSN lanciert. Schaffte es gegenüber Marktmacht von Travelocity innerhalb
von 18 Monaten gegen diese Übermacht anzukämpfen.
Produkte
Reise buchen aus folgenden Produkten zusammenstellen:
-Flug
-Hotelzimmer
-Mietwagen
Umfang der Produkte und Zusatzleistungen machen Expedia aus.
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Möglichkeit Reiseroute zusammenzustellen.
Auch die Detailbereich liegen in der Hand des Benutzers (Bsp. Platz im Flugzeug)
Magazin mit wöchentlichen Artikeln über Reisedestinationen; Tipps und Tricks; Archiv;
Empfehlungen; Reiseberichte; User könne eigene Reiseberichte ablegen; Foren; elektr.
Schwarzes Brett; Expedia Maps (Landkarten); völlige Verlinkung innerhalb der Virtual
Community (MSN)
Links zu 10'000 Website; 40'000 Hoteleinträge; Wechselkursumrechner; Wetterlage.
Man kann Tickets kaufen oder reservieren lassen; Kreditkarten (SSL)
Marketing
Übliche Werbeanstrengungen.
Stützt sich auf den Markennamen und das Knowhow von MS um Vertrauen zu schaffen.
Hat es nicht nötig, sich in eine Virtuelle Mall (Zusammenkunft verschiedener Geschäfte unter
einem Dach) einzubinden. -> Gründete eigene (Expedia Travel Network)
Differenzierungspotential: Zusatzleistungen -> dominantes Instrument in diesem Markt.
Travel-Link aus IE direkt auf Expedia Website.
Wirtschaftlichkeit
1998: Pro Woche Umsatz 8,5 Mio. USD. (Jahr: 250 Mio. USD)
Umsatzwachstum gegenüber 1997 150%
Noch kein Gewinn
Ausblick
Kooperation mit American Express
Angebot vor allem für Freizeitreisende
Kuoni Reisen AG
1906 in Schweiz gegründet
1997 Umsatz 4,2 Mrd. CHF; Gewinn 96,2 Mio. CHF
4800 Mitarbeiter
4 strategische Geschäftseinheiten (SGE):
-Schweiz
-International
-Grossbritannien
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-Incoming
Anteil Geschäftsreisende 1/5
Hauptmarken:
Kuoni, Helvetic Tours, CIS, Privat Safari, Railtour Suisse
Konkurrenten
Kuoni setzt sich Umsatzmässig mehr und mehr von den Verfolgern ab.
Kunden
sind für die Leistung und den guten Namen bereit, etwas mehr zu bezahlen -> keine
aggressive Preisstrategie -> Leistungsdifferenzierung.
Inet-Auftritt
Internet-Projekt
Ende 1995 online
Gewisse Angebote vorhanden, per email oder Tel buchbar
Ende 1998 DB-Anbindung für Online-Reservation und Online-Verfügbarkeitsabfrage
Internet Travel Shop als virtuelle Filiale mit 2 Sachbearbeiterinnen –> Profit Center
Vorraussetzungen für den bisherigen Erfolg:
-Bereitschaft des Managements, sich auf das neue Medium einzulassen und Geld zu
investieren
-Open Door Kultur (mit einer guten Idee Hierarchien umgehen...)
-früh enthusiastisch hinter dem Projekt
-Produkt ständig weiterentwickelt
Funktionalität der Website
Suchen und Buchen von Last-Minute-Reisen, Suchen und Buchen von Nur-Flug-Angeboten,
Katalogbestellung
Bestätigung und Bezahlung
Direkt im Browser eine Bestätigung
Bezahlung:
-Rechnung
-Kreditkarte (SSL)
-Secure Electronic Transaction (SET) Kreditkartenfirma gibt Kuoni einen Schlüssel zum
Kundenkonto muss allerdings vom Kunden initiiert werden.
Organisation
In der Abteilung Marketing Services / Advertising angesiedelt (Internetbereich)
Travelshop allerdings als Profit Center in Division Retail
Back-Office-Abläufe
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Daten erscheinen nach Abschicken des ausgefüllten Formulars im System beim Inet Travel
Shop
Von Sachbearbeiterin überprüft
System führt das Testen der Verfügbarkeit automatisch durch.
Buchungsapplikationen: Firma Online Travel
Aufbau, Struktur und Design: eFactory
Überlegungen aus der Sicht des Marketing
Direkter Absatzweg per Inet und Telefon -> Call Center in gleicher Organisatorischer Einheit
wie Inet
Internetkunden sind zusätzliche Kunden.
Angestammte Kuoni-Kunden wollen gute, solide Beratung
Alle Kanäle werden gleich behandelt
Zusatzleistungen
Man will dem Kunden am meisten bieten, z.B. mit einem Internet Travel Guide
Zielgruppe
In der gesamten Reisebranche herrscht eine klare Produktorientierung vor. Verträge müssen
derart lange im Voraus abgeschlossen werden, dass es ihnen gar nicht möglich ist, auf
Kundenwünsche einzugehen.
Über alle Kunden existieren nur spärliche Infos.
Werbung
Für konventionelle Produkte, gesamte Werbepalette.
Für Website nur Erwähnung der URL in den konventionellen Medien; Mailings
In versch. Shopping Malls vertreten (virtuell)
Suchmaschinenmarketing (meta tags)
Kein Länderübergreifendes Internetmarketing
Gewisse Umstände zum Anlass, Werbung zu machen (Bsp. Redesign der Site)
Emails and alle bisherigen Kunden um auf Aktionen aufmerksam zu machen. Aber nicht auf
die jeweilige Person zugeschnitten. Nötigen Infos fehlen.
Sortiment
nur Last-Minute und Sonderaktionen, sowie Nur-Flug-Tickets, Graumarkttickets -> wenig
Beratung nötig
Preis
derselbe wie derjenige der Übrigen, sonst Kannibalisierung
Wirtschaftlichkeit
Marktleader vom Leistungsumfang und vom Umsatz her im WWW, mehr Umsatz als die
kleinste Filiale wird erzielt
Business Plan
Website ist ein weiteres Instrument zur Kommunikation der Angebote
Teil der Kosten werden durch das Marketingbudget gedeckt
Rentabilitätsziel übertroffen
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Zusammenfassung und Ausblick
Volles Angebot auf Inet kein Thema -> fehlt die Beratung und die Individualisierung ->
Technik steht noch nicht zur Verfügung
Kann durch Back-Office-Organisation gar nicht verarbeitet werden.
Travelchannel AG
Mittleres Reisebüro, eng mit Tour Operator OLIMAR verbunden, typischer Last-MinuteAnbieter.
Last-Minuter: buchen zwischen 1Stunde und 1 Monat vor dem Abflug
Stellt selbst Reisepakete zusammen
Bearbeitet alle Teilmärkte
Kunden
Keine Geschäftskunden. In Bezug auf Verlässlichkeit gibt es keine Unterschiede zwischen
konventionellen und virtuellen Kunden.
Konkurrenten
Angebot auf Teletext vom Schweizer Fernsehen. Somit alle die via Teletext Angebote
platzieren.
Website
Internet-Projekt
Im Last-Minute-Geschäft könne gar keine Prospekt gedruckt werden.
Teletext keine Bilder und keine Layoutfinessen. Internet vereinigt beide Vorteile (schnell, viel
Infos)
Plausch am Ausprobieren
Funktionalität der Website
Teil der Angebote, Pakete oder auch Nur-Flug-Angebote zu buchen; email wird generiert, die
an Travelchannel geht. Verfügbarkeit wird von Hand geprüft im eigenen Reservationssystem.
Keine Schnittstelle zum weltweiten Reservationssystem SABRE.
Für Kunden sieht es so aus, als ob eine Schnittstelle implementiert ist.
Internetbuchungen von der Geschwindigkeit her werden prioritär behandelt.
Bestätigung und Bezahlung
Reservation für ein Angebot aus SABRE –> telefonische Rücksprache
Email Bestätigung
Bucht erst definitiv, wenn Geld da ist, resp. Kreditkartennummer bekannt ist.
Rechnung auch möglich.
Organisation
Besonders interessante Angebote finden ihren Weg auf die Website.
Ziel, dass diese Angebote keine Beratung mehr nach sich ziehen. –> macht Auftrag billiger,
daher interessanter.
Inet-Auftritt als zusätzlicher Vertriebskanal
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Hauptgrund dafür, dass keine Schnittstelle implementiert: Kosten
Marketing
Sortiment ist leicht anders. Online hat der Kunde selbst die Möglichkeit, im gesamten
SABRE-Katalog nachzuschauen. Nicht alle „packages“ sind angezeigt.
Als finanzieller Anreiz lässt man die Bearbeitungsgebühr weg.
Werbeanstrengungen werden nur beschränkt unternommen. Teletext ist für den
Travelchannel die wichtigste und effizienteste Präsentationsplattform.
Wirtschaftlichkeit
Kann keine Einbussen im konventionellen Geschäft erkennen. Inet-Kunden sind zusätzliche
Kunden
5% Umsatz über Inet
Zusammenfassung und Ausblick
Buchungssystem will man früher oder später mit einer Schnittstelle and das Web hängen.
Das gesamte Angebot soll online verfügbar sein -> nächste grössere Projekt.
Charterbörse Schweiz
Blue Moon Travel angegliedert (08/15 Reisebüro)
Charterbörse stellt sämtliche Charterangebote zur Verfügung:
-Nur-Flug-Geschäft
-Last-Minute-Börse
2 Personen (2 Chixx) für Blue Moon und Charterbörse
halten DB mit Charterangeboten aktuell
pro Monat durchschn. Umatz von 140'000 CHF
Kunden
Möglichst alle Flüge zum billigsten Preis auf Inet abbilden -> Kunden, die nur Flüge zum
tiefstmöglichen Preis buchen wollen,
auf jüngere Menschen zugeschnitten
deutschsprachiger Raum
Konkurrenten
Einziges U, das sämtliche Charterflüge auf dem Inet abbildet.
Von denjenigen Reisebüros konkurriert, die auf konventionelle Weise Charterflüge verkaufen
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Website
Das Internet-Projekt
Um Lizenzverträge mit den Veranstaltern haben zu können, wurde zunächst ein
konventionelles Reisebüro gegründet.
Ziel, DB für internen und externen Gebrauch zu haben, um rasch auf Flugdaten zugreifen zu
können.
Charterbörse = zusätzlicher Umsatz
Funktionalität der Website
Suchen und Buchen
Angebote:
-Aktionen
-Preisübersichten
-Nützliche Infos zum Angebot
Reservation sieht so aus, als ob sie online geschieht... email wird aber generiert, die von
Hand verarbeitet wird.
Bezahlung über normale Rechnung.
Organisation
Neuerungen im Charterbereich und im Last-Minute-Angebot jeweils dann aufs Netz, wenn
die aktuellen Daten der Anbieter im Reisebüro eintreffen.
Datenerfassung ist der grösste Aufwand
Im Chartergeschäft ist Geschwindigkeit ein entscheidender Faktor. Durch DB könne
Mitarbeiterinnen auch am Telefon besser und schneller Auskunft geben.
Will jemand auch Hotels oder ähnliche Leistungen beziehen, so wird er an Blue Moon Travel
weitergeleitet.
Überlegungen aus Sicht des Marketing
Preise gleich hoch, ob man über Inet oder telefonisch bucht.
Anfänglich PR: Pressemitteilungen an relevante Magazine und Zeitungen.
Mehrere Inserate in Zeitungen, Kleininserate. Teletext.
Wirtschaftlichkeit
Im ersten Jahr „draufgelegt“
Sept. 1998 82'000 Hits
Zusammenfassung und Ausblick
Wird vorerst so belassen.
Handlungsspielräume
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In Diskussion um Zukunft der Reisebüros wird gemeinhin erwähnt, dass genau diese die
Verlierer der Tourismusbranche sein werden, da ihre Leistung durch die neue Technik und
Medien ersetzt wird.
Sicher ist aber, dass in Zukunft ein Teil des Reisegeschäfts in Zukunft über den Kanal Inet
abgewickelt werden wird.
Strategien:
Differenzierungsstrategie
Ein Anbieter kann mit einer Website den Kunden Nutzen stiften, den ein konventioneller
Anbieter nicht bieten kann:
-Infos
-Bequeme Buchung
 Konkurrenzstrategie
Kunde erhält auf sein Profil und Bedürfnisse zugeschnittene Vorschläge -> Customizing
(Budget-hotels.com von Railtour Suisse)
Tiefpreisstrategie
Sehr leistungsfähiges System wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Anzahl Transaktionen spielt eine wirtschaftliche Rolle, weil die Kosten für den Aufbau und
den Unterhalt gross sind.
Besetzen einer Nische
Grosse Reisekonzerne werden sich kaum auf sämtliche Teilmärkte und Segmente ausrichten
können, um nicht in einen Strategiewiderspruch zu fallen.
Nischen sind also immer Segmente, die von kleineren Agenturen besetzt werden können.
Im konventionellen ist der Markt für eine Nische in der näheren geografischen Umgebung
nicht gross genug... Im Inet kann man aber mindestens von einem gesamten Sprachraum
als Marktpotential ausgehen.
Spezifisches Angebot. Allein die Tatsache, dass ein derartiges Angebot überhaupt verfügbar
ist, trägt schon zur Kundenzufriedenheit bei
Kooperation
Klar positionierte Reisebüros arbeiten mit anderen zusammen, um ein breiteres Angebot zur
Verfügung stellen zu können.
Gemeinsame Website
 Einschränkungen einer Nischenstrategie abfedern zu können -> virtuelle Shopping
Mall
Aggregationsstrategie
Möglichkeit, Informationen neu und auf irgendeine Weise anders zusammenzustellen und
aufzubereiten. Kompetenter Partner gegenüber den Kunden und den Tour Operators.
Übernimmt bestehende Infos der Leistungsbündler, fügt eigene und neue Infos hinzu und
bereitet diese so auf, dass sie einem potentiellen Kunden einen Mehrwert darstellt.
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