Einführung in die Trennmethoden (1. Seminar)

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Vom Molekül zur Zelle
Block 3 Seminar / Praktikum
Ao. Univ. Prof. Dr. Georg Weitzer
Georg Weitzer, Ernst Müllner, Erwin Ivessa
Department für Medizinische Biochemie
Max F. Perutz Laboratories (MFPL)
Medizinische Universität Wien, Jan 2017
Informationen zur Lehrveranstaltung:
https://studyguide.meduniwien.ac.at/curriculum/n202-2013/?state=0-53836-3031/organisatorische-informationen
Praktikumsskriptum:
Ergänzung der theoretischen Grundlagen und biochemisches Praktikum
im Block 3 - vom Molekül zur Zelle (Facultas Verlag, Hans Goldenberg (Hg.)
Literatur dazu:
Zellbiologie, Bruce Alberts, Wiley - Verlag Chemie
ergänzend z.B.
Chemie erleben
(Abschnitt „Analytische Chemie“), Facultas - UniversitätsTaschenbuch Verlag, Edgar Wawra,
Helmut Dolznig, Ernst Müllner
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2017
1
Biochemisches Praktikum / Seminar
Das BIOCHEMIE PRAKTIKUM / SEMINAR besteht aus einem Seminaranteil
und dem eigentlichen Praktikum. Lerngrundlage ist das Praktikumsskriptum.
2 Praktika zu je 4 akad. Stunden, 3 Seminare zu je 2 akad. Stunden
Benötigte Materialien:
1. Arbeitsheft für Seminare und Praktikums-Protokolle, Anwesenheitsblatt
eingelebt. Der Besuch der Veranstaltungen wird darin durch den jeweiligen Gruppenleiter
bestätigt.
2.
Arbeitsmantel
Biochemisches Praktikum / Seminar
SEMINAR 1: Notwendige Voraussetzungen, Allgemeines Verhalten im Labor.
Verfassen des Protokolls.
Besprechung des Inhalts des ersten Praktikumstags.
Hinwies auf Fehlerquellen, zufällige und systematische Fehler und Streuung;
Vergabe der Referat Themen.
PRAKTIKUM 1: Dünnschichtchromatographie von Aminosäuren;
Elektrophoretische Trennung von Serumproteinen;
Gelfiltration: Trennung von Molekülen unterschiedlicher Größe.
2
Biochemisches Praktikum / Seminar
SEMINAR 2:
Besprechung der Ergebnisse und Fehlerquellen des 1. Praktikums;
Inhalt des zweiten Praktikumstags + Wiederholung theoretischer Grundlagen aus
der Vorlesung.
Gr. 30 Fr. 20.1. 14:30 pünktlich!
PRAKTIKUM 2:
Bestimmung der Michaelis-Menten-Konstante (KM-Wert) der Lactatdehydrogenase
(LDH) für Pyruvat, Ermittlung der Sättigungskonzentration und der maximalen
Umsatzgeschwindigkeit, Statistische Auswertung der Ergebnisse der Gruppe.
SEMINAR 3:
Auswertung des 2. Praktikums; Präsentation der Kurzreferate über
das Seminar/ Praktikum durch die Studierenden.
Gr. 30 Do. 26.1. 14:30 pünktlich!
Biochemisches Praktikum / Seminar
Ort der Lehrveranstaltungen:
PRAKTIKUM 1:
Institut für Medizinische Chemie, Währingerstr. 10, Saal 3,
Eingang auf Seite Türkenstraße, Parterre.
PRAKTIKUM 2:
Institut für Medizinische Chemie, Währingerstr. 10, Saal 1,
Haupteingang, 1. Stock.
Art der Leistungsüberprüfung: LV mit “permanenten Prüfungscharakter” =
= Anwesenheitspflicht + Mitarbeit + Kurzreferat
Anwesenheitsblatt: https://studyguide.meduniwien.ac.at/curriculum/n2022011/?state=0-10538-293_2/block-3-vom-molekuel-zur-zelle
3
PRAKTIKUM 1: Trennmethoden
• Dünnschichtchromatographie
• Ionenaustauschchromatographie
• Reversed Phase Chomatography
(apolare stationäre Phase, polares Elutionsmittel = mobile Phase)
• Gaschromatographie
• Gelfiltration (Größenausschluss Chromatographie)
• Elektrophorese
• Affinitätschromatographie
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
Allen Methoden ist gemeinsam, dass die Moleküle
durch den unterschiedlich langen Aufenthalt in zwei
nicht mischbaren Phasen getrennt werden.
Phasen sind Lösungsmittel, Oberflächen, Antikörper, … .)
4
Nernstscher Verteilungssatz
Beschreibt die Verteilung eines Stoffes zwischen zwei miteinander
nicht mischbaren Phasen (z.B. gasförmig / flüssig oder flüssig / fest
oder flüssig / flüssig).
Verteilungskoeffizient c =
[Br2] Wasser
[Br2]
Chloroform
Chemie erleben Wawra et al.
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2017
Affinitätschromatographie:
z.B. Reinigung eines Enzyms aus
einer komplexen Mischung von
Proteinen
5
Praktikumsbeispiel 1
Trennung von Aminosäuren mittels Dünnschichtchromatographie
(Trennung nach ihrer Polarität)
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2017
Auftragen der Proben
Zellulose auf Alufolie,
polare, stationäre Phase
Glasröhrchen
Standard = Referenzwert
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
6
Auftragen der Proben
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
DünschichtChromatographiefolie in Glastrog
mit Laufmittel
stellen
Wanderungsrichtung
der Proben
Laufmittel,
apolar,
mobile Phase
35% Azeton / 35%
n-Butanol in Acetatpuffer
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
7
Dünnschichtchromatographie Trog
Chemie erleben
Wawra et al.
gelber Farbstoff
= Isatin
Dünschichtchromatogramm
nach der Färbung / Trocknung
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
8
nach circa
2 Stunden:
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
Markieren der
Front
Start
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
9
Front
Wanderungsstrecke der
mobilen
Phase W(mp)
Wanderungsstrecke
der Aminosäure
W(as)
Start
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2017
Nernstscher Verteilungssatz
Beschreibt die Verteilung eines Stoffes zwischen zwei miteinander
nicht mischbaren Phasen (z.B. gasförmig / flüssig oder flüssig / fest
oder flüssig / flüssig).
Verteilungskoeffizient c =
[Br2] Wasser
[Br2]
Chloroform
Chemie erleben Wawra et al.
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2017
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Auswertung
Wanderstrecke(as)
= Rf(as)
Wanderstrecke (m)
Rf = Retentionsfaktor
Chemie erleben, Wawra et al.
Nernstscher Verteilungssatz
Verteilungskoeffizient c =
[Aminosäure] stationäre Phase
[Aminosäure] mobile Phase
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2013
Praktikumsbeispiel 2
Gelfiltration
Trennung der Moleküle nach ihrer Größe
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
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Gelfiltration
Probe, z.B. Protein / Salz Gemisch
Stationäre Phase
Poren und Kapillaren
Glasfritte
kleine Moleküle können
hinein, haben dadurch
einen längeren Weg
zurückzulegen als die großen,
(die außen herum schwimmen)
und kommen daher später
aus der Säule heraus.
Mobile Phase
große
kleine Moleküle
Fraktionen
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2017
Trennung eines Dextranblau / Methylrot
Gemisches mittels Gelfiltration
•
Sephadex G25 Säulenmaterial in Elutionspuffer äquilibriert.
•
0.5 ml der Probe (Dextranblau und Methylrot) direkt auf die gerade
trockengelaufene Glasfritte auftragen.
•
Wenn vollkommen ins Säulenmaterial eingedrungen, mit ca. 5 ml
Elutionspuffer nachspülen, 3 mal wiederholen.
•
Austretender Elutionspuffer wird in Fraktionen zu je 20 Tropfen (= ca. 1 ml)
gesammelt.
•
Um Methylrot sichtbar zu machen, Fraktionen mit je 1 Tropfen HCl ansäuern.
Dextranblau ist blau gefärbt.
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2017
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Gelfiltrations - Chromatographie Säule
Chemie erleben, Wawra et al.
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
Reagenzien für
die Gelfiltration
Elutionspuffer in
Dispenserflasche
Dextransblau / Methylrot
Farbstoffmischung
Salzsäure (HCl) zum
Ansäuern und Entwickeln
der Rotfärbung von
Methylrot
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
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Gelfiltration
Sammeln der Fraktionen
Chemie erleben, Wawra et al.
Fraktionen nach der Gelfiltration
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
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Farbintensität
Schema der Trennung eines Dextranblau /
Methylrot Gemisches mittels Gelfiltration
Fraktionen
Dextranblau:
Methylrot:
großes Molekül, eluiert zuerst
kleines Molekül, kommt später aus der Säule heraus
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2013
Praktikumsbeispiel 3
Elektrophorese
Trennung von geladenen Molekülen im elektrischen Feld
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2017
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Trennung und quantitative Analyse
der Serumproteine
Voraussetzungen:
• Serumproteine müssen positiv oder negativ
geladen sein.
• richtige Wahl des Puffers !
• Trägermaterial (analog zur stationären Phase)
• Gleichstromquelle
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
Arbeitsplatz Elektrophorese
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
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Elektrophorese Apparatur
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
pipettieren kleiner Volumina
mit automatische Pipetten
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
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Elektrophorese - Probenvorbereitung
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
Tröge mit Pufferlösung
+
Cellogel, Trägermaterial
Anode
Kathode
Platin
Elektroden
Gleichstromquelle
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
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Welchen pH-Wert muss die Pufferlösung haben,
wenn alle Proteine zur Anode wandern sollen?
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2017
Welchen pH-Wert muss die Pufferlösung haben,
wenn alle Proteine zur Anode wandern sollen?
Der isoelektrische Punkt pI der
Serumproteine ist ~ 5.
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
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Welchen pH-Wert muss die Pufferlösung haben,
wenn alle Proteine zur Anode wandern sollen?
Der isoelektrische Punkt pI der
Serumproteine ist ~ 5.
Chemie erleben, Wawra et al.
Daher muss der pH des Puffer >
5 sein (in der Praxis bei etwa
pH = 9), damit ALLE Proteine
negativ geladen werden ...
... ansonsten würden der Anteil an positiv
geladenen Proteinen zur Kathode wandern
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
+
Anode
01/2017
negativ geladene Proteine
(Anionen) wandern zur positiv
geladenen Anode
Wanderungsrichtung
Proben
Kathode
250V
30 min
Gleichstromquelle
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
Standard
Serum
01/2007
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Zwischenfrage:
• Warum gibt es im Blut mehr Kationen, wie
Na+, K+, Ca++, Mg++ als Anionen, wie Cl-,
HCO3- ?
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
Zwischenfrage:
• Warum gibt es im Blut mehr Kationen, wie
Na+, K+, Ca++, Mg++ als Anionen, wie Cl-,
HCO3- ?
• Weil die Anionenlücke durch die
negative Ladung der Proteine bei pH 7.4
ausgeglichen wird.
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MFPL
01/2007
21
Gleichstromquelle: 250 V
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
Nach der Elektrophorese
• Färben der Proteine
• Trägermaterial durchsichtig machen
• Photometrische (densitometrische)
Auswertung
• Messen der Farbstoffdichte entlang des
Trägermaterials
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
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aufgetrennte Serumproteine
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
Das Prinzip der
Auswertung ...
Detektor
Fläche ist proportional
der Farbmenge,
also auch der Proteinmenge
Probe wird am Detektor vorbeigezogen
Lichtquelle
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
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... beruht auf dem Lambert-Beerschen Gesetz
E=
x
cxd
E = Extinktion
c = Konzentration
E = log (1/T)
= log (I0/I)
 = spez. Molarer Extinktionskeoff.
d = Schichtdicke
I
I0
Photozelle
Lichtquelle Prisma
Detektor
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
Küvette
d = 1 cm
01/2007
verwendetes Densitometer (ein Typ von Photometer)
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
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Ausdruck der Ergebnisse
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
Elektrophorese von Serumproteinen
Chemie erleben
Wawra et al.
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
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aus: “Ergänzung
der theoretischen
Grundlagen”,
H. Goldenberg, (Hg.)
diagnostische
Aussagemöglichkeiten
(Beispiele)
für eine ausführlichere Darstellung
siehe z.B. www.med4you.at/
laborbefunde/
lbef_ephorese_
eiweiss.htm
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2017
Meßwerte
Systematische Fehler
Georg Weitzer,MUW
Zufällige große Fehler
01/2017
Quelle: https://www.gesundheit.gv.at/labor/laborbefund/qualitaetssicherung
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Meßwerte
Systematische Fehler
Zufällige große Fehler
Varianz
Mittelwert
Georg Weitzer,MUW
01/2017
Standartabweichung
Quelle: https://www.gesundheit.gv.at/labor/laborbefund/qualitaetssicherung
Meßwerte
Methode des kleinsten Fehlerquadrates
Varianz
Mittelwert
Georg Weitzer,MUW
01/2017
Standartabweichung
Quelle: https://www.gesundheit.gv.at/labor/laborbefund/qualitaetssicherung
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Verteilung der Messdaten
> 95% der Daten
Hohe Spezifität aber geringe Sensitivität
Hohe Sensitivität aber geringe Spezifität
Georg Weitzer,MUW
Quellen:http://edoc.hu-berlin.de/dissertationen/zaspel-uta-2003-09-26/HTML/chapter2.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Standardabweichung_%28Wahrscheinlichkeitstheorie%29
01/2017
Protokoll zur Bewertung der Ergebnisse
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2007
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Vortrag im Rahmen des Biochemischen Seminars/Praktikum am 3. Seminartag:
Freier Vortrag, Dauer: 5 Minuten, Karteikarten erlaubt.
Georg Weitzer, Ernst Müllner, MUW
01/2017
Vortragsthemen
1.
Beschreiben sie die prinzipielle chemische Struktur von Aminosäuren. Was sind proteinogene und nicht‐
proteinogene Aminosäuren? Was sind essentielle Aminosäuren? Geben sie an, wie man proteinogene
Aminosäuren weiter unterteilen kann. Wie werden die unterschiedlichen Eigenschaften bewirkt?
(Erklären Sie die Begriffe´hydrophob/hydrophil, negativ/positiv, sauer/basisch, polar/apolar)
2.
Was ist das Trennprinzip der Dünnschichtchromatographie (DC)? Wie kann man mit dieser Methode
proteinogene Aminosäuren trennen? Was versteht man dabei unter dem Rf‐Wert? Wandern polare oder
apolare Aminosäuren schneller auf einer DC – warum?
3.
Wie genau funktioniert die Gelchromatographie? Nach welchen Prinzipien erfolgt die Trennung von Stoffen?
In welcher Reihenfolge erwarten wir das Erscheinen im Eluat, wenn wir eine Mischung dreier
unterschiedlich großer Substanzen (MR=100, MR= 200, MR=1000) aufzutrennen versuchen? Was könnte
man tun, wenn in einem Auffangröhrchen trotzdem zwei Substanzen (z.B. MR=100 und MR=200) zu
finden sind?
29
4.
Welches humane Ausgangsmaterial wird bei der Elektrophorese im Praktikum untersucht? In welche
Fraktionen wird dieses Gemisch aufgetrennt? Nennen Sie Beispiele aus jeder Fraktion sowie deren
Funktionen und überlegen Sie, in welchen Organen die meisten dieser Moleküle produziert werden.
Welches Protein hat den größten Anteil im Serum und woher kommt es, und überlegen Sie, ob dieses im
Krankheitsfall auch über andere Organe „verloren“ gehen kann. Beschreiben sie, wie ein Normalbefund
aussieht. Welche Erkrankungen führen zu signifikanten Veränderungen des Normalbefundes, und
wo liegen diese Veränderungen?
5.
Nach welchem Prinzip kann man die Serumproteine mittels Gelelektrophorese trennen?
Wieso können Proteine überhaupt geladen sein? Was ist der isoelektrische Punkt eines
Proteins? Welchen Einfluss hat der pH‐Wert auf die Ladung des Proteins? Gibt es einen pHWert,
bei dem Proteine generell negativ oder positiv geladen sind? Warum finden sich im
Serum weniger Anionen als Kationen (Anionenlücke)?
6.
Wie erfolgt die quantitative Auswertung eines Elektropherogramms und auf welchen
Annahmen beruht sie? Wie kommt es zur Färbung der Serumproteine und wie zur
quantitativen Analyse der aufgetrennten Gruppen? Vergleichen Sie Photometrie und
Densitometrie und erklären Sie die Bedeutung des Lambert‐Beer’schen Gesetzes!
9.
7.
Welche Art von Molekülen sind Enzyme und was ist ihre prinzipielle Funktion/Aufgabe?
Was sind Isoenzyme und welche Bedeutung haben die Isoenzyme der LDH? Was sind Co‐
Enzyme? Was sind einfache und was sind regulatorische (allosterische) Enzyme? Welche
Faktoren beeinflussen Struktur und/oder Funktion von Enzymen?
8.
Beschreiben Sie, wie Sie vorgehen, um die Enzymaktivität (Enzymmenge) einer LDH Präparation
zu bestimmen? Welche Reaktion katalysiert die Lactat‐Dehydrogenase (LDH)
und welche Rolle spielt dabei NADH?
9.
Was ist die Michaelis‐Konstante (KM) und was können wir daraus ableiten? Was sind die
Gemeinsamkeiten und Unterschiede der nicht‐linearen und der linearisierten Darstellung?
Welche Bedeutungen hat der KM‐Wert? Was ist vmax? Beschreiben Sie, wie Sie vorgehen, um
den KM‐Wert der LDH zu bestimmen.
10.
Welche unterschiedlichen Arten der Enzymhemmung gibt es? Wie würden die Darstellungen
(nicht‐linear und linearisiert) aussehen, wenn ein kompetitiver Hemmstoff zugesetzt würde?
Beschreiben Sie die Auswirkungen von Enzymhemmungen – auch im Hinblick aufMedikamente
(z.B. was bewirken Statine?)! Welche Auswirkungen sind von derunregelmäßigen Einnahme von
Medikamenten, die als Enzym‐Inhibitoren wirken, zu erwarten?
30
11.
Was versteht man unter einem groben, einem zufälligen und einem systematischen
Fehler? Welche statistischen Kenngrößen für zufällige Fehler werden häufig verwendet
und wie sind diese definiert? Was versteht man bei der Labor‐Diagnostik unter
Qualitätskontrolle – welche Formen werden in Österreich angewandt?
12.
Welche Anforderungen werden an einen diagnostischen Test gestellt und was versteht
man dabei unter Sensitivität und was unter Spezifität? Was bedeuten die Begriffe falsch
positiv und falsch negativ? Erklären Sie, warum eine Erhöhung der Sensitivität immer
zu Lasten der Spezifität geht und umgekehrt!
Anwesenheitsblatt: https://studyguide.meduniwien.ac.at/curriculum/n2022011/?state=0-10538-293_2/block-3-vom-molekuel-zur-zelle
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