Landschaften aus Klang und Krach - von Hanno

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DEUTSCHLANDFUNK -Köln
im DeutschlandRadio
Redaktion Hintergrund Kultur / Hörspiel Ulrike Bajohr
Musik Frank Kämpfer
Tel. (0221) 345 1503
Dossier
Landschaften aus Klang und Krach
Klimawandel und akustische Umweltverschmutzung
Von Hanno Ehrler
Sprecher
Regie
URHEBERRECHTLICHER HINWEIS
Dieses Manuskript ist urheberrechtlich geschützt und darf vom Empfänger ausschließlich zu rein
privaten Zwecken genutzt werden. Jede Vervielfältigung, Verbreitung oder sonstige Nutzung, die
über den in §§ 45 bis 63 Urheberrechtsgesetz geregelten Umfang hinausgeht, ist unzulässig.
 DeutschlandRadio
Sendung: Freitag, d. 21. September 2007, 19.15 - 20.00 Uhr
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MUSIK 01
Pierre Henry: La Ville. Die Stadt, Rumeurs / Trafic
Elektronische Musik
WERGO 6301-2, LC 0846
3:20
Zitat
Sprecher 3 Es war zuerst behauptet worden, dass die Verstopfung der Wasserzufuhr
des Flusses in spätestens hundert Jahren der Fall sein werde. Genauere Messungen
haben dann eine optimistischere Prognose ermöglicht. Angeblich wird es doch noch
mindestens 275 Jahre dauern, ehe diese Verschlammung des Stausees gefährlich werden kann. Dann allerdings muss das Imperial Valley mit einer kritischen Verringerung
der Wassermenge rechnen, die seinen Aufstieg vom Wüstensand zur Gartenoase erst
möglich machte. „Aber wer will denn so weit denken?“ meinte ein Regierungsbeamter,
mit dem ich über diese Fragen debattierte. „Lasst künftige Generationen dafür Lösungen
finde.“ „Sie meinen also: Nach uns die Sintflut?“ warf ich ein. „Oder die Dürre“, sagte er
lachend. – Robert Jungk 1952 im Buch „Die Zukunft hat schon begonnen“
Zitat
Sprecher 3 Alle fünf in unserer Untersuchung behandelten Grunderscheinungen - Bevölkerung, Nahrungsmittelproduktion, Industrialisierung, Umweltverschmutzung und
Ausbeutung der Rohstoffe – nehmen ständig zu. Die jährliche Zunahme erfolgt nach einem Muster, das die Mathematiker als exponentielles Wachstum bezeichnen. Der Verlauf fast aller menschlichen Aktivitäten von der Nutzung von Kunstdünger bis zur Ausbreitung von Städten über das Land kann mit exponentiellen Wachstumskurven beschrieben werden. – Dennis Meadows 1972 im Buch „Die Grenzen des Wachstums, Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit“
Zitat
Sprecher 3 Die globale Lautstärke verändert sich ständig. Der moderne Mensch lebt
heute in einem akustischen Raum, der völlig anders ist als alle früheren. Durch diese
neuen Laute, die sich von jenen der Vergangenheit in Qualität und Intensität unterscheiden, sind eine Reihe von Forschern auf die Gefahren aufmerksam geworden, die eine
unkontrollierte und zunehmende Ausbreitung von immer mehr und immer stärkeren Lauten in jede Nische des menschlichen Lebens hinein mit sich bringt. Lärmüberflutung ist
heute ein weltweites Problem, und es scheint so, als habe die globale Lautsphäre in unserer Zeit den äußersten Punkt an Vulgarität erreicht. Viele Experten haben folglich eine
allgemeine Taubheit als letzte Konsequenz vorausgesagt, wenn wir das Problem nicht
schnell in den Griff bekommen. – Murray Schafer 1977 im Buch „Klang und Krach“
MUSIK 01 weiter
Sprecher 1
Landschaften aus Klang und Krach
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Klimawandel und akustische Umweltverschmutzung
von Hanno Ehrler
MUSIK 01 weiter und Ende
Sprecher 2 Von Landschaftsmalerei im eigentlichen Sinn kann man bis zum
Beginn der Neuzeit nicht sprechen. Darstellungen von Geländeformationen
dienten lediglich zur Lokalisierung der dargestellten Szenen oder als Bedeutungsträger, und sie blieben auf den Hintergrund des Bildes beschränkt. Erst
später, mit einem entweder idealisierten oder wissenschaftlich geprägten Verständnis für Landschaft taucht sie als Bildthema auf.
Auch der Begriff Landschaft ist relativ jung. Seine Wurzeln hat er im Althochdeutschen. Seit dem 12. Jahrhundert steht er zunächst für die ständische Versammlung eines Landes. Dann nimmt er seine heute übliche Bedeutung an, als
ein durch Grenzen definierter Teil der Erdoberfläche mit so genannten Geofaktoren, die ihm seine charakteristische Prägung verleihen und ihn vom umgebenden Raum abheben.
Heute ist „Landschaft“ ein alltägliches und sogar häufig gebrauchtes Wort. Eine
schöne oder interessante Landschaft verspricht Natur-Erleben und motiviert zu
Ausflügen und Urlaubsreisen. In diesem Sinn bildet Landschaft einen Gegenpol
zur Stadt; die scheinbar unberührte Natur steht dem Konglomerat von Hektik,
Schmutz und Lärm gegenüber. Andererseits kann die Stadt selbst als ein begrenzter und charakteristischer Raum angesehen werden; nicht von ungefähr
spricht man von Stadt-Landschaften oder vom Dschungel Großstadt und lässt
sich davon faszinieren. Schließlich hat sich die Wissenschaft des Landschaftsbegriffs bemächtigt. Die Landschaftsökologie zum Beispiel beschäftigt sich mit
der Organisation und der Interaktion von Organismen in einem begrenzten und
charakteristischen Gebiet. Zur Landschaftsökologie gehören die Disziplinen
Landschaftsschutz, Landschaftspflege und Landschaftsgestaltung.
Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts drang die Umweltproblematik ins Bewusstsein breiterer Bevölkerungsschichten. Die Umweltzerstörung konnte man an der Veränderung und Zerstörung von Natur und mit ihr
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von Landschaft beobachten. Das beeinflusste die Kunst, die neue Formen entwickelte, unter ihnen die Land-Art; der Verhüllungskünstler Christo ist einer ihrer
berühmtesten Vertreter. Land-Art nutzt die Landschaft zum einen als Ort für
Kunst und zum anderen als Objekt der künstlerischen Gestaltung oder Aktion. In
der Musik entstanden Kompositionen, deren Klangmaterial Aufnahmen von akustischen Umgebungen, von so genannten Klang-Landschaften sind.
In der Zeit des aufkeimenden Umweltbewusstseins Anfang der 70er Jahre begründete die Musikergruppe um den kanadischen Komponisten Murray Schafer
das „World Soundscape Project“. Schafer beobachtete eine zunehmende, mit
der physischen einhergehende akustische Umweltverschmutzung, vor allem in
der Stadt Vancouver, wo sich die akustische Umgebung, das „sonic environment“ oder auch die Klanglandschaft, mit dem wirtschaftlichen Wachstum und
der Umweltverschmutzung veränderte. Beim „World Soundscape Project“ ging
es darum, die Aufmerksamkeit auf die akustischen Phänomene der Umgebung
zu richten und auf die Veränderungen der Klanglandschaft durch die menschliche Zivilisation. Neben diesem klangforschenden Ansatz zielte das Projekt auch
auf eine künstlerische, das heißt kompositorische Nutzung seiner Erkenntnisse.
MUSIK 02
Michael Rüsenberg: La Défense, Lower case skatin´
Elektronische Musik
Michael Rüsenberg: la défense stage urbain, Real Ambient Köln Vol 04,
keine LC-Nummer
1:12
O-Ton Winkler 1
Ich lebe in einer sehr lebendigen Klanglandschaft, würde ich sagen, in einem Dorf außerhalb von Neuchatel, das liegt am Neuenburger See, zwischen uns und dem See
führt die Autobahn A 5 durch, das ist der Klanghorizont der Seeseite, dann die Straße,
die am Morgen außerordentlich belebt ist und für mich erkennbar der französische Fahrstil, ein rabiater sportlicher Fahrstil, ferner eine Kaserne, aus der mit militärische Geräuschen, daneben ein Geflügelhalter, in dessen kleinem Obstgarten Gänse, Hühner
schnattern und kreischen, oft am Morgen, was ich sehr angenehm finde, von Zeit zu Zeit
das Pfeifen einer Tram und dann und wann die Eisenbahn, die weiter oben am Hang
durchfährt von der Linie von Zürich nach Genf.
Sprecher 1 Klanglandschaft ist ein Forschungsschwerpunkt des Geographen Justin
Winkler; im Rahmen seiner Studien zu psychologischen und wahrnehmungstheoreti-
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schen Qualitäten akustischer Phänomene hat er ein Archiv mit Klanglandschaften der
Schweizer Alpentäler angelegt. So wie er sammeln Sounddesigner, Musiker und Komponisten Aufnahmen von bestimmten Gebieten und werten sie anschließend aus. Diese
klangforschende Tätigkeit richtet sich allerdings nicht nur auf die spezifisch akustischen
Phänomene. Der Audiodesigner Hans-Ulrich Werner betont eine Reihe anderer Aspekte, die die Klänge einer Landschaft transportieren.
O-Ton Hans-Ulrich Werner
Das Wort ist Neuwort aus Klang und Scape, Form, Gestalt, Landschaft, Raum zusammengefügt, das heißt Soundscape sind erlebte, wahrgenommene, gestaltete und zu
sich gebrachte Landschaften, das heißt mit den Klängen muss man sich einlassen, man
muss sie verstehen, interpretieren, auf sich beziehen, gewichten, richtig hören, nicht nur
übers Ohr richtig hören, sondern auch über die Wahrnehmungsmuster oder die Inhalte
oder die Assoziationen, für mich schimmert in dem Ausdruck sehr stark mit der ganze
Prozess, wo jemand bewusst etwas herstellt, es wandert durch den Raum, kommt zu
mir, ich fange damit irgendwas an,
Sprecher 1 1930 nahm der Filmemacher Walter Ruttmann verschiedene Geräusche
auf, schnitt sie und fügte sie in Form einer Collage zusammen. Er nannte das Stück
„Weekend“ und bezeichnete es als einen „Film für die Ohren“. Nach dem Zweiten Weltkrieg griff der französische Komponist Pierre Schaeffer diese Technik fürs Komponieren
auf. Es entstand die musique concrète, die als musikalisches Material nicht instrumental
erzeugte Töne verwendet, sondern Aufnahmen mit dem Mikrofon.
Bis heute arbeiten viele Komponisten mit diesem Verfahren. Einige von ihnen manipulieren und verändern die aufgenommenen Klänge, um neue Sounds zu entwickeln. Häufig
geht dabei die Charakteristik des Ausgangsklangs völlig verloren. Hingegen legen andere Komponisten ausdrücklich Wert darauf, dass der Kontext und die Bedeutung der Aufnahme in der fertigen Komposition erkennbar bleiben. Zu ihnen gehören neben Murray
Schafer Hildegard Westerkamp, Barry Truax, Francisco Lopez, Gerhard Rühm, Michael
Rüsenberg oder auch Thomas Gerwin. Gerwin richtet seine Aufmerksamkeit besonders
auf solche Elemente der Aufnahme, die man beim „normalen“ Hören zunächst nicht
wahrnimmt.
O-Ton Gerwin 1
Da wollte ich die Rheinauen aufnehmen, nur Vöglein, das war so wirklich ein ganz verwunschener toter Rheinarm, wo auch verrückte Vögel waren, ganz viele verschiedene,
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und da hab ich gesehen, da ist ne kleine Hütte, da kommt ein älterer Mann her, Was
wollen Sie hier? Was machen Sie hier? Und das war ein Naturschützer, der hat praktisch in seiner Freizeit die Vögel geschützt. Dann hab ich ihm das erklärt, was ich da will
und habe sein Vertrauen gewonnen und er hat mich dann an die tollsten Plätze mitgenommen. Ich habs aufgenommen, dann war ich grad da und hab grade abgehört und
schüttel immer den Kopf, da kommt er rein und sagt, was ist denn los? Und dann sag
ich Hören Sie sichs mal an! Und es waren immer Motoren da, und die hatte er persönlich gar nicht mitbekommen, die hat er schon weggefiltert. Und er war ziemlich verzweifelt nachher, er wollte da seine Vögel schützen und war mitten im Krach. 1´18´´
Sprecher 1 Der Eindruck von unberührter Natur, den die Rheinauen beim ersten Hören
vermitteln, ist ein Produkt des selektiven Hörprozesses. Die Aufmerksamkeit richtet sich
auf bestimmte Elemente einer akustischen Umgebung, andere werden verdrängt beziehungsweise ausgefiltert. Thomas Gerwin reflektierte diesen Prozess in der „Wattenmeer-Suite“, eine Komposition, die 1996 mit Aufnahmen vom Wattenmeer entstand.
Diese Landschaft gilt als ein ruhiger, nur von Wind- und Wassergeräuschen geprägter
Ort. Doch sind die unterschiedlichsten Sounds zu hören: Autos, Pferdewagen, Sprachfetzen der Besucher des Wattenmeers und anders mehr. Außerdem spiegeln diese
Klang-Elemente nicht-akustische Realitäten. Eine klangökologische Betrachtung des
akustischen Environments gibt auch Aufschlüsse über die ökologische Situation insgesamt.
O-Ton Gerwin 2
Ich nehme Stellung durch meine Arbeit zur Realität, das heißt also diese Geräusche,
diese technischen Geräusche, von denen wir ständig umgeben sind, sind natürlich Teil
meiner Realität, insofern wäre es naiv, unrealistisch, das alles auszufiltern, ich bin kein
Freund davon, sich abends hinzusetzen und nur Vöglein zu hören im Kopfhörer und
dann praktisch sich kurzfristig aus der Realität rauszuziehen, das kann man natürlich
machen, das ist auch legitim, das hat die gleiche Funktion als wenn ich mir ein wunderschönes Mozartkonzerte anhöre oder sowas, aber ich versuche ja eben Stellung zu
nehmen, indem ich zum Beispiel bei der Wattenmeer-Suite das sehr laut mache, viele
Leute kommen zurück und haben nur diese Einsamkeit, diesen Wind gehört, und alles
andere herausgefiltert, wir beide können uns ja unterhalten in ner Menschenmenge von
hundert Leuten und haben den Eindruck, und haben das Gefühl, wir haben die ganze
Zeit nur miteinander gesprochen, bloß unsere Nerven, aber wenn wir am nächsten Morgen zitternd im Bett liegen, dann wissen wir das, ich möchte das auch nicht befördern,
das praktisch rauszufiltern, man kann ja ein Geräusche auch dämpfen, man kann ein
Geräusch auch lenken, man kann es portionieren, also ich will jetzt nicht die Welt retten
oder so was, aber ich muss ja praktisch auf meine Umgebung, auf meine Realität angemessen reagieren. 1´15´´
MUSIK 03
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Thomas Gerwin, Wattenmeer-Suite, Allemande
Elektronische Musik
Integral art project, iap 011, keine LC-Nummer
1:30
Sprecher 2 „Das Wort Ökologie stammt aus dem Griechischen. Oikos heißt
„Haus“ oder „ein Platz, um zu leben“; genau genommen bedeutet Ökologie also
das Studium der Organismen „zu Hause“. Gewöhnlich wird Ökologie definiert
als die Lehre von den Wechselbeziehungen der Organismen oder Gruppen von
Organismen zu ihrer Umwelt. Eine neuere Definition spricht von Ökologie als
dem Studium von Struktur und Funktion der Natur. Die Menschheit ist ein Teil
der Natur, was häufig vergessen wird, “ schreibt der USA-amerikanische Biologe
Eugene Odum. Spricht man umgangssprachlich von Ökologie, so ist der Begriff
eng verbunden mit Umweltschutz und dadurch, obwohl in der Wissenschaft eigentlich neutral gemeint, positiv besetzt. Ökologisches Handeln ist ein Handeln
im Sinne des Umweltschutzes; das Prädikat „Öko“ steht für natürlich, sauber,
gut, richtig und gesund.
1952 erschien das Buch „Die Zukunft hat schon begonnen. Amerikas Allmacht
und Ohnmacht“ vom Publizisten und Journalisten Robert Jungk. Es basiert auf
Recherchen in den USA zum damals aktuellen Stand von Technik und Naturwissenschaft. Jungk interessierte sich vor allem für die Umsetzung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis und unterzog sie einer kritischen Betrachtung mit, man kann durchaus sagen, schockierendem Ergebnis. Er beschreibt viele bereits existierende und sich abzeichnende Probleme, die die gedankenlose und nur am Profit interessierte Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse hervorgerufen hatte. Aus heutiger Sicht wirkt das Buch prophetisch.
Jungks Veröffentlichung enthält die meisten auch heute noch relevanten Umweltprobleme: die rücksichtlose Ausbeutung der planetaren Ressourcen, die
unbedarfte Nutzung von Atomkraft und Gentechnik, die industrialisierte Lebensmittelproduktion sowie die Luft- und Wasserverschmutzung.
1972 veröffentlichte Dennis Meadows den Bericht „Die Grenzen des Wachstums“. Er dokumentiert die Forschungen des 1968 gegründeten Club of Rome,
ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen, die sich
die Untersuchung und Prognostizierung von Prozessen im Bereich Wirtschaft
und Produktion zum Ziel gesetzt hat. Im Bericht heißt es: „Wenn die gegenwär-
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tige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen
Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf
der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht.“ Mit mathematischen
Modellen erstellte Meadows aus den bis dahin bekannten Daten Wachstumskurven. Dabei ergab sich eine exponentielle Charakteristik, ein sich ständig beschleunigendes Anwachsen, das irgendwann unüberschreitbare Grenzen erreicht, dann zum Beispiel, wenn die Vorräte eines Rohstoffes aufgebraucht sind.
Meadows hielt eine Umkehr des Wachstums für möglich und postulierte einen
ökologischen und wirtschaftlichen Gleichgewichtszustand.
2006 hatte der Film „Eine unbequeme Wahrheit“ von Al Gore Premiere, und im
Februar 2007 erschien der Klimabericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses
für Klimaänderung. Film und Bericht propagieren die wissenschaftlich fragwürdige These einer rasanten, durch die menschliche Kohlendioxid-Produktion verursachte Erderwärmung und eines baldigen Klimawandels. Die öffentlichkeitswirksame Publikation dieser These führte innerhalb kürzester Zeit zu einer Verengung der Umweltschutzdiskussion auf Kohlendioxid und Klimawandel. Im Gegensatz dazu kennzeichnet die Arbeiten von Robert Jungk und Dennis Meadows ein umfassender ökologischer Impetus.
Ähnlich umfassend ist auch der Ansatz des 1993 gegründeten „World Forum for
Acoustic Ecology“, das Weltforum für akustische Ökologie. Die Mitglieder dieses
Forums gingen aus von Murray Schafers kritischen Überlegungen zur akustischen Umwelterschmutzung durch Lärm und erweiterten sie auf viele andere
Aspekte. Die Klangökologie beschäftigt sich, in Anlehnung an die Ökologie, mit
den Wechselbeziehungen des Menschen zu seiner akustischen Umwelt. Der
Musikwissenschaftler Wolfgang Martin Stroh nennt als Ziele der Klangökologie
die Beeinflussung des Unterbewusstseins von Menschen durch Klanglandschaften, die Lärmbelästigung, die Aufklärung über Hörschäden und deren sozialkommunikative Folgen, die Sensibilität gegenüber zunehmender Lärmbelästigung und Beeinflussung durch Hintergrundmusik, schließlich die akustische
Selbstbestimmung als zentrales politisches Postulat.
MUSIK 04
Hans Peter Kuhn: HP´s Estacionamento
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elektronische Musik
Soundscape Brasilia, CD-Veröffentlichung des Goethe-Instituts Brasilien,
keine Nummer, keine LC-Nummer
2:50
Zitat
Sprecher 3 Das lauteste Geräusch, das auf unserer Erde, solange man zurückdenken
kann, je gehört worden war, verursachte die Explosion des Vulkans Krakatau am 26.
und 27. August 1883. Die Geräusche waren sogar auf der viereinhalbtausend Kilometer
entfernten Insel Rodriguez noch zu hören. Bei keiner anderen Gelegenheit sind Laute
über derart große Entfernungen wahrgenommen worden, und das Gebiet, in dem die
Geräusche am 27. August gehört wurden, war etwas weniger groß als ein Dreizehntel
der gesamten Erdoberfläche. – Murray Schafer im Buch „Klang und Krach“
Sprecher 1 Solch gewaltige Eruptionen von Lärm, wie auch Hurrikans oder Sturmfluten
sie auslösen, sind singuläre Ereignisse. Hingegen klingt der von der menschlichen Zivilisation produzierte Lärm ununterbrochen. Sein Grundton ist der Verkehrslärm. Darüber
schallt Industriegedonner, Motoren- und Gebläseheulen von Haushalts- oder Gartengeräten, überlaute und verzerrte Musik in Diskotheken, von Walkmans und Handys, Hintergrundmusik in Kaufhäusern und Restaurants, unterschwelliges Summen, Brummen,
Rauschen und Pfeifen von Kühlschränken, Computer-Ventilatoren und anderen Geräten
des täglichen Gebrauchs.
Lärm, der oft als Nebenwirkung verschiedener menschlicher Aktionen billigend hingenommen wird, ist durchaus als Problem erkannt. Es gibt Lärmschutzmaßnahmen und –
bestimmungen an Flughäfen und Autobahnen, sogar eine Lärmschutznorm, die DIN
1320, die besagt: „Als Lärm wird Hörschall bezeichnet, der die Stille oder eine gewollte
Schallaufnahme stört oder zu Belästigungen oder Gesundheitsstörungen führt.“ Diese
Definition koppelt den Begriff „Lärm“ an seine negativen Auswirkungen.
Sprecher 1 Der Lärmbekämpfung steht ein Umgang mit Lärm gegenüber, der diesen
positiv definiert, als Ausdruck menschlicher Aktivität oder als wichtiges Element von Musik; Popmusik zum Beispiel ist fast immer laut, und die Noise Music kultiviert eine extreme Lautstärke als Markenzeichen.
Einen integrativen Umgang mit dem Phänomen Lärm scheint es nicht zu geben. Denkansätze dazu werden allerdings am Institut für Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung der Universität Kassel entwickelt. Dort forscht man an akustischen Konzepten für
Städte oder Stadtregionen, an einer akustischen Gestaltung dieser Regionen, die auf
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ihre Charakteristik abgestimmt ist. Akustisches soll dabei ein Bestandteil der urbanen
Gestalt sein, der gleichberechtigt neben dem Optischen wie Architektur oder Grünflächen und dem Logistischen wie Verkehrsplanung oder Infrastruktur steht. Detlev Ipsen
ist Professor am Kasseler Institut:
O-Ton Ipsen
Ich strebe an, dass man in den Städten vielleicht mit einer Stadt mal anfangend regelrechte Planungswerke macht über die Klangsituation, die sowohl den Ist-Zustand wirklich feststellt, als auch ein Konzept entwickeln, wie die Vielfältigkeit von Hörräumen erhöht werden kann, also nicht Design eines einzelnen Objektes, eines Platzes, das haben wir alles schon, sondern ein ganzes Gebiet sozusagen klanglich zu beplanen, es
gehört die Stadt und vor allen Dingen die neuen Stadtregionen dazu, die weder Stadt
noch Land im herkömmlichen Sinn sind wo man am meisten planerisch machen kann,
wenn man an Frankfurt denkt, dann ist der ganze Rhein-Main-Raum, durchlöchert ungeplant dort jetzt planend einzugreifen und kompensatorisch zum Frankfurter Flughafen
und Autobahnkreuzen und den Bahnlinien und S-Bahn-Linien Klangwege, Klangschneisen zu machen, finde ich eine wirklich wichtige Aufgabe. 1´17´´
MUSIK 05
Christoph Haberer: E tutto fresco!
Elektronische Musik
CD Roma – a soundscape remix, artelier music Köln, nw 5101 2, LC 3819
1:15
Sprecher 2 Musique d`ameublement nannte der Komponist Erik Satie ein musikalisches Konzept, das er 1920 für eine Galerie entwickelte. „So wie es im Bereich des Sehens Formen gibt“, beschreibt Erik Saties Kollege und Freund Darius Milhaud dieses Konzept, „die man wie etwa das Muster einer Tapete, die Deckenleiste oder den Rahmen eines Spiegels trotz ihres unzweifelhaften Daseins
doch nicht wahrnimmt, so dachte Satie, wäre es auch amüsant, Musik zu haben,
auf die man nicht hinhören müsste, also gleichsam Musik als Ausstattung oder
Hintergrundmusik, die veränderlich sein könnte wie die Möblierung der Räume,
in denen diese Musik gespielt würde.“
Heute prägt eine solche Hintergrundmusik das Alltagsleben auf Schritt und Tritt.
Sie wird auch MUZAK genannt und ist regelrecht industrialisiert. Verschiedene
Firmen bieten MUZAK auf CDs, als Satellitendirektübertragung oder als Lifestream übers Internet an. Der Kunde kann zwischen Musikstimmungen beziehungsweise –farben wählen, zum Beispiel „Classical“, „French Moods“, „New
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Age“, „Easy Songs“, „Popmix“ und so weiter. Diese Stimmungen werden als
Endlospakete mit einer Folge ineinander geblendeter Titel geliefert. Die Lautstärkeunterschiede sind nivelliert und Höhen und Tiefen abgeschwächt, um einen möglichst gleichförmigen Klangfluss zu erzeugen. Eine andere Form von
MUZAK setzt auf aggressive Beschallung. In Läden für junge Mode etwa laufen
aktuelle Chart-Titel in hoher Lautstärke und entsprechend guter Klangqualität.
Standardmäßig wird Hintergrundmusik in Kaufhäusern, Restaurants und Kneipen gespielt, mittlerweile auch an Bahnhöfen, in Bussen oder Schwimmbädern.
Eine permanente Musikberieselung scheint völlig selbstverständlich zu sein.
Hintergrundmusik ist nicht eigentlich mehr Musik, sondern ein Element der Geräuschsphäre, in der sie erklingt. Dabei wird die Musik selbst zum Geräusch und
als Element der akustischen Umweltverschmutzung zum Störgeräusch. Sie
fließt zum Beispiel in die Klanglandschaft Kaufhaus ein und klingt dort als Nebengeräusch neben den Stimmen der Menschen, dem Motorengeräusch von
Rolltreppen oder Ventilatoren und allen anderen Sounds. Das funktionalisiert
Musik auf eine Weise, die mit ihrem ursprünglichen Charakter als Kunst nichts
mehr zu tun hat.
Lärm beziehungsweise ein hoher Schallpegel ist ein Charakteristikum vieler akustischer Umgebungen. Oft wirken diese dadurch „verschmutzt“ und setzen die
Menschen, die sich in ihnen bewegen, einem permanenten Klang-Input aus. Eine Aufgabe von Hintergrundmusik scheint es zu sein, diesen Input schön zu färben. Hintergrundmusik erzeuge angenehme Gefühle, sagt man, und könne Unangenehmes übertönen. Vielleicht schützt sie aber auch vor Stille, die in unserer
lauten, von ständigen Geräuschen geprägten Umwelt ein ungewohntes Erlebnis
ist, als etwas Fremdes erscheint und Angst auslösen kann. Vielleicht deshalb
schützen sich viele Menschen ganz individuell vor Stille. Sie drehen ihre Walkmans überlaut, sie programmieren ihre Handys mit grellen Klingeltönen oder sie
hören in der Öffentlichkeit Radio über Mobiltelefone.
Die Manie einer permanenten Musikberieselung beeinflusst offenbar auch die
Medien. Bei den meisten Fernsehsendungen, seien es Reportagen, Magazine,
Nachrichten oder Filmproduktionen, hat sich der Anteil der vertonten Passagen
signifikant erhöht. Kaum noch reist der Klangfluss ab. Vom Vorspann bis zum
Ende umhüllt Musik das Geschehen auf der Mattscheibe. Als eigenständiges
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Element des Gesamtkunstwerks Film erklingt Filmmusik nur noch selten.
Meistens dient sie der schlichten Untermalung der Bilder, als eine spezielle Hintergrundmusik, die das Medium Film berieselt.
MUSIK 06
Harald Kloser: The Day After Tomorrow, Tidal Wave
The Hollywood Studio Symphony, Leitung: Blake Neely
CD Varèse Sarabande VSD-6572, LC 06083
0:35
Sprecher 1 Im Mai 2004, drei Jahre, bevor der Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderung veröffentlicht wurde, kam der Roland-Emmerich-Film „The
Day After Tomorrow“ ins Kino. Er zählt zum Genre Katastrophenfilm und thematisiert
den vom Klimabericht prognostizierten anthropogenen Klimawandel.
Eine Klimadiskussion wird im Film allerdings nicht geführt. Der Klimawandel dient lediglich als Folie für eine Folge aufwändig inszenierter und gewiss beeindruckender Spezialeffekte. „So ist The Day After Tomorrow ein gigantischer, funkelnder Hohlkörper von
Film. Wer es auf der Leinwand nur richtig krachen sehen will, wird sicherlich zufrieden
aus dem Kino gehen. Wer ein Fünkchen mehr erwartet, wird dagegen enttäuscht,“
schreibt Carsten Baumgardt in einer Kritik.
Sprecher 1 Der Komponist und Musiker Mario Lauer leitete viele Jahre die Abteilung für
die Vertonung von Fernsehfilm-Produktionen beim ZDF. Er sympathisiert mit der Ästhetik der Hollywood-Kinofilme, wie sie Harald Klosers Vertonung von „The Day After Tomorrow“ paradigmatisch verkörpert. Lauer mag eine Filmmusik, die gefühlsverstärkend
und bildverdoppelnd ist, die aufs Unterbewusste zielt und die selbst noch im Fortissimo
im Hintergrund der Wahrnehmung bleibt.
O-Ton Lauer
Ich bin da eher kinomäßig drauf, dass ich sage, ich möchte mit allen Sinnen reingezogen werden, sie müssen sie versuchen, die Leute mit allen Mitteln in diese Geschichte
reinzuziehen, damit sie sich damit identifizieren, alles andere macht keinen Sinn, ich
habe leider oft den Eindruck und das bestätigt sich auch im täglichen Arbeiten, dass wir
zuviel Angst vor Klischees haben, zuviel Angst vor Emotion die dadurch kreiert werden,
also dass es zu deutlich wird, das dürfen wir nicht machen, das Bild ist sehr deutlich ist
schon alles da, wenn die Musik das dann nachvollzieht, sagen einige das ist mir zu dicke zu viel, das ist ne Haltung einem Film gegenüber, die man haben kann, ich find es
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schade, weil dann verspielen wir uns die Möglichkeiten die Zuschauer wirklich mitzunehmen, zu sagen ok, wir wollen da jetzt kindlich naiv mitgenommen werden. 0´47´´
Sprecher 1 Die emotionale Filmgestaltung, die Funktionalisierung der Musik zu einem
„emotionalen Leitstrahl“ ist für den bekannten Filmmusikkomponisten Enjott Schneider
ein ungeschriebenes Gesetz. Wie das kompositionstechnisch umzusetzen sei, hat
Schneider in seinem „Handbuch Filmmusik“ und in seiner „Theorie für ein Komponieren
mit archaischem Material“ festgehalten. Nicht vorstrukturierte Parameter wie Melodie
oder Harmonik sollen die Basis des Komponierens sein, sondern die allgemeinen Kriterien Raum, Zeit, Klang und Spannung.
Ein solcher Ansatz entstammt dem Repertoire der avancierten zeitgenössischen Musik.
Viele Komponisten, die sich außerhalb des traditionellen abendländischen Tonsystems
bewegen oder die mit Klangfarben oder Geräuschen arbeiten, gehen ebenfalls von basalen, nicht durch ein System bereits vorstrukturierten Kriterien aus. Damit öffnen sie
dem Komponieren neue Felder, stoßen in unbekannte Klangregionen vor und erweitern
erheblich die Möglichkeiten der artifiziellen Gestaltung von Musik.
Beim Film nun werden diese Prinzipien funktionalisiert und den meist kommerziellen Interessen der Produzenten unterworfen. Sie werden ausschließlich in Hinblick auf die
Auslösung von Emotionen eingesetzt. Musik degradiert zu einem dem Bild ergebenen
Sklaven.
Es gelten die Gesetze einer akustischen Untermalung, die sich zum einen ganz bewusst
manipulativer Verfahren bedient und zum anderen in den letzten beiden Jahrzehnten
immer gleichförmiger und von Film zu Film ununterscheidbarer geworden ist. Meist liegt
dem Ganzen ein orchestraler Klangteppich zugrunde, auf dem sich mäandernd Melodiefragmente bewegen. Diese wiederholen sich in einer Art Endlosschleife mit Variationen.
Der Klangteppich passt seine Intensität dem Bild an, und gelegentlich schwingen sich
die Melodielinien zu leitmotivischer Charakteristik auf.
MUSIK 07
Michael Brook: An Inconvenient Truth 14
The Hollywood Studio Symphony, Leitung: Blake Neely
Varèse Sarabande VSD-6572, LC 06083
1:04
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Sprecher 1 Etliche Katastrophenfilme knüpfen mit ihrer Thematik an die Folgen der
Umweltverschmutzung und -zerstörung an. Bei „Twister“ und „Der Sturm“ geht es um
Hurrikans, bei „Hard Rain“ um sintflutartige Regenfälle und bei „The Day After Tomorrow“ um den Klimawandel. Jedoch bemüht sich keiner dieser Filme um eine künstlerische Umsetzung der Umweltproblematik. Ihr einziges Ziel ist die Inszenierung von
Spannung und Action, ein Ziel, dem sich die Gestalt der Filmmusik unterwirft. Die gleiche Musik erklingt auch bei Reportagen und Dokumentationen.
So dient die akustische Umhüllung des Themas Umwelt in den Medien, die Klanglandschaft, in denen dieses Thema auf der Mattscheibe erscheint, keineswegs einer kritischen Reflektion, wie es etwa bei vielen Soundscape-Kompositionen der Fall ist. Die
Musik kocht nur Emotionen hoch, die alles andere als dienlich scheinen, um ein Bewusstsein für die mittlerweile gravierenden Umweltprobleme zu schärfen, seien es Energiegewinnung, Lebensmittelproduktion, Verkehr oder auch Lärm als ein hervorstechender Aspekt vieler Klanglandschaften.
MUSIK 08
Jean-Luc Godard: Nouvelle Vague
Filmmusik / Soundtrack
ECM New Series1600/01 449 891-2, LC 2516
4:08
Zitat
Sprecher 3 Lärm als weltweites Problem auch unberührter Naturlandschaften ist der
wesentliche Ansatzpunkt in den Aufnahmen von Gordon Hempton aus Seattle. Hempton
sucht Nischen der Stille im Nordwesten der USA. In langjährigen Forschungen hat
Hempton im Staat Washington nach lärmfreien Zonen gesucht, in denen es mindesten
15 Minuten Naturgeräusche ohne menschliche Präsenz gibt. Zwischen 1983 und 1988
sind ihm nur 30 bis 40 Aufnahmen in weniger als 20 Gebieten gelungen. Inzwischen
ging die Zahl dieser Areale und Nischen, deren genaue Position Hempton geheim hält,
immer weiter zurück. Diese bioakustische Dokumentation zeigt sich als Indikator für den
Lärmzustand ganzer Regionen und des Umgangs einer gedankenlosen Gesellschaft mit
ihren unverzichtbaren Ressourcen. – Hans-Ulrich Werner im Buch „Akustische Landschaften“
Zitat
Sprecher 3 Bevor man darüber reflektiert, welche Rolle Musik in einer ökologisch transformierten Gesellschaft spielen könne, oder prekärer noch, wie eine Musik beschaffen
sein müsse, um als Ausdruck ökologischen Denkens zu gelten, gilt es erst einmal Situationen zu schaffen, in denen man über das eigene Hören und seine zivilisatorischen
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Verfestigungen nachzudenken beginnt. – Peter Niklas Wilson in einem Aufsatz zur
„Ökologie der Klänge“
Zitat
Sprecher 3 Ich beschäftige mich in meiner Arbeit seit 25 Jahren mit der Erforschung der
ästhetischen Bedeutung von Geräuschen, die sich in einem bestimmten Augenblick ereignen. So habe ich eine Reihe von Projekten geschaffen, die die städtische und natürliche Umwelt als lebende Quelle musikalischer Information behandeln. Dabei gehe ich
davon aus, dass es in jedem gegebenen Augenblick etwas Bedeutungsvolles zu hören
gibt. Ich nehme sogar an, dass Musik - im Sinne bedeutsamer Klangmuster - ein natürlicher Prozess ist, der fortwährend stattfindet. – Bill Fontana in einer Stellungnahme zum
Thema Lärm.
Sprecher 1
Landschaften aus Klang und Krach
Klimawandel und akustische Umweltverschmutzung
von Hanno Ehrler
Es sprachen Markus Bruderreck, Eva Küllmer und der Autor
Redaktion Frank Kämpfer
Produktion des Autors im Auftrag des Deutschlandfunks 2007
ENDE
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