2016-09-22-2 - Katholisches Dekanat Ostalb

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Basisqualifizierung für bürgerschaftlich Engagierte in
der Flüchtlingshilfe
Weltweit befinden sich nach Angaben des Hohen
Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen
(UNHCR) fast 65 Millionen Menschen auf der Flucht.
Menschen, die aus ihrem Herkunftsland geflüchtet sind,
erhalten auch in Baden-Württemberg. große Unterstützung
durch bürgerschaftlich Engagierte. Sie sind
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in allen
Lebenslagen: in der Kinderbetreuung, bei der
Sprachförderung, bei der Begleitung von
Behördengängen, bei Arztbesuchen und vielem mehr. Das
Land Baden-Württemberg stellt mit dem Programm
„Flüchtlingshilfe durch Bürgerschaftliches Engagement und
Zivilgesellschaft“ verschiedene Maßnahmen zur
Qualifizierung der bürgerschaftlich Engagierten in der
Flüchtlingshilfe bereit.
1-02-15
Geschlechterrollen, Familie und Sexualität in muslimischen
Gemeinschaften
Dr. Rita Breuer
Die Themen Familie und Sexualität prägen in erheblichem Maße
Ethik und Rechtslehre im Islam und haben deutliche Auswikungen
auf das gesellschaftliche Zusammenleben mit Muslimen.
Koran und Sunna enthalten zahlreiche Hinweise Geschlechterrrollen
und auf ein regelkonformes Sexualverhalten. Auf der einen Seite das
Bekenntnis zur grundsätzlich zu bejahenden menschlichen
Sexualität, auf der anderen das Tabu jeder sexuellen Handlung
außerhalb der Ehe und der absolute Schutz der Familie. Die
Islamwissenschaftlerin Rita Breuer untersucht die Verwirklichung der
islamischen Sexualmoral und des traditionellen Familienbilds im
gesellschaftlichen Alltag, sie wirft einen Blick auf die Behandlung
beider Themen im islamischen Recht, geht dem Zusammenhang von
Geschlechterrollen, Sexualmoral und Integration auf den Grund und
stellt sich der Frage, inwiefern islamische Moral und Modernisierung
vereinbar sind.
Unsere Seminarreihe begleitet die ehrenamtliche Arbeit
durch Qualifizierungsmaßnahmen zu praxisnahen
Fragestellungen, die in der alltäglichen Arbeit mit
Geflüchteten regelmäßig auftauchen und stärkt die
persönlichen Kompetenzen und Ressourcen der Helfer.
Inhalte:
- Ehe und Familie im Islam
- Let´s talk about sex: Grundlegende Aspekte islamischer
Sexualmoral
- Jungfräulichkeit und Familienehre
- Akzeptanz weiblicher Autoritäten und allein lebender Frauen
- Verbote, Tabus und deren Folgen
Für diese Veranstaltungen wurde eine Förderung bei der
Landeszentrale für Politische Bildung beantragt. Die
Durchführung erfolgt deshalb unter Vorbehalt der
Förderzusage.
Die Referentin ist u.a. Autorin des Standardwerks "Familienleben im
Islam" (Herder 2008) und des im Oktober 2016 erscheinenden Buchs
"Liebe, Schuld und Scham: Sexualität im Islam".
Gefördert von der:
Basisqualifizierung
für bürgerschaftlich Engagierte in der
Flüchtlingshilfe
Freitag, 02.12.2016, 09:30-15:15 Uhr
Aalen, Torhaus, Paul-Ulmschneider-Saal, EG
Teilnehmer/-innen: 12-18
Kostenlos
© karepa - Fotolia
In Kooperation mit:
Stadt Aalen, Familien-Bildungsstätte Aalen und Katholische
Erwachsenenbildung (KEB) im Ostalbkreis
© Marco2811 - Fotolia
©Herder Verlag
©Herder Verlag
Volkshochschule Aalen e.V.
Gmünder Straße 9, Torhaus
Tel. (0 73 61) 95 83 - 0
Fax (0 73 61) 68 03 06
e-Mail: [email protected]
http://www.vhs-aalen.de
1-02-11
Interkulturelle Kompetenz für Ehrenamtliche
Hedy Wasella
1-02-13
Integration braucht Orientierung
Marie-Luise Haake
1-02-14
Zuviel des Guten – geht das überhaupt?
Marie-Luise Haake
Ehrenamtliche in der Arbeit mit Flüchtlingen erleben häufig
interkulturelle Konflikte. Oft ist den Helferinnen und Helfern wenig
über die Herkunftsregionen und die kulturellen Gewohnheiten der
einzelnen Gruppen bekannt. Sie sind häufiger nicht auf den
Umgang mit kultureller Fremdheit vorbereitet. Eine interkulturelle
Vorbereitung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer kann
grundlegend für einen erfolgreichen Einsatz sein.
Viele Flüchtlinge kommen aus Gesellschaftsformen und
Lebenszusammenhängen, die im krassen Unterschied zu unseren
Gewohnheiten und gesellschaftlichen Regeln stehen. Vor allem die
große Vielfalt, die Angebote, die nicht gleich zuzuordnen sind, lösen
Verwirrung aus. Manche Flüchtlinge können auch unsere
Schriftzeichen nicht lesen. Es gibt eine ganze Reihe von
wissenswerten Dingen, die vermittelt werden sollten und / oder
deren Umsetzung einer gewissen Übung und Unterstützung
bedürfen. Es ist wichtig, daraus ein persönliches Programm für die
Begleitungsarbeit zu erstellen, sich darüber auszutauschen, was gut
läuft und wo es immer wieder Probleme gibt. Dann ist es möglich
gemeinsam nach den Ursachen der Schwierigkeiten zu suchen und
mögliche Alternativen gemeinsam zu entwickeln.
Das Ehrenamt in der Flüchtlingsarbeit lebt vom zupackenden
Engagement der vielen Menschen guten Willens. Mancher mag
denken, davon kann es nie genug geben. Auch jetzt bei der
Abnahme des Zustroms gibt es noch viel zu tun im Dialog mit der
Bevölkerung und im Rahmen von Patenschaften zur gelingenden
Integration.
Dennoch stellt sich immer wieder die Frage nach dem „Zuviel“ !
Inhalte:
- Sensibilisierung
- Die eigene kulturelle Prägung
- Kulturspezifik in der Wahrnehmung
- Fremdheit
- Kulturbegriffe und –modelle
- Werte und Normen
- „Kulturgrammatik“: Zeit, Raum, Individualismus/Kollektivismus,
Aufgaben-Beziehungsorientierung
- Integration
Im Weiteren besteht die Möglichkeit, sich der eigenen
Orientierungen bewusst zu werden. Dann gibt es die Chance dies in
einen konstruktiven Dialog mit den Flüchtlingen zu bringen und
dabei deren bisherige Orientierungen kennenzulernen
• Was brauchen die Flüchtlinge jetzt zu Ihrem Leben bei uns?
• Welche Möglichkeiten brauchen Sie, um sich wohl zu fühlen?
• Was ist unsere Aufgabe und welche Grenzen sollten wir dabei
akzeptieren?
Dienstag, 25.10.2016, 18:00-21:00 Uhr
Aalen, Torhaus, Unterrichtsraum 3, 4. OG
Teilnehmer/-innen: 12-14
Kostenlos
Nach einer solchen „Besinnung“ kann das Engagement
möglicherweise gezielter und effektiver und mit großer Freude
fortgeführt werden.
Freitag, 07.10. und 14.10.2016, jeweils 17:00-20:15 Uhr
Aalen, Torhaus, Unterrichtsraum 3, 4. OG
Teilnehmer/-innen: 12-18
Kostenlos
1-02-17
Grundwissen Islam für Ehrenamtliche
Hedy Wasella, Dr. Jürgen Wasella
Der Kurs behandelt an Beispielen aus konkreten Praxisfeldern
grundlegende Themen der interkulturellen Kommunikation. Er
versetzt Sie in die Lage, interkulturelle Situationen in der
ehrenamtlichen Arbeit erfolgreich zu beobachten und besser
einzuschätzen.
1-02-12
Eigene Motivation
Eugenie Andres
Sich ehrenamtlich zu engagieren soll in erlebter Sinnhaftigkeit
Freude und Zufriedenheit schenken.
Damit sich dies erfüllen kann ist es gut, sich der eigenen Motivation,
Erwartungen und Wünsche bewusst zu sein.
Dieses Modul behandelt u.a. folgende Fragen:
Welche Rolle habe ich als ehrenamtlicher Unterstützer/in?
Wo liegen die Chancen und Grenzen im Ehrenamt?
Welches sind die Besonderheiten in der ehrenamtlichen
Flüchtlingsarbeit?
Mittwoch, 12.10.2016, 18:00-21:00 Uhr
Aalen, Torhaus, Unterrichtsraum 1, 3.OG
Teilnehmer/-innen: 12-14
Kostenlos
Zum einen ist zu bedenken: „viel hilft nicht unbedingt viel“ und auch
die Frage: „ Ist meine Unterstützung eine Hilfe zur Eigen- und
Selbstständigkeit?“ An diesem Abend besteht die Möglichkeit inne
zu halten und das bisherige Engagement gemeinsam mit anderen
zu reflektieren unter den Fragestellungen:
Donnerstag, 24.11.2016, 18:00-21:00 Uhr
Aalen, Torhaus, Unterrichtsraum 3, 4. OG
Teilnehmer/-innen: 12-14
Kostenlos
In der islamischen Welt, die von Marokko bis zu den Philippinen
reicht, spielt die Religion eine zentrale Rolle im Leben der meisten
Menschen. Der Islam ist dabei nicht nur ein religiöses Bekenntnis,
sondern darüber hinaus auch Gesellschaftsordnung, Rechtssystem
und Richtschnur des täglichen Handelns. Im Gegensatz zur
westlichen Welt durchdringt der Islam sämtliche Bereiche des
menschlichen Lebens. Jeder, der mit Muslimen kommuniziert, sollte
sich mit den zentralen Begriffen des Islam und den daraus
resultierenden Handlungsmaximen für Muslime vertraut machen.
Im Mittelpunkt steht eine interkulturelle Sensibilisierung für den
konkreten Umgang mit Muslimen.
1-02-16
Verlust - Trauer - Abschied
Hiltraud Löcklin, Hospizdienst
Themen:
- Die Entstehung des Islam und die islamische Geschichte
- Der Prophet Mohammed
- Das islamische Menschen- und Gottesbild
- Das Alltagsleben der Muslime
- Gleichberichtigung im Islam
- Frauen im Islam
- Regeln, Tabus, Fettnäpfchen
Montag, 05.12.2016, 18:00-21:00 Uhr
Aalen, Ökumenischer Hospizdienst Aalen e.V., Friedhofstraße 7
Teilnehmer/-innen: 12-14
Kostenlos
Freitag, 04.11.2016, 18:00-20:30 Uhr
Samstag, 05.11.2016, 09:30-15:30 Uhr
Aalen, Torhaus, Unterrichtsraum 1, 3.OG
Teilnehmer/-innen: 12-18
Kostenlos
Verlust und Trauer sind Erfahrungen, die jeder Mensch unabhängig
von seiner Herkunft, seinem Glauben und seiner Weltanschauung,
macht. Der Abend soll einen Einblick geben, wie wir Menschen mit
Verlusterlebnissen begegnen können und sie hilfreich begleiten.
Fachliche Impulse zum Thema Abschied und Verlust, Sterben, Tod
und Trauer sowie der Austausch von Erfahrungen sollen Inhalt des
Abends sein.
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