Titelseite Plus Energie.indd

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EDITORIAL
MIT „PLUS ENERGIE“
IN DIE ZUKUNFT
LIEBE LESERINNEN UND LESER,
am 27. Januar 2009 hat die Bundesregierung das Konjunkturpaket II verabschiedet, den „Pakt für Beschäftigung und Stabilität“ , mit insgesamt
50 Mrd. €. Eine der wichtigsten Maßnahmen stellt das Programm
„Zukunftsinvestitionen der Kommunen und Länder“ dar. Schwerpunkte
sollen Investitionen in Bildungseinrichtungen mit Maßnahmen sein, die die
CO2-Emissionen reduzieren und die Energieeffizienz steigern, einschließlich des Einsatzes erneuerbarer Energien.
Insgesamt stehen 13,3 Mrd. € für die Sanierung öffentlicher Gebäude
zur Verfügung. Dabei werden unter anderem energetische Sanierungen an
den rund 48 000 Kindergärten, 40 000 Schulen und an Hochschulen sowie
in Einrichtungen der Weiterbildung gefördert.
Damit ist das Konjunkturpaket II in aller Munde, Impulse werden bei
der Planung wie der Ausführung erwartet. Anfängliche Schwierigkeiten bei
der Ausschreibung und Vergabe bei den Projekten führen langsam zu den
geforderten Ergebnissen. Und ganz aktuell: seit Sommer 2009 werden
eben nicht nur die energetischen Maßnahmen gefördert, sondern alle Sanierungen. Dadurch wird der Kreis der förderfähigen Investitionsvorhaben
erheblich erweitert. Das bedeutet, dass in den Förderbereichen Schulinfrastruktur, Hochschulen und kommunale oder gemeinnützige Einrichtungen
der Weiterbildung Investitionsvorhaben auch förderfähig sind, bei denen
keine energetische Sanierung vorgenommen wird. Insgesamt muss aber
der energetischen Sanierung weiter eine besondere Bedeutung zukommen.
Was im Anspruch neu und zukünftig das Maß aller Dinge sein wird,
heißt „PlusEnergie“! Gebäude, die nicht nur wenig Energie verbrauchen,
sondern auch Energie erzeugen. Es gibt 3- Liter- Schulen und Schulen mit
Passivhausstandard. Diese Anforderungen mit einem Neubau zu realisieren, ist keine Schwierigkeit mehr. Aber bestehende Projekte, wie zum Beispiel Schulen oder KiTas so zu sanieren, dass sie nach Abschluss der Maßnahmen mehr Energie produzieren als das Gebäude über das Jahr hinweg
verbraucht, das ist neu und eine richtige Herausforderung.
Mit dem Magazin „PlusEnergie“ möchten wir Ihnen Informationen an die Hand
geben, die aufzeigen, wie Sie die richtigen Fördermittel für Ihre Planung herausfiltern und deren Anforderungen erfüllen können. Das Konjunkturpaket II
bietet nur eine der Finanzierungsmöglichkeiten von vielen im Förderdschungel.
Denn es gibt noch mehr Geld für Sanierungsmaßnahmen an öffentlichen Bauvorhaben. Dazu zeigen wir Projekte, die
energetisch saniert wurden, wie viel CO2
und wie viel Energie eingespart und welche Fördermittel genutzt werden konnten.
Im unserem Sonderheft „PlusEnergie“ finden Sie ausführliche Beschreibungen der Fördermittel auf Bundesebene für die energetische Sanierung, den
Einsatz erneuerbarer Energien, den kommunalen Klimaschutz etc. Dazu eine detaillierte Tabelle der aktuellen Programme
auf Länderebene nach Bundesländern
gegliedert.
Wir hoffen, Ihnen mit diesem Sonderheft umfassende Informationen für
Ihre tägliche Praxis zu geben, die Ihnen
helfen, dem Anspruch gerecht zu werden, verantwortungsvolle und energetisch sinnvolle Projekte zu entwickeln
und zu betreuen.
Herzlichst
Ihr
Burkhard Fröhlich
Chefredakteur
2009
1
Hält dicht. Macht Strom.
INHALT
AKTUELL
Und das seit 10 Jahren.
EVALON ® Solar.
Aktuell
4
FÖRDERMITTEL
Licht im Dunkeln
Konjunkturpaket II
Ein Plus für KiTas und Schulen
Erneuerbare Energien
Kommunaler Klimaschutz
Sanierung von Wohnimmobilien
Förderprogramme auf einen Blick
Förderprogramme der Bundesländer
6
8
10
14
18
20
22
24
PROJEKTE
Umbau der Maximilian-von-Welsch Realschule
Energetische Sanierung der KiTa „Bummi“
Sanierung des Wilhelm-Hack Museums
Wärmecontracting im Gymnasium
Bad Berleburg
34
40
44
48
WISSEN + TECHNIK
Plus-Energie-Schule in Stuttgart
Schadstoffe in Schulen
Glastechnologien der Zukunft
Auf Sonne programmiert
Nachhaltige Sanitärsanierung
52
54
56
60
62
PRODUKTE
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66
78
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Plus Energie erscheint im
Bauverlag BV GmbH
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und ist Bestandteil der Zeitschriften:
Deutsche Bauzeitschrift, Stadtbauwelt,
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Das Sonderheft Plus Energie und zusätzliche Informationen,
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25 Cent pro Kilowattstunde Primärenergie
Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung
(IWO) fördert in der Aktion „Energie-Gewinner“ ausgewählte Modernisierungsobjekte mit einem Sanierungszuschuss.
Ob eine Heizungssanierung, die Einbindung erneuerbarer Energien wie Solarthermie oder eine komplette energetische
Haussanierung, unterschiedlichste Projekte können teilnehmen. Wichtigste Voraussetzungen für den IWO-Zuschuss: Mit
der Sanierung muss der Primärenergiebedarf um mindestens ein Drittel reduziert
werden. Die Energieeinsparung muss mit
einem bedarfsbasierten Energieausweis
nachgewiesen werden. Und: das Gebäude muss nach der Sanierung überwiegend ölbeheizt sein.
Anders als bei den meisten öffentlichen Förderprogrammen, ist bei der Aktion Energie-Gewinner nicht die Technologie oder der Investitionsaufwand
maßgeblich für die Höhe der Fördersumme, sondern der Umfang der Energieeinsparung. Pro jährlich eingesparter Kilowattstunde (kWh) Primärenergie werden einmalig 25 Cent an die Energie-Gewinner ausgezahlt. Für
alle gilt: Je höher die Primärenergieeinsparung, umso höher auch die IWOFörderung. Die Fördersumme ist auf maximal 50 % der Investitionskosten
begrenzt.
Kunden über IWO-Aktion informieren
IWO ruft Architekten und Planer sowie alle anderen Partner im Wärmemarkt
auf, Modernisierungsinteressenten in ihrem Kundenkreis auf die Aktion Energie-Gewinner aufmerksam zu machen. Hausbesitzer, die planen, ihr Gebäude energetisch zu modernisieren, können sich ab sofort als Energie-Gewinner bewerben. Bis Dezember 2011 wählt eine IWO-Fachjury jedes Quartal
bundesweit eine begrenzte Anzahl vorbildlicher Modernisierungsobjekte aus.
Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V.
Süderstraße 73a
20097 Hamburg
Tel.: 0 40/23 5113 22
Fax: 0 40/23 5113 29;
Email: [email protected]
www.iwo.de
BAUTEC 2010
BVMBS STARTET MIT KONGRESS DIE INITIATIVE „ZUKUNFT BAU“
Vom 16. bis 20. Februar 2010 findet auf
dem Berliner Messegelände die bautec
statt. Das Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung wird im Rahmen der bautec 2010 einen internationalen Bauforschungskongress durchführen.
Dieser soll die zentralen Herausforderungen für das zukünftige Bauen aufzeigen, aktuellste Innovationen präsentieren
und die wichtigsten Forschungsfelder beleuchten.
4
Bei dem Kongress geht es vor allem um die so genannte „angewandte
Bauforschung“, um konkrete sowie umsetzbare Projekte und Entwicklungen für die Bauwirtschaft. Als Themen stehen u. a. der Klimaschutz, Energieeffizientes Bauen, die Stärkung der Baukultur, Bauen und demographischer Wandel sowie der Bau als Branche der Hochtechnologie im
Vordergrund. Mit diesem Kongress gibt das Bundesverkehrs- und Bauministerium zugleich den Startschuss für die Fortsetzung der erfolgreichen
Initiative „Zukunft Bau“.
www.bautec-berlin.de
www.bmvbs.de
2009
EFFIZIENZHÄUSER ÖFFNEN
IHRE TÜREN
„TAG DER ENERGIESPAR-REKORDE“ AM 10. OKTOBER 2009
Am 10. Oktober öffnen wieder bundesweit energieeffiziente Gebäude ihre
Türen: beim dritten „Tag der Energiespar-Rekorde“ der Deutschen EnergieAgentur GmbH (dena). Auf Baustellen und in bereits realisierten Objekten
können sich Besucher über aktuelle Möglichkeiten der energieeffizienten
Modernisierung sowie des Neubaus informieren. Neben dem Austausch mit
den verantwortlichen Planern und Architekten dürften die Besucher sich auch
in diesem Jahr wieder für die Erfahrungen interessieren, die die Bewohner
bereits in ihrem Effizienzhaus sammeln konnten.
Die Palette der geöffneten Effizienzhäuser reicht vom sanierten Einfamilienhaus der 60er Jahre über die Stadtvilla, das Fertighaus und den innerstädtischen Neubau bis hin zum sanierten Plattenbau oder denkmalgeschützten Häusern. Auch öffentliche Gebäude wie Kindergärten sowie
Projekte, die im Rahmen der dena-Modellvorhaben „Niedrigenergiehaus
im Bestand “ hocheffizient saniert wurden, sind mit dabei. Adressen sowie
weitere Informationen zu den teilnehmenden Häusern in ganz Deutschland
veröffentlicht die dena auf ihrer Internetseite unter www.energiespar-rekorde.de.
STRATEGIEN FÜR
ENERGIEEFFIZIENZ
DENA-KONGRESS „ZUKUNFT HAUS“ AM 24. UND 25. NOVEMBER 2009
Wie die Energieeffizienz von Gebäuden flächendeckend verbessert werden
kann, ist die zentrale Frage des „zukunft haus“ - Kongresses 2009, den die
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) am 24. und 25. November in Berlin veranstaltet.
In den Vorträgen und Diskussionen stehen neben den politisch-ökonomischen
Strategien und deren Umsetzung unter
anderem die Steigerung der Nachfrage
nach Energieeffizienz, innovative Dienstleistungen und Techniken im Gebäudebereich und das kommunale Energiemanagement auf dem Programm. Der
„zukunft haus“- Kongress ist das bedeutendste Forum für Experten und Entscheider zum Thema Energieeffizienz von Gebäuden.
Alle Informationen zum Programm und
zur Anmeldung sind unter www.zukunfthaus.info/kongress2009 zu finden. Die Teilnahmegebühr beträgt 250 €, für Vertreter
der öffentlichen Hand ermäßigt 190 €.
www.mehr-Energie-Effizienz.de
Klimaschützend dämmen, Heizkosten und Verarbeitungsaufwand sparen,
Wohnkomfort steigern. Mit ISOVER erreichen Sie mehr Energie-Effizienz.
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2009
5
FÖRDERMITTEL
LICHT IM DUNKELN
DIE STRUKTUR DER FÖRDERMITTEL IN DEUTSCHLAND
Foto: Rainer Sturm / www.pixelio.de
Auf der Grundlage europäischer
und nationaler Bestimmungen
zum Klimaschutz wurden von
der Bundesregierung zahlreiche
Maßnahmenpakete beschlossen und gesetzgeberisch umgesetzt. Sie sollen helfen, die Klimaschutzziele zu erreichen. Vor
der Welt-Klimakonferenz in Bali
wurde im Dezember 2007 das Integrierte Energie – und Klimaprogramm (IEKP) verabschiedet – es
beinhaltet 29 Maßnahmen, vor
allem zur Förderung der Energieeffizienz und erneuerbaren
Energien.
Die energetische Modernisierung der sozialen Infrastruktur, das Erneuerbare Energien Wärmegesetz (EEWärmeG), der
Ausbau der Förderprogramme zur energetischen Gebäudesanierung und die
Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind die wichtigsten Programme. Darüber hinaus wurden auch
Maßnahmen für Klimaschutz und Energieeffizienz außerhalb von Gebäuden
und Technik beschlossen. Zum Beispiel
Die Bundesregierung unterstützt zusätzliche Investitionen in die Energieeffizienz von Gebäuden und stockt die Mittel für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und für andere Maßnahmen um insgesamt 3 Mrd. € für
die Jahre 2009 bis 2011 im Konjunkturpaket I auf. Im Konjunkturpaket II
greift der Bund den Kommunen und den Ländern mit einem Investitionsprogramm unter die Arme. Die geplanten Maßnahmen sollen helfen, die
CO2-Emissionen zu verringern und die Energieeffizienz zu steigern.
Die Förderprogramme des Bundes und der Länder sind in den gesetzgeberischen Kontext eingebunden. Je nach Antragsteller und Art der Maßnahme sind die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das Bundesamt für
Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie die Institutionen der Länder maßgeblich für
die Durchführung, Ausgestaltung und
Verteilung der zur Verfügung stehenden
Mittel zuständig.
Die Förderlandschaft in den einzelnen Bundesländern ist entsprechend der
Bei der KfW gibt es Förderproübergeordneten Ziele zum Klimaschutz sehr unterschiedlich gestaltet. Wir
gramme für Unternehmen sowie Komgeben Ihnen eine Zusammenfassung der wichtigen bundesweiten Promunen und soziale Einrichtungen. Prigramme mit Ihren Kerninhalten und Rahmenbedingungen. Mit einer tabellavate- und Wohnungsbaugesellschaften
rischen Übersicht der Förderungen auf Länderebene informieren wir Sie zuerhalten für die Sanierung und den Bau
sätzlich über regionale Möglichkeiten.
bzw. Kauf von Energieeffizienten Wohngebäuden zinsverbilligte Darlehen oder
Zuschüsse. Für Unternehmen fördert die
werden Energieeffizienzberatungen in
KfW Energieeffizienzberatungen mit bis zu 80 %. Außerdem gibt es zinskleineren und mittleren Unternehmen
verbilligte Darlehen für Investitionen in den Umweltschutz oder für Maßmit einem Zuschuss gefördert und die
nahmen zur effizienteren Energieerzeugung und -verwendung.
Kommunen bei der Erstellung von KlimaDie Sanierung sozialer Infrastruktur (bspw. Schulen, Kitas, Schulsportschutzkonzepten finanziell unterstützt.
und Schwimmhallen) kommunaler und gemeinnütziger Träger bildet den
Mit dem Maßnahmenpaket „BeschäftiSchwerpunkt im Konjunkturpaket I und II.
gungssicherung durch WachstumsstärDas Bundesamt für Ausfuhrkontrolle, fördert die Errichtung und die Erkung“ (Konjunkturpaket I) und dem
weiterung kleiner bis mittlerer Anlagen im Bereich der Wärmeerzeugung
„Pakt für Beschäftigung und Stabilität“
(Solarthermie, Wärmepumpe, Biomasse). Erneuerbare Energien zur Erzeu(Konjunkturpaket II) wurden noch zusätzgung von Strom werden durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit
liche Maßnahmen ergriffen, um Arbeitsder Abnahmepflicht des erzeugten Stromes durch den jeweiligen Energieplätze zu schaffen und gleichzeitig die
versorger unterstützt. Dazu ist im EEG, je nach Anlagentyp, eine gesicherte
Klimaschutzziele zu erreichen.
Einspeisevergütung festgelegt.
plus
6
2009
C.A.N. 5431
MAKING MODERN LIVING POSSIBLE
Jetzt gibt es eine Geldspritze von Vater Staat
und das aktuelle Info-Paket von Danfoss!
Seit dem 1.4.2009 können Besitzer von Ein-/Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen Kredite, Investitionszuschüsse und Sonderzuschüsse für die
Modernisierung ihrer Heizungsanlage und Warmwasserbereitung von der
KfW-Bank und der BAFA erhalten. Die Möglichkeiten sind breit gefächert.
Wir haben für Sie ein komplettes Paket geschnürt, mit dem Sie Ihre Kunden
informieren und aktivieren können. Die 6-seitige Info-Broschüre informiert
über die wichtigsten Fördermöglichkeiten. Spezial-Infoblätter zu den Förderthemen „25% Sonderprämie“, „Wärmepumpen“, „Fußbodenheizung“ und
„Lüftungsanlagen“ lassen sich als Beilage zu Ihrer Kundenpost oder als Hauswurfsendung einsetzen. Dazu gibt es ein Info-Blatt mit Tipps und Anregungen,
wie Sie die Aktionsmittel wirksam einsetzen können. Das Komplettpaket ist
unter www.waerme.danfoss.de mit Bestellformular für Sie hinterlegt.
Mit der DanBasic CD oder der Danfoss-Grundfos-Datenscheibe bietet Ihnen
Danfoss auch noch die Werkzeuge zur Ermittlung der Ventileinstellwerte für
den hydraulischen Abgleich. Diese Werte müssen dokumentiert und dem
Antrag für die Sonderförderung „Energieeffizient Sanieren“ beigelegt werden.
Danfoss GmbH • Bereich Wärmeautomatik
Carl-Legien-Str. 8, 63073 Offenbach
Telefon: +49 (0) 69 4 78 68-621 • Telefax: +49 (0) 69 4 78 68-511
E-Mail: [email protected] • Internet: www.waerme.danfoss.de
FÖRDERMITTEL
KONJUNKTURPAKET II
ZUKUNFTSINVESTITIONEN DER KOMMUNEN UND DER LÄNDER
Für die genannten Investitionsschwerpunkte stehen insgesamt 13,3 Mrd. € für
den Zeitraum 2009 bis 2010 zur Verfügung. Davon trägt der Bund 10 Mrd. €,
die Länder und Gemeinden 3,3 Mrd. €.
6,5 Mrd. € der Bundesanteile sind für Investitionen in die Bildungsinfrastruktur
vorgesehen, die übrigen 3,5 Mrd. € sind Maßnahmen der sonstigen Infrastruktur vorbehalten.
GESAMTINVESTITIONSVOLUMEN UND SEKTORALE AUFTEILUNG
14
12
3,3
Länder
Bund
10
Mrd. Euro
Anfang 2009 beschloss die Bundesregierung das sogenannte
Konjunkturpaket II mit einem Gesamtumfang von 50 Mrd. €. Ein
bedeutender Schwerpunkt bildet
dabei das Programm „Zukunftsinvestitionen der Kommunen
und der Länder“. Die Investitionsschwerpunkte liegen hier bei den
Bildungseinrichtungen und der
kommunalen Infrastruktur.
8
6
10
4
6,5
2
3,5
0
Gesamt
Bildung
Infrastruktur
sparsam
sicher
stabil
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8
2009
Aufgrund der Zielstellung – schnelle konjunkturelle Wirksamkeit und Förderung der örtlichen Bau- und Handwerkerschaft – werden in diesem Programm nur bauliche Investitionen gefördert, die kurzfristig in 2009 und
2010 umsetzbar sind.
UMSETZUNG
Die rechtliche und verwaltungsmäßige Umsetzung erfolgt durch ein Fondsgesetz, ein Fördergesetz nach Artikel 104 b GG sowie einer Bund-LänderVerwaltungsvereinbarung. Die Länder erlassen ihrerseits Förderrichtlinien
oder verwenden bereits vorhandene (z. B. Investitionspakt). Die Anträge
und die Bewilligung der Finanzmittel erfolgt durch das jeweilige Land. Bis
Ende Mai 2009 hatten die Länder die zu fördernden Projekte an den Bund
gemeldet. Der behält sich vor, fünf Monate nach Beendigung einer Maßnahme, die zweckentsprechende Verwendung der eingesetzten Fördermittel zu prüfen. Darüber hinaus ist auf den Bauschildern vor Ort und nach
Fertigstellung einer Baumaßnahme darauf hinzuweisen, dass es durch den
Bund gefördert wird.
FÖRDERVORAUSSETZUNGEN
Die Finanzhilfen dürfen nicht zur Finanzierung einer Investition verwendet
werden, deren Gesamtfinanzierung bereits durch einen Haushaltsplan abgesichert wurde. Gefördert werden nur zusätzliche Maßnahmen, die am
27. Januar 2009 oder später begonnen wurden. Bei früher begonnenen,
aber noch nicht abgeschlossenen Maßnahmen, ist eine Förderung nur
möglich, wenn es sich um einen selbständigen Abschnitt eines laufenden
Vorhabens handelt, dessen Finanzierung bislang nicht gesichert war.
Die Finanzhilfen aus dem Konjunkturpaket werden in den Jahren 2009
und 2010 gewährt, die Maßnahmen müssen spätestens bis zum 31. Dezember 2009 begonnen werden. Als Beginn einer Baumaßnahme gilt der
Abschluss eines Lieferungs- und Leistungsvertrages, Planung oder Grunderwerb gelten nicht als Beginn. 2011 können nur noch Maßnahmen gefördert werden, die vor dem 31. Dezember 2010 begonnen wurden und bei
denen im gleichen Jahr ein selbständiger Abschnitt des Investitionsvorhabens abgeschlossen wird.
Damit die Mittel auch in dem kurzen Zeitraum abgerufen werden können, wurde in Abstimmung mit der Europäischen Kommission die Vergabeordnung für zwei Jahre an die besondere Situation angepasst. Dabei wurden die Schwellenwerte für beschränkte Ausschreibungen im Baubereich
nach VOB auf 1 Mio. € und für freihändige Vergaben auf 100 000 € angehoben. Um trotzdem den Wettbewerb und die Transparenz der Vergaben herzustellen, sind die Vergabestellen verpflichtet, über die Unternehmen zu informieren, die einen Auftrag erhalten haben.
INVESTITIONSSCHWERPUNKT
Bildung
Wichtigster Schwerpunkt ist die Sanierung von Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Einrichtungen der
Weiterbildung. Für die Förderung ist es nicht maßgeblich, wer der jeweilige Träger ist – Land, Kreis, Gemeinde, gemeinnütziger Verein, Kirche – sondern, ob das zu
sanierende Gebäude auch langfristig genutzt wird.
Mit den Sanierungsmaßnahmen sollen die CO2Emissionen verringert und die Energieeffizienz – auch
unter Einsatz erneuerbarer Energien – gesteigert werden.
2009
(Sonstige) Infrastruktur
In diesem Förderkomplex werden Krankenhäuser, der Städtebau (ohne Abwasser und ÖPNV), Lärmschutzmaßnahmen
an kommunalen Straßen, die ländliche
Infrastruktur (ohne Abwasser und ÖPNV)
sowie sonstige Infrastrukturinvestitionen
gefördert.
Der Infrastrukturbereich im Städtebau
umfasst in erster Linie Einrichtungen wie
Jugend- oder Altentreffs, Sportstätten,
Stadtteilbibliotheken, Feuerwehrgebäude, aber auch Kultureinrichtungen wie
Museen oder Theater. Außerdem zählen
Rathäuser oder sonstige Verwaltungsgebäude der Stadt dazu.
Bei Lärmschutzmaßnahmen an
kommunalen Straßen erfolgt die Konkretisierung auf der Grundlage von
Lärmaktionsplänen nach dem BundesImmissionsschutzgesetzes. Gefördert
werden insbesondere der Einbau oder
Austausch von Lärmschutzfenster,
Lärmabschirmungen sowie der Ersatz
„lauter“ Fahrbahndecken durch einen
sog. „Flüsterbelag“.
ROLLE DES PLANERS
Sofern der überwiegende Teil der Mittel
in die energetische Sanierung fließt, ergeben sich an dieser Stelle auch die
größten Möglichkeiten für Planer. Die
entsprechende Beratung der Bauherren
und die Planung von förderfähigen Maßnahmen an kommunalen Bestandsgebäuden erfordern dabei aber erweiterte
Kenntnisse. Dazu kommt die Erstellung
der notwendigen Nachweise nach EnEV,
eine für Nichtwohngebäude mitunter anspruchsvolle Aufgabe. Besonders für Planer, die im Themengebiet energieeffizientes Sanieren qualifiziert sind, ergeben
sich im Zusammenhang mit der Förderung die besten Chancen. Eine Weiterbildung in diesem Themengebiet ist ohnehin eine Investition in die Zukunft.
plus
Werden energetische Sanierungen durchgeführt, muss das Gebäude dem
Standard entsprechen, den die Energieeinsparverordnung für Maßnahmen
im Bestand vorschreibt. Dabei ist zu beachten, dass im Oktober 2009 die
neue Energieeinsparverordnung mit im Schnitt um 30 % erhöhten Anforderungen in Kraft treten wird. Ausnahmen gelten nur für Gebäude, die unter
Denkmalschutz stehen.
9
FÖRDERMITTEL
EIN PLUS FÜR KITAS
UND SCHULEN
FINANZIERUNG DER ENERGETISCHEN SANIERUNG
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellt für die Finanzierung energetischer Sanierungen
in der kommunalen und sozialen
Infrastruktur zwei Programme zu
Verfügung, die inhaltlich gleich
sind, sich aber hinsichtlich der
Zielgruppe und der Konditionen
unterscheiden.
nach deutschen Regionalfördergebieten. Dazu zählen alle Standorte in den
neuen Ländern sowie die Regionalfördergebiete in den alten Ländern und
Berlin gemäß der von der EU-Kommission genehmigten Fördergebietskarte 2007 – 2013 für Deutschland (siehe Seite 13). In den Regionalfördergebieten werden bis zu 100 % der förderfähigen Investitionskosten gefördert, in den übrigen Gebieten bis zu 70 %. Die Antragstellung erfolgt vor
Beginn eines Vorhabens und direkt bei der KfW.
Im Programm „Sozial Investieren – Energetische Gebäudesanierung“
sind alle gemeinnützigen Organisationen inklusive der Kirchen, die Träger
der zu sanierenden Gebäude sind, antragsberechtigt. Der Nachweis der
Gemeinnützigkeit muss durch eine Freistellungsbescheinigung des Finanzamtes von der Körperschaftssteuer erbracht werden. Es werden bis zu 100%
der Investitionskosten finanziert, die Antragstellung erfolgt vor Beginn des
Vorhabens über die jeweilige Hausbank. Mehrjährige Vorhaben sind in Bauabschnitte zu gliedern und dürfen einen Zeitraum von 24 Monaten nicht
überschreiten.
Die Förderprogramme „Energieeffizient
Sanieren – Kommune“ und „Sozial Investieren – Energetische Gebäudesanierung“ sind Bestandteil des Nationalen
Klimaschutzprogramms sowie des Programms für Wachstum und Beschäftigung der Bundesregierung. Sie dienen
Für beide Förderprogramme gilt:
der zinsgünstigen und
Bei Maßnahmen nach A (Neubau-Niveau) werden maxilangfristigen Finanziemal 350 €/m² Netto-Grundfläche (NGF nach der DIN 277)
rung von Maßnahmen
Förderfähig sind alle unmittelfinanziert.
in der kommunalen
bar mit den EnergiesparmaßBei Maßnahmen nach B (Einzel und/oder Einzelpaund sozialen Infranahmen verbundenen Kosten.
kete) werden 50 €/m² Netto-Grundfläche pro Einzelmaßstruktur zur MindeDazu zählen zum Beispiel
nahme gefördert. Wird ein Maßnahmenpaket von minrung des CO2-AusstoBeratung- und Planungsleisßes an Gebäuden, die
destens drei Einzelmaßnahmen durchgeführt, erhöht
tungen sowie Kosten notwenvor 1990 fertig gesich der Darlehenshöchstbetrag auf 200 €/m² – jede weidiger Nebenarbeiten, die zur
stellt wurden.
tere Maßnahme stockt die Förderung um 50 €/m² auf,
ordnungsgemäßen FertigstelGefördert werden
wobei der Höchstbetrag für die Förderung von Maßnahlung und Funktion des Gebäuentweder energemenpaketen 300 €/m² beträgt.
des erforderlich sind (beitische Sanierungen
Bei der Durchführung von einzelnen Wärmeschutzspielsweise Erneuerung der
auf Neubau-Niveau
maßnahmen ist darauf zu achten, dass alle BauteilfläFensterbänke, Blower-Doornach der Energiechen gedämmt bzw. alle Fenster ausgetauscht werden.
Test zur Prüfung der Luftdichteinsparverordnung
Ausnahmen müssen vom Sachverständigen begründet
heit).
(EnEV) (Variante A)
werden.
sowie EinzelmaßnahDie Kombination mit anderen Fördermitteln ist grundmen und Maßnamensätzlich möglich, nicht jedoch mit dem KfW-Programm
pakete zur Energieeinsparung (Variante
„Erneuerbarer Energien“. Kosten für Beratung durch einen SachverständiB). Förderschwerpunkte sind dabei
gen sind förderfähig, sofern dazu keine anderen Fördermittel beansprucht
Schulen, Schulsporthallen, Kindertageswerden.
stätten, Gebäude der Kinder- und Jugendarbeit sowie Schwimmhallen.
ANTRAGSTELLUNG UND KONDITIONEN
plus
MERKMALE DER FÖRDERUNG
Im Programm „Energieeffizient Sanieren
– Kommune“ sind Kommunen, aber
auch deren Eigenbetriebe sowie Zweckverbände antragsberechtigt. Die Förderhöhe ist gekoppelt an die Einteilung
10
Die Beantragung erfolgt für Kommunen direkt bei der KfW, bei sozialen
Einrichtungen über die Hausbank. Auf dem Antragsformular sind die Maßnahmen nach A (Neubau-Niveau) aufzuführen, die dazu beitragen das Ziel
zu erreichen. Bei Maßnahmen nach B (Einzel und/oder Einzelpakete) muss
angegeben werden, für welche Maßnahmen die Finanzierung beantragt
wird und wie diese ausgeführt werden sollen (Dämmstärke, Wärmeleitgruppe).
2009
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Schallmauer
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Objektbau.
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FÖRDERMITTEL
Fördergebiete der
Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung
der regionalen Wirtschaftsstruktur”
2007 – 2013
in gemeindescharfer
Abgrenzung
Neben dem Antragsformular und einer
kurzen Projektbeschreibung sind folgende Anlagen zusätzlich einzureichen:
1. Für die energetischen Maßnahmen
sind die Anforderungen durch einen
Sachverständigen zu unterzeichnen
2. Bei öffentlich-rechtlichen Antragstellern, die das Kreditobligo bei der
KfW von über 50 Mio. € überschritten haben, sind Angaben über die
Haushaltspläne vorzulegen
3. Für Zweckverbände ist die Vorlage
der Verbandssatzung obligatorisch
Gemeinden, Stand 31.12.2007
A – Fördergebiet
A – Fördergebiet
(„statistische EffektRegion”)
C – Fördergebiet
C – Fördergebiet (davon
Städte/Gemeinden teilweise)
D – Fördergebiet
D – Fördergebiet (davon
Städte/Gemeinden teilweise)
Teilweise C -, teilweise
D – Fördergebiet
Nicht-Fördergebiet
Für das Darlehen kommt der zum Zeitpunkt der Auszahlung gültige Programmzinssatz (Stand September 2009: 1,35 %) zur Geltung, die Auszahlung beträgt 100 %. Dieser Zinssatz wird für zehn Jahre bei Kommunen
und bei sozialen Einrichtungen zehn oder 20 Jahre festgeschrieben. Nach
Beendigung der Zinsfestschreibungsfrist werden neue Konditionen vereinbart, die maximale Kreditlaufzeit beträgt 30 Jahre bei maximal fünf tilgungsfreien Anlaufjahren.
plus
Beispiel:
Eine Kommune außerhalb des GA-Fördergebiets führt eine umfassende energetische Sanierung an einer Schule aus dem Jahr 1964 durch. Mit der Sanierung wurde das Neubauniveau erreicht, eine entsprechende Bestätigung
liegt vor. Die NGF beträgt 2 500 m². Die Gesamtkosten des Vorhabens belau-
Ergänzende Unterlagen, die mit der Investitionsmaßnahme in Verbindung stehen, können von der KfW zusätzlich angefordert werden.
12
fen sich 1,4 Mio. €, davon 1,2 Mio. € für energetische Sanierungsmaßnahmen. Die Finanzierung erfolgt durch ein KfW-Darlehen in Höhe von
840 000 €, die aufzubringenden Eigenmittel betragen 560 000 €.
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FÖRDERMITTEL
ERNEUERBARE
ENERGIEN
DIE WICHTIGSTEN PROGRAMME IM ÜBERBLICK
TEIL 1:
BAFA (Bundesamt für Wirtschaft
und Ausfuhrkontrolle)
Im Rahmen des Marktanreizprogramms
des Bundesministeriums für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit fördert das Bundesamt für Wirtschaft und
Ausfuhrkontrolle (BAFA) Maßnahmen
zur Nutzung erneuerbarer Energien im
Wärmemarkt. Ziel ist es, den Absatz regenerativer Techniken zu erhöhen und
deren Wirtschaftlichkeit zu verbessern.
Die Förderung ist
Teil des integrierten EnergieWer darf beantragen?
und KlimaproAntragsberechtigt sind alle die
gramms der
eine Anlage zur Nutzung erneuBundesregierung,
erbarer Energien errichten oder
für 2009 sollen bis
erweitern möchten. Neben prizu 500 Mio. € hiervaten Antragstellern sind das
für zur Verfügung
auch Freiberufler, Unternehstehen, deutlich
men, Kommunen und gemeinmehr als im Vornützige Organisationen. Ausgejahr.
schlossen sind lediglich
Gefördert werAnlagenhersteller sowie der
den SolarkollekBund und die Länder mit deren
toren, BiomasseEinrichtungen.
heizkessel und
effiziente Wärmepumpen mit nicht
zurückzahlbaren Zuschüssen. Neben der
Basisförderung gibt es zusätzliche Boni,
beispielsweise für besonders innovative
Techniken. An gewerbliche Antragsteller
richtet sich die Förderung großer Anlagen, die über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) herausgereicht wird.
Die Förderung unterscheidet Basis
und Bonusförderungen. Die Richtlinie
ist, besonders in Bezug auf die Bonusregelungen, sehr komplex und kann hier
nur auszugsweise wiedergegeben werden.
plus
Thermische Solaranlagen
Im Rahmen der Basisförderung wird wie
folgt verfahren: Die Erstinstallation kleiner Solarkollektoranlagen (bis 40 m²) zur
14
Warmwasserbereitung werden mit 60,- € je m² Kollektorfläche bezuschusst, mindestens mit 410,- € je Anlage. Die Förderung für Solaranlagen
zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, zur
solaren Kälteerzeugung oder zur Bereitstellung von Prozesswärme beträgt
105,- € je m². Größere Anlagen (ab 40 m²) werden mit dem gleichen Betrag
für die ersten 40 m² bedacht (4 200 €), die darüber hinaus errichtete Kollektorfläche mit zusätzlich 45 € je m². Letztgenannter Fördersatz gilt auch für
die Erweiterung einer bestehenden Anlage.
Eine Innovationsförderung von 210,- € je m² Kollektorfläche wird beispielsweise für die Erstinstallation von großen Solaranlagen (20 bis 40 m²)
für Wohngebäude mit mind. drei Wohneinheiten vergeben.
Für Anlagen in Neubauten wird eine um 25 % reduzierte Förderung vergeben, da hier ohnehin eine Nutzungsverpflichtung durch das ErneuerbareEnergien-Wärmegesetz (EEWärmeG) gebeben ist.
Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse
Für Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse mit einer Leistung von 5 bis
100 kW richtet sich die Förderhöhe nach dem Anlagentyp und der Leistung
der Anlage: Einfache Pelletöfen werden mit pauschal 500,- € bezuschusst,
solche mit Anschluss an die Zentralheizung mit 36,- € je kW, jedoch mindestens 1 000,- €. Für Pelletkessel wird der gleiche Fördersatz vergeben,
die Mindestförderung beträgt dann aber 2 000,- € bzw. 2 500,- €, wenn mit
der Anlage ein Pufferspeicher eingebaut wird. Einen pauschalen Zuschuss
von 1 000,- € bzw. 1 125,- € gibt es für Holzhackschnitzel-Anlagen und
Scheitholzvergaserkessel.
Auch hier gilt die um 25 % reduzierte Förderung für Neubauten. Anlagen mit Brennwertnutzung oder einer Abgasreinigung gelten als innovativ,
die entsprechende Förderung dafür beträgt 500,- € je Anlage.
Effiziente Wärmepumpen
Bei Wärmepumpen gelten Anforderungen an deren Effizienz in Form einer
Mindest-Jahresarbeitszahl. Grundsätzlich wird in der Basisförderung zwischen Anlagen in Neubauten und solchen in bestehenden Gebäuden unterschieden. Die Förderhöhe unterscheidet sich auch nach Anlagentyp:
Wasser/Wasser- und Sole/Wasser-Anlagen werden höher bezuschusst als
Luft/Wasser-Anlagen.
Für Neubauten beträgt die Förderung 10,- € (5,- €) je m² Wohnfläche
bzw. beheizter Nutzfläche bei Nichtwohngebäuden, maximal 2 000,- €
(850,- €) je Wohneinheit bzw. 10 % (8 %) der Nettoinvestitionskosten bei
Wohngebäuden ab zwei Wohneinheiten und bei Nichtwohngebäuden. Die
Werte in Klammern beziehen sich auf Luft/Wasser-Anlagen.
Anlagen in bestehenden Gebäuden werden höher bezuschusst: Hier
betragen die Fördersätze 20,- € (10,- €) je m² Wohnfläche bzw. beheizter
Nutzfläche bei Nichtwohngebäuden, maximal 3 000,- € (1 500,- €) je Wohneinheit bzw. 15 % (10 %) der Nettoinvestitionskosten bei Wohngebäuden
ab zwei Wohneinheiten und bei Nichtwohngebäuden.
Die Innovationsförderung für Wärmepumpen sieht eine Erhöhung der
Fördersätze und Fördergrenzen um 50 % für besonders effiziente Anlagen
vor.
2009
Vorher: ein Sanierungsfall.
Nachher: ein Erfolgsmodell.
Jetzt heißt es: dranbleiben.
ENERGETISCHE
Nicht nur Schulen machen Schule: Das Referenzobjekt
zeigt nur eines von vielen maroden Gebäuden, die
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SANIERUNG
MIT SCHÜCO
FÖRDERMITTEL
Antragstellung und Konditionen
„ES SIEHT
ZWAR NICHT SO AUS,
ABER ICH VERDIENE
GERADE GELD!“
Für das Darlehen kommt der zum Zeitpunkt der Auszahlung
gültige Programmzinssatz zur Geltung (Stand September
2009: ab 2,31 % effektiv p.a., für KMU ab 2,05 % effektiv
p.a.), die Auszahlung beträgt 96 %. Der Zinssatz wird für zehn
Jahre festgeschrieben, nach Beendigung der Zinsfestschreibungsfrist werden neue Konditionen vereinbart. Die maximale
Kreditlaufzeit beträgt 20 Jahre bei maximal drei tilgungsfreien
Anlaufjahren. Bei zehn Jahren Darlehenslaufzeit werden
höchstens zwei tilgungsfreie Anlaufjahre gewährt.
Für Anträge auf Tilgungszuschüsse, die noch bis Ende
2009 zugesagt werden, ist die Einreichung des Verwendungsnachweises bis spätestens 1. September 2010 erforderlich.
Begründete Anträge auf Verlängerung dieser Frist können bis
zum 1. September 2010 gestellt werden.
plus
Die Anträge sind vor Vorhabensbeginn auf den entsprechenden Vordrucken über die örtlichen Kreditinstitute bei der
KfW- Förderbank einzureichen, Kommunen stellen den Antrag
direkt bei der KfW.
TEIL 3:
Photovoltaikförderung durch das EEG
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Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördert im Interesse
des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung
der Energieversorgung durch erneuerbare Energien an der
Stromversorgung. Ziel ist es, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 30 % und danach kontinuierlich weiter zu erhöhen. Der
erzeugte Strom aus erneuerbaren Energien muss nach dem
Gesetz vom Netzbetreiber vergütet werden.
Für Anlagen, die an oder auf baulichen Anlagen (Dachanlagen, Lärmschutzwände, etc.) installiert wurden, beträgt die
Vergütung bei einer Leistung bis einschließlich 30 kWp
43,01 Cent pro kWh. Über 30 kWp muss eine gesonderte
Vergütungsberechung erfolgen.
Wird der Strom aus solarer Strahlungsenergie vom Anlagenbetreiber selbst verbraucht, so verringert sich die Vergütung (bis einschließlich einer installierten Leistung von
30 kWp) auf 25,01 Cent pro kWh.
Für ab 2009 errichtete Solarstromanlagen gilt der Vergütungsanspruch nur, wenn die Anlage bei der Bundesnetzagentur
angemeldet wurde. Für die Jahre 2010 und 2011 werden die Vergütungssätze jährlich um 10 % in Abhängigkeit von der Leistung
und des baulichen Standortes gesenkt. Die Vergütungssätze für
die nachfolgenden Jahre werden jeweils zum 31. Oktober im
Bundesanzeiger veröffentlicht.
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16
2009
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FÖRDERMITTEL
KOMMUNALER
KLIMASCHUTZ
SOZIALE, KULTURELLE, ÖFFENTLICHE PROJEKTE
Im Rahmen europäischer und nationaler Bestimmungen zum Klimaschutz hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, die
Treibhausgasemissionen bis 2020
um 40 % unter das Niveau von
1990 zu senken. Dazu wurde 2007
das „Integrierte Energie- und Klimaschutzprogramm der Bundesregierung“ (IEKP) beschlossen.
Damit dieses Ziel erlangt werden kann,
wurde u. a. die Klimaschutzinitiative des
Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) ins
Leben gerufen. Sie dient dazu, „ergänzende Anreize zum IEKP zu setzen und
die Potenziale zur Emissionsminderung
durch die Steigerung der Energieeffizienz und die Nutzung regenerativer Wärme kostengünstig und breitenwirksam
zu erschließen“, so das BMU. Es gibt
drei Förderschwerpunkte:
Klimaschutz- und
Antragsberechtigt sind nicht
Teilkonzepte, Klikommerzielle, soziale, kulturelle
maschutztechnosowie öffentliche Einrichtungen.
logien sowie Modellprojekte.
plus
Erstellung von Klimaschutz(-teil)konzepten
Der erste Förderschwerpunkt liegt darin, integrierte Klimaschutzkonzepte
und Teilkonzepte zu erstellen und sie später umzusetzen. Bei integrierten
Klimaschutzkonzepten werden alle klimarelevanten Bereiche, also die Bereiche Verkehr, Gebäude, Haushalte etc. betrachtet. Teilkonzepte beschränken sich auf relevante Teilbereiche, beispielsweise integrierte Wärmenutzungskonzepte, ein Klimaschutzmanagement für eigene Liegenschaften
oder Konzepte für den Verkehr (z.B. „fahrradfreundliche Stadt“) sowie für
bestimmte Quartiere oder Stadtteile. Für die Erstellung solcher Konzepte
bestehen seitens des Fördergebers inhaltliche Mindestanforderungen.
Bei der Erstellung von Klimaschutzkonzepten wird unter anderem eine
geeignete Projektgröße (beispielsweise 10 000 Einwohner, mind. zehn Liegenschaften) vorausgesetzt. Ein Zusammenschluss mehrerer Beteiligter
ist dabei möglich und erwünscht. Darüber hinaus muss ein signifikantes
Einsparpotenzial erkennbar sein und die relevanten Akteure beteiligt werden. Für den zeitlichen Ablauf gilt: Die Fertigstellung von Klimaschutzkonzepten bzw. Teilkonzepten soll spätestens nach einem Jahr erfolgen. Der
Förderumfang beträgt dabei 80 % der Sach- und Personalkosten.
BERATENDE BEGLEITUNG BEI DER UMSETZUNG
Die Umsetzung der Konzepte wird ebenfalls im Rahmen der Klimaschutzinitiative durch die Bundesregierung gefördert. Es werden Beratungs- und
Begleitungsleistungen wie beispielsweise die Projektsteuerung, die fachliche Beratung sowie Informations-, Schulungs- und Vernetzungsaktivitäten
finanziell unterstützt. Darüber hinaus ist der Klimaschutz in Schulen und Bildungseinrichtungen förderfähig: Unterstützt wird die Einführung und Weiterführung erprobter Energiesparmodelle. Die beratende Begleitung kann
durch unabhängige Dritte, aber auch durch eigenes, zusätzlich eingestelltes
FÖRDERSCHEMA FÜR KOMMUNALE KLIMASCHUTZMASSNAHMEN
Erstellen von Konzepten/
Teilkonzepten
Klimaschutzkonzepte
Begleitung der Umsetzung von Konzepten
Förderprogramm für Kommunen, soziale und kulturelle Einrichtungen
Klimaschutztechnologien
Klimaschutztechnologien
bei der Stromnutzung
Erstellen von Konzepten
für Modellprojekte
Modellprojekte
Förderung der Umsetzung
von Modellprojekten
18
2009
MINDESTINHALT VON KLIMASCHUTZKONZEPTEN
1.
CO2 Bilanz
2.
Potenzialabschätzung
+ fortschreitende CO2Energiebilanz
+ Energie- und CO2Einsparung
+ Erneuerbare
Energien
3.
Maßnahmenkatalog
Partizipativer
Erstellungsprozess
+ Mit Handlungsbeschreibung
Endprodukt
Konzept für
Controlling
Klimaschutz
Konzept
Öffentlichkeitsarbeit
Fachpersonal erbracht werden. Voraussetzung für die Bezuschussung ist
ein maximal drei Jahre altes Klimaschutz(-teil)konzept, ein Ratsbeschluss
für die Umsetzung und der Aufbau eines Klimaschutz- Controllingsystems.
Die Zuschüsse belaufen sich auch hier auf 80 % der Sach- und Personalkosten, die Personalkosten pro Jahr und Mitarbeiter/in sind dabei auf max.
70 000 € beschränkt. Der Förderzeitraum beträgt maximal drei Jahre.
ANWENDUNG VON KLIMASCHUTZTECHNOLOGIEN
Den zweiten Förderschwerpunkt bildet der Einsatz von Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung. Förderfähig sind hier alle Maßnahmen, die zu
einer Reduzierung von Treibhausgasen führen. Dazu gehören die Sanierung
von Innenbeleuchtungssystemen und der Außen- und Straßenbeleuchtung, aber auch die Optimierung der Heizungssysteme und die Sanierung
und Nachrüstung von Lüftungsanlagen.
Es werden 25 % der Kosten für die Investition und die Installation durch
qualifiziertes Fachpersonal übernommen. Die Vorhaben müssen ein Mindestfördervolumen von 3 000 € aufweisen.
ERSTELLUNG VON KONZEPTEN FÜR MODELLPROJEKTE
Letzter Schwerpunkt ist die Förderung von Konzepten für Modellprojekte
und deren spätere Umsetzung. Bei Modellprojekten ist eine deutliche Reduzierung von Treibhausgasen zu erzielen und der Einsatz von verfügbarer
hocheffizienter Technologien und erneuerbarer Energien obligatorisch. Im Gebäudebereich bedeutet das eine Reduzierung der CO2-Emissionen von 70 %
oder die Unterschreitung der Höchstwerte der endenergiebezogenen
CO2-Emissionen für einen entsprechenden Neubau nach Energiesparverordnung um mindestens 60 %. Über die Hälfte dieser Einsparungen soll
durch verfügbare Effizienztechnologien und Energieeinsparmaßnahmen erreicht werden. Bei Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen, kann von diesen Vorgaben abgewichen werden. In diesem Fall wird geraten, sich im
Vorfeld der Fördermittelbeantragung mit dem Projektträger als Antragsstelle in Verbindung zu setzen.
Gefördert werden Einzelvorhaben im Gebäudebereich und in anderen Handlungsfeldern, ausgenom-
2009
men sind Neubauten und Nichtwohngebäude. Die Förderung setzt, neben dem
Modellcharakter, die Begleitung durch
spezialisierte Planer und eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit voraus. Die Fertigstellung hat auch hier nach einem
Jahr zu erfolgen, der Zuschuss beträgt
ebenfalls bis zu 80 % der förderfähigen
Ausgaben.
UMSETZUNG
Das Antragsverfahren für die Umsetzung
von Modellprojekten ist zweistufig aufgebaut. Die erste Stufe beinhaltet dabei
eine formgebundene Projektskizze
(easy-Skizze), eine Vorhabensbeschreibung und ein Klimaschutzkonzept für
das Modellprojekt wie oben beschrieben. Dieses Konzept darf nicht älter als
drei Jahre sein. Nach Einreichung der
umfangreichen Projektskizze erfolgt die
Auswahl geeigneter Modellprojekte
durch den Fördergeber unter Einbeziehung und Abstimmung externer Gutachter und den zuständigen Ministerien.
Bei einer positiven Bewertung der
eingereichten Projektskizze erfolgt eine
schriftliche Aufforderung durch den Projektträger und des BMU zur Erstellung
eines förmlichen Förderantrages. Für
diese zweite Förderstufe werden nun
ein formgebundener Antrag, zusammen
mit einer Berechnung zur Emissionsund Energieeinsparung, der Darstellung
der Investitionskosten je Einzelmaßnahme (vorgegebenes Rechenblatt) und
einem Nachweis der Berücksichtigung
eines integrierten Planungsprozesses
eingereicht. Gefördert werden 60 % der
klimaschutzrelevanten Kosten, die für
die Zielerreichung des Modellprojektes
notwendig sind.
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19
FÖRDERMITTEL
SANIERUNG VON
WOHNIMMOBILIEN
KFW FÖRDERT ENERGIEEFFIZIENZ
Für die energetische Sanierung
von Wohngebäuden stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau mit
dem Programm „Energieeffizient
Sanieren“ seit dem 1. April 2009
ein lukratives Förderprogramm
zur Verfügung.
VORAUSSETZUNG UND UMFANG
In der Kreditvariante sind Privatpersonen, Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften, aber auch
Gemeinden, Kreise, Gemeindeverbände sowie sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts antragsberechtigt. Bei der
alternativen Zuschussvariante beschränkt sich der Kreis möglicher Antragsteller auf Privatpersonen und Wohneigentümergemeinschaften für selbst
Die Bundesregierung stellt hierfür im
genutzte oder vermietete Ein- und Zweifamilienhäuser bzw. EigentumsZeitraum 2009 bis 2011 zusätzliche
wohnungen. Anträge können für Gebäude gestellt werden, für die vor
Haushaltsmittel bereit, um ihre Klimadem 1. Januar 1995 der Bauantrag gestellt wurde.
und Beschäftigungsziele zu erreichen.
In beiden Varianten wird zwischen der umfassenden Sanierung zu
Die Förderung versteht sich als Weitereinem KfW-Effizienzhaus und der Förderung von Einzelmaßnahmen bzw.
führung des ehemaligen CO2-Gebäudefreien Kombinationen von Einzelmaßnahmen unterschieden. Die Fördesanierungsprogramms, inhaltlich wurde
rung zum KfW-Effizienzhaus setzt voraus, dass nach der Sanierung des Gees in Teilen erneuert und erweitert.
bäudes die Anforderungen einer Effizienzhaus-Förderstufe erfüllt werden.
Diese richten sich hinsichtlich
der spezifischen TransmissiÄNDERUNGEN IM PROGRAMM ENERGIEEFFIZIENT SANIEREN (PROGRAMMNUMMER 151 UND 430)
onswärmeverluste und dem
Neue
Bisherige
Zulässiger Höchstwert zum Re- TilgungsInvestitionsBezeichnung
Bezeichnung
ferenzgebäude nach EnEV2009
zuschuss
zuschuss
Primärenergiebedarf nach den
ab 1.10.2009
(gültig bis
Grenzwerten der Energie-Ein30.09.2009)
sparverordnung (EnEV) für eiHt‘
Qp
nen entsprechenden Neubau.
KfW-EH 1301
KfW-EH 100
130 %
145 %
5,0 %
10,0 %
Mit Inkrafttreten der neuen
KfW-EH 115
115 %
130 %
7,5 %
12,5 %
EnEV 2009 zum 1. Oktober
KfW-EH 100
KfW-EH 70
100 %
115 %
12,5 %
17,5 %
2009 werden neue FörderstuKfW-EH 85
85 %
100 %
15,0 %
20,0 %
fen eingeführt.
Vergeben werden dann
Qp Jahresprimärenergiebedarf
Darlehen von bis zu 100 % der
Ht‘ spezifische Transmissionswärmeverlust
Investitionskosten inklusive
Nebenkosten (z.B. Planungsleistungen), maximal 75 000 € pro Wohneinheit.
Wichtiges Merkmal ist der mit dem ProDazu kommt ein Tilgungszuschuss von 5 % bis 15 %, je nach erreichter Förgramm eingeführte einheitliche Standard
derstufe. Wird ein Zuschuss beantragt, beträgt dieser 10 % bis 20 % der för„KfW-Effizienzhaus“ für Neubau und Bederfähigen Investitionskosten von 75 000 €, also maximal 15 000 €.
standsgebäude.
Für Einzelmaßnahmen und Kombinationen von Einzelmaßnahmen verGefördert wird die energetische Saringert sich die maximale Kreditsumme auf 50 000 € pro Wohneinheit, der
nierung von Wohngebäuden zu einem
alternativ mögliche Zuschuss auf 5 %, maximal 2 500 €. Zuschussbeträge
Standard, dessen Anforderungen sich
unter 300 € werden nicht ausbezahlt, d.h. in jedem Fall ist eine Mindestinan denen der Energieeinsparverordvestitionssumme von 6 000 € vorgeschrieben. Als Einzelmaßnahmen gelnung (EnEV) orientieren. Darüber hinten Wärmeschutzmaßnahmen inklusive Austausch der Fenster, aber auch
aus werden Einzelmaßnahmen geförtechnische Maßnahmen wie der Einbau einer Lüftungsanlage oder die Erdert. Neu ist die zusätzliche Förderung
neuerung der Heizung. Nicht förderfähig sind hier Anlagen zur Nutzung erdes Ersterwerbs von sanierten Gebäuneuerbarer Energien, für diese kann auf die Förderung durch das BAFA zuden. Im Programmteil Sonderförderückgegriffen werden. Die Förderung von Einzelmaßnahmen ist an
rungen werden zusätzliche Anreize für
technische Randbedingungen geknüpft, die KfW gibt hier beispielsweise
begleitende und angrenzende MaßnahMindestanforderungen hinsichtlich des Wärmeschutzes vor.
men geschaffen. Vergeben werden
Der Programmteil Sonderförderung teilt sich in drei Bereiche auf: Ein
zinsgünstige Kredite, für bestimmte
Zuschuss in Höhe von 50 % der Kosten, maximal 2 000 € wird für eine
Antragsteller alternativ direkte ZuBaubegleitung durch einen externen Sachverständigen gewährt, wenn im
schüsse.
20
2009
bauverlag
EINKAUFSFÜHRER
BAU 2010
Der online und print Wegweiser
für Profis im Baubereich.
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Rahmen des Programms eine Sanierung
zum KfW-Effizienzhaus oder
eine Kombination von mindestens
zwei Einzelmaßnahmen durchgeführt wird.
Weiterhin wird die Optimierung bestehender
Wärmeverteilungen mit 25 % bezuschusst, darunter fällt beispielsweise auch der hydraulische Abgleich der Anlage. Letzter Teil ist der Austausch bestehender Nachtstromspeicherheizungen mit einem Zuschuss von 200,- € je abgebautem
Gerät.
KONDITIONEN UND ANTRAGSTELLUNG
Die Darlehenskonditionen im Programm „Energieeffizient Sanieren“ sind für die Sanierung zum KfW Effizienzhaus besonders attraktiv. Hier beträgt der Effektivzinssatz je nach Laufzeit
ab 1,41 %. Für Einzelmaßnahmen immerhin noch 2,47 %. Die
Laufzeit kann zwischen 10 und 30 Jahren bei ein 1- 5 tilgungsfreien Anlaufjahren gewählt werden. Die Zinsbindung beträgt
10 Jahre, nach Ablauf dieser Frist unterbreitet die KfW der
durchleitenden Bank ein Prolongationsangebot.
Die Beantragung von Darlehen erfolgt vor Maßnahmenbeginn bei der Hausbank, Zuschüsse werden direkt bei der KfW
beantragt. Im Fall der Sanierung zum KfW- Effizienzhaus ist
eine zusätzliche Bestätigung eines Sachverständigen hierüber
beizufügen. Als Sachverständige gelten im Bundesprogramm
„Vor- Ort- Beratung“ oder vom Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. zugelassene Energieberater oder Personen, die
nach EnEV Ausstellungsberechtigte für Energieausweise sind.
Spätestens neun Monate nach vollständiger Kreditauszahlung bzw. 36 Monate nach Auszahlung des Zuschusse muss
die programmgemäße Verwendung der Mittel nachgewiesen
werden. Bestätigt wird unter anderem die Durchführung der
Maßnahmen durch ein Fachunternehmen, die Einhaltung der
technischen Mindestanforderungen an die jeweiligen Maßnahmen und das Erreichen des energetischen Niveaus bei einer Sanierung zum KfW-Effizienzhaus.
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FÖRDERMITTEL
FÖRDERPROGRAMME
AUF EINEN BLICK
WANN DARF KUMULIERT WERDEN?
ZIELGRUPPE
FÖRDERPROGRAMM
KOMMUNALE
INFRASTRUKTUR
WOHNEN
ERNEUERBARE
ENERGIEN
(WÄRME)
ERNEUERBARE
ENERGIEN
(STROM)
PLANEN UND
BERATEN
Investition und
Sanierung (auch
energetische)
Betreutes Wohnen, Alten- und
behindertengerecht
Solarthermie,
Biomasse,
WP, Lüftung,
Beleuchtung
Photovoltaik,
Kraft-WärmeKopplung
Planung,
Konzepte,
Nachweise
K
Z
TZ
K
Z
TZ
K
Z
TZ
K
Z
TZ
K
Z
TZ
Kommunal Investieren Investoffensive Infrastruktur 1)3)5)
Kommunal Investieren 5)
KOMMUNEN, KOMMUNALE UNTERNEHMEN
UND SOZIALE EINRICHTUNGEN
Sozial Investieren Investoffensive Infrastruktur 1)3)
Sozial Investieren Energetische Gebäudesanierung
Sozial Investieren
Kommunalkredit Investoffensive Infrastruktur 1)2)3)
Energieefizient Sanieren Kommunen 4)
KfW-Investitionskredit Kommunen
KfW-Investitionskredit Kommunen
- flexibel
BMU-Umweltinnovationsprogramm
KfW-Programm
Erneuerbare Energien - “Standard“
KfW-Programm
Erneuerbare Energien - “Premium“
Energieeffizient Bauen
6)
Energieeffizient Sanieren
Energieeffizient Sanieren Sonderförderung
Wohnraum Modernisieren Standard
Wohnraum Modernisieren Altersgerecht Umbauen
Marktanreizprogramm (MAP)
Klimaschutzinitiative der
Bundesregierung
Einspeisevergütung nach EEG
KWK-Gesetz;
elektr. Leistung max. 50 kW
Die Aufzählung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit
1)
in sog. Regionalfördergebieten (GA-Gebiete)
Kommune in Haushaltsnotlage
3)
befristet bis 2010
4)
in GA-Gebiete 100 %; Rest 70 %
5)
Kommunale Unternehmen
6)
Nicht bei Einzelmaßnahmen
2)
22
K = Kredit, Darlehen
Z = Zuschuss
TZ = Tilgungszuschuss
Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Bundesministerien
2009
Das Plusdach
Energetische Flachdachsanierung
mit dem Wärmedämmsystem Plusdach
lachdach
F
e
m
h
a
n
ß
a
m
Sanierungs
Vorteile:
I
Einfach und schnell:
- Dämmung lose auf
vorhandene Abdichtung
verlegen
- Vlies-Trennlage aufbringen
- mit Kiesschicht abdecken
Konjunkturpaket II und das Plusdach –
eine perfekte Partnerschaft!
Bei der Umsetzung des Konjunkturpakets II spielt das Plusdach bei
der energetischen Sanierung von Flachdächern all seine Stärken aus.
Geringster Planungsaufwand gepaart mit schneller Umsetzung machen
das Plusdach zu „dem System“ wenn es darum geht bauliche Investitionen bei der energetischen Sanierung von Flachdächern zu tätigen.
JACKON Insulation GmbH
Carl-Benz-Straße 8 I D-33803 Steinhagen
Telefon +49 5204 9955-0 I Telefax +49 5204 9955-400
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Der bestehende Dachaufbau
kann erhalten bleiben
I
Spart Heizkosten
I
Längere Lebensdauer der
Abdichtung durch Schutz
vor UV-Strahlen und
Temperaturschwankungen
FÖRDERMITTEL
FÖRDERPROGRAMME
DER BUNDESLÄNDER
FÜR DIE ENERGETISCHE SANIERUNG
BADEN-WÜRTTEMBERG
GEFÖRDERT WIRD
Heizen und Wärmenetze mit regenerativen
Energien
Anlagen zur direkten Wärmeversorgung kommunaler Einrichtungen oder gewerblich
genutzter Gebäude sowie Anlagen zur Erzeugung von Wärme, die mit Hilfe von Wärmenetzen verteilt werden. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der erzielten
CO2-Minderung.
KEA Klimaschutz- und Energieagentur
www.klimaschutz-plus.baden-wuerttemberg.de
Klimaschutz Plus – Kommunales CO2-Minderungsprogramm
Maßnahmen zur CO2-Minderung in kommunalen Nichtwohngebäuden. Die Zuschusshöhe bemisst sich nach den nachweislich vermiedenen Tonnen CO2-Äquivalent, maximal 25 % der förderfähigen Investitionskosten.
KEA Klimaschutz- und Energieagentur
www.klimaschutz-plus.baden-wuerttemberg.de
Umweltschutz- und Energiesparförderprogramm – Energiesparbereich
Betriebliche Energiesparmaßnahmen, die rationelle Energieverwendung und der
Einsatz erneuerbarer Energieträger. Vergeben werden zinsverbilligtes Darlehen von
bis zu 75 % der förderfähigen Kosten.
Landeskreditbank
Baden-Württemberg (L - Bank)
www.l-bank.de
BAYERN
GEFÖRDERT WIRD
CO2-Minderungsprogramm
für kommunale Liegenschaften
Verringerung der CO2-Emissionen öffentlicher Gebäude durch die Ermittlung, Vorbereitung und Umsetzung der CO2-Minderungsmaßnahmen in Form von Demonstrationsvorhaben und Pilotprojekten. Vergeben werden Zuschüsse von bis zu 50 % der
förderfähigen Aufwendungen.
Bayerisches Landesamt für Umwelt
www.lfu.bayern.de
Investitionspakt zur energetischen Erneuerung sozialer Infrastruktur
Zuschüsse werden vergeben für die energetische Modernisierung öffentlicher
Gebäude in Gemeinden, z.B. durch Verbesserung der Wärmedämmung, Erneuerung
oder Optimierung von Heizungsanlagen, Nutzung erneuerbarer Energien, etc..
Bayerisches Staatsministerium
des Inneren
www.wohnen.bayern.de
Modernisierung von
Mietwohnungen
Modernisierung und Erneuerung von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern sowie
von Pflegeplätzen in stationären Altenpflegeeinrichtungen. Die Bayerische Landesbodenkreditanstalt BayernLabo reicht zusätzlich verbilligte Darlehen auf Grundlage der
KfW-Programme „Energieeffizient Sanieren“ und „Wohnraum Modernisieren“ aus.
Bayerisches Staatsministerium
des Inneren
www.wohnen.bayern.de
BERLIN
GEFÖRDERT WIRD
IBB – Energetische Gebäudesanierung
Energetische Modernisierungsmaßnahmen an Mietwohngebäuden und Wohn-,
Alten- und Pflegeheimen. Gefördert werden alle Maßnamen des KfW-Programms
„Energieeffizient Sanieren“. Die bereits zinsgünstigen Darlehen der KfW werden von
der IBB mit einer zusätzlichen Zinsvergünstigung versehen.
IBB Investitionsbank Berlin
www.ibb.de/energie
Wärmedämmung (QUAB)
Wärmedämmung der Außenwände von Mietwohngebäuden. Vergeben werden
Zuschüsse pro m² gedämmter Fläche.
KEBAB gGmbH
www.kebab-online.de
BRANDENBURG
GEFÖRDERT WIRD
Brandenburg-Kredit für
Kommunen
Investitionen in die Infrastruktur, z.B. in die kommunale Verwaltung, soziale Infrastruktur (Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten etc.), Ver- und Entsorgung. Der
Zinssatz des KfW-Kommunalkredites wird durch die ILB zusätzlich verbilligt.
ILB InvestitionsBank
www.ilb.de
24
2009
BRANDENBURG
GEFÖRDERT WIRD
Investitionspakt zur energetischen Erneuerung sozialer Infrastruktur
Maßnahmen zur energetischen Modernisierung von Gebäuden der sozialen Infrastruktur in den Kommunen, z.B. durch Wärmeschutzmaßnahmen, Erneuerung der
Beleuchtung, Austausch der Wärmeerzeugungsanlage, Installation von Anlagen zur
Nutzung regenerativer Energien, etc.. Zuschuss bis zu 85 % der zuwendungsfähigen
Kosten (bis zu 90 % für Gemeinden in besonders schwieriger Haushaltslage).
Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV)
www.lbv.brandenburg.de
Modernisierung und Instandsetzung
ILB Investitionsbank
www.ilb.de
REN-Programm
ILB Investitionsbank
www.ilb.de
Maßnahmen für die Modernisierung zur generationsgerechten Anpassung von
Mietwohnungen zu sozial verträglichen Mieten. Darlehen von 40 % der anerkannten
Baukosten, maximal 440,- €/m² Wohnfläche bis zu 100 m² Wohnfläche pro Mietwohnung.
Investitionen zur Förderung der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer
Energien, z.B. Wärmepumpen, Verbesserung der Energieeffizienz in Prozessabläufen
der gewerblichen Wirtschaft, Biomasseanlagen, Thermische Solarkollektoranlagen.
Zuschuss bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.
BREMEN
GEFÖRDERT WIRD
Mietwohnungen - Modernisierung
Modernisierung von Mietwohnungen. Baudarlehen bis zu 30 000,- €, maximal 80 %
der anerkannten Modernisierungskosten.
Bremer Aufbau-Bank GmbH
www.wohnungsfoerderung.de
REN Programm (Gewerbe) –
Effizientes Heizen
Effizientes und umweltschonendes Heizen in Gewerbetrieben. Der Zuschuss berechnet sich je nach Anlage und Kesselnennleistung.
BEKS EnergieEffizienz GmbH
www.beks-online.de
2009
25
FÖRDERMITTEL
HAMBURG
GEFÖRDERT WIRD
Energiesparmaßnahmen an
Mietwohngebäuden
Energetische Modernisierungsmaßnahmen an Mietwohngebäuden durch Wärmeschutzmaßnahmen, Erneuerung der Heizanlagen, Einbau von Wohnungslüftungsanlagen. Zuschuss individuell je nach Maßnahme.
WK Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt
www.wk-hamburg.de
Klimaschutzprogramm – „Photovoltaik“
Investitionen in Photovoltaikanlagen, durch Zuschüsse vorrangig gefördert werden
Anlagen mit Dünnschichtmodulen ab 50 kWp bis max. 300 kWp, über größere Anlagen wird im Einzelfall entschieden.
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
www.bsu.hamburg.de
HESSEN
GEFÖRDERT WIRD
Energieeffizienz im Mietwohnungsbau
Modernisierung und Neubau von Mietwohnungen. Gefördert werden Maßnahmen
aus den KfW-Programmen. Der Endkreditnehmer-Zinssatz der KfW-Kredite wird
zusätzlich verbilligt.
LTH - Bank für Infrastruktur
www.lth.de
Modernisierung von Gebäuden
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr
www.wirtschaft.hessen.de /
www.energieland.hessen.de
Umwelt und Energie
hessenENERGIE Gesellschaft für rationelle
www.hessenenergie.de
Energetisch optimierte Modernisierung von Wohngebäuden und ausgewählten
Nichtwohngebäuden (Verwaltungsgebäude, Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten, Schulsporthallen) mit passivhaustauglichen Komponenten. Zuschuss bis zu
50 % der Mehrkosten gegenüber dem gesetzlich vorgeschriebenen Standard bei
Modernisierungsmaßnahmen.
Maßnahmen, die der umweltverträglichen Energiegewinnung durch nachwachsende
Rohstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft und dem stofflichen Einsatz nachwachsender Rohstoffe in Hessen dienen, z.B. Biogas-Anlagen, Holzfeuerungsanlagen und
Nahwärmenetze. Zuschuss maximal 30 % der förderfähigen Ausgaben.
MECKLENBURG-VORPOMMERN
GEFÖRDERT WIRD
Aktionsplan Klimaschutz
Innovative Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien, Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung, Sonnenenergienutzung, energetische Nutzung
von Biomasse, Kraft-Wärme-Kopplung, Geothermie, Infrastrukturmaßnahmen im
Zusammenhang mit der Nutzung erneuerbarer Energien. Zuschuss von maximal 30 %
der zuwendungsfähigen Ausgaben.
Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern
www.lfi-mv.de
Investitionspakt zur energetischen Erneuerung der sozialen Infrastruktur
Investitionen zur energetischen Modernisierung sozialer Infrastruktur (z.B. Schulen
und Kindertagesstätten, Begegnungseinrichtungen, Mehrzweckhallen). Zuschuss
bis zu 33,33 % der zuwendungsfähigen Ausgaben (bis zu 49 % für Gemeinden in
besonders schwieriger Haushaltslage).
Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern
www.lfi-mv.de
Modernisierung und Instandsetzung von
Miet- und Genossenschaftswohnungen
Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an Miet- und Genossenschaftswohnungen. Darlehen bis zu 40 % der zuwendungsfähigen Kosten.
Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern
www.lfi-mv.de
NIEDERSACHSEN
GEFÖRDERT WIRD
Energieeffiziente Straßenbeleuchtung
Einzelmaßnahmen oder Maßnahmenkombinationen zur CO2-Einsparung bei bestehenden kommunalen Straßenbeleuchtungsanlagen. Zuschusshöhe nach vermiedenen Tonnen CO2 innerhalb der nächsten 15 Jahre.
Investitions- und Förderbank Niedersachsen
www.nbank.de
Investitionspakt energetische Erneuerung
Investitions- und Förderbank Niedersachsen
www.nbank.de
Modernisierung von Mietwohnraum
Investitions- und Förderbank Niedersachsen
www.nbank.de
Maßnahmen für die energetische Erneuerung und Modernisierung von Gebäuden
der sozialen Infrastruktur. Gefördert werden Maßnahmen zur Minderung des Primärenergiebedarfs, insbesondere des Bedarfs an fossiler Energie einschließlich des
Einsatzes erneuerbarer Energien. Zuschuss bis zu 2/3 der förderfähigen Ausgaben.
Energetische Modernisierung von Mietwohnungen, durch Wärmedämmung, Fenstererneuerung, Erneuerung von Heiztechnik auf Basis fossiler Brennstoffe, Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energieträger. Darlehen von bis zu 40 % der Kosten,
maximal die Kosten eines vergleichbaren Neubaus.
NORDRHEIN-WESTFALEN
GEFÖRDERT WIRD
Investitionspakt zur energetischen Erneuerung sozialer Infrastruktur
Maßnahmen zur energetischen und ggf. baulichen Erneuerung von Gebäuden, die
als soziale Infrastruktur in Gemeinden genutzt werden - einschließlich der Verwendung erneuerbarer Energien. Zuschuss bis zu 2/3 der förderfähigen Ausgaben.
EnergieAgentur NRW
www.energieagentur.nrw.de
26
2009
FÖRDERMITTEL
NORDRHEIN-WESTFALEN
GEFÖRDERT WIRD
progres.nrw - Rationelle Energieverwendung, Regenerative Energien und Energiesparen
Gefördert werden z.B. Anlagen zur Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung, die
Errichtung von Passivhäusern, Wärmepumpen, Anlagen zur Nutzung erneuerbarer
Energien. Es gelten besondere Voraussetzungen (Muster- und Pilotanlagen, Multiplikatoranlagen, Solarsiedlungen). Zuschuss von bis zu 40 % der Ausgaben.
Bezirksregierung Arnsberg in NRW
www.callnrw.de
RHEINLAND-PFALZ
GEFÖRDERT WIRD
Hocheffiziente Gebäude
Maßnahmen des energieeffizienten Bauens und Sanierens, z.B. die Errichtung von
Energiegewinn- oder Passivhäusern, die energetische Sanierung von bestehenden
Gebäuden (Nichtwohngebäuden im Einzelfall) und innovative Konzepte für Wohngebäude. Vergeben werden Zuschüsse je nach Maßnahme.
EOR
www.eor.de
Kraft-Wärme-Kopplungs-Offensive
Einbau und Betrieb von Öl-Mini-BHKW. Vergeben werden Zuschüsse, ggf. sind Bonusförderungen durch teilnehmende Heizölhändler und Gerätehersteller möglich.
Institut für wirtschaftliche Oelheizung e. V.
www.iwo.de
Modernisierungsförderung
Mietwohnungen 2009
LTH Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz
www.lth-rlp.de
Modernisierung von Mietwohngebäuden zur Verbesserung des Gebrauchswertes
und der allgemeinen Wohnverhältnisse, zur Einsparung von Energie oder Wasser
sowie weitere bauliche Maßnahmen, z.B. die Erweiterungen bestehender Gebäude
und Wohnumfeldmaßnahmen. Vergeben werden Zuschüsse und eine Zinsverbilligung für Darlehen.
SAARLAND
GEFÖRDERT WIRD
Investitionspakt zur energetischen Modernisierung der sozialen Infrastruktur
Energetische Modernisierung unmittelbarer oder mittelbarer öffentlicher Gebäude in
Gemeinden mit Zuschüssen von bis zu 2/3 der förderfähigen Kosten. Förderfähig sind
Gebäude, die in einem Stadterneuerungsgebiet liegen und sich in einem energetisch
nachteiligen Zustand befinden.
Ministerium für Umwelt Natur und Menschen
www.umwelt.saarland.de
Modernisierung von Mietwohnungen
Saarländische Investitionskreditbank AG (SIKB)
www.sikb.de
Zukunftsenergieprogramm kommunal
(ZEP-kommunal)
Ministerium für Umwelt Natur und Mensch
www.umwelt.saarland.de
Gefördert wird die allgemeine und energetische Modernisierung von Mietwohnungen. Vorrangig werden Wohnungen gefördert, die in Stadterneuerungsgebieten
liegen. Vergeben werden zinsverbilligte Baudarlehen von bis zu 80 % der förderbaren
Kosten.
Vorhaben zur Energieeinsparung, zur rationellen Energienutzung und zur Marktdurchdringung mit erneuerbaren Energien, die ohne Zuwendung nicht wirtschaftlich oder
nicht finanzierbar wären. Die Zuschusshöhe beträgt bis zu 39,62 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, die endgültige Höhe der Förderquote wird in Abhängigkeit von
der Anzahl der Anträge und der verfügbaren Haushaltsmittel festgesetzt.
SACHSEN
GEFÖRDERT WIRD
Energieeffizienz und Klimaschutz –
Heizkesseltausch
Mit einem Zuschuss gefördert wird der Austausch von Heizkesseln und Thermen die
mit Erdgas, Erdöl oder Flüssiggas betrieben werden und die nicht einer gesetzlichen
Austauschpflicht unterliegen.
SAB Sächsische Aufbaubank GmbH
www.sab.sachsen.de
Energieeffizienz und Klimaschutz –
Passivhausneubau und energetische
Sanierung von Betriebsgebäuden
Gefördert wird die Errichtung von Passivhäusern, die Sanierungen von Bestandsgebauden mit Passivhauskomponenten und die energetische Sanierungen von
Betriebsgebäuden. Vergeben werden Zuschüsse je nach Maßnahme.
SAB Sächsische Aufbaubank GmbH
www.sab.sachsen.de
Energieeffizienz und Klimaschutz –
Pelletkesselanlagen
Automatisch beschickte Pelletkesselanlagen mit einer Nennwärmeleistung von 5 kW
bis 100 kW. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der Nennwärmeleistung und
dem Einbauort (Neubau oder Bestand).
SAB Sächsische Aufbaubank GmbH
www.sab.sachsen.de
Energieeffizienz und Klimaschutz –
Photovoltaikanlagen
Photovoltaikanlagen ab einer Leistung von 2 kWp. Die Zuschusshöhe richtet sich
nach der Spitzenleistung in kWp und dem Antragsteller (Einzelbetreiber/Bürgersolaranlagen). Nicht förderfähig sind Anlagen auf Freiflächen.
SAB Sächsische Aufbaubank GmbH
www.sab.sachsen.de
28
2009
SACHSEN
GEFÖRDERT WIRD
Energieeffizienz und Klimaschutz –
Thermische Solaranlagen
Solarkollektoranlagen zur kombinierten
Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, für die Bereitstellung
von Prozesswärme und zur solaren
Kühlung. Bis zu einem Subventionswert
von 40 000,- € wird die Förderung als
Zuschuss gewährt. Darüberhinaus aus
75 % Zuschuss und 25 % zinsverbilligtes
Darlehen. Die Zuschusshöhe bemisst
sich nach der jeweiligen Maßnahme.
SAB Sächsische Aufbaubank GmbH
www.sab.sachsen.de
Energiespardarlehen
SAB Sächsische Aufbaubank GmbH
www.sab.sachsen.de
Investitionspakt zur energetischen
Sanierung sozialer Infrastruktur
Energetischen Sanierungsmaßnahmen
an bestehenden Wohngebäuden auf der
Basis einer energetischen Bewertung.
Vergeben werden Darlehen von maximal
90 % der förderfähigen Kosten, die
Zinsverbilligung richtet sich nach dem
erreichten Energiesparziel (nach EnEV).
Die Förderung von Mietwohnraum erfolgt
ausschließlich in Gemeinden mit mehr
als 2 000 Einwohnern und für Gebäude in
einer integrierten Lage.
SAB Sächsische Aufbaubank GmbH
www.sab.sachsen.de
Gefördert wird die Energetische
Modernisierung von Gebäuden der
sozialen Infrastruktur, vorrangig Schulen,
Kindergärten, Kindertagesstätten, (Schul-)
Turnhallen und Multifunktionsgebäude.
Das Gebäude muss sich in einem energetisch nachteiligen Zustand befinden.
Der Zuschuss beträgt bis zu 66 % der
förderfähigen Kosten, der Eigenanteil
der Gemeinde beträgt 33 %, im Einzelfall
kann bei einer Gemeinde der Fördersatz
auf 90 % erhöht werden.
SACHSEN-ANHALT
GEFÖRDERT WIRD
Energetische Sanierung von Wohngebäuden – Ergänzung von KfW Darlehen
Ivestitionsbank Sachsen-Anhalt
www.ib-lsa.de
Maßnahmen zur Energieeinsparung
und energetischen Sanierung von
Wohngebäuden in Ergänzung zu den
Programmen der KfW. Gefördert wird mit
einem Zuschuss in Höhe von 10 % der
KfW-Darlehenssumme, maximal 5 000,- €
je Wohnung.
SCHLESWIG-HOLSTEIN
GEFÖRDERT WIRD
Ausbau und Erweiterung von
Mietwohnraum
Gefördert wird das Schaffen von Wohnraum, z.B. durch die Instandsetzung
von Gebäuden, eine Nutzungsänderung
oder die Änderung von Wohnraum zur
Anpassung an geänderte Wohnbedürfnisse. Vergeben werden zinsverbilligte
Baudarlehen.
Investitionsbank Schleswig-Holstein
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Biomasse und Energie
Investitionsbank Schleswig-Holstein
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Modernisierung von Mietwohnraum
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2009
Anlagen zur energetischen Nutzung von
Biomasse und Biogas, dafür notwendige
Peripherieaufwendungen und Maßnahmen und Vorhaben zur Brennstoffbeschaffung. Die Förderung kann bis
zur Hälfte der Zuwendung als bedingt
rückzahlbarer Zuschuss gewährt werden,
dessen Rückführung frühestens im 4.
Jahr nach Inbetriebnahme der Gesamtanlage beginnt.
Bauliche Maßnahmen im nicht gebundenen Wohnungsbestand, z.B. zur
Erhöhung des Gebrauchswertes von
Wohnraum oder Gebäuden oder der
nachhaltigen Einsparung von Energie und
Wasser. Gefördert wird durch zinsverbilligte Darlehen, die geförderten Wohnungen unterliegen einer Belegungs- und
Mietbindung für 15 Jahre.
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FÖRDERMITTEL
SCHLESWIG-HOLSTEIN
GEFÖRDERT WIRD
Schleswig-Holstein Fonds –
Energieoptimierte Gebäudesanierung
Energieoptimierte Gebäudesanierung, d.h. Verbesserung des Wärmestandards für
bestehende Gebäude auf Neubaustandard nach EnEV. Vergeben werden Zuschüsse
von 25 % der Mehrkosten.
THÜRINGEN
GEFÖRDERT WIRD
Investitionspakt zur energetischen
Erneuerung sozialer Infrastruktur
Modernisierung unmittelbarer oder mittelbarer öffentlicher Gebäude in Kommunen.
Gefördert werden Maßnahmen zur Minderung des Primärenergiebedarfs, insbesondere des Bedarfs an fossiler Energie einschließlich des Einsatzes erneuerbarer
Energien. Der Zinszuschuss beträgt bis zu 66 % der förderfähigen Kosten, aufgrund
der Haushaltsnotlage einer Gemeinde kann der kommunale Eigenanteil auf mind.
10 % gesenkt werden.
Thüringer Landesverwaltungsamt
www.thueringen.de/de/tlvwa
Modernisierung und Instandsetzung von
Mietwohnungen
Modernisierung und Instandsetzung von Mietwohnungen, z.B. Maßnahmen zur Gebrauchswertverbesserung, heizenergiesparende Maßnahmen oder die Verbesserung
der Energie- und Wasserversorgung. Vergeben werden Zinsverbilligte Kredite, die
Höhe des Darlehens richtet sich nach dem baulichen Zustand der Wohnung.
Thüringer Landesverwaltungsamt
www.thueringen.de/de/tlvwa
Stand: September 2009
Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit
INFORMATIONEN ÜBER FÖRDERMITTEL
Die febis Service GmbH ist ein Informationsdienstleister mit langjähriger Erfahrung in der Beratung von institutionellen
und privaten Hauseigentümern und Bauherren zu allen Themen des Bauens und
der energetischen Sanierung von Gebäuden. Bekanntestes Produkt ist foerderdata, die führende Fördermittel-Informationsdatenbank für Deutschland,
Österreich und die Schweiz. Der neue
FörderService für den privaten Endkunden und die Fördergeldbeschaffung im
Objektbereich für Kommunen, die Wohnungswirtschaft und kleine und
mittlere Unternehmen (KMU) sind weitere Dienstleistungen, die konsequent auf der Fördermitteldatenbank foerderdata aufbauen. Hier kooperiert
febis eng mit dem Deutschen Energieberaternetzwerk e.V., das die förderrelevanten Nachweise bundesweit erstellt.
Fördermitteldatenbank im Internet: www.foerderdata.de
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Das Deutsche Energieberaternetzwerk
(DEN) e.V. ist ein Zusammenschluss von
unabhängigen Ingenieuren, Architekten
und Technikern. Gemeinsames Arbeitsgebiet sind Beratungs- und Planungsleistungen zum energiesparenden Bauen
und Modernisieren von Gebäuden. Beraten werden Kommunen, Wohnungswirtschaft und private Modernisierer und
Bauherren sowie Unternehmen. Die
30
Dienste umfassen Nachweise zur Erlangung von Fördergeldern, geförderte
Energieeffizienzkonzepte, technische Untersuchungen (Blower-Door, Thermografie) und mehr. Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2001 haben
sich über 580 Büros dem Netzwerk angeschlossen und bieten Ihre Dienstleistungen flächendeckend in ganz Deutschland an.
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2009
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33
PROJEKTE
ENERGIE SPAREN UND
FREIE FLÄCHEN FÜLLEN
UMBAU DER MAXIMILIAN-VON-WELSCH REALSCHULE
plus
Der ehemalige Lichthof bot viel
Platz für fehlende Flächen
WENIGER ENERGIE
MEHR FLÄCHE
JAHRES-PRIMÄRENERGIEBEDARF
UM 36 % GESENKT
FLÄCHE UM 1 224 m²
ERWEITERT
34
NACHHER
Mit der Einführung der sechsstufigen Realschule im Jahr
2003 stieg der Bedarf an Klassenzimmern und dazugehörigen
Funktionsräumen. Gleichzeitig sollte der Energieverbrauch
des Gebäudes verringert werden.
Die Schule wurde 1959 in Kronach/ Bayern als Stahlbeton-Atrium-Bau errichtet. Die bestehende Struktur der Räume war für die neue Schulform
nicht mehr ausreichend. Die Architekten fanden die Schule in einem guten
Zustand vor, der Stahlbetonbau wies jedoch einige Mängel auf, die typisch
für die Entstehungszeit des Gebäudes waren:
I Unzureichender Schall- und Wärmeschutz, unzureichende Wärmedämmung bei allen flankierenden Bauteilen
I Unzureichender Unfall- und Brandschutz, weitergehende Baumaßnahmen notwendig
I Entwässerungsleitungen teilweise defekt bzw. undicht, Austausch erforderlich
2009
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
Schnitt AA, M 1 : 600
I
1
6
3
7
8
9
10
I
I
3
15
2
A
3
14
1
4
Grundriss Erdgeschoss, M 1 : 600
VORHER
2009
5
Schäden an der Stahlbetontragkonstruktion (z. B. zu geringe Betondeckung bzw. Korrosionsschäden an der
Bewehrung)
Korrosionsschäden Stahlleitungen
Abdichtung gegen aufsteigende Bodenfeuchtigkeit fehlte
Vorhandene Drainageleitungen nicht
mehr funktionsfähig
A
16
3
I
7
13
Windfang
Pausenhalle
Klassenzimmer
EDV
Essraum
Mehrzweckraum
Werken
Lehrer- EDV
Archiv
Technik
Zeichensaal
Haushalt
Bibliothek
Lehrmittel
EDV-Zentrale
Pausenverkauf
13
12
7
11
FLÄCHEN NUTZEN
Bei der Planung setzten sich die Architekten das Ziel, die Kubatur des Gebäudes nicht zu verändern und die fehlenden
Räume in den Bestand zu integrieren.
Bei der Neuordnung und Modernisierung der Schule aus den 1950er Jahren
sollte die alte Bausubstanz respektiert
werden. Die Architekten lösten die Aufgabe, in dem sie nach Freiräumen im
Gebäude suchten, die nicht genutzt wurden. So fanden sie auf der Südseite einen
überdachten Gang zum Schwimmbad
vor, der nun die fehlenden vier Klassenzimmer beinhaltet. Der offene Lichthof
bot ebenfalls ungenutzte Fläche, deshalb ließen die Architekten den Freiraum
im Inneren des Gebäudes überdachen.
Die Kosten der Baumaßnahme erwiesen
sich als günstige Alternative im Vergleich
zu einer Erneuerung der Glasfassade
des Lichthofs und des angrenzenden
Flachdachs. Im Erdgeschoss des Neubaus entstanden weiter Flächen für
wichtige Räume, z. B. die Bibliotheken
für Lehrer und Schüler.
35
PROJEKTE
VORHER
Im Obergeschoss befindet sich der neue
Multifunktionsbereich der Schule. In
dem Raum können die Schüler ihre Pausen verbringen und durch seine flexible
Gestaltung ist er auch für Veranstaltungen, z.B. Theateraufführungen und Schülerversammlungen, nutzbar.
Damit der untere Bereich des Neubaus
mehr Tageslicht erhält, wurden Glasstreifen in das Dach und die Decke vom Erdgeschoss zum Obergeschoss eingesetzt.
Der Innenhofneubau bot jedoch nicht ausreichend Platz für alle fehlenden Räume.
plus
Fördermittel:
Die Baumaßnahme wurde nach Art 10 des Bayerischen
Finanzausgleichsgesetzes (FAG) gefördert und erhielt
Zuschüsse von rund 4 Mio. Euro.
Deshalb wurde das ehemalige Hausmeisterhaus zusätzlich umgebaut, um Flächen
für Archive und den sogenannten Schülermit-Verwaltungsraum zu schaffen. Auch in
den vorhandenen Klassenzimmern wurde
vieles verbessert - insbesondere die Wände zu den Fluren wiesen schwere Mängel
im Brand- und Schallschutz auf und mussten nach den neuesten Vorschriften umgebaut werden. Die übrigen Wände, Böden und Decken wurden in den Rohbauzustand versetzt und danach komplett
erneuert.
Im Bereich der Ostfassade mangelte
es den Unterrichtsräumen im Erdge-
36
NACHHER
schoss, z. B. der Schulküche und dem Informatikraum, an Tageslicht, da diese Räume nur mit Oberlichtern ausgestattet waren. Die Architekten lösten das Problem, in dem sie das Gelände abtragen und in die freigelegten
Wandflächen große Fenster einbauen ließen. Auch die Erschließung des
Schulgebäudes wurde neu geordnet.
ENERGETISCHES KONZEPT
Die energetische Sanierung des Gebäudes erfolgte nach den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2002). Es mussten umfangreiche Dämmarbeiten an der Fassade und dem Flachdach erfolgen. Das
Flachdach des Bestandsgebäudes wurde mit einer zweilagigen Bitumendachpappe und Kiesschüttung versehen. Die vorhandene Fassade wurde
mit einer Vorhangkonstruktion aus verputzten Blähgasgranulatplatten, mit
hinterlüfteter Dämmung aus Steinwolleplatten, verkleidet. Im Bereich der
vorhandenen Außenstützen und im Sockelbereich wurde mit einem Wärmedämmverbundsystem gearbeitet. Die Süd-/Ost- und Westfassaden haben zusätzlich Sonnenschutzlamellen als Wärmeschutz erhalten. Vor die
neu gebauten Klassenzimmer an der Südseite im Erdgeschoss wurde eine
Pfostenriegelkonstruktion mit Wärmeschutzglas gehängt. Die Fluchttreppenhäuser an der Nordfassade wurden mit Edelstahldrahtgewebe als Witterungsschutz verkleidet.
NEUE VERGLASUNG UND EINE PV-ANLAGE
Die Fenster und Außentüren aus dem Bestand erfüllten nicht die Anforderungen der EnEV 2002 und wurden durch Aluminiumfenster mit Wärmeschutzverglasung ersetzt. Die Einteilung der Fenster wurde verändert, um
die Öffnungsflügel im Vergleich zum Bestand kleiner ausführen zu können.
Die neue Überdachung über dem ehemaligen Lichthof besteht aus einer
Aluminiumeindeckung mit Wärmedämmung und einer Trapezdachunterkonstruktion. Im Bereich der Glasstreifen wurden Wärmeschutz- und
Sonnenschutzisolierglas verwendet. Auf diese Weise kann die Multifunktionshalle ohne Lüftungsanlage betrieben werden. Auf der Südseite des Innenhofdachs wurde eine PV-Anlage mit einer Leistung von 5 kWp installiert.Bei einer Dachneigung von 60° soll sie einen Ertrag von ca.
974 kWh/Jahr erwirtschaften. A.F.
2009
Die Fluchtwege wiesen
im Bestand erhebliche
Mängel auf. Aus diesem
Grund wurden neue
Fluchtreppenhäuser an
der Nordfassade errichtet und die Fluchtwege
dahin umgeleitet
2009
37
PROJEKTE
12
11
10
9
13
8
1 Dachaufbau neu:
Kiesschüttung
Bitumendachbahn
Mineralwolldämmung
Korkdämmplatte, geklebt
Stahlbetondecke
2 Kantholz, imprägniert
3 Abschlusswinkel, Lochblech
4 Panellanschluss in Fußpunkt
als beweglicher Anschluss
5 Blechrinne als Kastenrinne
6 Bitumenschweißbahn lose, im
Vertikalbereich
7 Rückbau der Deckenstirn
im Aufzugsbereich
8 Blechverkleidung
9 Gedämmtes Paneel
10 Deckleiste
11 Tragkonstruktion der Dachverglasung
12 Schrägverglasung
13 MSH
1
2
3
5
6
4
7
Detail Anschluss Bestandsdach – Glasdach, M 1 : 17,5
Flachdach: zweilagige Bitumendachpappe und Kiesschüttung
ÜBERSICHT DER BAUTEILQUALITÄTEN NACH ENERGETISCHER SANIERUNG
38
Bauteil
Aufbau/Material
Außenwand
(StB-Wand EG)
Kalkgipsputz, Beton normal DIN 1045,
Mineralwolle 035
U-Wert in W/m²K
0,375
Außenwand
(StB-Wandanteil ab OG)
Kalkgipsputz, HWL-Platte DIN 1101, Beton normal DIN 1045,
Mineralwolle 035
0,340
Dach
(Innenhofdach Glas/Trapezblech)
Trapezblechprofil D-durchl., Bitumenanstrich, Bitumendichtung,
Mineralwolle 035, Luftschicht waagr. 0,17, Aluminium
0,355
Fußbodenaufbau
(Klassenraumboden gegen
Erdreich)
Zementestrich, Dampfsperre PE-Folie,Trittschalldämmstoff,
Beton normal DIN 1045, Bitumendichtung, Polystyrol-Hartschaum
035, Sand
0,403
2009
BAUDATEN
Objekt
Generalsanierung Maximilian-von-Welsch-Realschle,
Kronach
Bauherr
Landkreis Kronach, Landratsamt Kronach
Nutzer
Maximilian-von-Welsch Realschule
Architekt
Architekturbüro Anton Spindler, Kronach;
Entwurfsidee und architektonisches Gesamtkonzept:
W.M.A. Steiner,Technischer Oberamtsrat, Landratsamt Kronach
Fachplaner
Tragwerksplanung:
Ingenieurbüro Schlicht + Fischer, Kronach
Fachplanung Elektro/Heizung/Lüftung:
Ingenieurbüro Berndorfer GmbH, Kronach
Fachplanung Sanitär:
Ing.- Büro für Versorgungstechnik Stefan Detsch,
Kronach
Fachplanung Solaranlage:
Drechsler Solar, Stockheim-Burggrub
VORHER
Baujahr
1959
Sanierungszeitraum
2004 – 12/2008
Brutto-Geschossfläche
6 585 m² gesamt; Neubau bzw. Erweiterung: 1 224 m²
Baukosten gesamt
7,8 Mio. €
Nutzfläche gesamt
3 959 m²
INFORMATIONEN FÜR DEN ENERGIEAUSWEIS
Jahres- Primärenergiebedarf
116 kWh/m²a
0
50
100
150
180 kWh/m²a
200
250
300
350
400
Bemerkung: vergleichbar heute mit Jahres- Primärenergiebedarf Q p EnEV 2009
Der Austausch sanierungsbedürftiger Brandschutzklappen ist mit den wartungsfreien FK90 und FR90
Brandschutzklappen ein Leichtes. Die Montage einbaufertiger Brandschutzklappen mit Anbaurahmen
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39
PROJEKTE
BUNTE PLATTE
FÜR KINDER
ENERGETISCHE SANIERUNG DER KITA „BUMMI“
plus
Die Grundfarbe der
Fassade ist
Weiß. Bunte
Flächen unterstützen
den Rhythmus der
Fensterformate
WENIGER ENERGIE,
MEHR FARBE
AUSSEN UND INNEN
KINDGERECHT
JAHRES-PRIMÄRENERGIEBEDARF UM
ÜBER 75 % GESENKT
40
Die KiTa „Bummi“ in Dingelstädt/ Thüringen war vor der Sanierung ein typischer Plattenbau der 70er Jahre. Zu DDR-Zeiten
wurden alle öffentlichen Gebäude, bis auf wenige Variationen,
auf die gleiche Weise als Standard-Stahlbetonbau errichtet.
Die Kindertagesstätte befand sich in einem sehr schlechten Zustand.
Die Kommune ließ nur Reparaturen durchführen, die den weiteren Betrieb sicherten. Im Jahr 2007 entschied man sich dazu, die KiTa zu
modernisieren. Einerseits sollte der Energiebedarf minimiert und die Mängel an der Bausubstanz behoben werden, andererseits war es dringend
notwendig, die Bedingungen in den Innenräumen zu verbessern, um den
Kindern und Erziehern eine moderne und komfortable Einrichtung bieten
zu können.
2009
3
1
2
2
6
7
4
2
2
5
8
6
7
6
5
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Schlafraum
Gruppenraum
Abstellraum
Teeküche
Waschraum/WC
Garderobe
Mehrzweckraum
Personal WC
Kinderwagenstellplatz
9
Grundriss Erdgeschoss, M 1 : 333 1/3
PROBLEME IM BESTAND
Die KiTa wurde 1976 in sogenannter Querbandweise erstellt. Der Plattenbau wies typische Mängel der Bauweise auf:
I Wassereintritt durch undichtes Dach
I Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk
I Feuchtigkeitseintritt über Außenfugen
I Fassadenbeschichtung in schlechtem Zustand
I Wärmebrücken
I Hohe Wärmeverluste durch die Gebäudehülle (Wände, Dach, Fenster
und Boden)
I Wenig/teilweise keine Wärmedämmung
I Veraltete Heizungsanlage und Heizkörper (Anlage nicht regulierbar, Temperaturausgleich nur durch Öffnen der Fenster möglich)
I Marode Innenausstattung, besonders in den Sanitärbereichen
I Fenster und Türen stark verwittert, unzureichender Wärme- und Einbruchschutz
Die vorgehängte Fassade bestand aus verwitterten Kunststoffelementen
2009
ENERGETISCHES KONZEPT
Aus energetischer Sicht waren besonders
der unzureichende Wärmeschutz des Gebäudes und das ständige Lüften durch
Überhitzung der Räume problematisch.
Nach einer umfassenden Gebäudeanalyse wurde ein Sanierungskonzept erarbeitet, das die damaligen Anforderungen
der Energieeinsparverordnung (EnEV
2007) für vergleichbare Neubauten um
mehr als 40 % unterschreitet. Minderung der Heizkosten um 83%, bzw.
15 000 €/Jahr und CO2-Einsparung:
86 t/ Jahr. Mit folgenden Maßnahmen
wurde der Primärenergiebedarf um über
75 % gesenkt:
I 60 kW Gas-Brennwertkessel, 18 m²
Solarthermieanlage mit VakuumröhrenKollektorfläche und Heizungsunterstützung, 2 x 750 l Warmwasserspeicher,
1 700 l Heizungspufferspeicher
I Lüftung: Zentrale Zu- und Abluftanlage
mit Wärmerückgewinnung, Wärmerückgewinnungsgrad > 80 %
I Beleuchtung: T5 – Leuchtstofflampen
mit Wirkungsgrad 60 %, teils durch
Bewegungsmelder gesteuert
I Energiemanagement im Betrieb: Einbau von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Die Daten werden mittels einer Gebäudeleittechnik gespeichert,
ausgewertet und dadurch der Betrieb
optimiert
41
PROJEKTE
Abgeplatzte
Fliesen in
den Sanitärbereichen, und
fehlende
Schamwände zwischen den
KinderWC‘s gehören der
Vergangenheit an
ÜBERSICHT DER BAUTEILQUALITÄTEN NACH ENERGETISCHER SANIERUNG
Bauteil
Aufbau/Material
Außenwand
Leichtbeton, Mineralwollkern +16 cm ex. Polystyrol WLG 035
U-Wert in W/m²K
0,16
Fußboden KG
Fußboden KG
0,32
Dach
Stahlbeton-Flachdach +20 cm exp. Polystyrol WLG 035
Fenster
3-Scheiben-Glas, gedämmter Kunststoffrahmen
0,16
0,9 – 1,0
Quelle: dena, Deutsche Energie-Agentur
VIEL ENERGIE GESPART
Die Wärmeverluste über die Gebäudehülle (Wände, Fenster, Dach und Boden), konnten durch die Sanierungsmaßnahmen verringert werden. Der spezifische Transmissionswärmeverlust sank
um 72 % und liegt nun bei 0,34W/m²K.
Der verbleibende Wärmebedarf wird
durch einen Gas-Brennwertkessel in Verbindung mit einer solarthermischen Anlage gedeckt. Die Solarkollektoren erzeugen warmes Wasser und unterstützen
die Heizungsanlage. Die verbesserte
Dämmung schafft ein ausgeglichenes
und gesundes Raumklima im Gebäude.
Eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung fördert eine gute
Luftqualität und spart Energie. Außerdem sollen zukünftige Bauschäden
verhindert werden, in dem die verbrauchte und feuchte Luft abtransportiert
wird. Dies ist besonders wichtig, da die Gebäudehülle luftdicht ausgebildet
wurde.
INNEN ALLES NEU
Der streng strukturierte Baukörper und die vorgegebenen finanziellen Mittel machten die Verwandlung des Bestandsgebäudes in eine moderne und
kindgerechte KiTa zu einer schwierigen Aufgabe. Auch die marode Inneneinrichtung bot keine einladende Umgebung.
Die Architekten antworteten mit Akzeptanz auf die Struktur des Gebäudes. Sie lösten das strenge Achssystem im EG auf, so entstand ein großzügiger Multifunktionsraum zum Spielen und Toben. Den Gruppenräumen
im EG und den oberen Geschossen ordneten sie eigene Nasszellen und
Garderoben zu. Die Zwischenwände wurden mit zwei- flügeligen Türen versehen, so können die Räume nun beliebig gekoppelt werden. Die Architekten beschränkten damit den Eingriff ins statische System auf ein Minimum.
FÖRDERMITTEL
42
Programm
Institution
Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ 2008 - 2013
Thüringer Kultusministerium
Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ 2008 - 2013
Thüringer Kultusministerium
KfW-Kommunalkredit, Energetische
Gebäudesanierung, Programm 156
KfW-Bank
Förderung Nutzung Regenerativer Energie
Bafa
Bewilligung
Fördersumme
Dezember 08
135 750 €
März 09
135 750 €
Juli 08
690 000 €
Liegt noch nicht vor
6 500 €
Gesamtfördersumme
968 000 €
2009
MIT FARBE STRUKTURIERT
BAUDATEN
Objekt
KiTa „Bummi“, Dingelstädt,Thüringen
Bauherr
Stadt Dingelstädt
Nutzer
Stadt Dingelstädt
Architekt
Hartlep und Höch Ingenieure, Leinefelde-Worbis
Energieberatung/
Energiesystemtechnik/Haustechnik
GEESE Beratende Ingenieure, Hardegsen
Baujahr
1976
Sanierungszeitraum
11/2007 - 08/2008
Baukosten gesamt
1 850 000 €
Sanierungskosten
Stand 02.2009
Bauliche (Fassadendämmung, Fenster,Türen, Eingang)
und technische Maßnahmen (Heizung, Lüftung, Sanitär,
Elektro): 675000€, Mehraufwand für energieeffiziente
Maßnahmen 150 000€
Nutzfläche gesamt
1 371 m²
INFORMATIONEN FÜR DEN ENERGIEAUSWEIS
plus
Jahres- Primärenergiebedarf
86 kWh/m²a
Für die KiTa „Bummi“ wurde ein komplett neues Farb- und Fassadenkonzept
entwickelt. Die Gebäudeseite zum Eingang hat unterschiedliche Fenster- und
Flächenformate erhalten. Neu sind die
„Kinderfenster“ in den Umkleidebereichen im Flur. Die Kleinen können nun
auf ihrer Augenhöhe nach draußen gucken. Die bunten Farben der Außenhaut
nahmen die Architekten im Inneren wieder auf. So hat jeder Gruppenraumbereich, einschließlich des dazugehörigen
Sanitärraums, jeweils eine dieser Farbzuordnungen zur Orientierung und Identifikation. A.F.
359 kWh/m²a
Teilnahme am dena-Modellvorhaben
0
50
100
150
200
250
300
350
400
> 400
„Niedrigenergiehaus im Bestand für
Schulen“.
Viele Brennstoffe haben
Zukunft – kaum einer hat
so viele Möglichkeiten.
Flüssige Brennstoffe haben Zukunft im Wärmemarkt – sie lassen sich einfach speichern, in
hocheffizienten Heizsystemen einsetzen und
mit regenerativen Energien kombinieren.
Versorgungssicherheit und Flexibilität
Der eigene Öltank schafft einen persönlichen Energievorrat und sichert
hohe Flexibilität beim Energieeinkauf.
Bio-Heizöl:
Das Plus an Zukunftssicherheit
Zukünftig helfen flüssige Biobrennstoffe
aus nachhaltigem Pflanzenanbau, den
Bedarf an fossiler Energie zu senken.
Einfach wirtschaftlich –
niedrig im Verbrauch
Hocheffiziente Brennwerttechnik
garantiert wirtschaftliche Wärme
auch im Niedrigenergiehaus.
Ideal kombiniert:
Hybrid-Heizung mit Öl-Brennwerttechnik
Heizöl ist optimal mit erneuerbaren
Energien kombinierbar – z. B. in einem
Heizsystem aus Öl-Brennwertgerät,
Solaranlage und Kaminofen.
Hocheffizient:
Die Strom erzeugende Heizung
Mit einem Öl-BHKW werden Wärme
und Strom Ressourcen schonend
selbst erzeugt – für noch mehr
Unabhängigkeit.
2009
Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V., Süderstraße 73a, 20097 Hamburg
43
PROJEKTE
DIE KUNST DES
KLIMASCHUTZES
SANIERUNG DES WILHELM-HACK-MUSEUMS
Das Museum liegt im
Stadtkern von Ludwigshafen und prägt als Zeitzeuge der 70er Jahre das
Stadtbild
plus
WENIGER
CO2-EMISSIONEN
VORHER: 875 t CO2/a
NACHHER: 283 t CO2/a
EINSPARUNG:
592 t CO2/a
44
Eine Sanierung unter hohen klimatischen Anforderungen. Geschickte Maßnahmenkombinationen halfen den Planern beim
Wilhelm-Hack-Museum ein energetisch hochwertiges Niveau
zu erreichen und dem Bauherrn langfristig Kosten zu sparen.
Das Museum wurde 1976 in Massivbauweise (Sichtbeton) errichtet. Der
Gebäudezustand vor der Sanierung ließ keine Ausstellung wertvoller
Kunstwerke mehr zu, denn es wies die typischen Mängel aus dieser Bauzeit auf:
I Undichtigkeiten von Glasdichtungen, Anschlüssen, Dampfdichtung
I Hohe solare Lasteinträge
I Kondensatanfall an der Rahmeninnenseite, Tauwasserausfall
I Oberflächenverwitterung an Außenbauteilen, Abplatzungen an Sichtbetonflächen
2009
Problem: Die Oberflächen
der Außenbauteile waren
verwittert und abgeplatzt.
Sanierung: Die Bauteile
haben die Struktur und
Oberfläche des bisher verwendeten Sichtbetons behalten
VORHER
I
I
I
I
I
Hoher Leistungsbedarf und Verbrauch von Heiz- und Kühlenergie
Schlechte Außenbauteile und viele Wärmebrücken
Keine automatischen Sonnenschutzsysteme, dadurch hohe Kühllast im
Sommer
Keine automatische Lichtsteuerung
Hohe Instandhaltungskosten
PROBLEMATIK
Der Museumsbetrieb war ohne Sanierung nicht mehr gewährleistet, denn
die angestrebten internationalen Ausstellungen sind nur unter Einhaltung
konstanter klimatischer Bedingungen möglich. Aufgrund der angespannten
öffentlichen Haushaltslage waren nur sehr begrenzte finanzielle Mittel vorhanden.
Durch gestalterische und „denkmalpflegerische“ Zwänge (Mirówand als
Kunstwerk, Urheberrecht, Zeitzeuge der 70er Jahre, die Fassade durchdringende Betonkuben etc.) wurde die energetische Modernisierung zusätzlich erschwert. Insbesondere Beleuchtung, Verschattung, Tageslichteinfall,
Steuerungseinrichtungen für Beleuchtung und Klimatisierung wurden auf den
Museumsbetrieb mit wechselnden Exponaten abgestimmt. Die zu erneuernden Bauteile sollen in Struktur und Oberfläche den einfachen und rauen
Charakter des bisher verwendeten Sichtbetons erhalten.
KONZEPT DER ENERGETISCHEN MODERNISIERUNG
Es musste ein Ansatz gefunden werden, um mit den gegebenen Mitteln
ein energetisches Maximum zu erzielen und somit die Kriterien für Fördermittel einzuhalten. Dies konnte nur durch eine ganzheitliche Betrachtung
des Gebäudes mit entsprechender Untersuchung der Interaktionen von
Gebäudehülle, Technik, solaren Wärmeeinträgen, Kühlung, Befeuchtung
und Beleuchtung erreicht werden. Die Energiekosten, wie auch die Folgekosten, wurden detailliert ermittelt. Mit Hilfe einer thermodynamischen Simulation konnten verschiedene energetische Ansätze gerechnet und überprüft werden. Für die Gebäudehülle lag die Konzentration auf schadhaften
und ungedämmten Bauteilen. Da der größte Energieverbrauch und somit
auch der größte Kostenfaktor bei der Kühlung lagen, wurde bei der Untersuchung der Fokus auch auf die Reduzierung der Kühlleistung und somit
innovative Anlagentechnik gelegt.
2009
NACHHER
GEBÄUDEHÜLLE
Für die Gebäudehülle lag die Konzentration auf schadhaften und ungedämmten
Bauteilen (z. B. undichte Sheddächer,
Sichtbetonbauteile mit Korrosionsschäden, kompletter Austausch der Verglasung,
Undichtigkeiten am
Fördermittel:
Flachdach). Da aus KosTeilnahme am
tengründen und andedena-Modellvorhaben
ren Zwängen (z. B.
„Niedrigenergiehaus im
Kunstwerksfassade)
Bestand für Schulen“:
nicht alle Bauteile modernisiert werden konnDie Teilnehmer des Moten, wurde eine Prioritädellvorhabens konnten
tenliste aufgestellt. Als
zinsverbilligte Kredite
über den KfW-Kredit 156
wesentliche Bauteile,
„Kommunalkredit – enerwurden die Fenster, eingetische Gebäudesanieschließlich der Oberrung“ in Anspruch nehlichter und Schrägverglamen.
sungen, komplett
Die Förderhöchstsumme
erneuert und weisen
erhöhte sich für energenun einen U-Wert von
tische Maßnahmen von
1,1 W/m²K auf. An alle
350 auf 550 Euro/m² NGF
nicht gedämmten Be(Nettogrundfläche).
tonfassaden wurde ein
Wärmedämmverbundsystem (14–16 cm
Mineralwolle WLG 035) angebracht. Die
Anbauten erhielten ebenfalls ein Wärmedämmverbundsystem.
Die Dächer der Anbauten wurden mit
20 cm Neopor gedämmt. Die Schieferfassade sowie die Mosaikwand von Miró
wurden nicht behandelt, da sie bereits
über eine Dämmung (6 cm Mineralwolle) verfügen.
plus
45
PROJEKTE
VORHER
NACHHER
Das bestehende Dach wies viele Wärmebrücken auf und war durch Überzüge, Entrauchungsventilatoren, Oberlichter
und Abluftrohre zerklüftet. Nun überdeckt ein Leichtdach die alten Flachdachwannen
DACH ÜBER AUSSTELLUNG
Ein weiterer Schwerpunkt ergab sich aus
den vorhandenen „Flachdachwannen“
über dem Ausstellungsbereich. Eine typische Flachdachdämmung wäre energetisch notwendig, aber
aufgrund der vielen
Durchdringungs- und
Eine tageslichtabhänAnschlusspunkte sehr
gige Steuerung der Beaufwendig und teuer geleuchtung reduziert die
wesen.
Überschneidungen von
Auf die Überzüge
Tages- und Kunstlicht.
des vorhandenen FlachAuf diese Weise wird der
daches wurde deshalb
Energiebedarf erheblich
ein Leichtdach aus „Satgemindert .
teldach“-Modulen aufgesetzt. Für die Süd-
plus
westseite bildet dies die Unterkonstruktion für die Photvoltaikmodule, die
Nordostseite wurde als gedämmtes Dach ausgeführt. Über den bestehenden Oberlichtern wurden transluzente Module mit U-Wert 1,1 eingesetzt.
Mit dieser Maßnahme werden Flachdachprobleme künftig vermieden.
Über die bestehende Hülle wurde eine zweite wärmegedämmte Hülle gesetzt und diese in der Neigung der bestmöglichen Ausrichtung für die Photovoltaikmodule angepasst. Im Dachzwischenraum entstand eine stehende Luftschicht, die im Sommer abgelüftet wird und im Winter als
zusätzlicher Wärmeleitwiderstand angesehen werden kann.
BELEUCHTUNG
Aufgrund hoher Stromkosten durch veraltete Leuchten wurde die bisherige Beleuchtung komplett ausgetauscht. Durch den Einsatz neuer elektronischer Vorschaltgeräte und T5-Lampen mit Spiegelreflektoren wurde die
Lichtqualität in Bezug auf Flimmer- und Blendfreiheit verbessert. Eine tageslichtabhängige Steuerung der Beleuchtung reduziert die Überschneidungen von Tages- und Kunstlicht und mindert den Energiebedarf.
1
1 Photovoltaikmodul
2 Dachaufbau:
Dachbedeckung Stehfalzdeckung
Schalung
EPS Dämmung
OSB- Platte
Sparren
Mineralwolle
Dampfsperre
Gipskartonverkleidung
3 Holzrahmenwand:
Holzrahmen auf Überzug
OSB- Verkleidung
Blechabdeckung
Dampfsperre
Unterkonstruktion
Gipskartonverkleidung
4 Lüftungsrohr, Bestand
5 Entwässerungsrinne,
Titanzink, gekantet
2
5
3
4
Teil-Schnitt, M 1 : 175
46
2009
NEUES KÜHLUNGS- UND
WÄRMEKONZEPT
BAUDATEN
Objekt
Wilhelm-Hack-Museum
Bauherr
Stadt Ludwigshafen
Nutzer
Stadt Ludwigshafen
Architekt
bhlconsultants, Lars Waldeck
Fachplaner
Gerhard Kuder, Balck+Partner,
(TGA + Energiekonzept)
Heike Haracska, LUWOGE consult
(Energiekonzept/Projektsteuerung/Fördermittel)
Baujahr
1976 – 1979
Sanierungszeitraum
04 / 2008 – 02 / 2009
Brutto-Geschossfläche
7 390 m²
Baukosten gesamt
4 791 000 € netto (Gesamtkosten 15.06.09)
Nutzfläche gesamt
ca. 5 300 m²
Endenergiebedarf
(vorher/nachher)
475 kWh/m² / 310 kWh/m²
(DIN 18599, lt.Th.dyn.Simulation wesentlich geringer)
Vor der Sanierung wurde viel Energie für
Kühlung und Entfeuchtung aufgewendet.
Durch einen variablen Außenluftanteil bis
100 %, eine regenerative Wärme- und
Feuchterückgewinnung und den Einsatz von Sprühdüsenbefeuchtern statt
Dampfbefeuchtern, konnte die Kühlleistung erheblich minimiert werden. Der
Elektroenergieaufwand für Befeuchtung
entfiel. Die notwendige Nachwärmung
wird nun über die kostengünstigere
Fernwärme vorgenommen.
INFORMATIONEN FÜR DEN ENERGIEAUSWEIS
Jahres- Primärenergiebedarf
117 kWh/m²a
0
50
100
150
349 kWh/m²a
200
250
300
350
400
> 400
Heike Haracska,
LUWOGE consult GmbH
Gerhard Kuder,
Balck + Partner Facility Engineering
Mein Urteil?
Lebenslang nachhaltig!
Rainer Müller, Architekt,
RMA Architekten, Hannover
Während des Gebäudelebenszyklus entfallen ca. 20 % der Kosten auf den Bau, aber 80 % auf den Betrieb! Eine Erkenntnis, die
uns in Zeiten steigender Energiepreise und des Klimawandels zum Umdenken zwingt. Deshalb setze ich auf nachhaltiges Bauen mit
Rockwool. Denn neben einem Dämmstoff, der ökonomisch wie ökologisch zu 100 % überzeugt, bietet mir das Unternehmen
auch ausgezeichnete Services und kompetente Beratung. Das macht es mir als verantwortungsbewusstem Architekten denkbar
leicht, durch den Einsatz von Rockwool Steinwolle nachhaltig Farbe zu bekennen.
2009
www.rockwool.de
47
PROJEKTE
ERSTER SCHRITT ZUR
SPARSAMEN SCHULE
KALKULIERBARE KOSTEN MIT WÄRMECONTRACTING
oben: Die
Fassade
soll neu
gedämmt
werden
links: Austausch aller
bestehenden Lüftungskanäle
rechts:
Dämmung
der Heizkörpernischen
48
plus
NEUE HEIZUNG,
MEHR DÄMMUNG
51 t/a
CO2- EINSPARUNG
Das Schulgebäude des Johannes-Althusius-Gymnasiums in
Bad Berleburg soll umfassend energetisch saniert werden.
Der Altbau aus den 50er Jahren besteht aus Mauerwerk, die
neueren Gebäudeteile, die in der 70er Jahren errichtet wurden, aus Stahlbeton.
Die veraltete Heizungs- und Lüftungsanlage galt es in dem Schulbau als
Erstes zu erneuern. Das Heizungssystem wies folgende Mängel auf:
I Veralteter Heizkreisverteiler, teilweise nur im Handbetrieb verwendbar
I Verlust von 1 000 l Warmwasser/ Tag (durch marodes Rohrsystem im
Erdreich versickert)
I Veraltete Heizkörper, die aufgrund von Korrosion tropften und teilweise
abgestellt werden mussten. Ein weiteres Problem stellten die ungedämmten Heizkörpernischen dar
2009
Die Stadt Bad Berleburg schrieb die Sanierungsmaßnahme europaweit
nach den Verdingungsordnungen für Leistungen (VOL Teil A) aus. Die RWE
Westfalen-Weser- Ems Energiedienstleistungen GmbH erhielt den Zuschlag für die Durchführung der Sanierung. Die Stadt und das Energieversorgungsunternehmen schlossen einen Contractingvertrag für den Betrieb
der Anlagentechnik über eine Laufzeit von 15 Jahren ab. Die Leistungen
wie Finanzierung, Planung, Bau und Betrieb mit garantiertem Nutzungsgrad sowie die Instandhaltungsaufwendungen während der Vertragslaufzeit werden von der RWE Westfalen-Weser- Ems Energiedienstleistungen
GmbH erbracht. Die Installationsarbeiten erfolgten durch regionale Fachunternehmer. Die Maßnahme erfolgte zum Teil im laufenden Schulbetrieb.
Die Stadt Bad Berleburg leistet im Gegenzug Zahlungen für die gelieferte
Wärmemenge und einen Grundpreis, der die Kapital- und Betriebskosten
enthält. Ein wesentlicher Grund zur Durchführung der Contractingmaßnahme waren die klar kalkulierbaren Kosten und der garantierte Nutzungsgrad
über die gesamte Vertragslaufzeit von 15 Jahren unter Beibehaltung der eigenen Liquidität für die Stadt.
Die Sanierung umfasste den Austausch der bestehenden Lüftungsanlage inklusive aller Lüftungskanäle für die Aula durch eine moderne Anlage
mit Wärmerückgewinnung. Die Schule erhielt außerdem eine neue Wärmeerzeugungsanlage mit nachgeschaltetem komplettem Heizsystem inklusive neuer Heizkörper. Außerdem wurden alle Rohrleitungen und Heizkreise erneuert. Diese alten Kessel wurden durch zwei neue
Gas-Brennwertkessel mit einer Gesamtleistung von 800 KW ersetzt. Des
Weiteren wurden die vorhandenen Heizkörpernischen zurückgebaut und
nachträglich gedämmt.
Womit wird aus
einem WDV-System
eine echte
„Dämmsation“?
DIE ENERGETISCHE SANIERUNG GEHT WEITER
Zukünftig sind die Dämmung der Wände, Dächer und teilweise Geschossdecken in den Bestandsgebäuden sowie der Austausch der Fenster durch
die Stadt geplant. Im Bereich der Aula soll eine neue Fensterfront eingebaut und die Fassade gedämmt und neu gestaltet werden. In der Turnhalle
wurde bereits die Dachdämmung erneuert und eine neue Heizungs- und
Lüftungsanlage ist in Planung.
Mit dem Top-Dämmwert
0,022 W/mK und einem
langlebigen Fassadenschutz:
weber.therm plus ultra* +
weber.pas top.
BAUDATEN
Objekt
Johannes-Althusius Gymnasium Bad Berleburg
Bauherr
RWE Westfalen Weser Ems Energiedienstleistungen
GmbH
Nutzer
Stadt Bad Berleburg
Fachplaner
RWE Westfalen-Weser-Ems Energiedienstleistungen
GmbH. Die Oberbauleitung erfolgte im Auftrag der
Stadt Bad Berleburg durch das Ingenieurbüro
Professor Dr. Henne, Siegen
Baujahr
mehrere Abschnitte 50er bis 70er Jahre
Sanierungszeitraum
03.08 – 09.2008
Brutto-Geschossfläche
10 140 m²
Baukosten gesamt
833000€ brutto
Nutzfläche gesamt
8 700 m²
weber-maxit.de
*Mit einer Vielzahl von Oberputzen bauaufsichtlich
zugelassen. (ETA-07/0258; Z-33.84-1055)
INFORMATIONEN FÜR DEN ENERGIEAUSWEIS
Primärenergieeinsparung
von ca. 20,10 %
Endenergiebedarf
(vorher/nachher)
475 kWh/m² / 310 kWh/m²
(DIN 18599, lt.Th.dyn.Simulation wesentlich geringer)
2009
49
Damit wird gebaut.
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2009
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51
WISSEN
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egaegergsehgsehgehehehe
SCHULE
DER ZUKUNFT
PLUS-ENERGIE-SCHULE IN STUTTGART
Es gibt 3-Liter-Schulen, Schulen
mit Passivhausstandard, aber
eine bestehende Schule so zu
sanieren, dass sie nach Abschluss
der Maßnahmen mehr Energie
produziert als das Gebäude über
das Jahr hinweg verbraucht, das
ist neu.
bereits einige Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Dazu gehört ein Energiemanagement für die stadteigenen Liegenschaften, das mit einem zentralen Controlling, energetischen Vorgaben, einem stadtinternen Contractingmodell, über 35 Anlagen mit erneuerbaren Energien und insbesondere mit
energetischen Demonstrationsvorhaben den Energie- und Wasserverbrauch signifikant reduziert hat.
Das Ziel ist es, nach der Sanierung die
gesamte in der Uhlandschule benötigte
Energie vor Ort zu erzeugen. Um dies zu
erreichen, muss zunächst die Energieeffizienz der Schule durch Sanierungsmaßnahmen der Gebäudehülle und der
Anlagentechnik auf ein Maximum gesteigert werden. Regenerative Energieträger decken den verbleibenden Restenergiebedarf. Die Anbindung an das
Stromnetz sollte beibehalten werden, da
eine lokale Speicherung des produzierten Stroms technisch noch nicht
machbar ist. Eine Versorgung der Schulen über bestehenden Erdgas- oder Ölheizungsanlagen soll eingestellt werden.
Dem Innovationsansatz folgend sollen
darüber hinaus im Projekt gewonnene
Erkenntnisse in den Unterricht integriert
werden.
Deutschland nimmt hinsichtlich der
Energieeffizienz im Gebäudebereich im
internationalen Vergleich eine Spitzenposition ein. Man verfügt über großes Wissen im Bereich der Energieeinsparung
Bei der ausgewählten Schule handelt es sich um einen Gebäudekomplex
von 1954, der aus einem Hauptbau, einem Nebenbau und einer Turnhalle
besteht. Das Areal wurde 2003/2004 mit einem Erweiterungsbau versehen. Die Gebäude werden über eine zentrale Warmwasserheizung durch
einen älteren Standardkessel beheizt, der sich im Keller des Hauptbaus befindet. Über diese Anlage wird auch die Turnhalle und seit 2004 der Neubau mitversorgt. Die gesamte beheizte Fläche, inkl. Turnhalle und Neubau,
beträgt 6 437 m².
DER BESTAND
ENERGIEVERBRAUCH
Der gemessene Energieverbrauch von Heizung, Strom und Wasser liegt
für den gesamten Gebäudekomplex vor. Als Mittelwert über die letzten
zehn Jahre ergibt sich für den Gesamtkomplex ein gradtagsbereinigter
Heizkennwert von 172,9 kWh/m²a. Der durchschnittliche Stromverbrauch
liegt bei 13,1 kWh/m²a. Der durchschnittliche Wasserverbrauch liegt bei
191 l/m²a. Die Gesamtkosten für Heizung, Strom und Wasser betragen
55 000 €/a.
PROJEKTDURCHFÜHRUNG
Im Rahmen des Vorhabens sollen der Gesamtkomplex ganzheitlich energetisch verbessert und auf das Niveau einer Plusenergieschule gebracht werden. Da der Neubau erst vor zwei Jahren in Betrieb genommen wurde,
liegt hier noch kein Bedarf für Sanierungsmaßnahmen vor. Dies führt zu erhöhten Anforderungen bei der Anlagentechnik. Für die drei
älteren Gebäude ist ein besonders guter baulicher Wärmeschutz notwendig. In den betreffenden Gebäuden
Finanzierung der Gesamtkosten von ca. 12,3 Mio. €:
(Haupthaus, Pavillon, Turnhalle) sollen die Außenwände
I BMWi-Förderschwerpunkt im 5. Energieforschungsprogramm
mit einer mindestens 30 cm dicken Wärmedämmung
der Bundesregierung „Innovation und neue Energietechnologien“
(WLG 030) versehen werden. Das Dämmsystem soll auch
I Industriepartner: EnBW, Bosch, Saint-Gobain Isover G+H AG
zur Medienführung eingesetzt werden. Hierzu wird eine
I Stadt Stuttgart
innovative Systemlösung bereitgestellt, die die Anforderungen an Wärmeschutz, Schallschutz, Luftdichtheit und
Brandschutz miteinander in Einklang bringt. Die Dämmung
des Fußbodens zum Erdreich erfolgt in allen Gebäuden mit Vakuumdämmund der rationellen Verwendung von Enpaneelen, die einen Leitwert von 0,005W/ mK erreichen. Der Wärmebrüergie. In der Umsetzung der Einsparckeneinfluss soll durch hochwertige Bauteilanschlüsse völlig vermieden
maßnahmen fällt den Kommunen eine
werden. Für die transparente Fassade ist eine wärmetechnisch hochwerzentrale Bedeutung zu. Stuttgart hat in
tige Holz-/ Aluminium-Konstruktion (oder gleichwertig) mit einer innovatidiesem Bereich in der Vergangenheit
plus
52
2009
WANDLUNG ZUR NACHHALTIGEN ENERGIEVERSORGUNG
Plusenergiegebäude
Plusenergie
umfassende
energetische
Sanierung
(-75 %)
umfassende
energetische
Sanierung (-75 %)
Einhaltung energetische
Standarts (Energieerlass)
heute
ven Verglasung vorgesehen. Darüber
hinaus soll die multifunktionale Scheibenkomposition wärme-, sonnenschutz
und tageslichtoptimiert werden und so
zu einer positiven Gesamtenergiebilanz
der transparenten Fassade führen.
Für die Grundbeheizung der Räume
ist ein Niedertemperaturflächenheizungssystem, anstelle der bisherigen
Heizkörper vorgesehen. In den Gebäuden wird zusätzlich ein bedarfsorientiertes Lüftungssystem mit mindestens
85 % WRG installiert. Auf eine zentrale
Warmwasserbereitung in der Schule
wird weitestgehend verzichtet. Die Turnhalle erhält eine mit Solarenergie versorgte Warmwasserbereitung für die Duschen. In den Gebäuden sollen hocheffiziente Leuchtensysteme mit elektronischen Vorschaltgeräten und
tageslichtabhängiger Regelung installiert
werden. Die Wärmebereitstellung übernimmt eine hocheffiziente Wärmepumpe
auf der Basis von Energiepfählen. Der
notwendige Strom zum Betrieb der
Wärmepumpe wird über eine Photovoltaikanlage erzeugt. Das Stromnetz wird
als Zwischenspeicher dienen, in das
bei Überschussproduktion Strom eingespeist wird und entsprechend an strahlungsarmen Tagen oder bei Nacht Strom
entnommen wird. Die Photovoltaikanlage wird so ausgelegt sein, dass sie über
das Jahr betrachtet mehr Energie liefert,
als im Gebäude benötigt wird. Für den
2009
in 50 Jahren
Gebäudekomplex wird ein optimal kommunizierendes Mess-, Steuer- und
Regelkonzept entwickelt und realisiert werden.
DIE REALISIERUNG
Die Umsetzung einer Mustersanierung zur Plusenergieschule erfordert eine
Unterstützung von Partnern aus Politik, Wirtschaft und Forschung, da die
Kommune nicht über Investitionsmittel verfügt und die Maßnahmen für
eine Sanierung derzeit noch nicht wirtschaftlich sind. Die Kosten für die Realisierung sollen anteilig von der Stadt, einem projektbegleitenden Industriekonsortium und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
getragen werden. Ein entsprechender Projektantrag ist beim BMWI gestellt. Diese pilothafte Sanierung einer bestehenden Schule wird aber, aufgrund der Signalwirkung für Gesellschaft und Industrie und dem Multiplikationseffekt zu energieeffizienten Sanierungen bei anderen Gebäudetypen,
dringend benötigt.
Dr. Jürgen Görres,
Amt für Umweltschutz, Stuttgart
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53
WISSEN
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+ TECHNIK
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SCHADSTOFFE IN
SCHULEN
SCHIMMELPILZE FRÜHZEITIG ERKENNEN
„Die energetische Sanierung
unserer Schulgebäude ist wichtig doch ebenso wichtig ist eine
gesunde Raumluft für unsere
Schüler, denn „dicke Luft“ ist in
Schulgebäuden und Kindergärten schon seit einiger Zeit ein
massives Problem“, sagt Dr. Gerhard Führer, öffentlich bestellter
und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen. Dies bestätigt der „Leitfaden für die Innenraumlufthygiene
in Schulgebäuden“, der im Jahr
2000 erstmals und im Jahr 2008
in überarbeiteter Form vom Umweltbundesamt herausgegeben
wurde.
Mit dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung stehen finanzielle Mittel für die
energieeffiziente Sanierung öffentlicher
Bildungsbauten wie Schulen, Kindergärten und Weiterbildungsstätten zur Verfügung. Schulen sind dabei lohnende Sanierungsobjekte, denn im Schnitt kann
hier der Energieverbrauch um bis zu
70 % gesenkt werden. Das entlastet
den öffentlichen Haushalt und bietet
Möglichkeiten für weitere sinnvolle Investitionen.
Doch gerade hier ist Vorsicht geboten. Denn im Mittelpunkt energetischer
Sanierungsmaßnahmen steht in der Regel eine luftdichte und hoch wärmegedämmte Gebäudehülle. Die Kehrseite der
Abdichtung von Gebäuden ist eine Anreicherung von möglichen chemischen und
biologischen Schadstoffen in der Raumluft.
Es gibt viele Ursachen für Schadfaktoren in Innenräumen. Fußbodenbeläge,
Farben, Deckenpaneele, Möbel etc.
geben chemische Verbindungen an die
Raumluft ab. Nach Expertenschätzung
wurden bisher rund 8 000 chemische
Verbindungen in Innenräumen nachgewiesen. Schimmelpilzbelastungen werden typischerweise unterschätzt, da sie
54
oftmals versteckt oder nicht mit bloßem Auge erkennbar sind. Doch gerade in öffentlichen Bildungsbauten spielen sie eine sehr große innenraumhygienische Rolle. Ursachen hierfür sind u. a. (Leitungs-) Wasserschäden,
Baufehler, Wärmebrücken (Kondensatbildung) und mangelhafte Lüftungstechnik oder auch unzureichendes Lüften der Räumlichkeiten.
PROBLEME DURCH ABDICHTUNG
Gerade durch das Abdichten von Schul-, Wohn- oder Büroräumen zur notwendigen und natürlich sinnvollen Energieeinsparung, werden Schadstoffbelastungen in Gebäuden angereichert und führen zu einer erhöhten gesundheitlichen Belastung der Raumnutzer. Folgen der über die Atemluft
aufgenommenen Schadstoffe können bei Schülern und Lehrkräften gleichermaßen vor allem Kopfschmerzen, Müdigkeit und mangelnde Konzentrationsfähigkeit sein.
LÜFTUNGSANLAGEN SIND NUR EINETEILLÖSUNG
Leichtflüchtige organische Verbindungen wie Lösemittel werden durch
Lüftungsanlagen vermindert. Schwerer flüchtige Komponenten wie Flammschutzmittel, Pyrethroide und PAK verbleiben jedoch in den Räumen und
belasten die Raumnutzer.
praxisbeispiel
In den letzen Jahren wurde eine Schule mit mehreren Millionen Euro energetisch saniert, neue Fenster und eine Außendämmung angebracht. Bereits
während der Maßnahme kamen erste Klagen über Geruchsauffälligkeiten
und eine Lehrkraft klagte über gesundheitliche Beschwerden in Fachräumen.
Zunächst wurden lokal begrenzte Innenraum-Untersuchungen durchgeführt, die letztendlich zu einer mikrobiologischen und chemischen Bestandsaufnahme des Gebäudekomplexes führten. Nach dem Einsatz von
europaweit patentierten Probenentahme- Verfahren ergaben sich folgende
Erkenntnisse: Flammschutzmittel- und Formaldehyd-Belastungen, versteckte, nicht-sichtbare Schimmelpilzbelastungen flächig in der Dämmebene des
Flachdaches und in weiten Bereichen unter dem Estrich des Fußbodens.
Die Folge waren eine ungeplante Generalsanierung in Millionenhöhe mit
Austausch von Möbeln (starke Formaldehydquellen) und Fußbodenbelägen
(Geruchsquellen und mit Flammschutzmitteln belastet) und Maßnahmen
im Dach- und Fußbodenbereich wegen mikrobiellen Belastungen.
Nachdem das Umweltbundesamt in einer aktuellen Pressemitteilung
(Nr. 26/2009) bei Schimmelpilzbelastungen jede Art von Desinfektion kritisch hinterfragt und ablehnt, blieben für die Sanierung der Dämmebenen
der Fußböden zwei belastbare Alternativen: Komplettrückbau oder Einsatz
eines diffusionsoffenen Estrichfugensystems.
2009
INITIATIVE
AQUA PURAVision®
Bildquelle: www.vdi.de
Neue WDVS-Technologie
zur Algenprävention
Eine Schimmelpilzbelastung in Innenräumen muss aktiv
entfernt oder sachgerecht von der Raumluft abgetrennt werden. Lüftungsanlagen können hier nur die Ursache für nutzungsbedingte Feuchtigkeit als Grundlage für Schimmelpilzwachstum beseitigen. Und dabei muss unbedingt gewährleistet
sein, dass derartige Anlagen regelmäßig gewartet werden
und nicht unkontrolliert, z. B. aufgrund von Kondensatbildung,
zu „Schimmelschleudern“ werden.
VOR SANIERUNG SCHADSTOFFE ERKENNEN
Vor einer energetischen Sanierung sollte grundsätzlich die
Raumluft sachkundig auf Schadstoffe überprüft werden. Nur
so kann eine einwandfreie Raumluftqualität gewährleistet, erneute Sanierungen ausgeschlossen oder einer unkalkulierbaren Explosion der Sanierungskosten vorgebeugt werden.
Im Detail bedeutet dies das Erfassen der jeweiligen Situation vor Ort, das Begehen der Räumlichkeiten und Befragen
der Raumnutzer zu den Vor- Ort-Verhältnissen. Alle Verdachtsmomente werden präzise erfasst und dokumentiert, eine geeignete Analysenstrategie wird erstellt. Chemisch-analytische,
physikalisch-messtechnische und/ oder mikrobiologische Untersuchungen kommen zum Einsatz. Diese sind abgestimmt
auf die Fragestellung und die Situation vor Ort.
Bei der Bewertung der Laborergebnisse werden die neuesten naturwissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse
berücksichtigt. Art und Umfang der gegebenenfalls nötigen
Sanierungen werden eingegrenzt. Mittels Kontrollmessungen
wird der Sanierungserfolg überprüft.
Dass dieser vorausschauende Ansatz Fehlzeiten von Schülern und Lehrkräften verhindert, keine Folgekosten verursacht
und damit letztendlich zu einer Kostenersparnis führt, belegen
zahlreiche Praxisbeispiele.
Dr. Gerhard Führer, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen
plus
Algenschutz heißt Feuchteschutz. Die neuen
PURAVision Dämmsysteme minimieren Oberflächenfeuchte. Sie basieren auf dem Prinzip
der Hydroaktivität:
• Genau gesteuerte Wasseraufnahme verhindert
Tropfenbildung von Taufeuchte an der Fassade.
• Feuchtigkeit wird zwischengespeichert und durch
kapillaraktiven Feuchtetransport von Putz und
Anstrich schnell wieder abgegeben.
• Dickschichtiger Systemaufbau schafft mehr
Wärmespeichervermögen.
• Silikatisch-hydrophiler Anstrich minimiert die
Verschmutzung.
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dickschichtig, biozidfrei.
Kurz: sauber gedämmt.
Mit einer chemisch-analytischen und mikrobiologischen Bestandsaufnahme des Gebäudes lässt sich zudem Art und Umfang der gegebenenfalls nötigen Sanierung eingrenzen.
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FÜR DIE ZUKUNFT
NEUE FENSTER, VAKUUMDÄMMUNG, GLASFASSADEN
Die Anforderungen der EnEV
2009 stellen neue Aufgaben an
die Fenster-, Fassaden- und Glasbranche. Hinsichtlich der EnEV
2012 wird sogar eine verschärfte
Weiterentwicklung nötig sein.
Themen wie Wärmedämmung, Energieausweise oder Solarenergie sind in aller
Munde Der CO2-Gebäudereport des Bundesministerium für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung (BMVBS) zeigt, dass
der Gebäudebereich ca. 40 % der CO2Emissionen verursacht. Nach Untersuchungen der Deutschen Energieagentur
(dena) lässt sich der Energieverbrauch
von Häusern im Bestand um bis zu 85 %
reduzieren.
Fenster mit alten Isolierverglasungen
(vor 1986) oder Einfachglas sind häufig
die größten Schwachstellen, so dass ein
Austausch schnell den Wohnkomfort
verbessert, die Heizkosten senkt. Die
Mindestanforderungen an den U-Wert
des Fensters bei einer baulichen Sanierung werden deshalb in der neuen EnEV
ab Oktober 2009 deutlich verschärft (von
1,7 auf 1,30 W/(m2K)). Architekten und
Fachplaner müssen deshalb die neues-
ten Technologien und die Besonderheiten der Gebäudesanierung kennen,
um interessierte Bauherren kompetent und überzeugend zu beraten.
ENERGIESPARENDE FENSTER- UND FASSADEN
Um die Energieeffizienz von Fenstern und Fassaden zu verbessern, müssen die Wärmedämmung, die Lüftung, die Tageslichtnutzung und der sommerliche Wärmeschutz optimiert sowie die Solarenergie intensiver genutzt
werden. Innovative Fenster- und Fassadenkonstruktionen verwenden
deshalb folgende Technologien:
I Optimierung der Profilgeometrie (Kammeranzahl, verbesserte Wärmedämmzonen etc) und Verbesserung der Konstruktion (Dichtungsebenen,
Glaseinstand, Kastenfenster)
I Reduzierung der Profilbreiten (höherer Glasanteil)
I Verbesserte Baukörperanschlüsse (Überdeckung der Blendrahmen)
I Entwicklung neuer Glaseinbindungen und wärmetechnisch verbesserte
Randverbundsysteme
I Neue Materialien und Beschichtungen mit geringerer Wärmeleitfähigkeit
und Emissivität
I Einsatz vakuumgedämmter Paneele (Vakuumisolationspaneele
VIP) mit besserer Dämmwirkung (Wärmeleitfähigkeit von
0,004 W/(m2K))
I Vermeidung von Lüftungswärmeverlusten durch höhere Dichtigkeit bei
gleichzeitiger Sicherstellung der notwendigen Mindestlüftung für die
Wohnraumhygiene
I Verbundfenster und Zweite-Haut-Fassaden mit Nutzung des Zwischenraums für Sonnenschutz-, Lichtlenkung, Lüftungseinrichtungen, Energiegewinnungssysteme
I Reduzierung von Kunstlichteinsatz mittels besserer Tageslichtnutzung
U-WERTE FÜR REFERENZGEBÄUDE IM NACHWEISVERFAHREN DER ENEV 2009
Nebenanforderungen für
Freistehendes Wohngebäude: HT-max = 0,40-0,65 W/(m2K) je nach Typ
–
–
Nicht-Wohngebäude: Umax (opak) = 0,35 W/(m2K) (Bauteilgruppenabhängig), Umax (transparent) = 1,90 W/(m2K)
EEWärmeG
Solarkollektor-Unterstützung
Warmwasserbedarf
Photovolktaikanlage
Dach
Uref = 0,20 W/(m2K)
©
R
ift
os
en
he
im
Außenwand
Uref = 0,28 W/(m2K)
Fenster
Uref = 1,30 W/(m2K)
Zu/-Abluftanlage
Wärmebrücken
UWB = 0,05 W/(m2K)
Heizung- u. Warmwasser
Ref. Brennwerttechnik
(evtl. Biomasse: EEWärmeG)
56
Kellerwand
Uref = 0,35 W/(m2K)
Bodenplatte
Uref = 0,35 W/(m2K)
2009
FENSTER ALS ENERGIEGEWINN BAUTEIL
2,00
Fenster mit Glasvarianten und äquivalenten UW-Werten für
Fenster mit Uf = 1,4 W/m2K, Abstandhalter mit Psi-Wert 0,08 und
Glasaufbauten mit unterschiedlichen g-Werten un Ug-Wert.
U-Wert ohne Sonne
Ueq Süden
Ueq Ost/West
Ueq Norden
1,6
1,50
1,4
1,4
1,1
U-Wert in W/(m2K)
1,00
1,1
0,9
0,9
0,9
0,8
0,7
0,6
0,50
0,6
0,4
0,2
0,4
0,2
0,2
0,0
0,00
-0,1
-0,2
-0,3
-0,3
-0,4
-0,50
-0,8
-1,00
Zweifachglas
g = 0,70
Ug = 1,4
Zweifachglas
g = 0,70
Ug = 1,1
Sonnenschutzglas
g = 0,35
Ug = 1,1
Dreifachglas
g = 0,55
Ug = 0,7
Dreifachglas
g = 0,55
Ug = 0,5
ENERGIEEFFIZIENTE VERGLASUNGEN
Wärmetechnische Innovationen bieten auch die Glashersteller. Das Standardglas für den Wohnungsbau ist heute ein Zweifach-Isolierglas mit
Argonfüllung und einer infrarot-reflektierenden Beschichtung mit einem
U-Wert von 1,1 W/(m²K). Mit Dreifach-Isolierglas sind Ug-Werte bis zu
0,5 W/(m²K) möglich, allerdings nur mit seltenen und teuren Edelgasen wie
Krypton oder Xenon. Wirtschaftlich sinnvoll ist die Füllung mit Argongas
mit einem Ug-Wert von 0,7 W/(m²K). Verbesserungen bringen auch wärmetechnisch optimierte Randverbünde und ein tieferer Glaseinstand. Der
U-Wert des Fensters kann bei einem Glaseinstand von 25 mm um bis zu
U=0,05 W/(m2K) verbessert werden – positiver „Nebeneffekt“ ist die Erhöhung der Oberflächentemperatur im Glasrandbereich mit vermindertem
Tauwasseranfall bei geringen Außentemperaturen. In der Entwicklungsphase sind derzeit noch Vakuumverglasungen. Sie erreichen bisher „nur“
Ug-Werte von 0,8 bis 1,0 W/(m2K), in einigen Jahren werden Werte von
0,5 W/(m2K) erwartet. Vorteilhaft sind das geringe Gewicht und die Baudicke von 8 bis 10 mm. Die Vakuumverglasung kann so als Ersatz für Einfachverglasungen dienen, z. B. bei denkmalgeschützten Gebäuden. Ein Einsatz in Zweifach- oder Dreifachverglasungen ermöglicht weitere
Optimierungen.
VAKUUMDÄMMUNG IM VORMARSCH
Mit vakuumgedämmten Paneelen (VIP) kann der U-Wert von Fassaden
und Außenwänden weiter deutlich verringert werden, denn die Paneele
haben eine fünf- bis zehnfach bessere Dämmwirkung als konventionelle
Dämmmaterialien. Damit lassen sich Bauelemente mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,004 W/(m2K) herstellen – besonders interessant für Bauaufgaben im Denkmalschutz, wenn nur wenige Zentimeter für eine bessere
Wärmedämmung erlaubt sind. Um diese Werte in der Praxis zu erreichen,
sind folgende Aspekte zu beachten:
I Wärmebrücken im Bereich der Paneelränder sowie Durchdringungen
2009
I
I
I
I
Vakuumglas
g = 0,70
Ug = 0,5
und Stoßfugen sind kritischer als bei
konventioneller Dämmung und erfordern eine sorgfältige Planung
Berücksichtigung von Bauwerksbewegungen (thermisch, Lastaufnahme
etc.)
Einsatz von VIP bei räumlicher Begrenzung und wenn eine bessere Dämmung erforderlich ist
Integrierte Planung
und Baustellenlogistik
Vakuumgedämmte
zur Vermeidung von
Paneele sind besonders
Beschädigungen
interessant für BauaufDie Verringerung des
gaben im DenkmalDämmwertes über
schutz, wenn nur wenige
die Nutzungszeit von
Zentimeter für eine bes50 Jahren ist im Resere Wärmedämmung erchenwert zu berücklaubt sind.
sichtigen
plus
Auch schwierige Details in der energetischen Gebäudesanierung, beispielsweise der Bereich der Fensterlaibung lassen
sich mit VIP-Elementen lösen. Für die
Sanierung mit großflächigen VIP-Dämmpaneelen sind daher für die Integration
von Fenstern Details zu entwickeln, bei
denen Fragen des konstruktiven Aufbaus, der Statik, Bauphysik und Montage sowie der späteren Wartung beantwortet werden. Hier wurden vom ift
Rosenheim im Rahmen eines Forschungsprojekts Lösungen entwickelt und dem
57
WISSEN + TECHNIK
Konstrukteur Hinweise in Bezug auf
die Fensterintegration an die Hand gegeben. Dazu zählen folgende Kriterien:
Wärmebrücken, Konstruktion Dämmelement, lichte Weite, Tauwasserbildung, Befestigung/Lastabtragung,
luftdichter Anschluss raumseitig, Wetterbelastung, Eingriff im Bestand, äußere
Leibung Bestand, raumseitige Laibung,
die äußere Fensterbank sowie der Bauablauf.
OPTIMIERTE FENSTERLÜFTUNG
Bei kontinuierlicher Senkung der Transmissionswärmeverluste wird der Anteil
der Lüftungswärmeverluste immer größer – vor allem, wenn keine Wärmerückgewinnung stattfindet. Eine kontrollierte
und geplante Lüftung ist auch notwendig, weil neue Baukonstruktionen luftdichter geworden sind, sich aber die
Lüftungsgewohnheiten
der Gebäudenutzer
nicht ändern. Das alte
Zur Bewertung von
Lüftungsverhalten führt
innovativen dezentranach Gebäudesanielen Fensterlüftern hat
rungen deshalb oft zu
das ift Rosenheim
erhöhten Feuchtebelasdie ift-Richtlinie
tungen im Innenraum
„LU-01/1 Fensterlüfter“
und zur Bildung von
erarbeitet, in der sich
Schimmelpilz.
Grundviele praktische Hinsätzlich
muss
entschieweise zur Bewertung
den werden, ob eine
und Planung finden.
zentrale oder eine dezentrale Lüftung für die
jeweilige Bauaufgabe
besser geeignet ist. Untersuchungen
zeigen, dass eine dezentrale Lüftungstechnik zu einer großen Nutzerakzeptanz
und Flächeneffizienz führt.
plus
lagen (Sonnenschutzsysteme, Lüftungsgeräte, Beleuchtung) in die Fassade bringt Vorteile. Sensoren messen Einflussgrößen wie Luftqualität,
Lichtstärke, Luftfeuchte und Raumtemperatur und lösen automatisch bedarfsorientierte Reaktionen aus. Bei der Verwendung und Anbindung an
die Gebäudetechnik gibt es aber noch etliche Probleme, beispielsweise
fehlende Regelwerke und Vorgaben, die Angaben zu Anordnung und Ausführung der elektrischen Leitungen machen. Auch die Schnittstelle zu anderen Baugewerken ist unzureichend definiert und erschwert Planung und
Einsatz. Deshalb hat das ift Rosenheim die ift-Richtlinie EL-01/1 „Elektronik
in Fenstern, Türen und Fassaden“ erarbeitet, in der sich viele praktische
Hinweise zur richtigen Planung und Ausführung finden.
GLASFASSADEN BRAUCHEN SONNENSCHUTZ
Der ungebrochene Trend zur Glasarchitektur hat mit Diskussionen um behagliche Temperaturen im Sommer, hitzefreie Schultage oder schlechte
Arbeitsbedingungen durch starke Blendung Zweifel an Glasfassaden
aufkommen lassen. Mängel beruhen meist auf der unzweckmäßigen Nutzung des Sonnenschutzes, oder die Planungsgrundlagen der EnEV, der
DIN V 18599 und DIN 4108-2 wurden nicht beachtet. Sonnenschutzverglasungen sind zwar leistungsfähig, konstruktiv einfach zu integrieren und
relativ kostengünstig, schaffen es aber oft nicht, im Sommer die Erwärmung der Innenräume ausreichend zu begrenzen. Deshalb sind zusätzliche
Verschattungen notwendig. Ein Schwachpunkt außenliegender Verschattungen war die Anfälligkeit gegenüber höheren Windgeschwindigkeiten,
doch moderne Konstruktionen halten Windstärken bis zu elf Beaufort
stand. Verbundfenster und Zweite-Haut-Fassaden ermöglichen die Integration von Verschattung und Lüftung in einem witterungsgeschützten Bereich,
verursachen aber einen konstruktiven Mehraufwand. Eine Alternative sind
Sonnenschutzeinrichtungen im Scheibenzwischenraum, die in übliche Fenster- und Fassadenkonstruktionen integriert werden können. Neben der Verschattung muss aber auch eine ausreichende Beleuchtung mit Tageslicht
und Blendschutz beachtet werden. Dies ist ideal mit winkelselektiven Sonnenschutzelementen realisierbar, die physikalische Gesetze wie Lichtbrechung (Prismen) oder Reflexion (Spiegelreflektor) nutzen.
PHOTOVOLTAIKELEMENTE IN DER GEBÄUDEHÜLLE
Dach
(opak oder
semi-transparent)
MECHATRONIK BRINGT KOMFORT
Der Einsatz von elektronischen und elektromechanischen Bauteilen ist eine
Schlüsseltechnologie für die Fensterund Fassadenbranche, denn damit lassen sich die steigenden Anforderungen
an Energieeffizienz, Nutzerkomfort, Sicherheit und Barrierefreiheit optimal erfüllen. In modernen Bürogebäuden können intelligente Fenster und Fassaden
den Einsatz von Klimaanlagen und künstlichem Licht reduzieren und gleichzeitig
das Wohlbefinden der Nutzer erhöhen.
Die Integration gebäudetechnischer An-
58
Fassade
Brüstung
Sonnenschutz
©
ift
im
he
en
s
Ro
2009
FENSTER UND FASSADEN ALS ENERGIEERZEUGER
Die verfügbare Sonnenenergie ist 3 000-mal höher als der weltweite Energiebedarf. Es liegt nahe, sie mit Fenstern, Fassaden und Verglasungen zu
nutzen. Um die energetische Leistungsfähigkeit (solarer Nutzungsgrad)
von Gläsern und Fenstern zu bewerten, muss neben dem U-Wert auch der
Gesamtenergiedurchlassgrad g der Verglasung beachtet werden. Deshalb
wird der g-Wert der Gläser durch neue Beschichtungen kontinuierlich verbessert und erreicht heute bei Dreifachgläsern 0,6 bei einem U-Wert von
0,7 W/(m²K). „Sonnen-, Energiegewinn- oder Energieplushäuser“ nutzen
die solaren Einstrahlungen durch gesteuerte Verschattung oder thermische
Pufferspeicher und sind eine folgerichtige Weiterentwicklung des Passivhauses. Die Strahlungsenergie der Sonne kann zusätzlich mit Photothermie und Photovoltaik in der Gebäudehülle genutzt werden. Bislang werden solche Bauelemente oft noch „additiv“ eingesetzt. Sinnvoller ist es,
diese mit Doppelfunktionen zu konstruieren, indem PV-Elemente direkt als
Dach oder Fassadenbekleidung nutzbar sind. Eine Revolution wird mit der
breiten Markteinführung von Dünnschicht-PV-Elementen erwartet, die nur
unwesentlich teurer als übliche Fassadenverkleidungen sein werden und
aufgrund ihrer Wirkweise gute Energieerträge auch bei diffusem Licht und
auf der „Schattenseite“ der Gebäude bringen.
BESONDERHEITEN DER GEBÄUDESANIERUNG
Bei der Sanierung im Bestand handelt es sich um eine anspruchsvolle Aufgabe, die von Planern und Ausführenden Erfahrung und umfangreiches
Know-how erfordert. Bauaufnahme, Detailplanung, Umsetzung, Logistik
und die Abstimmung vor Ort sind umfangreicher und schwieriger als im
Neubau. Bauplaner und/oder Ausführende müssen folgende Punkte beachten, die nur durch eine sorgfältige Bauaufnahme geklärt werden können:
I Veränderung der Luftdichtigkeit mit Auswirkungen auf Luftwechsel/feuchtigkeit und Oberflächentemperatur (Tauwasser-/Schimmelpilzgefahr)
I Wärmeschutzstandard entspricht nicht heutigen Anforderungen
(Wärmebrücken im Anschlussbereich)
I Unterschiedliche Bausubstanz, abhängig von Ausführungsqualität,
Nutzungsdauer/ intensität, Wartung
I
I
I
Anforderungen Denkmalschutz mit unveränderlichem Erscheinungsbild
(Fensterrahmen, Laibung etc.)
Möglichkeiten für die neue Lastabtragung, Befestigung, Abdichtung und
Dämmung prüfen
Erreichen des Mindestwärmeschutzes
planen (schwierig bei U-Werten im
Laibungsbereich der Außenwand von
über 1,0 W/(m²K))
Zudem ist die Umsetzung zusätzlicher
Eigenschaften, beispielsweise Schallschutz oder Einbruchhemmung, abzustimmen.
Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Benitz-Wildenburg,
Jürgen Benitz-Wildenburg leitet im ift
Rosenheim die Abteilung PR & Kommunikation. Er ist gelernter Schreiner, Holzbauingenieur, Marketingexperte und seit
vielen Jahren in der Holz- und Fensterbranche tätig.
plus
Konkrete Hinweise, Checklisten und
Beispiele finden sich im
„Leitfaden zur Planung und Ausführung
der Montage von Fenstern und
Haustüren“ der RAL-Gütegemeinschaft
Fenster und Haustüren und des
Bundesinnungsverbands des
Glaserhandwerks.
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WISSEN + TECHNIK
AUF SONNE
PROGRAMMIERT
SIMULATIONSSOFTWARE OPTIMIERT PV-ANLAGEN
Simulationsprogramme versprechen eine optimale Auslegung
photovoltaischer Solaranlagen.
Wer einfache PV-Anlagen plant,
greift auf Erfahrungswerte zurück. Sobald es komplexer wird,
etwa bei größeren netzgekoppelten PV-Systemen, die über den
Standard hinausgehen (hybride
Anlagenkonzepte, Großanlagen
etc.) kommt man bei der Dimensionierung und Ertragsprognose
mit Tabelle und Taschenrechner
nicht weit. In diesen und in vielen
weiteren Fällen kann ein PC und
entsprechende Software sehr
hilfreich sein.
60
EINSATZBEREICHE UNDVORTEILE
Eingesetzt wird Auslegungs- und Simulationssoftware u.a. für einfache Kalkulationen (erforderliche Kollektorfläche, Jahresenergieertrag etc.) und für
den Variantenvergleich individuell konfigurierter Anlagen. Mit Hilfe der dynamischen Simulation lassen sich einzelne Komponenten und Kenngrößen
variieren und so Wechselwirkungen auf das Gesamtsystem deutlich machen. Das Ergebnis sind technisch optimierte PV-Anlagen mit exakt aufeinander abgestimmten Komponenten. Auch in der Akquisitionsphase oder
für die Analyse bestehender Anlagen ist Solarsoftware nützlich:
Zu den wichtigsten Funktionen von Solarsoftware gehört die Etragsprognose, deren Qualität von Programm zu Programm stark differiert. Je genauer Eingangsdaten wie Verschattung, Globalstrahlung, Lufttemperatur
oder Windgeschwindigkeit berücksichtigt werden desto aussagekräftiger
sind die Ergebnisse. Mit einer Optimierungs-Funktion lassen sich auch Investitionskosten einsparen. So kann bei vorgegebenem Ertrag die Solarmodul-Fläche durch die Ermittlung des besten Standorts, Neigungswinkels
2009
und der Ausrichtung gegenüber einer
„sicheren“ Standardauslegung minimiert werden. Anlagen, die nicht den gewünschten Ertrag liefern, können im Detail einer Analyse unterzogen werden.
Fehlern bei der Anlagendimensionierung
oder beim Zusammenspiel einzelner
Komponenten kommt man so schnell
auf die Spur. Noch höher als bei der Anlagenanalyse sind die Softwareanforderungen, wenn es um die Entwicklung
geht. Sollen Komponenten oder Anlagen
neu konzipiert oder verbessert werden
oder die Notwendigkeit von Versuchsaufbauten minimiert werden, bieten sich
ebenfalls einige Simulationsprogramme
an (z.B. INSEL oder PV*SOL expert).
Technik und Ertrag sind die eine Seite,
die Bauherren und Investoren interessiert. Eine andere Seite ist die Wirtschaftlichkeit: Zu deren Einflussfaktoren
zählen Investitionskosten, Zinsen, Betriebskosten, die Steuerersparnis, der
Standort, Wirkungsgrad etc. Die Mehrzahl
der Simulationsprogramme enthält keine
Visualisierungsfunktion oder erlaubt nur
wenig attraktive Schema-Darstellungen.
ANLAGENSIMULATION
SOLARSOFTWARE UND ANBIETER*
Desire Sun Tools
Photovoltaik
www.f1.fhtw-berlin.de
INSEL
www.doppelintegral.eu
plan4[solar]PV
www.gascad.at
PV*SOL
www.valentin.de
PVCAD
www.iset.uni-kassel.de
Pvscout
www.solarschmiede.de
PV Simulationsprogramm
www.hottgenroth.de
PVSYST
www.pvsyst.com
sRETScreen
www.retscreen.net
SITOP
www.automation.siemens.
com/sitop/solar
Fachkongress
Kühlung in
Nichtwohngebäuden
PV DesignPro
www.mauisolarsoftware.com
SolEm
www.dgs-berlin.de
SOLinvest pro
www.luxea.de
Schwerpunkt Bestand
ONLINE-SOFTWARE*
www.pv-calculator.de
Ertragsermittlung mir detaillierten Strahlungsdaten
www.solarcalc.de
Relativ detaillierte Photovoltaikanlagen-Auslegung
www.solarenergie.com
Kostenlose Solarstromanlagen-Berechnung
www.sunnysolar.de
Solarstromanlagen ohne
Netzanschluss
www.valentin.de
PV Online-Berechnung
Teil 1:
Verwaltungsgebäude
26.-27.11.2009
K3N
Stadthalle Nürtingen
* Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit
Voraussetzung einer exakten Berechdefinierten Anwendungsfall errechnet. Anschlienung sind präzise Klimadaten. Daher
ßend wird der Energiebedarf, der Klimadatensatz
werden für zahlreiche Standorte der jesowie die Aufstellung der PV-Module definiert. Die
weiligen Region Klimadaten für EinstrahErgebnisse wie prognostizierter Jahresertrag, Gelung, Lufttemperatur und Windgeschwinsamtertragsfaktor, Wirkungsgrad, solare Deckungsdigkeit in stündlicher Auflösung für den
rate, Wirtschaftlichkeitsberechnung etc. werden
Zeitraum eines Jahres bereitgestellt. Auch
über Grafiken, Projektberichte, Zeichnungen oder in
die Verschattung durch den Horizont soeiner Ergebnisübersicht präsentiert.
wie durch Häuser oder Bäume wird
Fazit: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Für
mehr oder weniger exakt berücksichtigt.
eine einfache PV-Anlagendimensionierung genügen
Nach der Eingabe der Verbrauchsdaten
Erfahrungswerte (oder Online-Rechner). Bei netzgewerden die erforderliche Leistung des
koppelten Systemen, Hybridsystemen, GroßanlaPV-Generators sowie die Größe der Batgen etc. ist eine Anlagensimulation sinnvoll und
terie ermittelt. In der anschließenden Siteilweise sogar unerlässlich. Ob das Ergebnis hinmulation werden der solare Deckungsterher der Realität entspricht, hängt von der Eingaanteil und weitere relevante Kennwerte
be der Rahmenbedingungen ab. Sind Eingabewerberechnet. Verbraucher können über unte zur Verschattung, Ausrichtung,
terschiedliche Arten festgezum Neigungswinkel etc. ungelegt und Verbrauchsprofile
Eine Ertragsvorhersage
nau, können Simulationen keine
auch individuell definiert
mit prognostiziertem
präzisen Vorhersagen liefern. Deswerden. Mit der Eingabe
Jahresertrag kann Inveshalb sollte das Ergebnis kritisch
weniger Parameter wird
titionsrisiken minimieren
hinterfragt und zusätzlich anhand
die Anlage dimensioniert,
und skeptische Bauvergleichbarer Anlagen überprüft
d.h. die erforderliche Leisherren oder Investoren
werden.
tung des PV-Generators
überzeugen.
und die Größe der BatterieMarian Behaneck
kapazität werden für einen
plus
2009
61
www.watt-event.de
WISSEN + TECHNIK
NACHHALTIGE
SANITÄRSANIERUNG
FÜR DIE ZUKUNFT BAUEN
Sanitäranlagen von Kindertagesstätten, Schulen oder Hochschulen sind oft in einem desolaten
Zustand und müssen dringend
saniert werden. Dank des Konjunkturpakets II haben die Kommunen nun die Mittel zur dringend nötigen Renovierung, die
aber nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem nachhaltig ausgeführt werden sollte.
VERALTETE SANITÄRBEREICHE
CHANCE ZUR ERNEUERUNG
Das Konjunkturpaket II der Bundesregierung sieht rund 10 Mrd. € für
neue, nachhaltige Zukunftsinvestitionen der Kommunen und Länder und
vier Milliarden für Bundesinvestitionen vor. Auf den Investitionsschwerpunkt Bildung entfallen etwa 65 % der Finanzhilfen des Bundes, also
etwa 6,5 Mrd. €. Die Finanzierung erfolgt zu zwei Dritteln durch den Bund,
25 % tragen die Länder. Diese Maßnahmen sollen mit zusätzlichen Impulsen für Klimaschutz und Energieeffizienz ergänzt werden. Zur Beschleunigung von Investitionen sollen die Finanzhilfen des Bundes den Ländern
auf unkompliziertem Weg zur Verfügung gestellt und das Vergabeverfahren
vereinfacht und beschleunigt werden. Allerdings sollten die Kommunen
den unverhofften Geldsegen vom ersten Moment an richtig verplanen und
einsetzen.
Fotos: schulklo.de
Desolate Sanitäreinrichtungen sind eine
Zumutung für Schüler und für viele Kinder schon Grund, in der Schule nicht
mehr auf die Toilette zu gehen. Meist
sind blaue Müllsäcke über funktionslosen Urinalen oder halb herausgerissene Armaturen aber nur die Spitze des
Eisbergs. Hinter der Wand sieht es häufig noch schlimmer aus. Die Trinkwasser-
leitungen sind oft noch aus verzinkten Rohren, überdimensioniert und teilweise nicht mehr in Benutzung. Durch die Stagnation des Wassers können
sich lebensgefährliche Keime im Trinkwasser bilden. Wertvolle Ressourcen
werden durch den hohen Wasserverbrauch alter Spülsysteme unnötig verschwendet. Ein weiteres Sicherheitsrisiko liegt im veralteten Brand- und
Schallschutz, der in vielen Fällen nicht die heutigen Normen erfüllt. Viele
Anlagen sind nicht barrierefrei, die ungeprüfte Statik ist nicht vandalensicher.
Desolate Zustände in vielen Sanitäranlagen
in Schulen aus den 60er und 70er Jahren
62
Nachhaltige WC-Sanierung mit robuster und zukunftsorientierter Technik
2009
Die Sanierung von halböffentlichen und öffentlichen Anlagen ist eine
große Herausforderung. Nur mit zukunftsorientierten und beständigen Lösungen können die hohen Anforderungen der Betreiber, Nutzer und aller
weiteren Beteiligten auch erfüllt werden. Dabei müssen die Überlegungen
immer hinter der Wand ansetzen. Die Planung bei Renovierungslösungen
für Installationsschächte und -wände sollte die Trinkwasserhygiene, eine
energetische Leitungsführung, den Schall- und Brandschutz und barrierefreie Lösungen als Einheit betrachten. Da die meisten Sanierungen heute
im Trockenbau ausgeführt werden, bringen statisch geprüfte Installationssysteme, wie Geberit GIS oder Duofix, ausreichende Sicherheit gegen Vandalismus oder Fliesenschaden. Eine vermeintlich billige Auswahl bei der
Sanierung kann sich schnell als schlechte Investition herausstellen, die in
der Zukunft teuer bezahlt werden muss.
TRINKWASSERHYGIENE UND WIRTSCHAFTLICHKEIT
Trinkwasserleitungen können mit geprüften Rohrsystemen aus Verbundwerkstoffen oder Edelstahl hygienisch und dauerhaft sicher und dicht erneuert werden. Der Sanitärspezialist Geberit erfüllt mit den Trinkwassersystemen Mepla und Mapress alle einschlägigen Normen und Richtlinien.
Die innenliegende Zirkulation von Geberit und eine vollautomatische Hygienespülung zur Vermeidung von Stagnation in Zeiten der Nichtnutzung
(z.B. in den Ferien und an Wochenenden) sorgen bei Warmwasserleitungen für mehr Hygiene, weniger Energieverluste und erhöhte Wirtschaftlichkeit. Langlebige, hygienische und wirtschaftliche WC-Anlagen von
Geberit sind höchst belastbar und verfügen über eine robuste und zukunfts-orientierte Technik. Sie sind kombinierbar mit pneumatischen oder
elektronischen WC-Steuerungen mit individuell einstellbarer Intervallspülung. Robuste Urinalanlagen von Geberit mit wirtschaftlichen Spülsystemen
und unsichtbarer Urinalsteuerung sowie Waschtische mit berührungslosen
HyTronic Armaturen bieten Hygiene, Wirtschaftlichkeit, Ressourcenschonung und eine wirkungsvolle Vandalensicherheit.
KOMPLETTE SANITÄRSYSTEME
Normgerechter Brandschutz und zertifizierter Schallschutz werden durch
Lösungen aus einer Hand wesentlich erleichtert. Der Mix verschiedener
Komponenten und Hersteller kann ein Risiko für Planer und Ausführende
darstellen, die für die Einhaltung der Bauvorschriften haften. Geberit bietet
den Kommunen mit der Geberit Systemtechnik ein Sicherheitspaket für
hohe Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Schnelligkeit durch perfekt aufeinander abgestimmte Systemkomponenten. Die auf Brand- und Schallschutz
geprüfte Systemtechnik besteht aus dem Installationssystem Geberit GIS,
der Duofix Systemwand, den Rohrsystemen Geberit Mepla, Mapress oder
PushFit, den Abwassersystemen Silent-db20 oder Silent-PP sowie im Bedarfsfall der Lüftung Aerotec90. Die Geberit Systemtechnik bietet eine
Systemprüfung mit Brandschutzprüfung und Verwendungsnachweis nach
(AbP) I 30, I 90, F 30 oder F 90 und ist sicher kalkulierbar, einfach zu planen und auszuschreiben.
plus
WC-Elemente von Geberit verfügen über eine robuste und zukunftsorientierte Technik, sind – auch nachträglich kombinierbar mit pneumatischen
oder elektronischen WC-Steuerungen mit individuell einstellbarer Intervallspülung und mit geprüfter Statik bis 400 kg – höchst belastbar.
2009
Mit der Hygienespülung ist ein optimaler
Austausch des stagnierenden Trinkwassers
gewährleistet
SPARSAM UND LANGLEBIG
Die Reinigungsfreundlichkeit und Wartungsarmut aller Elemente sollte von Anfang an in die Berechnungen einfließen.
Andernfalls steigen die Folgekosten der
Betreiber und die Umweltfreundlichkeit leidet.
Geberit sichert bei Unterputz-Spülkästen und
Bei der nachhaltigen
Betätigungsplatten eine
Sanitärsanierung sollten
Ersatzteilsicherheit von
langlebige, hygienische
25 Jahren zu. Das
und wirtschaftliche WCPfullendorfer UnternehAnlagen eingesetzt wermen bietet sparsame
den.
Urinalanlagen, die mit
einem Liter Wasser spülen. Berührungslose Geberit Armaturen sind energieeffizient und
die WC-Spülkästen können auf Wunsch
auch auf 4,5 Liter- Betrieb umgerüstet
werden. Geberit bietet sein Know-how
als kostenlose Dienstleistung für alle
Kommunen mit Sanierungsbedarf an.
Denn die unerwartet zur Verfügung gestellten Mittel sollten schließlich so angelegt werden, dass die Renovierung
langfristig Bestand hat und nicht in wenigen Jahren wieder die gleiche Situation
wie bisher herrscht.
plus
63
ADVERTORIAL
64
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2009
NACHHALTIG
BAUEN MIT RHEINZINK?
ABER NATÜRLICH!
Der ökologische Hausbau entwickelt sich zum Standard der nächsten Jahrzehnte. In diesem Zusammenhang gewinnt auch der Einsatz des Werkstoffs Zink zunehmend an Bedeutung. Er ist ein natürlicher
Bestandteil unserer Umwelt – ein Baustein des Lebens. In Form des nachhaltigen Bauwerkstoffs RHEINZINK spielt er bereits seit Jahrzehnten eine bedeutende Rolle in der internationalen Architekturszene: In
der Legierung aus Feinzink mit 99,995%igem Reinheitsgrad steckt seit über 40 Jahren das, was andere
gerade als ökologische Innovation für sich entdecken.
Dachdeckungen, Fassadenbekleidungen, Dachentwässerungen und Solarlösungen aus RHEINZINK
erfüllen die Anforderungen des nachhaltigen Bauens bedenkenlos. Der ökologische Werkstoff ist absolut
pflege- und wartungsfrei, zu 100 % recyclebar und setzt mit einer Lebensdauer von mehreren Generationen Maßstäbe. Er überzeugt durch zeitlose Ästhetik und ist in drei Ausführungen lieferbar. RHEINZINKwalzblank nimmt durch die sich im Zuge der natürlichen Bewitterung bildende Patina die klassische blaugraue Optik an. RHEINZINK-„vorbewittert pro blaugrau“ und RHEINZINK-„vorbewittert pro schiefergrau“
verfügen bereits ab Werk und auf Dauer über die elegante Optik einer ausgebildeten Zinkpatina.
Die herausragende ökologische Bilanz des natürlichen Werkstoffs wird in der ECO-Produktdeklaration
nach DIN ISO 14025, Typ III, lückenlos dokumentiert. Das QUALITY ZINC-Siegel der TÜV Rheinland
Group bestätigt die außerordentliche Sorgfalt bei der Herstellung und Weiterverarbeitung von RHEINZINK. Das IGEF Prüfsiegel garantiert die Abschirmung von Elektrosmog. Die 30-jährige RHEINZINKGarantie schafft zusätzliche Sicherheit.
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Kontakt:
RHEINZINK GmbH & Co. KG, Postfach 1452, 45711 Datteln, Germany
Tel.: +49 2363 605-0, Fax: +49 2363 605-209, E-Mail: [email protected]
www.rheinzink.de
2009
65
PRODUKTE
NEUES CAD-TOOL FÜR
SOLARARCHITEKTUR
nungsprogramme PV*express und T*SOL express entwickelt. Die beiden
Programme, für die schnelle Auslegung und Ertragsberechnung von
photovoltaischen und solarthermischen Anlagen, wurden in das CAD-Programm Allplan 2009 integriert. PV*express und T*SOL express enthalten
eine große Auswahl an weltweiten Klimadaten. Automatische Online-Updates stellen sicher, dass die Software immer auf dem aktuellen Stand
ist. Die Programme werden fünfsprachig auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch ausgeliefert. Architekten und Ingenieure
können nun bereits in der frühen Planungsphase energieeffiziente Konzepte eines Gebäudes berücksichtigen und in ihre CAD-Zeichnungen integrieren.
Die Dr. Valentin EnergieSoftware GmbH
hat in Kooperation mit Nemetschek
Allplan eine für Architekten optimierte
Version der energietechnischen Berech-
Dr. Valentin EnergieSoftware GmbH
Berlin
[email protected]
www.valentin.de
www.allplan.de
Service
Energiekosten senken!
11977
Die BayWa BaustoffBetriebe vor Ort beraten
Sie gerne.
Wir bieten Ihnen die
optimale Lösung für
die Durchführung Ihrer
Baumaßnahmen.
Ihre Spezialisten für
energetische Sanierung:
66
BayWa AG
Baustoffe
Arabellastraße 4
81925 München
Telefon 089 9222-3505
Telefax 089 9222-3516
E-Mail [email protected]
www.baywa.de
2009
RUHE MIT
SYSTEM
Wärmerückgewinnung
+
=
Klimaschutz
Mieter und Käufer von Wohnungen erwarten einen effektiven Lärmschutz für ihre eigenen vier Wände. Doch oft wird
dieser Aspekt bei der Planung und Ausführung zu wenig beachtet. Die 24er Schallschutzwand mit der Rohdichteklasse
(RDK) 2,2 erfüllt die Anforderungen der DIN 4109:1989 -11
für Treppenhaus- und Wohnungstrennwände. Das erforderliche, bewertete Schalldämm-Maß (R‘w.R) beträgt bei einer
einseitig verputzten Wand 55 dB. Beidseitig mit 10 mm Putz
versehen, sind sogar die Anforderungen der Schallschutzstufe II im Wohnungsbau nach VDI 4100:2007-08 (R‘w.R = 56 dB)
erreichbar. Durch die Wahl verschiedener Wanddicken können etwa Schlaf- und Wohnräume noch effizienter abgetrennt
werden. Die Kalksandsteinindustrie bietet hierfür Elemente von
10 bis 36,5 cm Dicke an. Der „KS-Schallschutzrechner“ unter
www.ks-original.de ermöglicht die Abbildung des erreichbaren Schallschutzes. Durch Variantenvergleiche mit unterschiedlichen Baustoffen kann nach wenigen Eingaben die geeignete Wandkonstruktion ermittelt werden. Die Berechnung
erfolgt nach der Europäischen Norm EN 12354-1.
*
!
t
s
s
a
p
*Mit dem Wärmegesetz (EEWärmeG) soll der Anteil
erneuerbarer Energien am Wärmebedarf in Deutschland
deutlich erhöht werden.
Die Wärmerückgewinnung ist als Ersatzmaßnahme
gemäß EEWärmeG auch im Nichtwohnbereich anerkannt.
Somit ist sie gegenüber der Biomassenutzung, der Geothermie und der Umweltwärme gleichgestellt.
KS PLUS Wandsystem GmbH
Osnabrück
Fax: 05 41/4 40 61 98
[email protected]
www.ksplus.de
•
Die Bedingungen sind:
Der Wärmerückgewinnungsgrad muss
mindestens 70 % betragen.
• Die Leistungszahl für das Wärmerückgewinnungs-Gerät muss mindestens 10 betragen.
Mit HOWATHERM-RLT-Geräten mit integrierter
Hochleistungs-Wärmerückgewinnung erfüllen
Sie nicht nur die Anforderungen der EnEV 2009,
sondern auch die Bedingungen des EEWärmeG.
SCHILLERKRENZ•GESTALTUNG
Mehr Informationen unter www.howatherm.de
HOWATHERM Klimatechnik GmbH
Keiperweg 11-15 / 55767 Brücken
Telefon +49 (0) 6782 99 99 0
Telefax +49 (0) 6782 99 99 10
Direct Call 0700HOWATHERM
E-Mail [email protected]
www.howatherm.de
Die Spezialisten für energieeffiziente Klimatechnik
2009
67
PRODUKTE
MIT ORCA AVA DIE KOSTEN
STETS IM BLICK
und jederzeit miteinander vergleichbar. Es können aus allen Programmteilen mit Kostengruppenzuordnung sowohl die Kostenstände der HOAI –
Kostenschätzung, Kostenberechnung, Kostenanschlag und Kostenfeststellung – als auch vom Planer frei definierte Kostenstände abgebildet
werden.
Werte, die nicht aus den Planungsdaten der AVA hervorgehen, werden
manuell ergänzt. Daten aus externen Kostenschätzungsprogrammen
(z.B. dem BKI Kostenplaner) fließen über die Importfunktionen der Orca
AVA in die Kostenkontrolle ein. Fehlen im aktuellen Kostenstand Werte,
die in vorhergehenden Darstellungen berücksichtigt wurden, ergänzt die
Anwendung diese automatisch. Der Mehrwertsteuersatz wird eintragsspezifisch berücksichtigt, z. B. Grundstück 0 %, Außenanlagen 7 %. Die Prognose ermittelt die aktuellen Werte jederzeit im Handumdrehen.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten ist es wichtig, die veranschlagten
Baukosten nicht zu überschreiten. Dies
bedeutet für den Bauleiter, dass er die
Kosten schnell und sicher auswerten können muss.
Dazu bietet Orca AVA 16.0 in der
Tabelle Kostenkontrolle die Möglichkeit,
verschiedene Kostenstände projektintern nebeneinander zu dokumentieren.
Diese Kostenstände sind analog zur gewählten Kostengliederung strukturiert
Orca Software GmbH
Rosenheim
Tel.: 0 80 31/4 06 88-0
[email protected]
www.orca-software.com
Besuchen
Sie uns!
Leipzig • Halle 3 • Stand A11
Ausschreibung
•
Vergabe
•
Abrechnung
Testversion kostenlos downloaden:
www.orca-software.com/ava
68
2009
SONNENBAHNINDIKATOR
Wärmerückgewinnung
+
=
Bildungsförderung
Wo Sonne scheint, ist auch Schatten: Viele Objekte wie Solaranlagen, Gebäudekomplexe oder Gärten sind auf optimale
Sonnenbestrahlung angewiesen. Der Sonnenbahnindikator
vermittelt Architekten und Planern von Solaranlagen und
auch Landschaftsgestaltern präzise, zuverlässige Angaben
bezüglich der Verschattung des geplanten Standortes - über
das ganze Jahr hinweg. Er besteht aus präzise eingestelltem
Kompass, Okular, Nivellierlibelle und einer abnehmbaren
Acrylglas-Scheibe. Durch den kompakten und handlichen Aufbau lässt er sich mit wenigen Handgriffen zusammensetzen.
Mit dem Sonnenbahnindikator kann für jeden Standort der
Verlauf der Sonne zu bestimmten Tagen ermittelt werden. So
kann man auch feststellen, ab wann im Jahr die PV-Anlage
verschattungsfrei ist. Mit einer weiteren Folie lassen sich die
Koordinaten (Ausrichtung, Höhenwinkel) des Verschattungshorizonts erfassen. Auf diese Weise kann man die Verschattung direkt in eine Simulationssoftware eingeben, um den
genauen Ertrag zu berechnen.
passt
auch!
*
*Die Sanierung von sozialen, kulturellen und öffentlichen
Einrichtungen wird im Rahmen der Klimaschutzinitiative
und Nachrüstung von Lüftungsanlagen in Schulen und
Kindertagesstätten im Rahmen der Grundsanierung zur
Förderung von Klimaschutzmaßnahmen vom Bundesumwelt-Ministerium mit 25 % der Kosten gefördert.
Sunplastics GmbH
Elsenfeld
Fax: 0 60 22/70 99-22
[email protected]
www.sunplastics.de
•
Die Voraussetzungen sind u. a.:
Raumlufttechnische Geräte müssen die Energieeffizienzklasse A + des Herstellerverbands
Raumlufttechnische Geräte e. V. einhalten.
• Die Rückwärmezahlen und Druckverluste
gemäß Tabelle 5 der DIN EN 13053:2007 müssen
unabhängig von den realen Betriebsstunden die
Anforderungen für mehr als 6000 Betriebsstunden einhalten.
Mit HOWATHERM-RLT-Geräten mit
Hochleistungs-Wärmerückgewinnung erfüllen
Sie die Anforderungen.
SCHILLERKRENZ•GESTALTUNG
Mehr Informationen unter www.howatherm.de
HOWATHERM Klimatechnik GmbH
Keiperweg 11-15 / 55767 Brücken
Telefon +49 (0) 6782 99 99 0
Telefax +49 (0) 6782 99 99 10
Direct Call 0700HOWATHERM
E-Mail [email protected]
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Die Spezialisten für energieeffiziente Klimatechnik
2009
69
PRODUKTE
DIE FLÜSTERNDE
LÜFTERGENERATION
Die neuen Lunos Lüfter werden immer öfter in Wohnungslüftungssystemen eingesetzt, hier spielt die Geräuschentwicklung eine entscheidende
Rolle. Der Lüfter Silvento ist kaum hörbar, denn der Schalldruckpegel beträgt 24/35 dB(A) bei 30/60m³/h. Dazu hat die neue Lüftergeneration einen
geringen Stromverbrauch. Die Geräte sind im KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ als Einzelmaßnahme förderfähig. Bedarfsgerechte LunosLüfter sind genauso förderfähig wie Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, da die spezielle elektrische Leistungsaufnahme unter
Pel,Gerät 0,20W/(m3h) liegt. Das Design der Silvento-Serie strahlt eine
schlichte Eleganz aus.
Lunos Lüftungstechnik GmbH
Berlin
[email protected]
www.silvento.de
INVESTITION FÜR LEISERE
TÖNE IM KLASSENZIMMER
OWA hat mit „OWAconstruct-System S3 GS“ ein Deckensystem entwickelt, das die gute Akustikleistung von „OWA Mineralwolleplatten“ erbringt
sowie ein geringes Gewicht bietet. Weitere Eigenschaften von sind der
Brandschutz F 120, der Wärmeschutz und die Trägerfunktion für Sprinkler,
Beamer, Lüfter und Leuchten. Außerdem können modulare Akustikelemente für die Wandmontage eingesetzt werden. Diese verbessern die
Raumakustik gezielt in allen Frequenzbereichen und können im Schulalltag
können sie als Pinnwand verwendet werden.
Odenwald Faserplattenwerk GmbH
Amorbach
Fax: 0 93 73/20 11 30
[email protected]
www.owa.de
ZUSCHUSS FÜR
SONNENSCHUTZ
Professionelle
Lichtlösungen
Sanierungen, die den Energieverbrauch eines Hauses senken, werden vom
Staat gefördert. Die KfW zahlt auch bei kleineren Maßnahmen Zuschüsse
von bis zu 2 500 €, zum Beispiel für den Austausch der Rollläden, sofern dieser die Dämmung der Fassade wesentlich verbessert. Durch schlecht isolierte Sturzkästen entweicht trotz neuer Fenster teure Heizenergie. Der Energiesparrollladen „Termo“ von Roma kann bei nahezu allen Sturzkästen
schnell und problemlos eingebaut werden. Die Montage erfolgt von innen
durch die Klappe über dem Fenster. Dabei werden eine exakt vorgefertigte
Dämmmatte sowie ein isolierter Kastendeckel eingesetzt. Der Rollladen
dichtet ab, so dass die eingesperrte Luft zwischen Rollladen und Fenster die
Dämmung zusätzlich verbessert. Somit wird der Energiebedarf um 30 % gesenkt und die Kriterien der EnEV 2009 erfüllt. Seit Anfang 2009 können
Mieter, Wohnungsbesitzer und Eigentümergemeinschaften auch Handwerkerleistungen bis zu einer Höhe von 1 200 € von der Steuer absetzen. Bei
weitergehenden Maßnahmen bietet die KfW-Bank höhere Zuschüsse sowie
zusätzliche Darlehen an.
CLUSTERLITE
Coolwhite
MM60814
60 W
Roma Rolladensysteme GmbH
Burgau
Fax: 0 82 22/40 00 50
[email protected]
www.roma.de
LED AR 111
Warmwhite
MM17062
15 W
MEGAMAN® CLUSTERLITE-Serie 40-320W
• Für die langlebige Straßen- und Objektbeleuchtung
• Ersetzt HQL und NAV-Lampen
• Sehr gute Lichtqualität, sofortiger Wiederstart
MEGAMAN® LED-Reflektor-Serie 7-15W
• Für die anspruchsvolle Innen- und Objektbeleuchtung
• Brillante Farbwiedergabe: RA85/2800K, RA92/4000K
• TCH-Wärmemanagement für maximalen Lichtstromerhalt
MEGAMAN - IDV GmbH
Birkenweiherstr. 2 • D-63505 Langenselbold
Tel.: 06184/9319-0 • Fax: 931919
2009
71
www.megaman.de
PRODUKTE
Sehen und
gesehen werden
LICHTQUALITÄT
FÖRDERT LERNEN
Moderne Beleuchtungslösungen für Bildungseinrichtungen sollen den Sehkomfort verbessern, die Energieeffizienz des Gebäudes steigern und Kosten senken. Die Schlüssel für gutes Licht zum Lernen sind die richtige Lichtverteilung und Beleuchtungsstärke. Es gilt, neben kontrastreichem und blendfreiem Licht ausreichend hohe Beleuchtungsstärken bei homogener Lichtverteilung im Unterrichtsraum bereitzustellen ohne
dabei in der Flexibilität der Raumnutzung und Möblierung eingeschränkt zu sein.
Neben einer Fülle bewährter Lichtwerkzeuge, wie zum Beispiel Leuchten mit Rastertechnologie, T16-Leuchtmitteln und energiesparenden Vorschaltgeräten, hat Siteco
die innovative Eldacon® Lichtlenkungstechnologie entwickelt. Dabei lenken mehrlagige, hochpräzise Mikroprismenstrukturen das Licht blendfrei und mit hoher Gleichmäßigkeit auf die Arbeitsflächen. Ihre spezifische Lichtcharakteristik ermöglicht eine freie
Positionierung der Arbeitsplätze im Raum. Siteco Lichtwerkzeuge führen auch zu einer
deutlichen Verbesserung der Energiebilanz. Durch den Einsatz elektronischer Vorschaltgeräte, in Verbindung mit T16-Lampentechnolgie und moderner Lichtlenkung wie die
Raster- oder Mikroprismentechnologie, lassen sich die Energiekosten reduzieren. Diese
Maßnahmen können zusätzlich durch ein Lichtmanagementsystem ergänzt werden,
zum Beispiel eine tageslichtabhängige Dimmung, die bei jedem Wetter für ein konstantes Beleuchtungsniveau sorgt. So können die Energiekosten um bis zu 80% gegenüber
der Altanlage gesenkt werden. Weitere Informationen sind in der aktuellen Broschüre
„Lichtwerkzeuge für die Bildung“ zusammengefasst, die per Email bei Siteco unter
[email protected] bestellt oder online unter www.siteco.de heruntergeladen werden kann.
Siteco Lighting GmbH
Traunreut
Fax.: 0 86 69/33-397
[email protected]
www.siteco.de
PROTRONIC
Elektronisch gesteuerte
Wasch- und Spülarmaturen.
Inbegriff für Hygiene,
Funktionalität und
Zuverlässigkeit.
www.franke-aquarotter.de
www.franke-ws.com
72
2009
der leiseste
der sparsamste
SANIERUNG MIT
ERDWÄRMEPUMPE
Intelligente Bestandsentwicklung wird zur zentralen Aufgabe für die Unternehmen der Wohnungswirtschaft. Die komplette Modernisierung eines Geschossbaus in Arnsberg auf Energiestandard „EnEV minus 30 Prozent“ bei
gleichzeitiger Umnutzung zeigt, wie das möglich ist. Parallel zur energetischen Komplettsanierung wurden die vorgegebenen Wohnstrukturen aufgebrochen und jeweils vier Erdgeschosswohnungen barrierearm ausgestattet und zusammengelegt.
Bei der energetischen Sanierung wurden regenerative Anlagentechnik
und bauseitige Dämmung über ein zehn Zentimeter starkes 035er-Wärmedämmverbundsystem aufeinander abgestimmt. Die zukunftsorientierte Wärmeversorgung wird durch zwei Erdwärmepumpen geotherm von Vaillant mit
17 bzw. 38 kW geleistet. 75 % der Heizenergie beziehen die Wärmepumpen
über sieben Erdsonden aus 90 m Tiefe. Für die hohe Effizienz dieses Gesamtsystems sorgt eine abgestimmte calormatic 630-Regelung. Witterungsund zeitgeführt können mit dieser Regelung beide Wärmeerzeuger und bis
zu 15 Heizkreise gleichzeitig angesteuert werden. Auf diese Weise lässt sich
neben dem energetisch abgestimmten Betrieb der Erdwärmepumpen auch
die Wärmeverteilung in dem Mehrfamilienhaus sehr differenziert einstellen.
Vaillant GmbH
Remscheid
[email protected]
www.vaillant.de
Schönheit kommt von innen
Pel,max nur 0,15 W/(m³/h)
24 dB(A) bei 30 m³/h
35 dB(A) bei 60 m³/h
www.silvento.de
2009
73
KfW förderfähig als
Einzelmaßnahme!
PRODUKTE
PERFEKTE
INNENDÄMMUNG
„TecTem® Insulation Board Indoor“ ist
eine Dämmplatte aus dem natürlichen
Rohstoff Perlit und Zuschlagsstoffen. Diese Platte kann Luftfeuchtigkeit und Kondensat, das sich im Winter an der Schicht
zur kühlen Außenwand bildet, aufnehmen, speichern und abgeben. Mit der
hohen Dämmleistung der „TecTem®“-
Technologie lassen sich Gebäude energetisch verbessern und die Kosten für Energie senken. Die
Dämmplatte hat eine niedrige Wärmeleitfähigkeit
und gleichzeitig das kapillaraktive Verhalten von Kalziumsilikatplatten. Sie ist geeignet für die Innendämmung von Gebäuden, deren Fassade nicht verändert werden soll, z. B. Bauten mit
denkmalgeschützten Fassaden, Häuser mit Holzund Klinkerfassaden, einzelne Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und Versammlungsstätten sowie
Kellerdecken und -wände.
Knauf Perlite GmbH
Dortmund
Fax: 02 31/9 98 01 38
[email protected]
www.knauf-perlite.de
HOCHWERTIGE
FARBGESTALTUNG
Kostenlose
Information
unter:
Kebulin-Gesellschaft
Kettler Gmbh & Co. KG
1. Schweißbahnenhersteller Deutschlands
Ostring 9 · 45701 Herten-Westerholt
Tel. 0209 9615-0 · Fax 9615-190
E-Mail:[email protected]
Wie eine gesunde Zukunftsschule aussehen kann, hat die Mustersanierung
des Klassenraums in der Barbaraschule
in Brühl gezeigt. Ein elastischer Bodenbelag und eine Akustikdecke sorgen für
eine optimierte Raumakustik. Das Farbkonzept berücksichtigt die Schulform und
das Alter der Schüler. Zudem orientiert
sich die Farbigkeit an der Funktion des
Raumes. Die Farbgestaltung der Fassade
sollte einladend und freundlich wirken.
74
Der Maler sollte hochwertige Produkte verwenden,
die beständig gegen Beschädigungen und Verschmutzungen sind. Die Wandfarbe „Alphatura“ ist
lichtecht, stoßfest, scheuerbeständig und gut zu
reinigen. Die matte Oberfläche der Innenwandfarbe
„Alphacron“ verhindert störende Reflexionen.
Durch die wasserbasierten Wandlasur „Alpha Style“ fallen Verschmutzungen nicht so schnell auf.
Auch für Heizkörper, Fußleiste und Fenster verfügt Sikkens über Lacke und Lasuren. Diese haben
eine gute Optik und eine hohe Langlebigkeit. Der
wasserbasierte Lack „Redox BL Forte“ ist hochabriebbeständig und gut zu reinigen. Alle “Rubbol“
Lacke und „Cetol“ Lasuren sind umwelt- und gesundheitsverträglich und erfüllen heute die 2. Stufe
der VOC-Verordnung.
Akzo Nobel Deco GmbH
Geschäftsbereich Marke Sikkens
Köln
Fax: 02 21/5 88 13 35
[email protected]
www.sikkens.de
2009
Optimale wirtschaftliche und technische Einbindung geothermischer
Wärmepumpenanlagen in die Gebäudetechnik Projektbeispiel H2-Office, Duisburg
H2 Office setzt in Sachen Nachhaltigkeit neue Maßstäbe
Deutsches Gütesiegel
Nachhaltiges Bauen
Bilder: ORCO Germany
Hochtemperaturverbraucher
Geothermie
Kühlen
Einspritzung Kälte
Thermisch aktivierte
Gründungspfähle
A2
Regelzone 1
Verteiler
Regelzone 1
B1
B2
K2
K1
Kältemaschine
A1
Regelzone 2
er
rmisch
Geothe sgrad 70 %
g
n
u
Deck
Verteiler Kälte
Heizen
GEOZENT® profi
H2
Verteiler
Regelzone 2
H1
Einspritzung Wärme
Verteiler Wärme
Heizungsunterstützung
Fernwärme
Kälteunterstützung
Niedertemperaturverbraucher
Heizbetrieb
Kühlbetrieb
1 Geothermisches Heizen Tagverbraucher
2 Geothermisches Heizen Nachtverbraucher
3 Fernwärme zur Versorgung der Hochtemperaturverbraucher
sowie zur Spitzenlastabdeckung
4 DUAL Cooling/Heating COP > 13 möglich! (gleichzeitiges
bereitstellen von Kälte durch die GEOZENT®profi im Heizbetrieb)
1
2
3
4
Geothermisches Kühlen Tagverbraucher
Geothermisches Kühlen Nachtverbraucher
Geothermische Kälteunterstützung der konventionellen Systeme
Kältemaschine zur Versorgung der Niedertemperaturverbraucher
sowie zur Spitzenlastabdeckung
5 DUAL Cooling/Heating COP > 13 möglich! (gleichzeitiges
bereitstellen von Wärme durch die GEOZENT®profi im Kühlbetrieb)
Im Sinne eines „Green Building“ wurden überdurchschnittlich hohe ökologische Standards verwirklicht.
Sie schonen die Umwelt, sparen Energie und Ressourcen, senken die Betriebskosten und sichern die
Zufriedenheit ihrer Nutzer. Für die Mieter und Nutzer ergibt sich in der Summe eine enorme Kostenersparnis bei gleichzeitig hohem Alltagskomfort und gutem Raumklima. Zu den Highlights gehört zweifellos die geothermische Versorgung des Gebäudes mit Heiz- und Kühlenergie. Die Temperierung der
Räume erfolgt über Flächensysteme.
www.zent-frenger.de
ENERGIEGEWINNUNG – ENERGIEVERTEILUNG – ENERGIENUTZUNG
Zentrale, Niederlassung Mitte
Schwarzwaldstraße 2
D-64646 Heppenheim
Telefon 0 62 52 - 79 07 - 0
Telefax 0 62 52 - 79 07 - 31
[email protected]
[email protected]
Niederlassung Nord
Büro Hamburg
Kantstraße 6 A
D-21629 Neu Wulmstorf
Telefon 040 - 7 00 40 17 - 0
Telefax 040 - 7 00 40 17 - 9
[email protected]
Niederlassung Süd
Büro Stuttgart
Maybachstraße 7
D-71229 Leonberg
Telefon 0 71 52 - 9 39 93 - 0
Telefax 0 71 52 - 9 39 93 - 1
[email protected]
Kompetenzzentrum
Geothermie
Schwarzwaldstraße 2
D-64646 Heppenheim
Telefon 0 62 52 - 79 07 - 640
Telefax 0 62 52 - 79 07 - 740
[email protected]
ZENT-FRENGER
Gesellschaft für
Gebäudetechnik mbH
LITERATUR
PHOTOVOLTAIK FÜR DIE PRAXIS
TECHNIK, GESTALTUNG, KONSTRUKTION
Man fragt sich, wieso sich die die Sonnenenergie umwandelnde Technik der
Photovoltaik nicht längst durchgesetzt hat. Steigende Energiepreise sowie zunehmend verschärfte gesetzliche Vorgaben
fördern diese ausgereifte Technik. Insbesondere der Aspekt
der Autarkie macht die Photovoltaik für die Architektur interessant. Gestalterische, konstruktive und baurechtliche
Schwierigkeiten hindern bei einer möglichen standardisierten Planung und
Realisierung. Der vorliegende Band der Detail Praxis Reihe zeigt anschaulich, wie solcherart Schwierigkeiten überwunden werden können. Das Kapitel Baurecht, ein Glossar sowie ergänzende Quellen und Verzeichnisse
dienen der weiteren Vertiefung. Realisierte Projektbeispiele mit unterschiedlichen Einbauvarianten an Dach und Fassade runden das Buch ab.
Bernhard Weller, Claudia Hemmerle, Sven Jakubetz, Stefan Unnewehr
Detail Praxis - Photovoltaik. Technik - Produkte - Details
112 S., .zahlr. Zeichn. u. Farbfotos, 37,50 €
Institut f. intern. Architektur-Dokumentation, München 2009
ISBN: 978-3-920034-25-6
GRUNDLAGEN ERMITTELN
BAUAUFNAHME UND PLANUNG IM BESTAND
Sanierung und Bauen im Bestand sind
die Aufgaben, mit denen sich der Planer
vermehrt auseinandersetzen
muss. Eine Bestandsaufnahme
der vorhandenen Bausubstanz
mit Erfassung aller relevanten
Gebäudedaten bildet das Fundament für eine fachgerechte
und fehlerfreie Planung und
Ausführung.
Es werden Handaufmaß, Tachymetrie, Photogrammetrie
oder Laserscaning vorgestellt und am Objekt kurz erläutert. Praxistypische
Szenarien geben dem Leser Hilfestellung bei der Wahl einer geeigneten
Methode. Ein Verzeichnis von Softwareherstellern, Literatur zum Thema,
ein Glossar sowie ein Stichwortverzeichnis verleihen der Publikation weiteren Gebrauchswert.
Dirk Donath
Bauaufnahme und Planung im Bestand. Grundlagen - Verfahren Darstellung – Beispiele
VIII, 203 S., 160 Abb. u. 10 Tab., 24,90 €
Vieweg + Teubner, Wiesbaden 2008
ISBN: 978-3-8348-0398-6
DIE SCHULEN DER ZUKUNFT
KOMPLEXE PLANUNGSAUFGABE
Absolute Raumgröße, Raumbeziehungen, Fläche je Schüler, Innen-/Außenbeziehungen, Materialien, Farben, Luft- und Lichtqualität,
Akustik, Pflege, Rückzugsmöglichkeiten, Gemeinschaftsräume, Barrierefreiheit, ökonomische Aspekte im Lebenszyklus des Schulgebäudes,
Ökologie … Die Komplexität in
der Planung eines Schulbaus
sollte niemanden hindern, sich
76
Gedanken über den bestmöglichen Entwurf und seine Umsetzung zu
machen. Die Autoren zeigen Grundrisslösungen im internationalen Vergleich, nennen und erläutern zentrale Stichpunkte der Planung und bieten
eine Menge weiterführender und zum Teil kommentierter Literatur. Am
Ende gibt es eine kommentierte Reihe von 23 Fallstudien aus der ganzen
Welt.
Hrsg. v. Rotraut Walden
Schools for the Future. Design Proposals from Architecture Psychology
263 S., 34,95 €
Hogrefe & Huber Publishers, Göttingen 2008
ISBN: 978-0-88937-351-8
2009
PRODUKTE IN ANWENDUNG
FLACHDÄCHER KONTROLLIEREN
UND CHANCEN NUTZEN
Regelmäßige Kontrollen von Flachdächern sind wichtig, damit im Laufe der
Jahre keine Mängel auftreten. Diese Wartungsaufgaben können genutzt
werden, um die Energieeffizienz älterer Dächer zu erhöhen. So werden die
Umwelt geschont und Kosten gespart. Welche Schritte erforderlich sind,
um ein optimales Ergebnis zu erzielen, verdeutlicht folgendes Beispiel:
Äußerlich zeigt das Dach keine gravierenden Mängel. Im Laufe der Jahre
wurden vereinzelt Reparaturen durchgeführt. Unter Berücksichtigung der
Energieeinsparverordnung (EnEV) sollte die Wärmedämmung verbessert
werden. Anhand von Dachöffnungen werden der Zustand und die Dicke
des Dämmstoffes ermittelt. Der Dachaufbau ist trocken und funktionsfähig, so dass der alte Belag nicht entfernt werden muss. Nach dem Entfernen der Kiesschüttung wird aufgrund des fehlenden Gefälles eine Pfützenbildung sichtbar. Mit einer Gefälledämmung erhöht man den Dachrand und
schafft Abhilfe. Eine Kaltselbstklebebahn als Kaschierung deckt die Dämmung aus Polystyrol ab. Die neue Abdichtung besteht aus zwei Lagen Polymerbitumen-Schweißbahnen, die im Lagenversatz verlegt werden. Auch
die Anschlüsse werden den Gegebenheiten angepasst. Mit dem neuen
Aufbau wird nicht nur der EnEV entsprochen. Man kann auch einen Teil der
2009
Dachfläche als Terrasse zu nutzen. Derartige Detaillösungen, eine fachgerechte Verarbeitung sowie hochwertige Produkte reduzieren das Auftreten von
Mängeln. Kombiniert mit einer 15-jährigen Garantie für Verarbeitung und Produkt, die durch eine namhafte deutsche
Versicherung abgesichert ist, erhält der
Bauherr oder Immobilienbesitzer von
kebu eine wirtschaftliche und langlebige
Lösung.
Kebulin-Gesellschaft
Kettler GmbH & Co. KG
Herten-Westerholt
Fax: 02 09/96 15-190
[email protected]
www.kebu.de
77
PRODUKTE IN ANWENDUNG
Crometta 85
Green Brause
INVESTITION IN DIE
ZUKUNFT: WASSER
Dass Wassersparen nicht gleichbedeutend mit dem Verzicht auf Komfort sein
muss, beweist die Hansgrohe
„EcoSmart-Technologie“ für Brausen.
Entwickelt im Hansgrohe Strahllabor,
spart man dank einer Kombination aus
spezieller Durchflussregulierung und eigens darauf abgestimmter Strahldüsen
beim Duschen bis zu 50% Wasser gegenüber herkömmlichen Brausen. Deshalb wurden die EcoSmart Brausen von
Hansgrohe im Jahr 2008 mit dem
„Focus Green Award“ in Gold und Silber
ausgezeichnet.
Gerade einmal 9,5 Liter Wasser pro
Minute verbrauchen die „Raindance
EcoSmart“ Kopf- und Handbrausen.
Ebenso sparsam sind die EcoSmart-Varianten der Hansgrohe „Showerpipes“.
Mit nur sechs Litern pro Minute stehen
die Crometta 85 Green Kopf- und Hand-
78
brausen auf der Rangliste der Sparmeister ganz vorne. Möglich macht das
die EcoSmart-Regulierungstechnik über einen so genannten Präzisions-ORing, der flexibel auf den Druck des Wassers reagiert: Ist dieser hoch, verkleinert der Ring die Durchtrittsöffnung, bei geringem Druck vergrößert er
sie entsprechend und hält die verbrauchte Wassermenge konstant. Da so
insgesamt weniger Wasser erhitzt werden muss, hilft die Technik Tag für
Tag, neben Wasser auch Energie zu sparen. Und damit natürlich auch Nebenkosten beim Unterhalt von Gebäuden: eine Investition in die Zukunft,
die sich bezahlt macht.
Hansgrohe Deutschland Vertriebs GmbH
Schiltach
Fax: 0 78 36/51 13 -00
[email protected]
www.hansgrohe.de
2009
Stromerzeugende
Dachbahnen
EVALON®Solar
DACHBAHNEN, DIE STROM
PRODUZIEREN
Für die Firma Max Bahr planten die Architekturbüros PSP Architekten Ingenieure und DFZ Architekten den Neubau eines Bau- und Gartenmarktes im
Hamburger Stadtteil Stellingen. Das Gebäude erhielt ein Sheddach, die
nach Süden gerichteten Flächen nutzen die Sonnenstrahlung zur Erzeugung von Strom. Auf einer Gesamtfläche von 1 404 m² installierte man eine
dachintegrierte Photovoltaik-Anlage aus den stromerzeugenden Dachbahnen Evalon®-Solar der alwitra GmbH aus Trier. Diese basieren auf der
praxisbewährten Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahn Evalon®. Unmittelbar
auf die Bahnenoberfläche wurden Uni-Solar PV-Module mit Dünnschicht-Triple- Junction-Technologie laminiert. Sie bestehen aus flexiblen
Solarzellen in 240 x 340 mm Größe und sind mit Bypass- Dioden zwischen
allen Zellen in Serie geschaltet. Unterschiedliche Wellenlängen des Sonnenlichts werden von drei übereinander liegenden Silizium- Zellen genutzt.
So sind hohe Leistungen und konstante Erträge möglich. Als AbdichtungsPV-Modul-Einheit lässt Evalon®-Solar sich von Dachhandwerkern wie eine
herkömmliche Dachbahn von der Rolle verlegen. Zusätzliche bauliche Maßnahmen, wie Aufständerungen oder Kieswannen, sind nicht notwendig.
Mit einer Nennleistung von 88 kWp, der Lage und der Witterung am
Standort ist mit einer jährlichen Stromerzeugung von ca. 73,06 MWh zu
rechnen. Das entspricht einer Einsparung von rund 47 400 kg CO2 pro Jahr.
Mit dem Neubau kombinierten die Planer eine wirtschaftliche Bauweise
2009
mit energiesparenden und umweltschonenden Maßnahmen. Die daraus resultierenden Mehrkosten beim Neubau sollen sich im Laufe der Zeit sicher durch
die erheblich niedrigeren Betriebskosten
und die Einspeisevergütung für Solarstrom amortisieren.
alwitra GmbH & Co.
Trier
Fax: 06 51/91 02 27-0
[email protected]
www.alwitra.de
79
PRODUKTE IN ANWENDUNG
TEMPORÄRER RIEGEL FÜR
ZEITGENÖSSISCHE KUNST
Der Architekt Adolf Krischanitz hat die
2008 erbaute Kunsthalle als Holzkonstruktion mit Fachwerkträgern konzipiert.
Der so genannte White Cube, eine provisorische Halle aus vorgefertigten Elementen, wird in zwei Jahren durch den
Neubau des Humboldt-Forums ersetzt.
Die Hülle aus Faserzementplatten wird
ihr Äußeres mehrfach verändern. Künstler können diese Fläche individuell gestalten, außerdem erweitert sie den
600 m² großen Ausstellungsraum im
Inneren um die fast 2 000 m² große Fassadenfläche. Das Gebäude hat einen
schlichten viereckigen Aufbau, zeigt aber
nach außen, wofür es steht: zeitgenössische Kunst. Die erste Gestaltung der
Außenfassade stammt von dem documenta-Künstler Gerwald Rockenschaub:
Zwei weiße, wie aus riesigen Bildpixeln
zusammengesetzte Formen auf blauem
80
Grund, kleiden die Außenfassade der Kunsthalle und erinnern an Wolken.
Wann es den nächsten Wechsel der Fassadengestaltung gibt, steht noch
nicht fest.
Das Entree mit Kasse und Buchladen ist in einen warmgrauen Farbton
getaucht. Es folgen ein Lese-, Konferenz- und Projektraum sowie Toiletten.
Am anderen Ende der Halle befindet sich ein Restaurant mit satt roten
Wandflächen. Sowohl die Außen- als auch Innenbeschichtung erfolgte mit
mineralischen Farben von Keimfarben. Für den Anstrich der Fassadentafeln
wurde „Keim Granital“ verwendet, eine Dispersionssilikatfarbe mit lichtbeständigen, anorganischen Farbpigmenten und gutem Deckvermögen. Die
Fugen der Außenfassade blieben sichtbar, ohne Grundierung erfolgte ein
zweimaliger Auftrag mit „Keim Granital“. In den Innenräumen wurden Fugen und Platten gespachtelt, grundiert und mit „Keim Optil“, einer Innenfarbe auf Sol-Silikat-Basis, gespritzt.
Keimfarben GmbH & Co. KG
Diedorf
Fax: 08 21/48 02-0
[email protected]
www.keimfarben.de
2009
Umkehrdämmung mit Jackodur
Jackodur Pultdach
EIN FLACHDACH WIRD
ZUM PLUSDACH
Bei der energetischen Sanierung eines Warmdaches ist es Standard, die
oft noch intakte Dachabdichtung zu entfernen, zusätzliche Dämmung einzubauen und abschließend wieder eine neue Abdichtung aufzubringen. Für
viele Bauherren sind diese Maßnahmen unverständlich und ökonomisch
nicht nachvollziehbar, denn warum sollte er eine ggf. noch völlig intakte Abdichtung zerstören und anschließend wieder eine neue Abdichtung für viel
Geld einbauen lassen? Eine Alternative bietet die Jackon Insulation mit
dem Wärmedämmsystem Plusdach. Bei dieser Art von Flachdachsanierung
wird auf die vorhandene Dachhaut die Jackodur Wärmedämmung als Umkehrdach aufgebaut. In einer Studie zur „Wirtschaftlichkeit von Dämmmaßnahmen im Gebäudebestand“ im Auftrag der GDI wurde im Jahr 2005 das
Plusdach als Wärmedämmmaßnahme am Flachdach ökonomisch geprüft.
Die Studie zeigt, dass die Sanierung des Flachdachs in der Plusdachbauweise günstiger ist als der Einbau einer zusätzlichen Wärmedämmung im
Warmdachaufbau. Ist die Abdichtung noch intakt und wird das Flachdach
nur energetisch saniert, ist das Plusdach sogar die effizienteste Sanierungsmaßnahme. Der bestehende Warmdachaufbau bleibt erhalten und es
wird nur ein Plusdachaufbau aufgebracht. Ein positiver Nebeneffekt ist,
dass die Dachhaut vor schädigenden Einflüssen wie UV-Strahlung und
Frost-Tau-Wechsel- Beanspruchung geschützt wird, was die Lebensdauer
der Abdichtung um viele Jahre verlängert.
2009
Quelle: „Wirtschaftlichkeit von Wärmedämm- Maßnahmen im Gebäudebestand
2005“, Studie im Auftrag des Gesamtverbands der Dämmstoffindustrie GDI
Frankfurt, erstellt durch das Passiv Haus
Institut, Dr. Wolfgang Feist, Mai 2005.
Jackon Insulation GmbH
Steinhagen
Tel.: 0 52 04/99 55-0
[email protected]
www.jackon-insulation.com
81
Foto: Franke Aquarotter AG
Foto: Franke Aquarotter Gmbh
PRODUKTE IN ANWENDUNG
SPARSAMES HÄNDEWASCHEN
MIT PROTONIC-S
Das Konjunkturpaket II zielt vor allem auf
die effiziente und ökologisch sinnvolle
Sanierung bestehender Gebäude, wie
Schulen, Kindergärten und andere Einrichtungen des Bildungs- und Gesundheitswesens ab. Mit Hilfe eines verminderten Verbrauchs der Ressourcen
Wasser, Energie und Material gelingt es,
die Betriebskosten zugunsten der Wirtschaftlichkeit dieser öffentlichen Gebäude sinnvoll zu senken.
Mit der Wascharmatur Protonic-S
startet Franke Aquarotter eine neue Designlinie elektronischer Armaturen, die
diesen Anforderungen gerecht wird. Die
Armaturenneuheit im einteiligen Ganzmetallgehäuse ermöglicht die anspruchsvolle Gestaltung öffentlicher, halböffentlicher und gewerblicher Sanitärräume.
Die Armatur Protonic-S bietet eindeutige
hygienische und wirtschaftliche Vorteile.
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Die Wasserabgabe erfolgt berührungslos. Da das Wasser nur dann fließt,
wenn es benötigt wird, trägt die neu gestaltete Elektronik-Armatur zur Reduzierung des Wasserverbrauchs und damit der Betriebskosten bei. Eine
dynamische Bewegungserkennung über ein innovatives Detektionsverfahren des Sensors hilft ungewollten Wasserfluss, z. B. bei spiegelnden
Waschtischmaterialien, zu vermeiden. Zur Verhinderung langer Stagnationszeiten lässt sich über eine optionale Fernbedienung eine automatische
24h-Hygienespülung für eine hygienische und bakterienfreie Wassernutzung einstellen. Eine handelsübliche 6 V-Batterie macht sie netzunabhängig. Das entspricht bei einer Nutzungshäufigkeit von 150 Betätigungen pro
Tag bei einer Batterielebensdauer von ca. 5 Jahren. Den erforderlichen Batteriewechsel ohne Armaturendemontage zeigt ein aufblinkendes Sensorfeld rechtzeitig an.
Franke Aquarotter AG
Ludwigsfelde
Fax: 0 33 78/81 81-00
[email protected]
www.franke-aquarotter.de
www.franke-ws.com
2009
links oben: Kindertagesstätte in Pirna/D
links unten: Gemeindezentrum Terfens/A
rechts: City-Parkhaus Chemnitz/D
GEBÄUDEINTEGRIERTE
PHOTOVOLTAIK
Im Rahmen des Konjunkturpaketes II sind bis Ende 2010 rund 10 Mrd. €
für Investitionen von Kommunen, Ländern und Bund vorgesehen. Ein
Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von Maßnahmen zur Verringerung der CO2-Emmission. In diesem Zusammenhang realisierte der Dresdner Modulhersteller Solarwatt AG im Bereich Städtebau interessante Projekte mit Vorbildcharakter.
In Chemnitz in Sachsen entstand 2008 das erste solare Fassaden-Kraftwerk der Stadt. Das City-Parkhaus ist seitdem mit einer Solarfassade aus
390 Glas-Glas-Modulen ausgestattet, die jährlich Strom für 15 Hauhalte
erzeugen. Gleichzeitig werden 37 Tonnen CO2 eingespart. Die Anlage ist
nicht nur ein Plus für die Umwelt, sondern auch ein optisches Highlight.
Die Bauherren sprechen von einer „Energiegewinnung im futuristischen
Design“- ein reizvoller Beitrag zur innerstädtischen Architektur der Stadt
Chemnitz.
Ein weiteres Beispiel der harmonischen Verbindung von Funktion und
Design ist die Kindertagesstätte in Pirna/Sachsen. Drei unterschiedliche
Anlagetypen kamen hierbei zum Einsatz: eine Flachdachanlage mit 100
gerahmten Glas-Folie-Modulen, eine Indachanlage mit 100 ungerahmten
Glas-Folie-Modulen sowie eine Verschattungsanlage. Hierfür wurden 24
transparente, trapezförmige Sondermodule angefertigt. Eine weitere Möglichkeit, öffentliche Gebäude zu verschönern, zeigen uns unsere österrei-
2009
chischen Nachbarn. Die Gemeinde Terfens
ließ die Südost- und Südwestfassade
ihres Gemeindezentrums mit Photovoltaikmodulen ausstatten. Im Bereich der
geplanten Balkonbrüstungen wurden
insgesamt 192 Module angebracht. Fünf
Haushalte werden so mit absolut sauberer elektrischer Energie versorgt und
ein CO2-Ausstoß von 8 500 kg vermieden.
Solarwatt AG
Dresden
Fax: 03 51/88 95–111
[email protected]
www.solarwatt.de
83
PRODUKTE IN ANWENDUNG
links: Waschtisch „Renova Nr. 1“
rechts oben: WC‘s für alle Entwicklungsphasen
rechts unten: Waschtischplatte, Becken und
Teile der Abdeckung aus Mineralwerkstoff
„Varicor“
SANITÄRAUSSTATTUNG
FÜR KINDER
Die Kindertagesstätte „Glückskäfer“ in
Chemnitz wurde kernsaniert. Der im
Erdgeschoss liegende Sanitärraum dient
einer Gruppe, die aus 20 Kindern im Alter bis zu drei Jahren besteht. Deshalb
wurden hier zusätzlich ein Wickelplatz
und eine Dusche eingerichtet. Es wurden Handwaschbecken aus der Serie
„Renova Nr. 1“ von Keramag in kindgerechten Höhen zwischen 45 und 55 cm
installiert.
Die Toiletten sind vom Wickelplatz
aus einsehbar und verfügen nur über
Trennwände ohne Türen. Dadurch können die Erzieherinnen Kindern beim Toilettengang Hilfestellung geben. Jede der
drei Kabinen ist mit einem speziellen
Baby- oder Kind-WC von Keramag für die
unterschiedlichen Altersgruppen ausgestattet. Der im ersten Geschoss der Kindertagesstätte gelegene Sanitärraum be-
84
rücksichtigt vor allem die Bedürfnisse der größeren Kinder. Hier wurden
wandhängende „Kind“-WCs in Kabinen untergebracht, die mit Türen ausgerüstet sind. Die geringe Bauhöhe der Kabinen gewährt den Erzieherinnen jedoch Einblick, so dass auch hier ggf. Hilfe angeboten werden
kann. Der Mittelpunkt des Sanitärraums wird durch eine eigens konzipierte
Waschtischanlage gebildet. Sie ist kreisrund angelegt und ruft dadurch Erinnerungen an einen Brunnen hervor. Die Waschtischplatte, die vier Becken und die Verkleidung bestehen aus dem Mineralwerkstoff „Varicor“.
Neben den Waschbecken sind Seifenspender integriert und alle äußeren
Kanten zur Verringerung des Unfallrisikos mit großen Radien abgerundet.
Die gegenüberliegende Anordnung der Waschtische ermöglicht es den
Kindern, sich gegenseitig bei der Körperpflege zu beobachten, so dass
auch die kleineren durch Abgucken bei den größeren Kindern schnell die
richtigen Wasch- und Zahnputztechniken erlernen.
Keramag Keramische Werke AG
Ratingen
[email protected]
www.keramag.de
www.pro.keramag.com
2009
Ein Hochleistungsdämmsystem in Kombination mit einem mineralischen Edelkratzputz sorgt für einen langfristigen Werterhalt
GRUNDSCHULE MIT NEUER
HOCHLEISTUNGSFASSADE
Erhebliche Missstände in der Bauphysik und starke Durchfeuchtungen der
Fassade hatten eine Sanierung der Grundschule Sümmern in Iserlohn unumgänglich gemacht. Das Gebäude aus dem Jahr 1965 war sowohl in Bezug auf die Wärmedämmung als auch in optischer Hinsicht renovierungsbedürftig.
Die Stadt Iserlohn entschied sich für eine Fassadensanierung mit dem
Wärmedämm-Verbundsystem weber.therm plus ultra. Das Hochleistungsdämmsystem von Weber-maxit ermöglichte eine schnelle und wirtschaftliche Dämmung von insgesamt 1 500 m2 Fassadenfläche. Der niedrige
Wärmeleitwert von 0,022W/mK ließ eine Aufbauhöhe von nur 10 cm zu,
um einen langfristig zeitgemäßen Wärmeschutz zu erzielen. Daher kamen
die Verarbeiter bei den Dachüberständen des Flachdachs ohne Stützkonstruktionen aus. Auch die Fensterbänke trugen die Aufstockung der Fensterlaibungen von 8 auf 18 cm problemlos.
Für die Oberflächengestaltung wurde ein mineralischer dickschichtiger
Edelkratzputz in einheitlich heller Farbgebung verwendet. Durch den darin
eingearbeiteten Glimmerspat entstehen Lichtreflexionen. Der Putz weist
eine körnige und kräftige Oberflächenstruktur auf. Er verfügt zudem über
einen Selbstreinigungseffekt, der die Fassade auf natürliche Weise vor Verunreinigungen schützt. In Kombination mit dem Hochleistungsdämmsystem ist für einen langfristigen Werterhalt gesorgt.
2009
Saint-Gobain Weber GmbH
Ludwigshafen
www.weber-maxit.de
85
PRODUKTE IN ANWENDUNG
links: Die Waldschule Obertshausen ist für
die nachfolgenden Jahrzehnte energetisch
bestens aufgestellt.
rechts oben: Hohe Wärmedämmung,
schlanke Ansichtsbreiten: In der Waldschule kam das Schüco Fenster AWS 70.HI
zum Einsatz
rechts unten: Großer Tageslichteinfall, minimale Energiekosten
SCHÜCO MACHT SCHULE –
WALDSCHULE OBERTSHAUSEN
Die Schule wurde 2007 umfangreich saniert. Das Schulgebäude sollte neuesten
energetischen Standards entsprechen
und auch zukünftig nachhaltig zu bewirtschaften sein. Holzfenster und Glasbausteine, die das Erscheinungsbild dominierten, wurden auf einer Fläche von
175 m2 durch das hoch wärmegedämmte
Pfosten-Riegel-Fassadensystem Schüco
FW 50+.HI ersetzt. Dabei machte man
sich die Vorteile des Aluminium-Profilsystems zu nutze, mit denen sich unterschiedliche Vertikalfassaden, auch mit
großen Rasterbreiten und Einbauhöhen,
verwirklichen lassen. Bezogen auf den
gesamten Schulkomplex wurden insgesamt 1 100 m2 Fassadenfläche ausgetauscht und 620 m2 der neuen Fenstergeneration AWS von Schüco verwendet.
Das eingesetzte Fenstersystem AWS70.HI
überzeugt durch verbesserte Wärme-
86
dämmung bei 70 mm Bautiefe mit einem Uf-Wert von 1,6W/m2K. Die
Klassentrakte sind mit dem hochwärmegedämmten Pfosten-Riegel-Fassadensystem Schüco FW 50+.HI ausgestattet worden. Erhebliche Mängel
wurden in Sachen Brandschutz beseitigt. Das Aluminium Brandschutzsystem Schüco ADS 80 FR 30 verhindert, dass sich ein Brand in einem Zeitraum von 30 Minuten unkontrolliert ausbreiten kann, dazu bietet das System eine Einbruchhemmung bis WK3, Absturzsicherheit, Zutrittskontrolle
und Fluchttürfunktion. Der Effekt der gesamten Sanierungsmaßnahme: Es
werden rund 20 000 l Heizöl künftig pro Jahr weniger verbraucht und die
Umwelt mit gut 61 t C02 geringer belastet sein. Die Waldschule ist ein Exempel von vielen Schulen, die im Rahmen des Konjunkturpaktes II in 2009
und 2010 noch folgen werden. Mit dem Energy2 Konjunkturpaket ergänzt
Schüco das Paket des Bundes nachhaltig und hat attraktive Aktionspakete
geschnürt, die auf die speziellen Anforderungen für öffentliche Gebäude
zugeschnitten sind, damit Architekten und Planer wirtschaftlich und im
Wettbewerb um öffentliche Ausschreibungen profitieren.
Schüco International KG
Bielefeld
[email protected]
www.schueco.de/konjunkturpaket
2009
DER ENTWURF enthält viele wertvolle Tipps und Ratschläge für Studenten, Absolventen und Young Professionals.
DER ENTWURF ist ein Sonderheft der DBZ und erleichtert Architekturstudenten den Einstieg in ein erfolgreiches
Berufsleben. Im DBZ-Studentenabo ist DER ENTWURF automatisch enthalten. Mehr Infos unter www.dbz.de/abo
Kostenloses Exemplar anfordern – ganz einfach:
Tel.: +49 (0) 1805 5522533* eMail: [email protected]
* 0,14 EUR/Min. aus dem deutschen Festnetz
DER ENTWURF – Das Magazin für Junge Architekten
PRODUKTE IN ANWENDUNG
Den KfW-40-Standard im Erweiterungsbau Hilden sichert unter anderem eine
zentrale Wärmepumpenanlage mit einer Leistung von ca. 82 kW. Wärmequelle Erdreich in Form einer Soleanlage mit
Sonden
KFW-40-STANDARD MIT
TANDEM-WÄRMEPUMPE
Günstigen Wohnraum mit einer weitgehenden Garantie für zukünftig nahezu stabile Miet- und Mietnebenkosten will die
Stadt Hilden nahe Düsseldorf anbieten.
Für die Erweiterung des bestehenden
städtischen Seniorenwohnheimes
(www.seniorenzentrum-stadt-hilden.de)
um 28 Wohneinheiten machte sie deshalb den Planern unter anderem zur
Vorgabe, einen hohen energetischen
Standard zu realisieren. Das Team des
Ingenieurbüros PBS in Erkrath, erfüllte
die Auflage unter anderem durch Einsatz
der Wärmepumpen Systemlösung von
Waterkotte aus Herne. Dieses Prinzip
gewinnt erneuerbare Energie aus dem
Erdreich und macht sie über die Niedertemperatur Flächenheizung nutzbar. Waterkotte garantiert dabei 75 % Anteil erneuerbarer Energie, die Heizkosten
werden so zur Nebensache.
88
Der Einsatz von Mitteln aus dem Konjunkturpaket II und anderen Förderprogrammen verlangt den KfW-40-Standard für Neubauten. Der Neubau ist in diesem Fall eine Erweiterung eines vorhandenen AltenheimKomplexes.
Die innere Aufteilung des Erweiterungsgebäudes von insgesamt 2 080 m2
muss sich an den Bestimmungen der Förderprogramme von Bund und
Ländern für Seniorenwohnheime halten. Es gibt Zweiraumwohnungen mit
52 m2 für Ehepaare und Einraumappartements von 35 m2 für Alleinstehende.
Die Stadt Hilden baute und baut am Erikaweg keine Luxusappartements
aber sie schöpfte die Grenzen des förderfähigen Wohnraums aus. Das
Leitbild heißt Zufriedenheit. Dazu zählen selbstverständlich auch stabile
Wohnkosten. Die wiederum hängen in starkem Maße von den Heizkosten
ab – und die garantiert Waterkotte durch das Heizen mit erneuerbarer Energie, hier durch Einbau einer besonders sparsamen, zweistufig arbeitenden Kompaktwärmepumpe.
Waterkotte GmbH
Herne
Fax: 0 23 23/93 76-99
[email protected]
www.waterkotte.de
2009
Umweltinstitut Offenbach
Bilder: Fotolia: fotoflash/Bonn
Frankfurter Straße 48, 63065 Offenbach
Tel: (069) 81 06 79, Fax: (069) 82 34 93
[email protected]
Energiemanagement
■ Energiemanagement
Energieeffizienz in Gebäuden
Eintägiger Praxis-Workshop
Termine: 5.10.09, 09.12.09, 30.03.10, 08.09.10
Dieser Workshop bietet eine Einführung in das strategische Energiemanagement und verschafft einen Überblick von der zukunftssicheren und effizienten Energienutzung. In dieser zeitgemäßen
und nachhaltigen Entwicklung ist es wichtig, Einsparpotentiale zu
identifizieren, dadurch die Energiekosten zu senken und somit eine
Steigerung der Energieeffizienz zu erreichen.
■ Der Energieausweis für neue Gebäude
nach der Energieeinsparverordnung 2009
Eintägiger Praxis-Workshop
Termine: 8.10.09, 22.4.10, 28.10.10
Immer mehr Planer stellen bereits Energieausweise für bestehende
Gebäude aus. Der Energieausweis für neu zu errichtende Gebäude
erfordert weitergehende Kenntnisse der Energieeinsparverordnung.
Die neue Verordnung setzt die europäische Gebäuderichtlinie um, die
die Bilanzierung nicht nur von neuen Wohngebäuden und Nicht-Wohngebäuden fordert, sondern auch den Energieausweis für bestehende
Gebäude regelt.
■ Der Energieausweis für bestehende Wohngebäude
Eintägiger Praxisworkshop,
Termine: 18.03.10, 23.09.10
■ Der Energieausweis
für Nicht-Wohngebäude
Eintägiger Praxisworkshop
Termine: 9.11.09, 11.03.10, 1.7.10, 18.11.10
■ Energieberatung für Wohn- und Nichtwohngebäude
Handlungshilfen zur wirtschaftlich Erstellung
von Energieberatungen
Eintägiger Praxis-Workshop
Termine: 9.10.09, 22.02.10, 3.5.10
Im Gebäudebestand werden immer häufiger Energieeffizienzbetrachtungen einer Gebäudesanierung oder einem An-/Neubau vorangestellt.
Oft werden erst nach einer energetischen Bestandsanalyse Aufträge
an Handwerker und Planer vergeben. Der Workshop vermittelt die
praxisrelevanten Grundzüge einer Energieberatung sowohl für Wohnals auch Nichtwohngebäude in nachvollziehbaren Übungen.
Weitere Informationen:
www.umweltinstitut.de
Infos per FAX (069) 82 34 93
Bitte senden Sie mir unverbindlich weitere
Informationen zu den markierten Veranstaltungen
Absender:
Entscheidungsund Arbeitshilfe
zipSCREEN®
Beispiel:
Rollladenkastensanierung mit TERMO®.
Ohne Gerüst von innen möglich.
Der Sonnenschutz spielt neben der Ergonomie
auch in der Energiebilanz eines Gebäudes eine
immer wichtigere Rolle.
Mit unseren Systemen für Neubau und Sanierung
können wir Verantwortlichen und Fachplanern die
passenden Lösungen offerieren.
Im neuen Kompendium Rollladen, Raffstoren
und textiler Sonnenschutz finden Sie dazu alles
Wichtige für Grundplanung und Ausführung.
Die beiliegende DVD enthält Planungsdetails
und Ausschreibungstexte. Originalmuster
komplettieren die Arbeitsunterlage.
Gerne schicken wir Ihnen ein aktuelles
Exemplar kostenfrei zu:
ROMA Rolladensysteme
Postfach 1120, 89325 Burgau.
Oder per internet: www.roma.de
Die Marke vor dem Fenster™
®
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