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S e sch , g n u r e i n a S , II t e rung, e eerngergeettiissckctuheh Sanierung, SanIIie n e , Sanie, energetischeKonjun rpakIIe,t II n t o K e k a rp tu t tel, k Irm akIe tuerptrd ittel, unktKu junakk p n r it o dermo Konjunkture ö F j n K , l l, e rung, Sanierung, Fördermiteterg etische Sanie , en etische Förderm itt ket II, Förd ket II, Förderm Konjunkturpa Konjunkturpa g, Konche Sanierun ittel, energetis mittel, m er er rd rd Fö Fö II, et turpak Fördermittel, Fördermittel, Sanierung, Sanierung, er en getische energetische g, Sanierun Sanierung, ket II, energetische Konenergetische Konjunkturpa II, t ke pa ur kt un un nj e Sanier g, el, ierung Kokt el, energetisch II, Fördermitt itt t m ke er pa rd ische Sanru ur Fö , un aket II g, Konj Fördermittel, che Sanie tisnche Sanierung, Konjunkturp Konenerge Sanierung, e ch e tis ch ge tis er ge en el, ener ittel, t II, Fördermitt ket II, Förderm ke pa pa rur ur kt Fö kt , un un II nj nj t nierung, Ko energetische Sanierung, Konierung, 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Förder el, II, Fördermitt junkturpaket ket II, pa ur kt un Konj un Sanier g, energetische enFördermittel, errd urpaket II, Fö ng, Konjunkt g, sche Sanierun sche , energeti el itt m Förder , el II, Fördermitt t II, onjunkturpaket ke pa ur kt Konjun Sanierung, energetische nierung, Konergetische Sa en , el itt m er aket II, Förd l, energetische Sanierung, rung, Konjunkturpaie ördermitte rgetische San Konjunkturpaket II, mittel, e n e , el itt m er rd Fö er turpaket II, FördKonjunkturpaket II, g, Konjunk el, un er ni Sa e enerenergetisch Fördermittel, Kon- el, , et II ener- nierung, tel, ket II, rpa KonjunkenerI, ermittel, anierung, Konjunk- II, ergetische Sanierung, en ittel, akettisIIc,he Sanierung, Kotn-II, Förrp tu k n ju n o K g, nierun nerge nierung, Konjunkturpake el, energetis,chKoenjSaunkturpaket II, Fördermitteler, e Sa Sanierung, nen getische energetische l, rdermittel, e anierung te it rm urpaket II, Fö e kt rd un nj ö F Ko , II, g t n nieru kturpake ergeSanierung, tische Sait 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Individuelle Lösungen mit effizienten Systemen. Anwendungsbereiche Mehrfamilienhäuser Energieträger Gewerbe/ Industrie Solar Gas Einfamilienhäuser Nahwärmenetze Alle Biomasse Öl Naturwärme Alle Mit Viessmann kann die Zukunft kommen: Unser umfassendes Komplettprogramm hocheffizienter Heiztechnik bietet Ihnen für alle Energieträger und jeden Anwendungsbereich perfekt aufeinander abgestimmte Lösungen – vom Einfamilienhaus Viessmann Deutschland · 35107 Allendorf (Eder) · Telefon 06452 70-2555 bis hin zu Nahwärmenetzen. So senken Sie Ihren Energieverbrauch deutlich und sind dank innovativer Technik schon heute auf die Zukunft vorbereitet. Informieren Sie sich jetzt unter www.viessmann.de. Viessmann Group Brennwerttechnik Öl/Gas · Solarsysteme · Wärmepumpen Holzfeuerungsanlagen · Kraft-Wärme-Kopplung · Biogasanlagen EDITORIAL MIT „PLUS ENERGIE“ IN DIE ZUKUNFT LIEBE LESERINNEN UND LESER, am 27. Januar 2009 hat die Bundesregierung das Konjunkturpaket II verabschiedet, den „Pakt für Beschäftigung und Stabilität“ , mit insgesamt 50 Mrd. €. Eine der wichtigsten Maßnahmen stellt das Programm „Zukunftsinvestitionen der Kommunen und Länder“ dar. Schwerpunkte sollen Investitionen in Bildungseinrichtungen mit Maßnahmen sein, die die CO2-Emissionen reduzieren und die Energieeffizienz steigern, einschließlich des Einsatzes erneuerbarer Energien. Insgesamt stehen 13,3 Mrd. € für die Sanierung öffentlicher Gebäude zur Verfügung. Dabei werden unter anderem energetische Sanierungen an den rund 48 000 Kindergärten, 40 000 Schulen und an Hochschulen sowie in Einrichtungen der Weiterbildung gefördert. Damit ist das Konjunkturpaket II in aller Munde, Impulse werden bei der Planung wie der Ausführung erwartet. Anfängliche Schwierigkeiten bei der Ausschreibung und Vergabe bei den Projekten führen langsam zu den geforderten Ergebnissen. Und ganz aktuell: seit Sommer 2009 werden eben nicht nur die energetischen Maßnahmen gefördert, sondern alle Sanierungen. Dadurch wird der Kreis der förderfähigen Investitionsvorhaben erheblich erweitert. Das bedeutet, dass in den Förderbereichen Schulinfrastruktur, Hochschulen und kommunale oder gemeinnützige Einrichtungen der Weiterbildung Investitionsvorhaben auch förderfähig sind, bei denen keine energetische Sanierung vorgenommen wird. Insgesamt muss aber der energetischen Sanierung weiter eine besondere Bedeutung zukommen. Was im Anspruch neu und zukünftig das Maß aller Dinge sein wird, heißt „PlusEnergie“! Gebäude, die nicht nur wenig Energie verbrauchen, sondern auch Energie erzeugen. Es gibt 3- Liter- Schulen und Schulen mit Passivhausstandard. Diese Anforderungen mit einem Neubau zu realisieren, ist keine Schwierigkeit mehr. Aber bestehende Projekte, wie zum Beispiel Schulen oder KiTas so zu sanieren, dass sie nach Abschluss der Maßnahmen mehr Energie produzieren als das Gebäude über das Jahr hinweg verbraucht, das ist neu und eine richtige Herausforderung. Mit dem Magazin „PlusEnergie“ möchten wir Ihnen Informationen an die Hand geben, die aufzeigen, wie Sie die richtigen Fördermittel für Ihre Planung herausfiltern und deren Anforderungen erfüllen können. Das Konjunkturpaket II bietet nur eine der Finanzierungsmöglichkeiten von vielen im Förderdschungel. Denn es gibt noch mehr Geld für Sanierungsmaßnahmen an öffentlichen Bauvorhaben. Dazu zeigen wir Projekte, die energetisch saniert wurden, wie viel CO2 und wie viel Energie eingespart und welche Fördermittel genutzt werden konnten. Im unserem Sonderheft „PlusEnergie“ finden Sie ausführliche Beschreibungen der Fördermittel auf Bundesebene für die energetische Sanierung, den Einsatz erneuerbarer Energien, den kommunalen Klimaschutz etc. Dazu eine detaillierte Tabelle der aktuellen Programme auf Länderebene nach Bundesländern gegliedert. Wir hoffen, Ihnen mit diesem Sonderheft umfassende Informationen für Ihre tägliche Praxis zu geben, die Ihnen helfen, dem Anspruch gerecht zu werden, verantwortungsvolle und energetisch sinnvolle Projekte zu entwickeln und zu betreuen. Herzlichst Ihr Burkhard Fröhlich Chefredakteur 2009 1 Hält dicht. Macht Strom. INHALT AKTUELL Und das seit 10 Jahren. EVALON ® Solar. Aktuell 4 FÖRDERMITTEL Licht im Dunkeln Konjunkturpaket II Ein Plus für KiTas und Schulen Erneuerbare Energien Kommunaler Klimaschutz Sanierung von Wohnimmobilien Förderprogramme auf einen Blick Förderprogramme der Bundesländer 6 8 10 14 18 20 22 24 PROJEKTE Umbau der Maximilian-von-Welsch Realschule Energetische Sanierung der KiTa „Bummi“ Sanierung des Wilhelm-Hack Museums Wärmecontracting im Gymnasium Bad Berleburg 34 40 44 48 WISSEN + TECHNIK Plus-Energie-Schule in Stuttgart Schadstoffe in Schulen Glastechnologien der Zukunft Auf Sonne programmiert Nachhaltige Sanitärsanierung 52 54 56 60 62 PRODUKTE Mit EVALON® Solar werden Dächer nicht nur dauerhaft dicht, sondern Produkte Produkte in Anwendung 66 78 erzeugen dank der integrierten PV-Module auch Strom aus Sonnenlicht. Ideal für Neubau und Sanierung. Ideal auch für die Umwelt. Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung aus über 1.000 Projekten. EVALON ® Solar. FÜR DIE ZUKUNFT GEDACHT. Plus Energie erscheint im Bauverlag BV GmbH Postfach 120, 33311 Gütersloh und ist Bestandteil der Zeitschriften: Deutsche Bauzeitschrift, Stadtbauwelt, Technik am Bau, Facility Management, BundesBauBlatt Ihre Ansprechpartnerin in der Redaktion: Annika Frey, Tel.: 0 52 41/80 88 415 [email protected], www.bauverlag.de plus Das Sonderheft Plus Energie und zusätzliche Informationen, die nicht mehr ins Heft passten, finden Sie als Download auf den Homepages unserer Fachzeitschriften: www.Dbz.de www.bauwelt.de www.tab.de www.facility-management.de www.bundesbaublatt.de www.alwitra.de 2009 Für weitere Informationen fordern Sie unseren Flyer an! Einzigartige Produkte für kindgerechte Sanitärräume. WCs für Babys, Kleinkinder und Schüler – intelligent geformt und größenangepasst. Und ergonomisch durchdachte, auf individuelle Anforderungen abgestimmte Waschtische. Die speziell für Kindergärten und Schulen entwickelten Produkte von Keramag ermöglichen eine Sanitärraumplanung, die Kindern wirklich gerecht wird. Weitere Informationen erhalten Sie auf pro.keramag.com oder per E-Mail an [email protected]. AKTUELL IWO BELOHNT ENERGETISCHE SANIERUNGEN AKTION „ENERGIE-GEWINNER“ plus Bewerbungsunterlagen, Beispielberechnungen und weitere Infos unter www.oelheizung.info/energiegewinner 25 Cent pro Kilowattstunde Primärenergie Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) fördert in der Aktion „Energie-Gewinner“ ausgewählte Modernisierungsobjekte mit einem Sanierungszuschuss. Ob eine Heizungssanierung, die Einbindung erneuerbarer Energien wie Solarthermie oder eine komplette energetische Haussanierung, unterschiedlichste Projekte können teilnehmen. Wichtigste Voraussetzungen für den IWO-Zuschuss: Mit der Sanierung muss der Primärenergiebedarf um mindestens ein Drittel reduziert werden. Die Energieeinsparung muss mit einem bedarfsbasierten Energieausweis nachgewiesen werden. Und: das Gebäude muss nach der Sanierung überwiegend ölbeheizt sein. Anders als bei den meisten öffentlichen Förderprogrammen, ist bei der Aktion Energie-Gewinner nicht die Technologie oder der Investitionsaufwand maßgeblich für die Höhe der Fördersumme, sondern der Umfang der Energieeinsparung. Pro jährlich eingesparter Kilowattstunde (kWh) Primärenergie werden einmalig 25 Cent an die Energie-Gewinner ausgezahlt. Für alle gilt: Je höher die Primärenergieeinsparung, umso höher auch die IWOFörderung. Die Fördersumme ist auf maximal 50 % der Investitionskosten begrenzt. Kunden über IWO-Aktion informieren IWO ruft Architekten und Planer sowie alle anderen Partner im Wärmemarkt auf, Modernisierungsinteressenten in ihrem Kundenkreis auf die Aktion Energie-Gewinner aufmerksam zu machen. Hausbesitzer, die planen, ihr Gebäude energetisch zu modernisieren, können sich ab sofort als Energie-Gewinner bewerben. Bis Dezember 2011 wählt eine IWO-Fachjury jedes Quartal bundesweit eine begrenzte Anzahl vorbildlicher Modernisierungsobjekte aus. Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. Süderstraße 73a 20097 Hamburg Tel.: 0 40/23 5113 22 Fax: 0 40/23 5113 29; Email: [email protected] www.iwo.de BAUTEC 2010 BVMBS STARTET MIT KONGRESS DIE INITIATIVE „ZUKUNFT BAU“ Vom 16. bis 20. Februar 2010 findet auf dem Berliner Messegelände die bautec statt. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wird im Rahmen der bautec 2010 einen internationalen Bauforschungskongress durchführen. Dieser soll die zentralen Herausforderungen für das zukünftige Bauen aufzeigen, aktuellste Innovationen präsentieren und die wichtigsten Forschungsfelder beleuchten. 4 Bei dem Kongress geht es vor allem um die so genannte „angewandte Bauforschung“, um konkrete sowie umsetzbare Projekte und Entwicklungen für die Bauwirtschaft. Als Themen stehen u. a. der Klimaschutz, Energieeffizientes Bauen, die Stärkung der Baukultur, Bauen und demographischer Wandel sowie der Bau als Branche der Hochtechnologie im Vordergrund. Mit diesem Kongress gibt das Bundesverkehrs- und Bauministerium zugleich den Startschuss für die Fortsetzung der erfolgreichen Initiative „Zukunft Bau“. www.bautec-berlin.de www.bmvbs.de 2009 EFFIZIENZHÄUSER ÖFFNEN IHRE TÜREN „TAG DER ENERGIESPAR-REKORDE“ AM 10. OKTOBER 2009 Am 10. Oktober öffnen wieder bundesweit energieeffiziente Gebäude ihre Türen: beim dritten „Tag der Energiespar-Rekorde“ der Deutschen EnergieAgentur GmbH (dena). Auf Baustellen und in bereits realisierten Objekten können sich Besucher über aktuelle Möglichkeiten der energieeffizienten Modernisierung sowie des Neubaus informieren. Neben dem Austausch mit den verantwortlichen Planern und Architekten dürften die Besucher sich auch in diesem Jahr wieder für die Erfahrungen interessieren, die die Bewohner bereits in ihrem Effizienzhaus sammeln konnten. Die Palette der geöffneten Effizienzhäuser reicht vom sanierten Einfamilienhaus der 60er Jahre über die Stadtvilla, das Fertighaus und den innerstädtischen Neubau bis hin zum sanierten Plattenbau oder denkmalgeschützten Häusern. Auch öffentliche Gebäude wie Kindergärten sowie Projekte, die im Rahmen der dena-Modellvorhaben „Niedrigenergiehaus im Bestand “ hocheffizient saniert wurden, sind mit dabei. Adressen sowie weitere Informationen zu den teilnehmenden Häusern in ganz Deutschland veröffentlicht die dena auf ihrer Internetseite unter www.energiespar-rekorde.de. STRATEGIEN FÜR ENERGIEEFFIZIENZ DENA-KONGRESS „ZUKUNFT HAUS“ AM 24. UND 25. NOVEMBER 2009 Wie die Energieeffizienz von Gebäuden flächendeckend verbessert werden kann, ist die zentrale Frage des „zukunft haus“ - Kongresses 2009, den die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) am 24. und 25. November in Berlin veranstaltet. In den Vorträgen und Diskussionen stehen neben den politisch-ökonomischen Strategien und deren Umsetzung unter anderem die Steigerung der Nachfrage nach Energieeffizienz, innovative Dienstleistungen und Techniken im Gebäudebereich und das kommunale Energiemanagement auf dem Programm. Der „zukunft haus“- Kongress ist das bedeutendste Forum für Experten und Entscheider zum Thema Energieeffizienz von Gebäuden. Alle Informationen zum Programm und zur Anmeldung sind unter www.zukunfthaus.info/kongress2009 zu finden. Die Teilnahmegebühr beträgt 250 €, für Vertreter der öffentlichen Hand ermäßigt 190 €. www.mehr-Energie-Effizienz.de Klimaschützend dämmen, Heizkosten und Verarbeitungsaufwand sparen, Wohnkomfort steigern. Mit ISOVER erreichen Sie mehr Energie-Effizienz. Interessiert? Klicken Sie rein. 2009 5 FÖRDERMITTEL LICHT IM DUNKELN DIE STRUKTUR DER FÖRDERMITTEL IN DEUTSCHLAND Foto: Rainer Sturm / www.pixelio.de Auf der Grundlage europäischer und nationaler Bestimmungen zum Klimaschutz wurden von der Bundesregierung zahlreiche Maßnahmenpakete beschlossen und gesetzgeberisch umgesetzt. Sie sollen helfen, die Klimaschutzziele zu erreichen. Vor der Welt-Klimakonferenz in Bali wurde im Dezember 2007 das Integrierte Energie – und Klimaprogramm (IEKP) verabschiedet – es beinhaltet 29 Maßnahmen, vor allem zur Förderung der Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. Die energetische Modernisierung der sozialen Infrastruktur, das Erneuerbare Energien Wärmegesetz (EEWärmeG), der Ausbau der Förderprogramme zur energetischen Gebäudesanierung und die Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind die wichtigsten Programme. Darüber hinaus wurden auch Maßnahmen für Klimaschutz und Energieeffizienz außerhalb von Gebäuden und Technik beschlossen. Zum Beispiel Die Bundesregierung unterstützt zusätzliche Investitionen in die Energieeffizienz von Gebäuden und stockt die Mittel für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und für andere Maßnahmen um insgesamt 3 Mrd. € für die Jahre 2009 bis 2011 im Konjunkturpaket I auf. Im Konjunkturpaket II greift der Bund den Kommunen und den Ländern mit einem Investitionsprogramm unter die Arme. Die geplanten Maßnahmen sollen helfen, die CO2-Emissionen zu verringern und die Energieeffizienz zu steigern. Die Förderprogramme des Bundes und der Länder sind in den gesetzgeberischen Kontext eingebunden. Je nach Antragsteller und Art der Maßnahme sind die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie die Institutionen der Länder maßgeblich für die Durchführung, Ausgestaltung und Verteilung der zur Verfügung stehenden Mittel zuständig. Die Förderlandschaft in den einzelnen Bundesländern ist entsprechend der Bei der KfW gibt es Förderproübergeordneten Ziele zum Klimaschutz sehr unterschiedlich gestaltet. Wir gramme für Unternehmen sowie Komgeben Ihnen eine Zusammenfassung der wichtigen bundesweiten Promunen und soziale Einrichtungen. Prigramme mit Ihren Kerninhalten und Rahmenbedingungen. Mit einer tabellavate- und Wohnungsbaugesellschaften rischen Übersicht der Förderungen auf Länderebene informieren wir Sie zuerhalten für die Sanierung und den Bau sätzlich über regionale Möglichkeiten. bzw. Kauf von Energieeffizienten Wohngebäuden zinsverbilligte Darlehen oder Zuschüsse. Für Unternehmen fördert die werden Energieeffizienzberatungen in KfW Energieeffizienzberatungen mit bis zu 80 %. Außerdem gibt es zinskleineren und mittleren Unternehmen verbilligte Darlehen für Investitionen in den Umweltschutz oder für Maßmit einem Zuschuss gefördert und die nahmen zur effizienteren Energieerzeugung und -verwendung. Kommunen bei der Erstellung von KlimaDie Sanierung sozialer Infrastruktur (bspw. Schulen, Kitas, Schulsportschutzkonzepten finanziell unterstützt. und Schwimmhallen) kommunaler und gemeinnütziger Träger bildet den Mit dem Maßnahmenpaket „BeschäftiSchwerpunkt im Konjunkturpaket I und II. gungssicherung durch WachstumsstärDas Bundesamt für Ausfuhrkontrolle, fördert die Errichtung und die Erkung“ (Konjunkturpaket I) und dem weiterung kleiner bis mittlerer Anlagen im Bereich der Wärmeerzeugung „Pakt für Beschäftigung und Stabilität“ (Solarthermie, Wärmepumpe, Biomasse). Erneuerbare Energien zur Erzeu(Konjunkturpaket II) wurden noch zusätzgung von Strom werden durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit liche Maßnahmen ergriffen, um Arbeitsder Abnahmepflicht des erzeugten Stromes durch den jeweiligen Energieplätze zu schaffen und gleichzeitig die versorger unterstützt. Dazu ist im EEG, je nach Anlagentyp, eine gesicherte Klimaschutzziele zu erreichen. Einspeisevergütung festgelegt. plus 6 2009 C.A.N. 5431 MAKING MODERN LIVING POSSIBLE Jetzt gibt es eine Geldspritze von Vater Staat und das aktuelle Info-Paket von Danfoss! Seit dem 1.4.2009 können Besitzer von Ein-/Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen Kredite, Investitionszuschüsse und Sonderzuschüsse für die Modernisierung ihrer Heizungsanlage und Warmwasserbereitung von der KfW-Bank und der BAFA erhalten. Die Möglichkeiten sind breit gefächert. Wir haben für Sie ein komplettes Paket geschnürt, mit dem Sie Ihre Kunden informieren und aktivieren können. Die 6-seitige Info-Broschüre informiert über die wichtigsten Fördermöglichkeiten. Spezial-Infoblätter zu den Förderthemen „25% Sonderprämie“, „Wärmepumpen“, „Fußbodenheizung“ und „Lüftungsanlagen“ lassen sich als Beilage zu Ihrer Kundenpost oder als Hauswurfsendung einsetzen. Dazu gibt es ein Info-Blatt mit Tipps und Anregungen, wie Sie die Aktionsmittel wirksam einsetzen können. Das Komplettpaket ist unter www.waerme.danfoss.de mit Bestellformular für Sie hinterlegt. Mit der DanBasic CD oder der Danfoss-Grundfos-Datenscheibe bietet Ihnen Danfoss auch noch die Werkzeuge zur Ermittlung der Ventileinstellwerte für den hydraulischen Abgleich. Diese Werte müssen dokumentiert und dem Antrag für die Sonderförderung „Energieeffizient Sanieren“ beigelegt werden. Danfoss GmbH • Bereich Wärmeautomatik Carl-Legien-Str. 8, 63073 Offenbach Telefon: +49 (0) 69 4 78 68-621 • Telefax: +49 (0) 69 4 78 68-511 E-Mail: [email protected] • Internet: www.waerme.danfoss.de FÖRDERMITTEL KONJUNKTURPAKET II ZUKUNFTSINVESTITIONEN DER KOMMUNEN UND DER LÄNDER Für die genannten Investitionsschwerpunkte stehen insgesamt 13,3 Mrd. € für den Zeitraum 2009 bis 2010 zur Verfügung. Davon trägt der Bund 10 Mrd. €, die Länder und Gemeinden 3,3 Mrd. €. 6,5 Mrd. € der Bundesanteile sind für Investitionen in die Bildungsinfrastruktur vorgesehen, die übrigen 3,5 Mrd. € sind Maßnahmen der sonstigen Infrastruktur vorbehalten. GESAMTINVESTITIONSVOLUMEN UND SEKTORALE AUFTEILUNG 14 12 3,3 Länder Bund 10 Mrd. Euro Anfang 2009 beschloss die Bundesregierung das sogenannte Konjunkturpaket II mit einem Gesamtumfang von 50 Mrd. €. Ein bedeutender Schwerpunkt bildet dabei das Programm „Zukunftsinvestitionen der Kommunen und der Länder“. Die Investitionsschwerpunkte liegen hier bei den Bildungseinrichtungen und der kommunalen Infrastruktur. 8 6 10 4 6,5 2 3,5 0 Gesamt Bildung Infrastruktur sparsam sicher stabil Planen Sie mit der Zukunft! Weru-Thermico Das Hochleistungsfenster Weru-Thermico mit exzellentem Wärmeschutz, hoher Sicherheitsausstattung und hervorragenden statischen Eigenschaften erfüllt schon heute die geplanten Vorgaben der EnEV 2012. WERU AG, Zumhofer Straße 25, 73635 Rudersberg, www.weru.de Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Herrn Dieter Frost, Leiter Marketing, Tel. 07183/303-390, [email protected] 8 2009 Aufgrund der Zielstellung – schnelle konjunkturelle Wirksamkeit und Förderung der örtlichen Bau- und Handwerkerschaft – werden in diesem Programm nur bauliche Investitionen gefördert, die kurzfristig in 2009 und 2010 umsetzbar sind. UMSETZUNG Die rechtliche und verwaltungsmäßige Umsetzung erfolgt durch ein Fondsgesetz, ein Fördergesetz nach Artikel 104 b GG sowie einer Bund-LänderVerwaltungsvereinbarung. Die Länder erlassen ihrerseits Förderrichtlinien oder verwenden bereits vorhandene (z. B. Investitionspakt). Die Anträge und die Bewilligung der Finanzmittel erfolgt durch das jeweilige Land. Bis Ende Mai 2009 hatten die Länder die zu fördernden Projekte an den Bund gemeldet. Der behält sich vor, fünf Monate nach Beendigung einer Maßnahme, die zweckentsprechende Verwendung der eingesetzten Fördermittel zu prüfen. Darüber hinaus ist auf den Bauschildern vor Ort und nach Fertigstellung einer Baumaßnahme darauf hinzuweisen, dass es durch den Bund gefördert wird. FÖRDERVORAUSSETZUNGEN Die Finanzhilfen dürfen nicht zur Finanzierung einer Investition verwendet werden, deren Gesamtfinanzierung bereits durch einen Haushaltsplan abgesichert wurde. Gefördert werden nur zusätzliche Maßnahmen, die am 27. Januar 2009 oder später begonnen wurden. Bei früher begonnenen, aber noch nicht abgeschlossenen Maßnahmen, ist eine Förderung nur möglich, wenn es sich um einen selbständigen Abschnitt eines laufenden Vorhabens handelt, dessen Finanzierung bislang nicht gesichert war. Die Finanzhilfen aus dem Konjunkturpaket werden in den Jahren 2009 und 2010 gewährt, die Maßnahmen müssen spätestens bis zum 31. Dezember 2009 begonnen werden. Als Beginn einer Baumaßnahme gilt der Abschluss eines Lieferungs- und Leistungsvertrages, Planung oder Grunderwerb gelten nicht als Beginn. 2011 können nur noch Maßnahmen gefördert werden, die vor dem 31. Dezember 2010 begonnen wurden und bei denen im gleichen Jahr ein selbständiger Abschnitt des Investitionsvorhabens abgeschlossen wird. Damit die Mittel auch in dem kurzen Zeitraum abgerufen werden können, wurde in Abstimmung mit der Europäischen Kommission die Vergabeordnung für zwei Jahre an die besondere Situation angepasst. Dabei wurden die Schwellenwerte für beschränkte Ausschreibungen im Baubereich nach VOB auf 1 Mio. € und für freihändige Vergaben auf 100 000 € angehoben. Um trotzdem den Wettbewerb und die Transparenz der Vergaben herzustellen, sind die Vergabestellen verpflichtet, über die Unternehmen zu informieren, die einen Auftrag erhalten haben. INVESTITIONSSCHWERPUNKT Bildung Wichtigster Schwerpunkt ist die Sanierung von Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Einrichtungen der Weiterbildung. Für die Förderung ist es nicht maßgeblich, wer der jeweilige Träger ist – Land, Kreis, Gemeinde, gemeinnütziger Verein, Kirche – sondern, ob das zu sanierende Gebäude auch langfristig genutzt wird. Mit den Sanierungsmaßnahmen sollen die CO2Emissionen verringert und die Energieeffizienz – auch unter Einsatz erneuerbarer Energien – gesteigert werden. 2009 (Sonstige) Infrastruktur In diesem Förderkomplex werden Krankenhäuser, der Städtebau (ohne Abwasser und ÖPNV), Lärmschutzmaßnahmen an kommunalen Straßen, die ländliche Infrastruktur (ohne Abwasser und ÖPNV) sowie sonstige Infrastrukturinvestitionen gefördert. Der Infrastrukturbereich im Städtebau umfasst in erster Linie Einrichtungen wie Jugend- oder Altentreffs, Sportstätten, Stadtteilbibliotheken, Feuerwehrgebäude, aber auch Kultureinrichtungen wie Museen oder Theater. Außerdem zählen Rathäuser oder sonstige Verwaltungsgebäude der Stadt dazu. Bei Lärmschutzmaßnahmen an kommunalen Straßen erfolgt die Konkretisierung auf der Grundlage von Lärmaktionsplänen nach dem BundesImmissionsschutzgesetzes. Gefördert werden insbesondere der Einbau oder Austausch von Lärmschutzfenster, Lärmabschirmungen sowie der Ersatz „lauter“ Fahrbahndecken durch einen sog. „Flüsterbelag“. ROLLE DES PLANERS Sofern der überwiegende Teil der Mittel in die energetische Sanierung fließt, ergeben sich an dieser Stelle auch die größten Möglichkeiten für Planer. Die entsprechende Beratung der Bauherren und die Planung von förderfähigen Maßnahmen an kommunalen Bestandsgebäuden erfordern dabei aber erweiterte Kenntnisse. Dazu kommt die Erstellung der notwendigen Nachweise nach EnEV, eine für Nichtwohngebäude mitunter anspruchsvolle Aufgabe. Besonders für Planer, die im Themengebiet energieeffizientes Sanieren qualifiziert sind, ergeben sich im Zusammenhang mit der Förderung die besten Chancen. Eine Weiterbildung in diesem Themengebiet ist ohnehin eine Investition in die Zukunft. plus Werden energetische Sanierungen durchgeführt, muss das Gebäude dem Standard entsprechen, den die Energieeinsparverordnung für Maßnahmen im Bestand vorschreibt. Dabei ist zu beachten, dass im Oktober 2009 die neue Energieeinsparverordnung mit im Schnitt um 30 % erhöhten Anforderungen in Kraft treten wird. Ausnahmen gelten nur für Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen. 9 FÖRDERMITTEL EIN PLUS FÜR KITAS UND SCHULEN FINANZIERUNG DER ENERGETISCHEN SANIERUNG Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellt für die Finanzierung energetischer Sanierungen in der kommunalen und sozialen Infrastruktur zwei Programme zu Verfügung, die inhaltlich gleich sind, sich aber hinsichtlich der Zielgruppe und der Konditionen unterscheiden. nach deutschen Regionalfördergebieten. Dazu zählen alle Standorte in den neuen Ländern sowie die Regionalfördergebiete in den alten Ländern und Berlin gemäß der von der EU-Kommission genehmigten Fördergebietskarte 2007 – 2013 für Deutschland (siehe Seite 13). In den Regionalfördergebieten werden bis zu 100 % der förderfähigen Investitionskosten gefördert, in den übrigen Gebieten bis zu 70 %. Die Antragstellung erfolgt vor Beginn eines Vorhabens und direkt bei der KfW. Im Programm „Sozial Investieren – Energetische Gebäudesanierung“ sind alle gemeinnützigen Organisationen inklusive der Kirchen, die Träger der zu sanierenden Gebäude sind, antragsberechtigt. Der Nachweis der Gemeinnützigkeit muss durch eine Freistellungsbescheinigung des Finanzamtes von der Körperschaftssteuer erbracht werden. Es werden bis zu 100% der Investitionskosten finanziert, die Antragstellung erfolgt vor Beginn des Vorhabens über die jeweilige Hausbank. Mehrjährige Vorhaben sind in Bauabschnitte zu gliedern und dürfen einen Zeitraum von 24 Monaten nicht überschreiten. Die Förderprogramme „Energieeffizient Sanieren – Kommune“ und „Sozial Investieren – Energetische Gebäudesanierung“ sind Bestandteil des Nationalen Klimaschutzprogramms sowie des Programms für Wachstum und Beschäftigung der Bundesregierung. Sie dienen Für beide Förderprogramme gilt: der zinsgünstigen und Bei Maßnahmen nach A (Neubau-Niveau) werden maxilangfristigen Finanziemal 350 €/m² Netto-Grundfläche (NGF nach der DIN 277) rung von Maßnahmen Förderfähig sind alle unmittelfinanziert. in der kommunalen bar mit den EnergiesparmaßBei Maßnahmen nach B (Einzel und/oder Einzelpaund sozialen Infranahmen verbundenen Kosten. kete) werden 50 €/m² Netto-Grundfläche pro Einzelmaßstruktur zur MindeDazu zählen zum Beispiel nahme gefördert. Wird ein Maßnahmenpaket von minrung des CO2-AusstoBeratung- und Planungsleisßes an Gebäuden, die destens drei Einzelmaßnahmen durchgeführt, erhöht tungen sowie Kosten notwenvor 1990 fertig gesich der Darlehenshöchstbetrag auf 200 €/m² – jede weidiger Nebenarbeiten, die zur stellt wurden. tere Maßnahme stockt die Förderung um 50 €/m² auf, ordnungsgemäßen FertigstelGefördert werden wobei der Höchstbetrag für die Förderung von Maßnahlung und Funktion des Gebäuentweder energemenpaketen 300 €/m² beträgt. des erforderlich sind (beitische Sanierungen Bei der Durchführung von einzelnen Wärmeschutzspielsweise Erneuerung der auf Neubau-Niveau maßnahmen ist darauf zu achten, dass alle BauteilfläFensterbänke, Blower-Doornach der Energiechen gedämmt bzw. alle Fenster ausgetauscht werden. Test zur Prüfung der Luftdichteinsparverordnung Ausnahmen müssen vom Sachverständigen begründet heit). (EnEV) (Variante A) werden. sowie EinzelmaßnahDie Kombination mit anderen Fördermitteln ist grundmen und Maßnamensätzlich möglich, nicht jedoch mit dem KfW-Programm pakete zur Energieeinsparung (Variante „Erneuerbarer Energien“. Kosten für Beratung durch einen SachverständiB). Förderschwerpunkte sind dabei gen sind förderfähig, sofern dazu keine anderen Fördermittel beansprucht Schulen, Schulsporthallen, Kindertageswerden. stätten, Gebäude der Kinder- und Jugendarbeit sowie Schwimmhallen. ANTRAGSTELLUNG UND KONDITIONEN plus MERKMALE DER FÖRDERUNG Im Programm „Energieeffizient Sanieren – Kommune“ sind Kommunen, aber auch deren Eigenbetriebe sowie Zweckverbände antragsberechtigt. Die Förderhöhe ist gekoppelt an die Einteilung 10 Die Beantragung erfolgt für Kommunen direkt bei der KfW, bei sozialen Einrichtungen über die Hausbank. Auf dem Antragsformular sind die Maßnahmen nach A (Neubau-Niveau) aufzuführen, die dazu beitragen das Ziel zu erreichen. Bei Maßnahmen nach B (Einzel und/oder Einzelpakete) muss angegeben werden, für welche Maßnahmen die Finanzierung beantragt wird und wie diese ausgeführt werden sollen (Dämmstärke, Wärmeleitgruppe). 2009 Die wärmedämmende Schallmauer für den Objektbau. Die neue S-Masse ist da: POROTON-S 11. Eine ideale Kombination von bewährtem Ziegel und innovativer Perlit-Füllung, einem ökologischen Vulkangestein. Natur pur! Und mit hervorragenden Werten in den Bereichen Schallschutz (Rw ⱖ 50 dB), Wärmeschutz ( = 0,11 W/mK und U-Wert von 0,28 W/m2K) und Statik (bis zu 1,2 MN/m2). Machen Sie sich nichts vor, planen Sie monolithisch mit dem neuen S 11. Dann ist Ruhe im Bau. Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Oldenburger Allee 26 · 30659 Hannover Telefon 01805-06 05 17* www.wienerberger.de *(14 Ct/Min. aus dem dt. Festnetz) FÖRDERMITTEL Fördergebiete der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” 2007 – 2013 in gemeindescharfer Abgrenzung Neben dem Antragsformular und einer kurzen Projektbeschreibung sind folgende Anlagen zusätzlich einzureichen: 1. Für die energetischen Maßnahmen sind die Anforderungen durch einen Sachverständigen zu unterzeichnen 2. Bei öffentlich-rechtlichen Antragstellern, die das Kreditobligo bei der KfW von über 50 Mio. € überschritten haben, sind Angaben über die Haushaltspläne vorzulegen 3. Für Zweckverbände ist die Vorlage der Verbandssatzung obligatorisch Gemeinden, Stand 31.12.2007 A – Fördergebiet A – Fördergebiet („statistische EffektRegion”) C – Fördergebiet C – Fördergebiet (davon Städte/Gemeinden teilweise) D – Fördergebiet D – Fördergebiet (davon Städte/Gemeinden teilweise) Teilweise C -, teilweise D – Fördergebiet Nicht-Fördergebiet Für das Darlehen kommt der zum Zeitpunkt der Auszahlung gültige Programmzinssatz (Stand September 2009: 1,35 %) zur Geltung, die Auszahlung beträgt 100 %. Dieser Zinssatz wird für zehn Jahre bei Kommunen und bei sozialen Einrichtungen zehn oder 20 Jahre festgeschrieben. Nach Beendigung der Zinsfestschreibungsfrist werden neue Konditionen vereinbart, die maximale Kreditlaufzeit beträgt 30 Jahre bei maximal fünf tilgungsfreien Anlaufjahren. plus Beispiel: Eine Kommune außerhalb des GA-Fördergebiets führt eine umfassende energetische Sanierung an einer Schule aus dem Jahr 1964 durch. Mit der Sanierung wurde das Neubauniveau erreicht, eine entsprechende Bestätigung liegt vor. Die NGF beträgt 2 500 m². Die Gesamtkosten des Vorhabens belau- Ergänzende Unterlagen, die mit der Investitionsmaßnahme in Verbindung stehen, können von der KfW zusätzlich angefordert werden. 12 fen sich 1,4 Mio. €, davon 1,2 Mio. € für energetische Sanierungsmaßnahmen. Die Finanzierung erfolgt durch ein KfW-Darlehen in Höhe von 840 000 €, die aufzubringenden Eigenmittel betragen 560 000 €. 2009 Aktion Einheizprämie [ Luft ] [ Wasser ] [ Erde ] [ Buderus ] Geschäftserfolg ankurbeln? www.Einheizprämie.de Jetzt mit System profitieren! Zwischen dem 01.06. und 31.10.2009 laufen unsere Heizsysteme auf Hochtouren: dank der Buderus Einheizprämie. Entscheidet sich Ihr Kunde in dieser Zeit für ein Brennwert- oder Brennwert/Solar-Aktionssystem, profitiert er nicht nur von der staatlichen Förderung, sondern auch von unserem kostenlosen System-Zubehörpaket. 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FÖRDERMITTEL ERNEUERBARE ENERGIEN DIE WICHTIGSTEN PROGRAMME IM ÜBERBLICK TEIL 1: BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) Im Rahmen des Marktanreizprogramms des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt. Ziel ist es, den Absatz regenerativer Techniken zu erhöhen und deren Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Die Förderung ist Teil des integrierten EnergieWer darf beantragen? und KlimaproAntragsberechtigt sind alle die gramms der eine Anlage zur Nutzung erneuBundesregierung, erbarer Energien errichten oder für 2009 sollen bis erweitern möchten. Neben prizu 500 Mio. € hiervaten Antragstellern sind das für zur Verfügung auch Freiberufler, Unternehstehen, deutlich men, Kommunen und gemeinmehr als im Vornützige Organisationen. Ausgejahr. schlossen sind lediglich Gefördert werAnlagenhersteller sowie der den SolarkollekBund und die Länder mit deren toren, BiomasseEinrichtungen. heizkessel und effiziente Wärmepumpen mit nicht zurückzahlbaren Zuschüssen. Neben der Basisförderung gibt es zusätzliche Boni, beispielsweise für besonders innovative Techniken. An gewerbliche Antragsteller richtet sich die Förderung großer Anlagen, die über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) herausgereicht wird. Die Förderung unterscheidet Basis und Bonusförderungen. Die Richtlinie ist, besonders in Bezug auf die Bonusregelungen, sehr komplex und kann hier nur auszugsweise wiedergegeben werden. plus Thermische Solaranlagen Im Rahmen der Basisförderung wird wie folgt verfahren: Die Erstinstallation kleiner Solarkollektoranlagen (bis 40 m²) zur 14 Warmwasserbereitung werden mit 60,- € je m² Kollektorfläche bezuschusst, mindestens mit 410,- € je Anlage. Die Förderung für Solaranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, zur solaren Kälteerzeugung oder zur Bereitstellung von Prozesswärme beträgt 105,- € je m². Größere Anlagen (ab 40 m²) werden mit dem gleichen Betrag für die ersten 40 m² bedacht (4 200 €), die darüber hinaus errichtete Kollektorfläche mit zusätzlich 45 € je m². Letztgenannter Fördersatz gilt auch für die Erweiterung einer bestehenden Anlage. Eine Innovationsförderung von 210,- € je m² Kollektorfläche wird beispielsweise für die Erstinstallation von großen Solaranlagen (20 bis 40 m²) für Wohngebäude mit mind. drei Wohneinheiten vergeben. Für Anlagen in Neubauten wird eine um 25 % reduzierte Förderung vergeben, da hier ohnehin eine Nutzungsverpflichtung durch das ErneuerbareEnergien-Wärmegesetz (EEWärmeG) gebeben ist. Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse Für Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse mit einer Leistung von 5 bis 100 kW richtet sich die Förderhöhe nach dem Anlagentyp und der Leistung der Anlage: Einfache Pelletöfen werden mit pauschal 500,- € bezuschusst, solche mit Anschluss an die Zentralheizung mit 36,- € je kW, jedoch mindestens 1 000,- €. Für Pelletkessel wird der gleiche Fördersatz vergeben, die Mindestförderung beträgt dann aber 2 000,- € bzw. 2 500,- €, wenn mit der Anlage ein Pufferspeicher eingebaut wird. Einen pauschalen Zuschuss von 1 000,- € bzw. 1 125,- € gibt es für Holzhackschnitzel-Anlagen und Scheitholzvergaserkessel. Auch hier gilt die um 25 % reduzierte Förderung für Neubauten. Anlagen mit Brennwertnutzung oder einer Abgasreinigung gelten als innovativ, die entsprechende Förderung dafür beträgt 500,- € je Anlage. Effiziente Wärmepumpen Bei Wärmepumpen gelten Anforderungen an deren Effizienz in Form einer Mindest-Jahresarbeitszahl. Grundsätzlich wird in der Basisförderung zwischen Anlagen in Neubauten und solchen in bestehenden Gebäuden unterschieden. Die Förderhöhe unterscheidet sich auch nach Anlagentyp: Wasser/Wasser- und Sole/Wasser-Anlagen werden höher bezuschusst als Luft/Wasser-Anlagen. Für Neubauten beträgt die Förderung 10,- € (5,- €) je m² Wohnfläche bzw. beheizter Nutzfläche bei Nichtwohngebäuden, maximal 2 000,- € (850,- €) je Wohneinheit bzw. 10 % (8 %) der Nettoinvestitionskosten bei Wohngebäuden ab zwei Wohneinheiten und bei Nichtwohngebäuden. Die Werte in Klammern beziehen sich auf Luft/Wasser-Anlagen. Anlagen in bestehenden Gebäuden werden höher bezuschusst: Hier betragen die Fördersätze 20,- € (10,- €) je m² Wohnfläche bzw. beheizter Nutzfläche bei Nichtwohngebäuden, maximal 3 000,- € (1 500,- €) je Wohneinheit bzw. 15 % (10 %) der Nettoinvestitionskosten bei Wohngebäuden ab zwei Wohneinheiten und bei Nichtwohngebäuden. Die Innovationsförderung für Wärmepumpen sieht eine Erhöhung der Fördersätze und Fördergrenzen um 50 % für besonders effiziente Anlagen vor. 2009 Vorher: ein Sanierungsfall. Nachher: ein Erfolgsmodell. Jetzt heißt es: dranbleiben. ENERGETISCHE Nicht nur Schulen machen Schule: Das Referenzobjekt zeigt nur eines von vielen maroden Gebäuden, die bereits für die Herausforderungen der Zeit gerüstet worden sind. Die Lösung? Eine energetische Sanierung mit Schüco. Genauer: mit bewährten Systemen nach dem Leitbild Energy2 – Energie sparen und Energie gewinnen, die höchste Energieeffizienz ermöglichen sowie CO2-Emissionen senken. Systemlösungen, die in nahezu jedes Gebäude integriert werden können. Und so aus staatlichen Fördermitteln schnell wie unbürokratisch eine sinnvolle und nachhaltige Investition machen. Sie sehen: Der Grundstein für eine sichere, energieeffiziente Zukunft ist gelegt. Bleiben Sie mit Schüco dran – an der Sanierung von Wirtschaft und Klima. www.schueco.de/konjunkturpaket Schüco. Die Adresse für Fenster und Solar. SANIERUNG MIT SCHÜCO FÖRDERMITTEL Antragstellung und Konditionen „ES SIEHT ZWAR NICHT SO AUS, ABER ICH VERDIENE GERADE GELD!“ Für das Darlehen kommt der zum Zeitpunkt der Auszahlung gültige Programmzinssatz zur Geltung (Stand September 2009: ab 2,31 % effektiv p.a., für KMU ab 2,05 % effektiv p.a.), die Auszahlung beträgt 96 %. Der Zinssatz wird für zehn Jahre festgeschrieben, nach Beendigung der Zinsfestschreibungsfrist werden neue Konditionen vereinbart. Die maximale Kreditlaufzeit beträgt 20 Jahre bei maximal drei tilgungsfreien Anlaufjahren. Bei zehn Jahren Darlehenslaufzeit werden höchstens zwei tilgungsfreie Anlaufjahre gewährt. Für Anträge auf Tilgungszuschüsse, die noch bis Ende 2009 zugesagt werden, ist die Einreichung des Verwendungsnachweises bis spätestens 1. September 2010 erforderlich. Begründete Anträge auf Verlängerung dieser Frist können bis zum 1. September 2010 gestellt werden. plus Die Anträge sind vor Vorhabensbeginn auf den entsprechenden Vordrucken über die örtlichen Kreditinstitute bei der KfW- Förderbank einzureichen, Kommunen stellen den Antrag direkt bei der KfW. TEIL 3: Photovoltaikförderung durch das EEG LASSEN SIE DOCH EINFACH DIE SONNE FÜR SICH ARBEITEN! Seit 1993 produziert die SOLARWATT AG aus Dresden hochwertige Solarmodule für dauerhaft zuverlässige Erträge, die die Nutzung solarer Energie für Sie noch wirtschaftlicher machen. Werden Sie Ihr eigener Stromversorger und schonen Sie Umwelt und Geldbörse. Investieren Sie in die Zukunft! SOLARWATT Solarmodule – Made in Germany. » www.solarwatt.de Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördert im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung durch erneuerbare Energien an der Stromversorgung. Ziel ist es, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 30 % und danach kontinuierlich weiter zu erhöhen. Der erzeugte Strom aus erneuerbaren Energien muss nach dem Gesetz vom Netzbetreiber vergütet werden. Für Anlagen, die an oder auf baulichen Anlagen (Dachanlagen, Lärmschutzwände, etc.) installiert wurden, beträgt die Vergütung bei einer Leistung bis einschließlich 30 kWp 43,01 Cent pro kWh. Über 30 kWp muss eine gesonderte Vergütungsberechung erfolgen. Wird der Strom aus solarer Strahlungsenergie vom Anlagenbetreiber selbst verbraucht, so verringert sich die Vergütung (bis einschließlich einer installierten Leistung von 30 kWp) auf 25,01 Cent pro kWh. Für ab 2009 errichtete Solarstromanlagen gilt der Vergütungsanspruch nur, wenn die Anlage bei der Bundesnetzagentur angemeldet wurde. Für die Jahre 2010 und 2011 werden die Vergütungssätze jährlich um 10 % in Abhängigkeit von der Leistung und des baulichen Standortes gesenkt. Die Vergütungssätze für die nachfolgenden Jahre werden jeweils zum 31. Oktober im Bundesanzeiger veröffentlicht. plus www.erneuerbare-energien.de www.solarserver.de 16 2009 Optimales Wasservergnügen. KonjunkturPaket – Investieren Sie in die Zukunft! Mit innovativen Technologien „Made in Germany“ wie EcoSmart, die den Wasserverbrauch um 46 % reduziert*, und AirPower, die das Wasser großzügig mit Luft anreichert, bietet Hansgrohe nachhaltiges Wasservergnügen. Damit sind Hansgrohe Armaturen und Brausen ideal für Sanitäranlagen in Schulen, Kindergärten, Sport- und Freizeiteinrichtungen. Natürlich auch, weil sie sicher, hygienisch, langlebig, robust und pflegeleicht sind. Ihr maßgeschneidertes Hansgrohe KonjunkturPaket finden Sie unter www.hansgrohe.de/konjunktur. *Verbrauch ohne Ecosmart 13 l/min bei 0,3 Mpa (3 bar) FÖRDERMITTEL KOMMUNALER KLIMASCHUTZ SOZIALE, KULTURELLE, ÖFFENTLICHE PROJEKTE Im Rahmen europäischer und nationaler Bestimmungen zum Klimaschutz hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 % unter das Niveau von 1990 zu senken. Dazu wurde 2007 das „Integrierte Energie- und Klimaschutzprogramm der Bundesregierung“ (IEKP) beschlossen. Damit dieses Ziel erlangt werden kann, wurde u. a. die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) ins Leben gerufen. Sie dient dazu, „ergänzende Anreize zum IEKP zu setzen und die Potenziale zur Emissionsminderung durch die Steigerung der Energieeffizienz und die Nutzung regenerativer Wärme kostengünstig und breitenwirksam zu erschließen“, so das BMU. Es gibt drei Förderschwerpunkte: Klimaschutz- und Antragsberechtigt sind nicht Teilkonzepte, Klikommerzielle, soziale, kulturelle maschutztechnosowie öffentliche Einrichtungen. logien sowie Modellprojekte. plus Erstellung von Klimaschutz(-teil)konzepten Der erste Förderschwerpunkt liegt darin, integrierte Klimaschutzkonzepte und Teilkonzepte zu erstellen und sie später umzusetzen. Bei integrierten Klimaschutzkonzepten werden alle klimarelevanten Bereiche, also die Bereiche Verkehr, Gebäude, Haushalte etc. betrachtet. Teilkonzepte beschränken sich auf relevante Teilbereiche, beispielsweise integrierte Wärmenutzungskonzepte, ein Klimaschutzmanagement für eigene Liegenschaften oder Konzepte für den Verkehr (z.B. „fahrradfreundliche Stadt“) sowie für bestimmte Quartiere oder Stadtteile. Für die Erstellung solcher Konzepte bestehen seitens des Fördergebers inhaltliche Mindestanforderungen. Bei der Erstellung von Klimaschutzkonzepten wird unter anderem eine geeignete Projektgröße (beispielsweise 10 000 Einwohner, mind. zehn Liegenschaften) vorausgesetzt. Ein Zusammenschluss mehrerer Beteiligter ist dabei möglich und erwünscht. Darüber hinaus muss ein signifikantes Einsparpotenzial erkennbar sein und die relevanten Akteure beteiligt werden. Für den zeitlichen Ablauf gilt: Die Fertigstellung von Klimaschutzkonzepten bzw. Teilkonzepten soll spätestens nach einem Jahr erfolgen. Der Förderumfang beträgt dabei 80 % der Sach- und Personalkosten. BERATENDE BEGLEITUNG BEI DER UMSETZUNG Die Umsetzung der Konzepte wird ebenfalls im Rahmen der Klimaschutzinitiative durch die Bundesregierung gefördert. Es werden Beratungs- und Begleitungsleistungen wie beispielsweise die Projektsteuerung, die fachliche Beratung sowie Informations-, Schulungs- und Vernetzungsaktivitäten finanziell unterstützt. Darüber hinaus ist der Klimaschutz in Schulen und Bildungseinrichtungen förderfähig: Unterstützt wird die Einführung und Weiterführung erprobter Energiesparmodelle. Die beratende Begleitung kann durch unabhängige Dritte, aber auch durch eigenes, zusätzlich eingestelltes FÖRDERSCHEMA FÜR KOMMUNALE KLIMASCHUTZMASSNAHMEN Erstellen von Konzepten/ Teilkonzepten Klimaschutzkonzepte Begleitung der Umsetzung von Konzepten Förderprogramm für Kommunen, soziale und kulturelle Einrichtungen Klimaschutztechnologien Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung Erstellen von Konzepten für Modellprojekte Modellprojekte Förderung der Umsetzung von Modellprojekten 18 2009 MINDESTINHALT VON KLIMASCHUTZKONZEPTEN 1. CO2 Bilanz 2. Potenzialabschätzung + fortschreitende CO2Energiebilanz + Energie- und CO2Einsparung + Erneuerbare Energien 3. Maßnahmenkatalog Partizipativer Erstellungsprozess + Mit Handlungsbeschreibung Endprodukt Konzept für Controlling Klimaschutz Konzept Öffentlichkeitsarbeit Fachpersonal erbracht werden. Voraussetzung für die Bezuschussung ist ein maximal drei Jahre altes Klimaschutz(-teil)konzept, ein Ratsbeschluss für die Umsetzung und der Aufbau eines Klimaschutz- Controllingsystems. Die Zuschüsse belaufen sich auch hier auf 80 % der Sach- und Personalkosten, die Personalkosten pro Jahr und Mitarbeiter/in sind dabei auf max. 70 000 € beschränkt. Der Förderzeitraum beträgt maximal drei Jahre. ANWENDUNG VON KLIMASCHUTZTECHNOLOGIEN Den zweiten Förderschwerpunkt bildet der Einsatz von Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung. Förderfähig sind hier alle Maßnahmen, die zu einer Reduzierung von Treibhausgasen führen. Dazu gehören die Sanierung von Innenbeleuchtungssystemen und der Außen- und Straßenbeleuchtung, aber auch die Optimierung der Heizungssysteme und die Sanierung und Nachrüstung von Lüftungsanlagen. Es werden 25 % der Kosten für die Investition und die Installation durch qualifiziertes Fachpersonal übernommen. Die Vorhaben müssen ein Mindestfördervolumen von 3 000 € aufweisen. ERSTELLUNG VON KONZEPTEN FÜR MODELLPROJEKTE Letzter Schwerpunkt ist die Förderung von Konzepten für Modellprojekte und deren spätere Umsetzung. Bei Modellprojekten ist eine deutliche Reduzierung von Treibhausgasen zu erzielen und der Einsatz von verfügbarer hocheffizienter Technologien und erneuerbarer Energien obligatorisch. Im Gebäudebereich bedeutet das eine Reduzierung der CO2-Emissionen von 70 % oder die Unterschreitung der Höchstwerte der endenergiebezogenen CO2-Emissionen für einen entsprechenden Neubau nach Energiesparverordnung um mindestens 60 %. Über die Hälfte dieser Einsparungen soll durch verfügbare Effizienztechnologien und Energieeinsparmaßnahmen erreicht werden. Bei Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen, kann von diesen Vorgaben abgewichen werden. In diesem Fall wird geraten, sich im Vorfeld der Fördermittelbeantragung mit dem Projektträger als Antragsstelle in Verbindung zu setzen. Gefördert werden Einzelvorhaben im Gebäudebereich und in anderen Handlungsfeldern, ausgenom- 2009 men sind Neubauten und Nichtwohngebäude. Die Förderung setzt, neben dem Modellcharakter, die Begleitung durch spezialisierte Planer und eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit voraus. Die Fertigstellung hat auch hier nach einem Jahr zu erfolgen, der Zuschuss beträgt ebenfalls bis zu 80 % der förderfähigen Ausgaben. UMSETZUNG Das Antragsverfahren für die Umsetzung von Modellprojekten ist zweistufig aufgebaut. Die erste Stufe beinhaltet dabei eine formgebundene Projektskizze (easy-Skizze), eine Vorhabensbeschreibung und ein Klimaschutzkonzept für das Modellprojekt wie oben beschrieben. Dieses Konzept darf nicht älter als drei Jahre sein. Nach Einreichung der umfangreichen Projektskizze erfolgt die Auswahl geeigneter Modellprojekte durch den Fördergeber unter Einbeziehung und Abstimmung externer Gutachter und den zuständigen Ministerien. Bei einer positiven Bewertung der eingereichten Projektskizze erfolgt eine schriftliche Aufforderung durch den Projektträger und des BMU zur Erstellung eines förmlichen Förderantrages. Für diese zweite Förderstufe werden nun ein formgebundener Antrag, zusammen mit einer Berechnung zur Emissionsund Energieeinsparung, der Darstellung der Investitionskosten je Einzelmaßnahme (vorgegebenes Rechenblatt) und einem Nachweis der Berücksichtigung eines integrierten Planungsprozesses eingereicht. Gefördert werden 60 % der klimaschutzrelevanten Kosten, die für die Zielerreichung des Modellprojektes notwendig sind. to Fo :S n öre Zu rhe ide 19 FÖRDERMITTEL SANIERUNG VON WOHNIMMOBILIEN KFW FÖRDERT ENERGIEEFFIZIENZ Für die energetische Sanierung von Wohngebäuden stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau mit dem Programm „Energieeffizient Sanieren“ seit dem 1. April 2009 ein lukratives Förderprogramm zur Verfügung. VORAUSSETZUNG UND UMFANG In der Kreditvariante sind Privatpersonen, Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften, aber auch Gemeinden, Kreise, Gemeindeverbände sowie sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts antragsberechtigt. Bei der alternativen Zuschussvariante beschränkt sich der Kreis möglicher Antragsteller auf Privatpersonen und Wohneigentümergemeinschaften für selbst Die Bundesregierung stellt hierfür im genutzte oder vermietete Ein- und Zweifamilienhäuser bzw. EigentumsZeitraum 2009 bis 2011 zusätzliche wohnungen. Anträge können für Gebäude gestellt werden, für die vor Haushaltsmittel bereit, um ihre Klimadem 1. Januar 1995 der Bauantrag gestellt wurde. und Beschäftigungsziele zu erreichen. In beiden Varianten wird zwischen der umfassenden Sanierung zu Die Förderung versteht sich als Weitereinem KfW-Effizienzhaus und der Förderung von Einzelmaßnahmen bzw. führung des ehemaligen CO2-Gebäudefreien Kombinationen von Einzelmaßnahmen unterschieden. Die Fördesanierungsprogramms, inhaltlich wurde rung zum KfW-Effizienzhaus setzt voraus, dass nach der Sanierung des Gees in Teilen erneuert und erweitert. bäudes die Anforderungen einer Effizienzhaus-Förderstufe erfüllt werden. Diese richten sich hinsichtlich der spezifischen TransmissiÄNDERUNGEN IM PROGRAMM ENERGIEEFFIZIENT SANIEREN (PROGRAMMNUMMER 151 UND 430) onswärmeverluste und dem Neue Bisherige Zulässiger Höchstwert zum Re- TilgungsInvestitionsBezeichnung Bezeichnung ferenzgebäude nach EnEV2009 zuschuss zuschuss Primärenergiebedarf nach den ab 1.10.2009 (gültig bis Grenzwerten der Energie-Ein30.09.2009) sparverordnung (EnEV) für eiHt‘ Qp nen entsprechenden Neubau. KfW-EH 1301 KfW-EH 100 130 % 145 % 5,0 % 10,0 % Mit Inkrafttreten der neuen KfW-EH 115 115 % 130 % 7,5 % 12,5 % EnEV 2009 zum 1. Oktober KfW-EH 100 KfW-EH 70 100 % 115 % 12,5 % 17,5 % 2009 werden neue FörderstuKfW-EH 85 85 % 100 % 15,0 % 20,0 % fen eingeführt. Vergeben werden dann Qp Jahresprimärenergiebedarf Darlehen von bis zu 100 % der Ht‘ spezifische Transmissionswärmeverlust Investitionskosten inklusive Nebenkosten (z.B. Planungsleistungen), maximal 75 000 € pro Wohneinheit. Wichtiges Merkmal ist der mit dem ProDazu kommt ein Tilgungszuschuss von 5 % bis 15 %, je nach erreichter Förgramm eingeführte einheitliche Standard derstufe. Wird ein Zuschuss beantragt, beträgt dieser 10 % bis 20 % der för„KfW-Effizienzhaus“ für Neubau und Bederfähigen Investitionskosten von 75 000 €, also maximal 15 000 €. standsgebäude. Für Einzelmaßnahmen und Kombinationen von Einzelmaßnahmen verGefördert wird die energetische Saringert sich die maximale Kreditsumme auf 50 000 € pro Wohneinheit, der nierung von Wohngebäuden zu einem alternativ mögliche Zuschuss auf 5 %, maximal 2 500 €. Zuschussbeträge Standard, dessen Anforderungen sich unter 300 € werden nicht ausbezahlt, d.h. in jedem Fall ist eine Mindestinan denen der Energieeinsparverordvestitionssumme von 6 000 € vorgeschrieben. Als Einzelmaßnahmen gelnung (EnEV) orientieren. Darüber hinten Wärmeschutzmaßnahmen inklusive Austausch der Fenster, aber auch aus werden Einzelmaßnahmen geförtechnische Maßnahmen wie der Einbau einer Lüftungsanlage oder die Erdert. Neu ist die zusätzliche Förderung neuerung der Heizung. Nicht förderfähig sind hier Anlagen zur Nutzung erdes Ersterwerbs von sanierten Gebäuneuerbarer Energien, für diese kann auf die Förderung durch das BAFA zuden. Im Programmteil Sonderförderückgegriffen werden. Die Förderung von Einzelmaßnahmen ist an rungen werden zusätzliche Anreize für technische Randbedingungen geknüpft, die KfW gibt hier beispielsweise begleitende und angrenzende MaßnahMindestanforderungen hinsichtlich des Wärmeschutzes vor. men geschaffen. Vergeben werden Der Programmteil Sonderförderung teilt sich in drei Bereiche auf: Ein zinsgünstige Kredite, für bestimmte Zuschuss in Höhe von 50 % der Kosten, maximal 2 000 € wird für eine Antragsteller alternativ direkte ZuBaubegleitung durch einen externen Sachverständigen gewährt, wenn im schüsse. 20 2009 bauverlag EINKAUFSFÜHRER BAU 2010 Der online und print Wegweiser für Profis im Baubereich. Foto: Sören Zurheide Rahmen des Programms eine Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder eine Kombination von mindestens zwei Einzelmaßnahmen durchgeführt wird. Weiterhin wird die Optimierung bestehender Wärmeverteilungen mit 25 % bezuschusst, darunter fällt beispielsweise auch der hydraulische Abgleich der Anlage. Letzter Teil ist der Austausch bestehender Nachtstromspeicherheizungen mit einem Zuschuss von 200,- € je abgebautem Gerät. KONDITIONEN UND ANTRAGSTELLUNG Die Darlehenskonditionen im Programm „Energieeffizient Sanieren“ sind für die Sanierung zum KfW Effizienzhaus besonders attraktiv. Hier beträgt der Effektivzinssatz je nach Laufzeit ab 1,41 %. Für Einzelmaßnahmen immerhin noch 2,47 %. Die Laufzeit kann zwischen 10 und 30 Jahren bei ein 1- 5 tilgungsfreien Anlaufjahren gewählt werden. Die Zinsbindung beträgt 10 Jahre, nach Ablauf dieser Frist unterbreitet die KfW der durchleitenden Bank ein Prolongationsangebot. Die Beantragung von Darlehen erfolgt vor Maßnahmenbeginn bei der Hausbank, Zuschüsse werden direkt bei der KfW beantragt. Im Fall der Sanierung zum KfW- Effizienzhaus ist eine zusätzliche Bestätigung eines Sachverständigen hierüber beizufügen. Als Sachverständige gelten im Bundesprogramm „Vor- Ort- Beratung“ oder vom Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. zugelassene Energieberater oder Personen, die nach EnEV Ausstellungsberechtigte für Energieausweise sind. Spätestens neun Monate nach vollständiger Kreditauszahlung bzw. 36 Monate nach Auszahlung des Zuschusse muss die programmgemäße Verwendung der Mittel nachgewiesen werden. Bestätigt wird unter anderem die Durchführung der Maßnahmen durch ein Fachunternehmen, die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen an die jeweiligen Maßnahmen und das Erreichen des energetischen Niveaus bei einer Sanierung zum KfW-Effizienzhaus. 2009 NEU 21 www.einkaufsfuehrer-bau.de Schnellzugriff auf über 1100 Warengruppen und 3500 Adressen für bauausführende Betriebe und Unternehmen Reservieren Sie Ihr persönliches Exemplar und bestellen Sie zum Vorzugspreis von 19,80 €. (für Abonnenten des Bauverlags kostenlos) ab sofort online Katalog ab November 2009 Weitere Informationen: Bauverlag BV GmbH Corinna Schwarze Avenwedder Straße 55 D-33311 Gütersloh Tel.: +49 (0) 5241 / 8 08 92 65 Fax: +49 (0) 5241 / 80 60 16 [email protected] www.einkaufsfuehrer-bau.de FÖRDERMITTEL FÖRDERPROGRAMME AUF EINEN BLICK WANN DARF KUMULIERT WERDEN? ZIELGRUPPE FÖRDERPROGRAMM KOMMUNALE INFRASTRUKTUR WOHNEN ERNEUERBARE ENERGIEN (WÄRME) ERNEUERBARE ENERGIEN (STROM) PLANEN UND BERATEN Investition und Sanierung (auch energetische) Betreutes Wohnen, Alten- und behindertengerecht Solarthermie, Biomasse, WP, Lüftung, Beleuchtung Photovoltaik, Kraft-WärmeKopplung Planung, Konzepte, Nachweise K Z TZ K Z TZ K Z TZ K Z TZ K Z TZ Kommunal Investieren Investoffensive Infrastruktur 1)3)5) Kommunal Investieren 5) KOMMUNEN, KOMMUNALE UNTERNEHMEN UND SOZIALE EINRICHTUNGEN Sozial Investieren Investoffensive Infrastruktur 1)3) Sozial Investieren Energetische Gebäudesanierung Sozial Investieren Kommunalkredit Investoffensive Infrastruktur 1)2)3) Energieefizient Sanieren Kommunen 4) KfW-Investitionskredit Kommunen KfW-Investitionskredit Kommunen - flexibel BMU-Umweltinnovationsprogramm KfW-Programm Erneuerbare Energien - “Standard“ KfW-Programm Erneuerbare Energien - “Premium“ Energieeffizient Bauen 6) Energieeffizient Sanieren Energieeffizient Sanieren Sonderförderung Wohnraum Modernisieren Standard Wohnraum Modernisieren Altersgerecht Umbauen Marktanreizprogramm (MAP) Klimaschutzinitiative der Bundesregierung Einspeisevergütung nach EEG KWK-Gesetz; elektr. Leistung max. 50 kW Die Aufzählung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit 1) in sog. Regionalfördergebieten (GA-Gebiete) Kommune in Haushaltsnotlage 3) befristet bis 2010 4) in GA-Gebiete 100 %; Rest 70 % 5) Kommunale Unternehmen 6) Nicht bei Einzelmaßnahmen 2) 22 K = Kredit, Darlehen Z = Zuschuss TZ = Tilgungszuschuss Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) Bundesministerien 2009 Das Plusdach Energetische Flachdachsanierung mit dem Wärmedämmsystem Plusdach lachdach F e m h a n ß a m Sanierungs Vorteile: I Einfach und schnell: - Dämmung lose auf vorhandene Abdichtung verlegen - Vlies-Trennlage aufbringen - mit Kiesschicht abdecken Konjunkturpaket II und das Plusdach – eine perfekte Partnerschaft! Bei der Umsetzung des Konjunkturpakets II spielt das Plusdach bei der energetischen Sanierung von Flachdächern all seine Stärken aus. Geringster Planungsaufwand gepaart mit schneller Umsetzung machen das Plusdach zu „dem System“ wenn es darum geht bauliche Investitionen bei der energetischen Sanierung von Flachdächern zu tätigen. JACKON Insulation GmbH Carl-Benz-Straße 8 I D-33803 Steinhagen Telefon +49 5204 9955-0 I Telefax +49 5204 9955-400 [email protected] I www.jackon-insulation.com www.umkehrdach.com I Der bestehende Dachaufbau kann erhalten bleiben I Spart Heizkosten I Längere Lebensdauer der Abdichtung durch Schutz vor UV-Strahlen und Temperaturschwankungen FÖRDERMITTEL FÖRDERPROGRAMME DER BUNDESLÄNDER FÜR DIE ENERGETISCHE SANIERUNG BADEN-WÜRTTEMBERG GEFÖRDERT WIRD Heizen und Wärmenetze mit regenerativen Energien Anlagen zur direkten Wärmeversorgung kommunaler Einrichtungen oder gewerblich genutzter Gebäude sowie Anlagen zur Erzeugung von Wärme, die mit Hilfe von Wärmenetzen verteilt werden. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der erzielten CO2-Minderung. KEA Klimaschutz- und Energieagentur www.klimaschutz-plus.baden-wuerttemberg.de Klimaschutz Plus – Kommunales CO2-Minderungsprogramm Maßnahmen zur CO2-Minderung in kommunalen Nichtwohngebäuden. Die Zuschusshöhe bemisst sich nach den nachweislich vermiedenen Tonnen CO2-Äquivalent, maximal 25 % der förderfähigen Investitionskosten. KEA Klimaschutz- und Energieagentur www.klimaschutz-plus.baden-wuerttemberg.de Umweltschutz- und Energiesparförderprogramm – Energiesparbereich Betriebliche Energiesparmaßnahmen, die rationelle Energieverwendung und der Einsatz erneuerbarer Energieträger. Vergeben werden zinsverbilligtes Darlehen von bis zu 75 % der förderfähigen Kosten. Landeskreditbank Baden-Württemberg (L - Bank) www.l-bank.de BAYERN GEFÖRDERT WIRD CO2-Minderungsprogramm für kommunale Liegenschaften Verringerung der CO2-Emissionen öffentlicher Gebäude durch die Ermittlung, Vorbereitung und Umsetzung der CO2-Minderungsmaßnahmen in Form von Demonstrationsvorhaben und Pilotprojekten. Vergeben werden Zuschüsse von bis zu 50 % der förderfähigen Aufwendungen. Bayerisches Landesamt für Umwelt www.lfu.bayern.de Investitionspakt zur energetischen Erneuerung sozialer Infrastruktur Zuschüsse werden vergeben für die energetische Modernisierung öffentlicher Gebäude in Gemeinden, z.B. durch Verbesserung der Wärmedämmung, Erneuerung oder Optimierung von Heizungsanlagen, Nutzung erneuerbarer Energien, etc.. Bayerisches Staatsministerium des Inneren www.wohnen.bayern.de Modernisierung von Mietwohnungen Modernisierung und Erneuerung von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern sowie von Pflegeplätzen in stationären Altenpflegeeinrichtungen. Die Bayerische Landesbodenkreditanstalt BayernLabo reicht zusätzlich verbilligte Darlehen auf Grundlage der KfW-Programme „Energieeffizient Sanieren“ und „Wohnraum Modernisieren“ aus. Bayerisches Staatsministerium des Inneren www.wohnen.bayern.de BERLIN GEFÖRDERT WIRD IBB – Energetische Gebäudesanierung Energetische Modernisierungsmaßnahmen an Mietwohngebäuden und Wohn-, Alten- und Pflegeheimen. Gefördert werden alle Maßnamen des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“. Die bereits zinsgünstigen Darlehen der KfW werden von der IBB mit einer zusätzlichen Zinsvergünstigung versehen. IBB Investitionsbank Berlin www.ibb.de/energie Wärmedämmung (QUAB) Wärmedämmung der Außenwände von Mietwohngebäuden. Vergeben werden Zuschüsse pro m² gedämmter Fläche. KEBAB gGmbH www.kebab-online.de BRANDENBURG GEFÖRDERT WIRD Brandenburg-Kredit für Kommunen Investitionen in die Infrastruktur, z.B. in die kommunale Verwaltung, soziale Infrastruktur (Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten etc.), Ver- und Entsorgung. Der Zinssatz des KfW-Kommunalkredites wird durch die ILB zusätzlich verbilligt. ILB InvestitionsBank www.ilb.de 24 2009 BRANDENBURG GEFÖRDERT WIRD Investitionspakt zur energetischen Erneuerung sozialer Infrastruktur Maßnahmen zur energetischen Modernisierung von Gebäuden der sozialen Infrastruktur in den Kommunen, z.B. durch Wärmeschutzmaßnahmen, Erneuerung der Beleuchtung, Austausch der Wärmeerzeugungsanlage, Installation von Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien, etc.. Zuschuss bis zu 85 % der zuwendungsfähigen Kosten (bis zu 90 % für Gemeinden in besonders schwieriger Haushaltslage). Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) www.lbv.brandenburg.de Modernisierung und Instandsetzung ILB Investitionsbank www.ilb.de REN-Programm ILB Investitionsbank www.ilb.de Maßnahmen für die Modernisierung zur generationsgerechten Anpassung von Mietwohnungen zu sozial verträglichen Mieten. Darlehen von 40 % der anerkannten Baukosten, maximal 440,- €/m² Wohnfläche bis zu 100 m² Wohnfläche pro Mietwohnung. Investitionen zur Förderung der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien, z.B. Wärmepumpen, Verbesserung der Energieeffizienz in Prozessabläufen der gewerblichen Wirtschaft, Biomasseanlagen, Thermische Solarkollektoranlagen. Zuschuss bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben. BREMEN GEFÖRDERT WIRD Mietwohnungen - Modernisierung Modernisierung von Mietwohnungen. Baudarlehen bis zu 30 000,- €, maximal 80 % der anerkannten Modernisierungskosten. Bremer Aufbau-Bank GmbH www.wohnungsfoerderung.de REN Programm (Gewerbe) – Effizientes Heizen Effizientes und umweltschonendes Heizen in Gewerbetrieben. Der Zuschuss berechnet sich je nach Anlage und Kesselnennleistung. BEKS EnergieEffizienz GmbH www.beks-online.de 2009 25 FÖRDERMITTEL HAMBURG GEFÖRDERT WIRD Energiesparmaßnahmen an Mietwohngebäuden Energetische Modernisierungsmaßnahmen an Mietwohngebäuden durch Wärmeschutzmaßnahmen, Erneuerung der Heizanlagen, Einbau von Wohnungslüftungsanlagen. Zuschuss individuell je nach Maßnahme. WK Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt www.wk-hamburg.de Klimaschutzprogramm – „Photovoltaik“ Investitionen in Photovoltaikanlagen, durch Zuschüsse vorrangig gefördert werden Anlagen mit Dünnschichtmodulen ab 50 kWp bis max. 300 kWp, über größere Anlagen wird im Einzelfall entschieden. Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt www.bsu.hamburg.de HESSEN GEFÖRDERT WIRD Energieeffizienz im Mietwohnungsbau Modernisierung und Neubau von Mietwohnungen. Gefördert werden Maßnahmen aus den KfW-Programmen. Der Endkreditnehmer-Zinssatz der KfW-Kredite wird zusätzlich verbilligt. LTH - Bank für Infrastruktur www.lth.de Modernisierung von Gebäuden Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr www.wirtschaft.hessen.de / www.energieland.hessen.de Umwelt und Energie hessenENERGIE Gesellschaft für rationelle www.hessenenergie.de Energetisch optimierte Modernisierung von Wohngebäuden und ausgewählten Nichtwohngebäuden (Verwaltungsgebäude, Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten, Schulsporthallen) mit passivhaustauglichen Komponenten. Zuschuss bis zu 50 % der Mehrkosten gegenüber dem gesetzlich vorgeschriebenen Standard bei Modernisierungsmaßnahmen. Maßnahmen, die der umweltverträglichen Energiegewinnung durch nachwachsende Rohstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft und dem stofflichen Einsatz nachwachsender Rohstoffe in Hessen dienen, z.B. Biogas-Anlagen, Holzfeuerungsanlagen und Nahwärmenetze. Zuschuss maximal 30 % der förderfähigen Ausgaben. MECKLENBURG-VORPOMMERN GEFÖRDERT WIRD Aktionsplan Klimaschutz Innovative Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien, Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung, Sonnenenergienutzung, energetische Nutzung von Biomasse, Kraft-Wärme-Kopplung, Geothermie, Infrastrukturmaßnahmen im Zusammenhang mit der Nutzung erneuerbarer Energien. Zuschuss von maximal 30 % der zuwendungsfähigen Ausgaben. Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern www.lfi-mv.de Investitionspakt zur energetischen Erneuerung der sozialen Infrastruktur Investitionen zur energetischen Modernisierung sozialer Infrastruktur (z.B. Schulen und Kindertagesstätten, Begegnungseinrichtungen, Mehrzweckhallen). Zuschuss bis zu 33,33 % der zuwendungsfähigen Ausgaben (bis zu 49 % für Gemeinden in besonders schwieriger Haushaltslage). Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern www.lfi-mv.de Modernisierung und Instandsetzung von Miet- und Genossenschaftswohnungen Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an Miet- und Genossenschaftswohnungen. Darlehen bis zu 40 % der zuwendungsfähigen Kosten. Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern www.lfi-mv.de NIEDERSACHSEN GEFÖRDERT WIRD Energieeffiziente Straßenbeleuchtung Einzelmaßnahmen oder Maßnahmenkombinationen zur CO2-Einsparung bei bestehenden kommunalen Straßenbeleuchtungsanlagen. Zuschusshöhe nach vermiedenen Tonnen CO2 innerhalb der nächsten 15 Jahre. Investitions- und Förderbank Niedersachsen www.nbank.de Investitionspakt energetische Erneuerung Investitions- und Förderbank Niedersachsen www.nbank.de Modernisierung von Mietwohnraum Investitions- und Förderbank Niedersachsen www.nbank.de Maßnahmen für die energetische Erneuerung und Modernisierung von Gebäuden der sozialen Infrastruktur. Gefördert werden Maßnahmen zur Minderung des Primärenergiebedarfs, insbesondere des Bedarfs an fossiler Energie einschließlich des Einsatzes erneuerbarer Energien. Zuschuss bis zu 2/3 der förderfähigen Ausgaben. Energetische Modernisierung von Mietwohnungen, durch Wärmedämmung, Fenstererneuerung, Erneuerung von Heiztechnik auf Basis fossiler Brennstoffe, Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energieträger. Darlehen von bis zu 40 % der Kosten, maximal die Kosten eines vergleichbaren Neubaus. NORDRHEIN-WESTFALEN GEFÖRDERT WIRD Investitionspakt zur energetischen Erneuerung sozialer Infrastruktur Maßnahmen zur energetischen und ggf. baulichen Erneuerung von Gebäuden, die als soziale Infrastruktur in Gemeinden genutzt werden - einschließlich der Verwendung erneuerbarer Energien. Zuschuss bis zu 2/3 der förderfähigen Ausgaben. EnergieAgentur NRW www.energieagentur.nrw.de 26 2009 FÖRDERMITTEL NORDRHEIN-WESTFALEN GEFÖRDERT WIRD progres.nrw - Rationelle Energieverwendung, Regenerative Energien und Energiesparen Gefördert werden z.B. Anlagen zur Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung, die Errichtung von Passivhäusern, Wärmepumpen, Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Es gelten besondere Voraussetzungen (Muster- und Pilotanlagen, Multiplikatoranlagen, Solarsiedlungen). Zuschuss von bis zu 40 % der Ausgaben. Bezirksregierung Arnsberg in NRW www.callnrw.de RHEINLAND-PFALZ GEFÖRDERT WIRD Hocheffiziente Gebäude Maßnahmen des energieeffizienten Bauens und Sanierens, z.B. die Errichtung von Energiegewinn- oder Passivhäusern, die energetische Sanierung von bestehenden Gebäuden (Nichtwohngebäuden im Einzelfall) und innovative Konzepte für Wohngebäude. Vergeben werden Zuschüsse je nach Maßnahme. EOR www.eor.de Kraft-Wärme-Kopplungs-Offensive Einbau und Betrieb von Öl-Mini-BHKW. Vergeben werden Zuschüsse, ggf. sind Bonusförderungen durch teilnehmende Heizölhändler und Gerätehersteller möglich. Institut für wirtschaftliche Oelheizung e. V. www.iwo.de Modernisierungsförderung Mietwohnungen 2009 LTH Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz www.lth-rlp.de Modernisierung von Mietwohngebäuden zur Verbesserung des Gebrauchswertes und der allgemeinen Wohnverhältnisse, zur Einsparung von Energie oder Wasser sowie weitere bauliche Maßnahmen, z.B. die Erweiterungen bestehender Gebäude und Wohnumfeldmaßnahmen. Vergeben werden Zuschüsse und eine Zinsverbilligung für Darlehen. SAARLAND GEFÖRDERT WIRD Investitionspakt zur energetischen Modernisierung der sozialen Infrastruktur Energetische Modernisierung unmittelbarer oder mittelbarer öffentlicher Gebäude in Gemeinden mit Zuschüssen von bis zu 2/3 der förderfähigen Kosten. Förderfähig sind Gebäude, die in einem Stadterneuerungsgebiet liegen und sich in einem energetisch nachteiligen Zustand befinden. Ministerium für Umwelt Natur und Menschen www.umwelt.saarland.de Modernisierung von Mietwohnungen Saarländische Investitionskreditbank AG (SIKB) www.sikb.de Zukunftsenergieprogramm kommunal (ZEP-kommunal) Ministerium für Umwelt Natur und Mensch www.umwelt.saarland.de Gefördert wird die allgemeine und energetische Modernisierung von Mietwohnungen. Vorrangig werden Wohnungen gefördert, die in Stadterneuerungsgebieten liegen. Vergeben werden zinsverbilligte Baudarlehen von bis zu 80 % der förderbaren Kosten. Vorhaben zur Energieeinsparung, zur rationellen Energienutzung und zur Marktdurchdringung mit erneuerbaren Energien, die ohne Zuwendung nicht wirtschaftlich oder nicht finanzierbar wären. Die Zuschusshöhe beträgt bis zu 39,62 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, die endgültige Höhe der Förderquote wird in Abhängigkeit von der Anzahl der Anträge und der verfügbaren Haushaltsmittel festgesetzt. SACHSEN GEFÖRDERT WIRD Energieeffizienz und Klimaschutz – Heizkesseltausch Mit einem Zuschuss gefördert wird der Austausch von Heizkesseln und Thermen die mit Erdgas, Erdöl oder Flüssiggas betrieben werden und die nicht einer gesetzlichen Austauschpflicht unterliegen. SAB Sächsische Aufbaubank GmbH www.sab.sachsen.de Energieeffizienz und Klimaschutz – Passivhausneubau und energetische Sanierung von Betriebsgebäuden Gefördert wird die Errichtung von Passivhäusern, die Sanierungen von Bestandsgebauden mit Passivhauskomponenten und die energetische Sanierungen von Betriebsgebäuden. Vergeben werden Zuschüsse je nach Maßnahme. SAB Sächsische Aufbaubank GmbH www.sab.sachsen.de Energieeffizienz und Klimaschutz – Pelletkesselanlagen Automatisch beschickte Pelletkesselanlagen mit einer Nennwärmeleistung von 5 kW bis 100 kW. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der Nennwärmeleistung und dem Einbauort (Neubau oder Bestand). SAB Sächsische Aufbaubank GmbH www.sab.sachsen.de Energieeffizienz und Klimaschutz – Photovoltaikanlagen Photovoltaikanlagen ab einer Leistung von 2 kWp. Die Zuschusshöhe richtet sich nach der Spitzenleistung in kWp und dem Antragsteller (Einzelbetreiber/Bürgersolaranlagen). Nicht förderfähig sind Anlagen auf Freiflächen. SAB Sächsische Aufbaubank GmbH www.sab.sachsen.de 28 2009 SACHSEN GEFÖRDERT WIRD Energieeffizienz und Klimaschutz – Thermische Solaranlagen Solarkollektoranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, für die Bereitstellung von Prozesswärme und zur solaren Kühlung. Bis zu einem Subventionswert von 40 000,- € wird die Förderung als Zuschuss gewährt. Darüberhinaus aus 75 % Zuschuss und 25 % zinsverbilligtes Darlehen. Die Zuschusshöhe bemisst sich nach der jeweiligen Maßnahme. SAB Sächsische Aufbaubank GmbH www.sab.sachsen.de Energiespardarlehen SAB Sächsische Aufbaubank GmbH www.sab.sachsen.de Investitionspakt zur energetischen Sanierung sozialer Infrastruktur Energetischen Sanierungsmaßnahmen an bestehenden Wohngebäuden auf der Basis einer energetischen Bewertung. Vergeben werden Darlehen von maximal 90 % der förderfähigen Kosten, die Zinsverbilligung richtet sich nach dem erreichten Energiesparziel (nach EnEV). Die Förderung von Mietwohnraum erfolgt ausschließlich in Gemeinden mit mehr als 2 000 Einwohnern und für Gebäude in einer integrierten Lage. SAB Sächsische Aufbaubank GmbH www.sab.sachsen.de Gefördert wird die Energetische Modernisierung von Gebäuden der sozialen Infrastruktur, vorrangig Schulen, Kindergärten, Kindertagesstätten, (Schul-) Turnhallen und Multifunktionsgebäude. Das Gebäude muss sich in einem energetisch nachteiligen Zustand befinden. Der Zuschuss beträgt bis zu 66 % der förderfähigen Kosten, der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 33 %, im Einzelfall kann bei einer Gemeinde der Fördersatz auf 90 % erhöht werden. SACHSEN-ANHALT GEFÖRDERT WIRD Energetische Sanierung von Wohngebäuden – Ergänzung von KfW Darlehen Ivestitionsbank Sachsen-Anhalt www.ib-lsa.de Maßnahmen zur Energieeinsparung und energetischen Sanierung von Wohngebäuden in Ergänzung zu den Programmen der KfW. Gefördert wird mit einem Zuschuss in Höhe von 10 % der KfW-Darlehenssumme, maximal 5 000,- € je Wohnung. SCHLESWIG-HOLSTEIN GEFÖRDERT WIRD Ausbau und Erweiterung von Mietwohnraum Gefördert wird das Schaffen von Wohnraum, z.B. durch die Instandsetzung von Gebäuden, eine Nutzungsänderung oder die Änderung von Wohnraum zur Anpassung an geänderte Wohnbedürfnisse. Vergeben werden zinsverbilligte Baudarlehen. Investitionsbank Schleswig-Holstein www.ib-sh.de Biomasse und Energie Investitionsbank Schleswig-Holstein www.ib-sh.de Modernisierung von Mietwohnraum Investitionsbank Schleswig-Holstein www.ib-sh.de 2009 Anlagen zur energetischen Nutzung von Biomasse und Biogas, dafür notwendige Peripherieaufwendungen und Maßnahmen und Vorhaben zur Brennstoffbeschaffung. Die Förderung kann bis zur Hälfte der Zuwendung als bedingt rückzahlbarer Zuschuss gewährt werden, dessen Rückführung frühestens im 4. Jahr nach Inbetriebnahme der Gesamtanlage beginnt. Bauliche Maßnahmen im nicht gebundenen Wohnungsbestand, z.B. zur Erhöhung des Gebrauchswertes von Wohnraum oder Gebäuden oder der nachhaltigen Einsparung von Energie und Wasser. Gefördert wird durch zinsverbilligte Darlehen, die geförderten Wohnungen unterliegen einer Belegungs- und Mietbindung für 15 Jahre. 29 Weltweit die Nummer 1 im Uw-Wert bei Klapp-Schwingfenstern. Roto Designo R8 NE mit Uw-Wert: 0,84 W/m2K. Einzigartige Energieeffizienz, faszinierendes Design: Das Roto Wohndachfenster der neuen Generation setzt Maßstäbe. Premiumqualität „made in Germany“*, einfachste Montage – typisch Roto, die Profimarke. Mehr Infos unter 01805 905050** * Über 85% unserer Produkte ** 0,14 EUR/Min. aus dem dt. Festnetz. Mobilfunkpreise können abweichen. www.roto-frank.com Dach- und Solartechnologie FÖRDERMITTEL SCHLESWIG-HOLSTEIN GEFÖRDERT WIRD Schleswig-Holstein Fonds – Energieoptimierte Gebäudesanierung Energieoptimierte Gebäudesanierung, d.h. Verbesserung des Wärmestandards für bestehende Gebäude auf Neubaustandard nach EnEV. Vergeben werden Zuschüsse von 25 % der Mehrkosten. THÜRINGEN GEFÖRDERT WIRD Investitionspakt zur energetischen Erneuerung sozialer Infrastruktur Modernisierung unmittelbarer oder mittelbarer öffentlicher Gebäude in Kommunen. Gefördert werden Maßnahmen zur Minderung des Primärenergiebedarfs, insbesondere des Bedarfs an fossiler Energie einschließlich des Einsatzes erneuerbarer Energien. Der Zinszuschuss beträgt bis zu 66 % der förderfähigen Kosten, aufgrund der Haushaltsnotlage einer Gemeinde kann der kommunale Eigenanteil auf mind. 10 % gesenkt werden. Thüringer Landesverwaltungsamt www.thueringen.de/de/tlvwa Modernisierung und Instandsetzung von Mietwohnungen Modernisierung und Instandsetzung von Mietwohnungen, z.B. Maßnahmen zur Gebrauchswertverbesserung, heizenergiesparende Maßnahmen oder die Verbesserung der Energie- und Wasserversorgung. Vergeben werden Zinsverbilligte Kredite, die Höhe des Darlehens richtet sich nach dem baulichen Zustand der Wohnung. Thüringer Landesverwaltungsamt www.thueringen.de/de/tlvwa Stand: September 2009 Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit INFORMATIONEN ÜBER FÖRDERMITTEL Die febis Service GmbH ist ein Informationsdienstleister mit langjähriger Erfahrung in der Beratung von institutionellen und privaten Hauseigentümern und Bauherren zu allen Themen des Bauens und der energetischen Sanierung von Gebäuden. Bekanntestes Produkt ist foerderdata, die führende Fördermittel-Informationsdatenbank für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der neue FörderService für den privaten Endkunden und die Fördergeldbeschaffung im Objektbereich für Kommunen, die Wohnungswirtschaft und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind weitere Dienstleistungen, die konsequent auf der Fördermitteldatenbank foerderdata aufbauen. Hier kooperiert febis eng mit dem Deutschen Energieberaternetzwerk e.V., das die förderrelevanten Nachweise bundesweit erstellt. Fördermitteldatenbank im Internet: www.foerderdata.de febis Service GmbH Franziussraße 8-14 60314 Frankfurt am Main www.fe-bis.de HILFE BEI DER BESCHAFFUNG VON FÖRDERMITTELN Das Deutsche Energieberaternetzwerk (DEN) e.V. ist ein Zusammenschluss von unabhängigen Ingenieuren, Architekten und Technikern. Gemeinsames Arbeitsgebiet sind Beratungs- und Planungsleistungen zum energiesparenden Bauen und Modernisieren von Gebäuden. Beraten werden Kommunen, Wohnungswirtschaft und private Modernisierer und Bauherren sowie Unternehmen. Die 30 Dienste umfassen Nachweise zur Erlangung von Fördergeldern, geförderte Energieeffizienzkonzepte, technische Untersuchungen (Blower-Door, Thermografie) und mehr. Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2001 haben sich über 580 Büros dem Netzwerk angeschlossen und bieten Ihre Dienstleistungen flächendeckend in ganz Deutschland an. Deutsches Energieberater-Netzwerk e.V. Franziusstraße 8-14 60314 Frankfurt am Main www.den-ev.de 2009 Quelle: febis Service GmbH, Frankfurt Investitionsbank Schleswig-Holstein www.ib-sh.de Jetzt Energie sparen. Ihre Immobilie hat es in sich. Wir machen Ihr Haus zum Energiesparhaus. Ganz einfach durch Nutzung bereits vorhandener Techem-Erfassungsgeräte. Das senkt Ihren Heizenergieverbrauch um garantiert mehr als 6 %. Mehr über die Idee, Energie clever zu nutzen, erfahren Sie unter www.techem.de/adapterm. ADVERTORIAL Anzeige Dank leistungsstarker Dränage wird eine Tiefgaragendecke zum Untergrund eines dauerhaft bespielbaren Fußballplatzes 32 2009 Mit 2,40 m Breite lässt sich DELTA®-TERRAXX perfekt verarbeiten DELTA®-TERRAXX ist durch sein 2-SchichtenMaterial schnell von der Rolle verlegbar Schotter-Schüttung mit Dränagebahn TIEFGARAGENDACH WIRD FUSSBALLPLATZ ZUVERLÄSSIGE DRÄNAGE UND DRUCKFESTIGKEIT Gründächer, Parkdecks und andere Flachdächer werden für Bauherren immer interessanter. Sie bieten ungeahnte Nutzungsmöglichkeiten, z. B. wie hier als Kunstrasen-Fußballplatz auf einem Tiefgaragendach des Europabads Karlsruhe. Damit dieser Platz auch nach starken Niederschlägen schnell wieder bespielbar ist, benötigt man eine leistungsstarke Dränschicht, die selbst beim geringen Gefälle eines Tiefgaragendaches für eine hohe Entwässerung sorgt. Die Noppenbahn DELTA®-TERRAXX aus dem Hause Dörken stellt die ideale Problemlösung für horizontale Anwendungen dar. DELTA®-TERRAXX bietet ein perfektes Schutz- und Dränsystem für Flachdächer, Parkdecks und Terrassen, unter Beton, Asphalt und Kies sowie unter Pflaster- oder Plattenbelägen. Die hohe Druckfestigkeit von ca. 400 kN/m2 spricht ebenso für diese Bahn. Die große Rollenbreite von 2,40 m garantiert darüber hinaus eine schnelle Verarbeitung direkt von der Rolle; der seitliche Selbstkleberand verhindert ein Verrutschen des Materials. Der 2- Schichten-Aufbau aus einer Noppenbahn und einem aufgeschweißten Geotextil bildet eine effektive Dränschicht. Durch die glatte Rückseite der Bahn wird eine gleichmäßige und vollflächige Lastverteilung auf der Abdichtung erreicht: Deshalb kann sie bereits während der Bauphase problemlos begangen und sogar befahren werden. Die Bahn ist trink- 2009 wasserunbedenklich und unverrottbar im Erdreich; sie entspricht den relevanten DIN-Normen und ist CE-zertifiziert. Die Dörken GmbH & Co. KG bietet Europas führendes Noppenbahn-Programm. Das Unternehmen wurde 2008 als eines der 100 innovativsten mittelständischen Unternehmen in Deutschland ausgezeichnet. Dörken GmbH & Co. KG Herdecke Tel.: 0 23 30/ 63-0 Fax: 0 23 30/ 63-355 [email protected] www.doerken.de Ein Unternehmen der Dörken-Gruppe 33 PROJEKTE ENERGIE SPAREN UND FREIE FLÄCHEN FÜLLEN UMBAU DER MAXIMILIAN-VON-WELSCH REALSCHULE plus Der ehemalige Lichthof bot viel Platz für fehlende Flächen WENIGER ENERGIE MEHR FLÄCHE JAHRES-PRIMÄRENERGIEBEDARF UM 36 % GESENKT FLÄCHE UM 1 224 m² ERWEITERT 34 NACHHER Mit der Einführung der sechsstufigen Realschule im Jahr 2003 stieg der Bedarf an Klassenzimmern und dazugehörigen Funktionsräumen. Gleichzeitig sollte der Energieverbrauch des Gebäudes verringert werden. Die Schule wurde 1959 in Kronach/ Bayern als Stahlbeton-Atrium-Bau errichtet. Die bestehende Struktur der Räume war für die neue Schulform nicht mehr ausreichend. Die Architekten fanden die Schule in einem guten Zustand vor, der Stahlbetonbau wies jedoch einige Mängel auf, die typisch für die Entstehungszeit des Gebäudes waren: I Unzureichender Schall- und Wärmeschutz, unzureichende Wärmedämmung bei allen flankierenden Bauteilen I Unzureichender Unfall- und Brandschutz, weitergehende Baumaßnahmen notwendig I Entwässerungsleitungen teilweise defekt bzw. undicht, Austausch erforderlich 2009 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 Schnitt AA, M 1 : 600 I 1 6 3 7 8 9 10 I I 3 15 2 A 3 14 1 4 Grundriss Erdgeschoss, M 1 : 600 VORHER 2009 5 Schäden an der Stahlbetontragkonstruktion (z. B. zu geringe Betondeckung bzw. Korrosionsschäden an der Bewehrung) Korrosionsschäden Stahlleitungen Abdichtung gegen aufsteigende Bodenfeuchtigkeit fehlte Vorhandene Drainageleitungen nicht mehr funktionsfähig A 16 3 I 7 13 Windfang Pausenhalle Klassenzimmer EDV Essraum Mehrzweckraum Werken Lehrer- EDV Archiv Technik Zeichensaal Haushalt Bibliothek Lehrmittel EDV-Zentrale Pausenverkauf 13 12 7 11 FLÄCHEN NUTZEN Bei der Planung setzten sich die Architekten das Ziel, die Kubatur des Gebäudes nicht zu verändern und die fehlenden Räume in den Bestand zu integrieren. Bei der Neuordnung und Modernisierung der Schule aus den 1950er Jahren sollte die alte Bausubstanz respektiert werden. Die Architekten lösten die Aufgabe, in dem sie nach Freiräumen im Gebäude suchten, die nicht genutzt wurden. So fanden sie auf der Südseite einen überdachten Gang zum Schwimmbad vor, der nun die fehlenden vier Klassenzimmer beinhaltet. Der offene Lichthof bot ebenfalls ungenutzte Fläche, deshalb ließen die Architekten den Freiraum im Inneren des Gebäudes überdachen. Die Kosten der Baumaßnahme erwiesen sich als günstige Alternative im Vergleich zu einer Erneuerung der Glasfassade des Lichthofs und des angrenzenden Flachdachs. Im Erdgeschoss des Neubaus entstanden weiter Flächen für wichtige Räume, z. B. die Bibliotheken für Lehrer und Schüler. 35 PROJEKTE VORHER Im Obergeschoss befindet sich der neue Multifunktionsbereich der Schule. In dem Raum können die Schüler ihre Pausen verbringen und durch seine flexible Gestaltung ist er auch für Veranstaltungen, z.B. Theateraufführungen und Schülerversammlungen, nutzbar. Damit der untere Bereich des Neubaus mehr Tageslicht erhält, wurden Glasstreifen in das Dach und die Decke vom Erdgeschoss zum Obergeschoss eingesetzt. Der Innenhofneubau bot jedoch nicht ausreichend Platz für alle fehlenden Räume. plus Fördermittel: Die Baumaßnahme wurde nach Art 10 des Bayerischen Finanzausgleichsgesetzes (FAG) gefördert und erhielt Zuschüsse von rund 4 Mio. Euro. Deshalb wurde das ehemalige Hausmeisterhaus zusätzlich umgebaut, um Flächen für Archive und den sogenannten Schülermit-Verwaltungsraum zu schaffen. Auch in den vorhandenen Klassenzimmern wurde vieles verbessert - insbesondere die Wände zu den Fluren wiesen schwere Mängel im Brand- und Schallschutz auf und mussten nach den neuesten Vorschriften umgebaut werden. Die übrigen Wände, Böden und Decken wurden in den Rohbauzustand versetzt und danach komplett erneuert. Im Bereich der Ostfassade mangelte es den Unterrichtsräumen im Erdge- 36 NACHHER schoss, z. B. der Schulküche und dem Informatikraum, an Tageslicht, da diese Räume nur mit Oberlichtern ausgestattet waren. Die Architekten lösten das Problem, in dem sie das Gelände abtragen und in die freigelegten Wandflächen große Fenster einbauen ließen. Auch die Erschließung des Schulgebäudes wurde neu geordnet. ENERGETISCHES KONZEPT Die energetische Sanierung des Gebäudes erfolgte nach den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2002). Es mussten umfangreiche Dämmarbeiten an der Fassade und dem Flachdach erfolgen. Das Flachdach des Bestandsgebäudes wurde mit einer zweilagigen Bitumendachpappe und Kiesschüttung versehen. Die vorhandene Fassade wurde mit einer Vorhangkonstruktion aus verputzten Blähgasgranulatplatten, mit hinterlüfteter Dämmung aus Steinwolleplatten, verkleidet. Im Bereich der vorhandenen Außenstützen und im Sockelbereich wurde mit einem Wärmedämmverbundsystem gearbeitet. Die Süd-/Ost- und Westfassaden haben zusätzlich Sonnenschutzlamellen als Wärmeschutz erhalten. Vor die neu gebauten Klassenzimmer an der Südseite im Erdgeschoss wurde eine Pfostenriegelkonstruktion mit Wärmeschutzglas gehängt. Die Fluchttreppenhäuser an der Nordfassade wurden mit Edelstahldrahtgewebe als Witterungsschutz verkleidet. NEUE VERGLASUNG UND EINE PV-ANLAGE Die Fenster und Außentüren aus dem Bestand erfüllten nicht die Anforderungen der EnEV 2002 und wurden durch Aluminiumfenster mit Wärmeschutzverglasung ersetzt. Die Einteilung der Fenster wurde verändert, um die Öffnungsflügel im Vergleich zum Bestand kleiner ausführen zu können. Die neue Überdachung über dem ehemaligen Lichthof besteht aus einer Aluminiumeindeckung mit Wärmedämmung und einer Trapezdachunterkonstruktion. Im Bereich der Glasstreifen wurden Wärmeschutz- und Sonnenschutzisolierglas verwendet. Auf diese Weise kann die Multifunktionshalle ohne Lüftungsanlage betrieben werden. Auf der Südseite des Innenhofdachs wurde eine PV-Anlage mit einer Leistung von 5 kWp installiert.Bei einer Dachneigung von 60° soll sie einen Ertrag von ca. 974 kWh/Jahr erwirtschaften. A.F. 2009 Die Fluchtwege wiesen im Bestand erhebliche Mängel auf. Aus diesem Grund wurden neue Fluchtreppenhäuser an der Nordfassade errichtet und die Fluchtwege dahin umgeleitet 2009 37 PROJEKTE 12 11 10 9 13 8 1 Dachaufbau neu: Kiesschüttung Bitumendachbahn Mineralwolldämmung Korkdämmplatte, geklebt Stahlbetondecke 2 Kantholz, imprägniert 3 Abschlusswinkel, Lochblech 4 Panellanschluss in Fußpunkt als beweglicher Anschluss 5 Blechrinne als Kastenrinne 6 Bitumenschweißbahn lose, im Vertikalbereich 7 Rückbau der Deckenstirn im Aufzugsbereich 8 Blechverkleidung 9 Gedämmtes Paneel 10 Deckleiste 11 Tragkonstruktion der Dachverglasung 12 Schrägverglasung 13 MSH 1 2 3 5 6 4 7 Detail Anschluss Bestandsdach – Glasdach, M 1 : 17,5 Flachdach: zweilagige Bitumendachpappe und Kiesschüttung ÜBERSICHT DER BAUTEILQUALITÄTEN NACH ENERGETISCHER SANIERUNG 38 Bauteil Aufbau/Material Außenwand (StB-Wand EG) Kalkgipsputz, Beton normal DIN 1045, Mineralwolle 035 U-Wert in W/m²K 0,375 Außenwand (StB-Wandanteil ab OG) Kalkgipsputz, HWL-Platte DIN 1101, Beton normal DIN 1045, Mineralwolle 035 0,340 Dach (Innenhofdach Glas/Trapezblech) Trapezblechprofil D-durchl., Bitumenanstrich, Bitumendichtung, Mineralwolle 035, Luftschicht waagr. 0,17, Aluminium 0,355 Fußbodenaufbau (Klassenraumboden gegen Erdreich) Zementestrich, Dampfsperre PE-Folie,Trittschalldämmstoff, Beton normal DIN 1045, Bitumendichtung, Polystyrol-Hartschaum 035, Sand 0,403 2009 BAUDATEN Objekt Generalsanierung Maximilian-von-Welsch-Realschle, Kronach Bauherr Landkreis Kronach, Landratsamt Kronach Nutzer Maximilian-von-Welsch Realschule Architekt Architekturbüro Anton Spindler, Kronach; Entwurfsidee und architektonisches Gesamtkonzept: W.M.A. Steiner,Technischer Oberamtsrat, Landratsamt Kronach Fachplaner Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Schlicht + Fischer, Kronach Fachplanung Elektro/Heizung/Lüftung: Ingenieurbüro Berndorfer GmbH, Kronach Fachplanung Sanitär: Ing.- Büro für Versorgungstechnik Stefan Detsch, Kronach Fachplanung Solaranlage: Drechsler Solar, Stockheim-Burggrub VORHER Baujahr 1959 Sanierungszeitraum 2004 – 12/2008 Brutto-Geschossfläche 6 585 m² gesamt; Neubau bzw. Erweiterung: 1 224 m² Baukosten gesamt 7,8 Mio. € Nutzfläche gesamt 3 959 m² INFORMATIONEN FÜR DEN ENERGIEAUSWEIS Jahres- Primärenergiebedarf 116 kWh/m²a 0 50 100 150 180 kWh/m²a 200 250 300 350 400 Bemerkung: vergleichbar heute mit Jahres- Primärenergiebedarf Q p EnEV 2009 Der Austausch sanierungsbedürftiger Brandschutzklappen ist mit den wartungsfreien FK90 und FR90 Brandschutzklappen ein Leichtes. Die Montage einbaufertiger Brandschutzklappen mit Anbaurahmen für massive Wände und Decken bringt alte Anlagen schnell auf den neuesten Stand. > 400 NACHHER "Sanierung? Dank intelligenter Lösungen von Wildeboer kein Problem!" wartungsfrei und universell einsetzbar europäischer Stand der Technik EN 1366 - 2 beliebige Größen lieferbar 72 Stunden - Express - Service FK90 mit AE-Anbaurahmen FR90 mit AE-Anbaurahmen BRANDSCHUTZ SCHALLSCHUTZ LUFTVERTEILUNG 2009 www.wildeboer.de 39 PROJEKTE BUNTE PLATTE FÜR KINDER ENERGETISCHE SANIERUNG DER KITA „BUMMI“ plus Die Grundfarbe der Fassade ist Weiß. Bunte Flächen unterstützen den Rhythmus der Fensterformate WENIGER ENERGIE, MEHR FARBE AUSSEN UND INNEN KINDGERECHT JAHRES-PRIMÄRENERGIEBEDARF UM ÜBER 75 % GESENKT 40 Die KiTa „Bummi“ in Dingelstädt/ Thüringen war vor der Sanierung ein typischer Plattenbau der 70er Jahre. Zu DDR-Zeiten wurden alle öffentlichen Gebäude, bis auf wenige Variationen, auf die gleiche Weise als Standard-Stahlbetonbau errichtet. Die Kindertagesstätte befand sich in einem sehr schlechten Zustand. Die Kommune ließ nur Reparaturen durchführen, die den weiteren Betrieb sicherten. Im Jahr 2007 entschied man sich dazu, die KiTa zu modernisieren. Einerseits sollte der Energiebedarf minimiert und die Mängel an der Bausubstanz behoben werden, andererseits war es dringend notwendig, die Bedingungen in den Innenräumen zu verbessern, um den Kindern und Erziehern eine moderne und komfortable Einrichtung bieten zu können. 2009 3 1 2 2 6 7 4 2 2 5 8 6 7 6 5 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Schlafraum Gruppenraum Abstellraum Teeküche Waschraum/WC Garderobe Mehrzweckraum Personal WC Kinderwagenstellplatz 9 Grundriss Erdgeschoss, M 1 : 333 1/3 PROBLEME IM BESTAND Die KiTa wurde 1976 in sogenannter Querbandweise erstellt. Der Plattenbau wies typische Mängel der Bauweise auf: I Wassereintritt durch undichtes Dach I Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk I Feuchtigkeitseintritt über Außenfugen I Fassadenbeschichtung in schlechtem Zustand I Wärmebrücken I Hohe Wärmeverluste durch die Gebäudehülle (Wände, Dach, Fenster und Boden) I Wenig/teilweise keine Wärmedämmung I Veraltete Heizungsanlage und Heizkörper (Anlage nicht regulierbar, Temperaturausgleich nur durch Öffnen der Fenster möglich) I Marode Innenausstattung, besonders in den Sanitärbereichen I Fenster und Türen stark verwittert, unzureichender Wärme- und Einbruchschutz Die vorgehängte Fassade bestand aus verwitterten Kunststoffelementen 2009 ENERGETISCHES KONZEPT Aus energetischer Sicht waren besonders der unzureichende Wärmeschutz des Gebäudes und das ständige Lüften durch Überhitzung der Räume problematisch. Nach einer umfassenden Gebäudeanalyse wurde ein Sanierungskonzept erarbeitet, das die damaligen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) für vergleichbare Neubauten um mehr als 40 % unterschreitet. Minderung der Heizkosten um 83%, bzw. 15 000 €/Jahr und CO2-Einsparung: 86 t/ Jahr. Mit folgenden Maßnahmen wurde der Primärenergiebedarf um über 75 % gesenkt: I 60 kW Gas-Brennwertkessel, 18 m² Solarthermieanlage mit VakuumröhrenKollektorfläche und Heizungsunterstützung, 2 x 750 l Warmwasserspeicher, 1 700 l Heizungspufferspeicher I Lüftung: Zentrale Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung, Wärmerückgewinnungsgrad > 80 % I Beleuchtung: T5 – Leuchtstofflampen mit Wirkungsgrad 60 %, teils durch Bewegungsmelder gesteuert I Energiemanagement im Betrieb: Einbau von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Die Daten werden mittels einer Gebäudeleittechnik gespeichert, ausgewertet und dadurch der Betrieb optimiert 41 PROJEKTE Abgeplatzte Fliesen in den Sanitärbereichen, und fehlende Schamwände zwischen den KinderWC‘s gehören der Vergangenheit an ÜBERSICHT DER BAUTEILQUALITÄTEN NACH ENERGETISCHER SANIERUNG Bauteil Aufbau/Material Außenwand Leichtbeton, Mineralwollkern +16 cm ex. Polystyrol WLG 035 U-Wert in W/m²K 0,16 Fußboden KG Fußboden KG 0,32 Dach Stahlbeton-Flachdach +20 cm exp. Polystyrol WLG 035 Fenster 3-Scheiben-Glas, gedämmter Kunststoffrahmen 0,16 0,9 – 1,0 Quelle: dena, Deutsche Energie-Agentur VIEL ENERGIE GESPART Die Wärmeverluste über die Gebäudehülle (Wände, Fenster, Dach und Boden), konnten durch die Sanierungsmaßnahmen verringert werden. Der spezifische Transmissionswärmeverlust sank um 72 % und liegt nun bei 0,34W/m²K. Der verbleibende Wärmebedarf wird durch einen Gas-Brennwertkessel in Verbindung mit einer solarthermischen Anlage gedeckt. Die Solarkollektoren erzeugen warmes Wasser und unterstützen die Heizungsanlage. Die verbesserte Dämmung schafft ein ausgeglichenes und gesundes Raumklima im Gebäude. Eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung fördert eine gute Luftqualität und spart Energie. Außerdem sollen zukünftige Bauschäden verhindert werden, in dem die verbrauchte und feuchte Luft abtransportiert wird. Dies ist besonders wichtig, da die Gebäudehülle luftdicht ausgebildet wurde. INNEN ALLES NEU Der streng strukturierte Baukörper und die vorgegebenen finanziellen Mittel machten die Verwandlung des Bestandsgebäudes in eine moderne und kindgerechte KiTa zu einer schwierigen Aufgabe. Auch die marode Inneneinrichtung bot keine einladende Umgebung. Die Architekten antworteten mit Akzeptanz auf die Struktur des Gebäudes. Sie lösten das strenge Achssystem im EG auf, so entstand ein großzügiger Multifunktionsraum zum Spielen und Toben. Den Gruppenräumen im EG und den oberen Geschossen ordneten sie eigene Nasszellen und Garderoben zu. Die Zwischenwände wurden mit zwei- flügeligen Türen versehen, so können die Räume nun beliebig gekoppelt werden. Die Architekten beschränkten damit den Eingriff ins statische System auf ein Minimum. FÖRDERMITTEL 42 Programm Institution Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ 2008 - 2013 Thüringer Kultusministerium Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ 2008 - 2013 Thüringer Kultusministerium KfW-Kommunalkredit, Energetische Gebäudesanierung, Programm 156 KfW-Bank Förderung Nutzung Regenerativer Energie Bafa Bewilligung Fördersumme Dezember 08 135 750 € März 09 135 750 € Juli 08 690 000 € Liegt noch nicht vor 6 500 € Gesamtfördersumme 968 000 € 2009 MIT FARBE STRUKTURIERT BAUDATEN Objekt KiTa „Bummi“, Dingelstädt,Thüringen Bauherr Stadt Dingelstädt Nutzer Stadt Dingelstädt Architekt Hartlep und Höch Ingenieure, Leinefelde-Worbis Energieberatung/ Energiesystemtechnik/Haustechnik GEESE Beratende Ingenieure, Hardegsen Baujahr 1976 Sanierungszeitraum 11/2007 - 08/2008 Baukosten gesamt 1 850 000 € Sanierungskosten Stand 02.2009 Bauliche (Fassadendämmung, Fenster,Türen, Eingang) und technische Maßnahmen (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro): 675000€, Mehraufwand für energieeffiziente Maßnahmen 150 000€ Nutzfläche gesamt 1 371 m² INFORMATIONEN FÜR DEN ENERGIEAUSWEIS plus Jahres- Primärenergiebedarf 86 kWh/m²a Für die KiTa „Bummi“ wurde ein komplett neues Farb- und Fassadenkonzept entwickelt. Die Gebäudeseite zum Eingang hat unterschiedliche Fenster- und Flächenformate erhalten. Neu sind die „Kinderfenster“ in den Umkleidebereichen im Flur. Die Kleinen können nun auf ihrer Augenhöhe nach draußen gucken. Die bunten Farben der Außenhaut nahmen die Architekten im Inneren wieder auf. So hat jeder Gruppenraumbereich, einschließlich des dazugehörigen Sanitärraums, jeweils eine dieser Farbzuordnungen zur Orientierung und Identifikation. A.F. 359 kWh/m²a Teilnahme am dena-Modellvorhaben 0 50 100 150 200 250 300 350 400 > 400 „Niedrigenergiehaus im Bestand für Schulen“. Viele Brennstoffe haben Zukunft – kaum einer hat so viele Möglichkeiten. Flüssige Brennstoffe haben Zukunft im Wärmemarkt – sie lassen sich einfach speichern, in hocheffizienten Heizsystemen einsetzen und mit regenerativen Energien kombinieren. Versorgungssicherheit und Flexibilität Der eigene Öltank schafft einen persönlichen Energievorrat und sichert hohe Flexibilität beim Energieeinkauf. Bio-Heizöl: Das Plus an Zukunftssicherheit Zukünftig helfen flüssige Biobrennstoffe aus nachhaltigem Pflanzenanbau, den Bedarf an fossiler Energie zu senken. Einfach wirtschaftlich – niedrig im Verbrauch Hocheffiziente Brennwerttechnik garantiert wirtschaftliche Wärme auch im Niedrigenergiehaus. Ideal kombiniert: Hybrid-Heizung mit Öl-Brennwerttechnik Heizöl ist optimal mit erneuerbaren Energien kombinierbar – z. B. in einem Heizsystem aus Öl-Brennwertgerät, Solaranlage und Kaminofen. Hocheffizient: Die Strom erzeugende Heizung Mit einem Öl-BHKW werden Wärme und Strom Ressourcen schonend selbst erzeugt – für noch mehr Unabhängigkeit. 2009 Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V., Süderstraße 73a, 20097 Hamburg 43 PROJEKTE DIE KUNST DES KLIMASCHUTZES SANIERUNG DES WILHELM-HACK-MUSEUMS Das Museum liegt im Stadtkern von Ludwigshafen und prägt als Zeitzeuge der 70er Jahre das Stadtbild plus WENIGER CO2-EMISSIONEN VORHER: 875 t CO2/a NACHHER: 283 t CO2/a EINSPARUNG: 592 t CO2/a 44 Eine Sanierung unter hohen klimatischen Anforderungen. Geschickte Maßnahmenkombinationen halfen den Planern beim Wilhelm-Hack-Museum ein energetisch hochwertiges Niveau zu erreichen und dem Bauherrn langfristig Kosten zu sparen. Das Museum wurde 1976 in Massivbauweise (Sichtbeton) errichtet. Der Gebäudezustand vor der Sanierung ließ keine Ausstellung wertvoller Kunstwerke mehr zu, denn es wies die typischen Mängel aus dieser Bauzeit auf: I Undichtigkeiten von Glasdichtungen, Anschlüssen, Dampfdichtung I Hohe solare Lasteinträge I Kondensatanfall an der Rahmeninnenseite, Tauwasserausfall I Oberflächenverwitterung an Außenbauteilen, Abplatzungen an Sichtbetonflächen 2009 Problem: Die Oberflächen der Außenbauteile waren verwittert und abgeplatzt. Sanierung: Die Bauteile haben die Struktur und Oberfläche des bisher verwendeten Sichtbetons behalten VORHER I I I I I Hoher Leistungsbedarf und Verbrauch von Heiz- und Kühlenergie Schlechte Außenbauteile und viele Wärmebrücken Keine automatischen Sonnenschutzsysteme, dadurch hohe Kühllast im Sommer Keine automatische Lichtsteuerung Hohe Instandhaltungskosten PROBLEMATIK Der Museumsbetrieb war ohne Sanierung nicht mehr gewährleistet, denn die angestrebten internationalen Ausstellungen sind nur unter Einhaltung konstanter klimatischer Bedingungen möglich. Aufgrund der angespannten öffentlichen Haushaltslage waren nur sehr begrenzte finanzielle Mittel vorhanden. Durch gestalterische und „denkmalpflegerische“ Zwänge (Mirówand als Kunstwerk, Urheberrecht, Zeitzeuge der 70er Jahre, die Fassade durchdringende Betonkuben etc.) wurde die energetische Modernisierung zusätzlich erschwert. Insbesondere Beleuchtung, Verschattung, Tageslichteinfall, Steuerungseinrichtungen für Beleuchtung und Klimatisierung wurden auf den Museumsbetrieb mit wechselnden Exponaten abgestimmt. Die zu erneuernden Bauteile sollen in Struktur und Oberfläche den einfachen und rauen Charakter des bisher verwendeten Sichtbetons erhalten. KONZEPT DER ENERGETISCHEN MODERNISIERUNG Es musste ein Ansatz gefunden werden, um mit den gegebenen Mitteln ein energetisches Maximum zu erzielen und somit die Kriterien für Fördermittel einzuhalten. Dies konnte nur durch eine ganzheitliche Betrachtung des Gebäudes mit entsprechender Untersuchung der Interaktionen von Gebäudehülle, Technik, solaren Wärmeeinträgen, Kühlung, Befeuchtung und Beleuchtung erreicht werden. Die Energiekosten, wie auch die Folgekosten, wurden detailliert ermittelt. Mit Hilfe einer thermodynamischen Simulation konnten verschiedene energetische Ansätze gerechnet und überprüft werden. Für die Gebäudehülle lag die Konzentration auf schadhaften und ungedämmten Bauteilen. Da der größte Energieverbrauch und somit auch der größte Kostenfaktor bei der Kühlung lagen, wurde bei der Untersuchung der Fokus auch auf die Reduzierung der Kühlleistung und somit innovative Anlagentechnik gelegt. 2009 NACHHER GEBÄUDEHÜLLE Für die Gebäudehülle lag die Konzentration auf schadhaften und ungedämmten Bauteilen (z. B. undichte Sheddächer, Sichtbetonbauteile mit Korrosionsschäden, kompletter Austausch der Verglasung, Undichtigkeiten am Fördermittel: Flachdach). Da aus KosTeilnahme am tengründen und andedena-Modellvorhaben ren Zwängen (z. B. „Niedrigenergiehaus im Kunstwerksfassade) Bestand für Schulen“: nicht alle Bauteile modernisiert werden konnDie Teilnehmer des Moten, wurde eine Prioritädellvorhabens konnten tenliste aufgestellt. Als zinsverbilligte Kredite über den KfW-Kredit 156 wesentliche Bauteile, „Kommunalkredit – enerwurden die Fenster, eingetische Gebäudesanieschließlich der Oberrung“ in Anspruch nehlichter und Schrägverglamen. sungen, komplett Die Förderhöchstsumme erneuert und weisen erhöhte sich für energenun einen U-Wert von tische Maßnahmen von 1,1 W/m²K auf. An alle 350 auf 550 Euro/m² NGF nicht gedämmten Be(Nettogrundfläche). tonfassaden wurde ein Wärmedämmverbundsystem (14–16 cm Mineralwolle WLG 035) angebracht. Die Anbauten erhielten ebenfalls ein Wärmedämmverbundsystem. Die Dächer der Anbauten wurden mit 20 cm Neopor gedämmt. Die Schieferfassade sowie die Mosaikwand von Miró wurden nicht behandelt, da sie bereits über eine Dämmung (6 cm Mineralwolle) verfügen. plus 45 PROJEKTE VORHER NACHHER Das bestehende Dach wies viele Wärmebrücken auf und war durch Überzüge, Entrauchungsventilatoren, Oberlichter und Abluftrohre zerklüftet. Nun überdeckt ein Leichtdach die alten Flachdachwannen DACH ÜBER AUSSTELLUNG Ein weiterer Schwerpunkt ergab sich aus den vorhandenen „Flachdachwannen“ über dem Ausstellungsbereich. Eine typische Flachdachdämmung wäre energetisch notwendig, aber aufgrund der vielen Durchdringungs- und Eine tageslichtabhänAnschlusspunkte sehr gige Steuerung der Beaufwendig und teuer geleuchtung reduziert die wesen. Überschneidungen von Auf die Überzüge Tages- und Kunstlicht. des vorhandenen FlachAuf diese Weise wird der daches wurde deshalb Energiebedarf erheblich ein Leichtdach aus „Satgemindert . teldach“-Modulen aufgesetzt. Für die Süd- plus westseite bildet dies die Unterkonstruktion für die Photvoltaikmodule, die Nordostseite wurde als gedämmtes Dach ausgeführt. Über den bestehenden Oberlichtern wurden transluzente Module mit U-Wert 1,1 eingesetzt. Mit dieser Maßnahme werden Flachdachprobleme künftig vermieden. Über die bestehende Hülle wurde eine zweite wärmegedämmte Hülle gesetzt und diese in der Neigung der bestmöglichen Ausrichtung für die Photovoltaikmodule angepasst. Im Dachzwischenraum entstand eine stehende Luftschicht, die im Sommer abgelüftet wird und im Winter als zusätzlicher Wärmeleitwiderstand angesehen werden kann. BELEUCHTUNG Aufgrund hoher Stromkosten durch veraltete Leuchten wurde die bisherige Beleuchtung komplett ausgetauscht. Durch den Einsatz neuer elektronischer Vorschaltgeräte und T5-Lampen mit Spiegelreflektoren wurde die Lichtqualität in Bezug auf Flimmer- und Blendfreiheit verbessert. Eine tageslichtabhängige Steuerung der Beleuchtung reduziert die Überschneidungen von Tages- und Kunstlicht und mindert den Energiebedarf. 1 1 Photovoltaikmodul 2 Dachaufbau: Dachbedeckung Stehfalzdeckung Schalung EPS Dämmung OSB- Platte Sparren Mineralwolle Dampfsperre Gipskartonverkleidung 3 Holzrahmenwand: Holzrahmen auf Überzug OSB- Verkleidung Blechabdeckung Dampfsperre Unterkonstruktion Gipskartonverkleidung 4 Lüftungsrohr, Bestand 5 Entwässerungsrinne, Titanzink, gekantet 2 5 3 4 Teil-Schnitt, M 1 : 175 46 2009 NEUES KÜHLUNGS- UND WÄRMEKONZEPT BAUDATEN Objekt Wilhelm-Hack-Museum Bauherr Stadt Ludwigshafen Nutzer Stadt Ludwigshafen Architekt bhlconsultants, Lars Waldeck Fachplaner Gerhard Kuder, Balck+Partner, (TGA + Energiekonzept) Heike Haracska, LUWOGE consult (Energiekonzept/Projektsteuerung/Fördermittel) Baujahr 1976 – 1979 Sanierungszeitraum 04 / 2008 – 02 / 2009 Brutto-Geschossfläche 7 390 m² Baukosten gesamt 4 791 000 € netto (Gesamtkosten 15.06.09) Nutzfläche gesamt ca. 5 300 m² Endenergiebedarf (vorher/nachher) 475 kWh/m² / 310 kWh/m² (DIN 18599, lt.Th.dyn.Simulation wesentlich geringer) Vor der Sanierung wurde viel Energie für Kühlung und Entfeuchtung aufgewendet. Durch einen variablen Außenluftanteil bis 100 %, eine regenerative Wärme- und Feuchterückgewinnung und den Einsatz von Sprühdüsenbefeuchtern statt Dampfbefeuchtern, konnte die Kühlleistung erheblich minimiert werden. Der Elektroenergieaufwand für Befeuchtung entfiel. Die notwendige Nachwärmung wird nun über die kostengünstigere Fernwärme vorgenommen. INFORMATIONEN FÜR DEN ENERGIEAUSWEIS Jahres- Primärenergiebedarf 117 kWh/m²a 0 50 100 150 349 kWh/m²a 200 250 300 350 400 > 400 Heike Haracska, LUWOGE consult GmbH Gerhard Kuder, Balck + Partner Facility Engineering Mein Urteil? Lebenslang nachhaltig! Rainer Müller, Architekt, RMA Architekten, Hannover Während des Gebäudelebenszyklus entfallen ca. 20 % der Kosten auf den Bau, aber 80 % auf den Betrieb! Eine Erkenntnis, die uns in Zeiten steigender Energiepreise und des Klimawandels zum Umdenken zwingt. Deshalb setze ich auf nachhaltiges Bauen mit Rockwool. Denn neben einem Dämmstoff, der ökonomisch wie ökologisch zu 100 % überzeugt, bietet mir das Unternehmen auch ausgezeichnete Services und kompetente Beratung. Das macht es mir als verantwortungsbewusstem Architekten denkbar leicht, durch den Einsatz von Rockwool Steinwolle nachhaltig Farbe zu bekennen. 2009 www.rockwool.de 47 PROJEKTE ERSTER SCHRITT ZUR SPARSAMEN SCHULE KALKULIERBARE KOSTEN MIT WÄRMECONTRACTING oben: Die Fassade soll neu gedämmt werden links: Austausch aller bestehenden Lüftungskanäle rechts: Dämmung der Heizkörpernischen 48 plus NEUE HEIZUNG, MEHR DÄMMUNG 51 t/a CO2- EINSPARUNG Das Schulgebäude des Johannes-Althusius-Gymnasiums in Bad Berleburg soll umfassend energetisch saniert werden. Der Altbau aus den 50er Jahren besteht aus Mauerwerk, die neueren Gebäudeteile, die in der 70er Jahren errichtet wurden, aus Stahlbeton. Die veraltete Heizungs- und Lüftungsanlage galt es in dem Schulbau als Erstes zu erneuern. Das Heizungssystem wies folgende Mängel auf: I Veralteter Heizkreisverteiler, teilweise nur im Handbetrieb verwendbar I Verlust von 1 000 l Warmwasser/ Tag (durch marodes Rohrsystem im Erdreich versickert) I Veraltete Heizkörper, die aufgrund von Korrosion tropften und teilweise abgestellt werden mussten. Ein weiteres Problem stellten die ungedämmten Heizkörpernischen dar 2009 Die Stadt Bad Berleburg schrieb die Sanierungsmaßnahme europaweit nach den Verdingungsordnungen für Leistungen (VOL Teil A) aus. Die RWE Westfalen-Weser- Ems Energiedienstleistungen GmbH erhielt den Zuschlag für die Durchführung der Sanierung. Die Stadt und das Energieversorgungsunternehmen schlossen einen Contractingvertrag für den Betrieb der Anlagentechnik über eine Laufzeit von 15 Jahren ab. Die Leistungen wie Finanzierung, Planung, Bau und Betrieb mit garantiertem Nutzungsgrad sowie die Instandhaltungsaufwendungen während der Vertragslaufzeit werden von der RWE Westfalen-Weser- Ems Energiedienstleistungen GmbH erbracht. Die Installationsarbeiten erfolgten durch regionale Fachunternehmer. Die Maßnahme erfolgte zum Teil im laufenden Schulbetrieb. Die Stadt Bad Berleburg leistet im Gegenzug Zahlungen für die gelieferte Wärmemenge und einen Grundpreis, der die Kapital- und Betriebskosten enthält. Ein wesentlicher Grund zur Durchführung der Contractingmaßnahme waren die klar kalkulierbaren Kosten und der garantierte Nutzungsgrad über die gesamte Vertragslaufzeit von 15 Jahren unter Beibehaltung der eigenen Liquidität für die Stadt. Die Sanierung umfasste den Austausch der bestehenden Lüftungsanlage inklusive aller Lüftungskanäle für die Aula durch eine moderne Anlage mit Wärmerückgewinnung. Die Schule erhielt außerdem eine neue Wärmeerzeugungsanlage mit nachgeschaltetem komplettem Heizsystem inklusive neuer Heizkörper. Außerdem wurden alle Rohrleitungen und Heizkreise erneuert. Diese alten Kessel wurden durch zwei neue Gas-Brennwertkessel mit einer Gesamtleistung von 800 KW ersetzt. Des Weiteren wurden die vorhandenen Heizkörpernischen zurückgebaut und nachträglich gedämmt. Womit wird aus einem WDV-System eine echte „Dämmsation“? DIE ENERGETISCHE SANIERUNG GEHT WEITER Zukünftig sind die Dämmung der Wände, Dächer und teilweise Geschossdecken in den Bestandsgebäuden sowie der Austausch der Fenster durch die Stadt geplant. Im Bereich der Aula soll eine neue Fensterfront eingebaut und die Fassade gedämmt und neu gestaltet werden. In der Turnhalle wurde bereits die Dachdämmung erneuert und eine neue Heizungs- und Lüftungsanlage ist in Planung. Mit dem Top-Dämmwert 0,022 W/mK und einem langlebigen Fassadenschutz: weber.therm plus ultra* + weber.pas top. BAUDATEN Objekt Johannes-Althusius Gymnasium Bad Berleburg Bauherr RWE Westfalen Weser Ems Energiedienstleistungen GmbH Nutzer Stadt Bad Berleburg Fachplaner RWE Westfalen-Weser-Ems Energiedienstleistungen GmbH. Die Oberbauleitung erfolgte im Auftrag der Stadt Bad Berleburg durch das Ingenieurbüro Professor Dr. Henne, Siegen Baujahr mehrere Abschnitte 50er bis 70er Jahre Sanierungszeitraum 03.08 – 09.2008 Brutto-Geschossfläche 10 140 m² Baukosten gesamt 833000€ brutto Nutzfläche gesamt 8 700 m² weber-maxit.de *Mit einer Vielzahl von Oberputzen bauaufsichtlich zugelassen. (ETA-07/0258; Z-33.84-1055) INFORMATIONEN FÜR DEN ENERGIEAUSWEIS Primärenergieeinsparung von ca. 20,10 % Endenergiebedarf (vorher/nachher) 475 kWh/m² / 310 kWh/m² (DIN 18599, lt.Th.dyn.Simulation wesentlich geringer) 2009 49 Damit wird gebaut. ADVERTORIAL 50 Anzeige 2009 ALLES FÜR DIE KLEINEN ARMATUREN MIT ANSPRUCH Öffentliche Sanitärräume in Einrichtungen aus Betreuung und Lehre sind oft in einem sehr schlechten Zustand. Dabei müssten sie eigentlich genau auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten sein und den Nachwuchs an einen sparsamen Umgang mit Wasser heranführen. Die entsprechenden Normen und Richtlinien verlangen einen Schutz vor Verbrühungen oder das Vermeiden von Stagnationen und Verkeimungen. Hohe Ansprüche, die Architekten und Installateure nur mit den besten Produkten erfüllen können. So lässt sich beispielsweise die Wassertemperatur bei GROHE Einhandmischern durch Temperaturbegrenzer auf vorgegebene Werte beschränken und die thermische Absicherung durch den vorgeschalteten Thermostat Grohtherm Micro garantieren. Dank GROHE TurboStat® Technologie reagieren Thermostate blitzschnell auf Druckveränderungen und sorgen so für eine gleichbleibende Wassertemperatur und Verbrühschutz. Grohtherm XL schafft dies sogar bei Reihenduschanlagen und riegelt bei einem Kaltwasserausfall sofort den Wasserfluss ab. GROHE Produkte stehen jedoch nicht nur für Sicherheit, sondern auch für Komfort, intuitive Bedienung und Sparsamkeit. Elektronisch gesteuerte Armaturen laufen nur, wenn wirklich Wasser benötigt wird. Und auch Sportkopfbrausen lassen sich auf geringen Verbrauch einstellen. WCs mit Start- Stopp- Funktion oder Zwei- Mengen- Spülung überlassen zudem dem Nutzer die Wahl der notwendigen Wassermenge. Auf www.grohe-konjunkturpaket.de erfahren sie alles über die fachgerechte Ausstattung unterschiedlicher Bereiche wie Küchen in KiTas, schu- 2009 lische Sanitärräume oder Duschanlagen in Sporthallen. Dabei sind Normen und Richtlinien ebenso verständlich aufbereitet wie besondere Anforderungen, CAD-Daten oder die detaillierten Produktempfehlungen für die verschiedenen Projekte. Weitere Informationen finden sie in der Broschüre „Bildung hat Konjunktur – GROHE 2009“ mit sämtlichen Produktempfehlungen und Ansprechpartnern. Grohe Deutschland Vertriebs GmbH 32457 Porta Westfalica Tel.: 05 71/3 98 93 33 Fax: 05 71/3 98 99 99 www.grohe.de www.grohe-konjunkturpaket.de 51 WISSEN AFAWEGAWEGAEGAEGAEGA + TECHNIK egaegergsehgsehgehehehe SCHULE DER ZUKUNFT PLUS-ENERGIE-SCHULE IN STUTTGART Es gibt 3-Liter-Schulen, Schulen mit Passivhausstandard, aber eine bestehende Schule so zu sanieren, dass sie nach Abschluss der Maßnahmen mehr Energie produziert als das Gebäude über das Jahr hinweg verbraucht, das ist neu. bereits einige Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Dazu gehört ein Energiemanagement für die stadteigenen Liegenschaften, das mit einem zentralen Controlling, energetischen Vorgaben, einem stadtinternen Contractingmodell, über 35 Anlagen mit erneuerbaren Energien und insbesondere mit energetischen Demonstrationsvorhaben den Energie- und Wasserverbrauch signifikant reduziert hat. Das Ziel ist es, nach der Sanierung die gesamte in der Uhlandschule benötigte Energie vor Ort zu erzeugen. Um dies zu erreichen, muss zunächst die Energieeffizienz der Schule durch Sanierungsmaßnahmen der Gebäudehülle und der Anlagentechnik auf ein Maximum gesteigert werden. Regenerative Energieträger decken den verbleibenden Restenergiebedarf. Die Anbindung an das Stromnetz sollte beibehalten werden, da eine lokale Speicherung des produzierten Stroms technisch noch nicht machbar ist. Eine Versorgung der Schulen über bestehenden Erdgas- oder Ölheizungsanlagen soll eingestellt werden. Dem Innovationsansatz folgend sollen darüber hinaus im Projekt gewonnene Erkenntnisse in den Unterricht integriert werden. Deutschland nimmt hinsichtlich der Energieeffizienz im Gebäudebereich im internationalen Vergleich eine Spitzenposition ein. Man verfügt über großes Wissen im Bereich der Energieeinsparung Bei der ausgewählten Schule handelt es sich um einen Gebäudekomplex von 1954, der aus einem Hauptbau, einem Nebenbau und einer Turnhalle besteht. Das Areal wurde 2003/2004 mit einem Erweiterungsbau versehen. Die Gebäude werden über eine zentrale Warmwasserheizung durch einen älteren Standardkessel beheizt, der sich im Keller des Hauptbaus befindet. Über diese Anlage wird auch die Turnhalle und seit 2004 der Neubau mitversorgt. Die gesamte beheizte Fläche, inkl. Turnhalle und Neubau, beträgt 6 437 m². DER BESTAND ENERGIEVERBRAUCH Der gemessene Energieverbrauch von Heizung, Strom und Wasser liegt für den gesamten Gebäudekomplex vor. Als Mittelwert über die letzten zehn Jahre ergibt sich für den Gesamtkomplex ein gradtagsbereinigter Heizkennwert von 172,9 kWh/m²a. Der durchschnittliche Stromverbrauch liegt bei 13,1 kWh/m²a. Der durchschnittliche Wasserverbrauch liegt bei 191 l/m²a. Die Gesamtkosten für Heizung, Strom und Wasser betragen 55 000 €/a. PROJEKTDURCHFÜHRUNG Im Rahmen des Vorhabens sollen der Gesamtkomplex ganzheitlich energetisch verbessert und auf das Niveau einer Plusenergieschule gebracht werden. Da der Neubau erst vor zwei Jahren in Betrieb genommen wurde, liegt hier noch kein Bedarf für Sanierungsmaßnahmen vor. Dies führt zu erhöhten Anforderungen bei der Anlagentechnik. Für die drei älteren Gebäude ist ein besonders guter baulicher Wärmeschutz notwendig. In den betreffenden Gebäuden Finanzierung der Gesamtkosten von ca. 12,3 Mio. €: (Haupthaus, Pavillon, Turnhalle) sollen die Außenwände I BMWi-Förderschwerpunkt im 5. Energieforschungsprogramm mit einer mindestens 30 cm dicken Wärmedämmung der Bundesregierung „Innovation und neue Energietechnologien“ (WLG 030) versehen werden. Das Dämmsystem soll auch I Industriepartner: EnBW, Bosch, Saint-Gobain Isover G+H AG zur Medienführung eingesetzt werden. Hierzu wird eine I Stadt Stuttgart innovative Systemlösung bereitgestellt, die die Anforderungen an Wärmeschutz, Schallschutz, Luftdichtheit und Brandschutz miteinander in Einklang bringt. Die Dämmung des Fußbodens zum Erdreich erfolgt in allen Gebäuden mit Vakuumdämmund der rationellen Verwendung von Enpaneelen, die einen Leitwert von 0,005W/ mK erreichen. Der Wärmebrüergie. In der Umsetzung der Einsparckeneinfluss soll durch hochwertige Bauteilanschlüsse völlig vermieden maßnahmen fällt den Kommunen eine werden. Für die transparente Fassade ist eine wärmetechnisch hochwerzentrale Bedeutung zu. Stuttgart hat in tige Holz-/ Aluminium-Konstruktion (oder gleichwertig) mit einer innovatidiesem Bereich in der Vergangenheit plus 52 2009 WANDLUNG ZUR NACHHALTIGEN ENERGIEVERSORGUNG Plusenergiegebäude Plusenergie umfassende energetische Sanierung (-75 %) umfassende energetische Sanierung (-75 %) Einhaltung energetische Standarts (Energieerlass) heute ven Verglasung vorgesehen. Darüber hinaus soll die multifunktionale Scheibenkomposition wärme-, sonnenschutz und tageslichtoptimiert werden und so zu einer positiven Gesamtenergiebilanz der transparenten Fassade führen. Für die Grundbeheizung der Räume ist ein Niedertemperaturflächenheizungssystem, anstelle der bisherigen Heizkörper vorgesehen. In den Gebäuden wird zusätzlich ein bedarfsorientiertes Lüftungssystem mit mindestens 85 % WRG installiert. Auf eine zentrale Warmwasserbereitung in der Schule wird weitestgehend verzichtet. Die Turnhalle erhält eine mit Solarenergie versorgte Warmwasserbereitung für die Duschen. In den Gebäuden sollen hocheffiziente Leuchtensysteme mit elektronischen Vorschaltgeräten und tageslichtabhängiger Regelung installiert werden. Die Wärmebereitstellung übernimmt eine hocheffiziente Wärmepumpe auf der Basis von Energiepfählen. Der notwendige Strom zum Betrieb der Wärmepumpe wird über eine Photovoltaikanlage erzeugt. Das Stromnetz wird als Zwischenspeicher dienen, in das bei Überschussproduktion Strom eingespeist wird und entsprechend an strahlungsarmen Tagen oder bei Nacht Strom entnommen wird. Die Photovoltaikanlage wird so ausgelegt sein, dass sie über das Jahr betrachtet mehr Energie liefert, als im Gebäude benötigt wird. Für den 2009 in 50 Jahren Gebäudekomplex wird ein optimal kommunizierendes Mess-, Steuer- und Regelkonzept entwickelt und realisiert werden. DIE REALISIERUNG Die Umsetzung einer Mustersanierung zur Plusenergieschule erfordert eine Unterstützung von Partnern aus Politik, Wirtschaft und Forschung, da die Kommune nicht über Investitionsmittel verfügt und die Maßnahmen für eine Sanierung derzeit noch nicht wirtschaftlich sind. Die Kosten für die Realisierung sollen anteilig von der Stadt, einem projektbegleitenden Industriekonsortium und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie getragen werden. Ein entsprechender Projektantrag ist beim BMWI gestellt. Diese pilothafte Sanierung einer bestehenden Schule wird aber, aufgrund der Signalwirkung für Gesellschaft und Industrie und dem Multiplikationseffekt zu energieeffizienten Sanierungen bei anderen Gebäudetypen, dringend benötigt. Dr. Jürgen Görres, Amt für Umweltschutz, Stuttgart Qualifikation schafft Zukunft! Berufsbegleitende Weiterbildung praxisnah und anwendungsorientiert seit 1990 Sachverständiger für Energieeffizienz von Gebäuden Schäden an Gebäuden – Stufe I + II Bautenschutz und Bausanierung Schäden im konstruktiven Ingenieurbau Holzschutz Europäisches Institut für postgraduale Bildung an der Technischen Universität Dresden e. V. – EIPOS Goetheallee 24, D-01309 Dresden Ihre Ansprechpartnerin: Frau Dipl.-Ing. (FH) Silke Grün Tel.: +49 351 21312-35 E-Mail: [email protected] www.EIPOS.de 53 WISSEN AFAWEGAWEGAEGAEGAEGA + TECHNIK egaegergsehgsehgehehehe SCHADSTOFFE IN SCHULEN SCHIMMELPILZE FRÜHZEITIG ERKENNEN „Die energetische Sanierung unserer Schulgebäude ist wichtig doch ebenso wichtig ist eine gesunde Raumluft für unsere Schüler, denn „dicke Luft“ ist in Schulgebäuden und Kindergärten schon seit einiger Zeit ein massives Problem“, sagt Dr. Gerhard Führer, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen. Dies bestätigt der „Leitfaden für die Innenraumlufthygiene in Schulgebäuden“, der im Jahr 2000 erstmals und im Jahr 2008 in überarbeiteter Form vom Umweltbundesamt herausgegeben wurde. Mit dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung stehen finanzielle Mittel für die energieeffiziente Sanierung öffentlicher Bildungsbauten wie Schulen, Kindergärten und Weiterbildungsstätten zur Verfügung. Schulen sind dabei lohnende Sanierungsobjekte, denn im Schnitt kann hier der Energieverbrauch um bis zu 70 % gesenkt werden. Das entlastet den öffentlichen Haushalt und bietet Möglichkeiten für weitere sinnvolle Investitionen. Doch gerade hier ist Vorsicht geboten. Denn im Mittelpunkt energetischer Sanierungsmaßnahmen steht in der Regel eine luftdichte und hoch wärmegedämmte Gebäudehülle. Die Kehrseite der Abdichtung von Gebäuden ist eine Anreicherung von möglichen chemischen und biologischen Schadstoffen in der Raumluft. Es gibt viele Ursachen für Schadfaktoren in Innenräumen. Fußbodenbeläge, Farben, Deckenpaneele, Möbel etc. geben chemische Verbindungen an die Raumluft ab. Nach Expertenschätzung wurden bisher rund 8 000 chemische Verbindungen in Innenräumen nachgewiesen. Schimmelpilzbelastungen werden typischerweise unterschätzt, da sie 54 oftmals versteckt oder nicht mit bloßem Auge erkennbar sind. Doch gerade in öffentlichen Bildungsbauten spielen sie eine sehr große innenraumhygienische Rolle. Ursachen hierfür sind u. a. (Leitungs-) Wasserschäden, Baufehler, Wärmebrücken (Kondensatbildung) und mangelhafte Lüftungstechnik oder auch unzureichendes Lüften der Räumlichkeiten. PROBLEME DURCH ABDICHTUNG Gerade durch das Abdichten von Schul-, Wohn- oder Büroräumen zur notwendigen und natürlich sinnvollen Energieeinsparung, werden Schadstoffbelastungen in Gebäuden angereichert und führen zu einer erhöhten gesundheitlichen Belastung der Raumnutzer. Folgen der über die Atemluft aufgenommenen Schadstoffe können bei Schülern und Lehrkräften gleichermaßen vor allem Kopfschmerzen, Müdigkeit und mangelnde Konzentrationsfähigkeit sein. LÜFTUNGSANLAGEN SIND NUR EINETEILLÖSUNG Leichtflüchtige organische Verbindungen wie Lösemittel werden durch Lüftungsanlagen vermindert. Schwerer flüchtige Komponenten wie Flammschutzmittel, Pyrethroide und PAK verbleiben jedoch in den Räumen und belasten die Raumnutzer. praxisbeispiel In den letzen Jahren wurde eine Schule mit mehreren Millionen Euro energetisch saniert, neue Fenster und eine Außendämmung angebracht. Bereits während der Maßnahme kamen erste Klagen über Geruchsauffälligkeiten und eine Lehrkraft klagte über gesundheitliche Beschwerden in Fachräumen. Zunächst wurden lokal begrenzte Innenraum-Untersuchungen durchgeführt, die letztendlich zu einer mikrobiologischen und chemischen Bestandsaufnahme des Gebäudekomplexes führten. Nach dem Einsatz von europaweit patentierten Probenentahme- Verfahren ergaben sich folgende Erkenntnisse: Flammschutzmittel- und Formaldehyd-Belastungen, versteckte, nicht-sichtbare Schimmelpilzbelastungen flächig in der Dämmebene des Flachdaches und in weiten Bereichen unter dem Estrich des Fußbodens. Die Folge waren eine ungeplante Generalsanierung in Millionenhöhe mit Austausch von Möbeln (starke Formaldehydquellen) und Fußbodenbelägen (Geruchsquellen und mit Flammschutzmitteln belastet) und Maßnahmen im Dach- und Fußbodenbereich wegen mikrobiellen Belastungen. Nachdem das Umweltbundesamt in einer aktuellen Pressemitteilung (Nr. 26/2009) bei Schimmelpilzbelastungen jede Art von Desinfektion kritisch hinterfragt und ablehnt, blieben für die Sanierung der Dämmebenen der Fußböden zwei belastbare Alternativen: Komplettrückbau oder Einsatz eines diffusionsoffenen Estrichfugensystems. 2009 INITIATIVE AQUA PURAVision® Bildquelle: www.vdi.de Neue WDVS-Technologie zur Algenprävention Eine Schimmelpilzbelastung in Innenräumen muss aktiv entfernt oder sachgerecht von der Raumluft abgetrennt werden. Lüftungsanlagen können hier nur die Ursache für nutzungsbedingte Feuchtigkeit als Grundlage für Schimmelpilzwachstum beseitigen. Und dabei muss unbedingt gewährleistet sein, dass derartige Anlagen regelmäßig gewartet werden und nicht unkontrolliert, z. B. aufgrund von Kondensatbildung, zu „Schimmelschleudern“ werden. VOR SANIERUNG SCHADSTOFFE ERKENNEN Vor einer energetischen Sanierung sollte grundsätzlich die Raumluft sachkundig auf Schadstoffe überprüft werden. Nur so kann eine einwandfreie Raumluftqualität gewährleistet, erneute Sanierungen ausgeschlossen oder einer unkalkulierbaren Explosion der Sanierungskosten vorgebeugt werden. Im Detail bedeutet dies das Erfassen der jeweiligen Situation vor Ort, das Begehen der Räumlichkeiten und Befragen der Raumnutzer zu den Vor- Ort-Verhältnissen. Alle Verdachtsmomente werden präzise erfasst und dokumentiert, eine geeignete Analysenstrategie wird erstellt. Chemisch-analytische, physikalisch-messtechnische und/ oder mikrobiologische Untersuchungen kommen zum Einsatz. Diese sind abgestimmt auf die Fragestellung und die Situation vor Ort. Bei der Bewertung der Laborergebnisse werden die neuesten naturwissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse berücksichtigt. Art und Umfang der gegebenenfalls nötigen Sanierungen werden eingegrenzt. Mittels Kontrollmessungen wird der Sanierungserfolg überprüft. Dass dieser vorausschauende Ansatz Fehlzeiten von Schülern und Lehrkräften verhindert, keine Folgekosten verursacht und damit letztendlich zu einer Kostenersparnis führt, belegen zahlreiche Praxisbeispiele. Dr. Gerhard Führer, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen plus Algenschutz heißt Feuchteschutz. Die neuen PURAVision Dämmsysteme minimieren Oberflächenfeuchte. Sie basieren auf dem Prinzip der Hydroaktivität: • Genau gesteuerte Wasseraufnahme verhindert Tropfenbildung von Taufeuchte an der Fassade. • Feuchtigkeit wird zwischengespeichert und durch kapillaraktiven Feuchtetransport von Putz und Anstrich schnell wieder abgegeben. • Dickschichtiger Systemaufbau schafft mehr Wärmespeichervermögen. • Silikatisch-hydrophiler Anstrich minimiert die Verschmutzung. PURAVision – hydroaktiv, mineralisch, dickschichtig, biozidfrei. Kurz: sauber gedämmt. Mit einer chemisch-analytischen und mikrobiologischen Bestandsaufnahme des Gebäudes lässt sich zudem Art und Umfang der gegebenenfalls nötigen Sanierung eingrenzen. www.keimfarben.de • www.aquapuravision.de KEIMFARBEN 2009 55 GmbH & Co. KG Keimstraße 16 86420 Diedorf Tel. 0821 4802-0 Fax 0821 4802-210 Frederik-Ipsen-Straße 6 15926 Luckau Tel. 035456 676-0 Fax 035456 676-38 WISSEN + TECHNIK GLASTECHNOLOGIEN FÜR DIE ZUKUNFT NEUE FENSTER, VAKUUMDÄMMUNG, GLASFASSADEN Die Anforderungen der EnEV 2009 stellen neue Aufgaben an die Fenster-, Fassaden- und Glasbranche. Hinsichtlich der EnEV 2012 wird sogar eine verschärfte Weiterentwicklung nötig sein. Themen wie Wärmedämmung, Energieausweise oder Solarenergie sind in aller Munde Der CO2-Gebäudereport des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) zeigt, dass der Gebäudebereich ca. 40 % der CO2Emissionen verursacht. Nach Untersuchungen der Deutschen Energieagentur (dena) lässt sich der Energieverbrauch von Häusern im Bestand um bis zu 85 % reduzieren. Fenster mit alten Isolierverglasungen (vor 1986) oder Einfachglas sind häufig die größten Schwachstellen, so dass ein Austausch schnell den Wohnkomfort verbessert, die Heizkosten senkt. Die Mindestanforderungen an den U-Wert des Fensters bei einer baulichen Sanierung werden deshalb in der neuen EnEV ab Oktober 2009 deutlich verschärft (von 1,7 auf 1,30 W/(m2K)). Architekten und Fachplaner müssen deshalb die neues- ten Technologien und die Besonderheiten der Gebäudesanierung kennen, um interessierte Bauherren kompetent und überzeugend zu beraten. ENERGIESPARENDE FENSTER- UND FASSADEN Um die Energieeffizienz von Fenstern und Fassaden zu verbessern, müssen die Wärmedämmung, die Lüftung, die Tageslichtnutzung und der sommerliche Wärmeschutz optimiert sowie die Solarenergie intensiver genutzt werden. Innovative Fenster- und Fassadenkonstruktionen verwenden deshalb folgende Technologien: I Optimierung der Profilgeometrie (Kammeranzahl, verbesserte Wärmedämmzonen etc) und Verbesserung der Konstruktion (Dichtungsebenen, Glaseinstand, Kastenfenster) I Reduzierung der Profilbreiten (höherer Glasanteil) I Verbesserte Baukörperanschlüsse (Überdeckung der Blendrahmen) I Entwicklung neuer Glaseinbindungen und wärmetechnisch verbesserte Randverbundsysteme I Neue Materialien und Beschichtungen mit geringerer Wärmeleitfähigkeit und Emissivität I Einsatz vakuumgedämmter Paneele (Vakuumisolationspaneele VIP) mit besserer Dämmwirkung (Wärmeleitfähigkeit von 0,004 W/(m2K)) I Vermeidung von Lüftungswärmeverlusten durch höhere Dichtigkeit bei gleichzeitiger Sicherstellung der notwendigen Mindestlüftung für die Wohnraumhygiene I Verbundfenster und Zweite-Haut-Fassaden mit Nutzung des Zwischenraums für Sonnenschutz-, Lichtlenkung, Lüftungseinrichtungen, Energiegewinnungssysteme I Reduzierung von Kunstlichteinsatz mittels besserer Tageslichtnutzung U-WERTE FÜR REFERENZGEBÄUDE IM NACHWEISVERFAHREN DER ENEV 2009 Nebenanforderungen für Freistehendes Wohngebäude: HT-max = 0,40-0,65 W/(m2K) je nach Typ – – Nicht-Wohngebäude: Umax (opak) = 0,35 W/(m2K) (Bauteilgruppenabhängig), Umax (transparent) = 1,90 W/(m2K) EEWärmeG Solarkollektor-Unterstützung Warmwasserbedarf Photovolktaikanlage Dach Uref = 0,20 W/(m2K) © R ift os en he im Außenwand Uref = 0,28 W/(m2K) Fenster Uref = 1,30 W/(m2K) Zu/-Abluftanlage Wärmebrücken UWB = 0,05 W/(m2K) Heizung- u. Warmwasser Ref. Brennwerttechnik (evtl. Biomasse: EEWärmeG) 56 Kellerwand Uref = 0,35 W/(m2K) Bodenplatte Uref = 0,35 W/(m2K) 2009 FENSTER ALS ENERGIEGEWINN BAUTEIL 2,00 Fenster mit Glasvarianten und äquivalenten UW-Werten für Fenster mit Uf = 1,4 W/m2K, Abstandhalter mit Psi-Wert 0,08 und Glasaufbauten mit unterschiedlichen g-Werten un Ug-Wert. U-Wert ohne Sonne Ueq Süden Ueq Ost/West Ueq Norden 1,6 1,50 1,4 1,4 1,1 U-Wert in W/(m2K) 1,00 1,1 0,9 0,9 0,9 0,8 0,7 0,6 0,50 0,6 0,4 0,2 0,4 0,2 0,2 0,0 0,00 -0,1 -0,2 -0,3 -0,3 -0,4 -0,50 -0,8 -1,00 Zweifachglas g = 0,70 Ug = 1,4 Zweifachglas g = 0,70 Ug = 1,1 Sonnenschutzglas g = 0,35 Ug = 1,1 Dreifachglas g = 0,55 Ug = 0,7 Dreifachglas g = 0,55 Ug = 0,5 ENERGIEEFFIZIENTE VERGLASUNGEN Wärmetechnische Innovationen bieten auch die Glashersteller. Das Standardglas für den Wohnungsbau ist heute ein Zweifach-Isolierglas mit Argonfüllung und einer infrarot-reflektierenden Beschichtung mit einem U-Wert von 1,1 W/(m²K). Mit Dreifach-Isolierglas sind Ug-Werte bis zu 0,5 W/(m²K) möglich, allerdings nur mit seltenen und teuren Edelgasen wie Krypton oder Xenon. Wirtschaftlich sinnvoll ist die Füllung mit Argongas mit einem Ug-Wert von 0,7 W/(m²K). Verbesserungen bringen auch wärmetechnisch optimierte Randverbünde und ein tieferer Glaseinstand. Der U-Wert des Fensters kann bei einem Glaseinstand von 25 mm um bis zu U=0,05 W/(m2K) verbessert werden – positiver „Nebeneffekt“ ist die Erhöhung der Oberflächentemperatur im Glasrandbereich mit vermindertem Tauwasseranfall bei geringen Außentemperaturen. In der Entwicklungsphase sind derzeit noch Vakuumverglasungen. Sie erreichen bisher „nur“ Ug-Werte von 0,8 bis 1,0 W/(m2K), in einigen Jahren werden Werte von 0,5 W/(m2K) erwartet. Vorteilhaft sind das geringe Gewicht und die Baudicke von 8 bis 10 mm. Die Vakuumverglasung kann so als Ersatz für Einfachverglasungen dienen, z. B. bei denkmalgeschützten Gebäuden. Ein Einsatz in Zweifach- oder Dreifachverglasungen ermöglicht weitere Optimierungen. VAKUUMDÄMMUNG IM VORMARSCH Mit vakuumgedämmten Paneelen (VIP) kann der U-Wert von Fassaden und Außenwänden weiter deutlich verringert werden, denn die Paneele haben eine fünf- bis zehnfach bessere Dämmwirkung als konventionelle Dämmmaterialien. Damit lassen sich Bauelemente mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,004 W/(m2K) herstellen – besonders interessant für Bauaufgaben im Denkmalschutz, wenn nur wenige Zentimeter für eine bessere Wärmedämmung erlaubt sind. Um diese Werte in der Praxis zu erreichen, sind folgende Aspekte zu beachten: I Wärmebrücken im Bereich der Paneelränder sowie Durchdringungen 2009 I I I I Vakuumglas g = 0,70 Ug = 0,5 und Stoßfugen sind kritischer als bei konventioneller Dämmung und erfordern eine sorgfältige Planung Berücksichtigung von Bauwerksbewegungen (thermisch, Lastaufnahme etc.) Einsatz von VIP bei räumlicher Begrenzung und wenn eine bessere Dämmung erforderlich ist Integrierte Planung und Baustellenlogistik Vakuumgedämmte zur Vermeidung von Paneele sind besonders Beschädigungen interessant für BauaufDie Verringerung des gaben im DenkmalDämmwertes über schutz, wenn nur wenige die Nutzungszeit von Zentimeter für eine bes50 Jahren ist im Resere Wärmedämmung erchenwert zu berücklaubt sind. sichtigen plus Auch schwierige Details in der energetischen Gebäudesanierung, beispielsweise der Bereich der Fensterlaibung lassen sich mit VIP-Elementen lösen. Für die Sanierung mit großflächigen VIP-Dämmpaneelen sind daher für die Integration von Fenstern Details zu entwickeln, bei denen Fragen des konstruktiven Aufbaus, der Statik, Bauphysik und Montage sowie der späteren Wartung beantwortet werden. Hier wurden vom ift Rosenheim im Rahmen eines Forschungsprojekts Lösungen entwickelt und dem 57 WISSEN + TECHNIK Konstrukteur Hinweise in Bezug auf die Fensterintegration an die Hand gegeben. Dazu zählen folgende Kriterien: Wärmebrücken, Konstruktion Dämmelement, lichte Weite, Tauwasserbildung, Befestigung/Lastabtragung, luftdichter Anschluss raumseitig, Wetterbelastung, Eingriff im Bestand, äußere Leibung Bestand, raumseitige Laibung, die äußere Fensterbank sowie der Bauablauf. OPTIMIERTE FENSTERLÜFTUNG Bei kontinuierlicher Senkung der Transmissionswärmeverluste wird der Anteil der Lüftungswärmeverluste immer größer – vor allem, wenn keine Wärmerückgewinnung stattfindet. Eine kontrollierte und geplante Lüftung ist auch notwendig, weil neue Baukonstruktionen luftdichter geworden sind, sich aber die Lüftungsgewohnheiten der Gebäudenutzer nicht ändern. Das alte Zur Bewertung von Lüftungsverhalten führt innovativen dezentranach Gebäudesanielen Fensterlüftern hat rungen deshalb oft zu das ift Rosenheim erhöhten Feuchtebelasdie ift-Richtlinie tungen im Innenraum „LU-01/1 Fensterlüfter“ und zur Bildung von erarbeitet, in der sich Schimmelpilz. Grundviele praktische Hinsätzlich muss entschieweise zur Bewertung den werden, ob eine und Planung finden. zentrale oder eine dezentrale Lüftung für die jeweilige Bauaufgabe besser geeignet ist. Untersuchungen zeigen, dass eine dezentrale Lüftungstechnik zu einer großen Nutzerakzeptanz und Flächeneffizienz führt. plus lagen (Sonnenschutzsysteme, Lüftungsgeräte, Beleuchtung) in die Fassade bringt Vorteile. Sensoren messen Einflussgrößen wie Luftqualität, Lichtstärke, Luftfeuchte und Raumtemperatur und lösen automatisch bedarfsorientierte Reaktionen aus. Bei der Verwendung und Anbindung an die Gebäudetechnik gibt es aber noch etliche Probleme, beispielsweise fehlende Regelwerke und Vorgaben, die Angaben zu Anordnung und Ausführung der elektrischen Leitungen machen. Auch die Schnittstelle zu anderen Baugewerken ist unzureichend definiert und erschwert Planung und Einsatz. Deshalb hat das ift Rosenheim die ift-Richtlinie EL-01/1 „Elektronik in Fenstern, Türen und Fassaden“ erarbeitet, in der sich viele praktische Hinweise zur richtigen Planung und Ausführung finden. GLASFASSADEN BRAUCHEN SONNENSCHUTZ Der ungebrochene Trend zur Glasarchitektur hat mit Diskussionen um behagliche Temperaturen im Sommer, hitzefreie Schultage oder schlechte Arbeitsbedingungen durch starke Blendung Zweifel an Glasfassaden aufkommen lassen. Mängel beruhen meist auf der unzweckmäßigen Nutzung des Sonnenschutzes, oder die Planungsgrundlagen der EnEV, der DIN V 18599 und DIN 4108-2 wurden nicht beachtet. Sonnenschutzverglasungen sind zwar leistungsfähig, konstruktiv einfach zu integrieren und relativ kostengünstig, schaffen es aber oft nicht, im Sommer die Erwärmung der Innenräume ausreichend zu begrenzen. Deshalb sind zusätzliche Verschattungen notwendig. Ein Schwachpunkt außenliegender Verschattungen war die Anfälligkeit gegenüber höheren Windgeschwindigkeiten, doch moderne Konstruktionen halten Windstärken bis zu elf Beaufort stand. Verbundfenster und Zweite-Haut-Fassaden ermöglichen die Integration von Verschattung und Lüftung in einem witterungsgeschützten Bereich, verursachen aber einen konstruktiven Mehraufwand. Eine Alternative sind Sonnenschutzeinrichtungen im Scheibenzwischenraum, die in übliche Fenster- und Fassadenkonstruktionen integriert werden können. Neben der Verschattung muss aber auch eine ausreichende Beleuchtung mit Tageslicht und Blendschutz beachtet werden. Dies ist ideal mit winkelselektiven Sonnenschutzelementen realisierbar, die physikalische Gesetze wie Lichtbrechung (Prismen) oder Reflexion (Spiegelreflektor) nutzen. PHOTOVOLTAIKELEMENTE IN DER GEBÄUDEHÜLLE Dach (opak oder semi-transparent) MECHATRONIK BRINGT KOMFORT Der Einsatz von elektronischen und elektromechanischen Bauteilen ist eine Schlüsseltechnologie für die Fensterund Fassadenbranche, denn damit lassen sich die steigenden Anforderungen an Energieeffizienz, Nutzerkomfort, Sicherheit und Barrierefreiheit optimal erfüllen. In modernen Bürogebäuden können intelligente Fenster und Fassaden den Einsatz von Klimaanlagen und künstlichem Licht reduzieren und gleichzeitig das Wohlbefinden der Nutzer erhöhen. Die Integration gebäudetechnischer An- 58 Fassade Brüstung Sonnenschutz © ift im he en s Ro 2009 FENSTER UND FASSADEN ALS ENERGIEERZEUGER Die verfügbare Sonnenenergie ist 3 000-mal höher als der weltweite Energiebedarf. Es liegt nahe, sie mit Fenstern, Fassaden und Verglasungen zu nutzen. Um die energetische Leistungsfähigkeit (solarer Nutzungsgrad) von Gläsern und Fenstern zu bewerten, muss neben dem U-Wert auch der Gesamtenergiedurchlassgrad g der Verglasung beachtet werden. Deshalb wird der g-Wert der Gläser durch neue Beschichtungen kontinuierlich verbessert und erreicht heute bei Dreifachgläsern 0,6 bei einem U-Wert von 0,7 W/(m²K). „Sonnen-, Energiegewinn- oder Energieplushäuser“ nutzen die solaren Einstrahlungen durch gesteuerte Verschattung oder thermische Pufferspeicher und sind eine folgerichtige Weiterentwicklung des Passivhauses. Die Strahlungsenergie der Sonne kann zusätzlich mit Photothermie und Photovoltaik in der Gebäudehülle genutzt werden. Bislang werden solche Bauelemente oft noch „additiv“ eingesetzt. Sinnvoller ist es, diese mit Doppelfunktionen zu konstruieren, indem PV-Elemente direkt als Dach oder Fassadenbekleidung nutzbar sind. Eine Revolution wird mit der breiten Markteinführung von Dünnschicht-PV-Elementen erwartet, die nur unwesentlich teurer als übliche Fassadenverkleidungen sein werden und aufgrund ihrer Wirkweise gute Energieerträge auch bei diffusem Licht und auf der „Schattenseite“ der Gebäude bringen. BESONDERHEITEN DER GEBÄUDESANIERUNG Bei der Sanierung im Bestand handelt es sich um eine anspruchsvolle Aufgabe, die von Planern und Ausführenden Erfahrung und umfangreiches Know-how erfordert. Bauaufnahme, Detailplanung, Umsetzung, Logistik und die Abstimmung vor Ort sind umfangreicher und schwieriger als im Neubau. Bauplaner und/oder Ausführende müssen folgende Punkte beachten, die nur durch eine sorgfältige Bauaufnahme geklärt werden können: I Veränderung der Luftdichtigkeit mit Auswirkungen auf Luftwechsel/feuchtigkeit und Oberflächentemperatur (Tauwasser-/Schimmelpilzgefahr) I Wärmeschutzstandard entspricht nicht heutigen Anforderungen (Wärmebrücken im Anschlussbereich) I Unterschiedliche Bausubstanz, abhängig von Ausführungsqualität, Nutzungsdauer/ intensität, Wartung I I I Anforderungen Denkmalschutz mit unveränderlichem Erscheinungsbild (Fensterrahmen, Laibung etc.) Möglichkeiten für die neue Lastabtragung, Befestigung, Abdichtung und Dämmung prüfen Erreichen des Mindestwärmeschutzes planen (schwierig bei U-Werten im Laibungsbereich der Außenwand von über 1,0 W/(m²K)) Zudem ist die Umsetzung zusätzlicher Eigenschaften, beispielsweise Schallschutz oder Einbruchhemmung, abzustimmen. Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Benitz-Wildenburg, Jürgen Benitz-Wildenburg leitet im ift Rosenheim die Abteilung PR & Kommunikation. Er ist gelernter Schreiner, Holzbauingenieur, Marketingexperte und seit vielen Jahren in der Holz- und Fensterbranche tätig. plus Konkrete Hinweise, Checklisten und Beispiele finden sich im „Leitfaden zur Planung und Ausführung der Montage von Fenstern und Haustüren“ der RAL-Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren und des Bundesinnungsverbands des Glaserhandwerks. ZIELSICHERE RWE-ENERGIEDIENSTLEISTUNGEN FÜR GESCHÄFTSKUNDEN. Nutzen sie das gebündelte Know-how der RWE, um Ihre Energieeffizienz aufzubauen und zu erhöhen n sowie den Energieverbrauch Ihrer Immobilien, Gebäude und Anlagen nachhaltig zu senken. Unser Angebot für Sie: > Analyse und Beratung > Contracting mit regenerativer Energie > Contracting mit konventioneller Energie Jetzt informieren unter: www.rwe.de/energiedienstleistungen WISSEN + TECHNIK AUF SONNE PROGRAMMIERT SIMULATIONSSOFTWARE OPTIMIERT PV-ANLAGEN Simulationsprogramme versprechen eine optimale Auslegung photovoltaischer Solaranlagen. Wer einfache PV-Anlagen plant, greift auf Erfahrungswerte zurück. Sobald es komplexer wird, etwa bei größeren netzgekoppelten PV-Systemen, die über den Standard hinausgehen (hybride Anlagenkonzepte, Großanlagen etc.) kommt man bei der Dimensionierung und Ertragsprognose mit Tabelle und Taschenrechner nicht weit. In diesen und in vielen weiteren Fällen kann ein PC und entsprechende Software sehr hilfreich sein. 60 EINSATZBEREICHE UNDVORTEILE Eingesetzt wird Auslegungs- und Simulationssoftware u.a. für einfache Kalkulationen (erforderliche Kollektorfläche, Jahresenergieertrag etc.) und für den Variantenvergleich individuell konfigurierter Anlagen. Mit Hilfe der dynamischen Simulation lassen sich einzelne Komponenten und Kenngrößen variieren und so Wechselwirkungen auf das Gesamtsystem deutlich machen. Das Ergebnis sind technisch optimierte PV-Anlagen mit exakt aufeinander abgestimmten Komponenten. Auch in der Akquisitionsphase oder für die Analyse bestehender Anlagen ist Solarsoftware nützlich: Zu den wichtigsten Funktionen von Solarsoftware gehört die Etragsprognose, deren Qualität von Programm zu Programm stark differiert. Je genauer Eingangsdaten wie Verschattung, Globalstrahlung, Lufttemperatur oder Windgeschwindigkeit berücksichtigt werden desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Mit einer Optimierungs-Funktion lassen sich auch Investitionskosten einsparen. So kann bei vorgegebenem Ertrag die Solarmodul-Fläche durch die Ermittlung des besten Standorts, Neigungswinkels 2009 und der Ausrichtung gegenüber einer „sicheren“ Standardauslegung minimiert werden. Anlagen, die nicht den gewünschten Ertrag liefern, können im Detail einer Analyse unterzogen werden. Fehlern bei der Anlagendimensionierung oder beim Zusammenspiel einzelner Komponenten kommt man so schnell auf die Spur. Noch höher als bei der Anlagenanalyse sind die Softwareanforderungen, wenn es um die Entwicklung geht. Sollen Komponenten oder Anlagen neu konzipiert oder verbessert werden oder die Notwendigkeit von Versuchsaufbauten minimiert werden, bieten sich ebenfalls einige Simulationsprogramme an (z.B. INSEL oder PV*SOL expert). Technik und Ertrag sind die eine Seite, die Bauherren und Investoren interessiert. Eine andere Seite ist die Wirtschaftlichkeit: Zu deren Einflussfaktoren zählen Investitionskosten, Zinsen, Betriebskosten, die Steuerersparnis, der Standort, Wirkungsgrad etc. Die Mehrzahl der Simulationsprogramme enthält keine Visualisierungsfunktion oder erlaubt nur wenig attraktive Schema-Darstellungen. ANLAGENSIMULATION SOLARSOFTWARE UND ANBIETER* Desire Sun Tools Photovoltaik www.f1.fhtw-berlin.de INSEL www.doppelintegral.eu plan4[solar]PV www.gascad.at PV*SOL www.valentin.de PVCAD www.iset.uni-kassel.de Pvscout www.solarschmiede.de PV Simulationsprogramm www.hottgenroth.de PVSYST www.pvsyst.com sRETScreen www.retscreen.net SITOP www.automation.siemens. com/sitop/solar Fachkongress Kühlung in Nichtwohngebäuden PV DesignPro www.mauisolarsoftware.com SolEm www.dgs-berlin.de SOLinvest pro www.luxea.de Schwerpunkt Bestand ONLINE-SOFTWARE* www.pv-calculator.de Ertragsermittlung mir detaillierten Strahlungsdaten www.solarcalc.de Relativ detaillierte Photovoltaikanlagen-Auslegung www.solarenergie.com Kostenlose Solarstromanlagen-Berechnung www.sunnysolar.de Solarstromanlagen ohne Netzanschluss www.valentin.de PV Online-Berechnung Teil 1: Verwaltungsgebäude 26.-27.11.2009 K3N Stadthalle Nürtingen * Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit Voraussetzung einer exakten Berechdefinierten Anwendungsfall errechnet. Anschlienung sind präzise Klimadaten. Daher ßend wird der Energiebedarf, der Klimadatensatz werden für zahlreiche Standorte der jesowie die Aufstellung der PV-Module definiert. Die weiligen Region Klimadaten für EinstrahErgebnisse wie prognostizierter Jahresertrag, Gelung, Lufttemperatur und Windgeschwinsamtertragsfaktor, Wirkungsgrad, solare Deckungsdigkeit in stündlicher Auflösung für den rate, Wirtschaftlichkeitsberechnung etc. werden Zeitraum eines Jahres bereitgestellt. Auch über Grafiken, Projektberichte, Zeichnungen oder in die Verschattung durch den Horizont soeiner Ergebnisübersicht präsentiert. wie durch Häuser oder Bäume wird Fazit: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Für mehr oder weniger exakt berücksichtigt. eine einfache PV-Anlagendimensionierung genügen Nach der Eingabe der Verbrauchsdaten Erfahrungswerte (oder Online-Rechner). Bei netzgewerden die erforderliche Leistung des koppelten Systemen, Hybridsystemen, GroßanlaPV-Generators sowie die Größe der Batgen etc. ist eine Anlagensimulation sinnvoll und terie ermittelt. In der anschließenden Siteilweise sogar unerlässlich. Ob das Ergebnis hinmulation werden der solare Deckungsterher der Realität entspricht, hängt von der Eingaanteil und weitere relevante Kennwerte be der Rahmenbedingungen ab. Sind Eingabewerberechnet. Verbraucher können über unte zur Verschattung, Ausrichtung, terschiedliche Arten festgezum Neigungswinkel etc. ungelegt und Verbrauchsprofile Eine Ertragsvorhersage nau, können Simulationen keine auch individuell definiert mit prognostiziertem präzisen Vorhersagen liefern. Deswerden. Mit der Eingabe Jahresertrag kann Inveshalb sollte das Ergebnis kritisch weniger Parameter wird titionsrisiken minimieren hinterfragt und zusätzlich anhand die Anlage dimensioniert, und skeptische Bauvergleichbarer Anlagen überprüft d.h. die erforderliche Leisherren oder Investoren werden. tung des PV-Generators überzeugen. und die Größe der BatterieMarian Behaneck kapazität werden für einen plus 2009 61 www.watt-event.de WISSEN + TECHNIK NACHHALTIGE SANITÄRSANIERUNG FÜR DIE ZUKUNFT BAUEN Sanitäranlagen von Kindertagesstätten, Schulen oder Hochschulen sind oft in einem desolaten Zustand und müssen dringend saniert werden. Dank des Konjunkturpakets II haben die Kommunen nun die Mittel zur dringend nötigen Renovierung, die aber nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem nachhaltig ausgeführt werden sollte. VERALTETE SANITÄRBEREICHE CHANCE ZUR ERNEUERUNG Das Konjunkturpaket II der Bundesregierung sieht rund 10 Mrd. € für neue, nachhaltige Zukunftsinvestitionen der Kommunen und Länder und vier Milliarden für Bundesinvestitionen vor. Auf den Investitionsschwerpunkt Bildung entfallen etwa 65 % der Finanzhilfen des Bundes, also etwa 6,5 Mrd. €. Die Finanzierung erfolgt zu zwei Dritteln durch den Bund, 25 % tragen die Länder. Diese Maßnahmen sollen mit zusätzlichen Impulsen für Klimaschutz und Energieeffizienz ergänzt werden. Zur Beschleunigung von Investitionen sollen die Finanzhilfen des Bundes den Ländern auf unkompliziertem Weg zur Verfügung gestellt und das Vergabeverfahren vereinfacht und beschleunigt werden. Allerdings sollten die Kommunen den unverhofften Geldsegen vom ersten Moment an richtig verplanen und einsetzen. Fotos: schulklo.de Desolate Sanitäreinrichtungen sind eine Zumutung für Schüler und für viele Kinder schon Grund, in der Schule nicht mehr auf die Toilette zu gehen. Meist sind blaue Müllsäcke über funktionslosen Urinalen oder halb herausgerissene Armaturen aber nur die Spitze des Eisbergs. Hinter der Wand sieht es häufig noch schlimmer aus. Die Trinkwasser- leitungen sind oft noch aus verzinkten Rohren, überdimensioniert und teilweise nicht mehr in Benutzung. Durch die Stagnation des Wassers können sich lebensgefährliche Keime im Trinkwasser bilden. Wertvolle Ressourcen werden durch den hohen Wasserverbrauch alter Spülsysteme unnötig verschwendet. Ein weiteres Sicherheitsrisiko liegt im veralteten Brand- und Schallschutz, der in vielen Fällen nicht die heutigen Normen erfüllt. Viele Anlagen sind nicht barrierefrei, die ungeprüfte Statik ist nicht vandalensicher. Desolate Zustände in vielen Sanitäranlagen in Schulen aus den 60er und 70er Jahren 62 Nachhaltige WC-Sanierung mit robuster und zukunftsorientierter Technik 2009 Die Sanierung von halböffentlichen und öffentlichen Anlagen ist eine große Herausforderung. Nur mit zukunftsorientierten und beständigen Lösungen können die hohen Anforderungen der Betreiber, Nutzer und aller weiteren Beteiligten auch erfüllt werden. Dabei müssen die Überlegungen immer hinter der Wand ansetzen. Die Planung bei Renovierungslösungen für Installationsschächte und -wände sollte die Trinkwasserhygiene, eine energetische Leitungsführung, den Schall- und Brandschutz und barrierefreie Lösungen als Einheit betrachten. Da die meisten Sanierungen heute im Trockenbau ausgeführt werden, bringen statisch geprüfte Installationssysteme, wie Geberit GIS oder Duofix, ausreichende Sicherheit gegen Vandalismus oder Fliesenschaden. Eine vermeintlich billige Auswahl bei der Sanierung kann sich schnell als schlechte Investition herausstellen, die in der Zukunft teuer bezahlt werden muss. TRINKWASSERHYGIENE UND WIRTSCHAFTLICHKEIT Trinkwasserleitungen können mit geprüften Rohrsystemen aus Verbundwerkstoffen oder Edelstahl hygienisch und dauerhaft sicher und dicht erneuert werden. Der Sanitärspezialist Geberit erfüllt mit den Trinkwassersystemen Mepla und Mapress alle einschlägigen Normen und Richtlinien. Die innenliegende Zirkulation von Geberit und eine vollautomatische Hygienespülung zur Vermeidung von Stagnation in Zeiten der Nichtnutzung (z.B. in den Ferien und an Wochenenden) sorgen bei Warmwasserleitungen für mehr Hygiene, weniger Energieverluste und erhöhte Wirtschaftlichkeit. Langlebige, hygienische und wirtschaftliche WC-Anlagen von Geberit sind höchst belastbar und verfügen über eine robuste und zukunfts-orientierte Technik. Sie sind kombinierbar mit pneumatischen oder elektronischen WC-Steuerungen mit individuell einstellbarer Intervallspülung. Robuste Urinalanlagen von Geberit mit wirtschaftlichen Spülsystemen und unsichtbarer Urinalsteuerung sowie Waschtische mit berührungslosen HyTronic Armaturen bieten Hygiene, Wirtschaftlichkeit, Ressourcenschonung und eine wirkungsvolle Vandalensicherheit. KOMPLETTE SANITÄRSYSTEME Normgerechter Brandschutz und zertifizierter Schallschutz werden durch Lösungen aus einer Hand wesentlich erleichtert. Der Mix verschiedener Komponenten und Hersteller kann ein Risiko für Planer und Ausführende darstellen, die für die Einhaltung der Bauvorschriften haften. Geberit bietet den Kommunen mit der Geberit Systemtechnik ein Sicherheitspaket für hohe Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Schnelligkeit durch perfekt aufeinander abgestimmte Systemkomponenten. Die auf Brand- und Schallschutz geprüfte Systemtechnik besteht aus dem Installationssystem Geberit GIS, der Duofix Systemwand, den Rohrsystemen Geberit Mepla, Mapress oder PushFit, den Abwassersystemen Silent-db20 oder Silent-PP sowie im Bedarfsfall der Lüftung Aerotec90. Die Geberit Systemtechnik bietet eine Systemprüfung mit Brandschutzprüfung und Verwendungsnachweis nach (AbP) I 30, I 90, F 30 oder F 90 und ist sicher kalkulierbar, einfach zu planen und auszuschreiben. plus WC-Elemente von Geberit verfügen über eine robuste und zukunftsorientierte Technik, sind – auch nachträglich kombinierbar mit pneumatischen oder elektronischen WC-Steuerungen mit individuell einstellbarer Intervallspülung und mit geprüfter Statik bis 400 kg – höchst belastbar. 2009 Mit der Hygienespülung ist ein optimaler Austausch des stagnierenden Trinkwassers gewährleistet SPARSAM UND LANGLEBIG Die Reinigungsfreundlichkeit und Wartungsarmut aller Elemente sollte von Anfang an in die Berechnungen einfließen. Andernfalls steigen die Folgekosten der Betreiber und die Umweltfreundlichkeit leidet. Geberit sichert bei Unterputz-Spülkästen und Bei der nachhaltigen Betätigungsplatten eine Sanitärsanierung sollten Ersatzteilsicherheit von langlebige, hygienische 25 Jahren zu. Das und wirtschaftliche WCPfullendorfer UnternehAnlagen eingesetzt wermen bietet sparsame den. Urinalanlagen, die mit einem Liter Wasser spülen. Berührungslose Geberit Armaturen sind energieeffizient und die WC-Spülkästen können auf Wunsch auch auf 4,5 Liter- Betrieb umgerüstet werden. Geberit bietet sein Know-how als kostenlose Dienstleistung für alle Kommunen mit Sanierungsbedarf an. Denn die unerwartet zur Verfügung gestellten Mittel sollten schließlich so angelegt werden, dass die Renovierung langfristig Bestand hat und nicht in wenigen Jahren wieder die gleiche Situation wie bisher herrscht. plus 63 ADVERTORIAL 64 Anzeige 2009 NACHHALTIG BAUEN MIT RHEINZINK? ABER NATÜRLICH! Der ökologische Hausbau entwickelt sich zum Standard der nächsten Jahrzehnte. In diesem Zusammenhang gewinnt auch der Einsatz des Werkstoffs Zink zunehmend an Bedeutung. Er ist ein natürlicher Bestandteil unserer Umwelt – ein Baustein des Lebens. In Form des nachhaltigen Bauwerkstoffs RHEINZINK spielt er bereits seit Jahrzehnten eine bedeutende Rolle in der internationalen Architekturszene: In der Legierung aus Feinzink mit 99,995%igem Reinheitsgrad steckt seit über 40 Jahren das, was andere gerade als ökologische Innovation für sich entdecken. Dachdeckungen, Fassadenbekleidungen, Dachentwässerungen und Solarlösungen aus RHEINZINK erfüllen die Anforderungen des nachhaltigen Bauens bedenkenlos. Der ökologische Werkstoff ist absolut pflege- und wartungsfrei, zu 100 % recyclebar und setzt mit einer Lebensdauer von mehreren Generationen Maßstäbe. Er überzeugt durch zeitlose Ästhetik und ist in drei Ausführungen lieferbar. RHEINZINKwalzblank nimmt durch die sich im Zuge der natürlichen Bewitterung bildende Patina die klassische blaugraue Optik an. RHEINZINK-„vorbewittert pro blaugrau“ und RHEINZINK-„vorbewittert pro schiefergrau“ verfügen bereits ab Werk und auf Dauer über die elegante Optik einer ausgebildeten Zinkpatina. Die herausragende ökologische Bilanz des natürlichen Werkstoffs wird in der ECO-Produktdeklaration nach DIN ISO 14025, Typ III, lückenlos dokumentiert. Das QUALITY ZINC-Siegel der TÜV Rheinland Group bestätigt die außerordentliche Sorgfalt bei der Herstellung und Weiterverarbeitung von RHEINZINK. Das IGEF Prüfsiegel garantiert die Abschirmung von Elektrosmog. Die 30-jährige RHEINZINKGarantie schafft zusätzliche Sicherheit. Planen Sie einen Neubau oder eine Sanierung? Suchen nach einer nachhaltigen Lösung? Haben Sie Fragen zum Einsatz des Werkstoffs RHEINZINK? Suchen Sie ein Referenzobjekt? Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit einer Vertriebsniederlassung in Ihrer Nähe auf! Kontakt: RHEINZINK GmbH & Co. KG, Postfach 1452, 45711 Datteln, Germany Tel.: +49 2363 605-0, Fax: +49 2363 605-209, E-Mail: [email protected] www.rheinzink.de 2009 65 PRODUKTE NEUES CAD-TOOL FÜR SOLARARCHITEKTUR nungsprogramme PV*express und T*SOL express entwickelt. Die beiden Programme, für die schnelle Auslegung und Ertragsberechnung von photovoltaischen und solarthermischen Anlagen, wurden in das CAD-Programm Allplan 2009 integriert. PV*express und T*SOL express enthalten eine große Auswahl an weltweiten Klimadaten. Automatische Online-Updates stellen sicher, dass die Software immer auf dem aktuellen Stand ist. Die Programme werden fünfsprachig auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch ausgeliefert. Architekten und Ingenieure können nun bereits in der frühen Planungsphase energieeffiziente Konzepte eines Gebäudes berücksichtigen und in ihre CAD-Zeichnungen integrieren. Die Dr. Valentin EnergieSoftware GmbH hat in Kooperation mit Nemetschek Allplan eine für Architekten optimierte Version der energietechnischen Berech- Dr. Valentin EnergieSoftware GmbH Berlin [email protected] www.valentin.de www.allplan.de Service Energiekosten senken! 11977 Die BayWa BaustoffBetriebe vor Ort beraten Sie gerne. Wir bieten Ihnen die optimale Lösung für die Durchführung Ihrer Baumaßnahmen. Ihre Spezialisten für energetische Sanierung: 66 BayWa AG Baustoffe Arabellastraße 4 81925 München Telefon 089 9222-3505 Telefax 089 9222-3516 E-Mail [email protected] www.baywa.de 2009 RUHE MIT SYSTEM Wärmerückgewinnung + = Klimaschutz Mieter und Käufer von Wohnungen erwarten einen effektiven Lärmschutz für ihre eigenen vier Wände. Doch oft wird dieser Aspekt bei der Planung und Ausführung zu wenig beachtet. Die 24er Schallschutzwand mit der Rohdichteklasse (RDK) 2,2 erfüllt die Anforderungen der DIN 4109:1989 -11 für Treppenhaus- und Wohnungstrennwände. Das erforderliche, bewertete Schalldämm-Maß (R‘w.R) beträgt bei einer einseitig verputzten Wand 55 dB. Beidseitig mit 10 mm Putz versehen, sind sogar die Anforderungen der Schallschutzstufe II im Wohnungsbau nach VDI 4100:2007-08 (R‘w.R = 56 dB) erreichbar. Durch die Wahl verschiedener Wanddicken können etwa Schlaf- und Wohnräume noch effizienter abgetrennt werden. Die Kalksandsteinindustrie bietet hierfür Elemente von 10 bis 36,5 cm Dicke an. Der „KS-Schallschutzrechner“ unter www.ks-original.de ermöglicht die Abbildung des erreichbaren Schallschutzes. Durch Variantenvergleiche mit unterschiedlichen Baustoffen kann nach wenigen Eingaben die geeignete Wandkonstruktion ermittelt werden. Die Berechnung erfolgt nach der Europäischen Norm EN 12354-1. * ! t s s a p *Mit dem Wärmegesetz (EEWärmeG) soll der Anteil erneuerbarer Energien am Wärmebedarf in Deutschland deutlich erhöht werden. Die Wärmerückgewinnung ist als Ersatzmaßnahme gemäß EEWärmeG auch im Nichtwohnbereich anerkannt. Somit ist sie gegenüber der Biomassenutzung, der Geothermie und der Umweltwärme gleichgestellt. KS PLUS Wandsystem GmbH Osnabrück Fax: 05 41/4 40 61 98 [email protected] www.ksplus.de • Die Bedingungen sind: Der Wärmerückgewinnungsgrad muss mindestens 70 % betragen. • Die Leistungszahl für das Wärmerückgewinnungs-Gerät muss mindestens 10 betragen. Mit HOWATHERM-RLT-Geräten mit integrierter Hochleistungs-Wärmerückgewinnung erfüllen Sie nicht nur die Anforderungen der EnEV 2009, sondern auch die Bedingungen des EEWärmeG. SCHILLERKRENZ•GESTALTUNG Mehr Informationen unter www.howatherm.de HOWATHERM Klimatechnik GmbH Keiperweg 11-15 / 55767 Brücken Telefon +49 (0) 6782 99 99 0 Telefax +49 (0) 6782 99 99 10 Direct Call 0700HOWATHERM E-Mail [email protected] www.howatherm.de Die Spezialisten für energieeffiziente Klimatechnik 2009 67 PRODUKTE MIT ORCA AVA DIE KOSTEN STETS IM BLICK und jederzeit miteinander vergleichbar. Es können aus allen Programmteilen mit Kostengruppenzuordnung sowohl die Kostenstände der HOAI – Kostenschätzung, Kostenberechnung, Kostenanschlag und Kostenfeststellung – als auch vom Planer frei definierte Kostenstände abgebildet werden. Werte, die nicht aus den Planungsdaten der AVA hervorgehen, werden manuell ergänzt. Daten aus externen Kostenschätzungsprogrammen (z.B. dem BKI Kostenplaner) fließen über die Importfunktionen der Orca AVA in die Kostenkontrolle ein. Fehlen im aktuellen Kostenstand Werte, die in vorhergehenden Darstellungen berücksichtigt wurden, ergänzt die Anwendung diese automatisch. Der Mehrwertsteuersatz wird eintragsspezifisch berücksichtigt, z. B. Grundstück 0 %, Außenanlagen 7 %. Die Prognose ermittelt die aktuellen Werte jederzeit im Handumdrehen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, die veranschlagten Baukosten nicht zu überschreiten. Dies bedeutet für den Bauleiter, dass er die Kosten schnell und sicher auswerten können muss. Dazu bietet Orca AVA 16.0 in der Tabelle Kostenkontrolle die Möglichkeit, verschiedene Kostenstände projektintern nebeneinander zu dokumentieren. Diese Kostenstände sind analog zur gewählten Kostengliederung strukturiert Orca Software GmbH Rosenheim Tel.: 0 80 31/4 06 88-0 [email protected] www.orca-software.com Besuchen Sie uns! Leipzig Halle 3 Stand A11 Ausschreibung Vergabe Abrechnung Testversion kostenlos downloaden: www.orca-software.com/ava 68 2009 SONNENBAHNINDIKATOR Wärmerückgewinnung + = Bildungsförderung Wo Sonne scheint, ist auch Schatten: Viele Objekte wie Solaranlagen, Gebäudekomplexe oder Gärten sind auf optimale Sonnenbestrahlung angewiesen. Der Sonnenbahnindikator vermittelt Architekten und Planern von Solaranlagen und auch Landschaftsgestaltern präzise, zuverlässige Angaben bezüglich der Verschattung des geplanten Standortes - über das ganze Jahr hinweg. Er besteht aus präzise eingestelltem Kompass, Okular, Nivellierlibelle und einer abnehmbaren Acrylglas-Scheibe. Durch den kompakten und handlichen Aufbau lässt er sich mit wenigen Handgriffen zusammensetzen. Mit dem Sonnenbahnindikator kann für jeden Standort der Verlauf der Sonne zu bestimmten Tagen ermittelt werden. So kann man auch feststellen, ab wann im Jahr die PV-Anlage verschattungsfrei ist. Mit einer weiteren Folie lassen sich die Koordinaten (Ausrichtung, Höhenwinkel) des Verschattungshorizonts erfassen. Auf diese Weise kann man die Verschattung direkt in eine Simulationssoftware eingeben, um den genauen Ertrag zu berechnen. passt auch! * *Die Sanierung von sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen wird im Rahmen der Klimaschutzinitiative und Nachrüstung von Lüftungsanlagen in Schulen und Kindertagesstätten im Rahmen der Grundsanierung zur Förderung von Klimaschutzmaßnahmen vom Bundesumwelt-Ministerium mit 25 % der Kosten gefördert. Sunplastics GmbH Elsenfeld Fax: 0 60 22/70 99-22 [email protected] www.sunplastics.de • Die Voraussetzungen sind u. a.: Raumlufttechnische Geräte müssen die Energieeffizienzklasse A + des Herstellerverbands Raumlufttechnische Geräte e. V. einhalten. • Die Rückwärmezahlen und Druckverluste gemäß Tabelle 5 der DIN EN 13053:2007 müssen unabhängig von den realen Betriebsstunden die Anforderungen für mehr als 6000 Betriebsstunden einhalten. Mit HOWATHERM-RLT-Geräten mit Hochleistungs-Wärmerückgewinnung erfüllen Sie die Anforderungen. SCHILLERKRENZ•GESTALTUNG Mehr Informationen unter www.howatherm.de HOWATHERM Klimatechnik GmbH Keiperweg 11-15 / 55767 Brücken Telefon +49 (0) 6782 99 99 0 Telefax +49 (0) 6782 99 99 10 Direct Call 0700HOWATHERM E-Mail [email protected] www.howatherm.de Die Spezialisten für energieeffiziente Klimatechnik 2009 69 PRODUKTE DIE FLÜSTERNDE LÜFTERGENERATION Die neuen Lunos Lüfter werden immer öfter in Wohnungslüftungssystemen eingesetzt, hier spielt die Geräuschentwicklung eine entscheidende Rolle. Der Lüfter Silvento ist kaum hörbar, denn der Schalldruckpegel beträgt 24/35 dB(A) bei 30/60m³/h. Dazu hat die neue Lüftergeneration einen geringen Stromverbrauch. Die Geräte sind im KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ als Einzelmaßnahme förderfähig. Bedarfsgerechte LunosLüfter sind genauso förderfähig wie Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, da die spezielle elektrische Leistungsaufnahme unter Pel,Gerät 0,20W/(m3h) liegt. Das Design der Silvento-Serie strahlt eine schlichte Eleganz aus. Lunos Lüftungstechnik GmbH Berlin [email protected] www.silvento.de INVESTITION FÜR LEISERE TÖNE IM KLASSENZIMMER OWA hat mit „OWAconstruct-System S3 GS“ ein Deckensystem entwickelt, das die gute Akustikleistung von „OWA Mineralwolleplatten“ erbringt sowie ein geringes Gewicht bietet. Weitere Eigenschaften von sind der Brandschutz F 120, der Wärmeschutz und die Trägerfunktion für Sprinkler, Beamer, Lüfter und Leuchten. Außerdem können modulare Akustikelemente für die Wandmontage eingesetzt werden. Diese verbessern die Raumakustik gezielt in allen Frequenzbereichen und können im Schulalltag können sie als Pinnwand verwendet werden. Odenwald Faserplattenwerk GmbH Amorbach Fax: 0 93 73/20 11 30 [email protected] www.owa.de ZUSCHUSS FÜR SONNENSCHUTZ Professionelle Lichtlösungen Sanierungen, die den Energieverbrauch eines Hauses senken, werden vom Staat gefördert. Die KfW zahlt auch bei kleineren Maßnahmen Zuschüsse von bis zu 2 500 €, zum Beispiel für den Austausch der Rollläden, sofern dieser die Dämmung der Fassade wesentlich verbessert. Durch schlecht isolierte Sturzkästen entweicht trotz neuer Fenster teure Heizenergie. Der Energiesparrollladen „Termo“ von Roma kann bei nahezu allen Sturzkästen schnell und problemlos eingebaut werden. Die Montage erfolgt von innen durch die Klappe über dem Fenster. Dabei werden eine exakt vorgefertigte Dämmmatte sowie ein isolierter Kastendeckel eingesetzt. Der Rollladen dichtet ab, so dass die eingesperrte Luft zwischen Rollladen und Fenster die Dämmung zusätzlich verbessert. Somit wird der Energiebedarf um 30 % gesenkt und die Kriterien der EnEV 2009 erfüllt. Seit Anfang 2009 können Mieter, Wohnungsbesitzer und Eigentümergemeinschaften auch Handwerkerleistungen bis zu einer Höhe von 1 200 € von der Steuer absetzen. Bei weitergehenden Maßnahmen bietet die KfW-Bank höhere Zuschüsse sowie zusätzliche Darlehen an. CLUSTERLITE Coolwhite MM60814 60 W Roma Rolladensysteme GmbH Burgau Fax: 0 82 22/40 00 50 [email protected] www.roma.de LED AR 111 Warmwhite MM17062 15 W MEGAMAN® CLUSTERLITE-Serie 40-320W • Für die langlebige Straßen- und Objektbeleuchtung • Ersetzt HQL und NAV-Lampen • Sehr gute Lichtqualität, sofortiger Wiederstart MEGAMAN® LED-Reflektor-Serie 7-15W • Für die anspruchsvolle Innen- und Objektbeleuchtung • Brillante Farbwiedergabe: RA85/2800K, RA92/4000K • TCH-Wärmemanagement für maximalen Lichtstromerhalt MEGAMAN - IDV GmbH Birkenweiherstr. 2 • D-63505 Langenselbold Tel.: 06184/9319-0 • Fax: 931919 2009 71 www.megaman.de PRODUKTE Sehen und gesehen werden LICHTQUALITÄT FÖRDERT LERNEN Moderne Beleuchtungslösungen für Bildungseinrichtungen sollen den Sehkomfort verbessern, die Energieeffizienz des Gebäudes steigern und Kosten senken. Die Schlüssel für gutes Licht zum Lernen sind die richtige Lichtverteilung und Beleuchtungsstärke. Es gilt, neben kontrastreichem und blendfreiem Licht ausreichend hohe Beleuchtungsstärken bei homogener Lichtverteilung im Unterrichtsraum bereitzustellen ohne dabei in der Flexibilität der Raumnutzung und Möblierung eingeschränkt zu sein. Neben einer Fülle bewährter Lichtwerkzeuge, wie zum Beispiel Leuchten mit Rastertechnologie, T16-Leuchtmitteln und energiesparenden Vorschaltgeräten, hat Siteco die innovative Eldacon® Lichtlenkungstechnologie entwickelt. Dabei lenken mehrlagige, hochpräzise Mikroprismenstrukturen das Licht blendfrei und mit hoher Gleichmäßigkeit auf die Arbeitsflächen. Ihre spezifische Lichtcharakteristik ermöglicht eine freie Positionierung der Arbeitsplätze im Raum. Siteco Lichtwerkzeuge führen auch zu einer deutlichen Verbesserung der Energiebilanz. Durch den Einsatz elektronischer Vorschaltgeräte, in Verbindung mit T16-Lampentechnolgie und moderner Lichtlenkung wie die Raster- oder Mikroprismentechnologie, lassen sich die Energiekosten reduzieren. Diese Maßnahmen können zusätzlich durch ein Lichtmanagementsystem ergänzt werden, zum Beispiel eine tageslichtabhängige Dimmung, die bei jedem Wetter für ein konstantes Beleuchtungsniveau sorgt. So können die Energiekosten um bis zu 80% gegenüber der Altanlage gesenkt werden. Weitere Informationen sind in der aktuellen Broschüre „Lichtwerkzeuge für die Bildung“ zusammengefasst, die per Email bei Siteco unter [email protected] bestellt oder online unter www.siteco.de heruntergeladen werden kann. Siteco Lighting GmbH Traunreut Fax.: 0 86 69/33-397 [email protected] www.siteco.de PROTRONIC Elektronisch gesteuerte Wasch- und Spülarmaturen. Inbegriff für Hygiene, Funktionalität und Zuverlässigkeit. www.franke-aquarotter.de www.franke-ws.com 72 2009 der leiseste der sparsamste SANIERUNG MIT ERDWÄRMEPUMPE Intelligente Bestandsentwicklung wird zur zentralen Aufgabe für die Unternehmen der Wohnungswirtschaft. Die komplette Modernisierung eines Geschossbaus in Arnsberg auf Energiestandard „EnEV minus 30 Prozent“ bei gleichzeitiger Umnutzung zeigt, wie das möglich ist. Parallel zur energetischen Komplettsanierung wurden die vorgegebenen Wohnstrukturen aufgebrochen und jeweils vier Erdgeschosswohnungen barrierearm ausgestattet und zusammengelegt. Bei der energetischen Sanierung wurden regenerative Anlagentechnik und bauseitige Dämmung über ein zehn Zentimeter starkes 035er-Wärmedämmverbundsystem aufeinander abgestimmt. Die zukunftsorientierte Wärmeversorgung wird durch zwei Erdwärmepumpen geotherm von Vaillant mit 17 bzw. 38 kW geleistet. 75 % der Heizenergie beziehen die Wärmepumpen über sieben Erdsonden aus 90 m Tiefe. Für die hohe Effizienz dieses Gesamtsystems sorgt eine abgestimmte calormatic 630-Regelung. Witterungsund zeitgeführt können mit dieser Regelung beide Wärmeerzeuger und bis zu 15 Heizkreise gleichzeitig angesteuert werden. Auf diese Weise lässt sich neben dem energetisch abgestimmten Betrieb der Erdwärmepumpen auch die Wärmeverteilung in dem Mehrfamilienhaus sehr differenziert einstellen. Vaillant GmbH Remscheid [email protected] www.vaillant.de Schönheit kommt von innen Pel,max nur 0,15 W/(m³/h) 24 dB(A) bei 30 m³/h 35 dB(A) bei 60 m³/h www.silvento.de 2009 73 KfW förderfähig als Einzelmaßnahme! PRODUKTE PERFEKTE INNENDÄMMUNG „TecTem® Insulation Board Indoor“ ist eine Dämmplatte aus dem natürlichen Rohstoff Perlit und Zuschlagsstoffen. Diese Platte kann Luftfeuchtigkeit und Kondensat, das sich im Winter an der Schicht zur kühlen Außenwand bildet, aufnehmen, speichern und abgeben. Mit der hohen Dämmleistung der „TecTem®“- Technologie lassen sich Gebäude energetisch verbessern und die Kosten für Energie senken. Die Dämmplatte hat eine niedrige Wärmeleitfähigkeit und gleichzeitig das kapillaraktive Verhalten von Kalziumsilikatplatten. Sie ist geeignet für die Innendämmung von Gebäuden, deren Fassade nicht verändert werden soll, z. B. Bauten mit denkmalgeschützten Fassaden, Häuser mit Holzund Klinkerfassaden, einzelne Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und Versammlungsstätten sowie Kellerdecken und -wände. Knauf Perlite GmbH Dortmund Fax: 02 31/9 98 01 38 [email protected] www.knauf-perlite.de HOCHWERTIGE FARBGESTALTUNG Kostenlose Information unter: Kebulin-Gesellschaft Kettler Gmbh & Co. KG 1. Schweißbahnenhersteller Deutschlands Ostring 9 · 45701 Herten-Westerholt Tel. 0209 9615-0 · Fax 9615-190 E-Mail:[email protected] Wie eine gesunde Zukunftsschule aussehen kann, hat die Mustersanierung des Klassenraums in der Barbaraschule in Brühl gezeigt. Ein elastischer Bodenbelag und eine Akustikdecke sorgen für eine optimierte Raumakustik. Das Farbkonzept berücksichtigt die Schulform und das Alter der Schüler. Zudem orientiert sich die Farbigkeit an der Funktion des Raumes. Die Farbgestaltung der Fassade sollte einladend und freundlich wirken. 74 Der Maler sollte hochwertige Produkte verwenden, die beständig gegen Beschädigungen und Verschmutzungen sind. Die Wandfarbe „Alphatura“ ist lichtecht, stoßfest, scheuerbeständig und gut zu reinigen. Die matte Oberfläche der Innenwandfarbe „Alphacron“ verhindert störende Reflexionen. Durch die wasserbasierten Wandlasur „Alpha Style“ fallen Verschmutzungen nicht so schnell auf. Auch für Heizkörper, Fußleiste und Fenster verfügt Sikkens über Lacke und Lasuren. Diese haben eine gute Optik und eine hohe Langlebigkeit. Der wasserbasierte Lack „Redox BL Forte“ ist hochabriebbeständig und gut zu reinigen. Alle “Rubbol“ Lacke und „Cetol“ Lasuren sind umwelt- und gesundheitsverträglich und erfüllen heute die 2. Stufe der VOC-Verordnung. Akzo Nobel Deco GmbH Geschäftsbereich Marke Sikkens Köln Fax: 02 21/5 88 13 35 [email protected] www.sikkens.de 2009 Optimale wirtschaftliche und technische Einbindung geothermischer Wärmepumpenanlagen in die Gebäudetechnik Projektbeispiel H2-Office, Duisburg H2 Office setzt in Sachen Nachhaltigkeit neue Maßstäbe Deutsches Gütesiegel Nachhaltiges Bauen Bilder: ORCO Germany Hochtemperaturverbraucher Geothermie Kühlen Einspritzung Kälte Thermisch aktivierte Gründungspfähle A2 Regelzone 1 Verteiler Regelzone 1 B1 B2 K2 K1 Kältemaschine A1 Regelzone 2 er rmisch Geothe sgrad 70 % g n u Deck Verteiler Kälte Heizen GEOZENT® profi H2 Verteiler Regelzone 2 H1 Einspritzung Wärme Verteiler Wärme Heizungsunterstützung Fernwärme Kälteunterstützung Niedertemperaturverbraucher Heizbetrieb Kühlbetrieb 1 Geothermisches Heizen Tagverbraucher 2 Geothermisches Heizen Nachtverbraucher 3 Fernwärme zur Versorgung der Hochtemperaturverbraucher sowie zur Spitzenlastabdeckung 4 DUAL Cooling/Heating COP > 13 möglich! (gleichzeitiges bereitstellen von Kälte durch die GEOZENT®profi im Heizbetrieb) 1 2 3 4 Geothermisches Kühlen Tagverbraucher Geothermisches Kühlen Nachtverbraucher Geothermische Kälteunterstützung der konventionellen Systeme Kältemaschine zur Versorgung der Niedertemperaturverbraucher sowie zur Spitzenlastabdeckung 5 DUAL Cooling/Heating COP > 13 möglich! (gleichzeitiges bereitstellen von Wärme durch die GEOZENT®profi im Kühlbetrieb) Im Sinne eines „Green Building“ wurden überdurchschnittlich hohe ökologische Standards verwirklicht. Sie schonen die Umwelt, sparen Energie und Ressourcen, senken die Betriebskosten und sichern die Zufriedenheit ihrer Nutzer. Für die Mieter und Nutzer ergibt sich in der Summe eine enorme Kostenersparnis bei gleichzeitig hohem Alltagskomfort und gutem Raumklima. Zu den Highlights gehört zweifellos die geothermische Versorgung des Gebäudes mit Heiz- und Kühlenergie. Die Temperierung der Räume erfolgt über Flächensysteme. www.zent-frenger.de ENERGIEGEWINNUNG – ENERGIEVERTEILUNG – ENERGIENUTZUNG Zentrale, Niederlassung Mitte Schwarzwaldstraße 2 D-64646 Heppenheim Telefon 0 62 52 - 79 07 - 0 Telefax 0 62 52 - 79 07 - 31 [email protected] [email protected] Niederlassung Nord Büro Hamburg Kantstraße 6 A D-21629 Neu Wulmstorf Telefon 040 - 7 00 40 17 - 0 Telefax 040 - 7 00 40 17 - 9 [email protected] Niederlassung Süd Büro Stuttgart Maybachstraße 7 D-71229 Leonberg Telefon 0 71 52 - 9 39 93 - 0 Telefax 0 71 52 - 9 39 93 - 1 [email protected] Kompetenzzentrum Geothermie Schwarzwaldstraße 2 D-64646 Heppenheim Telefon 0 62 52 - 79 07 - 640 Telefax 0 62 52 - 79 07 - 740 [email protected] ZENT-FRENGER Gesellschaft für Gebäudetechnik mbH LITERATUR PHOTOVOLTAIK FÜR DIE PRAXIS TECHNIK, GESTALTUNG, KONSTRUKTION Man fragt sich, wieso sich die die Sonnenenergie umwandelnde Technik der Photovoltaik nicht längst durchgesetzt hat. Steigende Energiepreise sowie zunehmend verschärfte gesetzliche Vorgaben fördern diese ausgereifte Technik. Insbesondere der Aspekt der Autarkie macht die Photovoltaik für die Architektur interessant. Gestalterische, konstruktive und baurechtliche Schwierigkeiten hindern bei einer möglichen standardisierten Planung und Realisierung. Der vorliegende Band der Detail Praxis Reihe zeigt anschaulich, wie solcherart Schwierigkeiten überwunden werden können. Das Kapitel Baurecht, ein Glossar sowie ergänzende Quellen und Verzeichnisse dienen der weiteren Vertiefung. Realisierte Projektbeispiele mit unterschiedlichen Einbauvarianten an Dach und Fassade runden das Buch ab. Bernhard Weller, Claudia Hemmerle, Sven Jakubetz, Stefan Unnewehr Detail Praxis - Photovoltaik. Technik - Produkte - Details 112 S., .zahlr. Zeichn. u. Farbfotos, 37,50 € Institut f. intern. Architektur-Dokumentation, München 2009 ISBN: 978-3-920034-25-6 GRUNDLAGEN ERMITTELN BAUAUFNAHME UND PLANUNG IM BESTAND Sanierung und Bauen im Bestand sind die Aufgaben, mit denen sich der Planer vermehrt auseinandersetzen muss. Eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Bausubstanz mit Erfassung aller relevanten Gebäudedaten bildet das Fundament für eine fachgerechte und fehlerfreie Planung und Ausführung. Es werden Handaufmaß, Tachymetrie, Photogrammetrie oder Laserscaning vorgestellt und am Objekt kurz erläutert. Praxistypische Szenarien geben dem Leser Hilfestellung bei der Wahl einer geeigneten Methode. Ein Verzeichnis von Softwareherstellern, Literatur zum Thema, ein Glossar sowie ein Stichwortverzeichnis verleihen der Publikation weiteren Gebrauchswert. Dirk Donath Bauaufnahme und Planung im Bestand. Grundlagen - Verfahren Darstellung – Beispiele VIII, 203 S., 160 Abb. u. 10 Tab., 24,90 € Vieweg + Teubner, Wiesbaden 2008 ISBN: 978-3-8348-0398-6 DIE SCHULEN DER ZUKUNFT KOMPLEXE PLANUNGSAUFGABE Absolute Raumgröße, Raumbeziehungen, Fläche je Schüler, Innen-/Außenbeziehungen, Materialien, Farben, Luft- und Lichtqualität, Akustik, Pflege, Rückzugsmöglichkeiten, Gemeinschaftsräume, Barrierefreiheit, ökonomische Aspekte im Lebenszyklus des Schulgebäudes, Ökologie … Die Komplexität in der Planung eines Schulbaus sollte niemanden hindern, sich 76 Gedanken über den bestmöglichen Entwurf und seine Umsetzung zu machen. Die Autoren zeigen Grundrisslösungen im internationalen Vergleich, nennen und erläutern zentrale Stichpunkte der Planung und bieten eine Menge weiterführender und zum Teil kommentierter Literatur. Am Ende gibt es eine kommentierte Reihe von 23 Fallstudien aus der ganzen Welt. Hrsg. v. Rotraut Walden Schools for the Future. Design Proposals from Architecture Psychology 263 S., 34,95 € Hogrefe & Huber Publishers, Göttingen 2008 ISBN: 978-0-88937-351-8 2009 PRODUKTE IN ANWENDUNG FLACHDÄCHER KONTROLLIEREN UND CHANCEN NUTZEN Regelmäßige Kontrollen von Flachdächern sind wichtig, damit im Laufe der Jahre keine Mängel auftreten. Diese Wartungsaufgaben können genutzt werden, um die Energieeffizienz älterer Dächer zu erhöhen. So werden die Umwelt geschont und Kosten gespart. Welche Schritte erforderlich sind, um ein optimales Ergebnis zu erzielen, verdeutlicht folgendes Beispiel: Äußerlich zeigt das Dach keine gravierenden Mängel. Im Laufe der Jahre wurden vereinzelt Reparaturen durchgeführt. Unter Berücksichtigung der Energieeinsparverordnung (EnEV) sollte die Wärmedämmung verbessert werden. Anhand von Dachöffnungen werden der Zustand und die Dicke des Dämmstoffes ermittelt. Der Dachaufbau ist trocken und funktionsfähig, so dass der alte Belag nicht entfernt werden muss. Nach dem Entfernen der Kiesschüttung wird aufgrund des fehlenden Gefälles eine Pfützenbildung sichtbar. Mit einer Gefälledämmung erhöht man den Dachrand und schafft Abhilfe. Eine Kaltselbstklebebahn als Kaschierung deckt die Dämmung aus Polystyrol ab. Die neue Abdichtung besteht aus zwei Lagen Polymerbitumen-Schweißbahnen, die im Lagenversatz verlegt werden. Auch die Anschlüsse werden den Gegebenheiten angepasst. Mit dem neuen Aufbau wird nicht nur der EnEV entsprochen. Man kann auch einen Teil der 2009 Dachfläche als Terrasse zu nutzen. Derartige Detaillösungen, eine fachgerechte Verarbeitung sowie hochwertige Produkte reduzieren das Auftreten von Mängeln. Kombiniert mit einer 15-jährigen Garantie für Verarbeitung und Produkt, die durch eine namhafte deutsche Versicherung abgesichert ist, erhält der Bauherr oder Immobilienbesitzer von kebu eine wirtschaftliche und langlebige Lösung. Kebulin-Gesellschaft Kettler GmbH & Co. KG Herten-Westerholt Fax: 02 09/96 15-190 [email protected] www.kebu.de 77 PRODUKTE IN ANWENDUNG Crometta 85 Green Brause INVESTITION IN DIE ZUKUNFT: WASSER Dass Wassersparen nicht gleichbedeutend mit dem Verzicht auf Komfort sein muss, beweist die Hansgrohe „EcoSmart-Technologie“ für Brausen. Entwickelt im Hansgrohe Strahllabor, spart man dank einer Kombination aus spezieller Durchflussregulierung und eigens darauf abgestimmter Strahldüsen beim Duschen bis zu 50% Wasser gegenüber herkömmlichen Brausen. Deshalb wurden die EcoSmart Brausen von Hansgrohe im Jahr 2008 mit dem „Focus Green Award“ in Gold und Silber ausgezeichnet. Gerade einmal 9,5 Liter Wasser pro Minute verbrauchen die „Raindance EcoSmart“ Kopf- und Handbrausen. Ebenso sparsam sind die EcoSmart-Varianten der Hansgrohe „Showerpipes“. Mit nur sechs Litern pro Minute stehen die Crometta 85 Green Kopf- und Hand- 78 brausen auf der Rangliste der Sparmeister ganz vorne. Möglich macht das die EcoSmart-Regulierungstechnik über einen so genannten Präzisions-ORing, der flexibel auf den Druck des Wassers reagiert: Ist dieser hoch, verkleinert der Ring die Durchtrittsöffnung, bei geringem Druck vergrößert er sie entsprechend und hält die verbrauchte Wassermenge konstant. Da so insgesamt weniger Wasser erhitzt werden muss, hilft die Technik Tag für Tag, neben Wasser auch Energie zu sparen. Und damit natürlich auch Nebenkosten beim Unterhalt von Gebäuden: eine Investition in die Zukunft, die sich bezahlt macht. Hansgrohe Deutschland Vertriebs GmbH Schiltach Fax: 0 78 36/51 13 -00 [email protected] www.hansgrohe.de 2009 Stromerzeugende Dachbahnen EVALON®Solar DACHBAHNEN, DIE STROM PRODUZIEREN Für die Firma Max Bahr planten die Architekturbüros PSP Architekten Ingenieure und DFZ Architekten den Neubau eines Bau- und Gartenmarktes im Hamburger Stadtteil Stellingen. Das Gebäude erhielt ein Sheddach, die nach Süden gerichteten Flächen nutzen die Sonnenstrahlung zur Erzeugung von Strom. Auf einer Gesamtfläche von 1 404 m² installierte man eine dachintegrierte Photovoltaik-Anlage aus den stromerzeugenden Dachbahnen Evalon®-Solar der alwitra GmbH aus Trier. Diese basieren auf der praxisbewährten Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahn Evalon®. Unmittelbar auf die Bahnenoberfläche wurden Uni-Solar PV-Module mit Dünnschicht-Triple- Junction-Technologie laminiert. Sie bestehen aus flexiblen Solarzellen in 240 x 340 mm Größe und sind mit Bypass- Dioden zwischen allen Zellen in Serie geschaltet. Unterschiedliche Wellenlängen des Sonnenlichts werden von drei übereinander liegenden Silizium- Zellen genutzt. So sind hohe Leistungen und konstante Erträge möglich. Als AbdichtungsPV-Modul-Einheit lässt Evalon®-Solar sich von Dachhandwerkern wie eine herkömmliche Dachbahn von der Rolle verlegen. Zusätzliche bauliche Maßnahmen, wie Aufständerungen oder Kieswannen, sind nicht notwendig. Mit einer Nennleistung von 88 kWp, der Lage und der Witterung am Standort ist mit einer jährlichen Stromerzeugung von ca. 73,06 MWh zu rechnen. Das entspricht einer Einsparung von rund 47 400 kg CO2 pro Jahr. Mit dem Neubau kombinierten die Planer eine wirtschaftliche Bauweise 2009 mit energiesparenden und umweltschonenden Maßnahmen. Die daraus resultierenden Mehrkosten beim Neubau sollen sich im Laufe der Zeit sicher durch die erheblich niedrigeren Betriebskosten und die Einspeisevergütung für Solarstrom amortisieren. alwitra GmbH & Co. Trier Fax: 06 51/91 02 27-0 [email protected] www.alwitra.de 79 PRODUKTE IN ANWENDUNG TEMPORÄRER RIEGEL FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST Der Architekt Adolf Krischanitz hat die 2008 erbaute Kunsthalle als Holzkonstruktion mit Fachwerkträgern konzipiert. Der so genannte White Cube, eine provisorische Halle aus vorgefertigten Elementen, wird in zwei Jahren durch den Neubau des Humboldt-Forums ersetzt. Die Hülle aus Faserzementplatten wird ihr Äußeres mehrfach verändern. Künstler können diese Fläche individuell gestalten, außerdem erweitert sie den 600 m² großen Ausstellungsraum im Inneren um die fast 2 000 m² große Fassadenfläche. Das Gebäude hat einen schlichten viereckigen Aufbau, zeigt aber nach außen, wofür es steht: zeitgenössische Kunst. Die erste Gestaltung der Außenfassade stammt von dem documenta-Künstler Gerwald Rockenschaub: Zwei weiße, wie aus riesigen Bildpixeln zusammengesetzte Formen auf blauem 80 Grund, kleiden die Außenfassade der Kunsthalle und erinnern an Wolken. Wann es den nächsten Wechsel der Fassadengestaltung gibt, steht noch nicht fest. Das Entree mit Kasse und Buchladen ist in einen warmgrauen Farbton getaucht. Es folgen ein Lese-, Konferenz- und Projektraum sowie Toiletten. Am anderen Ende der Halle befindet sich ein Restaurant mit satt roten Wandflächen. Sowohl die Außen- als auch Innenbeschichtung erfolgte mit mineralischen Farben von Keimfarben. Für den Anstrich der Fassadentafeln wurde „Keim Granital“ verwendet, eine Dispersionssilikatfarbe mit lichtbeständigen, anorganischen Farbpigmenten und gutem Deckvermögen. Die Fugen der Außenfassade blieben sichtbar, ohne Grundierung erfolgte ein zweimaliger Auftrag mit „Keim Granital“. In den Innenräumen wurden Fugen und Platten gespachtelt, grundiert und mit „Keim Optil“, einer Innenfarbe auf Sol-Silikat-Basis, gespritzt. Keimfarben GmbH & Co. KG Diedorf Fax: 08 21/48 02-0 [email protected] www.keimfarben.de 2009 Umkehrdämmung mit Jackodur Jackodur Pultdach EIN FLACHDACH WIRD ZUM PLUSDACH Bei der energetischen Sanierung eines Warmdaches ist es Standard, die oft noch intakte Dachabdichtung zu entfernen, zusätzliche Dämmung einzubauen und abschließend wieder eine neue Abdichtung aufzubringen. Für viele Bauherren sind diese Maßnahmen unverständlich und ökonomisch nicht nachvollziehbar, denn warum sollte er eine ggf. noch völlig intakte Abdichtung zerstören und anschließend wieder eine neue Abdichtung für viel Geld einbauen lassen? Eine Alternative bietet die Jackon Insulation mit dem Wärmedämmsystem Plusdach. Bei dieser Art von Flachdachsanierung wird auf die vorhandene Dachhaut die Jackodur Wärmedämmung als Umkehrdach aufgebaut. In einer Studie zur „Wirtschaftlichkeit von Dämmmaßnahmen im Gebäudebestand“ im Auftrag der GDI wurde im Jahr 2005 das Plusdach als Wärmedämmmaßnahme am Flachdach ökonomisch geprüft. Die Studie zeigt, dass die Sanierung des Flachdachs in der Plusdachbauweise günstiger ist als der Einbau einer zusätzlichen Wärmedämmung im Warmdachaufbau. Ist die Abdichtung noch intakt und wird das Flachdach nur energetisch saniert, ist das Plusdach sogar die effizienteste Sanierungsmaßnahme. Der bestehende Warmdachaufbau bleibt erhalten und es wird nur ein Plusdachaufbau aufgebracht. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass die Dachhaut vor schädigenden Einflüssen wie UV-Strahlung und Frost-Tau-Wechsel- Beanspruchung geschützt wird, was die Lebensdauer der Abdichtung um viele Jahre verlängert. 2009 Quelle: „Wirtschaftlichkeit von Wärmedämm- Maßnahmen im Gebäudebestand 2005“, Studie im Auftrag des Gesamtverbands der Dämmstoffindustrie GDI Frankfurt, erstellt durch das Passiv Haus Institut, Dr. Wolfgang Feist, Mai 2005. Jackon Insulation GmbH Steinhagen Tel.: 0 52 04/99 55-0 [email protected] www.jackon-insulation.com 81 Foto: Franke Aquarotter AG Foto: Franke Aquarotter Gmbh PRODUKTE IN ANWENDUNG SPARSAMES HÄNDEWASCHEN MIT PROTONIC-S Das Konjunkturpaket II zielt vor allem auf die effiziente und ökologisch sinnvolle Sanierung bestehender Gebäude, wie Schulen, Kindergärten und andere Einrichtungen des Bildungs- und Gesundheitswesens ab. Mit Hilfe eines verminderten Verbrauchs der Ressourcen Wasser, Energie und Material gelingt es, die Betriebskosten zugunsten der Wirtschaftlichkeit dieser öffentlichen Gebäude sinnvoll zu senken. Mit der Wascharmatur Protonic-S startet Franke Aquarotter eine neue Designlinie elektronischer Armaturen, die diesen Anforderungen gerecht wird. Die Armaturenneuheit im einteiligen Ganzmetallgehäuse ermöglicht die anspruchsvolle Gestaltung öffentlicher, halböffentlicher und gewerblicher Sanitärräume. Die Armatur Protonic-S bietet eindeutige hygienische und wirtschaftliche Vorteile. 82 Die Wasserabgabe erfolgt berührungslos. Da das Wasser nur dann fließt, wenn es benötigt wird, trägt die neu gestaltete Elektronik-Armatur zur Reduzierung des Wasserverbrauchs und damit der Betriebskosten bei. Eine dynamische Bewegungserkennung über ein innovatives Detektionsverfahren des Sensors hilft ungewollten Wasserfluss, z. B. bei spiegelnden Waschtischmaterialien, zu vermeiden. Zur Verhinderung langer Stagnationszeiten lässt sich über eine optionale Fernbedienung eine automatische 24h-Hygienespülung für eine hygienische und bakterienfreie Wassernutzung einstellen. Eine handelsübliche 6 V-Batterie macht sie netzunabhängig. Das entspricht bei einer Nutzungshäufigkeit von 150 Betätigungen pro Tag bei einer Batterielebensdauer von ca. 5 Jahren. Den erforderlichen Batteriewechsel ohne Armaturendemontage zeigt ein aufblinkendes Sensorfeld rechtzeitig an. Franke Aquarotter AG Ludwigsfelde Fax: 0 33 78/81 81-00 [email protected] www.franke-aquarotter.de www.franke-ws.com 2009 links oben: Kindertagesstätte in Pirna/D links unten: Gemeindezentrum Terfens/A rechts: City-Parkhaus Chemnitz/D GEBÄUDEINTEGRIERTE PHOTOVOLTAIK Im Rahmen des Konjunkturpaketes II sind bis Ende 2010 rund 10 Mrd. € für Investitionen von Kommunen, Ländern und Bund vorgesehen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von Maßnahmen zur Verringerung der CO2-Emmission. In diesem Zusammenhang realisierte der Dresdner Modulhersteller Solarwatt AG im Bereich Städtebau interessante Projekte mit Vorbildcharakter. In Chemnitz in Sachsen entstand 2008 das erste solare Fassaden-Kraftwerk der Stadt. Das City-Parkhaus ist seitdem mit einer Solarfassade aus 390 Glas-Glas-Modulen ausgestattet, die jährlich Strom für 15 Hauhalte erzeugen. Gleichzeitig werden 37 Tonnen CO2 eingespart. Die Anlage ist nicht nur ein Plus für die Umwelt, sondern auch ein optisches Highlight. Die Bauherren sprechen von einer „Energiegewinnung im futuristischen Design“- ein reizvoller Beitrag zur innerstädtischen Architektur der Stadt Chemnitz. Ein weiteres Beispiel der harmonischen Verbindung von Funktion und Design ist die Kindertagesstätte in Pirna/Sachsen. Drei unterschiedliche Anlagetypen kamen hierbei zum Einsatz: eine Flachdachanlage mit 100 gerahmten Glas-Folie-Modulen, eine Indachanlage mit 100 ungerahmten Glas-Folie-Modulen sowie eine Verschattungsanlage. Hierfür wurden 24 transparente, trapezförmige Sondermodule angefertigt. Eine weitere Möglichkeit, öffentliche Gebäude zu verschönern, zeigen uns unsere österrei- 2009 chischen Nachbarn. Die Gemeinde Terfens ließ die Südost- und Südwestfassade ihres Gemeindezentrums mit Photovoltaikmodulen ausstatten. Im Bereich der geplanten Balkonbrüstungen wurden insgesamt 192 Module angebracht. Fünf Haushalte werden so mit absolut sauberer elektrischer Energie versorgt und ein CO2-Ausstoß von 8 500 kg vermieden. Solarwatt AG Dresden Fax: 03 51/88 95–111 [email protected] www.solarwatt.de 83 PRODUKTE IN ANWENDUNG links: Waschtisch „Renova Nr. 1“ rechts oben: WC‘s für alle Entwicklungsphasen rechts unten: Waschtischplatte, Becken und Teile der Abdeckung aus Mineralwerkstoff „Varicor“ SANITÄRAUSSTATTUNG FÜR KINDER Die Kindertagesstätte „Glückskäfer“ in Chemnitz wurde kernsaniert. Der im Erdgeschoss liegende Sanitärraum dient einer Gruppe, die aus 20 Kindern im Alter bis zu drei Jahren besteht. Deshalb wurden hier zusätzlich ein Wickelplatz und eine Dusche eingerichtet. Es wurden Handwaschbecken aus der Serie „Renova Nr. 1“ von Keramag in kindgerechten Höhen zwischen 45 und 55 cm installiert. Die Toiletten sind vom Wickelplatz aus einsehbar und verfügen nur über Trennwände ohne Türen. Dadurch können die Erzieherinnen Kindern beim Toilettengang Hilfestellung geben. Jede der drei Kabinen ist mit einem speziellen Baby- oder Kind-WC von Keramag für die unterschiedlichen Altersgruppen ausgestattet. Der im ersten Geschoss der Kindertagesstätte gelegene Sanitärraum be- 84 rücksichtigt vor allem die Bedürfnisse der größeren Kinder. Hier wurden wandhängende „Kind“-WCs in Kabinen untergebracht, die mit Türen ausgerüstet sind. Die geringe Bauhöhe der Kabinen gewährt den Erzieherinnen jedoch Einblick, so dass auch hier ggf. Hilfe angeboten werden kann. Der Mittelpunkt des Sanitärraums wird durch eine eigens konzipierte Waschtischanlage gebildet. Sie ist kreisrund angelegt und ruft dadurch Erinnerungen an einen Brunnen hervor. Die Waschtischplatte, die vier Becken und die Verkleidung bestehen aus dem Mineralwerkstoff „Varicor“. Neben den Waschbecken sind Seifenspender integriert und alle äußeren Kanten zur Verringerung des Unfallrisikos mit großen Radien abgerundet. Die gegenüberliegende Anordnung der Waschtische ermöglicht es den Kindern, sich gegenseitig bei der Körperpflege zu beobachten, so dass auch die kleineren durch Abgucken bei den größeren Kindern schnell die richtigen Wasch- und Zahnputztechniken erlernen. Keramag Keramische Werke AG Ratingen [email protected] www.keramag.de www.pro.keramag.com 2009 Ein Hochleistungsdämmsystem in Kombination mit einem mineralischen Edelkratzputz sorgt für einen langfristigen Werterhalt GRUNDSCHULE MIT NEUER HOCHLEISTUNGSFASSADE Erhebliche Missstände in der Bauphysik und starke Durchfeuchtungen der Fassade hatten eine Sanierung der Grundschule Sümmern in Iserlohn unumgänglich gemacht. Das Gebäude aus dem Jahr 1965 war sowohl in Bezug auf die Wärmedämmung als auch in optischer Hinsicht renovierungsbedürftig. Die Stadt Iserlohn entschied sich für eine Fassadensanierung mit dem Wärmedämm-Verbundsystem weber.therm plus ultra. Das Hochleistungsdämmsystem von Weber-maxit ermöglichte eine schnelle und wirtschaftliche Dämmung von insgesamt 1 500 m2 Fassadenfläche. Der niedrige Wärmeleitwert von 0,022W/mK ließ eine Aufbauhöhe von nur 10 cm zu, um einen langfristig zeitgemäßen Wärmeschutz zu erzielen. Daher kamen die Verarbeiter bei den Dachüberständen des Flachdachs ohne Stützkonstruktionen aus. Auch die Fensterbänke trugen die Aufstockung der Fensterlaibungen von 8 auf 18 cm problemlos. Für die Oberflächengestaltung wurde ein mineralischer dickschichtiger Edelkratzputz in einheitlich heller Farbgebung verwendet. Durch den darin eingearbeiteten Glimmerspat entstehen Lichtreflexionen. Der Putz weist eine körnige und kräftige Oberflächenstruktur auf. Er verfügt zudem über einen Selbstreinigungseffekt, der die Fassade auf natürliche Weise vor Verunreinigungen schützt. In Kombination mit dem Hochleistungsdämmsystem ist für einen langfristigen Werterhalt gesorgt. 2009 Saint-Gobain Weber GmbH Ludwigshafen www.weber-maxit.de 85 PRODUKTE IN ANWENDUNG links: Die Waldschule Obertshausen ist für die nachfolgenden Jahrzehnte energetisch bestens aufgestellt. rechts oben: Hohe Wärmedämmung, schlanke Ansichtsbreiten: In der Waldschule kam das Schüco Fenster AWS 70.HI zum Einsatz rechts unten: Großer Tageslichteinfall, minimale Energiekosten SCHÜCO MACHT SCHULE – WALDSCHULE OBERTSHAUSEN Die Schule wurde 2007 umfangreich saniert. Das Schulgebäude sollte neuesten energetischen Standards entsprechen und auch zukünftig nachhaltig zu bewirtschaften sein. Holzfenster und Glasbausteine, die das Erscheinungsbild dominierten, wurden auf einer Fläche von 175 m2 durch das hoch wärmegedämmte Pfosten-Riegel-Fassadensystem Schüco FW 50+.HI ersetzt. Dabei machte man sich die Vorteile des Aluminium-Profilsystems zu nutze, mit denen sich unterschiedliche Vertikalfassaden, auch mit großen Rasterbreiten und Einbauhöhen, verwirklichen lassen. Bezogen auf den gesamten Schulkomplex wurden insgesamt 1 100 m2 Fassadenfläche ausgetauscht und 620 m2 der neuen Fenstergeneration AWS von Schüco verwendet. Das eingesetzte Fenstersystem AWS70.HI überzeugt durch verbesserte Wärme- 86 dämmung bei 70 mm Bautiefe mit einem Uf-Wert von 1,6W/m2K. Die Klassentrakte sind mit dem hochwärmegedämmten Pfosten-Riegel-Fassadensystem Schüco FW 50+.HI ausgestattet worden. Erhebliche Mängel wurden in Sachen Brandschutz beseitigt. Das Aluminium Brandschutzsystem Schüco ADS 80 FR 30 verhindert, dass sich ein Brand in einem Zeitraum von 30 Minuten unkontrolliert ausbreiten kann, dazu bietet das System eine Einbruchhemmung bis WK3, Absturzsicherheit, Zutrittskontrolle und Fluchttürfunktion. Der Effekt der gesamten Sanierungsmaßnahme: Es werden rund 20 000 l Heizöl künftig pro Jahr weniger verbraucht und die Umwelt mit gut 61 t C02 geringer belastet sein. Die Waldschule ist ein Exempel von vielen Schulen, die im Rahmen des Konjunkturpaktes II in 2009 und 2010 noch folgen werden. Mit dem Energy2 Konjunkturpaket ergänzt Schüco das Paket des Bundes nachhaltig und hat attraktive Aktionspakete geschnürt, die auf die speziellen Anforderungen für öffentliche Gebäude zugeschnitten sind, damit Architekten und Planer wirtschaftlich und im Wettbewerb um öffentliche Ausschreibungen profitieren. Schüco International KG Bielefeld [email protected] www.schueco.de/konjunkturpaket 2009 DER ENTWURF enthält viele wertvolle Tipps und Ratschläge für Studenten, Absolventen und Young Professionals. DER ENTWURF ist ein Sonderheft der DBZ und erleichtert Architekturstudenten den Einstieg in ein erfolgreiches Berufsleben. Im DBZ-Studentenabo ist DER ENTWURF automatisch enthalten. Mehr Infos unter www.dbz.de/abo Kostenloses Exemplar anfordern – ganz einfach: Tel.: +49 (0) 1805 5522533* eMail: [email protected] * 0,14 EUR/Min. aus dem deutschen Festnetz DER ENTWURF – Das Magazin für Junge Architekten PRODUKTE IN ANWENDUNG Den KfW-40-Standard im Erweiterungsbau Hilden sichert unter anderem eine zentrale Wärmepumpenanlage mit einer Leistung von ca. 82 kW. Wärmequelle Erdreich in Form einer Soleanlage mit Sonden KFW-40-STANDARD MIT TANDEM-WÄRMEPUMPE Günstigen Wohnraum mit einer weitgehenden Garantie für zukünftig nahezu stabile Miet- und Mietnebenkosten will die Stadt Hilden nahe Düsseldorf anbieten. Für die Erweiterung des bestehenden städtischen Seniorenwohnheimes (www.seniorenzentrum-stadt-hilden.de) um 28 Wohneinheiten machte sie deshalb den Planern unter anderem zur Vorgabe, einen hohen energetischen Standard zu realisieren. Das Team des Ingenieurbüros PBS in Erkrath, erfüllte die Auflage unter anderem durch Einsatz der Wärmepumpen Systemlösung von Waterkotte aus Herne. Dieses Prinzip gewinnt erneuerbare Energie aus dem Erdreich und macht sie über die Niedertemperatur Flächenheizung nutzbar. Waterkotte garantiert dabei 75 % Anteil erneuerbarer Energie, die Heizkosten werden so zur Nebensache. 88 Der Einsatz von Mitteln aus dem Konjunkturpaket II und anderen Förderprogrammen verlangt den KfW-40-Standard für Neubauten. Der Neubau ist in diesem Fall eine Erweiterung eines vorhandenen AltenheimKomplexes. Die innere Aufteilung des Erweiterungsgebäudes von insgesamt 2 080 m2 muss sich an den Bestimmungen der Förderprogramme von Bund und Ländern für Seniorenwohnheime halten. Es gibt Zweiraumwohnungen mit 52 m2 für Ehepaare und Einraumappartements von 35 m2 für Alleinstehende. Die Stadt Hilden baute und baut am Erikaweg keine Luxusappartements aber sie schöpfte die Grenzen des förderfähigen Wohnraums aus. Das Leitbild heißt Zufriedenheit. Dazu zählen selbstverständlich auch stabile Wohnkosten. Die wiederum hängen in starkem Maße von den Heizkosten ab – und die garantiert Waterkotte durch das Heizen mit erneuerbarer Energie, hier durch Einbau einer besonders sparsamen, zweistufig arbeitenden Kompaktwärmepumpe. Waterkotte GmbH Herne Fax: 0 23 23/93 76-99 [email protected] www.waterkotte.de 2009 Umweltinstitut Offenbach Bilder: Fotolia: fotoflash/Bonn Frankfurter Straße 48, 63065 Offenbach Tel: (069) 81 06 79, Fax: (069) 82 34 93 [email protected] Energiemanagement ■ Energiemanagement Energieeffizienz in Gebäuden Eintägiger Praxis-Workshop Termine: 5.10.09, 09.12.09, 30.03.10, 08.09.10 Dieser Workshop bietet eine Einführung in das strategische Energiemanagement und verschafft einen Überblick von der zukunftssicheren und effizienten Energienutzung. In dieser zeitgemäßen und nachhaltigen Entwicklung ist es wichtig, Einsparpotentiale zu identifizieren, dadurch die Energiekosten zu senken und somit eine Steigerung der Energieeffizienz zu erreichen. ■ Der Energieausweis für neue Gebäude nach der Energieeinsparverordnung 2009 Eintägiger Praxis-Workshop Termine: 8.10.09, 22.4.10, 28.10.10 Immer mehr Planer stellen bereits Energieausweise für bestehende Gebäude aus. Der Energieausweis für neu zu errichtende Gebäude erfordert weitergehende Kenntnisse der Energieeinsparverordnung. Die neue Verordnung setzt die europäische Gebäuderichtlinie um, die die Bilanzierung nicht nur von neuen Wohngebäuden und Nicht-Wohngebäuden fordert, sondern auch den Energieausweis für bestehende Gebäude regelt. ■ Der Energieausweis für bestehende Wohngebäude Eintägiger Praxisworkshop, Termine: 18.03.10, 23.09.10 ■ Der Energieausweis für Nicht-Wohngebäude Eintägiger Praxisworkshop Termine: 9.11.09, 11.03.10, 1.7.10, 18.11.10 ■ Energieberatung für Wohn- und Nichtwohngebäude Handlungshilfen zur wirtschaftlich Erstellung von Energieberatungen Eintägiger Praxis-Workshop Termine: 9.10.09, 22.02.10, 3.5.10 Im Gebäudebestand werden immer häufiger Energieeffizienzbetrachtungen einer Gebäudesanierung oder einem An-/Neubau vorangestellt. Oft werden erst nach einer energetischen Bestandsanalyse Aufträge an Handwerker und Planer vergeben. Der Workshop vermittelt die praxisrelevanten Grundzüge einer Energieberatung sowohl für Wohnals auch Nichtwohngebäude in nachvollziehbaren Übungen. Weitere Informationen: www.umweltinstitut.de Infos per FAX (069) 82 34 93 Bitte senden Sie mir unverbindlich weitere Informationen zu den markierten Veranstaltungen Absender: Entscheidungsund Arbeitshilfe zipSCREEN® Beispiel: Rollladenkastensanierung mit TERMO®. Ohne Gerüst von innen möglich. Der Sonnenschutz spielt neben der Ergonomie auch in der Energiebilanz eines Gebäudes eine immer wichtigere Rolle. Mit unseren Systemen für Neubau und Sanierung können wir Verantwortlichen und Fachplanern die passenden Lösungen offerieren. Im neuen Kompendium Rollladen, Raffstoren und textiler Sonnenschutz finden Sie dazu alles Wichtige für Grundplanung und Ausführung. Die beiliegende DVD enthält Planungsdetails und Ausschreibungstexte. Originalmuster komplettieren die Arbeitsunterlage. Gerne schicken wir Ihnen ein aktuelles Exemplar kostenfrei zu: ROMA Rolladensysteme Postfach 1120, 89325 Burgau. Oder per internet: www.roma.de Die Marke vor dem Fenster™ ®