32-33_Willich.qxd 15.06.2011 15:55 Uhr zept. An jenem Frühsommertag merkt man zumindest gleich, dass der Raum wohl temperiert ist und sich zugleich bestens Frischluft atmen lässt. Ein Blick in den recht kleinen Heizraum zeigt hingegen, dass hohe klimatechnische Ansprüche nicht mit Übertechnisierung einhergehen müssen. Die wenigen Rohre sind simpel an die Gipskartonwände geschraubt, womit theoretisch auch leicht Rohrverlegungen möglich sind. Ebenfalls praktisch: die Trockenbauwände konnten nachträglich für Kabelhauptkanäle ausgeschnitten werden. MAXIMAL DETAILGETREUE AUSFÜHRUNG Dem Besucher bleiben jene unauffälligen und eigentlich auch nebensächlichen Details freilich im Normalfall verborgen. Im Bürobereich könnten ihm dafür sehr wohl die zum Standard erhobenen Schattenfugen auffallen, ebenso wie die mit der Sockelleiste bündig ausgeführte Beplankung der Ständerwände. Beugt das Eine unschönen Rissen an den Schnittstellen vor, so ist das Andere ein Tribut an Ästhetik und Hygiene. Immerhin beleidigt hier keine dezente Staubschicht an der Oberkante der Verfliesung das Auge. Die Cleaneo Platte demonstriert hingegen einmal mehr an der Decke, wie die dezenten Lochungen das visuelle Erscheinungsbild gerade bei herkömmlichen Büroräumen bereichern können. Keinerlei Engegefühl kommt auf, da die zurückhaltend dimensionierten Räume über eine hohe Decke und der große Türöffnungen verfügen. Die angepassten Fensterlösungen vermitteln Offenheit. Derartige grundlegende Qualitäten zu bedenken, ist quasi die Handschrift des für die Planung und Bauleitung verantwortlichen Büros Schaupp aus Ferschnitz, welches sich anscheinend auch sonst bewährt hat. Von Seiten des Bauherren wurde jedenfalls die Zusammenarbeit gelobt: „Auf der Baustelle keine planerischen Adaptierungen machen zu müssen, spart Geld.“ Seite 33 HINGUCKER. Die Fassadenplatten sind aus ästhetischen Gründen nicht geschraubt, sondern geklebt. EIN MUSS. Helle Büroräume, die für höchst motivierte Mitarbeiter ergonomische Arbeitsplätze bieten. ZUERST LEISTUNGSSCHAU Andererseits bei den Trockenbauleistungen zu sparen, war jedoch nicht im Sinn des Bauherren und Planers: „Der Kostenanteil des Innenausbaus war bei unserem eigenen Bau verhältnismäßig hoch.“ Auf zwanzig Prozent der Baukosten schätzt Todt diesen und betont, dass dies so sei, weil eben die Leistungsschau im Vordergrund stand. Sogar die Einfassungen der Belüftungskörper waren in Eigenregie gefertigt worden, anstatt auf Standardverkleidungen aus Holz zurückzugreifen. Neben der Büronutzung beherbergt das Haus im hinteren Gebäudedrittel eine Lagerhalle, inklusive Verladeplatz. Diese war absichtlich klein dimensioniert worden, da der Lagerbedarf für den reinen Systemverarbeiter recht beschränkt ist. Der gesamte Bau ist außerdem darauf ausgelegt, dass man bei Bedarf ein zweites Geschoss aufstocken kann. Die tragenden Stützen sind darauf hin dimensioniert worden und die Attika, welche das Dach umgrenzt, soll im Fall des Falles zur Fensterbrüstung fürs Obergeschoss umgebaut werden. Wo der Platz für die späteren Stufen ist, gibt es zurzeit noch schattige Parkplätze, welche zum Besuch einladen. B A U S T E L L E N TA F E L Objekt: Bürogebäude in Asten Bauherr: Willich TB GmbH, 4481 Asten Architekt und ÖBA: Schaupp Planungsgesellschaft m.b.H., 3325 Ferschnitz Knauf Fachberatung: Michael Brandstätter, Tel.: 0664/5446031 Ohne Anspruch auf Vollständigkeit 2 2011 TROCKENBAU Journal 33 34-35_Carnuntum.qxd 15.06.2011 15:56 Uhr Seite 34 Landesausstellungszentrum Carnuntum Entdeckungsreise mit modernem Start EINGEBETTET. Innen wie außen kann sich das neue Besucherzentrum sehen lassen. Der Archäologiepark Carnuntum vermittelt eine spannende Entdeckungsreise auf wissenschaftlicher Ebene. Aus einem Grabungsfeld wurde ein lebendiges Museum – als beliebtes Ausflugsziel (rund 150.000 Besucher pro Jahr) aber auch zum Freizeitpark und Schauplatz von Events, wie dieses Jahr der NÖ Landesausstellung. Dazu wurde ein interessantes, modernes Besucherzentrum errichtet. P 34 - ohne viel Erklärungen lesbares - Zeichen zu setzen, trotzdem aber zurückhaltend zu bleiben - und damit der Arbeit der Archäologen die gebührende Referenz zu erweisen. BAU AUF STELZEN „Der Boden rund um Petronell ist gespickt voll Artefakten und römischen Mauerresten“, erklärt Architekt DI Reinhardt Gallister. Um diese verborgenen Schätze so wenig wie möglich zu gefährden, musste das neu errichtet Besucherzentrum angehoben werden. Es wurde auf Betonsäulen errichtet, die rund 20 Meter tief in die IM FOCUS. Die weit über 1000 Jahre alten Fundstücke werden im Inneren präsentiert. Erde reichen. „Die Positionen der Säulen und der darunter liegenden Bohrpfähle wurden dabei in enger Zusammenarbeit mit den Archäologen solange verschoben, bis sichergestellt war, dass kein historisches Mauerwerk Schaden erlitt“, beschreibt der Architekt, „So wurden die historischen Zeugnisse gerettet und man kann unter dem Gebäude durchgehen und weitere Ausgrabungen durchführen“, sagt Gallister. Der Neubau hebt sich nun aufgrund der Funktionalität und der modernen Gestaltung im wahrsten Sinne des Wortes von den römischen Bauresten ab. Trotz umfangreichem Raumprogrammes – Fotos: R&M Tüchler, DI Gallister assend zu den besonderen Charakteristika der Region behandelt die diesjährige Landesausstellung Niederösterreich die Geschichte der Römer , die dort vor rund 2000 Jahren begann. Neben Natur-, Kultur-, Wirtschafts- und Siedlungsgeschichte werden auch die technischen Entwicklungen beleuchtet. Die ältesten Fundstücke werden auf die Jahre 40 bis 50 nach Christus datiert. Zu dieser Zeit war die Anlage bereits ein Standlager um das sich eine Lagerstadt bildete. Und diese Stadt bot bereits so manchen Luxus, den man mit den Römern verbindet. Großzügige Thermenanlagen, stattliche Villen und natürlich ein Amphietheater. Wahrzeichen der Region ist das so genannte „Heidetor“, es stellt die Überreste eines Triumphmonumentes dar. Nicht zuletzt an den Dimensionen der Gebäude kann man erkennen, wie wichtig den Römern ihr Baustil war. Umso schwieriger war es ein passendes modernes Gebäude zu entwerfen, welches sich in die Umgebung einfügt und die nötige Funktionalität mit sich bringt. Architekt DI Reinhardt Gallister: „Ziel war es, ein einprägsames 34-35_Carnuntum.qxd 15.06.2011 15:56 Uhr Seite 35 ABGEHOBEN. Der Bau wurde auf Betonsäulen errichtet. So können die darunterliegenden Artefakte auch weiterhin ausgegraben werden. mit geräumiger Eingangszone für 600 bis 800 Personen, Ausstellungsbereich, Vortragssaal, Büro- und Personaltrakt – steht dem ersten Blick des Besuchers kein massives Bauwerk gegenüber. Außen-und Innenraum gehen in einer offenen, luftigen Eingangssituation ineinander über. TROCKENBAU IM INNENBEREICH Eine Brücke verbindet den inneren Vorhof mit dem Foyer - im übertragenen Sinne wird der „Boden des Alltags“ verlassen. Von der Brücke geht der Blick hinab auf ein Stück römischer Straße. Über eine Rampe gelangt man in das Freilichtmuseum der antiken Römersiedlung, deren gesamte Größe von ca. 50.000 Einwohnern uns heute kaum wirklich vorstellbar ist. Zahlreiche Zwischenwände, Verkleidungen und abgehängte Zwischendecken im inneren des Besucherzentrums wurden von der Firma Tüchler errichtet. Dabei musste besonders auf den erhöhten Schallschutz geachtet werden. Speziell war die Herstellung eines Tunnels mit einer sechs Meter langen freitragenden Decke, die eine besondere Herausforderung darstellte. Der Firma Tüchler, seit 40 Jahren Spezialist in der Erstellung von Sonderbauten, gelang eine reibungslose Umsetzung der planerischen Vorgaben. Besonders wichtig dabei waren hohe Flexibilität sowie die fachgerechte Koordinierung der einzelnen Professionisten. Ein ständiges Abklären der Bau- abläufe war anhand der vielen Detaillösungen unumgänglich. Daraus resultierend war es sehr wichtig, immer wieder notwendige Einsatzplanung für Materialien und auch für Personal zu disponieren. Der Bau, der bereits für Besucher geöffnet ist, stellt nun einen gelungenen Pol dar, der die Interessierten fachgerecht, informativ und gleichzeitig mit angenehmer Atmosphäre zu den Ausgrabungsstätten bringt. B A U S T E L L E N TA F E L Bauherr: Archäologische Kulturpark NÖ BetriebsgesmbH, 2404 Petronell-Carnuntum Planer: Arch DI. Reinhardt Gallister, 1030 Wien ÖBA: Arch. DI. Ernst Maurer, 2020 Hollabrunn, Ing. Fischer,Ing. Göstl Trockenbau: R&M Tüchler GmbH, 1140 Wien Ohne Anspruch auf Vollständigkeit 36-37_ISOVER.qxd 15.06.2011 15:57 Uhr Seite 36 PRAXIS Dort, wo vor knapp 30 Jahren Bier gebraut wurde, befindet sich heute eine riesige Wohnanlage: Entlang der Breitenfurter Straße im 23. Wiener Gemeindebezirk entstand ein schlangenförmiger Baukomplex auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei Liesing. Inmitten der Anlage sticht ein verhältnismäßig kleiner Holzbau hervor: Das „Holzregal“ – vollständig in ökologischer Holzbauweise errichtet. Pionierprojekt in Holzbauweise ie Vorbereitungen für das groß angelegte Wohnprojekt dauerten sechs Jahre, nachdem das Areal der ehemaligen Liesinger Brauerei lange Zeit ungenützt gewesen war. Mittlerweile befinden sich 600 Wohnungen, davon 400 geförderte, in der neuen Anlage nahe dem Liesingbach-Ufer. Der Wohnkomplex unterstreicht einerseits die urbane Situation, andererseits die Beziehung zum umgebenden Grünraum und zum Liesingtal. D BRANDSCHUTZ. Deutlich erkennbar die Ausführung der belüfteten Fassade am Holzregal. 36 Neben der riesigen schlangenförmigen Betonanlage fällt ein kleinerer viergeschoßiger Bau auf: Das Holzregal, das vollständig in umweltbewusster Holzfertigbauweise errichtet wurde. Der Bau dieses Projektes stellt eine Pionierleistung im städtischen Wohnbau dar, da die Errichtung eines viergeschoßigen Holzbaus in Wien erst mit der Einführung der neuen OIB-Richtlinien sowie einer Novelle der Wiener Bauordnung im Jahr 2001 zulässig geworden war. Als Bauträger des Holzregal fungiert die win4wien-Gesellschaft. Entworfen wurde das Objekt vom Dornbirner Büro Johannes Kaufmann Architektur. Die Planung für den Holzbau erstreckte sich, nicht zuletzt aufgrund seiner ungewöhnlichen Nutzung, über rund ein Jahr. Das Gebäude ist kein herkömmlicher Wohnbau, sondern umfasst auf 2240 m2 23 Einheiten für Wohn- und Arbeitsstätten für Künstler und Freiberufler, sowie Atelier- und Ausstellungsräume. Die Wohnungen sind zwischen 68 und 127 m2 groß. Die reinen Baukosten, exklusive Fundament und Keller, betrugen 1150 Euro/m2 Nutzfläche. Im Erdgeschoß befinden sich sieben Geschäfts- und Bürolokale. In den Obergeschoßen bieten 16 Ateliers und Studios einen architektonisch hochwertigen und funktionsgerechten Arbeits- und Lebensraum. Die meisten Einheiten verfügen über ein besonderes Platzangebot – einen zweigeschoßigen Aufenthaltsraum. Mit einer Raumhöhe von 2,73 Metern sind die Ateliers deutlich höher als baurechtlich erforderlich. Einfache Wohnungen wären in dieser Höhe hingegen nicht zulässig. Diese Kombination aus Raumhöhe und maissonettartigen Form unterstützt den großzügigen Eindruck. Freie Raumeinteilungen sind je nach Nutzung möglich. Jedes Atelier hat einen Freiraum in Form von Loggien, Balkonen oder Terrassen. Eine Fußgängerbrücke verbindet das Gebäude mit dem angrenzenden Park. Der Zugang zum Gebäude erfolgt vom sogenannten Kulturplatz aus. Ein Erschließungsturm hebt sich in Höhe und Materialität vom restlichen Gebäude ab und schafft im obersten Bereich eine räumliche Verbindung mit der Fußgängerbrücke, die das Freigeschoß des Hauptgebäudes mit dem Park im Norden der Anlage verbindet. Somit ist ein direkter, barrierefreier Zugang in den angrenzenden Park möglich, der nicht nur von den Bewohnern genutzt wird sondern auch den Anrainern offen steht. TROCKENBAU Journal 2 2011 Fotos: NAM Architekturfotograf, Dornbirn Holz statt Bier 15:57 Uhr Seite 37 DRINNEN HOLZ. An den Böden, an den Decken und bei den Stützen – Holz dominiert und schafft Atmosphäre. 33 11 7 1 22 23 3 8 3 3 5 1 1 7 11 10 10 10 A UMFASSEND GEDÄMMT Das Holzregal ist im Niedrigenergiehausstandard ausgeführt. Die Außenwände sind hoch gedämmt und weisen einen U-Wert von 0,16 W/m2K auf. Bei der Dämmung entschied man sich für ISOVER Domo Wämedämmfilz. „Durch seine Elastitzität und Kompaktheit ist dieser Dämmstoff besonders leicht zu verarbeiten“, erklärt Mag. Monika Döll, ISOVER. „Er klemmt selbsttätig in Holzrahmenkonstruktionen und zwischen Sparren. Damit wird zuverlässig eine Fugenbildung zwischen Dämmstoff und Holzkonstruktion verhindert – und die ist entscheidend für eine wärmebrückenfreie Ausführung der Konstruktion.“ 2 2011 TROCKENBAU Journal Neben der Wärmeleitfähigkeit von D = 0,039 W/mK war auch die Nichtbrennbarkeit des Glaswolleprodukts ausschlaggebend für die Entscheidung. ISOVER Dämmstoffe sind in die Euroklasse A1 und damit als nichtbrennbar eingestuft. „Wir wissen aus Untersuchungen, die sich über viele Jahre erstrekken, dass das Brandrisiko von Holzgebäuden gleich ist wie das von Massivhäusern. Da gibt es keinen Unterschied. Entscheidend ist die richtige Ausführung der Konstruktion. Schließlich müssen alle Gebäude unabhängig von der Konstruktionsweise die gleichen gesetzlichen Rahmenbedingungen und Normen erfüllen.“ VIEL KOMFORT Holz ist aber nicht nur in der Konstruktion, sondern auch optisch ein tragendes Element – sowohl an der Fassade als auch im Innenbereich. Holzstützen und -decken sorgen für eine natürliche und ökologische Atmosphäre. Für 6 5 1 5 11 05 05 05 VIEL VORFERTIGUNG Eine Kombination aus Skelett- und Tafelbauweise mit Holzstützen, Massivholzdecken und Hohlkastenelementen übernimmt alle statischen Funktionen ohne große Aufwände. Dazu Architekt DI Rainer Gebhardt: „Die Decken sind in Holzmassivbauweise ausgeführt, die Außenwände in Tafelbauweise – das Gebäude ist also eine Mischform unterschiedlicher Holzbauweisen.“ Er ist überzeugter Holzbauarchitekt, denn schließlich ist „diese Bauweise langjährig bewährt und zudem sehr wirtschaftlich.“ Der überwiegende Teil der Holzbauelemente wurde in den Hallen der Zimmerei Kaufmann vorgefertigt und auf der Baustelle in Wien nur noch versetzt. So war es möglich, sämtliche Geschoße binnen nur vier Wochen fertig zu stellen. 2 4 15 18 345 21 10 DRAUSSEN HOLZ. Die Holzkonstruktion des Gebäudes wird bewusst durch die Fassade dokumentiert. 5 105 15.06.2011 15 6 15 36-37_ISOVER.qxd SICHERE KONSTRUKTION. Umsetzung der hohen brandschutztechnischen und statischen Anforderungen einer Wohnungstrennwand bei wärmebrückenfreier Ausbildung. die 14 cm dicke tragende Decke wurden rund 400 m3 Brettsperrholz und für die 20 cm starken Stützen rund 100 m3 Brettsperrholz in Fichte eingesetzt. Um den Anforderungen an den Schallschutz gerecht zu werden, wurden die Decken mit einer ca. 10 cm dicken Splittschüttung beschwert. „In einer Holzkonstruktion wie hier im Holzregal können wir trotz hoher Dämmdickenmit schlanken Wandkonstruktionen Niedrigenergiehaus-Standard erzielen“, betont Döll. So bringt man Energieeffizienz und Behaglichkeit unter ein Dach. B A U S T E L L E N TA F E L Architekt: Johannes Kaufmann Architektur GmbH, 6850 Dornbirn, Projektbearbeiter: DI (FH) Rainer Gebhardt Bauträger: win4wien Bauträger GmbH, 1080 Wien Generalunternehmer: Kaufmann Bausysteme GmbH, 6870 Reuthe Wärme- und Schalldämmung: ISOVER, 2000 Stockerau Ohne Anspruch auf Vollständigkeit 37 38-39_Stainzerhof.qxd 15.06.2011 15:57 Uhr Seite 38 2-Hauben-Küche inklusive Neuer Stainzerhof hat seine Pforten eröffnet m Standort des neuen „Stainzerhof“ im Zentrum von Stainz befanden sich einst ein Tanzlokal, eine Lebkucherei, eine Brauerei und ein bekanntes Wirtshaus. Vor einigen Monaten wurde das alte Traditionshaus weggerissen, ein modernes Gebäude wurde errichtet. Der alte Stainzerhof war eine Institution in der Marktgemeinde Stainz. Der neue hat alle Voraussetzungen auch eine zu werden. Mit der Eröffnung des Stainzerhofs am 21. April werden maßgebliche touristische und wirtschaftliche Impulse für die gesamte Region gesetzt. „Das Hotel ist für die touristische Entwicklung der Region sehr wichtig“, freut sich der Stainzer Bürgermeister Walter Eichmann. A MODERNITÄT MEETS ERZHERZOG JOHANN Die Ästhetik des Hotels zeichnet sich durch moderne Funktionalität mit perfekter Integration der traditionellen Wurzeln aus. Der neue Stainzerhof spielt alle Stückerln der modernen Welt ohne das Gemütliche zu verlieren. Der Trockenbau gepaart mit Holz und Glas leistet hier einen bedeutenden Beitrag. Die 46 Zimmer auf drei Etagen, davon zwei Suiten, vier 38 Einzelzimmer und 40 Doppelzimmer sind mit viel Holz und Trockenbau realisiert worden. Im Erdgeschoss findet sich im Empfangs- und Restaurant-Bereich Knauf Cleaneo Akustik Felder, die für gute Akustik, moderne Ästhetik und frische Luft sorgen. Diese wurden mit einer umlaufenden indirekten Beleuchtung verfeinert. Ferner wurden hier die Lüftungstechnik, die Beleuchtung und Lautsprecher eingebaut. Zudem wurde diese Decke extra gedämmt um einen optimalen Schallschutz für die darüber liegenden Zimmer im 1. Stock zu gewährleisten. Der Restaurantbereich ist mit Schiebeelemente unterteilbar, deren Führungen vom steirischen Trockenbauunternehmen Schweighofer aus Kroisbach perfekt in die Decke integriert wurden, ebenso die zwei und dreiläufigen Vorhangsschienen. „Aufgrund der Planungsvorgaben des verantwortlichen Innenarchitekten wurde großer Wert auf VORZÜGLICH. Die Gäste werden mit einer 2-Hauben-Küche verwöhnt. GERÄUMIG. Viel Freiraum bietet der neue Stainzerhof. Fotos: Knauf/M.Possert Nacht acht Monaten Bauzeit wurde der neue Stainzerhof am 20. April nun eröffnet. 5,5 Millionen Euro wurden investiert. Das Haus beherbergt ein Vier-Sterne-Hotel mit 92 Betten und ein Restaurant. Die Einrichtung ist modern und innovativ, und trotzdem gibt es zahlreiche Reminiszenzen an den berühmtesten Bürger und ersten Bürgermeister von Stainz: Erzherzog Johann. Viele Jagdtrophäen und Bilder erinnern an den steirischen Prinzen und Kosmopoliten. 38-39_Stainzerhof.qxd 15.06.2011 15:58 Uhr MODERN. 46 Zimmer bietet der Stainzerhof. GESPRÄCHIG. V. l. n. r.: Andreas Bauer gemeinsam mit Heinz Preschan, Geschäftsführer und Leiter der Restaurantküche und Bauleiter Thomas Schweighofer. Detaillösungen gelegt. Dies bedeutete für uns sehr genaues und sauberes Arbeiten,“ so Trokkenbauleiter Ing. Thomas Schweighofer. Im 200 m2 großen Dachgeschoss des neuen Hauses, der komplett verkleidet wurde, ist die Lüftungszentrale des Hauses untergebracht. Als Herausforderung bezüglich dieses Objektes sieht Schweighofer die Zeitkomponente: ,,Es waren vier bis fünf Trockenbaupartien hier im Einsatz, die parallel in den Zimmern und im Restaurantbereich gearbeitet haben. Durch die professionelle Planung und Bauaufsicht der Firma Hallenbau sind die verschiedenen Gewerke optimal koordiniert worden.“ 2 2011 TROCKENBAU Journal Seite 39 GROSSZÜGIG. Auch 2 Suiten findet der Gast vor. EIN ORT ZUM RELAXEN Zum Genießen und Verweilen tragen ausgewählte Wellness und Freizeiteinrichtungen, wie z.B. eine Finnische Sauna mit Kräuteraufgüssen, ein Ruheraum oder ein Fitnessraum mit Cardiogeräten wesentlich bei. Mit einem Boardroom für zwölf Personen, der Ausrichtung von Firmenfeiern, Hochzeiten etc. mit individuellen Programmen und Menüs sowie der Durchführung von Seminaren und Veranstaltungen präsentiert sich das Team des Stainzerhof am Puls der Zeit und trumpft zudem mit der Organisation von Weinverkostungen und Ausflügen in der Region auf. Heinz Preschan, Geschäftsführer und Leiter der Restaurantküche, die sich mit zwei Hauben schmücken darf, kümmert sich um das leibliche Wohl der Gäste: Er zaubert aus seiner High-Tech-Küche mit Flatscreen und Touchpanel traditionelle Gerichtemodern und innovativ interpretiert – mit starkem Regionalbezug. „Wir wollen Qualität und Ambiente in Einklang bringen, damit unsere Gäste das Haus mit allen Sinnen genießen können, so der Gault-MillauAufsteiger 2010. Im Sommer lockt ein Sitzgarten, der 70 Sitzplätze bietet, ins Freie und offenbart damit den BesucherInnen die besondere Atmosphäre der Marktgemeinde, des Schilchers und des Flascherlzugs. B A U S T E L L E N TA F E L Bauherr/Objekt: Hotel Stainzerhof KG, 8510 Stainz TRENDY. Viel Glas und Trockenbau findet sich im neuen Hotel wieder. Generalunternehmer: Hallenbau GmbH Planung und ÖBA: Hallenbau Planungsund Ausführungsgesellschaft m.b.H., 8055 Graz Innenarchitektur: PUR, Karl Diestler, 8510 Graz Trockenbau: Innenausbau A. Schweighofer GmbH, 8265 Kroisbach Knauf Fachberatung: Karl Rait, Mobil: +43 (0) 664 5446022 Ohne Anspruch auf Vollständigkeit 39 40-41_Rigips_Vinomna.qxd 15.06.2011 15:59 Uhr Seite 40 Vielfalt im Vinomna Center Pures Einkaufsvergnügen einen klingenden Namen verdankt das Shoppingcenter den alten Römern: Das heutige Rankweil war unter dem Namen „Vinomna“ ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, an dem sich die befestigten Straßen kreuzten, unter anderem die Hauptverkehrsstraße von Chur in der Schweiz nach Augsburg in Deutschland. Auch heute trägt die Shoppingmall zur Belebung des Ortskerns der Marktgemeinde im oberen Rheintal bei. „Mit dem Vinomna Center wurde ein neuer Treffpunkt im Herzen Rankweils geschaffen, der zugleich ein Ort der Begegnung und Kommunikation für Jung und Alt ist“, erklärt Bürgermeister Martin Summer. Auf drei Geschoßen und einer Verkaufsfläche von 3.000 m2 haben sich 15 Shops und drei Gastronomiebetriebe angesiedelt. Außerdem befinden sich sechs Wohnungen, fünf Büros und zwei Arztpraxen in dem neuen Einkaufs- und Kommunikationszentrum. Das Besondere an dem neuen Shoppingcenter ist sein Branchenmix: Es gibt darin S LICHTDURCHFLUTET. Ein Glasdach sorgt für eine helle und freundliche Atmosphäre während des Einkaufs. 40 keine Lebensmittelhandelsketten, sondern ein eher hochwertiges Angebot mit Fachgeschäften. „Das Vinomna Center spricht nicht nur Besucher aus der unmittelbaren Umgebung an, sondern soll auch Menschen aus dem gesamten Dreiländereck Vorarlberg, Liechtenstein und Schweiz zum Einkauf motivieren“, erklärt Vermietungsmanager Gerhard Kresser. Das Vorarlberger Einkaufszentrum wurde auf einem rund 4.800 m2 großen Areal um rund 20 Millionen Euro errichtet. HELLES AMBIENTE Für die Architektur des Shoppingcenters ist das atelier rainer + amann aus Feldkirch verantwortlich. „Das Vinomna Center ist ein Ensemble aus zwei unterschiedlichen Gebäuden“, erklärt Architektin DI Marion Rainer. In dem größeren der beiden Gebäude, dem Vinomna Center I, befindet sich eine Geschäftsmall auf zwei Etagen. Die Besucher werden im Erdgeschoß mit einem freundlichen, glasüberdachten Atrium empfangen. Das Vinomna Center II beherbergt ein Restaurant, Büros, Wohnungen und Ordinationen. Die Allgemeinflächen sind sehr großräumig gestaltet, um für die Besucher Wohlbefinden zu schaffen. TROCKENBAU Journal 2 2011 Fotos: Jens Ellensohn Nach einer Bauzeit von 19 Monaten verfügt Rankweil seit September 2010 über ein Einkaufszentrum der besonderen Art: Im Ortskern entstand ein Treffpunkt mit einem attraktivem Branchenmix, das Besucher aus dem gesamten Dreiländereck Vorarlberg, Liechtenstein und Schweiz anlockt. 40-41_Rigips_Vinomna.qxd 15.06.2011 15:59 Uhr Seite 41 EINLADEND. Nach dem Einkauf laden drei Gastronomiebetriebe zum gemütlichen Ausklang in einem modernen Ambiente ein. ZENTRAL. Das Vinomna Center trägt maßgeblich zur Belebung des Ortskerns in Rankweil bei und lockt Besucher aus dem gesamten Dreiländereck an. AUFWÄNDIGER TROCKENBAU „Bei dem Projekt war Gipskarton für den Innenausbau das ideale Material, da ein flexibler, schneller und trockener Ausbau aufgrund wechselnder Anforderungen möglich sein musste“, so DI Marion Rainer. Sämtliche Trockenbauarbeiten wurden von der Firma Burtscher Trockenbau durchgeführt. Der Einsatz von Gipskarton bot zudem große gestalterische Möglichkeiten, wie eine gebogene fugenlose Verkleidung der Oberlichtöffnung über der Rolltreppe im Vinomna Center I. „Die gerade und gebogene, sowie fugenlose Verkleidung und die heiklen Anschlüsse waren sehr aufwändig zu installieren“, berichtet Fir- menchef Reinhard Burtscher. Die seitliche Verkleidung erfolgte mit der biegsamen RiflexPlatte, in die Glasseidengewebe eingebettet ist und die zum Biegen weder angefeuchtet, noch eingeschnitten werden muss. Weiters zeichnete sich Burtscher Trockenbau für 1950 m2 glatte und gelochte Deckenuntersichts-Verkleidungen, 300 m2 mikroperforierte Metalldekken, sowie 3500 m2 Einfach- und Doppelständerwände verantwortlich. Besonderer Wert wurde auch auf den Schallund Brandschutz zwischen den jeweiligen Geschäftseinheiten gelegt: Der Bereich der Schachtwände auf 450 m2 wurde mit Glasroc F Ridurit Feuerschutzplatten beplankt. Die Feuerschutzplatten bestehen aus einem beidseitig mit Glasvlies kaschierten Gipskern und haben eine besonders glatte, ebene Oberfläche. „Ausschlaggebend für die termingerechte Fertigstellung bei Einhaltung höchster Qualitätsanforderungen war die effektive und effiziente Zusammenarbeit aller beteiligten Unternehmen“, betont Firmenchef Burtscher. „Die örtliche Bauleitung in Person von DI Helmut Salzgeber vom Atelier rainer + amann mit unserem Trockenbaumeister zeichnete sich durch besonders hohe Fachkenntnisse und einem professionellem Miteinander aus.“ B A U S T E L L E N TA F E L Bauherr: Vermietergemeinschaft Franz & Roman Rauch, 6830 Rankweil Architekt: DI Marion Rainer, atelier rainer + amann Architekturbüro ZT, GmbH, 6800 Feldkirch Verarbeiter: Burtscher Trockenbau-Systeme Ges.m.b.H, 6713 Ludesch, RIGIPS-Fachberatung: Günther Plattner Ohne Anspruch auf Vollständigkeit 2 2011 TROCKENBAU Journal 41 42-43_Vogl_Saubermacher.qxd 15.06.2011 16:00 Uhr Seite 42 PRAXIS Ausgezeichnete Akustik VERWERTEN. Die im Außenbereich gefüllten Glasvitrinen weisen auf das Tätigkeitsfeld des Grazer Unternehmens hin. Saubermacher setzt auf Decke mit Luftreinigung inen Großteil seiner Lebenszeit verbringt der Mensch an seinem Arbeitsplatz. Damit sich die Mitarbeiter in ihren Büroräumen wohl fühlen, haben es sich die Architekten, Planer und Bauherrn zur Aufgabe gemacht, sowohl ein optimales Raumklima, als auch eine angenehme Raumakustik zu schaffen. Welche Merkmale und Kriterien an den Büroarbeitsplatz gestellt werden, fand eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag von Union Investment Real Estate heraus. Nicht nur nachhaltige Büros liegen im Trend, sondern auch der Wohlfühlaspekt. Büroangestellten ist dies viel wichtiger als die technische Ausstattung. Nach den wichtigsten Merkmalen eines idealen Büroarbeitsplatzes befragt, sprachen sich über 50 Prozent spontan für ein angenehmes Raumklima aus. Von Bedeutung sind ebenso helle Räume mit Tageslicht und E Fenster, die sich öffnen lassen sowie schallisolierte Büros. An erster Stelle (80 Prozent) steht ein allgemeines Wohlbefinden. Danach folgen Eigenschaften wie Helligkeit (78 Prozent) sowie technische Ausstattung des Arbeitsplatzes mit 65 Prozent. Über die Hälfte, also 56 Prozent, wünschen sich bezüglich Büroraumaufteilung Einzelbüros. 43 Prozent waren mit Zweier-, 36 Prozent mit Dreier- oder Viererbüros und nur 28 Prozent mit Großraumbüros zufrieden. Um einen Büroraum bedarfsgerecht zu konzipieren, müssen aus Sicht der Architektur einige Faktoren berücksichtigt werden. Zum einen das Zusammenwirken von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftqualität und Luftbewegung und zum anderen das Zusammenspiel physikalischer, biologischer und chemischer Einflüsse. Nur so kann ein ideales Raumklima geschaffen werden. Meistens liegt die relative Luftfeuchte in Räumen ZEITGEMÄSS. Durch die hohe akustische Wirksamkeit einer Akustikdesigndecke ist solch eine Deckenkonstruktion das Non-Plus-Ultra im Trockenbau. ANGENEHM. Das Raumambiente wird durch ein ausgeklügeltes Deckenkonzept inklusive Lichteinbauten perfektioniert. zwischen 20 und 70 Prozent. Als besonders angenehm empfindet der Mensch eine Raumtemperatur zwischen 21° bis 22° Celsius – im Sommer sollte sie keineswegs 26° Celsius überschreiten. Liegt die Luftfeuchte bei 50 Prozent und setzt sich das Luftgemisch aus 78 Prozent Stickstoff, 21 Prozent Sauerstoff, 0,03 Prozent Kohlenoxid und 0,93 Prozent Edelgase zusammen, sind es für uns die besten Raumbedingungen. RAUMKLIMA UND RAUMAKUSTIK Ähnliche Anforderungen verlangt die Raumakustik. Um diese Anforderungen genau zu ermitteln, muss der erforderliche Schallabsorptionsgrad für die akustisch wirksamen Flächen bestimmt werden. Für solche Raumeinsätze gibt es Akustikdesigndecken mit unterschiedlichen Absorberklassen. Diese beginnen bei der Absorberklasse E, mit einem sehr geringen Schallabsorptionsgrad (␣w) von 0,15. D beginnt bei 0,55, C bei 0,60, B bei 0,80 und A bei 0,90. Je höher der Grad ist, desto mehr Schall wird von der Decke aufgenommen! Aus diesem Grund kommen bei der Deckengestaltung von Bürogebäuden oftmals besonders hochwirksame Akustikdesignplatten zum Einsatz. Sie genügen durch ihre Materialität nicht nur den ökologischen Anforderungen, sondern aufgrund ihrer ästhetisch-funktionalen Raumqualität, beinhalten sie auch eine Luftreinigungsfunktion. Beides wirkt sich positiv auf das Raumklima und die Mitarbeiter aus. Solch eine Deckenkonstruktion, welche ein perfektes Raumklima als auch eine optimale Akustik besitzt, wurde im Grazer Objekt Saubermacher, das Headquarters befindet sich gegenüber dem Grazer Flughafen, eingebaut. Die Firma zählt in Österreich zu den führenden Entsorgungs- und Verwertungsunternehmen in Sachen Umweltfragen. Gegründet als Abfallsammler im Jahr 1979 mit fünf MitarTROCKENBAU Journal 2 2011 Fotos: Helmut Tezak Angenehme Luft und perfekte Schallaufnahme sind ein Muss in Büroräumen. Der Emskirchner Deckenhersteller Vogl Deckensysteme hat für solche Anforderungen eine akustisch hochwirksame Decke inklusiver Luftreinigung in seinem Produktportfolio. Sowohl die Akustikdesigndecke als auch die LGA-geprüfte Vogl Adsorperplatte sind die Deckenbestandteile im neuen Headquarter des Grazer Abfallentsorgers Saubermacher. 42-43_Vogl_Saubermacher.qxd 15.06.2011 beitern hat es sich im Laufe der Zeit zu einem internationalen Familienunternehmen mit rund 3.900 Mitarbeitern im In- und Ausland sowie ca. 60 Standorten entwickelt. Verantwortlich für die Architektur war das Grazer Architekturbüro Bramberger. Es setzte gänzlich auf eine ökologische Formel. In Zusammenarbeit mit den Vorständen Hans Roth und Frank Dicker wurde ein klimaaktives, zertifiziertes, energiesparendes Gebäude errichtet. Dabei wird eine Photovoltaikanlage nicht nur das Bürogebäude des ECOPORTS mit elektrischer Energie versorgen. Vielmehr sollen auch die Elektrotankstellen auf den Parkplätzen des Gebäudes mit Strom ausgerüstet werden. Parallel verbessert das Sonnenkraftwerk das Klima im Atrium. Daher wurden Dünnschicht-Photovoltaik-Zellen auf dem Glasdach montiert, welche vor der Sonneneinstrahlung schützen und Strom liefern sollen. 2 2011 TROCKENBAU Journal 16:00 Uhr Seite 43 HOCHWIRKSAM. Die schallschluckende Decke im Atrium verhilft zu besserer Raumakustik. Sie wirkt den verwendeten schallharten Baumaterialien entgegen. SPASSFAKTOR. Hier macht Tagen Freude, weil das Konzept von Raumklima und Raumakustik perfekt aufeinander abgestimmt ist. HOMOGENES DECKENBILD Innerhalb von sechs Monaten wurden die Innenräume der Saubermacher Zentrale mit dem innovativen Deckensystem aus dem Hause des deutschen Deckenherstellers Vogl Deckensysteme ausgestattet. Der für das Bauvorhaben verantwortliche Architekt, Thomas Zach, vom Architekturbüro Bramberger ließ durch den VÖTB-Mitgliedsbetrieb Schreiner Trockenbau GmbH aus Graz auf einer Fläche von ca. 2.000 m2 passende Deckenkonstruktionen montieren. Auf einer drucksteifen und planebenen Unterkonstruktion installierten die Trockenbaufachleute eine Akustikdesigndecke, welche den Büroschall gut aufnimmt. Hierzu wählte man das Lochbild 8/18Q mit einem Lochflächenanteil von 19,8 Prozent aus. Darüber hinaus sind die Akustikdesignplatten mit einem rückseitig schwarzen Akustikvlies versehen. „Durch die hohe akustische Wirksamkeit einer Akustikdesigndecke ist so eine Deckenkonstruktion das Non-Plus-Ultra im Trockenbau!“, beschreibt Produktmanager, Benedikt Roos, aus dem Hause Vogl Deckensysteme, dieses Bauvorhaben. Aufgrund dieses homogenen Deckenbildes lässt sich die Form und die Funktion des Bauwerks dauerhaft steigern. Herr Ing. Manfred Schreiner zog ebenfalls ein positives Resumé und zeigte sich vom Einsatz seines Teams begeistert. B A U S T E L L E N TA F E L Objekt: Saubermacher Dienstleistungs AG | Headquarters Graz, 8073 Feldkirchen bei Graz Architekt: DI Alfred Bramberger, 8020 Graz Akustikdesigndecken: Vogl Deckensysteme GmbH, D-91448 Emskirchen Vogl Fachberatung: Michael Buchegger, +43(0)664/9129157 Ohne Anspruch auf Vollständigkeit 43 44-45_Rigips_Markas.qxd 15.06.2011 16:01 Uhr Seite 44 PRAXIS Neues Markas Gebäude St. Pölten Schwebende Zentrale Nach einer Bauzeit von nur 9 Monaten konnte zu Jahresende 2010 das neue Bürogebäude der Markas Service GmbH im Gewerbegebiet Dürauergasse/St. Pölten bezogen werden. Das architektonisch markante Objekt sticht sofort ins Auge: Mit seiner gläsernen Fassade scheint das neue Bürogebäude zu schweben. ERLEUCHTET. Bei Nacht kommen die individuell zugeschnittenen Fenster besonders zur Geltung. 44 ie österreichische Tochterfirma des Bozner Unternehmens Markas Service entschied sich für einen Neubau des größeren Bürogebäudes, nachdem der Firmensitz im Jahr 2004 von Baden bei Wien nach St. Pölten verlegt wurde. Das neue Gebäude bietet Raum für 50 Büroarbeitsplätze, sowie für Lager und Technikräume. Glas ist ein zentrales Element im neuen Gebäude des Facility Service Unternehmens: Die gläserne Fassade in fünf verschiedenen Abstufungen reicht von einer matten, nicht reflektierenden Fläche, bis hin zu einer komplett spiegelnden Oberfläche. Damit wird die Umgebung ausschnitthaft als Farbpixel wiedergegeben, die sich im Laufe des Tages und den Wetterbedingungen laufend verändert. Bei Tag D wirkt der Bau nach außen hin transparent, erst bei Nacht werden die Fenster sichtbar, die exakt auf die jeweiligen Lichtbedürfnisse der Arbeitsplätze zugeschnitten wurden: Jeder Arbeitsplatz bekommt durch die besondere Fassadengestaltung sein individuelles Fenster mit Ausblick. Das auffällige Projekt ist vom Architekturbüro feld72 architekten zt GmbH mit Sitz in Wien und Bozen entworfen worden. „Um möglichst sparsam mit den Flächen umzugehen, sind die Büroflächen angehoben worden und die darunter liegende Fläche wurde zum überdeckten Parkplatz“, erklärt Architekt Richard Scheich. Unter dem „schwebenden“ Bürogeschoß befinden sich ein 300 m2 großer Lager- und Haustechnikbereich, sowie ein offenes Parkdeck, das durch zwei Innenhöfe belichtet wird. Der Vorteil dieser Konstruktion: Jeder Mitarbeiter hat eine freie Sicht in die Landschaft und einen überdeckten Abstellplatz direkt unter seinem Büro. Vier Einschnitte im Baukörper und die beiden Innenhöfe sorgen für zusätzliches Licht und Arbeitskomfort in den mittleren Bereichen des Gebäudes. TROCKENBAU Journal 2 2011 Fotos: Hertha Hurnaus SCHWEBEND. Jeder Mitarbeiter hat eine freie Sicht in die Landschaft und einen überdachten Parkplatz. 44-45_Rigips_Markas.qxd 15.06.2011 16:01 Uhr Seite 45 GLAS. Die lichtdurchfluteten Räume und die Kombination aus Offenheit und Geschlossenheit sorgen für ein angenehmes Arbeitsklima. Die Büroräume sind auf einer Fläche von rund 1000 m2 im Obergeschoß organisiert. Das Gebäude spiegelt die Unternehmensphilosophie eines Familienbetriebes mit einer flachen Hierarchie wider – alle agieren auf der selben Ebene in einem direkten Kommunikationsfluss. Das Besondere daran ist ein Wechselspiel aus Offenheit und Geschlossenheit. „Um ein hochwertiges Arbeitsumfeld zu schaffen, wurde Wert darauf gelegt, eine eigene, in sich geschlossene Welt mit großen innenräumlichen Qualitäten zu schaffen“, so Architekt Richard Scheich. Die Wege zwischen den einzelnen Büros sind kurz, um während der Arbeit schnell voran zu kommen. Die zentralen Kommunikationsbereiche laden hingegen zum langsameren Verweilen in den Pausen ein. Auch Mag. Bernd Knünz, Geschäftsführer Markas Österreich, ist von der Raumaufteilung überzeugt: „Die räumliche Organisationsstruktur zwischen offenen und geschlossenen Büros, sowie die freie Zwischenzone, fördern die Kommunikation der Mitarbeiter und sorgen für optimale Abläufe.“ Der Hauptzugang zu den Büroflächen erfolgt durch den Innenhof über eine großzügige Treppe. Ein zweiter Zugang ermöglicht eine barrierefreie Verbindung durch einen Aufzug ins Obergeschoß. SCHALLSCHUTZ Die Gipskartontrennwände der Büros und Besprechungsräumen schliessen noch oben hin mit Glasoberlichten ab. Dadurch erhält die Decke eine durchlaufende großzügige Wirkung. Die Büros sind zum Gang hin komplett verglast. Trotz der großen Transparenz wird auf den Schallschutz zum Gang hin und zwischen den Büros großer Wert gelegt: Die Oberflächen sind im Inneren mit Teppichen, Schallschutzglas und Akustikdecken ausgestattet. Beim Bau des Projektes kamen Produkte von RIGIPS Austria zum Einsatz. Auf rund 800 m2 wurden gelochte Rigiton Clima Top Deckenplatten auf einer Abhängehöhe von 13 cm eingesetzt. Mit einem Lochanteil von 14 bis 23 Prozent können sie zu fugenlosen Deckensystemen montiert werden und gestalten ein ein2 2011 TROCKENBAU Journal HELL. Das Licht und die Jalousien passen sich automatisch dem Außenlicht an. B A U S T E L L E N TA F E L Bauherr: MARKAS Österreich GmbH, 3100 St. Pölten Architekt: Richard Scheich, feld72 architekten zt GmbH, 1070 Wien Verarbeiter: Willich TB GmbH, 4020 Linz RIGIPS-Fachberatung: Klaus Kopp Ohne Anspruch auf Vollständigkeit heitliches und elegantes Bild. „Die Rigiton Lochplatte ist ein Produkt, das sich schon lange bewährt hat und mehrere Funktionen in einem erfüllt: Akustik- und Kühldecke in einem“, so Architekt Richard Scheich vom Büro feld72 architekten. Das Deckensystem bewährt sich vor allem in den Großraumbüros, wo vier bis zehn Personen gleichzeitig arbeiten. Die hohe Leitfähigkeit der 10 mm dicken Rigips Platte unterstützt Kühl- und Heizsysteme ideal und gewährt eine optimale Leistungsausschöpfung. „Die Kühldecke funktioniert im Prinzip wie eine Fußbodenheizung – nur umgekehrt“ erklärt Scheich. Im Gegensatz zu einer Klimaanlage, die konzentriert kalte Luft in die Büros bläst, hat die Kühldecke eine gleichmäßige Absorption. Ganz im Sinne der Philosophie des Saint-Gobain Multi-Komfort-Hauses wird so für ein angenehmes Raumklima gesorgt. „Der Innenausbau wurde in nur sieben Wochen nach einem ausgeklügelten System fertig gestellt“, berichtet Gregor Todt von Willich Trockenbau. „Jede einzelne Fugenteilung, sämtliche Kanten und Anschlüsse waren im Vorhinein geplant und exakt aufeinander abgestimmt“, erzählt der Trockenbauer weiter. ENERGIEFREUNDLICH Neben dem architektonisch eindrucksvollen Erscheinungsbild überzeugt auch das Energiekonzept des neuen Firmensitzes: Das Gebäude wird als Niedrigenergiehaus der Klasse A eingestuft und erfüllt den Standard A<25 kWh/m2.a. Um Energie zu sparen, passen sich das Licht am Arbeitsplatz und die Jalousien dem Außenlicht automatisch an. Die Markas Firmenzentrale wird kontrolliert belüftet und über eine Grundwasser-Wärmepumpe mit Wärme versorgt und gekühlt. Im Gebäude selbst ist eine Bodenheizung installiert, die für angenehme Strahlungswärme sorgt. Bemerkenswert ist auch die kurze Gesamtbauzeit: Am 8. März 2010 erfolgte der Spatenstich für das neue Bürogebäude, bereits zum Jahresende konnte das neue Bürogebäude bezogen werden. 45 46-47_Steiermaerkische_Sparkasse.qxd 15.06.2011 KOMMUNIKATIV. Kleine Besprechungsinseln für spontane Kommunikation. 16:02 Uhr Seite 46 IMPOSANT. Der Besprechungsraum im letzten Stock des Headquarters. Trockenbau auf höchstem Niveau Steiermärkische Sparkasse modern erweitert ZENTRAL. Das Headquarter der Steiermärkischen Sparkasse in bester City-Lage. 46 ach zwei Jahren intensiver Bautätigkeit und 1600 Lkw-Ladungen mit Aushubmaterial ist es vollbracht: Die Steiermärkische Sparkasse hat ihren Erweiterungsbau am Grazer Andreas-Hofer-Platz fertiggestellt „Uns ist es ganz wichtig zu betonen, dass wir uns hier kein Denkmal setzen wollen, wir wollten aber die Zentrale an einem Ort in Graz bündeln“, so Vorstandschef Gerhard Fabisch. Bisher gab es – neben dem Hauptgebäude beim Grazer Congress - noch zahlreiche andere Büros, auf ganz Graz verteilt, insgesamt 7000 Quadratmeter. „Das haben wir nun zusammengefasst, damit ist auch die Wirtschaftlichkeit des Neubaus gegeben“, so Fabisch. N HÄNGENDE GÄRTEN Das SparkassenCenter basiert auf einem Entwurf des renommierten Architektenbüros Szyszkowitz-Kowalski. Das Highlight ist von außen nicht einsehbar, es ist der spektakuläre zentrale Innenhof des Komplexes, der über die Fassadenschrägen hinauf bis auf die oberen Terrassen begrünt wird. Das mehrfach ausgezeichnete Architekten-Duo spricht vom Motiv der „hängenden Gärten“. Die Bäume wurden mit einem Kran in den Innenhof gehoben. „In eben diesem dichtesten, innerstädtischen Gebiet bearbeitet das Projekt ein Quartier, in dessen lange Zeit vernachlässigtem Inneren ein neuer Hof entsteht, der in seinem Volumen der Form eines auf den Kopf gestellten Pyra- midestumpfes ähnelt. An dessen schrägen Wänden zwischen zwei neuen, tonnenartig überwölbten Gebäudetrakten sind Pflanzenund Baumtröge eingestreut, die das Motiv von hängenden Gärten assoziieren lassen“, so die planenden Architekten aus Graz. ENERGIEGELADEN Damit konform präsentiert sich die ökologische Zielvorstellung der Bauherrschaft mit einem auf Tiefenbohrung begründeten Energiekonzept mit Vorkühlung und Vorwärmung der Gebäudekonstruktionen, Quelllüftungen für den gefangenen Außenraum und steuerbarer Freiraumbeschattungen über der Fläche des Innenhofes. Die Gebäudehülle wird thermisch optimal genutzt, was den Energieverbrauch reduziert. Der Energiebedarf wird vorwiegend durch Wärmepumpen und Tiefenbohrungen gedeckt. Insgesamt schafft der Zubau Arbeitsplätze für 250 Mitarbeiter und zehn Kompetenzzentren. Erklärtes Ziel des Neubaus ist, Raum für Flexibilität, Kreativität und Kommunikation zu gestalten. Das offene „Kommunikationsbüro“ wird als individueller Arbeitsplatz genutzt. Konzentriertes und kreatives Arbeiten wird durch Kreativräume unterstützt. Team-Besprechungen finden in Meetingräumen statt. Darüber hinaus stehen Kommunikations- und Rekreationszonen für die Mitarbeiter zur Verfügung. Im Erdgeschoss, welches als halböffentlicher Bereich konzipiert ist, liegt der Empfangs- und Loungebereich. Die neue TROCKENBAU Journal 2 2011 Fotos: Knauf/M.Possert Nach zwei Jahren intensiver Bautätigkeit hat die Steiermärkische Sparkasse ihren Erweiterungsbau am Grazer Andreas-Hofer-Platz fertiggestellt. Alles in allem wurden 16,8 Millionen Euro investiert. Somit können alle Mitarbeiter in einem Gebäude zusammengefasst werden. Die Gesamtnutzfläche in der Zentrale liegt nun bei 25.000 Quadratmetern. Der Trockenbau half bei der Erweiterung. 46-47_Steiermaerkische_Sparkasse.qxd 15.06.2011 16:02 Uhr Seite 47 PRAXIS vierstöckige Tiefgarage fasst 180 Auto-Abstellplätze und deren Decke wurde komplett mit imprägnierten Gipsplatten von Knauf verkleidet um die Technik zu verstecken. Auch 800 Meter Laufmeter Weitspannträger wurden für diese Deckenkonstruktion verwendet. Stefan Luisser, Trockenbauleiter von Lieb Bau Weiz, setzte bei diesem Objekt im Durchschnitt 18 Trockenbauer ein, die einige Besprechungswürfel mit Hilfe von Formrohrkonstruktionen und Doppelständerwänden errichteten, sowie Wandverkleidungen mit Knauf Formteilen realisierten, die eine Brandwiderstandsdauer von EI90 aufweisen, wie auch zahlreiche Brandabschnitte. Sogar im Außenbereich wurde das steirische Trockenbauunternehmen aktiv: So wurde eine geschoßübergreifende komplette Außenwand mit Aquapanel® Cement Board Outdoor, die Knauf Leichtzementplatte, als Putzträgerplatte aufgestellt. In dieser 18 m hohen Wand wurden Beleuchtungen und Fenster integriert. „Wir hatten insgesamt sechs Monate an diesem Objekt Zeit die Trokkenbauarbeiten umzusetzen“, so Luisser. Seit Anfang des Jahres arbeiten die 250 Mitarbeiter der Steiermärkischen Sparkasse mit Arbeitsplatzsystemen, die auf bestmögliche Benutzerfreundlichkeit hin zum Wohle des Kunden ausgerichtet sind. MODERN. Besprechungswürfel mit Glas und Trockenbau realisiert B A U S T E L L E N TA F E L Objekt/Bauherr: Steiermärkische Sparkasse Headquarter, 8010 Graz Planung: o. Univ. Prof. Arch. DI Karla Kowalski, o. Univ. Prof. Arch. DI Michael Szyszkowitz,www.szy-kow.at ÖBA: Kessler & Partner GmbH, Ingenieurbüro für Bauwesen, 8010 Graz Trockenbau: Lieb Bau Weiz GmbH & Co KG, 8160 Weiz Knauf Fachberatung: Ing. Peter Semmler Ohne Anspruch auf Vollständigkeit 2 2011 TROCKENBAU Journal 47 48-49_RHTB.qxd 15.06.2011 16:03 Uhr Seite 48 KLARE LINIEN. Die vielen Fenster ermöglichen optimale Lichtzufuhr ins Innere des neuen Bürohauses in Krems. FREUNDLICH. Die Trockenbau Wände wurden mit Glas-Elementen versehen. Zusätzlich verstärkt wird die Lichtgewinnung durch eine helle Farbauswahl. Altstadt wird modern Größtes Passivhaus ist ein Büro In der historischen Altstadt von Krems wurde im Mai Österreichs Größtes Passivhaus eröffnet, das Landesamtsgebäude Niederösterreich. Es setzt neue Maßstäbe im ökologischen Bau. Alleine bei der Errichtung wurden mehr als 1000 Tonnen CO2 eingespart, im Betrieb werden die Emissionen jährlich um rund 100 Tonnen reduziert werden – das entspricht der Beheizung von 25 Einfamilienhäusern im Jahr. D IDEENREICH. Die Gipskartonwände wurden in verschiedensten Formen in den Bau integriert. 48 stellt den Passivhausstandard als zeitgenössische Selbstverständlichkeit nicht in den Vordergrund, sondern konzentriert sich darauf, ein seiner Umgebung und Nutzung angemessenes Gebäude zu schaffen. Architekt Christian Waldner: „Es war für mich eine besondere Herausforderung ein großes, modernes Gebäude zu errichten, dass Nachhaltigkeitsaspekte erfüllt und sich in die städtebauliche Situation der Kremser Altstadt einfügt.“ Diese Aufgabe scheint nun einwandfrei gelöst. Für die Umsetzung des Gebäudekomplexes lag ein besonderes Augenmerk auf den Trockenbauarbeiten. DETAILABSTIMMUNGEN UND PASSSTÜCKE Die Ausführung der Ausbauarbeiten erfolgte mit Gipskarton-Wänden in den verschiedensten Varianten als Gang- und Bürotrennwände, sowie Brandschutzschächten. „Die vom Bauherren gewünschte Transparenz wurde anhand von heiklen Details angewandt. Wir verwendeten großflächige VerglasungselemenTROCKENBAU Journal 2 2011 Fotos: Rupert Steiner as NHK bietet allerdings nicht nur in Bauweise und Haustechnik nachhaltige Lösungen an: So steht das Amtshaus mit allen Verkehrsmitteln gut erreichbar in einem derzeit noch unbelebten Teil der Kremser Innenstadt, wo es als neuer Impulsgeber wirken kann. Indem es sich in die kleinteilige Parzellenstruktur des Standorts einfügt, wird es in mehrfacher Hinsicht zu einem neuen „Stadtteil“ von Krems: Gassen, Überbrückungen, Passagen, Innenhöfe, Dachgärten etc führen zu kremstypischen Motiven wie in der Altstadt, die für alle Nutzer ein vielfältiges Alltagsumfeld entstehen lassen. Mehrere Ämter werden hier in einem Standort gebündelt: Für die Besucher vereinfacht es den Behördenkontakt und für die Mitarbeiter die Kommunikation der Ämter untereinander. Der architektonische Ausdruck des Gebäudes 48-49_RHTB.qxd 15.06.2011 16:03 Uhr Seite 49 PRAXIS B A U S T E L L E N TA F E L Projekt: NHK Landesamtsgebäude Niederösterreich, Krems Planer: AllesWirdGut + feld72 + FCP, Wien Auftraggeber: Land NÖ Trockenbau: rhtb:projekt GmbH, 1220 Wien Ohne Anspruch auf Vollständigkeit BESTÄNDIG. Das Haus Niederösterreich wurde nach den neuesten ökologischen Richtlinien gebaut. Pro Jahr können somit hundert Tonnen an CO2 Emissionen gespart werden. te in Kombination mit Standard Trockenbau Wänden um genügend Licht in die Räume zu bekommen,“ beschreibt Architekt Waldner. Zur Lichtdurchflutung der Gänge wurden Oberlichtverglasungen integriert wodurch nach statischer Berechnung ausgeführte Stahlformrohrkonstruktionen in den Wandunterkonstruktionen notwendig waren. Sie wurden im Zuge der Wandherstellung mit eingebaut. Glatte Gipskarton-Decken wurden großteils als Friesausbildung in Gängen in Kombination mit Metalldecken im Klemmsystem zur Revisionierbarkeit ausgeführt. Die Metalldekken wurden im Format 80x80cm im Installationsbereich über die gesamte Ganglänge und bei Gangerweiterungen verlegt. Nach Naturmaß werkseitig gefertigte Passstücke bilden den Abschluß dieser Revisionsstreifen. Die Metalldecke wurde auch in den Nassgruppen mit offener Fuge auf Maß gefertigt. In akustisch sensiblen Bereichen kamen GK-Lochdecken mit integrierten Revisionsöffnungen zur Ausführung. 2 2011 TROCKENBAU Journal Der Materialtransport in die Geschoße erfolgte mit LKW-Kran über Einbringöffnungen auf die Verbindungsbrücken und wurde von dort in die einzelnen Bauteile verbracht. Auf Grund des sehr komplexen Ausbaues waren ständige Detailabstimmungen mit den Architekten und den beteiligten Gewerken auch außerhalb der üblichen Baubesprechun- gen notwendig. Gemeinsam mit den Architekten wurden unzählige Details entwickelt und umgesetzt. „Ein „Muß“ das sich ausgezahlt hat und sich in der Ausführungsqualität wieder spiegelt“, hebt Projektleiter Gerald Tuttner hervor. Viel Engagement und Einsatzbereitschaft haben dafür gesorgt, dass ein weiteres Referenzprojekt nun fertig gestellt wurde. BINDEGLIED. Der Bau, inmitten der Altstadt von Krems, hebt sich durch seine schlichte Moderne dezent hervor. 49 15.06.2011 16:20 Uhr Seite 50 Tradition mit vielen Facetten Perfekt angepasste Deckensysteme FURAL steht für perfekte Metalldecken. Internationale Projekte, Zusammenarbeit mit renommierten Architekten und kontinuierliche Weiterentwicklung ließen das 1949 gegründete Unternehmen zu einer europaweiten Größe werden. Vier unterschiedliche Projekte, der Palazzo Lombardia (IT), die Rheinhallen Köln (D), die Bergbahnen Königsleiten (AT) und die Petrom City (BG) haben eines gemeinsam: Metalldecken mit hervorragenden akustischen Eigenschaften, hochwertiger Optik, Funktionalität, Revisionierbarkeit und Langlebigkeit. PALAZZO LOMBARDIA Der mit 161,3m höchste Wolkenkratzer Italiens umfasst 39 Etagen und ist der Sitz der Landesregierung und Verwaltung der Lombardei. Der mittlerweile LEED-Zertifizierte Entwurf des Gebäudes stammte von Pei Coob Freed Partners (New York), die Detailund Ausführungsplanung von Caputo Partnership und Sistema Duemila aus Mailand. Während eineinhalb Jahren Bauzeit wurden rund 55.000 Quadratmeter Metalldecken des Typs Bandraster installiert. Mit speziellen, trapezförmigen Bandrastern konnte die Decke optimal an den komplizierten elipsenförmigen Grundriss angepasst werden. Weitere Vorteile: Steuerung der Raumakustik, Revisionierbarkeit und Flexibilität in der Nutzungsphase er Gmundner Traditionsbetrieb FURAL hat in den vergangenen Jahrzehnten vor keiner Entwicklung halt gemacht. Die Funktionalität der Metalldecken konnte stetig erweitert werden. Sie werden als Akustikdecken, Kühl- und Heizdecken, ballwurfsichere Decken, Hygienedecken, Brandschutzdecken oder winddrucksichere Decken gefertigt. Wandverkleidungen und farbig gestaltete sowie bedruckte Oberflächen eröffnen zudem individuellen Wünschen ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Für Architekten und Verarbeiter steht vor allem die Planungssicherheit an oberster Stelle. Die ausgereiften Deckensysteme von Fural sind montagefreundlich und stellen eine schnelle und einfache Verarbeitung sicher. Diese vielen Aspekte unterstützt durch ein kompetentes Team an Technikern gewährleisten für Planer und Bauherren optimale Ergebnisse, die optisch und funktional überzeugen. In den folgenden Absätzen werden vier Projekte vorgestellt, die mit Fural Produkten ausgestattet wurden. D RHEINHALLEN KÖLN Die Rheinhallen in Köln beherbergen unter anderem den Sitz der Mediengruppe RTL. Für die Umsetzung der Neugestaltung blieb die denkmalgeschützte Fassade erhalten, während das Gebäude von innen her komplett entkernt wurde. Ausführende Architekten waren HPP aus Düsseldorf. 31000 Quadratmeter Fural Metalldecken wurden verbaut, davon rund 24000 Quadratmeter vom Typ SWING. Diese Serie ermöglicht durch einfaches abklappen und verschieben einen komfortablen Zugang zu Deckenhohlräumen, was für die technische Infrastruktur des Medienunternehmens von großer Bedeutung ist. In vielen Bereichen sind die Kassetten als Brandschutzdecken F30 ausgeführt. Zahlreiche Sonderformate wie gebogene Schürzen, Metallkassetten mit Anschnitten waren notwendig um das Projekt zu realisieren. TROCKENBAU Journal 2 2011 Fotos: FURAL, Andreas Wimmer, Cosmin Dragomir 50-51_Fural.qxd 50-51_Fural.qxd 15.06.2011 16:20 Uhr Seite 51 PRAXIS BERGBAHNEN KÖNIGSLEITEN Auf 1600 Metern Seehöhe wurde die Talstation der Bergbahnen Königsleiten errichtet. Die Architekten Stöckl Egger & Partner (Kitzbühel/Saalfelden) passten die Planung an die besonderen Wetterverhältnisse der Umgebung an. Winddrucksichere, pulverbeschichtete FURAL Außendecken kamen zum Einsatz und wurden von der Firma Wiebecke montiert. Die neue Dorfbahn ersetzt die beiden Doppelsesselbahnen in Königsleiten und führt über eine Mittelstation bis fast auf den Gipfel der Königsleitenspitze. Es wurden 1100 Stück Langfeldkassetten, mit drei Klemmpunkten an der Stirnseite für zusätzliche Windstabilität verwendet. Wind und Wetterstabilität standen bei der Umsetzung im Vordergrund. FURAL lieferte dazu die passenden Produkte. PETROM CITY Das Architekturbüro Anin Jeromin Fitilidis & Partner aus Düsseldorf entwarf den Neubau des Headquaters der rumänischen Tochter der OMV, Petrom. Nach einer Bauzeit von drei Jahren wurde die Petrom City 2010 eröffnet. Auf einer Fläche von 15000 Quadratmeter wurden 274 trapezförmige Deckensegel sowie rund 4000 Quadratmeter Langfeldkassetten montiert. Der kreisförmige Grundriss der beiden Zentralgebäude wurde mit mehrteiligen trapezförmigen Deckensegeln ausgestattet, dies benötigte eine Vielzahl an Sonderformaten. Sämtliche Metalldecken sind mit Heiz- und Kühlelementen ausgestattet um den energieeffizienten und ressourcenschonenden Betrieb der Petrom City zu gewährleisten. FURAL lieferte auch hier die passenden Deckensysteme und Spezialanfertigungen. 51 52-53_Heradesign.qxd 15.06.2011 16:05 Uhr Seite 52 KONZEPT. Die Anforderung des Bauherrn an die Architektur bestand in einem schlüssigen Konzept, das sich modern, reduziert und mit klaren Formen präsentiert. Lifestyle-Fachgeschäft für Arbeitsbekleidung Wo Handwerker shoppen gehen engelbert strauss, einer der größten Workwear Produzenten am deutschen Markt, bietet mit seinem neuen Ladenkonzept erstmalig Arbeitsmode zum Anfassen und Anprobieren. Bisher bot engelbert strauss seine Ware ausschließlich online an. Heradesign zeichnet für die gute Akustik in diesem einzigartigen Shop-Ansatz verantwortlich. FA CT S & F I G U R E S Heradesign superfine Farbe: Weißaluminium (RAL 9006 bzw. NCS 5500 N) Format: 625x1250 mm Plattenstärke: 25 mm, Kante rundum gefast Menge: etwa 600 m2 Montageart: Wandmontage, vollflächig verlegt. Verklebung mittels Montagekleber auf Kalksandsteinmauerwerk, Kantenschutz: Aluwinkel. 52 eistens ist es doch wohl umgekehrt der Fall: Zuerst gibt es den Direktverkauf, danach wird ein Versandhandelskonzept oder der Onlineverkauf entwickelt. Beim neuen Lifestyle-Fachgeschäft für Arbeitskleidung von engelbert strauss hingegen, stand das Ziel im Vordergrund, die Versandhandelsmarke engelbert strauss greifbar zu machen und Orte zu schaffen wo Marke, Produkte und Kunden auf einander treffen. Der erste Workwear Shop in Hockenheim setzt in den Bereichen Raumdesign und Gebäudearchitektur neue Maßstäbe für die Marke. Die Umsetzung eines Workwearkonzepts in derar- M tiger Konsequenz und Nähe zu den unterschiedlichen Gewerken ist ebenfalls ein absolutes Novum im Retailbereich. So kann sich der Handwerkskunde sofort mit dem Verkaufsambiente identifizieren, indem er seinen individuellen Berufskontext wiederfindet. Darüber hinaus kommuniziert das moderne Ambiente die Marke engelbert strauss als Lifestylemarke. CHIC ABER KEINE BOUTIQUE „Die Herausforderung für uns bestand darin, die Welt der unterschiedlichsten Berufsgruppen erlebbar zu machen, ohne dabei zu boutiquehaft zu wirken“, so Alexander Plajer des Architekturbüros plajer & franz studio. „Die Anforderung des Bauherrn an die Architektur bestand in einem schlüssigen Konzept, das sich modern, reduziert und mit klaren Formen präsentiert.“ Die Vielfalt an Elementen und authentischen Materialien spiegelt im neuen Store die unterschiedlichsten Handwerksberufe wieder, wobei die Dachmarke engelbert strauss sich top positioniert über allen Segmenten zeigt. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden sämtliche klassischen Ladenbaumaterialien eher untypisch eingesetzt.Das Ergebnis: Die eindeutige Markenaussage des Gebäudes sticht positiv aus dem bunten Einerlei banaler Industriegebietsarchitektur heraus. Die Atmosphä- Fotos: Ken Schluchtmann, diephotodesigner.de MARKE. Der erste Workwear Shop von engelbert strauss in Hockenheim setzt in den Bereichen Raumdesign und Gebäudearchitektur neue Maßstäbe. ENGELBERT STRAUSS. Wo Handwerker shoppen gehen. TROCKENBAU Journal 2 2011 52-53_Heradesign.qxd 15.06.2011 16:05 Uhr Seite 53 re des Stores kreiert eine Erlebniswelt, die das Handwerk so bisher nicht kannte. AKUSTIKLÖSUNG AUS HOLZWOLLE ALS BRÜCKE ZUR BAUWELT Die Akustikplatten von Heradesign wurden als Wandverkleidung im kompletten Verkaufsbereich vollflächig montiert. Grund der Verwendung war in erster Linie der Wiedererkennungswert aus der Bauwelt. Dämmplatten aus Holzwolle sind Handwerkern bekannt und auch tatsächlich die Wurzeln der Akustiklösungen von Heradesign. Mitentscheidend war natürlich die hervorragende schallabsorbierende Wirkung in der Hallenarchitektur. Die Platten wurden in verschiedenen Farben eingefärbt, um so die Produktbereiche klar voneinander abzugrenzen. Um Highlights im Raum zu kreieren, wurden die Akustikplatten teilweise sogar mit Grafiken bedruckt. POSITIVE REAKTIONEN UND EINE SEHR GUTE AKUSTIK Die Reaktionen bis jetzt? Positiv! Die sehr gute Akustik in der hohen Halle fällt auf; der gestal- POSITIVE REAKTION. Der gestalterisch ungewöhnliche Einsatz der Platten machen ein hochwertiges Gesamterscheinungsbild und sehr gute Akustik. B A U S T E L L E N TA F E L Bauherr: terisch ungewöhnliche Einsatz der Platten, die ein sehr hochwertiges Gesamterscheinungsbild passend zum Markenauftritt erzeugen, machen ein gutes Bild. Durch die hervorragenden Schallabsorptionswerte und den Einsatz nachhaltiger Werkstoffe und Technologien liefern die Heradesign Akustiklösungen einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Raumambientes. Das Wohlbefinden wird gesteigert und dadurch auch die Konzentration, die Effizienz und die Leistungsfähigkeit. Wieder ein tolles Objekt, wo Holzwolle zum Eye- und EarCatcher wird. engelbert strauss gmbh & co kg Architekt: plajer & franz studio, Berlin Fertigstellung: August 2010 Bauzeit (insgesamt): ca 8 Monate Ohne Anspruch auf Vollständigkeit 15.06.2011 16:05 Uhr Seite 54 Top-Akustik in Europas größtem Bowling-Center Spaßzentrum und Sportstätte „Eine ruhige Kugel schieben“ – das ist sicher nicht das Ziel der Bowling-Fans, die sich im DreamBowl Palace Unterföhring treffen. Andererseits: Wenn die 52 Bahnen der riesigen Halle von ausgelassenen Freundescliquen, Familien und feiernden Firmen-Teams belegt sind, ist konsequente Schallreduktion die Voraussetzung, dass alle Spaß am Spiel haben. icht zuletzt hat dieses neue Center dazu beigetragen, dem Bowlingsport in Deutschland wieder eine Heimat zu schaffen. Mehr noch: 2010 fand wieder eine Bowling-Weltmeisterschaft in Deutschland statt, zum ersten Mal seit 50 Jahren. Austragungsort: der Dream-Bowl Palace in Unterföhring. Die im orientalischen Stil konzipierte Anlage bietet auf zwei weiteren Geschossebenen zusätzlich einen großen Billardbereich,Veranstaltungsräume und ein Restaurant, dazu eine 18-Loch-Indoor-Minigolfanlage sowie Büro-, Technik und Lagerflächen. Mit N SPIELFREUDIG. 52 Bahnen, ausgestattet mit modernster Technik bieten allen Bowling Fans in jeder Hinsicht optimale Voraussetzungen. 54 ELEGANT. In Europas größtem Bowling Center, dem Dream-Bowl Palace in Unterföhring sorgen Deckenplatten aus dem OWAcoustic® premium Programm für hervorragende akustische Verhältnisse. im Spiel: eine leistungsstarke Akustikdecke von OWA, die in ein kompliziertes architektonisches Umfeld eingebaut werden musste und dafür sorgt, dass trotz aller Spielgeräusche und Jubelschreie die Sprach- und Musikverständlichkeit gewahrt bleibt. Zum Beispiel beim sogenannten Moonlight-Bowling, das bei Schwarzlicht-Atmosphäre und unter Musikbegleitung gespielt wird. SÄGEZAHNDECKE „ZERLEGT“ DEN SCHALL, MINIMIERT DEN HALL Von Anfang an war klar, dass die mit 36,5 m Spannweite einzige stützenfreie Bowlinghalle Deutschlands auch eine Akustiklösung vom Feinsten benötigen würde. Vorschlag von OWA, deren Akustiker auf einschlägige Erfahrungen mit großen Kegelbahnen zurückgreifen konnten: Eine Decke in abgetreppter Form, die den Schall segmentierter und zielgenauer dämmen würde als eine flächige Lösung. Zweiter Vorteil einer solchen „Sägezahn-Decke“: In die Stufen konnte eine indirekte Beleuchtung integriert werden. Sie taucht die Halle mit ihren riesigen Holzträgerelementen in ein angenehmes, warmes, natürliches Licht. TROCKENBAU Journal 2 2011 Fotos: Odenwald Faserplattenwerk 54-55_OWA_Bowling.qxd 54-55_OWA_Bowling.qxd 15.06.2011 16:05 Uhr Seite 55 FLÄCHENBÜNDIG. Das verdeckte OWA System fügt sich optimal in das architektonische Gesamtkonzept ein. PERFEKTE LÖSUNG. Einzelnen Akustikdecken-Segmente möglichst elegant und flächenbündig erscheinen lassen. PUNKTGENAUE, WIRTSCHAFTLICHE AKUSTIKLEISTUNG Neben dem Schrägdachaufbau über den Bowlingbahnen forderten die Abtrennungen entlang der Deckenränder und im Counterbereich die Planer heraus. Gleichzeitig sollten die einzelnen AkustikdeckenSegmente möglichst elegant und flächenbündig erscheinen. Lösung: OWAcoustic ® premium Langfeld-Deckenplatten im verdeckten System S1 mit der Oberfläche „Sternbild“. Diese Absorber bieten 70 % Absorptionsleistung und stammen aus der OWAcoustic ® premium Produktfamilie. 4.000 m 2 dieser Platten überdecken den Bowlingbereich im Erdgeschoss. Das Center 2 2011 TROCKENBAU Journal wurde nach nur 5 Monaten Bauzeit im Dezember 2009 eröffnet. Bauherr Werner Knöbl – selbst leidenschaftlicher BowlingSportler – betreibt weitere Dream-Bowl- Anlagen in Böblingen, Fellbach und Metzingen. In seinen vierten Standort in Unterföhring hat der Unternehmer rund 16 Millionen Euro investiert. B A U S T E L L E N TA F E L Objekt: Dream-Bowl Palace, Unterföhring/Deutschland Bauherr/Bauleitung: Werner Knöbel, Dream-Bowl Palace Architekt/Generalplanung: Ulrich Ruck, D-70794 Filderstadt Technische Beratung: Peter Pföhler, Odenwald Faserplattenwerk GmbH, D-63916 Amorbach Ohne Anspruch auf Vollständigkeit 55 56-57_WEGO.qxd 15.06.2011 16:06 Uhr Seite 56 PLANUNGSSICHERHEIT. Bereits in der Planungsphase wurde das Projekt durch den verantwortlichen Produktmanager von WeGo, Herrn Max Strauß, begleitet. Firmensitz nach EU-Richtlinien als Green Building zertifiziert Verwaltungsgebäude setzt neue Maßstäbe D MODULARER AUFBAU. Die System- und Leistungsvorteile haben dazu geführt, dass die WeGo Klimadecke verbaut wurde. ie Vorgabe an die Gestaltung bestand vordergründig darin, den Charme der tiefen Rippenbetonfelder einheitlich zu übernehmen und trotzdem auf die verschiedenen Nutzungsbereiche individuell einzugehen. Sehr früh in der Planungsphase hat die Geschäftsführerin des Bauherrn, Frau Dr. Annette Arnold, den Anspruch formuliert, das Gebäude nach EU Richtlinien als Green Building zertifizieren zu lassen und eine Klimadekke einbauen zu wollen, mit der sowohl gekühlt als auch geheizt wird. In enger Abstimmung mit den TGA Fachingenieuren wurde bereits im Sommer 2009 nach einem leistungsfähigen Klimadeckensystem gesucht, das gleichsam auch die konstruktive Flexibilität mitbringt, um die eigenwilligen Geometrien der Deckenfelder aufnehmen zu können. So entstanden einzelne freischwebende Deckensegel mit einer großzügig angelegten umlaufenden Schattenfuge, was nicht nur akustisch, sondern auch thermisch zu einer verbesserten Wirksamkeit der Deckenflächen führt. KLARE KOMPETENZTRENNUNG Die gesamte Installationsebene inklusive der Regelkreisverteiler für die Klimadecke wurde genauso in den knapp bemessenen Deckenhohl- 56 raum verlegt wie die integrierte Beleuchtung und Belüftung. Die System- und Leistungsvorteile sowie der modulare Aufbau haben letztlich dazu geführt, dass die WeGo Klimadecke verbaut wurde. Wesentlich für das Ausbau-gewerk ist bei diesem System die klare Trennung von Trockenbaukompetenz und Installation. Bereits in Planungsphase wurde das Projekt durch den verantwortlichen Produktmanager von WeGo, Herr Max Strauß, begleitet. Es werden keine vorkonfektionierten Elemente an die Baustelle geliefert, sondern Wärmeleitprofile in Standardlängen, die den Raumgeometrien und Deckeneinbauten entsprechend vor Ort angepasst werden. Genau das führt zu einem sehr hohen Aktivierungsgrad der Decke und damit zu Leistungsspektren, die mit festen Registereinheiten so kaum abbildbar sind. GENAUE PLANUNGSSICHERHEIT WIRD GEFORDERT Das WeGo Klimadeckensystem ist auf einfachste Trockenbauprofiltechnik runtergebrochen und die Verrohrung erfolgt mittels einfach zu montierenden Steckverbindungen. Somit baut der Trockenbauer die Decke komplett selbständig, ohne dass eine Installationsleistung mit seinem Gewerk vermengt wird. TROCKENBAU Journal 2 2011 Fotos: WeGo Im Herbst 2010 bezog die Fa. Arnold Verladesysteme Ihr neues Verwaltungsgebäude in Stuttgart. Der zweistöckige Bestandsbau aus den 1960er Jahren wurde entkernt und nach modernsten architektonischen und energetischen Gesichts-punkten aufwendig zur neuen Unternehmenszentrale umgebaut. 56-57_WEGO.qxd 15.06.2011 16:06 Uhr Seite 57 PRAXIS FERTIGE INSTALLATION. Der Haustechniker übernimmt den Anschluss an die wasserführenden Leitungen. Die Übergabe an die Hydraulik und die Messund Regeltechnik erfolgt am Regelkreis-verteiler. Nur so bleibt die Wertschöpfung für eine Klimadecke beim Ausbaugewerk und nicht beim Systemhersteller. Die für den Trockenbau typische Modulbauweise führt dazu, dass ein sehr hohes Mass an Flexibilität für die Gestaltung eingeräumt wird. Klimadecken mit fertig gelieferten Kühlmäandern hingegen erfordern zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Bauphase eine genaue Planungssicherheit. Die Beplankung der Decke mit Rigips Climafitplatten sorgt nicht nur für eine thermische Leistungsoptimierung, sondern auch für raumakustische Verhältnisse, die den hohen Ansprüchen an die Behaglichkeit der Büroflächen Rechnung tragen. MONTAGE. Die gesamte Installationsebene wurde in den knapp bemessenen Deckenhohlraum verlegt. B A U S T E L L E N TA F E L Objekt: Arnold Verladesysteme, D-70439 Stuttgart Klimadeckensysteme: WeGo Systembaustoffe GmbH, D-63456 Hanau Fachberatung/WeGO: Max Strauß Ohne Anspruch auf Vollständigkeit 2 2011 TROCKENBAU Journal 57 58-59_Prottelith_Schilowsky.qxd 15.06.2011 16:08 Uhr Seite 58 PRAXIS Revitalisierung in Kärnten The next Generation ür die gewünschten baulichen Maßnahmen im Bereich der Küche und dem neuen Wellness-Bereich fiel die Wahl auf Produkte der Fa. Prottelith. Es galt dem großen, hellen Raum im Erdgeschoss, der über einen direkten Terrassen-Zugang mit Blick auf den Wörther See verfügt, mehrere Funktionen zuzuordnen. So sollte dieser Raum der neue Lebensmittelpunkt der Familie werden. Die Küchentrennung hin zum Ess- und Wohnbereich erfolg- F 58 te mit einem Raumteiler in Form einer Theke, der nun auch automatisch das neue FamilienKommunikationszentrum geworden ist. Zur Anwendung kam die statisch nicht tragende Prottelith Leichtbauwand Nut + Feder aus natürlichen Rohstoffen mit guten bauphysikalischen Produkteigenschaften, wie Dampfdiffusionsoffenheit und Wärmedämmung. Dieses nach dem neuesten Stand der Technik gefertigte Wandelement mit 12 cm Dicke wird vor allem in der Sanierung wegen seines geringen Gewichtes von 300 kg/m3 gerne eingesetzt. Vor allem durch die leichte Verarbeitbarkeit hinsichtlich Zuschnitt und Installations-Verrohrung konnte die neue Kommunikationsdrehscheibe innerhalb kurzer Zeit realisiert werden. Im neu eingerichteten Wellness-Raum wollte man auch einen innenarchitektonischen Akzent setzen und entschied sich daher für eine Prottelith-Dusch-Schnecke. Dieses spielerisch wirkende Element wurde aus ProttelithLeichtbeton individuell und kostengünstig an die Kunden-Bedürfnisse angepasst und gefertigt. Ebenso wie der Raumteiler im Wohnbereich besteht die Duschschnecke und der dazu passende stufenlose Boden aus Prottelith mit einer Rohdichte von 300kg/m3 und konnte nach dem Aufstellen und Verkleben der einzelnen Segmente unkompliziert mit der erforderlichen Haustechnik installiert, und mit modernen Mosaikfliesen und Armaturen gestaltet werden. TROCKENBAU Journal 2 2011 Fotos: Prottelith Ein in die Jahre gekommenes Familienanwesen, auf einer Anhöhe über dem Wörther See gelegen, wurde einer gelungenen Renovierung unterzogen. 58-59_Prottelith_Schilowsky.qxd 15.06.2011 ENTSPANNT. Ein Gläschen aus der Südsteiermark auf die gelungene Baumarkt-Erweiterung. Ing. Andreas Vavra (Knauf, li.), Heinz Krammer (Fa. Kaefer, re.) 16:08 Uhr Seite 59 GLÜCKLICH. Mit rund 300 Gästen wurde bis spät in die Nacht gefeiert. Herausgeber Ing. Wolfgang Blasch mit Tochter Andrea Kern (Mitte) flankiert von den beiden Gastgebern Christian und Gabi Schilowsky (li. + re. außen) NETZWERKEN. Auch das wurde an diesem Abend gemacht. Josef Stapfer (Fa.Tüchler), Leo Puskarits (Fa. Kaefer), Maksut Zeciri (Fa. Schilowsky), v.l.n.r. Tradition & Innovation Das größte Baustofflager Niederösterreichs eröffnet STANDORT NEUNKIRCHEN. Umfasst jetzt eine Fläche von rund 50.000 m2 , 5000 m2 davon sind überdachte Lagerfläche. Schilowsky Baustoffe hat in Neunkirchen das größte Baustofflager Niederösterreichs eröffnet. Der Familienbetrieb mit mehr als 100 Mitarbeitern konnte entgegen dem Branchentrend die Krise nutzen und in den vergangenen zwei Jahren den Umsatz um 50 Prozent steigern. Fotos: Martina Zimper, Schilowsky A FACHSIMPELN. Es wurde an diesem Abend auch über mach frühere Begegnungen und Feste geplaudert. Herausgeber Ing. Wolfgang Blasch im Gespräch mit Franz Hartmann (Isover, li.) und Ing. Peter Giffinger (Rigips, re.). in Wien hat man sich auf den Baustoff-Fachhandel für das Baugewerbe, das Bau-Nebengewerbe, die Bauindustrie und Privatkunden spezialisiert. Schilowsky: „Seit 2008 konnten wir unseren Umsatz um 50 Prozent steigern.“ 107 MOTIVIERTE MITARBEITER „Unsere Devise heißt: Alles aus einer Hand´“, so Christian Schilowsky. „Das bedeutet, dass wir für den Privatkunden von der Mengenermittlung der Baustoffe bis zur Fertigstellung mit Einbau- und Montageservice bei Elementen, Fliesen- und Holzbodenverlegung alles anbieten.“ Im Nachsatz: „Alles von geschulten Mitarbeitern.“ Auf gut ausgebildete Mitarbeiter legt Schilowsky größten Wert, „gute Mitarbeiter sind das Kapital eines Unternehmens.“ Das Unternehmen Schilowsky ist im südlichen Niederösterreich und im Bezirk Neunkirchen ein wichtiger Arbeitgeber, seit 2009 wurde die Betriebsmannschaft um 30 Angestellte aufgestockt. „Wir TEAMGEIST. Beste Stimmung herrschte auch im Rockwool-Team. KR Ing. Franz Böhs (2.v.r.) war mit seiner Gattin gekommen, die sichtlich diesen Abend genoss. beschäftigen heute etwa 100 Mitarbeiter und sieben Lehrlinge“, sagt Christian Schilowsky nicht ohne Stolz, denn während einige seiner Konkurrenten die Finanzkrise zu spüren bekamen, konnte er sein Unternehmen ausbauen. SCHILOWSKY AUF FACEBOOK Gleichzeitig mit der Eröffnung des größten Baustofflagers in Niederösterreich hat Schilowsky auch seine Web-Präsenz auf Facebook eröffnet. Unter www.facebook.com/schilowsky-baustoffe werden Kunden und Fans ständig über Angebote, Neuigkeiten und mit Tipps und Tricks auf dem Laufenden gehalten. BRANCHENTREFF. Bei einem gemütlichen Glaserl Wein wird auch so manches Späßchen gemacht. Johann Mittmasser und Jurek Bochanek mit Gattinnen (Top Akustik) mit Herbert Fröschl und Franz Efler (Rigips) E. E. m 18. Mai 2011 hat der Familienbetrieb „Schilowsky - Baumarkt und Baustoffe“ in Neunkirchen mit einem großen Event und rund 300 geladenen Gästen das größte Baustofflager Niederösterreichs eröffnet. Unter dem Motto „Tradition & Innovation“ trifft „Genuss & Zauberei“ wurde bis in den späten Abend hinein auf die Eröffnung des erweiterten Baumarktes und Baustofflagers angestoßen. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren mehr als zwei Millionen Euro in den Ausbau unseres Standorts in Neunkirchen investiert“, sagt Christian Schilowsky. Die Firmenzentrale wurde erweitert und der Baumarkt modernisiert. Außerdem verfügt das Unternehmen nun über eine hochmoderne neue Lagerhalle für alle Trokkenbaustoffe. Diese wurde mit einer entsprechend großen, überdachten Ladezone ausgestattet. Bereits 2009 hat Schilowsky den Baumarkt Hagebau Litschauer in Wien-Hirschstetten übernommen. Sowohl in Neunkirchen als auch 60-64_PRs_Personalia.qxd 15.06.2011 16:41 Uhr Seite 60 MARKT Saint-Gobain ISOVER Austria – Eine der drei beliebtesten Marken im Handel ERFREUT. ISOVER Geschäftsführer Daniel Domini (r.i.B.) und Vertriebsdirektor Franz Hartmann (Mitte) nahmen den Preis aus den Händen von VBÖ Präsident Leonhard Helbich-Poschacher entgegen. E. E. A nlässlich der 56. Österreichischen Baustoffhandelstagung prämierte der Verband der Baustoffhändler Österreichs wieder die beliebtesten Industrieunternehmen des Landes. Wie schon im Vorjahr gelang Saint-Gobain ISOVER Austria auch in diesem Jahr wieder der Sprung aufs Stockerl. Geschäftsführer Daniel Domini und Franz Hartmann sehen darin eine Bestätigung für ihre klare Handelsstrategie. „Wir sind die traditionsreichste Marke am österreichischen Dämmstoffmarkt und das einzige Unternehmen, das in Österreich Mineralwolle produziert“, betont ISOVER Geschäftsführer Daniel Domini. „Unsere Kunden wissen, dass sie sich auf die Produktqualität, die Beratung und die Lieferzeiten verlassen können. Gleichzeitig schaffen wir mit unseren Innovationen auch immer wieder neue Themen für den Baustoffhandel.“ All diese Faktoren ermöglichen dem Handel eine sichere Planung und überzeugende Verkaufsargumente. So verbindet Saint- Gobain ISOVER Austria die Stärke eines internationalen Konzerns mit der Stärke eines regionalen Marktführers. Viele der Aktivitäten sind maßgeblich für die Entwicklung der Bauwirtschaft, wenn auch nicht auf den ersten Blick sichtbar, erklärt Vertriebsdirektor Franz Hartmann: „Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten viel Grundlagenarbeit. Sie engagieren sich in Verbänden und bei der Normenarbeit, wo der Boden aufbereitet wird. Andererseits verbringen sie viel Zeit mit der Beratung von Bauherren auf Messen oder auch am Telefon. Und wir unterstützen unsere Handelspartner in ihrer jeweiligen Region.“ Österreichs Baustoff-Fachhändler anerkennen diese Leistungen wie man sieht – und das führt zum Erfolg aller Beteiligten. INFOS: www.isover.at Saint-Gobain Rigips Austria – Die Garantie läuft und läuft und läuft E. E. W ie in einem Uhrwerk zählt auch am Bau jede einzelne Komponente, um den reibungslosen Ablauf der Baustelle und eine dauerhafte Funktion des Gebäudes zu gewährleisten. In diesem Wissen entwikkelt RIGIPS seit jeher Produkte, die perfekt zusammenarbeiten und so eine komplett homogene Trockenbaulösung bieten. „Wer mit RIGIPS Systemen arbeitet, kann sich darauf verlassen, dass alle Bestandteile perfekt aufeinander abgestimmt sind und die Qualität des Bauwerks sämtlichen Normen und dem Stand der Technik entspricht. Die meisten unserer Produkte und Systeme sind sogar deutlich besser als die Norm vorschreibt“, erklärt Ing. Thomas Jakits, Leiter der Anwendungstechnik. Mit der Systemgarantie gibt RIGIPS gegenüber dem Bauherrn eine Lebenszeit-Garantie für die Brand-, Schallschutz- und Dämmeigenschaften der Trockenbau-Systeme ab, sofern diese ausschließlich mit den dafür vorgesehenen RIGIPS 60 System-Komponenten erstellt wurden. Da diese Garantie nur bei fachgerechter Verarbeitung der geprüften RIGIPS Systeme durch anerkannte Fachbetriebe ausgestellt wird, gewinnen Bauherren mehr Sicherheit in der Ausführung. „Auftraggeber, die schon bei der Beauftragung der Trockenbauarbeiten auf die Ausstellung einer GarantieUrkunde für ihr Gebäude bestehen, verlangen damit ausdrücklich Qualitätsarbeit und ersparen sich spätere Reklamationen“, betont RIGIPS Geschäftsführer Ing. Peter Leditznig. VORTEILE FÜR DIE VERARBEITER Verarbeiter sind ihren Bauherren viele Jahre lang in der Pflicht. Mit der Ausweitung der Garantiezeit von drei bis fünf Jahren auf Lebenszeit unterstützt RIGIPS seine Geschäftspartner in einem kritischen Bereich. Gleichzeitig ist die Verarbei- tung gemäß Garantie-Bedingungen ein Bekenntnis des Gewerbes zu Qualitätsarbeit. Die an den Bauherrn ausgestellte Garantie-Urkunde kann als Referenz in Verhandlungsgesprächen mit künftigen Bauherren genützt werden und hilft dem Image der ganzen Trockenbau-Branche. Dazu RIGIPS-Geschäftsführer Ing. Peter Leditznig: „ Wir liefern hochqualitative Produkte, fordern hohe Qualität in der Verarbeitung und geben dafür langjährige Sicherheit. Der Verarbeiter kann mit diesem Argument dem Preisdruck entkommen.“ Qualitativ hochwertige Systeme, verarbeitet von gut ausgebildeten Fachleuten ist eben nicht um jeden Preis zu haben. So wird die Systemgarantie zum entscheidenden Kriterium für Bauherr, Handel und Verarbeiter. INFOS: www.rigips.com TROCKENBAU Journal 2 2011 Seite 61 SHEETROCK® QuickFill 60: Schnell trocken – lange offen Q E. E. E. E. uickFill 60 ist ein lufttrocknender Fein- und Füllspachtel mit herausragenden Produkteigenschaften. Das neueste Produkt aus der SHEETROCK® Familie des Trockenbauspezialisten USG wurde speziell für die schnelle manuelle Verspachtelung entwickelt. QuickFill 60 bindet sehr schnell ab und sorgt so für einen deutlichen Zeitgewinn bis zum nächsten Arbeitsgang. Durch Zugabe des beiliegenden Aktivators kann die Verarbeitbarkeitszeit auf ca. 60 Minuten eingestellt werden. So ist QuickFill 60 zwar schnell trocken, aber auch lange genug offen für professionelle Spachtelresultate. Fein- und Füllspachtel aus dem USG SHEETROCK® Programm können zur Erstellung von Oberflächen der Qualitätsstufen Q1 bis Q4 verwendet werden. INFOS: www.sheetrock.de Veranstalter und Vortragende freuen sich über das rege Interesse. Brandschutz in Tiefgaragen M it über 200 Gästen war das Knauf Insulation Bistro am 9. Juni 2011 im Linzer Musiktheater bestens besucht. Der Einladung des Dämmstoffherstellers folgten Oberösterreichs größte Wohnbaugenossenschaften sowie namhafte Architekten, Vertreter der technischen Bauabteilung der Landesregierung Oberösterreich sowie die wichtigsten Verarbeiter und Händler aus der Region. Ing. Harald Pfeifer von der örtlichen Bauaufsicht führte durch das multifunktionelle Opernhaus und stellte die wirtschaftlichste Repertoire-Bühne der Welt persönlich vor. Experteninformationen zum Thema Brandschutz gab es von den Vertretern des IBS (Institut für Brandschutztechnik & Sicherheitsforschung), die das Bauvorhaben Musiktheater mit betreut haben. Ing. Bernd Dieter Saulder von Knauf Insulation gab einen kurzen Einblick in die Praxis, wie eine Tiefgarage mit Tektalan A2 Produkten der Marke Heraklith brandsicher geschützt werden kann. Im Anschluss nutzten noch viele Besucher die Gelegenheit, den Abend gesellig und im fachlichen Dialog ausklingen zu lassen. INFOS: www.knaufinsulation.at Weniger ist mehr Optimierte Verarbeitung ie neuen MAXIMO Produkte gibt es jetzt im kleinen Sack mit ganz viel Inhalt! Murexin hat einen hohen Anspruch an die Qualität seiner Produkte. Und wo findet man die wohl perfektesten Produkte? Richtig – in der Natur. Dort hat man ein Vorbild für die neue Produktreihe MAXIMO gefunden - das Waben-Sechseck. Keine andere Form als die Wabe hat eine so große Festigkeit und Stabilität bei einem so kleinen Materialverbrauch und Gewicht. Genau wie die MAXIMO Produktreihe von Murexin. Die sechseckige Zellform ist aus verschiedenen Gründen optimal: Zum Beispiel werden alle Zellwände doppelt genutzt. Der Durchmesser ist annähernd rund und das Verhältnis vom Umfang zur Fläche ist um einiges günstiger als beim Drei-, Vier- oder Fünfeck. Also Stabilität und perfekte Raumnutzung - Effizienz pur! Das ist nicht nur in der Natur wichtig, sondern auch beim Kleben, Verfliesen, Bauen, Malen oder Dämmen. Doch dort ist nicht nur Ergiebigkeit gefragt. Auch sauberes Arbeiten ist von Vorteil. Dafür sorgen die staubreduzierte Rezeptur und das Easy-OpenSystem: Der innovative Öffnungsmechanismus der neuen MAXIMO Produktreihe lässt den Sack einfach öffnen und den Inhalt gezielt ausgießen. Das spart Zeit und Geld, ist effizient und umweltfreundlich. D D INFOS: www.murexin.com, maximo.murexin.com INFOS: www.fischer.at 2 2011 TROCKENBAU Journal Der Befestigungsspezialist fischer optimiert die Verarbeitung des Abstandsmontagesystems Thermax. Eine Fräsklinge vereinfacht die Verarbeitung. fischer Thermax 8 und 10 eignet sich zur Verankerung von mittleren Lasten an Außenwänden mit WärmedämmverbundSystemen, Isolierungen an Deckenstirnseiten oder vorgehängten hinterlüfteten Fassaden. Die Elemente für Dämmsysteme von 45 bis 180 mm halten in allen gängigen Baustoffen und lassen sich auch auf unebenen Flächen montieren. Der bauaufsichtlich zugelassene fischer Thermax 12 und 16 sind zur Verankerung von schweren Lasten, wie z. B. Markisen, an Außenwänden aus Mauerwerk und Beton mit Wärmedämmverbund-Systemen, Dämmungen an Deckenstirnseiten oder vorgehängten hinterlüfteten Fassaden geeignet. Das universelle Montageset kann Dämmungen von 60 bis 170 mm überbrücken. Um auch bei sehr widerstandsfähigen mineralischen Putzen (z.B. dicker Zementputz) ein optimales Ergebnis zu erzielen, hat fischer nun die Fräsklinge entwickelt. Sie besteht aus Metall und wird in eine der drei vorhandenen Vertiefungen des Anti-Kälte-Konus eingeschoben. 61 Foto: Knauf Insulation 16:09 Uhr E. E. 15.06.2011 E. E. 60-64_PRs_Personalia.qxd 15.06.2011 16:09 Uhr Seite 62 Foto: Knauf / E. Hagspiel GELUNGEN. Positives Resumé der Industrie-Vertreter Ing. Helmut Jäger/Knauf, Ing. Günter Prirschl/Bramac, Carina Lasser/Isover, KR Otto Ordelt/Knauf, Robert Schild/Isover (v.l.n.r.) 31 Jahre Fertighaus-Symposion E. E. D as traditionelle Come Together der Fertighausbranche, das Fertighaussymposion, fand heuer vom 7-8. April 2011 im Hotel Jagdhof in Fuschl statt. Bei dieser renommierten Veranstaltung standen Strategie und Umsetzung des österreichischen Energiefahrplans im Mittelpunkt. Die drei veranstaltenden Industrien Bramac Dachsysteme International GmbH, Saint-Gobain Isover Austria und Knauf GmbH konnten rund 50 hoch motivierte Teilnehmer in einem wunderschönen Ambiente begrüßen. So stellte sich das Publikum beispielsweise Fragen: Wie können wir die damit verbundenen volkswirtschaftlichen Chancen optimal nützen und gleichzeitig für nachhaltiges und ressourcenschonendes Wirtschaften sorgen und welche Chancen ergeben sich daraus für die Fertighausbranche? Namhafte Referenten wie z.B. DI Dr. Rainer Mikulits, GF des OIB (Österr. Institut für Bautechnik), Architekt DI Johannes Kislinger, GF der AH3 Architekten ZT GmbH und Arch. DI Gunter Weratschnig, Planer des Dobratsch Gipfelhauses, stellten sich im Anschluss Ihrer Vorträge den zahlreichen Fragen des interessierten Publikums. Eine gelungene, sehr gut organisierte Veranstaltung, die 2012 eine Neuauflage fordert. NEU! Heraklith BM-W: Hitzeschutz & gesundes Raumklima D ie neue Holzwolle-Dämmplatte Heraklith BM-W heißt nicht zufällig „Wohlfühlplatte“. Das Naturprodukt wirkt wie eine natürliche Klimaanlage und bietet maximale Wohnqualität speziell im Innen- und Dachausbau. Praktisch: die Oberfläche ist bereits spachtelfertig. Denn die umlaufende Hinterschneidung der Platte erlaubt die einfache Einbettung des Bewehrungsstreifens in die Spachtelmasse. Die hochwertige und ökologische Dämmlösung lässt sich zudem ganz einfach befestigen. Für Ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften wurde der Holzwolleplatte kürzlich die weltweit anerkannte Umweltschutzauszeichnung „der Blaue Engel“ verliehen. Die handlichen Abmaße von 50 x 125 cm machen die Montage kinderleicht, ein weiterer Vorteil dieser Produktneuheit. INFOS: www.knaufinsulation.at und E. E. 60-64_PRs_Personalia.qxd www.heraklith.com Salzburger Lehrlinge lösen Ticket für die Schweiz 62 ERFOLGREICH. DI Karl Singer, Knauf Schulungsleiter, Bilal Eroglu/ Perchtold Trockenbau, Berufsschullehrer und Trockenbaumeister Ulrich Konrad, Senol Velioski/ Ing. W. Schobesberger und Mag. Andreas Bauer, Organisator/Knauf (v.l.n.r.) Bewerbe gezeigt haben. Ich persönlich würde mir einerseits mehr Lehrstellen und andererseits eine größere Bekanntheit dieses Lehrberufs wünschen. Es gibt jedoch schon Bestrebungen in die richtige Richtung seitens des VÖTB (Verband Österreichischer Stuckateurund Trockenausbauunternehmungen)“, so Mag. Andreas Bauer, Organisator der Vorausscheidung für die Knauf Junior Trophy. Das Siegerteam aus Salzburg, Senol Velioski von der Ing. W. Schobesberger Stukkateurunternehmung Gm.b.H. und Bilal Eroglu von der Perchtold Trockenbau Gmunden GmbH, setzte sich sowohl in der Theorie als auch in der Praxis durch. Auch der verantwortliche Berufsschullehrer, Ulrich Konrad, von der Landesberufsschule Wals ist stolz auf seine beiden Lehrlinge und freut sich schon auf die internationale Knauf Junior Trophy in der Schweiz, die am 09.06.11 über die Bühne gehen wird. TROCKENBAU Journal 2 2011 Foto: Knauf / E. Hagspiel E. E. A am 13.04.11 stellten sich 18 Lehrlinge in Weißenbach bei Liezen der österreichweiten Vorausscheidung für die Knauf Junior Trophy 11 in der Schweiz, ein internationaler Trockenbaulehrlingswettbewerb, der seit 2003 durchgeführt wird. Die Erwartungen an die österreichischen Lehrlinge, sind groß, da die letzten beiden Bewerbe von Österreichern gewonnen werden konnten. Neun zweier Teams aus ganz Österreich kämpften um den freien Platz für die Schweiz. Vier Berufsschulen, in denen Trockenbau unterrichtet wird, schickten zumindest ein Team. Die Trockenbaulehrlinge unterzogen sich einem theoretischen Test, anschließend fertigten sie ein vorgegebenes Werkstück für das sie drei Stunden Zeit hatten. „Ich bin beeindruckt, mit wie viel Ehrgeiz und Einsatz diese jungen Burschen ans Werk gegangen sind. Der österreichische Nachwuchs im Trockenbau ist sehr gut aufgestellt, wie auch die letzten internationalen 60-64_PRs_Personalia.qxd 15.06.2011 16:09 Uhr Seite 63 MENSCHEN Neuer Trockenbau-Fachberater im Schilowsky-Team Ab 1.6.2011 wird das Trockenbau-Team bei Schilowsky Neunkirchen erweitert und um einen erfahrenen Mitarbeiter aus dem TrockenbauFachhandel aufgestockt. Gerhard Weidinger bringt sein gesamtes Fachwissen in diese neue Position ein und wird die Kunden im südlichen Österreich betreuen. Die Fa. Schilowsky setzt auf die persönliche Betreuung sowie Beratung und stärkt somit die Präsenz ihres Unternehmens in diesem Gebieten. Tausendschön im Key Account Österreich Der knapp 30 Jährige Steirer Erich Tausendschön leitet seit Mitte 2010 die Key Account Agenden der Firma Heradesign Deckensysteme. Der ausgebildete Möbeltischlermeister startete seine Karriere bei der Firma ÖBAU in Graz. Danach machte er Zwischenstationen bei Lutz und Internorm, bis er in die Produktentwicklung der Firma Leitinger FeelWood den europaweiten Vertrieb übernahm. Seine umfangreiche Ausbildung und sein Berufs-Know-How machten ihn zur optimalen Besetzung bei der Firma Heradesign Deckensysteme. Elbers – LED Karniesen für hohe Ansprüche 2 2011 TROCKENBAU Journal Systems stehen weitere geprüfte Elbers Qualitätsprodukte zur Verfügung, wie etwa eine umfangreiche Auswahl an Gleitern und Rollengleitern. Die verschiedenen Elbers Systeme sind überall einsetzbar, ob auf Bühnen, im Wohnzimmer, auf Messen oder in Hotels (z.B. im Hotel Schloss Lebenberg, Kitzbühel). Komplettiert werden die Elbers-Systeme mit Stores und Dekoren aller namhafter Vorhangstoff Produzenten. INFOS: Ansprechpartner für die technische D ie nachträgliche energetische Ertüchtigung von Steildächern mit geringen Sparrenhöhen, die bisher nur sehr begrenzt von innen oder mit hohem Aufwand von außen gut gedämmt werden konnten, ist ab sofort ein Kinderspiel. Durch die Kombination einer klassischen Zwischensparrendämmung mit der Untersparren-Verbundplatte „Aerorock® UD“ können auch diese Dächer zu einer wärmenden Hülle werden. Kern des neuen Systems ist die revolutionäre Aerowolle®. Platzsparend sorgen Systeme auf der Grundlage dieses neuen Dämmstoffes mit der enorm niedrigen Wärmeleitfähigkeit 0,019 W/(mK) für eine gute Dämmung der Gebäudeaußenwand von innen und – jetzt neu – von Schrägdächern. Zusammengesetzt sind die Verbundplatten aus 20 bzw. 40 mm Aerowolle? und einer 10 mm dünnen Gipskartonplatte mit umlaufend abgeflachter Kante, was eine besonders komfortable Fugenverspachtelung ermöglicht. „Aerorock® UD“ verfügt über eine erhöhte Stoßfestigkeit sowie eine malerfertige, weiße Oberfläche. Der Einbau gestaltet sich einfach: Die 1.200 x 600 mm großen Verbundplatten werden mit Senkkopfschrauben direkt auf die Unterkonstruktion geschraubt. Bei alten Dachaufbauten mit sehr geringen Sparrenhöhen ist das Erreichen der geforderten U-Werte meist durch die reine Dämmung der Hohlräume zwischen den Sparren nicht möglich. Die bisher einzige Lösung war eine aufwändige Sparrenaufdopplung oder Konterlattung mit Zwischendämmung, die nicht nur Geld, sondern auch Wohnfläche kostete. Der Einsatz der neuen „Aerorock® UD“ macht solchen Aufwand zukünftig überflüssig. Planung ist Herr Weingärntner ([email protected]); www.elbers.at; Tel: (+43) 01 985 51 98 E. E. E. E. S eit dem Jahre 1953 ist Elbers Karniesen erfolgreich als Hersteller von Vorhangsystemen tätig. Als zuverlässiger Partner von Architekten, Planern und Trokkenbauer reicht die Produktpalette der Firma von Karniesen über Wandhaken und Vorhangstangen bis hin zu innovativen KomplettSystemen und intelligenten Neuentwicklungen wie elektronisch gesteuerten Vorhangsystemen. Neu im Sortiment ist die LED-Licht-Vorhangschiene. Durch die dezente Beleuchtung in verschiedenen Farben kommt stimmungsvolles Licht völlig unaufdringlich zur Geltung. Hervorzuheben sind bei diesem System der geringe Stromverbrauch, verschiedene Programme für den individuellen Farbwechsel und der Lichtstärke – angenehm gesteuert über eine „Infrarot-Fernbedienung“. Das Elbers System garantiert dabei den neuesten Stand der Technik, Funktionalität und höchste Stabilität. Zur Perfektionierung des „Aerorock® UD“ für die Untersparrendämmung INFOS: [email protected] 63 60-64_PRs_Personalia.qxd 15.06.2011 16:09 Uhr Seite 64