saison - Philharmonischer Chor Bonn

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SAISON
2017 – 2018
„Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis;
Das Unzulängliche, hier wird‘s Ereignis;
Das Unbeschreibliche, hier ist‘s getan;
Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan.“
aus Mahlers 8. Sinfonie
Chorus Mysticus nach Goethes Faust
2
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Förderer des
Philharmonischen Chores der Stadt Bonn,
der Dichter Paul Claudel hat einmal gesagt: „Das Leben ist zwar kein
Vergnügen, aber eine Freude“.
Dazu, dass das Leben für Sie eine Freude wird, möchten wir, der
Philharmonische Chor der Stadt Bonn, beitragen. Denn unserer
Überzeugung nach ist (Chor-)Musik eine Quelle und Instrument der
Freude zugleich. Musik, die von Herzen kommt, nimmt Ausübende
und Zuhörer für eine gewisse Zeit mit in eine andere, leichtere,
Grenzen überschreitende Welt. Sie schafft Freude, die den Augenblick
überdauert.
Der Philharmonische Chor wird in der kommenden Saison 2017/18 als
Musikbotschafter unterwegs sein und dabei über Grenzen gehen. Im
Gepäck mit dabei: Freude! Mit Aufführungen von Beethovens „Ode an
die Freude“ wird der Philharmonische Chor seine Freude am Musizieren
dem belgischen Publikum in St. Vith und Lüttich weitergeben.
Für unser heimisches Publikum, das uns besonders am Herzen liegt,
haben wir wieder ein interessantes und abwechslungsreiches Programm
zusammengestellt, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei sein
dürfte. Blättern Sie in Ruhe durch unser Jahresprogramm und lassen Sie
sich einladen, unsere Konzerte zu besuchen.
Einzelheiten zu unseren Aufführungen entnehmen Sie den folgenden
Seiten oder im Internet unserer Homepage www.philharmonischer-chorbonn.de.
Teilen Sie auch in dieser Saison mit dem Philharmonischen Chor der
Stadt Bonn die Freude an der Musik! Wir möchten Ihnen schöne und
freudvolle Stunden bereiten. Ich würde mich freuen, Sie auch in der
kommenden Saison im Namen des Chores herzlich zu unseren Konzerten
begrüßen zu dürfen.
Ihr
Georg Hilpert,
Vorsitzender Philharmonischer Chor Bonn
3
Konzertübersicht 2017/2018
SEITE
4
06
Samstag, 30. September 2017, 20 Uhr
Christoph Willibald Gluck, Joseph Haydn, Hector Berlioz,
Charles Gounod, Jacques Offenbach
Beethovenfest Bonn – „Ach, ich habe sie verloren“
08
Donnerstag, 9. November 2017, 20 Uhr
Freitag, 10. November 2017, 20 Uhr
Sonntag, 12. November 2017, 16 Uhr
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 9
10
Samstag, 16. Dezember 2017, 17 Uhr
Sonntag, 17. Dezember 2017, 16 Uhr
Johann Sebastian Bach
Adventskonzert
12
Freitag, 30. März 2018, 19 Uhr
Antonín Dvořák
Karfreitagskonzert – Stabat Mater
14
Freitag, 6. Juli 2018, 20 Uhr
Sonntag, 8. Juli 2018, 11 Uhr
Montag, 9. Juli 2018, 20 Uhr
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 8
Weiterer Inhalt
SEITE
16
Vorschau
Lieder zur Adventszeit
18
Paul Krämer
Chorleiter des Philharmonischen Chores
20
Der Philharmonische Chor der Stadt Bonn
Vita und Mitglieder des Chores
24
Pressespiegel
Saisonrückblick 2016/2017
26
Repertoire
Aufführungen der letzten 25 Jahre
28
Impressum
Bleiben Sie in Kontakt
5
Samstag, 30. September 2017, 20 Uhr
World Conference Center Bonn
Beethovenfest Bonn
Ach, ich habe sie verloren
Christoph Willibald Gluck
Orphée et Euridice (Pariser Fassung), Ausschnitte
Joseph Haydn
L’anima del filosofo ossia Orfeo ed Euridice, Ausschnitte
Arianna a Naxos, Solokantate Hob. XXVIb:2, Ausschnitte
Hector Berlioz
Liederzyklus „Les nuits d’été“,
für Mezzosopran und Orchester op. 7
Charles Gounod
Roméo et Juliette, Ausschnitte
Jacques Offenbach
Orphée aux enfers, Ausschnitte
Anaïk Morel Mezzosopran
Bernard Richter Tenor
Philharmonischer Chor der Stadt Bonn
Paul Krämer Einstudierung
Les Musiciens du Louvre
Sébastien Rouland Dirigent
Karten erhältlich über BonnTicket
Tel. 0228 - 50 20 10, www.bonnticket.de
Das Motto des diesjährigen Beethovenfestes in Bonn lautet „Ferne Geliebte“ – in
Anlehnung an Beethovens bekannten Liederzyklus An die ferne Geliebte von 1816.
Zu den bekanntesten Liebespaaren gehören wohl Orpheus und Eurydike sowie
Romeo und Julia. Unzählige Male wurden die beiden Liebespaare literarisch verarbeitet, vertont und auf die Bühne gebracht. In diesem Konzert wird der Philharmonische
Chor der Stadt Bonn Sie auf einem abwechslungsreichen Streifzug durch vertonte
Liebesgeschichten musikalisch begleiten.
Die Liebesgeschichte von Orpheus und Eurydike aus der griechischen Mythologie
gehört zu einem der beliebtesten Stoffe des Musiktheaters. So hat auch Christoph
Willibald Gluck Orphée et Euridice komponiert – gleich in zwei Fassungen: die italienische Fassung von 1762 – die in Vergessenheit geriet - und die Pariser Fassung von
1774, die später als die bedeutende Reformoper in die Musikgeschichte eingegangen
ist. Gluck wendet sich bewusst von der bis dahin üblichen „Opera seria“ und „Opera
buffa“ ab, die in seinen Augen inzwischen zu unnatürlich und verkünstelt waren. Er
will zurück zu einer Oper, in der menschliche Dramen, Leidenschaft und Schicksalsschläge sowie urmenschliche Gefühle im Vordergrund stehen und wo Musik und
Wort gleichwertig sind. Gluck setzt in seiner „Tragédie Opéra“ Orphée et Euridice auf
künstlerische Einfachheit, Klarheit und Ausdrucksstärke. Er verzichtet auf Koloraturarien der barocken Oper und bedient sich stattdessen schlichter Liedformen als Solopartien wie z.B. die zu Herzen gehende Klage des Orpheus über den Verlust seiner
Eurydike Ach ich habe sie verloren. Weitere bekannte Höhepunkte aus dem Werk sind
der Furientanz sowie der Reigen seliger Geister, die der Philharmonische Chor aus der
Pariser Fassung aufführen wird.
Ganz anders als Christoph Willibald Gluck verarbeitete Jacques Offenbach die dramatische Liebesgeschichte von Orpheus und Eurydike. In seiner „Opera buffa“ Orphée aux
Enfers (Orpheus in der Unterwelt) von 1858 (2. erweiterte Fassung 1874) persifliert
Offenbach den mythologischen Stoff dieses berühmten Liebespaares. Er nimmt den
Antikenkult nicht ganz ernst, deutet ihn um und karikiert auf diese Art und Weise die
Doppelmoral der sogenannten feinen Gesellschaft seiner Zeit. Eines der bekanntesten
Stücke aus Offenbachs Orphée aux Enfers ist der Galop infernal – der Höllen-Cancan –
der weit über die Oper hinaus bekannt und sehr häufig auch separat zu hören ist.
7
Donnerstag, 9. November 2017, 20 Uhr
Triangel - Kultur-, Konferenz- & Messezentrum St. Vith
Freitag, 10. November 2017, 20 Uhr
Salle Philharmonique du Conservatoire Royal de Liège
Sonntag, 12. November 2017, 16 Uhr
Salle Philharmonique du Conservatoire Royal de Liège
Beethoven grenzenlos
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 9, op. 125
Philharmonischer Chor der Stadt Bonn
Paul Krämer Einstudierung
Orchestre Philharmonique Royal de Liège
Christian Arming Dirigent
Karten erhältlich über www.ticketmaster.be sowie www.fnac.be
Seine Neunte Sinfonie ist wohl Beethovens populärstes Werk.
In jeder seiner neun Sinfonien probierte der in Bonn geborene
Meister musikalische Aspekte neu aus: Aufbau und Struktur,
das Spiel mit Themen, Rhythmus und Klang. Im Gegensatz
zu vielen Orchesterwerken der damaligen Zeit, die oft mit
einem dramatischen Fortissimo beginnen, um das Publikum in
den Konzertsaal zu rufen, beginnt der erste Satz der Neunten
Sinfonie zögernd, suchend, bis das Thema gefunden ist. Ähnlich
im prominenten vierten Satz: Beginnend mit einem Dialog
zwischen Bassgruppe und Orchester werden „Vorschläge“
aus thematischem Material der anderen Sätze gemacht. Diese
werden jedoch rezitativisch von den Bässen „abgelehnt“, bis
sie schließlich selbst das Thema für die Zeilen „Freude, schöner
Götterfunken“ finden. Diese weltbekannte Melodie wird durch
die Orchesterstimmen weitergereicht. Durch rhythmischmotivische Arbeit wird die Musik wilder, bis der Vokalbass
Einhalt gebietet und die Sinfonie in die „Ode an die Freude“
mündet.
Das Hauptthema des letzten Satzes wurde vom Europarat
zu seiner Hymne erklärt und 1985 von der Europäischen
Gemeinschaft als offizielle Europahymne angenommen. Ohne
Worte, nur in der universellen Sprache der Musik, bringt sie
die europäischen Werte Freiheit, Frieden und Solidarität zum
Ausdruck.
Der Chorpart der Neunten Sinfonie gehört zum steten Repertoire
des Philharmonischen Chores. Es ist eine besondere Freude,
die „Europahymne“ in diesem Jahr gemeinsam und Grenzen
überschreitend mit dem Orchestre Philharmonique Royal de
Liège aus Belgien in drei Konzerten in St. Vith und Lüttich zu
Gehör bringen zu können.
9
Samstag, 16. Dezember 2017, 17 Uhr
St. Marien, Adolfstraße 28, Bonn
Sonntag, 17. Dezember 2017, 16 Uhr
St. Antonius, Oberhausen (Klosterhardt)
Adventskonzert
Johann Sebastian Bach
Nun komm, der Heiden Heiland BWV 62
Herz und Mund und Tat und Leben BWV 147
Magnificat BWV 243
Marie Heeschen Sopran
Ruth Volpert Alt
Joachim Streckfuß Tenor
Matthias Hoffmann Bass
Philharmonischer Chor der Stadt Bonn
Concerto con Anima
Ingeborg Scheerer Konzertmeisterin
Paul Krämer Dirigent
Karten für das Bonner Konzert zu 25 Euro (ermäßigt 18 Euro)
bzw. für das Oberhausener Konzert zu 15 Euro (ermäßigt 12 Euro)
erhältlich online unter www.philchor.de
oder über die Geschäftsstelle (siehe Seite 31).
Die Adventszeit und die Musik von Johann Sebastian Bach – für
viele gehört das einfach zusammen. Mit der Kantate Nun komm
der Heiden Heiland BWV 62, die auf dem bekannten Adventslied von Martin Luther basiert, eröffnete Bach 1724 das neue
Kirchenjahr.
Im Lutherjahr 2017 steht diese Kantate am Beginn unseres
Adventskonzertes. Ganz im Zentrum des Adventsgeschehens
steht Maria und ihr Bekenntnis zu Gott und Jesus. Diese Thematik wird in der ursprünglich für den 4. Advent komponierten
Kantate Herz und Mund und Tat und Leben BWV 147 aufgegriffen.
Von dieser ersten, in Weimar komponierten Fassung ist allerdings nur der Text erhalten. Die vollständig erhaltene Leipziger
Fassung, mit dem beliebten Choral Wohl mir, dass ich Jesum
habe ist für das Fest Mariä Heimsuchung komponiert worden,
an welchem die Kirche der Begegnung der schwangeren Maria
und ihrer Verwandten Elisabeth gedenkt. Elisabeth grüßt Maria
mit den Worten: „Gesegnet bist du und gesegnet ist die Frucht
deines Leibes“. Daraufhin stimmt Maria ihren Lobgesang, das
Magnificat an. Bach vertont das Magnificat eindrucksvoll für
fünfstimmigen Chor, Solisten und mit drei Trompeten feierlich
instrumentiertem Orchester.
mit freundlicher Unterstützung durch
Volksbank
Bonn Rhein-Sieg
11
Freitag, 30. März 2018, 19 Uhr
Opernhaus Bonn
Karfreitagskonzert
Antonín Dvořák
Stabat Mater
für Soli, Chor und Orchester op. 58
Sumi Hwang Sopran
Dshamilja Kaiser Mezzosopran
Christian Georg Tenor
Philharmonischer Chor der Stadt Bonn
Paul Krämer Einstudierung
Beethoven Orchester Bonn
Dirk Kaftan Dirigent
Konzerteinführung mit
Dirk Kaftan um 18:15 Uhr
Karten erhältlich über BonnTicket
Tel. 0228 - 50 20 10, www.bonnticket.de
Requiem und Stabat Mater sind mittelalterliche Dichtungen,
die ihre Bezeichnungen von den Anfangsworten erhalten
haben (von „Requiem aeternam, dona eis, domine“: „Ewige
Ruhe schenke ihnen, o Herr“, bzw. „Stabat mater dolorosa“,
in etwa: „Es stand die Mutter schmerzerfüllt“). Sie beschreiben
den Schmerz der Mutter Jesu, die mit ansehen muss, wie ihr
Sohn am Kreuz einen grausamen Tod erleidet und sind seit
der Renaissance bis in die Gegenwart häufig in Musik gesetzt
worden. Die wohl berühmteste Vertonung des Stabat Mater
schrieb Pergolesi.
Nachdem der Philharmonische Chor 2016 die Version von
Francis Poulenc aufgeführt hat, steht das Werk aus der Feder
von Antonín Dvořák Karfreitag 2018 auf dem Programm. Im
Gegensatz zu seinem etwas später entstandenen Requiem
war das Stabat Mater keine Auftragsarbeit. Dvořák schuf seine
Vertonung des alten Gedichts über die Schmerzen Mariens
aufgrund des Todes Christi als sehr persönliche Verarbeitung
seiner Trauer über den Tod seiner drei Kinder, die innerhalb
von zwei Jahren starben. Wenngleich ein Großteil des Stückes
den Schmerz der Gottesmutter beschreibt, erzählt das Stabat
Mater doch mehr von Trost als von Trauer. Der letzte Satz
schlussendlich handelt von der Hoffnung auf Erlösung durch
die Kreuzigung Christi.
13
Freitag, 6. Juli 2018, 20 Uhr
Sonntag, 8. Juli 2018, 11 Uhr
Montag, 9. Juli 2018, 20 Uhr
Tonhalle Düsseldorf
Mahlers Achte
Joseph Haydn
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
(aus: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze)
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 8
Polina Pasztircsák Sopran
Manuela Uhl Sopran
Fatma Said Sopran
Katrin Wundsam Mezzosopran
Katharina Magiera Alt
Neal Cooper Tenor
Hanno Müller-Brachmann Bariton
Peter Rose Bass
Kinderchor der Clara-Schumann Musikschule
Justine Wanat Einstudierung
Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf
Marieddy Rossetto Einstudierung
Philharmonischer Chor der Stadt Bonn
Kartäuserkantorei Köln
Paul Krämer Einstudierung
Düsseldorfer Symphoniker
Ádám Fischer Dirigent
Karten erhältlich über www.tonhalle.de
Die 8. Sinfonie Gustav Mahlers zählt zu den am größten
besetzten Werken der Musikgeschichte und trägt daher den
Beinamen Sinfonie der Tausend. Bei der Uraufführung soll die
Gesamtbesetzung aus rund 1030 Mitwirkenden bestanden
haben – 850 Sängerinnen und Sängern sowie einem etwa 170
Personen starken Orchester. Noch heute geht dies über die
übliche Personalstärke eines Konzertwerks hinaus und macht
das Stück zu einem Ausnahmewerk seiner Gattung. Ebenso
ungewöhnlich ist die nahezu durchgängige Verwendung der
menschlichen Stimme. Mahler bezeichnet die Stimme als eines
der schönsten Instrumente und setzt sie nicht nur als punktuelle
Erweiterung der musikalischen Ausdrucksmittel wie in seiner
2. und 3. Sinfonie ein.
Auch formal beschreitet die 8. Sinfonie neue Wege. Das Werk
teilt sich in zwei größere Teile, welche jeweils einige kürzere
und satzähnliche Abschnitte enthalten: den oratorischen
Hymnus Veni Creator Spiritus („Komm, Schöpfer Geist“) und
die Vertonung des Schlusses von Goethes Faust II. Scheinen
die beiden Teile zunächst in keinerlei Beziehung zueinander zu
stehen, gibt es doch ein verbindendes Element zwischen der
Pfingsthymne und der Faust-Schlussszene: Die Liebe Gottes. In
Mahlers Gedankenwelt sind Geist, Gott und Liebe eins: Veni,
creator spiritus, infunde amorem cordibus - Komm, Schöpfer
Geist, gieße Liebe in unsere Herzen.
15
Lieder zur Adventszeit
zum Video geht‘s hier entlang
16
Wie schon im vergangenen Jahr wollen wir auch in
diesem Advent auf dem Bonner Weihnachtsmarkt mit
Adventsliedern zur Weihnachtsstimmung beitragen.
Am Donnerstag, den 21. Dezember 2017 werden
wir an ­verschiedenen Plätzen in der Bonner Innenstadt zu sehen und zu hören sein.
Mit unserem Gesang wollen wir auch wieder Spenden für einen
wohltätigen Zweck sammeln. Wir würden uns freuen, wenn
wir Sie auf die Weihnachtszeit einstimmen können und im
Anschluss bei Glühwein ins Gespräch kommen würden. Vielleicht gefällt es Ihnen ja so gut, dass Sie selber einmal mitsingen wollen? Dann schauen Sie doch einmal auf Seite 28.
Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage
www.philchor.de und bei Facebook unter
www.facebook.com/philchor.bonn
Der Philharmonische Chor singt
„Tochter Zion“ in Bonn
17
Chorleiter des Philharmonischen Chores
18
Paul Krämer wurde 1990 geboren und
wuchs in Oberhausen auf. Bereits mit
sechs Jahren erhielt er dort seinen ersten
Klavierunterricht, später folgte Unterricht
in Klarinette, Orgel, Gesang und Musiktheorie. Noch in seiner Schulzeit absolvierte er eine Kirchenmusik C-Ausbildung.
Hieran schloss sich ein Studium in Mathematik und Schulmusik an, in dem er Dirigierunterricht bei Prof. Eberhard Metternich erhielt. 2012 nahm Paul Krämer ein
Dirigierstudium bei Prof. Marcus Creed an
der Hochschule für Musik und Tanz Köln
(HfMT) auf. Mit Mendelssohn Bartholdys Oratorium Paulus debütierte er im
September 2015 sehr erfolgreich in der
Kölner Philharmonie und schloss gleichzeitig sein Bachelorstudium mit Bestnote ab.
Zurzeit studiert er im Masterstudiengang
Dirigieren bei Prof. Peter Dijkstra, ebenfalls
an der HfMT Köln.
Weitere Impulse erhielt er auf Musikakademien im In- und Ausland von namhaften
Dirigenten wie Morten Schuldt-Jensen,
Timothy Brown und Neville Creed sowie
durch Einstudierungen u. a. für Markus
Stenz, Christof Prick und Andreas Spering.
Der Stipendiat der Studienstiftung des
deutschen Volkes gründete 2010 den
Kölner Studienstiftungschor, den er bis
2013 leitete. Außerdem arbeitet er regelmäßig mit dem Vokalensemble der HfMT
Köln, dem Bonner Kammerchor und dem
Projektensemble Caleidon zusammen und
dirigierte bereits die Bochumer Symphoniker, das Neue Rheinische Kammerorchester sowie das Concerto con Anima und das
Cölner Barockorchester.
Seit Mitte 2013 ist Paul Krämer künstlerischer Leiter der Kartäuserkantorei Köln, mit
welcher er bereits mehrfach in der Kölner
Philharmonie zu hören war. Unter seiner
Leitung wurde die Kartäuserkantorei Köln
2015 beim International Passion Music
Festival Szczecin mit Gold ausgezeichnet.
Paul Krämer ist seit Mai 2016 Chordirektor
des Philharmonischen Chores der Stadt
Bonn. Als Antrittskonzert dirigierte er im
Dezember 2015 das Weihnachtsoratorium
von J. S. Bach, mit dem er Chor und Publikum restlos überzeugte.
19
Der Philharmonische Chor der Stadt Bonn e.V.
Komponisten porträtiert oder thematische Schwerpunkte gesetzt werden.
Der Philharmonische Chor der Stadt
Bonn ist ein semiprofessionelles Ensemble von rund 120 aktiven Sängerinnen
und Sängern. Er ging aus dem 1852
gegründeten „Städtischen Gesangverein“
hervor und gilt heute als Bonns führender
weltlicher Oratorienchor. Die Mitwirkung bei den städtischen Chorkonzerten,
vornehmlich unter Leitung des Bonner
Generalmusikdirektors, ist die Hauptaufgabe des Chores. Darüber hinaus wirkt er
häufig beim Internationalen Beethovenfest mit und gestaltet – in wechselnden
Besetzungen – auch kammermusikalische
Konzertreihen. So etwa im Sommer die
Benefizkonzerte auf dem Alten Friedhof
in Bonn, durch dessen Flair die Darbietungen einen ganz eigenen Charakter
entwickeln.
Als musikalischer Botschafter der Beethovenstadt Bonn wird der Philharmonische
Chor gern zu Gastkonzerten im In- und
Ausland eingeladen. So führten ihn in
den letzten Jahren Konzertreisen nach
Japan, England, Frankreich, Belgien
und die Schweiz. Beim internationalen
Lucerne Festival gab der Philharmonische Chor 2013 sein Debüt an der Seite
des Philharmonia Orchestra London mit
Roméo et Juliette von Hector Berlioz unter
der Leitung von Esa-Pekka Salonen. Die
Neue Zürcher Zeitung bezeichnete diese
mitreißende und künstlerisch glanzvolle
Auf­führung als „Sternstunde des vier­
wöchigen Sommerfestivals“.
Großer Beliebtheit erfreuen sich die
Kammer­konzerte im Kammer­musiksaal
des Beethoven-Hauses, in denen einzelne
Zu den Höhepunkten der musikalischen
Arbeit in der jüngeren Vergangenheit
zählen die Aufführungen von Ludwig
20
van Beethovens Ode an die Freude in der
Kölner Philharmonie und dem Konzerthaus Dortmund, noch einmal mit dem
Philharmonia Orchestra London, diese
Male unter der Leitung von Christoph von
Dohnányi. Die Aufführung von Benjamin
Brittens War Requiem mit dem Beethoven­
orchester Bonn unter der Leitung von
Christof Prick war ein ausgesprochener
Glanzpunkt des Philharmonischen Chores
der vergangenen Saison.
In der Saison 2017/18 ist der Philharmonische Chor nach Sankt Vith und Lüttich
in Belgien sowie nach Düsseldorf eingeladen. Auf seiner Konzertreise nach Belgien
wird der „PhilChor“ in drei Konzerten mit
Ludwig van Beethovens Ode an die Freude
mit dem Orchestre Philharmonique Royal
de Liège unter der Leitung von Christian
Arming zu hören sein. Zum Saisonabschluss gastiert der Philharmonische Chor
Bonn in der Tonhalle Düsseldorf. Dort
wird er Gustav Mahlers 8. Sinfonie mit
den Düsseldorfer Symphonikern unter der
Leitung von Ádám Fischer aufführen. Für
den musikalischen Genuss zuhause wird
diese Aufführung auf CD eingespielt.
Seit gut einem Jahr probt der Philharmonische Chor Bonn nun unter der künstlerischen Leitung des jungen Dirigenten Paul
Krämer, der sein Dirigierstudium an der
Hochschule für Musik und Tanz in Köln
bei Professor Marcus Creed 2015 mit Bestnote abschloss. Von seinem hochkarätigen
musikalischen Können überzeugte er das
Publikum bereits in mehreren Konzerten
unter seiner Leitung, wie zum Beispiel einer
außergewöhnlichen Brahms-Matinee im
Kammermusiksaal des Beethovenhauses
oder einer schwungvollen Aufführung
des Bach`schen Weihnachtsoratoriums in
der Bonner Sankt Marien-Kirche.
21
Die Mitglieder des Philharmonischen Chores der Stadt Bonn
Sopran
Kerstin Baldauf
Christiane Baron
Sue Bailey
Johanna Bemmann
Sabine Bewerunge
Karola Block
Constanze Cremer
Gabriele Esch
Barbara von Faber
Stefanie Frische
Claudia Füg
Brigitte Half
Brigitte Hanisch-Zelle
Melanie Heckelsberg
Heike Heinen
Adrienne Herrmann
Verena Hilpert
Silvia Hoch
Vera Jansen
Stephanie Knobloch
Uta Lanske
Katharina Lehmann
Elisabeth Lilge
Ursula Lindenthal
Blanca Lizarraga
Erika Mager
Catharina Mejia King
Margareta Müller-Marsall
Claudia Neumann
Ursula Nolte
Annett Reischert-Bruckmann
Marion Sassen
Gisela Schmidt
Nicole Schmidt
Barbara Schmidt-Durdiak
Jennifer Schönleiter
Dagmar Schröder
Brigitte Schwaderer
Birgit von Seggern
Nina Senger-Mertens
Neele Speck
Karla Sponar-Asiain
Anna Stercken
Silke Tiggemann
Julia Vreden
Silvia Walker
Aike Wiegner
Anna Zoporowski
Tenor
Christoph Aißlinger
Johannes Bender
Karl Heinz Bierlein
Gerold Blasig
Robert Bernacik
Michael Bode
Joachim Franz
Michael Grewe
Georg Hilpert
Philipp Höppner
22
Eric Lange
Oliver Lange
Christian Leber
Oliver Müllenbach
Mark Peters
Michael Schaefers
Sven Schlesiger
Eberhard Schlicker
Gregor Werner
Alt
Urte Afflerbach-Breuer
Karin Baldingen
Doris Brinkmann
Dagmar Broemme
Lisa Jane Coppack
Anna Damert
Frauke Dungs
Ursula Egyptien
Mechthild Finkelnburg
Andrea Gersch
Anja Hermes
Stefanie Hochheim
Jo Hopper
Britta Klein
Julia Korst
Aline Kurtenacker
Susanne Lammerz
Beate Leber
Gertrud Liepelt
Karin Linden
Renate Lubitz
Ulrike Lucius
Annette Münzenberg
Monika Neumann-Justen
Beate Nikorowitsch
Annika Paulun
Ulla Pinsdorf
Ute Poschenrieder
Sonja Puttkamer-Krampe
Pia Schievink
Charlotte Schneider
Annette Siebke
Franziska Schlué
Silke Steinke
Gabriele Teichmann
Karin Tkotz
Ursula Wiedemann
Bass
Martin Asiain
Andreas Baumgärtner
Jonas Breull-Wierschem
Fabian Droste
Joachim von Eynern
Wolf-Dieter Finkelnburg
Joachim Gantzsch
Joshua Gehlen
Hans-Georg Gersch
Gerhard Hautmann
Jürgen Heinen
Christoph Jansen
Martin Junghöfer
Bernhard Klein
Herbert Kracht
Winfrid Langer
Mark Lenkewitz
Stefan Lihs
Iliya Nickelt
Hans-Dietrich Pallmann
Klemens Roloff
Stephan Russek
Tobias Senger
Jürgen Tiedtke
Bernd Weber
23
Saisonrückblick 2016/2017
Hector Berlioz, Beethovenfest – Kunst und Leben
„Irgendwie wirkte dieses Konzert wie eine glückliche
und musikalisch äußerst fruchtbare Fügung.“
Bonner Rundschau, 3. Oktober 2016
„Der Philharmonische Chor der Stadt Bonn (Einstudierung:
Paul Krämer) und das Ensemble Vocapella Limburg (Einstudierung: Tristan Meister) liefen in der „Phantasie über
Shakespeares Sturm“ zu großer Form auf. Das Publikum war
hellauf begeistert von diesem Beethovenfest-Konzert.“
General-Anzeiger, 3. Oktober 2016
Johannes Brahms, Spätherbst – Matinee mit Brahms
„(…) das musikalische Niveau, das der Kammerchor des
Philharmonischen Chores unter der Leitung von Paul Krämer
an den Tag legte, wieder über jeden Zweifel erhaben (…)
Das Auswahlensemble des Philharmonischen Chores
bestach durch vorbildliche chorische Tugenden.“
General-Anzeiger, 15. November 2016
24
Ludwig van Beethoven, BeethovenNacht
„In dieser Messe klingt nichts so selbstverständlich wie bei Mozart oder
Haydn, aber der von Chorchef Paul Krämer perfekt vorbereitete Chor
kann die schroffen Kontraste und Steigerungen glaubhaft vermitteln.
Die Chorstimmen agieren dabei ebenso treffsicher
und ausgewogen wie das von Ute Selbigs klarem und
innigen Sopran angeführte Solistenquartett.“
General-Anzeiger, 19. Dezember 2016
„Die Solistengruppe mit Ute Selbig/Sopran, Ezgi Kutlu/Alt, Eric
Stokloßa/Tenor und Friedemann Röhlig/Bass (…) fügte sich in
diese mehr feierlich und nachdenklich gehaltene Interpretation
bestens ein. Der Philharmonische Chor rundete sie mit seinem
kultivierten Klang, wohlproportionierten Stimmgruppen und
präziser Phrasierung, auch in den Fugenteilen, sehr schön ab.“
Bonner Rundschau, 19. Dezember 2016
Benjamin Britten, War Requiem
„Auch ist das Verhältnis zwischen Orchester und dem von Paul
Krämer exzellent präparierten, breit aufgestellten Philharmonischen
Chor der Stadt Bonn wie dem von Jost Salm einstudierten, von
der Empore aus agierenden Knabenchor der Chorakademie
Dortmund so abgestimmt, dass die Textverständlichkeit selbst
in leisesten Passagen jederzeit gewährleistet bleibt.“
General-Anzeiger, 18. April 2017
25
Aufgeführte Werke aus den letzten 25 Jahren
Allegri
Miserere
Delius
Eine Messe des Lebens
Bach
h-Moll-Messe
Johannes-Passion
Matthäus‑Passion
Motetten
Weihnachtsoratorium
Duruflé
Requiem
Beethoven
9. Sinfonie
C-Dur-Messe
Chorfantasie
Missa solemnis
Eisler
Deutsche Sinfonie
Berlioz
Grande Messe des Morts
L’Enfance du Christ
La D
­ amnation de Faust
Lélio ou Le retour à la vie
Grande Symphonie funèbre et triomphale
Roméo et Juliette
Bernstein
Chichester Psalms
Mass
Brahms
Altrhapsodie
Ein deutsches Requiem
Frauenchöre op. 17
Gesang der Parzen
Nänie
Quartette op. 31 & 92
Britten
A Ceremony of Carols
Noah und die Flut
St. Nikolaus-Kantate
War Requiem
Debussy
Pelléas et Mélisande
Nocturnes
26
Dvořák
Requiem
Stabat Mater
Elgar
The Dream of Gerontius
The Apostles
The Kingdom
Fauré
Messe basse
Requiem
Glass
CIVIL warS: Römische Section
Three Songs
Händel
Israel in Egypt
Messiah
The ways of Zion do mourn
Haydn
Die Jahreszeiten
Holst
Die Planeten
Honegger
Le roi David
Totentanz
Une Cantate de Noël
Liszt
Dante-Sinfonie
Faust-Sinfonie
Looten
Bonner Messe
Schmidt
Das Buch mit sieben Siegeln
Mahler
2. Sinfonie
3. Sinfonie
8. Sinfonie
Das klagende Lied
Schönberg
Ein Überlebender aus Warschau
Gurre-Lieder
Martin
In Terra Pax
Massenet
Marie-Magdeleine
Mendelssohn
Elias
Erste Walpurgisnacht
Hör mein Bitten
Motetten a-cappella
Paulus
Sinfonie Nr. 2 „Lobgesang“
Wie der Hirsch schreit
Schubert
Rosamunde
Messe Es-Dur
Schumann
Das Paradies und die Peri
Der Rose Pilgerfahrt
Szenen aus Goethes Faust
Requiem
Strawinsky
Oedipus Rex
Psalmensymphonie
Tippett
A Child of Our Time
Monteverdi
Marienvesper
Ullmann
Jiddische Volksliedbearbeitungen
Mozart
c-Moll-Messe
Requiem
Verdi
Requiem
Orff
Carmina Burana
Penderecki
Psalmen Davids
Walton
Belshazzars Feast
Wolf
Christnacht
Chorlieder und -balladen
Pfitzner
Von deutscher Seele
Poulenc
Dialogues des Carmélites
Stabat Mater
27
Sing mit uns!
Wir suchen junge Stimmen mit Chorerfahrung, insbesondere
in den Stimmlagen Tenor und Bass, die uns bei unseren
nächsten Projekten (u.a. Mahlers Achte) unterstützen
und den Chor gerne dauerhaft verstärken möchten.
Wir bieten Dir ein traditionelles großes Chorrepertoire,
kammermusikalische Leckerbissen, Stimmbildungsangebote
und Konzertreisen. Und neben dem Singen? Chorfeste, ein
tolles Miteinander und auch nichtmusikalische Aktivitäten.
Wenn Du Lust auf Chormusik auf hohem Niveau
und Spaß am anspruchsvollen Arbeiten daran
hast, freuen wir uns, von Dir zu hören.
Melde Dich bei unserem Chordirektor Paul Krämer, ­der Dich
und Deine Stimme gerne persönlich kennen lernen möchte!
[email protected]
28
philchor.de
facebook.com/philchor.bonn
29
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Impressum
Herausgeber
Philharmonischer Chor der Stadt Bonn e.V.
Siebengebirgsstraße 20
53229 Bonn
Tel.: 0228 - 286 284 66
E-Mail: [email protected]
Registergericht: Amtsgericht Bonn
Registernummer: Vereinsregister Nr. 5942
Verantwortlich für den Inhalt
Georg Hilpert
Redaktion
Annette Münzenberg
Redaktionsschluss
30.06.2017
Texte
Frauke Dungs
Aline Kurtenacker
Eric Lange
Annette Münzenberg
Layout
Tobias Senger
Bildnachweise
Susanne Fern (Seite 18, 20 f.)
Jametlene Reskp (S.12)
Jason Rosewell (S.28)
Tobias Senger (S.16)
Nina Senger-Mertens (Titelbild)
Markus Spiske (S.10)
Manuel Will (S.14)
Druck
Änderungen vorbehalten
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Vorsitzender
Schriftführerin
und Geschäftsstelle
Schatzmeister
Chordirektor
Informationen im Internet
Georg Hilpert
Philosophenring 80
53177 Bonn
Tel.: 0228 - 93 29 90 78
E-Mail: [email protected]
Anna Zoporowski
Siebengebirgsstraße 20
53229 Bonn
Tel.: 0228 - 286 284 66
E-Mail: [email protected]
Stephan Russek
E-Mail: [email protected]
Paul Krämer
Tel. 0176 - 81 97 43 46
E-Mail: [email protected]
www.philharmonischer-chor-bonn.de
mit freundlicher Unterstützung durch
Volksbank
Bonn Rhein-Sieg
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