Ermittlung von Kosten für Arbeit und Maschinen

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Ermittlung von Kosten für Arbeit und Maschinen
Um eine aussagekräftige Kalkulation zu erstellen, ist es unerlässlich, die Kosten für Arbeit und
Maschinen genau zu erfassen.
Dieses sollte in gewissen Abständen jeweils über ein Jahr erfolgen. Eine permanente Erfassung der
Arbeits- und Maschinenkosten ist m. M. n. nicht notwendig, da sich die Arbeitszeiten als auch die
Maschinenzeiten nicht so sehr von Jahr zu Jahr ändern. Das heißt, das Erstellen einer Gruft wird
sich vom Zeitrahmen her 2002 nicht wesentlich von 2003 unterscheiden. In jedem Falle sollte die
Erfassung aber über ein volles Jahr laufen, um auch Saisonelle Arbeiten wie Laub harken,
Winterdienst, usw. zu erfassen.
Bei uns hat sich die Erfassung durch Wochenarbeitszettel (Anlage 1) bewährt. Der Arbeitszettel ist
ein Ausdruck, auf dem schon der Name des Mitarbeiters und die Kalenderwoche, sowie die
einzelnen Wochentage vorgegeben sind. Das Datum wird vom Mitarbeiter eingetragen. Die
einzelnen Spalten sind mit:
1.Arbeit,
Art, Ort, wird vom Mitarbeiter als Kennzahl eingetragen
2.Arbeitsstd.
Arbeitszeit in Std wird vom Mitarbeiter eingetragen
3.Maschinenstd,
Maschinenzeit in Std wird vom Mitarbeiter eingetragen
4.Maschine
wird als Kennzahl vom Mitarbeiter eingegeben
5.Notiz
Besonderheiten, Zwischenfälle, Abteilung, usw.
überschrieben.
Zu 1.Arbeit: Da nicht von allen Mitarbeitern des Friedhofes das Geschriebene zu entziffern war,
wurde ein System(Anlage 2) entwickelt, das genau Art und Ort der Arbeit über eine vierstellige
Zahl definiert.
Hierbei gibt die 1. Ziffer den Ort der Arbeit an, in unserem Fall der Nicolai Friedhof, oder der
katholische Friedhof.
Die 2. Ziffer gibt an, ob es sich auf eine Gruft/Grabstelle bezieht, ob es sich auf allgemein hoh.
Aufgaben bezieht, ob außerhalb des Friedhofs gearbeitet, (Amtshilfe), oder ob gewerblich gearbeitet
wurde, d.h. mit Ust.
Die 3. und die 4. Ziffer geben gemeinsam die eigentliche Arbeit an.
Beispiele:
1218: Nicolai Friedhof, Wege allgemein; Winterdienst.
1415: Nicolai Friedhof, Gewerblich, Grabpflege.
2101: Kath. Friedhof, Gruft, ausheben.
Hierbei muss man die Bedeutung der Ziffern natürlich auf seinen Friedhof beziehen. Wer keine
gewerblichen Aufgaben verrichtet, braucht auch die Ziffer 4, die in unserem Beispiel an 2ter
Position steht, nicht, oder kann sie für etwas anderes verwenden.
Spalte 2 + 3 geben Arbeitszeiten bzw. Maschinenzeiten an.
Spalte 4 gibt eine Kennzahl(Anlage2, im Kasten) für Maschinen an. Auch hier definiert eine
Kennzahl genau die Maschine. Sie ist schneller einzutragen und verhindert Schreib- bzw.
Lesefehler. Beispiel:
40: Leiber, in üblicher Ausstattung als Kipper.
41: Leiber mit Winterdienstausrüstung, Schneeschild+ Sandstreuer.
42: Leiber mit Laubsaugeinrichtung.
Auch hierfür gilt, dass die Kennzahlen dem bestehenden Maschinenpark Ihres Friedhofs zugeordnet
werden. Wer keinen Leiber hat, kann die 40er Nummern anders belegen.
Das in diesem Fall der selbe Leiber mit verschiedenen Nummern bei den verschiedenen
Ausstattungen versehen ist, liegt in den verschiedenen Kosten für eine Betriebsstunde begründet.
Mit Winterdienstausrüstung ist der Leiber pro Std. teuerer.
Mit diesen Arbeitszetteln ist dem Friedhofsarbeiter eine Möglichkeit an die Hand gegeben, schnell
und genau sein Arbeitstagebuch zu führen. Die Fehlerquote ist im Vergleich zum Ausschreiben
ganzer Wörter für die Arbeit und die Maschinen erheblich reduziert. Die Gewöhnungszeit ist rel.
kurz. Anfangs häufige Nachfragen, welche Zahl denn nun eingetragen werden soll, lassen nach
einigen Wochen stark nach.
Auswertung
Letztendlich ist durch diese Angabe in Zahlen auch der Aufwand für die Auswertung in der
Verwaltung viel geringer. Mit Eingabe der vierstelligen Arbeitszahl, einer Zahl für Arbeitsstunden,
einer Zahl für Maschinenstunden und einer zweistelligen Kennzahl für die Maschine in eine
geeignete Exceltabelle ist eine verrichtete Arbeit hinlänglich definiert.
Der Verwaltungsaufwand für das Übernehmen der Zahlen von 6 Mitarbeitern, und somit von 6
Wochenarbeitszetteln in Exceltabellen beträgt pro Kalenderwoche etwa 10 Minuten.
Sind alle Zahlen in eine oder mehrer Exceltabellen übernommen, stehen verschiedene
Möglichkeiten der Auswertung zur Verfügung. Über Daten sortieren sind schnell die
Gesamtaufwendungen des ganzen Jahres für eine bestimmte Arbeit festgestellt. Ermittelt, man für
das Gruftausheben Gesamtaufwendungen von 10.000€, teilt man diese durch die Anzahl der
erstellten Gruften. So ist der Aufwand für das Erstellen einer einzelnen Gruft ermittelt. Diese Zahl
vergleicht man mit der Gebühr, die man für das Ausheben einer Gruft berechnet. Weichen sie stark
voneinander ab, braucht man eine neue Gebührenkalkulation.
Auf diese Weise lässt sich jede Gebühr auf Stimmigkeit kontrollieren. Es lässt sich aber auch
schnell ermitteln, ob Sonderzahlungen, die man z.B. für Kriegsgräberpflege erhält, ausreichend
sind, bzwr ob der Aufwand, den man dafür betreibt, zu hoch ist.
Für Excelkönner kann man die Auswertungen auch mit verschiedenen Formeln ausstatten, so dass
weitere Auswertungsmöglichkeiten gegeben sind. Zweckmäßigerweise kann man die Tabelle so
ausstatten, dass über Verweis die einzelnen Kosten für die Maschinen gleich mit in die Tabelle
übernommen werden. Da sind dem geneigten Anwender viele Möglichkeiten offen.
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