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Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser
m dritten Jahr von artec hat sich die Bauwirtschaft in den meisten
Sparten sehr dynamisch und positiv entwickelt. Das Jahr 2015
hingegen wird eine Wachstumsabschwächung mit sich bringen:
einerseits wegen des zu erwartenden Rückgangs im Umbau- und
Sanierungsbereich, andererseits wird sich wohl der Wohnungsbau
etwas abkühlen. Demgegenüber besteht speziell im öffentlichen
Bau und im Gesundheitssektor grosser Nachholbedarf. So gesehen können wir durchaus positiv in die Zukunft schauen und
gespannt sein, welche Projekte Furore machen werden.
I
Impressum
Auflage:
17 400 Exemplare
Erscheint:
1 x jährlich
Nächste Ausgabe:
Ende 2015
Herausgeber:
Saint-Gobain Weber AG
Saint-Gobain ISOVER AG
Rigips AG
GLASSOLUTIONS® Vetrotech Saint-Gobain (International) AG
Redaktionsteam:
Franco Luccarini, Saint-Gobain Weber AG
Daniel Schild, Saint-Gobain ISOVER AG
Marcel Koller, Rigips AG
Gestaltung:
coray com ag, Ennetbaden
Bestellpreis:
Das vorliegende Heft zeigt wieder einen breiten Querschnitt
durch die Architekturlandschaft der Schweiz. Wir stellen vorwiegend öffentliche Bauten vor, welche die Gestaltungskraft und die
Neugier der jeweiligen Architekten dokumentieren. Mit einer
gesunden Prise Experimentierfreude – immer abgesichert durch
Material- und Sachkenntnis – gehen sie selbstbewusst ihres
Weges. Obwohl das Entwicklungstempo in der Baustoffindustrie
vergleichsweise gemächlich ist, haben sich Materalien und
Anwendungen in beachtenswerter Weise vorwärts bewegt und
ermöglichen erfrischende, neuartige Lösungsansätze. Natürlich
braucht es dazu die Offenheit der Planerinnen und Planer und
ihre Bereitschaft, diese Systeme in ihren Werken einzusetzen –
konventionell bis avantgardistisch.
Besuchen Sie mit uns in diesem Heft – unter anderen – ein glänzendes Busdepot, das zweite Wunder von Bern, die Terrassen
von Schönenfurt, das Richti-Areal, den Diamanten von Lausanne
und einen Zehnkämpfer in Paris. Alles Projekte, welche aus der
fruchtbaren Partnerschaft zwischen Architektur und Industrie
hervorgegangen sind.
Bitte senden Sie uns Ihr Feedback an: [email protected]
Mit den besten Grüssen
Marcel Koller
Direktor Verkauf & Kommunikation, Rigips AG
CHF 10.–
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architecture I art I technology I eco
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Toni-Areal, Zürich
Inhalt
Editorial
architecture
Verwandlungswunder
Strahlende Energieeffizienz
6 – 11
architecture I art I technology I eco
La Praille setzt neue
Massstäbe im Kinobau
46 – 49
50 – 53
Richti-Areal, Wallisellen
18 – 19
«Skulptur mit
Identifikationspotential»
20 – 23
Verdichten war gestern,
teilen ist heute
Sechs Terrassen für Schönenfurt
artec
40 – 45
Deckbeschichtungen
an Fassaden modellieren
Das zweite Wunder von Bern
4
Harmonisches Nebeneinander
im Schulhaus Mörschwil
12 – 17
art
Richti-Areal, Wallisellen
technology
3
54 – 59
eco
Doppelkindergarten
Haspelweg, Bern
60 – 61
Immer und immer wieder ...
62 – 63
Flumser Bürohaus im Plus
64 – 69
Produktneuheiten
70 – 71
Veranstaltungskalender
72 – 73
24 – 27
28 – 33
Rigips Trophy:
Wo ist der beste Trockenbau?
34 – 37
Toni-Areal, Zürich
38 – 39
Doppelkindergarten Haspelweg, Bern
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Die 300 m 2 Farbstoffsolarzellen an der Westfassade sind eine Erfindung
von EPFL-Professor Michael Grätzel, die 1991 ihren Anfang nahm und
hier als Prototyp erstmals den Weg in eine architektonische Anwendung
gefunden hat.
Verwandlungswunder
Von einem Diamanten war schon die Rede. Je nach Blickwinkel
könnte es auch ein futuristisches Flug- oder Tiefseeobjekt sein,
und weitere Assoziationen seien erlaubt. Egal, was der Einzelne in
der Dachform zu erkennen glaubt, das Kongresszentrum auf dem
Campus der EPFL hinterlässt einen starken Eindruck und bietet
eine neuartige, ja spektakuläre Modulierbarkeit des Innenraumes.
G
© Les Cordes Lumineuses – Künstlerin Catherine Bolle
leich zwei an der Eidgenössischen Technischen Hochschule
in Lausanne entwickelte Technologien kamen im Convention
Center und damit «vor der eigenen Haustür» zum Einsatz. Einerseits steht das Gebäude auf 200 Pfählen; fünf davon sind thermische Versuchspfähle und dienen nicht nur als Stützen, sondern
auch als Wärmetauscher. Ein Flüssigkeitskreislauf sorgt – je
nach Jahreszeit – für Wärme oder Kühlung. Dies als Fortsetzung
eines elfjährigen Forschungsprojekts des EPFL-Instituts für
Bodenmechanik in der Praxis.
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Fassadengestaltung mit Solarzellen
Die Pfähle speichern zudem einen Teil der Energie, welche die
300 m2 Farbstoffsolarzellen an der Westfassade produzieren. Auch
sie sind eine Erfindung aus den eigenen Reihen, die 1991 ihren
Anfang nahm und hier als Prototyp erstmals den Weg in eine architektonische Anwendung gefunden hat. Dies könnte der Startschuss
für die industrielle Karriere der nach ihrem Erfinder benannten
Grätzel-Zellen sein. Die stimmungsvolle Farbkomposition entstand
in Zusammenarbeit mit der Schweizer Künstlerin Catherine Bolle.
Mekka der Wissenschaft
Soviel zur Energietechnik. Was aber hat 2006 den Ausschlag gegeben für die Planung und den Bau des Swiss Tech Convention
Centers (STCC)? Als zentrales Element des Erweiterungsprojekts
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Das Convention Center ist eines von ganz wenigen Kongressgebäuden
weltweit, die direkt auf einem Universitätscampus stehen; es dient als
«Versuchslabor» für neuste Technologien.
Kenneth Ross
© de Richter Dahl Rocha & Associés architectes SA
Ignacio Dahl Rocha
Christian Leibbrandt
Situationsplan des «Quartier Nord» mit dem Swiss Tech Convention Center (STCC) und dem angrenzenden Komplex mit Studentenwohnungen, Hotel-,
Laden-, Restaurant- und Dienstleistungsflächen.
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Jacques Richter
Die vier Partner von Richter Dahl Rocha architectes SA in Lausanne.
«Quartier Nord» der Eidgenössischen Technischen Hochschule
Lausanne erfüllt der hochmoderne Veranstaltungsort mit maximal
3000 Plätzen einen lange gehegten Wunsch von Forscherinnen
und Forschern. Grosse Wissenschaftskongresse sowie internationale Konferenzen, Messen und Symposien bringen führende
Köpfe aus der ganzen Welt an die EPFL. Seit seiner Eröffnung im
April 2014 haben beispielsweise die Internationale FotovoltaikTagung (700 Personen), die Internationale Konferenz des
UNESCO-Lehrstuhls für Entwicklungstechnik (350) und die Jahrestagung der International Society for Electrochemistry (1300)
stattgefunden. Aktuell sind die Räume für mindestens ein Jahr
ausgebucht.
Spektakuläre Raum- und Sitzmodulierung
Das Convention Center ist eines von ganz wenigen Kongressgebäuden weltweit, die direkt auf einem Universitätscampus stehen.
Gleichzeitig dient es als «Versuchslabor» für neuste Technologien.
Das Gebäude ist ein neues Symbol auf dem EPFL-Gelände und
Orientierungspunkt zugleich. Das schräg verlaufende Dach mit
seinen messerscharfen Kanten besteht aus eloxiertem Aluminium; es steht bewusst in starkem Kontrast zur eleganten Innenarchitektur aus Naturzholz. Nicht minder eindrucksvoll ist die europaweit einzigartige Kongress-Infrastruktur. Das Amphitheater lässt
sich vollautomatisch in verschiedene Saalgrössen- und varianten
mit einem Angebot zwischen 183 und 3000 Plätzen umwandeln.
Das aus Kanada stammende GALA-System macht es möglich:
mit verschieb- bzw. versenkbaren Wänden sowie um 180 °
rotier- und versenkbaren Sitzreihen auf dem Parkett-Level, die
gruppenweise über ein motorisiertes Stangensystem miteinander
verbunden sind.
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a
Loch wird wieder
zugeputzt
A
Vorderes Auditorium 1660 m2 / 1757 Sitzplätze
B
Hinteres Auditorium 465 m2 / 357 Sitzplätze
C
Balkon 710 m2 / 456 Sitzplätze
© de Richter Dahl Rocha & Associés architectes SA
Konfigurationsvarianten
Längsschnitt Decke Sektor D
A + B + C Grosses Auditorium 2800 m2 / 3000 Sitzplätze
D
Foyer Balkon 500 m2 / 480 Stehplätze
E
Hauptfoyer 1660 m2 / 2200 Stehplätze
F
Businesscenter / Ausstellungsräume UG 1498 – 3780 m2 / 1400 – 2200 Steh- oder Sitzplätze
Rigips -Bauplatte 2 x 20 mm
Isoresist Piano 120 mm
Rigips -Bauplatte 2 x 20 mm
IPE 500
Simpson KNAGGE 125
Mégastil Hutprofil
Mégastil Deckenprofil 170
Mégastil Deckenprofil 140
Simpson SPF 370
Die um 180 ° rotier- und versenkbaren Sitzreihen auf dem Parkett-Level sind
gruppenweise über ein motorisiertes Stangensystem miteinander verbunden.
Eine der vielen möglichen Raumkonfigurationen im STCC.
Gipstrockenbau fördert Funktionalität
Eine der riesigen Saaltrennwände mit über 30 m Breite, 220 m2
Fläche und gut 30 Tonnen Gewicht ist ebenfalls im Boden versenkbar. Die Stahlkonstruktion wurde komplett mit Gipsbauplatten
bekleidet, die eine glatte Oberfläche für den Finish bieten und
gleichzeitig eine Brandschutzfunktion übernehmen. Über der
Hauptbühne im grossen Auditorium galt es weiter, den über 20 m
breiten und 7 Tonnen schweren, aufgerollten Brandvorhang aus
Metall mit einer vor Ort konzipierten, U-förmigen Einfassung aus
Gipsbauplatten ebenfalls vor Feuer zu schützen.
Eine Decke und ihre vielen Funktionen
Der dritte mit Gipstrockenbau ausgeführte Bereich im STCC ist die
Verkleidung der Untersicht des betonierten, von Stahlträgern
gestützten Balkons im Amphitheater. Die Decke konnte aus
lüftungs- und schalltechnischen Gründen nicht zwischen die einzelnen Stahlträger gespannt werden, sondern musste mithilfe von
Mégastil-Weitspannprofilen und Spezialbeschlägen aus dem Holzbau auf die Unterseite der Stahlträger montiert werden. Diese eine
Decke erfüllt gleich drei Funktionen: eine Brandschutz-, eine
Schallschutz- und eine Akustikfunktion. Die Unterkonstruktion
war umso anspruchsvoller, als der Deckenaufbau nebst Dämmmaterial und Spezialprofilen aus 4 x 20 mm Brandschutz-Gips-
Die europaweit einzigartige
Kongressinfrastruktur
beeindruckt Laien wie Fachleute.
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platten besteht und mit seinen rund 320 m2 Fläche ein beachtliches Gewicht aufweist.
Objekt
Swiss Tech Convention Center STCC,
1015 Ecublens / Lausanne
Nutzung Kongresszentrum
Grösse L / B / H 115 x 65 x 30 m,
Nutzfläche: ca. 14 200 m2,
Gebäudevolumen: ca. 158 000 m3
InvestitionssummeCHF 126 Mio.
Termine
Ausschreibung PPP 2006, Spatenstich 2011,
Fertigstellung 2014
Auftraggeber
«MEG Ecublens CCR»: CS Real Estate Fund
Hospitality und CS Real Estate Fund /
LivingPlus, zwei Immobilienfonds der Credit
Suisse AG
Eigentümervertreter / Vermieter EPFL Abteilung Immobilien und Infrastruktur
Architekten
Richter Dahl Rocha & Associés
architectes SA, Lausanne
Gipstrockenbau Léonardo Buzzurro SA, Givisiez
Produkte
Gipsbauplatten RB / RF
12,5 / 15 / 18 + 20 mm = 10 000 m2
Gipsfaserplatte Rigidur = 800 m2
Profile div.: 12 000 m
Alba® Vollgipsplatten: 400 m2
AutorAndreas Stettler
Fotos
Fernando Guerra
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Strahlende Energieeffizienz
Das neue Busdepot «Grüzefeld» in Winterthur ist mit seiner überraschenden Architektursprache ein glänzender Leuchtturm unter
nachhaltigen Industriebauten. Auf der ausgeklügelten Dachkonstruktion mit Dämmung von Saint-Gobain ISOVER AG produziert eine
leistungsfähige Fotovoltaikanlage Strom für sechzig Haushalte.
W
interthur ist eine Busmetropole mit Tramvergangenheit.
So prägten lange vor der nahtlosen Erschliessung mit Bussen ein «Rössli-Tram» mit Zweispännern und seine Nachfolger auf
Schienen die Strassen der Stadt. Mit der schrittweisen Abkehr
vom Trambetrieb bietet «Stadtbus Winterthur» heute ein reines
Busnetz von 23 Linien und 80 Fahrzeugen. Diese befördern auf
einer Strecke von gegen fünf Millionen Fahrplankilometern jährlich
mehr als 26 Millionen Passagiere.
Zunehmender Platzbedarf
Der Aufbau dieses Angebots war stets mit Aufstockungen der
Trolley- sowie Standard- und Gelenkautobusflotte begleitet – bis
die Einstellhallen, Werkstätten und Bürogebäude von «Stadtbus
Winterthur» aus allen Nähten platzten. Im Zuge eines weiteren
Flottenausbaus hat die Stadt schlussendlich beschlossen, zusätzlichen Platz zu schaffen und gleichzeitig die Betriebsabläufe zu
optimieren. Dafür wurden die veralteten Standorte «Deutweg» und
«Tösstalstrasse» im glänzenden Neubau «Grüzefeld» sowie der
angrenzenden Halle aus dem Jahr 1967 zusammengelegt.
«Stadtbus Winterthur» freut sich somit seit Sommer 2014 über
zusätzliche 1000 m2 Büro- und etwa 6000 m2 Nutzfläche mit
Werkstätten und Abstellplätzen.
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Anspruchsvolle Bauherrschaft
Neben dem erweiterten Platzangebot verlangte die Stadt bereits
bei der Ausschreibung, dass der Neubau auch gestalterische
Akzente setzen, grösstmögliche Energieeffizienz bieten und die
Montage einer Fotovoltaikanlage gewährleisten muss. «Gerade die
Verwirklichung dieser Anlage ist ein wichtiger Schritt in der Erfüllung unseres Auftrags zur Förderung erneuerbarer Energie», freut
sich Christian Maurer, Mitarbeiter Kommunikation bei Stadtwerk
Winterthur. Das Resultat überzeugt: «Mit einer Fläche von
1500 m2 und einer Leistung von 250 kWp liefert die Fotovoltaikanlage Strom für rund 60 durchschnittliche Haushaltungen – oder
für die Fahrt von gegen 100 000 Trolleybus-Kilometern», so Maurer.
Qualität in allen Bereichen
«Neben ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten stand auch
die Arbeitsplatzqualität weit oben im Anforderungskatalog», spannt
Rolf Wagner, Projektleiter Holzbau bei der für die Umsetzung verantwortlichen Totalunternehmerin Baltensperger AG, den Bogen
weiter. So überzeugt das Depot trotz effizienter Industriehallenbauweise mit einem optimalen Raumklima. «Der Verwaltungstrakt
erfüllt den Standard Minergie-Eco, und die Raumtemperatur in der
ungeheizten Halle sinkt dank einer effizienten Wärmedämmung
nie unter zehn Grad Celsius», so der Fachmann. Voraussetzungen,
die Saint-Gobain ISOVER AG mit ihren Produkten bestens erfüllen
konnte. Ihre Dämmprodukte aus Glaswolle entsprechen seit langem den Erfordernissen für Bauen nach Minergie und die Dämmstoffe der neuen Generation erfüllen auch den Minergie-EcoStandard. Dieser berücksichtigt Faktoren wie die Herkunft und
die Verfügbarkeit der Rohstoffe oder die Herstellung der Baumaterialien und die dafür aufgewendete Energie.
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Konstruktion mit Köpfchen
Ein Augenschein in der neuen Halle zeigt, wie sorgfältig all diese
Herausforderungen im gestalterischen und statischen Konzept
des verantwortlichen Winterthurer Büros BDE Architekten berücksichtigt und von den beteiligten Unternehmen ausgeführt worden
sind. Ein luftig-leicht wirkendes Trägersystem aus Stahl, das die
Halle in ganzer Breite und Länge überspannt, bildet ein Gerippe in
Form eines traditionellen Sägezahndachs. «Darauf liegen von
unseren Fachleuten vorfabrizierte und mit 240 Millimeter dicker
ISOVER-Glaswolle UNIROLL 035 bestückte Holzelemente», verweist Rolf Wagner auf die für den Laien nicht sichtbaren Details.
Die ISOVER-Dämmstoffe aus Glaswolle haben sich dafür besonders gut geeignet, weil sie auch bei wenig Gewicht und einer
geringen Dicke die geforderte Dämmleistung erreichen.
Auf dem luftig-leicht
wirkenden Trägersystem aus
Stahl wurden gedämmte
Holzelemente montiert.
Die besonders leichten
ISOVER-Dämmstoffe eignen
sich bestens dafür.
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Die mit hochglänzenden
Elementen aus
Chromstahlblech verkleidete
Fassade strahlt als
Eyecatcher in
die Nachbarschaft.
Minutiöse Planung und Ausführung
«Damit wir diese riesigen Dachflächen in möglichst kurzer Montagezeiten und unter möglichst wenig Witterungseinflüssen aufbauen konnten, mussten alle Teilelemente passgenau berechnet,
jeder Winkel berücksichtigt und jeder Arbeitsschritt minutiös geplant werden», betont Wagner. «Dass alle Elemente termingerecht
bereit waren, liegt auch an der hervorragenden Zusammenarbeit
mit Saint-Gobain ISOVER AG. Der Dämmstoffhersteller bewältigte
einen aussergewöhnlich grossen Lieferumfang von etwa neun
Tonnen – wo erwünscht sogar passgenau geschnitten», unterstreicht der Projektleiter.
Fassade glänzt mit Energieeffizienz
Auch bei der mit hochglänzenden Elementen aus Chromstahlblech verkleidete Fassade wurde UNIROLL 035 von SaintGobain ISOVER AG verarbeitet. Sie strahlt als Eyecatcher nicht nur
in die unmittelbare Nachbarschaft, sondern überzeugt ebenso
durch ihre inneren Werte. Wie jene für die Dachkonstruktion wurden auch die modularen Elemente für die Fassade in den Seuzacher Produktionshallen von Baltensperger vorfabriziert. Und auch
hier bildet Holz den idealen Werkstoff, weil er in allen Belangen
den ökologischen und ökonomischen Kriterien der Bauherrschaft
entspricht. «Nicht zuletzt sorgt Holz im Zusammenspiel mit Stahl
und Beton für ein freundliches Raumklima», so Baltensperger.
Er verweist zugleich darauf, wie die einzelnen Elemente direkt an
der Stahlkonstruktion, die dem Bau statische Sicherheit verleiht,
aufgehängt worden sind. Ein konzeptionelles Vorgehen, das eine
sehr effiziente Montage ermöglichte und somit grundlegend
zur planmässigen Eröffnung beigetragen hat. «An solchen Details
sieht man, dass alle Zahnrädchen während des gesamten Baupro-
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architecture I art I technology I eco
zesses ideal ineinander gespielt haben. Saint-Gobain ISOVER AG
hat ihren Teil zum Gelingen perfekt beigetragen», schliesst Rolf
Wagner den Rundgang auf dem Vorplatz und grosszügiger Zufahrt
zur Halle ab. Hundert Jahre nach dem «Rössli-Tram» hat
Winterthur also eine neue Attraktion im Öffentlichen Verkehr,
die auf attraktive und nachhaltige Weise nicht Energie frisst,
sondern liefert.
Bauherrschaft
Stadt Winterthur, Departement Bau,
8402 Winterthur
www.bau.winterthur.ch
Betreiber
Fotovoltaikanlage
Stadtwerk Winterthur, 8402 Winterthur
www.stadtwerk.winterthur.ch
ArchitektenBDE Architekten GmbH, 8400 Winterthur
www.bde.ch
Totalunternehmer Baltensperger AG, 8472 Seuzach
www.baltenspergerbau.ch
Dämmprodukte
Saint-Gobain ISOVER AG, 1522 Lucens
www.isover.ch
AutorenPhilipp Grünenfelder / cR Kommunikation AG /
Ralph Dettinger, Saint-Gobain ISOVER AG
Fotos
BDE Architekten GmbH
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a
Hauptobjekt 1
Richti-Areal, Wallisellen
Auf dem bis 1989 industriell genutzten Grundstück zwischen dem
Bahnhof Wallisellen und dem Einkaufszentrum Glatt realisiert
Allreal ein Quartier mit gemischter Nutzung: Wohnen, Dienstleistung und Gewerbe / Verkauf. Das Grundstück hat eine Fläche von
72 000 Quadratmetern, davon sind rund 65 000 Quadratmeter
bebaubar. Sowohl für die öffentlichen Verkehrsmittel – S-Bahn,
Bus, Glattalbahn – als auch für den motorisierten Individualverkehr ist das Richti-Areal hervorragend erschlossen. Nachdem
zahlreiche von verschiedenen Initianten vorgeschlagene Nutzungs- und Projektideen für das brach liegende Grundstück zu
einem frühen Zeitpunkt gescheitert waren, wurde im Sommer
2007 eine Testplanung mit vier renommierten Architekturbüros
durchgeführt.
Öffentlich zugänglicher Innenhofpark
Sorgfältige Entwicklung
und Planung
E
nde 2007 entschied sich die aus Vertretern von Gemeinde,
Grundeigentümerschaft und Fachexperten zusammengesetzte
Jury für das vom Mailänder Planungsbüro Studio di Archittetura
vorgeschlagene Konzept. Das daraus resultierende Richtprojekt
war Bestandteil des privaten Gestaltungsplans. Dieser schuf die
Voraussetzung dafür, dass auf dem Areal nicht nur gearbeitet,
sondern auch gewohnt werden kann.
Sieben Baufelder schliessen die Lücke zwischen Bahnhof
Wallisellen und Einkaufszentrum Glatt
Das Richtprojekt definiert die Aufteilung des Areals in sieben Baufelder unterschiedlicher Grösse mit einer bebaubaren Fläche von
insgesamt 64 500 Quadratmetern und einer Nutzfläche von rund
125 000 Quadratmetern.
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Alle Attikawohnungen verfügen über gedeckte Aussenbereiche
Belebung des öffentlichen Raumes und zur Attraktivität, insbesondere der gewerblichen Nutzungen in den Erdgeschossen, bei.
Die Modelliertechnik
Diese Art Applikation ist nicht vergleichbar mit den als Rustikalputz – oder rustikaler Strukturputz – bekannten Techniken.
Bei der Modelliertechnik werden zur Erreichung der gewünschten Oberflächenstruktur mechanisch oder per Laser
bearbeitete Abzugsleisten verwendet . Diese sind in etwa mit
den Schablonen zum Ziehen der Gipsprofile vergleichbar. Das
umlaufende Terraingeschoss beim Konradhof ist mit dieser
Technik ausgeführt worden.
Taten statt Worte
Entwicklung und Planung des neuen Quartiers erfolgten auf der
Grundlage der Nachhaltigkeit und damit unter besonderer Berücksichtigung ökologischer Aspekte. Richti ist die schweizweit
erste Arealüberbauung, die die Anforderungen aus der Vision der
2000-Watt-Gesellschaft erfüllt.
Der Konradhof
Vittorio Magnago Lampugnani und seine Leute bearbeiteten das
grosse Baufeld 2 Konradhof, das fast ausschliesslich dem Wohnen vorbehalten ist. Nur dort, wo der Block an die baumbestandene Diagonale mit ihren Arkaden grenzt, entstanden im Erdgeschoss Ladenflächen. In den Erdgeschossen wurden einige
Ateliers eingeplant, die gegen den Garten ein Hochparterre aufweisen, wodurch die Privatsphäre auch im Erdgeschoss gewährleistet ist. Die Gassen- und Hofseite der Wohnungen werden
deutlich unterschieden: Eine regelmässige Lochfassade mit stehenden Fensterfronten gegen die Gasse und eine durchgehende
Loggia gegen den Hof. Die Wohnungen sind zeitgenössisch, was
das heisst, sie bewältigen die grosse Gebäudetiefe. Eine der Möglichkeiten ist ein durchgehender Wohnraum mit einer Loggia auf
der Hof- und einem Wintergarten auf der Gassenseite, flankiert
von zwei Zimmern mit innenliegendem Bad und Innenkorridor.
Der Zweispänner erlaubt so viel Flexibilität, wie sie der Markt erfordert. Entstanden sind brauchbare, durchaus konventionelle
Wohnungen.
Mehr zur Modelliertechnik im Artikel auf den Seiten 50 – 53
Hauptnutzungsarten sind Wohnen (rund 40 %), Dienstleistung
(rund 50 %) sowie Gewerbe und Verkauf (rund 10 %). Von der
bebaubaren Fläche werden nur 43 % in Anspruch genommen;
30 % entfallen auf Grünflächen, der Anteil an Strassen und öffentlichen Plätzen liegt bei 27 %. Sechs von sieben Baufeldern sind
für grosszügig konzipierte, rund 20 Meter hohe Blockrandbauten
mit fünf Vollgeschossen und einem Attikageschoss vorgesehen.
Ein attraktives Quartier mit ausgezeichneter Wohn-, Arbeitsund Aufenthaltsqualität
Das Bebauungsmuster ermöglichte die Umsetzung von lärmgeschützten, in der Regel öffentlich zugänglichen Innenhofpärken.
Darüber hinaus sieht das Konzept eine städtebaulich überzeugende Ausgestaltung des öffentlichen Raums mit Plätzen, Arkaden,
Wohnstrassen und Innenhöfen vor. Zusätzlich zu den Blockrandbauten beinhaltet das Richtprojekt ein knapp 70 Meter hohes
Bürogebäude beim Einkaufszentrum Glatt. Das Areal ist für den
motorisierten wie auch für den Langsamverkehr bestens erschlossen. Eine Ringstrasse reduziert den motorisierten Verkehr im
Quartier auf das nötige Minimum. Für etwa 1200 Bewohnerinnen
und Bewohner sowie für über 3000 Beschäftigte stehen insgesamt
rund 1200 Parkplätze in mehreren Tiefgaragen zur Verfügung. Deren Erschliessung erfolgt ausschliesslich über den Richtiring und
die Industriestrasse und damit ohne Belastung für das Quartier.
Für den Langsamverkehr und für Fussgänger steht ein qualitativ
und quantitativ hochstehendes Strassen- und Wegenetz zur Verfügung. Ein zentral gelegener und vielseitig nutzbarer Platz sowie
oberirdisch angelegte Besucher- und Kurzzeitparkplätze tragen zur
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Richti ist die schweizweit
erste Arealüberbauung, die
die Anforderungen aus der
Vision der 2000-WattGesellschaft erfüllt.
Eckdaten Konradhof
InvestorAllreal-Gruppe
Projektentwicklung
Allreal Generalunternehmung AG
Richtprojekt
Prof. Vittorio M. Lampugnani
Grundstücksfläche
19 373 m2
Nutzfläche
21 270 m2
Gebäudevolumen Total 139 000 m3
Nutzung
Wohnhaus mit 177 Eigentumswohnungen
Gewerbeflächen im Erdgeschoss
Tiefgarage mit 172 Parkplätzen
System
MARMORAN, Marmopor PLUS 031, Deckbeschichtung MARMORAN Carrara
Ausführung
Colaku AG, Bachwiesenstr. 110,
8047 Zürich
Autor
Fotos
Allreal Generalunternehmung AG
Allreal Generalunternehmung AG
Saint-Gobain Weber AG
«Skulptur mit Identifikationspotential»
So beschreiben matti ragaz hitz architekten in ihren Entwurfsprinzipien von 2010 den Charakter des kürzlich fertiggestellten
Wright Place im Glattpark (Opfikon). Das gebaute Ergebnis bleibt
diesen Prinzipien treu.
I
m Glattal, auf der Linie Oerlikon-Opfikon-Kloten, wird gebaut,
was das Zeug hält. Geschäftshäuser, Wohnparks, Einkaufszentren
und Hotelanlagen schiessen aus dem Boden, um die enorme
Nachfrage im Grossraum Zürich zu befriedigen. Glattpark (Opfikon), seit 2005 offiziell als Ortschaft anerkannt, gilt derzeit als das
grösste Entwicklungsareal bzw. als die grösste Baustelle der
Schweiz. Das Gelände mitten in Opfikon lag über 40 Jahre brach,
bis man Ende der 1980er-Jahre mit der politischen Weichenstellung und der Zonenplanung begann. Den sichtbaren Anfang
machte 2006 der Glatttalsee sowie die ersten Wohngebäude. Unterdessen wachsen auf fast allen Baufeldern auf dem 175 000 m2
grossen Areal Neubauten in die Höhe oder sind bereits ihrer
Bestimmung übergeben worden. An einer der besten Lagen im
Glattpark befindet sich Wright Place. Das zusammenhängende
Baufeld ist aus ursprünglich drei Einzelparzellen mit Näherbaurecht entstanden – ein Glücksfall für die Architekten.
Der Blockrand-Typus
wird zum filigranen,
dynamischen Gebilde.
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Der Blockrand wird zu etwas ganz Besonderem
«Entlang Thurgauerstrasse und Boulevard Lilienthal soll nicht vom
Prinzip Blockrand abgewichen werden (bauen auf die Baulinie;
besetzen der Ecken und Ränder) und es ist eine einheitliche
Gebäudehöhe (max. Gebäudehöhe) zu realisieren.» So steht es in
den Anforderungen an die Gestaltung des Bauamtes Opfikon.
Solche Leitplanken sind angesichts der Grösse des Glattparks, der
angestrebten Dichte mit unterschiedlichen Nutzungen sowie der
Dimensionen der einzelnen Baukörper, die von verschiedenen Architekturbüros entworfen werden, unerlässlich. Umso schwieriger
ist es, eine eigene Architektursprache zu finden und somit eine
Eigenständigkeit zu erreichen, die es den Nutzern erlaubt, sich mit
«ihrem» Gebäude zu identifizieren. matti ragaz hitz architekten ist
dies mit dem Projekt Wright Place gelungen. Sie haben das Wohnund Geschäftshaus mit Büro-, Retail- und Lagerflächen zwar als
klassischen Blockrandbau angelegt, diesen aber in einer Art Subtraktions- und Additionsverfahren immer weiter modifiziert. Dazu
arbeiten sie mit unterschiedlichen Gebäudehöhen- und tiefen, mit
Innenhofbebauungen, durchbrechen den Block mit grösseren, bis
zu zwei Stockwerke hohen Öffnungen, welche sie als Landschaftsfenster bezeichnen. Schliesslich schaffen sie mit der Bebauung
des Hofes sowie der Begrünung der Terrassen- und Dachflächen
auch den entsprechenden Aussenraum. Mit diesen Eingriffen wird
der sonst eher monotone Blockrand-Typus zu einem filigranen, in
sich verschachtelten Gebilde und lebt so vom Wechselspiel zwischen Innen und Aussen sowie Vor- und Rücksprüngen. Diese
Dynamik widerspiegelt denn auch die Nutzungsvielfalt der Räume: Das Büro unmittelbar neben der Wohnung, das Fitnessstudio
gleich vis-à-vis, darunter vielleicht ein Restaurant.
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a
1h
1h
1h
1h
1h
1h
1h
1h
Grundriss 2. Obergeschoss
Drei Charaktertypen
Der Einsatz verschiedener Fassadentypen unterstreicht die formale
Vielfalt. Unabhängig von der jeweils dahinter liegenden Nutzung
wird die Gestalt des Gevierts durch drei unterschiedliche Fassaden
bestimmt: zwei Strassenfassaden und eine Hoffassade. Die Strassenseite des Komplexes besteht aus vorgehängten hinterlüfteten
Cemfor-Elementen, die den skulpturalen Charakter des Wright
Place betonen. Punktuell unterbrochen sind diese hellen Flächen
von dunkleren, leicht zurückversetzten Verglasungen auf einer
Pfostenriegelkonstruktion, welche die Hauptkörper betonen und
die einzelnen Volumina visuell zusammenbinden. Der dritte Typ ist
eine neuartige Kompaktfassade und definiert den Innenhof.
Abschlussprofil Trim-L
Kittfuge
2 x Duraline 12.5 mm
V-CW 50
Zwischenraum 5 mm
Dampfbremse
Isoresist Piano 40 mm
Die Innenhoffassade
besteht aus einer noch
wenig verbreiteten
Trockenbaukonstruktion.
Megastil Anschlusswinkel 80/350/100
Megastil 100 mm
Isoresist Piano 100 mm
Rigidur 15 mm
EPS
U-Wandprofil 100 mm
Filzstreifen FS75
U-Wandprofil 50 mm
Filzstreifen FS50
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Place, Zürich.pln; 01 Wright Place_mit Beschriftun; 03.11.2014 17:34
architecture I art I technology I eco
Eine Fassade aus Gipstrockenbau?
Ursprünglich in Backstein mit verputzter Kompaktfassade geplant,
entschieden sich Bauherrschaft und Planer aus Zeit- und Kostengründen für eine noch wenig verbreitete Leichtbau-Konstruktion,
die gleichzeitig den Lasteneintrag verringert. Das Betonskelett wurde mit der auf grosse Spannweiten ausgelegten Spezialständerwand «Mégastil» geschlossen; sie ist beidseitig mit Gipsfaser- bzw.
Brandschutzplatten beplankt und bietet eine willkommene, ursprünglich nicht vorgesehene Dämmschicht. Die Durchbrüche für
die Fenster und auskragenden Balkone konnten mit entsprechenden Auswechslungen in der Profilkonstruktion gemacht werden.
Eine verputzte Kompaktfassade schliesst zum Innenhof hin ab.
Raumseitig dient eine zusätzliche Vorsatzschale aus Gipsbauplatten
als Installations- sowie als Befestigungsebene für leichteres Hängemobiliar und Wandschmuck. Gleichzeitig waren die anspruchsvollen Anschlüsse bei den Fenstern und Balkonen so einfacher zu
bewerkstelligen, als dies mit Mauerwerk der Fall gewesen wäre.
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architecture I art I technology I eco
Wohnungs- und Zimmertrennwände
Sämtliche nicht tragenden Wände sind ebenfalls mit verschiedenen Gipsständerkonstruktionen ausgeführt. Mit Wandstärken von
mehr als 15 cm und Schallschutzwerten bis 63 dB erfüllen sie die
hohen Anforderungen, die für die Wohn- und Arbeitsräume im
Wright Place gelten. Gleitende Deckenanschlüsse aus Gipsblöcken tragen der Durchbiegung der Betondecke von mehreren
Zentimetern Rechnung.
Objekt
Nutzung
Grösse
Termine
Auftraggeberin
Architekten
Projektentwickler
Studienauftrag bis
Baubewilligung
Projektentwickler /
Totalunternehmer
Generalunternehmer
Gipstrockenbau
Produkte
Autor
Fotos
Wright Place, Glattpark / Opfikon ZH
Wohn- und Geschäftshaus mit
Mietwohnungen, Büro-, Laden- und
Lagerflächen, Gastronomie, Fitnesspark
Grundstückfläche (GSF): 12 295 m2,
Geschossfläche (GS): 50 016 m2
Studienauftrag 2009, Planung 2010 – 2011,
Bauzeit 2012 – 2014
Turintra AG, vertreten durch UBS Fund
Management (Switzerland) AG, Basel
matti ragaz hitz architekten ag, Liebefeld / BE
Nüesch Development AG, Zürich
Mettler2Invest AG, St. Gallen
Halter AG, Gesamtleistungen, Zürich
Pisanelli AG, Au / ZH
Rigips Gipsbauplatten RB / RBI / RF / RFI:
40 000 m2
Rigips Duraline: 14 000 m2
Rigidur Gipsfaserplatten: 5200 m2
Profile Mégastil: 8000 m
Profile div.: 67 400 m
Andreas Stettler
Roger Frei, Zürich
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architecture I art I technology I eco
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a
Das zweite Wunder von Bern
Im multifunktionalen Zentrum Europaplatz erhalten Aleviten, Buddhisten, Christen, Hindu und Moslems mit dem Haus der Religionen einen gemeinsamen Ort des Dialogs. An der Umsetzung dieses
weltweit einzigartigen Projekts war auch Saint-Gobain ISOVER AG
beteiligt. Ein Baustellenbesuch im Vorfeld der Eröffnung.
V
on einem zweiten Wunder von Bern sprach man in der Bundesstadt, als die Finanzierung des weltweit einzigartigen Projekts Haus der Religionen 2011 gesichert war. Damals rechneten
viele nicht mehr mit der Verwirklichung der rund 15 Jahre alten
Idee eines interreligiösen Gebets-, Bildungs- und Kulturzentrums.
«Die Hartnäckigkeit der Verantwortlichen, die Unterstützung vieler
Einzelspender und eine unverhoffte Millionenspende verhalfen
uns schlussendlich zum Durchbruch», blickt der Geschäftsführer
David Leutwyler zurück. «Endlich zahlten sich die Geduld sowie
die jahrelange Aufbau- und Vernetzungsarbeit aus.» Es folgten
weitere finanzielle Zusicherungen und von der Immobilienentwicklerin Halter AG ein wirtschaftliches und zukunftsweisendes
Gesamtprojekt, mit dessen Umsetzung 2012 begonnen werden
konnte. «Nun blicken wir mit Spannung dem Einzug und der offiziellen Eröffnung entgegen», freut sich Leutwyler.
Vielfalt statt Einfalt
Neben einem Dialogbereich, für dessen Inhalte Leutwyler mit seinem Team verantwortlich ist, finden sich auf den zwei Etagen im
Haus der Religionen nebeneinander Kultusräume von Aleviten,
Buddhisten, Christen, Hindus und Muslimen. Aber auch Baha’i,
Juden und Sikh werden prominent vertreten sein. «Es liegt an uns
allen, das Haus mit Leben zu füllen», nimmt Leutwyler sich und
die anderen Beteiligten in die Pflicht. Das Haus der Religionen ist
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y I eco
architecture I art I technology I eco
das architektonische und kulturelle Herzstück des Zentrums
Europaplatz am gleichnamigen Verkehrsknotenpunkt. Belegen
wird es hingegen nur einen Teil der Gesamtgeschossfläche von
etwa 30 000 m2. Der von den Berner Architekten Bauart und dem
Amsterdamer Büro Urbanoffice entworfene Komplex beherbergt
auch Detailhandel-, Gastronomie- und Büroflächen sowie
88 Mietwohnungen. «Für diese sogenannte Mantelnutzung sprachen nicht nur ökonomische Argumente, sondern auch die Tatsache, dass wir so mitten im Leben landen.» Leutwyler verweist
damit auf eine Forderung aus einer Imagestudie für Bern Bümpliz,
die das Stadtplanungsamt Bern im Jahr 1998 präsentierte.
«Damals empfahl der Autor Christian Jaquet, dass für die Aufwertung des hiesigen Stadtteils die Religionsgemeinschaften der Migrationsbevölkerung ihre improvisierten Sakralräume in Hinterhöfen
und Kellern zurücklassen und sich in einem Haus der Kulturen
und Religionen begegnen sollen.» Nicht zuletzt deshalb wurde
Jaquet zu einem der visionären Impulsgeber für das Haus der
Religionen und dessen sozialer und integrativer Funktion.
Passend zur Weitsicht
der Initianten setzte
die Bauherrschaft auch
bei der Planung
auf Nachhaltigkeit.
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Für den Ausbau
der individuell genutzten
Räume sind die einzelnen
Religionsgemeinschaften
selbst verantwortlich.
konstruktion. «Zudem ermöglicht die gewählte Konstruktion einen
Rückbau, der sowohl ökologischen als auch ökonomischen
Bedürfnissen entgegenkommt», verweist Kesselring auf die
Konzeption der Gebäudehülle.
Ökologische Ansprüche
Passend zur Weitsicht der Initiantinnen und Initianten setzte die
Bauherrschaft auch bei der Planung auf Nachhaltigkeit. So zum
Beispiel bei den energietechnischen Anforderungen an die
Gebäudehülle unter Einhaltung der Minergie-Standards. «Dem
konnte unter anderem mit der Wahl einer effizienten hinterlüfteten
Fassade entsprochen werden», erklärt Stefan Kesselring, stellvertretender Projektleiter bei der für die Gesamtkoordination der
Gebäudehülle verantwortlichen Ediltecnica AG. Um die Wärmeverluste zusätzlich möglichst gering halten zu können, wurden an
Stellen mit besonders vielen Kontaktpunkten wärmebrückenfreie
Konsolen eingesetzt. Und auch die hocheffizienten Dämmstoffe
PB F 032 und ISOLENE P 032 von Saint-Gobain ISOVER AG
leisten mit ihrer hohen Dämmwirkung bei geringer Materialdicke
einen entscheidenden Beitrag zur möglichst schlanken Gesamt-
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y I eco
architecture I art I technology I eco
Komplexe Planung
Dafür musste das Ediltecnica-Team ungewohnte Wege gehen,
denn die vorgesehenen Eternitelemente für die Bekleidung waren
von Beginn weg gesetzt und der ganze Planungsprozess musste
auf deren Form und Eigenschaften abgestimmt werden. «Die
damals aus ästhetischen Gründen noch vorgesehene Lochstruktur bedingte quasi eine Umkehrung der Planungsschritte», erklärt
Kesselring, «denn die Profile für ihre Montage durften nur an
genau definierte Stellen neben den Löchern liegen». Das wiederum hatte direkten Einfluss auf die Setzung der Unterkonstruktion
sowie zu guter Letzt auf die Gliederung des Tragwerks aus verschraubten Betonelementen. «Mit dem Ergebnis, dass unsere
Detailplanungen für die Fassadenkonstruktion sogar die Lage der
Fensteröffnungen definierte», so Kesselring nicht ohne Berufsstolz.
Anspruchsvolle Logistik
Auffällig ist die Gliederung der Eternitelemente, die einerseits unterschiedliche Masse aufweisen und ein scheinbar unregelmässiges Muster ergeben. Andererseits durch deren Oberflächenbeschaffenheit ins Auge stechen: «Bestimmte Fassadenelemente
haben eine Textilprägestruktur. Diese hat Eternit zum ersten Mal
in dieser Menge hergestellt», weiss Kesselring. Mit der gesamten
Umsetzung ist er sehr zufrieden. Tatsächlich erstaunt, wie millimetergenau der Aufbau trotz ungewohnter Vorgehensweise über
die zehn Stockwerke geklappt hat. Selbst bei der Anbringung der
tonnenschweren Glaselemente und -türen am Haus der Religionen. Eine Knacknuss ergab sich bei der Anlieferung der Baustoffe.
«Wegen den knappen Platzverhältnissen zwischen Strasse, Autobahn und Bahnlinie waren wir auch bei der Anlieferung der insgesamt 1083 m3 ISOVER-Material vor logistische Herausforderungen gestellt», so der stellvertretende Projektleiter, der für die
Nutzung des Umschlagplatzes, des Krans und des Materiallifts
jeweils frühzeitig online Zeitfenster buchen musste. «Selbstverständlich bedingte dies eine punktgenaue Lieferung durch SaintGobain ISOVER AG. Weil dies immer tadellos geklappt hat, sind wir
auch diesbezüglich nie wirklich ins Schleudern gekommen»,
verteilt er Komplimente.
Vielförmige Eigenleistungen
Massarbeit war auch bei den Handwerkerinnen und Handwerkern
im Innenausbau gefragt. Während etwa in den Wohnungen die
letzten Türgriffe angebracht, die letzten Elektroinstallationen montiert und einzelne Einheiten vom Reinigungspersonal bereits von
Baustellenstaub befreit werden, waren im Haus der Religionen
auch nach Feierabend noch fleissige Hände aktiv. «Für den Ausbau der individuell genutzten Räume sind die einzelnen Religionsgemeinschaften selbst verantwortlich. Im Hindutempel arbeiten
seit drei Monaten zehn Tempelbauer an den aufwändigen Schreinen», erklärt David Leutwyler beim Rundgang durch die weitläufige Struktur. «Dass dies eine besondere Baustelle ist, erfährt man
im Gespräch mit Arbeitern und Handwerkern. Ein junger Mann
wollte mir kaum glauben, dass hier nebeneinander Gebetsräume
von Muslimen und Christen entstehen». Leutwyler schmunzelt,
während er die Anekdote erzählt. «Ein anderer war sichtlich stolz,
als er sich bewusst wurde, gerade an einer Wand für eine
Moschee zu bauen.» Stolz können auch all jene Persönlichkeiten
sein, die über Jahre für die Verwirklichung dieses Traums gekämpft
und gearbeitet haben. Das Haus der Religionen ist gebaute Realität
und kein Wunder mehr.
Initiantin Verein Haus der Religionen –
Dialog der Kulturen, 3006 Bern
www.haus-der-religionen.ch
Bauherrschaft
Halter AG | Entwicklungen, 8005 Zürich
www.halter.ch/entwicklungen
Grundeigentümerin
Einwohnergemeinde der Stadt Bern
www.bern.ch
Generalunternehmerin
Halter AG | Gesamtleistungen, 3014 Bern
www.halter.ch/gesamtleistungen
Fassadenbau
EDILTECNICA AG, 3322 Schönbühl
www.ediltecnica.ch
Architekten
Planung
Bauart Architekten und Planer AG,
3008 Bern, www.bauart.ch
Urbanoffice, 1074 VJ Amsterdam
www.urbanoffice.eu
Architekten
Ausführung
Architekten Schwaar & Partner AG,
3006 Bern, www.schwaar-ag.ch
Autoren
Fotos
hilipp Grünenfelder / cR Kommunikation AG /
P
Guido Emmenegger, Saint-Gobain ISOVER AG
Philippe Weissbrodt
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architecture I art I technology I eco
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Sechs Terrassen für
Schönenfurt
Die beiden Terrassenhäuser am Ägerisee waren ein kleiner architektonischer Kulturschock. So linear, so urban hatte in dieser
beschaulichen Postkartenlandschaft noch niemand gebaut. Die
anfängliche Skepsis in der Nachbarschaft ist aber inzwischen
verflogen – nicht zuletzt wegen der stimmigen Materialisierung.
L
andwirt Maurus Meier hat einen cleveren Schachzug gemacht.
Als «Lebensversicherung» für seine beiden Nachkommen
überliess er jedem eine Parzelle des betroffenen Grundstücks für
den Bau des eigenen Wohnhauses. Für den Rest liess er ein Projekt entwickeln und bewilligen – und suchte anschliessend einen
Investor. So konnte er sicherstellen, dass ein hochwertiges und
zum Standort passendes Objekt realisiert wurde. Ein Konsortium
aus Baar teilte diesen Anspruch und stieg ein.
Das Objekt wiederspiegelt seine Lage
«Das steile Gelände rief buchstäblich nach einer Terrassenarchitektur», erklärt Architekt Fritz Kälin. Vor allem, weil damit das
Hauptziel der Überbauung am besten erreicht werden konnte: Die
maximale Ausrichtung hin zum See und zur Natur durch das
Wohnen auf einer Ebene und mit dem grösstmöglichen Aussenraum pro Einheit. «Die exklusive Lage verlangte auch nach einem
exklusiven Baustandard», ergänzt der Architekt. Die örtlichen
Bauvorschriften sowie Empfehlungen des Denkmalschutzes
konnten mit dem gewählten Weg ebenfalls erfüllt werden. Die
Untersichten der gut drei Meter auskragenden Terrassen sind mit
einer schallabsorbierenden Decke versehen, und die rahmenlosen
Glasbrüstungen bieten nicht nur freie Sicht auf den See im Westen
und die Berge im Süden, sondern schützen ebenfalls vor den
Verkehrsgeräuschen.
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29
Mit der Wahl von Holz und
Naturstein reagieren die
Architekten auf die
benachbarten Bauern- und
Einfamilienhäuser und binden
das Quartier zusammen.
Die Umgebung adaptieren
Wie umsichtig die Planer an ihre Aufgabe herangingen, zeigt sich
in der Aufteilung in zwei Gebäude sowie der Materialisierung. Ein
bestehender landwirtschaftlicher Weg mitten durch das Baufeld
wurde als Erschliessungsstrasse erhalten und führte zum
Entscheid, zwei anstatt nur ein Gebäude zu errichten. Das lässt
die Überbauung als Ganzes weniger wuchtig erscheinen und
gewährt ihren BewohnerInnen mehr Privatsphäre. Mit der Wahl
von Holz und Naturstein reagiert Kälin ausserdem auf die benachbarten Bauern- und Einfamilienhäuser und bindet auf diese Weise
das Quartier zusammen. Dazu tragen auch die extensiv begrünten
Flachdächer bei.
Horizontale und Vertikale
Durch die Eingeschossigkeit der 4 ½- bis 6 ½-Zimmerwohnungen
profitieren die nebeneinander angeordneten Wohn- und Schlafräume vom Ausblick.
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Haus 1: Westfassade
Diese Fronten sind in Glas und horizontal verlaufendem Holztäfer
mit Schattenfugen gehalten. Der hintere, im Hang verankerte
Gebäudeteil setzt der ausgeprägten Horizontalen der Terrassen
seine vertikalen Linien entgegen. Die Natursteinfassade unterstreicht seine tragende Rolle und stellt einen Bezug zur Landwirtschafts- und Chalet-Architektur her. Es handelt sich dabei um ein
in der Schweiz einzigartiges Fassadensystem.
Naturstein, die Königsdisziplin
Das System «MARMORAN ROBUSTO» der Saint-Gobain Weber AG
konnte hier eine Aufgabe lösen, an die sich einige andere Anbieter
nicht gewagt hatten. Die stellenweise knapp 10 m hohe Fassade mit
einem 35 mm dicken Naturstein zu bekleben, Plattengrösse
150 x 600 mm, mit einem Gewicht von 48 kg / m2 (möglich sind bis
zu 70 kg / m2) direkt auf die Aussenwärmedämmung, erfordert viel
Know-how. ROBUSTO ist das einzige Dickschichtsystem in der
Schweiz und besteht aus einer Stahlarmierung, 2 cm Kalk-Zementgrundputz sowie einer zusätzliche Gewebeeinbettung. Die Natursteinverblender werden mit dem weber masterflex – einem extra
starken Zweikomponentenkleber – appliziert. Damit sind auch
grossflächige und mehrgeschossige Applikationen von Naturstein
möglich.
Die Eleganz von Schiefer
Hier handelt es sich um Schiefer, ein Baustoff mit perfekten
Eigenschaften für Dächer und Fassaden. Er zeichnet sich durch
seine gute Spaltbarkeit aus, die sehr dünne, leicht zu verarbeitende Verblender-Riemen ermöglicht. Der seidig schimmernde Glanz
von Schiefer wird vor allem für exklusive Architektur genutzt.
architecture I art I technology I eco
Haus 1: Südfassade
Die stellenweise knapp 10 m
hohe Fassade mit
Natursteinplatten von
48 kg / m2 Gewicht zu
bekleben, erfordert viel
Know-how.
c 32 artec
y I eco
Architekten-Team-Kälin AG: Fritz und Theo Kälin
Objekt
Terrassenhäuser «Schönenfurt»,
Morgarten / Oberägeri
Nutzung
6 x 4 ½- bis 6 ½-Zimmer
Eigentumswohnungen, 167 bis 245 m2; Terrassen- / Gartenflächen, 107 bis 252 m2;
mit Autoeinstellplätzen
Grösse
Grundstückfläche: 1876 m2, Gebäudevolumen nach SIA 116: Haus 1 = 4252 m3,
Haus 2 = 3878 m3
Termine
Bauzeit Juni 2012 – September 2014
Bauherrschaft Baukonsortium «Schönenfurt», Baar
Architekten
Architekten-Team-Kälin AG, Bennau
Fassadenbau
saa ag, Farbe und Struktur am Bau,
Talbachmatte 1, 6147 Altbüron
Produkt
MARMORAN CERAMO-ROBUSTO
Autor
Andreas Stettler
Fotos
André Huber, Wettingen
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Rigips Trophy:
Wo ist der beste Trockenbau?
Das Trophy 2014 Siegerbild: v.l. Marcel Koller (Direktor Verkauf & Kommunikation, Rigips AG), Patrik Lang (Technischer Berater, Rigips AG),
Kurt Goger und Herbert Gmeiner (Goger-Swiss AG), Thomas Breu (CEO Rigips AG), Laudator & Jury-Mitglied Christian Zimmermann (Zimmermann Architekten Aarau AG),
Pierre-Joseph Filippini (Direktor Verkauf Westschweiz, Rigips AG)
Das Toni-Areal in Zürich, geplant von EM2N und ausgeführt vom
Gipserunternehmen Goger Swiss, ist Sieger der Rigips Gold Trophy
2014. Es verrät seine Trockenbauqualitäten aber erst beim Blick
unter die Gipsoberfläche. Obwohl – oder gerade weil – der Trockenbau überall ist, sieht man ihn nicht. Er spielt jedoch für das
Funktionieren des gesamten Bauwerkes in Sachen Raumstruktur,
Schall- und Brandschutz sowie Akustik eine zentrale Rolle.
D
ie Jury, bestehend aus Architekten und Gipsermeistern, sagt:
«Dieses Grossprojekt wurde einer umfassenden Umnutzung
unterzogen, die dank des konsequenten Einsatzes von Trockenbausystemen überhaupt erst möglich war.» Bei einem Zweckbau
wie dem Toni-Areal, dem einst grössten Milchverarbeitungsbetrieb
Europas und heute neue Heimat der Zürcher Hochschule der
Künste, beeindruckt das schiere Ausmass und die Vielfalt der
Anwendungen mit Gips. Aber Menge allein genügt eben nicht.
Die Jury fährt fort: «Um die hochgesteckten Ziele zu erreichen,
hat der Trockenbauer auch neue Wege beschritten, komplexe
konstruktive Lösungen erarbeitet und diese handwerklich perfekt
umgesetzt.»
Teams aus Architekt und Unternehmer
Die Erfolgsgeschichte der Rigips Trophy zeigt immer wieder aufs
Neue, wie und wohin sich der Gipstrockenbau entwickelt. Alle
zwei Jahre kürt die Jury die herausragendsten Schweizer Trockenbauprojekte, die mit Rigips-Produkten ausgeführt wurden. Eingereicht werden sie in enger Zusammenarbeit zwischen Planer und
Trockenbauer, die beide gleichermassen an der objektspezifischen,
fachmännischen und nicht zuletzt konsequenten Verwendung von
Gipsbausystemen interessiert sind.
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Wer schon alles dabei war
Was die Jury, die Fachwelt und die geladenen Gäste der TrophyGala jeweils zu sehen bekommen, sind äusserst innovative, zum
Teil neu entwickelte Lösungsansätze und handwerklich bis an die
Grenzen des Möglichen geführte Trockenbauarbeiten. Beurteilt
wird in erster Linie der sinnvolle Materialeinsatz im Vergleich zu
anderen Systemen wie beispielsweise Backstein. Die Schweiz
pflegt darin ein hohes Niveau: Das denkmalgeschützte Kantonale
Zeughaus in Zug, nationales Siegerobjekt des Jahres 2012,
gewann damals auch den Grand Prix der Saint-Gobain Gypsum
International Trophy. Frühere Trophy-Preisträger hätten durchaus
das Potential dazu gehabt: Einkaufs- und Freizeitcenter Westside,
Bern-Brünnen (2010, Daniel Libeskind); Tschuggen Grand Hotel,
Arosa (2007, Mario Botta), Jelmoli, Zürich (2005, Tilla Theus);
Kunsthaus Aarau (2003, Herzog & de Meuron), AVA Aarau (2001,
Zimmermann Architekten). Darstellung vgl. Artec 2012, S. 25.
Krönender Abschluss der jeweiligen Jurierung ist die Schweizer
Trophy-Gala, zu welcher die Veranstalterin alle Teilnehmer,
Begleitpersonen und Gäste einlädt, Übernachtung inklusive. Eine
Projektausstellung, ein festliches Diner und eine Bühnenshow
gehören ebenso dazu wie das Rencontre mit Berufskolleginnen
und -kollegen.
Höhepunkt «Saint-Gobain Gypsum International Trophy»
Dass sich die Gewinner der nationalen Ausscheidungen aus rund
30 Ländern alle zwei Jahre auch noch gegenseitig messen können,
ist in der Trockenbauszene einmalig. Architekten, Unternehmer,
Medienvertreter und Begleitpersonen aus der Schweiz und aus der
ganzen Welt erleben die unterschiedlichen Baukulturen und Lösungsansätze im Zusammenhang mit dem Naturbaustoff Gips.
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Frühere Gold-Trophy Gewinner
Gold-Trophy
2012
Planerische und gestalterische Gesamtleistung
Objekt
Trockenbau
Architektur
Foto
Toni-Areal, Zürich
Goger-Swiss AG, Dietlikon
EM2N I Mathias Müller I Daniel Niggli Architekten AG, Zürich
© Thomas Entzeroth
Silber-Trophy
Planerische und gestalterische Gesamtleistung
Objekt
Collège de Gambach, Fribourg
Trockenbau M. Riedo & Fils SA, Villars-sur-Glâne
Architektur Aeby Aumann Emery architectes Sàrl / Lateltin & Monnerat architectes SA, Bulle
Foto
© Rainer Sohlbank
Bronze-Trophy
Planerische und gestalterische Gesamtleistung
Objekt
Trockenbau
Architektur
Foto
Raiffeisenbank Schaffhausen, Schaffhausen
W. Schlatter-Diethelm AG, Schaffhausen
NAU Architecture / Drexler Guinand Jauslin Architekten, Zürich
© Roger Frei
Spezialpreis Betriebsbau
Optimierung des Planungs- und Bauprozesses sowie der Baustellenlogistik
und der systematisierte Einsatz von Halbfabrikaten
Objekt
Trockenbau
Architektur
Foto
Hotel Intercontinental, Davos
Rheintal Gips + Fassade AG, Au
Oikios GmbH, München / Baulink AG, Davos
© Beni Basler
Spezialpreis Wohnungsbau
Übereinstimmung der Gebäudestruktur mit der Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten, für grösstmögliche Freiheiten im Planungsprozess, der
Umnutzbarkeit sowie der Investitionssicherheit
Objekt
Trockenbau
Architektur
Foto
Südpark, Basel
ARGE Südpark Gipser: G. Canonica AG / Rodoni AG, Basel
ARGE GP Südpark: Herzog & de Meuron / Proplaning AG, Basel
© Beni Basler
Spezialpreis Innovation
Objekt
Trockenbau
Architektur
Foto
Altes Zeughaus (Obergericht / Studienbibliothek), Zug
Dämmtech. Nottwil GmbH, Staffelbach
Graf Stampfli Jenni Architekten AG, Solothurn
© Guido Baselgia, Baar
2010
Objekt
Trockenbau
Architektur
Foto
Westside Freizeit- und Einkaufscenter, Bern
R&R Gipser und Malerei GmbH, Kehrsatz
Daniel Libeskind AG / Burckhardt & Partner AG, Bern
© Rigips AG
2007
Objekt
Trockenbau
Architektur
Foto
Tschuggen Grand Hotel, Arosa
Spirig AG Leichtbausysteme, Engelburg
Mario Botta, Lugano
© Tschuggen Hotel Group
2005
Objekt
Trockenbau
Architektur
Foto
Warenhaus Jelmoli, Zürich
Marti AG, Zürich
Tilla Theus und Partner AG, Zürich
© Heinrich Helfenstein
© Tilla Theus & Partner AG
2003
Objekt
Trockenbau
Architektur
Foto
Aargauer Kunsthaus, Aarau
Akon AG, Hergiswil / Bircher AG, Suhr
Herzog & de Meuron, Basel
© Heinrich Helfenstein
2001
Objekt
Trockenbau
Architektur
Foto
Aargauer Versicherungsanstalt AVA, Aarau
Estermann AG, Zofingen
Zimmermann Architekten Aarau AG, Aarau
© Heinrich Helfenstein
© Rigips AG
Innovationsgrad der Anwendung in Bezug auf Nutzung und Behaglichkeit /
Bauablauf und Termine / Qualität und Prozessoptimierung
Objekt
Trockenbau
Architektur
Foto
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Die Sieger 2014
architecture I art I technology I eco
Hotel Alpina, Gstaad
Mösching Gipser und Maler AG / Werren AG, Gstaad
Jaggi & Partner AG, Gstaad / Chaletbau Matti Architektur, Saanen
© Beni Basler
Die Jury 2014
Christian Zimmermanndipl. Architekt ETH / SIA / BSA, Zimmermann Architekten Aarau AG, Aarau,
Dozent Fachhochschule Luzern
Martin Schneider
dipl. Architekt ETH / SIA, Stoffel Schneider Architekten, Zürich
René Correvon
Ehrenpräsident FREPP (Fédération suisse romande
des entreprises plâtrerie-peinture), Gimel
André Buache
Präsident FREPP, Corcelles-près-Payerne
Jürgen Bumann
eidg. dipl. Gipsermeister und Maler, Gipsergeschäft Jürgen Bumann, Saas Fee
Marcel Koller
Direktor Verkauf & Kommunikation, Rigips AG, Mägenwil
Rigips Trophy 2016
Objekte können ab sofort bis im September 2015
eingereicht werden. Die Jurierung und Trophy Gala
werden im Winter 2016 stattfinden.
Kontakt und weitere Informationen
Rigips AG, Marcel Koller, Direktor Verkauf &
Kommunikation, Gewerbepark, 5506 Mägenwil,
062 887 44 44, [email protected]
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37
Toni-Areal, Zürich
Das Toni-Areal in Zürich ist ein Gebäude, so gross wie ein Geviert.
Da liegt es auf der Hand, dass die Planer nicht nur vor einer
architektonischen, sondern vor einer städtebaulichen und programmatischen Aufgabe standen. Denn im Umbau des einst
grössten Milchverarbeitungsbetriebs Europas zu einem Bildungs-,
Kultur- und Wohnkomplex manifestieren sich zwei aktuelle
Entwicklungen.
Foto: Simon Menges
Hauptobjekt 2
Foto: Roger Frei
Von der Milch zur Kunst
I
nnerhalb der schweizerischen Fachhochschullandschaft, die in
den letzten Jahren massiv umgestaltet wurde, ist mit dem ToniAreal ein neuer Bildungsschwerpunkt entstanden. Ausserdem ist
im äusseren Kreis 5 seit längerem ein städtebaulicher Transformationsprozess im Gang: Das einst reine Industriequartier wird zu
einem gemischten Stadtteil, welcher den Charakter der ganzen
Stadt verändert und prägt. Die Architekten von EM2N haben sich
unter diesen Gesichtspunkten entschieden, das 170 m lange und
90 m breite Gebäude wie eine Stadt in der Stadt zu behandeln.
Foto: Roger Frei
Wenn Zentralisierung für Dynamik sorgt
Das 1977 erbaute Industrieareal, einst grösster Milchverarbeitungsbetrieb der Schweiz, beherbergt nach der fünfjährigen
Umbauzeit die Zürcher Hochschule der Künste, das Museum für
Gestaltung, das Schaudepot, die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Kultur- und Veranstaltungsräume, Gastronomiebetriebe sowie 100 Mietwohnungen im oberen Teil des
Hochhauses an der Pfingstweidstrasse. Man stelle sich vor: Eine
Schule, die Jahrzehnte lang auf 39 Standorte in der ganzen Stadt
verteilt ist. Und auf einen Schlag treffen über 5000 Studierende
und Dozierende aus allen künstlerischen Disziplinen unter dem
Die Umnutzung des Toni-Areals war wegen seiner Dimensionen vor allem
eine städtebauliche Herausforderung.
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Foto: Roger Frei
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Die Wände der knapp neuneinhalb Meter hohen Musik-, Konzert- und Balletsäle bestehen aus einer Verbindung von Mégastil-Ständerwand und Vorsatzschale
(Dicke: 400 – 600 mm) und erreichen Schallschutzwerte von bis zu 77 dB.
gleichen Dach aufeinander. Welche kreative Energie, gegenseitige
Inspiration und welche Schaffenskraft hier entfaltet werden können, lässt sich nur erahnen.
Endlich fertig – und schon verändern?
«Das Toni-Areal soll ein Gebäude zum Anfassen sein, das pragmatisch mit dem konstanten Veränderungsdruck umgehen kann,
den ein vitaler Universitätscampus auf seine Räume ausübt.
Aneignung, Veränderung und Austausch sind ausdrücklich erwünscht», argumentieren die Architekten. «Um Vielfalt und
Abwechslung zu erzeugen, arbeitet die Architektur mit lokal unterschiedlichen Verfeinerungsgraden: meistens roh, ab und zu auch
veredelt, mal über-, oft unterdeterminiert. Es besteht ein breites
Angebot an äusserst unterschiedlichen Räumen – 1400 insgesamt
– von nutzbaren öffentlichen Hallen und Erschliessungsräumen zu
Konzertsälen und intimen Übungskammern, von der multifunktionalen Werkstatt bis zum hochspezialisierten Tonstudio», so EM2N.
Undenkbar ohne Gipstrockenbau
Bei einem Zweckbau wie dem Toni-Areal beeindrucken das schiere
Ausmass und die Vielfalt der Anwendungen mit Gips. Obwohl –
oder gerade weil – der Trockenbau überall ist, sieht man ihn nicht.
Seine Leistung bezüglich kurzer Bauzeit, flexibler Raumstruktur,
guter Schall- und Brandschutzeigenschaften sowie guter Akustik ist
für das Funktionieren des gesamten Bauwerkes aber essenziell.
Anlässlich der Rigips Trophy, an der das Toni-Areal den Hauptpreis
gewann (vgl. S. 34 – 37), meinte die Jury: «Dieses Grossprojekt wurde einer umfassenden Umnutzung unterzogen, die einzig und allein
dank des konsequenten Einsatzes von Trockenbausystemen überhaupt realisierbar war.» Ein wesentlicher Grund für dieses positive
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Längsschnitt 1
Publikationspläne: © EM2N
Urteil ist der geringe Lasteneintrag von Gips gegenüber anderen
Baumaterialien, nachdem zusätzliche Zwischenböden eingebaut
wurden, deren Stahlträger mit gut 1000 Hartschotts gegen Brand
verkleidet sind.
Hohe Wände, hoher Schallschutz
Um die ambitiösen Ziele zu erreichen, hat der Trockenbauer neue
Wege beschritten und komplexe konstruktive Lösungen umgesetzt. Die knapp neuneinhalb Meter hohen Musik-, Konzert- und
Ballettsäle sind mit Mégastil-Konstruktionen gefertigt, welche
Schallschutzwerte von bis zu 77 dB erreichen. Die Anforderungen
waren so hoch, dass eine Verbindung von Ständerwand und
Vorsatzschale, beide aus dem Mégastil Profilsystem, mit einer Gesamtstärke von 400 bis 600 mm gewählt wurde. Anstatt des üblichen 120 cm-Rasters stehen die Profile bei den Ständerwänden
90 cm, bei den Vorsatzschalen Rücken an Rücken und sogar nur
60 cm auseinander. Das hat auch mit den hohen Kraglasten von
bis zu 45 kg / m2 zu tun, welche die verschiedenen vorgehängten,
akustischen Wandelemente aus Holz und Blech, aber auch Kabeltracés mit bis zu 100 kg / m2 ausüben.
EM2N: Daniel Niggli & Mathias Müller (v.l.)
Brandschutz hat viel Gewicht
Komplexe Deckenaufbauten mit Gipsbausystemen, die mit frei
gespannten und speziell verstärkten Abhängungen realisiert wurden, bieten besonders in den langen Erschliessungsgängen
hohen Brandschutz. Dazu wurde der Deckenhohlraum mit
Flumroc-Granulat ausgeblasen, mit einer Auflast von 80 kg / m2
auf der Gipsdecke. Ebenfalls aus Gründen des Brandschutzes
wurden rund 2800 Laufmeter Bettermann-Kanäle, in denen
Haustechnik- und Kommunikationsmedien geführt werden, mit
Glasroc-Platten eingefasst.
«Dieses Grossprojekt war
einzig und allein dank des
konsequenten Einsatzes
von Trockenbausystemen
überhaupt realisierbar.»
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Objekt
Toni-Areal, 8005 Zürich
NutzungZürcher Hochschule der Künste, Museum für
Gestaltung, Schaudepot, Zürcher
Hochschule für Angewandte Wissenschaften,
Kultur- und Veranstaltungsräume,
Gastronomiebetriebe, Mietwohnungen
GrösseGrundstückfläche: ca. 24 400 m2,
Bruttogeschossfläche: ca. 125 000 m2,
Gebäudevolumen: ca. 493 400 m3
InvestitionssummeCHF 775 Mio. (Allreal und Kanton)
TermineStudienauftrag 2005, Planung 2005 – 2011,
Bauzeit 2008 – 2014
AuftraggeberAllreal Toni AG, Zürich
ArchitektenEM2N | Mathias Müller | Daniel Niggli
Architekten AG | ETH | SIA | BSA
GeneralplanungAllreal Generalunternehmung AG, Zürich
GipstrockenbauGoger Swiss AG, Dietlikon / Estermann AG,
Zofingen / ARGE Gipser Toni-Areal, Basel,
c/o G. Canonica AG / Rodoni AG, Basel
ProdukteGipsbau- / Gipsfaserplatten
diverse: 180 000 m2,
Mégastil Schallschutzwände: 1800 m2,
Profile: 220 000 m, Hartschotts: 1200 Stk.,
Formteile für Bettermann-Kanäle: 2600 m
AutorenEM2N / Andreas Stettler
Fotos
Roger Frei, Zürich
Simon Menges, Berlin
Verband Nordostschweizer Käserei und Milchgenossenschaften:
Die Toni-Molkerei Zürich.
Zürich, Cicero Verlag, 1978
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In jedem Geschoss des Hauses ist eine andere Nutzung vorgesehen.
Harmonisches Nebeneinander
im Schulhaus Mörschwil
Im neuen Schulhausbau von Mörschwil macht das Lehren und
Lernen Freude. Die vielen verschiedenen Nutzungen stellten die
Planer aber vor besondere Herausforderungen, vor allem beim
Schallschutz. Mit ISOVER LURO 814 konnten vollständig entkoppelte Zimmer kostengünstig realisiert werden.
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chule ist heute nicht mehr das, was Erwachsene aus ihrer eigenen Kindheit kennen: Das Spektrum der behandelten Themen
ist ebenso breiter geworden wie jenes der Unterrichtsformen.
Vielerorts liegen die Fähigkeiten und Bedürfnisse der einzelnen
Kinder weiter auseinander als noch vor einigen Jahrzehnten. Mehr
Lehrpersonen mit Teilzeitpensum und unterschiedliche Fachleute
betreuen die Kindergruppe – auch ausserhalb der Unterrichtszeiten. Und nicht zuletzt hat auch die Zahl der Kinder zugenommen,
die eine Sportart ausüben und ein Instrument spielen können. Alle
diese Veränderungen wirken sich nicht nur im Unterricht aus, sondern auch in den Raumbedürfnissen von Schulen: Sie brauchen
mehr Platz und mehr Räume für spezielle Nutzungen.
Der Neubau steht zwischen
den beiden älteren Bauten
und schafft räumliche
Verbindungen.
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Die Primarschule braucht Spezialräume
So ging es auch der Gemeinde Mörschwil bei St.Gallen. Die Primarschule nutzt zwar schon zwei Schulhäuser. Eines ist ein klassischer Schulhausbau von 1907, das andere ein postmoderner
Bau von 1987. Mörschwil brauchte nicht in erster Linie Klassenzimmer, sondern es herrschte Mangel an Spezialräumen: Die Lehrerzimmer waren zu klein oder lagen wie die Verwaltungsbüros
unter dem Dach des alten Schulhauses. Die Musikzimmer waren
im alten Gemeindehaus und für den Unterricht ungeeignet, die
Bibliothek lag auf der anderen Strassenseite und der Kindergarten
war in einem sanierungsbedürftigen Gebäude untergebracht. Die
Schulgemeinde wollte alle Einheiten zusammenfassen und genügend Raum für besondere Nutzungen schaffen. Dazu schrieb sie
einen Projektwettbewerb für einen Neubau aus. Er sollte zwischen
den beiden bestehenden Schulhäusern zu stehen kommen und
die 1963 erbaute Einfachturnhalle in deren Mitte ersetzen. Eingeladen waren zehn Büros, den ersten Preis gewann der Entwurf
von hug architekten aus St. Gallen.
Alt und Neu verbinden
Seit Frühling 2014 steht das neue Primarschulhaus zwischen den
beiden älteren Bauten. Hanspeter Hug, der schon verschiedene
Schulhäuser gebaut hat, sagt: «Wir haben uns mit nahezu jenem
Entwurf beworben, der jetzt auch hier steht.» Korrekturen waren
einzig bei den geplanten grossen Fensterfronten nötig, die vom
Boden bis zur Decke gereicht hätten. «Wir wollten einfach die
schöne Sicht ins Grün und auf den Bodensee nutzen und ein
transparentes Schulhaus schaffen», erklärt der Architekt. Bauphyarchitecture
I art I dann
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sikalische und funktionelle Gegebenheiten
führten
aber
dazu, dass die Fensterfläche um rund einen Drittel verringert
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Ein transparentes Schulhaus war den Architekten ein Anliegen.
In jedem Geschoss ist
eine andere Nutzung
untergebracht.
Die Kinder können klare Formen und einfache Materialien gut erfassen.
Trittschalldämmung mit Glaswolle
Drei Fragen an Martin Bohnenblust, Leiter Bautechnik bei
Saint-Gobain ISOVER AG
artec: Welche Produkte bietet Saint-Gobain ISOVER AG für die
Trittschalldämmung an?
Martin Bohnenblust: Die Dämmplatte PS 81 bewährt sich seit
Jahrzehnten in unzähligen Gebäuden verschiedenster Nutzungen und Anforderungen. Sie ist dank ihrer optimalen dynamischen Steifigkeit von 6 bis 16 MN / m3 (dickenabhängig) eine der
leistungsfähigsten Produkte für die Trittschalldämmung unter
schwimmenden Estrichen. Ähnliche Werte weist ISOCALOR auf,
diese Dämmplatte ist zusätzlich mit einem armierten Kraftpapier beschichtet. Sie eignet sich deshalb besonders gut, um Bodenheizungsrohre darauf zu befestigen. PS 81 ist in den Dicken
12 – 30 mm und ISOCALOR in den Dicken 22 bis 43 mm erhältlich und werden für Bodenaufbauten mit höchsten Anforderungen
an den Schallschutz eingesetzt. LURO 814 schliesslich weist zu
den günstigen statischen und dynamischen Eigenschaften eine
tiefe Wärmeleitzahl auf. Das Produkt ist mit Dicken bis zu 80 mm
verfügbar und kann mehrlagig verlegt werden. Damit lassen sich
Schall- und Wärmedämmung optimal verbinden.
Weshalb verfügt LURO 814 über so herausragende Eigenschaften?
Die Kombination aller Eigenschaften von LURO 814 macht diese Trittschalldämmplatte so interessant: Sie ist mit einer dynamischen Steifigkeit von s‘ < 9 [MN / m3] nicht nur äusserst schalldämmend, sondern dank tiefem Lambda-Wert von 0,035 [W / (m K)]
auch sehr gut wärmedämmend, zum Beispiel über unbeheizten
Räumen oder Erdreich. Dank hoher Belastbarkeit ist LURO 814
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für alle Beanspruchungskategorien A – D nach SIA 251 geeignet.
Die Trittschalldämmplatte kann somit für schwimmende Estriche
im Innenbereich mit hohen Punkt- und Flächenlasten verwendet
werden, beispielsweise für Warenhäuser oder Ausstellungsflächen.
Weil das Material nicht brennbar ist, kommt es im Hochhausbau
oft zum Einsatz. Und nicht zuletzt besteht die Dämmplatte zu
80 % aus Recycling-Glas, und wie die gesamte Produktpalette von
ISOVER in Lucens (VD) wird aus erneuerbarem Strom aus lokaler
Wasserkraft produziert.
Wie kann man LURO 814 einsetzen?
LURO 814 kann einlagig oder mehrlagig oder in Kombination mit
PS81 oder ISOCALOR eingesetzt werden. Auf Rohdecken werden
meist Installationsleitungen verlegt, doch gemäss SIA 251 dürfen
diese nicht in der Ebene der Trittschalldämmung liegen. Deshalb sind unter schwimmenden Estrichen zwei Lagen Dämmung
eigentlich die Regel. LURO 814 lässt sich mit einem handelsüblichen Dämmstoffmesser leicht zuschneiden. Deshalb wird diese
Trittschalldämmplatte gerne für die erste Lage verwendet, in der
durch die verlegten Leitungen viel angeschnitten werden muss.
Auf diese erste Lage kann dann als Trittschalldämmung PS 81
oder bei Unterlagsböden mit Bodenheizung ISOCALOR zum Einsatz kommen. Welche Mindestdicke und welche Festigkeitsklasse
ein Unterlagsboden aufweisen muss, hängt von der Beanspruchungskategorie, aber auch den Eigenschaften der Dämmprodukte ab. Sollen ISOVER-Trittschalldämmplatten mehrlagig verlegt werden, geben unsere Bauteildatenblätter Hinweise auf die
Dimensionierung des Unterlagsbodens. Gerne helfen wir aber
auch bei Anfragen weiter.
werden musste. Zudem wünschte sich der Bauherr Fenstersimse
als Sitz-, Ablage- und Arbeitsfläche. Der zeitgenössische Sichtbetonbau von hug architekten steht nicht hinter seinen Nachbargebäuden zurück und spricht selbstbewusst eine eigenständige
Formsprache: «Wir wollten ein Gebäude, das bezüglich Volumetrie
gleichbedeutend und nicht untergeordnet ist», sagt der Architekt.
Es war nie das Ziel, die drei Bauten stilistisch zu verbinden. Räumlich dagegen sollten Verbindungen geschaffen werden. «Eines
unserer Hauptanliegen war, die obere und untere Ebene des Aussenraums miteinander zu verbinden.» Der Neubau am Hang
schafft eine gedeckte Verbindung, Treppen auf beiden Seiten des
Gebäudes ebenso. «Und wir konnten alle drei Schulhäuser mit
einem Gang im ersten Untergeschoss miteinander verbinden.»
Klar und kindgerecht
Wichtig war den Architekten, ein Gebäude zu schaffen, das der
kindlichen Wahrnehmung entspricht: «In der Primarschule haben
die Kinder eine einfache Wahrnehmung und machen grundlegende
Erfahrungen.» Deshalb sei Ehrlichkeit und Einfachheit bei Form
und Konstruktion wichtig. «Wir sind für das Volumen von einem
Würfel ausgegangen», erklärt Hanspeter Hug. Jedes Geschoss hat
einen Kern und eine Mauer, die zwei symmetrische Nutzungseinheiten links und rechts trennt. Dieser Kern und vier gut sichtbare
quadratische Stützen in den Gebäudeecken bilden die tragenden
Elemente – «wie bei einem Tisch». Einfach sollte auch die Materialisierung des Schulhauses werden. Der Architekt sagt: «Sichtbeton
wollten wir immer schon, und wir konnten die Bauherrschaft auch
davon überzeugen: Schweres ist aus Beton, Leichtes aus Eiche.»
Auch die Böden sind aus Eichenparkett und im Eingangsbereich
aus Kalkstein. «Das gibt eine warme, schöne Atmosphäre.»
Jedes Geschoss eine Welt
Die grösste Herausforderung stellte sich den Architekten bei der
gemischten Nutzung. Der Hybridbau mit zwei Untergeschossen
und drei Obergeschossen enthält zuunterst fünf Musikzimmer mit
Wartebereich, darüber zwei Kindergärten, im Erdgeschoss die
Verwaltungsräume und Lehrerzimmer, im ersten Obergeschoss
zwei Schulzimmer und im «Kopf» des Gebäudes eine Lernlandschaft und die Bibliothek. Im Kern jedes Geschosses sind Gruppenräume, zuoberst ein kleiner verglaster Innenhof. «Wir hatten
nicht eine grosse Zahl gleicher Zimmer, sondern mussten auf
jedem Geschoss architektonisch und bauphysikalisch neu reagieren», sagt der Architekt. Dazu musste auch jedes Mal mit einer
neuen Nutzergruppe verhandelt werden. Doch das starke und klare
Konzept von hug architekten konnte überzeugen. «Wir haben
bezüglich Statik, Raum und Material ein stabiles Konzept vorgeschlagen, das lässt auch einige Veränderungen zu.»
Man soll nichts hören
Die verschiedenen Nutzungen stellten nicht nur hohe Anforderungen an die Architekten, sondern auch an die Akustiker des
St. Galler Ingenieurbüros Gerevini. Die Schalldämmung zwischen
den Schulzimmern sei kein Problem gewesen, meint Jörg
Ackermann, denn da seien die Anforderungswerte im Vergleich
zum Wohnungsbau sogar etwas weniger streng. «Richtig anspruchsvoll war die vertikale Schalldämmung zwischen den Musikzimmern im Untergeschoss und den Räumen in den übrigen
Geschossen, insbesondere den Verwaltungsbüros im Erdgeschoss», sagt der Ingenieur, «da gingen wir von der Anforderung
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Frequenzen fast nicht möglich. Um Erwartungen und Resultate in
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Im Neubau gibt es zwei Klassenzimmer mit integrierter Garderobe.
Einklang zu bringen, reicht es nicht, sich auf die Norm SIA
181 / 2006 Schallschutz im Hochbau zu verlassen. «Wir haben die
Erfahrung gemacht, dass es sinnvoll ist, mit der Bauherrschaft
genauere Vereinbarungen zu treffen», erklärt der Ingenieur. Deshalb habe man einigen Aufwand betrieben und mit den Nutzern
mehrere Schulhäuser besichtigt – oder vielmehr Probe gehört.
Jörg Ackermann sagt: «Man muss den Bauherren vorführen, was
Schalldämmwerte für das subjektive Hörempfinden bedeuten.
Dann kann man Zielwerte festlegen.»
Vollständig entkoppelte Zimmer
Sind die Erwartungen zum Schallschutz erfasst, muss man sie
auch einhalten. Vor allem bei zwei Musikzimmern, in denen
Schlagzeug und Elektrobass unterrichtet wird, war dafür ein besonderer Aufwand nötig. Die Räume sind vollständig entkoppelt:
Auf die Tragstruktur wurde eine zweilagige Dämmschicht aus
ISOVER-Glaswollplatten aufgebracht. Auf diese LURO 814-Platten
wurde eine 14 Zentimeter starke, entkoppelte Betonplatte mit Tabs
für die Bodenheizung gegossen. Sie trägt das innere, selbsttragende
Raumsystem, das aus Gipsplatten und Holz errichtet wurde. «Für
diese Konstruktion sind die Steifigkeitseigenschaften der Mineralwollschicht massgebend», erklärt Jörg Ackermann. Ist die Dämmschicht zu weich, wird die statische Einfederung der Betonmasse
zu hoch. Ist die Dämmschicht zu steif, überträgt sie wiederum den
Schall. LURO 814 weist für diese Anwendung eine optimale dynamische Steifigkeit auf und erfüllt zugleich auch die Anforderungen
an die Wärmedämmung und den Brandschutz. «Wir bekamen
auch Offerten für Bodenentkopplungen mit Elastomer-Lager, doch
die wären sehr viel teurer gewesen als die Glaswolle», sagt
der Ingenieur, der mit dieser Lösung schon einige Erfahrung
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Die Schalldämmung der
Musikzimmer für Schlagzeug
und Elektrobass war besonders
anspruchsvoll.
gesammelt hat. Die Nutzer des neuen Schulhauses sind auf jeden
Fall zufrieden: Im Bau, der zu einem mittleren Kubikmeterpreis
erstellt wurde, kann jedes Zimmer individuell genutzt werden,
ohne dass die Nachbarn mithören müssen.
Bauherrschaft
Schulgemeinde Mörschwil,
9402 Mörschwil, www.schulemoerschwil.ch
Architekten
hug architekten, 9000 St. Gallen, www.hugarchitekten.ch
Baumanagement /
Bauleitung
Schertenleib Baumanagement,
9000 St. Gallen, www.schertenleib.net
Akustik /
Bauphysik
Gerevini Ingenieurbüro AG,
9000 St. Gallen, www.gerevini.ch
Dämmprodukte
Saint-Gobain ISOVER AG, 1522 Lucens
www.isover.ch
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AutorenBenjamin Gygax / cR Kommunikation AG /
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Martin Bohnenblust, Saint-Gobain
Fotos
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La Praille setzt neue
Massstäbe im Kinobau
Auf dem Dach des Einkaufs- und Freizeitzentrums La Praille in
Grand-Lancy bei Genf trohnt das zurzeit modernste Multiplex-Kino
der Schweiz mit einer weltweit einzigartigen 3D-Soundanlage.
Die für den Bau eingesetzten Trockenbausysteme erreichen in
schalltechnischer Hinsicht Spitzenwerte.
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ach nur 21 Monaten Bauzeit konnte der Kinokomplex mit seinen neun unterschiedlich grossen Sälen und über 1500 Sitzplätzen letzten Sommer durch die Firma Arena Cinemas in Betrieb
genommen werden. Damit ist La Praille zum umfassendsten
Vergnügungs- und Unterhaltungstempel für die Westschweiz und
das angrenzende Frankreich geworden. Der Kinokomplex rundet
das ohnehin schon breite Angebot des 2002 eröffneten Centers
ab: Dieses umfasst 65 Detailhandelsgeschäfte, eine BowlingAnlage mit 26 Bahnen, Fitness- und Wellnessbereiche, ein
Schwimmbad, ein Hotel mit 150 Zimmern, einen Food Court und
einen Kinderhort. Arena Cinemas betreibt in Zürich, Fribourg und
Genf insgesamt 29 Kinosäle.
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Seit 2002 bietet La Praille 65 Detailhandelsgeschäfte,
Bowling mit 26 Bahnen, Fitness und Wellness, ein Schwimmbad,
ein Hotel mit 150 Zimmern, einen Food Court und einen Kinderhort.
Cineastisches Hightech
Was die technische Infrastruktur angeht, kommen die Filmfans im
La Praille in den Genuss einer Bild- und Tonqualität, die in der
Branche neue Massstäbe setzt. Die mit 23 Meter Spannweite
schweizweit grösste gewölbte Leinwand und eine weltweit einzigartige 3D-Soundanlage sorgen für ein neuartiges Kinoerlebnis.
Aber die neun Säle können noch mehr: Sie sind alle mit einer
vollständigen Kongressinfrastruktur und einer Bühne ausgestattet,
sodass sie sich auch für Konferenzen, Seminare, Ausstellungen
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sowie verschiedene Unternehmens- und architecture
Privatanlässe
eignen.
Diese intensive – um nicht zu sagen «schallintensive» Nutzung –
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400
HEB
HEB 300
Rigips-Feuerschutzplatte
15 + 18 mm
C-Deckenprofil
Kreuzschnellverbinder
Befestigungswinkel
Noniusabhänger
PE-Dichtungsband
IPE 550
HEB 300
Rigips-Feuerschutzplatte
15 + 18 mm
Rigips-Feuerschutzplatte
15 + 18 mm
Isoresist Piano 75 mm
C-Deckenprofil
U-Wandprofil 75
Kreuzschnellverbinder
Direktabhänger
Noniusabhänger
Abschlussprofil Trim-L
Holzbalken 80/140 mm (Achsabstand 60 cm)
HEB 300
Alle neun Kinosäle sind mit einer vollständigen Kongressinfrastruktur und einer Bühne ausgestattet.
Starke Durchbiegung auffangen
Auch die Deckenverkleidungen sind mit dem System Mégastil
(siehe Querschnitt) ausgeführt, dessen statische und akustische
Stärken auch hier zum Tragen kommen. Die sich füllenden und
leerenden Kinosäle im Obergeschoss führen zu starken Belastungsschwankungen der Stahlträger und somit zu einem grossen
Durchbiegungskoeffizienten. Die Deckenkonstruktion muss diesen auffangen und hat ausserdem eine wichtige Brandschutzfunktion.
Die grossen Menschenmengen
und der Schalldruck waren eine
statische und akustische
Herausforderung.
und die Tatsache, dass es sich um eine Aufstockung um zwei
Geschosse handelt, brachte das Leichtbausystem Mégastil als
Konstruktion für den Innenausbau ins Spiel.
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Trockenbausysteme erleichtern Logistik
Weil der Erweiterungsbau des Multiplex-Kino während des Normalbetriebs des Einkaufscenters realisiert werden musste, war
allein die Materiallogistik eine Herausforderung. Wegen der Profillänge des gewählten Systems war es notwendig, das gesamte
Material vorgängig in das Gebäude zu bringen und in den notwendigen Mengen an den Orten zu deponieren, wo es eingebaut
werden sollte. Spätere In-Haus-Transporte waren nicht mehr oder
nur mit viel Aufwand möglich, weil die Gebäudehülle vorgängig
geschlossen und die Transportmöglichkeiten mit jeder neuen
Raumunterteilung weiter eingeschränkt wurden. Während konventionelle Bausysteme im Rahmen der Aufstockung aus statischer
Sicht auch zu schwer gewesen wären, erlaubten die Ständerkonstruktionen mit Gipstrockenbau zudem die erforderlichen Wandhöhen und -stärken. Weiter mussten sie hohen statischen Belastunarchitecture I art I technology I ecogen durch die Ansammlung von Menschenmengen Stand halten
und hohen schalltechnischen Anforderungen genügen.
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Nach nur 21 Monaten Bauzeit konnte der Kinokomplex mit seinen neun
unterschiedlich grossen Sälen und über 1500 Sitzplätzen letzten Sommer
in Betrieb genommen werden.
Stabilität und Schalldämmung
Mégastil ist ein gedämmtes Ständerwandsystem für grosse Höhen
und Spannweiten. In den Arena Cinemas wurden vier unterschiedliche Konstruktionstypen verbaut, die je nach Anforderung aus
Einfach- und Doppelständern bestehen, punktuell ergänzt durch
eine zusätzliche Vorsatzschale. Der einfache und systematische
Aufbau des Produkts erlaubte es den Verantwortlichen, gewisse
Vorsatzschalen kurzfristig von einer auf zwei Geschosshöhen und
somit auf rund 12 Meter zu erweitern und dabei möglichst wenig
Verbindungspunkte mit der Hauptstruktur zu schaffen – eine notwendige Voraussetzung, um die Übertragung des Schalls zu minimieren. Die Schalldämmwerte, im Fall der Kinonutzung ein absolut
zentrales Kriterium, erreichen weit über 70 dB Rw. Dies bei Wandstärken von bis zu 675 mm mit dreifacher Beplankung pro Seite.
Objekt
Arena Cinemas La Praille, 1212 Grand-Lancy
Nutzung
9 Kinosäle
Grösse
Mietfläche ca. 3000 m2
(Einkaufszentrum Total 33 500 m2)
Investitionssumme CHF 22 Mio.
Termine
Planung 2004 – 2012;
Bauzeit 2012 – 2014 (21 Monate)
Auftraggeber
Swiss Prime Site, Olten
Architekt
Philippe Weber, Chêne-Bougeries
Generalunternehmung
HRS Real Estate SA, Genf
Gipstrockenbau Entreprise Belloni SA, Carouge
Produkte
Gipsbauplatten 12,5 / 15 / 18 mm: 37 000 m2
Profile div.: 30 000 m
Profile Mégastil: 7300 m
Vorgefertigte Elemente: 1100 m
Pulverprodukte: 5 t
Autor
Fotos
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Andreas Stettler
Studio Fabrice Piraud / Wincasa
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Deckbeschichtungen an
Fassaden modellieren
Eine fast vergessene Technik, die Applikation von Deckbeschichtungen mittels Modelliertechnik, ist wieder vermehrt
gefragt und fordert das handwerkliche Können der ausführenden
Unternehmungen.
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eckputze und Deckbeschichtungen sind in der Fassadengestaltung seit Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken. Ursprünglich sollten sie die Fassade vor äusseren Beanspruchungen wahren, die thermische Belastung abschwächen und den Baukörper
schützen. Doch heute werden sie immer bedeutender für die
Berücksichtigung des Erscheinungsbilds. Neben der Gestaltungsvielfalt mit diversen Körnungen, Strukturen und Farbvarianten,
werden vermehrt Objekte mit der Modelliertechnik ausgeführt.
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Bei der Modelliertechnik
werden zur Erreichung der
gewünschten
Oberflächenstruktur
mechanisch oder per Laser
bearbeitete Abzugsleisten
verwendet.
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Bei gelungener Ausführung
kann man sich über
ein handwerkliches
Unikat freuen.*
* z.B. Konradhof, Richti-Areal
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Die Modelliertechnik
Diese Art Applikation ist nicht vergleichbar mit den als Rustikalputz – oder rustikaler Strukturputz – bekannten Techniken. Rustikalputze werden mit mehr oder minder feinen Deckputzen aus
den Reihen der MARMORAN CARRARA, Silicon oder SILCANOVA
oder mit den faserarmierten MARMORAN-Antik-Faserputzen ausgeführt. Als Werkzeuge kommen vorwiegend schmale Spachtel
und die Stahltraufel zum Einsatz. Nachdem das Deckputzmaterial
schon ein wenig angezogen hat, wird die Struktur je nach Wunsch
mit Bürste oder Schwamm überarbeitet.
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Bei der Modelliertechnik werden zur Erreichung der gewünschten
Oberflächenstruktur mechanisch oder per Laser bearbeitete Abzugsleisten verwendet (Bild 1). Diese sind in etwa mit den Schab-
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Bild 4
architecture I art I technology I eco
lonen zum Ziehen der Gipsprofile vergleichbar. Es können auch
konventionelle Zahntraufeln mit eckigen oder quadratischen Zähnen in unterschiedlicher Grösse verwendet werden. Eine Variante
zwischen dem in den letzten Jahren vermehrt gefragten feinen
Besenstrich und dem Modellierputz ist die Modellierung der
Deckbeschichtung mit langen Bürsten mit unterschiedlich langenBorsten. Materialien aus dem MARMORAN-Deckputzprogramm:
MARMOPlan H414 und die Antikfaserputze.
Möglichkeit und Herausforderung für das Handwerk
Diese neuen Applikationsarten sind eine grosse Herausforderung
für die Unternehmungen. Wenn Linien, Strukturen oder die Textur
sehr formal sind (Bild 3), sind die Materialwahl und der Ablauf
sehr genau zu planen. Es empfiehlt sich, auch grossformatige
Muster zu erstellen. Zwischen den einzelnen Arbeitsschritten können durchaus Wartezeiten entstehen (Bild 2). Bei gelungener Ausführung kann man sich über ein handwerkliches Unikat freuen
(grosses Bild). Etwas einfacher sind Ornamente und Strukturen,
die etwas «organischer» wirken (Bild 4). Die Ausrichtung der Parallelen ist nicht mehr in einem genauen Winkel, sondern eher willkürlich. Die grosse Herausforderung dabei ist ein einheitliches Bild
über eine grosse Fläche zu erzielen.
Was ist zu beachten?
Architekt / Planer: Das erfolgreiche Fassadenprojekt, bei dem die
Modelliertechnik zum Einsatz kommt, fängt bereits bei der Projektierung an, also schon beim Auswählen oder Herstellen der
gewünschten Werkzeuge (z. B. werden Werkzeuge im Winkel von
ca. 45 ° angestellt – das heisst, die Form auf dem Abzugswerkzeug muss doppelt so gross bemessen werden). Die Materialwahl,
eine genügend gross bemessene Bemusterung sowie genügend
Zeit für die Ausführung müssen eingeplant werden.
Unternehmer: Es empfiehlt sich, schon bei der Vergabe der Arbeiten auf Gerüstabstand, -lauf und -anker hinzuweisen. Vor der
Ausführung muss der korrekte Gerüstabstand beachtet werden.
Wenn möglich sollte das Gerüst nach aussen abgestützt werden,
um mit möglichst wenigen Gerüstankern auszukommen. Die
Erstellung der Musterflächen sollte mit dem Team gemacht werden, das später auch bei den Fassadenarbeiten zum Zug kommt.
Trotz der innovativen Möglichkeiten, mit denen man aus einer Fassade ein Unikat machen kann, bleibt ein kleiner Nachteil bestehen: Ausbesserungen und Gerüstankerstellen werden fast immer
sichtbar bleiben. An- und Abschlüsse an andere Bauteile sowie
Ecken sind grosse handwerkliche Herausforderungen, die es zu
meistern gilt. Dennoch, oder gerade deshalb, sind solche Fassaden zu begrüssen und stützen nicht zuletzt die Unternehmungen,
die sich der Herausforderung stellen.
Sehr gerne steht Ihnen unser Beratungsdienst für weitere
Informationen und Auskünfte zur Verfügung.
Autor
Fotos
artec
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architecture I art I technology I eco
Franco Luccarini
Saint-Gobain Weber AG
artec
architecture I art I technology I eco
00
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a
Erschliessungszone space+ als natürliche Klimaanlage: Der offene Deckenrost bietet die
Oberfläche für die PCM-haltige Gipsbauplatte als thermisches Speichermedium.
Verdichten war gestern, teilen ist heute
Zum ersten Mal hat ein Schweizer Team am Solar Decathlon
Europe teilgenommen und gleich den fünften Gesamtrang erzielt.
In fünf von zehn Bewertungskategorien stand your+ sogar auf
dem Podest. Das Projekt steht unter dem Motto «share!». Für das
Team von Studierenden der Hochschule Luzern ist der gebaute
Prototyp für den Final in Versaille «nur» die Sichtbarmachung
einer weiter gehenden Vision.
G
eben ist seliger denn nehmen. Teilen ist sozialer, ökologischer
und wirtschaftlicher als alleine nutzen. Teilen wird sogar als
Megatrend bezeichnet, der auf Facebook beginnt und bei Car
Sharing nicht aufhört. Wenn wir Räume und Dinge gemeinsam
benützen, verbrauchen wir weniger Fläche, weniger Energie und
Produktionsmittel und verursachen weniger Abfall. Das Team aus
Studierenden und Dozenten der Hochschule Luzern, Abteilung
Architektur & Technik, hat diesen eigentlich uralten Gedanken des
Teilens auf die Spitze getrieben.
Teilen wird sogar als
Megatrend bezeichnet, der
auf Facebook beginnt und bei
Car Sharing nicht aufhört.
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y I eco
architecture I art I technology I eco
Marcel Wyss,
Master Architekturstudent
und Student Team Leader
Das modulare Raumkonzept
Es gibt sie schon, die neuen Formen des Zusammenlebens: z.B.
die Kalkbreite oder das Hunziker Areal. Oft sind dies jedoch in sich
geschlossene Einheiten, die singulär bzw. von einer Partei genutzt
werden. your+ gelingt hier ein kleiner Coup: Räume werden nach
ihrer Nutzung und ihrem Grad der Privatsphäre typologisiert mit
der Absicht, sie mit anderen zu teilen. Ein Musikzimmer beispielsweise wird vom Büroangestellten eher abends gebraucht, die
Studentin hat vielleicht am Vormittag Verwendung dafür. Folgende
vier Typen stehen zur Wahl:
my room
our room
your room
space+
privater Raum, z.B. Schlaf- / Badezimmer
geteilter Raum, z.B. Küche / Essen / Wohnen
gemeinschaftlicher Raum, z.B. Atelier / Fitness / Musik
architecture I art I technology I eco
Verbindungs- und Erschliessungsraum
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architecture I art I technology I eco
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a
Mit dem Projekt your+, das den Gedanken des Teilens auslotet,
nahm ein interdisziplinäres Team von Studierenden der Hochschule Luzern
am Solar Decathlon 2014 in Versaille teil.
Je nach Bedürfnis, Familien- oder Gruppengrösse, aber auch
nach dem Zeitfenster der Nutzung, wird nun definiert, welche
Raumtypen gewünscht sind und wieviele davon. Entsprechend
angeordnet und verbunden durch space+ entsteht so ein ganzes
Gebäude zum Wohnen und Arbeiten. Je nach Nutzungsintensität
kann der Ausbaustandard wiederum variiert werden. Die Belegung der einzelnen Räume wird unter den Bewohnern abgesprochen und kann sogar via App im voraus gebucht werden, ebenso
wie das Auto oder das Velo.
Den «Bauplatz» gibt es schon
Beindruckend an your+ ist, dass bereits über den Decathlon hinaus gedacht wurde. «Für die städtebauliche Umsetzung wählten
wir exemplarisch ein heterogenes Quartier in Luzern mit optimaler
Infrastruktur. Unsere Überbauung sieht vier verschiedene Gebäude
vor, die untereinander vernetzt sind, aber auch in Kontakt mit den
Nachbarn treten», erklärt Marcel Wyss, Student Team Leader. Da
liegen tatsächlich bereits Visualisierungen vor, die kaum an der
Ernsthaftigkeit dieses Denkanstosses zweifeln lassen. Ein solcher
will your+ aber im Moment noch bleiben.
40 % mehr Strom produziert als es verbraucht. Dieser wird notabene über Smart Grid mit anderen Bezügern, will heissen
anderen Gebäuden geteilt.
Latenter Wärmespeicher im space+
Der Verbindungsraum wird nicht aktiv beheizt oder gekühlt.
Abhängig von der Jahreszeit reguliert er die Zimmertemperatur
mit Hilfe von passiven Massnahmen und des Tageslichtertrags.
Durch natürliche Lüftung im Sommer und Erwärmung über Dachfenster im Winter, kann der space+ das ganze Jahr hindurch
genutzt werden. Aber gerade der auf geringen Materialsatz ausgerichtete Holz- und Leichtbau erreicht die kritische Masse kaum.
Hier kommt die Kombination aus konventionellem Baustoff und
zusätzlichem Phasenwechselmaterial (Phase Change Material =
PCM) ins Spiel. Damit kann ein Grossteil der im Tagesverlauf
anfallenden Wärmemenge temperaturneutral zwischengespeichert werden. Fabienne Maritz vom Architekturteam brachte
diese Idee ein. «Ich habe mich im Markt schlau gemacht und bin
auf Alba®balance gestossen», erklärt sie. «Wir haben einen
vertikalen Deckenrost entworfen, an dem wir die 25 mm starken
PCM-haltigen Vollgipsplatten seitlich anbringen konnten, um eine
möglichst grosse Oberfläche und somit Masse zu kriegen.» Eine
geschlossene, voll beplankte Decke kam nicht in Frage, weil die
darüber liegende Flachdachverglasung Licht und die gewünschte
Wärme in den space+ führt.
Ohne Technik ist alles nichts
Ein Zukunftshaus wie your+ ist ohne komplexe Gebäudetechnik
nicht denkbar. «Unser Haus geht ans Limit […]: neuste Technik,
präzise Sensoren, genauste Steuerungen», sagt Claudia Bless,
Masterstudentin Gebäudetechnik und beim Decathlon für diesen
Bereich zuständig. 312 Datenpunkte, 90 Elektromotoren, Photovoltaik, solarthermische Kollektoren, Regen- und Grauwasserarchitecture
I art I technologyund
I eco Feuchtigkeitsmesser,
architecture
I art I technology I eco
kreislauf,
TemperaturLichtsensoren,
Präsenzmelder. Der Prototyp wird zum Forschungsgebäude, das
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architecture I art I technology I eco
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architecture I art I technology I eco
architecture I art I technology I eco
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Dynamische Wärmekapazität, bezogen auf die
Schichtdicke [kj / (m2K)]
0
1000
2000
3000
4000
5000
Beton
Kalksandstein
Backstein
Leichtbau
Holz
«Ein Zukunftshaus wie
your+ ist ohne komplexe
Gebäudetechnik nicht
denkbar.»
Glaswolle
Alba®balance
Platzgewinn durch Wärmespeicherung der Alba®balance Vollgipsplatten im
Vergleich mit Wänden aus konventionellen Baumaterialien.
Temperatur T
Phasenübergang
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architecture I art I technology I eco
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architecture I art I technology I eco
sensibel
Tm
sensibel
latent
sensibel
Klassische Trockenbauplatten (GK)
Vollgipsplatten mit PCM
Wärme Q
Klassische Trockenbauplatten (GK) erwärmen sich bei starker Sonneneinstrahlung
analog dem Wärmeeintrag. Mit Alba®balance Vollgipsplatten wird die Wärme
dagegen von den PCM-Mikrokapseln absorbiert.
architecture I art I technology I eco
architecture I art I technology I eco
PCM und Gips ersparen die Klimaanlage
Bei den neuartigen Alba®balance Vollgipsplatten sind speziell
entwickelte PCM-Mikrokapseln in die Gipsmatrix eingefügt. Sie
können thermische Energie in grosser Menge aufnehmen und
über lange Zeit verlustarm speichern. Möglich machen das
thermische Änderungen des Aggregatszustands hochwertiger
Paraffine zwischen fest und flüssig: Sobald sie bei Erreichen einer
bestimmten Temperatur schmelzen, nehmen sie die dabei entstehende Wärmeenergie (Schmelzwärme) auf, beim Erstarren geben
sie diese wieder ab. Dieser Phasenübergang lässt sich beliebig
oft wiederholen.
Ein Beispiel unabhängig von your+:
Eine mit 2,5 cm Alba®balance beidseitig beplankte Gipsbau-Ständerwand (+ 5 cm Dämmung) kann gleich viel Wärme speichern
wie eine 20 cm dicke Backsteinwand.
Solar Decathlon: Der Wettbewerb
Wie es das Decathlon im Name Solar Decathlon bereits aussagt,
besteht der Wettbewerb aus zehn Disziplinen. In den Wettbewerben zu den zehn Disziplinen sind zwischen 80 und 120 Punkte zu
erreichen, maximal sind 1000 Punkte möglich. Kriterien wie Kommunikation und Architektur werden von der Expertenjury bewertet,
während andere durch Messungen ermittelt werden.
Die 10 Kriterien:
Komfort, Energiebilanz, Gebrauchtstauglichkeit, Kommunikation,
Technik, Innovation, Nachhaltigkeit, Architektur, Energieeffizienz,
Städtebau.
Die besten Platzierungen von your+
Komfort
Kommunikation
Gebrauchstauglichkeit
Soziales Wohnen (Architektur)
Lichtdesign (Innovation)
1. Rang
2. Rang
2. Rang
2. Rang
3. Rang
Objektyour+, Schweizer Projekt am
Solar Decathlon Europe 2014
Aktueller Standort: Hochschule Luzern,
Departement Architektur & Technik, Horw
Nutzung
Studienobjekt / Prototyp
Grösse
Baufeld 20 x 20 m, Gebäudefläche 130 m2
TermineWettbewerbsanmeldung 2012,
Vorausscheidung 2013,
Finale in Versaille Juni 2014
Auftraggeber
Hochschule Luzern
Architekten
Team your+
Gipstrockenbau Team your+
ProdukteAlba®balance
mit Phase Change Material (PCM)
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Autor
Andreas Stettler
Fotos
Hochschule Luzern
architecture I art I technology I eco
QuellenHochschule Luzern / www.solardecathlon.ch,
Hochparterre Themenheft Juni 2014
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architecture I art I technology I eco
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arc
Hauptobjekt 3
Doppelkindergarten
Haspelweg, Bern
Die Stadt Bern musste wegen schlechter Luftqualität einen
Kindergarten schliessen und in kürzester Zeit einen Neuen
erstellen. Nach einem Wettbewerb beauftragte sie die Holzbau
Partner AG und Kast Kaeppeli Architekten mit dem Ersatzneubau. Entstanden ist ein behaglicher, eleganter, kindergerechter
Holzpavillon gemäss Minergie-P-Eco. Die strengen Vorgaben des
Standards konnten auch dank der Dämmung von Saint-Gobain
ISOVER AG erfüllt werden.
Wie ein Möbel im Park
A
m Stadtrand von Bern, ganz in der Nähe des markanten
Zentrums Paul Klee, herrscht Hochbetrieb: Im grossen Gebiet
Schönberg Ost entstehen zurzeit Mehrfamilienhäuser mit insgesamt
400 Miet- und Eigentumswohnungen für höhere Ansprüche. Dass
die benachbarte Schuleinheit Schlosshalde schon bald viele zusätzliche Kinder unterbringen muss, ist deshalb absehbar. Dass der
etwa 60-jährige Kindergartenpavillon Haspelweg ersetzt werden
musste, hatte aber nicht damit zu tun, dass er zu klein geworden
wäre. Im Pavillon ergaben Luftmessungen, dass der Unterlagsboden
Naphthalin enthielt. Dieser teerartige Stoff wurde beim Bau in den
1950er-Jahren eingesetzt. Heute ist aber bekannt, dass dieser Stoff
in die Luft diffundiert und so der Gesundheit schadet. Der Kindergarten wurde sofort in ein Provisorium verlegt – und man entschied,
den alten Pavillon durch einen Doppelkindergarten zu ersetzen.
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architecture I art I technology I eco
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architecture I art I technology I eco
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architecture I art I technology I eco
architecture I art I technology I eco
Hohe Ansprüche
Für den neuen Doppelkindergarten schrieb die Stadt Bern im
Frühjahr 2012 einen Wettbewerb aus, bei dem das Team Holzbau
Partner AG mit Kast Kaeppeli Architekten das Rennen machte. Der
neue Kindergarten Haspelweg ist das erste Schulgebäude der Stadt
Bern, das dem Standard Minergie-P-Eco entspricht. Es gelten die
schärferen Minergie-P-Vorschriften für den Energieverbrauch,
zudem muss das Gebäude Eco-Kriterien für gesundes Wohnen
erfüllen. Die Stadt Bern erhielt im Jahr 2010 das Energiestadt Label
Gold und verfolgt ambitionierte Ziele im Rahmen der 2000-WattGesellschaft. Adelmo Pizzoferrato: «Der Doppelkindergarten erhielt
das Label Minergie-P-Eco und erreicht die damit verbundenen
Ziele in besonderer Weise. Mit diesem Gebäude werden nicht nur
die Betriebskosten gesenkt, sondern wir schaffen auch ein gutes
Raumklima für die Kinder.» Die aktuellen Nutzer bestätigen, dass
es gelungen ist.
Vertikale Unterteilungen bilden für je zwei Kinder eine Garderobennische,
Glastüren und Oberlichter sorgen für Helligkeit und Aussenbezüge.
Der neue Kindergarten
Haspelweg ist das erste
Schulgebäude der Stadt Bern,
das dem Standard
Minergie-P-Eco entspricht.
Das Gebäude bietet ein gutes
Raumklima für die Kinder,
was die aktuellen Nutzer
bestätigen.
Der dreiseitig ausgerichtete Gruppenraum ermöglicht dank den breiten
Glasfronten den Blick in die grüne Umgebung. Die Fensterbreite ist so
gewählt worden, dass die Kinder die Fenster leicht selber öffnen können.
Dämmung ist entscheidend
Für ein angenehmes Raumklima im Winter und im Sommer sorgen
weiter eine kontrollierte Lüftung, aussen liegende Textilstoren sowie
spezielle Fensterflügel, die auch nachts zum Querlüften offen bleiben können. Weil bei einem eingeschossigen Gebäude das Verhältnis von Oberfläche zu beheizter Nutzfläche nicht sehr vorteilhaft ist,
brauchte es entsprechend eine stärkere Dämmung. So gelang es
den Architekten und Planern, die strengen Energievorgaben von
Minergie-P-Eco zu erfüllen. Die Fassadenteile wurden aus Dreischichtplatten vorfabriziert. Sie sind in Rahmenbauweise gefertigt
und mit ISOVER-Glaswolle gedämmt, die mit einem natürlichen,
formaldehydfreien Bindemittel hergestellt wird und damit dem hohen Eco-Standard von Minergie entspricht. «Die Dämmstoffe von
Mit möbelartigem Charakter
Der Dachabschluss ist mit Deckleisten in regelmässigem Abstand
vertikal gegliedert. Diesen Rhythmus nimmt die Fensterbreite in
der Fassade auf. Adrian Kast erklärt: «Die Fenster sollten ein Bestandteil der vertikalen Fassadenstruktur sein.» Zudem ist die
Fensterbreite so gewählt worden, dass die Kinder die Fenster leicht
selber öffnen können. Die Fassade der Nebenräume zeigt ein engeres Raster. Alle Fassadenelemente sind mit einer Graulasur
behandelt. Die Farbe gleicht jener der Baumstämme und bettet
den Pavillon in die Landschaft ein. Die Farbgebung und die klare
Form dienten aber noch einem weiteren Ziel: «Sie sollten dafür
sorgen, dass das Gebäude einen möbelartigen Charakter erhält»,
sagt Adrian Kast. Damit wollten die Architekten das Gebäude abheben von jenen Holzpavillons aus den 1990er-Jahren, die nach
einem Provisorium aussahen. Um ihre Vorstellung zu realisieren,
setzten sich die Architekten auch dafür ein, dass sogar Fensterbänke und Türschwellen aus Holz gefertigt wurden.
ISOVER sind vergleichsweise leicht, das wirkt sich positiv auf die
Energiebilanz für das Minergie-Label aus», sagt Theo Schmid,
«und ein weiterer Vorteil für uns ist, dass wir bereits zugeschnittene
Ware beziehen können.» Die vorfabrizierten Bauteile wurden vor
Ort zusammengesetzt, beplankt und lasiert. Eine Herausforderung
stellte das extensiv begrünte Flachdach dar. Theo Schmid erklärt:
«Die Dachkonstruktion ist nicht hinterlüftet. Deshalb brauchen wir
eine diffusionsvariable Dampfbremse und einen Partner, der garantieren kann, dass diese auch wirklich hält, was sie verspricht.» Aus
diesem Grund kamen Vario-Produkte von Saint-Gobain ISOVER AG
zum Einsatz.
Zwei ineinander geschobene Volumen
Eine Herausforderung war gemäss den Architekten, den Doppelkindergarten auf der schiefwinkligen Parzelle unterzubringen. Das
Baufeld läuft zur Strassenseite spitz zu, und auf der Rückseite
muss zum kleinen Wald ein Abstand von 20 Metern eingehalten
werden. «Südlich und östlich übernimmt das Gebäude die Flucht
der Parzellengrenze», erklärt Thomas Kaeppeli, «die beiden hinteren Ecken liegen auf dem Waldabstand.» Ein rechteckiges Gebäude
hätte auf der Parzelle kaum Platz gefunden, deshalb entwarfen die
Architekten zwei miteinander verbundene Volumen. Adrian Kast:
«So sind die beiden Kindergartengruppen auch von aussen erkennbar.» Die beiden rechteckigen Grundformen sind abgedreht ineinandergeschoben; dadurch entstanden auf der Vorder- und Rückseite zwei Aussenbereiche, die beide durch ein Vordach geschützt
sind. Die Vordächer sollten nicht angehängte Elemente sein,
sondern Bestandteil der Fassade. «Damit das Dach drei Meter ausarchitecture
I art I technology
I eco es eine gewisse Höhe»,
architecture
I art I technology
I eco
kragen
kann,
braucht
erklärt
Thomas
Kaeppeli. Aus dieser technischen Notwendigkeit ergab sich der
markante Dachabschluss.
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architecture I art I technology I eco
architecture I art I technology I eco
Bereit für die Basisstufe
Die Grundform des Pavillons zeigt sich auch in seinem Innern: In
der Schnittmenge der beiden Körper liegt der 50 Quadratmeter
grosse Garderobenraum für die beiden Gruppen. Gefordert waren
ursprünglich zwei separate Garderoben, «aber wir fanden, es wäre
eine Bereicherung, wenn sich die Kinder an einem Ort austauschen können», sagt Thomas Kaeppeli. «Zudem kann die grosse
Garderobe als zusätzlicher Bewegungsraum genutzt werden.» Die
Garderobenplätze für je zwei Kinder sind vertikal abgetrennt, so
dass sich viele kleine Nischen ergeben, die den Kindern etwas
Schutz vor Ablenkung bieten und von den Kindern als gemütlicher
Rückzugsort geschätzt werden. «Uns war zudem wichtig, dass
diese Nischen ein Bestandteil des Hauses sind und eine Art
61
Raumschicht ergeben», sagt der Architekt. Um die zentrale Garderobe herum sind die Räume der beiden Gruppen angeordnet. «Wir
haben beinahe eine gespiegelte Situation», sagt Adrian Kast.
«Es gibt einen grossen Raum sowie einen anschliessenden Gruppenraum, die dreiseitig orientiert sind.» Parallel dazu liegen die
Materialräume, Lehrerzimmer und Toiletten. Je ein Gruppenraum
wurde verlangt, damit der Kindergarten für die Einführung der Basisstufe gerüstet ist. Diese würde einen individuelleren Übergang
vom Kindergarten in die Schule ermöglichen.
Bauherrschaft
Hochbau Stadt Bern, 3000 Bern
www.bern.ch
Architekten
Kast Kaeppeli Architekten GmbH, 3011 Bern
www.kastkaeppeli.ch
Totalunternehmer Holzbau Partner AG, 3066 Stettlen
www.holzbau-partner.ch
Bauingenieur
Indermühle Bauingenieure GmbH,
3600 Thun, www.i-b.ch
Haustechnik
Grize Haustechnik AG, 3074 Muri
www.grize.ch
Bauphysiker
E plus U Energie- und
Umweltberatung GmbH, 3011 Bern
www.eplusu.ch
Dämmprodukte
Saint-Gobain ISOVER AG, 1522 Lucens
www.isover.ch
AutorenBenjamin Gygax / cR Kommunikation AG /
Martin Bohnenblust, Saint-Gobain ISOVER AG
Fotos
Philippe Weissbrodt
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y I eco
Rigips weihte 2011 an ihrem Produktionsstandort
Granges VS eigens ein RiCycling ® -Werk ein.
Immer und immer wieder ...
… lässt sich Gips rezyklieren. Die Aufbereitung und Wiederverwendung dieses natürlichen Baustoffes kann – aufgrund seiner
chemischen Eigenschaften – unendlich oft erfolgen. Seit drei
Jahren ist mit Rigips RiCycling ® ein geschlossener Gips-Kreislauf
in Betrieb, von der Herstellung über den Gebrauch bis zum
Rückbau und zu neuen Produkten. Eine Bilanz.
I
m heutigen Gebäudebestand der Schweiz ist ein Volumen von
schätzungsweise vier Millionen Tonnen Gips und Gipssystemen
verbaut, das voraussichtlich um weitere rund 250 000 Tonnen
jährlich steigen wird. Verantwortlich dafür sind die von Investoren,
Bauherren und Planern geschätzte Flexibilität und Wirtschaftlichkeit sowie der Gestaltungsfreiraum von Gipsbausystemen. Zusätzlich gefördert wird der Absatz durch laufend steigende Anforderungen an den Brand- und Schallschutz sowie die Wärmedämmung.
Das führt mit der Zeit auch zu einer Zunahme von Gipsreststoffen
aus Produktion, Verarbeitung und, immer häufiger, Rückbauten.
Erstes Gips-Recycling-Werk der Schweiz
Die Rigips AG hat in Granges VS eigens ein RiCycling® Werk
gebaut. Seit 2011 werden dort Gipsabfälle fachgerecht in die
Hauptkomponenten Gips und Papier getrennt. Der gewonnene
Gips-Rohstoff wird anschliessend zu 100 % für die Produktion
neuer Alba® Vollgipsplatten verwendet. Dadurch werden Deponien
entlastet und der Abbau in schweizerischen Steinbrüchen
spürbar reduziert.
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Keine zusätzlichen Fahrten
architecture
I art I technology I eco
Neben
der Wiederaufbereitung
beruht das RiCycling® Konzept auf
einer gesamtschweizerischen Logistikkette mit Spezialfirmen. Auf
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y I eco
Gipsabfälle werden in der Spezialmaschine fachgerecht in die Hauptkomponenten
Gips und Papier getrennt. Der gewonnene Gips-Rohstoff wird anschliessend zu
100 % für die Produktion neuer Alba ® Vollgipsplatten verwendet.
architecture I art I technology I eco
Bestellung liefert Rigips die Sammelbehältnisse (BigBags) aus
wieder verwendbarem Polypropylen direkt auf die Baustellen. Die
Verarbeiter sammeln darin Abschnitte von Gipsbauplatten sowie
Gips-Grundputze aller Hersteller. Die vollen Säcke werden dann
bei einem RiCycling® Partner abgegeben oder von ihm abgeholt,
und zwar auf seiner normalen Transportroute. So lassen sich
zusätzliche Fahrwege vermeiden. Die Koordination des Abholservices liegt beim Rigips Kundencenter. Für grössere Mengen Gipsreststoffe, z.B. bei Rückbauten von alten Gebäuden, werden diese
durch die RiCycling Partnerfirmen mit üblichen Reststoff-Mulden
von der Baustelle abgeführt, nach definierten Kriterien vorsortiert
und danach in das Aufbereitungswerk der Rigips AG gebracht und
zu neuen hochwertigen Alba® Vollgipsplatten verarbeitet.
Auf Bestellung liefert Rigips die Sammelbehältnisse (BigBags) aus wieder
verwendbarem Polypropylen direkt auf die Baustellen. Die Verarbeiter sammeln
darin Abschnitte von Gipsbauplatten sowie Gips-Grundputze aller Hersteller.
Autor
Fotos
Andreas Stettler
Rigips AG
Kräften unterstützen. Die Renaturierung ist seit Jahrzehnten
selbstverständlich. Zudem ist eben eine siebenjährige Messperiode
zur CO2-Reduktion in der Produktion zu Ende gegangen und eine
neue fünfjährige angelaufen. Dank unserer Bemühungen bei
Produktion und Logistik haben wir das beim Bund hinterlegte
Reduktionsziel deutlich übertroffen.
Die ersten 1000 Tage RiCyling ®
Gespräch mit Thomas Breu,
CEO Rigips AG
Thomas Breu, was motivierte die Rigips AG vor drei Jahren dazu,
in das Gipsrecycling einzusteigen?
Erstens die Faszination am Gips selbst: Mir ist kein anderes
natürliches Baumaterial bekannt, das sich praktisch endlos
wiederverwenden lässt. Die Möglichkeit, einen technischen und
ökologischen Entwicklungsschritt auszulösen, erachte ich als
spannende Herausforderung. Weil die Baubranche ein bedeutender Ressourcenverbraucher ist, kommt die Pflicht dazu, diese
Ressourcen sehr umsichtig einzusetzen. Im Fall von Gips heisst
jeder Kubikmeter Rezyklat ein Kubikmeter weniger Abbau im
Steinbruch und weniger ausgelastetes Deponievolumen.
Welches Echo erhielten Sie damals, welches heute?
Wie immer, wenn jemand etwas Neues anpackt, hörten auch wir
unterschiedliche Meinungen. Die Mehrheit aber war schon 2011
positiv, und diese Stimmen haben deutlich zugenommen.
Im Gegenteil: Aufgrund der Nachfrage könnten wir problemlos die
Mengen erhöhen und weitere Recycling-Partner einbinden. Wir
wollen aber auf diesem Gebiet langsam wachsen und noch mehr
Erfahrung sammeln.
Welche Rolle spielen dabei die Behörden?
Die Kantone sind sehr an unserem Konzept interessiert. Sie sind
froh um jede Tonne Gips, die nicht auf ihren Deponien landet, weil
der Platz fehlt und auch hier die Auflagen immer strenger werden.
Haben Sie die ursprünglichen Ziele erreicht?
Was die geografische Abdeckung betrifft, kann ich klar mit Ja
antworten. Wir erreichen jeden Endkunden schweizweit. Die
Nachfrage und damit die Mengen können noch gesteigert werden.
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Welche weiteren Umweltschutz-Massnahmen
betreiben Sie noch?
Der angesprochene Gipsabbau erfolgt unter strenger Beobachtung durch Behörden und Verbände, was wir begrüssen und nach
Wie sehen die nächsten drei Jahre aus?
Technologisch wollen wir uns noch weiterentwickeln und in die
architecture I art
I technology I eco
architecture
I technology
I eco
Prozesse
investieren.
Man muss sehen: Wir
habenI arteinen
ersten
Schritt gemacht und werden noch viele weitere machen.
architecture I art I technology I eco
architecture I art I technology I eco
63
Flumroc macht‘s vor: Die vollständig erneuerte Firmenzentrale mit der
charakteristischen Fassade.
Flumser Bürohaus im Plus
Flumroc erneuert ihren Hauptsitz. Jetzt ist das Bürohaus schöner
als vorher – und ökologischer. Eine sehr gute Wärmedämmung
und viel Photovoltaik machen das Plusenergiehaus möglich.
«
Neue Gebäude sollen sich ab dem Jahr 2020 möglichst selbst
mit Energie versorgen» schreiben die kantonalen Energiedirektoren in ihren Leitlinien. Flumroc nimmt die Forderungen
der Regierungsräte wörtlich, wenn man davon absieht, dass das
betriebseigene Bürohaus mehr als 30 Jahre alt ist. Durch die
Gesamterneuerung sind drei wichtige Kriterien des nachhaltigen Bauens erfüllt: Der Einsatz an grauer Energie für die Baumassnahmen ist gering, weil die Primärstruktur des Gebäudes
vollständig erhalten ist. Zweitens qualifiziert sich das Objekt im
regulären Bürobetrieb als Plusenergiehaus, und, drittens, macht
die Erneuerung das Bürohaus zukunftsfähig, also für Jahrzehnte
nutzbar – in Neubauqualität.
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y I eco
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y I eco
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architecture I art I technology I eco
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Der Einsatz an grauer Energie
für die Baumassnahmen
ist gering, weil die
Primärstruktur des Gebäudes
vollständig erhalten ist.
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65
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Entree mit Betriebsrestaurant und Küche (links) sowie Kundenausstellung
(rechts): Grundriss Erdgeschoss.
Vier zentrale Ziele
Im Zentrum der baulichen Massnahmen steht ein höherer Arbeitskomfort für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Arbeitsplätze
mit geringen Umweltauswirkungen.
Die vier wichtigsten Ziele:
§ Vorbild: Das erneuerte Haus passt in die Energiestrategie
2050, ist multiplikationsfähig und hat dadurch
Beispielscharakter.
§ Konzept zur Umsetzung: Sehr gute Wärmedämmung,
Stromerzeugung mittels Photovoltaik und eine zeitgemässe
Gebäudetechnik.
§ Architektur: gestalterisch ansprechende Integration von
Solarzellen in die Gebäudehülle.
§ Nutzerkomfort: verbesserte Arbeitsverhältnisse – Raumluft,
Tageslicht, Grundrisse – sowie neue Kundenzone.
Alle vier Ziele lassen sich mit einer gesamtheitlichen Erneuerung
erreichen. Dass heisst: Komfort, Gesundheit, Ökologie und Vorbildfunktion sind in einem Paket verschnürt.
Wieviel dämmen?
Dämmstärken sind immer wieder Anlass für Diskussionen. Doch
mit Blick auf die Zielmarke «Plusenergiehaus» ist die Rechnung
bald gemacht. Denn an einem Bürohaus in Grösse und Form des
Flumroc-Hauptsitzes mit Restaurant ist gar nicht soviel Platz
für Solarzellen verfügbar, um mit dem erzeugten Strom den
Bedarf eines nur minimal gedämmten Gebäudes zu decken.
architecture I art I technology I eco
Die Transmissionsverluste
liegen gemäss SIA-380 / 1-Berechnung
bei 42,2 kWh / m2, die internen und solaren Gewinne bei
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c 66 artec
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architecture I art I technology I eco
51,9 / 37,2 kWh / m2 (brutto / netto, also mit oder ohne Ausnützungsgrad des Wärmegewinnes). 0,81 / 1,13 ist das Verhältnis dieser Grössen. Falls dieser Wert deutlich darüber liegt, ist das Plusenergie-Ziel schwierig oder kaum zu erreichen. Ein Haus gut zu
dämmen macht nicht nur dann Sinn, wenn eine Dämmstoff-Fabrik
daneben steht, sondern in allen Projekten, in denen zwischen Verlustminderung und Energieerzeugung eine wirtschaftliche Balance
erreicht werden muss. Einverstanden! Aber wie steht es mit der
grauen Energie? Diesbezüglich ist die Dämmstärke weniger heikel
als allenfalls Unterkonstruktionen aus Metall und PV-Zellen. Denn
der Dämmstoff lässt sich rezyklieren (in diesem Fall nur einen
Steinwurf entfernt), die Aufhängung wurde aus Gründen der Verlustminimierung sehr stark optimiert; die PV-Module haben, wie
mehrfach belegt, sehr kurze energetische Rückzahlfristen.
Anschauungsunterricht
Die Flumroc-Zentrale bietet für Architekten und Fassadenbauer
reichlich Anschauungsunterricht. Denn die Bauhülle des Gebäudes
ist mit fünf verschiedenen hochdämmenden Systemen eingepackt:
Die Südost-, Südwest- und die Nordostfassade sind hinterlüftet.
Wärmedämmung mit 30 cm Flumroc DUO. Befestigt sind die vorgehängten Photovoltaikmodule an innovativen Unterkonstruktionen in zwei Versionen.
Die Nordwestfassade ist kompakt aufgebaut, mit einer verputzten
Wärmedämmung. Weil die eingesetzte Steinwolle sehr formstabil
ist, sind diese dunklen Farben erst möglich. Aufbau: Backstein
15 cm; Wärmedämmung Flumroc COMPACT 32 cm; Aussenputz
0,7 cm bzw. 1,5 cm.
Das erneuerte Haus passt in
die Energiestrategie 2050, ist
multiplikationsfähig und hat
dadurch Beispielscharakter.
Erneuerung Bürohaus Flumroc: Energie- und Gebäudedaten
Gebäude
Energiebezugsfläche
2995 m2
Gebäudehüllzahl
1,23
Gebäudehüllfläche
3676 m2
Davon Fenster
651 m2
Ausnützungsgrad
0,72 kWh / m2
U-Werte
Kompaktfassade
0,10 W / m2 K
Hinterlüftete Fassade
0,11 W / m2 K
Flachdach
0,09 W / m2 K
Terrasse begehbar
0,09 W / m2 K
Kellerdecke, Erdgeschossboden
0,12 W / m2 K
Boden Untergeschoss
0,38 W / m2 K
Fenster
Heizwärmebedarf
Projektwert Q h
27,2 kWh / m2
Grenzwert Q h,li
60,3 kWh / m2
Energiebilanz
Transmissionswärmeverlust
42,2 kWh / m2
Lüftungswärmeverlust
22,2 kWh / m2
Interne Gewinne
26,4 kWh / m2
Solare Gewinne
25,6 kWh / m
2
Verglasung: Aufbau
3-fach-Isolierverglasung
Verglasung: U-Wert
0,5 W / m2 K
Fenster-U-Wert Normformat
0,80 W / m2 K
g-Wert
0,47
Lufterneuerung
Thermisch wirksamer
Aussenluftvolumenstrom
0,50 m3 / m2 h
Luftvolumenstrom
7820 m3 / h
artec
Bedarfsdeckung
Anteil Fernwärme
architecture I art I technology I eco
Ertrag Photovoltaik
artec
architecture I art I technology I eco
artec
23 kWh / m2
architecture I art I technology I eco
34,7 kWh / m2
artec
architecture I art I technology I eco
67
c
y I eco
Photovoltaikanlagen: Technische Daten
Standort
Bürohaus Dach
Bürohaus Fassade
Modultyp
LG; LG290N1C-G3
Solar Frontier SF-170-S
Installierte Leistung (DC)
71,3 kWp
57,3 kWp
128,6 kWp
Nennleistung AC
68 kVA
51,0 kVA
119 kVA
Aufstellwinkel
15 °
90 °
–
Anzahl Module
246
337
582
Leistung Modul
290 Wp
170 Wp
–
Installierte Fläche
403,4 m2
413,9 m2
817,3 m2
Prognostizierter Ertrag
63 500 kWh
40 500 kWh
104 000 kWh
Kosten der umfassenden Erneuerung
Gebäudehülle, wovon ein grosser Anteil auf Unterhalt und Instandhaltung entfällt
52 %
Erneuerung der Innenräume: Kundenzone, Büros, Elektro- und IT-Installation
19 %
Zusatz Plusenergie respektive Minergie-A und Minergie-P:
Gebäudehülle, Technik (z. B. Lüftungsanlage), Photovoltaik
17 %
Notwendiger Unterhalt nach 30 Jahren: Empfang, WC-Anlagen, Asbestsanierung, Umgebung
12 %
Total
100 %
Die Bauhülle des Gebäudes ist
mit fünf verschiedenen
hochdämmenden Systemen
eingepackt.
Die begehbaren Terrassen sind mit Flumroc Steinwolle und Vakuumdämmung geschützt. Aufbau: Betondecke 34 cm; Wärmedämmung Flumroc FBD 550 14 cm; Vakuumdämmung 2-mal
2,5 cm; Wärmedämmung mit Gefälle Flumroc MEGA 2 cm bis
10 cm; 2-lagige Abdichtung aus Polymer-Bitumen 1 cm; Trennvlies 0,5 cm; Splitfüllung mit Höhenausgleich 3 cm bis 5 cm;
Betonplatten 4 cm.
artec
Plan mit Schnitt durch die Kompaktfassade
architecture I art I technology I eco
Spart Energie – die mit Steinwolle gedämmte Kompaktfassade
Flachdach: Der Dachrand wurde erhöht, um PV-Module im gleichen Raster an der Dachstirne montieren zu können; die raffinierte Lösung schafft Raum für zusätzliche Wärmedämmung. Aufbau:
Betondecke 22 cm; Wärmedämmung Flumroc FBD 550 36 cm;
Wärmedämmung Flumroc ME 6 cm (Dämmkeil entlang Dachrand, Flumroc MEGA 8 cm bis 6 cm); 2-lagige Abdichtung aus
Polymer-Bitumen 1 cm; Drainageelement 2 cm und Vegetationssubstrat für Dachbegrünung 8 cm oder Gummischrotmatte 1 cm
und Rundkies 6 cm zur Befestigung des Montagesystem der
Photovoltaik-Module.
Dämmung der Kellerdecke mit 20 cm Flumroc TOPA
c 68 artec
y I eco
Beide Anlagen zusammen
architecture I art I technology I eco
Unterkonstruktion
In hochdämmenden Aussenwandkonstruktionen entfallen grössere
anteilige Verluste auf Wärmebrücken als in spärlich geschützten
Wänden. In einer hinterlüfteten Fassade mit einer Unterkonstruktion aus Aluminium mit Thermo-Stopper gehen 40 % der Verluste
auf das Konto der Befestigungsanker (Dämmstärke 30 cm). Bei
einer Dämmstärke von 14 cm sind es nur 25 %. Was immer noch
viel ist, denn mit Systemen wie beispielsweise GFT Thermico von
Gasser Fassadentechnik oder dem RSD-System von Rogger
Fasteners sind es nur einige Prozente.
Und wieviel Photovoltaik?
Bei mehrgeschossigen Bauten ist die Dachfläche in der Regel zu
klein, um den Energiebedarf mit solaren Gewinnflächen zu
decken. Auch im Flumser Bürohaus entfallen nur 61 % des
Stromertrages auf die PV-Module auf dem Dach. Die Fassaden
sollten also – nach Massgabe ihrer Orientierung – in die Stromerzeugung einbezogen werden. In Flums ist das der Fall (Tabelle).
Schwieriger ist die visuelle Integration in die Fassaden. Um zu verhindern, dass die PV-Module nicht additiv auf eine «fertige» Wand
aufgedoppelt sind, wie dies leider nur allzu oft der Fall ist, müssen
die Module Teil der Architektur sein. Das gelingt nur, wenn die PVZellen das gestalterische Vokabular des Gebäudes und der Fassade aufnehmen. Die Fassadengestaltung des Architekturbüros
Viridén + Partner unterstützt diesen Effekt, indem die Farben der
Fenster nach oben heller werden. Dem Betrachter bieten sich
damit dunkle Glasbänder, die durch einen steingrauen Farbverlauf
gebrochen werden. Ein sehr schönes Beispiel für PV-Integration
– zu besichtigen in Flums.
Das auch noch!
Gesamtsanierungen sind immer auch Anlass, das Gebäude, vor
allem dessen Grundrisse, teilweise geänderten Abläufen und
Arbeitsweisen anzupassen. Diese Chance wurde genutzt. Im
Erdgeschoss docken das Flumroc-Restaurant und ein Ausstellungsraum an den neuen und grosszügigen Empfangsraum an.
Änderungen auch in den zwei Bürogeschossen: Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in «kleinen Grossraumbüros», die
eine Teamarbeit erleichtern. Die neuen Raumfolgen bewähren
sich im betrieblichen Alltag und sind beliebt. Dies gilt auch für die
neuen Sanitäranlagen und die erweiterte Infrastruktur für die
Kommunikation. Denn auch in der Flumroc-Zentrale ist der Datentransfer eine entscheidende Grundlage für effizientes Arbeiten.
Investor
Flumroc AG, Flums
Projektentwicklung Viridén + Partner AG, Zürich
Nutzung
Büroräume, Personalrestaurant mit Küche
und
Lager, Ausstellungsraum, Schulungs- und
Besprechungsräume,
1 Mietwohnung für Hauswart
Nutzfläche
Energiebezugsfläche: 2995 m2
Wärmedämmung MARMORAN MW-1 (½ Anteil), Dämmdicke 320 mm,
Deckbeschichtung SILCANOVA 3 mm, AQUABALANCE und THERMOBALANCE
artec
artec
artec
artec
architecture I art I technology Flumroc
I eco
Autor
AG
Fotos
Flumroc AG
architecture I art I technology I eco
architecture I art I technology I eco
architecture I art I technology I eco
69
Produktneuheiten
Rigiton®elegance: Akustikleistung ohne sichtbare Lochung
ie Rigiton®elegance Akustikputzdecke ist ein Komplettsystem mit aufeinander abgestimmten Komponenten für Unterkonstruktion, Bekleidung und Beschichtung. Die absolut exakt
gelochten Platten lassen sich fugenlos miteinander verbinden
und werden mit einem rückseitig aufgebrachten speziellen
Akustikvlies ausgestattet. Für die maximale Gestaltungsfreiheit
sorgt der bauseitig aufgetragene, dreischichtige Akustikspritzputz, der eine glatte, streiflichttaugliche Oberfläche ohne sichtbare
Lochstruktur schafft – und dies bei voller Schallwirksamkeit
bis zu αw = 0,95.
D
Die Wahl der geeigneten Akustikputzplatten hängt von der Art der
Oberflächen, dem Volumen sowie der Nutzung des jeweiligen
Raums ab. Bei Lärmminderungsmassnahmen sind andere Schallabsorptionsgrade gefordert als in einem Konzertsaal oder einem
Schulzimmer. Das Rigiton®elegance System umfasst Platten mit
unterschiedlichen Werten in den Absorberklassen A bis C sowie
solche für schallreflektierende Flächen. Je nach Anforderungen
werden sie mit einer Dämmung hinterlegt und der Schallabsorptionsgrad dadurch zusätzlich erhöht.
MARMORAN SILCANOVA topdry mit AQUABALANCE-Technologie:
Umweltfreundlich durch intelligente Rezeptur ohne auswaschbare
Biozide!
Das AquaBalance topdry Prinzip
pH-haltigen SILCANOVA topdry Produkte nahezu ein unbegrenztes Farbspektrum und kann – falls intensive und dunkle Farbtöne
gewünscht werden – mit der Pigmenttechnik «Thermobalance»
kombiniert werden, die ein zu hohes Aufwärmen der Deckbeschichtungen verhindert.
Transparente Daten
Detaillierte Informationen zur ökologischen Qualität von ISOVERGlaswolle liefern die Umweltproduktedeklarationen und die KBOBListe «Ökobilanzdaten im Baubereich». Die aktuelle Ausgabe zeigt
die grosse Verbesserung: Gegenüber der Vorgängerliste konnte
der Grauenergie-Wert der ISOVER-Glaswolle um 62 % gesenkt
werden, die Umweltbelastungspunkte UBP liegen um 42 % tiefer.
Damit belegen die ISOVER-Produkte unter den ökologischen
Dämmprodukten die ersten Plätze.
Für ECO-Bauten empfohlen
Formaldehydfrei und günstige Ökobilanzdaten – zwei zentralen
Kriterien für gesunde und ökologische Gebäude, welche die
ISOVER-Dämmstoffe problemlos erfüllen. Der Verein eco-bau
bewertet die leichten ISOVER-Produkte mit der höchsten Einstufung als «sehr gut geeignet für Minergie-Eco, 1. Priorität nach
ECO-BKP».
Durch die einzigartige Zusammensetzung bricht die Oberflächenspannung von
Wasser langsam auf und wie bei einem Löschblatt lösen sich die Wassertropfen auf.
MARMORAN SILCANOVA topdry ist in gewohnten Körnungen und
Strukturen und als SILCANOVA topdry Farbe erhältlich.
Verlassen Sie sich auf die Systemsicherheit von Rigips.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.weber-marmoran.ch
Abertausende kleinste Kapillaren an der Oberfläche des Putzes nehmen die
Feuchtigkeit auf und geben sie gleichmässig wieder ab, sobald die Umgebungsluft
wieder trocken ist. So bleiben keine feuchten Stellen zurück. Da sich SILCANOVA
topdry das physikalische Wirkungsprinzip zu Nutzen macht, behält die Feuchtigkeitsregulierung dauerhaft ihre Wirkung und die Fassade bleibt lange schön.
D
ie AquaBalance-Technologie in den neuen MARMORAN
SILCANOVA topdry Deckbeschichtungen setzt Algen und
Pilzen ein hochwirksames, physikalisches Prinzip entgegen, das
zugleich ökologisch besonders vorteilhaft ist. Die hydrophile Oberfläche schützt Fassaden auf ganz natürliche Weise vor Bewuchs.
MARMORAN SILCANOVA Deckputze mit der AQUABALANCETechnologie erreichen den gleichen, hervorragenden Fassadenschutz der seit Jahrzehnten bewährten MARMORAN Deckputze.
Auf die Akustikputzplatten wird bauseitig ein Putzträgervlies aufgebracht und
anschliessend mit superfeinem Akustikspritzputz mehrlagig beschichtet. Dadurch
entsteht eine absolut glatte, fugenlose Oberfläche. Sowohl der organische als auch
der mineralische Akustikputz ist in fast allen NCS- und RAL-Farbtönen erhältlich.
Ultra-Akustikplatte 12 / 25R DLV (αw = 0,95)
Ultra-Akustikplatte 12/25R DLV (αw = 0.95)
1,2
1,0
Schallabsorptionsgrad αw
Rückseitig kaschiert mit Akustikvlies und
Dämmung RIS green 30 mm
Bewerteter Schallabsorptionsgrad αw = 0,95 (H)
Schallabsorberklasse A
Einzahlbewertung nach ASTM C 423: SAA = 0,91
Klassifizierung nach ASTM E 1264: NRC= 0,90
Luftabstand 200 mm
0,8
0,6
0,4
0,2
0,0
63
125
250
500
1000
2000
4000
Frequenz [Hz]
Oktavmittenfrequenz [Hz]
125
250
500
1000
2000
Schallabsorptionsgrad αs
0,41
0,81
0,94
0,90
1,00
Grafik_Akustik_de_print.indd 1
4000
0,99
25.09.14 17:19
Weitere Informationen finden Sie unter: www.rigips.ch
70
Die neuen MARMORAN SILCANOVA topdry Deckbeschichtungen
gehen einen innovativen Weg. Sie arbeiten mit Physik statt mit
Chemie. MARMORAN SILCANOVA topdry kommt ohne eine biozide Filmkonservierung aus, erreicht aber trotzdem den gleichen,
hervorragenden Fassadenschutz der seit jahrzehnten bewährten
MARMORAN Deckputze. Der erste Schritt erfolgte 2009 vom
Wechsel der MARMORAN Silikatdeckputzen zu den SILCANOVA
Deckbeschichtungen. Diese wurden jetzt weiterentwickelt zu der
SILCANOVA topdry Produktlinie mit Aquabalance Technologie. Die
topdry Technologie von Weber International wurde im Jahre 2010
von der Stadt Wien mit dem Umweltpreis ausgezeichnet und ist
die erste Technologie die 2012 das Umweltsiegel «DER BLAUE
ENGEL» erhalten hat.
artec
architecture I art I technology I eco
MARMORAN SILCANOVA topdry ist dabei umweltschonend und
gewährleistet langfristigen Werterhalt. Zudem bieten die gering
ISOVER-Dämmstoffe führend in ökologischen
und gesundheitsspezifischen Aspekten
SOVER-Dämmstoffe zeichnen sich durch äusserst günstige
Ökobilanzdaten aus. Sie bewähren sich seit vielen Jahren für
Gebäude mit hohem ökologischem und gesundheitlichem Anspruch – beispielweise für Minergie-Eco-Bauten.
I
Formaldehydfrei
Saint-Gobain ISOVER AG hat als einzige Schweizer Herstellerin
von Mineralwolle-Dämmstoffen ein formaldehydfreies Bindemittel
auf Basis pflanzlicher Rohstoffe entwickelt. Die damit hergestellten naturfarbenen Dämmstoffe erfüllen die strengen Kriterien der
Gütezeichen im Bezug auf Produkteemissionen – das EurofinsZertifikat «Indoor Air Comfort GOLD».
Weitere Informationen finden Sie unter: www.isover.ch
Minimale Umweltbelastung
Die ISOVER-Dämmstoffe zeichnen sich durch äusserst günstige
Ökobilanzen aus. Die Gründe dafür sind vielfältig: Saint-Gobain
ISOVER AG konnte in 10 Jahren den Energieverbrauch um 10 Prozent senken und bezieht seit 2013 ausschliesslich erneuerbaren
Strom aus lokalen Flusswasser-Kraftwerken. Bei der Sanierung
von zwei Firmengebäuden hat das Unternehmen in Kooperation
mit Romande Energie auf dachintegrierte Solaranlagen gesetzt.
Auch das neue pflanzliche Bindemittel reduziert die Umwelteinflüsse.
artec
architecture I art I technology I eco
71
Vorschau auf die Veranstaltungen
2015
JANUAR
04.01. – 06.01.2015
TrendSet
Internationale Fachmesse für
Wohnambiente, Tisch- und Lebenskultur
Deutschland, München
17.01. – 20.01.2015
contractworld
Kongress und Ausstellung für Architekten
und Innenausstattung
Messe Hannover
Deutschland, Hannover
17.01. – 20.01.2015
HOMI
Fiera Milano Rho
Italien, Mailand
19.01. – 24.01.2015
BAU 2015
Fachmesse für Architektur
und Baumaterialien
Deutschland, München
MÄRZ
05.03. – 08.03.2015
WOHGA Messe Zug
Messe für Wohnen, Haus und Garten
Messegelände Stierenmarktareal Zug
Schweiz, Zug
05.03. – 08.03.2015
WOHGA Winterthur
Messe für Wohnen, Haus und Garten
Eulachhallen Winterthur
Schweiz, Winterthur
05.03. – 08.03.2015
Eigenheim Bern 2015
Schweiz, Bern
29.01. – 1.02.2015
artbygenève
Messe für zeitgenössische Kunst
Schweiz, Genf
07.03. – 15.03.2015
Wohnen & Interieur
Messe für Wohnräume, Design
und Accessoires
Österreich, Wien
FEBRUAR
07.03. – 15.03.2015
Habitat Jardin
Intelligentes Wohnen, Gartenneugestaltung
und allgemein alles aus dem Baufach
EXPO BEAULIEU Lausanne
Schweiz, Lausanne
04.02. – 06.02.2015
appli-tech
Fachmesse für die Maler- und
Gipserbranche, Trockenbau und
Dämmung
Messe Luzern, Luzern
Schweiz, Luzern
20.02. – 22.02.2015
Com:bau
Messe Dornbirn
Österreich, Dornbirn
26.02. – 01.03.2015
EIGENHEIM.2015
Messe rund ums Wohneigentum
CIS-Sportcenter Solothurn
Schweiz, Solothurn
72
27.02. – 01.03.2015
inhaus
Messe für Bauen und Wohnen
Am Marktplatz, im Zentrum von
Weinfelden (TG)
Schweiz, Weinfelden (TG)
artec
architecture I art I technology I eco
09.03.2015 Bodenfachseminar Pavidensa
Casino Bern
Schweiz, Bern
10.03.2015
Bodenfachseminar Pavidensa
Zentrum Tägerhard, Wettingen
Schweiz, Wettingen
10.03. – 14.03.2015
ISH Frankfurt 2015
Weltleitmesse Bad, Gebäude-, Energie-,
Klimatechnik, Erneuerbare Energien.
Messe Frankfurt
Deutschland, Frankfurt
11.03. – 15.03.2015
Giardina
Erlebnismesse für Gartengestaltung
Schweiz, Zürich
08.05. – 10.05.2015
Designmesse
Messe Zürich
Schweiz, Zürich
20.05.2015
Architekten – und Unternehmerseminare
der Saint-Gobain Weber AG
KKL-Luzern
Schweiz, Luzern
20.03. – 22.03.2015
Immo Messe Schweiz
Immobilienmesse für Eigentum, Umwelt,
Energie, Bau und Renovation
Olma Messen St. Gallen
Schweiz, St. Gallen
JUNI
APRIL
18.06. – 21.06.2015
Art
Messe für moderne und
zeitgenössische Kunst
Schweiz, Basel
14.04. – 19.04.2015
Salone Internazionale del Mobili
Möbelmesse
Italien, Mailand
16.04 – 19.04.2015
Bauen + Wohnen Aargau
Messe für Bauen, Wohnen und Garten
Tägerhard Wettingen
Schweiz, Wettingen
24.04. und 25.04.2015
Bautage
Garten, Holz und Minergie
Stilhaus
Schweiz, Rothrist
02.06. – 04.06.2015
CapUrba Chassieu
Die Stadtplanungs- und Städtebau-Messe
Eurexpo Lyon
Frankreich, Lyon
SEPTEMBER
04.09. – 07.09.2015
Bauen & Modernisieren
Schweizer Baumesse für Bauen, Wohnen,
Energie mit Eigenheim-Messe Schweiz
Schweiz, Zürich-Oerlikon
04.09. – 07.09.2015
Eigenheim Messe Schweiz
Schweiz, Zürich
MAI
OKTOBER
06.05. und 07.05.2015
Architect@Work Switzerland
Messe Zürich
Schweiz, Zürich
01.10. – 04.10.2015
Bauen + Wohnen Luzern
Messe für Bauen, Wohnen + Garten
Schweiz, Luzern
07.05.2015
Architekten – und Unternehmerseminare
der Saint-Gobain Weber AG
Casino Bern
(mit Simultanübersetzung auf Französisch)
Schweiz, Bern
14.10. und 15.10.2015
Architect@Work France
Le Parc Chanot
Frankreich, Marseille
NOVEMBER
26.11 – 29.11.2015
BERNEXPO
Bauen+Wohnen Bern
Schweiz, Bern
DEZEMBER
03.12. und 04.12.2015
Architect@Work Germany
Messe Stuttgart
Deutschland, Stuttgart
Das CPI ist die Weiterbildungsplattform
für nachhaltiges Dämmen der Firma
Saint-Gobain ISOVER AG. Wir verstehen
es als unsere Aufgabe, Fachwissen rund
ums Dämmen sachlich und objektiv an
interessierte Kreise weiterzugeben und
Seminare zu Themen zu organisieren, die
uns in unserer täglichen Arbeit beschäftigen. Das CPI bietet zudem eine Plattform
für den Wissens- und Erfahrungsaustausch mit Fachleuten aus Forschung
und Entwicklung, Produktion, Planung
und Verarbeitung. Je nach Zielpublikum
und Kursinhalt bestreiten wir die Veranstaltungen zusammen mit unabhängigen
externen Experten oder Spezialisten seitens der Behörden.
Dass die Weiterbildungsplattform einem
grossen Bedürfnis entspricht, zeigen die
zahlreichen Rückmeldungen der Teilnehmer, die das neue Wissen anschliessend
bei ihrer täglichen Arbeit einsetzen.
NÄCHSTE KURSE DES PROGRAMMS
04.02.2015
Praxisseminar Wärmebrücken
Zürich: HWZ Hochschule für Wirtschaft
04.03.2015
Expertentag für Architekten: Umsetzung
der Energiewende am Gebäude
Aarau: BSA Berufsschule
27.05.2015
Praxisseminar Innendämmung
Sursee (LU): Campus Sursee
www.cpisover.ch
artec
architecture I art I technology I eco
73
artec
architecture I art I technology I eco
Saint-Gobain Weber AG
Täfernstrasse 11b
5405 Dättwil
Tel. + 41 (0)56 484 24 24
Fax + 41 (0)56 484 24 00
www.weber-marmoran.ch
artec
architectureISOVER
I art I technology
I eco
Saint-Gobain
AG
Route de Payerne 1
1522 Lucens
Tel. + 41 (0)21 906 01 11
Fax + 41 (0)21 906 02 05
www.isover.ch
Rigips AG
Gewerbepark
Postfach
5506 Mägenwil
Tel. + 41 (0)62 887 44 44
Fax + 41 (0)62 887 44 45
www.rigips.ch
GLASSOLUTIONS®
Vetrotech Saint-Gobain (International) AG
Zweigniederlassung Kreuzlingen
Sonnenwiesenstrasse 15
8280 Kreuzlingen
Tel. + 41 (0)71 686 92 92
Fax + 41 (0)71 686 92 93
www.glassolutions.ch
artec
architecture I art I technolog
artec
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