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Arbeiten mit GeoMedia
Professional
®
Arbeiten mit GeoMedia
Professional
DJC080790
SJ**690 (6.0)
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Nutzungsbedingungen
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Intergraph Corporation
Huntsville, Alabama 35894-0001
Inhaltsverzeichnis
Einleitung.................................................................................................................................... 1-1
GeoMedia Professional: Überblick ........................................................................................ 1-2
Erforderliche Vorkenntnisse................................................................................................... 1-3
Im Lieferumfang enthaltene Dokumente................................................................................ 1-3
Erste Schritte .......................................................................................................................... 1-9
Die Benutzeroberfläche ........................................................................................................ 1-10
Anpassen der Menüs und Symbolleisten.............................................................................. 1-11
Arbeitsabläufe in GeoMedia Professional............................................................................ 1-13
Was ist ein GIS? ................................................................................................................... 1-20
Arbeiten mit GeoWorkspaces ................................................................................................... 2-1
Erstellen eines GeoWorkspaces.............................................................................................. 2-2
Öffnen eines GeoWorkspaces ................................................................................................ 2-2
Verzögern des Ladens von Daten ........................................................................................... 2-3
Automatisches Sichern von GeoWorkspaces ......................................................................... 2-5
Speichern, Schließen und Kopieren eines GeoWorkspaces ................................................... 2-5
Senden eines GeoWorkspaces per E-Mail.............................................................................. 2-7
Erstellen eines GeoWorkspaces.............................................................................................. 2-7
Verknüpfen und einbetten eines GeoWorkspaces .................................................................. 2-8
Arbeiten mit Koordinatensystemen.......................................................................................... 3-1
Definieren des Koordinatensystems für einen GeoWorkspace .............................................. 3-6
Definieren des Koordinatensystems für eine Objektklasse .................................................... 3-8
Abgleichen von GeoWorkspace- und standardmäßigem Warehouse-Koordinatensystem .. 3-11
Koordinatenausgabe ............................................................................................................. 3-14
Einstellungen für Einheiten und Formate ............................................................................. 3-14
Einrichten von Datumstransformationen.............................................................................. 3-16
Darstellen von Daten ohne Koordinatensystem ................................................................... 3-18
Erstellen von Koordinatensystemdateien aus Zeichnungsdateien ........................................ 3-23
Arbeiten mit Warehouses.......................................................................................................... 4-1
Erstellen eines Access-Warehouses mit Schreibzugriff ......................................................... 4-3
Definieren eines Koordinatensystems für ein Warehouse...................................................... 4-5
Vorbereiten einer Verbindung ................................................................................................ 4-5
Verbindungen ....................................................................................................................... 4-15
i
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Darstellen von Änderungen in Mehrbenutzerumgebungen.................................................. 4-20
Erstellen einer Access-Warehousevorlage ........................................................................... 4-20
Ändern des Koordinatensystems einer neuen Access-Warehousevorlage ........................... 4-21
Konfigurieren von Picklisten mit Access-Warehouses ........................................................ 4-22
Arbeiten mit Bildern.................................................................................................................. 5-1
Einfügen von Bildern in Warehouses..................................................................................... 5-1
Verwalten von Warehousebildern .......................................................................................... 5-9
Ändern der Darstellung des Rasterbildes ............................................................................. 5-14
Erstellen von Bildumrissen................................................................................................... 5-18
Darstellen von ausgewählten Bildern ................................................................................... 5-20
Arbeiten mit Kartenfenstern..................................................................................................... 6-1
Steuern des Kartenfensters ..................................................................................................... 6-2
Symbolik .............................................................................................................................. 6-14
Legenden .............................................................................................................................. 6-41
Erstellen zusätzlicher Kartenfenster ..................................................................................... 6-74
Darstellen von CAD-Dateien ............................................................................................... 6-84
Arbeiten mit Datenfenstern....................................................................................................... 7-1
Öffnen eines neuen Datenfensters .......................................................................................... 7-1
Steuern des Datenfensters....................................................................................................... 7-3
Zellen in einem Datenfenster bearbeiten ................................................................................ 7-8
Einen Snapshot von einem Datenfenster erstellen.................................................................. 7-9
Arbeiten mit Objekten............................................................................................................... 8-1
Geometrietypen - Begriffserklärung....................................................................................... 8-2
Objektklassen ......................................................................................................................... 8-3
Ausgabe von Objektdaten an Warehouses ........................................................................... 8-13
Auswählen von Objekten im Kartenfenster.......................................................................... 8-22
Erfassen von Daten............................................................................................................... 8-28
Einfügen von Objekten in ein Kartenfenster ........................................................................ 8-46
Erfassen von Attributdaten ................................................................................................... 8-86
Flächenobjekte automatisch einfügen .................................................................................. 8-89
Textobjekte in eine Objektklasse einfügen........................................................................... 8-92
Bearbeiten von Text ............................................................................................................. 8-95
Hypertext in eine Objektklasse einfügen.............................................................................. 8-97
Objekte in Datenfenster einfügen ....................................................................................... 8-100
Kategorien .......................................................................................................................... 8-100
ii
Inhaltverzeichnis
Arbeiten mit Katalogen .............................................................................................................. 9-1
Katalogfunktionen .................................................................................................................. 9-2
Übersicht über räumlich-geographische Metadaten ............................................................... 9-4
Aktualisieren von Metadatendatenbanken für GeoMedia 6.0 ................................................ 9-9
Erstellen eines neuen Katalogs ............................................................................................... 9-9
Erstellen einer neuen Katalogverbindung............................................................................. 9-11
Verwalten von Katalogverbindungen................................................................................... 9-13
Importieren von Katalogeinträgen........................................................................................ 9-16
Exportieren von Katalogeinträgen........................................................................................ 9-19
Verknüpfen von Katalogeinträgen........................................................................................ 9-25
Katalog-Explorer .................................................................................................................. 9-31
Beispielarbeitsabläufe für den Katalog-Explorer ................................................................. 9-44
Katalogbegriffe..................................................................................................................... 9-46
Softwarelieferung ................................................................................................................. 9-47
Bearbeiten von Objekten und Geometrien ............................................................................ 10-1
Bearbeitung in einem Kartenfenster ..................................................................................... 10-2
Attributwerte von Objekten ändern ...................................................................................... 10-2
Aktualisieren von Objektattributen ...................................................................................... 10-5
Aktualisieren von Objektattributen mit Text...................................................................... 10-10
Kopieren von Attributen..................................................................................................... 10-13
Bearbeiten von Objekten .................................................................................................... 10-17
Bearbeiten von Geometrie .................................................................................................. 10-31
Ändern einer Objektklasse ................................................................................................. 10-52
Registrieren von Daten ............................................................................................................ 11-1
Einrichten der Digitalisierfunktionen ................................................................................... 11-1
Einstellen des Digitalisiermodus .......................................................................................... 11-9
Registrieren von Bildern..................................................................................................... 11-12
Ausgabe als GeoTIFF......................................................................................................... 11-16
Registrieren von Vektordaten............................................................................................. 11-17
Überprüfen und Berichtigen von Daten................................................................................. 12-1
Anzeigen von Geometrie-Informationen.............................................................................. 12-3
Überprüfen der Geometrie.................................................................................................... 12-9
Korrigieren der Geometrie ................................................................................................. 12-13
Überprüfen der Verbindung................................................................................................ 12-14
Korrigieren der Verbindung ............................................................................................... 12-23
Verlängern von Geometrie ................................................................................................. 12-26
Verlängern von Geometrie bis zum Schnittpunkt .............................................................. 12-28
Verlängern von zwei Linien bis zu deren Schnittpunkt...................................................... 12-30
Trimmen von Geometrie .................................................................................................... 12-32
iii
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Trimmen von Geometrie auf Schnittpunkt......................................................................... 12-34
Einfügen von Schnittpunkten ............................................................................................. 12-36
Kreisförmige Ausrundung erstellen.................................................................................... 12-39
Umkehren der Richtung ..................................................................................................... 12-42
Analysieren von Daten............................................................................................................. 13-1
Erstellen von Abfragen......................................................................................................... 13-2
Plattformspezifische Abfragen ........................................................................................... 13-18
Manipulieren von Abfragen ............................................................................................... 13-28
Räumliche Filter ................................................................................................................. 13-32
Abfragen von reinen Grafikobjekten in MGE und MGSM................................................ 13-48
Joins.................................................................................................................................... 13-48
Analysieren von Geometrie ................................................................................................ 13-52
Pufferzonen um Objekte platzieren .................................................................................... 13-57
Funktionsattribute............................................................................................................... 13-60
Zusammenfügen von Objektklassen und Abfragen............................................................ 13-73
Aggregieren von Daten....................................................................................................... 13-78
Generieren von Basisgeometrie.......................................................................................... 13-87
Attributauswahl .................................................................................................................. 13-91
Zusammenfassen von Objektklassen und Abfragen........................................................... 13-93
Lineare Referenzierung ........................................................................................................... 14-1
Einführung............................................................................................................................ 14-1
Lineare Referenzierung und GIS-Technologie..................................................................... 14-2
LRS-Linienobjekte und Ereignisdaten ................................................................................. 14-3
Befehlsbeschreibung............................................................................................................. 14-5
Der Befehl LRS-Präzisionsposition...................................................................................... 14-6
Der Befehl Dynamische Segmentierung ............................................................................ 14-12
Beschriftungen.......................................................................................................................... 15-1
Einfügen von Beschriftungen ............................................................................................... 15-2
Einfügen von Bezugslinien................................................................................................... 15-7
Einfügen von interaktiver Beschriftung ............................................................................. 15-12
Beheben von Textkonflikten .............................................................................................. 15-16
Geokodieren von Koordinaten................................................................................................ 16-1
Einfügen von Polygonzügen .................................................................................................... 17-1
Polygonzug definieren.......................................................................................................... 17-2
Weitere Funktionen des Befehls........................................................................................... 17-7
Arbeitsabläufe zum Einfügen von Polygonzügen ................................................................ 17-9
iv
Inhaltverzeichnis
Arbeiten mit Layoutfenstern.................................................................................................... 18-1
Übersicht über das Layoutfenster ......................................................................................... 18-1
Aufrufen des Layoutfensters ................................................................................................ 18-4
Einfügen von Layoutblättern ................................................................................................ 18-5
Importieren von Layoutblättern und -vorlagen..................................................................... 18-5
Exportieren von Layoutblättern und -vorlagen................................................................... 18-11
Layoutblätter auswählen und manipulieren........................................................................ 18-14
Layoutblätter umbenennen ................................................................................................. 18-14
Layoutblätter löschen ......................................................................................................... 18-15
Hintergrund- und Arbeitsblätter anzeigen .......................................................................... 18-15
Überprüfen der Eigenschaften des Layoutfensters ............................................................. 18-16
Manipulieren von Layern ................................................................................................... 18-17
Erstellen von Kartenlayouts für den Druck im Layoutfenster ............................................. 19-1
Übersicht über das Erstellen von Kartenlayouts................................................................... 19-1
Kartenfenstereinstellungen beim Drucken im Layoutfenster ............................................... 19-2
Grundlegende Arbeitsabläufe für Kartenlayouts .................................................................. 19-7
Bestandteile des Kartenlayouts........................................................................................... 19-10
Arbeitsabläufe zum Platzieren von Kartengrafik mithilfe von Layoutrahmen................... 19-45
Arbeitsabläufe zum Platzieren von Kartengrafik ohne Layoutrahmen .............................. 19-52
Aktualisieren von Kartengrafik in Layoutblättern.............................................................. 19-69
Ändern von Kartengrafik in Layoutblättern ....................................................................... 19-71
Einfügen von Kartengittern ................................................................................................ 19-88
Einfügen von Referenzgittern und -indizes ...................................................................... 19-104
Einfügen einer Datentabelle ............................................................................................. 19-110
Drucken in GeoMedia Professional........................................................................................ 20-1
Drucken - Überblick ............................................................................................................. 20-1
Einrichten der Kartenfensterseite ......................................................................................... 20-1
Kartenfenster drucken .......................................................................................................... 20-5
Druckausgabe in eine Datei.................................................................................................. 20-6
Einrichten der Datenfensterseite........................................................................................... 20-7
Datenfenster drucken............................................................................................................ 20-9
Einrichten der Layoutfensterseite....................................................................................... 20-10
Drucken von Layoutblättern im Layoutfenster .................................................................. 20-13
Plotten................................................................................................................................. 20-18
Drucken von transparenter oder durchscheinender Grafik ................................................. 20-19
Ausgabe von PDF-Dateien in GeoMedia Professional ...................................................... 20-20
v
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Daten in andere Systeme exportieren...................................................................................... 21-1
Exportieren in Shape-Dateien............................................................................................... 21-1
Exportieren in MapInfo-Dateien .......................................................................................... 21-4
Exportieren in Zeichnungsdateien ........................................................................................ 21-8
Exportieren in Oracle Objektmodell................................................................................... 21-20
Exportieren in SQL Server ................................................................................................. 21-23
Exportieren in AutoCAD.................................................................................................... 21-25
Arbeiten mit Bibliotheken ....................................................................................................... 22-1
Erstellen einer neuen Bibliothek........................................................................................... 22-2
Erstellen einer neuen Bibliotheksverbindung....................................................................... 22-4
Verwalten von Bibliotheksverbindungen ............................................................................. 22-8
Organisieren von Bibliotheken........................................................................................... 22-10
So können Sie uns erreichen .................................................................................................... A-1
Elektronische Hilfe................................................................................................................ A-1
Neuheiten in GeoMedia Professional 6.0 .............................................................................. A-1
Oracle Verbindungen ............................................................................................................... B-1
Lieferung und Verbindung .................................................................................................... B-1
Datenspeicherung und -zuordnung........................................................................................ B-6
Räumliche Indizierung ........................................................................................................ B-18
GeoMedia-Metadatenschema GDOSYS ............................................................................. B-23
Verwenden von Datenbankobjekten.................................................................................... B-43
Datenbank-Dienstprogramme.............................................................................................. B-50
Verwenden eines vorhandenen räumlichen Oracle-Schemas.............................................. B-51
Erstellen eines neuen GeoMedia-Warehouses in Oracle..................................................... B-54
SQL Server-Verbindungen ...................................................................................................... C-1
Lieferung und Verbindung .................................................................................................... C-1
Datenspeicherung und -zuordnung........................................................................................ C-4
Erforderliche GeoMedia-Metadaten...................................................................................... C-7
Arbeiten mit SQL Server..................................................................................................... C-23
Datenbank-Dienstprogramme.............................................................................................. C-27
Informationen zu Koordinatensystemen................................................................................. D-1
Projektionsalgorithmen.......................................................................................................... D-1
Modelle zur Datumstransformation....................................................................................... D-1
Geodätische Standarddatums................................................................................................. D-9
Benannte geodätische Datums............................................................................................. D-12
Vertikale Datums................................................................................................................. D-12
Ellipsoide............................................................................................................................. D-13
vi
Inhaltverzeichnis
Maßeinheiten (UOM) .......................................................................................................... D-14
State Plane Zone Codes—NAD27 und alte Inseldatums .................................................... D-17
State Plane Zone Codes-NAD83 Datum ............................................................................. D-19
UTM-Zonen, Mittelmeridian und Längengradbereich ........................................................ D-21
GeoTIFF-Funktionen........................................................................................................... D-22
Rasterinformationen................................................................................................................. E-1
Von GeoMedia Professional unterstützte Rasterformate .......................................................E-1
Komprimierungsmethoden .....................................................................................................E-3
Unterteilen ..............................................................................................................................E-4
Datentypen..............................................................................................................................E-5
Dateitypen und Kategorien beim Einfügen georeferenzierter Bilder .....................................E-6
Grafikbefehle des Layoutfensters.............................................................................................F-1
Umrechnungstabellen ...............................................................................................................G-1
Metrische in U.S.-Einheiten .................................................................................................. G-1
U.S. in metrische Einheiten ................................................................................................... G-2
Installieren, Einrichten und Aktualisieren von Oracle und MS-SQL Servern für
Kataloge .....................................................................................................................................H-1
Erstellen eines Katalogs mit Oracle....................................................................................... H-1
Aktualisieren der Serverdatenbank........................................................................................ H-7
Erstellen eines Katalogs mit MS-SQL Server ....................................................................... H-9
LRS-Datenstrukturen ................................................................................................................ I-1
Übersicht .................................................................................................................................I-1
LRS-Datenstrukturen...............................................................................................................I-1
Ereignisdatenstrukturen .........................................................................................................I-12
Unterstützte SVG-Elementtypen .............................................................................................. J-1
Einleitung ............................................................................................................................... J-1
Übersicht ................................................................................................................................ J-1
Unterstützte Typen ................................................................................................................. J-3
Geometrieelemente................................................................................................................. J-6
Allgemeine Attribute ............................................................................................................ J-13
XML-Schema der SVG-Symbolmetadaten .......................................................................... J-18
Beispiel ................................................................................................................................. J-22
Index...........................................................................................................................................IN-1
vii
Arbeiten mit GeoMedia Professional
viii
Einleitung
1
Willkommen bei GeoMedia® Professional, der neuen Generation unter den
geographischen Informationssystemen (GIS). Dieses Produkt ist ein Desktop-GIS, das
auf der von der Intergraph Corporation entwickelten Jupiter-Technologie basiert und für
die Betriebssysteme Windows® 2000, Windows® XP und spätere Versionen konzipiert
wurde GeoMedia Professional ist das perfekte Werkzeug zum Sammeln von GIS-Daten,
Einlesen dieser Daten in eine Unternehmensdatenbank und Umwandeln von
Informationen in präzise Karten zur Verteilung und Präsentation.
Dieses Produkt dient zur Darstellung und Analyse geographischer Daten aus
verschiedenen Quellen, in unterschiedlichen Formaten und Kartenprojektionen in einer
gemeinsamen Umgebung. Mit dieser Software können Sie detaillierte Abfragen zu
räumlichen Daten und Attributdaten aus verschiedenen Quellen durchführen und
zahlreiche Ansichten von hochkomplexen Karten in einem einzigen GeoWorkspace
darstellen. Sie haben außerdem die Möglichkeit, diese Kartenansichten auf einem Blatt
auszudrucken sowie Ränder, Marginalien und andere Zusätze einzufügen.
Als Werkzeug zur Datenerfassung und -aufrechterhaltung ermöglicht es GeoMedia
Professional, Daten einfacher, schneller und rationaler zu erfassen und zu bearbeiten als
dies mit anderen Anwendungen der Fall ist. Mit den integrierten Vektor- und
Rasterfangfunktionen können Sie Vektordaten anhand von Rasterbildern erfassen,
Fangpunkte automatisch identifizieren, um exaktes Bildschirmdigitalisieren zu
ermöglichen. Die Software bietet außerdem die Möglichkeit der Tischdigitalisierung und
Vektortransformation für Daten, deren Geometrien umgewandelt werden müssen. Sie
können gleich beim ersten Versuch saubere und exakte Daten erfassen, was die
Notwendigkeit der Nachbearbeitung verringert. Automatische Vektorunterbrechung und
koinzidente Geometriedigitalisierung ermöglichen es, die üblichen Probleme bei der
Datenerfassung zu vermeiden. Sie können jedoch Datenerfassungsfehler dank der
automatischen Fehlererkennung ausmachen und mit den intelligenten Funktionen zur
Objektplatzierung und -bearbeitung korrigieren. Außerdem ist es möglich, mithilfe von
leistungsfähigen Beschriftungs- und Textplatzierungsbefehlen Anmerkungen einzufügen.
Dieses Produkt ist darüber hinaus auch eine Entwicklungsumgebung, die Sie mit
Standard-Programmierwerkzeugen für Windows (wie z.B. Microsoft® Visual Basic®
und Visual C++®.) an Ihre Bedürfnisse anpassen können.
1-1
Arbeiten mit GeoMedia Professional
GeoMedia Professional: Überblick
Zu Beginn jeder Arbeitssitzung müssen Sie einen neuen GeoWorkspace erstellen oder
einen bereits bestehenden öffnen. Wenn Sie einen GeoWorkspace geöffnet haben,
können Sie ihn nach Ihren Wünschen einrichten. Sie können z.B. die Eigenschaften des
Koordinatensystems ändern, oder eine Karte bzw. ein Rasterbild als Hintergrund für
geographische Daten einfügen. Ihre Einstellungen werden zusammen mit dem
GeoWorkspace gespeichert und wieder hergestellt, wenn Sie ihn erneut öffnen.
Die Daten, die Sie darstellen, werden in sogenannten Warehouses gespeichert. Sie
können auf diese Daten zugreifen, indem Sie eine Verbindung zwischen dem
GeoWorkspace und einem oder mehreren Warehouses herstellen. Die Software ruft
hierzu eine Reihe von Dialogfeldern auf, in denen Sie die für die Herstellung der
Verbindung benötigten Daten eingeben. Da im GeoWorkspace selbst keine Daten
gespeichert werden, benötigen Sie für alle Arbeitsabläufe mindestens eine
Warehouseverbindung.
In einem Warehouse sind sowohl geometrische (grafische) Daten als auch Attributdaten
(nichtgrafische Daten) gespeichert. So kann z.B. ein Flurstück durch eine
Flächengeometrie dargestellt und durch Attributdaten wie dem Namen des Eigentümers
und dem Datum des Kaufs definiert werden.
Sobald Sie eine Verbindung zu mindestens einem Warehouse hergestellt haben, können
Sie Daten aus diesem Warehouse darstellen und analysieren. Bei dieser Software haben
Sie die Möglichkeit, eine Vielzahl von Datensätzen aus verschiedenen Warehouses in
unterschiedlichen Formaten in einem einzigen GeoWorkspace darzustellen. Das bedeutet,
dass Sie räumliche Analysen von Daten durchführen können, die aus verschiedenen
Quellen stammen und in unterschiedlichen Formaten vorliegen. Sie können dabei mit
Pufferzonen, räumlichen Abfragen und thematischen Darstellungen arbeiten.
In dieser Software sind Objekte in Objektklassen eingeteilt. Das Wort Objekt bezieht sich
auf jedes Vorkommen eines Objekts innerhalb einer Objektklasse. Objektklassen, Bilder,
Abfrageergebnisse und thematische Darstellungen werden zusammenfassend als Objekte
oder Kartenobjekte bezeichnet.
Objekte werden im Kartenfenster durch Geometrie und im Datenfenster durch Attribute
dargestellt. Sie können eine beliebige Anzahl von Karten- und Datenfenstern gleichzeitig
oder nacheinander anzeigen. Diese Fenster sind miteinander verknüpft, d.h. wenn Sie die
Daten in einem Fenster ändern, werden die entsprechenden Änderungen im anderen
Fenster automatisch vorgenommen.
1-2
Einleitung
Sie können Objekte in einem Kartenfenster darstellen, indem Sie in der Legende Einträge
hinzufügen. Die Legende steuert das Kartenfenster. Sie können über die Legende den
Inhalt des Kartenfensters festlegen und die Darstellungseigenschaften der Objekte wie
Symbolik und Darstellungspriorität steuern.
Außerdem können Sie neue Daten erfassen, existierende Daten verwalten und Bilder
bzw. Pufferzonen einfügen. Daten, die in einem Warehouse mit Schreibzugriff abgelegt
wurden, können zusammen mit anderen Datensätzen in einem einzigen GeoWorkspace
dargestellt werden.
Die Ergebnisse Ihrer Analysen können im Kartenfenster bearbeitet, gedruckt und zur
weiteren Verwendung gespeichert werden, ohne dass dadurch die ursprünglichen Daten
verändert werden.
Erforderliche Vorkenntnisse
In der Dokumentation und den Lernprogrammen wird folgendes vorausgesetzt:
•
•
•
Grundkenntnisse über das Betriebssystem
Erfahrungen im Umgang mit Windows
Kenntnisse über die Datentypen, die Sie verwenden möchten.
Im Lieferumfang enthaltene Dokumente
Die mit GeoMedia Professional gelieferte Dokumentation ist in drei Gruppen unterteilt:
Entwicklerdokumentation, Benutzerdokumentation und Dienstprogrammdokumentation.
Hinweis: Innerhalb der USA können Sie die in gedruckter Form erhältlichen Dokumente
bei Intergraph Sales Order Processing anfordern. Außerhalb der USA wenden Sie sich an
Ihre Intergraph-Vertriebsstelle.
Siehe Anhang "So können Sie uns erreichen".
1-3
1
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Entwicklerdokumentation
Die Entwicklerdokumentation steht nur online zur Verfügung.
Dokument
Hilfe für den
GeoMedia
Professional
Befehlsassistenten
Beschreibung
Informationen über den Gebrauch des Befehlsassistenten
zum Erstellen von Visual Basic-Befehlen für auf GeoMedia
basierende Anwendungen, sowie zum Bearbeiten oder
Löschen von Visual Basic- oder Visual C++Befehlssatzinformationen. Wird über den Befehlsassistent
aufgerufen.
Programmieranleitung für Objekte, Methoden und
Eigenschaften in der Automationsebene der Software. Wird
aufgerufen über Start > Programme > GeoMedia
Professional > Entwicklerdokumentation.
Informationen über die benutzerdefinierte Anpassung der
Software und die Erstellung eigener Programme mit der
GeoMedia-Engine. Wird aufgerufen über Start >
Programme > GeoMedia Professional >
Entwicklerdokumentation.
Hilfe für
Automationslayer
Programmieren in
GeoMedia
Professional
Benutzerdokumentation
Die Benutzerdokumentation steht je nach Komponente in gedruckter Form und online oder
lediglich online zur Verfügung.
1-4
Dokument
Zahl
Beschreibung
GeoMedia
ProfessionalHilfethemen
Nur
online
Schrittweise Anleitungen für alle Funktionen
sowie Informationen über Befehle und
Dialogfelder.
GeoMedia
Professional
Installation
DJC0809
Anleitung zur Installation des Produkts. In
gedruckter Form als Broschüre mit der Software
und als Online-Dokument im .pdf-Format
verfügbar. Kann mit einem PDF-Betrachter über
Start > Programme > GeoMedia Professional >
Benutzerdokumentation aufgerufen werden.
Besuchen Sie unsere Website
http://imgssupport.intergraph.com/Documentation.
asp, um die neueste Version dieser Dokumente
anzurufen.
Einleitung
Dokument
Zahl
Beschreibung
GeoMedia
ProfessionalLernprogramm
Nur
online
Ein interaktives Lernprogramm, das Sie anhand
eines Beispielarbeitsablaufs und mit Daten aus der
Praxis in die Grundlagen einführt. Über einen
Webbrowser zugänglich. Wird aufgerufen über
Start > Programme > GeoMedia Professional >
Benutzerdokumentation.
Arbeiten mit
GeoMedia
Professional
DJC0807
Bietet einen Überblick über die wichtigsten
Funktionen und Arbeitsabläufe. In gedruckter
Form ohne Anhänge und als Online-Dokument im
.pdf-Format mit Anhängen verfügbar. Kann mit
einem PDF-Betrachter über Start > Programme >
GeoMedia Professional >
Benutzerdokumentation oder im Ordner
C:\Programme\GeoMedia Professional aufgerufen
werden. Besuchen Sie unsere Website
http://imgssupport.intergraph.com/Documentation.
asp, um die neueste Version dieser Dokumente
anzurufen.
1
Dienstprogrammdokumentation
Die Dienstprogrammdokumentation umfasst die Online-Dokumente für folgende im
Lieferumfang enthaltenen Dienstprogramme:
•
Stapelplotten
•
Datenbank-Dienstprogramme
•
CAD Server-Schemadatei definieren
•
Koordinatensystemdatei definieren
•
Symboldatei definieren
•
Textdateiserverformat definieren
•
Warehousekonfigurationsdatei definieren
•
Parameterdatei für MGSM-Server bearbeiten
•
In GeoMedia SmartStore-Warehouse veröffentlichen
•
Lizenzierung
1-5
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie können folgendermaßen auf die Online-Hilfe von Dienstprogrammen zugreifen:
•
Wählen Sie in den GeoMedia Professional-Hilfethemen das Dokument für das
entsprechende Dienstprogramm aus.
•
Drücken Sie bei aktivem Dienstprogramm die Taste F1.
•
Bei den Dienstprogrammen Stapelplotten, CAD Server-Schemadatei definieren,
Textdateiserverformat definieren, Warehousekonfigurationsdatei definieren und
In GeoMedia SmartStore-Warehouse veröffentlichen können Sie die
entsprechenden Hilfethemen über das Menü Hilfe des jeweiligen Dienstprogramms
aufrufen.
Typografische Konventionen im Dokument
1-6
GROSSBUCHSTABEN
Tastenbezeichnungen.
Tasten, zwischen denen ein Komma steht, sind
nacheinander zu drücken. Beispiel: ALT, F5. Tasten,
zwischen denen ein Pluszeichen steht, sind gleichzeitig
zu drücken.
Beispiel: STRG+z.
Fett
Elemente der grafischen Benutzeroberfläche, zum
Beispiel der Titel eines Dialogfeldes oder Befehls.
Menüoptionen in Befehlsfolgen werden durch eine
eckige Klammer > voneinander getrennt.
Beispiel: Wählen Sie Datei > Öffnen, um eine neue
Datei zu laden.
Courier
Von Ihnen einzugebende Informationen.
Beispiel: Tippen Sie original.dat ein, um die
ASCII-Datei zu laden.
Kursiv
Dokumententitel, Namen von Ordnern und Dateien,
Informationen über Aktionen der Software sowie neue
Begriffe und Fachwörter, die zum ersten Mal genannt
werden.
Einleitung
Interaktive Dokumente
Zu diesem Produkt gehört ein interaktives Lernprogramm, mit dem Sie die Verwendung
der wichtigsten Funktionen erlernen können. Wenn Sie die Software noch nicht kennen,
sollten Sie zuerst das GeoMedia Professional-Lernprogramm durcharbeiten.
Rufen Sie die Online-Hilfe auf, wenn Sie schrittweise Anleitungen benötigen. Für
Programmierer, die die Software anpassen möchten, sind weitere Dokumente erhältlich.
GeoMedia Professional-Lernprogramm
Das GeoMedia Professional-Lernprogramm führt Sie durch einen exemplarischen
Arbeitsablauf mit Daten aus der Praxis, bei dem die wichtigsten Funktionen in
GeoMedia Professional vorgestellt werden. Starten Sie dieses Lernprogramm, indem
Sie in GeoMedia Professional Hilfe > GeoMedia Professional-Lernprogramm
wählen. Sie können dieses Lernprogramm auch außerhalb des Produkts starten, indem
Sie Start > Programme > GeoMedia Professional > Benutzerdokumentation >
GeoMedia Professional Lernprogramm wählen. Das Lernprogramm wird dann in
Ihrem standardmäßig eingestellten Webbrowser geöffnet. Wir empfehlen die
Verwendung von Internet Explorer 5.0; Sie können aber auch jeden anderen Browser
benutzen.
Wenn Sie das Lernprogramm durchgearbeitet haben, können Sie im Handbuch Arbeiten
mit GeoMedia Professional mehr über die Möglichkeiten erfahren, die Ihnen dieses
Produkt bietet.
Hilfethemen
Informationen über weitere Themen und Verfahren finden Sie in der Online-Hilfe. Zu
den Hilfethemen gehört auch ein Glossar.
Falls die Hilfe bei der Installation nicht auf Ihrer Festplatte installiert wurde, können Sie
darauf nur dann zugreifen, wenn sich die Produkt-CD in Ihrem CD-ROM-Laufwerk
befindet oder Sie an den Netzwerkknoten angeschlossen sind, der die Hilfedateien
enthält.
Wenn die Software aktiv ist, können Sie die Hilfe aufrufen, indem Sie im Menü Hilfe
> GeoMedia Professional-Hilfethemen wählen. Wenn die Software nicht aktiv ist,
können Sie die Hilfe aufrufen, indem Sie Start > Programme > GeoMedia
Professional > Benutzerdokumentation > GeoMedia Professional-Hilfe wählen.
1-7
1
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Die Hilfe ist kontextsensitiv, d.h. Sie können durch Drücken der Taste F1 das
Hilfethema zum aktiven Fenster oder Dialogfeld anfordern. Sie können aber auch auf
die Schaltfläche Hilfe klicken oder die UMSCHALTTASTE+F1 drücken. Der
Mauszeiger verwandelt sich dann in ein Fragezeichen, mit dem Sie einen
Menübefehl, eine Symbolleiste oder einen Bereich eines Fensters oder Dialogfelds
auswählen können.
Programmierhilfen
Dieses Produkt enthält zwei Online-Anleitungen für Entwickler, die die Software anpassen
oder Anwendungen erstellen möchten. In den Anleitungen wird davon ausgegangen, dass
der Leser Erfahrung mit Programmiersprachen besitzt, die automatisierte Objekte
verwenden.
•
Programmieren in GeoMedia Professional ist eine interaktive Programmierhilfe, die
im Format HTML verfasst wurde.
•
Hilfe für Automationslayer behandelt die Objekte, Methoden und Eigenschaften, die
durch Automatisierung verfügbar sind.
Sie greifen auf diese Dokumente zu, indem Sie Programme > GeoMedia
Professional > Entwicklerdokumentation vom Menü Start wählen.
Neuheiten in GeoMedia Professional 6.0
Informationen über die Neuheiten und Änderungen in GeoMedia 6.0 und der
entsprechenden Dokumentation finden Sie an folgenden Stellen:
•
Neuheiten in GeoMedia Professional 6.0 – Besuchen Sie unsere Website
http://imgs.intergraph.com/ und wählen Sie Support > Downloads > Product
Documentation, um die neueste Version dieses Dokuments abzurufen.
• "Neuheiten in GeoMedia Professional 6.0" – Gehen Sie zu diesem Thema in den
GeoMedia Professional-Hilfethemen.
1-8
Einleitung
Erste Schritte
Wählen Sie zum Starten des Produkts Start > Programme > GeoMedia Professional >
GeoMedia Professional. Das einführende Dialogfeld GeoMedia Professional erscheint,
wenn es nicht ausgeschaltet wurde.
Mit diesem Dialogfeld können Sie einen neuen GeoWorkspace erstellen, indem Sie einen
leeren GeoWorkspace oder eine GeoWorkspace-Vorlage verwenden oder aber einen
bestehenden GeoWorkspace aus einer Liste der zuletzt geöffneten GeoWorkspaces öffnen.
Wählen Sie einen GeoWorkspace in der Liste aus und klicken Sie auf OK. Wenn der
GeoWorkspace, den Sie öffnen möchten, nicht aufgeführt ist, wählen Sie Weitere Dateien
und klicken Sie auf OK, um ihn selbst zu suchen. Wenn Sie dieses Dialogfeld beim
Programmstart nicht öffnen möchten, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Dieses
Dialogfeld künftig nicht mehr anzeigen.
Hinweis: Sie können die Software jederzeit verlassen, indem Sie den Befehl Datei >
Beenden wählen.
Ausführliche Informationen zur Verwendung von GeoWorkspaces finden Sie im Kapitel
"Arbeiten mit GeoWorkspaces".
1-9
1
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Die Benutzeroberfläche
Wenn Sie mit den Konventionen von Microsoft Windows und mit Microsoft-OfficeAnwendungen vertraut sind, dürften Sie keine Schwierigkeiten haben, sich in GeoMedia
Professional zu bewegen. So können Sie z.B. wie bei Windows ein Fenster verschieben,
indem Sie den Mauszeiger auf die Titelleiste platzieren und das Fenster an einen anderen
Ort ziehen. Schaltflächen und Menübefehle erscheinen abgeblendet, wenn die
entsprechenden Funktionen nicht verfügbar sind. Wenn der Mauszeiger auf einer
Schaltfläche verweilt, wird angezeigt, welche Funktion über diese Schaltfläche aufgerufen
wird. Gebräuchliche Befehle wie z.B. Datei > Drucken lösen im Wesentlichen dieselben
Funktionen aus wie in jeder anderen Windows-Anwendung.
Die Benutzeroberfläche von GeoMedia Professional weist jedoch auch einige
Besonderheiten auf:
•
Die Software enthält mehrere spezielle Symbolleisten, die nur unter bestimmten
Bedingungen verfügbar sind. Die Symbolleiste Daten ist beispielsweise nur dann
verfügbar, wenn das Datenfenster aktiv ist. Wählen Sie Ansicht > Symbolleisten, um
festzulegen, welche Symbolleisten eingeblendet werden sollen.
•
In dieser Anwendung sind auch einige Kontextmenüs verfügbar. Sie rufen
Kontextmenüs auf, indem Sie auf die rechte Maustaste klicken. Die im Menü
verfügbaren Optionen hängen von der Position des Mauszeigers ab.
•
Sie können die Symbolleisten aus ihrer Standardposition entfernen und an anderer
Stelle andocken. Wenn Sie eine Symbolleiste über ein Kartenfenster verschieben, wird
sie in eine andockbare Formatierungsleiste umgewandelt. Einige Befehle weisen
anstelle eines Dialogfelds lediglich eine Formatierungsleiste auf. Wenn Sie mit der
rechten Maustaste auf die Titelleiste einer Formatierungsleiste klicken, wird ein Menü
aufgerufen, über das Sie die Formatierungsleiste wiederherstellen, verschieben,
minimieren, maximieren oder ausblenden können. Klicken Sie auf das X-Symbol, um
sie zu schließen. Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf eine Symbolleiste oder auf
ein Symbol in einer Formatierungsleiste klicken, wird ein Menü aufgerufen, über das
Sie Symbolleisten aktivieren/deaktivieren und anpassen sowie die Statusleiste und die
Formatierungsleiste Präzisionskoordinaten einblenden können.
•
Innerhalb dieser Anwendung arbeiten Sie mit drei Fenstertypen: in Kartenfenstern,
Datenfenstern und im Layoutfenster. Diese Fenster sind in einem GeoWorkspace
enthalten, der in etwa einer Arbeitsmappe in Microsoft Excel entspricht. Wenn Sie
über eine Microsoft IntelliMouse verfügen, können Sie mit dieser die Darstellung in
den Karten-, Daten- und Layoutfenstern schneller und effizienter bearbeiten.
Siehe hierzu "Arbeiten mit Kartenfenstern", "Arbeiten mit Datenfenstern" und "Arbeiten
mit Layoutfenstern".
1-10
Einleitung
Anpassen der Menüs und Symbolleisten
Sie können die Arbeitsumgebung von GeoMedia Professional an Ihre Arbeitsweise
anpassen, indem Sie angeben welche Menübefehle und Schaltflächen angezeigt werden
sollen und Ihre eigenen Tastenkombinationen definieren. Mit dem Befehl Anpassen
können Sie diese Einstellungen für eine bestimmte Installation Ihrer Software
vornehmen. Sie und/oder Ihr Administrator können ebenfalls die Befehle Angepasste
Einstellungen speichern und Angepasste Einstellungen laden verwenden, um
angepasste Menüs und Symbolleisten in einem XML-Dokument zu speichern, dass auf
einem anderen Computer wiederverwendet werden kann.
Der Befehl Anpassen
Mit dem Befehl Anpassen (Extras > Anpassen) können Sie Menüs, Symbolleisten und
Tastenkombinationen individuell gestalten, um effizienter arbeiten zu können.
Tastenkombinationen — Sie können Befehlen Tastenkombinationen zuordnen, die
Zuordnung von Tastenkombinationen aufheben sowie alle Tastenkombinationen in ihren
ursprünglichen Zustand zurücksetzen.
Menüs — Sie können neue Einträge in Menüs einfügen, Einträge aus Menüs entfernen und
sich dadurch einen schnelleren Zugriff auf die Befehle verschaffen, die Sie am häufigsten
verwenden. Sie können veränderte Menüs wieder in ihren ursprünglichen Zustand
zurücksetzen. Sie können außerdem Menüs hinzufügen, umbenennen und entfernen.
Symbolleisten — Sie können vorgegebenen und benutzerdefinierten Symbolleisten
Befehlsschaltflächen hinzufügen sowie neue Symbolleisten selbst erstellen.
Ausführliche Informationen zu diesem Befehl finden Sie in der Online-Hilfe von GeoMedia
Professional unter dem Thema “Anpassen (Befehl)”.
1-11
1
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Die Befehle Angepasste Einstellungen speichern/laden
Wenn Sie Menüs und Symbolleisten mit dem Befehl Anpassen Ihren Anforderungen
entsprechend eingerichtet haben, können Sie diese Konfiguration mit den Befehlen
Angepasste Einstellungen speichern und Angepasste Einstellungen laden auf einfache
Weise speichern und wieder aufrufen. Hierzu dient eine GeoMedia-Einstellungsdatei
(.xml), in der Sie Menü- und Symbolleistenkonfigurationen mit Befehlen aus dem
Kernprodukt, aus AddOn-Produkten sowie benutzerdefinierten Befehlen speichern können.
Die Menüs und Symbolleisten des Layoutfensters sind jedoch nicht in den angepassten
Einstellungen enthalten. Sie können auf diese Weise eigene Schnittstellen erstellen, die auf
bestimmte Zwecke oder Arbeitsabläufe zugeschnitten sind. So können Sie z.B. eine Menüund Symbolleistenkonfiguration erstellen, die für einen Arbeitsablauf ausschließlich zu
Bearbeitungszwecken dient.
Wählen Sie zum Speichern einer angepassten Konfiguration Extras > Angepasste
Einstellungen speichern, um das entsprechende Dialogfeld zu öffnen. Legen Sie hier den
Datenträger und den Ordner für die neue xml-Datei fest. Der Standardordner für
Profildateien ist \GeoWorkspaces. Geben Sie anschließend im Feld Dateiname einen
Namen für die Einstellungsdatei ein, stellen Sie sicher, dass das Feld Dateityp auf
GeoMedia-Einstellungsdatei (*.xml) eingestellt ist und klicken Sie auf OK.
Zum Laden einer gespeicherten angepassten Einstellungsdatei gibt es drei Methoden: den
Befehl Angepasste Einstellungen laden, die Befehlszeile und beim Start der Software.
Hierbei werden alle gegenwärtigen Menüs und Symbolleisten durch die im XMLDokument definierten Menüs und Symbolleisten ersetzt. Mit den zwei letzten Optionen
können Sie Ihre angepassten Einstellungen am Ende der GeoMedia-Initialisierung laden
und die Standardkonfiguration mit der Windows-Anmeldung verbinden. Das Schema für
diese Dokumente ist in GeoMedia\Schemas\Profile.xsd definiert und im Dokument
ProfileXMLSchema.doc beschrieben.
Wählen Sie zum Laden eines Profils Extras > Angepasste Einstellungen laden, um das
entsprechende Dialogfeld zu öffnen. Wählen Sie hier den Datenträger und den Ordner aus,
in dem sich die gewünschte Einstellungsdatei befindet. Geben Sie im Feld Dateiname den
Namen der Einstellungsdatei ein oder wählen Sie ihn in der Liste aus. Klicken Sie
anschließend auf Öffnen. Der Befehl Angepasste Einstellungen laden lädt immer die im
Dialogfeld Angepasste Einstellungen laden ausgewählten Einstellungen, ohne die
Sitzungspräferenz "CommandLineCustomizedSettings" zu überprüfen oder festzulegen.
Die Befehlszeilenoption lautet /custom "<Dateiname>". Diese Option wird während der
GeoMedia-Initialisierung gelesen, der Dateiname einschließlich des Pfades wird in der
Sitzungspräferenz "CommandLineCustomizedSettings" gespeichert und die Einstellungen
werden am Ende der Initialisierung geladen. Beispiel: GeoMedia.exe /custom
"D:/xmlfiles/MeineEinstellungen.xml".
1-12
Einleitung
Für das Laden beim Start der Software müssen Sie einen benutzerdefinierten Befehl
erstellen und Application.LoadCustomizedSettings bedingt aufrufen. Wenn Sie die
Befehlszeilenoption nicht überschreiben wollen, müssen Sie zuerst prüfen ob die
Sitzungspräferenz "CommandLineCustomizedSettings" eingestellt ist. Wenn Sie eingestellt
ist, darf der Befehl Application.LoadCustomizedSettingsnicht aufrufen. Wenn Sie die
Befehlszeilenoption immer überschreiben wollen, ist keine Überprüfung erforderlich. Sie
können einfach Application.CustomizedSettings aufrufen.
Arbeitsabläufe in GeoMedia Professional
Im Folgenden werden vereinfachte Beispiele für die häufigsten Arbeitsabläufe in
GeoMedia Professional beschrieben. Je nachdem, welche Erfordernisse an Ihr Projekt
geknüpft sind, sieht Ihr eigener Arbeitsablauf natürlich anders aus.
Allgemeiner Arbeitsablauf zur Darstellung und Analyse
1. Erstellen Sie einen GeoWorkspace.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit GeoWorkspaces".
2. Definieren Sie ein Koordinatensystem für den GeoWorkspace.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Koordinatensystemen".
3. Erstellen Sie Warehouseverbindungen.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Warehouses".
4. Stellen Sie Daten in Ihrem Kartenfenster dar.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Kartenfenstern".
5. Ändern Sie das Erscheinungsbild des Kartenfensterinhalts.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Kartenfenstern".
6. Zeigen Sie ein Datenfenster an.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Datenfenstern".
7. Definieren und führen Sie eine Abfrage aus.
Siehe Kapitel "Analysieren von Daten".
8. Erstellen Sie eine thematische Darstellung.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Kartenfenstern".
9. Fügen Sie der Karte Beschriftungen hinzu.
Siehe Kapitel "Analysieren von Daten".
10. Ein Layoutfenster anzeigen. Ein Layoutfenster anzeigen.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Layoutfenstern".
11. Vorbereiten der Karte zum ducken.
Erstellen von Kartenlayouts für den Druck im Layoutfenster
1-13
1
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Allgemeiner Arbeitsablauf zur Datenerfassung und aufrechterhaltung
1. Erstellen oder öffnen Sie einen GeoWorkspace.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit GeoWorkspaces".
2. Definieren Sie ein Koordinatensystem für den GeoWorkspace.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Koordinatensystemen".
3. Erstellen Sie Warehouseverbindungen.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Warehouses" und “Arbeiten mit Objekten”.
4. Stellen Sie Daten in Ihrem Kartenfenster dar.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Kartenfenstern".
5. Ändern Sie das Erscheinungsbild des Kartenfensterinhalts.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Kartenfenstern".
6. Arbeiten Sie mit bestehenden Objekten.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Objekten".
7. Erstellen Sie neue Objekte.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Objekten".
8. Bearbeiten Sie die Objekte.
Siehe Kapitel "Bearbeiten von Objekten und Geometrien".
9. Registrieren Sie Daten.
Siehe Kapitel "Registrieren von Daten".
10. Überprüfen Sie die Daten.
Siehe Kapitel "Überprüfen und Berichtigen von Daten".
11. Exportieren Sie Daten.
Siehe Kapitel "Exportieren von Daten in andere Systeme".
Arbeitsabläufe zur Datenerfassung
In diesem Abschnitt werden Arbeitsabläufe zum Erstellen eines Unternehmens-GIS mit
GeoMedia Professional beschrieben. Diese Software stellt für jedes Verfahren die
entsprechenden Funktionen bereit, unabhängig davon, ob Sie eine gedruckte Karte bzw.
ein Bildschirmbild digitalisieren oder Daten aus anderen digitalen Quellen einlesen. Die
Funktionen zum Erfassen und Bereinigen von Daten wurden für GIS-Arbeitsabläufe
optimiert. Folgende Arbeitsabläufe sind möglich:
1-14
•
Manuelle Eingabe
•
Gescannte Karten
•
Satelliten- oder photogrammetrische Bilder
Einleitung
•
CAD-Daten
•
Attributdaten in Datenbanken
•
Legacy-GIS-Daten
1
Siehe hierzu Kapitel "Registrieren von Daten", "Überprüfen und Berichtigen von Daten",
"Arbeiten mit Objekten" und "Bearbeiten von Objekten und Geometrien".
Manuelle Eingabe
1. Wählen Sie die Digitalisierquelle aus.
2. Richten Sie die Karte auf dem Digitalisiertablett ein.
3. Registrieren Sie mithilfe der Registrierungsbefehle die Kartenkoordinaten in einem
GeoWorkspace.
4. Wählen Sie die Vektorobjektklasse aus einem Warehouse aus oder erstellen Sie neue
Objektklassen mit eigenen Datenbankeigenschaften.
5. Digitalisieren Sie die gewünschten Objekte aus der gedruckten Karte.
6. Bereinigen Sie die Daten mit den Befehlen zum Überprüfen und Bearbeiten.
1-15
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Gescannte Karten
1. Wählen Sie die gescannte Karte aus.
2. Platzieren Sie das Rasterbild auf dem Bildschirm, und verwenden Sie die
Registrierungsbefehle, um das Raster in der korrekten geographischen Position
darzustellen.
3. Wählen Sie die Vektorobjektklasse aus einem Warehouse aus oder erstellen Sie neue
Objektklassen mit eigenen Datenbankeigenschaften.
4. Digitalisieren Sie die Objekte auf dem Bildschirm mit dem Rasterbild der gescannten
Karte als Hintergrund. Verwenden Sie dazu die Rasterfangfunktionen, um die
Datenerfassung zu beschleunigen.
Hinweis: Rasterfangfunktionen sind nur bei binären Rasterdaten anwendbar.
1. Bereinigen Sie die Daten mit den Befehlen zum Überprüfen und Bearbeiten.
Satelliten- oder photogrammetrische Bilder
1. Wählen Sie die gewünschten Satelliten- oder photogrammetrischen Bilder aus.
2. Platzieren Sie das Rasterbild auf dem Bildschirm, und verwenden Sie die
Registrierungsbefehle, um das Raster in der korrekten geographischen Position
darzustellen.
3. Wählen Sie die Vektorobjektklasse aus einem Warehouse aus oder erstellen Sie neue
Objektklassen mit eigenen Datenbankeigenschaften.
4. Digitalisieren Sie die Objekte auf dem Bildschirm mit dem Rasterbild als Hintergrund.
Verwenden Sie dazu die Rasterfangfunktionen, um die Datenerfassung zu
beschleunigen.
Hinweis: Rasterfangfunktionen sind nur bei binären Rasterdaten anwendbar.
5. Bereinigen Sie die Daten mit den Befehlen zum Überprüfen und Bearbeiten.
1-16
Einleitung
CAD-Daten
1
In GeoMedia Professional:
1. Erstellen Sie ein CAD-Datenserverschema, um Ordner, Karten, Koordinatensystem
und Objekte zu definieren.
2. Stellen Sie eine Verbindung zu einer oder mehreren CAD-Dateien her.
3. Importieren Sie die CAD-Objekte in ein Warehouse mit Schreibzugriff (Access, Oracle
oder Oracle Spatial Cartridge).
4. Fügen Sie die GIS-Objekte ein und bearbeiten Sie sie in GeoMedia Professional.
5. ODER
Erstellen Sie in GeoMedia Professional Flächenobjekte aus der CAD-Liniengeometrie.
In CAD-Anwendungen:
1. Laden Sie die neuen und bearbeiteten Objekte wieder in die entsprechende CADAnwendung.
2. Exportieren Sie die Objekte als Zeichnungsdatei (.dgn).
Attributdaten in Datenbanken
1. Bereiten Sie die Attributdaten in der Datenbank für Objekte mit einem eindeutigen
Bezeichner, beispielsweise einer ID (Identifikationsnummer), vor.
2. Stellen Sie mithilfe der
entsprechenden
Datenbankfunktionen (aus
Access, Oracle, usw.) eine
Verbindung zu einer externen
Datenquelle (Datenbank, ASCIIDatei, Excel-Tabelle) her.
2. Führen Sie in der externen
Quelle folgende Schritte aus:
−
−
−
Zeigen Sie die
Attributdaten mit einer
Datenbankanwendung oder
Excel an.
Sortieren Sie die Zeilen
nach einem gemeinsamen
Bezeichner, zum Beispiel
der ID.
Kopieren Sie die
Attributwerte in die
Zwischenablage.
1-17
Arbeiten mit GeoMedia Professional
3. Führen Sie eine
Abfrage/Aktualisierung in der
Datenbank durch, um die auf
einem gemeinsamen Bezeichner
(zum Beispiel der ID)
basierenden Spalten zu laden.
3. Führen Sie in GeoMedia
Professional folgende Schritte
aus:
−
−
−
Zeigen Sie die
Objekttabelle in einem
Datenfenster an.
Sortieren Sie die Zeilen im
Datenfenster nach einem
gemeinsamen Bezeichner.
Fügen Sie die Attributwerte
aus der Zwischenablage in
das Datenfenster ein, um
die Objekte aufzufüllen.
Legacy-GIS-Daten
Daten in Legacy-Systemen, zum Beispiel MGE von Intergraph sowie ARC/INFO und
ArcView von ESRI enthalten bereits die grafische Position (die Karte) und Informationen
(die entsprechenden Datenbankattribute) für jedes Element der Karte. Für eine rote Linie
auf einer Karte, die eine Autobahn bezeichnet, hat die zuständige Behörde u.U. bereits
Datenbankattribute, die Informationen zur Straßenbeschaffenheit, Unfallhäufigkeit und
Brückenwartung dargestellt. Die Kommunikation zwischen solchen Systemen ist leider
nicht sehr gut. GeoMedia Professional stellt eine Plattform zur Verfügung, auf der Sie
Daten aus allen drei Legacy-Systemen darstellen und bearbeiten können.
Für Unternehmen, die einen Teil des aktuellen GIS in GeoMedia Professional übernehmen
möchten, wird im Arbeitsablauf die leistungsstarke Datenserver-Technologie von
Intergraph zusammen mit Standarddatenbanken verwendet. Der Benutzer kann dann die
Daten in der neuen Umgebung hinzufügen oder bearbeiten.
Übernehmen von Legacy-GIS-Daten in GeoMedia Professional:
1. Stellen Sie eine Verbindung zur Legacy-Datenquelle (MGE, ArcView oder
ARC/INFO) her.
2. Wählen Sie die zu übernehmenden Objekte aus.
3. Importieren Sie die ausgewählten Objekte in ein Warehouse mit Schreibzugriff
(Access, Oracle oder Oracle Spatial Cartridge).
4. Fügen Sie die GIS-Objekte ein und bearbeiten Sie sie in GeoMedia Professional.
1-18
Einleitung
Hinweis: Sie können GIS-Daten aus einem beliebigen von GeoMedia Professional
unterstützen Format in ein Access- oder Oracle-Warehouse importieren. Sie können eine
gesamte Objektklasse oder nur die Objekte importieren, die die im Attributfilter definierten
Bedingungen erfüllen. Beim Importieren von Objekten kopiert die Software Daten aus dem
Ursprungswarehouse in ein aktives Zielwarehouse mit Schreibzugriff.
Verwalten eines Legacy-GIS mithilfe von GeoMedia Professional:
Die offene Architektur und die leistungsfähigen Funktionen zur Datenerfassung von
GeoMedia Professional werden von vielen Unternehmen geschätzt. Die Unternehmen
können weiterhin in ein Legacy-GIS investieren und dabei von den einzigartigen
Produktivitätsfunktionen der Software profitieren.
1. Stellen Sie eine Verbindung zur Legacy-Datenquelle (MGE, ArcView oder
ARC/INFO) her.
2. Wählen Sie die zu übernehmenden Objekte aus.
3. Importieren Sie die ausgewählten Objekte in ein Warehouse mit Schreibzugriff
(Access, Oracle oder Oracle Spatial Cartridge).
4. Fügen Sie die GIS-Objekte ein und bearbeiten Sie sie in GeoMedia Professional.
5. Exportieren Sie die GIS-Objekte
als Shape-Datei.
5. Importieren Sie mithilfe von
MGE Warehousedaten in ein
MGE-Projekt.
6. Fügen Sie mithilfe der Funktionen
von ArcView bzw. ARC/INFO die
neuen und bearbeiteten Objekte
mit denen des Legacy-GIS
zusammen.
6. Fügen Sie mithilfe der
Funktionen von MGE die
neuen und bearbeiteten
Objekte mit denen des
Legacy-GIS zusammen.
1-19
1
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Datenerfassung für ein Legacy-GIS:
Dank der offenen Architektur von GeoMedia Professional können Sie die leistungsfähigen
Funktionen zur Datenerfassung verwenden, um Legacy-Systeme mit neuen Daten zu
füllen. Da Standarddatenbanken verwendet werden, funktioniert die Datenerfassung
unabhängig vom Ziel. Ein Unternehmen kann so weiterhin sein Legacy-GIS verwenden
und gleichzeitig von den einzigartigen Produktivitätsfunktionen in GeoMedia Professional
profitieren.
1. Erfassen Sie GIS-Objekte in GeoMedia Professional, und speichern Sie sie in Access
bzw. Oracle.
2. Exportieren Sie die GIS-Objekte
als Shape-Datei.
2. Importieren Sie mithilfe von
MGE Warehousedaten in ein
MGE-Projekt.
3. Fügen Sie mithilfe der Funktionen
von ArcView bzw. ARC/INFO
die neuen und bearbeiteten
Objekte mit denen des LegacyGIS zusammen.
3. Fügen Sie mithilfe der
Funktionen von MGE die
neuen und bearbeiteten
Objekte mit denen des
Legacy-GIS zusammen.
Was ist ein GIS?
Ein GIS (geographisches Informationssystem) ist ein Computersystem mit der Fähigkeit
zum Zusammenstellen, Speichern, Manipulieren, Analysieren und Darstellen von
georeferenzierten Daten. Ein solches System enthält anhand deren Position identifizierte
Daten sowie grafische und nichtgrafische Daten.
Wozu dient ein GIS?
Mit einem GIS können Sie folgende Funktionen ausführen:
1-20
•
Räumliches Lokalisieren von Informationen. – Beispielsweise die Ermittlung eines
Standorts über Längen- und Breitengrad oder dessen Nähe zu anderen Objekten.
•
Effektivere Darstellung von Informationen.
•
Räumliche Analyse von Informationen aus vielen integrierten Datenquellen.
•
Grafische Navigation durch Datensätze.
Einleitung
•
Schnellere und bessere Beantwortung von Fragen.
•
Effektivere Planung von Aufgaben und Aktivitäten.
•
Ersparnis von Kosten für Konstruktion, Wartung, Verwaltung, Vermessung und
ähnlichen Aktivitäten.
1
Aspekte eines GIS
Es folgt eine Aufstellung wichtiger Aspekte eines GIS-Systems:
•
Ein GIS weiß wo Objekte sich befinden, was oftmals von großer Wichtigkeit für den
Entscheidungsprozess ist.
•
Ein GIS ist nur so nützlich und präzise wie die eingegebenen Informationen.
•
Ausschlaggebend für den Erfolg des Systems ist eine richtige Implementierung der
Technologie.
•
Eine Karte allein ist kein GIS, sie stellt vielmehr ein aus einem GIS abgeleitetes
Ausgabeprodukt dar.
•
Für ein GIS stellt eine Karte das gleiche wie ein Auszug für eine Datenbank dar.
Informationstypen
Ein GIS kann folgende Arten von Informationen enthalten:
Text — Auszüge, Tabellendaten und Datenflüsse.
Bilddateien — Luftaufnahmen, gescannte Bilder und Fotos.
CAD (Vektor) — Zeichnungen mit Liniengrafik, wie z.B. Lagepläne, schematische
Darstellungen und Diagramme, die nicht immer maßstabsgerecht angefertigt werden.
GIS (Smart Vektoren) — Korrekt ausgerichtete maßstabsgerechte Karten, die mehrere
Projektionen unterstützen. Katenobjektdefinitionen enthalten außerdem nichtgrafische
Daten (Attribute).
Andere Dokumente — Büroautomation: Präsentationen, Kalkulationstabellen, Webseiten
usw.
1-21
Arbeiten mit GeoMedia Professional
GIS-Konzepte und -Begriffe
Es folgt eine Aufstellung von wichtigen GIS-Konzepten und Begriffen, die bei der
Beschreibung von GeoMedia Professional verwendet werden. Diese Begriffe sind in
diesem Handbuch an entsprechender Stelle genauer erklärt.
Warehouses — Kollektionen von GIS-Daten, z.B. Oracle-, ARC/INFO- und CADDatenbanken. GeoMedia Professional stellt Verbindungen zu Warehouses her, um Zugriff
auf darin enthaltene GIS-Daten zu erhalten.
Objekte — Objekte sind digitale Darstellungen von tatsächlichen Entitäten.
1-22
Einleitung
•
Objekte verfügen über Attribute. Eine Objektklassendefinition legt alle Attribute und
zugehörigen Datentypen fest. Einzelne Vorkommen einer Objektklasse können
eindeutige Werte in den Attributfeldern aufweisen.
•
Objekte können fast alles darstellen.
•
Objekte können im GIS in Form von Punkten, Linien, Polylinien, Flächen, Bogen,
Texten und Bildern dargestellt werden.
•
Objekte können nach Kategorien, Themen oder Ebenen unterteilt werden.
1-23
1
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Legenden — Legenden steuern, welche Informationen in einem Kartenfenster erscheinen,
einschließlich der Symbolik, Darstellungsreihenfolge und interaktiven Merkmale.
Abfragen und räumliche Abfragen — Abfragen sind mehr oder weniger komplexe
Fragen, die Sie an das GIS richten können. Eine einfache Abfrage kann z.B. die
Anforderung aller Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern sein Sie könnten aber auch
beispielsweise alle Bundesstaaten abfragen, die mehr als 100.000 Einwohner und Städte
mit einer Verbrechensrate von mehr als 125 aufweisen. Bei räumlichen Abfragen werden
relationale Operatoren durch räumliche Operatoren erweitert.
1-24
Einleitung
Koordinatensysteme und Projektionen — Mathematische Transformationen, die
stattfinden müssen, um die Erde im zweidimensionalen Raum darzustellen. Es handelt sich
in beiden Fällen um verschiedene Repräsentationen der gleichen Ausgangsinformationen.
Dies ist der häufigste Grund dafür, das Daten aus ungleichen Quellen nicht ordnungsgemäß
überlappen.
Analytische Befehle — Komplexe Analysen und Verarbeitung des GIS-Inhalts.
Einsatzmöglichkeiten für ein GIS
Ein GIS kann auf vielen Gebieten erfolgreich eingesetzt werden. Hierzu gehören unter
anderem:
•
Landwirtschaft
•
Kartographie
•
Geologie
•
Bildung
•
Wirtschaft
•
Meteorologie
•
Tourismus
•
Archäologie
•
Militäranlagenverwaltung
•
Umweltmanagement
•
Versorgung (Wasser/Abwasser, Elektrizität, Kommunikationssysteme, Kabel-, TVund Telefonnetze usw.)
•
Erhaltung der Natur und der natürlichen Ressourcen
•
Öffentliche Sicherheit (Einsatzleitung, Notfallmanagement)
•
Vorbereitung von Maßnahmen für den Katastrophenfall
1-25
1
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
Gesundheitswesen (Studien über Krankheitsausbreitung, Epidemien)
•
Industrie (Fabriken, Pipelines, Lagertanks usw.)
•
Luftfahrt (Flughafen-GIS, Luftraumverwaltung)
•
Meeresforschung
•
Bundesländer und Kommunen – Flächennutzung: Grundbuch, Flurstücke,
Bebauungspläne usw.
•
Transport und Verkehr (Straßennetz, Schienennetz, Planung und Analyse)
Vorteile des GIS
Die Verwendung eines GIS bietet Ihnen folgende Vorteile:
Reduzierte Betriebs- und Wartungskosten — Als Mittel zur Leistungssteigerung macht
ein GIS es möglich, anspruchsvolle Analysen auf einfache Weise durchzuführen und die
Produktivität zu steigern.
Verbesserte Leistung — Ein GIS bietet die Möglichkeit, multidisziplinäre Datensätze
schnell zu analysieren und die beste Lösung mit kompletter unterstützender Dokumentation
zu erreichen.
Schnelle Modellierfähigkeit zur Analyse von alternativen Strategien — Ein GIS bietet
Führungspersonal in Umgebungen mit begrenzten Mitteln die Möglichkeiten, gute und
kostensparende Entscheidungen zu treffen.
Wesentlich verbesserte Kommunikationshilfen — Bei der Verwaltung von
Infrastrukturen ist die effektive Kommunikation maßgebend. Ganz gleich, ob es sich
hierbei um eine Kommune, Militäranlage oder eine Universität handelt. Die GISDarstellungswerkzeuge sind schnell und einfach zu handhaben.
Förderung der Zusammenarbeit — Durch Bereitstellung von Standarddatensätzen und
Standardwerkzeugen für die Modellierung und Analyse können Alternativen für ein
Projekt stetig produziert und analysiert werden. Dies fördert die Teamarbeit.
Bietet eine Bibliothek für Allgemeinwissen — Durch die Einbeziehung von möglichst
umfangreichem Wissen in standardmäßige GIS-Funktionen kann der Schaden beim
Verlust von in Schlüsselpositionen beschäftigtem Personal minimiert werden.
1-26
Arbeiten mit GeoWorkspaces
In GeoWorkspaces werden die Ergebnisse Ihrer Arbeit mit diesem Produkt gespeichert.
GeoWorkspaces enthalten die Warehouseverbindungen zu Ihren Daten, Kartenfenstern,
Datenfenstern, Layoutfenstern, Symbolleisten, Koordinatensystem-Informationen und die
von Ihnen definierten Abfragen. Als Erstes müssen Sie einen bestehenden GeoWorkspace
öffnen oder einen neuen erstellen.
Sobald Sie sich in einem GeoWorkspace befinden, können Sie dessen Koordinatensystem
ändern, Warehouseverbindungen herstellen, Daten darstellen sowie Abfragen und
räumliche Analysen durchführen. Die Einstellungen und Verbindungen, die Sie in einem
GeoWorkspace definieren, werden in einer .gws-Datei gespeichert. Die eigentlichen Daten
werden dagegen in Warehouses abgelegt. Im Lieferumfang der Software ist ein BeispielGeoWorkspace enthalten (USSampleData.gws).
Hinweis: Der Datensatz US Sample enthält ein schattiertes Reliefbild der U.S.A., komplett
mit Höhenschichtfarben. Bei den Daten handelt es sich um eine GeoTIFF-Datei im RGBFormat mit einer Auflösung von 1000 Metern pro Pixel.
Jeder GeoWorkspace basiert auf einer Vorlage. Sie können Ihre eigenen Vorlagen
erstellen oder bereits bestehende Vorlagen verwenden. Zum Lieferumfang der Software
gehört die Standardvorlage für GeoWorkspaces normal.gwt, die ein leeres Kartenfenster,
eine leere Legende und ein vordefiniertes Koordinatensystem enthält. Falls Sie die Datei
normal.gwt versehentlich löschen, müssen Sie das Programm erneut installieren, um die
Vorlage wiederherzustellen. Es ist deshalb ratsam, eine Sicherungskopie dieser Datei zu
erstellen.
Dies ist ein repräsentativer Arbeitsablauf für die Erstellung und Konfiguration eines
GeoWorkspaces:
1. Wählen Sie Datei > Neuer GeoWorkspace.
2. Wählen Sie eine Vorlage aus.
3. Falls Sie ein anderes Koordinatensystem als das in der Vorlage enthaltene verwenden
möchten, können Sie für den GeoWorkspace Ihr eigenes Koordinatensystem
definieren.
4. Stellen Sie Warehouseverbindungen her und konfigurieren Sie die Karten- und
Datenfenster (wird in späteren Kapiteln behandelt).
5. Speichern Sie den GeoWorkspace.
2-1
2
2
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Erstellen eines GeoWorkspaces
Sie erstellen einen GeoWorkspace, indem Sie normal.gwt oder eine andere Vorlage aus
dem Ordner \GeoMedia Professional\Templates\GeoWorkspace auswählen. Sie können die
verfügbaren Vorlagen anzeigen, indem Sie im Menü Datei > Neuer GeoWorkspace
wählen oder im Eröffnungsdialogfeld GeoMedia Professional die Option Neuen
GeoWorkspace erstellen auswählen.
Die Software weist jedem neuen GeoWorkspace standardmäßig den Namen
GeoWorkspace1 zu. Wenn Sie einen GeoWorkspace speichern, weisen Sie ihm einen
Dateinamen zu, dem automatisch die Erweiterung .gws angehängt wird.
Öffnen eines GeoWorkspaces
Es kann immer nur ein GeoWorkspace geöffnet sein. Wenn Sie einen zweiten
GeoWorkspace öffnen, wird der erste geschlossen.
Ist der GeoWorkspace, den Sie öffnen möchten, schreibgeschützt, weist die Software Sie
darauf hin und fragt, ob Sie ihn dennoch öffnen möchten. Wenn Sie ihn öffnen, wird eine
Kopie erstellt, und die Software öffnet den GeoWorkspace mit Schreibschutz. Wenn Sie
Änderungen an dieser internen Kopie vornehmen und versuchen diese zu speichern,
werden Sie darauf hingewiesen, dass Sie Änderungen vorgenommen haben, und die
Software fragt Sie, ob Sie den GeoWorkspace unter einem anderen Namen speichern
möchten, da der ursprüngliche GeoWorkspace schreibgeschützt ist. Änderungen, die Sie an
einem schreibgeschützten GeoWorkspace vornehmen, gehen beim Schließen verloren, es
sei denn, Sie speichern den GeoWorkspace unter einem anderen Dateinamen.
Am Ende des Menüs Datei finden Sie eine Liste der zuletzt verwendeten GeoWorkspaces.
Sie können einen GeoWorkspace aus dieser Liste öffnen, indem Sie auf den
entsprechenden Dateinamen klicken.
Hinweis: GeoWorkspace-Dateien (*.gws), die mit GeoMedia Professional und anderen
GeoMedia-Anwendungen erstellt und mit für diese Anwendungen spezifischen Abfragen
(z.B. Abfragen zur Geometrieüberprüfung) gespeichert wurden, können nicht in GeoMedia
geöffnet werden.
2-2
Arbeiten mit GeoWorkspaces
So öffnen Sie einen GeoWorkspace
1. Wählen Sie Datei > GeoWorkspace öffnen.
2
2. Wählen Sie den gewünschten GeoWorkspace aus.
3. Klicken Sie auf Öffnen.
Hinweis: Wenn eine Verbindung beim Öffnen eines GeoWorkspaces fehlschlägt, wird
eine Fehlermeldung eingeblendet, die Sie dazu auffordert, die Richtigkeit Ihrer
Warehouseverbindungsparameter zu überprüfen.
Verzögern des Ladens von Daten
Das Öffnen eines bestehenden GeoWorkspaces kann je nach Ihren Daten ein langwieriger
Vorgang sein. Die erforderte Zeit hängt von der Zahl der zu ladenden Objektklassen, der
Datenmenge pro Objektklasse und der Verarbeitung von Abfragen ab. Um den Vorgang zu
beschleunigen, können Sie das Laden der Daten verzögern, indem Sie im Dialogfeld
Optionen (Extras > Optionen) auf der Registerkarte Allgemein das Kontrollkästchen
Beim Öffnen des GeoWorkspaces keine Daten laden aktivieren. Ist das
Kontrollkästchen deaktiviert (Standardeinstellung), lädt das Programm alle Daten beim
Öffnen eines GeoWorkspaces.
2-3
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Wenn die Option gewählt ist, sind das Karten- und Datenfenster beim Öffnen eines
GeoWorkspaces leer. Die Legendeneinträge in der Kartenansicht werden erstellt, aber nicht
geladen; in der Datenansicht erscheint ein Titel, aber es werden keine Einträge angezeigt.
Bestehende Abfragen werden nicht erneut ausgeführt. Auch wenn Sie einen bestehenden
GeoWorkspace in derselben oder in späteren Sitzungen öffnen, werden die Daten nicht
geladen.
Nach dem Öffnen eines GeoWorkspaces können Sie die zugehörigen Daten in einem
beliebigen Umfang laden. Dazu gehen Sie folgendermaßen vor:
Legendeneinträge
•
Wählen Sie Ansicht > Alle aktualisieren, um alle Legendeneinträge in allen Kartenund Datenfenstern zu aktualisieren.
•
Markieren Sie einen oder mehrere Legendeneinträge, rufen Sie das Kontextmenü auf,
indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Legende (nicht in das Kartenfenster)
klicken und wählen Sie Daten laden. Dieser Befehl ist nur verfügbar, wenn einer oder
mehrere der gewählten Legendeneinträge nicht geladen sind.
Datenfenster
2-4
•
Wählen Sie Ansicht > Alle aktualisieren, um alle Legendeneinträge in allen Kartenund Datenfenstern zu aktualisieren.
•
Rufen Sie das Kontextmenü auf und wählen Sie Daten laden. Dieser Befehl ist nur
verfügbar, wenn das Datenfenster nicht geladen ist.
Arbeiten mit GeoWorkspaces
Automatisches Sichern von GeoWorkspaces
Um Ihnen Schutz vor Datenverlusten durch Beschädigung des GeoWorkspaces zu bieten,
weist die Software eine automatische Sicherungsfunktion auf. Diese automatische
Sicherung wird sofort durchgeführt, nachdem ein GeoWorkspace erfolgreich gelesen
wurde oder sobald bekannt ist, dass ein GeoWorkspace nicht beschädigt ist und eine Kopie
auf sichere Weise angefertigt werden kann. Diese Sicherung wird nur durchgeführt, wenn
Schreibzugriff auf den GeoWorkspace besteht, da keine Gefahr einer Beschädigung der
Datei besteht, wenn er schreibgeschützt ist. Der Geoworkspace kann außerdem
schreibgeschützt sein, wenn er sich in einem schreibgeschützten Ordner oder auf einem
schreibgeschützten Datenträger (z.B. einer CD) befindet, was die Erstellung der
Sicherungskopie in jedem Fall ausschließen würde.
Die Sicherungskopie des GeoWorkspace wird mittels der Dateikopierfunktion ausgeführt.
Dadurch ist sichergestellt, dass die Sicherungskopie bis auf den Dateinamen mit dem
ursprünglichen GeoWorkspace identisch ist. Die Sicherungsdatei hat den gleichen Pfad
und Dateinamen wie der ursprüngliche GeoWorkspace bis auf die Erweiterung .bak. Wenn
schon eine frühere Sicherungsdatei des gleichen Namens existiert, wird sie überschrieben.
In der Standardeinstellung werden GeoWorkspaces automatisch gesichert. Sie können
diese Funktion abschalten, indem Sie das Kontrollkästchen Beim Öffnen des
GeoWorkspaces Sicherungskopie erstellen auf der Registerkarte Allgemein des
Dialogfeldes Optionen (Extras > Optionen) deaktivieren.
Speichern, Schließen und Kopieren eines
GeoWorkspaces
Außer dem automatischen Speichern von GeoWorkspaces mit der Sicherungsfunktion gibt
es noch einige andere Möglichkeiten zum Speichern und Schließen. Wenn Sie einen
GeoWorkspace speichern oder kopieren, werden alle zugehörigen Einstellungen Fensterkonfiguration, Koordinatensystem, Abfragen, Legenden, thematische Darstellungen
und Warehouseverbindungen - ebenfalls gespeichert. Das gilt auch dann, wenn der
GeoWorkspace mit einem schreibgeschützten Warehouse verbunden ist.
Der Standardordner für GeoWorkspaces wird während der Installation festgelegt und ist in
der Regel \GeoWorkspaces im Stammordner Ihres Computers. Sie können den Standardort
auf der Registerkarte Dateiablagen des Dialogfelds Optionen ändern. Die standardmäßige
Dateinamenerweiterung für GeoWorkspaces lautet .gws.
•
Sie können Änderungen an einem GeoWorkspace während einer Arbeitssitzung
jederzeit speichern, indem Sie Datei > GeoWorkspace speichern wählen. Auf diese
Weise speichern Sie den GeoWorkspace, ohne ihn zu schließen.
2-5
2
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
Sie können einen neuen GeoWorkspace speichern, indem Sie Datei > GeoWorkspace
speichern unter wählen und im Feld Dateiname einen Namen für den GeoWorkspace
eingeben.
Hinweis: Um einen GeoWorkspace mit Schreibschutz zu versehen, gehen Sie nach den
Windows-Standardverfahren zum Ändern von Dateiattributen vor.
•
Sie können den geöffneten GeoWorkspace in eine neue Datei kopieren, indem Sie
Datei > GeoWorkspace speichern unter wählen und einen anderen Namen angeben.
Dadurch schließen Sie den geöffneten GeoWorkspace, ohne die Änderungen zu
speichern, die seit dem Beginn der Arbeitssitzung oder seit der letzten Speicherung
vorgenommen wurden. Der neu benannte GeoWorkspace ist der gerade geöffnete.
•
Sie können einen GeoWorkspace schließen, ohne die seit der letzten Speicherung oder
dem Beginn der aktuellen Sitzung vorgenommenen Änderungen zu speichern, indem
Sie Datei > GeoWorkspace schließen wählen.
So ändern Sie die Ablage Ihrer GeoWorkspace-Dateien
Der Standardort für die Ablage Ihrer GeoWorkspace-Dateien wird bei der Installation
festgelegt, kann jedoch im Dialogfeld Optionen auf der Registerkarte Dateiablagen
geändert werden.
2-6
Arbeiten mit GeoWorkspaces
Senden eines GeoWorkspaces per E-Mail
Wenn Sie im Menü von GeoMedia Professional Datei > Senden wählen, wird die E-MailAnwendung Ihres Systems aufgerufen und eine Kopie des geöffneten GeoWorkspaces an
die Nachricht gehängt.
Da alle Warehouseverbindungen als Ordnerpfade gespeichert werden, kann der Empfänger
den GeoWorkspace öffnen, alle ursprünglichen Warehouseverbindungen wiederherstellen
und die Daten genau so betrachten, wie sie vor der Versendung als E-Mail dargestellt
wurden.
1. Wählen Sie Datei > Senden.
2. Füllen Sie die Felder An und Betreff wie gewohnt aus.
3. Senden Sie die Nachricht.
Erstellen eines GeoWorkspaces
Die Standardablage für GeoWorkspace-Vorlagen ist \Programme\GeoMedia
Professional\Templates\GeoWorkspaces. Über Extras > Optionen > Dateiablagen
können Sie einen anderen Ort festlegen.
So erstellen Sie eine GeoWorkspace-Vorlage
1. Wählen Sie Datei > Neuer GeoWorkspace.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Neu die Option Vorlage.
3. Wählen Sie die Vorlage normal.gwt und klicken Sie auf Neu.
4. Definieren Sie das GeoWorkspace-Koordinatensystem (Ansicht > GeoWorkspaceKoordinatensystem).
5. Stellen Sie die Warehouseverbindungen her, die Sie in dieser Vorlage verwenden
möchten (Warehouse > Neue Verbindung).
6. Deaktivieren oder aktivieren und positionieren Sie die Legende, den Nordpfeil und die
Maßstabsleiste (Menü Ansicht).
7. Passen Sie die Größe und die Position der Karten- und Datenfenster an.
8. Stellen Sie im Kartenfenster die gewünschten Objekte und Hintergrundbilder dar.
9. Definieren Sie die Abfragen, die zusammen mit der Vorlage gespeichert werden sollen.
2-7
2
Arbeiten mit GeoMedia Professional
10. Wählen Sie Datei > GeoWorkspace speichern unter.
Hinweis: Wenn Sie eine andere Ablage für GeoWorkspace-Vorlagen angegeben
haben, erscheint dieser Ordner als Standardeinstellung im Dialogfeld GeoWorkspace
speichern unter. Sie können die neue Vorlage jedoch auch im Hauptordner für
Vorlagen speichern, indem Sie die entsprechende Liste öffnen und den Ordner
\Programme\GeoMedia Professional\Templates\GeoWorkspaces auswählen.
11. Vergewissern Sie sich, dass im Feld Dateityp die Option GeoWorkspace-Vorlage
ausgewählt ist.
12. Geben Sie in das Textfeld Dateiname einen Namen für die Vorlage ein. Der
Dateiname muss die Erweiterung .gwt aufweisen.
13. Klicken Sie auf Speichern.
Verknüpfen und einbetten eines GeoWorkspaces
GeoMedia Professional kann als ein OLE Server dienen, mit anderen Worten: Sie können
einen GeoWorkspace als Objekt in eine Containeranwendung einfügen, die OLE-fähig ist.
Alle solchen Anwendungen verfügen über einen Befehl zum Einfügen von Objekten oder
eine gleichwertige Funktion, mit der Objekte verknüpft oder eingebettet werden können.
Ein GeoWorkspace lässt sich auch mithilfe der Maus einbetten, indem Sie den .gwsDateinamen im Windows-Explorer in eine Containeranwendung ziehen.
In einer Verknüpfung kann immer nur eine Ansicht aktiv sein. Sie wird standardmäßig von
der Containeranwendung angezeigt, wenn ein GeoWorkspace verknüpft wird. Allerdings
kann die Verknüpfung in manchen Containeranwendungen bearbeitet und das Element der
Verknüpfungsquelle in eine benannte Ansicht geändert werden, nämlich den Titel eines
Karten- oder Datenfensters (standardmäßig Kartenfenster1 bzw. Datenfenster1). Beim
Einbetten eines GeoWorkspaces wird der gesamte GeoWorkspace eingebettet, nicht nur
ein einzelnes Karten- oder Datenfenster, auch wenn Sie nur die aktive Ansicht des
GeoWorkspaces im Containerdokument sehen. Der eingebettete GeoWorkspace lässt sich
auf zwei Arten bearbeiten. Zum einen können Sie GeoMedia Professional an Ort und Stelle
in der Containeranwendung aktivieren. Dabei werden die Menüs Datei und Fenster der
Containeranwendung angezeigt, während die übrigen Menüs und Befehle von GeoMedia
Professional zur Verfügung gestellt werden. Mit einem Klick außerhalb des eingebetteten
GeoWorkspaces kehren Sie ins Containerdokument zurück. Zum anderen können Sie das
eingebettete Dokument in einem separaten GeoMedia Professional-Fenster öffnen.
Dadurch haben Sie Zugriff auf die anderen Fenster des eingebetteten GeoWorkspaces.
2-8
Arbeiten mit Koordinatensystemen
Die Software verwendet bei der Darstellung aller Daten, d.h. auch bei Daten aus
verschiedenen Quellen, das für den GeoWorkspace definierte Koordinatensystem. Jede in
einem Warehouse gespeicherte Objektklasse kann ihr eigenes eindeutiges
Koordinatensystem aufweisen, das spontan in das GeoWorkspace-Koordinatensystem
transformiert wird, wenn Sie die Objektklasse in Ihrem Kartenfenster darstellen.
Achtung: Damit Rasterbilder, FRAMME oder ARC/INFO-Daten exakt in einem
GeoWorkspace dargestellt werden können, muss das Koordinatensystem des
GeoWorkspaces mit dem des Warehouses übereinstimmen. Ist dies nicht der Fall, müssen
Sie eine Koordinatensystemdatei für die Objektdaten definieren, damit die Daten korrekt
konvertiert werden können. Sie müssen Ihren Quelldaten ein Koordinatensystem zuweisen,
um sicherzustellen, dass GeoMedia Professional die Ursprungsprojektion Ihrer Daten
interpretieren kann. Datenserver, die Koordinatensystemdateien verwenden, geben
gewöhnlich die Zuordnung zwischen dem Objektnamen und der Koordinatensystemdatei
in ihrer ini-Datei an. In einigen Fällen ist es möglich, dass dieselbe
Koordinatensystemdatei von allen Objekten im Warehouse verwendet werden kann.
Verwenden Sie das mitgelieferte Dienstprogramm Koordinatensystemdatei definieren,
um eine Koordinatensystemdatei (*.csf) zu erstellen. Eine gebräuchliche Methode zum
Erstellen der .ini-Datei bildet das Dienstprogramm Warehousekonfigurationsdatei
definieren.
Siehe "Darstellen von Daten ohne Koordinatensystem". Siehe auch die Online-Hilfe zum
Dienstprogramm Koordinatensystem definieren.
Ein Koordinatensystem bietet die erforderliche mathematische Grundlage, um die Objekte
in Ihrem Arbeitsbereich zu ihrer tatsächlichen geographischen Lage in Beziehung setzen zu
können. Die Software unterstützt die folgenden Arten von Koordinatensystemen:
•
In geographischen Koordinatensystemen (Standardeinstellung) werden die
Koordinaten in Form von Längen- und Breitengraden ausgedrückt, wobei man unter
einem Längengrad den Winkelabstand von einem Nullmeridian und unter einem
Breitengrad den Winkelabstand vom Äquator versteht.
•
In projizierten Koordinatensystemen werden Koordinaten in Form von x-, y- und hWerten ausgedrückt, wobei x in der Regel in der Kartenebene nach Osten und y in der
Regel vom als Kartenursprung gewählten Punkt nach Norden zeigt. Die x-Koordinate
wird als Rechtswert und die y-Koordinate als Hochwert bezeichnet.
3-1
3
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
In geozentrischen Koordinatensystemen werden die Koordinaten in Form von
spezifischen Punktpositionen in Bezug auf den Erdschwerpunkt ausgedrückt. Diese
Koordinaten sind kartesisch (x, y und z) mit der xz-Ebene in der mittleren
Meridianebene von Greenwich, der xy-Ebene in der mittleren Äquatorebene und der zAchse in der mittleren Rotationsachse der Erde. Die x- und y-Achsen verlaufen positiv
nach außen, während die z-Achse positiv in nordpolarer Richtung verläuft.
Geographische und projizierte Koordinatensysteme beziehen sich auf horizontale
Positionen in Form von Längengrad/Breitengrad bzw. x/y. Eine solche Position kann auch
zur Bezugnahme auf eine vertikale Position erweitert werden. Dies geschieht in Form einer
dritten Koordinate, die die Höhe über einem bekannten Referenzpunkt angibt. Alle
GeoMedia-Koordinatensystem bieten sowohl horizontale als auch vertikale
Referenzinformationen.
Koordinaten können zwischen diesen drei Referenzbereichen (geographisch, projiziert und
geozentrisch) transformiert werden. Es wird außerdem ein Ausgabereferenzbereich
unterstützt, bei dem es sich um eine skalierte Darstellung der Projektionsebene handelt.
Da die Erdoberfläche je nach geographischem Gebiet unterschiedlich geformt ist,
interpretiert die Software horizontale Koordinaten anhand eines Netzwerks von
geodätischen Bezugspunkten, die als das geodätische Datum bezeichnet werden. Das
horizontale geodätische Datum definiert wiederum das Referenzellipsoid, welches ein
Modell der Erdoberfläche darstellt. Vertikale Koordinaten (Höhen) werden anhand eines
Netzwerks von vertikalen Bezugs- oder anderen vertikalen Referenzrahmen interpretiert,
die als vertikales Datum bezeichnet werden.
Siehe hierzu Anhang "Koordinatensystem-Informationen".
Wenn Sie das Koordinatensystem ändern, nachdem Daten dargestellt wurden, werden diese
in das neue Koordinatensystem transformiert, und die Darstellung wird aktualisiert.
Änderungen am Koordinatensystem eines GeoWorkspaces wirken sich nur auf die Daten
im Kartenfenster, jedoch nicht auf die Daten im Warehouse aus.
Wenn Sie einem GeoWorkspace eine Objektklasse hinzufügen, überprüft die Software, ob
das Datum im Warehouse mit dem des GeoWorkspaces kompatibel ist. Ist dies nicht der
Fall, wird automatisch die erforderliche Datumstransformation für diese Daten erstellt.
Hinweis: Sie können die Datumstransformation anpassen, indem Sie den
Transformationsalgorithmus in der Datei \Programme\GeoMedia Professional
\Program\cssruntm\cfg\autodt.ini bearbeiten.
3-2
Arbeiten mit Koordinatensystemen
Für das Standardkoordinatensystem der Software gelten die folgenden Einstellungen:
•
Basisbezugssystem – Geographisch
•
Horizontale Basiseinheit – 1 Grad
•
Vertikale Basiseinheit – 1 Meter
•
Projektionsalgorithmus – Zylindrisch gleichrechtwinklig
•
Projektionsparameter – Auf den Äquator und den Nullmeridian zentriert
•
Horizontales geodätisches Datum und Ellipsoid – WGS84
•
Vertikales Datum – Benutzerdefiniert (nicht standardmäßig)
•
Nennkartenmaßstab – 1:50.000
Hinweis: Bei einem geozentrischen Koordinatensystem ist der Projektionsalgorithmus auf
Local Space Rectangular (lokales Rechteck) mit dem Breitengrad des Ursprungs im
Nordpol voreingestellt. Bei einem geozentrischen Koordinatensystem ist der
Projektionsalgorithmus auf Cylindrical Equirectangular (zylindrisch gleichrechtwinklig)
auf den Äquator und den Nullmeridian zentriert voreingestellt. Für geozentrische und
geographische Koordinatensysteme ist der Projektionsalgorithmus fest eingestellt und kann
nicht geändert werden.
Sie können das Koordinatensystem für einen einzelnen GeoWorkspace jederzeit einstellen.
Es ist auch möglich, eine neue Vorlage mit anderen Einstellungen zu definieren. Alle
GeoWorkspaces oder Warehouses, die Sie anhand der neuen Vorlage erstellen, beruhen
dann auf diesen Einstellungen.
Für projizierte Koordinatensysteme können Sie entweder einen Projektionsalgorithmus mit
bestimmten Projektionsparametern festlegen oder das zylindrisch-rechtwinklige
Standardkoordinatensystem übernehmen, das am Äquator und am Nullmeridian zentriert
ist. Sie können sowohl für projizierte als auch für geographische Koordinatensysteme die
horizontalen und vertikalen Basiseinheiten und die Mitte des Bezugssystems festlegen oder
die Standardeinstellungen übernehmen. Bei geozentrischen Koordinatensystemen können
Sie die geozentrische Basiseinheit und die Mitte des Bezugssystems festlegen.
Die Ellipsoidparameter können eingesehen, jedoch nicht geändert werden - es sei denn, Sie
haben die Datums- und Ellipsoidtypen auf "benutzerdefiniert (nicht standardmäßig)"
eingestellt. Ist diesem Fall können Sie einen Wert für den Äquatorialradius sowie beliebig
viele andere Parameter eingeben und die Software die übrigen Werte berechnen lassen.
3-3
3
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Zusätzlich zu vordefinierten horizontalen geodätischen Datums unterstützt GeoMedia vom
Benutzer benannte geodätische Datums unter Verwendung der Konfigurationsdatei
NamedHDatum.ini. Weitere Informationen finden Sie in der Datei \Programme\GeoMedia
Professional\Program\cssruntm\cfg\NamedHDatum.ini.
Koordinatensysteme sind sehr datenabhängig, deshalb dürfen Sie sie niemals willkürlich
festlegen. Die Projektion, die Sie in der Definition verwenden, muss zu den Daten, die
dargestellt werden sollen, passen.
Basiseinheiten
Sie können die horizontale Basiseinheit, die vertikale Basiseinheit, die geozentrische
Basiseinheit und die Mitte des Bezugssystems auf der Registerkarte Bezugssystem des
Dialogfelds Koordinatensystemdatei definieren, GeoWorkspace-Koordinatensystem
bzw. Eigenschaften des Koordinatensystems festlegen. (Der Inhalt dieser Registerkarte
hängt vom Basisbezugssystem ab. Die Abbildung unten stellt die Registerkarte bei einem
projizierten Basisbezugssystem dar.
Beim geographischen Basisbezugssystem definieren Sie die horizontalen und vertikalen
Basiseinheiten, während die Einheiten für die Mitte des Bezugssystems Längengrad,
Breitengrad und Höhe sind. Beim geozentrischen Basisbezugssystem definieren Sie die
geozentrische Basiseinheit und die Optionen x, y und z für die Mitte des Bezugssystems.
Horizontale Basiseinheit — Die horizontale Basiseinheit definiert den kleinstmöglichen
Abstand zwischen x-, y- oder z-Koordinaten, für das Koordinatensystem einer Datenquelle,
wenn das Basisbezugssystem geographisch oder projiziert ist.
3-4
Arbeiten mit Koordinatensystemen
Ist die Auflösung beispielsweise mit 1 Grad angegeben, so lassen sich Punkte auch nicht
genauer als auf 1 Grad platzieren bzw. anzeigen. Dies ist sehr wichtig für Datenquellen, die
Koordinaten als Ganzzahlen speichern (MGE, MGDM, MGSM und CAD mit .dgnDateien), da Sie bei diesen Datentypen nicht zwischen 1 und 2 gehen können. Deshalb ist
die kürzeste Strecke, die zwei Punkte als getrennt darstellt 0,001 Feet, was die Auflösung
definiert. Bei IGDS/MGE wurde dieses Konzept als UOR (Auflösungseinheiten)
bezeichnet, wohingegen GeoMedia Professional Bezugskoordinaten verwendet. Wenn
MGE also eine Auflösung von 1000 UOR pro Foot aufweist, dann entspricht dies der
Aussage von GeoMedia Professional, wenn es heißt, Sie hätten eine horizontale Auflösung
von 0,001 Feet (1 Foot/1000 UOR). GeoMedia Professional betrachtet nur den Abstand
zwischen zwei benachbarten UORs, wohingegen MGE/MCSO dasselbe Konzept mit "wie
viele UOR passen in einen gebräuchlichen Abstand (z.B. 1 Foot)" ausdrückt. Die Art, in
der GeoMedia Professional sich ausdrückt, ahmt den normalen Sprachgebrauch nach, z.B.
"Meine Daten werden in Zentimeterauflösung dargestellt", d.h., der Abstand zwischen den
UOR ist 1 cm, wohingegen MGE dieses mit "100 UOR pro Meter" oder 1 UOR pro
Zentimeter" ausdrücken würde.
Für CAD- und MGE-Benutzer bedeutet die horizontale Auflösung die absoluten Grenzen
der Daten. Sie können beispielsweise keine Linie zeichnen und zwischen zwei UORs
messen.
Für andere Datenquellen, die Gleitkommawerte verwenden, gelten diese Einschränkungen
nicht. Viele der ArcInfo- und MapInfo-Daten sind mit einer horizontalen Basiseinheit von
1 Meter (bzw. bei geographischen Daten von 1 Grad) definiert. Dies bedeutet nur, dass die
Datenquelle diese Koordinaten in diesen Einheiten gespeichert hat. Gleitkommadaten
müssen beispielsweise nicht in Hunderstel von Metern gespeichert werden, dies wäre eine
unnötige Berechnung. Sie werden einfach als Feet, Meter oder ähnliches (gewöhnlich in
ganzen Einheiten) gespeichert.
Ebenso werden Daten im Zwischenspeicher von GeoMedia Professional mit Gleitkomma
behalten. Deshalb ist es gewöhnlich nicht erforderlich, die definierte Auflösung des
GeoWorkspace-Koordinatensystems anzupassen. Dies gilt besonders aufgrund der
Möglichkeit des Abgleichs von GeoWorkspace- und standardmäßigem WarehouseKoordinatensystem auf der Registerkarte Allgemein im Dialogfeld Optionen (Extras >
Optionen).
Hinweis: Wenn Sie Daten aus einem auf Ganzzahlen basierenden Speicherformat in ein
Gleitkomma-Speicherformat exportieren, müssen Sie die horizontale Auflösung des
Koordinatensystems im Zielwarehouse auf 1 setzen. Damit ist sichergestellt, dass die
gespeicherten Koordinaten den tatsächlichen Koordinaten der Daten und nicht den UORWerten entsprechen.
3-5
3
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Vertikale Basiseinheit — Die vertikale Basiseinheit definiert den kleinstmöglichen
Abstand zwischen aufeinanderfolgenden z-Koordinaten, für das Koordinatensystem einer
Datenquelle, wenn das Basisbezugssystem geographisch oder projiziert ist.
Geozentrische Basiseinheit — Die geozentrische Basiseinheit definiert den
kleinstmöglichen Abstand zwischen x-, y- oder z-Koordinaten, für das Koordinatensystem
einer Datenquelle, wenn das Basisbezugssystem geozentrisch ist.
Bei einem geozentrischen Koordinatensystem nimmt die geozentrische Basiseinheit die
Stelle der horizontalen und vertikalen Basiseinheit ein, da das geozentrische Bezugssystem
eine einheitliche Skalierung in alle Richtungen aufweist.
Die Beschreibung über die Beziehung von horizontalen Basiseinheiten zu Ganzzahl- oder
Gleitkommakoordinaten trifft auch auf die vertikale und die geozentrische Basiseinheit zu.
Mitte des Bezugssystems — Dies ist eine weitere Legacy des Ganzzahlbezugssystems.
Ganzzahlbezugssystem-Mechanismen wie MGE und CAD-Zeichnungsdateien können nur
eine bestimmte Anzahl von UORs speichern. In einigen Fällen müssen Benutzer den
Bereich der UORs festlegen, der benutzt wird (z.B., wenn alle Koordinaten positiv sein
sollen). Der globale Ursprungsabstand von MicroStation würde dies bewerkstelligen.
Dieser erscheint in GeoMedia Professional als Mitte des Bezugssystems. Die Mitte eines
normalen Datensatzes entspricht einem Wert von (0,0), d.h. es ist keine Verschiebung
definiert.
Hinweis: Wenn Sie Daten aus einem auf Ganzzahlen basierenden Speicherformat in ein
Gleitkomma-Speicherformat exportieren, müssen Sie die Mitte des Bezugssystems für das
Koordinatensystem im Zielwarehouse auf 0 setzen. Damit ist sichergestellt, dass die
gespeicherten Koordinaten den tatsächlichen Koordinaten der Daten und nicht den
verschobenen Werten entsprechen.
Definieren des Koordinatensystems für einen
GeoWorkspace
Sie können die folgenden Eigenschaften eines Koordinatensystems in einem
GeoWorkspace definieren:
3-6
•
Koordinatensystemtyp (geographisch, projiziert oder geozentrisch)
•
Horizontale, vertikale oder geozentrische Basiseinheit
•
Mitte des Bezugssystems
•
Projektionsalgorithmus und -parameter
Arbeiten mit Koordinatensystemen
•
Horizontales (geodätisches) und vertikales Datum
•
Referenzellipsoid und Referenzellipsoid-Parameter
Siehe Anhang "Koordinatensystem-Informationen".
So definieren Sie ein GeoWorkspace-Koordinatensystem
1. Wählen Sie Ansicht > GeoWorkspace-Koordinatensystem.
2. Legen Sie auf der Registerkarte Allgemein des Dialogfelds GeoWorkspaceKoordinatensystem die Option Geographisch, Projiziert oder Geozentrisch fest.
3
3. Optional: Wählen Sie die Registerkarte Bezugssystem, um die Basiseinheit und das
Bezugssystem zu ändern.
Hinweis: Wenn Sie den Typ des Koordinatensystems von Projektion auf
Geozentrisch oder Geographisch ändern, wird die horizontale Basiseinheit auf 1 Grad
und die vertikale Basiseinheit auf 1 Meter zurückgesetzt. Wenn Sie das
Koordinatensystem von Geographisch oder Geozentrisch auf Projektion ändern,
wird die horizontale und vertikale Basiseinheit auf 1 Meter zurückgesetzt. Wenn Sie
das Koordinatensystem von Projektion oder Geographisch auf Geozentrisch ändern,
wird die horizontale und vertikale Basiseinheit auf 1 Meter zurückgesetzt. Jede dieser
Änderungen setzt die Mitte des Bezugssystems auf (0,0,0) zurück.
3-7
Arbeiten mit GeoMedia Professional
4. Nur bei projizierten Koordinatensystemen: Wählen Sie in der Pulldown-Liste
Projektionsalgorithmus auf der Registerkarte Projektion einen
Projektionsalgorithmus aus.
Sie können die Parameter ändern, indem Sie auf die Schaltfläche
Projektionsparameter klicken. Je nachdem, welcher Projektionsalgorithmus gerade
ausgewählt ist, sind einige Textfelder eventuell deaktiviert.
5. Optional: Wählen Sie in der Pulldown-Liste Geodätisches Datum auf der
Registerkarte Geographischer Bereich ein geodätisches Datum aus.
6. Optional: Wenn Sie ein benutzerdefiniertes (nicht standardmäßiges) geodätisches
Datum auswählen, können Sie das Ellipsoid auf der Registerkarte Geographischer
Bereich ändern. Wenn Sie außerdem ein benutzerdefiniertes (nicht standardmäßiges)
Ellipsoid auswählen, können Sie ebenfalls die Ellipsoidparameter ändern.
7. Optional: Wählen Sie in der Pulldown-Liste Vertikales Datum auf der Registerkarte
Geographischer Bereich ein vertikales Datum aus.
Hinweis: Wenn Sie den Typ des Koordinatensystems von Projektion oder
Geographisch auf Geozentrisch ändern, wird das vertikale Datum auf Ellipsoid
(geometrisch) zurückgesetzt.
8. Klicken Sie im Dialogfeld GeoWorkspace-Koordinatensystem auf OK.
Definieren des Koordinatensystems für eine
Objektklasse
Für eine neu definierte Objektklasse oder eine bearbeitete vorhandene Objektklasse (mit
Ausnahme von nicht grafischen Objektklassen, d.h. tabellarische, nicht räumliche Daten)
ohne Daten, können Sie folgende Eigenschaften des Standardkoordinatensystems festlegen
oder überprüfen:
•
Basisbezugssystem (geographisch, projiziert oder geozentrisch)
•
Horizontale, vertikale oder geozentrische Basiseinheit
•
Mitte des Bezugssystems
•
Projektionsalgorithmus und -parameter
•
Horizontales (geodätisches) und vertikales Datum
•
Referenzellipsoid und Referenzellipsoid-Parameter
Siehe Kapitel “Arbeiten mit Objekten” für Informationen zum Erstellen von Objektklassen.
3-8
Arbeiten mit Koordinatensystemen
Hinweis: Beim Überprüfen einer Objektklasse oder Bearbeiten einer Objektklasse mit
vorhandenen Daten, können Sie die Koordinatensystemeigenschaften nur anzeigen. Ein
Warehouse-Koordinatensystem kann jedoch während dem Überprüfen oder Bearbeiten
einer vorhandenen Objektklasse als Standardkoordinatensystem für das Warehouse
festgelegt werden, oder aber beim Erstellen einer neuen Objektklasse.
So definieren Sie ein Koordinatensystem für eine neue Objektklasse
1. Stellen Sie eine Verbindung zu einem Warehouse mit Schreibzugriff her.
2. Wählen Sie Warehouse > Objektklasse definieren.
3. Klicken Sie im Dialogfeld Objektklassendefinition auf Neu und legen Sie
anschließend Name, Beschreibung (optional) und Datentyp für die neue Objektklasse
fest.
Wählen Sie ein in der Pulldown-Liste Koordinatensystem ein Koordinatensystem aus.
Sie können die Eigenschaften des ausgewählten Koordinatensystems überprüfen,
indem Sie auf die Schaltfläche Eigenschaften klicken. Auf diese Weise wird das
Dialogfeld Eigenschaften des Koordinatensystems im schreibgeschützten Modus
aufgerufen. Wenn Sie eine neues Koordinatensystem für die Objektklasse erstellen
wollen, klicken Sie auf die Schaltfläche Neu, um das Dialogfeld Eigenschaften des
Koordinatensystems im Modus lesen/schreiben aufzurufen.
4. Legen Sie auf der Registerkarte Allgemein des Dialogfelds Eigenschaften des
Koordinatensystems die Option Geographisch, Projiziert oder Geozentrisch fest.
5. Optional: Wählen Sie die Registerkarte Bezugssystem, um die Basiseinheit und das
Bezugssystem zu ändern.
3-9
3
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Hinweis: Wenn Sie den Typ des Koordinatensystems von Projektion auf
Geozentrisch oder Geographisch ändern, wird die horizontale Basiseinheit auf 1 Grad
und die vertikale Basiseinheit auf 1 Meter zurückgesetzt. Wenn Sie das
Koordinatensystem von Geographisch oder Geozentrisch auf Projektion ändern,
wird die horizontale und vertikale Basiseinheit auf 1 Meter zurückgesetzt. Wenn Sie
das Koordinatensystem von Projektion oder Geographisch auf Geozentrisch ändern,
wird die horizontale und vertikale Basiseinheit auf 1 Meter zurückgesetzt. Jede dieser
Änderungen setzt die Mitte des Bezugssystems auf (0,0,0) zurück.
6. Nur bei projizierten Koordinatensystemen: Wählen Sie in der Pulldown-Liste
Projektionsalgorithmus auf der Registerkarte Projektion einen
Projektionsalgorithmus aus.
Sie können die Parameter ändern, indem Sie auf die Schaltfläche
Projektionsparameter klicken. Je nachdem, welcher Projektionsalgorithmus gerade
ausgewählt ist, sind einige Textfelder eventuell deaktiviert.
7. Optional: Wählen Sie in der Pulldown-Liste Geodätisches Datum auf der
Registerkarte Geographischer Bereich ein geodätisches Datum aus.
8. Optional: Wenn Sie ein benutzerdefiniertes (nicht standardmäßiges) geodätisches
Datum auswählen, können Sie das Ellipsoid auf der Registerkarte Geographischer
Bereich ändern. Wenn Sie außerdem ein benutzerdefiniertes (nicht standardmäßiges)
Ellipsoid auswählen, können Sie ebenfalls die Ellipsoidparameter ändern.
9. Optional: Wählen Sie in der Pulldown-Liste Vertikales Datum auf der Registerkarte
Geographischer Bereich ein vertikales Datum aus.
Hinweis: Wenn Sie den Typ des Koordinatensystems von Projektion oder
Geographisch auf Geozentrisch ändern, wird das vertikale Datum auf Ellipsoid
(geometrisch) zurückgesetzt.
3-10
Arbeiten mit Koordinatensystemen
10. Optional: Geben Sie auf der Registerkarte Allgemein in die Felder Name und
Beschreibung Werte ein.
Beide Angaben werden im Warehouse gespeichert und können hilfreich sein, wenn Sie
feststellen wollen, welches Koordinatensystem zu welcher Objektklasse zugeordnet
wurde. Der Eintrag unter Name wird in der Pulldown-Liste Koordinatensystem im
Dialogfeld Neu - <Objektklassename> verwendet, wenn Sie das Dialogfeld
Eigenschaften des Koordinatensystems mit OK verlassen.
11. Klicken Sie im Dialogfeld Eigenschaften des Koordinatensystems auf OK.
12. Optional: Wenn Sie das Standardkoordinatensystem für das Warehouse erstellen oder
ändern wollen, wählen Sie in der Pulldown-Liste Koordinatensystem das gewünschte
Koordinatensystem aus und klicken anschließend auf die Schaltfläche Als Standard.
Hinweis: Sie dürfen nur ein Standardkoordinatensystem pro Warehouse definieren.
13. Klicken Sie im Dialogfeld Neu - <Objektklassenname> auf OK.
Abgleichen von GeoWorkspace- und
standardmäßigem Warehouse-Koordinatensystem
Auf der Registerkarte Allgemein des Dialogfelds Optionen (Extras > Optionen) haben
Sie zwei Möglichkeiten, die Koordinatensysteme von GeoWorkspace und Warehouse
abzugleichen. Diese Optionen verbessern die Leistung beim Laden und Darstellen von
Daten, indem Sie unnötige Transformationen des Koordinatensystems vermeiden.
Standardmäßig sind beide Kontrollkästchen aktiviert.
3-11
3
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Das Standardkoordinatensystem des Warehouses wird festgelegt, indem Sie den Befehl
Warehouse > Objektklasse definieren wählen und im Dialogfeld
Neu/Bearbeiten/Überprüfen - <Objektklassenname> auf die Schaltfläche Als Standard
klicken. Wenn kein Standardkoordinatensystem definiert wurde, sucht die Software nach
dem ersten Koordinatensystem mit der Beschreibungseigenschaft Default. Falls auf diese
Weise kein Standardkoordinatensystem gefunden wird, wird das in der Metadatentabelle
GCoordSystem an erster Stelle stehende Koordinatensystem verwendet.
Mit der Option Beim Herstellen der ersten Verbindung können Sie die beiden
Koordinatensysteme aufeinander abstimmen, indem Sie die Definition des
Standardkoordinatensystems der ersten Warehouseverbindung zum GeoWorkspace auf das
aktuelle GeoWorkspace-Koordinatensystem mit dem Befehl Neue Verbindung
übertragen. Wenn Sie diese Option nicht wählen, hat der Befehl Neue Verbindung keinen
Einfluss auf die Definition des GeoWorkspace-Koordinatensystems. Sie können die
Definition des GeoWorkspace-Koordinatensystems mit dem Befehl Ansicht >
GeoWorkspace-Koordinatensystem überprüfen.
Mit der Option Beim Erstellen eines neuen Warehouses können Sie die beiden
Koordinatensysteme aufeinander abstimmen, indem Sie die Koordinatensystemdefinition
des aktuellen GeoWorkspaces in das Standardkoordinatensystem eines neuen AccessWarehouses kopieren, wenn es erstellt wird. Wenn Sie diese Option nicht wählen, wird das
Standardkoordinatensystem des neuen Warehouses durch die aktuelle Vorlage festgelegt.
Diese Option wirkt sich nicht auf Oracle- oder SQL Server-Verbindungen aus.
Es empfiehlt sich oftmals, zuerst den Befehl Neue Verbindung auszuführen, um sich mit
den Daten zu verbinden und dabei das GeoWorkspace-Koordinatensystem festzulegen, und
dann mit dem Befehl Neues Warehouse die entsprechenden neuen Access-Warehouses zu
erstellen. Diese Reihenfolge stellt sicher, dass die neuen Access-Warehouses das gleiche
Koordinatensystem wie die Datenquelle und der GeoWorkspace aufweisen.
Hinweis: Die Option Beim Erstellen eines neuen Warehouses ist auf das Oracle
Objektmodell nicht anwendbar. Bei Verwendung des Oracle Objektmodells müssen Sie das
gewünschte Koordinatensystem selbst festlegen, es wird nicht automatisch von der
Software eingestellt.
3-12
Arbeiten mit Koordinatensystemen
Auswirkungen
Die Software aktualisiert automatisch die verschiedenen Aspekte, die durch das Kopieren
der Definition des Standardkoordinatensystems der ersten Verbindung auf das
GeoWorkspace-Koordinatensystem beeinflusst werden. Jeder Transformationspfad zu
Koordinatensystemen von Verbindungen, die zuvor erstellt und gelöscht wurden, wird
aktualisiert. Jeder bestehende räumliche Filter (aus der GeoWorkspace-Vorlage
übernommen oder mit den Befehlen zum Definieren räumlicher Filter erstellt) wird in das
neue GeoWorkspace-Koordinatensystem transformiert. Die Daten des Koordinatensystems
werden in allen Kartenansichten aktualisiert, wodurch der Darstellungsmaßstab neu
berechnet wird. Sind der Nordpfeil und die Maßstabsleiste eingeblendet, werden auch diese
entsprechend des neuen Koordinatensystems aktualisiert.
Kopieren der Definition des GeoWorkspace-Koordinatensystems in das
Standardkoordinatensystem eines neuen (Access-) Warehouses
Wenn Sie die Abgleichoptionen auswählen, kopiert die Software die Definition des
Koordinatensystems des GeoWorkspaces in das Warehouse und legt es als
Standardkoordinatensystem für das Warehouse fest. Diese Definition wird in Tabelle
GCoordSystem der Datenbank geschrieben. Hierbei wird gegebenenfalls eine neue Zeile
erstellt.
Sie können den Befehl Neues Warehouse auf zwei leicht unterschiedliche Arten
einsetzen: 1) zum Erstellen eines neues Warehouses (.mdb - Standardeinstellung) und 2)
zum Erstellen einer neuen Warehouse-Vorlage (.mdt). Nur beim Erstellen eines neuen
Warehouses (.mdb) stellt der Befehl eine Verbindung zum neuen Warehouse her. Da eine
offene Verbindung benötigt wird, um eine Zeile in der Tabelle GcoordSystem zu
aktualisieren oder neu einzufügen, kopiert der Befehl Neues Warehouse das
GeoWorkspace-Koordinatensystem nur in das Warehouse, wenn ein neues Warehouse
erstellt wird (und die Optionen gewählt sind) und nicht beim Erstellen einer WarehouseVorlage.
Kopieren der Definition des GeoWorkspace-Koordinatensystems in das
Koordinatensystem eines neuen (Access-) Warehouses beeinflusst den optimalen
Arbeitsablauf. Häufig bietet es sich an, zuerst den Befehl Neue Verbindung auszuführen,
um sich mit der Datenquelle zu verbinden und dabei das GeoWorkspaceKoordinatensystem festzulegen und dann mit dem Befehl Neues Warehouse die neuen
Warehouses zu erstellen. Diese Reihenfolge stellt sicher, dass die neuen Warehouses das
gleiche Koordinatensystem wie die Datenquelle und der GeoWorkspace aufweisen.
3-13
3
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Koordinatenausgabe
Sie können die Koordinaten einer beliebigen Position im Kartenfenster sehen, indem Sie
die Anzeige von Präzisionskoordinaten aktivieren (Ansicht > Präzisionskoordinaten).
Diese Formatierungsleiste zeigt die Präzisionskoordinaten an der aktuellen
Mauszeigerposition in einem Kartenfenster an. Mit der Pulldown-Liste Aktuelles
Koordinatenformat können Sie festlegen, ob geographische oder projizierte Koordinaten
angezeigt werden sollen. Im Feld für die Koordinatenanzeige und –eingabe werden die
Koordinaten der aktuellen Mauszeigerposition ausgegeben. Die Genauigkeit und Einheiten
der ausgegebenen Koordinaten können Sie auf der Registerkarte Einheiten und Formate
des Dialogfelds GeoWorkspace-Koordinatensystem festlegen. Sie haben außerdem die
Möglichkeit Koordinaten bei Mausbewegung (Standard) oder bei Mausklick zu
aktualisieren. Das Pulldown-Menü für die Optionen der Koordinatenanzeige und –
eingabe enthält folgende Einträge:
•
Koordinaten bei Mausbewegung aktualisieren
•
Koordinaten bei Mausklick aktualisieren
• Koordinaten nach Eingabe löschen (diese Option gilt nur für die Koordinateneingabe)
Siehe hierzu die Online-Hilfe.
Einstellungen für Einheiten und Formate
Beim Festlegen eines Koordinatensystems für einen GeoWorkspace können Sie auf der
Registerkarte Einheiten und Formate des Dialogfelds GeoWorkspaceKoordinatensystem die Maßeinheit, Genauigkeit und das Messverfahren für alle Befehle
festlegen, die Messungen vornehmen (z.B. Entfernung messen und Geometrie
analysieren). Sie können hier außerdem festlegen, wie Koordinaten in der andockbaren
Formatierungsleiste Präzisionskoordinaten angezeigt werden.
3-14
Arbeiten mit Koordinatensystemen
Beim Festlegen des Koordinatensystems für eine Objektklasse, können Sie auf der
Registerkarte Einheiten und Formate die Parameter für Einheiten und Formate einstellen,
die sich nur auf dieses Dialogfeld und dessen untergeordnete Dialogfelder (z.B. das
Dialogfeld Projektionsparameter) auswirken. Für einzelne Objekte können keine
bestimmten Einheiten und Formate gespeichert werden, es werden lediglich das
Koordinatensystem und die Haupteinheiten gespeichert. Dies gilt ebenfalls für andere
Befehle, die dieses Dialogfeld verwenden.
3
Auf der Registerkarte Einheiten und Formate können Sie folgende Optionen festlegen:
•
Unter Typ können Sie den Einheitstyp angeben, für den die Standardeinheit und
Genauigkeit festgelegt werden soll. Alle von der Software verwendeten Einheitstypen
werden aufgelistet. Wenn die Software Werte der angegebenen Einheitstypen ausgibt,
werden diese standardmäßig mit der hier festgelegten Einheit und Genauigkeit
angezeigt. Bei einigen Befehlen können Sie diese Standardeinstellungen übergehen.
•
Unter Einheit können Sie die Längen-, Flächen- oder Winkelmaßeinheit festlegen. Die
Auswahlmöglichkeiten hängen vom gewählten Einheitstyp ab.
•
Unter Genauigkeit können Sie die Anzahl der Dezimalstellen festlegen, die bei der
Ausgabe von Koordinaten in entsprechenden Befehlen angezeigt werden sollen. Sie
können für jeden Einheitstyp eine unterschiedliche Genauigkeit festlegen.
•
Format geographischer Koordinaten – legt die Anordnung von Längengrad- und
Breitengradwerten sowie die positive Richtung dieser beiden Achsen (einschl. der
Option für Hemisphärenbezeichner) fest, wenn geographische Koordinaten als ASCIIZeichenfolgen formatiert oder unterteilt werden.
•
Format projizierter Koordinaten – Legt die Anordnung der projizierten Ost/Westund Nord/Süd-Werte sowie die positive Richtung dieser beiden Achsen in
Zeichenfolgen für Projektionskoordinaten fest, wenn diese für die Ausgabe formatiert
oder die Eingabe unterteilt werden.
3-15
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
•
Messverfahren – legt fest, wie die Krümmung der Erdoberfläche bei Messungen und
Koordinatenberechnungen berücksichtigt werden soll.
−
Sphäroid legt fest, dass Messungen auf der Oberfläche des Ellipsoids
durchgeführt werden, die Krümmung der Erdoberfläche also berücksichtigt wird.
Diese Messungen werden nicht durch Verzerrungen der Projektion beeinträchtigt.
−
Planar legt fest, dass Messungen auf der Projektionsebene durchgeführt werden,
die Krümmung der Erdoberfläche also nicht mit berücksichtigt wird. In diesem
Fall werden die Messungen durch Verzerrungen der Projektion beeinträchtigt. Dies
ist die Standardeinstellung.
Azimuteinstellung – legt die Richtung und den Ausgangspunkt fest, wenn Azimute
gesetzt und angezeigt werden sollen. Azimut ist eine Methode, einen Winkel
anzugeben, indem man entweder im oder gegen den Uhrzeigersinn von 0 bis 360 Grad
misst. Diese Optionen gelten für die Eingabe und Ausgabe von Abständen und
Azimuten bei einigen Projektionsparametern für Koordinatensysteme.
Siehe hierzu Anhang "Umrechnungstabellen".
Einrichten von Datumstransformationen
Wenn Sie Daten zwischen zwei Koordinatensystemen konvertieren möchten, die auf
unterschiedlichen horizontalen oder vertikalen geodätischen Daten basieren, müssen Sie
eine oder mehrere Datumstransformationen durchführen. Die Software verwendet die
Datei autodt.ini, um während der Einrichtung von Transformationspfaden zwischen
Koordinatensystemen Datumstransformationen zu erstellen. Ein solcher
Transformationspfad ist z.B. der Pfad zwischen dem GeoWorkspace-Koordinatensystem
und einem Warehouse-Koordinatensystem. Die Datei autodt.ini befindet sich im Ordner
\Programme\GeoMedia Professional\Program\cssruntm\cfg.
Wenn zum Wechseln zwischen einem vorgegebenen Satz von Datums die
Datumstransformation erforderlich ist, werden die Einträge aus dieser Datei verwendet, um
ein Netzwerkdiagramm der möglichen Datumstransformationen zu erstellen. Der kürzeste
durch das Diagramm führende Pfad wird verwendet, um die von Ihnen gewünschte
Datumstransformation zu wählen. Die Software verarbeitet diese Datei beim Aufbau des
Diagramms von oben nach unten. Falls für die Transformation zwischen einem
vorgegebenen Satz von Datums mehrere Dateieinträge existieren, wird nur der erste
verwendet.
3-16
Arbeiten mit Koordinatensystemen
Wenn Sie ein anderes Modell oder eine andere Definition verwenden möchten, müssen Sie
die Reihenfolge der Einträge in der Datei autodt.ini ändern. Sie können außerdem für viele
Modelle neue Einträge erstellen, falls Sie Zugriff auf die Ihren Anforderungen
entsprechenden Parameter für dieses Modell haben. Das winkeltreue polynomische Modell
zweiten Grades kann für eine Helmert-Transformation eingesetzt werden. Alle
Datumstransformationsmodelle können sowohl in Vorwärts- als auch in Rückwärtsrichtung
transformieren.
Ein Eintrag, der z.B. mit "csgdNAD27, csvdNAVD88,csgdNAD83,csvdNAVD88, . . ."
beginnt, gilt für die Suche nach einer Transformation von NAD83 nach NAD27 und
umgekehrt.
Weitere Informationen zur Syntax modellspezifischer Parameter finden Sie in den
Anmerkungen in der Datei autodt.ini. Für die Einträge in dieser Datei gilt im Allgemeinen
folgende Syntax:
•
ForwardInputHorizontalDatum,ForwardInputVerticalDatum,Forw
ardOutputHorizontalDatum,ForwardOutputVerticalDatum,DatumT
ransModelType[,model-specific-parameters...] Felder werden
durch Kommata abgetrennt (,).
•
Ein Semikolon (;) in der ersten Spalte kennzeichnet einen Kommentar.
•
Horizontale Datums werden über ASCII-Kombinationen definiert, die in
CSGeodeticDatumConstants aufgeführt sind und über horizontale Datumsnamen, die
in der Konfigurationsdatei NamedHDatum.ini enthalten sind.
•
Vertikale Datums werden über ASCII-Kombinationen definiert, die in
CSVerticalDatumConstants aufgeführt sind.
•
Typen von Datumstransformationsmodellen werden über ASCII-Kombinationen
definiert, die in CSDatumTransformationModelConstants aufgeführt sind.
•
Diese Datei wird niemals in unterschiedliche Sprachen lokalisiert, sondern immer in
Englisch interpretiert (d.h. Felder werden durch Komata abgetrennt und als
Dezimaltrennzeichen wird ein Punkt verwendet). Es werden keine
Gruppierungszeichen für Tausender verwendet.
•
Gleitkommawerte werden niemals als Exponentialzahl geschrieben.
Änderungen, die Sie an der Datei autodt.ini vornehmen, wirken sich nicht auf gegenwärtig
laufende Prozesse aus, die auf GeoMedia Professional oder GeoMedia ProfessionalObjekten basieren. Das liegt daran, dass diese Datei von der KoordinatentransformationsSoftware nur einmal beim Start des Prozesses gelesen wird. Wenn Sie die Datei also
anschließend bearbeiten, erkennt die Software die vorgenommene Änderung erst beim
nächsten Start des Prozesses.
3-17
3
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Änderungen der Datei autodt.ini wirken sich auch nicht auf Transformationen aus, die
bereits in einem GeoMedia Professional-GeoWorkspace dauerhaft gemacht wurden. Das
liegt daran, dass die Koordinatentransformations-Software die Datei autodt.ini nur zum
Erstellen neuer Datumstransformationen verwendet. Wenn Sie z.B. eine Verbindung
herstellen, bei der die Software die Datei autodt.ini für eine Datumstransformation
verwendet und den GeoWorkspace speichern, wirken sich anschließend an der Datei
autodt.ini vorgenommene Änderungen nicht auf den gespeicherten GeoWorkspace aus.
Die Datumstransformation wurde also bereits erstellt und im GeoWorkspace gespeichert.
Siehe hierzu Anhang "Koordinatensystem-Informationen".
Darstellen von Daten ohne Koordinatensystem
Daten können nur dann korrekt in einem GeoWorkspace dargestellt werden, wenn sie ein
Koordinatensystem definieren. MGE-, MGDM- und MGSM-Daten definieren bereits
Koordinatensysteme (Element vom Typ 56), sämtliche ARC/INFO-, Arc/View- und
MapInfo-Daten und einige FRAMME-, CAD- und Rasterdaten dagegen nicht. Um Daten
ohne Koordinatensystem darzustellen, müssen Sie zunächst eine Koordinatensystemdatei
(.csf) außerhalb der Software definieren.
So definieren Sie eine Koordinatensystemdatei
1. Wählen Sie im Startmenü Programme > GeoMedia Professional >
Dienstprogramme > Koordinatensystemdatei definieren.
2. Legen Sie auf der Registerkarte Allgemein des Dialogfelds Koordinatensystemdatei
definieren im Gruppenfeld Koordinatensystemtyp die Option Geographisch,
Projiziert oder Geozentrisch fest.
3. Optional: Wählen Sie die Registerkarte Bezugssystem, um die Basiseinheit und das
Bezugssystem zu ändern.
Hinweis: Wenn Sie den Typ des Koordinatensystems von Projektion auf
Geozentrisch oder Geographisch ändern, wird die horizontale Basiseinheit auf 1 Grad
und die vertikale Basiseinheit auf 1 Meter zurückgesetzt. Wenn Sie das
Koordinatensystem von Geographisch oder Geozentrisch auf Projektion ändern,
wird die horizontale und vertikale Basiseinheit auf 1 Meter zurückgesetzt. Wenn Sie
das Koordinatensystem von Projektion oder Geographisch auf Geozentrisch ändern,
wird die horizontale und vertikale Basiseinheit auf 1 Meter zurückgesetzt. Jede dieser
Änderungen setzt die Mitte des Bezugssystems auf (0,0,0) zurück.
4. Nur bei projizierten Koordinatensystemen: Wählen Sie in der Pulldown-Liste
Projektionsalgorithmus auf der Registerkarte Projektion einen
Projektionsalgorithmus aus.
3-18
Arbeiten mit Koordinatensystemen
5. Optional: Sie können die Parameter ändern, wenn Sie auf Projektionsparameter
klicken. Je nachdem, welcher Projektionsalgorithmus gerade ausgewählt ist, sind
einige Textfelder eventuell deaktiviert.
6. Optional: Wählen Sie in der Pulldown-Liste Geodätisches Datum auf der
Registerkarte Geographischer Bereich ein geodätisches Datum aus.
7. Optional: Wenn Sie ein benutzerdefiniertes (nicht standardmäßiges) geodätisches
Datum auswählen, können Sie das Ellipsoid auf der Registerkarte Geographischer
Bereich ändern. Wenn Sie außerdem ein benutzerdefiniertes (nicht standardmäßiges)
Ellipsoid auswählen, können Sie ebenfalls die Ellipsoidparameter ändern.
8. Optional: Wählen Sie in der Pulldown-Liste Vertikales Datum auf der Registerkarte
Geographischer Bereich ein vertikales Datum aus.
Hinweis: Wenn Sie den Typ des Koordinatensystems von Projektion oder
Geographisch auf Geozentrisch ändern, wird das vertikale Datum auf Ellipsoid
(geometrisch) zurückgesetzt.
9. Optional: Geben Sie auf der Registerkarte Allgemein in die Felder Name und
Beschreibung Werte ein.
Diese werden in der .csf-Datei gespeichert. Viele Datenserver die .csf-Dateien nutzen,
verwenden diese Werte als den für ein Koordinatensystem offengelegten Namen und
Beschreibung, der z.B. beim Überprüfen der Objekteigenschaften mit der Option
Überprüfen des Befehls Objektklasse definieren sichtbar ist.
10. Klicken Sie im Dialogfeld Koordinatensystemdatei definieren auf die Schaltfläche
Speichern.
Hinweis: Die Option Speichern als ersetzt ohne das übliche Bestätigungsdialogfeld
eine vorhandene Datei in einem Ordner. Stellen Sie sicher, dass Sie mit dieser
Schaltfläche Dateien nicht ungewollt überschreiben.
3-19
3
Arbeiten mit GeoMedia Professional
11. Wählen Sie im Dialogfeld Koordinatensystemdatei speichern unter einen
Datenträger und einen Ort zum Speichern der Koordinatensystemdatei aus. Wenn Sie
keinen Pfad angeben, wird die Koordinatensystemdatei im Stammordner des aktiven
Laufwerks gespeichert.
Wählen Sie einen der folgenden Ordner aus:
−
Der Ordner, in dem sich das Warehouse befindet, für das die
Koordinatensystemdatei die Koordinatendaten definiert. Dieses ist der bevorzugte
Ordner.
−
Der Ordner, in dem die Warehouses gespeichert sind. Die Standardeinstellung ist
<Datenträger:>\Warehouses. Es ist eventuell erforderlich, diesen Ordner zu
verwenden, z.B. wenn sich die Warehousedaten auf schreibgeschützten
Datenträgern befinden.
−
Für FRAMME-Daten können Sie den Ordner angeben, das die Gateway-Datei
fsa.gtw enthält. Sie können aber auch der Ordner auswählen, auf das die Datei
gralocs.txt verweist, die sich auf dem FRAMME-Grafikserver befindet. Die
Standardeinstellung ist \win32app\ingr\frs\cfg.
12. Geben Sie im Textfeld Dateiname einen Namen für die Koordinatensystemdatei ein.
13. Stellen Sie sicher, dass im Feld Dateityp die Option Koordinatensystemdatei (*.csf)
ausgewählt ist.
14. Klicken Sie auf Speichern.
So stellen Sie ARC/INFO-Daten dar
Sie legen eine Koordinatensystemdatei für die ARC/INFO-Daten fest, indem Sie eine Datei
mit dem Namen <Workspace>.ini erstellen. Hierbei stellt <Workspace> den Namen des
Ordners dar, in dem die Daten des ARC/INFO-Workspaces gespeichert sind. Geben Sie in
dieser Datei an, welche Koordinatensystemdatei (.csf) verwendet werden soll. Platzieren
Sie die Datei <Workspace>.ini in den ARC/INFO Workspace-Ordner oder, falls dies nicht
möglich ist, in den Ordner \Warehouses der Software, der während der Installation
festgelegt wurde.
Siehe hierzu "Erstellen von .INI-Dateien für Datenserver" in der Online-Hilfe von
GeoMedia Professional.
3-20
Arbeiten mit Koordinatensystemen
So stellen Sie ArcView-Daten dar
Sie legen eine Koordinatensystemdatei für die ArcView-Daten fest, indem Sie eine Datei
mit dem Namen <Workspace>.ini erstellen. Hierbei stellt <Workspace> den Namen des
Ordners dar, in dem die Daten des ArcView-GeoWorkspaces gespeichert sind. Geben Sie
in dieser Datei an, welche Koordinatensystemdatei (.csf) verwendet werden soll. Platzieren
Sie die Datei <Workspace>.ini in den ArcView GeoWorkspace-Ordner oder, falls dies
nicht möglich ist, in den Ordner \Warehouses der Software, der während der Installation
festgelegt wurde.
Siehe hierzu "Erstellen von .INI-Dateien für Datenserver" in der Online-Hilfe von
GeoMedia Professional.
3
So stellen Sie CAD-Serverdaten dar
Gehen Sie bei CAD-Serverdaten folgendermaßen vor:
•
Legen Sie die Koordinatensystemdatei(en) in der CAD-Schemadefinitionsdatei (.csd)
fest.
•
Wählen Sie beim Erstellen der .csd-Datei auf der Registerkarte Dateien im Dialogfeld
CAD-Serverdefinition alle zu verwendenden Koordinatensystemdateien und geben Sie
die Koordinatensystemdatei auf der Registerkarte Koordinatensysteme an.
•
Für den IGDS-Scanner können Sie entweder eine .dgn-Datei (mit einem Element vom
Typ-56) oder eine .csf-Datei (erstellt mit dem Befehl Koordinatensystemdatei
definieren) verwenden, um die Koordinatensystem-Informationen festzulegen.
•
Für den AutoCAD-Scanner können Sie nur eine .csf-Datei (erstellt mit dem Befehl
Koordinatensystemdatei definieren) verwenden, um die KoordinatensystemInformationen festzulegen.
So stellen Sie FRAMME-Daten dar
Es gibt zwei Verfahren, mit denen Sie FRAMME-Daten räumlich exakt darstellen können:
Verfahren 1
Geben Sie unter dem Schlüsselwort [CoordinateSystem] der FRAMME .ini-Datei
eine Zeichnungsdatei (.dgn) an, die ein Element vom Typ 56 enthält. Die Syntax lautet
FILE=<Dateiname>. Zum Beispiel: FILE=myfile.dgn.
Wenn die von Ihnen angegebene Zeichnungsdatei kein Element vom Typ 56 enthält,
werden die Arbeitseinheiten und der globale Ursprung, die im Element vom Typ 9
definiert sind, zur Erstellung des Koordinatensystems verwendet.
Wenn Sie keine Zeichnungsdatei angeben, wird die auf dem FRAMME-Server
gespeicherte Datei wrk_seed.dgn zur Erstellung des Koordinatensystems verwendet.
3-21
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Siehe hierzu "Erstellen von .INI-Dateien für Datenserver" in der Online-Hilfe von
GeoMedia Professional.
Weitere Informationen über Elemente vom Typ 56 finden Sie in der Dokumentation für
MGE Basic Nucleus oder MGE Projection Manager.
Verfahren 2
Definieren Sie eine Koordinatensystemdatei (.csf), welche die Parameter des
Koordinatensystems der FRAMME-Daten enthält. Legen Sie anschließend die
Koordinatensystemdatei unter dem Schlüsselwort [CoordinateSystem] in der
FRAMME .ini-Datei wie folgt fest: FILE=<Dateiname>. Zum Beispiel:
FILE=myfile.csf.
So stellen Sie MapInfo-Daten dar
Legen Sie eine Koordinatensystemdatei für die MapInfo-Daten fest, indem Sie eine Datei
mit dem Namen <Workspace>.ini erstellen; wobei <Workspace> den Namen des Ordners
darstellt, in dem die Daten des MapInfo-GeoWorkspaces gespeichert sind. Innerhalb dieser
Datei legen Sie die zu verwendende Koordinatensystemdatei (.csf) fest. Speichern Sie die
Datei <Workspace>.ini in dem MapInfo GeoWorkspace-Ordner oder, falls dies nicht
möglich ist, in dem Ordner \Warehouses der Software, das während der Installation
festgelegt wurde.
Besteht keine .ini-Datei, sucht der Datenserver nach einer .csf-Datei im MapInfoGeoWorkspace-Ordner, das den gleichen Namen trägt wie die MapInfo-Tabelle und
benutzt diese .csf-Datei für die entsprechenden GeoMedia Professional-Objektklassen. Auf
diese Weise benötigen Sie im GeoWorkspace-Ordner eine .csf-Datei pro Objektklasse. Sie
können nicht eine einzelne .csf-Datei für den ganzen Ordner verwenden, es sei denn, Sie
legen sie in der .ini-Datei fest.
Siehe hierzu "Erstellen von .INI-Dateien für Datenserver" in der Online-Hilfe von
GeoMedia Professional.
So stellen Sie Rasterbilder dar
Für Rasterbilder im Intergraph-Format, die mithilfe des Platzierungsmodus "Über Header"
eingefügt werden, oder andere Rasterformate, die eine verbundene ESRI-World-Datei
besitzen, müssen Sie eine Koordinatensystemdatei definieren und anschließend das Bild in
ein Warehouse mit Schreibzugriff einfügen.
Siehe hierzu Kapitel "Arbeiten mit Bildern” und Anhang “Rasterinformationen”.
3-22
Arbeiten mit Koordinatensystemen
So bearbeiten Sie eine Koordinatensystemdatei
Sie können eine bestehende .csf-Datei bearbeiten, wenn Sie auf den Dateinamen
doppelklicken. Auf diese Weise wird das Dialogfeld Koordinatensystemdatei definieren
geöffnet. Nehmen Sie die gewünschten Änderungen an der Datei vor und klicken Sie auf
OK.
Erstellen von Koordinatensystemdateien aus
Zeichnungsdateien
Mit dem Dienstprogramm Koordinatensystemdatei definieren können Sie auf einfache
Weise eine Koordinatensystemdatei (.csf) aus einer IGDS-Zeichnungsdatei (.dgn) erstellen.
Dieses Dienstprogramm kann eine .dgn-Datei lesen, wenn Sie:
1. die .dgn-Datei aus dem Explorer auf das Symbol Koordinatensystemdatei definieren
ziehen
ODER
2. die Dateinamenerweiterung von .dgn auf .csf ändern und anschließend die Datei durch
Doppelklicken der linken Maustaste im Dialogfeld Koordinatensystemdatei
definieren öffnen.
ODER
Rufen Sie über das Startmenü das Dienstprogramm Koordinatensystemdatei
definieren auf und klicken Sie auf die Schaltfläche Laden. Legen Sie im Feld
Dateityp des Dialogfelds Koordinatensystem aus Datei laden den Eintrag
Zeichnungsdateien (*.dgn) fest.
Beachten Sie bitte, dass das Dienstprogramm Koordinatensystemdatei definieren .dgnDateien nur lesen, nicht darin schreiben kann. Das einzige Format, in dem dieses
Dienstprogramm speichern kann, ist das .csf-Format. Wenn Sie KoordinatensystemInformationen in ein Element vom Typ-56 einer Zeichnungsdatei schreiben wollen,
müssen Sie MGE verwenden. Auch können in dieser Version (6.0) der Software
MicroStation -Zeichnungsdateien (.dgn) der Version 8 nicht gelesen werden.
Das Dienstprogramm Koordinatensystemdatei definieren liest .dgn-Dateien mit und
ohne Element des Typs 56. Ohne ein Element vom Typ 56, liest es nur die Arbeitseinheiten
(Basiseinheiten) und den globalen Ursprung (Mitte des Bezugssystems) vom Element Typ
9. Die Projektion wird dann auf Rechtwinkliges Gitter eingestellt, was bedeutet, dass kein
Algorithmus definiert ist, um von projizierten auf geographische Koordinaten zu gelangen.
Mit einem gültigen Element vom Typ 56, zusätzlich zum Element vom Typ 9, liest dieses
Dienstprogramm Projektions- und Datumsinformationen aus dem Element vom Typ 56.
3-23
3
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Eine Möglichkeit, diese Funktion zu nutzen, wäre ein CAD Server, wenn Sie .dgn-Daten
haben und 1) die .dgn-Daten kein Element des Typs 56 mit Projektionsinformationen
enthalten und 2) die Informationen der .dgn-Daten über Arbeitseinheiten (Basiseinheiten)
und den globalen Ursprung (Mitte des Bezugssystems) gültig sind.
In diesem Fall, wenn Sie die Projektionsdaten kennen, aber z.B. mit MicroStation
digitalisieren, möchten Sie eventuell das Dienstprogramm Koordinatensystemdatei
definieren dazu verwenden, die Arbeitseinheiten und die globalen Ursprungsdaten zu
lesen. Sie können dann damit Projektion und Datum festlegen und die Informationen in
einer .csf-Datei speichern.
3-24
Arbeiten mit Warehouses
Sie stellen Objektgeometrien und Attributdaten in einem GeoWorkspace über
Verbindungen zu Warehouses dar, in denen die Daten gespeichert sind.
Warehouseverbindungen verwenden einen Datenserver, um die Daten in ein Format zu
konvertieren, das von der Software dargestellt werden kann. Verbindungen sind
Verknüpfungen, die die Übertragung und Übersetzung von Objektdaten zwischen den
verschiedenen Warehousetypen ermöglichen. Sie können Objektdaten mit dem Befehl
Ausgabe an Objektklassen aus einem beliebigen von GeoMedia Professional
unterstützten Format in ein Warehouse ausgeben. Sie brauchen mindestens eine offene
Verbindung mit dem Status lesen/schreiben, um diesen Befehl ausführen zu können.
Siehe Abschnitt "Ausgabe von Objektdaten an Warehouses" des Kapitels "Arbeiten mit
Objekten”.
Mit dem Befehl Neue Verbindung können Sie auf einfache Weise
Warehouseverbindungen erstellen. Eine Reihe von Dialogfeldern führt Sie durch die
erforderlichen Arbeitsschritte zum Festlegen und Erstellen der Verbindung zu Ihren Daten.
Sie geben den Namen und Speicherort der Verbindung sowie alle notwendigen
Verbindungsparameter an. Mit diesem Befehl können Sie für viele Datenverbindungen
eine Warehousekonfigurationsdatei (.ini) festlegen. Bevor Sie die Verbindung zu den
Daten herstellen, können Sie mit dem Dienstprogramm Warehousekonfigurationsdatei
definieren die .ini-Datei erstellen.
Hinweis: Alle auf Access basierenden Warehouses, Kataloge und Bibliotheken verwenden
*.mdb-Dateien. Sie sollten diese Dateien in separaten Ordnern ablegen, damit die
verschiedenen Datenbanktypen besser gefunden werden können. Die Software verfügt
außerdem über gesonderte Dateiordner für die Access-Version dieser Dateien. Fügen Sie
den Dateinamen den Zusatz Katalog, Bibliothek oder Warehouse hinzu, um sie
voneinander zu unterscheiden. Oracle und SQL Server kann ebenfalls Bibliotheken und
Kataloge enthalten und die zugehörigen Schemata müssen benannt werden, um sie von
gewöhnlichen räumlichen Schemata zu unterscheiden.
Siehe hierzu "Erstellen von .INI-Dateien für Datenserver" und "Neue Verbindung
(Dialogfeld) in der Online-Hilfe von GeoMedia Professional sowie die Online-Hilfe für
das Dienstprogramm Warehousekonfigurationsdatei definieren .
4-1
4
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Mit dieser Version der Software können Sie Verbindungen mit Daten in den folgenden
Formaten herstellen:
•
Access
•
MGE Segment Manager (MGSM)
•
ARC/INFO
•
ArcView Shape-Datei
•
ODBC Tabelle
•
CAD – AutoCAD und MicroStation®/IGDS
•
Oracle® Objektmodell
•
FRAMME™
•
SQL Server
•
MapInfo
•
SmartStore Server
•
Modular GIS Environment (MGE)
•
Textdatei-Server
•
MGE Data Manager (MGDM)
Siehe hierzu Kapitel "Arbeiten mit Kartenfenstern" und "Arbeiten mit Datenfenstern".
Alle Warehousetypen außer Access, Oracle und SQL Server sind schreibgeschützt (nur
lesen). Dadurch wird die Integrität der Quelldaten geschützt. Wenn Sie also nur Daten aus
einem oder mehreren Warehouses in der Software darstellen wollen, dann stellen Sie
einfach eine oder mehrere Warehouseverbindungen her und verwenden dann Kartenfenster
und Datenfenster zum Darstellen der Daten.
Es folgt ein typischer Arbeitsablauf für den Zugriff auf Warehousedaten, die Sie darstellen
wollen:
1. Öffnen Sie einen neuen GeoWorkspace.
2. Stellen Sie eine Verbindung zu dem Warehouse her, das die Daten für den
gewünschten Bereich enthält.
3. Stellen Sie Verbindungen zu anderen Warehouses her.
4. Stellen Sie die Objektdaten dar.
4-2
Arbeiten mit Warehouses
Wenn Sie Schreibzugriff auf die Daten in der Software wünschen, um z.B. neue Objekte
hinzuzufügen oder die Attribute vorhandener Objekte zu ändern, erstellen Sie ein neues
Access-Warehouse, in das Sie Daten importieren können. Sie können Daten auch in ein
Oracle Objektmodell- oder SQL Server-Warehouse importieren, wenn Sie über eine
Verbindung mit dem Status lesen/schreiben verfügen.
Gleichgültig, ob Sie Daten darstellen oder bearbeiten, kann ein GeoWorkspace Daten aus
vielen verschiedenen Quellen enthalten, selbst aus denjenigen, deren plattformspezifische
Datentypen nicht kompatibel sind.
Es folgt ein typischer Arbeitsablauf für das Importieren von Daten in ein Warehouse mit
Schreibzugriff (lesen/schreiben):
1. Führen Sie die Schritte des vorherigen Arbeitsablaufs aus, um den Bereich, für den
Daten importiert werden sollen, zu identifizieren.
2. Optional: Definieren Sie ein Koordinatensystem für das leere Warehouse. (Für den
GeoWorkspace wird standardmäßig das Koordinatensystem des ersten zur Legende
hinzugefügten Objekts gewählt.)
3. Importieren Sie Objektklassen aus den verbundenen Warehouses in Ihr Warehouse mit
Schreibzugriff (Access, Oracle Objektmodell oder SQL Server).
Erstellen eines Access-Warehouses mit
Schreibzugriff
Ein Access-Warehouse mit Schreibzugriff (Status lesen/schreiben) kann
Objektklassendefinitionen, Objekte, Rasterbilder und ein Koordinatensystem enthalten.
Wie ein GeoWorkspace basiert ein Access-Warehouse mit Schreibzugriff auf einer
Vorlage. Sie können eigene Vorlagen erstellen oder eine vorhandene Vorlage verwenden.
Die Software wird mit der Access-Standardvorlage normal.mdt für Warehouses geliefert.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Objekten".
Wenn Sie versehentlich die Vorlage normal.mdt löschen, müssen Sie möglicherweise die
Software neu installieren, um die Vorlage wieder herzustellen. Wenn Sie über Microsoft
Access verfügen, können Sie eine leere .mdb-Datei erstellen, um diese als Vorlage zu
verwenden. Befolgen Sie die Anweisungen für die Definition eines WarehouseKoordinatensystems, da diese Standarddatenbank über keines verfügt. Empfehlenswert ist
ferner das Erstellen einer Sicherungskopie der Vorlage.
4-3
4
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Hinweis: Alle auf Access basierenden Warehouses, Kataloge und Bibliotheken verwenden
*.mdb-Dateien. Aus diesem Grund sollten Sie die Dateien für diese drei Komponenten in
separaten Ordnern oder in SQL Server und Oracle unter verschiedenen Benutzern
verwalten. Die Software verfügt außerdem über gesonderte Dateiordner für die AccessVersion dieser Dateien. Sie müssen den Dateinamen den Zusatz Katalog, Bibliothek oder
Warehouse hinzufügen, um sie voneinander zu unterscheiden.
So erstellen Sie ein Warehouse mit Schreibzugriff
1. Wählen Sie Warehouse > Neues Warehouse.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Neu eine Vorlage aus. Die Standardvorgabe ist normal.mdt.
3. Stellen Sie sicher, dass die Option Dokument ausgewählt ist.
4. Klicken Sie auf Neu.
5. Wählen Sie im Dialogfeld Neues Warehouse im Feld Speichern in einen Speicherort.
Die Standardeinstellung ist <Datenträger:>\Warehouses.
Hinweis: Der standardmäßige Speicherort wird bei der Installation der Software
festgelegt. Sie können diesen jedoch in der Software auf der Registerkarte
Dateiablagen des Dialogfelds Optionen (Extras > Optionen) ändern.
6. Geben Sie im Feld Dateiname einen eindeutigen Dateinamen ein.
7. Belassen Sie Access als Dateityp.
8. Klicken Sie auf Speichern.
4-4
Arbeiten mit Warehouses
Definieren eines Koordinatensystems für ein
Warehouse
In der Regel wird ein Koordinatensystem nur für ein leeres Access-Warehouse mit
Schreibzugriff (lesen/schreiben) erstellt, das soeben angelegt wurde. Bei einem Warehouse,
in dem bereits Objektklassen vorhanden sind, können Sie das Koordinatensystem anzeigen,
jedoch nicht ändern. Wenn Sie die folgenden Anweisungen befolgen, können Sie das
Koordinatensystem dennoch modifizieren:
1.
2.
3.
4.
Erstellen Sie ein neues Access-Warehouse mit Schreibzugriff.
Ändern Sie das Koordinatensystem.
Importieren Sie die Daten in das neue Warehouse.
Löschen Sie das alte Warehouse.
Wenn Sie beabsichtigen mehrere Koordinatensysteme in Ihrem Access-Warehouse zu
definieren, müssen Sie eines der Koordinatensysteme mit den DatenbankDienstprogrammen oder dem Befehl Objektklasse definieren als
Standardkoordinatensystem festlegen.
4
Vergewissern Sie sich daher beim Digitalisieren in GeoMedia Professional, dass das
GeoWorkspace-Koordinatensystem dem Koordinatensystem für die zu digitalisierende
Objektklasse entspricht. Andernfalls kann es vorkommen, dass Daten die falschen
Koordinaten enthalten. GeoMedia Professional vergleicht das GeoWorkspaceKoordinatensystem mit dem Koordinatensystem des Objekts, das Sie zum Bearbeiten
ausgewählt haben, und warnt Sie, falls Nichtübereinstimmungen vorhanden sind. Sie
müssen mögliche Nichtübereinstimmungen selbst korrigieren.
Siehe Kapitel “Arbeiten mit Koordinatensystemen”.
Vorbereiten einer Verbindung
Als universeller geographischer Client erlaubt die Software die Zusammenstellung von
Daten aus vielen Quellen und mit verschiedenen Formaten zu einer räumlich genauen
Umgebung. Um die Genauigkeit sicherzustellen, müssen Sie Ihre Datenserver einrichten
und die Software mit bestimmten Informationen über die darzustellenden Daten versorgen.
Dabei werden für jeden Datentyp andere Informationen benötigt. Die folgenden Abschnitte
beschäftigen sich mit den besonderen Prozeduren und Informationen, die für die einzelnen
Datentypen benötigt werden.
Verbinden mit einem Access-Warehouse
Um sich mit einer Access-Datenbank zu verbinden, müssen Sie eine GeoMedia
Professional Access-Datenbankdatei (.mdb) angeben oder auswählen.
4-5
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Verbinden mit einem ARC/INFO-Warehouse
Um sich mit einem ARC/INFO-Warehouse zu verbinden, müssen Sie einen ARC/INFOWarehouseordner angeben oder auswählen. Überprüfen Sie vor Herstellen der Verbindung
folgendes:
•
ACR/INFO-Daten müssen im plattformspezifischen Format (nicht exportiert)
vorhanden sein. Dieses plattformspezifische Format benötigt einen Warehouseordner,
der Unterordner entsprechend der Erfassungsbereiche, sowie einen Ordner namens
\INFO mit den Dateien ARCDR9 oder ARC.DIR enthält.
•
Eine Koordinatensystemdatei (.csf) für die ARC/INFO-Daten muss über das
Dienstprogramm Koordinatensystemdatei definieren erstellt werden.
•
Die Koordinatensystemdatei muss in einer Datei <Ordnername für Arc/InfoWorkspace>.ini festgelegt werden. Diese muss im ARC/INFO GeoWorkspace-Ordner
gespeichert werden oder, falls das nicht möglich ist, im Ordner \Warehouses der
Software.
•
Der einfacheren Verwaltung halber empfiehlt es sich, die .csf- und .ini-Dateien
zusammen mit den Daten im ARC/INFO-Warehouseordner als primäre Ablage zu
speichern. Ist dies nicht möglich (z.B. bei schreibgeschützten Datenträgern), sollten Sie
diese Dateien in der standardmäßigen Warehouseablage speichern, wo die Software sie
ebenfalls findet.
Die Software unterstützt nicht die PC-Version von ARC/INFO.
Siehe hierzu "Darstellen von Daten ohne Koordinatensystem" im Kapitel "Arbeiten mit
Koordinatensystemen" und "Erstellen von .INI-Dateien für Datenserver" in der OnlineHilfe von GeoMedia Professional.
Verbinden mit einem ArcView-Warehouse
Um eine Verbindung zu einem ArcView-Warehouse herzustellen, müssen Sie einen
ArcView Shape-Dateiordner angeben oder auswählen. Überprüfen Sie vor Herstellen der
Verbindung folgendes:
4-6
•
ArcView-Daten müssen im plattformspezifischen Format (nicht exportiert) vorhanden
sein. Das plattformspezifische Format benötigt einen als Warehouseordner, der
Themen mit jeweils eigenen .dbf-, .shp- und .shx-Dateien enthält.
•
Eine Koordinatensystemdatei (.csf) für die ArcView-Daten muss über das
Dienstprogramm Koordinatensystemdatei definieren erstellt werden.
Arbeiten mit Warehouses
•
Die Koordinatensystemdatei für die ArcView-Daten muss in einer Datei
<Workspacename>.ini festgelegt werden, die im ArcView Shape-Dateiordner
gespeichert werden muss oder, falls das nicht möglich ist, im Ordner \Warehouses der
Software.
•
Der einfacheren Verwaltung halber empfiehlt es sich, die .csf- und .ini-Dateien
zusammen mit den Daten im ArcView Shape-Dateiordner als primäre Ablage zu
speichern. Ist dies nicht möglich (z.B. bei schreibgeschützten Datenträgern), sollten Sie
diese Dateien in der standardmäßigen Warehouseablage speichern, wo die Software sie
ebenfalls findet.
•
Wird die Datei <ArcView Shape-Dateiordner>.ini nicht gefunden, sucht der Server die
Datei <Themaname>.csf im GeoWorkspace-Ordner.
Siehe hierzu "Darstellen von Daten ohne Koordinatensystem" im Kapitel "Arbeiten mit
Koordinatensystemen" und "Erstellen von .INI-Dateien für Datenserver" in der OnlineHilfe von GeoMedia Professional.
Verbinden mit einem CAD-Warehouse
4
Um eine Verbindung mit einem CAD-Warehouse herzustellen, müssen Sie eine CADSchemadefinitionsdatei angeben oder auswählen. Überprüfen Sie vor Herstellen der
Verbindung folgendes:
•
.Für AutoCAD- und MicroStation V8-Daten muss mit dem Dienstprogramm
Koordinatensystemdatei definieren eine Koordinatensystemdatei (.csf) erstellt
worden sein.
•
Siehe "Darstellen von Daten ohne Koordinatensystem" im Kapitel "Arbeiten mit
Koordinatensystemen".
•
Für IGDS- und AutoCAD-Daten muss eine ODBC-Datenquelle vorhanden sein, wenn
Datenbankattributverknüpfungen vorhanden sind, die zur Verfügung gestellt werden
sollen.
•
Mit dem Dienstprogramm CAD Server-Schemadatei definieren muss eine CADSchemadefinitionsdatei (.csd) eingerichtet worden sein. Der CAD-Datenserver macht
es möglich, MicroStation V7-Zeichnungsdateien (mit oder ohne
Attributverknüpfungen), AutoCAD-Dateien (.dwg/.dxf mit oder ohne
Datenbankattributverknüpfungen) oder MicroStation V8-Zeichnungsdateien (ohne
Attributverknüpfungen) als GeoMedia Professional-Datenquelle zu verwenden.
Hinweis: Sie sollten das Dienstprogramm CAD Server-Schemadatei definieren nur
verwenden, wenn Sie einen vollständigen Überblick über Ihre CAD-Daten haben.
4-7
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie können in der .csd-Datei eine .ini-Datei angeben, die das dauerhafte Speichern von
Zwischenspeicherinhalten ermöglicht. Durch diese dauerhafte Speicherung kann der CADDatenserver seine Leistung steigern.
Siehe hierzu "Erstellen von .INI-Dateien für Datenserver" in der Online-Hilfe von
GeoMedia Professional.
In der Online-Hilfe zu "CAD Server-Schemadatei definieren" finden Sie die vollständigen
Informationen zu diesem Dienstprogramm.
Siehe hierzu "Erstellen von .INI-Dateien für Datenserver" in der Online-Hilfe von
GeoMedia Professional.
Unterstützte MicroStation-Elementtypen
In der folgenden Tabelle sind die durch GeoMedia Professional unterstützten
MicroStation-Elementtypen aufgeführt:
Typ Name
GDO Geometrietyp
2
Zelle (benannt)
OrientedPointGeometry, TextPointGeometry und
Geometriekollektion. Wird anhand der in der .ini-Datei
festgelegten Variablen geliefert.
2
Zelle (verwaist)
BoundaryPolygonGeometry
2
Zelle (unbenannt) BoundaryPolygonGeometry
3
Linie
PolylineGeometry und OrientedPointGeometry. Im Fall
von degenerierten Linien wird OrientedPointGeometry
geliefert.
4
LineString
PolylineGeometry
6
Vieleck
PolygonGeometry
7
TextNode
TextPointGeometry (Kollektion)
11
Kurve
Geteilte PolylineGeometry
12
Komplexe Linie
CompositePolylineGeometry
14
Komplexes
CompositePolygonGeometry
Vieleck
15
Ellipse
PolygonGeometry
16
Bogen
Geteilte PolylineGeometry für elliptische Bogen.
ArcGeometry für Kreisbogen.
17
Text
TextPointGeometry
22
Punkt
OrientedPointGeometry (Kollektion)
35
ZusammenOrientedPointGeometry, TextPointGeometry und
gefügte Zelle
CollectionGeometry. Wird anhand der in der .ini-Datei
festgelegten Variablen geliefert.
4-8
Arbeiten mit Warehouses
Verbinden mit einem FRAMME-Warehouse
Um eine Verbindung zu FRAMME-Daten herzustellen, benötigt die Software eine gültige
FRAMME Gateway-Datei (.gtw). Sie geben den Speicherort der FRAMME Gateway-Datei
an und wählen die FRAMME-Segmente aus. Die Angabe einer
Warehousekonfigurationsdatei (.ini) ist optional.
Verwenden Sie bei Bedarf das Dienstprogramm Koordinatensystemdatei definieren, um
eine Koordinatensystemdatei für die FRAMME-Daten zu erstellen. Ferner ist für
bestimmte Datenkonfigurationen die Datei <Regelwerkname>.ini für den FRAMMEDatenserver erforderlich.
Siehe hierzu "Darstellen von Daten ohne Koordinatensystem" im Kapitel "Arbeiten mit
Koordinatensystemen" und "Erstellen von .INI-Dateien für Datenserver" in der OnlineHilfe von GeoMedia Professional.
Verbinden mit einem MapInfo-Warehouse
Um eine Verbindung mit einem MapInfo-Warehouse herzustellen, müssen Sie den Ordner
angeben, in dem die MapInfo-Dateien abgelegt sind, der MapInfo-Ordner Tables mit
gültigen MapInfo-Tabellen (.tab- oder .txt-Dateien). Der Server kann dann die MapInfoTabellen im Ordner lesen und die Objektklassen erstellen. Überprüfen Sie vor Herstellen
der Verbindung folgendes:
•
Eine Koordinatensystemdatei (.csf) für die MapInfo-Daten muss über das
Dienstprogramm Koordinatensystemdatei definieren erstellt worden sein und die
.ini-Datei muss darauf verweisen. Es kann entweder eine .csf-Datei für den gesamten
MapInfo-Datensatz geben oder es kann eine .csf-Datei für jede MapInfo-Tabelle
erstellt werden.
•
MapInfo-Daten müssen im plattformspezifischen Format (nicht exportiert) vorhanden
sein. Eine Tabellendatei (.tab), eine Indexdatei (.id), eine Kartendatei (.map) und/oder
eine Infodatei (.dat/.dbf oder .xls) müssen vorhanden sein. Alle vier Dateien sind
sowohl für die Geometrie als auch für die Eingabe von Attributen erforderlich.
•
Die Koordinatensystemdatei(en) für die MapInfo-Daten müssen in der Datei
<Ordnername für MapInfo-Tabellen>.ini mithilfe der .ini-Variablen COORDINATE
SYSTEM: angegeben werden. Wird die Datei <Ordnername für MapInfo-Tabellen
>.ini nicht im Ordner \Warehouses oder im Ordner für MapInfo-Tabellen gefunden,
sucht der Server die Datei <Ordnername für MapInfo-Tabellen>.csf im Ordner für
MapInfo-Tabellen. Findet der Server diese dort nicht, sucht er die Datei <Ordnername
für MapInfo-Tabellen>.csf im Ordner für MapInfo-Tabellen.
4-9
4
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
Der Software-Geometrietyp (Point, Linear, Areal, GraphicsText oder AnySpatial) für
jeden Erfassungsbereich kann auch in der Datei <Ordnername für MapInfoTabellen>.ini mithilfe der Variablen GEOMETRY TYPE: definiert werden. Wenn
die .ini-Datei keinen Eintrag bezüglich des Geometrietyps für einen Erfassungsbereich
enthält, wird für diese Daten AnySpatial vorausgesetzt.
•
Wenn der Erfassungsbereich zusätzlich zu einer Punkt-, Linien- oder Flächengeometrie
auch Text enthält, verwenden Sie die Variable TEXT: in der Datei <Ordnername für
MapInfo-Tabellen >.ini, um den Datenserver auch auf Text einzustellen. Der Server
stellt die Textgeometrie für einen Erfassungsbereich nicht dar, wenn sie nicht in der
Datei <Ordnername für MapInfo-Tabellen >.ini aktiviert wurde.
•
Der Abschnitt COORDINATE SYSTEM: muss der erste Abschnitt in der Datei
<Ordnername für MapInfo-Tabellen >.ini sein. Die anderen Abschnitte sind optional.
Sind sie vorhanden, können sie in beliebiger Reihenfolge auftreten.
Siehe hierzu "Darstellen von Daten ohne Koordinatensystem" im Kapitel "Arbeiten mit
Koordinatensystemen" und "Erstellen von .INI-Dateien für Datenserver" in der OnlineHilfe von GeoMedia Professional.
Verbinden mit einem MGE- oder MGDM-Warehouse
Bevor Sie eine Verbindung zu einem MGE- oder MGDM-Warehouse herstellen können,
müssen Sie einen Namen für eine ODBC-Datenquelle einrichten, der die Projektdatenbank
festlegt. Die ODBC-Datenquelle muss denselben Namen tragen wie das in der MGE- oder
MGDM-Projektdatei (.mge) angegebene Schema. Vergewissern Sie sich, dass die
Pfadvariable in der .mge-Datei mit dem tatsächlichen Ordner für das MGE-Projekt
übereinstimmt. Um die Verbindung zu dem Warehouse herzustellen, müssen Sie eine
MGE- oder MGDM-Projektdatei (.mge) angeben. Erfordert die ODBC-Verbindung einen
Benutzernamen und ein Kennwort, werden Sie bei jedem Öffnen der
Warehouseverbindung aufgefordert, diese anzugeben. Wenn Sie die ODBCVerbindungsparameter nur einmal angeben wollen, verwenden Sie die Option Erweiterte
Parameter im Dialogfeld Neue Verbindung. Die Angabe einer
Warehousekonfigurationsdatei (.ini) ist optional.
Siehe hierzu "Erstellen von .INI-Dateien für Datenserver" in der Online-Hilfe von
GeoMedia Professional.
4-10
Arbeiten mit Warehouses
Verbinden mit einem MGSM-Warehouse
Um eine Verbindung mit MGSM-Daten herzustellen, müssen Sie folgende Informationen
angeben:
•
MGE-Projektdatei (.mge)
•
Warehousekonfigurationsdatei (.ini)
•
Siehe hierzu "Erstellen von .INI-Dateien für Datenserver" in der Online-Hilfe von
GeoMedia Professional.
•
Parameterdatei (.prm)
•
Seed-Datei (.dgn)
•
Koordinatendatei (.crd)
•
RIS-Schemakennwort (wenn Sie RIS mit einem kennwortgeschützten Schema
verwenden)
Richten Sie über den ODBC-Administrator den Zugriff auf Tabellen für verteilte Attribute
in Warehouses ein, auf die Sie über ODBC zugreifen. Damit Sie von einem ODBC-Client
aus auf ein MGSM-Warehouse zugreifen können, muss auf Ihrem Computer ein zu Ihrer
Datenbank passender ODBC-Treiber installiert sein. Sie müssen diesen außerdem so
konfigurieren, dass er über den DSN (Datenquellenname = Data Source Name) auf die
Datenbank verweist. Dieser Datenquellenname ist der Schemaname in der .mge-Datei.
Verbinden mit einem ODBC-Warehouse im
Tabellenformat
Bevor Sie sich mit einem ODBC-Warehouse im Tabellenformat verbinden können, müssen
Sie bereits eine ODBC-Verbindung über den ODBC-Administrator für Datenquellen
eingerichtet haben. Sie müssen den richtigen ODBC-Treiber für die Datenbank auswählen,
mit der Sie sich Verbinden wollen, und die entsprechenden Informationen eingeben.
Um eine Verbindung mit ODBC-Daten im Tabellenformat herzustellen, müssen Sie
folgende Informationen angeben:
•
Name der ODBC-Verbindung
•
ODBC-Datenquelle (vom ODBC-Administrator).
•
Benutzername (falls für die Datenquelle erforderlich)
•
Kennwort (falls für die Datenquelle erforderlich)
4-11
4
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Die Verwendung des schreibgeschützten ODBC-Datenservers in Tabellenform stellt eine
Alternative zum Befehl Tabellen anhängen (Warehouse > Objektklasse definieren) dar.
Dieser Datenserver verwendet die ODBC- und ADO-Technologie von Microsoft zum
Erstellen einer Warehouseverbindung und um Daten verfügbar zu machen, die mit dem
Befehl Einstellungen > Systemsteuerung > Datenquellen (ODBC) verwendet werden
können. Um eine Verbindung zu Textdateien zu erstellen, platzieren Sie die Dateien zuerst
in einem separaten Ordner. Anschließend verwenden Sie den Befehl Datenquellen
(ODBC), um einen Datenquellennamen (DSN) zu erstellen, der auf den Datenordner
verweist. Die Verbindung liest die im Ordner befindliche Datei Schema.ini, um das Format
von Textdateien festzustellen. Sie können die Schema.ini-Datei manuell erstellen oder mit
dem Befehl Datenquellen erstellen lassen.
Siehe Abschnitt "Arbeiten mit Objektklassen" unter "Arbeiten mit Objekten" für weitere
Informationen zur Objektklassendefinition.
Sie können außerdem die ODBC-Tabelle verwenden, um Tabellen anderer Formate und
Datenbanken als nichtgrafische Tabellen bereitzustellen. Es kann sich hierbei
beispielsweise um Dbase, Paradox, Excel usw. handeln.
Hinweis: Es wird dringend empfohlen, dass Sie ODBC-Tabellen nur für Datentypen
verwenden, für die kein Datenserver in GeoMedia Professional vorhanden ist. Verwenden
Sie den Datenserver für ODBC-Tabellen nicht, um eine Verbindung mit Access
herzustellen. Verwenden Sie hierzu den Access-Datenserver.
Wenn Sie den Datenserver für ODBC-Tabellen verwenden, um eine Verbindung mit Excel
(.xls) herzustellen, müssen Sie einen benannten Bereich in der Excel-Arbeitsmappe
definieren, damit ein Tabellenname offen gelegt wird. Der Bereich ist standardmäßig
bereits als "nur Zeilen" und der Name als "Blattname" definiert. Sie können in Excel ganz
einfach einem Namen definieren, indem Sie den Datenbereich für die Tabelle auswählen
und anschließend den Befehl Einfügen > Name > Definieren verwenden.
Sie können den Datenserver für ODBC-Tabellen nicht verwenden, um eine Verbindung
mit einem Oracle Objektmodell-Warehouse herzustellen. Sie können ihn aber verwenden,
um eine Verbindung mit einem Oracle-Schema herzustellen, das Attributdaten enthält.
Weitere Informationen zu Excel, ODBC und ADO finden Sie auf der Webseite
http://www.microsoft.com.
4-12
Arbeiten mit Warehouses
Verbinden mit einem Oracle-Warehouse (Objektmodell)
Bevor Sie sich mit einem Oracle Objektmodell-Warehouse verbinden können, müssen Sie
bereits einen Oracle-Datenbankserver mit Oracle Spatial Cartridge eingerichtet und ein
Benutzerkonto mit den Objektmodelldaten erstellt haben, auf die Sie zugreifen wollen.
Die Oracle-Client-Software muss sich in dem System befinden, in dem die Software
ausgeführt wird. Ferner müssen Sie ein Datenbankalias bzw. einen -dienst erstellen.
Verwenden Sie das Oracle-Konfigurationsdienstprogramm Net 8, zum Konfigurieren des
Datenbankaliasses bzw. -dienstes.
Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation von Oracle.
Um eine Verbindung mit Oracle Objektmodelldaten herzustellen, müssen Sie folgende
Informationen angeben:
•
Name der Oracle-Verbindung
•
Benutzername
•
Kennwort
•
Verbindungsname Der Verbindungsname ist der mit dem OracleKonfigurationsdienstprogramm erstellte Alias-/Dienstname der Oracle-Datenbank.
Verbinden mit einem SmartStore-Warehouse
Das GeoMedia SmartStore-Warehouse ist ein räumlich indizierter Zwischenspeicher, der
2D-Geometrie und wesentliche Attribute enthält, die die schnelle Generierung von Karten
ermöglichen, ohne die ursprüngliche Warehousedatenbank abfragen zu müssen. Es
unterstützt alle GeoMedia GDO-basierten Warehousetypen. Der GeoMedia SmartStoreDatenserver unterstützt Lesezugriff auf das SmartStore-Warehouse.
Siehe hierzu die Hilfe zum Dienstprogramm In GeoMedia SmartStore-Warehouse
veröffentlichen.
Bevor Sie eine Verbindung zu einem GeoMedia SmartStore-Warehouse herstellen, müssen
Sie Folgendes angeben:
•
Eine einzelne GeoMedia SmartStore-Datei (.ddc)
ODER
•
Einen GeoMedia SmartStore GeoWorkspace-Ordner, der eine oder mehrere GeoMedia
SmartStore-Dateien enthält.
4-13
4
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Hinweis: Bei der Option Ordner mit GeoMedia SmartStore-Dateien auswählen im
Dialogfeld Neue Verbindung wird vorausgesetzt, dass die .ddc-Dateien, die Sie in diesem
Ordner veröffentlicht haben, aus einem Warehouse mit einer einzelnen Quelle stammen.
Enthält Ihr Ordner .ddc-Dateien aus Warehouses mit mehreren Quellen, treten Fehler auf.
Sie können das Koordinatensystem des Eingabewarehouses verwenden oder aber festlegen,
dass SmartStore die Daten in ein anderes Koordinatensystem transformiert.
Verbinden mit einem SQL Server-Warehouse
Sie müssen eine SQL Server-Datenbank erstellen, bevor Sie eine Verbindung mit einem
SQL Server-Warehouse herstellen können.
Um eine Verbindung mit SQL-Serverdaten herzustellen, müssen Sie folgende
Informationen angeben:
•
Servername
•
Name der SQL Server-Datenbank
•
Ob Windows zum Authentifizieren der Netzwerkanmeldungs-ID oder SQL Server zum
Authentifizieren der Benutzer-ID und des Kennworts verwendet werden soll.
•
Benutzername
•
Kennwort
Verbinden mit einem Textdateiserver-Warehouse
Um eine Verbindung mit Textdateiserverdaten herzustellen, müssen Sie folgende
Informationen angeben:
•
Eingabe-Textdatei (eine beliebige ASCII-Datei)
•
Textformat-Definitionsdatei (.tfd)
•
Koordinatensystemdatei (.csf) - optional
Die Verbindung mit dem Textdateiserver läuft in zwei Schritten ab, Als erstes müssen Sie
das Format der Datei mit den Eingabedaten festlegen, damit der Server diese interpretieren
kann. Diesen Arbeitsschritt führen Sie mithilfe des Dienstprogramms
Textdateiserverformat definieren aus. Anschließend stellen Sie die tatsächliche
Verbindung über den Befehl Neue Verbindung her. Hierbei geben Sie die EingabeTextdatei, die erstellte Textformat-Definitionsdatei und eine optionale
Koordinatensystemdatei an.
Siehe hierzu die Hilfe zum Dienstprogramm Textdateiserverformat definieren.
4-14
Arbeiten mit Warehouses
Verbindungen
Damit sich das Verbinden mit den Daten einfach gestaltet, stellt Ihnen die Software den
Befehl Neue Verbindung zur Verfügung. Bevor Sie mit dem Herstellen einer neuen
Verbindung beginnen, müssen Sie wissen, welche Art von Verbindung Sie herstellen
wollen, die Namen und Speicherorte bestimmter Dateien und andere serverspezifische
Informationen kennen.
Die verfügbaren Verbindungstypen hängen von den Datenservern ab, die während der
Installation geladen wurden. Das Dialogfeld Neue Verbindung zeigt eine vollständige
Liste der verfügbaren Verbindungstypen an. Wenn Sie einen Verbindungstyp für einen
Datenserver wünschen, den die Software zwar bereitstellt, der jedoch nicht in der Liste des
Dialogfelds Neue Verbindung angezeigt wird, können Sie diesen bei einer Neuinstallation
der Software hinzufügen. Der von Ihnen gewählte Verbindungstyp bestimmt die
erforderlichen Zusatzinformationen. Sie können eine neue Verbindung auch erstellen,
indem Sie im Dialogfeld Verbindungen (Warehouse > Verbindungen) auf die
Schalfläche Neu klicken. Hierbei wird die gleiche Methode verwendet. Mit dem Befehl
Verbindungen können Sie außerdem Verbindungen öffnen, schließen, wieder öffnen und
löschen sowie Verbindungsparameter überprüfen und bearbeiten.
Aktivieren des AFM Proxy Servers für GeoMedia
PublicWorks Manager
Mit einem der Verbindungsparameter können Sie einen Datenserver für die Verwendung
eines AFM-Proxyservers (AFM=Advanced Feature Model) aktivieren, der die
Warehouseverbindung stellvertritt. Ein AFM-Proxyserver ist ein Server der AFM-fähig
oder AFM-aktiviert ist, um AFM-Daten verarbeiten zu können, falls diese vorhanden sind.
Siehe hierzu die Dokumentation für GeoMedia Public Works Manager (erhältlich mit
GeoMedia PublicWorks Manager).
Sie erreichen dies, indem Sie im Dialogfeld Neue Verbindung das Kontrollkästchen
Erweitertes Objektmodell aktivieren aktivieren. Sie können diese Einstellung später im
Dialogfeld Eigenschaften ändern, das aufgerufen wird, wenn Sie im Dialogfeld
Verbindungen auf die Schaltfläche Eigenschaften klicken. Dieses Kontrollkästchen ist
aktiv, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
•
Der AFM-Proxyserver ist verfügbar.
•
Es handelt sich beim Datenserver um einen der folgenden Server:
o Access (nur lesen)
o Oracle Objekt LTT (lesen/schreiben)
o Access (lesen/schreiben)
o Oracle Objektmodell (nur lesen)
o DB2 (nur lesen)
4-15
4
Arbeiten mit GeoMedia Professional
o Oracle Objektmodell (lesen/schreiben)
o DB2 (lesen/schreiben)
o SQL Server (nur lesen)
o Oracle Objekt LTT (nur lesen)
o SQL Server (lesen/schreiben)
Bei allen anderen Servern wird kein AFM-Proxyserver verwendet.
Überprüfen Sie mit dem Befehl Verbindungen, ob der Verbindungstyp AFM.Gdatabase
entspricht. Ist dies der Fall, wird der Datenservertyp nicht als AFM angezeigt. Es wird
vielmehr der Name des zugrundeliegenden Datenservers ermittelt und angezeigt.
Festlegen des Verbindungsstatus
Mit Befehl Verbindungen können Sie den Status von Verbindungen festlegen, indem Sie
diese öffnen, schließen und wieder öffnen. Das Dialogfeld Verbindungen zeigt alle im
GeoWorkspace vorhandenen Verbindungen in alphabetischer Reihenfolge in einem Gitter
an. Die schreibgeschützten Spalten enthalten den Namen, den Verbindungstyp und das
Warehouse. Der Status der Verbindungen wird durch ein Symbol links neben dem
Verbindungsnamen angezeigt:
Offen (lesen/schreiben)
Offen (nur lesen) Geschlossen
Die verfügbaren Statusoptionen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Befehlsschaltfläche
Ursprünglicher
Endgültiger Verbindungsstatus
Verbindungsstatus
Schreibgeschützter Datenserver mit
Verbindung öffnen
Offen
(lesen/schreiben)
Offen (nur lesen)
Geschlossen
Zum Lesen öffnen
Keine Aktion –
Status bleibt
unverändert.
Offen (nur lesen)
Offen
(lesen/schreiben)
nicht anwendbar
Offen (nur lesen)
Keine Aktion –
Status bleibt
unverändert.
Offen (nur lesen)
Geschlossen
4-16
Datenserver:
nicht anwendbar
Schreibzugriff:
Keine Aktion –
Status bleibt
unverändert.
Keine Aktion –
Status bleibt
unverändert.
Offen
(lesen/schreiben)
Keine Aktion –
Status bleibt
unverändert.
Keine Aktion –
Status bleibt
unverändert.
Offen (nur lesen)
Arbeiten mit Warehouses
Befehlsschaltfläche
Verbindung wieder
öffnen
Verbindung
schließen
Ursprünglicher
Verbindungsstatus
Offen
(lesen/schreiben)
Offen (nur lesen)
Geschlossen
Offen
(lesen/schreiben)
Offen (nur lesen)
Geschlossen
Endgültiger Verbindungsstatus
Schreibgeschützter
Datenserver:
nicht anwendbar
Offen (nur lesen)
Datenserver mit
Schreibzugriff:
Offen
(lesen/schreiben)
Offen (nur lesen)
nicht anwendbar
Geschlossen
nicht anwendbar
Geschlossen
Geschlossen
Keine Aktion –
Status bleibt
unverändert.
Geschlossen
Keine Aktion –
Status bleibt
unverändert.
Wenn Sie einen offenen Status auswählen, stellt die Software eine physikalische
Verbindung zum Warehouse her. Wenn Sie einen geschlossenen Status auswählen, haben
Sie keinen unmittelbaren Zugriff auf die Daten. Durch Wechseln des
Warehouseverbindungsstatus können Sie den Status später ändern. Beim Wiederöffnen
von Verbindungen werden die ausgewählten Verbindungen geschlossen und automatisch
wieder geöffnet, um deren Inhalt auf schnelle Weise aufzufrischen.
Hinweis: Die Befehle für Bibliotheken und Kataloge verwenden ein ähnliches
Verbindungssystem mit einer ähnlichen Schnittstelle.
Überprüfen und Bearbeiten von
Verbindungseigenschaften
Mit der Schaltfläche Eigenschaften können Sie die Eigenschaftssteuerung für den
entsprechenden Datenserver aufrufen und diese Eigenschaften bearbeiten. Im Dialogfeld
Eigenschaften können Sie die Verbindungsparameter auf schnelle und einfache Weise
durchsuchen, im Gegensatz zur Spalte Warehouse im Dialogfeld Verbindungen, die
Ihnen die Verbindungsparameter des Warehouses lediglich in Form einer Textzeichenfolge
anzeigt. Wenn Sie die Verbindungsparameter überprüft haben, können Sie diese Ihrem
Arbeitsablauf entsprechend ändern.
4-17
4
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So erstellen Sie eine neue Warehouseverbindung
1. Wählen Sie Warehouse > Neue Verbindung.
2. Wählen Sie den für Ihre Daten erforderlichen Verbindungstyp.
3. Geben Sie einen Verbindungsnamen ein, oder übernehmen Sie die Vorgabe.
4. Optional: Geben Sie eine Verbindungsbeschreibung ein.
5. Geben Sie die dem Verbindungstyp entsprechenden weiteren Informationen an.
Klicken Sie nach Eingabe der Informationen auf OK.
Achtung: Vermeiden Sie das Öffnen von mehr als einer Verbindung zu demselben
Warehouse.
So öffnen, schließen und öffnen Sie eine Warehouseverbindung erneut
1. Wählen Sie Warehouse > Verbindungen.
4-18
Arbeiten mit Warehouses
2. Wählen Sie die Zeilen aus, deren Status Sie ändern wollen, indem Sie auf die
entsprechende Zeilenauswahl klicken.
Hinweis: Verwenden Sie die Tastenkombination UMSCHALT/STRG., um mehrere
Zeilen auszuwählen. Klicken Sie im Gitter auf die Zeilenauswahl links oben neben
dem Spaltentitel Name, um alle Zeilen auszuwählen.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Verbindung öffnen, Zum Lesen öffnen,
Verbindung wieder öffnen oder Verbindung schließen.
So erstellen Sie eine neue Warehouseverbindung
1. Wählen Sie Warehouse > Verbindungen.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Neu, um das Dialogfeld Neue Verbindung
aufzurufen. Befolgen Sie die in diesem Kapitel bereits beschriebenen Anweisungen
zum Erstellen einer neuen Warehouseverbindung.
So überprüfen oder ändern Sie die Eigenschaften von
Warehouseverbindungen
1. Wählen Sie Warehouse > Verbindungen.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Verbindungen die Zeile mit der Verbindung aus, deren
Eigenschaften Sie überprüfen oder ändern wollen und klicken Sie auf die Schaltfläche
Eigenschaften.
4-19
4
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Darstellen von Änderungen in
Mehrbenutzerumgebungen
Mit dem Befehl Warehouse > Auffrischen mit Änderungen im Warehouse können Sie
den GeoWorkspace mit allen außerhalb Ihrer GeoMedia-Sitzung am Schema
vorgenommenen Änderungen aktualisieren. Dies ist in Mehrbenutzerumgebungen sinnvoll,
bei denen andere GeoMedia-Benutzer das selbe Schema, das Sie gerade verwenden,
möglicherweise modifizieren. Änderungen, die mit einer nicht von GeoMedia stammenden
Software vorgenommen wurden, werden erst dargestellt, wenn Sie die Verbindung
schließen und erneut öffnen oder die Sitzung erneut starten. Eine Ausnahme ist gegeben,
wenn der Oracle Objektmodell-Datenserver verwendet wird. In einem Oracle-Schema
können Sie den Objektklassen, die Sie protokollieren möchten, ÄnderungsprotokollTrigger zuweisen. Diese Änderungsprotokoll-Trigger werden den Objektklassen mithilfe
der Datenbank-Dienstprogramme zugewiesen und sie erfassen alle Hinzufügungs-,
Aktualisierungs- und Löschvorgänge. Der Befehl Auffrischen mit Änderungen im
Warehouse erfasst externe Modifikationen dieser Objektklassen, auch wenn die
Änderungen durch andere als GeoMedia-Anwendungen vorgenommen wurden.
Erstellen einer Access-Warehousevorlage
Die Standardablage für Warehousevorlagen ist \Programme\GeoMedia
Professional\Templates\GeoWorkspaces. Über den Befehl Extras > Optionen >
Dateiablagen können Sie einen anderen Ordner angeben.
So erstellen Sie eine Access-Warehousevorlage
1. Wählen Sie Warehouse > Neues Warehouse.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Neu die Option Vorlage.
3. Wählen Sie die Vorlage normal.mdt und klicken Sie auf Neu.
4. Übernehmen Sie im Dialogfeld Neues Warehouse den vorgegebenen Speicherort oder
durchsuchen Sie die Ordnerstruktur, um einen neuen Ordner auszuwählen. Wenn Sie
für die Warehousevorlagen einen alternativen Speicherort angegeben haben, wird
dieser im Feld Speichern in angezeigt.
5. Stellen Sie sicher, dass Access-Vorlage im Feld Dateityp angezeigt ist.
6. Geben Sie in das Textfeld Dateiname einen Namen für die Vorlage ein.
7. Klicken Sie auf Speichern.
4-20
Arbeiten mit Warehouses
Ändern des Koordinatensystems einer neuen
Access-Warehousevorlage
Da der Befehl Neues Warehouse keine Verbindung herstellt, wenn Sie ihn zum Erstellen
einer neuen Access-Warehousevorlage (.mdt) verwenden, müssen Sie entsprechend dem
folgenden Arbeitsablauf das Koordinatensystem einer solchen neuen Vorlage ändern.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Koordinatensystemen”.
So ändern Sie das Koordinatensystem einer neuen AccessWarehousevorlage
1. Erstellen und speichern Sie wie bereits beschrieben eine neue AccessWarehousevorlage; wählen Sie dabei im Dialogfeld Neu als Vorlage normal.mdt.
Hinweis: Da Sie dabei sind, eine Vorlage zu erstellen, findet ungeachtet der
Optionseinstellung keine Angleichung des GeoWorkspace-Koordinatensystems statt.
2. Wählen Sie im Startmenü Programme > GeoMedia Professional > Dienstsprogramme
> Datenbank-Dienstprogramme.
3. Stellen Sie im Dialogfeld Datenbankverbindung sicher, dass unter Datenbanktyp
Access eingestellt ist.
4. Klicken Sie auf Durchsuchen, um das Dialogfeld Öffnen aufzurufen und stellen Sie das
Feld Dateityp auf Alle Dateien (*.*), um die Vorlagendatei anzuzeigen.
5. Wählen Sie die entsprechende Access-Warehousevorlage aus und klicken Sie auf
Öffnen.
6. Klicken Sie im Dialogfeld Datenbankverbindung auf OK.
7. Klicken Sie im Dialogfeld Datenbank-Dienstprogramme auf die Schaltfläche
Koordinatensystem zuweisen.
8. Klicken Sie im Dialogfeld Koordinatensystem zuweisen auf Koordinatensystem
wählen.
9. Klicken Sie im Dialogfeld Koordinatensystem wählen auf Neu.
10. Legen Sie im Dialogfeld Eigenschaften des Koordinatensystems das
Koordinatensystem fest und klicken Sie auf OK.
11. Wählen Sie im Dialogfeld Koordinatensystem auswählen das soeben definierte
Koordinatensystem aus und klicken Sie auf Zuweisen.
4-21
4
Arbeiten mit GeoMedia Professional
12. Klicken Sie im Dialogfeld Koordinatensystem zuweisen auf OK.
13. Klicken Sie im Dialogfeld Datenbank-Dienstprogramme auf Schließen.
Ausführliche Informationen über die Anwendung dieser Dienstprogramme finden Sie in
der entsprechenden Online-Hilfe.
Hinweis: Nach dem Ändern des Koordinatensystems kann die neue AccessWarehousevorlage zum Erstellen neuer Warehouses verwendet werden. Wenn Sie die
Option GeoWorkspace und Warehouse-Koordinatensystem abgleichen auf der
Registerkarte Allgemein im Dialogfeld Optionen (Extras > Optionen) aktivieren, wird
das auf die oben beschriebene Vorgehensweise in der Vorlage definierte
Koordinatensystem als Koordinatensystem der nach der Vorlage neu erstellten AccessWarehouses verwendet.
Konfigurieren von Picklisten mit AccessWarehouses
GeoMedia Professional unterstützt im Dialogfeld Eigenschaften (Bearbeiten >
Auswahlsatzeigenschaften) die Verwendung von Picklisten. Picklisten gestatten beim
Aktualisieren von Attributfeldern die Verwendung einer vordefinierten Liste mit Werten.
GeoMedia Professional stellt anhand einer Abfrage an eine vorkonfigurierte
Metadatentabelle fest, ob ein Attribut über eine Pickliste verfügt. Der Name der Tabelle,
die die Picklistenkonfiguration speichert, muss in GAliasTable mit einem TableType von
INGRPickLists definiert sein. Sie können für die Picklistendefinitionstabelle einen
beliebigen Namen verwenden, solange dieser in GaliasTable referenziert wird.
Verwenden Sie Microsoft Access, um die erforderlichen Änderungen in GaliasTable
vorzunehmen. Bei einer Picklistendefinitionstabelle mit dem Namen GPickListTable,
müssen z.B. folgende Einträge zu GaliasTable hinzugefügt werden:
GAliasTable
TABLETYPE
TABLENAME
INGRPickLists
GPickListTable
Die vom Eintrag GAliasTable für INGRPickLists referenzierte Tabelle muss die folgenden
Felder enthalten: FeatureName, FieldName, PickListTableName, ValueFieldName,
DescriptionFieldName und FilterClause. Verwenden Sie den Befehl Neue Tabelle in
Access, um die PickList-Metadatentabelle mithilfe der folgenden Definitionen zu erstellen
(die Tabelle selbst, kann hierbei einen beliebigen Namen tragen, auf den jedoch in
GaliasTable verwiesen werden muss):
4-22
Arbeiten mit Warehouses
GPickListTable
Spaltenname
FeatureName
FieldName
PickListTableName
ValueFieldName
DescriptionFieldName
FilterClause
Datentyp
Varchar(255)
Varchar(255)
Varchar(255)
Varchar(255)
Varchar(255)
Varchar(255)
Erläuterungen zur Tabellendefinition:
•
FeatureName und FieldName beziehen sich auf die Objektklasse und das bestimmte
Attributfeld, für das die Pickliste verwendet werden soll.
•
PickListTableName legt eine Tabelle im Schema fest, die die PickList-Werte enthält.
•
ValueFieldName und DescriptionFieldName beziehen sich auf die Namen der Felder
in der Tabelle, die die PickList-Werte enthält.
•
ValueFieldName legt das Feld in der Picklistentabelle fest, das die in der Datenbank zu
speichernden Werte enthält. Der Datentyp des Feldes der hier angegebenen
Picklistentabelle muss mit dem in FieldName angegebenen Datentyp des Attributs
übereinstimmen.
•
DescriptionFieldName legt das Feld mit den PickList-Beschreibungen fest, die im
Popup-Menü auf der Registerkarte Attribut des Dialogfelds Eigenschaften angezeigt
werden.
•
Die in den Feldern ValueFieldName und DescriptionFieldName gespeicherten Werte
können identisch sein, wenn die angezeigten Werte den gespeicherten Werten
entsprechen.
•
Die FilterClause ist optional und kann eine SQL where-Klausel enthalten, die zum
filtern der Einträge in der Pickliste verwendet wird. Mithilfe des Filters können Sie
zum Erstellen mehrerer Picklisten nur eine Picklistentabelle verwenden.
Es kann sich bei Picklistentabellen um beliebige Tabellen handeln, die die erforderlichen
Informationen einschließlich vorhandener Objektklassen enthalten. Sie können eine
Pickliste als Codeliste (mit unterschiedlichen Einträgen für Werte und Beschreibungen)
oder als Domänenliste (mit identischen Einträgen für Werte und Beschreibungen)
implementieren. Bereiche werden nicht unterstützt.
Es folgt ein Beispiel für Tabellen, Spalten und Werte, die für Picklisten definiert werden
können:
GAliasTable
TableType
INGRPickLists
TableName
GPickListTable
4-23
4
Arbeiten mit GeoMedia Professional
GPickListTable
FeatureName
FieldName
PickListTableName
Buildings
Buildings
Buildings
Name
PL_Building
State
PL_State
Typ
PL_Building
DescriptionFieldName
ValDescription
Desc
ValDescription
ValueField
Name
CodeValue
StateName
CodeValue
FilterClause
Bld_Type =
'NAME'
Bld_Type =
'TYPE'
PL_Building
CodeValue
0
1
2
3
ValDescription
MOTEL
MARRIOT
HOLIDAY INN
BED AND BREAKFAST
PL_State
StateName
Alabama
Arkansas
Colorado
Texas
Florida
4-24
Desc
ALABAMA
ARKANSAS
COLORADO
TEXAS
FLORIDA
Bld_Type
TYPE
NAME
NAME
TYPE
Arbeiten mit Bildern
In GeoMedia Professional befinden sich Rasterbilder, wie z.B. gescannte Kartenblätter,
Luftaufnahmen oder Satellitenbilder in Bildobjektklassen. Bildobjektklassen unterscheiden
sich voneinander aufgrund des Koordinatensystems der Objektklasse. Sie können Bilder
nur dann in eine vorhandene Objektklasse einfügen, wenn das Koordinatensystem des
Bildes und das Koordinatensystem der Objektklasse übereinstimmen. Alle in einer
Bildobjektklasse enthaltenen Bilder können durch einen einzelnen Legendeneintrag oder
mehrere Legendeneinträge repräsentiert werden. Sie können vorhandenen Objektklassen
Bilder nach Bedarf hinzufügen, ohne die Bilder darzustellen, und auf diese Weise
Systemressourcen effizienter verwalten.
Einfügen von Bildern in Warehouses
Sie können ein Rasterbild in ein Warehouse mit Schreibzugriff einfügen und es als Logo
oder als Hintergrund in Ihrem GeoWorkspace verwenden. Das Bild wird nicht von seinem
ursprünglichen Speicherplatz verschoben, sondern der Pfad des Bildes und die Geometrie
des Bildes werden im Warehouse gespeichert. Um den tatsächlichen Inhalt des Bildes zu
bearbeiten oder zu ändern, müssen Sie die Quelldatei bearbeiten. Bildverknüpfungen und
Bildgeometrien werden in den Datenbanktabellen (Warehouseobjektklassen) gespeichert
und genau wie andere Objekte verwaltet. Mehrere Bilder können jetzt zwar durch einen
einzigen Legendeneintrag repräsentiert werden, müssen jedoch derselben Objektklasse
entsprechen.
Hinweis: Vermeiden Sie das Einfügen mehrerer Bilder mit demselben Namen in ein
einzelnes Warehouse, selbst wenn die Bilder in verschiedenen Ordnern gespeichert sind.
Der Dateityp, die zugehörigen Metadaten sowie die zusätzlichen in der Datei enthaltene
Informationen legen fest, ob die Datei über interaktive oder georeferenzierte Platzierung
eingefügt werden muss.
Vor dem Einfügen eines Bildes müssen Sie ein geeignetes Warehouse, die geeignete
Objektklasse sowie die Platzierungsmethode festlegen. Sie müssen den Namen der
Bildobjektklasse für die angegebenen Bilder definieren. Der Objektklassenname stellt den
Tabellennamen dar, unter dem die angegebenen Bilddaten in das Warehouse platziert
werden.
5-1
5
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Hinweis: Eine gültige Bildobjektklasse muss einen Primärschlüssel des Typs AutoWert
enthalten. Dieser Primärschlüssel wird beim Erstellen einer neuen Bildobjektklasse mit den
Befehlen Einfügen > Interaktives Bild und Einfügen > Georeferenzierte Bilder
automatisch eingefügt. Mit anderen Funktionen bzw. Anwendungen erstellte
Bildobjektklassen sind nicht verwendbar, es sei denn, sie weisen einen Primärschlüssel des
Typs AutoWert auf.
Bild interaktiv einfügen - Für das interaktive Platzieren von Bildern müssen Sie im
Kartenfenster ein dynamisches Rechteck über zwei Punkte zeichnen, um Größe und
Position des Bildes zu bestimmen. Bei Platzieren von Bildern mit dem Befehl Bild
interaktiv einfügen sind das Koordinatensystem des eingefügten Bildes, das
GeoWorkspace-Koordinatensystem sowie das Koordinatensystem der Zielbildobjektklasse
identisch. Das Größenverhältnis (Breite x Höhe) dieses Rechtecks wird anhand der Anzahl
von Reihen und Pixeln pro Reihe des Bildes ermittelt. Hierbei werden quadratische
Bildpixel vorausgesetzt. Da die Sichtbarkeit einer Objektklasse abhängig von deren Status
in der Legende ist, können Bilder interaktiv in eine Bildobjektklasse eingefügt werden,
ohne sie darzustellen.
Georeferenzierte Bilder einfügen - Beim georeferenzierten Platzieren werden Bilder in
einem vom Benutzer angegebenen Warehouse direkt in eine Bildobjektklasse eingefügt.
Alle ausgewählten Bilder müssen dasselbe Koordinatensystem verwenden. Bei dieser
Platzierungsmethode können Sie eine oder mehrere Bilddateien in eine bereits vorhandene
oder eine neue Objektklasse einfügen. Der Georeferenzierungsmodus wird anhand der für
die ausgewählten Dateien verfügbaren Optionen festgelegt, und bei mehreren Optionen
aufgrund der Präferenz des Benutzers. Bei einigen Georeferenzierungsmodi ist die Angabe
des korrekten Koordinatensystems mithilfe von externen Dateien (.dgn oder .csf)
erforderlich.
Die georeferenzierte Platzierung verwendet die folgenden Georeferenzierungsmodi:
5-2
•
GeoTIFF (Standardmodus) – wenn ein gut definierter Satz von GeoTIFF-Kennzeichen
im Header verfügbar ist.
•
Intergraph GeoTie-Informationen
•
Intergraph Header-Matrix
•
Plattformspezifische Matrix mit internem Koordinatensystem
•
Plattformspezifische Matrix mit externem Koordinatensystem
•
USGS DOQ
•
Zugehörige World-Dateien
Arbeiten mit Bildern
In jedem Fall wird bei der Darstellung des Rasterbilds die entsprechende affine
Transformation angewendet, um das Bild in das GeoWorkspace-Koordinatensystem
einzupassen. Es handelt sich hierbei jedoch lediglich um eine Näherung. Eine rigorose
Neuprojektion des Rasterbildes steht in GeoMedia Professional nicht zur Verfügung.
Hinweis: Ausführliche Informationen über GeoTIFF-Spezifikationsdetails, Unterstützung,
Quellcode und Beispielbilder finden Sie auf folgender Webseite:
http://www.remotesensing.org/geotiff/geotiff.html
GeoTie-Informationen setzen sich aus Koordinaten für das Kartenbild in einem
geographischen Koordinatensystem zusammen, das auf dem Datum WGS84 basiert. Nur
Intergraph-Rasterdateiformate unterstützen GeoTie-Informationen.
Eine Header-Matrix ist eine eigentumsrechtliche Intergraph-Datenstruktur die
Zeichnungsdatei-UORs erwendet, um das Bild geographisch korrekt zu platzieren. Dieser
Typ von Matrix findet sich lediglich in Intergraph-Rasterdateien und Dateien im TIFFFormat.
Eine plattformspezifische Matrix mit internem Koordinatensystem ist ein Bild, das zwar
eine Matrix und ein Koordinatensystem enthält, jedoch nicht in eine der anderen
Kategorien mit internen Koordinatensystemdaten (GeoTIFF, Intergraph GeoTie oder
USGS DOQ) fällt.
Eine plattformspezifische Matrix mit externem Koordinatensystem ist ein Bild, das zwar
eine Matrix, jedoch keine Koordinatensystemdaten enthält, und nicht die Kategorien für
World- und Header-Dateien fällt. Ein Beispiel hierfür ist das Rasterformat ECW.
Ein USGS DOQ-Bild ist ein Bild mit geodätischen Informationen im Header in einem für
USGS-Daten spezifischen Format. Die Software platziert USGS DOQ-Bilder mithilfe
diesen Informationen.
MrSid-, TIFF- und JFIF (.jpg)-Dateien können zugehörige World-Dateien (*.sdw , *.tfw
oder *.jgw) aufweisen. Diese World-Dateien enthalten die sechs Parameter, die zur
Definition einer affinen Matrix erforderlich sind, die das Bild an die gewünschte
geographische Position in einem bestimmten Koordinatensystem transformiert. WorldDateien enthalten keine Informationen zum Koordinatensystem; diese Daten müssen Sie
daher in einer Koordinatensystemdatei oder einer Zeichnungsdatei angeben. Die
Verwendung von JFIF (*.jpg)-Dateien wird nicht empfohlen.
5-3
5
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Achtung: Wenn Sie den georeferenzierten Platzierungsmodus mit einer World-Datei
verwenden, müssen Sie die Zeichnungsdatei angeben, mit der das Bild ursprünglich
registriert wurde, oder eine Koordinatensystemdatei für das Bild erstellen. Das von Ihnen
in der Koordinatensystemdatei definierte Koordinatensystem beschreibt das
plattformspezifische Koordinatensystem des Bildes und nicht das Koordinatensystem des
GeoWorkspaces. Wenn Sie ein Bild in das Kartenfenster einfügen, müssen Sie die
verwendete Zeichnungs- oder Koordinatensystemdatei angeben.
So fügen Sie ein interaktives Bild ein
1. Wählen Sie Einfügen > Interaktives Bild.
2. Geben Sie im Feld Name des Bildes den Namen des Bildes ein, das Sie öffnen wollen.
Sie können auch auf die Schaltfläche Durchsuchen klicken, um das Bild über das
allgemeine Dialogfeld Öffnen auszuwählen.
3. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Warehouse das Warehouse mit Schreibzugriff, in
dem Sie den Pfad des Bildes und andere zugehörige Attribute speichern wollen.
4. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Objektklasse die Objektklasse, der das Bild
hinzugefügt werden soll, oder geben Sie einen neuen Objektklassennamen ein.
Beachten Sie bitte, dass alle in der selben Objektklasse enthaltenen Bilder das gleiche
Koordinatensystem und die gleiche Projektion aufweisen müssen. In der PulldownListe werden nur die Bildobjektklassen angezeigt, deren Koordinatensystem mit dem
des GeoWorkspaces übereinstimmt.
5. Klicken Sie auf OK, um das Bild in das angegebene Warehouse und die festgelegt
Objektklasse zu laden.
Sie werden aufgefordert, die Position des Bildes festzulegen, indem Sie im aktiven
Kartenfenster ein Rechteck über zwei Punkte platzieren.
6. Drücken Sie die linke Maustaste an der Stelle, an der Sie eine Ecke des Bildes
platzieren wollen, und halten Sie sie gedrückt. Ziehen Sie jetzt den Mauszeiger an die
Stelle, an der Sie die gegenüberliegende Ecke platzieren wollen.
Das Höhen-/Breitenverhältnis des Bildes bleibt erhalten.
5-4
Arbeiten mit Bildern
7. Lassen Sie die Maustaste los.
Das Bild wird in die angegebene Objektklasse platziert. Der Pfad des Bildes wird in
dem Warehouse mit Schreibzugriff gespeichert.
Wenn Sie einen neue Objektklasse angegeben haben, wird der Legende, die mit dem
aktiven Kartenfenster verknüpft ist, oben ein neuer Bildeintrag hinzugefügt. Wenn Sie
einen bereits vorhandene Objektklasse angegeben haben, ist die Darstellung des neu
eingefügten Bildes abhängig von den aktuellen Darstellungseigenschaften der
Bildobjektklasse.
So fügen Sie georeferenzierte Bilder ein
1. Wählen Sie Einfügen > Georeferenzierte Bilder.
5
2. Wählen Sie den entsprechenden Modus aus der Pulldown-Liste
Georeferenzierungsmodus (GeoTIFF ist die Standardeinstellung). Wenn Sie den
Georeferenzierungsmodus USGS DOQ, GeoTIFF, Andere Dateien mit internem
Koordinatensystem oder GeoTie wählen, ist die Angabe einer Koordinatensystemdatei
nicht erforderlich. Gehen Sie zu Schritt 4.
3. Geben Sie im Feld Ordner den Namen des Ordners ein, der die entsprechenden
Bilddateien enthält oder klicken Sie auf Ordner durchsuchen, um den Ordner
auszuwählen.
4. Optional: Geben Sie im Feld Erweiterungen eine neue Erweiterung ein, um die
Standarderweiterung (*.*) zu ändern.
Wenn Sie eine neue Erweiterung eingeben, wird die Bildliste entsprechend aktualisiert
und ausgewählte Bilddateien werden abgewählt.
5-5
Arbeiten mit GeoMedia Professional
5. Wählen Sie in der Liste Verfügbare Dateien, eines oder mehrere Bilder aus.
6. Geben Sie im Feld Koordinatensystemdatei den Namen der Koordinatensystemdatei
für den ausgewählten Georeferenzierungsmodus ein oder klicken Sie auf
Durchsuchen, um die Koordinatensystemdatei im Standarddialogfeld Öffnen
auszuwählen.
7. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Warehouse das Warehouse mit Schreibzugriff aus,
in dem Sie das Bild speichern wollen.
8. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Objektklasse die Objektklasse aus, der das Bild
hinzugefügt werden soll oder geben Sie einen neuen Objektklassennamen ein. Es
stehen lediglich die vorhandenen Bildobjektklassen zur Verfügung, deren
Koordinatensysteme mit denen der ausgewählten Bilder übereinstimmen.
9. Nur bei neuen Objektklassen: Schalten Sie die Darstellung des Bildes ein, indem Sie
das Kontrollkästchen Neuen Legendeneintrag für Objektklasse hinzufügen
aktivieren oder lassen Sie es deaktiviert (Standardeinstellung), um keinen neuen
Legendeneintrag hinzuzufügen.
Hinweis: Wenn Sie eine große Anzahl von Bildern einfügen, kann es von Vorteil sein,
die gesamte Objektklasse nicht der Legende hinzuzufügen. Dies ermöglicht die
Verwendung eines räumlichen Filters, um die Darstellung der Bilder beliebig
einzuschränken.
10. Klicken Sie auf OK oder Anwenden.
Die Bilder werden in die angegebene Objektklasse eingefügt.
Wenn Sie einen neuen Objektklassennamen angegeben haben, wird in dem festgelegten
Warehouse eine neue Bildobjektklasse erstellt. Wenn Sie das Kontrollkästchen Neuen
Legendeneintrag für Objektklasse hinzufügen aktiviert haben, erscheint der
Objektklassenname in der Legende und die Bilder werden dargestellt. Wurde dieses
Kontrollkästchen nicht aktiviert, wird die neue Objektklasse erstellt, ohne einen
Legendeneintrag zu erstellen. Die Bilder werden nicht dargestellt.
Wenn Sie eine vorhandene Objektklasse ausgewählt haben, werden die Bilder in diese
Objektklasse eingefügt. Die Darstellung der neu eingefügten Bilder hängt vom
Vorhandensein eines und den Darstellungseinstellung des Legendeneintrags ab.
Siehe hierzu "Anhang Rasterinformationen".
Siehe hierzu "Hinzufügen von Einträgen zu der Legende" im Kapitel "Arbeiten mit
Kartenfenstern".
5-6
Arbeiten mit Bildern
Bilder und Koordinatensysteme
In GeoMedia Professional hat jede Datenquelle ihr eigenes Koordinatensystem. Dieses
Koordinatensystem kann auf verschiedene Weisen definiert werden. Bei GeoMediaObjektdaten, die sich in Access-, SQL Server- oder Oracle-Datenbanken befinden, wird
das Koordinatensystem von Objektklassen beim Erstellen der Objektklasse festgelegt.
Daten in Warehouses die nicht auf GeoMedia basieren, wie z.B. ArcView-, ARC/INFO-,
MapInfo-, FRAMME- und MGE-Daten, können in GeoMedia-Objektklassen importiert
oder direkt aus dem entsprechenden Warehouse abgerufen werden. Die
Koordinatensysteme dieser Datenquellen können, müssen aber nicht ausdrücklich
festgelegt sein. Falls GeoMedia Professional nicht imstande ist, das Koordinatensystem
eines Datensatzes zu bestimmen, müssen Sie diese Informationen zur Verfügung stellen,
indem Sie der Datenquelle eine Koordinatensystemdefinitionsdatei zuweisen. Dies ist
beispielsweise bei CAD-Daten der Fall, die zwar xy-Koordinaten für ein Objekt liefern,
jedoch weder Koordinatensystem, noch Projektion, Einheit und Datum angeben.
Beim Importieren von Vektorobjekten in ein GeoMedia Professional-Warehouse mit
Schreibzugriff, wird die Koordinatensystemdatei für die einmalige Transformation der
Daten in das Koordinatensystem der neuen Objektklasse verwendet. Das Belassen der
Vektordaten im plattformspezifischen Warehouse bedeutet dass GeoMedia Professional
Bezug auf die Koordinatensystemdefinitionsdatei nimmt, wenn Daten aus diesem
Warehouse geliefert werden.
Bilddaten werden auf andere Weise behandelt. Es gibt keine nicht auf GeoMedia basierten
Bildwarehouses, aus denen Bilder abgerufen werden können. Die Einträge für alle Bilder
befinden sich in GeoMedia-Bildobjektklassen, die in einem Warehouse mit Schreibzugriff
gespeichert sind. GeoMedia-Bildeinträge werden außerdem immer in deren
plattformspezifischem Koordinatensystem gespeichert. Es findet keinerlei Verzerrung oder
Transformation der Bildgeometrie vor deren Einfügung in eine Bildobjektklasse statt.
Die Eignung einer Bildobjektklasse zum Speichern eines neuen Bildeintrags wird aufgrund
der Ähnlichkeit der beiden Koordinatensysteme (der Objektklasse und des Bildes)
bestimmt. Ist die Übereinstimmung nicht ausreichend, muss eine neue Objektklasse zum
Speichern des neuen Bildeintrags erstellt werden. Beim Einfügen eines Bildes in eine
Objektklasse wird der Pfad der Bilddatei und die Geometrie des Bildes aufgezeichnet. Das
Verschieben der Bilddatei hat Fehler beim Darstellen des Bildes zur Folge. Die Änderung
dateispezifischer Georeferenzierungsinformationen, die in der Datei gespeichert sind
(GeoTIFF-Kennzeichen, World-Dateidaten usw.), wird von GeoMedia Professional
ignoriert, wenn die Bilder in eine Bildobjektklasse eingefügt wurden.
5-7
5
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Das Koordinatensystem eines Bildes (und der Bildobjektklasse in die es eingefügt werden
kann) kann auf verschiedene Weisen festgelegt werden. Bei einigen
Georeferenzierungsmodi (GeoTIFF, GeoTie und DOQ) enthalten Bilddateien ihre eigenen
Koordinatensystemdefinitionen. Für diese Daten wird das Koordinatensystem für die
Bildobjektklasse dem Dateiheader der Bilddatei entnommen. Andere
Georeferenzierungsmodi (ein Bild mit Worlddatei oder eine Intergraph-Rasterformat mit
Header-Matrix) erfordern die Verwendung einer zugehörigen
Koordinatensystemdefinitionsdatei, um die benötigten Angaben zur Verfügung zu stellen.
Es kann sich hierbei um eine MicroStation-Zeichnungsdatei mit einem
Koordinatensystemelement (.dgn) oder eine GeoMedia-Koordinatensystemdatei (.csf)
handeln.
MicroStation-Zeichnungsdateien
Für MicroStation-Zeichnungsdateien (.dgn) ist ein Koordinatensystemelement mit der
MGE Coordinate System Operations (MCSO) Software von Intergraph (gebündelt mit
verschiedenen Softwarepakten von Intergraph, wie z.B. MGE) und ZI Coordinate System
Operations (ZICSO) Software von ZI Imaging (gebündelt mit verschiednen
Softwarepakten von ZI Imaging , wie z.B. I/RAS C) in die Datei geschrieben.
Koordinatensystemdatei definieren
Die zweite Methode zum Festlegen eines Koordinatensystems bietet das mit GeoMediaAnwendungen gelieferte Dienstprogramm Koordinatensystem definieren. Dieses
Dienstprogramm erstellt eine Koordinatensystemdatei (.csf), die die entsprechenden
Informationen über das Koordinatensystem enthält. Eine .csf- oder eine .dgn-Datei kann
einer bestimmten Datenquelle (Warehouse) mithilfe eines Eintrags in einer .INI-Datei
zugewiesen werden.
Siehe hierzu "Erstellen von .INI-Dateien für Datenserver" in der Online-Hilfe von
GeoMedia Professional.
Geometriedaten mit Koordinatensystemen verknüpfen
Das Geometriefeld für Rasterbilder enthält lediglich den Umriss des Rasters. Wenn das
Koordinatensystem des Bildes in einem GeoWorkspace mit einem anderen
Koordinatensystem dargestellt wird, wird eine affine Transformation des Umrisses
durchgeführt. Das tatsächliche Bild wird vom Speicherplatz der Rasterdatei abgerufen und
auf den Umriss platziert. Da das Rasterbild von einem Speicherplatz abgerufen werden
muss, empfiehlt es sich beim Einfügen von Bildern, die sich auf anderen Computern
befinden, einen UNC-Pfad zu verwenden.
5-8
Arbeiten mit Bildern
Verwalten von Warehousebildern
Mit dem Befehl Bilder können Sie die Rasterbildeinträge verwalten, die in einer
Bildobjektklasse einer ausgewählten Warehouseverbindung vorhanden sind. Diese Bilder
werden im Dialogfeld entweder als Dateiname oder als XML-Moniker angezeigt. In einer
Warehouseverbindung mit Schreibzugriff können Sie Bildeinträge mit Dateinamen
darstellen, aktualisieren, überprüfen und löschen. In einer schreibgeschützten Verbindung
können Sie diese Bildeinträge lediglich darstellen und überprüfen. Bildeinträge mit einem
XML-Moniker können in Warehouseverbindungen mit Schreibzugriff dargestellt oder
gelöscht und in schreibgeschützten Verbindungen lediglich dargestellt werden.
Jedes für eine Verbindung aufgelistete Bild wird mit einem Symbol versehen, das anzeigt,
ob der entsprechende Bildeintrag mit einem Dateinamen oder einer XML-Zeichenkette
übereinstimmt.
Die angegebene Datei bzw. das XML-Moniker ist gültig.
Hinweis: Da ein XML-Moniker immer als gültig angesehen wird, wird hierfür immer das
Symbol für ein gültiges Bild angezeigt.
Die angegebene Datei ist ungültig.
Die angegebene Datei ist von unbekanntem Status.
Bei diesem Befehl können Sie in einer offenen Warehouseverbindung Bilder aus einer
Bildobjektklasse auswählen und im aktiven Kartenfenster darstellen. Sie können einen oder
mehrere gültige Bildeinträge (Dateinamen, Moniker oder beides) auswählen und die Bilder
mit einem einzelnen Legendeneintrag darstellen, oder aber auch mit separaten
Legendeneinträgen für jedes Bild. Sie können außerdem aus den gewählten Bildern eine
Abfrage erstellen, die Sie der Legende zu einem späteren Zeitpunkt hinzufügen. Die
ausgewählten Bilder werden basierend auf den Werten ihrer Primärschlüsselfelder in einer
Abfrage gespeichert. Diese Abfrage enthält eine feste und permanente Liste von Bildern,
die durch Schlüssel referenziert werden. Die Liste kann nicht bearbeitet werden. Sie
können die Abfrage jedoch mit dem Befehl Abfragen bearbeiten, aber nur den Namen und
die Beschreibung der Abfrage. Die den ausgewählten Dateinameneinträgen entsprechenden
Bilder werden nach dem Anzeigen automatisch überprüft und die zugehörigen Symbole
werden aktualisiert.
Siehe hierzu "Hinzufügen von Einträgen zu der Legende" im Kapitel "Arbeiten mit
Kartenfenstern".
5-9
5
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Hinweis: Wenn Sie der Darstellung alle in einer Objektklasse enthaltenen Bilder unter
einem einzigen Legendeneintrag hinzufügen wollen, sollten Sie den Befehl Legende >
Objektklasse hinzufügen in Betracht ziehen.
Mit dem Befehl Bilder können Sie Bildeinträge überprüfen und den Pfad der Dateinamen
von Bildeinträgen für einzelne oder mehrere Bilder aktualisieren, die nicht auf gültige
Rasterbilddateien verweisen. Sie können jedoch nicht Bildeinträge für mehrere Bilder
aktualisieren, die sowohl Dateinamen als auch XML-Moniker enthalten. Ebenso können
Sie XML-Moniker für einzelne oder mehrere Bilder nicht aktualisieren, da diese immer
gültig sind. GeoMedia Professional speichert nicht das Bild selbst im Warehouse. Es wird
vielmehr der Pfad zum Speicherort des Bildes im Netzwerk in der Bildobjektklasse
gespeichert. Wenn sich der Ort der Bilddatei ändert, können Sie den in der Geometriespalte
gespeicherten Pfad mit diesem Befehl aktualisieren. Die den ausgewählten
Dateinameneinträgen entsprechenden Bilder werden nach dem Anzeigen automatisch
überprüft und die zugehörigen Symbole werden aktualisiert.
Wenn ein Bild nicht mehr verwendet wird, können Sie mit dem Befehl Bilder den
entsprechenden Eintrag aus der betreffenden Bildobjektklasse entfernen. Sie können
jedoch auch das Bild in der Kartenansicht auswählen und mit dem Befehl Objekt löschen
entfernen, oder die gesamte Objektklasse mit dem Befehl Objektklasse definieren
löschen.
Zusätzlich können Sie mit diesem Befehl die Dateien prüfen, die den ausgewählten
Einträgen zugeordnet sind. Nach der Operation werden dann die Symbole der Einträge
aktualisiert. Wie schon erwähnt, können Sie Einträge mit XML-Monikers nicht prüfen,
weil diese stets gültig sind.
5-10
Arbeiten mit Bildern
So stellen Sie ausgewählte Warehousebilder in einem Kartenfenster (als
einzelnen Legendeneintrag oder als mehrere Legendeneinträge) dar oder
gruppieren Bilder als eine Anfrage, die jederzeit zu der Legende hinzugefügt
werden kann
1. Klicken Sie auf Warehouse > Bilder.
2. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Objektklasse einen Bildeintrag. Diese PulldownListe enthält lediglich Bildobjektklassen.
Alle in der ausgewählten Bildobjektklasse enthaltenen Bilder werden in der Liste
Bilder aufgeführt.
5
3. Um bestimmte Bilder darzustellen, markieren Sie in der Liste Bilder den oder die
entsprechenden gültigen Bildeinträge und klicken Sie auf Darstellen.
5-11
Arbeiten mit GeoMedia Professional
4. Wählen Sie die Option Einzelner Legendeneintrag (Standardeinstellung), um die
gewählten Bilder als einzelnen Legendeneintrag darzustellen, und klicken Sie dann auf
OK.
ODER
Wählen Sie Separate Legendeneinträge, um die ausgewählten Bilder mit einem
Legendeneintrag pro Bild darzustellen, und klicken Sie dann auf OK.
ODER
Wählen Sie die Option Abfrage ohne Legendeneintrag erstellen, um eine Abfrage zu
erstellen, die die ausgewählten Bilder enthält, welche zu einem späteren Zeitpunkt mit
dem Befehl Analyse > Abfragen zu der Legende hinzugefügt werden können. Klicken
Sie dann auf OK.
Die Bilddateien der gewählten Einträge werden automatisch geprüft, die Symbole der
Einträge werden nach der Operation aktualisiert, und die Bilder werden im aktiven
Kartenfenster dargestellt bzw. die Abfrage wird erstellt.
So aktualisieren Sie Bildeinträge
1. Klicken Sie auf Warehouse > Bilder.
2. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Objektklasse eine Bildobjektklasse.
3. Um einen einzelnen Bildeintrag mit dem Symbol für ungültige Dateinamen zu
aktualisieren, wählen Sie in der Liste Bilder den entsprechenden Eintrag aus. Klicken
Sie anschließend auf Aktualisieren, um das allgemeine Dialogfeld Öffnen aufzurufen,
in dem Sie einen gültigen Pfad und Dateinamen auswählen können.
4. Um einen einzelnen Bildeintrag mit gültigem Dateinamen oder von unbekanntem
Status oder mehrere Bildeinträge (unabhängig vom Symbol) zu aktualisieren, wählen
Sie in der Liste Bilder den entsprechenden Eintrag bzw. die Einträge aus. Klicken Sie
anschließend auf Aktualisieren, um das Standarddialogfeld Ordner durchsuchen
aufzurufen, in dem Sie einen gültigen Ordner auswählen können.
Nach Abschluss der Aktualisierung und Ausblenden des Dialogfelds werden die
Bildeinträge mit dem neuen Ordner aktualisiert und das Warehouse wird aufgefrischt.
Anschließend wird die Liste Bilder aktualisiert, damit für alle aktualisierten Einträge
die entsprechenden Symbole angezeigt werden.
5. Klicken Sie auf Schließen.
5-12
Arbeiten mit Bildern
So löschen Sie Bildeinträge
1. Klicken Sie auf Warehouse > Bilder.
2. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Objektklasse eine Bildobjektklasse.
3. Wählen Sie in der Liste Bilder die Einträge aus, die Sie löschen wollen.
4. Klicken Sie auf Löschen.
Hinweis: Sie können Bilder außerdem wie jeden anderen Legendeneintrag löschen, indem
Sie mit dem Befehl Über Legendeneintrag auswählen das Bild auswählen und den
Befehl Löschen ausführen. Beide Befehle finden Sie im Menü Bearbeiten.
So löschen Sie eine Bildobjektklasse mit dem Befehl Warehouse >
Objektklasse definieren
1. Wählen Sie Warehouse > Objektklasse definieren.
2. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Objektklasse die zu löschende Bildobjektklasse.
3. Klicken Sie auf Löschen.
4. Klicken Sie auf Ja, wenn Sie zum Bestätigen des Löschvorgangs aufgefordert werden.
Die Bildobjektklasse wird aus dem Warehouse gelöscht, und alle angezeigten Bilder
dieser Objektklasse werden aus dem Kartenfenster entfernt. Beachten Sie, dass der
Name der Bildobjektklasse noch in der Legende erscheinen kann.
5. Klicken Sie auf Schließen.
6. Entfernen Sie den alten Bildobjektklasseneintrag aus der Legende.
So überprüfen Sie Bildeinträge
1. Klicken Sie auf Warehouse > Bilder.
2. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Objektklasse eine Bildobjektklasse.
3. Wählen Sie in der Liste Bilder die Einträge aus, die Sie überprüfen wollen.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Überprüfen.
Alle ausgewählten Einträge werden überprüft und deren Symbole gegebenenfalls
aktualisiert.
5-13
5
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Bilder aus einer Ansicht entfernen und erneut darstellen
Das Löschen einer Bildobjektklasse in der Legende entfernt die zugehörigen Bilder aus
der Ansicht, der Inhalt der Bildobjektklasse im Warehouse wird jedoch nicht geändert.
Wenn Sie ein Bild aus der Legende entfernen, können Sie den gesamten Inhalt der
Bildobjektklasse mit dem Befehl Legende > Legendeneinträge hinzufügen wieder
darstellen.
Hinweis: Wenn Sie eine große Anzahl von Bildern einfügen, kann es von Vorteil sein, die
gesamte Objektklasse nicht der Legende hinzuzufügen. Dies ermöglicht die Verwendung
eines räumlichen Filters, um die Darstellung der Bilder geeignet einzuschränken. Wenn Sie
nur ausgewählte Bilder aus der Bildobjektklasse darstellen möchten, so können Sie dazu
den Befehl Warehouse > Bilder verwenden, wie oben beschrieben.
So entfernen Sie eine Bildobjektklasse oder Anfrage aus einer Ansicht und
zeigen sie wieder an
1. Wählen Sie die Bildobjektklasse oder Anfrage in der Legende aus.
2. Drücken Sie die Löschtaste und bestätigen Sie den Löschvorgang mit Ja.
3. Wählen Sie Legende > Legendeneinträge hinzufügen.
4. Wählen Sie in der Baumstruktur Objekte die Kategorien, Abfragen, Referenzobjekte
oder Verbindungsknoten aus, die zum Darstellen aller Objektklassen innerhalb dieser
Gruppen erforderlich sind.
5. Wählen Sie die entsprechende Bildobjektklasse in der Baumstruktur aus und klicken
Sie auf OK, um das Bild wieder anzuzeigen.
Ändern der Darstellung des Rasterbildes
Eine Rastersymbolik ist Teil der Rastersymbolikklasse und bietet als solche
Darstellungsmöglichkeiten für Bilder. Der Konsistenz und Einfachheit halber werden
Rasterbilder jetzt durch die gleichen Mechanismen wie Vektordaten unterstützt. Sie
können die Bilddarstellung über das Dialogfeld Legendeneintragseigenschaften und das
Dialogfeld Symbolikeigenschaften ändern. Wie bei allen anderen Symboliktypen müssen
Sie das Dialogfeld ausblenden, bevor Sie an der Symbolikdefinition vorgenommenen
Änderungen im Kartenfenster sehen können.
Siehe hierzu "Symboliken" im Kapitel "Arbeiten mit Kartenfenstern".
5-14
Arbeiten mit Bildern
Auf der Registerkarte Rastersymbolik des Dialogfelds Symbolikeigenschaften legen Sie
die folgenden Symbolikeigenschaften fest:
Durchsichtigkeit — Legt den Grad an Durchsichtigkeit bzw. Transparenz des Bildes in
Prozent fest. Hierbei entspricht 0% völlig undurchsichtig und 100% völlig durchsichtig.
Diese Option ist auf alle Bildtypen anwendbar.
Kontrast — Legt den Kontrast der Bilddarstellung in einem Bereich von –100 bis 100
fest. Diese Option ist auf fast alle Bildtypen anwendbar, einschließlich 8-Bit
Farbindexbilder. Dies gilt jedoch nicht für binäre Bilder.
Helligkeit — Legt die Helligkeit der Bilddarstellung in einem Bereich von –100 bis 100
fest. Diese Option ist auf fast alle Bildtypen anwendbar, einschließlich 8-Bit
Farbindexbilder. Dies gilt jedoch nicht für binäre Bilder.
Bild invertieren — Legt fest, ob die Bilddarstellung invertiert werden soll (Negativeffekt).
Diese Option ist auf fast alle Bildtypen anwendbar, einschließlich 8-Bit Farbindexbilder.
Dies gilt jedoch nicht für binäre Bilder.
Transparente Farbe — Legt ein Farbe fest, die innerhalb des Bildes als transparent (nicht
gezeichnet) behandelt werden soll. Es handelt sich hierbei um einen tatsächlichen Farbwert
(RGB), nicht um einen Farbindex- oder Pixelwert. Diese Option ist auf alle Bildtypen
außer binäre Bilder anwendbar.
Transparente Pixelwerte — Legt einen Satz von Pixelwerten fest, der innerhalb des
Bildes als transparent (nicht gezeichnet) behandelt werden soll. Diese Option ist lediglich
auf Farbindex- und Graustufenbilder anwendbar. Es handelt sich hierbei um Farbindexoder Pixelwerte, nicht um einen tatsächlichen Farbwert (RGB). Die Pixelwerte werden als
durch Kommata (,) und Bindestriche (-) abgetrennte Werte zwischen 0-255 angezeigt.
Binäre Vordergrundfarbe — Legt die Farbe fest, mit der die Pixel im Vordergrund eines
Binärbildes dargestellt werden. Diese Option ist nur auf Binärbilder anwendbar.
5-15
5
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Binäre Hintergrundfarbe — Legt die Farbe fest, mit der die Pixel im Hintergrund eines
Binärbildes dargestellt werden. Diese Option ist nur auf Binärbilder anwendbar. Sie
können den Hintergrund als transparent festlegen, indem Sie keine Hintergrundfarbe
angeben.
Hinweis: Wenn Bilder als Hintergrund verwendet werden, ist es oft hilfreich, in der
Legende die Lokalisierbarkeit für die Bildobjektklasse auszuschalten, um beim Arbeiten
mit Objekten das unabsichtliche Auswählen der Bilder zu vermeiden.
Sie können außerdem die Registerkarte Erweitert verwenden, um die attributbasierte
Symbolik festzulegen. Diese Registerkarte zeigt einige Informationen der Registerkarte
Rastersymbolik in einem Gitter an, wobei die Spalte Standardwert die Werte von der
Registerkarte Rastersymbolik enthält. In der Spalte Attributbasiert können Sie den Wert
einer angegebenen Eigenschaft über einen Feldwert oder einen Ausdruck steuern.
5-16
Arbeiten mit Bildern
So ändern Sie die Darstellung eines Rasterbildes
1. Doppelklicken Sie in der Legende auf den Symbolikschlüssel der Bildobjektklasse die
Sie ändern wollen, um das Dialogfeld Legendeneintragseigenschaften aufzurufen.
2. Nehmen Sie die gewünschten Änderungen vor und klicken Sie auf Anwenden.
5
Die Änderungen werden gespeichert und auf die Darstellung der entsprechenden
Bilder im zugehörigen Kartenfenster angewendet.
ODER
Klicken Sie auf Eigenschaften, um das Dialogfeld Symbolikeigenschaften
aufzurufen.
5-17
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Hinweis: Der Bildtyp des ersten mit dem Legendeneintrag verknüpften Bildes legt
fest, welche Registerkarte im Vordergrund angezeigt wird.
3. Ändern Sie auf der Registerkarte Rastersymbolik, die Eigenschaften der ausgewählten
Bilder.
4. Optional: Ändern Sie auf der Registerkarte Erweitert die attributbasierte Symbolik.
5. Klicken Sie auf OK, um das Dialogfeld auszublenden und die Änderungen
darzustellen.
Die Änderungen werden gespeichert und auf die Darstellung der entsprechenden
Bilder im zugehörigen Kartenfenster angewendet.
Erstellen von Bildumrissen
Mit dem Befehl Bildumrisse können Sie Bildumrisspolygone für eine Bildobjektklasse
oder -abfrage erstellen. Ein Bildumriss ist eine Flächengeometrie, die den äußeren Rand
des Bildes darstellt. Die Verwendung von Bildumrissen (falls möglich) anstelle der
Rasterbilder selbst, beschleunigt die Darstellungsvorgänge wie das Verschieben von
Ausschnitten, die Größenveränderung usw. erheblich. Der separate Befehl Ausgewählte
Bilder darstellen lädt die Bilder in die ausgewählten Umrisse. Sie brauchen ein aktives
Kartenfenster, um diesen Befehl ausführen zu können.
5-18
Arbeiten mit Bildern
Sie können Umrissabfragen einem Kartenfenster und/oder Datenfenster hinzufügen und
auch mit den üblichen Verfahren zur Bearbeitung von Abfragen bearbeiten. Der Befehl
Bildumrisse erstellt auch einen Legendeneintrag aus Beschriftungen, die sich aus den
Bilddateinamen herleiten. Diese Beschriftungen werden innerhalb des Umrisspolygons
zentriert. Der Standardtitel des Legendeneintrags für die Beschriftungen lautet "GGG von
QQQ", wobei GGG den Namen des Textgeometriefeldes und QQQ den Abfragenamen
darstellt. Der Standardname für das Textgeometriefeld lautet ImageLabelGeometry.
Dieser Standardfeldname kann im Dialogfeld des Befehls nicht geändert werden. Hier ein
Beispiel für den Titel eines Legendeneintrags: ImageLabelGeometry von Bildumrissen
von LincolnCoTopos.
Siehe hierzu "Darstellen von ausgewählten Bildern" im nächsten Abschnitt dieses Kapitels.
So erstellen Sie Bildumrisse
1. Wählen Sie Analyse > Bildumrisse.
2. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Bildumrisse erstellen für eine Bildobjektklasse
oder Abfrage.
3. Optional: Ändern Sie den Namen der Ausgabeabfrage und/oder die optionale
Beschreibung.
4. Optional: Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Umrisse in Kartenfenster darstellen
und ändern Sie gegebenenfalls den Namen im Feld Kartenfenstername.
5. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Symbolik und ändern Sie die
Standardsymbolik über das Dialogfeld Symbolik auswählen.
6. Optional: Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Beschriftung im Kartenfenster
darstellen und ändern Sie gegebenenfalls den Namen im Feld Kartenfenstername.
7. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Symbolik und ändern Sie die
Standardsymbolik über das Dialogfeld Symbolik auswählen.
8. Optional: Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Ergebnis im Datenfenster darstellen
und ändern Sie gegebenenfalls den Namen im Feld Datenfenstername.
5-19
5
Arbeiten mit GeoMedia Professional
9. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Das Dialogfeld wird ausgeblendet und die Abfrage wird dem Abfrageordner
hinzugefügt. Im Kartenfenster werden anhand der Einstellungen der Kontrollkästchen
die entsprechenden Legendeneinträge erstellt. Ein Datenfenster wird erstellt, falls das
entsprechende Kontrollkästchen aktiviert ist.
Darstellen von ausgewählten Bildern
Mit dem Befehl Ausgewählte Bilder darstellen können Sie die Bilder für die in einem
Auswahlsatz enthaltenen Objekte darstellen, die über Erfassungsgeometrien verfügen. Im
Auswahlsatz enthaltene Objekte die keine Erfassungsgeometrie aufweisen, werden
übersprungen. Dieser Befehl ist zur Verwendung mit dem Befehl Bildumrisse konzipiert,
der Bildumrisspolygone aus einer Bildobjektklasse oder Abfrage erstellt. Er kann jedoch
auch in anderen Zusammenhängen verwendet werden. Der Befehl Ausgewählte Bilder
darstellen lädt nur die Bilder, die sich im Auswahlsatz befinden, gleichgültig ob diese
durch Auswahl des entsprechenden Umrisses im Kartenfenster, durch Auswahl der
entsprechenden Zeilen im Datenfenster oder auf sonstige Weise in den Auswahlsatz
aufgenommen wurden. Um diesen Befehl, der über keine grafische Benutzeroberfläche
verfügt, ausführen zu können, brauchen Sie einen Auswahlsatz und ein aktives
Kartenfenster.
5-20
Arbeiten mit Bildern
Bei einem typischen Arbeitsablauf verwenden Sie den Befehl Bildumrisse, um Umrisse
(Bildfiguren) für eine Bildobjektklasse zu generieren. Sie platzieren eine Teilmenge dieser
Umrisse in einen Auswahlsatz und stellen dann mit dem Befehl Ausgewählte Bilder
darstellen die Bilder dar. Umrisse können jedoch auch über alternative Methoden erstellt
(Befehl Funktionsattribute oder benutzerdefinierte Software usw.) oder einen
Datenserver geliefert worden sein. In anderen Arbeitsabläufen kann der Befehl
Ausgewählte Bilder darstellen auch ohne Umrisse angewendet werden, so z.B. bei
Auswahl von Bildobjekten in einem Datenfenster. Dieser Befehl hat keine grafische
Benutzeroberfläche.
Siehe hierzu "Erstellen von Bildumrissen" in diesem Kapitel.
Siehe hierzu "Funktionsattribute" im Kapitel "Analysieren von Daten".
Sobald alle Erfassungsgeometrien im Auswahlsatz aufgefunden sind, wird ein
Legendeneintrag erstellt. Wenn der Auswahlsatz Erfassungsgeometrien aus mehreren
Objektklassen enthält, werden mehrere Legendeneinträge erstellt. Der Titel eines jeden
Legendeneintrags lautet Ausgewählte Bilder von <X>, wobei X für die Objektklasse oder
Abfrage aus dem Auswahlsatz steht, die die Erfassungsgeometrie enthält.
Falls Legendeneinträge für eine angegebene Objektklasse bereits vorhanden sind, werden
diese wieder verwendet. Hierbei werden die für den vorhandenen Legendeneintrag zuvor
ausgewählten Bilder entladen und die neu ausgewählten Bilder dargestellt. Falls keins der
neu ausgewählten Bilder mit einem bestehenden Legendeneintrag übereinstimmt, verbleibt
der Legendeneintrag in der Legende, hat aber keine Einträge, d.h. alle für diesen
Legendeneintrag angezeigten Bilder werden entladen. Durch die Wiederverwendung
vorhandener Legendeneinträge können die Einstellungen für Legendeneinträge (z.B. die
Transparenz) über mehrere Aufrufe des Befehls Ausgewählte Bilder darstellen
beibehalten werden. Kann kein übereinstimmender Legendeneintrag gefunden werden,
wird ein neuer Legendeneintrag erstellt, wobei die erweiterte Eigenschaft auf den
entsprechenden Wert gesetzt ist. Im Auswahlsatz enthaltene Objekte die keine
Erfassungsgeometrie aufweisen, werden übersprungen.
Bei diesem Befehl werden keine Abfragen als Ergebnis ausgegeben. Um eine
wiederverwendbare benannte Abfrage im GeoWorkspace zu erstellen, müssen Sie den
Befehl Auswahlsatz als Abfrage verwenden.
Siehe hierzu "Definieren von Abfragen anhand von Auswahlsätzen" im Kapitel "Arbeiten
mit Objekten".
5-21
5
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So stellen Sie ausgewählte Bilder dar
1. Erstellen Sie einen Auswahlsatz mit Objekten, die Erfassungsgeometrien enthalten.
2. Aktivieren Sie ein Kartenfenster.
3. Wählen Sie Ansicht > Ausgewählte Bilder darstellen.
5-22
Arbeiten mit Kartenfenstern
Im Anwendungsfenster finden Sie neben verschiedenen Symbolleisten und Menüs den
GeoWorkspace, der ein oder mehrere Karten- oder Datenfenster sowie ein Layoutfenster
enthalten kann. Diese Fenster bieten Ihnen verschiedene Methoden zur Visualisierung Ihrer
Daten. Kartenfenster stellen grafische Daten (geographische und andere Kartenobjekte)
dar. Datenfenster zeigen Attributdaten in Tabellenform an, die mit den geographischen
Objekten (Geometrien) im Kartenfenster verknüpft sind. Wenn Sie also ein Objekt in
einem Fenster auswählen, wird es in allen anderen Fenstern entsprechend hervorgehoben.
Im Layoutfenster können Sie ein Kartenlayout erstellen und plotten. Die Kartengrafik im
Layoutfenster ist mit dem ursprünglichen Kartenfenster verknüpft, um im Kartenfenster
durchgeführte Änderungen darzustellen. Sie kann aber auch als statischer Snapshot dienen,
der die Eigenschaften des Kartenfensters zum Zeitpunkt der Platzierung darstellt.
Jedes Kartenfenster enthält die folgenden Marginalien: eine Legende, einen Nordpfeil und
eine Maßstabsleiste. Diese Elemente können Sie im Menü Ansicht ein- oder ausschalten.
Unabhängig von den aktiven Parametern dieser Marginalien im Kartenfenster werden die
gleichen Parameter zum Darstellen dieser Elemente im Layoutfenster verwendet.
Gewöhnlich dient eine Legende dazu, Inhalt und Aufbau der einzelnen Kartenfenster
festzulegen. Während eine herkömmliche Legende die auf der Karte dargestellten
Elemente wiedergibt, setzen Sie die Legende in GeoMedia Professional ein, um die
Darstellung und deren Erscheinungsbild im Kartenfenster zu steuern.
Es folgt ein typischer Arbeitsablauf für die Darstellung von geographischen Daten und
Kartenobjekten in einem Kartenfenster:
1. Stellen Sie in einem geöffneten GeoWorkspace eine Verbindung mit den Warehouses
her, die die Daten enthalten, die Sie darstellen wollen.
2. Stellen Sie in dem aktiven Kartenfenster die Legende dar.
3. Fügen Sie der Legende Einträge hinzu.
4. Passen Sie mithilfe der Legende das Erscheinungsbild Ihrer Karte an, indem Sie die
Darstellungseigenschaften der geographischen Daten ändern.
5. Schalten Sie den Nordpfeil ein und ändern Sie sein Erscheinungsbild.
6. Schalten Sie die Maßstabsleiste ein und ändern Sie ihr Erscheinungsbild.
7. Passen Sie die Darstellung der Legende an.
8. Fügen Sie dem GeoWorkspace neue Karten- und/oder Datenfenster hinzu, um
verschiedene Ansichten einer Karte und/oder Daten darzustellen.
6-1
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Weitere Informationen zu Daten- und Layoutfenstern finden Sie in den Kapiteln "Arbeiten
mit Datenfenstern" und "Arbeiten mit Layoutfenstern".
Steuern des Kartenfensters
Links neben dem Fenster des Kartentitels bzw. in der linken oberen Ecke eines
Kartenfensters im Vollbildmodus befindet sich das Kartenfenstersymbol. Durch Klicken
auf dieses Symbol wird ein Menü geöffnet, über das Sie das Kartenfenster steuern können.
Je nach aktuellem Status des Kartenfensters, haben Sie in diesem Menü folgende
Möglichkeiten:
•
Wiederherstellen eines minimierten Fensters
•
Verschieben, wiederherstellen, minimieren oder maximieren des Fensters
•
Schließen des Kartenfensters
•
Aktivieren des nächsten Karten- oder Datenfensters im Stapel
Im Menü Fenster können Sie Fenster teilen oder überlappend, untereinander oder
nebeneinander anordnen, sowie ein anderes Fenster aktivieren. Unten in diesem Menü
werden alle im GeoWorkspace geöffneten Fenster aufgeführt. Das aktive Fenster ist durch
ein Häkchen gekennzeichnet. Den Titel und das Verhalten eines Kartenfensters legen Sie
durch Festlegen seiner Eigenschaften fest. Um die Darstellung im Kartenfenster
einzustellen, verwenden Sie die Maus und die Befehle zur Kartendarstellung. Der
Nordpfeil und die Maßstabsleiste, die Sie im Menü Ansicht ein- und ausschalten können,
werden entsprechend den Änderungen im Kartenfenster dynamisch aktualisiert. Die
dynamisch aktualisierte Statusleiste zeigt den aktuellen Maßstab bzw. den Ansichtsbereich
an.
Im Dialogfeld Optionen können Sie auf der Registerkarte Kartendarstellung mit den
Optionen Bei Größenveränderung von Kartenfenstern festlegen, dass der Inhalt eines
Kartenfensters bei Veränderung der Fenstergröße automatisch eingepasst oder dass der
Kartenmaßstab beibehalten wird.
Ändern der Eigenschaften des Kartenfensters
Beim Festlegen der Eigenschaften des Kartenfensters geben Sie den Titel an, der im
Kartenfenster angezeigt wird. Ferner legen Sie fest, wie das Kartenfenster Objekte
darstellt, die Sie in einem anderen Fenster auswählen.
6-2
Arbeiten mit Kartenfenstern
Da die Fenster in einem GeoWorkspace miteinander verknüpft sind, werden in einem
Fenster ausgewählte Objekte auch in den anderen Karten- oder Datenfenstern
hervorgehoben. Darüber hinaus können Sie bestimmte Eigenschaften in einem
Kartenfenster so festlegen, dass dessen Ansicht geändert wird, wenn Sie ein Objekt in
einem anderen Fenster auswählen.
Nehmen Sie beispielsweise an, dass Sie die Eigenschaften für Kartenfenster A auf
Einpassen und einen Rand von 200% einstellen. Wenn Sie in einem Datenfenster oder
einem anderen Kartenfenster ein Objekt auswählen, ändert sich die Ansicht von
Kartenfenster A dahingehend, dass das ausgewählte Objekt eingepasst und mit
verdoppeltem Darstellungsmaßstab dargestellt wird. Als weiteres Beispiel können Sie diese
Eigenschaften als einfachen dynamischen Mechanismus verwenden.
Die folgenden Eigenschaften bestimmten die Darstellung im Kartenfenster, wenn ein
Objekt in einem anderen Fenster ausgewählt wird:
•
Im aktuellen Maßstab darstellen – Die Objekte im Auswahlsatz werden
hervorgehoben, ohne dass der Maßstab des Kartenfensters geändert wird.
•
Im aktuellen Maßstab zentrieren – Die Objekte im Auswahlsatz werden in der
Kartenansicht hervorgehoben und zentriert, ohne dass der Maßstab des Kartenfensters
geändert wird.
•
Einpassen und Rand – Die Objekte im Auswahlsatz werden in die Kartenansicht
eingepasst, wobei die Ansicht entsprechend dem angegebenen Prozentsatz verkleinert
wird. Die Standardeinstellung ist 105%.
Wenn Sie die Eigenschaften in Fenster 1 beispielsweise auf Im aktuellen Maßstab
zentrieren oder Einpassen und Rand % festlegen, wird der Maßstab der
Größenveränderung oder die Position des Fensters bei der Objektauswahl in einem
beliebigen Fenster geändert. Sie möchten dieses Verhalten möglicherweise nur dann
verwenden, wenn Sie Objekte in anderen Fenstern (ausschließlich Fenster 1) auswählen.
Um dieses Verhalten in Fenster 1 zu vermeiden, wählen Sie die Option Im aktuellen
Maßstab darstellen.
Die folgende Abbildung zeigt ein im linken Kartenfenster ausgewähltes Objekt. Dasselbe
Objekt wurde im rechten Kartenfensters zentriert und mit einem Rand eingepasst.
6-3
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Die folgende Abbildung zeigt, wie dasselbe in einem Datenfenster ausgewählte Objekt im
Kartenfenster zentriert und mit einem Rand eingepasst dargestellt wird.
So ändern Sie die Eigenschaften eines Kartenfensters
1. Wählen Sie Fenster > Eigenschaften des Kartenfensters.
2. Geben Sie gegebenenfalls im Feld Kartenfenstername einen neuen Namen für das
Kartenfenster ein.
3. Wählen Sie im Feld Objekte im Auswahlsatz die entsprechende Option.
6-4
Arbeiten mit Kartenfenstern
4. Wenn Sie die Optionen Im aktuellen Maßstab zentrieren oder Einpassen und Rand
% aktiviert haben, schalten Sie die Option im Feld Bei Auswahl in diesem Fenster
aus oder übernehmen Sie sie.
5. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Definieren der Darstellungseigenschaften für das
Kartenfenster
Mit dem Befehl Ansicht > Darstellungseigenschaften können Sie überprüfen, wie die
Kartendaten im Kartenfenster erscheinen, wenn sie mit unterschiedlichen Kartenmaßstäben
dargestellt oder geplottet werden.
Mit diesem Befehl können Sie die folgenden Eigenschaften festlegen, die die Darstellung
der Kartengrafik beeinflussen:
Darstellungsmaßstab – Gewöhnlich mit der Bildschirmanzeige assoziiert. Der
Darstellungsmaßstab gibt den Maßstab an, mit dem die Kartendaten im Kartenfenster
dargestellt werden. Dieser Faktor ist flexibel und ändert sich, sobald Sie die Ansicht
vergrößern oder verkleinern. Der aktuelle Darstellungsmaßstab des GeoWorkspaces wird
rechts unten in der Statusleiste angezeigt.
Nennkartenmaßstab — Gewöhnlich mit der Symbolikskalierung assoziiert. Der
Nennkartenmaßstab gibt den Skalierungsfaktor an, der als Basis- oder Referenzmaßstab
verwendet wird. Dieser Maßstab wird referenziert, wenn die Option Symbolikskalierung
für Legendeneinträge auf Maßstabsabhängig eingestellt ist. Beim Definieren der
Symbolik von Objekten (z.B. Linienbreite, Symbolgröße oder Textgröße) legen Sie die
Größen der Symbolik in Ausgabeeinheiten fest. Bei der Symbolikskalierung
Maßstabsabhängig wird die Symbolik nur im Nennkartenmaßstab gerendert. Sobald Sie
die Ansicht verkleinern oder vergrößern, d.h. sich nicht mehr im Nennkartenmaßstab
befinden, ändert sich die Größe der Symbolik entsprechend. Wenn Sie das Dialogfeld
Darstellungseigenschaften aufrufen, enthält dieses Feld den aktuellen
Nennkartenmaßstab.
6-5
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie können zum Darstellen von Daten in einem Kartenfenster zwischen zwei Optionen
wählen: Maßstabsunabhängig anzeigen und Maßstabsabhängig anzeigen (wahre
Größe bei Nennkartenmaßstab). Beide Optionen sind global und wirken sich auf die
Symbolikskalierung aller Legendeneinträge aus. Wenn Sie die Option
Maßstabsunabhängig anzeigen aktivieren, ändert sich das Erscheinungsbild der
Objektsymbolik nicht, wenn Sie im Kartenfenster verkleinern oder vergrößern. Beim
Verändern des Darstellungsmaßstabs ändert sich die Größe von Symbolen und
Textobjekten sowie die Linienbreite also nicht.
Wenn Sie die Option Maßstabsabhängig anzeigen (wahre Größe bei
Nennkartenmaßstab) aktivieren, wird der Nennkartenmaßstab bei der Steuerung der
Darstellung im Kartenfenster wichtig, da er als Basismaßstab für die Definition der
Symbolik dient. Die Symbolik von Objekten erscheint demnach größer oder kleiner, wenn
Sie den Darstellungsmaßstab ändern. Wenn Sie also als Nennkartenmaßstab 1:10.000
festlegen und ein Textobjekt mit der Punktgröße 12 darstellen, erscheint es nur dann in
dieser Größe auf dem Bildschirm, wenn der Darstellungsmaßstab 1: 10.000 beträgt. Wenn
Sie jetzt auf einen Maßstab von 1:20.000 verkleinern, erscheint der Text in einer
Punktgröße von 6. Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass bestimmte Objekte zu
klein erscheinen, obwohl Sie deren Symbolik auf eine Punktgröße von z.B. 20 eingestellt
haben. Dies ist der Fall, wenn Sie einen großen Nennkartenmaßstab (z.B. 1:5.000)
festgelegt haben und auf einen wesentlich geringeren Maßstab (z.B. 1:100.000)
verkleinern. Der Text wird also in einem Bruchteil seiner Punktgröße (in diesem Beispiel
1/20) auf dem Bildschirm dargestellt. Sie können dies vermeiden, indem Sie den
Nennkartenmaßstab auf eine Größe festlegen, die dem Ausgabemaßstab nahe kommt. Sie
können aber auch für alle Legendeneinträge die Option Maßstabsunabhängig aktivieren,
um den Text unabhängig von Größenveränderungen immer in der gleichen Punktgröße (in
diesem Beispiel 20) darzustellen.
Drehwinkel – Diese Option legt den Drehwinkel der Kartenansicht fest. Wenn die
Einheiten auf Grad festlegt sind, werden die folgenden Werte in der Pulldown-Liste
angezeigt: -90, -75, -60, -45, -30, -15, 0, 15, 30, 45, 60, 75 und 90. Wenn die Einheiten
nicht in Grad angegeben werden, sind die in der Pulldown-Liste enthaltenen Werte die
vorherigen Werte, umgerechnet in die aktuellen Winkeleinheiten konvertiert.
Einheiten – Winkeleinheiten. Wenn Sie die Einheiten ändern, wird der Drehwinkel auf die
neuen Einheiten umgestellt.
Symbolik aller Legendeneinträge — Legt die Darstellung von Legendeneinträgen im
Kartenfenster fest.
•
6-6
Maßstabsunabhängig anzeigen — Die Symbolik für alle Legendeneinträge wird
maßstabsunabhängig dargestellt. Hierbei wird die im Kontextmenü unter
Symbolikskalierung > Maßstabsunabhängig vorgenommene Einstellung
überschrieben.
Arbeiten mit Kartenfenstern
•
Maßstabsabhängig anzeigen (wahre Größe bei Nennkartenmaßstab) — Die
Symbolik für alle Legendeneinträge wird maßstabsabhängig dargestellt. Hierbei wird
die im Kontextmenü unter Symbolikskalierung > Maßstabsabhängig vorgenommene
Einstellung überschrieben.
Legen Sie den Darstellungsmaßstab und den Nennkartenmaßstab auf den gewünschten
Plotmaßstab fest, aktivieren Sie die Option Maßstabsabhängig anzeigen (wahre Größe
bei Nennkartenmaßstab) im Abschnitt Symbolik aller Legendeneinträge und
verwenden Sie einen beliebigen Drehwinkel, um die Darstellung WYSIWYG (What You
See Is What You Get) zu erhalten. Die Darstellung der Objekte auf dem Bildschirm
entspricht jetzt der Darstellung der Objekte in der Ausgabe des Plots. Wenn die
Linienbreiten, Text- und Symbolgrößen zu klein oder zu groß sind, müssen Sie sie in der
Symbolikdefinition dieser Objekte ändern. Gewöhnlich stimmt der Nennkartenmaßstab mit
dem Plotmaßstab überein. Sie müssen allerdings nicht übereinstimmen. Unterschiedliche
Maßstäbe bieten Ihnen zusätzliche Flexibilität beim Entwurf. Nachdem Sie diese
Eigenschaften festgelegt haben, können Sie mit dem Befehl Ansicht > Ausschnitt
verschieben verschiedene Bereiche des vorgesehenen Plotbereichs einsehen.
Siehe hierzu "Definieren der Darstellungseigenschaften von Kartenobjekten" in diesem
Kapitel sowie "Definieren von Kartenspezifikationen im Kartenfenster" und "Vorschau der
Karte im Kartenfenster" im Kapitel "Erstellen von Kartenlayouts für den Druck im
Layoutfenster".
Wenn Sie einen Datensatz wie z.B. USSampleData.gws das erste Mal öffnen, erscheinen
verschiedene Objektklassen (z.B. Labels of Major Cities, Major Cities, Interstates und
Highway Interchange) möglicherweise wie nicht ordnungsgemäß in die Legende geladen.
Diese Objektklassen weisen einen nicht geladenen Legendenschlüssel auf. Da diese
Objektklassen alle auf Nach Maßstab darstellen eingestellt und daher nicht sichtbar sind,
wird der tatsächliche Legendenschlüssel anfänglich nicht in die Legendenansicht geladen.
Die Software lädt die Daten für einen Legendeneintrag erst dann, wenn sich dieser im
Bereich des Darstellungsmaßstabs befindet. Durch dieses Verhalten wird das schnelle
Laden von umfangreichen Datensätzen ermöglicht. Wenn Sie die Ansicht vergrößern,
sodass diese Objekte sichtbar sind, werden die tatsächlichen Legendenschlüssel in der
Legende angezeigt. Siehe Abbildung:
6-7
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Verwenden der Maus in einem Kartenfenster
Hinweis: Wenn Sie bei Ihrer Maus die Funktionen von linker bzw. rechter Maustaste
umgekehrt haben, sind die Anweisungen zur Verwendung der Maus in der Dokumentation
umgekehrt zu verstehen.
In einem Kartenfenster dient die linke Maustaste für Folgendes:
•
Aktivieren eines Fensters
•
Erstellen eines Auswahlsatzes
•
Platzieren oder Bearbeiten eines Kartenobjekts
•
Größenänderung und Ausschnittverschiebung bei Auswahl des entsprechenden
Ansichtsbefehls
•
Aufrufen einer Hypertextverknüpfung.
Mit der rechten Maustaste können Sie auf einen leeren Bereich im Kartenfenster klicken,
um das Kontextmenü für das Kartenfenster aufzurufen. Dieses Menü enthält die Optionen,
die am häufigsten im Kartenfenster zur Anwendung kommen.
Verwenden einer IntelliMouse
Wenn Sie über eine Microsoft IntelliMouse verfügen, können Sie mit dieser die
Darstellung in den Kartenfenstern schneller und effizienter bearbeiten. Durch
Vorwärtsrollen des IntelliMouse-Rads wird die Ansicht an der aktuellen Position des
Mauszeigers vergrößert. Wenn Sie das IntelliMouse-Rad rückwärts rollen, wird die
Ansicht an der aktuellen Position des Mauszeigers verkleinert.
6-8
Arbeiten mit Kartenfenstern
Verwenden der Kartenansichtsbefehle
Die folgenden Ansichtsbefehle stehen nur dann zur Verfügung, wenn ein Kartenfenster
aktiv ist. Sie beenden dauerhafte Ansichtsbefehle durch Drücken der ESC-Taste, durch
Auswahl eines anderen Ansichtsbefehls oder des Auswahlwerkzeugs.
Vergrößern
Vergrößert die Ansicht eines Punktes, den Sie mit einem
Mausklick bestimmt haben oder die einer Fläche, die Sie
durch Drücken und Halten der linken Maustaste an einer
Ecke der Fläche, Ziehen des Zauns zur diagonal
gegenüberliegenden Ecke und Freigeben der Maustaste
festgelegt haben. Dieser Befehl wird beendet, indem Sie
auf die rechte Maustaste klicken.
Verkleinern
Verkleinert die Ansicht eines Punktes, den Sie mit einem
Mausklick bestimmt haben oder die einer Fläche, die Sie
mit einer dynamischen über zwei Punkte definierten
Linie festgelegt haben. Dieser Befehl wird beendet,
indem Sie auf die rechte Maustaste klicken.
Vorherige
Vergrößerung
Stellt den vorherigen Maßstab der Größenveränderung
und Ansichtsbereich eines Kartenfensters wieder her.
Nennkartenmaßstab
Gleicht den Darstellungsmaßstab des Kartenfensters
entsprechend der Einstellung im Dialogfeld
Darstellungseigenschaften an den Nennkartenmaßstab
an.
Alles
einpassen
Passt alle darstellbaren Objekte in das aktive
Kartenfenster ein.
Auswahlsatz
einpassen
Passt den Inhalt eines Auswahlsatzes in das aktive
Kartenfenster ein.
6
Hinweis: Dieser Befehl generiert nur dann die erwarteten Ergebnisse, wenn sich die
ausgewählten Objekte innerhalb des Maßstabsbereichs des Legendeneintrags
befinden.
Alle
aktualisieren
Lädt nicht geladene Legendeneinträge und aktualisiert
die Darstellung in allen Kartenfenstern.
Ausschnitt
verschieben
Verschiebt die Darstellung in Richtung der
Mausbewegung. Dieser Befehl wird beendet, indem Sie
auf die rechte Maustaste klicken.
6-9
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Der Befehl Ausschnitt verschieben kann im dynamischen und schnellen Modus
verwendet werden; dies wird über die Optionen Beim Verschieben des
Kartenfensterausschnitts auf der Registerkarte Kartendarstellung des Dialogfelds
Optionen festgelegt (Extras > Optionen). Bei Aktivierung des Befehls Ausschnitt
verschieben können Sie durch Ändern der ausgewählten Option zwischen dem
dynamischen und dem schnellen Modus wechseln.
Die Option Dynamische Verschiebung bewirkt die Verschiebung der im Kartenfenster
enthaltenen Grafik zusammen mit dem Mauszeiger, während Sie die linke Maustaste
drücken und halten.
Die Option Schnellverschiebung bewirkt, dass die Grafik im Kartenfenster sich beim
Verschieben nicht bewegt, was die Anzahl der Neuzeichnungen im Kartenfenster limitiert.
Dieser Modus ist hilfreich, wenn das Kartenfenster ein große Anzahl von Grafikobjekten
(im Besonderen Bilder) enthält, wodurch die dynamische Verschiebung nicht glatt und
effektiv durchgeführt werden kann, da das ständige Neuzeichnen des Kartenfensters zuviel
Zeit beansprucht.
Bei der Schnellverschiebung wird die Grafik erst dann verschoben, wenn Sie die linke
Maustaste loslassen. Der Anfangspunkt der Ausschnittverschiebung wird definiert, indem
Sie den Mauszeiger in die Kartenansicht setzen und die linke Maustaste drücken und
halten. Wenn Sie den Zeiger bewegen, bleibt die Grafik an ihrem Platz und es erscheint
eine dynamische gestrichelte Linie. Ein Ende dieser Linie bleibt am Anfangspunkt der
Ausschnittverschiebung fixiert und das andere Ende bewegt sich dynamisch mit dem
Zeiger, wodurch Sie einen visuellen Eindruck erhalten, wie weit und in welche Richtung
die Grafik verschoben wird, wenn Sie die linke Maustaste loslassen. Durch Loslassen der
Maustaste wird der Endpunkt der Ausschnittverschiebung definiert und die aktuelle
Ausschnittverschiebung beendet. Die gestrichelte Linie verschwindet. Das Kartenfenster
wird neu gezeichnet, wobei der Anfangspunkt der Ausschnittverschiebung auf den
Endpunkt der Ausschnittverschiebung verschoben wird.
Auf der Registerkarte Allgemein im Dialogfeld Optionen, auf das Sie über das Menü
Extras zugreifen, können Sie angeben, ob in der Statusleiste der Ansichtsbereich oder der
Darstellungsmaßstab angezeigt werden soll. Bei eingeschalteter Statusleiste wird der
Ansichtsbereich oder der aktuelle Darstellungsmaßstab im Feld rechts unten im
GeoWorkspace-Fenster angezeigt. Um den Darstellungsmaßstab anzuzeigen, aktivieren Sie
die entsprechende Option im Dialogfeld Optionen. Vergrößern oder verkleinern Sie
anschließend die Ansicht im Kartenfenster.
6-10
Arbeiten mit Kartenfenstern
Ändern der Darstellungseigenschaften von
Kartenobjekten
Sie ändern die Darstellungseigenschaften eines Kartenobjekts, indem Sie die Eigenschaften
seiner Legendeneinträge ändern. Kartenfenster sind unabhängig voneinander. Jedes hat
eine eigene Legende. Sie können z.B. im selben GeoWorkspace Autobahnen in einem
Fenster als blaue gestrichelte Linien und in einem anderen Fenster als durchgezogene rote
Linien darstellen.
Erscheinungsbild und Funktion einer Karte werden von bestimmten
Darstellungseigenschaften der einzelnen Kartenobjekte festgelegt:
•
Darstellungspriorität. Welche Kartenobjekte werden vor anderen Kartenobjekten
dargestellt?
•
Symbolik. Wie sehen die einzelnen Kartenobjekte aus?
•
Skalierungsbereich. Innerhalb welches Skalierungsbereichs können Kartenobjekte
dargestellt werden?
•
Lokalisierbarkeit. Kann das Kartenobjekt im Kartenfenster ausgewählt oder
hervorgehoben werden?
Ändern der Darstellungspriorität von Kartenobjekten
Die Reihenfolge, in der Kartenobjekte dargestellt werden, bestimmt, welche Objekte
sichtbar sind, wenn mehrere Objekte die gleiche räumliche Position haben. Je nach seiner
relativen Größe und Einstellungen für die Darstellung, ist das Objekt im Vordergrund
wahrscheinlich das einzige sichtbare Objekt.
Wenn Einträge innerhalb der Legende verschoben werden, wirkt sich dies auf die
Darstellungspriorität der zugehörigen Kartenobjekte in den Kartenfenstern aus. Je näher
ein Eintrag dem Anfang der Legende ist, desto höher ist auch die Darstellungspriorität
seiner Kartenobjekte. Wenn Sie zum Beispiel einen Legendeneintrag für eine Nebenstraße
erstellen und ihn an den Anfang der Legende setzen, werden seine Kartenobjekte über allen
anderen Kartenobjekten im Kartenfenster erscheinen.
Sie ändern die Darstellungspriorität eines Kartenobjekts zum Optimieren der Darstellung,
indem Sie die Reihenfolge der Legende ändern. Das Objekt, das zu dem letzten Eintrag
gehört, wird zuerst gezeichnet. Das Objekt, das zum vorletzten Legendeneintrag gehört,
wird davor gezeichnet usw. Das mit dem obersten Legendeneintrag verknüpfte
Kartenobjekt hat die höchste Priorität und wird zuletzt gezeichnet.
Sie können die Darstellungspriorität innerhalb der Legende ändern, indem Sie einfach
einen Eintrag auswählen und in der Liste mit Legendeneinträgen nach unten oder oben
ziehen. Es ist jedoch nicht möglich, Legendeneinträge von einer Legende in eine andere zu
verschieben.
6-11
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie können folgende Vorgänge durch Ziehen und Ablegen ausführen:
•
Kopieren mit gedrückter STRG-Taste.
•
Ausschneiden/Kopieren von mehreren ausgewählten Legendeneinträgen. Hierbei
werden alle Einträge aufeinanderfolgend an der Ablagestelle eingefügt.
•
Ausschneiden/Kopieren eines Gruppenlegendeneintrags, um seine vollständige
untergeordnete Hierarchie zu verschieben bzw. zu kopieren.
•
Ausschneiden/Kopieren der verschachtelten Legendeneinträge eines thematischen
Gruppenlegendeneintrags innerhalb der Gruppe. Hierbei ändert sich außerdem die
Darstellungsreihenfolge der verschachtelten Legendeneinträge.
Siehe Abschnitt "Legenden" in diesem Kapitel.
Definieren der Darstellungseigenschaften für Kartenobjekte
Mit den Befehlen Symbolikskalierung > Maßstabsabhängig/Maßstabsunabhängig im
Kontextmenü der Legende können Sie die Darstellung der Objektsymbolik festlegen. Der
Befehl Maßstabsabhängig entspricht der Option Maßstabsabhängig anzeigen (wahre
Größe bei Nennkartenmaßstab) im Dialogfeld Darstellungseigenschaften (Ansicht >
Darstellungseigenschaften) und der Befehl Maßstabsunabhängig entspricht der Option
Maßstabsabhängig anzeigen in diesem Dialogfeld. Um Ihren Arbeitsablauf zu
maximieren, können Sie mehrere Legendeneinträge auswählen und diese Einstellung auf
alle ausgewählten Einträge anwenden. Für globale Änderungen (d.h. alle
Legendeneinträge) können Sie nach wie vor das Dialogfeld Darstellungseigenschaften
verwenden.
Die Symbolik von Legendeneinträgen mit der Einstellung Maßstabsunabhängig behält
die festgelegte Größe bei, wenn Sie den Darstellungsmaßstab im Kartenfenster ändern. Die
Linienbreite, Text- und Symbolgröße werden immer im aktuellen Darstellungsmaßstab
dargestellt. Wenn Sie ein Linienobjekt vergrößern dessen Legendeneintrag als
maßstabsunabhängig festgelegt ist, behält die Linie in der Ansicht die gleiche Breite bei.
Die folgende Abbildung stellt Textobjekte in drei verschiedenen Darstellungsmaßstäben
dar, wenn die Option Maßstabsunabhängig aktiviert ist. Bei allen drei Darstellungen
behält der Text dieselbe Größe.
6-12
Arbeiten mit Kartenfenstern
Die Symbolik von Legendeneinträgen mit der Einstellung Maßstabsabhängig hängt vom
Darstellungsmaßstab ab, d.h. die Darstellung ist mit einen bestimmten Maßstab verknüpft.
Linienbreite, Text- und Symbolgröße werden mit dem Nennkartenmaßstab dargestellt, der
im Dialogfeld Darstellungseigenschaften festgelegt wurde. Die Darstellung erscheint
größer, wenn Sie die Ansicht vergrößern und kleiner, wenn Sie die Ansicht verkleinern.
Die folgende Abbildung stellt Textobjekte in drei verschiedenen Darstellungsmaßstäben
dar, wenn die Option Maßstabsabhängig aktiviert ist. Die Größe des Texts variiert gemäß
dem Größenänderungsfaktor, bleibt jedoch proportional zur Karte.
Die aktive Einstellung für die Symbolikskalierung von Legendeneinträgen ist im
Kontextmenü der Legende durch ein Häkchen markiert. Wenn Sie mehrere
Legendeneinträge auswählen, die sowohl die Einstellung Maßstabsabhängig als auch die
Einstellung Maßstabsunabhängig aufweisen, ist im Kontextmenü der Legende keine der
Optionen durch ein Häkchen markiert.
Siehe Abschnitt "Definieren der Darstellungseigenschaften für das Kartenfenster" in
diesem Kapitel.
Ändern des Skalierungsbereichs eines Kartenobjekts
Eine Möglichkeit zur Definition der Darstellung im Kartenfenster ist das Festlegen eines
Skalierungsbereichs für Kartenobjekte. Wenn also der Darstellungsmaßstab des
Kartenfensters innerhalb des Skalierungsbereichs eines Legendeneintrags liegt, hängt die
Darstellung des Objekts davon ab, ob im Kontextmenü der Legende die Option Nach
Maßstab anzeigen für diesen Legendeneintrag aktiviert ist.
Autobahnen werden beispielsweise in einem Maßstab von 1:250.000 bis 1:1.000.000
dargestellt. Wenn Sie einen Maßstab außerhalb dieses Bereichs wählen, wird die
Darstellung von Autobahnen deaktiviert.
Sie können auf diese Weise Objektklassen auch entsprechend dem Darstellungsmaßstab
unterschiedlich darstellen. So können z.B. Autobahnen bei einem Maßstab von
1:1.000.000 als einzelne Linien, jedoch bei vergrößerter Darstellung als breite
Doppellinien gezeichnet werden.
6-13
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So legen Sie den Skalierungsbereich für ein Kartenobjekt fest
1. Wählen Sie den gewünschten Legendeneintrag aus.
2. Wählen Sie im Kontextmenü der Legende die Option Skalierungsbereich anzeigen.
3. Wählen Sie im Dialogfeld Skalierungsbereich einen vordefinierten Bereich. Wählen
Sie in den Listen minimale und maximale Bereichswerte oder geben Sie diese
Bereichswerte zwischen 1 und 1.000.000.000 ein.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Ändern der Lokalisierbarkeit von Kartenobjekten
Ein Kartenobjekt muss lokalisierbar sein, damit Sie es mit dem Mauszeiger auswählen
können. Das Ausschalten der Lokalisierbarkeit ist hilfreich, wenn beispielsweise mehrere
verschiedene Objektklassen eng beieinander liegen, Sie aber nur eine auswählen wollen.
Ebenso ist es nicht sinnvoll, bestimmte Kartenobjekte auszuwählen, wie z.B. Hintergründe
oder Logos. Sie können deren Lokalisierbarkeit ausschalten, um zu verhindern, dass sie
versehentlich ausgewählt werden.
Ein Pfeil neben einem Legendeneintrag zeigt an, dass ein Objekt lokalisierbar ist. Sie
steuern diese Einstellung über die Befehle Lokalisierbar Ein/Aus im Kontextmenü der
Legende.
Symbolik
Die Symbolikfunktionen der Software sind sehr leistungsstark. Sie können Symbolik
erstellen und benennen, vorhandene Symbolik ändern und verschachtelte Symbolik
erstellen. Sie können Symbolik außerdem zur weiteren Verwendung als Teil des
GeoWorkspaces speichern und diese Symbolik mithilfe von GeoWorkspace-Vorlagen in
Ihrem Unternehmen verteilen. Diese und andere Vorgänge zur Verwaltung von Symbolik
werden über die drei zusammenwirkenden Hauptsymbolikdialogfelder Symbolik,
Symbolikeigenschaften und Symbolik auswählen ausgeführt. Die folgenden Abschnitte
enthalten Informationen über Symboliktypen und -kollektionen, die Symbolikbefehle und schnittstelle sowie Arbeitsabläufe.
6-14
Arbeiten mit Kartenfenstern
Symbolikklassen
Im Allgemeinen wird Symbolik nach dem Geometrietyp in Klassen eingeteilt. Zu diesen
Klassen gehören Punkt-, Linien-, Flächen-, Bild-, Text-, Füllungs- und zusammengesetzte
Symboliken. Jede Symbolikklasse verfügt über eine Symboliktypdefinition, die die
Merkmale der angegebenen Symbolik weiterhin unterscheidet. Einige Symbolikklassen
wie z.B. Rastersymbolik und Textsymbolik sind auf einen einzigen Symboliktyp
beschränkt. Andere Symbolikklassen wie z.B. Punkt- und Liniensymbolik bieten hingegen
mehrere Symboliktypen, um die Symbolik weiter zu definieren. So unterstützen
Punktsymbolikklassen beispielsweise Punktsymbol-, Schriftart- und Rastersymboliktypen
und Liniensymbolikklassen unterstützen einfache und Mustersymboliktypen.
Im Allgemeinen stellen die meisten Symbolikklassen eine einfach Beziehung zwischen der
Symbolik und der Geometrie dar. Für Flächen- und zusammengesetzte Symbolikklassen
erfordert diese Beziehung jedoch eine zusammengesetzte Symbolikdefinition.
Zusammengesetzte Objekte enthalten beispielsweise Punkte, Linien und Flächen, die alle
eindeutige Symbolikklassen darstellen. Zusammengesetzte Symbolik wird in einer
hierarchischen Baumstruktur angezeigt.
Die folgende Abbildung zeigt das Dialogfeld Symbolik und eine entsprechende Tabelle, in
der die Symbolikklassen und die für jede dieser Symbolikklassen verfügbaren
Symboliktypen aufgelistet sind. Zusammengesetzte Symboliktypen sind durch ein
Sternchen (*) gekennzeichnet. Der in den Spalten an erster Stelle aufgelistete Symboliktyp
stellt den Standardsymboliktyp dar, der beim Erstellen einer neuen Symbolik für diese
Symbolikklasse verwendet wird.
6
Symboliktypen können innerhalb von Symbolikklassen ausgetauscht werden. Eine
Punktsymbolsymbolik kann beispielsweise an allen Stellen eingesetzt werden, an denen
eine Rastersymbolik verwendet werden kann.
6-15
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Symboliktypen können auch in anderen Symboliktypen wiederverwendet werden, auch
wenn diese einer anderen Symbolikklasse angehören. Beispiel:
•
Punktsymboliktypen werden für Punktgeometrie und ebenfalls für Muster in Linienund Fülltypen verwendet.
•
Liniensymboliktypen werden für Liniengeometrie und ebenfalls für Umringe in
Flächentypen und Schraffuren in Fülltypen verwendet
•
Flächensymboliktypen werden für Flächengeometrie und ebenfalls für Rahmen in
Texttypen verwendet.
Legacy-Symbolik
GeoMedia-Symbolikdateien (*.gsd) aus früheren Version werden beim Hinzufügen von
Legendeneinträgen weiterhin berücksichtigt. Sie können diese Dateien auf einfache Weise
in der GeoWorkspace einbringen, indem Sie die entsprechenden Symbolikdateien oder
Ordner mit Symbolikdateien vom Windows Explorer in die Symbolikliste der
Symbolikdialogfelder ziehen und dort ablegen. Die gemeinsame Nutzung von
Symbolikdefinitionen über .gsd-Dateien wird in GeoMedia Professional, Version 6.0 durch
das Bibliothekssystem ersetzt.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Bibliotheken".
6-16
Arbeiten mit Kartenfenstern
Symboliktypen
Der folgende Abschnitt behandelt die einzelnen Symboliktypen und deren Parameter, die
Sie mit den Dialogfeldern Symbolik und Symbolikeigenschaften ändern können.
Ausführliche Informationen der Symbolik, deren Parameter und deren Definition finden
Sie in der Online-Hilfe von GeoMedia Professional.
Rastersymbolik—Diese Punktsymbolikklasse dient zum Rendern von Bildern an
Punktpositionen. Der Begriff Bild wird im Sinne von Microsoft verwendet und umfasst
eine Vielzahl von allgemeinen von Microsoft unterstützten Formaten, bei denen es sich
größtenteils, jedoch nicht ausschließlich um Rasterformate handelt.
Für eine Rastersymbolik gibt es folgende Symbolikeigenschaften:
•
Bitmap-Datei (*.bmp)
•
Portable Network Graphics Image (*.png)
•
JPEG File Exchange Format Image (*.jpg, *.jpe, *.jpeg).
•
Graphics Interchange Format Image (*.gif).
•
TIFF-Dokument (*.tif, *.tiff).
•
ICON Image (*.ico).
•
Windows Metafile Image (*.wmf).
•
Enhanced Metafile Image (*.emf).
Alle in Punktdarstellungen verwendete Bilder, Symbole und Schriftarten sind extern
referenziert. Sie können eine Bitmap-Datei nicht als eingebettetes Bild in den
GeoWorkspace laden. Es handelt sich hierbei immer um eine Dateireferenz.
Sie können die folgenden Rastersymbolikparameter festlegen: Größe, transparente Farbe,
Überschreibungsfarbe, Transluzenz, Drehung, Ausrichtung und Abstand.
Schriftsymbolik—Diese Punktsymbolikklasse dient zum Rendern von Schriftzeichen der
angegebenen Schriftart an Punktpositionen. Alle Schriftzeichen werden mithilfe der
allgemeinen Textrendermethoden von Microsoft dargestellt. Diese Methoden erkennen
jedoch systemeigene Schriftart-Ressourcendateien von MicroStation nicht. Aus diesem
Grund müssen solche Dateien in ein für GeoMedia Professional 6.0 verständliches Format
umgewandelt werden. Hierbei kann es sich um von Microsoft unterstützte Schriftarten oder
Bilder handeln, oder um ein von GeoMedia unterstütztes Symboldateiformat (z.B.
MicroStation-Zelldateien).
Sie können folgende Schriftsymbolikparameter festlegen: Schriftart, Schriftzeichen, Größe,
Farbe, Transluzenz, Textmaskierung, Drehung, Ausrichtung und Abstand.
6-17
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Punktsymbolsymbolik—Diese standardmäßige Punktsymbolikklasse dient zum Rendern
von Symbolen an Punktpositionen. Der Begriff Symbol bezeichnet eine Vielzahl von mit
GeoMedia Professional und anderen Softwareprodukten erstellten Datenformaten, die
symbolisierte Vektorzeichnungen enthalten, die zum Darstellen an Punktpositionen
innerhalb größerer Zeichnungen vorgesehen sind.
Folgende Symboltypen werden unterstützt:
•
Vordefinierte Symbole—Ein Satz mit einfachen, vordefinierten Symbolen (Kreise und
andere Formen), die in die Punktsymbolsymbolik integriert sind. Die Auswahl eines
externen Symbolpfades ist hierbei nicht erforderlich. Jedes vordefinierte Symbol
verfügt über einen Namen anhand dessen es ausgewählt werden kann. Die
Standardpunktsymbolsymbolik ist ein kleiner schwarz ausgefüllter Kreis.
•
GeoMedia-Objektsymboldateien (*.fsm)—Ein Typ für mehrere Symbole.
•
MicroStation-Zelldateien (*.cel)—Ein Typ für mehrere Symbole. Bei diesem Typ ist
es nicht erforderlich, die Zelldateien in das .fsm-Format umzuwandeln.
•
AutoCAD-Zeichnungsdateien (*.dwg)—Ein Typ für einzelne Symbole. Der
Symbolname wird automatisch dem Namen der Symboldatei entnommen. Bei diesem
Typ ist es nicht erforderlich, die Zeichnungsdateien in das .fsm-Format umzuwandeln.
•
Scalable Vector Graphics (SVG)-Dateien (*.svg)—Ein branchenüblicher Standardtyp
für mehrere Symbole. Diese Symbole können eingebettete Textelemente enthalten, die
an Attribute gebunden sein können. Dies ergibt eine parametrische Symbolfunktion bei
der sich der Symboltext je nach dem Attributwert der jeweiligen Objektinstanz ändern
kann. Ein Beispiel hierfür sind Autobahnkennzeichen.
Siehe Anhang "Unterstützte SVG-Elementtypen".
Sie können folgende Symbolparameter festlegen: Quelle, Name, Größe,
Überschreibungsfarbe, Transluzenz, Drehung, Ausrichtung, Abstand und Attributwert.
Bei SVG-Symbolen wird ein einzelnes Textelement innerhalb eines jeden Symbols
unterstützt. Wenn das ausgewählte Symbol ein Textelement enthält, können Sie das
Attribut auswählen, das mit dem Textelement verknüpft werden soll. Beim Zeichnen des
Symbols für ein Objekt, wird der im Symbol bestimmte Text durch den Wert des für dieses
Objekt festgelegten Attributs ersetzt.
Mit den Drehungsoptionen auf der Registerkarte Punktsymbolsymbolik des Dialogfelds
Symbolikeigenschaften können Sie das Darstellungsverhalten aller Punktsymboliken
(Bild, Schriftart und Symbol) festlegen:
•
6-18
Kartendrehung ignorieren—Wenn Sie diese Option deaktivieren, dreht sich beim
Drehen des Kartenfensters die Symbolik zusammen mit der anderen Grafik. Wenn Sie
die Option aktivieren dreht sich die Symbolik nicht, sondern behält den festgelegten
Rotationswinkel bei.
Arbeiten mit Kartenfenstern
•
Geometrieausrichtung ignorieren—Wenn Sie diese Option deaktivieren, dreht sich die
Symbolik anhand der Ausrichtung der Geometrie des Punktobjekts. Wenn Sie die
Option aktivieren dreht sich die Symbolik nicht, sondern behält den festgelegten
Rotationswinkel bei.
•
Immer nach oben—Bei einer Kombination von Kartenfensterdrehungen mit
Geometrieausrichtungen kann es durchaus vorkommen, dass ein Teil der Symbolik auf
dem Kopf stehend dargestellt wird. Mit dieser Option können Sie sicherstellen, dass
die Symbolik immer aufrecht erscheint.
Einfache Liniensymbolik—Diese Liniensymbolikklasse bietet Ihnen die Möglichkeit zum
Rendern einfacher Liniengeometrien und Flächenumringe. Sie können folgende Parameter
für einfache Liniensymbolik festlegen Farbe, Transluzenz, Breite, Linientyp, Farbton der
Innengrenzen (nur bei Flächenumringen), Anfangs- und Endkappe (nur bei Linien),
Strichkappe, Inneren Linienverbindung und Abstand.
Beim Linientyp kann es sich um einen von vielen vordefinierten Linientypen handeln, die
die Strich- und Lückenlängen darstellen wie z.B. Volllinie, Punktlinie, kurz gestrichelt
oder Lang Strich-Dreipunktlinie. Die Software verfügt über einen Satz von vierzehn
vordefinierten Linientypen. Ihnen steht außerdem die Option Benutzerdefiniert zur
Verfügung, bei der Sie Ihre eigenen Strich- und Lückenlängen eingeben können. Sie
können zusätzlich festlegen, dass die Strich- und Lückenlängen proportional zu
Linienbreite bleiben sollen. Diese Option wird gewöhnlich mit vordefinierten Linientypen
verwendet, um sicherzustellen, dass das Verhältnis von Strichen und Lücken beim Ändern
der Linienbreite erhalten bleibt.
Die Darstellung der Anfangs- und Endpunkte einer Linie können unabhängig voneinander
auf eine der folgenden Optionen festgelegt werden:
•
Rund
•
Flach
•
Quadrat
•
Dreieck
•
Runder Anker
•
Quadratischer Anker
•
Rautenförmiger Anker
•
Pfeilförmiger Anker
•
Ohne Kappe (am Anfang und am Ende wird die Einstellung für die Strich- und
Lückenlängen verwendet)
6
Die zur Auswahl stehenden Ankeroptionen erstellen eine Kappe, die proportional größer
als die Linienbreite ist und einen Knoten am Linienanfang oder –ende bildet.
6-19
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Die Darstellung der Strichenden in den Strich- und Lückenlängen innerhalb einer Linie
kann auf eine der folgenden Optionen festgelegt werden: Rund, Flach oder Dreieck. Die
Darstellung von Verbindungen, die an den Biegungen/Stützpunkten einer Geometrie mit
mehreren Stützpunkten auftreten, kann auf eine der folgenden Optionen festgelegt werden:
Rund, Spitz oder Abgeflacht.
Musterliniensymbolik—Diese Liniensymbolikklasse bietet Ihnen die Möglichkeit zum
Rendern eines aus Punktsymbolik bestehenden Musters entlang Liniengeometrien,
Flächenumringen und Flächenschraffierung. Sie können folgende Parameter für einfache
Liniensymbolik festlegen: Punktsymbolik, Position der Punktsymbolik entlang der Linie,
Einfügungen und Abstände.
Bei der Punktsymbolik kann es sich um eine beliebige benutzerdefinierte Symbolik in der
Punktsymbolikklasse handeln. Sie können zum Zeichnen des Musters den gesamten
Bereich von Punktsymboliktypen (Rastersymbolik, Schriftsymbolik,
Punktsymbolsymbolik) oder eine beliebige Zusammenstellung derselben verwenden. Sie
können diese Eigenschaft anschließen über die allgemeine Schnittstelle für Eigenschaften
anpassen.
Sie können eine beliebige Kombination der fünf verschiedenen Positionierungsoptionen
(Am Linienanfang fixiert, Am Linienende fixiert, In der Linienmitte fixiert, Fixiert
am Stützpunkt im Winkel von und Wiederholen im Abstand von) auf der Registerkarte
Musterliniensymbolik des Dialogfelds Symbolikeigenschaften verwenden, um
festzulegen, wie die in der Punktsymbolik beschriebenen Musterelemente entlang der Linie
platziert werden sollen. Sie können jede Option einzeln auswählen. Die kombinierte
Auswahl mehrerer Optionen sowie der entsprechenden Unteroptionen kann sich jedoch auf
die Platzierung der Punktsymbolik auswirken. Mit der Option Fixiert am Stützpunkt im
Winkel von können Sie den minimalen Winkel am Platzierungsort der Punktsymbolik
festlegen. Dies bietet Ihnen neben der Möglichkeit zum Platzieren eines Punktes an jedem
Stützpunkt (0 Grad) auch die Flexibilität zum Filtern von Punkten, sodass diese nur an den
Stützpunkten platziert werden, an denen eine bestimmte Richtungsänderung erfolgt. Wenn
Sie die Option Wiederholen im Abstand von mit einer der Optionen für fixierte
Positionen kombinieren , kann dies einen Konflikt oder eine Überschneidung verursachen.
In diesem Fall wird die wiederholte Punktsymbolik, die in Konflikt mit der fixierten
Punktsymbolik steht nicht platziert. Um die besten kartographischen Ergebnisse zu
erzielen, empfehlen wir immer die Option Anpassen, um gleichmäßige Abstände zu
erstellen zu aktivieren, wenn Sie die Option Wiederholen im Abstand von im
Zusammenhang mit einer der vier Optionen für fixierte Positionen verwenden.
Hinweis: Linienmuster die als Linie mit einem entlang der Linie platzierten Punktsymbol
abgebildet werden (z.B. Bahnstrecken), benötigen zwei separate Symbolikeinträge: eine
einfache Liniensymbolik zum Definieren der Linieneigenschaften und eine
Musterliniensymbolik zum Definieren der Punktsymboleigenschaften.
6-20
Arbeiten mit Kartenfenstern
Einfache Füllsymbolik— Diese Füllsymbolikklasse bietet Ihnen die Möglichkeit zum
Rendern einfacher Ausfüllungen für die Innenflächen von Flächengeometrien. Sie können
folgende Parameter für einfache Füllsymbolik festlegen: Füllart, Farbe und Transluzenz in
Prozent.
Schraffurfüllsymbolik— Diese Füllsymbolikklasse bietet Ihnen die Möglichkeit zum
Darstellen einfacher Schraffuren für die Innenflächen von Flächengeometrien. Sie können
die folgenden Parameter für Schraffurfüllsymbolik festlegen: Liniensymbolik, Abstand und
Winkel.
Musterfüllsymbolik— Diese Füllsymbolikklasse bietet Ihnen die Möglichkeit zum
Darstellen von Mustern für die Innenflächen von Flächengeometrien. Sie können folgende
Parameter für Musterfüllsymbolik festlegen: Punktsymbolik, Drehung, Abstand,
Versetzung und Füllverhalten.
Bei der Punktsymbolik kann es sich um eine beliebige benutzerdefinierte Symbolik in der
Punktsymbolikklasse handeln. Sie können zum Zeichnen des Musters den gesamten
Bereich von Punktsymboliktypen (Rastersymbolik, Schriftsymbolik,
Punktsymbolsymbolik) oder eine beliebige Zusammenstellung derselben verwenden. Sie
können diese Eigenschaft anschließen über die allgemeine Schnittstelle für Eigenschaften
anpassen.
Auf der Registerkarte Musterfüllsymbolik des Dialogfelds Symbolikeigenschaften
können Sie das Verhalten der Symboldarstellung festlegen, wenn das Symbol auf den
Flächenumring trifft:
•
Abschneiden — schneidet bemusterte Punktelemente am Flächenumring ab.
•
Innerhalb — zeichnet bemusterte Punktelemente nur dann, wenn sich das gesamte
Element innerhalb des Umrings der Fläche befindet.
•
Überlappt — zeichnet bemusterte Punktelemente über den Umring der Fläche hinaus,
wenn sich der Ursprung des Elements innerhalb des Flächenumrings befindet.
Textsymbolik — Diese Textsymbolikklasse bietet Ihnen die Möglichkeit zum Rendern
von Text innerhalb einer grafischen Textgeometrie. Sie können folgende Parameter für
Textsymbolik festlegen: Schriftart, Schriftschnitt (Fett, Kursiv, Unterstreichen), Größe,
Farbe, Transluzenz in Prozent, Textumrandung, Textmaskierung, Ausrichtung, Abstand,
Justierung und Zeilenabstand.
Auf der Registerkarte Textsymbolik des Dialogfelds Symbolikeigenschaften können Sie
das Verhalten der Textdarstellung anhand verschiedener Drehungsoptionen festlegen:
•
Kartendrehung ignorieren—Wenn Sie diese Option deaktivieren, dreht sich beim
Drehen des Kartenfensters der Text zusammen mit der anderen Grafik. Wenn Sie die
Option aktivieren dreht sich der Text nicht, sondern behält den für die Textsymbolik
festgelegten Rotationswinkel bei.
6-21
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
Geometrieausrichtung ignorieren—Wenn Sie diese Option deaktivieren, dreht sich der
Text anhand der Ausrichtung der Objektgeometrie. Wenn Sie die Option aktivieren
dreht sich der Text nicht, sondern behält den für die Textsymbolik festgelegten
Rotationswinkel bei.
•
Immer nach oben—Bei einer Kombination von Kartenfensterdrehungen mit
Geometrieausrichtungen kann es durchaus vorkommen, dass ein Teil des Textes auf
dem Kopf stehend dargestellt wird. Mit dieser Option können Sie sicherstellen, dass
der Text immer aufrecht erscheint.
Rastersymbolik — Diese Rastersymbolikklasse bietet Ihnen die Möglichkeit zum
Darstellen von Bildern. Bilder sind genauso wie Vektoren Bestandteil des
Darstellungssystems. Wie auch bei allen anderen Symboliktypen sind die Auswirkungen
von Änderungen an der Symbolikdefinition erst dann im Kartenfenster ersichtlich,
nachdem Sie das Dialogfeld Symbolik oder Symbolikeigenschaften ausgeblendet haben.
Sie können die folgenden Parameter für Rastersymbolik definieren: Transluzenz in
Prozent, Kontrast, Helligkeit, Bildinvertierung, transparente Farbe, transparente Pixel,
binäre Vordergrund- und binäre Hintergrundfarbe.
Siehe “Ändern der Darstellung des Rasterbildes” im Kapitel “Arbeiten mit Bildern”.
Flächensymbolik — Diese Flächensymbolikklasse bietet Ihnen die Möglichkeit zum
Darstellen des Umrings und der Ausfüllung von Innenflächen von Flächengeometrien. Da
es sich hierbei um eine zusammengesetzte Symbolik handelt, verfügt die Flächensymbolik
über keine eigenen Symbolikeigenschaften. Sie erhalten vielmehr Zugriff auf eine
hierarchische Symbolikbaumstruktur, die folgende Symbolikkollektionen enthält:
•
Umringe — Eine Kollektion von Null oder mehreren Liniensymboliktypen, die zum
Zeichnen der Umringe von Geometrie verwendet werden können.
•
Füllungen — Eine Kollektion von Null oder mehreren Füllsymboliktypen, die zum
Zeichnen der Innenfläche von Geometrie verwendet werden können.
Flächenobjekte können auch folgendes darstellen:
6-22
•
Kein Umring
•
Eine beliebige Anzahl von Liniensymboliken für einen Umring.
•
Musterliniensymbolik für einen Umring.
•
Eine beliebige Anzahl von Füllsymboliken für eine Innenfläche.
Arbeiten mit Kartenfenstern
Die folgende Abbildung stellt ein Beispiel für die Verwendung einer Flächensymbolik mit
einem Farbton für die Innengrenzen dar:
Zusammengesetzte Symbolik — Diese zusammengesetzte Symbolikklasse bietet Ihnen
die Möglichkeit zum Darstellen der Punkt-, Linien- und Flächengeometriekomponenten
von zusammengesetzten Geometrien. Da es sich hierbei um eine zusammengesetzte
Symbolik handelt, verfügt diese Symbolik über keine eigenen Symbolikeigenschaften. Sie
erhalten vielmehr Zugriff auf eine hierarchische Symbolikbaumstruktur, die folgende
Symbolikkollektionen enthält:
•
Punkte – Null oder mehrere Punktsymboliktypen, die zum Zeichnen der
Punktgeometrien verwendet werden können.
•
Linien – Null oder mehrere Liniensymboliktypen, die zum Zeichnen der
Liniengeometrien verwendet werden können.
•
Flächen – Null oder mehrere Flächensymboliktypen, die zum Zeichnen der
Flächengeometrien verwendet werden können.
Zusammengesetzte Objekte können auch Folgendes durchführen:
•
Keine Punkte, keine Linien und/oder keine Flächen darstellen.
•
Eine beliebige Anzahl von Punktsymboliken, Liniensymboliken und
Flächensymboliken darstellen.
•
Mithilfe von Symbolikkollektionen gewährleisten, dass Punkte über Linien und Linien
über Flächen dargestellt werden.
Symbolikkollektionen
Dieser Abschnitt behandelt die Erstellung und Manipulation von Kollektionen der
Symboliktypen. Wie im vorherigen Abschnitt beschrieben, verfügt jeder Symboliktyp über
eindeutige Funktionen und eine eigene Schnittstelle. Wenn diese Symboliktypen innerhalb
von Kollektionen auftreten, stehen dem Benutzer zusätzliche Funktionen und Schnittstellen
zur Verfügung.
6-23
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Die Struktur von Symbolik weist bei näherer Betrachtung drei wesentliche Strukturtypen
auf: einfach, zusammengesetzt und Kollektionen. Bei einer einfachen Struktur enthält die
Symbolik eine einzige Definition. Bei einer zusammengesetzten Struktur (Flächen- und
zusammengesetzte Geometrie) enthält die Symbolik mehrere vordefinierte Definitionen.
Die Symbolik in der Abbildung links unten zeigt eine einfache Liniensymbolik, die ein
Ufer darstellt. Die Symbolik rechts unten zeigt eine zusammengesetzte Struktur, wobei die
vordefinierte Struktur die Umringsymbolik und die Füllsymbolik ist. Die Symbolik setzt
sich aus einer einfachen Liniensymbolik für den Flächenumring und einer
Schraffurfüllsymbolik für die Füllung zusammen, die einen See darstellt.
Kollektionen sind Strukturen die dann auftreten, wenn eine Symbolikklasse mehrere
Definitionen enthält. Kollektionen können innerhalb einer einfachen Symbolikstruktur
(siehe Abbildung links unten) oder aber innerhalb einer zusammengesetzten
Symbolikstruktur erstellt werden (siehe Abbildung rechts unten).
Die Symbolik für den See weiter oben enthält keine Kollektionen. Es sind zwar mehrere
Definitionen in der Symbolik enthalten, es ist jedoch lediglich eine Definition in jedem
vordefinierten Zweig der Hierarchie vorhanden. Im Gegensatz hierzu enthält die Symbolik
für die Fischzucht mehrere Füllsymboliken und demzufolge eine Kollektion. Durch
Hinzufügen der zweiten Füllsymbolik wurde der Zweig Füllsymbolik zu einer Kollektion.
Kollektionen sind optional und können jederzeit erstellt werden. Sie erstellen eine
benutzerdefinierte Kollektion, indem Sie in der Symbolikbaumstruktur im Dialogfeld
Symbolikeigenschaften mit der rechten Maustaste auf einen Eintrag klicken, um das
Kontextmenü aufzurufen und hier die Option Neue Symbolik oder Symbolik auswählen
wählen. Auf diese Weise wird ein neuer Eintrag in die Baumstruktur eingefügt, der
ausgewählte Eintrag wird in eine Kollektion konvertiert und die ursprüngliche sowie die
neu erstellte oder ausgewählte Symbolikdefinition wird in diese Kollektion platziert.
6-24
Arbeiten mit Kartenfenstern
Sobald eine Symbolikkollektion vorhanden ist, kann Sie auf gleiche Weise manipuliert
werden. Sie können neue Einträge hinzufügen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf
den Kollektionseintrag klicken und die Optionen Neue Symbolik und Symbolik
auswählen wie bereits beschrieben verwenden. Sie können außerdem jeden vorhandenen
einzelnen Eintrag löschen, umbenennen, ersetzen, neu anordnen, kopieren, in einen
anderen Symboliktyp ändern oder bearbeiten.
Eine Symbolikkollektion verfügt wie jeder andere Symboliktyp über
Symbolikeigenschaften, die sich auf das Darstellungsverhalten auswirken. Bei einer
Symbolikkollektion handelt es sich hierbei nicht um tatsächliche visuelle Merkmale,
sondern um Anweisungen für die Reihenfolge, in der die Kollektion als Ganzes abgebildet
werden soll. Wenn Sie im Dialogfeld Symbolikeigenschaften eine Symbolikkollektion
auswählen, haben Sie folgende Auswahlmöglichkeiten:
•
Nach Objekt anordnen — Bei dieser Option wird die gesamte Symbolikkollektion ein
Objekt nach dem anderen gezeichnet (Objekt 1 – Symbolik A, Symbolik B. Objekt 2 –
Symbolik A, Symbolik B).
•
Nach Symbolik anordnen — Bei dieser Option werden die in der Kollektion
enthaltenen Objekte eine Symbolik nach der anderen gezeichnet (Symbolik A – Objekt
1, Objekt 2, Symbolik B – Objekt 1, Objekt 2). Diese Funktion wird am häufigsten zur
Schnittstellenbereinigung Liniensymboliken verwendet, die aus mehreren Teilen
bestehen. Diese Option ist nur für Symbolikkollektionen verfügbar, die sich am Stamm
der Symbolikdefinition befinden.
•
Einzelne Symbolikkomponente auswählen — Bei dieser Option wird ein Objekt nach
dem anderen mit lediglich einer Symbolik gezeichnet, die in der Kollektion ausgewählt
wurde (Objekt 1, Symbolik B – Objekt 2, Symbolik B).
Die vorherige Abbildung zeigt die drei verfügbaren unterschiedlichen Abbildungs- bzw.
Zeichnungsreihenfolgen von links nach rechts: Nach Objekt anordnen, Nach Symbolik
anordnen, Einzelne Symbolikkomponente auswählen.
Sie können auf Symbolikkollektionen genau wie auf alle anderen Symboliktypen über die
Dialogfelder Symbolik und Symbolik auswählen zugreifen und hier die am häufigsten
verwendeten Symbolikeigenschaften bearbeiten. Der Schwerpunkt liegt jedoch bei der
Gruppenbearbeitung aller in der Kollektion enthaltenen Elemente. In den meisten Fällen
bieten Ihnen diese Kollektionsfunktionen begrenzte Bearbeitungsmöglichkeiten, da eine
Kollektion eine Mischung verschiedener Symboliktypen innerhalb dieser Symbolikklasse
enthalten kann, die verschiedene Eigenschaften aufweisen.
6-25
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Punktkollektionssymbolik — ermöglicht die Manipulation von Farbe und Größe aller
Punktsymboliken.
Linienkollektionssymbolik — ermöglicht die Manipulation von Farbe und Linienbreite
aller Liniensymboliken.
Füllungskollektionssymbolik — ermöglicht die Manipulation von Füllfarbe und
Transluzenz.
Flächenkollektionssymbolik — ermöglicht die Manipulation von Füllfarbe und
Transluzenz sowie der Umringfarbe und Breite aller Liniensymboliken, die mit der
Liniensymbolik des Flächenumrings verknüpft sind.
Zusammengesetzte Kollektionssymbolik — ermöglicht die Manipulation von:
•
Füllfarbe und Transluzenz.
•
Umring-/Linienfarbe und –breite der Liniensymbolik, die mit dem Umring bzw. der
Linie verknüpft sind.
•
Punktfarbe und –größe der Punktsymbolik.
Textkollektionssymbolik — ermöglicht die Manipulation der Schriftart, Größe, des
Schriftschnittes und der Farbe.
Rastersymbolik — Für diese Symbolikklasse werden Kollektionen nicht unterstützt. Die
allgemeinen Steuerfunktionen ermöglichen jedoch die Manipulation von Transluzenz,
Kontrast und Helligkeit von Bildern.
Erstellen und verwalten von benannter Symbolik
Mit dem Befehl Symbolik können Sie über das Dialogfeld Symbolik benannte
Symbolikdefinitionen verwalten. Mit diesem Befehl können Sie folgende Vorgänge
ausführen:
•
Neue Symbolik erstellen
•
Symbolik umbenennen
•
Symbolikeigenschaften ändern
•
Symbolikvorschau durchführen
•
Symbolik löschen
•
Symbolik in Ordnern anordnen
•
Maßeinheiten für Symbolikeigenschaften festlegen
•
Symbolik suchen und nach verschiedenen Symbolikeigenschaften sortieren und filtern.
Weitere Informationen finden Sie in der Online-Hilfe.
6-26
Arbeiten mit Kartenfenstern
Diese und andere Vorgänge zur Verwaltung von Symbolik werden über die drei
Hauptsymbolikdialogfelder Symbolik, Symbolikeigenschaften und Symbolik auswählen
ausgeführt. Diese Dialogboxen sind einander in ihrem Erscheinungsbild, ihren Funktionen
und ihrem Zusammenspiel sehr ähnlich. Sie sind jedoch für verschiedene Arbeitsabläufe
optimiert. Die am besten erkennbaren Gemeinsamkeiten dieser drei Dialogfelder sind die
Symbolikliste und die Symbolikvorschau.
Die Symbolikliste biete Ihnen eine visuelle Auflistung aller im GeoWorkspace verfügbaren
benannten Symboliken. Diese Liste zeigt eine ordnerähnliche Hierarchie von
Symbolikdefinitionen im vertrauten Explorer-Look an. Für diese Liste stehen drei
verschiedene Ansichtsoptionen zur Verfügung:
•
Details — zeigt Symboliken in einer Liste nach Namen mit einem kleinen
Symbolikschlüssel sowie weiteren Spalten für Name, Symbolikklasse, Symboliktyp
und Ordner an.
•
Liste — zeigt Symboliken in einer Spalte nach Namen mit einem kleinen
Symbolikschlüssel an.
•
Symbole — zeigt Symboliken in Reihen nach Namen mit einem großen
Symbolikschlüssel an.
Sie können die Liste nach Symbolikklasse filtern sowie nach Name, Symbolikklasse,
Symboliktyp, Beschreibung oder Ordner sortieren. Sie können Symboliken und
Symbolikordner ebenfalls über ein Kontextmenü manipulieren. Hier finden Sie Optionen
zum Erstellen neuer Symbolikordner und Symbolikdefinitionen, zum Umbenennen, zum
Bearbeiten der Eigenschaften sowie zum Löschen, Ausschneiden und Einfügen innerhalb
der Symbolikliste.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Symboliktypen" dieses Kapitels.
Die Symbolikvorschau bietet Ihnen flexible Darstellungsfunktionen für eine einzelne
ausgewählte Symbolik. Sie können die Hintergrundfarbe und Vergrößerung der Vorschau
steuern, die Ursprungsposition für Punkt- und Textsymboliken anzeigen sowie die Linienund Flächenform festlegen, die in der Vorschau verwendet werden soll.
6-27
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Dialogfeld Symbolik
Das mit dem Befehl Legende > Symbolik aufgerufene Dialogfeld Symbolik ist für das
Erstellen und Verwalten von benannten Symbolikdefinition innerhalb des GeoWorkspaces
konzipiert. In diesem Dialogfeld können Sie die allgemeinen Eigenschaften einer Symbolik
ändern oder mit der Option Eigenschaften das Dialogfeld Symbolikeigenschaften
aufrufen, um den vollständigen Satz mit Eigenschaften zu bearbeiten. Wenn Sie auf die
Befehlsschaltfläche Einheiten klicken, wird außerdem das Dialogfeld Symbolikeinheiten
eingeblendet, in dem Sie die Maßeinheiten für die Eigenschaften der Symbolik festlegen
können.
Informationen zu diesen Dialogfeldern finden Sie in der Online-Hilfe.
So erstellen Sie eine benannte Symbolik
1. Wählen Sie Legende > Symbolik.
2. Klicken Sie auf Neu und wählen Sie einen Symboliktyp im Pulldown-Menü.
6-28
Arbeiten mit Kartenfenstern
3. Bearbeiten Sie die allgemeinen Eigenschaften der neuen Symbolik Ihren
Anforderungen entsprechend und klicken Sie auf Schließen.
ODER
Klicken Sie auf Eigenschaften, um das Dialogfeld Symbolikeigenschaften zu öffnen
und den vollständigen Satz mit Eigenschaften der neuen Symbolik einzusehen und zu
bearbeiten.
4. Wenn Sie mit den Bearbeiten der Eigenschaften fertig sind, klicken Sie auf OK, um
zum Dialogfeld Symbolik zurückzukehren.
So benennen Sie eine benannte Symbolik um
1. Wählen Sie Legende > Symbolik. Klicken Sie anschließend im Dialogfeld Symbolik
mit der rechten Maustaste auf den Namen oder das Symbol der Symbolik und wählen
Sie im Kontextmenü die Option Umbenennen.
2. Geben Sie im hervorgehobenen Feld einen neuen Namen für die Symbolik ein.
So löschen Sie eine benannte Symbolik
1. Wählen Sie Legende > Symbolik und markieren Sie in der Symbolikliste die
gewünschte Symbolik.
2. Klicken Sie in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Löschen oder wählen Sie die
Option Löschen im Kontextmenü aus.
Dialogfeld Symbolikeigenschaften
Mit dem Dialogfeld Symbolikeigenschaften können Sie vorhandene Symbolikdefinitionen
bearbeiten. Hierbei kann es sich um benannte Symboliken handeln, die im GeoWorkspace
enthalten sind oder um aktuelle Symboliken, die mit Legendeneinträgen verknüpft sind.
Das Bearbeiten einer Symbolikdefinition kann sich so einfach wie das Anpassen von
Symbolikeigenschaften (z.B. das Ändern der Farbe) gestalten, oder hochkomplex wie das
Ändern des grundlegenden Symboliktyps (z.B. Wechsel von einem Symbol zu einen Bild)
oder das Ändern der Symbolikzusammensetzung (z.B. Erstellen einer Symbolikkollektion).
Sie können außerdem die Symbolikdefinition im Dialogfeld Symbolik auswählen
ersetzen, das Sie über das Dialogfeld Symbolikeigenschaften aufrufen.
6-29
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Informationen zu diesem Dialogfeld finden Sie in der Online-Hilfe.
Hinweis: Sie können im Dialogfeld Symbolikeigenschaften ebenfalls neue Symboliken
erstellen, indem Sie Symbolik hinzufügen > Neue Symbolik wählen. In diesem Fall wird
die neue Symbolik des aktuellen Symboliktyps sofort der Liste mit
Symbolikzusammensetzungen im Dialogfeld Symbolikeigenschaften hinzugefügt.
Sie können auf das Dialogfeld Symbolikeigenschaften über die Dialogfelder Symbolik,
Symbolik auswählen, Legendeneintragseigenschaften und Thematische Darstellung
hinzufügen zugreifen sowie über das Kontextmenü der Legende.
Siehe hierzu "Hinzufügen von Einträgen zu der Legende" und "Erstellen thematischer
Karten".
Die Anzeige der Symbolikzusammensetzung im Dialogfeld Symbolikeigenschaften stellt
die Symbolik in hierarchischer Anordnung dar, wobei jede Komponente ein Symbol mit
der Symbolikdefinition enthält. Hier ist das Hinzufügen, Ersetzen, Löschen sowie die
Neuanordnung von Komponenten der Symbolikdefinition gestattet.
6-30
Arbeiten mit Kartenfenstern
Die Anzeige in der Symbolikvorschau ist vom Symboliktyp des in der
Symbolikbaumstruktur ausgewählten Elements abhängig. Sie können eine Vorschau der
gesamten Symbolik oder einer beliebigen Komponente einer Symbolikdefinition
durchführen.
Der gesamte Satz mit Symbolikeigenschaften kann auf zwei Registerkarten überprüft und
bearbeitet werden: der symbolikspezifischen Registerkarte für die Hauptsymbolik (z.B. der
Registerkarte Punktsymbolsymbolik), die die am häufigsten verwendeten
Symbolikeigenschaften enthält und auf der Registerkarte Erweitert.
Ausführliche Informationen der symbolikspezifischen Parameter auf beiden Registerkarten
und deren Definition finden Sie in der Online-Hilfe.
Das folgende Beispiel zeigt beide Registerkarten für eine Punktsymbolsymbolik.
Die Registerkarte Erweitert wird eingeblendet, wenn Sie eine beliebige Symbolik mit
Ausnahme von Flächen- und zusammengesetzter Symbolik auswählen. Die Registerkarte
ist jedoch für die Komponenten dieser beiden Symboliken verfügbar. Die Registerkarte
Erweitert bietet Ihnen eine symbolikspezifische umfassende Tabellenansicht aller Aspekte
der Symbolikdefinition, sowie die Spezifikationen von attributbasierten
Überschreibungsregeln derselben. Das Raster enthält eine Zeile für jede Eigenschaft sowie
drei Spalten mit Informationen zu jeder Eigenschaft. Das Raster bietet außerdem die
Möglichkeit zur Definition eines Standardwertes, auf den zurückgegriffen werden kann,
falls die attributbasierte Zuordnung fehlschlägt. Sie können die Eigenschaften der
Symbolik auf allgemeine Weise bearbeiten, indem Sie Standardeditoren für bekannte
Symbolikeigenschaftstypen wie Farbe, Symbolikdefinition oder einen von mehreren
nummerierten Typen verwenden. Alle unbekannten Symbolikeigenschaften werden als
Eingabefeld des entsprechenden Typs behandelt.
Es folgt eine Beschreibung der drei Spalten der Registerkarte Erweitert:
Eigenschaften — Eine schreibgeschützte Spalte mit einer alphabetischen Liste aller
Symbolikeigenschaften der ausgewählten Symbolik (z.B. Größe, Farbe und Drehung).
Wenn Sie mit dem Mauszeiger auf einer Zelle in dieser Spalte verweilen, wird der
Eigenschaftsname und Datentyp (Boolean, Double, Text usw.) als Quickinfo angezeigt.
6-31
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Standardwert — Eine Spalte mit Schreibzugriff, die für jede Symbolikeigenschaft den
Wert anzeigt, der Standardwert zum Darstellen des Objekts verwendet werden soll. Diese
Werte stimmen genau mit den Einstellungen überein, die für jeden Symboliktyp auf der
Registerkarte mit Hauptsymbolik verfügbar sind. Sie dienen als Backup-Wert auf den
zurückgegriffen werden kann, falls die attributbasierte Zuordnung fehlschlägt. Die Zellen
dieser Spalte sind entweder Eingabefelder oder enthalten Pulldown-Listen mit
verschiedenen Auswahlmöglichkeiten. Wenn Sie z.B. die Eigenschaft Displayable in der
Spalte Standardwert bearbeiten, erscheint nach Auswahl der Zelle eine Pfeilschaltfläche,
die eine Pulldown-Liste aufruft, in der verschiedene Optionen zur Auswahl stehen.
Wenn Sie auf andere Zellen klicken, wird die Zelle für die direkte Eingabe aktiviert oder
gegebenenfalls eine Pulldown-Liste mit Optionen eingeblendet. Diese Werte können
optional mit attributbasierten Ausdrücken aus der Spalte Attributbasiert überschrieben
werden.
Attributbasiert — Eine standardmäßig leere Spalte, die mit einem vorhandenen
Attributwert oder einem mit dem System für Funktionsattribute erstellten Ausdruck
ausgefüllt werden kann. Der Attributwert oder der Ausdruck wird bei der Darstellung
ausgewertet, wobei jedes von Null abweichende Ergebnis die Standardeigenschaft
überschreibt. Wenn Sie in diese Spalte klicken, erscheint eine Liste mit verfügbaren
Attributen. Sie können hier ein Attribut oder die Option Ausdrücke auswählen. Wenn Sie
die Option Ausdrücke wählen, wird das Dialogfeld Ausdrücke des Systems für
Funktionsattribute aufgerufen, damit Sie einen Ausdruck erstellen können. Abhängig vom
Datentyp der ausgewählten Eigenschaft, wird der Liste mit verfügbaren Attributen für
jedes dem Datentyp entsprechende Attribut ein Eintrag hinzugefügt.
Siehe hierzu "Funktionsattribute" im Kapitel "Analysieren von Daten".
Das folgende Beispiel zeigt wie Sie das darzustellende Punktsymbol mithilfe einer
attributbasierte Definition festlegen können. Der Punktsymbolsymboliktyp verfügt über
eine Quelleigenschaft, die die zu verwendende Symboldatei identifiziert. Bei Dateitypen
für mehrere Symbole (*.fsm, *.cel, *.svg) wird dieser Definition der Symbolname
angehängt. Die Syntax für diese Eigenschaft lautet “Source;Name”. In unserem Beispiel
entspricht Source dem Symboldateinamen und Name entspricht dem Attribut. Sie können
einen Ausdruck zum Erstellen der für die Eigenschaft Source erforderlichen Syntax kann
folgendermaßen erstellen:
CONCATENATE(";","Symboldateinamen",Attribut)
Symboldateiname = "C:\Program Files\GeoMedia Professional\Symbols\BaseMap.svg"
Attribut = Feature_Type
6-32
Arbeiten mit Kartenfenstern
In diesem Beispiel entspricht der Symbolname in BaseMap.svg dem Attributwert
Feature_Type genau, wie etwa School, Church, Cemetery usw.
Ein weiteres Beispiel zeigt wie Sie die Definition Attributbasiert zum Steuern des
Darstellungsstatus eines Objekts einsetzen können, indem Sie die Eigenschaft Displayable
mithilfe eines Ausdrucks festlegen. Sie können einen Legendeneintrag basierend auf den
aktuellen Darstellungsmaßstab des Kartenfensters ein- und ausschalten oder eine
individuelle Objektinstanz aufgrund des Attributs des Objekts. Die Eigenschaft
Displayable entspricht dem Datentyp Boolean und erfordert daher die Definition True oder
False. Sie können einen logischen Ausdruck verwenden, um den Wert True auszugeben.
Sie können die folgende Syntax verwenden, um festzulegen dass das Objekt dargestellt
werden soll, wenn der Darstellungsmaßstab größer als 100.000 ist.
DISPLAYSCALE() > 100000
Sie können ebenfalls einen Darstellungsmaßstabsbereich festlegen, indem Sie folgende
Syntax verwenden.
DISPLAYSCALE() > 100000 AND DISPLAYSCALE() < 500000
Zum Überprüfen auf einen Attributwert können Sie folgende Syntax verwenden:
IF (MeinAttribut="Brücke", TRUE(), FALSE())
ODER
IF (MeinAttribut ISNULL, TRUE(), FALSE())
In diesen Beispielen verfügt das Objekt über ein Attribut mit dem Namen "MeinAttribut".
Beim ersten Test wird das Objekt nur dann dargestellt, wenn dieser Wert "Brücke" lautet.
Beim zweiten Test wird das Objekt immer dann dargestellt wenn "MeinAttribut" nicht
definiert wurde.
Hinweis: Wenn Sie für die Eigenschaft Displayable in zusammengesetzten oder
Kollektionssymbolikstrukturen attributbasierte Definitionen verwenden, muss jeder
Blattknoten in der Baumstruktur definiert sein. Beispiel: Bei einer Flächensymbolik muss
die Eigenschaft Displayable sowohl für die Umringsymbolik als auch für die Füllsymbolik
auf den entsprechenden Ausdruck festgelegt sein.
6-33
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So bearbeiten Sie die Symbolik eines Legendeneintrags
1. Rufen Sie das Dialogfeld Legendeneintrageigenschaften auf, indem Sie auf den
Symbolikschlüssel für den Legendeneintrag doppelklicken. Klicken Sie anschließend
auf die Schaltfläche Eigenschaften, um das Dialogfeld Symbolikeigenschaften zu
öffnen.
ODER
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Legendeneintrag und wählen Sie im
Kontextmenü die Option Legendeneintragseigenschaften. Klicken Sie anschließend
auf die Schaltfläche Eigenschaften, um das Dialogfeld Symbolikeigenschaften zu
öffnen.
ODER
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Legendeneintrag und wählen Sie im
Kontextmenü die Option Symbolikeigenschaften, um das Dialogfeld
Symbolikeigenschaften zu öffnen.
2. Bearbeiten Sie die gewünschten Symbolikeigenschaften.
3. Klicken Sie OK, um die an den Symbolikeigenschaften vorgenommenen Änderungen
zu speichern.
Dialogfeld Symbolik auswählen
Im Dialogfeld Symbolik auswählen können Sie aus den benannten Symboliken des
GeoWorkspaces eine vorhandene Symbolikdefinition auswählen. Sie rufen das Dialogfeld
Symbolik auswählen auf, indem Sie Im Dialogfeld Symbolikeigenschaften die Option
Symbolik hinzufügen > Symbolik auswählen oder > Symbolik ersetzen wählen. Wenn
Sie eine benannte Symbolik auswählen, können Sie sie unverändert verwenden oder die
Definition der Symbolik vor deren Verwendung bearbeiten. Einfache Änderungen können
Sie über die allgemeinen Eigenschaften im Dialogfeld Symbolik auswählen vornehmen.
Für umfangreichere Änderungen können Sie das Dialogfeld Symbolikeigenschaften
aufrufen, indem Sie auf die Schaltfläche Eigenschaften klicken. Sie können auch aus der
von Ihnen vorgenommenen Auswahl bzw. Ihren Änderungen eine neu benannte Symbolik
erstellen.
6-34
Arbeiten mit Kartenfenstern
Informationen zu diesem Dialogfeld finden Sie in der Online-Hilfe. Weitere Informationen
zu Symboliken finden Sie im Abschnitt “Symboliktypen".
Dialogfeld Legendeneintragseigenschaften
Im Dialogfeld Legendeneintragseigenschaften können Sie festlegen, wie ein Objekt im
Kartenfenster abgebildet werden soll, indem Sie einen vorhandenen Legendeneintrag
bearbeiten. Die in diesem Dialogfeld angezeigten Optionen und Felder sind je nach der
Symbolik des ausgewählten Legendeneintrag unterschiedlich, und sind mit Ausnahme der
zusätzlichen Schaltfläche Anwenden identisch mit den Optionen, die für jede Symbolik im
Dialogfeld Thematische Darstellung hinzufügen zur Verfügung stehen. Mit der
Schaltfläche Anwenden können Sie den ausgewählten Legendeneintrag mit den im
Dialogfeld vorgenommenen Einstellungen aktualisieren, ohne das Dialogfeld
auszublenden. Sie können von diesem Dialogfeld auch auf die Dialogfelder
Symbolikeigenschaften und Symbolik benennen zugreifen. Sie rufen das Dialogfeld
Legendeneintragseigenschaften auf, indem Sie auf den Symbolikschlüssel eines
Legendeneintrags doppelklicken oder die entsprechende Option im Kontextmenü der
Legende auswählen.
6-35
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So ändern Sie den Symboliktyp eines Legendeneintrags
Für die Darstellung von Legendeneinträgen im Kartenfenster stehen drei Symboliktypen
zur Verfügung: Standard, Thematisch nach Bereichen und Thematisch nach
eindeutigen Werten. Siehe Abbildung:
Der Symboliktyp Standard stellt alle ausgewählten Objekte mit derselben
Symbolikdefinition dar. Die Symboliktypen Thematische Darstellung nach Bereichen
und Thematische Darstellung nach eindeutigen Werten stellen das ausgewählte Objekt
in Klassen unterteilt dar, wobei jede Klasse über eine eigene Symbolikdefinition verfügt.
Ein Legendeintrag mit einer Standarddefinition kann zu einer thematischen Definition
erweitert werden. Ebenso kann eine thematische zu einer Standarddefinition
zusammengefasst werden.
6-36
Arbeiten mit Kartenfenstern
So wechseln Sie von einer Legendenpräsentation zu einer anderen
1. Wählen Sie einen Legendeneintrag aus, klicken Sie mit der rechten Maustaste und
wählen Sie die Option Legendeneintragseigenschaften im Kontextmenü aus.
ODER
Doppelklicken Sie auf den Symbolikschlüssel eines Legendeneintrags, um das
Dialogfeld Legendeneintragseigenschaften aufzurufen.
2. Wählen Sie im Feld Typ des Dialogfelds Legendeneintragseigenschaften den
gewünschten Symboliktyp aus.
3. Legen Sie die entsprechenden Parameter fest und klicken Sie auf OK.
Weitere Informationen zu diesem Dialogfeld finden Sie in der Online-Hilfe sowie im
Abschnitt “Erstellen thematischer Karten” in diesem Kapitel.
Abrufen von Symbolen für Objektklassendarstellungen
Das Dienstprogramm Symboldatei definieren bietet Ihnen die Möglichkeit Symbole aus
mehreren verschiedenen Eingabeformaten in das Format für GeoMediaObjektsymboldateien (.fsm) zu konvertieren sowie als SVG-Dateien (.svg) auszugeben.
Die Software enthält mehrere Symbolbibliotheken mit Symbolen, mit denen Sie
Punktobjekte darstellen sowie Linien- und Flächenobjekte bemustern können. Die
Symbolbibliotheken sind nach Industriezweigen geordnet, wie beispielsweise GIS
(GISsym.fsm), Energieversorgung (UTILsym.fsm), Freizeit (recreation.fsm), Transport- und
Verkehrswesen (transportation.fsm), usw. Sie befinden sich unter
<Laufwerk:>\Programme\GeoMedia Professional\Symbols. Sie können den
Standardordner auf der Registerkarte Dateiablagen des Dialogfelds Optionen ändern.
Falls diese Symbolbibliothekdateien nicht die gewünschten Symbole enthalten, können Sie
mithilfe des Dienstprogramms Symboldatei definieren eigene Symbolbibliothekdateien
erstellen. Dieses Dienstprogramm unterstützt verschiedene Dateitypen u.a.
Kartenfenstersymboldateien (.fsm), Layoutfenstersymboldateien (.sym), MicroStationZelldateien (.cel) oder AutoCAD-Blockdateien (.dwg).
Siehe Dienstprogramm "Symboldatei definieren".
6-37
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So erstellen Sie eigene Symboldateien
1. Wählen Sie Start > Programme > GeoMedia Professional > Dienstprogramme
>Symboldatei definieren.
2. Gehen Sie folgendermaßen vor, um Kartenfenstersymboldateien (.fsm),
Layoutfenstersymboldateien (.sym), MicroStation- Zelldateien (.cel) oder AutoCADBlockdateien (.dwg) aus einer vorhandenen Datei in eine neue Datei zu platzieren.
−
Klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen.
−
Wählen Sie im Dialogfeld Aus Datei hinzufügen in der Liste einen Dateityp und
klicken Sie auf Öffnen.
−
Verwenden Sie die UMSCHALT- und die STRG-Taste, um Symbole aus der Liste
zu wählen.
−
Klicken Sie auf Einfügen.
−
Klicken Sie auf Schließen.
Die ausgewählten Symbole werden der neuen Bibliotheksdatei hinzugefügt.
Symbolfarben, die dem Hintergrund des Kartenfensters entsprechen, werden ggf.
durch eine andere Farbe ersetzt, damit sie sich vom Hintergrund der Anwendung
abheben.
3. Um den Namen oder die Beschreibung eines Symbols zu ändern, wählen Sie es aus
und klicken auf Bearbeiten. Nehmen Sie die Änderungen vor und klicken Sie im
Dialogfeld Symbole bearbeiten auf OK.
4. Wenn Sie ein Symbol aus der Bibliothek entfernen wollen, wählen Sie es aus und
klicken anschließend auf Entfernen.
5. Klicken Sie auf Speichern unter und speichern Sie die geöffnete Datei im Ordner
\symbols.
6. Schließen Sie das Dialogfeld Symboldatei definieren.
6-38
Arbeiten mit Kartenfenstern
Hinweis: 1)Um zu gewährleisten, dass die richtige Farbdefinition aus einer MicroStationZellbibliothek in die neue GeoMedia Professional-Symboldatei übertragen wird, kopieren
Sie die beim Erstellen der Zellen verwendete Farbtabelle der MicroStationZeichnungsdatei unter
<Laufwerk>:\Programme\GeoMediaProfessional\Program\Color.tbl. Die der Farbtabelle
entnommenen RGB-Definitionen werden zum Erstellen der neuen Symbole verwendet. 2)
Wenn MicroStation-Schriftarten in den .cel-Dateien verwendet werden, müssen Sie zur
korrekten Übersetzung dieser Schriftarten die Schriftart-Ressourcendatei in das
Verzeichnis <Laufwerk>:\Programme\GeoMedia Professional\Program\Symtrans\font.rsc
kopieren und den gleichen Ort im Eintrag ‘MS Resource files’ im Abschnitt [Options] der
Datei <Laufwerk>:\Programme\GeoMedia
Professional\Program\Symtrans\DGNGT2D.ini aktualisieren.
Erstellen von Symbolen im Layoutfenster für den
Gebrauch im Kartenfenster
Mit einem Arbeitsablauf in zwei Schritten können Sie Ihre eigenen Symbole im
Layoutfenster erstellen. Als Erstes erstellen Sie das gewünschte Symbol mit den
Zeichenbefehlen im Layoutfenster als Layoutfenster-Symboldatei (.sym), anschließend
fügen Sie diese mit dem Dienstprogramm Symboldatei definieren einer GeoMediaObjektsymboldatei (.fsm) oder einer SVG-Datei (.svg) hinzu.
Hinweis: Wenn Sie auf eine fsm-Datei doppelklicken, wird das Dienstprogramm
Symboldatei definieren gestartet.
Wenn Sie die Layoutfenster-Symboldateien erstellen, sollten Sie die Grafik im richtigen
Ausgabemaßstab und in der Größe, in der Sie vorhaben, das Symbol zu verwenden, sowie
mit der entsprechenden Linienbreite und den Farben zeichnen. Beim Konvertieren in eine
GeoMedia-Objektsymboldatei sind die Symbolgröße und alle Linienbreiten proportional.
Sie können Symbole zwar während der Platzierung skalieren, die Ergebnisse sind jedoch
oftmals nicht zufriedenstellend, da sich beim Ändern der Größe von Geometrie auch die
Linienbreite verändert. Wenn die mit dem Dienstprogramm definierte Symbolgröße der
ursprünglichen Symbolgröße im Layoutfenster entspricht, wird das Symbol im
Kartenfenster genauso wie im Layoutfenster dargestellt.
Siehe auch "Abrufen von Symbolen für Objektklassendarstellungen" in diesem Kapitel
sowie die Online-Hilfe zum Dienstprogramm Symboldatei definieren.
6-39
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So erstellen Sie eine Layoutfenster-Symboldatei
1. Zeichnen Sie mit den Befehlen auf der Funktionsleiste Zeichnen die entsprechenden
Elemente auf ein Layoutblatt und platzieren Sie sie in einem Auswahlsatz.
Hinweis: Wenn Sie mit verschiedenen Elementen ein Symbol erstellen, halten Sie die
STRG-Taste gedrückt, während Sie Elemente mit dem Auswahlwerkzeug auswählen
2. Wählen Sie in der Funktionsleiste Zeichnen den Befehl Zeichnen > Symbol erstellen.
3. Klicken Sie auf einen Punkt auf dem Layoutblatt, um den Ursprung des Symbols
festzulegen.
4. Wählen Sie im Dialogfeld Speichern unter das Verzeichnis aus und geben Sie dann
einen entsprechenden Namen ein.
Das Dokument wird mit der Erweiterung .sym gespeichert.
So fügen Sie eine Layoutfenster-Symboldatei einer KartenfensterSymboldatei hinzu
1. Wählen Sie Start > Programme > GeoMedia Professional > Dienstprogramme
>Symboldatei definieren.
2. Gehen Sie folgendermaßen vor, um Layoutfenstersymbole (.sym) in eine neue oder
vorhandene Datei zu platzieren:
−
Klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen.
−
Wählen Sie im Dialogfeld Aus Datei hinzufügen im Feld Dateityp den Typ
Layoutfenster-Symboldatei (*.sym), wählen Sie anschließend eine Datei aus der
Liste und klicken Sie auf Öffnen.
−
Wählen Sie das Symbol in der Liste.
−
Klicken Sie auf Einfügen.
−
Klicken Sie auf Schließen.
Das ausgewählte Symbol wird der neuen Bibliotheksdatei hinzugefügt.
3. Klicken Sie auf Speichern unter und speichern Sie die geöffnete Datei im Ordner
\symbols.
4. Schließen Sie das Dialogfeld Symboldatei definieren.
6-40
Arbeiten mit Kartenfenstern
Legenden
Die Legende enthält die folgenden Komponenten:
•
Eine Titelleiste.
•
Zwei Registerkarten Darstellungsreihenfolge und Gruppen.
•
Legendeneinträge, mit denen Sie die Darstellung der Objekte im aktiven Kartenfenster
steuern. Legendeneinträge können Titel, Untertitel und Überschriften enthalten.
Die Registerkarten der Legende
Die Legende verfügt über zwei Registerkarten, die Ihnen zwei Methoden zur Ansicht Ihrer
Kartenfensterdaten bieten. Die Registerkarte Darstellungsreihenfolge zeigt die
Darstellungspriorität aller Legendeneinträge an. Es handelt sich hierbei um die traditionelle
Perspektive, bei der die Anordnung der Legendeneinträge von unten nach oben die
Reihenfolge bestimmt, in der Daten dargestellt werden. Die Registerkarte Gruppen zeigt
die logischen Beziehungen zwischen allen Legendeneinträgen in Form von Gruppen bzw.
Kategorien an. Dies bietet Ihnen die Möglichkeit, Legendeneinträge unabhängig von deren
Darstellungsreihenfolge zu gruppieren und anzuordnen. Auf diese Weise können Sie den
Legendeneinträgen nicht nur eine benutzerdefinierte Anordnung auferlegen, die
unabhängig von der Darstellungsreihenfolge ist, sondern auch Gruppenvorgänge (z.B.
Darstellung Aus) in einem einzigen Arbeitsschritt durchführen. Diese Funktion ist
besonders hilfreich, wenn Ihre Legende viele Legendeneinträge enthält, Sie aber für
bestimmte Arbeitsabläufe nur eine begrenzte Anzahl von Legendeneinträgen darstellen
müssen. Sie können dies auf einfache Weise erreichen, indem Sie Legendeneinträge auf
der Registerkarte Gruppen in Gruppen zusammenfassen.
6
6-41
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Hierarchische Anzeige von Legendeneinträgen
Beide Registerkarten der Legende enthalten eine hierarchische Anordnung von
Legendeneinträgen in einer Baumstruktur und unterstützen ähnliche Funktionen. Der
Unterschied bestehen darin, dass sich die Änderung der Position eines Legendeneintrags
auf der Registerkarte Darstellungsreihenfolge auf alle Legendeneinträge auswirkt und die
Änderung der Position eines Legendeneintrags auf der Registerkarte Gruppen nicht.
Die Ansichten beider Registerkarten enthalten ebenfalls zwei Legendeneintragstypen:
Blattknoteneinträge und Gruppeneinträge. Blattlegendeneinträge werden im Kartenfenster
dargestellt, währenddem Gruppenlegendeneinträge eine Kollektion von Legendeneinträgen
(Blatt/Gruppe) repräsentieren. Bei einem Legendeneintrag kann es sich entweder um eine
Gruppe handeln, die andere Legendeneinträge enthält oder um einen Blattknoten, der die
Darstellung von Daten durchführt, jedoch nicht um beide. Dem Grad der Verschachtelung
sind keine Grenzen auferlegt. Gruppenlegendeneinträge können erweitert oder reduziert
werden. Blattlegendeneinträge befinden sich häufig auf beiden Registerkarten der Legende
und können auch über beide Registerkarten manipuliert werden. Gruppenlegendeneinträge
befinden sich gewöhnlich nut auf der Registerkarte Gruppen. Eine Ausnahme hierbei
bilden thematische Gruppen auf der Registerkarte Darstellungsreihenfolge.
Die zum Erstellen der Gruppe verwendete Methode bestimmt die Art der Änderungen, die
innerhalb der Gruppe zur Verfügung stehen. Bei einer zur thematischen Darstellung
erstellten Gruppe kann beispielsweise nur die Anordnung von Elementen innerhalb der
Gruppe geändert werden. Bei einer mit dem Befehl Kategorien oder Neue Gruppe
erstellten Gruppe können die Elemente nicht nur innerhalb der Gruppe neu angeordnet
werden, es können auch Elemente hinzugefügt und gelöscht werden. Das Ändern des
Inhalts einer Gruppe die mit dem Befehl Kategorien erstellt wurde, wirkt sich nur auf die
Legende aus und hat keinerlei Einfluss auf die ursprüngliche Kategorie.
Es ist jeweils nur eine Registerkarte der Legende sichtbar. Sie können jedoch schnell von
einer Registerkarte zur anderen wechseln, indem Sie auf das entsprechende Register am
unteren Rand der Legende klicken. Beide Registerkarten wird die unterstützen die
beliebige Gruppierung. Wenn Sie die Eigenschaften eines Legendeneintrags auf einer
Registerkarte ändern (z.B. Darstellungsmodus oder Titel), werden die Änderungen im
entsprechenden Legendeneintrag auf der anderen Registerkarte wiedergegeben, sofern der
Eintrag auf dieser Registerkarte vorhanden ist (Gruppen befinden sich gewöhnlich nur auf
einer Registerkarte).
6-42
Arbeiten mit Kartenfenstern
Die Auswahl von Legendeneinträgen ist beiden Registerkarten gemeinsam. Wenn Sie also
einen Legendeneintrag auf einer Registerkarte auswählen wird er auch auf der anderen
Registerkarte ausgewählt, wenn er dort vorhanden ist. Alle Vorgänge, die Sie an einem
Gruppenelement vornehmen werden auf alle ihm untergeordneten Legendeneinträge
angewendet, unabhängig davon ob diese Einträge ausgewählt wurden oder nicht. Auch
wenn Sie einen Blattlegendeneintrag auf einer Registerkarte auswählen, wird der
entsprechende Legendeneintrag auf der anderen Registerkarte ausgewählt.
Andocken der Legende
Mit der Option Legendenposition im Kontextmenü des Kartenfensters, können Sie die
Legende an einer für Ihren Arbeitsablauf geeigneten Position im Kartenfenster andocken.
Mit diesem Befehl können Sie die Legende an einer der drei folgenden Positionen
innerhalb des Kartenfensters platzieren:
Unverankert
angedockt
(Standardeinstellung)
Links angedockt
Rechts
Im angedockten Zustand können Sie die relative Größe der Legende und des
Kartenfensters steuern. Bei dieser Konfiguration, verdeckt die Legende keinerlei Daten im
Kartenfenster. Die Höhe der Legende ist auf die Höhe des Kartenfensters fixiert. Im
unverankerten Zustand, nimmt die Legende ihre übliche Position frei beweglich über dem
Kartenfenster ein.
Hinweis: Bei einer unverankerten Kartenlegende wird der Titel der benannten Legende
angezeigt. Sie können diesen Namen über das Dialogfeld Legendeneigenschaften ändern.
Der zu jedem Legendeneintrag gehörende Grafikschlüssel kann je nach Ihrer Auswahl als
großes, mittelgroßes oder kleines Symbol dargestellt werden, wobei die Größe für Punktund Grafiktextobjekte unterschiedlich sein kann. Hier stehen Ihnen außerdem Optionen für
Statistik zur Verfügung. Bei neuen Kartenfenstern ist die Statistikfunktion standardmäßig
aktiviert.
6-43
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Anpassen der Legendengröße
Sie können die Größe einer unveränderten Kartenlegende ändern, indem Sie eine Ecke
oder eine beliebige Kante des Legendenrahmens ziehen. Sie können die Größe einer am
linken Kartenfensterrand angedockten Legende verändern, indem Sie den Mauszeiger auf
den rechten Rand der Legende stellen, warten bis er die Form einer vertikalen Leiste ( )
annimmt, mit der linken Maustaste klicken und die vertikale Leiste an die gewünschte
Position im Kartenfenster ziehen. Sie können die Größe einer am rechten
Kartenfensterrand angedockten Legende auf gleiche Weise verändern, indem Sie die
vertikale Leiste vom linken Rand der Legende an die gewünschte Position ziehen. Bei
angedockten Legenden können Sie auf diese Weise jedoch nur die Breite der Legende
ändern, da angedockte Legenden immer die gleiche Höhe wie das Kartenfenster aufweisen.
Sie können außerdem die Option Legende einpassen im Kontextmenü verwenden, um die
Größe der Legende auf die minimale Textumgrenzung der Legendeneinträge zu ändern.
Das Verhalten ist je nach Verankerungszustand der Kartenlegende unterschiedlich: Bei
einer unverankerten Legende wird die Größe der Kartenlegende der minimalen
Textumgrenzung für alle Legendeneinträge angepasst. Bei einer angedockten Legende
wird die Breite der Kartenlegende der minimalen Textumgrenzung aller Legendeneinträge
angepasst, während die Höhe der Legende immer der Höhe des Kartenfensters entspricht.
6-44
Arbeiten mit Kartenfenstern
Symbolikschlüssel der Legende
Die folge Abbildung stellt die verschiedenen Standardsymbolikschlüssel für
Legendeneinträge dar:
Die Legende enthält für jedes Kartenobjekt einen Eintrag. Wenn für eine Objektklasse oder
Abfrage mehrere Geometrie- oder Textattribute in der Objekttabelle vorhanden sind, wird
der Legende für jedes dieser Attribute ein getrennter Eintrag hinzugefügt.
Jeder Eintrag enthält einen Titel und einen Symbolikschlüssel. Wenn für eine Legende die
Statistikanzeige aktiviert ist, zeigt der Eintrag neben dem Titel in Klammern die Anzahl
der Kartenobjekte an. Die Symbolikschlüssel für Objektklassen und Abfragen sind
dynamisch und bezeichnen den Geometrietyp der Objektklasse (Punkt, Linie, Fläche oder
Zusammengesetzt). Die Symbolikschlüssel für thematische Darstellungen, Bilder und Text
sind statisch und bezeichnen den Objekttyp. Sie können Symbolikschlüssel ändern, indem
Sie auf einen Symbolikschlüssel doppelklicken, um das Dialogfeld
Legendeneintragseigenschaften aufzurufen.
Siehe Abschnitt “Symbolik” in diesem Kapitel.
6-45
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Zu den Symbolikschlüsseln zählen die folgenden:
Symbolikschlüssel
Objekttyp
Punktobjektklasse
Linienobjektklasse
Flächenobjektklasse
Textbeschriftung
Zusammengesetzte Objektklasse
Bildobjektklasse
Thematische Darstellung nach Bereichen
Thematische Darstellung mit eindeutigen Werten
Symbolikschlüssel zeigen ferner den Status dieser Legendeneinträge:
Symbolikschlüssel
Anzeige
Die Daten sind nicht geladen. Mögliche Ursachen sind:
• Wenn Sie während des Ladens des Kartenobjekts ESC drücken, wird
der Legendeneintrag erstellt, ohne dass die Daten geladen werden.
• Wenn Sie die Darstellung eines Kartenobjekts deaktivieren, die
Warehouseverbindung oder den GeoWorkspace schließen und
anschließend die Verbindung oder den GeoWorkspace erneut öffnen,
werden die Daten nicht geladen.
• Wenn Sie eine Legende durch eine benannte Legende ersetzen, bei
der die Darstellung eines Kartenobjekts deaktiviert ist, werden die
Daten für dieses Kartenobjekt nicht geladen.
•
Wenn Sie auf der Registerkarte Allgemein des Dialogfelds
Optionen (Befehl Extras > Optionen) das Kontrollkästchen Beim
Öffnen des GeoWorkspaces keine Daten laden eingeschaltet
haben, werden keine Legendeneinträge geladen.
•
Wenn das Kartenobjekt auf Nach Maßstab darstellen eingestellt
und nicht sichtbar ist, befindet sich der Legendeneintrag
gegenwärtig nicht im entsprechenden Maßstabsbereich.
Der Status des Legendeneintrags ist ungültig. Dies kann bedeuten, dass
die Objekttabelle gelöscht wurde oder dass ein Attribut so geändert
wurde, dass die Darstellung von Daten nicht möglich ist.
6-46
Arbeiten mit Kartenfenstern
Symbolikschlüssel
Anzeige
Das Kartenobjekt ist lokalisierbar. Sie können die Maus verwenden, um
auf ein Kartenobjekt zu klicken und dessen Attributinformationen
abzurufen.
Das Kartenobjekt ist maßstababhängig. Das bedeutet, dass das Objekt
nur dargestellt wird, wenn das Kartenfenster innerhalb eines
bestimmten Maßstabsbereichs dargestellt wird.
Ein- und Ausblenden der Legende
Wenn die Legende im Kartenfenster nicht angezeigt wird, können Sie sie folgendermaßen
einblenden:
•
Wählen Sie im Menü Ansicht > Legende. Ein Häkchen neben dem Eintrag Legende
im Menü zeigt an, dass die Legendenanzeige eingeschaltet ist.
•
Wählen Sie die Option Legende im Kontextmenü des Kartenfensters.
Sie können die Legende folgendermaßen ausblenden:
•
Wählen Sie das Menü Ansicht und deaktivieren Sie den Eintrag Legende.
•
Deaktivieren Sie die Option Legende im Kontextmenü des Kartenfensters.
•
Doppelklicken Sie auf das Legendensymbol oder auf das X in der Legendentitelleiste,
falls diese angezeigt wird.
Hinzufügen von Kartenobjekten zu der Legende
Wenn Sie ein Kartenobjekt, wie z.B. eine Objektklasse oder ein Rasterbild der Legende
hinzufügen, wird es auch im aktiven Kartenfenster dargestellt, sofern sich dieses im
Darstellungsbereich befindet. Der Legendeneintrag steuert die Symbolik für Objekte,
Abfragen, kategorisierte Elemente und Referenzobjekte. Sie können Kartenobjekte
mehrmals hinzufügen, um verschiedene Legendeneinträge mit unterschiedlicher Symbolik
zu erstellen. Die Objekte, Abfragen, kategorisierten Elemente und Referenzobjekte für
räumliche Filter selbst werden jedoch nur einmal geladen. Objekte, Abfragen,
kategorisierte Elemente und Referenzobjekte für räumliche Filter werden also nicht
dupliziert, sondern nur auf verschiedene Weisen dargestellt.
Hinweis: Wenn Sie das Laden von Kartenobjekten durch Drücken auf ESC unterbrechen,
wird der Eintrag in der Legende angezeigt, ohne dass Daten geladen werden. Wählen Sie
im Kontextmenü der Legende den Eintrag Daten laden, um die Daten erneut zu laden.
6-47
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie können der Legende Einträge für die folgenden Typen von Kartenobjekten hinzufügen:
•
Objektklassen (Legende > Legendeneinträge hinzufügen)
•
Abfragen (Legende > Legendeneinträge hinzufügen oder Analyse > Abfragen >
Darstellen sowie die meisten Analysebefehle)
•
Thematische Darstellungen (Legende > Thematische Darstellung hinzufügen)
•
Rasterbilder (Legende > Legendeneinträge hinzufügen oder Warehouse > Bilder)
Siehe hierzu "Einfügen von Bildern in Warehouses" im Kapitel "Arbeiten mit Bildern".
Hinzufügen von Einträgen zu der Legende
Mit dem Befehl Legendeneinträge hinzufügen können Sie der Legende des aktiven
Kartenfensters mehrere Legendeneinträge aus dem Satz mit allen Verbindungen und
Abfragen hinzufügen. Sie können die Objektklassen/Abfragen aus
Warehouseverbindungen, Kategorien, Referenzobjekten oder Abfrageknoten auswählen.
Hinweis: Der Knoten Kategorien erscheint nur dann in der Liste, wenn Kategorien mit
dem Befehl Warehouse > Kategorien erstellt wurden. Ebenso erscheint der Knoten
Referenzobjekte nur dann in der Liste, wenn Sie mit dem Befehl Warehouse >
Räumliche Filterreferenzobjekte Referenzobjekte erstellt haben.
Jede Objektklasse/Abfrage wird anhand des entsprechenden Standardlegendeneintrags in
der Hauptlegende dargestellt. Wenn ein Legendeneintrag für eine Objektklasse oder
Abfrage in der Hauptlegende gefunden wird, fügt dieser Befehl der Legende eine Kopie
des Hauptlegendeneintrags hinzu. Wenn kategorisierte Element im GeoWorkspace
definiert sind. können Sie automatisch Gruppen und Untergruppen von Legendeneinträgen
nach Kategorie und Unterkategorie erstellen oder hinzufügen.
Nachdem Sie die der Legende hinzuzufügenden Elemente ausgewählt haben, erstellt der
Befehl für jede ausgewählte Objektklasse und Abfrage sowie jedes kategorisiertes Element
und Referenzobjekt einen Legendeneintrag. Dieser Befehl erstellt außerdem
Legendeneinträge für alle sekundären Geometriefelder aller ausgewählten Objektklassen
oder Abfragen, Entspricht ein sekundäres Geometriefeld jedoch dem Typ
Erfassungsbereich (Coverage) , wird hierfür kein Legendeneintrag erstellt.
6-48
Arbeiten mit Kartenfenstern
Das Gruppieren von Legendeneinträgen nach Kategorien stellt eine hilfreiche Methode
zum Verwalten großer Mengen von Objekten und Abfragen dar, indem Sie sie anhand
gemeinsamer Eigenschaften in Legendengruppen anordnen. Kategorien ordnen
Objektklassen und Abfragen in einer einzelnen Gruppe an und erleichtern somit deren
Bearbeitung als Ganzes wie z.B. einer Pufferzone um ein Straßenobjekt. Legendengruppen
ordnen diese Legendeneinträge in einer einzelnen Gruppe an, um das Lokalisieren und die
Manipulation bei umfangeichen Legenden zu erleichtern. Wenn Sie Kategorien zum
Anordnen Ihrer Objekte erstellt haben, verwendet die Option Legendeneinträge nach
Kategorien gruppieren diese Kategorien, um beim Hinzufügen von Objekten zur
Legende automatisch entsprechende Legendengruppe auf der Registerkarte Gruppen der
Legende zu erstellen. Alle neuen Gruppen werden in alphabetischer Reihenfolge oben in
der Legende hinzugefügt. Ist bereits eine entsprechende Legendengruppe auf der
Registerkarte Gruppen enthalten, werden die neuen Legendeneinträge dieser Gruppe
hinzugefügt. Es wird keine doppelte Gruppe erstellt.
So fügen Sie der Legende Einträge hinzu
1. Wählen Sie Legende > Legendeneinträge hinzufügen.
6
6-49
Arbeiten mit GeoMedia Professional
2. Erweitern Sie gegebenenfalls die Knoten der Baumstruktur und wählen Sie die
Kategorien, Abfragen, Referenzobjekte oder Verbindungsknoten, um alle in diesen
Gruppen enthaltenen Objekte auszuwählen oder wählen einzelne Objekte innerhalb
jeder Gruppe, indem Sie das entsprechende Objekt unter jedem Knoten auswählen.
3. Optional: Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Legendeneinträge nach Kategorien
gruppieren.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK, um die ausgewählten Legendeneinträge
hinzuzufügen.
So fügen Sie der Legende Bildeinträge hinzu
Bildeinträge werden der Legende auf gleiche Weise wie jede andere Objektklasse
hinzugefügt. Bei dieser Methode wird die gesamte Bildobjektklasse hinzugefügt. Das
bedeutet, dass jedes der ausgewählten Bildobjektklasse zugehörige Bild mit dem neuen
Legendeneintrag verbunden ist. Falls dies nicht Ihren Anforderungen entspricht, können
Sie mit dem Befehl Bilder (Warehouses > Bilder) festlegen, welche Bildeinträge
innerhalb einer Objektklasse mit dem neuen Legendeneintrag verbunden werden sollen.
Erstellen thematischer Karten
Die thematische Darstellung von Karten ist ein Vorgang zum Klassifizieren von Daten
aufgrund der Attributwerte einer ausgewählten Objektklasse. So kann beispielsweise die
Objektklasse states (enthalten in USSampleData.mdb) thematisch dargestellt werden,
indem Sie die Staaten nach ihrer Durchschnittstemperatur in Bereiche unterteilen, die Sie
durch eindeutige Symbolik (z.B. Farbfüllung) voneinander unterscheiden können. Alle
Geometrietypen mit Ausnahme von Bildern können thematisch dargestellt werden. Sie
werden automatisch aktualisiert, falls sich die Quelldaten ändern. Thematische Karten
werden mit dem Befehl Thematische Darstellung hinzufügen erstellt und bearbeitet.
6-50
Arbeiten mit Kartenfenstern
Mit diesem Befehl können Sie die Attribute von grafischen Daten zuordnen und die Grafik
aufgrund des Wertes in einer benutzerdefinierten Attributspalte (Thema) symbolisieren. In
anderen Worten: GeoMedia Professional kann ein Bild in der Kartenansicht zeichnen, dass
die in der Objektklassentabelle enthaltenen Attributdaten wiedergibt. Diese Art der
Datenpräsentation ist besonders benutzerfreundlich, da es einfacher ist, anstelle einer
Spalte mit angehäuften Statistikdaten ein Bild zu analysieren.
Sie können thematische Legendeneinträge für Objekte der folgenden Typen erstellen:
Punkt, Linie, Fläche, Zusammengesetzt, Erfassungsbereich und Grafiktext.
Erfassungsbereiche unterstützen jedoch nur Standardsymbolikeigenschaften und
nichtgrafische Typen werden nicht unterstützt.
Nachdem Sie die Objektklasse für Ihren Legendeneintrag ausgewählt haben, bearbeiten Sie
dessen Darstellungseigenschaften Ihren Anforderungen entsprechend. Zu diesen
Eigenschaften gehören der Legendeintragstyp und die Symbolikdefinitionen für
thematische Eigenschaften. Die Beispielabbildung im Dialogfeld zeigt den aktiven
Darstellungstyp an, und ändert sich, wie auch die verfügbaren Symbolikdefinitionen oder
thematischen Eigenschaften, entsprechend dem gewählten Legendeneintragstyp.
Die thematische Karte wird aktualisiert, wenn sich die Quelldaten ändern. Die
Aktualisierung kann je nach Verbindungstyp zu verschiedenen Zeitpunkten erfolgen. Die
thematische Darstellung von Daten aus einer Verbindung mit dem Status lesen/schreiben
wird automatisch aktualisiert, sofern die Änderung der Quelldaten auf dem lokalen ClientComputer vorgenommen wird. Die thematische Darstellung von Daten aus einer
Verbindung mit dem Status nur lesen wird beim Öffnen des GeoWorkspaces aktualisiert.
Falls die Änderung der Quelldaten auf einem anderen Computer erfolgt, wird die
thematische Darstellung dann aktualisiert, wenn der GeoWorkspace geöffnet oder der
Befehl Warehouse > Auffrischen mit Änderungen im Warehouse ausgeführt wird.
Legendeneintragstypen
Sie können einen der drei verfügbaren Legendeneintragstypen auswählen: Standard,
thematische Darstellung nach eindeutigen Werten und thematische Darstellung nach
Bereichen.
6
Standard
Der Legendeintragstyp Standard stellt das Objekt mit einer Symbolik dar, wobei Sie die
Standardsymbolik des Legendeneintrags bearbeiten können. Ein Standardlegendeneintrag
ist ein einzelner Legendeneintrag ohne Hierarchie. Er verfügt über eine Symbolik, einen
Eintrag und einen Geometriefeldnamen, die alle zusammen zum Darstellen der Daten
verwendet werden.
Beim Definieren dieses Legendeneintragtyps können Sie:
•
eine benannte Symbolik auswählen.
•
die ausgewählte Symbolik ändern.
6-51
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
die aktuelle Definition als benannte Symbolik speichern.
•
die Grafikeigenschaften ändern.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Online-Hilfe.
Thematische Darstellung nach eindeutigen Werten
Mit dieser Option können Sie ein Objekt anhand seiner eindeutigen Attributwerte
klassifizieren. Diese Methode für eindeutige Werte kann sowohl auf numerische als auch
auf Textattributdaten angewendet werden. Der Legendeneintragstyp Thematische
Darstellung nach eindeutigen Bereichen eignet sich am besten bei Attributen mit einer
geringen Anzahl von eindeutigen Werten. Wenn z.B. eine Attributspalte mit dem Namen
Airport_Status die gültigen Werte on-time, delayed oder closed aufweist, kann dies
verwendet werden, um schnell verschiedene Symbole für jeden Status darzustellen.
Dieser Legendeneintragstyp erstellt einen festgelegten Satz von Werteklassen, jede mit
ihrer eigenen Symbolik. Hierbei werden dem Legendeneintrag die entsprechenden
Eigenschaften hinzugefügt und in einer Hierarchie mit zwei Ebenen angeordnet, in der
jeder Legendenuntereintrag eine auf einen eindeutigen Wert basierende thematische Klasse
darstellt. Jeder Blattlegendeneintrag stellt eine Zeile mit einem bestimmten Wert des
ausgewählten Attributs dar. Jeder Blattlegendeneintrag ist mit einer Symbolik verknüpft
und die Legendenuntereinträge werden gewöhnlich mithilfe eines Farbschemas formatiert.
6-52
Arbeiten mit Kartenfenstern
Beim Definieren dieses Legendeneintragtyps können Sie:
•
eindeutige Wertattribute auswählen.
•
eindeutige Werte, entsprechende Beschriftungen (Eintragstitel), Symboliken und
Datensatzanzahlen anzeigen.
•
Symboliken und Beschriftungen (Eintragstitel) von Blattlegendeneinträgen bearbeiten.
•
Blattlegendeneinträge (eindeutige Werte) hinzufügen, bearbeiten und entfernen.
•
die Sortierreihenfolge als auf- oder absteigend festlegen.
•
den Eintrag Weitere Werte festlegen, der alle nicht klassifizierten Werte enthält.
Thematische Darstellung nach Bereichen
Mit dieser Option können Sie die Werte von numerischen Attributen analysieren und in
Klassen unterteilen, wobei jede Klasse einen bestimmten Bereich aufweist. Diese Klassen
bzw. Bereiche können dann im Kartenfenster dargestellt werden. Jeder Bereich mit seiner
eigenen Symbolik. So kann z.B. die Einwohnerzahl von Counties in Bereiche aufgeteilt
und jedes County farblich anhand der Bereiche ausgefüllt werden, in die die Einwohner
sich unterteilen.
Dieser Legendeneintragstyp erstellt einen festgelegten Satz von Bereichsklassen, jede mit
ihrer eigenen Symbolik. Hierbei werden dem Legendeneintrag die entsprechenden
Eigenschaften hinzugefügt und in einer Hierarchie mit zwei Ebenen angeordnet, in der
jeder Legendenuntereintrag einen getrennten Bereich darstellt. Jeder Blattlegendeneintrag
stellt einen bestimmten Bereich von Werten des ausgewählten Attributs dar. Jeder
Blattlegendeneintrag ist mit einer Symbolik verknüpft und die Legendenuntereinträge
werden gewöhnlich mithilfe einer Farbskala formatiert.
6-53
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Beim Definieren dieses Legendeneintragtyps können Sie:
6-54
•
ein Attribut zum Klassifizieren auswählen.
•
die Klassifizierungsmethode zum Berechnen von Bereichen festlegen.
•
die Anzahl der Bereiche festlegen, über die die Werte sich verteilen.
•
die thematische Statistik des ausgewählten Objekts/Attributs anzeigen.
•
die Sortierreihenfolge als auf- oder absteigend festlegen.
•
das Symbolikschema für den ausgegebenen Legendeneintrag sowie Farben und
Linienbreiten festlegen.
•
nach der eingegebenen Methode festgelegte Bereiche, entsprechende Beschriftungen
(Eintragstitel), Symboliken und Datensatzanzahlen anzeigen.
•
Bereiche, Symboliken und Beschriftungen (Eintragstitel) von Blattlegendeneinträgen
bearbeiten.
•
Blattlegendeneinträge (Bereiche) hinzufügen oder entfernen.
•
den Eintrag Weitere Werte festlegen, der alle nicht klassifizierten Werte enthält.
Arbeiten mit Kartenfenstern
Festlegen der Parameter für thematische Darstellungen nach Bereichen und
eindeutige Werte
Die Legendeneintragstypen Thematische Darstellung nach Bereichen und Thematische
Darstellung nach eindeutigen Werten verfügen über ähnliche Parameter im Dialogfeld
Thematische Darstellung hinzufügen. Das Dialogfeld weist für beide Typen die
Abschnitte Thematische Klassen und Thematische Symbolik mit entsprechenden
Parametern auf, sowie ein oberes und ein unteres Raster.
Thematische Klassen
Der Abschnitt Thematische Klassen legt fest, welche Eingaben zum Erstellen der
thematischen Klassen nach Bereichen oder eindeutigen Werten erforderlich sind. Sie
erstellen die Klassen, indem Sie als erstes einen Attributwert aus den Werten auswählen,
die für den Eingabelegendeneintrag verfügbar sind. Für thematische Bereiche werden
folgende Datentypen unterstützt: Byte, Short, Long, Float, Währung und Double. Für
eindeutige thematische Werte werden folgende Datentypen unterstützt: Text, Memo, Byte,
Short, Long, Float und Double.
Nach Auswahl des Attributs legen Sie über die Schaltfläche Klassifizieren die geeignete
Klassifizierungsmethode zum Ausfüllen der beiden Raster mit entsprechenden Werten für
Symbolik, Werte, Beschriftung und Anzahl fest. Die Symbolik wird den aktuellen
Einstellungen im Abschnitt Thematische Symbolik entnommen.
Beim Typ Thematische Darstellung nach Bereichen wird beim Klicken auf die
Schaltfläche Klassifizieren das Dialogfeld Klassifizieren eingeblendet.
6
Hier können Sie mit einer der folgenden Klassifizierungsmethoden getrennte Bereiche
erstellen:
•
Gleiche Bereiche (Standardwert) — Teilt die Bereiche gleichmäßig auf und verteilt die
Werte auf die Bereiche. Die Einträge werden wahrscheinlich ungleichmäßig auf
gleiche Bereiche verteilt.
6-55
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
Gleiche Anzahl — Teilt jedem Bereich die gleiche Anzahl von Dateneinträgen zu. Die
Bereichswerte werden automatisch angepasst, um die Einträge gleichmäßig zu
verteilen.
•
Standardabweichung — Berechnet die Standardabweichung aller Werte und wendet sie
auf die Anzahl der Bereiche an.
Wenn Sie die Option Gleiche Bereiche wählen, werden die Felder Anfangswert und
Endwert aktiviert, damit Sie Werte zum Begrenzen der erstellen Bereiche eingeben
können. Bei den anderen Klassifizierungsmethoden sind diese Felder deaktiviert, es
werden jedoch der minimale und der maximale Attributwert angezeigt.
Sie können außerdem im Feld Anzahl von Bereichen die Anzahl der zu erstellenden
Bereiche festlegen. Die Pulldown-Liste enthält Werte von 2-20, bei denen es sich jedoch
nur um Richtwerte handelt. Der Standardwert lautet 4 und der Mindestwert beträgt 2.
Wenn Sie auf die Schaltfläche Statistik klicken, wird das Dialogfeld Statistik
eingeblendet, in dem Sie statistische Werte wie z.B. die maximale Anzahl von Einträgen,
minimale und maximale Werte in Feldern, Bereiche, Standardabweichung usw. überprüfen
können.
Weitere Informationen finden Sie in der Online-Hilfe.
Beim Typ Thematische Darstellung nach eindeutigen Werten werden beim Klicken auf
die Schaltfläche Klassifizieren das obere und das untere Raster anhand des ausgewählten
Attributs mit den entsprechenden Symboliken, Werten, Beschriftungen (Eintragstiteln) und
Anzahlen ausgefüllt.
6-56
Arbeiten mit Kartenfenstern
Thematische Symbolik
Der Abschnitt Thematische Symbolik legt die Symbolik für die Blattlegendeneinträge für
die thematischen Klassen nach Bereichen und eindeutigen Werten über die
Grundsymbolik, Farben und Größe/Linienbreite fest. Im Gegensatz zu den Parametern im
Abschnitt Thematische Klassen bewirkt jede Änderung im Abschnitt Thematische
Symbolik die automatische Aktualisierung der Symbolik für jeden Bereich und jede
thematische Klasse, die sofort im oberen Raster sichtbar ist.
Die Option Grundsymbolik dient als Ausgangswert für alle symbolikbezogenen
Aktivitäten. Wenn Sie auf die Schaltfläche Grundsymbolik klicken, wird das Dialogfeld
Symbolikeigenschaften aufgerufen, in dem Sie die aktuellen Symbolikparameter ändern
können. Bei Punktgeometrien legt die Grundsymbolik das zu verwendende Punktsymbol
fest. Bei Lienengeometrien legt die Grundsymbolik die Linieneigenschaften (Linientyp,
Kappen und Verbindungen usw.) fest. Bei Flächengeometrien legt die Grundsymbolik die
Umrandungs-/Fülleigenschaften fest. Bei Textgeometrien legt die Grundsymbolik die
Schriftarteigenschaften fest. Wenn es sich beim Eingabelegendeneintrag um einen
Legendeneintrag nach Bereichen oder nach eindeutigen Werten handelt, wird die
Grundsymbolik den Symbolikeigenschaften des Stammlegendeneintrags entnommen.
Wenn Sie die Grundsymbolik bearbeiten, werden die Änderungen sofort auf alle
thematischen Klassen im oberen Raster angewendet. Hierbei werden die aktuellen Größenund Farmschemata beibehalten. Sie werden ebenfalls als Symbolik für die Weiteren Werte
im unteren Raster übernommen.
Mit der Option Farben zuweisen können Sie festlegen, ob den thematischen Klassen im
oberen Raster automatisch Farben zugewiesen werden sollen. Die automatische
Farbzuweisung erfolgt, wenn Sie auf die Schaltfläche Klassifizieren klicken, das
Farbschema ändern oder ein neues Element in das obere Raster einfügen. In jedem Fall
werden die aktiven Einstellungen im Abschnitt Thematische Symbolik angewendet. Ist
diese Option deaktiviert, werden die Farbschemata ignoriert und allen thematischen
Klassen wird standardmäßig die Grundsymbolik für diese Klasse zugewiesen.
Hinweis: Beim Zuweisen von Farben zu Flächenobjekten ist das Ergebnis je nach
Definition der Grundsymbolik unterschiedlich. Enthält die Grundsymbolik der Fläche
lediglich eine Umringdefinition, wird die Umrandungsfarbe geändert. Enthält die
Grundsymbolik der Fläche eine Füll- und Umringdefinition, wird nur die Füllfarbe
geändert. Enthält die Grundsymbolik der Fläche mehrere Fülldefinitionen, wird die
Füllfarbe aller Definitionen geändert.
6-57
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Die Pulldown-Liste enthält Farbbänder, die jeweils ein Farbschema repräsentieren. Der
Name des Farbschemas wird nicht in der Liste angezeigt, sondern erscheint als QuickInfo
des aktiven Farbschemas. Die abgestuften Farbschemata werden zuerst aufgelistet, gefolgt
von den zufälligen Farben. Die Anordnung von beiden wird jedoch von der
Kollektionsreihenfolge der Farbschemata vorgeschrieben.
Wenn Sie ein Farbschema auswählen, wird es sofort auf die Symboliken im oberen Raster
angewendet. Hierbei übernimmt das erste Element im Raster die erste Farbe des
Farbschemas. Das zweite Element erhält die zweite Farbe, das dritte Element die dritte
Farbe usw. Enthält das Raster mehr Farben als im Farbschema vorhanden sind, wird erneut
mit der ersten Farbe des Farbschemas begonnen. Das Auswählen eines anderen
Farbschemas passt lediglich die Farben an. Die Grundsymbolik oder Größenabstufung im
oberen Raster werden hierbei nicht neu zugewiesen.
Mit den Optionen Farben zuweisen und Größen/Linienbreiten zuweisen können Sie die
minimale/maximale Größe einer Punktsymbolik, Textsymbolik oder zusammengesetzten
Symbolik mit einer Punktsymbolik (d.h. die Größe gilt nur für Punkt- und Textsymbolik)
oder die minimale/maximale Linienbreite einer Liniensymbolik abstufen. Die automatische
Größen- oder Linienbreitenzuweisung erfolgt, wenn Sie auf die Schaltfläche Klassifizieren
oder Grundsymbolik klicken. In jedem Fall werden die aktiven Einstellungen im
Abschnitt Thematische Symbolik angewendet. Wenn Sie ein neues Element einfügen,
wird ihm die Linienbreite der Grundsymbolik zugewiesen. Die Kontrollkästchen Größen
zuweisen und Linienbreiten zuweisen werden nicht zur gleichen Zeit angezeigt. Wenn es
sich bei der Symbolik um eine Flächensymbolik handelt, wird weder das Kontrollkästchen
noch die Felder für den minimalen oder maximalen Wert angezeigt. Ist diese Option
deaktiviert, werden die Werte zum Abstufen von Größen bzw. Linienbreiten ignoriert und
allen thematischen Klassen wird standardmäßig die Grundsymbolik für diese Klasse
zugewiesen.
Wenn Sie eine minimale/maximale Linienbreite bzw. Größe auswählen, wird sie sofort auf
die Symboliken im oberen Raster angewendet. Dem ersten Element im Raster wird die
minimale Linienbreite bzw. Größe zugewiesen. Dem zweiten Element wird die nächste
berechnete Linienbreite oder Größe zugewiesen dem dritten Element die dritte usw. Das
Zuweisen einer minimale/maximale Linienbreite oder Größe weist nicht die
Grundsymbolik oder das aktive Farbschema im oberen Raster neu zu. Es werden lediglich
die Größen bzw. Breiten abgestuft.
6-58
Arbeiten mit Kartenfenstern
Raster im Dialogfeld
das Dialogfeld verfügt über ein oberes und ein unteres Raster. Im oberen Raster werden
Darstellungsstatus, Symbolik, Werte, Beschriftungen (Legendentitel) und Anzahlen
angezeigt. Im unteren Raster wird die Klasse Weitere Werte angezeigt.
Legendeneintragstyp - Nach Bereichen
Legendeneintragstyp - Nach eindeutigen
Werten
Oberes Raster
Für Legendeneinträge der Typen Thematisch nach Bereichen und Thematisch nach
eindeutigen Werten werden die Spalten des oberen Rasters folgendermaßen ausgefüllt:
Kontrollkästchen — Legt den Darstellungsstatus des Legendeneintrags sowohl in der
Legende als auch dem Kartenfenster fest. Diese Kontrollkästchen ist beim Erstellen neuer
Elemente standardmäßig aktiviert, d.h. die Elemente werden dargestellt.
Symbolik — Zeigt eine Vorschau der Symbolik für die thematische Klasse in jeder Zeile
an, die auf die aktuellen Einstellungen im Abschnitt Thematische Symbolik des
Dialogfelds basiert. Wenn Sie auf diese Vorschau doppelklicken, wird das Dialogfeld
Symbolik auswählen aufgerufen, in dem Sie die Symbolik für die entsprechende
Thematische Klasse bearbeiten können.
Werte — Diese Spalten sind vom ausgewählten Legendeneintragstyp abhängig. Bei
Einträgen nach Bereichen werden die Spalten Anfangswert und Endwert angezeigt und
bei Einträgen nach eindeutigen Werten wird die Spalte Werte angezeigt.
•
Anfangswert und Endwert — Diese Spalten enthalten den minimalen bzw. maximalen
Wert für das ausgewählte Attribut. Mit diesen Spalten können Sie vorhandene
Bereiche ändern. Hierbei werden automatische Überprüfungen und Anpassungen der
benachbarten Zeilen angestellt, um zu vermeiden, dass Bereich überlappen. Die Spalte
Anzahl wird automatisch aktualisiert, um jede Änderung des Bereichs wiederzugeben.
Bei neuen Zeilen muss der Anfangswert vor dem Endwert eingegeben werden.
6-59
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
Wert — Zeigt die eindeutigen Werte an. In dieser Spalte können eine vorhandene Zeile
ändern oder eine neue Zeile hinzufügen, woraufhin alle Zeilen in der selben Spalte auf
deren Eindeutigkeit überprüft werden. Nach erfolgter Überprüfung wird die Spalte
Anzahl mit der Eintragsanzahl aktualisiert, die dem neu eingegebenen Wert entspricht.
Bei einem neuen Eintrag wird Spalte Beschriftung ebenfalls mit dem neuen Wert
aktualisiert. Sie wird nicht aktualisiert, wenn es sich um eine Änderung handelt. Es
wird außerdem die Eintragsanzahl für die Klasse Weitere Werte aktualisiert.
Beschriftung — Zeigt die Beschriftung für die Untereinträge der Legendeneinträge nach
Bereichen und nach eindeutigen Werten an. Diese editierbare Spalte kann doppelte Werte
enthalten. Nullwerte sind nicht gestattet. Für thematische Legendeneinträge nach
Bereichen ist die Beschriftung sauf [Anfangswert] bis [Endwert] voreingestellt. Bei
thematischen Legendeneinträgen nach eindeutigen Werten wird der eindeutige Wert als
Beschriftung verwendet.
Anzahl — Zeigt die Anzahl der einem Legendeneintrag nach eindeutigen Werten
zugehörigen Einträge an. Dieser Wert kann als absolute Eintragsanzahl oder Prozentwert
angezeigt werden, je nachdem, ob Sie das Kontrollkästchen Anzahl als Prozentwert
anzeigen aktiviert haben oder nicht, Diese Spalte wird automatisch aktualisiert, wenn sich
die Werte in den Spalten Anfangswert oder Endwert ändern oder die Einstellung des
Kontrollkästchens Anzahl als Prozentwert anzeigen ändert.
Manipulieren des oberen Rasters
Sofern Sie ein Attribut ausgewählt haben, können Sie auch dann neue Zeilen in das obere
Raster einfügen, wenn keine Zeilen im Raster vorhanden sind. D.h. wenn Sie nicht auf die
Schaltflächen Klassifizieren oder Grundsymbolik geklickt haben. Die neue Zeile wird
gewöhnlich zunächst an unterster Stelle des Rasters hinzugefügt. Wenn der Fokus zu einer
neuen Zeile wechselt, wird die neue Zeile entsprechend der Sortierreihenfolgen in das
Raster eingegliedert. Die Anzahl der im oberen Raster enthaltenen Zeilen und die
gegenwärtig ausgewählte Zeile werden durch das Feld Klasse: <Anzahl> von <Anzahl>
am unteren Rand des Dialogfelds angezeigt.
Die Daten sind standardmäßig absteigend nach eindeutigen Werten angeordnet. Sie können
die Sortierreihenfolge jedoch ändern, indem Sie auf die folgenden Spaltentitel klicken:
Anfangswert und Endwert für Bereiche, Wert für eindeutige Werte und Beschriftung
und Anzahl für Bereiche und eindeutige Werte. Die Spalten Wert, Anfangswert,
Endwert, Beschriftung und Anzahl können alle neu sortiert werden.
Zur leichteren Handhabung innerhalb des Rasters können Sie auch ein Kontextmenü mit
folgenden Befehlen aufrufen:
Farben abstufen — Stuft die Farben vom an oberster Stelle ausgewählten Element zum an
unterster Stelle ausgewählten Element ab.
Größen/Linienbreiten abstufen — Stuft die Größe bzw. Linienbreite vom an oberster
Stelle ausgewählten Element zum an unterster Stelle ausgewählten Element ab.
6-60
Arbeiten mit Kartenfenstern
Symbolik auswählen — Ruft das Dialogfeld Symbolik auswählen auf, in dem Sie die
Symbolik auswählen oder bearbeiten können.
Löschen — Löscht die ausgewählten Elemente.
Unteres Raster
Das untere Raster enthält lediglich ein Zeile. Es handelt sich hierbei um die Klasse Weitere
Werte, die alle unklassifizierten Daten enthält und immer vorhanden ist. Bei
Legendeneinträgen nach eindeutigen Werten wird die Spalte Wert nicht angezeigt und bei
Legendeneinträgen nach Bereichen werden die Spalten Anfangswert und Endwert
ebenfalls nicht angezeigt. Sie können diesem Raster weder Zeilen hinzufügen, noch die
einzige vorhandene Zeile löschen. Sie können die Spalten nicht bearbeiten, sondern
lediglich das Kontrollkästchen zum Darstellen aktivieren oder deaktivieren.
So fügen Sie der Legende thematische Standardeinträge hinzu
1. Wählen Sie Legende > Thematische Darstellung hinzufügen.
6
2. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Eingabeobjekt die gewünschte Objektklasse oder
Abfrage aus den Verbindungen, Abfragen, Kategorien oder Referenzobjekten aus.
3. Wählen Sie im Feld Typ den Eintrag Standard.
4. Wählen Sie im Feld Benannte Symbolik die entsprechende Symbolik aus.
5. Optional: Definieren Sie die allgemeinen Eigenschaften der Symbolik neu.
6-61
Arbeiten mit GeoMedia Professional
6. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Benennen, um die Symbolik
umzubenennen.
7. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Eigenschaften, um die Symbolik neu zu
definieren.
8. Klicken Sie im Dialogfeld Thematische Darstellung hinzufügen auf die Schaltfläche
OK, um die ausgewählten thematischen Legendeneinträge hinzuzufügen.
In der ersten Zeile der Legende ein Eintrag hinzugefügt und die Änderungen werden
im aktiven Kartenfenster dargestellt.
So fügen Sie der Legende thematische Einträge nach Bereichen hinzu
1. Wählen Sie Legende > Thematische Darstellung hinzufügen.
2. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Eingabeobjekt die gewünschte Objektklasse oder
Abfrage aus den Verbindungen, Abfragen, Kategorien oder Referenzobjekten aus.
3. Wählen Sie im Feld Typ den Eintrag Thematisch nach Bereichen.
4. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Klassifizierungsattribut im Abschnitt
Thematische Klassen das gewünschte Attribut aus.
6-62
Arbeiten mit Kartenfenstern
5. Klicken Sie auf die Schaltfläche Klassifizieren.
6. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Klassifizierungsmethode den gewünschten
Eintrag aus.
Wenn Sie die Methode Gleiche Bereiche auswählen, geben Sie entsprechende Werte
in die Felder Anfangswert und/oder Endwert ein.
7. Wählen Sie der Pulldown-Liste Anzahl der Bereiche eine Anzahl aus.
8. Klicken Sie auf die Schaltfläche Statistik, um den Inhalt der Attribute zu überprüfen
und klicken Sie anschließen auf Schließen.
9. Klicken Sie im Dialogfeld Klassifizieren auf OK, um die Raster auszufüllen.
6
10. Klicken Sie im Abschnitt Thematische Symbolik auf die Schaltfläche
Grundsymbolik, um die Symbolik im Dialogfeld Symbolik auswählen zu
bearbeiten.
11. Aktivieren bzw. deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Farben zuweisen. Wenn Sie
diese Option aktivieren, wählen Sie in der Pulldown-Liste ein Farbschema aus.
6-63
Arbeiten mit GeoMedia Professional
12. Aktivieren oder deaktivieren Sie bei Punktsymbolik, Textsymbolik,
zusammengesetzter Symbolik mit einer Punktsymbolik oder Liniensymbolik das
Kontrollkästchen Größen/Linienbreiten zuweisen. Wenn Sie diese Option
aktivieren, stufen Sie die minimalen/maximalen Werte für Größen bzw. Linienbreiten
ab.
Hinweis: Sie können das Zuweisen von Farben und Größen bzw. Linienbreiten auch
durchführen, bevor Sie auf die Schaltfläche Klassifizieren klicken.
13. Bearbeiten Sie die Rasterparameter Ihren Anforderungen entsprechend.
14. Aktivieren oder deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Anzahl als Prozentwert
anzeigen.
15. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK, um die ausgewählten thematischen
Legendeneinträge hinzuzufügen.
In der ersten Zeile der Legende wird für jede neue thematische Darstellung ein
Eintrag hinzugefügt. Die Änderungen werden im aktiven Kartenfenster dargestellt.
So fügen Sie der Legende thematische Einträge nach eindeutigen Werten
hinzu
1. Wählen Sie Legende > Thematische Darstellung hinzufügen.
2. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Eingabeobjekt die gewünschte Objektklasse oder
Abfrage aus den Verbindungen, Abfragen, Kategorien oder Referenzobjekten aus.
3. Wählen Sie im Feld Typ den Eintrag Thematisch nach eindeutigen Werten.
4. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Klassifizierungsattribut im Abschnitt
Thematische Klassen das gewünschte Attribut aus.
5. Klicken Sie auf die Schaltfläche Klassifizieren, um die Raster auszufüllen.
6. Klicken Sie im Abschnitt Thematische Symbolik auf die Schaltfläche
Grundsymbolik, um die Symbolik im Dialogfeld Symbolik auswählen zu
bearbeiten.
7. Aktivieren bzw. deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Farben zuweisen. Wenn Sie
diese Option aktivieren, wählen Sie in der Pulldown-Liste ein Farbschema aus.
6-64
Arbeiten mit Kartenfenstern
8. Aktivieren oder deaktivieren Sie bei Punktsymbolik, Textsymbolik,
zusammengesetzter Symbolik mit einer Punktsymbolik oder Liniensymbolik das
Kontrollkästchen Größen/Linienbreiten zuweisen. Wenn Sie diese Option
aktivieren, stufen Sie die minimalen/maximalen Werte für Größen bzw.
Linienbreiten ab.
Hinweis: Sie können das Zuweisen von Farben und Größen bzw. Linienbreiten auch
durchführen, bevor Sie auf die Schaltfläche Klassifizieren klicken.
9. Bearbeiten Sie die Rasterparameter Ihren Anforderungen entsprechend.
10. Aktivieren oder deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Anzahl als Prozentwert
anzeigen.
11. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK, um die ausgewählten thematischen
Legendeneinträge hinzuzufügen.
In der ersten Zeile der Legende wird für jede neue thematische Darstellung ein
Eintrag hinzugefügt. Die Änderungen werden im aktiven Kartenfenster dargestellt.
Einrichten der Standardeinstellungen für
Legendeneinträge von Objektklassen
Mit der Hauptlegende können Sie Standardwerte für die Legendeneinträge von
Objektklassen festlegen. Die Hauptlegende ist eine mit dem Befehl Legenden speziell
festgelegte benannte Legende. Die Hauptlegende unterstützt die Darstellung von Bildern,
thematische Darstellungen, Abfragen und sekundären Geometriefeldern. Jede benannte
Legende kann als Hauptlegende dienen und die als Hauptlegende festgelegte Legende kann
von Zeit zu Zeit gewechselt werden. Da die Hauptlegende ausschließlich von Ihnen
verwaltet wird, werden ihr niemals automatisch Legendeneinträge von der Software
hinzugefügt. Um ein konsistentes Erscheinungsbild zu gewährleisten, sollten Sie für Ihre
Daten eine Hauptlegende erstellen.
Die Hauptlegende dient Kartenobjekten in allen Legenden eines GeoWorkspaces als
Vorlage. Sie können über die Hauptlegende die Standardeigenschaften für eine
Objektklasse ändern, damit sie immer mit den gleichen Eigenschaften dargestellt wird,
wenn sie einer Legende im GeoWorkspace hinzugefügt wird.
6-65
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Wenn eine Objektklasse einer Legende hinzugefügt wird, die bereits über einen Eintrag in
der Hauptlegende verfügt, wird sie mit den in der Hauptlegende definierten Eigenschaften
dargestellt. Die Hauptlegende überschreibt GeoMedia-Symbolikdateien (.gsd). Wenn Sie
der Legende Objekte hinzufügen, prüft die Software zunächst, ob für diese Objektklasse
oder Abfrage ein Hauptlegendeneintrag vorhanden ist. Ist kein Eintrag in der Hauptlegende
enthalten, wird die GeoMedia-Symbolikdatei (.gsd) verwendet. Ist keine übereinstimmende
Symbolikdatei vorhanden, wird dem Legendeneintrag eine Standardsymbolik zugewiesen.
Änderungen an der Hauptlegende wirken sich nicht auf vorhandene Legendeneinträge aus,
sondern nur auf zukünftige Hinzufügungen zu Legenden. Sie können in der Hauptlegende
die Standardeigenschaften für eine Objektklasse ändern und dennoch einzelne Legenden
anpassen.
Hinweis: Wenn Sie einen GeoWorkspace aus GeoMedia 5.2 in Version 6.0 öffnen, wird
die vorhandene Hauptlegende in der Legendenkollektion zur Verfügung gestellt. Ihr wird
der Name Master zugewiesen und sie wird als Hauptlegende festgelegt. Auf diese Weise
wird sichergestellt, dass zuvor definierte Hauptlegenden keine Verluste erleiden.
Anpassen der Legende
Die Legende können Sie wie Standardfenster verschieben, skalieren und schließen. Sie
können außerdem den Inhalt einer benannten Legende bearbeiten, ersetzen und anhängen,
eine benannte Legende umbenennen und löschen sowie eine benannte Legende als
Hauptlegende festlegen oder die vorhandene Hauptlegende abwählen. Nach dem Anpassen
einer Legende speichern Sie diese, indem Sie ihr einen Namen geben. Anschließend
können Sie sie in anderen Kartenfenstern innerhalb desselben GeoWorkspaces verwenden.
Wenn Sie ein neues Kartenfenster erstellen, zeigt das Dialogfeld Neues Kartenfenster
eine Liste aller im GeoWorkspace benannten Legenden. Sie können eine der benannten
Legenden oder eine leere Legende auswählen.
6-66
Arbeiten mit Kartenfenstern
WICHTIG: Wenn Sie ein Kartenfenster schließen, ohne die Legende zu benennen, wird
die Legende des Kartenfensters nicht gespeichert.
Neben den zuvor aufgeführten Schritten können Sie bestimmte Kurzbefehle verwenden,
um die Eigenschaften der Legende (und demzufolge von Kartenobjekten) zu ändern.
•
Um die Symbolik eines Kartenobjekts zu bearbeiten, doppelklicken Sie auf dessen
Legendeneintrag.
•
Um einen Legendeneintrag zu kopieren, ziehen Sie ihn mit gedrückter STRG-Taste
und legen Sie ihn am gewünschten Ort ab.
•
Um ein thematisches Darstellungsattribut zu ändern, doppelklicken Sie auf den
thematische Symbolikschlüssel.
•
Um einen Titel oder einen Untertitel eines Legendeneintrags zu ändern, doppelklicken
Sie auf den Titel oder den Untertitel.
•
Um die Darstellungspriorität von Kartenobjekten zu ändern, ziehen Sie die
Legendeneinträge mit dem Mauszeiger nach oben oder nach unten.
•
Um ein Kartenobjekt zu löschen, wählen Sie dessen Legendeneintrag aus und drücken
Sie die Taste ENTF.
Wenn Sie eine selbst erstellte und angepasste Legende in anderen GeoWorkspaces
verwenden wollen, speichern Sie den GeoWorkspace, in dem Sie die Legende angepasst
haben, als Vorlage. Wenn Sie anschließend einen neuen GeoWorkspace erstellen, können
Sie die Vorlage auswählen und die angepasste Legende verwenden.
Mit dem Befehl Eigenschaften im Kontextmenü der Legende können Sie verschiedene
Aspekte der Legende anpassen:
•
Den Legendentitel, der nur im unverankerten Zustand der Legende sichtbar ist.
•
Schriftarteigenschaften für den Legendeintragstitel und –untertitel.
•
Die Hintergrundfarbe.
•
Die Anzeige von für Legendeneintragstatistik. Bei thematischen Darstellungen können
Sie eine beliebige Kombination von Eintragsanzahl, Geometrieanzahl und
Prozentwerten auswählen.
•
Die Schlüsselgröße für jeden Legendeneintrag (klein, mittel oder groß).
•
Punkt- und Textsymbolik in den Schlüssel einpassen. Sie können festlegen ob die
Punkt- und Grafiktextsymbolik der Größe des Grafikschlüssels angepasst werden soll,
oder ob die Größe der Punkt- und Grafiktextsymbolik die Größe des Grafikschlüssels
bestimmt.
6
6-67
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So steuern Sie Legendeneigenschaften
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie die Option Eigenschaften im
Kontextmenü.
2. Geben Sie einen neuen Legendentitel ein.
3. Legen Sie die Eigenschafen des Legendeneintragstitels und des
Legendeneintraguntertitels fest, indem Sie auf die entsprechende Schaltfläche
Schriftart klicken und das Dialogfeld Schriftart aufrufen.
4. Klicken Sie zum Auswählen der Hintergrundfarbe der Legende im Dialogfeld Farbe
auf die Schaltfläche Hintergrundfarbe.
5. Wählen Sie eine Option für die Schlüsselgröße.
6. Aktivieren oder deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Punkt- und Textsymbolik an
Schlüssel anpassen Ihren Anforderungen entsprechend.
7. Schalten Sie je nach Wunsch die Optionen im Abschnitt Statistik ein oder aus. Die
Statistikoptionen für thematische Darstellungen legen Sie im Dialogfeld Thematische
Darstellung hinzufügen fest.
8. Klicken Sie auf OK oder Anwenden, um die Änderungen zu akzeptieren.
6-68
Arbeiten mit Kartenfenstern
So steuern Sie Erscheinungsbild und Inhalt einer benannten Legende
Mit dem Befehl Eigenschaften können Sie den Inhalt und die Eigenschaften einer
benannten Legende manipulieren. Sie können neue Legendeneinträge hinzufügen,
vorhandene Legendeneinträge löschen oder die Eigenschaften und Symbolik von
vorhandenen Legendeneinträgen ändern.
1. Wählen Sie Legende > Legenden.
2. Wählen Sie den entsprechenden Legendennamen aus und klicken Sie auf die
Schaltfläche Eigenschaften.
6
3. Ändern Sie den Legendeninhalt Ihren Anforderungen entsprechend.
So passen Sie die Größe der Legende an
Die Größe der Legende können Sie folgendermaßen anpassen:
•
Wählen Sie Legende > Legendengröße anpassen.
•
Wählen Sie im Kontextmenü der Legende die Option Legendengröße anpassen.
6-69
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So schalten Sie die Anzeige von Legendeneinträgen aus
Um in der Legende Platz zu schaffen, können Sie die Anzeige einiger Legendeneinträge
deaktivieren, ohne die Darstellung der dazugehörenden Kartenobjekte zu ändern. Der
Befehl Legendeinträge anzeigen im Kontextmenü der Legende steuert ob ein
Legendeneintrag in der Legende angezeigt wird oder nicht. Das Dialogfeld
Legendeinträge anzeigen listet alle Legendeneinträge in hierarchischer Anordnung auf.
Sie können die Anzeige eines jeden Eintrags steuern, indem Sie das entsprechende
Kontrollkästchen aktivieren oder deaktivieren. Ein Häkchen zeigt an, dass der Eintrag
sichtbar ist.
So benennen Sie eine Legende
1. Um die Legende im aktiven Kartenfenster zu benennen und auf diese Weise im aktiven
Kartenfenster zu speichern, wählen Sie Legende > Legende benennen.
2. Geben Sie im Dialogfeld Legende benennen einen Namen für die Legende ein.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
6-70
Arbeiten mit Kartenfenstern
So benennen Sie eine Legende um
1. Wählen Sie Legende > Legenden.
2. Wählen Sie den entsprechenden Legendennamen aus und klicken Sie auf die
Schaltfläche Umbenennen.
3. Geben Sie im Feld Name einen neuen Namen ein und klicken Sie auf OK.
4. Schließen Sie das Dialogfeld Legenden.
So ersetzen Sie eine Legende
Sie können den Inhalt der Legende im aktiven Kartenfenster mit dem Inhalt einer anderen
ausgewählten benannten Legende ersetzen.
1. Wählen Sie Legende > Legenden.
2. Wählen Sie den Namen der als Ersatz zu verwendenden Legende im Dialogfeld
Legenden aus.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Ersetzen.
So erweitern Sie eine Legende
Mit dem Befehl Anhängen können Sie die Legende im aktiven Kartenfenster erweitern,
indem Sie ihr den Inhalt der ausgewählten benannten Legenden anhängen. Für jede
angehängte Legende wird an oberster Stelle der Registerkarte Gruppen ein neuer
Gruppeneintrag erstellt, wobei der Gruppenname dem Namen der benannten Legende
entspricht. Den Namen werden gegebenenfalls inkrementierte Zahlen angehängt, um die
Eindeutigkeit zu gewährleisten. Auf der Registerkarte Darstellungsreihenfolge werden die
Legendeneinträge innerhalb der neuen Gruppe ohne zusätzliche Hierarchie hinzugefügt.
Die entsprechenden Gruppenlegendeneinträge werden innerhalb der neuen Gruppe auf der
Registerkarte Gruppen hinzugefügt. Die Darstellung im aktiven Kartenfenster wird
aktualisiert, um die Änderungen des Legendeninhalts wiederzugeben.
1. Wählen Sie Legende > Legenden.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Legenden die Legende aus, die Sie der aktiven
Kartenfensterlende anhängen wollen.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Anhängen.
6-71
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So löschen Sie eine Legende
1. Wählen Sie Legende > Legenden.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Legenden die Legende aus, die Sie löschen wollen.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Löschen.
Anpassen der Legendensymbolleiste
Die Standardsymbolleiste für die Legende enthält Schaltflächen für die am häufigsten
eingesetzten Funktionen. Sie können die Legende jedoch auch Ihren Bedürfnissen
entsprechend anpassen.
So passen Sie die Legendensymbolleiste an
1. Wählen Sie Extras > Anpassen.
2. Wählen Sie auf der Registerkarte Symbolleisten des Dialogfelds Anpassen in der
Liste Kategorien den Eintrag Legende aus.
3. Ziehen Sie Schaltflächen mit nicht gewünschten Funktionen von der Symbolleiste
Legende herunter.
4. Ziehen Sie aus den verfügbaren Schaltflächen die Schaltflächen für gewünschte
Funktionen auf die Symbolleiste Legende.
5. Wenn Sie die Schaltfläche hinzufügen wollen, mit der die Legende ein- und
ausgeschaltet wird, wählen Sie diese in der Kategorie Ansicht.
6. Schließen Sie das Dialogfeld Anpassen.
Verwenden des Kontextmenüs der Legende
Das Kontextmenü der Legende blenden Sie ein, indem Sie mit der rechten Maustaste auf
einen Legendeneintrag klicken. Wenn Sie dabei die STRG- oder UMSCHALTTASTE
gedrückt halten, können Sie mehrere Legendeneinträge gleichzeitig wählen. Der Status der
gewählten Legendeneinträge bestimmt, welche Optionen im Kontextmenü verfügbar sind.
Option
Funktion
Darstellung Ein/Aus
Aktiviert bzw. deaktiviert die Darstellung der Objekte im Kartenfenster,
die mit den ausgewählten Legendeneinträgen verknüpft sind.
Nach Maßstab
darstellen
Stellt die zu den ausgewählten Legendeneinträgen gehörenden Objekte
im Kartenfenster innerhalb eines bestimmten Skalierungsbereichs
maßstabsgerecht dar.
Skalierungsbereich
anzeigen
Ruft das Dialogfeld Skalierungsbereich auf, damit Sie einen
Skalierungsbereich für Kartenobjekt festlegen können.
6-72
Arbeiten mit Kartenfenstern
Option
Funktion
Lokalisierbar Ein
Schaltet die Lokalisierbarkeit von Kartenobjekten ein bzw. aus, die zu
den ausgewählten Legendeneinträgen gehören. Wenn eingeschaltet,
zeigt die Option Lokalisierbar Ein an, dass alle Kartenobjekte, die mit
ausgewählten Legendeneinträgen verknüpft sind, lokalisierbar sind.
Lokalisierbar Aus
Wenn eingeschaltet, zeigt die Option Lokalisierbar Aus an, dass alle
Kartenobjekte, die mit ausgewählten Legendeneinträgen verknüpft sind,
nicht lokalisierbar sind. Wenn die Lokalisierbarkeit eines
Legendeneintrags aktiviert ist, erscheint die Option Lokalisierbar Aus
abgeblendet.
Untertitel
hinzufügen
Fügt dem ausgewählten Legendeneintrag einen Untertitel hinzu.
Ausblenden
Blendet die ausgewählten Legendeneinträge in der Legende aus, ohne
sich auf die Darstellung der zugehörigen Objekte im Kartenfenster
auszuwirken. Um einen ausgeblendeten Legendeneintrag einzublenden,
verwenden Sie das Dialogfeld Legendeneinträge anzeigen.
Legendeneinträge
anzeigen
Ruft das Dialogfeld Legendeneinträge anzeigen auf, in dem Sie die
anzuzeigenden Legendeneinträge auswählen können.
Daten laden
Lädt Daten, die zuvor für die gewählten Legendeneinträge nicht geladen
waren.
Symbolikeigenschaften
Ruft das Dialogfeld Symbolikeigenschaften auf, in dem Sie die dem
ausgewählten Legendeneintrag zugehörige Symbolik ändern können.
Ausschneiden,
Kopieren, Löschen
Führen standardmäßige Windows-Befehlsfunktionen aus.
Einfügen
Fügt in der Zwischenablage befindliche Legendeneinträge in den, vor
dem oder nach dem ausgewählten Legendeneintrag ein. Die Optionen
lauten: In, Davor und Danach.
Neue Gruppe
Nur auf der Registerkarte Gruppen verfügbar. Erstellt einen neuen
Gruppenlegendeneintrag am unteren Ende der Legende, wenn kein
Element ausgewählt ist oder einen Unterlegendeneintrag, wenn ein
Legendeneintrag ausgewählt ist.
Hinzufügen
Ruft das Dialogfeld Legendeneinträge hinzufügen auf, mit dem Sie der
Legende Legendeneinträge hinzufügen können.
Über Legendeneintrag einpassen
Passt den Inhalt der ausgewählten Legendeneinträge in das aktive
Kartenfenster ein.
6-73
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Option
Funktion
Legendeneintragseigenschaften
Ruft das Dialogfeld Legendeneintragseigenschaften auf, in dem Sie
die Eigenschaft des ausgewählten Legendeneintrags festlegen können.
Legendengröße
anpassen
Passt die Legende so an, dass alle Einträge angezeigt werden.
Eigenschaften
Ruft das Dialogfeld Legendeneigenschaften auf, in dem Sie die
Eigenschaft der Legende festlegen können.
Löschen von Kartenobjekten über die Legende
Sie entfernen ein Objekt aus einem Kartenfenster und aus der Legende, indem Sie den
dazugehörigen Legendeneintrag löschen. Dabei werden allerdings die Daten nicht aus dem
Warehouse gelöscht. Gehen Sie folgendermaßen vor, um Legendeneinträge aus der
Legende zu löschen:
•
Wählen Sie die entsprechenden Legendeneinträge oder Einträge aus (verwenden Sie
UMSCHALTTASTE, um zusammenhängende Einträge, oder die STRG-Taste, um
nicht zusammenhängende Einträge auszuwählen) und drücken Sie die Taste ENTF.
oder wählen Sie die Option Löschen im Kontextmenü der Legende.
Erstellen zusätzlicher Kartenfenster
Sie können im GeoWorkspace mehrere Kartenfenster erstellen, um verschiedenen
Ansichten einer Karte anzuzeigen. Jedes Kartenfenster enthält eine Legende, einen
Nordpfeil und eine Maßstabsleiste.
6-74
Arbeiten mit Kartenfenstern
So erstellen Sie ein Kartenfenster
1. Wählen Sie Fenster > Neues Kartenfenster.
2. Geben Sie in das Feld Name des Fensters einen Titel für das Kartenfenster ein.
3. Wählen Sie eine Legende für das Kartenfenster aus. Bei der Legende kann es sich, falls
vorhanden, um eine bereits im GeoWorkspace benannte und gespeicherte Legende
oder um eine leere Legende handeln.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Anzeigen des Nordpfeils
Der Nordpfeil wird standardmäßig nicht angezeigt. Sie können ihn über Ansicht >
Nordpfeil im Kartenfenster aktivieren oder deaktivieren. Es kann nur ein Nordpfeil pro
Kartenfenster angezeigt werden.
Sie können auf den Nordpfeil klicken und ihn an eine beliebige Stelle im Kartenfenster
ziehen. Die Größe des Nordpfeils bleibt ungeachtet des Maßstabs im Kartenfenster
unverändert. Wird der Azimut durch die Position des Nordpfeils definiert, wird der
Nordpfeil dynamisch aktualisiert, wenn Sie ihn verschieben, die Fenstergröße ändern oder
im Fensterausschnitt verschieben. Ist der Azimut benutzerdefiniert, wird der Nordpfeil
nicht automatisch aktualisiert.
Die Richtung des Nordpfeils wird folgenderweise festgelegt:
1. Die Mitte des Nordpfeilfensters wird berechnet (die Mitte des rechteckigen Feldes, in
dem sich der Nordpfeil befindet).
2. Anschließend wird die Position dieses Mittelpunktes im Verhältnis zur Erde
festgestellt.
6-75
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
3. Die Weltkoordinaten des Mittelpunktes werden an den Koordinatensystem-Manager
weitergegeben, der daraufhin den Azimut dieses Punktes berechnet und ausgibt.
4. Der Richtungspfeil wird entsprechend des Azimuts gedreht.
Informationen zur Anwendung von Nordpfeilen im Layoutfenster finden Sie im Abschnitt
"Einfügen von Nordpfeilen" des Kapitels "Erstellen von Kartenlayouts für den Druck im
Layoutfenster".
So ändern Sie die Darstellung des Nordpfeils
Sie können das verwendete Symbol, die Größe, die Hintergrundfarbe, die Position und den
Azimut des Nordpfeils ändern. Weiterhin können Sie die Transparenz des Nordpfeils
festlegen, d.h. bestimmen, ob der Hintergrund des Nordpfeils beim Drucken des
Kartenfensters transparent erscheint. Sie können den Nordpfeil ohne Hintergrund drucken,
so dass alle Elemente, die sich hinter dem Nordpfeil befinden, sichtbar sind, oder aber Sie
drucken den Nordpfeil so, dass alle dahinterliegenden Elemente verdeckt werden und der
Hintergrund die angegebene Hintergrundfarbe annimmt. Im Kartenfenster verdeckt der
Nordpfeil immer alle dahinter befindlichen Elemente. Sie können auch eine Kompassrose
anstatt des Nordpfeils darstellen. Wenn Sie am Symbol, Azimut oder der Hintergrundfarbe
Änderungen vornehmen, so werden diese in der Vorschau angezeigt. Diese Abbildung hat
eine feste Größe und gibt nicht die Änderungen wieder, die im Feld Größe vorgenommen
wurden.
1. Wählen Sie, wenn der Nordpfeil im aktiven Kartenfenster angezeigt ist, Bearbeiten >
Eigenschaften des Nordpfeils, oder klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den
Nordpfeil und wählen Sie im Kontextmenü Eigenschaften.
6-76
Arbeiten mit Kartenfenstern
2. Um das Symbol des Nordpfeils zu ändern, durchsuchen Sie die Verzeichnisstruktur,
um ein anderes Symbol zu wählen. Die Software stellt im Verzeichnis \GeoMedia
Professional\Program .wmf-Dateien für Nordpfeile und Kompassrosen bereit. Sie
können jedoch, falls verfügbar, auch ein anderes Symbol wählen.
Wenn Sie die Grafik für alle Nordpfeile und Kompassrosen ansehen wollen, öffnen
Sie die Datei NorthArrows.pdf im Verzeichnis \GeoMedia Professional\Program.
3. Wählen Sie in der Pulldown-Liste eine Größe oder tippen Sie einen entsprechenden
Wert in das Feld ein. Der Nordpfeil wird nicht in Bezugseinheiten definiert. Er wird an
der im Kartenfenster angegeben Position und mit der angegebenen Größe gedruckt.
Hinweis: In der Pulldown-Liste können Sie eine Größe bis zu 96 Punkten auswählen.
Sie können hier jedoch auch einen größeren Wert eintippen. Die maximale Größe
beträgt 32767 Punkte.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Hintergrund, um die Hintergrundfarbe zu ändern.
Hinweis: Wenn der Pfeil im Kartenfenster transparent dargestellt werden soll, wählen
Sie eine Farbe, die dem Hintergrund des Kartenfensters entspricht.
5. Um den Hintergrund des Nordpfeils während des Druckens transparent darzustellen,
aktivieren Sie das Kontrollkästchen Transparent drucken.
Der Nordpfeil wird in der Druckausgabe exakt so wie im Kartenfenster dargestellt.
6
6. Wählen Sie Azimut an Nordpfeilposition, um den Nordpfeil entsprechend dem
Azimut der Nordpfeilposition zu zeichnen.
ODER
7. Wählen Sie Benutzerdefinierten Azimut, um Ihren eigenen Azimut für den Nordpfeil
zu definieren, indem Sie den entsprechenden Gradwert auswählen oder eintippen.
Der Nordazimut wird im Uhrzeigersinn von der Vertikalen gemessen: 0 Punkte zeigt
gerade nach oben, 90 Punkte zeigt horizontal nach rechts, 180 Punkte zeigt gerade
nach unten, usw.
6-77
Arbeiten mit GeoMedia Professional
8. Um die Einstellungen im Dialogfeld Eigenschaften des Nordpfeils als
Standardeinstellungen für alle Kartenfenster im GeoWorkspace zu speichern, klicken
Sie auf Als Standard speichern. Andernfalls werden nur die Eigenschaften und die
Position des Nordpfeils im aktiven Kartenfenster gespeichert.
9. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Anzeigen der Maßstabsleiste
Die Maßstabsleiste stellt Entfernungen auf der Karte in Bezugseinheiten dar. Sie können
die Anzeige der Maßstabsleiste im Kartenfenster über den Befehl Ansicht >
Maßstabsleiste ein- und ausschalten.
Die Maßstabsleiste zeigt den Maßstab für das Kartenfenster an, in dem sie dargestellt wird.
Sie können in einem Kartenfenster nur eine Maßstabsleiste anzeigen. Sie können auf die
Maßstabsleiste klicken und sie an eine beliebige Stelle im Kartenfenster verschieben. Die
Maßstabsleiste verwendet den Maßstab des Kartenfensters. Die standardmäßige
Maßeinheit der Maßstabsleiste ist km, diese kann aber mit dem Befehl Bearbeiten >
Eigenschaften der Maßstabsleiste geändert werden.
Das Erscheinungsbild der Maßstabsleiste kann über Eigenschaften der Maßstabsleiste
mit großer Flexibilität geändert werden. Sie können die im aktiven Kartenfenster
angezeigte Maßstabsleiste auf einfache Weise ändern, indem Sie Bearbeiten >
Eigenschaften der Maßstabsleiste wählen oder mit der rechten Maustaste auf die
Maßstabsleiste klicken und aus dem Kontextmenü Eigenschaften wählen. Dann können
Sie die Optionen auf den drei Registerkarten des Dialogfeldes entsprechend einstellen. Die
Änderungen werden in der Vorschau angezeigt.
Informationen zur Anwendung von Maßstabsleisten im Layoutfenster finden Sie im
Abschnitt "Einfügen von Maßstableisten" des Kapitels "Erstellen von Kartenlayouts für
den Druck im Layoutfenster".
Auf der Registerkarte Symbolik können Sie die Darstellungseigenschaften der
Maßstabsleiste festlegen, insbesondere Typ, Farbe und Linienbreiten.
6-78
Arbeiten mit Kartenfenstern
Sie können unter den folgenden Maßstabsleistentypen wählen:
Auf dieser Registerkarte können Sie außerdem die Farbe für die Intervallblöcke mit
geraden und ungeraden Zahlen sowie die Linien der Maßstabsleiste festlegen. Weiterhin
können Sie Höhe, Breite und Mittellinie der Maßstabsleiste einstellen. Schließlich können
Sie noch angeben, ob der Hintergrund der Maßstabsleiste im Ausdruck transparent
erscheinen soll. Sie können die Maßstabsleiste ohne Hintergrund drucken, so dass alle
hinter der Maßstabsleiste befindlichen Elemente sichtbar sind. Alternativ kann die
Maßstabsleiste alle dahinter befindlichen Elemente verdecken, wenn sie mit der
angegebenen Hintergrundfarbe gedruckt wird. Im Kartenfenster verdeckt die
Maßstabsleiste immer alle dahinter befindlichen Elemente.
Auf der Registerkarte Intervalle und Einheiten können Sie die Anzahl und Länge der
Intervalle sowie die von der Maßstabsleiste dargestellten Bezugseinheiten festlegen. Sie
können ebenfalls den Text, die Position und die Schriftart für die Beschreibung definieren.
6-79
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Wenn Sie die Größe des Kartenfensters ändern, wodurch die Ansicht neu skaliert wird,
werden Länge und Einteilung der Maßstabsleiste automatisch angepasst. Die Länge und
Einteilung der auf der Maßstabsleiste angezeigten Intervalle wird gegebenenfalls verkürzt
oder verlängert, damit die Länge der Maßstabsleiste zirka ein Fünftel der Breite des
Kartenfensters beträgt. Damit die Daten stets deutlich angezeigt werden, gibt es für die
Maßstabsleiste eine Mindestlänge.
Sie können die Intervalleigenschaften der Maßstabsleiste festlegen oder sie automatisch
basierend auf der Größe der zugehörigen Kartendarstellung berechnen lassen. Wenn Sie
die Anzahl der Intervalle bzw. die Intervalllänge angeben, behält die Maßstabsleiste diese
Werte unabhängig von Änderungen der Fenstergröße oder des Fenstermaßstabs bei.
Entspricht die Darstellung nicht Ihren Vorstellungen, können Sie die Intervalleinstellungen
der Maßstabsleiste ändern.
Sie können auf der Registerkarte Intervalle und Einheiten unter den folgenden Positionen
für den Einheitstext wählen.
6-80
Arbeiten mit Kartenfenstern
Die Registerkarte Beschriftungen bietet die Möglichkeit, die Darstellung und Position der
Nummern und des Textes auf der Maßstabsleiste festzulegen.
Sie können auf der Registerkarte Beschriftungen unter folgenden festen Positionen für
Intervallbeschriftung wählen:
Es folgt ein Beispiel für die Anzeige von Teilstrichen für Intervallbeschriftungen:
6
Hinweis: Für Maßstabsleisten im Kartenfenster wird die Einheit für diese Eigenschaft über
das Feld Linienbreite des Dialogfelds Symbolikeinheiten festgelegt, auf das Sie über die
Schaltfläche im Dialogfeld Symbolik definieren der Legende zugreifen.
Siehe hierzu Anhang "Umrechnungstabellen".
6-81
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Messen von Entfernungen
Der Befehl Entfernung messen berechnet die lineare Entfernung zwischen zwei oder
mehreren Punkten. Die Option Messverfahren, die Maßeinheiten und ihre Genauigkeit
werden im Dialogfeld Koordinatensystem definieren auf der Registerkarte Einheiten
und Formate eingestellt. Zusätzlich wird die Formatierungsleiste Präzisionskoordinaten
mit den Koordinatenwerten eines jedes Fangpunktes (und nicht mit den Koordinatenwerten
der tatsächlichen Mauszeigerposition) aktualisiert, während Sie den Mauszeiger im aktiven
Kartenfenster verschieben.
Um die Fläche eines einzelnen Objekts festzustellen, klicken Sie mit der rechten Maustaste
auf das ausgewählte Objekt und wählen Sie im Kontextmenü Auswahlsatzeigenschaften.
Die Fläche des Objekts wird in der Registerkarte Allgemein aufgelistet.
Wenn Sie Oracle verwenden und Flächen von Objekten messen, die Bogen enthalten, liest
GeoMedia Professional die drei in Oracle gespeicherten Punkte, die den Bogen darstellen
und erstellt daraus ein GeoMedia ArcGeometry-Objekt. Dieses Objekt besteht intern aus
einem Anfangspunkt, einem Endpunkt, einem Radius und einem Normalvektor und ist als
größer als PI gekennzeichnet. Die GeoMedia ArcGeometry zeichnet den Ursprungspunkt
des in Oracle gespeicherten Bogens nicht auf (dies ist auch nicht für diesen Vorgang
erforderlich).
GeoMedia Professional teilt die 3D-Darstellung des Bogens für Messungen mit einer sehr
genauen Toleranz in eine 3D-Polylinie auf. Die Toleranz wird von der Messungssoftware
berechnet, um die Genauigkeit der Flächenmessung bis auf 0,01 Quadratmeter
sicherzustellen. Die aus dieser Teilung entstehenden Punkte (möglicherweise mehrere
Tausend) werden anschließend auf die 2D-Ebene projiziert. Die resultierende 2D-Polylinie
stellt einen elliptischen 2D-Bogen dar, der der Ansicht eines derartigen Bogens von oben
gleicht. Hierbei ist es besonders wichtig, wann der Bogen geteilt wird (vor oder nach der
Projizierung auf die 2D-Ebene).
So messen Sie Entfernungen
1. Optional: Wählen Sie Ansicht > GeoWorkspace Koordinatensystem und ändern Sie
auf der Registerkarte Einheiten und Formate die zum Messen zu verwendenden
Einheiten.
2. Klicken Sie auf Extras > Entfernung messen.
6-82
Arbeiten mit Kartenfenstern
3. Klicken Sie im Kartenfenster auf den Ausgangspunkt, und bewegen Sie den
Mauszeiger so, dass eine gestrichelte Linie zum zweiten Punkt gezogen wird.
Die gestrichelte Linie bewegt sich mit dem Mauszeiger und das Feld Entfernung im
Dialogfeld Entfernung messen wird dynamisch aktualisiert. Wenn die Option
Koordinaten bei Mausbewegung aktualisieren in der Formatierungsleiste
Präzisionskoordinaten aktiv ist, werden auch die Koordinatenwerte dynamisch
aktualisiert.
Hinweis: Sie können zum Messen von Entfernungen auch die Fangfunktionen
einsetzen, um bestimmte Positionen anzusnappen.
4. Klicken Sie auf den zweiten Punkt und bewegen Sie den Mauszeiger zum dritten
Punkt. Klicken Sie auf diesen und fahren Sie auf diese Weise fort, bis Sie die
gewünschte Messung erzielen. Sie können die RÜCKTASTE drücken, um eine
vorherige Punktmessung zu löschen. Klicken Sie zum Zurücksetzen die rechte
Maustaste und beginnen Sie erneut.
Jetzt zeigt das Feld Entfernung beim Verschieben des Mauszeigers die Entfernung
vom letzten Punkt an. Das Feld Gesamt zeigt die Gesamtentfernung zwischen allen
Punkten an (es wird beim Verschieben der Maus nicht dynamisch aktualisiert).
5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste, um das Dialogfeld zu leeren.
6. Lassen Sie beim Bearbeiten anderer Aufgaben das Dialogfeld Entfernung messen
geöffnet. Sie können es aber auch durch Klicken auf das X in der Titelleiste schließen.
Siehe hierzu Anhang "Umrechnungstabellen".
Einen Snapshot von einem Kartenfenster erstellen
Durch Auswahl des Befehls Snapshot im Menü Bearbeiten oder im Kontextmenü des
Kartenfensters können Sie ein Bild des aktiven Kartenfensters in die Zwischenablage
kopieren. Mit dem Befehl Einfügen können Sie es in Anwendungen einfügen, die OLE
(Object Linking and Embedding) unterstützen, wie z.B. Microsoft Word, Microsoft Paint
oder eine HTML-Webseite.
6-83
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Darstellen von CAD-Dateien
Mit dem Befehl CAD-Dateien darstellen können Sie MicroStation V7/IGDSZeichnungsdateien, MicroStation V8- Zeichnungsdateien und AutoCADZeichnungsdateien (.dwg/.dxf) schnell und problemlos darstellen. Dia Darstellung basiert
hierbei ausschließlich auf Ebenen bzw. Layern. Dieser Befehl bietet eine Alternative zu
dem mit der Anwendung gelieferten Dienstprogramm CAD Server-Schemadatei
definieren, mit dem Sie die von der Software verwendeten Parameter zum Herstellen einer
Verbindung mit dem CAD Server festlegen können. Auf diese Weise brauchen Sie keine
vollständige Kenntnis über die CAD-Daten oder das Projekt zu haben, d.h. Kenntnis über
die Objektdefinition im Projekt, oder, ob Grafik im Projekt über Attribute verfügt. Dies ist
zur Schnellansicht oder für Hintergrunddaten hilfreich. Um diese Befehl
bedienungsfreundlicher zu gestalten, ist das zugehörige Dialogfeld in zwei Registerkarten
unterteilt, die Registerkarte Allgemein und die Registerkarte Erweitert.
Dieser Befehl erstellt die CAD-Server-Schemadatei (.csd) automatisch aufgrund der von
Ihnen ausgewählten Ebenen bzw. Layern, stellt einen Verbindung zu dieser .csd-Datei her,
und stellt die Daten entsprechend den auf der Registerkate Erweitert festgelegten
Darstellungsoptionen im aktiven Kartenfenster dar. Je nach der von Ihnen festgelegten
Darstellungsoptionen, wird für jede auswählte Ebene/Layer ein Legendeneintrag (bzw.
eine Objektklasse) dargestellt oder ein Legendeneintrag (bzw. eine Objektklasse) stellt die
Daten aller ausgewählten Ebenen/Layer dar, wenn Sie die gesamte Karte ohne
Symbolikunterschiede darstellen wollen. Sie können ebenfalls bestimmen, dass leere
Ebenen/Layer dargestellt werden. Leere Ebenen bzw. Layer werden standardmäßig nicht
dargestellt.
Hinweis: Sie können die Auswahl der für alle Objektklassen offengelegten Attribute
ändern, indem Sie die mit diesem Befehl erstellte .csd-Datei bearbeiten.
Wenn Sie die Option zum Abgleichen des GeoWorkspace- und des standardmäßigen
Warehouse-Koordinatensystems beim Herstellen der ersten Verbindung ausgewählt haben,
wird das GeoWorkspace-Koordinatensystem mit dem von Ihnen angegebenen
Koordinatensystem abgeglichen, wenn der GeoWorkspace keine Verbindungen enthält und
eine Koordinatensystemdatei angegeben wurde.
6-84
Arbeiten mit Kartenfenstern
So stellen Sie CAD-Dateien dar
1. Wählen Sie Extras > CAD-Dateien darstellen.
5. Wählen Sie im Feld CAD-Typ auf der Registerkarte Allgemein einen CAD-Typ aus.
6. Geben Sie im Feld Ordner den vollständigen Pfad des Ordners an, der die
Zeichnungsdateien enthält. Sie können diesen Ordner auch mithilfe der Schaltfläche
Durchsuchen angeben.
7. Markieren Sie in der Liste Verfügbare Dateien die Dateien aus, die Sie darstellen
wollen.
8. Optional: Wählen Sie im Feld Dateityp einen Dateityp aus, wenn Sie im Feld
Verfügbare Dateien einen bestimmten Dateityp auflisten wollen.
9. Optional: Geben Sie im Feld Koordinatensystemdatei den vollständigen Pfad der für
alle Zeichnungsdateien zu verwendenden Datei ein, oder wählen Sie diese Datei über
die Schaltfläche Durchsuchen aus.
10. Optional: Sie können die standardmäßig verwendete CAD-Serverschemadatei
wechseln, indem Sie im Feld CAD-Serverschemadatei einen neuen Pfad angeben. Sie
können auch die Schaltfläche Durchsuchen verwenden, um die Datei festzulegen.
11. Optional: Ändern Sie im Feld Verbindungsname den Namen der
Standardverbindung.
6-85
6
Arbeiten mit GeoMedia Professional
12. Übernehmen Sie die Standardoption Alle Ebenen/Layer darstellen oder wählen Sie
die Option Darzustellende Ebenen/Layer auswählen und legen Sie die gewünschten
Ebenen bzw. Layer in der Liste Ebenen/Layer fest.
13. Übernehmen Sie die Standardoption Einzelner Legendeneintrag für alle gewählten
Ebenen/Layer oder wählen Sie die Option Separate Legendeneinträge für jede
gewählte Ebene/Layer.
14. Optional: Aktivieren bzw. deaktivieren Sie die standardmäßig aktivierte Option Keine
Legendeneinträge für leere Ebene\Layer, um festzulegen ob Legendeneinträge für
Ebenen bzw. Layer erstellt werden sollen, die keine Daten oder Statistik enthalten.
15. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Die Software erstellt eine neue CAD-Serverschemadatei und stellt mit dieser Datei
eine Verbindung zum CAD-Server her. Die Objekte werden auf den von Ihnen
festgelegten Ebenen/Layern im Kartenfenster dargestellt.
Siehe hierzu "Verbindungen mit einem CAD-Warehouse" im Kapitel "Arbeiten mit
Warehouses" und die Online-Hilfe zum Dienstprogramm CAD Server-Schemadatei
definieren.
6-86
Arbeiten mit Datenfenstern
7
Jedes Datenfenster enthält die nichtgrafischen Attributdaten einer einzelnen Objektklasse
oder Abfrage. Diese werden als Objekttabelle dargestellt, wobei jede Spalte für ein Attribut
und jede Zeile für ein Vorkommen - d.h. ein Objekt - der Objektklasse steht. Die Daten in
den einzelnen Zellen werden als Wert oder Attributwert bezeichnet. In Datenfenstern
werden Flächen-, Linien- und Bildobjektklassen, zusammengesetzte Objektklassen,
Grafiktext und nichtgrafische Objektklassen angezeigt. Es werden jedoch keine Spalten mit
Geometrie- oder räumlichen Indexattributen angezeigt.
Bei einem Warehouse mit Schreibzugriff können Sie die Objekte und Werte in einem
Datenfenster überprüfen und bearbeiten. Veränderungen, die Sie dort vornehmen, werden
auch im Kartenfenster dargestellt. Wenn Sie etwa eine Zeile in einem Datenfenster
löschen, wird das entsprechende Objekt gleichzeitig aus der Karte entfernt.
Sie können den Befehl Datentabelle einfügen verwenden, um ausgewählte Abschnitte
eines Datenfensters mit benutzerdefinierter Symbolik im Layoutfenster darzustellen.
Siehe hierzu "Einfügen einer Datentabelle" im Kapitel "Erstellen von Kartenlayouts für
den Druck im Layoutfenster".
Öffnen eines neuen Datenfensters
Um ein neues Datenfenster öffnen zu können, müssen Sie mit einem Warehouse verbunden
sein. Sobald die Verbindung zu einem Warehouse hergestellt ist, können Sie eine
Objektklasse oder ein Abfrageergebnis auswählen und deren Inhalt in einem Datenfenster
anzeigen. Die Objektklasse oder Abfrage kann aus einer Kategorie, aus Referenzobjekten,
aus Verbindungen oder Abfragen stammen.
7-1
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So öffnen Sie ein Datenfenster
1. Wählen Sie Fenster > Neues Datenfenster.
2. Geben Sie im Feld Name des Fensters einen Titel für das Datenfenster ein.
3. Klicken Sie auf das Pluszeichen neben dem Warehouse- oder Abfrageordner mit der
Objektklasse, die im Datenfenster angezeigt werden soll.
Wenn Sie eine Abfrage auswählen, die noch nicht ausgeführt wurde, führt die Software
sie aus und zeigt die Ergebnisse im Datenfenster an. Wenn die ausgewählte Abfrage
bereits ausgeführt wurde, werden die vorhandenen Ergebnisse im Datenfenster
angezeigt.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Das Menü Legende wird durch das Menü Daten ersetzt.
7-2
Arbeiten mit Datenfenstern
Steuern des Datenfensters
Links neben dem Titel des Datenfensters bzw. in der linken oberen Ecke eines maximierten
Datenfensters befindet sich das Datenfenstersymbol.
Durch Klicken auf dieses Symbol wird ein Menü aufgerufen, mit dem Sie das Datenfenster
steuern können. Je nach aktuellem Status des Datenfensters, haben Sie in diesem Menü
folgende Möglichkeiten:
•
Wiederherstellen eines minimierten Fensters
•
Verschieben, Wiederherstellen, Minimieren oder Maximieren des Fensters
•
Schließen Sie das Datenfenster.
•
Aktivieren des nächsten Daten- oder Kartenfensters im Stapel
Darüber hinaus enthält das Menü Fenster Optionen, um Fenster übereinander oder
nebeneinander anzuordnen und um ein anderes Fenster zu aktivieren. Unten in diesem
Menü werden alle im GeoWorkspace geöffneten Fenster aufgeführt. Das aktive Fenster ist
durch ein Häkchen gekennzeichnet.
So ändern Sie den Titel eines Datenfensters
1. Wählen Sie Fenster > Eigenschaften des Datenfensters.
2. Geben Sie im Dialogfeld Eigenschaften des Datenfensters in das Feld
Datenfenstername den neuen Titel ein.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
7-3
7
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Verwenden der Maus in einem Datenfenster
Hinweis: Wenn Sie bei Ihrer Maus die Funktionen von linker bzw. rechter Maustaste
umgekehrt haben, sind die Anweisungen zur Verwendung der Maus in der Dokumentation
umgekehrt zu verstehen.
In einem Datenfenster dient die linke Maustaste für Folgendes:
•
Aktivieren eines Fensters
•
Positionieren des Mauszeigers
•
Erstellen eines Auswahlsatzes
•
Auswählen einer Tabelle, Reihe, Spalte oder Zelle
Mit der rechten Maustaste können Sie das Kontextmenü für das Datenfenster aufrufen.
Dieses Menü enthält die häufigsten Befehle für das Datenfenster.
Verwenden einer IntelliMouse
Mit einer IntelliMouse von Microsoft können Sie die Anzeige im Datenfenster noch
schneller und effizienter verändern. Wenn Sie das Rad der IntelliMouse vorwärts rollen,
werden Mauszeiger und Bild nach oben bewegt. Rückwärtsrollen des Rades bewegt
Mauszeiger und Bild nach unten.
Verwenden der Datenansichtsbefehle
Die Anzeige in einem Datenfenster verändern Sie mithilfe der Datenansichtsbefehle, auf
die Sie im Menü Daten, in der Symbolleiste Daten oder im Kontextmenü des
Datenfensters zugreifen können. Diese Befehle stehen nur zur Verfügung, wenn ein
Datenfenster aktiv ist. Vor Verwendung dieser Befehle müssen Sie gewöhnlich die
gesamte Tabelle oder mindestens eine Zeile, Spalte oder Zelle auswählen.
7-4
•
Um die ganze Tabelle auszuwählen, klicken Sie auf die Schaltfläche Tabelle oben
links im Datenfenster oder wählen Sie Bearbeiten > Alle Zeilen auswählen.
•
Zum Auswählen einer Zelle samt Inhalt, klicken Sie auf die Zelle.
•
Zum Auswählen einer Zeile klicken Sie auf die Zeilenauswahl. Benachbarte Zellen in
einer Zeile wählen Sie aus, indem Sie klicken und den Mauszeiger über die Zellen
ziehen.
Arbeiten mit Datenfenstern
•
Zum Auswählen einer Spalte, klicken Sie auf den Spaltentitel. Benachbarte Zellen in
einer Spalte wählen Sie aus, indem Sie klicken und den Mauszeiger nach oben oder
unten ziehen.
Halten Sie die UMSCHALTTASTE oder die STRG-Taste gedrückt, um dem Auswahlsatz
Reihen bzw. Spalten hinzuzufügen. Sie können jedoch einer Spalte keine Reihe und einer
Reihe keine einzelnen Zellen einer anderen Reihe hinzufügen.
Mit dem Befehl Daten > Inhalt ändern können Sie die Objektklasse oder die Abfrage
ersetzen, die im aktiven Datenfenster angezeigt ist. Die Objektklasse oder Abfrage kann
aus einer Kategorie, aus Referenzobjekten, aus Verbindungen oder Abfragen stammen.
So blenden Sie die Spalten einer Tabelle ein
1. Wählen Sie Daten > Spalten zeigen.
2. Aktivieren oder deaktivieren Sie im Dialogfeld Spalten zeigen die Anzeige einzelner
Spalten (Attribute). Ein Häkchen neben dem Spaltennamen bedeutet, dass die Spalte
im Datenfenster angezeigt wird. Durch Deaktivieren des Kontrollkästchens wird die
Spalte ausgeblendet, aber nicht gelöscht.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
So blenden Sie die Spalten einer Tabelle aus
Zum Ausblenden von Spalten haben Sie zwei Möglichkeiten. Entweder Sie deaktivieren
das Kontrollkästchen im Dialogfeld Spalten zeigen oder Sie gehen folgendermaßen vor:
1. Wählen Sie die auszublendende Spalte aus, indem Sie in die Zelle mit dem Titel
klicken. Zur Auswahl mehrerer benachbarter Spalten ziehen Sie den Mauszeiger über
die entsprechenden Titel. Um Spalten in beliebiger Reihenfolge auszuwählen, halten
Sie beim Klicken auf die Titel die STRG-Taste gedrückt.
2. Wählen Sie Daten > Spalten ausblenden. Der Befehl steht nur zur Verfügung, wenn
mindestens eine Spalte ausgewählt ist. Sie können alle bis auf eine Spalte ausblenden.
7-5
7
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So verschieben Sie Zeilen an den Anfang der Tabelle
1. Klicken Sie auf die Schaltfläche zur Zeilenauswahl der Zeilen, die an den Anfang der
Tabelle verschoben werden sollen.
2. Wählen Sie Daten > Zeilen nach oben verschieben.
Bei Auswahl mehrerer Zeilen werden sie in der Reihenfolge an den Anfang der Tabelle
verschoben, in der sie in der Tabelle aufgeführt waren.
So sortieren Sie die Zeilen einer Tabelle
1. Klicken Sie auf den Titel der Spalte, nach der Sie die Zeilen sortieren wollen.
2. Wählen Sie Daten > Aufsteigend sortieren, um Zeilen aufsteigend zu sortieren.
3. Wählen Sie Daten > Absteigend sortieren, um Zeilen absteigend zu sortieren.
So zeigen Sie die Statistik zu einer Spalte an
1. Klicken Sie auf den Titel der Spalte, deren Statistik angezeigt werden soll. Das Attribut
muss numerisch sein.
2. Wählen Sie Daten > Spaltenstatistik.
7-6
Arbeiten mit Datenfenstern
So ändern Sie den Inhalt eines aktiven Datenfensters
7
1. Wählen Sie Daten > Inhalt ändern.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Inhalt des Datenfensters eine andere Objektklasse oder
Abfrage aus Kategorien, Referenzobjekten, Verbindungen oder Abfragen aus .
3. Klicken Sie auf OK, um das aktive Datenfenster zu aktualisieren.
7-7
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Zellen in einem Datenfenster bearbeiten
Eine Zelle oder ein Feld in einem Datenfenster zu bearbeiten bedeutet, den Wert eines
Attributs des jeweiligen Objekts zu ändern. Die Software benutzt die Standardbefehle von
Windows sowie die Zwischenablage, um Text aus Datenfenstern auszuschneiden, zu
kopieren und einzufügen. Auf ausgeblendete Zellen oder Zellen mit Hypertext sind diese
Befehle nicht anwendbar. Über die Zwischenablage lassen sich auch Objekte ins
Datenfenster kopieren, verknüpfte Grafik dagegen nicht.
Der Befehl Bearbeiten > Ausschneiden löscht die ausgewählten Zellwerte.
Zellen, die Primärschlüssel oder andere erforderliche Werte enthalten, lassen
sich nicht ausschneiden.
Der Befehl Bearbeiten > Kopieren kopiert die ausgewählten Zellen, Spalten,
und Zeilen als Text in die Zwischenablage. Sie können eine Datenansicht z.B. in
eine Excel Kalkulationstabelle kopieren. Sie können Zellen über einen Bereich
von einer oder mehreren Zellen direkt auswählen oder über Zeilen oder Spalten,
die Sie auf verschiedene Art und Weise (z.B. über die entsprechenden
Schaltflächen im Datenfenster, das Auswahlwerkzeug im Datenfenster, Auswahl
über Legendeneintrag, usw.) auswählen können, indirekt auswählen. Dieser
Befehl steht zur Verfügung, wenn Sie eine oder mehrere Zellen, Zeilen oder
Spalten im Datenfenster auswählen.
Sie können Spaltentitel aus dem Datenfenster sowohl mit dem Befehl
Ausschneiden, als auch mit dem Befehl Kopieren in die Zwischenablage
kopieren. Sie aktivieren diese Option über das Kontrollkästchen Spaltentitel des
Datenfensters in Zwischenablage kopieren auf der Registerkarte Allgemein
des Dialogfelds Optionen (Extras > Optionen). Diese Option ist in der
Standardeinstellung deaktiviert, d.h. Spaltentitel werden nicht kopiert.
Beim Ausschneiden oder Kopieren von einzelnen Zellen, wird diese Einstellung
ignoriert und Spaltentitel werden nicht einbezogen. Auch wenn Sie Daten mit
Spaltentiteln in die Zwischenablage kopiert haben, werden die Spaltentitel vor
dem Einfügen der Zelldaten entfernt.
Der Befehl Bearbeiten > Einfügen fügt Daten aus der Zwischenablage in die
ausgewählten Zellen ein. Bei Auswahl einer einzelnen Zelle werden die Daten
aus der Zwischenablage in die ausgewählte Zelle sowie in die Zellen rechts
daneben und darunter eingefügt. Bei Auswahl eines zusammenhängenden
Zellenblocks werden alle ausgewählten Zellen mit den entsprechenden Daten aus
der Zwischenablage ersetzt.
7-8
Arbeiten mit Datenfenstern
In folgenden Fällen funktioniert der Befehl Einfügen nicht:
•
Wenn die Form der einzufügenden Zellen nicht mit der ausgewählten übereinstimmt,
außer wenn es sich um eine einzelne Zelle handelt.
•
Wenn die Anzahl der Spalten im Datenfenster überschritten würde.
•
Wenn erforderliche Zellen den Wert Null erhalten würden.
•
Wenn die Spalte Primärschlüssel nicht angezeigt wird.
•
Wenn eine ungültige Datenumwandlung erforderlich wäre, wie beim Einfügen von
alphabetischen Zeichen in numerische Felder.
•
Wenn nach dem Einfügen im Primärschlüssel oder einem anderen Feld zwei eindeutige
Werte anstelle von einem erforderlich wären.
•
Beim Einfügen in die letzte Zeile versucht die Software, alle Zellen aus der
Zwischenablage einzufügen. Wenn mehrere Zellen in der letzten Zeile ausgewählt
wurden, müssen sie in der Form genau übereinstimmen. Bei Auswahl einer einzelnen
Zelle werden die Zellen aus der Zwischenablage rechts daneben, jedoch nicht darunter
eingefügt. Wenn durch das Einfügen erforderliche Felder ausgefüllt und ein
eindeutiger Primärschlüssel erzeugt werden, erhält die Datenbank neue Objekte, die
den Einträgen der Zeilen aus der Zwischenablage entsprechen. Es wird nichts
eingefügt, wenn erforderliche Felder leer bleiben oder mehrere Primärschlüssel erzeugt
werden.
Mit dem Befehl Bearbeiten > Rückgängig machen können Sie
vorgenommene Änderungen wie in den standardmäßigen Microsoft
Office-Produkten rückgängig machen. Sie können den Befehl Rückgängig
machen nicht nach einem Ausschneide- oder Einfügungsvorgang
anwenden.
Einen Snapshot von einem Datenfenster erstellen
Durch Auswahl des Befehls Snapshot im Menü Bearbeiten oder im Kontextmenü des
Datenfensters können Sie ein Abbild des aktiven Datenfensters in die Zwischenablage
kopieren. Ausgeblendete Spalten und Zellen mit Hypertext werden nicht kopiert.
Der Snapshot kann in eine beliebige Anwendung eingefügt werden, die OLE (Object
Linking and Embedding) unterstützt, wie z.B. Microsoft Word, Microsoft Paint oder eine
HTML-Webseite.
7-9
7
Arbeiten mit GeoMedia Professional
7-10
Arbeiten mit Objekten
Objekte werden auf der Karte durch Geometrie dargestellt und in der Datenbank durch
nichtgrafische Attribute definiert. Die Werte dieser nichtgrafischen Attribute werden im
Datenfenster in Zellen angezeigt. Ein Flurstück, zum Beispiel Flurstück 126-A, wird im
Kartenfenster durch Flächengeometrie dargestellt.
Die Geometrieattribute für Flurstück 126-A sind Bestandteil einer einzelnen Zeile in der
Flurstücktabelle. Die Flurstücktabelle enthält Informationen über alle Einträge der
Objektklasse Flurstücke. Flurstück 126-A ist einer von 15 Einträgen dieser Objektklasse.
Folglich enthält die Flurstücktabelle 15 Zeilen, je eine für jedes Flurstück.
Zu den nichtgrafischen Attributen des Flurstücks 126-A gehört seine
Identifikationsnummer (126A), der Name des Eigentümers (P. Brown) und der Schätzwert
(€ 10.000). Jedes dieser Attribute ist eine Spalte in der Flurstücktabelle. Die Tabelle
besteht folglich aus mindestens den drei folgenden Spalten: ID, EIGENTÜMER und
SCHÄTZWERT.
126A, P. Brown und € 10 000 sind Werte (oder Zellen) in den Spalten ID, EIGENTÜMER
und SCHÄTZWERT der Zeile, die die Daten für die Geometrie des Flurstücks 126A
enthält.
In einem Warehouse mit Schreibzugriff können Sie eine Objektklasse erstellen, löschen
und bearbeiten, sowie einer Objektklasse neue Objekte hinzufügen. Zum Bearbeiten einer
Objektklasse gibt es die folgenden Möglichkeiten:
•
Hinzufügen von Attributen (Spalten)
•
Entfernen von Attributen
•
Ändern von Attributen
In einem Warehouse mit Schreibzugriff können Sie auch Objektdaten auf folgende Weisen
verwalten:
•
Ändern der Attributwerte (Zellen)
•
Hinzufügen oder Löschen von Attributen (Zeilen)
WICHTIG: Änderungen an Daten in einem Warehouse mit Schreibzugriff werden
automatisch sofort gespeichert.
8-1
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Geometrietypen - Begriffserklärung
Unter Geometrie versteht man die grafische Darstellung eines Objekts im Kartenfenster.
Objekte werden durch folgende Geometrietypen wiedergegeben:
Ein Punktobjekt wird durch einen oder mehrere Punkte, die die Position eines
Objekts markieren, auf der Karte dargestellt. Ein Punkt kann auch für ein Objekt
stehen, das bei dem verwendeten Maßstab auf der Karte nicht sichtbar ist. Punkte
können eine Ausrichtung aufweisen, d.h. sie sind drehbar. Höhenfestpunkte,
Ölquellen und Kanalschächte sind Beispiele für Punktobjekte.
Ein Linienobjekt wird durch eine oder mehrere Linien und/oder Bogen dargestellt.
Was auf einer Karte als eine einzelne Linie erscheint, kann in Wirklichkeit aus
mehreren Liniensegmenten zusammengesetzt sein, also aus mehreren
zusammenhängenden Linienobjekten. Flüsse, Bahnstrecken,
Versorgungsleitungen und Straßen sind Beispiele für Linienobjekte.
Ein Flächenobjekt wird durch einen geschlossenen Umring dargestellt. Jeder
Flächenumring kann eine oder mehrere Aussparungen enthalten. Die
Flächenumringe und Aussparungen selbst können aus einer oder mehreren Linien
und/oder Bogen bestehen. Länder (oder auf der USA-Karte die Counties), aber
auch Flurstücke, sind solche Flächenobjekte.
Ein zusammengesetztes Objekt kann innerhalb der Objektklasse, ja sogar innerhalb
eines einzelnen Objekts, Punkt-, Linien- und/oder Flächengeometrie aufweisen.
Ein Textobjekt wird durch Text, der an einer Punktposition auf der Karte
erscheint, dargestellt. Sie können Text in eine bestehende Textobjektklasse
eingeben oder dafür eine neue Objektklasse erstellen. Text kann eine Ausrichtung
aufweisen, d.h. er ist drehbar.
Ein Bildobjekt ist ein Rasterbild.
Objekte können zusammenhängend oder nicht zusammenhängend definiert sein. Ein
zusammenhängendes Objekt besitzt eine einzige Geometrie. Auf einer Karte ist Kalifornien
beispielsweise ein einzelnes zusammenhängendes Objekt, das aus einer Geometrie besteht.
Ein nicht zusammenhängendes Objekt besteht aus mehreren Geometrien. So ist zum
Beispiel der Staat Hawaii ein nicht zusammenhängendes Objekt, das aus mehreren Inseln
besteht, von denen jede eine einzelne Geometrie darstellt.
Hinweis: Wenn eine nicht zusammenhängende Fläche so platziert wird, dass sie eine
zweite nicht zusammenhängenden Fläche völlig umschließt, wird aus der zweiten nicht
zusammenhängenden Fläche eine Aussparung innerhalb der zuletzt platzierten Fläche.
Wenn die Aussparung wiederum eine dritte nicht zusammenhängende Fläche völlig
umschließt, wird aus der dritten nicht zusammenhängenden Fläche eine Insel.
8-2
Arbeiten mit Objekten
Sie können eine Aussparung in einer Flächengeometrie mithilfe einer zweiten
Flächengeometrie darstellen, die innerhalb der Grenzen der ersten eingefügt wird. Sie
können in diese Aussparung eine Insel platzieren, indem Sie eine dritte Flächengeometrie
hinzufügen, die wiederum vollständig innerhalb der zweiten liegt.
Objektklassen
Das Erstellen von Objektklassen ist in GeoMedia Professional nur in einem aktiven
Karten- oder Datenfenster und einem geöffneten Access-Warehouse mit Schreibzugriff
möglich. Beim Hinzufügen eines Objekts zu einer Objektklasse haben Sie die Möglichkeit,
Geometrie zu platzieren. Ein Objekt kann durchaus auch ohne Geometrie existieren, aber
die meisten Objekte weisen Geometrie auf.
Objektklassen können auf verschiedene Weisen erstellt werden:
•
Von Grund auf neu
•
Kopieren von Informationen aus einer bestehenden Objektklasse in eine neue
Objektklasse des gleichen Warehouses
•
Importieren von Daten
•
Ausgabe an Objektklassen
•
Anhängen einer externen Datenquelle
Koordinatensysteme
Wenn Sie mit dem Befehl Objektklasse definieren eine Objektklasse erstellen, wählen Sie
aus der Liste der verfügbaren Warehouse-Koordinatensysteme ein Koordinatensystem aus,
das dem primären Geometriefeld der Objektklasse zugewiesen wird. Bei der Ausführung
des Befehls wird ein Koordinatensystem auf der Registerkarte Allgemein des Dialogfeldes
Neu/Bearbeiten/Kopieren - <Objektklasse> vorausgewählt. Beim Erstellen einer neuen
Objektklasse ist dies das Ausgangskoordinatensystem. Bei einer vorhandenen
Objektklasse, die Sie überprüfen oder bearbeiten, handelt es sich hierbei um das
Koordinatensystem, das dem primären Geometriefeld zugeordnet ist.
8-3
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Alle verfügbaren Warehouse-Koordinatensysteme sind in alphabetischer Reihenfolge
aufgelistet und mit einem Symbol versehen, das deren Gültigkeit und Standardstatus wie
folgt anzeigt:
Kein Standardkoordinatensystem
Standardkoordinatensystem, der Name ist durch Standard erweitert.
Ist der Name des Koordinatensystems leer, wird er als <Unbenannt
#> aufgelistet, wobei # eine Zahl ist, die den Namen innerhalb
dieser Liste eindeutig macht. Hat das Koordinatensystem einen
Namen, der innerhalb der Liste nicht eindeutig ist, wird er durch #,
eine Zahl, die ihn eindeutig macht, erweitert.
Temporäres Koordinatensystem. Wenn ein neues
Koordinatensystem definiert wird, wird es der Liste hinzugefügt und
erhält dieses Symbol, da es noch nicht in das Warehouse eingefügt
wurde.
Ungültiges Koordinatensystem. Fälle, bei denen die Umgebung des
Koordinatensystems fehlerhaft ist, z.B. folgende:
• Clientseitige Metadatentabelle des Koordinatensystems existiert
nicht oder wird in der serverseitigen Tabelle nicht referenziert.
• Die Metadatentabelle ist korrekt erstellt (d.h. sie existiert und
wird referenziert), aber leer.
• Die Metadatentabelle ist ausgefüllt, enthält aber nicht das
Koordinatensystem, das durch das primäre Geometriefeld der
Objektklasse referenziert wird.
Indem Sie auf dieser Registerkarte auf Als Standard speichern klicken, können Sie das
ausgewählte Koordinatensystem als Standard für das Warehouse mit Schreibzugriff
festlegen und es der Objektklasse zuweisen. Es kann nur ein Koordinatensystem als
Standard festgelegt werden.
Indem Sie auf dieser Registerkarte auf Eigenschaften klicken, können Sie die ausgewählte
Koordinatensystemdefinition im Dialogfeld Koordinatensystem überprüfen. Wurde das
Koordinatensystem noch nicht in das Warehouse eingefügt, können Sie seine Definition
bearbeiten. Anschließend können Sie alle Änderungen der neuen
Koordinatensystemdefinition speichern und das modifizierte Koordinatensystem dem
primären Geometriefeld der Objektklasse zuweisen. Wenn Sie das Koordinatensystem als
Standardkoordinatensystem für das Warehouse festlegen, werden diese Daten auch in das
Warehouse geschrieben.
8-4
Arbeiten mit Objekten
Klicken Sie auf dieser Registerkarte auf Neu, um im Dialogfeld Eigenschaften des
Koordinatensystems ein neues Koordinatensystem zu erstellen und der Objektklasse
zuzuweisen. Wenn Sie ein Koordinatensystem im Warehouse ändern, wird die neue
Koordinatensystemdefinition der Liste hinzugefügt und mit dem Symbol für ein
temporäres Koordinatensystem versehen, da es noch nicht in das Warehouse geschrieben
wurde. Das neue Koordinatensystem kann jetzt bearbeitet und/oder als
Standardkoordinatensystem für das Warehouse festgelegt werden.
Schlüsselattribute
Jede Objektklasse, die neu oder durch Kopieren erstellt wird, muss ein Schlüsselattribut
und einen primären, eindeutigen Indexwert für diesen Schlüssel besitzen. Sie können auf
der Registerkarte Attribute des Dialogfelds Neu/Bearbeiten/Kopieren - <Objektklasse>
mehrere Schlüsselfelder (max. zehn) für eine Objektklasse erstellen. Beachten Sie bitte,
dass nur ein Attribut des Datentyps AutoWert vorhanden sein darf. Sie legen die
Schlüsseldefinition für die aktuelle oder ausgewählte Attributzeile fest, indem auf die
Schaltfläche Primärschlüssel festlegen klicken. Diese Schaltfläche erscheint, wenn Sie
auf ein Attributzeile klicken. Wenn das ausgewählte Attribut bereits Bestandteil des
primären Schlüssels ist, lautet die Schaltflächenbeschriftung Primärschlüssel aufheben.
Die Reihenfolge der Attribute beim Definieren der zusammengesetzten Primärschlüssel
entspricht der Reihenfolge, in der Sie sie definiert haben. Sobald Sie neue Schlüssel
definieren, werden diese dem nächsten verfügbaren Index hinzugefügt. Wenn Sie einen
Schlüssel aufheben, wird dieser Schlüssel entfernt und alle darunter aufgeführten
Schlüsselindizes entsprechend angepasst. Die Spalte Schlüssel auf dieser Registerkarte
zeigt die Reihenfolge der Schlüsselpriorität mithilfe der Indexnummer (1-10) an.
Sie können die Reihenfolge des Schlüsselindizes nicht direkt ändern. Sie können Schlüssel
jedoch an eine andere Indexposition verschieben, indem Sie sie aufheben und neu
definieren. Wenn Sie z.B. zwei Schlüssel definiert haben und einen Schlüssel von Index 1
auf Index 2 verschieben wollen, müssen Sie Schlüssel 1 aufheben und anschließend neu
festlegen. Sobald Sie Schlüssel 1 aufheben, rückt Schlüssel 2 an erste Stelle des Indizes.
Wenn Sie den aufgehobenen Schlüssel jetzt neu festlegen wird er dem Index an zweiter
Stelle hinzugefügt.
8-5
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Hinweis: Es ist möglich die Primärschlüsselspalten vor dem Befehl Objektklasse
definieren zu verbergen, indem Sie deren Displayable-Kennzeichen in den
Metadatentabellen von GeoMedia auf No bzw. Nein setzen. Wenn der Befehl verborgene
Primärschlüsselfelder feststellt, wird die Schaltfläche Primärschlüssel festlegen im
Dialogfeld Objektklasse definieren deaktiviert. Wenn die Primärschlüsselfelder nicht
verborgen sind, wird die Schaltfläche Primärschlüssel festlegen im Bearbeitungsmodus
aktiviert.
Sie können den ODBC Tabellen-Datenserver verwenden, um eine Verbindung mit einer
beliebigen nichtgrafischen Tabelle in einer ODBC-kompatiblen Datenquelle herzustellen.
Dadurch können Sie auf zusätzliche Datenspeicher zugreifen, die rein tabellarische Daten,
wie z.B. Koordinatenpositionen, Adressen und zusätzliche Attributdaten enthalten. Sie
können außerdem eine oder mehrere rein tabellarische Objektklassen als Anhang aus den
folgenden externen Datenquellen mit dem Befehl Objektklasse definieren erstellen: eine
Textdatei, eine Excel-Arbeitsmappe oder eine Xbase-Datenbank. Sie können eine externe
Datenquelle jedoch nur an eine Access Warehouseverbindung mit Schreibzugriff
anhängen.
Sie können die daraus resultierenden Tabellen in der Zielverbindung mit Schreibzugriff
wie andere Tabellen darstellen und bearbeiten. Sie können beispielsweise den Namen, die
Beschreibung und den Datenquellennamen der angehängten Tabelle bearbeiten oder eine
solche kopieren. Wenn Sie eine angehängte Tabelle kopieren, erstellt die Software eine
lokale Tabelle ohne Daten. Diese neue leere Tabelle dient dann als Vorlage, in die Sie
Daten einfügen können.
Außerdem können Sie die allgemeinen und die Attributeigenschaften von Objektklassen
oder eine angehängte Tabellendefinition einfach überprüfen, eine Objektklasse löschen,
und eine angehängte Tabelle abhängen.
Verwenden Sie den Befehl Objektklasse definieren, um Objekte einem AccessWarehouse hinzuzufügen oder darin zu ändern. Das Ändern von Objekten in einem
GeoMedia Access-Warehouse mit Microsoft Access, kann die nicht ordnungsgemäße
Funktion der Objektklasse oder eine Beschädigung des Warehouses verursachen.
8-6
Arbeiten mit Objekten
Folgende Tabellen dürfen niemals mit Microsoft Access gelöscht oder geändert werden:
•
Tabelle GcoordSystem
•
INGRFeatures
•
Gmodifications
•
INGRGeometryProperties
•
GmodifiedTables
•
INGRAttributeProperties
•
INGRSQLOperatorsTable
•
INGRFieldLookup
8
Die unten aufgeführten Wörter stellen Schlüsselwörter in SQL Parser dar. Sie werden als
GeoMedia-Schlüsselwörter interpretiert. Daher können sie nicht als Tabellen- oder
Spaltennamen oder an anderer Stelle in einem Warehouse verwendet werden. Sie können
nur als Teil von SQL-Abfragen verwendet werden.
ABS
AVG
DATE
FLOAT
INTO
NOT
ROLLBACK
TIME
WHERE
ALL
BETWEEN
DELETE
FROM
IS
NULL
SELECT
TIMESTAMP
WITH
AND
BY
DESC
GROUP
LIKE
ON
SET
UNION
TO_DATE
ANY
COMMIT
DISTINCT
HAVING
MAX
OR
SOME
UPDATE
TO_CHAR
ASC
COUNT
EXISTS
ININSERT
MIN
ORDER
SUM
VALUES
TO_NUMBER
Siehe hierzu "Verbinden mit einem ODBC-Warehouse im Tabellenformat" im Kapitel
"Arbeiten mit Warehouses" und unter “Arbeiten mit Objektklassen” in der Online-Hilfe.
Siehe "Definieren von Attributfilterabfragen" im Kapitel "Analysieren von Daten".
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Arbeiten mit GeoMedia Professional
So erstellen Sie eine Objektklasse von Grund auf neu
1. Wählen Sie Warehouse > Objektklasse definieren.
Hinweis: Die Größe des Dialogfeldes ist anpassbar, damit Sie lange Abfragenamen
besser sehen können.
2. Wählen Sie die Verbindung zu dem Warehouse mit Schreibzugriff aus, in dem Sie die
neue Objektklasse speichern wollen. Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche
Neu.
8-8
Arbeiten mit Objekten
2. Geben Sie auf der Registerkarte Allgemein des Dialogfeldes Neu - <Objektklasse>
einen Namen für die Objektklasse ein. Dieser muss innerhalb des Warehouses
eindeutig sein.
Hinweis: Beim Erstellen oder Bearbeiten von Attributnamen kann es vorkommen, dass
die Felder in der Spalte Name nicht mehr geändert werden können. Schalten Sie in
diesem Fall das Kontrollkästchen Hypertext auf der Registerkarte Attribute ein und
wieder aus, um in das Feld schreiben zu können.
3. Optional: Geben Sie eine kurze Beschreibung der Objektklasse ein.
4. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Geometrietyp den Typ der Geometrie aus. Beim
Erstellen einer Objektklasse für eine Beschriftung oder zur Eingabe von Text ist der
Typ Text zu wählen.
5. Wählen Sie bei einer anderen als einer nichtgrafischen Objektklasse den Eintrag
(Ohne).
Sie können das Standardkoordinatensystem ändern, indem Sie in der Pulldown-Liste
Koordinatensystem ein Koordinatensystem wählen und anschließend auf die
Schaltfläche Als Standard klicken.
ODER
Sie können das Koordinatensystem ändern, indem Sie in der Pulldown-Liste
Koordinatensystem ein anderes Koordinatensystem auswählen.
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8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
ODER
Sie können die Eigenschaften des Koordinatensystems überprüfen bzw. ändern, indem
Sie auf die Schaltfläche Eigenschaften klicken und im Dialogfeld Eigenschaften des
Koordinatensystems die erforderlichen Änderungen vornehmen.
Informationen zur Anwendung dieses Dialogfelds finden Sie unter “Registerkarte
Allgemein (Eigenschaften des Koordinatensystems)“ in der Online-Hilfe.
ODER
Sie können ein neues Koordinatensystem definieren und der Objektklasse zuweisen,
indem Sie auf die Schaltfläche Neu klicken und im Dialogfeld Eigenschaften des
Koordinatensysteme ein Koordinatensystem festlegen.
6. Klicken Sie im Dialogfeld Neu - <Objektklasse> auf die Registerkarte Attribute, die
ein Raster mit je einer Zeile für jede Attributdefinition enthält.
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Arbeiten mit Objekten
7. Klicken Sie zum Definieren eines eindeutigen primären Schlüssels in eine Zelle der
Spalte Schlüssel oder wählen Sie die entsprechende Zeile aus. Klicken Sie
anschließend auf die Schaltfläche Primärschlüssel festlegen oder drücken Sie die
Leertaste. Wie bereits erwähnt, können Sie mehrere Zeilen als Schlüsselspalten
definieren.
8. Geben Sie in der Spalte Name die Namen für die Attribute ein. Diese müssen
innerhalb einer Objektklasse eindeutig sein.
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9. Klicken Sie auf die Zelle unter Typ, um für jede Zeile die Liste mit verfügbaren
Datentypen einzublenden.
10. Wählen Sie einen Datentyp aus und definieren Sie dessen Format im unteren Abschnitt
der Registerkarte Attribute. Beim Datentyp AutoWert gibt es keine Parameter zu
definieren.
11. Optional: Sie können den Attributen Standardwerte zuweisen, solange es sich bei dem
Wert nicht um eine Funktion handelt.
12. Optional: Geben Sie in der Zelle Beschreibung eine kurze Beschreibung des
jeweiligen Attributs ein.
13. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
14. Vergewissern Sie sich, dass die neue Objektklasse im Dialogfeld
Objektklassendefinition angezeigt wird, und schließen Sie es.
8-11
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So werden Attribute hinzugefügt, geändert und gelöscht
Hinweis: Der Geometrietyp einer Objektklasse kann nur geändert werden, wenn die
Objektklasse leer ist.
1. Wählen Sie Warehouse > Objektklasse definieren.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Objektklasse definieren die Verbindung zu dem Warehouse,
das die Objektklasse enthält, die Sie bearbeiten wollen.
3. Wählen Sie die Objektklasse und klicken Sie auf Bearbeiten.
4. Wählen Sie im Dialogfeld Bearbeiten - <Objektklasse> die Registerkarte Attribute.
5. Zum Hinzufügen eines Attributs geben Sie den Attributnamen, den Datentyp und die
Beschreibung ein, und legen einen Primärschlüssel fest.
6. Zum Ändern eines Attributs klicken Sie in die Zelle, die Sie ändern wollen, und
nehmen die gewünschten Änderungen vor.
7. Zum Löschen eines Attributs wählen Sie die Attributzeile und drücken die Taste
ENTF.
8. Klicken Sie zum Aktualisieren der Objektklasse auf OK.
9. Schließen Sie das Dialogfeld Objektklasse definieren.
Hinweis: Das Bearbeiten einer bestehenden Oracle-Objektklassendefinition ist eine
administrative Aufgabe von Oracle und daher im GeoMedia Professional-Befehl
Objektklasse definieren nicht zulässig.
8-12
Arbeiten mit Objekten
Ausgabe von Objektdaten an Warehouses
Sie können Objektdaten mit dem Befehl Ausgabe an Objektklassen aus einem beliebigen
von GeoMedia Professional unterstützten Format in ein Warehouse ausgeben. Sie brauchen
mindestens eine offene Verbindung mit dem Status lesen/schreiben, um diesen Befehl
ausführen zu können.
Mit dem Befehl Ausgabe an Objektklassen können Sie:
•
Einzelne und mehrere Objektklassen und Abfragen ausgeben
•
Ausgewählte Felder einer Objektklasse oder Abfrage ausgeben
•
Den Ausgabe-, Schlüssel- und AutoWert-Modus steuern
•
Das Koordinatensystem der primären Geometrie der Ursprungs- und Zielobjektklasse
überprüfen
•
Das benutzerdefinierte Koordinatensystem für die Geometrie der neuen
Zielobjektklassen festlegen
Weiterhin können Sie mit diesem Befehl Objektklassen aus bereits vorhandenen
Objektklassen oder Abfragen erstellen. Bedenken Sie hierbei, dass Objektklassen statisch
sind und in der Datenbank gespeichert werden, wogegen Abfragen dynamisch sind und
nicht in der Datenbank gespeichert werden.
Mit dem Befehl Ausgabe an Objektklassen können Sie eine Objektklasse von einer
Verbindung zurück in die gleiche Verbindung ausgeben, solange der Name der Zieltabelle
nicht im Konflikt mit bereits vorhandenen Tabellennamen steht. Die Vorgänge Anhängen,
Anhängen erzwingen, Aktualisieren oder Anhängen und Aktualisieren sind in einem
solchen Fall jedoch nicht gestattet.
Registerkarte Allgemein
Zur Durchführung einer Ausgabeoperation verwenden Sie die Registerkarten Allgemein
und Erweitert des Dialogfelds Ausgabe an Objektklassen. Auf der Registerkarte
Allgemein wählen Sie zuerst das Ursprungswarehouse aus – d.h. das Warehouse, das die
Daten, die Sie ausgeben möchten, enthält. Wenn auf das Ursprungswarehouse ein
räumlicher Filter angewendet wurde, können nur die vom Filter gestatteten Objekte
ausgegeben werden. Sie wählen das Ursprungswarehouse aus der Liste aller offenen
Verbindungen (mit Schreibzugriff und schreibgeschützt) oder aus den verfügbaren
Abfragen. Durch Ihre Auswahl wird die Liste der Objektklassen auf der Registerkarte
Erweitert ausgefüllt.
8-13
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Als nächstes wählen Sie die Zielverbindung mit Schreibzugriff und den Namen des
Zielwarehouses aus, d.h. des Warehouses, in das die Daten ausgegeben werden sollen.
Dieses können Sie aus einer Liste aller offenen Verbindungen mit Schreibzugriff
auswählen.
Wählen Sie am Schluss aus einer Liste der in den Quelldaten verfügbaren Objektklassen
bzw. Abfragen die auszugebenden Objektklassen oder Abfragen aus. Die standardmäßigen
Ausgabewerte für die ausgewählten Elemente werden in das Raster Ausgabeeinstellungen
auf der Registerkarte Erweitert eingetragen. Sie können immer nur Objektklassen aus
einer einzelnen Verbindung oder der Liste mit im GeoWorkspace enthaltenen Abfragen
exportieren.
Registerkarte Erweitert
Die Registerkarte Erweitert enthält im Raster Ausgabeeinstellungen die in diesem
Abschnitt erläuterten Parameter. Wenn auf der Registerkarte Allgemein Objekte aus der
Liste der Objektklassen ausgewählt werden, werden diesem Raster automatisch Zeilen
hinzugefügt.
Die schreibgeschützte Spalte Quellobjekte wird mit den Objektklassennamen gefüllt, die
auf der Registerkarte Allgemein ausgewählt werden.
In der Spalte Zielobjektklasse können Sie einen Zielobjektklassennamen auswählen. Jede
Zelle dieser Spalte verfügt über eine Pulldown-Liste, aus der die Objektklassennamen der
Zielverbindung entnommen werden können. Sie können eine Objektklasse aus der Liste
auswählen, einen bestehenden Objektklassennamen bearbeiten oder einen neuen
Objektklassennamen eingeben. Als Standardname wird der Name der Quellobjekte
verwendet. Wenn Sie einen neuen Zielobjektklassennamen wählen, werden für alle
folgenden Spalten im Raster neue Werte generiert. Bei einer Abfrage werden alle
eingebetteten Leerzeichen durch einen Unterstrich (_) ersetzt.
8-14
Arbeiten mit Objekten
Wenn der von Ihnen verwendete Zielobjektklassenname nicht mit einem bereits in der
Zielverbindung vorhandenen Namen in Konflikt steht, werden die Spalten nacheinander
mit den Standardwerten gefüllt, wie in der nachfolgenden Tabelle gezeigt:
Spaltenname
Ausgabemodus
Schlüsselmodus
AutoWertModus
Zielkoordinatensystem
Standardwert
Neu
Schlüssel erhalten, wenn die Quelle über einen darstellbaren
Primärschlüssel verfügt, ansonsten Neuer Schlüssel.
Definition und Werte erhalten, falls das Zielwarehouse diese
Funktion unterstützt, z.B. OOM.
Werte erhalten falls das Warehouse Definition und Werte
erhalten nicht unterstützt und der Schlüsselmodus Neuer Schlüssel
lautet.
Definition erhalten falls das Warehouse Definition und Werte
erhalten nicht unterstützt und der Schlüsselmodus Neuer Schlüssel
lautet.
• Bei einer Vektorgeometrie wird das Standardkoordinatensystem
des Zielwarehouses ausgefüllt.
• Bei einer Rastergeometrie wird das Ursprungskoordinatensystem
ausgefüllt.
• Bei nichtgrafischen Objektklassen bleibt diese Zelle leer.
• Wenn im Zielwarehouse kein Standardkoordinatensystem
vorhanden ist, wird unter Anwendung der Rückfalllogik
(MetadataService) das erste Koordinatensystem aus der Tabelle
GcoordSystem entnommen.
• Ist das Zielwarehouse leer, wird der Zielobjektklasse das
Ursprungskoordinatensystem zugewiesen. Dies ist ähnlich wie
im erwähnten Fall der Rastergeometrie.
• Ist das Ursprungskoordinatensystem ungültig oder fehlt es ganz,
wird kein Koordinatensystem ausgefüllt.
Wenn der von Ihnen verwendete Zielobjektklassenname oder der Standardwert mit einem
bereits in der Zielverbindung vorhandenen Namen in Konflikt steht, werden die Spalten
nacheinander mit den Standardwerten gefüllt, wie in der nachfolgenden Tabelle gezeigt:
Spaltenname
Standardwert
Ausgabemodus
Anhängen
nicht anwendbar (leer)
Schlüsselmodus
nicht anwendbar (leer)
AutoWert
Zielkoordinaten- Zielkoordinatensystem ist das Koordinatensystem der primären
Geometrie des Zielwarehouses. Bei nicht-geometrischen
system
Objektklassen bleibt diese Zelle leer.
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8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
In der Spalte Ausgabemodus können Sie für ein ausgewähltes Objekt einen
Ausgabemodus festlegen, je nach dem Vorhandensein der Zielobjektklasse im
Zielwarehouse: Neu, Anhängen, Anhängen erzwingen, Anhängen und Aktualisieren
sowie Aktualisieren. Ist die Zielobjektklasse vorhanden, lautet die Standardeinstellung
Anhängen, falls nicht, lautet die Standardeinstellung Neu. Diese Modi stehen nach
Auswahl dieser Spalte im Kontextmenü zur Verfügung.
Wenn die Zielobjektklasse nicht bereits im Zielwarehouse vorhanden ist (d.h. beim
Ausgabemodus Neu), können Sie in der Spalte Schlüsselmodus einen der folgenden
Schlüsselmodi auswählen:
•
Neuer Schlüssel – Erhält soweit möglich die Namen, Datentypen und Werte aller
Schlüsselfelder, behält diese jedoch nicht als Schlüssel in der neuen Tabelle bei. Der
neuen Tabelle wird statt dessen ein AutoWert-Feld hinzugefügt und als Schlüssel
festgelegt. Für dieses AutoWert-Schlüsselfeld wird die ID-Zeichenfolge mit einem
numerischen Suffix verwendet, um einen eindeutigen Feldnamen zu generieren
•
Schlüssel erhalten (Standardmodus wenn die Quelle über einen darstellbaren
Primärschlüssel verfügt, ansonsten ist der Standard Neuer Schlüssel) — Erhält soweit
möglich die Namen, Datentypen und Werte aller Schlüsselfelder und behält diese als
Schlüssel in der neuen Tabelle bei.
Der Standard ist Neuer Schlüssel, falls die Quelldaten keine Schlüsselfelder oder
versteckte Schüsselfelder aufweisen. In allen anderen Fällen lautet der Standard Schlüssel
erhalten. Diese Modi stehen nach Auswahl dieser Spalte im Kontextmenü zur Verfügung.
Wenn die Zielobjektklasse nicht bereits im Zielwarehouse vorhanden ist (d.h. beim
Ausgabemodus Neu), wählen Sie in der Spalte AutoWert einen der folgenden AutoWertModi:
•
Definition erhalten – Erhält den AutoWert-Status des Feldes, generiert jedoch neue
Datenwerte für alle Einträge in der Ausgabetabelle.
•
Werte erhalten (Standard) – Erhält die Datenwerte im Feld, setzt die Felddefinition
jedoch auf eine einfache gdbLong-Definition zurück.
•
Definition und Werte erhalten – Erhält sowohl den AutoWert-Status als auch die
Datenwerte des Feldes. Dieser Modus ist nur dann verfügbar, wenn er vom
Zieldatenserver unterstützt wird.
Wenn der Zieldatenserver diesen Modus unterstützt, lautet die Standardeinstellung
Definition und Werte erhalten. Ist dies nicht der Fall, lautet die Standardeinstellung
Werte erhalten. Diese Modi stehen nach Auswahl dieser Spalte im Kontextmenü zur
Verfügung.
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Arbeiten mit Objekten
Die schreibgeschützte Spalte Zielkoordinatensystem wird mit dem Namen des
Koordinatensystems des primären Geometriefeldes der ausgewählten Zielobjektklasse
gefüllt. Falls der Name des Koordinatensystems leer ist, wird ersatzweise ein temporärer
Name eingetragen. Wenn es sich bei der ausgewählten Zielobjektklasse um eine
nichtgrafische oder eine Objektklasse ohne Koordinatensystem handelt, bleibt diese Zelle
leer. Handelt es sich bei der ausgewählten Zielobjektklasse um eine neue Objektklasse,
wird diese bei einem Vektortyp mit dem Standardkoordinatensystem der Zielverbindung
ausgefüllt. Bei einem Rastertyp wird sie standardmäßig mit dem Koordinatensystem der
Zielobjektklasse ausgefüllt.
Unter dem Raster Ausgabeeinstellungen stehen Ihnen folgende zusätzliche Optionen zur
Verfügung:
•
Quellattribute auswählen – Öffnet das Dialogfeld Attribute von <Objektklasse>, mit
dem Sie eine Untergruppe von Feldern auswählen können. Sie können diese Option
verwenden, wenn lediglich ein Eintrag im Raster ausgewählt ist.
•
Zielkoordinatensystem – Öffnet ein Dialogfeld des gleichen Namens, mit dem Sie
Folgendes ausführen können:
−
Ein Koordinatensystem einer Ursprungsobjektklasse sowie die
Koordinatensysteme des Zielwarehouses überprüfen.
−
Ein Koordinatensystem für eine oder mehrere Zielobjektklassen gleichzeitig
festlegen.
−
Einer oder mehreren Zielobjektklassen gleichzeitig ein neues Koordinatensystem
zuweisen.
−
Die Ursprungskoordinatensysteme für die Zielobjektklassen für mehrere
ausgewählte Zeilen gleichzeitig festlegen, die im Ausgabemodus Neu ausgegeben
werden.
Sie können diese Option nur dann verwenden, wenn mindestens ein Eintrag im Raster
ausgewählt ist.
•
Zielobjektklassen im Kartenfenster darstellen – Hiermit können Sie dem aktiven
Kartenfenster für jede ausgewählte Objektklasse einen neuen Legendeneintrag
hinzufügen.
Während der Verarbeitung zeigt die Anwendungsstatusleiste die ausgegebene
Objektklasse/Abfrage, die Zielobjektklasse, den Fortschritt und die Anzahl der
ausgegebenen Objekte an.
Mit dem Befehl Ausgabe an Objektklassen wird die Protokolldatei gmotts.log im Ordner
\Warehouses neu erstellt, falls die Datei nicht bereits vorhanden ist. Wenn die Datei
vorhanden ist, werden Protokolldaten an deren Inhalt angehängt. Bei jedem Aufruf des
Befehls wird die bestehende Protokolldatei gelöscht und eine neue erzeugt.
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8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So führen Sie eine Ausgabeoperation durch
1. Wählen Sie Warehouse > Ausgabe an Objektklassen.
2. Wählen Sie auf der Registerkarte Allgemein die betreffende Ursprungsverbindung
oder die Abfrage aus der Pulldown-Liste Ursprungsverbindungen und –abfragen
aus.
3. Wählen Sie eine Zielverbindung aus der Pulldown-Liste Zielverbindung.
4. Aktivieren Sie im Feld Objektklassen das entsprechende Kontrollkästchen.
Hinweis: Wenn Sie den Mauszeiger über einem Eintrag in der Liste mit Objektklassen
stehen lassen, wird eine QuickInfo angezeigt, die den Geometrietyp angibt. Für Ihre
Auswahl können Sie auch die Schaltflächen Alle auswählen/abwählen verwenden.
8-18
Arbeiten mit Objekten
5. Rufen Sie die Registerkarte Erweitert auf. Wählen Sie hier für ein ausgewähltes
Ursprungsobjekt den jeweiligen Namen in der Pulldown-Liste der entsprechenden
Zelle Zielobjektklassen aus, bearbeiten Sie einen bestehenden Namen oder geben Sie
einen neuen Namen ein.
8
6. Falls erforderlich, ändern Sie die Werte für Ausgabemodus, Schlüsselmodus und
AutoWert.
Hinweis: Sie können diese Modi nach Auswahl einer Spaltenzelle im Kontextmenü
auswählen. Sie können auch für alle Zeilen auf einmal einen Modus festlegen.
8-19
Arbeiten mit GeoMedia Professional
7. Optional: Klicken Sie auf Zielattribute auswählen, um eine Untergruppe von Feldern
auszuwählen, wenn nur ein Eintrag im Raster ausgewählt ist.
Informationen zu diesem Dialogfeld finden Sie in der Online-Hilfe.
8. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Zielkoordinatensystem, um ein
Koordinatensystem zu prüfen, zu definieren oder zuzuweisen. Fahren Sie mit den
Schritten 9 und 10 fort.
Informationen zur Anwendung dieser Dialogfelder finden Sie in der Online-Hilfe.
9. Wählen Sie den entsprechenden Namen in der Liste Koordinatensysteme aus.
8-20
Arbeiten mit Objekten
10. Klicken Sie im Dialogfeld Koordinatensystemdatei definieren auf Neu, um ein
neues Koordinatensystem zu definieren.
ODER
Klicken Sie auf Überprüfen, um das ausgewählte Koordinatensystem zu überprüfen.
ODER
Klicken Sie auf Zuweisen, um das ausgewählte Koordinatensystem den ausgewählten
Zielobjektklassen, die im Modus Neu ausgegeben werden, zuzuweisen.
11. Optional: Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Zielobjektklassen im Kartenfenster
darstellen, um dem aktiven Kartenfenster für jede ausgewählte Objektklasse einen
neuen Legendeneintrag hinzuzufügen.
12. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Das Dialogfeld wird ausgeblendet, und es erscheint eine Meldung mit den folgenden
Informationen, die Sie zur Bestätigung auffordert:
Der Ausgabeprozess resultiert in:
<n> Objektklassen – Modus Neu
<n> Objektklassen – Modus Anhängen
<n> Objektklassen – Modus Anhängen erzwingen
<n> Objektklassen – Modus Aktualisieren
<n> Objektklassen – Modus Anhängen und Aktualisieren
Wollen Sie fortfahren?
13. Klicken Sie auf Ja, um die Daten von der Ursprungsverbindung/-abfrage in das
Zielwarehouse auszugeben.
Die Statusinformationen und der Fortschritt werden während der Verarbeitung in der
Statusleiste angezeigt und die Protokolldatei gmotts.log wird erzeugt. Optional werden
dem aktiven Kartenfenster neue Legendeneinträge hinzugefügt.
8-21
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Auswählen von Objekten im Kartenfenster
Zum Auswählen eines Objekts in der Karte klicken Sie mit der linken Maustaste darauf,
oder umranden Sie es, wenn das Auswahlwerkzeug aktiv ist, mit einem Zaun. Das
Auswahlwerkzeug befindet sich auf der Symbolleiste Auswahl und ist im Standardmodus
aktiv. In diesem Modus ist die Spitze des Mauszeigers von einem Kreis umgeben, dem
sogenannten Lokalisierbereich.
Der Lokalisierbereich bestimmt, wie nahe an einem Objekt Sie sich mit dem Mauszeiger
befinden müssen, um es zu markieren oder auszuwählen. Die Größe des Lokalisierbereichs
wird mit dem Schieberegler Größe des Lokalisierbereichs auf der Registerkarte
SmartLocate im Dialogfeld Optionen (Extras > Optionen) eingestellt.
Die Größe oder Toleranz des Lokalisierbereichs wird in Bildschirmpixeln gemessen.
Ziehen Sie den Regler nach rechts, um den Lokalisierbereich zu vergrößern, und nach
links, um ihn zu verkleinern. Eine Vorschau des Lokalisierbereichs wird neben dem
Schieberegler angezeigt.
Ein Objekt kann nur lokalisiert (gefunden) werden, wenn es in einem aktiven Kartenfenster
dargestellt und die Eigenschaft Lokalisierbar dafür aktiviert ist. Ein Objekt innerhalb des
Lokalisierbereichs des Mauszeigers wird erst dann lokalisiert oder markiert, wenn der
Mauszeiger einen Moment darauf verweilt. Sie brauchen den Mauszeiger allerdings nicht
zu stoppen, um das Objekt auszuwählen. Die Dauer dieser Verzögerung wird mit dem
Schieberegler Markieren von Objekten verzögern auf der Registerkarte SmartLocate
eingestellt.
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Arbeiten mit Objekten
Wenn Sie eines oder mehrere Objekte auswählen, werden diese zu einem Auswahlsatz. Ein
Auswahlsatz kann mehrere Objekte aus unterschiedlichen Quellen enthalten. Sie erstellen
einen Auswahlsatz, um ihn zu bearbeiten. Bei Verwendung eines Bearbeitungsbefehls
wirkt sich dieser stets auf alle Objekte im Auswahlsatz aus.
Ein Auswahlsatz kann sowohl schreibgeschützte Objekte als auch Objekte mit
Schreibzugriff enthalten. Um welche Art es sich handelt, erkennen Sie an der An- oder
Abwesenheit von Ziehpunkten am ausgewählten Objekt im Kartenfenster. Wenn Sie
beispielsweise den Befehl Verschieben auswählen, wenn ein Auswahlsatz aktiv ist,
erscheinen an den Objekten mit Schreibzugriff Ziehpunkte, nicht jedoch an den
schreibgeschützten Objekten.
Hinweis: Sie können die Markierungs-, Auswahl- und Ziehpunktfarben auf der
Registerkarte Kartendarstellung des Dialogfelds Optionen beliebig ändern.
In einem GeoWorkspace kann immer nur ein Auswahlsatz aktiv sein. Dieser ist in allen
geöffneten Fenstern sichtbar.
Sie können ein Objekt auch auswählen, indem Sie die entsprechende Zeile im Datenfenster
über die Zeilenauswahl markieren. Mit der STRG- bzw. UMSCHALTTASTE können Sie
auch mehrere Objekte auswählen.
Siehe "Lokalisierbarkeit von Kartenobjekten ändern" unter "Arbeiten mit Kartenfenstern".
So wählen Sie ein Einzelobjekt aus
Um ein einzelnes Objekt auszuwählen, vergewissern Sie sich, dass das Auswahlwerkzeug
aktiv ist, und klicken Sie mit der linken Maustaste darauf. Das Objekt wird solange
markiert, wie ein Teil davon innerhalb des Lokalisierbereichs des Auswahlwerkzeugs liegt.
Das Objekt wird in der Auswahlfarbe markiert, wenn Sie darauf klicken.
So fügen Sie einem Auswahlsatz Objekte hinzu
Halten Sie die STRG- oder UMSCHALTTASTE gedrückt, während Sie auf das markierte
Objekt klicken. Dieses Verfahren kann auch zur Auswahl von Einträgen im Datenfenster
verwendet werden.
So wählen Sie ein verstecktes oder überdecktes Objekt aus
Wenn sich mehrere Objekt unter dem Mauszeiger befinden, können Sie mithilfe des
Kontrollkästchens Beim Lokalisieren immer PickQuick einblenden auf der
Registerkarte SmartLocate das Verhalten des Auswahlwerkzeugs steuern.
8-23
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Ist dieses Kontrollkästchen aktiviert, wird bei jeder Betätigung der linken Maustaste das
Dialogfeld PickQuick angezeigt, falls sich mehr als ein Objekt innerhalb einer bestimmten
Toleranz befindet. Befindet sich nur ein Objekt innerhalb dieser Toleranz, wird das Objekt
ausgewählt, ohne dass das Dialogfeld PickQuick angezeigt wird.
Wenn das Kästchen nicht aktiviert ist, sich mehrere Objekte innerhalb des
Lokalisierbereichs befinden und Sie den Mauszeiger über ihnen anhalten, erscheint das
Auslassungszeichen (...) an der unteren rechten Kante des Auswahlwerkzeugs. Wenn Sie in
diesem Zustand die linke Maustaste klicken, erscheint das Dialogfeld PickQuick.
Die Funktion PickQuick dient dazu Objekte auszuwählen, die einander überlappen oder
durch andere verdeckt sind. Für jedes auswählbare Objekt wird eine nummerierte
Schaltfläche angezeigt. Wenn mehr als sechs Objekte vorhanden sind, können Sie das
Dialogfeld durchblättern, um das gewünschte Objekt auszuwählen. Bewegen Sie das
Auswahlwerkzeug über die Schaltflächen, ohne zu klicken und beobachten Sie, wie die
entsprechenden Objekte im Fenster hervorgehoben werden. Wenn das gewünschte Objekt
markiert ist, klicken Sie auf die entsprechende Schaltfläche im Dialogfeld PickQuick.
Wenn Sie den Mauszeiger in diesem Dialogfeld über eine der Schaltflächen verschieben,
die die Objekte in der Kartenansicht darstellen, wird eine QuickInfo mit dem Namen der
Objektklasse oder der Abfrage des hervorgehobenen Eintrags eingeblendet. Wenn das
Kontrollkästchen Verbindungspräfix zu Objektnamen hinzufügen auf der Registerkarte
Allgemein im Dialogfeld Optionen aktiv ist, erhält der Objektklassenname ein Präfix mit
dem Verbindungsnamen.
So wählen Sie mehrere Objekte aus
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mehrere Objekte in einem Auswahlsatz zu
gruppieren: Wenn das Auswahlwerkzeug aktiv ist:
8-24
•
Halten Sie die STRG- oder UMSCHALTTASTE gedrückt, während Sie auf die
markierten Objekte klicken.
•
Ziehen Sie mithilfe des Auswahlwerkzeugs einen Zaun um den Bereich, der die
gewünschten Objekte enthält.
Arbeiten mit Objekten
Welche Objekte in den Auswahlsatz aufgenommen werden, hängt davon ab, welche
der beiden Schaltflächen (Zaunmodi) gedrückt ist.
−
Wenn die Schaltfläche Zaun (innerhalb) gedrückt ist, werden alle Objekte
ausgewählt, die sich vollständig innerhalb des Zauns befinden.
−
Wenn die Schaltfläche Zaun (überlappend) gedrückt ist, werden alle Objekte
ausgewählt, die sich entweder ganz oder teilweise innerhalb des Zauns befinden.
So wählen Sie alle Objekte eines Legendeneintrags aus
Markieren Sie die entsprechenden Einträge in der Legende und wählen Sie Bearbeiten >
Über Legendeneintrag auswählen.
Auf diese Weise werden sämtliche Kartenobjekte im Kartenfenster ausgewählt, die mit den
markierten Legendeneinträgen verknüpft sind, unabhängig davon, ob sie im Kartenfenster
eingepasst sind oder nicht. Dabei muss die Darstellung für die Legendeneinträge
eingeschaltet sein und sie müssen sich im aktuellen Darstellungsmaßstab befinden;
hingegen brauchen die Kartenobjekte nicht lokalisierbar zu sein.
So wählen Sie alle Objekte eines Datenfensters aus
Klicken Sie auf die Tabellenauswahlschaltfläche in der linken oberen Ecke des
Datenfensterrasters, oder wählen Sie Bearbeiten > Alle Zeilen auswählen. Auf diese
Weise werden alle Objekte im Datenfenster ausgewählt, unabhängig davon, ob sie im
Datenfenster sichtbar sind oder nicht.
So wählen Sie einen Auswahlsatz ab
Um einen Auswahlsatz zu leeren (die Auswahl aufzuheben), gibt es zwei Möglichkeiten:
•
Wählen Sie Bearbeiten > Alle abwählen.
•
Klicken Sie mit der linken Maustaste auf eine beliebige leere Stelle im Kartenfenster.
8-25
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So entfernen Sie einzelne Objekte aus einem Auswahlsatz
Um ein Objekt aus einem Auswahlsatz zu entfernen, gibt es zwei Möglichkeiten:
•
Halten Sie die STRG- oder UMSCHALTTASTE gedrückt, während Sie mit der linken
Maustaste auf das Objekt klicken, das Sie aus dem Auswahlsatz entfernen wollen.
•
Ziehen Sie mit gedrückter STRG- oder UMSCHALTTASTE einen Zaun um die
Objekte, die sie aus dem Auswahlsatz entfernen wollen.
Hinweis: Sie müssen unbedingt die STRG- oder UMSCHALTTASTE gedrückt halten, da
ansonsten der Auswahlsatz ersetzt wird.
Definieren von Abfragen aus Auswahlsätzen
Mit dem Befehl Auswahlsatz als Abfrage können Sie eine Abfrage aus dem Inhalt eines
einem einzelnen Objekt zugehörigen Auswahlsatzes erstellen, oder aus einer am
Auswahlsatz beteiligten Abfrage. Sie können hierzu jedoch keine heterogenen
Auswahlsätze verwenden, d.h. Auswahlsätze mit einer Mischung aus verschiedenen
Objektklassen oder Abfragen.
Dieser Befehl kann Objekte, die keinen Primärschlüssel aufweisen nicht verarbeiten.
Abfrageobjekte im Auswahlsatz werden aufgrund einer internen Systemeinschränkung
nicht direkt verarbeitet. Es wird stattdessen die ursprüngliche Objektklasse verwendet, auf
der die Abfrage basiert. Aus diesem Grund erscheinen lediglich die Felder der
ursprünglichen Objektklasse in der Ausgabeabfrage. Felder, die durch die Abfrage im
Auswahlsatz hinzugefügt wurden, erscheinen nicht in der Ausgabeabfrage. Auch andere
Änderungen im Schema sind nicht ersichtlich. Aus anderen GeoMedia ProfessionalAnalysebefehlen resultierende Abfragen, die unterschiedliche Objektklassen kombinieren (
z.B. Join und Räumliche Differenz), können nicht verarbeitet werden. Nur Objektklassen
und innerhalb des Auswahlsatzes, die für die Verarbeitung mit diesem Befehl gültig sind,
werden in der Pulldown-Liste angezeigt.
Das Ergebnis der Abfrage stellt eine Momentaufnahme des Auswahlsatzes zum Zeitpunkt
der Befehlsausführung dar. Alle später am Auswahlsatz vorgenommenen Änderungen
wirken sich nicht auf Abfragen aus, die zuvor aus diesem Auswahlsatz erstellt wurden.
Mit dem Befehl Auswahlsatz als Abfrage können Sie die Abfrage dem Abfrageordner
hinzufügen oder in ein Kartenfenster und/oder Datenfenster ausgeben. Zur optimalen
Darstellung im Kartenfenster, können Sie die Darstellungssymbolik entsprechend
anpassen.
8-26
Arbeiten mit Objekten
So erstellen Sie eine Abfrage aus einem Auswahlsatz
1. Erstellen eines Auswahlsatzes
2. Wählen Sie Analyse > Auswahlsatz als Abfrage.
8
3. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Objekte auswählen in eine im Auswahlsatz
enthaltene Objektklasse oder Abfrage aus, die in eine Abfrage konvertiert werden soll.
Hinweis: Dieser Befehl beachtet die Einstellung der Option Verbindungspräfix zu
Objektnamen hinzufügen auf der Registerkarte Allgemein des Dialogfelds
Optionen. Wenn Sie den Mauszeiger über dem Listenfeld pausieren, wird außerdem
der Name der Verbindung und der Objektklassenname als QuickInfo angezeigt.
4. Optional: Ändern Sie den Standardnamen und/oder geben Sie eine Beschreibung für
die auszugebende Abfrage ein.
5. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Abfrage im Kartenfenster darstellen
aktiviert ist und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Kartenfenstername das
Kartenfenster, in dem die Ergebnisse dargestellt werden sollen.
ODER
Wenn die Abfrageergebnisse nicht in einem Kartenfenster erscheinen sollen,
deaktivieren Sie die Option Abfrage im Kartenfenster darstellen.
6. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Symbolik und ändern Sie die
Standardsymbolik über das Dialogfeld Symbolik auswählen.
8-27
Arbeiten mit GeoMedia Professional
7. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Abfrage im Datenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Datenfenstername das
vorgegebene Datenfenster, in dem die Ergebnisse angezeigt werden sollen.
ODER
Wenn die nichtgrafischen Attribute der Abfrage nicht in einem Datenfenster
erscheinen sollen, deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Abfrage im Datenfenster
darstellen.
8. Klicken Sie auf OK, um die Ergebnisse der Abfrage zu generieren und darzustellen.
Hinweis: Wenn Sie weder ein Karten- noch ein Datenfenster wählen, wird die Abfrage
dem Abfrageordner hinzugefügt.
Siehe hierzu Kapitel "Analysieren von Daten".
Erfassen von Daten
GeoMedia Professional unterstützt verschiedene Methoden zum Erfassen von Daten. Sie
können Objekte unmittelbar am Bildschirm, von einem gescannten Bild oder mithilfe eines
Digitalisiertabletts digitalisieren, oder Objekte als Koordinatengeometrie mithilfe von
Präzisionseingaben eingeben.
Daten können auch mithilfe der Importfunktionen in die Software eingebracht sowie
Objekte im Massenverfahren aus vorhandener Liniengrafik erstellt werden. Sie können
außerdem zuerst die Geometrie erfassen und die Attributdaten später auffüllen oder
umgekehrt. Es ist auch möglich, Attributdaten zu sammeln während Sie ein Objekt
digitalisieren. Alle diese Arbeitsabläufe werden von GeoMedia Professional unterstützt. In
diesem Abschnitt werden die zum Ausführen dieser Arbeitsabläufe verfügbaren Befehle
und Funktionen beschrieben. Wir beginnen mit einer Beschreibung der speziellen
Produktivitätsfunktionen, die vielen Platzierungs- und Bearbeitungsbefehlen gemeinsam
sind.
Beschleunigen des Digitalisiervorgangs
GeoMedia Professional stellt Ihnen eine Reihe von einzigartigen Funktionen zur
Verfügung, mit denen Sie den herkömmlichen Arbeitsablauf zum Erfassen und Bearbeiten
von Daten beschleunigen können. Alle Befehle von GeoMedia Professional sind
dahingehend optimiert, die Anzahl der zur Ausführung von gebräuchlichen Aufgaben
erforderlichen Mausklicks zu reduzieren. Es gibt jedoch vier zusätzliche Funktionen, die
den Arbeitsablauf im Zusammenhang mit anderen Befehlen weiterhin beschleunigen.
8-28
Arbeiten mit Objekten
Es handelt sich hierbei um folgende Befehle:
•
SmartSnap
•
Koinzidenz erhalten
•
Beim Digitalisieren vorhandene Geometrie verwenden
•
Linienobjekte unterbrechen
Die Registerkarte Platzieren und Bearbeiten
Die Registerkarte Platzieren und Bearbeiten des Dialogfelds Optionen (Extras >
Optionen) enthält die Optionen, mit denen Sie die Funktionen zum Beschleunigen des
Digitalisierens einstellen können. Sie können hier außerdem das Verhalten und die
Toleranzen verschiedener anderer Befehle steuern.
Standardhöhe
Es gibt zwei Möglichkeiten die Standardhöhe während Platzierungs- und
Bearbeitungsvorgängen anzugeben. Sie können einen Höhenwert in das Feld
Standardhöhe auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten eintippen. Sie können
aber auch Ansicht > Standardhöhe wählen, um die andockbare Formatierungsleiste
Standardhöhe einzublenden, die den Höhenwert der Registerkarte Platzierung und
Bearbeiten entnimmt.
8-29
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie können hier einen anderen Höhenwert eingeben und anschließend auf die Eingabetaste
drücken, oder aber in das Kartenfenster klicken, um den Wert festzulegen. Die
Formatierungsleiste ist besonders praktisch, da sie sich beim Ausführen von Platzierungsund Bearbeitungsvorgängen einfach andocken lässt. Die Einheiten auf der Registerkarte
Platzieren und Bearbeiten sowie auf der Formatierungsleiste Standardhöhe werden den
Einstellungen auf der Registerkarte Einheiten und Formate des Dialogfelds
Koordinatensystemdatei definieren entnommen.
Siehe hierzu die Online-Hilfe zum Dienstprogramm Koordinatensystem definieren.
Standardrichtungstyp
Wenn Sie im Feld Standardrichtungstyp einen neuen Wert eingeben, wird dieser Wert als
Long Integer im Präferenzsatz gespeichert. Der Standardwert für diese Präferenz lautet 0
steht für Azimut. Diese Einstellung wird bei der Datenerfassung bei bestimmten
Konstruktionshilfen verwendet.
SmartSnap
Wenn Sie den Mauszeiger beim Digitalisieren in die Nähe eines lokalisierbaren
Kartenobjekts innerhalb einer bestimmten Toleranz bewegen, wird am Mauszeiger ein
Symbol angezeigt. (Dieses Symbol entspricht der auf der Schaltfläche der betreffenden
Fangfunktion in der Symbolleiste SmartSnap dargestellten Abbildung.). Wenn Sie mit am
Mauszeiger angezeigtem Symbol zum Platzieren eines Stützpunktes klicken, snappt dieser
Stützpunkt automatisch entsprechend der ausgewählten Fangfunktion zum Objekt. (Im
Beispiel werden lediglich Vektorfangfunktionen gezeigt.)
Siehe "Einstellen von Toleranzen" in diesem Kapitel.
SmartSnap bietet Ihnen zwei wichtige Vorteile:
•
Schnelleres Digitalisieren durch entfallende Notwendigkeit Fangfunktionen
einzustellen, tentative Punkte zu platzieren oder nach dem Ansnappen die Verbindung
zu überprüfen.
•
Erhebliche Reduzierung von Digitalisierfehlern (zu kurze oder überstehende Linien)
durch korrekte Verbindung. Auf diese Weise werden die Daten gleich sauber
gesammelt und erfordern minimale oder keine nachträgliche Bereinigung.
Geomedia Professional bietet Ihnen Vektor- und Rasterfangfunktionen für einfaches
Digitalisieren und zum Digitalisieren über einem Bild. Rasterfangfunktionen
beschleunigen das Digitalisieren über einem Bild, da hierbei das im herkömmlichen
Arbeitsablauf erforderliche ständige Verkleinern, Vergrößern und Verschieben des
Ausschnitts entfällt. Die automatische visuelle Darstellung potenzieller Anknüpfpunkte
macht es möglich die Ansicht zu verkleinern, und dadurch in einer größeren Fläche zu
arbeiten.
8-30
Arbeiten mit Objekten
Die Symbolleiste SmartSnap enthält Schaltflächen, über die Sie die Raster- und
Vektorfangfunktionen schnell und einfach ein- und ausschalten können. Die einzelnen
Fangfunktionen können in einem aktiven Kartenfenster jederzeit ein- oder ausgeschaltet
werden. Sie kommen jedoch nur beim Ausführen von Platzierungs- und
Bearbeitungsbefehlen, wie z.B. Objekt einfügen, Geometrie bearbeiten oder Geometrie
fortsetzen zur Wirkung.
Die Symbolleiste SmartSnap enthält folgende Vektor- und Rasterfangfunktionen:
8
Vektorfangfunktionen
Alle Vektorfangfunktionen sind in der Standardeinstellung eingeschaltet.
Schnittpunkt-Fangfunktion - Schaltet die Fangfunktion für Schnittpunkte ein
und aus. Dieses Symbol wird angezeigt, wenn Sie den Mauszeiger in die Nähe
des Schnittpunktes von zwei Geometrien innerhalb einer bestimmten Toleranz
bewegen.
Endpunkt-Fangfunktion - Schaltet die Fangfunktion für Endpunkte ein und aus.
Dieses Symbol wird angezeigt, wenn Sie den Mauszeiger in die Nähe eines
Endpunktes eines Linienobjekts innerhalb einer bestimmten Toleranz bewegen.
Stützpunkt-Fangfunktion - Schaltet die Fangfunktion für Stützpunkte ein und
aus. Dieses Symbol wird angezeigt, wenn Sie den Mauszeiger in die Nähe eines
Stützpunktes eines Linien- oder Flächenobjekts innerhalb einer bestimmten
Toleranz bewegen.
Auf Element-Fangfunktion - Schaltet die Fangfunktion für Punkte auf
Elementen ein und aus. Dieses Symbol wird angezeigt, wenn Sie den Mauszeiger
in die Nähe eines beliebigen Punktes auf Linien- oder Flächenobjekten innerhalb
einer bestimmten Toleranz bewegen.
Ursprung-Fangfunktion - Schaltet die Fangfunktion für den Ursprungspunkt ein
und aus. Dieses Symbol wird angezeigt, wenn Sie den Mauszeiger in die Nähe
des Ursprungspunktes eines Textobjekts oder Symbols innerhalb einer
bestimmten Toleranz bewegen.
Mittenpunkt-Fangfunktion - Schaltet die Fangfunktion für Mittenpunkte ein
und aus. Dieses Symbol wird angezeigt, wenn Sie den Mauszeiger in die Nähe
des Mittenpunktes eines einzelnen Segments eines Linien- oder Flächenobjekts
innerhalb einer bestimmten Toleranz bewegen.
Tangenten-Fangfunktion – Erstellt einen Fangpunkt tangential zu einem
vorhandenen Bogensegment.
Senkrecht-Fangfunktion – Erstellt einen Fangpunkt senkrecht zu einem
vorhandenen Bogen- oder Liniensegment.
8-31
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Rasterfangfunktionen
Alle Rasterfangfunktionen sind in der Standardeinstellung ausgeschaltet. Das Rasterbild
muss im Binärformat vorliegen, damit Sie die Rasterfangfunktionen verwenden können.
Schnittpunkt-Fangfunktion - Schaltet die Fangfunktion für Schnittpunkte ein
und aus. Dieses Symbol wird angezeigt, wenn Sie den Mauszeiger in die Nähe
des Schnittpunktes von zwei Geometrien innerhalb einer bestimmten Toleranz
bewegen.
Linienenden-Fangfunktion - Schaltet die Fangfunktion für Linienenden ein und
aus. Dieses Symbol wird angezeigt, wenn Sie den Mauszeiger in die Nähe des
Linienendes einer Rasterlinie innerhalb einer bestimmten Toleranz bewegen.
Ecken-Fangfunktion - Schaltet die Fangfunktion für Ecken ein und aus. Dieses
Symbol wird angezeigt, wenn Sie den Mauszeiger in die Nähe einer Ecke
innerhalb einer bestimmten Toleranz bewegen. Eine Ecke ist der Punkt, an dem
eine Rasterlinie ihre Richtung in einem Winkel von annähernd 90 Grad ändert. (Je
weiter der Winkel von 90 Grad entfernt ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass
die Ecken-Fangfunktion eine Ecke erkennt.)
Leeres Rastersymbol-Fangfunktion - Schaltet die Fangfunktion für leere
Rastersymbole ein und aus. Als leeres Symbol wird ein nicht ausgefüllter Kreis
bezeichnet. Wenn Sie innerhalb der Fangfunktionstoleranz des leeren
Rastersymbols mit der Maus klicken, wird in der Mitte des Kreises ein Punkt
platziert.
Ausgefülltes Rastersymbol-Fangfunktion - Schaltet die Fangfunktion für
ausgefüllte Rastersymbole ein und aus. Als ausgefülltes Symbol wird ein
ausgefüllter Kreis bezeichnet. Wenn Sie in der Nähe eines ausgefüllten
Rastersymbols innerhalb einer bestimmten Toleranz klicken, wird ein Punkt in die
Mitte des Kreises platziert.
Mittelpunkt-Fangfunktion - Schaltet die Fangfunktion für den Mittelpunkt ein
und aus. Dieses Symbol wird angezeigt, wenn Sie den Mauszeiger in die Nähe
des Mittelpunktes einer Rasterlinie innerhalb einer bestimmten Toleranz
bewegen. In der Mitte der Rasterlinie wird ein Punkt platziert.
Siehe Anhang "Rasterinformationen" für unterstützte Formate.
Toleranzen einstellen
Toleranzen für Fangfunktionen werden über den Befehl SmartSnap-Toleranzen
festgelegt. Es können Toleranzen für den Lokalisierbereich, die Größe von Störpixeln,
leeren sowie ausgefüllten Rastersymbolen definiert werden.
Die Toleranz der Suchdistanz für die Raster- und Vektorfangfunktionen wird mit der
Option Lokalisierbereich eingestellt. Die Entfernung wird in Pixeln gemessen. Wenn Sie
auf die Schaltfläche Lokalisierbereich klicken, wird das Dialogfeld Optionen mit aktiver
Registerkarte SmartLocate aufgerufen.
8-32
Arbeiten mit Objekten
Hinweis: Mit dieser Einstellung wird ebenfalls der Lokalisierbereich zum Markieren oder
Auswählen von Objekten definiert. Demzufolge wirken sich Änderungen, die Sie beim
Definieren der Fangfunktionstoleranzen am Lokalisierbereich vornehmen, auch auf den
Lokalisierbereich beim Markieren und Auswählen von Objekten aus.
Sie definieren die Größe von Elementen, die beim Snappen auf Rasterdaten ignoriert
werden, unter Größe der Störpixel. Um diese Toleranz zu bestimmen, sollten Sie alle
Rasterdaten messen, die als Störpixel betrachtet werden sollen. Die Toleranz wird in den
auf der Registerkarte Einheiten und Formate des Dialogfelds Koordinatensystem
definieren festgelegten Maßeinheiten für den GeoWorkspace gemessen. Wenn die
Toleranz beispielsweise auf einen Wert eingestellt ist, der zwei Pixeln entspricht, werden
von der Fangfunktion alle Rasterdaten, die kleiner als oder gleich 2 Pixel sind, ignoriert.
Die Größe von Rastersymbolen, die Aussparungen (z.B. einen Kreis) enthalten, wird unter
Größe des leeren Rastersymbols eingestellt. Ein Rasterbild kann mehrere leere Symbole
in unterschiedlichen Größen enthalten. Die Größe wird durch eine minimale und eine
maximale Toleranz definiert. Der Minimalwert entspricht der Größe der kleinsten
Aussparung, die SmartSnap noch lokalisiert. Der Maximalwert entspricht der größten.
Beide Werte werden in Längeneinheiten des GeoWorkspaces gemessen.
Die Größe von ausgefüllten Rastersymbolen (z.B. ausgefüllte Kreise) wird unter Größe
des ausgefüllten Rastersymbols eingestellt. Ein Rasterbild kann mehrere ausgefüllte
Symbole in unterschiedlichen Größen enthalten. Die Größe wird durch eine minimale und
eine maximale Toleranz definiert. Der Minimalwert entspricht der Größe des kleinsten
ausgefüllten Symbols, das SmartSnap noch lokalisiert. Der Maximalwert entspricht der
größten. Beide Werte werden in Längeneinheiten des GeoWorkspaces gemessen.
Hinweis: Die Angabe von Werten, die geringfügig von der tatsächlichen Größe der
Aussparung bei leeren Rastersymbolen abweichen, kommt Variationen der Rastersymbole
entgegen, und verbessert somit die Fähigkeit der Software diese Symbole zu lokalisieren.
Dasselbe trifft auf die Maße von ausgefüllten Rastersymbolen zu.
8-33
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie können den Lokalisierbereich festlegen, indem Sie auf die Schaltfläche
Lokalisierbereich klicken, und dann mit dem Schieberegler Größe des
Lokalisierbereichs auf der Registerkarte SmartLocate des Dialogfelds Optionen die
Größe einstellen.
Die Werte für Größe der Störpixel, Größe des leeren Rastersymbols und Größe des
ausgefüllten Rastersymbols können Sie in die entsprechenden Felder eintippen. Sie
können jedoch auch auf Definieren klicken, um die Toleranz interaktiv durch klicken in
die Kartenansicht einzugeben.
Die Einheiten können Sie auf der Registerkarte Einheiten und Formate des Dialogfelds
Koordinatensystemdatei definieren festlegen.
Hinweis: Wenn Sie ein neues Objekt digitalisieren oder einen der anderen Platzierungsoder Bearbeitungsbefehl verwenden, können Sie die Fangfunktionen über die Symbolleiste
SmartSnap nach Bedarf ein- und ausschalten. Sie können beispielsweise auf
Vektorendpunkte, Stützpunkte, Rasterschnittpunkte und Linienenden snappen. Sie können
außerdem das automatische Einblenden die Dialogfelds Eigenschafen ein- und ausschalten
sowie auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten des Dialogfelds Optionen weitere
Optionen zum Platzieren ein- und ausschalten.
Siehe Abschnitt "SmartSnap" und "Registerkarte Platzieren und Bearbeiten".
Beim Digitalisieren vorhandene Geometrie verwenden
Beim Digitalisieren kommt es häufig vor das einzelne Objekte Grenzlinien oder Geometrie
gemeinsam haben. Es kann sich hierbei beispielsweise um benachbarte Flurstücke handeln,
oder um eine Grenze, die einem Flusslauf folgt. In einem solchen Fall ist es von Vorteil die
Geometrie nicht zweimal digitalisieren zu müssen, da dadurch Fehler wie Lücken zwischen
Objekten entstehen könnten, die später bereinigt werden müssen.
8-34
Arbeiten mit Objekten
Die Option Beim Digitalisieren vorhandene Geometrie verwenden auf der Symbolleiste
Optionen bietet Ihnen im Zusammenspiel mit den Funktionen von SmartSnap die
Möglichkeit, beim Platzieren von neuen oder Bearbeiten von bestehenden Objekten bereits
vorhandene Objekte wiederzuverwenden.
In diesem Fall klicken Sie auf zwei Punkte entlang der bestehenden Objektgeometrie, und
alle Stützpunkte zwischen den beiden Punkten werden auf das neue Objekt kopiert.
Die Option Beim Digitalisieren vorhandene Geometrie verwenden wirkt sich auf
folgende Befehle aus, wenn Sie neue Objekte erstellen oder vorhandene Objekte
bearbeiten:
Geometrie >
Fortsetzen
Bearbeiten >
Neu digitalisieren
Einfügen >
Objekt
Hinweis: Diese Option kann auch beim Digitalisieren in einem bestimmten Abstand
eingesetzt werden.
Diese Option ist in der Standardeinstellung eingeschaltet, kann aber auf der Registerkarte
Platzieren und Bearbeiten des Dialogfelds Optionen oder auf der Symbolleiste
Optionen ausgeschaltet werden.
Die folgenden Beispiele verdeutlichen den Gebrauch dieser Option:
Verwenden vorhandener Geometrie, zum Platzieren neuer Objekte:
Standardmäßig wird die kürzeste Entfernung zwischen den beiden Punkten markiert.
Wenn Sie die Tabulatortaste drücken, wird die andere Richtung des Objekts markiert.
Das Ausschalten der Option Beim Digitalisieren vorhandene Geometrie verwenden auf
der Symbolleiste liefert folgendes Ergebnis:
8-35
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Im folgenden Beispiel wird dem unten abgebildeten Objekt ein angrenzendes Objekt
hinzugefügt:
1. Platzieren Sie den ersten Punkt des Objekts.
2. Schieben Sie den Mauszeiger in die Fangfunktionstoleranz eines bestehenden Objekts
aus einer lokalisierbaren Objektklasse und das entsprechende Fangfunktionssymbol
wird eingeblendet.
3. Platzieren Sie den zweiten Punkt des Objekts. Dieser snappt entsprechend des
angezeigten Fangfunktionstyps auf die Geometrie.
4. Verschieben Sie den Mauszeiger an eine andere Stelle der Geometrie, auf die gerade
gesnappt wurde, und die Geometrie wird markiert.
5. Klicken Sie auf den dritten Punkt entlang der Geometrie. Die Geometrie zwischen den
letzten beiden Punkten wird dann auf das neu platzierte Objekt übertragen.
6. Klicken Sie, um den vierten Punkt zu platzieren.
7. Beenden Sie das Objekt, indem Sie doppelklicken.
Koinzidenz erhalten
Koinzidenz bezieht sich auf das Verhältnis zwischen zwei Objekten, wobei es sich um die
Beziehung zwischen zwei miteinander verbundenen Objekten handeln kann, oder um die
räumlich identische Beziehung zwischen zwei Objekten mit gemeinsamer Geometrie.
8-36
Arbeiten mit Objekten
Die Objekte in den beiden folgenden Beispielen weisen gemeinsame Stützpunkte auf:
Wenn diese Beziehung unterbrochen wird, werden Fehler in Ihre räumliche Datenbank
übernommen, und Sie müssen Zeit aufwenden, um diese zu bereinigen.
Zersplittertes Polygon
Lückenpolygon
Zu kurze Linien Überstehende Linien
Bei herkömmlichen GIS-Systemen kann beim Platzieren und Bearbeiten von Objekten
deren Beziehung zueinander leicht unterbrochen werden. Dies ist z.B. der Fall, wenn Sie
beim Digitalisieren nicht richtig ansnappen oder wenn Sie Objekte zwar auf einer Ebene
bearbeiten, deren gemeinsame Grenze auf einer anderen Ebene jedoch nicht. Durch die
Implementierung von SmartSnap und der automatischen Koinzidenzerhaltung in allen
Platzierungs- und Bearbeitungsbefehlen, macht GeoMedia Professional es Ihnen leicht,
diese Beziehungen beizubehalten. Wenn Sie also eine gemeinsame Grenze bearbeiten,
werden gleichzeitig alle Grenzen bearbeitet. Wenn Sie einen Stützpunkt verschieben, der
mit einem anderen Objekt verknüpft ist, werden alle verknüpften Objekte bearbeitet.
Dieses Verhalten ist optional und wird über das Kontrollkästchen Koinzidenz erhalten auf
der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten des Dialogfelds Optionen gesteuert, oder
über die Schaltfläche Koinzidenz erhalten auf der Symbolleiste Optionen.
Die Option Koinzidenz erhalten betrifft folgende Befehle:
Objekt >
Zusammenfügen
Bearbeiten >
Teilen
Bearbeiten >
Geometrie >
Bearbeiten
Fortsetzen
Neu digitalisieren
Trimmen
Auf Schnittpunkt trimmen
Verlängern
Bis Schnittpunkt verlängern
Zwei Linien bis Schnittpunkt verlängern
Kreisförmige Ausrundung erstellen
Einfügen >
Objekt (einschließlich Im Abstand digitalisieren)
8-37
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Wenn die Option Koinzidenz erhalten aktiviert ist , fügen die Platzierungs- und
Bearbeitungsbefehle allen dargestellten und lokalisierbaren Objekten an der Position des
Fangpunktes einen Stützpunkt hinzu, sobald auf eine andere Geometrie gesnappt wird.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Objekt geteilt wird oder dass sich dessen Form
verändert. Es wird lediglich ein weiter Punkt hinzugefügt. Die bedeutet außerdem, dass
beim Löschen oder Verschieben eines Stützpunktes auch alle koinzidenten Stützpunkte
gelöscht oder verschoben werden. Auf diese Weise können Objektbeziehungen
automatisch innerhalb einer und über mehrere Objektklassen hinweg erhalten werden,
sobald ein Platzierungs- oder Bearbeitungsvorgang ausgeführt wird.
Bitte beachten Sie, dass Koinzidenz nur auf dargestellte und lokalisierbare Objekte
anwendbar ist. Sie können die Einstellung Lokalisierbar der Legende verwenden, um
festzulegen, welche Objekte in die Koinzidenz einbezogen werden sollen.
Bei Bogengeometrie wird eine Ausnahme des normalen Verhaltens der Koinzidenz
unterstützt. Das Einfügen von Stützpunkten in einen Bogen ist standardmäßig nicht
gestattet, da dies eine automatische Modifizierung der Bogengeometrie zur Folge hat.
Bogen unterstützen also keine zusätzlichen Stützpunkte. Wenn Sie jedoch häufig Bogen in
Ihrer räumlichen Datenbank verwenden, können Sie deren Koinzidenzverhalten steuern,
indem Sie im Dialogfeld Optionen das Kontrollkästchen Bogen beim Einfügen von
Stützpunkten segmentieren aktivieren.
Wenn die Optionen Koinzidenz erhalten und Bogen beim Einfügen von Stützpunkten
segmentieren aktiviert sind und Sie auf einen Bogen snappen, wird dieser Bogen am
Fangpunkt in zwei Teile unterteilt. Die beiden Teile bleiben weiterhin Bestandteil des
ursprünglichen Objekts. Das Objekt wird nicht geteilt. Das durch die beiden
Bogensegmente entstandene zusammengesetzte Objekt ersetzt den ursprünglichen Bogen.
Wenn die Option Koinzidenz erhalten aktiviert und die Option Bogen beim Einfügen
von Stützpunkten segmentieren deaktiviert ist, wird beim Snappen auf einen Bogen ein
Dialogfeld mit folgender Meldung geöffnet:
"Um Stützpunkte in Bogengeometrie einfügen zu können, muss diese in zusammengesetzte
Geometrie (zwei Bogen) konvertiert werden. Wollen Sie den aktuellen Bogen
konvertieren?"
Klicken Sie auf Ja oder Nein. Wenn Sie auf Ja klicken, wird der Bogen wie oben
beschrieben unterteilt. Wenn Sie auf Nein klicken, wird weder der Bogen unterteilt noch
eine koinzidente Beziehung hergestellt.
Hinweis: Wenn eine der Optionen Koinzidenz erhalten oder Bogen beim Einfügen von
Stützpunkten segmentieren deaktiviert ist, wird dieses Dialogfeld geöffnet, sobald Sie
auf einen Bogen snappen. Wählen Sie die Option Meldung künftig nicht mehr anzeigen,
um dieses Dialogfeld in Zukunft nicht mehr einzublenden.
8-38
Arbeiten mit Objekten
Wenn die Option Koinzidenz erhalten deaktiviert ist, ist die Option Bogen beim
Einfügen von Stützpunkten segmentieren nicht verfügbar. Anschließend werden Bogen
nicht mehr unterteilt und es werden auch keine koinzidenten Beziehungen hergestellt.
Falls einander überschneidende Objekte an der Schnittstelle keinen Stützpunkt aufweisen
(da sie beim Digitalisieren nicht gesnappt wurden, oder da sie in GeoMedia Professional
importiert wurden), können Sie mit den Befehlen Schnittpunkt einfügen oder Geometrie
bearbeiten einen Stützpunkt einfügen. Wenn die Option Koinzidenz erhalten aktiviert
ist und Sie einen Stützpunkt hinzufügen, wird dieser auch in allen koinzidenten Objekten
eingefügt. Gibt es mehrere Schnittpunkte ohne Stützpunkt, können Sie mit dem Befehl
Geometrie überprüfen alle nicht-koinzidenten, sich überschneidenden Objekte
lokalisieren, um sie dann mit dem Befehl Schnittpunkt einfügen zu verbinden.
Automatische Unterbrechung von Objekten
Einige Arbeitsabläufe zur Datenerfassung erfordern das Erstellen von Objekten aus
Polylinien, die lediglich Anfangs- und Endpunkte ohne zwischenliegende Punkte
aufweisen. Dies kommt beispielsweise häufig in vielen Datenbanken für Flurstücke und
Versorgungsnetze vor.
Um dieses Modell zu erhalten, muss das vorhandene Objekt am Anknüpfpunkt
unterbrochen werden, wenn ein neues Objekt mit einem vorhanden Linienobjekt
verbunden wird. Dies stellte in GIS- und CAD-Systemen bisher einen umfangreichen
Arbeitsablauf mit mehreren Schritten dar.
GeoMedia Professional bieten Ihnen die Option Linienobjekte unterbrechen, die Objekte
automatisch am Anknüpfungspunkt unterbricht. Wenn Sie diese Option einschalten,
unterbrechen Platzierungs- oder Bearbeitungsbefehle, die an eine vorhandenes Objekt
anknüpfen dieses Objekt im Anknüpfungspunkt.
Diese Option ist in der Standardeinstellung ausgeschaltet, kann aber auf der Registerkarte
Platzieren und Bearbeiten des Dialogfelds Optionen oder auf der Symbolleiste
Optionen eingeschaltet werden.
Hinweis: Sie können nicht unterbrochene Schnittgeometrie mit dem Befehl Verbindung
überprüfen feststellen und diese anschließend mit dem Befehl Schnittpunkt einfügen
und eingeschalteter Option Linienobjekte unterbrechen oder dem Befehl Verbindung
korrigieren berichtigen.
Wenn die Option Linienobjekte unterbrechen aktiv ist, stehen zwei Optionen zum
Unterbrechen von Linien zur Verfügung: In gleichen Objektklassen und In allen
Objektklassen.
8-39
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Die Option In gleichen Objektklassen legt fest, ob die Unterbrechungsfunktion alle im
Anknüpfungspunkt koinzidenten Linienobjekte unterbricht oder nur solche, die der selben
Objektklasse angehören, wie das bearbeitete Objekt. Wenn diese Option aktiviert ist,
werden beim Platzieren oder Bearbeiten und Snappen nur solche koinzidenten
Linienobjekte unterbrochen, die zur selben Objektklasse gehören wie das bearbeitete
Objekt.
Die Option In allen Objektklassen legt fest, ob die Unterbrechungsfunktion alle im
Fangpunkt koinzidenten Linienobjekte unterbricht oder nur solche, die der selben
Objektklasse angehören, wie das bearbeitete Objekt. Wenn diese Option aktiviert ist,
werden beim Platzieren oder Bearbeiten und Snappen Objekte aller Objektklassen am
Fangpunkt unterbrochen.
Die Option Linienobjekte unterbrechen betrifft die folgenden Befehle:
Geometrie >
Bearbeiten (nur beim Bearbeiten von
Bearbeiten >
Endstützpunkten)
Fortsetzen
Neu digitalisieren
Trimmen
Auf Schnittpunkt trimmen
Verlängern
Bis Schnittpunkt verlängern
Kreisförmige Ausrundung erstellen
Schnittpunkt einfügen
Einfügen >
Objekt (einschließlich Im Abstand digitalisieren)
Bedingungen für die Unterbrechung
Die Option Linienobjekte unterbrechen:
8-40
•
kann auf jede lokalisierbare Objektklasse aus einem Warehouse mit Schreibzugriff
angewendet werden.
•
muss auf das zu unterbrechende Objekt gesnappt werden. Alle Fangfunktionen sind
gültig, aber der Fangfunktionstyp und der Geometrietyp, auf den gesnappt wird,
bestimmen das Verhalten einer Unterbrechung.
•
unterbricht alle koinzidenten Objekte, d.h. koinzidente Objekte müssen nicht alle in
einem Auswahlsatz enthalten sein.
Arbeiten mit Objekten
Beispiele für spezielle Bedingungen zum Unterbrechen von Linien:
1. Fall: Erstellen Sie Schnittgeometrie, ohne auf vorhandene Geometrie zu snappen.
Einstellung: In gleichen Objektklassen
Ergebnis: Es erfolgt keine Unterbrechung, ungeachtet der aktuellen Einstellungen. Eine
Unterbrechung erfolgt nur auf einen Snap.
2. Fall: Unterbrechen von Flächen.
Einstellung: In allen Objektklassen
Ergebnis: Bei dieser Aktion wird am Fangpunkt ein Stützpunkt in die Flächengeometrie
eingefügt. Die Flächenobjekte können nicht unterbrochen werden.
Hinweis: Ein Flächenobjekt kann ein Linienobjekt unterbrechen, aber ein Linienobjekt
kein Flächenobjekt.
3. Fall: Unterbrechen koinzidenter Linienobjekte.
Einstellung: In gleichen Objektklassen
Ergebnis: Nur das Objekt Schnellstraße wird am Fangpunkt unterbrochen.
8-41
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
4. Fall: Unterbrechen koinzidenter Linienobjekte.
Einstellung: In allen Objektklassen
Ergebnis: Alle koinzidenten Objekte werden am Fangpunkt unterbrochen, nicht nur das
Objekt Schnellstraße.
Zusammenspiel von Koinzidenz und Unterbrechung
Die folgenden Fälle verdeutlichen das Zusammenspiel von Koinzidenz und
Unterbrechungen.
1. Fall: Es wird auf die koinzidenten Objekte A gesnappt.
Unterbrechungsoption: In allen Objektklassen
Koinzidenz erhalten: Deaktiviert
Lösung: Die Linien A und B werden am Fangpunkt unterbrochen, ungeachtet der
Einstellung für Koinzidenz.
2. Fall: Es wird auf die koinzidenten Objekte B gesnappt.
Unterbrechungsoption: In gleichen Objektklassen
Koinzidenz erhalten: Aktiviert
Lösung: Linie B wird am Fangpunkt in zwei Objekte geteilt, weil sie der selben
Objektklasse wie Linie C angehört. Linie A gehört zu einer anderen Objektklasse, und wird
daher nicht unterbrochen. Trotzdem wird auf Linie A ein Stützpunkt am Fangpunkt
eingesetzt.
8-42
Arbeiten mit Objekten
Hinweis: Sie können bestimmen, welche Objekte unterbrochen werden oder in welche ein
Stützpunkt eingefügt wird, indem Sie die Lokalisierbarkeit für eine bestimmte
Objektklasse ein- oder ausschalten. Nehmen wir beispielsweise an, Sie haben die Option In
allen Objektklassen unterbrechen eingeschaltet, möchten aber nicht, dass Straßenobjekte
Flussobjekte unterbrechen. Um dies zu vermeiden klicken Sie mit der rechten Maustaste
auf den Legendeneintrag für Flüsse und wählen Sie Lokalisierbar. (Ein Menüeintrag ist
dann deaktiviert, wenn kein Häkchen erscheint.). Beachten Sie auch, dass jedes Mal, wenn
Sie ein Objekt mit aktivierter Option Linienobjekte unterbrechen platzieren, das
Dialogfeld Eigenschaften eingeblendet wird, wenn die Option Eigenschaften für neue
Objekte anzeigen aktiviert ist, oder falls Werte eingegeben werden müssen. Dies ist
hierbei der Fall, da Sie ein neues Objekt erstellen.
Platzieren und Bearbeiten rückgängig machen und
wiederherstellen
Mit den Befehlen Rückgängig machen und Wiederherstellen können Sie Änderungen in
der Datenbank, die Sie mit Bearbeitungs- und Platzierungsbefehlen in der aktuellen
Sitzung vorgenommen haben, rückgängig machen oder wiederherstellen. Wenn Sie das
Menü Bearbeiten öffnen nachdem Sie Änderungen in der Datenbank vorgenommen
haben, erscheint hinter den Befehlen entweder der Eintrag Rückgängig machen oder
Wiederherstellen. Wenn der letzte Vorgang beispielsweise das Verschieben eines
Objekts beinhaltet, erscheinen die Menüeinträge als Verschieben rückgängig machen
oder Verschieben wiederherstellen.
Mit dem Befehl Rückgängig machen werden alle Datenbankänderungen, die mit einer
einzelnen Aktion durchgeführt wurden, rückgängig gemacht. Eine Aktion kann, je nach
Platzierungs- oder Bearbeitungsbefehl, aus einer oder mehreren Datenbankänderungen
bestehen. Wenn Sie z.B. mit dem Befehl Verschieben ein einzelnes Objekt verschieben,
nimmt dieser Befehl eine einzelne Datenbankänderung vor, d.h. die Änderung der
Geometrie eines einzelnen Objekts. Der Befehl Rückgängig machen schiebt das einzelne
Objekt zurück auf seine ursprüngliche Position.
Wenn Sie mit dem Befehl Verschieben jedoch mehrere Objekte in einem Auswahlsatz
verschoben haben, wurden mehrere Datenbankänderungen vorgenommen (die Änderung
der Geometrie aller Objekte im Auswahlsatz). In diesem Fall schiebt der Befehl
Rückgängig machen alle Objekte auf deren ursprüngliche Positionen zurück.
8-43
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Da der Befehl Rückgängig machen mehrere Vorgänge speichert, können Sie diesen
Befehl mehrfach verwenden, bis alle Vorgänge rückgängig gemacht wurden. Wenn Sie den
Befehl Rückgängig machen beispielsweise nur einmal verwenden, wird nur der letzte
Vorgang rückgängig gemacht. Wenn Sie diesen Befehl ein zweites Mal verwenden, wird
der vorhergehende Vorgang rückgängig gemacht, usw. Sie können diesen Befehl
wiederholen, bis die auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten im Dialogfeld
Optionen festgelegte Höchstgrenze erreicht wird.
Sie haben Zugriff auf die Befehle Rückgängig machen und
Wiederherstellen, indem Sie auf die entsprechenden Schaltflächen in der
Symbolleiste klicken oder über die Tastenkombination STRG. + Z bzw.
STRG. + Y.
Sie können die Befehle Rückgängig machen und Wiederherstellen mit den folgenden
Platzierungs- und Bearbeitungsbefehlen in den Karten- und Datenfenstern verwenden:
Kartenfenster
Einfügen > Objekt
Polygonzug
Text
Beschriftung
Interaktive Beschriftung
Bezugslinie
Fläche interaktiv über topologische Maschen
Bearbeiten > Auswahlsatzeigenschaften
Objekt > Löschen
Zusammenfügen
Teilen
Kopieren
Parallel kopieren
Objektklasse ändern
Geometrie > alle Befehle
Attribute > Attribute aktualisieren
Kopieren von Attributen
Bearbeiten von Text
Datenfenster
Bearbeiten > Ausschneiden
Einfügen
Weitere Informationen finden Sie in der Online-Hilfe.
8-44
Arbeiten mit Objekten
Hinweis: Die Befehle Rückgängig machen und Wiederherstellen im Layoutfenster
beziehen sich ausschließlich auf die Grafikbefehle des Layoutfensters, auf die Sie nur im
aktiven Layoutfenster zugreifen können.
Sie legen die Parameter für Rückgängig machen und Wiederherstellen auf der
Registerkarte Bearbeiten und Platzieren im Dialogfeld Optionen (Extras > Optionen)
fest. Mit dem Kontrollkästchen Rückgängig machen können Sie die Optionen
Rückgängig machen und Wiederherstellen ein- und ausschalten. Dieses
Kontrollkästchen ist standardmäßig aktiviert. Mit dem Kontrollkästchen
Wiederherstellaktionen können Sie eine Höchstgrenze für die Anzahl der Vorgänge
festlegen, die wieder hergestellt bzw. rückgängig gemacht werden können. Die
Standardeinstellung enthält den Wert 5. Wenn Sie diese Option deaktivieren, wird die
Anzahl der Vorgänge, die rückgängig gemacht bzw. wieder hergestellt werden können, nur
durch die Kapazität Ihres Systemspeichers in der aktuellen Sitzung begrenzt.
Wenn Sie eine geänderte Objektklasse oder Abfrage schließen, wird der Zwischenspeicher
des Befehls Rückgängig machen geleert. Ein typisches Beispiel für einen derartigen
Vorgang ist das Ändern eines GeoWorkspace-Koordinatensystems, dass das Schließen und
erneute Laden der Objektklassen in der Legende zur Folge hat. Der Zwischenspeicher für
den Befehl Rückgängig machen kann in langen Arbeitssitzungen sehr umfangreich
werden und dadurch die Leistung der Software beeinträchtigen. Dies trifft insbesondere zu,
wenn eine große Anzahl von Massenverfahren durchgeführt wird, wie beispielsweise das
Löschen einer großen Anzahl von Objekten. Wenn die Speicherleistung während einer
langen Sitzung oder nach größeren Datenbankänderungen abnimmt, müssen Sie die Größe
des Zwischenspeichers für den Befehl Rückgängig machen verkleinern oder die Option
Rückgängig machen aus- und wieder einschalten, um den Puffer zu leeren.
Hinweis: Wenn für eine Objektklasse in einem SQL Server- oder Access 2000Warehouse AutoWert-Felder definiert wurden, hat die Anwendung der Befehle
Rückgängig machen/Wiederherstellen auf Objekte dieser Objektklassen in bestimmten
Fällen eine Inkrementierung der AutoWert-Felder zur Folge. Die ursprünglichen
AutoWert-Feldwerte werden nicht beibehalten.
8-45
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Einfügen von Objekten in ein Kartenfenster
Sobald Sie eine Verbindung zu einem Warehouse mit Schreibzugriff hergestellt haben, das
Objektklassen enthält oder eine Objektklasse von Grund auf neu erstellt haben, können Sie
mit dem Befehl Objekt einfügen neue Objekt erstellen.
Der Befehl Objekt einfügen ist eine sehr leistungsstarke Funktion, die Ihnen Zugriff auf
viele Platzierungsfunktionen bietet. Hierzu gehören:
•
Platzierung von Punkt-, Linien-, Flächen- und zusammengesetzten Objekten
•
Platzierungsmodi für Bogen
•
Beschränkung der Platzierung auf einen vom Benutzer angegebenen Azimut oder
Richtungswinkel
•
Freihanddigitalisieren
•
Drehmodi für die Platzierung von Punktsymbolen
•
Beschränkung der Platzierung auf einen bestimmten Winkel
•
Im Abstand digitalisieren
•
Senkrechte Platzierung
•
Relative Platzierung
•
Koordinateneingabe
•
Platzierung von Flächen mit Aussparungen, Platzierung von nicht
zusammenhängenden Objekten
•
Platzierung einer Linie tangential zu einem Bogen und eines Bogens tangential zu
einer Linie oder einem Bogen
•
Platzierung über Länge
•
Platzierung von orthogonalen Objekten
Diese und andere Funktionen werden in den folgenden Abschnitten näher beschrieben.
Sie können Konstruktionshilfen verwenden, um Sie bei der Platzierung von Objekten zu
unterstützen. Mit diesen Konstruktionshilfen können Sie eine Geometrie über eine
bestimmte Methode erstellen und während der Platzierung verwenden, ohne den
Platzierungs- oder Bearbeitungsbefehl beenden und neu starten zu müssen.
Siehe hierzu Abschnitt “Konstruktionshilfen” in diesem Kapitel.
Mit dem Befehl Objekt einfügen können Sie ein neues Objekt digitalisieren und optional
seine Attribute definieren. Bevor Sie diesen Befehl anwenden können, müssen Sie eine
Verbindung zu einem Warehouse mit Schreibzugriff haben. Außerdem muss eine
Objektklasse in diesem Warehouse definiert sein und diese als Legendeneintrag in Ihr
Kartenfenster eingefügt worden sein.
8-46
Arbeiten mit Objekten
Die entsprechende Warehouseverbindung, Kategorie, das Referenzobjekt oder die
Objektklasse und (im Falle eines zusammengesetzten Objekts) den Geometrietyp wählen
Sie in der Formatierungsleiste Objekt einfügen aus. Diese wird aufgerufen, wenn Sie den
Befehl Einfügen > Objekt wählen. Sie können Objekte aus einer Warehouseverbindung,
Katalogen oder Referenzobjekten auswählen.
8
Hinweis: Diese Formatierungsleiste wird außerdem für die Befehle Geometrie fortsetzen
und Geometrie neu digitalisieren verwendet, wobei sich nur der Name der
Formatierungsleiste und deren Standardwerte ändern.
Wenn sich bei Aufruf des Befehls Objekt einfügen nur ein Objekt mit Schreibzugriff im
Auswahlsatz befindet, wird die Verbindung und Objektklasse im Objektauswahlfeld
entsprechend des im Auswahlsatz befindlichen Objekts eingestellt. Sie können außerdem
auf ein Objekt im Kartenfenster klicken und so eine andere Objektklasse zum Platzieren
auswählen, während der Befehl aktiv ist. Die Steuerung Objekt einfügen wird mit der
Objektklassen des ausgewählten Objekts ausgefüllt und der Befehl startet am Beginn des
Vorgangs zum Digitalisieren eines neuen Objekts. Dies ist besonders zeitsparend, da Sie
nicht während des Befehls durch eine Liste mit Objekten blättern müssen, um eine andere
Objektklasse auszuwählen.
Als Geometrietypen stehen Ihnen Punkt, Linie und Fläche zur Verfügung. Bei Punkt-,
Linien- und Flächenobjekten zeigen die Symbolschaltflächen für Geometrietypen nur den
Geometrietyp der ausgewählten Objektklasse an. Die Schaltflächen selbst sind jedoch
deaktiviert. Stellen Sie sich beispielsweise vor, Sie wählen eine Objektklasse mit
Flächenobjekten, z.B. Counties aus. In diesem Fall ist der Geometrietyp Fläche. Die
Symbolschaltfläche für Flächen wird ausgewählt und alle drei Schaltflächen Punktgeometrie, Liniengeometrie und Flächengeometrie - werden deaktiviert. Wenn der
Geometrietyp der ausgewählten Objektklasse zusammengesetzt (d.h. die Objekte dieser
Objektklasse können aus Punkt-, Linien- oder Flächengeometrie bestehen) ist, sind alle
drei Symbolschaltflächen aktiviert, damit Sie den gewünschten Geometrietyp auswählen
können.
Siehe hierzu "Geometrietypen – Begriffserklärung" in diesem Kapitel.
In der Pulldown-Liste Platzierungsmodus können Sie aus einer Liste mit für die
ausgewählte Objektklasse verfügbaren Modi den gewünschten Platzierungsmodus
auswählen.
8-47
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Klicken Sie auf die Schaltfläche Optionen, um das Dialogfeld Optionen mit drei
zugänglichen Registerkarten Platzieren und Bearbeiten, Allgemein und SmartLocate zu
öffnen. Auf diese Weise haben Sie die Möglichkeit, die Optionen zum Platzieren und
Bearbeiten auf einfache Weise innerhalb des Befehls Objekt einfügen festzulegen.
In GeoMedia Professional können Sie neue Objekte für Objektklassen einfügen, die der
Legende noch nicht hinzugefügt wurden. Da jedoch die Legende die Darstellung im
Kartenfenster steuert, werden diese Objekte erst dann dargestellt, wenn Sie der Legende
einen entsprechenden Eintrag hinzugefügt haben. Wenn Sie im Dialogfeld Optionen auf
der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten die Option Automatisch Legendeneinträge
hinzufügen aktivieren, wird automatisch ein Legendeneintrag für Objektklassen erstellt,
für die noch kein Legendeneintrag besteht. Ist bereits ein Legendeneintrag vorhanden, wird
dessen Darstellung aktiviert. Diese Option ist in der Standardeinstellung eingeschaltet.
Siehe "Die Registerkarte Platzieren und Bearbeiten", "Die Registerkarte Allgemein" und
"Auswählen von Objekten im Kartenfenster" in diesem Kapitel.
Wenn Sie auf die Schaltfläche GeoWorkspace-Koordinatensystem klicken, wird das
Dialogfeld GeoWorkspace-Koordinatensystem aufgerufen. Auf diese Weise haben Sie
die Möglichkeit, die Optionen für das GeoWorkspace-Koordinatensystem auf einfache
Weise innerhalb des Befehls Objekt einfügen festzulegen.
8-48
Arbeiten mit Objekten
8
Siehe hierzu Kapitel "Arbeiten mit Koordinatensystemen".
So fügen Sie ein Objekt in ein Kartenfenster ein
1. Wählen Sie Einfügen > Objekt.
Hinweis: Sie können den Befehl Objekt einfügen nicht mit der ESC-Taste
abbrechen, Sie müssen einen anderen Befehl wie z.B. das Auswahlwerkzeug wählen,
um diesen Befehl abzubrechen.
2. Klicken Sie in der Formatierungsleiste Objekt einfügen auf den Abwärtspfeil, um die
Liste der Objektklassen in den Warehouses mit Schreibzugriff anzuzeigen, zu denen
eine Verbindung besteht.
3. Klicken Sie auf die Objektklasse für das neue Objekt.
4. Optional: Wählen Sie eine andere Platzierungsmethode in der Pulldown-Liste aus.
5. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Optionen, um die Platzierungsparameter zu
ändern.
6. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche GeoWorkspace-Koordinatensystem, um
die Koordinatensystemparameter zu ändern.
8-49
Arbeiten mit GeoMedia Professional
7. Klicken Sie mit der linken Maustaste, um den ersten Punkt des Objekts zu platzieren.
8. Platzieren Sie solange Punkte, bis Sie das Objekt fertiggestellt haben.
Hinweis: Wenn Sie beim Platzieren einen Objekts die Taste ESC drücken, werden Sie
gefragt, ob Sie das aktuelle Objekt entfernen wollen. Anderenfalls wird der Befehl
abgebrochen. Sie können auf die RÜCKTASTE drücken, um eine Linie zurück zu
gehen.
9. Beenden Sie das Objekt, indem Sie doppelklicken.
Hinweis: Sie können zum Beenden von Objekten auch die Option Objekt beenden im
Kontextmenü verwenden.
10. Platzieren Sie das nächste Objekt. Der Befehl bleibt solange aktiv, bis Sie die ESCTaste drücken oder auf das Auswahlwerkzeug klicken. Auf diese Weise können Sie
mit dem Platzieren fortfahren, ohne den Befehl erneut aufrufen zu müssen.
Hinweis: Bei Verwendung der Befehle Objekt einfügen, Geometrie fortsetzen oder
Geometrie neu digitalisieren, können Sie mit der Rücktaste zuvor platzierte Punkte
der Reihe nach entfernen.
Platzierungsmodi
Im vorherigen Abschnitt zum Einfügen von Objekten haben wir Ihnen einen einfachen
Arbeitsablauf für die Datenerfassung vorgestellt. In diesem Abschnitt stellen wir Ihnen
zusätzliche Platzierungsmodi zum Digitalisieren von Objekten vor.
Sie können einfach zwischen den verschiedenen Platzierungsmodi wechseln, indem Sie sie
in der Pulldown-Liste der Formatierungsleiste Objekt einfügen auswählen oder das
entsprechende Tastenkürzel verwenden. Auf diese Weise können Sie Objekte erstellen, die
Polyliniengeometrie, Bogen und/oder Winkelbedingungen enthalten. Folgende
Platzierungsmodi stehen zur Verfügung:
Bogen über Mittelpunkt — Platziert Bogengeometrie durch Angabe des
Bogenmittelpunktes und anderer Bogenparameter sowie von Radius und Bogenwinkel.
Wenn Sie diesen Modus auswählen wird die andockbare Steuerung Bogen über
Mittelpunkt eingeblendet, damit Sie die spezifischen Bogenplatzierungsparameter
eingeben können. (Tastenkürzel "C")
8-50
Arbeiten mit Objekten
Bogen über Anfangspunkt, Endpunkt und Punkt auf Bogen — Platziert
Bogengeometrie durch Eingabe in der folgenden Reihenfolge: Bogenanfangspunkt,
Bogenendpunkt und ein Punkt auf dem Bogen. Wenn Sie diesen Modus auswählen wird
die andockbare Steuerung Bogen über Anfangspunkt, Endpunkt und Punkt auf Bogen
eingeblendet, damit Sie die spezifischen Bogenplatzierungsparameter eingeben können.
(Tastenkürzel "A")
8
Bogen über Anfangspunkt, Punkt auf Bogen und Endpunkt — Platziert
Bogengeometrie durch Eingabe in der folgenden Reihenfolge: Bogenanfangspunkt, ein
Punkt auf dem Bogen und Bogenendpunkt. Wenn Sie diesen Modus auswählen wird die
andockbare Steuerung Bogen über Anfangspunkt, Punkt auf Bogen und Endpunkt
eingeblendet, damit Sie die spezifischen Bogenplatzierungsparameter eingeben können.
(Tastenkürzel "R")
Anhand Geometrie — Wenn Sie bei dieser Option auf ein Objekt snappen, wird der
Punkt in gleicher Richtung wie das Objekt gedreht platziert, auf das er gesnappt wurde.
Wird auf keine Geometrie gesnappt, erfolgt die Platzierung mit einer Drehung von 0 Grad.
Wenn Sie ein Symbol in diesem Modus digitalisieren, wird das Symbol vor seiner
endgültigen Platzierung dynamisch angezeigt. Sie können die Richtung des Objekts
umkehren, indem Sie auf die Tabulatortaste drücken. (Tastenkürzel
"UMSCHALTTASTE+G")
Im Winkel — Platziert Polyliniengeometrie, indem jeder Punkt im angegebenen Winkel
und je nach Zeigerposition, im Verhältnis zum vorherigen Segment platziert wird, das in
diesem Modus platziert wurde. Wenn es sich bei der vorherigen Geometrie um einen
Bogen handelt, wird das vorherige Segment als Tangente zum Bogen am Bogenendpunkt
festgelegt. Dies ist der standardmäßig aktive Drehmodus, wobei der aktive Winkel Null
Grad beträgt. Wenn Sie diesen Modus auswählen, wird die andockbare Steuerung Im
Winkel eingeblendet, damit Sie den spezifischen Winkelwert eingeben können.
(Tastenkürzel "UMSCHALTTASTE+A")
Wenn keine vorherige Geometrie vorhanden ist, wird der Punkt je nach Zeigerposition im
Verhältnis zur Horizontalen platziert. Sie können im Winkelfeld der Steuerung einen
beliebigen Winkelwert eingeben, um die Platzierung einzuschränken. Der Standardwinkel
bei diesem Platzierungsmodus beträgt 90 Grad.
8-51
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Über Kreis platzieren — Platziert einen Kreis, bei dem es sich um ein aus zwei Bogen
bestehendes zusammengesetztes Polygon handelt. Wenn Sie diesen Modus auswählen,
wird die andockbare Steuerung Kreis platzieren eingeblendet, damit Sie den
Kreisplatzierungsmodus und den spezifischen Radius- oder Durchmesserwert eingeben
können. (Tastenkürzel "UMSCHALTTASTE+C")
Über Rechteck platzieren — Platziert ein rechteckiges Polygonobjekt, indem Sie zwei
diagonal gegenüberliegende Ecken des Rechtecks durch je einen Klick mit der Maustaste
identifizieren. (Tastenkürzel "E")
Über rotiertes Rechteck platzieren — Platziert ein rotiertes rechteckiges Polygonobjekt,
indem Sie dreimal mit der Maustaste klicken. Der erste Klick legt den ersten Eckpunkt
(Ankerpunkt) des Rechtecks fest. Der zweite Klick definiert den Drehwinkel und den
benachbarten Eckpunkt des Rechtecks. Der dritte Klick legt den dem ersten Eckpunkt
(Ankerpunkt) diagonal gegenüberliegenden Eckpunkt fest. Die dritte angeklickte
Punktposition legt die Kante fest, die senkrecht zu den ersten beiden Kanten verläuft.
(Tastenkürzel "UMSCHALTTASTE+E")
Platzierung über Punkte — Platziert Linien- und Flächenobjekte Punkt für Punkt,
wodurch ein einzelnes Objekt mit mehreren Stützpunkten entsteht. Sie können diesen
Modus auch zum Platzieren einzelner Punktobjekte verwenden. (Tastenkürzel "L")
Dynamisch drehen — Platziert einen Punkt durch zweimaliges Klicken im Kartenfenster.
Der erste Klick platziert ein temporäres Objekt und zeigt ein dynamisches Fadenkreuz an,
das Sie bewegen, um den Drehwinkel festzulegen. Wenn das Objekt im gewünschten
Winkel angezeigt wird, platzieren Sie es, indem Sie ein zweites Mal in das Kartenfenster
klicken. (Tastenkürzel "UMSCHALTTASTE+R")
Zweipunktlinie — Platziert ein aus zwei Punkten bestehendes Linienobjekt, ohne einen
Doppelklick zum Beenden der Linie zu erfordern. Bei diesem Modus können Sie nach dem
Platzieren eines Linienobjekts über zwei Punkte weitere Linien platzieren, indem Sie auf
zwei neue Positionen klicken. Jede in diesem Modus platzierte Linie ist nicht
notwendigerweise mit dem zuvor auf diese Weise platzierten Linienobjekt verbunden.
(Tastenkürzel "W")
8-52
Arbeiten mit Objekten
Aufeinanderfolgende Zweipunktlinie — Platziert aufeinander folgende Zweipunktlinien,
wobei jeder nach dem ersten Klick platzierte Klick eine neue Instanz eines
Zweipunktlinienobjekts erstellt. Bei diesem Modus erstellen die ersten zwei Punkte eine
Objektinstanz und jeder nachfolgend angeklickte Punkt erstellt ein neues Objekt, das an
das vorherigen Objekt anknüpft (d.h. der Endpunkt der ersten Linie bildet den
Anfangspunkt der nächsten Linie). (Tastenkürzel "V")
Siehe hierzu die Online-Hilfe.
8
Es folgen einige Beispielarbeitsabläufe für die Verwendung der Platzierungsmodi:
So fügen Sie ein Objekt im Modus "Bogen über Mittelpunkt" ein
1. Wählen Sie Einfügen > Objekt.
2. Wählen Sie eine Objektklasse, die das zu platzierende Linien-, Flächen- oder
zusammengesetzte Objekt enthält.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste, um das Kontextmenü Objekt einfügen zu
öffnen. Stellen Sie sicher, dass die Option Bogentangens aktiviert ist.
4. Wählen Sie den Platzierungsmodus Bogen über Mittelpunkt.
5. Klicken Sie, um den Bogenmittelpunkt zu definieren.
Es wird ein dynamischer Kreis angezeigt. Die Parameter für Radius und Bogenanfang
in der andockbaren Steuerung werden beim Verschieben des Mauszeigers dynamisch
aktualisiert.
6. Klicken Sie, um den ersten Anfangspunkt des Bogens zu digitalisieren.
7. Klicken Sie in der Steuerung auf die Schaltfläche Bogenrichtung wechseln.
Die Bogenrichtung wird geändert und der Parameter für den Bogenwinkel wird
dynamisch aktualisiert, um den neuen Winkelwert wiederzugeben.
8. Klicken Sie in das Kartenfenster, um den Bogen zu platzieren.
9. Klicken Sie auf die Schaltfläche Fixieren/Freigeben in der ersten Reihe der Steuerung
und tippen Sie den Radius ein.
10. Klicken Sie auf die Schaltfläche Fixieren/Freigeben in der letzten Reihe der
Steuerung und tippen Sie den Winkelwert für den Bogenanfang ein.
8-53
Arbeiten mit GeoMedia Professional
11. Klicken Sie auf die Schaltfläche Bogenrichtung wechseln.
12. Klicken Sie um den Bogen zu platzieren und beenden Sie mit einem Doppelklick.
Ein aus den zwei zuvor digitalisierten Bogen bestehendes Objekt wird platziert.
So fügen Sie ein Objekt im Modus "Im Winkel" ein
1. Wählen Sie Einfügen > Objekt.
2. Wählen Sie eine Objektklasse, die die zu platzierende Linien- oder Flächengeometrie
enthält.
3. Digitalisieren Sie einige Stützpunkte.
4. Wählen Sie auf der Formatierungsleiste Objekt einfügen den Platzierungsmodus Im
Winkel.
Der Standardwinkel beträgt 90 Grad im Verhältnis zum zuletzt platzierten Segment.
Wenn kein vorheriges Segment vorhanden ist, steht der Winkel im Verhältnis zur
Horizontalen (0 Grad).
5. Geben Sie im Winkeleingabefeld der Steuerung einen geeigneten Wert ein.
Die anschließend platzierten Punkte sind, basierend auf der Zeigerposition und im
Verhältnis zum zuletzt platzierten Segment, auf ein Vielfaches des eingegebenen
Winkels beschränkt.
6. Ziehen Sie den Mauszeiger über das Kartenfenster.
Eine dynamische Linie wird angezeigt, die basierend auf der Zeigerposition und im
Verhältnis zum zuletzt platzierten Segment, auf ein Vielfaches des eingegebenen
Winkels beschränkt ist. Wenn Sie beispielsweise 45 Grad eingeben, snappt das
Segment beim Verschieben des Mauszeigers dynamisch auf einen Winkel von 0, 45, 90,
135, 180, 225 oder 270 Grad.
7. Klicken Sie in das Kartenfenster.
Der nächste Punkt ist, basierend auf der Zeigerposition und im Verhältnis zum zuletzt
platzierten Segment, auf ein Vielfaches des eingegebenen Winkels beschränkt.
Drehmodi
Wenn Sie eine Punktobjektklasse oder zusammengesetzte Objektklasse mit Punkten
platzieren, können Sie einen Drehmodus zum Platzieren der Punktobjekte auswählen.
Diese Modi sind sehr hilfreich, wenn Sie Punktobjekte platzieren, die als Symbole
dargestellt werden. Der aktive Drehmodus ist standardmäßig Im Winkel, wobei der aktive
Winkel Null Grad beträgt. In diesem Modus wird das neue Objekt im angegebenen Winkel
platziert.
8-54
Arbeiten mit Objekten
Die anderen Drehmodi sind Anhand Geometrie und Dynamisch drehen. Im Modus
Anhand Geometrie wird das neue Objekt in derselben Richtung ausgerichtet wie die
Geometrie, auf die es gesnappt wird.
Wenn keine Geometrie angesnappt wird, erfolgt die Platzierung bei einer Drehung von
Null Grad. Im Modus Dynamisch drehen wird das neue Objekt durch zweimaliges
Klicken der linken Maustaste platziert. Der erste Klick platziert ein temporäres Objekt und
zeigt ein dynamisches Fadenkreuz an, das Sie bewegen, um den Drehwinkel festzulegen.
Wenn das Objekt im gewünschten Winkel angezeigt wird, platzieren Sie es, indem Sie ein
zweites Mal in das Kartenfenster klicken.
Hinweis: Wenn Sie ein Symbol im Modus Anhand Geometrie digitalisieren, wird das
Symbol vor seiner endgültigen Platzierung dynamisch angezeigt. Sie können die
Ausrichtung nach der Richtung einer Linie wechseln, indem Sie die
TABUBLATORTASTE drücken.
So digitalisieren Sie ausgerichtete Punkte
1. Legen Sie über die Legende einen Symboliktyp (z.B. Schriftart oder Symbol) fest, der
eine Drehung kenntlich macht.
2. Wählen Sie eine Punktobjektklasse zum Einfügen aus.
Im Winkel
1. Stellen Sie den Drehmodus auf Im Winkel.
2. Geben Sie im Feld Drehwinkel einen Winkelwert ein. Wenn Sie z.B. einen Wert von
180 Grad eingeben, wird das Punktobjekt, wenn Sie zum Platzieren klicken, jedes Mal
im Winkel von 180 Grad platziert.
Dynamisch drehen
1. Stellen Sie den Drehmodus auf Dynamisch drehen.
2. Klicken Sie, um den Ursprungspunkt für das Symbol zu platzieren.
Der Punkt wird dynamisch in der Punktsymbolik und Markierfarbe dargestellt.
3. Verschieben Sie den Mauszeiger, um das Punktsymbol dynamisch zu drehen.
4. Wenn Sie das Punktsymbol auf den gewünschten Winkel gedreht haben, klicken Sie,
um das Objekt zu platzieren.
8-55
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Anhand Geometrie
1. Stellen Sie den Drehmodus auf Anhand Geometrie.
Das Punktsymbol wird dynamisch angezeigt, wenn Sie den Mauszeiger im
Kartenfenster verschieben.
2. Bewegen Sie den Mauszeiger in den Fangfunktionsbereich des Liniensegments.
Das Symbol wird dynamisch angezeigt und in der Richtung ausgerichtet, in der das
Segment digitalisiert wurde.
3. Drücken Sie gegebenenfalls die Tabulatortaste, um die Richtung zu wechseln.
4. Klicken Sie, um den Punkt ausgerichtet auf die Richtung der Linie zu platzieren.
Hinweis: Wenn Sie klicken, ohne zu snappen, wird der Punkt mit einer Drehung von Null
Grad platziert. Fallen mehrere potenzielle Fangpunkte in den Lokalisierbereich der
Fangfunktion, wird der am nächsten liegende Punkt ausgewählt.
Über Kreis platzieren
Im Platzierungsmodus Über Kreis platzieren können Sie einen Kreis mithilfe der
folgenden drei Platzierungsmethoden einfügen:
8-56
•
Über Mittelpunkt – Platziert einen Kreis über einen angegebenen Mittelpunkt und
einen Radius. Sie können den Radius dynamisch festlegen oder eintippen.
•
Über Durchmesser – Platziert einen Kreis durch Angabe von zwei
gegenüberliegenden Punkten.
•
Über 3 Punkte – Platziert einen Kreis durch Angabe von drei Punkten auf dem
Kreisumfang.
Arbeiten mit Objekten
Wenn Sie den Platzierungsmodus Über Kreis einfügen wählen, wird die Steuerung Kreis
einfügen aufgerufen, die den auf die Mauszeigerposition basierenden Radius dynamisch
angezeigt. Wenn Sie in der Steuerung den Modus Über Durchmesser wählen, wird nicht
der Radius sondern der Durchmesser angezeigt. Im Modus Über Mittelpunkt können Sie
den Radius des zu platzierenden Kreises im Feld Radius eingeben. Dieses Feld wird
aktiviert, wenn Sie auf die Schaltfläche Fixieren klicken. Die Maßeinheit hängt von den
Einstellungen auf der Registerkarte Einheiten und Formate im Dialogfeld
GeoWorkspace-Koordinatensystem ab. Die Eingabe von negativen oder
nichtnumerischen Radiuswerten ist ungültig.
Bei allen Kreisplatzierungsmethoden wird der Kreis dynamisch am Mauszeiger angezeigt,
solange die erforderlichen Informationen zum Erstellen eines Kreisen angegeben wurden.
Siehe hierzu die folgenden Beispiele:
Über Mittelpunkt
Über Durchmesser
Über 3 Punkte
So wird z.B. beim Modus Über Mittelpunkt eine den Radius repräsentierende dynamische
Strichlinie vom Mittelpunkt (dem ersten Punkt) bis zur Mauszeigerposition angezeigt.
Auch wird beim Verschieben des Mauszeigers zum Platzieren des zweiten Punktes, wie in
der Abbildung unten, ein dynamischer Kreis am Mauszeiger angezeigt.
Ebenso wird beim Modus Über Durchmesser beim Verschieben des Mauszeigers zum
Platzieren des zweiten Punktes, wie in der Abbildung unten, ein dynamischer Kreis am
Mauszeiger angezeigt.
Beim Modus Über 3 Punkte wird nach Identifizierung der ersten zwei Punkt ein
dynamisches gestricheltes Dreieck angezeigt, dessen Stützpunkte den Umfang des Kreises
repräsentieren.
8-57
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie können beim Platzieren von Kreisen im letzten Arbeitsschritt die Kombination STRGTaste + Mausklick verwenden, um die Platzierung von Geometriekollektionen zu
aktivieren. Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn Sie z.B. zwei nicht miteinander
verbundene Kreise mit der Platzierungsmethode Über Durchmesser als
Geometriekollektion platzieren wollen: Klicken Sie, um den ersten Punkt des
Durchmessers für den ersten Kreis der Geometriekollektion festzulegen. Klicken Sie
anschließend bei gedrückter STRG-Taste die Maustaste, um den zweiten Punkt des ersten
Kreisdurchmessers festzulegen. Klicken Sie jetzt mit der Maustaste, um den ersten Punkt
des Durchmessers für den zweiten Kreis in der Geometriekollektion festzulegen und
anschließend nochmals, um den zweiten Punkte des zweiten Kreisdurchmessers
festzulegen. Jetzt wird die in diesem Fall aus zwei Kreisen bestehende Geometriekollektion
platziert. Beachten Sie bitte, dass Sie die Kombination STRG-Taste + Mausklick nicht
verwenden können, um eine Kreis innerhalb eines anderen Kreises zu platzieren.
Aussparungen innerhalb von Kreisen werden derzeit nicht unterstützt.
Dieser Befehl beachtet die Einstellungen für Koinzidenz, Unterbrechung und
Eigenschaften. Sie können außerdem auf die Ansichtsbefehle zugreifen, während dieser
Befehl aktiv ist. Beim Verschieben des Mauszeigers werden ebenfalls die automatische
Verschiebung sowie die Vektor- und Rasterfangfunktionen beachtet. Sie können das
Einfügen eines Kreises mit den Befehlen Rückgängig machen und Wiederherstellen
rückgängig machen bzw. wiederherstellen. Sie können außerdem die Rücktaste drücken,
um einen Schritt bei der Platzierung zurückzugehen.
So fügen Sie einen Kreis über den Mittelpunkt ein
1. Wählen Sie Einfügen > Objekt.
2. Wählen Sie in der Formatierungsleiste die Objektklasse aus.
3. Wählen Sie in der Pulldown-Liste die Option Über Kreis platzieren aus.
4. Wählen Sie in der Steuerung Kreis platzieren die Option Über Mittelpunkt aus.
5. Legen Sie den Mittelpunkt mit einem Mausklick oder durch Eingabe von
Präzisionskoordinaten fest. Fahren Sie mit Schritt 5 fort.
ODER
Klicken Sie auf die Schaltfläche Fixieren. Gehen Sie zu Schritt 7.
6. Verschieben Sie den Mauszeiger, um den Radius des Kreises dynamisch festzulegen
und klicken Sie, um den Kreis zu platzieren. Gehen Sie zu Schritt 10.
7. Klicken Sie, um den Mittelpunkt zu identifizieren.
8. Geben Sie im Feld Radius einen Radiuswert ein und drücken Sie die
EINGABETASTE.
8-58
Arbeiten mit Objekten
9. Fügen Sie den Kreis ein, indem Sie klicken.
10. Drücken Sie die ESC-Taste, um den Befehl zu beenden oder klicken Sie erneut, um
den Mittelpunkt für einen weiteren Kreis festzulegen und diesen zu platzieren.
So fügen Sie einen Kreis über den Durchmesser ein
1. Wählen Sie Einfügen > Objekt.
8
2. Wählen Sie in der Formatierungsleiste die Objektklasse aus.
3. Wählen Sie in der Pulldown-Liste die Option Über Kreis platzieren aus.
4. Wählen Sie in der Steuerung Kreis platzieren die Option Über Durchmesser aus.
5. Legen Sie den ersten Punkt des Durchmessers mit einem Mausklick fest.
6. Klicken Sie, um den zweiten Punkte des Durchmessers festzulegen und den Kreis zu
platzieren.
7. Beenden Sie den Befehl, indem Sie die ESC-Taste drücken oder gehen Sie zurück zu
Schritt 5, um einen weiteren Kreis zu platzieren.
So fügen Sie einen Kreis über 3 Punkte ein
1. Wählen Sie Einfügen > Objekt.
2. Wählen Sie in der Formatierungsleiste die Objektklasse aus.
3. Wählen Sie in der Pulldown-Liste die Option Über Kreis platzieren aus.
4. Wählen Sie in der Steuerung Kreis platzieren die Option Über 3 Punkte aus.
5. Legen Sie den ersten Punkt auf dem Kreisumfang durch einen Mausklick fest.
6. Klicken Sie, um den zweiten Punkt auf dem Kreisumfang festzulegen.
7. Klicken Sie, um den dritten Punkt auf dem Kreisumfang festzulegen und den Kreis zu
platzieren.
8. Beenden Sie den Befehl, indem Sie die ESC-Taste drücken oder gehen Sie zurück zu
Schritt 5, um einen weiteren Kreis zu platzieren.
8-59
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Konstruktionshilfen
Sie können Konstruktionshilfen verwenden, um die Befehle zum Platzieren und Bearbeiten
wie Objekt einfügen, Geometrie fortsetzen, Geometrie neu digitalisieren, Objekt
teilen und Geometrie bearbeiten effektiver zu nutzen. Die Konstruktionshilfen bieten
Ihnen die Möglichkeit, Geometrie über eine bestimmte Methode zu berechnen oder zu
erstellen und während der Platzierung oder Bearbeitung zu verwenden, ohne den
Platzierungs- oder Bearbeitungsbefehl beenden und Ihren Arbeitsablauf unterbrechen zu
müssen. Nach Verwendung einer Konstruktionshilfe kehren Sie zu dem Befehl zurück, von
dem aus die Konstruktionshilfe aufgerufen wurde, damit Sie Ihren Arbeitsablauf zum
Platzieren oder Bearbeiten fortsetzen können.
Beispiel: Sie wollen beim Platzieren eines Linienobjekts den nächsten Punkt in einer
bestimmten Entfernung in horizontaler und vertikaler Richtung von einer festgelegten
Position platzieren. Hierzu können Sie während des Befehls Objekt einfügen die
Konstruktionshilfe Delta-x und Delta-y vom Ausgangspunkt aufrufen, um einen solchen
Punkt zu erstellen und anschließend mit der normalen Platzierung für ein Linienobjekt
fortfahren.
Einige Konstruktionshilfen werden (falls für den Befehl geeignet) automatisch von dem
Befehl wiederholt, ohne dass Sie diese manuell über das Kontextmenü oder das
Tastenkürzel erneut aufrufen müssen. So ist es beispielsweise beim Befehl Objekt
einfügen sinnvoll, die Konstruktionshilfe Delta-x und Delta-y vom Ausgangspunkt
solange zu wiederholen, bis Sie ein bestimmtes Objekt oder Teil eines Objekts
fertiggestellt haben. Der Befehl Geometrie bearbeiten wiederholt die Konstruktionshilfe
jedoch nicht automatisch, da es gewöhnlich nicht sinnvoll ist, die x-/y-Position eines
Stützpunktes mehrmals zu ändern.
Ein Großteil der Funktionalität der Platzierungs- und Bearbeitungsbefehle ist als
Konstruktionshilfen implementiert, die Ihnen während des Digitalisierens über das
Kontextmenü sowie Tastenkürzel jederzeit zur Verfügung stehen. Die Tastenkürzel sind
neben den entsprechenden Konstruktionshilfen im Kontextmenü aufgelistet. Die
Konstruktionshilfen leiten Sie mithilfe von Aufforderungen und in einigen Fällen
andockbaren Steuerungen durch den Arbeitsablauf der jeweiligen Konstruktionshilfe.
Wenn Sie eine Konstruktionshilfe verwenden, können Sie sie über die Optionen im
Kontextmenü abbrechen oder gegebenenfalls einen Schritt im Arbeitsablauf zurückgehen.
Die im Kontextmenü verfügbaren Konstruktionshilfen sind vom platzierten Objekt und
dem gegenwärtigen Platzierungsschritt abhängig.
8-60
Arbeiten mit Objekten
Die folgenden Beispiele beschreiben die Funktion der Konstruktionshilfen bei deren
Verwendung mit dem Befehl Objekt einfügen:
x und y — Erstellt einen Punkt an der festgelegten Position (x/y), indem Sie einen x- bzw.
Rechtswert und einen y- bzw. Hochwert (Projektion) oder einen Längengrad und
Breitengrad (Geographisch) eingeben. Sie können den Rechts- und/oder Hochwert (oder
Längengrad und/oder Breitengrad) ändern, und es wird ein Punkt dynamisch im
Kartenfenster dargestellt, um die angegebene Position anzuzeigen. Sie können dann in das
Kartenfenster klicken oder die EINGABETASTE drücken, um den Punkt an den Befehl
weiterzuleiten. Diese Konstruktionshilfe beachtet die Einstellungen auf der Registerkarte
Einheiten und Formate des Dialogfelds GeoWorkspace-Koordinatensystem.
(Tastenkürzel "X")
Siehe hierzu die Online-Hilfe.
Delta-x und Delta-y — Erstellt einen Punkt in den angegebenen Entfernungen, in
horizontaler und vertikaler Richtung vom zuletzt mit diesem Befehl digitalisierten Punkt.
Sie können die Werte für Entfernung ändern, und es wird ein Punkt dynamisch im
Kartenfenster dargestellt, um die angegebenen Entfernungen vom letzten Punkt
anzuzeigen. Sie können dann in das Kartenfenster klicken oder die EINGABETASTE
drücken, um den Punkt an den Befehl weiterzuleiten. (Tastenkürzel "Y")
8-61
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Delta-x und Delta-y vom Ausgangspunkt — Erstellt einen Punkt in den angegebenen
Entfernungen, in horizontaler und vertikaler Richtung von einer festgelegten Position. Sie
können die Werte für Entfernung ändern, und es wird ein Punkt dynamisch im
Kartenfenster dargestellt, um die angegebenen Entfernungen von der Referenzposition
anzuzeigen. Sie können dann in das Kartenfenster klicken oder die EINGABETASTE
drücken, um den Punkt an den Befehl weiterzuleiten. (Tastenkürzel "P")
Entfernung und Richtung — Erstellt einen Punkt in der angegebenen Entfernung und
Richtung vom zuletzt mit diesem Befehl digitalisierten Punkt. Sie können die Werte für
Entfernung und Richtung ändern, und es wird ein Punkt dynamisch im Kartenfenster
dargestellt, um die angegebene Entfernung und Richtung vom letzten Punkt anzuzeigen.
Sie können dann in das Kartenfenster klicken oder die EINGABETASTE drücken, um den
Punkt an den Befehl zu übergeben. (Tastenkürzel "D")
Wenn der aktuelle Befehl nur einen Punkt liefert (z.B. wenn beim Befehl Objekt einfügen
nur ein Punkt digitalisiert wurde oder beim Bearbeiten eines Stützpunktes mit dem Befehl
Geometrie bearbeiten), stehen zum Festlegen der Richtung zwei Optionen zur Auswahl:
Azimut und Richtung. Wenn der Befehl jedoch eine Geometrie mit mindestens zwei
Punkten liefert (wenn z.B. zwei weitere Punkte, die mit dem Befehl Objekt einfügen
digitalisiert wurden), können Sie die Richtung außerdem über den Richtungswinkel
festlegen. Der Richtungswinkel ist der Winkel relativ zum letzten (vorherigen)
Liniensegment, das vom vorletzten Punkt bis zum letzten Punkt der vom Befehl gelieferten
Geometrie gebildet wird. Die Azimuteinstellung für Richtung (Im Uhrzeigersinn,
Entgegen Uhrzeigersinn) auf der Registerkarte Einheiten und Formate des Dialogfelds
GeoWorkspace-Koordinatensystem legt fest, ob der positive Richtungswinkel im
Verhältnis zum letzten Liniensegment im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn
verläuft.
8-62
Arbeiten mit Objekten
Entfernung und Richtung vom Ausgangspunkt — Erstellt einen Punkt in der
angegebenen Entfernung und Richtung von einer festgelegten Position. Zum Festlegen der
Richtung stehen zwei Optionen zur Auswahl: Azimut und Richtung. Sie können die
Werte für Entfernung und Richtung ändern. Außerdem wird ein Punkt dynamisch im
Kartenfenster dargestellt, um die angegebene Entfernung und Richtung von der
vorgegebenen Referenzposition anzuzeigen. Sie können dann in das Kartenfenster klicken
oder die EINGABETASTE drücken, um den Punkt an den Befehl zu übergeben. Sie
können diese Konstruktionshilfe beispielsweise beim Platzieren eines Flurstückobjekts
verwenden, wenn Ihnen bekannt ist, dass sich der nächste Stützpunkt in einem
Richtungswinkel von 40Gon und in einem Abstand von 30 Metern von der Ecke eines
anderen Flurstücks befindet. (Tastenkürzel "M")
Entfernung entlang Objekt — Hier können Sie ausgehend von einem Fangpunkt die
Entfernung entlang einem Objekt eingeben, in der ein Punkt platziert werden soll. Die
angezeigte Maßeinheit wird den Einstellungen auf der Registerkarte Einheiten und
Formate des Dialogfelds GeoWorkspace-Koordinatensystem entnommen. Sie können
die Richtung entlang dem Objekt ändern, indem Sie auf die Schaltfläche Richtung
wechseln klicken. (Tastenkürzel "G")
Schnitt Entfernung/Entfernung — Erstellt einen Punkt am Schnittpunkt von zwei von
verschiedenen Positionen ausgehenden bestimmten Entfernungen, unabhängig davon, ob
die Positionen an vorhandene Objekte gesnappt sind. Bei dieser Konstruktionshilfe
definieren Sie zwei überlappende Kreise. Anschließend wird eine Punktgeometrie an
einem der zwei Schnittpunkte der beiden Kreise zurückgegeben. Dieser Schnittpunkt wird
im allgemeinen als Schnitt - Entfernung/Entfernung bezeichnet: zwei feste Punkte und
zwei Entfernungen von jedem der Punkte beschreiben zwei sich schneidende Kreise.
8-63
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie definieren jeden Kreis durch einen Ursprungspunkt, indem Sie mit dem Mauszeiger in
das Kartenfenster (möglicherweise während Sie ein vorhandenes Objekt ansnappen)
klicken oder indem Sie Präzisionseingaben in die Formatierungsleiste
Präzisionskoordinaten vornehmen. Sie legen dann den Radius des Kreises durch Ziehen
des Mauszeigers oder durch Eingabe des Radiuswertes fest. Vektor- und
Rasterfangfunktionen werden beim Platzieren von Kreisursprüngen und Festlegen von
Radien beachtet. Der Schnittpunkt wird anschließend ausgewählt und an den Befehl
weitergeleitet, indem Sie mit der Maus innerhalb des Lokalisierbereichs des gewünschten
Schnittpunktes klicken. (Tastenkürzel "I")
Die andockbare Steuerung dieser Konstruktionshilfe verfügt über die zwei Schaltflächen
Fixieren, mit denen Sie die in die beiden Felder Distanz eingegebenen Werte fixieren
können. Bei eingedrückter Schaltfläche ist das entsprechende Feld aktiviert und der darin
enthaltene Entfernungswert wird zum Erstellen des Kreises verwendet. In diesem Fall
ändert sich der Radius nicht, wenn Sie den Mauszeiger verschieben. Der Kreis behält den
im Feld festgelegten Radius bei, ohne die Mauszeigerposition zu beachten. Ist die
Schaltfläche Fixieren nicht eingedrückt, ändert sich der Radius des Kreises dynamisch mit
dem Verschieben des Mauszeigers. Die Schaltflächen sind standardmäßig eingedrückt
(fixiert).
8-64
Arbeiten mit Objekten
Schnitt Richtung/Richtung — Erstellt einen Punkt am Schnittpunkt von zwei von
verschiedenen Positionen ausgehenden in bestimmten Richtungen verlaufenden Linien,
unabhängig davon, ob die Positionen an vorhandene Objekte gesnappt sind. Sie können die
Richtungswerte für die zwei Richtungslinien ändern, bis diese sich schneiden und dann in
das Kartenfenster klicken oder die EINGABETASTE drücken, um den Punkt an den
Befehl zu übergeben. Sie definieren jede Richtungslinie durch einen Ursprungspunkt,
indem Sie mit dem Mauszeiger in das Kartenfenster (möglicherweise während Sie ein
vorhandenes Objekt ansnappen) klicken, oder indem Sie Präzisionseingaben in die
Formatierungsleiste Präzisionskoordinaten vornehmen. (Tastenkürzel
"UMSCHALTTASTE+I")
Richtungswinkel — Legt einen Platzierungswinkel in der andockbaren Steuerung Winkel
fest. Diese Konstruktionshilfe beschränkt die dynamische Mauszeigerposition auf einen
einzelnen Richtungswinkel im Verhältnis zum letzten Liniensegment. Der eingegebene
Wert muss zwischen -360 und 360 Grad (oder entsprechender Wert in der aktuellen
Einheit) liegen. Diese Konstruktionshilfe ist nur dann verfügbar, wenn mindestens ein
Liniensegment digitalisiert wurde. (Tastenkürzel "F")
Azimut — Beschränkt die Platzierung von Linien- und Flächengeometrien auf einen
absoluten Azimutwinkel. Sie geben den entsprechenden Winkel in der Steuerung Azimut
ein. Der Standardwinkel ist 0. (Tastenkürzel "Z")
Richtung — Beschränkt die Platzierung von Linien- und Flächengeometrien auf einen
absoluten Richtungswinkel. Sie geben den entsprechenden Winkel in der Steuerung
Richtung ein. Der Standardwinkel ist 0. (Tastenkürzel "B")
8-65
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Parallel zu — Erstellt einen Punkt, der ausgehend vom letzten digitalisierten Punkt ein
Segment erstellt, das parallel zu einem bestimmten Objekt verläuft oder, wenn es sich bei
dem Segment um einen Bogen handelt, parallel zur Tangente an dem Punkt, an dem Sie
das Objekt ausgewählt haben. Der Endpunkt des parallelen Segments wird beim
Verschieben des Mauszeigers dynamisch im Kartenfenster dargestellt, um die angegebene
Position anzuzeigen. Sie können dann in das Kartenfenster klicken, um den Punkt an den
Befehl weiterzuleiten. (Tastenkürzel "UMSCHALTTASTE+L")
Senkrecht zu — Digitalisiert das nächste Segment eines Objekts senkrecht zu einem
anderen Objekt. Nach Auswahl dieses Modus werden Sie aufgefordert, das Objekt (kein
Punktobjekt) auszuwählen, zu dem das Segment senkrecht verlaufen soll. Sie können zu
einem Bogen snappen, um den nächsten Stützpunkt senkrecht zur Tangente des Bogens im
Fangpunkt zu platzieren. Das Segment wird dynamisch am Mauszeiger angezeigt. Sie
können jetzt jedes Objekt entlang der senkrechten Verlängerung ansnappen (der Stützpunkt
snappt nicht automatisch zum ausgewählten Objekt). Nach Platzierung des Segments
kehren Sie zu dem Befehl zurück, von dem aus die Konstruktionshilfe aufgerufen wurde,
damit Sie Ihren Arbeitsablauf zum Platzieren oder Bearbeiten fortsetzen können. Diese
Konstruktionshilfe ist erst dann verfügbar, wenn Sie mindestens einen Punkt digitalisiert
haben. (Tastenkürzel "UMSCHALTTASTE+T")
Senkrecht von — Digitalisiert das nächste Segment eines Objekts senkrecht von einem
anderen Objekt. Diese Konstruktionshilfe ist erst dann verfügbar, wenn Sie mindestens
einen Punkt digitalisiert haben und der zuletzt digitalisierte Punkt an ein vorhandenes
Objekt gesnappt wurde. Sie können von einem Bogen snappen, um den nächsten
Stützpunkt senkrecht zur Tangente des Bogens im Fangpunkt zu platzieren. Der Bogen
oder das Segment wird dynamisch am Mauszeiger angezeigt, und der nächste Stützpunkt
wird ausgehend vom derzeit angesnappten Objekt im Winkel von 90 Grad dargestellt.
(Tastenkürzel "UMSCHALTTASTE+F")
8-66
Arbeiten mit Objekten
Vorhandene Geometrie digitalisieren — Digitalisiert das nächste Segment eines Objekts
unter Verwendung von bereits vorhandener Geometrie. Dies ist hilfreich, wenn zwei
Objekte den Umring oder einen Teil des Umring gemeinsam haben, da sie nicht alle
Grenzlinien zwischen den Objekten neu digitalisieren müssen. Sie können auf zwei Punkte
entlang der bestehenden Geometrie klicken, um alle Stützpunkte zwischen diesen Punkten
auf das neu platzierte Objekt zu kopieren. Damit werden saubere Eingaben ohne
Ungenauigkeiten oder Lücken gewährleistet. (Tastenkürzel "U")
Diese Konstruktionshilfe unterscheidet sich von der Option Beim Digitalisieren
vorhandene Geometrie verwenden auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten des
Dialogfelds Optionen in zwei wichtigen Aspekten:
•
Der temporäre Platzierungsmodus ist nur für den als nächstes zu platzierenden
Stützpunkt aktiv. Anschließend wird der vorherige Platzierungsmodus wieder aktiviert.
Wenn diese Option aktiviert ist, wird sie bei jedem angesnappten Stützpunkt
verwendet. Sie müssen die Option abschalten, um sie zu deaktivieren.
•
Die Konstruktionshilfe Vorhandene Geometrie digitalisieren hebt bei jeder
Mausbewegung die Geometrie zwischen dem letzten Stützpunkt und dem
Mauszeigerfangpunkt hervor. Dadurch wird die Darstellung von Geometrie mit vielen
Stützpunkten möglicherweise erheblich verzögert. Der temporäre Platzierungsmodus
hebt die Geometrie einmal zwischen dem ersten und zweiten Punkt hervor (sobald der
zweite Punkt eingegeben wurde) und erhält die Markierung aufrecht, bis der dritte
Datenpunkt zum Akzeptieren der Geometrie eingegeben wird. Dadurch kann der
Mauszeiger ohne Darstellungsverzögerungen verschoben werden.
Abstand — Platziert ein Objekt in einem bestimmten Abstand von einem anderen Objekt.
Diese Konstruktionshilfe platziert ein temporäres Objekt in dem von Ihnen in der
andockbaren Steuerung Abstand festgelegten Abstand von einem von Ihnen ausgewählten
Objekt. Sie können dann die Option Beim Digitalisieren vorhandene Geometrie
verwenden auf der Symbolleiste Optionen bzw. auf der Registerkarte Platzieren und
Bearbeiten im Dialogfeld Optionen aktivieren, um auf schnelle Weise das gesamte oder
einen Teil des temporären Objekts zum Erstellen eines neuen Objekts zu verwenden.
(Tastenkürzel "UMSCHALTTASTE+O")
Orthogonal — Digitalisiert ein senkrecht zum vorherigen Segment verlaufendes
Liniensegment. Der Endpunkt des senkrechten Segments wird beim Verschieben des
Mauszeigers dynamisch im Kartenfenster dargestellt, um die angegebene Position
anzuzeigen. Nach Platzierung des Punktes kehren Sie zu dem Befehl zurück, von dem aus
die Konstruktionshilfe aufgerufen wurde, damit Sie Ihren Arbeitsablauf zum Platzieren
oder Bearbeiten fortsetzen können. (Tastenkürzel "H")
8-67
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Orthogonal schließen — Fügt ein orthogonales Objekt ein, indem das letzte Segment
senkrecht zum ersten platziert wird, das zum Schließen der Geometrie getrimmt oder
verlängert werden kann. Der getrimmte oder verlängerte Abschnitt des ersten Segments der
Geometrie sowie die Projektionslinie des letzten auf das erste Segment projizierten Punktes
der Geometrie werden dynamisch angezeigt, um vor dem Akzeptieren das Ergebnis dieses
Vorgangs darzustellen. (Tastenkürzel "O")
Es folgen einige Beispielarbeitsabläufe für die Verwendung der Konstruktionshilfen:
Entfernung und Richtung
Mit der Konstruktionshilfe Entfernung und Richtung können Sie eine relative
Platzierung des nächsten Stützpunktes in einer angegebenen Richtung und Entfernung von
einer bekannten Position vornehmen. Sie können diesen Befehl z.B. beim Platzieren eines
Flurstückobjekts verwenden, wenn Ihnen bekannt ist, dass sich der nächste Stützpunkt in
einem Richtungswinkel von 40Gon und in einem Abstand von 30 Metern von der Ecke
eines anderen Flurstücks befindet.
Sie geben die Distanz, Richtung (Entfernung/Richtung und Entfernung/Azimut) oder den
Richtungswinkel in die entsprechenden Felder der andockbaren Steuerung Entfernung
und Richtung ein. Als erstes platzieren Sie mit einem Mausklick (angesnappt an ein
Objekt oder im freien Raum) oder über Präzisionseingabe einen Ausgangspunkt. Daraufhin
wird der Ausgangspunkt dynamisch dargestellt. Anschließend geben Sie eine Entfernung
und eine Richtung in der Steuerung ein worauf der Punkt an der angegebenen Position
platziert wird.
8-68
Arbeiten mit Objekten
So fügen Sie ein Objekt im relativen Platzierungsmodus ein
1. Wählen Sie Einfügen > Objekt.
2. Wählen Sie eine Objektklasse zum Platzieren aus.
3. Digitalisieren Sie einige Stützpunkte.
4. Wählen Sie Entfernung und Richtung im Kontextmenü.
5. Platzieren Sie einen temporären Punkt, indem Sie klicken oder Koordinaten in der
Formatierungsleiste Präzisionskoordinaten eingeben.
6. Ändern Sie das Koordinatenformat in der Steuerung Entfernung und Richtung auf
Entfernung/Azimut oder Entfernung/Richtung.
7. Geben Sie in der Formatierungsleiste Präzisionskoordinaten Werte für die
Entfernung und Richtung ein.
Ein Segment verbindet den zuletzt platzierten Punkt mit dem in angegebener
Entfernung und Richtung zum temporären Punkt liegenden Punkt.
Siehe Abschnitt "Präzisionseingaben" in diesem Kapitel.
Entfernung entlang Objekt
Im Modus Entfernung entlang Objekt können Sie eine Position ansnappen, die in
angegebener Entfernung entlang eines Objekts liegt. Sie können diese Konstruktionshilfe
z.B. beim Digitalisieren eines Flurstück einsetzen, wenn Ihnen bekannt ist, dass sich der
nächste Stützpunkt in einem Abstand von 20 Metern von der Ecke des Flurstücks auf der
Grenzlinie eines anderen Flurstücks befindet. Geben Sie als erstes in der Steuerung
Entfernung entlang Objekt eine Distanz ein und stellen Sie den Mauszeiger am
Ursprungspunkt über das Objekt.
Das Objekt wird dynamisch vom zuletzt platzierten Stützpunkt in angegebener Entfernung
entlang des Objekts bis zum aktuellen Mauszeigerfangpunkt gezeichnet.
Platzieren Sie den nächsten Punkt 20 m von der Ecke des Flurstücks.
Wenn die Entfernung die Länge des Objekts oder den Umfang einer Fläche überschreitet,
erfolgt keine dynamische Anzeige. Das Objekt wird in Richtung der Digitalisierung
hervorgehoben, es sei denn die Linie ist in dieser Richtung zu kurz.
8-69
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Die Richtung kann jedoch mit der Schaltfläche Richtung wechseln in der Steuerung oder
durch drücken der TABULATORTASTE geändert werden. Sie brauchen nicht den
Anfangs- oder Endpunkt des Objekts anzusnappen, sondern können auf einen beliebigen
Stützpunkt oder den Mittenpunkt des Objekts snappen. Die Konstruktionshilfe Entfernung
entlang Objekt kann nicht zusammen mit der Vektorfangfunktion Auf Element
verwendet werden.
So fügen Sie ein Objekt im relativen Platzierungsmodus ein
1. Wählen Sie Einfügen > Objekt.
2. Wählen Sie eine Objektklasse zum Platzieren aus.
3. Platzieren Sie den ersten Punkt.
4. Platzieren Sie den zweiten Punkt.
5. Wählen Sie Entfernung entlang Objekt im Kontextmenü.
6. Geben Sie im Feld Distanz der Steuerung Entfernung entlang Objekt einen
entsprechenden Wert ein.
7. Geben Sie die Ursprungsposition an, indem Sie den Mauszeiger über ein Objekt
bewegen, entlang dem der nächste Punkt in einer bestimmten Entfernung platziert
werden soll.
Das Objekt wird dynamisch vom zuletzt platzierten Punkt in angegebener Entfernung
entlang des Objekts bis zum aktuellen Mauszeigerfangpunkt gezeichnet.
8-70
Arbeiten mit Objekten
8. Verschieben Sie den Mauszeiger entlang des Objekts.
Das dynamische Segment, das den zuletzt platzierten Punkt mit dem in festgelegter
Entfernung vom Flächenobjekt liegenden Punkt verbindet, wird zusammen mit dem
Mauszeiger verschoben.
9. Klicken Sie in der Steuerung auf die Schaltfläche Richtung wechseln oder drücken
Sie die TABULATORTASTE, um die entgegengesetzte hervorzuheben.
10. Klicken Sie, um die Richtung festzulegen und zu akzeptieren.
Das Steuerelement wird geschlossen und Sie kehren zum Modus zurück, der vor
Auswahl der Option aktiv war.
ODER
Wenn sich mehrere Objekte im Lokalisierbereich des Mauszeigers befinden, wird
PickQuick (Auslassungspunkte) neben dem Mauszeiger eingeblendet. Gehen Sie zu
Schritt 11.
11. Klicken Sie, um das Dialogfeld PickQuick einzublenden.
12. Verschieben Sie den Mauszeiger über eine Zahl im Dialogfeld PickQuick, um ein
Objekt auszuwählen.
Das Objekt wird dynamisch vom zuletzt platzierten Punkt in angegebener Entfernung
entlang des entsprechenden, ausgewählten Objekts bis zum aktuellen
Mauszeigerfangpunkt gezeichnet.
13. Klicken Sie auf die ausgewählte Zahl im Dialogfeld PickQuick, um den nächsten
Stützpunkt in der angegebenen Entfernung und Richtung entlang des entsprechenden,
ausgewählten Objekts zu platzieren.
Das Dialogfeld PickQuick und die andockbare Steuerung Entfernung entlang
Objekt werden ausgeblendet und Sie kehren zu dem Modus zurück, der aktiv war,
bevor die Konstruktionshilfe Entfernung entlang Objekt gewählt wurde.
8-71
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Senkrechte Platzierung
Im senkrechten Platzierungsmodus können Sie das nächste Segment eines Objekts im
rechten Winkel von oder zu einem anderen Objekt platzieren. Bei dieser Methode können
Sie von einem Bogen aus snappen, um den nächsten Stützpunkt senkrecht von oder zur
Tangente des Bogens im Fangpunkt zu platzieren.
Bei der Konstruktionshilfe Senkrecht zu werden Sie aufgefordert, das Objekt (kein
Punktobjekt) auszuwählen, zu dem das Segment senkrecht verlaufen soll. Das Segment
wird dynamisch am Mauszeiger in einem Winkel von 90 Grad zum ausgewählten Objekt
angezeigt.
Sie können jetzt jedes Objekt entlang der senkrechten Verlängerung ansnappen (der
Stützpunkt snappt nicht automatisch zum ausgewählten Objekt). Hierbei können Sie
SmartSnap verwenden. Der senkrechte Platzierungsmodus wird beendet, sobald der Punkt
platziert ist.
Die Konstruktionshilfe Senkrecht von ist nur dann verfügbar, wenn der letzte Stützpunkt
gegenwärtig zu einem Objekt gesnappt ist, das kein Punktobjekt ist. Das nächste Segment
wird dynamisch am Mauszeiger angezeigt, und der nächste Stützpunkt wird ausgehend
vom derzeit angesnappten Objekt im Winkel von 90 Grad dargestellt.
Sie können die Konstruktionshilfe Senkrecht von an jedem Kantenpunkt verwenden, bei
dem es sich nicht um einen Eckpunkt handelt. Für Eckpunkt und Endpunkte sollten Sie
jedoch die Konstruktionshilfe Senkrecht zu verwenden. Wechseln Sie nachdem Sie den
ersten Punkt an der Ecke der beiden Kanten digitalisiert haben zur Konstruktionshilfe
Senkrecht zu, und legen Sie dann fest, von bzw. zu welcher Kante senkrecht digitalisiert
werden soll. Sie können die Konstruktionshilfe Senkrecht von in Fällen verwenden, bei
denen das ausgewählte Segment ersichtlich ist, und sich auf diese Weise einen Mausklick
ersparen.
So fügen Sie ein Objekt im Modus Senkrecht ein
1. Wählen Sie Einfügen > Objekt.
2. Wählen Sie eine Objektklasse, die die zu platzierende Linien- oder Flächengeometrie
enthält.
3. Digitalisieren Sie einige Stützpunkte.
4. Wählen Sie Senkrecht zu im Kontextmenü aus.
5. Wählen Sie den Stützpunkt aus, zu dem das Objekt senkrecht verlaufen soll.
Der nächste Stützpunkt wird dynamisch in einem Winkel von 90 Grad zum
ausgewählten Stützpunkt gezeichnet.
6. Bewegen Sie den Mauszeiger in den Fangfunktionsbereich des Objekts, zu dem das
Objekt senkrecht verlaufen soll.
8-72
Arbeiten mit Objekten
7. Klicken Sie, um den nächsten Stützpunkt im rechten Winkel zum ausgewählten
Stützpunkt zu platzieren.
8. Digitalisieren Sie einige weitere Segmente.
9. Snappen Sie ein Objekt (kein Punktobjekt) an.
10. Wählen Sie Senkrecht von im Kontextmenü aus.
11. Verschieben Sie den Mauszeiger.
Das nächste Segment wird dynamisch gezeichnet. Es ist auf einen Winkel von 90 Grad,
ausgehend vom in Schritt 8 angesnappten Segment beschränkt.
12. Klicken Sie, um den Stützpunkt zu platzieren.
Das Segment wird im rechten Winkel platziert, und Sie kehren zum vorherigen Modus
zurück.
Hinweis: Sie können den senkrechten Modus über das Kontextmenü abbrechen, ohne ein
Segment zu platzieren.
Beim Digitalisieren vorhandene Geometrie verwenden
Mit der Konstruktionshilfe Vorhandene Geometrie digitalisieren können Sie das nächste
Segment eines Objekts unter Verwendung von bereits vorhandener Geometrie
digitalisieren. Dies ist hilfreich, wenn zwei Objekte alle oder einen Teil eines Umrings
gemeinsam haben, da sie nicht alle Grenzlinien zwischen den Objekten neu digitalisieren
müssen.
So fügen Sie ein Objekt mithilfe vorhandener Geometrie ein
1. Wählen Sie Einfügen > Objekt.
2. Wählen Sie eine Objektklasse zum Platzieren aus.
3. Platzieren Sie einen Punkt auf einem Linien- oder Flächenobjekt.
4. Wählen Sie Vorhandene Geometrie digitalisieren im Kontextmenü aus und
platzieren Sie anschließend den nächsten Punkt.
Wenn der vorherige Stützpunkt an ein einzelnes Objekt gesnappt ist, wird das Objekt
hervorgehoben. Gehen Sie zu Schritt 6. Andernfalls ist der vorherige Stützpunkt an
mehrere Objekte gesnappt, woraufhin das Dialogfeld PickQuick eingeblendet wird.
5. Wählen Sie das Objekt, dessen Geometrie verwendet werden soll.
Das ausgewählte Objekt wird markiert.
8-73
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
6. Platzieren Sie den nächsten Punkt auf dem markierten koinzidenten Objekt.
Der Punkt wird auf das koinzidente Objekt beschränkt und die Geometrie vom ersten
zum zweiten Punkt wird markiert.
7. Drücken Sie die TABULATORTASTE, um zum gewünschten Pfad zu wechseln, falls
es sich bei der koinzidenten Geometrie um eine Fläche handelt.
Der andere Pfad (vom zweiten zum ersten Punkt) wird markiert.
8. Klicken Sie auf einen anderen Punkt, um die markierte Geometrie zu akzeptieren.
9. Kehren Sie zu Schritt 3 oder 4 zurück oder platzieren Sie weitere Punkte.
Abstand verwenden
Die Konstruktionshilfe Abstand ist besonders hilfreich, wenn Sie ein Objekt in einer
bestimmten Entfernung parallel zu einem vorhandenen Objekt platzieren wollen. So
können Sie beispielsweise eine Versorgungsleitung in einem Abstand von 20 Metern zu
einer Grundstücksgrenze digitalisieren. Im Abstandsmodus wird ein temporäres Objekt im
angegebener Entfernung vom markierten Objekt platziert. Sie können dann die Option
Beim Digitalisieren vorhandene Geometrie verwenden auf der Symbolleiste Optionen
bzw. auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten im Dialogfeld Optionen
verwenden, um auf schnelle Weise das gesamte oder einen Teil des temporären Objekts
zum Erstellen eines neuen Objektes zu verwenden.
Der Abstandsmodus bleibt solange aktiv, bis Sie ihn ausschalten. Das temporäre Objekt
wird gelöscht, sobald Sie den Abstandsmodus deaktivieren. Bei aktiviertem
Abstandsmodus stehen sämtliche SmartSnap-Fangfunktionen und alle Platzierungs- und
Bearbeitungsbefehle zur Verfügung, um das temporäre Objekt zu bearbeiten.
So digitalisieren Sie im Abstand
1. Wählen Sie Einfügen > Objekt.
2. Wählen Sie die Objektklasse des Objekts aus, das Sie platzieren wollen..
3. Wählen Sie den gewünschten Platzierungsmodus.
4. Wählen Sie die Konstruktionshilfe Abstand im Kontextmenü aus.
5. Geben Sie in der andockbaren Steuerung einen Abstandswert ein.
8-74
Arbeiten mit Objekten
6. Wählen Sie das vorhandene Objekt aus, zu dem der Abstand gehalten werden soll
(Linie A in der Abbildung).
Ein temporäres Abstandsobjekt wird im angegebenen Abstand um das markierte
Objekt herum dargestellt.
8
7. Wählen Sie Vorhandene Geometrie digitalisieren im Kontextmenü aus.
8. Snappen Sie auf den ersten und den letzten Punkt des temporären Objekts, um es in das
neue Objekt zu kopieren.
9. Drücken Sie die ESC-Taste, um die andockbare Steuerung auszublenden und die
Konstruktionshilfe Abstand zu beenden.
10. Digitalisieren Sie jetzt wie gewohnt, ohne Abstandsmodus weiter.
11. Wählen Sie die Konstruktionshilfe Abstand im Kontextmenü, um den Abstandsmodus
wieder einzuschalten.
Im Feld Abstandslänge wird der zuvor eingegebene Abstand angezeigt.
12. Wählen Sie Linie C.
8-75
Arbeiten mit GeoMedia Professional
13. Verwenden Sie wiederum Vorhandene Geometrie digitalisieren im Kontextmenü aus,
um den ersten und letzten Punkt des temporären Objekts anzusnappen und es in das
neue Objekt zu kopieren.
14. Beenden Sie den Digitalisiervorgang mit einem Doppelklick.
Einfügen von orthogonalen Objekten
Mit der Konstruktionshilfe Orthogonal schließen im Kontextmenü können Sie ein
orthogonales Objekt einfügen, indem das letzte Segment senkrecht zum ersten platziert
wird, das zum Schließen der Geometrie getrimmt oder verlängert werden kann. Der
getrimmte oder verlängerte Abschnitt des ersten Segments der Geometrie sowie die
Projektionslinie des letzten auf das erste Segment projizierten Punktes der Geometrie
werden dynamisch angezeigt, um vor dem Akzeptieren das Ergebnis dieses Vorgangs
darzustellen.
Hinweis: Sie finden die Konstruktionshilfe Orthogonal schließen auf den Kontextmenüs
der Befehle Objekt einfügen und Geometrie fortsetzen, jedoch nicht im Kontextmenü
des Befehls Geometrie neu digitalisieren.
So fügen Sie orthogonale Objekte ein
1. Wählen Sie Objekt einfügen.
2. Wählen Sie eine Objektklasse zum Platzieren aus.
3. Wählen Sie auf der Formatierungsleiste Objekt einfügen den Platzierungsmodus
Platzierung über Punkte.
4. Digitalisieren Sie ein Liniensegment (Nr. 1 in Abbildung 1).
5. Wählen Sie einen der Bogenplatzierungsmodi und digitalisieren Sie einen Bogen (Nr.
2 in Abbildung 1).
6. Wählen Sie den Platzierungsmodus Platzierung über Punkte und digitalisieren Sie
dann ein Liniensegment (Nr. 3 in Abbildung 1).
8-76
Arbeiten mit Objekten
7. Wählen Sie Orthogonal schließen im Kontextmenü aus.
Der Projektionspunkt (P in Abbildung 1) wird berechnet, indem der letzte Punkt der
Geometrie auf das erste Segment der Geometrie projiziert wird. Anschließend werden
zwei Linien erstellt, indem der Projektionspunkt mit dem letzten Punkt sowie mit dem
ersten Punkt verbunden wird. Diese beiden Linien werden dynamisch angezeigt
(Strichlinie in Abbildung 1), um aufzuzeigen was durch den Vorgang Orthogonal
schließen hinzugefügt oder abgeschnitten wird.
8. Klicken Sie, um den Vorgang zu akzeptieren.
Die Geometrie wird geschlossen (Abbildung 2).
Verwenden des Kontextmenüs
Wenn Sie während des Digitalisierens mit der rechten Maustaste klicken, wird das
Kontextmenü Objekt einfügen aufgerufen. In diesem Menü stehen Ihnen eine Reihe von
Konstruktionshilfen und temporären Platzierungsmodi zur Verfügung, mit denen Sie den
aktuellen Platzierungsmodus während der Platzierung des nächsten Stützpunktes aufheben
und den ausgewählten temporären Modus verwenden können. Nach Platzierung des
Stützpunktes, wird der aktuelle Platzierungsmodus wieder aufgenommen. Solange das
Kontextmenü eingeblendet wird, sind die dynamische Darstellung und automatische
Verschiebung deaktiviert. Wählen Sie einen Menüeintrag oder drücken Sie die ESC-Taste,
um das Menü zu schließen und zum dynamischen Modus zurückzukehren.
Das Kontextmenü enthält folgende Optionen:
Objekt beenden — Beendet ein Objekt.
Objekt abbrechen — Bricht das gegenwärtig digitalisierte Objekt ab. Wenn Sie
gegenwärtig kein Objekt digitalisieren, wird der Befehl Objekt einfügen abgebrochen.
Objektklasse auswählen — Bei dieser Option können Sie auf ein Objekt im Kartenfenster
klicken und so eine andere Objektklasse zum Platzieren auswählen, während der Befehl
aktiv ist. Nach Auswahl des Objekts wird die entsprechende Objektklasse im Feld
Objektklasse auswählen der Formatierungsleiste Objekt einfügen angezeigt und der
Befehl startet am Beginn des Vorgangs zum Digitalisieren eines neuen Objekts.
8-77
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Letzten Stützpunkt entfernen — Entfernt den letzten Stützpunkt des aktuellen
Digitalisiervorgangs.
<Konstruktionshilfen> — Eine Liste mit allen Konstruktionshilfen, die für das
ausgewählte Objekt in der aktuellen Phase des Digitalisiervorgangs verfügbar sind. Diese
Liste enthält lediglich die gegenwärtig zutreffenden Konstruktionshilfen.
Siehe hierzu den Abschnitt "Konstruktionshilfen" in diesem Kapitels.
Bogentangens — Digitalisiert eine Linie tangential zu einem Bogen und einen Bogen
tangential zu einer Linie oder einem Bogen.
Siehe hierzu den Abschnitt "Verwenden der Bogentangens" in diesem Kapitel.
Segmentlänge — Platziert ein Objekt nach einer bestimmten Länge.
Siehe hierzu den Abschnitt "Verwenden der Segmentlänge" in diesem Kapitel.
Die folgende Abbildung zeigt das Kontextmenü, wenn zwei oder mehr Punkte digitalisiert
wurden und der letzte Punkt an ein Objekt gesnappt ist.
Verwenden der Bogentangens
Mit der Option Bogentangens im Kontextmenü können Sie eine Linie tangential zu einem
Bogen und einen Bogen tangential zu einer Linie oder einem Bogen digitalisieren. Auf
diese Weise werden zwei aufeinander folgende Bogen oder ein auf eine Linie folgender
Bogen tangential platziert. Sie können zwischen diesem Platzierungsmodus (Häkchen
neben dem Eintrag Bogentangens) und dem regulären Platzierungsmodus (kein Häkchen
neben dem Eintrag Bogentangens) hin- und herschalten. Wenn Sie den Befehl Objekt
einfügen das erste Mal starten, ist die Option Bogentangens standardmäßig aktiviert.
8-78
Arbeiten mit Objekten
Das Segment bzw. der Bogen wird dynamisch am Mauszeiger angezeigt. Während der
dynamischen Anzeige der Tangentenlinie oder des Tangentenbogens können Sie jedes in
Tangentenrichtung liegende Objekt ansnappen.
Die Option Bogentangens erweist sich im Zusammenhang mit einer Konstruktionshilfe
hilfreich, wenn Sie einen Bogen tangential zum vorherigen Segment platzieren. So können
Sie beispielsweise die Konstruktionshilfe verwenden um den Endpunkt eines Bogens zu
ermitteln, der sich auf einer Linie befindet, die eine Tangente mit dem vorherigen Segment
bildet.
So platzieren Sie eine Linie oder einen Bogen mit der Option Bogentangens
1. Wählen Sie Objekt einfügen.
2. Wählen Sie eine Objektklasse zum Platzieren aus.
3. Wählen Sie auf der Formatierungsleiste Objekt einfügen den Platzierungsmodus
Platzierung über Punkte.
4. Digitalisieren Sie einige Liniensegmente.
5. Wählen Sie die Option Bogentangens im Kontextmenü aus.
6. Wählen Sie den Platzierungsmodus Bogen über Anfangspunkt, Endpunkt und
Punkt auf Bogen und verschieben Sie den Mauszeiger.
7. Klicken Sie, um den dynamisch angezeigten Tangentenbogen zu platzieren.
8. Verschieben Sie den Mauszeiger im Kartenfenster.
9. Klicken Sie, um den dynamisch angezeigten Tangentenbogen zu platzieren.
10. Wählen Sie den Platzierungsmodus Platzierung über Punkte.
11. Verschieben Sie den Mauszeiger im Kartenfenster.
12. Klicken Sie, um die dynamisch angezeigten Tangentenlinie zu platzieren.
13. Wählen Sie den Befehl Bogentangens im Kontextmenü, um diesen Modus zu
deaktivieren.
14. Wählen Sie den Platzierungsmodus Bogen über Anfangspunkt, Endpunkt und
Punkt auf Bogen.
15. Digitalisieren Sie einen regulären Bogen im Platzierungsmodus Bogen über
Anfangspunkt, Endpunkt und Punkt auf Bogen.
8-79
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Verwenden der Segmentlänge
Mit der Option Segmentlänge im Kontextmenü können Sie mithilfe der andockbaren
Steuerung Segmentlänge Objekte über eine Länge platzieren. Bei ausgeschalteter Option
Fixieren (Schaltfläche ist nicht eingedrückt) ist das Feld Länge deaktiviert und wird
automatisch mit der Länge des dynamisch erstellten Segments oder Bogens aktualisiert.
Wenn Sie die Option Fixieren einschalten (d.h. die Schaltfläche eindrücken), wird das
Feld Länge aktiviert und Sie können hier einen beliebigen gültigen Wert für die
Segmentlänge eingeben. Der eingegebene Wert wird dann fixiert, und das dynamische
Segment oder der Bogen wird mit der festen Länge erstellt und dargestellt. Sie legen fest,
den nächsten Punkt auf die mit dieser Option definierte Entfernung einzuschränken, jedoch
in der Richtung des von der Konstruktionshilfe gelieferten Punktes. Diese Option ist in der
Standardeinstellung ausgeschaltet.
Die Option Segmentlänge erweist sich als hilfreich im Zusammenhang mit
Konstruktionshilfen, die einen Punkt in einer Richtung erstellen. Hierzu gehören die
Konstruktionshilfen: Azimut, Richtung, Richtungswinkel, Senkrecht von, Senkrecht zu
und Orthogonal schließen.
So platzieren Sie ein Objekt über eine Länge
1. Wählen Sie Objekt einfügen.
2. Wählen Sie eine Objektklasse zum Platzieren aus.
3. Digitalisieren Sie einige Segmente bzw. Bogen.
4. Wählen Sie die Option Segmentlänge im Kontextmenü.
5. Aktivieren Sie das die Option Fixieren.
6. Geben Sie im Feld Länge einen Wert ein.
7. Verschieben Sie den Mauszeiger und beachten Sie bitte, dass das dynamische Segment
oder der dynamische Bogen mit der festen Länge und nicht am Mauszeiger angezeigt
wird.
8. Klicken Sie, um das Segment bzw. den Bogen mit der festen Länge zu platzieren.
Freihanddigitalisieren
Beim Freihanddigitalisieren (ohne Symbolleistenschaltfläche) platzieren Sie ein Objekt,
indem Sie die linke Maustaste gedrückt halten und dabei die Maus entlang der Vorlage
verschieben. So werden in einem gleichmäßigen Verlauf neue Stützpunkte platziert. Sobald
Sie die Maustaste loslassen, kehren Sie wieder in den Digitalisiermodus zurück, der vor
Beginn des Freihanddigitalisierens aktiv war.
8-80
Arbeiten mit Objekten
Dieser Modus ist besonders hilfreich, wenn Sie sehr detaillierte Objekte digitalisieren. Sie
können ein solches Objekt Ihrer digitalen Datenbank schnell hinzufügen, indem Sie es auf
einer am Digitalisiertablett befestigten gedruckten Karte oder auf einem eingescannten Bild
im Kartenfenster nachziehen.
Freihandtoleranzen
Mit Freihandtoleranzen legen Sie die Anzahl der Stützpunkte fest, die beim
Freihanddigitalisieren erstellt werden. Wenn Sie zu große Toleranzen setzen, werden zu
viele Stützpunkte entfernt, und Ihre digitalisierte Linie verliert an Detailreichtum. Wenn
Sie zu kleine Toleranzen setzen, enthalten Ihre Objekte eine große Anzahl unnötiger
Stützpunkte, die sich negativ auf die Leistung der Software auswirken. Entfernung und
Delta der Freihandtoleranz werden im folgenden Text beschrieben. Wir empfehlen, mit
verschiedenen Toleranzwerten zu experimentieren, um die für Ihre Daten am besten
geeigneten Toleranzen zu ermitteln.
Die Freihandtoleranz kann im Dialogfeld Optionen auf der Registerkarte Platzieren und
Bearbeiten festgelegt werden. Die Option Entfernung gibt den Weg an, den der Zeiger
zurücklegen muss, bevor ein neuer Punkt platziert wird. Bei einer Toleranz vom z.B. einem
Meter, werden die Stützpunkte nicht näher als einen Meter voneinander entfernt platziert.
Die Option Delta legt die beim Freihanddigitalisieren verwendete Toleranz zum
Ausdünnen fest. Nachdem die Geometrie platziert wurde, schränkt die gesetzte Toleranz
die Anzahl der angesteuerten Linien- oder Flächenstützpunkte ein, indem sie redundante
Stützpunkte herausfiltert. Ein höherer Filterwert führt zur Entfernung vieler Stützpunkte.
Gültige Werte müssen größer als Null sein. Es gibt kein Limit nach oben.
Der Filter geht folgendermaßen entlang der platzierten Stützpunkte vor:
Der mittlere Stützpunkt wird nicht entfernt. Der mittlere Stützpunkt wird entfernt.
8-81
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Relative Platzierung
Im relativen Platzierungsmodus können Sie mit den Platzierungs- und
Bearbeitungsbefehlen eine relative Platzierung vornehmen, wenn Ihnen die Position des
nächsten Punkts lediglich anhand seiner Beziehung zu einem anderen Punkt bekannt ist. Es
gibt zwei Arten der relativen Platzierung:
•
Die Platzierung des nächsten Punktes in einer angegebenen Entfernung entlang eines
Objekts.
•
Die Platzierung des nächsten Punkts in einer angegebenen Richtung und Entfernung
von einer bekannten Position.
Digitalisieren von nicht zusammenhängenden Objekten
und Objekten mit Aussparungen
Nicht zusammenhängende Objekte
Wie bereits am Anfang dieses Kapitels erwähnt, unterstützt GeoMedia Professional
Objekte mit mehreren nicht zusammenhängenden Geometrien, wie z.B. die hawaiischen
Inseln, als Einzelobjekt oder eine Gruppe von separaten Objekten.
Wenn Sie diese Inselgruppe als Einzelobjekt mit mehreren Geometrien darstellen, verfügt
es über nur einen Attributsatz und nicht über einzelne Attribute für jede Geometrie. Die
Inselgruppe verhält sich dann auch bei der Auswahl im Kartenfenster wie ein Einzelobjekt.
Wenn Sie also auf eine der Geometrien klicken, werden alle Geometrien markiert.
Es gibt zwei Methoden zum Erstellen von nicht zusammenhängenden Objekten:
•
Hinzufügen neuer Geometrie zu einem bereits vorhandenen Objekt mit dem Befehl
Geometrie fortsetzen.
•
Ausführen des Befehls Objekt einfügen unter Verwendung der Steuerungstaste.
Hinweis: In den folgenden Arbeitsabläufen entspricht ein Doppelklick der linken
Maustaste der Tastenkombination ALT + Mausklick (Drücken der ALT-Taste und
gleichzeitiges Klicken der linken Maustaste), mit dem Unterschied, dass die
Tastenkombination ALT + Mausklick einen Punkt an der Position des Mauszeigers einfügt
und ein Doppelklick der linken Maustaste nicht.
Der folgende Arbeitsablauf beschreibt das Fortsetzen von Geometrie:
1. Wählen Sie im Kartenfenster das Objekt aus, dessen Geometrie Sie fortsetzen wollen.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Fortsetzen.
3. Platzieren Sie die zusätzliche Geometrie mit den üblichen Funktionen.
8-82
Arbeiten mit Objekten
Hinweis: Der Befehl Geometrie fortsetzen verwendet die gleiche Formatierungsleiste wie
der Befehl Objekt einfügen, Ihnen stehen daher die selben Funktionen zur Verfügung.
Der folgende Arbeitsablauf beschreibt das Digitalisieren nicht zusammenhängender
Objekte mit dem Befehl Objekt einfügen:
1. Digitalisieren Sie Stützpunkte wie gewöhnlich durch Klicken der linken Maustaste.
2. Beenden Sie die erste Geometrie nicht mit einem üblichen Doppelklick, sondern
doppelklicken Sie mit gedrückter Steuerungstaste, um die Geometrie zu beenden.
In der Statusleiste erscheint die Meldung: Zum Platzieren des ersten Punktes weiterer
Geometrieelement klicken.
3. Digitalisieren Sie die nächste Geometrie auf übliche Weise.
Hinweis: Sie können eine beliebige Anzahl weiterer Geometrien hinzufügen, indem Sie
beim Beenden von Geometrie jedes Mal die Steuerungstaste gedrückt halten.
Flächen mit Aussparungen
Reelle Flächenobjekte enthalten wie in der Abbildung unten oftmals Aussparungen.
Solche Objekte können in GeoMedia Professional einfach modelliert werden. Der
Arbeitsablauf ist ähnlich wie beim Erstellen nicht zusammenhängender Objekte. Die
zusätzliche Geometrie (in diesem Fall eine Aussparung) wird jedoch innerhalb eines
bestehenden Flächenobjekts platziert. Daraufhin wird automatisch eine Aussparung in dem
Flächenobjekt erstellt, das jetzt die zusätzliche Geometrie enthält.
Erstellen von Objekten mit mehreren Geometrietypen
Es ist möglich, Objekte zu erstellen, die sowohl Bogen- als auch Liniengeometrie
enthalten. Ein Beispiel hierfür ist ein Flurstück mit einer ausgerundeten Ecke, die als
Bogen definiert wurde (siehe Abbildung):
Zur Unterstützung dieses Objekttyps (zusammengesetztes Objekt), ist das Wechseln
zwischen verschiedenen Platzierungsmodi beim Digitalisieren einzelner Objekte gestattet.
8-83
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So digitalisieren Sie ein zusammengesetztes Polygon
1. Wählen Sie Einfügen > Objekt.
2. Klicken Sie in der Formatierungsleiste auf den Abwärtspfeil, um die Liste mit
Objektklassen anzuzeigen. Klicken Sie anschließend auf das entsprechende
Flächenobjekt.
3. Wählen Sie den entsprechenden Platzierungsmodus für die Platzierung der ersten
Geometrie.
4. Wenn Sie den Platzierungsmodus Platzierung über Punkte oder Im Winkel
verwenden, geben Sie die einzelnen Punkte für das Polygon ein.
5. Wechseln Sie zu einem der Bogenplatzierungsmodi und geben Sie die Punkte für den
Bogen in entsprechender Reihenfolge ein.
Hinweis: Der zuletzt platzierte Stützpunkt wird als Anfangspunkt für den Bogen
verwendet.
6. Beenden Sie das Objekt, indem Sie doppelklicken.
Hinweis: Dies gilt auch für Linienobjekte.
Präzisionseingaben
Wenn Sie neue Objekte digitalisieren oder bestehende Objekte oder Geometrien
bearbeiten, können Sie über Präzisionseingaben die Kartenkoordinaten von
Eingabepunkten festlegen. Präzisionskoordinaten stellen die tatsächliche
Koordinatenposition von Stützpunkten dar. Es handelt sich hierbei um eine alternative
Methode der Datenerfassung, wobei Punkte nicht durch einen Mausklick, sondern durch
Eintippen der tatsächlichen Koordinatenposition platziert werden. Die Eingabe kann
hierbei in verschiedenen Formaten erfolgen, wie z.B. Längengrad/Breitengrad,
Rechtswert/Hochwert oder Richtung und Entfernung vom letzten Stützpunkt. Obwohl für
die Erfassung beliebiger Objekttypen verwendbar, werden Präzisionskoordinaten
bevorzugt als Eingabemethode für Flurstücke verwendet, deren Daten gewöhnlich in Form
von Koordinaten und/oder Richtungs-/Entfernungsangaben vorliegen.
Sie können die Formatierungsleiste Präzisionskoordinaten jederzeit zum Eintippen von
Koordinatenwerten verwenden, wenn Sie zur Eingabe eines Punktes aufgefordert werden.
Dazu gehört das Platzieren von Objekten, Bearbeiten von Stützpunkten sowie die Eingabe
von Passpunkten für die Vektorregistrierung. Diese Eingabemethode bietet eine höhere
Genauigkeit als das Digitalisieren aus einer gedruckten Karte oder einem eingescannten
Bild. Der Nachteil besteht darin, dass diese Methode etwas langsamer ist.
8-84
Arbeiten mit Objekten
Hinweis: Auf der Formatierungsleiste Präzisionskoordinaten stehen Ihnen Optionen zur
dynamischen Anzeige der Koordinaten am Mauszeiger zur Verfügung.
Wählen Sie ein geeignetes Koordinatenformat, tippen Sie die Koordinatenwerte ein und
wählen Sie in der Formatierungsleiste Präzisionskoordinaten eine
Aktualisierungseinstellung. Die Koordinaten, die der aktuellen Position des Mauzeigers
entsprechen, werden im Eingabefeld neben der Liste Aktuelles Koordinatenformat
angezeigt.
Sie können z.B. folgende Koordinatenformate und Einheiten auswählen:
•
•
•
•
Breitengrad,Längengrad(d:m:s), [Höhe(m)] (optional)
Rechtswert,Hochwert(m),[Höhe(m)] (optional)
Entfernung(m),Azimut(Grad) (Geodätisch oder Planar)
Entfernung(m),Richtung(Grad) (Geodätisch oder Planar)
Sie können die Einstellungen für Koordinatenformate und die Koordinatenausgabe auf der
Formatierungsleiste Präzisionskoordinaten über die Registerkarte Einheiten und
Formate des Dialogfelds Koordinatensystem definieren vornehmen. Auf dieser
Registerkarte können diverse Einstellungen vorgenommen werden: die Reihenfolge bei der
Darstellung geographischer Koordinaten; die Hemisphäre und der Quadrant bei der
Darstellung projizierter Koordinaten; der Koordinatentyp, Einheiten und Genauigkeit; der
Abstand und Anfangspunkt für die Darstellung des Azimuts sowie die Standardhöhe beim
Platzieren und Bearbeiten von Objekten.
Die Standardeinstellung für die Aktualisierungsoptionen in der Formatierungsleiste
Präzisionskoordinaten ist Koordinaten bei Mausbewegung aktualisieren. Mit dieser
Einstellung werden die Koordinaten dynamisch angezeigt, während Sie die Maus im
Kartenfenster bewegen. Die anderen möglichen Einstellungen sind Koordinaten bei
Mausklick aktualisieren (die Koordinaten werden aktualisiert, wenn Sie mit der linken
Maustaste in das Kartenfenster klicken) und Koordinaten nach Eingabe löschen (das
Eingabefeld wird nach der Eingabe von Koordinatenwerten geleert).
Sie rufen die Formatierungsleiste auf, indem Sie Ansicht > Präzisionskoordinaten
wählen.
8-85
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Um die Standardeinstellung für das Aktualisieren zu ändern, klicken Sie auf den
Abwärtspfeil neben der Koordinatenanzeige und wählen Sie einen Eintrag aus dem Menü.
Klicken Sie auf den Abwärtspfeil, um die Liste verfügbarer Koordinatenformate zu öffnen,
und das geeignete Format auswählen.
Geben Sie im Eingabefeld neben der Formatliste die Koordinatenwerte für den
Eingabepunkt ein und drücken Sie die Eingabetaste.
Siehe auch Kapitel "Einfügen von Polygonzügen".
Siehe auch Kapitel "Arbeiten mit Koordinatensystemen".
Erfassen von Attributdaten
Bisher wurden in diesem Kapitel hauptsächlich die Funktionen zum Erfassen von
Geometrie behandelt. Der folgende Abschnitt beschreibt einige der Funktionen zum
Erfassen von Objektinformationen, d.h. von Attributen. In einigen Arbeitsabläufen zur
Datenerfassung wird zuerst die Geometrie erfasst und die Attributdaten werden später
hinzugefügt. In anderen werden die Attribute und die Geometrie separat erfasst und zu
einem späteren Zeitpunkt zusammengefügt. Es ist auch möglich, Attributdaten während der
Digitalisierung eines Objekts zu sammeln.
Attribute erfassen
Attributdaten können jederzeit über das Datenfenster oder das Dialogfeld Eigenschaften
des Objekts hinzugefügt oder aktualisiert werden.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Datenfenstern".
8-86
Arbeiten mit Objekten
Attribute beim Digitalisieren eines Objekts sammeln
Dieser Arbeitsablauf wird durch Verwendung der Option Eigenschaften für neue Objekte
anzeigen auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten im Dialogfeld Optionen
unterstützt. Hier können Sie festlegen, ob beim Erstellen eines neuen Objekts mit den
Platzierungs- und Bearbeitungsbefehlen automatisch das Dialogfeld Eigenschaften
eingeblendet wird.
Diese Option wirkt sich beispielsweise auf alle Vorgänge aus, wenn Sie mit dem Befehl
Einfügen > Objekt neue Objekte erstellen. Ist die Option deaktiviert, wird das Dialogfeld
nicht eingeblendet, es sei denn das neue Objekt erfordert die Eingabe von Attributwerten.
In diesem Fall wird das Dialogfeld Eigenschaften, unabhängig von den Einstellungen,
immer eingeblendet. Sie können diese Funktion auch über die Symbolleiste Optionen einund ausschalten.
Die Verwendung dieser Funktion gewährleistet, dass beim Erstellen neuer Objekte immer
Attributdaten eingegeben werden.
Objekten Geometrie hinzufügen
Wenn Sie neue Objekte durch Hinzufügen von neuen Zeilen im Datenfenster erstellt
haben, können Sie diesen Objekten Geometrie hinzufügen, indem Sie den Befehl
Geometrie fortsetzen wie folgt ausführen:
1. Wählen Sie im Datenfenster das Objekt aus, für das neue Geometrie erstellt werden
soll.
2. Digitalisieren Sie die Geometrie im Kartenfenster, um dem vorhandenen Objekt
automatisch Geometrie hinzuzufügen.
Vorhandene Geometrie mit vorhandenen Attributen verknüpfen
Wenn Sie Attribute und Geometrie separat erstellt haben, können Sie diese miteinander
verknüpfen, indem Sie einen Join anhand eines gemeinsamen Schlüsselwerts erstellen, und
diesen in eine neue Objektklasse ausgeben. Besteht kein gemeinsamer Schlüsselwert,
können die beiden Datenquellen nicht automatisch miteinander verknüpft werden, und Sie
müssen diese Aufgabe manuell erledigen.
Siehe "Joins" im Kapitel "Analysieren von Daten".
8-87
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Attribute automatisch auffüllen
GeoMedia Professional bieten Ihnen zwei Methoden, mit denen Sie Attributwerte beim
Digitalisieren automatisch auffüllen können.
•
Das festlegen erforderlicher Werte bei Standardwerten im Dialogfeld
Objektklassendefinition.
•
Das Kopieren von Attributen vom zuletzt platzierten Objekt.
Es stehen Ihnen außerdem andere Funktionen zur Verfügung, mit denen Sie die Attribute
mehrerer Objekte nach deren Erfassung auffüllen können. Hierzu gehören die Befehle
Attribute aktualisieren, Attribute mit Text aktualisieren, Join und Ausgabe an
Objektklassen. Die beiden letzteren dienen dazu, Attributdaten aus anderen Quellen
einzubringen und mit vorhandener Geometrie zu verbinden. In diesem Abschnitt wird das
Kopieren von Attributen aus vorherigen Objekten beschrieben.
Siehe "Aktualisieren von Objektattributen" und "Aktualisieren von Objektattributen mit
Text" im Kapitel "Bearbeiten von Objekten und Geometrien", "Joins" im Kapitel
"Analysieren von Daten" und "Ausgabe von Objektklassen an Warehouses" in diesem
Kapitel.
Attribute automatisch aus vorherigen Objekten kopieren
Wenn Sie zwei oder mehr Objekte derselben Objektklasse nacheinander mit den Befehlen
Objekt einfügen, Text einfügen oder Interaktive Beschriftung platziert haben, können
Sie die Attributwerte des ersten Objektseintrags automatisch in den Eintrag für das zweite
Objekt usw. kopieren. Auf diese Weise brauchen Sie nur die Attribute zu bearbeiten, die
sich geändert haben, insbesondere wenn Sie Objekte mit vielen Attributen verwenden, die
von Objekt zu Objekt gleich bleiben.
Aktivieren Sie die Option Attributwerte des vorherigen Objekts kopieren auf der
Registerkarte Platzieren und Bearbeiten im Dialogfeld Optionen (Extras > Optionen),
um Attributwerte aus vorherigen Objekten zu kopieren. Dieses Kontrollkästchen ist in der
Standardeinstellung deaktiviert. Wenn das Dialogfeld Eigenschaften für das nächste zu
platzierende Objekt geöffnet ist, werden hier diese Attributwerte angezeigt.
8-88
Arbeiten mit Objekten
Flächenobjekte automatisch einfügen
Mit den Befehlen Fläche über topologische Maschen einfügen und Fläche interaktiv
über topologische Maschen einfügen können Sie mehrere Flächenobjekte aus
bestehenden Linien- und Flächenobjekten erstellen. Diese Befehle sind besonders für zwei
Arbeitsabläufe zur Datenerfassung hilfreich. Erstens: Wenn Sie umfangreiche
Datenmengen von Flächen konvertieren, ist es oftmals sinnvoller, die Linien, die die
Flächen ausmachen, einzulesen, anstatt jede Fläche einzeln zu digitalisieren. Mit diesen
Befehlen können Sie die Linien am wirkungsvollsten einlesen und sie anschließend in
Flächenobjekte konvertieren. Zweitens: Bei Arbeitsabläufen zur Datenerfassung ist es
oftmals erforderlich, dass Liniendaten, die in einem CAD-System eingelesen wurden,
integriert werden.
Sie können diese Befehle verwenden, um diese Linien automatisch in Flächenobjekte
umzuwandeln. Da Sie neue Daten erstellen, entspricht der erhaltene z-Wert dem
Höhenwert der ursprünglichen Objekte im Auswahlsatz.
Mit diesen Befehlen erstellen Sie einen Auswahlsatz aus zusammengesetzten Linien- und
Flächenobjekten, wählen eine Flächenobjektklasse für die neuen Objekte aus (auf die
Objektklasse muss Schreibzugriff bestehen ) und entscheiden beim Erstellen neuer
Flächenobjekte, ob Aussparungen ignoriert/einbezogen werden sollen, oder ob sie als
eigene Objekte eingeschlossen werden sollen.
Diese beiden Befehle verwenden das Softwarekonzept Spontane Topologie zum Erstellen
von Flächenobjekten. Verwenden Sie den Befehl Geometrie überprüfen, um
sicherzustellen, dass keine ungültigen Geometriebedingungen in den Eingabeobjekten
vorhanden sind, bevor Sie die Befehle zum Erstellen von Flächen starten.
Wenn Sie den Befehl Fläche über topologische Maschen einfügen verwenden, starten
Sie die Verarbeitung, indem Sie im Dialogfeld auf OK klicken. Für jeden geschlossenen
Bereich im Auswahlsatz wird automatisch ein neues Flächenobjekt erstellt.
Hinweis: Da Sie neue Daten erstellen, erhalten Sie als z-Wert stets die Standardhöhe, die
Sie im Dialogfeld Koordinatensystem definieren auf der Registerkarte Einheiten und
Formate angegeben haben.
Wenn Sie den Befehl Fläche interaktiv über topologische Maschen einfügen
verwenden, zeigen Sie mit dem Mauszeiger auf ein beabsichtigtes Flächenobjekt. Wenn
dieses Objekt markiert wird, klicken Sie mit der linken Maustaste, um daraus ein neues
Flächenobjekt zu erstellen.
8-89
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Beide Befehle führen keine Extrapolierung von Daten durch, d.h. Lücken im Auswahlsatz
werden nicht geschlossen. Wenn die Option Aussparungen einbeziehen aktiviert wurde,
führen Objektgeometrien, die innerhalb geschlossener Bereiche im Auswahlsatz Polygone
bilden, zu Aussparungen. Verschachtelte Aussparungen und Inseln werden allerdings nicht
festgestellt. Wenn die Option Aussparungen als Objekte einbeziehen aktiviert ist,
werden Aussparungen in Objekte umgewandelt.
Die folgenden Beispiele stellen die Ergebnisse dieser Befehle dar:
Hinweis: Beide Befehle behalten die ursprünglichen Linien- oder Flächenobjekte bei, die
als Komponenten für neue Flächenobjekte verwendet wurden. Daher kann es sein, dass
diese Objektkomponenten manuell gelöscht werden müssen.
So fügen Sie ein Flächenobjekt ein
1. Wählen Sie die entsprechenden Linien- oder Flächenobjekte aus, um sie in einen
Auswahlsatz aufzunehmen:
2. Wählen Sie Einfügen > Fläche über topologische Maschen.
8-90
Arbeiten mit Objekten
3. Klicken Sie auf den Abwärtspfeil, um die Liste der Objektklassen in den Warehouses
mit Schreibzugriff anzuzeigen, zu denen eine Verbindung besteht.
4. Klicken Sie auf die Objektklasse, in der Sie neue Objekte erstellen wollen.
5. Wählen Sie die entsprechende Aussparungsoption.
6. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Wenn die Option Eigenschaften für neue Objekte anzeigen aktiviert ist, oder falls für
die ausgewählte Objektklasse Benutzereingaben erforderlich sind, geben Sie die
Attributwerte für jedes Objekt im Dialogfeld <Objekt>-Eigenschaften ein und klicken
Sie auf OK.
Wenn Option Eigenschaften für neue Objekte anzeigen deaktiviert ist, werden alle
möglichen Flächenobjekte in der Markierungsfarbe hervorgehoben.
7. Klicken Sie bei entsprechender Aufforderung auf Ja, um die markierten Objekte in die
Datenbank zu schreiben. Oder Sie klicken auf Nein, um die markierten Objekte zu
verwerfen und den Befehl abzubrechen.
So fügen Sie ein Flächenobjekt interaktiv ein
1. Wählen Sie die entsprechenden Linien- oder Flächenobjekte aus, um sie in einen
Auswahlsatz aufzunehmen:
2. Wählen Sie Einfügen > Fläche interaktiv über topologische Maschen.
3. Klicken Sie auf den Abwärtspfeil, um die Liste der Objektklassen in den Warehouses
mit Schreibzugriff anzuzeigen, zu denen eine Verbindung besteht.
4. Klicken Sie auf die Objektklasse, in der Sie neue Objekte erstellen wollen.
5. Markieren Sie das Kontrollkästchen Einbeziehen, um Aussparungen einzubeziehen.
6. Zeigen Sie mit dem Mauszeiger auf jeden geschlossenen Linienbereich.
Bei jedem geschlossenen Bereich, auf den Sie zeigen, wird das neue Objekt markiert.
8-91
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
7. Klicken Sie, um das Objekt zu akzeptieren.
Wenn die Option Eigenschaften für neue Objekte anzeigen aktiviert ist, oder falls für
die ausgewählte Objektklasse Benutzereingaben erforderlich sind, geben Sie die
Attributwerte im Dialogfeld <Objekt>-Eigenschaften ein und klicken Sie auf OK.
Wenn die Option Eigenschaften für neue Objekte anzeigen deaktiviert ist, wird das
Objekt unmittelbar in die Datenbank geschrieben, sobald Sie es mit dem Mausklick
akzeptiert haben. Die folgende Meldung erscheint: Flächenobjekt wird in Datenbank
geschrieben.
8. Fahren Sie fort, bis alle gewünschten Flächenobjekte erstellt sind.
Textobjekte in eine Objektklasse einfügen
Mit dem Befehl Text einfügen können Sie Textobjekte in eine Objektklasse einfügen und
sie interaktiv auf der Karte platzieren. Die Textplatzierung ist dynamisch, d.h. die
Textzeichen werden während ihrer Eingabe neben dem Mauszeiger eingeblendet. Wenn
Sie nach der Eingabe die Ausrichtung ändern, können Sie sehen, wie sich die Position des
Textes neben dem Mauszeiger verändert.
Zum Platzieren von mehreren Kopien des gleichen Textes brauchen Sie nur weiter mit der
Maustaste zu klicken. Da der Befehl Text einfügen interaktiv ist, müssen Sie die ESCTaste drücken oder auf das Auswahlwerkzeug klicken, um in den Auswahlmodus
zurückzuschalten.
Wenn Sie den Befehl Text einfügen aufrufen wird folgende Formatierungsleiste
eingeblendet:
8-92
Arbeiten mit Objekten
Der Befehl Text einfügen bietet Ihnen neben den grundlegenden Funktionen zum
Einfügen von Text folgende Möglichkeiten:
•
Anwendung instanzbasierter Symbolik auf Textobjekte – Platzierter Text wird
standardmäßig gemäß der Parameter für Symbolikeigenschaften im Kartenfenster
dargestellt. Sie können diese Parameter für individuelle Beschriftungen
(instanzbasierte Symbolik) außer Kraft setzen, indem Sie das Kontrollkästchen
Symbolik überschreiben aktivieren und entsprechende Beschriftungssymbolik
definieren. Wenn Sie das Kontrollkästchen Symbolik überschreiben aktivieren, wird
die gesamte Textzeichenfolge im definierten Format (Fett, Kursiv oder Unterstrichen),
der definierten Farbe, Größe und Schriftart dargestellt. Um die instanzbasierte
Textsymbolik zu ändern, müssen Sie den Befehl Text bearbeiten verwenden..
•
Platzierung von inkrementalem numerischem Text – Geben Sie einen numerischen
Wert (Ganzzahl oder reell) in das Texteingabefeld ein und stellen Sie das Feld
Inkrementierung auf eine Ganzzahl oder reelle Zahl ein.
•
Platzieren von Text im benutzerdefinierten Winkel – Stellen Sie den Drehmodus
auf Im Winkel, legen Sie den gewünschten Winkel fest und klicken Sie, um den Text
zu platzieren. Die Steuerelemente der Formatierungsleiste behalten Ihre Einstellungen
bei.
•
Textplatzierung mit dynamischer Drehung – Stellen Sie den Drehmodus auf
Dynamisch drehen, klicken Sie zum Festlegen der Position des Textursprung, ziehen
Sie den Mauszeiger zum Drehen des Textes und klicken Sie, um den Text zu
platzieren.
•
Textplatzierung entlang eines Bogens – Stellen Sie den Drehmodus auf Entlang
Bogen und digitalisieren Sie drei Punkte, um die Krümmung des Bogens zu definieren.
Bei Angabe des dritten Punktes wird der Text dynamisch angezeigt und entlang des
definierten Bogens ausgerichtet. Klicken Sie auf einen vierten Punkt, um den Text zu
platzieren. Platzieren Sie weiteren Text oder beenden Sie den Befehl, indem Sie einen
anderen Befehl auswählen oder die Taste ESC drücken.
•
Optionale Änderung des Zeichenabstands – Beim Drehmodus Entlang Bogen
können Sie die Zeichenfolge erweitern oder reduzieren, indem Sie den Zeichenabstand
verringern oder erhöhen. Diese Option steht bei den anderen Drehmodi nicht zur
Verfügung. Sie können das Mausrad oder die Tasten + und - verwenden, um den
Zeichenabstand nach dem zweiten Punktklick und vor dem vierten Punktklick zu
verringern oder zu erhöhen.
8-93
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So fügen Sie Text ein
1. Wählen Sie Einfügen > Text , um die Formatierungsleiste Text einfügen aufzurufen.
2. Klicken Sie auf den Abwärtspfeil, um die Liste der Textobjektklassen in den Abfragen,
Referenzobjekten, Kategorien und dem Warehouse mit Schreibzugriff anzuzeigen, mit
denen Sie verbunden sind. Wenn keines der geöffneten Warehouses mit Schreibzugriff
eine Textobjektklasse enthält, erstellen Sie eine mit dem Befehl Warehouse >
Objektklasse definieren.
3. Wählen Sie die Objektklasse, in die der Text eingefügt werden soll.
4. Optional: Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Symbolik überschreiben und
definieren Sie anschließend die entsprechende Textsymbolik.
5. Wählen Sie in der Pulldown-Liste die gewünschte Ausrichtung.
6. Geben Sie den zu platzierenden Text in das Texteingabefeld ein. Zum Erstellen einer
neuen Zeile dient die Tastenkombination STRG+EINGABE (eine Ausnahme bildet
gekrümmter Text).
Der eingetippte Text erscheint im Textfeld und wird dynamisch am Mauszeiger im
Kartenfenster dargestellt.
7. Wählen Sie den Drehmodus für die Platzierung aus.
8. Platzieren Sie den Text an der gewünschten Stelle auf der Karte und klicken Sie die
linke Maustaste.
9. Um den gleichen Text mehrmals zu platzieren, wiederholen Sie Schritt 8.
10. Um anderen Text zu platzieren, wiederholen Sie die Schritte 7 bis 9.
11. Drücken Sie die ESC-Taste oder klicken Sie auf das Auswahlwerkzeug, um den
Befehl Text einfügen zu beenden.
Hinweis: Wenn Sie die Formatierungsleiste durch Klicken auf das X in der Titelleiste
ausblenden, bleibt der Befehl Text einfügen dennoch aktiv.
8-94
Arbeiten mit Objekten
Bearbeiten von Text
Mit dem Befehl Bearbeiten > Text bearbeiten können Sie eine oder mehrere Instanzen
von Textzeichenfolgen mit Schreibzugriff und die zugehörige Ausrichtung und Symbolik
interaktiv bearbeiten, die mit den Befehlen Beschriftung einfügen oder Text einfügen
erstellt worden sind. Sie können Text aus einem Karten- oder einem Datenfenster
auswählen. Bei Auswahl von Text aus einem Datenfenster müssen Sie jedoch ein
Kartenfenster aktivieren, um diesen Befehl anwenden zu können. Falls Sie eine Mischung
aus Text mit und ohne Schreibzugriff auswählen, können Sie nur den Text mit
Schreibzugriff bearbeiten.
Bei dem Befehl können Sie mithilfe des Kontrollkästchens Symbolik überschreiben Text
mit instanzbasierter Textsymbolik platzieren. Wenn Sie diese Option auswählen, wird die
gesamte im Dialogfeld Text bearbeiten enthaltene Textzeichenfolge mit instanzbasierter
Symbolik platziert und die aktiven Symbolikeinstellungen für Textformat (fett, kursiv oder
unterstrichen) sowie Farbe, Größe und Schriftart überschreiben für die ausgewählte
Objektklasse die im Dialogfeld Symbolik auswählen vorgenommenen
Symbolikeinstellungen.
Mehrere Textinstanzen
Wenn Sie mehrere Textzeichenfolgen auswählen, werden die Felder Text und
Ausrichtung im Dialogfeld Text bearbeiten nur dann ausgefüllt, wenn diese
Eigenschaften auf alle ausgewählten Beschriftungen zutreffen.
Gehen Sie beispielsweise von zwei Instanzen des Textes Tennessee River aus, beide mit
der Ausrichtung Mitte Mitte. Wenn Sie den Befehl aufrufen, wird im Dialogfeld
Tennessee River als Text und Mitte Mitte als Ausrichtung angezeigt. Wenn Sie jedoch je
eine Instanz von Tennessee River und Flint River (in der gleichen Objektklasse)
auswählen, die verschiedene Ausrichtungen aufweisen, wird in den Feldern Text und
Ausrichtung nichts angezeigt. Falls beide Flüsse einen gemeinsamen Text oder eine
gemeinsame Ausrichtung aufweisen, wird im entsprechenden Feld der Wert angezeigt, der
beiden gemeinsam ist.
Wenn Sie mehrere Textinstanzen auswählen und eine oder mehrere dieser Instanzen keine
instanzbasierte Textsymbolik enthält, wird das Kontrollkästchen Symbolik überschreiben
und alle zugehörigen Optionen deaktiviert.
Wenn Sie mehrere Textinstanzen mit instanzbasierter Textsymbolik auswählen, wird das
Kontrollkästchen Symbolik überschreiben und alle zugehörigen Optionen aktiviert. Wenn
sich Schriftgrad und Schriftart der ausgewählten Elemente unterscheiden, bleiben die
entsprechenden Felder leer.
8-95
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Wenn Sie bei mehreren Instanzen die Einstellungen für Text und Ausrichtung nicht neu
festlegen, bleiben diese unverändert, wenn Sie auf OK klicken. Auf diese Weise können
die Schaltflächen OK und Abbrechen bei mehreren ausgewählten Instanzen die gleiche
Aktion ausführen. Wenn Sie jedoch Einstellungen für Text, Ausrichtung oder die
Symbolik im Dialogfeld ändern, werden mit OK alle gültigen Einstellungen aktualisiert.
So bearbeiten Sie ein Textobjekt
Hinweis: Der folgende Arbeitsablauf bezieht sich auf eine oder mehrere in einer
Textkollektion ausgewählte Textinstanzen. Das Dialogfeld Text bearbeiten zeigt nur die
Attribute an, die den ausgewählten Elementen gemeinsam sind. Jegliche Änderungen
werden in alle Elemente der Kollektion geschrieben.
1. Wählen Sie Instanzen der Textobjektklasse im Kartenfenster aus.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Text bearbeiten.
3. Geben den neuen Text in das Feld Text ein. Wenn Sie mehrere Textinstanzen
bearbeiten, werden alle Instanzen mit den Änderungen aktualisiert.
4. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Ausrichtung eine andere Einstellung. Wenn Sie
mehrere Textinstanzen bearbeiten, werden alle Instanzen mit der neuen Einstellung
aktualisiert.
5. Akzeptieren oder ändern Sie die Einstellung des Kontrollkästchens Symbolik
überschreiben. Wenn Sie mehrere Textinstanzen bearbeiten, werden alle Instanzen
mit den Änderungen aktualisiert.
6. Akzeptieren Sie die Textsymbolik oder ändern Sie sie über die Optionen Format (fett,
kursiv oder unterstrichen), Farbe, Größe und Schriftart.
7. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
8-96
Arbeiten mit Objekten
Hypertext in eine Objektklasse einfügen
Hypertext ist eine Verknüpfung zu einer externen Datei. Beim Einfügen von Hypertext in
eine Objekttabelle ergänzen Sie im Prinzip ein Objekt in einem Warehouse mit
Schreibzugriff durch eine externe Datei oder eine Internetadresse. Wenn der Hypertext in
eine Tabelle eingefügt wurde, können Sie die externe Anwendung, die mit der Datei
verknüpft ist, aufrufen und sie durch Klicken auf die Hypertextzelle im Datenfenster
aktivieren.
Wenn für die Objekttabelle nicht bereits ein Hypertextattribut definiert wurde, müssen Sie
vor dem Einfügen von Hypertext ein solches in der Objektklassendefinition im Warehouse
definieren. Sobald in einer Tabelle einmal eine Hypertextspalte vorhanden ist, können Sie
der Tabelle so viele Hypertextverknüpfungen hinzufügen wie sie Objekte enthält.
So definieren Sie ein Hypertextattribut in einem Warehouse mit
Schreibzugriff
1. Wählen Sie Warehouse > Objektklasse definieren.
2. Suchen Sie im Dialogfeld Objektklasse definieren die Warehouseverbindung mit der
Objektklasse, in die Sie Hypertext einfügen wollen und wählen Sie diese aus.
3. Klicken Sie auf Bearbeiten.
8-97
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
4. Wählen Sie auf der Registerkarte Attribute im Dialogfeld Bearbeiten <Objektklasse> die Zeilenauswahl für die unterste Zeile, die durch ein Sternchen
markiert ist.
5. Klicken Sie an einer beliebigen Stelle in das Feld Name, und ersetzen Sie den
automatisch generierten Attributnamen durch einen sinnvolleren, etwa HYPERTEXT.
6. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Hypertext.
7. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
8. Schließen Sie das Dialogfeld Objektklasse definieren.
So fügen Sie Hypertext in das Datenfenster ein
1. Wählen Sie im Datenfenster die leere Zelle in der Hypertextspalte des Objekts, das Sie
mit einer externen Anwendung verknüpfen wollen.
2. Wählen Sie Einfügen > Hypertext.
3. Wechseln Sie im Dialogfeld Hypertext einfügen in das gewünschte Verzeichnis und
wählen Sie die Datei oder die Internetadresse, die mit dem Objekt verknüpft werden
soll.
4. Klicken Sie auf Öffnen.
8-98
Arbeiten mit Objekten
So wird Hypertext aus dem Kartenfenster eingefügt oder bearbeitet
1. Wählen Sie das Objekt im Kartenfenster.
2. Doppelklicken Sie auf das gewählte Objekt oder wählen Sie den Befehl Bearbeiten >
Auswahlsatzeigenschaften.
8
3. Klicken Sie auf der Registerkarte Attribute im Dialogfeld Eigenschaften auf die
Hypertextzelle in der Spalte Wert und geben Sie den Pfad und den Namen der Datei
oder die Internetadresse an. Zum Ändern markieren Sie den bestehenden Eintrag und
geben Sie einen neuen Dateinamen oder eine Internetadresse ein.
Hinweis: Sie müssen den Text markieren, um ihn bearbeiten zu können. Wenn Sie
lediglich auf den Text klicken, wird die entsprechende Hypertextverknüpfung
aufgerufen.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
So definieren Sie eine Spalte in der Datenbank als Hypertext-Verknüpfung in
MGE oder MGSM
In MGE und MGSM müssen Sie sowohl die Tabellen- als auch die Spaltennamen in der
.ini-Datei des MGE- oder MGSM-Datenservers mithilfe des Schlüsselworts HYPERTEXT:
identifizieren. Sie können mehrere Spalten auf diese Weise definieren, ohne das
Schlüsselwort zu wiederholen, doch muss jedes Spaltenpaar in einer eigenen Zeile stehen.
8-99
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So könnte zum Beispiel die Tabelle Vögel eine Hypertextspalte enthalten, die einen
Eintrag mit einer Fotografie verknüpft, eine weitere, die auf einen Audioclip mit dem Ruf
des betreffenden Vogels, und eine, die auf einen Videoclip des Vogels im Flug zugreift:
HYPERTEXT:Vögel,Foto
Vögel,Audio
Vögel,Video
Der MGE- oder MGSM-Datenserver sucht Hypertextdateien im Multimedia-Verzeichnis
des Projekts, es sei denn, er findet das Schlüsselwort HYPERTEXT PATH: in der .iniDatei. Mit diesem Schlüsselwort können Sie eines oder mehrere Verzeichnisse angeben, in
denen nach Multimedia-Dateien gesucht werden soll.
Bei Angabe von mehreren Verzeichnissen werden diese in der aufgeführten Reihenfolge
durchsucht. Zur Unterteilung der Pfadkomponenten können Sie ein Komma (,) oder ein
Semikolon (;) verwenden. Pfadkomponenten können UNC-Verzeichnisnamen benutzen.
HYPERTEXTPFAD:C:\Bilder,D:\AudioClips,
\\BIGSERVER\VIDSHARE\Vögel\Video
Objekte in Datenfenster einfügen
Sie können Objekte ebenfalls unter Verwendung eines aktiven Datenfensters in eine
Objektklasse mit Schreibzugriff einfügen, indem Sie seine Attributinformationen eingeben.
Wenn Sie ein Objekt auf diese Weise einfügen, weist es keinerlei zugehörige Geometrie
auf. Sie können jedoch den Befehl Geometrie fortsetzen verwenden, um einem Objekt in
einem Kartenfenster nachträglich Geometrie hinzuzufügen.
So fügen Sie ein Objekt in einem Datenfenster ein
1. Aktivieren Sie das Datenfenster, in dem Sie ein Objekt einfügen wollen.
2. Geben Sie die Attributinformationen für das Objekt in der letzten Zeile des
Datenfensters ein.
Kategorien
Mit dem Befehl Kategorien können Sie Objektklassen und Abfragen in strukturierte
Kategorien gruppieren. Sie können also ein eigenes angepasstes logisches Modell Ihrer
Daten erstellen, dass das durch die im Warehouse befindlichen Objektklassen und die
darauf aufbauenden Abfragen repräsentierte physikalische Modell ergänzt. Auf diese
Weise können Sie die Darstellung von Daten steuern und Ihre Daten organisieren. Einmal
kategorisiert, brauchen Sie sich nicht mehr um die Verbindungen oder Quelle Ihrer Daten
zu kümmern. Sie können sich diese Kategorien als eine Art Verknüpfung auf Ebene der
Benutzeroberfläche vorstellen, da sie nicht tatsächlicher Bestandteil des WarehouseDatenmodells sind.
8-100
Arbeiten mit Objekten
So können Sie beispielsweise thematische Kategorien erstellen, um Schienen- und
Straßenobjekte in die Kategorie Transport und Verkehr zu gruppieren. Sie können auch
eine Kategorie nach Priorität oder der Häufigkeit der Verwendung von Objekten erstellen.
Oder Sie können nur mit einem festen Satz von Objektklassen und Abfragen arbeiten, ohne
die anderen zu beachten. Die Verwendungsmöglichkeiten von Kategorien sind beinahe
unendlich.
Der Befehl Kategorien bietet Ihnen beim Erstellen von Kategorien große Flexibilität,
während Sie Objektklassen und Abfragen in Gruppen unterteilen. Sie können eine
Objektklasse oder Abfrage in mehrere Kategorien einbeziehen. Ebenso brauchen
Objektklassen und Abfragen auch in keiner der Kategorien zu erscheinen. Sie können eine
neue Objektklasse oder Abfrage jedoch nicht bei deren Erstellung einer Kategorie
zuordnen. Kategorien können Objektklassen und Abfragen aus mehreren Verbindungen
(einschließlich schreibgeschützte) enthalten. Die Verbindungen werden verborgen, um die
Organisierung und Präsentation der Kategorien zu vereinfachen. Zwischen Objektklassen
und Abfragen wird innerhalb von Kategorien kein Unterschied gemacht. Sie können
Kategorien in Ordnern verschachteln, die über Unterordner verfügen können, die die
einzelnen Kategorien darstellen. Jeder Kategorieunterordner kann wiederum
Unterkategorien enthalten, um die Verschachtelung laut Ihren Plänen fortzuführen. Durch
die Verwendung von Aliasnamen für Objektklassen-, Abfragen- und Attributnamen,
gestaltet sich auch die Benennung von Kategorien flexibel. Außerdem können Sie Ihre
Kategorien innerhalb des Unternehmens gemeinsam nutzen.
Verwalten von Kategorien
Im Dialogfeld Kategorien können Sie Kategorien und deren Inhalt auf einfache Weise
verwalten. Sie können Kategorien erstellen und löschen sowie Objekte und Abfragen zu
Kategorien hinzufügen, die Eigenschaften von Kategorien bearbeiten, Kategorien und
deren Inhalt in der Baumstruktur verschieben und kopieren sowie die Verschachtelung der
Baumstruktur organisieren und erweitern.
8-101
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Im Mittelpunkt des Befehls Kategorien steht die Kategoriebaumstruktur. Diese
Baumstruktur enthält immer den Stammknoten Kategorien. Hier können Sie die
Baumstruktur durch das Hinzufügen von Kategorieordnern erweitern, die beim Erstellen
der von Ihnen benötigten Anzahl von Kategorien entstehen. Diese Kategorieordner können
wiederum über Unterordner verfügen, die die Unterkategorien, Objektklassen oder
Abfragen darstellen. Die Baumstruktur enthält also drei Knotentypen: Kategorien,
Objektklassen und Abfragen. Die Elemente werden auf jeder Ebene in alphabetischer
Reihenfolge angezeigt. Dem Grad der Verschachtelung einer Kategorie sind keine Grenzen
auferlegt. Ein Kategorieknoten kann Unterkategorieknoten, Abfrageknoten oder
Objektklassenknoten enthalten. Die Abfrage- und Objektklassenknoten selbst dürfen keine
Unterordner enthalten. Falls die Quellverbindung einer der kategorisierten Objektklassen
geschlossen oder die kategorisierte Abfrage geschlossen oder ungültig ist, wird durch ein
Symbol angezeigt, dass auf diese Objektklasse oder Abfrage kein Zugriff besteht.
Sie können Kategorien, Unterkategorien, Objektklassen und Abfragen kopieren und
verschieben, indem Sie sie in eine andere Kategorie ziehen und dort ablegen. Sie können
jedoch Objektklassen und Abfragen nicht auf den Stammknoten Kategorien ziehen und
ablegen oder den Stammknoten selbst ziehen und an anderer Stelle ablegen. Das Ziehen
und Ablegen erfolgt auf ähnliche Weise wie das Ziehen und Ablegen in der Baumstruktur
Ordner von Windows-Explorer. Wenn Sie beim Ziehen und Ablegen die Steuerungstaste
drücken, wird kopiert, ansonsten wird eine Verschiebung durchgeführt. Die ursprünglichen
Namen der Objektklassen oder Abfragen werden in der Baumstruktur als QuickInfo
angezeigt. Hierbei wird die Einstellung der Option Verbindungspräfix zu Objektnamen
hinzufügen auf der Registerkarte Allgemein im Dialogfeld Optionen beachtet.
8-102
Arbeiten mit Objekten
Wenn die Kategoriestruktur definiert ist, wird Sie produktweit von allen Befehlen (z.B.
Attributabfrage und Join) und Steuerelementen zur Unterstützung von Kategorien
verwendet. Kategorien werden daher zusammen mit allen anderen Verbindungen,
Abfragen und Referenzobjekten in den Baumstrukturen angezeigt, zum Beispiel in den
Dialogfeldern Neues Datenfenster und Legendeneinträge hinzufügen. Wenn Sie keine
Kategorien definieren, wird von andern Befehlen kein leerer Knoten Kategorien
angezeigt.
Beim Erstellen von Kategorien unter dem Stammknoten Kategorien verwenden Sie den
Befehl Kategorie erstellen, um einen eindeutigen Namen und eine optionale Beschreibung
für die Kategorie festzulegen, die beide später geändert werden können. Sie können eine
ausgewählte Kategorie mit allen zugehörigen Unterordnern samt deren Inhalt löschen,
indem Sie im Dialogfeld Kategorien auf die Schaltfläche Kategorie löschen klicken oder
indem Sie die Entf -Taste drücken.
Sie können einer Kategorie einen oder mehrere Sätze von Objektklassen/Abfragen
hinzufügen, indem Sie im Dialogfeld Kategorien eine Kategorie auswählen und auf die
Schaltfläche Kategorie hinzufügen klicken. Alle Verbindungsknoten enthalten die in
dieser Verbindung verfügbaren Objektklassen. Hierbei handelt es sich um die tatsächlichen
Namen der Verbindungen, Objektklassen und Abfragen, nicht um die kategorisierten
logischen Namen. Sie können einer Kategorie mehrere Elemente hinzufügen, indem Sie
mehrere Kontrollkästchen unter den Verbindungsknoten oder dem Knoten Abfragen im
Dialogfeld Objekte hinzufügen aktivieren. Sie können Objekte oder Abfragen aus einer
Kategorie entfernen, indem Sie das gewünschte Element auswählen und im Dialogfeld
Kategorien auf die Schaltfläche Objekte entfernen klicken oder indem Sie die Entf-Taste
drücken.
8-103
8
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Wenn Sie Objektklassen und Abfragen zu einer Kategorie hinzugefügt haben, können Sie
deren Eigenschaften über das Dialogfeld Kategorien überprüfen und bearbeiten. Wenn Sie
eine Objektklasse oder Abfrage auswählen und auf die Schaltfläche Attribute klicken,
wird das Dialogfeld Attribute von <Objektname> eingeblendet, in dem Sie Attribute für
die ausgewählte Objektklasse oder Abfrage auswählen, neu anordnen oder umbenennen
können.
Wenn Sie eine Objektklasse oder Abfrage in der Baumstruktur Kategorien auswählen und
auf die Schaltfläche Eigenschaften klicken, wird das Dialogfeld Eigenschaften von
<Objektname> eingeblendet, in dem Sie die Eigenschaften für Objektklassen und Abfragen
überprüfen und ändern können. Sie können den schreibgeschützten ursprünglichen Namen
und die ursprüngliche Beschreibung (gemäß der Warehouseverbindung bzw. Abfrage)
sowie den aktuellen Namen und die aktuelle Beschreibung (gemäß der Kategorie)
überprüfen. Sie können nur die standardmäßigen bzw. benutzerdefinierten kategorisierten
Objektklassen- und Abfragenamen und Beschreibungen bearbeiten bzw. umbenennen. Das
Ändern dieser Namen und Beschreibungen wirkt sich nicht auf die ursprünglichen
schreibgeschützten Werte aus. Sie können auch die schreibgeschützten Objektklassen- und
Abfragekategorienamen einsehen. Diese Namen zeigen die gesamte Kategorienhierarchie
an. Beispiel: Die Kategorie C1.Sub_C1_1 zeigt an, dass die Objektklasse der
Unterkategorie Sub_C1_1 angehört, die der Kategorie C1 untergeordnet ist.
Objektklasseneigenschaften
8-104
Abfrageeigenschaften
Arbeiten mit Objekten
Wenn Sie die Eigenschaften bearbeitet haben, überprüft der Befehl den neuen Namen auf
seine Eindeutigkeit innerhalb der hierarchischen Ebene der Baumstruktur und der Name
und die Beschreibung der kategorisierten Objektklasse/Abfrage werden aktualisiert.
So erstellen Sie ein Kategorie und fügen Objekte/Abfragen hinzu
1. Wählen Sie Warehouse > Kategorien.
8
2. Klicken Sie auf Neue Kategorie.
3. Geben Sie im Feld Name den entsprechenden Kategorienamen ein.
4. Optional: Geben Sie eine Beschreibung ein.
8-105
Arbeiten mit GeoMedia Professional
5. Klicken Sie auf OK, um die Kategorie zu erstellen.
Hinweis: Wenn Sie eine Unterkategorie erstellen wollen, wählen Sie die Kategorie aus
und wiederholen Sie die Schritte 2 – 5.
6. Optional: Wenn Sie den Namen ändern und/oder eine Beschreibung hinzufügen
wollen, wählen Sie eine Kategorie aus, klicken Sie auf Eigenschaften, nehmen Sie
Ihre Änderungen vor und klicken Sie auf OK.
8-106
Arbeiten mit Objekten
7. Um der Kategorie Objekte hinzuzufügen wählen Sie die Kategorie aus und klicken Sie
auf die Schaltfläche Objekte hinzufügen.
8
8. Erweitern Sie den entsprechenden Objektklasse- bzw. Abfrageknoten und aktivieren
Sie die Kontrollkästchen der entsprechenden Objektklassen/Abfragen.
8-107
Arbeiten mit GeoMedia Professional
9. Klicken Sie auf OK, um zum Dialogfeld Kategorien zurückzukehren.
So bearbeiten Sie Objektklassen- und Abfrageigenschaften
1. Wählen Sie Warehouse > Kategorien.
2. Wählen Sie die entsprechende Objektklasse oder Abfrage aus.
3. Klicken Sie auf Eigenschaften.
4. Ändern Sie die Einträge in den Feldern Name und/oder Beschreibung und klicken Sie
auf OK.
8-108
Arbeiten mit Objekten
So verwalten Sie Objektklassen- und Abfrageattribute
1. Wählen Sie Warehouse > Kategorien.
2. Wählen Sie die entsprechende Objektklasse oder Abfrage aus.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Attribute.
8
4. Aktivieren bzw. deaktivieren Sie die entsprechenden Kontrollkästchen im Feld
Attribute für die ausgewählte Objektklasse oder Abfrage.
Hinweis: Grafikattribute, Felder des Typs gdbSpatial oder gdbGraphic können nicht
entfernt werden.
5. Wenn Sie ein Attribut neu anordnen wollen, wählen Sie das entsprechende Attribut aus
und verwenden Sie den Aufwärts-/Abwärtspfeil rechts neben der Liste Attribute.
6. Wenn Sie ein Attribut umbenennen wollen, klicken Sie auf die Schaltfläche
Umbenennen.
Hinweis: Grafikattribute können nicht umbenannt werden.
8-109
Arbeiten mit GeoMedia Professional
7. Geben Sie einen neuen Namen ein und klicken Sie auf OK.
8. Klicken Sie im Dialogfeld Attribute von <Objektklasse/Abfrage> auf OK.
8-110
Arbeiten mit Katalogen
Die Katalogbefehle bilden eine Brücke zwischen raumbezogenen Daten und dem räumlichgeographischen Standardkatalog, der diese Daten beschreibt. Diese Befehle unterstützen
die Integration von Such-, Bearbeitungs- und Abfragefunktionen für Metadaten mit
anderen GeoMedia-Funktionen und bieten Ihnen außerdem komplette räumliche
Metadatenfunktionalität innerhalb von GeoMedia Professional. Mit diesen Befehlen
können Sie sich mit räumlich-geographischen Katalogen verbinden, Abfragen auf
interessante Katalogeinträge (Metadatenelemente) erstellen und zugehörige GDOVerbindungen öffnen, falls der Eintrag bereits mit einer Objektklasse verknüpft ist.
Siehe Abschnitt "Katalogfunktionen", "Übersicht über räumlich-geographische
Metadaten" und "Katalogbegriffe" in diesem Kapitel.
Sie können also mit den Katalogbefehlen Kataloge und die zugehörigen Objektklassen
öffnen sowie die folgenden zusätzlichen Aufgaben zum Manipulieren von Katalogen
ausführen:
•
Metadaten aus anderen Formaten importieren.
•
Objektklassen mit Metadateneinträgen verknüpfen.
•
Raumbezogene Metadatenelemente aus den zugehörigen Objektklassen aktualisieren.
•
Kataloge nach Objektdaten und Bilddateien durchsuchen.
9-1
9
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
In andere Standardformate exportieren.
•
Auszüge von Katalogeinträgen erstellen.
Die Funktionsmodule können in drei Kategorien unterteilt werden:
1. Der erste Satz von Modulen öffnet Kataloge und verarbeitet Metadaten. Beispiele
hierfür sind die Abfrage/Suche, das Importieren und Exportieren sowie das Erstellen
von Auszügen.
2. Der zweite Satz von Modulen verwendet als Eingabe räumliche Daten aus Warehouses
und generiert als Ausgabe Metadaten. Beispiele hierfür sind das Erfassen von
räumlichen Attributen und die Erstellung von einfachen Metadateneinträgen für
ausgewählte Objektklassen.
3. Der dritte Satz von Modulen verwendet als Eingabe Metadaten aus vom Benutzer
ausgewählten Metadateneinträgen oder aus dem Ergebnissatz einer Abfrage und den
zugehörigen offenen Verbindungen in GeoMedia.
Auf diese Weise bilden die Befehle im Untermenü Kataloge eine Brücke zwischen
räumlichen Datensätzen und den zugehörigen Metadatensätzen.
Es handelt sich hierbei um folgende Befehle:
•
Neuer Katalog
•
Katalogeinträge exportieren
•
Neue Katalogverbindung
•
Katalogeinträge verknüpfen
•
Katalogverbindungen
•
Katalog-Explorer
•
Katalogeinträge importieren
Katalogfunktionen
Standardkonformität — Mit dem Modul Kataloge von GeoMedia können Sie auf
einfache Weise FGDC-konforme Metadaten erstellen, verwalten und veröffentlichen,
unabhängig davon, ob Sie mit den Standards des Federal Geographic Data Committee
(FGDC) vertraut sind oder nicht. Das Modul Kataloge unterstützt außerdem das
Veröffentlichen von Metadateneinträgen gemäß der technischen Spezifikation ISO-19139
(PDTS).
Biologisches Datenprofil — Erstellen von standardisierten Metadaten für Ihre
biologischen Datensätze entsprechend dem biologischen Datenprofil von FGDC.
9-2
Arbeiten mit Katalogen
Zuordnung der Datenlayer — Mit dem Modul Kataloge können Sie Metadaten mit
Daten verbinden, indem Sie einen Metadateneintrag mit der GeoMedia-Objektklasse oder
Bilddatei die er beschreibt, verknüpfen.
Metadatenerfassung — Wenn Sie einen Katalogeintrag mit einem Datensatz verknüpft
haben, können Sie Metadatenelemente wie Begrenzungskoordinaten und Attribute
unmittelbar aus dem Datensatz in den Metadateneintrag extrahieren.
Katalog-Explorer — Überbrückt die Lücke zwischen räumlichen Daten und
Metadatenkatalogen, um Ihnen einen beispiellosen Grad an Zugriff auf und Kontrolle über
Ihre GIS-Datenbibliothek zu bieten. Mit dem Befehl Katalog-Explorer können Sie schnell
und einfach beliebige Datensätze in Ihrer GIS-Datenbibliothek finden, eine Vorschau
darauf durchführen und die Suchergebnisse automatisch in ein GeoMedia-Kartenfenster
laden.
Grafik durchsuchen — Einbeziehen von Bildern der Datensätze in Ihre Katalogauszüge.
Online-Hilfe mit Beispiel-Metadaten — Kontextsensitive Online-Hilfe, die Ihnen FGDCDefinitionen und Beispiel-Metadaten in englischer Sprache liefert.
Metadaten-Vorlagen — Laden Sie einen Eintrag mit den in Ihrem Unternehmen
hauptsächlich verwendeten Metadaten und speichern Sie ihn. Verwenden Sie ihn
anschließend als Vorlage zur Erstellung mehrerer Metadateneinträge und reduzieren Sie
hiermit die für die Dateneingabe erforderliche Zeit.
Importieren und Exportieren — Laden Sie einen beliebigen FGDC-konformen
Metadateneintrag im ASCII-Textformat, im GeoMedia-Katalogformat oder XML-Format
in GeoMedia-Kataloge. Tauschen Sie Ihre Katalogeinträge mit anderen Benutzern im
ASCII-Textformat, im GeoMedia-Katalogformat oder im XML-Format (FGDC oder ISO19139) aus.
Veröffentlichen von Metadaten — Geben Sie gefällige, web-bereite Metadatenauszüge
für die Verteilung oder zur Veröffentlichung auf Ihrer Website aus. Erstellen und
verwenden Sie Ihre eigenen Stylesheets, um veröffentlichten XML-Dateien das von Ihnen
gewünschte Erscheinungsbild zu geben.
9-3
9
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Übersicht über räumlich-geographische Metadaten
Räumlich-geographische Metadaten sind Daten, die raumbezogene geographische Daten
beschreiben. Räumlich-geographische Metadaten enthalten das Wer, Was und Wann eines
raumbezogenen geographischen Datensatzes. Wer hat den Datensatz erstellt? Was ist der
Zweck des Datensatzes? Wann wurde der Datensatz erstellt?
Räumlich-geographische Metadaten teilen Ihnen mit, was in einem Datensatz nicht
angezeigt werden kann: die Qualität, Verlauf und Verfügbarkeit der Daten. Mithilfe von
Metadaten können Sie die folgenden Fragen beantworten und so feststellen, ob der
raumbezogene geographische Datensatz für Ihre Zwecke geeignet ist:
•
Woher stammt der Datensatz?
•
Welcher geographische Bereich wird vom Datensatz abgedeckt?
•
Wie wurde der Datensatz erstellt?
•
Wie und wo kann ich die Daten beziehen?
•
Welche Attribute sind in den Daten enthalten?
•
Was kostet der Datensatz?
•
Wie sind die Daten projiziert?
•
An wen muss ich mich für weitere Informationen wenden?
Gründe für die Verwendung von Metadaten
Die Investition in räumlich-geographische Metadaten ist aus folgenden Gründen eine
empfehlenswerte Strategie der Datenverwaltung:
9-4
•
Metadaten schützen Ihre Investitionen in Daten und unterstützen die
Wiederverwendung von Informationen, die bereits von Ihrem Unternehmen erworben
oder entwickelt wurden.
•
Metadaten vereinfachen die gemeinsame Nutzung von Daten und reduzieren die
hierfür anfallenden Kosten.
•
Metadaten helfen, die durch Datenverlust oder (durch) erneute Erstellung bereits
vorhandener Daten entstehenden Kosten zu minimieren.
Arbeiten mit Katalogen
Manche Benutzer betrachten räumlich-geographische Metadaten als wenig nützlich und
scheuen sich, Zeit oder Mittel in ein Metadatenprojekt zu investieren. Das liegt daran, dass
niemand diesen Benutzern verdeutlicht hat, wie Metadaten bei richtigem Einsatz eine
wesentliche Komponente eines erfolgreichen GIS-Programms darstellen können.
•
Metadaten schützen die interne Investition eines Unternehmens in Daten. Metadaten
sind wie ein Kartenkatalog für die GIS-Datenbibliothek eines Unternehmens zu
verstehen. Mithilfe von Metadaten können die Angestellten innerhalb des
Unternehmens sehen welchen Daten verfügbar sind und wie sie diese Daten beziehen
können. Auf diese Weise wird das Risiko des Verlusts von Daten oder der doppelten
Erstellung gleicher Daten minimiert.
•
Metadaten fördern die gemeinsame Nutzung von Daten. Durch Bereitstellung der
Informationen, die zum Lokalisieren, Bewerten und Beschaffen erforderlich sind,
helfen Metadaten GIS-Mitarbeitern bei der gemeinsamen Nutzung von Daten.
9
Ohne Metadaten verlassen sich viele Unternehmen darauf, dass die Datenbestände von
Angestellten gewartet werden. So kann es vorkommen, dass ein Angestellter diese
wichtigen Informationen auf seinem Computer speichert oder in seinen Notizen
aufbewahrt. Was wird aus diesen Informationen wenn diese Person den Arbeitsplatz
wechselt, krank wird oder einen Unfall hat?
Mithilfe von Metadaten bleiben die für Ihr GIS-Programm wichtigen Daten erhalten und
griffbereit.
FGDC-Metadatenstandards
FGDC steht für Federal Geographic Data Committee — die für die Erstellung und
Erhaltung von allgemeingültigen Standards für Metadaten zuständige Stelle der Regierung
der Vereinigten Staaten von Amerika. FGDC-Standards für räumlich-geographische
Metadaten wurden von Unternehmen übernommen, die Metadaten innerhalb der U.S.A.
herausgeben sowie auch von vielen Unternehmen außerhalb der U.S.A.
Die Katalogbefehle von GeoMedia unterstützen sowohl den FGDC Content Standard for
Digital Geospatial Metadata (kurz FGDC-Standard genannt) als auch das biologische
Datenprofil (Biological Data Profile) der CSDGM, das einen erweiterten Satz von
spezifischen Metadaten-Inhaltselementen umfasst.
Der FGDC-Standard ist wie eine Symbolikrichtlinie für Metadaten zu verstehen. Er legt
die einem Metadateneintrag zugehörigen Informationen sowie die Reihenfolge, in der sie
angezeigt werden, fest.
Zweck des FGDC-Standards ist es, der GIS-Gemeinschaft eine allgemeine Definition für
räumlich-geographische Metadaten zu liefern. Durch die Verwendung des allgemeinen
Standards ist es für Angestellte innerhalb eines Unternehmens sowie verschiedener
Unternehmen untereinander einfacher, Daten mithilfe von Metadaten gemeinsam zu
nutzen.
9-5
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Der FGDC-Standard unterteilt einen Metadateneintrag in folgende Hauptabschnitte:
1. Identifizierungsinformationen: Grundlegende Informationen über den Datensatz.
Woher stammt der Datensatz? Wie aktuell ist der Datensatz? Für welchen Zweck
wurde der Datensatz erstellt? Welcher geographische Bereich wird vom Datensatz
abgedeckt?
2. Datenqualitätsinformationen: Eine Bewertung der Datenqualität. Wie genau sind die
Daten? Wie wurde der Datensatz erstellt? Welche Quellen wurden zum Erstellen des
Datensatzes verwendet?
3. Räumliche Datenorganisierungsinformationen: Wie werden die raumbezogenen
Daten im Datensatz dargestellt? Welche Objekte wurden zum Darstellen von Raum
verwendet?
4. Räumliche Referenzinformationen: Die Beschreibung des Referenzrahmens für und
das Mittel zum Kodieren von Koordinaten im Datensatz. Was sind die
Projektionsparameter?
5. Entitäts- und Attributinformation: Welche Entitätstypen und Attribute werden von
den Daten beschrieben?
6. Verteilerinformationen: Wo kann ich die Daten beziehen? Auf welchem Medium
sind die Daten verfügbar? Wie groß ist der Datensatz? Kann der Datensatz durch
Download bezogen werden? Sind damit irgendwelche Kosten verbunden?
7. Metadaten-Referenzinformationen: Information über die Metadaten. Wann wurde
der Metadateneintrag erstellt? Wer ist hierfür verantwortlich? Wann wurde der
Metadateneintrag zuletzt aktualisiert?
9-6
Arbeiten mit Katalogen
Der FGDC-Standard definiert außerdem drei Unterstützungsabschnitte, die nicht alleine,
sondern immer in Verbindung mit einem der Hauptabschnitte verwendet werden. Es
handelt sich hierbei um folgende Abschnitte:
1. Zitierungsinformationen: Eine empfohlene Referenz für den Datensatz.
2. Zeitrauminformationen: Informationen über das Datum und den Zeitpunkt eines
Ereignisses.
3. Kontaktinformationen: Informationen über mit einem Datensatz verbundene
Personen und Unternehmen.
Jeder Abschnitt setzt sich aus einzelnen Metadatenelementen und zusammengesetzten
Elementen zusammen. So kann z.B. das zusammengesetzte Element Adresse aus einzelnen
Elementen für Straße, Hausnummer, Stadt und/oder Land bestehen.
Gemäß des FGDC-Standards besteht zwischen einem Metadateneintrag und der
GeoMedia-Objektklasse, die er beschreibt eine Eins-zu-eins – Beziehung. In anderen
Worten, Sie müssen einen Metadateneintrag pro Datensatz haben.
ISO-Metadatenstandards
Im Jahre 2003 übernahm die internationale Gemeinschaft den räumlich-geographischen
Metadatenstandard ISO-19115. Die Zielsetzung von ISO-19115 besteht in der
Bereitstellung von eindeutigen Prozeduren für die Beschreibung von digitalen
geographischen Datensätzen, damit Benutzer feststellen können, ob die vorliegenden Daten
für sie von Nutzen sind und wie sie auf die Daten zugreifen können. Wie der FGDCMetadatenstandard besteht auch das ISO-19115-Modell aus mehreren Paketen mit
räumlich-geographischen Metadaten-Inhaltselementen.
9-7
9
Arbeiten mit GeoMedia Professional
ISO arbeitet derzeit ebenfalls an ISO-19139 einem XML-Schema für die Implementierung
von Metadaten. ISO-19139 ist konzipiert, eine allgemeine Spezifikation für die
Beschreibung, die Überprüfung und den Austausch von Metadaten für geographische
Datensätze bereitzustellen. Es ist dafür vorgesehen, die Vorteile von ISO 19115 in einer
konkreten Implementierungsspezifikation auszunutzen. Die Katalogbefehle von GeoMedia
unterstützen das Exportieren von Metadateneinträgen in ein XML-Format, das den
vorläufigen Spezifikationen von ISO-19139 entspricht.
9-8
Arbeiten mit Katalogen
Aktualisieren von Metadatendatenbanken für
GeoMedia 6.0
Verwenden Sie den folgenden Arbeitsablauf, um Ihre Datenbanken auf das neue Format zu
aktualisieren:
1. Öffnen Sie GeoMedia SMMS Version 5.x bevor Sie das veraltete Produkt
deinstallieren und GeoMedia Professional 6.0 installieren.
2. Exportieren Sie alle Einträge im SEF-Format und erstellen Sie eine Sicherungskopie.
3. Deinstallieren Sie GeoMedia SMMS Version 5.x und GeoMedia Version 5.x und
installieren Sie anschließend GeoMedia Professional 6.0.
4. Erstellen Sie einen oder mehrere neue Kataloge.
5. Importieren Sie die SEF-Einträge, die Sie aus GeoMedia SMMS Version 5.x exportiert
haben.
Siehe hierzu "Installieren, Einrichten und Aktualisieren von Oracle und SQL Server".
Erstellen eines neuen Katalogs
Mit dem Befehl Neuer Katalog können Sie mithilfe einer Katalogvorlage (.mdb) einen
neuen Access-Katalog erstellen, der mit Access2K kompatibel ist. Wenn Sie einen Katalog
über die mit der Software gelieferte Vorlage erstellen, enthält der neue Katalog keine
Katalogeinträge. Wenn Sie einen Katalog über eine Vorlage erstellen, die Einträge enthält,
werden alle vorhandenen Einträge von dem Befehl Neuer Katalog kopiert. Das Erstellen
eines Katalogs ist ein Vorgang in zwei Schritten: Als erstes wählen und überprüfen Sie
eine Katalogvorlage und verwenden diese Vorlage, um den neuen Katalog zu erstellen.
Dieser Befehl ist dem Befehl Warehouse > Neues Warehouse in GeoMedia Professional
ähnlich.
Siehe Abschnitt "Verbindungen" im Kapitel "Arbeiten mit Warehouses".
Dieser Befehl ist auf die mitgelieferte Katalogvorlage CatalogTemplate.mdb voreingestellt,
die sich im Ordner <Programme>\GeoMedia Professional\Templates\Catalogs befindet.
Sie müssen den Pfad dieses Ordners gegebenenfalls anpassen. Bei dieser Katalogvorlage
handelt es sich um eine Access-Datenbank mit nach dem Metadatenmodell definierten
Tabellen die keine Metadaten enthält. Lediglich die systemspezifischen Tabellen enthalten
statische Daten wie Systemparameter und Feldnamen. Wenn Sie eine Vorlage auswählen,
überprüft der Befehl ob es sich um eine gütige GeoMedia-Katalogvorlage handelt oder
nicht.
9-9
9
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie erstellen nach Auswahl der Vorlage einen Katalog, indem Sie einen Namen für den
neuen Katalog eingeben oder eine vorhandene .mdb–Datei im Ordner <Ort der
Warehouses>\Catalogs auswählen. Der Befehl erstellt daraufhin anhand der ausgewählten
Vorlage den Katalog. Wenn die Vorlage gültig ist und Katalogeinträge enthält, werden alle
Einträge in den neuen Katalog kopiert. Sie können eine Vorlage erstellen, um auf einfache
Weise Metadateninformationen für häufig verwendete Informationen einzugeben.
Wenn Sie einen Katalog erstellen, wird eine Verbindung für den neuen Katalog geöffnet
und der Kollektion CatalogConnections hinzugefügt. Der Name der Katalogverbindung
wird als Katalogname verwendet. Wenn bereits eine Katalogverbindung mit dem gleichen
Namen vorhanden ist, wird der Name um Eins inkrementiert.
So erstellen Sie einen neuen Katalog
1. Wählen Sie Extras > Kataloge > Neuer Katalog.
9-10
Arbeiten mit Katalogen
2. Wählen Sie die gewünschte Katalogvorlage und klicken Sie auf OK.
9
3. Geben Sie im Feld Dateinamen einen Namen für den Katalog ein und klicken Sie auf
Speichern.
Die Vorlage wird überprüft und wenn die Vorlage gültig ist, wird der Katalog erstellt.
Erstellen einer neuen Katalogverbindung
Mit dem Befehl Neue Katalogverbindung können Sie Verbindungen zu mehreren GISKatalogen erstellen, die kompatibel mit GeoMedia Professional sind. Diese Verbindung
steht dann zur Verwendung mit anderen Katalogbefehlen zur Verfügung. Sie können
Kataloge im Modus lesen/schreiben, nur lesen oder geschlossen öffnen.
Sie können die folgenden zwei Typen von Verbindungen herstellen:
•
Access-Datenbank — Der Katalog ist eine Microsoft Access-Datenbank
(Standardvorlage) mit dem standardmäßigen Verbindungsnamen AccessKatalogverbindung <Zahl ausgehend von 1> wie z.B. Access-Katalogverbindung 1.
•
ODBC-Datenbank — Der Katalog befindet sich in einer SQL Server- oder OracleDatenbank mit dem standardmäßigen Verbindungsnamen ODBC-Katalogverbindung
<Zahl beginnend mit 1>, z.B. ODBC Katalogverbindung 1.
Bei Access wählen Sie den Ort der Microsoft Access-Datenbankdatei (.mdb) mit der Sie
sich verbinden wollen. Bei ODBC wählen Sie den Datenquellennamen (DSN) des Katalogs
mit dem Sie sich verbinden wollen. Anschließend geben Sie weitere Parameter für die
SQL- oder Oracle-Datenbank an.
9-11
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Der Befehl stellt die Verbindung zum Katalog mit den maximalen für Sie verfügbaren
Berechtigungen her. Der Befehl versucht als Erstes eine Verbindung mit dem Status
lesen/schreiben herzustellen. Falls dieser Versuch fehlschlägt, versucht der Befehl die
Verbindung mit dem Status nur lesen herzustellen. Wenn eine Verbindung fehlschlägt,
wird sie der Liste mit Katalogverbindungen hinzugefügt, jedoch mit dem Status
geschlossen. Wenn Sie versuchen eine Verbindung mit einer bereits vorhandenen
Datenbank herzustellen, werden Sie aufgefordert, die bereits vorhandene Verbindung zu
verwenden. In diesem Fall wird die Verbindung nicht hergestellt.
Hinweis: Alle auf Access basierenden Warehouses, Kataloge und Bibliotheken verwenden
*.mdb-Dateien. Sie sollten diese Dateien in separaten Ordnern ablegen, damit die
verschiedenen Datenbanktypen besser gefunden werden können. Die Software verfügt
außerdem über gesonderte Dateiordner für die Access-Version dieser Dateien. Fügen Sie
den Dateinamen den Zusatz Katalog, Bibliothek oder Warehouse hinzu, um sie
voneinander zu unterscheiden. Oracle und SQL Server können ebenfalls Bibliotheken und
Kataloge enthalten und die zugehörigen Schemata müssen benannt werden, um sie von
gewöhnlichen räumlichen Schemata zu unterscheiden.
So erstellen Sie eine neue Katalogverbindung
1. Wählen Sie Extras > Kataloge > Neue Katalogverbindung.
2. Wählen Sie Access-Datenbank als Verbindungstyp.
ODER
Wählen Sie ODBC-Datenbank als Verbindungstyp.
9-12
Arbeiten mit Katalogen
3. Ändern Sie gegebenenfalls im Feld Name den Standardnamen für die Verbindung.
4. Geben Sie für Access den vollständigen Pfad der .mdb-Datei ein oder wählen Sie die
Datenbank im Feld Datenbankdatei über die Schaltfläche Durchsuchen aus.
ODER
Wählen Sie für ODBC in der Pulldown-Liste des Feldes Datenquellenname eine
Datenquelle aus.
5. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Bei Access wird jetzt die Verbindung hergestellt.
ODER
Geben Sie bei ODBC jetzt den Benutzernamen und das Kennwort im eingeblendeten
SQl- oder Oracle-Dialogfeld ein. Daraufhin wird die Verbindung hergestellt.
Verwalten von Katalogverbindungen
Mit dem Befehl Katalogverbindungen können Sie die Verbindungsinformationen von
Katalogen auf ähnliche Weise wie mit dem Befehl Warehouse > Verbindungen von
GeoMedia Professional verwalten. Mit diesem Befehl können Sie:
•
Eine neue Katalogverbindung erstellen.
•
Eine Liste aller in einem GeoWorkspace verfügbaren Katalogverbindungen einsehen.
•
Den Status (offen - lesen/schreiben, offen – nur lesen oder geschlossen) einer
Katalogverbindung ändern.
•
Die Verbindungsparameter einer vorhandenen Verbindung bearbeiten.
•
Eine vorhandene offene oder geschlossene Katalogverbindung löschen.
Alle im GeoWorkspace vorhandenen Katalogverbindungen werden im Raster des
Dialogfelds Katalogverbindungen angezeigt. Die Zeilen des Rasters sind anhand der
Spalte Name alphabetisch sortiert. Sie können die Größe des Rasters Ihren Anforderungen
entsprechend anpassen.
9-13
9
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Das Raster mit Verbindungen weist folgende schreibgeschützten Spalten auf:
Name — Enthält die Namen der Katalogverbindungen. Dem Namen ist ein Symbol
vorangestellt, das den Status der Verbindung anzeigt:
Offen (lesen/schreiben)
Offen (nur lesen)
Geschlossen
Typ — Zeigt den Typ der Katalogverbindung an: Access oder ODBC.
Katalog — Zeigt bei Access-Datenbanken den Ort der .mdb-Datei und bei Oracle- oder
SQL-Datenbanken den Namen der Datenquelle an. Sie können den Ort des Katalogs über
die Schaltfläche Eigenschaften ändern, jedoch nicht in der Rasterzelle selbst.
So erstellen Sie eine neue Verbindung
1. Wählen Sie Extras > Kataloge > Katalogverbindungen.
2. Klicken Sie auf Neu.
3. Wählen Sie Access-Datenbank als Verbindungstyp.
ODER
9-14
Arbeiten mit Katalogen
Wählen Sie ODBC-Datenbank als Verbindungstyp.
4. Ändern Sie gegebenenfalls im Feld Name den Standardnamen für die Verbindung.
5. Geben Sie für Access den vollständigen Pfad der .mdb-Datei ein oder wählen Sie die
Datenbank im Feld Datenbankdatei über die Schaltfläche Durchsuchen aus.
ODER
Geben Sie für ODBC den vollständigen Pfad der Datenquelle ein oder wählen Sie die
Datenquelle in der Pulldown-Liste des Feldes Datenquellenname aus.
6. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Bei Access wird jetzt die Verbindung hergestellt.
ODER
Geben Sie bei ODBC jetzt den Benutzernamen und das Kennwort im eingeblendeten
SQl- oder Oracle-Dialogfeld ein. Daraufhin wird die Verbindung hergestellt.
So öffnen oder schließen Sie Verbindungen
1. Wählen Sie Extras > Kataloge > Katalogverbindungen.
2. Markieren Sie die Zeile der Verbindung, die Sie öffnen oder schließen wollen.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Verbindung öffnen bzw. Verbindung schließen.
So bearbeiten Sie eine Katalogverbindung
1. Wählen Sie Extras > Kataloge > Katalogverbindungen.
2. Markieren Sie die Zeile der Verbindung, die Sie bearbeiten wollen.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Verbindung schließen, falls die Verbindung geöffnet
ist.
9-15
9
Arbeiten mit GeoMedia Professional
4. Klicken Sie auf Eigenschaften.
5. Ändern Sie bei Access-Datenbanken den Ort der .mdb-Datei und bei einer Oracle- oder
SQL-Datenbank den Namen der Datenquelle.
Importieren von Katalogeinträgen
Mit dem Befehl Katalogeinträge importieren können Sie Katalogeinträge aus mehreren
Quellen in einen Katalog mit dem Status lesen/schreiben importieren. Dieser Befehl stellt
ein zeitsparendes Werkzeug dar, das Ihnen die Integration, gemeinsame Nutzung sowie das
Speichern von Daten auf einfache Weise ermöglicht. Um diesen Befehl verwenden zu
können, muss Ihr GeoWorkspace mindestens eine Katalogverbindung mit Schreibzugriff
enthalten. Wenn Sie einen Katalog auswählen, wird, falls noch nicht geöffnet, eine
Verbindung zu diesem Katalog hergestellt. Die Katalogverbindung wird also von dem
Befehl nach Bedarf geöffnet, jedoch nicht während des Ladens des GeoWorkspaces. Falls
erforderlich, müssen Sie zum Herstellen der Verbindung mit dem Katalog möglicherweise
ein Kennwort eingeben.
Einträge können aus folgenden Austauschformaten importiert werden: GCE (GeoMediaKatalogformat), TXT (FGDC) und XML (FGDC). Sie können mehrere Dateien desselben
Formats in einem einzigen Importvorgang importieren. Sie können außerdem einen Filter
auf die Liste mit ausgewählten Dateien anwenden. Bei dem Filter kann es sich um das
ausgewählte Format oder um alle Dateien handeln:
Ausgewähltes
Filter
Format
GCE
• GeoMedia-Katalogdateien (.gce)
• SMMS-Dateien (.sef)
• Alle Dateien (*.*)
TXT (FGDC)
• FGDC Formatierte Textdateien (.txt)
• Alle Dateien (*.*)
XML (FGDC)
• FGDC XML-Standarddokumente (.xml)
• Alle Dateien (*.*)
9-16
Arbeiten mit Katalogen
XML-Dateien können von verschiedenen Anwendungen verwendet werden, wenn diese
einer veröffentlichten DTD-Datei (Document Type Declaration) die die Namen von
Kennzeichen und die ordnungsgemäße Sequenz definiert, oder aber einem XML-Schema
entsprechen. Kataloge verwenden zum Exportieren von Metadateninhalt und zum
Importieren von mit anderen Anwendungen erstellen Metadaten die standardmäßige DTDDatei für Metadaten nach FGDC: FGDC-STD-001-1998 (Version 2) –
http://www.fgdc.gov/metadata/fgdc-std-001-1998.dtd.
Andere Anwendungen generieren möglicherweise XML-Dateien, die Varianten dieses
XML-Formats verwenden. Daher können Benutzer von Katalogen potentielle
Fehlerquellen beim Importieren minimieren, indem sie eine Metadaten XML-Datei immer
mit der Anwendung mp vorbereiten, die vom U.S. Geological Survey erhältlich ist. Das
kostenlose Dienstprogramm mp kann einen Metadateneintrag analysieren und in ein
FGDC-konformes Format ausgeben, das für den Import in Kataloge akzeptabel ist. Dieses
und andere Metadaten-Dienstprogramme stehen zum kostenlosen Download auf der
USGS-Website http://geology.usgs.gov/tools/metadata/ zur Verfügung.
Katalogbenutzer können beliebige XML-Metadatendateien mit mp verarbeiten und eine
vollständig kompatible XML-Datei ausgeben, zusammen mit hilfreichen Informationen
über Metadatenfelder, die möglicherweise fehlen oder nicht richtig sind.
Der Befehl Katalogeinträge importieren erstellt für jedes importierte Feld einen
Katalogeintrag. Der Eintrag wird im Katalog mit einem Primärschlüssel erstellt, der aus
dem FGDC-standardmäßigen Feld title besteht, das im ausgewählten Feld enthalten ist.
Falls der Zielkatalog bereits einen Katalogeintrag mit dem gleichen Titel enthält, entsteht
ein Fehler und der Importvorgang für diesen Eintrag wird abgebrochen.
Jeder Import generiert Protokolldateien (.log) mit den Ergebnissen des Importvorgangs. Es
gibt zwei Typen von Protokolldateien, eine individuelle Protokolldatei für jede
Eingabedatei und eine zusammengefasste Protokolldatei für den gesamten Importvorgang.
Die Protokolldateien werden in den Ordner ausgegeben, in dem sich die Eingabedateien
befinden, es sei denn, dieser Ordner ist schreibgeschützt. In diesem Fall werden die
Protokolldateien in Ihren \tmp-Ordner ausgegeben.
9-17
9
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So importieren Sie Katalogeinträge
1. Wählen Sie Extras > Kataloge > Katalogeinträge importieren.
2. Geben Sie den Ort ein, an dem sich die zu importierenden Dateien befinden oder
wählen Sie diesen Ort über die Schaltfläche Durchsuchen aus.
3. Wählen Sie in der Liste Verfügbare Dateien die gewünschten Dateien aus.
Hinweis: Die Dateinamen sind mit einer QuickInfo ausgestattet, damit Sie lange
Dateinamen besser lesen können.
4. Wählen Sie die entsprechende Option im Abschnitt Importformat.
5. Optional: Wählen Sie in der Pulldown-Liste Dateityp einen Dateityp aus, um die Liste
Verfügbare Dateien zu filtern.
6. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Zielkatalog einen Zielkatalog aus und klicken Sie
auf die Schaltfläche OK.
Der Status für den Import der ausgewählten Dateien wird in der Statusleiste angezeigt,
die Katalogeinträge werden von den ausgewählten Quelldateien in den festgelegten
Katalog importiert und die Meldung Importvorgang abgeschlossen wird
eingeblendet.
9-18
Arbeiten mit Katalogen
Falls die Verbindung zum Zielkatalog geschlossen ist, wird sie geöffnet und Sie werden
gegebenenfalls (bei einem ODBC-Katalog) zur Angabe eines Kennwortes aufgefordert.
Wenn die Verbindung nicht im Modus lesen/schreiben geöffnet werden kann, wird
eine Meldung angezeigt, da der Importvorgang nicht in einer Verbindung mit dem
Status nur lesen bzw. geschlossen ausgeführt werden kann.
Hinweise zum Importieren von Metadaten
•
Die Katalogdatenbank erkennt Kontakte, Zitierungen und andere "wiederverwendbare"
Komponenten von importierten Metadateneinträgen, wenn diese die gleichen Namen
wie die bereits in der Katalogdatenbank vorhandenen Kontakte, Zitierungen usw.
aufweisen. Kontakte, Zitierungen oder andere Komponenten vorhandener
Metadateneinträge werden nicht aktualisiert, wenn neue Einträge dieselben
Schlüsselinformationen enthalten.
•
Beobachten Sie das Dialogfeld Metadaten importieren, um zu sehen ob Ihre Einträge
erfolgreich importiert wurden. Sie können die Protokolldateien des Imports anzeigen
oder speichern, um zu sehen ob der Importvorgang mit oder ohne Importfehler oder
Warnungen durchgeführt wurde.
•
Sollte der Befehl Metadaten importieren nicht in der Lage sein, eine Datei zu
importieren, rufen Sie die Online-Hilfe für Kataloge auf, um sich über die Verwendung
des Dienstprogramms mp zu informieren, mit dem Sie die Datei im Rahmen der
Vorbereitung zum Importieren überprüfen können.
•
Sie können den Importvorgang abbrechen, indem Sie die ESC-Taste drücken.
Exportieren von Katalogeinträgen
Mit dem Befehl Katalogeinträge exportieren können Sie mehrere Katalogeinträge für die
Verteilung von Daten, für die Übergabe an eine Metadatensammelstelle, für den
Datenaustausch mit anderen Benutzern und für die Ansicht außerhalb von GeoMedia mit
Webbrowser-Software ausgeben. Dieser Befehl exportiert die Katalogeinträge aus einem
bestimmten Katalog in Dateien eines auswählten Formats in einen festgelegten Zielordner.
Der Standardzielordner ist der Unterordner \Catalogs der Ihrem Ordner \Warehouses
untergeordnet ist. Die exportierte Datei erhält den Namen <Eintragstitel>.<Dateityp der
Exportdatei>. Falls der Titel des exportierten Eintrags ungültige Zeichen enthält, die nicht
den Konventionen für Dateinamen in Windows entsprechen, werden diese Zeichen im
Namen der exportierten Datei durch Unterstriche ( _ ) ersetzt. Dieser Befehl erstellt für
jeden exportierten Metadateneintrag eine oder mehrere Dateien.
9-19
9
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Der Unterschied zwischen exportieren und veröffentlichen
Der Befehl Katalogeinträge exportieren erstellt zwei Typen von Metadatendateien.
Obwohl die Ergebnisse ähnlich erscheinen, sind die zwei Gruppen von Dateitypen für
verschiedene Zwecke gedacht:
•
"Exportierte" Katalogeinträge sind für den Austausch mit anderen Katalogbenutzern
und für die Verwendung in anderen Software-Anwendungen vorgesehen.
•
"Veröffentlichte" Katalogeinträge sind für die allgemeine Anzeige außerhalb der
Katalogumgebung (gewöhnlich mit einem Webbrowser) vorgesehen.
HTML-Dateien dienen ausschließlich für die Anzeige und GCE-Dateien ausschließlich für
den Export an andere Katalogbenutzer. TXT-Dateien können für beide Zwecke verwendet
werden. XML-Dateien können für den Datenaustausch oder die Anzeige verwendet
werden, falls sie eine Referenz auf ein Stylesheet enthalten.
Um den Befehl Katalogeinträge exportieren verwenden zu können, muss mindestens ein
Katalogeintrag im GeoWorkspace vorhanden sein. Wenn Sie einen Katalog auswählen,
wird, falls noch nicht geöffnet, eine Verbindung zu diesem Katalog hergestellt. Die
Katalogverbindung wird also von dem Befehl nach Bedarf geöffnet, jedoch nicht während
des Ladens des GeoWorkspaces. Falls erforderlich, müssen Sie zum Herstellen der
Verbindung mit dem Katalog möglicherweise ein Kennwort eingeben.
Sie können Katalogeinträge in die Dateiformate HTML, GCE, TXT (FGDC), XML
(FGDC) und XML (ISO) exportieren.
Auf der Registerkarte Erweitert des Dialogfelds Katalogeinträge exportieren können Sie
für jedes Format verschiedene Parameter festlegen:
Exportformat:
Einzubeziehende Abschnitte:
Benutzerdefiniert
Identifizierung
Datenqualität
Räumliche Datenorganisierung
Entität und Attribute
Verteilung
Metadatenreferenz
Optionen:
Leere Felder ausschließen
Biologisches Profil einbeziehen
Kartendarstellung einbeziehen
Mit Stylesheet veröffentlichen
9-20
HTML
TXT
(FGDC)
√
√
√
√
√
√
√
√
√
√
√
√
√
√
√
√
√
√
√
GCE
XML
(FGDC)
√
√
√
√
XML
(ISO)
√
Arbeiten mit Katalogen
Einzubeziehende Abschnitte — Hier können Sie festlegen, welche FGDCMetadatenabschnitte exportiert werden sollen.
Optionen:
•
Leere Felder ausschließen — Legt fest, dass alle leeren Metadatenelemente
ausgeschlossen werden sollen.
•
Biologisches Profil einbeziehen — Legt fest, dass der zu biologischen Profilen
gehörende Metadateninhalt einbezogen werden soll.
•
Kartendarstellung einbeziehen — Legt fest, dass eine Kartendarstellung des Eintrags
einbezogen werden soll. Diese Option steht bei nichtgrafischen Einträgen nicht zur
Verfügung.
Mit Stylesheet veröffentlichen — Legt bei den Formaten XML (FGDC) und XML (ISO)
fest, dass den exportieren Daten ein Stylesheet angehängt werden soll. Sie können hier den
Pfad des Stylesheets eingeben oder über die Schaltfläche Durchsuchen ein Stylesheet
auswählen.
Ein Stylesheet passt die Darstellung Ihres Kataloginhalts an. Es wird der exportierten
XML-Datei angehängt, um die XML-Daten mit einem Browser betrachten zu können. Bei
XML(ISO) werden nur die Kernelemente mithilfe eines Stylesheets veröffentlicht. Die
Software wird mit vier Stylesheet geliefert, die sich im Ordner
\Programme\GeoMediaProfessional\stylesheets\catalogs befinden: FGDC_classic.xsl,
FGDC_FAQ.xsl, ViewDetails.xsl und ISO_Stylesheet1.xsl.
Hinweis: XSL ist eine Sprache für Stylesheets. Ein XSL-Stylesheet ist eine Datei die
beschreibt, wie ein XML-Dokument eines bestimmten Typs anzuzeigen ist. Die zum
Anzeigen von GeoMedia Katalog-Metadateneinträgen in Ihrem Webbrowser verwendeten
XSL-Stylesheets enthalten Skripte. Skripte werden als aktiver Inhalt bezeichnet. Beispiele
für solche aktiven Inhalte sind Laufschriften, Videos und animierter Inhalt auf Webseiten.
Um die Metadaten ordnungsgemäß im FGDC.XML- oder ISO.XML-Format anzeigen zu
können, stellen Sie sicher, dass Ihr Webbrowser die Ausführung von Skripten gestattet.
Jeder Export generiert eine Protokolldatei (.log) mit den Ergebnissen des Exportvorgangs.
Es gibt zwei Typen von Protokolldateien, eine individuelle Protokolldatei für jeden
exportierten Eintrag und eine zusammengefasste Protokolldatei für den gesamten
Exportvorgang. Falls der Titel des exportierten Eintrags ungültige Zeichen enthält, die
nicht den Konventionen für Dateinamen in Windows entsprechen, werden diese Zeichen
im Namen der Protokolldatei durch Unterstriche ( _ ) ersetzt. Die Protokolldateien werden
in den Exportordner ausgegeben.
9-21
9
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So exportieren Sie Katalogeinträge
1. Wählen Sie Extras > Kataloge > Katalogeinträge exportieren.
2. Wählen Sie auf der Registerkarte Allgemein die gewünschte Katalogverbindung in der
Pulldown-Liste Katalog aus.
3. Wählen Sie in der Liste Einträge, die gewünschten offenen Katalogeinträge aus.
4. Wählen Sie die entsprechende Option im Abschnitt Exportformat.
5. Geben Sie im Feld Ordner den Ort ein, an dem die exportierten Dateien gespeichert
werden sollen oder wählen Sie einen Ablageort über die Schaltfläche Durchsuchen
aus.
9-22
Arbeiten mit Katalogen
6. Wählen Sie die Registerkarte Erweitert und legen Sie hier die verfügbaren Parameter
Ihren Anforderungen entsprechend fest.
Die folgende Abbildung zeigt die Registerkarte Erweitert für das Exportformat
HTML.
9
Die folgende Abbildung zeigt die Registerkarte Erweitert für das Exportformat XML
(ISO).
9-23
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Wenn das zu verwendende Stylesheet in Ihrem Netzwerk verfügbar ist, wählen Sie
diese XSL-Datei mithilfe der Schaltfläche Durchsuchen aus. Klicken Sie auf Öffnen
und anschließend auf OK. Alle XML (ISO)-Metadateneinträge werden jetzt solange
mit einer Verknüpfung zu diesem Stylesheet veröffentlicht, bis Sie diese Einstellung
ändern.
Manche Benutzer ordnen ihren Computern Netzlaufwerke zu mit der Möglichkeit, sie
nachträglich neu zuordnen zu können. Wenn dies in Ihrem Fall zutrifft, sollten Sie
eventuell einen UNC-Pfadnamen wie z.B. \\gisdataserver\metadata\My_Style.XSL
verwenden, anstatt einen Laufwerkbuchstaben in den Pfad einzubeziehen. Wenn Sie
beim Neuzuordnen einen UNC-Pfad verwenden, müssen Sie sich nicht erneut mit der
Datenbank verbinden.
Wenn Sie XML-Metadaten im Web veröffentlichen wollen und das zu verwendende
Stylesheet auf einer Website zur Verfügung steht, navigieren Sie nicht mit der
Schaltfläche Durchsuchen zu diesem Ort. Tippen oder fügen Sie stattdessen den
vollständigen URL für das Stylesheet ein wie z.B.
http://www.gisdataserver.org/metadata/My_Style.XSL.
7. Klicken Sie auf Anwenden.
Der Status für den Export der ausgewählten Einträge wird in der Statusleiste
angezeigt, die ausgewählten Katalogeinträge werden exportiert und die Dateien
werden im Zielordner gespeichert.
Auswählen von Textsymbolik und Grafikdatei für die XML-Anzeige
Ein XSL-Stylesheet ist eine Datei die beschreibt, wie ein XML-Dokument eines
bestimmten Typs anzuzeigen ist und ein erfahrener XSL-Editor ist in der Lage, viele
Aspekte zur Anzeige des in einem XML-Katalogeintrag enthaltenen Metadateninhaltes zu
steuern. Sie können die Schriftart, Farbe und Größe für den in Ihrem XMLMetadatenauszug angezeigten Text steuern, indem Sie ein benutzerdefiniertes Stylesheet
bearbeiten.
Jede mit Katalogen bereitgestellte XSL-Datei (Stylesheet) befindet sich im Ordner
<HOME>\StyleSheets\Catalogs und enthält identischen Code, der die Schriftart, Farbe und
Größe von Text definiert, wenn dieses Stylesheet verwendet wird. XSL-Editoren können
Notepad oder ein anderes Werkzeug verwenden, um die am Anfang des Stylesheets
kodierten Klassendefinitionen zu bearbeiten. Das Stylesheet wird ursprünglich mit
folgenden Klassen geliefert.
9-24
Arbeiten mit Katalogen
Klasse:
.title
.contents
.sectionname
.tag
.text
.biotag
.biotext
Leistet folgendes:
Titel des Auszugs
Liste der Abschnitte
Abschnittsnamen mit Hyperlink
Metadaten-Elementtitel
Elementinhalt des Typs Text
Biologischer Elementtitel
Text von biologischen Elementen
XSL-Editoren können auch die links oben im XML-Metadatenauszug angezeigte
GeoMedia-Grafik entfernen oder durch eine andere Grafik ersetzen, indem sie die mit den
GeoMedia-Katalogen gelieferten Stylesheets bearbeiten. Die vier mit GeoMedia gelieferten
XSL-Dateien verwenden die Grafik <HOME>\StyleSheets\tech_geomedia.gif als
Grafikdatei, die standardmäßig angezeigt wird. XSL-Editoren können eine Grafikdatei
ähnlicher Größe verwenden, die sich unter einem beliebigen Pfadnamen befindet.
Verknüpfen von Katalogeinträgen
Mit dem Befehl Katalogeinträge verknüpfen können Sie einen Katalogeintrag mit dem
Datensatz verknüpfen, der die GeoMedia-Objektklasse oder das Bild darstellt die er
beschreibt. Auf diese Weise können Sie:
•
Bestimmte Metadatenelemente automatisch erfassen.
•
Eine visuelle Ansicht Ihrer Daten zur Verfügung stellen.
•
Grafik für den Browser spontan beim Generieren des HTML-Auszugs exportieren.
Um diesen Befehl verwenden zu können, muss Ihr GeoWorkspace mindestens eine
Katalogverbindung enthalten. Wenn Sie eine Katalogverbindung auswählen, wird der
Katalog, falls er noch nicht geöffnet ist, geöffnet. Die Katalogverbindung wird also von
dem Befehl nach Bedarf geöffnet, jedoch nicht während des Ladens des GeoWorkspaces.
Falls erforderlich, müssen Sie zum Herstellen der Verbindung mit dem Katalog
möglicherweise ein Kennwort eingeben.
9-25
9
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Um den Katalogeintrag verknüpfen zu können, muss der Katalog mit dem Status
lesen/schreiben verbunden sein. Die Verknüpfungsinformationen eines Datensatzes werden
im Katalog gespeichert. Sie können eine Objektklasse oder eine Bilddatei verknüpfen. Bei
den unterstützten Bilddateiformaten handelt es sich um die gleichen, die auch im
GeoMedia-Rastersystem georeferenziert werden.
Sie können einen Datensatz mit einem Katalogeintrag als Vordergrund- oder
Hintergrundlayer verknüpfen. Der zuerst verknüpfte Datensatz wird als Vordergrundlayer
bezeichnet. Der Katalogeintrag kann mit einem zweiten als Hintergrundlayer bezeichneten
Datensatz verknüpft werden, der einen Referenzrahmen für den verknüpften Datensatz
bereitstellt. So ist z.B. ein Datensatz der die Flüsse eines Bundesstaates darstellt
aufschlussreicher, wenn er zusammen mit einem Hintergrundlayer angezeigt wird, der den
Bundesstaat darstellt. Aus diesem Grund muss der Hintergrundlayer die gleiche Projektion
wie der Vordergrundlayer aufweisen. Dieser Befehl verknüpft einen Datensatz
(Vordergrund oder Hintergrund) mit einem Katalogeintrag und erfasst die raumbezogenen
Metadaten aus dem zugehörigen (Vordergrund) Datensatz. Jeder Katalogeintrag kann auf
Null, eine oder zwei GeoMedia-Objektklassen zeigen, die dann für Kartendarstellungen der
räumlichen Daten verwendet werden, die von diesem Katalogeintrag beschrieben werden.
Der Befehl Katalogeinträge verknüpfen zeigt ebenfalls vor dem Herstellen einer
Verknüpfung die verfügbaren Katalogeintragstitel aus den verbundenen Katalogen an. Die
Katalogeintragstitel werden zusammen mit Symbolen mit angezeigt, die anzeigen ob der
Katalogeintrag bereits eine Verknüpfung mit einer Objektklasse als Vordergrundlayer
aufweist.
— Mit einem verknüpften Datensatz im Vordergrundlayer.
— Ohne verknüpften Datensatz im Vordergrundlayer.
Sie können mit diesem Befehl außerdem einen neuen Katalogeintrag erstellen. Sie können
einen vollständig neuen Katalogeintrag, einen leeren Katalogeintrag oder einen Eintrag aus
einem bereits vorhandenen Katalogeintrag erstellen. Bei der letzten Option wird der
Katalogeintrag erstellt und der Inhalt des vorhandenen Eintrags wird mit beliebig
veränderten FGDC-Abschnitten in den neuen Katalogeintrag kopiert. Nach der Erstellung
können Sie einen Datensatz mit dem neuen Katalogeintrag verknüpfen.
9-26
Arbeiten mit Katalogen
Sie können ebenfalls einen Datensatz von einem Katalogeintrag trennen und mit einem
anderen Katalogeintrag verknüpfen. Beim Trennen eines Datensatzes wird die
Verknüpfung zwischen dem Datensatz und dem Katalogeintrag aufgehoben und der
entsprechende Metadateneintrag des Katalogs wird aktualisiert. Sobald Sie den Datensatz
trennen, ist eine Vorschau darauf nicht mehr möglich.
Nach dem Verknüpfen eines Datensatzes (Vordergrund) erfasst dieser Befehl außerdem die
raumbezogenen Metadaten. Die erfassten Informationen werden in den zugehörigen
Feldern im Katalogeintrag gespeichert. Auf diese Weise können Sie die im Katalog
gespeicherten erfassten Metadaten synchronisieren, um die am verknüpften Datensatz im
Vordergrund vorgenommenen Änderungen wiederzugeben. Bei den erfassten
Metadatenelementen handelt es sich um folgende:
•
Begrenzungskoordinaten — Die Grenzen des Abdeckungsbereichs eines Datensatzes
ausgedrückt in Längengrad und Breitengrad. Dieses zusammengesetzte
Metadatenelement wird im Abschnitt Identifizierung/Räumliche Domäne gespeichert.
•
Attributname — Die Identität aller der Objektklasse zugehörigen Attribute. Dieses
Metadatenelement wird im Abschnitt Entität und Attribute gespeichert.
•
Punkt- und Vektorobjektinformationen — Typ und Anzahl der im Datensatz
enthaltenen räumlichen Vektor- und nicht gerasterten Punktobjekte. Dieses
zusammengesetzte Metadatenelement wird im Abschnitt Räumliche Datenorganisation
gespeichert.
Sie können mit diesem Befehl auch die Verknüpfungen sowie den kompletten
Metadateninhalt für einen ausgewählten Katalogeintrag anzeigen. Auf diese Weise können
Sie die während eines Erfassungsvorgangs erfassten räumlichen Daten sehen.
9-27
9
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So verknüpfen Sie einen Katalogeintrag als Vordergrund- oder
Hintergrundlayer
1. Wählen Sie Extras > Kataloge > Katalogeinträge verknüpfen.
2. Wählen Sie die gewünschte Katalogverbindung aus, um die Baumstruktur im Feld
Verfügbare Katalogeinträge anzuzeigen.
3. Wählen Sie den entsprechenden Katalogeintrag zum Verknüpfen aus.
4. Wählen Sie im Gruppenfeld Datensatzverknüpfungen die gewünschte Option für
Vordergrundlayer bzw. Hintergrundlayer aus.
Bei der Option Vordergrundlayer werden der Objektklassenname und die
Warehouseverbindungsinformationen des als Vordergrundlayer zu verknüpfenden
Datensatzes angezeigt.
Bei der Option Hintergrundlayer werden der Objektklassen-/Bilddateiname und die
Warehouseverbindungsinformationen bzw. der Pfad des Bildordners der als
Hintergrundlayer zu verknüpfenden Objektklasse/Bilddatei angezeigt.
5. Für eine Objektklasse klicken Sie auf die Schaltfläche Objektklasse verknüpfen.
ODER
Für eine Bilddatei klicken Sie auf die Schaltfläche Bilddatei verknüpfen.
9-28
Arbeiten mit Katalogen
6. Bei einer Objektklasse wählen Sie die Verbindung und Objektklasse aus, mit der der
Katalogeintrag verknüpft werden soll und klicken Sie anschließend auf OK.
9
ODER
Bei einer Bilddatei wählen Sie die Verbindung und die Bilddatei aus, mit der der
Katalogeintrag verknüpft werden soll und klicken Sie anschließend auf OK.
9-29
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So erstellen Sie einen neuen Katalogeintrag
1. Wählen Sie Extras > Kataloge > Katalogeinträge verknüpfen.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Neuer Katalogeintrag.
3. Geben Sie im Feld Titel den Titel für den neuen Eintrag ein. Gehen Sie zu Schritt 7.
ODER
Geben Sie im Feld Titel den Titel eines bereits vorhandenen Eintrags ein. Fahren Sie
mit Schritt 4 fort.
4. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Erstellen aus.
5. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Katalogeintrag den gewünschten Eintrag aus.
6. Aktivieren Sie im Gruppenfeld Einzubeziehende Abschnitte die Kontrollkästchen der
FGDC-Abschnitte, deren Inhalt aus dem vorhandenen Eintrag in den neuen Eintrag
kopiert werden sollen.
7.
Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Der neue Katalogeintrag wird mit dem von Ihnen angegebenen Titel im ausgewählten
Katalog erstellt und der neu hinzugefügt Katalogeintrag wird in der Baumstruktur
Verfügbare Katalogeinträge unter dem entsprechenden Katalog angezeigt.
9-30
Arbeiten mit Katalogen
So erfassen Sie Informationen
1. Wählen Sie Extras > Kataloge > Katalogeinträge verknüpfen.
2. Wählen Sie die gewünschte Katalogverbindung aus, um die entsprechende
Baumstruktur im Feld Verfügbare Katalogeinträge anzuzeigen.
3. Wählen Sie den gewünschten Katalogeintrag aus.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Erfassen.
Die Metadatenelemente des Katalogeintrags werden aktualisiert, indem entsprechende
Informationen aus dem zugehörigen Vordergrundlayer erfasst werden.
So zeigen Sie Katalogdetails an
9
1. Wählen Sie Extras > Kataloge > Katalogeinträge verknüpfen.
2. Wählen Sie die gewünschte Katalogverbindung aus, um die entsprechende
Baumstruktur im Feld Verfügbare Katalogeinträge anzuzeigen.
3. Wählen Sie den gewünschten Katalogeintrag aus.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Details anzeigen.
Ein systemunterstütztes Browserfenster wird geöffnet und der Metadateninhalt wird
unter Verwendung des Stylesheets ViewDetails.xsl als XML-Datei angezeigt.
Katalog-Explorer
Der Katalog-Explorer stellt ein funktionelles und praktisches Werkzeug zum Verwalten
Ihrer Daten und Metadaten dar. Dieser Befehl bietet Ihnen eine leistungsstarke Funktion
für die schnelle Suche von und Vorschau auf in Ihrer GIS-Datenbibliothek enthaltene
Datensätze. Sie können Katalogeinträge aus mehreren Katalogen durchsuchen und
Datensätze anhand von Metadatenschlüsselwörtern, Attributen, Zeiträumen oder
geographischen Bereichen suchen.
Um diesen Befehl verwenden zu können, muss Ihr GeoWorkspace mindestens eine
Katalogverbindung enthalten. Wenn Sie eine Katalogverbindung auswählen, wird der
Katalog, falls er noch nicht geöffnet ist, geöffnet. Die Katalogverbindung wird also von
dem Befehl nach Bedarf geöffnet, jedoch nicht während des Ladens des GeoWorkspaces.
Falls erforderlich, müssen Sie zum Herstellen der Verbindung mit dem Katalog
möglicherweise ein Kennwort eingeben.
9-31
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Mit diesem Befehl können Sie eine Liste mit geöffneten Katalogen anzeigen sowie die
darin enthaltenen Katalogeinträge. Sie können dann einen Katalogeintrag in der dem
Windows-Explorer ähnlichen Baumstruktur auswählen, um die folgenden wichtigen
Metadateninformationen anzuzeigen:
•
Titel und Kontaktperson für die Metadaten und den Datensatz
•
Vorschau auf die Karte, falls der Katalogeintrag mit einer Objektklasse verknüpft ist
•
Einfache Beschreibung
•
Wichtiger raumbezogener Metadateninhalt
Sie können bestimmte Kriterien für die Suche innerhalb des geöffneten Katalogs festlegen
sowie die Suchkriterien leeren und neu definieren. Zu den Suchkriterien zur Auswahl von
Katalogeinträgen gehören folgende:
•
Enthält eine beliebige Anzahl von oder keine der aufgelisteten Schlüsselwörter
•
Enthält eine beliebige Anzahl der aufgelisteten Attribute
•
Stimmt mit dem Zeitraum des Inhalts überein
•
Enthält den Warehousetyp des verknüpften Datensatzes
•
Liegt innerhalb des von Ihnen angegebenen Begrenzungsbereichs
Wenn Sie eine Suche anhand der eingegebenen Suchkriterien durchgeführt haben, können
Sie das Suchergebnis als eine Liste von Katalogeinträgen sehen. Sie können anschließend
die mit den ausgewählten Katalogeinträgen verknüpften Objektklassen in ein aktives
Kartenfenster laden. Sie können außerdem die Details eines Katalogeintrags anzeigen.
Dialogfeld Katalog-Explorer
Das Dialogfeld Katalog-Explorer stellt die Schnittstelle dar, über die Sie die zuvor
beschriebenen Aufgaben ausführen. Das Dialogfeld ist in drei Hauptabschnitte unterteilt.
Der Baumstrukturabschnitt auf der linken Seite des Dialogfelds enthält zwei
Baumstrukturfelder zum Anzeigen verfügbarer Katalogeinträge und zur Anzeige von
Suchergebnissen. Der Registerkartenabschnitt auf der rechten Seite des Dialogfelds enthält
fünf Registerkarten zur Anzeige wichtiger Informationen zum Inhalt des Katalogeintrags,
zum Eingeben von Suchkriterien und zum Ausführen von Suchen. Der
Befehlsschaltflächenabschnitt am unteren Rand des Dialogfelds enthält die Befehle zum
Anzeigen von Katalogeintragsdetails und zum Laden von Objektdaten.
9-32
Arbeiten mit Katalogen
9
Baumstruktur für Katalogeinträge und Suchergebnisse
Dieser Abschnitt des Dialogfelds enthält das Feld Verfügbare Katalogeinträge, das alle
im GeoWorkspace enthaltenen Katalogverbindungen in einer reduzierten Baumstruktur
anzeigt. Wenn Sie einen Katalogknoten erweitern, wird, falls sie noch nicht geöffnet ist,
eine Verbindung zu diesem Katalog hergestellt. Die Katalogverbindung wird also von dem
Befehl nach Bedarf geöffnet, jedoch nicht während des Ladens des GeoWorkspaces. Falls
erforderlich, müssen Sie zum Herstellen der Verbindung mit dem Katalog möglicherweise
ein Kennwort eingeben. Ein ausgewählter Katalog wird optisch hervorgehoben, um
anzuzeigen, dass es sich hierbei um den aktiven Katalog handelt und dass er erweitert
werden kann, um die Katalogeinträge anzuzeigen. Es kann immer nur ein Katalogeintrag
geöffnet sein. Wenn Sie einen Katalogeintrag auswählen, wird bei einem aktiven Eintrag
auf den ersten vier Registerkarten eine Zusammenfassung der Metadaten angezeigt.
9-33
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Das Symbol links neben einem Katalogeintrag zeigt an, ob das Element mit einer
Objektklasse verknüpft ist oder nicht (siehe Abbildung).
— Mit einem verknüpften Datensatz im Vordergrund.
Sowohl der Datensatz als auch die Metadaten sind zur
Vorschau verfügbar.
— Ohne verknüpften Datensatz im Vordergrund. Nur die
Metadaten sind zur Vorschau verfügbar.
Wenn Sie eine Suche auf alle verbundenen Kataloge durchführen, wird die Baumstruktur
im Feld Suchergebnisse mit der Liste der im Suchergebnis enthaltenen Titel ausgefüllt.
Der Suchvorgang basiert auf den Suchkriterien, die Sie auf der untergeordneten
Registerkarte Suchkriterien der Registerkarte Suchen eingegeben haben. Sie können
einen der Katalogeinträge in der Liste auswählen, um die entsprechende Zusammenfassung
von Metadaten anzuzeigen. Die Auswahl in den Baumstrukturen der Felder Verfügbare
Katalogeinträge und Suchergebnisse ist synchronisiert. Wenn Sie also einen
Katalogeintrag in der Baumstruktur Suchergebnisse auswählen, wird das gleiche Element
in der Baumstruktur Verfügbare Katalogeinträge hervorgehoben und die
Zusammenfassung der Metadaten des ausgewählten Eintrags wird auf den Registerkarten
im rechten Abschnitt des Dialogfelds angezeigt. Ebenso wird, wenn Sie einen
Katalogeintrag in der Baumstruktur Verfügbare Katalogeinträge auswählen, das gleiche
Element in der Baumstruktur Suchergebnisse hervorgehoben, wenn es hier vorhanden ist
und die Zusammenfassung der Metadaten des ausgewählten Eintrags wird auf den
Registerkarten angezeigt. Sie wählen mehrere Katalogeinträge für einen Ladevorgang aus,
indem Sie mehrere Elemente in der Liste auswählen. Beim Auswählen mehrerer
Listeneinträge, findet jedoch keine Synchronisation zwischen den Baumstrukturen
Verfügbare Katalogeinträge und Suchergebnisse statt und es werden auch keine
Metadaten auf den Registerkaten angezeigt.
9-34
Arbeiten mit Katalogen
Details anzeigen und Objektdaten laden
Mit dem Befehl Details anzeigen im unteren Abschnitt des Dialogfelds können Sie den
gesamten Inhalt eines ausgewählten Katalogeintrags in einem systemunterstützten
Browserfernster anzeigen. Der Inhalt des Katalogeintrags wird unter Verwendung des
Stylesheets ViewDetails.xsl als XML-Datei angezeigt. Diese Schaltfläche wird aktiviert,
wenn Sie einen Katalogeintrag mit oder ohne Vordergrundverknüpfung in der
Baumstruktur Verfügbare Katalogeinträge oder Suchergebnisse auswählen.
Hinweis: Das Stylesheet ViewDetails.xsl kann entsprechend Ihren Präferenzen und
Standards angepasst werden, um die von Ihnen festgelegte(n) Grafikdatei,
Symbolikelemente und Inhalte anzuzeigen. Sie benötigen XML-Werkzeuge und die
entsprechenden Zugriffsberechtigungen, um dieses oder andere Stylesheets im Ordner
<HOME>\StyleSheets\Catalogs zu bearbeiten.
9
Mit dem Befehl Objektdaten laden können Sie Warehouseverbindungen und
Objektklassen in GeoMedia Professional erstellen, öffnen und verwenden, die mit den
ausgewählten Katalogeinträgen verknüpft sind. Diese Schaltfläche wird aktiviert, wenn Sie
einen oder mehrere Katalogeinträge in der Baumstruktur Verfügbare Katalogeinträge
oder Suchergebnisse auswählen. Falls Sie einen einzelnen Eintrag auswählen müssen,
können Sie dies in der Baumstruktur Verfügbare Katalogeinträge oder der Baumstruktur
Suchergebnisse tun.
Der Befehl Objektdaten laden prüft nach, ob die ausgewählten Katalogeinträge über
verknüpfte Objektklassen verfügen. Katalogeinträge ohne Verknüpfung oder mit einer
Verknüpfung zu einer Bilddatei werden übergangen. Für jede qualifizierte Objektklasse
stellt der Befehl fest, ob bereits eine GDO-Warehouseverbindung vorhanden ist. Der
Befehl versucht hierbei den Ort und die Verbindungsinformationen für jede in der
Verbindungskollektion des Dokuments enthaltene Verbindung mit der des Datensatzes des
ausgewählten Katalogs abzugleichen. Wenn der Befehl eine genau übereinstimmende
Verbindung mit dem Status geschlossen findet, versucht er diese Verbindung im Modus
nur lesen zu öffnen. Falls der Befehl keine bereits verbundene übereinstimmende
Verbindung findet, wird eine neue Verbindung erstellt, indem ein eindeutiger Name für die
Verbindung aus dem Typ des Datensatzes (<Typ> Verbindung <Zahl>) generiert wird
(z.B. "OracleORO Verbindung 1"). Die neue Verbindung wird unabhängig vom Typ des
Datensatzes (z.B. Oracle lesen/schreiben oder Oracle nur lesen) immer im Modus Nur
lesen geöffnet. Falls eine solche Verbindung bereits besteht, jedoch geschlossen ist, wird
sie geöffnet. Ist eine solche Verbindung bereits vorhanden und geöffnet, sind keine
weiteren Aktionen in Bezug auf die Verbindung erforderlich.
9-35
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sobald eine offene Verbindung hergestellt ist, wird die verknüpfte Objektklasse der
aktiven Kartenfensterlegende hinzugefügt, wenn ein Kartenfenster geöffnet und die
entsprechende Objektklasse eine räumliche Objektklasse ist. Es wird eine Legende mit dem
Namen der Objektklasse als Titel erstellt und dieser Name wird an erster Stelle der
Kollektion mit Legendennamen hinzugefügt. Dies wird für alle von Ihnen ausgewählten
Katalogeinträge wiederholt. Die Protokolldatei LoadFeatures.log wird im \temp-Ordner
des Benutzers erstellt, um alle Fehler beim Herstellen von Verbindungen aufzuzeichnen.
Registerkarten des Katalog-Explorers
Mit den fünf Registerkarten im rechten Abschnitt des Dialogfelds Katalog-Explorer
können Sie Katalogeinträge durchblättern und suchen. Es handelt sich hierbei um folgende
Registerkarten: Beschreibung, Identifizierung, Räumliche Daten, Attribute und
Suchen.
Alle Registerkarten mit Ausnahme der Registerkarte Suchen enthalten
Zusammenfassungen. Sie legen die Suchkriterien auf der Registerkarte Suchen fest und
überprüfen die Ergebnisse auf den anderen Registerkarten. Die Registerkarte Suchen ist
immer aktiviert, das Verhalten der Registerkarten mit den Zusammenfassungen ist jedoch
unterschiedlich. Diese Zusammenfassungsregisterkarten sind:
9-36
•
deaktiviert, wenn Sie lediglich einen Katalogverbindungsknoten auswählen.
•
aktiviert, wenn Sie in den Feldern Verfügbare Katalogeinträge oder Suchergebnisse
einen Katalogeintrag mit Verknüpfungen auswählen.
•
aktiviert, wenn Sie in den Feldern Verfügbare Katalogeinträge oder Suchergebnisse
einen ungebundenen Eintrag ohne Vordergrundverknüpfungen auswählen.
•
aktiviert, wenn Sie im Feld Suchergebnisse mehrere Einträge auswählen und der
Inhalt des ausgewählten Katalogeintrags in der Baumstruktur mit verfügbaren
Einträgen angezeigt ist.
•
Wenn Sie einen Katalogeintrag in der Baumstruktur mit verfügbaren Katalogeinträgen
auswählen, der weder eine Vordergrund- noch eine Hintergrundverknüpfung aufweist,
wird auf der Registerkarte die Meldung "Karte nicht verfügbar" angezeigt. Im Falle
einer ungültigen Datensatzverknüpfung (d.h. der Datensatz kann nicht verbunden
werden) wird auf der Registerkarte die Meldung "Die Verbindung zur Datenbank
konnte nicht hergestellt werden. Bitte vergewissern Sie sich, dass die
Warehouseverbindungsparameter richtig sind und versuchen Sie es noch einmal."
eingeblendet.
Arbeiten mit Katalogen
Registerkarte Beschreibung — Hier werden die Metadatenelemente Zusammenfassung,
Zweck und Ergänzung in den entsprechenden schreibgeschützten Feldern angezeigt.
9
Registerkarte Identifizierung — Hier werden die wichtigen Metadatenelemente des
Abschnitts Identifizierung wie folgt angezeigt: Datensatzkontakt, Metadatenkontakt,
Thematische Schlüsselwörter, Ortsbezogene Schlüsselwörter, Schichtbezogene
Schlüsselwörter, Zeitliche Schlüsselwörter, Zeitraum, Zugriffseinschränkungen,
Verwendungseinschränkungen, Datensatzreferenzen und Plattformspezifische
Datensatzumgebung. Schlüsselwörter können aus einem oder mehreren Wörtern
bestehen, die durch Kommata abgetrennt sind.
9-37
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Registerkarte Räumliche Daten — Hier wird eine Kartenvorschau der dem ausgewählten
Katalogeintrag zugehörigen Objektklasse angezeigt. Ein Katalogeintrag kann zwei
verknüpfte Objektklassen aufweisen, eine für den Vordergrundlayer und eine für den
Hintergrundlayer. Die Kartensteuerung ist unter den folgenden zwei Bedingungen
deaktiviert:
•
Die Metadaten weisen keine verknüpfte Objektklasse für den Vordergrundlayer auf.
•
Die Auswahl ist auf einen Katalogknoten der Baumstruktur Verfügbare
Katalogeinträge eingestellt.
Am linken Rand der Karte befindet sich eine Symbolleiste, mit der Sie den Karteninhalt
anzeigen und durchsuchen können.
Karte anzeigen — zeigt die Karte oder Daten an, falls diese verfügbar
sind.
Vergrößern — vergrößert Objekte.
Verkleinern — verkleinert Objekte.
Verschieben — verschiebt Kartenobjekte.
Gesamter Bereich — zeigt den gesamten Bereich der Karte an, d.h.
passt sie in die Anzeige ein.
9-38
Arbeiten mit Katalogen
Diese Registerkarte zeigt außerdem schreibgeschützte Verknüpfungseinzelheiten und
raumbezogene Metadatenelemente der zwei Objektklassenlayer an. Für den
Vordergrundlayer werden der Name der Objektklasse, das Warehouse, die Anzahl der in
der Karte enthaltenen Objekte und die Kartenprojektion angezeigt. Für den
Hintergrundlayer werden der Name der Bilddatei, der Bildordner und die
Begrenzungskoordinaten angezeigt.
9
Hinweis: Die Projektion der angezeigten Karte ist immer als geographisch vordefiniert,
und die Symbolik ist ebenfalls vordefiniert und hartkodiert.
Registerkarte Attribute — Hier werden alle Attributbeschriftungen und deren
Attributdefinition für die Entität captured angezeigt. FGDC-Metadaten können mehrere
Entitäten für den Datensatz enthalten den sie beschreiben. Eine Entität enthält mehrere
Attribute. Jedes Attribut verfügt über einen Namen, einen Wert und mehrere zugehörige
Eigenschaften. Die Attribute der zugehörigen Objektklasse werden erfasst und unter einer
Entität mit dem Namen captured platziert.
9-39
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Registerkarte Suchen — Diese Registerkarte enthält die zwei untergeordneten
Registerkarten Text-/Datumskriterien und Räumliche Kriterien, mit denen Sie Kriterien
für die Suche nach Metadaten eingeben können. Sie können anhand von folgenden
Kriterien suchen:
•
Schlüsselwörter
•
Zeitraum
•
Attribute
•
Geographischer Bereich
Die Registerkarte Text-/Datumskriterien enthält folgende Felder: Schlüsselwörter,
Attribute, Ohne Schlüsselwörter, Verknüpfter Datensatztyp und Zeitraum des
Inhaltes.
In den Feldern Schlüsselwörter und Attribute können Sie eine Liste mit Schlüsselwörtern
oder Attributen eingeben. Der Suchvorgang findet die Katalogeinträge, die eines der
aufgelisteten Schlüsselwörter oder Attribute enthalten. Sie fügen der Liste ein neues
Schlüsselwort oder Attribut hinzu, indem Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen klicken.
Der Suchvorgang findet auch die Katalogeinträge, die die im Feld Ohne Schlüsselwörter
aufgelisteten Schlüsselwörter nicht enthalten, d.h. Einträge ohne diese Schlüsselwörter.
Mit dem Feld Verknüpfter Datensatztyp können Sie Katalogeinträge auswählen, die mit
einem bestimmten Warehousetyp verknüpft sind. Im Feld Zeitraum des Inhalts können
Sie einen gewünschten Zeitraum eingeben, dem die Metadaten entsprechen sollen.
9-40
Arbeiten mit Katalogen
9
Die Registerkarte Räumliche Kriterien dient zur interaktiven Erfassung des
Begrenzungsbereichs des für die Suche gewünschten räumlichen Bereichs. Das Feld
Begrenzungskoordinaten enthält eine Pulldown-Liste zur Auswahl von Objektklassen mit
Geometrie, eine Suchgrafik und Felder zur Anzeige der Begrenzungskoordinaten. Der
Befehl füllt die Begrenzungskoordinaten automatisch anhand des in der Suchgrafik mit
dem Begrenzungsfeld festgelegten Suchbereichs aus und sucht nach entsprechenden
Koordinaten in den Metadateneinträgen.
9-41
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Diese Registerkarte bietet Ihnen eine geographische Darstellung, damit Sie den Bereich
auswählen können, den Sie nach den gewünschten Daten durchsuchen wollen. Die
Katalogsuche basiert auf den Werten für den räumlichen Bereich, die Sie manuell eingeben
oder mit der Schaltfläche Begrenzungsbereich in der angezeigten Karte erfassen. Die
Anzeige enthält die Objektklasse, die Sie als Referenz in der Karte ausgewählt haben. Am
linken Rand der Karte befindet sich eine Symbolleiste, mit der Sie wie auf der
Registerkarte Räumliche Daten den Karteninhalt anzeigen und durchsuchen können sowie
die Schaltfläche Begrenzungsbereich, mit der Sie einen Bereich im Gummibandverfahren
in der Karte auswählen können:
.
Hinweis: Die Projektion der angezeigten Karte ist immer als geographisch vordefiniert,
und die Symbolik ist ebenfalls vordefiniert und hartkodiert.
Die Registerkarte Suchen enthält auch die Befehlsschaltflächen Suchen und Leeren. Mit
der Schaltfläche Suchen können Sie die Suche in geöffneten Katalogen ausführen, um den
auf der Registerkarte Räumliche Kriterien festgelegten Kriterien entsprechende
Katalogeinträge auszuwählen, und die Ergebnisse in der Baumstruktur Suchergebnisse
anzuzeigen. Um eine Suche von dieser Registerkarte ausführen zu können, müssen Sie
neue Suchkriterien erstellen, indem Sie bereits vorhandene Kriterien ändern oder
vorhandene Kriterien und Suchergebnisse mit der Schaltfläche Leeren entfernen und neue
Suchkriterien eingeben. Dieser Befehl wird aktiviert, sobald ein Steuerelement auf dieser
Registerkarte ausgefüllt ist.
9-42
Arbeiten mit Katalogen
Sie können die Suchergebnisse durchblättern, indem Sie den gewünschten Eintrag in der
Liste Suchergebnisse auswählen und auf die Registerkarten mit den Zusammenfassungen
klicken. Auf diese Weise können Sie einen Datensatz schnell finden. Dies ist besonders
hilfreich wenn Sie eine große Anzahl von Datensätzen zu verwalten haben.
So durchsuchen Sie Kataloge
1. Wählen Sie Extras > Kataloge > Katalog-Explorer.
9
2. Wählen Sie die gewünschte Katalogverbindung aus, um die entsprechende
Baumstruktur im Feld Verfügbare Katalogeinträge anzuzeigen.
3. Wählen Sie den gewünschten Katalogeintrag aus.
4. Wählen Sie die Registerkarte Beschreibung, um die entsprechenden Informationen
anzuzeigen.
5. Wählen Sie die Registerkarte Identifizierung, um die entsprechenden Informationen
anzuzeigen.
6. Wählen Sie die Registerkarte Räumliche Daten, um die entsprechenden Informationen
anzuzeigen.
7. Wenn im Feld zur Kartenanzeige die Meldung "Klicken Sie auf die Schaltfläche Karte
anzeigen, um die Daten anzuzeigen." erscheint, klicken auf die Schaltfläche Karte
anzeigen in der Symbolleiste.
9-43
Arbeiten mit GeoMedia Professional
8. Wählen Sie die Registerkarte Beschreibung, um die entsprechenden Informationen
anzuzeigen.
9. Wählen Sie die Registerkarte Suchen, um eine Metadatensuche auszuführen.
10. Wählen Sie die untergeordnete Registerkarte Text-/Datumskriterien und geben Sie die
entsprechenden Suchkriterien ein.
11. Wählen Sie die untergeordnete Registerkarte Räumliche Kriterien und geben Sie die
entsprechenden Suchkriterien ein.
12. Klicken Sie auf die Schaltfläche Suchen.
Die Ergebnisse werden in der Baumstruktur Suchergebnisse angezeigt.
Beispielarbeitsabläufe für den Katalog-Explorer
Sie haben eine Kundenanfrage nach Daten über Highways in den U.S.A. erhalten. Sie
haben sich vorgenommen, für diese Daten eine GIS-basierte Suche ohne Metadaten
durchzuführen. Es erweist sich jedoch als schwierig durch die Daten zu navigieren, da die
Legende mehr als 50 Objekte mit nicht sprechenden Namen enthält. Wenn Sie einen
Datensatz im Kartenfenster darstellen ist es ebenfalls schwierig die Datenqualität zu
beurteilen. Aus diesem Grund haben Sie sich entschlossen mithilfe der Katalogbefehle eine
auf Metadaten basierende Suche durchzuführen. Verwenden Sie hierzu folgenden
Arbeitsablauf:
1. Rufen Sie den Katalog-Explorer auf, der das Abfrage- und Anzeigewerkzeug für
raumbezogene geographische Metadatenkataloge darstellt. Die im Warehouse
USSampleData.mdb gespeicherten GIS-Daten werden von Metadateneinträgen
beschrieben, die in der Datenbank Catalog_Samples.mdb gespeichert sind.
2. Verwenden Sie als nächstes die Baumstruktur im Feld Verfügbare Katalogeinträge, um
die Verbindung zu USSampleData zu erweitern. Daraufhin wird eine Liste der
Katalogeinträge angezeigt.
Mit dieser Methode lassen sich Datensätze einfach finden, da die Namen der
Katalogeinträge sprechender als die Objektklassennamen in der Legende sind.
Außerdem liefern Ihnen die Registerkarten Informationen über den Datensatz wie z.B.
Zusammenfassung oder Zweck.
3. Wählen Sie den Eintrag Highway Interchanges -- USA_Sample_Data for GM6.0 aus,
um die zugehörigen Metadatenelemente anzuzeigen.
9-44
Arbeiten mit Katalogen
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Objektdaten laden, um den ausgewählten Datensatz
in GeoMedia zu laden.
9
Anschließend erhalten Sie eine weitere Kundenanfrage, nach in Ihren Warehouses mit
weltweiten Objektklassen enthaltenen U.S.A.-Daten. Um eine Suche auf alle im Katalog
beschriebene Objektklassen durchzuführen, wählen Sie die Registerkarte Suchen und
anschließend die Unterregisterkarte Räumliche Kriterien. Definieren Sie in der
angezeigten Karte einen die U.S.A. umgebenden Bereich und vergrößern Sie ihn
gegebenenfalls. Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Suchen, um aufgrund des
Begrenzungsbereichs ein Suchergebnis zu erstellen.
1. Um eine ähnliche Suche mithilfe eines Schlüsselwortes durchzuführen, wählen Sie die
Unterregisterkarte Text-/Datumskriterien der Registerkarte Suchen. Geben Sie den
Begriff highway in das Feld Schlüsselwort eingeben ein, klicken Sie auf die
Schaltfläche Hinzufügen und anschließend auf die Schaltfläche Suchen.
Beachten Sie bitte, dass sich die Liste der im Feld Suchergebnisse aufgeführten
Objektklassen reduziert. Das liegt daran, dass Sie ein Suchergebnis generiert haben,
das auf der raumbezogenen Auswahl und auf dem Schlüsselwort basiert.
2. Der Kunde ist mit den gefundenen Daten zufrieden, möchte jetzt aber eine digitale
Kopie der Daten im HTML-Format von Ihnen haben. Rufen Sie hierzu den Befehl
Katalogeintrag exportieren auf und wählen Sie die in Ihrem Suchergebnis
enthaltenen Katalogeinträge als zu exportierende Metadaten aus. Wählen Sie unter
Exportformat die Option HTML. Behalten Sie auf der Registerkarte Erweitert die
Vorgaben im Feld Einzubeziehende Abschnitte bei, wählen Sie die Option
Kartendarstellung einbeziehen und führen Sie den Export aus.
9-45
Arbeiten mit GeoMedia Professional
3. Sie waren in der Lage, die von Ihrem Kunden angeforderten Informationen über
räumlich geographische Datensätze der U.S.A. in Bezug auf Highways schnell
abzufragen und anzuzeigen. Dies ist ein gutes Beispiel für die Nützlichkeit der
Metadatenverwaltung.
Katalogbegriffe
Es folgt eine Liste von bei der Arbeit mit Katalogen hilfreichen Begriffen:
Katalog: Eine Datenbank, die als Aufbewahrungsort für Metadateneinträge dient. Wird
auch Metadatendatenbank genannt.
Datensatz: GeoMedia-Objektklasse oder –Bilddatei, die mit einem Metadateneintrag
verknüpft ist. Der Metadateneintrag speichert die Verbindung und andere Daten, die zu der
mit dem Metadateneintrag verknüpften Objektklasse gehören.
FGDC: US. Federal Geographic Data Committee, das den “Content Standard for Digital
Geospatial Metadata” unterstützt. Siehe http://www.fgdc.gov/metadata
GCE: GeoMedia-Katalogdatei. Ein Format für den Austausch (Export und Import) von
Metadaten zwischen Benutzern von GeoMedia-Katalogen.
Räumlich-geographischer Katalog: siehe Katalog.
Räumlich-geographische Metadaten: Daten, die den Inhalt, die Qualität, den Zustand
und andere Eigenschaften von raumbezogenen geographischen Daten beschreiben.
ISO: International Organization for Standardization, der weltweit größte Entwickler von
Standards. Ein technisches Komitee von ISO ist verantwortlich für die Entwicklung von
ISO-19115 und ISO-19139, den internationalen Standards und technischen
Spezifikationen, die Inhalt und Ausdruck von raumbezogenen geographischen Metadaten
vorschreiben. Siehe http://www.isotc211.org
Metadaten: Informationen über Daten. Für den Zweck dieses Dokuments siehe Räumlichgeographische Metadaten.
Metadatenelement: Ein Datenelement ist ein logisch primitives Element von Metadaten.
Ein zusammengesetztes Metadatenelement ist eine Gruppe von logisch verwandten
Datenelementen und anderen zusammengesetzten Elementen.
Metadateneintrag: Eine einzelne logische Entität, die eine Kollektion verwandter Daten
(Metadatenelemente) darstellt, die räumlich geographische Daten beschreiben. Jeder
Metadateneintrag wird durch ein Schlüsselfeld (Titel) eindeutig innerhalb des Katalogs
identfiziert.
SEF: SMMS-Austauschformat. Ein Dateiformat für den Import von Metadaten, die von
Legacy-Metadatenprodukten von Intergraph generiert wurden.
9-46
Arbeiten mit Katalogen
Softwarelieferung
Die GeoMedia-Katalogfunktionen werden als Bestandteil von GeoMedia und GeoMedia
Professional im Standardordner C:\Programme\GeoMedia Professional oder
C:\Programme\GeoMedia geliefert. Diese Standardordner werden in diesem Kapitel als
"<HOME>" bezeichnet.
Die GeoMedia-Softwarekomponenten werden im Ordner <HOME>\Program geliefert. Die
GeoMedia-Katalogfunktionen erfordern die Lieferung von Datenbanken, Stylesheets und
anderen Dateien, die gemäß der nachstehenden Struktur geladen werden.
Tabelle für die Lieferung von Katalogkomponenten
Dateien/Ordner
Beschreibung
CatalogTemplate.mdb Access-Vorlagenkatalog, der
für den Befehl Neuer
Katalog erforderlich ist.
Catalog_Samples.mdb Beispielkatalog, der für den
Befehl Neue
Katalogverbindung
erforderlich ist.
World.mdb
GeoMedia-Warehouse, das
vom Befehl KatalogExplorer als
Standardsuchkarte verwendet
wird.
Oracle-Scripts
Vorlagenskripte, die zum
Erstellen von OracleKatalogen erforderlich sind.
SQLServer-Scripts
Vorlagenskripte, die zum
Erstellen von SQL ServerKatalogen erforderlich sind.
FGDC_classic.xsl,
Stylesheets die zum Anzeigen
FGDC_FAQ.xsl,
und Veröffentlichen von
ISO_Stylesheet1.xsl,
Einträgen mit dem Befehl
View_Details.xsl
Katalogeinträge exportieren
erforderlich sind.
tech_geomedia.gif
Grafikdatei, die von XMLStylesheets standardmäßig
angezeigt wird.
Ort
<HOME>\Templates\Catalogs
9
<Datenträger>:\Warehouses\Catalogs
<Datenträger>:\Warehouses
<Home>\Program
<Home>\Program
<HOME>\StyleSheets\Catalogs
<HOME>\StyleSheets\Catalogs
9-47
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Dateien/Ordner
FGDC_to_ISO.xslt,
FGDC Dataset
Metadata Profile.pdf
9-48
Beschreibung
FGDC-Inhalt wird im Befehl
Katalogeinträge
exportieren mit xslt in
XML(ISO) konvertiert. Ein
ISO- “Profil” dokumentiert
die Logik für die
Konvertierung von FGDCMetadateninhalt in die
ISO19139.XML-Struktur,
wie sie von der Datei xslt
durchgeführt wird.
Ort
<HOME>\Program
Bearbeiten von Objekten und
Geometrien
GeoMedia Professional enthält eine Reihe von Funktionen, mit denen Sie Objekte und
Objektgeometrien bearbeiten können. Mit diesen Befehlen können Sie folgende Vorgänge
ausführen:
•
Objektattribute ändern
•
Objekte löschen
•
Objektattribute aktualisieren
•
Geometrie bearbeiten
•
Objektattribute mit Text aktualisieren
•
Geometrie drehen
•
Objektklasse ändern
•
Geometrie rotieren
•
Objekte kopieren
•
Geometrie verschieben
•
Objekte parallel zu anderen Objekten kopieren
•
Geometrie fortsetzen
•
Objekte zusammenfügen
•
Geometrie neu digitalisieren
•
Objekte trennen
•
Geometrie löschen
10
Diese Bearbeitungsbefehle verwenden die Einstellungen auf der
Registerkarte Platzieren und Bearbeiten des Dialogfelds Optionen
(Extras > Optionen).
Siehe Abschnitt "Registerkarte Platzieren und Bearbeiten" im Kapitel "Arbeiten mit
Objekten".
10-1
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Bearbeitung in einem Kartenfenster
Stellen Sie beim Digitalisieren oder Bearbeiten von Daten sicher, dass das GeoWorkspaceKoordinatensystem dem Koordinatensystem für die zu digitalisierende oder zu
bearbeitende Objektklasse entspricht. Andernfalls kann es vorkommen, dass Daten die
falschen Koordinaten enthalten. GeoMedia Professional vergleicht das GeoWorkspaceKoordinatensystem mit dem Koordinatensystem des Objekts, das Sie zum Bearbeiten
ausgewählt haben und warnt Sie, falls Nichtübereinstimmungen vorhanden sind (Sie sind
für die Korrektur möglicher Nichtübereinstimmungen verantwortlich).
"Koordinatensysteme stimmen nicht überein!
Das aktuelle GeoWorkspace-Koordinatensystem und das Koordinatensystem des soeben
erstellten/bearbeiteten Objekts stimmen nicht überein. m Probleme mit der Datenintegrität
zu vermeiden, sollten Sie das GeoWorkspace-Koordinatensystem so einstellen, dass es
dem des Objekts entspricht."
Attributwerte von Objekten ändern
Die Attributwerte von Objekten können in einem Karten- oder einem Datenfenster
geändert werden.
In einem Datenfenster verwenden Sie die üblichen Fensterbearbeitungsbefehle und die
Zwischenablage zum Ausschneiden, Kopieren und Einfügen von Zellen. Eine Bearbeitung
von versteckten Zellen oder solchen, die Hypertext enthalten, ist jedoch nicht möglich.
In einem Kartenfenster verwenden Sie die Registerkarte Attribute des Dialogfelds
Eigenschaften, das Sie über die Befehlsfolge Bearbeiten > Auswahlsatzeigenschaften
aufrufen können.
Registerkarte Attribute
Auf der Registerkarte Attribute können Sie die Attributwerte von Objekten überprüfen
und bearbeiten. Alle erforderlichen Felder sind auf dieser Registerkarte durch den in der
Spalte Name in rotem Fettdruck erscheinenden Wert gekennzeichnet. Dies gilt auch für
Schlüsselfelder, da diese ebenfalls erforderliche Felder sind. Sie sind zusätzlich an einem
unterstrichenen Wert in der Spalte Name erkenntlich.
QuickInfo
Wenn Sie den Mauszeiger über eine Zelle in der Spalte Name stellen, wird der mit dem
Befehl Objektklasse definieren festgelegte Wert als QuickInfo angezeigt. Ist kein Wert
definiert, wird keine QuickInfo angezeigt.
10-2
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
Wenn Sie den Mauszeiger auf eine Zelle der Spalte Wert stellen, wird der Datentyp sowie
der Standardwert für die Spalte als QuickInfo angezeigt. Ist kein Standardwert vorhanden,
zeigt die QuickInfo lediglich den entsprechenden Datentyp aus der Tabelle an. Wenn ein
Standardwert vorhanden ist, wird der Datentyp gefolgt von der Zeichenfolge "Standard =
" und der vom Datenserver gelieferten tatsächlichen Standardwertzeichenfolge angezeigt.
Handelt es sich bei der Standardwertzeichenfolge um einen Literalwert vom korrekten
Datentyp für das Attribut, wird sie anhand der Darstellungsregeln für das Feld (Formatund Genauigkeitseigenschaften, gegebenenfalls Ländereinstellungen, benutzerdefinierte
boolesche Ausdrücke usw.) wie im Beispiel unten angezeigt.
Text (20) : Standard = Alabama
Memo : Standard = Dies ist der Standardwert für ein Memo-Feld.
Integer : Standard = 5
Double : Standard = 123.456,789
Währung : Standard = $ 1,200.50
Boolean : Standard = Ja
Datum : Standard = 01-May-2000
Wenn es sich bei der Standardwertzeichenfolge nicht um einen Literalwert vom korrekten
Datentyp für das Attribut handelt, wird sie im vom Datenserver gelieferten
plattformspezifischen Format angezeigt. Dies kann der Fall sein, wenn der Standardwert
dem Typ AutoWert entspricht oder über eine Datenbankoperation berechnet wird.
Integer : Standard = AutoWert
Datum : Standard = TRUNC(SYSDATE)
So verwenden Sie das Dialogfeld Eigenschaften
1. Wählen Sie eines oder mehrere Objekte aus, um einen Auswahlsatz zu erstellen.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Auswahlsatzeigenschaften.
3. Optional: Passen Sie die Größe des Dialogfelds mithilfe der standardmäßigen
Fensterfunktionen Ihren Anforderungen entsprechend an.
10-3
10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
4. Stellen Sie den Mauszeiger über den entsprechenden Eintrag, um die QuickInfo
anzuzeigen.
In diesem Beispiel ist ID ein erforderliches Feld. Der Mauszeiger steht über dem Wort
Alabama in der Spalte Wert, daher zeigt die QuickInfo den Datentyp des Feldes, die
Größe (da ein Textfeld) und den Standardwert an.
So ändern Sie die Attributwerte von Objekten in einem Karten- oder
Datenfenster
1. Wählen Sie im Kartenfenster ein einzelnes Objekt, das Sie ändern wollen.
ODER
Wählen Sie im Datenfenster die Zeile, dessen Objekt Sie ändern wollen.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Auswahlsatzeigenschaften.
3. Ändern Sie auf der Registerkarte Attribute im Dialogfeld Eigenschaften die
Attributwerte und klicken Sie auf OK.
Hinweis: Sie können auch auf den Auswahlsatz doppelklicken (entspricht dreifachem
Klicken auf das Objekt) oder mit der rechten Maustaste auf den Auswahlsatz klicken
und anschließend im Kontextmenü die Option Eigenschaften wählen.
10-4
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
4. Optional: Vergrößern Sie das Dialogfeld, damit Sie Daten in der Spalte Wert beider
Registerkarten einfacher bearbeiten und ändern können.
5. Klicken Sie auf der Registerkarte Attribute im Dialogfeld Eigenschaften auf die
gewünschte Zelle in der Spalte Wert.
10
Der Pfeil auf der Schaltfläche zur Zeilenauswahl bewegt sich auf die Zeile, die Sie
angeklickt haben.
6. Geben Sie den neuen Wert in die Zelle ein.
Wenn die Verbindung zum Warehouse Schreibzugriff gestattet, erscheint auf der
Zeilenauswahl ein Stift, sobald Sie mit der Eingabe beginnen.
7. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Wenn Sie die Option Ergebnis im Kartenfenster darstellen gewählt haben, werden
die Geometrien in einem Kartenfenster dargestellt. Bei Wahl des Kontrollkästchens
Ergebnis im Datenfenster darstellen wird das Datenfenster mit der Geometrie
angezeigt.
Siehe auch "Zellen in einem Datenfenster bearbeiten" im Kapitel "Arbeiten mit
Datenfenstern".
Aktualisieren von Objektattributen
Mit dem Befehl Attribute aktualisieren können Sie automatisch die Attributwerte
mehrerer Objekte in einer Objektklasse aktualisieren. Dieser Befehl ist eine
leistungsstarke Funktion zum Aktualisieren des Datenbankschemas, um die Attributdaten
zu optimieren. Er ist besonders hilfreich zum Bereinigen, Ändern und Anpassen von
Daten aus anderen Quellen. Dieser Befehl ist auf eine Objektklasse, Abfrage oder einen
Auswahlsatz anwendbar. Bei einem Auswahlsatz müssen Sie eine bestimmte
Objektklasse wählen, die zu aktualisierende Objekte enthält.
10-5
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Hinweis: Bei Konstanten für Spalten des Datentyps "Datum" müssen die Informationen im
Format "Date(yyy,mm,dd)" eingegeben werden. Bei Feldern des Typs Boolean müssen Sie
0 für False und 1 für True eingeben, oder eine der logischen Funktionen aus dem
Dialogfeld Ausdrücke verwenden.
Es folgen einige Beispiele, bei denen sich die Anwendung dieses Befehls empfiehlt:
•
•
•
•
•
Änderung der Konstantenwert in der Datenbank.
Zuweisung eines neuen Standardwertes in der gesamten Datenbank.
Zuweisung eines Wertes zu leeren Feldern in der gesamten Datenbank.
Entfernen nachfolgender Leerstellen in Textfeldern.
Komprimieren von Geometrie vom MGE/DGN-Format in ein optimales GeoMediaFormat.
Dieser Befehl bietet Ihnen mehrere Möglichkeiten, die Attribute zu aktualisieren:
•
Eingabe eines konstanten Wertes (z.B. 5 oder 'Smith') oder einer Kombination von
Werten in die Felder der Spalte Wert im Dialogfeld Attribute aktualisieren.
•
Eingabe eines einfachen mathematischen Ausdruck in das entsprechende Feld der
Spalte Wert im Dialogfeld.
•
Durch Klicken mit der rechten Maustaste in ein Feld der Spalte Wert, um das
Kontextmenü mit den Optionen Länge, Fläche und Umfang aufzurufen.
Anschließendes Auswählen einer der Optionen, um der Wertezeichenfolge den
entsprechenden vollständigen Ausdruck anzuhängen. Der Konstantenname wird
angezeigt. Stellt z.B. Square Miles die Einheit zum Verarbeiten von Flächen dar, wird
im Feld SquareMile angezeigt.
•
Erstellen eines Funktionsattributausdrucks im Dialogfeld Ausdruck, das Sie mit der
Schaltfläche Ausdruck aufrufen können.
Falls beim Aktualisieren der Datenbank mit einem bestimmten Wert Fehler auftreten,
werden diese in einer Fehlerprotokolldatei festgehalten. Ungültige Ergebnisse können
durch eine Teilung durch Null, die Erstellung von doppelten Werten im Index oder
Primärschlüssel sowie durch Netzwerkprobleme usw. verursacht werden. Die
Protokolldatei wird in Ihrem Warehouse-Ordner erstellt und trägt den selben Namen wie
die Objektklasse, jedoch mit der Erweiterung .txt.
Mit dem Kontrollkästchen Rückgängigmachung und Protokollierung aktivieren können
Sie die Protokollierung beim Durchführen von Aktualisierungen aktivieren bzw.
deaktivieren. Wenn Sie diese Option aktivieren, erstellt der Befehl eine
Rückgängigmachungsgruppe für die Aktualisierungen und schaltet die
Änderungsprotokollierung ein. Auf diese Weise werden alle betroffenen Einträge
aufgefrischt und die Aktualisierung kann nach Fertigstellen des Befehls rückgängig
gemacht werden.
10-6
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
Wenn Sie diese Option deaktivieren, wird keine Rückgängigmachungsgruppe erstellt und
die Änderungsprotokollierung ist deaktiviert. Die betroffenen Einträge werden geschlossen
und nach Abschluss der Verarbeitung erneut geöffnet und der Auswahlsatz wird geleert.
Da sich die zum Aktualisieren der betroffenen Einträge mit aktiver
Änderungsprotokollierung benötigte Zeit entsprechend der Anzahl von aktualisierten
Einträgen erhöht, können Sie die Leistung bei umfangreichen Datensätzen verbessern,
indem Sie diese Option deaktivieren. Beachten Sie hierbei jedoch , dass in diesem Fall die
Aktualisierung nach Abschluss der Verarbeitung nicht mehr rückgängig gemacht werden
kann.
Ausdrücke erstellen
Durch Erstellung eines Funktionsattributausdrucks können Sie die Attribute und alle
Funktionen sowie Operatoren nutzen, die zu einem einzelnen Wert auswerten. Dieser
Befehl speichert die im Dialogfeld Ausdruck erstellten Ausdrücke jedoch nicht.
Das von diesem Befehl aufgerufene Dialogfeld Ausdruck für Funktionsattributausdrücke
und das von den Befehlen Funktionsattribute, Aggregierung und Analytisch
zusammenfügen aufgerufene Dialogfeld Funktionsattribut weichen in ihrem
Erscheinungsbild und ihrer Funktionsweise voneinander ab. Der Befehl Attribute
aktualisieren ist eine Funktion zum Aktualisieren der Datenbank, das die ursprünglichen
Daten tatsächlich ändert. Die anderen drei Befehle produzieren Abfragen, um zusätzliche
Daten zu erstellen. Sie müssen daher bei Verwendung des Befehls Attribute aktualisieren
besondere Vorsicht walten lassen, da er die in der Datenbank gespeicherten Originaldaten
unwiderruflich ändert.
Der Befehl Attribute aktualisieren aktualisiert den Datenbankeintrag nur, wenn der
Befehl ausgeführt wird, somit ist das Attribut statisch. Wenn Sie beispielsweise ein
Attribut namens SALES_DATE mit der Funktion NOW aktualisieren, bleibt der
resultierende Zeitwert in der Datenbank konstant, bis Sie den Befehl erneut aufrufen.
Literale verwenden
Der Befehl Attribute aktualisieren gestattet Literale für folgende Datentypen:
•
Boolean
•
Währung
•
Double
•
Long
•
Single
•
Byte
•
Datum
10-7
10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
Integer
•
Memo
•
Text
Wenn der Datentyp des zu aktualisierenden Attributs Text, Memo, Datum oder Boolean
ist, müssen Literale (z.B. ‘ALABAMA’ bei einem Textattribute) gesetzt werden. Wenn Sie
den Wert für diese Datentypen nicht in einfache Anführungszeichen setzen, wird er als
Ausdruck angesehen und bewertet.
Bei numerischen Datentypen (inklusive Währung) geben Sie Literale so wie sie sind, ohne
Anführungszeichen ein. Wenn der Wert nicht in einen numerischen Wert ausgewertet
werden kann, wird er überprüft und als Ausdruck bewertet.
Mit diesem Befehl können Sie außerdem Geometrie die der Datentypen Es sind jedoch nur
über das Dialogfeld Ausdruck gelieferte Funktionen (keine Literale) zum Aktualisieren
von Geometrie zulässig.
Siehe hierzu "Funktionsattribute" im Kapitel "Analysieren von Daten".
So aktualisieren Sie Objektattribute
1. Wählen Sie in einem geöffneten GeoWorkspace mit einer Warehouseverbindung mit
Schreibzugriff Bearbeiten > Attribute > Attribute aktualisieren, um das Dialogfeld
Attribute aktualisieren zu öffnen.
2. Wählen Sie eine vorhandene Objektklasse, Abfrage oder ein Auswahlsatzobjekt aus
der Baumstruktur Objekte aktualisieren in aus.
Hinweis: Für ausgewählte Objekte besteht in der Baumstruktur Auswahlsatz ein
zusätzlicher Knoten. Für jede Instanz eines Objektes im Auswahlsatz besteht ein
Knoten in der Baumstruktur <Objektklassenname> unter dem Knoten
<Verbindungsname>, der der Baumstruktur Auswahlsatz untergeordnet ist.
10-8
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
3. Wählen Sie in der Liste Zu aktualisierende Attribute die entsprechenden Attribute
aus. Geben Sie anschließend in die entsprechenden Felder der Spalte Wert die Werte
und/oder Ausdrücke ein, mit denen die Attribute aktualisiert werden sollen. Sie können
aber auch mit der rechten Maustaste klicken, um ein Kontextmenü mit
Standardfunktionen zum Berechnen von Fläche, Länge oder Umfang aufzurufen.
10
Hinweis: Sie können den Datentyp eines Attributs anzeigen, indem Sie mit dem
Mauszeiger auf dessen Namen verweilen.
UND/ODER
Wählen Sie in der Liste Zu aktualisierende Attribute eines oder mehrere Attribute
aus und rufen Sie das Dialogfeld Ausdruck auf, indem Sie auf die Schaltfläche
Ausdruck klicken oder im Attributfeld doppelklicken.
Informationen zu diesem Dialogfeld finden Sie in der Online-Hilfe.
10-9
Arbeiten mit GeoMedia Professional
4. Erstellen Sie im Dialogfeld Ausdruck den Ausdruck für das ausgewählte Attribut.
Klicken Sie anschließend auf OK, um den Ausdruck in das ausgewählte Attributfeld
im Dialogfeld Attribute aktualisieren zu übertragen.
5. Optional: Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Rückgängigmachung und
Protokollierung aktivieren.
Hinweis: Wenn Sie diese Option deaktivieren kann die Aktualisierung von Objekten
nicht mehr rückgängig gemacht werden.
6. Nachdem Sie Ausdrücke erstellt und/oder Werte für alle zu aktualisierenden Objekte
eingegeben haben, klicken Sie auf Anwenden, um die Werte zu berechnen und zu
aktualisieren.
7. Optional: Drücken Sie die ESC-Taste, um die Aktualisierung zu stoppen.
Aktualisieren von Objektattributen mit Text
Mit dem Befehl Attribute mit Text aktualisieren können Sie Attribute einer Objektklasse
mit raumbezogenem Text oder Beschriftungsobjekten aktualisieren. Diese Attribute
können Text- oder numerische Attribute sein. Dieser Befehl kann auf Objekte in
Objektklassen, Abfragen und Auswahlsätzen angewendet werden.
Hierbei wird die ausgewählte Spalte der Ausgabeobjektklasse oder Abfrage mit der in der
Geometrie des Objektattributs gespeicherten Textzeichenfolge ausgefüllt. Ist die
auszugebende Objektklasse eine Flächenobjektklasse, wird zum Aktualisieren der Attribute
der Text des Textobjektes verwendet, dessen Ursprung innerhalb der Fläche liegt.
10-10
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
Ist das auszugebende Objekt eine Punkt-, Linien- oder Textobjektklasse, wird zum
Aktualisieren der Text des am nächsten liegenden Textobjekts verwendet. Das am nächsten
liegende Textobjekt wird anhand der Entfernung ermittelt, die Sie im Gruppenfeld
Optionen des Dialogfelds eingegeben haben. Wenn dieses Textobjekt eine
Geometriekollektion enthält, wird der Text der ersten Geometrie in der Kollektion
verwendet, um das Attribut der Objektklasse zu aktualisieren.
Ein Beispiel beschreibt einen Arbeitsablauf, in dem Daten verwendet werden, die in einem
CAD-System erfasst wurden. In einem Arbeitsablauf für die Datenerfassung werden die
Geometrien und die Attribute häufig getrennt erfasst. Der Konvertierungsoperator gibt
dann Text an, der als Verbindungsschlüssel verwendet wird.
Mit diesem Befehl können Sie Text auf raumbezogene Objekte laden, damit Sie diesen als
Schlüssel für das Zusammenfügen einer Datenbanktabelle verwenden können.
Dieser Befehl stellt folgende Fehlerbedingungen fest, und schreibt diese in eine
Protokolldatei:
Flächenobjekte
•
Es wurden keine Textobjekte innerhalb der Fläche gefunden.
•
Es wurden mehrere Textobjekte innerhalb der Fläche gefunden.
•
Flächenobjekt enthält ungültige oder keine Geometrie.
10
Linien-, Punkt- und Textobjekte
•
Es wurden keine Textobjekte in der Nähe eines Linienobjekts gefunden.
•
Es wurden mehrere Textobjekte in der Nähe eines Linienobjekts gefunden.
•
Linienobjekt enthält ungültige oder keine Geometrie.
•
Es wurden keine Textobjekte in der Nähe eines Punktobjekts gefunden.
•
Es wurden mehrere Textobjekte in der Nähe eines Punktobjekts gefunden.
•
Punktobjekt enthält ungültige oder keine Geometrie.
•
Es wurden keine Textobjekte in der Nähe eines Textobjekts gefunden.
•
Es wurden mehrere Textobjekte in der Nähe eines Textobjekts gefunden.
•
Textobjekt enthält ungültige oder keine Geometrie.
10-11
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So aktualisieren Sie Objektattribute mit Text
1. Wählen Sie in einem geöffneten GeoWorkspace mit einer Warehouseverbindung mit
Schreibzugriff Bearbeiten > Attribute > Attribute mit Text aktualisieren, um das
Dialogfeld Attribute mit Text aktualisieren zu öffnen.
2. Wählen Sie eine vorhandene Objektklasse, Abfrage oder ein Auswahlsatzobjekt aus
der Baumstruktur Objekte aktualisieren in aus.
3. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Zu aktualisierendes Attribut ein Zeichenfolgenoder numerisches Attribut aus.
Hinweis: Wenn Sie nach Auswahl eines Attributes den Mauszeiger über den
Attributnamen stellen, wird der Datentyp des ausgewählten Feldes angezeigt.
4. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Text aktualisieren aus eine
Beschriftungsobjektklasse oder Abfrage (Text, der zum Aktualisieren verwendet wird)
aus.
5. Um Text in Punkt-, Linien- oder Textobjekte zu laden, geben Sie im Feld Entfernung
die entsprechende Suchdistanz ein, und/oder wählen Sie in der Pulldown-Liste Einheit
eine Maßeinheit aus. Dieses Feld ist bei Flächenobjekten deaktiviert.
6. Falls erforderlich, ändern Sie den Standardnamen der Fehlerprotokolldatei und/oder
klicken Sie auf die Schaltfläche Durchsuchen, um eine andere Ablage zu wählen.
10-12
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
7. Klicken Sie auf Anwenden.
Das Attribut der entsprechenden Objektklasse oder Abfrage wird in der Datenbank
aktualisiert, die Anzahl der in der Objektklasse aktualisierten Objekte wird in einer
Meldung angezeigt, und mögliche Fehler werden in die Fehlerprotokolldatei
geschrieben.
Kopieren von Attributen
Das Erstellen einer räumlichen Datenbank schließt nicht nur das Erfassen der Kartendaten,
sondern auch die Integrierung der zugehörigen Attributdaten ein. GeoMedia Professional
bietet Ihnen die Möglichkeit Attributdaten in Tabellenform aus unterschiedlichen
Datenquellen zu beziehen. Der Befehl Attribute kopieren bietet Ihnen eine Funktion zum
Integrieren von raumbezogenen CAD-Daten mit Attributtabellendaten, die über kein
gemeinsames Attributschlüsselfeld verfügen. Das Kopieren von Attributen läuft in zwei
Schritten über die Befehle Attributkopie definieren und Attribute kopieren ab, bei
denen Sie vorhandene Geometrie und vorhandene Attribute miteinander verknüpfen und
anschließend kopieren können.
Definieren der Attributkopie
Vor dem Kopieren von Attributen zwischen Objekten müssen Sie die Quell- und
Zielobjektklasse/–abfrage festlegen und bestimmen, welche Attributfelder von einem
Objekt in ein anderes kopiert werden sollen. Zu diesem Zweck führen Sie als erstes den
Befehl Attributkopie definieren aus. Anschließend verwenden Sie den Befehl Attribute
kopieren, um den eigentlichen Kopiervorgang durchzuführen. Auf die Zielobjektklasse
muss Schreibzugriff bestehen, wobei es sich jedoch bei der Quelle um eine
schreibgeschützte Objektklasse/Abfrage oder eine Objektklasse/Abfrage mit Schreibzugriff
handeln kann. Bei einer als Ziel ausgewählten Abfrage, wird das Hinzufügen von neuen
Feldern vom Befehl Attribute kopieren nicht unterstützt.
Der Befehl Attributkopie definieren legt die in der Quellobjektklasse/-abfrage
verfügbaren Attribute fest, deren Werte in die Zielobjektklasse/-abfrage kopiert werden
sollen. Diese Informationen werden anschließend vom Befehl Attribute kopieren zum
Ausführen des Kopiervorgangs verwendet. Sie können aus allen in derzeit geöffneten
Warehouseverbindungen mit dem Status lesen/schreiben verfügbaren Objektklassen oder
aktualisierbaren Abfragen die Zielobjektklasse auswählen, in die die Attribute kopiert
werden sollen. Als erstes legen Sie jedoch in einer Liste der in allen derzeit geöffneten
Warehouseverbindungen verfügbaren Objektklassen und Abfragen die Quelle fest, aus der
die Attribute in die Zielobjektklasse kopiert werden sollen. Die Metadaten von
ausgewählten Attributen die noch nicht in der Zielobjektklasse vorhanden sind, werden der
Objektklassendefinition der Zielobjektklasse hinzugefügt. Bei einer als Ziel ausgewählten
Abfrage, wird das Hinzufügen von neuen Feldern vom Befehl Attribute kopieren nicht
unterstützt. Geometriefelder sind auch auswählbar.
10-13
10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Überprüfen von Feldern und Erstellen von Metadaten
Die Attribute in den Quell- und Zielobjektklassen unterscheiden sich oftmals in irgendeiner
Weise. So können z.B. Attribute in der einen Objektklasse vorhanden jedoch in der
anderen nicht vorhanden sein, und die Attributmetadaten der beiden Objektklassen können
sich geringfügig unterscheiden. Die Attribute werden im Feld Zu kopierende Attribute
des Dialogfelds Attributkopie definieren aufgelistet. Die Attributfelder können in zwei
Gruppen unterteilt werden:
•
Gruppe 1—Nur in der Quellobjektklasse vorhandene Attribute. In diesem Fall werden
die Attributmetadaten von der Quellobjektklasse in die Zielobjektklasse kopiert.
•
Gruppe 2—In der Quell- und Zielobjektklasse vorhandene Attribute, deren Definition
exakt oder teilweise übereinstimmt. Beide Attribute entsprechen entweder dem selben
Datentyp, oder der Datentyp des Feldes in der Zielobjektklasse verfügt über eine
höhere Speicherkapazität. In diesem Fall werden die Werte direkt kopiert.
Nach Auswahl der Quell- und Zielobjektklasse bietet Ihnen der Befehl eine Liste mit
auswählbaren Attributfeldern. Wenn Sie als Ziel eine Objektklasse auswählen, enthält
diese Liste Felder der Gruppe 1 und der Gruppe 2. Wenn Sie jedoch eine Abfrage als Ziel
auswählen, werden lediglich Felder der Gruppe 2 aufgelistet, da Abfragen schreibgeschützt
sind und eine Änderung der Attributmetadaten nicht möglich ist. Folgende Felder werden
nicht angezeigt:
•
Versteckte Felder
•
Felder des Typs gdbLongBinary und gdbSpatial mit dem Untertyp gdbCoverage
•
Felder die bereits in der Zielobjektklasse mit der Eigenschaft zur automatischen
Inkrementierung vorhanden sind.
•
Felder die bereits in der Zielobjektklasse vorhanden, jedoch nicht aktualisierbar sind.
Sind die ausgewählten Felder der Gruppe 1 noch nicht in der Zielobjektklasse vorhanden,
versucht der Befehl für diese Felder neue Feldmetadaten in der Zielobjektklasse zu
erstellen. Beim Erstellen der Feldmetadaten verwendet der Befehl die Feldeigenschaften
des in der Quelleobjektklasse/-abfrage vorhandenen Feldes. In den folgenden Fällen
bleiben jedoch einige der Eigenschaften des hinzugefügten Feldes nicht erhalten:
10-14
•
Ein in der Quellobjektklasse als Primärschlüssel dienendes Feld verliert in der
Zielobjektklasse seinen Primärschlüsselstatus.
•
Ein in der Quellobjektklasse als AutoWert dienendes Feld verliert in der
Zielobjektklasse seine Eigenschaft zur automatischen Inkrementierung.
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
Falls neue Attribute in der Zielobjektklasse erstellt werden, wird das Dialogfeld Neue
Attribute mit einer Liste der neuen Felder eingeblendet. Hier können Sie bestätigen, ob
Feldmetadaten in der Zielobjektklasse erstellt werden sollen. Nach Erhalt der Bestätigung
werden die Feldmetadaten in der Zielobjektklasse erstellt und beide Dialogfelder werden
ausgeblendet. Falls Sie die Erstellung neuer Feldmetadaten nicht bestätigen, erfolgt
keinerlei Aktion. Das Dialogfeld Neue Attribute wird ausgeblendet und Sie kehren zum
Dialogfeld Attributkopie definieren zurück.
Bei Erstellen neuer Geometriefelder in der Zielobjektklasse ist folgendes zu beachten:
•
Wenn die Zielobjektklasse kein Geometriefeld enthält, wird das neu kopierte
Geometriefeld als primäres Geometriefeld festgelegt und das Koordinatensystem des
neuen Geometriefeldes wird auf das Standardkoordinatensystem des Zielwarehouses
eingestellt.
•
Wenn die Zielobjektklasse bereits ein Geometriefeld enthält, wird das neu kopierte
Geometriefeld nicht als primäres Geometriefeld festgelegt und das Koordinatensystem
des neuen Geometriefeldes wird auf das Koordinatensystem des vorhandenen
Geometriefeldes eingestellt.
Kopieren von Attributen
Der Befehl Attribute kopieren führt den tatsächlichen Kopiervorgang aus, d.h. die
Zeilenwerte der ausgewählten Attribute einer Objektinstanz in der Quellobjektklasse
werden in eine oder mehrere Objektinstanzen der Zielobjektklasse oder -abfrage
übertragen. Dieser Befehl verwendet die erforderlichen Kopiedefinitionsdaten, die mit dem
Befehl Attributkopie definieren erstellt werden. Es werden lediglich die Werte von in der
Attributkopiedefinition enthaltenen Attributfeldern kopiert.
Bei der Auswahl von Objektinstanzen zum Kopieren sind zwei Regeln zu beachten:
•
Es muss eine einzelne Objektinstanz der Quellobjektklasse in einem Daten- oder
Kartenfenster ausgewählt werden.
•
Es muss eine oder mehrere Objektinstanzen der Zielobjektklasse in einem Daten- oder
Kartenfenster ausgewählt werden.
Wenn Sie nach Erstellen des erforderlichen Auswahlsatzes den Befehl ausführen, werden
die im Auswahlsatz enthaltenen Objekte mit den Daten der Kopiedefinition verglichen.
Nichtübereinstimmungen werden gemeldet. Anschließend werden die Zeilenwerte der
ausgewählten Attribute von den Quellobjektklassen in die Objektinstanzen in der
Zielobjektklasse kopiert. Der Befehl führt gegebenenfalls erforderliche Typ- und
Datenumwandlungen durch. Beim Kopieren numerischer werte in numerische Felder,
werden numerische Datentypen geringer Kapazität aus der Quellobjektklasse in
numerische Datentypen größerer Kapazität in der Zielobjektklasse konvertiert
10-15
10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So kopieren Sie Attribute
1. Erstellen Sie eine Verbindung mit Schreibzugriff zu einem GDO-Warehouse mit der
Zielobjektklasse her, in die die Attribute kopiert werden sollen.
2. Erstellen Sie eine schreibgeschützte Verbindung oder eine Verbindung mit
Schreibzugriff zu dem Warehouse her, dass die Quellobjektklasse mit den
Attributfeldern enthält, die kopiert werden sollen.
3. Wählen Sie Bearbeiten > Attribut > Attributkopie definieren.
4. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Zielobjektklasse eine geeignete Objektklasse aus.
5. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Quellobjektklasse eine geeignete Objektklasse aus.
6. Aktivieren Sie die entsprechenden Kontrollkästchen im Feld Zu kopierende Attribute
und klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Hinweis: Sie können alle Attribute aus- bzw. abwählen, indem Sie auf die Schaltfläche
Alle auswählen oder Alle abwählen klicken
10-16
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
Sind die ausgewählten Attribute noch nicht in der Zielobjektklasse enthalten, wird das
Dialogfeld Neue Attribute aufgerufen. Hier können Sie festlegen, ob Feldmetadaten
in der Zielobjektklasse erstellt oder nicht erstellt werden sollen.
7. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK, um Metadaten in der Zielobjektklasse zu
erstellen. Fahren Sie mit Schritt 8 fort.
ODER
10
Klicken Sie auf die Schaltfläche Abbrechen, um zum Dialogfeld Attributkopie
definieren zurückzukehren.
8. Platzieren Sie eines oder mehrere Objekte aus der Zielobjektklasse und ein Objekt aus
der Quellobjektklasse in einen Auswahlsatz.
9. Wählen Sie Bearbeiten > Attribute > Attribute kopieren, um den Kopiervorgang zu
vervollständigen.
10. Optional: Wählen Sie Bearbeiten > Attribute > Attributkopie definieren, um die
Attributkopie neu zu definieren.
Bearbeiten von Objekten
Sie können Objekte bearbeiten, indem Sie sie verschieben, zusammenfügen, teilen,
kopieren, parallel kopieren und löschen.
•
Sie können die Position eines Objekts sowie die Ausrichtung von Text und
Punktsymbolen ändern, indem Sie im Karten- oder im Datenfenster einen Auswahlsatz
erstellen und dann den entsprechenden Befehl aktivieren.
•
Sie können Einzelobjekte, mehrere Objekte oder eine ganze Objektklasse verschieben.
Dabei können die ausgewählten Objekte aus verschiedenen Objektklassen stammen.
•
Sie können ein oder mehrere Text- und/oder Punktobjekte, die durch Symbole
dargestellt sind, drehen.
10-17
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Zusammenfügen von Objekten
Mit dem Befehl Zusammenfügen können Sie mehrere Objekte eines Auswahlsatzes zu
einem einzigen Objekt zusammenfügen. Dies ist mit Objekten möglich, die dem
Geometrietyp Punkt, Linie, Fläche oder Zusammengesetzt entsprechen und in derselben
Objektklasse enthalten sind. Beim Zusammenfügen von Objekten werden die Attribute des
ersten Eingabeobjekts des Auswahlsatzes in das zusammengefügte Ausgabeobjekt kopiert.
Die Eingabeobjekte werden gelöscht, und das neue Objekt wird mit der zusammengefügten
Geometrie ausgegeben (mit neuer Objekt-ID). Die resultierende Geometrie ist nicht
zusammenhängend, wenn die Ausgangsgeometrien nicht zu einer Geometrie
zusammengefügt werden können.
Der Befehl Zusammenfügen beachtet die Höheneinstellungen auf der Registerkarte
Platzieren und Bearbeiten im Dialogfeld Optionen. Der Befehl Zusammenfügen
verändert die bestehende Geometrie und verwendet daher die entsprechenden z-Werte.
Wenn die eingegebenen Geometrien verschiedene Höhenwerte haben, weist auch die
daraus entstandene zusammengefügte Geometrie unterschiedliche Höhenwerte auf.
Beispiele für Bedingungen zum Zusammenfügen von Flächen:
Grenzen die Objekte nicht aneinander, wird beim Zusammenfügen ein einzelnes Objekt
mit nicht zusammenhängender Geometrie erstellt.
Beispiele für Bedingungen zum Zusammenfügen von Linien:
10-18
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
So fügen Sie zwei oder mehr Objekte der gleichen Objektklasse zu einem
Objekt zusammen
1. Wählen Sie zwei oder mehr Objekte derselben Objektklasse aus.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Objekt > Zusammenfügen.
Ist die Option zum Aufrufen des Dialogfelds Eigenschaften deaktiviert, werden die
Objekte zusammengefügt, und das neue Objekt wird in der Datenbank gespeichert. Die
Ausgangsobjekte werden gelöscht.
Ist die Option zum Aufrufen des Dialogfelds Eigenschaften aktiviert, werden die
Objekte zusammengefügt und das Dialogfeld wird mit den Eigenschaften des ersten
eingegebenen Objekts geöffnet, damit Sie neue Attributwerte eingeben können. Danach
wird das neue Objekt in der Datenbank gespeichert, und die Ausgangsobjekte werden
gelöscht.
Siehe hierzu "Zusammenfügen von Objektklassen und Abfragen" im Kapitel "Analysieren
von Daten".
Teilen von Objekten
Mit dem Befehl Objekt teilen können Sie eines oder mehrere Objekte teilen, wobei die
Attribute der ursprünglichen Objekte in die neu entstandenen Objekte kopiert wird. Sie
können Objekte mit einer einfachen Linien- oder Flächengeometrie (Polygon,
Flächenumring, zusammengesetztes Polygon, Polylinie, zusammengesetzte Polylinie und
Bogen) teilen oder Objekte, die aus einer Gruppe nicht zusammenhängender Geometrie
bestehen.
Bei diesem Befehl können Sie entscheiden, welcher Typ von Trenngeometrie beim
Teilungsvorgang digitalisiert werden soll, indem Sie zwischen den Modi Über Polylinie
teilen, Über Polygon teilen, Über Punkt teilen oder Über vorhandene Objekte teilen
wählen. Sie wählen den Digitalisiermodus auf der Formatierungsleiste des Befehls aus.
Sie können außerdem Konstruktionshilfen verwenden, um die Punkte zum Digitalisieren
der Trenngeometrie zu erstellen.
Siehe Abschnitt "Konstruktionshilfen" im Kapitel "Arbeiten mit Objekten".
10-19
10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Modus Über Polylinie teilen
Bei diesem Modus (Standardeinstellung) können Sie eine ausgewählte einzelne Linienoder Flächengeometrie teilen, indem Sie eine Polylinie festlegen, die das Objekt in zwei
getrennte Objekte unterteilt. Um ein Flächenobjekt zu teilen, digitalisieren Sie eine
Trennlinie durch das ausgewählte Objekt. Sie können vorhandene Geometrie verwenden,
wenn Sie eine Trennlinie digitalisieren. Die Teilung erfolgt entlang der Schnittgeometrie
der Trennlinie mit dem Objekt. Flächen werden entlang der Trennlinie geteilt.
Mithilfe der Option Beim Digitalisieren vorhandene Geometrie verwenden auf der
Registerkarte Platzieren und Bearbeiten des Dialogfelds Optionen können Sie zum
Teilen eines Flächenobjekts die Geometrie eines zweiten Objekts verwenden. Klicken Sie
auf zwei Punkte des Schnittobjekts, um den Anfangs- und Endpunkt der zu verwendenden
Trenngeometrie festzulegen.
Snappen Sie zum Teilen eines Linienobjekts eine ausgewählte Linie an, und doppelklicken
Sie bzw. digitalisieren Sie eine Trennlinie.
Dieser Befehl beachtet die Unterbrechungseinstellungen auf der Registerkarte Platzieren
und Bearbeiten nicht, sondern nur die Einstellungen für Koinzidenz und für das
automatische Verschieben des Kartenfensterausschnitts auf der Registerkarte SmartLocate
des Dialogfelds Optionen. Bei Objekten, die mit dem geteilten Objekt koinzident sind,
werden an den Fangpunkten Stützpunkte eingefügt.
Wenn Sie ein Objekt teilen, erhalten Sie immer den interpolierten z-Wert des vorhandenen
Objekts, es sei denn, es handelt sich hierbei um ein Flächenobjekt. Bei Flächenobjekten
stellt die Trennlinie neue Daten dar, daher erhalten Sie als z-Wert stets den
standardmäßigen z-Wert, den Sie auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten oder
der Formatierungsleiste Standardhöhe angegeben haben. Wenn Sie die Trennlinie mit
Hilfe von Präzisionseingaben digitalisieren, können Sie den standardmäßigen z-Wert
übergehen, indem Sie in der Formatierungsleiste Präzisionskoordinaten einen anderen
Wert eingeben. Wenn Sie auf ein vorhandenes Objekt snappen, wird der z-Wert des
angesnappten Punktes übernommen. Dies ist nicht der Fall, wenn die Option
Standardhöhe anstelle von Höhe am Fangpunkt verwenden auf der Registerkarte
Platzieren und Bearbeiten aktiviert ist.
Siehe hierzu Kapitel "Arbeiten mit Objekten" und "Arbeiten mit Koordinatensystemen"
10-20
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
So teilen Sie Flächenobjekte
Im folgenden werden verschiedene Möglichkeiten beim Teilen von Flächenobjekten
aufgeführt.
1. Fall: Die Trennlinie schneidet den Flächenumring an zwei Punkten.
Ergebnis: Die Fläche wird in zwei Objekte aufgeteilt.
2. Fall: Die Trennlinie schneidet den Flächenumring an mehr als zwei Punkten.
Ergebnis: Dies ist eine Wertetrennung. Die Fläche wird in drei Flächenobjekte aufgeteilt.
3. Fall: Die Trennlinie schneidet den Flächenumring an jeweils zwei Punkten.
Ergebnis: Die Fläche wird in sechs Objekte aufgeteilt.
4. Fall: Bei einer Fläche mit Aussparung wird die Trennlinie nur auf den Flächenumring
gesnappt.
Ergebnis: Die Aussparung wird in einen Flächenumring umgewandelt.
5. Fall: Bei einer Fläche mit Aussparung wird die Trennlinie nur auf den Flächenumring in
einer Position gesnappt.
Ergebnis: Ungültige Teilung. Die größere Fläche würde ebenfalls den mittleren Stützpunkt
beinhalten, was topologisch nicht zulässig ist.
10-21
10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
6. Fall: Bei einer Fläche mit Aussparung schneidet die Trennlinie den Flächenumring an
mehreren Stellen, wobei Endpunkte außerhalb des Flächenumrings liegen.
Ergebnis: Die Fläche wird in vier Objekte aufgeteilt.
So teilen Sie Linienobjekte
Im folgenden werden verschiedene Möglichkeiten beim Teilen von Linienobjekten
aufgeführt.
1. Fall: Der Trennpunkt schneidet ein Objekt.
Ergebnis: Das Objekt wird am Schnittpunkt in zwei Objekte unterteilt.
2. Fall: Die Trennlinie kann unter Verwendung von Freihand-Digitalisieren digitalisiert
werden und sie kann die Objekte mehrfach durchschneiden, so dass mehr als ein Objekt
entsteht.
Ergebnis: Das Objekt wird an den Schnittpunkten in mehrere Linienobjekte unterteilt.
Teilen und Erhalten der Koinzidenz
Wenn Sie auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten die Option Koinzidenz
erhalten aktiviert haben, werden bei allen Objekten, die mit dem geteilten Objekt
koinzident sind, an den Fangpunkten Stützpunkte eingefügt.
Im folgenden Beispiel werden verschiedene Möglichkeiten beim Teilen von
Flächenobjekten und gleichzeitigem Erhalten der Koinzidenz aufgeführt.
Linie B ist mit einem Teil des Umrings von Fläche D koinzident.
10-22
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
Ergebnis mit Option Koinzidenz erhalten aktiviert: Linie B wird nur durch einen
Stützpunkt geteilt.
Lösung mit Option Koinzidenz erhalten deaktiviert: Linie B wird nicht geteilt. Koinzidenz
bleibt nicht erhalten.
Modus Über Polygon teilen
Mit diesem Modus können Sie hauptsächlich heterogene oder homogene
Geometriekollektionen teilen. Sie können diesen Modus jedoch auch zum Teilen einzelner
Linien- oder Flächengeometrie verwenden.
Beim Digitalisieren eines Trennpolygons werden die Teile der ursprünglichen Geometrie,
die innerhalb des Polygons liegen, dem Ausgangsobjekt und die Teile der ursprünglichen
Geometrie, die außerhalb des Polygons liegen dem neuen Objekt zugewiesen.
Das folgende Beispiel illustriert die Anwendung des Modus Über Polygon teilen:
A
B
C
A – Ausgangsobjekt, das eine homogene Geometriekollektion mit vier nicht
zusammenhängenden Flächengeometrien enthält.
B – Ausgangsobjekt mit einem Trennpolygon, das die gewünschte Teilung der Geometrien
festlegt.
C – Ergebnis der Teilung. Die dunkelgrauen Bereiche stellen die Geometriekollektion dar,
die dem durch die Teilung entstandenen neuen Objekt zugehörig ist. (Die Teile der
ursprünglichen Geometrie, die außerhalb des Trennpolygons lagen.) Die hellgrauen
Bereiche stellen die den Ausgangsobjekt jetzt zugehörige Geometriekollektion dar. (Die
Teile der ursprünglichen Geometrie, die innerhalb des Trennpolygons lagen.)
10-23
10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Modus Über Punkt teilen
Wählen Sie diesem Modus nur dann, wenn Sie ein einfaches Liniengeometrieobjekt teilen.
Bei diesem Modus verschieben Sie den Mauszeiger entlang eines Linienobjekts auf die
Position, an der die Teilung erfolgen soll. Dieser Punkt wird dann markiert.
Sie schließen die Teilung ab, indem Sie einfach klicken, um die Geometrie am markierten
Trennpunkt zu teilen.
Modus Über vorhandne Objekte teilen
Mit diesem Modus können Sie ein oder mehrere vorhandene Objekte als Trenngeometrie
verwenden. Sie können die Trennobjekte durch Klicken, einen Zaun oder eine
Kombination von beidem auswählen. Die Funktion PickQuick kann Ihnen die Auswahl in
Bereichen mit vielen Objekten erleichtern. Bei der Auswahl über einen Zaun wird der auf
der Symbolleiste Auswahl festgelegte Zaunmodus (Innerhalb oder Überlappend)
beachtet. Wenn Sie den Mauszeiger über Objekte verschieben, werden lediglich Punkt-,
Linien- und Flächenobjekte hervorgehoben und nur hervorgehobene Objekte können
ausgewählt werden. Auf gleiche Weise werden bei der Auswahl über einen Zaun alle
Textobjekte ignoriert und auch das Objekt, das geteilt werden soll.
Sie können mehrere Trennobjekte auswählen, indem mit gedrückter STRG- oder
UMSCHALTTASTE darauf klicken oder einen Zaun ziehen. Sie können ein Objekt
außerdem abwählen, indem Sie mit gedrückter STRG- oder UMSCHALTTASTE darauf
klicken. Sie können alle Objekte abwählen, indem Sie im Kartenfenster in den offenen
Raum klicken. Sie können die Teilung durchführen, indem Sie doppelklicken oder indem
Sie im Kontextmenü die Option Teildung durchführen wählen.
Die folgende Abbildung zeigt eine Zaunauswahl sowie das Kontextmenü.
10-24
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
So teilen Sie Objekte mit einfacher Geometrie
1. Nehmen Sie ein Objekt mit einfacher Linien- oder Flächengeometrie in einen
Auswahlsatz auf.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Objekt > Teilen.
3. Wählen Sie den Modus Über Polylinie teilen in der Formatierungsleiste.
4. Platzieren Sie den ersten Punkt der Linie, die das Objekt durchschneiden wird, mit
einem Klick der linken Maustaste.
5. Platzieren Sie den nächsten Punkt der Trennlinie, oder platzieren Sie den letzten Punkt
mit einem Doppelklick der linken Maustaste.
Wenn Sie im Dialogfeld Optionen auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten
die Option Beim Digitalisieren vorhandene Geometrie verwenden eingeschaltet
haben, kann der durch das Objekt verlaufende Teil des halbierenden Objektes zum
Teilen der Objekte verwendet werden. Beim Digitalisieren snappt die Trennlinie an
zwei Punkten an ein halbierendes Objekt und der dazwischenliegende Teil des
halbierenden Objektes wird hervorgehoben.
Wenn Sie diese Option nicht wählen, wird eine gerade, über zwei Punkte definierte
Linie hervorgehoben und das halbierende Objekt wird ignoriert.
6. Optional: Sie können den Trennvorgang abbrechen, indem Sie die ESC-Taste drücken.
7. Wenn die Option Eigenschaften für neue Objekte anzeigen auf der Registerkarte
Platzieren und Bearbeiten des Dialogfelds Optionen aktiv ist, geben Sie im
Dialogfeld Eigenschaften die Attribute für das neue Objekt ein, wenn es eingeblendet
wird. (Die im Dialogfeld Eigenschaften angezeigten Attribute, sind die des
ursprünglichen Objekts.)
8. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Hinweis: Anstatt zum Platzieren des Objekts mit der linken Maustaste zu klicken,
können jederzeit Präzisionseingaben gemacht werden.
So teilen Sie Objekte, die Geometriekollektionen enthalten
1. Nehmen Sie eine Geometriekollektion mit einer beliebigen Kombination von
Geometrietypen in einen Auswahlsatz auf.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Objekt > Teilen.
3. Wählen Sie den Modus Über Polygon teilen in der Formatierungsleiste.
4. Digitalisieren Sie das geteilte Polygon.
5. Doppelklicken Sie, um die Digitalisierung des Trennpolygons fertigzustellen und um
die Teilung durchzuführen.
10-25
10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So teilen Sie ein Linienobjekt mit dem Modus Über Punkt teilen
1. Nehmen Sie ein Objekt mit einfacher Liniengeometrie in einen Auswahlsatz auf.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Objekt > Teilen.
3. Wählen Sie den Modus Über Punkt teilen in der Formatierungsleiste.
4. Verschieben Sie den Mauszeiger auf den Punkt im Objekt, an dem Sie die Teilung
durchführen wollen.
5. Klicken Sie, um die Teilung der Geometrie am hervorgehobenen Punkt durchzuführen.
So teilen Sie Objekte mit dem Modus Über vorhandenes Objekt teilen
1. Nehmen Sie ein Objekt in einen Auswahlsatz auf.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Objekt > Teilen.
3. Wählen Sie in der Formatierungsleiste den Modus Über vorhandenes Objekt teilen.
4. Wählen Sie eines oder mehrere Objekte zum Teilen des Objekts aus.
5. Führen Sie die Teilung durch, indem Sie doppelklicken oder mit der rechten Maustaste
klicken und im Kontextmenü die Option Teilung durchführen auswählen.
Kopieren von Objekten
Mit dem Befehl Objekt kopieren können Sie, in einer Verbindung mit Schreibzugriff,
eines oder mehrere ausgewählte Objekte innerhalb der selben Objektklasse kopieren. Die
kopierten Objekte sind mit den ursprünglichen Objekten identisch, wobei jedoch Felder
vom Typ AutoWert automatisch hochgezählt werden. Enthalten die ursprünglichen Objekte
erforderliche Felder oder Schlüsselfelder, die nicht dem Typ AutoWert entsprechen, wird
für jede Objektkopie das Dialogfeld Eigenschaften geöffnet, in dem Sie die
entsprechenden Werte eingeben können. Das Dialogfeld Eigenschaften wird auch dann
aufgerufen, wenn die Option Eigenschaften für neue Objekte anzeigen im Dialogfeld
Optionen (Extras > Optionen) eingeschaltet ist.
Sie können Objekte aus mehreren Objektklassen in einem Vorgang kopieren, indem Sie sie
in einen Auswahlsatz aufnehmen, der mindestens ein Objekt aus einer Verbindung mit
Schreibzugriff enthalten muss. Sie können den Ursprungs- und den Zielpunkt mit dem
Mauszeiger festlegen, oder durch die Eingabe von Werten in die Formatierungsleiste
Präzisionskoordinaten.
10-26
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
So kopieren Sie Objekte
1. Wählen Sie eines oder mehrere Objekte aus.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Objekt > Kopieren.
3. Klicken Sie in das Kartenfenster, um den Ursprungspunkt für die Kopie zu platzieren.
ODER
Geben Sie die Koordinaten für den Ursprungspunkt in der Formatierungsleiste
Präzisionskoordinaten ein und drücken Sie die Eingabetaste.
Die ausgewählten Objekte mit Schreibzugriff werden dynamisch mit dem Mauszeiger
verbunden.
Hinweis: Schreibgeschützte Objekte werden nicht dynamisch dargestellt.
4. Verschieben Sie den Mauszeiger an die neue Position.
5. Klicken Sie, um die Objekte zu platzieren.
10
ODER
Geben Sie die Koordinaten für den Zielpunkt in der Formatierungsleiste
Präzisionskoordinaten ein, und drücken Sie die Eingabetaste.
Wenn keine eindeutigen Attribute erforderlich sind und die Option Eigenschaften für
neue Objekte anzeigen deaktiviert ist, werden die ausgewählten Objekte kopiert und
erneut dynamisch dargestellt.
Gehen Sie zu Schritt 8.
Wenn eindeutige Attribute erforderlich sind und die Option Eigenschaften für neue
Objekte anzeigen aktiv ist, wird die dynamische Darstellung aller Objekte deaktiviert
und das erste Objekt mit Schreibzugriff im Auswahlsatz wird markiert. Für dieses
Objekt wird dann das Dialogfeld Eigenschaften aufgerufen.
Fahren Sie mit Schritt 6 fort.
6. Geben Sie im Dialogfeld Eigenschaften die entsprechenden Attributwerte ein.
Hinweis: Wenn Sie den Befehl im Dialogfeld Eigenschaften abbrechen, müssen Sie
angeben, ob alle oder nur die aktuelle Objektkopie verworfen werden sollen.
Das Objekt wird kopiert und das Dialogfeld Eigenschaften für das nächste Objekt
wird geöffnet.
10-27
Arbeiten mit GeoMedia Professional
7. Wiederholen Sie Schritt 6 für alle im Auswahlsatz enthaltenen Objekte mit
Schreibzugriff.
Alle im Auswahlsatz enthaltenen Objekte mit Schreibzugriff werden erneut dynamisch
dargestellt.
8. Führen Sie einen weiteren Kopiervorgang aus.
ODER
Klicken Sie auf das Auswahlwerkzeug oder drücken Sie die ESC-Taste, um den
Befehl zu beenden.
Objekte parallel zu anderen Objekten kopieren
Mit dem Befehl Parallel kopieren können Sie ein Linien- oder Flächenobjekt kopieren
und im angegebenen Abstand vom ursprünglichen Objekt versetzen.
Form, Winkel und Seitenlängen des kopierten Objekts stimmen proportional mit denen des
ursprünglichen Objekts überein und auch die Bogengeometrie bleibt während des
Kopiervorgangs erhalten. Sie können ein Objekt in die selbe oder eine andere Objektklasse
kopieren. Das kopierte Objekt wird in der aktiven Zielobjektklasse erstellt, die in der
Formatierungsleiste Parallel kopieren ausgewählt wurde. Wenn Sie die Objektklasse im
Feld Ziel ändern, wird die Objektklasse der Objektkopie geändert. In dieser Liste
erscheinen nur Objektklassen aus Warehouseverbindungen mit Schreibzugriff.
Der Befehl Parallel kopieren beachtet außerdem die Einstellungen Eigenschaften für
neue Objekte anzeigen und Automatisch Legendeneinträge hinzufügen auf der
Registerkarte Platzieren und Bearbeiten des Dialogfelds Optionen.
Sie können den Abstand vom ursprünglichen Objekt entweder durch Eingeben des Wertes
in das Feld Abstand oder durch Auswählen von Datenpunkten mit dem Mauszeiger
angeben. Die Maßeinheit und Genauigkeit des Abstandes werden der Registerkarte
Einheiten und Formate des Dialogfelds Koordinatensystem definieren entnommen.
Siehe hierzu Kapitel "Arbeiten mit Objekten" und "Arbeiten mit Koordinatensystemen"
10-28
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
Sie können den aktuellen Abstandswert auch fixieren, indem Sie die Schaltfläche Fixieren
aktivieren. Das Objekt wird dann bei der dynamischen Darstellung im angegebenen
Abstand fixiert und bewegt sich nicht mehr mit dem Mauszeiger. Sie können das neue
Objekt dann durch Klicken auf einer Seite des ursprünglichen Objekts platzieren. Wird der
Abstand nicht fixiert, wird das Objekt dynamisch an der Mauszeigerposition dargestellt.
Der Abstandswert wird dann automatisch aktualisiert, wenn Sie den Mauzeiger bewegen.
Wenn das Kontrollkästchen Höhe erhalten aktiviert ist (die Standardeinstellung), behält
der Befehl die Höhenwerte von Punkten im ursprünglichen Objekt bei, die mit Punkten im
Zielobjekt übereinstimmen. Ist dieses Kontrollkästchen deaktiviert, legt der Befehl die
Höhe für jeden Punkt der neuen Geometrie auf die Höhe des Zielpunktes fest. Bei
Zielpunkten über die Maus, entspricht dieser Wert der Standardhöhe. Bei Zielpunkten über
Tastatureingabe kann dieser Wert entweder der Standardhöhe entsprechen (bei Eingabe
ohne z-Wert) oder aber dem Höhenwert, der in der Formatierungsleiste
Präzisionskoordinaten eingegeben wurde.
Sie können auch mehrere parallele Kopien der ausgewählten Objekte in unterschiedlichen
Abständen platzieren. Verwenden Sie zum Platzieren mehrerer Objekte die
Tastenkombination STRG+Klick. Der angegebene Abstand wird immer vom zuletzt
kopierten Objekt aus gemessen. Die zusätzlichen Objekte werden immer auf derselben
Seite wie das Original platziert.
Der Befehl Parallel kopieren legt die Höhe für jeden Stützpunkt der neuen Geometrie auf
die Höhe des eingegebenen Punktes fest. Bei Eingabe über die Maus, entspricht dieser
Wert der Standardhöhe. Bei Eingabe über die Tastatur, kann es sich bei der Eingabe um die
Standardhöhe oder aber auch den von Ihnen eingetippten z-Wert handeln.
So kopieren Sie ein Objekt parallel
1. Wählen Sie Bearbeiten > Objekt > Parallel kopieren.
2. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Ziel die Objektklasse für die Objektkopie aus und
markieren Sie das zu kopierende Objekt.
Das Objekt wird dynamisch am Mauszeiger dargestellt und das Feld Abstand wird
anhand der aktuellen Mauszeigerposition aktualisiert.
3. Optional: Aktivieren Sie die Schaltfläche Fixieren, um den angegebenen Abstand
beizubehalten. Geben Sie dann einen neuen Wert in das Feld Abstand ein und drücken
Sie die Eingabetaste.
4. Optional: Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Höhe erhalten.
10-29
10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
5. Platzieren Sie die Kopie des Objekts durch Klicken.
Das Objekt wird ohne Änderung der Objektklasse an die angegebene Position kopiert,
mit der richtigen Symbolik dargestellt und in der Datenbank gespeichert.
Das Dialogfeld Eigenschaften wird geöffnet, wenn die entsprechende Option auf der
Registerkarte Platzieren und Bearbeiten aktiviert ist, oder wenn für das neue Objekt
Werte eingegeben werden müssen.
6. Wählen Sie eine andere Objektklasse aus der Liste Ziel.
7. Klicken Sie, um das Objekt zu platzieren.
Das Objekt wird kopiert, und die Objektklasse entsprechend geändert.
8. Klicken Sie, um ein anderes Objekt zum parallelen Kopieren auszuwählen.
Das Feld Objektklasse auswählen der Formatierungsleiste wird nicht mit der
Objektklasse des ausgewählten Objekts aktualisiert.
9. Klicken Sie, um das Objekt zu platzieren.
Das Objekt wird kopiert, und die Objektklasse entsprechend geändert.
10. Klicken Sie, um ein anderes Objekt zum parallelen Kopieren auszuwählen.
11. Drücken Sie ESC, um den Befehl zu beenden.
Siehe hierzu Kapitel "Arbeiten mit Objekten" und "Arbeiten mit Koordinatensystemen"
Löschen von Objekten
Wenn Sie ein Objekt löschen, wird es aus dem Warehouse und sämtlichen Fenstern
entfernt. Der entsprechende Legendeneintrag wird davon jedoch nicht betroffen, weshalb
Sie diesen von Hand löschen müssen.
Achtung: Dieses Verfahren löscht alle ausgewählten Objekte, einschließlich der nicht in
der aktiven Ansicht dargestellten.
So löschen Sie ein Objekt
1. Erstellen Sie in einem Kartenfenster einen Auswahlsatz mit den Objekten, die Sie
löschen wollen.
ODER
Wählen Sie im Datenfenster die Zeile für das Objekt, und aktivieren Sie dann das
Kartenfenster durch Klicken auf die Titelleiste.
10-30
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
2. Wählen Sie Bearbeiten > Objekt > Löschen.
ODER
Drücken Sie STRG +D.
Hinweis: Über den Befehl Extras > Optionen > Platzieren und Bearbeiten können
Sie festlegen, ob vor der Verarbeitung ein Bestätigungsdialogfeld angezeigt werden
soll.
Alle Ansichten, die gelöschte Objekte enthalten, werden aktualisiert.
Bearbeiten von Geometrie
Mit dem Befehl Geometrie bearbeiten können Sie einzelne oder mehrere Stützpunkte
eines ausgewählten Objekts löschen, einfügen oder verschieben. Dieser Befehl beachten
die Einstellungen für Koinzidenz auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten des
Dialogfelds Optionen.
Der Befehl Geometrie bearbeiten ändert bestehende Daten und verwendet daher die zWerte der bestehenden Geometrie. Das Verschieben eines Stützpunktes wirkt sich nur auf
dessen x- und y-Koordinaten aus. Beim Einfügen eines neuen Stützpunktes wird der zWert durch Interpolieren der z-Werte der zwei angrenzenden Stützpunkte ermittelt. Sie
können mit diesem Befehl auch den z-Wert ändern.
Bei Auswahl von mindestens einem Stützpunkt können Sie bei diesem Befehl
Konstruktionshilfen verwenden, um eine Geometrie über eine bestimmte Methode zu
erstellen, und die Konstruktionsgeometrie an den Befehl zurück zu liefern. Bei Auswahl
mehrerer Stützpunkte, dient der zuletzt ausgewählte Stützpunkt als Referenzpunkt und alle
Stützpunkte werden um den durch den Referenzpunkt und den Konstruktionspunkt
definierten Abstand verschoben.
Siehe Abschnitt "Konstruktionshilfen" im Kapitel "Arbeiten mit Objekten".
Hinweise zur Bearbeitung:
•
Sie können zwar mehrere Objekte gleichzeitig zum Bearbeiten auswählen, jedoch nur
die Stützpunkte jeweils eines Objektes bearbeiten. Die Ausnahme hierzu sind
koinzidente Stützpunkte, die automatisch geändert werden, wenn die Option
Koinzidenz erhalten aktiviert ist.
•
Sie können alle Stützpunkte in einer Geometrie auswählen, indem Sie einen Stützpunkt
auswählen und anschließend die Tastenkombination STRG+A drücken oder die Option
Alle auswählen im Kontextmenü wählen.
10-31
10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
Sie können alle Stützpunkte zwischen zwei Stützpunkten in einer Geometrie
auswählen, indem Sie zuerst einen Stützpunkt auswählen (1) und anschließend mit
gedrückter Umschalttaste einen weiteren Stützpunkt auswählen (2).
•
Wenn Sie mehrere Stützpunkte verschieben wollen, wählen Sie die Stützpunkte aus
und halten Sie die STRG-Taste über dem letzten Stützpunkt gedrückt, während Sie die
Stützpunkte ziehen.
•
Mit den Optionen Rückgängig machen und Wiederherstellen im Kontextmenü
können Sie die zuletzt durchgeführte Änderung rückgängig machen bzw. die zuletzt
rückgängig gemachte Änderung wiederherstellen, ohne den Befehl zu verlassen. Dies
gilt jedoch nur für mit diesem Befehl durchgeführte Änderungen.
•
Sie können mit der rechten Maustaste klicken und die Option Alle auswählen wählen
und die Tastenkombination STRG+A oder die UMSCHALTASTE verwenden, um
mehrere Ziehpunkte gleichzeitig auszuwählen. Wenn Sie jedoch mehrere Ziehpunkte
in einer Geometrie mit vielen Stützpunkten wählen, ist die Auswahl aller Ziehpunkte
sehr langwierig. Sie können die Auswahl von Stützpunkten unterbrechen, indem Sie
die ESC-Taste drücken. Hierbei bleibt der Befehl aktiv und auch die Auswahl aller vor
dem Drücken der ESC-Taste ausgewählten Ziehpunkt bleibt erhalten.
Bearbeiten von Kreisen
Beim Bearbeiten von Kreisen (d.h. ein zusammengesetztes Polygon, das einen Kreis
darstellt) wird der Kreis hervorgehoben und mit Ziehpunkten versehen, die Sie zum
Vergrößern oder Verkleinern des Radius ziehen können. Die acht angezeigten Ziehpunkt
stellen die vier Eckpunkte sowie die vier Mittenpunkte des minimalen
Umgrenzungsrechtecks dar. Es wird außerdem eine andockbare Formatierungsleiste
eingeblendet, in der Sie den genauen neuen Radiuswert eintippen können.
Der dem gezogenen Ziehpunkt diametrisch gegenüberliegende Ziehpunkt dient als
Ankerpunkt, der immer im neuen minimalen Umgrenzungsrechteck fixiert bleibt. Beim
Ziehen eines Ziehpunktes wird der neue Radius im Textfeld Radius angezeigt. Sie können
den Radius über Tastatureingabe ändern, indem Sie in der Formatierungsleiste die
Schaltfläche Fixieren aktivieren (eindrücken), um in den fixierten Modus zu wechseln.
Dieser Modus ist standardmäßig deaktiviert.
10-32
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
Wenn Sie den neuen Radius eintippen und anschließend die EINGABETASTE drücken,
wird der Kreis vom Mittelpunkt aus dynamisch geändert. Die Ziehpunkte werden bei
einem fixierten Radius zwar noch angezeigt, können jedoch nicht mehr gezogen werden,
um den Radius dynamisch zu verändern.
Sie können einen Ziehpunkt auswählen, um den Kreis zu bearbeiten oder alle Ziehpunkte,
um den Kreis zu verschieben. Wenn Sie die Ziehpunkte mehrerer Kreise auswählen, wird
keine Formatierungsleiste eingeblendet. Hierbei wirkt sich außerdem das Ziehen eins der
Ziehpunkte auf alle Kreise aus.
Obwohl der Kreis aus Bogen besteht können die einzelnen Bogen nicht separat bearbeitet
werden. Sie können weder einen Stützpunkt aus den Bogen entfernen noch einen
Stützpunkt einfügen. Wenn Sie die Höhe eines Ziehpunktes bearbeiten, ändert sich die
Höhe aller Ziehpunkte.
Bearbeiten von Bogen
Sie können Bogen durch Eingabe eines Parameters bearbeiten, oder indem Sie mit einem
fixierten Parameter einen Ziehpunkt ziehen (Standardmodus). Wenn einen Ziehpunkt auf
dem zu bearbeitenden Bogen auswählen, wird eine Formatierungsleiste eingeblendet, mit
deren Hilfe Sie die Bearbeitung durch Tastatureingabe verschiedener Bogenparameter
präzise steuern können. Sie können folgende Bogenparameter fixieren und ändern: Radius,
Bogenwinkel, Sehnenlänge, Bogenlänge, Tangentenlänge, Sehnenverlauf, Anfangsradius,
Endradius, Anfangstangente und Endtangente. Diese Parameter sind auf der PulldownListe der Formatierungsleiste verfügbar.
10-33
10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Der Bogen wird geändert, wenn Sie einen neuen Wert eingeben und die EINGABETASTE
drücken oder wenn Sie mit einem fixierten Parameter einen Ziehpunkt ziehen. Das
Ergebnis ist vom fixierten Parameter und dem gezogenen Ziehpunkt abhängig. Wenn Sie
den Parameter nicht fixieren, wird der Wert dynamisch aktualisiert. Wenn Sie einen
Parameter fixieren, werden der Ursprung des Bogens sowie zwei gestrichelte Linien
eingeblendet, die die Anfangs- und die Endtangente darstellen. Es werden ebenfalls zwei
Pfeile entlang des Bogens eingeblendet, um die Richtung des Bogens zu kennzeichnen.
Wenn Sie in einer zusammengesetzten Geometrie einen Ziehpunkt auswählen, der zwei
Bogen gemeinsam ist, wird der erste Bogen bearbeitet. Um den zweiten Bogen zu
bearbeiten, müssen Sie ALT-Taste gedrückt halten, wenn Sie den gemeinsamen Ziehpunkt
auswählen oder ziehen.
So gehen Sie zum Einfügen, Verschieben, Löschen und Ändern der Höhe
von Stützpunkten vor
1. Erstellen Sie in einem Kartenfenster einen Auswahlsatz mit den Objekten, die Sie
bearbeiten wollen.
ODER
Wählen Sie im Datenfenster die Zeilen für die Objekte, und aktivieren Sie dann das
Kartenfenster durch Klicken auf die Titelleiste.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Bearbeiten.
An allen Geometrien der ausgewählten Objekte erscheinen Ziehpunkte, wodurch
angezeigt wird, dass die Geometrien bearbeitet werden können.
3. Wählen Sie zum Einfügen eines Stützpunktes, die Stelle der Geometrie, an der der
Stützpunkt eingefügt werden soll.
4. Um Stützpunkte zu verschieben, klicken Sie mit der linken Maustaste auf den
Stützpunkt (Steuerungstaste und linke Maustaste drücken, um mehrere Stützpunkte
auszuwählen), den Sie verschieben wollen, halten Sie die Taste gedrückt, ziehen Sie
den Mauszeiger zu der Stelle, an der Sie den Stützpunkt positionieren wollen, und
lassen Sie dann die Taste los.
5. Wählen Sie zum Löschen die gewünschten Stützpunkte aus, und drücken Sie die
Löschtaste.
ODER
Wählen Sie die Stützpunkte, klicken Sie auf die rechte Maustaste und wählen Sie die
Option Stützpunkt löschen im Kontextmenü.
10-34
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
So ändern Sie die Höhe eines Stützpunktes
1. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Bearbeiten.
2. Wählen Sie die Stützpunkte, deren Höhe Sie ändern wollen.
3. Klicken Sie auf die rechte Maustaste, um das Kontextmenü aufzurufen.
4. Wählen Sie die Option Höhe ändern.
Wenn Sie einen einzelnen Stützpunkt ausgewählt haben, wird der aktuelle z-Wert im
Feld angezeigt. Wenn Sie mehrere Stützpunkte ausgewählt haben, ist das Feld leer.
5. Geben Sie den neuen Wert in das Feld Höhe ein.
6. Klicken Sie auf OK, um die Koordinaten der ausgewählten Stützpunkte zu
aktualisieren.
10
Siehe hierzu Kapitel "Überprüfen und Korrigieren von Daten".
So verschieben Sie einen Stützpunkt durch
Präzisionseingaben
Sie können einen Stützpunkt nicht nur durch Verschieben auf einer neuen Position
platzieren. Sie können einen Stützpunkt auch präzise verschieben, indem Sie in der
Formatierungsleiste Präzisionskoordinaten die genauen Werte für die neue Position
eingeben. Bei dieser Methode werden die gleichen Platzierungs- und Bearbeitungsoptionen
wie beim Verschieben mit dem Mauszeiger beachtet. Beim Verschieben mehrere
Stützpunkte über Präzisionseingabe, basiert die Position auf dem letzten ausgewählten
Punkt. Die Koordinaten des ausgewählten Stützpunktes definieren den Verankerungspunkt
für den Verschiebevorgang. Wenn Sie eine neue Position für den zu verschiebenden
Stützpunkt eingeben, wird der zuletzt ausgewählte Stützpunkt an diese Position
verschoben. Alle anderen Stützpunkte werden im Verhältnis zu ihren ursprünglichen
Positionen verschoben.
Wenn eine Fangfunktion eingeschaltet ist und die neue Position des Stützpunktes innerhalb
der Fangfunktionstoleranz einer anderen Geometrie liegt, wird der Stützpunkt automatisch
angesnappt und dadurch die Präzisionseingabe überschrieben. Schalten Sie vor dem
Verschieben der Stützpunkte alle Fangfunktionen aus, um dies zu verhindern.
10-35
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So verschieben Sie einen Stützpunkt durch Präzisionseingaben
1. Erstellen Sie in einem Kartenfenster einen Auswahlsatz mit den Objekten, die Sie
bearbeiten wollen. Oder wählen Sie im Datenfenster die Zeilen für die Objekte, und
aktivieren Sie dann das Kartenfenster durch Klicken auf die Titelleiste.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Bearbeiten.
3. Wählen Sie einen Stützpunkt aus.
4. Verwenden Sie die Formatierungsleiste Präzisionskoordinaten, um die Koordinaten
für die neue Stützpunktposition einzugeben und klicken Sie anschließend auf die
Eingabetaste.
5. Wiederholen Sie die Schritte 3 und 4, bis Sie die gewünschten Änderungen
durchgeführt haben.
Bearbeiten von koinzidenter Geometrie
Mit dem Befehl Geometrie bearbeiten können Sie koinzidente Geometrie einfügen,
verschieben und löschen, wenn auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten die
Option Koinzidenz erhalten aktiviert ist. Wenn Sie verhindern wollen, dass Objekte
bestimmter Objektklassen die Koinzidenz beim Bearbeiten stören, verwenden Sie die
Optionen Lokalisierbar und Darstellung Ein/Aus im Dialogfeld
Legendeneigenschaften. Beim Bearbeiten gilt ein Stützpunkt mit einem anderen nur dann
als koinzident, wenn beide dieselbe x- und y-Position einnehmen.
Um die koinzidente Geometrie bearbeiten zu können, müssen Sie sie zuerst mit dem
Auswahlwerkzeug des Karten- bzw. Datenfensters auswählen. Wenn Sie einen Stützpunkt
verschieben oder löschen, wird geprüft, ob auf einem beliebigen Objekt im Auswahlsatz
ein koinzidenter Stützpunkt existiert. Ist dies der Fall, wird dieser Stützpunkt ebenfalls
verschoben bzw. gelöscht.
Wenn Sie einen Stützpunkt einfügen, wird geprüft, ob koinzidente Liniensegmente
existieren. Ist dies der Fall, werden sie ausgewählt, und die Stützpunkte werden auch in
diese Liniensegmente eingefügt.
10-36
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
So bearbeiten Sie koinzidente Geometrie
1. Wählen Sie in einem Kartenfenster das gewünschte Objekt mit dem
Auswahlwerkzeug aus.
ODER
Wählen Sie im Datenfenster die Zeilen für die Objekte, und aktivieren Sie dann das
Kartenfenster durch Klicken auf die Titelleiste.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Bearbeiten.
An allen Geometrien der ausgewählten Objekte erscheinen Ziehpunkte, wodurch
angezeigt wird, dass die Geometrien bearbeitet werden können. Alle koinzidenten
Objekte werden markiert, ohne Ziehpunkte anzuzeigen.
3. Wählen Sie zum Einfügen eines Stützpunktes, die Stelle der Geometrie, an der der
Stützpunkt eingefügt werden soll.
ODER
Halten Sie zum Verschieben eines Stützpunktes die linke Maustaste auf dem
betreffenden Stützpunkt gedrückt, ziehen Sie ihn an die gewünschte Position, und
lassen Sie die Maustaste los.
ODER
Wählen Sie zum Löschen den gewünschten Stützpunkt aus, und drücken Sie die
Löschtaste.
Der ausgewählte Stützpunkt und die koinzidente Geometrie werden bearbeitet.
Bearbeiten von Geometrie durch Ansnappen und
Unterbrechen
Der Befehl Geometrie bearbeiten verfügt über eine produktive Funktion zum Ansnappen
und Unterbrechen.
So bearbeiten Sie Geometrie durch Ansnappen und Unterbrechen
1. Wählen Sie Extras > Optionen > Platzieren und Bearbeiten. Aktivieren Sie die
Optionen Eigenschaften für neue Objekte anzeigen und Linienobjekte
unterbrechen mit der entsprechenden Unterbrechungsfunktion.
2. Wählen Sie die zu bearbeitenden Objekte aus.
3. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Bearbeiten.
10-37
10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
4. Wählen Sie einen Endstützpunkt und ziehen Sie ihn so, dass er durch die Fangfunktion
mit einem anderen Objekt verbunden wird.
Wurde die Unterbrechungsfunktion aktiviert, werden die Objekte beim Ansnappen
durch das bearbeitete Objekt zweigeteilt, und die Attribute werden kopiert.
Hinweis: Dies gilt nur für Endpunkte. Im folgenden Beispiel wird Linie 1 nicht
unterbrochen, weil die Bearbeitung nicht an einem Endpunkt von Linie 2 ausgeführt
wurde.
5. Wählen Sie Extras > Optionen > Platzieren und Bearbeiten. Deaktivieren Sie die
Option Linienobjekte unterbrechen und aktivieren Sie die Option Koinzidenz
erhalten.
6. Wählen Sie einen Endstützpunkt und ziehen Sie ihn so, dass er durch die Fangfunktion
mit einem anderen Objekt verbunden wird.
Das Objekt wird beim Ansnappen durch das bearbeitete Objekt nicht zweigeteilt. Ein
Stützpunkt wird auf der Geometrie platziert, die von der digitalisierten Linie
angesnappt wurde. Das angesnappte Objekt wird jedoch nicht zweigeteilt.
Löschen von Geometrie mit dem Befehl Geometrie
bearbeiten
Mit dem Befehl Geometrie bearbeiten können Sie auch ganze Geometrien oder eine
Reihe von Stützpunkten löschen.
10-38
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
So löschen Sie eine gesamte Geometrie
1. Wählen Sie die zu bearbeitenden Objekte aus.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie >
Bearbeiten.
3. Wählen Sie einen Stützpunkt der
Aussparungsgeometrie.
4. Drücken Sie STRG+a.
10
5. Drücken Sie die LÖSCHTASTE.
So löschen Sie eine Reihe von Stützpunkten
1. Wählen Sie die zu bearbeitenden Objekte aus.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Bearbeiten.
3. Wählen Sie einen Stützpunkt (1) der Geometrie.
4. Drücken Sie die Umschalttaste und wählen Sie einen zweiten Stützpunkt (2) aus.
5. Drücken Sie die LÖSCHTASTE.
10-39
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Fortsetzen von Geometrie
Mit dem Befehl Geometrie fortsetzen können Sie weitere Geometrie für ein ausgewähltes
Objekt digitalisieren oder einem Objekt ohne Geometrie neue Geometrie hinzufügen.
Wenn der letzte Fall zutrifft, wählen Sie das Objekt aus einem Datenfenster aus. Dieser
Befehl, wie auch viele andere Platzierungs- und Bearbeitungsbefehle, beachtet die
Einstellungen im Dialogfeld Optionen (Extras > Optionen). Hierzu gehören die
Einstellungen für die standardmäßigen Höhenwerte, das automatische Unterbrechen von
Linienobjekten und das Erhalten der Koinzidenz, wenn auf andere Objekte gesnappt wird.
Markieren Sie das fortzusetzende Objekt und wählen Sie den Befehl Bearbeiten >
Geometrie > Fortsetzen. Die Formatierungsleiste Geometrie fortsetzen wird geöffnet.
Diese ist den Formatierungsleisten Objekt einfügen und Geometrie neu digitalisieren
sehr ähnlich. Es wird allerdings beim Öffnen der Formatierungsleiste der Name der
Objektklasse des zum Fortsetzen ausgewählten Objekts im Feld Objektklasse auswählen
angezeigt und die entsprechende Symbolschaltfläche für den Geometrietyp eingedrückt,
um den Geometrietyp der ausgewählten Objektklasse anzuzeigen.
In der Pulldown-Liste Platzierungsmodus können Sie aus einer Liste mit verfügbaren
Modi den gewünschten Platzierungsmodus auswählen. Klicken Sie auf die Schaltfläche
Optionen, um das Dialogfeld Optionen mit drei zugänglichen Registerkarten Platzieren
und Bearbeiten, Allgemein und SmartLocate zu öffnen. Auf diese Weise haben Sie die
Möglichkeit, die Optionen zum Platzieren und Bearbeiten auf einfache Weise innerhalb des
Befehls Geometrie fortsetzen festzulegen. Sie können außerdem beim Digitalisieren eine
der verfügbaren Konstruktionshilfen verwenden, indem Sie mit der rechten Maustaste
klicken und die gewünschte Hilfsfunktion im Kontextmenü auswählen.
Siehe hierzu "Einfügen von Objekten in ein Kartenfenster" im Kapitel "Arbeiten mit
Objekten".
Hinweis: Wenn Sie den Befehl das erste Mal starten, ist die Option Bogentangens
standardmäßig aktiviert
10-40
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
So setzen Sie Geometrie fort
1. Markieren Sie das fortzusetzende Objekt.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Fortsetzen, um die Formatierungsleiste mit
der Objektklasse des ausgewählten Objekts einzublenden.
3. Platzieren Sie die neue Geometrie im Kartenfenster.
So setzen Sie Objektgeometrie durch Ansnappen und Unterbrechen fort
1. Markieren Sie das fortzusetzende Objekt.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Fortsetzen, um die Formatierungsleiste mit der
Objektklasse des ausgewählten Objekts einzublenden.
3. Wählen Sie Schaltfläche Optionen und die Registerkarte Platzieren und Bearbeiten.
Aktivieren Sie die Optionen Eigenschaften für neue Objekte anzeigen und
Linienobjekte unterbrechen mit der entsprechenden Unterbrechungsfunktion. Die
Option Koinzidenz erhalten muss deaktiviert sein.
4. Digitalisieren Sie die Geometrie.
10
Wurde die Unterbrechungsfunktion aktiviert, werden die Objekte beim Ansnappen
durch das digitalisierte Objekt zweigeteilt, und die Attribute werden kopiert.
5. Wählen Sie Extras > Optionen > Platzieren und Bearbeiten. Deaktivieren Sie die
Option Linienobjekte unterbrechen und aktivieren Sie die Option Koinzidenz erhalten.
6. Setzen Sie die Geometrie fort.
Das Objekt wird beim Ansnappen durch das digitalisierte Objekt nicht zweigeteilt. Ein
Stützpunkt wird auf der Geometrie platziert, die von der digitalisierten Linie
angesnappt wurde. Das angesnappte Objekt wird jedoch nicht zweigeteilt.
10-41
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Verwenden vorhandener Geometrie beim Fortsetzen von
Geometrie
Mit der Konstruktionshilfe Vorhandene Geometrie digitalisieren im Kontextmenü
können Sie das nächste Segment eines Objekts unter Verwendung von bereits vorhandener
Geometrie digitalisieren. Diese Option ist hilfreich, wenn zwei Objekte alle oder einen Teil
eines Umrings gemeinsam haben, da sie nicht alle Grenzlinien zwischen den Objekten neu
digitalisieren müssen. Klicken Sie auf zwei Punkte entlang der bestehenden Geometrie.
Alle Stützpunkte zwischen diesen Punkten werden auf das neu platzierte Objekt kopiert.
Damit werden saubere Eingaben ohne Ungenauigkeiten oder Lücken gewährleistet. (Sie
können das Kontextmenü optional umgehen, indem Sie durch Drücken der Taste "U" auf
die Option Vorhandene Geometrie digitalisieren zugreifen). Dieser temporäre
Platzierungsmodus unterscheidet sich von der Option Beim Digitalisieren vorhandene
Geometrie verwenden auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten oder der
Symbolleiste Optionen in zwei wichtigen Aspekten:
Der temporäre Platzierungsmodus ist nur für den als nächstes zu platzierenden Stützpunkt
aktiv. Anschließend wird der vorherige Platzierungsmodus wieder aktiviert. Wenn diese
Option aktiviert ist, wird sie bei jedem angesnappten Stützpunkt verwendet. Sie müssen die
Option abschalten, um sie zu deaktivieren.
Die Option Vorhandene Geometrie digitalisieren hebt bei jeder Mausbewegung die
Geometrie zwischen dem letzten Stützpunkt und dem Mauszeigerfangpunkt hervor.
Dadurch wird die Darstellung von Geometrie mit vielen Stützpunkten möglicherweise
erheblich verzögert. Der temporäre Platzierungsmodus hebt die Geometrie einmal
zwischen dem ersten und zweiten Punkt hervor (sobald der zweite Punkt eingegeben
wurde) und erhält die Markierung aufrecht, bis der dritte Datenpunkt zum Akzeptieren der
Geometrie eingegeben wird. Dadurch kann der Mauszeiger ohne
Darstellungsverzögerungen verschoben werden.
Hinweis: Die Konstruktionshilfe Vorhandene Geometrie digitalisieren steht auch im
Kontextmenü des Befehls Objekt einfügen zur Verfügung.
So setzen Sie Geometrie mit der Option Vorhandene Geometrie fort
1. Aktivieren Sie das Kartenfenster, in dem sich das zusammengesetzte Objekt befindet,
das Sie weiter fortsetzen wollen.
2. Wählen Sie ein Objekt, das fortgesetzt werden soll.
3. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Fortsetzen.
4. Platzieren Sie einen Punkt auf einem Linien- oder Flächenobjekt.
10-42
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie die Konstruktionshilfe
Vorhandene Geometrie digitalisieren im Kontextmenü.
Wenn der vorherige Stützpunkt an ein einzelnes Objekt gesnappt ist, wird das Objekt
markiert. Gehen Sie zu Schritt 7. Andernfalls ist der vorherige Stützpunkt an mehrere
Objekte gesnappt, woraufhin das Dialogfeld PickQuick eingeblendet wird.
6. Wählen Sie das Objekt, dessen Geometrie verwendet werden soll.
Das ausgewählte Objekt wird markiert.
7. Platzieren Sie den nächsten Punkt auf dem markierten koinzidenten Objekt.
Der Punkt wird auf das koinzidente Objekt beschränkt und die Geometrie vom ersten
zum zweiten Punkt wird markiert.
8. Drücken Sie die Tabulatortaste, um zum gewünschten Pfad zu wechseln, falls es sich
bei der koinzidenten Geometrie um eine Fläche handelt.
Der andere Pfad vom zweiten zum ersten Punkt wird markiert.
9. Klicken Sie auf einen anderen Punkt, um die markierte Geometrie zu akzeptieren.
10
10. Kehren Sie zu Schritt 4 oder 5 zurück oder platzieren Sie weitere Punkte.
Verschieben von Geometrie
Mit dem Befehl Verschieben können Sie ausgewählte Objektgeometrie, Bilder oder
Beschriftung auf einfache Weise in einem Karten- oder Datenfenster verschieben. Sie
können hierbei zuerst den Befehl und anschließend die zu verschiebende Geometrie
auswählen oder zuerst die Geometrie und dann den Befehl. Im ersten Modus bleibt der
Befehl nach Abschluss der Verschiebung aktiv, damit Sie gegebenenfalls weitere Objekte
zum Verschieben auswählen können. Im zweiten Modus können Sie zuerst mehrere
Objekte auswählen und anschließend den Befehl starten. Sie können diesen Befehl
beenden, indem Sie die ESC-Taste drücken, die Option Beenden im Kontextmenü wählen
oder bestimmte andere Befehle aufrufen.
Die zu verschiebenden Objekte können in einem Kartenfenster (nur im Objektmodus),
einem Datenfensters oder einer Abfrage ausgewählt werden. Dieser Befehl verschiebt alle
Objekte mit Schreibzugriff, die sich im Auswahlsatz befinden.
So verschieben Sie eine Geometrie
1. Klicken Sie im Datenfenster auf die Zeilenauswahl der Objektgeometrie, die Sie
verschieben wollen. Zur Auswahl mehrerer Objekte halten Sie die STRG-Taste
gedrückt.
2. Aktivieren Sie das Kartenfenster.
10-43
Arbeiten mit GeoMedia Professional
3. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Verschieben.
Geometrien und mit den ausgewählten Zeilen verbundene Textelemente sind mit
Ziehpunkten versehen, wenn sie verschoben werden können.
4. Klicken Sie auf einen Ziehpunkt und ziehen Sie daran, um den Auswahlsatz an die
neue Position zu verschieben.
Drehen von Geometrie
Mit dem Befehl Geometrie drehen können Sie ein Punktsymbol oder Text drehen. Sie
können hierbei zuerst den Befehl und anschließend die zu drehende Geometrie auswählen
oder zuerst die Geometrie und dann den Befehl. Dieser Befehl bleibt nach abgeschlossener
Drehung aktiv, damit Sie gegebenenfalls weitere Objekte zum Drehen auswählen können.
Sie können diesen Befehl beenden, indem Sie die ESC-Taste drücken, die Option Beenden
im Kontextmenü wählen oder bestimmte andere Befehle aufrufen.
So drehen Sie ein Punktsymbol oder ein Textelement
1. Wählen Sie in einem Kartenfenster die Punktsymbole oder die Textelemente, die
gedreht werden sollen. Oder wählen Sie die Zeile des Punktsymbols oder Textes im
Datenfenster und aktivieren Sie das Kartenfenster, indem Sie auf die Titelleiste
klicken.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Drehen.
Ein Ursprungsziehpunkt erscheint im Kartenfenster für jedes ausgewählte
Punktsymbol bzw. Textelement.
3. Klicken Sie auf den Ursprungsziehpunkt.
Ausgehend vom Ursprungsziehpunkt erscheinen eine Basislinie (gepunktet) und eine
Referenz (durchgezogen).
4. Verschieben Sie den Mauszeiger, wobei Sie die dynamische Drehung der Referenzlinie
im aktiven Kartenfenster als Richtschnur verwenden.
Beim Verschieben des Mauszeigers im Uhrzeigersinn werden die Gradangaben
rückwärts gezählt (0, 360, 359, . . . ). Beim Verschieben des Mauszeigers entgegen dem
Uhrzeigersinn wird vorwärts gezählt (0, 1, 2, 3, . . . ).
10-44
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
Wenn Sie klicken, zeigt die erste Angabe, bevor Sie den Mauszeiger erneut
verschieben, den aktiven Anfangswinkel. Beim Verschieben in die eine oder andere
Richtung ändert sich der aktive Winkel, und die Anzeige in der Statusleiste wird
dynamisch aktualisiert.
5. Klicken Sie, um den eingestellten Winkel zu akzeptieren.
Rotieren von Geometrie
Mit dem Befehl Rotieren können Sie eine oder mehrere ausgewählte Objektgeometrien
oder Beschriftungen aus einer Verbindung mit Schreibzugriff interaktiv rotieren. Sie
können alle Geometrietypen (außer Erfassungsbereiche und Rechtecke) rotieren. Sie
können hierbei zuerst den Befehl und anschließend die zu rotierende Geometrie auswählen
oder zuerst die Geometrie und dann den Befehl.
Dieser Befehl verfügt über eine Formatierungsleiste, die den aktuellen Rotationswinkel
anzeigt. Hier können Sie außerdem Winkel festlegen, um den die ausgewählten Objekte
gedreht werden sollen. Während der Rotation entspricht der in der Formatierungsleiste
angezeigte Winkel den Einstellungen, die Sie auf der Registerkarte Einheiten und
Formate (Ansicht > GeoWorkspace-Koordinatensystem) für Einheiten und
Genauigkeit festgelegt haben. Wenn Sie jedoch mit dem Mauszeiger ein Objekt ansnappen,
wird der tatsächliche Winkel angezeigt, ohne die Einstellung für Genauigkeit zu beachten.
Sie können den angezeigten Winkelwert fixieren, indem Sie die Schaltfläche Fixieren
deaktivieren (nicht eingedrückt). Sie können einen neuen Winkelwert für die Rotation
eingeben, nachdem Sie Schaltfläche Fixieren aktiviert bzw. eingedrückt haben. Falls Sie
die Rotation rückgängig machen wollen, können Sie den Befehl Rückgängig machen
verwenden, um alle rotierten Objekte in einem einzelnen Rotationsvorgang rückgängig zu
machen. Wenn Sie zuerst den Befehl und anschließend die Geometrie auswählen, bleibt
der Befehl nach Abschluss der Rotation aktiv, damit Sie gegebenenfalls weitere Objekte
zum Rotieren auswählen können. Sie können diesen Befehl beenden, indem Sie die ESCTaste drücken, die Option Beenden im Kontextmenü wählen oder bestimmte andere
Befehle aufrufen.
10-45
10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So rotieren Sie Geometrie interaktiv
1. Wählen Sie die Objekte im Kartenfenster, die Sie rotieren wollen.
ODER
Gehen Sie zu Schritt 2 und wählen nach Auswahl des Befehls ein Objekt zum Rotieren
aus.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Rotieren.
Die rotierbaren Objekte werden dynamisch angezeigt und die Formatierungsleiste
wird eingeblendet.
3. Tippen Sie den Rotationswinkel in der Formatierungsleiste Geometrie rotieren ein.
4. Wählen Sie einen Ausgangspunkt, um den Sie das Objekt rotieren wollen. Hierzu
können sie ein vorhandenes Objekt ansnappen oder aber einen Wert in der
Formatierungsleiste eingeben.
5. Verschieben Sie den Mauszeiger, um zu sehen, wie das Objekt dynamisch um den
Ausgangspunkt rotiert. Der Rotationswinkel ist der Winkel, der durch die Linie
zwischen dem Mauszeiger und dem Ausgangspunkt im Bezug auf die positive x-Achse
gebildet wird.
Wenn Sie den Mauszeiger über die vorhandenen Objekte verschieben, werden
Fangfunktionssymbole eingeblendet.
10-46
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
6. Klicken Sie, um den Endpunkt zu akzeptieren und um die Objekte zu rotieren.
Wenn Sie zuerst die Geometrie und anschließend den Befehl ausgewählt haben, wird
der Befehl nach Abschluss der Rotation beendet. Wenn Sie in diesem Modus die Option
Abbrechen im Kontextmenü auswählen, können Sie einen neuen Ausgangspunkt für
die Rotation festlegen. Wenn Sie zuerst den Befehl und anschließend die Geometrie
ausgewählt haben , bleibt der Befehl aktiv, damit Sie weitere Objekte zum Rotieren
auswählen können. Wenn Sie in diesem Modus die Option Abbrechen im Kontextmenü
auswählen, können Sie ein weiteres Objekt für die Rotation auswählen.
Neu digitalisieren von Objektgeometrie
Mit dem Befehl Geometrie neu digitalisieren können Sie einen beliebigen Teil einer
Linien-, Punkt- oder Flächenobjektgeometrie löschen und als Änderung des
Originalobjekts neu digitalisieren. Sie werden aufgefordert, einen Anfangs- und einen
Endpunkt für das Neudigitalisieren einzugeben. Diese Punkte müssen auf die selbe
Geometrie platziert werden. Es ist z.B. nicht möglich, einen Anfangspunkt auf einer
Flächengeometrie und den Endpunkt auf einer Liniengeometrie zu platzieren. Die
Neudigitalisierung beginnt immer am Anfangspunkt. Wird der Endpunkt auf den Endpunkt
einer Linie gesnappt, können Sie ohne Einschränkung durch den Endpunkt die
Digitalisierung fortsetzen.
Wenn Sie ein neu zu digitalisierendes Objekt und anschließend den Befehl Geometrie neu
digitalisieren auswählen, wird die Formatierungsleiste Geometrie neu digitalisieren
geöffnet. Hierbei werden die ausgewählte Objektklasse und der Geometrietyp des
ausgewählten Objekts identifiziert. Die Formatierungsleiste Geometrie neu digitalisieren
ist den Formatierungsleisten Objekt einfügen und Geometrie fortsetzen sehr ähnlich.
In der Pulldown-Liste Platzierungsmodus können Sie aus einer Liste mit für die
ausgewählte Objektklasse verfügbaren Modi den gewünschten Platzierungsmodus
auswählen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Optionen, um das Dialogfeld Optionen mit
drei zugänglichen Registerkarten Platzieren und Bearbeiten, Allgemein und
SmartLocate zu öffnen. Auf diese Weise haben Sie die Möglichkeit, die Optionen zum
Platzieren und Bearbeiten auf einfache Weise innerhalb des Befehls Geometrie neu
digitalisieren festzulegen. Sie können außerdem beim Digitalisieren eine der verfügbaren
Konstruktionshilfen verwenden, indem Sie mit der rechten Maustaste klicken und die
gewünschte Hilfsfunktion im Kontextmenü auswählen.
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10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Siehe hierzu "Einfügen von Objekten in ein Kartenfenster" im Kapitel "Arbeiten mit
Objekten".
Bei dem Befehl Geometrie neu digitalisieren können Sie die Rücktaste drücken, um
einen vorher platzierten Punkt rückgängig zu machen. Außerdem können Sie mit diesem
Befehl Freihand digitalisieren, indem Sie die linke Maustaste gedrückt halten, während Sie
den Mauszeiger ziehen.
Dieser Befehl, wie auch viele andere Platzierungs- und Bearbeitungsbefehle, beachtet die
Einstellungen im Dialogfeld Optionen (Extras > Optionen). Hierzu gehören die
Einstellungen für die vorhandenen Geometrien, das automatische Unterbrechen von
Linienobjekten und das Erhalten der Koinzidenz. Der Befehl Geometrie neu
digitalisieren verwendet den z-Wert, den Sie für neue Punkte im Feld Standardhöhe der
Registerkarte Platzieren und Bearbeiten eingegeben haben. Sie können auch im
Freihandmodus digitalisieren, indem Sie die linke Maustaste gedrückt halten.
So digitalisieren Sie ein Linienobjekt neu
1. Wählen Sie das neu zu digitalisierende Linienobjekt aus.
2. Klicken Sie auf Bearbeiten > Geometrie > Neu digitalisieren.
3. Snappen Sie auf einen Punkt der Linie, um den Anfangspunkt für das Neudigitalisieren
zu identifizieren.
4. Stellen Sie den Mauszeiger auf den Endpunkt für das Digitalisieren.
Das Fangfunktionssymbol wird eingeblendet, und die Geometrie wird zwischen
Anfangs- und Endpunkt markiert.
10-48
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
5. Platzieren Sie den Endpunkt.
(a = Markierungsfarbe, Platzierung; b = Auswahlfarbe)
Der Geometrieabschnitt zwischen Anfangs- und Endpunkt wird gelöscht, und das
Linienobjekt wird dynamisch vom Anfangspunkt aus angezeigt.
6. Platzieren Sie den nächsten Punkt.
7. Doppelklicken Sie, um den Vorgang zu beenden.
So digitalisieren Sie ein Flächenobjekt neu
1. Wählen Sie das neu zu digitalisierende Flächenobjekt aus.
2. Klicken Sie auf Bearbeiten > Geometrie > Neu digitalisieren.
3. Snappen Sie auf einen Punkt der Fläche, um den Anfangspunkt für das
Neudigitalisieren zu identifizieren.
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4. Stellen Sie den Mauszeiger auf den Endpunkt für das Digitalisieren.
Das Fangfunktionssymbol wird eingeblendet, und die Geometrie wird zwischen
Anfangs- und Endpunkt markiert.
5. Drücken Sie die Tabulatortaste.
Der Flächenumring wird in der entgegengesetzten Richtung hervorgehoben.
10-49
Arbeiten mit GeoMedia Professional
6. Platzieren Sie den Endpunkt.
(a = Markierungsfarbe, Platzierung; b = Auswahlfarbe)
Der Geometrieabschnitt zwischen Anfangs- und Endpunkt wird gelöscht, und das
Flächenobjekt wird dynamisch vom Anfangs- bis zum Endpunkt angezeigt.
7. Klicken Sie, um den nächsten Punkt zu platzieren.
8. Klicken Sie auf den neuen Punkt.
9. Doppelklicken Sie, um den Vorgang zu beenden.
So digitalisieren Sie ein Objekt mit einer Unterbrechung neu
1. Schalten Sie die Optionen Linienobjekte unterbrechen und Eigenschaften für neue
Objekte anzeigen auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten ein.
2. Klicken Sie auf Bearbeiten > Geometrie > Neu digitalisieren.
3. Snappen Sie auf einen Punkt des Objekts, um den Anfangspunkt für das
Neudigitalisieren zu identifizieren.
4. Platzieren Sie den Endpunkt.
Das Objekt wird dynamisch zwischen Anfangs- und Endpunkt angezeigt.
10-50
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
5. Platzieren Sie einen Punkt, indem Sie auf eine weitere Linie snappen.
Das angesnappte Linienobjekt wird unterbrochen, und das Dialogfeld Eigenschaften
wird geöffnet.
6. Geben Sie die erforderlichen Attributwerte ein und klicken Sie auf OK.
Hinweis: Die Unterbrechung wird nur durchgeführt, wenn die Geometrie, die neu
digitalisiert wird, eine Linie ist und der Endpunkt für diesen Digitalisiervorgang eine
andere Linie ansnappt. Hierbei wird die angesnappte Linie unterbrochen und das
Dialogfeld Eigenschaften für das neue Teilobjekt eingeblendet. Anschließend wird der
Vorgang Neu digitalisieren beendet. Wenn der Endpunkt für den Digitalisiervorgang nicht
der Endpunkt der Linie ist, wird die Unterbrechungsoption ignoriert, wenn Sie auf ein
anderes Objekt snappen. Anschließend wird der Befehl normal weitergeführt.
Löschen von Objektgeometrie
Wenn Sie die Geometrie eines Objekts in einem Kartenfenster löschen, wird das Objekt
dort nicht mehr dargestellt. Beim Löschen der Geometrie wird jedoch das Objekt selbst
nicht gelöscht. Seine Attribute bestehen nach wie vor und können im Datenfenster
eingesehen werden. Mit dem Befehl Geometrie fortsetzen können Sie jederzeit wieder
Geometrie anfügen.
Achtung: Wenn Sie mehrere Zeilen in einem Datenfenster auswählen und löschen, werden
alle Geometrien und Texte für alle ausgewählten Zeilen gelöscht, selbst jene, die in der
aktiven Ansicht nicht dargestellt sind.
Teilweises Löschen von Linienobjekten
Mit dem Befehl Teilweise löschen können Sie ein Linienobjekt teilweise löschen. Hierzu
wählen Sie zuerst in einer Verbindung mit Schreibzugriff ein Objekt aus und platzieren
einen Anfangs- und Endpunkt, wenn der Mauszeiger sich in der Lokalisiertoleranz des
ausgewählten Objekts befindet. Wenn Sie den Mauszeiger im Kartenfenster verschieben,
wir der zwischen dem Anfangs- und Endpunkt eingezeichnete Bereich dynamisch
hervorgehoben und anschließend gelöscht.
Dieser Befehl unterstützt das teilweise Löschen von Linien, Polylinien,
zusammengesetzten Polylinien, Bogen und Liniengeometriekollektionen. (Bei einer
Geometriekollektion müssen der eingegebene Anfangs- und Endpunkt für die teilweise
Löschung sich auf dem gleichen Linienobjekt innerhalb der Kollektion befinden.)
Sie können als Anfangs- oder Endpunkt für die teilweise Löschung einen der Endpunkte
eines Objekts angeben. Sie können die ausgewählte Geometrie nicht vollständig löschen,
indem Sie als Anfangs- und Endpunkt die beiden Endpunkte der Geometrie angeben.
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10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Der Befehl Teilweise löschen beachtet die automatische Verschiebung. Sie können
außerdem auf die Ansichtsbefehle zugreifen, während dieser Befehl aktiv ist. Beim
teilweisen Löschen werden beim Ansnappen des ausgewählten Objekts immer alle
Vektorfangfunktionen beachtet, selbst wenn diese nicht auf der Symbolleiste aktiviert
wurden. Bei anderen, nicht ausgewählten Objekte werden die Vektorfangfunktionen jedoch
nicht beachtet.
Sie können die teilweise Löschung mit den Befehlen Rückgängig machen und
Wiederherstellen rückgängig mach bzw., wiederherstellen. Sie können außerdem die
Rücktaste drücken, um einen Schritt bei der Platzierung zurückzugehen.
So löschen Sie Linienobjekt teilweise
1. Wählen Sie ein Linienobjekt aus.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Teilweise löschen.
3. Bewegen Sie den Mauszeiger auf eine Position innerhalb des Lokalisierbereichs des
ausgewählten Objekts.
4. Klicken Sie, um den Anfangspunkt für den zu löschen Abschnitt festzulegen.
5. Bewegen Sie den Mauszeiger auf eine Position innerhalb des Lokalisierbereichs des
ausgewählten Objekts.
6. Klicken Sie, um den Endpunkt für den zu löschen Abschnitt festzulegen.
Der durch den Anfangs- und Endpunkt eingezeichnete Abschnitt des ausgewählten
Objekts wird gelöscht und der Befehl wird automatisch beendet.
Ändern einer Objektklasse
Wenn Sie Daten mit anderen Software-Paketen erfassen und sie in GeoMedia Professional
importieren, können einige der Objekte die falsche Objektklasse aufweisen. Das trifft
insbesondere auf CAD-Daten zu, wenn alle Objekte in einer Datei gesammelt wurden. Mit
dem Befehl Objektklasse ändern können Sie eines oder mehrere Objekte auswählen und
deren Objektklasse ändern. Dieser Befehl unterstützt die Konvertierung von Punkt-,
Linien- und Flächenobjekten in eine kompatible Zielobjektklasse und kopiert beim Ändern
der Objektklasse der im Auswahlsatz enthaltenen Objekte neben der Geometrie auch die
Werte der übereinstimmenden Attributfelder. Zum Ändern der Objektklasse wählen Sie die
Ursprungsobjekte, die einer anderen Objektklasse zugeordnet werden sollen aus und legen
die Zielobjektklasse fest. Die Software filtert den Satz mit verfügbaren Zielobjektklassen
anhand des Geometrietyps der im Auswahlsatz enthaltenen Objekte. Dieser Befehl
aktualisiert alle geöffneten Fenster, um die vorgenommenen Änderung der Objektklasse
wiederzugeben. Die Quellobjekte können aus einem Warehouse mit Schreibzugriff, mit
Schreibschutz oder beidem stammen. Die Zielobjektklasse muss jedoch aus einem
Warehouse mit Schreibzugriff stammen.
10-52
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
Sie können die ausgewählten Objektinstanzen aus der Quelle mit Schreibzugriff entfernen,
indem im Dialogfeld Objektklasse ändern das Kontrollkästchen Ursprüngliches Objekt
löschen aktivieren (Standardvorgabe). Der Löschvorgang findet nur dann statt, wenn die
Änderung der Objektklasse abgeschlossen ist. Wenn Sie diese Option nicht aktivieren,
werden die ursprünglichen Objekte nicht gelöscht.
Wenn der Auswahlsatz Objekte vom gleichen Geometrietyp enthält, werden im Dialogfeld
Objektklasse ändern nur Zielobjektklassen dieses Geometrietyps aufgeführt. Im Fall des
Geometrietyps Punkt, Linie und Bogen werden jedoch auch Zielobjektklassen vom Typ
zusammengesetzte Geometrie aufgelistet. Enthält der Auswahlsatz eine Kombination aus
Punkt-, Linien- und/oder Flächenobjekten, so erscheinen im Dialogfeld nur
Zielobjektklassen vom zusammengesetzten Geometrietyp. Wenn keine der WarehoseVerbindungen mit Schreibzugriff zusammengesetzte Objektklassen aufweist, wird eine
entsprechende Fehlermeldung ausgegeben. Eine Fehlermeldung erscheint auch dann, wenn
der Auswahlsatz ungültig ist. Ein Auswahlsatz wird als ungültig betrachtet, wenn er
Objekte verschiedener Geometrietypen enthält (andere als Punkt, Linie und Fläche), die
nicht in einen einzelnen Zielgeometrietyp umgewandelt werden können.
Wenn Sie die Option Eigenschaften für neue Objekte anzeigen aktiviert haben (Extras >
Optionen > Platzieren und Bearbeiten), wird das Dialogfeld Eigenschaften für jedes
geänderte Objekt eingeblendet. Sie können dann die entsprechenden Attributwerte
eingeben.
Hinweis: Enthält die Zielobjektklasse erforderliche Attributfelder, für die die Werte nicht
automatisch berechnet werden können, wird das Dialogfeld Eigenschaften angezeigt,
unabhängig davon, ob die Option Eigenschaften für neue Objekte anzeigen aktiv ist oder
nicht.
Dieser Befehl verwendet auch die Option Attribute des vorherigen Objekts kopieren auf
der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten. Wenn diese Option aktiviert ist, werden bei
Vorliegen mehrerer Ursprungsobjekte die Werte des Attributfeldes, das Sie für das
vorhergehende Objekt akzeptiert haben, auf das aktuelle Objekt kopiert. Wenn Sie das
Kontrollkästchen Werte aus übereinstimmenden Attributen kopieren im Dialogfeld
Objektklasse ändern aktivieren, können Sie mit der Geometrie auch die
übereinstimmenden Attributwerte in die Zielobjektklasse kopieren. Wenn aktiviert, hat
diese Option Vorrang vor der Option Attributwerte des vorherigen Objekts kopieren,
die sich auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten des Dialogfelds Optionen
befindet. Wenn jedoch die Option Werte aus übereinstimmenden Attributen kopieren
deaktiviert und die Option Attributwerte des vorherigen Objekts kopieren aktiviert ist,
werden, wenn der Auswahlsatz mehrere Objekten der gleichen Objektklasse enthält, die für
die Attribute eingegebenen Werte (übereinstimmende und nicht übereinstimmende) in die
nachfolgenden Objekte übernommen.
10-53
10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So ändern Sie die Objektklasse
1. Erstellen Sie in einem Kartenfenster einen Auswahlsatz mit den Objekten, die Sie einer
anderen Objektklasse zuordnen wollen.
ODER
Wählen Sie im Datenfenster die Zeilen für die Objekte, und aktivieren Sie dann das
Kartenfenster durch Klicken auf die Titelleiste.
2. Um das Dialogfeld Eigenschaften für jedes neu klassifizierte Objekt einzublenden, so
dass Sie die entsprechenden Attributwerte eingeben können, wählen Sie Extras >
Optionen und gehen folgendermaßen vor:
−
Klicken Sie im Dialogfeld Optionen auf die Registerkarte Platzieren und
Bearbeiten.
−
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Eigenschaften für neue Objekte anzeigen.
−
Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
3. Wählen Sie Bearbeiten > Objekt > Objektklasse ändern.
4. Suchen Sie in der Pulldown-Liste Zielobjektklasse die Warehouseverbindung oder
Kategorie, die die bzw. das gewünschte Zielobjektklasse oder Referenzobjekt enthält
und wählen Sie diese aus.
Hinweis: Wenn Sie den Befehl zum ersten Mal verwenden, ist das Feld
Zielobjektklasse leer
5. Optional: Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Werte aus übereinstimmenden
Attributen kopieren.
6. Optional: Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Ursprüngliches Objekt löschen.
10-54
Bearbeiten von Objekten und Geometrien
7. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Hinweis: Falls der Auswahlsatz Objekte verschiedener Geometrietypen enthält, die
nicht in eine einzelne Zielobjektklasse konvertiert/kopiert werden können, wird eine
entsprechenden Meldung eingeblendet. Klicken Sie in diesem Fall auf OK und wählen
Sie Ihre Objekte erneut aus.
Jedes Objekt im Auswahlsatz wird hervorgehoben und von der aktuellen Objektklasse
in die Zielobjektklasse konvertiert bzw. kopiert. Hierbei wird folgendermaßen
vorgegangen: Für alle Objekte des Auswahlsatzes wird ein neuer Eintrag in der
Zielobjektklasse erstellt. Je nach Einstellung der Option Ursprüngliches Objekt
löschen, werden die Einträge in der ursprünglichen Objektklasse für alle Objekte mit
Schreibzugriff im Auswahlsatz gelöscht. Alle offenen Fenster und Abfragen, die die
neue Zielobjektklasse darstellen, werden aktualisiert.
Ist die Option Eigenschaften für neue Objekte anzeigen aktiviert, oder enthält die
Zielobjektklasse Attributfelder, für die die Werte nicht automatisch berechnet werden
können, wird für jedes Objekt das Dialogfeld Eigenschaften eingeblendet. Geben Sie
die erforderlichen Attributwerte ein und klicken Sie auf OK, um mit dem nächsten
Objekt fortzufahren.
Hinweis: Falls der Auswahlsatz Objekte enthält, die zwar demselben Geometrietyp,
aber unterschiedlichen Objektklassen angehören, wird das Dialogfeld Eigenschaften
mit den Attributwerten des nächsten Objekts aktualisiert. Geben Sie die erforderlichen
Attributwerte ein und klicken Sie auf OK, um mit dem nächsten Objekt fortzufahren.
Bei aktivierter Option Werte aus übereinstimmenden Attributen kopieren werden
die Werte der mit den Kriterien übereinstimmenden Attributfelder (in der Quelle und
im Ziel vorhanden) in das Zielobjekt kopiert.
Siehe "Auswählen von Objekten im Kartenfenster" im Kapitel "Arbeiten mit Objekten".
10-55
10
Arbeiten mit GeoMedia Professional
10-56
Registrieren von Daten
GeoMedia Professional enthält benutzerfreundliche Funktionen für die Datenerfassung.
Mit diesen Funktionen kann die Anzahl der Schritte, die für die Erledigung der einzelnen
Aufgaben erforderlich sind, reduziert werden. Mit den integrierten Vektor- und
Rasterfangfunktionen können Sie Vektordaten anhand von Rasterbildern durch präzises
Bildschirmdigitalisieren erfassen. Die Software bietet für Daten, deren Geometrien zur
Anpassung an Ihre Datenbank transformiert werden müssen, neben der
Vektortransformation auch die Möglichkeit der Tisch-Digitalisierung. Dieses Kapitel
behandelt die Befehle zur Datenregistrierung: Digitalisierfunktionen einrichten,
Bildregistrierung, Ausgabe als GeoTIFF und Vektorregistrierung. Der Arbeitsablauf
bei der Erfassung von Quell- und Zieldaten sowie die grafische Benutzeroberfläche sind
bei diesen Befehlen sehr ähnlich.
Siehe hierzu Abschnitt "SmartSnap" im Kapitel "Arbeiten mit Objekten".
Einrichten der Digitalisierfunktionen
Mit dem Befehl Digitalisierfunktionen einrichten können Sie die Software so
konfigurieren, dass Eingaben eines Digitalisiertabletts zur Erstellung und Bearbeitung von
Objekten empfangen werden können. Wenn Sie diese Konfiguration, die
Digitalisierfunktionen, einmal eingerichtet haben, können Sie sie für eine spätere
Verwendung speichern. Sie haben die Möglichkeit, gespeicherte Digitalisierfunktionen zu
bearbeiten und zu löschen sowie diesbezügliche Auszüge auszugeben.
Es folgt der typische Arbeitsablauf für das Einrichten einer Digitalisierfunktion:
1. Installieren Sie die Software des Digitalisiertabletts, und schließen Sie das Tablett und
den Digitalisiercursor an.
2. Befestigen Sie die gedruckte Karte an Ihrem Digitalisiertablett.
3. Lesen Sie die erforderlichen Passpunktpaare ein. (Es sind mindestens drei
Passpunktpaare erforderlich.)
4. Überprüfen Sie den Abweichungswert, und nehmen Sie gegebenenfalls. erforderliche
Korrekturen vor.
5. Geben Sie einen Namen und eine Beschreibung (optional) für die neue
Digitalisierfunktion ein.
6. Registrieren Sie die neue Digitalisierfunktion.
11-1
11
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Unterstützte Digitalisiergeräte
Die Software unterstützt alle Digitalisiertabletts, die WinTab32™-kompatibel sind. Das
bedeutet, dass Sie Ihr Digitalisiergerät mit diesem Produkt verwenden können, wenn es mit
einem Wintab32-Treiber (gewöhnlich wintab32.dll genannt) für Microsoft 32-BitBetriebssysteme (z.B. Windows® 2000 oder Windows® XP) geliefert wurde.
Die folgende Liste enthält verschiedene Hersteller und ihre Wintab32-kompatiblen
Digitalisiergeräte. Sie sollten sich jedoch mit Ihrem Händler in Verbindung setzen, bei dem
Sie Ihre Hardware erworben haben, um eine komplette und aktuelle Liste zu erhalten.
Hersteller
Acecad
Aristo
Calcomp
Digirule
Gtco
Hitachi
Kurta
Numonics
Summagraphics
Wacom
11-2
Modell
A-1812
Geo Board
3300 Serie (DrawingBoard III)
3400 Serie (DrawingBoard II)
3100 Serie (DrawingSlate)
3200 Serie (DrawingSlate II)
EstiMat Roll-up
RAT Modell 1000
Ultima II
Roll-up
Sketch Master
AccuTabSuper L II
HDG 1212E
XGT Serie
SummaExpression
SummaExpert
SummaFlex
SummaPad
SummaSketch II
SummaSketch III
SummaSketch FX
SummaSketch LC961
SummaGrid IV MicroGrid III
ArtZ II Serie
Registrieren von Daten
Hinweis: Stellen Sie sicher, dass Sie den neuesten verfügbaren Wintab32-Treiber
entsprechend den Herstelleranweisungen installieren, um häufig auftretende Probleme mit
Digitalisiergeräten zu vermeiden.
Einfügen von Passpunktpaaren
Um eine Digitalisierfunktion einzurichten, müssen Sie Passpunktpaare (Werte der x- und
y-Koordinaten) erstellen und einem Digitalisiertablett eine Kartenansicht zuweisen. Ein
Passpunktpaar ist ein Punkt, für den die folgenden Werte bekannt sind: der genaue Rechtsund Hochwert oder die geographische Koordinate in der Kartenansicht sowie die
entsprechenden x- und y-Werte auf dem Digitalisiertablett.
Für eine Registrierung werden mindestens drei Passpunktpaare benötigt. Passpunktpaare
helfen der Software, eine mathematische Transformation zwischen dem Digitalisiertablett
und dem Koordinatensystem im Kartenfenster zu ermitteln. Außerdem helfen sie der
Software, eine exaktere Digitalisierung zu ermöglichen. Das Dialogfeld
Digitalisierfunktion einrichten enthält die x- und y-Koordinaten der Quellpasspunkte
(d.h. der Passpunkte des Digitalisiertabletts) und die x- und y-Koordinaten
(Kartenrechtswert und -hochwert) der tatsächlichen Position der entsprechenden
Zielpasspunkte, d.h. der Passpunkte in der Kartenansicht.
Hinweis: Sie können die Raster- und/oder Vektorfangfunktionen verwenden, um auf
vorhandene Geometrien zu snappen, während Sie interaktiv Passpunkte im Kartenfenster
platzieren.
11-3
11
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Passpunktpaare einzufügen:
•
Sie können erst alle Quellpasspunkte und dann die entsprechenden Zielpasspunkte
(oder umgekehrt) einfügen.
•
Sie können die Passpunktpaare einfügen, indem Sie im Dialogfeld
Digitalisierfunktion einrichten auf die Schaltfläche Punkte hinzufügen klicken und
die Anweisungen am Bildschirm befolgen.
•
Sie können Passpunkte grafisch einfügen, indem Sie auf die Karte in der Kartenansicht
(für Zielpasspunkte) oder auf das Digitalisiertablett (für Quellpasspunkte) klicken. Die
entsprechenden Werte werden automatisch in das Gitter im Dialogfeld
Digitalisierfunktion einrichten übertragen.
•
Wenn Ihnen die Koordinatenwerte der Zielpasspunkte bekannt sind, können Sie diese
entweder direkt in das Gitter im Dialogfeld eingeben oder sie ausschneiden und in die
Formatierungsleiste Präzisionskoordinaten einfügen.
Nachdem Sie alle Passpunktpaare eingefügt haben, müssen Sie diese anhand des RMSWerts (Root Mean Square), der im Dialogfeld Digitalisierfunktion einrichten angezeigt
wird, auf ihre Richtigkeit überprüfen. Der RMS-Wert gibt die Übereinstimmung aller
transformierten Quellpasspunkte bezogen auf die Gesamtheit der Passpunktpaare an.
Dieser Wert wird nur dann berechnet, wenn die Anzahl der Passpunktpaare die für die
Transformation erforderliche Mindestanzahl erreicht oder übersteigt. Bei zu hohem RMSFehler müssen Sie mit der Option Kontrolle/Überprüfung in der Spalte Typ die
"verdächtigen" Paare überprüfen.
Passpunktpaare vom Typ Kontrolle werden bei der Berechnung der Registrierung
verwendet und bei der Ermittlung des Gesamtwerts des RMS-Fehlers berücksichtigt.
Passpunktpaare vom Typ Überprüfung werden gespeichert, aber bei der Berechnung der
Registrierung oder des RMS-Werts nicht berücksichtigt. Wenn Sie das abweichende
Passpunktpaar gefunden haben, können Sie es entweder ändern oder löschen. Klicken Sie
auf die Schaltfläche Quelle ändern oder Ziel ändern, um die entsprechenden Passpunkte
durch Auswählen einer Zeile zu bearbeiten und ihnen eine neue Position zuzuweisen.
Hinweis: Sie können die Digitalisierfunktionen nur dann einrichten, wenn ein
Digitalisiergerät beim Start installiert wurde und ein Digitalisiertablett und ein
Digitalisiercursor angeschlossen sind.
11-4
Registrieren von Daten
So erstellen Sie eine neue Digitalisierfunktion durch Eingabe aller
Quellpasspunkte
1. Befestigen Sie die gedruckte Karte an Ihrem Digitalisiertablett.
2. Wählen Sie Extras > Digitalisierfunktionen einrichten, um das Dialogfeld
Registrierungen aufzurufen.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Neu, um das Dialogfeld Digitalisierfunktion
einrichten aufzurufen.
4. Wählen Sie die Schaltfläche Quelle ändern, um das Dialogfeld zu schließen und
Aufforderungen zum Platzieren einzublenden.
5. Klicken Sie auf dem Digitalisiertablett auf die Stelle, an der Sie den ersten
Quellpasspunkt platzieren möchten.
Hinweis: Wir empfehlen, dass Sie die Passpunktnummer, die von der Software
zugewiesen wurde, auf Ihrer gedruckten Karte vermerken, damit Sie sie später als
Referenz beim Eingeben der Werte für die Zielpasspunkte verwenden können.
6. Klicken Sie dann auf die Stelle, an der Sie den zweiten Quellpasspunkt platzieren
möchten.
7. Platzieren Sie alle weiteren Passpunkte und doppelklicken Sie dann mit der linken
Maustaste, um die Platzierung der Quellpasspunkte abzuschließen.
Im Dialogfeld Digitalisierfunktion einrichten, das jetzt eingeblendet wird, werden die
x- und y-Koordinaten der neu platzierten Passpunkte angezeigt.
8. Geben Sie die entsprechenden Zielpasspunkte direkt in das Passpunktgitter im
Dialogfeld Digitalisierfunktion einrichten ein.
9. Überprüfen Sie nach Eingabe von mindestes drei Passpunktpaaren den
Abweichungswert, der im Feld Restklaffungen angezeigt wird. Bei zu hohem
Abweichungswert müssen Sie mit der Option Kontrolle/Überprüfung in der Spalte
Typ die Passpunkte und ihre Auswirkung auf den RMS-Fehler überprüfen.
Hinweis: Passpunkte, die den RMS-Fehler reduzieren, wenn die Option Überprüfung
aktiv ist, sollten beibehalten werden. Die Passpunkte, die den RMS-Fehler erhöhen,
sollten auf Kontrolle zurückgeschaltet werden. Das Ziel ist, den geringsten RMSFehler zu erhalten, der innerhalb einer vertretbaren Zeit und mit vertretbarem Aufwand
erreicht werden kann. Zusätzlich müssen Sie mindestens drei Passpunktpaare
verwenden, deren Typ Kontrolle ist.
11-5
11
Arbeiten mit GeoMedia Professional
10. Wählen Sie im Gitter die Spalte Typ, um Punktpaare mit einem hohen
Abweichungswert zu entfernen.
11. Geben Sie im Feld Name des Dialogfelds Digitalisierfunktion einrichten einen
Namen und optional eine Beschreibung für die Digitalisierfunktion ein.
12. Klicken Sie auf Registrieren, um die Digitalisierfunktion zu speichern und
anzuwenden.
13. Wenn der Name der neuen Digitalisierfunktion im Dialogfeld Registrierungen in der
entsprechenden Liste erscheint, war die Einrichtung der Digitalisierfunktion
erfolgreich.
So erstellen Sie eine neue Digitalisierfunktion durch Eingabe der Quell- und
Zielpasspunkte
1. Befestigen Sie die gedruckte Karte an Ihrem Digitalisiertablett.
2. Wählen Sie Extras > Digitalisierfunktionen einrichten.
3. Klicken Sie im Dialogfeld Registrierungen auf die Schaltfläche Neu.
4. Klicken Sie im Dialogfeld Digitalisierfunktion einrichten auf Punkte hinzufügen.
Das Dialogfeld wird ausgeblendet.
5. Klicken Sie auf dem Digitalisiertablett auf die Stelle, an der Sie den ersten
Quellpasspunkt platzieren möchten.
6. Klicken Sie in das Kartenfenster, um den entsprechenden Zielpasspunkt zu platzieren.
7. Platzieren Sie alle weiteren Passpunktpaare und doppelklicken Sie dann mit der linken
Maustaste, um die Platzierung der Quellpasspunkte abzuschließen.
Im Dialogfeld Digitalisierfunktion einrichten, das jetzt eingeblendet wird, werden die
x- und y-Koordinaten der neu platzierten Passpunkte angezeigt.
8. Überprüfen Sie nach Eingabe von mindestes drei Passpunktpaaren den
Abweichungswert, der im Feld Restwerte/Restklaffungen angezeigt wird. Bei zu
hohem Abweichungswert müssen Sie mit der Option Kontrolle/Überprüfung der
Spalte Typ die "verdächtigen" Passpunktpaare überprüfen.
9. Markieren Sie im Gitter die Spalte Typ, um Punktpaare mit einem hohen
Abweichungswert von der Berechnung auszuschließen; führen Sie dann die unten
beschriebenen Schritte aus, um die einzelnen Passpunktpaare zu bearbeiten.
10. Geben Sie einen Namen und eine Beschreibung (optional) für die Digitalisierfunktion
ein.
11-6
Registrieren von Daten
11. Klicken Sie auf Registrieren, um die Digitalisierfunktion zu speichern und
anzuwenden.
12. Wenn der Name der neuen Digitalisierfunktion im Dialogfeld Registrierungen in der
entsprechenden Liste erscheint, war die Einrichtung der Digitalisierfunktion
erfolgreich.
So bearbeiten Sie Passpunkte vor Anwendung der Digitalisierfunktion
1. Wählen Sie Extras > Digitalisierfunktionen einrichten.
2. Klicken Sie im Dialogfeld Registrierungen auf Neu, um eine neue
Digitalisierfunktion zu erstellen. Fahren Sie mit Schritt 3 fort.
ODER
Wählen Sie eine Digitalisierfunktion aus der Liste im Dialogfeld Registrierungen aus,
um eine bestehende Digitalisierfunktion zu bearbeiten. Gehen Sie zu Schritt 4.
3. Fügen Sie Passpunkte ein, indem Sie eine der oben beschriebenen Methoden zum
Einrichten einer neuen Digitalisierfunktion anwenden.
4. Bearbeiten Sie dann die Passpunkte. Sie haben dabei ebenfalls mehrere Möglichkeiten:
−
−
−
Markieren und löschen Sie ein Zeile des Passpunktgitters; fügen Sie dann mit der
Option Anhängen eine neue Zeile in das Gitter ein und geben Sie darin die
entsprechenden Daten ein.
Geben Sie Änderungen direkt in das Passpunktgitter ein.
Markieren Sie eine Zeile mit den zu bearbeitenden Passpunkten und klicken Sie
dann auf Quelle ändern (um die Werte der Quellpasspunkte zu aktualisieren) oder
auf Ziel ändern (um die Werte der Zielpasspunkte zu aktualisieren).
5. Klicken Sie auf Registrieren, um die Digitalisierfunktion zu speichern und
anzuwenden.
11-7
11
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So richten Sie eine Digitalisierfunktion unter Verwendung einer bestehenden
Digitalisierfunktion ein
1. Wählen Sie Extras > Digitalisierfunktionen einrichten.
2. Wählen Sie eine bestehende Digitalisierfunktion aus der Liste im Dialogfeld
Registrierungen aus.
3. Wenn die gedruckte Karte auf dem Digitalisiertablett verschoben wurde, klicken Sie
auf Bearbeiten, um das Dialogfeld Digitalisierfunktion einrichten einzublenden.
Tippen Sie hier die Quellpasspunkte erneut ein oder wählen Sie Quelle ändern.
Klicken Sie anschließend auf Registrieren.
ODER
Wenn Sie die Quellpasspunkte nicht neu festlegen möchten, klicken Sie gleich auf
Registrieren.
So erstellen Sie einen Auszug zu einer Digitalisierfunktion
1. Wählen Sie Extras > Digitalisierfunktionen einrichten.
2. Wählen Sie eine bestehende Digitalisierfunktion aus der Liste im Dialogfeld
Registrierungen aus.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Auszug.
4. Geben Sie im Dialogfeld Speichern unter einen Dateinamen und einen Pfad für die
Auszugsdatei ein. Klicken Sie dann auf OK.
So löschen Sie eine Digitalisierfunktion
1. Wählen Sie Extras > Digitalisierfunktionen einrichten.
2. Wählen Sie eine bestehende Digitalisierfunktion aus der Liste im Dialogfeld
Registrierungen aus.
3. Klicken Sie auf Löschen.
11-8
Registrieren von Daten
Einstellen des Digitalisiermodus
Sie können das Verhalten des Digitalisiercursors steuern, indem Sie zwischen
Bildschirmmodus und Digitalisiermodus hin- und herschalten. Im Bildschirmmodus, der
daran erkennbar ist, dass der Menüeintrag Extras > Digitalisiermodus nicht abgehakt ist
(Standardeinstellung), kann der Digitalisiercursor über den gesamten Bildschirm bewegt
werden und verhält sich wie ein normaler Mauszeiger.
Im Digitalisiermodus, der durch ein Häkchen bei Extras > Digitalisiermodus angezeigt
wird, kann der Zeiger nur in geöffnete Kartenfenster, nicht aber auf Menüs verschoben
werden. Sie müssen sich im Digitalisiermodus befinden, um eine gedruckte Karte mithilfe
einer Registrierung zu digitalisieren. Wenn Sie den Digitalisiercursor über das Tablett
bewegen, während der Digitalisiermodus aktiv ist, wird die Entfernung in der mit der
Digitalisierfunktion erstellten Registrierung in die tatsächliche Entfernung im
Kartenfenster umgerechnet. Sie können den Digitalisiermodus nur einstellen, wenn ein
Digitalisiertablett angeschlossen ist. Es kann immer nur ein Modus aktiv sein.
Hinweis: Im Digitalisiermodus kann der Zeiger über den Rand des Kartenfensters hinaus
bewegt werden, wenn die Fläche des Digitalisiertabletts größer als die des Fensters ist. In
diesem Fall verschwindet der Zeiger vom Bildschirm. Sie können weiterhin Punkte mit
dem Digitalisiertablett platzieren, diese werden im aktuellen Ansichtsbereich der Fenster
jedoch nicht dargestellt.
Bevor Sie Ihren Zeiger in den Digitalisiermodus umschalten können, müssen die folgenden
Bedingungen erfüllt sein:
•
Digitalisiergerät wurde beim Start installiert
•
Digitalisiertablett ist angeschlossen
•
Digitalisierfunktion wurde registriert
•
Kartenfenster ist aktiv
So stellen Sie den Digitalisiermodus für das Hinzufügen von Objekten ein
1. Befestigen Sie die gedruckte Karte an Ihrem Digitalisiertablett.
2. Starten Sie GeoMedia Professional.
3. Verwenden Sie den Befehl Digitalisierfunktionen einrichten, um Ihre gedruckte
Karte in einem Kartenfenster zu registrieren.
11-9
11
Arbeiten mit GeoMedia Professional
4. Wählen Sie Extras > Digitalisiermodus, um vom Bildschirmmodus in den
Digitalisiermodus zu wechseln (wird durch ein Häkchen angezeigt).
5. Wählen Sie mit der Lupe des Digitalisiercursors Einfügen > Objekt und markieren
Sie das Objekt, das Sie digitalisieren möchten.
6. Digitalisieren Sie das markierte Objekt.
Tastenzuweisungen beim Digitalisiertablett
Wenn einer Taste des Digitalisiergeräts außerhalb der Software eine Mausfunktion
zugewiesen wurde (z.B. über die Software des Tablettherstellers), hat die ursprüngliche
Zuweisung Vorrang und die Taste wird ignoriert.
Die Zuweisung von Funktionen zu den Tasten 0-3 wird von der Installationssoftware des
Digitalisiertabletts gesteuert. Den Tasten 4-15 werden von der Tracker-Software bestimmte
Maustasten oder Tastenkombinationen zugewiesen. Den Tasten 4-9 werden, wie in diesem
Abschnitt beschrieben, bestimmte Systemtasten zugewiesen. Den Tasten 10-15 werden,
wie in diesem Abschnitt beschrieben, bestimmte Tastenkombinationen zugewiesen.
Es wird empfohlen, die untenstehenden Tastenbelegungen zu verwenden, um alle
Funktionen von GeoMedia Professional nutzen zu können:
Tastennummer
0
1
2
3 (falls vorhanden)
Funktion
Klicken mit der linken Maustaste
Doppelklicken mit der linken Maustaste
Ziehen mit der linken Maustaste
Klicken mit der rechten Maustaste
Die Tasten 0, 1 und 2
Wenn für die Steuerung des Zeigers lediglich drei Tasten zur Verfügung stehen, müssen
Sie zusätzlich die Tastatur verwenden, um alle Befehle zum Platzieren und Bearbeiten
ausführen zu können. Um beispielsweise die Kombination STRG.+Doppelklick
auszuführen, die für die Platzierung von nicht zusammenhängenden Objekten erforderlich
ist, müssen Sie die STRG.-Taste gedrückt halten und gleichzeitig die Taste 1 des
Digitalisiertabletts betätigen.
Die Taste 3 und weitere Tasten
Bei mehr als drei Tasten haben Sie die folgenden Möglichkeiten:
•
•
11-10
Zuweisung weiterer Arten von Mausereignissen mithilfe von Wintab32
Zuweisung weiterer Tasten, die für die Platzierung und Bearbeitung erforderlich sind
(TAB, RÜCKTASTE und ENTF)
Registrieren von Daten
•
•
Simulation von Tastenkombinationen mit UMSCHALT- und STRG-Taste. Wenn
beispielsweise die der STRG.-Taste zugewiesene Taste gedrückt wurde, werden alle
Zeigerereignisse bis einschließlich zum nächsten Tastendruck so registriert, als würde
gleichzeitig die STRG.-Taste gedrückt.
Aufruf und Abbruch von Befehlen, die normalerweise bei der Platzierung oder
Bearbeitung verwendet werden, wie z.B. Vergrößern und Verkleinern.
Hinweis: Die Zuweisung von Befehlen erfolgt indirekt und bietet Ihnen dadurch mehr
Flexibilität. Der Tracker-Befehl ruft Befehle nicht direkt auf, sondern übergibt der
Anwendung nicht belegte Tastenkombinationen (wie z.B. STRG+ALT+w), für die Sie über
Extras > Anpassen Zuweisungen vornehmen können.
Tastennummer
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
Funktion
Umschalten in den Bildschirmmodus (im Bildschirmmodus: Klicken
mit der rechten Maustaste)
ESC (bricht Befehl ab)
Umschalttaste
Steuerungstaste
Tabulatortaste
<- (Rückschritt)
Löschtaste
STRG.+Alt+Z (empfohlen: Vergrößern)
STRG.+Alt+Y (empfohlen: Verkleinern)
STRG.+Alt+X (empfohlen: Alle einpassen)
STRG.+ALT+W
STRG.+ALT+V
STRG.+ALT+U
11-11
11
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Registrieren von Bildern
Mit dem Befehl Bildregistrierung können Sie ein ausgewähltes Bild registrieren, indem
Sie eine neue Registrierung erstellen oder auf eine bestehende Registrierung zurückgreifen.
Bei der Erstellung einer neuen Bildregistrierung wird ein Bild seinen tatsächlichen
Koordinaten zugeordnet, d.h. die Rasterpunkte werden in Karten-Passpunkte umgewandelt.
Sie können diese Punkte in beliebiger Reihenfolge durch Platzieren von Datenpunkten oder
durch Präzisionseingaben festlegen.
Außerdem können Sie mit diesem Befehl ausgewählte Bilder neu registrieren, indem Sie
die bei der Registrierung des Bildes ursprünglich verwendete Registrierung bearbeiten.
Beim Erstellen oder Bearbeiten von Bildregistrierungen erstellen oder bearbeiten Sie
Passpunktpaare. Dieser Befehl unterscheidet sich von dem Befehl Digitalisierfunktionen
einrichten und Vektorregistrierung darin, dass er zwar die Darstellungsmatrix des
Bildes, nicht aber die Daten selbst ändert. Außerdem können Sie mit diesem Befehl bereits
gespeicherte Bildregistrierungen löschen und diesbezügliche Auszüge ausgeben. Der
Befehl Bildregistrierung verwendet derzeit nur das Transformationsmodell Affine.
Wenn Sie eine neue Bildregistrierung erstellen möchten, muss sich in dem Auswahlsatz ein
einziges Bild befinden, bevor Sie den Befehl Bildregistrierung aufrufen. Das neu zu
registrierende Bild muss vom Benutzer ausgewählt und mit der Schaltfläche Registrieren
manuell registriert werden. Die Registrierung wird vom Befehl nicht automatisch
durchgeführt.
Nachdem Sie alle Passpunktpaare eingefügt haben, müssen Sie diese anhand des RMSWerts (Root Mean Square), der im Dialogfeld angezeigt wird, auf ihre Richtigkeit
überprüfen. Der RMS-Wert gibt die Übereinstimmung aller transformierten
Quellpasspunkte bezogen auf die Gesamtheit der Passpunktpaare an. Dieser Wert wird nur
dann berechnet, wenn die Anzahl der Passpunktpaare die für die Transformation
erforderliche Mindestanzahl erreicht oder übersteigt. Bei zu hohem RMS-Fehler müssen
Sie mit der Option Kontrolle/Überprüfung in der Spalte Typ die "verdächtigen" Paare
überprüfen. Passpunktpaare vom Typ Kontrolle werden bei der Berechnung der
Registrierung verwendet und bei der Ermittlung des Gesamtwerts des RMS-Fehlers
berücksichtigt. Passpunktpaare vom Typ Überprüfung werden gespeichert, aber bei der
Berechnung der Registrierung oder des RMS-Werts nicht berücksichtigt. Wenn Sie den
abweichenden Passpunkt gefunden haben, können Sie ihn entweder ändern oder löschen.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Quelle ändern oder Ziel ändern, um die entsprechenden
Passpunkte durch Auswählen einer Zeile zu bearbeiten und ihnen eine neue Position
zuzuweisen.
Hinweis: Während der Bildregistrierung und des interaktiven Einfügens von
Passpunktpaaren muss mindestens eine Kartenansicht geöffnet sein. Symbole für
Passpunkte werden in allen entsprechenden offenen Kartenfenstern dargestellt.
11-12
Registrieren von Daten
So registrieren Sie ein Bild durch Erstellen einer neuen Registrierung
1. Fügen Sie ein Bild in Ihren GeoWorkspace ein.
2. Nehmen Sie das Bild, das Sie registrieren möchten, in einen Auswahlsatz auf.
3. Wählen Sie Extras > Bildregistrierung.
4. Klicken Sie auf Neu.
11
11-13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
5. Fügen Sie Passpunktpaare nach einem der folgenden Verfahren ein:
−
−
−
−
−
Klicken Sie auf Punkte hinzufügen und befolgen Sie die Anweisungen am
Bildschirm. Doppelklicken Sie, um den Einfügevorgang zu beenden und die
Koordinaten der Passpunktpaare in das Gitter einzufügen.
Geben Sie die Koordinaten direkt in das Gitter ein.
Klicken Sie auf Punkte hinzufügen und geben Sie dann die Koordinatenwerte in
die Formatierungsleiste Präzisionskoordinaten ein.
Geben Sie erst alle Quellpasspunkte ein, indem Sie auf Quelle ändern klicken.
Fügen Sie dann die Zielpasspunkte hinzu, indem Sie diese direkt in das Gitter
eingeben oder auf Ziel ändern klicken.
Geben Sie erst alle Zielpasspunkte ein, indem Sie auf Ziel ändern klicken. Fügen
Sie dann die Quellpasspunkte hinzu, indem Sie diese direkt in das Gitter eingeben
oder auf Quelle ändern klicken.
6. Überprüfen Sie nach Eingabe von mindestes drei Passpunktpaaren den
Abweichungswert, der im Feld Restwerte/Restklaffungen angezeigt wird. Bei zu
hohem Abweichungswert müssen Sie mit der Option Kontrolle/Überprüfung der
Spalte Typ die "verdächtigen" Passpunktpaare überprüfen.
7. Markieren Sie im Gitter die Spalte Typ, um Punktpaare mit einem hohen
Abweichungswert von der Berechnung auszuschließen; führen Sie dann die unten
beschriebenen Schritte aus, um die einzelnen Passpunktpaare zu bearbeiten.
8. Geben Sie einen Namen und eine Beschreibung (optional) für die Registrierung ein.
9. Klicken Sie auf die Schaltfläche Registrieren, um das Bild zu registrieren,
ODER
Klicken Sie auf die Schaltfläche Speichern, um die Registrierung zu speichern, ohne
das Bild zu registrieren.
So registrieren Sie ein Bild, indem Sie eine bestehende Registrierung
verwenden
1. Wählen Sie das Bild, das Sie registrieren möchten.
2. Wählen Sie Extras > Bildregistrierung.
3. Wählen Sie eine Registrierung aus der Liste im Dialogfeld Registrierungen aus.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Registrieren.
11-14
Registrieren von Daten
So registrieren Sie ein Bild neu, indem Sie eine Registrierung bearbeiten
1. Wählen Sie das Bild, das Sie neu registrieren möchten.
2. Wählen Sie Extras > Bildregistrierung.
3. Wählen Sie die gespeicherte Registrierung, in der das Bild ursprünglich registriert
wurde, aus der Liste im Dialogfeld Registrierungen aus.
4. Klicken Sie auf Bearbeiten.
5. Nehmen Sie die erforderlichen Änderungen an der Registrierung vor.
6. Klicken Sie auf die Schaltfläche Registrieren, um das Bild neu zu registrieren.
So bearbeiten Sie eine gespeicherte Bildregistrierung
11
1. Entfernen Sie alle Bilder aus dem Auswahlsatz.
2. Wählen Sie Extras > Bildregistrierung.
3. Wählen Sie eine Registrierung aus der Liste im Dialogfeld Registrierungen aus.
4. Klicken Sie auf Bearbeiten.
5. Nehmen Sie im Dialogfeld Bildregistrierung bearbeiten die erforderlichen
Änderungen vor. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche Speichern.
So erstellen Sie einen Auszug über eine Bildregistrierung
1. Wählen Sie Extras > Bildregistrierung.
2. Wählen Sie eine Registrierung aus der Liste im Dialogfeld Registrierungen aus.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Auszug.
4. Geben Sie im Dialogfeld Speichern unter einen Dateinamen und einen Pfad für die
Auszugsdatei ein. Klicken Sie dann auf OK.
11-15
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So löschen Sie eine Bildregistrierung
1. Wählen Sie Extras > Bildregistrierung.
2. Wählen Sie eine oder mehrere Registrierungen aus der Liste im Dialogfeld
Registrierungen aus.
3. Klicken Sie auf Löschen.
Ausgabe als GeoTIFF
Der Befehl Ausgabe als Geo-TIFF verwendet ausgewählte TIFF-Bilder und schreibt sie in
eine neue GeoTIFF-Datei mit geographischen Headerinformationen. Es wird
vorausgesetzt, dass das ausgewählte TIFF-Bild an der richtigen Position dargestellt wird.
Das Bild kann z.B. mit dem Befehl Bild interaktiv einfügen eingefügt und mit dem
Befehl Bildregistrierung registriert worden sein. Es kann sich aber auch um ein Bild
handeln, dass mit dem Befehl Georeferenzierte Bilder einfügen platziert wurde. Die
Ausgabe-Headerinformationen (auch GeoTIFF-Kennzeichen genannt) in der GeoTIFFDatei ermöglichen das automatische Einfügen des Bildes an der richtigen geographischen
Position in einem anderen GeoWorkspace mit dem Befehl Georeferenzierte Bilder
einfügen. Es kann aber auch in anderen Software-Anwendungen verwendet werden, die
Bildfilter im GeoTIFF-Format akzeptieren.
Sie können jeweils nur ein Rasterbild auswählen. Bei dem Rasterbild muss es sich um eine
TIFF-Datei ohne GeoTIFF-Kennzeichen handeln. GeoTIFF-Kennzeichen können nicht in
andere Rasterformate geschrieben werden. Sie können die ursprüngliche TIFF-Datei nicht
überschreiben. Dadurch verhindert dieser Befehl, dass ursprüngliche Daten verloren gehen.
Hinweis: Sie können vorhandene GeoTIFF-Dateien nicht in GeoMedia Professional
überschreiben. Wenn Sie GeoTIFF-Dateien überschreiben könnten, würden auch
vorhandene GeoTIFF-Kennzeichen überschrieben werden. Dies kann dazu führen, dass
eine unvorhergesehene Kombination von Kennzeichen erstellt wird, die nicht den
GeoTIFF-Spezifikationen entspricht. Auf diese Weise würden Sie falsche geographische
Daten erhalten und die Datei würde möglicherweise nicht richtig oder überhaupt nicht
platziert werden.
Der Befehl Ausgabe als GeoTIFF kann nur in bestimmte Projektionen und Datums der
Koordinatensysteme schreiben. Der Befehl Georeferenzierte Bilder einfügen kann fast
alle Daten lesen, die im Rahmen der GeoTIFF-Spezifikationen richtig definiert wurden. Sie
können in GeoMedia und GeoMedia Professional alle GeoTIFF-Bilder mit dem Befehl
Georeferenzierte Bilder einfügen einfügen. Sie können GeoMedia Professional
verwenden, um einige TIFF-Bilder als GeoTIFF-Bilder auszugeben. Hierbei muss das
Koordinatensystem vom Befehl Ausgabe als Geo-TIFF unterstützt sein.
Siehe Anhang "Koordinatensystem-Informationen".
11-16
Registrieren von Daten
So erfolgt die Ausgabe als Geo-TIFF
1. Um ein TIFF-Bild ohne vorhandene GeoTIFF-Kennzeichen einzufügen, wählen Sie
entweder Einfügen > Interaktives Bild und gehen Sie zu Schritt 2
ODER
Wählen Sie Einfügen > Georeferenzierte Bilder und gehen Sie zu Schritt 3.
2. Registrieren Sie das Bild mit dem Befehl Bildregistrierung, um es an der richtigen
geographischen Position zu platzieren.
3. ODER
4. Verschieben Sie das Bild auf die richtige Position.
5. Wählen Sie das Bild aus.
6. Wählen Sie Warehouse > Ausgabe als GeoTIFF.
7. Wählen Sie im Dialogfeld Datei speichern der Ordner, in dem Sie die Datei speichern
wollen.
8. Geben Sie einen entsprechenden Dateinamen ein und klicken Sie auf OK.
Registrieren von Vektordaten
Mit dem Befehl Vektorregistrierung werden Quellvektordaten zur Anpassung an einen
Satz bereits korrekt registrierter Ziel- bzw. Basisobjekte in einer Karte transformiert.
Dieser Befehl ist dann sinnvoll, wenn für Eingabeobjekte entweder keine Projektionsdaten
(wie z.B. ein lokales Koordinatensystem) existieren oder wenn zwischen der Registrierung
der Eingabedaten und den Basisdaten Diskrepanzen bestehen, die auf eine unterschiedliche
Genauigkeit bei der Datenerfassung zurückzuführen sind. So können Sie mit diesem
Befehl z.B. Vermessungsdaten an die Daten des umgebenden Flurstücks in Ihrer zentralen
Datenbank anpassen (d.h. drehen, verschieben und skalieren). Sie können eine neue
Vektorregistrierung definieren oder eine bestehende Registrierung aus einem Satz
gespeicherter Registrierungen auswählen. Sie können gespeicherte Registrierungen
außerdem bearbeiten und löschen sowie diesbezügliche Auszüge ausgeben.
Mit dem Befehl Vektorregistrierung können Sie die Quellobjektklasse, die Sie
registrieren möchten, nach dem Objektnamen auswählen und eine Transformation auf ihre
Geometrie anwenden. Dieser Befehl unterstützt die Transformationsmodelle Affine und
Helmert, für die mindestens drei bzw. zwei Passpunktpaare benötigt werden. Jedes Paar
muss aus einem Quell- und einem Zielpasspunkt bestehen.
11-17
11
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Die Restklaffung, die den Unterschied zwischen dem transformierten Quellpunkt und dem
entsprechenden Zielpunkt darstellt, wird für jedes Punktpaar angezeigt, sofern die Zahl der
Passpunkte die Minimalanforderungen des gewählten Transformationstyps erfüllt oder
übersteigt. Der RMS-Wert gibt die Übereinstimmung aller transformierten
Quellpasspunkte bezogen auf die Gesamtheit der Passpunktpaare an. Dieser Wert wird nur
dann berechnet, wenn die Anzahl der Passpunktpaare die für die Transformation
erforderliche Mindestanzahl erreicht oder übersteigt.
Die Ausgabe der Ergebnisse des Befehls Vektorregistrierung kann auf zwei verschiedene
Arten erfolgen: zum Überprüfen oder in eine Objektklasse. Dabei kann die Symbolik vom
Benutzer angepasst werden. Bei der Ausgabe zum Überprüfen können Sie die Daten in
einer geeigneten Symbolik betrachten, um die Registrierung zu überprüfen und
gegebenenfalls zu ändern, bevor Sie die eigentliche Transformation durchführen.
Bei der Ausgabe in eine Objektklasse werden die Quelldaten unmittelbar in ein Objekt
transformiert, das in der Verbindung zum Zielwarehouse (mit Schreibzugriff) gespeichert
wird. Dies ist dann sinnvoll, wenn die Transformation bereits überprüft wurde und viele
Vektorobjekte registriert werden müssen.
Das Speichern der ausgegebenen Daten in einer bestehenden Objektklasse ist nur unter
bestimmten Bedingungen möglich. So müssen z.B. die Attributlisten des Quell- und des
Zielobjekts kompatibel sein, d.h. die Attribute des Quellobjekts müssen eine Teilmenge der
Attribute des Zielobjekts sein und dieselben Symbolikdefinitionen aufweisen. Außerdem
können für ein eindeutiges Schlüsselfeld keine Duplikate im Zielobjekt existieren,
nachdem die neuen Objekte hinzugefügt wurden.
Hinweis: Sie müssen ein Koordinatensystem für die Objekte, die umgewandelt werden
sollen, definieren, damit der Befehl richtig funktioniert. Wenn Sie ARC/INFO, ArcView
oder MapInfo als Datenquelle verwenden, müssen Sie eine Koordinatensystemdatei in
einer .ini-Datei angeben, die mit dem Koordinatensystem der ursprünglichen Objekte
übereinstimmt.
Es folgt ein typischer Arbeitsablauf für die Registrierung von Vektordaten:
1. Geben Sie die zu transformierenden Objekte und die Objekte zur Bestimmung des
Zielordners für die Transformation ein.
2. Geben Sie die Transformationsparameter an.
3. Legen Sie die Quell- und Zielpasspunkte fest.
4. Überprüfen Sie die Transformation und nehmen Sie gegebenenfalls Korrekturen vor.
5. Führen Sie die eigentliche Transformation durch.
11-18
Registrieren von Daten
So erstellen Sie eine neue Vektorregistrierung und registrieren
Quellvektordaten zur Überprüfung und zur Ausgabe in ein Objekt
1. Stellen Sie eine Verbindung zu einem geeigneten Ursprungswarehouse her.
2. Öffnen Sie eine Ausgangs-Kartenansicht und zeigen Sie die Quellobjekte, die Sie
transformieren möchten, darin an.
Hinweis: Sie können weitere Objekte durch Angabe von Verbindungsfiltern oder
beliebigen Abfragebedingungen festlegen.
3. Stellen Sie eine Verbindung mit Schreibzugriff zum Zielwarehouse her.
4. Öffnen Sie eine Zielkartenansicht.
5. Stellen Sie verschiedene Zielobjekte in der Zielkartenansicht dar.
6. Wählen Sie Extras > Vektorregistrierung.
11
7. Klicken Sie auf Neu.
11-19
Arbeiten mit GeoMedia Professional
8. Klicken Sie auf die Schaltfläche Punkte hinzufügen und befolgen Sie die
Anweisungen am Bildschirm, um die Quellobjekte durch Eingabe der entsprechenden
Passpunktpaare den Zielobjekten zuzuweisen.
9. Überprüfen Sie die Restklaffungen und nehmen Sie gegebenenfalls Korrekturen vor.
10. Klicken Sie auf die Schaltfläche Umwandeln.
11. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Objekte transformieren in die gewünschte
Objektklasse.
12. Vergewissern Sie sich, dass die Option Ausgabe auf Zur Ansicht eingestellt ist.
13. Optional: Wählen Sie Symbolik, um das Dialogfeld Symbolik definieren aufzurufen
und die Darstellung anzupassen. Klicken Sie anschließend auf OK.
14. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Kartenfenstername das entsprechende
Kartenfenster, um die Quell- und Zielobjekte in einer Kartenansicht darzustellen.
15. Klicken Sie im Dialogfeld Vektortransformation auf die Schaltfläche Anwenden,
um die Transformation zu überprüfen.
16. Überprüfen Sie die Position des transformierten Objekts visuell anhand der Darstellung
des Basisobjekts.
17. Wenn die Transformation nicht innerhalb der akzeptablen Grenzen liegt, bearbeiten Sie
die Transformations-Passpunkte und wiederholen Sie den Vorgang. Überprüfen Sie die
Ergebnisse anschließend erneut.
ODER
Drücken Sie die ESC-Taste, wenn die Transformation innerhalb der zulässigen
Grenzen liegt, um zum Dialogfeld Vektortransformation zurückzukehren. Wählen
Sie anschließend unter Ausgabe die Option Objektklasse.
11-20
Registrieren von Daten
18. Wählen Sie eine geeignete Verbindung aus der Pulldown-Liste Verbindung.
19. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Objektklasse eine geeignete Objektklasse oder
geben Sie eine neue Objektklasse in das entsprechende Feld ein.
20. Optional: Geben Sie eine Beschreibung in das Feld Beschreibung ein.
21. Klicken Sie auf Anwenden, um die Transformation durchzuführen.
22. Klicken Sie auf Schließen, um das Dialogfeld Vektortransformation auszublenden.
ODER
Geben Sie weitere Quellobjektklassen an und verwenden Sie die angegebene
Registrierung, um diese direkt in die Ausgabeobjekttabelle zu transformieren.
So erstellen Sie einen Auszug über eine Vektorregistrierung
1. Stellen Sie eine Verbindung zum entsprechenden Warehouse her.
2. Wählen Sie Extras > Vektorregistrierung.
3. Wählen Sie eine Registrierung aus der Liste im Dialogfeld Registrierungen aus.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Auszug.
5. Geben Sie im Dialogfeld Speichern unter einen Dateinamen und einen Pfad für die
Auszugsdatei ein. Klicken Sie dann auf OK.
So löschen Sie eine Vektorregistrierung
11
1. Stellen Sie eine Verbindung zum entsprechenden Warehouse her.
2. Wählen Sie Extras > Vektorregistrierung.
3. Wählen Sie eine Registrierung aus der Liste im Dialogfeld Registrierungen aus.
4. Klicken Sie auf Löschen.
11-21
Arbeiten mit GeoMedia Professional
11-22
Überprüfen und Berichtigen von
Daten
GeoMedia Professional enthält eine Reihe von Befehlen, mit denen Sie GeometrieInformationen anzeigen sowie Verbindungen und Geometrien überprüfen können, um die
Integrität Ihrer Daten zu sichern. Außerdem stehen Befehle zur Verfügung, mit denen Sie
Daten durch Trimmen oder Verlängern von Geometrie, das Einfügen von Schnittpunkten
sowie das Korrigieren von Verbindungen und Geometrie berichtigen können. Es handelt
sich hierbei um folgende Befehle:
•
Geometrie-Information
•
Bis Schnittpunkt verlängern
•
Geometrie überprüfen
•
Zwei Linien bis Schnittpunkt verlängern
•
Geometrie korrigieren
•
Trimmen
•
Verbindung überprüfen
•
Auf Schnittpunkt trimmen
•
Verbindung korrigieren
•
Schnittpunkt einfügen
•
Richtung umkehren
•
Verlängern
•
Kreisförmige Ausrundung erstellen
12
Das Programm enthält darüber hinaus Befehle, mit denen Sie andere Bedingungen
bearbeiten können.
Bei Verwendung der oben genannten Befehle sind grundsätzlich zwei Arbeitsabläufe
denkbar. Beim ersten Arbeitsablauf wird die gesamte Datenerfassung innerhalb von
GeoMedia Professional durchgeführt. Da durch die Funktionsweise dieses Programms
größtenteils sichergestellt wird, dass von Anfang an richtige Bedingungen verwendet
werden, sollte es hierbei zu sehr wenigen Fehlern kommen. Beim zweiten Arbeitsablauf
importieren Sie Daten, die außerhalb von GeoMedia Professional erfasst wurden, und
überprüfen ihre Zusammensetzung. Bei beiden Arbeitsabläufen besteht der erste Schritt
gewöhnlich in der Überprüfung der Daten, da bei der anschließenden Verarbeitung nur
dann korrekte Ergebnisse erzielt werden können, wenn saubere Daten verwendet werden.
12-1
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Diese Korrekturbefehle beachten die Einstellungen auf der Registerkarte Platzieren und
Bearbeiten des Dialogfelds Optionen (Extras > Optionen). Diese Einstellungen betreffen
die Koinzidenz, die Unterbrechung von Linienobjekten, Freihandtoleranzen, die Anzeige
des Dialogfelds Eigenschaften für Attribute sowie die Verwendung von vorhandener
Geometrie beim Digitalisieren. Sie können die Einstellungen für Koinzidenz sowie
Unterbrechungen und Attribute auch in der Symbolleiste Optionen vornehmen.
Siehe auch Kapitel "Arbeiten mit Objekten" und "Bearbeiten von Objekten und
Geometrien"
Siehe Abschnitt "Registerkarte Platzieren und Bearbeiten" im Kapitel "Arbeiten mit
Objekten".
Verwendung der Bearbeitungsbefehle mit den Befehlen
zur Datenüberprüfung
Die Befehle Geometrie überprüfen und Verbindung überprüfen erstellen
Ausgabeabfragen mit den festgestellten Bedingungen in einem Karten- und/oder
Datenfenster. Bei einem typischen Arbeitsablauf sind beide Fenster geöffnet und
nebeneinander angeordnet. In diesem Fall müssen Sie Fenster > Eigenschaften des
Kartenfensters wählen, um die Anzeige so anzupassen, dass Sie jede festgestellte
Bedingung einfach vergrößern können. Außerdem ist es sinnvoll, die Kartenlegende so
einzustellen, dass die festgestellten Anomalien unter den Objekten angeordnet werden schließlich bearbeiten Sie die Objekte, nicht die Anomalien. Sie können auch die
Lokalisierbarkeit der Anomalien in der Legende deaktivieren.
Die Darstellung von Anomalien in den Karten- und Datenfenstern ermöglicht Ihnen die
Verwendung einer leistungsstarken Funktion von GeoMedia Professional, die dynamische
Stapelverarbeitung. Dabei werden die einzelnen Probleme nacheinander angezeigt, so dass
Sie keine zeitaufwendigen Suchaktionen durchführen müssen. Jedes Mal, wenn Sie ein
Problem beheben, wird die Schlange automatisch aktualisiert. Wenn Sie ein Problem im
Datenfenster lösen, wird die Lösung automatisch in das Kartenfenster übernommen und
umgekehrt. Wird während des Bearbeitungsvorgangs in einem Fenster ein Objekt erstellt
oder ein Fehler verursacht, so wirkt sich dies ebenfalls auf das andere Fenster aus.
Wenn Sie eine Überprüfung oder eine Änderung vornehmen, muss das Koordinatensystem
des GeoWorkspaces mit dem des Warehouses übereinstimmen. Alle Berechnungen werden
mit dem Koordinatensystem des Warehouses durchgeführt. Es ist möglich, dass eine
Anomalie zwischen zwei Geometrien im Warehouse nicht wie eine Anomalie erscheint,
wenn sie in einer Karte mit einem anderen Koordinatensystem dargestellt wird. Ebenfalls
kann in einem solchen Fall eine Änderung, die auf einer Karte ordnungsgemäß erscheint,
nicht ausreichend zur Behebung einer Anomalie im Warehouse sein.
12-2
Überprüfen und Berichtigen von Daten
Eine mit den Befehlen Geometrie überprüfen und Verbindung überprüfen erstellte
Ausgabeabfrage bleibt solange dynamisch bis Sie:
•
die Abfrage mit dem Befehl Abfragen aus dem GeoWorkspace löschen.
•
die Abfrage aus allen Kartenfensterlegenden entfernen.
•
die Abfrage aus allen Datenfenstern entfernen.
Wenn Sie keine der oben genannten Optionen nutzen, kann die Beibehaltung aktiver
Abfragen die Systemleistung nachteilig beeinflussen. Dies trifft insbesondere zu, wenn
mehrere aktive Abfragen zur gleichen Zeit ablaufen.
Siehe Kapitel "Arbeiten mit Kartenfenstern", Abschnitt "Ändern der Eigenschaften von
Kartenfenstern".
Anzeigen von Geometrie-Informationen
Mit dem Befehl Geometrie-Information können Sie Informationen über die Geometrie
einzelner Objekte in einem Warehouse anzeigen und bearbeiten. Dieser Befehl ist hilfreich
zur Klärung von bei einem bestimmten Objekt auftretenden Problemen, die mit Hilfe der
Überprüfungsbefehle oder anderer Befehle in der Software festgestellt wurden, oder die
beim Betrachten des Objekts nicht erkennbar sind. So können Sie beispielsweise
feststellen, ob zwei Punkte, die im Kartenfenster gleich erscheinen, tatsächlich gleich sind;
welcher Teil eines Aussparungspolygons außerhalb seines Umrings liegt oder welcher
Stützpunkt geändert werden muss, um einen Schleifenfehler zu berichtigen. Der Befehl
Geometrie-Information ist außerdem hilfreich, da viele GeoMedia Professional-Vorgänge
sich je nach Geometrietyp unterschiedlich verhalten. Eine über zwei Punkte definierte
Linie kann zwar unterbrochen werden, es kann jedoch kein Stützpunkt automatisch
eingefügt werden.
Zum Verwenden des Befehls Geometrie-Information benötigen Sie mindestens eine
Warehouseverbindung mit oder ohne Schreibzugriff, ein aktives Kartenfenster und ein
Objekt im Auswahlsatz. Mit diesem Befehl können Sie:
12
•
Den Geometrietyp eines Objekts feststellen, z.B. Polylinie, Linie, Bogen,
Umringpolygon, Aussparung usw.
•
Feststellen, ob ein Objekt aus mehreren Geometrien besteht. Ein Objekt kann z.B. eine
zusammengesetzte Geometrie aus einer Polylinie und einem Bogen aufweisen.
•
Feststellen in welcher Reihenfolge die Stützpunkte gespeichert werden.
•
Die Koordinatenwerte der einzelnen Stützpunkte anzeigen.
•
Alle Bogenparameter anzeigen.
•
Die Anordnung von Geometrien innerhalb einer Kollektion oder der
Aussparungskollektion einer Umringgeometrie ändern.
12-3
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
Eine Polylinie oder zusammengesetzte Polylinie sowie Bogen- oder Liniengeometrie
umkehren. Es kann sich bei der Polylinie bzw. zusammengesetzten Polylinie um
eigenständige Geometrie handeln oder aber um Bestandteil einer Geometriekollektion.
•
Löschen einer Geometrie, die Bestandteil einer Geometriekollektion oder der
Aussparungskollektion einer Umringgeometrie ist.
•
Löschen eines Stützpunktes aus einer Polylinie, zusammengesetzten Polylinie, einem
Polygon, Umring oder zusammengesetzten Polygon.
Um diese Informationen anzuzeigen, wählen Sie einfach ein Objekt in einem Karten- oder
Datenfenster aus. Die entsprechende Geometrie wird in allen Kartenfenstern markiert. Sie
können die Symbolik für die Markierung sowie das Format der Koordinateninformationen
ändern. Wenn einzelne Bereiche der Geometrie in der Baumstruktur ausgewählt und
markiert werden, werden sie auch im Kartenfenster markiert, wie in der folgenden
Abbildung gezeigt.
Dieser Befehl beachtet die Option Koinzidenz erhalten auf der Registerkarte Platzieren
und Bearbeiten (Extras > Optionen). Wenn Sie mit aktivierter Option einen Stützpunkt
der Geometrie in der Baumstruktur auswählen, werden alle mit dem ausgewählten
Stützpunkt koinzidenten Geometrien ebenfalls hervorgehoben, wie in der folgenden
Abbildung gezeigt. Wenn Sie einen koinzidenten Stützpunkt löschen, wird dieser
Stützpunkt aus allen editierbaren koinzidenten Geometrien entfernt.
12-4
Überprüfen und Berichtigen von Daten
Unterstützte Geometrietypen
Der Befehl Geometrie-Information unterstützt die folgenden Geometrietypen.
Geometrietyp
Bogengeometrie
Umringgeometrie
Zusammengesetzte
Polygongeometrie
Zusammengesetzte
Polyliniengeometrie
Geometriekollektion
Liniengeometrie
Matrix
Ausgerichtete Punktgeometrie
Punkt
Polygongeometrie
Polyliniengeometrie
Rastergeometrie
Rechteckgeometrie
Textpunktgeometrie
Vektor
Anzeige
Anfangspunkt, Ursprungspunkt, Endpunkt,
Mittenpunkt, Normalvektor, Radius, Bogenwinkel,
Bogenlänge, Sehnenlänge
Äußere Geometrie, Geometriekollektion mit
Aussparungen
Liste mit Geometrie
Liste mit Geometrie
Liste mit Geometrie
Anfangspunkt, Endpunkt
Vierspaltige Vektoren
Ursprungspunkt, Ausrichtungsvektor
x, y, z
Liste mit Punkten
Liste mit Punkten
12
Dateiname, Darstellungsmatrix, Rasterpolygon
Ursprungspunkt, Höhe, Breite, Drehvektor,
Normalvektor
Textzeichenfolge und x, y, z
i, j, k
12-5
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Geometrie bearbeiten
Mithilfe des Kontextmenüs können Sie die in der Baumstruktur des Dialogfelds
Geometrie-Informationen ausgewählte Geometrie bearbeiten, falls das zugehörige Objekt
aus einem Warehouse mit dem Status lesen/schreiben stammt. Für jeden gültigen
Bearbeitungsvorgang werden alle zugehörigen Ansichten aufgefrischt, um die Änderungen
wiederzugeben.
Das Bearbeitungsmenü enthält die folgenden Befehle:
Löschen - Löscht Geometrie aus einer Kollektion oder ein Aussparungspolygon aus einer
Umringgeometrie. Dieser Befehl ist aktiv, wenn die ausgewählte Geometrie Teil einer
Geometriekollektion oder Teil der Aussparungskollektion in einer Umringgeometrie ist.
Verbleibt nach dem Löschen nur eine Geometrie in der Kollektion, wird sie in die
entsprechende Geometrie umgewandelt. Werden alle Aussparungspolygone einer
Umringgeometrie gelöscht, wird sie in ein Polygon oder eine zusammengesetzte
Polygongeometrie umgewandelt.
Sie können mit diesem Befehl außerdem einzelne Stützpunkte in den meisten
Geometrietypen löschen. Die Option Löschen wird jedoch nicht aktiviert, wenn Sie einen
Stützpunkt auf einem Bogen wählen, oder einen Stützpunkt in einer zusammengesetzten
Geometrie, dessen Entfernung sich auf die Verbindung der Bestandteile auswirken würde.
Umkehren - Kehrt die Richtung aller die Geometrie ausmachenden Stützpunkte um.
Dieser Befehl ist bei allen Polylinien, zusammengesetzten Polylinien, Bogen und Linien
aktiv. Er ist jedoch auf das einzelne bereits markierte Objekt beschränkt.
An erste Stelle, Nach oben, Nach unten, An letzte Stelle - Ändert die Anordnung der
Geometrien in der Geometriekollektion oder der Aussparungskollektion. Diese Befehle
sind aktiv, wenn die ausgewählte Geometrie Teil einer Geometriekollektion oder Teil der
Aussparungskollektion in einer Umringgeometrie ist.
Es folgt eine Aufstellung der verfügbaren Bearbeitungsfunktionen:
Verfügbarkeit
Löschen
(Geometrie)
12-6
Auswahl von
Teilgeometrie
eines
unterstützten
Geometrietyps
im Dialogfeld.
Unterstützte
Geometrietypen
Geometriekollektion
Aussparungskollektion von
Umringgeometrie
Aktion
Teilgeometrie
wird
gelöscht.
Besondere Regeln
Wenn die bearbeitete
Geometrie in einfacher
Geometrie resultiert,
werden
Geometriekollektionen
mit nur einem oder
Aussparungskollektion
en ohne Bestandteil
(d.h. Umring in
Polygon oder
zusammengesetztes
Polygon) konvertiert.
Überprüfen und Berichtigen von Daten
Verfügbarkeit
Löschen
(Stützpunkt)
Umkehren
Unterstützte
Geometrietypen
Auswahl von
Stützpunkt
eines
unterstützten
Geometrietyps
(eigenständige
Geometrie
oder Teil einer
Geometriekollektion) im
Dialogfeld.
Polylinie
Auswahl eines
unterstützten
Geometrietyps
(eigenständige
Geometrie
oder Teil einer
Geometriekollektion) im
Dialogfeld.
Auswahl von
Teilgeometrie
eines
unterstützten
Geometrietyps
im Dialogfeld.
Linie
Polygon
Umring
Aktion
Stützpunkt
wird aus
Geometrie
entfernt.
Zusammengesetzte
Polylinie
Zusammengesetztes
Polygon
Bogen
Polylinie
Zusammengesetzte
Polylinie
Anordnung
der
Stützpunkte
wird
umgekehrt.
Anordnung
der Teilgeometrie
Aussparungsinnerhalb
kollektion von
der
UmringKollektion
geometrie
wird laut
Angabe
geändert.
Siehe Abschnitt "Umkehren der Richtung“ in diesem Kapitel.
Verschieben
Geometriekollektion
Besondere Regeln
Wenn sich der
markierte Stützpunkt
einer
zusammengesetzten
Polylinie oder eines
zusammengesetzten
Polygons auf einem
Bogen befindet oder
mehreren
aufeinanderfolgenden
Bestandteilen einer
zusammengesetzten
Geometrie gemeinsam
ist, wird der Befehl
deaktiviert.
nicht anwendbar
nicht anwendbar
12
12-7
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Ändern der Geometrieanzeige
Bei diesem Befehl können Sie die Anzeige der Geometrie über das Dialogfeld Optionen
anpassen, in dem Sie Folgendes festlegen können:
•
Anzeige der z-Werte für Punktgeometrien.
•
Horizontale oder vertikale Anzeige der Koordinatenwerte.
•
Die Farbe und Linienbreite für die Markierungen im Kartenfenster.
•
Das Format der Koordinatendarstellung (geographisch oder projiziert).
So gehen Sie zum Anzeigen und Bearbeiten von Geometrieinformationen
vor
1. Wählen Sie ein Objekt in einem Karten- oder Datenfenster.
2. Wählen Sie Extras > Geometrie-Information.
3. Erweitern Sie die Geometrie in der Baumstruktur.
4. Wählen Sie die gewünschte Geometrie aus, um deren Werte anzuzeigen und um sie im
Kartenfenster hervorzuheben.
Hinweis: Die Größe dieses Dialogfeldes ist anpassbar.
12-8
Überprüfen und Berichtigen von Daten
5. Optional: Klicken Sie mit der rechten Maustaste, um das Kontextmenü zum
Bearbeiten zu öffnen und nehmen Sie die gewünschten Änderungen vor.
Für jeden gültigen Bearbeitungsvorgang werden alle zugehörigen Ansichten
aufgefrischt, um die Änderungen wiederzugeben.
Hinweis: Sie können außerdem die Löschtaste verwenden, um Geometrie zu löschen.
6. Optional: Klicken Sie auf Optionen, um die Kartenfenster- und Koordinatenanzeige
zu ändern.
7. Wiederholen Sie die Schritte 4 und 6, bis die gewünschten Ergebnisse angezeigt
werden.
8. Klicken Sie auf OK, um die geänderte Geometrie in die Datenbank zu schreiben.
Überprüfen der Geometrie
Der Befehl Geometrie überprüfen sucht Geometriefehler im Datenmodell von GeoMedia
Professional, die bei anderen Vorgängen zu Problemen führen können. So sind
beispielsweise Pufferzonen in einem Gebiet mit einer Schleife nicht anwendbar. Fehler
dieser Art verhindern eine spätere Verarbeitung nicht in jedem Fall, da einige
Fehlerbedingungen ignoriert werden. Es kann dabei jedoch zu unerwünschten Ergebnissen
kommen.
Beispiele für solche Fehler sind sich selbst überschneidende Flächen, koinzidente
sequenzielle Punkte in Linienzügen und Aussparungen, die Flächenumringe schneiden. Sie
sollten diesen Befehl auf Ihren gesamten Datenbestand anwenden, bevor Sie mit der
eigentlichen Verarbeitung beginnen. Dies gilt insbesondere, wenn Sie Daten aus einer
anderen Quelle (z.B. Zeichnungsdateien, ARC/INFO und ArcView) importieren.
Anschließend müssen Sie die festgestellten Geometriefehler mithilfe der entsprechenden
Bearbeitungsbefehle korrigieren.
12-9
12
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie können den Befehl Geometrie überprüfen über das Menü Extras aufrufen und eine
Objektklasse oder Abfrage mit den Objekten eingeben, deren Geometrie überprüft werden
soll. Jeder Eintrag der eingegebenen Objektklasse oder Abfrage kann keine, eine oder
mehrere Anomalien aufweisen. Anschließend legen Sie die auszugebende Abfrage und
deren Darstellung fest. Dieser Befehl gibt die Abfrage an ein Kartenfenster aus, in dem
Position und Art der Anomalien geometrisch dargestellt wird. Die Ausgabe kann außerdem
in ein Datenfenster erfolgen, das die Textbeschreibung der Anomalien anzeigt. Die
Standardsymbolik für die Darstellung des Kartenfensters kann zum Erzielen optimaler
Ergebnisse geändert werden.
Fehlerbedingungen beim Überprüfen von Geometrie
Der Befehl Geometrie überprüfen kann folgende Fehlerbedingungen feststellen:
Fehler
Beschreibung
Kickback und
Doppelter
Punkt
Ein Flächenumring, eine Aussparung oder eine Liniengeometrie, die
kurzzeitig die Richtung umkehrt, so dass sie sich selbst überlappt und
dann in der ursprünglichen Richtung fortgesetzt wird, ohne dass eine
Fläche entsteht. Dazu gehören auch wiederholte,
aufeinanderfolgende Stützpunkte.
Schleife
12-10
Die Geometrie eines Flächenumrings oder einer Aussparung
schneidet sich selbst.
Nicht
geschlossene
Fläche
Flächenumringe oder Aussparungen, die nicht geschlossen sind, d.h.
der letzte Stützpunkt stimmt nicht mit dem ersten überein.
Nicht
umschlossene
Aussparung
Eine Aussparung, die sich nicht innerhalb eines Flächenumrings
befindet.
Überprüfen und Berichtigen von Daten
Fehler
Beschreibung
Überlappende
Aussparungen
Aussparungen, die sich innerhalb eines Flächenumrings überlappen.
Ungültiger
Geometrietyp
Die in einem GDO-Feld gespeicherte Geometrie stimmt nicht mit der
Definition des GDO-Typs/Untertyps überein.
Leere
Geometriekollektion
Die Geometriekollektion enthält keine Geometrien.
Nicht
genügend
Stützpunkte
Polygongeometrien, die weniger als vier und Polyliniengeometrien,
die weniger als zwei Stützpunkte enthalten.
Unbekannter
Geometrietyp
Das binäre Format kann nicht in ein Geometrieobjekt konvertiert
werden.
Ungültige
Koordinaten
Der absolute Wert einer oder mehrerer Koordinaten (x, y oder z) der
Geometrie ist überschreitet G-unendlich (1.0e+30).
So überprüfen Sie Geometrie
1. Stellen Sie eine Verbindung zu einem Warehouse mit Schreibzugriff her.
2. Wählen Sie Extras > Geometrie überprüfen.
12
3. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Geometrie enthalten in die Objektklasse oder
Abfrage, deren Geometrie überprüft werden soll.
4. Überprüfen und ändern Sie gegebenenfalls den Standardnamen <Objekt> Anomalien,
der dem Ausgabe-Recordset im Feld Abfragename zugeordnet wird.
5. Optional: Geben Sie in das Feld Beschreibung eine Beschreibung der Abfrage ein.
12-11
Arbeiten mit GeoMedia Professional
6. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Ergebnis im Kartenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Kartenfenstername das
vorgegebene Kartenfenster, in dem die Ergebnisse dargestellt werden sollen
ODER
Wenn die Ergebnisse nicht in einem Kartenfenster erscheinen sollen, deaktivieren Sie
die Option Ergebnis im Kartenfenster darstellen.
7. Klicken Sie auf Symbolik, und ändern Sie die Standardsymbolik über das Dialogfeld
Symbolik definieren.
8. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Ergebnis im Datenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Datenfenstername das
vorgegebene Datenfenster, in dem die Ergebnisse dargestellt werden sollen.
ODER
Wenn die Ergebnisse nicht in einem Datenfenster erscheinen sollen, deaktivieren Sie
die Option Ergebnis im Datenfenster darstellen.
9. Klicken Sie auf OK, um die Geometrie zu überprüfen.
Die Überprüfung wird auf die ausgewählte Objektklasse oder Abfrage angewendet,
und es wird eine Abfrage mit dem im Dialogfeld angegebenen Namen ausgegeben.
Bei Wahl des Kontrollkästchens Ergebnis im Kartenfenster darstellen wird das
Kartenfenster mit Anomalien angezeigt. Bei Wahl des Kontrollkästchens Ergebnis im
Datenfenster darstellen wird das Datenfenster mit Anomalien angezeigt.
10. Stellen Sie bei einem Kartenfenster dessen Eigenschaften so ein, dass die festgestellten
Fehler dargestellt werden. Zwei Fenster sind zur leichteren Handhabung nebeneinander
anzuordnen. Beheben Sie die festgestellten Fehler mit dem entsprechenden
Korrekturverfahren.
12-12
Überprüfen und Berichtigen von Daten
Korrigieren der Geometrie
Mit dem Befehl Geometrie korrigieren können Sie automatisch bei der Überprüfung in
der Geometrie festgestellte doppelte Punkte und Kickbacks korrigieren, die in einer
Abfrage ausgegeben wurden. Um den Befehl Geometrie korrigieren ausführen zu
können, muss mindestens eine solche Abfrage vorhanden sein. Die mit dem Befehl
Geometrie überprüfen erstellte Abfrage dient als Eingabe für den Befehl Geometrie
korrigieren.
Der Befehl Geometrie korrigieren behebt alle unmittelbar lösbaren Probleme. Die
verbleibenden Fehler müssen manuell korrigiert werden. Bei der automatischen Korrektur
werden ähnlich wie bei der manuellen Fehlerbehebung, Änderungen an der ursprüngliche
Geometrie vorgenommen, die Änderungen an die Datenbank weitergeleitet, die bearbeitete
Geometrie über Benachrichtigung neu ausgewertet und, wenn sie korrigiert wurden, die
Anomalien aus der Abfrage entfernt.
Andere, mit dem Befehl Geometrie überprüfen festgestellte Fehler können nicht
automatisch korrigiert werden und müssen von Ihnen behoben werden. Sie können die
ausgegebene Abfrage mithilfe des Befehls Eigenschaften des Kartenfensters und dem
Datenfenster verwenden, um einen dynamischen Arbeitsablauf zum Durchblättern der
Liste mit Anomalien und zum Korrigieren mit den Befehlen Auf Schnittpunkt trimmen,
Bis Schnittpunkt verlängern, Schnittpunkt einfügen und gegebenenfalls anderen
Bearbeitungsbefehlen einzurichten.
So korrigieren Sie Geometrie
1. Wählen Sie Extras > Geometrie überprüfen, um die Probleme festzustellen, die mit
Ihren Daten zusammenhängen.
2. Wählen Sie Extras > Geometrie korrigieren.
12
3. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Geometriefehler korrigieren in eine mit dem
Befehl Geometrie überprüfen erstellte Anomalie-Abfrage aus.
4. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen mit der gewünschten Option: Doppelte Punkte
und/oder Kickbacks.
Hinweis: Falls keine doppelten Punkte oder Kickbacks vorhanden sind, wird eine
entsprechende Meldung eingeblendet.
12-13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
5. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Die Meldung <Abfragename> wird korrigiert und eine Statusleiste werden
eingeblendet, während die Geometrieprobleme automatisch korrigiert werden.
Anschließend wird eine Meldung eingeblendet, die die Anzahl der Fehler anzeigt, die
für jede ausgewählte Option korrigiert wurden.
Hinweis: Sie können den Vorgang jederzeit mit der ESC-Taste abbrechen. Hierbei
werden bereits vorgenommene Korrekturen allerdings nicht rückgängig gemacht.
6. Optional: Beheben Sie die Fehler, die nicht automatisch korrigiert werden konnten,
manuell.
Überprüfen der Verbindung
Der Befehl Verbindung überprüfen sucht durch ungenaues Digitalisieren verursachte
Bedingungen, wie zum Beispiel zu kurze und überstehende Linien. Diese müssen nicht
unbedingt Fehler sein. Es sollte dennoch überprüft werden, ob sie korrigiert werden
müssen, damit Sie saubere Daten erhalten. Sie können den Befehl Verbindung
überprüfen über das Menü Extras aufrufen.
Die Digitalisier- und Bearbeitungsfunktionen der Software (z.B. SmartSnap, automatische
Unterbrechung und automatische Erhaltung von Koinzidenz) sind so konzipiert, dass Sie
von Anfang an saubere Daten sammeln, die nicht mit einem nachträglichen Verfahren
bereinigt werden müssen. Aus diesem Grund treten beim Erstellen und Bearbeiten von mit
der Software erstellten Objekten eine relativ geringe Zahl von Verbindungsfehlern auf.
Einige Fehler sind jedoch unvermeidlich, insbesondere Fehler bei der Koinzidenz und der
automatischen Unterbrechung. Die Funktionen zur Verbindungsüberprüfung wurden
speziell zum Feststellen dieser Art von Problemen entwickelt.
Aus anderen Datenquellen (z.B. CAD-Dateien) importierte Daten, die ohne besondere
Beachtung der Verbindungen digitalisiert wurden, enthalten oftmals eine große Anzahl von
Verbindungsfehlern, wie z.B. zu kurze oder überstehende Linien, nicht übereinstimmende
Knoten und Splitter. Der Befehl Verbindung überprüfen stellt auch solche Fehler fest.
Dieser Befehl verwendet zwei Eingabeobjektklassen und/oder -abfragen und erstellt daraus
eine neue Abfrage, die die festgestellten Verbindungsfehler als Ausgabe enthält. Sie
können hierbei zweimal dieselbe Objektklasse oder Abfrage eingeben (z.B. Straße und
Straße, wobei die Verbindung zwischen Objekten innerhalb derselben Objektklasse
überprüft wird) oder unterschiedliche Objektklassen oder Abfragen (z.B. Straße und
Bahnstrecke) auswählen.
Sie können die ausgegebene Abfrage in einem Kartenfenster darstellen oder in einem
neuen Datenfenster eine Textbeschreibung der Verbindungsprobleme anzeigen lassen. Bei
Ausgabe in ein Kartenfenster können Sie die Standardsymbolik zur Darstellung der
Verbindungsfehler ändern.
12-14
Überprüfen und Berichtigen von Daten
Sie können die ausgegebene Abfrage mithilfe des Befehls Eigenschaften des
Kartenfensters und dem Datenfenster verwenden, um einen dynamischen Arbeitsablauf
zum Durchblättern der Liste mit Anomalien und zum Korrigieren mit den Befehlen Auf
Schnittpunkt trimmen, Bis Schnittpunkt verlängern, Schnittpunkt einfügen und
gegebenenfalls anderen Bearbeitungsbefehlen einzurichten. Sie können außerdem den
Befehl Verbindung korrigieren verwenden, um Verbindungsprobleme automatisch zu
beheben.
Da die Abfrage dynamisch ist, werden Fehler nach deren Korrektur automatisch aus dem
Karten- und Datenfenster entfernt. Auf diese Weise brauchen Sie den Überprüfungsbefehl
nicht erneut auszuführen, um Aktualisierungen sehen zu können. Außerdem wird ein
Platzierungs- oder Bearbeitungsvorgang, der einen neuen Fehler verursacht, automatisch
angezeigt, ohne den Überprüfungsbefehl erneut ausführen zu müssen.
Der Befehl Verbindung überprüfen stellt folgende potenziellen Fehlerbedingungen fest:
•
Zu kurze Linien Überstehende Linien
•
Nicht übereinstimmende Knoten Nicht unterbrochene Schnittgeometrie
•
Nicht koinzidente Schnittgeometrie Fast koinzidente Geometrie
Hinweis: Wenn Sie beide Optionen Nicht unterbrochene Schnittgeometrie und Nicht
koinzidente Schnittgeometrie auswählen, hat die nicht unterbrochene Schnittgeometrie
Vorrang.
Es wird dringend empfohlen, den Befehl Verbindung überprüfen im schrittweisen
Verfahren zu verwenden. Sie sollten zuerst eine Überprüfungsoption wählen, die sich am
besten für Ihre Zwecke eignet. Führen Sie anschließend den Befehl aus und gestalten Sie
dann Ihre Überprüfung genauer, indem Sie die Abfrageparameter ändern. Sie gehen also
von einer Option zu nächsten und überprüfen eine Bedingung nach der anderen. Wenn Sie
den Befehl Verbindung überprüfen mit vielen Überprüfungsoptionen in einem Durchlauf
ausführen, enthält die Abfrage womöglich mehr Anomalien, als Sie mit einem Mal
bearbeiten können.
Siehe Abschnitt "Verbindung korrigieren".
Verbindungsbedingungen
Mit dem Befehl Verbindung überprüfen können Sie unter sechs
Verbindungsbedingungen, die in den gewählten Objektklassen/Abfragen zu suchen sind,
auswählen und zusätzlich die Abstandstoleranz zum Suchen von Fehlern festlegen.
Hinweis: In den folgenden Beispielen stehen die Quadrate für die Darstellung der
unterschiedlichen Bedingungen. Jede Punktsymbolik kann mit dem Dialogfeld Symbolik
für den Legendeneintrag gewählt werden.
12-15
12
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Überstehende Linien
Überstehende Linien treten auf, wenn das Ende einer Geometrie über den Schnittpunkt mit
einer anderen Geometrie hinausläuft.
Zu kurze Linien
Diese Bedingung tritt auf, wenn das Ende eine Linien- oder Punktgeometrie etwas zu kurz
ist, um eine andere Geometrie zu schneiden
Nicht übereinstimmende Knoten
Diese Bedingung tritt auf, wenn das Ende eine Linien- oder Punktgeometrie etwas zu kurz
ist, um das Ende einer anderen Linien- oder Punktgeometrie zu schneiden.
Nicht unterbrochene Schnittgeometrie
Diese Bedingung tritt auf, wenn Objekte einander schneiden, ohne die entsprechenden
Endpunktknoten an den Schnittpunkten zu erstellen. Nur Liniengeometrie kann
unterbrochen werden. Die Schnittgeometrien können jedoch Linien, Punkte oder Flächen
sein.
Nicht koinzidente Schnittgeometrie
Nicht koinzidente Schnittgeometrie tritt auf, wenn Objekte einander schneiden, ohne
entsprechende Stützpunkte an den Schnittpunkten zu erstellen. Die Stützpunkte können
sowohl in Linien- als auch in Flächengeometrie eingefügt werden. Die Schnittgeometrien
können Linien, Punkte oder Flächen sein.
Fast koinzidente Schnittgeometrie
Fast koinzidente Schnittgeometrie tritt auf, wenn ein innerer Stützpunkt einer Geometrie
innerhalb der Toleranz eines Stützpunktes oder den Rand einer anderen Geometrie fällt.
Dies betrifft folgende Geometrietypen: Punktgeometrie (nicht zusammenhängend),
Liniengeometrie (einfache oder nicht zusammenhängende Geometrie) und
Flächengeometrie (einfache oder nicht zusammenhängende Geometrie, Umringe und
Aussparungen).
12-16
Überprüfen und Berichtigen von Daten
Beispiele für Verbindungsbedingungen nach Objektklasse
Zwischen Linie und Linie
Überstehende Linien
(Nicht unterbrochene Schnittgeometrie - Nicht koinzidente Schnittgeometrie. Wenn diese
Optionen alle ausgewählt sind, hat Überstehende Linien Vorrang.)
Zu kurze Linien
Nicht übereinstimmende Knoten
Nicht übereinstimmende Knoten - Zu kurze Linien
(Wenn beide Optionen ausgewählt sind, hat Nicht übereinstimmende Knoten Vorrang.)
Fast koinzidente Schnittgeometrie
Fast koinzidente Schnittgeometrie
Nicht unterbrochene Schnittgeometrie
12
(Hat Vorrang vor Nicht koinzidente Schnittgeometrie.)
Nicht koinzidente Schnittgeometrie
12-17
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Zwischen Linie und Fläche
Überstehende Linien
Nicht übereinstimmende Knoten
Fast koinzidente Schnittgeometrie
Zu kurze Linien
Fast koinzidente Schnittgeometrie
Nicht unterbrochene Schnittgeometrie
Zwischen Linie und Punkt
Nicht übereinstimmende Knoten
Fast koinzidente Schnittgeometrie
Nicht unterbrochene Schnittgeometrie
(Die Linie muss am Punkt unterbrochen werden.)
Nicht koinzidente Schnittgeometrie
(Der Linie muss am Punkt ein Stützpunkt hinzugefügt werden.)
12-18
Überprüfen und Berichtigen von Daten
Zwischen Fläche und Fläche
Fast koinzidente Schnittgeometrie
Fast koinzidente Schnittgeometrie
Nicht koinzidente Schnittgeometrie
(Der Fläche müssen an den Schnittpunkten Stützpunkte hinzugefügt werden.)
Zwischen Fläche und Linie
Fast koinzidente Schnittgeometrie
Fast koinzidente Schnittgeometrie
Nicht koinzidente Schnittgeometrie
(Der Fläche muss am Schnittpunkt ein Stützpunkt hinzugefügt werden.)
Zwischen Fläche und Punkt
Flächenstützpunkt ist fast koinzident mit Punkt.
12
Nicht koinzidente Schnittgeometrie
(Der Fläche muss ein Stützpunkt hinzugefügt werden.)
Zwischen Punkt und Punkt
Nicht übereinstimmende Knoten zwischen zwei Punkten
12-19
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Zwischen Punkt und Fläche
Nicht übereinstimmende Knoten zwischen Punkt und Stützpunkt
Zu kurze Linie zwischen Punkt und Segment.
Zwischen Punkt und Linie
Nicht übereinstimmende Knoten
Nicht übereinstimmende Knoten
Zu kurze Linien
So überprüfen Sie die Verbindung
1. Öffnen Sie ein Warehouse mit Schreibzugriff.
2. Wählen Sie Extras > Verbindung überprüfen.
3. Wählen Sie aus den Pulldown-Listen Objekten in im Abschnitt Verbindung
überprüfen zwischen die Objektklassen oder Abfragen aus, deren Verbindung
überprüft werden soll.
12-20
Überprüfen und Berichtigen von Daten
4. Zum Überprüfen der Verbindung innerhalb einer einzelnen Objektklasse/Abfrage
geben Sie die gleiche Objektklasse oder Abfrage in die beiden Eingabefelder ein. (Zur
Überprüfung einer Verbindung innerhalb einer Objektklasse muss die gleiche
Objektklasse in beide Felder eingegeben werden.)
5. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen Suchen neben jeder Bedingung, nach der gesucht
werden soll.
6. Geben Sie im Feld Toleranz einen geeigneten Toleranzwert ein und wählen Sie eine
Maßeinheit aus.
7. Überprüfen und ändern Sie im Feld Abfragename gegebenenfalls den Standardnamen
der auszugebenden Abfrage.
8. Optional: Geben Sie in das Feld Beschreibung eine Beschreibung der Abfrage ein.
9. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Ergebnis im Kartenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Kartenfenstername das
vorgegebene Kartenfenster, in dem die Ergebnisse dargestellt werden sollen
ODER
Deaktivieren Sie die Option Ergebnis im Kartenfenster darstellen, wenn die
Ergebnisse nicht in einem Kartenfenster dargestellt werden sollen,
10. Klicken Sie auf Symbolik, und ändern Sie die Standardsymbolik über das Dialogfeld
Symbolik definieren.
11. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Ergebnis im Datenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Datenfenstername das
vorgegebene Datenfenster, in dem die Ergebnisse dargestellt werden sollen
ODER
Deaktivieren Sie die Option Ergebnis im Datenfenster darstellen, wenn die
Ergebnisse nicht in einem Datenfenster dargestellt werden sollen.
12
12-21
Arbeiten mit GeoMedia Professional
12. Klicken Sie auf OK, um die Verbindung zu überprüfen.
Die Überprüfung wird auf die ausgewählte Objektklasse und/oder Abfrage
angewendet, und es wird eine Abfrage mit dem im Dialogfeld angegebenen Namen
ausgegeben.
Bei Wahl des Kontrollkästchens Ergebnis im Kartenfenster darstellen wird das
Kartenfenster mit Anomalien angezeigt. Bei Wahl des Kontrollkästchens Ergebnis im
Datenfenster darstellen wird das Datenfenster mit Anomalien angezeigt.
13. Stellen Sie bei einem Kartenfenster dessen Eigenschaften so ein, dass die festgestellten
Fehler dargestellt werden. Zwei Fenster sind zur leichteren Handhabung nebeneinander
anzuordnen. Beheben Sie die festgestellten Fehler mit dem entsprechenden
Korrekturverfahren.
14. Optional: Ändern Sie die Abfrageparameter, um eine genauere Überprüfung zu
erzielen.
Wählen Sie hierzu Analyse > Abfragen, markieren Sie die Abfrage im Dialogfeld
Abfragen und klicken Sie auf die Schaltfläche Bearbeiten. Bearbeiten Sie die Abfrage
und führen Sie den Befehl Verbindung überprüfen erneut aus.
12-22
Überprüfen und Berichtigen von Daten
Korrigieren der Verbindung
Mit dem Befehl Verbindung korrigieren können Sie automatisch bei der Überprüfung
festgestellte Probleme bei der Verbindung von Polylinien-, Polygon- und Umringgeometrie
korrigieren. Hierbei sind folgende Optionen verfügbar:
•
Überstehende Linien trimmen Schnittgeometrie unterbrechen
•
Zu kurze Linien verlängern
Stützpunkt in Schnittgeometrie einfügen
Sie können diese Probleme feststellen, indem Sie zuvor den Befehl Verbindung
überprüfen ausführen, der die Anomalien als eine Abfrage ausgibt. Um den Befehl
Verbindung korrigieren ausführen zu können, muss mindestens eine solche Abfrage
vorhanden sein. Die mit dem Befehl Verbindung überprüfen erstellte Abfrage dient als
Eingabe für den Befehl Verbindung korrigieren, der wiederum alle unmittelbar lösbaren
Probleme behebt. Die verbleibenden Fehler müssen manuell korrigiert werden. Bei der
automatischen Korrektur werden ähnlich wie bei der manuellen Fehlerbehebung,
Änderungen an der ursprünglichen Geometrie vorgenommen, die Änderungen an die
Datenbank weitergeleitet, die bearbeitete Geometrie über Benachrichtigung neu
ausgewertet und, wenn sie korrigiert wurden, die Anomalien aus der Abfrage entfernt.
Dieser Befehl beachtet die Einstellungen für Unterbrechung auf der Registerkarte
Platzieren und Bearbeiten des Dialogfelds Optionen.
Beispiele für Verbindungsfehler, die automatisch korrigiert werden können
Überstehende Linien trimmen
12
Linie A wird bis zu Linie B getrimmt.
Zu kurze Linien verlängern
Linie A wird bis zur Linie B verlängert.
12-23
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Schnittgeometrie unterbrechen
Linie A wird am Schnittpunkt mit Linie B in zwei Segmente, A und C, aufgeteilt
Stützpunkt in Schnittgeometrie einfügen
In Linie A wird am Schnittpunkt mit Linie B ein Stützpunkt eingefügt.
Beispiele für Verbindungsfehler, die nicht automatisch korrigiert werden können
Zu kurze Linien verlängern
Die Verlängerung von Linie B liegt außerhalb des Toleranzbereichs.
Die Verlängerung von Linie B schneidet die Linie A nicht.
Reihenfolge der Verarbeitung
Die Reihenfolge, in der Sie Verbindungsfehler korrigieren, ist wichtig. Im Allgemeinen
sollten Sie zuerst überstehende Linien trimmen, anschließend zu kurze Linien verlängern
und zum Schluss Schnittgeometrie unterbrechen oder Stützpunkte in Schnittgeometrie
einfügen.
Im folgende Beispiel wurde Schnittgeometrie vor dem Trimmen überstehender Linien
unterbrochen:
12-24
Überprüfen und Berichtigen von Daten
Linie A wurde am Schnittpunkt mit Linie B in zwei Segmente, A und C, aufgeteilt. Da
Linie C jetzt ein eigenes Objekt darstellt, wird sie nicht mehr als überstehende Linie
festgestellt.
Unendliche Schleifen
In einigen Situationen kann es vorkommen, dass der Befehl Verbindung korrigieren sich
in einer unendlichen Schleife aufhängt. Ist dies der Fall, können Sie den Befehl einfach
durch Drücken der ESC-Taste abbrechen. Sie können den Befehl dann mit anderen
Optionen erneut ausführen. Sie können außerdem die Suchoptionen der Abfrage mit dem
Befehl Abfrage bearbeiten ändern.
Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel einer unendlichen Schleife:
Linie A ragt über Linie B hinaus. Linie A wird bis auf Linie B getrimmt. Linie A reicht
nicht bis zur Linie C. Linie A wird bis zu Linie C verlängert. Linie A ragt über Linie B
hinaus usw. usw. in einer unendlichen Schleife.
So korrigieren Sie die Verbindung
1. Wählen Sie Extras > Verbindung überprüfen, um die Probleme festzustellen, die mit
Ihren Daten zusammenhängen.
2. Verwenden Sie den Befehl Abfrage bearbeiten, um Parameter und/oder Toleranzen
für die vom Befehl Verbindung überprüfen ausgegebene Abfrage zu ändern.
3. Wählen Sie Extras > Verbindung korrigieren.
12
4. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Verbindungsfehler korrigieren in eine mit dem
Befehl Verbindung überprüfen erstellte Anomalie-Abfrage aus.
12-25
Arbeiten mit GeoMedia Professional
5. Aktivieren Sie beliebige oder alle Kontrollkästchen unter der Option Zu behebende
Verbindungsfehler.
Hinweis: Sie können mögliche Fehlerquellen reduzieren, indem Sie jede Art von
Verbindungsfehlern einzeln korrigieren.
6. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Die Meldung <Abfragename> wird korrigiert und eine Statusleiste werden
eingeblendet, während die Verbindungsprobleme automatisch korrigiert werden.
Anschließend wird eine Meldung eingeblendet, die die Anzahl der Fehler anzeigt, die
für jede ausgewählte Option korrigiert wurden.
Hinweis: Sie können den Vorgang jederzeit mit der ESC-Taste abbrechen. Hierbei
werden bereits vorgenommene Korrekturen allerdings nicht rückgängig gemacht.
7. Optional: Beheben Sie die Fehler, die nicht automatisch korrigiert werden konnten,
manuell.
Verlängern von Geometrie
Mit dem Befehl Verlängern können Sie Linienobjekte um die genau erforderliche Distanz
verlängern. Sie können diese Länge dynamisch durch Verschieben des Mauszeigers im
Kartenfenster, oder durch Eingabe der Distanz in der Formatierungsleiste Trimmen
festlegen. Der Befehl Verlängern ist in seiner Funktion dem Befehl Bis Schnittpunkt
verlängern ähnlich, ohne das hierbei die Verlängerung bis zu einem Schnittpunkt mit
einem anderen Objekt im Kartenfenster durchgeführt werden muss.
Sie können in jedes geöffnete Kartenfenster klicken, um eine Verlängerung vorzunehmen.
Durch Klicken wird das Objekt und die Geometrie des zu verlängernden Objekts
ausgewählt, sowie das zu verlängernde Ende der Geometrie. Das bearbeitete Objekt wird
dynamisch verlängert, wenn Sie den Mauszeiger im Kartenfenster verschieben. Die Länge
der Verlängerung wird ermittelt, indem die aktuelle Position des Mauszeigers senkrecht
auf die gedachte Verlängerung des Liniensegments projiziert wird.
Die auf die Mauszeigerposition basierende Distanz wird auf der Formatierungsleiste
Verlängern dynamisch angezeigt. Sie können hier auch die Länge der Verlängerung
eintippen. Die verfügbaren Längeneinheiten entsprechen denen, die Sie auf der
Registerkarte Einheiten und Formate im Dialogfeld GeoWorkspaceKoordinatensystem festgelegt haben.
Dieser Befehl unterstützt die Verlängerung von Linien (werden in Polylinien
umgewandelt), Polylinien, zusammengesetzten Polylinien und Bogen. Bei der
Verlängerung von Bogen wird der Bogenwinkel beim Verschieben des Mauszeigers bis
zum maximalen Bogenwinkel erhöht. Geometriekollektionen werden auch unterstützt.
12-26
Überprüfen und Berichtigen von Daten
Der Befehl Verlängern beachtet die Einstellungen für die Koinzidenz, Eigenschaften und
Unterbrechung auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten im Dialogfeld Optionen.
Außerdem wird die automatische Verschiebung sowie das Snappen auf Elemente beim
Verlängerungsvorgang beachtet und mit den Befehlen Rückgängig machen und
Wiederherstellen können Vorgänge rückgängig gemacht bzw. wieder hergestellt werden.
So verlängern Sie Geometrie
1. Stellen Sie eine Verbindung zu einem Warehouse mit Schreibzugriff her.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Verlängern.
3. Stellen Sie den Mauszeiger über das Linienobjekt, das Sie verlängern wollen.
4. Falls sich nur ein Objekt im Lokalisierbereich befindet, klicken Sie auf das zu
verlängernde Ende des markierten Objekts.
Falls sich mehrere Objekte innerhalb des Lokalisierbereichs befinden, klicken Sie, um
das Dialogfeld PickQuick anzuzeigen. Wählen Sie dann das Ende des Objekts, das Sie
verlängern wollen.
Fahren Sie mit Schritt 5 fort.
ODER
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Fixieren auf der Formatierungsleiste Trimmen.
Das Feld Distanz wird aktiviert und auf die aktuelle Länge fixiert.
Gehen Sie zu Schritt 7.
5. Verschieben Sie den Mauszeiger auf dem Bildschirm.
Das ausgewählte Objekt wird entsprechend der Mauszeigerbewegungen dynamisch
verlängert und das Feld Distanz in der Formatierungsleiste wird dynamisch
aktualisiert.
6. Klicken Sie, um das Objekt zu verlängern.
Das Objekt wird verlängert. Außerdem wird am Ende der Verlängerung ein Stützpunkt
platziert. Wenn der neue Stützpunkt an ein vorhandenes Objekt gesnappt wird (nur
durch die Element-Fangfunktion), werden Koinzidenz und/oder Unterbrechungen
durchgeführt, falls diese Optionen festgelegt wurden.
Gehen Sie zu Schritt 9.
7. Geben Sie eine entsprechende Distanz ein.
Das ausgewählte Objekt wird dynamisch um die in der Formatierungsleiste definierte
Distanz verlängert.
12-27
12
Arbeiten mit GeoMedia Professional
8. Klicken Sie, um das Objekt zu verlängern.
Das Objekt wird um die definierte Distanz verlängert. Außerdem wird am Ende der
Verlängerung ein Stützpunkt platziert. Wenn der neue Stützpunkt an ein vorhandenes
Objekt gesnappt wird (nur durch die Element-Fangfunktion), werden Koinzidenz
und/oder Unterbrechungen durchgeführt, falls diese Optionen festgelegt wurden.
9. Klicken Sie auf ein weiteres Objekt oder drücken Sie die ESC-Taste, um den Befehl zu
beenden.
Verlängern von Geometrie bis zum Schnittpunkt
Mit dem Befehl Geometrie > Bis Schnittpunkt verlängern kann jeweils ein Linienobjekt
bis zum nächstliegenden Schnittpunkt mit einem Objekt in einer Ansicht verlängert
werden. Die Nähe des Mauszeigers zu den Endpunkten bestimmt die Richtung, in die ein
Objekt verlängert wird, das heißt, dass das am nächsten liegende Ende verlängert wird.
Durch die Wahl dieses Befehls werden alle Auswahlsätze geleert. Wenn Sie den
Mauszeiger über das Endsegment eines Linienobjekts bewegen, erscheint dieses
dynamisch. Dies ist nicht der Fall, wenn der Mauszeiger über innere Segmente gezogen
wird. Kann das Objekt bearbeitet werden, markiert und berechnet der Befehl Bis
Schnittpunkt verlängern ein Liniensegment, das in der aktuellen Kartenansicht bis zum
ersten schneidenden Objekt reicht. Sie können nun die Verlängerung mit einem
Datenpunkt akzeptieren oder zu einem anderen Objekt übergehen, ohne sie zu akzeptieren.
Wenn mehrere Objekte vorhanden sind, kann mithilfe von PickQuick das zu verlängernde
Objekt bestimmt werden.
Dieser Befehl beachtet die Einstellungen für die Koinzidenz, Verzögerung und
Unterbrechung im Dialogfeld Optionen (Extras > Optionen). Bei aktivierter
Koinzidenzeinstellung werden allen Objekten, auf die der neue Endpunkt der Verlängerung
fällt, Stützpunkte hinzugefügt. Bei diesem Befehl wird bestehende Geometrie geändert und
daher die z-Werte der bestehenden Geometrie verwendet. Der z-Wert des
Verlängerungspunktes ist kein aus der verlängerten, sondern ein aus der ursprünglichen
Geometrie extrapolierter Punkt.
12-28
Überprüfen und Berichtigen von Daten
Beispiele für den Befehl Bis Schnittpunkt verlängern
Der Befehl Bis Schnittpunkt verlängern kann in folgenden Fällen angewendet werden.
Das zu verlängernde Objekt ist gekennzeichnet durch:
Beispiel 1. Schnittpunkt: Kein naheliegendes Objekt gefunden
Wenn Sie den Mauszeiger auf einem Linienobjekt platzieren, das in keiner Richtung durch
ein naheliegendes Objekt begrenzt ist, wird es nicht markiert.
Beispiel 2. Polylinienobjekt bis zu einem Linienobjekt verlängern
Diese Abbildungen zeigen die beiden möglichen Verlängerungsbeispiele.
So verlängern Sie Geometrie bis zum nächsten Schnittpunkt
1. Stellen Sie eine Verbindung zu einem Warehouse mit Schreibzugriff her.
2. Stellen Sie die Linienobjekte in einem Kartenfenster dar.
3. Optional: Wählen Sie Extras > Optionen und stellen Sie die entsprechenden Optionen
auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten ein.
4. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Bis Schnittpunkt verlängern.
5. Bewegen Sie den Mauszeiger über den Teil eines Objekts, den Sie verlängern wollen.
Das Objekt wird mit dem verlängerten Liniensegment markiert.
6. Klicken Sie auf das markierte Objekt, um es bis zum nächsten schneidenden Objekt zu
verlängern.
Bei aktivierter Koinzidenzeinstellung werden allen Objekten, auf die der neue
Endpunkt der Verlängerung fällt, Stützpunkte hinzugefügt.
Wenn die Option Nur gleiche Objektklasse unterbrechen aktiviert ist, und das
Objekt, bis zu dem die Verlängerung erfolgt, derselben Objektklasse angehört wie das
verlängerte Objekt, wird das Objekt in zwei Objekte geteilt. Das erste Objekt wird
vollständig verworfen, und Sie werden aufgefordert, die Attribute für die beiden
"neuen" Objekte einzutragen (zuerst das linke, anschließend das rechte Objekt).
12-29
12
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Wenn die Option Alle Objektklassen unterbrechen aktiviert ist, werden alle Objekte,
auf die der neue verlängerte Endpunkt fällt, in zwei Objekte unterteilt.
Das Dialogfeld der Option Eigenschaften für neue Objekte anzeigen wird geöffnet,
wenn diese aktiviert oder die Eingabe von Attributen für neue Objekt erforderlich ist.
Das entsprechende Kartenfenster, Datenfenster und relevante Abfragen werden
aktualisiert und der Mauszeiger wartet auf weitere Eingaben zum Verlängern anderer
Objekte.
7. Doppelklicken Sie, um den Befehl zu beenden.
Verlängern von zwei Linien bis zu deren
Schnittpunkt
Mit dem Befehl Zwei Linien bis Schnittpunkt verlängern können Sie zwei Linien bis zu
deren projiziertem Schnittpunkt verlängern. Wenn der Schnittpunkt auf das Endsegment
eines der beiden Linienobjekte fällt, wird nur ein Linienobjekt verlängert und das den
Schnittpunkt enthaltende Objekt wird getrimmt. Sie können diesen Befehl nicht
verwenden, um zwei sich schneidende Linien auf deren Schnittpunkt zu trimmen.
Die Abbildung links zeigt ein Beispiel bei dem der Schnittpunkt auf das Endsegment eines
der beiden Linienobjekte fällt. In diesem Fall wird nur ein Linienobjekt verlängert und das
den Schnittpunkt enthaltende Objekt wird getrimmt, wie dynamisch angezeigt. Die
Abbildung rechts zeigt die Verlängerungslinien, wenn beide linearen Objekte bis zum
Schnittpunkt verlängert werden.
Dieser Befehl unterstützt die Verlängerung von Linien (werden in Polylinien
umgewandelt), Polylinien, zusammengesetzten Polylinien, Bogen und
Geometriekollektionen. Bei einem Bogen wird die Tangente des Endpunktes vom
Endpunkt bis zum Schnittpunkt verlängert und die Bogengeometrie wird in eine
zusammengesetzte Polylinie umgewandelt. Beim Trimmen von Bogen wird der
Bogenwinkel beim Verschieben des Mauszeigers verringert.
Wenn Sie bei aktivem Befehl den Mauszeiger verschieben und sich nur ein Objekt im
Lokalisierbereich des Mauszeigers befindet, wird dieses Objekt hervorgehoben. Befinden
sich mehrere Objekte im Lokalisierbereich des Mauszeigers, wird kein Objekt
hervorgehoben. Stattdessen wird ein Auslassungszeichen (...) eingeblendet, mit dessen
Hilfe Sie das Dialogfeld PickQuick zur Auswahl des gewünschten Objekts aufrufen
können.
12-30
Überprüfen und Berichtigen von Daten
Das zu verlängernde Objekt, die zu verlängernde Geometriekomponente (bei
Geometriekollektionen) und das zu verlängernde Ende der Geometrie wird durch die
Position des Mauszeigers beim Klicken bestimmt. Bei Auswahl von zwei gültigen
Linienobjekten, werden die Verlängerungslinien bzw. die Linientrimmung im
Kartenfenster angezeigt und Sie werden aufgefordert, den Vorgang mit einem Klick zu
akzeptieren.
Dieser Befehl beachtet die Einstellungen für automatische Verschiebung, Koinzidenz und
Unterbrechung. Um Ihnen die Auswahl in Bereichen mit vielen Kartenobjekten zu
erleichtern, unterstützt dieser Befehl außerdem die Funktion PickQuick. Sie können
außerdem auf die Ansichtsbefehle zugreifen, während dieser Befehl aktiv ist und mit den
Befehlen Rückgängig machen und Wiederherstellen Vorgänge rückgängig machen bzw.
wiederherstellen. Sie können ein Objekt abwählen, indem Sie die ESC-Taste drücken.
So verlängern Sie zwei Linien bis zu deren Schnittpunkt
1. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Zwei Linien bis Schnittpunkt verlängern.
2. Verschieben Sie den Mauszeiger über die zwei Linienobjekte.
3. Falls sich nur ein Objekt im Lokalisierbereich befindet, klicken Sie auf das
hervorgehobene Objekt.
Das Ende des ausgewählten Linienobjekts, das der Mauszeigerposition zum Zeitpunkt
des Klickens am nächsten ist, wird bis zum Schnittpunkt mit einem anderen
Linienobjekt verlängert bzw. getrimmt.
ODER
Falls sich mehrere Objekte innerhalb des Lokalisierbereichs befinden, klicken Sie, um
das Dialogfeld PickQuick anzuzeigen; wählen Sie daraufhin das zu betreffende
Objekt.
Das Ende des ausgewählten Linienobjekts, das der Mauszeigerposition zum Zeitpunkt
der Aktivierung des Dialogfelds PickQuick am nächsten ist, wird verlängert bzw.
getrimmt.
4. Wiederholen Sie die Schritte 2 und 3, um ein anderes Linienobjekt auszuwählen. Sie
brauchen jedoch nicht auf das hervorgehobene Objekt zu klicken. Schieben Sie einfach
den Mauszeiger über das andere zu verlängernde Objekt.
Wenn ein projizierter Schnittpunkt für die beiden ausgewählten Objekte berechnet
werden kann, werden die hierzu erforderlichen Verlängerungslinien angezeigt.
Kann jedoch kein Schnittpunkt berechnet werden, erhalten Sie die Aufforderung ein
anderes Objekt auszuwählen. (Ist dies der Fall, wiederholen Sie Schritt 2 und 3.)
5. Klicken Sie, um die Verlängerung der ausgewählten Objekte bis zum projizierten
Schnittpunkt zu akzeptieren.
12-31
12
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Trimmen von Geometrie
Mit dem Befehl Trimmen können Sie Linienobjekte auf die genaue gewünschte Länge
trimmen. Sie können diese Länge dynamisch durch Verschieben des Mauszeigers im
Kartenfenster, oder durch Eingabe der Distanz in der Formatierungsleiste Trimmen
festlegen. Der Befehl Trimmen ist in seiner Funktionsweise dem Befehl Auf
Schnittpunkt trimmen sehr ähnlich, ohne das hierbei das Trimmen auf den Schnittpunkt
mit einem anderen Objekt im Kartenfenster durchgeführt werden muss.
Sie können in jedes geöffnete Kartenfenster klicken, um eine Trimmung vorzunehmen.
Durch Klicken wird das Objekt und die Geometrie des zu trimmenden Objekts ausgewählt,
sowie das zu trimmende Ende der Geometrie. Das bearbeitete Objekt wird dynamisch
getrimmt, wenn Sie den Mauszeiger im Kartenfenster verschieben. Das Trimmen ist nicht
auf das gewählte Endsegment des Linienobjekts beschränkt.
Die auf die Mauszeigerposition basierende Distanz wird auf der Formatierungsleiste
Trimmen dynamisch angezeigt. Sie können hier auch die Länge der Trimmung eintippen.
Es handelt sich hierbei um einen negativen Wert, da das Objekt gekürzt wird. Wenn Sie
einen negativen Wert eingeben, der die Länge des Objekts überschreitet, wird eine
Meldung eingeblendet, und der Trimmvorgang findet nicht statt. Die verfügbaren
Längeneinheiten entsprechen denen, die Sie auf der Registerkarte Einheiten und Formate
im Dialogfeld GeoWorkspace-Koordinatensystem festgelegt haben.
Dieser Befehl unterstützt das Trimmen von Linien, Polylinien, zusammengesetzten
Polylinien und Bogen. Beim Trimmen von Bogen wird der Bogenwinkel beim
Verschieben des Mauszeigers verringert. Geometriekollektionen werden auch unterstützt.
Der Befehl Trimmen beachtet die Einstellungen für die Koinzidenz, Eigenschaften und
Unterbrechung auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten im Dialogfeld Optionen.
Außerdem beachtet er automatische Verschiebung, Vektorfangfunktion mit angezeigten
Fangfunktionssymbolen und Snappen auf Elemente beim Verlängerungsvorgang.
So trimmen Sie Geometrie
1. Stellen Sie eine Verbindung zu einem Warehouse mit Schreibzugriff her.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Trimmen.
3. Verschieben Sie den Mauszeiger über das Linienobjekt, das Sie trimmen wollen.
12-32
Überprüfen und Berichtigen von Daten
4. Falls sich nur ein Objekt im Lokalisierbereich befindet, klicken Sie auf das zu
trimmende Ende des markierten Objekts.
Falls sich mehrere Objekte innerhalb des Lokalisierbereichs befinden, klicken Sie, um
das Dialogfeld PickQuick anzuzeigen. Wählen Sie dann das zu trimmende Ende des
Objekts, das Sie trimmen wollen.
Fahren Sie mit Schritt 5 fort.
ODER
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Fixieren auf der Formatierungsleiste Trimmen.
Das Feld Distanz wird aktiviert und auf die aktuelle Länge fixiert.
Gehen Sie zu Schritt 7.
5. Verschieben Sie den Mauszeiger entlang des Objekts.
Das ausgewählte Objekt wird entsprechend den Mauszeigerbewegungen dynamisch
getrimmt, das Feld Länge in der Formatierungsleiste wird dynamisch aktualisiert, die
Vektorfangfunktion wird beachtet und die Fangfunktionssymbole werden angezeigt.
6. Klicken Sie zum Trimmen.
Das Objekt wird getrimmt. Außerdem wird am Trimmpunkt ein Stützpunkt platziert.
Wenn der neue Stützpunkt an ein vorhandenes Objekt gesnappt wird (nur durch die
Element-Fangfunktion), werden Koinzidenz und/oder Unterbrechungen durchgeführt,
falls diese Optionen festgelegt wurden.
Gehen Sie zu Schritt 9.
7. Geben Sie eine entsprechende Distanz ein.
Das ausgewählte Objekt wird dynamisch um die in der Formatierungsleiste definierte
Länge getrimmt.
8. Klicken Sie zum Trimmen.
Das Objekt wird auf die angegebene Länge getrimmt. Außerdem wird am Trimmpunkt
ein Stützpunkt platziert. Wenn der neue Stützpunkt an ein vorhandenes Objekt gesnappt
wird (nur durch die Element-Fangfunktion), werden Koinzidenz und/oder
Unterbrechungen durchgeführt, falls diese Optionen festgelegt wurden.
9. Klicken Sie auf ein weiteres Objekt oder drücken Sie die ESC-Taste, um den Befehl zu
beenden.
12-33
12
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Trimmen von Geometrie auf Schnittpunkt
Mit dem Befehl Auf Schnittpunkt trimmen können Sie überlappende Linienobjekte
trimmen. Bei diesem Verfahren markiert der Befehl den Teil des Objekts, der gekürzt
werden soll. Das gewählte Objekt wird bis zu der Schnittstelle getrimmt, die die kürzeste
Distanz zu dem Endpunkt aufweist, der sich am nächsten zum Mauszeiger befindet. Das
geänderte Objekt wird im Warehouse aktualisiert. Das den Schnittpunkt bildende Objekt
kann ein anderes Linienobjekt oder ein Flächenumring sein. Bei diesem Befehl wird
bestehende Geometrie geändert und daher die z-Werte der bestehenden Geometrie
verwendet. Der z-Wert des Punktes, bis zu dem getrimmt wird, ist ein Punkt der
ursprünglichen und nicht der gekürzten Geometrie. Sie greifen auf den Befehl Auf
Schnittpunkt trimmen über das Menü Bearbeiten zu.
Durch die Wahl dieses Befehls wird der Auswahlsatz geleert. Als nächstes bewegen Sie
den Mauszeiger über ein Linienobjekt. Kann das Objekt bearbeitet werden, markiert der
Befehl Auf Schnittpunkt trimmen den Abschnitt des Objekts, der getrimmt werden soll,
wobei dieser Abschnitt von dem Endpunkt, der sich am nächsten zum Mauszeiger befindet,
zum ersten gültigen schneidenden Objekt berechnet wird. Wenn sich mehrere Objekte
innerhalb des Lokalisierbereichs des Mauszeigers befinden, kann mithilfe von PickQuick
das zu trimmende Objekt gewählt werden. Wenn innerhalb des Suchbereichs, der auf den
Ansichtbereich auf dem Bildschirm begrenzt ist, kein Schnittpunkt gefunden wird, kann
der Befehl Auf Schnittpunkt trimmen das gewählte Objekt nicht verarbeiten. Dies trifft
nicht auf schreibgeschützte Objekte oder Objekte mit deaktivierter Lokalisierbarkeit zu.
Beispiele für den Befehl Auf Schnittpunkt trimmen
Der Befehl Auf Schnittpunkt trimmen kann in folgenden Fällen angewendet werden.
Das den Schnittpunkt bildende Objekt durch einen Kreis (
Das zu trimmende Objekt ist durch einen Pfeil (
) gekennzeichnet.
) gekennzeichnet.
Beispiel 1. Schnittpunkt: Nicht gefunden
Wenn Sie den Mauszeiger auf einem Linienobjekt platzieren, das in keiner Richtung
Schnittpunkte aufweist, bleibt das Objekt unmarkiert und wird nicht getrimmt.
Beispiel 2. Schnittpunkt: Ein Linienobjekt schneidet eine anderes Linienobjekt
12-34
Überprüfen und Berichtigen von Daten
(Die Unterbrechungsoption ist deaktiviert)
(Die Unterbrechungsoption ist aktiviert)
Wenn die Unterbrechungsoption aktiviert ist, muss das schneidende Objekt am
Schnittpunkt in zwei Linienobjekte geteilt werden. Diesen beiden getrennten Objekten
werden entweder von der Software automatisch Attribute zugeordnet, oder Sie selbst geben
die Attribute ein.
Beispiel 3. Schnittpunkt: Ein Linienobjekt schneidet einen Flächenumring
Segment, das getrimmt werden soll, wenn es einen Flächenumring schneidet.
So trimmen Sie Geometrie auf einen Schnittpunkt
1. Stellen Sie eine Verbindung zu einem Warehouse mit Schreibzugriff her.
2. Stellen Sie die Linienobjekte in einem Kartenfenster dar.
3. Optional: Wählen Sie Extras > Optionen und stellen Sie die entsprechenden Optionen
auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten ein.
4. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Auf Schnittpunkt trimmen.
5. Bewegen Sie den Mauszeiger über den Abschnitt eines Objekts, den Sie trimmen
wollen.
6. Klicken Sie auf den markierten Abschnitt des Objekts, um das Trimmen zu bestätigen.
Bei aktivierter Koinzidenzeinstellung werden allen Objekten, auf die der neue
Endpunkt des gekürzten Objekts fällt, Stützpunkte hinzugefügt.
Wenn die Option Nur gleiche Objektklasse unterbrechen aktiviert ist, und das
Objekt, welches das zu trimmende Objekt schneidet, zur gleichen Objektklasse gehört,
wird es in zwei Objekte geteilt. Wenn die Option Alle Objektklassen unterbrechen
aktiviert ist, werden alle Objekte, auf die der neue Endpunkt des getrimmten Objekts
fällt, in zwei Objekte geteilt.
Das Dialogfeld Eigenschaften wird geöffnet, wenn die Option Eigenschaften für
neue Objekte anzeigen aktiviert oder die Eingabe von Attributen für neue Objekt
erforderlich ist.
Das entsprechende Kartenfenster, Datenfenster und relevante Abfragen werden
aktualisiert, und der Mauszeiger wartet auf weitere Eingaben zum Trimmen anderer
Objekte.
12-35
12
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Einfügen von Schnittpunkten
Mit dem Befehl Schnittpunkt einfügen wird ein Stützpunkt am Schnittpunkt von zwei
oder mehreren Geometrien eingefügt. Die Schnittgeometrien können dabei aus Linienoder Punktobjekten sowie aus einem Flächenumring stammen. Es handelt sich um einen
nicht-modalen Befehl, so dass Sie viele Einfügungen verarbeiten können, ohne den Befehl
neu starten zu müssen. Der Befehl Schnittpunkt einfügen wird über das Menü
Bearbeiten aufgerufen.
Durch die Wahl dieses Befehls wird der Auswahlsatz geleert. Als Nächstes bewegen Sie
den Mauszeiger über ein Objekt, und zwar in dem Bereich, in dem der Schnittpunkt mit
einem anderen Objekt liegt. Wenn die Objektklassen bearbeitet werden können, markiert
der Befehl den nächstgelegenen Schnittpunkt und berechnet ihn. Die Suche nach einem
Schnittpunkt wird an der Grenze der aktiven Kartenansicht beendet. Wenn kein
Schnittpunkt vorhanden ist, wird nichts markiert. Sie bestätigen den Schnittpunkt mit
einem Datenpunkt.
Sind ein oder mehrere schneidende Objekte schreibgeschützt, wird der Schnittpunkt durch
den Befehl in alle Objekte mit Schreibzugriff eingefügt, wobei die schreibgeschützten
Objekte ignoriert werden. Bei diesem Befehl wird bestehende Geometrie geändert und
daher die z-Werte der bestehenden Geometrie verwendet. Der z-Wert des eingefügten
Punktes ist ein Punkt der ursprünglichen Geometrie.
Der Befehl Schnittpunkt einfügen beachtet bis auf die Koinzidenz alle Einstellungen auf
der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten. Bei deaktivierter Koinzidenzeinstellung
wird dennoch an der Schnittstelle ein Stützpunkt platziert. Der Befehl Schnittpunkt
einfügen überschreibt die Koinzidenzeinstellung, da sie zum Einfügen von Stützpunkten
dient.
Dieser Befehl beachtet die Option Linienobjekte unterbrechen wie folgt:
12-36
Alle
Objektklassen
unterbrechen
Nur gleiche
Objektklasse
unterbrechen
Vorgang
Ja
Ja
Der Stützpunkt wird bei allen Objekten am
Schnittpunkt platziert.
Nein
Ja
Alle Objekte werden am Schnittpunkt
unterbrochen.
Ja
Nein
Alle Objekte, die derselben Objektklasse
angehören wie die markierte Objekttoleranz des
Schnittpunktes, werden unterbrochen. Ein
Stützpunkt wird bei allen Objekten
unterschiedlicher Objektklassen am Schnittpunkt
platziert.
Überprüfen und Berichtigen von Daten
Sie können die Eingabe der Attribute der unterbrochenen Objekte im Dialogfeld
Eigenschaften selbst vornehmen oder von der Software automatisch ausführen lassen.
Dies kann auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten im Dialogfeld Optionen
festgelegt werden. Dieser Befehl beachtet nicht die Einstellung für Koinzidenz auf der
Registerkarte. Ein Stützpunkt wird immer in alle Objekte am lokalisierten Schnittpunkt
eingefügt, unabhängig von der Koinzidenzeinstellung.
Beispiele für den Befehl Schnittpunkt einfügen
Der Befehl Schnittpunkt einfügen kann in folgenden Fällen angewendet werden.
(Die Punkte kennzeichnen die Schnittpunkte. Die grauen Linien stellen das lokalisierte
Objekt dar.)
Ergebnisse
In den folgenden Beispielen gilt F1 als lokalisiertes Objekt.
Beispiel 1: Gleiche Objektklasse (Linie).
Nur gleiche Objektklasse unterbrechen: F1 und F2 werden am Schnittpunkt unterbrochen.
Alle Objektklassen unterbrechen: F1 und F2 werden am Schnittpunkt unterbrochen.
Ohne Unterbrechung: Ein Stützpunkt wird am Schnittpunkt von F1 und F2 eingefügt.
Beispiel 2: Unterschiedliche Objektklassen (Linie)
Nur gleiche Objektklasse unterbrechen: F1 wird am Schnittpunkt unterbrochen, F2 wird
nicht unterbrochen, es wird jedoch am Schnittpunkt ein Stützpunkt eingefügt.
Alle Objektklassen unterbrechen: F1 und F2 werden am Schnittpunkt unterbrochen.
Ohne Unterbrechung: Ein Stützpunkt wird am Schnittpunkt von F1 und F2 eingefügt.
12-37
12
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Beispiel 3: Linien- und Flächenobjekte.
Nur gleiche Objektklasse unterbrechen: Weder F1 noch F2 werden unterbrochen, doch in
beide Objekte wird am Schnittpunkt ein Stützpunkt eingefügt.
Alle Objektklassen unterbrechen: F2 wird am Schnittpunkt unterbrochen, F1 wird nicht
unterbrochen, es wird jedoch am Schnittpunkt ein Stützpunkt eingefügt.
Ohne Unterbrechung: Ein Stützpunkt wird am Schnittpunkt von F1 und F2 eingefügt.
Beispiel 4: Zwei Flächenobjekte
Nur gleiche Objektklasse unterbrechen: Weder F1 noch F2 werden unterbrochen, doch in
beide Objekte wird am Schnittpunkt ein Stützpunkt eingefügt.
Alle Objektklassen unterbrechen: Weder F1 noch F2 werden unterbrochen, doch in beide
Objekte wird am Schnittpunkt ein Stützpunkt eingefügt.
Ohne Unterbrechung: Ein Stützpunkt wird am Schnittpunkt von F1 und F2 eingefügt.
So fügen Sie Schnittpunkte ein
1. Stellen Sie eine Verbindung zu einem Warehouse mit Schreibzugriff her.
2. Stellen Sie die Linienobjekte in einem Kartenfenster dar.
3. Optional: Wählen Sie Extras > Optionen und stellen Sie die entsprechenden Optionen
auf der Registerkarte Platzieren und Bearbeiten ein.
4. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Schnittpunkt einfügen.
5. Bewegen Sie den Mauszeiger über das Objekt, das sich neben der Schnittgeometrie
befindet.
Ein Punkt wird dynamisch am nächstgelegenen Schnittpunkt markiert.
6. Klicken Sie auf das markierte Objekt, um den Schnittpunkt einzufügen.
Am Schnittpunkt werden in alle Objekte Stützpunkte eingefügt, wobei die
Koinzidenzeinstellung keine Rolle spielt.
Wenn die Option Nur gleiche Objektklasse unterbrechen aktiviert ist und die
schneidenden Objekte derselben Objektklasse angehören, werden sie in zwei Objekte
unterteilt. Wenn die Option Alle Objektklassen unterbrechen aktiviert ist, werden
alle sich schneidenden Objekte am Schnittpunkt in zwei Objekte unterteilt.
12-38
Überprüfen und Berichtigen von Daten
Wenn die Option Eigenschaften für neue Objekte anzeigen aktiviert ist, wird für
jedes neue, durch eine Unterbrechung erstellte Objekt das Dialogfeld Eigenschaften
geöffnet und das neue Objekt wird im Kartenfenster markiert. Das Dialogfeld wird bei
jeder Einstellung aufgerufen, wenn für die neuen Objekte Werte erforderlich sind, die
nicht automatisch erstellt werden können.
Das entsprechende Karten- bzw. Datenfenster sowie relevante Abfragen werden
aktualisiert. Der Mauszeiger wartet auf weitere Eingaben zum Erstellen von
Schnittpunkten.
7. Beenden Sie den Befehl, indem Sie doppelklicken.
Kreisförmige Ausrundung erstellen
Mit dem Befehl Kreisförmige Ausrundung erstellen können Sie zwischen zwei nicht
parallelen Liniensegmenten eine kreisförmige Ausrundung (Bogen) erstellen. Es kann sich
bei den Segmenten um das gleiche oder verschiedene Objektinstanzen derselben
Objektklasse und auch um verschiedene Objektklassen handeln.
Sie können außerdem die über die Ausrundung herausragenden Enden der beiden
Liniensegmente trimmen.
Wenn Sie diesen Befehl aufrufen, wird die entsprechende Formatierungsleiste
eingeblendet. Die Formatierungsleiste enthält eine Pulldown-Liste mit den zur Auswahl
verfügbaren Linienobjekten. Hier befindet sich außerdem das Feld Radius und das
Kontrollkästchen Fixieren. Bei ausgeschalteter Option Fixieren ist das Feld Radius
deaktiviert und wird automatisch mit dem Radius der dynamisch erstellten Ausrundung
anhand der Mauszeigerposition aktualisiert. Wenn Sie das Kontrollkästchen Fixieren
aktivieren, wird der Radius der erstellten Ausrundung auf den im Feld Radius
eingegebenen Wert fixiert, und ändert sich beim Verschieben des Mauszeigers nicht. Sie
können außerdem mithilfe des Kontrollkästchens Überschuss trimmen festlegen, ob die
über die Ausrundung herausragenden Enden der zwei Liniensegmente getrimmt werden
sollen.
12-39
12
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Hinweis: Der erstellt Bogen kann einer neuen Objektklasse angehören oder der
Objektklasse des bearbeiteten Objekts. Dies wird mit dem Kontrollkästchen Überschuss
trimmen gesteuert.
Der Befehl Kreisförmige Ausrundung erstellen unterstützt die Erstellung einer
Ausrundung zwischen zwei Liniensegmenten von Linien, Polylinien, Polygonen,
zusammengesetzten Polygonen und Geometriekollektionen. Wenn Sie sich bei Polygonen
oder zusammengesetzten Polygonen zum Trimmen des Überschusses entscheiden, und die
zum Erstellen der Ausrundung ausgewählten Liniensegmente nicht im Zusammenhang des
Polygons oder zusammengesetzten Polygons getrimmt werden können (z.B. bei
Liniensegmenten aus verschiedenen Polygonen), wird die Ausrundung als eigenständiges
Objekt eingefügt, ohne die ursprünglichen Objekte zu trimmen.
Die zwei ausgewählten Liniensegmente können sich auf dem gleichen Objektvorkommen
befinden. In diesem Fall wird beim Trimmen des Überschusses die erstellte Ausrundung
mit den getrimmten Segmenten im gleichen Objektvorkommen zusammengefügt, ohne ein
neues Objektvorkommen zu erstellen. Wenn Sie den Überschuss jedoch nicht trimmen,
wird für die erstellte Ausrundung ein neues eigenständiges Objektvorkommen eingefügt.
Sie können die Objektklasse für das neue Segment auswählen.
Dieser Befehl unterstützt außerdem die folgenden Funktionen:
12-40
•
PickQuick, zum Erleichtern der Auswahl in Bereichen mit vielen Kartenobjekten
•
Einstellungen für Koinzidenz und Unterbrechung beim Trimmen des Überschusses
•
Zugriff auf die Ansichtsbefehle
•
Einstellungen für Eigenschaften
•
Automatisches Verschieben
•
Befehle Rückgängig machen/Wiederherstellen
•
Klicken in jedes offene Kartenfenster, um Segmente zum Platzieren einer Ausrundung
auszuwählen
•
RÜCKTASTE drücken, um einen Arbeitschritt zurückzugehen
Überprüfen und Berichtigen von Daten
So erstellen Sie kreisförmige Ausrundungen
1. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Kreisförmige Ausrundung erstellen.
2. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Überschuss trimmen auf der
Formatierungsleiste Kreisförmige Ausrundung erstellen.
3. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Objektklasse auswählen eine Objektklasse für die
erstellte Ausrundung aus.
4. Klicken Sie in das Kartenfenster, um das erste Liniensegment zum Erstellen der
Ausrundung auszuwählen.
5. Wählen Sie das zweite Liniensegment zum Erstellen der Ausrundung aus, indem Sie
darauf klicken.
6. Verschieben Sie den Mauszeiger, um die Ausrundung dynamisch zwischen den beiden
ausgewählten Liniensegmenten zu erstellen. Klicken Sie, um die Ausrundung als
separates Objektvorkommen in die in Schritt 3 angegebene Objektklasse zu platzieren.
7. Befolgen Sie Schritt 4 und 5, um zwei weitere Liniensegmente auszuwählen.
8. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Fixieren.
9. Geben Sie im Feld Radius einen entsprechenden Wert ein, um eine Ausrundung mit
dem angegebenen Radius zu erstellen.
10. Klicken Sie, um die Ausrundung als separates Objektvorkommen in die in Schritt 3
angegebene Objektklasse zu platzieren.
11. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Überschuss trimmen und deaktivieren Sie
anschließend das Kontrollkästchen Fixieren.
12. Befolgen Sie Schritt 4 und 5, um zwei weitere Liniensegmente auszuwählen, die dem
gleichen Objektvorkommen angehören.
13. Verschieben Sie den Mauszeiger, um die Ausrundung zwischen den beiden Segmenten
dynamisch zu erstellen und klicken Sie, um die Ausrundung zu platzieren.
Die Ausrundung wird mit den ausgewählten Liniensegmenten zusammengefügt und die
über die Ausrundung herausragenden Enden der Segmente werden getrimmt. Es wird
kein neues Objektvorkommen erstellt.
14. Befolgen Sie Schritt 4 und 5, um zwei weitere Liniensegmente auszuwählen, die zwei
Objektinstanzen der gleichen Objektklasse oder zwei verschiedenen Objektklassen
angehören.
15. Verschieben Sie den Mauszeiger, um die Ausrundung zwischen den beiden Segmenten
dynamisch zu erstellen und klicken Sie, um die Ausrundung zu platzieren.
Die Ausrundung wird als neues Objektvorkommen in die mit der Formatierungsleiste
ausgewählte Objektklasse eingefügt und die überstehenden Enden der zwei
ausgewählten Liniensegmente werden getrimmt.
12-41
12
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Umkehren der Richtung
Mit dem Befehl Richtung umkehren können Sie Probleme beim Digitalisieren von
Geometrie beheben, indem Sie die Richtung einer Geometrie oder zusammengesetzten
Geometrie eines ausgewählten Objekts umkehren. Dieser Befehl ist beispielsweise bei der
Aufrechterhaltung von Abwasserdaten hilfreich, da die Digitalisierreihenfolgen die
Fließrichtung bestimmt.
Sie müssen über einen Auswahlsatz mit mindestens einem Objekt aus einer Verbindung
mit Schreibzugriff verfügen, um diesen Befehl zu verwenden; Geometrie aus
schreibgeschützten Verbindungen wird ignoriert. Sie können aber als Eingabe ein oder
mehrere Objekte aus verschiedenen Objektklassen und mehreren Warehouseverbindungen
mit Schreibzugriff in einem Auswahlsatz verwenden.
Der Befehl Richtung umkehren kehrt nur die Richtung der Linienobjekte in einem
Eingabeauswahlsatz um; andere möglicherweise vorhandene Geometrietypen werden
ignoriert. Falls keine Linienobjekte im Auswahlsatz vorhanden sind, wird eine
entsprechende Meldung eingeblendet und der Befehl beendet.
Der von diesem Befehl ausgeführte Umkehrvorgang ändert möglicherweise die
Darstellung im Kartenfenster nicht (abhängig von der Symbolik der Linienobjektklasse).
Sie können daher vor und nach der Richtungsumkehrung den Befehl GeometrieInformation verwenden, um zu überprüfen, ob sich die Reihenfolge der Stützpunkte
tatsächlich geändert hat, und um die Linienrichtung einzelner Kanten anzuzeigen.
Sie können alternativ zum Befehl Geometrie-Information die Liniensymbolik des
Linienobjekts ändern, um die Richtung ersichtlicher zu gestalten. Sie können z.B. ein
Pfeilsymbol in die Linie einfügen, um die Linienrichtung zu verdeutlichen. Wenn Sie
anschließend die Richtung umkehren, ändert sich auch die Richtung der Pfeile.
12-42
Überprüfen und Berichtigen von Daten
So kehren Sie die Richtung um
1. Wählen Sie die entsprechenden Linienobjekte.
2. Wählen Sie Bearbeiten > Geometrie > Richtung umkehren.
Hinweis: Sie können auf diesen Befehl auch über das Kontextmenü des Befehls
Geometrie-Information zugreifen. In diesem Fall ist der Befehl jedoch auf das
einzelne, bereits markierte Objekt beschränkt.
3. Optional: Wählen Sie Extras > Geometrie-Informationen, um zu überprüfen, dass
die Reihenfolge der Stützpunkte umgekehrt wurde (falls Sie die Liniensymbolik nicht
als visuelles Hilfsmittel verwendet haben).
12
12-43
Arbeiten mit GeoMedia Professional
12-44
Analysieren von Daten
13
GeoMedia Professional bietet Ihnen eine Reihe von Möglichkeiten, Ihre Daten mithilfe
von Abfragen zu analysieren. Eine Abfrage ist im Wesentlichen ein Anfordern von Daten.
Genauer gesagt geht es darum, Objekte oder Informationen über Objekte aus dem
Warehouse abzurufen, die bestimmte Bedingungen erfüllen. Diese Bedingungen können
Sie anhand einer Reihe von Möglichkeiten selbst definieren.
Um die Objekte zu finden, die Ihren Bedingungen entsprechen, können Sie Objektklassen
und zuvor erstellte Abfragen in jedem beliebigen Warehouse des GeoWorkspaces
abfragen. Alle Abfragen werden im GeoWorkspace gespeichert. Das heißt, Änderungen an
einem Warehouse spiegeln sich automatisch auch in den Abfragen wider, wenn diese
dargestellt werden. Wirkt bei Definition der Abfrage ein räumlicher Standardfilter auf die
Warehouseverbindung, dann ist die Abfrage auf den geographischen Bereich beschränkt,
der durch diesen Filter definiert wird.
Räumliche Filter und Objektklassen wirken auf folgende Weise zusammen. Wenn in einem
GeoWorkspace zum ersten Mal auf eine Objektklasse zugegriffen wird, erhielt diese
Objektklasse noch nie einen eigenen räumlicher Filter. In diesem Fall wird der räumliche
Standardfilter verwendet. Wenn in einem GeoWorkspace bereits auf eine Objektklasse
zugegriffen wurde, verfügt diese Objektklasse über einen eigenen räumlicher Filter. In
diesem Fall wird der räumliche Standardfilter nicht verwendet. Eine Abfrage weist immer
einen eigenen räumlichen Filter auf.
Die Software durchsucht den Abfragebereich nach Objekten, die Ihre Bedingungen
erfüllen, und stellt die Resultate dann geographisch in einem Kartenfenster oder in
Tabellenform in einem Datenfenster dar. Dabei wird die Legende durch einen Eintrag für
das Abfrageergebnis ergänzt, der genau wie alle anderen Legendeneinträge über die
Legendeneigenschaften bearbeitet werden kann. Wurde eine Abfrage einmal erstellt, kann
Sie genauso wie eine Objektklasse behandelt werden.
13-1
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Erstellen von Abfragen
Abfragen unterscheiden sich in erster Linie durch die Art, in der sie erstellt werden. Das
Ergebnis einer erfolgreichen Abfrage ist stets dasselbe, nämlich eine Objektklasse oder
mehrere individuelle Objekte. Es können verschiedene Typen von Abfragen definiert
werden, die jedoch vieles gemeinsam haben:
•
Eine Attributfilterabfrage fordert Informationen über ein einzelnes Objekt an, dessen
Attribute Werte enthalten, die die Bedingungen erfüllen, die anhand von Operatoren
definiert werden. Ein Operator ist ein Symbol oder ein Ausdruck wie =
(Gleichheitszeichen) oder > (größer als) und drückt die Beziehung zwischen zwei
Werten aus.
Eine Attributfilterabfrage würde beispielsweise alle Flurstücke mit einem Schätzwert
von $50.000 oder mehr ausgeben.
•
Eine räumliche Abfrage fordert Informationen von einzelnen Objekten an, deren
Geometrie ein räumliches Verhältnis zu einer anderen Objektklasse oder Abfrage
aufweist.
Eine räumliche Abfrage würde beispielsweise alle Flurstücke ausgeben, die sich im
Umkreis von 200 m von einer Eisenbahnstrecke befinden.
•
Eine kombinierte Attribut- und räumliche Abfrage fordert Objekte mit bestimmten
Attributwerten an, die vorgegebene räumliche Bedingungen erfüllen, wie z.B.
überlappende Objekte oder Objekte, die in einer anderen Objektklasse oder Abfrage
enthalten sind.
Eine kombinierte Attribut- und räumliche Abfrage würde beispielsweise alle
Flurstücke mit einem geschätzten Wert von $50 000 oder mehr ausgeben, die sich im
Umkreis von 200 m einer Eisenbahnlinie befinden.
Hinweis: Räumliche Abfragen mit Attributfiltern können nur dann auf Ergebnisse des
Befehls Räumliche Verschneidung angewendet werden, wenn Sie die Ergebnisse
zuvor in eine Objektklasse ausgeben.
•
Zum Anfordern von Informationen aus einem MGSM- Warehouse werden lineare
Netzwerkabfragen erstellt. MGSM speichert verteilte Attribute, auf die in linearer
Weise über lineare Netzwerkobjekte wie Straßen, Flüsse oder Leitungen verwiesen
wird. Lineare Netzwerkabfragen sind eine Kategorie von kombinierter Attribut- und
räumlicher Abfrage.
Eine lineare Netzwerkabfrage würde beispielsweise alle Segmente einer Eisenbahnlinie
ausgeben, die Überschneidungen mit Unfallstellen aufweisen.
13-2
Analysieren von Daten
Attributfilterabfragen definieren
Mit einer Attributfilterabfrage identifizieren Sie die gewünschten Objekte durch die
Definition eines Attributfilters. Ein Filter besteht aus einem oder mehreren Ausdrücken,
von denen jeder ein Attribut, einen Operator und einen Wert für das Attribut enthält. Mit
einer where-Anweisung können Sie einen bestimmten Wert oder einen Wertebereich für
ein einzelnes Attribut oder für eine Kombination von Attributen festlegen.
In einer Attributfilterabfrage zur Ermittlung aller Schulen, deren Schülerzahl
beispielsweise kleiner als 400 ist, stellt Schulen die Objektklasse, Schülerzahl das Attribut,
kleiner als (<) den Operator und 400 den Wert dar.
Für Attributabfragen können die folgenden Operatoren verwendet werden:
=
<=
>
()
and
or
Gleich
>= Größer als oder gleich
Kleiner als oder gleich
<> Nicht gleich
Größer als
Kleiner als
<
Klammern zum Gruppieren von Ausdrücken
Logisches UND zwischen zwei Ausdrücken
Logisches ODER zwischen zwei Ausdrücken
Weitere Operatoren wie etwa der Platzhalter % und die SQL-Funktion AVG ( SQL =
Structured Query Language), können im Dialogfeld Filter über eine Pulldown-Liste
ausgewählt werden. Welche Operatoren verfügbar sind, hängt von der
Warehouseverbindung ab.
Diese Abfrage findet beispielsweise alle Flurstücke, deren Schätzwert höher als der
Durchschnittswert aller Flurstücke ist:
. . . where Schätzwert > (wählen Sie AVG (Schätzwert) aus
Flurstücke);
Für zusammengesetzte Ausdrücke können Sie die Operatoren and oder or benutzen, zum
Gruppieren von Ausdrücken dienen Klammern ( ).
Der and-Operator besagt, dass beide Anweisungen dem Typ True entsprechen müssen, um
ein Abfrageergebnis zu liefern.
Diese Abfrage findet beispielsweise alle Flurstücke, deren Eigentümer J. Schmidt ist und
die auf über $50.000 geschätzt werden.
. . . where Flurstück_Eigentümer = 'J. Schmidt' and Schätzwert >
50000;
Der or-Operator besagt, dass eine Anweisung dem Typ True entsprechen muss, um ein
Abfrageergebnis zu liefern.
13-3
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Diese Abfrage findet beispielsweise alle Flurstücke, deren Eigentümer entweder J. Schmidt
oder M. Schwarz ist.
. . . where Flurstück_Eigentümer = 'J. Schmidt' or
Flurstück_Eigentümer = 'M. Schwarz;
Mit Hilfe von Klammern kann die Reihenfolge der Auswertung eines Ausdrucks bestimmt
werden. Ohne Klammerung werden standardmäßig zuerst alle Vergleichsoperatoren (<, >,
<>, =,<=, >=) von links nach rechts ausgewertet. Der logische Operator and hat Vorrang
vor dem logischen or, was heißt, dass sämtliche and-Operationen zuerst abgearbeitet
werden. Um die Reihenfolge zu ändern, werden Klammern benutzt.
Um beispielsweise alle Straßen mit mehr als vier Fahrspuren oder mehrbahnige Straßen,
die vor 1994 asphaltiert wurden, zu ermitteln, formulieren Sie Ihren Filter wie folgt:
asphaltiert < 1994 and Anzahl_Fahrbahnen > 4 or mehrbahnig = 'Ja';
Wegen der höheren Priorität des and-Operators würden Sie hiermit alle Straßen, die geteilt
sind, oder alle Straßen, die mehr als vier Fahrbahnen aufweisen und vor 1994 asphaltiert
wurden, erhalten. Für das richtige Ergebnis müssen Sie so formulieren:
asphaltiert < 1994 and (Anzahl_Fahrbahnen > 4 or mehrbahnig =
'Ja');
Die Software verwendet zum Erstellen von Attributfilterabfragen SQL (Structured Query
Language), doch dank der intuitiven Benutzeroberfläche können Sie Ihre Abfrage durch
Zeigen und Klicken mithilfe der Maus definieren und brauchen keinerlei SQL-Kenntnisse.
Hinweis: Verschiedene Verbindungstypen erfordern unterschiedliche SQL-Versionen.
Access-Verbindungen verlangen beispielsweise ein Doppelkreuz (#) als Trennzeichen bei
Datums- und Zeitangaben, während MGSM-Verbindungen das Schlüsselwort
TIMESTAMP, gefolgt von einem einfachen Anführungszeichen (') als Trennzeichen
erwarten.
Die Software wandelt SQL-Anweisungen je nach Verbindungstyp in die geeignete Version
um. Eine Ausnahme bilden MGE und MGDM, deren SQL-Version vom ODBC-Treiber
abhängig ist. Für Datums- und Zeitabfragen – und möglicherweise auch für andere –
müssen Sie den SQL-Text im Dialogfeld Filter von Hand überarbeiten, wenn die Abfrage
gelingen soll.
13-4
Analysieren von Daten
13
So definieren Sie eine Attributfilterabfrage
1. Wählen Sie Analyse > Attributabfrage.
2. Aktivieren bzw. deaktivieren Sie auf der Registerkarte Allgemein des Dialogfelds
Optionen (Extras > Optionen) das Kontrollkästchen Werte zeigen bestätigen, um
festzulegen, ob ein Bestätigungsdialogfeld eingeblendet wird, wenn Sie beim
Definieren eines Filters auf die Schaltfläche Werte zeigen klicken. Klicken Sie
anschließend auf OK.
3. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Objekte auswählen in eine Objektklasse oder
Abfrage aus.
4. Wenn Sie SQL und das Attribut, das Sie abfragen wollen, kennen, geben Sie die
where-Klausel in das Feld Filter ein und fahren Sie mit Schritt 10 fort. Andernfalls
klicken Sie auf die Schaltfläche Filter, um das Dialogfeld Filter aufzurufen.
13-5
Arbeiten mit GeoMedia Professional
5. Wählen Sie aus der gewählten Objektklasse ein Attribut und klicken Sie auf den
Abwärtspfeil unter dem Feld Attribute.
Hinweis: MGE-Objekte benutzen den MSLINK-Wert als Bezeichner. Objekte in
einem MGE-Warehouse, die Grafik, jedoch keine Attribute aufweisen, haben keinen
MSLINK-Wert. Wird auf solche Objekte eine Abfrage durchgeführt, werden sie vom
MGE-Datenserver in der Reihenfolge durchnummeriert, in der Sie bei der Ausführung
einer Abfrage erkannt werden, d.h. der Reihe nach innerhalb jeder Kategorie in der
Reihenfolge der Kartentabelle. Die erste zugewiesene MSLINK-Nummer ist
16777217.
Wenn Sie Attribute im Datenfenster oder im Dialogfeld Filter sichten, wird Objekten
ohne Attribute nur der MSLINK-Bezeichner vom MGE-Datenserver zugewiesen.
Objekte mit Attributen hingegen besitzen MSLINK, MAPID- und andere
benutzerdefinierte Attribute, die in der MGE-Datenbank erstellt wurden.
6. Wählen Sie einen Operator. Bei Auswahl aus einer Pulldown-Liste müssen Sie auf den
Abwärtspfeil klicken, damit der Operator in das Feld Filter übertragen wird.
7. Zur Anzeige der Werteliste im ausgewählten Attribut klicken Sie auf Werte zeigen.
Wurde die Option Werte zeigen bestätigen im Dialogfeld Optionen aktiviert,
erscheint nun ein Bestätigungsdialogfeld.
8. Geben Sie im Feld Filter einen Wert für das Attribut ein, wählen Sie einen Wert aus
der Liste und klicken Sie dann auf den Abwärtspfeil, oder doppelklicken Sie auf ein
Attribut. Sie können den Wert auch direkt in das Feld Werte eingeben.
9. Überprüfen Sie die Richtigkeit der SQL-Anweisung im Feld Filter und bestätigen Sie
dies mit OK.
Hinweis: Für Datums- und Zeitabfragen - und möglicherweise auch für andere - auf
MGE- und MGDM-Datenservern müssen Sie den SQL-Text im Dialogfeld Filter von
Hand überarbeiten, wenn die Abfrage gelingen soll. Dies ist wegen den
unterschiedlichen SQL-Versionen der verschiedenen ODBC-Treiber erforderlich.
10. Akzeptieren oder überschreiben Sie im Dialogfeld Attributabfrage den im Textfeld
Abfragename zugewiesenen Standardnamen und geben Sie im Textfeld
Beschreibung eine Beschreibung ein. Die Beschreibung ist optional.
13-6
Analysieren von Daten
11. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Abfrage im Kartenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Kartenfenstername das
vorgegebene Kartenfenster, in dem die Ergebnisse dargestellt werden sollen.
ODER
Deaktivieren Sie die Option Ergebnis im Kartenfenster darstellen, wenn die
Ergebnisse nicht in einem Kartenfenster dargestellt werden sollen.
12. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Symbolik und ändern Sie die
Standardsymbolik über das Dialogfeld Symbolik auswählen.
13. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Abfrage im Datenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Datenfenstername das
vorgegebene Datenfenster, in dem die Ergebnisse dargestellt werden sollen.
ODER
Deaktivieren Sie die Option Abfrage im Datenfenster darstellen, wenn die
Ergebnisse nicht in einem Datenfenster dargestellt werden sollen.
14. Um die Abfrage darzustellen, klicken Sie auf OK.
Die Abfrage wird entsprechend den von Ihnen festgelegten Optionen dargestellt.
Siehe die ODBC-Dokumentation für eine Anleitung.
Räumliche Abfragen definieren
Eine räumliche Abfrage definiert die Beziehung zwischen zwei Objektklassen unter
Verwendung eines räumlichen Operators. Der räumliche Operator bildet die that-Klausel
der Abfrageanweisung.
In dieser Abfrage lautet der räumliche Operator beispielsweise Berührt; er definiert die
Beziehung zwischen den Schnellstraßen mit zwei Fahrspuren und den Autobahnen:
Finde alle 2spurigen Highways, die Interstate-Highways berühren;
Wenn der Qualifikator Nicht im Dialogfeld Räumliche Abfrage aktiviert ist, werden
lediglich die Elemente der ersten/obersten Objektklasse oder Abfrage, die nicht vom
ausgewählten Operator gefunden wurden, ausgegeben.
Sie erhalten bessere Ergebnisse beim Befehl Räumliche Abfrage, wenn Sie
Verbindungsfilter erstellen und anwenden, die den Suchbereich räumlich beschränken. Die
räumliche Abfrage allein kann den Suchbereich für die betreffende Objektklasse nicht
einschränken.
Siehe hierzu "Räumliche Filter" in diesem Kapitel.
13-7
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Verfügbare räumliche Operatoren
Die folgenden räumlichen Operatoren sind verfügbar:
Berührt liefert die Objekte, die die definierten Objekte in irgendeiner Weise berühren mit ihnen zusammentreffen, sie überlappen, sie enthalten oder in ihnen enthalten sind.
Berührt
mit Qualifikator Nicht
Enthält liefert Objekte, die definierte Objekte umgeben. Solche Objekte können Grenzen
umgebender Objekte berühren, dürfen diese jedoch nicht überlappen. Punkte können keine
anderen Objekte enthalten.
Enthält
mit Qualifikator Nicht
Enthalten in liefert Objekte, die sich vollständig innerhalb der definierten Objekte
befinden. Solche Objekte können Grenzen umgebender Objekte berühren, dürfen diese
jedoch nicht überlappen.
Enthalten in
mit Qualifikator Nicht
Enthält vollständig liefert Objekte, die definierte Objekte umgeben. Solche Objekte
dürfen die Grenzen der umgebenden Objekte weder berühren noch überlappen. Punkte
können keine anderen Objekte vollständig enthalten.
Enthält vollständig
mit Qualifikator Nicht
Vollständig enthalten in liefert Objekte, die vollständig in den definierten Objekten
enthalten sind. Solche Objekte dürfen die Grenzen der umgebenden Objekte weder
berühren noch überlappen.
13-8
Analysieren von Daten
Vollständig enthalten in
mit Qualifikator Nicht
13
Überlappt liefert Objekte, die die definierten Objekte überlappen.
Überlappt
mit Qualifikator Nicht
Trifft auf liefert die Objekte, die auf die definierten Objekte stoßen, das heißt sie berühren,
ohne sie zu überlappen.
Trifft auf
mit Qualifikator Nicht
Räumlich identisch liefert Objekte, die den gleichen Platz und Raum belegen. Räumlich
identische Objekte müssen vom gleichen Typ sein.
Räumlich identisch
mit Qualifikator Nicht
Im Abstand von liefert Objekte, bei denen mindestens ein Teil sich innerhalb der
angegebenen Entfernung von den definierten Objekten befindet. Wenn der Anfangs- oder
Endpunkt eines linearen Objekts sich in der angegebenen Entfernung befindet, wird das
Objekt als Ergebnis geliefert.
Im Abstand von
mit Qualifikator Nicht
Hinweis: Die vom Befehl Räumliche Abfrage verwendeten räumlichen Operatoren
unterscheiden sich von den Oracle Spatial Cartridge-spezifischen Operatoren, die bei dem
Befehl Plattformspezifische Abfrage zum Abfragen eines Oracle-Warehouses verwendet
werden.
13-9
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Toleranzen bei räumlichen Abfragen
Räumliche Abfragen werden jetzt bei der Bearbeitung von Geometrien mit einer Toleranz
im Millimeterbereich durchgeführt. Bei der Berechnung und dem Speichern von
Geometrien mit Gleitkommagenauigkeit ist es oft der Fall, dass Koordinaten, die identisch
sein sollten, in Wirklichkeit leicht voneinander abweichen.
Diese Toleranz wird eingesetzt, um eine Gleichwertigkeit zwischen Koordinaten zu
bestimmen, d.h., Stützpunkte, die innerhalb eines Abstands von 0,1 Millimeter zueinander
liegen, werden beim Ausführen räumlicher Abfragen als gleichwertig interpretiert.
So definieren Sie eine räumliche oder kombinierte Abfrage
1. Wählen Sie Analyse > Räumliche Abfrage.
2. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Objekte auswählen in eine Objektklasse oder
Abfrage aus.
3. Optional: Zum Erstellen einer kombinierten Abfrage definieren Sie einen Attributfilter
für eine oder beide Objektklassen bzw. Abfragen. Klicken Sie auf Filter, um das
Dialogfeld Filter aufzurufen, und definieren Sie hier den entsprechenden Attributfilter.
4. Akzeptieren Sie den Standardoperator für die that-Klausel, oder wählen Sie einen
anderen Operator in der Pulldown-Liste Räumliche Operatoren aus.
5. Akzeptieren oder ignorieren Sie den Standardqualifikator Nicht, indem Sie das
Kontrollkästchen Nicht aktivieren bzw. deaktivieren.
6. Falls Sie in Schritt 5 den Operator Im Abstand von gewählt haben, geben Sie im Feld
Entfernung den Zonenabstand ein und wählen Sie die entsprechenden Einheiten in der
Pulldown-Liste Einheiten.
7. Wählen Sie die zweite Objektklasse oder Abfrage aus der Pulldown-Liste Objekte in.
13-10
Analysieren von Daten
8. Optional: Definieren Sie, wie in Schritt 4 beschrieben, einen Attributfilter.
9. Akzeptieren oder überschreiben Sie den im Feld Abfragename zugewiesenen
Standardnamen und geben Sie, falls gewünscht, eine Beschreibung ein.
10. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Abfrage im Kartenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Kartenfenstername das
vorgegebene Kartenfenster, in dem die Ergebnisse dargestellt werden sollen.
ODER
Deaktivieren Sie die Option Ergebnis im Kartenfenster darstellen, wenn die
Ergebnisse nicht in einem Kartenfenster dargestellt werden sollen.
11. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Symbolik und ändern Sie die
Standardsymbolik über das Dialogfeld Symbolik auswählen.
12. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Abfrage im Datenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Datenfenstername das
vorgegebene Datenfenster, in dem die Ergebnisse dargestellt werden sollen.
ODER
Deaktivieren Sie die Option Abfrage im Datenfenster darstellen, wenn die
Ergebnisse nicht in einem Datenfenster dargestellt werden sollen.
13. Um die Abfrage darzustellen, klicken Sie auf OK.
Die Abfrage wird entsprechend den von Ihnen festgelegten Optionen dargestellt.
Räumliche Verschneidungen definieren
Mit dem Befehl Räumliche Verschneidung können Sie zwei Objektklassen oder
Abfragen räumlich überlagern, um Bereiche zu finden, die sich überschneiden oder
übereinstimmen. Die räumlichen Operatoren für diese Befehle sind Berührt, Im Abstand
von, Enthält, Enthalten in, Vollständig enthalten in, Überlappt, Trifft auf und Räumlich
identisch. Nachdem Sie zwei Eingabeobjekte und die gewünschte Art der räumlichen
Überlagerung ausgewählt haben, werden die Ergebnisse als neue Abfrage ausgegeben.
Die Ergebnisse umfassen die Geometrie der räumlich überlagernden Punkte, Linien und
Fläche, sowie die Attribute jedes sich räumlich schneidenden Objektpaares. Die
Eingabeobjekte können Punkte, Linien, Flächen oder jede beliebige Kombination dieser
Objekttypen sein. Die resultierende neue räumliche Verschneidung kann in einem
Kartenfenster und/oder Datenfenster dargestellt werden.
Für eine optimale Darstellung können Sie darüber hinaus die Symbolik für das
Kartenfenster einstellen. Dieser Befehl liefert als Ergebnis sozusagen das Gegenteil des
Befehls Räumliche Differenz, wie Sie den folgenden zwei Abbildungen des
Beispieldatensatzes Madison County, Alabama, der im Lieferumfang enthalten ist,
entnehmen können.
13-11
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Hinweis: Räumliche Abfragen mit Attributfiltern können nur dann auf Ergebnisse des
Befehls Räumliche Verschneidung angewendet werden, wenn Sie die Ergebnisse zuvor
in eine Objektklasse ausgeben.
Kartenobjekt vor Anwendung des Befehls Räumliche Verschneidung.
Ergebnis des Befehls Räumliche Verschneidung unter Verwendung des Operators
Berührt, das die Überschneidung der Objekte MajorWaterPolygons und Parks darstellt.
13-12
Analysieren von Daten
13
So führen Sie den Befehl Räumliche Verschneidung aus
1. Wählen Sie Analyse > Räumliche Verschneidung.
2. Wählen Sie in der oberen Pulldown-Liste Objekte in die erste Objektklasse aus.
3. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Filter, um einen Attributfilter für die
ausgewählte Objektklasse zu erstellen.
4. Optional: Ändern Sie den voreingestellten räumlichen Operator in der Pulldown-Liste
Räumlicher Operator; überprüfen Sie anschließend den Operator in der Abbildung
unter dem Operatorfeld.
13-13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
5. Wählen Sie die zweite Objektklasse oder Abfrage aus der Pulldown-Liste Objekte in.
6. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Filter, um einen Attributfilter für die
ausgewählte Objektklasse zu erstellen.
7. Optional: Ändern Sie den Standardnamen im Feld Abfragename.
8. Optional: Geben Sie in das Feld Beschreibung eine Beschreibung der Abfrage ein.
9. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Verschneidung im Kartenfenster
darstellen aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Kartenfenstername
das vorgegebene Kartenfenster, in dem die Verschneidung dargestellt werden soll.
ODER
Deaktivieren Sie die Option Verschneidung im Kartenfenster darstellen, wenn die
Verschneidung nicht in einem Kartenfenster dargestellt werden soll.
10. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Symbolik und ändern Sie die
Standardsymbolik über das Dialogfeld Symbolik auswählen.
11. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Verschneidung im Datenfenster
darstellen aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Datenfenstername das
vorgegebene Datenfenster, in dem die Verschneidung dargestellt werden soll.
ODER
Deaktivieren Sie die Option Verschneidung im Datenfenster darstellen, wenn die
Verschneidung nicht in einem Datenfenster dargestellt werden soll.
12. Klicken Sie auf OK, um den Befehl auszuführen und die neue räumliche
Verschneidung im angegebenen Karten- und/oder Datenfenster darzustellen.
Hinweis: Ändern Sie zur besseren Darstellung gegebenenfalls die Symbolik.
Siehe Abschnitt "Definieren von räumlichen Abfragen" in diesem Kapitel.
Siehe "Attributfilterabfragen definieren" in diesem Kapitel.
Räumliche Differenzen definieren
Mit dem Befehl Räumliche Differenz können Sie räumliche Masken anwenden, d.h. die
Differenz zwischen zwei Sätzen von Flächen untersuchen und die resultierenden
Geometrien darstellen Die resultierende neue räumliche Differenz kann in einem
Kartenfenster und/oder Datenfenster dargestellt werden. Für eine optimale Darstellung
können Sie darüber hinaus die Symbolik für das Kartenfenster einstellen.
13-14
Analysieren von Daten
Dieser Befehl verwendet als Eingabe zwei Flächenobjektklassen oder Abfragen, die
Objekte, die abgedeckt werden sollen, sowie die Objekte die als Maske verwendet werden
sollen. Die Ergebnisse werden nach Verarbeitung mit dem räumlichen Operator Berührt als
neue Abfrage ausgegeben. Die resultierenden Geometrien werden durch Entfernen aller
Bereiche des ersten Objekts berechnet, die deckungsgleich mit dem zu subtrahierenden
Objekt sind. Die Ausgabe stellt also alle Bereiche des Objekts dar, deren Geometrie nicht
von der des zu subtrahierenden Objekts abgedeckt wird. Wird ein Objekt vollständig von
dem zu subtrahierenden Objekt abgedeckt, erscheint es nicht in der ausgegebenen Abfrage.
Die folgenden Beispiele stellen gültige Eingaben dar:
Von Objekt
Fläche
Linie
Linie
Punkt
Punkt
Punkt
Objekt subtrahieren
Fläche
Fläche
Linie
Fläche
Linie
Punkt
Ergebnis
Fläche oder nichts
Linie oder nichts
Linie oder nichts
Punkt oder nichts
Punkt oder nichts
Punkt oder nichts
Die folgenden Beispiele sind als Eingabe unzulässig:
Von Objekt
Fläche
Fläche
Linie
Objekt subtrahieren
Linie
Punkt
Punkt
Dieser Befehl liefert als Ergebnis sozusagen das Gegenteil des Befehls Räumliche
Verschneidung. Stellen Sie sich diesen Befehl ähnlich wie ein Stanzverfahren vor, wobei
das Ergebnis das verbleibende Material nach dem Stanzen der Blechteile darstellt. Die
folgenden Abbildungen des gelieferten Beispieldatensatzes Madison County, Alabama
verdeutlichen die Anwendung dieses Befehls.
13-15
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Kartenobjekte vor Anwendung des Befehls Räumliche Differenz.
Ergebnis des Befehls Räumliche Differenz, das die Differenz der Objekte
MajorWaterPolygons und Parks darstellt. Die Differenz ist grau schattiert.
Siehe Abschnitt "Räumliche Abfragen definieren" in diesem Kapitel.
13-16
Analysieren von Daten
So führen Sie den Befehl Räumliche Differenz aus
13
1. Wählen Sie Analyse > Räumliche Differenz.
2. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Von Objekten in die Objektklasse, die abgedeckt
werden soll.
3. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Filter, um einen Attributfilter für die
ausgewählte Objektklasse zu erstellen.
Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Objekte subtrahieren die Objektklasse, die Sie
als Maske verwenden möchten.
4. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Filter, um einen Attributfilter für die
ausgewählte Objektklasse zu erstellen.
5. Optional: Ändern Sie den Standardnamen im Feld Abfragename.
6. Optional: Geben Sie in das Feld Beschreibung eine Beschreibung der Abfrage ein.
7. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Differenz im Kartenfenster darstellen
aktiviert ist und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Kartenfenstername das
vorgegebene Kartenfenster, in dem die Differenz dargestellt werden soll.
ODER
Deaktivieren Sie die Option Differenz im Kartenfenster darstellen, wenn die
Differenz nicht in einem Kartenfenster dargestellt werden soll.
9. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Symbolik und ändern Sie die
Standardsymbolik über das Dialogfeld Symbolik auswählen.
13-17
Arbeiten mit GeoMedia Professional
10. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Differenz im Datenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Datenfenstername das
vorgegebene Datenfenster, in dem die Differenz dargestellt werden soll.
ODER
Deaktivieren Sie die Option Differenz im Datenfenster darstellen, wenn die
Differenz nicht in einem Datenfenster dargestellt werden soll.
11. Klicken Sie auf OK, um den Befehl auszuführen und die neue räumliche Differenz im
angegebenen Karten- und/oder Datenfenster darzustellen.
Hinweis: Ändern Sie zur besseren Darstellung gegebenenfalls die Symbolik.
Siehe "Attributfilterabfragen definieren" in diesem Kapitel.
Plattformspezifische Abfragen
Mit dem Befehl Plattformspezifische Abfrage können Sie serverbasierte,
plattformspezifische Abfragen ausführen, indem bei einem Oracle-Datenserver eine
räumliche Abfrage bzw. bei einem MGSM-Datenserver eine Abfrage zum Erstellen einer
Abstandsdarstellung erstellt wird. Auf diese Weise können Sie spezielle Funktionen
nutzen, die nur auf dem entsprechenden Server verfügbar sind
Der Befehl Plattformspezifische Abfrage verwendet als Eingabe eine Verbindung zu
einem Warehouse, das diese Funktion sowie die serverspezifischen Parameter unterstützt.
Sie können die Abfrage mit diesem Befehl dem Abfrageordner hinzufügen oder in ein
Karten- oder Datenfenster ausgeben. Zur optimalen Darstellung im Kartenfenster, können
Sie die Darstellungssymbolik entsprechend anpassen.
Definieren plattformspezifischer Abfragen für OracleWarehouses
Wenn Sie mit einer Verbindung zu einer Oracle-Datenbank (mit Spatial Cartridge)
arbeiten, können Sie beim Ausführen des Befehls Plattformspezifische Abfrage eine
Zielobjektklasse, einen räumlichen Operator für Oracle Spatial Cartridge sowie die
abzufragenden Objektklassen wählen. Beim Ausführen der Abfrage in der OracleDatenbank wird sowohl der Spatial Cartridge Engine als auch die Geschwindigkeit der
Hardware genutzt, die die Datenbank enthält. Die Leistung dieses Befehls hängt zum Teil
davon ab, wie gut Sie die Oracle-Datenbank und Spatial Cartridge aufeinander abstimmen.
Die Leistung ist auch von der Art der Abfrage abhängig, z.B. eine Abfrage die eine geringe
Anzahl von Objektvorkommen aus einem umfangreichen Datensatz abruft.
13-18
Analysieren von Daten
Eine räumliche Abfrage definiert die Beziehung zwischen zwei Objektklassen unter
Verwendung eines räumlichen Operators. Der räumliche Operator bildet die that-Klausel
der Abfrageanweisung.
Die folgenden räumlichen Operatoren sind verfügbar:
Touch - Die Grenzen schneiden sich, aber nicht die
Innenflächen.
Disjoint - Die Grenzen und Innenflächen überschneiden sich
nicht.
Overlap Boundary Disjoint - Die Innenfläche eines Objekts
überschneidet den Flächenumring und die Innenfläche des
anderen Objekts, aber die beiden überschneiden sich nicht.
Diese Beziehung liegt vor, wenn beispielsweise eine Linie
außerhalb eines Polygons anfängt und in diesem Polygon
endet.
Overlap Boundary Intersect - Die Flächenumringe und
Innenflächen der beiden Objekte überschneiden sich.
Equal - Die beiden Objekte haben die gleichen
Flächenumringe und Innenflächen.
Contains - Die Innenfläche und der Flächenumring eines
Objekts sind vollständig in der Innenfläche des anderen
enthalten.
Inside - Das Gegenteil von Contains. A Inside B bedeutet,
dass B das Objekt A enthält.
Covers - Die Innenfläche eines Objekts ist vollständig in der
Innenfläche des anderen enthalten, und ihre Flächenumringe
überschneiden sich.
13-19
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Covered By - Das Gegenteil von Covers. A Covered By B
bedeutet, dass B das Objekt A abdeckt.
Any Interact - Die Objekte sind nicht getrennt. Dies ist der
Standardoperator, wenn für die Sitzung keine gültige
Einstellung festgelegt ist.
Hinweis: Bei der plattformspezifischen Abfrage werden für Oracle- Warehouses oder
Oracle Spatial Cartridge spezifische räumliche Operatoren verwendet, die sich von denen
des Befehls Räumliche Abfrage unterscheiden.
So definieren Sie eine Oracle-spezifische Abfrage
1. Wählen Sie Analyse > Plattformspezifische Abfrage.
2. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Verbindung des Dialogfelds eine OracleVerbindung.
3. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Objekte auswählen in die Objektklasse aus, die Sie
abfragen möchten.
13-20
Analysieren von Daten
4. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Filter, um einen Attributfilter für die
ausgewählte Objektklasse zu erstellen.
13
5. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Operatoren einen oder mehrere räumliche
Operatoren.
6. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Objekten in die gewünschte einschränkende
Objektklasse.
7. Optional: Klicken Sie auf Filter, um im Dialogfeld Filter einen Attributfilter für die
einschränkende Objektklasse zu definieren.
8. Geben Sie einen Namen in das Feld Abfragename ein oder akzeptieren Sie den
Standardnamen.
9. Optional: Geben Sie in das Feld Beschreibung eine entsprechende Beschreibung der
Abfrage ein.
10. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Abfrage im Kartenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Kartenfenstername das
vorgegebene Kartenfenster, in dem die Ergebnisse dargestellt werden sollen.
ODER
Wenn die Ergebnisse nicht in einem Kartenfenster erscheinen sollen, deaktivieren Sie
die Option Abfrage im Kartenfenster darstellen.
11. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Symbolik und ändern Sie die
Standardsymbolik über das Dialogfeld Symbolik auswählen.
12. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Abfrage im Datenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Datenfenstername das
vorgegebene Datenfenster, in dem die Ergebnisse dargestellt werden sollen.
ODER
13-21
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Wenn die Ergebnisse nicht in einem Datenfenster erscheinen sollen, deaktivieren Sie
die Option Abfrage im Datenfenster darstellen.
13. Klicken Sie auf OK, um die Ergebnisse der plattformspezifischen Abfrage zu
generieren und darzustellen.
Hinweis: Wenn Sie weder ein Karten- noch ein Datenfenster wählen, wird die Abfrage
dem Abfrageordner hinzugefügt.
Siehe "Attributfilterabfragen definieren" in diesem Kapitel.
Definieren plattformspezifischer Abfragen für MGSMWarehouses
Wenn Sie mit einer Verbindung zu einem MGSM-Datensatz arbeiten, können Sie beim
Ausführen des Befehls Plattformspezifische Abfrage eine Abstandsdarstellung für das
Abfrageergebnis definieren. Die Abfrage kann auf eine einzelne Tabelle für verteilte
Attribute oder eine Überlagerung mehrerer Tabellen für verteilte Attribute unter
Verwendung der Überlagerungsoperatoren Schnittmenge und Differenz ausgeführt werden
Bei einer Abstandsdarstellung kann ein fester Abstand oder ein skalierter Abstand oder
beides eingesetzt werden.
Bitte beachten Sie, dass die Definition der Abstandsdarstellung nicht gespeichert wird und
nach Darstellung der Abfrage verloren geht. Wenn Sie einen GeoWorkspace mit einer
Abstandsabfrage speichern, ist der definierte Abstand beim nächsten Öffnen des
GeoWorkspace nicht mehr vorhanden. Die Darstellung stimmt dann wieder mit der
Mittellinie des Kontrollnetzwerks überein, das in der Koordinatendatei definiert ist.
Obwohl die Abstandsdefinition nicht gespeichert wird, bleibt die Abstandsgeometrie der
Abfrage so lange erhalten wie die MGSM-Verbindung in der aktuellen Arbeitssitzung
besteht.
Sie können die Abfrage bearbeiten, um den Abstand neu zu definieren. Beachten Sie, dass
die Definition der Abstandsdarstellung nicht gespeichert wird. Wenn Sie also im
Dialogfeld Abfrageeigenschaften die Abfrage ändern, ist kein Abstand definiert (selbst
dann nicht, wenn sie momentan mit einem Abstand dargestellt ist). Wenn Sie eine
plattformspezifische Abfrage mit einem Abstand definieren und dann die Abfrage mit dem
Befehl Neue Abfrage bearbeiten, erkennt die Abfrage den Abstand nicht. Bei jeder
Bearbeitung einer MGSM-spezifischen Abfrage wird die Abstandsdefinition auf Null
zurückgesetzt und Sie müssen sie neu definieren.
Siehe "Abfragen bearbeiten" und "Attributfilterabfragen definieren" in diesem Kapitel.
13-22
Analysieren von Daten
Konzepte der Abstandsdarstellung
In Abstandsdarstellungen können Sie verteilte Attribute rechts oder links von der
Mittellinie des gewählten linearen Referenznetzwerkobjektes darstellen. Abstände können
als fest, skaliert oder eine Kombination von beiden definiert werden. Ein fester Abstand
dient dazu, die verteilten Attribute für alle Segmente in einem konstanten Abstand von der
Mittellinie darzustellen. Ein skalierter Abstand drückt das Verhältnis zu einem
gespeicherten Datenbankwert aus und dient dazu, die verteilten Attribute in einem
skalierten Abstand zur Mittellinie darzustellen. Der feste Abstandswert und die Größe des
skalierten Abstandswertes werden in Ausgabeeinheiten festgelegt.
Sie können beispielsweise einen festen Abstand von 50 Feet und einen skalierten Abstand
von 25 Feet multipliziert mit dem Wert, der im Feld LaneNumber der Tabelle für verteilte
Attribute gespeichert ist, definieren. Ist die Anzahl im Feld LaneNumber für ein
bestimmtes Segment beispielsweise 2, wird dieses Segment in einem Abstand von 100 Feet
[50 + (25 * 2)] dargestellt.
Abstand rechts oder links
Abstände können rechts oder links von der Mittellinie positioniert werden, indem Sie im
Feld Abstand eine positive oder negative Zahl eingeben. Geben Sie als festen Abstand
einen positiven Wert ein, befindet sich der Abstand rechts von der Mittellinie in
Blickrichtung einer Schnellstraße (Richtung des zunehmenden Abstands). Geben Sie einen
negativen Wert ein, befindet sich der Abstand links von der Mittellinie in Blickrichtung
einer Schnellstraße (Richtung des zunehmenden Abstands).
Bei skalierten Abständen ist die Abstandsdarstellung von dem in der Datenbankspalte
Offset gespeicherten Wert (dem Skalierungsattribut) abhängig. Geben Sie als skalierten
Abstand einen positiven Wert ein, und der Abstandswert in der Datenbank ist gleichfalls
positiv, wird der Abstand rechts von der Mittellinie dargestellt. Ist der in der Datenbank
gespeicherte Abstandswert negativ, wird der Abstand links von der Mittellinie dargestellt.
Wenn Sie jedoch als skalierten Abstand einen negativen Wert eingeben und der
Abstandswert in der Datenbank ist positiv, wird der Abstand links von der Mittellinie
dargestellt. Ist der in der Datenbank gespeicherte Abstandswert negativ, wird der Abstand
rechts von der Mittellinie dargestellt.
Der Wert in der Skalierungsspalte wird der Datenbank entnommen und mit dem
Skalierungsfaktor multipliziert, um den Abstand in der angegebenen Maßeinheit zu
ermitteln. Der Skalierungsfaktor ist ein Multiplikator, der auf den Wert des
Skalierungsattributs des Segments angewendet wird.
13-23
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So definieren Sie eine MGSM-spezifische Abfrage
1. Wählen Sie Analyse > Plattformspezifische Abfrage.
2. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Verbindung des Dialogfelds Plattformspezifische
Abfrage die MGSM-Verbindung, die plattformspezifische Abfragen unterstützt
3. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Objekte auswählen in die Objektklasse aus, die Sie
abfragen möchten.
4. Optional: Klicken Sie auf Filter, um im Dialogfeld Filter einen Attributfilter und/oder
einen Überlagerungsfilter für die gewählte Objektklasse zu definieren.
5. Aktivieren Sie die geeignete Abstandsoption: Fester Abstand und/oder Skalierter
Abstand.
6. Geben Sie angemessene Abstandsparameter ein.
7. Geben Sie einen Namen in das Feld Abfragename ein oder akzeptieren Sie den
Standardnamen.
8. Optional: Geben Sie in das Feld Beschreibung eine entsprechende Beschreibung der
Abfrage ein.
9. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Abfrage im Kartenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Kartenfenstername das
vorgegebene Kartenfenster, in dem die Ergebnisse dargestellt werden sollen.
ODER
Wenn die Ergebnisse nicht in einem Kartenfenster erscheinen sollen, deaktivieren Sie
die Option Abfrage im Kartenfenster darstellen.
13-24
Analysieren von Daten
10. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Symbolik und ändern Sie die
Standardsymbolik über das Dialogfeld Symbolik auswählen.
11. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Abfrage im Datenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Datenfenstername das
vorgegebene Datenfenster, in dem die Ergebnisse dargestellt werden sollen.
ODER
Wenn die Ergebnisse nicht in einem Datenfenster erscheinen sollen, deaktivieren Sie
die Option Abfrage im Datenfenster darstellen.
12. Klicken Sie auf OK, um die Ergebnisse der plattformspezifischen Abfrage zu
generieren und darzustellen.
Hinweis: Wenn Sie weder ein Karten- noch ein Datenfenster wählen, wird die Abfrage
dem Abfrageordner hinzugefügt.
Lineare Netzwerkabfragen definieren
Wenn Sie ein MGSM-Warehouse verwenden, können Sie zur Definition der
Suchbedingungen für eine lineare Netzwerkabfrage die Segmentsätze in verteilten
Attributtabellen mit Überlagerungsoperatoren kombinieren. Die verteilten Attributwerte,
die die Abfrage liefert, werden als Punkt- oder lineare Segmente entlang ihrer jeweiligen
linearen Netzwerkobjekte angezeigt. Diese neuen Segmente werden bei Darstellung der
Abfrage dynamisch erzeugt.
Die folgenden Überlagerungsoperatoren sind verfügbar:
•
Der Operator Schnittmenge sucht nach Segmenten, die sich überschneiden.
Eine Abfrage nach Unfällen, die Bauarbeiten überschneiden liefert beispielsweise nur
Segmente in denen Unfälle auftreten, in denen auch Bauarbeiten im Gange sind.
13-25
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
Der Operator Differenz sucht nach Segmenten, die sich voneinander unterscheiden.
Eine Abfrage nach Unfällen, die sich von Bauarbeiten unterscheiden, liefert
beispielsweise nur Segmente, in denen Unfälle auftreten, bei denen keine Bauarbeiten
im Gange sind.
Auf lineare Netzwerkabfragen können auch Attributfilter und räumliche Abfragen
angewendet werden. Sie können beispielsweise eine Abfrage zum Ermitteln von Straßen
ausführen, die Bauarbeiten überschneiden und Sumpfland berühren, wo Gänse ihre Nester
haben.
Die lineare Netzwerkabfrage findet die Straßen, die sich mit Bauarbeiten überschneiden.
•
Die räumliche Abfrage beschränkt die Suche auf Straßen, die sich mit Bauarbeiten
überschneiden und Sumpfland berühren.
•
Der Attributfilter beschränkt die Suche nach Straßen, die sich mit Bauarbeiten
überschneiden auf solche, die Sumpfland mit Gänsenestern berühren.
Die Verfahren zum Erstellen einer linearen Netzwerkabfrage sind dieselben wie für jede
andere Abfrage, nur dass Sie hier zusätzlich die Überlagerungsoperatoren
SCHNITTMENGE und DIFFERENZ benutzen können.
So definieren Sie eine lineare Netzwerkabfrage
1. Wählen Sie Analyse > Plattformspezifische Abfrage.
2. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Objekte auswählen in eine Objektklasse oder
Abfrage aus.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Filter.
4. Wählen Sie ein Attribut und klicken Sie den Abwärtspfeil unter dem Feld Attribute.
5. Wählen Sie einen Operator aus und klicken Sie gegebenenfalls auf den Abwärtspfeil
im Feld Operatoren.
6. Zur Anzeige der Werteliste im ausgewählten Attribut klicken Sie auf Werte zeigen.
7. Geben Sie einen Wert ein oder wählen Sie einen aus der Liste und klicken Sie auf den
Abwärtspfeil unter dem Feld Werte.
13-26
Analysieren von Daten
8. Klicken Sie auf die Schaltfläche Überlagerung hinzufügen, um das Dialogfeld
Überlagerung hinzufügen aufzurufen.
13
Hinweis: Die Schaltflächen Überlagerung hinzufügen und Überlagerung entfernen
erscheinen nur dann im Dialogfeld Filter, wenn Sie eine lineare Netzwerkabfrage an
ein MGSM-Warehouse richten.
9. Wählen Sie aus der Liste einen Überlagerungsoperator.
10. Wählen Sie eine verteilte Attributtabelle.
11. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
12. Wählen Sie auf der Registerkarte Überlagerung ein Attribut und klicken Sie auf den
Abwärtspfeil unter dem Feld Attribute.
13. Wählen Sie einen Operator aus und klicken Sie gegebenenfalls auf den Abwärtspfeil
im Feld Operatoren.
14. Für eine Liste mit Werten klicken Sie auf Werte zeigen.
15. Geben Sie einen Wert ein oder wählen Sie einen aus der Liste und klicken Sie auf den
Abwärtspfeil unter dem Feld Werte.
13-27
Arbeiten mit GeoMedia Professional
16. Für eine zusätzliche Überlagerung klicken Sie auf Überlagerung hinzufügen und
wiederholen Sie die Schritte 9 bis 15.
Hinweis: Mit der Schaltfläche Überlagerung entfernen wird die auf der aktiven
Registerkarte angezeigte Überlagerung entfernt. Dies löscht auch das entsprechende
Element in der Abfrageanweisung.
17. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
18. Geben Sie im Dialogfeld Plattformspezifische Abfrage einen Namen und optional
eine Beschreibung für die Abfrage ein.
19. Um die Abfrage darzustellen, klicken Sie auf OK.
Manipulieren von Abfragen
Die Software verfügt über eine Reihe von Befehlen zum Manipulieren von Abfragen, mit
denen Sie exakt die Ergebnisse erzielen können, die Sie für einen bestimmten Zweck in
Ihrem Arbeitsablauf benötigen.
Abfragen darstellen
Gewöhnlich wird eine Abfrage automatisch dargestellt, wenn Sie sie erstellen. Wenn Sie
eine Abfrage erstellen, ohne sie darzustellen - etwa zur Verwendung in einer anderen
Abfrage oder zum Erstellen einer thematischen Darstellung - gibt es verschiedene
Möglichkeiten, die Abfrage später darzustellen.
So stellen Sie eine Abfrage dar
Fügen Sie die Abfrage der Legende hinzu. Dadurch
werden die Abfragen im aktiven Kartenfenster
dargestellt und die Einstellungen der Abfrageoptionen
ignoriert.
Wenn ein Datenfenster aktiv ist, wählen Sie Daten >
Inhalt ändern und danach die Abfrage.
Öffnen Sie ein neues Datenfenster, wobei Sie die
Abfrage als die darzustellenden Daten wählen.
Alternativ können Sie den Befehl Analyse > Abfragen verwenden, um eine Abfrage
darzustellen. Mit diesem Befehl können Sie Abfragen auch bearbeiten, löschen und
entladen. Das Symbol, das sich im Dialogfeld Abfragen neben jedem Abfragenamen
befindet, gibt Informationen zur jeweiligen Abfrage an, insbesondere zu ihrem Status und
Geometrietyp (falls verfügbar).
13-28
Analysieren von Daten
13
Geschlossene Abfrage
Nicht grafisch
AnySpatial
Punkt
Flächen
Grafiktext
Bild
Unbekannt, Grafiktyp nicht feststellbar
Linie
Ungültig, Abfrage kann nicht geöffnet werden
Oder verfahren Sie wie folgt:
1. Wählen Sie Analyse > Abfragen.
Hinweis: Die Größe dieses Dialogfeldes ist anpassbar, damit Sie lange Abfragenamen
besser sehen können Sie können hier außerdem die standardmäßigen MicrosoftFunktionen zur mehrfachen Auswahl mithilfe der STRG-Taste und der
UMSCHALTTASTE verwenden.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Abfragen die Abfrage, die Sie darstellen wollen und
klicken Sie auf Darstellen.
13-29
Arbeiten mit GeoMedia Professional
3. Wählen Sie im Dialogfeld Abfrage darstellen ein Fenster zur Darstellung der
Abfrage.
4. Um die Abfrage in einem neuen Fenster darzustellen, geben Sie den Namen in das
entsprechende Namensfeld für Fenster ein. Soll die Abfrage in einem bereits
geöffneten Fenster dargestellt werden, wählen Sie den gewünschten Fensternamen aus
der Pulldown-Liste.
5. Wenn Sie die Symbolik zur Darstellung einer Abfrage in einem Kartenfenster ändern
wollen, klicken Sie auf Symbolik, definieren diese im Dialogfeld, und klicken auf OK.
Die Symbolik der Abfrage hängt vom Typ der Objektklasse ab, die von der Abfrage
ausgegeben wird.
6. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Abfragen bearbeiten
Wenn eine Abfrage einmal definiert ist, können Sie alles ändern, mit Ausnahme der
Objektklasse oder der Abfrage, auf der sie aufbaut. Eine Änderung des Namens schlägt
sich nicht in bereits bestehenden Legendeneintragstiteln, Datenansichts-Überschriften oder
abhängigen Abfragenamen nieder. Die Bearbeitung einer Abfrage, die als Eingabe für
andere Abfragen dient, kann sich auf diese anderen Abfragen auswirken.
Wenn eine Objektklasse oder Abfrage, die in einer anderen Abfrage verwendet wird, eine
Änderung erfährt, wirkt sich dies auch auf die abhängige Abfrage aus.
•
Änderungen an der Definition einer Objektklasse oder Abfrage können eine abhängige
Abfrage ungültig machen. Handelt es sich bei der abhängigen Abfrage um eine
Attributfilterabfrage, wird ihre Darstellung aus dem Kartenfenster entfernt. Wird die
abhängige Abfrage durch eine Änderung ungültig, bleiben die der Objektklasse
zugehörigen Datenfenster leer.
•
Wenn Sie die Verbindung zu einem Warehouse schließen, das eine Objektklasse
enthält, die über eine abhängige Abfrage verfügt, werden die Daten aus der Darstellung
entfernt. Sie müssen jedoch die Legende bearbeiten, um den entsprechenden Eintrag zu
entfernen.
So bearbeiten Sie eine Abfrage
1. Wählen Sie Analyse > Abfragen.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Abfragen die gewünschte Abfrage und klicken Sie auf
Eigenschaften.
Die Art der Abfrage bestimmt, was im Dialogfeld Abfrageeigenschaften erscheint.
Wenn Sie z.B. eine Abfrage auswählen, bei der es sich um eine Beschriftung handelt,
erscheint das Dialogfeld Abfrageeigenschaften mit den Optionen, die für jeden
Abfragetyp in den Dialogfeldern Join bzw. Beschriftung einfügen verfügbar waren.
13-30
Analysieren von Daten
Hinweis: Das Dialogfeld Abfrageeigenschaften hat unterschiedliche
Erscheinungsbilder, wenn Sie Abfragen bearbeiten, die mit den folgenden Befehlen
erstellt wurden: Geometrie analysieren, Attributabfrage, Koordinaten
geokodieren, Join, Beschriftung einfügen, Plattformspezifische Abfrage,
Räumliche Differenz, Räumliche Verschneidung und Räumliche Abfrage. Der
Inhalt dieses Dialogfelds weicht auch dann ab, wenn die Abfrage mit dem Befehl
Räumliche Abfrage in GeoMedia Professional, Version 4.0 und früheren Versionen
oder GeoMedia Professional, Version 4.0, Service Pack 1 erstellt wurde.
Informationen hierzu finden Sie in der Online-Hilfe.
3. Bearbeiten Sie die für den ausgewählten Abfragetyp verfügbaren Optionen und
Einträge.
Bei einer Attributfilterabfrage können Sie beispielsweise den Abfragenamen oder die
Beschreibung ändern oder auf Filter klicken, um den Attributfilter zu bearbeiten.
Alle bestehenden Darstellungen der bearbeiteten Abfrage und alle anderen auf dieser
aufbauenden Abfragen werden aktualisiert.
4. Klicken Sie auf OK, um die Änderungen zu bestätigen.
5. Um für die Abfrage erneut darzustellen, klicken Sie auf Darstellen, um das Dialogfeld
Abfrage darstellen einzublenden.
Abfragen löschen
Beim Löschen einer Abfrage wird die Definition gelöscht, nicht jedoch die der Abfrage
zugehörigen Daten. Ähnlich verhält es sich beim Löschen eines Legendeneintrags für eine
Abfrage: Hier wird die Darstellung der Abfrage im Kartenfenster entfernt, nicht jedoch die
Abfrage selbst. Das Löschen einer Abfrage aus der Abfragekollektion entfernt die Abfrage
oder deren Namen nicht aus den Legenden, dem Datenfenster, der Verwendung durch
andere Abfragen und auch nicht aus der Baumstruktur im Dialogfeld Abfragen. Sie
können einzelne Abfragen oder mehrere Abfragen gleichzeitig löschen.
So löschen Sie eine Abfrage
1. Wählen Sie Analyse > Abfragen.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Abfragen die Abfrage, die Sie löschen wollen und klicken
Sie auf Löschen.
Entladen von Abfragen
Mit der Option Entladen können Sie die einer oder mehreren Abfragen zugehörigen Daten
entladen und durch Schließen der ausgewählten Abfragen mehr Speicherplatz schaffen.
13-31
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So entladen Sie eine Abfrage
1. Wählen Sie Analyse > Abfragen.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Abfragen die Abfragen, die Sie entladen wollen und
klicken Sie auf die Schaltfläche Entladen.
Die Symbole der ausgewählten Abfragen werden aktualisiert, um den neuen Status
(Entladen) wiederzugeben.
Räumliche Filter
Um den geographischen Bereich und damit die Anzahl der Objekte, die in einem
Kartenfenster dargestellt werden können einzuschränken, können Sie einen räumlichen
Filter im GeoWorkspace definieren und ihn mit dem Befehl Räumliche Filter auf Daten
im GeoWorkspace anwenden. Je nach Größe Ihres Datensatzes können räumliche Filter
eine erhebliche Verkürzung der Verarbeitungszeit bewirken. Dieser Befehl wendet den
räumlichen Filter und Operator auf alle Objekte und Abfragen (einschließlich geokodierte
Abfragen) im GeoWorkspace an, um die räumliche Filterung auf Ebene des
GeoWorkspaces auszuführen. Es kann immer nur eine räumliche Filterdefinition für den
gesamten GeoWorkspace aktiv sein. Daher legt das Festlegen oder Ändern des räumlichen
Filters den geographischen Bereich für alle Vorgänge im GeoWorkspace fest. Sie können
auf diesen Befehl über das Menü Warehouse zugreifen, wenn Sie sich in einem aktiven
Kartenfenster oder aktiven Datenfenster befinden.
Sie erhalten bessere Ergebnisse beim Befehl Räumliche Abfrage, wenn Sie Filter erstellen
und anwenden, die den Suchbereich räumlich beschränken. Die räumliche Abfrage allein
kann den Suchbereich für die betreffende Objektklasse nicht einschränken.
Siehe Abschnitt "Räumliche Abfragen definieren" in diesem Kapitel.
Mit dem Befehl Räumliche Filter können Sie:
•
Filtergeometrie festlegen und räumliche Filterung auf GeoWorkspace-Ebene
durchführen.
•
Filteroptionen auswählen.
•
Den aktiven Filter auf das Kartenfenster anwenden.
•
Benannte räumliche Filter verwenden und verwalten.
Der Befehl Räumliche Filter ermöglicht die Ausführung aller dieser Aufgaben über die
andockbare Steuerung Räumliche Filter, auf der Ihnen die Filterfunktionen griffbereit zur
Verfügung stehen.
13-32
Analysieren von Daten
13
Diese andockbare Steuerung zeigt den Namen des derzeit aktiven räumlichen Filters (falls
vorhanden) in einem schreibgeschützten Feld an und enthält Befehlsschaltflächen zum
Definieren und Verwalten der räumlichen Filter. Diese Steuerung ist beständig. Wenn Sie
also einen GeoWorkspace mit ausgeblendeter Steuerung speichern, wird sie nicht
angezeigt wenn Sie den GeoWorkspace das nächste Mal öffnen. Um die Steuerung erneut
anzuzeigen, müssen Sie Warehouse > Räumliche Filter wählen.
Räumliche Filter definieren
Die Flexibilität dieses Befehls macht es möglich, die räumliche Filtergeometrie mit einer
der folgenden Methoden zu definieren:
•
Platzierung eines Zauns, der rechteckig, polygonal oder kreisförmig sein kann.
•
Auswahl eines Referenzobjekts aus einem Bereich mit Objektklassen, aus
zusammengesetzten Objekten oder aus Erfassungsgeometrietypen.
•
Definition eines Auswahlsatzes, der Flächenobjekte, zusammengesetzte Objekte oder
Bildobjekte enthält.
•
Verwendung des aktiven Kartenfensterbereichs als Filtergeometrie.
•
Keinen räumlichen Filter verwenden.
•
Anwenden einer vorhandenen räumlichen Filterdefinition.
Wenn Sie einen Filter mit einer dieser Methoden (mit Ausnahme der letzten Methode)
festlegen, weist die Software automatisch einen auf der Definitionsmethode basierenden
Standardnamen in der andockbaren Steuerung Räumliche Filter zu. Sie können den Filter
später mit dem Befehl Benannte räumliche Filter umbenennen.
Siehe hierzu "Benannte räumliche Filter" in diesem Kapitel.
13-33
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Die Standardnamen für räumliche Filter lauten wie folgt:
Filtertyp
Standardfiltername
Benannter räumlicher Filter
<tatsächlicher Name des Filters>
Referenzobjekte auswählen
Filter über ausgewähltes
Referenzobjekt
Auswahlsatz
Filter über Auswahlsatz
Aktiver Kartenfensterbereich
Filter über Kartenfensterbereich
Rechteckiger Zaun
Filter über rechteckigen Zaun
Polygonaler Zaun
Filter über polygonalen Zaun
Kreisförmiger Zaun
Filter über kreisförmigen Zaun
Filter entfernen
Kein aktiver Filter
Filter über Zaun
Sie können einen räumlichen Filter festlegen, indem Sie einfach die Standardanweisungen
zum Digitalisieren befolgen, um einen der folgenden Zauntypen im aktiven Kartenfenster
zu platzieren:
•
Rechteckiger Zaun – (Filter über rechteckigen Zaun)
•
Polygonaler Zaun – (Filter über polygonalen Zaun)
•
Kreisförmiger Zaun – (Filter über kreisförmigen Zaun)
Filter über Referenzelemente
Sie können den Befehl Referenzobjekte auswählen verwenden, um einen räumlichen
Filter durch Auswahl eines oder mehrerer Referenzobjekte aus einer Objektklasse des
Geometrietyps Fläche, Zusammengesetzt oder Erfassungsbereich festzulegen, dessen
Geometrie als räumlicher Filter verwendet wird. Räumliche Filterreferenzobjekte werden
mit dem Befehl Räumliche Filterreferenzobjekte im Menü Warehouse festgelegt.
Siehe hierzu "Festlegen räumlicher Filterreferenzobjekte" in diesem Kapitel.
13-34
Analysieren von Daten
13
Diese Methode ist dem Filtern über einen Auswahlsatz ähnlich. Sie können hierbei jedoch
die Instanz eines Referenzobjektes nach dem Namensattribut auswählen. Dadurch stellt
diese Methode eine flexible Alternative zu benannten räumlichen Filtern dar, bei der eine
beliebige Referenzobjektinstanz als räumlicher Filter dienen kann. Dies ermöglicht die
direkte Erstellung von attributierten räumlichen Filterobjektklassen, die sich besser
verwalten lassen als benannte räumliche Filter.
Als erstes wählen Sie die Referenzobjektklasse aus der Liste mit Referenzobjektklassen
aus. Sie können nur Objekte des Typs Flächengeometrie, zusammengesetzte Geometrie
oder Bildgeometrie auswählen. Jetzt können Sie aus einer alphabetischen Liste mit
Attributnamen der festgelegten Objektklasse ein Attribut auswählen. Nach Auswahl des
gewünschten Attributs, zeigen Sie eine Liste der als räumlicher Filter zu verwendenden
Objekte an. Der Befehl erstellt dann die Filtergeometrie und führt die Filterung aus. Sie
können mehrere Elemente auswählen und die zusammengefügte Geometrie der
ausgewählten Referenzobjekte wird im Kartenfenster angezeigt.
Um die endgültige Filtergeometrie zu erstellen, wird als erstes die Objektgeometrie, die
keine Flächen darstellt (z.B. Linien- oder Punktgeometrie einer zusammengesetzten
Objektklasse) entfernt. Falls die Anzahl der ausgewählten Objektklassen mehr als eins
beträgt, wird eine einzelne Geometrie erstellt, indem die verbleibenden Instanzen der
Objektklassengeometrie zusammengefügt werden. Sollte die endgültige Geometrie (einzeln
oder zusammengefügt) keine Flächengeometrie enthalten, wird eine Fehlermeldung
angezeigt.
13-35
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Filter über Auswahlsatz
Sie können einen räumlichen Filter über einen Auswahlsatz definieren, den Sie mit einer
beliebigen Auswahlmethode (klicken, Zaun in Kartenfenster, Auswahl im Datenfenster
usw.) erstellt haben. Bei dieser Methode können Sie das Umrisspolygon eines Bildobjekts
als räumlichen Filter verwenden. Der Befehl erstellt die Filtergeometrie aus diesem
Auswahlsatz und führt die Filterung aus. Alle Auswahlsatztypen werden unterstützt. Um
die endgültige Filtergeometrie zu erstellen wird als erstes die Objektgeometrie, die keine
Flächen oder Bilder darstellt, entfernt. Falls die Anzahl der verbleibenden Geometrien
mehr als eins beträgt, wird eine einzelne Geometrie erstellt, indem die verbleibenden
Geometrien zusammengefügt werden. Sollte die endgültige Geometrie (einzeln oder
zusammengefügt) keine Flächengeometrie enthalten, wird eine Fehlermeldung angezeigt.
Filter über aktiven Kartenfensterbereich
Sie können einen räumlichen Filter definieren, indem Sie einfach den Bereich des aktiven
Kartenfensters verwenden. Wenn Sie diesen Befehl in einem aktiven Kartenfenster
auswählen, wird der aktuelle Kartenfensterbereich als Filtergeometrie verwendet und die
Filterung ausgeführt. Bei dieser Methode sind keine weiteren Eingaben erforderlich. Der
Filter wird automatisch auf sämtliche bereits bestehenden Objektklassen und Abfragen im
GeoWorkspace angewendet.
Kein aktiver Filter oder Anwenden eines vorhandenen Filters
Sie können ebenfalls einen räumlichen Filter definieren, indem Sie keinen räumlichen
Filter verwenden, d.h. indem Sie alle auf den GeoWorkspace angewendete Filter mit dem
Befehl Filter entfernen entfernen. Außerdem können Sie einen räumlichen Filter
definieren, indem Sie einen vorhandenen räumlichen Filter mit dem Befehl Benannte
räumliche Filter anwenden.
Siehe hierzu "Verwalten räumlicher Filter" in diesem Kapitel.
Festlegen von räumlichen Filtern
Die folgenden Arbeitsabläufe zeigen die Verfahren zum Definieren räumlicher Filter mit
den verschiedenen erwähnten Methoden:
13-36
Analysieren von Daten
So legen Sie einen räumlichen Filter über ausgewählte Referenzobjekte fest
1. Wählen Sie Warehouse > Räumliche Filter.
2. Klicken Sie in der andockbaren Steuerung auf die Schaltfläche Referenzobjekte
auswählen.
3. Wählen Sie in der Baumstruktur Objekte auswählen in das gewünschte
Referenzobjekt aus.
4. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Objektnamenattribut den Namen eines Attributs
aus.
5. Klicken Sie auf Werte zeigen.
13-37
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
6. Wählen Sie in der Liste Als räumliche Filter zu verwendende Objekte die
gewünschten Attributwerte aus und klicken Sie auf OK.
Hinweis: Die Liste Als räumliche Filter zu verwendende Objekte unterstützt die
Auswahl mehrerer Objekte.
Die Filtergeometrie wird erstellt, das Dialogfeld wird ausgeblendet und die Filterung
wird ausgeführt. Die zusammengefügte Geometrie der ausgewählten Objekte wird im
Kartenfenster angezeigt.
So legen Sie einen räumlichen Filter über einen Auswahlsatz fest
1. Erstellen Sie einen Auswahlsatz mit den für Ihren Arbeitsablauf erforderlichen Objekten.
2. Wählen Sie Warehouse > Räumliche Filter.
3. Klicken Sie in der andockbaren Steuerung auf die Schaltfläche Auswahlsatz.
Die Filtergeometrie wird aus diesem Auswahlsatz erstellt und die Filterung wird
ausgeführt.
So legen Sie einen räumlichen Filter über den aktiven Kartenfensterbereich
fest
1. Passen Sie die Ansicht in Ihrem Kartenfenster so an, dass die für Ihren Arbeitsablauf
erforderlichen Daten dargestellt werden.
2. Wählen Sie Warehouse > Räumliche Filter.
3. Klicken Sie in der andockbaren Steuerung auf die Schaltfläche Aktiver
Kartenfensterbereich.
Die Filtergeometrie wird aus dem aktiven Kartenfensterbereich erstellt und die
Filterung wird ausgeführt.
So legen Sie einen räumlichen Filter über einen Zaun fest
1. Wählen Sie Warehouse > Räumliche Filter.
2. Klicken Sie in der andockbaren Steuerung auf die Schaltfläche Rechteckiger Zaun
und ziehen Sie einen rechteckigen Zaun, um die Filterfläche festzulegen.
ODER
Klicken Sie in der andockbaren Steuerung auf die Schaltfläche Polygonaler Zaun und
ziehen Sie einen polygonalen Zaun, um die Filterfläche festzulegen.
ODER
13-38
Analysieren von Daten
Klicken Sie in der andockbaren Steuerung auf die Schaltfläche Kreisförmiger Zaun
und ziehen Sie einen kreisförmigen Zaun, um die Filterfläche festzulegen.
Die Filtergeometrie wird bei Mausklick aus dem digitalisierten Zaun erstellt und die
Filterung wird ausgeführt.
Verwalten von räumlichen Filtern
Nach dem Definieren räumlicher Filter können Sie diese verwalten, indem Sie die
folgenden Befehle in der andockbaren Steuerung Räumliche Filter verwenden:
•
Räumliche Filteroptionen
•
Räumlichen Filter einpassen
•
Benannte räumliche Filter
•
Filter entfernen
Räumliche Filteroptionen
Wenn Sie einen Filter definieren, übernimmt er zunächst die Standardfilteroptionen. Sie
können diese Optionen jedoch mit dem Befehl Räumliche Filteroptionen auf einfache
Weise ändern, um sie den Anforderungen Ihres Arbeitsablaufs anzupassen. Mit den
Optionen im Dialogfeld Räumliche Filteroptionen (siehe Abbildung) können Sie das
Verhalten von räumlichen Filtern steuern, indem Sie den räumlichen Operator, die
Filtergeometrie, die Darstellung und Einpassung im Kartenfenster sowie die
Darstellungssymbolik festlegen.
Hinweis: Bei den Befehlen unter Warehouse > Exportieren in wird immer der räumliche
Standardfilter beachtet. Dies ist unabhängig davon, ob die Objekte vorher vom
GeoWorkspace referenziert wurden oder nicht.
13-39
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Es stehen folgende räumliche Operatoren zur Auswahl:
Innerhalb (Standard) — ermöglicht den Zugriff auf Objekte, die sich entweder vollständig
innerhalb der Grenzen der räumlichen Filtergeometrie befinden oder die sich innerhalb der
räumlichen Filtergeometrie befinden und Teil der Grenzen der räumlichen Filtergeometrie
sind.
Vollständig enthalten — ermöglicht den Zugriff auf Objekte, die sich vollständig
innerhalb der Grenzen der räumlichen Filtergeometrie befinden.
Bereichsüberlappend — ermöglicht den Zugriff auf alle Daten, die sich innerhalb der
Grenzen des Filters befinden oder diese überlappen; es werden eventuell auch zusätzliche
Objekte geliefert. Dieser Operator dient dazu, den Datenserver schnell und effizient Daten
anhand seines internen räumlichen Indizierungssystems liefern zu lassen, ohne dass
einzelne Geometrievergleiche mit den Grenzen der räumlichen Filtergeometrie angestellt
werden müssen. Diese Verarbeitung ist je nach der Serverleistung und Datenkomplexität
unterschiedlich.
Überlappend — ermöglicht den Zugriff auf alle Objekte, die sich innerhalb der Grenzen
der räumlichen Filtergeometrie befinden oder diese an irgendeinem Punkt berühren.
13-40
Analysieren von Daten
Der räumliche Operator Bereichsüberlappend ist für Oracle-, Access-, MGDM0 und
SQL-Datenserver verfügbar. Wenn Sie diesen räumlichen Operator bei einem anderen
Datenserver wählen, wird automatisch der Operator Überlappend verwendet.
Jede Datenbank hat ein eigenes Indizierungssystem, so dass sich die Ergebnisse des
räumlichen Filterns drastisch unterscheiden können. Der Access-Datenserver verwendet
zur räumlichen Indizierung einen Quad-Tree-Algorithmus. Wenn Sie einen räumlichen
Filter mit dem räumlichen Operator Bereichsüberlappend auf Daten in einem AccessWarehouse anwenden, werden sämtliche Objekte geliefert, die den räumlichen Filter
überlappen, aber auch Objekte, die innerhalb bestimmter Quad-Tree-Grenzen liegen. Dies
beinhaltet oft "Teile" von Objekten, die in einiger Entfernung vom räumlichen Filter
liegen, besonders von Linien- oder Flächenobjekten.
Der Oracle-Datenserver verwendet einen R-Tree-Algorithmus zur räumlichen Indizierung.
Oracle verwendet eine Filtermethode in zwei Durchläufen, wobei Bereichsüberlappend
immer als Filter für den ersten Durchlauf verwendet wird. Der Filter
Bereichsüberlappend liefert die besten Ergebnisse in einer Oracle-Umgebung.
Der Befehl Räumliche Filteroptionen bietet Ihnen außerdem die Möglichkeit die
Geometrie mit dem minimalen Umgrenzungsrechteck (MBR) der definierten Geometrie,
dem sogenannten Geometriebereich (MBR) zu filtern. Diese Methode ist schneller, da die
Filterung nicht durch hochkomplexe Flächendefinitionen aufgehalten wird oder die
tatsächlich definierte Geometrie (Tatsächliche Geometrie), die genauer ist.
Bei diesem Befehl haben Sie außerdem die Möglichkeit den Filter automatisch mit dem
MBR-Wert des aktiven räumlichen Filters und einem Rand von 5% in ein im
GeoWorkspace verfügbares Kartenfenster Ihrer Wahl einzupassen. Die Option Filter
automatisch einpassen in ist standardmäßig deaktiviert. Sie können sich ebenfalls den
derzeit aktiven räumlichen Filter ständig im aktiven Kartenfenster anzeigen lassen, indem
Sie die Option Filter anzeigen auswählen. Dieses Kontrollkästchen ist standardmäßig
aktiviert. Sie können die Option Symbolik verwenden, um die Flächensymbolik des Filters
im aktiven Kartenfenster über das Dialogfeld Symbolik auswählen zu ändern.
13-41
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So legen Sie räumliche Filteroptionen fest
1. Wählen Sie Warehouse > Räumliche Filter.
2. Klicken Sie in der andockbaren Steuerung auf die Schaltfläche Räumliche
Filteroptionen.
3. Wählen Sie einen Räumlichen Operator aus der Pulldown-Liste.
4. Wählen Sie im Abschnitt Filter über die gewünschte Option.
5. Optional: Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Filter automatisch einpassen in und
wählen Sie anschließend in der Pulldown-Liste Kartenfenster den gewünschten
Eintrag aus.
6. Optional: Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Filter anzeigen.
7. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Symbolik und ändern Sie die Symbolik
über das Dialogfeld Symbolik auswählen.
8. Klicken Sie auf OK, um das Dialogfeld Räumliche Filteroptionen auszublenden.
Räumlichen Filter einpassen
Mit dem Befehl Räumlichen Filter einpassen können Sie den derzeitigen Filter mit dem
MBR-Wert des aktiven räumlichen Filters und einem Rand von 5% in das aktive
Kartenfenster einpassen.
Filter entfernen
Mit dem Befehl Filter entfernen (Kein aktiver Filter) können Sie den vorhandenen aktiven
benannten Filter einfach mit einem Klick auf die Schaltfläche entfernen. Hierbei kann es
sich um einen benutzerdefinierten oder einen systemdefinierten Filter handeln.
13-42
Analysieren von Daten
Benannte räumliche Filter
Mit dem Befehl Benannte räumliche Filter können Sie im entsprechenden Dialogfeld
einen vorhandenen benannten räumlichen Filter als aktiven Filter festlegen, den aktiven
Filter für die spätere Verwendung umbenennen und zuvor benannte Filter löschen.
Das Dialogfeld Benannte räumliche Filter zeigt den Namen des aktiven räumlichen
Filters im Feld Aktiver Filter auf gleiche Weise wie in der andockbaren Steuerung an.
Dieses Feld ist immer aktiviert, gesperrt und ausgegraut, um anzuzeigen, dass es sich
hierbei um ein schreibgeschütztes Feld handelt.
In der Liste Benannte Filter werden alle anderen räumlichen Filter des GeoWorkspaces
angezeigt. Der Standardname für räumliche Filter lautet SpatialFilter<n>, wobei n eine
während der Laufzeit vergebene Zahl darstellt, um die Eindeutigkeit zu gewährleisten. Sie
können einen Filter in der Liste auswählen und auf die Schaltfläche Anwenden klicken,
um eine Filterung mit der Geometrie und dem räumlichen Operator des ausgewählten
Filters auszuführen. Sie können auch auf den entsprechenden Listeneintrag doppelklicken,
um die Filterdefinition des ausgewählten Filters im aktiven Kartenfenster darzustellen. Die
Einstellungen der Optionen Filter über Geometriebereich (MBR) und Räumlicher
Operator im Dialogfeld Räumliche Filteroptionen werden ignoriert.
Sie können den Namen eines Filters ändern, indem Sie den entsprechenden Eintrag in der
Liste wählen, auf die Schaltfläche Name klicken und im Dialogfeld Filter benennen einen
Namen eingeben. Die Schaltfläche Name ist jedoch nur dann aktiviert, wenn ein aktiver
räumlicher Filter vorhanden ist, bei dem es sich nicht um einen benutzerbenannten
räumlichen Filter handelt. Es können also nur systemdefinierte Filter benannt und in der
räumlichen Filterkollektion gespeichert werden. Außerdem kann ein benannter räumlicher
Filter niemals umbenannt werden. Auf diese Weise wird der Filterliste die aktive räumliche
Filterdefinition mit dem angegebenen Namen und dem gegenwärtig für den Befehl
definierten räumlichen Operator hinzugefügt. Die hinzugefügte Filtergeometrie ist
entweder die tatsächliche aktive Filtergeometrie oder das MBR der aktiven Filtergeometrie,
je nach den Einstellungen im Abschnitt Filter über des Dialogfelds Räumliche
Filteroptionen.
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13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie können räumliche Filter auf einfache Weise entfernen, indem Sie einen oder mehrere
Namen in der Liste mit benannten Filtern auswählen und auf die Schaltfläche Löschen
klicken. Das Löschen eines räumlichen Filters hat keine Auswirkungen auf bestehende
Legendeneinträge, Datenfenster oder Abfragen.
So verwalten Sie räumliche Filter
1. Wählen Sie Warehouse > Räumliche Filter.
2. Klicken Sie in der andockbaren Steuerung auf die Schaltfläche Benannte räumliche
Filter.
3. Wenn Sie einen vorhandenen Filter anwenden wollen, wählen Sie den entsprechenden
Eintrag in der Liste Benannte Filter aus und klicken Sie auf Anwenden.
ODER
Doppelklicken Sie auf einen Filternamen.
Die Filterung wird mit der Filtergeometrie und dem räumlichen Operator des
ausgewählten Filters ausgeführt.
4. Wenn Sie den aktiven Filter (nicht einen benannten Filter) umbenennen wollen,
klicken Sie auf die Schaltfläche Name.
5. Geben Sie im Feld Name einen neuen Namen ein und klicken Sie auf OK.
6. Wenn Sie einen Filter entfernen wollen, wählen Sie ihn in der Liste Benannte Filter
aus und klicken Sie auf Löschen.
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Analysieren von Daten
Festlegen von räumlichen Filterreferenzobjekten
Mit dem Befehl Räumliche Filterreferenzobjekte können Sie Objektklassen festlegen,
die der räumlichen Filterung nicht unterliegen. Diese räumlichen Filterreferenzobjekte
bieten Ihnen ein visuelles Referenzsystem zum Definieren von räumlichen Filtern. Sie
können einen Satz individueller Objektklassen aus einer beliebigen Anzahl von
Warehouseverbindungen auswählen, anstatt die gesamte Verbindung auswählen zu
müssen.
Wenn Sie eine Objektklasse als Objektklasse mit räumlichen Filterreferenzobjekten
festlegen, erfüllt sie neben Ihrer gewöhnlichen Rolle als räumlich gefilterte Objektklasse
einen zusätzlichen Zweck. Sie steht in gefilterter und ungefilterter Form zur Verfügung.
Auf diese Weise können Sie die ungefilterte Form aus dem Knoten Referenzobjekte zur
Verwendung mit anderen Befehlen wie z.B. Legendeneinträge hinzufügen und
Attributabfrage auswählen.
Zum Festlegen von räumlichen Referenzobjekten wählen Sie als erstes eine Verbindung
aus. Anschließend wählen Sie aus den darin enthaltenen Objektklassen die Objektklassen
aus, die Sie als Referenzobjekte festlegen wollen. Nichtgrafische Objektklassen oder
Abfragen können nicht als räumliche Filterobjektklassen festgelegt werden. Die räumliche
Filterung erfolgt über Datenserver, während Abfragen die Aufgabe, räumliche Filter durch
die Filterung ihrer Eingabedaten zu erstellen, übernehmen. Sie können jedoch Abfragen
aus Referenzobjekten erstellen, wodurch sich im Wesentlichen der gleiche Effekt ergibt.
Es ist einfach, alle Objektklassen innerhalb einer Verbindung als räumliche
Filterreferenzobjekte festzulegen. Der Verbindung später hinzugefügte Objektklassen,
werden jedoch nicht automatisch als Referenzobjekte betrachtet. Es ist also die
Objektklasse innerhalb der Verbindung und nicht die Verbindung selbst, die als räumliche
Referenz festgelegt wird.
Wenn die Referenzobjekte festgelegt sind, werden sie produktweit von allen Befehlen (z.B.
Attributabfrage und Join) und Steuerelementen zur Unterstützung von Referenzobjekten
verwendet. Aus diesem Grund werden Referenzobjekte zusammen mit allen Verbindungen,
Abfragen und Kategorien in der Baumstruktur angezeigt. Wenn Sie keine Referenzobjekte
definieren, wird von anderen Befehlen kein leerer Knoten Referenzobjekte angezeigt.
Nach dem Festlegen Ihrer Referenzobjekte definieren Sie gewöhnlich mit dem Befehl
Referenzobjekte auswählen wie nachstehend beschrieben einen entsprechenden
räumlichen Filter.
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13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So legen Sie räumliche Filterreferenzobjekte fest
1. Wählen Sie Warehouse > Räumliche Filterreferenzobjekte.
2. Wählen Sie die entsprechende Verbindung aus.
3. Aktivieren Sie im Feld Objektklassen die entsprechenden Kontrollkästchen und
klicken Sie auf OK.
Alle ausgewählten Objektklassen werden als Referenzobjekte festgelegt. Alle nicht
ausgewählten Objektklassen, die zuvor als Referenzobjekte festgelegt waren, werden
wieder in den Zustand als nicht referenzierte Objekte zurückgesetzt.
Hinweis: Wenn ein Verbindungsknoten aktiviert/deaktiviert ist, sind gleichzeitig alle
in der Verbindung verfügbaren Objektklassen aktiviert bzw. deaktiviert.
4. Klicken Sie in der andockbaren Steuerung auf die Schaltfläche Referenzobjekte
auswählen.
5. Wählen Sie die Objektklasse States aus der Pulldown-Liste Objekte auswählen in.
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Analysieren von Daten
6. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Objektattributname den Eintrag STATE_NAME
und klicken Sie auf die Schaltfläche Werte zeigen.
7. Wählen Sie in der Liste Als räumlicher Filter zu verwendende Objekte den Eintrag
Alabama und klicken Sie anschließend auf OK, um die Filterung durchzuführen.
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13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Abfragen von reinen Grafikobjekten in MGE und
MGSM
Die MGE- und MGSM-Datenserver erwarten in Attributtabellen gültige Karten-ID-Werte,
was bedeutet, dass die Objektgeometrien tatsächlich in der Zeichnungsdatei existieren, die
durch die Karten-Identifikation angegeben ist. Auf diese Weise können die Datenserver
Abfragen nach Geometrien auf die identifizierte Zeichnungsdatei beschränken.
Wenn eine Abfrage an ein MGE- oder MGSM-Warehouse reine Grafikobjekte einschließt
(mit anderen Worten: Objekte, die mit keiner Attributtabelle verbunden sind) oder wenn
Karten-IDs nicht gültig sind, kann die Abfrage lange dauern, je nachdem, wie viele
Zeichnungsdateien durchsucht werden müssen. Dies ist der Fall, da der Server sämtliche
Zeichnungsdateien durchsehen muss, die vom räumlichen Filter zugelassen sind.
Weitere Informationen zum Schlüsselwort MAPID IS RELIABLE in der Datei mge.ini
finden Sie in der Online-Hilfe.
Wenn eine Kategorie Zeichnungsdateien für mehrere Objekttypen enthält, muss der MGEoder MGSM-Server Zeichnungsdateien durchsuchen, die keine für die Abfrage relevanten
Elemente enthalten. Das heißt, wenn eine einzelne Kategorie mehrere reine Grafikobjekte
enthält, dauert die Abfrage länger als wenn die Objekte verschiedenen Kategorien
zugeordnet sind. Dazu kommt, dass der MGDM-Server für die Suche nach reinen
Grafikobjekten mehr Speicher benötigt.
Eine Methode zur Steigerung der Leistung bei Abfragen nach reinen Grafikobjekten
besteht darin, die Größe der Kategorien zu beschränken. Die beste Lösung ist jedoch
immer ein Bereinigen der MGE- und MGSM-Daten.
Joins
Join nennt man eine Abfrage, die Objekte aus zwei Objektklassen oder Abfragen
extrahiert, die einen gemeinsamen Attributwert besitzen, und diese kombiniert. Eine
Joinabfrage würde beispielsweise auf der Basis einer gemeinsamen FlurstückIdentifikationsnummer alle Attribute für Flurstücke aus der Objektklasse "Flurstück"
zusammen mit Flurstück-Eigentümerdaten aus einer anderen Objektklasse liefern, selbst
wenn die zweite Objektklasse sich in einem anderen Warehouse befindet.
Sie geben beim Befehl Join die Objektklassen oder Abfragen an, die zusammengefügt
werden sollen. Sie legen außerdem fest, an welchen Attributen innerhalb dieser
Objektklassen oder Abfragen angeknüpft und welche Art von Joinverknüpfung hergestellt
wird. Zum Erstellen einer Joinabfrage mit den richtigen Objekten aus jeder Objektklasse
wählen Sie das Attribut in jeder Objektklasse, das den entsprechenden Wert enthält.
Attributpaare können durchaus andere Namen haben, müssen jedoch vom gleichen
Datentyp sein. Übereinstimmen müssen nur die Werte in jedem Attribut.
13-48
Analysieren von Daten
Hinweis: Übereinstimmung bedeutet absolute Identität. Es besteht zum Beispiel keine
Übereinstimmung zwischen, "Kansas" und "Kansas<Leerzeichen>".
Sie können außerdem die Ausgabespalten eines Joins auswählen und umbenennen, indem
Sie sie im Dialogfeld Ausgabeattribute auswählen, in dem alle Attribute aufgelistet sind.
Auf diese Weise können Sie die entgültigen Ergebnisfelder sehen sowie die Feldnamen
und die Anordnung der Felder manipulieren.
Joins definieren
Die folgenden Arten von Joinverknüpfungen sind möglich:
Exklusiv
Einträge werden nur in den Join aufgenommen, wenn
das Attribut im linken Feld dem Attribut des
zugehörigen rechten Feldes entspricht. Alle anderen
Einträge werden nicht in den Join einbezogen.
Links
inklusiv
Alle Einträge aus der linken Objektklasse werden in
den Join einbezogen, jedoch nur die
übereinstimmenden aus der rechten. Aus der rechten
Objektklasse stammende Zeilen, die keine
Entsprechung aufweisen, werden nicht in den Join
einbezogen.
Rechts
inklusiv
Alle Einträge aus der rechten Objektklasse werden in
den Join einbezogen, jedoch nur die
übereinstimmenden aus der linken. Aus der linken
Objektklasse stammende Zeilen, die keine
Entsprechung aufweisen, werden nicht in den Join
einbezogen.
Inklusiv
Alle Einträge aus beiden Objektklassen werden in den
Join einbezogen.
In allen inklusiven Joinverknüpfungen haben die Felder aus Einträgen mit
nichtübereinstimmenden Werten den Wert Null. Folglich können Joinattribute mit
Nullwerten mit keinem Eintrag der anderen Objektklassen übereinstimmen. Wenn ein
Eintrag in einer Objektklasse ein Attribut aufweist, das mehr als einem Eintrag der anderen
Objektklasse entspricht, gibt die Abfrage mehrere Kopien des ersten Eintrags aus.
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13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Zur Darstellung der Joinabfrage in einem Kartenfenster benutzt die Software die Geometrie
aus der linken Objektklasse oder Abfrage. Wenn Sie daher einen Join aus zwei
Objektklassen oder Abfragen mit Geometrien erstellen, wählen Sie die Objektklasse oder
Abfrage, deren Geometrie Sie übernehmen wollen, im Feld Linkes Joinobjekt des
Dialogfelds Join.
So erstellen Sie einen Join
1. Wählen Sie Analyse > Join.
2. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Linkes Joinobjekt die linke Objektklasse bzw.
Abfrage.
3. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Rechtes Joinobjekt die rechte Objektklasse bzw.
Abfrage.
4. Wählen Sie in der Liste mit verfügbaren Attributen die Attribute aus, auf deren
Grundlage Sie den Join erstellen wollen.
5. Klicken Sie auf den Abwärtspfeil, um das Attributpaar der Liste Ausgewählte
Attributpaare hinzuzufügen.
Hinweis: Zum Entfernen eines Attributpaares wählen Sie dieses aus der Liste
Ausgewählte Attributpaare und klicken auf den Aufwärtspfeil.
6. Wenn die Einträge in mehr als einem Attribut übereinstimmen müssen, wiederholen
Sie die Schritte 2 bis 5, um dem Join weitere Attributpaare hinzuzufügen.
13-50
Analysieren von Daten
7. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Attribute und anschließend auf
Umbenennen, um die Attribute umzubenennen. Klicken Sie auf die Schaltfläche
Attribute und verwenden Sie anschließend die Pfeilschaltflächen und/oder die
Schaltflächen Alle auswählen/Alle abwählen, um die Attribute neu anzuordnen.
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Informationen zu diesem Dialogfeld finden Sie in der Online-Hilfe.
Hinweis: Wenn Sie den Mauszeiger über einen Eintrag in einer der Listen stellen, wird
der Name des Feldes als QuickInfo angezeigt.
8. Wählen Sie die Art der Joinverknüpfung.
9. Geben Sie im Feld Abfragename einen Namen für den Join ein oder akzeptieren Sie
den Standardnamen.
10. Optional: Geben Sie eine Beschreibung des Joins ein.
11. Wählen Sie ein Fenster zur Darstellung des Joins. Wenn Sie ein Kartenfenster wählen,
können Sie auch die Symbolik des Joins ändern.
12. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
13-51
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Analysieren von Geometrie
Mit dem Befehl Geometrie analysieren werden statistische Daten der Geometrie für jedes
Objektvorkommen einer bestimmten Objektklasse bzw. Abfrage berechnet. Die Ausgabe
wird als Abfrage dargestellt, die in einem Karten- und/oder Datenfenster dargestellt werden
kann.
Folgende statistische Informationen sind verfügbar:
•
Flächenobjekte – Fläche, Umfang, Fläche/Umfang
•
Linienobjekte – Länge, Azimut, Richtung
•
Punktobjekte – geographische Koordinaten, projizierte Koordinaten, Höhe
•
Zusammengesetzte Objekte – Fläche, Länge, Fläche/Umfang, Länge, Azimut,
Richtung, geographische Koordinaten, projizierte Koordinaten, Höhe
•
Grafiktextobjekte – Geographische Koordinaten, projizierte Koordinaten, Höhe
•
Erfassungsbereichobjekte – Keine
Darüber hinaus können Sie mit diesem Befehl bestimmte vorgegebene Bedingungen
finden. Sie können damit zum Beispiel alle Flurstückflächen einer bestimmten Größe
ermitteln oder eine thematische Karte vorbereiten. Der Befehl Geometrie analysieren
wird über das Menü Analyse aufgerufen.
Dieser Befehl verwendet eine Objektklasse oder Abfrage als Eingabe und gibt die
Ergebnisse in Form einer neuen Abfrage aus. Diese enthält alle Felder der
Eingabeobjektklasse sowie zusätzliche Felder für alle entsprechenden statistischen Daten
zu einer Geometrie, die im Dialogfeld ausgewählt wurden. Die daraus resultierende
Abfrage kann in einem Kartenfenster und/oder Datenfenster dargestellt werden. Für eine
optimale Darstellung können Sie darüber hinaus die Symbolik für das Kartenfenster
einstellen. So kann eine Abfrage bzw. eine Sortierung des Datenfensters erstellt werden,
um kleine Flächen oder kurze Linien zu suchen, was bei der Verwendung dieses Befehls
für größere Flexibilität sorgt. Sie wollen zum Beispiel alle Objekte mit großen Flächen
oder solche mit Flächen innerhalb eines bestimmten Bereichs finden. Die Standardwerte
für Einheiten werden der Registerkarte Einheiten und Formate des Dialogfelds
Eigenschaften des Koordinatensystems entnommen. Sie können jedoch geändert werden.
Die Einheiten für Abstand und Flächen werden jedoch nicht in der ausgegebenen Abfrage
dargestellt.
Hinweise zur Registerkarte Einheiten und Formate finden Sie in der Online-Hilfe.
13-52
Analysieren von Daten
Die Abfrage ist dynamisch mit der Eingabeobjektklasse bzw. eingegebenen Abfrage
verknüpft und wird bei Änderungen automatisch aktualisiert. Das heißt, dass Objekte in
der ausgegebenen Abfrage ausgewählt und gelöscht werden können, so dass Sie in der
ursprünglichen Objektklasse gelöscht werden. So können Sie zum Beispiel alle Flächen,
die kleiner als eine bestimmte Mindestgröße oder Linien, die kürzer als eine Mindestlänge
sind, suchen und löschen.
Der Befehl Geometrie analysieren führt Berechnungen auf Grundlage der Registerkarte
Einheiten und Formate des Dialogfelds Eigenschaften des Koordinatensystems aus. Sie
können diese Einstellungen jedoch ändern, indem Sie auf der Registerkarte andere Werte
wählen.
Die Einheiten und Formate für Azimut, Richtung, geographische Koordinate,
Projektionskoordinate und Höhe werden den entsprechenden Einstellungen im Dialogfeld
entnommen. Diese Einstellungen können im Dialogfeld Geometrie analysieren nicht
überschrieben werden. Sobald Sie also eine Abfrage erstellt haben, können Sie die
Einheiten und Formate für Azimut, Richtung, geographische Koordinate, projizierte
Koordinate und Höhe nicht mehr ändern. Wenn Sie diese Einstellungen ändern wollen,
müssen Sie eine neue Abfrage erstellen.
Außerdem können Sie sphäroide oder planare Referenzbereiche verwenden, wenn Sie die
Statistik berechnen. Der Standardwert wird der Registerkarte Einheiten und Formate des
Dialogfelds Eigenschaften des Koordinatensystems entnommen. Alle Berechnungen
werden im GeoWorkspace-Koordinatensystem vorgenommen.
Hinweis: Vorhandene Abfragen, die durch diesen Befehl in GeoMedia Professional 3.0
erstellt wurden, werden weiterhin im Warehouse-Koordinatensystem berechnet. Nur neue
(GeoMedia Professional 4.0 und neuere Versionen) Abfragen werden im GeoWorkspaceKoordinatensystem berechnet.
Nachdem Sie den Befehl Geometrie analysieren ausgeführt haben, können Sie die
festgestellten Bedingungen korrigieren. Bei allen Veränderungen der Geometrie der
Objekte, für die statistische Daten berechnet wurden, werden die statistischen Daten
automatisch in jedem offenen Kartenfenster und/oder Datenfenster, die die betroffenen
Objekte darstellen, aktualisiert.
Wenn Sie kleine, mit dem Befehl Geometrie analysieren festgestellte Flächen löschen
möchten, gehen Sie wie folgt vor:
1. Führen Sie Geometrie analysieren aus, um die kleinen Flächen zu suchen.
2. Öffnen Sie ein Datenfenster für die neue Abfrage.
3. Sortieren Sie die Flächenspalte.
13-53
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
4. Wählen Sie alle Zeilen mit zu kleinen Flächen aus.
5. Löschen Sie die ausgewählten Zeilen.
Die Daten- und Kartenfenster werden aktualisiert.
Analyseoptionen
Sie können für die von Ihnen benötigte Statistik unter folgenden Optionen zur Analyse
wählen:
13-54
•
Fläche - Berechnet die Fläche jedes Objekts mit einer Flächengeometrie und speichert
den Wert in dem neuen Feld Fläche. Die Fläche wird nur für Objekte mit
Flächengeometrie berechnet. Alle anderen Geometrien werden ignoriert. Wenn es sich
bei der eingegebenen Objektklasse oder Abfrage um eine Liniengeometrie handelt,
wird diese Option ignoriert.
•
Umfang - Berechnet den Umfang nicht zusammenhängender Geometrien.
Aussparungen werden bei der Flächenberechnung berücksichtigt. Der Wert wird in
dem neuen Feld Umfang gespeichert. Der Umfang wird nur für Objekte mit
Flächengeometrie berechnet. Alle anderen Geometrien werden ignoriert. Wenn es sich
bei der eingegebenen Objektklasse oder Abfrage um eine Liniengeometrie handelt,
wird diese Option ignoriert.
•
Fläche/Umfang2 - Berechnet den Werte Fläche/Umfang_2 für jede Instanz der
ausgewählten Objektklasse bzw. Abfrage, die eine Flächengeometrie aufweist. Der
Wert wird im Ausgabeabfragesatz in einem neuen Feld mit der Bezeichnung
FlächeUmfangVerhältnis gespeichert. Wenn zu den Eingabedaten auch
zusammengesetzte Objektklassen gehören, werden die Statistikdaten nur für diejenigen
Objekte berechnet, die eine Flächengeometrie aufweisen. Die Statistik wird bei nicht
zusammenhängender Flächengeometrie nicht berechnet. Ist das Objekt eine Kollektion
mit Flächen- und Linien- oder Punktgeometrien, wird die Statistik für die
Flächengeometrien berechnet, während die übrigen Geometrien ignoriert werden.
Wenn es sich bei den eingegebenen Daten um eine Liniengeometrie handelt, wird diese
Option ignoriert.
•
Länge - Berechnet die Länge nicht zusammenhängender Geometrien. Aussparungen
werden bei der Flächenberechnung berücksichtigt. Der Wert wird in dem neuen Feld
Länge gespeichert. Die Länge wird nur für Objekte mit Liniengeometrie berechnet.
Alle anderen Geometrien werden ignoriert. Wenn es sich bei der eingegebenen
Objektklasse oder Abfrage um eine Flächengeometrie handelt, wird diese Option
ignoriert. Nicht zusammenhängende Geometrien werden bei der Längenberechnung
berücksichtigt.
•
Azimut - Berechnet den Azimut für jedes Objekt mit einer Liniengeometrie und
speichert den Wert in dem neuen Feld Azimut. Der Azimut wird nur für
zusammengesetzte und lineare Objekte berechnet.
Analysieren von Daten
•
Richtung - Berechnet die Richtung für jedes Objekt mit einer Liniengeometrie und
speichert den Wert in dem neuen Feld Richtung. Die Richtung wird nur für
zusammengesetzte und lineare Objekte berechnet.
•
Geographische Koordinate - Gibt die geographischen Koordinaten für jedes Objekt
mit einer Punkt- oder Textgeometrie aus und speichert die Werte in den neuen Feldern
ErsteGeographischeKoordinate und ZweiteGeographischeKoordinate gespeichert. Die
geographische Koordinate wird nur für zusammengesetzte, Punkt- und Textobjekte
ausgegeben.
•
Projektionskoordinate - Gibt die projizierte Koordinate für jedes Objekt mit einer
Punkt- oder Textgeometrie aus und speichert die Werte in den neuen Feldern
ErsteGeographischeKoordinate und ZweiteGeographischeKoordinate. Die
Projektionskoordinate wird nur für zusammengesetzte, Punkt- und Textobjekte
ausgegeben.
•
Höhe - Berechnet die Höhe für jedes Objekt mit einer Punktgeometrie und speichert
den Wert in dem neuen Feld Höhe. Die Höhe wird nur für zusammengesetzte, Punktund Textobjekte berechnet.
Die ausgegebene Objektklasse bzw. Abfrage enthält für jede gewählte Analyseoption, die
auf die Geometrietypen der eingegebenen Objektklasse bzw. Abfrage zutrifft, ein neues
Feld. Die Standardtitel der neuen Felder lauten wie oben aufgeführt. Wenn bereits eine
Spalte mit einem dieser Namen vorhanden ist, wird der neue Name dennoch beibehalten.
Allerdings wird eine zweistellige Zahl am Ende des Namens angehängt. Ein Platzhalter,
beginnend bei 01, wird so lange gesucht, bis ein eindeutiger Titel gefunden ist.
So analysieren Sie Geometrie
1. Öffnen Sie ein Warehouse mit Schreibzugriff.
2. Wählen Sie Analyse > Geometrie analysieren.
13-55
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
3. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Zu analysierende Objekte eine Objektklasse oder
Abfrage.
4. Wählen Sie in der Liste Analyseoptionen die gewünschte Statistikoption aus.
Hinweis: Die Liste mit verfügbaren Statistikdaten ist von der Geometrie der
ausgewähltem Objektklasse oder Abfrage abhängig. Wenn Sie eine Objektklasse oder
Abfrage das erste Mal wählen, sind alle Kontrollkästchen deaktiviert. Auch werden
alle Kontrollkästchen deaktiviert, wenn Sie die Objektklasse oder Abfrage wechseln.
Wenn jedoch der Geometrietyp der neu gewählten Objektklasse oder Abfrage mit dem
der zuvor gewählten übereinstimmt, bleiben die von Ihnen vorgenommenen
Einstellungen erhalten.
5. Geben Sie einen entsprechenden Namen in das Feld Abfragename ein.
6. Optional: Geben Sie in das Feld Beschreibung eine entsprechende Beschreibung der
Abfrage ein.
7. Optional: Klicken Sie auf Einheiten und Formate und ändern Sie die entsprechenden
Werte auf der Registerkarte Einheiten und Formate im Dialogfeld Eigenschaften des
Koordinatensystems.
8. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Ergebnis im Kartenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Kartenfenstername das
vorgegebene Kartenfenster, in dem die Ergebnisse dargestellt werden sollen.
ODER
Deaktivieren Sie die Option Ergebnis im Kartenfenster darstellen, wenn die
Ergebnisse nicht in einem Kartenfenster dargestellt werden sollen,
9. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Symbolik und ändern Sie die
Standardsymbolik über das Dialogfeld Symbolik auswählen.
10. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Ergebnis im Datenfenster darstellen
aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Datenfenstername das
vorgegebene Datenfenster, in dem die Ergebnisse dargestellt werden sollen.
ODER
Deaktivieren Sie die Option Ergebnis im Datenfenster darstellen, wenn die
Ergebnisse nicht in einem Datenfenster dargestellt werden sollen.
13-56
Analysieren von Daten
11. Klicken Sie auf OK, um die Geometrien zu analysieren.
Die Analyse wird auf die ausgewählte Objektklasse oder Abfrage angewendet, und es
wird eine Abfrage mit dem im Dialogfeld angegebenen Namen ausgegeben.
Wenn Sie die Option Ergebnis im Kartenfenster darstellen gewählt haben, werden
die Geometrien in einem Kartenfenster dargestellt. Bei Wahl des Kontrollkästchens
Ergebnis im Datenfenster darstellen wird das Datenfenster mit der Geometrie
angezeigt.
Pufferzonen um Objekte platzieren
Eine Pufferzone ist eine Region, die ein oder mehrere Objekte umschließt oder von diesen
umschlossen wird. Sie wird in der Regel zur räumlichen Analyse oder als Eingabe für
räumliche Abfragen verwendet. Wenn Sie den Befehl Analyse > Pufferzone zum
Platzieren von Pufferzonen wählen, erstellen Sie eine Abfrage, die einer vorhandenen
Objektklasse zugehörig ist. Diese Pufferzonen werden als Flächenobjekte eingefügt. Sie
können Pufferzonen um Punkt-, Linien-, Flächen- und zusammengesetzte Objektklassen
(nicht Grafiktext, Erfassungsbereiche oder nichtgrafische Objekte) oder um die Ergebnisse
einer Abfrage definieren und platzieren. Pufferzonen funktionieren am Besten, wenn das
Koordinatensystem des GeoWorkspaces und des Warehouses übereinstimmen und auf eine
flächentreue Projektion eingestellt sind. Die Ergebnisse können in einem Kartenfenster
und/oder Datenfenster dargestellt werden. Der Befehl Pufferzone steht zur Verfügung,
wenn ein Kartenfenster aktiv ist und mindestens eine offene Warehouseverbindung besteht.
13-57
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie können die Entfernung der Pufferzone (oder den Namen eines Attributs, das die
Pufferzonenentfernung enthält) je nach Objekt festlegen. Es werden eine Vielzahl von
Vorgaben für die Entfernungswerte, einschließlich Schichten, Ringe und Pufferzonen in
Innenflächen, unterstützt. Die Entfernung der Pufferzone kann entweder konstant oder
variabel sein.
Bei einer konstanten Entfernung legen Sie den Entfernungswert und die Einheit fest. Die
Entfernung muss folgendermaßen eingegeben werden:
•
Einfach—Eine einfache Zahl, z.B.: 10
•
Schichten—Durch Semikolon (;) abgetrennte Zahlen, z.B.: 10;20;30
•
Kreise—Durch Doppelpunkt (:) und Semikolon (;) abgetrennte Zahlen, z.B.:
(Anfang/Ende) 10:20;30:40
Der Standardwert für Einheit wird der Registerkarte Einheiten und Formate des
Dialogfelds Koordinatensystem definieren entnommen.
Bei einer variablen Entfernung wählen Sie ein Attribut mit Entfernungswerten aus, die je
nach Objekt unterschiedlich sein können. Hierbei stehen lediglich Attribute der Typen
Text, Byte, Integer, Long, Single, Double und Währung zur Auswahl. Die Werte müssen in
den Bezugseinheiten des Koordinatensystems der Daten vorliegen, für die ein Pufferzone
erstellt werden soll. Ist dies nicht der Fall, können Sie mithilfe des Befehls
Funktionsattribute einen Ausdruck erstellen, der die erforderliche Umrechnung von
Maßeinheiten und entsprechende Formatierung vornimmt.
Siehe hierzu "Funktionsattribute" in diesem Kapitel.
13-58
Analysieren von Daten
Sie können die Form der Endkappen wählen, mit denen die Endpunkte von linearen oder
zusammengesetzten Objekten verbunden werden. Zur Auswahl stehen die Optionen Rund
(Standardeinstellung) und Eckig.
Sie können außerdem festlegen, ob berührende Pufferzonen zusammengefügt werden
sollen. Diese Option ist standardmäßig deaktiviert. Nicht zusammengefügte Pufferzonen
werden um oder in jedes Objekt der ausgewählten Kombination von Objekt und
Entfernung platziert. Überlappende Pufferzonen werden nicht zusammengefügt. Die
Abbildung A zeigt sechs nicht zusammengefügte Pufferzonenobjekte. Bei
zusammengefügten Pufferzonen werden überlappende Sätze von Pufferzonenobjekten
zusammengefügt, wobei jedoch aus einem einzelnen Eingabeobjekt erstellte, nicht
zusammenhängende Pufferzonen Ihre Gruppierung beibehalten. Abbildung B zeigt vier
Pufferzonenobjekte, wobei eines drei zuvor nicht zusammengefügte Pufferzonenobjekte
zusammenfügt.
A
(B)
Bei der Ausgabe von zusammengefügten Pufferzonen, enthält die ausgegebene Abfrage ein
einzelnes Ausgabegeometriefeld. Bei der Ausgabe von nicht zusammengefügten
Pufferzonen, enthält die ausgegebene Abfrage zusätzlich ein Textattribut, das den
Entfernungswert enthält, mit dem die Pufferzone erstellt wurde.
Die folgenden Abbildungen zeigen Beispielpufferzonen um verschiedene Geometrien,
sowie die Auswirkung positiver und negativer Entfernungswerte:
13-59
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Funktionsattribute
Mit dem Befehl Funktionsattribute können neue Attribute erstellen, die auf Abfragen
basieren. Dieser Befehl unterstützt die Berechnung spontaner, dynamischer Attribute
basierend auf der Geometriebemaßung und/oder der Attributwerte für eine einzelne
Datenbanktabelle. Der Befehl liefert alle ursprünglichen Attribute sowie neue Attribute, die
im Dialogfeld Funktionsattribute als einen neue Abfrage definiert wurden. Sie können
diesen Befehl auf schreibgeschützte Daten anwenden sowie auf Daten mit Schreibzugriff.
Außerdem können berechnete Ausgabeattribute innerhalb einer Funktionsabfrage als
Eingabe für eine weitere Analyse verwendet werden. Sie müssen über ein aktives Kartenoder Datenfenster sowie mindestens eine offene Verbindung verfügen, um diesen Befehl
zu verwenden.
Nach der Erstellung der Funktionsattribute speichert der Befehl die Abfrage im
GeoWorkspace und zeigt die Ergebnisse im Karten- und/oder Datenfenster an. Sie können
Abfragen überprüfen und verwalten, indem Sie die Befehle Analyse > Abfragen und
Legende > Abfrage hinzufügen verwenden.
Bei diesem Befehl wählen Sie zuerst im Dialogfeld Funktionsattribute das Objekt bzw.
die Abfrage aus, für das/die Sie Funktionsattribute hinzufügen wollen.
13-60
Analysieren von Daten
13
Anschließend öffnen Sie das Dialogfeld Funktionsattribut mit der Schaltfläche Neu, um
den Ausdruck für die Analyse zusammenzustellen. Das zweite Dialogfeld dient als
Rechner, mit dem Sie die Berechnung von Informationen für Abfragen durchführen
können. Dieser Rechner bietet Ihnen Standardoperatoren sowie kontextbezogene
Syntaxinformationen.
Informationen zu diesem Dialogfeld finden Sie in der Online-Hilfe.
13-61
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Außerdem können Sie das Dialogfeld Funktionsattribut verwenden, um
Funktionsattribute über die Befehle Aggregierung, Analytisch zusammenfügen und
Attribute aktualisieren zu erstellen, zu bearbeiten, zu überprüfen oder zu löschen. Die
Analysebefehle Funktionsattribute, Aggregierung und Analytisch zusammenfügen
stellen Abfragetypen dar, die über das Dialogfeld Funktionsattribute zusätzliche Daten
erstellen. Der Bearbeitungsbefehl Attribute aktualisieren ist eine Funktion zum
Aktualisieren der Datenbank, die die ursprünglichen Daten ändert und eine Verbindung mit
Schreibzugriff erfordert. Wenn Sie das Dialogfeld über den Befehl Attribute
aktualisieren öffnen, lautet dessen Titel Ausdruck für <Attribut> und die Felder
Funktionsattributname und Ausgabetyp sind nicht vorhanden.
Siehe auch "Aggregieren von Daten“ sowie "Zusammenfügen von Objektklassen und
Abfragen" in diesem Kapitel und "Aktualisieren von Objektattributen“ im Kapitel
"Bearbeiten von Objekten und Geometrien“.
Hinweis: Beachten Sie bitte, das der Befehl Funktionsattribute (Plural) das Dialogfeld
Funktionsattribute (Plural) öffnet. Über dieses Dialogfeld sowie die Dialogfelder der
soeben erwähnten Befehle greifen Sie jedoch auf das Dialogfeld Funktionsattribut
(Singular) zu.
Ausdrücke für Funktionsattribute
Die Ausdrücke für Funktionsattribute sind den in Excel verwendeten Ausdrücken sehr
ähnlich. Sie bestehen aus Operanden und Operatoren, die bewertet werden, um einen
Ergebniswert zu erhalten. Ein Ausdruck kann aus nur einem Operand bestehen oder sich
aus einer Kombination von Operanden mit einem oder mehreren Operatoren
zusammensetzen. Ausdrücke sind vielseitig einsetzbar. So z.B. als Teil der mit einer
Abfrage abzurufenden Daten oder als Bedingung für die Suche nach Daten, die einem
bestimmten Satz von Kriterien entsprechen.
Siehe hierzu die Online-Hilfe.
Sie können einen Ausdruck erstellen oder ändern, indem Sie Werte eintippen und die
Schaltflächen verwenden, die den entsprechenden Operator automatisch in das Feld
Ausdruck im Dialogfeld Funktionsattribute einfügen. Sie können ebenfalls
Funktionssyntax ausschneiden und in das Feld Ausdruck einfügen.
13-62
Analysieren von Daten
Im Dialogfeld stehen Ihnen alle Kategorien, Funktionen die einer ausgewählten Kategorie
zugehörigen Funktionen sowie Spalten zur Verfügung, die als Eingabeparameter für
Funktionen verwendet werden können. Um Ihnen das Erstellen und Bearbeiten zu
erleichtern, zeigt dieses Dialogfeld außerdem die Syntaxdefinition der ausgewählten
Funktion an, sowie eine Quickinfo, die eine kurze Beschreibung zur Funktionsweise der
ausgewählten Funktion enthält. Nachdem Sie Text einfügen, wird der Ausdruck überprüft.
Falls beim Hinzufügen einer Funktion ein Problem auftritt, wird eine Fehlermeldung
angezeigt und der Fehler wird durch die Position des Mauszeigers im Ausdruck kenntlich
gemacht.
Hinweis: Sie können die Syntax auswählen, die am unteren Rand des Dialogfelds
angezeigt wird, wenn Sie eine Funktion wählen, und an eine andere Stelle kopieren.
Sie können Ausdrücke mit anderen austauschen, indem Sie den GeoWorkspace per E-Mail
verschicken, eine GeoWorkspace-Standardvorlage oder GeoMedia WebMap-Webseite
erstellen oder Ausdrücke kopieren und an anderer Stelle einfügen.
Ausgabedatentypen
Der Datentyp des Funktionsattributs wird nur dann im schreibgeschützten Feld
Ausgabetyp angezeigt, wenn der Ausdruck gültig ist. Dieses Feld stellt somit einen
hilfreichen Überprüfungsmechanismus dar. Einige Geometriefunktionen erstellen außer
den standardmäßigen Text- und numerischen Ausgabedatentypen auch
Geometriedatentypen. Zu den ausgegebenen Geometriedatentypen gehören:
•
Flächengeometrie
•
Liniengeometrie
•
Zusammengesetzte Geometrie
•
Punktgeometrie
•
Bildgeometrie
•
Textgeometrie
Länge
Sie können die Länge der ausgegebenen Funktionsattribute im Feld Länge überprüfen
bzw. bearbeiten, wenn deren Ausgabetyp Text ist. Der Standardwert lautet 255 und kann
auf einen beliebigen Wert von 1 bis 255 geändert werden.
Format
Sie können das Format der ausgegebenen Funktionsattribute im Feld Format überprüfen
bzw. bearbeiten. Dies gilt für alle Ausgabetypen mit Ausnahme von Geometriedatentypen.
Der Standardwert ist vom Datentyp der Ausgabe abhängig.
13-63
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Genauigkeit
Sie können die Genauigkeit zur Darstellung der ausgegebenen Funktionsattribute
überprüfen bzw. bearbeiten, wenn diese dem Format Fixiert, Standard oder Währung
entsprechen und deren Ausgabetyp Single, Double oder Währung ist. Der Standardwert ist
vom Ausgabetyp abhängig. Für Single ist der Standardwert 4, für Double ist er 6 und für
Währung ist er 2.
Operanden
Operanden werden von den Operatoren in einem Ausdruck manipuliert. Bei Operanden
kann es sich um folgendes handeln:
Bezeichner/Kennungen – Verweise auf Felder in denen die Werte für jeden Eintrag
unterschiedlich sind.
Konstanten – Feste Werte, die für jeden Eintrag konstant sind.
Funktionen – Operationen, die Eingaben annehmen und Werte ausgeben.
Ein Ausdruck kann aus einer Kombination dieser Operanden zusammen mit Operatoren
aufgebaut werden. Ein Ausdruck kann z.B. eine Berechnung sein, wie (Preis * 1,5)
oder (Preis + Mehrwertssteuer).
Als Zeichen ausgedrückte Datenwerte müssen in einem Ausdruck in einfache
Anführungszeichen (') gesetzt werden. Im folgenden Ausdruck wird das Literalzeichen B%
als Muster für die LIKE-Klausel verwendet: Nachname LIKE ‘B%’.
Im folgenden Ausdruck ist der Datumswert in einfache Anführungszeichen gesetzt:
Bestelldatum = '28 Sep 2001'.
Operatoren
Operatoren sind Symbole, die eine an einem oder mehreren Operanden durchzuführende
Aktion angeben. Sie geben also an, wie der Operand manipuliert werden soll. Es stehen
Operatoren der folgenden Kategorien zur Verfügung:
13-64
•
Arithmetisch
•
Logik
•
Bitweise
•
Textverkettung
•
Vergleich
•
Unär
Analysieren von Daten
Ein Ausdruck kann aus mehreren kleineren Ausdrücken aufgebaut werden, die durch
Operatoren miteinander verbunden sind. In solchen komplexen Ausdrücken werden die
Operatoren aufgrund ihrer Rangordnung bewertet. Operatoren mit höherer Rangordnung
werden vor Operatoren mit niedrigerer Rangordnung abgearbeitet. Operatoren mit gleicher
Rangordnung werden von rechts nach links abgearbeitet.
Hier einige Beispielsausdrücke:
•
•
•
AssessedVal = Area* Value
TotalPop = sum(Pop)
If MeanIncome > 30,000 then sum(Pop)
Funktionen
Der Befehl Funktionsattribute bietet Ihnen folgende Funktionstypen zum Ausführen von
Operationen:
•
Skalarfunktionen werden auf einen einzelnen Wert angewendet und geben einen
einzelnen Wert aus.
1:1 (1 Eintrag eingegeben, 1 Eintrag ausgegeben) Beispiel: Verwenden des Befehls
Funktionsattribute zum Berechnen der x- oder y-Koordinaten einer PunktgeometrieObjektklasse.
•
Aggregierungsfunktionen werden auf eine Kollektion von Werten angewendet, geben
aber nur einen einzelnen aufsummierten Wert aus.
Mehrere :1 (mehrere Einträge eingegeben, 1 Eintrag ausgegeben) Beispiel:
Verwenden des Befehls Analytisch zusammenfügen mit CREATEPOLYGON, um
Punkte zu einem Polygon zusammenzufügen.
•
Expansionsfunktionen werden auf einen einzelnen Wert (gewöhnlich ein
Geometriewert) angewendet und geben dann mehrere Werte aus.
1:Mehrere (1 Eintrag eingegeben, mehrere Einträge ausgegeben) Beispiel: Verwenden
des Befehls Funktionsattribute, um SEGMENTS von Linien zu berechnen.
Gewöhnlich werden Aggregierungsfunktionen hauptsächlich mit den Befehlen Analytisch
zusammenfügen und Aggregieren verwendet. Der Befehl Funktionsattribute verwendet
gewöhnlich nur Skalar- oder Expansionsfunktionen.
Alle mit GeoMedia Professional gelieferten Funktionen haben eindeutige Namen. Diese
Funktionen sind in folgende Kategorien unterteilt:
•
Datum & Zeit
•
Verschiedenes
•
Geometrie
•
Statistik
13-65
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
Logik
•
Text
•
Math & Trigonom.
•
Ansicht
Die Kategorien im Dialogfeld Funktionsattribute organisieren die Funktionen einfach
nach Themen. Wenn Sie in der Liste Kategorien den Eintrag Alle wählen, werden alle
verfügbaren Funktionen in der Liste Funktionen zur Auswahl bereitgestellt. Wenn Sie den
Eintrag Zuletzt verwendet wählen, werden in der Liste Funktionen die von Ihnen zuletzt
und am häufigsten verwendeten Funktionen angezeigt. Der Standardinhalt der Liste besteht
aus vierzehn vorausgewählten Funktionen. Die Liste wird jedoch während der
Verwendung des Befehls angepasst, um Ihre eigenen, häufig verwendeten Funktionen
einzubeziehen. Operatoren und Konstanten zeigen eine Liste mit Operatoren und
Konstanten an. Attribute, die als Eingabeparameter für Funktionen verwendet werden
können, werden in der Liste Attribute angezeigt.
Gebräuchliche Geometriefunktionen
Einige der am häufigsten verwendeten Geometriefunktionen sind die Funktionen AREA,
COMPRESS, CREATEPOLYLINE, MERGE, PERIMETER und REVERSE.
Die entsprechenden Spezifikationen lauten wie folgt:
AREA – gibt die Fläche der angegebenen Geometrie zurück. Die Syntax der Funktion
AREA ist anderen Funktionen wie LENGTH, PERIMETER, X, Y ähnlich.
Format: AREA(Geometrie; RefSpace; UnitOfMeasure)
Geometrie: Die Geometrie, deren Fläche gemessen werden soll. Die Geometrie kann im
Abschnitt mit verfügbaren Eingabeattributen des Dialogfelds ausgewählt werden.
RefSpace: Der zum Durchführen von Messungen verwendete aktive Referenzbereich kann
auf eine von zwei Konstanten festgelegt werden: Truemeas (tatsächl. Maß) oder
Projectedmeas (projiziertes Maß). Die Konstante des Referenzbereichs legt fest, ob beim
Berechnen der Messungen die Krümmung der Erdoberfläche oder die Ebene der
Objektklassenprojektion berücksichtigt werden soll. Dieser Parameter ist optional. Wenn
dieser Parameter fehlt, wird Truemeas verwendet. Folgende Werte sind möglich:
13-66
Analysieren von Daten
Wert
Konstante
Bedeutung
0
Truemeas
Messungen werden auf der Oberfläche des Ellipsoids, d.h.
unter Berücksichtigung der Erdkrümmung berechnet.
Entfernungen werden als geodätische Entfernungen
bezeichnet.
1
Projectgedmeas
Messungen werden auf der Projektionsebene berechnet.
Diese Messungen werden von Projektionsverzerrungen
beeinflusst.
UnitOfMeasure: Die Flächeneinheit, in der die Geometrie gemessen werden soll. Dieser
Parameter ist optional. Wenn dieser Parameter fehlt, wird die Geometrie in Quadratmetern
gemessen. Gültige Flächenmesswerte können aus den in der Kategorie Konstanten
aufgelisteten Funktionen gewählt werden.
Anmerkung: Der gelieferte Wert ist abhängig vom Geometrietyp.
Ist die Geometrie nicht definiert (NULL-Wert), wird der Wert NULL ausgegeben.
Ausgabetyp: gdbDouble
COMPRESS – gibt eine komprimierte Form der angegebenen Geometrie zurück. Es findet
kein sichtbare Änderung der Geometrie statt, sie wird stattdessen mit effizienter
Speicherung neu geschrieben. Kompression wird gelegentlich mit bestimmten aus CAD
stammenden Daten verwendet, die aus komplexen Linien oder Polygonen abgeleitet sind.
Die Geometrien werden neu geschrieben, damit Sie in GeoMedia Professional einfacher zu
bearbeiten sind. COMPRESS mit dem Befehl Attribute aktualisieren verwendet werden,
um die Geometrien in einem Warehouse mit Schreibzugriff direkt zu aktualisieren. Sie
können Informationen über eine bestimmte Geometrie überprüfen, indem Sie die
Geometrie im Kartenfenster auswählen, mit der rechten Maustaste klicken und im
Kontextmenü den Befehl Geometrie-Informationen wählen. Hierzu ein Beispiel vor und
nach der Anwendung von COMPRESS
VORHER
NACHHER
13-67
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Format: COMPRESS(Geometrie)
Geometrie: Die Geometrie, die komprimiert werden soll. Die Geometrie kann im Abschnitt
mit verfügbaren Eingabeattributen des Dialogfelds ausgewählt werden.
Anmerkung: Der gelieferte Wert ist abhängig vom Geometrietyp.
COMPRESS verändert folgende Geometrietypen nicht: PointGeometry,
OrientedPointGeometry, LineGeometry, PolylineGeometry, ArcGeometry,
PolygonGeometry, RectangleGeometry, RasterGeometry oder TextPointGeometry. In
solchen Fällen wird die eingegebene Geometrie unverändert ausgegeben.
COMPRESS ist nur auf CompositePolylineGeometry, CompositePolygonGeometry,
BoundaryGeometry und GeometryCollection anwendbar. Diese Geometriespeichertypen
können verschachtelte Geometrien und/oder Abfolgen von Liniengeometrien enthalten. In
allen diesen Fällen wird die eingegebene Geometrie in effizient gespeicherter Form
ausgegeben. Es tritt weder ein Verlust an Genauigkeit noch eine sichtbare Veränderung
auf. Siehe Folgendes:
Ist die Geometrie nicht definiert (NULL-Wert), wird der Wert NULL ausgegeben.
Die Komprimierung schließt die folgenden drei Schritte ein:
1. Verschachtelte zusammengesetzte Geometrie bzw. Geometriekollektionen werden
abgeflacht. Auf diese Weise werden Geometrieheader entfernt, rekursive Verarbeitung
vermieden und zusammengesetzte Geometrien für die weitere Optimierung im
nächsten Schritt vorbereitet.
2. Aufeinanderfolgende Linien/Polylinien mit übereinstimmenden Endpunkten, die in
zusammengesetzter Geometrie bzw. Geometriekollektionen enthalten sind, werden zu
einer einzelnen Polylinie zusammengefügt. Auf diese Weise werden Geometrieheader
und redundante Stützpunkte entfernt.
Im Falle von zusammengesetzter Geometrie wird vorausgesetzt, dass Endpunkte und
Anfangspunkte bei aufeinanderfolgenden Geometrien übereinstimmen, wobei solche
Geometrien (wenn Linien/Polylinien) zusammengefügt und redundante Stützpunkte
entfernt sind. Stimmen die Endpunkte nicht mit den Anfangspunkten überein, wird
diese Geometrie als ungültig betrachtet. In einem solchen Fall gibt es keinen
redundanten Stützpunkt und es erfolgt keine Komprimierung zwischen den beiden
Geometrien.
Bei Kollektionen wird nicht vorausgesetzt, dass Endpunkte und Anfangspunkte bei
aufeinanderfolgenden Geometrien übereinstimmen. Es ist jedoch bekannt, dass solche
Fälle auftreten können und diese dann oftmals als eine zusammenhängende
Liniengeometrie behandelt werden sollen. Aus diesem Grund findet in diesem Schritt
für Kollektionen die gleiche Verarbeitung wie für zusammengesetzte Geometrien statt
(siehe oben).
13-68
Analysieren von Daten
3. Zusammengesetzte Geometrie bzw. Geometriekollektionen mit nur einem Mitglied
werden abgeflacht und durch ein einfaches Element mit nur einem Mitglied ersetzt.
Auf diese Weise wird die übergeordnete Geometrie entfernt und die zukünftige
Verarbeitung vereinfacht.
Ausgabetyp: gdbSpatial
CREATEPOLYLINE – erstellt eine Polylinie aus einer angeordneten Reihe von Punkten.
Es handelt sich hierbei um eine Aggregierungs- (d.h. in mehreren Einträgen gespeicherte
Punkte werden als ein linearer Eintrag ausgegeben) oder eine Skalarfunktion (d.h. mehrere
in einem Eintrag gespeicherte Punkte werden an einen linearen Eintrag ausgegeben. Wenn
die Punkte für eine einzelne Linie in mehreren Einträgen gespeichert sind, sollten Sie
CREATEPOLYLINE mit dem Befehl Analytisch zusammenfügen und in selteneren
Fällen dem Befehl Aggregierung verwenden. Wenn die Punkte für eine einzelne Linie in
einem einzigen Eintrag (d.h. eine Objektklasse oder Abfrage mit mehreren
Punktgeometriespalten) gespeichert sind, können Sie die Befehle Analytisch
zusammenfügen, Funktionsattribute und Aggregierung verwenden.
Format: CREATEPOLYLINE(Geometrie; OrderBy) oder
CREATEPOLYLINE(Geometrie1; Geometrie2; Geometrie3; …)
Geometrie: Punktgeometrie, die die Stützpunkte darstellt, aus denen eine Polylinie erstellt
wird.
OrderBy: Optionaler Ausdruck zum Sortieren der Punkte. Wenn dieser Ausdruck fehlt,
wird die Anordnung anhand des Recordsets und Pipes, der diese Funktion enthält,
festgelegt; in diesem Fall ist die Anordnung der Stützpunkte nicht garantiert.
Geometrie 1; 2; …: Punktgeometrie, die die Stützpunkte darstellt, aus denen eine Polylinie
erstellt wird. Bei diesem Format wird die Funktion skalar.
Anmerkung: Die Eingabegeometrie muss dem Typ gdbPoint entsprechen.
Ist das Eingabefeld eine Kollektion, wird jeder Punkt der Kollektion einzeln in Reihenfolge
der in der Kollektion enthaltenen Elemente verarbeitet.
Ist die Geometrie nicht definiert (NULL-Wert), wird der Wert NULL ausgegeben.
Ist eine der Eingabegeometrien nicht definiert, wird die Geometrie ignoriert. Ist die Anzahl
der die Polylinie erstellenden Punkte geringer als 2,wird der Wert NULL ausgegeben.
Ausgabetyp: gdbLinear
MERGE – liefert die zusammengefügte Geometrie. Wird gewöhnlich mit dem Befehl
Analytisch zusammenfügen verwendet, da es sich hierbei um eine Aggregierungsfunktion
handelt.
Format: MERGE(Geometrie)
Geometrie: Die Geometrie, für die Sie zusammengefügte Geometrie erstellen wollen.
Ausgabetyp: gdbSpatial
13-69
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
PERIMETER – gibt die Länge des Umfangs der angegebenen Geometrie zurück. Das
folgende Format ist der Funktion AREA ähnlich.
Format: PERIMETER(Geometrie; RefSpace; UnitOfMeasure)
Geometrie: Die Geometrie, deren Umfang gemessen werden soll.
RefSpace: Der zum Durchführen von Messungen verwendete aktive Referenzbereich.
Dieser Parameter ist optional. Wenn dieser Parameter fehlt, wird Truemeas verwendet.
Mögliche Werte finden Sie in der Beschreibung der Funktion AREA.
UnitOfMeasure: Die Längeneinheit, in der die Geometrie gemessen werden soll. Dieser
Parameter ist optional. Wenn dieser Parameter fehlt, wird die Geometrie in Metern
gemessen. Gültige Längeneinheiten können in der Liste mit Konstanten ausgewählt
werden, die Sie unter der Kategorie Konstanten finden.
Ist die Geometrie nicht definiert (NULL-Wert), wird der Wert NULL ausgegeben.
Ausgabetyp: gdbDouble
REVERSE – gibt die ursprüngliche Geometrie mit umgekehrter Stützpunktanordnung
zurück. Es handelt sich hierbei um eine Skalarfunktion.
Format: REVERSE(Geometrie)
Geometrie: Die Geometrie, die umgekehrt werden soll. Sie muss dem Untertyp gdbLinear,
gdbAreal oder gdbAnySpatial entsprechen.
Anmerkung: Wenn die Geometrie Punktgeometrie enthält, wird diese ohne Änderung
zurückgegeben.
Wenn die Geometrie Liniengeometrie enthält, wird die umgekehrte Liniengeometrie
zurückgegeben.
Wenn die Geometrie Flächengeometrie enthält, wird die umgekehrte Flächengeometrie
zurückgegeben.
Handelt es sich bei der Geometrie um eine Geometriekollektion, wird die umgekehrte
Kollektion der umgekehrten Geometrie geliefert. Hierbei wird jede einzelne Geometrie
umgekehrt. Die Anordnung aller in der Kollektion enthaltenen Elemente wird ebenfalls
umgekehrt, um die Gesamtnordung aller Stützpunkte beizubehalten.
Ist die Geometrie nicht definiert (NULL-Wert), wird der Wert NULL ausgegeben.
Ausgabetyp: Gleicher Typ wie die ursprüngliche Geometrie.
13-70
Analysieren von Daten
Konstanten
Eine Konstante (auch Literal oder Skalarwert genannt) stellt einen bestimmten Datenwert
dar, der sich während der Berechnung eines Ausdrucks nicht ändert. Das Format einer
Konstanten hängt von dem Datentyp oder Wert ab, den sie repräsentiert. Eine vollständige
Liste aller verfügbaren Konstanten finden Sie im Feld Kategorien unter dem Eintrag
Konstanten.
So erstellen Sie Funktionsattribute und stellen sie dar
1. Wählen Sie Analyse > Funktionsattribute.
2. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Funktionsattribute hinzufügen für eine
Objektklasse oder Abfrage als Eingabe aus.
3. Klicken Sie auf Neu, um das Dialogfeld Funktionsattribut zum Definieren mindestens
eines Funktionsattributes zu öffnen.
4. Geben Sie einen entsprechenden Text im Feld Funktionsattributname ein.
Hinweis: Das Feld Ausgabetyp ist schreibgeschützt und das Feld Länge steht nur für
den Ausgabetyp Text zur Verfügung. Wenn Sie einen gültigen Ausdruck erstellen,
wird das Feld Ausgabetyp automatisch zugewiesen.
5. Estellen Sie im Feld Ausdruck den Ausdruck, der für das neue Funktionsattribut
berechnet werden soll. Sie können Ausdrücke durch Eingeben und/oder Einfügen von
Werten, durch Operatorschaltflächen, sowie durch die Auswahl von Werten in den
Listen Kategorien, Funktionen/Konstanten und Attribute erstellen
13-71
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
6. Nachdem Sie die Eingabe des Ausdrucks beendet haben, klicken Sie auf Hinzufügen,
um das Funktionsattribut zu erstellen.
Hinweis: Wenn Sie ein Funktionsattribut erstellt haben, wird es der Liste mit
verfügbaren Attributen hinzugefügt und kann als Teil von anderen
Funktionsausdrücken verwendet werden.
7. Optional: Verwenden Sie das Feld Ausdrücke und die Schaltfläche Hinzufügen, um
weitere Funktionsattribute zu erstellen.
8. Klicken Sie auf die Schaltfläche Schließen, um zum Dialogfeld Funktionsattribute
zurückzukehren.
9. Geben Sie einen Namen in das Feld Abfragename ein oder akzeptieren Sie den
Standardnamen.
10. Optional: Geben Sie in das Feld Beschreibung eine Beschreibung der Abfrage ein.
11. Legen Sie fest, ob die resultierende Funktionsattributabfrage in einem Datenfenster
oder Kartenfenster dargestellt werden soll. Sie können gegebenenfalls das Feld
Kartenfenstername ändern.
12. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Symbolik und ändern Sie die
Standardsymbolik des Kartenfensters über das Dialogfeld Symbolik auswählen.
13. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
So bearbeiten Sie Funktionsattribute
1. Wählen Sie Analyse > Abfragen.
2. Wählen Sie die gewünschte Abfrage in der Liste mit Abfragen aus.
3. Klicken Sie auf Eigenschaften.
4. Ändern Sie den Ausdruck für das Funktionsattribut im Feld Ausdruck des Dialogfelds
Funktionsattribut, indem Sie Werte eingeben und/oder einfügen; die
Operatorschaltflächen verwenden; und Werte aus den Listen Kategorien,
Funktionen/Konstanten und Attribute auswählen.
5. Wenn Sie mit der Bearbeitung fertig sind, klicken Sie auf OK, um zum Dialogfeld
Abfragen zurückzukehren.
13-72
Analysieren von Daten
Zusammenfügen von Objektklassen und Abfragen
Mit dem Befehl Analytisch zusammenfügen können Sie Objekte aus einer Objektklasse
oder Abfrage dynamisch zusammenfügen, sowie Attribute für diese Objekte in ein
einzelnes Ausgabeobjekt aggregieren. Diese Zusammenfügung wird in Form einer Abfrage
ausgegeben, die Informationen aus einer bestimmten Objektklasse kombiniert. Die
Ausgabeabfrage wird im GeoWorkspace gespeichert und kann im Karten- und/oder
Datenfenster dargestellt werden. Beispiel: Ihnen liegt eine Reihe von Liniensegmenten vor,
die die Achse einer Autobahn ausmachen. Sie möchten diese zu einer zusammenhängenden
Linie zusammenfügen, die Länge des zusammengefügten Segments und ebenso die
Höchstgeschwindigkeit über die gesamte Länge berechnen.
Beim Zusammenfügen legen Sie die Zusammenfügungskriterien fest, sowie die
auszugebenden Funktionsattribute, die aus den eingegebenen Objekten berechnet werden
sollen. Mit Ausnahme von Grafiktext und Erfassungsbereichen können alle Objektklassen
zusammengefügt werden. Um diesen Befehl verwenden zu können, müssen Sie über ein
aktives Karten- oder Datenfenster sowie mindestens eine geöffnete Warehouseverbindung
verfügen.
Es gibt drei mögliche Abfragen, die auf Zusammenfügungskriterien basieren:
attributbasiert, räumlich basiert oder beides. Sie legen die Kriterien mit den folgenden
Optionen im Dialogfeld Analytisch zusammenfügen fest.
•
Alle – fügt alle eingegebenen Objekte zusammen.
•
Berührend – fügt alle Objekte zusammen, die einander berühren.
•
Nach Attribut - fügt Objekte mit einem oder mehreren übereinstimmenden Attributen
zusammen.
•
Nach Attribut und berührend - fügt Objekte mit einem oder mehreren
übereinstimmenden Attributen und die einander berühren zusammen.
Wenn Sie eine der beiden attributbasierten Kriterien auswählen, wird die Liste Attribute
mit den Namen aller darstellbaren Attribute des Typs Text, Byte, Integer, Long, Single,
Double, Währung, Boolean, Memo und Datum (jedoch nicht LongBinary undGUID)
ausgefüllt, in der Sie eines oder mehrere Attribute auswählen können, die als Kriterien für
das Zusammenfügen aufgrund übereinstimmender Attributwerte verwendet werden sollen.
Die attributbasierte Zusammenfügung erfordert, dass die Werte aller Attribute
übereinstimmen, d.h. das kein logisches und zwischen den Vergleichen der verschiedenen
Attributwerte vorhanden ist. Wenn Sie attributbasiertes Zusammenfügen ohne Angabe
eines Attributs auswählen, wird Ihre Auswahl ignoriert. In einem solchen Fall, geht der
Befehl vonstatten als wäre die Option Alle oder Berührend (wie zutreffend) gewählt.
13-73
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie müssen mindestens ein auszugebendes Funktionsattribut mithilfe des Dialogfelds
Funktionsattribut definieren. Bei allen Eingabeobjekten (Ausnahme: nichtgrafisch) lautet
der Standardattributname Geometry zusammen mit dem Ausdruck
"MERGE(<Geometry>)", wobei <Geometry> den Namen des primären Geometriefelds der
Eingabeobjektklasse oder Abfrage darstellt. Wenn die Eingabeobjekte nichtgrafisch sind,
wird kein Attributname angezeigt. Sie können außerdem weitere auszugebende
Funktionsattribute über das Dialogfeld Funktionsattribut definieren und deren
Attributeigenschaften überprüfen und/oder bearbeiten, sowie Funktionsattribute über das
Dialogfeld Analytisch zusammenfügen löschen.
Siehe hierzu Abschnitt "Funktionsattribute" in diesem Kapitel.
Sie können den Befehl Analytisch zusammenfügen verwenden, um sowohl Eingabe- als
auch Ausgabeattribute zu bearbeiten. Aus der Eingabe stammende Attributfelder weisen im
Dialogfeld Funktionsattribut den Präfix Input auf. Wenn Sie ein Funktionsattribut
erstellen, weist das neue Attribut den Präfix Output auf. Dadurch können Sie mit
demselben Vorgang Analysen auf zuvor definierte Funktionsattribute durchführen. Sie
können z.B. die folgenden Ausdrücke in einem einzigen Vorgang mit dem Befehl
Analytisch zusammenfügen definieren:
MergeGeometry = MERGE(Input.Geometry)
AreaOfMergedGeometry = AREA(Output.MergeGeometry)
SumOfAreas = SUM(AREA(Input.Geometry)
Die letzten zwei Zeilen führen bei berührender (nicht überlappender) Geometrie zum
gleichen Ergebnis. Bei zwei überlappenden Flächen erhalten Sie unterschiedliche
Ergebnisse. In diesem Fall ist SumOfAreas größer als AreaOfMergedGeometry.
Verwenden des Kontextmenüs
Wenn Sie Funktionsattribute definieren, können Sie die Schaltflächen rechts neben dem
Feld Funktionsattribute ausgeben verwenden oder aber auch das Kontextmenü
verwenden. Das Kontextmenü enthält Optionen zum schnellen Erstellen von
gebräuchlichen Funktionsattributdefinitionen (siehe Abbildung).
13-74
Analysieren von Daten
Neu – Öffnet ein Untermenü mit den folgenden Optionen:
•
Benutzerdefiniert – Öffnet das Dialogfeld Funktionsattribut zum Erstellen neuer
Funktionsattribute (wie auch die Schaltfläche Neu).
•
Count(*) – Fügt ein neues Funktionsattribut mit dem Standardnamen
"CountVon<Objekt>" hinzu, wobei <Objekt> den Namen der Objektklasse oder
Abfrageeingabe für den Befehl darstellt. Der Ausdruck für das Funktionsattribut lautet
"COUNT(*)".
•
[Funktion] > [Attribut] – Fügt ein neues Funktionsattribut mit dem Standardnamen
"<Funktion>Von<Attribut>" hinzu, wobei <Funktion> den Namen der Funktion
(AVERAGE, COUNT, FIRST, MAX, MEDIAN, MIN, SUM) und <Attribut> den
Namen des ausgewählten Attributs darstellt. Wenn Sie beispielsweise die Summe des
Attributs "Population" berechnen wollen, lautet der Standardname des Attributs
"SumVonPopulation". Der Ausdruck für das Funktionsattribut lautet
"<Funktion>(<Attribut>)", z.B. "SUM(Population)".
•
[Funktion] > Mehrere Attribute – Öffnet das Dialogfeld Mehrere Attribute zum
Erstellen mehrerer neuer Funktionsattribute. Sie können eines pro ausgewähltem
Attribut aus der Liste aller Attribute der Eingabeobjektklasse oder Abfrage erstellen,
die einem Datentyp entsprechen, der für die ausgewählte Funktion gültig ist. Nachdem
Sie die entsprechenden Attribute gewählt haben, klicken Sie auf OK, um das
Dialogfeld zu schließen und um ein neues Ausgabefunktionsattribut für jedes
ausgewählte Attribut auszugeben.
Eigenschaften – Öffnet das Dialogfeld Funktionsattribut zum Überprüfen oder
Bearbeiten von Funktionsattributen (wie auch die Schaltfläche Eigenschaften).
Löschen – Löscht ausgewählte Funktionsattribute, wie auch die Schaltfläche Löschen.
13-75
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
So fügen Sie analytisch zusammen
1. Wählen Sie Analyse > Analytisch zusammenfügen.
2. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Objekte zusammenfügen in die Objektklasse
oder Abfrage aus, die zusammengefügt werden soll.
3. Wählen Sie unter Zusammenfügungskriterien eine geeignete Option.
4. Wenn Sie Nach Attribut oder Nach Attribut und berührend wählen, aktivieren Sie
die entsprechenden Kontrollkästchen unter Attribute.
5. Optional: Klicken Sie auf Neu, um mithilfe des Dialogfelds Funktionsattribut
zusätzliche Funktionsattribute zu definieren.
6. Optional: Ändern Sie den Standardabfragenamen und/oder geben Sie eine
Beschreibung im Gruppenfeld Zusammenfügung als Abfrage ausgeben ein.
Informationen zu diesem Dialogfeld finden Sie in der Online-Hilfe.
13-76
Analysieren von Daten
7. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Zusammenfügung im Kartenfenster
darstellen aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Kartenfenstername
das vorgegebene Kartenfenster, in dem die Zusammenfügung dargestellt werden soll.
ODER
Deaktivieren Sie die Option Zusammenfügung im Kartenfenster darstellen, wenn
die Zusammenfügung nicht im Kartenfenster dargestellt werden soll.
8. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Symbolik und ändern Sie die
Standardsymbolik über das Dialogfeld Symbolik auswählen.
9. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Zusammenfügung im Datenfenster
darstellen aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Datenfenstername das
vorgegebene Datenfenster, in dem die Zusammenfügung dargestellt werden soll.
ODER
Wenn die nichtgrafischen Attribute der Zusammenfügung nicht in einem Datenfenster
erscheinen sollen, deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Zusammenfügung im
Datenfenster darstellen.
10. Klicken Sie auf OK, um die zusammengefügten Objekte zu generieren.
Arbeitsablauf bei gestrichelten und bemusterten
Linienobjekten
Bei stark segmentierten Linien kann die Anwendung von gestrichelter oder bemusterter
Liniensymbolik oftmals unerwünschte Ergebnisse liefern. (Siehe Abbildung unten.)
In der Abbildung oben ist das Bahnlinienmuster wegen der stark segmentierten Linie
ungleichmäßig verteilt, da der Ursprung des Musters bei Antreffen eines neuen
Liniensegments jedes Mal neu definiert wird. Sie können diesen Zustand einfach beheben,
indem Sie den Befehl Analytisch zusammenfügen ausführen. (Siehe Abbildung unten.)
13-77
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
In der Abbildung oben ist das Bahnlinienmuster gleichmäßig verteilt und liefert ein
Ergebnis, das der im Dialogfeld Symbolik auswählen festlegten Symbolik entspricht. Der
Befehl Analytisch zusammenfügen hat die Linienabschnitte zusammengefügt und auf
diese Weise die durch die segmentierten Linien verursachten Darstellungsprobleme
behoben. Dieser Arbeitsablauf ist auch bei Mehrfachlinien hilfreich, die für parallele
Liniensymbolik (z.B. Autobahnen) verwendet werden. Hierbei im Besonderen bei
Kreuzungen.
Aggregieren von Daten
Mit dem Befehl Aggregierung können Sie mit einer dynamischen Abfrage die Attribute
von Objekten aus einer Objektklasse (die Teilobjektklasse) zu Objekten in einer anderen
Objektklasse (die Summenobjektklasse) kopieren. Diese Abfrage basiert auf der räumlichen
Beziehung zwischen zwei Objekten und/oder verwandten Tabellenspalten (ähnlich wie bei
einem Join) zwischen zwei Objekten. Hierbei werden die Attribute der Teilobjektklasse in
die Summenobjektklasse aggregiert. Bei der Summen- und Teilobjektklasse kann es sich
um Punkt-, Linien-, Flächen-, zusammengesetzte und nicht grafische Objektklassen, nicht
aber Grafiktext oder Erfassungsbereiche handeln. Die Aggregierung wird in Form einer
Abfrage ausgegeben, die im GeoWorkspace gespeichert wird und im Karten- und/oder
Datenfenster dargestellt werden kann. Alle Summenattribute werden in die resultierende
Abfrage einbezogen, während nur die berechneten Attribute der Teilobjektklassen
einbezogen werden.
Ein Beispiel für die Verwendung einer Aggregierung stellt die Kombination der
Informationen aus der Teilobjektklasse SCHÄTZWERT mit dem Summenobjekt
FLURSTÜCK dar. Als weiteres Beispiel könnten Sie auch die Objektklassen VAZ
(Verkehrsanalysenzone) und UNFÄLLE haben. In diesem Fall können Sie die Gesamtzahl
der in jeder VAZ auftretenden Unfälle summieren und in die VAZ-Objekte kopieren. Bei
den Objektklassen BODEN und BAUMBESTAND können Sie z.B. die Gesamtzahl der in
jeder Art von Boden wachsenden einzelnen Baumtypen kopieren und gleichzeitig die
Durchschnittgröße und das Durchschnittsalter von Bäumen in jeder Bodenart berechnen.
Weitere Beispiele zum Gebrauch dieses Befehls wäre die Ermittlung folgender Werte:
•
Die Gesamtlänge jeder Straßenkategorie in jeder Verkehrszone.
•
Durchschnittliches Einkommen potenzieller Kunden im Umkreis von 10 km mehrerer
möglicher Standorte eines Einkaufszentrums.
•
Gesamtschätzwert der von einem Straßenerweiterungsprojekt betroffenen Flurstücke.
Es gibt drei Aggregierungstypen, die auf den Zusammenfügungskriterien basieren:
Attributbasiert, räumlich basiert oder beides. Sie legen die Kriterien auf den Registerkarten
des Dialogfelds Aggregierung fest. Auf diesen Registerkarten geben Sie außerdem einen
Lösungsoperator sowie die auszugebenden Funktionsattribute fest, die aus den Summenund Teilobjekten berechnet werden sollen.
13-78
Analysieren von Daten
Aggregierungstypen
Es gibt drei Aggregierungstypen, die auf den Zusammenfügungskriterien basieren:
Attributbasiert, räumlich basiert oder beides. Sie legen die Kriterien auf den Registerkarten
des Dialogfelds Aggregierung fest. Auf diesen Registerkarten geben Sie außerdem einen
Lösungsoperator sowie die auszugebenden Funktionsattribute fest, die aus den Summenund Teilobjekten berechnet werden sollen.
Attributaggregierung
Diese Art von Aggregierung verwendet übereinstimmende Attributwerte, um festzustellen,
wie die Informationen in der Teiltabelle in die Summentabelle aggregiert werden soll. Sie
können z.B. zwei Tabellen aggregieren, eine mit Flurstückgeometrie (FLURSTÜCK) und
eine mit nichtgrafischen Informationen (FLURSTÜCK_INFO) in Bezug auf die
Flurstückobjekte, die über eine gemeinsame (identische) Spalte FLURSTÜCK_ID
verfügen. Die attributbasierte Aggregierung macht es möglich, bestimmte, aus der
Teiltabelle (FLURSTÜCK_INFO) berechnete Informationen, in der Summentabelle
(FLURSTÜCK) anhand des Vergleichs von gemeinsamen Attributen zu vereinen. Zu
diesem Zweck können Sie Funktionsattribute verwenden, um zwischen den beiden Quellen
berechnete Informationen hinzuzufügen.
Sie können auf der Registerkarte Attributaggregierung ein oder mehrere Summen/Teilattributpaare aus der Liste mit darstellbaren Attributen auswählen, anhand derer
ermittelt wird, ob Objekte aufgrund übereinstimmender Attributwerte aggregiert werden
sollen. Die Werte aller Attribute müssen übereinstimmen, d.h. zwischen den Vergleichen
der verschiedenen Attributwerte ist ein logisches und vorhanden. Wenn Sie eine
Summenobjektklasse oder –abfrage gewählt haben, müssen Sie mindestens ein Attribut
auswählen.
13-79
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
gdbBoolean
gdbByte
gdbInteger
gdbLong
gdbSingle
gdbDouble
gdbCurrenc
y
gdbDate
gdbText
Die Schaltfläche
mit der Sie ein Attributpaar auswählen können wird nur dann
aktiviert, wenn die Konvertierung zwischen den Datentypen der ausgewählten Attribut
möglich ist. Siehe hierzu die folgende Tabelle:
gdbBoolean
Y
N
N
N
N
N
N
N
N
gdbByte
N
y
y
y
y
y
N
N
N
gdbInteger
N
y
y
y
y
y
N
N
N
gdbLong
N
y
y
y
y
y
N
N
N
gdbSingle
N
y
y
y
y
y
N
N
N
gdbDouble
N
y
y
y
y
y
N
N
N
gdbCurrency
N
N
N
N
N
N
y
N
N
gdbDate
N
N
N
N
N
N
N
y
N
gdbText
N
N
N
N
N
N
N
N
y
Y = Auswahlschaltfläche aktiviert.
N = Auswahlschaltfläche deaktiviert.
Räumliche Aggregierung
Wenn sowohl die Summen- als auch die Teilobjektklassen keine gemeinsamen
(identischen) Datenbankspalten aufweisen, es sich jedoch um räumliche Objektklassen
handelt, können Sie eine Aggregierung anhand räumlicher Kriterien durchführen. Sie
können beispielsweise eine räumliche Aggregierung verwenden, um einen geeigneten
Standort für ein neues Restaurant aufgrund von Verkehrsaufkommen, Einkommen der
Einwohner und Entfernung von einer bestimmten Kreuzung festzustellen.
Bei einer räumlichen Aggregierung müssen Sie auf der Registerkarte Räumliche
Aggregierung das Kontrollkästchen Aggregieren wenn Summenobjekte aktivieren und
einen entsprechenden räumlichen Operator auswählen, da diese Art von Aggregierung auf
der räumlichen Nähe basiert. Wenn Sie den Operator Im Abstand von wählen, müssen Sie
auch die Entfernung und Einheiten angeben.
13-80
Analysieren von Daten
13
Kombinationsaggregierung (Attribut/räumlich)
Sie können auch eine Kombination von Attribut- und räumlicher Aggregierung
durchführen, wenn die Summen- und Teilobjekte mindestens eine gemeinsame (identische)
Datenbankspalte aufweisen und die Geometrien einander berühren. Bei dieser Art von
Aggregierung können Sie Eingaben von den beiden Registerkarten Attributaggregierung
und Räumliche Aggregierung verwenden.
Ausgabe
Auf der Registerkarte Ausgabe können Sie die Ausgabedefinition auswählen, die aus
einem optionalen Lösungsoperator und mindestens einem Funktionsattribut besteht.
Lösungsoperatoren legen fest, wie mehrdeutige Fälle gelöst werden sollen, bei denen ein
Teilobjekt in mehr als einem Summenobjekt aggregiert werden kann. Wenn die
ausgewählten Summen- und Teilobjektklassen oder Abfragen räumlich sind und das
Kontrollkästchen auf der Registerkarte Räumliche Aggregierung aktiviert ist, stehen die
Operatoren Alle, Keine, Erste, Größte, Größte Überlappung und Nächste zur
Verfügung. Wenn eine der ausgewählten Objektklassen oder Abfragen nicht grafisch ist
und/oder das Kontrollkästchen auf der Registerkarte Räumliche Aggregierung deaktiviert
ist, stehen die Operatoren Alle, Keine und Erste zur Verfügung.
Auf der Registerkarte Ausgabe steht Ihnen auch eine Option zur Verfügung, mit deren
Hilfe Sie Funktionsattribute über das Dialogfeld Funktionsattribut erstellen, überprüfen
und bearbeiten können. Sie können hier außerdem Funktionsattribute löschen. Die
Funktionsattribute fügen die berechneten Informationen zu dieser Summierung hinzu.
13-81
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie können den Befehl Aggregierung verwenden, um sowohl Eingabe- als auch
Ausgabeattribute zu bearbeiten. Dadurch können Sie mit demselben Vorgang Analysen auf
zuvor definierte Funktionsattribute durchführen. Die Summenobjekte werden im Feld
Attribute dieses Dialogfelds als Input.<Attributname> aufgelistet und die Teilobjekte
als Detail.<Attributname>.
Siehe Abschnitt “Funktionsattribute”.
Beispiel
Die folgenden Beispiele zum Gebrauch des Befehls Aggregierung verwenden die mit dem
Produkt gelieferten Beispieldatensätze USA und Madison County. Die als Beispiele
verwendeten Probleme sind rein hypothetisch und es bestehen möglicherweise andere
Arbeitsabläufe zu deren Lösung,
Problem 1: Das Kürzel des Staates muss vom Staat auf die Counties übertragen werden,
die sich in diesem Staat befinden.
Ergebnis:
• Summenobjekt: Counties
•
Teilobjekt: States
•
Räumliche Aggregierung
•
Aggregieren wenn Summenobjekte - Operator: Enthalten in
•
Registerkarte Ausgabe. Lösungsoperator: Alle
•
Ausgabeausdruck: FIRST(Detail.STAABBRV)
Problem 2: Anzahl der in jedem Staat befindlichen Städte wird als Attribut des Staates
benötigt.
Ergebnis:
• Summenobjekt: States
13-82
•
Teilobjekt: Cities
•
Räumliche Aggregierung
•
Aggregieren wenn Summenobjekte – Operator: Berührt
•
Registerkarte Ausgabe. Lösungsoperator: Alle
•
Ausgabeausdruck: COUNT(*)
Analysieren von Daten
Problem 3: Berechnung der Einwohner des Staates, die nicht in einer Stadt wohnen.
13
Ergebnis:
• Summenobjekt: States
•
Teilobjekt: Cities
•
Räumliche Aggregierung
•
Aggregieren wenn Summenobjekte – Operator: Berührt
•
Registerkarte Ausgabe. Lösungsoperator: Alle
•
Ausgabeausdruck: Input.POP-(SUM(Detail.POP))
Note: Der Ausgabeausdruck kann auch als State.Pop-(SUM(City.Pop)) betrachtet
werden.
Problem 4: Berechnung der Gesamtlänge von Interstates für jedes County in Meilen.
Ergebnis:
• Analyse der räumlichen Verschneidung (Analyse < Räumliche Verschneidung) von
Counties mit Interstates erforderlich, d.h. Interstates, die Counties überlappen.
•
Summenobjekt: Counties
•
Teilobjekt: Räumliche Verschneidung von Interstates und Counties
•
Räumliche Aggregierung
•
Aggregieren, wenn Summenobjekte – Operator: Überlappt
•
Registerkarte Ausgabe. Lösungsoperator: Alle
•
Ausgabeausdruck: SUM(LENGTH(Detail.IntersectionGeometry;TrueMeas;Mile))
Hinweis: Der Wert für Meilen wird mit doppelter Genauigkeit ausgedrückt, er hätte
mit dem Ausdruck jedoch ebenso gerundet werden können. Der folgende Ausdruck
rundet die Werte auf zwei signifikante Stellen:
ROUND(SUM(LENGTH(Detail.IntersectionGeometry;TrueMeas;Mile));2)
Verwenden des Kontextmenüs
Wenn Sie Funktionsattribute definieren, können Sie die Schaltflächen rechts neben dem
Feld Funktionsattribute ausgeben verwenden oder aber auch das Kontextmenü
verwenden. Das Kontextmenü enthält Optionen zum schnellen Erstellen von
gebräuchlichen Funktionsattributdefinitionen.
13-83
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Neu – Öffnet ein Untermenü mit den folgenden Optionen:
•
Benutzerdefiniert – Öffnet das Dialogfeld Funktionsattribut zum Erstellen neuer
Funktionsattribute (wie auch die Schaltfläche Neu).
•
Count(*) – Fügt ein neues Funktionsattribut mit dem Standardnamen
"CountVon<Objekt>" hinzu, wobei <Objekt> den Namen der Objektklasse oder
Abfrageeingabe für den Befehl darstellt. Der Ausdruck für das Funktionsattribut lautet
"COUNT(*)".
•
[Funktion] > [Attribut] – Fügt ein neues Funktionsattribut mit dem Standardnamen
"<Funktion>Von<Attribut>" hinzu, wobei <Funktion> den Namen der Funktion
(AVERAGE, COUNT, FIRST, MAX, MEDIAN, MIN, SUM) und <Attribut> den
Namen des ausgewählten Attributs darstellt. Wenn Sie beispielsweise die Summe des
Attributs "Population" berechnen wollen, lautet der Standardname des Attributs
"SumVonPopulation". Der Ausdruck für das Funktionsattribut lautet
"<Funktion>(<Attribut>)", z.B. "SUM(Population)".
•
[Funktion] > Mehrere Attribute – Öffnet das Dialogfeld Mehrere Attribute zum
Erstellen mehrerer neuer Funktionsattribute. Sie können eines pro ausgewähltem
Attribut aus der Liste aller Attribute der Eingabeobjektklasse oder Abfrage erstellen,
die einem Datentyp entsprechen, der für die ausgewählte Funktion gültig ist. Nachdem
Sie die entsprechenden Attribute gewählt haben, klicken Sie auf OK, um das
Dialogfeld zu schließen und um ein neues Ausgabefunktionsattribut für jedes
ausgewählte Attribut auszugeben.
Eigenschaften – Öffnet das Dialogfeld Funktionsattribut zum Überprüfen oder
Bearbeiten von Funktionsattributen (wie auch die Schaltfläche Eigenschaften).
Löschen – Löscht ausgewählte Funktionsattribute, wie auch die Schaltfläche Löschen.
13-84
Analysieren von Daten
So erstellen Sie eine Aggregierung
13
1. Wählen Sie Analyse > Aggregierung.
2. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Zu Summenobjekten aggregieren in eine
Summenobjektklasse oder Abfrage.
3. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste Aus Teilobjekten in eine Teilobjektklasse oder
Abfrage.
4. Optional: Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Aggregieren wenn Summenobjekte
auf der Registerkarte Räumliche Aggregierung. Wählen Sie anschließend den
entsprechenden räumlichen Operator in der Pulldown-Liste.
5. Optional: Wählen Sie die Attributpaare aus den Listen Summenattribute und
Teilattribute auf der Registerkarte Attributaggregierung. Klicken Sie anschließend
auf den Abwärtspfeil, um die Attributpaare zur Liste Ausgewählte Attributpaare
hinzuzufügen.
6. Optional: Wählen Sie auf der Registerkarte Ausgabe einen Operator in der PulldownListe Lösungsoperator.
7. Klicken Sie auf der Registerkarte Ausgabe auf Neu und definieren Sie mindestens ein
auszugebendes Funktionsattribut im Dialogfeld Funktionsattribut.
8. Optional: Ändern Sie den Standardabfragenamen und/oder geben Sie eine
Beschreibung im Gruppenfeld Aggregierung als Abfrage ausgeben ein.
Informationen zu diesem Dialogfeld finden Sie in der Online-Hilfe.
13-85
Arbeiten mit GeoMedia Professional
9. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Aggregierung im Kartenfenster
darstellen aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Kartenfenstername
das vorgegebene Kartenfenster, in dem die Aggregierung dargestellt werden soll.
ODER
Deaktivieren Sie die Option Aggregierung im Kartenfenster darstellen, damit die
Aggregierung nicht im Kartenfenster dargestellt wird.
10. Optional: Klicken Sie auf Symbolik und ändern Sie die Standardsymbolik über das
Dialogfeld Symbolik auswählen.
11. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Aggregierung im Datenfenster
darstellen aktiviert ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Datenfenstername das
vorgegebene Datenfenster, in dem die Aggregierung dargestellt werden soll.
ODER
Wenn die nichtgrafischen Attribute der Aggregierung nicht in einem Datenfenster
erscheinen sollen, deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Aggregierung im
Datenfenster darstellen.
12. Klicken Sie auf OK, um die Aggregierung zu generieren.
Aggregierung und Analytisch zusammenfügen
In diesem Abschnitt werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen
Aggregierung und Analytisch zusammenfügen behandelt.
Gemeinsamkeiten von Aggregierung und Analytisch zusammenfügen
Bei beiden Befehlen gilt Folgendes:
•
Die Ausgabe ist eine Abfrage.
•
Sie weisen dem Funktionsattribut einen eigenen Namen zu.
•
Aktualisierungen (Benachrichtigung) sind dynamisch.
•
Abfragen werden aktualisiert, wenn ein Recordset erzeugt wird, wenn die Verbindung
geöffnet wird und wenn eine Benachrichtigung erfolgt.
Unterschiede zwischen Aggregierung und Analytisch zusammenfügen
Folgendes gilt für den Befehl Aggregierung:
13-86
•
Für einen Satz von Abfrageeinträgen werden zwei Objektklassen verwendet,
Summenobjekt und Teilobjekt.
•
Aus der resultierenden Abfrage bleibt kein Summeneintrag.
Analysieren von Daten
Folgendes gilt für den Befehl Analytisch zusammenfügen:
13
•
Pro Abfrageeintrag wird eine Objektklasse verwendet.
•
Die Ausgabeattribute sind auf Geometrie, ID und benutzerdefinierte Funktionen
beschränkt.
•
Jede Funktion hat mehrere Eingabegrößen und gibt einen einzigen Ergebniswert aus.
Generieren von Basisgeometrie
Mit dem Befehl Basisgeometrie generieren können Sie topologische Basisgeometrie
(Kanten, Flächen und Knoten) für Punkt-, Linien-, Flächen- und zusammengesetzte
Objektklassen generieren, wobei diese Objekte in topologische Teile zerlegt werden. Die
folgende Tabelle zeigt die für die angegebenen Eingabeobjekttypen zur Auswahl stehenden
topologischen Typen sowie die Standardauswahl an:
Eingabeobjekttyp
Punkt
Linie
Fläche
Zusammengesetzt
Auswählbare
topologische Typen
Knoten
Kanten, Knoten
Kanten, Knoten und
Flächen
Kanten, Knoten und
Flächen
Standardauswahl
Knoten
Kanten
Kanten
Kanten
Wenn aktiviert, können Sie auch mehrere Ausgabetypen auswählen.
13-87
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Dieser Befehl verwendet eine Objektklasse oder Abfrage als Eingabe und gibt eine
schreibgeschützte Abfrage aus, die dem Abfrageordner angehängt wird. Die resultierende
Abfrage weist einen zusammengesetzten Geometrietyp auf und enthält die folgenden zwei
Attributfelder:
•
OutputType (Integer)—Zeigt den topologischen Ausgabetyp an: 1-Kante, 2-Fläche, 4Knoten.
•
FeatureCount (Integer) —Zeigt die Anzahl der Objekte an, die zur angegebenen
Basisgeometrie beitragen.
Nach Auswahl einer Objektklasse wird ein Standardabfragename erstellt, den Sie beliebig
ändern können. Sie haben außerdem die Möglichkeit, die Abfrage in einem Kartenund/oder Datenfenster darzustellen.
So generieren Sie Basisgeometrie
1. Wählen Sie Extras > Basisgeometrie generieren.
2. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Basisgeometrie generieren aus eine Objektklasse
aus.
3. Aktivieren Sie im Feld Ausgabetypen die entsprechenden Kontrollkästchen.
4. Akzeptieren oder überschreiben Sie den im Feld Abfragename zugewiesenen
Standardnamen (Basisgeometrie von <Objektname>) und geben Sie, falls gewünscht,
eine Beschreibung in das Feld Beschreibung ein.
5. Damit die Basisgeometrie in einem Kartenfenster dargestellt wird, aktivieren Sie das
Kontrollkästchen Im Kartenfenster darstellen.
6. Akzeptieren Sie die Standardvorgabe, wählen Sie im Feld Kartenfenstername ein
anderes Kartenfenster aus oder geben einen Namen für ein neues Kartenfenster ein.
Legen Sie gegebenenfalls die Symbolik fest.
7. Damit die Basisgeometrie in einem Datenfenster dargestellt wird, aktivieren Sie das
Kontrollkästchen Im Datenfenster darstellen.
13-88
Analysieren von Daten
8. Akzeptieren Sie die Standardvorgabe, wählen Sie im Feld Datenfenstername ein
anderes Datenfenster aus oder geben einen Namen für ein neues Datenfenster ein
9. Klicken Sie auf OK, um den Befehl auszuführen und die Basisgeometrie im
angegebenen Karten- und/oder Datenfenster darzustellen.
Arbeitsablauf bei gestrichelten und bemusterten
Flächenumringen
Bei koinzidenten Flächenumringen kann die Anwendung von gestrichelter oder
bemusterter Liniensymbolik oftmals unerwünschte Ergebnisse liefern. (Siehe Abbildung
unten.)
In der Abbildung oben, wurde die gemeinsame Umringlinie von zwei benachbarten
Flächenumringen zweimal gestrichelt. Aus diesem Grund erscheinen koinzidente
Umringlinien selten wie in deren Symbolikdefinition festgelegt. Dieses Problem kann
innerhalb einer Objektklasse aber auch über mehrere Objektklassen hinweg auftreten.
Sie können diesen Zustand beheben, indem Sie den Befehl Basisgeometrie generieren
ausführen. (Siehe Abbildung unten.)
.
In der Abbildung oben ist leicht zu erkennen, dass die Flächenumringe jetzt lediglich
einmal gestrichelt wurden. Dies liegt daran, dass der Befehl Basisgeometrie generieren
eine Abfrage erstellt, die aus auf topologischen Kanten basierenden zusammengesetzten
Geometrien besteht und keine doppelten Linien ausgibt. Hierbei wird anstelle von
doppelten Geometrien eine einzelne Geometrie platziert und mit dem Attribut
FeatureCount versehen, das die Anzahl der angetroffenen Basisobjekte identifiziert.
13-89
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Die folgende Abbildung stellt das Ergebnis des Befehls Basisgeometrie generieren dar,
wenn Sie diesen auf die Objektklasse States im Beispieldatensatz USSampleData
anwenden.
In der Abbildung oben sind keine doppelten Geometrien vorhanden, daher wird
angewendete gestrichelte oder bemusterte Liniensymbolik dargestellt, wie im Dialogfeld
Symbolikeigenschaften festgelegt. Es kann jedoch hilfreich sein, Linienvorkommen nach
deren Objektanzahl zu trennen. (Siehe Abbildung unten.)
In der Abbildung oben wurde auf die mit dem Befehl Basisgeometrie generieren erstellte
Abfrage Basisgeometrie von States eine Attributabfrage angewendet. Da alle inneren
Umringlinien koinzident sind, ist deren Objektvorkommen (FeatureCount) größer als 1.
Da keine der äußeren Umringlinien koinzident sind, ist deren Objektvorkommen
(FeatureCount) gleich 1. Nach dem Trennen der Geometrie können Sie diese separat einund ausschalten. Dies kann hilfreich sein, wenn Sie lediglich ein Segment des
Flächenumrings abbilden wollen. Ein Beispiel hierzu wäre das Ausschalten von
Staatsgrenzen, die der Küstenlinie folgen. Der Befehl Basisgeometrie generieren
unterstützt als Eingabe lediglich eine Objektklasse oder Abfrage. Wenn Sie koinzidente
Umringe in zwei Objektklassen trennen wollen, können Sie den Befehl Basisgeometrie
generieren auf die beiden Objektklassen anwenden und anschließend den Befehl
Räumliche Differenz verwenden, um eine Objektklasse von der anderen zu subtrahieren.
13-90
Analysieren von Daten
Attributauswahl
Mit dem Befehl Attributauswahl können Sie eine Teilmenge von Eingabeattributfeldern
aus einer Objektklasse oder Abfrage ausgeben. Sie können außerdem die Namen der Felder
ändern und die Felder neu anordnen. Auf diese Weise können Sie Ihre Verarbeitung so
zuschneiden, dass die Ergebnisse keine unnötigen Attributdaten enthalten. Dieser Befehl
wird aktiviert, wenn mindestens eine offene Verbindung im GeoWorkspace enthalten ist.
So wählen Sie Attribute aus
1. Wählen Sie Analyse > Attributauswahl.
2. Wählen Sie in der Pulldown-Liste Attribute auswählen in die Objektklasse oder
Abfrage aus, deren Schema geändert werden muss.
3. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen für die gewünschten Attribute.
13-91
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Hinweis: Sie können die Schaltflächen Alle auswählen/Alle abwählen verwenden,
um Ihnen beim Auswählen bzw. Abwählen von Attributen zu helfen. Wenn Sie den
Mauszeiger über einen Eintrag in der Liste stellen, wird der ursprüngliche Name des
Feldes als QuickInfo angezeigt.
4. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Umbenennen, um ein Attribut
umzubenennen.
Hinweis: Das Dialogfeld Attribut umbenennen wird ebenfalls aufgerufen, wenn Sie
in der Liste Attribute auf einen Eintrag doppelklicken.
5. Optional: Ändern Sie den Standardabfragenamen und/oder geben Sie eine
Beschreibung im Gruppenfeld Attributauswahl als Abfrage ausgeben ein.
6. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Im Kartenfenster darstellen aktiviert
ist, und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Kartenfenstername das vorgegebene
Kartenfenster, in dem die Attributauswahl dargestellt werden soll.
ODER
Deaktivieren Sie die Option Im Kartenfenster darstellen, wenn die Attributauswahl
nicht im Kartenfenster dargestellt werden soll.
7. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Symbolik und ändern Sie die
Standardsymbolik über das Dialogfeld Symbolik auswählen.
8. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Im Datenfenster darstellen aktiviert ist,
und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Datenfenstername das vorgegebene
Datenfenster, in dem die Attributauswahl angezeigt werden soll.
ODER
Wenn die nichtgrafischen Attribute der Attributauswahl nicht in einem Datenfenster
erscheinen sollen, deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Im Datenfenster darstellen.
9.
13-92
Klicken Sie auf OK, um die Attributauswahlabfrage zu erstellen.
Analysieren von Daten
Bearbeiten von Attributauswahlabfragen mit dem Befehl
Abfragen
Sie können Attributauswahlabfragen auch mit dem GeoMedia Professional-Befehl Analyse
> Abfragen bearbeiten. Wählen Sie hierzu eine Attributauswahlabfrage aus der im
Dialogfeld Abfragen angezeigten Liste aus und klicken Sie auf Eigenschaften. Daraufhin
wird folgende Version des Dialogfelds Abfrageeigenschaften eingeblendet.
Zusammenfassen von Objektklassen und Abfragen
Mit dem Befehl Zusammenfassen können Sie mehrere Objektklassen oder Abfragen aus
verschiedenen Warehouses mit unterschiedlichen Schemata miteinander kombinieren. Sie
können diesen Befehl daher verwenden, um verschiedene Datenquellen für die Analyse
und Integrierung in gemeinsamen Ansichten zusammenzufassen.
Die Funktionsweise dieses Befehls ist ein Gegenstück zu der Funktion Union, die von SQL
und den meisten relationalen Datenbankverwaltungssystemen geboten wird. Eine
Zusammenfassung bietet Ihnen die Möglichkeit mehrere Tabellen/Ansichten
(Beziehungen) eintragsweise an Abfrageergebnisse anzuhängen, um eine Ausgabe zu
erstellen, die einer logischen Zusammenfassung der Eingabe entspricht. Eine
Zusammenfassung kann als Aufreihung der Einträge aus vielen Eingabequellen betrachtet
werden. In diesem Sinne stellt eine Zusammenfassung das eintragsseitige Gegenstück zur
spaltenweisen Verkettung des Befehls Join dar.
13-93
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Sie können den Befehl Zusammenfassen beispielsweise in folgender Situation verwenden:
Ihnen liegen Objektklassen aus 100 verschiedenen Landkreisen mit 100 unterschiedlichen
Datenbankschemata vor, die Sie auf Eintragsebene zusammenfügen und die Ergebnisse in
eine Objektklasse ausgeben wollen. Zu diesem Zweck führen Sie eine Zusammenfassung
aus, um eine Ausgabeabfrage zu erstellen und verwenden anschließend den Befehl
Ausgabe an Objektklassen, um die Ergebnisse in ein Datenbankwarehouse auszugeben.
Der Befehl Zusammenfassung erfordert, dass die übereinstimmenden Attributspalten der
ausgewählten Objektklassen/Abfragen demselben Datentyp entsprechen. Falls die
gemeinsamen Attribute der ausgewählten Objektklassen nicht übereinstimmen, wird
folgende Fehlermeldung eingeblendet: “Ausgabeabfrage aus Zusammenfassungsvorgang
kann nicht abgerufen werden. Feldgröße für FIELD1 stimmt nicht überein.”
Sie müssen diese Unstimmigkeiten der Attributdatentypen beheben, um den Befehl
Zusammenfassen ausführen zu können.
Siehe hierzu "Joins" in diesem Kapitel.
Mit diesem Befehl können Sie folgende Vorgänge ausführen:
•
Mehrere Objektklassen aus verschiedenen Verbindungen und Abfragen auswählen.
•
Modus des Ausgabeschemas auswählen.
•
Einträge neu anordnen.
•
Ausgabeattribute auswählen, umbenennen und neu anordnen.
Sie können mehrere Objektklassen aus verschiedenen Verbindungen und Abfragen für die
Ausgabe wählen. Sie müssen jedoch mindestens zwei Objektklassen bzw. Abfragen
auswählen, um diesen Befehl ausführen zu können.
Mit der Schaltfläche Weitere Optionen im Dialogfeld Zusammenfassen können Sie den
Modus für das Ausgabeschema festlegen. Dies ist nur dann möglich, wenn die
ausgewählten Objekte überprüft und für eine Zusammenfassung als geeignet befunden
wurden.
Für Ausgabeschemata stehen die drei folgenden Modi zur Verfügung:
13-94
•
Schema der ersten ausgewählten Objektklasse/Abfrage — Die Ausgabeattribute
werden durch das Schema der ersten ausgewählten Objektklasse/Abfrage festgelegt.
•
Zusammenfassung der Schemata aller gewählten Objektklassen/Abfragen — Die
Ausgabeattribute werden von allen Objekten festgelegt. Ein Attribut wird in die
Ergebnisabfrage aufgenommen, wenn es in mindestens einer der ausgewählten
Objektklassen/Abfragen enthalten ist.
Analysieren von Daten
•
Schnitt der Schemata aller gewählten Objektklassen/Abfragen — Die
Ausgabeattribute werden von allen Objekten festgelegt. Ein Attribut wird in die
Ergebnisabfrage aufgenommen, wenn es in allen ausgewählten
Objektklassen/Abfragen enthalten ist.
13
Bei einem Konflikt durch nicht übereinstimmende Geometriefelder, zeigt dieser Befehl
eine Fehlermeldung an.
Durch das Abgleichen von Geometriefeldern wird die Koordinatensystemdefinition der
Felder außer Acht gelassen, d.h. Feldern wird trotz unterschiedlicher Koordinatensysteme
gestattet eine Zusammenfassung zu bilden.
So fassen Sie Objektklassen und Abfragen zusammen
1. Wählen Sie Analyse > Zusammenfassen.
2. Wählen Sie in der Liste Objekte zusammenfassen in den gewünschten Knoten
und/oder die Kontrollkästchen für Objekte aus.
Hinweis: Sie können alle Objektklassen aus einem bestimmten Verbindungs- oder
Abfrageknoten ausgeben, indem Sie den übergeordneten Knoten aktivieren. Ebenso
werden alle untergeordneten Knoten deaktiviert, wenn Sie den übergeordneten Knoten
deaktivieren. Außerdem verfügt jeder Objekt-/Abfrageknoten über ein Symbol, das
den Geometrietyp anzeigt.
13-95
Arbeiten mit GeoMedia Professional
3. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Attribute, die aktiviert wird, wenn Sie
einen beliebigen Objekt-/Abfrageknoten in der Liste Objekte zusammenfassen in
markieren.
4. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen für die gewünschten Attribute.
5. Ordnen Sie die Attribute mit den Pfeilschaltflächen bzw. den Schaltflächen Alle
auswählen/Alle abwählen neu an oder benennen Sie sie um, indem Sie auf die
Schaltfläche Umbenennen klicken und im Dialogfeld Attribute umbenennen einen
neuen Namen eingeben. Klicken Sie anschließend im Dialogfeld Attribute von
<Objektname> auf OK.
13-96
Analysieren von Daten
6. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Weitere Optionen, die aktiviert wird, wenn
Sie mindestens zwei Objekt- oder Abfrageknoten in der Liste Objekte
zusammenfassen in aktiviert haben.
7. Wählen Sie einen Modus im Abschnitt Ausgabeschema-Modus aus, ordnen Sie
gegebenenfalls die Objektklassen/Abfragen mithilfe der Pfeilschaltflächen neu an und
klicken Sie anschließend auf OK.
8. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Attribute, die nur bei Arbeitsabläufen zum
Bearbeiten von Abfragen sichtbar ist. Folgen Sie dem Arbeitsablauf, der in Schritt 3
für das Dialogfeld Attribute von <Objektname> beschrieben ist.
9. Optional: Ändern Sie den Standardabfragenamen und/oder geben Sie eine
Beschreibung im Gruppenfeld Zusammenfügung als Abfrage ausgeben ein.
10. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Im Kartenfenster darstellen aktiviert ist
und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Kartenfenstername das vorgegebene
Kartenfenster, in dem die Zusammenfassung dargestellt werden soll.
ODER
Deaktivieren Sie die Option Im Kartenfenster darstellen, wenn die
Zusammenfassung nicht im Kartenfenster dargestellt werden soll.
11. Optional: Klicken Sie auf die Schaltfläche Symbolik und ändern Sie die
Standardsymbolik über das Dialogfeld Symbolik auswählen.
13-97
13
Arbeiten mit GeoMedia Professional
12. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Im Datenfenster darstellen aktiviert ist
und ändern Sie gegebenenfalls im Feld Datenfenstername das vorgegebene
Datenfenster, in dem die Zusammenfassung angezeigt werden soll.
ODER
Wenn die nichtgrafischen Attribute der Zusammenfassung nicht in einem Datenfenster
erscheinen sollen, deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Im Datenfenster darstellen.
13. Klicken Sie auf OK, um die Zusammenfassungsabfrage zu erstellen.
Bearbeiten von Zusammenfassungsabfragen mit dem
Befehl Abfragen
Sie können Zusammenfassungsabfragen auch mit dem GeoMedia Professional-Befehl
Analyse > Abfragen bearbeiten. Wählen Sie hierzu eine Zusammenfassungsabfrage aus
der im Dialogfeld Abfragen angezeigten Liste aus und klicken Sie auf Eigenschaften.
Daraufhin wird folgende Version des Dialogfelds Abfrageeigenschaften eingeblendet, in
dem Sie die Abfrage auf ähnliche Weise wie im Dialogfeld Erweitert und Attribute von
<Objektname> bearbeiten können.
13-98
Lineare Referenzierung
Dieses Kapitel soll Ihnen einen Einblick in die grundlegenden Konzepte der linearen
Referenzierungsfunktionen verschaffen, die in den Befehlen Dynamische Segmentierung
und LRS-Präzisionsposition enthalten sind. Hierzu werden die Hauptkomponenten eines
Linearen Referenzierungssystems (LRS) beschrieben und die Befehle Dynamische
Segmentierung und LRS-Präzisionsposition erklärt.
Diese Befehle dienen dazu, den Zugriff auf einfache lineare Referenzierungsfunktionen
innerhalb eines Unternehmens zu erweitern. Unsere Produkte GeoMedia Transportation
Manager und GeoMedia Transportation Analyst bieten Ihnen breiter ausgebaute
Funktionen für die linearen Referenzierung sowie leistungsstarke Funktionen für Leitwege.
Einführung
Als lineare Referenzierung wird die Verfolgung bzw. Protokollierung und Analyse von
Daten bezeichnet, die Positionen entlang eines linearen Netzwerks zugehörig sind. Einige
Beispiele aus dem Verkehrswesen sind die Verfolgung der Position und des Zustands von
Verkehrsschildern, die Verfolgung des Straßenbelagzustands sowie die Verfolgung von
Ort und Schwere von Verkehrsunfällen. Die lineare Referenzierung wird häufig zur
Anlagenverfolgung eingesetzt.
Die Anlagenverfolgung umfasst im Wesentlichen die
folgenden vier Posten:
•
Was, wo und wann der Anlagen (z.B. ein
Schlagloch bei Kilometerstein 41,5 der B66, das
am 06.06.2002 gemeldet wurde)
•
Zustand der Anlagen (z.B. ein Straßenabschnitt
mit beschädigtem Straßenbelag)
•
Ereignisse im Netzwerk (z.B. Verkehrsunfälle)
•
Aktivitäten im Netzwerk (z.B. Bauarbeiten)
14-1
14
Arbeiten mit GeoMedia Professional
Lineare Referenzierung und GIS-Technologie
Der Hauptbewegungsgrund für die Zusammenfügung von linearer Referenzierung und
GIS-Technologie lässt sich in einem einfachen Satz zusammenfassen: Es ist oft
wünschenswert Positionsdaten auf einer Karte sehen zu können. Außerdem ergeben sich
dadurch viele andere Möglichkeiten zur Analyse wie beispielsweise das Zusammenfassen
von Daten innerhalb eines Flächenobjekts (z.B. die Gesamtlänge der instandzuhaltenden
Bahngleise innerhalb eines Zuständigkeitsbereichs) oder das Suchen von Daten innerhalb
einer bestimmten Entfernung von linear referenzierten Daten (z.B. die Anzahl der
Anwohne innerhalb der Pufferzone eines Baustellenprojekts).
Der Befehl Dynamische Segmentierung ist nicht die einzige Möglichkeit zum
Zusammenfügen von linearer Referenzierung und räumlich geographischer Technologie,
stellt jedoch die bei weitem einfachste Methode dar. Mit dem Befehl Dynamische
Segmentierung können Sie Kartenobjekte erstellen wie z.B. Straßenbelagszustände,
Unfalldaten und durchschnittliches tägliches Verkehrsaufkommen. Diese Art von
Informationen kann Ihnen helfen Verbesserungen für in schlechtem Zustand befindlichen
Anlagen zu planen, zu identifizieren wo Ihr Unternehmen Gelder einsetzt und Daten
präzise und sicher an alle an Ihrem Projekt beteiligten Parteien zu liefern. Sie können auf
diese Weise den Wert Ihrer Daten erhöhen, indem Sie sie in geschäftskritische
Informationen zur Entscheidungsfindung konvertieren.
Die Abbildung oben zeigt auf der linken Seite einen Straßenabschnitt und auf der rechten
Seite seine räumlich geographische Darstellung. Die Straße verfügt über Kilometersteine,
die kumulative lineare Messwerte entlang der Straße anzeigen. Die Straße hat ebenfalls
einen Namen, in diesem Beispiel Highway 6. Auch ist auf beiden Ansichten eine Stück
Zaun entlang der Straße abgebildet, Anhand der Kilometersteine kann im Feld ermittelt
werden, dass dieser Zaunabschnitt entlang Highway 6 von Kilometer 2,0 bis 2,6 verläuft.
14-2
Lineare Referenzierung
Auf der GIS-Seite liegen uns drei als LRS-Linienobjekte bekannte lineare Objekte vor, die
alle einen Straßenamen ausweisen sowie Attribute für die Ausgangs- und die Endmessung.
Diese LRS-Linienobjekte sind das Rückgrat des Linearen Referenzierungssystems (LRS).
Sie werden beim Automatisieren der Abbildung von linear referenzierte Daten wie dieses
Zaunabschnitts in einer Kartenansicht verwendet.
Es ist jedoch nicht erforderlich, die Abbildung von linear referenzierten Daten zu
automatisieren. Sie können natürlich ohne den Befehl Dynamische Segmentierung zu
verwenden die Position von Kilometer 2,0 und 2,6 entlang der Straße abschätzen und ein
Linienobjekt zwischen diesen zwei Punkten entlang der Straße digitalisieren. Das ist bei
einer geringen Anzahl von Objekten recht einfach. Was aber, wenn Sie einen
Tabellenauszug mit Hunderten oder gar Tausenden von linear referenzierten Elementen
haben. die Sie abbilden wollen? Mit dem Befehl Dynamische Segmentierung können Sie
alle diese Elemente mit einem Mal abbilden.
Die für diese Abbildung von linear referenzierten Tabellendaten verwendete Methodik
wird als dynamische Segmentierung oder aus lineare Geokodierung bezeichnet. Diese
Methode interpoliert die Positionen von linear referenzierten Daten entlang der LRSLinienobjekte durch Verwendung der Namens- und Messungsattribute der Straße
(Bahnstrecke, Fährstrecke usw.), die in diesen Objekten gespeichert sind.
LRS-Linienobjekte und Ereignisdaten
Wie bereits erwähnt, stellen LRS-Linienobjekte das Rückgrat des linearen
Referenzierungssystems dar. Die als Ereignisdaten bekannten linear referenzierten
Tabellendaten sind jedoch der wahre Grund für den Aufbau eines LRS. Es folgt eine kurze
Zusammenfassung der Datenstrukturen dieser zwei Komponenten.
Siehe Anhang “LRS-Datenstruktur” für weitere Informationen.
Die LRS-Linienobjekte stellen das Netzwerk selbst dar. Jede LRS-Linienobjekttabelle ist
eine Linienobjektklasse mit folgenden Feldern:
•
ID – Ein Wert des Typs Long Integer der jedes Objekt eindeutig in der Tabelle
identifiziert.
•
LRSKeys1-4 – Eines der vier Felder die zusammen die "Strecke" bilden, der dieses
Objekt angehört.
•
StartMeasure – Ein numerischer Wert, der den Messwert für den Anfang dieses
Objekts beinhaltet.
•
EndMeasure oder Duration – Ein numerischer Wert, der entweder den Messwert für
das Ende des Objekts oder die Länge des Objekts beinhaltet.
•
BeginMarker (optional) – Speichert einen Namen für die Anfangsposition des Objekts.
Wird auch als interne Markierung bezeichnet.
14-3
14
Arbeiten mit GeoMedia Professional
•
EndMarker (optional) – Speichert einen Namen für die Endposition des Objekts. Wird
auch als interne Markierung bezeichnet.
•
ReversedGeometry (optional) – Dies Feld des Typs Boolean (True/False) deklariert ob
die Software dieses Linienobjekt in Richtung der Digitalisierung (False) behandeln soll
oder in entgegengesetzter Richtung der Digitalisierung (True). D.h. vom Anfang bis
zum Ende bzw. vom Ende bis zum Anfang.
Die Ereignisdaten stellen die linear referenzierten Daten dar. Beachten Sie bitte, dass es
sich bei Ereignisdaten um Punktdaten handeln kann, die nur an einer Stellen im
Liniennetzwerk vorkommen oder um Liniendaten, die über eine bestimmte
Entfernungslänge entlang des Liniennetzwerks vorkommen. Jede Ereignisdatentabelle ist
gewöhnlich eine nichtgrafische Tabelle mit folgenden Feldern:
14-4
•
ID – Ein Wert des Typs Long Integer, der jeden Eintrag innerhalb der Tabelle
eindeutig identifiziert.
•
LRSKeys1-4 – Eines der vier Felder, die zusammen die "Strecke" bilden, der dieser
Eintrag angehört.
•
Messdaten (es stehen folgende Optionen zur Auswahl):
−
Messung – Bei Punktereignisdaten ein numerisches Messungsfeld, das die relative
Position des Punktereigniseintrags auf der "Strecke" anzeigt, die von den LRSSchlüsselfeldern festgelegt wurde. Bei Linienereignisdaten handelt es sich hierbei
um zwei numerische Felder: das Feld Anfangsmessung und das Feld
Endmessung. Diese Felder definieren die relative Position des Ausgangs- und
Endpunktes des Linienereigniseintrags auf der "Strecke", die von den LRSSchlüsselfeldern festgelegt wurde.
−
Markierungsabstand – Bei Punktereignisdaten ein Feld für den
Markierungsnamen und ein numerisches Feld für die Abstandslänge. Die
Punktereignisdaten werden lokalisiert, indem zuerst die Markierung lokalisiert und
dieser Position anschließend die Abstandslänge hinzugefügt wird. Bei
Linienereignisdaten gibt es zwei Markierungsfelder und zwei Abstandsfelder, die
den Anfang und das Ende des Linienereigniseintrags definieren.
−
Koordinate – Bei Punktereignisdaten zwei Felder, die je nach der referenzierten
Koordinatensystemdatei, projizierte Koordinaten (Hochwert und Rechtswert)
oder geographische Koordinaten (Längengrad und Breitengrad) definieren. Bei
Linienereignisdaten gibt es vier Felder, die die Koordinaten für den Anfang und
das Ende des Linienereigniseintrags definieren.
−
Länge – Eine geringfügige Variante der Option Messung, die nur auf
Linienereignisobjekte anwendbar ist. Enthält die Felder Ausgangsmessung und
Länge, die zusammen die relative Position des Eintrags entlang seiner "Strecke"
definieren.
Lineare Referenzierung
•
Weitere Attribute (optional) – Stellen, obwohl optional, den eigentlichen Grund für die
lineare Referenzierung dar. Bei Brückenereignissen werden hier die Brückendaten, bei
Unfallereignissen die Unfalldaten und bei Straßenbelagsereignissen die
Straßenbelagsereignisse gespeichert.
Weitere optionale Komponenten des LRS sind externe Markierungen. Externe
Markierungen markieren wie die bereits beschriebenen internen Markierungen Punkte
entlang des Netzwerks, sind jedoch nicht auf den Anfang und das Ende von LRSLinienobjekten beschränkt. Externe Markierungen können an beliebiger Stelle entlang des
LRS-Netzwerks vorkommen und entsprechen in ihrer Funktion den Punktereignisdaten bei
Verwendung der Option Messung. Sie sind beim Modellieren von Kilometersteinen und
Landmarken hilfreich, von denen aus Positionen gewöhnlich gemessen werden. Externe
Markierungen können zusammen mit internen Markierungen verwendet werden, um
Ereignisdaten mit der Option Markierungsabstand zu lokalisieren.
Jede externe Markierungstabelle ist gewöhnlich eine nichtgrafische Tabelle mit folgenden
Feldern:
•
ID – Ein Wert des Typs Long Integer, der jeden Eintrag innerhalb der Tabelle
eindeutig identifiziert.
•
LRSKeys1-4 – Eines der vier Felder, die zusammen die "Strecke" bilden, der dieser
Eintrag angehört.
•
Measure – Ein numerisches Feld, das die relative Position der externen Markierung auf
der "Strecke" anzeigt, die von den LRS-Schlüsselfeldern festgelegt wurde
•
MarkerName – Ein Feld das den Namen der Markierung speichert.
Die separat erhältliche Software GeoMedia Transportation Manager bietet Ihnen spezielle
Funktionen zum Erstellen und Überprüfen einer LRS-Objektklasse sowie Funktionen zum
Ausfüllen von Ereignisdaten- und externen Markierungstabellen. GeoMedia Transportation
Manager ist ein AddOn-Produkt für GeoMedia Professional.
Befehlsbeschreibung
Dieser Abschnitt enthält eine kurze Beschreibung der mit dieser Software gelieferten LRSAnalysefunktionen. Detaillierte Anleitungen für den Gebrauch dieser Befehle finden Sie an
anderer Stelle.
Dynamische Segmentierung – Dieser Befehl erstellt grafische Abfrageklassen aus linear
referenzierten Tabellendaten, die in der Kartenansicht dargestellt werden können. Diese
visuelle Darstellung bietet Ihnen einen besseren Überblick über das Inventar von Anlagen
Ihres Unternehmens als das Überprüfen von Tabellendaten.
Siehe hierzu den Abschnitt “Der Befehl Dynamische Segmentierung” in diesem Kapitel.
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14
Arbeiten mit GeoMedia Professional
LRS-Präzisionsposition – Mit diesem Befehl können Sie an Ihrem Mauszeiger in der
Kartenansicht LRS-Positionen in Echtzeit abrufen. Sie können außerdem LRS-Positionen
über die Tastatur eingeben, um Punkte in der Kartenansicht zu platzieren. Diese Punkte
können für Orientierungszwecke verwendet werden und auch zum Platzieren von
Stützpunkten für neue Geometrie.
Siehe hierzu den Abschnitt “Der Befehl LRS-Präzisionsposition” in diesem Kapitel.
Der Befehl LRS-Präzisionsposition
Mit dem Befehl LRS-Präzisionsposition können Sie die einem Punkt auf der Karte
entsprechende LRS-Position bestimmen oder einen Punkt auf der Karte entsprechend der
von Ihnen über die Tastatur eingegebenen LRS-Position.
Bei der LRS-Ausgabe wird, wenn Sie den Mauszeiger im Kartenfenster entlang dem LRSObjekt bewegen oder darauf klicken, die LRS-Position in der andockbaren Steuerung
LRS-Präzisionsposition angezeigt. Die LRS-Position setzt sich aus LRS-Schlüsselfeldern,
Messwerten und Markierungsnamen/-abständen zusammen. Dies gilt auch für die LRSEingabe. Wenn Sie die aus LRS-Schlüsselfeldern, Messwerten oder Markierungsnamen/abständen bestehenden LRS-Informationen in die andockbare Steuerung eintippen, wird
die entsprechende Position im Kartenfenster hervorgehoben und an einen beliebigen
aktiven GeoMedia-Befehl übergeben.
Arbeitsablauf des Befehls LRS-Präzisionsposition
Es folgt eine Beschreibung der Arbeitsschritte für den Befehl LRS-Präzisionsposition.
1. Öffnen Sie den GeoWorkspace, der mit der Datenquelle verbunden ist, die das linear
referenzierte Netzwerk enthält.
2. Wählen Sie Extras > LRS-Präzisionsposition.
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Lineare Referenzierung
3. Wählen Sie in der Pulldown-Liste LRS-Modell das gewünschte Modell aus.
Weitere Informationen über die unterstützten LRS-Modelle finden Sie im Anhang
“LRS-Datenstruktur”.
4. Wählen Sie in der Pulldown-Liste LRS-Objektklasse die entsprechende lineare
Netzwerkobjektklasse oder Abfrage aus, die für die LRS-Eingabe oder LRS-Ausgabe
verwendet werden soll.
5. Klicken Sie im Feld LRS-Objektklasse auf die Schaltfläche Eigenschaften.
6. Wählen Sie in den Feldern Primär, Sekundär, Tertiär und Quartär des Abschnitts
LRS-Schlüsselfelder die Schlüssel der LRS-Objektklasse aus, die Sie verwenden
wollen.
7. Optional: Wählen Sie im Feld Umgekehrte Geometrie den Feldnamen des Typs
Boolean (True oder False) aus, der festlegt ob die Linienobjekte in Richtung der
Digitalisierung (False) oder in entgegengesetzter Richtung der Digitalisierung (True)
verlaufen soll. Die Verwendung diese Feldes ist optional. Wenn Sie diese Option nicht
verwenden, wird davon ausgegangen, dass jedes Linienobjekt in Richtung seiner
Digitalisierung verläuft.
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Arbeiten mit GeoMedia Professional
8. Wenn Sie ein LRS-Modell des Typs Länge ausgewählt haben, legen Sie im Abschnitt
LRS-Definitionsfelder in den Pulldown-Listen Ausgangsmessung und Länge die
entsprechenden Feldnamen fest. Wenn Sie ein LRS-Modell des Typs Messung
ausgewählt haben, legen Sie im Abschnitt LRS-Definitionsfelder in den PulldownListen Ausgangsmessung und Endmessung die entsprechenden Feldnamen fest.
9. Wenn Sie ein LRS-Modell des Typs Interne Markierungen ausgewählt haben, legen
Sie im Abschnitt LRS-Definitionsfelder in den Pulldown-Listen Anfangsmarkierung
und Endmarkierung (optional) die entsprechenden Feldnamen fest.
10. Wählen Sie im Feld LRS-Einheit den Feldnamen der Maßeinheit für die Messungen
in dieser LRS-Objektklasse aus.
11. Wenn Sie die entsprechenden Werte festgelegt haben, klicken Sie auf OK, um die
Einstellungen zu akzeptieren oder auf Abbrechen, um Ihre Änderungen zu verwerfen.
Wenn Sie in Schritt 3 ein LRS-Modell mit externen Messmarkierungen ausgewählt
haben, fahren Sie mit dem nächsten Arbeitsschritt fort. Wenn nicht, fahren Sie mit
Schritt 18 fort.
12. Klicken Sie im Abschnitt Markierungsobjektklasse des Dialogfelds LRSPräzisionsposition auf die Schaltfläche Eigenschaften.
13. Wählen Sie in den Feldern Primär, Sekundär, Tertiär und Quartär des Dialogfelds
Markierungseigenschaften die Schlüssel der Markierungsobjektklasse aus, die Sie
verwenden wollen.
14. Wählen Sie im Feld Name den Feldnamen des Markierungsnamens für die
Markierungsobjektklasse aus.
15. Wählen Sie im Feld Messung den Feldnamen der Messung für die
Markierungsobjektklasse aus.
16. Wählen Sie im Feld Maßeinheit den Feldnamen der Einheit für die
Markierungsobjektklasse aus.
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Lineare Referenzierung
17. Wenn Sie die entsprechenden Werte festgelegt haben, klicken Sie auf OK, um die
Einstellungen zu akzeptieren oder auf Abbrechen, um Ihre Änderungen zu verwerfen.
Sie kehren zum Dialogfeld LRS-Präzisionsposition zurück.
18. Wenn Sie eines der LRS-Modelle mit Markierungen (LRS-Messung mit externen
Messmarkierungen oder LRS-Länge mit externen Messmarkierungen) verwenden,
wählen Sie im Abschnitt Markierungs-/Messoptionen für die Ausgabe die Option
Positiver oder negativer Abstand von nächster Markierung oder Nur positiver
Abstand aus.
19. Wählen Sie im Abschnitt Feldgröße die Größe für das LRS-Schlüsselfeld und das
Messungs- und Markierungsfeld in den entsprechenden Pulldown-Listen aus.
20. Legen Sie die gewünschten Optionen im Abschnitt Punktsymbolikeinstellungen fest.
Wählen Sie die Option Punkt bei Mausbewegung darstellen, um einen Punkt beim
Bewegen des Mauszeigers darzustellen. Die zugehörige Schaltfläche Symbolik zeigt
die Standardpunktsymbolik an, mit der der Punkt bei Bewegung des Mauzeigers
dargestellt wird.
Wählen Sie die Option Punkt bei Mausklick darstellen, um einen Punkt darzustellen,
wenn Sie mit der Maustaste klicken. Die zugehörige Schaltfläche Symbolik zeigt die
Standardpunktsymbolik an, mit der der Punkt beim Klicken mit der Maustaste
dargestellt wird.
Wählen Sie die Option Punkt bei Tastatureingabe darstellen, um einen Punkt bei
der Eingabe über die Tastatur darzustellen. Die zugehörige Schaltfläche Symbolik
zeigt die Standardpunktsymbolik an, mit der der Punkt bei Tastatureingabe dargestellt
wird.
Sie können die oben erwähnte Symbolik Ihren Anforderungen entsprechend anpassen.
21. Wenn Sie das Dialogfeld Ausgabe einblenden wollen, wenn sich mehrere LRSObjekte im Toleranzbereich am festgelegten Punkt in der Karte befinden, wählen Sie
die Option Bei mehreren LRS-Objekten Ausgabedialogfeld anzeigen.
22. Wählen Sie Fehler anzeigen, um beim Mausklick Fehler anzuzeigen, die
gegebenenfalls beim Festlegen des Punktes im Kartenfenster auftreten.
23. Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
Das Dialogfeld wird ausgeblendet und die andockbare Steuerung LRSPräzisionsposition wird eingeblendet.
Diese Steuerung kann beliebig auf dem Bildschirm verschoben und wie alle anderen
andockbaren Steuerung in GeoMedia angedockt werden.
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Arbeiten mit GeoMedia Professional
24. Sie können das Dialogfeld LRS-Präzisionsposition wieder aufrufen, indem Sie auf die
klicken. Im Dialogfeld Optionen für Präzisionsposition
Dialogfeldschaltfläche
können Sie das LRS-Modell, die LRS-Objektklasse, LRS-Eigenschaften, die
Markierungs-/Messoptionen, die Größe der LRS-Schlüsselfelder sowie der Messungsund Markierungsfelder, die Einstellungen der Punktsymbolik und/oder die
Ausgabeoptionen bei Mausklick ändern.
25. Klicken Sie auf den Abwärtspfeil am rechten Ende der Steuerung LRSPräzisionsposition und aktivieren Sie die gewünschten Ausgabeoptionen. Bei der
Option LRS-Position bei Mausbewegung aktualisieren wird die LRS-Ausgabe
dynamisch aktualisiert, wenn Sie den Mauszeiger im Kartenfenster verschieben. Bei
der Option LRS-Position bei Mausklick aktualisieren wird die LRS-Ausgabe
aktualisiert, wenn Sie mit der Maus in das Kartenfenster klicken.
26. Bei den Optionen LRS-Position bei Mausbewegung aktualisieren und LRSPosition bei Mausklick aktualisieren wird ein Punkt anhand der in Schritt 20
ausgewählten Symbolik dargestellt oder nicht dargestellt. LRS-Schlüssel werden durch
Kommata voneinander getrennt im ersten Textfeld angezeigt. Die Messung wird im
zweiten Textfeld angezeigt. Wenn Sie eines der Markierungsmodelle als LRS-Modell
ausgewählt haben, wird die Messung gefolgt von einem Komma, dem
Markierungsnamen, einem Doppelpunkt und der Abstandslänge angezeigt.
14-10
Lineare Referenzierung
27. Wenn sich im Toleranzbereich am festgelegten Punkt auf der Karte mehrere LRSObjekte befinden, wird anhand der von Ihnen in Schritt 21 getroffenen Auswahl das
Dialogfeld LRS-Ausgabe eingeblendet. Sie können die Schaltflächen Zurück und
Weiter verwenden, um durch die verschiedenen Ausgabemöglichkeiten innerhalb des
Toleranzbereichs zu blättern.
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28. Die können die Steuerung LRS-Präzisionsposition ebenfalls verwenden, um
Datenpunkte an andere GeoMedia-Befehle zu liefern. Starten Sie hierzu als erstes den
gewünschten GeoMedia-Befehl (z.B. Objekt einfügen). Klicken Sie anschließend auf
die Schaltfläche
(LRS-Eingabe) am rechten Ende der Steuerung LRSPräzisionsposition.
29. Geben Sie in den Abschnitten LRS-Schlüsselwerte eingeben und Positionswerte
eingeben des Dialogfelds LRS-Eingabe die entsprechenden Werte ein. Klicken Sie
auf Anwenden, um die eingegebenen Werte zu verarbeiten. Der durch Ihre LRSReferenz definierte Punkt wird an den GeoMedia-Befehl übergeben, genauso wie bei
einem Klick in das Kartenfenster. Wiederholen Sie den Vorgang, um weitere Punkte
zu erstellen. Klicken Sie auf Schließen, um das Dialogfeld LRS-Eingabe
auszublenden.
30.
Wenn Sie den Befehl LRS-Präzisionsposition beenden und die Steuerung
ausblenden wollen, klicken Sie auf den Abwärtspfeil in der Steuerung und wählen Sie
die Option LRS-Präzisionsposition beenden.
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Arbeiten mit GeoMedia Professional
Der Befehl Dynamische Segmentierung
Dieser Abschnitt bieten Ihnen einen Überblick des Befehls Dynamisch Segmentierung.
Als dynamische Segmentierung wird der Vorgang zum Generieren der Geometrie für ein
Ereignis (Ereignisobjekt) auf grund eines linearen Referenzsystems (LRS) bezeichnet.
Ereignisobjekte enthalten eine ausreichende Menge von LRS-Informationen und können
daher dynamisch segmentiert werden, um Geometrie zu produzieren, die auf eine LRSObjektklasse basiert. Ereignisse enthalten gewöhnlich keine Geometrie und können daher
nur dann in einem Kartenfenster dargestellt werden, wenn eine dynamische Segmentierung
durchgeführt wurde. Ereignisse können in einer Vielzahl von Formaten vorliegen.
Vor Ausführung des Befehls Dynamische Segmentierung muss eine Überprüfung auf und
die Behebung von Anomalien im LRS vorgenommen werden. Auf diese Weise stellen Sie
sicher, dass Sie korrekte Analyseergebnisse erhalten.
Der Befehl Dynamische Segmentierung bietet Ihnen Folgendes:
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•
Die Möglichkeit zum Verwenden beliebiger Linienobjekte für die dynamische
Segmentierung, um eine Messung aus einer beliebigen Datenverbindung offen zu
legen, die Grafikobjekte unterstützt.
•
Die Möglichkeit eine Abfrage auf ein Linienobjekt für die dynamische Segmentierung
zu verwenden.
•
Die Unterstützung der Modelle LRS-Messung, LRS-Messung mit internen
Markierungen, LRS-Messung mit externen Messmarkierungen, LRS-Länge, LRSLänge mit internen Markierungen und LRS-Länge mit externen Messmarkierungen.
•
Die Möglichkeit bis zu vier Schlüsselfelder für das LRS-Objekt über die
Benutzeroberfläche zu definieren.
•
Die Möglichkeit eine Ereignistabelle für die dynamische Segmentierung aus einer
beliebigen Verbindung auszuwählen.
•
Die Möglichkeit eine Abfrage auf eine Ereignistabelle für die dynamische
Segmentierung zu verwenden.
•
Die Möglichkeit Linien- und Punktereignisdaten dynamisch zu segmentieren.
•
Unterstützung der folgenden Ereignisreferenzmethoden:
−
Messung
−
Projizierte xy-Koordinaten
−
Längengrad/Breitengrad
−
Markierungsabstand
−
Länge
Lineare Referenzierung
•
Die Möglichkeit zum Erstellen dynamisch segmentierter Ereignisse die seitlich von
den ursprünglichen Linienobjekten versetzt sind. Bei dem seitlichen Abstand kann es
sich um eine durch eine eingegebene Konstante festgelegte Entfernung handeln, eine
auf ein Datenbankattribut basierte variable Entfernung oder eine Kombination aus
beiden.
•
Die Möglichkeit zum Erstellen gedrehter dynamisch segmentierter Punktereignisse.
Bei der Drehung kann es sich um einen durch eine eingegebene Konstante festgelegten
Winkel handeln, eine auf ein Datenbankattribut basierte variable Drehung oder eine
Kombination aus beiden.
•
Die Möglichkeit zum Festlegen der Ereignisdatenattribute, die an die dynamisch
segmentierten Ereignisse übergeben werden.
Die Ergebnisse können als Abfrage in einem Kartenfenster und/oder Datenfenster
ausgegeben werden.
Arbeitsablauf des Befehls Dynamische Segmentierung
Es folgt eine Beschreibung der Arbeitsschritte für den Befehl Dynamische
Segmentierung.
1. Öffnen Sie einen GeoWorkspace und stellen Sie eine Verbindung zu dem Warehouse
mit den linearen Objektklassen her, die für die dynamische Segmentierung verwendet
werden sollen. Falls sich die Ereignisobjektklasse in einem anderen Warehouse
befindet, stellen Sie eine Verbindung zu diesem Warehouse her.
2. Wählen Sie Analyse > Dynamische Segmentierung.
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Arbeiten mit GeoMedia Professional
3. Wählen Sie in der Pulldown-Liste LRS-Modell das gewünschte Modell aus.
Weitere Informationen über die unterstützten LRS-Modelle finden Sie im Anhang
“LRS-Datenstruktur”.
4. Wählen Sie in der Pulldown-Liste LRS-Objektklasse die entsprechende lineare
Netzwerkobjektklasse oder Abfrage aus, die für die dynamische Segmentierung
verwendet werden soll.
5. Klicken Sie im Feld LRS-Objektklasse auf die Schaltfläche Eigenschaften.
6. Wählen Sie in den Feldern Primär, Sekundär, Tertiär und Quartär des
Gruppenfelds LRS-Schlüsselfelder die Schlüssel der LRS-Objektklasse aus, die Sie
verwenden wollen.
7. Optional: Wählen Sie im Feld Umgekehrte Geometrie den Feldnamen des Typs
Boolean (True oder False) aus, der festlegt ob die Linienobjekte in Richtung der
Digitalisierung (False) oder in entgegengesetzter Richtung der Digitalisierung (True)
verlaufen soll. Die Verwendung diese Feldes ist optional. Wenn Sie diese Option nicht
verwenden, wird davon ausgegangen, dass jedes Linienobjekt in Richtung seiner
Digitalisierung verläuft.
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Lineare Referenzierung
8. Wenn Sie ein Modell des Typs LRS-Länge ausgewählt haben, legen Sie im Abschnitt
LRS-Definitionsfelder in den Pulldown-Listen Ausgangsmessung und Länge die
entsprechenden Feldnamen fest. Wenn Sie ein Modell des Typs LRS-Messung
ausgewählt haben, legen Sie im Abschnitt LRS-Definitionsfelder in den PulldownListen Ausgangsmessung und Endmessung die entsprechenden Feldnamen fest.
9. Wenn Sie ein LRS-Modell des Typs Interne Markierungen ausgewählt haben, legen
Sie im Abschnitt LRS-Definitionsfelder in den Pulldown-Listen Anfangsmarkierung
und Endmarkierung (optional) die entsprechenden Feldnam
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