Überleben bei Harnblasenkarzinom in einer ehemaligen

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 Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. med. Klaus Golka
Dienstort: Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der Technischen Universität
Dortmund, Zentrale Einrichtung Klinische Arbeitsmedizin
Überleben bei Harnblasenkarzinom in einer ehemaligen Industrieregion in
Sachsen-Anhalt
Publikationsbasierte
Inaugural-Dissertation
zur
Erlangung des Doktorgrades der Medizin
einer
Hohen Medizinischen Fakultät
der Ruhr-Universität Bochum
vorgelegt
von Emanuel Roth
aus Lutherstadt Wittenberg
2013
Dekan:
Prof. Dr. med. Klaus Überla
Referent:
Prof. Dr. med. Klaus Golka
Korreferent: Prof. Dr. med. Joachim Noldus
Tag der Mündlichen Prüfung: 24. Juni 2014
Inhaltsverzeichnis
1
Einleitung
4
2
Zielsetzung
10
3
Methoden
11
4
Ergebnisse
12
5
Diskussion
18
6
Literatur
22
7
Danksagung
8
Lebenslauf
9
Veröffentlichung
1 Abkürzungsverzeichnis
A
Adenin
BCG
Bacillus Calmette-Guérin
Cis
Carcinoma in situ
ERCC2
Excision Repair Cross-Complementing Rodent Repair Deficiency,
Complementation Group 2 (andere Bezeichnung: XPD)
ERCC6
Excision Repair Cross-Complementing Rodent Repair Deficiency,
Complementation Group 6
FGFR3
Fibroblast Growth Factor Receptor 3
G
Guanin
GNAS1
Apoptose förderndes Gαs Gen
GSTM1
Glutathion-S-Transferase M1
GSTT1
Glutathion-S-Transferase T1
HR
Hazard Ratio
KI
Konfidenzintervall
NQO1
NAD(P)H: Quinone Oxidoreductase 1
NAT2
N-Acetyltransferase 2
PCR
Polymerase-Kettenreaktion
rs
Reference Sequence
SNP
Single Nucleotide Polymorphism
T
Thymin
TGF-β
Transformierender Wachstumsfaktor Beta
UICC
Union Internationale Contre Le Cancer
VEGF
Vascular Endothelial Growth Factor
XPA
Xeroderma Pigmentosum Group A
XPD
Xeroderma Pigmentosum Group D (andere Bezeichnung: ERCC2)
XPG
Xeroderma Pigmentosum Group G
XRCC1
X-ray Repair Cross-Complementing Protein 1
2 Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Klassifikation eines Harnblasenkarzinoms nach der derzeit gültigen 4
TNM-Klassifikation maligner Tumoren (AUS: SELBSTHILFE-BUND
BLASEN-
KREBS).
Abb. 2: Staging der Harnblasenkarzinompatienten. NB: Die Definition der 12
Papillome zum Zeitpunkt der Erstdiagnose entspricht der damals gültigen
TNM-Klassifikation.
Abb. 3: Grading der Harnblasenkarzinompatienten.
12
Abb. 4: Die bei 213 Harnblasenkarzinompatienten bestimmten Genotypen 13
und Allele.
Abb. 5: Kaplan-Meier-Kurven der 213 Harnblasenkarzinompatienten für die 14
Genotypen des Harnblasenkarzinomrisikofaktors rs9642880.
Abb. 6: Kaplan-Meier-Kurven der 213 Harnblasenkarzinompatienten für die 15
Genotypen des Harnblasenkarzinomrisikofaktors rs710521.
Abb. 7: Kaplan-Meier-Kurven der 213 Harnblasenkarzinompatienten für die 16
Genotypen des polymorphen fremdstoffmetabolisierenden Enzyms GSTT1.
Abb. 8: Kaplan-Meier-Kurven der 213 Harnblasenkarzinompatienten für die 16
Genotypen des polymorphen fremdstoffmetabolisierenden Enzyms GSTM1.
Abb. 9: Kaplan-Meier-Kurven der 213 Harnblasenkarzinompatienten für die 17
Genotypen des polymorphen fremdstoffmetabolisierenden Enzyms NAT2.
3 1
Einleitung
Das Harnblasenkarzinom ist in Deutschland der vierthäufigste Tumor bei Männern
und der dreizehnthäufigste Tumor bei Frauen. Es wird geschätzt, dass pro Jahr
11.460 Männer und 4.510 Frauen an diesem Tumor erkranken. Bundesweit liegt
Sachsen-Anhalt bei der Neuerkrankungsrate bei Männern an vierter und bei
Frauen an zehnter Stelle. Das mittlere Erkrankungsalter betrug in Deutschland bei
Männern im Jahre 2008 73 Jahre und bei Frauen 77 Jahre. Insgesamt 3.611
Männer und 1.921 Frauen starben an dieser Tumorerkrankung (ROBERT KOCH –
INSTITUT
UND
DIE
GESELLSCHAFT
DER
EPIDEMIOLOGISCHEN KREBSREGISTER
IN
DEUTSCHLAND, 2012). Somit liegt dieser Tumor bei der Mortalität in Deutschland
bei Männern an 10. und bei Frauen an 14. Stelle. Diese Erkrankung hat daher, im
Vergleich zu anderen bösartigen Erkrankungen, eine relativ gute Prognose. Die
wichtigsten klassischen Prognosefaktoren bei bösartigen Erkrankungen und auch
beim Harnblasenkarzinom sind die Klassifikation nach TNM (UICC, 2010) bei der
Erstdiagnose sowie das histologische Grading.
Im Prinzip erfolgt die Klassifikation dieses Tumors wie auch bei anderen soliden
malignen Tumoren nach Eindringtiefe und nach dem Metastasierungsmuster.
Abb. 1: Klassifikation eines Harnblasenkarzinoms nach der derzeit gültigen TNMKlassifikation maligner Tumoren (von: Homepage SELBSTHILFE-BUND BLASENKREBS).
Beim Harnblasenkarzinom ergeben sich, im Vergleich zu anderen Malignomen,
einige Besonderheiten hinsichtlich der TNM-Klassifikation. Im Allgemeinen ist eine
4 in situ Klassifikation mit einer besonders günstigen Prognose verbunden. Dies gilt
jedoch nicht für das Harnblasenkarzinom, wo diese Diagnose mit einer besonders
schlechten Prognose assoziiert ist und durchaus zur Entfernung der Harnblase
führen kann, da ein Carcinoma in situ (Cis) der Harnblase im Allgemeinen ein
besonders aggressives Wachstum aufweist. Es wird angenommen, dass Cis eine
Vorstufe der muskelinvasiven Erkrankung der Harnblase darstellt (BURGER
ET AL.,
2013).
Abgesehen von der zuvor genannten Besonderheit werden Harnblasenkarzinome
in nichtinvasive (T Klassifikation Ta, T1) und invasive Tumoren (T2 bis T4)
unterteilt. Diese Unterteilung hat erheblich therapeutische Konsequenzen.
Invasive Tumore werden durch eine eingreifende Therapie wie (meist) die
Entfernung der Harnblase oder (in Einzelfällen) zum Beispiel durch eine
kombinierte Radio- und Chemotherapie behandelt. Dies gilt auch für Tumoren der
Kategorie T1, die eine hohe Entdifferenzierung aufweisen (G3 (alte Klassifikation),
High grade (neue Klassifikation)).
Tumoren der Kategorie Ta und T1 (mit niedriger Entdifferenzierung (G1, G2))
werden generell transurethral mit dem Resektoskop entfernt. Eine Besonderheit
dieser Tumoren ist, dass sie häufig rezidivieren. Daher müssen sich diese
Patienten einer engmaschigen Nachsorge durch den Urologen unterziehen.
Zusätzlich zur lokalen Entfernung bietet sich eine postoperative Frühinstillation
von Zytostatika (Mitomycin C, Adriamycin) oder eine Instillation mit BCG (Bacillus
Calmette-Guérin) in die Harnblase an.
Beim Harnblasenkarzinom ist hinsichtlich der Prognose neben der klassischen TKlassifikation auch die multilokuläre Ausbreitung des Tumors bei Erstdiagnose von
Bedeutung (MESSING, 2002). Weisen Rezidive eine höhere T-Kategorie oder ein
höheres Grading als der Primärtumor bei Erstdiagnose auf, so ist dies
prognostisch ungünstig (VOM DORP ET AL., 2007).
Die beiden genannten klassischen Risikofaktoren T-Kategorie und Grading sind
international bewährt und anerkannt. Allerdings ist im Einzelfall, wie bei anderen
Tumoren
auch,
eine
sichere
Prognose
nicht
möglich.
Im
Falle
des
Harnblasenkarzinoms ist eine Verbesserung der Prognosesicherheit anhand des
bei Tumorerstdiagnose gewonnenen Materials besonders wünschenswert, da ein
5 kleiner
Teil
der
an
sich
prognostisch
sehr
günstigen
Tumoren
der
Tumorklassifikation Ta sowie T1G1 und T1G2 im Krankheitsverlauf ein invasives
Rezidiv aufweist und andererseits auch Patienten mit einem T1G3 Tumor in einem
gewissen Teil der Fälle mit einer invasiven Therapie wie der Entfernung der
Harnblase übertherapiert werden (KULKARNI ET AL., 2010).
Aus diesem Grunde sind zusätzliche Prognosefaktoren dringend erforderlich. Da
für eine Reihe von Faktoren bekannt ist, dass sie das Risiko an einem
Harnblasenkarzinom zu erkranken erhöhen, bietet es sich an, diese Faktoren auch
hinsichtlich des Einflusses auf die Prognose zu untersuchen.
Der
mit
Abstand
wichtigste
Risikofaktor
für
die
Auslösung
eines
Harnblasenkarzinoms ist das Rauchen. In neueren Arbeiten wird davon
ausgegangen, dass 50-65% der Harnblasenkarzinome bei Männern und rund 2030% der Harnblasenkarzinome bei Frauen durch das Rauchen ausgelöst werden
(FREEDMAN ET AL., 2011). Eine kürzlich erschienene Übersichtsarbeit zum Einfluss
des Rauchens auf den Verlauf von Urothelkarzinomen (CRIVELLI
ET AL.,
2013)
untersuchte in einer Metaanalyse 15 Arbeiten zur Therapie mit transurethraler
Resektion, 7 Arbeiten zur Entfernung der Harnblase und 7 Arbeiten zur radikalen
Nephroureteroektomie. 3 der 6 Studien bei 4.325 Patienten mit transurethraler
Resektion eines Harnblasentumors zeigten eine Assoziation der Einstellung des
Rauchens mit einem verringerten Risiko eines Rezidivs der Erkrankung oder einer
Progression. Zwei Studien an Patienten mit radikaler Entfernung der Harnblase
(n = 2108) zeigten weniger deutliche Effekte. Es ist jedoch bemerkenswert, dass
eine der beiden Studien bei Patienten, die mehr als 10 Jahre vor der Erstdiagnose
das Rauchen aufgegeben hatten, sowohl eine reduzierte Rückfallrate als auch
eine verringerte Krebs- als auch sonstige Sterblichkeit zeigte.
Der zweithäufigste Risikofaktor für das Harnblasenkarzinom ist die Exposition am
Arbeitsplatz. Eine neuere Arbeit schätzt, dass 7,1% der Harnblasenkarzinome bei
Männern und 1,9% der Harnblasenkarzinome bei Frauen mit einer beruflichen
Exposition assoziiert sind (RUSHTON
wissenschaftlichen
Arbeiten,
die
ET AL.,
sich
2012). Es gibt allerdings keine
mit
dem
Krankheitsverlauf
von
Harnblasenkarzinompatienten beschäftigen, die beruflich gegen harnblasenkrebserzeugende Stoffe exponiert waren. KORALLUS
UND
LEWALTER (1989), die
6 langjährigen Leiter der Ärztlichen Abteilung bzw. der Abteilung Biomonitoring der
Bayer AG am Standort Leverkusen, äußerten sich vor dem Hintergrund
historischer
Berichte
zu
einer
besonders
schlechten
Prognose
des
Harnblasenkarzinoms bei ehemalig beruflich Exponierten dahingehend, dass
bezüglich des Krankheitsverlaufes bei Personen mit einem beruflich bedingten
Harnblasenkarzinom keine sicheren statistischen Angaben gemacht werden
können im Vergleich zu anderen Harnblasenkarzinompatienten. In diesem
Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass Anfang der 1990er Jahre 92 von
331 Arbeitern einer ehemaligen Benzidin-Anlage in Leverkusen an einem
Harnblasenkarzinom erkrankt waren (GOLKA ET AL., 1996).
Ein bereits vor Jahrzehnten eingeschlagener Weg zur Verbesserung der
Vorhersage
der
Prognose
zusätzliche
Untersuchungen
von
des
Harnblasenkarzinomerkrankungen
Tumorpräparates
insbesondere
waren
mit
immunhistochemischen Färbungen. Hinsichtlich der Beurteilung der Prognose hat
sich in der Routinediagnostik in der Klinik am ehesten der Nachweis einer
Mutation des Fibroblast Growth Factor Receptor 3 (FGFR3) durchgesetzt. Eine
nachgewiesene FGFR3 Mutation spricht für eine eher günstigere Prognose des
gut differenzierten nichtinvasiven Harnblasenkarzinoms (VON RHIJN
ET AL.,
2012;
KNOWLES ET AL., 2007). Der molekulare Marker Ki 67 ist mit der Proliferation in den
Tumorzellen assoziiert und gilt als Prognoseparameter für die Progression der
Tumorerkrankung. Ein weiterer durchaus in der Klinik auch angewandter
Prognosefaktor ist die Bestimmung des Vascular Endothelial Growth Factor
(VEGF). Sowohl Ki 67 als auch VEGF sind vor allem Prognosefaktoren bei
nichtinvasiven Harnblasenkarzinomen, wobei eine neuere Arbeit die parallele
Bestimmung beider Marker als hilfreich beschreibt (CHEN ET AL., 2012).
Ein anderer Ansatz zur Verbesserung der Prognose ist die Untersuchung des
Einflusses von genetischen Polymorphismen mittels Polymerase-Kettenreaktion
oder verwandten Verfahren. Im Vordergrund standen zunächst Studien, in denen
das Ansprechen einer bestimmten Therapie in Assoziation mit bestimmten
Genotypen untersucht wurde.
MITTAL ET AL. (2008) und GANGAWAR ET AL. (2010) untersuchten den Einfluss von
Nukleotid- oder Basen-Exzisions-Reparatur-Enzymen (X-ray Repair Cross7 Complementing Protein 1, XRCC1; Excision Repair Cross-Complementing Rodent
Repair Deficiency, Complementation Group 2, ERCC2, synonym: Xeroderma
Pigmentosum
Group
D
(XPD))
bei
Patienten
mit
oberflächlichem
Harnblasenkarzinom und einer Therapie mit dem Immunmodulator BCG. Dabei
zeigte der A/A Genotyp von XRCC1 Codon 399 eine verringerte rückfallfreie
Überlebenszeit bei BCG behandelten Patienten. Auch der ERCC2 Asp312ASN AA
Genotyp war mit einer erhöhten Rückfallrate bei den BCG behandelten Patienten
assoziiert. SAKANO
ET AL.
(2006) hingegen untersuchten den Einfluss der
Exzisions-Enzyme Xeroderma Pigmentosum Group G (XPG) bei entsprechenden
Patienten ohne BCG-Instillation in die Harnblase, wobei sie keinen Einfluss auf
den Verlauf feststellen konnten. GU
ET AL.
(2005) untersuchten den Einfluss bei
Patienten mit und ohne BCG Therapie. Sie fanden ebenfalls verringerte
rückfallfreie Überlebenszeiten für verschiedene Allele der Reparaturenzyme XPA
(Xeroderma Pigmentosum Group A) oder ERCC6 bei mit BCG behandelten
Patienten. Es zeigte sich jedoch keine Assoziation mit der Progression. Bei mit
BCG
behandelten
Patienten
zeigten
verschiedene
Polymorphismen
im
Signalübertragungsweg des sogenannten Sonic Hedgehog Pathways ebenfalls
keinen signifikanten Effekt (CHEN ET AL., 2010). Demgegenüber wiesen neun SNPs
dieses Signalweges einen Einfluss bei alleiniger transurethraler Resektion auf, der
allerdings nach Adjustierung für multiples Testen nicht mehr nachweisbar war.
BASU
ET AL.
(2004) untersuchten den Einfluss des Phänotyps NAD(P)H:Quinone
Oxidoreductase 1 (NQO1) bei Patienten mit Mitomycin C Instillationstherapie.
Dieser Phänotyp hatte jedoch keinen Einfluss auf das Therapieergebnis.
RIOJA ZUAZU
polymorpher
ET AL.
(2007) untersuchten auch den Einfluss verschiedener
Enzyme
auf
Harnblasenkarzinomerkrankungen,
den
ohne
Verlauf
dass
der
eine
muskelinvasiven
Korrelation
mit
untersuchten prognostischen Faktoren gefunden werden konnte. CHEN
den
ET AL.
(2010) untersuchten ebenfalls muskelinvasive Harnblasenkarzinome und fanden
bei drei untersuchten Polymorphismen des sogenannten Sonic Hedgehog
Pathways eine Assoziation mit der Gesamtüberlebenszeit, die jedoch nach der
Korrektur für multiples Testen nicht mehr nachweisbar war.
Zudem untersuchten zum Beispiel CASTILLEJO
ET AL.
(2009) den Signalweg des
transformierenden Wachstumsfaktors Beta (TGF-β) und FREY
ET AL.
(2005) das
8 potenziell Apoptose-fördernde Gαs Gen (GNAS1). Eine Übersichtsarbeit zu
prädiktiven Markern und Markerkombinationen wurde von ROOS
ET AL.
(2008)
veröffentlicht.
Ein weiterer methodischer Ansatz ist die Untersuchung der in den bisherigen
genomweiten Assoziationsstudien bei Harnblasenkarzinompatienten identifizierten
genetischen Risikofaktoren, die auf jeweils einer einzelnen Mutation (SNP; Single
Nucleotide Polymorphism) beruhen. Bislang wurden insgesamt 12 solcher
Mutationen bestimmt (GOLKA
Eine
Untersuchung
ET AL.,
dieser
2011; RAFNAR
genetischen
ET AL.,
2011; FU
Risikofaktoren
ET AL.,
hinsichtlich
2012).
des
Krankheitsverlaufes ist bislang nicht erfolgt. Daher sollen in der vorliegenden
Arbeit zwei dieser SNPs sowie drei polymorphe fremdstoffmetabolisierende
Enzyme, die in mehreren Studien mit einem erhöhten Harnblasenkarzinomrisiko
assoziiert waren, untersucht werden.
9 2
Zielsetzung
Bei 213 Harnblasenkarzinompatienten, die im Zeitraum von Dezember 1995 bis
Januar 1999 im Rahmen einer gemeinsamen Studie mit der Urologischen Klinik
des Evangelischen Krankenhauses Paul Gerhardt Stift in der Lutherstadt
Wittenberg mittels eines Fragebogens untersucht worden waren und bei denen
eine Blutprobe zur Durchführung der Genotypisierung gewonnen worden war,
diese
Daten
lagen
bei
Beginn
der
Doktorarbeit
im
Leibniz-Institut
für
Arbeitsforschung bereits vor, war der Krankheitsverlauf anhand der Aktenlage
nachzuverfolgen.
Nach Abschluss der Nachverfolgung war anhand der Literatur und der klinischen
Erfahrung derjenige Parameter für die Überlebenszeit auszuwählen, der anhand
der gegebenen Datenlage die beste Aussagekraft hat.
Die erhobenen Daten, die Genotypen der seiner Zeit bestimmten polymorphen
Enzyme N-Acetyltransferase 2 (NAT2), Glutathion-S-Transferase M1 (GSTM1)
und Glutathion-S-Transferase T1 (GSTT1), sowie die beiden in der ersten
genomweiten Assoziationsstudie an Harnblasenkarzinompatienten als Risikofaktor
für das Harnblasenkarzinom identifizierten Single Nucleotide Polymorphism (SNP;
rs710521; rs9642880) waren in ein Computerprogramm einzugeben.
Abschließend war der gewählte Parameter der Überlebenszeit jeweils für die
einzelnen Genotypen bzw. Allele mittels Kaplan-Meier-Kurven darzustellen.
10 3
Methoden
Es wurden insgesamt 213 Harnblasenkarzinompatienten anhand der Aktenlage
nachverfolgt. Die Patientenangaben waren seiner Zeit mittels eines Fragebogens
(GOLKA ET AL., 2012) erhoben worden.
Die Bestimmung der GSTM1- und GSTT1-Genotypen erfolgte seiner Zeit mittels
Duplex-PCR nach KEMPKES ET AL. (1996).
Die
Bestimmung
der
NAT2-Genotypen
erfolgte
seiner
Zeit
nach
Standardmethoden (BOLT ET AL., 2005).
Die Bestimmung der beiden Single Nucleotide Polymorphisms (SNP) rs710521;
rs9642880 wurde mittels quantitativer PCR (TaqMan®) durchgeführt.
Die rückfallfreien Überlebenszeiten wurden mittels des Cox-Regressions-Modells
unter Verwendung der SAS/STAT© Software, Version 9.2, ermittelt.
11 4
Ergebnisse
84% der 213 Fälle waren Männer. Der Median des Alters bei Erkrankung betrug
65,7 Jahre (Bandbreite: 29,4-91,2). 20% der Fälle zeigten bei Erstdiagnose Ta
G1/G2. Entsprechende Details im TNM Staging und Grading sind den
Abbildungen 1 und 2 zu entnehmen.
Abb. 2: Staging der Harnblasenkarzinompatienten.
NB: Die Definition der Papillome zum Zeitpunkt der Erstdiagnose entspricht der
damals gültigen TNM-Klassifikation.
Abb. 3: Grading der Harnblasenkarzinompatienten.
12 Die Verteilung der untersuchten Genotypen der fremdstoffmetabolisierenden
Enzyme (NAT2, GSTM1 und GSTT1) und der in der ersten genomweiten
Assoziationsstudie bei Harnblasenkarzinompatienten als Risikofaktor für die
Auslösung des Tumors beschriebenen Allele (rs710521 A/T und rs9642880 T/G)
Häufigkeit
ist in Abbildung 3 dargestellt.
Abb. 4: Die bei 213 Harnblasenkarzinompatienten bestimmten Genotypen und
Allele.
Als Parameter für die Überlebenszeit wurde die rückfallfreie Überlebenszeit bis
zum ersten Rezidiv ausgewählt. Dieser Datensatz weist im Vergleich zur
tumorbedingten Überlebenszeit und zur Gesamtüberlebenszeit weniger Lücken
auf und die rückfallfreie Überlebenszeit bis zum ersten Rezidiv wird auch weniger
durch therapeutische Maßnahmen beeinflusst als die anderen zuvor genannten
Überlebenszeiten.
Insgesamt 75 der untersuchten Patienten (35,2%) blieben rückfallfrei. 33 Patienten
konnten nicht bis zum Tode nachverfolgt werden. Insgesamt hatten 138 Patienten
mindestens einen Rückfall. Somit konnte bei 180 Patienten das rückfallfreie
Überleben untersucht werden. Das mittlere rezidivfreie Überleben betrug dabei
2,53 Jahre und die maximale Zeit bis zum ersten Rückfall 17,00 Jahre. 75% der
Patienten waren maximal 3,4 Jahre rezidivfrei.
Unterschiede hinsichtlich des rückfallfreien Überlebens konnten für folgende
klassische Parameter für den Krankheitsverlauf des Harnblasenkarzinoms gezeigt
werden:
13 e
Anzahl der Rückfälle (Hazard Ratio HR = 1,06, 95% Konfidenzintervall KI = 1,031,09, p <0,0001), multilokuläres Tumorwachstum (HR = 1,66, 95% KI = 1,17-2,37,
p = 0,005), Rückfälle mit einem höheren Tumor-Staging oder Grading als der
Primärtumor (HR = 1,42, 95% KI = 1,04-1,95, p = 0,03).
Von den untersuchten Genotypen und Allelen zeigte lediglich der positive GSTT1Status (HR = 0,60, 95% KI = 0,42-0,87, p = 0,007) eine signifikante Assoziation
mit dem Krankheitsverlauf: GSTT1 positive Merkmalsträger zeigten eine längere
rückfallfreie Überlebenszeit bis zum ersten Rezidiv. Keiner der anderen
untersuchten Polymorphismen, für die in genomweiten Assoziationsstudien ein
erhöhtes
Risiko
für
die
Auslösung
einer
Harnblasenkarzinomerkrankung
beschrieben ist, zeigte einen signifikanten Einfluss auf die Prognose. Allerdings
rs9642880 G/T
Rezidivfreie Überlebenszeit
Rezidivfreie Überlebenszeit
rs9642880 T/T
Jahre
Jahre
Rezidivfreie Überlebenszeit
rs9642880 G/G
Jahre
Abb. 5: Kaplan-Meier-Kurven der 213 Harnblasenkarzinompatienten für die
Genotypen des Harnblasenkarzinomrisikofaktors rs9642880.
14 waren GSTM1 negative Fälle (HR = 0,87, 95% KI = 0,65-1,17, p = 0,36)
tendenziell mit einer besseren Prognose assoziiert, wohingegen die in der ersten
genomweiten
Assoziationsstudie
beschriebenen
Risikoallele
für
Harnblasenkarzinom rs710521 [A] und rs9642880 [T] tendenziell mit einer
schlechteren Prognose assoziiert waren (rs710521 A / A vs. A / G HR = 0,98, 95%
KI = 0,72-1,34, p = 0,90, A / A vs. G / G HR = 1,34, 95% KI = 0,59-3,08, p = 0,48;
rs9642880 G / G vs. G / T HR = 1,27, 95% KI = 0,86-1,89, p = 0,23; G / G vs. T / T
HR = 1,12, 95% KI = 0,75-1,68, p = 0,58). Die langsamen Genotypen von NAT2
hatten keinen Einfluss auf die Prognose (HR = 1,06, 95% KI = 0,7-1,45, p = 0,69).
Die entsprechenden Kaplan-Meier-Kurven werden in den Abbildungen 5-8
dargestellt.
rs710521 A/G
Rezidivfreie Überlebenszeit
Rezidivfreie Überlebenszeit
rs710521 A/A
Jahre
Jahre
Rezidivfreie Überlebenszeit
rs710521 G/G
Jahre
Abb. 6: Kaplan-Meier-Kurven der 213 Harnblasenkarzinompatienten für die
Genotypen des Harnblasenkarzinomrisikofaktors rs710521.
15 e
re
GSTT1 negativ
Rezidivfreie Überlebenszeit
Rezidivfreie Überlebenszeit
GSTT1 positiv
Jahre
Jahre
Abb. 7: Kaplan-Meier-Kurven der 213 Harnblasenkarzinompatienten für die
Genotypen des polymorphen fremdstoffmetabolisierenden Enzyms GSTT1.
GSTM1 negativ
Rezidivfreie Überlebenszeit
GSTM1 positiv
Rezidivfreie Überlebenszeit
e
Jahre
Jahre
Abb. 8: Kaplan-Meier-Kurven der 213 Harnblasenkarzinompatienten für die
Genotypen des polymorphen fremdstoffmetabolisierenden Enzyms GSTM1.
16 NAT2 schnell
Rezidivfreie Überlebenszeit
Rezidivfreie Überlebenszeit
NAT2 langsam
Jahre
Jahre
Abb. 9: Kaplan-Meier-Kurven der 213 Harnblasenkarzinompatienten für die
Genotypen des polymorphen fremdstoffmetabolisierenden Enzyms NAT2.
17 5
Diskussion
Das in dieser Studie nachverfolgte Harnblasenkarzinompatientenkollektiv aus
dem Raum Lutherstadt Wittenberg wurde in den 1990er Jahren rekrutiert und
untersucht und war bislang Gegenstand mehrerer Studien über den Einfluss
verschiedener
polymorpher
fremdstoffmetabolisierender
Enzyme
wie
N-
Acetyltransferase 2, Glutathion-S-Transferase T1, Glutathion-S-Transferase M1
(GOLKA
ET AL
2005;. GOLKA
ET AL.,
2008), der UDP-Glukuronosyltransferase 2B7
(ZIMMERMANN ET AL., 2008), sowie Teil mehrerer genomweiter Assoziationsstudien
(KIEMENEY
hinaus
ET AL.,
wurde
2010; ROTHMAN
der
Einfluss
ET AL.,
der
2010; RAFNAR
beiden
ET AL.,
Mutationen
2011). Darüber
(Single
Nucleotide
Polymorphisms (SNPs)) rs710521 und rs9642880, die zuerst von KIEMENEY ET AL.
(2008) beschrieben worden, unter besonderer Berücksichtigung der Belastungen
am Arbeitsplatz (GOLKA ET AL., 2009; LEHMANN ET AL., 2010) untersucht.
Die Auswirkungen des langsamen NAT2-Acetyliererstatus, der eine vermehrte
Verstoffwechselung von krebserzeugenden aromatischen Aminen wie Benzidin zu
hochreaktiven Arylnitreniumionen bewirkt, die letztlich am Urothel der Harnblase
das Karzinom auslösen und des GSTM1-negativen Status, der ein völliges Fehlen
der
entgiftenden
Wirkung
Stoffwechselprodukte,
zum
dieses
Beispiel
Enzyms
von
bezüglich
hochreaktiver
polyzyklischen
aromatischen
Kohlenwasserstoffen, auf das Harnblasenkarzinomrisiko beinhaltet, wurde in
großen Studien gezeigt (z. B. GARCIA-CLOSAS
ET AL.,
2005), ebenso in
hochindustrialisierten Bereichen (GOLKA ET AL., 2002; GOLKA ET AL., 1997; HUNG ET
AL.,
2004). Allerdings schwächt sich der Einfluss des GSTM1-negativen Genotyps
auf die Auslösung eines Harnblasenkarzinoms als Folge der Stilllegung der
entsprechende Stoffe emittierenden Montanbetriebe ab (OVSIANNIKOV
2012). Die zwei erstmalig durch KIEMENEY
ET AL.
ET AL.,
(2008) beschriebenen SNPs
verleihen von allen bislang in genomweiten Assoziationsstudie identifizierten
SNPs
das
besonderem
höchste
Harnblasenkarzinomerkrankungsrisiko.
Interesse,
Harnblasenkarzinomrisiko
dass
von
durch
Rauchern,
diese
die
einer
Dabei
beiden
Vielzahl
karzinogener Stoffe ausgesetzt sind, nicht erhöht wird (GOLKA
LEHMANN
ET AL.,
ist
SNPs
von
das
harnblasenET AL.,
2009;
2010). Somit sind diese beiden SNPs nach derzeitigem
Kenntnisstand besonders geeignet, das von den bekannten harnblasen18 karzinogenen Stoffen unabhängige Harnblasenkarzinomerkrankungsrisiko zu
untersuchen.
Basierend auf den Ergebnissen dieser Studien und der Hypothese, dass die
Risikofaktoren für die Auslösung eines Harnblasenkarzinoms auch geeignete
Kandidaten sind, den Krankheitsverlauf besser zu beurteilen, entschlossen wir
uns die Auswirkungen von NAT2, GSTM1, GSTT1, rs710521 und rs9642880
diesbezüglich zu untersuchen. Anerkannte Parameter zur Beurteilung des
Verlaufes einer Harnblasenkarzinomerkrankung sind der zeitliche Abstand von
der Erstdiagnose bis zum ersten Rezidiv, die Progression der Erkrankung und
letztlich die Gesamtüberlebenszeit. Außerdem sind die Gesamtanzahl der
Rezidive und multifokales Tumorwachstum geeignete Parameter. Auf Grund der
heterogenen Struktur der untersuchten Harnblasenkarzinomfälle, die alle TKlassifikationen und Gradings beinhaltet und verschiedene therapeutische
Verfahren von der transurethralen Resektion bis zur radikalen Zystektomie als
alleinige chirurgische Behandlung oder ergänzt durch eine Instillationstherapie der
Harnblase mit dem Immunmodulator BCG oder Zytostatika oder sogar einer
systemischen Zytostatikatherapie, entschieden wir uns für einen Parameter,
welcher die ersten Monate oder Jahre der Harnblasenkrebserkrankung erfasst:
Die rezidivfreie Überlebenszeit. Zudem weist dieser Parameter den Vorteil auf,
dass die Lücken im Datensatz „Zeitraum von Erstdiagnose bis zum ersten
Rezidiv“ naturgemäß geringer sind als die Lücken im Datensatz „Erstdiagnose bis
zum Tod“ oder gar „Erstdiagnose bis zum tumorbedingten Tod“.
Wenig ist bekannt über die prädiktive Rolle von Umweltfaktoren und genetischen
Polymorphismen auf das Auftreten von Rezidiven, der Krankheitsprogression und
den Eintritt des Todes von Harnblasenkarzinompatienten (MURTA-NASCIMENTO
AL.,
ET
2007). Eine eigene Literaturrecherche in der Datenbank PubMed ergab keine
Treffer über die Begriffe Harnblasenkarzinom (bladder cancer), Rezidiv (relapse)
und NAT2, rs710521 oder rs9642880. Dagegen zeigten sich vier Treffer jeweils
für jede der beiden untersuchten Glutathion-S-Transferasen, möglicherweise
aufgrund der Tatsache, dass diese Enzympolymorphismen leichter in einem
Arbeitsgang analysiert werden können, beispielsweise durch Duplex- oder
Multiplex-PCR. HA ET AL. (2010), KIM ET AL. (2005) und RIOJA ZUAZU
bestimmten den GSTM1 Genotyp im Blut, während HA
ET
ET AL.
(2007)
AL.
(2011)
19 Harnblasengewebe genotypisierten. Eine weitere Literatursuche, welche statt
Rezidiv (relapse) Verlauf (course) benutzte, zeigte nur eine Studie (SANYAL ET AL.,
2007) auf in welcher der Verlauf dieser Karzinomerkrankung in Bezug auf NAT2,
GSTM1, GSTT1 gesetzt wird. Keine Treffer konnten bei rs710521 oder rs9642880
registriert werden. HA
ET AL.
(2010) fanden heraus, dass der GSTM1 Genotyp
nicht in Bezug zum rezidiv- und progressionsfreien Intervall steht, wogegen der
GSTM1-positive Genotyp ein unabhängiger Prädiktor für einen Rückfall (HR =
1,63, p = 0,43) in der untersuchten Studiengruppe der 241 koreanischen
Harnblasenkarzinompatienten war.
RIOJA ZUAZU
ET AL.
(2007) beobachteten keine Korrelation zwischen den
Genotypen GSTM1 oder GSTT1 und prognostischen Faktoren in 67 spanischen
Patienten, die durch eine radikale Zystektomie behandelt wurden. Jedoch stellten
KIM
ET AL.
(2005) ein 3,3-fach erhöhtes Risiko für ein Fortschreiten bei GSTM1-
positivem Genotyp im Vergleich zu GSTM1-negativem Genotyp (OR = 0,30, 95%
KI = 0,12-0,75) bei 153 koreanischen Harnblasenkarzinompatienten fest. SANYAL
ET AL.
(2007) beobachtet keine Auswirkungen des Genotyps der NAT2, GSTM1
oder GSTT1 auf den klinischen Verlauf.
Die Stärke dieser Studie ist die Nachverfolgung von Patienten, welche in einem
einstigen Zentrum der chemischen Industrie in der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik viele Jahre gearbeitet haben. Diese Studie wurde durch
die relativ geringe Mobilität der Patienten bezüglich des Wohnorts erleichtert. Ein
Nachteil dieser Studie ist die begrenzte Studiengröße, welche die Feststellung
einer Signifikanz von kleineren Effekten unmöglich macht und die Anfälligkeit für
Ausreißer erhöht. So erreichten wir bei GSTT1 eine Aussagekraft (Trennschärfe,
engl. power) von 24%. Unter den üblichen Annahmen (Häufigkeit des
Risikofaktors: 50%) erreicht die vorliegende Studie eine Trennschärfe von 17%
und 37%, für die Hazard Ratio („Risikoquotient“) 1,15 bzw. 1,25.
Dies ist die erste Untersuchung über zwei SNPs, die in der ersten genomweiten
Assoziationsstudie bei Harnblasenkarzinompatienten als Risikofaktor für die
Erkrankung entdeckt wurden (KIEMENEY
ET AL.,
2008), die aufzeigt, dass diese
beiden Polymorphismen nicht nur das Harnblasenkrebsrisiko erhöhen, sondern
möglicherweise auch zu kürzeren rezidivfreien Überlebenszeiten beitragen.
20 Bezüglich des Überlebens von Harnblasenkarzinompatienten in einem ehemaligen
Zentrum der chemischen Industrie ist dies die erste Studie, die jemals
durchgeführt wurde. Die nicht signifikanten Ergebnisse über die Auswirkungen der
Genotypen der fremdstoffmetabolisierenden polymorphen Enzyme NAT2 und
GSTM1 auf die rezidivfreie Überlebenszeit stehen im Einklang mit den bisher sehr
wenigen
verfügbaren
Studien
bei
Patienten
europäischer
Herkunft
mit
Harnblasenkarzinom (RIOJA ZUAZU ET AL., 2007; SANYAL ET AL., 2007).
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(His268Tyr) polymorphism in bladder cancer cases. J. Toxicol. Environ. Health A
71, 911-914 28 7
Danksagung
Ich bedanke mich bei Herrn Prof. Dr. med. Jan G. Hengstler für die Bereitstellung
der Ressourcen.
Herrn Prof. Dr. med. Klaus Golka danke ich für die Vergabe des Themas der
Doktorarbeit sowie für eine ausgezeichnete Betreuung.
Der Statistikerin Frau Dr. rer. nat. Silvia Selinski und Christian Schikowsky, M. Sc.,
danke ich für die Unterstützung bei der Auswertung der erhobenen Daten.
Herrn Dr. rer. nat. Meinolf Blaszkewicz danke ich für die Unterstützung bei der
Durchführung der Genotypisierung.
Herzlichen
Dank
auch
der
Urologischen
Abteilung
des
Evangelischen
Krankenhauses Paul Gerhardt Stift in der Lutherstadt Wittenberg und den
niedergelassenen Ärzten für die gute Kooperation.
1 8
Lebenslauf
Name:
Emanuel Roth
Geburtsdatum:
19.07.1980
Geburtsort:
Lutherstadt Wittenberg
Nationalität:
Deutsch
SCHULISCHE AUSBILDUNG
08/1991 – 07/1999 Lucas Cranach Gymnasium Lutherstadt Wittenberg
Abschluss Allgemeine Hochschulreife
WEHRDIENST
09/1999 – 06/2000 Wehrpflichtiger, Hannover
UNIVERSTITÄRE AUSBILDUNG
10/2000 – 09/2002 Maschinenbau
TU Dresden
10/2002 – 07/2007 Humanmedizin
Philipps-Universität Marburg
2 08/2007 – 07/2008 Praktisches Jahr
08/2007 – 12 /2007:
Pädiatrie,
DRK-Kinderklinik Siegen
Prof. Dr. med. Rainer Burghard
12/2007 – 04/2008
Innere Medizin
Kreisklinikum Siegen
Dr. med. Stefan Schanz
04/2008 – 07/2008
Chirurgie
Kreisklinikum Siegen
Dr. med. Thomas Gehrke
Seit 2007
Doktorand des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der
Technischen Universität Dortmund
08/2009
Approbation als Arzt
BERUFLICHE AUSBILDUNG
Seit 11/2009
Arzt in Weiterbildung Pädiatrie
Kreisklinik Altötting
Prof. Dr. med. Roland G. Schmid; Dr. med. Stefan Vlaho
3 9
Veröffentlichung
Roth, E., Selinski, S., Schikowsky, C., Seidel, T., Volkert, F., Blaszkewicz, M.,
Hengstler, J. G., Golka, K. (2012). Bladder cancer survival in a former industrial
area in Saxony-Anhalt, Germany. J. Toxicol. Environ. Health A 75, 1216-1225
4 
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