ZNS - mehrke.de

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Das Nervensystem
Anatomische Gliederung:
•
Zentrales Nervensystem
•
Peripheres Nervensystem
Physiologisch:
•
Somatisches NS
•
Vegetatives NS
Nervensystem
Schaltkreise aus Neuronen und
unterstützenden Zellen
Motorik, Sensorik, Verhalten
Nervensysteme in allen Tieren (Ausnahme:
Schwämme)
Grundbausteine sehr ähnlich
Organisation stark variabel
Nervennetz
(a) Hydra (cnidarian; Nesseltier)
Nervensystem der Wirbeltiere
Zentrales Nervensystem (ZNS) =
Gehirn + Rückenmark
Peripheres Nervensystem (PNS) mit ZNS verbunden
Gehirn
Wirbelsäule
mit Rückenmark
Salamander
sensorisches Ganglion
Nervensystem des Menschen
zentrales Nervensystem
peripheres Nervensystem
= Hirn + Rückenmark
= alle Neurone ausserhalb des ZNS
zentrales Nervensystem
(ZNS)
Gehirn
Rückenmark
peripheres Nervensystem
(PNS)
Hirnnerven (12 Paare)
Ganglien ausserhalb
des ZNS
Spinalnerven (31 Paare)
Aufbau des Nervensystems
Das zentrale Nervensystem (ZNS)
Das ZNS umfasst das Gehirn und das Rückenmark. Die Aufgaben des
ZNS sind:
• Integration aller „sensiblen“ Reize, die ihm – afferent – von innerhalb
oder außerhalb des Organismus zugeleitet werden
• Koordination sämtlicher motorischer Eigenleistungen des
Gesamtorganismus
• Regulation aller dabei ablaufenden innerorganischen
Abstimmungsvorgänge, zwischen den organischen Subsystemen oder
Organen, einschließlich solcher hormoneller Art
Gewebetypen des ZNS
Das ZNS wird eingeteilt in graue und weiße Substanz
• Die graue Substanz liegt im Gehirn außen und im Rückenmark innen.
Sie besteht hauptsächlich aus den Nervenzellkörpern.
• Die weiße Substanz liegt im Gehirn innen und im Rückenmark außen.
Sie besteht hauptsächlich aus den Nervenfasern, also Axonen und
Dendriten.
• An Zelltypen finden wir:
•Neurone
•Glia-Zellen
•Das ZNS ist durch den Schädel, den Wirbel – Spinal – Kanal, Meningen
und Liquor cerebrospinalis und die Blut – Hirn – Schranke geschützt.
Weiße Substanz
•
Projektionsfasern
– Capusla interna auf der Innenseite vom Linsenkern
– Afferenzen und Efferenzen zwischen Kortex
und subkortikalen Kernen
– u. a. Hörstrahlung, Sehstrahlung
•
Kommissurenfasern
– Corpus callosum (Balken)
– Verbindungen der
beiden Hemisphären
•
Assoziationsfasern
– größter Teil der weißen Substanz
– intrakortikale Verbindungen
innerhalb einer Hemisphäre
Das periphere Nervensystem (PNS)
Das periphere Nervensystem umfasst alle Nervenzellen, die nicht zum
ZNS gehören. Eine starre Abgrenzung ist allerdings nicht sinnvoll.
• Motorische und vegetative Neuronen haben ihre Zellkörper im ZNS, die
Fortsätze reichen aber ins PNS.
• Die sensiblen Neurone dagegen haben ihre Zellkörper fast ausnahmslos
in Ganglien (Nervenknoten) außerhalb des ZNS, ihre Fortsätze ziehen
aber fast alle ins ZNS.
• Nur bei intramuralen Nerven (Nerven in der Wand von inneren Organen
(z.B. Gastro-Intestinal-Trakt) findet die Informationsverarbeitung teilweise
unabhängig vom ZNS statt.
Funktionelle Einteilung:
Somatisches NS
Vegetatives NS
Das periphere Nervensystem (PNS)
• Das PNS wird in das somatische und das autonome Nervensystem
weiter unterteilt.
• Das somatische Nervensystem regelt die Funktionen, die der Beziehung
zur Außenwelt dienen, also der willkürlichen und reflektorischen Motorik
und der Oberflächen- und Tiefensensibilität.
• Das autonome (vegetative) Nervensystem kontrolliert die
„Vitalfunktionen“, wie Herzschlag, Atmung, Blutdruck, Verdauung und
Stoffwechsel. Außerdem werden Sexualorgane und das Blutgefäßsystem
vom autonomen Nervensystem beeinflusst.
Peripheres Nervensystem
Hirn- und Spinalnerven: sensorische und motorische Neuronen
(Ausnahme: Nervus olfaktorius, Nervus opticus)
Bewegung und interne Homöostase
Peripheres Nervensystem
Sensorische
(afferente)
Untereinheit
Somatosensorische
Neurone
(Aussenwelt)
Motorische
(efferente)
Untereinheit
Viscosensorische
Neurone
(inneres Milieu)
Autonomes
(vegetatives)
Nervensystem
Sympathikus
Parasympathikus
“fight or flight”
Normalisierung
Somatisches
Nervensystem
(bewusst, Reflexe)
Enterisches
System
Informationsverarbeitung im Nervensystem
1. Sensorischer Input
2. Interpretation/Integration
3. motorischer Output
Sensorischer Input
Integration
Sensor
Motorischer Output
Effektor
peripheres
Nervensystem
(PNS)
zentrales
Nervensystem (ZNS)
Nervensystem, Gehirn
Menschliches Hirn:
ca. 100 Millarden Nervenzellen
Jede Nervenzelle
kann mit > 1000 anderen Nervenzellen
kommunizieren
Functional MRI Abbildung der Aktivitätsmuster im Gehirn
Informationen zu verarbeiten – Afferenzen Sinneszellen
Großhirn
Kleinhirn
Kopfsinne
durch Hirnnerven
Körpersinne
Stammhirn
Rückenmark
durch Spinalnerven
Aus: Frank H. Netter, Farbatlanten der Medizin,
Nervensystem I, Thieme Verlag
Informationsverarbeitung im Nervensystem
Sensorisches Neuron:
leitet Signale von Sensor weiter
Information über externe Stimuli/interne Bedingungen
Afferenz
Interneuron:
im ZNS
integriert Information
Motor-Neuron:
leitet Output-Signal des ZNS
kommuniziert mit Effektorzellen
Efferenz
Der Weg ins Gehirn
Hinterhorn
Vorderhorn
Sensorische
Fasern
Motorische
Fasern
Spinalnervenplexus
•
Plexus cervicalis (Halsgeflecht) versorgt Haut
und Muskeln in der Hals und Schulterregion.
•
Plexus brachialis (Armgeflecht). Hier
entspringen drei große Armnerven. Nervus
radialis, N. ulnaris, N. medianus
•
Plexus lumbalis (Lendengeflecht). Versorgung
der unteren Bauchwand, der äußeren
Geschlechtsorgane. Wichtigster Nerv: N.
femoralis. Er versorgt die Streckmuskeln.
•
Plexus sacralis (Kreuzgeflecht) versorgt
Gesäß und einen Teil des Damms. Der N.
ischiadicus entspringt aus diesem Geflecht.
•
Plexus pudendus (Schamgeflecht) versorgt
Beckeneingeweide, Damm und äußere
Genitalien.
Hinterhorn und Vorderhorn
Muskelspindeln
Schmerzzellen
Berührungssensoren
Vibrationssensoren
Temperatursensoren
„dorsal root“
a-Motoneurone
im Vorderhorn
Muskeln
Afferenzen
„ventral root“
Efferenzen
Reflex
Direkte sensorisch-motorische Verschaltung
einfachster neuronaler Schaltkreis (Reflexbogen)
= sensorischer Input führt direkt zu motorischem Output
z.B. Kniesehnenreflex:
Rückenmark
Sensor misst
Streckreiz
sensorisches
Neuron
Synapse zu Motor-Neuron des
Quadrizeps
graue Substanz
Quadrizeps Muskel
gestreckt
weisse
Substanz
Beuger
Synapse zu
Interneuron
Synapse zu
Motor-Neuron
des Beugers:
Inhibition
sensorisches Neuron
Motor-Neuron
Interneuron
Hirnnerven
I.
N. olfactorius
Geruch
Bulbus olf.
II.
N. opticus
Sehen
Netzhaut
III.
N. oculomotorius
Augenbewegung
Mittelhirn
IV.
N. trochlearis
Augenbewegung
Mittelhirn
V.
N. trigeminus
Sensibilität Gesicht
Pons / Medulla
VI.
N. abducens
Augenbewegung
Pons
VII.
N. facialis
Geschmack, Mimik
Pons
VIII.
N. vestibulocochlearis
Gehör, Gleichgewicht
Pons / Medulla
IX.
N. glossopharyngeus
Geschmack, Rachen
Medulla
X.
N. vagus
Eingeweide, Herz
Medulla
XI.
N. accessorius
Halsmuskulatur
Medulla
XII.
N. hypoglossus
Zungenmuskulatur
Medulla
Rückenmark
• Medulla spinalis, verläuft in der
Wirbelsäule, fingerdick, 40-45 cm lang
• schwimmt (wie das Gehirn) im Liquor
cerebrospinalis, umgeben von 3 Häuten:
– Dura mater (Auskleidung Wirbelkanal)
• Subduralraum (Bindegewebszüge;
Blutungen führen zu gefährlichen
Hämatomen)
– Arachnoidea (Spinnwebhaut)
• Subarachnoidalraum: Liquor
– Pia mater (liegt an Gehirn/Rückenmark
an)
Schutzeinrichtungen
Meningen - Hirnhäute
• Dura mater
• Arachnoidea
• Pia mater
Liquor cerebrospinalis
Cerebrospinalfüssigkeit
Fluss des Liquors
Liquor, gebildet
vom Plexus
choroidei der
Ventrikel
Cerebrospinalfüssigkeit
Embryonalentwicklung: ZNS liegt in zentralem Neuralrohr
Hohlraum, mit Cerebrospinalfüssigkeit gefüllt
durch Blut-Hirnschranke abgeschirmt
graue Substanz
weisse Substanz
Zentralkanal
des Rückenmarks
Ventrikel
Blut-Hirn-Schranke
Schutzeinrichtungen:
Chemische Barriere
Kapillarendothel & Astroglia
WH:
Zelltypen: Neuronen
Neuron: funktionelle Einheit des Nervensystems
meiste Organellen im Zellkörper (Soma)
Dendriten = Fortsätze die Signale empfangen
Axon = leitet Signal weiter
Dendriten
Soma
Nucleus
Synapse
Signal
Axon Richtung
Axonhügel
Presynaptische Zelle
Postsynaptische Zelle
Myelinscheide
(Gliazelle)
typisches Motoneuron
Synaptische Endigung
Neuronen
Verbindung zu Rezeptoren
strukturelle Vielfalt
Dendriten
Axon
Zellkörper
(a) sensorisches Neuron
(b) Interneuron
(c) Motoneuron
WH: Gliazellen
Stütz-, Schutz-, Hilfszellen
10-50x mehr als Neurone
auch synaptische Interaktion Glia-Neuron
Wichtige Vertreter:
Astrozyten:
grosse Gliazellen (Makroglia)
metabolische- und Stützfunktion
Tight Junction Regulation in Endothelzellen der Blutkapillaren
= „Blut-Hirnschranke“
Oligodendrozyten (im ZNS), Schwannzellen (im PNS):
isolierende Myelinschicht für Axone
 saltatorische Nervenleitung
Astrozyten
50 µm
im ZNS
strukturelle Stützung der Neurone
regulieren extrazelluläres Medium:
Ionen
Neurotransmitter
Myelinschicht
Oligodendrozyten (im ZNS)
Schwannzellen (im PNS)
bilden isolierende Myelinschicht für
Axone
0.1 µm
Myelinschichten
Axon
Schwann
Zelle
Axon
MyelinScheide
Ranvier
Schnürringe
Schwann
Zelle
Zellkern
Myelinscheide
REM Bild einer
Myelinscheide
Saltatorische Erregungsleitung
Aktionspotenziale im myelinisierten Axon springen von einem RanvierSchnürring zum nächsten
Schwann -Zelle
depolarisierte Region
(Ranvier-Schnürring)
Myelinscheide
––
–
Zellkörper
Geschwindigkeit:
15 μm dickes myelinisiertes Axon:
nicht myelinisiertes Axon:
1mm dickes Riesenaxon (Tintenfisch):
+
++
+
++
–––
150 m/sec
3 m/sec
100 m/sec
––
–
+
+
+
++
––
–
Axon
Synapsen (chemische)
Erregende (exzitatorische) und
Hemmende (inhibitorische)
Neurotransmitter: Rezeptoren
Neurotransmitter:
Ionenkanalproteine:
unterschiedliche Effekte in untersch. Zellen
hängt ab von Art des postsynapt. Rezeptors:
ändern Membranleitfähigkeit
wenige Millisekunden
indirekte synaptische Transmission:
Bindung triggert komplexe Signalwege
 Eigenschaften der postsyn. Zelle verändert
langsam + lang anhaltend (bis mehrere min)
z.B. Stimmung, Aufmerksamkeit
Wichtige Neurotransmitter
Acetylcholin
einer der häufigsten Neutrotransmitter
Vertebraten, Invertebraten
Wirkung: Inhibitorisch, excitatorisch
Neuromuskuläre Endplatte:
Depolarisation der Muskelzelle
Herzmuskel: wirkt via G-Proteine:
hemmen Adenylat-cyclase (cAMP = second messenger)
öffnen K+-Kanäle
beides vermindert Stärke v. Herzschlag und Herzfrequenz
Biogene Amine
Neurotransmitter
aus Aminosäurestoffwechsel
Catecholamine: aus Tyrosin
Adrenalin (auch Hormonwirkung)
Noradrenalin (auch Hormonwirkung)
Dopamin
aus Tryptophan: Serotonin
Wirkungsweise: oft indirekte synaptische Transmission
Wirkungsort:
ZNS, PNS
Dopamin, Serotonin:
beeinflussen Schlaf, Stimmung, Aufmerksamkeit,
Lernen
Parkinson‘sche Krankheit:
Dopaminmangel in best. Hirnregionen
weitere chemische Neurotransmitter
Aminosäuren:
GABA (Gamma-Aminobuttersäure)
häufigster hemmender Neurotransmitter (Gehirn)
erhöht Cl- Leitfähigkeit
Glycin - hemmender Neurotransmitter (RM)
Glutamat
Aspartat
Hemmung glycinerger Synapsen: Starrkrampf (Tetanustoxin, Strychnin)
Neuropeptide:
Wirkungsweise: oft indirekte synaptische Transmission
Substanz P
Neurotransmitter der Sinneszellen
Schmerzempfinden
Endorphine
gleicher Rezeptor wie Heroin, Morphium
reduzieren Schmerzempfinden
Euphorie
vermindern Sekretion von Antidiuretischem Hormon
GABAA - Rezeptoren und Benzodiazepine
GABA
Cl
-
GABAA-Rezeptor
Benzodiazepine:
- Valium
- Librium
- Xanax
- Adumbran
- Halcion
Alkoholwirkung auf Rezeptoren im Gehirn
• Alkohol erhöht die Dopaminkonzentration =>Einfluss auf
das Hirnbelohnungssystem, Verbesserung der
Stimmung, positive Verstärkung erhöht das
Abhängigkeitsrisiko
• Alkohol reduziert die Serotonin- und die NoradrenalinAusschüttung, => kann dadurch Aggressivität und
Depression begünstigen
• Alkohol erhöht die Endorphin und EnkephalinAusschüttung => Euphorie begünstigt die Sucht
• Alkohol verstärkt die GABA-Aktion, (Bindungsstellen für
Benzodiazepine und Barbiturate) => Sedierung,
motorische Beeinträchtigungen
• Alkohol vermindert die Glutamat- und AChRezeptorfunktion => kognitive Beeinträchtigung,
Reduktion der Gedächtnisfunktion
Gasförmige Transmitter
NO:
Stickstoffmonoxid
erst bei Bedarf synthetisiert
Wirkt auf Membranrezeptorproteine  second Messenger (cGMP)
Glatte Muskelzellen (Blutgefäße)  Gefäßerweiterung
CO:
Kohlenmonoxid ähnlich NO
Sexuelle Erregung:
Neurone setzten NO in Schwellkörper frei
NO entspannt Gefässwandmuskeln
 Blut-Einstrom
Sidenafil :
hemmt Enzym (Phospho-diesterase) das normalerweise
NO-Wirkung auf Gefässwandmuskeln bremst
Das Gehirn
• Windungen (Gyrus)
und Furchen
(Sulcus)
Blutversorgung
des Gehirns
Ein kommunizierendes
Netz von Arterien
gewährleistet die
kontinuierliche
Versorgung
Embryonalentwicklung des Gehirns
Erwachsen
Telencephalon
Diencephalon
Mesencephalon
Metencephalon
Myelencephalon
Grosshirn (Grosshirnrinde, weisse Substanz,
Basalkerne)
Zwischenhirn (Thalamus, Hypothalamus, Zirbeldrüse)
Mittelhirndach
Brücke (Pons),
Kleinhirn
Medulla oblongata (Teil des Hirnstamms)
Zwischenhirn
Grosshirn-Hemisphere
Hypothalamus
Thalamus
Zirbeldrüse
Brainstem:
Hypophyse
Rückenmark
Mittelhirn
Brücke (Pons)
Medulla
oblongata
Kleinhirn (Cerebellum)
Zentralkanal
Gehirn
Gehirn
Diencephalon
Grosshirn
(Telencephalon)
Telencephalon
-
Grosshirnrinde,
-
weisse Substanz,
-
Basalkerne
Zwischenhirn
(Diencephalon)
-
Thalamus,
-
Hypothalamus,
-
Hypophyse
-
Epiphyse (Zirbeldrüse)
Hirnstamm
(Truncus encephali)
-
Mittelhirn (Mesencephalon),
-
Brücke (Pons),
-
Verlängertes Mark (Medulla
oblongata)
Kleinhirn (Cerebellum)
Hirnstamm
Mittelhirn
1. Mittelhirn - Mesencephalon
2. Brücke - Pons
3. Verlängertes Mark –
Medulla oblongata
Homöostase
Bewegungskoordination
Weiterleitung von Information
In Medulla und Brücke sind
Zentren die nach
Stimulierung
Schlaf auslösen
Brücke (Pons)
Medulla
Hirnstamm
Zwischenhirn
Hypothalamus
Thalamus
Zirbeldrüse
Grosshirn
alle motorischen Befehle laufen durch Hirnstamm
Medulla oblongata
Hypophyse
Stammhirn
Mittelhirn
Brücke
Medulla
oblongata
Kleinhirn
vegetative Steuerung von inneren Organen (Atmung, Herz etc.)
Axone ins Cortex und Kleinhirn  Aufmerksam, Wach, Appetit
„Kreuzung“ motorischer Axone für Bewegung
Pons
beteiligt an vielen Funktionen der Medulla
Mittelhirn
Zentren für Transmission/Integration sensorischer Signale
Zwischenhirn
Grosshirn
• Thalamus (Relais-Station
zwischen Sinnesorganen
und Großhirn)
Hypophyse
• Hypothalamus
(Steuerkoordinator
vegetativer Vorgänge)
Hormondrüsen:
• Hypophyse
• Epiphyse
Limbisches
System
Zwischenhirn
Hypothalamus
Thalamus
Zirbeldrüse
Stammhirn
Mittelhirn
Brücke
Medulla
oblongata
Kleinhirn
Zwischenhirn
Grosshirn
Epithalamus:
Thalamus:
Kapillargeflecht; bildet CerebrospinalFlüssigkeit
Ausstülpung = Zirbeldrüse - Epiphyse
Hypophyse
Eingangszentrum für sensorische Information
auf Weg zum Grosshirn (Filter)
Ausgangszentrum für
motorische Information
vom Grosshirn
Hypothalamus: Homöostase
Hormone,
releasing-Hormone
Temperaturregler
Hunger
Durst
Fortpflanzungsverhalten
Kampf/Fluchtverhalten
Limbisches
System
Zwischenhirn
Hypothalamus
Thalamus
Zirbeldrüse
Stammhirn
Mittelhirn
Brücke
Medulla
oblongata
Kleinhirn
Limbisches System
Limbisches System = Teile v. Thalamus, Hypothalamus und Grosshirnrinde
(incl. Amygdala, Hippocampus, Teil v. Frontallappen)
ringförmig um Hirnstamm angeordnet
Interaktion mit sensor. Arealen des Neocortex
u.a. höheren Arealen
direkter Input von
Thalamus
Bulbus olfactorius
Hypothalamus
steuert Emotionen
tasten
präfrontaler Cortex
schmecken
hören
sehen
riechen
Bulbus
olfactorius
Amygdala
Hippocampus
Limbisches System
steuert Verhaltensweisen:
„Brutpflege“
Essverhalten
Aggression
Sexualität
„gutes Benehmen“
Verbindung zum Thalamus:
Filter für Sinneseindrücke
Schlaf – Wachsein –
Aufmerksamkeit
Amygdala (Mandelkern):
Erkennung von Emotion in Mimik
+ Aufbau von Gedächtnis darüber
Grundlage für kindliches emotionales Gedächtnis
= Erinnerung mit Emotion verknüpft
Erwachsene: Assoziation von Situationen mit primären Emotionen
v.a. im Frontallappen (Schädigung  Motivation, Benehmen, Gefühle
beeinträchtigt)
Das limbische System - Zugang zu Neurohormonen
Limbisches System
Schnittstelle:
somatisches,
vegetatives &
hormonelles System (Hypophyse)
Mittelhirndach, Retikuläre Formation
Retikuläre Formation: 90 Nuklei, Teil des Hirnstamms
kontrolliert Aufmerksamkeit   Schlaf (via Serotonin)
sensorischer Filter: nur best. Info zu Grosshirnrinde
Auge
Retikuläre Formation
sensorischer Input
Hörnerv
Zircadianer Rhythmus
superchiasmatische Nuclei des Hypothalamus
Zwischenhirn
Hypothalamus
Thalamus
Zirbeldrüse
Grosshirn
Hypophyse
Stammhirn
Mittelhirn
Brücke
Medulla
oblongata
Kleinhirn
z.B. Schaf/Wachzyklen
„interne“ Komponente der zirkadianen Rhythmik
= biologische Uhr
stellen best. Protein her, wenn Tag/Nacht Zyklus geändert
externe Reize (Licht)  Feineinstellung
fehlt Lichtinformation:
Mensch: 25h Zyklus
Zircadianer Rhythmus
Versuch: mit/ohne Lichtreiz
Days of experiment
(a) 12 hr light-12 hr dark cycle
(b) Constant darkness
Dark
Light
Light
Dark
1
5
10
15
20
12
16
20 24 4
8
Time of day (hr)
12
12
16
20 24 4
8
Time of day (hr)
12
Epiphyse
•
Bildung und Ausschüttung
von Melatonin
•
modifizierte Photorezeptoren
–
bei niederen Wirbeltieren lichtempfindlich
–
beim Menschen Information über Lichtpegel via Hypothalamus
(lichtsensitive Ganglienzellen in Retina)
–
Dunkelheit  Melatonin
–
zirkardiane Rhythmik
–
depressiogen (Winterdepression, u. a.)
–
Lichttherapie
Großhirn
am höchsten entwickelte Struktur des Säugergehirns
Embryogenese: aus Telencephalon (Endhirn)
- olfaktorische, visuelle und auditorische Zentren
Grosshirn
Hypophyse
Zwischenhirn
Hypothalamus
Thalamus
Zirbeldrüse
Stammhirn
Mittelhirn
Brücke
Medulla
oblongata
Kleinhirn
Großhirnrinde
größter, komplexester Teil des Gehirns
- Analyse sensorischer Information
- Aussendung motorischer Befehle
- Sprache
jede Hemisphäre hat (außen) 4 Lappen
Parietallappen
Frontallappen
Sprache
frontales
Assoziationsareal
Schmecken
Sprache
Riechen
Temporallappen
Somatosensor.
Assoziationsareal
Lesen
Hören
auditorisches
Assoziationsareal
visuelles
Assoziationsareal
Sehzentrum
Okzipitallappen
Großhirn
2 Hemisphären
Grosshirnrinde = graue Substanz
gefaltete Oberfläche: = Neokortex
6 Lagen von Neuronen
Korrelation mit kognitiven
Fähigkeiten
weisse Substanz = darunter
Basalkerne: = Zentren für Planung, Bewegungs-Lernen
Corpus callosum (Balken): verbindet beide Hemisphären
linke GrosshirnHemisphäre
Corpus
callosum
Neocortex
linke GrosshirnHemisphäre
Basal
Kerne
Großhirnrinde
größter, komplexester Teil des Gehirns
Analyse sensorischer Information
Aussendung motorischer Befehle
Sprache
jede Hemisphäre hat (außen) 4 Lappen
Parietallappen
Frontallappen
Sprache
frontales
Assoziationsareal
Schmecken
Sprache
Riechen
Temporallappen
Somatosensor.
Assoziationsareal
Lesen
Hören
auditorisches
Assoziationsareal
visuelles
Assoziationsareal
Sehzentrum
Okzipitallappen
Grosshirnrinde
jeder Grosshirnlappen hat primäre sensorische- und Assoziationsareale
Informationsverarbeitung:
1. sensorischer Input  primäre sensorische Areale
2. Informationsintegration  benachbarte Assoziations-Areale
3. Weiterleitung an höhere Assoziations-Areale in Frontallappen
4.  Antwort (z.B. Befehl an Skelettmuskulatur)
Lateralisierung der Gehirnfunktionen
Gehirnentwicklung des Kindes
Aufteilung best. Funktionen auf eine Hemisphäre
linke Hemisphäre:
Sprache, Mathematik, Logik, Prozessierung serieller Vorgänge
rechte Hemisphäre:
Mustererkennung, nonverbale Kommunikation, emotionale
Intelligenz
Areale der Grosshirnrinde
Sulcus centralis
Zuordnung bestimmter Körperzonen
Frontallappen
Parietallappen
Toes
Lips
Jaw
Genitalia
Tongue
Tongue
primärer
motorischer
Cortex
Pharynx
Abdominal
organs
primärer
somatosensorischer
Cortex
Kleinhirn (Cerebellum)
Ständige Koordination und Fehlerkorrektur:
Koordinierte Motorik/Körperhaltung
Aber auch
beteiligt an
Lernen von Bewegungsabläufen
Wahrnehmung (Perzeption)
Verständnis (Kognition)
sensorischer Input:
Gelenkstellung
Muskelstreckung
Sehsinn
Gleichgewichtsorgan
Grosshirn
Hypophyse
Zwischenhirn
Hypothalamus
Thalamus
Zirbeldrüse
Stammhirn
Mittelhirn
Brücke
Medulla
oblongata
Kleinhirn
Kleinhirn
• Feinsteuerung von
Bewegung
• trainierte,
automatisierte
Bewegungsabläufe
Efferenzkopie
Kleinhirn
Eine 24 Jahre alte Chinesin, Mutter einer kleinen Tochter, erfuhr nach einer
Untersuchung im Krankenhaus, dass sie kein Kleinhirn hat.
Sie konnte erst mit vier Jahren alleine stehen. Mit sieben Jahren konnte sie ohne
Unterstützung und mit schwankenden Schritten gehen.
Die Frau hat nie springen oder laufen gelernt.
Verständlich sprechen konnte sie erst mit sechs Jahren. Ihre Stimme ist zittrig und ihre
Aussprache undeutlich, aber sie hat ein intaktes Wortgedächtnis und kann sich
verständlich ausdrücken.
Eine Schule hat sie nie besucht.
„Ihre Einschränkungen sind deutlich moderater, als man es für jemanden ohne
Kleinhirn erwarten würde“,
„Ihr Fall zeigt, wie anpassungsfähig das Gehirn ist.“
Motorische Systeme im ZNS
• Pyramidenbahn – willentliche Bewegung
• Ausdrucks- Affekt-bewegungen - Muskeltonus
– EPMS – Extrapyramidales System
• Extrapyramidal-motorische System geht von
subkortikalen Zentren aus
Der motorische Cortex steuert die Muskeln
Motorischer Cortex
vorne
Pyramidenbahn
hinten
Bewegungssteuerung
•
1 Assozationsfelder;
Entschluss zur Bewegung 2 Motorische
Felder;
Befehl an die Muskeln
•
3 Rohbefehl an die Muskulatur
•
4 Zwischenhirn
•
5 Positive Zwischenmeldung vom
Zwischenhirn zum Großhirn
•
6 Mittelhirn
Meldung an das Kleinhirn
•
7 Kleinhirn; gespeicherte
Bewegungsprogramme
(Bewegungsentwürfe)
•
8 Abgabe der Kleinhirnprogramme (über
hemmende Bahnen)
•
9 Hemmung des Rückkopplungskreises
durch Kleinhirnbefehle
•
10 Rückenmark;
Befehl an die Muskeln
Bewegungssteuerung
•
Der Entschluss zur Bewegung entsteht in den Assoziationsfeldern des Großhirns (1).
Er enthält die Information, welche Körperteile die Bewegung ausführen sollen. Dieser Entschluss
wird zu den sog. motorischen Feldern (Motorcortex) geleitet (2), die für alle Muskelpartien spezielle
Nervenzellen besitzen.
•
Diese Nervenzellen erteilen nun den für die Bewegung benötigten Bein-, Fuß-, Arm-, Handmuskeln
usw. den Befehl, Kraft zu bilden (3).
•
Allein aufgrund dieser Befehle würde jedoch die Bewegung nur sehr grob und unzureichend
koordiniert ablaufen, wobei die Ungenauigkeit durch antreibende Impulse aus dem Zwischenhirn ein Teil des Antriebs- und Empfindungshirns (Thalamus) - noch verstärkt wird (5).
•
Gleichzeitig läuft der Rohbefehl auch über Querverbindungen in das Kleinhirn (6).
•
Dort sind für alle geübten Bewegungen Programme gespeichert, die Informationen zur
Feinkoordinierung der Muskelarbeit enthalten (7).
•
Auf der Grundlage dieser Bewegungs(fertigkeits)programme dämpft das Kleinhirn mit hemmenden
Impulsen, so dass die Nervenzellen der motorischenFelder nur Befehle abgeben, die genau der
vorgesehenen Bewegung entsprechen (9).
•
Ein so durch das Kleinhirn modellierter Befehl läuft über das Rückenmark zu den Muskeln der
beteiligten Glieder (10) und bewirkt schließlich, dass die Muskeln wohlabgestimmt - eben koordiniert
- Kraft bilden.
Hirnnerven
I.
N. olfactorius
Geruch
Bulbus olf.
II.
N. opticus
Sehen
Netzhaut
III.
N. oculomotorius
Augenbewegung
Mittelhirn
IV.
N. trochlearis
Augenbewegung
Mittelhirn
V.
N. trigeminus
Sensibilität Gesicht
Pons / Medulla
VI.
N. abducens
Augenbewegung
Pons
VII.
N. facialis
Geschmack, Mimik
Pons
VIII.
N. vestibulocochlearis
Gehör, Gleichgewicht
Pons / Medulla
IX.
N. glossopharyngeus
Geschmack, Rachen
Medulla
X.
N. vagus
Eingeweide, Herz
Medulla
XI.
N. accessorius
Halsmuskulatur
Medulla
XII.
N. hypoglossus
Zungenmuskulatur
Medulla
Hirnnerven: Die Eingänge
Sensorische Verarbeitung
Hirnnerven: Die Eingänge
II
I
V
VIII
IX
Der Weg zum Bewusstsein
Die Sehbahn
Thalamus
Sehnerv
primäre
Sehrinde
Der Thalamus: Das Tor zum Bewußtsein
Zentralfurche vorne
Thalamus
vorne
hinten
hinten
Der Thalamus: Das Tor zum Bewußtsein
Somatosensorischer
Cortex
vorne
Thalamus
vorne
hinten
hinten
Der somatosensorische Cortex
Somatosensorischer
Cortex
vorne
hinten
Riechen: Wege der sensorischen Signale
Orbifrontaler
Cortex
Thalamus
Riechkolben
Limbisches
System
Hippocampus
Amygdala
Hypothalamus
primär, sekundär, tertiär
•
Sensorischer Kortex
–
primäre Areale: direkter Input vom Sinnesorgan
–
sekundäre Areale: Input von primären Arealen
• Steigerung der Komplexität
–
tertiäre Areal: „Assoziationsfelder“
• erneute Steigerung der Komplexität - Intermodal
•
Motorischer Kortex
–
primäre Areale: direkter Output an Effektoren
–
sekundäre Areale: Output an primäre Areale
Funktionelle Bereiche im cerebralen Cortex
«Sprachareale»:
Max
Hearing
words
Seeing
words
Min
Speaking
words
Generating
words
PET-scanning:
Areale mit hoher metabolischer Aktivität
Somatosensor.
frontales
Sprache AssoziationsAssoziations- Schmecken areal
areal
Lesen
Sprache Hören
visuelles
Assoziationsriechen auditorisches
areal
Assoziationsareal
Sehzentrum
Lernen und Gedächtnis
Kurzzeitgedächtnis in Frontallappen
Vergleich mit unmittelbarer Vergangenheit
Langzeitgedächtnis in Grosshirnrinde
Übertragung benötigt Hippocampus, Amygdala
Speicherung ins Langzeitgedächtnis abh. von:
Übung
positive/negative emotionale Erregung
Assoziation mit bekannter Information
Geschwindigkeit variabel:
Zahlen/Namen: z.T. nur 1 Erfahrung
Bewegungsabläufe: viele Wiederholungen
( vgl. Kleinhirn)
Zelluläre Basis der Gedächtnisbildung
veränderte Synapseneigenschften
Langzeitdepression
nach wiederholter schwacher Reizung
postsynaptische Zelle wird unempfindlicher für
Aktionspotenzial
Langzeitpotenzierung nach Serie hochfrequenter Aktionspotenziale
via Glutamat- und Ca2+-Signale
postsynaptische Zelle wird empfindlicher für
Aktionspotenziale
Stunden-Wochen
Neubildung von Synapsen
Bewusstsein
Das Bewusstsein lässt sich nicht in einem
bestimmten Hirnareal lokalisieren.
Die Aktivität der Grosshirnrinde
v.a. der kleine Teil der GrosshirnrindenAktivität, der auch neue
Situationen/Lernprozessen verarbeitet,
bestimmt Bewusstsein.
> 90% der Reaktionen und Verhaltensweisen
sind unbewusst ausgelöst bzw. werden durch
«vorbewusste Vorgänge» entschieden.
Funktionelle Bereiche:
Was passiert wo im Gehirn?
Frontallappen
Parietallappen
Okzipitallappen
Temporallappen
Ruhe
Sehen
Hören
Denken
Bildgebende Verfahren der Gehirnfunktion
PET
+MRT
fMRT
+MRT
MEG
+MRT
fMRT
+MRT
Funktionelle Kernspintomographie (fNMR) - Positronen-Emissions-Tomographie (PET) - Magnetoenzephalographie (MEG)
Nuclear Magneto Resonance (NMR) = MRT
Magnetresonanztomogramm (MRT)
= Nuclear Magneto Resonance (NMR)
Bei der fMRT
werden
Unterschiede
der
Durchblutung
dargestellt.
Kernspin
„Kernspin“ - MRT
„PET“ – Positronen Emissions-Tomografie
PET ist ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, das
Schnittbilder von lebenden Organismen erzeugt, indem es die
Verteilung einer schwach radioaktiv markierten Substanz im
Organismus sichtbar macht und damit biochemische und
physiologische Funktionen abbildet (funktionelle Bildgebung).
Die Radiopharmaka sind Substanzen, die mit einem Radionuklid
markiert sind bei dessen Zerfall Positronen entstehen. Der
Organismus kann sie nicht von ihren nichtradioaktiven Pendants
unterscheiden, daher gehen sie in den gewöhnlichen
Stoffwechsel ein. Aufgrund seines radioaktiven Zerfalls kann das
Radionuklid im Körper aufgespürt werden.
Magneto-Enzephalo-Gramm (MEG)
Die Ströme im Gehirn erzeugen sehr schwache Magnetfelder,
die mit der MEG-Technik gemessen werden können. Es
können im Gegensatz zum EEG zum Teil auch tiefer
liegende Aktivitäten erfasst werden. Im Vergleich zu PET
und fMRT ist die hohe zeitliche Auflösung zu erwähnen.
Das Gerät muss allerdings wie beim MRT mit flüssigem
Helium gekühlt werden.
Bildquelle: Wikipedia
Elektro-Enzephalo-Gramm (EEG)
Die EEGElektrode
misst die
Summe der
Aktivierung
kortikaler
Neurone
Zusammenfassung ZNS
ZNS = Gehirn & Rückenmark
Graue Substanz: Zellkörper & Synapsen
Weiße Substanz: Nervenfasern
Gehirn:




Großhirn
Zwischenhirn
Hirnstamm
Kleinhirn
Rückenmark:
 Schaltstelle (Reflexe)
 Leitungsbahnen
Zusammenfassung ZNS
Spinalnerven führen sensorische Fasern zum Rückenmark
und motorische Fasern vom Rückenmark zu den Muskeln.
Im Hinterhorn des Rückenmarks werden die sensorischen
Nerven verschaltet, im Vorderhorn die motorischen.
Alle sensorischen Eingänge laufen durch den Thalamus,
das „Tor zum Bewußtsein“.
Im somatosensorischen Cortex werden die sensorischen
Informationen der Körperoberfläche abgebildet.
Vom motorischen Cortex aus werden die Muskeln gesteuert.
Die Sehbahn sorgt für eine Abbildung der Umwelt auf
dem primären visuellen Cortex.
In der Riechbahn werden objektive und subjektive
Elemente vermischt.
ZNS Erkrankungen
ZNS-Schäden meist nicht selbst-heilend
Rückenmarksverletzung
Parkinsonsche Krankheit
Alzheimersche Krankheit
Forschung:
Nervenzellentwicklung
neuronale Stammzellen
Schädigung des Assoziationskortex verursacht
kognitive Probleme
Frontallappen
Parietallappen
Starrsinn
Soziopathie
Okzipitallappen
Temporallappen
Schädigung des Assoziationskortex verursacht kognitive
Probleme
Phineas Gage
Frontalhirnsyndrom
Einige Beispiele für Veränderungen:
•
•
•
•
Handlungskonsequenzen werden nicht vorhergesehen
Kein Lernen aus Fehlern
Unbedachtes und vorschnelles Handeln (erhöhte Impulsivität)
Rasches Aufgeben bei Handlungsbarrieren (reduzierte Beharrlichkeit und
Willensstärke)
• Wissen kann nicht mehr in effektive Handlungen übersetzt werden
Alzheimersche Krankheit
Amyloid Ablagerungen zerstören Neurone
Symptome: Konfusion, Gedächtnisverlust, Persönlichkeitsveränderung etc.
Senile plaque
Neurofibrillary tangle
20 m
Parkinsonsche Krankheit
Symptome: motorische Störungen
Zittern, das in Ruhe auftritt, versteifte Muskeln und mangelnde Stabilität
der aufrechten Körperhaltung
Phänomen: Untergang Dopamin-sezernierender Zellen
der Substantia nigra
Therapie:
Dopamin (L-DOPA)
Stammzellen??
Die Substantia nigra befindet sich im
Mesencephalon (Mittelhirn) dorsal
der Hirnschenkel.
Extrapyramidal-motorisches System
Ausfall des dopaminergen Systems
führt zum Wegfall der Hemmung
anderer Bestandteile der motorischen
Steuerung.
Multiple Sklerose
Chronisch-entzündliche
(autoimmun-) Erkrankung des
ZNS, bei welcher die
Markscheiden (Myelin) der
Nervenfasern zerstört werden.
Symptome:
•
Schwächegefühl in Armen
oder Beinen
•
Missempfindungen wie z. B.
Prickeln oder Kribbeln
•
Sehstörungen
•
Koordinationsstörungen
Neurale Stammzellen
Auch im erwachsenen Hirn entstehen neue Nervenzellen
v.a. im Hippocampus (Lernen, Gedächtnis ?)
Herkunft: aus speziellen Stammzellen
 neue Therapieansätze?
Psychotrope Drogen
Literatur zu neurologischen
Krankheitsbildern
Oliver Sacks:
Der Mann, der seine Frau mit
einem Hut verwechselte
Eine Anthropologin auf dem Mars.
Sieben paradoxe Geschichten.
Autismus und Begabung
Daniel Tammet:
Elf ist freundlich und Fünf ist laut:
Ein genialer Autist erklärt seine Welt
In seinem Buch "Der Mann, der seine Frau mit
einem Hut verwechselte" stellt uns der Neurologe
Oliver Sacks 24 Menschen vor, die vorübergehend
oder für immer aus der "Normalität" herausfielen.
Es handelt sich um kuriose, skurrile und teilweise
tragikomische Symptome von neurologischen
Erkrankungen. In Einleitungen und Nachschriften
zu den Fallstudien gibt er dazu auch Laien
verständliche Erläuterungen.
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