Rückenschmerzen - Ordination Dr. Leeb

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Rückenschmerzen
Prim. Priv. Doz. Dr. Burkhard F. Leeb
2020 Hollabrunn, Babogasse 20
Tel., FAX: +43/29525201
[email protected]
Karl Landsteiner Institut für Klinische
Rheumatologie
Dank an F. Mayrhofer, Bad Schallerbach
Volkskrankheit
Rückenschmerzen
• 2 Millionen Österreicher klagen über
Rückenbeschwerden
• 15% der Erstklassler haben bereits
Haltungsschäden
• Jede/r Dritte 18-jährige ist schon von
Haltungsschäden betroffen
RÜCKENSCHMERZ
Differentialdiagnose
Krankengeschichte
Untersuchung: Anschauen-Tasten-Funktion
Bildgebung: Rö, CT, MRI,
Labor
Rückenschmerz
Differentialdiagnose
• Trauma und Folgen
• Diskogener RS
• Foramen-, Spinalkanalstenosen
• Tumore
• Instabilität
• Nichtvertebragener RS
• Infektionen
• Nichtinfektiöse entzündliche Prozesse
Rückenschmerz
Differentialdiagnose
• Verletzungen und Folgen
• Diskogener RS
• Foramen-, Spinalkanalstenosen
• Tumore
• Instabilität
• Nichtvertebragener RS
• Infektionen
• Nichtinfektiöse entzündliche Prozesse
DERMATOME
Rückenschmerz
Differentialdiagnose
• Verletzungen und Folgen
• Diskogener RS
• Foramen-, Spinalkanalstenosen
• Tumore
• Instabilität
• Nichtvertebragener RS
• Infektionen
• Nichtinfektiöse entzündliche Prozesse
Rückenschmerz
Differentialdiagnose
• Verletzungen und Folgen
• Diskogener RS
• Foramen-, Spinalkanalstenosen
• Tumore
• Instabilität
• Nichtvertebragener RS
• Infektionen
• Nichtinfektiöse entzündliche Prozesse
Rückenschmerz
Differentialdiagnose
• Verletzungen und Folgen
• Diskogener RS
• Foramen-, Spinalkanalstenosen
• Tumore
• Instabilität
• Nichtvertebragener RS
• Infektionen
• Nichtinfektiöse entzündliche Prozesse
Rückenschmerz
Differentialdiagnose
• Verletzungen und Folgen
• Diskogener RS
• Foramen-, Spinalkanalstenosen
• Tumore
• Instabilität
• Nichtvertebragener RS
• Infektionen
• Nichtinfektiöse entzündliche Prozesse
Differentialdiagnose Spondylitis
Infektiös
•
•
•
•
•
•
Meist akuter Beginn
Fieber
Leukozytose
BSG meist stark erhöht
Intensiver Nachtschmerz
Umschriebener Belastungs- u.
Erschütterungsschmerz
• Spasmus d. paravertebralen Muskulatur
(Psoas…)
• Keimnachweis (Blut, Punktat,...)
Besondere Vorsicht bei immunsuprimierten PatientInnen
Rückenschmerz
Differentialdiagnose
• Verletzungen und Folgen
• Diskogener RS
• Foramen-, Spinalkanalstenosen
• Tumore
• Instabilität
• Nichtvertebragener RS
• Infektionen
• Nichtinfektiöse entzündliche Prozesse
Differentialdiagnose Spondylitis
• Meist schleichender Beginn
• Rückenschmerzen (tiefsitzend)
• Maximum: frühe Morgenstunden
nicht infektiös
• Besserung bei Bewegung
• Morgensteifigkeit
• BSG mäßig erhöht
• (HLA-B27)
• (Familienanamnese)
Charakteristische Zeichen der Spondyloarthropathie
Entzündlicher Rückenschmerz
periphere Arthritis
+ Sakroiliitis
+ Enthesitis (Sehnenansstzentzündung)
+ Daktylitis („Wurstzehe, Wurstfinger“)
v alternierender Gesäßschmerz
v Vorausgehende Infektionen im Enteral-, Urogenitaltrakt
v Befund / Anamnese von Psoriasis bzw entz. Darmerkrankungen
v Anteriore Uveitis (Regenbogenhautentzündung)
v Positive Familienanamnese
v HLA - B 27 Nachweis
Spondyloarthropathien
Entzündlicher Rückenschmerz
• schleichender Beginn
• nächtliches Erwachen
• Beginn vor 40. Lj.
• alternierender Gesäßschmerz
• Dauer > 3 Monate
• initial tiefsitzender Schmerz
• Morgensteifigkeit
• gutes Ansprechen auf NSAR
• Besserung durch Bewegung
Spondyloarthropathien
Entzündlicher RS
Typ. Rö-Veränd.
ISG
Spondylitis
ankylosans
und/oder
Mb Crohn,
Colitis ulc.
Asymmetrische Arthritis
oder Arthritis UE
Infektion urogenital oder
enteral im letzten Monat
Psoriasis
Arthritis/Spondylitis
bei chron. entzündl.
Darmerkr.
Psoriasisarthritis
Reaktive
Arthritis
Falls Kriterien nicht erfüllt
Undifferenzierte Spondyloarthropathie ( ? )
Spondyloarthropathien (SpA)
Ankylosing
SpA: Gruppe rheumatischer
Erkrankungen, die folgende
Eingeschaften teilen:
1. Synovitis und
Spondylitis
(AS)
Arthritis
associated
with Acute
Anterior
Uveitis
Psoriatic
uSpA
Enthesitis
2. Assoziation mit HLAB27
3. AS ist der Prototyp
Undifferentiated
SpA
Spondylarthropathies
(SpA)
Reactive
Arthritis
Arthritis
(Reiter's)
Arthritis
Juvenile
of
Chronic
IBD
Arthritis
Gran J et al 1997;36:766-71.
Khan M Ann Int Med 2002;136:896-907.
Achsenbefall
Enthesiopathien
Extraartikuläre Manifestationen
Dakytilitis
AS/SpA: Frühdiagnose !
Symptome
Entzündlicher
Rückenschmerz
Bilder
Lab
Krankengeschichte
HLA-B27
Gutes Ansprechen
auf Rheumamedikamente
Rudwaleit M, et al. Ann Rheum Dis. 2004; 63:535-43.
ESR/CRP
Familiengeschichte
RÜCKENSCHMERZ
Unspezifischer Rückenschmerzen in der Region
unterhalb der Rippen bis zur Glutealfalte
Low Back Pain (LBP)
Akut: bis zu 6 Wochen Dauer
Subakut: 6 bis 12 Wochen
Chronisch: länger als 12 Wochen
Wiederkehrend: neuerliche Attacke nach
6 Monaten Beschwerdefreiheit
LBP
Einige Tatsachen
• In 98% der Fälle keine schwerwiegende
Ursache!
• Die meisten degenerativen Veränderungen sind
natürliche Folge des Alterns.
• Bandscheibenvorfälle verursachen nicht
automatisch Rückenschmerzen!
LBP
AUSLÖSER
• Bewegungsmangel
• langes Sitzen, Stehen, Zwangshaltungen
• Fehlender Ausgleich zu Beruf
• kraftaufwändige Tätigkeiten
• Erschütterungen, Stöße, Ausrutschen
• muskuläre Defizite der rumpfstabilisierenden
Muskulatur
LBP
AUSLÖSER
PSYCHOSOZIALE FAKTOREN:
• Stress, Überforderung
• Unzufriedenheit am Arbeitsplatz
• Negative Stimmungen
RÜCKENSCHMERZ
AKUT
•Aufkärung/ Beratung
•Keine lange Bettruhe!
•Bleiben Sie aktiv!
•Vermeiden Sie
schmerzhafte Belastungen
Rote Flaggen in Zusammenhang mit
Rückenschmerzen:
• Beginn unter 20 Jahren bzw. über 55 Jahren
• Zusammenhang mit Trauma
• Konstanter, zunehmender Rückenschmerz (keine
Besserung im Bett)
• Brustschmerzen
• Bösartige Erkrankung in der Geschichte
• Langer Gebrauch von Cortison
• Drogenabhängigkeit, Alkohol, Immunsuppression, HIV
Gelbe Flaggen in Zusammenhang
mit Rückenschmerzen
!
Psychosoziale „Gelbe Flaggen“ sind
Faktoren, die das Risiko erhöhen,
einen lang andauernden
Schmerzzustand zu entwickeln, der zu
Invalidität und auch schmerzbedingter
Arbeitsunfähigkeit führen kann.
!
Solche Zeichen sollten zu einer
geeigneten Verhaltenstherapie
veranlassen. Im Falle des akuten
Rückenschmerzes besteht für
derartige Maßnahmen keine
Veranlassung
•
Nicht adäquate Ansichten über
Rückenschmerzen (z.B.: der Glaube,
dass jeder Schmerz auch Schädigung
bzw. Invalidität nach sich zieht oder
hohe Erwartungen an passive
Therapien (z.B. Massage) anstatt
aktiver Maßnahmen (z.B. Bewegung)
•
Nicht angebrachtes Schmerzverhalten
(z.B. Vermeidungshaltungen und
verminderte körperliche Aktivität)
•
Arbeitsplatzprobleme oder
Kompensationen (z.B. geringe
Zufriedenheit am Arbeitsplatz)
•
Emotionale Probleme, wie Angst,
Depression, Stress, Tendenz zur
sozialen Isolation
Risikofaktoren für Chronifizierung
von Rückenschmerzen
• psychosoziale Faktoren (37%)
• Angst vor Schmerz (25%)
• physische Faktoren ( 21%)
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