Patientenbroschüre Cacicol

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Poly(carboxymethylglucosesulfat)
Medizinprodukt
Patienteninformationen
Was ist die Hornhaut (Kornea)?
• D
ie Hornhaut ist der transparente, vordere Teil des Auges, ein » durchsichtiges, gewölbtes Fenster «. Die vordere Oberfläche ist von Tränenflüssigkeit
benetzt, die hintere Fläche vom Kammerwasser.
• D
as Hornhautgewebe besteht aus fünf Schichten, die alle eine wichtige
Funktion haben. Diese fünf Schichten sind: das Epithelium, die BowmanMembran, das Stroma, die Descemet-Membran und das Endothelium.
• A
uch wenn die Hornhaut transparent ist und scheinbar wenig Substanz enthält, so ist sie doch tatsächlich ein hochorganisierter Zusammenschluss
von Zellen und Proteinen.
• D
ie Hornhaut ist nervenreich, so dass Erkrankungen oft schmerzhafte Symptome verursachen.
• D
ie Hornhaut muss transparent bleiben, um Licht brechen zu können und
bereits das kleinste Blutgefäß oder die geringste Trübung kann diesen Vorgang stören. Damit wir gut sehen, müssen alle Schichten der Hornhaut
frei von trüben oder verletzten Stellen sein.
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Korneale Schichten
Epithelium
B owman-
Membran
Stroma
DescemetMembran
Endothelium
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Was ist die Aufgabe der Hornhaut ?
• S
ie hilft dabei, das Auge vor Keimen, Staub und anderen potenziellen
Schadstoffen zu schützen. Diese Aufgabe übernimmt sie zusammen mit
den Augenlidern, der Augenhöhle, den Tränen und der Lederhaut (Sklera),
dem weißen Teil des Auges.
• D
ie Hornhaut fungiert als äußerste Linse des Auges. Sie arbeitet wie ein
Fenster, das den Einfall von Licht in das Auge kontrolliert und fokussiert.
Die Hornhaut trägt mit einem Anteil von 65 bis 75% zur gesamten Bild­
fokussierung des Auges bei.
Wie reagiert die Hornhaut auf Verletzungen ?
• D
ie Hornhaut kann sehr gut mit leichten Verletzungen oder Abnutzungen
umgehen.
• W
enn die hochsensible Hornhaut verkratzt wird, schließen schnell gesunde
Zellen die Verletzung, bevor eine Infektion eintreten oder die Sehkraft beeinträchtigt werden kann.
• G
eht die Verletzung tiefer in die Hornhaut, dauert der Heilungsprozess
­länger. Mit der Zeit kann das zu stärkeren Schmerzen, gestörter Sicht, vermehrtem Tränenfluss, Rötungen und extremer Lichtempfindlichkeit führen.
Bei diesen Symptomen sollte man sich augenärztlich behandeln lassen.
• T
iefere Verletzungen können zudem Narben bilden, die zu einem Schleier auf der Hornhaut führen, der das Sehvermögen stark schwächen kann.
4
5
elche Erkrankungen oder Storungen konnen
W
die Hornhaut beeintrachtigen ?
• H
ornhautprobleme erfordern in der Regel eine Abklärung durch den
Augen­arzt, insbesondere, wenn es sich um schwerwiegende Fälle wie dauerhafte Oberflächendefekte (persistierende Epitheldefekte = PED) oder Geschwüre mit Sensitivitätsverlust (neurotrophe Ulcera) handelt.
Konsultieren Sie in allen Fällen Ihren Augenarzt
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Was sind persistierende Epitheldefekte ?
• U
nter gewissen Bedingungen heilen Hornhautdefekte nur sehr langsam
oder gar nicht. Sollten solche Defekte mit herkömmlichen Behandlungen
nicht innerhalb eines Zeitrahmens von 3 bis 14 Tagen abheilen, werden sie zu dauerhaften Gewebeschäden (persistierenden Epitheldefekten).
• G
lücklicherweise sind persistierende Epitheldefekte selten, aber neben den Auswirkungen auf Sehvermögen und Wohlbefinden können sie
­schwere Folgen für die Gesundheit des Auges haben, wie Infektionen,
Narben­bildung, Einschmelzen oder Durchbruch der Hornhaut.
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Was genau ist neurotrophe Keratitis/Ulcus ?
• N
eutrotrophe Keratitis ist eine Hornhauterkrankung, die durch eine gestörte
Nervenfunktion entsteht und dazu führt, dass das Hornhautgewebe nur sehr
eingeschränkt oder gar nicht empfindungsfähig ist.
• D
ie Erkrankung beginnt auf der Hornhautoberfläche, wo sie zu Gewebe­
veränderungen und -schäden führt, die meist nur schlecht abheilen.
• U
nbehandelt kann diese Erkrankung schwere Folgen haben, wie Hornhaut­
geschwüre (Ulcera), Einschmelzen und Durchbruch der Hornhaut.
ie werden persistierende Epitheldefekte
W
und neurotrophe Keratitis behandelt ?
• D
ie Behandlung von Hornhautgeschwüren hängt von der Ursache, dem Krankheitsstadium und der Vorgeschichte des Patienten ab.
• D
ie Behandlung sollte so schnell wie möglich begonnen werden, um eine
Narbenbildung zu vermeiden. Behandlungspläne werden durch den Augenarzt nach der Diagnose erstellt.
• In der Zwischenzeit sollten Sie Augen-Make-up oder andere Stoffe, die Ihre
Augen reizen könnten, vermeiden und Tränenersatzmittel ohne Konservierungsstoffe verwenden.
Konsultieren Sie in allen Fällen Ihren Augenarzt
8
9
arum hat Ihr Augenarzt Ihnen
W
verschrieben ?
• ist eine Augentropfen-Lösung, die zur Förderung der Reparatur des Hornhautgewebes eingesetzt wird.
•
ist eine neue Technologie in der regenerativen Medizin.
Welche Eigenschaften hat
?
• gehört zu den ReGeneraTing Agents (RGTA®), welche sowohl
die Geschwindigkeit als auch die Qualität der Gewebeheilung verbessern.
ist eine neue Behandlungsmethode. Es setzt den natürlichen
• Reparaturprozess des Gewebes in Gang, fördert die Wundheilung und
mindert damit verbundene Schmerzen.
• W
enn ein Hornhautgeschwür nicht innerhalb weniger Tage heilt und
konventionelle Behandlungsmethoden keine Wirkung zeigen, kann
mit seiner RGTA®-Technologie und innovativen Wirkungsweise
verwendet werden, um dauerhafte Wundheilungsstörungen und die damit
verbundenen Schmerzen effizient zu behandeln.
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11
Anwendung
Wie verwende ich
?
01 • D
ie Standarddosierung ist: ein bis zwei Tropfen
einmal pro Woche in das betroffende Auge/die betroffenen Augen. Diese Dosierung kann durch Ihren Arzt angepasst werden.
• E
ine häufigere Anwendung von
die heilende Wirkung beeinträchtigen.
als verschrieben kann Wenden Sie
entsprechend den
Anweisungen Ihres Augenarztes an.
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aschen Sie Ihre Hände vor W
der ­Anwendung des Produkts.
iehen Sie das untere Lid des zu be­
02 Zhandelnden
Auges nach unten, ­schauen
Sie nach oben und bringen Sie einen
­Tropfen in das Auge ein.
Sie es, das Auge und 03 Vdieermeiden
Lider mit der Pipette zu berühren.
erfen Sie das Einzeldosisbehältnis
04 Wnach ­
Gebrauch weg.
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Vorsichtsmaßnahmen
• W
enn Sie neben
weitere
Arzneimittel für Ihre Augen verwenden, tropfen Sie erst
in das Auge ein und warten Sie
15 Minuten vor der Anwendung
des anderen Produktes.
• B
ewahren Sie die angebrochene Einzeldosis nicht für eine spätere Anwendung auf.
• Informieren Sie Ihren Augenarzt,
wenn Sie gegenwärtig oder kürzlich
andere Augenpräparate benutzen
oder benutzt haben, auch wenn es
sich um rezeptfreie Mittel handelt.
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Nebenwirkungen
• B
ei Patienten, die empfindlich auf
Heparinoide oder Heparin reagieren,
kann es zu einer lokalen Reaktion
kommen, die jedoch die Heilwirkung
nicht beeinträchtigen sollte. Ist die
Reaktion doch stärker, brechen Sie
die Behandlung ab und suchen Sie
Ihren Augenarzt auf.
wurden keine wei• F
ür
teren Nebenwirkungen beobachtet.
Wenn bei Ihnen Nebenwirkungen
auftreten, sprechen Sie mit Ihrem
Augenarzt, Apotheker oder dem
Hersteller.
• Leicht anzuwenden und gebrauchsfertig.
• D
osierungsanweisung: ein bis zwei Tropfen in das betroffene Auge/
die betroffenen Augen einmal pro Woche, bis die Verletzung komplett geheilt ist (Patientennachuntersuchung ist wichtig).
• E
rhältlich in einer Packung mit 5 Einzel­-
dosen ohne Konservierungsmittel.
• L
agerbedingungen: Raumtempertatur von 4 °C bis 25 °C
•
ist in Apotheken erhältlich.
Wir empfehlen Ihnen, Ihren Augenarzt zu kontaktieren, wenn Sie Fragen
sollte unter augenärztlicher
zu diesem Produkt haben.
Kontrolle angewendet werden.
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Poly(carboxymethylglucosesulfat)
Medizinprodukt
Die Matrix-Therapie
RESTRUKTURIERT UND SCHÜTZT DAS HORNHAUTGEWEBE
Théa Pharma GmbH · Schillerstraße 3 · D-10625 Berlin
Fon: (030) 31 51 898 - 0 · Fax: (030) 31 51 898 - 29 · info@theapharma.de · www.theapharma.de
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