Anhang Namen der Schemata Kopie

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Namensliste der 19 Früh Erworbenen Hinderlichen Schemata
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Emotionale Vernachlässigung
Im Stich gelassen
Misstrauen/Missbrauch
Isolation
Unzulänglichkeit/Scham
Unattraktiv
ErfolglosigkeitlVersagen
Abhängigkeit
Verwundbarkeit
Verstrickung/ unentwickeltes Selbst
Unterordnung
Aufopferung
Emotionale Gehemmtheit
Unerbittliche Ansprüche
Besonders Sein
Ungenügende Selbstkontrolle, Selbstdisziplin
Beachtung Suchen
Negatives Hervorheben
Strafneigung
Kurzbeschreibung der 19 Schemata: Young I Berbalk
Schemata: Domäne 1: abgetrennt I abgelehnt
Im Stich gelassen • abandonment
.Im Stich gelassen werden" als Schema entsteht aus der erfahrenen Instabilität oder Unzuverlässigkeit derer,
die für Unterstützung und Verbundenheit zuständig waren. Wichtige Bezugspersonen waren nicht fähig, eine
kontinuierliche emotionale Unterstützung, Verbindung oder Schutz zu bieten. Sie waren emotional instabil,
unvorhersehbar, unzuverlässig oder nur zeitweise präsent Meist bestand die Angst, die Bezugsperson stirbt oder
wird einen für jemand Besseren verlassen.
Misstrauen I Missbrauch - mistrust abuse
"Misstrauen und Erfahrung/Erwartung von Missbrauch" beschreibt die Erwartung, dass die anderen einen
verletzen, missbrauchen, bloßstellen, betrügen, belügen, manipulieren, ausnutzen werden. Oder die Angst,
dass die Bezugspersonen in einen eventuell gewalttätigen Wutausbruch explodieren werden. Das Schema
beinhaltet die Annahme, dass die Verletzung absichtlich oder als Resultat von Ungerechtigkeit oder extremer
Verleugnung erfolgt
Emotional vernachlässigt • emotional deprivation
"Emotionale Vernachlässigung" beschreibt die Erwartung, dass das eigene Verlangen nach emotionaler
Zuwendung nicht ausreichend durch das Umfeld erfüllt wird. Vernachlässigung kann in 3 Bereichen bestehen.
- Mangelnde Fürsorge: Fehlen von Aufmerksamkeit, Zuwendung, Wärme oder Gesellschaft
- Mangelnder Schutz: Abwesenheit von Stärke, Richtung und Führung oder fehlende Anleitung durch andere.
- Fehlende Empathie: Abwesenheit von Verständnis, Zuhören, Selbstoffenbarung oder dem Teilen von
Gefühlen
mit anderen.
Unzulänglichkeit I Scham - defectiveness I shame
"Nicht in Ordnung sein, Scham" ist gekennzeichnet durch das Gefühl, man sei fehlerhaft, platt oder wertlos.
Man sei grundsätzlich nicht liebenswert für die anderen, wenn man bloßgestellt würde. Oder ein Gefühl von
Scham über die eigenen Unzulänglichkeiten. Das Schema geht oft einher mit exzessiver Selbstkritik,
Selbstbestrafung, Vergleichen mit anderen. Häufig werden Zurückweisungen und Beschuldigungen in intimen
Beziehungen erwartet
Unattraktiv I entfremdet - sodal unattractiveness
"Soziale Unattraktivität, Fremdheit" meint das Gefühl, dass man außergewöhnlich unattraktiv für die anderen
sei, z. B. hässlich, sexuell abstoßend, einer Unterschicht angehörend, sich nicht zu unterhalten weiß. Häufig
wird die eigene Person ständig mit anderen verglichen und in sozialen Situationen herrscht starke Unsicherheit
Das Gefühl sozialer Minderwertigkeit, soziale Zweifel beschreibt die Erwartung, dass man für andere unattraktiv
ist Es herrscht das Gefühl vor, dass man sich von den anderen in den folgenden Punkten negativ unterscheidet
physische Erscheinung, soziale Fähigkeiten, innerer Wert, moralische Integrität, interessante Persönlichkeit,
berufliches Vorankommen, Werte, Interessen, MännlichkeitlWeiblichkeit, sozioökonomischer Hintergrund.
Der typische familiäre Ursprung liegt in einer überkritischen oder ablehnenden Familie oder Peer-Gruppe.
Isolation - isolation
"Zweifel an sozialer Zugehörigkeit" meint das Gefühl, vom Rest der Welt isoliert zu sein, anders als die anderen
zu sein und keiner Gruppe oder Gemeinschaft anzugehören.
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Schemata: Domäne 2: unselbstständig liebensuntüchtig
Abhängigkeit !Inkompetenz - dependence! incompetence
"Funktionale Abhängigkeit/Inkompetenz" beschreibt den Glauben, dass man nicht fähig ist, die
täglichen Verpfiichtungen ohne die Hilfe anderer in Anspruch zu nehmen, in einer kompetenten
Weise zu bewältigen. Hierzu gehört es, für sich selber zu sorgen, die täglichen Probleme zu
lösen, ein gutes Urteil abzugeben oder neue Aufgaben in Angriff zu nehmen. Funktionale
Abhängigkeit zeigt sich oft in beständiger Passivität.
Verletzbarkeit
vulnerability
"Verletzbarkeit" gegenüber Gefahren oder Krankheit beschreibt die übersteigerte Angst, dass eine
Katastrophe bevorsteht (natürlicher, krimineller, finanzieller oder medizinischer Art), und dass man
unfähig ist, sich selbst davor zu schützen. Sie kann die unrealistische Angst davor beinhalten,
einen Herzinfarkt zu bekommen, verrückt zu werden, pleite zu gehen, AIDS zu bekommen oder
überfallen zu werden.
Verstrickung, unentwickeltes Selbst - enmeshment
"Emotionale Abhängigkeit, unentwickeltes Selbst" beschreibt die exzessive emotionale
Verstrickung und Enge mit einer Person oder mehreren (oft die Eltern). Diese Verstrickung
geschieht auf Kosten der Individuation oder einer normalen sozialen Entwicklung. Oft wird
geglaubt, dass keine der verstrickten Personen ohne die andere überleben oder glücklich sein
kann. Es fehlt eine ausgebildete Identität und oft herrscht das Gefühl der Leere vor.
Eingeschränkte Autonomie beinhaltet Erwartungen über die eigene Person und die Umgebung.
Die Erwartungen interagieren mit der eigenen Fähigkeit sich loszulösen, zu überleben und
eigenständig zu funktionieren. Typische familiäre Ursprünge sind in einer Vermischung zweier
Leben und einer Unterminierung des kindlichen Urteilsvermögens zu finden Auch eine zu starke
Bemutterung kann zu eingeschränkter Autonomie führen. Es resultiert das Gefühl, abhängig und
unselbständig zu sein. Oft besteht kein Gefühl für ein eigenes Selbst, die Grenzen zu anderen
sind nicht klar definiert.
Erfolglosigkeit, Versagen - failure
"Erfolglosigkeit, Versagen" beschreibt die Erwartung, dass man zwangsläufig versagen wird oder
im Vergleich zur eigenen Bezugsgruppe grundsätzlich unzureichend ist (z.B. im Sport, Schule
oder Karriere). Oft wird an die eigene Dummheit, Unfähigkeit, Ignoranz und fehlendes Talent
geglaubt.
Schemata: Domäne 3: schrankenlos I unbeherrscht
Besonders sein - entitlement
Personen mit "Anspruchshaltung, Selbstbezogenheit" bestehen darauf, dass sie selbst haben
sollten, was immer sie möchten, unabhängig davon, was begründet ist. Die eigenen Ziele werden
auch auf Kosten der anderen durchgesetzt. Selbstbezogenheit schließt oft den Versuch ein,
andere zu kontrollieren. Es werden hohe Forderungen gestellt, die Personen besitzen dabei
allerdings kein Einfühlungsvermögen.
Unkontrolliert, undiszipliniert - insufficient self-control! self-discipline
"Unzureichende Selbstkontrolle, fehlende Selbstdisziplin" ist gekennzeichnet durch beharrliche
Schwierigkeiten, eine ausreichende Selbstkontrolle und Frustrationstoleranz für die Erreichung der
eigenen Ziele an den Tag zu legen. Die Personen haben Schwierigkeiten, die eigenen Gefühle
und Impulse zu kontrollieren.
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Schemata: Domäne 4: angepasst
Unterordnung - subjugation
"Unterordnung" ist gekennzeichnet durch ständige Aufgabe der Kontrolle über die eigenen Entscheidungen
und Vorlieben. Dies geschieht gewöhnlich, um Ärger und Ablehnung oder Verlassen werden zu vermeiden.
Unterordnung ist oft mit der Annahme verbunden, die eigenen Vorlieben seien nichts wert oder für die anderen
unwichtig. Ständige Unterordnung führt häufig zu Wut gegenüber dem Unterdrücker. Oft zeigt sich ein
übersteigertes Bedürfnis zu gefallen.
Aufopferung - self-sacrifice
Bei "Selbstaufopferung/übersteigertes Verantwortungsgefühl" wird besonderer Wert darauf gelegt, die
Erwartungen der anderen zu erfüllen. Dies geschieht auf Kosten der eigenen Bedürfnisse. Die Hauptgründe
sind der Wunsch, den anderen Schmerz zu ersparen, Schuld zu vermeiden, Achtung zu gewinnen, die
Verbindung zu anderen zu erhalten, die als bedürftig gesehen werden. Selbstaufopferung resultiert häufig aus
einer Übersensibilität für Verletzungen anderer. Oft entwickeln die Personen ein übersteigertes Pfiichtgefühl.
Teilweise führt das Gefühl, dass die eigenen Bedürfnisse nicht ausreichend befriedigt werden, zu negativen
Gefühlen denen gegenüber, für die gesorgt wird.
Beachtung suchend - approval seeking
Exzessive "Anstrengung um Zustimmung, Aufmerksamkeit und Anerkennung" zu bekommen bis zur Aufgabe
der Selbstachtung mit dem Ergebnis nicht authentischer Lebensausrichtung.
Schemata: Domäne 5: gehemmt und wachsam
Negatives Hervorheben - pesslmlsm
Bei einer "negativen Grundhaltung/Pessimismus" herrscht ein andauernder Fokus auf die negativen Seiten des
Lebens (Schmerz, Tod, Verlust, Enttäuschungen, Vorurteile, ungelöste Probleme, mögliche Fehler, Betrug,
Dinge, die falsch gehen könnten). Gleichzeitig werden die positiven oder optimistischen Aspekte übersehen.
Negative Grundhaltung, Pessimismus kann das Gefühl der Hilfiosigkeit oder Unkontrollierbarkeit beinhalten, die
auf der Erwartung basiert, man könne sich nicht vor den negativen Einfiüssen schützen.
Emotionale Hemmung - emotional inhibition
"Eingeschränkter Selbstausdruck" ist gekennzeichnet durch eine unangemessene Einschränkung,
Unterdrückung oder Ignorieren der eigenen Gefühle und Bedürfnisse. Der typische familiäre Ursprung liegt in
einer Familie, in der Gefühle unterdrückt werden müssen, und dominierenden Erwachsenen.
Emotionale Gehemmtheit zeigt sich in deutlichen Schwierigkeiten, die eigenen Gefühle auszudrucken oder
auszusprechen (Ärger, Verletzung, Trauer, aber auch Freude). Es wird erwartet, dass es sonst zu einem Verlust
an Achtung, zu Ablehnung, Verlust oder zu einer Verletzung durch die anderen kommt
Unerbittliche Ansprüche - unrelenting standards
"Unerbittliche Ansprüche" beschreiben den ständigen Versuch, hohe, unrefiektierte Erwartungen von sich selbst
oder anderen zu erfüllen. Dies geschieht auf Kosten von Glück, Spaß, Entspannung, Spontaneität, Spiel,
Gesundheit, befriedigenden Beziehungen. Oft wird auf eines der folgenden Gebiete übersteigert Wert gelegt: 1.
Erfolg und Wettbewerb, 2. Geld, physische Erscheinung, sozialer Status, 3. Selbstkontrolle und Disziplin, 4.
Kontrolle der Umgebung, 5. moralische, ethische oder religiöse Aspekte.
Strafneigung - punitiveness
Überzeugung, dass man für Fehler hart bestraft werden muss, wer Erwartungen und Standards nicht entspricht
Andere und die Person selbst werden ärgerlich, intolerant, strafend und ungeduldig behandelt Vergeben fällt
schwer.
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