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Die Verdauung
Reihe 6
Verlauf
Material
S4
LEK
Glossar
Mediothek
M2
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61 RAAbits Biologie Juli 2009
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Die Verdauung
Reihe 6
M5
Verlauf
Material
S 14
LEK
Glossar
Mediothek
Was geschieht bei der Nahrungsreise in den Magen? –
Rachen und Speiseröhre unter der Lupe
Informationstext
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Nahrungstransport in der Speiseröhre – er gelingt auch, wenn wir auf dem Kopf stehen
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Nach der Vorverdauung im Mund sind die Fette und Eiweiße im Speisebrei noch gänzlich
unverdaut. Die Kohlenhydrate liegen teilweise noch als Stärke, teils bereits in Form von
Disacchariden (Zweifachzucker) vor. Außerdem enthält der Speisebrei das Enzym Amylase
aus dem Mundspeichel.
Um weiterverarbeitet zu werden, muss der Speisebrei vom Mund über den Rachen (der
Raum hinter der Mundhöhle) und die Speiseröhre in den Magen transportiert werden. Dieser
Transport geschieht unabhängig davon, ob wir stehen, liegen, sitzen oder auf dem Kopf
stehen.
Der Schluckreflex wird ausgelöst, wenn der Nahrungsbrei von der Zunge gegen den Gaumen
gedrückt wird und die Rachenwand berührt. Der Atemweg (von der Nase über die Luftröhre
zur Lunge) und der Nahrungsweg kreuzen sich im Rachen. Damit keine Nahrungspartikel in
die Luftröhre gelangen, muss der Atemweg beim Schlucken gesperrt werden: Der Kehlkopfdeckel (ein Knorpel am Grund der Zunge) wird abgesenkt und verschließt den Eingang der
Luftröhre. Der Zugang zur Nase wird durch das Gaumensegel versperrt.
Die Speiseröhre ist ein muskulöser Schlauch, der hinter der Luftröhre liegt. Sie ist also nicht
starr. Das, was wir von außen ertasten können, ist die knorpelige Struktur der Luftröhre.
Der Transport der Nahrung durch die Speiseröhre in den Magen erfolgt durch peristaltische
(wellenförmige) Muskelbewegungen.
61 RAAbits Biologie Juli 2009
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Die Verdauung
Reihe 6
M7
Verlauf
Material
S 20
LEK
Glossar
Mediothek
Leber und Bauchspeicheldrüse – Produktion und
Zulieferung von Verdauungssäften im großen Stil
1. Informationstext
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So ist der Dünndarm mit Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse verknüpft
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Im Dünndarm wird die Verdauung des Speisebreis fortgesetzt. Durch die Vorgänge in Mund
und Magen fand bereits eine Zerlegung der Nahrungsbestandteile statt: Beim Eintritt in den
oberen Teil des Dünndarms, der Zwölffingerdarm genannt wird, enthält der Speisebrei zwar
noch einige Stärkemoleküle, aber auch bereits Disaccharide. Die Proteine (beispielsweise
in Käse enthalten) liegen schon in Form von kürzeren Aminosäureketten (Peptide) vor.
Die Fettmoleküle sind allerdings noch unverändert. (Die Fettverdauung beginnt zwar schon
in Mund und Magen, aber in so einem geringen Maß, dass wir dies hier vernachlässigen
können.)
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Damit im Dünndarm die Zersetzung der Nährstoffe weitergehen kann, sind Enzyme
notwendig, die unter anderem in der Leber und der Bauchspeicheldrüse gebildet und in
den Zwölffingerdarm abgegeben werden.
Die Leber produziert pro Tag rund 1 Liter Gallenflüssigkeit, die in der Gallenblase gespeichert werden kann. Die in der Gallenflüssigkeit enthaltenen Stoffe zerteilen das Fett im
Nahrungsbrei in feinste Tröpfchen. Der Fachbegriff für diesen Vorgang lautet „Emulgieren“.
Die Bauchspeicheldrüse produziert pro Tag etwa 1–2 Liter Bauchspeichel. Er enthält Vorstufen
verschiedener Enzyme, die dann im Dünndarm aktiv werden: sogenannte Peptidasen. Zu
den Peptidasen gehört zum Beispiel Trypsin, das Peptide in ihre noch kleineren Stücke bis
hin zu Tri- und Dipeptiden spaltet. Des Weiteren existieren im Bauchspeichel Lipasen: Sie
spalten die Fettmoleküle in Fettsäuren und Glycerin. Die Bauchspeichel-Amylase zerlegt die
noch vorhandene Stärke im Speisebrei in Di- und Monosaccharide.
Damit die Enzyme optimal wirken können, benötigen sie ein alkalisches Milieu. Daher
enthält der Bauchspeichel neben den Enzymen noch Bestandteile, die den sauren Speisebrei
aus dem Magen neutralisieren bzw. leicht alkalisch machen. Die Enzyme des Magens, die bei
einem sauren pH-Wert aktiv sind, werden auf diese Weise inaktiviert.
Zeitpunkt und Menge der Verdauungssaftproduktion in Leber und Bauchspeicheldrüse wird
durch Nerven und Hormone (Botenstoffe, die im Blut transportiert werden) reguliert.
61 RAAbits Biologie Juli 2009
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Die Verdauung
Reihe 6
M8
Verlauf
Material
S 23
LEK
Glossar
Mediothek
Der Dünndarm – ein drei Meter langes Verdauungsorgan
mit erstaunlichen Fähigkeiten
1. Informationstext
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A
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C
Abbildung 1: Lage des Dünndarms im Verdauungstrakt
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Abbildung 2: Der Dünndarmaufbau
Im etwa 3 Meter langen Dünndarm (siehe Abbildung 1), dem längsten Verdauungsabschnitt
des Menschen, erfolgt vor allem die Aufnahme (Fachbegriff: Resorption) der Nähr- und
Ergänzungsstoffe. Der Aufbau des Dünndarms (siehe Abbildung 2) ist perfekt auf diese Funktion abgestimmt.
I/G2
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V
Außerdem produziert der Dünndarm Darmsaft, der neben Enzymen vor allem Schleimstoffe
enthält. Die Schleimstoffe schützen die Darmwandzellen vor Selbstverdauung. Einige der
in der Schleimhaut gebildeten Enzyme gelangen auf ungewöhnlichem Weg in den Speisebrei: Sie werden zusammen mit den Schleimhautzellen abgegeben. Die abgestoßenen Zellen
zerfallen und geben somit das Enzym frei.
Damit die Bestandteile der Nahrung in den Körper aufgenommen werden können, muss die
Verdauung, die bereits im Mund begann, fortgeführt werden. Die Nahrungsproteine wurden
bereits in kurze Aminosäureketten (Oligopeptide, Tri- und Dipeptide) zerlegt. Die Kohlenhydrate aus der Nahrung treten in Form von Zweifachzuckern (Disacchariden) aus dem Zwölffingerdarm (oberer Abschnitt des Dünndarms, Länge: 25 cm) in den Dünndarm ein. Auch
die Fettverdauung ist bereits in Gang gesetzt. Zusammen mit den fettspaltenden Enzymen
(vor allem Lipasen) gelangen die im Abbau begriffenen Fette in den Dünndarm. Hier setzen
die Enzyme ihre Arbeit fort.
Die Fette werden im Dünndarmlumen letztendlich in ihre Bestandteile (Fettsäuren und
Glycerin) zerlegt. Sie können dann von den Darmwandzellen aufgenommen werden. Von
dort aus gelangen sie direkt oder indirekt über das Lymphsystem des Körpers in das Blut.
Die Disaccharide werden durch die in der Dünndarmwand verankerten Enzyme in Einfachzucker (Glucose und Fructose) gespalten und in dieser Form in die Dünndarmwandzellen
aufgenommen. Von dort aus gelangen die Abbauprodukte ebenfalls in das Blut.
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61 RAAbits Biologie Juli 2009
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