Psychotherapie hilft bei körperlichen Beschwerden ohne organische

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Psychotherapie hilft bei körperlichen Beschwerden ohne organische Ursache
Hat ein Patient körperliche Beschwerden und es wird keine organische Ursache für die
Symptome gefunden, so liegt in sehr vielen Fällen eine psychosomatische Störung vor.
„Betroffene haben oftmals zahlreiche körperliche Untersuchungen ohne Ergebnis hinter sich.
Die daraus resultierende Frustration der Patienten führt nicht selten zu einer erhöhten
Anspannung durch die Beschwerden, zu verstärkter Aufmerksamkeit gegenüber den
Körpersignalen und damit zu einem Teufelskreis. Eine Psychotherapie kann den Betroffenen
wirksam dabei unterstützen, die Aufmerksamkeit von diesen Reizen wegzulenken. Sie
ermöglicht es dem Betroffenen Verhaltensweisen zu identifizieren, die sich ungünstig auf die
Psyche und den Körper auswirken, und diese zu verändern“, empfiehlt Dr. Christa RothSackenheim, Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Psychiater (BVDP) in Krefeld.
Man schätzt, dass bis zu einem Drittel der Patienten, die wegen diffuser Beschwerden oder
Schmerzen einen Hausarzt aufsuchen, an einer psychosomatischen Störung leiden.
Besonders häufig haben Störungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Bewegungsapparates
sowie des Magen-Darm-Traktes psychosomatische Gründe. „Herzklopfen, Beklemmung,
Schwindel und Atemnot können im Zusammenhang mit belastenden Lebenssituationen
auftreten oder durch Ängste oder eine versteckte Depression verursacht sein. In diesem Fall
helfen dem Patienten keine Herz-Kreislauf-Medikamente, sondern nur eine Berücksichtigung
der tatsächlich zugrunde liegenden Ursachen in einer Psychotherapie“, rät Dr. RothSackenheim. Seelische Störungen können sich auf sehr vielfältige Weise in körperlichen
Symptomen äußern. „So können auch häufig Kopf-, Rücken- und Bauchschmerzen sowie
Verdauungsbeschwerden Ausdruck einer psychischen Belastung sein“, erklärt die BVDPVorsitzende.
Oft haben die Betroffenen die Befürchtung, als eingebildete Kranke behandelt zu werden.
„Die körperlichen Beschwerden bei einer psychosomatischen Erkrankung sind jedoch
genauso belastend wie bei einer organischen Erkrankung“, betont Dr. Roth-Sackenheim.
„Um zu verhindern, dass die Beschwerden chronisch werden, sollte man sich möglichst
rasch an einen Psychotherapeuten wenden. In einer Psychotherapie wird das
Selbstwertgefühl des Patienten gestärkt und er erlernt Strategien zur Stressverringerung,
wodurch er seine Lebensqualität erheblich verbessern kann.“
Weitere Informationen zu psychischen Störungen finden Sie auf der
Patienteninformationsseite www.psychiater-im-netz.de.
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