Kirchlicher Herausgeberkreis Jahrbuch Gerechtigkeit

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Kirchlicher Herausgeberkreis Jahrbuch Gerechtigkeit
Koordination: Werkstatt Ökonomie e.V., Obere Seegasse 18, 69124 Heidelberg
Tel.: 06 221 – 433 36 13, Fax: 06 221 – 433 36 29, klaus.heidel@woek.de
Pressekonferenz
zur Vorstellung des Jahrbuches Gerechtigkeit V:
„Menschen, Klima, Zukunft. Wege zu einer gerechten Welt“
Donnerstag, 31. Mai 2012
Pressemitteilung:
Soziale Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit gehören zusammen
Die Große Transformation muss demokratisch gestaltet werden
Sperrfrist: 31. Mai 2012, 11.00 Uhr
(Berlin, 31. Mai 2012) „Soziale Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit gehören untrennbar
zusammen.“ Dies betonen die 30 kirchlichen Herausgeber des ökumenischen Jahrbuches
Gerechtigkeit, das am 31. Mai in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Daher müsse der
erforderliche Umbau unserer Produktions- und Konsumweisen hin zu einer nachhaltigen
Wirtschaft ohne fossile Energieträger zugleich nach sozialer Gerechtigkeit streben. „Es freut
mich besonders, dass mit dem ‚Jahrbuch Gerechtigkeit V‘ die sozialen Dimensionen der
Nachhaltigkeit zur Sprache kommen, denn unser Verständnis dieser Dimensionen ist bis
heute unzureichend“, erklärte hierzu der frühere Bundesumweltminister Prof. Dr. Klaus Töpfer bei der Pressekonferenz.
Unmittelbar vor der UN-Konferenz über nachhaltige Entwicklung (Rio+20) betonen die Kirchen und kirchlichen Organisationen, dass weltweit noch viel zu wenig getan wird, um die
globale Erwärmung mit ihren katastrophalen Folgen für Natur, Menschen und Gesellschaften
zu begrenzen. In ihrem gemeinsamen Diskussionsbeitrag im neuen Jahrbuch fordern sie,
dass das Ziel einer Begrenzung der globalen Erwärmung auf 2°C völkerrechtlich verankert
werden müsse, wie Prälat Dr. Bernhard Felmberg ausführte. Weiter betonte der Prälat:
"Deutschland braucht ein Klimaschutzgesetz und die EU muss ihre CO2-Reduktionsziele bis
zum Jahr 2020 jetzt endlich auf 30 Prozent erhöhen und verbindlich festschreiben." Felmberg sprach als Mitglied im Aufsichtsrat des Evangelischen Entwicklungsdienstes, der zu den
Herausgebern des Jahrbuches gehört.
Der Klimawandel und weitere globale Krisen erforderten nach Ansicht der Herausgeber des
Jahrbuches einen umfassenden Umbau der Wirtschaft, für den sich immer mehr der Begriff
Große Transformation durchsetze. Diese werde „nur gelingen, wenn in den Industrieländern
Wirtschaftswachstum nicht länger ein Ziel an sich ist. Und weltweit darf die Erwirtschaftung
kurzfristiger Renditen nicht länger Vorrang haben vor der Einhaltung ökologischer Grenzen
und der Überwindung von Armut“, so Klaus Heidel von der Werkstatt Ökonomie, die für die
Redaktion und Koordination des Jahrbuches Gerechtigkeit verantwortlich ist.
Die demokratische Gestaltung der Transformation erfordere neue Formen der Bürgerbeteiligung, so die Herausgeber des Jahrbuches, die zugleich Kirchen, ihre Werke und Gemeinden
dazu ermutigten, sich aktiv in die Transformationsprozesse einzubringen. Dem soll ein ökumenischer Konsultationsprozess dienen, zu dem der kirchliche Diskussionsbeitrag im Jahrbuch einlädt.
Das ökumenische Jahrbuch Gerechtigkeit erscheint zum fünften Mal. Es wird herausgegeben von 30 Kirchen, kirchlichen Werken und Organisationen. Zu den Herausgebern gehören
Diakonische Werke aus ganz Deutschland, evangelische Landeskirchen, die Evangelischmethodistische Kirche in Deutschland, die Katholische Sozialakademie Österreichs, der Caritasverband für die Diözese Limburg so wie die kirchlichen Entwicklungsorganisationen Misereor, Brot für die Welt und Evangelischer Entwicklungsdienst.
Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Klaus Heidel, Tel.: 06 221 – 433 36 13 oder 01 70 – 522 30 11, E-Mail: klaus.heidel@woek.de.
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